Berliner Kurier 26.09.2019

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8 BERLIN BERLINER KURIER, Donnerstag, 26. September 2019 *

NACHRICHTEN

Fast 2Mio. Badegäste

Foto: dpa

Berlin –Die Freibäder sind

in diesem Sommer gut besucht

worden. Mehr als 1,86

Mio. Badegäste kamen in

die Sommerbäder der Bäder-Betriebe.

Damit blieben

die Zahlen hinter dem Vorjahresrekordwert

zurück.

2018 kamen mehr als 2Mio.

Besucher in die Freibäder.

Gegen Hitzetransporte

Berlin –Nutztiere sollen

nach dem Willen von Berlins

Senator für Justiz und

Verbraucherschutz bei Hitze

weniger lang in Tiertransporten

ausharren

müssen. Die Transportzeiten

bei mehr als 30 Grad

müssten deutlich verkürzt

werden, sagte Dirk Behrendt

(Grüne).

Hohe Studenten-Mieten

Berlin –Unterkünfte für

Studenten in Berlin werden

immer teurer. Laut einer

Analyse der Finanzberatung

MLP und des Instituts

der deutschen Wirtschaft

kostet eine Musterwohnung

mittlerweile 400 Euro,

ein Anstieg von 7,4 Prozent

gegenüber 2018.

Kinder zurückgeholt

Eberswalde –Nach Misshandlungsvorwürfen

gegen

ein deutsches Heim für

Schwererziehbare in Rumänien

sind mindestens

zwei Teenies aus Brandenburg

zurückgekehrt. Die

beiden Jugendlichen aus

dem Landkreis Barnim seien

seit mehreren Wochen

wieder in Deutschland, so

ein Landkreis-Sprecher.

ARCHE NOAH

Flitzi ... stammt ursprünglich

von einem Bauernhof.

Er ist ein liebes, aber noch

etwas ängstliches Katerchen

und wünscht sich ein

geduldiges Zuhause mit

Freigang und gern auch mit

weiteren Samtpfoten.

Vermittlungs-Nr. 19/2774

Aufkleber der

Spurensicherung

in dem völlig

blutverschmierten

Hausflur in Schöneberg.

StachdieStar-Autorinzu,weil

sieeinKindschützenwollte?

Richter erlässt Haftbefehl gegen Mariam N. (73) –wegen versuchten Mordes

VonP.DEBIONNE und

E. RICHARD

Berlin – Im Fall der Star-

Autorin und Trägerin des

Bundesverdienstkreuzes,

Mariam N., die ihren

Schwiegersohn lebensgefährlich

verletzt haben soll

(KURIER berichtete), hat

ein Richter Haftbefehl gegen

die 73-Jährige erlassen.

Doch die Ermittlungen

stehen erst am Anfang:

Denn nach Informationen

aus Polizeikreisen soll ein

möglicher Kindesmissbrauch

Auslöser der Bluttat

gewesen sein.

Der Haftbefehl lautet nach

Angaben der Staatsanwaltschaft

auf „versuchten Mord

aus niederen Beweggründen“,

wie ein Sprecher auf

Anfrage sagte. Nun sitzt die

73-Jährige hinter Gittern. Sie

soll laut Staatsanwaltschaft

am vergangenen Montag in

ihrer Wohnung in der Elßholzstraße

in Schöneberg einen

44-Jährigen „mit einem

Messer angegriffen und mit

mehreren Stichen lebensgefährlich

verletzt“ haben. Der

Schwerverletzte hatte sich

noch in den Hausflur schleppen

können, woraufhin

Nachbarn die Polizei verständigt

hatten. Ein Bekannter

der Frau zeigte sich am

nächsten Tag gegenüber dem

KURIER völlig fassungslos.

So sei die Frau eine „besonnene,

ausgeglichene und

stets freundliche“ Person.

Tatsächlich hatte sich Mariam

N. in den vergangenen

Fotos: Jürgen Meyer, Oberst

Mariam N. sitzt wegen versuchten

Mordes in Untersuchungshaft.

Jahrzehnten unermüdlich

für die Rechte und die wirtschaftliche

Eigenständigkeit

unterdrückter Frauen in ihrer

Heimat Afghanistan eingesetzt.

Auch den Bau von

Schulen in dem von mehreren

Kriegen völlig zerstörten

Land unterstützte N. seit vielen

Jahren.

Zudem ist sie Mitgründerin

des Vereins BIG e.V., der seit

1994 Frauen hilft, die Opfer

häuslicher Gewalt wurden.

Dafür erhielt die jetzt 73-

Jährige bereits 2016 das Bundesverdienstkreuz.

Jetzt also sitzt Mariam N.

hinter Gittern –möglicherweise

aber nur deshalb, weil

sie ein Kind schützen wollte.

Wie der KURIER erfuhr, soll

die Frau ihren Schwiegersohn

kurz vor der Tat beschuldigt

haben, er würde

sein eigenes Kind missbrauchen.

Das soll der Geschädigte

in einer ersten Vernehmung

gegenüber den Ermittlern

gesagt haben. Im weiteren

Verlauf des Streits habe

die 73-Jährige schließlich

zum Messer gegriffen. Und

dann immer wieder zugestochen.

Ob der Missbrauch tatsächlich

stattgefunden hat oder

nicht, ist bislang unklar. Das

müssen nun die weiteren Ermittlungen

zeigen, hieß es.

Bande filzteBriefeund stahl Geld und Gutscheine

Tierheim Berlin,

Hausvaterweg 39, 13057 Berlin,

Telefon: 030/768880,

www.tierschutz-berlin.de

Die Tiervermittlung ist geöffnet:

Mittwoch–Sonntag 13–16 Uhr

Foto: Tierheim Berlin

Berlin/Schönefeld – Zivilfahnder

haben in Berlin vier

Verdächtige festgenommen,

denen vorgeworfen wird, als

Bande tausende Briefe gestohlen

zu haben. Die Berliner sollen

in den Postsendungen nach

Geld, Gutscheinen und Bankkarten

gesucht haben. „Derzeit

wird von einem Schaden von

mehreren zehntausend Euro

ausgegangen“, so der Brandenburger

Polizeisprecher Mario

Heinemann. Der Festnahme

gingen Ermittlungen der Landeskriminalämter

von Brandenburg

und Berlin voraus.

Drei Männer wurden von Zivilfahndern

auf frischer Tat festgenommen.

Die Polizei konnte

auch den Fahrer während seiner

Auslieferungstour fassen.

Die Täter sind 18 bis 57 Jahre

alt. Die Masche der Bande war,

dass ein Beschuldigter als

Transportfahrer für die Post arbeitete

und es den anderen ermöglichte,

in das Postverteilerzentrum

in Schönefeld (Dahme-Spreewald)

zu gelangten.

Oder er ließ sie in den Laderaum

seines Post-Lasters. Die

Polizei durchsuchte Wohnungen

in Neukölln, Köpenick und

Lichtenberg. „Das Diebesgut,

mehrere Säcke mit tausenden

geöffneten Briefen, und ein

hochwertiger Porsche als Tatmittel

wurden sichergestellt“,

so Heinemann. (bla.)

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