SPORTaktiv Skitourenguide 2019

Sportaktiv.Magazin

SKITOUREN

G U I D E 2 0 1 9 / 2 0

IN KOOPERATION MIT


EDITORIAL

KLAUS MOLIDOR

SPORTaktiv-Chefredakteur

klaus.molidor@styria.com

COVERFOTO: DYNAFIT/Anton Brey; Foto: Thomas Polzer

DAS GLÜCK

IN 17 SILBEN

Beginnen wir diesen Skitourenguide einmal völlig anders. Mit einem japanischen

Haiku. Das ist eine dreizeilige Gedichtform, die aus 17 Silben

besteht, aufgeteilt auf 5-7-5 Silben. Also: „Herz, was willst du mehr /

Aufstieg, Berge, Pulverschnee / macht Lust, dieser Guide.“ Keine Weltliteratur,

ich geb’s zu, aber kurz und präzise zusammengefasst, worum es in

diesem Magazin und überhaupt beim Skitourengehen geht. „Da wird mir

das Herz so weit“, schwärmt ein Kollege, der sich das ganze Jahr auf diese

Ausgabe freut. Nun ist es so, dass die Arbeit daran nicht immer leicht ist.

Denn während es draußen noch Backofentemperaturen hat, sollen wir uns

in Pulverschnee, Steigfelle, Lawinensicherheit hineindenken. Das Gute

aber ist: Oft reicht ein Schupferl zur rechten Zeit. Ein anderer Kollege

hatte ein Foto am Handy, aus einem ehemaligen Skigebiet, das jetzt Tourengeher

anspricht. Dick verschneite Bäume, ein sanfter Berg, zwei Spuren

im Schnee. Und schon waren wir drin im Thema und auch im Konzept

dieses Skitourenguides. Heuer setzen wir ihn bewusst niederschwellig an.

Erklären, welche skifahrerischen Voraussetzungen es für die erste Tour

braucht, wie man seine Muskeln auf Tourentauglichkeit trimmt, wie

man kostengünstig in den Sport einsteigen kann und vor allem: wo man

ihn überhaupt ausüben darf. Wie ihr es von SPORTaktiv gewöhnt seid,

leuchten wir aber auch immer das oberste Ende des Themas aus, dort wo

die „Freaks“ daheim sind, die mit ihren Projekten begeistern, für Staunen

sorgen, Grenzen verschieben.

Wir wollen jenen, die der Faszination Skitouren schon erlegen sind, neue

Nahrung geben und vor allem aber jenen, die noch zögern, zurufen:

„Herz, was willst du mehr / Aufstieg, Berge, Pulverschnee / verschling

diesen Guide.“ Immer noch keine Weltliteratur, aber ein Angebot zum

Glücklichwerden. Am besten auf einer Skitour.

Bleibt fit,

Euer Klaus

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30

INHALT

TOP-STORY

12 MARCO BÜCHEL ÜBER ... EMOTIONEN

Der Ex-Abfahrtsprofi und Tourenliebhaber im Interview

EMOTION

24 TOTGESAGTE LEBEN LÄNGER

Geschlossene Skigebiete als Paradies für Touren-Einsteiger

44 SKITOUREN SIND DAS LEIWANDSTE

... was sich unsere Einsteigerin nur vorstellen kann

68 ES IST NICHT IMMER NUR DIE LAWINE

Auf Tour sollte man auch andere Gefahren bedenken

88 FORT GESCHRITTEN

Wie Dynafit-Chef Böhm Job, Abenteuer und Familie vereint

102 MENSCH MAYR

Andrea Mayr setzt im Skibergsteigen Maßstäbe

108 AM ENTSCHEIDEWEG

Welchen Einfluss Kopf und Bauch auf Entscheidungen haben

114 NIMM ZWEI

Durch den Tourentrend sind auch Splitboards wieder dick da

SERVICE

18 KOMM MIT UNS AUF TOUREN

So gelingt der Einstieg in die Skitourenwelt

30 KANN ICH GUT GENUG SKI FAHREN?

Wie man lernt, sich selbst richtig einzuschätzen

50 TOURENFIT MIT GIACOMO

Mit diesen Übungen seid ihr zum Saisonstart fit

112 NOTFALL LAWINE

Auch Einsteiger sollten Rettungsabläufe ständig üben

120 AUSPROBIERT

Diesmal: ein Skitourenhelm, ein LVS-Gerät und ein Airbag

MATERIAL

38 JEDEM DAS SEINE

Entwicklungen bei Tourenski und -schuhen

58 AN PIN GEHT NICHTS VORBEI

Was sich auf dem Sektor der Tourenbindungen tut

62 SCHICHT FÜR SCHICHT

Blick hinter die Kulissen: So entsteht ein Skitourenfell

82 LEBENSVERSICHERUNG

Welche Sicherheitsausrüstung du immer mithaben solltest

96 SKI. LAUF. STEG

Was unterscheidet Touren- von Alpinski-Mode

Fotos: Sam Strauss Fotografie, Tom Lamm

24


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TOURENGENUSS

IM „TAL DER

ALMEN“

Das Großarltal – im Sommer

bekannt für seine vielen

bewirtschafteten Almen

– bietet Skitourengehern

und Schneeschuhwanderern

jetzt unzählige Genuss- und

Gipfeltouren. Tipp eins: Die

beliebtesten Routen und besten

Tipps hat Sepp Kendler,

Obmann der Alpenvereinssektion

Großarl-Hüttschlag,

in einem neuen, handlichen

Skitourenführer zusammengefasst.

Erhältlich ist dieser

beim TVB Großarltal, online

findet ihr alle Touren auf

touren.grossarltal.info.

Tipp zwei: Bis zu neun geführte

Aktivitäten pro Woche

bietet www.berg-gesund.at.

Für alle, die in einem von

110 Berg-Gesund-Partnerbetrieben

übernachten, ist die

Teilnahme daran gratis.

www.grossarltal.info

Foto: TVB Großarltal

6 SPORTaktiv


SPORTaktiv

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8 SPORTaktiv


SKITOUREN-

GENUSS AM

HAHNBAUM

Skitourengehen wird immer beliebter.

Während das Aufsteigen

in unberührter Natur aber viel

Erfahrung benötigt und das Begehen

von Skigebieten vielerorts

verboten ist, hat St. Johann in

Salzburg ein tolles Angebot: Am

Hausberg Hahnbaum finden

Skitourenbegeisterte eine tolle

Tour mit zwei Aufstiegsmöglichkeiten

vor.

Der St. Johanner Freizeitberg

bietet nämlich Platz für alle:

Skifahrer, Rodler, Winterwanderer

– und vor allem auch Tourengeher.

Seit 2012 gibt es die

offizielle Skitourenstrecke und

seit 2015 die zusätzliche zweite

Variante. Und oben kann man

nicht nur einkehren, sondern

wird bei schönem Wetter mit

einer wunderschönen Aussicht

auf die umliegende Bergwelt

belohnt.

www.josalzburg.com

Foto: Tourismusinfo St. Johann in Salzburg

SPORTaktiv

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10 SPORTaktiv


FRÜHES

FRÜHSTÜCK,

ERSTE SPUR

Das Paradies beginnt bereits auf

Erden, sagt ein deutsches Sprichwort.

Zwischen Innsbruck und dem

Brennerpass liegt das Tiroler Wipptal

mit seinen fünf Bergtälern. Das

Haupttal verläuft zwischen den

Gebirgszügen der Stubaier und

Zillertaler Alpen – und das bedeutet

für Skitourengeher: eine große

Auswahl an unverspurten Hängen,

vielfältige Schwierigkeitsgrade,

riesiger landschaftlicher Reiz –

und alles von einem zentralen

Ausgangspunkt aus.

Tipp: Neben dem Schmirn- und

Valsertal mit dem gemeinsamen

Ausgangsort St. Jodok ist seit Mai

2019 auch das Gschnitztal mit den

Ortschaften Trins und Gschnitz

Mitglied bei den Bergsteigerdörfern.

Die Partnerbetriebe sind speziell auf

die Bedürfnisse von Skitourengehern

abgestimmt, es gibt z.B. auf Wunsch

frühes Frühstück sowie Tee und Jause

zum Mitnehmen. Außerdem erhalten

Alpenvereinsmitglieder 10 Prozent

Ermäßigung beim Übernachten.

www.wipptal.at

Foto: Tiroler Wipptal/Joakim Strickner

SPORTaktiv

11


MARCO BÜCHEL

ÜBER EMOTIONEN

ER WAR EINER DER GROSSEN DES ALPINEN

SKI-RENNSPORTS. HEUTE FÄHRT MARCO BÜCHEL

NICHT NUR AB – SONDERN LÄUFT AUCH GERNE

NACH OBEN. WEIL ER IN DEN BERGEN

ZUR RUHE FINDET. UND DABEI DAS HOCHGEFÜHL

GENIESST, SICH DEN AUSBLICK AUCH

WIRKLICH VERDIENT ZU HABEN.

INTERVIEW: AXEL RABENSTEIN

12 SPORTaktiv


Marco, mal angenommen, deine Karriere

wäre ein Bergpanorama. Welche

Gipfel ragen heraus?

Für mich ragt da einiges heraus, das

waren ja knapp 20 Jahre! Schöne Erinnerungen

sind mein erstes Weltcuprennen

in Garmisch, mein Sieg in Kitzbühel

und mein dritter Rang am Lauberhorn

zum Abschluss meiner Karriere.

Für mich waren aber nicht nur die

Erfolge wichtig, sondern auch gewisse

Nieder lagen. Sie waren von großer

Bedeut ung für die Bildung meiner Persönlichkeit.

Welche Niederlagen waren das?

Einmal die WM-Abfahrt 2007, wo ich

auf dem Weg zu einer Medaille bin und

mich auf die Seite lege. Das war meine

härteste Niederlage, der Stachel saß tief.

Zwei Jahre später dann die WM-Abfahrt

in Val d’Isere, als ich in der Früh eine

Panikattacke habe und mich nicht mehr

bewegen kann, weil ich den Druck nicht

ertrage. Den ganzen Tag zwang ich mich

zum nächsten Schritt. Erst im Starthaus

konnte ich den Schalter umlegen, ich

funktionierte wieder und wurde sogar

Vierter. Aber das war schon ein schwerer

Tag für mich.

Woher war die Panik gekommen?

Aus dem Nichts! Ich bin aufgewacht

und plötzlich war mir alles zu viel.

Man nennt das wohl eine Leistungsdepression.

Hast du so eine Panikattacke noch

einmal erlebt?

Nein. Vorher nicht und auch nicht später.

Ich war damals schon 37 und wusste,

dass meine Karriere sich dem Ende

zuneigt. Dieses Erlebnis war wohl das

Zeichen aufzuhören, was ich dann ein

Jahr später getan habe.

Was hat dich zwei Jahrzehnte lang

bestärkt, dein Leben dem Skirennsport

zu widmen?

Ich lebe von Emotionen, sie sind der

Grund, warum ich das alles getan habe.

Skifahren ist für mich der genialste

Sport der Welt, der mich immer erfüllt

hat. Aber in Wahrheit bin ich ein Suchender

nach Emotionen, und diese 20

Saisonen, die ich im Skiweltcup erleben

durfte, waren unglaublich reich an Emotionen.

Es gab viele Momente, in denen

ich mich selbst sehr intensiv gespürt

habe, und dabei halte ich ein Glücksge-

Fotos: Matthias Kummer, Marco Büchel

SPORTaktiv

13


fühl für ebenso wertvoll wie den

Schmerz einer Niederlage.

Ist man nach der aktiven Karriere erst

einmal auf emotionalem Entzug?

Davor hatte ich große Angst. Dass ich

nichts mehr finden würde, was mich so

sehr ausfüllt wie der Profisport. Nach

meinem Rücktritt kam ich dann allerdings

in eine Art Honeymoon-Phase.

Wie in den Flitterwochen. Plötzlich ist

alles gut! Ich muss nicht mehr trainieren.

Kann morgens liegenbleiben. Muss

DANN KAM DIE ERSTE|

ABFAHRT IN LAKE LOUISE.

ICH SASS VOR DEM TV|

UND HABE GEWEINT.|

nicht mehr frieren. Nicht mehr diszipliniert

sein. Das war ein geiler Sommer.

Dann aber kam die erste Weltcupabfahrt

im TV, Lake Louise 2010. Ich saß vor

dem Fernseher und habe geweint, weil

ich wusste, dass ich das in dieser Intensität

nie mehr erleben werde.

Und dann?

Musst du auf die Suche gehen, nach etwas,

das dich von Neuem erfüllt. Für

mich ist es das Kommentieren im deutschen

Fernsehen. Das ist nicht mehr so

extrem, ich muss nicht mehr meine Gesundheit

riskieren. Aber ich liebe es! Ich

habe das Gefühl, in meinem zweiten Leben

angekommen zu sein. Und es hat

nicht so lange gedauert wie befürchtet.

In deiner Freizeit hast du dich dem

Ausdauersport zugewandt. Wie kam

es dazu?

Mein Trauzeuge ist passionierter Marathonläufer.

Er hat mich überredet, obwohl

ich wirklich keine Lust dazu hatte.

Am Wochenende meines 40. Geburtsta-

Fotos: GEPA pictures (1), Marco Büchel/Foto: Evelyne Binsack, Marco Büchel/Foto: Ingo Rasp

14 SPORTaktiv


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SPORTaktiv

15


MARCO BÜCHEL

WURDE AM 4. NOVEMBER 1971 IN

WALENSTADT (SCHWEIZ) GEBOREN.

ges fand zufällig der New-York-Marathon

statt, das war eine schöne Gelegenheit,

ein Häkchen dranzumachen. Also

habe ich neun Monate trainiert, zehn

Kilo abgenommen und bin zusammen

mit meiner Frau und meinem Trauzeugen

den Marathon gerannt. Die Emotionen

im Ziel waren toll. Die nächsten

fünf Tage bin ich gehumpelt und eigentlich

wollte ich das nie wieder tun.

Aber nun bin ich schon fünfmal den Alpin-Marathon

in Liechtenstein und

zweimal den Jungfrau-Marathon gelaufen.

Bei beiden sind jeweils rund 1800

Höhenmeter zu absolvieren.

Macht ein Marathon in den Bergen

mehr Spaß?

Mir schon! Ich bin ein Bergmensch.

Und so ein Bergmarathon ist jedes Mal

eine besondere Reise. Ich genieße die

Vorbereitung, freue mich darüber, einen

Plan zu haben, strukturiert zu sein, etwas

für meine Gesundheit zu tun und

am Ende das Ziel zu erreichen. Trailrunning

ist wirklich ein neues Hobby von

mir geworden.

Noch lieber bist du beim Skitourengehen.

Wie oft bist du unterwegs?

So oft wie möglich. Wenn ich einen Tag

frei habe, bin ich garantiert auf den

Tourenski. An einem Skilift bin ich nur

noch selten zu finden.

Was ist so schön am Tourengehen?

Hier draußen finde ich die Erholung,

die ich benötige. Die Ruhe, die Stille,

alleine am Berg. Es ist ähnlich wie beim

Trailrunning. Mit dem Vorteil, dass

man nicht nach unten läuft – sondern

fährt. Darin gehe ich komplett auf. Inzwischen

suche ich mir auch technisch

schwerere Routen, im Frühling war ich

auf dem Mont Blanc. So etwas mache

ich allerdings nur in Begleitung eines

Bergführers.

DIE RUHE, DIE

STILLE, ALLEINE

AM BERG. DARIN

GEHE ICH

KOMPLETT AUF.

AM SKILIFT BIN

ICH NUR NOCH

SELTEN ZU FINDEN.

Warum fährst du nicht einfach mit der

Gondel auf den Berg, um die Aussicht

zu genießen?

Weil das Hochgehen die Quintessenz

ist. Wenn ich auf einen Berg fahre, genieße

ich die Aussicht, habe aber nach

zehn Minuten genug davon. Wenn ich

den Berg hochlaufe, ihn mir verdiene,

dann kann ich oben sitzen und zwei

Stunden lang das Panorama bestaunen,

weil ich weiß, was ich dafür getan habe,

dass ich hier oben sein darf.

Der Bergmensch Marco Büchel war

jahrelang aktiver Base-Jumper.

Warum hast du aufgehört?

Ich habe rund 300 Sprünge gemacht

IM JANUAR 1991 BESTRITT ER SEIN

ERSTES SKIWELTCUP-RENNEN. BEI

DER WM IN VAIL / BEAVER CREEK 1999

WURDE ER VIZE-WELTMEISTER IM

RIESENSLALOM.

SEINEN ERSTEN WELTCUP-SIEG

FEIERTE ER 2003 BEIM SUPER-G IN

GARMISCH. ZUDEM GEWANN ER DEN

SUPER-G IN KITZBÜHEL (2008) SOWIE

DIE ABFAHRTEN VON GRÖDEN UND

LAKE LOUISE.

MARCO „BÜXI“ BÜCHEL IST

VERHEIRATET UND LEBT IN

TRIESENBERG (LIECHTENSTEIN).

WWW.MARCO-BUECHEL.LI

und den Schirm dann 2009 für immer

eingepackt. Mein bester Freund ist beim

Springen ums Leben gekommen. Er war

technisch deutlich versierter als ich. Das

hat mir vor Augen geführt, dass es an

der Zeit ist, damit aufzuhören.

Und womit möchtest du noch

beginnen?

Das wird sich zeigen! Ich hätte niemals

damit gerechnet, dass ich mal die Pressekonferenz

zu Marcel Hirschers Rücktritt

moderieren würde. Aber plötzlich

kommt so eine Anfrage. Man muss offen

sein. Und zugreifen, wenn einem

das Leben eine seiner vielen Gelegenheiten

bietet.

16 SPORTaktiv


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VARIANTEN, LEIH-ALTERNATIVEN

UND ALLES, WAS DER FACHHAN-

DEL ZUM SCHNUPPERN UND

EINSTEIGEN ANBIETET. BIS DAS

FEUER VOLLENDS AUSBRICHT.

VON CHRISTOPH HEIGL

Aller Anfang ist leicht. „Ich kann

mich noch genau an meine erste

Skitour erinnern“, lacht Marius

Gschanes. „Das waren alte Alpinski

mit einer alten Fritschi-Bindung.“ Für

den Anfang hat diese Bastelaktion gereicht,

der Steirer hat Gefallen an dieser

neuen Sportart gefunden und ist hängen

geblieben. Jetzt berät er als Verkäufer

Kunden im Ski- und Bikebereich bei

XXL Sports in Graz-Seiersberg.

Gibt es solche Bastelaktionen als Initialzündung

für die große Skitourenleidenschaft

auch heute noch? „Ja, klar“,

schmunzelt er. „Immer wieder erbt wer

die alten Ski vom Opa oder Vater, will

sie nicht wegschmeißen und stattet sie

dann mit anderen, übrig gebliebenen

Teilen aus. Diese Bastler gibt es schon

noch.“ Taugt das auch im Jahre 2019,

um kostengünstig in einen neuen Sport

hineinzuschnuppern? „Eher nicht“, sagt

Gschanes. „Wer ein geschickter Schrauber

ist, kann sich aus alten Ski und Bin-

Fotos: Mattias Fredriksson, Gigasport, Christoph Heigl

18 SPORTaktiv


dungen schon etwas zusammenbauen,

aber wenn du dein Hobby und deine

Freizeit genießen willst, steht es nicht

dafür. Moderne Technik und Materialien

funktionieren einfach um so viel besser.“

Außerdem setzen Nacht-und-

Nebel- Aktionen mit Akkuschraubern in

Do-it-yourself-Manier auch voraus, dass

man weiß, was man tut und wie man

etwa Auslösehärten bei alten Bindungen

einstellt. Also halten wir fest: Der Bastelworkshop

Tourenski kann funktionieren,

wird aber nicht wirklich empfohlen.

Dennoch sind bekanntlich viele Innovationen

aus Basteleien von findigen Tüftlern

entstanden. Frag nach bei Fritz

Barthel, dem Erfinder der Pin-Bindung.

Variante für Kids

Was aber selbst Experten als Tipp geben:

Kinder kann man zum erstmaligen Hineinschnuppen

auf jeden Fall mit herkömmlichem

Skimaterial versorgen. Wer

nicht auch noch für die Kids teure Ski

kaufen möchte, kann beispielweise den

Tourenadapter „startUp“ von Contour

verwenden. Die günstige Konstruktion

(Angebote ab 79 Euro) wird beim ganz

normalen Kinder-Alpinski in die Bindung

geklickt. Die Sohlenlänge ist einstellbar

von 245 bis 305 Millimeter. Voila,

fertig ist der Tourenski. Für die allerersten

moderaten Gehversuche über 30

bis 60 Minuten (mehr sollte man Kindern

zu Beginn nicht zumuten) reicht

diese Variante mit Fellen und normalen

Pistenschuhen aus. Der Tourenadapter

wird oben einfach herausgenommen

und im Rucksack verstaut. Taugt es den

Kindern und wollen sie mehr als nur

schnuppern, gibt es auch eigene Kinder-Tourenbindungen,

wie z.B. die Hagan

Junior mit einer Z-Zahl von 2 bis 7.

Schwer vorstellbar, aber was ist, wenn

der neue Sport doch nicht gefällt? Wer

sein Budget nicht belasten und auch kei-

SPORTaktiv

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NAHTLOS ZUM

TOURENGLÜCK

Vor 100 Jahren waren die ersten

Skiläufer vielleicht mit Omas

Strickpulli unterwegs. Heute sind

Strickwaren Hightech-Bekleidung.

MARIUS

GSCHANES

arbeitet bei XXL Sports in Graz

als Verkäufer und ist Experte

für Skisport und Biken.

www.xxlsports.at

Strickwaren kommen heute aus der

Maschine – als Hightech-Bekleidung.

Im „VAUDE Larice LesSeam Jacket“

bringen Comfort-Mapping und das

raffinierte, nahtlose Runstrick-Herstellungsverfahren

mehr Flexibilität

auf Tour – es ist somit die erste Wahl

für performanceorientierte Skitourengeher.

„LesSeam“ bedeutet: weniger Nähte.

Allein das bringt einen Komfortvorteil.

Die dehnbare Strickkonstruktion

bietet dazu ein hohes Maß an

Flexibilität. Die Jacke punktet weiters

mit wärmendem „PrimaLoft Silver

Insulation Eco“ an der Brust, was an

kalten Tagen für ein Plus an Wärme

sorgt. Das Larice LesSeam Jacket wurde

als Gold-Winner beim ISPO

Award 2019 ausgezeichnet.

Das VAUDE Larice LesSeam Jacket für

mehr Komfort und Freude auf Skitouren.

MEHR INFOS

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Easy. Der Tourenadapter von

Contour wird einfach in die herkömmliche

Alpinbindung geklickt.

Fertig ist die Kinder- und Jugendvariante

für die erste Tour.

GÜNTER

MESSNER

ist Filialleiter bei Gigasport

in Villach und ausgewiesener

Wintersportexperte.

www.gigasport.at

ne Schnäppchen bei Willhaben und Co.

ergattern möchte, greift zur Leihvariante.

In den letzten Jahren haben sich im

Fachhandel und in den Skizentren parallel

zum Alpinangebot auch der Verleih

bei Tourenski und der dazupassenden

Ausrüstung etabliert. Viele kommen

dann nach einem Tag oder Wochenende

glücklich vom Berg und schlagen im

Shop gleich zu. Der Fachhandel bietet

dazu besten Service, wie etwa Intersport

mit seinem Rent-Modell, wo man online

schon alle Daten abrufen kann.

Wer Feuer gefangen hat und mit großen

Augen beim Fachhändler seines Vertrauens

durch die Pforten kommt, wird

feststellen, dass die Summe aller Teile

doch eine beträchtliche Investition darstellt

und schwer zu überblicken ist.

Man braucht Ski, Schuhe, Bindung, Felle,

Stöcke, Rucksack, Sicherheitsausrüstung,

Bekleidung sowieso. Um den

Kunden einen Überblick zu geben und

den Einstieg schmackhaft zu machen,

gab es im letzten Winter Material-Komplettsets

zum All-inclusive-Kampfpreis

ab 555 Euro. „Man sollte sich da nicht

leiten lassen, das kann sonst teuer

20 SPORTaktiv


kommen“, sagt Günter Messner, Filialleiter

bei Gigasport Villach und absoluter

Skiexperte. „Wir haben versucht,

Supergünstig-Sets um 450 oder 499

Euro zusammenzustellen. Aber damit

tun wir uns nichts Gutes und der Kunde

hat keine Freude“, so Messner. Sein

Grundsatz: „Für Ski, Bindung und Fell

sollte man 600 Euro einplanen, dann

ist alles in ordentlicher Qualität. Beim

Schuh sollte der Preis sowieso kein

Thema sein, 300 bis 500 Euro muss

man einkalkulieren.“ Apropos Schuh:

Tourengehen mit (geöffneten) Alpinschuhen

empfiehlt Messner nicht. In

Summe kommt man also beim Material

auf gut 1000 Euro, die man für Ski,

Schuh, Bindung und Felle als Einsteiger

ausgeben sollte. „Skitourengehen ist

ein gewaltiger Sport, aber man ist verloren,

wenn man an der falschen Stelle

Kompromisse eingeht.“ Preislich gibt es

nach oben (fast) keine Grenzen. Messner:

„Ambitionierte Sportler wollen

perfektes Equipment und geben auch

2000 bis 3000 Euro aus.“

Top-Produkte bei Schuhen

Große Freude hat Schuhexperte Messner

mit der neuen Generation von

Tourenschuhen. „Seit dem letzten

Winter gebe ich erstmals meinen Segen,

wenn es darum geht, mit Tourenschuhen

Alpinski zu fahren. Da haben

Nordica, Atomic, Tecnica und andere

jetzt Super-Produkte am Markt. Für

Freeriden, All-Mountain und normales

Pistenfahren absolut okay. Nur beim

aggressiven Pistenfahren auf Racecarvern

bleibt der Alpinschuh unantastbar.“

Heißt andersherum: Mit einem

guten Tourenschuh spart man sich

eventuell einen eigenen Alpinschuh.

Marius Gschanes (XXL) hat eine

ähnliche Philosophie bei der Ausrüstung.

„Beim Material lieber ein bisschen

mehr ausgeben, dann hat man

mehr Spaß und gute Ausrüstung für

mehrere Saisonen.“ Einsteigersets bietet

man ab 700, 800 Euro an. (Tipps zur

Bekleidung und Mode findet ihr im

Magazin übrigens ab Seite 96). Was

beide Experten betonen: Kundenberatung

ist ob der Fülle an Material und

Infos sehr zeitintensiv. „Das kann

schon ein bis zwei Stunden Zeit brauchen,

bis der Kunde alles hat“, erzählt

Gschanes. Also: beim Einkaufen genug

Zeit einplanen, Geduld haben.

Investition in die Sicherheit

Zurück zur Tour: Auch Einsteiger sollten

das Thema Sicherheit ab dem ersten

Schritt im Hinterkopf haben. „Bei

mir gibt es keine Tour ohne Pieps,

Schaufel und Sonde“, betont Gschanes.

„Und das rate ich jedem. Selbst bei Pistentouren,

denn Gelände und Natur

sind unberechenbar.“ Die 120 Euro,

die erste Sets kosten, sind gut investiert.

Rucksäcke mit Airbagsystem, die

im Fall einer Lawine ausgelöst werden

und den Tourengeher an der Oberfläche

halten sollen, sind für Einsteiger

(noch) nicht nötig. Für Messner sind

noch zwei Ausrüstungsgegenstände

wichtig, die Anfänger vielleicht gar

nicht auf der Packliste haben. „Ich

empfehle auch beim Tourengehen einen

leichten Skihelm und auf jeden

Fall eine Sonnen- bzw. Schneebrille gegen

die Sonneneinstrahlung am Berg.“

Damit der Einstieg in die Welt des

Tourengehens sicher gelingt, sollte man

sich Schritt für Schritt Erfahrung aneignen.

Das kann passieren, indem

man die ersten Touren mit Guides

macht, mit routinierten Freunden aus

dem Bekanntenkreis oder am besten

bei den vielen Einsteiger- und Schnupperkursen,

die von den alpinen Vereinen,

Skiklubs oder auch von uns bei

den SPORTaktiv-Camps angeboten

werden. Heuer packen wir es.


INFOS & BUCHUNGEN

HOTEL TAURERWIRT

9981 Kals am Großglockner

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In Kals am Großglockner, mitten im Nationalpark Hohe Tauern,

liegt der Taurerwirt. Ein Wanderhotel, das nicht nur mit

seiner Lage punktet. Geh mit geprüften Berg- und Skiführern

täglich auf Skitour – und lass dich als Highlight auf den Gipfel

von Österreichs höchstem Berg führen.

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Wohlfühlen im GlocknerSpa

1 Gutschein für Massagen im

Wert von € 25,00 pro Person

5 Skitouren mit den

Kalser Bergführern

Vortrag von Gerlinde

Kaltenbrunner

28. März 2020 bis 4. April 2020

ab € 1360,–

Herzlich willkommen im Wanderhotel

Taurerwirt. Wenn du in der Natur

sportlich aktiv sein und dich gleichzeitig

in deinem Hotel so richtig wohlfühlen

willst, bist du hier richtig. Auch wegen

der Taurerwirt-Packages, die von Sportlern

für Sportler geschnürt werden. Die

Skitourenwoche links ist nur ein Beispiel

– auf Anfrage wirst du gern beraten.

Abgesehen davon überzeugt das Wanderhotel

Taurerwirt mit den folgenden

Highlights.

Natürlich verwöhnt …

Küchenchef Sigi genießt es, dich mit

Kalser Wild, Fleisch und Milchprodukten

von Kalser Bauern und vielen anderen regionalen

Produkten zu verwöhnen.

Natürlich vital …

Der „GlocknerSpa“ ist ein Ort der Ruhe

und Wärme. Verschiedene Saunen und

Ruheräume, Massagen und Kosmetikanwendungen

wie z. B. das original

Taurerwirt-Gletscherschliffpeeling sind

wahre Wohltaten für Körper und Seele.

Natürlich entspannt …

„Schlafen wie die Murmeltiere“ – ein

gesunder Schlaf ist sehr wichtig. Die Lage

am Ende des Tales garantiert Ruhe und

Entschleunigung.

Natürlich umweltbewusst …

Der gewissenhafte Umgang mit natürlichen

Ressourcen, Umweltbewusstsein

und Regionalität liegen den Betreibern

am Herzen. Sie beziehen zum Beispiel

ihre gesamte Energie aus dem eigenen

Wasserkraftwerk und aus der Hackschnitzelanlage.

Fotos: Wanderhotel Taurerwirt

22 SPORTaktiv


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nuovoline.at | © Fotos: Stubai ZMV; © Imagefoto: Stijn Van Hulle

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ALS PARADIESE FÜR

TOUREN-EINSTEIGER.

LOKALAUGENSCHEIN AUF DER

FRAUENALPE BEI MURAU.

VON CHRISTOPH HEIGL

TOTGESAGTE

LEBEN

LÄNGER

Fotos: TVB Murau-Kreischberg/Tom Lamm, Wolfgang Stock

24 SPORTaktiv


Eddy Frisch öffnet die Türe, geht

vor die Hütte, atmet tief durch

und schaut in Richtung Gipfel.

Noch ist alles grün. „Sobald

Raureif ist, kann man gehen“, lacht

er. Bis November würde es aber schon

noch dauern, schätzt er. Eddy Frisch

ist seit sechs Jahren Hüttenwirt auf der

Frauenalpe bei Murau in der Steiermark,

auf 1583 Metern Seehöhe liegt seine

Murauer Hütte. „Ohne das neue Projekt

hätten wir zusperren müssen.“

Das neue Projekt? Die Frauenalpe

war ein kleines, beliebtes Skigebiet im

Murtal, das Pendant zum großen Bruder

Kreischberg, der als Event-, Snowboardund

WM-Berg vermarktet wird. Im Jahr

2017 hat man den Skibetrieb wegen

Schneemangels eingestellt.

Das einstige Naturschneeparadies war

dem Tode geweiht. Die Lifte wurden

abmontiert, nichts erinnerte mehr an

ein Skigebiet. Außer der viele Schnee,

der in den vergangenen beiden Wintern

paradoxerweise in Massen herunterflockte.

Rund um die Frauenalpe hatte

man dafür aber eine gute Nase. Mit dem

Begräbnis des Skigebietes ging man in

die Offensive und verkündete im selben

Atemzug die Geburt des Tourenskigebietes.

„Ich glaube, in der Art hat es in Österreich

keiner gemacht“, sagt Alexander

Kampusch vom TV Murau-Kreischberg.

Alpine Skifahrer gibt es nicht mehr am

Berg, dafür bevölkern Tourenskigeher

und Schneeschuhwanderer die ehemaligen

Pisten. Der Murauer Hausberg ist

nicht ausgestorben.

Frisch bekam dafür sogar eine Umschulung,

der Hüttenwirt ist jetzt auch

Fahrer des einzigen Pistengerätes. Das

hat man von der Stolzalpe gegenüber,

auch ein ausgestorbenes Skigebiet,

abgekauft. Tourismusverband und die

Kommunen Murau und St. Georgen

sorgen für die Finanzierung. Schneeräumung

hinauf zur Hütte, Markierungen

und laufender Betrieb kosten nämlich

gar nicht so wenig. „Ohne Tourismus

und die öffentliche Hand wäre das nicht

möglich“, weiß Frisch.

Einnahmen oder Gebühren lukriert

man derzeit nicht, es gibt allerdings eine

Spendenbox, in die Tourengeher ein

paar Euro stecken können. Es könnten

mehr sein. Wenn das Projekt Tourenskigebiet

auf der Frauenalpe weiter so

SPORTaktiv

25


VOM RENNTEAM

GETESTET

CHIBA baut auf seine Erfahrung

und die Expertise der Profis.

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Marcus

Chiba ist

Geschäftsführer

des

traditionsreichen

Handschuh-

Spezialisten

CHIBA

„Skitouren-Handschuhe sollten leicht

sein und atmungsaktiv, damit beim

Aufstieg die Feuchtigkeit abtransportiert

wird“, erklärt CHIBA-Geschäftsführer

Markus Chiba, der auf eine

über 165-jährige Firmengeschichte

baut. Weitere Features: Verstärkungen

zwischen Daumen und Zeigefinger,

robustes Innenhandmaterial und ein

winddichter Überzug, um bei der Abfahrt

ein Auskühlen zu verhindern.

Bei CHIBA arbeitet man zudem

mit dem La-Sportiva-Mountain-

Attack-Rennteam zusammen, das die

Produkte im Trainings- und Renneinsatz

bis ins Detail testet.

Der CHIBA-Bestseller Express+ setzt

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gut läuft, ist in Zukunft auch ein Bezahlmodell

mit günstiger Saisonkarte

möglich, hört man.

Apropos: Um rechtlich abgesichert

zu sein, hat man die ehemaligen

Pisten am Papier in Skirouten umbenannt.

„Skipisten muss man täglich

präparieren, man braucht jede Menge

Schnee“, erklärt Frisch. „Eine Skiroute

ist ein Weg, unproblematisch, da

können sogar ein paar Meter schneefrei

sein.“ Er präpariert die alte Piste

in der Breite von etwa zwei Spuren

(„sieben, acht Meter“) für den Aufstieg

der Tourengeher und für jene,

die auch in der Abfahrt lieber auf festerem

Schnee fahren. Links und rechts

davon ist aber jede Menge Gelände, wo

sich Varianten- und Tiefschneefahrer

austoben können.

Zielgruppe?

„Der Tourengeher ohne Liftticket wird

ja in einigen Skigebieten nicht gerne

gesehen“, weiß Frisch. „Genau für diese

Zielgruppe haben wir hier heroben das

Angebot geschaffen. Bei uns ist jeder

willkommen.“ Frisch weiß, wovon er

spricht, er ist selbst leidenschaftlicher

Tourengeher, beim Alpenverein und bei

26 SPORTaktiv


der Bergrettung. Das Tourenskigebiet

sieht er als idealen Ort für Einsteiger.

„Die Leute haben sich über die Jahre

immer mehr zu reinen Pistenfahrern

und Pistengehern entwickelt. Das Gespür

für Naturschnee und die skifahrerischen

Fähigkeiten bei schlechtem

Schnee gehen verloren.“ Auf der Frauenalpe

kann man von der Hütte bis zum

Gipfel (1997 m) relativ einfach gehen,

knappe 400 Höhenmeter. „Und die Lawinengefahr

ist fast null“, meint Frisch.

Bei idealen Schneebedingungen kann

man vom Tal raufgehen, dann sammeln

sich stattliche 1150 Höhenmeter, da

kommen auch Fitte ins Schwitzen.

Kein Skigebietsflair

Das Angebot wird sehr gut angenommen.

„Zu uns kommen Leute vor der

Arbeit, Tagesgäste, Einheimische wie

Auswärtige, ein Bus vom Betriebsausflug

aus Graz, Geburtstagsrunden, viele

Toureneinsteiger, eine bunte Gruppe

jedenfalls.“ Kampusch und seine Kollegen

vom Tourismusverband kurbeln

derweil im Marketing, dass das Angebot

noch bekannter wird. „Der Trend

weg vom Skigebietsflair, die hochalpine

Umgebung und die traumhafte

Fernsicht machen die Frauenalpe

echt einzigartig“, sagt Kampusch.

Drei Routen sind für Tourengeher

bereits markiert, mit einer neuen

Beschilderung wird man demnächst

das Angebot noch besser darstellen.

Die Vergebührung ist noch nicht

endgültig beschlossen. „Bis dahin

bitten wir Tourengeher um einen Unterstützungsbeitrag,

damit die Arbeit

des Hüttenwirts und der Gemeinden

auch honoriert wird.“

Die Frauenalpe ist nur ein Beispiel,

wie man in den letzten Jahren ehemalige

Skigebiete für die Nachnutzung

am Leben hielt. In Tirol und Südtirol

hat man ähnliche Modelle entwickelt,

Dobratsch, Zell am See und Lammeralm

ziehen ebenfalls ohne Lifte die

Tourengeher an.

FINN KOCH, ANGEHENDER

BERGFÜHRER,

MIT DEM GUIDE LITE 30+

SPORTaktiv

27


UND WIE IST

DIE RECHTLICHE

LAGE?

Dr. Wolfgang Stock ist Jurist und

Spezialist für Freizeitrecht. Der

begeisterte Sportler hat für die

Naturfreunde eine Zusammenfassung

der rechtlichen Lage zum Thema Pistentourengehen

in bestehenden Skigebieten

erstellt, zu finden im Archiv auf www.

naturfreunde.at. Dort findet sich etwa

die Frage, ob eine Skipiste – genauer

gesagt: der organisierte Skiraum – so

etwas wie eine öffentliche Verkehrsfläche

mit freiem Zutrittsrecht darstellt.

Stock antwortet darauf, dass Skipisten

in aller Regel Privateigentum sind, wo

kein generelles Nutzungsrecht besteht.

Durch den Kauf einer Liftkarte entsteht

allerdings ein Vertrag mit dem Betreiber,

der auch ein Recht auf Benützung der

Flächen beinhaltet.

Der Aufstieg von Tourengehern über

bestehende Pisten und markierte (Wander-)Wege

kann dort nicht verboten

werden, wo gesetzliche Betretungsrechte

oder ersessene Rechte bestehen. Außerdem

wären, so Stock, die meisten

Skigebiete schon vor ihrer „Verliftung“

als freier Skiraum genutzt worden, also

auch als Tourenskigebiet.

Wie verhält es sich nun aber mit aufgelassenen

Skibetrieben und stillgelegten

Pisten, wo es keine Präparierung, Tickets

und Betreiber mehr gibt? „Eine grundsätzlich

sehr neue Fragestellung“, schickt

der Jurist voraus. Diesbezüglich klar

geregelt sei das Wegerecht nur oberhalb

der Baumgrenze, wo es im alpinen Ödland

keine Einschränkungen gibt und

freie Fahrt auch für Skifahrer gilt (Aus-

Focus on the skiing.

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nahme: alpines Siedlungsgebiet). Im bewaldeten

Gebiet gilt das Forstgesetz und

damit ein generelles Betretungsrecht,

z.B. auch mit Ski und Schneeschuhen.

„Da ist im Zweifelsfall dann nur zu

entscheiden: Ist es Wald, ist es eine

Waldlichtung oder schon eine Wiese?“,

so Stock. Jetzt konkret: Was passiert mit

einer aufgelassenen Skipiste? In der Regel

wird sie ohne Nutzung als Skigebiet

wieder normales Privateigentum wie die

Wiese vor dem Privathaus, wonach keine

Nutzung für z.B. Tourenski erlaubt

wäre. „Allerdings“, wirft Stock ein, „gibt

es so was wie ersessene Rechte. Wenn

dort 30 Jahre lang das Skifahren erlaubt

war, wird es weiterhin erlaubt sein.“

Stock sind noch keine Fälle bekannt, wo

Streitfälle aktenkundig sind. „Skigebiete

DR. WOLFGANG

STOCK

Jurist für Freizeitrecht,

Fernitz-Mellach bei Graz

www.freizeitrecht.at

werden meist ja auch dort zugesperrt,

wo kein Schnee und keine Nachnutzung

zu erwarten sind.“ Durch die beiden

schneereichen Winter und den Skitourenboom

wird das aber zum Thema.

Rechtlich interessant wird es zudem,

wenn Gebühren eingehoben werden.

„Ich erwarte mir in den nächsten Jahren

daraus ein neues Geschäftsmodell“, so

Stock. Bis dahin, und wenn die Lage

im verlassenen Skigebiet nicht ganz klar

ist, rät der Jurist dazu, den Hausverstand

einzuschalten. „Ich würde dort eine Skitour

gehen, wo es vernünftig und maßvoll

erscheint – maximal beim Abstellen

des Pkw auf eine geeignete Parkmöglichkeit

achten – und so lange gehen, bis es

eine Beanstandung gibt. Auch dann kann

man sich immer noch auf fehlende Infos

berufen.“ Abschlusstipp: „Sollte wo eine

Box für eine freiwillige Spende stehen,

würde ich etwas hineinwerfen.“

SPORTaktiv

29


MAGDALENAS BASICS

+ Sicher am Ski stehen

+ Nicht ängstlich sein

+ Fit in die Tour gehen

+ Gute Ausrüstung, keine aggressiven Ski

+ Links und rechts von Pistenrändern üben

+ nicht Ästhetik, Sicherheit ist wichtig

30 SPORTaktiv


KANN

ICH GUT

GENUG

SKIFAHREN?

WIE MAN DAS KNOW-HOW VON DER

SKIPISTE INS GELÄNDE TRANSFERIERT

UND SICH SELBST EINSCHÄTZEN

LERNT. SO GUT MUSS ICH FÜR DEN

EINSTIEG INS TOURENGEHEN ALS

ANFÄNGER BERGABFAHREN KÖNNEN.

VON CHRISTOPH HEIGL

Magdalena Habernig, hier in

den Lienzer Dolomiten, kennt

brutalste Steilwände, fährt

als Guide aber auch ganz

entspannt über Pisten ab.

Foto: Sam Strauss Fotografie

Blaue Piste? Supereasy! Rote Piste?

Locker! Schwarze Piste? Geht auch

grad noch. Die heilige Dreifaltigkeit

der alpinen Pistenfarben hat jeder

von uns intus. Anfänger wissen, wo

sie zu Hause sind, und Experten fahren

sowieso nix unter Schwarz. Jetzt bist du aber

erstmals bereit, aus dem gesicherten Skiraum

auszubrechen, ins Gelände zu fahren und hast

keinen Tau, was du dir zutrauen sollst? Es gibt

keine Farben, die Schwierigkeit wird mehr in

Graden angegeben und sie hat unendlich viele

Variablen. Bergauf kannst du in der Spur deiner

Kollegen gehen, aber spätestens im Hang bergab

bist du auf dich allein gestellt. Du fragst dich:

Hab ich es drauf?

Magdalena Habernig hat es drauf. Die Osttirolerin

ist staatlich geprüfte Berg- und Skiführerin

und hat Erfahrung en masse mit solchen

Situationen. Sie muss oft im Vorhinein das

Können der Einzelnen in einer Gruppe abschätzen.

„Aber alleine schon zwischen ,Ich kann

nicht Ski fahren‘ und ,Ich kann nicht Ski fahren‘

liegen Welten“, sagt die 37-Jährige. Soll

heißen: Die einen können dann wirklich gar

nicht Ski fahren, andere wiederum stellen sich

gar nicht ungeschickt an und kommen sicher

nach unten. Und bitte nicht falsch verstehen:

Habernig, die bei unseren SPORTaktiv-Camps

in den Osttiroler Hohen Tauern auch für Expertise

am Klettersteig und beim Wandern sorgt, ist

SPORTaktiv

31


mit Ski die unfassbaren Steilwände der

Gran-Paradiso-Nordwand und der

Monte-Rosa-Ostwand abgefahren, hat

die Minnigeroder-Rinne am Ortler geschafft,

aber jetzt soll sie uns blutigen

Amateuren Anfängertipps geben. Gran

Paradiso verschieben wir auf später.

„Die Basics sind einfach“, sagt Habernig

zu Beginn unseres Crashkurses.

„Damit du dich im Gelände bewegen

kannst, musst du natürlich sicher am

Ski stehen.“ Blau, Rot, Schwarz sind

jetzt keine Hilfe. „Man sollte schon einmal

links und rechts einer Piste im unpräparierten

Gelände gefahren sein, bei

unterschiedlichen Schneearten, vielleicht

sogar bei wenig Schnee – auch das

muss man auf Touren meistern. Man

kann auch versuchen, die Skischuhe

nicht ganz fest zuzumachen, das simuliert

etwas das Gefühl in weicheren Tourenschuhen.“

Entscheidend ist das Vertrauen

in das eigene Können. „Angstfrei

und unerschrocken“ sollte man sein, im

Idealfall so was wie Freude verspüren,

dann steht man automatisch besser am

Ski. „Wenn es ein Kampf und Krampf

wird, kostet das viel zu viel Kraft.“ Aus

ihrer Erfahrung und vom Guiden mit

Damen weiß Habernig auch, dass sportliche,

leichtgewichtige Frauen, gute Skifahrerinnen,

im tieferen Schnee oft zu

kämpfen haben und eine Extraportion

Schwung brauchen, um gut vorwärtszukommen.

Apropos: Die nötige Grundfitness

muss man sowieso mitbringen,

Couchpotatoes sollten sich die Wochen

vorher auf Touren bringen. Und wer die

ästhetischen Videos und Bilder der Tiefschnee-Marketingabteilung

im Kopf

hat, dem gibt Habernig auch einen

wichtigen Tipp mit auf die Reise: „Am

MAG. MAGDALENA

HABERNIG

37, wohnt in Leisach in Osttirol,

staatlich geprüfte Berg- und

Skiführerin, abgeschlossenes

Studium der Meteorologie und

Geophysik, Ranger-Ausbildung

im Nationalpark Hohe Tauern Osttirol,

Klimalehrerin, Buchautorin

www.bergguide.at

Anfang die Optik hintanstellen. Wichtig

ist, dass du sicher hinunterkommst, egal,

wie schön oder elegant das aussieht.“

Unterschiedliche Sichtweisen

Bei allem Verständnis für Pulver, Freeride

und Steilhang betont Habernig

aber, dass das meistens in Bildern und

Videos gezeigte schwierige alpine Gelände

bei Weitem nicht für alle Tourengeher

das erklärte Ziel ist. „Es gibt genug

Skitouren, wo das Hinaufgehen

schöner ist als das Bergabfahren, und

wir machen auch Skitouren, wo wir gemütlich

im Wald aufsteigen und dann

unspektakulär über eine Skipiste abfahren.

Auch das ist möglich.“ Und dabei

sind die skifahrerischen Voraussetzungen

dann schon wieder ganz anders als

im echten Gelände.

Einen sympathisch hemdsärmeligen

Tipp zur Einstufung der eigenen Fähig-


WIR MACHEN

AUCH

TOUREN,

WO WIR

GEMÜTLICH

IM WALD

AUFSTEIGEN UND

UNSPEKTAKULÄR

ÜBER EINE

SKIPISTE

ABFAHREN.

,,

keiten steuert uns auch Günter Messner

bei: „Ich sage immer, wer in Österreich

aufwächst, kriegt schon ein ganz gutes

Grundniveau an Skitechnik mit. Der

Österreicher wird ja fast schon als guter,

sportlicher Skifahrer geboren.“ Trauen

wir uns also ruhig etwas zu, meint der

Experte und Filialleiter bei Gigasport

Villach. Seine Tipps: Wo es erlaubt ist,

rund um Skigebiete üben, „dann kann

man im Zweifelsfall retour auf die Pisten“,

und keine Scheu, verschneite Forststraßen

oder die Wiese hinterm Haus als

erstes Übungsgelände zu benutzen.

So wie viele Experten rät auch Magdalena

Habernig dazu, Kurse zu besuchen.

„Wenn du dir noch unsicher bist,

nimm dir einen Skilehrer für einen Tag

und frage nach speziellem Geländetraining.

Ein Profi erkennt deine Fehler,

bessert sie aus und du wirst zum besseren

Skifahrer.“

Foto: Magdalena Habernig

32 SPORTaktiv


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SKITOUREN-CAMP IM

THERMENHOTEL KARAWANKENHOF“

A: 20.2.–23.2.2020 (DO–SO)

B: 27.2.–1.3.2020 (DO–SO)

C: 1.3.–4.3.2020 (SO–MI)

D: 5.3.–8.3.2020 (DO–SO)

• Drei Übernachtungen mit Halbpension im DZ, inkl.

Sportler-Frühstücksbuffet, 4-gängigem Abendmenü

und Benutzung der gesamten KärntenTherme

• 2.000 m² SPA-Bereich mit Dampfbädern, Hamam und

„Anti-Spatzen-Skitouren-Saunaaufguss“

• Sicherheitsprolog (Umgang mit Pieps, Sonde,

Schaufel)

• Drei geführte Touren mit staatlich geprüften

Bergführern, Tipps zur Fahrtechnik im Tiefschnee mit

praktischen Übungen für die Tourenabfahrt

• Testmaterial von BCA (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde),

SKITRAB (Ski, Bindung, Felle), SCARPA (Schuhe) und

KOMPERDELL (Stöcke)

• Optional SPORTaktiv-Bergschutz powered by

Nürnberger-Versicherung für die Dauer des Camps

• Der Toppreis für SPORTaktiv-Leser: Do.–So. € 425,–

So.–Mi. € 395,- zzgl. Ortstaxe, zahlbar vor Ort,

EZ Zuschlag € 96,– (3 ÜN)

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Italien und Slowenien mit

staatlich geprüften Bergführern

der Alpinschule „high

life“; drei Leistungsgruppen,

damit Einsteiger und auch

erfahrene Tourengeher

Spaß haben; geplante Aufstiegszeiten:

zwischen drei

und fünf Stunden je nach

Leistungsgruppe

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Freiheit auf Tourenskiern erst entdecken willst oder

seit vielen Jahren auf Skitouren unterwegs bist: Bei

diesem Camp, das wir mit dem 4-Sterne-Thermenhotel

Karawankenhof in Warmbad-Villach veranstalten, ist

für alle das Passende dabei.

Es werden drei Leistungsgruppen gebildet und es sind

Profiguides der Alpinschule „high life“ dabei. Highlight:

drei Skitouren in drei Ländern! Welche es genau sind,

entscheidet sich Ort. Weil der Karawankenhof mitten in

der Alpen-Adria-Region liegt, werden die Touren je nach

Wetterlage entweder in die Kärntner Nockberge, die italienischen

Julischen Alpen oder rund um Kranjska Gora

(Slowenien) führen. Freuen kann man sich auch auf das

„Basecamp“: Der Karawankenhof ist das sympathische

Thermenhotel der „KärntenTherme“. Dort können

wir relaxen, das tolle SPA-Angebot mit Massagen und

Hamam nutzen und bei einem „Anti-Spatzen-Aufguss“

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FUNKTIONIERT. DAMIT KANNST DU DICH BEI

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ABFAHRT. DAHER ZEIGEN WIR DIR AB HIER DIE

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Foto: DYNAFIT

40 KLASSISCHE TOURENSKI

46 FREERIDE-TOURENSKI

54 RACE-TOURENSKI

56 TOURENSKISCHUHE

60 BINDUNGEN

66 TOURENFELLE

72 AIRBAGRUCKSÄCKE

74 SKITOURENRUCKSÄCKE

84 LVS-GERÄTE

86 SONDEN & SCHAUFELN

98 JACKEN UND HOSEN

SPORTaktiv

37


SKI UND SCHUHE:

JEDEM DAS

55.000 PAAR TOURENSKI

WURDEN ZULETZT IN ÖSTER-

REICH PRO JAHR VERKAUFT

UND 43.000 PAAR

TOURENSKISCHUHE

(WINTER 2017/18).

ABGESEHEN VON ZAHLEN:

WAS TUT SICH IN SACHEN

SKI UND SCHUH AM MARKT?

SEINE

VON CHRISTOF DOMENIG

Eine Zeit lang wurden Tourenski

jährlich ein Stückerl breiter, dann

lag der Fokus auf sinkendem Gewicht.

Möglichst wenige Gramm auf der

Waage sind beim Skitourenmaterial

auch das Kaufkriterium Nummer eins

für viele – es sollte aber nicht die einzige

Überlegung sein.

Doch der Reihe nach: Bei Touren ski

hat sich die Lage auf hohem Niveau

(bzw. bei niedrigem Gewicht) eingependelt,

meint Karl Posch von SKIMO

Austria und Betreiber des Portals www.

skimo.at, der die Materialszene seit Langem

verfolgt. „Wir haben heute insgesamt

Konstruktionen, die sehr zuverlässig

sind.“

Verbesserungen gibt es natürlich trotzdem

jährlich. Den Herstellern gelingt es

stets besser, „Zielkonflikte“ zu vereinen,

zum Beispiel leichtes Gewicht und gute

Fahrbarkeit. „Früher hat es geheißen,

mit einem schmalen Ski kannst du nicht

Ski fahren. Das stimmt überhaupt nicht

mehr. Sogar Rennski mit 68 mm Mitte

lassen sich beachtlich fahren.“

Der überwiegende Teil der österreichweit

über 600.000 Skitourengeher wird

wohl bei den klassischen Tourenski mit

Mittelbreiten zwischen 80 und 90 mm

fündig. Umso mehr, als auch hier immer

bessere Fahreigenschaften zu verzeichnen

sind. An Powdertagen ist ein breiterer

Freeride-Tourenski natürlich für jeden

fein, um durch den Schnee zu surfen –

die Zahl dieser Tage ist andererseits begrenzt.

Die Freeride-Tourer werden in der

Realität nicht selten als Zweitski „gehalten“,

die dann eben an den besonderen

Tagen zum Einsatz kommen.

Ein gewisser Trend, den Posch beobachtet,

ist, dass einige Hersteller Ski mit

derselben Grundkonstruktion, aber in

deutlich unterschiedlichen Breiten anbieten:

Zu sehen etwa bei Atomic oder

Ski Trab. Ein Beweis, wie ausgefeilt Innenleben

und Aufbauten der aktuellen

Tourenski sind und wie gut die Konstruktionen

heute schon funktionieren.

Schuhe: „G’scheite Evolution“

„Der Schuh ist das Ausrüstungsteil, das

entscheidet, ob man Freude auf der Skitour

hat“, empfiehlt zum Beispiel auch

Wettkampf-Skibergsteiger Jakob Herrmann.

Es lohnt sich gerade hier, beim

Kauf genügend Zeit und zuvor ein paar

Überlegungen zu investieren.

Bei den Skischuhen hat es in den letzten

Jahren auch die größten technischen

Fortschritte gegeben, „eine gescheite

Evolution“, drückt es Karl Posch aus.

„Grob geht es dabei in zwei unterschiedliche

Richtungen. Einerseits zu

hochbeweglichen und sehr leichten

Schuhen – zum Schnellgehen perfekt“.

Der neue Scarpa Alien oder der Fischer

Travers fielen etwa in diese Kategorie.

„Dann gibt es eine zweite Strömung mit

Schuhen, die bei guter Eignung zum

Aufsteigen vor allem exzellent zu fahren

sind. Von den Fahreigenschaften fast

mit Pistenskischuhen vergleichbar.“

Den Dynafit Hoji, obwohl schon letztes

Jahr vorgestellt, nennt Posch hier als

Beispiel. Insgesamt sind die beiden entscheidenden

Werte, die es beim Skischuh

unter einen Hut zu bringen gilt,

unverändert: „Gewicht und Steifigkeit.“

Vor einigen Jahren noch konnte man

Tourenskischuhe grob an der Zahl der

Fotos: Scarpa, Völkl

38 SPORTaktiv


Schnallen in eine Kategorie einordnen:

Zweischnaller zum Aufsteigen, Dreischnaller

mit ausgewogenen Eigenschaften und

Vierschnaller zum Abfahren. Das ist heute

nicht mehr so. Moderne Verschlusssysteme

und weitere Technologien, teils vom

Rennsport übernommen, ermöglichen stabile

Schuhe auch mit wenigen Schnallen.

Ausgefeilt zeigen sich aktuelle Anpassungsmethoden.

Beim Innenschuh ist Anpassbarkeit

an den Fuß heute beinahe Standard.

Zusätzlich lässt sich teilweise auch die

Schale modellieren. Zwar harmoniert nach

wie vor nicht jeder Skischuh mit jeder Fußform,

aber es sollte sich für jeden Sportler

ein sehr gut passender Skischuh mit den gewünschten

Eigenschaften finden lassen.

Blasen sollten auf der Skitour 2019/20 kein

Thema mehr sein, zumindest wenn man

gute Beratung im Fachhandel in Anspruch

nimmt. Zum Materialpaket gehört natürlich

auch die Bindung – der haben wir eine

eigene Story gewidmet: auf Seite 58/59.

SKI-KATEGORIEN

Klassische Tourenski

Ski zwischen 80 und höchstens 90 mm Mittelbreite passen für

die Mehrheit der Tourengeher. Aufstiegs- und Abfahrtsperformance

sind ausgewogen, das Fahrverhalten hat sich in den letzten

Jahren deutlich gesteigert.

Freeride-Tourenski

Ab 90 mm Mitte beginnen die deutlich abfahrtsorientierten Tourenski.

Vor allem bei Pulverschnee versprechen sie höchsten

Genuss beim Abfahren. Sie schwimmen leichter auf, lassen sich

leichter drehen. Das Gewicht ist zweitrangig.

Race-Tourenski

In der Rennszene zählt jedes Gramm. Die Geräte der Wettkampfskibergsteiger

wiegen um 700 Gramm, sind rund 65 mm

schmal. Abfahrtseignung steht nicht im Mittelpunkt.

SPORTaktiv

39


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PREIS (UVP): € 649,95

www.fischersports.com

BLACK DIAMOND HELIO RECON 88

• ein neuer, besonders robuster Ski

• seine vielseitige Geometrie, strapazierfähigen

Materialien und ausgefeilte

Konstruktion machen ihn zu einem

gut gedämpften und dennoch reaktionsfreudigen

und kraftvollen Ski, der dem

jahrelangen Einsatz im Backcountry

problemlos standhält

• Gewicht: 1550 g (bei 178 cm)

• Taillierung: 123/88/112

• Radius: 18 m

PREIS (UVP): € 550,–

www.blackdiamondequipment.com

40 SPORTaktiv


VÖLKL VTA 88

• Top-Aufstiegsperformance und

Abfahrtsqualität und Top-Fahrverhalten

in widrigen

Bedingungen

• VTA-Superlite-Outline

• SkinPin-Fellsystem

• Belag: P-Tex 100“

• Tourlite-Holzkern

• Tip-Rocker

• Gewicht: 1130 g (bei 160 cm)

• Taillierung: 127/88/106

• Radius: 18,9 m (bei 170 cm)

PREIS (UVP): € 620,–

www.voelkl.com

ATOMIC BACKLAND 85

• Seitenwange unter der

Bindung vom Belag bis

zum Topsheet für präzise

Kraftübertragung und hervorragenden

Kantengriff

• ultraleichte Carbon-Einlage

von vorne bis hinten durch

den Ski, stabilisiert ihn wie

ein Rückgrat. Das verbessert

Kantengriff und Drehfreudigkeit

und spart zugleich

Gewicht

• Gewicht: 1240 g (bei 172 cm)

• Taillierung: 117/85/105,5

• Radius: 17 m

PREIS (UVP): € 449,95

www.atomic.com

DYNASTAR VERTICAL PRO M

• überzeugt mit Wendigkeit, Leichtigkeit

und Kraft

• punktet bergauf und berab mit hoher

Leistungsfähigkeit und hohem Komfort

• Carbon-Fly: Karbon-Faser für volle Spannkraft

bei bisher unbekannter Leichtigkeit

• Gewicht: 1150 g (bei 170 cm)

• Taillierung: 114/82/102

• Radius: 20 m

PREIS (UVP): € 519,99

www.dynastar.com

SKI TRAB MAGICO.2

• sehr leichter Ski mit

Aramid-Eschenholz-Kern

• Carbon-Hibox-Torsionskasten

für einen torsionssteifen Ski

• 14-Lagen-Technologie für erhöhte

Bruchsicherheit und Langlebigkeit

• Gewicht: 953 g (bei 171 cm)

• Taillierung: 108/76/94

• Radius: 22 m

PREIS (UVP): € 949,90

www.skitrab.com

SCOTT SPEEDGUIDE 89

• Uphill-Speed-Maschine mit hohen Abfahrtsqualitäten

• die vielseitige Taillenweite sitzt in der Mitte bequem

und bietet genau die richtige Balance zwischen

Vielseitigkeit und Performance

• er verfügt über eine progressiven Sidecut,

Karbonstreifen

• Gewicht: 1270 g (bei 176 cm)

• Taillierung: 124/89/113

• Radius: 19 m

PREIS (UVP): € 649,95

www.skitrab.com

Fotos: Hersteller

SPORTaktiv

41


WEIL

SKITOUREN

SAN DAS

LEIWANDSTE

ALS BLUTIGE ANFÄNGERIN

DURFTE ICH BEIM SKITOUREN-

EINSTEIGERCAMP IM

NATIONALPARK HOHE TAUERN

IN DEN SPORT EINTAUCHEN.

WAS ICH DABEI GELERNT

HABE & OB ICH MIR DIE

TOURENSKI WIEDER

ANSCHNALLE – ERFAHRT

ES SELBST!

VON NICOLE THÜRINGER

42 SPORTaktiv



DIE STEIGFELLE

KNIRSCHEN AUF DEN

ERSTEN SCHRITTEN

DURCH DEN SCHNEE,

ICH BEKOMME GÄNSEHAUT

AM GANZEN KÖRPER

UND HABE PLÖTZLICH

DEN BREITESTEN

GRINSER AUFGESETZT.

Fotos: Nicole Thüringer

Nach ungefähr drei Stunden Autofahrt,

der Ambros-CD auf Maximum

Lautstärke und „Skifoan“

auf Dauerschleife begrüßt mich Frau

Holle im kärntnerischen Nationalparkdorf

Mallnitz gebührend mit ein paar

Zentimetern Neuschnee – perfektes

Timing! Schon beim ersten Stopp im

Skiverleih vor Ort ist Überforderung angesagt.

Eine kompetente Beratung hilft

zum Glück.

Beratung gibt es dann auch am Vorabend

der ersten Tour. Bergführer Alois

ist unser Guide und vermittelt uns mit

der Erfahrung seiner unzähligen Expeditionen

alles rund um das Thema

Sicherheit beim Skitourengehen. Wie

funktioniert das Gehen mit Steigfellen,

wie plane ich eine Tour und was muss

ich dabei beachten? Wir sprechen über

die anstehende Route und tüfteln aufgrund

des vielen Neuschnees an einem

Plan B. Es herrscht Lawinenwarnstufe

3 – die tückischste von allen. Bei 4 oder

5 bleibt man sowieso daheim, während

1 und 2 mäßige und geringe Gefahr

aufweisen.

Bitte die Ski anschnallen

6 Uhr morgens. Nachdem ich gefühlt

zehn Schichten an funktioneller Wintersportkleidung

anhabe und Proviant,

Wechselwäsche, genügend Flüssigkeit

und Co. im Skirucksack verstaut sind,

geht es in den Skistall zum Auffellen

und Equipment-Check. Pieps, Sonde

und Schaufel sind bei jeder Tour dabei

und aufgrund der prekären Schneelage

schlagen wir heute eine andere Route

ein. Schließlich gibt bei dieser Sportart

Mutter Natur die Regeln vor.

Von der Ankogelbahn-Talstation brechen

wir zu unserem ersten Skitourenerlebnis

auf. Die Steigfelle knirschen auf

den ersten Schritten durch den Schnee,

ich bekomme Gänsehaut am ganzen

Körper und habe plötzlich den breitesten

Grinser aufgesetzt. Die Bedingungen

sind optimal: Kein Wind, es schneit

dicke Flocken und mit jedem Schritt

entfernen wir uns weiter vom Lärm und

SPORTaktiv

43


tauchen tiefer in das stille Winteridyll

ein.

Während ich anfangs mit der Technik

hadere und wie ein tollpatschiger Storch

durch den Schnee stapfe, beobachte ich

die anderen, wie sie die Ski ganz locker

nach vorne schieben, bei jedem Schritt

die Felle hörbar über den Schnee gleiten

lassen, und mache es nach. Langsam und

in gleichmäßigem Tempo ziehen wir wie

schwer bepackte Kamele einen Ski vor

den anderen und folgen der Spurenanlage

unserer Guides, die an vorderster

Front Schwerstarbeit leisten. Die Route

führt uns durch die atemberaubende

Landschaft der Hohen Tauern, bietet

sichere Verhältnisse und ist für Tourengeher

mit wenig Erfahrung wie gemacht.

Von der Faszination gepackt

Aus eigener Kraft einen Berg mit Ski zu

besteigen, gibt einem ein Gefühl von

Stärke und birgt eine ganz besondere

Magie. Vergessen ist die Flucherei, weil

mir anfangs die Bindung mehrmals aufgeht

oder mir die Spitzkehrentechnik im

steilen Gelände so viel Kraft abverlangt,

dass ich immer wieder im Tiefschnee

lande und mich unheimlich über mich

selbst ärgere. Die Faszination des Sports

hat mich gepackt und die Anfangsschwierigkeiten

sind längst Schnee von

gestern.

Nach einem einstündigen Marsch legen

wir eine Suchübung ein. Unsere Guides

vergraben die LVS-Geräte im Tiefschnee

und die „Verschüttetensuche“ beginnt.

Zugegebenermaßen schien der Umgang

mit LVS, Sonde und Schaufel in der

Theorie einfacher als hier am Berg und

umso mehr freuen wir uns nach Abschluss

der Übung auf die heiße Knödelsuppe

in der Hütte.

Schon bei den ersten Schwüngen auf

der Abfahrt stelle ich fest, dass Tourenskifahren

nicht gleich Alpinskifahren


DIE VERFLIXTEN

SPITZKEHREN

UND DAS

SCHÖNE AM

SPORT.

ist – und das, obwohl wir auf der Piste

unterwegs sind. Mit dem Tourenski

habe ich nicht den Grip, wie ich es sonst

vom Skifahren gewohnt bin, der patzige

Schnee stoppt ruckartig. Dazu kommt

die alte Geschichte mit der Bindung –

die immer wieder aufgeht.

Traum und Wirklichkeit

Ach, wie oft habe ich von der perfekten

Abfahrt im herrlich leichten

Pulverschnee geträumt, bildlich habe

ich es mir ausgemalt und das lässige

Go-Pro-Action-Foto von meiner Tiefschneeabfahrt

gesehen … Tja, die Realität

sieht bei meiner ersten Geländeabfahrt

anders aus: Die ist für mich als

Neuling schwergängig und anstrengend

und nach ein paar Versuchen und einer

Tiefschneelandung wechsle ich wieder

auf die Skipiste zurück.

Spätestens hier wird mir bewusst, dass

du ein guter Alpinskifahrer sein musst

und Erfahrung mit Tiefschneeabfahrten

haben solltest, um echte Skitouren gehen

zu können, andernfalls riskierst du

Verletzungen und Lawinenauslösungen.

Im Einsteiger-Camp sind die Touren

44 SPORTaktiv


Learning by doing: Wir lernen den

Umgang mit LVS-Gerät, Sonde,

Schaufel & Co und legen während

der Tour eine Suchübung ein.

Dabei vergraben die Bergführer

die LVS-Geräte im Tiefschnee und

die Kursteilnehmer begeben sich

auf „Verschüttetensuche“.

immer so gewählt, dass wir alternativ auf

präparierten Pisten abfahren können.

Denn unter schwierigen Bedingungen

abzufahren kann immens viel Kraft

kosten – vor allem nach einem bereits

anstrengenden Aufstieg.

Zweiter Tag, zweite Tour

Diesmal geht es mit der Gondel bis

zur Mittelstation, bei der wir uns die

Ski anschnallen und von hier aus zum

Hannoverhaus auf 2565 Meter Seehöhe

starten. Die Route führt teils auf der Piste,

teils im Gelände, und ganz nach STS

„Do kummt di Sunn“ lässt sich nach all

dem Neuschnee und trüber Sicht auch

die Sonne wieder blicken. Sogar so stark,

dass ich als nettes Mitbringsel mit einem

knallroten Skibrillen-Gesicht heimkomme.

Jackpot!

Nach dem etwa dreistündigen Aufstieg

werden wir mit strahlend blauem

Himmel und einer herrlichen Aussicht

belohnt und für das Grande Finale wagen

unsere Hartgesottenen noch die letzten

Höhenmeter und brettern im Tiefschneegelände

herunter. Ertappt: Diesen Adrenalinkick

gebe ich mir abschließend zwar

nicht, bin aber dennoch ein bisschen

stolz auf meine Leistung und die Fortschritte

der vergangenen Tage.

Rückblickend betrachtet habe ich die

Welt abseits von präparierten Pisten immer

zu stark romantisiert. Denn so schön

das Skitourengehen auch ist, genauso viele

Gefahren birgt es – dessen sollte man

sich bewusst sein. Abgesehen von den

ausbaufähigen Tiefschneeabfahrten und

den verflixten Spitzkehren ist Skitourengehen

ein echt starker Sport, der viel

Wissen, Kondition und Technik verlangt.

Ob ich mir die Tourenski noch einmal

anschnalle? Logo. Zuvor ist aber noch

der Tiefschneekurs geplant.

ANZEIGE / Fotos: Dynastar

MIT DYNASTAR AUF

TOUREN KOMMEN

Ein Freetouring-Ski für die Abenteuerhungrigen

und ein klassischer Tourer, der in seinem

Segment die neue Benchmark setzt.

DYNASTAR hat für den Winter 2019/20 in

die technische Trickkiste gegriffen – und

unter anderem diese beiden Topmodelle

auf den Markt gebracht.

MEHR INFOS

www.dynastar.com

DYNASTAR MYTHIC 97 PRO

Das Spitzenmodell der Mythic-

Serie verbindet moderne Free ride-

Elemente mit einer ultraleichten

Konstruktion. Der Paulownia-Holzkern

mit Carbon-C-Ply-Technologie

bietet das ultimative Kraft-

Gewicht-Verhältnis für erhöhte

Agilität auch bei langen Aufstiegen.

Das moderate Rocker-Profil

und der progressive Sidecut sorgen

für Vielseitigkeit, Kantengriff,

Auftrieb und Freeride-Performance

– für puren Abfahrtsgenuss.

DYNASTAR VERTICAL PRO

Der Vertical Pro überzeugt im Aufstieg

wie auch in der Abfahrt auf

ganzer Linie. Die neue Benchmark

im Bereich Touring punktet mit

Wendigkeit, Leichtigkeit und Kraft.

Der Ski besticht gleich mit einer

Reihe zukunftsweisender Technologien,

die volle Dynamik mit

bislang ungekannter Leichtigkeit

verbinden. Gerade einmal 1150

Gramm bringt der Ski auf die Waage

– ohne Einbußen in

der Performance.

SPORTaktiv

45


SCOTT SUPERGUIDE 95

• aus der Generation leichter Tourenski für Sportler,

denen es auf Gewicht und Beweglichkeit ankommt

• mit 95 mm Breite für schnellen Aufstieg

ohne Kompromisse beim Downhill

• wendig und spielfreudig auf jedem Terrain

• sorgt für sicheres, souveränes Skifahren

auch auf anspruchsvollem Terrain

• Gewicht: 1450 g (bei 178 cm)

• Taillierung: 128/95/116

• Radius: 21 m

PREIS (UVP): € 599,95

www.scott-sports.com

KÄSTLE TX 98

• die innovative Karbonkonstruktion

mit Dual-Rise-Technologie und

HOLLOWTECH 2.0 sorgt für spielerische

Abfahrten in Powderhängen

• überzeugt durch unschlagbare

Abfahrtsperformance bei

optimiertem Gewicht

• Gewicht: 1350 g (bei 178 cm)

• Taillierung: 128/96/117

• Radius: 21 m

PREIS (UVP): € 749,–

www.kaestle.com

SKI TRAB MAXIMO 7.0

• sehr leichter Ski mit innovativer Liwood-Fiber-

Box-Core-Technologie

• leichte Handhabung und extrem wendig durch

Low-Omega-Profile-Technologie

• 14-Lagen-Technologie für erhöhte

Bruchsicherheit und Langlebigkeit

• Gewicht: 1280 g (bei 178 cm)

• Taillierung: 121/90/110

• Radius: 20,5 m

PREIS (UVP): € 649,90

www.skitrab.com

ABFAHRT

BIS INS TAL

BREITER, BESSER, FREERIDE.

UNSERE SPEZIALISTEN FÜR DIE SCHÖNSTEN HÄNGE.

MOVEMENT SESSION 89

• ein vielseitiger Freetouring-

Ski für den anspruchsvollen

Sportler

• die 5-Achsen-Karbon-

Konstruktion bringt noch

mehr Komfort, gepaart mit

einem spielerischen Verhalten

auch bei schwierigsten

Bedingungen

• Robustheit, leichtes

Gewicht und Performance

zeichnen ihn aus

• Gewicht: 1380 g (bei 177 cm)

• Taillierung: 128/89/116

• Radius: 18 m

PREIS (UVP): € 720,–

www.movementskis.com

K2 WAYBACK 88

• Effizienz und Zuverlässigkeit

egal, ob bei einer kurzen Fitnessrunde

oder bei mehrtägigen

Tourenabenteuern

• Sidewall-Konstruktion mit

Paulownia-Tour-Lite-Woodcore

und Titanal Spyne

• Carbon-Overdrive

• Gewicht: 1235 g (bei 174 cm)

• Taillierung: 121/88/109

• Radius: 19 m

PREIS (UVP): € 549,95

www.k2skis.com

Fotos: Hersteller, Rossignol Group (Foto: Mythic 97)

46 SPORTaktiv


VÖLKL VTA 98

• bietet beste Eigenschaften aus beiden

Welten, klassisch oder modern

• ausreichend breit, mit Moderate-

Taper-Nose und Tip-Rocker

bietet der Ski traumhaften Auftrieb

in weicherem Schnee und Abfahrtperformance

in allen

Bedingungen

• gleichzeitig ermöglichen das geringe

Gewicht und der Camber in der

Mittelsektion mühelose Aufstiege

in jedem Gelände

• Gewicht: 1390 g (bei 170 cm)

• Taillierung: 133/98/116

• Radius: 17,9 m

PREIS (UVP): € 650,–

www.voelkl.com

FISCHER HANNIBAL

• Paulownia-Holzkern

• Carbon-Tex

• Aeroshape

• Freeridetourer für geniales

Abfahrvergnügen

• Leichtgewicht in seiner Produktkategorie

• optimaler Shape für perfekte Turns im

Powder

• Gewicht: 1300 g (bei 176 cm)

• Taillierung: 126/96/114

• Radius: 21 m

PREIS (UVP): € 649,95

www.fischersports.com

DYNASTAR MYTHIK 97 PRO

• verbindet moderne

Freeride-Elemente mit ultraleichter

Konstruktion

• der Paulownia-Holzkern

mit Carbon-C-Ply-Technologie

bietet das ultimative

Kraft-Gewicht-Verhältnis für

erhöhte Agilität bei langen

Aufstiegen

• das moderate Rocker-Profil

und der progressive

Fünf-Punkt-Sidecut sorgen

für Vielseitigkeit, Kantengriff

und Auftrieb

• Gewicht: 1400 g (bei 177 cm)

• Taillierung: 133/97/113

• Radius: 15 m

PREIS (UVP): € 849,99

www.dynastar.com

SALOMON N QST 106

• die neue Freeride-Referenz für ultimative

Performance am Steilhang

• eine neue carbonverstärkte C/FX-

Einlage von Skispitze bis Skiende

bringt die verstärkte Konstruktion

auf das nächste Level und sorgt

für mehr Power und Kantengrip

• Stabilität dank der exklusiven, in

Tip und Tail eingearbeiteten Cork-

Damplifier-Technologie

• die ganz neue Form sorgt für eine

geschmeidigere Schwungeinleitung,

besseres Aufschwimmen

und einfacheren Kantenwechsel

• Gewicht: 1820 g (bei 188 cm)

• Taillierung: 140/106/126

• Radius: 20 m

PREIS (UVP): € 649,99

www.salomon.com/de-at

LA SPORTIVA SUPER

MAXIMO LS

• 14 Schutz- und Versteifungsschichten

um den

Holzkern

• Skispitzen werden nach

vorne hin immer weicher

• Low-Omega-Profile für

idelalen Skiflex

• Gewicht: 1370 g

(bei 178 cm)

• Taillierung: 116/96/127

• Radius: 18,5 m

(bei 171 cm)

PREIS (UVP): € 679,–

www.lasportiva.com

SPORTaktiv

47


NOCKBERGE-TRAIL

Info-Hotline: +43 47 82/93 0 93

info@nockberge-trail.com

www.nockberge-trail.com

Tagsüber geht es über die sanften Höhen der Nockberge

von Hütte zu Hütte – abends steht Wellnessen in schönen

Hotels auf dem Programm. Kleines Bild rechts: Etappenort

Bad Kleinkirchheim.

WILDNIS,

WELLNESS UND GENUSS

DER NOCKBERGE-TRAIL IN KÄRNTEN

IST ÖSTERREICHS ERSTE ONLINE

BUCHBARE SKIDURCHQUERUNG. VIER

ETAPPEN REINER TOURENSKI-GENUSS.

Tagsüber stehen die per Muskelkraft zurückgelegten

Meter und Höhenmetern,

sowie das eindrucksvolle Naturerlebnis im

Biosphärenpark Nockberge im Mittelpunkt.

Abends kann man in komfortablen Hotels

und Wellnessresorts durchschnaufen und

lässt sich beim Dinner verwöhnen. Das sind

die Zutaten des „Nockberge-Trails“, einer

ganz auf Genuss und Wohlbefinden ausgerichteten

mehrtägigen Skidurchquerung.

Vor zwei Jahren startete dieses Leuchtturmprojekt

im Kärntner Winter. Der

Skitouren-Trail durchquert auf vier Etappen

die Nockberge und verbindet die Skiresorts

Katschberg, Innerkrems, Turracher Höhe,

Fotos: Kärnten Nockberge-Trail

48 SPORTaktiv


Nockberge-Trail

Die Wildnis & Wellness

Skidurchquerung

Falkertsee und Bad Kleinkirchheim. Den

einsamen Touren in der winterlichen Berglandschaft

stehen die Annehmlichkeiten

in den komfortablen Unterkünften in den

Etappenorten gegenüber.

Zielgruppe des Nockberge-Trails sind

genussvolle Skitourengeher, die beim Übernachten

den Komfort in Hotels gern in

Anspruch nehmen – und auch auf der Tour

selbst den Genuss vor den Leistungsanspruch

stellen. Dass die ersten Anstiege des

Tages immer mit Skiliften vorgesehen sind,

kommt diesem Ansinnen entgegen.

Info- und Buchungscenter

Die Wildnis- und Wellness-Skidurchquerung

in den Kärntner Nockbergen ist

auch Österreichs erster online buchbarer

Skitouren-Trail. Das Trail-Buchungscenter

bietet grenzenlose Wahlmöglichkeiten und

einen umfassenden Service, alle Touren

werden individuell organisiert: Man kann

starten, wann man will und wo man will,

gehen, mit wem man will und vor allem

wie man will. Ausgewählte Partnerbetriebe,

ein Gepäck- und Shuttleservice und eine

Trail-Hotline stehen zur Verfügung – für

ein echt unbeschwertes Outdoorerlebnis.

4 Tagesetappen /

5 Skigebiete:

Katschberg –

Innerkrems –

Turracher Höhe –

Falkertsee – Bad

Kleinkirchheim

• Für genussorientierte Skitourengeher

• Im Kärntner Biosphärenpark Nockberge

• Max. 6 h Gehzeit und 1.000 Hm pro Etappe

• Erste Auffahrt des Tages immer mit der Seilbahn

• Übernachtung in komfortablen Hotels

• Online Buchbar – Trail Hotline –

Gepäcktransfer

www.nockberge-trail.com

SPORTaktiv

49


WEIL BIS ZU DEN

ERSTEN SKITOUREN

NOCH ETWAS ZEIT

IST, HABEN WIR

ÖSV-SKIBERGSTEIGER

JAKOB HERRMANN

UM SEINE LIEBLINGS-

ÜBUNGEN GEBETEN.

MIT DENEN SEID IHR BEI

SAISONSTART SCHON FIT.

VON CHRISTOF DOMENIG;

FOTOS: THOMAS POLZER

TOURENFIT

MIT GIACOMO

JAKOB HERRMANN

aus Werfenweng (S)

ist 32, seit 2009 Mitglied

im österreichischen

Nationalteam Skibergsteigen,

seit 2018 einer von zwei

österreichischen Profis im

Skibergsteigen. 2018/19

Stockerlplätze im Weltcup,

Sechster im Gesamtweltcup.

facebook.com/

jakob.herrmann.96

Wer Skibergsteiger Jakob Herrmann

auf Facebook sucht, stößt

auf gut 20 Namenskollegen,

nicht aber auf den Gewünschten: Der

heißt in den sozialen Medien „Giacomo“

Herrmann. „Ich bin ein Fan der italienischen

Mentalität: alles ein bisschen

lockerer und gelassener sehen, das Leben

mit tollem mediterranen Essen und einem

Glaserl Wein genießen“, so die Erklärung.

Genauso unkompliziert ist der Gesamtweltcup-Sechste

der vorigen Saison

unserem Wunsch nach einer Vorbereitungs-Story

für Hobbyskitourengeher

nachgekommen. Eine sinnvolle Geschichte,

bestätigt „Giacomo“ aus eigener Erfahrung:

„Früher war ich im Sommer meist

ohne Stöcke unterwegs. Beim Berglaufen

und Biken habe ich aber wichtige Muskulatur

abgebaut und dann relativ lang gebraucht,

um in die Saison reinzufinden.“

Den „goldenen Herbst“ zum Trailrunning

und Wandern nutzen und dabei mit

Stöcken anschieben: Das ist auch schon

Jakob Herrmanns erster Tipp. Und wenn

er jetzt im Herbst in seinen Hausbergen

über Werfenweng unterwegs ist – zum

Beispiel am Bischling, wo wir die Bilder

aufgenommen haben –, dann nutzt er fast

jede Trainingsrunde auch gleich für ein

Übungsprogramm „mit Fernsicht“.

Neben Ausdauer gehört eben auch die

muskuläre Basis beim Skitourengehen

dazu. Stabilität ist für den Salzburger das

Um und Auf und das merkt man an den

ausgewählten Übungen: „Im Rumpf, im

Oberkörper und in den Beinen stabil zu

sein ist beim Raufgehen genauso wie beim

Runterfahren die Basis.“ Und auch die

Koordination kommt nicht zu kurz. Also:

Ab jetzt zwei-, dreimal pro Woche üben –

und dann richtig fit in die Saison starten.

50 SPORTaktiv


1. DIPS

Ein Bankerl mit Fernsicht eignet sich nicht

nur zum Jausnen. Mit beiden Beinen am

Boden, trainieren Dips hauptsächlich den

für den Stockschub wichtigen Trizeps.

Verschärfend: Ein Bein heben, das

trainiert auch die Oberschenkelrückseite,

der Rumpf arbeitet außerdem kräftig mit.

Jeweils 2 bis 3 Serien mit 10 bis 15

Wiederholungen, links und rechts

ausgewogen trainieren

2. EINBEINIGE

KNIEBEUGEN

Ein Fuß auf der Bank, dann langsam

möglichst tief absenken – im Idealfall,

bis die Zehenspitze den Boden

berührt – und wieder hochdrücken.

Wer mit dem ganzen Fuß auf der

Bank steht, trainiert eher Oberschenkel

und die vordere Beinmuskulatur;

ruht das Körpergewicht auf den Zehen

und am Ballen, arbeiten die Waden

gut mit und der koordinative Anspruch

steigt. Aufpassen, dass das

Knie stabil bleibt.

2 bis 3 Serien, 10 bis 15

Wiederholungen je Seite

3. BANKERL-LIEGESTÜTZ

Liegestütze mit erhöhtem Oberkörper sind

leichter als der Klassiker und wirken ebenfalls

gut auf Bizeps und Brustmuskeln. Wer gleichzeitig

ein Bein hebt, bringt zusätzlich ganzheitliche

Körperspannung in die Übung.

3 Serien, 15 bis 20 Wiederholungen

SPORTaktiv

51


4. SEITSTÜTZ

AM BANKERL

Die seitliche Rumpfmuskulatur und die

Gesäßmuskeln kräftigt der Seitstütz. Dabei

das Bein schön langsam 15 bis 20

Mal heben und wieder absenken – oder

als Variante 20 Sekunden kreisen lassen.

2 bis 3 Serien, beide Seiten trainieren

5. EINROLLEN &

STRECKEN

Ideal für diese mobilisierende und

zugleich stabilisierende Übung ist

ein weicher Almboden – oder daheim eine instabile

Unterlage. Die Instabilität des Bodens wirkt auf die

tiefliegende Muskulatur und macht die Übung auch

koordinativ sehr wertvoll. Das Knie des Standbeins

ist leicht gebeugt, Oberschenkel und

Gesäßmuskulatur sind maximal gefordert.

2–3 Serien, 15 bis 20 Wiederholungen je Seite

6. RUMPF-STABI

Rumpfstabilität lässt sich so perfekt trainieren:

Rückenlage, der Oberkörper ist leicht gehoben,

das Bein bildet einen rechten Winkel,

Zehenspitzen sind leicht angezogen, der Arm

auf der selben Seite ist gestreckt. Beine und

Arme langsam in die gegengleiche Position

bringen. Wichtig: Körperspannung halten.

2 bis 3 Serien, 10 bis 15 Wiederholungen

52 SPORTaktiv


7. BEINE HEBEN SEITLICH

Top für die seitliche Bauchmuskulatur. Hüfte und

Oberkörper bilden dabei eine gerade Linie, nur

die Beine werden abgehoben. Verschärft wird die

Übung, indem man den Arm nicht anlegt (wie im Bild),

sondern gerade nach oben streckt.

2 bis 3 Serien, 10 bis 15 Wiederholungen je Seite

BALACLAVA

8. STARKER RÜCKEN

So holst du dir eine kräftige Rückenmuskulatur: Bauchlage,

Arme und Beine abheben; dann die nach vorne gestreckten

Arme seitlich langsam nach hinten führen (zweites Bild), in

der Position kurz verharren und wieder langsam nach vorne

in die Ausgangslage bringen.

2 bis 3 Serien, 10 bis 15

Wiederholungen

BUFF ® is a registered trademark property of Original Buff, S.A. (Spain)

Aus einem Stück gefertigt und gewebt.

Mit technischen Zonen, welche die Atmungsaktivität

steigern und gezielt wärmen, bei gleichzeitig

perfekter Passform und verbessertem

Feuchtigkeitsmanagement. So können Sie sich auf das

Wesentliche konzentrieren.

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LA SPORTIVA GARA AERO LS

• karbonverstärkt

• höchste Torsionssteifigkeit

• Wabenstruktur im Kern

• Gewicht: 705 g (bei 164 cm)

• Taillierung: 91/64/80

• Radius: 21,4 m

PREIS (UVP): € 919,–

www.lasportiva.com

DYNAFIT DNA RENNSKI

• Rennski für Skitourenwettkämpfe

und Profis

• von Athleten für Athleten entwickelt

und getestet

• durchgängige Seitenwange

• Gewicht: 705 g (bei 153 cm)

• Taillierung: 99/65/80

• Radius: 18 m

PREIS (UVP): € 1000,–

www.dynafit.com

SCHNELL

KRAFT

MINIMALES GEWICHT FÜR|

DIE JAGD NACH OBEN.|

GREIF ZU, WENN DU RACER BIST.|

SKI TRAB GARA AERO WORLD CUP

• ultraleichter Holz-Aramid-Kern

• Carbon-Hibox-Torsionskasten für

hohe Torsionssteifigkeit

• 14-Lagen-Technologie für erhöhte

Bruchsicherheit und Langlebigkeit

• Gewicht: 705 g (bei 164 cm)

• Taillierung: 91/64/80

• Radius: 21,5 m

PREIS (UVP): € 949,90

www.skitrab.com

BLACK DIAMOND HELIO 76

• technische 76 mm unter der Bindung

mit früher Schaufelaufbiegung

an Spitze und Ende

• prepreg-Karbonkonstruktion mit guter

Dämpfung, Torsionssteifigkeit

und ausgeglichenem Flex

• ultraleichter Balsa/Flachs-Kern

• Gewicht: 1050 g (bei 161 cm)

• Taillierung: 106/76/96

• Radius: 18 m

PREIS (UVP): € 725,–

www.blackdiamondequipment.com

HAGAN ULTRA 82

• Ultra-Light-Core

• Diamond-Sidewall

• Carbon-Cut-Cap

• Einsatzbereich: Tour professional;

extrem leichter Ski für sportlich

ambitionierte Tourengeher

• Gewicht: 1020 g

• Taillierung: 117/82/102

• Radius: 18 m

PREIS (UVP): € 549,99

www.hagan-ski.com

Fotos: Hersteller

54 SPORTaktiv


WAYBACK

88

2019/2020

Test-Sieger

SKI OF THE YEAR

pro model

2020

2019/2020

Ski of the year

Pro Model

2019/2020

Aktiv TIPP

SKIS

80 - 90 mm

2019/2020

2 Sterne

121-88-109 K2SNOW.COM

Because downhill performance matters

#k2guideinspired

BUILT TO BLAST


ATOMIC BACKLAND CARBON

• aufs Bergabfahren ausgelegt,

ohne dass man bergauf

Abstriche machen muss

• durch den waschbaren,

atmungsaktiven Innenschuh

bleiben die Füße trocken

• dank Boa-Fit-System lässt

sich der Schuh ganz

einfach zuziehen

• Frictionless Pivot erlaubt

erstklassige Bewegungsfreiheit

• Gewicht: 1064 g bei Größe 26,5

PREIS (UVP): € 679,95

www.atomic.com/de-at

DYNAFIT TLT8 EXPEDITION

SKITOURENSCHUH

• aufstiegsorientierter

Tourenschuh für ambitionierte,

sportliche Tourengeher

• mit zwei Schnallen und

einfachem, intuitivem Handling

• komplett überarbeiteter,

athletischer Fit

• reduziertes Design mit schlanker

Linie und Verschluss system

Ultra-Lock 4.0

• Gewicht: 1130 g bei Größe 27,5

PREIS (UVP): € 600,–

www.dynafit.com

LANGE X FREE 110 W

• ausgestattet mit der revolutionären Dual-Core-Technologie

und einer ultraleichten Grilamid-Konstruktion

setzt er Maßstäbe in Sachen

Gewicht und Performance

• Dynafit-zertifizierte

Inserts und der patentierte

Lange-Power-V-Lock

garantieren

einen maximalen

Bewegungsradius von

43 Grad im Aufstieg

• Gewicht: 1630 g bei

Größe 24,5

PREIS (UVP): € 549,99

www.lange-boots.com

STIEFELZEIT

DIE NEUESTEN TOURENSCHUHE VOM

LEICHTGEWICHT BIS ZUM FREERIDE-ABFAHRER.

NORDICA STRIDER 130

PRO DYN M

• steigert die Downhill-Performance bei

Touren schuhen auf ein neues Level

• dank aggressivem Flex und einem

vielseitigen 100-mm- Leisten meistert

dieser Skischuh selbst schwierigstes

Terrain

• die Hike-Funktion bietet mit 46° eine

außergewöhnliche Bewegungsfreiheit

• Gewicht: 1800 g bei Größe 28,5

PREIS (UVP): € 629,99

www.nordica.com

SCARPA MAESTRALE

• Schale und Schaft aus umweltfreundlichem

Pebax-Rnew-Material

• thermoverformbarer Intuition-

Innenschuh

• gleichmäßige Kraftverteilung

im Vorderfuß durch das

Wave-Closure-System

• Gewicht: 1440 g bei Größe 27

PREIS (UVP): € 530,–

www.scarpa.net

SCOTT SUPERGUIDE CARBON

• bietet bergauf Bewegungsfreiheit

sowie Komfort und bergab eine

solide, präzise Stabilität

• die rückseitige Schnalle für die Ski-/

Gehfunktion ist leicht bedienbar,

zuverlässig und sicher

• der völlig neue Schnallenverschluss

ermöglicht einfaches und schnelles

Einstellen der Manschette

• Gewicht: 1415 g bei Größe 26,5

PREIS (UVP): € 699,95

www.scott-sports.com

Fotos: Hersteller

56 SPORTaktiv


MOVEMENT EXPLORER W

• ideal für das Skitourengehen

und den Freetouring-Bereich

• Cabriokonstruktion für einen

leichten Ein- und Ausstieg

• Gehmechanismus mit einem

revolutionären Arretierungssystem

• Gewicht: 1250 g bei Größe 24,5

PREIS (UVP): € 520,–

www.movementskis.com

GET CLOSER

to freedom.

SALOMON X-ALP EXPLORE

• der 3D-Rotatationsschaft unterstützt die

seitliche Beweglichkeit im Fußgelenk

und erleichtert steile Traversen oder

technische, abrupte Aufstiege

• der Grilamid-Schaft und die mit Carbon

verstärkte Rückseite sorgen für rückwärtigen

Halt und die SensiFit-Shell für gute

Kraftübertragung und für das nötige Vertrauen

für tolle Abfahrten

• Gewicht: 1290 g bei Größe 27,5

PREIS (UVP): € 549,99

www.salomon.com/de-at

FISCHER TRAVERS CC

• Somatoc Boa®-Verschlusssystem

• 100-mm-Leisten bei 26,5

• Größensplit von 25,5 bis 30,5

• extrem leicht dank Carbon für

noch schnellere Aufstiege

• hohe Stabilität für gute Fahreigenschaften

und Kraftübertragung

• hohe Beweglichkeit des

Schaftes (60°)

• Gewicht: 930 g bei Größe 26,5

PREIS (UVP): € 749,95

www.fischersports.com

Photo © Torsten Wenzler

GUIDE EXTREME V

Packmaß 42 cm | Gewicht: 257 g

Länge: 115 - 135 cm

LA SPORTIVA SKORPIUS CR

• die Schale aus Pebax®-Rnew® ist

mit Carbon verstärkt und wird auf

pflanzlicher Basis produziert.

• kompatibel mit allen Pinbindungen

• Ski-/Walk-Hebel: SwingWing-Lock

Closure-System, schützt Hebel vor

Beschädigungen

• Gewicht: 1220 g bei Größe 27

• 68° Bewegungswinkel

PREIS (UVP): € 579,–

www.lasportiva.com

www.leki.com


AN ‚PIN‘

GEHT

NICHTS

VORBEI

WAS TUT SICH BEI DEN

SKITOURENBINDUNGEN

2019/20? EIN

STABILER MARKT, EIN

ENTSCHIEDENES

MATCH – UND

ZWEI WÜNSCHE

FÜR DIE ZUKUNFT.

VON CHRISTOF DOMENIG

Von zuletzt 45.000 in Österreich

verkauften Tourenbindungen waren

90 Prozent Pin-Bindungen

und 10 Prozent Rahmenbindungen

(Quelle: Skimo Austria). Es handelt sich

also um keine Schieflage, wenn bei unserer

Produktvorstellung auf den folgenden

Seiten neun Pin-Bindungen und eine

Rahmenbindung Platz finden, sondern

spiegelt die Marktsituation wider.

Das einst ausgeglichene Match zwischen

den beiden Tourenbindungssystemen

hat sich in den letzten Jahren

also sehr einseitig entwickelt. Neu- und

Weiterentwickelungen gibt es folgerichtig

auch seit mehreren Jahren nur noch

beim leichtgewichtigen Pin-System, das

1984 vom Tiroler Tüftler Fritz Barthel

patentiert und etwas später von Dynafit

übernommen wurde. Die Neuheiten

2019/20 kommen von Fritschi mit der

Xenic 10, von Ski Trab mit der Titan Vario.2

und von ATK mit der FR14.

Insgesamt gilt: Das Angebot ist breit,

für alle Zielgruppen vom Genusstourengeher

über den freerideorientierten Skitourensportler

bis hin zum Wettkampfskibergsteiger

gibt es eine starke (Ver-)Bindung

zwischen Ski und Schuh. Vergleicht

man die Lage mit den Innovationen bei

den Tourenskischuhen, vermisst Szenekenner

Karl Posch von Skimo Austria ein

wenig die großen technischen Entwicklungen

am Bindungsmarkt der letzten Jahre.

Dafür funktionieren die erhältlichen

Produkte sehr zuverlässig.

Galt die „Pin“ einst als Sache für die erfahrenen

Skitourenfreaks, rät Karl Posch

heute auch Neulingen zu einer Pin-Bindung.

Und zusätzlich zur Investition in

eine Verstellplatte: Wer etwa den Schuh

wechselt, hat mit einer fix auf den Ski

Fotos: Völkl

58 SPORTaktiv


Adobe Stock © greenlex

PIN-BINDUNG UND

RAHMENBINDUNG

PIN-BINDUNG

Bei Pin-Bindungen wird der Schuh mithilfe von Metallstiften

(„Pins“) an den Bindungsbacken fixiert. Im Aufstieg wird der

Hinterbacken weggedreht, -geklappt oder -geschoben, sodass der

Schuh nur vorne fixiert ist. Vorteile: Leichtgewichtige Konstruktion,

kein Bindungsteil wird mitgehoben, besserer Drehpunkt.

Marktanteil: 90 Prozent

RAHMENBINDUNG

Wie bei Alpinbindungen wird der Schuhrand am Vorderbacken

und Hinterbacken fixiert. Der vordere und hintere Bindungsteil

ist mit einem Rahmen verbunden. Im Aufstieg werden der Rahmen

und ein Teil der gesamten Bindung mit dem Schuh mitgehoben.

Vorteile: einfache, mit Alpinbindungen vergleichbare

Bedienung, ausgereifte Konstruktion. Marktanteil: 10 Prozent

montierten Pin-Bindung nur wenig

Spielraum. Mit einer Verstellplatte

stellt sich das Problem nicht. Rahmenbindungen

sieht Posch in erster Linie

noch im Skiverleih angesiedelt.

Die „Wunschliste“

Potenzial für Weiterentwicklung sieht

Posch aber auch: erstens bei der

Kraftübertragung. Gerade die Innovationen

im Schuhbereich würden die

gängigen Bindungen schön langsam

an ihre Grenzen bringen: „Was nützt

eine extrem direkte Kraftübertragung

des Schuhs, wenn sie die Bindung

nicht an den Ski weitergeben kann?“,

stellt Posch als Frage in den Raum.

Den Einwurf, dass hier die altbewährten,

schwereren und robusten Rahmenbindungen

im Vorteil sein könnten,

verneint der Kenner: „Weil die

Konstruktion einer Rahmenbindung

ja nicht der von Alpinbindungen

gleicht, sondern es Gelenke für die

Gehfunktion braucht. Und das macht

sie instabil“.

Entwicklungspotenzial sieht Karl

Posch zweitens bei der Sicherheitsauslösung.

Auch wenn es seit einigen Jahren

TÜV-zertifizierte Pin-Bindungen

gibt und einiges „Hirnschmalz“ der

Hersteller in das Thema geflossen ist,

gibt es nicht für alle Situationen ideale

Lösungen. Womit auch klar sein dürfte,

woran die Tourenbindungs-Ingenieure

in Gegenwart und naher Zukunft

tüfteln.

Dass ein völlig neues System kommen

wird, kann sich Posch nicht vorstellen:

„An ‚Pin‘ geht nichts vorbei,

und das bleibt sicher noch fünf bis

zehn Jahre so.“

Powerpack

on tour

allin-protein.com


ATOMIC SHIFT MNC 13

• Pin-Bindung für den effizienten Aufstieg

und gleichzeitig eine waschechte

Freeride-Alpinbindung zum

kontrollierten Abfahren

• mit allen gängigen genormten Schuhen

auf dem Markt kompatibel, egal,

ob Alpinskischuh oder Tourenschuh

• kein Aufstieg mit schweren Rahmenbindungen,

kein Abfahren in Pins,

sondern eine einzige Bindung für

alle Touren- und Pistenskitage.

PREIS (UVP): € 449,99

www.atomic.com

PRÜFE, WER

SICH BINDET

ALLE NEUNE BEI DEN PIN-BINDUNGEN|

UND EIN KLASSIKER DER RAHMENBINDUNG.|

DYNAFIT ST RADICAL

• Weiterentwicklung der bewährten

ersten Radical-ST-Bindung

• klassische Skitourenbindung für

den Allroundeinsatz

• Leichtgewicht mit nur 535 Gramm

• kinderleichte Bedienung und hohe

Sicherheit

PREIS (UVP): ab € 450,–

www.dynafit.com

SKI TRAB TITAN VARIO.2 INKL. STOPPER

• einzigartige Vorderbackenkonstruktion

mit Titanfeder

• Hinterbacken mit drei verschiedenen

Aufstiegswinkeln

• frontale und seitliche Auslösung des

Hinterbackens bei Sturz

PREIS (UVP): € 449,90

www.skitrab.com

FISCHER TOUR CLASSIC ST

• geringes Gewicht

• drei Steighilfeoptionen und

Längenverstellbarkeit

• einfaches Einsteigen durch

Step-in-Side-Towers

PREIS (UVP): € 459,95

www.fischersports.com

ATK FR14

• 100 % aus CNC-gefrästem

Flugzeugaluminium

• energieautark in Italien produziert

• komplett neu designter Vorderbacken.

Verriegelungshebel dient als

Anschlag für den Schuh

• Snow-Proof-Pack-Design, Pin-Arme

verschwinden formschlüssig in

der Bindung, somit keine Schneeablagerungen

unter der Bindung

PREIS (UVP): € 595,–

www.atkbindings.com

HAGAN CORE 12

• mit 350 Gramm inkl. Stopper das Leichtgewicht

unter den klassischen Allmountain-Pin-Bindungen

• Harscheisenaufnahme inkludiert

• magnetische Steighilfen für 5 Gehpositionen

• made in Italy

PREIS (UVP): € 554,99

www.hagan-ski.com

Fotos: Hersteller

60 SPORTaktiv


TYROLIA AAAMBITION 12

• Weltklasse-Rahmenbindung für

alpine Touren mit innovativer

Bergsteigetechnologie und jeder

Menge Downhill-Performance

• Bindung mit AT-Backen und Ferse für

Anpassbarkeit an verschiedene Schuhe

• Steighilfe mit vielen Optionen, die eingestellt

werden kann, ohne dass man den

Schuh aus der Bindung auslösen muss.

PREIS (UVP): € 330,–

www.tyrolia.com

DYNASTAR LOOK SUPERLITE 12

• Free-Touring-Revolution in Sachen

Gewicht und Sicherheit

• mit 175 Gramm bietet die Hochleistungsbindung

eine einzigartige Mischung aus

ultraleichter Performance im Aufstieg

und zuverlässigem Halt bei der Abfahrt

dank des verstellbaren Rückhaltesystems

PREIS (UVP): € 499,99

www.look-bindungs.com

MARKER ALPINIST 9

• ultraleichte Pin-Bindung

(245 g ohne Bremse)

• durch das 38 mm breite Bohrmuster

beeindruckende Kraftübertragung

in der Abfahrt

• carbonverstärkter Vorderbacken

ist mit Anti-Vereisungs-Pads und

integrierten Elastomeren für einfachen

Einstieg ausgestattet

• Ferse bietet eine Aufstiegshilfe mit

0°-, 5°- und 9°-Winkeln und lässt

sich schnell und bequem

zwischen Aufstiegs- und

Abfahrtsmodus verstellen.

PREIS (UVP): € 300,–

www.marker.de

SALOMON T MTN

• leichter einstellbare Steighilfen, weil der Hinterbacken

nicht gedreht werden muss. Einfacherer

Einstieg dank der patentierten Salomon-Einstiegshilfe-Technologie

• einfache Konstruktion mit weniger Teilen sorgt

für extra Robustheit und ein breiter ausgelegtes

Bohrmuster für bessere Kraftübertragung

• Gewicht: 390 g pro Bindung

PREIS (UVP): € 499,99

www.salomon.com/de-at

Steigfelle made in AUSTRIA Austria

hybrid

Steigfelle

innovative

Klebertechnologie

für dein Bergerlebnis

Haftet bei mehrmaligem Auffellen

& großer Kälte • kein Nach be schichten

contourskins.com

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STEIGFELLPFLEGE

Inspizieren

Wer es nicht schon am Ende des

letzten Winters getan hat, sollte jetzt

vor der ersten Tour die Felle einer

Sichtprüfung unterziehen. Verlieren

sie ihre Borsten, wie schauen

Klebeflächen aus, sind Fixierhaken

noch fest? Häufige Pistentouren

verkürzen die Lebensdauer.

Imprägnieren

Neue Felle sind imprägniert, was

sich daran zeigt, dass Wasser

in Tropfenform abperlt. Durch

Gebrauch verliert sich diese

Eigenschaft, was auf Tour zu Stollenbildung

führen kann und die

Gleiteigenschaften verschlechtert.

Lösung: Mit Spray oder Wachs aus

dem Handel nachimprägnieren.

Klebeflächen

Sie sollen stets sauber gehalten

werden – zum Reinigen gibt es im

Fachhandel die jeweils passenden

Mittel. Bei klassischen Klebefellen

ist der Kleber von Zeit zu Zeit zu erneuern,

das überlässt man am besten

dem Fachhandel, wer will, kann

es aber auch selbst machen. Bei

Hybridfellen kann man eine schwächer

werdende Klebewirkung mit

eigenen Sprays wieder aktivieren.

Auf Tour

Vor dem Auffellen den Belag auf

Verschmutzungen prüfen und

entfernen. Falls Schmutz auf die

Klebeschicht gelangt ist, diesen

natürlich ebenfalls entfernen. Speziell

für Hybridfelle gibt es eigene

Reinigungstücher. Beim Zusammenlegen

bei Spannklebefellen immer

die Trennfolie dazwischenlegen,

bei Hybridfellen ist keine trennende

Schicht notwendig.

Nach der Tour

Die Felle aufgehängt bei Zimmertemperatur

gut trocknen lassen,

nicht auf die Heizung legen oder mit

anderen Wärmequellen nachhelfen.

Auch zu großer Kälte – zum Beispiel

einer Nacht im Auto – sollten die

Felle lieber nicht ausgesetzt werden.

Trockene Felle im Transportsack

aufbewahren.

WIE ENTSTEHT EIN

SKITOURENFELL?

WIE VIEL KNOW-HOW

STECKT DRIN?

WIR HABEN BEI

KOCH ALPIN IN TIROL,

WO UNTER ANDEREM

CONTOUR-FELLE

ENTSTEHEN, HINTER

DIE KULISSEN

GEBLICKT.

VON CHRISTOF DOMENIG

SCHICHT FÜR

SCHICHT

Steigfelle müssen ganz schön viel

leisten. In die eine Richtung sollen

sie gut gleiten und in die andere

das Zurückrutschen verhindern. Sie sollen

sicher am Ski kleben, sich trotzdem

leicht abziehen lassen. Und sie sollen

auch bei harten Einsätzen wie Pistentouren

möglichst lange zuverlässig ihren

Dienst verrichten. Ganz schön widersprüchliche

Eigenschaften.

Wir wollten deshalb einmal wissen, wie

Steigfelle gemacht werden, und vor allem:

wie viel Know-how drinsteckt. Bei Koch

alpin im Tiroler Mils wurden wir fündig.

Das Unternehmen von Werner Koch fertigt

seit 1975 Steigfelle, heute sind es

70.000 bis 80.000 Paar im Jahr, 3000 in

Spitzenwochen – und zwar der eigenen

Marke contour wie auch für die namhaften

Skihersteller. Bei bloß elf Produktionsmitarbeitern

ein enormer Output,

der nur möglich ist, weil der Zuschnitt

computergesteuert mittels moderner

Lasertechnik erfolgt.

„Es stimmt“, sagt Werner Koch auch

gleich, „dass es nicht so einfach ist, die

geforderten Eigenschaften unter einen

Hut zu bringen. Die Crux dabei liegt sicher

beim Kleber.“ Doch schauen wir uns

die Sache „Schicht für Schicht“ an.

Fotos: Koch alpin

62 SPORTaktiv


Die afrikanische

Angoraziege liefert

den wichtigsten

Rohstoff zum Mohair-Steigfell.

Plus:

Impressionen aus

der contour-Produktionsstätte

in

Mils in Tirol.

Fell der Angoraziege

Ein Tourenfell ist nämlich in Schichten

aufgebaut. Vom Belag weg: Die Klebeschicht,

es folgt ein Trägermaterial, das

auch für Stabilität sorgt. Dann kommt

eine wasserdichte Zwischenlage und ganz

außen das Webmaterial, also das eigentlich

namengebende „Fell“.

Das „Leben“ eines Steigfells beginnt

als Fellballen. „Mohair ist seit 40 Jahren

das Material der Wahl“, sagt Werner

Koch. Das Naturprodukt stammt von

Angoraziegen, die überwiegend in den

südlichen Teilen Afrika gehalten werden.

Das herrschende trockene und raue Klima

auf der südlichen Halbkugel legt

den Grundstein, um Skitourengeher im

Winter unserer Breiten glücklich zu machen:

„Mohair ist dünn, flexibel und

dennoch stabil und es bleibt auch bei

Kälte geschmeidig. Von den Gleiteigenschaften

gibt es nichts Besseres – bloß

die Abriebfestigkeit ist nicht ideal.“

Eine Faustregel: Nach 60 bis 80 Skitouren

(stark abhängig vom Einsatzbereich)

müssen Felle im Schnitt ersetzt

werden. Als haltbarere Alternative zu

reinem Mohair sind Mischvarianten,

etwa 65 Prozent Mohair und 35 Prozent

Velours, gebräuchlich.

Schmelzkleber, kleberlos, hybrid

Womit der spannendste Teil der Geschichte

noch nicht erklärt ist – das ist

die Klebeseite. „Der Schmelzkleber auf

klassischen Spannklebefellen funktioniert

seit Jahrzehnten zuverlässig, hat

aber doch einige Schwächen. Auch, weil

sich die Art auf Skitouren zu gehen heute

teils deutlich geändert hat“, erklärt

Werner Koch.

Das erstmalige Auffellen daheim funktioniere

mit klassischem Schmelzklebefell

nämlich gut – was sie weniger gut

verkraften, sei das mehrmalige Auf- und

Abfellen auf einer Tour, vor allem bei

sehr tiefen Temperaturen. Für Freeridetouren

mit mehrmaligen kurzen Aufstiegen

ist das also überhaupt nicht ideal.

Auch die Breite der Ski spielt hier mit –

bei breiten Freeridelatten ist die Klebefläche

entsprechend größer und der

Kraftaufwand beim Lösen höher.

Vor einigen Jahren hat sich die Industrie

deshalb auf die Suche nach Alternativen

begeben. Während andere Hersteller

auf eine kleberlose Technologie setzen,

die auf Silikon basiert, ist Werner Koch

SPORTaktiv

63


WERNER KOCH

ist Inhaber von Koch alpin

in Mils (T), wo unter anderem

contour-Tourenfelle

gefertigt werden.

www.kochalpin.at

überzeugt, dass die für die contour-Felle

entwickelte Hybridtechnologie besser ist.

„Für kleberlose Felle braucht man ganz

saubere Flächen, damit es funktioniert.

Und es braucht Druck auf die Flächen, der

etwa bei den Rockerskiern im Schaufelbereich

nicht ausreichend gegeben ist.“

Der bei contour-Hybridfellen gebräuchliche

Kleber ist aus zwei Lagen aufgebaut,

erklärt Koch. Die eigentliche

Haftschicht hält das Fell am Ski, fühlt

sich dabei deutlich weniger klebrig an als

klassische Schmelzkleber, das Fell lässt

sich auch mühelos abziehen. Eine zweite

Lage Kleber schafft die Verbindung zwischen

Fellrücken und Haftschicht. Hybridfelle

lassen sich auch leichter reinigen

und müssen im Verlauf ihres Lebens nie

nachbeschichtet, sondern der Kleber muss

nur wieder aktiviert werden. Nachteil?

„Eigentlich keiner“, ist Koch überzeugt,

„vielleicht dass sie ein bisschen teurer sind

– aber auch nicht teurer als die kleberlosen.

Und man muss ein bisschen drauf schauen,

dass die Haftschicht sauber bleibt.“

Ein zweites Leben

Mit einem gewissen Maß an Pflege (siehe

Kasten vorne) kann man die Lebenserwartung

seiner Felle auch deutlich verlängern.

Was der Koch-alpin-Chef öfters zu

hören bekommt, ist, dass Steigfelle früher

haltbarer waren. „Das hat aber nichts mit

der Qualität zu tun, sondern mit geänderten

Einsatzbereichen. Früher ist auf dem

Berg fast nie aufgefellt worden. Oder

wenn man an die Pistentouren denkt – da

ist der Abrieb zwangsläufig höher.“

Das Stichwort Langlebigkeit führt uns

auch letztlich zur Nachhaltigkeit – ein in

der gesamten Outdoorbranche wichtiges

Thema. Bei Koch alpin ist das nicht anders:

Verschnitte aus der Fellproduktion

werden seit heuer vom deutschen Unternehmen

Doghammer zu Hüttenpatschen

verarbeitet – im unverwechselbaren Steigfell-Look.

In einem zweiten Projekt werden

ausgediente contour-Felle in Italien

zu Gürteln verarbeitet. Den Skitourenfellen

ist also unter Umständen sogar ein

zweites Leben beschieden.

Mit einem Gewicht von nur 1.299

Gramm ist der LUPO AIR so leicht

wie ein klassischer Tourenschuh, bietet

aber zusätzlich die Stabilität und

Kontrolle eines Freeride-Skischuhs.

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Innovatives Grilamid-Material mit hohlen Glaskügelchen - reduziert das Gewicht auf nur 1.299 g //

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schnell gleitender, geschmeidiger

und dennoch strapazierfähiger

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über eine raffinierte Formel für

bessere Haltbarkeit

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www.elementum.at

BLACK DIAMOND ASCENSION STS

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Gleiteigenschaften

• glänzen mit dem innovativen Snap-

FitTip-Befestigungssystem zum

Montieren ohne Werkzeug sowie

dem patentierten STS-Befestigungssystem

für das Skiende mit

Verstellmöglichkeiten von bis

zu 10 cm

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• Zclip-Verschluß

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beim Freeriden wieder zur Verfügung

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Fotos: Hersteller

66 SPORTaktiv


CONTOUR HYBRID MIX

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bewährtem Schmelzkleber und neuen Adhäsionstechnologien

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einfachen Fellzuschnitt

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der Felle bei sehr guten Gleiteigenschaften

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Stollenbildung

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PREIS (UVP): € 179,–

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Steigeigenschaften aus

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an der klebenden Oberfläche können die

Felle stets ohne Trennfolie gelagert sowie

rückstandslos und leicht abgelöst werden

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abgestimmt

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Grip und schnelles Gleiten

• pflegeleichter Hybridkleber

2.0, dank dem die Felle nicht

zusammenkleben und der sich

mit einem Hybrid-Reinigungsset

erneuern lässt

PREIS (UVP): € 169,95

www.atomic.com/de-at

SPORTLICH

ABFAHRTSORIENTIERT

BEI ALLEN BEDINGUNGEN

SPORTaktiv

#PURESKIMOUNTAINEERING

67

© TOMAZ DRUML


68 SPORTaktiv

ES IST NICHT IMMER NUR

DIE LAWINE


LAWINEN SIND IMMER NOCH DIE

GRÖSSTE HEMMSCHWELLE, UM MIT

DEM TOURENGEHEN ZU BEGINNEN.

DARÜBER SOLLTE MAN ABER NICHT

AUF ANDERE GEFAHREN VERGESSEN.

UND SICH SCHON GAR NICHT DAVON

ABHALTEN LASSEN, DIESEN SCHÖ-

NEN SPORT AUSZUÜBEN.

VON STEPHAN SKROBAR

Foto: iStock

Viele Wintersportbegeisterte spielen

mit dem Gedanken, dieses

Skitourengehen, von dem alle

schwärmen, einmal auszuprobieren.

Klingt ja faszinierend. Allerdings ist da

die stets präsente Gefahr, von der Lawine

frühzeitig aus dem Leben gerissen zu

werden. Das berichten jedenfalls viele

Medien und die Arbeitskollegen, die

auch schon einmal davon gehört haben,

dass der Bekannte einer entfernten

Bekannten angeblich den Weißen Tod

gestorben sei. Also lieber nicht. Man

weiß ja nie.

Nun soll dieser Text zunächst mit

dieser Fehleinschätzung aufräumen.

Lawinen sind ein wichtiger Faktor beim

Skitourengehen und Freeriden, das

ist unbestritten, doch sind vor allem

Einsteiger und Einsteigerinnen meist

in lawinensicherem Gebiet (so etwas

gibt es) unterwegs. Und außerdem

soll dieser Artikel die Aufmerksamkeit

mehr auf andere Gefahrenquellen

beim Skitourengehen lenken. Also die

Übermacht der „Angst vor der Lawine“

durch Fokus auf andere Risiken abschwächen

und so die Unsicherheit vor

dem Skitourengehen nehmen.

Klingt wie ein unmögliches Unterfangen,

aber probieren wir es einmal.

Der vergangene Winter war in vielen

Belangen ein außergewöhnlicher. Die

extremen Schneefälle der ersten Jännerhälfte

haben zwei Dinge ausgelöst. Zum

einen sind die Medien in eine Art hyperventilierende

Schnappatmung verfallen,

die mit der Realität des Alltags in einer

sehr schneereichen Region des Landes

wenig zu tun hat (der Autor dieses Textes

lebt in einer der schneereichsten Regionen

des Landes), und zweitens haben

sie eine Reihe anderer Gefahren beim

Tourengehen verstärkt.

1. Lockerschneemassen und Treewells

– Hohlräume im lichten Wald

Anfang des Jahres ist in der Steiermark

ein Lehrer wenige Meter neben der Piste

und vor den Augen seiner Schülerinnen

im Lockerschnee erstickt. Er ist ganz

banal über den Pistenrand hinaus über

eine Böschung geschlittert, wurde vom

nachrutschenden Lockerschnee begraben

und konnte sich aus eigener Kraft

nicht mehr befreien. Diese unglaubliche

Tragödie zeigt eine der größten Gefahren,

die vor allem in Perioden starken

Niederschlags auftreten. Bei heftigem

Schneefall bleiben Skitourengeherinnen

und Freerider oft in leicht bewaldetem

und mäßig steilem Gelände – vor

allem auch wegen schlechter Sicht im

SPORTaktiv

69


aumfreien Gebiet. Und besonders um

Nadelbäume bilden sich oft metertiefe

Hohlräume – sogenannte Treewells

(„Baumbrunnen“), lautlose Fallen, aus

denen man sich nicht mehr befreien

kann, zumal Ski oder Snowboard oft als

zusätzliche Anker wirken.

2. Absturz

Die Absturzgefahr war im schneereichen

Winter nicht größer oder kleiner

als sonst. Sie gilt als oft vom Wetter

unabhängige Gefahr, die beim Bewegen

in den Bergen naturgemäß gegeben ist.

Viele Menschen stellen sich unter Absturz

ein trenkereskes, dramatisches Herabstürzen

über eine mehrere Tausend

Meter hohe Nordwand vor, begleitet

von gutturalem Schrei und entsetztem

Blick der zumeist weiblichen Beobachterin.

Oft bedeutet ein Absturz beim Skitourengehen

allerdings ein Abrutschen über

wenige (oder mehrere) Meter felsiges

Gelände, das ungute Verletzungen nach

sich zieht. Tatsächlich tritt dieses Gefahrenmuster

gar nicht so selten auf, weil

einige Faktoren mitspielen. Zum einen

die Schneebedingungen (wenig Schnee

und harte Schneedeckenoberfläche sind

besonders brisant), zum anderen ist vor

allem beim Aufstieg der Halt am Ski

durch die Fersenfreiheit der Bindung

reduziert. Bei der Abfahrt verstärkt fehlende

Technik und Selbstüberschätzung

diese Gefahr.

ÜBER DEN AUTOR

Stephan Skrobar ist staatlich

geprüfter Skilehrer und Skiführer

und Alpinausbildner für den

steirischen Skilehrerverband.

Einer seiner engsten Freunde ist

vergangenen Winter bei einer Skitour

ums Leben gekommen. Dieses

prägende Ereignis war Motivation

für diesen Text.

eskalieren, neben fehlender Sicht wird

bei starkem Wind auch die akustische

Kommunikation unmöglich. Anfang

Februar ist ein erfahrener Tourengeher

als Resultat sich rapide ändernder Bedingungen

tragisch erfroren.

Warum waren aber die Lawinen weniger

Thema? Einerseits beschleunigt das

Eigengewicht der Neuschneemassen die

Setzung – so war nach 15 Tagen mehr

oder weniger andauerndem Schneefall

und der damit verbundenen Lawinenwarnstufe

4 und 5 in der Steiermark

nach einigen Tagen moderater Temperatur

und Sonne die LWS wieder bei 2.

Die Situation hat sich also schnell beruhigt.

Und andererseits, und das macht

Hoffnung, die Menschen brauchen keine

geifernden Medien um zu verstehen,

dass bei anhaltend starkem Schneefall,

starkem Wind und nicht mehr als einem

halben Meter Sicht hochalpine Räume

kein guter Platz für entspanntes Skitourengehen

oder Freeriden sind.

Ist nun nach Lektüre dieses Textes

die Hemmschwelle, mit dem Skitourengehen

zu beginnen, gesunken?

Wahrscheinlich nicht. Allerdings ist

hoffentlich das Bewusstsein schärfer

geworden, dass man beim Skitourengehen

eine Vielzahl an Faktoren beachten

muss. Faktoren, die eigentlich logisch

erscheinen und derentwegen man nicht

in Panik verfallen, sondern nüchterne

Aufmerksamkeit an den Tag legen sollte.

Es wird nun nicht ein altes Sprichwort,

demnach zu Tode gefürchtet auch gestorben

sei, bemüht, sondern darauf

hingewiesen, dass vor allem im Anfängerbereich

die Anreise zur Skitour gefährlicher

sein kann als die Tour selbst.

Skitourengehen ist wunderschön, deshalb

machen es ja so viele Menschen.

3. Verirren

Bei starkem Schneefall oder einfallendem

Nebel einfach verschwinden. Auch

diese Gefahr war im niederschlagsreichen

Österreich des vergangenen Jänners

größer als sonst. Wer gemeinsam in

Skigebietsnähe unterwegs ist und bei

schlechter Sicht bei der Abfahrt kurz

verloren geht, wird meistens von den

Begleitern schnell wieder gefunden,

Telefon sei Dank. Anders ist es, wenn

das Sich-kurz-Verlieren entweder Punkt

1 oder Punkt 2 nach sich zieht oder das

Wetter so umschlägt, dass ein Wiederfinden

unmöglich wird.

Gerade bei schnell einsetzenden Extrembedingungen

kann die Situation

Fotos: iStock, Stephan Skrobar

70 SPORTaktiv


Colorado | Ph: Fredrik Marmsater

maestrale

KOMFORT,

PRÄZISION,

MAESTRALE.

Unser meistverkaufter Skitourenschuh, welcher diese

Kategorie neu definiert hat; verbessert und noch

leichter, bietet er dank der Verwendung von Pebax®

Rnew, einem Material aus erneuerbaren Rohstoffen

mit reduziertem CO2-Ausstoß, hervorragende

Leistungen sowohl im Aufstieg als auch bei der

Abfahrt. Der Maestrale ist mit der RECCO®-

Technologie ausgestattet, die es professionellen

Rettungskräften ermöglicht, Sie im Falle eines

Lawinenunfalls schneller zu finden.

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THULE UPSLOPE 35 –

REMOVABLE AIRBAG 3.0 READY

• noch mehr Komfort auf

Touren mit einfachem Zugriff

auf die Ausrüstung

• noch mehr Sicherheit durch die

Möglichkeit, einen Mammut-

Removable-Airbag 3.0 zu nutzen

• Gesamtgewicht: 1600 g

PREIS (UVP): € 239,95

(Airbagsystem: € 449,–

Kartusche: € 139,–)

www.thule.com

PIEPS JETFORCE BT 25

• elektronisches System mit Düsengebläse, das

nur Umgebungsluft zum Aufblasen benutzt

• flexibles modulares Zip-On-System

• automatische Airbag-Entleerung nach

drei Minuten, damit eine Atemhöhle entsteht

• voll helikopter- und seilbahntauglich ohne

Systemdeaktivierung

• Gesamtgewicht: 2980 g

PREIS (UVP): ab € 1100,–

www.pieps.com

MAMMUT LIGHT PROTECTION

AIRBAG 3.0

• das neue Airbag-3.0-System

ist trotz 30 Litern nun noch

leichter und bequemer

• Trauma-Protection schützt vor

mechanischen Verletzungen

• Aluminiumrahmen für optimale

Lastübertragung

• thermogeformter Rücken für

hohen Tragekomfort

• Gesamtgewicht: 2430 g

PREIS (UVP): € 749,–

www.mammut.com

RÜCKEN

DECKUNG

RUCKSÄCKE MIT LAWINENAIRBAG|

KÖNNEN ÜBERLEBENSNOTWENDIG SEIN.|

ORTOVOX ASCENT 28 S W

• speziell für Frauen entwickelt

• hat ein deutlich kürzeres Rückensystem als

die regulären Rucksäcke sowie Hüft- und

Schulterträger, die an die weibliche Anatomie

angepasst sind

• das im Rucksack verbaute Airbagsystem

Avabag ist mit 690 g extrem leicht und

kompakt

• Gewicht: 1830 g ohne Kartusche

PREIS (UVP): € 700,–

www.ortovox.com

ARVA AIRBAG REACTOR ULTRALIGHT 25

• der schlichte, technische und äußerst komfortable

Airbag-Rucksack ist für Bergsportler bestimmt, die Wert auf

maximales Stauvolumen bei minimalem Gewicht legen

• das verfügbare großzügige Volumen ermöglicht das Transportieren

der für anspruchsvolle Touren benötigten Ausrüstung

• über die große Frontöffnung ist das Equipment schnell und

einfach zugänglich

• Rucksackgewicht: 1800 g

PREIS (UVP): € 589,– (+ € 130,– Kartusche)

www.arva-equipment.com

Fotos: Hersteller

72 SPORTaktiv


EVOC LINE R.A.S. 20

• integriertes Fach für die MAMMUT-

R.A.S.-3.0-Einheit

• komplett umklappbarer Schnellzugang

zum Hauptfach über den Rücken

• extrabreite Hüftflossen mit integrierten

Reißverschlusstaschen

• Rucksackgewicht: 1200 g

PREIS (UVP): € 220,– (ohne RAS Einheit /

Kartusche)

€ 449,– inklusive

www.evocsports.com

BCA FLOAT 22 MIT 2.0 SYSTEM

• schlanke Form und sehr leicht

• genug Volumen um Rettungsausrüstung,

Verpflegung und

Bekleidung mitzuführen

• inklusive Extrafach für Schaufel

und Sonde

• der optimale Lawinenairbag für

Tagestouren

• Airbag mit 150 Liter Luftmenge

• Gesamtgewicht: 2844 g

PREIS (UVP): € 699,95

(inkl. Druckzylinder)

www.backcountryaccess.com

ABS S.CAPE

• erster Lawinenrucksack mit

integriertem Hochtourengurt

• bewährtes ZipOn-Prinzip mit zahlreichen

Kombinationsmöglichkeiten

• horizontale Snowboardhalterung

• ZipOn mit Roll-top-Verschluss und

seitlichem Direktzugang

PREIS (UVP): € 549,95 (Base Unit)

www.abs-airbag.com

BLACK DIAMOND JETFORCE PRO 25

• noch kleineres und leichteres Lawinenairbagsystem,

das für einfache

Systemupdates mit einer Bluetooth -

Schnittstelle ausgestattet wurde

• integrierte JetForce-Technologie –

wiederaufladbar, reisefreundlich

und extrem robust

• Active-Tragesystem

• Gesamtgewicht: 2870 g

PREIS (UVP): € 1100,–

www.blackdiamondequipment.com

SCOTT PATROL E1 40

• zwei Optionen für ein Ski-Befestigungssystem,

Snowboard- und Helmbefestigung

• separates Fach für Sicherheitsausrüstung

• Befestigungen für Eispickel und Skistock

• einer der leichtesten Rucksäcke am Markt

• Gesamtgewicht: 2830 g

PREIS (UVP): € 959,95,–

www.scott-sports.com

SPORTaktiv

73


MILLET NEO 30

• 30-Liter-Skitourenrucksack für

Eintagestouren

• sehr leicht, dennoch robust

• Skibefestigung seitlich oder

vorne diagonal

• aufgesetztes Reißverschlussfach

für LVS-Ausrüstung

• zusätzliche Halterungen für

Pickel und Helm

• Gewicht: 960g

PREIS (UVP): € 139,95

www.millet-mountain.de

ECHTE

ALLROUNDER

SKITOURENRUCKSÄCKE FÜR PROVIANT|

UND SICHERHEITSAUSRÜSTUNG.|

KOHLA AVID 25

• technische Feinheiten sind neben den

ultraleichten Materialien die Hauptbestandteile

dieser Rucksackserie

• neuer A.I.R.FLOW-2-Zonen-Kontaktrücken

• Aluschnallen für rasches Öffnen/Schließen

• Kofferöffnung zur idealen Übersicht

PREIS (UVP): € 119,90

www.kohla.at

OSPREY KAMBER 32

• kompressionsgeformte

Rückenplatte mit schneeabweisenden

Eigenschaften

• Zugang zum Hauptfach über

die Rückenplatte

• diagonale und seitliche

Skihalterung

• schneller Zugriff zum Sicherheitsausrüstungsfach

• integrierte Ski-/Kletterhelmbefestigung

PREIS (UVP): € 180,–

www.ospreyeurope.com

ARCTERYX ALPHA SK 32

• vielseitiger, außergewöhnlich wetterbeständiger

Rucksack speziell für Touren und

Skibergsteigen

• bietet ein modulares Befestigungssystem

für Ski und Snowboard

• TPU-Gurte für schnelleres Öffnen und

Angurten auch mit Handschuhen.

• Gewicht: 1000 g

PREIS (UVP): € 280,–

www.k-g-k.com

Fotos: Hersteller

74 SPORTaktiv


THULE UPSLOPE 20

• drei Möglichkeiten für den

Zugriff auf die Ausrüstung

• Trinkblase separat erhältlich

• geräumige Seitentaschen für

Handschuhe, Brille und

Trinkflasche

• Anbringung von Skiern diagonal

und Snowboard vertikal möglich

• isolierter Trinkschlauch verhindert

Einfrieren

• Gewicht: 800 g

PREIS (UVP): € 119,95

www.thule.com

DEUTER RISE 34+

• spezielles SOS-Fach für

Sonde, Schaufel und First-Aid-

Kit inkl. SOS-Label

• verstellbare Gurte für perfekten

Sitz (Lageverstellriemen,

Brustgurt …)

• Alpine-back-Rückensystem

• Reißverschlusszugang am

Rücken

• mehrere Features wie: Außentaschen,

Deckeltasche, Schihalterung,

Pickelhalterung …

• Gewicht: 1460 g

PREIS (UVP): € 169,95

www.deuter.com

SALEWA RANDONNEE 30 W

• Contact-Flow-Fit-Tragesystem für

einen trockenen Rücken

• Schultergurte sind speziell für

Damen zugeschnitten und sorgen

für mehr Komfort

• das Split-Shoulder-Strap-System

bietet eine größere Armbeweglichkeit

als herkömmliche Rucksäcke

• Gewicht: 940 g

PREIS (UVP): € 160,–

www.salewa.com

ATOMIC BACKLAND 22+

• kompakter, funktionaler Tourenrucksack mit

22 Liter Volumen

• Roll-Top-Öffnung zur leichten Volumenanpassung

• Speed-Ski-Fixierung

• leicht zugängliches Steigeisen- und Fellfach

• wasserabweisender Reißverschluss

• Gewicht: 600 g

PREIS (UVP): € 129,99

https://arcteryx.box.com

MAMMUT SPINDRIFT 26

• ermöglicht den schnellen Zugriff

auf Kleingepäck während des Aufstiegs

• mit seinen 26 Litern bietet er zusätzlich

auch genügend Platz für

längere Touren

• die große Rückenöffnung und der

Zugriff ins Hauptfach von oben ermöglichen

optimalen Zugang zu

deiner Ausrüstung

PREIS (UVP): € 149,–

www.mammut.com

SPORTaktiv

75


FINSTER, KALT,

EINFACH SCHÖN

DIE WINTERLICHE NACHT IST LANG.

UND REIZVOLL. DOCH ACHTUNG: OB

BEIM TOURSTART AM FRÜHEN

MORGEN ODER BEI ABENDLICHEN

TOUREN – ZUSÄTZLICHE GEFAHREN

LAUERN. VOR ALLEM WENN MAN SIE

UNTERSCHÄTZT. UMSO WICHTIGER IST

ES, GUT GERÜSTET IN DER DUNKELHEIT

AM BERG UNTERWEGS ZU SEIN.

VON OLIVER PICHLER

Fotos: Luma, Oliver Pichler

76 SPORTaktiv


Es ist der 21. Dezember, 7.39 Uhr,

Sonnenaufgang auf 2159 m, beim

Kircherl oben am Dobratsch,

hoch über Villach. Später geht die

Sonne an keinem Tag des Jahres auf.

Arschkalt ist es, beim Warten auf den

großen Auftritt. Das „Vorspiel“ ist eindrucksvoll

– orange-rot. Als Krönung

schiebt sich die glühende Kugel über die

Horizontlinie. Jetzt ist klar, warum wir,

im Schwarz der Nacht, bei eisigem

Wind, aufgebrochen sind, um rechtzeitig

„oben“ zu sein. Sonnenaufgänge sind

ein guter Grund, sich in winterlicher

Nacht hinauf auf Berge zu wagen. Je

nach Situation per Tourenski, mit

Schneeschuhen oder zu Fuß. Ein zweiter

Grund für nächtlichen Bergsport ist,

dass die Tage kurz sind. Wer nach der

Arbeit draußen aktiv sein will, muss

meist in die Dunkelheit des Abends ausweichen.

Reiz der winterlichen Nacht

„Schneelandschaften vermitteln Ruhe,

auch deshalb, weil der Schnee viel Lärm

schluckt. Gleichzeitig verstärkt und reflektiert

er auf eigene Weise das Umgebungslicht.

Das sorgt für wunderschöne

Stimmungen“, beschreibt der Tiroler

Berg- und Skiführer Klaus Kranebitter

den besonderen Reiz der winterlichen

Nacht. Er kann, der Atmosphäre wegen,

aber auch weil es zu Feierabend

bereits dunkel ist, gut nachvollziehen,

warum beispielsweise das abendliche

Pistentourengehen boomt.

Allerdings gilt dabei stets: „Auf den

bereitgestellten, freigegebenen Pisten

bzw. Routen zu bleiben ist unabdingbar.

Die Öffnungszeiten und Regeln

der Bergbahnenbetreiber sind unbedingt

zu beachten“, gibt der Experte

Verhaltenstipps fürs Pistentourengehen.

Auf Pisten, die nicht geöffnet sind, bestehe

der Präparierung wegen, für die

oft viele Hundert Meter lange Stahlseile

eingesetzt werden, Lebensgefahr.

Auch auf geöffneten Pisten und Wegen

ist bei Nacht, insbesondere bei der

Abfahrt, Vorsicht geboten. „Unebenheiten

und Hindernisse sieht man im

Dunkeln trotz Stirnlampe schlechter.

Zäune, Stangen, eisige Passagen, Steine

und vieles mehr sorgen für ein höheres

Sturz- oder Kollisionsrisiko – und damit

für Verletzungsgefahr“, weiß Bergführer

Kranebitter.

Vorteile des frühen Morgens

„Ich persönlich bin lieber in den letzten

nächtlichen Stunden vor Tagesanbruch

unterwegs. Höhergelegene, kritischere

Passagen bewältigt man dann bereits im

Licht und die Abfahrt findet bei Tag

und damit bei deutlich besserer Sicht

statt, als sie die beste Stirnlampe ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil des Morgens

ist, dass es im Verlauf der Tour in den

Tag hinein wärmer und nicht wie am

Abend kälter wird“, streicht Stefan Zoister,

Berg- und Skiführer und Produktentwickler

bei Hagan, die Vorteile

frühmorgendlicher Touren hervor.

Wichtig ist aber auch hier die passende

Ausrüstung: „Stirnlampen, reflektierende

Kleidung und zusätzliche warme

Reserve- bzw. Notfallbekleidung, also

Isolationsjacken und -hosen, sind in der

Nacht besonders wichtig. Sonst kann

eine leichte Verletzung schnell dramatische

Folgen haben“, betont Klaus Kranebitter.

Ein weiterer Sicherheitsfaktor

sei der „Partner“, mit dem man unterwegs

ist. „Zum Plaudern, aber auch aus

Sicherheitsgründen rate ich, in Winternächten

nie alleine unterwegs zu sein“,

steht für den Experten Vorsicht an

oberster Stelle. Die übliche Ausrüstung

fürs Skitourengehen, unter anderem ein

geladenes Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Paket,

Rettungsdecke und Biwaksack usw.,

gilt es selbstredend auch in der Nacht

dabei zu haben.

SPORTaktiv

77


AUSRÜSTUNGSTIPPS

FÜR WINTER-NÄCHTE

Stirnlampen

Das Um und Auf nächtlicher Wintertouren sind Stirnlampen,

die so leistungsfähig sind, dass sie bei der Abfahrt

genug Licht geben.

Reflektierendes

Gesehen zu werden ist überlebenswichtig. Dafür sind

reflektierende Bekleidungsteile oder Reflektoren, die man

auf seiner Bekleidung aufbringen kann, ideal.

Isolierende, warme Bekleidung

„Im Notfall sollte man so warme Bekleidung mit dabei haben,

dass man auch einige Stunden ohne Bewegung draußen überstehen

kann“, rät Bergführer Stefan Zoister.

Heiz-Bekleidung

Komfortabel und sehr gut geeignet, wenn es extrem kalt ist, sind

beheizte Kleidungsteile. Etwa Handschuhe, Socken oder Westen

der steirischen Firma Alpenheat (www.alpenheat.com)

Biwaksäcke

Neben Isolationskleidung sind Biwaksäcke für ein oder zwei

Personen zentral, um längere Zeit draußen zu überdauern. Zur

Wahl stehen superleichte, einmal verwendbare bzw. robustere,

länger haltbare, aber auch schwerere Modelle.

Powerbanks

Kälte ist „Gift“ für Akkus. Geräte, die Akkus haben, sollten

möglichst körpernah und wenig kälteausgesetzt getragen

werden. Und eine Powerbank mit dabei zu haben, ist ratsam.


CHECKLISTE

WINTER-NACHTTOUREN

Besonders exakte Tourenplanung

„Sicherheitsfaktor Partner“ – nicht allein unterwegs sein

Winter-Notfall-Ausrüstung – siehe dazu Artikel

„Sicherheitsausrüstung auf Skitouren“ auf Seiten 78/79

Wechselwäsche und isolierende, warme Bekleidung

Stirnlampe – mit starker Lichtleistung, für die Abfahrt

BASISLAGER FÜR

SKITOURENGEHER

} Übernachtung im Design-Zimmer

} vitales Frühstücksbuffet

} Sport Spa mit Sauna, Dampfbad

und Fitness

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An der Breitach 3, 87538 Fischen, GF: K. Leveringhaus


DYNAFIT SPEEDFIT-GUIDE:

5 EMPFEHLUNGEN FÜR

SKITOUREN AUF PISTEN

PATRICK JOST,

Inhaber des Hindelanger

Berg- und Skiführerbüros (D),

Top-Alpinist und DYNAFIT-

Athlet, hat die fünf

Empfehlungen

mitentwickelt. SPEEDFIT Pro 81

Ski. 1150 g, Tip- und

Tail-Rocker und

speziell für Touren

auf hartem Schnee

entwickelt.

UVP: € 600,–

1. Lokale Regelungen beachten

Informiert euch über die landesspezifischen

und regionalen Regelungen, etwaige Sperrungen

oder Warnhinweise. Geht nur dort auf

Tour, wo es nicht verboten ist, und bevorzugt

Pisten und gekennzeichnete Aufstiegsrouten,

die explizit für das Skitourengehen ausgewiesen

sind. Gesperrte Pisten dürfen nicht

begangen werden.

2. Verantwortungsvoll bergauf und bergab

Der normale Skibetrieb hat Vorrang und darf

durch Tourengeher nicht beeinträchtigt werden.

Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein

sind essenziell für ein friedliches

Miteinander. Geht nicht nebeneinander, sondern

hintereinander. Bleibt stets am Pistenrand,

steigt nicht quer über den Hang auf und

fahrt im Randbereich ab.

3. Besondere Vorsicht bei Dunkelheit

Pistenarbeiten werden häufig nachts durchgeführt.

Informiert euch unbedingt vorab über

Abläufe und Uhrzeiten der Pistenpräparierung.

Bei Einsatz von Seilwinden besteht Lebensgefahr!

Macht euch bei Dunkelheit oder Einbruch

der Dämmerung für andere sichtbar, um

Unfälle zu vermeiden: Stirnlampe einschalten

und reflektierende Kleidung tragen.

4. Rücksicht auf Natur und Tier

Geht nur bei ausreichend Schnee auf die

Piste, um Schäden an Pflanzen oder der Bodendecke

zu vermeiden und nutzt bestehende

Aufstiegsspuren. Seid nachts leise, damit

Wildtiere nicht gestört werden. Vergesst

nicht, euren Müll wieder mitzunehmen.

5. Gebühren bezahlen

Achtet auf die Regelungen an den Parkplätzen

und den Zufahrtsstraßen. Egal, ob Parkgebühr,

Ticket für Tourengeher oder Kosten

für Mautstraßen: Seid fair und bezahlt eure

Gebühren – auch wenn keine Kontrollen zu

erwarten sind.

SPEED 3L Reflective

M Jacket. Die Hardshell-Jacke

schützt

vor Wind und Wetter

und macht dich dank

reflektierendem Allover-Print

sichtbar.

UVP: € 300,–

SPEED Insulation

W Hooded Vest. Die

stylishe Weste für

kühle Tage spendet

genau dort Wärme,

wo du sie brauchst.

UVP: € 190,–

DAS DYNAFIT SET-UP

FÜR PISTENTOUREN

Der Skitourensport wird breiter

und variantenreicher. Die Speefit-

Kollektion von DYNAFIT ist speziell

für Pistenskitouren entwickelt.

80 SPORTaktiv


FIT DANK PISTENTRAINING:

5 TIPPS VON DYNAFIT-

ATHLET JAVIER MARTÍN

DE VILLA

1. Die optimalen Felle

Fürs Pistentraining sind gerade geschnittene

Felle optimal, die etwa 5

bis 7 Millimeter schmaler sind als die

Ski (Beispiel: ein 59 mm breites Fell bei

einer Skimitte von 65 mm). Das hilft dir

dabei, deine Position auf dem Ski zu

verbessern und ein besseres Gefühl für

die Griffigkeit der Felle zu entwickeln.

2. Schrittfrequenz und -länge

Steigere deine Schrittfrequenz und

verkürze gleichzeitig deine Schrittlänge.

So kannst du bergauf effizienter werden

und gleichzeitig Kraft und Impulsivität

verbessern.

ANZEIGE / Fotos: Dynafit

Ab auf die Piste, aber bitte bergauf!

Eine steigende Zahl von

Skitourengehern trainiert auf

der Piste, um schnelle, unkomplizierte

und sichere Einheiten zu absolvieren

und ihre Fitness zu steigern – Einsteiger

genauso wie Fortgeschrittene. Pisten bieten

das ideale Terrain für unkomplizierte

und sichere Skitouren, ebenso wie für

die ersten Gehversuche bergauf. Egal, ob

man sie für die gemütliche Feierabendrunde

mit Hütteneinkehr nutzt oder als

Trainingsgelände für „höhere“ Aufgaben.

Wichtig ist auf Pisten jedoch, dass man

ein paar Regeln beachtet, um nicht mit

anderen Pistennutzern oder Bergbahnbetreibern

in Konflikt zu geraten – mehr

dazu im Block ganz links.

Die Speedfit-Kollektion

Wer auf Pistenskitouren geht, kann sich

über die Dynafit Speedfit-Kollektion

freuen. Als Trendsetter hat Dynafit vor

zwei Wintern als erster Hersteller ein

Set-up, das eigens für das Tourengehen

auf der Piste entwickelt wurde, vorgestellt.

In dieser Wintersaison dürfen sich

die Anhänger des Speedfittens wieder

auf eine neue Produktrange freuen.

Stylishe und hochfunktionale Bekleidungsteile

stehen dabei ebenso hoch

im Kurs wie Ausrüstung, die durch

Leistungsfähigkeit, geringes Gewicht

und unkompliziertes Handling überzeugt.

Drei Beispiele seht ihr in unseren

Produktvorstellungen – alles Weitere

unter: www.dynafit.com

3. 1:1-Stocktechnik

Ändere die Frequenz deines Stockeinsatzes

und setze anstelle der

2:1-Technik auf 1:1. So kannst du im

Bewegungsablauf eine höhere Position

behalten und besser atmen. Außerdem

wird dein Oberkörper stärker beansprucht

und trainiert. Zudem ist es mit

1:1-Stockfrequenz einfacher, eine konstante

Geschwindigkeit zu halten.

4. Steilheit variieren

Versuche mit möglichst unterschiedlichen

Hangneigungen zu trainieren.

Auf diese Weise verbesserst du deine

Aufstiegstechnik und kräftigst die

Körpermitte.

5. Spitzkehre trainieren

Eine perfekte Spitzkehrentechnik ist

essenziell für jeden Skitourengeher, der

sich in steiles Gelände begibt. Die Piste

bietet perfekte Bedingungen, um daran

zu arbeiten und die unterschiedlichen

Muskelgruppen zu stärken. So ist man

für das Backcountry perfekt vorbereitet

und kann sich an schwierige Touren im

Gelände wagen.

SPORTaktiv

81


LEBENSVERSICHERUNG

EIN LVS-GERÄT IST SELBSTVERSTÄNDLICH,

EIN AIRBAG-RUCKSACK VERSPRICHT EIN PLUS

AN SICHERHEIT. DOCH DAMIT IST ES NICHT

GETAN. UM IM WINTER MÖGLICHE PROBLEME

AM BERG HEIL ZU ÜBERSTEHEN, IST ES WICHTIG,

DIE RISIKEN ZU KENNEN UND MIT KOMPLETTER

NOTFALL-AUSRÜSTUNG UNTERWEGS ZU

SEIN – EGAL, OB AUF SKI- ODER SCHNEESCHUHTOUR.

VON OLIVER PICHLER

Mögliche Lawinen, Kälte und

kurze Tage sind die drei wichtigsten

zusätzlichen Alpingefahren

im Winter. Überdies ist die Rettung

Verunglückter im Winter meist langwieriger

als im Sommer“, weiß Stefan Zoister,

Berg- und Skiführer aus dem Salzkammergut

und Produktentwickler bei

Hagan. Bei der Ausrüstung, die bei Skioder

Schneeschuhtouren mit dabei sein

soll, unterscheidet der Experte zwischen

Notfall-Basics und zusätzlich Empfehlenswertem.

„Essenziell sind Lawinenverschüttetensuchgerät

(LVS), Schaufel und Sonde.

Das LVS-Gerät muss ein modernes

Drei-Antennen-Gerät sein, bei dem man

sich zumindest jährlich um mögliche

Software-Updates kümmern soll. Die

Sonde muss zumindest 2,4 Meter lang

und stabil sein. Bei der Schaufel müssen

das Schaufelblatt aus Metall und der

Stiel verlängerbar sein“, fasst der Bergführer

zentrale Basics zusammen.

Ausrüstungseinsatz üben

Es genügt nicht LVS, Sonde und Schaufel

mit dabei zu haben. Man muss auch

mit der Ausrüstung umgehen können.

„Wenn man etwa mit der Lawinenschaufel

probiert, größere Mengen Schnee zu

schaufeln, sieht man schnell, ob sie ihre

Funktion erfüllt oder nicht“, rät Zoister.

„Auch erfahrene Tourengeher sollten ihre

erste Skitour zu Winteranfang dem

Üben eines Notfalls mit LVS-Gerät und

Sonde widmen, um sich mental auf den

Winter einzustellen“, rät Karl Gabl, Präsident

des Österreichischen Kuratoriums

für alpine Sicherheit.

„Ein wassergeschütztes Erste-Hilfe-Set,

das man um zusätzliche Pflaster,

Cut-Pflasterstrips, Aludecken u. ä. ergänzt,

ist Standard. Genauso wichtig

sind ein Biwaksack und ein beim Tourstart

voll geladenes Smartphone, verbunden

mit dem Wissen, das dessen Akkuleistungsfähigkeit

der Kälte wegen geringer

sein kann“, erklärt der Bergführer.

„Ich habe ein zweites aufgeladenes, ausgeschaltetes

Mobiltelefon mit dabei, um

etwa bei Akkuproblemen gerüstet zu

sein“, sichert sich Zoister zusätzlich ab.

Noch ein Hinweis des Profis: „Da LVS

und Mobiltelefon sich stören können,

ist zwischen beiden zumindest ein Abstand

von 40 cm einzuhalten.“

Der Umgang mit der

Notfalls-Ausrüstung

LVS-Gerät, Sonde

und Lawinenschaufel

muss von Profis

erlernt und immer

wieder geübt werden.

Airbag & Helm

„Lawinenairbags sind bei Ski- und

Schneeschuhtouren sehr sinnvoll, weil

sie das Risiko, verschüttet zu werden, reduzieren

und je nach Modell zusätzlichen

Schutz für Kopf und Oberkörper

bieten. Entscheidend ist, dass es gelingt,

im Unglücksfall den Airbag auszulösen“,

so der Bergprofi. Keinesfalls soll der Airbag

dazu verleiten, zusätzliche Risiken

auf sich zu nehmen.

„Überdies ist ein fürs Skitourengehen

konzipierter Helm ratsam, weil viele

Skitourenverletzungen den Kopf betreffen,

ausgelöst etwa durch harten bzw.

82 SPORTaktiv


NOTFALL-AUSRÜSTUNG

BASICS

• Lawinenverschüttetensuchgerät

(LVS-Gerät)

• Sonde mit mindestens 2,4 m Länge

• Schaufel aus Metall mit Teleskopstiel

• Erste-Hilfe-Set inkl. Aludecke

• Biwaksack

• Smartphone, Powerbank als

Zusatzakku und/oder zweites

Mobiltelefon

• App bzw. GPS-Gerät – um im Notfall

seinen Standort Rettungskräften

mitteilen zu können

ZUSÄTZLICH

EMPFEHLENSWERT

• Lawinenairbag-Rucksack

• Skitourenhelm (mit Befestigungsmöglichkeit

für Stirnlampen)

• Sonnen- bzw. Skibrille

• Zusätzliche Notfallbekleidung: Isolationsjacke,

Isolations-Überhose und

wasserdichte Hardshelljacke

• Stirnlampe

Tipp: „Skitouren & Freeridefibel“ des

Kuratoriums für alpine Sicherheit. € 2,–

www.alpinesicherheit.at

Fotos: Ortovox

wenig Schnee, Abstürze und Steinschlag“,

weiß der Hagan-Produktentwickler.

Notfall-Bekleidung

„Zusätzlich zur dünneren Kleidung für

den Aufstieg, der Wechselwäsche und

wärmeren Teilen für die Abfahrt, rate ich

kleidungsmäßig vorzusorgen, um niedrige

Temperaturen auch längere Zeit unbeschadet

zu überstehen“, erläutert der

„ICH HABE EIN

ZWEITES

AUFGELADENES,

AUSGESCHALTETES

MOBILTELEFON MIT DABEI,

UM ETWA BEI

AKKUPROBLEMEN

GERÜSTET ZU SEIN“.

Profi. „Vor dem Auskühlen schützende

Bekleidung und Ausrüstung ist essenziell.“

Konkret: eine Isolationsjacke und

-überhose, beides klein packbar, ebenso

eine Hardshelljacke, die Feuchtigkeit sicher

abhält. Eine Alu-Rettungsdecke

und ein Biwaksack gehören auch zu jenen

Ausrüstungsteilen, die im Notfall

unverzichtbar sind. „All diese Teile habe

ich deshalb auf jeder Tour mit“, verrät

Stefan Zoister.

SPORTaktiv

83


ARVA EVO5

• maximale Leistung, minimale

Größe

• Funktionen: 50 m Suchstreifenbreite,

Group-Check, Markierung,

automatische Rückkehr in

den Sendemodus, Interferenzmanagement

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und Lautsprecher

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Entfernung und Anzahl der

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Location: Vail Backcountry. Photo: Jeff Cricco


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• der T-Griff mit ovalem Teleskopstiel

verhindert beim Schaufeln das

Verdrehen in der Hand

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Aluminium zum Einsatz

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robustem Aluminium

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Spannsystem

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Spannen

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schnellere Rettung

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FORT

GESCHRITTEN

Fotos: Dynafit

88 SPORTaktiv


WER SAGT, DASS JOB UND

ABENTEUER NICHT VEREINBAR

SIND? BENEDIKT BÖHM HAT DIE

ALPEN ÜBERQUERT UND LENKT

DYNAFIT. WIE ER JOB, SPORT

UND FAMILIE UNTER EINEN HUT

BRINGT. UND WARUM ER HEUTE

SCHON WEISS, WAS ER IN EIN

PAAR JAHREN BEDAUERN WIRD.

VON KLAUS MOLIDOR

Benedikt Böhm hat die nächste

Evolutionsstufe erreicht. Skitouren

geht er nicht mehr nur für

sich selbst, um seine Leidenschaft für die

Berge halbwegs zu stillen. Er macht es

auch für andere. Bei der Alpenquerung

im vergangenen Winter hat er Geld für

die Albert-Schweitzer-Kinderdörfer gesammelt.

Dabei ist Böhm ein vielbeschäftiger

Mann als General Manager von Bergsportausrüster

Dynafit. Gerade jetzt,

wenn diese Zeilen erscheinen, ist er wieder

einmal in Nepal, unterwegs auf den

Dhaulagiri VII, einen 7246 Meter hohen

Berg. Der übergeordnete Sinn: Geld

für Kinder im Himalaya zu sammeln,

damit man eine Schule bauen kann.

„Ich will meinen Sport auf eine nächste

Ebene heben“, sagt Böhm. So wie er mit

seinem Beruf dazu beigetragen hat, das

Skitourengehen auf ein anderes Level zu

bringen. „Früher war das oldfashioned,

ein bissl verstaubt. Ich wollte das jung,

dynamisch, athletisch machen.“ Von all

dem war in den ausgehenden 1980er-

Jahren noch nichts zu merken. Bei Weitem

nicht. Beni war nicht wirklich ein

schwieriges Kind, aber eines, das nie ruhig

sitzen konnte. In der Schule ist er

schlecht, weil er sich nicht konzentrieren

kann. „Ich hatte brutal viel Energie.“

Auch die Berge, das Skifahren – weit

weg. Nicht geografisch, aber thematisch.

Mit den Eltern machen die sechs Geschwister

keinen Wanderungen, auch

Ski gefahren wird im Hause Böhm

nicht. Bloß ein Bruder wurde einmal

beim Langlaufen gescoutet. Um Beni

die Chance aufs Auspowern zu geben,

„habens mich dann auch dort hingeschickt.“

Das Erweckungserlebnis, der

Turning Point im Leben des 42-Jährigen,

das ausgelöst hat, was danach so gekommen

ist. Böhm wird Mitglied im

SC Hochvogel, beginnt mit dem

Langlauf. „Da haben wir schon ordentlich

trainiert, die Coaches haben uns

voll gepusht. Aber nie mit Drohungen,

nie negativ. Sie hatten eine unglaubliche

Leidenschaft für den Sport, damit haben

sie uns motiviert.“ Plötzlich ist Böhm in

den Bergen. Von der Vereinshütte am

Tegernsee blickt er auf Berge wie den

Großvenediger. Das Feuer beginnt zu lodern.

Daheim machen sich seine Brüder

über ihn lustig, weil er auf einmal Bayerisch

redet. „Davor hab ich das nicht gemacht,

im Verein hat aber keiner Hochdeutsch

gesprochen. Das war echt wie

ein anderes Land für mich.“

Mit 16 ist dann erst einmal Schluss

mit Langlauf, beim Wehrdienst kommt

er im „Skizug“ mit Skibergsteigen in

Kontakt. „Das hat mir gleich voll getaugt,

weil es viel mehr Action bietet als

Langlaufen.“ Den letzten Schubser für

die lebenslange, unauslöschliche Bergleidenschaft

kommt dann beim Studium

der Wirtschaftswissenschaften in England.

„Auf einmal waren die Berge nicht

mehr da. Da hab ich erst gemerkt, wie

SPORTaktiv

89


TOURENGENUSS IM

„TAL DER ALMEN“

Das Großarltal im Salzburger Land

bietet Skitourengehern und

Schneeschuhwanderern traumhaft

schöne Tourenmöglichkeiten.

Benedikt Böhm

auf Skitour im

Iran. Die Leidenschaft

zu den

Bergen lässt ihn

nicht mehr los.

Foto: TVB Großarltal

Das Bergsteigerdorf Hüttschlag im

hinteren Großarltal ist ein wahrer Geheimtipp

für Skitourengeher und Naturliebhaber.

Der Talschluss gehört

zum Nationalpark Hohe Tauern und

bietet einige echt herausfordernde

Gipfeltouren wie etwa den Keeskogel,

den Mandlkogel und das Schöderhorn.

Von Hüttschlag startet man

weiters auf das Kreuzeck und auf den

Gamskarkogel.

Auch das etwas weiter draußen im

Tal gelegene Großarl bietet viele schöne

Touren. Allen voran jene im Ellmautal

auf das Filzmooshörndl und

den Loosbühel mit anschließender

Einkehr auf der Loosbühelalm. Einsteiger

genießen den Aufstieg über die

Roslehenalm auf das Kieserl oder über

die Gehwolf-Heimalm zum Kreuzkogel

mit der Möglichkeit, über präparierte

Pisten abzufahren.

Wöchentlich sechs bis neun geführte

Aktivitäten für Einsteiger und Fortgeschrittene

bietet das Programm von

www.berg-gesund.at, die Teilnahme

ist bei Nächtigung in einem der rund

110 Berg-Gesund-Partnerbetriebe

gratis. Info: www.tourengehen.at

TVB GROSSARLTAL

T. +43 (0) 64 14/281

www.grossarltal.info

sehr ich sie brauche, wie viel Kraft

sie mir geben.“ Wann immer es

möglich war, ist er dann Skitouren

gegangen. Da war klar: „Damit will

ich beruflich zu tun haben.“ Denn

auch wenn er von 2003 bis 2006 in

der deutschen Nationalmannschaft

für Skibergsteiger war – Profi wollte

er nicht werden. „Ich wollte immer

arbeiten, was bewegen.“

Initiativ bewirbt er sich bei Dynafit,

ein routinierter Kollege, der in

den letzten Jahren vor der Pension

ist, nimmt ihn an der Hand, zeigt

ihm alles. „Von Reiner Gerstner und

auch vom Inhaber der

Oberalp-Gruppe Heiner Oberrausch

habe ich enorm viel gelernt.“

Böhm arbeitet, steigt auf – im

Berg- und Berufsleben, heiratet, bekommt

Kinder. Und trotzdem ist da

Zeit für Projekte wie die Alpenquerung.

Von Ruhpolding in Bayern bis

Kasern in Südtirol. 210 Kilometer

und 10.500 Höhenmeter. Nonstop.

28 Stunden und 45 Minuten nach

dem ersten Schritt, schwingt er ab.

Gezeichnet. „Denn schon nach einem

Drittel hab ich gemerkt, dass

ich eine Blase im Schuh bekomme.

Die hat mehr und mehr geschmerzt.

Irgendwann hab ich mir dann gesagt:

Nimm den Schmerz an.“ So

kämpfte er sich durch, mit einer tiefen

Fleischwunde am Fuß. Wieder

einmal bestätigt sich: Der Geist, der

Kopf gibt den Ausschlag, nicht der

trainierte Körper alleine. „Das

Durchbeißen, das Nicht-Aufgeben –

all das hab ich noch aus der Zeit im

Langlaufverein.“

Entscheidungen treffen

Auch die Energie ist Böhm, dem

Geschäftsmann von Beni, dem

Jungspund geblieben. Wer ihn trifft,

kommt rasch mit einen Sunnyboy

ins Gespräch, dem man eher das Leben

eines Surfers zuschreiben würde

als das eines Managers. Sport macht

er in der Früh, wenn Frau und Kinder

noch schlafen und auch im Büro

noch keine Lichter an sind. „Ich stehe

um 5 Uhr auf und laufe auf einen

Berg, für eine Skitour oft sogar um

4 Uhr. Weil ich weiß, mich erwartet

ein Erlebnis, das so viel genialer ist,

als weiterzuschlafen.“ Bis 9 Uhr sind

seine „goldenen Stunden“, die einzige

Zeit am Tag, die er mit sich, für

90 SPORTaktiv


PERSKINDOL

AKTIV

UNITED FOR

HIMALAYAN KIDS

Bei der Speed-Besteigung des Dhaulagiri VII

sammelt Böhm Spenden für Kinder im Himalaya.

Mit dem Kauf eines „United for Himalayan

Kids“-Stirnbands auf

dynafit.com/de-de/expedition-dhaulagiri-7

helfen Sie dabei, Kindern Zugang zu

Bildung zu ermöglichen.

sich alleine verbringt. Manche nennen

es getrieben, Beni Böhm nennt

es Genuss, weg von der digitalen

Welt. „Ich brauche die Bewegung,

das Auspowern. Da bin ich kreativ.“

Alle seine beruflichen Ideen hat er in

diesen Stunden gehabt.

Aber wie geht sich das mit einem

verantwortungsvollen Job und einer

Familie alles aus? „Ich setze die

Deadlines einfach früher. Stressig

wird es gegen Ende hin ja eh sowieso.

Wenn alle rechtzeitig Bescheid

wissen, geht das.“ Außerdem sortiert

er Dinge aus, die nicht essenziell

notwendig sind, ist nicht auf jedem

Event dabei und sitzt nicht mehr in

allen Meetings. „Du musst im Leben

immer Entscheidungen treffen.“

Privat wird die Sache schon ein

wenig schwieriger. Seine Frau ist

nicht so vernarrt in die Berge wie

Beni Böhm. „Die Familie leidet

wahrscheinlich auch am meisten unter

meinem Sport. Ich weiß schon

jetzt, dass ich das irgendwann einmal

bereuen werde.“ Die Zeit, die er

mit seinen Kids hat, versucht er ihnen

dann voll und ganz zu widmen.

Quality time würde man neudeutsch

sagen. Ab und zu nimmt er sie mit

auf einen Berg. Die beiden Größeren

gehen selbst, die Tochter ist in

der Kraxn dabei. Von der väterlichen

Leidenschaft ist in der nächsten Generation

noch wenig zu spüren. „Es

ist nicht so, dass sie jubeln, wenn

der Papa sagt, wir gehen auf einen

Berg. Aber schauma mal.“ Bei Beni

hat es ja auch ein wenig gedauert.

Innerlicher Kampf

Aber Böhm hat nicht nur Positives

erlebt in den Bergen. 2014 hat er

seinen Freund Basti am Shishapangma

verloren. „Da hat es mir die

Schuhe ausgezogen. Wir sind zusammen

aufgewachsen. Basti konnte

besser Ski fahren als gehen. Ich hab

ihn raufgetrieben, er mich runter.

Ohne ihn wäre ich heute nicht da,

wo ich bin“, gesteht Böhm. „Es vergeht

kein Tag, an dem ich nicht an

ihn denke.“ Seitdem kämpft er innerlich

auch mit sich: Soll ich noch

einmal einen 8000er machen, soll

ich es ruhiger angehen? Wie die

Antwort lauten wird, weiß er nicht.

Klar ist nur, wo er sie finden wird:

draußen in den Bergen.

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AUF DIE SANFTE

TOUR IN DIE NATUR

EIN WINTER IN UNBERÜHRTER LANDSCHAFT

UND ABSEITS DER MASSEN: IN DER

STEIRISCHEN REGION MURAU FINDEN

SKITOURENGEHER EINE NEUE DIMENSION

VON FREIHEIT VOR.

TOP-TIPPS

Im Skigebiet Grebenzen sind jeden

Freitag zw. 30. Nov. und 15. März

Nachtskitouren möglich,

Vollmondskitouren auf der

Grebenzen: 12. Dez., 10. Jän.,

9. Feb., 9. März, 8. Apr.

Geführte Touren auf der Murauer

Frauenalpe mit den Schneeschuh-

Expertinnen Elisabeth Zienitzer

und Silvia Scarletti:

2. Jän.: Tageswanderung

7. Feb.: Vollmondwanderung

12. März: Tageswanderung

5. Feb.: Schneeschuh-Workshop in

St Peter/Kammersberg-Schöder.

Greim, Kreischberg, Gstoder, Zirbitzkogel,

die Grebenzen, die Frauenalpe

oder der Preber, das sind nur einige der

Tourenberge im Bezirk Murau: Wer die

winterliche Bergwelt von ihrer natürlichsten

Seite erleben will, wird im Bezirk

Murau in der Steiermark glücklich.

Tourengeher schätzen die Berge

wegen ihrer Schneesicherheit und der

weitläufigen Skihänge. Die Abfahrten,

oft durch unberührten Schnee und mit

mehreren Hundert Metern Höhenunterschied,

zaubern jedem Bergfex ein

Lächeln ins Gesicht.

Die Krakau präsentiert sich als ein

vielfältiges Tourengebiet, mit etwas Erfahrung

kann man hier fast jeden Gipfel

auch im Winter erklimmen. Zu den

beliebtesten Skitourenbergen zählen der

Preber (2741 m) und die Tockneralm

(2357 m). Pure Natur im Winterschlaf

findet man auch rund um Sölkpass und

Greim. Wer ins Skitourengehen erst

einsteigen will, der wendet sich an die

regionalen Ski- und Snowboardschulen,

die auch geführte Touren anbieten. Es

bieten sich zahlreiche Möglichkeiten,

wo auch über Pisten abgefahren werden

kann. Die Experten geben auch gern

Auskunft über die schönsten Touren.

Ausgeschilderte Skitourenrouten gibt

es etwa auf der Frauenalpe und auf

der Grebenzen. Ein spezielles Erlebnis

sind dort auch die Nacht- und Vollmondskitouren

(siehe Top-Tipps). Und

die gesamte Region eignet sich auch

ideal zum Schneeschuhwandern: Mit

Leihausrüstung und dank Guides können

auch Unerfahrene die unberührte

Natur entdecken.

ANZEIGE / Fotos: Region Murau/Tom Lamm

92 SPORTaktiv


www.marmot.eu

Photos: Cam McLeod

Unser

Alleskönner

Daune verliert unter Einfluss von Nässe

zunehmend an Wärme und Leistung.

Unsere Featherless Technologie bleibt

davon hingegen unbeeindruckt und hält,

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Meghan Hoody

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Der Nationalpark Hohe Tauern Tirol und SPORTaktiv laden ein:

EINSTEIGER-SKITOURENCAMP

IN DER NATIONALPARK-

REGION OSTTIROL

16.–19. Jänner 2020 (Do.–So.)

PROGRAMM

• Donnerstag: Anreise in die Nationalparkgemeinde St.

Veit im Defereggental, Begrüßungsabend und Lawinen-Sicherheitsupdate

vom ortsansässigen Guide im

Nationalpark-Partnergasthof.

• Freitag: Einsteigerskitour (einfache und mittelschwierige

Variante) inkl. Infos zum Verhalten im Gelände

mit Osttiroler Berg- und Skiführer.

• Samstag: Einsteigerskitour (2 Varianten möglich) mit

Osttiroler Berg- und Skiführer.

• Sonntag: Sonnenaufgangsschneeschuhwanderung

mit Nationalpark-Ranger am Staller Sattel inkl. Genussfrühstück

im Alpengasthaus Obersee, Abreise

LEISTUNGEN

• drei Übernachtungen inkl. Halbpension

• geführte Touren laut Programm

• Testausrüstung von Dynafit, BCA, Swarovski Optik

• „SPORTaktiv-Campschutz powered by

NÜRNBERGER“-Versicherung für drei Tage (optional

auf Anfrage)

• Goodies: Peeroton-Energie-Paket, Buff-Stirnband,

Ultra-Sun-Sonnenschutz, inklusive Nationalpark-

Osttirol-Jausenbox, Ski Touring No Slide Socken von

Salewa

• Preis pro Person (zzgl. Ortstaxe):

im Doppelzimmer: € 366,–

im Einzelzimmer: € 378,–

TEILNEHMER

max. 25 Personen

ZIELGRUPPE

Sportler mit solider Grundfitness

und Gelände-Skifahrtechnik

ZUM TESTEN

Testausrüstung von Dynafit, BCA-

Sicherheitspaket mit elektronischer

Sonde, Lawinenschaufel und LVS-

Gerät sowie Ferngläser von

Swarovski Optik

DEINE GESCHENKE

SPORTaktiv-Stirnband

von Buff; Peeroton-Paket,

Ultra Sun und Ski Touring No Slide

Socken von Salewa

Fotos: Berg im Bild/Riepler & Alpengasthof Pichler

94 SPORTaktiv


ZUM EINSTEIGER-SKITOURENCAMP

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DAS ANGEBOT:|

3 GEFÜHRTE TOUREN UND|

3 ÜN INKL. HP IN DER|

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PARTNERUNTERKUNFT|

AB € 366,– |

SSchritt für Schritt offline gehen, zu sich selbst

finden und Winterzauber pur im Defereggental

erleben – Champagnerpowder inklusive: Nirgendwo

sonst lassen sich die schneereichen Winter so

ursprünglich und in einsamer Stille entdecken wie in

der Nationalparkregion Osttirol:

Das SPORTaktiv-Einsteiger-Skitourencamp in

der Nationalparkregion Osttirol im Defereggental

inmitten der 266 Dreitausender Osttirols bietet tolle

Möglichkeiten für erste Skitourenerfahrungen inmitten

der atemberaubenden Nationalparkkulisse der

Hohen Tauern. Im Programm inkludiert sind ein Lawinen-Sicherheitsupdate

vom ortsansässigen Guide als

Vorbereitung für die anstehenden Frühjahrsskitouren,

zwei Einsteigerskitouren (einfache/mittlere Variante)

und ein stimmungsvolles Schneeschuhwandererlebnis

mit Nationalpark-Ranger im Licht der Morgensonne

inkl. Osttirol-Genießerfrühstück am Staller Sattel.

Mit etwas Glück können auch Steinböcke, Gämsen

und Adler bei den Touren in freier Wildbahn mit den

Swarovski-Ferngläsern entdeckt werden. Der Ranger

erzählt, wie man sich im Winter in der freien Natur

richtig verhält, um die Wildtiere in ihrem Lebensraum

nicht zu stören. Eine solide Grundfitness sowie sichere

Skitechnik im Gelände ist unbedingt notwendig für die

Teilnahme am Camp. Für pures Wintervergnügen stellt

Dynafit Tourenski, -stöcke, schuhe zur Verfügung,

BCA Sonde, Lawinenschaufeln und Sicherheitspaket

sowie Swarovski Optik Pocket-Ferngläser zum Testen.

Wichtig: Gleich jetzt anmelden und einen Platz für

das exklusive Wintercamp sichern!

ANMELDUNG

Kennwort: SPORTaktiv-Nationalparkcamp 2020

3-Sterne-Superior-Alpengasthof Pichler,

Gsaritzen 13, 9962 St. Veit i. Defereggental

info@alpengasthof-pichler.at

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Der 3-Sterne-Superior-Alpengasthof Pichler befindet

sich im idyllischen Bergbauerndorf St. Veit.

Auszeit & Erholung nach dem Tourenprogramm im Spa

des nachhaltigen Alpengasthofes inklusive

SPORTaktiv

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SKI.LAUF.STEG.

EINE FRAGE DER MODE: WOMIT FÜHLE ICH MICH AUF TOUR AM

WOHLSTEN? WAS UNTERSCHEIDET GUTE TOURENSKIMODE VON

HERKÖMMLICHER WINTERSPORT- UND SKIAUSRÜSTUNG? UND WAS

MUSS DER EINSTEIGER AUF DEN ERSTEN TOUREN BEHERZIGEN?

VON CHRISTOPH HEIGL

Eine sehr materialintensive Sportart,

dieses Skitourengehen, denkt sich

der Einsteiger und blättert interessiert

durch unseren Skitourenguide.

Und nicht nur das technische Equipment,

auch die passende Sportbekleidung

kann einen schnell überfordern.

Aber braucht es das überhaupt alles?

Reicht nicht gute Alpinbekleidung?

Jein, sagen die Experten einhellig. Die

Anforderungen an die Bekleidung beim

Skitourengehen sind extrem unterschiedlich.

Funktionell und luftig beim

schweißtreibenden Aufstieg, wärmend

und robust beim Bergabfahren. Wahre

Wunderwuzzis eben. Die gute Nachricht:

Man muss nicht gleich bei seinen

ersten Versuchen die Haushaltskassa

plündern. „Wer gute Ganzjahres-Wanderkleidung

im Kasten hat“, sagt Günter

Messner, „schafft damit für den Anfang

schon eine gute Basis.“ Der Filialleiter

von Gigasport Villach weiß aus eigener

Erfahrung, dass funktionelle Sportkleidung

extrem vielseitig ist. „Mit hochwertigen,

winterfähigen Textilien aus

dem Langlauf, Laufen, Wandern oder

Radfahren kann man sich auf Skitour

schon ganz gut behelfen.“ Ein Stapel guter

Outdoorkleidung in der Garderobe

macht es leicht, den gewünschten Zwiebellook

zu erreichen. Schicht für Schicht

auftragen, dann bei Bedarf ausziehen.

Für Messner ist es auch kein Problem,

hier den einen oder anderen Euro einzusparen.

„Was ich bei der Bekleidung einspare,

investierte ich lieber in einen guten

Schuh, gute Ski und die Bindung.“

Ins selbe Horn stößt Marius Gschanes

von XXL Sports in Graz. „Ein individueller

Zwiebellook und ein kleiner Bikerucksack

mit Trinkblase am Rücken –

und schon kann man in die erste Tour

starten.“ Wobei für den Verkaufsexperten

eine gute Tourenhose („angenehm

zu tragen, viel Stretch“) grundsätzlich

empfehlenswert ist. „Eine gute Hose mit

guter Unterwäsche schadet nie, dann ist

man gut ausgestattet.“ Eine Softshelljacke

oder dünne Skijacke ergänzen das sportliche

Outfit des Einsteigers. Reine Alpinbekleidung

wird auf Touren nicht empfohlen,

weil man speziell in den wattierten

Hosen zu viel schwitzen würde.

Ab wann greift der Einsteiger dann zu

Topprodukten, die mit Atmungsaktivität,

super Passform, Zipps und allen erdenklichen

Features punkten? „Das

merkt der Kunde von selbst“, sagt Messner.

„Wenn der Anfänger die ersten

Fotos: Spyder Media Trade, Salewa/Claudia Ziegler

96 SPORTaktiv


zwei, drei positiven Erfahrungen gemacht hat,

adaptiert er Schritt für Schritt seine Ausrüstung.

Oder auch, wenn es dann über mehr Höhenmeter

und in extremere Temperaturen geht. Dann

führt kein Weg mehr vorbei an der Tourenspezialkleidung.“

XXL-Experte Gschanes sieht auch

den emotionalen Aspekt: „Wenn du für die Sache

Feuer gefangen hast, startest du durch und

kauft das bessere Material. Wobei bei uns durchaus

auch Anfänger gleich zur Hightech-Mode

greifen. Es fühlt sich halt jeder gleich wohler,

wenn er topausgestattet ist.“

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98 SPORTaktiv


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99


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Eine gesunde Portion Pragmatismus

ist im Leben meist hilfreich. Wenn

Andrea Mayr früher aus dem Fenster

ihrer Gmundener Wohnung schaute

und es lag Schnee, war ihre Laune oft

dahin: „Shit, heute wird es schwierig mit

dem Lauftraining.“ Heute dagegen zaubert

die weiße Pracht gleich mal ein Lächeln

auf ihre Lippen. „Ich denke dann:

Super, Schnee liegt, trainieren wir mit

den Skiern.“ Sie sagt das natürlich nicht

so, sondern in oberösterreichischem Dialekt,

bei dem man den Schnee förmlich

knirschen hören kann und bei dem es

auch im dritten Fall „die Ski“ heißt. Der

Sinneswandel liegt etwa vier Jahre zurück,

als ein Freund sie erstmals auf eine

Skitour mitgenommen hat. Dass aus einer

gelungenen Abwechslung eine weitere

Karriere mit WM-Titel werden würde,

war damals nicht abzusehen.

Um diese Episode richtig einordnen

zu können, muss man sich die Vita von

Andrea Mayr vor Augen führen. Zweifache

Olympiateilnehmerin im Marathon.

Vierfache Weltmeisterin im Berglauf.

Dreifache österreichische Meisterin im

Bergzeitfahren. Das ist zwar nur ein minimaler

Bruchteil ihrer Erfolge, aber er

zeigt: Die Frau gehört nicht nur zu den

erfolgreichsten Sportlerinnen Österreichs,

sondern auch zu den vielseitigsten

der Welt. Vor allem die Berge haben

es ihr angetan. „Wenn ich einen Berg

sehe, dann will ich hinauf“, sagt sie.

Meist mit Turnschuhen, oft mit dem

Rad und seit geraumer Zeit eben auch

mit Tourenski.

Ausdauer statt Technik

Dabei quälten sie am Anfang die gleichen

Probleme, mit denen wohl jeder

Rookie zu kämpfen hat. „Es kam extrem

oft vor, dass ich die Felle verloren habe

oder aus der Bindung gefallen bin. Immer,

wenn es steil wurde, hatte ich

Angst, dass ich durchrutsche.“ Lang

kann es ihr allerdings nicht so ergangen

sein, denn 2016 nahm sie an den österreichischen

Meisterschaften teil – und

gewann. „Meine Technik war damals um

Längen schlechter im Vergleich zu dem,

wie es wirklich geht“, sagt sie. Dass sie

dennoch die Schnellste war, lag an den

überragenden Ausdauerfähigkeiten, die

sie als erfolgreiche Bergläuferin mitbrachte.

„Und mir kam zugute, dass immer

die gleichen Muskelgruppen beansprucht

werden, egal, mit welchen Mitteln

man den Berg hinauf will.“

Als Staatsmeisterin ist es naheliegend,

dass man zur Weltmeisterschaft entsendet

wird, im konkreten Fall 2017 nach

Piancavallo in Italien. Da stand Andrea

Mayr also nun in einem Feld von Skibergsteigerinnen,

die den Sport – im

Gegensatz zu ihr als Ärztin – hauptberuflich

ausüben. „Das klingt vielleicht

überheblich. Aber ich dachte mir: Wenn

wir jetzt alle miteinander die Ski abschnallen

und mit Skischuhen den Berg

hinauflaufen müssten, hätte ich die besten

Karten.“ Nun, die Ski wurden angelassen,

das Rennen ging los – und Mayr

hatte trotzdem so etwas wie ein Royal

Flush auf der Hand. Lebten ihre Konkurrentinnen

anfangs noch von der

Hoffnung, sie könnte ihr schnelles Tempo

nicht bis zum Ziel durchhalten, war

bald klar: Der WM-Titel im sogenannten

„Vertical“ geht nach Österreich.

Zur Erklärung: Beim „Vertical“ geht

es darum, auf Skiern ein höher gelegenes

Ziel zu erreichen. Beim „Individual“

kommen Komponenten wie Spitzkehren,

Steigeisenabschnitte und am Ende

eine Abfahrt dazu, beim „Sprint“ lebt

der Wettkampf davon, dass die Ski oft

an- und abgeschnallt werden müssen

und am Ende so etwas wie ein Riesentorlauf

ansteht. „Das kann ich alles

nicht, da wäre ich extrem unterlegen“,

gibt Mayr zu, „ich war auch nie eine

gute Skifahrerin. Meine Stärke liegt einzig

darin, dass ich weiß, wie man einen

Berg schnell hinaufkommt.“

SPORTaktiv

103


Das kann man wohl sagen, denn auch

bei der heurigen WM im schweizerischen

Villars-sur-Ollon konnte ihr niemand

das Wasser reichen. Und das, obwohl

der Wettkampf überhaupt nicht

auf sie zugeschnitten war. „Durch die

unwirtlichen Bedingungen wurde die

Strecke verkürzt. Damit sie nicht zu

kurz wurde, kam ein extrem flaches

Stück hinzu. Ich hab mich im Training

aber auf einen steilen Aufstieg vorbereitet.“

Das ist generell Mayrs Taktik: in

steilen Passagen anzugreifen und sich

dort einen Vorsprung herauszuarbeiten.

Das heißt, wenn es ihre Nerven zulassen.

„Ich lege mir vorher eine Strategie

zurecht, die ich im Wettkampf über den

Haufen werfe, weil ich zu nervös bin.

Ich bin generell gefährdet, zu überpacen,

da muss ich höllisch aufpassen.“ Selbstkritik

auf höchstem Niveau.

Da die Weltmeisterschaften nur alle

zwei Jahre stattfinden, wird es in diesem

Winter keine Titelkämpfe geben. Wie

viele Rennen Mayr bestreiten wird, steht

noch in den Sternen, der Weltcupkalender

im „Vertical“ meint es allerdings

nicht besonders gut mit ihr. „Ein Rennen

ist in Andorra, da ist die Anreise irrsinnig

kompliziert. China kommt ohnehin

nicht infrage. Das dritte Rennen ist

schon die Europameisterschaft in Madonna

di Campiglio. Die ist aber erst im

April, da liegt rund um Gmunden

längst kein Schnee mehr und ich kann

nicht gescheit trainieren.“ Und um die

Weltgeschichte zu reisen, um sich auf

ein Rennen vorzubereiten, kommt für

sie nicht infrage.

Erst recht nicht, da sich die 39-Jährige

auch auf ihren Brotberuf auf der Unfallchirurgie

im Klinikum Salzkammer-

gut konzentrieren muss. Wenn sie dort

um sieben Uhr morgens ihren Dienst

antritt, hat sie schon die erste Trainingseinheit

in den Beinen. „Der Wecker

klingelt um 5.39 Uhr, zehn Minuten

später sitze ich auf dem Rad. Einmal

auf den Gmundnerberg und wieder runter,

geduscht wird auf der Station.“ Da

am Nachmittag die Haupteinheit auf

dem Programm steht und sie ganz nebenbei

noch für ihre Facharztprüfung

büffelt, lebt sie von einem extrem guten

Zeitmanagement. „Ich lasse halt so lebenswichtige

Dinge wie Schminken und

Shoppen weg, dann geht das schon“,

sagt sie mit einem Lachen, das eine gewisse

Gelassenheit ausstrahlt.

Die legt die Social-Media-Verweigerin

(„Das bin einfach nicht ich“) auch an

den Tag, wenn es um ihre sportlichen

Ziele geht. „Ich werde bald 40 und wun-

BACKLAND

BOOT BACKLAND CARBON


Fotos: Bernhard Hörtnagl (www.fhb-photo.com), ÖLV Berglauf-Europameisterschaften

dere mich jeden Tag, dass ich mein Pensum

überhaupt noch schaffe“, sagt sie. Ob sie ihren

WM-Titel im Skibergsteigen verteidigt,

will sie spontan entscheiden. „Wenn ich im

Jänner 2021 das Gefühl habe, dass es mir

Spaß macht und meine Trainingszeiten sich

sehen lassen können, dann fasse ich es ins

Auge. Sonst nicht.“ Pragmatismus ist im Leben

eben meist hilfreich.

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106 SPORTaktiv


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D

er erste sonnige Tag

nach mehreren Tagen

Schneefall, die Chance

auf unberührten Powder, wie es sie

nur selten gibt. Natürlich wissen das

auch alle anderen, die in den Startlöchern

scharren. Doch der Lawinenlagebericht

mahnt zur Zurückhaltung.

Es scheint besser, noch einen Tag zu

warten, bis sich die Verhältnisse stabilisiert

haben. Also: Wider besseres

Wissen losziehen? Oder die Konkurrenz

die Hänge zerpflügen lassen?

Hand aufs Herz: Wer fühlt sich in so

einer Situation nicht in Versuchung

geführt, die Regeln der Vernunft über

Bord zu werfen?

Auch wenn das ein plakatives Beispiel

ist: Entscheidungen im lawinengefährlichen

Gelände fallen nie nur

nach rationalen Kriterien. Wie der

Sportwissenschafter und Bergführer

Peter Gebetsberger von den Naturfreunden

erklärt, spielt neben objektiven

Faktoren – wie Hangneigung,

Schneeart, Wetter, Exposition usw. –

der „Faktor Mensch“ eine wesentliche

Rolle.

Subjektive und soziale Faktoren

Gebetsberger spricht von „subjektiven“

und „sozialen“ Faktoren. Zu den

subjektiven gehört zum Beispiel die

individuelle Wahrnehmung. Je nach

Lichteinfall kann ein verschneiter

Hang aus der Distanz schon für einund

dieselbe Person unterschiedlich

steil erscheinen, erst recht können

zwei oder mehr Personen zu völlig

unterschiedlichen Schätzungen gelangen

– um nur ein Beispiel zu nennen.

Kommunikation auf Tour, abweichende

Meinungen von der eigenen

anzunehmen und zum Anlass für eine

nochmalige Überprüfung zu nehmen:

Das wäre eine sinnvolle Konsequenz,

die man aus dieser Erkenntnis ziehen

kann.

„Gängige Entscheidungsmodelle

der Lawinenkunde gehen davon aus,

dass Wahrnehmung objektiv ist –

doch in Wirklichkeit ist alles, was wir

Foto: Atomic

108 SPORTaktiv


AM ENTSCHEIDEWEG

WEITERGEHEN ODER UMKEHREN? DEN HANG FAHREN

ODER BESSER UMFAHREN? IM WINTERGELÄNDE

STEHT MAN REGELMÄSSIG VOR SOLCHEN FRAGEN.

WER VERSTEHT, WIE ENTSCHEIDUNGSPROZESSE

ABLAUFEN, UND WELCHE ROLLE KOPF UND BAUCH

DABEI SPIELEN, HAT EINE GRÖSSERE CHANCE, GUTE

ENTSCHEIDUNGEN ZU TREFFEN.

VON CHRISTOF DOMENIG

Kopf und Bauch

Das klingt erst einmal nach einer

schlechten Nachricht, weil es die ohnedies

oft schwierige Entscheidungsfindung

auf Skitouren noch zu erschweren

scheint. Dem hält Peter Gebetsberger

zweierlei entgegen – erstens: „Schon das

Bewusststein für Faktoren, die uns beeinflussen,

kann zu einem anderen

Blickwinkel verhelfen.“ Wer in der einwahrnehmen,

unbewusst vielfach gefiltert

und beeinflusst, ehe ein Bild in unserem

Gehirn entsteht“, erklärt Gebetsberger

dazu. Und der erfahrene Bergführer

sagt auch plakativ: „Fehlwahrnehmungen

auf Skitouren sind die Regel,

nicht die Ausnahme.“

Anderes Beispiel: Jeder Mensch hat

eine „anerzogene Risikointuition“, erklärt

der Bergführer auch: Unser Umgang

mit Risiko wird schon in der Kindheit

geprägt. Ob wir etwa unvernünftig

risikobereit oder übertrieben ängstlich in

potenziell riskanten Situationen agieren,

liegt daher auch an unserer Persönlichkeit.

Unter die „sozialen Faktoren“ fällt

alles, was mit der Gruppe zu tun hat.

Etwa eine dominante Persönlichkeit, bei

der wir ungern widersprechen, auch

wenn wir anderer Meinung sind. Es

gebe gerade auf Skitouren auch oft das

Phänomen, in der Gruppe unausgesprochen

Verantwortung abzugeben: Der

Spurende erwartet, es werde schon Widerspruch

von der Gruppe kommen,

falls etwas nicht stimmen sollte – während

sich die Nachgehenden denken,

„der weiß schon, was er tut“.

Unser Umgang mit Gefahrensituationen

fällt aber auch je nach Gemütslage

anders aus. Ein Streit mit dem Lebenspartner

am Vortag kann uns auf gebotene

Vorsicht vergessen lassen – umgekehrt

kann die Euphorie des Neuschneehanges

ebenfalls die Risikobereitschaft

steigern. Der Hausberg, den man schon

Hunderte Male gefahren ist, kann trügerische

Sicherheit ausstrahlen. Oder auch

die wichtige Notfalls- und Schutzausrüstung

zu größerem Risiko verleiten …

Man könnte noch unzählige Beispiele

nennen. Wichtig ist jedoch diese Erkenntnis:

Es laufen jede Menge unbewusster

Prozesse in uns ab, die in die

Entscheidung miteinfließen, bevor wir

eine rationale Entscheidung treffen.

SPORTaktiv

109


MAG. PETER

GEBETSBERGER

ist Sportwissenschafter, staatl. geprüfter

Berg- und Skiführer und leitet u.a.

das Referat für Schneesport bei den

Naturfreunden Österreich.

www.naturfreunde.at

Eine vollständige

Notfallausrüstung

ist auf Skitour

unverzichtbar.

Zugleich sollte

man sich bewusst

sein, dass es

unser Risikoverhalten

beeinflusst,

je besser wir

uns ausgestattet

fühlen.

gangs beschriebenen Neuschneesituation

die unbewussten Gefahren erkennt – die

„Euphorie“ über die Schneelage oder

auch das Denken: „Alle anderen gehen

auch, warum dann gerade ich nicht?“ –

der wird sich seine Entscheidung vielleicht

noch einmal überlegen.

Zweitens erklärt des Experte: „Eine

deutlich bessere Entscheidungsfindung

ist möglich, wenn man seine Skitourenkarriere

auf zwei Säulen aufbaut: jene

des analytischen Denkens, die auf Wissen

basiert. Und jene der Intuition, die

auf Erfahrung aufbaut.“

Vom Einstieg ins Skitourengehen weg

Kurse besuchen, sich informieren, mit

der Materie Lawinengefahr auseinandersetzen

und dann ein Leben lang dazulernen:

Das ist die Wissenssäule. Sie hilft

dem Kopf auf Tour, rationale Entscheidungen

zu treffen.

Doch als ebenso wichtig erachtet Gebetsberger

die „Intuitionssäule“. Intuition

speist sich aus unzähligen Eindrücken,

die wir im Leben gemacht haben

und die im Gehirn abgespeichert sind.

Wir können diese Eindrücke nicht bewusst

abrufen, das würde in der zur Verfügung

stehenden Zeit nicht funktionieren

– dennoch haben sie großen Wert.

Intuition basiert also auf Erfahrung. Je

reicher der Erfahrungsschatz, desto besser.

Was keineswegs heißt, dass Intuition

für Skitoureneinsteiger keine Rolle

spielt. Wie schon erwähnt hat jeder

Mensch etwa eine anerzogene Risikointuition,

die auch auf der ersten Skitour

schon unser Verhalten beeinflusst. „Niemand

ist auf Skitour nur Skitourengeher

– sondern in erster Linie Mensch“,

erklärt Peter Gebetsberger.

Eng verknüpft mit der Intuition ist

das „Bauchgefühl“: Bauch- und Darmgegend

sind mit zahlreichen Nervenbahnen

durchzogen, die Impulse würden

analog zu jenen im Gehirn funktionieren,

erklärt Gebetsberger: „Ich bin

auch überzeugt, dass bei vielen Lawinenunfällen

der Bauch schon lange zuvor

‚Stopp‘ gesagt hat.“

Auf den Bauch hören, ist also ebenfalls

wichtig. „Es heißt nicht: Kopf

ODER Bauch – sondern Kopf UND

Bauch in der Entscheidungsfindung.“

Ständiges Hinterfragen

Einsteigern empfiehlt Peter Gebetsberger

konkret, sich erfahreneren Skitourengehern

anzuschließen, etwa über alpine Vereine.

Dabei solle man aber nicht nur auf

das Urteil der anderen vertrauen, sondern

sich von Beginn an auch seine eigenen

Gedanken machen. Vor allem: ständig

kommunizieren und sich mit anderen

austauschen.

Als besonders wichtig erachtet der Bergführer

auch, sich genügend Zeit zu geben,

um Wissenssäule und Intuition gleichermaßen

aufzubauen – doch genau das entspreche

nicht dem Zeitgeist. „Zielfokussierung“

und dass Ziele möglichst schnell erreicht

werden müssten, würden dem entgegenstehen,

was gefragt sei, um auf

Skitouren sicher unterwegs zu sein: „Ein

weiter Fokus, ganzheitliche Betrachtung

und möglichst umfassende Wahrnehmung“

– dafür plädiert der Experte.

Erfahrenen Skitourensportlern rät Gebetsberger,

auch sich selbst immer wieder

zu hinterfragen. Er selbst sei auch nach

30 Jahren als Bergführer oft „mit einem

ganz schön angespannten Gefühl“ im

Gelände unterwegs, etwa als Freerideguide,

wo Gäste entsprechend hohe Erwartungen

haben. „Und das ist gut so“, sagt

Gebetsberger.

In schwierig zu entscheidenden Situationen

habe er sich angewöhnt eine zusätzliche

„Feedbackschleife“ einzuziehen.

„Wenn ich eine Entscheidung grundsätzlich

getroffen habe, hinterfrage ich

mich noch einmal und lasse mich auch

overrulen. Ich frage mich: Was sagt mein

Bauch, was sagt das Wissen? Nur wenn

beide sagen, ‚Ja, es geht in Ordnung‘,

gehe ich weiter und setze die praktischen

Schritte risikobewussten Verhaltens.

Wenn nur einer von zwei, Bauch oder

Kopf, Zweifel signalisiert, dann drehe

ich um.“

Fotos: Pieps,, Naturfreunde Österreich

110 SPORTaktiv


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NOTFALL

LAWINE

NACH EINEM LAWINENUNGLÜCK GILT ES, EINERSEITS|

RUHE ZU BEWAHREN UND ANDERERSEITS RASCH|

ZU HANDELN. DAS SCHAFFT NUR, WER DIE|

RETTUNGSABLÄUFE IMMER WIEDER ÜBT. AUCH|

SKITOUREN-EINSTEIGER SOLLTEN DAS SCHON TUN.|

VON CHRISTOF DOMENIG|

112 SPORTaktiv


Foto: Pieps

Das Lawinenkunde-Ausbildungskonzept

„W3“ der Naturfreunde

Österreich stellt die Kameradenrettung

ganz oben auf die

Prioritätenliste. Man muss

(sich) zu helfen wissen, wenn man in

die Situation eines Lawinenabgangs gerät,

wenn Freunde oder sogar ein Familienmitglied

verschüttet sind. Auch

Skitoureneinsteiger können jederzeit in

die Lage kommen, Leben retten zu

müssen. Experten wie etwa Bernd Zenke,

der langjährige Leiter des Lawinenwarndienstes

Bayern, plädieren immer

wieder dafür, Notfallabläufe und Kameradenrettung

als Erstes zu trainieren,

viel intensiver, als es meistens nur

„nebenbei“ gemacht wird.

15 Minuten sind das Zeitfenster, in

dem gute Chancen bestehen, jemanden

nach einem Lawinenabgang lebend zu

befreien. 80 bis 90 Prozent der zur Gänze

Verschütteten sind zu diesem Zeitpunkt

noch am Leben – danach sinken

die Überlebenschancen rapide. In dieser

Zeit kann nur die sogenannte Kameradenrettung

funktionieren. Professionelle

Helfer schaffen es unmöglich in so kurzer

Zeit zu einem Unfallort.

„Mit dem LVS-Gerät sicher umzugehen,

lernt man in LVS-Kursen, wie sie

von alpinen Vereinen wie den Naturfreunden

und Alpinschulen angeboten

werden“, appelliert Martin Edlinger

von den Naturfreunden. Mit einem

einzelnen Kursbesuch ist es aber nicht

getan. Man soll ständig trainieren,

auch Szenarien mit unterschiedlich

vielen Rettern (alleine, in der Gruppe

...) durchspielen. Ebenso wichtig sind

Erste-Hilfe-Kenntnisse. Jede Tourensaison

sollte mit Suchübungen und

Erste-Hilfe-Trainings starten.

Im Folder „Notfall Lawine“ haben

die W3-Experten den Ablauf nach einem

Lawinenunglück kompakt zusammengefasst.

Tipp: den Folder bestellen

und auf Skitouren in die Hosentasche

stecken – auch wenn er kein Ersatz für

Kurs und Training ist, so kann er im

Notfall doch als wertvolle Erinnerungshilfe

dienen. Als grober Überblick,

wie der Rettungsablauf ausschauen

sollte:

Ruhe bewahren, Überblick verschaffen:

Beim Lawinenabgang sich selbst in Sicherheit

bringen, dann den Abgang mitverfolgen und sich

Verschwindepunkte, an denen Gruppenmitglieder

verschüttet werden, wenn geht merken. Nach dem

Stillstand Lage checken, die Anzahl der Retter und

Verschütteten feststellen. Bei mehreren Rettern

übernimmt der Erfahrenste die Koordination.

Notruf: Gibt es mehrere Retter, setzt einer gleich

den Notruf ab (Alpinnotruf 140 oder Euronotruf 112),

während die anderen schon mit der Verschüttetensuche

beginnen. Ist man allein, hat die Suche

Priorität!

Oberflächen- und Signalsuche mit LVS-Gerät:

Die Oberflächensuche passiert mit Auge und Ohr.

Ragt ein Ausrüstungs- oder Körperteil aus dem

Schnee? Danach geht man den festgelegten Suchbereich

ab und sucht einen Erstempfang.

Grobsuche: Ab dem Erstempfang bewegt man sich

in die Richtung, die der Pfeil am Display zeigt. Der

Wert der Entfernungsanzeige muss kleiner werden

– sonst um 180 Grad umdrehen und in Gegenrichtung

suchen.

Feinsuche: Ab 5 m die Suchgeschwindigkeit verringern

und möglichst nahe an der Schneeoberfläche

bleiben.

Punktsuche mit Sonde: Ab dem kleinsten angezeigten

Wert systematisch zu sondieren beginnen bis

zum Treffer. Die Sonde stecken lassen.

Systematisches Ausschaufeln: Von der Sonde

hangabwärts zu graben beginnen. Sind es mehrere

Helfer, ein „Förderband“ bilden.

Erste Hilfe: Ist der Gerettete bei Bewusstsein, gilt:

lagern mit Fokus auf Kälteschutz. Bei Bewusstlosigkeit

Atemwege freimachen, Atmung prüfen, wenn

nötig, beatmen, reanimieren. Ist die Atmung normal,

in stabile Seitenlage bringen. Falls nicht bereits erfolgt,

den Notruf absetzen.

TIPP

3. Int. Lawinensymposium der

Naturfreunde Österreich und

ZAMG Steiermark,

12. Oktober 2019, Graz

W3-Folder „Notfall Lawine“ kostenlos

bestellen: w3.naturfreunde.at

SPORTaktiv

113


NIMM

ZWEI

SNOWBOARDER STEHEN NUR AUF EIN BRETT?

VON WEGEN. SPLITBOARDS SIND WIEDER DICK DA.

DURCH DEN SKITOURENTREND BEKOMMT DIE BEI

BOARDERN BELIEBTE VARIANTE RICHTIG AUFTRIEB.

FÜR UNSEREN LESER ROLAND SOGAR DIE EINZIG

WAHRE FORM DES FREERIDENS ABSEITS DER PISTE.

VON CHRISTOPH HEIGL

Ja, wozu brauch ich denn das?“ Roland

Schieß muss lachen, wenn er

an seine ersten Splitboard-Versuche

denkt und an die für ihn völlig grotesken

Skistöcke links und rechts in den

Händen. Skistöcke? Igitt! Ich bin doch

Hardcore-Snowboarder! „Steckn“ sind

doch nur für diese komische Alpinfraktion

da drüben auf den Schneeautobahnen.

Oder doch nicht?

Um in die Welt des Splitboardens einzutauchen,

treffen wir uns mit unserem

Leser Roland. Kein Profi, sondern ein

Typ wie du und ich. Gut, als Mürzzuschlager

wohl mit mehr Natur in der

DNA als viele andere, aber der 45-Jährige

ist eines ganz sicher: Snowboarder

mit Leib und Seele. Als Kind stand er

noch auf herkömmlichen Alpinbrettern,

aber dann hat es eingeschlagen beim

kleinen Roli. Windsurfen kam in den

80er-Jahren auf, das hat den Teilzeit-Podersdorfer

gepackt, dazu diese knalligen

Surf-Magazine – und darin erstmals ein

Snowboarder, der irgendwo in den USA

durch den Tiefschnee pflügte. „Ich war

sofort geflasht. So ein Snowboard will

ich auch.“ Um Roli war es geschehen.

Mit etwas historischer Entfernung erklärt

er es mit der dem Windsurfen und

Boarden gleichermaßen innewohnenden

Schwebe-Faszination.

Bestens in Erinnerung bleibt ihm vom

vorigen Jahrhundert auch das Gefühl

des komplett Außerirdischen in seiner

obersteirischen Heimat. „Wir waren da,

bevor der Boom da war. Wir waren da,

bevor das Liftpersonal überhaupt wusste,

was Snowboards sind. Klar haben sie

Fotos: K2/Colton Jacobs Photography

114 SPORTaktiv


WAS IST EIN SPLITBOARD?

Ein Splitboard ist ein in der Länge

teilbares Snowboard und damit ein Mix

aus Snowboard und Tourenski. Durch die

Teilung („split“) entstehen zwei skiähnliche

Bretter, mit denen die Tourengehtechnik

möglich wird. Mit Fellen am Belag und

herkömmlichen Tourenstöcken kann man

so auch Geländepassagen bergauf bewältigen.

Eine spezielle Bindung und weitere

vier Verbindungspunkte sorgen bergab im

Snowboardmodus für ein stabiles Fahrverhalten.

Grundsätzlich gab es zwei-, dreiund

vierteilige Splitboards, durchgesetzt

hat sich die zweiteilige Variante.

uns nicht rauffahren lassen.“ Schnell

entwickelt sich eine kleine, lokale Szene

an Outlaws. „Es hat sich herumgesprochen,

bei welchen Liften in der Gegend

Snowboards geduldet werden.“

In den 90ern wurde Snowboarden

zum Mega-Boom und schwappte bis in

die Modewelt über. „Plötzlich wollten

alle Boarder sein, es war mehr Lifestyle

als Sport. Ehrlich gesagt hatte ich damit

gar keine Freude.“ Nach ein paar Jahren

ebbte die Welle wieder ab, die Lifestyler

suchten sich andere Trendsportarten, der

Carvingski zog viele wieder in den Bann

der zwei Bretter. Nicht so unseren Roland,

der blieb seinem Board treu.

Viele seiner Bergfreunde begannen

aber bald mit dem Tourenskigehen. Das

sah er sich interessiert an und stapfte

selbst mit Schneeschuhen die Berge hinauf,

um mit dem Snowboard im Pulver

hinunterzugleiten. Bei einem Testtag am

Stuhleck probierte er vor einigen Jahren

erstmals neuartige Splitboardbindungen

und stellt sofort fest: „Das ist es.“

Splitboarden wurde zur großen Leidenschaft.

„Es ist meine absolute Sucht

nach Pulverschnee“, gesteht der Steirer.

„Wenn ich im Winter zwei Tage lang

keinen Powder habe, muss ich losziehen.

Und wenn es um 4 Uhr früh mit der

Stirnlampe vor der Arbeit ist.“ Sein Job

in der Baubranche, saisonbedingte Arbeitsspitzen

und flexible Zeiteinteilung

erlauben ihm hin und wieder spontane

Abstecher ins Gelände. Im Sommer sitzt

der fitte Mürztaler viel am Rad, die

10.000 Jahreskilometer hat er schon im

September geknackt.

Auch seine Familie ist längst mit dem

Snowboard- und Splitboardvirus infiziert,

so kommt Roland auf eine gute

Abwechslung aus gemütlichen Touren

und knackigen Varianten, er kombiniert

Splitboard-Vormittage im Gelände mit

Familiennachmittagen im Pistenumfeld.

„Ich bin aber keiner, der extreme Sachen

macht, Sicherheit geht vor.“ Veitsch,

Rax, Stuhleck sind seine Hausberge,

LVS und Sonde immer dabei, die Anschaffung

eines Airbag-Rucksackes ist in

Planung. Bei der Frage nach der Bekleidung

ist Roland durch und durch Snowboarder.

„Der Style muss stimmen“,

grinst er. Soll heißen, legere, weitere Sachen,

keine engen Schnitte.

Nachteile beim Splitboarden?

Wenn man das Splitboard in seine zwei

Einzelteile zerlegt, entstehen zwei Bretter,

die wesentlich breiter sind als zwei

herkömmliche Tourenski. „In engen,

harten Aufstiegsspuren hat man damit

seine liebe Not. Man muss auch etwas

breitbeiniger gehen, sonst stoßen die Ski

SPORTaktiv

115


ständig aneinander.“ Als Freestyler geht und

fährt Roland klarerweise mit Snowboard-Softboots,

die Schnürung macht er

bergauf etwas auf. „Das funktioniert einwandfrei.“

Die Bindungen ähneln im Prinzip

normalen Tourenbindungen, heben sich

beim Gehen mit, haben eine ausklappbare

Steighilfe und lassen sich mit Harscheisen

auch für eisige Passagen bewaffnen. Einen

kleinen Nachteil hat das Splitboard auch

bergab. „Ich muss mir gleichmäßige Hänge

und Abfahrten suchen, die ohne Flachstücke

oder Senken auskommen. Der Skifahrer

kann ein paar Meter stapfen und Flachstücke

überbrücken, aber mit dem Brett

bist du trotz Stöcken einfach limitiert. Außer

du willst es wieder komplett zerlegen.“

Doch selbst dafür braucht es mit Übung

nur ein paar Augenblicke. Und Stress sollte

man auf Tour ohnehin nicht haben. Weg

vom Mainstream, Einsamkeit, Unabhängigkeit,

keine Menschen, keine Pisten, keine

Lifte. Das macht für Roland die Faszination

Splitboarden aus. Anders als drüben auf

den Schneeautobahnen.

Roland Schieß ist

Splitboarder aus

Leidenschaft. Dafür

freundet er sich sogar mit

Skistöcken an.

Fotos: Heigl, Schieß, Schmitz


SPLITBOARDS? WAS SAGT DIE INDUSTRIE?

Sebastian Schmitz,

Marketing Coordinator, K2 Snowboarding

•BOOM. „Der Hype ums Splitboarding

boomt seit etwa fünf Jahren, bleibt aktuell

aber mit unter fünf Prozent Anteil am

Snowboardmarkt in Europa eine recht

kleine Sparte. Neben dem High-Performance-Trend

entwickelt sich Splitboarden

auch in Richtung verspielte Varianten mit

kreativen, breiteren und kürzeren Shapes.

Tourengehen ist auch ein Fitnesstrend

und wir reagieren mit Unisex- und etwas

kürzeren Modellen darauf, dass immer

mehr Frauen zum Splitboarden kommen.

Ideal für den Tiefschnee.“

•MOTIVE. „Den Boom sehe ich neben

dem Fitnessfaktor darin begründet, dass

man in der Freizeit die Entschleunigung

sucht. Wo findet man dieses Gefühl stärker

als allein draußen in der Natur?“

•HOTSPOTS. „Wie immer beim Thema

Freeriden ist Frankreich ein starker Markt,

aber überall in den Alpen poppt das auf.

Auch bei mir daheim in Garmisch borgen

sich gute Skifahrer Splitboards aus, weil

das Abfahren eines Tiefschneehangs auf

dem Snowboard einfach unschlagbar ist.“

Size

matters

SMALL BEACON BIG PERFORMANCE *

Das kompakte EVO 5 LVS-Gerät ist mit

der richtigen Technologie ausgestattet,

um den Gebrauch bei der Suche einfach zu halten. Es

überzeugt nicht nur den täglichen Nutzer, sondern ist

auch für den gelegentlichen

Einsatz sehr gut geeignet.

* Kleines LVS Gerät – große Performance

SPORTaktiv

117


HERZ AUS TITAN

Die SKI TRAB Titan Vario.2

ist eine leichte, funktionelle

Skitourenbindung. Der Vorderbacken

mit Titanfeder und unabhängigen

Pins sowie der Hinterbacken

auf einer Flexplatte mit 8-mm-

Längenausgleich sorgen in jeder

Situation für Auslösezuverlässigkeit.

www.skitrab.com

AUSSERIRDISCH

Der Alien ist für alle, die einen

leichten Schuh in SCARPA-

Qualität wollen und nach

einer guten Balance zwischen

Performance und Preis (UVP

€ 600,–) suchen. Die perfekte

„Crossover“-Wahl zwischen

der Rennwelt und leichtem

Skitourengehen.

www.scarpa.net

BRINGT KINDER

AUF TOUREN

Der CONTOUR-startUP-

Tourenadapter lässt sich in wenigen

Handgriffen auf die richtige Größe

einstellen und in die Alpinbindung

einsetzen. Kinder von circa 6 bis

12 Jahren können dadurch mit der

normalen Alpinausrüstung mit auf die

Skitour gehen.

www.contourskins.com

SKITOUREN

NEWS

TREUE BEGLEITER

Die CHIBA-Competition-Plus-

Handschuhe sind atmungsaktiv,

haben eine robuste Innenhand,

einen verstärkten Daumenbereich

und Touchfinger für die

Smartphone-Bedienung. Kurz: ein

treuer Begleiter auf Skitour.

www.chiba.de

245 GRAMM ZUM

DRAUF-ABFAHREN

Ob klassische Tourengeher oder

anspruchsvolle Alpinisten: Wer beim

Aufstieg auf jedes überflüssige Gramm

verzichten aber trotzdem keine Abstriche

bei Ausstattung und Performance

machen möchte, kommt an der 245

Gramm leichten MARKER Alpinist

9-Bindung kaum jemand vorbei.

www.marker.de

Fotos: Hersteller

118 SPORTaktiv


Aus der

Region heißt

nicht aus

der Welt.

Bilden Sie sich eine eigene Meinung und holen

Sie sich zum 115. Geburtstag der Kleinen Zeitung

unser Digitalabo für nur 14,90 Euro pro Monat.

kleinezeitung.at/aktionsabo


AUS

PRO

BIERT

OUTDOOR

SKITOUREN- UND MEHR-HELM

Ein für den Skitoureneinsatz zertifizierter Helm, der auch fürs

Klettern und Bergsteigen perfekt ist – so lautet das Versprechen.

Grund genug, den Petzl Meteor € 79,95 auf Herz und Nieren

zu prüfen. Am Kopf wirkt er sehr angenehm, auch dann,

wenn man im Winter darunter eine dünne Haube aufgesetzt

hat. Mit 240 Gramm ist er überaus leicht – ein wichtiges Kriterium,

um sich bergauf und bei Kletterpassagen wohlzufühlen

und, wenn nötig, den Helm vom Beginn bis zum Ende der Skitour

durchgehend zu tragen. Das zweiteilige Petzl-Fixiersystem

am Hinterkopf ist, hat man seine Funktionsweise einmal kapiert,

sehr gut, flexibel und sorgt für einen verlässlichen Sitz.

Dass die Innenpolsterung leicht herausnehmbar und waschbar

ist, ist eine erfreuliche Selbstverständlichkeit. Der Meteor harmoniert

mit Berg- bzw. Skisonnenbrillen ebenso gut wie mit

Stirnlampen (etwa der neuen Petzl Swift RL) – dank Stirnlampenclips

vorne und Gummiband hinten. Natürlich ist er auch

für die Verwendung klassischer Skibrillen gemacht. Und doch

ist, wie bei jedem Helm, Probieren angesagt, weil eben nicht

jede Brille zu jedem Helm passen kann.

EIN HELM FÜR ALLE FÄLLE,

EIN INNOVATIV LEICHTER

PIEPSER UND EIN REFILL-AIR-

BAG STEHEN DIESMAL AUF

UNSERER TESTLISTE.

VON OLIVER PICHLER

Foto: Oliver Pichler, Pieps

120

SPORTaktiv


IMMER WIEDER AUSLÖSBAR

LEICHT, LEICHTER, PIEPS

Das PIEPS MICRO BT gilt als das kleinste und leichteste

Lawinen-Verschütteten-Suchgerät (LVS-Gerät) am Markt.

Das bewährte Modell (Micro BT Sensor) hat eine Automatik,

die von Sende- in Suchmodus umstellt. Heuer neu gibt

es das Micro BT als Modellvariante „Button“. Auf vielfachen

Kundenwunsch hat Pieps, weil das manuelle Umschalten

„gelernt“ ist, bei diesem Modell die Umschaltung

vom Sende- in den Suchmodus (wieder) manuell mittels

„Send-Search-Button“ möglich gemacht. Ob „Sensor“

oder „Button“ ist Geschmacksache. Bezüglich ihrer herausragenden

Leistungsfähigkeit und ihres Preises sind

Pieps Micro BT Button bzw. Sensor identisch.

Sie kosten je € 350,–.

Leistungsmäßig spielen beide in der Oberliga der LVS-

Geräte vorne mit. Die Reichweite ist sehr gut, die Batterielaufzeit

auch. Handlichkeit, geringes Gewicht (nur 150

Gramm mit Batterie) und einfache Bedienung sind top.

Obwohl das Gerät so klein ist – das sehr gut lesbare Display

ist erfreulich groß. Im Suchmodus wird das Erstsignal

eines Verschütteten auch durch Vibration „gemeldet“ –

das ermöglicht volle Konzentration auf optisch-visuelle

Suche. Praktisch ist das Zusammenspiel mit der

Pieps-Smartphone-App via Bluetooth. So lassen sich

Einstellungsänderungen ebenso wie Updates bequem und

einfach bewerkstelligen.

Auch wenn es das Ziel eines Lawinen-Airbags ist, diesen möglichst

nie zu brauchen, haben unbegrenzt auslösbare, also wiederaufladbare

Airbag-Systeme viele Vorteile: man kann abseits

einer Lawine „üben“, um zu spüren und zu sehen, wie es ist,

wenn der Airbag ausgelöst wird. Ein besonders durchdachtes,

flexibles und wiederaufladbares Airbag-System haben wir uns

genauer angesehen: die neue JetForce-Pro-Serie von BLACK

DIAMOND. Zum Preis von ab € 1100,– stehen vier Modelle zur

Wahl: 10, 25 bzw. 35 Liter Fassungsvermögen und eine 25 Liter

Splitboard-Booster-Ausführung (spezielle Riemen, zur Befestigung

eines Splitboards).

Der spürbarste Vorteil des neuen JetForce Pro ist, dass er

gegenüber dem Vorgängermodell über ein halbes Kilo leichter

wurde. Zentrale Stärken des neuen Black-Diamond-Airbag-Systems:

die automatische „Luft-Nachfüllfunktion“um sein

Volumen aufrechtzuerhalten, sollte der Airbag während des

Lawinenabgangs beschädigt werden. Und die Entleerfunktion

des Airbags, um im Fall einer Verschüttung eine Atemhöhle zu

schaffen. Weiters: Die Auslösung kann auch erfolgen, wenn

Ski am Rucksack angebracht sind. Der Auslösemechanismus

ist flexibel am rechten oder linken Trageriemen fixierbar. Und

per Bluetooth-Schnittstelle können via App Einstellungen und

Updates vorgenommen werden.

SPORTaktiv

121


LEICHT WIE NIE

Rundum erneuert geht der

DEUTER Rise Lite 28 an

den Start. Der bewährte

Skitourenrucksack wiegt

nun weniger als 1200

Gramm, was eine völlig

neue Gewichtsklasse

bedeutet. Im Frontfach ist

die Sicherheitsausrüstung

schnell erreichbar.

www.deuter.com

LICHTPOWER

FÜR DIE TOUR

Mit der LEDLENSER NEO10R hat jeder

Skitourengeher rund um die Uhr das perfekte

Licht für seine Touren. Mit bis zu 600 Lumen,

150 Metern Leuchtweite und 120 Stunden

Leuchtdauer bist du für die Nacht gerüstet.

Die vertikale Akkubox am Hinterkopf sorgt für

sicheren Halt und einen hohen Tragekomfort.

Dank eines Verlängerungskabels lässt

sie sich aber auch einfach im

Rucksack verstauen.

www.ledlenser.com

SKITOUREN

NEWS

FEEL FREE!

Für Freeride- und Freetouring-

Fans ist der LANGE XT

Free 130 maßgeschneidert.

Mit seiner „Dual Core“-

Technologie, ultraleichter

Konstruktion und patentiertem

„Lange Power V-Lock“

setzt er Maßstäbe in Sachen

Gewicht und Performance.

www.lange-boots.com

DIE PINKE

REVOLUTION

Das pinke POMOCA-Free-Pro-2.0-

Fell erlaubt Freeridern einen

kraftsparenden Aufstieg. Mit der

neuen ultrafeinen und leichten

Membran kannst du es auch einfach

einstecken. Der hohe Gleitwert ist

durch Forschungen bestätigt.

www.pomoca.com

Fotos: Hersteller

EIGENTÜMER/VERLEGER

TOP TIMES Medien GmbH, 8010 Graz, Gadollaplatz 1

Tel.: 0 316/80 63-25 80

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Axel Rabenstein, Stephan Skrobar

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IMPRESSUM

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Elisabeth Rechling (-25 86)

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ONLINE-REDAKTION

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DESIGN, LAYOUT & PRODUKTION

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HERSTELLER

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Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen werden in Kooperation mit der

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern gegen Druckkostenbeiträge produziert.

ABO-HOTLINE

Styria Marketing Services GmbH & Co KG, „Abo SPORTaktiv“,

Hainburger Straße 33, 1030 Wien

Tel.: 01/51414-800, Fax: 01/51414-810, E-Mail: abo@sportaktiv.com

Das Jahresabonnement (6 Ausgaben) kostet € 19,90.

122 SPORTaktiv


SKORPIUS CR

Carbon-Reinforced-Schale für ein sicheres und reaktionsfreudiges Fahrverhalten.

EASY 2 WEAR- System für schnelles Anziehen, patentierter Ski/Walk-Mechanismus

SWING-LOCK Closure System für schnelles Verschließen.

Maximale individuelle Einstellung der Passform dank dem Spider Buckle Evo-Hebel.

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MAGICO.2 &

TITAN VARIO.2

EMOTION

& CONTROL

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Die Skispitze und das Skiende wurden verlängert,

wodurch die Schwungauslösung erleichtert und das

Fahrvergnügen deutlich erhöht wird.

Neue Radien, ein nach vorne versetzter Schwerpunkt und

ein spezieller Flex verleihen dem Ski eine Struktur, welche

die Kontrolle und Steuerung des Skis verbessert.

TITAN VARIO.2 | QUALITY OF RELEASE

Leichte und funktionelle Skitourenbindung.

Vorderbacken mit Titanfeder und unabhängigen Pins

sowie Hinterbacken auf einer Flexplatte mit 8 mm

Längenausgleich für höchste Auslösezuverlässigkeit der

Bindung in jeder Situation.

MAGICO.2 | 171 cm | SIDECUT: 118-85-104 | RADIUS 21.1 M | GEWICHT: 1055 g | OBERFLÄCHE: 1617 cm2

TITAN VARIO.2 & SKISTOPPER | GEWICHT: 299 g | AUSLÖSEWERT: 5/7 - 7/9 - 9/11 | VERSTELLMÖGLICHKEIT HINTERBACKEN: 24 mm

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