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MQ Herbst 2019 red

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informieren.entdecken.erleben

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03

Okt | Nov 2019

Das Artland-Magazin.

Die schöne,bunte

HERbstzeit

www.artland-magazin.tv

Themen:

BAHNBRACHE

20.0

Eine Fläche birgt

große Chancen

NAHAUFNAHME:

JULIA ROSGA

Die Weltenbummlerin

liebt das Abenteuer

40 JAHRE

FIZ OBLON BIPPEN

Der kleine, dicke Ritter

trifft Elvis

UNSER

DACHS

Grimbart ist ein begabter

Baumeister

THEATERSAISON

2019/2020

Kulturring und Theaterwerkstatt

starten durch


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EDITORIAL

LIEBE LESERIN, LIEBER LESER,

Willkommen in der schönen Herbstzeit...

Eine aufregende Sommerzeit liegt hinter

uns und mit Spannung starten wir

in den goldenen Herbst. Im Gepäck

haben wir neue Geschichten für Sie ...

Sind Sie in diesem Jahr einem

bestimmten Tier öfters begegnet

als in den vergangenen Jahren? Der

Eichenprozessionsspinner hat in

diesem Sommer Furore gemacht. Wir

berichten über das Ausmaß der Plage

im Artland und mögliche Lösungen.

Was passiert auf dem ehemaligen

Bahngelände in Quakenbrück? Eine

Frage, die viele bewegt. Wir haben

uns kundig gemacht und informieren,

was sich in naher Zukunft auf diesem

brachliegenden Abschnitt inmitten

der Stadt verändern wird.

WWW.ARTLAND-MAGAZIN.TV

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Doch das ist längst nicht alles.

Freuen Sie sich auf viele weitere

Themen, wie z.B. auf unseren Bericht

über frühere Einzelhandelsgeschäfte

auf der Neustadt, den Dachs in

unserer Natur, das neue Museum im

Kloster Bersenbrück, Neueröffnungen

aus Handel und Gastronomie sowie

unsere Fortsetzungsreihe über den

ehemaligen Kult-Treff FIZ OBLON.

Unser Tipp: Lehnen Sie sich entspannt

zurück und nehmen Sie sich die Zeit,

genussvoll zu lesen. Viel Spaß!

Ihre MQ + -Redaktion

Mit

gedruckt

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umweltfreundlich - dank solar!

Titelfoto: Detlef Bülow

IN DIESEM MAGAZIN

5 Stadtwächtertour

6-9 Bahnbrache 20.0

10/11 Eichenprozessionsspinner

12-15 Ehem. Neustädter Geschäfte

16/17 Wilhelm Bendow

22-24 Museum im Kloster

26-31 40 Jahre Fiz Oblon - 4. Teil

32/35 Artland Dragons 2019/2020

38-41 Nahaufnahme: Julia Rosga

42-44 Fehden im OS-Nordland

45 Haus Benken-Lanfer

48/49 Unser Dachs

50/51 Energetische Altbausanierung

54 Buchtipps

55 VHS im Artland

58/59 Theatersaison

60 Kochdiele

61 Rätselseite

62/63 Kinotipps

64/65 Veranstaltungskalender

66 Impressum


Das Artland-Magazin.

Gut bürgerlich speisen und den Ausblick genießen

In den Sommermonaten kann man

das schöne Wetter in gemütlicher

Freiluft-Atmosphäre unter schattenspendenden

großen Schirmen

im Herzen Quakenbrücks genießen.

Ob zur Stärkung nach einem Arbeitstag

oder zur Erholung am Wochenende:

Mirza Ceric lädt im Anno 1510 zum

Verweilen, aber vor allem zum Immer-

Wieder-Kommen ein.

Seit nunmehr einem Jahr betreibt

Mirza Ceric sein Restaurant in dem

denkmalgeschützten Gebäude Lange

Straße 40, inmitten der Altstadt von

Quakenbrück direkt am Marktplatz.

Seine frische Küche ist seit jeher seine

Visitenkarte, und es ist auch kein Wunder,

dass sein Restaurant mittlerweile

der Inbegriff von gemütlicher Atmosphäre

ist. Seine Gäste kommen schon

lange nicht mehr nur aus Quakenbrück,

um sich verwöhnen zu lassen und den

Ausblick zu genießen.

Im Mai eröffnete er den Biergarten am

Fuße des historischen Rathauses und

verwöhnt seither seine Gäste auch hier

mit seinen ehrlichen, authentischen

und frischen Spezialitäten, saisonalen

Überraschungen und regionalen

Getränken.

Im abendlichen Schein der Laternen

schalten die Gäste inmitten der historischen

Altstadt ab und lassen die

Seele baumeln. Es treffen sich Freunde,

Bekannte und Touristen. Sie haben hier

die Möglichkeit, aus den vielfältigen

Speisen, die jederzeit frisch und mit regionalen

Zutaten zubereitet werden, zu

wählen. Ob Vorspeisen, kleine Gerichte,

Snacks oder wohlschmeckende Hauptgerichte,

es ist für jeden Geschmack

etwas dabei.

Doch nicht nur mit den Speisen bereitet

Mirza Ceric Gaumenfreuden für seine

Gäste, neben einem frisch gezapften

Bier vom Fass kann er auch mit leckeren

Weinen begeistern. Sein Motto ist: „Um

Im Internet: anno1510.de

ein gutes Essen zu genießen, bedarf es

auch eines guten Tropfens.“ Ihm liegt

das Wohl seiner Gäste am Herzen, sie

sollen die Zeit, die sie bei ihm verbringen,

genießen. So kommt es auch immer

wieder vor, dass er seine Gäste am Tisch

besucht und persönlich begrüßt.

Qualität und guter Service zeichnen das

Anno 1510 aus. Inmitten der Quakenbrücker

Sehenswürdigkeiten ist es mit

seinem Biergarten der perfekte Ort, um

das Schöne im Leben in solch einer traditionsreichen

Umgebung voll auskosten

zu können.

DAS LOKAL IM HERZEN DER BURGMANNSTADT.

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Dienstag Ruhetag

Foto/Text: Detlef Bülow

4 | mq + Ausgabe Herbst 2019


STADTWÄCHTERTOUR

Viele spannende

Geschichten

hat der originelle

Quakenbrücker

Stadtwächter

zu erzählen.

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Stilecht, stimmungs- und humorvoll

und gleichzeitig informativ sind die

beiden „Stadtwächtertouren“ unter

der Leitung von Wolfgang Becker,

die von der Tourismus-Information

Artland auch in diesem Herbst, und zwar am 27.

September, 24. Oktober und 28. November um

19 Uhr sowie am 6. Dezember um 17 Uhr jeweils

ab Rathaustreppe angeboten werden.

Einst wenn es dunkel wurde, schlug auch in

Quakenbrück die Stunde des Stadtwächters.

Nacht für Nacht ging er durch die Straßen und

Gassen und sorgte für Ruhe und Ordnung.

Kein Schleichweg und kein Winkel waren ihm

verborgen, niemand wusste mehr über seine

Bewohnerinnen und Bewohner, ihre Bräuche

und Gewohnheiten als er.

Nun wird diese spannende Figur, die so viel von

seinem Dienst erzählen und den Teilnehmern

des „Stadtwächterrundganges“ Foto: Tourismus-Information berichten kann, Artland

wieder lebendig. Historisch gewandet und mit

den obligatorischen Utensilien Hellebarde und

Laterne ausgestattet, führt der Nachtwächter

durch die idyllische Altstadt und erzählt Geschichten

und Anekdoten aus alter Zeit.

Die Kosten für die jeweils knapp zweistündigen

Führungen betragen 7 Euro pro Person

einschließlich Umtrunk mit einem „Kurzen“.

Für Gruppen können auch Sonderführungen

vermittelt werden.

Verbindliche Anmeldungen nimmt die Tourismus-Information

Artland, Markt 4,

49610 Quakenbrück, Tel. 05431-907590,

E-Mail tourismus.information@artland.de,

entgegen.

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 5


Das Artland-Magazin.

BAHNBRACHE 20.

Aber es entstehen auf der

Bahnbrache nicht nur neue

Wohngebiete. Es ist Platz für

Wohnhäuser, moderne Unternehmen

und Naherholung.

KURZ: Die Stadt wächst an der richtigen

Stelle und schafft eine Antwort

auf die immer wiederkehrende Frage:

Wie können wir die Neustadt und die

Altstadt besser miteinander verbinden?

Denn da diese beiden Stadtteile von jeher

durch Bahnschienen getrennt sind,

haben unsere Städteplaner schon so

Einiges probiert, was aber leider nicht

den richtigen Erfolg bescherte.

Bis 1980 führten 6 Gleisstränge über

die Hasestraße. Wenn zu den Stoßzeiten

die Bahnschranken unten waren,

weil ein Güterzug, der schon mal

aus bis zu 100 Waggons oder mehr

bestehen konnte, bildeten sich Autoschlangen,

die mehrere 100 Meter weit

reichten. Rettungseinsätze wurden dadurch

immer wieder extrem behindert,

deswegen hat man Anfang der 80er

Jahre den ebenerdigen Bahnübergang

durch eine Umgehungsstraße und einen

Tunnel ersetzt. Da diese Unterführung

dunkel und lang ist und dazu noch ein

starkes Gefälle hat, ist sie bei den Nutzern

sehr umstritten. Doch die Anzahl

der Gleise hat sich erheblich verringert.

Deswegen könnte dieser Tunnel nun

heller, kürzer und auch mit einer leichteren

Steigung gestaltet werden. Bei allen

Diskussionen sollte meiner Meinung

nach diese verbesserte Unterführung

dann auch bestehen bleiben.

6 | mq + Ausgabe Herbst 2019


STADTENTWICKLUNG

Das neue

Sanierungsgebiet

der Bahnflächen

mit Leben füllen.

0

Mit dieser Aufgabe beschäftigt sich der

Rat der Stadt Quakenbrück schon seit

geraumer Zeit.

Die Idee trägt, entwickelt sich

weiter und wird unsere Stadt

verändern.

Die auf der Bahnbrache

geplante Bebauung soll

ein Aushängeschild für die

Stadt Quakenbrück werden,

da war man sich im Rat

einig.

So gab es in jüngster Vergangenheit

einen Architektenwettbewerb,

der die besten Entwürfe

für den ersten Bauabschnitt

hervorbrachte.

Zusätzlich gibt es noch den Bahnübergang

an der Südumgehung, der aber

hauptsächlich vom Kraftverkehr genutzt

wird.

Aber die Bahnschienen werden auch

noch an einer anderen Stelle von

Fußgängern überquert, was ein großes

Gefahrenpotenzial beinhaltet. Denn

hier ist eigentlich gar kein Übergang

vorgesehen, und die Personen, die die

Schienen hier in Höhe der Artlandstraße/

Ladestraße überqueren, begeben sich in

Lebensgefahr.

Auch deswegen wäre an dieser Stelle

ein weiterer Bahnübergang sinnvoll. Mir

schwebt da eine Brücke vor, die an die

alte Ladestraße grenzt und in Höhe des

Bahnhofs ausläuft.

Von Brücken geht eine besondere Faszination

aus. Sie überqueren Hindernisse,

ganze Kontinente und manchmal

verbinden sie auch nur Stadtteile. Viele

dieser Wunderwerke der Ingenieurskunst

beeindrucken durch ihre Größe

oder die Art der Konstruktion. Sie stehen

als das Symbol für die Überwindung

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 7


Das Artland-Magazin.

von Gräben und die Verbindung über

trennende Grenzen hinweg, sie kürzen

weite Wege ab, verbinden Getrenntes

und ermöglichen Begegnungen.

Doch so eine Brücke entsteht nicht von

selbst, wir müssen sie wollen, planen

und bauen.

Jetzt ist die richtige Zeit, um diese Verbindung

mit in die Planung des neuen

Sanierungsgebietes der Bahnflächen

einzubeziehen.

Die Brücke muss keinen Schönheitswettbewerb

gewinnen. Sie sollte auch

nicht für den Autoverkehr gebaut

werden, nein, nur für Fußgänger und

Radfahrer, aber auch Rollstuhlfahrer

sollten sie nutzen können. Sie muss

eine geringe Steigung und eine gewisse

Breite haben, so dass sich Radfahrer,

Rollstuhlfahrer und Fußgänger mit Kinderwagen

bequem begegnen können.

Diese Brücke soll das neue Baugebiet

nicht überspannen, sondern ein Teil

davon werden, um die beiden Seiten

der Bahnanlagen zu verbinden und die

Entwicklung Quakenbrücks zu fördern.

Es sollte eine Anbindung sein, die auch

ein bisschen wie ein Wahrzeichen wirkt

und von der aus jeder sehen kann,

wie sich Quakenbrück verändert und

zusammenwächst.

Wir müssen nur „ganz einfach“ anfangen.

Darum lasst uns diese Brücke bauen,

eine Brücke zwischen der Neustadt und

der Altstadt, denn nur so können wir zusammenfügen,

was zusammen gehört.

Wenn wir einander trauen, wird aus

dem „die in der Altstadt“ und „die in der

Neustadt“ ein WIR Quakenbrücker.

Fotos/Text: Detlef Bülow

Fotomontagen: Frank Oelkers

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8 | mq + Ausgabe Herbst 2019


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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 9


Nest des Eichenprozessionsspinners

direkt an einer Bushaltestelle

Brutquartier für

Meise und Co.

von Detlef Bülow

stelzen zerstört. Aber der Klimawandel

macht dem Kuckuck einen Strich durch

die Rechnung der Fortpflanzung. Er

kommt pünktlich zu uns und damit zu

spät. Denn der Klimawandel bringt viele

Zugvögel dazu, ihr Winterquartier früher

zu verlassen als gewöhnlich. Nicht so der

Kuckuck - und wenn er zurückkommt,

kann er niemandem mehr seine Eier

unterjubeln.

Wir bekommen nun die

„Rechnung“ für unsere

Rücksichtslosigkeit

und unseren Egoismus.

Seit einigen Jahren entwickelt sich der

Eichenprozessionsspinner auch in der

Samtgemeinde Artland zu einer Plage,

und so wird er in Zukunft wohl auch

vermehrt für Notfälle und Erkrankungen

sorgen. Denn die Brennhärchen der

Raupen sind leicht und klein. Giftig sind

Dort wo alte Hochstammobstbäume

fehlen, wo

Scheunen vernagelt oder

Ställe hermetisch abgeschlossen

werden, wo Hecken

nur noch als Hindernis betrachtet

werden und Bäume nicht mehr alt und

morsch werden dürfen, ist auch kaum

noch Platz für heimische Vögel wie Blauund

Kohlmeisen, Spatzen, Zaunkönige,

Grünfinken, Rotkehlchen usw. Der

Verlust an natürlichen Brut-, Nist- und

Lebensstätten hat für viele unserer

gefiederten Freunde ernste Ausmaße

angenommen. Aber auch der Klimawandel

bringt in unseren Breitengraden einiges

durcheinander. So ist zum Beispiel

der Kuckuck vom Aussterben bedroht.

Eigentlich ist dieser Brutparasit ein

recht unsympathischer Kollege, dieser

Eindringling, der mit einem Flügelschlag

das Familienglück der Teichrohrsänger,

Wiesenpieper, Grasmücken und Bachnicht

die weißen Tasthaare, sondern

die eng am Raupenkörper anliegenden

schwarzen Brennhärchen, die nur 0,1 bis

0,25 mm klein und ähnlich wie Pollen

kaum sichtbar sind. Jede einzelne Raupe

besitzt über mehrere hunderttausend

dieser Mini-Dolche, die mit Widerhaken

ausgestattet sind. Diese Härchen bleiben

mehrere Jahre lang wirksam, soweit sie

irgendwo trocken abgelagert sind. Sie

verteilen sich schon bei leichtem Wind

massenhaft durch die Luft. Zudem können

Beschwerden auch außerhalb der

„Raupensaison“ auftreten, weil Brennhaare

in alten Gespinstnestern noch

lange nach deren Bildung Reizungen

auslösen können. Aus diesem Grund ist

das ganze Jahr über mit einer möglichen

Erkrankung zu rechnen.

Ab etwa Mitte August erfolgt der Schlupf

der Eichenprozessionsspinner als nachtaktive

Falter. Es handelt sich um eher

unscheinbare, braun-graue Schmetterlinge,

die in den Monaten August bis

September umherfliegen. Sie sind in den

Nächten tausendfach, millionenfach unterwegs.

Da die Falter nur drei, vier Tage

leben, haben sie nur die Fortpflanzung

im Sinn und überbrücken bei der Partnersuche

bis zu zehn Flug-Kilometer. Dabei

machen Fledermäuse und zahlreiche Vögel

Jagd auf die ausgewachsenen Falter.

Nach der Paarung legen die Weibchen in

aller Eile in den Baumwipfeln ihre Eier-

Brut ab, die uns dann im nächsten Jahr

das Leben wieder richtig schwer machen

wird!

Es sei denn, in rund sechs

Monaten bekommen wir einen

richtig fiesen, kalten Winter.

Nistkästen in ruhigen Ecken im Garten sorgen für den Erhalt der Vogelwelt

10 | mq + Ausgabe Herbst 2019


DER EICHENPROZESSIONSSPINNER

Für die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners

gilt bei uns: Auf privatem

Grund und Boden ist der Grundstückseigentümer

verantwortlich. Es wird empfohlen,

einen Schädlingsbekämpfer zu

beauftragen. Aber der Eigentümer darf

selbst entscheiden, ob er das Nest entfernen

lässt. Es sei denn, das Grundstück

befindet sich an einer sensiblen Stelle. So

haben nicht wenige betroffene Bürger

und Firmen im Artland ihre Eichen durch

Schädlingsbekämpfer aufwändig und

damit teuer behandeln lassen. Doch

Bäume auf öffentlichem Grund blieben

bis dato weitgehend unbehandelt, außer

an Schulen, Schwimmbädern etc. Bei

einem Fund auf öffentlichem Grund ist

die Gemeinde verantwortlich, in deren

Eigentum sich das Grundstück befindet.

Allerdings: „Aufgrund der starken

Ausbreitung sei es nicht möglich, jeden

Baum vom Eichenprozessionsspinner zu

befreien. In jedem Fall aber werde ein

Schädlingsbekämpfer beauftragt, wenn

sich die Stelle an sensiblen Bereichen

befinde. Dazu gehören öffentliche

Einrichtungen wie Spielplätze, Schulen,

Kindergärten und Bushaltestellen, weil

hier Menschen gefährdet sein könnten.

Andere Bereiche werden mit Warnhinweisen

versehen. Da Fachbetriebe überlastet

und ausgebucht sind, überlegt die

Verwaltung, eigene Mitarbeiter für die

Schädlingsbekämpfung ausbilden zu

lassen.“ So die Auskunft der Stadtverwaltung.

Die Warnhinweise in unserer

Stadt und Umgebung nehmen von Jahr

zu Jahr zu und sind im Sommer überall

zu finden, da sich der Eichenprozessionsspinner

explosionsartig ausbreitet. Geld

war im Gemeinde-Haushalt zur Bekämpfung

solcher Epidemien nicht eingeplant.

Ebenso wenig eine Strategie, dabei

waren die Raupen bereits im Vorjahr auf

breitem „Vormarsch“. Jedes Gespinst,

das bis dato nicht durch Fachfirmen abgesaugt

wurde, garantiert eine weitere,

erhebliche Ausbreitung der EPS-Plage im

nächsten Jahr!

Unsere niederländischen

Nachbarn gehen seit einiger

Zeit einen ganz anderen Weg

und diesen sogar erfolgreich.

Auch sie plagt der Eichenprozessionsspinner,

doch sie

möchten weniger Gift gegen

den Schädling einsetzen.

Unsere Nachbarn haben

nachgedacht und

lassen jetzt die Natur

für sich arbeiten. Sie

haben Nistkästen an den

dortigen Eichenbäumen

aufgehängt. Mit einem

Nistkasten kann man

heimischen Vogelarten

ein passendes Quartier

schaffen. Blaumeise und

Co. soll hier schnell einziehen

und die Raupen

des Eichenprozessionsspinners

fressen. Das

erste Ergebnis: Es funktioniert!

Jetzt möchte ich auf die Einleitung dieses

Artikels zurückkommen. Wir sollten diese

Idee aufgreifen und auch bei uns vermehrt

Nistkästen aufhängen, um unsere

heimischen Vogelarten zu unterstützen.

Es hat nur Vorteile, und wir können alle

gemeinsam davon profitieren.

Die Nistkästen könnten in Zusammenarbeit

mit den Schulen im Werkunterricht

oder in Werkstätten für Menschen mit

Behinderungen gebaut werden, und

ich könnte mir vorstellen, dass Unternehmen

wie Baumärkte, Tischler- und

Zimmereien sowie auch andere Betriebe

die Aktion mit Material unterstützen.

Beim Aufhängen der kleinen „Einfamilienhäuser“

könnte jeder mithelfen, der

eine Leiter hat und einen Akkuschrauber

betätigen kann oder der weiß, wie man

mit Hammer und Nagel umgeht.

Also, lasst uns Wohnungen für unsere

gefiederten Freunde bauen! Sie werden

es uns danken und im nächsten Jahr bei

der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

helfen.

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 11


Das Artland-Magazin.

COOP Supermarkt an explizierter Stelle:

Hier kam jeder vorbei, der in die Neustadt,

nach Menslage oder Nortrup wollte

Verschwundene Geschäfte in der Neustadt

Ein Laden in einer Stadt wie

Quakenbrück ist oft nicht nur

der Ort, an dem der tägliche

Einkauf erledigt werden kann,

sondern er ist auch Treffpunkt

für die Einwohner.

Viele der älteren Bewohner der Quakenbrücker

Neustadt werden sich erinnern:

Es war eine bunte Mischung an Einkaufsmöglichkeiten

und Gaststätten; es

gab einen Möbelladen, ein Bekleidungshaus,

kleine Filialen, die Post, Schlachter,

Friseure, Bäcker und andere nützliche

Geschäfte.

Viele Menschen hatten kein eigenes

Auto, die Busse fuhren nicht einmal im

Stundentakt. Wer bei einem Einkauf die

Butter vergessen hatte, der musste nicht

lange warten, ein paar Straßen weiter

gab es Abhilfe. Geblieben ist davon

nichts.

Die Einwohnerzahl des Ortsteils steigt

zwar ständig, allerdings gibt es seit

Jahren keine Läden mehr in unmittelbarer

Nähe, in denen die Menschen

Grundnahrungsmittel kaufen oder aber

einfach ihren Plausch halten können.

Immer mehr kleine, inhabergeführte

Läden mussten nach und nach schließen.

Der Grund ist altbekannt: Zu hohe

Kosten für Mieten, Strom, Heizung und

die wachsende Konkurrenz durch große

Filialketten.

Angefangen hatte es Mitte der 70er

Jahre mit dem Einkaufszentrum an

...von

Detlef Bülow

der Hasestraße. Dadurch entstand die

Verdrängung der lokalen Infrastruktur,

und es begann das große Ladensterben.

Schnell verschwanden die ersten

Lebensmittelläden und Filialen, die in der

Neustadt seit Jahren existierten, gefolgt

von den Schlachtern und dem Bäcker.

Durch diese Art der, ich nenne es mal

etwas provokant „Kannibalisierung“,

wuchsen die „Big Player“, und die kleinen

Läden sind auf der Strecke geblieben.

So ist die Neustadt verödet. Wer seine

Einkäufe erledigen will, ist heute ohne

Auto aufgeschmissen, und so boomt das

Geschäft der Discounter.

Was früher zum Stadtbild gehörte, ist

heute Geschichte, und weil viele Quakenbrücker

wissen, dass ich alte Fotos von

Erd- und Abbrucharbeiten

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12 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Gerda und Bernold Diekherbers

hinter ihrem Verkaufstresen

im Reddehals 41

STADTENTWICKLUNG

Quakenbrück sammle, spielte mir vor

einiger Zeit Gudrun Schreiter ein Foto

des Ladens ihrer Eltern zu.

Ein Lächeln überzog mein Gesicht, als ich

es mir ansah, und ich wurde mal wieder

in meine Jugendzeit zurückversetzt. Ich

erinnere mich gut an den Laden, ja ich

hatte ihn geradezu umgehend in meinem

Kopf vor Augen und wusste noch

genau, wie die Regale aufgebaut waren

und wo sich die Kasse befand. Aber ich

wurde auch schnell nachdenklich und

etwas traurig, denn mir wurde klar,

wie sich die Neustadt im Laufe der Zeit

verändert hat. Es gab ein Bekleidungsgeschäft,

einen Friseur, einen Zweiradhändler,

einen Lebensmittelladen, einen

Fleischer und eine Gaststätte auf der

Menslager Straße. An der Artlandstraße

war die Gaststätte „Alte Wache“, die Bäckerei

Klingberg, ein Tante Emma-Laden

und ein Kiosk. Gleich um die Ecke, an der

Berliner Straße gab es einen EDEKA, einen

Friseur und eine Gaststätte mit Kegelbahn.

In der Berliner Straße 4a hatte die

Bäckerei Klingberg eine Filiale.

Ich weiß genau, dass jetzt viele Leserinnen

und Leser nachdenken, wo sich

welcher Laden befand. Ich könnte auch

noch weitere aufzählen, wie z. B. Penzin

& Mieck, Möbel Wank, Pieper, Hasequelle,

Gute Laune und viele andere mehr. Wer

hier einkaufte, ging gleich noch zum

nächsten Laden nebenan.

Aber ich möchte zurück zu dem Foto, das

ich von Gudrun Schreiter bekommen habe.

Gudruns Vater Bernold Diekherbers

stammte aus Bottorf. Er hatte in Quakenbrück

gelernt, war von Beruf Bäckermeister

und hat bei Warning in Nortrup und bei

der Bäckerei Brüggemann in der Gr. Kirchstraße

gearbeitet. Seine Frau Gerda, eine

geborene Hollermann, hatte er aus Klein

Mimmelage importiert, gemeinsam errichteten

sie 1955 am Reddehals 41 ein kleines

Häuschen, in dem sie kurze Zeit später ein

Kolonialwarengeschäft eröffneten.

An Gerda kann ich mich gut erinnern, sie

arbeitete im Geschäft, und Bernold, den

ich nicht mehr vor Augen habe, fuhr mit

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 13


Das Artland-Magazin.

Der Gemischtwarenladen

von Gerda

und Bernold

Diekherbers

im Reddehals

41

seinen Verkaufswagen bis nach Menslage

und Nortrup über Land. Das Prinzip

hatten damals viele Läden, da die Leute

ja noch nicht so mobil waren.

In den 60er Jahren wurde das Geschäft

zweimal erweitert und in einen moderneren

Selbstbedienungsladen umgebaut.

Die Kunden konnten selbständig

mit dem Einkaufswagen durch die

Reihen fahren und sich bedienen. Zur

damaligen Zeit ein Fortschritt.

Nach dem Tod von Bernold 1975 ( er

starb mit 49 Jahren) hat Gerda Diekherbers

das Geschäft bis 1985 alleine

weitergeführt.

Ich entsinne mich, wie mein Kumpel

Jörg und ich damals zum letzten Mal in

dem Laden eingekauft haben. Es war an

einem Freitagnachmittag im Sommer,

wir wollten im Bürgerpark mit Freunden

eine kleine Party machen und kauften

uns Zigaretten, einige Knabbersachen

und Getränke. Der Laden war gut bestückt,

aber wir waren die einzigen Kunden. An der

Kasse saß Gerda Diekherbers. Sie hatte einen

Kittel an, begrüßte uns freundlich, als wir ihr

Geschäft betraten, und als wir ihr sagten, dass

wir im Bürgerpark eine Party machen, gab sie

uns noch eine extra Tüte mit. „Für den Müll,

nicht dass ihr so aussehen würdet, dass ihr den

da liegen lasst, aber dann habt ihr etwas, wo ihr

ihn gleich rein packen könnt!“, sagte sie zu uns,

wünschte noch viel Spaß und verabschiedete

uns mit einem Lächeln.

Danach habe ich den Laden am Reddehals 41

nie wieder betreten. Nicht weil ich unzufrieden

war, nein, auch ich bin dem Sog der „Big Player“

verfallen, und mir fiel erst wesentlich später

auf, dass auch ich dazu beigetragen habe, dass

solche Läden nicht mehr existieren.

An der Artlandstraße gab es den Bunten Laden von Christina Wuttke

(Tabak - Süß- und Papierwaren - Zeitschriften - Toto - Lotto)

Vom Gemischtwarenladen zur Edeka-Filiale Diekherbers

mit Selbstbedienung

14 | mq + Ausgabe Herbst 2019


STADTENTWICKLUNG

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Das Einkaufen in den kleinen Läden war stets mehr

als „Besorgungen“ zu machen. Man begegnete sich

mit Respekt, es war Kommunikation, ein Austausch

an Höflichkeiten, Hilfsbereitschaft und Nachbarschaftspflege.

Das ist Lebensgefühl, und leider ist auch das mit verlorengegangen.

Wo wir damals mit einem „Herzlich

willkommen“ oder einem „Schönen guten Tag, was

kann ich für Sie tun?“ begrüßt wurden, heißt es heute

nur noch „der Nächste bitte“. Das ist ein „Sterben

der Höflichkeit“, und somit bleibt auch der gesittete

Umgang auf der Strecke.

Wir glauben alle, dass wir es heute besser haben mit

unseren Supermärkten, Discountern und Online-

Versand-Unternehmen und dass wir Zeit sparen,

aber wir merken gar nicht, dass wir permanent unter

Stress stehen und dass wir heute an der Kasse mehr

bezahlen als nur GELD.

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um die Jahrtausendwende

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 15


Das Artland-Magazin.

Kennen Sie

eigentlich noch

Wilhelm Bendow,

und wissen Sie, was diesen mit

Quakenbrück und speziell mit dem

Realgymnasium, dem heutigen

Artland-Gymnasium, verbindet?

Mit seinen langgezogenen

„Haaachs!“, seiner zickigen

Attitüde und der sich hysterisch

überschlagenden Stimme hat der

Schauspieler Bendow schon in den

1930er und 1940er Jahren die Lachmuskeln

des Publikums attackiert.

Damit legte er den Grundstein für

den tuntigen Komik-Typus, aus

dem Comedians wie Bully Herbig

und Co. auch heute noch ihre Inspiration ziehen.

Eigentlich hieß er Wilhelm Emil Boden, und als solcher kam

er 1884 in Einbeck zur Welt, wo er folgerichtig auch seine

Schulzeit absolvierte. Doch dann beginnt ein ungewöhnliches

Kapitel, das in der Historie des Vereins ehemaliger

Quakenbrücker Schülerinnen und Schüler verewigt ist:

Emil Boden wurde 1905/1906 als sogenannter „Externer“

Schüler des damaligen Realgymnasiums in der Kleinen

Mühlenstraße.

Laufbahn, zumal er damals schon

21 Jahre alt war. Vielmehr regte

sich schon damals sein schauspielerisches

Talent.

Nach seiner Schulzeit arbeitete der

junge Emil zunächst im kaufmännischen

Bereich, doch der Drang

zum Schauspiel war stärker. 1906

nahm er sein erstes Engagement

auf Rügen an. Dort änderte er

seinen Namen, ein Wortspiel aus

seinem Nachnamen: Boden =

Bendo = Bendow. Zwischen 1907

und 1929 spielte er als Entdeckung

des legendären Max Reinhardt am Schiller-Theater, Residenz-

Theater und am Deutschen Theater Berlin, am Deutschen

Schauspielhaus und am Thalia-Theater in Hamburg, wo er

Rollen übernahm, die eher „elastisch, heiter und humorvoll“

waren.

1924, in der Blütezeit der „Goldenen Zwanziger“, eröffnete

er im Keller des Theaters im Westen „Wilhelm Bendows

Nummernkabarett“ und 1932 sein eigenes Unternehmen,

„Bendows bunte Bühne“. In diese Zeit fällt die Urversion des

heute noch bekannten Sketchs „Auf der Rennbahn“.

Obwohl der Humor wie kaum ein anderes Genre

dem Wandel der Geschmäcker unterworfen ist, sind

Bendows verbale Leistungen in seinen Sketchen

auch heute noch köstlich überdreht, herrlich schräg

und hörenswert. Legendär geworden ist Bendow

in seinem Sketch „Auf der Rennbahn“. Das daraus

stammende Zitat „Ja, wo laufen sie denn?“ hat sich

zum geflügelten Wort entwickelt.

Der Bühnen- und Rundfunksketch wurde 1970 nochmals

populär, als ihn Loriot als TV-Cartoon verfilmte.

Sogar als Wohlfahrts-Briefmarke und als Puzzle ist er

erschienen.

„Externe“, das waren diejenigen Schüler, die nicht aus

Quakenbrück kamen, sondern „Auswärtige“ (lateinisch:

externi) waren und zur Untermiete in Bürgerhäusern der

Stadt wohnten. Er kam in die IIa, also in die Untersekunda,

was etwa der heutigen zehnten Klasse entspricht, hatte

aber ganz offensichtlich Probleme mit seiner schulischen

16 | mq + Ausgabe Herbst 2019


SCHAUSPIELERLEGENDE

Bendow wirkte außerdem bereits seit 1912 in mehr als 50

Filmen mit, unter anderen 1941 in „Quax, der Bruchpilot“

neben Heinz Rühmann und im Jahr darauf als „Mondmann“

im Ufa-Jubiläumsfilm „Münchhausen“ an der Seite von Hans

Albers. Der Tonfilm hatte für viele Schauspieler das Karriere-

Aus bedeutet, doch nicht für Wilhelm Bendow: Durch seinen

Humor und seinen unnachahmlichen Tonfall wurde er immer

bekannter. Bendow hatte den Höhepunkt seiner Karriere

erreicht. Er spielte unter anderem im Großen Schauspielhaus,

im Lustspielhaus und im Metropol-Theater.

1933 schlossen die Nationalsozialisten seine „Bunte Bühne“,

und Bendow selbst traute sich, in harmlos-naiver Tonlage

pfiffig oder weinerlich vor sich hin zu reden und dabei auch

Dinge zu sagen, die sich andere nicht trauten. Dieser Mut

brachte ihn schließlich ins Gefängnis. Nach seiner Entlassung

ging er wieder zum Film, verließ aber wenige Tage vor

Kriegsende Berlin und floh nach Bayern.

Ein Comeback blieb ihm verwehrt: Nach einem schweren

Unfall zog sich Bendow 1947 aus der Öffentlichkeit zurück,

starb 1950 in seiner Heimatstadt Einbeck und wurde dort

auf dem Neustädter Friedhof beigesetzt, wo seine Grabstätte

immer noch zu finden ist. Die Stadt Einbeck hat ihr

Theater und die Hauptschule nach ihm benannt. Während

seiner Karriere hatte Bendow in 84 Filmen mitgespielt – eine

beachtliche Leistung. Unvergessen bleiben sein berühmtes

„Ja, wo laufen sie denn?“ und „Aach, ist das schöön, aaach,

ist das schöön, aach, ist der Rasen schön grün“.

War er auch nur sehr kurz Schüler des Realgymnasiums, im

Mitglieder-Verzeichnis des Ehemaligenvereins von 1929 ist

Wilhelm Bendow jedenfalls verewigt: Bendow, Wilh., (früher

Emil Boden), Schauspieler, Berlin, Gr. Schauspielhaus, Besuch

1905-1906, Abgang aus IIa.

Heiko Bockstiegel

Unsere qualifizierten und erfahrenen Fachkräfte

bieten Ihnen die Hilfe, die Sie zu Hause brauchen.

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 17


Das Artland-Magazin.

Stets die allerneuesten Wohntrends

von Detlef Bülow

Sich im Sessel an ein nordseeblaues

Strandidyll fortträumen

oder landhäusliche Unbeschwertheit

bei der Romanlektüre

genießen? Diese und

andere Wohnideen können bei Ebbrecht

Wirklichkeit werden, denn es gibt jetzt

eine Tapeten für die Sinne:

SEHEN. FÜHLEN. RIECHEN. ERLEBEN.

Diese Tapeten lassen sich nur schwer mit

Worten beschreiben. Man kommt kaum

umhin, sie zu berühren, darüber zu streichen

und daran zu riechen. Ein wahres

Erlebnis für die Sinne.

So ging es jedenfalls mir, als ich durch

den Laden in meiner Nachbarschaft ging

und mir die außergewöhnliche Tapete

ins Auge stach.

Der erste Eindruck – SEHEN: Die Naturoberfläche,

die Neugier in mir ist

geweckt und ich will mit den Fingern

und Händen über die Oberfläche

streichen. FÜHLEN: Ein

zarter Duft wird von

mir wahrgenommen.

RIECHEN: ich schließe

die Augen, frisches

Almheu, liebliche Rose,

erfrischende Zitrone, Lavendel,

Kornblumen… ein

Moment des Innehaltens.

Erinnerungen werden

wach – Mutters Garten,

ein Picknick auf der Wiese

oder der letzte Urlaub.

ERLEBEN: Der Mensch

fühlt sich am wohlsten in

einer natürlichen Umgebung. Mit seinen

Sinnen nimmt er Raumklima und Wohlfühlcharakter

von Räumen wahr.

Wohnkultur ist Lebensart und Ausdruck

unserer Persönlichkeit, und wer auf exklusive

Einrichtungsideen, topmoderne

Materialien und handwerkliche Präzision

Wert legt, für den ist die Firma Ebbrecht

in der Langen Straße die richtige Adresse.

Seit der vierten Generation ist dieses

Unternehmen der Spezialist für das persönliche

Wohlfühl-Ambiente und bürgt

dafür mit Kreativität und Erfahrung.

Wer an den Schaufenstern des Hauses

vorbeigeht und den Familienbetrieb

nicht kennt, der glaubt auf den ersten

Blick, es könnte ein Geschäft für

Geschenkartikel sein. Andere denken,

das Unternehmen handelt mit Gardinen

und Teppichböden und wieder andere

meinen, es sei ein Malerfachgeschäft,

bei dem es nur um Farbe und Tapeten

ginge. Umso überraschter sind die

Kunden, wenn sie das Geschäft betreten.

In den liebevoll gestalteten Geschäftsräumen

entdeckt der Kunde die

Lange Str. 55 I 49610 Quakenbrück I Tel. 05431 94420

18 | mq + Ausgabe Herbst 2019


AUS DER GESCHÄFTSWELT

große Produktvielfalt sowie die gesamte

Dienstleistungskompetenz des Betriebes.

Gerade wird die Ladenfläche um 70

Quadratmeter erweitert und umstrukturiert,

denn Teile des Betriebes befanden

sich noch bis zum Redaktionsschluss an

der Oldenburger Straße, aber es soll alles

unter einem Dach zusammenwachsen.

So wächst die Schaufensterfläche zur

Langen Straße hin, und die Werkstätten

werden in dem hinteren Verkaufsraum

integriert, so dass der Kunde das Handwerk

hautnah erleben kann.

Gerade beim Aufpolstern oder Neubeziehen

bieten sich viele individuelle Gestaltungsmöglichkeiten

in puncto Design,

Ergonomie, Farbwahl und Gefühl. Ob

Sessel, Sofa oder Stuhl, das Lieblingsstück

ist bei Ebbrecht in den besten Händen.

Hier wird detailgetreu gepolstert oder

mit hochwertigen Bezugstoffen neu bezogen.

Dabei ist der richtige Stoff mehr

als nur eine Frage des Stils. Hier kommt

es ganz besonders darauf an, dass er zu

den individuellen Lebensgewohnheiten

des Auftraggebers passt, damit er auch

nach Jahren noch ein schöner Blickpunkt

ist. Hier werden Wünsche erfüllt, ein

„geht nicht“, gibt es nicht, und was nicht

passt, wird passend gemacht.

„Der Feinschliff für die Raumgestaltung”

Mit den richtigen Accessoires können

Stimmungen und Atmosphäre in einem

Raum mit geringem Aufwand nach

Wunsch verändert werden. Für die Dekoration

stehen den Kunden unzählige

Möglichkeiten an Stoffen, Zubehör und

Artikel bereit. Denn nichts gibt mehr

Auskunft über die Persönlichkeit als

die Gestaltung eines Raumes, den man

gerade zum ersten Mal betritt. Gardinen

geben den Räumen eine Seele, sie sorgen

für Atmosphäre und Wohlbehagen.

In Abstimmung mit Wandfarben und

Tapeten bilden sie eine harmonische

Einheit, lebhafte Dramatik oder spannende

Kontraste. Hier kann sich jeder Kunde

von Dekorationsvorschlägen inspirieren

lassen oder selbst kreativ werden.

Der Verkauf ist allerdings nur ein Standbein

des alteingesessenen Handwerksbetriebs,

dessen Gründung bereits über

90 Jahre zurückliegt. So ist es auch kein

Wunder, dass dem Malermeister Helmut

Ebbrecht es besonders die natürlichen

Kalk- und Lehmputze angetan haben.

Hier übernimmt seine Mannschaft

sämtliche Maler- und Dekorationsarbeiten.

Die eingesetzten Materialien,

die zu hundert Prozent aus natürlichen

Rohstoffen bestehen, bieten einzigartige

Eigenschaften in Bezug auf die Schimmelbekämpfung

in allen Wohnräumen.

Dabei gibt es sowohl Produkte für den

Do-It-Yourself-Bereich als auch Edelputzvarianten,

die der Fachbetrieb zur besten

Kundenzufriedenheit anbringt. Dazu

werden den Kunden im Malerbereich

Produkte der Marke Relius angeboten.

Das innovative Farbmischsystem “Relius

Living Colours“ bietet eine einzigartige

Vielfalt von über 60 verschiedenen

Produkten in bis zu 20.000 Farbtönen je

Qualität. Die Produktpalette reicht von

Grundierungen über Lacke und Lasuren

bis zu Dispersionen, Fassadenfarben und

Putzen sowie Spezialbeschichtungen.

Zum bequemen Ein- und Ausladen bietet

die Firma Ebbrecht ihren Kunden einen

zweiten Eingang und einen kostenlosen

Parkplatz an der Kolpingstraße.

Ein Unternehmen dieser Art, inmitten

einer Historischen Altstadt, gibt es kein

zweites Mal.

Dekorations-, Näh- und Reinigungsservice

Polster- und Verlegearbeiten, Sonnenschutz

Maler- und Edelputzarbeiten

www.ebbrecht.de

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 19


Das Artland-Magazin.

Kaum eine freie Minute hatten die Mitglieder

der Stand-Crew des Unternehmens cdVet – Natürliche

Tiergesundheit bei ihrem fünftägigen

Einsatz auf dem Messestand in Shanghai.

cdVet-Team aus Fü

Die natürliche Tiergesundheit

gewinnt auch in China immer

mehr an Bedeutung. Mit einem

neunköpfigen Messeteam war

jetzt das Unternehmen cdVet

– Natürliche Tiergesundheit aus dem

niedersächsischen Fürstenau bereits im

fünften Jahr auf der 22. Internationalen

Heimtiermesse „Pet Fair Asia“ in Shanghai

vertreten.

„Das Denken über Futtermittelergänzungen

und Pflegemittel zur Tiergesundheit

ändert sich auch in China sehr stark“,

betont Clemens Dingmann, der Geschäftsführer

der cdVet Naturprodukte

GmbH. Das Unternehmen sei Innovationsführer

in der natürlichen Tiergesundheit

und chemiefreien Tierernährung,

so Dingmann. Anspruch des weltweit

tätigen Unternehmens sei es, im Bereich

der Tiergesundheit neue Wege zu gehen

und wirkungsvolle Alternativen für die

20 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Dabei laute die auch in China viel beachtete

Philosophie des Unternehmens, dass

cdVet Naturprodukte helfe, die Menge

von Medikamenten, Resistenzen und die

Ursachen von multiresistenten Keimen

effektiv und nachhaltig zu vermeiden.

Der Betrieb, der vor 20 Jahren in einer

Garage mit seiner Arbeit begann, präsentiere

sich heute als inhabergeführtes

Familienunternehmen mit 100 Mitarbeitern,

erklärt Clemens Dingmann. cdVet

Naturprodukte würden heute international

mehr als 600 nachhaltige und

wirkungsvolle Produktkonzepte anbieten.

Auf der kombinierten Fach- und Publikumsmesse

sei das Unternehmen bereits

zum fünften Mal vertreten gewesen, berstenau

auf Heimtiermesse in China

Vermeidung von Antibiotika und anderen

chemischen Substanzen in allen Bereichen

der Tierhaltung (Landwirtschaftliche

Nutztiere, Hunde, Katzen, Pferde)

anzubieten.

tonte Matthias Mayer, bei cdVet für den

Export verantwortlich. Die Pet Fair Asia

verstehe sich als Leitmesse für Heimtierbedarf

im asiatisch-pazifischen Raum

und findet im Shanghai New International

Expo Centre (SNIEC) in 14 Hallen

mit einer Ausstellungsfläche von über

180.000 Quadratmetern statt.

Fotos: cdVet-Gruppe

Natürliche Lösungen

SPORT & FREIZEIT

zur Tiergesundheit auch im

asiatischen Raum immer

bedeutsamer

An den Händlertagen

sei das Interesse nach

cdVet-Produkten

außerordentlich gut

gewesen, freute sich

Matthias Mayer. An

den beiden Publikumstagen

seien insgesamt

gut 140.000

Besucher gezählt

worden. Gerade

der Heimtiermarkt

wachse in China

besonders stark, zudem

entwickele sich der Agrarsektor sehr

positiv, so Dingmann und Mayer. „Seit

fünf Jahren setzen wir immer wieder neue

Maßstäbe in der natürlichen und giftstofffreien

Tiergesundheit und Pflege“, erklärt

Clemens Dingmann. In Asien würden neue

Produktkonzepte gesucht, das cdVet-Team

helfe, sie zu finden und umzusetzen, so

Geschäftsführer Dingmann.

Starke Teamleistung in Shanghai: Die Standcrew

von cdVet in Fürstenau unter der Leitung von Jenny

Wang (Zweite von links), Clemens Dingmann (Dritter

von links) und Matthias Mayer (Vierter von rechts).

Parasitenschutz

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 21


Das Artland-Magazin.

Das Museum

Ausflugstipp:

im Kloster Von Gisbert Wegener

Vor gut einem Jahr eröffnete in

Bersenbrück das sanierte „Museum

im Kloster“ nach einer zweijährigen

Umbauphase. Ideenreiche Planer

und tüchtige Handwerkerhände

hatten in den Monaten zuvor die

beschädigten Gebäudeteile umfangreich

saniert. Im Zuge dieser

Arbeiten erhielt die Dauerausstellung

ein neues Konzept und ein

neues Gesicht. Unser Redakteur hat

sich dort umgesehen und kommt zu

dem Schluss: Ein Ausflug ins „Museum

im Kloster“ in Bersenbrück lohnt

sich, denn es gibt dort einiges zu

bestaunen und allerlei Denkanstöße

für geschichtlich Interessierte.

Wir fertigten Türen und Fenster

auch für denkmalgeschützte Gebäude!

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22 | mq + Ausgabe Herbst 2019


DIE ENTSCHEIDUNG

ZUM UMBAUEN UND

SANIEREN WAR WICHTIG

UND RICHTIG.

Die neu entworfene Dauerausstellung

erzählt anschaulich

die politische und kulturelle

Geschichte der Region

des Altkreises Bersenbrück

von 1231 bis 1924. Beim Rundgang

werden die Besucherinnen

und Besucher von drei

zentralen Persönlichkeiten

der regionalen Historie virtuell

geführt: Es handelt sich

um die Äbtissin Sophia von

Moltke (sie wirkte Anfang

bis Mitte des 18ten Jahrhunderts),

den Amtmann Johann

Wilhelm Gerhard Niemeyer

(ab dem 19. Jahrundert) und

den Landrat Hermann Rothert

(1911 bis 1933). Attraktive

Sonderausstellungen im

ausgebauten Dachgeschoss

sollen dauerhaft die Themenvielfalt

des Museums

erweitern. Zurzeit ist die

Sonderausstellung „25 Jahre

Reggae Jam“ zu sehen. Sie

läuft noch bis Sonntag, dem

29. September 2019.

Strenge Herrin: Äbtissin

Sophia von Moltke

Gleich zu Beginn begrüßt im Museum im

Kloster den Besucher ein prächtiges Bildnis

der Äbtissin Sophia von Moltke. Adelstochter

Sophia leitete von 1720 bis 1755 die Geschicke

des Klosters, das seit alters enormen

Grundbesitz aus dem gestifteten Vermögen

des Grafen zu Ravensberg verwaltete.

Sophias strenger, durchdringender Blick fällt

ins Auge. Er macht neugierig, was sie von

damals zu erzählen weiß. An einer Audiostation

hört man erstaunt, dass die leibeigenen

Unfrei: Bauern

in Leibeigenschaft

Radelt oder fährt man heute mit dem Auto

durch die Landschaften in der Umgebung

Bersenbrücks, kann man sich eines nur schwer

vorstellen: Noch vor rund 300 Jahren waren

die Bauern auf dem Lande „unfrei“. Sie waren

Leibeigene des Grundherren - im Gegensatz

zu den Bürgern in den benachbarten Städten

wie Quakenbrück oder Fürstenau.

Als Leibeigene „gehörten“ die Bauern rund

um Bersenbrück dem Zisterzienserinnenkloster

Sankt Marien unter Sophias Leitung.

Das bedeutete, dass die Leibeigenen das

Land des Grundherrn bewirtschaften durften

und Erträge erzielen mussten. Sie durften

allerdings die Höfe nicht verlassen und waren

dem Grundherrn zu verschiedenen Diensten

und Abgaben in Naturalien verpflichtet. Im

Gegenzug übernahm der Grundherr manche

Pflichten. Er sorgte für den Schutz der Bauern

im Krankheitsfall und versorgte sie bei Unglücken

und Missernten. Die Bauernhöfe standen

im gebotenen Abstand zum Kloster, wo die

Bauern natürlich nicht frei seien, sondern

als Leibeigene zum Eigentum des Klosters

gehörten, unter dessen Schutz stünden

und dafür „selbstverständlich“ Abgaben in

Naturalien zu zahlen hätten. Und wer wen

heiraten dürfte, das bestimmte die Äbtissin

gleich mit. Das alles sei so von Gott gewollt.

- Was mag damals wohl in der Seele eines

Bauernsohnes und seinen Eltern vorgegangen

sein, wenn sie die Äbtissin um Erlaubnis

zur Heirat der Auserwählten bitten mussten?

Nonnen in Abgeschiedenheit beteten, arbeiteten

und lebten.

Manche Bauernhöfe konnten damals gerade

mal eine Familie ernähren. Andere beschäftigten

viele Mägde und Knechte und konnten

mit ihren Zugtiergespannen viele Hektar

bewirtschaften. So war damals die regionale

Landwirtschaft ganz allein für die Ernährung

der regionalen Bevölkerung verantwortlich.

In der Ausstellung gelangt man folgerichtig

in die (nachgebaute) Diele eines größeren

Bauernhofs mit den typischen Viehkojen, in

denen (virtuelle) Kühe wiederkäuen.

Zur Zeit Sophia von Moltkes gab es im

heutigen Bersenbrück noch keine Bebauung

vor dem Kloster. Das heutige Stadtensemble

entstand erst nach und nach im Anschluss

an die Auflösung des Klosters 1787, und das

Kloster verwandelte sich 1791 in ein Stift

für Witwen und Töchter vor allem aus dem

katholischen Beamtenstand Osnabrücks.

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 23


Das Artland-Magazin.

Telefonieren: mit Bakelit

und Adler

Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude zum

Sitz der Amts- und Kreisverwaltung unter

der Leitung von Amtmann Johann Wilhelm

Gerhard Niemeyer. Dieser Amtmann hatte

nun, ab 1807, das Sagen im inzwischen

aufgehobenen Kloster Bersenbrück und

viele Jahrzehnte später wurden die Räume

zur Dienstwohnung des Landrats Hermann

Rothert (1911 bis 1933) gewandelt. Landrat

Rothert ist die dritte Persönlichkeit, die

die Besucher gedanklich durch die Räume

begleitet. Aus seiner Zeit stammt wohl das

uralte Telefon mit schönem Bakelit und

preußischem Adler verziert. Es steht auf dem

wohl ebenso alten Kontortisch.

Verwaltungschef Rothert war es auch, der

1926 im niedersächsischen Teil des Vinter

Moores eine Moorkolonie entwickelte. Heute

noch trägt sie seinen Namen: Rothertshausen.

FAZIT:

Die neue Dauerausstellung

im „Museum im Kloster“

ist wirklich sehr schön und

liebevoll gemacht und

einen Ausflug wert.

Der Eingang ist für Ortsunkundige

nicht so einfach

zu finden. Er liegt etwas

unscheinbar am Ende des

Weges zum alten Kloster.

Öffnungszeiten

Museum im Kloster

Stiftshof 4, 49593 Bersenbrück

Mittwochs von 9 bis 12 Uhr,

donnerstags von 14 bis 17 Uhr,

samstags von 9 bis 12 Uhr

und von 14 bis 17 Uhr,

sonntags von 14 bis 17 Uhr.

www.museum-im-kloster.de

Besondere Hinweise

Nach dem Umbau bietet das Museum im

Kloster heute einen barrierefreien Zugang, ergänzt

durch spezifische Angebote, wie einem

Tastbuch für sehbeeinträchtigte Personen. Ein

kleines Cafe ist ebenfalls vorhanden.

Neben dem Landkreis Osnabrück als Träger

des Museums im Kloster zeichnen weitere Beteiligte

für den Museumsbetrieb verantwortlich:

Die tägliche Betreuung übernimmt der

Kreisheimatbund Bersenbrück e. V.

Zum Kuratorium gehören außerdem die

vier Samtgemeinden Artland, Bersenbrück,

Fürstenau und Neuenkirchen, die Städte

Bramsche und Bersenbrück, der Heimatkreis

Greifenhagen, der Heimatverein Bersenbrück

e. V. sowie der Förderverein des Kreismuseums

Bersenbrück e. V.

Fotoserien: aus der guten

alten Zeit

Eine schöne historische Fotoserie erinnert an

einer Museumswand an die gute alte Zeit.

Damals grasten die Kühe noch auf saftigen

Wiesen und prägten das Landschaftsbild,

Kinder und Jugendliche spielten im Garten

und Schweine suhlten sich gemütlich in der

Schweinekuhle. So kann man es auf den

alten Fotos nachvollziehen. Doch die Zeiten

waren nicht immer so schön. So erfährt man

in der Ausstellung, dass besonders in der

Mitte des 19ten Jahrhunderts die Nachkommen

mancher Bauernfamilien ihr letztes

Geld zusammenkramten und per Schiff nach

Amerika auswanderten. Dort ließen sich die

Auswanderinnen und Auswanderer gerne in

St. Louis, Cincinatti oder New York nieder. - Die

Leibeigenschaft war zu dieser Zeit bereits

aufgehoben und meist in Erbpacht umgewandelt.

In ihrer angestammten Heimat hätten

die Bauerntöchter und -söhne nur in bitterer

Armut leben können. Noch heute pflegen Heimatkundler

wie Hermann Welp aus Nortrup

Kontakte zur amerikanischen Verwandtschaft.

Feiner Zug: Mit der Kleinbahn

nach Berge

Mit romantischen Gefühlen ist auch der

Kurzfilm über die Kleinbahn Lingen –

Berge – Quakenbrück zu sehen. Hier faucht

und zischt der Pingel-Anton (eine dampfbetriebene

Kleinlokomotive) durch die Berger

Landschaft und eine ältere Dame in schwarzer

Tracht irrt von Kindern umringt verwirrt

auf dem Bahnsteig herum.

So gibt es noch vieles in diesem kleinen,

aber feinen „Museum im Kloster“ zu sehen

und zu bestaunen: Erwähnenswert seien an

dieser Stelle die eindrucksvollen Ölgemälde

des Bersenbrücker Malers Franz Hecker, ein

Lehrerpult von anno dazumal, das sicher den

Schülerinnen und Schülern wirksam Respekt

vor dem Lehrkörper einflößte, und auf dem

man schon fast Wilhelm Buschs Lehrer Lämpel

leibhaftig vor Augen sieht, hinzu kommt

ein alter, eisener Schandpfahl, dem man eher

nicht ausgeliefert sein möchte, das bunte

Wappen des Standesamtes Badbergen

und … und … und …

Fotos: Landkreis Osnabrück/

Uwe Lewandowski/Gisbert Wegener M. A.

24 | mq + Ausgabe Herbst 2019


3. Nov. 2019 – 16. März 2020

QUAKENBRÜCKER

MUSIKTAGE

klassisch - überraschend - legendär

Eröffnungskonzert

So. | 3.11.2019 | 18:00 | Aula AGQ

Novosibirsk Philharmonic Orchestra

Lara Boschkor (Violine)

Thomas Sanderling (Dirigent)

LUDWIG VAN BEETHOVEN

OUVERTÜRE ZU „CORIOLAN“

SINFONIE NR. 7 A-DUR, OP. 92

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

VIOLINKONZERT E-MOLL, OP. 64

Oratorium

So. | 17.11.2019 | 18:00 | St.-Marienkirche

Philharmonischer Chor Quakenbrück

Staatl.Sinfonieorchester Kaliningrad

Ltg: Ji-Kyung Lee

FELIX MENDELSSOHN BARTHOLDY

LOBGESANG, OP. 52

KARL JENKINS TE DEUM

Neujahrskonzert

Mi.| 1.1.2020 | 18:00 | Aula AGQ

Philharmonie Lemberg · Volker Schmidt-Gertenbach (Ltg.)

„DURCH DIE WÄLDER, DURCH DIE AUEN“

OPER UND OPERETTE VON CARL MARIA

VON WEBER, JOHANN STRAUSS (SOHN),

LUDWIG VAN BEETHOVEN, ALBERT LORTZING

Voces8

So. | 12.1.2020 | 18:00 | St.-Marienkirche

Andrea Haines, Eleonore Cockerham

(Sopran) · Katie Jeffries-

Harris, Barnaby Smith (Alt) ·

Sam Dressel, Blake Morgan

(Tenor) Christopher Moore, Jonathan

Pacey (Bass)

A CAPPELLA VON

KLASSIK BIS POP

Elbtonal

So. | 9.2.2020 | 18:00 | Aula AGQ

Jan-Frederick Behrend

Andrej Kauffmann

Wolfgang Rummel

Stephan Krause

„URBAN DRUMS“

MUSIK VON CLAUDE

DEBUSSY BIS RADIOHEAD

Asya Fateyeva

So. | 19.1.2020 | 18:00 | Aula AGQ

Stuttg.Kammerorchester · Asya Fateyeva (Saxophon)

FRANZ LISZT

UNGARISCHE RHAPSODIE NR. 2

ALEXANDER GLASUNOW

KONZERT FÜR SAXOPHON UND

ORCHESTER ES-DUR, OP. 109

SERGEIJ RACHMANINOW

VOCALISE, OP. 34 NR. 14

MODEST MUSSORGSKI

BILDER EINER AUSSTELLUNG

Frühlingsfinale

Mo. | 16.3.2020 | 19:30 | Aula AGQ

American String Quartet

Andreas Ottensamer (Klarinette)

JOSEF HAYDN

STREICHQUARTETT D-DUR,

OP. 76 NR. 6

WOLFGANG AMADEUS MOZART

QUINTETT A-DUR, KV 581

LUDWIG V. BEETHOVEN

STREICHQUARTETT CIS-MOLL, OP. 131

Tickets: TOURISMUS-INFORMATION ARTLAND

Markt 4 · Tel. (0 54 31) 90 75 90

www.quakenbruecker-musiktage.de

Hochkaräter

im Artland Quakenbrücker

Musiktage starten

Der Vorverkauf für die

Quakenbrücker Musiktage

läuft! Sieben Top-Konzerte

hat Intendant Christian

Aumann zusammengestellt:

ausgezeichnete

Nachwuchssolisten,

welterfahrene Urgesteine

– und der aktuelle Star am

Klarinetten-Himmel,

Andreas Ottensamer.

QUAKENBRÜCKER MUSIKTAGE 2019/2020

Das Publikum darf sich vom 3. November 2019 bis

zum 16. März 2020 auf ein abwechslungsreiches

Programm freuen, das von Beethoven bis Karl Jenkins

und vom Novosibirsk Philharmonic Orchestra bis zur

Percussion-Formation Elbtonal reicht.

Ob Symphonieorchester, Oratorium, klassisches

Solo-Saxophon oder A-cappella-Ensemble – die musikalische

Palette hält jede Menge Juwelen für alle

Geschmäcker bereit.

Schon das Eröffnungskonzert verspricht spannend zu

werden: Thomas Sanderling, Dirigenten-Urgestein,

trifft auf die erst zwanzigjährige, hochtalentierte und

bereits jetzt international ausgezeichnete Violinistin

Lara Boschkor. Zu hören sein wird Mendelssohn

zu Herzen gehendes, einzigartiges Violinkonzert

– gepaart mit Beethovens 7. Sinfonie. Oder im

Anschluss der Philharmonische Chor Quakenbrück

mit Mendelssohns großartiger, packend eingängiger

Sinfoniekantate „Lobgesang“ flankiert von Jenkins‘

Pop-orientiertem „Te Deum“.

Etwas ganz besonderes ist das Konzert mit ECHO-

Klassik Preisträgerin Asya Fateyeva, die Glazunovs

Konzert für Saxophon und Orchester spielen wird.

Nicht genug, so bringt an diesem Abend das Stuttgarter

Kammerorchester Mussorgskis „Bilder einer

Ausstellung“ – „jedes für sich genommen bereits

ein Grund, das Konzert nicht zu verpassen“, so der

Intendant.

Karten gibt es bei der

Tourismus-Information Artland, Markt 4,

Telefon 05431/907590,

über die Ticket-Hotline 0421/363636

oder online auf www.nordwest-ticket.de

oder www.deinticket.de.

Es sind sowohl Einzeltickets

(je nach Veranstaltung

zwischen 23 und 39 Euro)

wie auch ermäßigte Wahl-Abos für drei

oder mehr Konzerte erhältlich.

WEITERE INFOS:

www.quakenbruecker-musiktage.de

oder Tourismus-Information Artland,

Quakenbrück


Das Artland-Magazin.

40 JAHRE

Der kleine

dicke Ritter

trifft Elvis

Wow. Ein ganzer Schwung bislang unbekannter

Fotos aus dem Fiz Oblon ist angekommen.

In der letzten Ausgabe Ihres MQ + -Magazins berichteten

wir aus Anlass der aktuellen Rammstein-Tournee

über den Auftritt der Band im Nortruper Fiz

Oblon im alten Gasthof Theile/Rietbrock. Das Gebäude

befand sich gegenüber der Fleischwarenfabrik

Kemper. Heute existiert es nicht mehr. Von

Nortrup aus bewegen wir uns gedanklich noch

einmal um Jahre zurück nach Bippen und wir

beleuchten, warum dieser Musikclub als kreative

Insel im tristen Alltag überregional so

beliebt war bei den Jugendlichen.

Warum machen wir das?

Michael Nolte, den in den Siebziger- und Achtzigerjahren

im Quakenbrücker Jugendzentrum alle

„George“ nannten, hat uns tolle Fotos geschickt.

Sie zeigen unter anderem eine Fotosession mit

Rüdiger „Elvis“ Paries (aus Essen i. O.) und Lisa und

Helga Ortgies (damals Quakenbrück). Weiterhin

gibt es Eindrücke vom Konzert von Robert Giddens‘

Surplus Stock. DJ Andi Wegener beschreibt im

Interview die Tage, als sich das Fiz Oblon nach einer

NDW- und Disco-Phase wieder verstärkt der alternativen

Musikszene widmete.

Die beliebten Playlists stammen diesmal von den

DJs Friedhelm Rupietter und Andi Wegener.

Doch zunächst zu George und seinen Fotos. Michael

Nolte, Jahrgang 1964, ist gelernter Kaufmann. Er

lebt und arbeitet heute in Lingen. Im ehemaligen

Jugendzentrum Quakenbrück an der Kreuzstraße

baute Michael die Foto AG mit auf und er entdeckte

seine Leidenschaft zum Fotografieren. Seine

Eltern besaßen ein Geschäft für Spielwaren am St.

Antoniort in Quakenbrück. Dort drückten sich die

Schülerinnen und Schüler regelmäßig die Nasen

flach an den beiden großen Schaufensterscheiben,

träumten von neuen Puppen, Legosteinen, Märklinloks

oder Kosmos Experimentierkästen.

Michael Nolte verdanken wir den Großteil der

Fotos auf diesen Seiten. Das Schöne daran: Neben

den abgebildeten Personen sind immer auch einige

Einrichtungsdetails des Fiz Oblons zu erkennen.

Zum Beispiel die Sitze an der Kneipentheke bei

Roswitha oder der Arbeitsplatz der DJs.

26 | mq + Ausgabe Herbst 2019


40 JAHRE FIZ OBLON

ist, vieles möglich zu machen

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Michael Noltes Fotosession mit „Elvis“

In der Ecke vor der Tanzfläche legten

in den frühen Achtzigern auch Chris

Schnaak (damals Essen i. O.) und Friedhelm

Rupietter (Bersenbrück) auf. Mitte

bis Ende der Achtziger stießen Andi

Wegener (damals Ankum) und Coop

(damals Berge) dazu.

Chris Schnaak war im Fiz für seinen

typischen Schnaaki-Sound bekannt

– eine Mischung aus funkigen

Westcoast-Titeln und neuen New-

Wave-Sounds. Chris fuhr damals einen

schicken Renault R6, war Zeitsoldat

bei der Marine. Dort absolvierte er eine

Taucherausbildung. Heute lebt Chris in

Berlin. Traut man seiner Facebook-Seite,

dann sammelt Chris in seiner Freizeit

Teilnahmemedaillen für (selbst absolvierte)

10-Kilometer-, Halbmarathonund

Marathonläufe. Sein Motto: Laufen

macht glücklich! - Respekt.

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 27


Das Artland-Magazin.

Friedhelm Rupietter ist Jahrgang 1961.

Er arbeitete in den frühen Achtzigern

während seines BWL-Studiums im Fiz

Oblon. Heute ist Friedhelm als Heilerzieher

mit Autisten in Bersenbrück

beschäftigt. Friedhelm erinnert sich

noch heute gern an folgende LPs aus

seinem Programm. Viel Spaß!

Foto: Friedhelm Rupietter

DJ Friedhelm Rupietters Top 20 (1980 -1985)

UNKNOWN CASES Masimbabele https://www.youtube.com/watch?v=E2UVigyBsYM

LES IMMER ESSEN Hand Take https://www.youtube.com/watch?v=g5EU-NoWCSU

GANG OF FOUR I Love a Man In Uniform https://www.youtube.com/watch?v=DLnIf0JjszY

ABC Look of Love https://www.youtube.com/watch?v=cNEdxZURTaI

THE CLASH The Magnificent Seven https://www.youtube.com/watch?v=GcHL8efKKPE

THE CURE 10:15 Saturday Night https://www.youtube.com/watch?v=okiCApJeonQ

STYLE COUNCIL Shout to the Top https://www.youtube.com/watch?v=7m94ip38UKs

FEHLFARBEN Paul ist tot https://www.youtube.com/watch?v=1gKwduFVsV4

IDEAL Berlin https://www.youtube.com/watch?v=VvPiIFoJxlg

PIG BAG Papa‘s Got a Brand New Pig Bag https://www.youtube.com/watch?v=MMEwVrFXMjM

CHARLES DE GOAL Exposition https://www.youtube.com/watch?v=HAxMNpZq6ko

JOY DIVISION Transmission https://www.youtube.com/watch?v=6dBt3mJtgJc

NEW ORDER Blue Monday https://www.youtube.com/watch?v=FYH8DsU2WCk

DAVID BOWIE Heroes https://www.youtube.com/watch?v=bsYp9q3QNaQ

SIMPLE MINDS I Travel https://www.youtube.com/watch?v=_6MwzSaBBQY&list=RD_6MwzSaBBQY&start_radio=1&t=28

B MOVIE Nowhere Girl https://www.youtube.com/watch?v=vHud2AI9QSg

HIPSWAY Ask the Lord https://www.youtube.com/watch?v=GbDuwoy4R0U

THE JAM Town Called Malice https://www.youtube.com/watch?v=YfpRm-p7qlY

PET SHOP BOYS Westend Girls https://www.youtube.com/watch?v=p3j2NYZ8FKs

THE THE Giant https://www.youtube.com/watch?v=unVf6EUX2GU

Norbert Konrad und Michael Nolte

DJ Andi Wegeners Top 10 (1986-1989)

THE CURE Lullaby https://www.youtube.com/watch?v=sS6t56U9tBg

VIOLENT FEMMES Blister in The Sun https://www.youtube.com/watch?v=JE-dqW4uBEE

GOODBYE MR. MCKENSEY Face to Face https://www.youtube.com/watch?v=PtWnrs3Adpc

PIXIES Where is My Mind? https://www.youtube.com/watch?v=N3oCS85HvpY

THE SMITHS Big Mouth Strikes Again https://www.youtube.com/watch?v=yoKQwquHKQo

CHAMELEONS Swamp Thing https://www.youtube.com/watch?v=AuelAz0_Y9I

LIAISONS DANGEREUSES Los Ninos Del Parque https://www.youtube.com/watch?v=cx12N1Tw14w

LENNY KRAVITZ Mr. Cabdriver https://www.youtube.com/watch?v=Lq6rEPBN7aA

FUGAZI Waiting Room https://www.youtube.com/watch?v=cMOAXm94VWo

TOM WAITS 16 Shells From A Thirty-Ought-Six https://www.youtube.com/watch?v=gZbGvnmy2dY

28 | mq + Ausgabe Herbst 2019


INTERVIEW: DJ Andi Wegener erinnert sich

mq + : Andi, du bist in Ankum aufgewachsen

und warst in den Jahren

1986 bis 1989 DJ im Fiz Oblon.

Mit dem DJing hast du später dein

Studium finanziert und heute betreibst

du einen Onlineshop, 100

% Vinyl! Wenn du deine Gedanken

in die Endachtziger zurückdrehst,

was fällt dir ein?

Wenn ich mir die Frage stelle, was

denn vom Fiz der erste Eindruck ist,

der mir in den Sinn kommt, dann

ist es dieser spezielle Geruch. So eine

Mischung aus Holz, Farbe, Zigaretten

und Bier; die dunkle Gestaltung und

die Kunstpalmen poppen sofort auf.

Der Laden an der Hauptstraße hatte

etwas Abgeschmacktes, aber auch Magisches,

er war irgendwie „unique“.

mq + : Wie wurdest du DJ im Fiz?

Über einen Mittelsmann, der den

damaligen Inhaber Peter Linse (RIP)

kannte, kam ich bereits mit 19 Jahren

zu meinem erste DJ-Job im Fiz. Wenn

ich heute daran denke, ist das schwer

vorstellbar, denn das Durchschnittsalter

war in der Diskothek eher 25 plus.

mq + : Dein erster Abend?

Gleich ein Samstag. Volles Haus. Ich

konnte das Publikum mit einer Mischung

aus Fiz-Klassikern und neuer

Musik (vor allem New Wave und

Indie) durchaus bewegen.

mq + : Hattest du ein bestimmtes

Konzept?

Ich verstand mich als Vertreter eines

neuen Publikums, das einen sehr offenen,

kreativen und undogmatischen

Umgang mit allen Arten von Musik

bevorzugte. Irgendwie gelang es mir,

dem Laden einen neuen Touch zu geben,

ohne die Geschichte zu vergessen

und das Stammpublikum von 1979

zu vergraulen. Ich wollte als DJ neue

Wege gehen. Dazu gehörten etwas Mut

und viel musikalische Neugier.

mq + : Wie entstand die enorme

Anziehungskraft des Fiz Oblons?

Ich kannte Bippen bis dato nur bei

Nacht, denn man fuhr ja als Gast frühestens

um halb zwölf dorthin. Sonst

gab´s da nicht viel. Daher stammt

wahrscheinlich auch dieser besondere

Zauber. Irgendwie eine Insel in der

Provinz. Bis heute spüre ich diese

unsichtbare Energie, die alle, auch

Menschen aus den unterschiedlichsten

Milieus, zusammengehalten hat.

Die Disko hatte eine große Anziehungskraft.

Nicht von ungefähr gibt es

bis heute Fiz-Revival-Partys. Da muss

schon etwas Besonderes entstanden

sein.

mq + : Gab es was Typisches in

deiner Zeit?

Ja. Was viele in der Rückschau

verdrängt haben, waren die kurzen

Öffnungszeiten. Um drei Uhr war

der Spaß meist schon vorbei. Das lag

auch an den strikten Vorschriften

und den lokalen Begebenheiten in

der Zeit. Man bedenke die Belastung

der Anwohner, denn das gesamte Dorf

glich am Wochenende einem einzigen

Gästeparkplatz. Die Mercedes-Strich-

8-Dichte – meist der knatternde 200D

- war gefühlt 1:2. Kennzeichen von EL,

OS, CLP, HB und mehr.

Die Bippener zeigten sich recht liberal

und tolerant, es gab aus meiner Erinnerung

erstaunlicherweise wenige

Beschwerden. Also in der Kürze lag die

Würze, oft sehr intensiv und schweißtreibend.

So richtig voll war der Laden

meist von 0:00 bis 2:30 Uhr. In meiner

über 20-jährigen Tätigkeit als DJ habe

ich so eine kurze Öffnungszeit nie

wieder erlebt. In den 90er und 00er

endete kein Discoabend vor fünf Uhr.

Das war im Fiz eher die Ausnahme,

aber manchmal möglich, wenn

Peter Linse nicht vor Ort war oder

die Geschäftsführung (Helmut bzw.

später Martin) selbst mal mitfeiern

wollte. Legendäre Momente waren

das. Man konnte nochmal richtig

aufdrehen und auch sehr abwegige

Tracks spielen. Ausgeflippt ist der

komplette Laden, als ich mal um vier

Uhr die Sesamstraßen-Titelmelodie als

Rausschmeißer gespielt habe. Danach

haben wir DJs den „gespielten Witz“

weiter kultiviert. Wir inspirierten

uns gegenseitig. Ein besonders gutes

Händchen für schräge Nummern hatte

damals DJ Coop, der vor allem freitags

auflegte.

mq + : Viele DJs und auch Discobetreiber

wollen die immer volle

Tanzfläche? Wie stehst du dazu?

Andi: Der Mut, auch mal ein Risiko

einzugehen, stammte vor allem vom

Stammpublikum und den echten

Fans, die auch mal eine leere Tanzfläche

hinnahmen. Hauptsache der DJ

ist cool und traut sich mal etwas. Das

kam dann so weit, dass ein Track von

einer amerikanischen experimentellen

Indie/Rockband – den Butthole

Surfers - zu einer vollen Tanzfläche

und für wahre Begeisterungsstürme

gesorgt hat. Es sollte eigentlich nur

der „allerletzte Track“ sein oder dem

Motto folgen „der DJ möchte der

Indie-Clique gefallen“. Aber so eine

Begeisterung, damit hatte ich nicht

gerechnet. Ich sehe noch heute ein

braves junges Mädchen mit weißem

Rollkragenpulli und College-Schuhen

dazu tanzen. Butthole Surfers. Was

für ein Bandname, was für eine

Geschichte.

mq + : Wie bist du mit Plattenwünschen

umgegangen?

Andi: Meist hatte ich beim Auflegen

einen Riesenspaß. Man sah mir

das zwar nicht immer äußerlich

an. Pseudo-Aura, cooler Blick und

Unnahbarkeit gehörten einfach dazu.

Man war ja schließlich in einem Kult-

Laden und um die 20 Jahre jung …

Ok, ich brauchte so etwas wie ein

Schutzschild vor massiven Kommunikations-

und Musikwünschen. Das

musste für mich immer kurz und

knapp gehen, sonst verpasste ich den

Übergang. Einige Tracks waren ja

unter 3 Minuten. Vor allem wenn ich

genervt war von den immer gleichen

Musikwünschen: „Ey! Ja du! Ey! DJ!“

„Ich?“ „Ja, du! Spiel mal Sisters of

Mercy“. „Na klar, mache ich doch.“

„Sofort. Bitte. Danke.“ Ein glühender

Anhänger der Band bot mir doch

tatsächlich 20 DM, wenn ich denn

„sofort“ seine „Sisters“ spiele. Da

die Schwestern eh zum regelmäßigen

Programm gehörten, sagte ich

selbstverständlich zu. Er schmiss den

Schein aufs Mischpult und stürmte

in die Menge zurück. Der DM-Schein

verschwand auf mysteriöse Weise, den

Gast habe ich niemals wiedergesehen.

mq + : Wie war dein letzter Abend?

Der letzte Abend im Fiz an der

Hauptstraße bleibt mir in besonderer

Erinnerung. Nein, falsch, es war der

vorletzte Abend, der in die kultigsten

„Abgesänge“ der Diskogeschichte eingehen

sollte. Aus Spaß hatte ich mir

eine Pappgitarre gebastelt, um damit

zum Abschluss den „Luft-Gitarristen“

auf der Tanzfläche zu geben. Ich weiß

nicht mehr, was mich dazu getrieben

hat. Irgendwann stürmte ich dann

mit der Pappgitarre los. Nach nicht

mal fünf Sekunden hat mir irgendein

Tanzwütiger das Ding aus der Hand

gerissen und selbst „weitergespielt“,

bis dann wiederum ein anderer ihn

abgelöst hat. Das Spielchen ging

noch so weiter, bis nur noch wenige

streichholzschachtelgroße Stückchen

von der mittlerweile total zerrissenen

Pappgitarre übrig waren. Selbst mit

dem kleinsten Fetzen wurde noch Gitarre

gespielt. Als dann auch noch ein

Teil der Tanzfläche unter der Last des

40 JAHRE FIZ OBLON

Publikums einbrach, war der Spaß

perfekt. Eine Abrissparty. Der fleißige

Gläsersammler holte flux ein Mauerbrett

aus dem Lager und kloppte mit

einem Vorschlaghammer unter Beifall

des Publikums einige Nägel hinein.

Zack, die Party ging weiter und sollte

noch lange anhalten.

Der allerletzte Abend an der Hauptstraße

war tatsächlich traurig. Überhaupt

nicht klar war, wie es mit dem

Fiz weitergehen sollte. So nahmen wir

endgültig Abschied von einer Institution,

vom Fiz Oblon, Hauptstraße,

Bippen. Der umtriebige Martin fand

allerdings schnell eine Lösung und es

durfte mit der Übergangslocation in

Haneberg und dann wieder in Bippen

weitergefeiert werden. Gegenüber

vom Friedhof ... Gruft is in your heart.

Jetzt können die 90er kommen!

mq + : Dein Schlusswort zum Fiz

Oblon?

Musik und Schallplatten wurden mein

großes Hobby. Danke Fiz Oblon!

Andi Wegener zu Zeiten als Fiz-DJ

Foto: Frank Oelkers

Das Interview mit DJ Andi führte

Gisbert Wegener im August 2019.

(Beide waren zu unterschiedlichen

Zeiten DJs im Fiz Oblon, und sie haben

gemeinsame Ur-Großeltern.)

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 29


Das Artland-Magazin.

Surplus Stock zu Gast im Fiz

blon-Kneipe: Hier trifft sich die Szene

HÖRBEISPIEL (Take it):

https://www.youtube.com/watch?v=x4EZOq0FmRg

Foto: Frank Oelkers

Der Engländer Robert Giddens wohnt

und arbeitet nunmehr seit über 40 Jahren

in Quakenbrück. Wenn er mit einer

seiner Bands im Fiz Oblon auftrat, dann

war eines klar: Die Besucher wussten

nie so genau, was sie erwartete. Und

das war eigentlich auch gut so. Denn

langweilig wurden die Auftritte seiner

Bands nie. Hier klang nie etwas angestaubt

oder abgekupfert. Bob suchte

immer nach neuen eigenständigen

Sounds und Arrangements.

Am Abend als Michael Nolte den

Auftritt seiner Band Surplus Stock

dokumentierte, spielte Surplus Stock in

der Formation Achim Färber (Drums),

Tex Morton (Gitarre), Carsten Mohring

(Bass) und Robert Giddens (Gitarre und

Gesang).

Achim Färber lebt heute in Berlin und ist

ein gefragter Schlagzeuger. Tex Morton,

der bürgerlich Peter Hajunga heißt, ist

ein viel gebuchter Rockabilly-Gitarren-

Spezialist. Studiobesitzer Carsten Mohring

(„Käse“) ist vor allem überregional

durch seine „Sambanale“ bekannt.

Die erste LP von Surplus Stock heißt

„Holland in Not“. Sie entstand 1979/1980

im Cargo Studio in einem kleinen Städtchen

namens Rochdale in der Nähe von

Manchester. In diesem Studio haben

manche New-Wave-Bands der dama-

ligen Zeit ihre Karriere begonnen zum

Beispiel Joy Division, OMD, The Fall oder

DAF. Der Surplus-Stock-Song „Take it“ war

ein Hit im Fiz, der heute noch ab und an

live zu hören ist.

Die Schriftstellerin Sybille Berg bezeichnet

in ihrem aktuellen Roman „Brainfuck“

Rochdale als die deprimierendste

Stadt im Königreich. Der Kaffee war

grausam als ich Anfang der Achtzigerjahre

im Cargo Studio in Rochdale zu Besuch

war. Das „Legendary Cargo Studio“ (so

der englische DJ John Peel), das heute

nicht mehr existiert, war allerdings ein

Erlebnis, das ich nicht missen wollte.

Recherche und Text: Gisbert Wegener

im August 2019. Fotos: Michael Nolte.

Achim Färber Tex Morton Carsten Mohring

Carsten Mohring am Bass

Robert Giddens und Tex Morton von Surplus Stock

30 | mq + Ausgabe Herbst 2019


40 JAHRE FIZ OBLON

Tex Morton, Anette, Achim Färber

in der Kneipe des Fiz Oblons

Fan meets Bandleader

Die Bühne des Fiz Oblons kurz vor

dem Auftritt von Surplus Stock

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 31


Und wo bist du?

ES WIRD WIEDER HEIß...

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32 | mq + Ausgabe Herbst 2019


SPIELPLAN

PROA 2019/2020

Datum Tag Uhr DK-Nr. Heim Gast

20.09.2019 Fr 19:30 Artland Dragons Tigers Tübingen

28.09.2019 Sa 19:30 Nürnberg Falcons BC Artland Dragons

05.10.2019 Sa 20:00 Artland Dragons MLP Academics Heidelberg

09.10.2019 Mi 19:30 Phoenix Hagen Artland Dragons

19.10.2019 Sa 19:30 Bayer Giants Leverkusen Artland Dragons

26.10.2019 Sa 19:00 Eisbären Bremerhaven Artland Dragons

31.10.2019 Do 19:30 Artland Dragons PS Karlsruhe LIONS

03.11.2019 So 16:00 ROSTOCK SEAWOLVES Artland Dragons

09.11.2019 Sa 19:30 Artland Dragons FC Schalke 04 Basketball

16.11.2019 Sa 19:30 Artland Dragons Wiha Panthers Schwenningen

23.11.2019 Sa 19:30 Uni Baskets Paderborn Artland Dragons

07.12.2019 Sa 19:30 Artland Dragons RÖMERSTROM Gladiators Trier

11.12.2019 Mi 19:30 Artland Dragons NINERS Chemnitz

15.12.2019 So 16:00 Science City Jena Artland Dragons

20.12.2019 Fr 19:00 TEAM EHINGEN URSPRING Artland Dragons

22.12.2019 So 17:00 VfL Kirchheim Knights Artland Dragons

04.01.2020 Sa 19:30 Artland Dragons VfL Kirchheim Knights

10.01.2020 Fr 19:30 Artland Dragons Phoenix Hagen

13.01.2020 Mo 19:30 FC Schalke 04 Basketball Artland Dragons

18.01.2020 Sa 19:30 Artland Dragons Eisbären Bremerhaven

01.02.2020 Sa 19:30 Artland Dragons Science Jena

05.02.2020 Mi 19:30 MLP Academics Heidelberg Artland Dragons

08.02.2020 Sa 19:30 Artland Dragons Bayer Giants Leverkusen

15.02.2020 Sa 20:00 Tigers Tübingen Artland Dragons

29.02.2020 Sa 19:30 Artland Dragons Nürnberg Falcons BC

06.03.2020 Fr 20:30 Wiha Panthers Schwenningen Artland Dragons

08.03.2020 So 17:00 Artland Dragons Uni Baskets Paderborn

17.03.2020 Di 19:30 NINERS Chemnitz Artland Dragons

22.03.2020 So 17:00 Artland Dragons TEAM EHINGEN URSPRING

25.03.2020 Mi 20:00 PS Karlsruhe LIONS Artland Dragons

28.03.2020 Sa 19:30 Artland Dragons ROSTOCK SEAWOLVES

04.04.2020 Sa 19:30 RÖMERSTROM Gladiators Trier Artland Dragons

Achtung! Änderungen stets möglich!

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 33


MIT BUS-SHUTTLE

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Tel. 0 54 31 - 18 75 289

10 Jonas Herold

Small Forward

17 David Röll

Point Guard

2 Kevin Bracy-Davis

Shooting Guard

20 Jannes Hundt

Point Guard

35 Danielius Lavrinovicius

Small Forward

22 Marvin Möller

Shooting Guard


31 Robert Oehle

Center

6 Paul Albrecht

Power Forward

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14 Jonathan Malu

Center

Wilhelmstr. 59

4 ThoRben Döding

Point Guard

5 Chase Griffin

Shooting Guard

23 Pierre Darrell Bland

Shooting Guard

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 35


Das Artland-Magazin.

36 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Ausgabe Herbst 2019 mq + | 37


Das Artland-Magazin.

„Ich habe viel dafür aufgegeben, vieles verkauft

und alles hinter mir gelassen.

Aber ich wusste, dass es mir gut tun würde,

über meinen Schatten zu springen.“

38 | mq + Ausgabe Herbst 2019


NAHAUFNAHME

Foto: A. Lüders

JULIA ROSGA

LIEBT DAS

ABENTEUER

von Alexandra Lüders

„Ich habe viel dafür aufgegeben,

Vieles verkauft und alles hinter mir

gelassen. Aber ich wusste, dass es

mir gut tun würde, über meinen

Schatten zu springen“, berichtet Julia

Rosga (25) über ihr erstes Auslandsjahr

in Australien.

Hier verbrachte sie nach dem Abitur

im Work-Travel-Modus eine abenteuerliche

Zeit. Dann folgten ihre

Ausbildung zur Krankenschwester im

Christlichen Krankenhaus Quakenbrück,

ein duales Pflegestudium mit

Bachelor-Abschluss und ein Jahr

Projektmanagement im CKQ und in

der St. Anna-Klinik in Löningen. Ein

dreimonatiger Arbeitsaufenthalt in

einer portugiesischen Klinik brachte

ihr ganz neue Einsichten zum Thema

Pflege.

Das war Ansporn genug, wieder

einmal in die Ferne zu schweifen, um

fremde Länder und Kulturen zu erobern:

„Ich hatte irgendwann wieder

das Gefühl, dass ich raus und meinem

Fernweh folgen muss. Bei meiner

Rückkehr aus Australien ging es mir

so gut wie noch nie. Ich hatte die

Freiheit und das Ungebundensein genossen,

war reicher an Erfahrungen,

bin über mich hinausgewachsen und

habe erlebt, wie stark ich sein kann.

Damals entstand der Wunsch nach

einer Weltreise, die ich im Dezember

2018 angetreten bin. Das war ein idealer

Zeitpunkt, um dem Winterblues

zu entfliehen“.

Zusammen mit ihrem Reisegefährten

bereiste sie Skri Lanka (früher Ceylon),

Indonesien, Thailand, Vietnam sowie

per Campervan ganz Australien.

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 39


Das Artland-Magazin.

40 | mq + Ausgabe Herbst 2019


NAHAUFNAHME

Foto: A. Lüders

Hier erlebte sie die totale Freiheit,

konnte schlafen und bleiben wo sie

wollte. Auch Neuseeland war für die

beiden Abenteurer ein großes Erlebnis.

„Man fährt von einer Traumkulisse zur

nächsten und man ist (gefühlt) fast immer

allein und hat schönes Wetter. Sehr

beeindruckend waren die dort lebenden

Wildtiere wie die Känguruhs, Schlangen,

Spinnen, Krokodile und viele andere“,

schwärmt Julia von den einmaligen

Naturbegegnungen. Einmal konnte sie

Emus beim Baden im Meer fotografieren

und ein Riesenrochen paddelte um

ihre Füße herum. Ihre Reiselust führte

sie anschließend nach Südamerika –

zunächst nach Peru und Bolivien, bevor

sie vor wenigen Wochen ins heimatliche

Artland zurückkehrte. Argentinien, Kolumbien

und Brasilien hat sie in Zukunft

„auf dem Schirm“. Mitbringsel wie eine

Muschel , Kleingeld der verschiedenen

Währungen, ein Poncho und ein

Kimono bilden eine stille Erinnerung.

Das überfüllte Sri Lanka mit den vielen

Menschen, dem Verkehrschaos und dem

Lärm waren ein Kulturschock für Julia.

„Die Ernährung und der Lebensstandard

waren eine große Umstellung, da bin

ich schnell zur Vegetarierin mutiert“,

erzählt sie. „Hier habe ich auch gelernt,

mit wenig auszukommen. Nahrung an

jeder Ecke und warme Duschen mit viel

Wasser - das waren Luxusgüter“, verweist

Julia auf die dortige Armut. Auch

in Südamerika habe sie monatelang nur

aus einem kleinen Koffer gelebt und

sei heute mit einem gefüllten Kleiderschrank

überfordert. Auch den allgemeinen

Kaufrausch und das Konsumdenken

bei uns erlebe sie als erschreckend.

Julia hat in den vergangenen Jahren an

verschiedenen Orten auch ein wenig gemodelt

– am Eifelturm in Paris, bei einer

Fashionshow in Hannover oder in der

heimatlichen Region. Zunächst modelte

sie mehr als Hobby, aber die Anfragen

sind inzwischen gestiegen. Dass ihr dieses

Spaß macht, sieht man an den Fotos

(Weitere Bilder unter _juulischka_instagram).

Doch in den kommenden drei Jahren

plant sie, ihren Master in der Pflegepädagogik

zu absolvieren. „Ich möchte

danach an speziellen Fachschulen oder

in Projekten des Gesundheitswesens

arbeiten. Mein Traum wäre es, Beruf

und Fernweh miteinander verbinden zu

können“, gesteht Julia Rosga.

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 41


Das Artland-Magazin.

Fehden & Kriege im

bwohl das Osnabürcker Nordland

abseits der großen Verkehrswege

lag, ist es im Laufe

der Jahrhunderte immer wieder

von Raubzügen, Fehden und

Kriegen heimgesucht worden.

Am Beispiel des Kirchspiels

Berge sieht man, wie turbolent es

damals auf dem Lande zuging. Für seine

Menschen war das stets mit sehr trüben

Erfahrungen verbunden.

Aus dem Jahre 1352 wird von einem Raubzug

berichtet, den der Quakenbrücker

Burg mann Bertram Taprian von Knehem

mit seinem Sohne und einigen Spießgesellen

gegen das Kloster Börstel unternommen

hat. Man kann sicher sein, dass

die auf dem Weg dorthin durchquerten

Bauerschaften nicht ungeschoren davon

gekommen sind. Wie es scheint, war das

Kloster Börstel bereits um 1285 und 1299

von derartigen Raubzü gen betroffen

worden.

Zweifellos sind nicht alle Vorkommnisse

dieser Art von damals überliefert. Sie

alle verblassten jedoch vor dem, was die

Menschen seit der zweiten Hälfte des

16. Jahrhun derts durchzustehen hatten,

als die Ereignisse des Freiheitskampfes

der Niederlande ge gen Spanien (1567

- 1609) hart in das menschliche und

wirtschaftliche Gefüge des Kirch spiels

Berge eingriffen. Die Nähe der Grafschaft

Lingen, um die Spanier und Niederländer

stritten, führte dazu, dass in den

letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts

beutelü sterne Söldner- und Raubbanden

beider Seiten immer wieder in das unbeteiligte

Osna brücker Nordland einfielen,

raubten, mordeten, brandschatzten und

mißhandelten. Das begann für den Raum

Berge 1587 mit Diebstählen und Raubta-

ten spanischer Söldner und

setzte sich 1590 fort, als die

Spanier versuchten, sich

der Landesburg Fürstenau zu bemächtigen

und dabei das umliegende Land mit

ihren Streifzügen heimsuchten.

Besondere Höhepunkte brachte dasJahr

1591, als im Juni niederländische Kriegsleute

in den südwestlichen Gegenden

des Kirchspiels Berge Vieh raubten, im

Oktober spani sche Söldner auf dem

Wege von Ankum nach Meppen in Grafeld

42 Pferde entwendeten.

Nach verhältnismäßig ruhigen Jahren

1592 und 1593 quartierte sich Anfang 1594

der spanische Oberst Budberg mit 300

Reitern im Kirchspiel Berge ein, bedrohte

die Höfe und das Stift Börstel mit Brandschatzung.

Im allgemeinen ließen die Menschen

die Räubereien und Drangsalierungen

über sich ergehen, weil Widerstand die

Lage nur noch schlimmer gemacht hätte.

So nahmen sie es hin, daß 1595 sieben

spanische Soldaten in Grafeld 6 Pferde

raubten, dass 250 Reiter bei Berge ein

Lager aufschlugen und alle Getreidevorräte

entführten, dass an dere spanische

und niederländische Streifscharen

wiederholt das Stift Börstel heimsuch ten.

Für längere Zeit war dann eine Kompanie

spanischer Reiter im Kirchspiel Berge

einquartiert. Das konnte aber nicht

verhindern, dass 100 holländische Reiter

plündernd umherstreiften.

Bei derartigen Verhältnissen ist es nicht

verwunderlich, dass es bereits Ende

des 16. Jahrhunderts um die bäuerliche

Wirtschaft im Kirchspiel Berge nicht gut

bestellt war. Das Vollerbe Schmitthole in

Berge/Schmone lag 1599 brach (es war

niedergebrannt wor den) und elf Familien

im Kirchspiel waren verarmt. Ein Ende

des Treibens war aber auch zu Beginn des

neuen Jahrhunderts nicht abzusehen.

Im Frühjahr 1609 zogen noch einmal

1000 Fußsoldaten und 50 Reiter von

Ohrte nach Berge, bevor Spanien und die

Niederlande in Antwerpen einen Waffenstillstand

schlos sen, der den Menschen im

Osnbürcker Nordland eine kurze Atempause

bescherte. Völlig rissen die Gewalttaten

aber auch in dieser Zeit nicht ab.

Mit Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges

(1618 - 1648) nahmen im Raume Berge

die Mißstände wieder zu. Bereits 1619

quartierten sich für längere Zeit Söldner

ein, die stahlen und erpreßten. Nach zwei

glimpflich verlaufenen Jahren bezogen

1623 nacheinander kaiserliche, niederländische,

anholtische und mans feldische

Truppen Quartier, die den Menschen übel

mitspielten. Spanische Truppen hiel ten

das Kirchspiel Berge 1624 und 1625 besetzt;

daneben gab es wiederholte Raubzüge

kleinerer und größerer Söldnerhaufen, die

u.a. im Stift Börstel Vieh raubten und Geld

erpreßten. 1626 plünderten kaiserliche,

spanische und niederländische Kriegsleute;

auch 1627 und 1628 fanden Einquartierungen,

Plünderungen und Diebstähle kein

Ende.

Der Krieg hatte seinen ursprünglichen

Charakter als Religionskrieg inzwischen

längst verloren und war zu einem reinen

Raubkrieg geworden, an dem fast alle

europäischen Staaten sich beteiligten.

Ob Freund oder Feind, ob katholisch oder

evangelisch - alle mussten herhalten, den

Kriegsleuten Beute zu verschaffen. Hunger

und Seuchen zeigten ihr grausiges Gesicht;

Sitte und Moral versanken im Wirbel der

brutalen Geschehnisse.

Zu neuer Glut flammte der Krieg empor,

als 1630 das Königsreich Schweden in ihn

ein griff. 1633 besetzten schwedische Truppen

das Osnabrücker Land; das Kirchspiel

Berge hatte ebenfalls seinen Teil an Einquartierungen,

Viehlieferungen, Kontributionen

und Plünderungen zu tragen. Das

blieb auch, als 1635 kaiserliche Truppen

die Gewalt über nahmen, die 1636 wieder

Deutsche Jägerbüchse (1809) für Scharfschützen Foto: Alexandra Lüders

42 | mq + Ausgabe Herbst 2019


KULTURGESCHICHTE

Osnabrücker Nordland

aus:

„Berge - Geschichten einer Landgemeinde”

von Werner Dobelmann

Edition Oelkers 1981,

gekürzte Fassung

von den Schweden verdrängt wurden.

Dabei verlor das Stift Börstel seinen

gesamten Viehbestand. Das Jahr 1638 zog

das Kirchspiel Berge mit Durchmärschen

pfälzischer und kaiserlicher Truppenteile

wiederholt in Mitleidenschaft.

Seit 1643 führte man in den Städten

Münster und Osnabrück Verhandlungen

zur Been digung des Krieges, aber kein

Mensch im Kirchspiel Berge glaubte

daran.

Noch einmal rückte das Kriegsgeschehen

in bedrohliche Nähe, als schwedische

Trup pen im Frühjahr 1647 die Landesburg

Fürstenau belagerten und eroberten.

Am 24. Oktober 1648 war es dann doch

so weit, dass in Münster und Osnabrück

die Friedensglocken erklangen. Für das

Osnabrücker Nordland und das Kirchspiel

Berge gab es aber keine Ruhe. Schwedische

und kaiserliche Heerführer forderten

noch 1649 und 1650, als der Krieg formell

längst zuende war, hohe Kontributionen

(Zwangserhebung von Geldbeträgen im

feindlichen Gebiet durch Besatzungstruppen).

Erst 1651 haben die letzten frem den

Söldner unsere Gegend verlassen.

Das Stift Börstel liegt auch

heute noch einsam im Wald

Foto: Dellef Bülow

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 43


Das Artland-Magazin.

Die Folgen des Krieges waren schwer. Im

Kirchspiel Berge lagen noch sieben Jahre

nach Kriegsende mehr als 10 Prozent

aller Bauernstätten brach. Bauern waren

verarmt, die meisten Höfe mit hohen

Schulden belastet, die Fel der verwildert,

die Viehbestände erheblich dezimiert,

viele Gebäude beschädigt oder baufällig.

Der Wiederaufbau ging nur langsam

vonstatten.

In den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts

waren die Folgen des Krieges

zwar überwunden, doch brach mitten im

tiefsten Frieden der Sieben jährige Krieg

(1756 - 1763) aus, die Auseinandersetzung

Preußens, Englands und Hannovers mit

Österreich, Frankreich und dem geistlichen

Fürstentum Münster.

Unsere Heimat war 1757 von französischen,

seit dem Frühjahr 1758 von

englisch-han noverschen und preußischen

Truppen besetzt, die hohe

Forderungen stellten. Erst der Friede von

Hubertusburg machte schließlich 1763

der Leidenszeit ein Ende.

Den Menschen des Osnabrücker Nordlandes

waren jedoch nur wenige Jahrzehnte

des Frie dens beschieden, da dreißig Jahre

später erneut düstere Gewitterwolken

am politischen Horizont auftauchten,

deren Ausgangspunkt die große französische

Revolution von 1789 bildete.

Bereits 1795 hielten sich französische

Revolutionstruppen in der Nähe des

Osnabrüc ker Landes auf (Holland und

Bentheim waren in ihre Hand gefallen),

doch konnte man dem nordwestdeutschen

Raume durch den Frieden

von Basel noch eine kurze Atempau se

sichern. Seit 1793 waren jedoch die Dörfer

und Bauerschaften des Osnabrücker

Nord landes ständig mit preußischen und

englisch-hannoverschen Truppen belegt.

In Berge hatten englisch-hannoversche

Truppen nahe dem Kirchdorfe ein großes

Zeltlager aufge schlagen.

Nachdem das Osnabrücker Land 1802/03

an das mit England in Personalunion

verbun dene Kurfürstentum Hannover

übergegangen war, rückten im Mai 1803

die mit England im Kriege befindlichen

Franzosen ein. Anfang 1806 traten die

Franzosen das Osnabrücker Land an Preußen

ab, nahmen es aber im Herbst des

gleichen Jahres wieder in Besitz. Sicher-

lich ist den Franzosen

bewusst gewesen, wie

wenig man sie hierzulande

schätzte. Vorsorglich

ordneten sie

im Herbst 1806 die

Ablieferung aller

Waffen an.

Mehr als alle wirtschaftlichen

Belastungen

drückte

die Menschen im

Kirchspiel Berge

die Einziehung

junger Männer

zum Dienst in

der französischen Armee.

Sie erreichte 1811, vor

Napoleons Feldzug nach

Rußland, der mit dem Untergange

seines Heeres endete, ihren Höhepunkt.

Im Herbst 1813 wurde unsere Heimat von

der Fremdherrschaft befreit. Die am 5.

No vember in Berge einrückenden und für

einige Tage einquartierten Kosaken kamen

zwar als Befreier, führten sich aber

auf, als seien sie in Feindesland. Noch

nach Jahrzehnten standen sie wegen

ihrer Gewalttätigkeiten, ihrer Unsauberkeit

und Trunksucht bei der Bevölkerung

in schlechtem Ruf.

An der endgültigen Niederwerfung Napoleons

durch die Schlacht bei Waterloo

(1815) waren Männer aus dem Kirchspiel

Berge als Angehörige des Landwehrbataillons

Osna brück in der zweiten Kompanie

beteiligt. In der dritten Kompanie

kämpften Soldaten aus Fürstenau, Bippen,

Schwagstorf, Merzen und Ueffeln.

Das Jahr 1866 brachte mit dem Kriege

zwischen Preußen und Österreich für das

mit Österreich verbündete Königreich

(seit 1837) Hannover den Untergang. Die

befürchteten Greueltaten und Verwüstungen

blieben jedoch wegen der schnellen

Niederlage der hannoverschen Armee

bei Langensalza aus.

Das Osnabrücker Land war preußisch

geworden. Als Angehörige des X.

preußischen Armeekorps nahmen 62

Männer aus dem Kirchspiel Berge im

deutsch-französischen Kriege (1870/71)

an den Schlachten bei Vionville, Beaune

Ja Rolande und Le Mans teil.

Die Berger Schützenfahne von 1765 ist die älteste

erhaltene Schützenfahne im Landkreis Osnabrück

Vom ersten Weltkriege (1914/18)

ist das Osnabrücker Nordland

nicht unmittelbar

betroffen worden, wenn

es auch, wie allgemein in

Deutschland, schweren

Blutzoll zu zahlen

hatte. Die durch die

englische Hungerblockade

bewirkten

Zwangsmaßnahmen

der Reichsregierung

griffen

tief in das

Wirtschaftsgefüge

ein.

Dreidimensionale Zinnfigur

mit der Uniform des Landwehrbataillons

Quakenbrück aus

dem Jahre 1815

aus „Der Friedensreiter“-

(illustriertes Zinnfiguren-Journal)

Foto: Frank Oelkers

44 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Auszug aus „ Die Große Mühlenstraße 1265 – 1972“

von Marlene Magnus, Ernst Bockstiegel und Heiko Bockstiegel, 1. Auflage 2010

Das Haus des Rundfunkfachgeschäftes

Benken-Lanfer

ist bald geschichte

(Fachwerk-Traufenhaus Alençoner Str. 4)

Im Haus Gr. Mühlenstraße 4 betrieb der

Fotograf Wilhelm Gräf (geboren 1844

Quakenbrück, gestorben 1899) Quakenbrück

sein Handwerk. Gräf stammte aus

einer alteingesessenen Quakenbrücker

Handwerkerfamilie und hatte schon

seit 1869 im Garten der Eymannschen

Restauration an der Langen Straße

(heute Gaststätte Thöle) ein Fotoatelier

eingerichtet.

Im November 1875 zog Gräf dann in das

Haus Gr. Mühlenstraße 4, wo er sich ein

Glasdach-Atelier einrichtete, das zusammen

mit den (später entfernten) beiden

kleinen Türmchen und Balkon im ersten

Stock eine Besonderheit im Stadtbild

darstellte.

Das Atelier blieb nach Gräfs frühem Tod

zunächst in Familienbesitz; seine Witwe

Hulda, geb. Rüdiger, betrieb es gemeinsam

mit ihrem zweiten Ehemann, dem

Kaufmann Wilhelm Mindrup ( geboren

1872 Holperdorp b. Lienen/Westfalen,

gestorben 1946 Lienen).

Mindrup war zudem Teilhaber der späteren

Seifenfabrik Husmann & Niemann

am Schiphorst. Ab 1910 war sein Sohn

Hans Gräf (geboren 1884 Quakenbrück,

gestorben 1950 Vechta) Inhaber, der sich

als Fotograf in Vechta niederließ.

Durch Kauf gelangten Wohnhaus und

Fotoatelier dann 1912 an den Fotografen

Rudolf Engels jun. (geboren 1887 Quakenbrück,

gestorben 1965 Varel), einem Sohn

des Malermeisters Rudolf Engels sen.,

und seine ebenfalls aus Quakenbrück

gebürtige Frau Anna, geborene Aldag

(geboren 1894 Quakenbrück, gestorben

1978 Quakenbrück). Engels hatte das

Fotografenhandwerk „von der Pike auf

gelernt“, und auch Anna Engels war eine

weithin bekannte Porträtfotografin.

1919 wurden das „Atelier für moderne

Photographie“ und das Geschäftshaus

erheblich vergrößert.

Mit dem Atelierbrand am 21. September

1922 musste allerdings ein Rückschlag

hingenommen werden. Rudolf Engels,

der sich zeitlebens als Künstler und nicht

als Handwerker sah, besaß seit 1915 eine

Filiale des „Oldenburger Hofphotographen“

Baptist Feilner in Cloppenburg,

wohin er 1933 verzog. Dort schuf er unter

anderem das „Bilderwerk Münsterland“

für das Museumsdorf Cloppenburg. Das

Quakenbrücker Atelier und Fachgeschäft

„Fotohaus Engels“ ist bis zum Jahre 1952

von Anna Engels fortgeführt worden.

Nachdem zwischen 1952 und 1956 die

Volksbank Quakenbrück hier eine Filiale

eingerichtet hatte, zog 1959 das Radio- und

Fernsehgeschäft Benken-Lanfer in das

Haus ein, welches, 1924 gegründet, einen

weitreichenden Ruf genoss. Firmengründer

Kaufmann Ferdinand Lanfer (geboren 1895

Quakenbrück, gestorben 1954 Quakenbrück)

war en Pionier des Rundfunks im Artland,

denn seine Firma war nicht nur das erste

Rundfunkfachgeschäft in Quakenbrück,

sondern hielt über die Jahrzehnte auch

mit der Entwicklung des Rundfunkwesens

Schritt. Nach dieser Maxime handelten auch

Tochter Thea, geborene Lanfer, und Schwiegersohn

Hans Benken (geboren 1921 Lastrup,

gestorben 1992 Quakenbrück), die das erste

Geschäft bis 1997 fortführten.

Das Haus in der Alençoner Straße 4 wird demnächst abgerissen.

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 45


Das Artland-Magazin.

Soll ich dir mal

was pumpen?

oder: Projekt alte Pumpe

Fast einhundert Jahre verbrachte sie im Dornröschenschlaf, die alte Pumpe

zwischen Tischlerei und Geschäftshaus in der St. Annenstraße11.

Dörnröschenschlaf ist durchaus zutreffend, war sie doch viele Jahrzehnte

hinter einem Holzgitter verborgen, dass mit Efeu und Kletterrosen dicht

bewachsen war. Sicherlich war dies der Grund, dass sie über so viele Jahre dem

Zugriff von Kupferdieben entgangen ist.

Als ich 1968 in die Lehre kam, erzählte mir mein Lehrmeister, was er und sein

Vater vom Vorbesitzer des Hauses erfahren hatten. Noch in den 1860er Jahren

befand sich hinter dem Haus St. Annenstraße 11 ein offener Brunnen, aus dem

die meisten Bewohner der Straße ihr Trinkwasser schöpften. Dieser Brunnen

war nämlich der einzige weit und breit, der klares, sauberes Wasser für den

menschlichen Genuss lieferte. Alles andere Brauchwasser entnahm man den

schmalen Gräben, die mit den Hasearmen verbunden waren. Aus diesem

Grund waren auch alle Grundstücke, wenn irgend möglich, mit so einem

Graben verbunden.

Auch das Grundstück St. Annenstraße 11 hat ganz hinten einen nur wenige

Meter breiten Winkel, nur um Zugang zu solch einem Graben zu bekommen.

Ich selbst erinnere mich noch an diesen (heute verrohrt ), der die Grenze

zum Grundstück St, Annenstraße 7 bildete. Ganze Schwärme kleiner Fische,

zumeist Stichlinge, tummelten sich darin, obwohl die Gräben auch als

willkommene Gelegenheit dienten, Schmutzwasser los zu werden. Ich kann

mir dies nur so erklären, das die Waschmittel und andere Stoffe damals nicht

annähernd so schädlich oder giftig waren wie heute.

Ursprünglich war der Brunnen oben offen und das Wasser wurde mit Eimern

geschöpft. Dann sollte hinter dem Wohnhaus eine kleine Werkstatt gebaut

werden. Also trug man den Brunnen oberirdisch ab, deckte ihn mit einer Platte

ab und baute die Werkstatt darüber. Um die Wasserstelle weiterhin benutzen

zu können, verlegte man Bleirohre bis an die Oberfläche und schloss eine

große Schwengelpumpe an. Übrigens, der damalige Bewohner verdiente noch

zu dieser Zeit seinen Lebensunterhalt einige Wochen im Jahr mit dem Fang

von Lachsen und gelegentlich auch von Stören in der Hase. Diese Werkstatt

diente dann viele Jahre als Schlachthaus. Ab 1901 wurde dann, nach mehreren

Anbauten, die Tischlerei daraus.

Irgendwann, vermutlich in den dreißiger Jahren, wurde in der St. Annenstraße

Stadtwasser verlegt. Um auch weiterhin in Notzeiten unabhängig zu sein, hat

man die alte Pumpe an ihrem Platz belassen.

Wo sich der alte Brunnen genau befindet, geriet im Laufe der Jahre in Vergessenheit.

Man wusste nur, dass er unter der Werkstatt sein sollte. Irgendwie

kam mir vor einiger Zeit der Gedanke, wäre doch toll, die Pumpe wieder zum

Leben zu erwecken. Ich baute sie also ab, indem ich die Verbindung mit dem

in die Erde führenden Bleirohr loslötete. Das gute Dutzend Schmiedenägel,

mit denen die Pumpe an dem Wandbrett angenagelt war heraus zu ziehen,

stellte sich als unmöglich heraus. Ich schnitt also die Nagelköpfe ab.

46 | mq + Ausgabe Herbst 2019


DÖNKES AUS DEM ARTLAND

Als ich die Pumpe dann in Händen hielt, war ich von deren Gewicht

doch recht überrascht. Nun wollte ich zuerst überprüfen, ob der

Brunnen und die nach oben führenden Bleirohre nach so langer Zeit

überhaupt noch Wasser liefern konnten. Wenn nicht, hätte ich die

Pumpe, so wie sie war, wieder angebaut. Ich befestigte am oberen

Ende des Rohres, dass aus dem Boden herausragte eine Kupplung,

um eine elektrische Pumpe anzuschließen. Und siehe da! Nach knapp

einer Minute sprudelte klares Wasser aus dem Schlauch.

Nun hieß es also die alte Pumpe zum Leben zu erwecken. Zuerst

entfernte ich die obere Holzabdeckung. Beim Blick in das Innere

wusste ich dann auch, warum die Pumpe so schwer war. Es war schon

erstaunlich zu sehen, wie viel Sand, Schmutz und was auch immer

Mäuse und Insekten im Laufe der

Jahre hinein getragen hatten.

Daher also das hohe Gewicht. Das

Säubern war gar nicht so einfach,

manches war hart wie Beton. Vieles

was da zum Vorschein kam,

war nicht mehr zu erkennen. Das

untere Ventil und der Hebekolben

hatten sich in viele Teile

zerlegt. Sie anzufertigen dauerte

eine geraume Zeit.

Das untere Ventil fertigte ich aus einem trockenen Stück Holz an.

Nach dem Einbringen in das Pumpenrohr sollte dann das einfließende

Wasser das Holz aufquellen lassen und so für einen festen Sitz

sorgen. Die Klappe auf dem Einströmloch des Ventils fertigte ich wie

in alten Zeiten aus einem Stück Leder an. Viel mehr Probleme bereitete

die Herstellung des

Hebekolbens. Als Kind

hatte ich beobachtet,

wie mein Großvater einen

solchen angefertigt

hatte. Extra für diesen

schnitt er aus unserem

Birnbaum einen dicken

Ast heraus, aus dem er ihn dann zuschnitt. Er erklärte mir auch, dass

man grünes, zumindest nasses Holz nehmen müsse, da sich der Hebekolben

, im Gegensatz zum unteren Ventil, nicht aufquellen dürfe.

Nun, da ich nicht von Ribbeck heiße und im Garten keinen Birnbaum

habe, fertigte ich den Hebekolben aus modernem Material an. Kunststoff,

rostfreier Stahl und ein Tennisball als Ventilklappe kamen zum

Einsatz. Nur die Ledermanschette als Dichtungsmittel war nach wie

vor das beste Material.

Als alles zusammen gebaut war und sich die Pumpe an ihrem alten

Platz befand, war die Spannung groß. Würde wohl alles funktionieren?

Eine Schwengelpumpe benötigt bekanntlicherweise als Starthilfe

eine gewisse Menge Wasser. Ich goss also einen Eimer voll hinein

und begann zu Pumpen. Und siehe da, nach ein paar Pumphüben

lieferte das alte Stück gutes Wasser, wie in alten Zeiten. Das Gefühl,

dass mich beschlich war nicht unbedingt Stolz. Vielmehr war es ein

Gefühl der Genugtuung und Freude. Ich fühlte mich für einen Augenblick

zurück versetzt in meine Kinderzeit, in der ich so manchen

Eimer Wasser mit der alten Schwengelpumpe hinter meines Vaters

Elternhaus ans Tageslicht geholt hatte, wie viele Generationen davor.

Manch einer wird sagen:

Gibt es nicht wichtigeres,

als so eine alte Pumpe wieder

herzurichten?

Sicherlich!

Doch was wäre unser Leben

ohne diese kleinen Nebensächlichkeiten,

die unser

Dasein bereichern und an

denen oft eine ordentliche

Portion Herzblut hängt.

Wolfgang Bergfeld

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 47


NATUR UND UMWELT

Das Artland-Magazin.

Grimbart ist ein

begabter Baumeister.

von Alexandra Lüders

Wer in unserer Region (Nordkreis OS-Land)

an späten Sommerabenden auf der Pirsch

ist, kann mitunter einen Dachs beobachten.

Diese Gelegenheit konnte der Vorsitzende

der Kreisjägerschaft Bersenbrück

Klaus Overbeck schon mehrfach wahrnehmen.

Mit seiner rüsselartigen Schnauze

habe das marderartige Raubtier im Boden

intensive Nahrungssuche betrieben. Da

der Allesfresser auch als schädigender

Nesträuber unterwegs sei, werde er in der

Zeit vom 1. August bis 30.Oktober bejagt.

Im Hegering Badbergen seien in diesem

Jahr zehn Dachse „zur Strecke gebracht“

und ihr Fell der Pelzindustrie übergeben

worden. Bundesweit wurden in im

Zeitraum 2015/2016 71100 Tiere erlegt, der

größte Anteil (42 %) davon lag in Bayern.

In England erfolgte im Jahr 2013 wegen

des starken Anstiegs der Tuberkulosefälle

bei Rindern sogar eine extreme Bejagung

des Dachses, der fast in ganz Europa zu

Hause ist. In den 1970er Jahren wurden

Rotfuchsbaue in Deutschland von behördlicher

Seite massenhaft begast, worunter

auch der Dachsbestand gelitten hat.

Doch was haben Dachse mit Füchsen zu

tun? Zwischen diesen beiden Vierbeinern

herrscht eine ganz besondere Wohngemeinschaft!

Häufig teilen sie sich ihre

Behausung in der Erde, indem der Fuchs

als Obermieter die ausgefeilte Baukunst

des Dachses nutzt. In diesem Fall spricht

man sogar von einer „Dachsburg“ und

einem weit verzweigten Bausystem mit

einem 30 Meter langen Durchmesser mit

maximal 50 Kammern und 178 Eingängen,

die durch 879 Meter Tunnel miteinander

verbunden sind. In etwa fünf Meter Tiefe

liegt der sogenannte Wohnkessel (oder

mehrere), welchem über zahlreiche Gänge

nach oben Luft zugeführt wird. Der Dachs

macht es sich hier im Gegensatz zum

Fuchs mit trockenem Laub, Moos oder

Farnkraut gemütlich. Auch während der

Winterruhe setzt er seinen Kot in kleine

Erdlöcher außerhalb seines Baus ab.

Seiner Baukunst verdankt der meisterliche

Zimmermann übrigens den Namen

(indogermanisch „Teks“) und die Baufertigkeit

seinen langen Krallen und kräftigen

zeit finden sich große Mengen von ihnen auf ihren Schlafbäumen ein. Wenn

er kann, brütet der Star in Kolonien. Aber auch als Einzelpaar lässt er sich in

unsere Gärten nieder, wo ihm eigens aufgehängte Kästen zum Brüten

angeboten werden. Gerade die Gärtner schätzen den Star als emsigen Insektenvertilger.

Der kleine Vogel sucht hauptsächlich die Tipula-Larve, die der

Landwirtschaft gelegentlich große Probleme bereitet. Die Tipula ist die Larve

der Wiesenschnake. Sie frisst am Tage die Wurzel der Weidegräser und in

der Nacht die oberirdischen Triebe.

Der Star erbeutet die Larve, in dem er seinen Schnabel in die Erde bohrt

Vorderpfoten. Seine schwarz-weiße längsstreifte

Färbung am Kopf verleiht dem bis

und ihn dann öffnet. Durch diese Taktik kann er die „Bohrung“ vergrößern und

besser an seine Nahrung gelangen. Normalerweise werden in der Landwirtschaft

zu 20 Kilo schweren Räuber ein markantes,

unverwechselbares

die Tipula-Larven mit

Aussehen.

Giften

Die

bekämpft. Diese Gifte töten aber auch andere

Schutzgemeinschaft Lebewesen, nicht Deutsches zuletzt unsere Wild hatte Vögel.

den Dachs Um 2010 die Zahl zum „Tier der Stare des Jahres“ zu erhöhen, kann man so genannte Starenkästen

ausgerufen, (nicht gemeint um ihn bekannter sind Geschwindigkeitsmessgeräte zu machen.

der Polizei) aufhängen.

Aus Diese seinen Bruthilfen Haaren entstehen werden gerne weiche angenommen, wenn sie im Garten an geeigneter

Rasierpinsel/Malpinsel

Stelle platziert werden.

(China) oder

Hutschmuck, aus seinem Fett wurde im 19.

Wenig bekannt ist, dass sich Stare -ähnlich wie unser Kuckuck- als Brutparasit

betätigen. Sie legen allerdings ihr Ei nur in die Nester ihrer Artgenossen.

Jahrhundert Schmalz für Rheumakranke

gemacht. Früher hat es sogar schon (1930)

gezähmte Dieses Dachse Verhalten gegeben, lässt sich die ihren auch bei Staren beobachten, die bereits längere Zeit

Herrn verpaart wegen sind ihrer und guten selbst „Stöbernase“ Junge aufziehen. In den meisten Fällen wird das Ei

der Jagd jedoch begleiten von den durften. Besitzern Auch aus wenn dem der Nest entfernt. Offensichtlich sind sie in der

„Erdmarder“ Lage, das nur Ei schwer als ein zu fremdes sehen ist, zu lebt erkennen; jedenfalls so lange, wie sie selbst

er nahezu noch keine allen eigenen Laub-und gelegt Mischwäldern haben.

oder an Waldrändern. Er bevorzugt hügelige,

reichstrukturierte Landschaften mit

Gelegentlich kommt es vor, dass der männliche Star das erste, vom eigenen

Weibchen gelegte Ei entfernt. Hierbei handelt es sich um eine Abwehrreaktion

Gehölzen, Hecken und die Nähe offener,

landwirtschaftlich

gegenüber Stiefkindern,

genutzter

weil

Gebiete.

das erste Ei oft von einem Nebenbuhler befruchtet

Besonders wurde. aber liebt er Grünlandflächen,

MQ

weil er hier viele Würmer finden kann.

Diese decken nämlich bis zu 50 Prozent

seines Energiebedarfs. Zu seinem breiten

Nahrungsspektrum gehören zudem Insekten,

deren Larven, Schnecken, Muscheln,

Fische, Wühlmäuse, junge Wildkaninchen,

Aas sowie Getreide, Obst, Beeren, Wurzeln

und Sämereien. Je nach Jahreszeit ist sein

Tisch auch in unserer Region also reich

gedeckt. Wie Klaus Overbeck ebenfalls

öfter beobachtet hat, zieht der Dachs mit

seinem Körper eine ausgetretene Rinne als

Eingangspfad zu seinem Bau. Dieser wird

über Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte

von mehreren Dachsgenerationen hintereinander

bewohnt. Das kleinere Weibchen

wirft nach einer sogenannten „Keimruhe“

und anschließender Tragzeit von 45 Tagen

Anfang

Keine

März

Zeit

bis zu

für´s

fünf Junge

Autowaschen?

(Meist aber

nur zwei).

Wir

Die

machen

kleinen

das

Dachse

für

bleiben

Sie.

rund

neun bis zehn Wochen in der Dachsburg,

Sorgfältiger Waschund

Pflegeservice erblicken“. mit

bevor sie das „Licht der Welt“ Buchgalerie

Ein Drittel der Welpen sterben Hol- und durch Bringdienst

Wurmbefall, Räude, den Uhu und im Straßenverkehr.

In Märchen und Fabeln wird

Artland

der Dachs oft „Meister Grimbart“ genannt.

Dem reinlichen Tier wurde 2017 sogar ein

Michael Pigge

Kinderbuch Badberger („Aufgeräumt“) Str. 21 · Quakenbrück

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 49


Das Artland-Magazin.

Klimaschutz

durch energetische

Altbausanierungen

Architekt Dipl.-Ing.

Andreas Henemann

Quakenbrück

Mit

energetischer

Gebäudesanierung

können große

Mengen an

Schadstoffemissionen

vermieden

werden!

Auch in diesem Sommer waren

der Klimawandel und das

Wetter zentrale Themen.

Selbst in Norddeutschland,

nämlich in Lingen, wurden

Temperaturen von über 42 °C

gemessen.

Erschreckend dabei sind nicht die

einzelnen Höchstwerte, sondern die

Tendenz der stetig ansteigenden Jahresdurchschnittstemperatur

weltweit.

Zwischenzeitlich sind auch bei uns in

Deutschland die Auswirkungen und

Folgen des Klimawandels deutlich spürbarer

geworden. Lang anhaltende Dürreund

Hitzeperioden mit Wasserknappheit

und erheblichen Ernteausfällen,

regionale Starkregenniederschläge mit

Überschwemmungen und Erdrutschen,

verheerende Stürme mit großen Schäden

an Gebäuden und Wäldern sowie

schmelzende Gletscher und der Anstieg

des Meeresspiegels sind nur einige davon.

Dabei weisen Wissenschaftler weltweit

seit Jahrzehnten mit Nachdruck auf den

Klimawandel mit seinen gravierenden

Auswirkungen bzw. Folgen hin und

fordern eine drastische Reduzierung der

Schadstoffemissionen. Wenn wir das viel

beschworene Ziel, die globale Erwärmung

auf 1,5 °C zu begrenzen überhaupt noch

erreichen wollen müssen wir wesentlich

mehr für den Klimaschutz tun und so

schnell wie möglich die fossilen Energieträger

durch erneuerbare Energien bzw.

Energieeffizienzmaßnahmen ersetzen.

Einen erheblichen Beitrag dazu könnte die

energetische Sanierung von Gebäuden im

Altbaubestand leisten; denn die Wärmeversorgung,

also die Beheizung der Gebäude

stellt den größten Teil des bundesweiten

Jahresprimärenergieverbrauchs

dar. Heizenergieverbräuche von 150 - 280

kWh/m²a und darüber hinaus sind bei

Altbauten keine Seltenheit. Im Vergleich

50 | mq + Ausgabe Herbst 2019


KLIMASCHUTZ

chen sollten vor Beginn einer energetischen

Sanierung mittels einer Bestandsanalyse

den Ist-Zustand feststellen. Auf

dieser Grundlage können zielgerichtet

energetische Sanierungsmaßnahmen

bezogen auf die individuellen Voraussetzungen

der jeweiligen Baukonstruktionen,

Funktionen und Gestaltung des

Altbaus geplant werden.

Von großer Bedeutung dabei ist die

Reduzierung der Transmissionswärmeverluste

sowie die Einbindung erneuerbarer

Energien in Form der passiven und

aktiven Solarenergienutzung. Als Folge

des geringeren Wärmebedarfs können

alte Öl- oder Gasheizungen ausgebaut

und z.B. durch Wärmepumpenanlage

mit wesentlich kleineren Heizleistungen

ersetzt werden. Dach- bzw. fassadenintegrierte

Kollektoranlagen und/oder

Fotovoltaikanlagen bieten die Möglichkeit,

auch im Altbaubestand aktiv die

Solarenergie zur Wärme- und Stromversorgung

zu nutzen. Historische und gestalterisch

hochwertige Fassaden wie auf

dem Foto können durch entsprechende

Innendämmungen sowohl energetisch

ertüchtigt als auch in ihrer ursprünglichen

Form ohne Verkleidung durch eine

äußere Dämmhülle erhalten werden.

Unter energetischen Gesichtspunkten

haben Reihen-, Ketten- und Stadthäuser

ohnehin den Vorteil, dass lediglich

die Straßen- und Hofseiten sowie die

Dachflächen als tatsächliche Außenhülle

ertüchtigt werden müssen; denn an die

anderen Seitenwände grenzen direkt die

Nachbargebäude an. So können durch

gezielte energetische Sanierung von Altbauten

nicht nur Energieeinsparungen,

sondern bei entsprechender Kreativität

des Architekten auch gestalterische und

funktionale Verbesserungen der Gebäude

erreicht werden.

Eine Gemeinschaft

zum Wohlfühlen.

Unternehmen der

dazu verbrauchen Niedrigenergiehäuser

35 bis 75 kWh/m²a

und Passivhäuser maximal 15

kWh/m²a. Plusenergiehäuser

erzielen sogar ausschließlich

durch die auf ihre Außenhüllen

treffende Solarstrahlung im

Jahresmittel mehr Energie als

sie für den eigenen Wärme- und

Strombedarf benötigen. Nun

erreichen energetisch sanierte

Gebäude nicht immer die Verbrauchswerte

eines Passiv- oder

Plusenergiehauses, wohl aber

eine deutliche Reduzierung des

Heizwärmebedarfs. Außerdem

führen derartige Sanierungsmaßnahmen

zu niedrigeren

Energiekosten, Komfortverbesserung

und Wertsteigerung der

Immobilie.

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den Außenwänden und Dachflä-

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 51


PFAU-Tec GmbH Das Artland-Magazin.

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52 | mq + Ausgabe Herbst 2019


TRAUERBEWÄLTIGUNG

Die Decke war schneeweiß. Die

Ränder mit einer gedrehten

Kordel eingefasst. Einige rote

Rosen lagen darauf. Ein Blender,

gab sie doch vor, aus edler

Seide gewoben zu sein.

Dennoch war sie nur aus irgendeiner

rasch vergänglichen Kunstfaser hergestellt,

ein Massenprodukt:

Eine Sargdecke.

Hoch in den Achtzigern war die Frau,

die sie bedeckte, eine Spätaussiedlerin

aus dem fernen Russland. Mutter vieler

Kinder. Das zerknitterte Gesicht und die

krummen Finger zeugten von einem harten

Leben, geprägt von schwerer Arbeit

in rauem Klima und steter Sorge um das

tägliche Brot.

Und da war er plötzlich auf der Decke,

dieser Tropfen. Ein Sohn der Verstorbenen

hatte sich über sie gebeugt, ihr mit

der Hand noch einmal über das weiße

Haar gestrichen. Da war die Träne

aus seinem Auge herabgetropft. Die

Decke saugte sie nicht auf. Wie eine

gläserne Linse stand sie da und irgendwie

konnte ich meinen Blick nicht von ihr

losreißen. Die Kerzen, neben dem Sarg

aufgereiht, spiegelten sich in ihr. Es war

nicht die einzige Träne, die heute hier

vergossen wurde.

Viele flossen die Wangen hinab, wurden

mit Tüchern oder einfach nur mit den

Diakonische Stiftung

Händen flüchtig aus den geröteten

Augen gewischt. Warum zog dann diese

eine immer wieder meinen Blick auf

sich? Eimerweise werden täglich auf der

st.Sylvesterstift

Nur ein Tropfen Salzwasser

Gedanken eines Bestatters aus Quakenbrück

Welt Tränen der Trauer und der Verzweiflung

vergossen, die wenigen Freudentränen

können diese nicht aufwiegen.

Diese eine hier hatte mich in ihren Bann

gezogen. Ich hörte kaum die Worte

des Geistlichen. Nur als er über den

Lebensweg der Verstorbenen sprach,

horchte ich kurz auf.

Dann stand er wieder vor meinen Augen.

Er würde vertrocknen und auf der Decke,

für das Auge nicht sichtbar, ein paar

Salzkristalle hinterlassen. Die Wassermoleküle

würden sich in der Atmosphäre

verteilen, wo mochten sie wohl wieder

herabregnen? Dumme Überlegungen!

Erst als der Sargdeckel aufgelegt und

zugeschraubt wurde und der Tropfen

meinem Blick verborgen war, riss es mich

aus meinen Gedanken. Doch bis heute ist

er mir im Gedächtnis geblieben, dieses

Symbol tiefer, ehrlicher Trauer, wertvoller

als ein riesiger Haufen Blumen, ausgeschüttet

über einem Grab. Dieser kleine

Tropfen Salzwasser.

Wolfgang Bergfeld

Foto: Gabriela Neumeier_pixelio.de

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Wohnen in der Pflege-Senioren-WG

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 53


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54 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Silke Steiger betreut und organisiert 57

Volkshochschulkurse im Artland mit viel

persönlichem Einsatz. Foto: A. Lüders

MEHRGENERATIONENHAUS

angesichts der 57 Kursangebote, die

allein im Artland laufen. Viele Leute

freuen sich insbesondere angesichts der

kommenden Herbst/Winterzeit auf die

tollen Freizeit – und Bildungsangebote

der VHS. Denn das Spektrum ist groß – es

reicht von Koch- über Kreativ, Sprachund

Fitnesskurse zu bezuschussten

Gesundheits- und Ernährungskursen.

„Die Sprachkurse könnten besser besucht

sein. Im Spanisch-Konversationskurs

sind noch Plätze frei – das ist leider noch

ein Stiefkind“, bedauert Silke Steiger, die

Teilnehmern Lust zum Sprechen machen

möchte. Sehr erfolgreich seien Koch- und

Fitnesskurse sowie die Real- und Hauptschulkurse

und das seit vielen Jahren.

Gerade bei Mädchen sei Letztere ihr ein

echtes Anliegen – hierfür engagiere sich

auch Inge Scheier ganz besonders. Für die

Computer/EDV-Kurse muss Silke Steiger

immer viel Werbung machen, damit sie

überhaupt stattfinden. So auch beim Fotobuchkurs,

den sie zwei Mal organisieren

musste. „Ich bin schon ein drittes Mal

dabei und habe ein eigenes Gartenbuch

mit Fotos aus allen Jahreszeiten gestaltet“,

freut sich Helma Niehoff über ihre

neueste Kreation. „Ich würde gern mehr

kreative Kurse ins Programm aufnehmen,

aber es fehlen geeignete Dozenten. Ich

freue mich auch, wenn Leute zu mir kommen

und Wünsche äußern oder selbst

etwas anbieten wollen“, erklärt Steiger.

Brandneu seien die kostenlosen Kurse,

mit dem Kinder ein Zukunftsdiplom

erwerben können. Mit dem „Zukunftsdiplom“

für Kinder biete die Volkshochschule

Osnabrücker Land 100 neue Kurse im Bereich

Natur- und Klimaschutz an. Die Kids

könnten Vieles ausprobieren, entdecken

und erforschen. So würden eher abstrakte

Themen wie Klimawandel, Artenschwund

oder Recycling auf konkrete Art und Weise

erfahrbar. Das Zukunftsdiplom fände in

Zusammenarbeit mit der Klimainitiative

Osnabrück statt. Die große Programmvielfalt

werde durch die Mitarbeit von dreißig

Kooperationspartner/-innen ermöglicht.

Sie reichten vom Imkerverein über den

Naturschutzbund bis hin zum Bioland-

VHS-OSNABRÜCKER LAND

IM ARTLAND

„Die neuen Volkshochschulprogramme

sind da!“ Diesen Hurra-Schrei kennt Silke

Steiger von der Artländer VHS-Außenstelle

seit dem Sommer 2018. Denn sie

arbeitet im Auftrag der Volkshochschule

Osnabrücker Land im Mehrgenerationenhaus

an der Friedrichstraße 37a, wo

die 53-jährige im Raum 29 in der oberen

Etage ihr Büro hat. Hier ist sie jeweils

Montag von 9 bis 16 Uhr und Donnerstag

von 9,30 bis 12,30 Uhr anzutreffen. Die

gelernte Fremdsprachenkorrespondentin

ist auch im Englischunterricht des

VHS-Hauptschulkurses engagiert. Ihre

Französischkenntnisse bringt Steiger im

Badberger Partnerschaftsverein Hédé Bazouges

ein. „Die VHS Programme reißen

mir die Märkte und Buchhandlungen zu

Saisonbeginn immer aus den Händen.

500 Exemplare sind schon unterwegs

und ich habe noch welche nachliefern

lassen“, freut sich Steiger über die große

Nachfrage. Jedoch ist das kein Wunder

Hier an der Friedrichstraße

37a ist das VHS-

Büro im 1. Stock des

Mehrgenerationenhauses

eingerichtet.

Foto: A. Lüders

Kostenlose Kurse für Kinder im Bereich Klima und Umwelt werden

im Rahmen des Zukunftsdiploms angeboten. Hier lernen Kinder das

Leben der Bienen kennen.

Foto: VHS Osland

Bauernhof. Wie Silke Steiger weiter

informierte, seien diese Kurse im Artland

bisher gut angenommen worden. Eine

Anmeldung dazu sei aber nur online möglich.

Für jede Veranstaltung gebe es einen

Stempel in den Zukunftspass. Im Artland

liefen jetzt acht neue

Kurse dank diverser

Kooperationen. (Infos

und Anmeldungen

unter vhs-osland.de/

zukunftsdiplom).

Kontakt zu Silke Steiger

unter Telefon

05431/ 966 9866

und per Mail unter

silke.steiger@vhsosland.de

Ausgabe Herbst 2019 mq + | 55


Alles bunt

HOBBY & FREIZEIT

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Wir präsentieren ab sofort

ein einmaliges Sortiment für Ihre Herbst-/

(Heide, kleinwüchsige Koniferen für Grabbepflanzungen,

Gaultheria, Christrosen, Alpenveilchen, Gräser u. viele mehr)

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56 | mq + Ausgabe Herbst 2019

Die Büste Sophie ist ein zauberhafter Blickfang am Ende der Rosenbögen.

Fotos: Alexandra Lüders


VERANSTALTUNGEN

1./2.11.

2019

Termine:

Freitag, 29.11.2019, 18 Uhr,

Dienstag, 03.12.2019, 18 Uhr

Samstag, 20.12.2019, 18 Uhr.

Weihnachtlich-Kulinarische

Altstadtrundgänge in Quakenbrück

Anmeldungen sind bis jeweils eine Woche vor der Veranstaltung möglich bei der

Tourismus-Information Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück, Tel. 05431-907590,

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Redaktion und Anzeigenannahme:

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 57


Das Artland-Magazin.

9./10. NOV. 2019

Kulturring Quakenbrück

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Hofanlage im Artland!

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Samstag 14-19 Uhr · Sonntag 10-18 Uhr

Eintritt: 3,50 EUR, Kinder & Jugendliche bis 14 Jahre frei

BUS-SHUTTLE vom Parkplatz Stahlbau Wurst und Bahnhof Bersenbrück.

Parkplatz an der Reithalle und direkt neben dem Martinsmarkt-Gelände.

DIE SCHÖNE & DAS BIEST · Foto: Corina Radu

HEISENBERG

Romantische Komödie in sechs

Szenen von Simon Stephens

mit Charles Brauer

und Anna Stieblich

Simon Stephens, einer der –

auch an deutschsprachigen

Theatern – meistgespielten

britischen Gegenwartsautoren,

ist ein Meister, wenn es darum

geht, einem Stück Rhythmus

und Tempo zu geben.

Unterschiedlicher kann es nicht

sein, das Paar, dessen ungewöhnliche

(Liebes-) Geschichte

auf einem Londoner Bahnhof

beginnt, als ein Mann scheinbar

zufällig auf den Nacken geküsst

wird. Und plötzlich „steht die

Bühne unter Strom“ (B. Brentley).

Sie, GEORGIE (Anfang 40,

quirlig, impulsiv, gesprächig,

kontaktfreudig und trotzdem

einsam) beginnt, das pedantisch

geordnete Leben von ihm, ALEX

(Mitte 70, schüchtern, verschlossen

und seit seiner einzigen

großen Jugendliebe, die einen

anderen heiratete, alleinlebend)

durcheinander zu wirbeln.

Während er mehr oder weniger

befremdet und genervt auf die

vielen Geschichten reagiert, die

sie ungefragt über sich erzählt,

ist er gleichzeitig gegen seinen

Willen beunruhigt und fasziniert

von der unbändigen Energie

der charmanten Nervensäge.

Dabei weiß er – ebenso wenig

wie das Publikum –, welche der

immer wieder anders erzählten

Details aus ihrem Leben Realität

sind, mit welchen sie ihn nur

provozieren will und welche nur

ihrer Phantasie entspringen. Ist

ihr Mann in den Flitterwochen

mit ihr nach Thailand geflogen

oder war sie nie verheiratet,

ist er abgehauen und lebt jede

Menge »Marihuana rauchend

in Amsterdam« oder ist er

verstorben?

Samstag,

16. Nov. ‘19

20 Uhr

58 | mq + Ausgabe Herbst 2019

HEISENBERG

Foto: Christian Enger


DIE SCHÖNE

& DAS BIEST

Handlungsballett nach dem

bekannten Märchen

Musik: Peter I. Tschaikowsky

Libretto: Horatiu Chereches

nach Gabrielle-Suzanne de

Villeneuve

Choreografie: Horatiu Chereches

Ausstattung: Natalia Kornilova

FANTASIO: Rumänisches Staatsballett

„Oleg Danovski“

Constanta, Rumänien

Das Märchen „Die Schöne und

das Biest“ erzählt eine der

weltweit schönsten Liebesgeschichten,

die bis heute Alt und

Jung gleichermaßen verzaubert.

Dreh- und Angelpunkt ist natürlich

auch im Ballett neben dem

Königssohn, der von einer Fee

aus Rache für seinen Hochmut

in ein abstoßendes Monster,

halb Tier, halb Mensch, verwandelt

wird, vor allem die Schöne,

die diese Verwünschung durch

vorurteilslose Liebe bricht.

Der Zauber dieses Märchens

vereint alles, was Ballettfans

sich wünschen: eine emotionale

Geschichte, romantisch-dynamische

Pas de deux, atemberaubende

Ensembleszenen und

phantastisch getanzte Soli. Wie

immer legt FANTASIO nicht nur

Wert auf perfekte Technik und

künstlerische Ausdruckskraft,

sondern auch auf eindrucksvolle

Bühnenmalerei und prachtvolle

Kostüme, die das Publikum in

eine Märchenwelt entführen.

FANTASIO: ein Synonym für Ballett

zum Staunen und Träumen!

Sonntag,

8. Dez. 2019

19 Uhr

Die Einzelkarten pro Veranstaltung kosten jeweils

24 Euro bzw. 19 Euro ermäßigt.

Das Abo für alle vier Veranstaltungen ist für 79 Euro erhältlich.

Die Karten gibt es unter der Nordwest Ticket-Hotline 0421–363636,

bei www.nordwest-ticket.de, an allen Vorverkaufsstellen von

Nordwest Ticket sowie in der Tourismus-Information Artland, Markt 4,

49610 Quakenbrück.

www.kulturring-quakenbrueck.de

THEATER · MUSIK · FILM · KABARETT · LESUNG

Li.F.T.

Kartenvorbestellung:

05462-72080

(Buchhandl. Möllmann Ankum)

05435-3369274

05435-2240

05901-2743

(Dütt & Datt, Bippen)

(Schreibwaren Runge, Berge)

(Lotto Greskamp, Fürstenau)

Mitglied der

SAAL DER COMPAGNIA BUFFO · 49626 RESTRUP

UND ALTER BUCHLADEN, HAUPTSTR. 21, BERGE

PROGRAMM

KALENDER

Li.F.T. e.V.

Literatur, Film und Theater auf dem Land

Restrup 10 ...49626 Bippen

Telefon: 0 54 35-2410

e-mail: liftbippen@hotmail.com

www.kulturverein-lift.de

...Spendenkonto: Kreissparkasse BSB

(BLZ 265 515 40)

Kto.-Nr. 121 212 716

www.kulturverein-lift.de

Sa. 28. 50 Jahre Woodstock 20 00

SEP Performance und Film BERGE

Do. 3. Serientäter-KINOABEND: 20 00

OKT „French Connection” BERGE

Sa. 12. Kerstin Wittstamm 20 00

OKT „Eisprinzessin“ + „Geschichte einer Tigerin“

So. 13. Kindertheater 15 00

OKT „Der gestiefelte Kater“ - Tamalan

Sa. 26. Kascha B. - Solo 20 00

OKT „Es kann Komik was will“

Fr. 1. Archie Clapp - Comedy 20 00

NOV „Scheiße Schatz, die Kinder kommen nach Dir!”

Do. 7. Serientäter-KINOABEND: 20 00

NOV „Herr der sieben Meere” BERGE

Sa. 9. Poetry-Slam 20 00

NOV Moderation: Andreas Weber, MS

Fr. 29. Compagnia Buffo 20 00

NOV „Oh, oh, du Fröhliche...“ - Weihnachtsfeier

Do. 5. Serientäter-KINOABEND: 20 00

DEZ „Kleine Haie” BERGE

Sa.14. Kaspar + Gaya 20 00

DEZ „...ein Krippenspiel“

Sa. 8. Extra Art 20 00

FEB „Staunen und Lachen”

Do. 20. Lilly Comedy zu Weiberfastnacht 20 00

FEB „Ein Witz kommt selten alleine”

Fr. 21. Lilly - Comedy 2. Vorstellung 20 00

FEB „Ein Witz kommt selten alleine”

So. 23. Kindertheater 15 00

FEB

Käpt‘n Knall u. der Schatz v. Samossa

BIPPEN

KREISEL


THEATER · MUSIK · FILM · KABARETT · LESUNG

Allgemeines

BERGE


COMPAGNIA

BUFFO







BERSENBRÜCK ➔

QUAKEN-

BRÜCK➔

NORTRUP➔

KETTENKAMP➔

RESTRUP


60 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Ausgabe Herbst 2019 mq + | 61


Das Artland-Magazin.

KINO-TIPPS

Seit Donnerstag, 26. September

SHAUN DAS SCHAF - UFO-ALARM

Ab Donnerstag, 03. Oktober

GEMINI MAN

...im Oktober

DOWNTON ABBEY

Ab Donnerstag, 24. Oktober

TERMINATOR: DARK FATE

Ab Donnerstag, 31. Oktober

DAS PERFEKTE GEHEIMNIS

Da tut sich was in Mossingham! Als eines

Tages, wie aus dem Nichts, merkwürdige

Lichter am Himmel auftauchen, wissen

die Bewohner des verschlafenen Städtchens

gar nicht, wie ihnen geschieht. Was

ist das bloß dort oben? Shaun das Schaf

hat dafür allerdings keinen Kopf, stattdessen

muss der sich nämlich mit einem

Bitzer herumschlagen, der all seine tollen

Streiche vereitelt. Als Shaun jedoch auf

ein außerirdisches Mädchen trifft, dass

hinter den merkwürdigen Ereignissen am

Himmel steckt und mit ihrem Raumschiff

nahe der Mossy Bottom Farm bruchlandete,

sieht er seine große Chance gekommen:

Gemeinsam mit seiner neuen

Bekanntschaft aus einer weit entfernten

Galaxis tun sich völlig neue Möglichkeiten

auf, um den Bewohnern von Mossingham

geniale Streiche zu spielen! Gemeinsam

erleben die beiden jede Menge Abenteuer,

auch wenn gleichzeitig klar ist, dass

ihre Zufallsbegegnung nicht von Dauer

ist. Oberstes Ziel der Alien-Dame ist es,

wieder nach Hause zu kommen...

Henry Brogen (Will Smith) ist ein Weltklasse-Attentäter,

der sich in den Ruhestand

begeben will. Da setzt sein ehemaliger

Vorgesetzter Clay Verris (Clive Owen)

plötzlich einen gefährlichen Assassinen

auf ihn an, der sich als Henrys eigener, im

Geheimen erzeugter und vor allem viel

jüngerer Klon (ebenfalls Smith, aber aus

dem Computer) entpuppt. Es entbrennt

ein ebenbürtiges Duell zwischen dem

menschlichen Original und seiner Kopie,

in dem beide immer den nächsten Schritt

des jeweils anderen zu kennen scheinen.

Brogen wird dabei von der Regierungsagentin

Danny Zakarweski (Mary Elizabeth

Winstead) und seinem Kollegen

Baron (Benedict Wong) beim Überleben

unterstützt, während sein Klon in eine

Identitätskrise stürzt. Werden die Profi-

Killer den tödlichen Teufelskreis durchbrechen

können, den der undurchsichtige

Verris in Gang gesetzt hat?

Die Leinwand-Adaption der britischen

Erfolgsserie „Downton Abbey“ führt die

Ereignisse der Serie fort. Anna (Joanne

Froggatt) und Mr. Bates (Brendan Coyle)

haben nun ein Kind, das mittlerweile 18

Monate alt ist. Sie ist leidenschaftlich

gern bei Lady Mary (Michelle Dockery)

in Downton und hilft dabei, das Vermächtnis

der Familie Crawley aufrecht

zu erhalten. Doch mit König Georg V. und

Königin Mary muss sich das Anwesen

im Jahre 1927 auf königlichen Besuch

vorbereiten. Der Earl of Grantham (Hugh

Bonneville) fürchtet, dem nicht mehr

gewachsen zu sein. Lady Marys turbulentes

Liebesleben hingegen ist mit ihrem

zweiten Mann Henry Talbot (Matthew

Goode) nun endlich zur Ruhe gekommen

und sie spielt mit dem Gedanken, sich

ein unabhängiges Leben außerhalb des

Anwesens aufzubauen. Über allem hängt

jedoch nur eine entscheidende Frage: Ist

Downton noch zeitgemäß oder sollte es

in eine bürgerlche Institution umgewandelt

werden?

Vor wenigen Tagen war das Leben von

Dani Ramos (Natalia Reyes) noch in

bester Ordnung - und dann änderte sich

alles: Plötzlich befindet sie sich inmitten

eines Krieges zwischen den Menschen

und den Maschinen, in dem ihr neben

Sarah Connor (Linda Hamilton) glücklicherweise

auch die weiterentwickelte

Grace (Mackenzie Davis) zur Seite steht.

Denn im Kampf um Leben und Tod treffen

die Frauen nicht nur auf den T-800 (Arnold

Schwarzenegger), sondern auch auf

einen neuen Terminator (Gabriel Luna),

der es auf sie abgesehen hat. „Terminator:

Dark Fate“ schließt nicht an den bis

dato letzten Film der Reihe, „Terminator:

Genisys“ an, sondern an James Camerons

„Terminator 2 - Tag der Abrechnung“ von

1991.

Drei Frauen. Vier Männer. Sieben Telefone.

Und die Frage: Wie gut kennen sich

diese Freunde und Paare wirklich? Als sie

bei einem Abendessen über Ehrlichkeit

diskutieren, entschließen sie sich zu einem

Spiel: Alle legen ihre Smartphones

auf den Tisch, und alles, was reinkommt,

wird geteilt. Nachrichten werden vorgelesen,

Telefonate laut mitgehört, jede noch

so kleine WhatsApp wird gezeigt. Was als

harmloser Spaß beginnt, artet bald zu

einem emotionalen Durcheinander aus

- voller überraschender Wendungen und

delikater Offenbarungen. Denn in dem

scheinbar perfekten Freundeskreis gibt es

mehr Geheimnisse und Lebenslügen, als

zu Beginn des Spiels zu erwarten waren.

In DAS PERFEKTE GEHEMNIS lassen die

FACK JU GÖHTE-Filmemacher Bora Dagtekin

und Lena Schömann einen Abend unter

Freunden eskalieren und bringen dafür ein

einmaliges Star-Ensemble an einen Tisch:

Elyas M’Barek, Florian David Fitz, Jella

Haase, Karoline Herfurth, Frederick Lau,

Wotan Wilke Möhring u. Jessica Schwarz...

Die beste Zeit

für bestes Sehen

Entspannt sehen, erleben und genießen.

• Brandheißer Tipp:

Quakenbrück

Goldstraße 25 – 27

Telefon 0 54 31/21 17

Taxi- und

Mietwagenfahrten

bis 8 Personen, sowie:

• Kranken- und Behindertenfahrten auch für rollstuhlgebundene

Menschen mit Begleitung bis hinter die Haustüre

• Begleitservice bei Arztbesuchen

• Flughafentransfer und Kurierdienste

Abrechnung

über die

Krankenkassen!

62 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Ab Donnerstag, 14. November

LE MANS 66

Im Fokus steht die Biografie von Henry

Ford II (Travy Letts) und dem Konkurrenzkampf

zwischen Ford und Ferrari bei

dem Rennen in Le Mans im Jahr 1966.

Henry Ford II hat das Familiengeschäft

seines Großvaters Anfang der 1960er

Jahre übernommen. Um amerikanische

Autos am von europäischen Herstellern

dominierenden Markt zu etablieren,

überarbeitete er das Firmenkonzept mit

Hilfe des jungen Visionärs Lee Iacocca

(Jon Bernthal) und dem ehemaligen

Rennchampion und Ingenieur Carroll

Shelby (Matt Damon). Zusammen kreierten

sie den Ford GT40, der Ferrari in ihrem

eigenen Rennen in Le Mans 1966 schlagen

sollte, was bis dahin keinem amerikanischen

Model zuvor gelingen wollte.

Mit dem britischen Rennfahrer Ken Miles

(Christian Bale) arbeiten sie an dem revolutionären

Rennwagen. Alle verfolgen

das gleiche Ziel: Ken Miles soll mit dem

Ford GT40 als erster über die Ziellinie von

Le Mans 1966 fahren...

Ab Donnerstag, 21. November

DIE EISKÖNIGIN 2

Anna (Kristen Bell), Elsa (Idina Menzel),

Kristoff (Jonathan Groff) und Olaf (Josh

Gad) machen sich auf den Weg zu einem

weit entfernten Wald, um die Wahrheit

über ein uraltes Geheimnis ihres Königreichs

Arendelle zu erfahren. Fortsetzung

zu „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“

aus dem Jahre 2014.

KINOWELT

12. Oktoberfest der Burgmannskapelle

Quakenbrück

am 19.10.19

Die Bamberger „von 0 auf Party

in 10 Sekunden“

Unter dem Motto „Feiern wie in Bayern“ veranstaltet die Burgmannskapelle

Quakenbrück e.V. am Samstag, den 19. Oktober 2019 ihr 12. Oktoberfest

in der Artland Arena Quakenbrück.

Als Top-Act haben die Veranstalter

in diesem Jahr

„Die Bamberger“verpflichtet.

Deren Motto

lautet „von 0 auf Party

in 10 Sekunden“

Fleißige Hände werden

die Artland Arena wieder

in eine weiß-blaue Festhalle

zur Wiesn-Party

verwandeln – und aus

allen Ecken wird es

nach bayrischen

Spezialitäten und

natürlich frisch gezapften Maß Bier duften.

Traditionell sticht der Bürgermeister zur Eröffnung ein Fass Freibier an, bevor

die Burgmannskapelle unter der Leitung von Victor Göbel eine bunten Streifzug

von der volkstümliche Blasmusik bis zu Tanz- und Partymusik macht. Im

Anschluss an die Burgmannskapelle treten „Die Bamberger“ auf.

Von bayrischer Musik über Schlager bis zu Rock und Pop reicht ihr Repertoire.

Der Beginn ist um 19.00 Uhr, Einlass ist ab 18.00 Uhr.

Eintrittskarten ab Freitag, den 13. September bei folgenden Vorverkaufsstellen

zu erhalten, Uhren & Schmuck Braemer in der Langen Straße und dem Allianz-

Versicherungsbüro Thomas Ludmann in der Bahnhof Straße.

hoffentlich Allianz

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VERSICHERUNGSBÜRO

Thomas Ludmann

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Ausgabe Herbst 2019 mq + | 63


Oktoberfest

Foto: Burgmannskapelle Quakenbrück

10 OKTOBER

05.10.2019, 14:00 Uhr

Neustädter Schützenbund e. V. 1922

- Vereinsmeisterschaften

Veranstalter: Neustädter Schützenbund

e.V., Neustädter Straße 6,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Neustadt, Danziger

Straße, 49610 Quakenbrück

13.10.2019, 15:00 Uhr

Veer Burskupper Schützenbund

e.V. - Pokal- und Plakettenschießen/

Vereinsmeisterschaften

Veranstalter: Veer Burskupper Schützenbund

e.V., Kanaldamm 5,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Klein Mimmelage,

Kanaldamm, 49637 Menslage

15.10.2019, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch

Thema: Die Zukunft der Pflege

Vortragender: Herr Schnellhammer

Kategorie: Sonstige, Vorträge

Veranstalter: St. Slyvesterstift,

Grüne Straße 24, 49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

19.10.2019, 17:00 Uhr

Kultur in der Arche - Wojciech Waleczek:

Europäisches Klavierrecital

Veranstalter: Christliches Krankenhaus

Quakenbrück, Danziger Straße 2,

49610 Quakenbrück

Ort: Christliches Krankenhaus Quakenbrück,

Danziger Straße 2,

49610 Quakenbrück

19.10.2019, 19:00 Uhr

12. Oktoberfest der Burgmannskapelle

Quakenbrück

Zum absoluten „Renner“ ist das Oktoberfest

der Burgmannskapelle Quakenbrück

avanciert, das am Samstag, 19. Oktober

2019, um 19:00 Uhr in zwölfter Auflage in

der Artland Arena über die Bühne gehen

wird. Das Motto heißt dann „Feiern wie in

Bayern“ mit einer Stimmung wie auf der

Münchner Wies’n.

LIVE:

Veranstalter: Burgmannskapelle Quakenbrück

e.V., Im Burggarten 2,

49610 Quakenbrück

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

VERANSTALTUNGEN IM ARTLAND

20.10.2019, 15:00 Uhr

Schützenverein Borg-Bottorf-

Wasserhausen - Schlussschießen

und Vereinsmeisterschaften

Veranstalter: Schützenverein Borg-

Bottorf-Wasserhausen e.V., Alter

Löninger Weg 26, 49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Borg-Bottorf-Wasserhausen,

Quakenbrücker Landstr. 19a,

49637 Menslage

24.10.2019, 19:00 Uhr

Stadtwächtertouren

Stilecht, stimmungs- und humorvoll und

gleichzeitig informativ sind die „Stadtwächtertouren“

unter der Leitung von

Wolfgang Becker, die von der Tourismus-

Information Artland erstmals am Freitag,

27. September 2019, um 19 Uhr ab

Rathaustreppe angeboten werden.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Rathaustreppe, Markt 1,

49610 Quakenbrück

26.10.2019

Schützenverein Hahnenmoor-

Börstel - Rock im Moor

Veranstalter: Schützenverein

Hahnenmoor-Börstel e.V.,

Im Forsten 7, 49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Hahnenmoor,

Hahnenmoostrasse 28a, 49637 Menslage

27.10.2019, 15:00 Uhr

Kinderschützenverein Herbergen -

Jahresabschlussschießen

Veranstalter: Kinderschützenverein

Herbergen, Schevenwiese 2,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

31.10.2019, 10:00 Uhr

Gottesdienst

aller Stadtgemeinden

zum Reformationstag

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11

49610 Quakenbrück

11 NOVEMBER

01.11.2019, 18:30 Uhr

Vortragsabend „Vom Haseüberfall

zur Sohlengleite“ mit Fischbüfett

Wolfgang Osthus ist ein profunder Kenner

des Hasetals und seiner Menschen. Sein

nun schon jahrzehntelanges Interesse an

dem Fluss, seiner Landschaft und seinem

Umland nimmt die Tourismus-Information

Artland auf vielfachen Wunsch zum

Anlass, auch im kommenden Jahr zwei

erlebnisreiche BusEntdeckertouren

entlang der Hase und eine spannende

Vortragsveranstaltung zur Sohlengleite

mit Fischbufett anzubieten.

Veranstalter: Tourismus-Information

Artland, Markt 4, 49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhof, Schützenhofallee,

49610 Quakenbrück

01.11.2019, 20:00 Uhr

Mirja Regensburg: „Mädelsabend -

jetzt auch für Männer“

In ihrem Programm zeigt Mirja die Verrücktheit

des Lebens auf. Sie verzweifelt

nicht oder scheitert, denn sie nimmt das

Leben mit Humor.

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

01.11.2019 - 02.11.2019,

Whiskymesse - Wein & Genuss

Wojtun

Veranstalter: Wojtun Wein & Genuss,

Berger Straße 20, 49637 Menslage

Ort: Hof Wojtun, Berger Str. 20,

49637 Menslage

02.11.2019, 15:30 Uhr

Schützenverein Menslage von 1868

e. V. - Schweineschießen

Veranstalter: Schützenverein Menslage

e.V., Boomes Weg 3, 49637 Menslage

Ort: Schützenhalle am Rüskenbrink,

Am Rüskenbrink, 49637 Menslage

03.11.2019, 18:00 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

Eröffnungskonzert

Für einen brillanten Auftakt sorgt das

Novosibirsk Philharmonic Orchestra. Die

Leitung hat Thomas Sanderling, Spross der

Dirigentenfamilie Sanderling. Er assistierte

Herbert von Karajan und Leonard Bernstein,

war Ständiger Gastdirigent an der

Deutschen Staatsoper in Berlin, gastierte

am Mariinski-Theater Sankt Petersburg

oder am Bolschoi-Theater Moskau.

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

06.11.2019, 12:00 Uhr

„Glockenstadt“ im Münsterland.

In Gescher klingen die Glocken -

Kneippverein Quakenbrück e.V.

Besuch in einer der letzten großen

Glockengießereien und des Westf.

Glockenmuseums.

Veranstalter: Kneippverein Quakenbrück

e.V., Wilhelmstraße 19, 49610

Quakenbrück

Ort: Neuer Markt Quakenbrück,

Theisstraße, 49610 Quakenbrück

08.11.2019, 18:00 Uhr

Kita Laternenfest

Veranstalter: Ev.-luth. Kirchengemeinde

St.-Sylvester, Alenconer Straße 11,

49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterkirche (Quakenbrück),

Alenconer Straße 11, 49610 Quakenbrück

09.+10.11.2019

Martinsmarkt in Gehrde

Der Martinsmarkt hat sich zu einem beliebten

Volksfest im Landkreis Osnabrück

entwickelt. Aussteller aus Nah und Fern

loben den idyllischen Ort und die Besucher

genießen das magische Ambiente.

Der Martinsmarkt ist am Samstag von

14-19 Uhr und am Sonntag von 10-18

Uhr geöffnet.

Veranstalter: Ferienhof Groneick

Ort: Schnücks Ort 2, 49596 Gehrde

15.11.2019, 20:00 Uhr

Caterina Valente Show: „Bon Jour,

Kahtrin!“

Woran denken Sie bei Caterina Valente?

An „Ganz Paris träumt von der Liebe“,

Wirtschaftswunder und die Fünfziger

Jahre? Wenn Claudia Schill und ihr

Bühnenpartner Klaus Renzel die Welterfolge

der Caterina Valente auf die Bühne

bringen, dann treffen Musik und Humor

aufeinander.

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

Quelle: www.artland.de

16.11.2019, 20:00 Uhr

Kulturring-Aufführung „Heisenberg“

mit Charles Brauer u. Anna Stieblich

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück

e.V., Bahnhofstraße 14, Quakenbrück

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

17.11.2019, 11:00 Uhr

Gedenkfeier zum Volkstrauertag

Veranstalter: Stadt Quakenbrück,

Markt 1, 49610 Quakenbrück

Ort: Ehrenhain Quakenbrück,

Am Ehrenhain, 49610 Quakenbrück

17.11.2019, 18:00 Uhr

Quakenbrücker Musiktage:

Oratorium

Mit dem Philharmonischen Chor Quakenbrück

und dem Staatlichen Sinfonieorchester

Kaliningrad darf sich das Publikum

auf ein eingespieltes Team freuen. Hierbei

kooperiert der Chor mit dem Mozart-Chor

Hagen unter der Gesamtleitung von

Ji-Kyung Lee.

Ort: St. Marienkirche (Quakenbrück),

Burgstraße 2, 49610 Quakenbrück

19.11.2019, 10:30 Uhr

Offener Mittagstisch

Märchenerzählung

Vortragende: Frau Reuter-Siegmann

Veranstalter: St. Slyvesterstift,

Grüne Straße 24, 49610 Quakenbrück

Ort: St. Sylvesterstift, Grüne Straße 24,

49610 Quakenbrück

20.11.2019

Weihnachtsmarkt der Landfrauen

Veranstalter: Landfrauenverein Menslage,

Hülsweg 3, 49637 Menslage

22.11.2019 - 24.11.2019,

10:00 - 18:00 Uhr

Adventsausstellung - Wein & Genuss

Wojtun

Veranstalter: Wojtun Wein & Genuss,

Berger Straße 20, 49637 Menslage

Ort: Hof Wojtun, Berger Str. 20,

49637 Menslage

22.11.2019, 19:30 Uhr

Generalversammlung

Herbergen Hütte

Veranstalter: Herberger Hütte, Alter

Löninger Weg 12, 49637 Menslage

Ort: Herberger Hütte, Menslage

23.11.2019

Vorstellung des Heimatfilms

„850 Jahre Nortrup“

Veranstalter: Gemeinde Nortrup,

Postweg 1, 49638 Nortrup

Ort: Sporthalle Nortrup, Schulstraße 4,

49638 Nortrup

64 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Foto: Guido Engels

29.11.2019, 19:00 Uhr

Schützenverein Quakenbrück von

1589 e. V. - Nikolausschießen

Veranstalter: Schützenverein Quakenbrück

e.V., Danziger Straße 17,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhof Quakenbrück,

Schützenhof 1, 49610 Quakenbrück

29.11.2019, 20:00 Uhr

Martin Rütter - „Freispruch!“

Bitte erheben Sie sich von Ihren Plätzen!

Denn jetzt kommt der einzig wahre

„Anwalt der Hunde“.

In seinem neuen Live-Programm „FREI-

SPRUCH!“ hält Martin Rütter ein bellendes

Plädoyer für die Beziehung von Hasso und

Herrchen. Im Auftrag der Hunde und zur

Aufklärung ihrer Menschen.

Ort: Artland Arena, Jahnstraße 19,

49610 Quakenbrück

30.11.2019, 15:00 Uhr

Veer Burskupper Schützenbund e.V.

- Weihnachtsmarkt

Veranstalter: Veer Burskupper

Schützenbund e.V., Kanaldamm 5,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Klein Mimmelage,

Kanaldamm, 49637 Menslage

30.11.2019, 20:00 Uhr

Tillack und Blömer - Humor in

Bewegung

Die Welt steht Kopf. Am besten erst einmal

hinsetzen und sich ein paar Gedanken

machen. Nur was ist, wenn man sich die

falschen Gedanken macht.

Also besser gedankenlos bleiben? Dann

doch lieber schöne Gedanken machen, mit

Realitätsverlust.

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

12 DEZEMBER

01.12.2019, 11:00 Uhr

Weihnachtsmarkt in Nortrup

Veranstalter: Reit- und Fahrverein

Nortrup e.V., Hardelager Straße 1a,

49638 Nortrup

Ort: Reitsportzentrum,

Hardelager Str. 37, 49638 Nortrup

01.12.2019, 11:00 Uhr

Weihnachtsbasar und Nikolausschießen

Veranstalter: Neustädter Schützenbund

e.V., Neustädter Straße 6,

49610 Quakenbrück

Ort: Schützenhalle Neustadt, Danziger

Straße, 49610 Quakenbrück

01.12.2019, 16:00 Uhr

TV Menslage - Nikolausturnen

Veranstalter: Turnverein Menslage e.V.,

Am Kamp 5, 49637 Menslage

Ort: Turnhalle Menslage, Hauptstraße 31,

49637 Menslage

01.12.2019, 17:00 Uhr

Kultur in der Arche - Duo Vigna

Weihnachtskonzert „Der grüne

Diamant“

Veranstalter/Ort: Christliches Krankenhaus

Quakenbrück, Danziger Straße 2,

49610 Quakenbrück

01.12.2019

Weihnachtsmarkt in Badbergen

Ort: Badbergen, 49635 Badbergen

04.12.2019, 15:00 Uhr

Morgen Kinder wird`s was geben....

- Kneippverein Quakenbrück e.V.

Gemütliches Miteinander im Advent

Veranstalter: Kneippverein Quakenbrück

e.V., Wilhelmstraße 19, Quakenbrück

Ort: Am Pfauenhof, Bunner Straße 1,

49632 Essen

06.12.2019, 20:00 Uhr

Die Stillen Hunde: „Dickens - das

Weihnachtsmärchen“

Eine Weihnachtsgeschichte nach der

Erzählung von Charles Dickens - Herr

Scrooge arbeitet hart für sein Geld und hat

nichts zu verschenken.

Nichts und niemandem. Auch nicht zu

Weihnachten. Da schon gar nicht.

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

07.12.2019 - 08.12.2019,

10:00 - 18:00 Uhr

Weihnachtsmarkt in Quakenbrück

Veranstalter: Stadt Quakenbrück,

Markt 1, 49610 Quakenbrück

Ort: Marktplatz Quakenbrück, Markt 1,

49610 Quakenbrück

07.12.2019 - 08.12.2019,

10:00 - 18:00 Uhr

Weihnachtsmarkt im Stadtmuseum

Veranstalter: Stadtmuseum Quakenbrück

e. V., Markt 7, 49610 Quakenbrück

Ort: Stadtmuseum Quakenbrück,

Markt 7, 49610 Quakenbrück

08.12.2019, 19:00 Uhr

Kulturring-Ballettaufführung

„Die Schöne und das Biest“

Veranstalter: Kulturring Quakenbrück

e.V., Bahnhofstraße 14, Quakenbrück

Ort: Artland Gymnasium, Am Deich 20,

49610 Quakenbrück

08.12.2019

Schützenverein Hahnenmoor-

Börstel - Adventsschießen

Veranstalter: Schützenverein

Hahnenmoor-Börstel e.V., Im Forsten 7,

49637 Menslage

Ort: Schützenhalle Hahnenmoor, Hahnenmoostrasse

28a, 49637 Menslage

13.12.2019, 20:00 Uhr

„Weihnachten im Watt “ Lesung mit

Ludger Abeln

„Weihnachten

im Watt“ ist ein

literarischer Adventskalender

mit

24 humorvollen

Geschichten

auf Hoch- und

Plattdeutsch. Warum hat Rudolph das

Rentier eine rote Nase, was macht eine

Gruppe aus dem Ruhrgebiet am Heiligen

Abend auf einer Sandbank und wie wurde

aus dem Sänger Bata Ilic der Geistliche

Pater Ilic?

Veranstalter/Ort: Theaterwerkstatt

Quakenbrück e.V., Bahnhofstraße 35,

49610 Quakenbrück

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IMPRESSUM

HERAUSGEBER

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

Hindenburgstr. 48 | 49610 Quakenbrück

GESAMTHERSTELLUNG

Oelkers, Druckhaus im Artland GmbH

REDAKTION

Hans-Wilhelm Oelkers (V.i.S.d.P.),

Ruth Keck, Alexandra Lüders, Florian

Risch, Detlef Bülow, Heiko Bockstiegel,

Katharina Preuth, Bernd Middendorf,

sowie Vereine, Firmen, Personen,

Gruppen und Institutionen, die uns

freundlicherweise Texte und Fotos zur

Verfügung stellen. Verantwortlich für

den Inhalt der redaktionellen Texte

sind die jeweiligen Vereine, Firmen,

Personen, Gruppen und Institutionen.

ANZEIGEN- U. REDAKTION

Oelkers, Druckhaus im Artland

Hindenburgstraße 48

49610 Quakenbrück

fon 0 54 31 - 94 10 01

fax 0 54 31 - 94 10 50

hawe.oelkers@gmail.com

info@keck-kommunikation.de

Das MQ+ erscheint in einer Auflage von

15.000 Stück im Artland und punktuell in den

angrenzenden Ortschaften.

Es gelten die Anzeigenpreise gem. Mediadaten

MQ+, Stand Mai 2013.

66 | mq + Ausgabe Herbst 2019


Theaterwerkstatt Quakenbrück e.V.

Bahnhofstr. 35 · 49610 Quakenbrück · Tel. 0 54 31 / 26 44

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

PROGRAMM NOV.

Mirja Regensburg:

„Im nächsten Leben werd ich Mann!“

Mirja Regensburg ist das Multifunktionswerkzeug unter den weiblichen Comedians.

Nach dem großen Erfolg ihres ersten Soloprogramms „Mädelsabend - Jetzt auch für Männer“

folgt nun Mirja’s zweiter Streich: „Im nächsten Leben werd ich Mann!“

Jetzt sind die Männer dran! Im positiven Sinn! Die neue Show ist eine kleine Hommage an

das vermeintlich „starke“ Geschlecht und ein kleiner Leitfaden, wie Frau sich nicht allzu

ernst nimmt. Die erfolgreiche Komikerin und Erfinderin der Muffin-Jeans („wenn der Teig

oben so über‘s Bündchen quillt“) ist bekannt aus der ARD-Sendung „Ladies Night“, dem

Quatsch Comedy Club und durch ihre Radio Comedy bei HITRADIO FFH. Die Kölnerin mit

nordhessischem Migrationshintergrund gewinnt die Herzen ihrer Fans mit ihrer authentischen,

fröhlichen Art und verblüfft durch schonungslose Ehrlichkeit.

Weitere Infos: www.mirja-regensburg.de

Eintritt: AK: 19 €, VVK: 17 €, ermäßigt AK: 15 €, VVK: 13 €

Fr,

1.11.

20 Uhr

KARTENVORVERKAUF:

Buchhandlungen Thoben und Buchgalerie Artland

sowie über die Homepage der Theaterwerkstatt:

www.theaterwerkstatt-quakenbrueck.de

Stand Up-Comedy

Fr,

15.11.

20 Uhr

Chansonabend

Caterina Valente Show: „Bonjour, Kahtrin!“

Woran denken Sie bei Caterina Valente? An „Ganz Paris träumt von der Liebe“, Wirtschaftswunder

und die Fünfziger Jahre? Wenn Claudia Schill und ihr Bühnenpartner Klaus Renzel

die Welterfolge der Caterina Valente auf die Bühne bringen, dann treffen Musik und Humor

aufeinander. Die Epoche des Schwarzweiß-Fernsehens lebt in einer frischen, mitreißenden

Retro-Show für alle Generationen wieder auf – live und in Farbe! Claudia Schill, Hauptdarstellerin

auf unzähligen Musical- und Revuebühnen, ist mit ihrer wandlungsfähigen Stimme die

Idealbesetzung für das breite Repertoire der Valente: Bossanova, Chanson, Jazz und Latin

liegen ihr ebenso wie die bekannten Schlager. Und ihr Augenaufschlag harmoniert bestens

mit dem Augenzwinkern Klaus Renzels – der bekannte Comedian und Musiker lässt nicht

nur seine Gitarrensaiten erzittern, sondern auch das Zwerchfell der Zuschauer. Hingehen

und sich begeistern lassen! Claudia Schill & Klaus Renzel – Gesang, Gitarren, Ukulele, Konzertina,

Moderationen Ekky Meister – Piano, Gesang, Melodika

Eintritt: AK: 19 €, VVK: 17 €, ermäßigt AK: 15 €, VVK: 13 €

Blömer // Tillack

Humor in Bewegung: Auf die Plätze. Gedanken. Los!

Die Welt steht Kopf. Am besten erst einmal hinsetzen und sich ein paar Gedanken machen.

Nur was ist, wenn man sich die falschen Gedanken macht?. Also besser gedankenlos bleiben?

Dann doch lieber schöne Gedanken machen, mit Realitätsverlust.

Blömer // Tillack denken mal drauf los, um die Wette, in alle Richtungen, hintersinnig, um

Kopf und Kragen, ergebnisoffen. Sie machen sich Gedanken über die Zukunft, denn das

Babyboomerimperium schlägt bald zurück und beleuchten die no-go-areas von Berlin-Schönesleben.

Was hat sich Gott eigentlich dabei gedacht: Glauben anstatt Denken. Morpheus

sagt: Wissen, nicht denken! Wem kann ich noch trauen? Meinen eigenen Gedanken? Tante

Klärchen: Mach dir mal nich so viele Gedanken! Vorsicht: Es besteht die Gefahr, dass sich komische

Gedanken in ihren Kopf einschleichen. Kabarett mit Musik und vollem Körpereinsatz.

Eintritt: AK: 19 €, VVK: 17 €, ermäßigt AK: 15 €, VVK: 13 €

Sa,

30.11.

20 Uhr

A c h t u n g !

Kein Einlass nach Beginn

der Veranstaltung!

Fr,

6.12.

20 Uhr

Theater

Die Stillen Hunde:

„Dickens - das Weihnachtsmärchen“

Aufführungen vormittags

für Schulklassen

nach Vereinbarung

Herr Scrooge arbeitet hart für sein Geld und hat nichts zu verschenken. Nichts und niemandem.

Auch nicht zu Weihnachten. Da schon gar nicht. Herr Scrooge hält das Geschenkemachen

nämlich grundsätzlich für eine unverantwortliche Geldverschwendung. Er spart

lieber. Verständlich, dass Herr Scrooge keine Freunde hat. Und so sitzt er am Weihnachtsabend

alleine in seiner ungeheizten Wohnung. Alleine? Nein, nicht ganz. An diesem Abend

kommen ungebetene Besucher - und als die wieder verschwunden sind, ist Herr Scrooge

ein anderer Mensch geworden…

stille hunde hat aus der berühmten Geistergeschichte von Charles Dickens ein raffiniert

konstruiertes Zwei-Personen-Stück gemacht, das die Geschichte von der wundersamen

Wandlung des boshaften Ebenezer Scrooge durch die Geister der Vergangenheit, der

Gegenwart und der Zukunft satirisch zugespitzt auf die Bühne bringt. Alter ab ca. 10 Jahren.

Eintritt: VVK und AK: 12 €, ermäßigt 8 €


3.SPIELTAG:

05. OKTOBER VS. MLP ACADEMICS HEIDELBERG

7.SPIELTAG:

31. OKTOBER VS. PS KARLSRUHE LIONS

WE WANT

YOU!

JETZT TICKETS SICHERN UNTER:

ARTLAND-DRAGONS.DE ODER IN

DER GESCHÄFTSSTELLE

(LANGE STR.22)

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