sporting hamburg OKTOBER 2019

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Sportpolitik

© Fotos: ACTIVE CITY/Witters

Bestmöglich an einem Strang ziehen

Beim 7. Hamburger Sportkonvent (v.l.n.r.): Marvin Willoughby (Towers), Sportsenator Andy Grote,

Ingrid Unkelbach (OSP), Dr. Jürgen Mantell (HSB), Dr. Michael Beckereit.

Um nachhaltig aus der Sportstadt Hamburg berichten zu können, macht es

durchaus auch Sinn, immer wieder mal mit den richtigen Protagonisten zu

schnacken. Am besten sogar, wenn sie alle zusammensitzen.

Ein entscheidendes Gremium in diesem Zusammenhang ist die

Zukunftskommission Sport. Wir waren Gast bei ihrem 77. Treffen

und wollten mal horchen,

mit welcher Motivation

und in welche Richtung

an einem Strang gezogen

wird. Seit 2011 gibt es

dieses Gremium, damals

war Michael Neumann

noch Sportsenator. Die

großen Akteure des

Hamburger Sports,

nämlich der Hamburger

Sportbund für den organisierten Sport,

das Landessportamt für die Stadt Hamburg,

der Olympiastützpunkt Hamburg/

Schleswig-Holstein für den Spitzensport

sowie die Handelskammer als

Vertreter der privatwirtschaftlichen

Sportbetriebe, haben sich auf die

Fahne geschrieben, zukünftig abgestimmt den Sport in unserer

Stadt in unterschiedlichsten Facetten und Aspekten, aber vor allen

Dingen gemeinschaftlich

voranzubringen.

Und wo, wenn nicht im

Sport, ist es sinnvoll, im

Team schlagkräftig und

motiviert nach vorn zu

preschen.

Unter dem Vorsitz von

Dr. Michael Beckereit,

Vorstandsvorsitzender

des Olympiastützpunktes, im Bund u.a. auch in der Stiftung Deutsche

Sporthilfe unterwegs, moderiert von Christian Hinzpeter (GF bei Faktor3

Sport), entstand 2011 zunächst die sogenannte Dekadenstrategie,

aus der sich inhaltliche, aber auch administrative Ziele und Aufgaben

ergaben: Stadtteilentwicklung durch Sport und Bewegung, Invest in

Sportanlagen, Definition und Ausbau von Schwerpunktsportarten,

die Stadt als Stadion, Bewegung und Umwelt, Gesundheit, Stadtgesellschaft

in Bewegung, um nur einige zu nennen.

Nun sind bald acht Jahre vergangen, viel ist passiert, und auch nicht –

jetzt wollen wir dann nicht über das gescheiterte Olympiareferendum

philosophieren. Einzelne Akteure wechselten zwischenzeitlich, und

im Grunde ist ein wesentlicher Baustein aus der Dekadenstrategie,

man könnte fast sagen, ihre vorgezogene Verlängerung zum Anfassen

und Mitmachen: Hamburg Active City.

Hamburg Active City war zunächst

ein Masterplan, interpretiert von

Neumann-Nachfolger Sportsenator

Andy Grote, der Ansatz, die

richtigen Ideen und Maßnahmen,

„auch die Learnings“, so Michael

Beckereit , zum Beispiel in Sachen

Infrastruktur, aus dem Olympiakonzept

dennoch und richtigerweise

umzusetzen.

Während damals viele Einzelmaßnahmen in ein großes Ganzes

gepackt wurden und vornehmlich sportpolitische, rationale Aspekte

die erste Geige spielten, ist es inzwischen Common Sense,

in der – für Freunde – ZKS aus Active City eine Haltung zu machen,

mit positiven, auch weichen Abstrahleffekten in die ganze Stadt,

in andere Ressorts wie Schule, Gesundheit und dergleichen. „Und

wenn früher dann gern auch mal gegen einander oder zumindest

unabgestimmt gearbeitet wurde, gereicht dieses monatliche Treffen

dazu, dass Ideen, immer wieder auch mal unterschiedliche Interessenlagen,

abgeglichen werden können“, so Ralph Lehnert, Vorstand

HSB, und wir fragen die Beteiligten jetzt nicht nach der Verhandlung

des Sportfördervertrages. »

38 Dr. Michael Beckereit, Vorsitzender der Zukunftskommission Sport.

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