sporting hamburg OKTOBER 2019

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Handball

Handball ist mit knapp 500 Mitgliedern bei SCALA stark vertreten, es gibt je 4 Damen- und

Herrenteams. Seit 2018 spielen die Frauen von SCALA in der 3. Liga.

© Fotos: GreyPics

SCALAaaaaahhhh!

Auch bei den Frauen hat der Hamburger

Handball-Verband mit Buxtehude ein

Schwergewicht in der ersten Liga zu bieten,

entsprechend auch mit deren Partner, den

HL Buchholz 08-Rosengarten, in der 2. Liga.

Aber auch in der Stadt, also eher diesseits

der Elbe, wird bei den Frauen sehr ambitioniert

Handball gespielt. Und neuerdings kommt sogar

eine Vision dazu. Wir sprechen mit SCALA, ein schillernder Name für

den Großverein im Hamburger Norden, einem der größten der Stadt,

der bald wieder so richtig funkeln soll. SCALA steht für SC Alstertal-

Langenhorn, über 7.800 (!!!) Mitglieder, eine riesige Fußball-Abteilung

mit 59 Mannschaften, Turnen, Volley- und Basketball, Fitness, Judo, …

alles, was es so braucht. Im Grunde also extrem breit aufgestellt – und

das eher breitensportlich, obwohl es gerade im Judo mit Losseni Kone

ein Talent gibt, das zwar vom TEAM HAMBURG noch nichts gehört hat,

das aber mit dem Hamburger Judo-Team in der Bundesliga und sogar

in der Junioren-Nationalmannschaft antritt.

Wir sprechen mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Christoph Blöh und

dem so-will-er-nicht-genannt-werden-Teammanager Tim Cramer, und

zwar über die Ambitionen, im Hamburger Frauen-Handball die No. 1 zu

werden, und dann im Norden, und dann ... Aktuell spielen die SCALA-

Damen nach dem Aufstieg im letzten Jahr in der 3. Liga, in der 3. Liga

Nord, um ganz korrekt zu sein. Da, wo die HG Barmbek auch unterwegs

ist. Die 22 Frauen im Alter von 15 bis 33 schafften es sogar, im ersten Jahr

mit Platz 6 gleich in der – lasst uns konkret bleiben ;-) – unteren Spitze/im

oberen Mittelfeld zu landen. Das ist schon mal überhaupt nicht übel. Und

auch der aktuelle Saisonstart, Auswärtssieg beim VfL Oldenburg, lässt die

Truppe und den Verein dahinter träumen. Wovon genau? Christoph Blöh

erklärt. Frauen-Handball hat durchaus Tradition bei SCALA, die Mädels,

damals kraft Alter eher Damen, die sich aufgrund ihrer Körpergröße

seitdem GIANTS nennen, waren Hamburger Meister und so, aber mehr

dann auch nicht wirklich. Nun gibt es eine fast komplett verjüngte Truppe,

eine Kooperation mit der A-Jugend von Bad Schwartau, und die Idee, ganz

vorsichtig aufs Gas zu treten. Trainer Olaf Schimpf (51), in Personalunion

sehr konsequenter Trainer in Bad Schwartau und bei SCALA, lebt und

liebt Handball, hängt sich rein, macht seinem Namen (Achtung, Kalauer)

auch mal alle Ehre und hat damit eine Frauschaft geformt, die was

will – im Handballleben. Die Spielerinnen kommen aus ganz Hamburg,

dem ganzen Norden, so zum Beispiel Goalgetterin Lea-Marie Knop (27),

sie kommt vom AMTV, und Judith Tietjen (17), die hingegen aus der A-

Jugend von Bad Schwartau kommt. Sie ist bereits im Sichtungskader des

DHB. „Bei uns wird keine Spielerin bezahlt, das wollen und können wir

aktuell gar nicht“, bringt Tim das leidige Thema Kohle ins Spiel: „Schon

die Hallen-Thematik bedeutet finanzieller Aufwand“, erklärt er weiter.

Warum? „Unsere eigene Halle ist 20 cm (!!!, autsch!) zu kurz, weswegen

wir uns eine neue Halle suchen mussten. Wir fanden glücklicherweise die

Barakiel-Halle der Stiftung Alsterdorf.“ Aber: „Diese wiederum müssen

wir, da wir natürlich mit Backe spielen, regelmäßig reinigen, das kostet

Zeit und Geld“, führt er weiter aus, was nicht überrascht. Kein Geld, aber

„der Verein hat Bock drauf“, sagt Christoph. „Infrastruktur aufbauen“ ist

deswegen das vorderste Ziel hinter den sportlichen Wünschen, das gilt für

das Gefüge Frauen-Handball bei SCALA, das gilt auch ein wenig für den

Rest-of-SCALA, „unser Umfeld hier im Hamburger Norden ist riesig, wir sind

hier jetzt schon die No. 1“, beschreibt

Christoph, aber mehr so im schlafenden

Riesen-Bereich, hat man das Gefühl.

Nun soll also der Frauenhandball selbst

weiter erwachen und dabei den Riesen

SCALA mitnehmen. Mal gucken, ob die

Handballfrauen, die da ja auch Giants

heißen, ihm in diesem Jahr zumindest

schon mal den Wecker stellen können.

Der Hamburger Männer-Handball kommt ja mit dem Handball Sport

Verein Hamburg in der 2. Liga, der HG Barmbek in der 3. Liga allmählich

wieder in Schwung. Das ist sehr fein, weil inzwischen jeweils auch

Unterbau und Langfrist-Strategie stimmen (sollten).

© Foto: SCALA

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SCALA-Vorstandsvorsitzender Christoph Blöh (Bild Mitte, li.) und Tim Cramer haben Großes vor mit ihren SCALA GIANTS.

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