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Broschüre zum 50ten Jubiläum der Holzleitner Elektrogeräte

Schon im Jahr 2007 ist diese wunderschöne Broschüre als Druck im Zuge unseres Firmenjubiläums entstanden. Für alle Interessierten und Geschichtsfans haben wir das damalige Drucklayout hier mal digitalisiert…. Viel Spaß beim stöbern.

Schon im Jahr 2007 ist diese wunderschöne Broschüre als Druck im Zuge unseres Firmenjubiläums entstanden. Für alle Interessierten und Geschichtsfans haben wir das damalige Drucklayout hier mal digitalisiert…. Viel Spaß beim stöbern.

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Danken

möchten wir allen, die uns auf unserem Weg begleitet

haben.

Ein 50-jähriges Jubiläum ist im weitesten Sinne mit einer

Goldhochzeit zu vergleichen. In gewisser Weise feiern

wir mit unseren Mitarbeitern, Lieferanten und Kunden

„goldene Partnerschaft“.

Der Gründer Josef Holzleitner, der unsere Gesellschaft

30 Jahre lang geführt hat, ist nicht mehr unter uns. In

dieser Jubiläumsbroschüre wollen wir uns auch erinnern,

wie alles angefangen hat und damit seine Leistungen

ehren.

Bei Jubiläen denkt man an die Vergangenheit, bedenkt die

Gegenwart und hofft auf die Zukunft. Wenn alles nur von

uns abhinge, könnten wir sehr optimistisch sein. Natürlich

gehören auch entsprechende Rahmenbedingungen dazu.

Aber das war vor 50 Jahren schon so und wird auch weiterhin

so bleiben und gilt für alle – unsere Mitarbeiter,

Lieferanten und Kunden.

Danke schön.

Seit 50 Jahren

Familiensache

Holzleitner ist ein Familienunternehmen.

Auch in Zukunft wird das so bleiben, wenn Renate Holzleitner,

vormals Bönnen, sich langsam aus der Firma zurückziehen

und die Geschäftsführung an ihren Sohn Dirk Bönnen

übertragen wird. Er wird das Unternehmen, das inzwischen

dreißig Fachmärkte hat und mehr als hundert Mitarbeiter,

weiterführen.

Doch der Begriff „Familie“ sollte breiter gefasst werden, will

man das Jubiläums-Motto richtig verstehen. Zur Holzleitner

Familie gehören auch die heutigen und ehemaligen Mitarbeiter,

die fairen Lieferanten, unsere Stammkunden, weil sie sich

bei uns heimisch fühlen und alle jene Kunden, die positiv

über uns reden und uns weiterempfehlen.

Unsere Produkte sind nicht nur Elektrogeräte, sondern echte

Haushaltshilfen, die in jeder Familie gebraucht werden. So

fühlen wir uns auch als Zeithelfer zum Beispiel für die Frauen,

die Beruf und Familie unter einen Hut bringen müssen. Für

allein erziehende Mütter. Für Mehrgenerationen-Familien, in

denen die Groß- oder Urgroßmütter zwar noch mithelfen

können, oft aber auch liebevoll gepflegt werden müssen.

Wickrath, im März 2007

Renate Holzleitner

Dirk Bönnen

Einen Haushalt zu führen bedeutet viel Arbeit und Umsicht.

Im Sinne unseres bisherigen Mottos „Holzleitner hilft

haushalten“ verkaufen wir moderne, energiesparende und

arbeitserleichternde Haushaltsgeräte – verbunden mit einem

Komplettpaket an Serviceleistungen, das nun einmal

dazugehört.

3


Die große

Holzleitner Familie

Wir haben viel geschafft in den letzten 50 Jahren. Wir

haben es aber nicht geschafft, alle Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter auf dieses Gruppenfoto zu bekommen.

Wenn man ein Foto macht, ist es Gegenwart. In unserer

schnelllebigen Zeit wird daraus aber rasch Vergangenheit

und damit Erinnerung.

Wir danken allen, die uns beim Erinnern geholfen haben.

In dieser Jubiläumsschrift sind die vergangenen 50 Jahre

festgehalten worden. Es liegt nun an den jüngeren

Mitarbeitern und Nachfolgern, die nächsten 50 Jahre zu

gestalten und uns eines Tages darüber zu berichten.

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Der Gründer

Josef Holzleitner

wurde am 16. April 1938 in München

geboren. Aufgewachsen ist er in Gräfelfing

– in eher bescheidenen Verhältnissen.

Seine Mutter stammte aus

Tirol, sein Vater war Bayer. Der Name

Holzleitner ist eine alte Berufsbezeichnung

für die Holz-„Flößer“ in den

Alpen. Sie leiteten die Baumstämme

hinunter ins Tal.

Überzeugungskraft hatte, der hatte auch Erfolg und verdiente

gutes Geld. Josef Holzleitner war so einer.

Am 1. September 1965 zog er mit seinem neu gegründeten

Großhandel nach Rheydt in die Friedrich-Ebert-Str. 206-208

Hofseite. Schwerpunkt: Schleuderbau und Schleuderverkauf.

Personalbestand: Josef Holzleitner (Werkstatt), Karl Schultz

(Verkauf) und Karl Surek (Fahrer und Monteur).

Im Mietvertrag wurde festgehalten: Sollten die sanitären

Arbeiten nicht termingemäß fertiggestellt werden, verringert

sich die Miete bis zur Fertigstellung von 200 auf monatlich

140 DM. Der Vermieter genehmigte und akzeptierte die

Als gelernter Maschinenbauer arbeitete

er noch Anfang 1957 in der heute

weltweit operierenden Ernst Grob

Werkzeug- und Maschinenfabrik in

München. Er bediente das Bohrwerk,

mit dem Achtzylinder-Motorblöcke für

BMW hergestellt wurden.

An seinem 19. Geburtstag bekam er

eine eingeschränkte Gewerbeerlaubnis,

künftig als selbstständiger Kaufmann

Waschmaschinen an Endverwender

vertreiben zu dürfen und

wurde so am 16.04.1957 (19-jährig)

selbstständiger Handelsvertreter (zur

damaligen Zeit lag die Volljährigkeit

bei 21 und die Geschäftsfähigkeit bei

24 Jahren).

Das alles verdankte er einem Mann,

der sein Leben veränderte (s. S. 8: „Wie

alles begann“): Heinz K. Geilich. Ab April 1957 war J. Holzleitner

als freier Handelsvertreter einer AEG Vertriebsgesellschaft

(Industrie Vertrieb AG) und von 1959 bis April 1961 für

UNION-ELEKTRA in Wuppertal tätig.

Es war eine Zeit, in der mangels Fachgeschäfte für Haushaltselektrogeräte

der Direktverkauf – an der Haustür – aufblühte.

Wer hier fleißig war, sich auf Menschen einstellen konnte und

Josef Holzleitner mit sechs Jahren

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Aufstellung von Werkzeugmaschinen,

d. h. von Drehbänken, Bohrmaschinen,

Hobler usw. und die damit

verbundenen Geräusche, die bei

Nachtarbeit so gering wie möglich

gehalten werden sollten. Außerdem

werden in den zu mietenden

Räumen Haushaltsgeräte montiert

und gelagert.

Josef Holzleitner hatte nun eigentlich

zwei Berufe, besser zwei Beru-

zweiten Lehrjahr

Josef Holzleitner im

fungen. Er war ein hervorragend

ausgebildeter erfolgreicher Verkäufer („Bei annähernd gleichen

Produkten gewinnt immer der bessere Verkäufer“.

Heinz Geilich) und ein Maschinenbauer, der genauso gern mit

Menschen sprach und an der Werkbank stand.

Folgerichtig war die erste Betriebsanschaffung eine

gebrauchte Pfeifer Leit- und Zugspindeldrehbank, Baujahr

1952 für 3800 DM.

Schon ein Jahr später war die Werkstatt zu klein geworden:

Umzug nach Odenkirchen in die Burgfreiheit 86. Inzwischen

waren noch zwei Mitarbeiter dazugekommen. Herr Surek

(heute 82) erzählt, wie sie nach Aalen fuhren und Motoren,

Trommeln und anderes Zubehör eingekauft haben und in

Odenkirchen anschließend montierten. Die Schleudern, die

noch unter dem Quelle-Preis lagen, fanden reißenden Absatz.

Die Hausfrau sparte sich nun die Arbeit an der Hand-Wringe.

Die ersten Waschmaschinen waren Teil- oder Halbautomaten,

die die Wäsche nur gewaschen und gespült haben. Der

Jahresumsatz 1966 lag bei 138.823,27 DM.

Defekte Waschmaschinen wurden u. a. aus Duisburg, Remscheid

und Wuppertal beschafft, repariert und als Gebrauchtgeräte

verkauft. Wieder war mehr Platz nötig. Am 4. März

1968 war der erst einmal letzte Umzug nach Mönchengladbach-Mülfort

zum Beller Bach 5. Hier – auf dem ehemaligen

Junkersgelände in einer aufgelassenen Spinnerei – gab es

Räume und Hallen ohne Ende, die, je nach Wachstum der

Firma, dazugemietet werden konnten. Am Schluss waren es

mehr als 2000 qm.

Für den kaufmännischen Teil – die „Schwäche“ jeden

Machers, wurde die Großhandelskauffrau Renate Bönnen

eingestellt – heute Frau Holzleitner.

Zum Sortiment gehörten jetzt überwiegend Vollautomaten,

denn sie waren die Zukunft. Die Wäscheschleuder verlor an

Bedeutung. Als guter Verkäufer ärgerte sich „der Chef“ schon

damals über beginnende Preiskämpfe. Der Versandhandel

ging über seine weit gestreuten Kataloge schon relativ

aggressiv in den Markt – ohne natürlich der heutigen Geizoder

Saubillig-Werbung das Wasser zu reichen.

Er klagte nicht, sondern begann mit jedem, der im Verkauf

tätig war, Gesprächstechniken und Argumentationen zu trainieren.

Er verkaufte nicht nur gut, sondern konnte sein Wissen

und sein Können auch weitergeben. Besonders der Nachwuchs

profitierte im Laufe der Jahre davon.

Eine der wichtigsten unternehmerischen Entscheidungen

führte zum Bau von Eigenmarken: „Favorit“ für qualitativ

anspruchsvolle Waschmaschinen im gehobenen Preissegment,

„Rekord“ für günstigere Sonder- oder Aktionsmodelle

und „Garant“ für Kühlgeräte. Sie wurden dort gefertigt, wo

damals auch viele andere produzieren ließen. Der Hauptvorteil:

Eigenmarken konnten im Preis nicht verglichen werden

und ermöglichten es der Firma durch die etwas höhere Spanne,

Eigenkapital zu bilden. Andererseits achtete J. Holzleitner

als Techniker auf die strikte Einhaltung von Qualitäts-Ansprüchen.

Favorit Waschvollautomat

Favorit Schleuder (Museum)

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Im April 1969 beantragte die Firma die

Einzelhandelserlaubnis und warb sofort

die ersten drei Verkaufsstellen an:

Basner in Dortmund und Rieger in Dorsten

als Hausverkaufsstellen und Frau

Quack in Krefeld mit einem kleinen

Eckladen. Der Hauptnutzen für das

Unternehmen: die Personalkosten

wurden sehr niedrig und Raummietkosten

bei Null gehalten.

Mit 11 Mitarbeitern in Mülfort wurde

Ende 1969 umsatzmäßig zum ersten

Mal die Millionen-DM-Grenze überschritten.

Es ging weiter bergauf. 1974

wurde im Zentrum von Hannover das

erste Fachgeschäft außerhalb von

NRW eröffnet. Der Umsatz hatte die 5

Millionen-DM-Marke erreicht und verdoppelte

sich noch einmal im Jahr

1979. In den folgenden 10 Jahren konsolidierte

sich der Umsatz bei 10 Millionen

DM. Man könnte auch sagen:

die Rahmenbedingungen wurden härter

und der Umsatz stagnierte.

Als erstes Unternehmen in der Weißen-Ware-Branche

vermittelte Holzleitner

Elektrogeräte 1979 neben den

üblichen Ratenkreditkäufen privates

und gewerbliches Leasing, den sogenannten

Mietkauf.

Zu den Neuerungen zählte auch der

„Arbeitsvertrag mit Elektrogeräten“

(AMEG) aus den 80iger Jahren, der Friseursalons

angeboten wurde. Die Vorteile: keine Anschaffungskosten,

Mieten sofort steuerlich abzugsfähig und eine

3-Jahres-Vollgarantie, die Anfahrt, Arbeit und Ersatzteile einschloss.

1988 wurden Wartungsverträge mit Dauergarantie

eingeführt, die Kunden vor Reparaturkosten schützen sollten

und im Falle des Falles den Kundendienst zum Einsatz brachten.

1989 war ein einschneidendes Jahr: Josef Holzleitner zog sich

aus dem operativen Waschmaschinen-Geschäft zurück. Wassermangel

und Wasserverschmutzung waren Themen, die

ihn schon seit Jahren faszinierten und beschäftigten. Seine

Gedanken gingen über Europa hinaus. Er folgte seiner Vision

der Meerwasserentsalzung und investierte in diese Aufgabe

auch seine Gesundheit. Ein Herzinfarkt zwang ihn, auf eine

Feier zu seinem 60. Geburtstag zu verzichten.

Zur Jahrtausendwende war sein Schicksal besiegelt: ein

Mann, der stets Kraft und Zuversicht ausstrahlte, scheiterte

an einer unheilbaren Krankheit. Der Tod hat ihn am 9. Februar

2002 im 64. Lebensjahr erlöst.

Josef Holzleitner hat zwei Schwestern: Emmi (72 Jahre)

und Hanni (64 Jahre). Beide sind verheiratet und leben

in der Nähe von München.

Seine beiden Töchter Angelika (47 Jahre) und Christine

(43 Jahre) arbeiteten viele Jahre im Unternehmen in

der kaufmännischen Verwaltung. Ihr Lebensmittepunkt

liegt in Mönchengladbach. Zu seinen Nachkommen zählen

auch die Enkel Sebastian (22 Jahre), Melanie (20 Jahre)

und Julia (15 Jahre).

Am Anfang steht oftmals

ein Zufall, so auch bei mir.

(aufgeschrieben 1987 von Josef Holzleitner

zum 30. Firmengeburtstag)

Meine Mutter und meine ältere Schwester hatten eine

Waschmaschine der Marke AEG bei einer Heimvorführung –

in meiner Abwesenheit – bei einem Vertreter bestellt. Das

Ding sollte 698 Mark kosten. Ich verdiente als Motorenbauer

ganze 210 DM im Monat.

Was sie nicht wissen konnten war, dass ich während meines

Krankenhausaufenthaltes einen AEG-Mann kennen gelernt

hatte. Wenns’t a’mal was brauchst, sagte er eines Tages zu

mir, was Elektrisches von AEG, rufs’t mich einfach an. Auf alles

von der Alt Eisen Gesellschaft geb’ ich dir 30 %, weilst halt so

ein geselliger Kerl bist. Jetzt rief ich ihn an und er war bereit,

mir das gleiche Gerät zu 485 DM zu verkaufen.

Zuerst musste aber der alte Vertrag storniert werden.

An einem kalten Februarnachmittag gegen 16.00 Uhr betrat

ich das Gebäude der bayrischen AEG-Vertriebsorganisation

am Sendlingertorplatz im Zentrum von München und war

fest entschlossen, mein Stornierungsvorhaben durchzuboxen.„Den

Vertrag annullieren darf bei uns nur der Chef – aber

der hat Besuch, und das kann noch dauern“. Ich erklärte, dass

ich das abwarten wolle, egal wie lange es dauern würde.

Nach etwa 50 Minuten öffnete sich eine Tür und heraus kam

der Chef. Ein ca. 1,85 m großer ca. 220 Pfund schwerer Kerl mit

widerspenstigen nach oben verdrehtem Haar und rotbackigem

Bäckergesicht kam auf mich zu.

„Juten Tach, junger Mann, wat jibt’s denn, wat nur icke erledigen

kann“? Dabei sah er mich an und strahlte, während er mir

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seine fleischige Hand entgegenstreckte. Na so was – dachte

ich, ein Preiss als Direktor. Ich griff zu und erhielt einen Händedruck,

der jeden Buchhalter in die Knie gezwungen hätte.

„Mein Name ist Geilich“, – „Holzleitner“ sagte ich. Ich gab ihm

den Bestellschein meiner Mutter. Er schmunzelte. Es ging hin

und her, wie beim Tennis.

Ich trieb es nach einer halben Stunde so weit, dass ich auf den

Verkäufer schimpfte, welcher die Abwesenheit der „Männer“

unserer Familie schamlos ausgenutzt habe. Er deutete böse

auf die Unterschriften des Vertrags. „Gucken’s hier, das ist

meine Unterschrift. Ick war zujegen bei dem Vertrach, im

Jejensatz zu Ihnen.“ Ich war am Ende mit meinen Vorwänden.

Erst jetzt erklärte ich ihm, was wirklich Sache war. Er wollte

den Namen des Handelsreisenden erfahren, der mir die ganze

Handelsspanne als „privaten“ Rabatt angeboten hatte. Diese

Auskunft habe ich verweigert.

So, sagte Herr Geilich, jetzt trinken wir eine Tasse Kaffee

zusammen. Ich sah ein, dass der Vertrag nicht zu knacken war.

„Wat machen Se denn beruflich“, fragte er, während er seinen

Kaffee umrührte. Dabei sah er wieder genauso freundlich

drein wie zu Beginn unseres Gespräches. Ich erklärte ihm voller

Stolz, dass ich Maschinenbauer sei. „Macht Ihnen Spaß

wat? Wat verdienen se denn da“? Voll Stolz erwiderte ich:

„2,40 DM die Stunde.“ Ja, meinte er, „mehr jibt’s auch bei der

AEG nich’ für die Leute, die die Maschinen machen.“ Er erklärte

mir dann, dass in einer Woche ein großer Verkäuferlehrgang

beginne, den er persönlich leiten werde. „Wäre dat

nichts für Sie?“ – „Was verdient denn so ein Verkäufer bei

Ihnen?“ – „Während der Ausbildung wäre das nicht so üppig,

da gäb’s nur 1600 Mark im Monat, aber danach können Se

verdienen, wat Se wollen, da jibt’s Provision.“

Mir wurde schwindelig bei den Zahlen, was ich mal verdienen

könnte. „Wissen Se, warum ich Ihnen das anbiete? Sie haben

So wollen wir uns an ihn erinnern: Josef Holzleitner (50)

dat Zeug dazu, dat wes ick seit einer Stunde.“ Er sah auf die

Uhr:„Kommen Sie am Montag um 8.00 Uhr wieder, dann sind

Sie mit von der Partie”. – „So schnell kann man doch nicht seinen

Beruf an den Nagel hängen“, meinte ich, „14 Tage Kündigungszeit

brauch ich mindestens.“ Er sah mich mitleidig an:

„Wenn Se dat nich schaffen, Ihrem

Chef zu erklären, welche Chancen sich

Ihnen bieten, denn is sowieso besser,

Se bleiben dort.”

Auf der Straße wurde mir heiß und kalt

und das mitten im Winter. Mein Chef

wollte nicht so ganz. Dann aber ließ er

alle Papiere fertig machen. „Wenn’s

nix wird”, sagte er, „dann kimmst halt

wieder.”

Die Schulung eröffnete mir eine vollkommen

neue Welt. Alles erschien mir

machbar. Ich bestand alle Tests und

bekam die Chance, als selbstständiger

Handelsvertreter mein Schicksal in die

Hände zu nehmen. Noch im selben

Jahr wurde ich zum jüngsten Obervertreter

ernannt, den es jemals bei der

Firma AEG gab. Dann lief ein Wettbewerb

für künftige Führungskräfte, den

ich gewann. Obwohl mein Alter dagegensprach,

hatte Heinz Geilich, der

Mann, der mein ganzes Leben veränderte,

die Beförderung zum OV vorgenommen.

Wir arbeiteten später noch vier Jahre

zusammen, allerdings im Großraum

Düsseldorf, wo sich 1961 unsere Wege

trennten. Danach begann ich mit zwei

Mitarbeitern den Aufbau des heutigen

Unternehmens.

Josef Holzleitner

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Die Kauffrau

Renate Holzleitner

Wer Renate Holzleitner zum ersten

Mal begegnet, hat augenblicklich das

Gefühl, dass das Leben nicht nur aus

Unannehmlichkeiten besteht. Sie

strahlt Fröhlichkeit und Sicherheit aus.

Alles was sie tut, geschieht schnell und

spontan. Ihre Entscheidungsfreudigkeit

ist fast beängstigend. Um das Bild

abzurunden: ihre Kleidung ist sportlich

elegant, dabei locker und bequem.

Von Schmuck hält sie nicht viel, auch

Sie hat sich alleine in die Programme eingearbeitet und dann

erst die Mitarbeiter geschult. Alle, die einen eigenen PC-

Arbeitsplatz erhielten, haben aktiv mitgemacht, so dass die

Umstellungen – immer von heute auf morgen – jeweils „relativ“

reibungslos über die Bühne gingen. Gutes weiter zu verbessern

– dazu dienen ihre Ideenkonferenzen, Fachzeitschriften

und Seminare. Immer findet sich etwas, das sie sofort

umsetzt.

Führen heißt für sie fördern. Machen lassen. Vertrauen und

belohnen. Das ist ihre soziale Seite: Betriebsausflüge, Reisen,

Sommerfeste – vieles geht von ihr aus. Es gab immer das volle

Weihnachtsgeld, auch wenn andere daran sparten. Je motivierter

ein Mitarbeiter sei, um so mehr identifiziere er sich

mit der Firma und sie habe Ruhe. Und die brauche sie für

ihren eigenen Arbeitsstil, der betriebsam und konzentriert

wirkt.

Renate Kremer – mit 8 Jahren

nicht vom „Aufhebens“ um ihre Person. Sie gärtnert ebenso

gern wie sie Computer-Programme testet.

Was hat sie in den letzten 38 Jahren nicht alles gemacht:

Personal eingestellt, Lehrlinge ausgebildet, Verträge ausgearbeitet,

Innen- und Außendienst vernetzt, mit den Banken verhandelt,

Kosten kontrolliert, Strukturen verändert, neue Konzepte

im Vertrieb mitentwickelt – und dabei immer kostenbewusst

und erfolgsorientiert gehandelt.

„Es ist der Wille, der den Erfolg ausmacht“, eine typische Aussage

für im Sternzeichen Widder Geborene. Sie freut sich,

mehr Verantwortung in die Hände ihres Sohnes legen zu können.

Eines Tages möchte sie einfach losfahren – mit einem

Wohnmobil. Vermutlich wird sie dann einen Laptop dabei

haben, mit dem Sie sich täglich die letzten Zahlen aus der

Firma an Bord holt.

So war es

Nach Abschluss der Handelsschule bekam ich im April 1959

einen Lehrvertrag von der Edeka Genossenschaft, Rheydt.

Wochenarbeitszeit: 48 Stunden. Die „Ausbildungsbeihilfe“

betrug im 1. Lehrjahr brutto 60 DM, sie steigerte sich bis zum

3. auf 85 DM. Ende 1962 kündigte ich, um nicht immer „Lehrling“

zu bleiben. Der zweite Arbeitgeber war die Textilfirma

Goertz Clay & Co. in Wickrath.

10


Mein Chef von der Edeka, Josef Schieren, wollte 1965, dass ich

zurückkomme, und zwar als Vorstandssekretärin. Natürlich

reizt das eine 21jährige. Ich kam zurück und arbeitete sehr

gerne dort. Das Betriebsklima war gut, mein Arbeitsplatz, die

Kollegen, einfach alles. Die Edeka hatte ich im Januar 1968

wieder verlassen, weil mein Sohn Dirk am 4. März 1968 zur

Welt kam.

Auszug aus dem Zeugnis: „Durch Ihr Wissen ist Frau Bönnen

jederzeit in der Lage, eine leitende Stellung im Lebensmittelgroßhandel

zu bekleiden.“ Ich war gerade mal 24 Jahre. Für

mich aber war klar, ich bleibe zu Hause und kümmere mich

um das Kind. Wir wohnten noch im Haus der Schwiegermutter,

bauten aber bereits an einem eigenen. Und dann kam

alles doch ganz anders.

Dirk war ein friedliches Baby und ich langweilte mich. Mit

Hausarbeit hatte ich ohnehin nicht viel am Hut. Kochen

konnte ich auch nicht. Statt dessen las ich Stellenangebote,

so auch: „Teilzeitkraft stundenweise für kaufmännische

Arbeiten gesucht.“ Ich wohnte auf der Beller Straße und die

Firma Holzleitner befand sich am Beller Bach – übrigens exakt

seit dem 4. März, als Dirk geboren wurde. Ich brauchte nur

durch den Garten zu gehen und war da. Die Arbeitszeit durfte

ich mir selbst aussuchen. Das war im Mai. Ich blieb aber nur

einen Monat. Alles war chaotisch, nichts organisiert, wie das

so oft in kleinen Handwerksbetrieben ist. Josef Holzleitner

telefonierte stundenlang und ich wusste nicht, was ich tun

sollte. Es sollten Rechnungen geschrieben werden, ich wusste

aber nicht welche. Also habe ich versucht, sein Telefonat zu

unterbrechen. Bei dem Versuch ist es geblieben. Er raunzte

mich nur an. Am nächsten Tag rief ich ihn an, er möge meine

Papiere fertig machen. Das war’s dann erst einmal.

Im Frühjahr 1969, auf meinem Weg von der Arbeit nach

Hause – ich arbeitete inzwischen für die Anwaltskanzlei Dr.

Renate Holzleitner (43)

Hartleb & Hützen, traf ich zufällig Josef Holzleitner. Er hatte

große Schwierigkeiten mit seinem Buchhalter. Ich wollte ihm

helfen, hatte aber nur abends Zeit. Nach Prüfung der Unterlagen

entdeckte ich tatsächlich größere Differenzen in der

Kasse. Dem Buchhalter wurde gekündigt. Ich gab meine Stelle

beim Anwalt auf und fing am 1. Oktober 1969 wieder bei

Josef Holzleitner an. Im April 1970 zog ich zu Hause aus. Ab

November 1970 arbeiteten wir nicht nur gemeinsam, sondern

lebten auch zusammen. Nach 12 Jahren heirateten wir – im

Mai 1982. Anfangs machte ich noch alles alleine – Buchhaltung,

Lohnabrechnungen, Korrespondenzen. Aber vor allem:

Ordnung schaffen. Im Juni 1972 stellten wir die erste Finanzbuchhalterin

ein. Maria Schmitz war eine erfahrene Kraft.

Gleichzeitig schafften wir einen Kienzle Buchungsautomaten

mit Journal an. Nach sechs Jahren war dieser Automat überholt

und wir stellten um auf Kienzle

EFAS 2000. Zu der Zeit waren Konten

mit Magnetstreifen das Nonplusultra.

Die Anlage kostete 52.000 DM! Nach

weiteren vier Jahren war auch diese

EDV-Anlage schon wieder mehr oder

weniger überholt. Der Fortschritt war

unaufhaltsam.

1982 erwarben wir zusätzlich eine Olivetti

2000, weil unser Kienzle-System

die Leasing-Geschäfte nicht abwickeln

konnte. Dieses Gerät arbeitete mit

einer Arbeits- und einer Sicherungsplatte.

Wir nannten sie Kuchenplatte.

Der Rechner an sich war riesengroß

und temperaturanfällig. Aber: Wir hatten

die ersten Bildschirme, die allerdings

noch sehr klein waren. 1988

stellten wir von Olivetti auf Compaq

um, und von nun an hatte jeder seinen

eigenen PC-Arbeitsplatz. Frau Renate

Kamphausen, die schon mehrere Jahre

bei uns arbeitete, übernahm jetzt die

Aufgaben von Frau Schmitz, die in den

wohlverdienten Ruhestand ging.

Mit dem „Fuder-Programm“, dessen

Software speziell auf uns zugeschnitten

war, arbeiteten wir 13 Jahre. Ende

2001 kam es zur bisher letzten und

schwierigsten Umstellung im Softwarebereich.

2003 wurden alle Filialen

angeschlossen und vernetzt. Wir verfügen

heute über 44 EDV-Arbeitsplätze.

Renate Holzleitner, im Februar 2007

11


Alte Fabrikhalle

restauriert

Ende Juli 1998 wurde das neue Holzleitner

Verwaltungs-und Logistikzentrum

nahe der A 61 in Mönchengladbach-Wickrath

eingeweiht. Es war

keine leichte Entscheidung gewesen –

für die damals 54jährige Unternehmerin

Renate Holzleitner, auch diese Aufgabe

zu schultern, zumal sie sich auch

ganz aus der Firma hätte zurückziehen

oder sie verkaufen können. Sie dachte

aber an die treuen Mitarbeiter und

an ihren Sohn und entschied, dass

Holzleitner Elektrogeräte noch einmal

durchstarten sollte.

Die Architekten, die 1961 im Auftrag der Maschinenbaufirma Scharmann das Industriegebäude entwarfen, waren sicher vom Bauhausstil

beeinflusst, der von Genauigkeit und Transparenz, Funktionalität und Sparsamkeit geprägt war.

Erstmalig in der Firmengeschichte ist

alles – Verkauf, Verwaltung, Kundendienst,

Werkstatt, Waren- und Ersatzteillager,

Schulungs- und Sozialräume

– unter einem Dach vereint.

Das ist kein gewöhnliches Dach, denn

es überspannt die 29 Meter breite

Halle, die immerhin 131 Meter lang ist –

zwanzig Meter länger als ein Fußballplatz.

12


Wer die Halle betritt, vergisst erst einmal,

warum er gekommen ist.

Natürlich steht hier alles, was ein

Haushalt an Heinzelmännchen so

braucht. Doch der Blick geht automatisch

nach oben – zu dem von unzähligen

Fachwerkbindern gehaltenen langen

Glasdach dieser dreischiffigen

Gewerbehalle. Man ahnt, was die

beiden 15-Tonnen-Kranbahnen einst

durch die Halle bewegt haben. Heute

wäre die Konstruktionsart der Halle

wirtschaftlich nicht mehr vertretbar.

Der Bauherrin Frau Renate Holzleitner

ist zu verdanken, dass alle Um- und

Ausbaumaßnahmen so behutsam

durchgeführt worden sind, dass das

Wesen dieses Industriebaus erhalten

geblieben und sogar verstärkt worden

ist.

Wie viele denkmalwürdige Fabrikhallen

existieren heute nicht mehr, weil

sie nach dem Kollaps der Textilindustrie

als „unmodern“, d.h. als nicht

mehr rationell nutzbar eingestuft worden

sind?!

13


Der Nachfolger

Dirk Bönnen

1990 habe ich meine Lehre als Druckformhersteller

in Wassenberg abgeschlossen

und wurde übernommen.

Ich war recht jung und verdiente gutes

Geld. Was mir gar nicht gefiel war der

Schichtbetrieb. Abends um zehn mit

der Arbeit zu beginnen, war so gar

nichts für meinen Körper. Was könnte

ich ändern? Vielleicht eine Ausbildung

zum Drucktechniker?

Da kam meine Mutter auf mich zu, ein

Mitarbeiter sei schwer erkrankt. Ob ich

helfen könnte? Ich hatte nicht viel

Dirk Bönnen mit 3 Jahren

Ahnung von Waschmaschinen und schon gar keine vom Verkauf.

Aber das wäre besser als nachts zu arbeiten. Ich handelte

mit ihr einen Arbeitsvertrag aus, der mich mit meiner

„Druckereisituation“ gleich stellte und fing bei Holzleitner

an. Ich wollte, da die Firma ein Personalproblem hatte, eher

aus meinem Arbeitsvertrag entlassen werden. Aber: das sah

der damalige Betriebsleiter gar nicht ein und ließ mich meine

letzten sechs Wochen noch in der Druckerei „zwangsarbeiten“.

Natürlich auch Nachtschicht. Nochmals vielen Dank

dafür an dieser Stelle.

Im April 1993 fing ich dann bei Holzleitner im Verkauf an. Frau

Reifgens machte mich waschmaschinenfit. Wie bedient man

einen Kunden, wie verkauft man das Gerät, welches er auch

benötigt? Nach zwei Wochen durfte ich ran. Also freundlich

drauf los „Was kann ich für Sie tun?“. Das Problem war, dass

der Kunde so gefühlte fünf Minuten brauchte, um das Wort

Kühlschrank rauszubringen. Der arme Kerl stotterte, das war

nicht mehr feierlich. Nach einer langen Stunde hatte ich meinen

ersten Verkauf zu Papier gebracht und war mächtig stolz.

Ich blieb in der Zentrale in Mülfort und machte in Filialen

Urlaubsvertretungen.

Mein Seniorverkäufer war „Hennes“ Settels, Urgestein der

Firma. Er redete jeden auf Platt an und verkaufte auch fast

jedem etwas. Nach relativ kurzer Zeit war uns klar: Als Team

sind wir unschlagbar – er „bearbeitete“ das Publikum jenseits

der 40 und ich die jüngeren Käufer. Das ging mit mir so

3 Monate gut. Ich war friedlich und freute mich, dass ich nicht

mehr nachts aus dem Bett musste. Nach einem halben Jahr

begann ich, alles etwas kritischer zu sehen. Ganz vorsichtig

erkundigte ich mich, warum wir nur Blomberg und die Eigenmarke

Favorit anboten und alle Kunden, die ein Produkt von

Miele oder Siemens erwerben wollten, entweder „umberaten“

oder zusehen mussten, wie sie bei Schaffrath oder Vaaßen

landeten. Antwort: mit Markengeräten sei kein Geld zu

verdienen!

Ich gab einen Monat Ruhe und fing wieder an. Erste Gespräche

mit Miele und AEG wurden geführt. Die Resultate gaben

meiner Mutter recht: „Siehste, sag ich doch, damit ist kein

Geld zu verdienen.“ 1995 hatte ich sie endlich soweit, wir

kauften bei Miele und kurz drauf auch bei AEG. Im ersten Jahr

machten wir 500.000 DM Umsatz mit Miele und 1997 war es

erstmals eine Million DM! Die Umsätze bei den A-Marken

stiegen, auch unsere Bedeutung bei den Lieferanten und

damit auch die Spannen. Meine Mutter hatte mir zu einer

14


weiteren Ausbildung geraten. Also fuhr ich ab 1996 zweimal

in der Woche zur Abendschule nach Neuss. Nach zwei Jahren

hatte ich meinen Abschluss als Marketingfachwirt, lernte so

einiges über Vertriebswege, Preis-, Kommunikations- und

Produktstrategie. Was im Nachhinein betrachtet gar nicht so

verkehrt war. Mir kamen bei den Vorlesungen viele Ideen und

ich wollte etwas verändern. Mit der Zeit bekam ich von meiner

Mutter, wenn ich mal wieder „meckerte“, eine Standardantwort:

„Was kostet das? Was ist das Schlimmste, was passieren

kann?“

meinem Mitstreiter Michael Oelers einrichtete, lösten langsam

unsere kleinen Hausverkaufsstellen ab. Auf den folgenden

Seiten erinnern wir auch mit vielen Fotos daran.

1999 nahm ich ein Darlehn auf und beteiligte mich mit 30%

an der Firma und wurde 2. Geschäftsführer. Zusammen mit

den größeren Flächen in den neuen Fachmärkten wuchs

damals auch mein Wunsch nach echter Werbung. Ich kam aus

der Druckbranche, wusste also, was die „Großen dieser Welt“

an Werbematerial produzierten.

1995 gab es erstmalig auf mein Drängen samstags einen

Lagerverkauf. Dafür wurde im Stadtspiegel geworben, was ca.

400 DM kostete. Wir verkauften beim ersten Lagerverkauf so

viel wie normalerweise in einer ganzen Woche. Fortan hatten

wir an jedem Samstag Lagerverkauf. Ich dachte mir, was an

einem Tag funktioniert, muss auch die ganze Woche über

klappen. Dafür suchte ich einen geeigneten Standort und

wurde 1995 in Mönchengladbach in der Alsstraße fündig.

Eine alte Halle, sah nicht schön aus, aber die Lage direkt

neben Hornbach war super und für 500 qm 1500 DM Miete

war ein Schnäppchen. Meine Mutter gab ihr o.K. Das Risiko

war überschaubar. Diese Neueröffnung werde ich wohl nie

vergessen. Es gab eigentlich nichts. Keine Deko, keine Einbauabteilung,

keine Podeste ... Und dieses Nichts ließ mich

nachts nicht mehr schlafen. Aber es funktionierte.

Der Lagerverkauf war ein Konzept, der auch an anderen Orten

umgesetzt wurde. (s. Seite 23 ) Im Jahr 2000 kam es dann zu

einer weiteren wichtigen Ausbaustufe. Alles wie beim Lagerverkauf,

allerdings optisch ansprechende Räumlichkeiten,

Frequenz durch vorbeifahrende Autos, höherwertige Inneneinrichtung,

große Auswahl und das Wichtigste: supergutes

Verkaufspersonal. Das haben nämlich die wenigsten. Das war

unser neues Fachmarktkonzept. Die neuen Märkte in mittelgroßen

Städten, die ich in den nächsten Jahren fand und mit

2000 hatten wir uns endlich auf eine richtige Zeitungsbeilage

geeinigt, bunt, 16 Seiten stark, hohe Auflage und teuer.

Dafür musste eine Werbeagentur her. Felske & Partner hatte

das beste Konzept. Gedruckt wurde bei Kraft und Schlötels,

wo ich meine Lehre gemacht habe. Im Januar 2001 erschien

die erste Beilage und war ein Riesenerfolg. Wir waren

bestrebt, den Erfolg zu vervielfachen. Heute verteilen wir

8-mal jährlich jeweils ca. 2 Millionen Prospekte.

Ich musste bei meiner Mutter immer wieder Überzeugungsarbeit

leisten. Aber es hat sich gelohnt. Die Umsatzkurve und

auch die Erträge geben mir Recht.

Was wird die Zukunft bringen?

Wir werden sicher noch die eine oder andere Filiale in Nordrhein-Westfalen

eröffnen. Aber sicher nicht mehr in dem

Tempo wie bisher. Wir werden weiterhin ausbilden, damit

junge Leute nachwachsen können. Die ständige Weiterbildung

wird immer ein Thema sein.

Ich werde aufmerksam den Markt beobachten und entsprechend

handeln. Ganz wichtig sind für mich die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, deren Arbeitsplatz ich in keinem Fall

gefährden möchte. Und: Ich möchte ein Unternehmen führen,

dessen Größe noch überschaubar ist. Es sollte auch in

Verkäufer am Beller Bach 1993

Zukunft familiär zugehen, und das

funktioniert nur bis zu einer bestimmten

Größenordnung.

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen.

Einerseits freue ich mich über die

Nachfolgeregelung. Meine Mutter

wird, wie ich sie kenne, langsam loslassen.

Sehr langsam. Andererseits: sie ist

Kauffrau und ich Verkäufer. Mir wäre

es recht, wenn sie noch länger ihre

Aufgaben wahrnehmen würde. Mit

unseren inzwischen fest abgegrenzten

Aufgabenbereichen kann ich gut

leben. Wir sind absolut gleichwertige

Partner.

Dirk Bönnen, im Februar 2007

15


Werbung

Bis in die 90-er Jahre warb Holzleitner

mit einspaltigen Anzeigen. Die „Milchtüte“

rechts war lange ein Hit, hob sie

sich doch von den übrigen Kleinanzeigen

gut ab. Die Idee dazu hatte Herr

Quack aus der Filiale in Düsseldorf.

Gestaltet wurde sie von unserem Grafiker

Hanno Jansen.

1996 richtete Dirk Bönnen in einem

unbeheizten Schuppen eine kleine

Druckerei ein. Kosten ca. 4000 DM.

Dafür gab es eine komplette Druckvorstufe

und eine 25 Jahre alte Druckmaschine.

Hier verbrachte er seine Abende.

Tagsüber entwarf er mit Hilfe von

„Corel Draw“ die ersten Werbezettel –

DIN A4 groß, doppelseitig und zweifarbig

in Auflagen von ca. 20.000 Stück.

Die kleine Hausdruckerei existiert

noch. Allerdings in einem lichten

beheizten Raum. Es ist jetzt das Reich

von Rudi Holzweiler, dem „400-Euro-

Drucker“, der überwiegend Hausdrucksachen

fertigt. Die Maschine von

damals ist im Jahr 2000 gegen eine 20

Jahre junge „Heidelberger“ getauscht

worden.

16


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Zeitungsbeilagen

Im Januar 2001 erschien unsere erste

16-seitige Beilage. Wir machten uns

viele Gedanken. Wir wollten nicht nur

Waschmaschinen und Preise abdrucken.

Wir wollten Image, wir wollten

uns abheben von den anderen. So

erfanden wir die Zeitungsbeilage, wie

wir sie auch heute noch produzieren.

Kochtipps, Haushaltstipps, Mitarbeiter

wurden vorgestellt, wir wollten halt

mehr als nur Produkte bewerben, wir

wollten uns bewerben.

Beachtung und Lob hat es von Lieferanten,

Kunden und sogar Mitbewerbern

gegeben – und das nicht zu

knapp. Ein dickes Lob gebührt hier

dem Initiator Dirk Bönnen, der in

Zusammenarbeit mit unserer Werbeagentur

eine lebendige, inhaltsreiche

und ansprechende Zeitungsbeilage

auf den Weg gebracht hat.

Die erste Beilage hatte eine Auflage

von ca. 600.000 Stück und kostete ca.

80.000 DM.

Die Abbildungen zeigen Beispiele aus

den Jahren 2006 und 2007.

17


Die Mitarbeiter

(innen)

Der Erfolg liegt immer in der Summe

der Leistungen eines jeden Einzelnen.

Das trifft für Familien, ganze Völker,

deren Regierungen, Fußballmannschaften

und selbstverständlich auch

für alle Unternehmen zu. Wir wissen

das. Teamfähigkeit bescheinigen wir

allen, die in der Zentrale beschäftigt

sind. Unsere Kundendiensttechniker

und Auslieferungsfahrer gehören zum

Innen- und Außendienst, wogegen

unsere Verkäufer/Marktleiter eher Einzelkämpfer

sind, selbstverantwortlich

und kundenorientiert.

Danke für Treue

Dank an Ehemalige

Karl Surek

1990

Klaus

Schippers †

2001

1987 schrieb Josef Holzleitner über Karl

Surek:„Anfang der 60er Jahre hat er mit mir

Schleudern gebaut, später Waschautomaten

repariert. „Feierabend“ war damals ein

Fremdwort. Man sieht ihm die 25 Jahre nicht

an, die er zum Teil unter unvorstellbaren

Voraussetzungen für unsere – seine Firma

tätig war. Noch als Pensionär wird er wohl

mehr am Beller Bach sein als anderswo.“

1971 fing er als Monteur an und durchlief

fast alle Abteilungen. Ein Allrounder! Er

formte mit großem Ideenreichtum die

Struktur mancher Abteilung und reformierte

viele überholte Abläufe. Er war der Organisator

schlechthin. Den Umbau der alten

Scharmann-Halle hat er als Bauleiter begleitet

und immer alles und alle im Griff – die

Handwerker und die Finanzen. – Er wurde

nur 57 Jahre alt.

Josef Sachsenhauser

ist seit 38 Jahren bei

uns – u.a. Lagerleiter

und Verkäufer

Dietmar Reifgens

seit 35 Jahren bei uns –

Monteur, KD-Leiter

und Ausbilder

Hans Settels

seit 34 Jahren

bei uns – Fahrer

und Verkäufer

Maria Schmitz

1988

Seit Juni 1972 verarbeitete Maria Schmitz

alle Zahlen mit der Kienzle EDV. Sie war

unsere erste Finanzbuchhalterin. Sie erstellte

Monatsabschlüsse und Steuererklärungen,

ebenfalls Lohn- und Gehaltsabrechnungen.

1988 schied sie altersbedingt aus,

wobei sie noch so lange blieb, bis die neue

EDV endgültig im Einsatz war.

18


Gertrud Koch

1988

Renate

Kamphausen

2001

Von 1974 bis 2001 war sie bei uns. Sie schrieb

Rechnungen noch mit der Maschine. Später

kümmerte sie sich um Provisionen, um die

Werbung, war für viele Zuflucht und Vertraute.

Die Chefin schrieb 2001 „Wir haben

jahrelang ein Büro geteilt. Freud und Leid

gemeinsam getragen. Geschäftlich und privat.

Unser Verhältnis war geprägt von

Distanz und Nähe. Danke für alles.“

Sie kam 1982 und wurde schnell Leiterin der

Leasing-Abteilung und ab 1988 Nachfolgerin

von Frau Schmitz als Finanzbuchhalterin.

Als sie 2001 in Pension ging, war das – kurz

vor der Einführung einer neuen Software –

eine mittlere Katastrophe. Wenn aber

jemand geht, der auch eine soziale Rolle

übernommen hatte, dann ist der Abschied

für alle einfach traurig.

Dank für großen Einsatz

Stefan Hennig

29 Jahre in der Firma – 27 Jahre lang keinen

Tag krankheitsbedingt gefehlt! Das ist und

bleibt wohl einmalig! Mit seinen 60 Jahren

ist er noch topfit.

Er hat als Kapitän der Landstraße begonnen.

Seinen Lkw gibt es noch heute. Seit 1998 leitet

er erfolgreich das Zentrallager.

Die Holzleitner Fußballmannschaft

von 1980

Oben von links: Frank Reifgens, Lennartz*, Thomas Keuter, Günther

Tenten, Dietmar Reifgens, Norbert Reifgens, Gerd Kowalski* unten von

rechts: Yacub Kesici, Emil Kuczera, Josef Behrend, Frank Huber, Dieter

Becker*, Stefan Hennig. Fotograf des Bildes war Peter Bodden.

*= Kunden, was beweist, dass auch sie zur Holzleitner Familie gehören.

Anneliese Reifgens

Ab 1976: Verkäuferin,

regionale Verkaufsleiterin,

Trainerin –

ab 1997 Einkaufsleiterin.

Nadine Ziechner

Mit 23 Jahren jüngste

Filialleiterin in Neuss-

Reuschenberg

(das war 2004).

Günter Schuld

Ist mit 72 Jahren

der älteste Verkäufer.

Er kam

mit 60 Jahren

zu uns.

Mehr als 10 Jahre

bei uns sind:

Helene Adam

33 Jahre

Anneliese Reifgens 31 Jahre

Siegmund Hennig 29 Jahre

Kesici Yakup

28 Jahre

Therese Wodarz 27 Jahre

Regina Walloschek 26 Jahre

Rolf Scherer

25 Jahre

Hans Peter Bodden 23 Jahre

Rita Lehmann

23 Jahre

Reiner Koerver 23 Jahre

Charlotte Müller 20 Jahre

Kersten Ling

19 Jahre

Harald Koch

18 Jahre

Sandra von Hagen 18 Jahre

Bernhard Frey 17 Jahre

Ingeborg Schlösser 17 Jahre

Sibille Meuters 16 Jahre

Marianne Herberz 16 Jahre

Simone Frey

15 Jahre

Jürgen Krücken 15 Jahre

Doris Nobis

14 Jahre

Ulrike Tschichholz 13 Jahre

Günter Schuld 12 Jahre

M. Langenberg-Deutz 12 Jahre

Oliver Reifgens 12 Jahre

Markus Glowik 12 Jahre

Michael Oelers 11 Jahre

19


Wir expandieren,

weil sich in den letzten 20 Jahren auch

in unserer Branche viel gewandelt hat.

Früher kamen wir mit Hausverkaufsstellen

und kleinen Geschäften gut

über die Runden. Sie schafften Nachbarschaftsnähe,

private Atmosphäre,

Kundennähe. Vor allem war Zeit für

eine gute Beratung. Heute betritt der

Kunde Fachmärkte, die groß, licht und

modern gestaltet sind und in denen er

ein tiefes und breites Sortiment aller

gängigen Markenprodukte vorfindet.

Wir expandieren, weil möglichst viele Käufer uns als interessante

Alternative zu den ganz Großen im Markt wahrnehmen

sollen. Das erreichen wir durch regionale Präsenz, durch Kompetenz

und unsere Servicestärke (s. auch Karte Seite 25).

Hier möchten wir den Wandel an drei Beispielen dokumentieren:

Neuss, Velbert und Emmerich.

Der 400 qm große Elektrofachmarkt wurde 2004 eröffnet. Die Filiale

wird von Frau Ziechner (s. auch Seite 19) geführt. Sie hatte 2000 ihre

Lehre begonnen und 2003 die Prüfung zur Einzelhandels-Kauffrau

bestanden. Der neue moderne Markt liegt verkehrsgünstig an einer

vielbefahrenen Ausfallstraße in Reuschenberg.

Von Hausverkaufsstellen

zu modernen Fachmärkten

Beispiel: Neuss-Reuschenberg

In der Erasmusstraße 8 im Souterrain (40 qm) gab es seit

August 1971 die Verkaufsstelle von Frau Mitzinger. Sie war die

älteste Mitarbeiterin, als sie 1993 in den Ruhestand ging.

Verheiratet seit 40 Jahren. Fünf Kinder großgezogen. Gelernt

hatte sie Stenokontoristin. Sie meldete sich auf unser Inserat

und wollte die Tätigkeit eigentlich nur für eine begrenzte Zeit

ausüben. Ihr Mann schrieb uns kürzlich: „Die 22 Jahre bei

Holzleitner und der Kontakt zu den Kunden waren für sie

Opium für die Seele!“. Leider ist sie inzwischen verstorben.

Schon morgens hielten sich die beiden mit Frühsport fit. Frau

Mitzinger schaffte noch mit 70 dreißig Liegestütze. Gegen

8.00 Uhr kamen die ersten Anrufe. Etwas später die ersten

Kunden. Oft waren mehrere gleichzeitig im Keller. Trotz

damaliger starker Konkurrenz (Schlembach, Saturn, Quelle)

hatte sie 85 % Stammkunden. Wochenumsätze über 20.000

DM waren keine Seltenheit, und das auf 20 qm!

Die „Mitzingers“ waren immer mit Herz und Seele dabei.

20


Beispiel: Velbert

Hausverkaufsstelle: ➜ kleiner Laden

größerer Eckladen➜ großer Fachmarkt

Am 31. Juli 2006 war Eröffnung in Velbert,

genauer gesagt: Wiedereröffnung.

Denn wir hatten schon Anfang

der siebziger Jahre in Tönisheide die

kleine Hausverkaufsstelle (ca. 20 qm)

Zum Papenbruch 9. Viele Ortsansässige

erinnern sich wohl noch an Anita

vom Dahl, die in etlichen Vereinen

aktiv war. Da der Platz nicht mehr

reichte, zogen wir 1987 zum Papenbruch

92. In dem kleinen 40-qm-Laden

waren wir sechs Jahre. Von 1994 bis

2003 hatten wir dann Am Thekenbusch

Ausstellungsräume von 80 qm.

Die Filiale leitete Frau Tschichholz.

Nach 1,5 Jahren Pause hatten wir ein

geeignetes Objekt (500 qm) gefunden,

und es war klar, dass als Leiterin für

uns nur Frau Tschichholz in Frage kam.

Unser Fachmarkt befindet sich Ecke

Heide-/Hardenberger Straße. Die ehemalige

Lidl-Filiale wurde total umgebaut:

Ein neuer Eingangsbereich wurde

geschaffen und neun Schaufenster

aus der Wand gebrochen.

21


Beispiel: Emmerich

Hausverkaufsstelle:

➜ Lagerverkauf ➜ Fachmarkt

Im Mai 1984 wurde die Verkaufsstelle Nr. 19 in 4242 Rees-

Mehr, Wildenborgweg 14 eingerichtet. Rita Lehmann sorgte

dafür, dass der Name Holzleitner bekannt wurde. Einst hatte

sie als Arzthelferin gearbeitet. Nachdem Sohn Stefan geboren

wurde, blieb sie zu Hause. Später wollte sie wieder etwas

tun, doch es gab keine geeigneten Angebote. Die Holzleitner

Anzeige war ihr letzter Versuch – und den bereut sie bis heute

nicht.

Auch Frau Lehmann fand 1996, dass „Kellerkinder“ nicht mehr

zeitgemäß seien und wollte auch einen „Lagerverkauf“

machen. Sie suchte ein geeignetes Objekt, sagte:„Hier mache

ich mindestens 100.000 DM Umsatz. Und so war es auch.“

Zehn Jahre lang war sie dann „draußen vor der Stadt“ am

Löwenbergerhof. Es handelt sich um einen typischen Lagerverkauf

auf 380 qm.

Nach genau 10 Jahren, im Herbst 2006, ist sie ins Zentrum

umgezogen – in die Bahnhofsstraße 27. Der neue Fachmarkt

sei ein Qualitätssprung, meinte Frau Lehmann. Jetzt freut sie

sich über einen großzügigen, hellen und freundlichen Verkaufsraum

direkt neben dem Bahnhof.

22


Hier waren und

sind wir präsent

Bocholt

Zwischenstation:

Lagerverkauf

Aachen

Emmerich

Geldern

Moers

Kempen

Dülken

Krefeld

Velbert

Viersen

Willich

2x M’gladbach

Düsseldorf

Remscheid

2x

Neuss

Grevenbroich

Hilden Solingen

Erkelenz

Leverkusen

Dormagen

Langenfeld

Würselen

In Rheydt-Mülfort, Am Beller Bach,

hatte Dirk Bönnen den ersten erfolgreichen

Lagerverkauf organisiert. Er

wollte mit dem neuen Standort in

Mönchengladbach an der Alsstraße

den Erfolg multiplizieren. Es gab keine

Deko, keine Einbauabteilung, keine

Podeste und keine Heizung. Es gab

eigentlich nichts. „Am Tag der Eröffnung

schickten wir verkleidete Mädels

in Hühnerkostümen in die umliegenden

Straßen und in die Innenstadt. Sie

verteilten Werbezettel. Das ging solange

gut, bis unsere „Hühner“ über den

benachbarten „Real“-Parkplatz liefen.

Eine halbe Stunde später war der völlig

aufgebrachte Filialleiter am Telefon,

und erklärte, was ein Privatgrundstück

sei. Er drohte mit einer Anzeige und

dass er die Kosten der Parkplatz-Reinigung

in Rechnung stellen würde. Dirk

Bönnen war fix und fertig. Mit Hornbach

gab’s auch noch Ärger. Ganz

schön viel für einen Einzelkämpfer an

einem Tag. Zu einer Anzeige kam es

nie.

moderne Fachmärkte

23


Das neue Konzept stand:

Lagerverkauf = größere Fläche mit

Kundenfrequenz und vielen Parkplätzen

für wenig Miete = geringes Risiko.

Von dem Erfolg angetrieben wurden

neue „Lagerverkäufe“ eingerichtet.

Langsam aber kamen in der Geschäftsleitung

Zweifel auf, ob das ganze

Ambiente (s. MG Alsstraße) zu schlicht

wirkte und unserem Rohertrag und

unserem Image Schaden zufügen

könnte.

Ein typischer Lagerverkauf in Mönchengladbach, Alsstraße

Am längsten hat sich diese Vertriebsform

in Emmerich gehalten, bevor

auch hier ein moderner Elektrofachmarkt

entstand.

Zwischenstation:

Fußgängerzone

Wir hörten „hammermäßige“ Umsatzzahlen

von Innenstadtlagen der Mitbewerber.

Sie hatten keine Parkplätze,

hohe Mieten, Kleingeräte – aber in der

Fußgängerzone eine wesentlich höhere

Kundenfrequenz. Das wollten wir

auch. „Wir gingen 1999 nach Rheydt

und fielen brutal auf die Nase. Hier

haben wir mehr Geld verloren, als in

jedem anderen Laden – dazu einen

Geschäft in der

Fußgängerzone in

Rheydt.

Zwischenstation:

Ausbau Niedersachsen

Das Geschäft in Hannover-Gartenstadt war von Josef Holzleitner

schon 1974 eingerichtet worden. Später – in der ersten

Aufbauphase – war er mit seinem Wohnmobil vor Ort und

hatte mit den neuen Partnern immer wieder Strategie, Psychologie

und Technik des Verkaufens trainiert – und das in

seiner Art sehr intensiv und nachhaltig. Es waren die Verkaufsstellen

in Wendisch-Evern, Vechelde, Giesen, Knesebeck,

Lügde, Braunschweig, Uelzen und Nienburg. An den Mitarbeitern

lag es nicht, dass alle Verkaufsstellen noch vor der Jahrtausendwende

geschlossen wurden. Alle waren gut.

Viele andere Agenturen wie in Verden/Aller, Hanstedt, Auetal,

Wolfsburg, Lehre, Schwarmstedt, Groß-Sisbeck, Neuenkirchen,

Walsrode wurden in der Ausbauphase ab 1987 mehr

oder weniger nach Versuch und Irrtum von der Gebietsleitung

eingerichtet und wieder aufgelöst. Zuständig war Man-

24


fred Lieback. Die Agentur in Celle führte seine Frau Renate

Lieback.

Das Hauptproblem lag aber bei den Standorten mit ihren

überwiegend kleinen Einzugsgebieten und den Agenturen

selbst, den „Kellerkindern“. Sie waren in der Regel nicht größer

als 20 qm. Das funktionierte gegen Ende der 90-er Jahre

nicht mehr, weil Wettbewerb und Kundschaft anspruchsvoller

geworden waren.

Heute sind uns zwei inzwischen fest etablierte Märkte in

Wenden und in Braunschweig-West geblieben.

Letztlich ist es so, dass eine Firma nicht nur auf der Hauptstrecke

fahren kann. Auch wir waren nicht gefeit dagegen,

Umwege zu nehmen oder uns ganz zu verfahren. Wichtig ist:

Seinen Weg wieder zu finden.

Zwischenstation:

neue Bundesländer

In der Firmenchronik steht unkommentiert:

1990 Gründung neuer Filialen in den südlichen neuen Bundesländern.

Renate Holzleitner stellte damals einen Kontakt

zur staatlichen Handelsorganisation (HO) in Halle her, die

kurz vor einer Umwandlung in eine GmbH stand.

Aus dem Tagebuch von RH: „Es war eine empfindsame Reise

von Deutschland-West nach Deutschland-Ost. Wernigerode,

Umleitung nach Halberstadt, Quedlingburg ... Erholungsorte

im Ostharz – nirgendwo Blumenkästen an den Fenstern,

nichts Blühendes in den Vorgärten. Riesige Felder entlang

Braunschweig-West – nach Umzug in 2006

schmaler Straßen – mit unbefestigten Banketten. Süßlicher

Geruch von Industrieabgasen. Graue abgebröckelte Jugendstil-

und Gründerzeit-Fassaden in Halle.“ Sehr bald musste sie

einsehen, dass nur eigene Filialen, ausgerüstet mit unserem

Know-how und Logistik, erfolgreich sein konnten. Viele Familien

waren froh, Hausverkaufsstellen einrichten zu dürfen –

z.B. in Leipzig, Torgau, Wittenberg, Brehna, Halle, Teutschental,

Zeitz oder in Freiberg im Erzgebirge. Es wurden auch Versuche

gemacht, in größeren Objekten an unseren Lagerverkauf

anzuknüpfen.

Anneliese Reifgens wurde als Gebietsleiterin Ost eingesetzt,

Dietmar Reifgens war auf der Suche nach neuen Kommissionären

und arbeitete sie ein. Erhard Schönberg führte mehrstufige

Verkaufsseminare durch und die Chefin fuhr oft mit

Frau Reifgens im Wohnmobil in die neuen Länder. Gute Hotels

gab es seinerzeit nicht. Dafür aber jede Menge Umleitungen.

Diese Phase lief bis 1998. Es wurde viel Zeit, Geld und

„Gewußt-wie“ eingesetzt.

Dirk Bönnen begleitete 1998 seine

Mutter und notierte: „Filiale in Gera.

Die Halle war wohl eine der größten,

die ich je gesehen hatte; aber zu 80 %

standen da Möbel und zu 20 % unsere

Elektrogeräte. Es war Winter, in der

Ausstellung – ein Büro gab es nicht –

waren es gefühlte 5 Grad ... Am nächsten

Tag haben wir Herrn Schlegel in

Zeitz besucht. Ich habe da zwei Stunden

gehockt und versucht, ein freundliches

Gesicht zu machen. Habe nämlich

kein einziges Wort verstanden.

Dialektprobleme. Es gab aber auch

nette Erlebnisse, z.B. wie man bei der

Familie Rathsmann in Leipzig aufgenommen

wurde, da denkste nach fünf

Minuten, du gehörst zur Familie.“

Es zeigte sich leider, dass langfristig

der Aufwand nicht zum Ertrag stand.

25


Holzleitner

ist und bleibt

Familiensache

Einige unserer „Partner“ konnten nicht zwischen Dein und

Mein unterscheiden. Wir waren zu weit weg. Was ist geblieben?

Die Erinnerung an die Pionierarbeit, die Rathsmänner

und Zimmermanns in Freiberg, Pfau in Teutschenthal und

Frau Schmidt in Halle.

Ausbaustufe:

ESV-Filialen übernommen

Der Zufall wollte es so. Wir erfuhren, dass Elektro-Sparkauf

(Schürmann) mit Sitz in Kempen alle Filialen bis zum

31.12.2004 auflösen wollte. Wir haben dann vier Filialen samt

Personal und Ware übernommen – Bocholt, Moers, Geldern

und Hilden. Es handelte sich um Standorte, die schon länger

auf unserer Expansionsliste standen. Alle vier Filialen wurden

sehr gut integriert. Das gleiche traf für die Mitarbeiter zu,

wozu auch Auszubildende gehörten, die bei uns die Ausbildung

fortsetzen und abschließen konnten.

Holzleitner in Hilden

Ein Indiz für die schnelle Integration: Wenn wir z.B. im

„Waschbrett“ über die „ehemaligen ESV-Filialen“ schrieben,

protestierten die Mitarbeiter: „Wir sind Holzleitner und

nichts anderes!“

Die restlichen sechs ESV-Filialen in Dormagen, Erkelenz, Krefeld,

Rheydt, Duisburg und Ronneburg wurden geschlossen.

Die Schließung zeigt, wie schwierig die Handelslandschaft

war und auch noch ist, dass sogar ein finanzstarkes Unternehmen

die Lust verloren hatte. Die Gründe für ein „Scheitern“

sind oftmals vielschichtig. Uns steht es nicht zu, darüber

zu befinden.

Wir können nur hoffen, dass wir uns mit unseren Stärken:

Kundendienst, Bekanntheitsgrad, Sympathieeffekte, innovatives

Marketing, motivierte Mitarbeiter am Markt auch weiter

behaupten können.

Gehört auch zum „Jubilieren“:

2004 haben „wir“ männlichen

Nachwuchs bekommen.

Der Holzleitner Markt in Bocholt

26


Wir sind angekommen:

Fachmarkt mit Fundgrube

Renate Holzleitner:„Kunden wollen ein breites und tiefes Sortiment.

Das Einkaufserlebnis wird nicht mehr von luxuriösen

Ausstattungen bestimmt, sondern von einer hellen, sauberen

Umgebung, in der Übersicht und Information wichtig sind.

Das schönste Erlebnis für den Käufer ist, wenn er ein qualitativ

hochwertiges und zuverlässiges Produkt zu einem interessanten

Preis findet und dabei das Gefühl hat, gut beraten zu

sein. Deshalb glaube ich an die Zukunft von überschaubaren

Fachmärkten mit Schnäppchen-Charakter.“

Dirk Bönnen sieht neben den besseren Umsatzchancen der

neuen Elektrofachmärkte noch einen Aspekt:„Unser gut ausgebildetes

und motiviertes Verkaufspersonal ist unser wichtigster

Aktivposten gegenüber Discountern und den supergroßen

Märkten, in denen man sich verlaufen kann, aber

kaum auf kompetente Berater trifft. Deshalb müssen wir

etwas für unser Personal tun. Wer in dunklen Räumen arbeitet,

wird mit der Zeit missmutig. Ein besseres Ambiente, mehr

Licht und eine moderne Einrichtung machen dagegen optimistisch.“

Bei der Auswahl wird jedem Geldbeutel etwas geboten. Das

reicht vom fast 2000 Euro teuren Weinkühlschrank bis hinunter

zur 2. Wahl in der Fundgrube: Geräte mit Lackfehlern oder

Transportschäden, die in der eigenen Werkstatt so überholt

worden sind, dass sie problemlos mit zwei Jahren Garantie

verkauft werden können.

Fachmarkt Grevenbroich

Unser „Innenarchitekt“

11 Jahre ist Michael Oelers im Vertrieb und als Assistent seines

Jugendfreundes Dirk Bönnen tätig. Es hätte auch andersherum

kommen können. Der Unternehmersohn aus Schwalmtal

musste aber mit ansehen, wie eine Kleiderfabrik nach der

anderen zumachte. Am Ende seines Studiums als Bekleidungstechniker

hatte auch sein Vater aufgegeben.

Bald zeigte M.O. sein Multitalent. Es gibt keinen besseren, der

die neuen Märkte so schön und kostengünstig renovieren

und einrichten konnte. Er war zum Innenarchitekten und

Ladenbauer mutiert. Immer wieder begeisterten seine

Warenpräsentationen. Alles ist klar konzipiert. Seine Märkte

sind jung, informativ und deshalb interessant und – man

fühlt sich in ihnen wohl. Er ist ein Perfektionist und absolut

zuverlässig. Wenn er unter Zeitdruck steht, macht er auch das

Unmögliche möglich!

27


Mönchengladbach Mönchengladbach Grevenbroich

Braunschweig Velbert Leverkusen

Solingen Geldern Neuss, Bergheimer Straße

28


Ausstellung Zentrale Wickrath


Beraten und

Verkaufen

Kunden kommen zu uns, weil sie in der

Regel Bedarf haben: Der alte Kühlschrank

ist ein Stromfresser, die

Sortiment

Wir haben ein breites Sortiment

aus den Bereichen Kochen,

Waschen und Trocknen, Spülen,

Kühlen und Gefrieren. Verfügbar

als Einbau- oder Standgeräte, mit

unterschiedlichen Ausstattungen

und Preisen und alle Marken der

wichtigsten Hersteller. Seit 2006

neu im Sortiment: Kaffeevollautomaten

von Saeco, Jura und Siemens.

Sie ergänzen das Angebot

an Staubsaugern und Mikrowellen.

Waschmaschine hat ihren Geist aufgegeben, der neue Herd

soll mehr können als der alte, endlich soll eine Geschirrspülmaschine

her ...

Laufkundschaft, die sich „nur einmal umsehen möchte“, gibt

es wenig. Wenn dennoch unser Verkaufspersonal diese Floskel

öfter zu hören bekommt, sind es unsichere Kunden, die

erst einmal schnuppern möchten oder Preise vergleichen. Das

ist in Ordnung.

Elektrogroßgeräte sind beratungsintensiv. Da zwischen der

letzten Anschaffung und dem „Nachkauf“ oft zehn und mehr

Jahre vergangen sind, hat sich natürlich vieles geändert.

Moderne Maschinen können mehr und verbrauchen viel

weniger Energie und Wasser. Die erste Aufgabe der Verkäuferin

oder des Verkäufers ist dann Zuhören, Fragen und wieder

Zuhören. Man muss sich diese Zeit für den Kunden nehmen,

denn deshalb ist er nicht in einen anonymen Großmarkt

gegangen oder hat gleich im Internet gekauft.

Sind alle Informationen zusammengetragen, weiß der Verkäufer

zum Beispiel, wie oft in der Woche für wie viel Personen

gewaschen wird, wie stark die Wäsche in der Regel verschmutzt

ist, ob auch noch Handwäsche anfällt oder ob ein

Trockner vorhanden ist. Dann kann er schnell eine Vorauswahl

der in Frage kommenden Maschinen treffen. Jetzt wird

er ganz gezielt jene Nutzenargumente bringen, die den speziellen

Bedarf abdecken.

Ein guter Verkäufer sammelt viele kleine Ja’s. Zustimmungen

– die manchmal auch nur aus der Mimik oder Gestik ablesbar

sind.

30


Service-Qualität

Wer hat die besseren Karten – derjenige der Qualität liefert.

Für den Kunden ist Produktqualität „was man

kriegt“ und Service-Qualität „wie man es kriegt“. Deshalb

ist Service-Qualität oft schwerer zu messen als Produktqualität.

Service-Qualität schaffen wir, indem wir kundenorientierte

Mitarbeiter haben – Menschen, die Menschen

mögen. Ein Lächeln, ein freundliches oder ein beruhigendes

Wort wirkt oft Wunder und macht sympathisch.

Es ist erwiesen, dass Kunden, die Händler oder Marken

wechseln, zu 70 % andere Gründe haben als das Produkt

oder den Preis. Es sind Kleinigkeiten, Dinge wir Engagement,

Höflichkeit und persönliche Betreuung, die den

Unterschied ausmachen.

Oft ist natürlich auch der Preis ein Hindernis, denn ein Produkt

von Miele oder Siemens mit Fleckenprogramm kosten

einiges. Abgesehen von Finanzierungsmöglichkeiten argumentieren

die Verkäufer auch mit den Folgekosten: 550 kg

Wäsche steckt die Durchschnittsfamilie pro Jahr in die

Waschmaschine. Allein in den letzten Jahren haben führende

Hersteller den Wasserverbrauch mehr als halbiert. Eingebaute

Intelligenz, spezielle Sensoren, Wassersparsysteme und

Mengenautomatik machten es möglich. Wer eine ältere

Maschine austauscht, kann bis zu 100 Liter pro Waschgang

sparen. Das summiert sich im Jahr ganz schnell auf 10 Kubikmeter

oder ca. 80 Euro. Der Stromverbrauch halbiert sich, weil

weniger Wasser aufgeheizt wird. Mit größerer Füllmenge und

guten Waschmitteln senkt man auch diese Kosten.

Holzleitner hilft haushalten: Das ist ein Werbespruch – aber

ehrlicher gemeint als Geiz ist geil. Unsere Kunden wissen das.

Preiskampf

Durch die Preiskämpfe im Einzelhandel

findet eine gigantische

Wertevernichtung statt. Die

Preis- und Rabattschlachten dienen

nur der Umverteilung von

Marktanteilen. Der Umsatz mag

zwar steigen, die Renditen jedoch

sinken.

Die Existenz kleiner und mittelständischer

Unternehmen und

der Mitarbeiter wird aufs Spiel

gesetzt. Das „Spiel“ mit den

Rabatten führt letztlich auch zu

weiterer Konzentrationen im Einzelhandel

und lässt oftmals die

Qualität und die Vielfalt ins Hintertreffen

geraten. Schade!

31


Fuhrpark Beller Bach


Kundendienstflotte


Lieferung

und Anschluss

Der Liefermonteur repräsentiert im

gleichen Maße Holzleitner Elektrogeräte

wie jeder Verkäufer in unserem

Markt. Ein gepflegte freundliche

Erscheinung ist selbstverständlich. Die

Fahrer freuen sich, etwas liefern zu

dürfen.

Die Fahrer sind wahrscheinlich für längere

Zeit die letzten Kontaktpersonen

unserer Firma für den Kunden. Deshalb

sind sie zum Zeitpunkt der Lieferung

unsere wichtigsten Repräsentanten.

Was den Erfog betrifft: auch ein

Lieferservice lässt sich an der Zahl der

Empfehlungskunden messen.

Jeder Mitarbeiter unseres Unternehmens

weiß, dass es die Fahrer sind, die

besonders zur Imagebildung unseres

Unternehmens beitragen.

Interne Logistik

vor der Auslieferung

Die Filialen erfassen täglich ihre Aufträge. Die Aufträge

werden in der Zentrale in Lieferscheine umgewandelt und

kommen gleich mit entsprechenden Etiketten aus dem Computer.

Zwischen 16 und 18.30 Uhr schaffen zwei Mitarbeiter die auszuliefernde

Ware zu zwei großen Lagertoren und stellen die

Kommission für jeden Auslieferungsfahrer zusammen.

Zur Zeit werden morgens 15 Fahrzeuge beladen. Aufträge

werden pro Lieferfahrzeug übergeben. Die Fahrer rufen Kunden

an, die eine Terminvereinbarung wünschen. Die Tagestour

kann beginnen.

Lieferung und Anschluss sind im Preis enthalten. Der Einbau

von Elektrogeräten wird nach Aufwand berechnet. Altgeräte

und das Verpackungsmaterial werden mitgenommen und

fachgerecht entsorgt. Jeder Fahrer schafft am Tag je nach Aufwand

zwischen 12 und 15 Auslieferungen.

Kundenlob aus Leverkusen

Kauf und Lieferung eines Wäschetrockners.

Sehr geehrter Herr Bönnen,

in den letzten Monaten haben wir beim Erwerb verschiedener

Konsumgüter schlechte Erfahrungen in Bezug auf Beratung,

Termintreue und Service machen müssen. Auch der geplante

Kauf eines Wäschetrockners scheiterte mehrfach an nicht

vorhandenen Serviceleistungen, überhöhten Preisen oder ganz

einfach am Desinteresse des Verkaufspersonals. Engagierte

Mitarbeiter im Einzelhandel scheinen mir eher die Ausnahme

zu sein. Deshalb finde ich es wichtig, Ihnen folgendes positive

Beispiel aus Ihrem Unternehmen zur Kenntnis zu bringen.

Durch Ihre Außenwerbung wurde ich auf der Fahrt zur Arbeit

auf Ihre Leverkusener Filiale aufmerksam. Hier fand ich

- kompetente Beratung durch Ihren Mitarbeiter, Herrn Nächster

und

- einen konkurrenzfähigen Preis.

Da Lieferung, Aufstellung und Kundendienst zugesagt wurden,

war die Kaufentscheidung schnell getroffen. Im Folgenden

wurde

- der Liefertermin genau eingehalten,

- das Gerät durch Herrn Papst zu unserer vollen Zufriedenheit

installiert (incl. Kondensatablauf) und meine Frau war von der

guten und freundlichen Einweisung sehr angetan.

Schade, daß ein solch reibungsloser Ablauf nicht die Regel,

sondern eher selten ist. Natürlich werde ich Ihr Geschäft (das

bisher weder mir noch meinem Freundeskreis bekannt war)

weiterempfehlen und bei zukünftigen Anschaffungen ein

Angebot bei Holzleitner einholen.

MfG. Klaus Röder

34


Vom Fahrzeugbeladen über die Auslieferung bis zum Anschluss

35


Trumpfkarte im Wettbewerb:

Hauseigener

Kundendienst

Preiswert

Im Gegensatz zu bundesweit operierenden

Herstellern (z.B. Bosch, Miele,

AEG) berechnen wir wesentlich geringere

Kostensätze. Mit unserem hauseigenen,

regionalen Kundendienst

spart der Kunde erheblich bei der Anfahrt

und bei den Arbeitslöhnen.

Kundendienst-Annahme und Terminvereinbarung in der Zentrale

Schnell

Kompetent

Reparaturen werden von uns in der

Regel innerhalb von zwei Werktagen

durchgeführt – und nicht erst dann,

„wenn der Techniker gerade mal in der

Nähe ist.“ So merkt man kaum, dass

eine Haushaltshilfe kurz eine Auszeit

genommen hat.

Unsere Mitarbeiter werden ständig weitergebildet. Die dauernde

Fortbildung bedeutet, dass unsere Mitarbeiter immer

auf dem neuesten Stand der Technik sind.

Kundendienst-Techniker Ling bei einem Kunden

Zuverlässig

Unsere Mitarbeiterinnen in der Kundendienstannahme

notieren den gewünschten

Wochentag. Am entsprechenden

Morgen ruft der Techniker an

und stimmt die Uhrzeit für seinen

Besuch ab. So vermeiden wir lange

Wartezeiten und der Kunde hat seinen

Tagesplan voll im Griff.

Die Terminvereinbarung

In unserer Werkstatt: Kundendienst-Techniker Marcus Glowik

36


Ersatzteile

Wo gibt’s denn noch so was?

Ort der Handlung:

Verkaufsraum in der Zentrale.

Die KD-Mannschaft 1989 am Bellerbach

Eine ältere Dame sucht und findet

schließlich ihren Notizzettel. „Ich habe

am 26. Mai 1989 (also vor 18 Jahren) bei

Ihnen eine Waschmaschine gekauft,

eine Favorit Ökostar 1000 und die ist

nicht mehr dicht. Mein Nachbar sagt,

ich brauche nur eine neue Manschette.”

Der Verkäufer ist überfragt. Der

Mitarbeiter im Ersatzteillager nicht:

„Selbstverständlich können wir Ihnen

helfen!“ Es dauert keine Minute. Die

Dame zahlt, während ein ortsansässiger

Elektrohändler nach der Pumpe

eines älteren Siemens Modells fragt.

Wenn man bedenkt, dass wir allein

100 verschiedene Manschetten für

mehr als 150 Waschmaschinen-Typen

vorhalten, kann man sich das Ausmaß

unserer Vorräte in etwa vorstellen.”

Ersatzteilverekauf an der KD-Theke in der Zentrale

Ein Unternehmensberater stöhnte in

diesem Zusammenhang: „Auf 300

Quadratmetern lagern Teile von

200.000 Euro. Das sei nur mit der früheren

DDR – Mentalität zu vergleichen:

alles aufheben, alles horten.” Ob

man noch nie von „lean“ gehört habe?

37


Ein Arbeitstag

im Kundendienst

Aus unserer Firmenzeitung „Das

WASCHBRETT“ stammt dieser von

einer ehemaligen Mitarbeiterin (Claudia

Coslar) verfasste Bericht, der einen

lebendigen Einblick in diese Abteilung

im Jahr 1999 gibt.

Der ganz

normale

Wahnsinn

An einem Montagmorgen in die Abteilung

Kundendienst zu kommen, ist

ebenso mutig wie in einem Ameisenhaufen

ein ausgiebiges Picknick zu

veranstalten. An der Tür sehe ich

schon, dass ein Stapel Faxe angekommen

ist. Mit etwas Glück liegen noch

viele Aufträge am Faxgerät, die alle

eilig sind. Macht ja nichts, durch jahrelange

Routine geschult, bringt mich

nichts mehr so schnell aus der Fassung,

auch nicht die Tatsache, dass der

Computer noch nicht eingeschaltet

werden darf, weil die Sicherung nicht

durchgelaufen ist. Ich aktiviere die

Telefonanlage, was diese mir mit sofortigem Klingeln dankt.

Wie schön, der 1. Kunde.

Ein kleiner Seitenblick auf den Anrufbeantworter zeigt mir,

daß ca. 15 Gespräche aufgelaufen sind. Der erste Kunde

erklärt, seine Waschmaschine sei defekt und ob denn ein

Monteur vorbei kommen könne. Selbstverständlich, dazu

sind wir ja da.

Ich nehme einen Zettel (der Computer ist immer noch aus)

und fange an, die persönlichen Daten des Kunden aufzuschreiben.

„Name?“ – „Elayapamural.“ – „Könnten Sie das

bitte buchstabieren? Danke. Vorname? Ach so, das war der

Vorname. Dann bitte den Zunamen.“ Einen kleinen Augenblick

bitte, da ist ein Gespräch auf der anderen Leitung“ – „Sie

möchten gerne mit dem Monteur verbunden werden? Ja,

sofort.“

„Herr Yogathasan? Bitte Ihre Anschrift. Welches Gerät? Ach

so, das wissen Sie nicht, es steht im Keller. Gut, ich warte.“ Ein

schriller Dauerton sagt mir, dass das Gespräch vom Monteur

zurückkommt. „Es tut mir Leid, die Monteure haben die Tour

noch nicht gelegt.“

Wieder Herr Y. „Eine Waschmaschine AEG“. – „Die genauere

Bezeichnung haben Sie nicht? Wie alt ist das Gerät?“ – „Ca. 10

bis 15 Jahre“. – „Bitte nochmals etwas Geduld, da ist ein

Gespräch auf Leitung 2!“ „Sie möchten, daß der Monteur vorbeikommt?

Darf ich Ihre Telefonnummer erfahren, ich habe

ein Gespräch vor Ihnen und rufe gleich zurück.“

„So, Herr Yogathasan, wir kommen dann morgen Vormittag

vorbei. Wie teuer das wird? Die Anfahrt außerhalb von Mönchengladbach

39,- DM, Monteurlohn pro angefangene Stunde

24,- DM, dann das evtl. benötigte Ersatzteil, alles plus

MwSt. – Sie benötigen den Kundendienst doch nicht? Macht

nichts, ich storniere das ganze.“ In der Zwischenzeit haben

schon zwei Monteure nach Aufträgen gefragt, die ich ja laut

Fax noch schreiben muss. Aber leider, der Computer ...

Schnell den Anrufbeantworter abhören, es könnten ja noch

wichtige Gespräche oder Aufträge für den gleichen Tag auf

Band sein. Jetzt kommen doch so nach und nach die leicht

ungeduldig werdenden Monteure. Zwischendurch ein Anruf

von Frau Walloschek, bitte noch nicht die Computer einschalten,

es gibt Probleme. O. K., ich versuche, die aufgebrachte

Menge zu beruhigen und erkläre mich bereit, die noch anstehenden

Aufträge mit der Schreibmaschine zu schreiben.

Der nächste Kunde meint, es wäre ja wohl eine Unverschämtheit,

die Leute so lange warten zu lassen, ob die Zentrale denn

nicht besetzt wäre? Während ich diesem Kunden die Situation

erkläre und besonders freundlich bin, merke ich wie sich

der erste Monteur heranschleicht, um mich zu erwürgen.

Gott sei Dank zeigt mir in diesem Augenblick der Computer

an: freigegeben.

Der Versuch, die Anruferliste weiter abzuarbeiten, scheitert

daran, daß ständig Anrufe auf dem 3. Apparat eingehen.

Daran erkenne ich, daß Herr Bönnen nicht im Hause ist, denn

er hat auf App. 18 umgestellt. Das haben Herr Oelers und Frau

Reifgens zwar auch getan (meine Güte, kriegen die alle jeden

Tag so viele Anrufe?), aber die haben sich wenigstens abgemeldet.

Herr Scherer fragt, warum das Band nicht früher

abgehört worden sei ... Ja, warum eigentlich nicht?

Mit diesem Beitrag hoffe ich, für meine Kolleginnen - die

natürlich gleiches erleben – und mich etwas ... oh, Entschuldigung,

ich wollte noch etwas besonders intelligentes schreiben,

aber das Telefon geht: „Holzleitner Elektrogeräte Coslar,

guten Tag, was kann ich für Sie tun?“

38


Holzleitner Elektrogeräte

erste Firma in der Branche mit TÜV-Zertifikat

Überdurchschnittliche

Kundenzufriedenheit

bestätigt

Im Mittelpunkt der TÜV-Zertifizierung standen die Bedürfnisse

und Erfahrungen der Verbraucher. So haben nicht Fachexperten

ihr Urteil gesprochen, sondern die Kunden selbst.

Sie waren zuvor repräsentativ vom TÜV Rheinland/Berlin-

Brandenburg ausgewählt worden. Auf dem Prüfstand waren

seit Anfang des Jahres unser hauseigener Kundendienst, Lieferservice

und Beratung/Verkauf. Am 16. August 1999 wurden

die „Prüfplaketten“ überreicht.

Die erforderlichen Kriterien waren alle deutlich positiv überschritten

worden. Insgesamt wurden wir von 97,1 % der Kunden

als „sehr empfehlenswert“ oder „empfehlenswert“ eingestuft,

dabei von 49,9 % als sehr empfehlenswert.“

Was das Verkaufspersonal betrifft, wurden die Kunden nach

ihrer Zufriedenheit mit den Fachkenntnissen, der Freundlichkeit

und der ausführlichen Beratung gefragt. 97,2 % der Kunden

empfanden die Beratung als „sehr qualifiziert“ oder

„qualifiziert“.

Dann ging es um Terminierung, Pünktlichkeit der Lieferung,

den Einbau bzw. die Installation des Gerätes, die Sorgsamkeit

bei Anlieferung und Einbau, die Freundlichkeit des Lieferpersonals

und um die Einführungsanleitung in die Bedienung

des Gerätes. Den Liefer- und Montageservice beurteilten 92 %

als „gut“ oder „sehr gut“.

Herr Brockmann vom TÜV Rheinland (rechts) übergibt das

„TÜV-Zertifikat“ an R. Scherer (Mitte) und Dirk Bönnen (links)

Das Wie und Was bei der telefonischen Auftragsannahme

wurde ebenso unter die Lupe genommen wie der Kundendiensteinsatz:

Die Flexibilität hinsichtlich Terminvergabe, der Zeitraum zwischen

Auftragsvergabe und Eintreffen des Kundendienstes,

Freundlichkeit und Sorgsamkeit des Kundendienst-Personals,

Mitnahme von defekten ausgetauschten Teilen und Verpackungsmaterialien

nach der Reparatur, Ersatzteilverfügbarkeit

und die Aufschlüsselung der Kosten in der Rechnung. Der

Kundendienst war nach Ansicht von 97 % der Befragten „sehr

qualifiziert“ bzw. „qualifiziert“ und wurde – wie auch die Verkäufer

– von 97 % als freundliche wahrgenommen.

„Das Zertifikat gibt uns in der Branche der weißen Ware erst

einmal eine Alleinstellung”, meinte seinerzeit Dirk Bönnen.

„Einmal haben viele größere Mitbewerber keinen eigenen

Kundendienst, den sie testen lassen könnten – und was sollten

Kunden in den verkäuferlosen Hallen auf der grünen

Wiese schon zum Thema Beratung sagen?!“

„Ein eindrucksvolles Ergebnis, das

beim TÜV-User Center nicht alle Tage

erreicht wird“, so Testleiter Brockmann

vom TÜV.

Es ist natürlich auch schwer, es allen

Kunden recht zu machen. Im Bericht

war dann auch alles zu lesen, was im

Verkauf, bei der Lieferung oder im Kundendienstfall

den Kunden erfreut oder

böse macht.

„Zu einem schadhaften Gerät kamen

nacheinander zwei verschiedene Monteure,

die zwei völlig verschiedene

Angaben über den Schaden machten.“

Ein anderer Kunde erlebte das ganz

anders: „Sehr preiswert und kompetent.

Die Erklärung danach war sehr

gut.“

Und dann das: „Beim Abtransport der

zu entsorgenden Spülmaschine wurde

das Restwasser gleichmäßig über

zwei Etagen im Treppenhaus verteilt.

Das Treppenhaus ist mit Teppich ausgelegt!“

Zufriedener dann schon diese

Kundin: „Bei der Lieferung waren die

beiden Mitarbeiter überaus vorsichtig.“

Und so geht es weiter: Die eine Kundin

fand die Dame an der Auftragsannahme

schnippisch, die nächste freundlich

und zuvorkommend.

39


Weitere

Auszeichnungen

Überraschend erhielten wir im April

2004 die Mitteilung eines unabhängigen

Instituts für Marktforschung: Wir

hätten in einer repräsentativen Befragung

von 995 Verbrauchern unter

neun Geschäften, die braune oder

weiße Ware führen, die beste Bewertung

erhalten.

1. Platz im

Aachener –

Kundenspiegel

Die Befragung war uns vorher nicht

bekannt. Sie wurde auf Straßen und in

Kaffeehäusern durchgeführt.

1.AACHENER

KUNDENSPIEGEL®

Platz 1

T E S T S I E G E R

Untersucht: 9 Elektro-/Elektronikgeschäfte

85,7%Durchschnittlicher Zufriedenheitsgrad

Freundlichkeit: 83,8% (Platz 2)

Beratungsqualität: 88,6% (Platz 1)

Preis/Leistungsverhältnis: 84,8% (Platz 1)

Kundenbefragung 04/2004: N=995

MF Consulting Dipl.-Kfm. Dieter Grett

Marktforschung: Tel. 0991/32753

Hier die Rangliste, die sich aus dem durchschnittlichen Zufriedenheitsgrad

ergibt:

1. Holzleitner Elektrogeräte 85,7 %

2. Radio Ring 80,4 %

3. Medi-Max 78,1 %

4. Media-Markt Herzogenrath 75,5 %

5. Herd Schmitz 72,7 %

6. Elektro Wimmer 68,6 %

7. Media-Markt Aachen 65,2 %

8. Radio Wronowski 63,5 %

9. Saturn Markt 61,2 %

In einer „Teildisziplin“ haben wir nicht den ersten Platz

geschafft – bei Freundlichkeit. Hier liegt der „Platzhirsch“

Radio Ring mit 89,1 % vor uns (83,3 %).

Das letzte – also unfreundlichste Geschäft – ist der Saturn-

Markt. Wahrscheinlich geizt man dort auch bei den Umgangsformen

(weniger zufrieden 39,9 %, völlig unzufrieden

9,9 %).

In der Kategorie „Beratungsqualität“ steht Herr Blees – denn

das darf er sich wirklich auf seine Fahne schreiben – ganz

oben auf dem Treppchen (88,6 %)! Und das war zu erwarten:

Die „Großen“ teilen sich die letzten Plätze. 44,1 % der Kunden

sind weniger oder völlig unzufrieden beim Media-Markt und

bei Saturn. Also: jeder zweite Kunde!

Das Ergebnis im „Preis-Leistungsverhältnis“ ist eine kleine

Sensation. Der erste und letzte Platz:

1. Holzleitner Elektrogeräte 84,8 %

6. Saturn Markt 66,4 %

Die Erklärung: Es geht nicht nur um den Preis, sondern auch

um Leistung: Dienstleistungen. Und dabei sind wir unbestritten

die Besten. Außerdem: Wir sind schon über 30 Jahre in

Aachen und haben immer noch ein Schnäppchen-Image aus

der Zeit, in der wir sehr viel Eigenmarken und 2.-Wahl-Geräte

verkauft haben. Heute haben wir eine Fundgrube, längere

Garantien sowie Sonderangebote in den Zeitungsbeilagen.

1a Fachhändler und

1a Fachwerkstatt

Es sind hochkarätige Auszeichnungen, über die wir uns freuen.

Das Gütesiegel „1a Fachhändler“ und „1a Fachwerkstatt“

wurde uns vom Branchendienst „markt intern“ (mi) im Jahr

2006 verliehen.

„mi“ sagt dazu: „Wir wollen Fachhändler würdigen, die den

Kunden in besonderer Weise einen guten Einkauf bieten.“...

Holzleitner garantiert eine große Markenauswahl, angemessene

Preise, Fachberatung und individuellen Service.

Wir erfüllen auch mit unserem hauseigenen Kundendienst

den Leistungsstandard einer 1a-Fachwerkstatt. Die Prüfkriterien

waren: kundenorientierte Werkstattführung, Mitarbeiter-Motivation,

Service-Kompetenz, Weiterbildungsbereitschaft,

flexible Einsatzplanung, faire und transparente Rechnungsstellung.

„mi“: „Der Mittelstand bildet Lehrlinge aus

und schafft seit Jahren mehr Arbeitsplätze als die Großkonzerne.“

40


Made in Germany

500 internationale Firmen haben Deutschland kürzlich auf

Platz 3 der besten Wirtschaftsstandorte gesetzt – direkt hinter

China und den USA!

Im „stern“ war (2005) zu lesen: „Zu neuer Blüte kommen

offenbar auch wieder alte Tugenden – Fleiß, Eifer und Zuverlässigkeit.

Es wird wieder in die Hände gespuckt.“

Auch wir wollen die Ärmel hochkrempeln und etwas für den

Erhalt von Arbeitsplätzen tun. Die Idee dazu kam uns, als wir

einen Leserbrief lasen, der zur Schließung eines Bildröhrenwerkes

in Aachen Stellung nahm.

Sein Kernsatz: „Wer hier im Lande Arbeitsplätze schaffen und

erhalten will, der muss auch dafür sorgen, dass die Produkte

dieser Arbeit gekauft werden.“ Recht hat er. Wir haben sofort

alle Lieferanten gefragt: Was wird wo in Deutschland produziert?

Das ermöglichte uns, alle Geräte aus deutscher Produktion in

allen Filialen mit dem von uns produziertem Logo zu kennzeichnen.

Kein Logo bekommt, wer in Deutschland nur die Firmenverwaltung

hat, aber nicht mehr in Deutschland produziert.

Oder seinen deutschen Firmennamen längst irgendwohin

verkauft hat.

Aber: Was haben Sie davon, wenn Sie deutsche Produkte kaufen?

Die Antwort ist einfach: Sie haben mehr Sicherheit durch

die besonders hohen Qualitätsnormen und die schärferen

Qualitätskontrollen in Deutschland und damit eine viel längere

Lebensdauer. Bei Miele geht man noch davon aus, dass

eine Waschmaschine 20 Jahre halten muss!

Renate Holzleitner, die immer wieder dieses Thema anschob:

„Die Globalisierung der Märkte ist nicht aufzuhalten.

Aber letztlich entscheidet der Kunde, ob er die teilweise

menschenverachtenden Produktionsmethoden in China weiter

unterstützen will oder den fairen Handel zu fairen Preisen.“

Ganz interessant ist, dass wir noch in 2006 mit der Qualitätsoffensive

„Made in Germany“ alleine bei Miele Geräten um

40 % zugelegt haben. So wie sich die Ausstellungen im Laufe

der Jahre positiv verändert haben, so hat sich auch in gleichem

Maße das Kundenbewusstsein positiv zur Qualität hin

verbessert. Ist das endlich der Wertewandel, auf den wir so

lange gehofft haben?

Das Waschbrett

Seit genau 20 Jahren erscheint monatlich

die Holzleitner Hauszeitung für

alle Mitarbeiter. Auch Ehemalige freuen

sich darüber. So sind sie immer

noch informiert darüber, was bei uns

so alles geschieht.

Diese kleinen Zeitdokumente, in der

Renate Holzleitner von Anfang an das

Geleitwort auf Seite 1 geschrieben hat,

sind natürlich für die Jubiläumsbroschüre

eine unerschöpfliche Fundgrube.

Redaktion: Erhard Schönberg (67), der

auch diese Jubiläumsbroschüre mit

entworfen und getextet hat. Er ist

Unternehmensberater und Verkaufstrainer

und ein „Interner“ – zugehörig

zur „Holzleitner Patch-work-Familie.“

Wie man es dreht und wendet, Holzleitner

ist eben immer und überall

Familiensache.

Aus dem ersten Geleitwort:

„Sinn unserer Hauszeitschrift ist es, Sie

zu informieren, zu unterhalten und

teilhaben zu lassen an den Vorgängen

in unserem Haus. Es soll keinesfalls

Rundschreibencharakter haben oder

Sprachrohr der Verkaufsleitung sein.

Wir würden uns freuen, wenn aus

Lesern Mitarbeiter würden. Unsere

41


Zusammengehörigkeit wird wachsen,

wenn Aachen und Celle, der Niederrhein

und Niedersachsen hier ihre Erfolge

austauschen, Wünsche äußern,

Ratschläge geben und sich und uns

Mut machen.

Ausbildung und

Weiterbildung

Warum bilden wir aus?

In den ersten Jahren hatten wir sehr

viele „Schriftsteller“, die Alltagsgeschichten

schrieben oder von besonderen

Erlebnissen erzählten. Lustiges

oder Ernstes, auch Beschwerden, wenn

Ihnen was nicht passte. Die Mitarbeit

ließ leider von Jahr zu Jahr nach. Was

aber auch verständlich ist, denn die

Arbeit wurde immer mehr. Und so

freuen wir uns, dass das „Waschbrett“

gerne gelesen wird. Heute erhalten

wir mehr Leserbriefe auf unsere

Kolumne in der Zeitungsbeilage als

spontane Berichte unserer Mitarbeiter.

Aus Tradition. Seit Bestehen unseres Unternehmens bilden

wir aus. Die Ausbildung junger Menschen stellt für uns eine

besondere Investition in die Zukunft dar. Aus vielen Auszubildenden

sind motivierte Fachkräfte geworden, die noch heute

bei uns tätig sind.

Weil Lehrlinge billig sind? Wir könnten an dieser Stelle eine

Rechnung aufmachen über Ausbildungsvergütung, Sozialkosten,

Fehltage durch Berufsschule ... Unsere Auszubildenden

werden nicht ausgenutzt mit sinnlosen Arbeiten wie Hund

ausführen oder Fenster putzen. Sie lernen tatsächlich viel,

was auch gewollt ist.

Weil wir unseren eigenen Nachwuchs haben wollen? Es ist

schön, wenn sie mit einer einsatzfreudigen Neugier beginnen.

Während der Ausbildung lernt man sich gut kennen. Die

Entscheidung für eine Weiterbeschäftigung fällt dann leicht.

Sie kennen die Firma und haben den „Durchblick“.

Verkaufsseminar 1988 im wunderschönen romantischen Landhotel

Doerr in Bad Laasphe

Kurse für den Innendienst: Naturgemäß im EDV-Bereich.

Word für Anfänger,Word für Fortgeschrittene, Exel für Anfänger

und Fortgeschrittene. Gerätebezogene Fortbildung durch

die Lieferanten für unsere Techniker.

Das WASCHBRETT, in dieser

Aufmachung 20 Jahre alt

Weiterbildung für den Außendienst: Unser Ziel ist es, aus

guten Verkäufern noch bessere zu machen, durch interne Verkaufsseminare

und Außer-Haus-Schulungen, Ideenkonferenzen,

Vorstellung neuer Produkte ... Kompetenz und Freundlichkeit

haben höchste Priorität.

Verkaufsseminar in der Zentrale vor dem Jubiläum

42


Eine der ältesten Waschmaschinen

(gebaut von 1913 – 1950)

Nach wirklich jahrelanger Vorbereitung wurde das kleine

Museum im April 1999 eingeweiht. Da musste gesammelt,

restauriert, geordnet, beschrieben und gestaltet werden.

Viele hatten mitgeholfen. Das fing eigentlich schon in den

sechziger Jahren an, als Kunden ihre defekten Altgeräte entsorgen

wollten und keiner am Beller Bach sie wegwerfen

konnte. So schlummerten immer mehr alte Geräte in den Hallenecken

vor sich hin. Vieles – wie Waschbretter, Puppenstuben

oder alte Wäsche – hat Frau Holzleitner auf Flohmärkten

erworben. Bis heute kommen Kunden, die einen Schöpflöffel,

ein Päckchen altes Waschpulver oder den ersten Geschirrspüler

für das Museum spenden. Dr. Mielke vom Niederrheinischen

Freilichtmuseum in Grefrath hatte 1999 die Einweihungsrede

gehalten. Er stellte besonders heraus, wie ungewöhnlich

ein solches Engagement für einen mittelständischen

Betrieb sei. Immerhin waren in einer Zeit, in der die

Firma auch umsatzmäßig expandierte, zwei Verkaufsräume

„zweckentfremdet“ worden. Der große Schulungsraum dagegen

konnte sich nicht halten – er dient demnächst der Warenpräsentation.

Besonders gerne kommen Bewohner von Altenheimen. Sie

werden mit Kaffee und Kuchen bewirtet, erinnern sich, wie

sie das eine oder andere Gerät selbst genutzt hatten und

freuen sich auch über die Museumsbroschüre (Ausschnitt

Titelseite oben)

Die Wäsche wurde durch Walzen gedreht.

Sie litt weniger als beim Auswringen mit

der Hand

43


System

„Krauss“ 1902

Während noch von Miele nach 1950

die letzten Holzbottichgeräte gebaut

wurden, gab es schon 1902 im Erzgebirge

eine Waschmaschine aus Metall

mit in vielen Richtungen (!) sich bewegender

Trommel und automatischer

Deckelverriegelung, die 15 Hemden

waschen und spülen konnte. „Mit dem

Heben und Stürzen der Wäsche in

kochender Waschlauge reinigt sich die

Wäsche gegenseitig in ständigem

Walken mit der eigenen Last in sich

selbst.“ So wurde sie zur Vorreiterin

der heutigen Waschmaschinen!

„System Krauss“ in der Mitte links. Die Krauss-Firma in Schwarzenberg war 1945 enteignet worden. Nachfolgerin war FORON, die den Markt der

ehemaligen DDR mit ihren platzsparenden Topladern beherrschte. – Ein Teil der Waschbrettsammlung – aus etwa 15 verschiedenen Materialien –

rechts an der Wand.

44


Galileo im

Holzleitner Museum

beiden Wäscherinnen, gekleidet in alter Tracht, gut ankamen,

zeigte schon das große Foto von Frau Gärtner, einer aus

Altersgründen ausgeschiedenen Mitarbeiterin, in der Rheinischen

Post.

Wer wäscht reiner – eine moderne Waschmaschine, einer

der ersten Halbautomaten oder das gute alte Waschbrett?

Ein Team vom Sender Pro7 machte den Test und

drehte einen Tag lang im Museum. Die Kleidung der Komparsen

wurden entsprechend verdreckt und dann durften

sie noch alles selber waschen. Während die Studentin am

altertümlichen Rubbelbrett arg ins Schwitzen kam, hatte

ihre Kollegin, die nur die moderne Waschmaschine gefüllt

hatte, Pause.

Die gewaschene Kleidung wurde einzeln verpackt und ins

Labor des Hygiene-Instituts in Hamburg geschickt. Welche

Methode gewonnen hat? Klar doch! Nicht das Waschbrett

oder der Halbautomat, sondern der moderne Vollautomat

von Miele.

Museum mobil

2002 war ein Großteil des Museums als Leihgabe für die Ausstellung

„Alte Waschgeschichte“ ins Flachsmuseum nach

Wegberg-Beeck gebracht worden. Rund um den jährlich

stattfindenden Flachsmarkt war der Besucherstrom besonders

groß. Auch das Presseecho war sehr positiv.

Im September 2000 waren wir mit einem eigenen Stand auf

dem gut besuchten historischen Markt in Giesenkirchen präsent.

Mit alten Waschgeräten aus unserem Museum waren

wir die Attraktion auf dem Markt. Frau Coslar und Frau Gärtner

wuschen mit den Kindern um die Wette. Für den Aufbau

hatten Herr Hennig und Herr von Hagen gesorgt. Dass unsere

Frau Gärtner in Tracht zeigt eine alte Waschmaschine

Am interessiertesten waren ältere Damen: „Damit habe ich

noch gewaschen!“ und Kinder, die darüber staunten, wie

schwer wohl früher so ein Waschtag für die eigene Großmutter

gewesen sein musste. Das Fazit eines Vaters: „Ihr werdet

hoffentlich nie wieder meckern, wenn ihr mal den Trockner

leeren sollt!“ Die Kinder standen Schlange und wurden von

den stolzen Eltern fotografiert.

Begeistert waren die meisten der älteren Besucher vom großen

Waschkessel (Brösspott), der es wirklich verdient hatte, in

ein Museum zu kommen. Konnte man doch in ihm Saufutter

anrichten, Badewasser erhitzen, Kartoffelschnaps destillieren,

Panhas, Rübenkraut oder Erbsensuppe kochen.

Natürlich wurde auch die Waschbrett–Sammlung bestaunt,

die alte Baumwoll-„Reizwäsche“ auf den Leinen, Wäschestampfer

und -klopfer und die verschiedenen Spülen.

Die kleinen Wäscherinnen 1877

Frau Coslar zeigt Kindern, wie die Oma

noch gewaschen hat

45


Kann die auch

explodieren?

In den entscheidenden Jahren des

Wirtschaftswunders war Josef Holzleitner

als Direktverkäufer an der Front

(s. S. 6). Ein elektrischer Kühlschrank

und eine Waschmaschine sollten, wie

in den USA auch, zur alltäglichen

Ausstattung deutscher Küchen gehören.

Denn schließlich, so hieß es,

schonten moderne Hilfsmittel den

Rücken, die Hände und die Frisur der

Hausfrau.

Während die Gewerkschaften vor genau 50 Jahren mit dem

Slogan „Samstags gehört Papi mir“ die 45-Stunden-Woche

forderten, stand eines fest: Mutti ist die Beste. Zu ihrem

Geburtstag sollte sie deshalb die lang herbeigesehnte

Waschmaschine bekommen.

Nur so einfach war es nicht. Auch unser Gründer hat damals

keine offenen Türen eingerannt. Nicht jede Hausfrau war

sofort von den Vorteilen der neuen Geräte überzeugt, obwohl

in vielen Haushalten die Wäsche immer noch auf dem Herd

ausgekocht und nur einmal in der Woche gewechselt wurde.

Immer tauchte dieselbe Frage auf: „Kann die auch explodieren?“

Einwände gab es zuhauf: „Aber die wäscht doch

bestimmt nicht so sauber wie Waschbrett und erfahrene

Hausfrauenhände. Und wird die Wäsche nicht zu stark abgenutzt?!“

Der Verkauf von elektrischen Waschmaschinen lief zunächst

ziemlich schleppend. Vorführungen und kleine gestellten

Szenen erheiterten das Publikum und überzeugten es spielerisch

von den Vorteilen der neuen Technik. Aber nur allmählich.

Mit Waschbrett, Wanne, Kessel, Wringe und Wäschestampfer

war Waschen eine schweißtreibende Arbeit. Viele Liter Wasser

mussten im Kessel heiß gemacht werden. Darin wurde die

Weißwäsche gekocht und mit einem großen Holz mühsam

bewegt. In die Lauge kam später die andere Wäsche, nachdem

sie in Bottiche oder Wannen verteilt wurde. Wäschestück

um Wäschestück musste auf dem Waschbrett gewaschen

werden. Der Rücken schmerzte, die Arme taten weh

und der Kopf wurde heiß und schwer – auch vom Dampf.

Anschließend wurde die Wäsche gewrungen – entweder mit

der Wringe oder mit halb tauben, rissigen Händen. Und das

alles soll nun eine Maschine genauso gut erledigen können?

Wäsche hinein, Waschmittel dazu, Tür zu, Knopf an und in

zwei Stunden ist die Wäsche fertig. Unglaublich!

Toplader oder Frontlader? Während in den USA schon länger

der Toplader die gebräuchlichste Form der Waschmaschine

war, bestand die skeptische deutsche Hausfrau darauf zu

sehen, wie die Wäsche gewaschen wird. Obwohl teurer im

Bau, wird deshalb bis heute in den Frontlader eine Glastür

eingebaut, obwohl eigentlich die Befüllung von vorne sehr

viel anstrengender ist als von oben. Ja, und abbezahlt wurde

lange und auf Raten.

Josef Holzleitner: „Das schöne an dieser Pionierzeit war, dass

jeder Auftrag noch ein persönliches Erlebnis brachte.“

Bühnenvorführungen sollten der deutschen Hausfrau die Angst nehmen

(Zitiert haben wir immer wieder Corinna Wodarz aus „Unser

Haushalt in den 50er und 60er Jahren“, Wachtberg-Verlag,

2006)

46


1994 Holzleitner Umweltinitiative

Schüler schützen die Natur

Die Idee

Alle Marktleiter haben ihre nächstgelegene Schule gefragt,

ob sie mit finanzieller Unterstützung ein Natur- oder

Umweltschutzprojekt realisieren möchten. Eine Liste mit Vorschlägen

– vom Biotop über Banjeshecken bis zur Schulbegrünung

– wurde gleich mitgeliefert.

Die Finanzierung

Immerhin waren bis Mitte Juli 1993 34 Projekte benannt worden.

Sie wurden je nach Anspruch bezuschusst – insgesamt

wurden 40.000 DM gespendet.

Was die Schüler davon hatten

Ökologisches Bewusstsein muss früh entwickelt werden.

Zum Beispiel, dass schon das kleinste Wasserloch in unserer

Landschaft Aufmerksamkeit und Pflege braucht. Dafür ist

geländepraktische Arbeit besser als jeder Lehrervortrag im

Naturkundeunterricht.

Lehrer, die heute ihren ersten Unterricht erteilen, werden

noch Kinder ausbilden, die das Jahr 2100 erleben. Das ist

Zukunftsverantwortung mit Langzeitwirkung.

Was wir erwartet haben

Von den Klassen und unseren Mitarbeitern vor Ort erwarteten

wir eine Vorher-/Nachher-Dokumentation.

Vorher: Blumenwiese (gemäht)

Nachher: Kreuzweg mit Blumen und Vogeltränke.

Andere

Zuwendungen:

Ärzte ohne Grenzen 3000 EUR

Aktion Sorgenkind 1987 7000 DM

Kinderheim Bethanien 2000 DM

Eissportverein Grefrath

Jugendabteilung 2000 DM

Diverse Spenden in Form von Geräten

nach Russland und über einen katholischen

Verein für bedürftige deutsche

Familien.

Zu den Bildern auf Seite 48:

Liebe Frau

Holzleitner,

wir haben jeder ein Bild gemalt,

wie wir uns die Streuobstwiese

vorstellen. Wir bedanken uns ganz

herzlich für Ihre Spende. Wir hoffen,

dass unsere Streuobstwiese so

wird, wie wir sie uns vorgestellt

haben. Im Frühjahr beginnen wir

mit unserer Arbeit. Es wäre schön,

wenn Sie uns dann einmal besuchen

würden.

Alle Schülerinnen und Schüler

der Klasse 5a

Hauptschule der Stadt Rees

Teutschenthal – Grundschule

Wir haben 24 Zeichnungen bekommen

und uns sehr gefreut.

47


Olga Schachov

Sandra Barth

Freschta Moshref

Finne Eimers

Andreas

Romina Titzas

Tatjana Bogdanova

Resa Moshref

Christian Mayer

Cornelia Ulbbing

Andreas Diederichs

48


Feste feiern

Wer viel arbeitet, sollte auch „feste“ feiern. Schon immer

gehört bei Holzleitner ein breites „Belohnungssystem“ dazu.

Nennt man es nun Motivation oder einfach nur ein Dankesagen.

Anlässe gibt es genug.

„Unsere Mitarbeiter können alles: Wenn man sie weiterbildet,

wenn man ihnen die Werkzeuge gibt, vor allem aber,

wenn man sie machen lässt und ihnen viel zutraut.“ So die

Geschäftsleitung der Firma Holzleitner.

In Murano vor einer der Glasbläsereien.

Alle sind länger als 10 Jahre in der Firma.

„Das ist das Schöne bei uns:Wenn es mal eng wird, ob Umzug

vom Beller Bach nach Wickrath oder die Umstellungen auf

völlig neue Buchungssysteme, um zwei große Themen zu

nennen, machen alle mit und denken auch mit. Wir können

uns hundert Prozent auf sie verlassen. Das ist ein gutes

Gefühl.“ (Renate Holzleitner)

Venedig 2002

Die eigene Kantine, geführt von Doris

Nobis (Cousine der Chefin) ist im Laufe

der Jahre zum informellen Kommunikationspunkt

geworden. Hier wird

gequatscht und diskutiert über alles

und jenes. Montags meistens über

Fußball. Unsere Damen sind inzwischen

schon richtige Fußballprofis.

Die zahlreichen Betriebsausflüge, die

von den Mitarbeitern organisiert und

auch teilweise mitfinanziert werden,

stärken das Wir-Gefühl.

Tradition hat schon immer der Vatertag – Ausflug der Kundendienstler.

Egal ob Vater oder nicht, viel Spaß und Durst haben alle.

19 Mitarbeiterinnen der Veranstaltung fuhren 2003 zum Weihnachtsmarkt

nach Rothenburg ob der Tauber – mit freundlicher Unterstützung

der AEG. Die Verkäufer waren kurz zuvor zu Gast bei Miele in

Gütersloh.

Oftmals beziehen wir unsere Lieferanten

mit ein, damit etwas extrem Schönes

finanzierbar bleibt. Aber so anspruchsvoll

sind wir gar nicht, Hauptsache,

die Reise macht Spaß. So auch in

Paris, wo wir in kleinen Hütten zu

sechst auf einem Campingplatz wohnten.

Selbst gekocht haben wir übrigens

auch.

49


Zweitägige

Rheinreise

Es war sicher bisher das größte „Event“

in der Holzleitner Geschichte.

Kurz vor dem Anlegen in Köln standen

sie auf Deck: rheinische Mädchen, assistiert

vom festlich gewandeten Herrn

Hennig, dirigiert von Frau Settels. Sie

tanzten und sangen – bestaunt von

den nun lächelnden Aller- und Elbe-

Anwohnern, also unseren Mitarbeitern

aus Niedersachsen, Sachsen und

Sachsen-Anhalt.

Und immer wieder der Refrain: „Wenn

man hinterher net immer so fertig

wär, dann wäre alles halb so schlimm,

dann wär’ ne Zugabe noch drin.“

Die Chefin, selbst Rheinländerin, die

diesen einmaligen Betriebsausflug als

Dank an alle Mitarbeiter und deren

Angehörige verstanden wissen wollte,

saß daneben im Liegestuhl und amüsierte

sich.

Das „fertig wär“ kann präzise auf all

jene bezogen werden, die nach wenig,

kaum oder ohne Schlaf am Sonntagmorgen

an Deck gesichtet wurden. Die

beim Landgang statt zum Drachenfels hinaufzusteigen, lieber

die Zahnradbahn nutzten oder gar auf den ersten freien

Barschemel in Königswinter fielen.

Auch reichliches Essen und Trinken werden wohl so manche

Kondition geschwächt haben. Das abschließende Mittagsbuffet,

ein Höhepunkt feiner und eigentlich leichter Leckereien,

war über eine Stunde lang so dicht umlagert, dass jene,

die drei- oder gar viermal nachfassten, vom Rundumanstehen

sichtliche Beinbeschwerden hatten.

Die leeren Bierfässer und Weinflaschen könnten weitere Indizien

für gewisse Anstrengungen am Vorabend sein, während

selbst die fleißigsten Tänzer höchstens unter Frischluftmangel

litten – Tempo und Rhythmus der Musiker entsprachen

ihrem eigenen und dem anwesenden Durchschnittsalter.

Die Sachsen-Truppe aus Torgau und angrenzendem „Derridorium“

hielt geschlossen am längsten aus – und wurde

erstaunlicherweise auch schon sehr früh wieder an den Frühstückstischen

gesichtet. Auch die Augen wurden – besonders

am Sonntag – belohnt und durch vieles Schauen ermüdet.

Es war, als ob auch das Wetter in die Buchung mit einbezogen

worden wäre. Niemand hatte ernsthaft mit einer wärmenden

Novembersonne gerechnet, die ihr pastellartiges Licht über

die Rheinufer ergoss. Und da standen dann kilometerlang

gelbbeflackte Pappeln Spalier, die außer in den Kronen ihr

übriges Laub schon verloren hatten.

Herr Quack aus Düsseldorf mutmaßte, dass auch die MS

Deutschland bewusst gebucht worden sei, hatte er doch herausgefunden,

dass dieses so lange und schlanke überaus

komfortable Schiff ein ähnliches Jubiläum feiern könnte wie

wir. Auch 25 Jahre im Betrieb waren Frau Quack und Herr

Sachsenhausen.

MS Deutschland – vormals Viking MS Britannica

Wie schön, dass Holzleitner auf eine so überdurchschnittlich

große Betriebstreue stolz sein kann. Um bei den Bäumen zu

bleiben: Ein gesunder, kräftiger (Mitarbeiter-)Stamm gibt

immer Stabilität und Sicherheit.

(Waschbrett November 1994)

50


Kultur, Feste

Starlight-Express in Bochum, 1995

Elisabeth im Colosseum in Essen, 2001

„Goldig“ in Roncallis Apollo in Düsseldorf, 2003

Der Glöckner von Notre Dame in Berlin, 2005

Radtouren machten fast ausschliesslich die „Mädels“ vom

Innendienst – wie hier 1989 zur Lüttelforster Mühle. Mit vier

Pkws waren sie aber auch schon auf Kaffeefahrt rund ums

Ijesselmeer. In Hindelooopen hatten sie ein Bauernhaus

gemietet, wo gemeinsam gekocht, gespielt, gewohnt wurde.

(1999)

51


Einhundert

WaschMaschinen für

umsonst?

Beim Kauf einer

Waschmaschine können

Sie bis zu 100% des

Kaufpreises zurück

bekommen – je nach dem,

wie weit es die deutsche

Nationalelf schafft

Sieg im

1/4 Finale

25 %

25 %

zurück

Sieg im

1/2 Finale

Sieg im

50 %

50 %

zurück

Sieg im

Finale

Sieg im

100%

100%

Finale

zurück

*

Deutschland –

ein Sommermärchen

Vor der Fußball-WM 2006 in Deutschland schlug Dirk Bönnen

vor, ausgelosten 100 Kunden, die in einem bestimmten Zeitraum

eine Waschmaschine gekauft haben, das Geld zurückzugeben

für den Fall, dass wir Weltmeister würden.

Der Vorschlag wurde in dieser Form abgelehnt, denn keiner

traute unserer Elf – bei den zuletzt gezeigten Leistungen –

den Titel zu. Damit würde aber die „spendable Schlagzeile“

zum durchschaubaren Werbegag mutieren und damit kontraproduktiv

werden.

Was endgültig umgesetzt wurde, sieht man auf dem Aufmacher

der Zeitungsbeilage. Dass dann besonders die „Kauffrau“

die Spiele und Erfolge der deutschen Mannschaft mit

sehr gemischten Gefühlen verfolgt hat, steht wohl außer

Zweifel, denn der „Titel“ hätte 52.000 Euro gekostet – mit

dem Sieg im Viertelfinale „sind wir dann noch einmal mit

einem blauen Auge davongekommen.“ Aber schön war es

doch!

So sind wir Weltmeister der Herzen geworden und erlebten

ein Fußball-Sommermärchen.

Und ganz aktuell: Nun sind wir auch Handball-Weltmeister

geworden – ein Wintermärchen.

*Aus den Kunden, die vom 29.05. bis 03.06.2006 eine Waschmaschine gekauft

haben, werden die 100 Teilnehmer für die WM-Wette ausgelost. Die Gewinner werden

am 09.06.2006 zum Start der WM auf unserer Homepage www.holzleitner.de

veröffentlicht. Viel Glück!

52


Sommerfest,

Fanfest 2006

53


Feste für Gäste

Rheinländer feiern eben gern!

Sommerfeste, Gewerbefeste, Jubiläumsfeste,

Erntedank – es finden sich

immer wieder genug Gründe, um sich

in der Zentrale bei Kunden, Lieferanten

und Nachbarn zu bedanken und mit

ihnen fröhlich zu feiern.

Aber auch in den verschiedenen Filialen

immer wieder etwas gefeiert – wie

zum Beispiel hier in Velbert, wo Clown

Pelle mit seinen Scherzen und dem

Glücksrad vor allem die Kinder erfreut.

1987 Aktion Sorgenkind in Velbert 1992 Erntedankfest-Vorbereitung

20.000 Besucher beim 3. Gewerbefest in Wickrath

Die Big Band

Kempen spielt zum

50. Jubiläum

54


Chronik

von 1957 bis 2007

55


56

Umsatzkurve


Beginn des Vietnam-Krieges.

Erster künstlicher Erdtrabant Sputnik

Vollbeschäftigung erreicht: erste Gastarbeiter.

Rund 15% der Haushalte besitzen eine Waschmaschine.

Miele 505: erster Waschvollautomat. (1.980 DM)

Erster Raumflug eines Menschen (Juri Gagarin)

Bau der Berliner Mauer

Kuba-Krise, Elbeflut in Hamburg

Ermordung John F. Kennedys

Queen in Deutschland

Erste Große Koalition in Deutschland

Prager Frühling 1968, Einmarsch des Warschauer Pakts

Woodstock-Festival

Erste Mondlandung mit Apollo 11

Willy Brandt wird Bundeskanzler

Willy Brandt erhält den Friedensnobelpreis

Geiselnahme von München bei den

Olympischen Sommerspielen

1957

1959

1961

1962

1963

1965

1966

1968

1969

1970

1971

1972

Josef Holzleitner verkauft auf selbstständiger Basis in Bayern

die ersten AEG Teilautomaten – Unternehmensgründung

Direktverkauf für UNION-ELEKTRA in Wuppertal.

Übersiedlung nach NRW

Selbstständiger Handelsvertreter in Rheydt,

Düsseldorfer Straße

Umzug nach Rheydt, Friedrich-Ebert-Straße 198

Schwerpunkt: Schleuderbau und Schleuderverkauf

Gewerbeerlaubnis für den Elektro-Großhandel

Umzug nach Odenkirchen in die Burgfreiheit 86

Reparatur von Waschautomaten

Umzug nach Rheydt, Am Beller Bach (4.3.).

Am gleichen Tag Dirk Bönnen geboren

Eintritt und Gründung des Einzelhandels

durch Renate Holzleitner

Eröffnung der ersten drei Hausverkaufsstellen

in Dortmund, Krefeld und Dorsten

Erstmals 1 Millionen Umsatz – vor allem mit den

Eigenmarken Record, Favorit, Garant

1. große Ölkrise

Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Weltmeister!

1973

1974

Eröffnung in Hannover – 1. Verkaufsstelle außerhalb von

NRW

57


58

Woytila wird Papst Johannes Paul II.

1. unabhängige polnische

Gewerkschaft Solidarnosc gegründet

Erster „Personal Computer“ von IBM auf dem Markt

AIDS wird als epidemische Krankheit erkannt

Beginn der Kohl-Ära

Michail Gorbatschow: Perestroika, Glasnost

Atomreaktor-Katastrophe in Tschernobyl

Ungarn öffnet den Eisernen Vorhang

9. November: Fall der Berliner Mauer

Wiedervereinigung Deutschlands

1978

1979

1981

1982

1985

1986

1987

1988

1989

1990

Als erster in der Branche: Vermittlung von privatem und

gewerblichem Leasing

„Das Verkaufen wurde von Jahr zu Jahr leichter, das

Geldverdienen immer schwerer“ (J. Holzleitner)

Renate Holzleitner leitet neben der Verwaltung

nun auch Vertrieb und Marketing

Exklusives Verkäuferseminar in Glashütte – Siegerland

Erntedankfest erbringt 7000 DM für Aktion Sorgenkind

(ZDF berichtet)

Wartungsverträge mit Dauergarantie schützen vor Reparaturkosten

– einzigartig in der Branche

Neubeginn für die Hauszeitung „Waschbrett“, die zuerst

auch als Kundenzeitschrift diente

Frau Holzleitner übernimmt allein die Unternehmensleitung

J. Holzleitner wendet sich „Wasserprojekten“ zu.

24. Mai: erstmals Reise in die noch existierende DDR:

Kontakt mit der HO Halle.

Frau Lehmann (Rees) gewinnt 1. ertragsorientierten

Verkäuferwettbewerb

Der Umsatz liegt zum ersten Mal über 10 Millionen DM

Vertriebsnetz-Ausweitung in die südlichen neuen

Bundesländer – auf Kommissionsbasis: Familie Rathsmann

in Leipzig gründet 1. Verkaufsagentur


Aus der Europäischen Gemeinschaft (EG)

wird die Europäische Union (EU)

Völkermord in Ruanda nach dem Ende der Apartheid

Nelson Mandela wird 1. schwarzer Präsident Südafrikas

Die letzten Streitkräfte Moskaus verlassen Deutschland

BSE-Skandal: Einfuhrsperre für britisches Rindfleisch

1993

1994

Dirk Bönnen tritt als Verkäufer in das Unternehmen ein.

1. Ideen-Konferenz mit allen Mitarbeitern des Kundendienstes

– Einrichtung einer eigenen Druckerei – amortisiert

sich schon im 1. Jahr – 20 Millionen DM Umsatz erreicht

Holzleitner Umweltinitiative: „Schüler schützen die Natur“

34 Schulen erhalten 40.000 DM für die Ausgestaltung von

eigenen Umweltprojekten.

Verpackung des Reichtagsgebäudes

Israelischer Premierminister Yitzhak Rabin ermordet

Flutkatastrophe an der Oder. Welle der Solidarität

1995

1996

1997

Bildung eines Qualitätszirkels

1. Teilnahme an einer großen Verbrauchermesse in MG:

Einsatz von Tierfiguren zu Promotions-Zwecken

Eröffnung eigener „Lager-, Fach- und Postenmärkte“ in

Mönchengladbach, Wilkau, Leipzig und Halle

Kühl- und Gefriergeschäft boomt: langer, heißer Sommer

3-stufige Verkäuferschulung in Torgau mit Testkäufen

Schließung von unrentablen Filialen und Verkaufsstellen

beginnt

Aufnahme einer breiteren Palette von Markengeräten

Weitere Märkte in Emmerich, Braunschweig, Wenden, Plauen,

Riesa, Chemnitz, Leipzig und Halle-Trotha

Job-Rotation leitender Mitarbeiter

Aktion „Mehrwert“ bringt in der Zentrale Kosteneinsparungen

– Service-Plus-Konzept

Markteröffnungen in Wassenberg, Leverkusen, Torgau,

Nienburg, Essen, Dülken, Wittenberg.

Dirk Bönnen übernimmt nach dem Marketing nun auch

die Vertriebsleitung und erhält Einzelprokura –

Beginn der „Nachfolgeregelung“

59


Ende der 16 Jahre dauernden Ära Kohl: Wahlsieg

von Rot-Grün. Gerhard Schröder wird Bundeskanzler.

Die Arbeitslosigkeit erreicht höchsten Stand seit 1945.

Zugunglück bei Eschede: 101 Menschen sterben

1998

Einführung von ertragsorientierten Leistungsspiegeln

im Verkauf und für KD-Monteure

Umzug in das neue Verwaltungs- und Logistikzentrum nach

Mönchengladbach-Wickrath nach vorheriger Restaurierung

und Ausbau der Schwermaschinenbauhalle Scharmann

durch Renate Holzleitner. Die Leistung von Herr Schippers als

„Bauleiter“ bleibt unvergessen. Festliche Einweihung des

Gesamtobjektes (14.7.)

Mit der Beteiligung von Bundeswehr-Tornados beim Luftkrieg

gegen Serbien stehen deutsche Soldaten erstmals seit

dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder im Kampf

Einweihung des umgebauten Reichstags in Berlin

1999

Markteröffnungen in Wickrath, Neuss und Düsseldorf

Zum Jahreswechsel ist auch in der Geschäftsleitung ein

Wechsel eingetreten: Gründer Josef Holzleitner, seit nahezu

10 Jahren nicht mehr aktiv im Unternehmen, ist aus Gesundheitsgründen

per 31. Dezember 1998 aus der Geschäftsleitung

ausgeschieden. Dirk Bönnen ist als 2. Geschäftsführer

eingetreten. Damit ist Unternehmensnachfolge eingeleitet

Die Angst vor einem Computer-Chaos durch den Wechsel ins

Jahr 2000 hat sich vorerst als unbegründet erwiesen

In Deutschland endet die Versteigerung der UMTS-Mobilfunklizenzen

mit dem Rekorderlös von 98,8 Milliarden DM.

George W. Bush wird als 43. Präsident der USA vereidigt.

Der Amtsübernahme Bushs war seit der Wahl am 7.11.2000

eine lange Auszählung vorausgegangen

11.9. Ein Terrorakt erschüttert die Welt: Ein Flugzeug rast in

einen Turm des World Trade Centers in New York, kurz darauf

eine 2. Maschine in den Zwillingsturm. Wenig später stürzt

eine Passagiermaschine ins Pentagon. Um 10.29 Uhr zerschellt

bei Pittsburgh eine vierte Maschine. Die Zahl der

Opfer wird auf über 3000 geschätzt.

Krieg der USA gegen Afghanistan

60

2000

2001

Als erstes Unternehmen der Branche wird Holzleitner vom

TÜV zertifiziert. 97,1 % der Kunden halten die Firma für „sehr

empfehlenswert oder empfehlenswert“.

Einweihung des „Kleinen Museums zur Waschgeschichte“

Neue Filialen in Grevenbroich, Langenfeld und Aachen

Seit Wegfall des Rabattgesetzes nimmt die Aggressivität

der Preiswerbung zu und erschlägt die Verbraucher mit

Nachlässen

Im Oktober herrscht in der Verwaltung Ausnahmezustand.

Alles wegen einer neuen Software

Neue Filialen wurden in Dormagen, Neuss und Willich

eröffnet. Neue Holzleiter Homepage (www.holzleitner.de)

mit vielen Neuerungen


Im neuen Jahr wurde erstmals Euro-Bargeld in Umlauf

gebracht. Damit löste der Euro die früher verwendeten

nationalen Währungen als Zahlungsmittel ab

August: Elbe und ihre Zuflüsse führen extrem starkes Hochwasser.

Auch eine Holzleitner Filiale ist betroffen

Beginn eines neuen Irakkrieges durch die USA

Die EU nimmt 10 neue Staaten, vor allem ehemalige Ostblock-Länder

auf und wächst damit auf 25 Staaten an

Schätzungsweise 300.000 Menschen sterben durch einen

von einem Erdbeben im Indischen Ozean hervorgerufenen

Tsunami (26. Dezember)

Papst Johannes Paul II. stirbt,

Nachfolger wird Joseph Ratzinger als Benedikt XVI.

(Benedetto)

Bundeskanzlerin Angela Merkel führt eine Große Koalition

2002

2003

2004

2005

Am 9.2.2002 verstarb Josef Holzleitner im Alter von

64 Jahren. Er hat unsere Gesellschaft über 30 Jahre geführt

und maßgeblich geprägt. Seine Erfolge beim Aufbau

der Firma und sein soziales Engagement für die Mitarbeiter

werden unvergessen bleiben.

Filialnetz um einen Fachmarkt in Viersen erweitert

Übernächster Nachfolger geboren: Dirk Bönnen – stolzer

Vater von Tim

Umzug in Leverkusen und Dülken, 8 Mitarbeiter(innen)

feiern ihre 25-jährige Betriebszugehörigkeit

Neuer Fachmarkt in Neuss-Reuschenberg – mit jüngster

Filialleiterin (23). Neu: Geldern, Bocholt, Moers und Hilden.

Alle vier Standorte wurden mit Personal von einem

Mitbewerber übernommen.

Eröffnungen in Solingen und Remscheid.

Qualitätsoffensive im Zeichen der Globalisierung:

Kauft Produkte Made in Germany, die sich durch Langlebigkeit

auszeichnen und deutsche Arbeitsplätze schützen

Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall

durch Schneelast

Irak kommt nicht zur Ruhe: immer neue Terrorakte

Deutschland ist ein guter Gastgeber bei der Fußball-WM

und zeigt einen sympathischen neuen Patriotismus

Michael Schuhmacher, Rekord-Weltmeister der Formel 1, tritt

zurück

Mehrwertsteuer-Erhöhung von 16 auf 19 %

Orkan Kyrill – ein weiteres Indiz für eine Klimaänderung?

2006

2007

Auszeichnung von „Markt intern“, Europas größtem Branchen-Infodienst,

als „1a Fachhändler und 1a Fachwerkstatt

2006“.

Neueröffnungen in Kempen und Velbert, Umzüge in Braunschweig

und Emmerich

Holzleitner Elektrogeräte feiert im März

sein 50jähriges Jubiläum

„Wird´s besser, wird´s schlimmer?“ fragt man alljährlich.

Seien wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich.

E. Kästner

61


62

(Die Mitarbeiter)


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IMPRESSUM

Texte und Redaktion:

Erhard Schönberg

Mit Beiträgen von:

Josef Holzleitner,

Renate Holzleitner,

Dirk Bönnen, Claudia Coslar

Fotos:

Roskothen Neue Medien –

Design Kempen,

Michael Oelers, Dirk Bönnen

Herstellung:

ProSatz Communication

GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Druck:

Meinke Print Media Partner, Neuss

Bildunterschrift zur Rückseite:

Ein Zirkus ist ein Unternehmen –

ein Unternehmen ist auch ein Zirkus.

Vom ungarischen Maler Kossuth Twoldor 2001 gemalt im Auftrag der Firma Holzleitner

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