SIEBEN: Oktober 2019

godewo

Job Dating, Streetfood und Workout.

2 Editorial

Feldversuch

Liebe Leserinnen und Leser,

die Idee war gut, die sich die Stadtmarketing-Strategen

von Bielefeld ausgedacht hatten: Die spaßig

in die Welt gesetzte und seit 25 umhergeisternde

Verschwörungstheorie, dass es die Stadt

gar nicht geben würde, dafür zu nutzen, die ostwestfälische

Metropole weltweit in aller Munde

zu bringen. Wer hätte beweisen können, dass

es Bielefeld nicht gibt, sollte eine Million Euro

dafür bekommen. Rund 2000 Einsendungen sind

zusammengekommen. Viele haben es mathematisch

begründet, wie man ja auch zum Beispiel den

kleinsten gemeinsamen Nenner wegkürzen kann.

Waren sie schon einmal in Bielefeld? Nein? Sehen

Sie, Sie haben Bielefeld noch nicht gesehen. Das

ist schon fast ein Beweis. Das Wettbewerbskomitee

hat dennoch alle Beweise der Nichtexistenz

als falsch bewertet. Da stellt sich schnell die Frage:

Gab es das Geld überhaupt? Gab es überhaupt

eine Institution, die bereit gewesen wäre, die Summe

auszuzahlen? War die ganze Aktion überhaupt

echt? Vielleicht war alles nur ein Fake. Möglicherweise

ein Ablenkungsmanöver.

Schon ist eine neue Verschwörungstheorie geboren.

Blicken wir auf ein anderes ...feld. Nach Westostfalen,

nach Alfeld. Hier läuft mittlerweile die

Rübenernte, das Getreide ist bereits eingeholt.

Der Erntedankgottesdienst findet am 6. Oktober,

von 10 bis 11.30 Uhr, in der St.-Nicolai-Kirche statt.

Ein guter Moment, der Natur danke zusagen.

sagen: „Das stimmt nicht. Regierungen wollen uns

das Geld aus der Tasche ziehen! Konzerne wollen

daran verdienen!“ Gibt es möglicherweise keinen

Klimawandel? Sind Abgase gut für die Umwelt?

Wer hat nun recht? Es wäre nun eine interessante

Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden. Nicht

nur einfach den einen hinterherzulaufen oder,

wenn man ruhigen Gewissens weiterhin gern große

Autos fahren und dreimal im Jahr in den Urlaub

fliegen möchte, den Leugnern des menschengemachten

Klimawandels zu applaudieren. Wo sind

die Beweise?

Der beste Beweis für die Existenz von Bielefeld

wäre gewesen, die eine Million Euro einfach auszuzahlen.

Naheliegenderweise an alle 2000 Teilnehmer

des Wettbewerbes. Die hätten sich gefreut,

ihre Thesen widerrufen und für die Stadt Werbung

gemacht. Das wäre wohl auch der Unterschied

zwischen guter und genialer Idee. An dieser Stelle

ein gewagter Versuch: Alfeld gibt es eigentlich gar

nicht. Sagen Sie das einfach mal weiter.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Ihre SIEBEN:

Aus dem Inhalt

JobDatingDays 4–13

infa - Verlosaktion 14

Freie Bildung möglich machen 16

Street Food Open Air 17

Veranstaltungen 21–31

Katharina bittet zu Tisch 32

Folk‘n‘ Fusion Festival 37

Zum Titel: Bliss im UNESCO Welterbe

Fagus-Werk am 12. Oktober 2019 – Eine Veranstaltung

der Kulturvereinigung Alfeld e. V.

Nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht:

Die Mannschaft kann auch angezogen.

Wenn man mit Landwirten, Garten- und Landschaftsbauern

sowie auch mit Forstleuten spricht,

sagen die einhellig, die Natur sei derzeit schwer

gebeutelt. Und richtig optimistisch sind die Naturmenschen

auch nicht, wenn sie eine Prognose

abgeben sollen. Ist das noch ungewöhnliches

Wetter oder schon der Klimawandel, gegen den

junge Leute auf die Straßen gehen. Einige andere

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