SIEBEN: Oktober 2019

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36 Natur pur

Baumschnitt, Laub und Fallobst im Garten lassen

Gartenabfälle helfen Tieren

Die Tage werden kürzer und es wird Zeit, den Garten winterfest zu machen.

Dabei muss nicht alles, was als „Gartenabfall“ anfällt, sofort entsorgt werden:

Baumschnitt, Laub und Fallobst hilft den tierischen Gartenbewohnern

dabei, erfolgreich zu überwintern. Wer seinen Garten naturnah gestaltet,

spart außerdem jede Menge Arbeit. Der NABU Niedersachsen gibt Tipps,

was dafür vor dem Winter getan werden sollte, und wie der Garten auch im

kommenden Frühjahr wieder voller Leben sein wird.

„Gärten sind wichtige Rückzugsorte

für viele Arten, die immer weniger

Unterschlupf und Überwinterungsmöglichkeiten

in unserer Kulturlandschaft

finden“, informiert Matthias

Freter, Gartenexperte des NABU Niedersachsen.

„Weniger aufräumen hilft

Igeln, Siebenschläfern, Fledermäusen,

Vögeln und Insekten, gut über

den Winter zu kommen. Und für Gärtner

ist das sehr entspannend, weil

man viel weniger Arbeit hat.“

Wer Vögeln im Winter Futter bieten

will, sollte abgeblühte Stauden und

andere samentragende Pflanzen wie

Sonnenblumen und Karden nicht

abschneiden, sondern stehen lassen.

Auch Fallobst auf der Wiese und Wildobst

an den Sträuchern sollte bleiben –

so finden gefiederte Gartenbewohner

laut Matthias Freter auch bei Minusgraden

einen reich gedeckten Tisch

vor: „Ein insektenfreundlicher Garten

hält dazu ab und an auch ein überwinterndes

Insekt für Vögel bereit.“

Um den Sechsbeinern über die kalten

Monate zu helfen, sollte ein Laubhaufen

im Garten angelegt werden.

Im wärmenden Laub sind Marienkäfer

und Laufkäfer vor Kälte geschützt.

„Auch Insektennisthilfen bieten zahlreichen

Insekten einen guten Überwinterungsplatz.

Solitärbienen überwintern

aber auch in hohlen Ästen, im

Boden oder in Stängeln von Stauden“,

so Matthias Freter.

Der Laubhaufen im Garten ist dagegen

ein echter Allrounder unter den

Winterquartieren. „Erdkröten und Igel

schätzen das Laub als Schutz gegen

Kälte, insektenfressende Tiere als

Nahrungsquelle“, sagt der NABU-Gartenexperte.

„Als Mulchschicht auf den

Beeten schützt Laub die Pflanzen vor

Frost und dient auch hier als Winterquartier

für Insekten.“ Wer noch mehr

für Igel tun will, kann ein Igelhaus

bauen.

Beim Baumschnitt anfallende Äste

und Reisig können ebenfalls zu einem

Haufen aufgeschichtet oder als sog.

Benjeshecke angelegt werden. So

eine Totholzhecke bietet Schutz und

Lebensraum für viele Insekten und

andere Kleintiere, wie Mäuse. Vögel

finden hier auch im Winter so manchen

Leckerbissen mit sechs oder

acht Beinen.

„Die Natur kennt keinen Abfall. Reisig,

Laub, Fallobst, abgeblühte Stauden,

die im Herbst anfallen, sind nahrhaft

und nützlich für viele tierische

Gartenbewohner“, sagt Matthias Freter.

„Wer naturnah gärtnert und diese

,Abfälle‘ im Garten lässt, kann sich im

Herbst entspannt mit einer Tasse Tee

zurücklehnen und die Früchte seines

Gartens genießen.“ (red/lm)

Weitere Tipps gibt der NABU Bundesverband

unter www.NABU.de/garten-winterfest

Samstag, ab dem 26. Oktober 2019 um 16.30 Uhr, Musikschule Hildesheim

Fotoausstellung „NUR NATUR“ mit Fotos von Eugen Iburg

Die nächste Ausstellung in der „Galerie Musikschule“ kann aktueller kaum sein. Mit einem faszinierenden Blick für das kleinste Detail, mit dem

ausgeprägten Gefühl für den richtigen Moment und dem Gespür für die richtige Lichtstimmung, schafft Eugen Iburg wahre Kunstwerke.

Den Betrachter erwarten Natureinblicke,

die in Ihrer Schönheit ansonsten

eher im Verborgenen bleiben,

in ihrer Farbenwucht berühren und

dem Betrachter auf wunderbare Art

und Weise nahe bringen, wie wichtig

und lohnenswert der Einsatz ist,

diese Lebenswelt zu retten und zu

erhalten.

Die Fotos von Eugen Iburg sind in

die drei Themenbereiche „Beflügelt“,

„Magie der Bäume“ und „Wasser und

Eis“ untergliedert.

Seit seiner Jugend fotografiert Eugen

Iburg viel und gern. Dabei hat das

Fotografieren von Landschafts- und

Naturmotiven für ihn viel mit Freiheit

und mit dem „Herauslösen“ aus

dem gewohnten, rationalen und alltäglichen

Umfeld zu tun. Sein Fokus

liegt auf der Wahrnehmung und

dem Festhalten von besonderen Farben,

Formen und Stimmungen, wie

sie die Natur uns immer wieder bietet,

manchmal durchaus unerwartet...

Besondere Faszination üben dabei

die Elemente Wasser und Licht aus.

Die Natur beweist – wenn man sie

nur lässt – immer wieder, wie wichtig

auch in unseren Tagen ihr Zauber ist.

(red/lm)

„NUR NATUR“

Musikschule Hildesheim, Waterloostraße 24 A

Eintritt frei

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