SIEBEN: Oktober 2019

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Fagus-Werk Alfeld

Donnerstag, 10. Oktober, 19 Uhr, im Tageszentrum des Fagus-Werks

Bach in der weißen Stadt

Konzert zur Eröffnung der Ausstellung „Auf dem Weg zum Bauhaus – Das Erwachen

der Moderne in Niedersachsen“.

2003 erhob die UNESCO die sogenannte »Weiße

Stadt« in Tel Aviv zum Weltkulturerbe, sie ist weltweit

die größte, noch erhaltene Ansammlung von

Gebäuden im Bauhaus-Stil, errichtet von überwiegend

emigrierten, jüdischen Bauhaus-Architekten

aus Deutschland.

Der junge israelische Mandolinist und Lautenist

Alon Sariel spürt der deutschen Tradition im gerade

neu gegründeten Tel Aviv der 1930er-Jahre

nach. Symbolisch dafür stehen Musikwerke israelischer

Komponisten wie Yehezkel Braun (1922–

2014) einer viel älteren deutschen Kulturtradition,

den Kompositionen Johann Sebastian Bachs (1685–

1750), gegenüber. Das von der Stiftung Niedersachsen

geförderte Duo-Programm mit dem in Tel Aviv

geborenen Michael Tsalka am Piano wird somit

nicht nur zum Echo der tief verwurzelten Bachliebe

der Emigranten. Gleichzeitig bildet es die Brücke bis

in die Jetztzeit.

Für ihr letztes Album Sharkiya (arabisch »Ostwind«),

das 2016 vom Israeli Music Institute (IMI) realisiert

wurde, haben Sariel und Tsalka bereits ausgewählte

Werke Yehezkel Brauns eingespielt. Bach in der Weißen

Stadt kann als der nächste Schritt verstanden

werden, oder eine Art parallele Existenz: Wind aus

dem Westen – Bauhaus in Tel Aviv! (red/ne)

Michael Tsalka, Piano und Alon Sariel, Mandoline

Im Anschluss besteht die Möglichkeit die Ausstellung zu besichtigen.

Der Eintritt ist kostenfrei.

www.fagus-werk.com

Vom 10. Oktober bis 14. November, 19 Uhr, im UNESCO-Welterbe Fagus-Werk

Auf dem Weg zum Bauhaus – Das Erwachen

der Moderne in Niedersachsen

Das Landesamt für Denkmalpflege Niedersachsen präsentiert anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums

die Sonderausstellung „Auf dem Weg zum Bauhaus – Das Erwachen der Moderne

in Niedersachsen“

Die Ausstellungseröffnung findet am 10. Oktober 2019 um

19 Uhr im Rahmen der Konzertveranstaltung „Bach in der

weißen Stadt“ statt. (red/ne)

www.fagus-werk.com

Bereits 1911, acht Jahre vor der Gründung des Bauhauses

in Jena, hat der Architekt Walter Gropius mit

dem Fagus‐Werk eine der weltweit ersten Inkunabeln

der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts

geschaffen. Seine überragende innovative

Leistung lässt sich nachvollziehen, wenn man den

Bau mit der historistischen Architektur vor dem ersten

Weltkrieg vergleicht und erkennt, wie sehr er

sich von den Gestaltungsweisen der Reformarchitektur,

des Jugendstils, des Expressionismus und

erst recht von denen des Historismus absetzt.

Das Anliegen der Ausstellung ist es, diese Unterschiede

zwischen dem Fagus‐Werk auf der einen

Seite und den zeitgleichen Stilarchitekturen auf der

anderen Seite zu zeigen. Die herkömmliche Architektur

stellt die Welt dar, aus der Gropius mit seinen

Entwürfen ausgebrochen ist, um etwas radikal Neues

zu schaffen. Dadurch wird der Wandel von Architektur

und Städtebau vom Historismus zur Moderne

verständlich.

Darüber hinaus wird gezeigt, dass damals viele

Architekten von Rang und Namen in Niedersachsen

tätig waren. Zu ihnen gehörten beispielsweise

Peter Behrens, Paul Bonatz, Otto Haesler, Fritz

Höger oder Bruno Taut. Sie hinterließen aufsehenerregende

Gebäude, die heute noch einen hohen

Stellenwert besitzen. Auch wenn diese Architekten

nicht selten traditioneller als Gropius dachten,

waren sie als kreative Antipoden ebenfalls Wegbereiter

der modernen Architektur des 20. Jahrhunderts,

die bereits in den 1920er‐Jahren eine breite

Gestaltungspalette einnahmen. (red/ne)

Organisation

der Vereinten Nationen

für Bildung, Wissenschaft

und Kultur

Fagus-Werk in Alfeld

Welterbe seit 2011

Fotos: Veranstalter

„Auf dem Weg zum Bauhaus“

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