Singendes Schleswig-Holstein 4-2018

freeyum
  • Keine Tags gefunden...

69. Jahrgang - Nr. 4

Oktober - Dezember 2018


NACHRICHTENBLATT

DES SÄNGERBUNDES SCHLESWIG-HOLSTEIN E.V.

Als Niedersächsischer Sängerbund gegründet am

10. Juni 1862.

In dieser Ausgabe

Editorial 2

Zum Jahreswechsel 3

Ehrungen - Jubilare 4

Adventskonzert des SSH 4

Chorleitertag 2019 des SSH 5

Aus den Chören 6

Aus den Sängerkreisen 19

Europa cantat 20

Nachrichten 21

Film-Tipp 24

Festivals - Wettbewerbe 26

Nachrufe 29

Das „Liederatur-Buch“-Projekt 29

Konzertkalender 30

Letzte Nachrichten 31

Der SSH auf einen Blick 32

Titelbild:

Vier Generationen im Rendsburger Frauenchor (Siehe Bericht

auf Seite 15!) Foto: A. Sievers

Impressum

Herausgeber:

Redaktion:

Druck:

Sängerbund Schleswig-Holstein e.V.

Helmut Zech

Wohldkoppel 14 · 24148 Kiel

Tel: 0431 / 72 55 24

E-Mail: helmut.zech@singakademie.eu

Onlineprinters GmbH

Rudolf-Diesel-Straße 10

91413 Neustadt a. d. Aisch

Tel.: 09161 / 6 20 98 00

Fax: 09161 / 66 29 - 20

Auflage: 2.500

Das Nachrichtenblatt des SSH erscheint dreimonatlich. Der

Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Einsendungen

nur an die Redaktion. Einsender von Briefen, Manuskripten

u.a. erklären sich mit der redaktionellen Bearbeitung und

ggf. Kürzung ihrer Beiträge einverstanden. Fotos bitte als

bmp oder jpeg mit 300 dpi.

Keine Haftung für unverlangte Einsendungen! Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht in jedem Fall die

Meinung der Redaktion wieder.

Alle Angaben ohne Gewähr!

EDITORIAL

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in unseren Chören laufen die Vorbereitungen auf die

Advents– und Weihnachtskonzerte auf vollen Touren,

auch wenn die Wetterkapriolen uns einen Hochsommer

im Herbst bescheren! Bei Drucklegung Mitte Oktober

haben die Sommerbäder noch geöffnet, und die

Menschen genießen die ungewöhnlich warmen „Herbst“-

tage.

Und doch sind es nur noch sechs Wochen bis zum Beginn

der Adventszeit, in der so gut wie alle Chöre mit

Konzerten das öffentliche Interesse suchen. In den

Städten ist das nicht immer ganz einfach, weil gerade

an den Adventssonntagen viele Termine miteinander

konkurrieren. Ich wünsche mir, dass alle Chöre mit

interessanten Programmen ein großes Publikum erreichen

und Werbung für sich und den Chorgesang im

allgemeinen betreiben können.

Natürlich geht der Blick schon weiter voraus, und erfreulich

ist, dass sich der Sängerbund für das kommende

Jahr viel vorgenommen hat.

Im Februar 2019 wird im Nordkolleg in Rendsburg der

3. Fachtag Chorleitung stattfinden. Die ersten beiden

Veranstaltungen in 2017 und 2018 waren ein voller

Erfolg, und der SSH hofft auf entsprechendes Interesse

für den kommende Seminartag, zu dem neben Anne-Beke

Sontag (Stimmbildung) und Hanne Pries

(Gesangsübungen für Kinder und Jugendliche) auch

Carsten Gerlitz (Popchorleitung) wieder verpflichtet

wurde. Näheres auf Seite 5!

Und im Herbst 2019 soll es endlich wieder eine zentrale

Chorveranstaltung des SSH geben. Die Pläne,

schon in diesem Jahr ein Chorfest in Eckernförde zu

veranstalten, scheiterten an der Terminenge in der

Ostseestadt. Vorausgesetzt, die Gespräche mit der

Stadt Eckernförde sind erfolgreich, soll es im September

nächsten Jahres so weit sein. Der SSH hofft, dass

möglichst viele Chöre an diesem Großereignis teilnehmen.

Den Termin also bitte schon einmal vormerken!

Siehe auch Seite 17!

Noch eine Entschuldigung: Eine Fehl-Information hat

im letzten Heft bei einigen Lesern für Verwirrung gesorgt:

Fälschlicherweise war der Redaktionsschluß mit

„Januar 2019“ angegeben, richtig hätte es „Oktober

2018“ heißen müssen. Das „Singende Schleswig-Holstein

erscheint natürlich wie gewohnt dreimonatlich.

Noch einmal „Gutes Gelingen!“ für die anstehenden

Advents– und Weihnachtskonzerte! Ich freue mich auf

spannende Konzertberichte und schöne Fotos; dann

können auch unsere Leser an den Sternstunden Ihres

Chores teilhaben.

Helmut Zech

Redaktionsschluß

der nächsten Ausgabe ist der

15. Januar 2019

Einsendungen bitte nur per E-Mail an

helmut.zech@singakademie.eu

- 2 -


ZUM JAHRESWECHSEL.

Präsidium und Geschäftsführung

des Sängerbundes Schleswig-Holstein

und die Redaktion von „Singendes Schleswig-Holstein

wünschen unseren Chören,

allen Sängerinnen und Sängern

und allen Chorleiterinnen und Chorleitern

ein besinnliches Weihnachtsfest

und ein erfolgreiches Jahr 2019!

- 3 -


EHRUNGEN / JUBILARE .

Waltraud Grapentien erhält den Verdienstorden

der Bundesrepublik Deutschland

Ministerpräsident Daniel Günther, Waltraud Grapentien

und SSH-Präsident Bernd Küpperbusch

Es ist eine Tradition, verdiente Persönlichkeiten

durch staatliche Auszeichnungen zu

ehren. Am 7. September 1951 stiftete Bundespräsident

Theodor Heuss den Verdienstorden

der Bundesrepublik Deutschland. Ziel war

und ist es, Menschen auszuzeichnen, die sich

in besonderer Weise für das Allgemeinwohl

engagieren. Im Jahre 2018 hat Bundespräsident

Frank-Walter Steinmeier den Verdienstorden

auch an Waltraud Grapentien verliehen.

Die Aushändigung erfolgte durch den

Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-

Holstein, Daniel Günther, in einer Feierstunde

in der Staatskanzlei am 25. September 2018.

Der Ministerpräsident hat im Rahmen der

feierlichen Aushändigung das umfassende

ehrenamtliche Engagement, das Waltraud

Grapentien über Jahrzehnte gezeigt hat, in

besonderer Weise gewürdigt. Der Einsatz,

den sie im ehrenamtlichen kommunalpolitischen Bereich, aber noch viel mehr im

kulturellen Bereich gezeigt hat, verdient diese besondere Anerkennung.

Wir gratulieren Waltraud Grapentien zu dieser Auszeichnung und wünschen ihr für die

Zukunft weiterhin viel Freude bei ihrem ehrenamtlichen Einsatz für das Chorsingen und

den Sängerbund Schleswig-Holstein.

Wir gratulie re n se hr he rzlich unse re n Jub ilare n:

Das 60jährige Sänge rjub iläum feiern:

Dieter Bandem er, Männerchor Süderbrarup

Detlef Block, Männerchor Süderbrarup

Ge rd Höp ne r, Liedertafel Boostedt

He inz-Otto Lauck, MGV Borstel-Hohenraden

Horst Stoffers, MGV Schuby

Adve ntskonze rt de s SSH in Wasb e k

Der Sängerbund Schleswig-Holstein veranstaltet in diesem Jahr sein zentrales Adventskonzert

in der Friedenskirche in Wasbek. Wasbek ist nur wenige Kilometer

von Neumünster entfernt und über die A7 und die B430 gut zu erreichen.

Folgende Chöre werden das Programm gestalten: MGV Sangeslust Owschlag, Chor

Einigkeit Wittorf, Gesangverein Kropp und Eutiner Männergesangverein.

Das Adventskonzert des SSH findet statt am

Der Eintritt ist frei! Herzlich Willkommen!

Sam stag, 01. De z. 2018 um 17 Uhr

in der Friedenskirche, Wasbek

- 4 -


CHORLEITERTAG 2019.

3. Fachtag Chorleitung des SSH

Workshopangebot, Notenausstellung, Netzwerktreffen: dieser Dreiklang beschreibt

die Veranstaltung des Sängerbundes Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem

Nordkolleg Rendsburg. Chorleitende aus dem gesamten Bundesland haben hier Gelegenheit,

im Rahmen von kompakten Workshops bei unterschiedlichen Dozent*innen

neue Impulse für die eigene Chorarbeit zu gewinnen.

Im Fokus stehen die Themen Stimmbildung, Popchorleitung elementar und Gesangsübungen,

die Spaß bringen, für Kinder und Jugendliche.

Es besteht die Möglichkeit, ganztägig in einer Notenausstellung zu stöbern. Darüber

hinaus bietet der Fachtag eine Plattform für Austausch, Begegnung und Vernetzung der

Chorszene im Norden.

Der Fachtag richtet sich vorrangig an Chorleitende. Interessierte Chorsängerinnen und

-sänger, aber auch Chorvorstände sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.

Workshop s

1. Praxis de r chorische n Stim m b ildung

Dozentin: Anne-Beke Sontag (Kiel)

Stimmbildung im Chor: eine Selbstverständlichkeit? Während manche Chöre das Warm-

Up zu Probenbeginn regelrecht zelebrieren, gehört es andernorts (noch) eher zur lästigen

Pflicht. In diesem Workshop geht es darum, unterschiedliche Einsingübungen praktisch

auszuprobieren und deren Funktion kennenzulernen. Individuelle Erfahrungen und

Fragestellungen der Chorleitenden können und sollten gerne eingebracht werden.

2. Sing dir Glück!

Dozentin: Hanne Pries (Kiel)

Chorrituale, Aufwärmer und Wachmacher für Stimme, Geist und Körper, Rhythmicals

und gesungene Lebensweisheiten für ein inniges Miteinander auch in großen Gruppen:

Das ist der Schwerpunkt des Workshops von Hanne Pries.

Spielerisch sollen Körperhaltung, Mimik und Mut zur fröhlichen, leichten Präsentation für

jugendliche Sänger*innen für die „große Bühne“ trainiert werden. Dabei werden ganz

nebenbei das Leben, Gemeinschaftsgefühl und eine gute Sprache gepflegt.

3. Pop chorle itung e le m e ntar

Dozent: Carsten Gerlitz (Berlin)

Rhythmus, Groove, Sound: Diese und weitere Aspekte der Popchorleitung werden in diesem

Workshop thematisiert. Exemplarisch stellt Carsten Gerlitz Methoden der Erarbeitung

populärer Pop-Arrangements vor.

We ite re Inform atione n:

Sängerbund Schleswig-Holstein

Nordkolleg Rendsburg

Geschäftsstelle

Fachbereich Musik

Waltraud Grapentien

Claudia Piehl-Conrad

Moorhusen 4, 25335 Neuendorf Tel. 04331 14 38 13

Tel. 04121 211 87

claudia.piehl-conrad@nordkolleg.de

waltraudgrapentien@t-online.de

Te rm in: Sa., 16.02.2019, 9.30-17.30 Uhr,

Tage sge b ühr: 50 Euro (Externe) inkl. Verpflegung / 35 Euro ermäßigt für Mitglieder des SSH

Anm e ldunge n: Schriftlich oder per Mail mit Angaben von Postanschrift und Kontaktinformationen

an die Geschäftsstelle des SSH (waltraudgrapentien@t-online.de)

Anm e lde schluss: 15.01.2019

- 5 -


AUS DEN CHÖREN.

Ge se lligke it im Ge m ischte n Chor Ahre nsb urg

Wie das Singen, so gehört auch die Geselligkeit zum Repertoire eines Chores. So halten

wir es auch im Gemischten Chor Ahrensburg – mal mehr, mal weniger! Und wie unser

Chorname schon zum Ausdruck bringt, sind wir ein gemischter Chor – vierstimmig das

versteht sich! Aber gemischt sind wir auch in der Zusammensetzung der Chormitglieder.

Sie kommen aus Schleswig-Holstein sowieso, aus anderen Bundesländern, aus Peru, den

Vereinigten Staaten von Amerika und aus Norwegen.

- Ein norw e gische r Ab e nd

Der Ursprung unseres „Norsk Aften“ geht in das Jahr 1981 (!) zurück und begann etwas

holperig. Das Symphonieorchester der Musikhochschule Bergen/Norwegen war zu einem

Auftritt in Hamburg eingeladen. Als alles organisiert und die Musiker reisefertig waren,

kam die Absage. Aber wie das unter Musikern so ist; man kennt sich oder kennt einen,

der einen kennt, der eine Lösung hat. Es bestand eine Verbindung zwischen dem

Hornisten des Symphonieorchesters und dem damaligen Leiter des Jugendorchesters

Ahrensburg. Und so kam die ganze Truppe nach Ahrensburg und spielte vor einem

begeisterten Publikum. Dieses Erlebnis war für einen der Musiker so bleibend, dass er

sich heute, nach 37 Jahren und mittlerweile Rentner, in Ahrensburg niederließ und

unseren „schwach besetzten“ Bass aktiv verstärkt.

Seine guten Erinnerungen an Ahrensburg teilen noch ein paar Musiker aus dem

damaligen Orchester, die heute Mitglieder des von ihm in Bergen geleiteten Quintetts

sind. Auch sie wollten gerne wieder mal in Ahrensburg auftreten.

Kurzerhand organisierte er den „Norsk Aften“ am 22. Juni 2018 für unseren Chor mit

einem anspruchsvollen Repertoire:

- Franz Schubert; aus dem Streichquintett, C-dur, op. 163 - D. 956

- Edvard Grieg; aus der Musik zu „Peer Gynt“, op. 23

- Friedrich August Reissiger; aus dem Streichquintett, op. 59

Unsere Chorleiterin, die Geige und Bratsche unterrichtet, und eine ihrer Schülerinnen verstärkten

das norwegische Quintett bei

der Musik zu „Peer Gynt“.

Dass unser Yngve als promovierter

Dozent an der Hochschule in Bergen

Musikgeschichte unterrichtete, spürten

wir alle bei seinen ausdrucksstarken

Erläuterungen zu Grieg, den Geschichten

über Trolle und der norwegischen Bergund

Fjordlandschaft. Es ging unter die

Haut!

Als krönenden Abschluss des Abends

hatte er eigens für diesen Auftritt ausgewählte

norwegische Speisen und norwegisches

Bier herbeigeschafft. Es war ein

rundum gelungener Abend. Dieser Abend

war ein derartiges Erlebnis, dass jetzt

unter den Chormitgliedern Ideen einer

Reise nach Bergen angedacht und diskutiert

werden.

Und wenn es dazu kommt, werden Sie

es in unserem Verbandsjournal lesen

können.

- 6 -


AUS DEN CHÖREN.

- Frie drichstadt w ar m e hr als e ine n Be such w e rt

Chorausflüge sollten grundsätzlich bei schönem Wetter stattfinden; das gilt insbesondere

für den Besuch in einer Stadt. Unser Ausflug nach Friedrichstadt fand an so einem Tag

statt und trug unverkennbar die angenehme Handschrift unserer in Ausflugsorganisation

bewährten Roswitha. So gut gelaunt wie die Chormitglieder war auch unser Busfahrer.

Vorausschauend geplant umging er die typischen Staustrecken auf der Reise in den

Norden, und wir erreichten unser Ziel so frühzeitig, dass die Fremdenführerin uns noch

gar nicht erwartet hatte. Auch hier konnte Roswitha aus ihrem reichlichen Erfahrungsschatz

schöpfen und animierte uns,

die Wartezeit mit dem Bummel über

den Marktplatz mit seinen zahlreichen

Ständen zu überbrücken; es war

gerade der traditionelle Rosenmarkt.

Trotz der zahlreichen Besucher war

der Fremdenführer an seiner eigenwilligen

Kleidung sofort zu erkennen.

Wir folgten ihm über das allgegenwärtige

Kopfsteinpflaster. Auch wenn

er schon um eine Ecke gebogen war,

konnten wir seinen Standort mühelos

an dem „Klapp–klapp–klapp“ seiner

Holzschuhe ausmachen.

Auf dem Weg zur und in der Mennonitenkirche

erfuhren wir so viel über

die Geschichte der Stadt, dass wir das Ganze erst mal bei einem Mittagessen sacken

lassen mussten. Aber so geht es sicherlich jedem, der eine fremde Stadt besucht. Noch

mehr Informationen über die Stadt und die Region erfuhren wir locker und mit Witz

vorgetragen vom Bootsführer auf der Fahrt durch Grachten und auf der Treene.

Nach Kaffee und einer echten Friesentorte traten wir froh gestimmt die Heimreise an.

Jetzt waren wir auch in der Stimmung, dem gleich bei Fahrtantritt von unserem Busfahrer

geäußerten Wunsch zu folgen; wir sangen ein paar Kanons. Ob er uns gut fand, war nicht

ganz zu erfahren – es fehlte schließlich unsere Chorleiterin, wie ich entschuldigend hinzufügen

möchte.

Am folgenden Probentag konnten wir den Daheimgebliebenen getreu dem Sprichwort

„Wenn einer eine Reise tut, ….“ einiges erzählen. Mal sehen, welchen Ausflug Roswitha als

nächstes organisiert. Für diesen Tag sagen wir auch auf diesem Weg: „Danke Dir,

Roswitha“!

Johann Dittmar

130 Jahre Ge sangve re in „Eintracht Enge von 1888“

Im Rahmen einer Jubiläumsfeier des Gesangvereins „Eintracht Enge“ fand am Sonnabend

den 09. Juni 2018 um 18.00 Uhr im Feuerwehrhaus der FFw Enge-Sande ein Chortreffen

unter Mitwirkung zweier befreundeter Chöre statt.

Bei schwülwarmem Wetter (30 Grad) trafen sich in der festlich geschmückten Fahrzeughalle

der Feuerwehr zu Enge die Chöre aus Risum-Lindholm, die „Frasche-Losche“ (Friesen-Lerchen),

der Gemischte Chor aus Neugalmsbüll sowie unsere beiden Chöre zu einem

unterhaltsamen Chorgesang.

Nach der Begrüßung der ca. 130 Besucher, unter ihnen der Bürgermeister Carsten Peter

Thomsen, die Pastorin Anja Nickelsen-Reimer, unsere ehemaligen Chorleiter Pastor i.R.

- 7 -


AUS DEN CHÖREN.

Niels Dahl und Uwe Christophersen, hieß unsere Vorsitzende Elke Enke alle Choristen,

Chorleiter und Angehörigen ganz herzlich willkommen und gab ihrer Freude auf die folgenden

Darbietungen Ausdruck.

Anschließend überbrachten Bürgermeister und Pastorin herzliche Grußworte ihrer Gemeinden

in Verbindung mit je einem verheißungsvollen Gastgeschenk. Besonders hervorgehoben

wurde die kulturelle Bedeutung des Chorgesangs in der Gesellschaft. Ein Appell

beider an die Sängerinnen und Sänger: „Singt bitte noch lange weiter, denn ein Lied sagt

mehr als tausend Worte“.

Und los ging es mit dem Chorgesang. Zunächst

zeigte sich der Gemischte Chor

„Eintracht Enge“ (26 Aktive) unter der

Leitung von Hans Werner Jürgensen mit

fünf fröhlichen Liedern. Es folgte der Gemischte

Chor Galmsbüll (25 Aktive) unter

seiner Chorleiterin Birgit Deussing mit

fünf romantischen und plattdeutschen

Liedern.

Danach ging es zur Halbzeitpause in den

Aufenthaltsraum zu einem opulenten Stehimbiss,

hergerichtet von tüchtigen Vereinsfrauen.

Gleichzeitig konnte die Vereinsgeschichte in Form vieler Fotos, arrangiert von

Klaus Gilde, an mobilen Stellwänden betrachtet werden.

Nach ausgiebigem Schmaus folgte nun Teil zwei der Darbietungen. Es begannen die „Frasche

Loosche“ (9 Aktive) unter der Leitung von Hans Werner Jürgensen mit fünf friesischen

Liedern. Anschließend betrat der Männerchor „Eintracht Enge“ (16 Aktive) die Bühne

und gab fünf bekannte Heimat- und Stimmungslieder zum Besten. Alle Chöre wurden

mit reichlich Applaus bedacht und konnten zufrieden ihre Heimreise antreten.

Aber bevor dieses geschah, bedankte sich Elke Enke ganz herzlich bei allen Akteuren und

ehrenamtlichen Helfern, die dieses Fest erst möglich gemacht hatten und wünschte einen

guten Heimweg. Zum Schluss ertönte dann in schöner Eintracht aus sämtliche Sängerkehlen

das Abendlied „Kein schöner Land“.

Hansgünter Kripke

Ve rtraute Me lodie n am Se e ufe r b e im Sänge rkre is 7

250 Gäste lauschte n de n acht Chöre n am Borgdorfe r Se e

Borgdorf-Seedorf/Langwedel. Musikalischer Leckerbissen in der Natur: Unter dem Motto

“Lieder klingen über den See” hatte der Sängerkreis Mittelholstein zum vierten Mal zum

“Chor-See-Festival” auf dem Campingplatz BuM am Borgdorfer See eingeladen.

Sommerliche Temperaturen sorgten auch bei den 250 Gästen für beste Stimmung.

“Die Veranstaltung erfreut sich auch unter den Chören nach wie vor großer Beliebtheit”,

berichtet Heiko Harder, der als zweiter Vorsitzender des Sängerkreises das Festival

gemeinsam mit dem Vorstand und der Familie Ulrich organisierte.

Der Vorsitzende fügte hinzu: “Von den 41 Chören des Sängerkreises haben wir acht

eingeladen. Es melden sich jedes Jahr mehr. Aber mehr würde auch zeitlich nicht gehen”.

Das bunte und facettenreiche Musikprogramm, das über vier Stunden erklang, hörte sich

auch die Schatzmeisterin des Schleswig-Holsteinischen Sängerbundes, Annemagret

Kühntopf an.

Begeistert wurde dem Kreischor “Tonfarben” gelauscht. Gabriele Schroeter war es wieder

einmal gelungen, die Zuhöhrer zum Mitsingen und -klatschen zu animieren. Aber auch

- 8 -


AUS DEN CHÖREN.

Martin-Werner Jonathal verstand es, mit seinen zwei

Chören, dem Senioren-Roland-Chor Bad Bramstedt und dem

Chor Einigkeit Wittorf, das Publikum einzubinden. Freudig

lauschte man auch dem Frauenchor Rendsburg und dem A-

Cappella-Chor Büdelsdorf unter der Leitung von Isolde

Hehn. Ein stimmungsvoller Höhepunkt war auch der Auftritt

des Shanty-Chores Lütjenwestedt. Chorleiter Werner Bähr

brachte mit seinen Mannen das Publikum zu Beifallstürmen.

Anke Helbig, die die Nortorfer Liedertafel leitete, dirigierte

temperamentvoll, und die Zuhörer belohnten sie mit viel

Applaus. “Ohne die Unterstützung der Familie Ulrich wäre

das Chor-See-Festival in dieser Größenordnung gar nicht

durch-führbar”, betont Vorsitzender Schneegans. Auch der

Vorstand hat tatkräftig mitgeholfen. Besonders Schriftführerin

Barbara Kipping tat sich mit der Ausschmückung

des Platzes und der Tische sowie der Bühne hervor. Über

eine großzügige Spende der Sparkasse Mittelholstein freute

sich Schatzmeisterin Edeltraud Morsch. “So konnten wir die

tollen farbigen Programme und die Plakate sowie die

umfangreiche Werbung finanzieren”, betonte sie.

Fazit: Alle Beteiligten haben beschlossen, das Festival etwas auszudehnen.

Im kommenden Jahr soll um 10 Uhr mit einem Frühschoppen begonnen werden. Wir

hoffen sehr, dass uns die Sängerkreischöre treu bleiben und wir uns am 7. Juli 2019 am

Borgdorfer See wieder treffen, wenn es heißt: ”Lieder klingen über den See”!

Heinz E. E. Schneegans

Bre dste dte r Lie de rtafe l - Chorfahrt 2018 in das Ode rb ruch

Das Oderbruch? Ja, es ist richtig. Mit „das Oderbruch“ wird das trockengelegte Gebiet der

Oder um die Kreisstadt Seelow und das Amt Seelower Land bezeichnet. Seine grobe Lage:

einige Kilometer ostwärts von Berlin. Es wird begrenzt durch die Städte Münchberg, Neuhardenberg

und Wriezen. Dann hin zur polnischen Grenze, entlang des heutigen Oderverlaufs

nach Süden über Küstrin bis fast nach Frankfurt an der Oder herunter.

Eine landschaftlich sehr schöne Gegend, wie die 50 Mitglieder des Chores, die sich am

Mittwoch, den 13.06.2018 um 06:30 Uhr auf den Weg dorthin begaben, schnell feststellen

konnten.

Der Donnerstag stand unter dem Motto: „Ich bin das Bruch unzähl‘ge Mal durchwandert“,

so schrieb es Theodor Fontane (1862-1889) in seinen Aufzeichnungen „Wanderungen

durch die Mark Brandenburg“ (Kapitel II, Das Oderland) über die Zeit, die er hier verbracht

hatte. Wir nahmen allerdings aufgrund des höheren Altersdurchschnitts doch lieber

den Bus. So konnten wir uns gemeinsam mit einem kompetenten Reiseleiter einen interessanten

Überblick über die Gegend, die Menschen und den geschichtlichen und politischen

Werdegang verschaffen. Und wie es sich für einen Chor gehört, wurde in allen besuchten

Kirchen und auch an anderen Plätzen sehr viel gesungen.

Zwei Höhepunkte am Freitag. Die Besichtigung des Schiffshebewerkes in Niederfirnow

und die des Klosters Chorin. Eine tolle Überraschung am Schiffshebewerk hatte sich unser

Ehrenvorsitzende Hans Hansen einfallen lassen. Wir bekamen die Funktionsweise des

Werkes nicht nur erklärt, sondern sind sogar mit einem Schiff hineingefahren und haben

die „Tour“ sowohl aufwärts als auch abwärts mitgemacht. Technisch sehr beeindruckend.

- 9 -


AUS DEN CHÖREN.

Doch auch das Zisterzienserkloster Chorin beeindruckte uns sehr, vor allem durch seine

Backsteingotik aus der Zeit von 1270-1300.

Am Samstag ging es dann zuerst nach Frankfurt/Oder. Dort wurde nach einigen Informationen

zur Stadt als Universitätsstadt und Brennpunkt der EURO-Region die Marienkirche

besichtigt. Die anschließende Stadtrundfahrt durch Eisenhüttenstadt gab viele Eindrücke

in die wandelbare Architektur, einer 1950 auf dem Reißbrett geplanten Stadt bis heute.

Dann ein weiterer Höhepunkt. Das „Barockwunder“ in der Mark Brandenburg, die

Klosterkirche Neuzelle. Der Anblick dieser wunderschönen, nördlichsten Barockkirche

Deutschlands, war schon überwältigend. Als die Küsterin uns dann noch bat hier zu singen,

war das ein tolles Gefühl für alle Sänger, in einem Gotteshaus mit solch einer phantastischen

Akustik singen zu dürfen! Und nicht nur die mitgereisten „Fans“, sondern auch

Nach dem Auftritt in der Barockkirche des Klosters Neuzelle. Foto: Irmgard Bühne.

viele Touristen lauschten dem Chorgesang. Die vier im Kloster lebenden Mönche, einschließlich

ihres Priors waren aber wohl das fachkundigste Publikum und sie entließen uns

erst nach einer Zugabe mit den Worten: “Bleibt eurem 4-stimmigen Gesang treu und

pflegt ihn weiterhin“! Noch schnell ein Gruppenfoto mit unserem Reiseführer, für seine

Homepage und es konnte im Programm weitergehen. Eine Schifffahrt mit anschl. Kaffeepicknick

rundete die Tagestour ab, und es ging zurück ins Hotel zum geplanten „Kameradschaftsabend“.

Die Bezeichnung „Bunter Abend“ trifft den Ablauf der Veranstaltung eigentlich

besser. So gab es nach dem Grillen an diesem lauen Sommerabend launige Beiträge,

viele Dankesworte für die gute Vorbereitung der Tour durch Hans Hansen und Fiete

Jähnel nebst Frau und natürlich viel Musik. Und vor allem, es wurde kräftig mitgesungen

und geschunkelt. Dann waren da noch Gäste des Hotels, die Geburtstag feierten. Später

am Abend bat uns die Hotelleitung, für die zwei Jubilare ein Ständchen zu bringen. Was

kann es Schöneres geben für einen Chor, als anderen Menschen eine wirkliche Freude mit

seinem Gesang zu bereiten. Und so wurde die Musik im Nebenraum fortgesetzt, zur Freude

der Geburtstagsgesellschaft aus Berlin. Es wurde für viele spät an diesem Abend, später

als sonst üblich. Doch das bringt ein gelungener „Bunter Abend“ wohl so mit sich.

Trotzdem, am Sonntag um 09:30 Uhr waren alle nach dem Frühstück bereit, um auf die

Seelower Höhen zu fahren. Hier gab es dann Geschichte pur. Es war jetzt nicht mehr lustig,

aber interessant, dramatisch und ergreifend, was sich hier während der vielen Kriege

- 10 -


AUS DEN CHÖREN.

ereignet hat, die diesen Landstrich im Laufe von Jahrhunderten heimgesucht haben. Es

ist wichtig, dass daran erinnert wird. Die Sinnlosigkeit von Kriegen, egal durch wen und

warum, wird am Beispiel der Seelower Höhen deutlich und sollte gerade heute der jungen

Generation mit auf den Lebensweg gegeben werden. Wehret den Anfängen, denn ein

Krieg hat keinen Sieger ist das Fazit, das wir aus den Informationen unseres Reisebegleiters

und dem Museum vor Ort mitnehmen sollten.

Der zweite Teil des Tages wurde dann wieder heiterer. Eine kleine Schifffahrt auf dem

Schermützelsee, Kaffeepause im Sonnenschein und der Besuch des Brecht-Weigel-Hauses

mit Gesangsvortrag auf der Terrasse rundeten einen sehr informativen Tag ab. Am Abend

noch die Verabschiedung unseres Reiseleiters, mit einer Überraschung für ihn. Sein Lieblingschorstück,

so hatten wir erfahren, sei der Gefangenenchor aus Nabucco. „Zufälligerweise“

hatte die Liedertafel auch diese Noten mit dabei, so dass ihm mit diesem „Abschiedsständchen“

gedankt wurde. Am Montag um 08:30 ging es wieder zurück nach NF.

Ein Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass es so schöne und informative Tage im

Oderbruch waren.

Hohe Ehrunge n b e im Som m e rkonze rt

de s MGV Lie de rtafe l We ste rrönfe ld

Westerrönfeld. Traditionell hatte der Männergesangverein “Liedertafel” Westerönfeld zu

seinem Sommerkonzert in die Tingleff-Halle eingeladen. Am letzten Tag im Juni hatten

sich die Westerrönfelder den Jevenstedter Männergesangverein eingeladen. Beide Chöre

boten ein breites Spektrum ihrer Sangeskunst dar. Den Zuhörern gefiel, was sie hörten,

und der Bürgermeister brachte das in seiner Rede voll zum Ausdruck.

Der Chorleiter des Gastgeberchores, Martin Seifert, hatte seine Sänger trotz hoher

sommerlicher Temperaturen zur Höchstleistung bringen können. Dem stand Ester Kunze

mit ihrem MGV Jevenstedt in nichts nach.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung von verdienten Sängern. Alle Westerrönfelder

waren sehr überrascht. Herbert Rohwer erhielt für 55 Jahre aktives Singen eine Urkunde

aus der Hand des Sängerkreisvorsitzenden Heinz E. E. Schneegans. Ebenso freuten sich

Klaus Bartelsen und Peter Zielke über ihre Ehrung. Beide singen 45 Jahre im Männerchor.

Zum Abschluß erklang das Lied “Kein schöner Land”. Martin Seifert dirigierte beide Chöre,

und das Publikum sang begeistert mit.

Foto/Text: Heinz E. E. Schneegans

ge w ünscht:

Wir:

Ne ue Chorle itung im Sänge rkre is 1 ge sucht

engagierte neue Leitung mit Herz und Humor

differenzierte Stimmbildung

Klavierbegleitung

sind der „Rhener Chor“

sind ein gemischter Chor mit 45 Mitgliedern in allen Stimmlagen

proben Donnerstag 19:30 – 21:30 Uhr in Henstedt-Rhen

singen alle Genres

geben zwei Konzerte im Jahr sowie einige kleinere Auftritte

haben eine tolle Gemeinschaft, lachen und feiern gerne

zeigen weitere Infos auf unserer Hompage www.rhener-chor.de

Bei Interesse bitte melden bei Karin Bülow: Tel. 04193/77148 od. über die Homepage.

- 11 -


AUS DEN CHÖREN.

40 Jahre Chorle ite r im Kie le r Kam m e rchor

Wolfgang Kop e rski arbeitet seit 1971 als Chorleiter von Schulchören und Frauen-,

Männer- und gemischten Chören.

Seit 1977 engagierte er sich bis zu seiner Pensionierung als Schulleiter in der Lehrerausund

-fortbildung und ist im Bereich der Musikpädagogik durch zahlreiche eigene Veröffentlichungen

und Artikel in Fachzeitschriften als Fachautor bekannt. Koperski arrangierte

das Lied „Heaven is a wunderful place“, welches sich zum Repertoire vieler Chöre

in der Bundesrepublik und darüber hinaus etabliert hat.

Im November 1978 übernahm Wolfgang Koperski den Kieler

Kammerchor als Chorleiter. Neben der Freude an der Musik

geht es dem Chorleiter um Qualität, die ohne Disziplin nicht zu

erreichen ist. Durch seine musikalische Kompetenz und seine

pädagogischen Fähigkeiten schafft er es immer wieder, den

Chor auf einem anspruchsvollen stimmlichen Niveau zu halten.

Wolfgang Koperski ist uneingeschränkt geachtet und beliebt

bei den Sängern. Es macht ihnen Freude, mit ihm zu arbeiten,

was sie durch eine stets hohe Teilnehmerzahl an den Chorproben

verdeutlichen. Die Begleitung und damit Unterstützung

der Chorproben am Klavier wird von den Sängern als sehr hilfreich

empfunden, zumal er das Instrument perfekt beherrscht.

Es ist diese besondere Begeisterung für die Musik und das

Singen, die er auf die Sänger überträgt. Dabei kommt sein

Humor in den Proben nicht zu kurz. Die Chorkonzerte werden

von ihm akribisch vorbereitet, die Auftritte des Kieler Kammerchores unter seinem Dirigat

waren stets erfolgreich.

Am 03. Nove m b e r 2018 um 17:00 Uhr wird Wolfgang Koperski in der Michaeliskirche

in Kiel im Rahmen eines Konzertes vom Kieler Kammerchor geehrt. An dem Konzert werden

neben dem Kieler Kammerchor auch der Landesbankchor und der Preetzer Gesangverein

teilnehmen. Der Landesbankchor wird ebenfalls von Wolfgang Koperski geleitet.

Das Programm wird als Schwerpunkt Chorsätze aus der Romantik enthalten, die von den

drei teilnehmenden Chören dargeboten werden. Darüber hinaus werden drei Chorsätze

von den drei Chören gemeinsam zur Aufführung gebracht.

Peter Ketelsen

1. Vorsitzender des Kieler Kammerchores

175 Jahre - Männe rchor-Ge b urtstag in Lunde n

Zur Eröffnung des Sänger-Brunch am Sonntag, dem 26. August, im Hotel Lindenhof 1887

begrüßte Rainer Zeikau, der Vorsitzende der Lundener Liedertafel von 1843, Gäste,

Sänger sowie die Ehrenmitglieder anlässlich der Feier zum 175. Geburtstag der

Liedertafel. Nach einer ausgiebigen Stärkung am hervorragenden Brunch-Büfett führte

Werner Rühmann in altbewährter Form durch das Programm: Zur festlichen

Einstimmung blies der Lundener Posaunenchor unter der Leitung von Jan Wilhelm Söth

von ihm bearbeitete Lieder mit Gefühl und Präzision, beginnend mit der christlichen

Hymne aus dem 17. Jahrhundert „Nearer My God To Thee“; das soll das letzte Lied

gewesen sein, das die Bordkapelle beim Untergang der Titanic gespielt hat. Es folgten

„Trumpet Tune“ von Henry Purcell, „Zur Feier“ von Wilhelm Glück, „Danke“, „Asante sana

Vesu“ aus Tansania, „La Paix“ von Händel sowie „Down By The Riverside“.

- 12 -


AUS DEN CHÖREN.

Die anschließende Laudatio durch den Ehrenvorsitzenden Joachim Wichmann führte in

etwas mehr als 10 Minuten gekonnt durch die 175jährige Geschichte der Liedertafel.

Die Lundener Liedertafel in Chorgemeinschaft mit dem MGV Kleve sang nun „Blowin‘ In

The Wind“, „Lieder, so schön wie der Norden“, „Drees de Wunnerdraken“, „Über 7

Brücken“, „Ich wollte nie erwachsen sein“ und das „Chianti-Lied“. Chorleiter Rainer Zeikau

bedankte sich für tollen Applaus.

Danach folgten Grußworte der Ehrengäste: vom stellvertretenden Kreispräsidenten

Norbert Zimmermann, dem Amtsdirektor des Kirchspielamts Eider, Jan Christian Büddig,

den Bürgermeistern Jörn Walter (Lunden), Ronald Petersen (Krempel), dem stellvertretenden

Bürgermeister Thorsten Bruhn (Lehe) und Kurt Krink von der Lundener

Scheiben- und Schützengilde. Alle gingen recht fachkundig auf die Geschichte der

Gesangvereine sowie auf die wohltuende Wirkung des Gesangs für die Gesundheit der

Sängerinnen und Sänger ein. An dieser Stelle nochmals ein großes „Dankeschön“ für alle

überreichten Geschenke!

Das Präsidium des „Sängerbundes Schleswig-Holstein“ wurde durch die Geschäftsführerin

Waltraud Grapentien vertreten. Sie überreichte eine Ehrenurkunde, und jeder Sänger

erhielt eine Sonnenblume. Der Vorsitzende des „Sängerbundes Norderdithmarscher

Geest“, Peter Groth, brachte zum Ausdruck, dass die Lundener Liedertafel von 1843 der

älteste Chor unseres Sängerbundes ist. Von den 13 Mitgliedschören stammen noch

weitere sieben aus dem 19. Jahrhundert.

Nach einer weiteren Essenspause trat der Frauenchor Lunden unter der Leitung von Doris

Buchholz auf. Mit großartiger Gesangsqualität erfreute ein bunter Liederreigen aus den

Liedern „Willkommen“, „Zauber der Musik“, „Dies ist ein großer Tag“, „Musik ist unser

Leben“, „Herbstlied“, „Morning Has Broken“, „My Lord, What A Morning“ und „Irischer

Reisesegen“ das Publikum.

Gospelartig präsentierte sich der Lundener Kirchenchor unter der Leitung von Martino

Convertini. Wunderschön klangen die überwiegend jungen Stimmen mit den Songs „I

Gonna Sing“, „God News“, „To Every Thing There Is A Time“, „Freedom Is Coming“, „You

Raise Me Up” und “This Little Light Of Mine”. Danke für diese mitreißenden Vorträge!

Auch der Chor der Chorleiter des Sängerbundes Norderdithmarscher Geest trug mit den

Liedern „Hallelujah“, „Lang, lang ist’s her“, „Scheiden muss ich nun von hier“, „Nur ein

Zimmerchen irgendwo“ und dem ABBA Song „Danke für die Lieder“ seinen Teil zum

Gelingen der Veranstaltung bei. Geleitet wurde der Chor von Rainer Zeikau, und Martino

Convertini begleitete den Chor am Piano.

Anschließend wurde es eng. Der Dithmarscher Männerchor brachte ca. 40 Sänger auf die

Bühne. Sänger aus Heide, Linden, Süderheistedt, Lunden und Kleve brachten mit einem

großen Volumen den Saal des Lundener Lindenhof 1887 zum Klingen. Die Ohrwürmer

„Santiano“, „Capri-Fischer“, „Über den Wolken“, „Jugendliebe“, „Sierra Madre del Sur“

und der „Mitternachtsblues“ gefielen den Zuhörern so gut, dass sie eine Zugabe

forderten. Gern erfüllten die Sänger diesen Wunsch mit dem Lied „Seemann“, eine gute

Überleitung zum letzten Chor, dem Shanty-Chor „Die Strandräuber“ des Männergesangvereins

St. Peter Ording. Die Seemannslieder und Shanties „Klare Sicht“. „Die

Kneipe am Moor“, „Oh Johnny, Johnny John“, „Po moryam“, „Mingoulay Boat Song“ und

„Friesenjungs sind very good“ begeisterten das Publikum.

Zum krönenden Abschluss wurde das Torten– und Kuchenbüfett geplündert. Die Sänger

bedanken sich bei allen Damen, die für uns so lecker gebacken haben. Eine dem Anlass

angemessene Veranstaltung fand damit einen wundervollen Abschluss, die Sänger freuten

sich über zufriedene Besucher.

Uli Döscher

- 13 -


AUS DEN CHÖREN.

Eintracht Enge zu Gast b e i de r Wike r Chorve re inigung

Der Einladung der befreundeten „Wiker Chorvereinigung von 1876 e.V.“ gerne gefolgt,

machte sich der Männerchor des Gesangvereins „Eintracht Enge von 1888“, zum Teil mit

Anhang, auf eine Busreise nach Kiel–Projensdorf in die dortige evangelische Martin–Kirche.

Rechtzeitig angekommen, konnte nach herzlicher Begrüßung durch die Gastgeber mit

dem Einsingen in der mit guter Akustik ausgestattenen modernen Kirche begonnen werden.

Bestens eingestimmt von den beiden Dirigenten Dr. Wolfgang Szwillus (Kiel) und

Hans-Werner Jürgensen (Enge) begann die Veranstaltung vor gut besuchtem Haus pünktlich

um 17.00 Uhr. Als Hausherr begrüßte uns Pastor Schwer und mit einer kurzen Ansprache

Walter Tischendorf, der erste Vorsitzende des Wiker Chores.

Das Programm sah zwei Gesangsblöcke des gemischten Chores Wik und des Männerchores

Enge, sowie eine zwischenzeitliche Lesung amüsanter plattdeutscher Geschichten vor.

Im ersten Block begann der Wiker Chor mit folgenden Liedern: „Abendruhe“, „Kein schöner

Land“. drei plattdeutsche Kanons, „Ständchen“ und „Der Mond ist aufgegangen“.

Es folgte der Männerchor Enge mit den Liedern „De Welt is rein so sachen“, „De Heiloh“,

„Mein Schleswig Holstein“ und „Überall auf der Welt“.

Danach folgten, vorgelesen von Jens Heinze, plattdeutsche Geschichten.

Den zweiten Block begann der Männerchor und sang „Dat du min Lewsten büst“, „Das

Morgenrot“, „Bundeslied“ und „Aus der Traube in die Tonne“. Es folgte der Wiker Chor mit

den Liedern „My Lord“, „Griechischer Wein“, „Wochenend und Sonnenschein“ und „Hambanikale“.

Als gemeinsame Zugabe wurden dann noch „Bruder Jakob“ und „Dona nobis

pacem“ als Kanon zum Besten gegeben.

- 14 -


AUS DEN CHÖREN.

Nach der Arbeit kommt bekanntlich das Vergnügen, hier in Form eines gemeinsamen geselligen

Abendessens in der schön gelegenen „Forstbaumschule“ im Düsternbrooker Park.

Ein langer erlebnisreicher Tag voll schöner Eindrücke ging dann gegen 22.30 Uhr zu Ende.

Hansgünter Kripke

Tim Karw e ick und de r Re infe lde r Kam m e rchor lade n e in

Der junge Dirigent und Tenor Tim Karweick begann am 21.8.2018 wieder die Probenarbeit

mit dem Reinfelder Kammerchor. Die Proben finden immer dienstags in der Reinfelder

Matthias-Claudius-Schule um 20.00 Uhr statt. Auf dem Programm steht die „Messa di

Gloria“ von Giacomo Puccini aus dem Jahr 1880.

Es handelt sich dabei um ein Frühwerk des Komponisten, das nach der erfolgreichen Uraufführung

im norditalienischen Lucca zu Unrecht in Vergessenheit geriet und dann lange

Zeit als verschollen galt. In dem Werk spürt der Hörer jugendliche Begeisterung und Leidenschaft.

Von den Chormitgliedern wird viel gefordert. Geübte Sängerinnen und Sänger

können noch bei den Proben einsteigen, mitsingen, um beim Neujahrskonzert am 19. Januar

2019 in der Matthias-Claudius-Kirche dabei zu sein .

Der Kammerchor ist kein kirchenfinanzierter Chor. Die Mitglieder tragen die Kosten für Dirigent,

Literatur, Chorwochenenden etc. selbst. Das motiviert und stärkt die Gemeinschaft,

die auch über das Singen hinaus verbindende Aktivitäten organisiert. Für Interessierte

bleibt das erste halbe Jahr Mitgliedschaft verpflichtungsfrei. Engagierte Mitsänger

und -sängerinnen sind also willkommen und wenden sich bitte an:

Tim Karweick, timkarweick@hotmail.com oder telefonisch unter 0451 808 94598.

Singe n ve rb inde t Ge ne ratione n

am Be isp ie l von 4 Chorsänge rinne n

Sie haben eins gemeinsam, das Singen im Chor: Annika Raabe-Müske aus Nübbel, 20

Jahre, Studentin, jüngstes Mitglied im Re ndsb urge r Fraue nchor, Simone Höpner

aus Westensee, 45 Jahre, Hausfrau und Mutter, berufstätig, Annelies Haase aus Rendsburg,

66 Jahre, Rentnerin, Eleonore Knabe aus Rendsburg, 88 Jahre, Seniorin mit der

längsten Mitgliedschaft.

Sie sind Sängerinnen aus 4 Generationen, die sich jede Woche am Donnerstagabend zum

Proben in der Kantorei der Christkirche in Rendsburg treffen und zusammen mit weiteren

Chormitgliedern für öffentliche Auftrittte üben. Für den Chor ist es eine Bereicherung, daß

sich generationsübergreifend Menschen aller Altersgruppen begegnen. Es wächst die Bereitschaft

zu mehr Toleranz und gegenseitigem Respekt, und es stärkt die Erkenntnis,

daß gemeinsames Singen eine Brücke zwischen jung und alt sein kann.

Auf dem Titelfoto sehen wir von links nach rechts: Annelies Haase, Eleonore Knabe, Annika

Raabe-Müske und Simone Höpner.

Heide Appel

Fre ude sche nke n zu je de r Jahre sze it m it Chorge sang

Unter diesem Motto stand das vom Gesangverein Eintracht Schmalfeld von 1891 dargebotene

Sommerkonzert am 10. Juni 2018.

Dieses Motto konnten die beiden Chöre - Eintracht Schmalfeld als Veranstalter und Harmonie

Oering als Gastchor - mit ihrem Sommerkonzert in der Schmalfelder Hirten-Deel

toll an ihre Zuhörer weitergeben!

Beide Chöre boten unter der musikalischen Leitung von Tomasz Harkot ein reichhaltiges

- 15 -


AUS DEN CHÖREN.

Chorprogramm mit Liedern aus dem 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Klassik, Folk, Musical, Rock und Pop, Gospel und Spirituals wurden überwiegend a-cappella

vorgetragen. Begonnen wurde mit dem Lied "Leuchtet der Morgen" (trad. schottische

Weise), dargeboten von Eintracht Schmalfeld. Weiter ging es mit dem gemeinsam mit

Harmonie Oering gesungenen, dynamisch und einfühlsam vorgetragen "Ave verum" von

Mozart.

Bei dem Lied "Singen macht Spaß, Singen tut gut, ja, Singen macht munter, und Singen

macht Mut" wurde das Publikum aufgefordert, mit dem Chören den Kanon singen. Hierdurch

wurde dann der nächste Text des Liedes "Singen macht froh, Singen hat Charme,

die Töne nehmen uns in den Arm" fast wörtlich umgesetzt; denn das gemeinsame Singen

gelang vortrefflich und hat allen Spaß gemacht!

Danach begeisterte der Oeringer Chor die Zuhörer mit der Melodie "Adiemus" von Karl

Jenkins aus dem Jahre 1994, die auch in einem Werbespot der amerikanischen Fluggesellschaft

Delta Air Lines verwendet wurde. "Mondlicht“ (Memory) aus „Cats“ von Andrew

Lloyd-Webber und das "Halleluja" von Leonard Cohen fehlten nicht und brachten stürmischen

Applaus. Mäuschenstill war es bei dem Lied "Die Rose" von Amanda Mc Broom,

das von den Schmalfeldern gesungen wurde.

Internationale Melodien in englischer, hoch- und plattdeutscher Sprache, ja sogar in Afrikaans

wurden gekonnt und auch gefühlvoll dargebracht. Nach mehreren "Zugabe"-Rufen,

die erfüllt wurden, bedankten sich die Zuhörer mit Riesenapplaus!

"Es war ein tolles Sommerkonzert 2018, und ihr habt uns eine große Freude mit eurem

Chorgesang bereitet!" So war es beim Abschied von den Gästen zu hören!

Standing Ovations für de n Chor Kronshage n

und die „Gw alia Singe rs“ b e im He rb stkonze rt

Der Saal war voll besetzt im Bürgerhaus - der Chor Kronshagen hatte, wie jedes Jahr im

September, zu seinem Herbstkonzert eingeladen. Als Gastchor waren in diesem Jahr die

"Gwalia Singers" aus Swansea/Wales dabei. Beide Chöre - wie auch der Tenor Thomas

Scheler als Solist - begeisterten das Publikum, das denn auch mit Beifall nicht geizte und

mehrfach mit Standing Ovations reagierte.

Die Kronshagener unter der bewährten Leitung ihres Chorleiters Imre Sallay eröffneten

das Programm mit einem Lied aus der Zeit der Renaissance, "An hellen Tagen" von Giovanni

Gastoldi. Danach folgte "Die Beredsamkeit" von Haydn, bevor Thomas Scheler mit

dem Klassiker "Ein Lied geht um die Welt" von Hans May ein erstes Highlight setzte. Mit

"Andulka", einem Volkslied aus Tschechien, war dann wieder der Chor Kronshagen an der

Reihe. Mit dem walisischen Liebeslied "Ar hyd y nos", in walisischer Sprache vorgetragen,

schloss er seinen Part in der ersten Hälfte des Konzerts ab und leitete damit zum Auftritt

der Gäste aus Wales über.

Diese zeigten schnell, warum sie bei Auftritten in zahlreichen europäischen Ländern ihr

Publikum begeistert haben. Ob "Sanctus" von Schubert - das sie in deutscher Sprache

vortrugen - oder "Morte Christe" von Emrys Jones, "Nella Fantasia" von Morrecone, "How

great thou art", "O Gymru" von Rhys Jones und "Cum Rhondda" von John Hughes - alles

wurde unter der Leitung von Nick Rogers mit solcher Brillianz, Präzision und Überzeugung

dargeboten, dass das Publikum mit lang anhaltendem Beifall reagierte.

Der zweite Teil des Konzerts war dann zeitgenössischen Stücken gewidmet. Der Chor

Kronshagen - jetzt auch mit der Unterstützung von Stefan Bihary am Drumset - brachte

das Publikum mit dem Kanon "Dubadap da" von Ulrich Führe wieder "auf Betriebstemperatur"

- alle durften mitsingen. Schwungvoll weiter ging’s dann mit "Probier’s mal mit Gemütlichkeit"

von Terry Gilkyson, bevor dann die "Klassiker der Moderne" an die Reihe ka-

- 16 -


AUS DEN CHÖREN.

men: "Can you feel the love tonight" von Elton John, "Wonderful tonight“ von Eric Clapton,

"Über den Wolken" von Reinhard Mey und schließlich "Heal the world" von Michael

Jackson trafen in die Herzen der Zuhörer, die die Sängerinnen und Sänger mit viel Applaus

belohnten.

Foto: Gerd Baasch

Auch die "Gwalia Singers" konzentrierten sich in ihrem zweiten Auftritt des Abends auf

Musik der Gegenwart. "Hey, look me over" von Cy Coleman, "Angels" von Robbie Williams,

"God only knows" von Brian Wilson - die "Beach Boys" aus den 60ern ließen grüßen

-, "If I can dream" von Walter Earl Brown und "Hard to say I’m sorry" von Peter Cetera

/ David Foster ließen bei vielen Zuhörern schöne Erinnerungen an ihre Jugend wach

werden, bevor dann die großartige "American Trilogy" von Mickey Newbury den vorläufigen

Schlusspunkt setzte. Der letzte Höhepunkt des Abends sollte aber erst noch kommen:

Beide Chöre traten gemeinsam auf die Bühne und sangen - dirigiert von Nick Rogers

und am Klavier begleitet von Imre Sallay sowie am Tamtam und Marimba von Stefan

Bihary - aus "Carmina Burana" von Carl Orff "O Fortuna" und "Fortune plango vulnera".

Danach hielt es die Zuhörer nicht mehr auf ihren Sitzen: mit Standing Ovations durften

die Sängerinnen und Sänger den verdienten Lohn für eine rundum gelungene musikalische

Darbietung entgegennehmen. Und wie es die Tradition in Kronshagen will, feierten

beide Chöre im Anschluss noch mit einem leckeren Büfett, guten Getränken und noch so

manchem improvisierten Lied miteinander weiter.

Hartmut Lippe

Ze ntrale s SSH-Chorfe st in Ecke rnförde ge p lant

Der Sängerbund Schleswig-Holstein plant, im Jahr 2019 ein zentrales Chorfest mit möglichst

vielen Chören in Eckernförde zu veranstalten. Angepeilt ist ein Samstag und/oder

Sonntag in der zweiten Hälfte Septem ber 2019. Das endgültige Datum steht noch

nicht fest. Die abschließende Abstimmung mit der Stadt Eckernförde wird im nächsten

Monat, also im November erfolgen.

- 17 -


AUS DEN CHÖREN.

Das w ar’s – w ar’s das?

Nach der Ausstellung zur Vereinsgeschichte im Januar, dem offiziellen Festakt mit geladenen

Gästen im Festsaal des Schwarzenbeker Rathauses und dem besonderen Sommerkonzert

in Schröders Hotel, haben wir mit drei “Mini-Konzerten“ unsere Aktivitäten zum

175. Jubiläum erfolgreich durchgeführt.

Der zeitliche und finanzielle Aufwand aller Aktionen waren zwar erheblich, aber rückschauend

betrachtet „lohnende“ Investitionen. So haben wir nicht nur die Geschichte und

Traditionen des Vereins würdigen und die Gegenwart mit Lukullischem sowie Musikalischem

genießen können. Insbesondere die während des Sommerkonzerts verlosten

„Mini-Konzerte“ weisen

uns mehr als nur symbolisch

den Weg in die

Zukunft.

Mit verstärkter Hinwendung

zu Pop- und

Schlagermusik glauben

wir uns auf einem guten

Weg, insbesondere auch

jüngere Menschen für

die Chormusik interessieren

zu können. Und mit

dem Format eines privaten

Mini-Konzerts entsteht, so hoffen wir, auch ein Hauch von Exklusivität. Mit der

Aussage “Ich war neulich auf einem Konzert.” erntet man vielleicht wohlwollende

Zustimmung. Mit “Neulich war ein Konzert bei mir.” könnte doch die dringend benötigte

Neugier für die Chormusik entstehen. Da passt dann das folgende Sprichwort “Die Zeiten

ändern sich, und wir ändern uns mit ihnen.” (Jan Gruter)

Am 2. Dezember findet um 17 Uhr in der St. Franziskus-Kirche in Schwarzenbek traditionell

das Adventskonzert der Schwarzenbeker Liedertafel statt. In der Regel ist die

Kirche mit fast 300 Zuhörern immer bis auf dem letzten Platz besetzt, wer einen Sitzplatz

ergattern möchte, sollte rechtzeitig erscheinen.

Abschließend möchten wir allen Beteiligten, die zum Gelingen unseres Jubiläumsjahrs beigetragen

haben, herzlichen Dank sagen. Insbesondere der Stadtarchivarin Frau Dr. Mührenberg

sowie den Laudatoren zum Festakt, Landrat Herr Dr. Mager, Ehrenmitglied Ernst

Zimprich, Frau Grapentien vom SSH und Frau Bürgermeisterin Borchers-Seelig.

Andreas Bülck, Schwarzenbeker Liedertafel von 1843 e.V.

Ehre nnade l für Dorle Dohm

Auf der letzten Jahreshauptversammlung des Krooger Frauenchores

wurde Frau Dorothea Dohm für „25 Singen im Chor“

die silberne Ehrennadel des SSH überreicht.

Seit dem Jahre 2004 ist Frau Dohm nicht nur Mitglied, sondern

auch 1. Vorsitzende des Vereins und erledigt die repräsentativen

und organisatorischen Aufgaben mit viel Eifer und

Einsatz.

Für ihre Treue zum Verein und ihr vorbildliches Engagement

bedankten sich die Sängerinnen recht herzlich.

Krooger Frauenchor

- 18 -


AUS DEN SÄNGERKREISEN.

The kla Jonathal – 40 Jahre Chorle ite rin

Der Jugendchor des Sängerbundes Schleswig-Holstein

veranstaltet unter dem Titel „Tierisch bewegt“ am 28.

November um 16 Uhr ein Chorkonzert in der Kieler Rudolf-

Steiner-Schule. Mit diesem Konzert feiert die Chorleiterin

Thekla Jonathal ihr 40-jähriges Jubiläum als Chorleiterin.

Über den Beginn ihrer Tätigkeit als Chorleiterin kann man im

Stammbuch des gemischten Chores "Prieser Liedertafel“ im

Kieler Stadtteil Pries-Friedrichsort folgendes lesen: „So

gründeten wir am 7. Februar 1978 auf einstimmigen Beschluß

einen Kinderchor der bereits im ersten Jahr seines Bestehens

unter der Leitung von Thekla Jonathal elf öffentliche Auftritte

hatte.“

Bis heute sind das Chorleiten und das Singen Theklas große

Leidenschaft und nehmen den größten Teil ihres Lebens ein,

sei es als Lehrende oder als künstlerisch Ausübende.

Wir laden herzlich zu diesem Festkonzert ein! Im Anschluss

daran wollen wir gemeinsam auf das Wohl von Thekla

anstoßen.

Sänge rkre is Mitte lholste in auf große r Fahrt

Begeisterter Auftritt im vollbesetzten Saal des Cliffhotel Sellin

Erstmalig unternahm der Sängerkreis Mittelholstein eine gemeinsame Chorfahrt. Die

Mehrheit der einundvierzig Chöre des SK 7 hatte das auf der Jahreshauptversammlung

des Sängerkreises beschlossen. Das Ziel Rügen war schnell gefunden. Ausdrücklich

wünschten alle einen Chorauftritt. Also machte sich der Sängerkreisvorstand ans Werk.

Dies gelang ihm mit vielen Mühen.

Bevor es losgehen sollte, mußte erst noch eine Chorleitung neu gesucht werden, denn die

Kreischorleiterin hatte aus beruflichen Gründen keine Zeit, ebensowenig ihre Stellvertreterin.

Diese Herausforderung wurde gut gelöst. Mit Franz Mader vom Rendsburger Männerchor

fand man die geniale Lösung. Die über zwanzig aktiven Sängerinnen und Sänger

folgten begeistert seinem Dirigat. Die Lieder für den Chorauftritt waren schnell ausgesucht

und festgelegt. An drei Nachmittagen wurden sie in Rendsburg und Langwedel intensiv

einstudiert. Fürs leibliche Wohl war auch gut vorgesorgt.

Mit einem 5-Sterne-Bus der Firma Andreßen aus Nortorf ging es am 16. September frühmorgens

los. Bei Kaiserwetter und bester Laune kam man gegen Mittag auf Rügen an.

Nach einer leckeren ausgiebigen Mahlzeit kam man in Sellin an und bezog Quartier am

Selliner See. Alle wollten erst einmal Ostseeluft schnappen und die herrliche Landschaft

genießen, danach das Spitzenhotel erkunden, um Kraft fürs Konzert zu schöpfen.

Bereits am ersten Tag gab es zwei Höhepunkte. Gutgelaunt traf man sich zum abendlichen

Dinner, dem ausgiebig und reichlich zugesprochen wurde.

In Gedanken waren aber alle bereits beim Chorauftritt. Das Einsingen war natürlich mit

etwas Herzklopfen verbunden. Das wurde aber schnell abgemildert, weil die Organisatorin

des Hotels, Elke Gloser, alle Choristen mit einem Glas Champagner empfing. Erste Kontakte

zum anderem Chor wurden geknüpft, die allgemeine Stimmung hellte sich auf.

Nach einer kurzen Begrüßung durch die Hoteldirektion war es dann endlich soweit. Franz

Mader gab den Ton an und Lieder erklangen im vollbesetzen Rügensaal. Im ersten Teil

gab der sogen. „Chor Mittelholstein“ sechs Lieder zum Besten. Sondereinlagen des Dirigenten

lockerten das Programm zur Begeisterung der Zuhörer auf. Der zwanzigminütige

- 19 -


EUROPA CANTAT.

Gemeinsamer Chorauftritt unter der Leitung von Manfred Heitmann

Auftritt des „Selliner Volkschores“ hob die Stimmung sehr. Unter der souveränen Leitung

von Manfred Heitmann besang der stimmgewaltige gemischte Chor seine Heimatinsel.

Drei Lieder wurden zum Abschluß des Abends von beiden Chören zum Besten gegeben,

und die Liedvorträge dauerten länger als geplant. Zugaben und Sondereinlagen vom Akkordeonspieler

Ewald Schneegans, bei dem alle im Saal mit einstimmten, bildeten den

krönenden Konzertabschluß.

Anschließend saß man an der Bar noch zusammen und freute sich auf einen erholsamen

zweiten Tag. Der endete mit einer Brauereibesichtigung, bevor es zurück nach Schleswig-

Holstein ging.

Tallinn: Nachle se zu „Europ a Cantat XX“

Es war eine gigantisches Fest. Über 5000 Chorsängerinnen und -sänger im Alter zwischen

5 und 85 Jahren waren in die estnische Hauptstadt gekommen, aus 50 Lände rn

der Welt – sogar über Europa hinaus. Deutsche, Israelis und Schweizer waren mit 500,

444 bzw. 426 Teilnehmenden am stärksten vertreten. Im Zentrum des zehntägigen Treffens

standen die Begegnung und das gemeinsame Singen. Höhepunkte waren die Eröffnungsshow

am 27. Juli auf dem Freiheitsplatz und das "Geburtstagskonzert" 100 Jahre

nach Estlands Staatsgründung am 3. August auf der berühmten Sängerwiese. Doch das

umfangreiche Festivalprogramm hatte noch deutlich mehr zu bieten: 20 Atelierkonzerte,

14 Konzerte in Tallinns Umland, 37 Open-Air-Gigs, 38 Konzerte von teilnehmenden und

26 von extra eingeladenen Chören. Und allein bei der Chornacht in der Altstadt war 38

Auftritten sowie beim Promenadenkonzert 19 Auftritten zu lauschen. Der Blick in das sehenswerte

Fotoalbum zeigt tausende strahlende Gesichter und stimmungsvolle Eindrücke

von den Tagen in Tallinn.

Alle drei Jahre veranstaltet die Europaen Choral Association das Festival Europa Cantat. Nach

dem Start 1961 war dieses schon das 20. Event. Das nächste Mal findet Europa Cantat 2021

in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana statt.

Ich hatte Gelegenheit, einige Konzerte zu besuchen und war beeindruckt von der Qualität der

Chöre. Der Jugendchor Zürich gab unter der Leitung des jungen Dirigenten Marco Amherd

ein Konzert in der Johanniskirche (Jaani kirik) in Tartu mit Werken von der Renaissance bis zur

Gegenwart. In Erinnerung geblieben sind „This little Babe“ aus Benjamin Brittens „Ceremony

of Carols“ und Ola Gjeilos „Ubi caritas“.

Der Jugendchor Zürich ist ein Ensembleder„Musikschule Konservatorium Zürich“. Er bietet gesangsbegeisterten

jugendlichen Frauen zwischen 15 und 25 Jahren die Möglichkeit zum Chorgesang

auf anspruchsvollem Niveau. Das Repertoire des Chores ist bewusst stil- und epochenübergreifend.

Es umfasst die klassische Vokalmusik von der frühen Renaissance bis zur Moder-

- 20 -


NACHRICHTEN.

ne, Werke zeitgenössischer

Schweizer Komponisten, Volkslieder

aus allen Kulturen in allen

Sprachen sowie Arrangements

aus dem Jazz-, Popund

Musicalbereich.

In der Aula der Universität Tartu

konzertierte der St. Stanislavs

Mädchenchor aus Ljubljana

(Slowenien). Er ist einer

von fünf Chören des dortigen

Diözesan-Gymnasiums. Die

Sängerinnen sind zwischen 16

und 19 Jahren. Da dies ein

Schulchor ist, wechselt jedes

Jahr ein Drittel des Chors. Der

Chor pflegt ein sehr vielseitiges Repertoire - von klassischen Chorwerken verschiedener Epochen,

slowenischen zeitgenössischen Kompositionen bis hin zu Volksmusik, slowenischen

Volksliedern und Tänzen. Sie sind stolz auf mehrere Uraufführungen von Chorstükken, die von

zeitgenössischen slowenischen Komponisten wie Damijan Močnik und Ambrož Čopi speziell für

sie geschrieben wurden. Diese

zeitgenössische Chormusik bildete

neben folkloristischen

Werken auch den Schwerpunkt

des Konzertprogramms, zu

dem aber auch das „Nigra

sum“ von Pablo Casals und

„Butterfly“ der Finnin Mia Makaroff

gehörte.

Der St. Stanislavs Mädchenchor

tourte im Frühjahr 2015

durch Deutschland und Dänemark,

wo er mehrere Konzerte

gab, unter anderem mit dem

Mädchenchor Hannover.

Helmut Zech

Buch diagnostiziert und belegt anhaltenden Chorsingen-Boom

Ende letzten Jahres ist das 130 Seiten starke Paperback "Chorgesang in Deutschland. Die

neue Lust zu singen" von Hartmut Lutschewitz nach Erstveröffentlichung 2012 nun in

zweiter Auflage erschienen. Schwerpunkt darin ist die aktuelle Situation der deutschen

Chorszene und der Check, ob der Aufschwung der vergangenen zehn Jahre anhält. Klare

Antwort des Autors: Ja, der Boom ist ungebrochen.

Im ersten Teil des Buches zeichnet Lutschewitz die Geschichte des bürgerlichen

Chorsingens in drei großen Bögen nach. Von Faschs Singakademie und Zelters Liedertafel

in Berlin bis zur breiten Bürgerbewegung im 19. Jahrhundert mit MGVs und Sängerbünden.

Von der "zweiten Blüte" in der Weimarer Republik bis zum Niedergang im Zweiten

Weltkrieg. Dann vom Neubeginn über den Boom der Männerchöre in den 1960ern bis

- 21 -


NACHRICHTEN.

zur tiefen Krise um die Jahrtausendwende. Selten kann man in so dichter Form die Chor-

Historie nachlesen.

Den zweiten Teil des Buches nimmt eine umfassende Bestandsaufnahme des Chorsingens

heute ein. Lutschewitz beleuchtet die aktuelle Entwicklung seit Beginn des 21. Jahrhunderts

und zeigt anhand zahlreicher konkreter Beispiele die Vitalität der Szene auf und den

eklatanten Widerspruch zum oft behaupteten Niedergang des Singens in der Öffentlichkeit

und in Vereinen. Die Chorlandschaft ist so ausdiffe re nzie rt w ie nie , stellt er

fest, neben den etablierten Strukturen bereichert durch private Singkreise und Projektchöre

ohne Vereinsbindung. Neue Chorliteratur geht einher mit neuen Aufführungsformaten,

oft mit Entertainment-Charakter. Aus der "Erholung" von Lied und Chorgesang seit

rund zehn Jahren, so Lutschewitz, ist tatsächlich ein "Höhenflug" geworden: "mehr Chöre,

höhere Qualität, breiteres Repertoire" und "neue Genres, Formate und Konzepte, heterogen

und bunt, unverkrampft und neugierig".

Auch wenn dieser Boom doch gerade außerhalb des "organisierten Chorbetriebs" zu spüren

ist, belegt der Autor das Wachstum u.a. mit Strukturzahlen und verkneift sich einen

Hinweis auf die unverständliche DCV-Politik nicht, anstelle echter Sängerzahlen seit

2013/14 aktiv Singende nur noch in einer Summe zusammen mit Fördermitgliedern sowie

Kita-Kindern und -Erzieherinnen zu zählen. Interessant ist die soziode m ografische

Pe rsp e ktive : Die durchschnittliche deutsche Chorsängerin ist 41 Jahre alt, ihr männliches

Pendant 46, und beide blicken auf rund 20 Jahre Chorsozialisation zurück!

Hartmut Lutschewitz gebührt Dank für die systematische Analyse der Szene und ihre Einordnung

in den Kontext von 200 Jahren Chorgeschichte. Lesenswert!

Wolfe nb ütte l: Einladung zur Juge ndb e ge gnung

Etwa 700 junge Sängerinnen und Sänger aus ganz Europa erwartet der Arbeitskreis Musik

in der Jugend (AMJ) im kommenden Jahr im niedersächsischen Wolfenbüttel. Der im

Zweijahresturnus organisiere Eurotreff steht dann unter dem Motto "sprach:klang". Die

Teilnehmenden studieren neues Repertoire ein und erleben Gemeinschaft durch gemeinsames

Singen in Ate lie rs und Konze rte n. Für die Atelierleitung konnten Cécile Mathevet

Bouchet aus Frankreich, Yoshihisa Kinoshita und Vroni Bertsch aus Deutschland (Kinderchor-Ateliers),

Başak Do ǧan aus der Türkei und Dominic Ellis-Peckham aus England (gemischte

Jugendchöre) sowie Cecilia Martin-Löf aus Schweden und Luigi Leo aus Italien

(Mädchenchöre) gewonnen werden. Ein Flyer (pdf, 1 Seite, 486 kB) fasst alle wichtigen

Infos zusammen.

Es ist zwar noch eine ganze Weile hin bis zum 11.–15. Se p te m b e r 2019. Aber überlegt,

diskutiert und geplant werden darf schon jetzt. Kinder-, Mädchen- und Jugendchöre mit

maximal 50 Personen pro Gruppe sind herzlich eingeladen und können sich – bis spätestens

15. Januar 2019 – hier anmelden.

Ländliche r Raum : So "ge ht" Musik in Chöre n und Orche ste rn

Das Stichwort vom demografischen Wandel ist in aller Munde. Doch was bedeutet das

ganz praktisch – und konkret für das Musizieren in Chören oder Orchestern (Foto: Heiko

Rhode)? Ein aktueller Aufsatz von Lorenz Overbeck auf dem Wissensportal kubi-online

zeigt das auf.

Im 18./19. Jahrhundert entwickelte sich das Amateurmusizieren zu einer Bürgerbewegung,

die bis heute für einen Großteil der musikalischen Veranstaltungen in Deutschland

verantwortlich zeichnet. Insbesondere in ländlichen Räumen wird in Musikvereinen viel-

- 22 -


NACHRICHTEN.

fach und viefältig musiziert. Das prägt das kulturelle Leben auf dem Land. Der Autor belegt

das eindrücklich und verdeutlicht, wie sich die Demografie hier auswirkt, bevor er

Strategien für die kulturpädagogische und -politische Herangehensweise aufzeigt. Insbesondere

empfiehlt er den Akteuren, die unterschiedlichen Kultur- und Bildungsträger vor

Ort miteinander zu vernetzen. Schließlich eröffnet er Perspektiven der Förderung von Engagement

und Ehrenamt. Der Text steht zum Download (pdf, 11 Seiten, 103 kB) bereit.

Frankre ich: Ne ue s Chorb uch e rschie ne n

Denis Rouger, französischstämmiger Professor für Chordirigieren an der Musikhochschule

Stuttgart, hat bei Carus einen neuen Band Französiche Chormusik herausgebracht. Er

enthält insgesamt 45 geistliche Werke für meist vierstimmig

gemischten Chor vom 15. bis zum 21. Jahrhundert, bekannte

und unbekannte Werke, darunter einige Neuentdeckungen

und Erstausgaben.

Alle Komponisten, von denen Charpentier, Fauré und Saint-

Saëns wohl die bekanntesten, aber beileibe nicht die einzigen

sind, sind französischer Nationalität, französischer Muttersprache

oder sie haben einen wesentlichen Teil ihres Lebens

in Frankreich verbracht.

Das 140 Seite starke Buch ist zum Einzelpreis von EUR

12,50 erhältlich; der Chorleiterband (EUR 27,50) enthält

zusätzlich eine CD mit Aufnahmen ausgewählter Werke,

eingesungen von Rougers Kammerchor figure humaine. Der

Verlag erlaubt einen Blick in die Probepartitur (pdf, 180 Seiten,

14,5 MB) und hält auf der Website zudem Audiodateien

mit sehr gut verständlichen Aussprachehilfen zu einigen

Stücken bereit.

Üb e rall: Tip p s zur Chorarb e it m it Migrante n

Bereits 2016 startete die European Choral Association ihr EU-gefördertes Projekt "Sing

me in: Collective singing in the integration process of young migrants" mit dem Ziel, Kinder-

und Jugendchorleitern mit pädagogischem Anspruch Hilfen an die Hand zu geben,

um die Integration junger Menschen durch gemeinsames (Chor-) Singen zu unterstützen.

Greifbares Ergebnis des umfassenden Projektes sind nun dre i Handb üche r und e in Re -

p e rtoire -Katalog mit ganz praktischen Tipps, Best-Practice-Beispielen, Kommunikationsstrategien

und, und, und ...:

- Singing with groups of young refugees (pdf, 31 Seiten, 1,4 MB)

- Including young people with migrant background in existing choirs (pdf, 30 S., 1,2 MB)

- Working in a school environment (pdf, 27 Seiten, 1,0 MB)

- Repertoire Guide (pdf, 24 Seiten, 2,1 MB) Dieser Katalog enthält QR-Codes mit Links zu

Videos von verschiedenen Singspielen. Notenliteratur ist verlinkt mit der Musica-Datenbank,

die Infos über Texte, Quellen, Notenverfügbarkeit etc. und zuweilen sogar das Notenmaterial

selbst enthält.

Die vier Publikationen sind in elf verschiedenen Sprachen erhältlich (sorry: Deutsch folgt

erst noch), und das beste ist:

Man kann sie alle koste nfre i dow nloade n auf www.singmein.eu

- 23 -


FILM-TIPP.

DER KLANG DER STIMME - Ab 1. Nove m b e r b unde sw e it im Kino

Was geschieht wenn wir singen? Kann Singen Glücksgefühle erzeugen? Was erlebt ein

Sänger bei einer „magischen“ Performance? Diesen Fragen ging Bernard Weber nach seinem

letzten Film „Die Wiesenberger“ nach und sie bewogen

ihn, der Kraft und Magie der menschlichen Stimme

nachzuspüren.

In „DER KLANG DER STIMME“ erzählt er von vier Menschen,

die mit Leidenschaft die Grenzen der menschlichen

Stimme neu ausloten. Andreas Schaerer experimentiert

mit seiner Stimme, um Klänge zu finden, die ihn bei Live

Auftritten verwandeln. Die Sopranistin Regula Mühlemann

sucht den perfekten 360-Grad-Rundum-Klang, der frei im

ganzen Raum schwebt. Matthias Echternach forscht mit

ausgeklügelten wissenschaftlichen Methoden nach dem

Geheimnis der Stimme. Und Miriam Helle begleitet mit unkonventionellen

Klängen Menschen auf dem Weg zu sich

selbst. Eine filmische Annäherung an die transzendente

Wirkung der menschlichen Stimme. Der Film aus der

Schweiz ist nicht nur unterhaltend, sondern fokussiert das

Singen und Mit-der-Stimme-Arbeiten in einzigartiger Weise.

Interview m it Regisseur Bernard Weber

Woher kam die Idee, einen Film über die Stimme zu drehen?

Bernard Weber: In meinem letzten Film „Die Wiesenberger“ gibt es die Aussage eines

Jodlers, die lautet: „Wenn mir alles zu viel wird, dann gehe ich auf den Berg und singe

mir den Schmerz von der Seele.“ Das fand ich immer eine überraschende Aussage, da sie

ja bedeutet, dass der Klang seiner eigenen Stimme ihn verändert. Der Jodler beschreibt

letztlich eine transzendente Erfahrung. So habe ich beschlossen, mit diesem Film auf die

Suche nach der transzendenten Wirkung der Stimme zu gehen. Es waren Fragen wie:

Was geschieht genau mit uns, wenn wir singen? Wieso kann die Stimme derartige Glücksgefühle

erzeugen? Was erlebt ein Sänger bei einer sogenannten magischen Performance?

die mich während der Entstehung des Films begleitet haben. Ich begann Protagonisten zu

suchen die alle mit diesen „Good Vibrations“ der Stimme arbeiten.

Entscheidend bei der Auswahl der vier Protagonisten war, dass sie alle auf ihre eigene Art

und Weise der Magie der Stimme auf der Spur sind.

Wie haben Sie sich dem Thema genähert?

Da gibt es für mich wie zwei Bewegungen: Einerseits eine erste, eher rationale Phase und

eine zweite, in der ich nach dem Motto „anything goes“ offen bin für alles. In der ersten

Phase geht es mir darum, über die Texte ein möglichst genaues Gefühl dafür zu bekommen,

was ich da eigentlich im Kern des Films suche. Dann schreibe ich, wie bei einer Fiktion,

die für mich ideale Szene, für diesen bestimmten Aspekt des Protagonisten oder des

Themas auf. Ein gutes Beispiel aus der Entstehung dieses Films ist, dass mir bei den Begegnungen

mit dem Jazzsänger Andreas Schaerer auffiel, wie zentral für ihn der Austausch

mit anderen Sängern und Musikern ist. Daraufhin habe ich eine fiktive Szene detailliert

niedergeschrieben, in der Andreas auf Tournee eine zufällige Begegnung mit irischen

Strassenmusikern in Dublin hat. Dies, um szenisch diese Neugier und Freude am

Austausch über die Stimme zu thematisieren. Als es dann zu den Dreharbeiten kam, haben

wir einen spontanen Auftritt mit japanischen Musikern in Tokyo gedreht. Aber die Tatsache,

dass ich wusste, was mich daran genau interessiert, half mir in Tokyo die Szene

- 24 -


FILM-TIPP.

adäquat einzufangen. Bei den Dreharbeiten gehe ich auch eher intuitiv vor, das ist dann

die „anything goes“- Phase der Arbeit. Da ich meist in sehr kleinen Teams arbeite und

selbst auch oft die Kamera bediene, kann ich mir auch erlauben, spontan auf die Ereignisse

während der Drehzeit zu reagieren.

Was hat es denn mit dieser „Magie der Stimme“ auf sich?

Schon beim Schreiben der ersten Texte für die Finanzierung des Films wurde mir bewusst,

wie die deutsche Sprache mit Wörtern wie Einklang, einstimmen und stimmen in

ihrer Doppeldeutigkeit einen kausalen Zusammenhang impliziert zwischen dem Singen

selbst und der daraus resultierenden persönlichen Harmonie. „Stimmen wir ein“ dann haben

wir gemeinsam mit anderen den richtigen Klang gefunden. Wir sind im Einklang.

Während der Dreharbeiten fiel mir dann auf, dass unabhängig davon, wie rational oder intuitiv

die Protagonisten die Wirkung ihrer Stimme definieren, sie letztlich alle für sich und

das Publikum diese Magie suchen.

Macht singen also glücklich?

„Glücklich sein“ und „das Glück finden“ scheinen mir heute etwas inflationär verwendete

Begriffe. Da gibt es inzwischen einen ganzen Literaturzweig, der sich nur mit Persönlichkeitsentwicklung

hin zum persönlichen Glück auseinandersetzt. Mein Film versucht weniger,

den Leuten das Credo „Singen macht glücklich“ näherzubringen, als sie direkt miterleben

zu lassen, wie die Protagonisten mit und durch die Stimme sich selbst und andere

bewegen. Für mich ist zum Beispiel die Therapieszene, in der sich die Klientin schreiend

von alten Mustern befreit, ein gutes Beispiel für die Wirkung der Stimme. An sich erlebt

die Klientin etwas Unangenehmes oder gar Schmerzhaftes. Dennoch scheint sie eine Art

von Entspannung und Ruhe zu erfahren. Sie erfährt nicht das ewige Glück, aber man

spürt, dass sich bei ihr etwas verändert hat. Sie beschreibt dann einen ähnlichen Zustand

wie früher im Film die Sopranistin Regula Mühlemann, die erzählt, wie es sich anfühlt,

wenn ein Ton richtig frei in ihr schwingt. Mich haben während des Drehens die Veränderungen

der Protagonisten durch den Gebrauch der Stimme fasziniert. Manchmal ist das

nur ganz fein spürbar, manchmal ist die Euphorie, die sie zum Beispiel nach einem gelungenen

Auftritt packt, nicht zu übersehen. Die Arbeit mit ihrer Stimme scheint sie auf jeden

Fall zu verändern. Wenn ich bei der Stimme von Transzendenz spreche, meine ich damit

nicht die ganz grossen metaphysischen Offenbarungen, sondern eine Bewegung oder

Veränderung des Selbst. Das Verb „transcendere“ wurde ursprünglich in der Antike im

Sinne von überschreiten oder übertreffen verwendet. Das trifft es meiner Meinung nach

gut: Die Stimme kann eine Bewegung weg vom rational Bekannten, hin zu etwas Neuem

initiieren.

Norw e gische r Chor sucht Kontakte in SH

Wir sind ein Chor aus dem Valdres-Gebiet, Norwegen, mit Sängern im Alter von 50 bis

80 Jahren. Wir suchen nach einem Ort für eine Chorreise im Mai, Juni oder September

nächsten Jahres. Eine schöne Art zu reisen ist mit der Fähre von Oslo nach Kiel, dann

mit dem Zug oder Bus zu einem schönen Ort nicht zu weit weg, wo wir für zwei oder

drei Nächte bleiben, den Aufenthaltsort genießen und Konzerte zusammen mit anderen

Chören veranstalten können.

Wir würden uns über eine Antwort freuen und über Informationen, die der obigen Beschreibung

entsprechen könnten.

Mit freundlichen Grüßen

Torleif Ringsaker, Vestre Slidre Sanglag, Phone +47 908 39 894

torleif@ringsaker.org

- 25 -


FESTIVALS/WETTBEWERBE.

Chorfe stival Cantate Budw e is

Die südböhmische Stadt Budweis ist weltweit für ihr Bier bekannt, das hier seit Jahrhunderten

gebraut wird. Doch sie bietet viel mehr: Ein mittelalterliches Zentrum, attraktive

Auftrittsorte in historischen Konzertsälen in České Budejovice und Česky Krumlov, der Stadt

unter UNESCO-Denkmalschutz. Und wo Bier gebraut wird, wird auch gesungen. Auch heute

gibt es in Budweis und Umfeld zahlreiche Chöre und Vokalgruppen, die die Tradition

der Musik und des Gesanges pflegen.

Das internationale Chorfestival 14. Cantate Budweis findet vom 30. Mai - 2. Juni 2019

statt. Im Länderdreieck von Tschechien, Österreich und Deutschland ist diese Region

noch ein Geheimtipp. Das historische Flair der Städte Ceske Budejovice und Cesky Krumlov

und der Landschaft ist ein markanter Teil der Europäischen Geschichte.

Verpassen Sie nicht diesen außergewöhnlichen Rahmen einer Veranstaltung! Wir würden

Sie gerne mit Ihrem Chor bei der seit 2006 veranstalteten Cantate Budweis begrüßen und

sind sicher, dass Sie und Ihr Chor unvergessliche Stunden mit anderen Chören, Gesang

und neuen Freunden verbringen werden.

Ve ranstalte r: music&friends - Internationaler Verbund

Musikalische Inhalte :

- Freundschaftskonzerte in Konzerthallen und Kirchen in Budweis, z.B. in der Jeremiaš

Konzerthalle der Südböhmischen Kammerphilharmonie in Budweis

- Ein Gemeinschaftskonzert aller Chöre im Schloß von Ceský Krumlov. Alle teilnehmenden

Chöre stellen sich in der früheren Winterreitschule vor, die heute eine bekannte Konzerthalle

ist. Zum Abschluß singen alle Chöre ein Gemeinschaftslied.

We ite re Inhalte :

- Führungen in Ceské Budejovice und Cesky Krumlov, Festliches Farewell Dinner mit Musik

Te rm in 2019: 30.5.-2.6.2019

We ite re Infos: http://www.musicandfriends.de/html/cantate-budweis.html

Cantate Croatia 2019

Kroatien verbindet Natur und Kultur in einer besonderen Weise: Großartige Landschaften

und das Adriatische Meer treffen auf multikulturelle Traditionen und mediterrane Küche.

Schwerpunkte der Cantate Croatia ist die Stadt Pula, deren bekanntestes Symbol das majestätische

Kolosseum aus dem 2. Jahrhundert ist, und der Fischerort Rovinj, ein mittelalterliches

Juwel auf einer Halbinsel und heute Hotspot für Besucher aus aller Welt. Hier erlebt

man eine internationale Atmosphäre an der blauen Adria mit all ihren Inseln, Parks,

der istrischen Küche und Weinen.

Alle teilnehmenden Chöre tauschen sich ohne Wettbewerbsdruck bei einem Freundschaftskonzert

mit Chören aus verschiedenen Ländern aus und lernen bei einem Gemeinschaftskonzert

alle beteiligten Chöre kennen. Eine ausgezeichnete Möglichkeit, um Erfahrungen

in einer musikalischen, freundschaftlichen Atmosphäre zu sammeln. Und natürlich

bleibt auch noch Zeit, um die interessante Gegend und die Natur kennen zu lernen.

Diese Veranstaltung ist eine ausgezeichnete Möglichkeit für Ihren Chor, einige unvergessliche

Frühjahrstage in Istrien zu verbringen.

Ve ranstalte r: music&friends

Musikalische Inhalte :

- Freundschaftskonzerte in Konzerthallen, Gemeinschaftskonzert aller Chöre

We ite re Inhalte : Führungen in Pula und Rovinj, Gemeinsamer Abschlußabend

Te rm in: 24.5.-27.5.2019 mit Möglichkeiten zu Verlängerungen

We ite re Infos: http://www.musicandfriends.de/html/cantate-croatia.html

- 26 -


FESTIVALS/WETTBEWERBE.

Münche n - Cantate Bavaria 2019

Die „Hauptstadt mit Herz“ München steht seit Jahrhunderten im Zentrum von Kultur, Geschichte

und musikalischen Traditionen. Lernen Sie München und sein Umfeld zusammen

mit Chören aus Europa kennen, zwischen Seen und den nahen Alpen mit feudalen Schlössern

und Burgen und fest verwurzelten Traditionen.

Erleben Sie zusammen mit Ihrem Gesangverein unvergessliche Frühlingstage vom

22.-24. März 2019 mit Chören aus anderen Ländern in der bayerischen Metropole. Sie

können sicher sein, dass die verantwortlichen Organisatoren von music&friends Ihnen einen

angenehmen und professionellen Rahmen für Ihre Chorauftritte und den Aufenthalt

in München schaffen werden.

Ve ranstalte r: music&friends

Musikalische Inhalte :

- Freundschaftskonzerte in Konzerthallen und Kirchen in München

- Auf Wunsch Begleitung einer Messe/eines Gottesdienstes.

- Gemeinschaftskonzert aller Chöre in einem Konzertsaal oder einer Kirche.

Zum Abschluss singen alle Chöre ein Gemeinschaftslied.

We ite re Inhalte :

- Führungen in München, Bayerischer Abend mit Spezialitäten und Musik

Te rm in: 22.3.-24.3.2019 oder 21.3.-24.3.2019 - je nach Anreisedauer

We ite re Infos: http://www.musicandfriends.de/html/cantate-bavaria.html

Flande rn w ird Gastge b e r für die 11. World Choir Gam e s 2020

Flandern in Belgien mit den Städten Antwerpen und Gent wird Gastgeber für die 11.

World Choir Games. Die Veranstaltung – auch bekannt als die ‚Olympischen Spiele der

Chormusik‘ – findet vom 5.-15. Juli 2020 statt und wird tausende Sängerinnen und Sänger

aus Europa und der ganzen Welt in ihren Bann ziehen. INTERKULTUR gab Flandern

nach umsichtiger Prüfung den Zuschlag, nachdem unter anderem auch der zweite Favorit,

die Region Gangwon in Korea, eine Bewerbung abgegeben hatte.

„20 Jahre nachdem die World Choir Games 2000 in Österreich gegründet wurden, feiern

wir die Chorolympische Bewegung wieder einmal im Herzen Europas“, sagt INTERKUL-

TUR-Präsident Günter Titsch. „Unsere Hauptgastgeberstädte Gent und Antwerpen sind

fantastisch: jung, dynamisch, und versprechen Sängerinnen und Sängern aus aller Welt

einmalige Erlebnisse in einer der weltoffensten Regionen Europas.“

Mit drei offiziellen Sprachen und einer Vielzahl lokaler Dialekte ist Belgien eine großartige

Kreuzung der Kulturen und damit ein perfekter Gastgeber für den größten internationalen

Chorwettbewerb der Welt. Internationale Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus rund 80

Ländern und Regionen werden herzlich willkommen geheißen. Sie alle werden sich in

Flandern wie zu Hause fühlen und die Region im Sommer 2020 mit ihrer Musik und Kultur

bereichern.

Flanderns Bewerbung für die World Choir Games 2020 ist das erste Ergebnis der neugegründeten

Eventagentur „EventFlanders“. EventFlanders ist eine flämische Regierungsabteilung

mit dem Ziel, internationale Großveranstaltungen nach Flandern zu holen und bereits

etablierte Veranstaltungen auf höhere Ebenen zu bringen. „Großveranstaltungen wie

diese stärken und verbessern das internationale Image von Flandern“, sagt der flämische

Ministerpräsident Geert Bourgeois. „Die World Choir Games werden weltweit verfolgt und

verleihen Flandern eine weitreichende internationale Sichtbarkeit“.

„Flandern ist Heimat für über 1000 Chöre mit über 32 000 Mitgliedern, die jede Woche

singen“, so der flämische Kulturminister Sven Gatz. „Ich möchte den flämischen Chören

- 27 -


FESTIVALS/WETTBEWERBE.

die Möglichkeit eröffnen, bei den World Choir Games ein Heimspiel zu geben. Diese Großveranstaltung

wird unseren Chören Auftrieb geben.“

Die flämische Chorszene und ihr Chorverband Koor&Stem haben die Bewerbung um die

World Choir Games von Anfang an unterstützt. Herausragende Veranstaltungsstätten in

Gent, Antwerpen und der ganzen Region bieten großartige Wettbewerbsbedingungen und

fantastische Chorkonzerte während der Veranstaltung.

Bei der Abschlussveranstaltung der World Choir Games 2018 am 14. Juli wird die Fahne

der World Choir Games offiziell von Tshwane, Südafrika an Flandern, Belgien übergeben.

Damit fällt der Startschuss für die 11. Ausgabe des Events 2020 – in Anwesenheit tausender

Sängerinnen und Sänger aus aller Welt.

Mehr Informationen über die 11. World Choir Games in Flandern werden in Kürze auf

www.wcg2020.com zu finden sein.

Prag - “Dvořák’s Chorsom m e r” 2019

Vom 28.-29. Juni 2019 findet in Prag schon das 5. Internationale Chorfestival „Dvořák’s

Chorsommer“ statt. Das Festival ist dem weltberühmten tschechischen Komponisten Antonín

Dvořák gewidmet. Veranstalter des Festivals ist das Festivalbüro OR-FEA. „Dvořák’s

Chorsommer“ ist ke in Wettbewerb; am Festival können alle Typen von Chören und Chorgruppen

teilnehmen.

Im Rahmen des Festivals nehmen die Chöre an folgenden Programmpunkten teil:

- Öffentliche Auftritte - Freitag oder Samstag

- halbtägige Pragbesichtigung

- Besuch des Antonin-Dvořák-Museums in Prag

- Feierlicher Abschlussabend mit Preisverleihung - Samstag

- Besuch der Marionettenoper oder des Schwarzen Theaters oder Moldaufahrt - Freitag

(auf Anfrage)

- Besuch des Antonin-Dvorak-Museums in Nelahozeves (auf Anfrage)

Anm e lde schluss: 29.3.2019

Weitere Informationen auf:: http://www.or-fea.cz/akce/dvorakovo-sborove-leto-de.php

oder www.facebook.com/DvoraksChoralSummer

6. Inte rnationale s Chorfe stival für Kinde r- und Juge ndchöre

IUVENTUS PRAGA CANTAT 2019

Das Festival findet vom 18.-19.1.2019 in Prag statt. Der Wettbewerb wird für Kinderund

Jugend-Amateurchöre in einigen Kategorien ausgeschrieben. Beim Festival können

auch Chöre singen, die nicht am Wettbewerb teilnehmen möchten.

Im Rahmen des Festivals nehmen die Chöre an folgenden Programmpunkten teil:

- ofizieller Empfang der Chorvertreter im Altstädter Rathaus - Freitag,

- Besuch der Marionettenoper oder des Schwarzen Theaters oder Moldaufahrt - Freitag,

(auf Anfrage)

- Teilnahme am Wettbewerb, Samstag

- Öffentlicher Auftritt am Freitag

- halbtägige Pragbesichtigung

- Feierlicher Abschlussabend mit Preisverleihung, gemeinsames Singen, Samstag

Anm e lde schluss: 15.11.2018

Weitere Informationen auf: http://www.or-fea.cz/akce/iuventus-in-praga-cantat-de.php

oder https://www.facebook.com/IuventusInPragaCantat

- 28 -


LIEDERATURBUCH

Vorüber sind die Leidensstunden,

du schließt die müden Augen zu.

Die schwere Zeit ist überwunden,

wir gönnen dir die ew`ge Ruh’.

Wir gedenken mit großer Dankbarkeit unserer verstorbenen Chorleiterin

Hilde Maass

* 19.07.1936 † 22.07.2018

Hilde Maass hat über 50 Jahre unseren Chor erfolgreich geleitet

und jedes Jahr mit unserem Chor und anderen Musikern großartige Konzerte dirigiert.

Sie wurde von der Gemeinde Timmendorfer Strand für kulturelle Verdienste geehrt.

Wir werden ihr ein ehrendes Andenken bewahren

und sind dankbar für ihre Herzlichkeit und Menschlichkeit.

Singe kre is Tim m e ndorfe r Strand e .V.

Das Lie de raturb uch für Schle sw ig-Holste in

Der Schleswig-Holsteinische Heimatbund startet eine breit angelegte Initiative für ein neues schleswig-holsteinisches

Liederbuch, an dessen Entstehung in einer großen Liedsammel-Aktion die gesamte

Bevölkerung aus allen elf schleswig-holsteinischen Landkreisen mit ihren Gemeinden und

den vier kreisfreien Städten beteiligt wird. Entstehen soll ein „Liederaturbuch“ als spannendes Singe-,

Bilder- und Lesebuch auch für Menschen, die nicht täglich singen, aber an Heimat und Musik

interessiert sind. Der Inhalt wird von historischen Balladen bis hin zu heute gesungenem Hip Hop

oder Rap reichen, und das natürlich in allen Sprachformen von Hochdeutsch, Platt, Friesisch, Sønderjysk,

Dänisch usw. Zu den Liedern werden jeweils in Schrift und Bild die Entstehungsgeschichten

erzählt oder auch regionale Varianten oder aktuelle Neubetextungen vorgestellt und kleine Begebenheiten

geschildert. So entsteht nicht nur ein Liederbuch, sondern auch ein spannendes Bilder-

und Lesebuch, eben ein „Liederaturbuch“! "Wir wollen ein Buch erstellen, das für alle Bewohner

unseres Landes, für seine Besucher und andere Interessierte eine spannende Lektüre darstellt,

mit der der Leser unserem Bundesland, seiner Geschichte und seiner Kultur näherkommt. Dabei

bauen wir insbesondere auf unsere Mitgliedsvereine und –verbände, die uns mit ihrem Wissen über

Kultur und Heimat eine große Hilfe sein werden," betonte der Präsident des SHHB, Dr. Jörn Biel.

Der Aufruf zur Liedsammel-Aktion wird mit breitester medialer Unterstützung in persönlicher Ansprache

durch die bekannten Musiker Jochen Wiegandt und Rainer Prüß erfolgen, die der SHHB für

dieses Projekt gewinnen konnte. Ihr Aufruf ist ganz einfach: „Erinnern Sie sich an ein Lied aus Ihrer

Familie, Ihrem Verein, Ihrem Dorf, Ihrem Stadtteil, an ein Kinderlied, ein Kneipenlied, Küchenlied

oder Heimatlied? Egal ob alt oder neu, ob Hochdeutsch, Platt, Friesisch, Sønderjysk, Dänisch, egal

ob geläufig, albern, maritim, politisch, erotisch, historisch oder gesellig? Eines, an das Sie sich noch

ganz und gar erinnern oder das Sie einfach nur als Bruchstück im Kopf haben!? Haben Sie noch irgendwo

zuhause Fotos, Zeitungsausschnitte, Souvenirs und Handgeschriebenes, Tanz-Autogramm-

Eintrittskarten, Erinnerungen von Zeitzeugen, Abbildungen zum Thema Singen und populäre Musik

aus der Vergangenheit? Dann bitte her damit! Begleitet wird das Projekt durch öffentlichkeitswirksame

Maßnahmen und Singaktionen, die informieren und auffordern, Lieder zu benennen. Hier ist

nicht nur die Bevölkerung gefragt, sondern auch die Kompetenz von professionellen Archivaren,

Musikwissenschaftlern, Chorleitern, Sängern, Redakteuren, Mediengestaltern usw. Das Land

Schleswig-Holstein hat für das schleswig-holsteinische „Liederaturbuch“ seine Unterstützung zugesagt.

Die entsprechenden Ansprechplattformen werden jetzt kurzfristig geschaffen.

Ansprechpartnerin: Marianne Ehlers, Referentin für Niederdeutsch und Friesisch

Schleswig-Holsteinischer Heimatbund e.V., Hamburger Landstraße 101, D-24113 Molfsee

Tel: 0431 98384-15, Fax: 0431 98384-23, m.ehlers@heimatbund.de www.heimatbund.de

- 29 -


KONZERTKALENDER.

28.10. 15:00 Uhr Heider Männerchor in Chorgemeinschaft HSL und Gastchöre

Jahreskonzert, St. Jürgen-Kirche Heide

03.11. 17:00 Uhr Kieler Kammerchor und Landesbankchor und Preetzer Gesangverein

Chorkonzert, Michaeliskirche Kiel

07.11. 18:00 Uhr Rendsburger Männerchor und Don-Kosaken-Chor Serge Jaroff

Chorkonzert, Christkirche Rendsburg

18.11. 16:00 Uhr Jugendchor des SSH

„Tierisch bewegt“, Chorkonzert, Rudolf-Steiner-Schule Kiel

01.12. 17:00 Uhr MGV Eutin, MGV Owschlag, GV Kropp, Einigkeit Wittorf

Adventskonzert des SSH, Friedenskirche Wasbek

01.12. 17:00 Uhr De TraveMünder

„Wiehnacht allöverall“, Versöhnungskirche Lübeck-Travemünde

01.12. 17:00 Uhr Rendsburger Frauenchor und Rendsburger Männerchor

Adventskonzert, Christkirche Rendsburg

01.12. 18:00 Uhr „Lied hoch“ Glückstadt und Polizeichor Kopenhagen

Jubiläumskonzert 125 Jahre, Stadtkirche Glückstadt

02.12. 17:00 Uhr Schwarzenbeker Liedertafel v. 1843

Adventskonzert, St. Franziskus-Kirche Schwarzenbek

02.12. 17:00 Uhr De TraveMünder

„Wiehnacht allöverall“, Fischerkirche Lübeck-Schlutup

02.12 17:00 Uhr Chor Kronshagen

Adventskonzert, Christuskirche Kronshagen

02.12. 17:00 Uhr Krooger Frauenchor Kiel und Männergesangverein Kroog

Adventskonzert, Stephanuskirche Kiel-Kroog

05.12. 17:00 Uhr Kieler Sing Akademie

„Die halbe Stunde“, Nikolaikirche Kiel

07.12. 16:30 Uhr Holstein-Chor Neumünster mit Solisten und Orchester

und 19:30 Uhr Weihnachtsoratorium „Spuren nach Bethlehem“, Anscharkirche NMS

07.12. 17:00 Uhr Frauenchor der Polizei Kiel

Weihnachten aus aller Welt, St.-Martins-Kirche Schwentinental

08.12. 17:00 Uhr Chor Kronshagen

Adventskonzert, St. Bonifatius-Kirche Kronshagen

08.12. 19:00 Uhr Kammerchor Ostholstein

Händel „Messias“, Konzerthalle Strandarena, Timmendorfer Strand

09.12. 17:00 Uhr Kieler Sing Akademie

Adventskonzert, Prinzenhaus Plön

09.12. 17:00 Uhr Gemischter Chor Plön

Adventskonzert, Nikolaikirche Plön

09.12. 19:00 Uhr Fackenburger Liedertafel von 1883

Adventskonzert, Kirche in Stockelsdorf

11.12. 16:00 Uhr De TraveMünder

Adventskonzert, Café Tausendschön, Warnsdorf

16.12. 16:30 Uhr A-Cappella-Chor Büdelsdorf

Weihnachtskonzert, Auferstehungskirche Büdelsdorf

- 30 -


KONZERTKALENDER.

18.12. 16:00 Uhr De TraveMünder

Adventskonzert, Café Tausendschön, Warnsdorf

26.12. 17:00 Uhr Frauenchor der Polizei Kiel

Konzert bei Kerzenschein, Philippus-Kirche Schwentinental

27.12. 20:00 Uhr Lundener Liedertafel von1843

Konzert zwischen den Tagen, Lindenhof 1887 Lunden

31.12. 16:00 Uhr Kieler Sing Akademie

Silvesterkonzert „Besinnliches und Heiteres zum Jahreswechsel“, Petruskirche Kiel

06.01. Gemischter Chor Ahrensburg

Epiphanias-Singen, Schloßkirche Ahrensburg

27.01. 14:00 Uhr Lundener Liedertafel von 1843

Wiederholung des Jahreskonzerts, Lindenhof Lunden

7. Erw itte r Kinde r- und Juge ndchorw e ttb e w e rb

In der Chorszene Deutschlands ist er schon längst kein Geheimtipp mehr:

Der Erwitter Kinder- und Jugendchorwettbewerb. Bereits seit 1996 findet alle 4 Jahre

statt. Mit der Zeit hat er immer mehr gute Chöre angezogen und besitzt nun ein

Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Jedes Mal melden sich um die 40 Chöre mit etwa

2.000 Kindern und Jugendlichen aus ganz Deutschland an.

Die kleine Stadt stemmt Großes. Und das, ohne von den Chören ein Startgeld zu verlangen.

Die jungen SängerInnen wohnen während der zwei Wettbewerbstage bei Gastfamilien

oder in Schulen und Turnhallen. Freiwillige HelferInnen kümmern sich um Verpflegung.

Über 100 Ehrenamtliche sind während des Festivals im Einsatz.

Antreten können Chöre in vier Kategorien. Auf Pflichtstücke verzichtet man bewusst, um

den Chören keine zusätzlichen Belastungen aufzuerlegen. Eine Begrenzung hinsichtlich

Chorstärke, thematischer Ausrichtung oder Trägerschaft und Organisationsform gibt es

nicht. Es kommen freie und Vereinschöre, Schulchöre, Kirchenchöre, sogar ein Landesjugendchor

war schon dabei. Auch internationale Chöre sind willkommen, so trat 2015 ein

Mädchenchor aus Armenien an. Austragungsort ist die Festhalle in Erwitte, die inmitten

des schönen Schlossparks liegt.

7. Erwitter Kinder- und Jugendchorwettbewerb

25. – 26. Mai 2019

Anmeldung ab sofort bis 28. Februar 2019

Alle Informationen unter: www.chorwettbewerb-erwitte.de

RIGA SINGT WIEDER!

Lettland - die singende Nation - hat bereits zweimal bewiesen,

dass es ein fantastischer Gastgeber für internationale Chorveranstaltungen

ist. Nach den fantastischen Erfolgen der World Choir

Games 2014 und des Grand Prix of Nations Riga 2017 & 3. European

Choir Games wird die lettische Hauptstadt wieder Chöre aus

aller Welt zum "Riga Sings - Internationaler Chorwettbewerb" im

Jahr 2019 einladen.

KATEGORIEN: Gemischte Chöre • Männerchöre • Frauenchöre • Kammerchöre / Vokalensembles

• Kinder- & Jugendchöre • Geistliche Chormusik a cappella • Folklore

ANMELDESCHLUSS: 10. Dezember 2018

www.interkultur.com/de/events/2019/riga/

- 31 -


DER SSH AUF EINEN BLICK

GESCHÄFTSSTELLE: WALTRAUD GRAPENTIEN · MOORHUSEN 4 · 25335 NEUENDORF

GEMA-MELDUNGEN TEL. 04121 / 211 87 · FAX 04121 / 266 147

E-MAIL: waltraudgrap entien@t-online.de · INTERNET: www.ssh-saengerbund.de

PRÄSIDIUM

Präsident:

BERND KÜPPERBUSCH · POSTANSCHRIFT: GESCHÄFTSSTELLE DES SSH

C/O WALTRAUD GRAPENTIEN · MOORHUSEN 4 · 25335 NEUENDORF

1. Vizepräsident: REINER ANDRESEN · SCHULSTR. 8 · 24848 KROPP

TEL.: 04624/ 1476 · E-MAIL: rakro@web.de

2. Vizepräsidentin: ERDMUTE JONATHAL · BRAMBUSCH 3 · 24576 BAD BRAMSTEDT

Scheersberg-Lehrgänge

TEL.: 04192 / 81 65 101 · E-MAIL: erdm ute.jonathal@gm x.de

Schatzmeisterin:

Schriftführer:

Landeschorleiter:

Stellv. Landeschorleiter:

Jugendreferent:

ANNEMAGRET KÜHNTOPF · JACOBYSTR. 14 · 24106 KIEL

TEL.: 0431/ 54 95 26 · E-MAIL: akuehntop f@t-online.de

KARL-OTTO SCHULDT · SANDFELDWEG 58 · 23707 EUTIN-FISSAU

TEL.: 04521/ 4986 · E-MAIL: karlos42@t-online.de

PROF. BERNHARD EMMER · POSTANSCHRIFT: GESCHÄFTSSTELLE DES SSH

TEL.: 0431/ 880-2209 · E-MAIL: b.em m er@m usik.uni-kiel.de

N.N.

N.N.

Presse– und Öffentlichkeitsarbeit

Nachrichtenblatt

HELMUT ZECH · WOHLDKOPPEL 14 · 24148 KIEL

TEL.: 0431/ 72 55 24 · E-MAIL: helm ut.zech@singakadem ie.eu

SÄNGERKREISE Vorsitzende/r: Kreis-Chorleiter/in:

Sängerkreis 1 Bernd Roß Michael-P. Schulz

Südholstein Moislinger Allee 48 Rathenaustr. 21

23558 Lübeck 23568 Lübeck

Tel.: 0451/ 121 2411 Tel.: 0451/ 32 796

E-Mail: bernd.ross@gm x.de

luebeckersom m erop erette@t-online.de

Sängerkreis 2 Karl-Otto Schuldt Laida Zech

Ostsee Sandfeldweg 58 Wohldkop p el 14

23701 Eutin-Fissau 24148 Kiel

Tel.+Fax: 04521/ 4986 Tel.: 0431/ 72 55 24

E-Mail: karlos42@t-online.de

E-Mail: laida.zech@singakadem ie.eu

Sängerkreis 3 Rita Werner Lars Thom sen

Segeberg/Pinneberg Müssentwiete 9a Haup tstr. 28

25421 Pinneberg 23816 Bebensee

Tel. 04101/ 73 187 04522/ 99 33 089

E-Mail: werner.p inneberg@freenet.de

Sängerkreis 4 Reiner Andresen Joachim Schm idt

Schleswig/Flensburg Schulstr. 8 Süderholm 41

24848 Krop p 24395 Gelting

Tel.: 04624/ 1476 Tel.: 04643 - 186 129

E-Mail: rakro@web.de

Sängerkreis 5 Sigrid Hornburger - vakant -

Nordfriesland Pfahl 4

25813 Schwesing

Tel.: 04841/ 71794

E-Mail: sigrid.hornburger@gm x.de

Sängerkreis 6 Rolf Nedebock Dr. Step han Reinke

West-Holstein Bauernp riel 38 Struvestr. 1a

25348 Glückstadt 25524 Itzehoe

Tel.: 04124/ 89 115 Tel.: 04821/ 89 33 96

E-Mail: rolfnede@t-online.de

E-Mail: step han.reinke@ym ail.com

Sängerkreis 7 Heinz E.E. Schneegans Gabriele Schroeter

Mittel-Holstein Am Holm 4 Langenheisch 46

24631 Langwedel 24582 Bordesholm

Tel.: 04329/ 91 27 02 Tel.: 04322/ 888 76 32

E-Mail: heinz-schneegans@gm x.de

E-Mail: gabriele.schroeter@web.de

Weitere Magazine dieses Users