2019/41 - 24 Stunden Donautal

suedwest.presse

AUSGABE I VOM 1. OKTOBER 2019

24 Stunden

Donautal

Das Donautal

lebt rund

um die Uhr

Wie das Donautal zu dem geworden ist,

was es heute ist: Hinter dem Stadtteil und

Industriegebiet steckt eine spannende

Geschichte. Seite 4

INTERVIEW

Bürgermeister Tim von

Winning über das Potenzial

des Stadtteils.

Seite 7

ESSEN

Mahlzeit! Ein Besuch

an den Imbissbuden

des Donautals.

Seite 16

INTERESSENSVERTRETUNG

Die Initiative „Donautal

Connect“ geht aktuelle

Herausforderungen an.

Seite 22


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INHALT / EDITORIAL / IMPRESSUM 3

Inhalt

Editorial

Das Donautal

schläft nie

Rückblick

Die Geschichte

des Donautals

Wie wurde aus 530 Hektar Fläche am linken

Donauufer Ulms größtes Gewerbegebiet?

Seite 4

„Das industrielle

Herz Ulms“

Ulms Baubürgermeister

Tim von Winning über

die Bedeutung

des Donautals. Seite 7

An der Imbissbude

sind alle gleich

Seite 16

Impressum

Ein stetes

Zusammenwachsen

Verkehr, Parkplätze, Aufenthaltsqualität

– eigentlich stehen alle Firmen im Donautal

vor den gleichen Herausforderungen.

Deshalb haben sie sich jetzt zu einer

Initiative zusammengeschlossen.

Seite 22

Das Industriegebiet Donautal

das sind doch nur graue Schornsteine

in Reih und Glied?

Wer das denkt, liegt falsch, denn

im Donautal spielt die Musik.

Hier ist immer was los, tags wie

nachts, hier brummt 24 Stunden

am Tag der Wirtschaftsmotor

von Ulm. 20.000 Menschen

kommen täglich hierher und füllen

die Unternehmen mit Leben

und neuen Ideen.

Dazu findet man unerwartetes

wie Fußball-Profis, die vielleicht

leckerste Bauernschnitte

Ulms und jede Menge seltener

Vögel. Über 200 Menschen wohnen

sogar hier - und die Rede ist

hier nicht vom Wohnen im Büro.

Auf den nächsten Seiten zeigen

einige Unternehmen, was von

morgens bis abends so los ist,

wie viel Kaffee für eine Nullfehlerquote

notwendig ist und verraten

auch, dass einige Produkte

vom Donautal aus bis nach Japan

oder Neuseeland reisen.

Auf den nächsten Seiten gibt

es einen Einblick ins Donautal,

den man sonst so nicht bekommt.

Das Donautal – mehr als

nur graue Schornsteine in Reih

und Glied.

Stefanie Müller

Redaktionsleitung

Verlag & Herausgeber

Neue Pressegesellschaft

GmbH & Co. KG

Frauenstr. 77, 89073 Ulm

Projektleitung

Tobias Lehmann

Anzeigen (verantwortlich)

Stefan Schaumburg

Redaktion

Stefanie Müller

(verantwortlich)

Kerstin Auernhammer,

Julia Haaga, Lars-Eric

Herfurth, Petra Starzmann ,

SVH GmbH & Co. KG

Fotos

Shutterstock, SWP-Archiv,

SVH

Gestaltung

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erreichen Sie unter:

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89079 Ulm


4 GESCHICHTE DES DONAUTALS

Die Geschichte

des Donautals

Rückblick Viele Firmen hatten nach dem Ende des zweiten Weltkriegs

schließen müssen. Doch unter US-Besatzung gewann die Ulmer

Wirtschaft an Fahrt - und brauchte Platz. Von Petra Starzmann

„Das neue Industriegebiet macht Fortschritte“

notierte die Tageszeitung im Jahr 1965.

Foto: Simon Resch/swp-Archiv

Der Stadtrat besichtigt im März 1972 ein Kieswerk im

Donautal

Foto: Simon Resch/swp-Archiv

Im Jahr 1959 wurden zur

Verschönerung Bäume

gepflanzt. Foto: swp-Archiv


GESCHICHTE DES DONAUTALS 5

Erste Vorüberlegungen

zum Bau eines Industriegebietes

im Donautal

gehen zurück bis in

das Jahr 1925, in Zusammenhang

mit dem Generalbebauungsplan.

Jedoch gab es damals

Einwände wegen der notwendigen

Auffüllung und Entwässerung.

Dann kam der Krieg.

Wiederaufbau

25 Jahre später war schließlich

die Geburtsstunde des Donautals:

Am 14. August 1950 fällte der

Stadtrat Ulms den Beschluss zum

Bau eines neuen Industriegebietes

im Donautal zwischen den

Haltepunkten Ulm-Donautal und

Ulm-Grimmelfingen an der

Bahnlinie Ulm-Friedrichshafen.

Im selben Jahr wurden die Arbeiten

für die Erschließung des ersten

Bauabschnitts vergeben. Zur

besseren Verkehrsanbindung beschloss

der Stadtrat zudem den

Bau eines Industriegleises im

künftigen Industriegebiet. Dazu

ging 1951 die notwendige Sammelkläranlage

in Betrieb. Was

waren die Gründe, ein Industriegebiet

vor den Toren der Stadt

zu bauen? 1950/51 wurde bekannt,

dass die US-Besatzungsmacht einige

Kasernen in Ulm für militärische

Zwecke beanspruchen

wolle. Für die dort untergebrachten

Wohnungen, Schulen und Betriebe

musste Ersatz gefunden

werden.

Matthias Grotz vom Stadtarchiv

Ulm verweist auf das Kasernenverlagerungsprogramm

als

eine Triebfeder: „Nachdem die

Amerikaner 1950/1951 ankündigten,

Kasernen für eigene militärische

Zwecke zu beschlagnahmen,

legte die Stadt ein so genanntes

Kasernenverlagerungsprogramm

auf, um die in

Kasernen notdürftig untergebrachten

Betriebe anderweitig

unterzubringen und Ersatzgelände

bereitzustellen. Dieses Programm

kam vor allem der Entwicklung

des Donautals zugute.“

Bereits 1947 erwog Hauptschriftleiter

Weisser in der

„Schwäbischen Donauzeitung“

im Zusammenhang mit der

Raumnot in Ulm die Möglichkeit,

neues Industriegelände zu erschließen.

Dabei war auch die

Rede vom Donautal, welches sich

mehrheitlich in städtischem Eigentum

befand. Im Fokus der un-

1965 am Heuweg im Donautal.

Foto: Simon Resch/swp-Archiv

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6 GESCHICHTE DES DONAUTALS

mittelbaren Nachkriegsjahre lag

die Förderung der Ulmer Wirtschaft:

Um der Ulmer Industrie

die Möglichkeit zur Ausbreitung

zu geben und Raum für zuziehende

auswärtige Firmen zu

schaffen, wurde schließlich das

50 Hektar große Industriegelände

im Donautal geschaffen. Auch

die Industrie- und Handelskammer

war froh darum. Die Schwäbische

Donauzeitung berichtet

am 16. August 1950 von einer Sitzung

des Gremiums: Stadtbaudirektor

Max Guther sprach dabei

von „Aufbauplanung im

Dienste der Wirtschaft“. Mit den

Bestrebungen, neue Betriebe in

das Ulmer Gebiet zu bringen und

die Voraussetzungen für ihre Ansiedlung

zu schaffen, solle die

Wirtschaftskraft des Ulmer

Raums gefestigt und gesteigert

werden. Im Blick hatte Max Guther

dabei vor allem das Donautal.

Ähnlich betont Hans Eugen

Specker rückblickend in seinen

„Grundlinien der wirtschaftlichen

Entwicklung“ die Priorität

der Erhaltung und Neuansiedlung

von Industriebetrieben.

Erster Schritt:

Straßen, Wasser, Abwasser

Verbunden mit der Erschließung

des Donautals hatte die Stadt einiges

zu stemmen: Insgesamt galt

es 4.000 Quadratmeter Fahrbahn

zu erschließen. Weiter wichtig

war die Anlage von Abwasserkanälen

sowie der Sammelkläranlage.

Als erster Betrieb bezog die

Firma Forst am 31. August 1951

neue Fabrikräume im Industriegebiet

Donautal: „Hauptziel aller

Bestrebungen musste es sein, ein

geschlossenes und erweiterungsfähiges

Industriegebiet auszuweisen.

Den äußeren Anstoß gab

letztlich die Absicht der seit dem

Kriege provisorisch in Langenau

ansässigen Neuen Färberei Forst

Direkt neben dem Donautal befinden sich zwei Naturschutzgebiete.

KG nach Ulm überzusiedeln“,

betont Hans Eugen Specker.

Gleich nach der Färberei Forst

nahm die Stuttgarter Textilfabrik

Noack ihren Betrieb im Donautal

auf. Im Jahr darauf folgten

auch einige Ulmer Firmen. Im

Rahmen des Kasernenverlagerungsprogramms

etwa die Werkzeugmaschinenfabrik

Becker, die

vormals in der Wilhelmsburg untergebracht

war. Bis Ende 1952

waren bereits elf Unternehmen

im Donautal ansässig.

In den 60er- und 70er-Jahren

brummt das Donautal

Mitte 1963 war das Industriegelände

Donautal restlos vergeben,

in Zahlen: 3.000 Arbeitsplätze

auf 50 Hektar Firmengelände.

Weitere acht Hektar wurden erschlossen,

schließlich weitere

acht Hektar. Allein vier Hektar

waren für den Neubau des

Schlachthofes vorgesehen, mit

dessen Bau im Frühjahr 1964 begonnen

wurde. Im selben Jahr

wurde die Absicht der Firma

Klöckner-Humboldt-Deutz bekannt,

sich im Donautal anzusiedeln.

Schließlich entstanden auf

dem Gelände des oberen Riedhofs

– den die Stadt eigens dafür

erworben hat – zuerst ein Motorenwerk

und dann eine der größten

Produktionshallen Europas.

Das Werk gehörte zusammen mit

Telefunken zu den ersten Großunternehmen,

in den nächsten

Jahren und Jahrzehnten ließen

sich viele weitere Produktions-,

Großhandels-, und Speditionsbetriebe

nieder. „Die in Abschnitten

durchgeführte und sich bis in

die Gegenwart erstreckende Erschließung

des Donautal zu einem

erweiterungsfähigen Industriegebiet

war sicherlich eine der

zukunftsträchtigsten und wirtschaftspolitischen

Entscheidungen

…“, äußert Specker 1974.

Foto: Könneke

Buchstäblich

an die Grenze gekommen

Der letzte Flächenschub erfolgte

1987, als weitere 41 Hektar hinzugenommen

wurden. Damit

war die Grenze an der Straße von

Gögglingen nach Einsingen erreicht.

Ansonsten grenzen Natur-

und Landschaftsschutzgebiete

an das Donautal, eine Ausdehnung-

ist nicht mehr möglich.

Aktuell umfasst das Industriegebiet

350 Hektar. „300 Firmen bieten

20.000 Arbeitsplätze“, nennt

Ulrich Soldner, Leiter der Abteilung

Liegenschaften und Wirtschaftsförderung

der Stadt Ulm,

die aktuellen Zahlen – damit ist

das Donautal das größte Industriegebiet

der Region. Weiter

nach außen wachsen kann das

Donautal wie gesagt nicht mehr,

doch bedeutet dies keineswegs

Stillstand. Die weitere Entwicklung

des Standorts erfolgt auf

dem vorhandenen Grund, etwa

durch Aktivierung von Randflächen,

die bisher Grünflächen waren.

Auch die Infrastruktur wird

optimiert. Derzeit etwa mit dem

Ausbau des Turbo-Internets oder

kreativen Ideen bezüglich eines

Verkehrskonzepts, die bis hin

zum fahrerlosen Shuttle reichen.

Quelle: Zeitungsarchivalien und Specker,

Hans Eugen: Grundlagen der wirtschaftlichen

Entwicklung, in: Forschungen zur Geschichte

der Stadt Ulm, Band 12, Tradition

und Wagnis, S. 49ff

Schwarze Stunde: Im Mai 2008

brennt es beim Recyclingbetrieb

Remondis. Foto: Volkmar Könneke

Das Donautal von oben.

Foto: Archiv

Teva/Ratiopharm ist einer der größten

Arbeitgeber in der Region. Foto: Archivbild


INTERVIEW 7

Für Ihre nächste

Beförderung

sorgt Charly !

„Das Donautal ist das

industrielle Herz Ulms“

Bürgermeister Tim von Winning

leitet den Fachbereich Stadtentwicklung,

Bau und Umwelt. Deshalb

kennt er auch die Bedeutung

des Donautals für die Stadt und

kennt die Herausforderungen der

Zukunft.

Was bedeutet das Donautal für

Ulm?

Tim von Winning: Das Donautal

ist das industrielle Herz Ulms,

das produzierende Gegenstück

zur Wissenschaftsstadt und der

größte wirtschaftliche Motor.

Das Donautal ist ein wichtiges

Symbol für die industrielle und

gewerbliche Prägung der Stadt.

Was sind die Herausforderungen

für die Zukunft?

Ein zentraler Punkt ist tatsächlich,

dass das Donautal nicht erweiterbar

ist. Aufgrund der

landschaftlichen Rahmenbedingungen

ist eine Vergrößerung

der Fläche nicht möglich. Für

die Firmen ist damit ein wichtiger

Standortfaktor – das Wachsen

am Standort – nur sehr eingeschränkt

realisierbar. Eine Erweiterung

ist nur nach innen

möglich. Hierzu werden soweit

vertretbar Grünflächen und

kleine Arrondierungsflächen ergänzt.

Ein viel wichtigerer Ansatz

ist aber, die schon belegten

Flächen effizienter zu nutzen.

Das geht zum einen, indem Produktionsflächen

in die Höhe gebaut

werden – bisher sind sie oft

eingeschossig. Zum anderen

könnten die vielen ebenerdigen

Parkplätze zu Parkhäusern ausgebaut

und damit Bauflächen generiert

werden. Das andere große

Thema ist die Verkehrserschließung:

Wegen der Donau

und anderen geografischen Besonderheiten

ist die Zufahrt nur

an wenigen Stellen möglich.

Hier kommt es zu den Stoßzeiten

zu teilweise erheblichen Beeinträchtigungen.

Das Donautal hat immerhin

20.000 Beschäftigte, die alle

irgendwie zu ihrem Arbeitsplatz

und wieder zurück kommen

müssen ...

Das wesentliche Problem ist,

dass morgens viele zu fast derselben

Zeit ins Donautal wollen

und nachmittags wieder hinaus.

Wir konnten nach langem fachlichen

und rechtlichen Vorlauf

im letzten Jahr den Knotenpunkt

Wiblinger Alleee/

Hans-Lorenser-Straße mit einer

zusätzlichen Abbiegespur und

einer Ampel versehen, damit

konnten die größten Spitzen abgefedert

werden. Ich fürchte

aber, dass es durchaus auch eine

Verhaltensanpassung geben

muss. Beispielsweise würde zur

Problemlösung beitragen, wenn

die Schichtwechsel in den Firmen

auf verschiedene Zeiten

ausgelegt würden. Darüber hinaus

ist es natürlich extrem ineffizient,

dass in fast jedem Auto

nur eine Person sitzt. Einige Firmen

sind da dankenswerter

Weise bereits ungeheuer aktiv,

weil sie von sich aus Fahrgemeinschaften

unter ihren Beschäftigten

anregen, zum Teil

firmenübergreifend und mit digitaler

Unterstützung. Weiter

müssen wir den ÖPNV attraktiver

machen. Denkbar sind neben

dem Schienenanschluss autonome

Shuttlebusse innerhalb

des Donautals und auch das

Thema Fahrrad.

Was verbinden Sie persönlich mit

dem Donautal?

Die große Aufgabe, industriell

produktive Arbeitsplätze in

Ulm zu halten.

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8 ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Rund

300

Betriebe sind im

Donautal angesiedelt.

Ca.

20.000

Menschen sind im Donautal beschäftigt.

Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl

von Laupheim (19.500)

70

Euro kostet heute durchschnittlich

der Quadratmeter.

(inkl. EB/EWB) + ggfs. zuzüglich

Auffüllkosten bzw. Gründungskosten

(ehemaliges Flussbett)

5

DM betrug der

Quadratmeterpreis

im Jahr 1950

2

Naturschutzgebiete

grenzen direkt an das

Industriegebiet

an – insgesamt nehmen

sie eine Fläche von circa

131

Hektar ein. Die

Naturschutzgebiete „Gronne“

und „Lichternsee“ beherbergen

z.B. Biber und die seltene

Flussseeschwalbe

hat dort große

Bruterfolge.

Zahlen

bitte

Statistik Hätten Sie‘s gewusst? Im

Donautal gibt es nicht nur Industrie –

dort leben auch Menschen. 296 listete

die Ulmer Statistik Ende 2017 auf. Mehr

Zahlen, Daten und Fakten. Oder: der

etwas andere Blick auf das Donautal.

25

Straßen durchkreuzen

das Donautal

(inkl. B311 und Wiblinger Allee)

Sie bilden eine

Gesamtstrecke von ca.

27

km

35.000

Kraftfahrzeuge pro Tag fahren zwischen

dem Knoten Hans-Lorenser-Straße und B 30.

ca. 530

Hektar Gesamtfläche

In der Wiblinger Allee (K9915) sind es ca.

18.000

Kraftfahzeuge pro Tag auf Höhe der Daimlerstraße

Das entspricht der Größe von ca.

740

Fußballfeldern


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Qualitätsmerkmal im Arbeitsalltag. So wie für die 38 Mitarbeiter der Reinraumtechnik Ulm.

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die Firma GMP/FAD-konforme

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Personen- und Raum-

Schutz. Geschäftsführer ist Dietmar

Renz. Von der Planung über

die Konstruktion und die Produktion

bis hin zur Montage und

Qualifizierung steht die Reinraumtechnik

Ulm ihren Kunden

zur Seite. Die moderne Organisation

sowie eine tiefe Fertigungsstruktur

mit hauseigener

Blechverarbeitung helfen Kundenwünsche

schnell und flexibel

aufzunehmen und diese auf

höchstem Qualitätsniveau auszuführen.

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Verschmutzungen beim

Abfüllen vorbeugen

In der Pharmaindustrie ist es von

essentieller Bedeutung, dass die

Produkte, wie zum Beispiel Impfstoffe,

partikelfrei in Spritzen

oder Vials (kleine Glasampullen)

abgefüllt werden, da sie direkt in

die Blutbahn des Menschen gelangen.

Derzeit arbeitet die Reinraumtechnik

Ulm an einer

Isolator linie, in welcher der gesamte

Abfüllprozess von Wirkstoffen

(Wirkstoff zur Krebsmeditation)

stattfinden soll. Zum

Abfüllprozess gehört hier das

Entpacken der Vials, die Wirkstoffabfüllung

über eine Pumpe,

das Gefriertrocknen des Wirkstoffes

sowie das anschließende

Verschließen der Vials mit einer

„Cap“. Des Weiteren kann zur

Sterilisation innerhalb des Isolators

Wasserstoffperoxid verwendet

werden. Dieses eignet sich

besonders gut, da das Gas in jede

Ecke gelangt und so jeder Millimeter

der Oberfläche im geschlossenen

Bereich des Isolators

sterilisiert wird.

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10 PORTRÄT NOERPEL Anzeige

Transformation zum digitalen

Logistikdienstleister

Der Ulmer Logistikdienstleister C. E. Noerpel GmbH packt die digitale Transformation

beherzt an. Die Lösungen, die das Unternehmen mit ausgesuchten Werkzeugen für die

Digitalisierung realisiert hat, sollen Mitarbeitern und Kunden einen schnellen Nutzen

bescheren.

Vor über 135 Jahren fuhr die C.E.

Noerpel GmbH die Waren ihrer

Kunden noch mit Pferdefuhrwerken

durch die Ulmer Innenstadt

aus. Die PS-starken Transportmittel

wurden von Hand und mit

Hilfe von Sackkarren beladen –

eine Arbeitsweise, die heute

kaum noch vorstellbar ist. Im

Laufe der Zeit hat sich das Ulmer

Familienunternehmen stets weiterentwickelt

und geht nun den

Wandel zum digitalen Logistikdienstleister

mit Hochdruck an.

Ein Blick hinter die Kulissen am

Hauptsitz des Unternehmens im

Donautal zeigt, wie die digitale

Transformation mit klaren Großprojekten

angegangen wird:

Kunststoffgranulate, Gartenschläuche

oder Wasserhahnadapter

– um die Produktion des

Gartenartikelherstellers Gardena

mit allen benötigten Rohwaren

zu versorgen, geht es am Standort

von C. E. Noerpel in Ulm auf

etwa 46.000 Quadratmetern

rund: Ein moderner Logistics

Control Tower (LCT) plant und

koordiniert dort alle Abläufe im

Lager – eine gewaltige Aufgabe,

denn schließlich wickelt Noerpel

hier einen Großteil der Produktionslogistik

und Teile der

Distributionslogistik von Gardena

ab. Mit einem geregelten

Planungsvorlauf von 24 Stunden

werden die Materialien bedarfsgerecht

per Shuttle zugestellt.

Rund 2.500 Paletten mit Waren

gehen täglich raus – entweder direkt

an den Kunden oder über

ganz kurze Wege in die am Gebäude

angeschlossene Produktion

vor Ort, in der eine neue Generation

von Schlauchwagen

montiert wird.

„Mit dem LCT können wir Daten

von einzigartiger Qualität erheben“,

erklärt Judith Noerpel-Schneider,

Geschäftsführerin

der C. E. Noerpel GmbH. Sie ist

insbesondere in Marketing als

auch in IT-Projekte involviert

Die Noerpel-Unternehmensgruppe ist deutschlandweit und in der Schweiz mit insgesamt

15 Speditions- und Logistikstandorten vertreten. Der Hauptsitz befindet sich in Ulm. Fotos: Noerpel

und steht immer wieder vor der

Herausforderung, über den Einsatz

neuer Technologien im Unternehmen

zu entscheiden. „Wir

wollen nicht jedem Hype folgen“,

erklärt die Juniorchefin bestimmt.

„Für uns haben die Lösungen

Priorität, die einen unmittelbaren

Nutzen für das Unternehmen

bringen, gleichzeitig

Kunden begeistern und den Mitarbeitern

den Betriebsalltag erleichtern.“

Präzise Vorhersagen über die

künftigen Warenströme

Für C. E. Noerpel hatte nach intensiver

Prüfung der Möglichkeiten

ein unternehmensweites

Transportmanagementsystem

(TMS) Priorität, das alle Prozesse

entlang der einzelnen Lieferketten

steuert, kontrolliert und

optimiert. Die ersten Standorte

arbeiten bereits mit „Anaxco AX

CargoSuite“, einem Programm

auf Basis von Microsoft ERP Dynamics.

Für dieses System hat

sich Noerpel entschieden, weil es

mit einer überzeugenden Ereignissteuerung

auffällt und zudem

auch mit eigen entwickelten Lösungen,

wie der Lagerverwaltungssoftware,

kompatibel ist.

„Mit dem Wechsel auf nur ein

Produkt können wir Kosten sparen

und Synergieeffekte realisieren“,

berichtet Judith Noerpel-Schneider.

„Unsere 14 Standorte

hatten nach mehreren Unternehmensübernahmen

zuletzt

mit fünf unterschiedlichen Software-Systemen

gearbeitet. Daher

war diese Entscheidung für uns

ein ganz wichtiger Hebel.“ Der

Fokus liegt nun darauf, mithilfe

der Daten, die über den LCT gewonnen

werden, aus Lager- und

Transportprozessen Lösungen zu

entwickeln, die präzise Vorhersagen

über die künftigen Warenströme

erlauben. Die Unternehmensführung

hat sich dabei auch

über das operative Vorgehen intensiv

Gedanken gemacht und

sich auf eine Schritt-für-Schritt-

Lösung verständigt: Ein Standort

nach dem anderen sollte die

Neuerungen übernehmen, denn:

„Wir wollten möglichst jeden

Mitarbeiter mitnehmen“, erklärt

Steve Niggemeier, Teamleiter

IT-Systeme Logistik. „Mit einem

Big Bang – also der unternehmensweiten

Umstellung zu einem

Stichtag – wäre das kaum

möglich gewesen.“

Zahlreiche Prozesse

automatisiert

Das System weist jedem Mitarbeiter

automatisch die Aufgaben

zu, die absolute Priorität haben;

außerdem kann er alle Aufträge

abrufen, die gerade bearbeitet


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PORTRÄT NOERPEL 11

werden. „Wenn die unternehmensweite

Implementierung abgeschlossen

ist, lassen sich über

entsprechende Darstellungsfilter

auch Auftragsbearbeitungen an

anderen Standorten anzeigen“,

erklärt Niggemeier. Solche Anwendungen

sind wichtig, wenn

beispielsweise Sendungen nicht

den Auftragsdaten der Kunden

entsprechen. Auch dies erkennt

die Software automatisch. Die

vielen Vorteile überzeugen auch

diejenigen Mitarbeiter, die dem

neuen Produkt anfangs vielleicht

skeptisch gegenüberstehen. Ein

Projektteam bereitet die Einführung

an jedem Standort gründlich

vor. Anfangs werden dann

gezielt „Key User“ in der neuen

Software geschult. Diese Key

User haben auch Einfluss auf die

Ausgestaltung der abzubildenden

Prozesse in der Software. In

der Regel sind dies Fach- und

Führungskräfte mit hoher IT-Af-

finität und Erfahrung im speditionellen

Tagesgeschäft. Die Erfahrung

zeigt: Wenn die übrigen

Mitarbeiter durch die Key User

abgeholt und in die neue Systemwelt

eingeführt werden, fällt ihnen

der Wechsel leicht und sorgt

für eine hohe Akzeptanz.

Prognosen mit Predictive

Analytics

„Mit dem TMS und dem LCT

können wir unser Qualitätsmanagement

erheblich verbessern“,

zieht Niggemeier eine

Zwischenbilanz. Von den größeren

Datenvolumina, die wir

mit beiden Lösungen gewinnen,

sollen auch die Kunden profitieren.

Aus der Vergangenheit für

die Zukunft lernen – das ist der

Anspruch der Ulmer, die auch

hier Schritt für Schritt vorgehen.

„Ein Mitarbeiter muss wissen,

was in den kommenden zwölf

Stunden passieren soll und was

er hierfür tun muss“, so Niggemeier.

Durch die agile Weiterentwicklung

der eigen entwickelten

Softwarelösung will

das Unternehmen die Qualität

der vorhandenen Daten stetig

verbessern. Die entsprechenden

Anforderungen sollen die

Mitarbeiter selbst formulieren

– und so Schritt für Schritt ein

breit gefächertes Instrumentari-

um für Predictive Analytics auf-

bauen. „Wir wollen Tools nutzen,

die aus den vorhandenen

Daten präzise Prognosen generieren

und es uns damit erlauben,

Warenbestände frühzeitig

zu planen und Personal sowie

Fahrzeuge bedarfsgerecht einzusetzen“,

fasst Noerpel-Schneider

zusammen. Vor allem Kunden,

die mit saisonalen Schwankungen

zu kämpfen haben, werden

von diesem Werkzeug der

Digitalisierung profitieren.

Allerdings will Noerpel auch

die Warnungen der Studie zu Digitalisierungswerkzeuge

ernst

nehmen. Dem Werkzeug Predictive

Analytics bescheinigen die

drei Autoren einen „noch nicht

ausreichend ausgeprägten Reifegrad“:

Das Risiko von Fehlprognosen

aufgrund von schlechtem

Daten-Input und veralteten Algorithmen

sei „extrem hoch“.

Noerpel steht für individuelle Logistiklösungen, Packaging-Konzepte

und qualifizierte Personaldienstleistungen aus einer Hand.

Noerpel-Schneider setzt deshalb

auf die Unterstützung von künstlicher

Intelligenz: „Wir haben deren

großes Potential erkannt, stecken

aber bei der Nutzung noch

in den Kinderschuhen“, sagt die

Juniorchefhin. „In naher Zukunft

wollen wir unsere Daten mit automatisierten

Systemen und Algorithmen

zusätzlich aufbereiten,

um zuverlässige Ergebnisse

zu sichern.“

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„Es geht einfach nur nach vorne“

Hagmann Umzüge bewegt und das mit über vierzigjähriger Tradition. Vom Donautal aus

geht es hinaus in alle Welt. Der persönliche Kundenkontakt steht dabei an erster Stelle.

6.30 Uhr

Zwei Telefone klingeln

unentwegt. Alfred

Theimer nimmt

abwechselnd Anrufe entgegen.

Wirkt hochkonzentriert. Jetzt

geht es darum, den blauen LKW-

Riesen in die richtige Bahn zu

lenken. Ist ausreichend Packmaterial

für die Tour vorhanden?

Heute Morgen um vier erst ist er

von seiner letzten Tour zurückgekehrt.

Stehen vor Ort die angeforderten

Auslademöglichkeiten

bereit? Theimer ist zuständig

für Privatumzüge aller Art. Von

der Graf-Arco-Straße aus verschickt

er seit zehn Jahren seine

Kolonnen hinaus in alle Welt.

„Man weiß morgens nicht, was

der Tag so bringt – wie ein großes

Puzzlespiel“, sagt er.

Der Radius in die ganze Welt

1977 übernahm Karl Hagmann im

Alter von 35 Jahren die „Ulmer

Schnelltransporte“ mit 3 LKW

und vier Mitarbeitern. Heute, 42

Jahre später, bildet Hagmann

eine Flotte von 30 LKW und 85

Mitarbeitern. „Es geht einfach

nur nach vorne, niemals zurück“,

erklärt Karl Hagmann sein Credo.

„Die Branche ist unruhig,

man muss jeden Tag alles geben

für die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit“,

ergänzt Markus

Hagmann, der seit dreißig Jahren

an der Seite von Hagmann senior

die Geschicke leitet.

Disponent Alfred Theimer hat alle Umzüge im Blick.

Die blaue Hagmann-Flotte bildet

vom Donautal aus einen Radius

in die gesamte Welt. Die Frachten

werden in Container verpackt,

und dann nach Übersee

etwa nach Shanghai, Japan, Neuseeland

oder Südafrika verschifft.

„Wir haben ein weltweites

Netzwerk“, wie Karl Hagmann

erklärt.

Platz für ganze Häuser

Derzeit baut man bei Hagmann

die wohl größte Containerhalle

Deutschlands. Die Maße: gigantisch.

Die Containerhalle soll im

Frühjahr 2020 fertiggestellt sein.

Dann finden 460 Container in

der 70 Meter langen, 32 Meter

breiten und 24 Meter hohen Halle

Platz. Gestützt wird der Koloss

von 30 Pfeilern. Ein Lager für

20 ‘ und 40 ‘ Container. Pro Container

finden Drei-Zimmer-Wohnungen

oder sogar ein ganzes

Haus Platz. Die Zielsetzung: die

komplette Halle zu befüllen. 300

Container warten bereits auf den

Umzug in die neue Halle.

„Kein Tag ist wie der andere“

In der Disposition arbeiten drei

Mitarbeiter im Schichtmodell.

Geht eine Kolonne nach Frankfurt

oder in die Hansestadt, rücken

Kolonnenführer, Möbelpacker

und Schreiner um 22 Uhr

aus. Nach Karlsruhe starten die

hellblauen Hagmann-Riesen um

4 Uhr morgens. Ist der Umzug in

der Region Ulm, werden die

Fahrzeuge so beladen, dass um

7.30 Uhr die Kolonne pünktlich

starten kann. „Kein Tag ist wie

der andere“, weiß Theimer zu erzählen.

In mehr als 35 Jahren als

Umzugsdisponent hat er schon

viel erlebt. „Ganz nah ist man am

Hier entsteht die größte Containerhalle Deutschlands

Karl und Markus Hagmann vor dem Bau der neuen Halle.

Fotos: Julia Haaga

Ein neues Zuhause für 460 Container

im Donautal. 70 Meter

lang, 32 Meter breit, 24 Meter

hoch: Die Maße der vollautomatischen

Containerhalle bei Hagmann

Umzüge sind gigantisch.

300 Container warten bereits

auf den Umzug in die neue Halle

im Frühjahr 2020.

„Wir bewegen – aus Tradition“,

ein Credo, das bei Firmengründer

Karl Hagmann und Sohn Markus

großgeschrieben wird. „Der Kunde

steht an erster Stelle“, sind

sich beide einig.

Menschen dran, bekommt die

vielen kleinen und großen Geschichten

mit, die hinter den

Umzügen stecken. Manchmal

sind es Frauen, die ihre Männer

heimlich verlassen.“ Theimer

hält kurz inne. Das Telefon hat

aufgehört zu klingeln. Die Kolonne

ist rechtzeitig losgekommen.

Der Disponent hofft, dass jetzt

nichts Unvorhergesehenes passiert.

Wenn die großen Lastkraftzüge

keinen Platz zum Be- und

Entladen bekommen. Oder wenn

Verstärkung angefordert werden

muss.

13.00 Uhr

Kurze Kaffee- und

Verschnaufpause. Das

Telefon bleibt ruhig.

Theimer hält Rücksprache mit

dem Kolonnenführer. Es hat alles

geklappt. Jetzt wird sich Alfred

Theimer um die Einsätze für

morgen und übermorgen kümmern.

Die hat er ohnehin schon

den ganzen Tag über mit im

Blick.

22.00 Uhr

Eine Kolonne

macht sich vom Donautal

aus auf den

Weg nach Hamburg.

Seit 1983 trifft man die hellblauen

LKW-Riesen im Donautal.

Den Standort loben Karl und

Markus Hagmann. Nicht nur wegen

der guten Anbindung an den

Verkehr. „Wir haben ein sehr gutes

Verhältnis zu den anderen

Firmen hier im Donautal. Außerdem

sind wir ganz nah dran. Oft

kommen unsere Kunden auch

persönlich vorbei.“ jmh

Kontakt

Graf-Arco-Straße 8, 89079 Ulm

Telefon +49 731 94610-0

www.hagmann-umzug.com

Branchen: Betriebsverlagerungen,

Maschinentransporte, Auslandsund

Überseeumzüge, Lagerungen


Anzeige

PORTRÄT WIELAND-WERKE RESSORT 13

07.00 Uhr

Der Wecker klingelt.

Gleich gibt es frischgebrühten

Kaffee.

07.30 Uhr

Der Tag wird heiß. Die

Büroräume sind voll

klimatisiert.

08.30 Uhr

E-Mail Check auf dem

Smartphone.

12.00 Uhr

Mittagspause. Schnell

zum leckeren Imbiss –

mit EC-Karte bezahlt.

12.30 Uhr

Ein gemütlicher Kaffee

in der Sonne. Die neue

Sonnenbrille darf nicht

fehlen.

14.00 Uhr

Handschriftliche Notiz

an die nette

Arbeitskollegin.

17.00 Uhr

Feierabend. Die

Klimaanlage im Auto

läuft hervorragend.

Stoff für die Zukunft

Das Unternehmen Wieland, aus dem Herzen des Donautals,

begleitet uns - Tag für Tag - weltweit.

Wieland, 1820 als Kunst- und Glockengießerei

gegründet, begann

sehr früh mit der Industrialisierung

zu wachsen. Die heutige

Wieland Gruppe stellt Halbfabrikate,

wie Bänder, Bleche, Stangen,

Drähte, Profile und Rohre aus

Kupfer und Kupferlegierungen

her. Kupferwerkstoffe werden wegen

ihrer hervorragenden Umformbarkeit

und der Leitfähigkeit

in vielen Branchen eingesetzt. Sie

finden sich in High-Tech-Anwendungen,

aber auch in unzähligen,

ganz alltäglichen Gebrauchsgegenständen:

als Wasserhahn oder

Trinkwasserleitung, in der Heizungstechnik,

in Klimaanlagen,

Lippenstifthülsen, Jeansknöpfen,

Kugelschreiberspitzen, Brillenscharnieren,

im Chip der EC-Karte

ebenso wie im Smartphone,

und vor allem in elektronischen

Anwendungen. Außerdem sind

Komponenten der Wieland Gruppe

überall dort verbaut, wo Anspruch

an komplexe Bauteile oder

anspruchsvolle Lösungen besteht,

beispielsweise in der E-Mobilität

und in der Wärmeübertragung.

Werkstoff mit Zukunft

Was einmal klein begonnen hat,

präsentiert sich heute an mehr als

90 Standorten in Europa, Asien

und Amerika – mit ca. 9.000 Mitarbeitern

weltweit. „Wir sind

überzeugt, dass Wieland auch die

nächsten 200 Jahre Zukunft hat“,

erklärt Christine Schossig, Vice

President Marketing & Communications,

„denn Kupfer ist der

Werkstoff der Zukunft und unsere

Mitarbeiter unser Kapital.“ Inzwischen

ist Wieland einer der

weltweit führenden Anbieter von

Halbfabrikaten aus Kupferwerkstoffen.

Ein globales Netz aus Produktionsstätten,

Service- und Handelshäusern

verteilt sich über drei

Kontinente. Der Ausganspunkt:

Ulm. Das Herz des Unternehmens

schlägt im Donautal. Hier arbeiten

täglich 1.200 Mitarbeiter auf

einer Gesamtfläche von 210.000

Quadratmetern. Headquarter, Finance,

Vertrieb, technische Anwendungsberatung,

Fertigung und

ein Entwicklungslabor für Spezialfabrikate

stehen hier. „Von Ulm

in alle Welt – hier sind unsere

Wurzeln“, sagt Schossig. jmh

Kontakt

Wieland-Werke AG

Graf-Arco-Straße 36, 89079 Ulm

Telefon +49 731 944 0

info@wieland.com

Branche:

Metallverarbeitung

Empowering Success.

Wieland – 1820 in Ulm gegründet – fertigt an mehr als 90 Standorten

weltweit Halbfabrikate aus Kupfer und Kupferlegierungen.

wieland.com

Kupfer, der Werkstoff, der Zukunft gestaltet.


14 PORTRÄT RESSORT DRUCKHAUS ULM-OBERSCHWABEN Anzeige

„Wir leben die Spannung“

Wenn nachts die Lichter ausgehen, laufen im Druckhaus Oberschwaben 112 Mitarbeiter auf

Hochtouren. Ihr Ziel: Dass jede einzelne der insgesamt 16 Tageszeitungen noch vor

Morgengrauen beim Leser ist. Report eines Wettlaufs gegen die Zeit. Von Julia Haaga

Druckformherstellung: Sind die Platten angekommen und vollständig?

Christian Jäger prüft die Plattenproduktion.

Rollenkeller: Die beiden Druckerhelfer Georg Reiter (vorne) und

Wilhelm Rauh bereiten eine Rolle für den Druck vor.

Rotationsleitstand: Carsten Sannwald prüft die Qualität mit der

Lupe. Auf dem Monitor läuft ein automatisches Farbsteuerungssystem.

22.00 Uhr:

Die Nacht zu Donnerstag

in der Siemensstraße

im Donautal. Das

Gebäude: spärlich beleuchtet.

Der erste Eindruck lässt nicht

erahnen, was hier in den nächsten

Stunden passiert.

In der Abteilung CtP (Druckformherstellung).

Gerade kommen

die Seiten der Südwest Presse

an. Die letzte Seite muss eine

Viertelstunde vor Andruck vom

Verlag übertragen sein. Der Abteilungsleiter

gibt die Seiten für

die Belichtung der Druckplatten

frei. Die Platten gehen automatisch

vorsortiert an die Druckmaschine.

„Die Druckprozesse

sind viel schneller geworden,

vieles läuft inzwischen voll automatisiert“,

erklärt der Abteilungsleiter

Druck Christian Jäger.

Die Redaktion möchte ihre

Seite so spät wie möglich ausliefern,

um noch die aktuellen Ereignisse

unterzubringen, die Logistik

hingegen braucht möglichst

früh die gedruckte Zeitung,

damit diese rechtzeitig

beim Leser ankommt. Was

bleibt, ist der Konsens: die Spannung.

Die Druckerei ist der

Mittler zwischen der Redaktion

und Logistik. Um den Konsens

zu bewerkstelligen, ändern wir

notfalls die geplanten Abläufe,

disponieren um. Es ist fast wie

ein Wettrüsten – gegen die Zeit“,

sagt Jäger.

22.30 Uhr:

Kraftakt im Rollenkeller.

Wilhelm Rauh

und Georg Reiter bereiten einen

Papier-Koloss für die Weiterverarbeitung

vor. Eine Rolle Zeitungspapier

wiegt zwischen

1.000 und 1.500 Kilogramm.

Auseinandergerollt würde eine

21 Kilometer lange Bahn entstehen.

10.000 Tonnen Zeitungspapier

rollen jährlich im Druckhaus

Ulm Oberschwaben vom

Band.

23.00 Uhr:

Produktionsstart. Die

letzte Platte ist angekommen

und wird jetzt von einem

Roboter eingebaut. Insgesamt

90.000 Exemplare der Südwest

Presse werden stündlich

von den Druckmaschinen auf

zwei Produktionslinien gefertigt.

Im Rotationsleitstand. Immer

wieder wird ein Exemplar aus

der Produktionskette ausgelöst.

Dann geht ein Schuber auf, ein

Stoß Zeitungen purzelt herab.

Maschinenführer Carsten Sannwald,

57, blickt auf den Bildschirm

und ergreift routiniert

eine Zeitung. Warum? Das Exemplar

dient der Qualitätskontrolle.

Er beugt sich herab und

führt eine Lupe über die Zeitung.

Sannwald erklärt: „Mit

der Lupe kann ich feststellen, ob

die vier Grundfarben CMYK

(Cyan, Magenta, Gelb, Schwarz)

so übereinander gedruckt sind,

dass ein stimmiges Bild entsteht.

Die Zeitung wird im Offset-Verfahren

gedruckt. Im Offset-Druck

bestehen die Platten

zum einen aus einer farbfreundlichen,

zum anderen aus einer

wasserfreundlichen Schicht. Ein

stimmiges Farbbild erreiche ich

im Offset-Druck dann, wenn das

Wasser- und Farbverhältnis ausgewogen

ist.“ Sannwald ist gelernter

Bauzeichner. Nach einer

Offizierslaufbahn beschließt er,

eine Ausbildung zum Offset-Drucker

zu machen. Sieben

Wochen Nachtschicht schließen

an vier Wochen Frühschicht an.

„Eine körperliche Umstellung,

die man nur durchsteht, wenn

man sich fit hält“, erklärt er.

Sannwald spielt Tennis.

23.20 Uhr:

Im Versand. Die gedruckten

Zeitungen,

die aus der Rotation mit der

Transportkette ankommen,

werden aufgewickelt und mit


Anzeige

PORTRÄT DRUCKHAUS ULM-OBERSCHWABEN RESSORT 15

Außenansicht des Druckhauses in der

Siemensstraße in der Dämmerung.

Beilagen konfektioniert. Dann

laufen sie in eine Verpackungsanlage.

Dort werden sie mit einem

Deckblatt versehen, auf dem

Informationen für den Austräger

stehen. Die Pakete rollen anschließend

gebündelt vom Band

und direkt in die bereitstehenden

Fahrzeuge hinein. Je mehr Beilagen

für eine Zeitung vorgesehen

sind, desto mehr Leute arbeiten

im Versand. Heute sind es vier

Beilagen.

Im gleichmäßigen Rhythmus

bewegen sich etwa dreißig Arbeiter

mit flinken Bewegungen

durch die Halle, stehen an Bändern,

sortieren stapelweise Prospekte

ein. Es wird kaum gesprochen,

die Stimmen klingen

gedämpft vom Lärm der Maschinen.

Es sind fast nur Frauen,

die mit geduldigen Gesichtern

an den Bändern stehen,

sich mit routinierten Bewegungen

zunicken. Manchmal auch

anlächeln. Gabriele Dotzauer

ist stellvertretende Abteilungsleiterin

im Versand und inzwischen

im 30. Jahr dabei. „Wir arbeiten

hier alle unter Zeitdruck

und relativ zügig. Viele sind wegen

der Nachtschicht hergekommen

und auch geblieben. Mütter

beispielsweise, die tagsüber ihre

Kinder großziehen. Viele sind

seit langen Jahren, manche seit

Jahrzehnten dabei. Man erkennt

sofort, ob man der Mensch für

eine Nachtschicht ist.“ Dotzauer

lächelt und verweist auf ihre

Kollegin. „Das ist Lydia Bullinger

– unsere Dienst älteste.“ Seit

40 Jahren arbeitet die 61-Jährige

in der Nachtschicht. Anfangs an

sechs Tagen, dann an fünf, inzwischen

hat sie auf vier Tage reduziert.

„Früher wurden die Beilagen

noch von Hand einsortiert.

Seither hat sich vieles verändert“,

sagt sie.

01.30 Uhr:

An der Laderampe.

Schnelligkeit ist auch

hier gefragt. Die etikettierten

Zeitungsbündel rollen ungefragt

direkt in die Transportfahrzeuge

hinein. Schichtleiterin Andrea

Steurer, 57, vom SPL-Nachtdienst

koordiniert heute den Einsatz der

Fahrzeuge. Etwa 40 Fahrer und

Sortierer nehmen flink die unzähligen

Pakete entgegen, bevor

sie eiligst die Laderampen verlassen.

Jetzt geht es durch ganz Baden-Württemberg.

Schnell sein

lohnt sich. Der erste Zeitungsleser

steht bestimmt bald auf.

45.000 Exemplare der Südwest Presse im stündlichen Druck.

Seit 34 Jahren

im Einsatz

Versand: Lydia Bullinger (vorne) und ihre Kolleginnen arbeiten mit

flinken Fingern Prospektstapel ein.

Das Druckhaus Ulm wurde

1985 gegründet. Durch die

Kooperation mit der Schwäbischen

Zeitung entstand

1992 das Druckhaus Ulm

Oberschwaben (DUO). Ein

weiteres Druckhaus wurde

1995 in Weingarten aufgebaut.

2009 wurden alle

Druck- und Versandlinien in

Ulm und Weingarten erneuert.

Die neue Druckproduktion

lief im August 2011, der

Versand im März 2012 an.

Täglich laufen 16 Tageszeitungen

mit durchschnittlich

165.000 Exemplaren vom

Band. Hinzu kommen 20 Wochenblätter

mit einer Auflage

von 800.000 Exemplaren.

Draußen sortiert ein Fahrer die Zeitungspakete in der richtigen

Reihenfolge ein.

Fotos: Marc Hörger

Kontakt

Druckhaus

Ulm-Oberschwaben GmbH

Siemensstraße 10

89079 Ulm

Telefon +49 731 94 59 - 0

Branche:

Zeitungsdruckerei


16 IMBISS

Herr von Schwaben

Wurstbraterei Hafner

Hafner‘s Imbiss

An der

Imbissbude

sind alle gleich

Illerbuben

Flotte Lotte

Mahlzeit Wer im Donautal arbeitet, muss auch mal

Mittagspause machen. Neben den Firmenkantinen sind auch

Imbissstände und Foodtrucks beliebt. Ein Besuch von

Heike Viefhaus (Text) und Lars-Eric Herfurth (Bilder)


RESSORT 17

Christopher Abel

Firma Geiger,

am Foodtruck der

„Illerbuben“:

„Das dritte oder vierte

Mal bin jetzt bei den Illerbuben,

nachdem ich

neulich den Foodtruck

das erste Mal hier hab

stehen sehen. Fastfood

kenne ich aus meiner Berliner

Zeit gut genug. Aber die Burger

hier, sind die besten, die ich je gegessen

habe. Heute probiere ich den

Cheeseburger mit Pommes.“

Damian Florian Sowietzki

Firma Reinraumtechnik Ulm,

am Imbiss von Siegfried Hafner:

„Eine Mittagspause ohne Hafners

Bauernschnitte – unvorstellbar!

Der panierte Leberkäse mit Käse ist

mein Favorit. Aber hier kannst Du alles

bestellen – die Qualität stimmt einfach.

An zwei, drei Tagen die Woche esse

ich hier immer etwas.“

Es ist Mittagszeit. Ein

Liefersprinter, ein Polizeimotorrad

und ein dicker

schwarzer Daimler

parken einträchtig

vor der Wurstbraterei Hafner in

der Boschstraße. Ihre Fahrer

gönnen sich eine Pause bei Burger

oder Bratwurst. Dreizehn

verschiedene Wurstsorten brutzeln

derweil auf dem Grill. Der

Imbiss ist mittlerweile eine nicht

wegzudenkende Institution im

Donautal: „Morgens geht um

8 Uhr, spätestens halb neun, die

Klappe auf. Die ersten Gäste trinken

in der Schichtpause oder vor

Arbeitsbeginn ihren Kaffee. Bis

um 14 Uhr bieten wir dann unser

klassisches deutsches Fastfood

an“, sagt Peter Hafner, der den

Imbissstand seit 2016 immer von

Montag bis Freitag bewirtschaftet.

Seit etwa 35 Jahren steht sein

Vater Siegfried an seiner Imbissstation

in der Steinbeisstraße:

„Unsere Bauernschnitte die ist

bei Jung und Alt, bei neuen Gästen

und Stammkunden der Renner.“

Überhaupt sei es schön,

dass zu vielen Gästen eine Art

lockeres freundschaftliches Verhältnis

entstanden sei, das mache

Standort hier so besonders -

ebenso empfinden auch die

Foodtruck-Betreiber.

Man kennt und schätzt sich

„Ob Imbissstand oder Foodtruck

– alle machen hier großartige Arbeit,

verwenden frische regionale

Produkte und sind mit Herzblut

bei der Sache“, sagt Benjamin

Holzinger von den „Illerbuben“:

„Wir verstehen uns im

Donautal nicht als Konkurrenten,

sondern schätzen uns als Mitbewerber.“

Für den unnachahmlichen

Geschmack ihrer Burgerund

Bratwurstgerichte sowie deren

Beilagen experimentieren die

Jungs in ihrer Saucenküche: Neben

hausgemachter Currysauce

und Ketchup sorgt dann auch

mal die Preiselbeermayonnaise

auf dem Rib-Eye-Burger für Gaumenkitzel.

Einfach vorab bestellt

„Mit allem, was schwäbisch und

lecker ist, verwöhnen die Köche

des ,Herr von Schwaben‘ ihre

Gäste“, sagt Foodtruck-Betreiber

Florian Hanke: „Maultaschen,

Spätzle oder Kartoffelsalat in

verschiedenen Variationen und

Kombinationen, ganz so wie es

der Kunde wünscht.“ Wie auch

bei den anderen Imbiss- und

Streetfoodanbietern, können die

Gäste ihre Essenswünsche ganz

bequem vorab bestellen: „Mit einer

Stunde Vorlauf muss somit

niemand hungrig und mit knurrendem

Magen auf sein Essen

warten und die Pausenzeit verstreichen

lassen.“

Dampfnudel im Donautal

Wenn donnerstags der Foodtruck

der „Flotten Lotte“ im Donautal

aufkocht, erwartet die

Gäste „ein kulinarischer Mix aus

Omas traditioneller Küche und

einfallsreichen kreativen Streetfoodgerichten“,

sagen die Betreiber

Lotte und Timo. Während

Fastfood-Gourmets „Schwaben

Döner“ oder „Schwäbischen

Hotdog“ verzehren, lieben andere

den vegetarischen Genuss: Folienkartoffel

mit Couscoussalat,

Schafskäse mit Feigen und Nüssen

zum Beispiel oder eine

Dampfnudel gefüllt mit der exotischen

Jackfruit.

Steffi Kersten,

Firma Celos ,

am Imbiss von Siegfried Hafner:

„Hafner‘s Imbiss gibt es schon

seit Jahren. Ich arbeite gleich um

die Ecke und wenn ich am Imbiss

Pause mache – mindestens einmal

die Woche - esse ich eigentlich

immer das gleiche: Paprikawurst

im Semmel. Weil’s schmeckt!“

Gisela Görmiller

Firma Dascom,

am Foodtruck bei

„Herr von Schwaben“:

„Der Herr von Schwaben kocht

direkt ums Eck von meinem

Arbeitsplatz. Das ist praktisch,

dann hol ich mir dienstags

oft die Maultaschen mit

Kartoffelsalat – die sind

schlichtweg lecker. Aber auch

die anderen schwäbischen Spezialitäten

sehen verlockend aus.“

Velizar Mack

Firma UPS,

am Imbiss von

Peter Hafner:

„Seit der Eröffnung 2016

bin ich fast jeden Tag hier

am Imbissstand. Das Essen

schmeckt einfach gut

– deutsches Fastfood mit

frischen Zutaten vom Metzger

aus der Region. Mein Lieblingsgericht:

Pariser Schnitzel

mit Käse und Spiegelei.“


18 PORTRÄT HEIM BAU

Anzeige

100 Jahre Heim-Gruppe

Die Heim-Gruppe blickt in diesem Jahr 100 Jahre zurück. 1919 als Pflasterunternehmen

gegründet, beschäftigt Heim heute rund 400 Mitarbeiter in verschiedensten Branchen.

1919 gründet der Pflastermeister

Wilhelm Imanuel Heim in der

Ulmer Stadtmitte ein kleines

Bauunternehmen und kommt

schnell an erste größere Aufträge,

darunter Pflasterarbeiten am

Hindenburgring. 1935 tritt sein

Sohn Willy Heim in den Betrieb

ein und arbeitet nach dem zweiten

Weltkrieg am Wiederaufbau

der Stadt. Das Unternehmen

wächst und zieht 1954 an den

heutigen Standort in der Boschstraße;

erste Maschinen werden

angeschafft und Anfang der

60er-Jahre insbesondere auf der

Alb Straßenprojekte und Erschließungen

realisiert.

Gut gerüstet für die Zukunft

dank nachhaltiger Projekte

1975 schließlich übernimmt Dieter

Heim, der Enkel des Gründers,

die Geschäftsführung. Er

Heim war aktiv am Wiederaufbau beteiligt.

Foto: Heim-Gruppe

organisiert in Folge nicht nur den

Mülltransport der Ulmer mit eigener

Spedition nach Frankreich,

sondern treibt nach der Wiedervereinigung

auch die Expansion

in die neuen Bundesländer voran:

Heute verfügt die Heim-Gruppe

über zahlreiche Standorte in

Thüringen, Sachsen, Berlin und

Brandenburg.

Als zur Jahrtausendwende die

Baukrise die Branche in Atem

hält, beruft Dieter Heim 2003 seinen

Sohn Philipp Heim in die Geschäftsleitung.

Dieser gründet

2004 die pure power GmbH &

Co. KG, setzt auf regenerative

Energien und baut Biogasanlagen

an den Heim-Standorten. Heute

leitet Philipp Heim, unterstützt

von seiner Familie, in vierter Generation

die Heim-Gruppe.

Kontakt

Heim-Gruppe

Boschstraße 12-14, 89079 Ulm

Telefon +49 731 40920

www.heim-gruppe.eu

info@heim-gruppe.de

Branche:

Baubranche, Energie, Recycling,

Baustoffe und Landwirtschaft

Ausbildung?

Verschaff dir

den Durchblick


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PORTRÄT RESSORT DEUTZ 19

Traditionsunternehmen mit Herz

Deutz – ein Traditionsunternehmen mit 150-jähriger Geschichte und im Donautal seit

50 Jahren angesiedelt. Deutz in Ulm beliefert Auftragskunden aus der Baumaschinen- und

Landtechnik und dem Schienen- und Seeverkehr mit rund 30.000 Motoren jährlich.

Kevin Ruiz prüft den Belegungsplan

in der Vormontage.

Jeder Motor wird am Bandende

einem Check unterzogen.

6.00 Uhr

Kevin Ruiz (28) überprüft

den Qualifizierungsplan.

Als Meis-

ter der Vormontage hat er seine

26 Mitarbeiter fest im Blick.

Während der Urlaubszeit kann

er dabei auf einen Mitarbeiter

aus der benachbarten Abteilung

zurückgreifen. Seit seinem 15. Le-

bensjahr ist Kevin Ruiz im Un-

ternehmen, hat eine Ausbildung

zum Industriemechaniker absol-

viert. Drei Jahre verdiente er als

Fußballprofi beim VfR Aalen sei-

ne Brötchen, kehrte Deutz dabei

nie ganz den Rücken. Während

seiner Fußballerzeit bildete eine

450-Euro-Beschäftigung eine Ba-

sis, ehe er 2016 fest ins Unterneh-

men zurückkehrte. Seit 2017 ist

Ruiz Meister. Gleich wird er sich

mit seinem Meisterkollegen Tho-

mas Schuler (28) aus der benach-

barten Bandmontage bespre-

chen. Schuler hat nach seiner

Ausbildung zum Industrieme-

chaniker einen Abendmeister-

kurs als Jahrgangsbester absol-

viert. Seit 2017 ist er Meister der

Bandmontage.

7.30 Uhr

Die zweite Kanne

Kaffee ist bereits

durchgelaufen. Im Besprechungsraum

der Montage

besprechen sich alle Meister und

Abteilungsleiter. Welche Stück-

zahlen sind für den heutigen

Montagetag eingeplant, und wo

steht man aktuell? Gibt es Fehl-

teile, oder sonstige Störungen im

Prozess?

8.30 Uhr

Ruiz und Schuler analysieren

am Band 1

den Produktionsablauf

der letzten Woche und mögliche

Maßnahmen. Jeder Motor

wird am Bandende einem Check

unterzogen. Gleich geht der Motor

ins Prüffeld, wo er einem

strengen Abnahmelauf unterzogen

wird.

9.00 Uhr

Fünfzehn

Minuten

Pause. Für Ruiz und

Schuler gibt es Leberkäswecken.

Die beiden gleichaltrigen

Meister arbeiten gerne zusammen

und beschließen spontan,

nach Feierabend etwas zu

unternehmen.

10.00 Uhr

Der Motor ist inzwischen

auf dem Prüf-

stand angekommen.

Zunächst wird er aufgerüstet,

dann angeschlossen und gestartet.

Patrick Schaaf startet den

Prüflauf. 30.000 Motoren werden

auf diese Weise jährlich getestet.

Das Abnahmeprotokoll bestätigt

im Anschluss die Soll-Vorgaben.

Dies kann zwischen 40 und 120

Minuten dauern.

11.00 Uhr

Im Büro vom Montageleiter

treffen alle

Meister und Abteilungsleiter

nochmals zusammen.

Was ist diese Woche besonders

gut gelaufen? An welchen Montagebändern

gibt es Klärungsbedarf?

Ruiz: „Hier besprechen

wir auch den Materialfluss. Das

nennt sich Kaizen. Es geht um

die ständige Verbesserung in

kleinen Schritten. Kurze Wege

spielen eine große Rolle. In jeder

Abteilung haben wir einen

Kaizen-Beauftragten.“ Schuler,

für 55 Mitarbeiter an fünf Montagelinien

verantwortlich, erklärt:

„Jeder Tag ist eine Herausforderung,

da keiner wie der andere

ist.“

12.20 Uhr

Jetzt

geht es für

Schuler zum Gespräch

mit den Mitarbeitern

am Montageband 1.

Was er im Jour Fixe besprochen

hat, bringt er jetzt in der Abteilung

ein. „Ich nehme mir die

Montagebänder einzeln vor. So

kann ich mich besser auf die jeweiligen

Mitarbeiter einstellen.

Ich erkläre, was in den verschiedenen

Abteilungen gerade passiert.

Auch das ist Kaizen. Den

richtigen Warenfluss und eine

fehlerfreie Quote erreicht man

dann, wenn jeder Einzelne das

Gesamtbild versteht.“

13.00 Uhr

Schuler und Ruiz

sind zufrieden. In

den einzelnen Abteilungen

arbeitet man mit derzeit

mit einer 0-Fehler-Quote. Ein

letzter Blick auf die Kennzahlen

der kommenden Tage und

nächste Woche, bevor es in den

Feierabend geht.

jmh

Kontakt

DEUTZ AG

Nicolaus-Otto-Str. 25, 89079 Ulm

Telefon +49 731 40 40

Patrick Schaaf startet den

Motoren-Prüflauf auf dem

Prüfstand.

Im Quality Gate wird ein Motor

unter Schwarzlicht nochmals

auf Dichtigkeit geprüft.

Thomas Schuler bespricht mit

den Mitarbeitern die kommenden

Wochenziele.

info@deutz.com

Branche:

Motorenbau


20 PORTRÄT TÜV SÜD

Anzeige

Der Standort des TÜV Süd im Donautal.

Foto: Gaus

Mehr Wert – mehr Vertrauen

Mit Dampfkesseln fing es an – heute prüfen und zertifizieren die Experten des TÜV Süd

technische Anlagen aller Art in rund 50 Ländern auf der ganzen Welt.

Im Jahr 1866 als Dampfkesselrevisionsverein

in Mannheim gegründet,

ist TÜV Süd heute ein

weltweit tätiges Unternehmen.

Über 24.000 Mitarbeiter sorgen

an mehr als 1.000 Standorten in

rund 50 Ländern rund um den

Globus für die Optimierung von

Technik, Systemen und Knowhow.

Sie leisten einen wesentlichen

Beitrag dazu, technische

Innovationen wie Industrie 4.0,

autonomes Fahren oder Erneuerbare

Energien sicher und

zuverlässig zu machen.

Standort Ulm

Am Standort in Ulm sind drei

TÜV-Süd-Gesellschaften ansässig:

die „TÜV Süd Auto Service

GmbH“, die „TÜV Süd Akademie

GmbH“ und die „TÜV Süd

Industrie Service GmbH“.

TÜV Süd Industrie Service

GmbH in Ulm

Die TÜV Süd Industrie Service

GmbH ist mit ihrer Niederlassung

in Ulm führender Anbieter

Das Aufgabenspektrum

ist für die Industrie breit gefächert

Die TÜV Süd Industrie Service

GmbH bietet Ingenieur-,

Prüf- und Beratungsdienstleistungen

für die Sicherheit,

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

von Anlagen, Infrastruktureinrichtungen

und

Gebäuden. Von der Machbarkeit

über die Planung, den Bau

und Betrieb bis hin zu Modernisierung

oder Rückbau schaffen

die mehr als 2.600 Mitarbeiter

objektive Bewertungen und belastbare

Entscheidungsgrundlagen.

Die Industrieexperten entwickeln

ihre Dienstleistungen

kontinuierlich weiter, begleiten

beispielsweise die Energiewende

und unterstützen ihre Kunden

bei den Herausforderungen der

digitalen Transformation.

www.tuev-sued.de/is

für Ingenieur-, Prüf- und Beratungsdienstleistungen

in der attraktiven

Wirtschaftsregion zwischen

Ostalb und Bodensee.

„Hier in der Region gibt es viele

starke mittelständische Unternehmen,

die in ihren Bereichen

entweder Marktführer oder sogar

Weltmarktführer sind“, sagt

Niederlassungsleiter Christoph

Gaus. „Mit unseren Leistungen

wollen wir die erfolgreiche Weiterentwicklung

dieser Unternehmen

unterstützen und damit natürlich

auch zum Wachstum der

gesamten Region beitragen.“

Knapp 100 Mitarbeiter aus den

Bereichen „Fördertechnik“, „Anlagensicherheit“,

„Elektro- und

Gebäudetechnik“, „Bautechnik &

Brandschutz“ sowie der „Umwelttechnik“

stehen in der Niederlassung

Ulm als interdisziplinäres

Team für die unterschiedlichen

Kundenanforderungen zur

Verfügung. „Durch unsere breite,

branchenübergreifende Aufstellung

bieten wir attraktive und

sichere Arbeitsplätze mit den

Entwicklungsmöglichkeiten eines

großen Konzerns“, betont

Christoph Gaus.

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Aktuelle Stellenanzeigen unter

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TÜV Süd Industrie Service GmbH

Benzstraße 17, 89079 Ulm

Telefon +49 731 4915-0

Branche:

Prüfdienstleister


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PORTRÄT ASCODO 21

Kontakt

ascodo GmbH

Liststraße 1, 89079 Ulm

Telefon +49 731 850719-0

www.ascodo.de

Branche:

Technische Dokumentation

CE Maschinensicherheit

Claudia Ströbele und Werner Aigeldinger fassen die kommenden Projekte zusammen.

Fotos: Julia Haaga

Eingespieltes Team: Franz Mayer (l.)

und Ekkehard Beck

ascodo: Die Wegbegleiter

zum sicheren Produkt

Im Donautal setzt ein Team aus Ingenieuren für Maschinensicherheit, Redakteuren,

Illustratoren und Übersetzern Kurs aus dem Normendschungel.

Technische Sicherheit der Produkte

geht vor – so die Devise

im Maschinen- und Anlagenbau,

in der Fahrzeug- und Medizintechnik.

Um die Sicherheit eines

Produktes zu garantieren, dafür

steht immer eine bestimmte

Norm. Alleine in Deutschland

gibt es davon rund 6.500, ganze

30.000 laut Schätzungen weltweit.

So genau weiß das niemand

zu definieren.

Sicherheit steht im

Mittelpunkt

Bei ascodo begleiten 50 Fachleute

ein Produkt bis zum sicheren

Markteintritt: Technische Redakteure,

Illustratoren, Ingenieure

für Maschinensicherheit

und Übersetzer.

Zum ersten Mal kam Unternehmensgründerin

Claudia

Ströbele vor 25 Jahren mit

CE-Kennzeichnungen, Zertifizierungen

und Normen in Berührung.

„Ich sollte Unterlagen

für eine Lieferung nach Russland

bereitstellen“, erzählt die

Maschinenbauingenieurin.

2002 gründete Ströbele D.E.N,

seit 2019 firmiert das Unternehmen

als ascodo GmbH. „Wir

prägen in vielen Unternehmen

ein neues Verständnis in puncto

Produktsicherheit, unter anderem

automatisieren wir Redaktionsprozesse

zum Erstellen

der gesetzlich vorgeschriebenen

Dokumentation für Maschinenhersteller

und -betreiber.

Eine Sprache,

die jeder versteht

„Wer sich im Normendschungel

auskennt, kann im Problemfall

einen kühlen Kopf bewahren.

Weist ein Produkt nach dem

Verkauf Fehler auf, kann der

Händler den Mangel seinerseits

ausschließen, wenn er sich

nachweisbar an die CE-Richtlinien

gehalten hat.“

Mit der externen technischen

Dokumentation befassen sich Illustrator

Ekkehard Beck und

Franz Mayer, ein erfahrener

Technischer Redakteur, der seit

2017 im technischen Redaktionsteam

ist. „Ob mit Bildern

oder Sprache: Es geht darum,

auf einfachem Wege den Anwender

zu erreichen“, sagen die

beiden.

10.00 Uhr

Nach der Projektabstimmung

im Team

geht es für Beck und

Mayer zum Außentermin. Eine

Maschine soll gesichtet werden.

Mayer wird den Aufbau der Maschine

ausformulieren: „Das

geht nur, wenn ich die Maschine

zuvor eingehend unter die

Lupe genommen habe.“ Ist die

redaktionelle Anleitung verfasst,

kümmert sich das Übersetzungsmanagement

um eine

einheitliche Übersetzung. Alle

EU-Amtssprachen, Chinesisch,

Russisch, Japanisch und nach

Bedarf auch weitere exotische

Sprachen tragen dann die Bezeichnungen

aus dem Hause

ascodo.

Beck wird einen grafischen

Quick Start Guide gestalten. Die

grafischen Illustrationen erinnern

ein wenig an die Aufbauanleitungen

von Billy oder

Malm bei Ikea. „Es wird eine

Geschichte erzählt, die ohne

Worte auskommt. Alles wird

über die Grafik transportiert.

Eine Sprache, die jeder versteht“,

sagt Beck.

14.30 bis

17.00 Uhr

Zurück im Büro findet

mit den Ingenieuren aus der

CE / Normenabteilung eine Abstimmungsrunde

statt, welche

Normen zu berücksichtigen

sind. Bis zum fertigen Anwender-Guide

wird es noch einige

Wochen intensiver Zusammenarbeit

dauern. Diese Aufgabe ist

den Mitarbeitern nicht unbekannt

und auch diese werden sie

mit Bravour meistern. „Viele erkennen

den Aufwand und die

Wichtigkeit nicht, den das Produkt

bis zum sicheren Markteintritt

gehen muss“, fasst Geschäftsführer

Werner Aigeldinger

zusammen. „Genau hier

kommen wir ins Spiel.“ jmh


22 DONAUTAL CONNECT

Ein stetes

Zusammenwachsen

Donautal Connect Gemeinsam schafft man mehr –

deshalb haben sich etliche Firmen zu einer

Interessengemeinschaft zusammengeschlossen.

Bilder vom Treffen

im März. Foto:

Press‘n‘Relations

Fehlende Parkplätze,

Verkehrsprobleme, keine

Einkaufsmöglichkeiten,

kaum gastronomische

Angebote oder das

Problem der Kinderbetreuung:

Herausforderungen wie diesen

mussten sich Unternehmen in

Ulms ältesten Industriegebiet

Donautal bislang alleine stellen.

Dem will nun „Donautal

Connect“, die Interessengemeinschaft

der Entscheider des Industriegebiets

Donautal, ein Ende

bereiten.

Der Startschuss

fiel im Sommer 2018

„Wir haben im Grunde alle dieselben

Probleme, große Unternehmen

genauso wie mittlere

und kleine. Deswegen haben wir

uns zusammengeschlossen, um

künftig unsere Interessen zu

bündeln, mit einer Stimme zu

sprechen und Synergien durch

gemeinsame Projekte zu erschließen“,

fasst Andreas Burkhardt,

Ratiopharm-Geschäftsführer

und einer der Initiatoren, die

Ziele dieser in weitem Umkreis

bislang einzigartigen Initiative

zusammen. Dabei kann Donautal

Connect bereits erste Erfolge

vorweisen, wie etwa den flächendeckenden

Ausbau des Glasfasernetzes,

der dieses Jahr von

den SWU Stadtwerken Ulm/

Neu-Ulm umgesetzt wird. Oder

eine gemeinsam nutzbare App,

über die Mitarbeiter unternehmensübergreifend

Fahrgemeinschaften

organisieren können.

„Wir denken derzeit über die Realisierung

eines umfassenden

Verkehrskonzeptes nach. Das

könnte beispielsweise auch den

Bau gemeinsamer Parkhäuser

oder ein autonom fahrender

Shuttle-Service umfassen. Hier

Gemeinsam an

wichtigen Fragen

fürs Donautal

arbeiten.

Foto: Press‘n‘Relations


DONAUTAL CONNECT 23

würde das Donautal mit der neuen

Breitbandinfrastruktur und

der Ringstraße allerbeste Voraussetzungen

für ein Modellprojekt

mit sich bringen“, erklärt

Joachim Müller, Finanzgeschäftsführer

bei der Gardena Manufacturing

GmbH und ebenfalls einer

die Initiatoren. Im Sommer

2018 trafen sich die Gründer von

Donautal Connect zu ersten Mal,

nach den ersten Erfolgen suchen

sie nun auch die breite Öffentlichkeit.

„Es geht auch darum, als

Arbeitgeber attraktiv zu

bleiben und für Lösungen

zu sorgen, die unseren

Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern das Leben

erleichtern“, so Michael

Kasper, Geschäftsführer

des Gesundheitsdienstleisters

BAD GmbH, der

ebenfalls von Anfang an

dabei ist. Dabei sieht die

Initiative Donautal

Connect auch die Stadt gefordert.

„Im Donautal sind

nicht die kleinsten Steuerzahler

Ulms angesiedelt.

Deswegen müssen wir, die

Unternehmen und die

Stadt Ulm, gemeinsam ein

Interesse daran haben, die

Attraktivität dieses Standorts

deutlich zu steigern“,

erklärt Andreas Burkhardt.

Er begrüßt es deswegen

ausdrücklich, dass seitens

der Stadtverwaltung derzeit

eine große Bereitschaft besteht,

gemeinsam mit Donautal

Connect an der Weiterentwicklung

des Industriegebiets zu arbeiten.

Er lädt deswegen auch die

weiteren Unternehmen im Donautal

ein, sich der Initiative anzuschließen.

„Gemeinsam können

wir Projekte stemmen, die

selbst für die größeren Unternehmen

unter uns alleine nicht

zu machen sind. Und je mehr Unternehmen

mitmachen, desto

stärker ist auch unsere gemeinsame

Stimme.“

Gemeinsam mehr erreichen

Die Initiative Donautal Connect

ist unter dem Dach des Bundesverbands

mittelständische Wirtschaft

BVMW angesiedelt, der

auch die Treffen und die Kommunikation

organisiert. „Der Ziele

des BVMW und von Donautal

Connect sind in vielen Fragen deckungsgleich.

Die Zusammenarbeit

erspart zudem eine Menge

bürokratischen Aufwand, wie er

beispielsweise mit der Gründung

eines eigenen Vereins verbunden

wäre“, erläutert Karl-Heinz Raguse,

Leiter der regionalen

BVMW-Geschäftsstelle. pm

Kontakt

Initiative Donautal Connect

im BVMW

Bundesverband mittelständische

Wirtschaft

Koordination: Karl-Heinz Raguse

Tel.: 0731 9717 155

karl-heinz.raguse@bvmw.de

Mitglieder der Initiative

Donautal Connect

Bad GmbH, Betonpumpenunion

GmbH & Co. KG, Gardena GmbH,

C.E. Noerpel GmbH, Hand in Hand

Pflege Schwaben GmbH, Heim Holding

GmbH & Co. KG, ratiopharm

GmbH, Reinraumtechnik Ulm GmbH,

Schwenk Beton Alb-Donau-Kreis

GmbH & Co. KG, Seifert Logistics

GmbH, SWU Stadtwerke Ulm/Neu-

Ulm GmbH, Uzin Utz AG

Im November eröffnen

wir unseren neuen

100 Jahre Jubiläum

Franz Einsiedel!

Wir freuen uns jetzt schon auf Ihren Besuch!

Fleischmarkt Donautal

Steinbeisstraße 17, 89079 Ulm

Telefon 0731/946 44-139

E-Mail: fleischmarkt@ulmerfleisch.de

Öffnungszeiten:

Mo. bis Fr. 7.00 Uhr bis 16.30 Uhr

und Sa. 6.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Franz Einsiedel GmbH

Boschstraße 34/1 • 89079 Ulm

Tel. 0731/46760 • Fax 0731/46703

info@einsiedel.de • www.einsiedel.de


24 PORTRÄT ZWECKVERBAND TAD

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Thomas Hertle im Leitstand. Pförtner und Waagenmeister Wolfgang Koch. Bruno Schlachter in der Krankanzel.

Fotos: MHKW

Aus Müll wird Energie

Das MHKW ist seit über 20 Jahren einer der größten regionalen Energieproduzenten.

Der Standort im Industriegebiet Ulm-Donautal mit dem Anschluss an das vorhandene

Versorgungsnetz der Fernwärme Ulm GmbH (FUG) wurde seinerzeit optimal gewählt.

Vor über 20 Jahren ging das Müllheizkraftwerk

(MHKW) im Ulmer

Donautal in Betrieb. Auf der

einen Seite steht die Entsorgung

des Abfalls von mittlerweile über

eine Million Einwohnern – auf der

anderen Seite die Produktion von

Strom und Fernwärme aus dem

„Rohstoff Müll“ für Industriebetriebe

und Privathaushalte in Ulm.

Das sind die zwei Seiten dieser

Anlage: CO2-sparende Energieproduktion

und umweltfreundliche

sichere Abfallentsorgung.

04.00 Uhr

Thomas Hertle fährt

im Herzen des Kraftwerkes,

in der so genannten

Leitwarte, die Anlage zur

Fernwärmeversorgung hoch. Für

den gelernten Elektroinstallateur

geht es jetzt darum, die angeschlossenen

Industriehallen, Büros

und Privathaushalte zu versorgen,

damit es dort angenehm

warm ist, wenn Arbeiter, Angestellte

und Bewohner in ein paar

Stunden in den Tag starten. Im

MHKW sind 59 Mitarbeiter unterschiedlichster

Berufe tätig. 30

Mitarbeiter arbeiten im Schichtbetrieb,

denn die Anlage läuft

rund um die Uhr. Die Facharbeiter

haben eine besondere Zusatzausbildung

für den Kraftwerksbetrieb

absolviert. Thomas

Hertle ist als stellvertretender

Schichtführer zuständig für den

Betrieb. Regelmäßige Rundgänge

durch das gesamte Areal gehören

ebenso zu seinem Aufgabengebiet

wie die Koordination der Schichtmitarbeiter.

Sein Team arbeitet in

fünf Schichten nach einem festen

Plan rund um die Uhr. „Die Anlage

läuft sieben Tage in der Woche,

auch an Feiertagen“, erklärt

Hertle. Auftretende Störungen

können vom Team sofort erkannt

und behoben werden.

10.30 Uhr

Aus dem Ulmer Stadtgebiet

und dem Umland

treffen immer

weitere Müllfahrzeuge ein. Um

ins MHKW einfahren zu können,

müssen sie an Wolfgang Koch

vorbei. Der Pförtner und Waagenmeister

steht seit über 20 Jahren

– solange es die Einrichtung

gibt – seinen Mann vor dem

MHKW: „Der Kontakt zu den

Kunden und zu den Chauffeuren

der Müllfahrzeuge ist mir sehr

wichtig“, sagt der gelernte

Kfz-Mechaniker. Täglich fahren

durchschnittlich 80 Fahrzeuge,

hauptsächlich aus Städten und

Gemeinden, aber auch von gewerblichen

oder privaten Anlieferern,

bei der Waage vor. Das

Gewicht wird per Computersystem

registriert und per Datenleitung

direkt an die verschiedenen

Abrechnungsstellen weitergeleitet.

Das MHKW ist einer der

größten regionalen Energieproduzenten.

Im Jahr 2018 wurden

knapp 165.000 Tonnen Abfälle

umweltschonend thermisch behandelt.

Die bei der Verbrennung

entstandene Wärme aus dem

Brennstoff Müll wird zur Stromund

Fernwärmeerzeugung genutzt.

So wurden 2018 circa 136

Millionen Kilowattstunden Fernwärme

ins Netz der Fernwärme

Ulm GmbH (FUG) und knapp 48

Millionen Kilowattstunden

Strom ins Netz der Stadtwerke

Ulm/Neu-Ulm (SWU) eingespeist.

Dies entspricht rund 25

Prozent des Ulmer Fernwärmebedarfs

und circa 30 Prozent des

Strombedarfs der Ulmer Privathaushalte.

Durch die Verwertung

der Verbrennungsenergie im Abfall

werden große Mengen an fossilen

Brennstoffen wie Gas und

Öl nicht mehr benötigt. Seit der

Inbetriebnahme des MHKW

werden daher am Standort Donautal

pro Jahr deutlich mehr als

14.000 Tonnen CO2 vermieden.

14.00 Uhr

Schichtwechsel in der

Krankanzel – Bruno

Schlachter übernimmt.

In der verglasten Kabine

hoch über dem Bunker des

MHKW befindet sich der Arbeitsplatz

des Kranführers. Seine Aufgabe

ist es, den Bunker laufend

für neue Anlieferungen frei zu

halten. Bis zu 800 Tonnen Müll

werden täglich angeliefert und

zur Verbrennung in den Bunker

entleert. Schlachter steuert den

vier Tonnen schweren Polypgreifer,

der seinerseits mehr als vier

Tonnen Müll zu fassen vermag.

Mit dem Greifer wird der Abfall

gemischt. Denn nur gut durchgemischter

Müll brennt auch gut.

Dann wird der Müll im Bunker

gestapelt und als Brennstoff in die

beiden Verbrennungslinien geführt,

die rund um die Uhr laufen.

Das Einzugsgebiet des Müllheizkraftwerks

umfasst sechs Landund

zwei Stadtkreise. Das

MHKW ist voll ausgelastet. Die

Anlage bietet Entsorgungssicherheit,

365 Tage im Jahr und 24

Stunden am Tag für rund

1,3 Millionen Einwohner. pm

Kontakt

Zweckverband Thermische

Abfallverwertung Donautal

Müllheizkraftwerk

89079 Ulm • Siemensstraße 1

Tel.: 0731 94667-100

www.zv-tad.de

Gruppenführungen sind möglich.

Branche:

Abfallwirtschaft


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PORTRÄT UZIN UTZ 25

Elektro-Shuttles

bewegen Warenströme

Beim ersten Blick könnte man meinen, da fehlt was. Doch bei denTransportshuttles, die bei

Uzin Utz regelmäßig übers Werksgelände fahren, gibt es tatsächlich keine Fahrerkabine.

Von der Produktentwicklung bis

zur Lieferkette, aber auch im

Logistikbereich treibt Uzin Utz

zeitgemäße technische Lösungen

voran, die den ökologischen Fußabdruck

immer weiter verringern.

Beim Warentransport auf

dem Werksgelände waren früher

zahlreiche Fahrten am Tag mit

Schrittgeschwindigkeit nötig –

eine anstrengende und monotone

Arbeit.

Transport ohne Fahrer auf dem Uzin-Utz-Gelände.

Foto: Uzin Utz

gen sind die autonomen E-Shuttles

deutlich sicherer und

günstiger, außerdem passt der

Elektroantrieb hervorragend zu

den angestrebten Nachhaltigkeitszielen:

Die Shuttles „tanken“

Naturstrom. Vergleichbare Fahrzeuge

würden im Jahr rund

16.000 Liter Diesel verbrauchen.

Kontakt

Zukunftsfähige

Technologien fördern

Bereits 2002 übernahm bei Uzin

Utz der erste fahrerlose und

selbstfahrende Lkw diese Arbeit,

zunächst noch mit Dieselantrieb.

Nun be- und entladen zwei autonome

„E-Wiesel AGV“-Shuttles

ganz ohne Fahrerkabine täglich

bis zu 600 Tonnen – rund 700 Paletten

– vollautomatisch. Die

zeitgemäßen Transportlösungen

unterstützen den schnellen und

flexiblen Produktionsablauf. Ef-

fizient verbinden sie gleich zwei

Produktionsstätten mit dem Zentrallager

– das Gelände musste

nicht mit sperrigen Rollenfördersystemen

verbaut werden. Gegenüber

dem Transport mit konventionellen

Flurförderfahrzeu-

Uzin Utz AG

Dieselstraße 3, 89079 Ulm

Telefon: 0731 4097-0

E-Mail: de@uzin-utz.com

Branche:

Bauindustrie

Your Floor. Our Passion.

Internationalität und Perspektive, Balance und Dynamik sowie Wertschätzung und Verlässlichkeit sind die Leitwerte der Uzin Utz Group.

Auf diesen Werten basiert die erfolgreiche Entwicklung vom 1911 gegründeten regionalen und familiengeführten Klebstoffhersteller zum

heute weltweit agierenden Komplettanbieter für Bodensysteme. Mit hoher Technologiekompetenz und unterstützendem Digitalisierungsfokus

bietet die Uzin Utz Group durch ihre sieben Marken umfassendes Know-how zur Neuverlegung, Renovierung und Werterhaltung

von Bodenbelägen aller Art.


26 PORTRÄT TEVA

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Kontakt

Teva investiert 500 Millionen Euro in den Bau der neuen hochmodernen Anlage zur Herstellung

biotechnologischer Arzneimittel.

Foto: Teva

Teva GmbH

Graf-Arco-Straße 3, 89079 Ulm

Telefon +49 731 40202

www.teva.de

Branche:

Pharma

Den Patienten ein Stück

Unabhängigkeit zurückgeben

Auf jedem achten Rezept, das in Deutschland verschrieben wird, steht ein Medikament

von Teva. Der Konzern investiert derzeit 500 Millionen Euro in den Standort Ulm.

Die 2.500 Mitarbeiter von Teva

an den Standorten im Ulmer Donautal

und in Blaubeuren-Weiler

arbeiten tagtäglich daran, den

Zugang zu Arzneimitteln für Millionen

von Menschen zu vereinfachen.

Mit all ihrer Kraft gehen

sie auf die unerfüllten Bedürfnisse

der Patienten ein, um ihnen

ein besseres, gesünderes Leben

zu ermöglichen. Als Weltmarktführer

für Generika strebt Teva

diese Position auch bei Biopharmazeutika

an. Dafür bietet das

Unternehmen eine breite Palette

an Behandlungsmöglichkeiten

an – von innovativen Arzneimitteln

über Generika bis hin zu frei

verkäuflichen Medikamenten.

Deutschlands bekannteste

Arzneimarke: ratiopharm

Täglich nutzen weltweit 200 Millionen

Menschen ein Arzneimittel

von Teva. In Deutschland

steht auf jedem achten Rezept,

das in Arztpraxen ausgestellt

wird, der Name eines Teva-Medikaments.

Sowohl das Generikageschäft

als auch der Bereich

der frei verkäuflichen Medikamente

ist geprägt durch Deutschlands

bekannteste Arzneimittelmarke

ratiopharm. Der Fokus der

innovativen Medikamente liegt

auf Erkrankungen, die das Leben

In Ulm hat sich Teva schon sehr lange auf die Herstellung von

Medikamenten mit Hilfe von Zellkulturen spezialisiert Foto: Teva

der Menschen stark beeinträchtigen

wie Multiple Sklerose, Migräne

und Krebs. Gerade in der

Behandlung dieser oftmals chronischen

oder lebensbedrohlichen

Erkrankungen kommen biotechnologisch

hergestellte Arzneimittel

zum Einsatz. Eine Domäne,

in der Teva schon seit bald

zwei Jahrzehnten aktiv ist.

In der neuen Biotechanlage

entstehen 300 neue Jobs

Bereits seit 2004 stellt das Unternehmen

im Ulmer Donautal

biotechnologische Arzneimittel

her. Dort entsteht derzeit eine

zweite Biotechanlage, mit der der

Standort zur Biotech-Drehscheibe

für den weltweiten Konzern

wird. Hergestellt werden dort

monoklonale Antikörper, die modernsten

biotechnologischen

Wirkstoffe, für eine Vielzahl von

Krankheitsbildern. Für Teva als

Arbeitgeber und Ulm als Region

bedeutet das Projekt bis zu 300

neue Arbeitsplätze. Aber auch

bei der konventionellen Pharmafertigung

investiert das Unternehmen

stetig in die Modernisierung.

Am Standort Blaubeuren-Weiler

steht Europas größte

Produktionsanlage zur Herstellung

konservierungsmittelfreier

Nasensprays.

pm


Der 3-Punkte-Wurf

gegen Schmerzen.

Dicloratiopharm®

Schmerzgel.

Bei Rücken-, Muskel- und Gelenkschmerzen

Stoppt den Schmerz und bekämpft die Entzündung

Wirkt kühlend, ohne die Haut auszutrocknen

Diclo-ratiopharm® Schmerzgel

Wirkstoff: Diclofenac-Natrium. Anwendungsgebiete: für Erw.: zur äußerlichen symptomatischen Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen bei: rheumatischen Erkrankungen der Weichteile (Sehnen- und Sehnenscheidenentzündung,

Schleimbeutelentzündung, Schulter-Arm-Syndrom, Entzündung im Muskel- und Kapselbereich), degenerativen Erkrankungen der Extremitätengelenke und im Bereich der Wirbelsäule, Sport- und Unfallverletzungen

(Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen). Anwendungsgebiet bei Jugendlichen über 14 Jahren: zur Kurz zeitbehand lung. Zur lokalen symptomatischen Behandlung von Schmerzen bei akuten Prellungen, Zerrungen od. Verstauchungen infolge

eines stumpfen Traumas. Warnhinw.: Gel enth. (3-sn-Phosphatidyl)cholin (Soja), Sojaöl. Apothekenpflichtig. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. Stand: 04/17.

ratiopharm GmbH, Graf-Arco-Str. 3, 89079 Ulm, www.ratiopharm.de


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