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Aufnahme vom Deck aus: Objektiv 70 – 200 mm

Gewählte Brennweite 105 mm

Aufnahme vom Deck aus: Objektiv 70 – 200 mm

Gewählte Brennweite 190 mm

Eisbären aus der Ferne, im unteren Drittel des Bildes

platziert und mit Horizont aufgenommen.

Objektiv 16 – 35 mm

Gewählte Brennweite: 16 mm

Verschlusszeit: 4 Sek.

Objektiv 16 – 35 mm

Gewählte Brennweite: 16 mm

Verschlusszeit: 3 Sek.

Objektiv 100 – 400 mm

Gewählte Brennweite: 340 mm

Objektiv 70 – 200 mm

Gewählte Brennweite: 155 mm

Objektiv 105 mm Makro

Gewählte Brennweite: 105 mm

Objektiv 24 – 70 mm

Gewählte Brennweite 32 mm mit Horizont

Die Wahl der Objektive

Grundsätzlich können die meisten Motive mit Brennweiten von

24 – 200 mm abgelichtet werden. Es gibt jedoch Ausnahmen, bei

welchen entweder ein extremes Weitwinkel- oder ein längeres

Tele-Objektiv von Vorteil ist. Objektivbrennweiten werden in diesem

Artikel für Vollformat-Kameras angegeben.

Tieraufnahmen, Flora und Fauna

An der Polareisgrenze oder auf Treibeis in der Arktis gibt es Eisbären.

Diese sind zunächst meist weit entfernt und nur mit Brennweiten

um 600 mm in der Landschaft erkennbar. Oft treibt den

Eisbär seine Neugier in die Nähe des Schiffs. Dies erlaubt dann

auch, mit einem 70 – 200 mm-Objektiv eine schöne Nahaufnahme

zu machen. Die Mischung macht´s aus. Im Allgemeinen sollten

Tiere und auch Pflanzen nicht «nur» bildfüllend, sondern auch

mit der Umgebung aufgenommen werden.

Gelegentlich erspäht man Eisbären auch an Land und benötigt

dann aufgrund der grösseren Entfernung auch längere Brennweiten

um 400 mm oder gar 600 mm. Auch bei Vögeln reichen 200 mm

selten aus und man sollte daher eher ein Objektiv mit 400 – 600 mm

dabei haben.

In der kargen Kältewüste von Nordspitzbergen ist es spannend,

die Pflanzen zu fotografieren, welche sich unter diesen harten

Bedingungen behaupten. Dafür bietet sich idealerweise ein Makro-

Objektiv an. Damit die Pflanze natürlich wirkt, sollte diese fast

parallel zum Boden aufgenommen werden. Ein Klappdisplay

hilft, um sich nicht flach auf den Boden legen zu müssen.

Eisberge, Eisfelder und Gletscher

Je nach Entfernung des Gletschers bzw. der Eisberge sind mittlere

bis lange Brennweiten gefragt, also von 50 mm bis 200 mm. Um

einen Ausschnitt eines Gletschers und dessen zerklüftete Struktur

zu zeigen, sind auch noch längere Brennweiten hilfreich. Gerade

bei Gletscherfronten und Eisbergen ist es besonders interessant,

das Grössenverhältnis z.B. zwischen Eisberg und einem Fischerboot

aufzuzeigen.

Nordlichter

Für Nordlichteraufnahmen empfiehlt sich ein weitwinkeliges und

lichtstarkes Objektiv. Da sind 14 – 16 mm-Brennweite optimal.

Nachts befindet man sich immer auf dem Schiff, sodass während

der Aufnahmen die Schiffsbewegung spürbar ist. Deshalb kann

man auch trotz Stativ keine beliebig langen Verschlusszeiten nutzen.

Es empfiehlt sich, auch bei ruhiger See die Verschlusszeit auf

maximal 2 – 4 Sekunden zu setzen, die Blende möglichst weit zu

öffnen und die ISO-Zahl zu erhöhen. Bei dieser Verschlusszeit ist

ein Stativ ideal, da sonst neben der Schiffsbewegung noch die eigene

Handbewegung hinzukommt.

Stefan Gerber ist IT-Projektleiter und nebenberuflicher

Fotograf sowie PolarNEWS-Reiseleiter.

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