Brown Angels – Die Geschichte der indischen Krankenschwestern in Deutschland

masalamovement

Winter 1964: Regelmäßig landen Maschinen mit jungen Frauen aus dem südindischen Kerala. Gut 6.000 werden es am Ende sein, die jüngsten gerade mal 16, die ältesten kaum 20. Die Bundesrepublik sucht händeringend Krankenschwestern ...

own

angels

Die Geschichte der

indischen Krankenschwestern

in Deutschland


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Pflegekräfte

gesucht!

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In Deutschland leben

schätzungsweise 120.000

Menschen indischer

Abstammung, davon

haben etwa 18.000 ihre

Wurzeln im südindischen

Bundestaat Kerala.

Kerala

Fläche:

Einwohnerzahl:

Alphabetisierung:

Lebenserwartung:

Hauptsprache:

Religionen:

38.863 km²

ca. 34.000.000

93 %

68 Jahre

Malayalam

Hinduismus 55 %

Islam 26 %

Christentum 18 %

Andere 1 %

3.287.469 km²

ca. 1.237.000.000

69 %

66 Jahre

Hindi

80 %

14 %

2 %

4 %

Indien

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• Es war die Zeit des Wirtschaftswunders

und Pflegenotstands. Arbeitskräfte wurden

dringend gesucht. Sie wurden weltweit

angeworben. Aus den Mittelmeerstaaten

kamen die Arbeiter für die Industrie,

aus Asien die Schwestern. Staatliche

Verträge gab es mit den Philippinen

und Süd-Korea. Aber das reichte noch

nicht, um den großen Bedarf zu decken.

Da erwies sich das weltweite Netzwerk

der katholischen Kirche als hilfreich.

Konfessionell geleitete Krankenhäuser

und Altenheime warben in Kerala junge

christliche Frauen für den Dienst am

Nächsten.

Da die Anwerbung kirchlich sanktioniert

war, wurde sie von den keralesischen

Familien als ernsthafte Option

wahrgenommen. Man konnte davon ausgehen,

dass die jungen Mädchen im fernen

Deutschland beschützt werden würden.

Und in Kerala hatten sie nicht wirklich

Zukunftsperspektiven. Sie waren zwar

gut ausgebildet, aber Arbeitsplätze

gab es wenige und den Familien aus der

unteren Mittelschicht fehlte Geld. Es

war daher durchaus üblich auf der Suche

nach Arbeit, Kerala zu verlassen. Einige

zogen in den Norden Indiens, andere ins

Ausland. ª S.7

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So wurde nun in vielen Familien entschieden,

dass eine Tochter nach Deutschland gehen, dort

Geld verdienen und die Familie unterstützen

würde. Und dann zurückkäme. Einige waren bereits

diplomierte Krankenschwestern, andere wollten sich

in Deutschland zunächst ausbilden lassen. Sie alle

waren sehr jung, zum Teil erst siebzehn. ª S.9

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Zu den weltlichen Krankenschwestern gesellten sich auch

einige Ordensschwestern, die in Deutschland den Dienst am

Nächsten leisteten und so auch ihren Orden unterstützen

wollten. Später kamen auch Priester und Priesterschüler

nach.

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg nach Deutschland,

wurden häufig schon auf dem Schiff mit den ersten Eigenarten

Europas vertraut gemacht. Das Essen war ungewürzt und

roh, die Toiletten in die Höhe gebaut und mit Papier

ausgestattet. In Deutschland war das nicht besser, aber es

war zusätzlich auch noch kalt. Wenigstens waren die jungen

Frauen nicht alleine, andere in der gleichen Situation waren

in der Nähe. Man konnte sich austauschen, gemeinsam etwas

unternehmen. Und auch die Kirche kümmerte sich (zum Teil).

So wurden in der Regel Unterkunft und Sprachkurse, oft auch

Freizeitprogramme organisiert. ª S.12

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Während die private Eingewöhnung noch einige Zeit kostete,

ging es beruflich recht schnell. Krankenschwestern wurden

dringend gebraucht und so wurden die jungen Inderinnen

freundlich aufgenommen. Die fertig examinierten Pflegerinnen

stiegen sofort voll ein, auch wenn die Sprachkenntnisse noch

zu wünschen übrig ließen. Das Klischee der ewig lächelnden,

freundlichen Asiatin und ihr Engagement machte sie beliebt.

Sie mussten zwar ihre indischen Namen eindeutschen, aber

sonst war ihre Fremdheit durchaus erwünscht.

Mit den Jahren konnten sich die meisten der jungen Frauen

gut etablieren. Bei der Arbeit wurden sie geschätzt, sie

lebten sich immer besser in Deutschland ein - vermissten

manches, genossen anderes. Sie schickten Geld nach Hause,

finanzierten die Ausbildung von jüngeren Geschwistern

oder deren Mitgift. Freundinnen und Verwandte in Indien

sahen ihren Erfolg und folgten ihnen mit ihrer Hilfe. Die

Gemeinschaft der Keralesen in Deutschland wuchs. ª S.17

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„Feiern Sie

in Indien

eigentlich auch

Weihnachten?“

„Ja, aber in der Kirche, also

ohne Baum und Geschenke.“

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Langsam kamen die Engel ins heiratsfähige Alter. Manch

deutscher Arzt oder Patient sah dies und warb erfolgreich.

Erfolgreicher noch waren aber wohl die wenigen männlichen

Keralesen, die den Weg nach Deutschland gegangen waren.

Sie waren eher ‚suitable‘ als die Deutschen - sprachen die

gleiche Sprache, hatten die gleiche Religion. Die meisten

der Schwestern aber suchten sich nicht selbst einen Partner.

Das übernahmen ihre Eltern, wenn sie auf Heimaturlaub in

Kerala waren. Sie waren inzwischen gute Partien geworden und

konnten daher auch gute Partien - überwiegend Akademiker -

machen.

Einige blieben mit ihrer neuen Familie in Indien, andere

wanderten weiter in den Nahen Osten oder nach Kanada. Viele

aber wollten zurück nach Deutschland, das ihnen über die

Jahre zur zweiten Heimat geworden war. Und auch einige der

Männer fanden es sehr reizvoll, nach Europa zu gehen. Kaum

einem wird es wirklich bewusst gewesen sein, was dies für

ihn bedeuten würde. ª S.18

„Während sie ihren Urlaub in

Indien verbrachte, sah ich

ihre Anzeige in der Zeitung:

‘Krankenschwester aus

Deutschland sucht indischen

Ehemann.‘ Anschließend bin

ich mit meinen Eltern zu ihrem

Haus. Uns hat alles gefallen, so

dass alles organisiert wurde um,

bald heiraten zu können.“

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In Deutschland war inzwischen die Überzeugung

gewachsen, dass das Boot voll war. Es wurden nicht nur

Aufenthaltsgenehmigungen nicht mehr verlängert, sondern

auch die Zuwanderung stark eingeschränkt. Angeworben wurde

ab 1973 nicht mehr und sonst wollte man auch am liebsten

keinen mehr rein lassen. Dagegen sprach aber der Schutz der

Familie. Familienangehörige von in Deutschland lebenden

Ausländer/innen hatten nach wie vor das Recht nachzuziehen.

Die Ehemänner konnten also kommen. Sie durften aber nicht

arbeiten. Zumindest nicht sofort. Sie mussten erst einige

Jahre warten, bevor sie eine Arbeitsgenehmigung bekamen.

Nur wenige der Männer nutzten diese Zwangspause, um zu

studieren. Die meisten ergaben sich ihrem Schicksal und

saßen zu Hause. Ihre Ehefrauen verdienten das Geld, sprachen

deutsch, kannten sich in Deutschland aus, waren angesehen,

führten die Aussenkontakte. Die Männer zogen die Kinder auf

und haderten mit diesem Rollenwechsel. Weder in Indien

noch Deutschland war zu dieser Zeit der Status des

Hausmannes ein angesehener. Es war eigentlich die Aufgabe

der Männer, die Familie nach aussen zu vertreten. Das

ihnen dieses verwehrt wurde, konnten nur wenige ertragen.

Es kam zu Konflikten in den Ehen, in Extremfällen auch zu

gewalttätigen. Einige Männer begannen zu trinken. Manche

entschieden, Deutschland wieder zu verlassen. ª S.21

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Der Langeweile entfliehen und Aussenkontakte pflegen konnte

man aber auch auf anderen Wegen. Viele der Keralesen

waren begeisterte Volleyballspieler, andere machten gerne

Theater. Es fehlten auch noch kulturelle Einrichtungen,

Sprach- und Tanzkurse für die Kinder. Das religiöse Leben

konnte stärker gepflegt werden. So entstanden in kürzester

Zeit eine Vielzahl von Vereinen, um all diesen Bedürfnissen

zu entsprechen. Etliche spalteten sich und gaben so noch

mehr Möglichkeiten zum Engagement. Die Männer hatten nun

Aufgaben, die sie bis heute pflegen. ª S.22

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Die Gemeinschaft der Keralesen in Deutschland entwickelte

sich immer weiter. Dabei war nicht nur die Eigeninitiative

entscheidend, bedeutend war auch das Engagement der

katholischen Kirche bzw. ihrer Einrichtungen. So gab es

spätestens seit 1969 einen indischen Seelsorger, der sich

um die Schwestern und ihre Familien kümmerte. Bei einer

Handvoll der Caritas- und Diözesanverbände wurden indische

Sozialberater und Ausländerreferenten eingestellt. Ihre

Aufgabe war es, sich ganz spezifisch um die Krankenschwestern

und ihre Familie zu kümmern. Das Ziel war es sowohl die

kulturelle Identität zu wahren wie auch die Integration zu

fördern und Probleme zu bearbeiten. Helfen sollten hierbei

auch verschiedene Zeitschriften, die nun in Malayalam und

Deutsch herausgegeben wurden. ª S.24

Um Austausch, Kommunikation und Freundschaftsbildung

innerhalb der Gemeinschaft zu

ermöglichen, wurden von Caritasverbänden

Begegnungsveranstaltungen, Seminare, Reisen

etc. durchgeführt. Auch der indische Seelsorger

hat durch religiöse Feste, ein jährlich

stattfindendes Pfarrfest und ein Mitteilungsblatt

den Zusammenhalt und die Solidarität

der Zielgruppe gefördert.

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Die Männer der Schwestern versorgten in

den ersten Jahren notgedrungenerweise

ihre Kinder. Nach ein paar Jahren durften

aber auch sie arbeiten. Die lange

Zwangspause und die Nichtanerkennung

ihrer indischen Abschlüsse verwehrte

vielen allerdings eine Stelle in ihrem

erlernten Beruf. Die meisten mussten

sich mit einfachen Tätigkeiten, häufig im

Krankenhaus begnügen. So wurde bei vielen

die Unzufriedenheit mit ihrer Situation

noch weiter verschärft. Die wenigstens

reagierten hierauf mit der Umsetzung des

immer wieder geäußerten Rückkehrwillens.

Die meisten blieben und richteten ihre

unerfüllten Wünsche auf ihre Kinder. ª S.27

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„Das tiefschwarze

Haar, die großen

Augen und Haut

wie Schokolode

− zum auffressen!“

Als die Ehemänner begannen eine Arbeitstätigkeit

nachzugehen, wurde es zunehmend schwierig, Familie

und Beruf zu vereinbaren. Die Krankenschwestern

waren verpflichtet, Schichtdienste zu fuehren wie auch

in vielen Fällen die Ehemänner. Was ist dann mit den

Kindern? Sie mussten in die Kita oder in die Schule

gebracht und von dort abgeholt werden, jüngere

Kinder mussten zu Hause betreut werden. Da sprangen

in vielen Fällen deutsche Nachbarn und/oder Arbeitskollegen

ein, um solche Familien in der Notsituation

zu helfen. Dadurch entstanden enge und dauerhafte

Freundschaften zwischen Deutschen und Indern, die

heute noch Bestand haben.

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Parippu Vada (Dal Puffer)

Zutaten

2 Tassen halbe Gelberbsen

1 Zwiebel

2-3 grüne Chili

1-2 Teelöffel klein geschnittener Ingwer

¼ Teelöffel Fenchelsamen

3-4 Curryblätter, fein geschnitten

⅛ Teelöffel Asafoetida

Salz

Öl

Zubereitung

Gelberbsen mindestens 2 Stunden einweichen,

Wasser abgießen und mit Haushaltspapier

trockentupfen.

Die trockenen, eingeweichten Gelberbsen

leicht zerdrücken (im Mörser oder ganz

kurz im Mixer). Die Gelberbsen sollen nur

ein bisschen zerstossen werden, es soll

keine Paste entstehen.

Alle Gewürze mit den Gelberbsen vermengen

und kleine Bällchen formen.

„Leelamma,

wann machst

du mal wieder

die scharfen

Linsen-

Frikadellchen?“

Öl in einer Pfanne erhitzen, sobald es

heiß ist, die Hitze reduzieren und die

einzelnen Bällchen frittieren. Bevor die

Bällchen in die Pfanne gegeben werden, in

der Handfläche flach drücken. Das ist am

einfachsten, wenn die Hände etwas feucht

sind und wenn man es unmittelbar macht,

bevor man die Bällchen ins Öl gibt, da sie

ansonsten leicht zerbrechen können.

Vadas goldbraun braten, je nach Geschmack

können sie auch knuspriger

gebraten werden. Vadas kurz auf Haushaltspapier

geben und heiß servieren.

Ergibt ca. 20-25 mittelgroße Parippu

Vadas.

Anmerkung:

Es ist einfacher, kleine Vadas zu formen,

sie sind schneller durchgebraten. Für einen

authentischen Geschmack eignet sich

Kokosnussöl am Besten. Es ist wichtig, dass

die Gelberbsen gut abgetropft sind, ansonsten

wird die Masse zu flüssig. Anstatt

Gelberbsen können auch rote oder gelbe

Linsen verwendet werden.

Quelle: mariasmenu.com, Übersetzung: Helena de Anta

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Die Kinder sollen es nun schaffen. Sie sollen beruflich

erfolgreich sein. Das heisst, sie müssen auf jeden Fall

Abitur machen und dann am besten Medizin o.ä. studieren.

Ärzte und Ingenieure sind nicht nur international anerkannt,

sie haben auch die Möglichkeit ihren Beruf international

auszuüben. Diese berufliche potentielle Mobilität ist

vielen Vätern sehr wichtig, da viele Deutschland nicht

ganz trauen. Sie haben zu viele Diskriminierungen erlebt

und sie misstrauen der deutschen Moral zu sehr. Daher

bemühen sie sich auch sehr, dass ihre Kinder als Inder/

innen aufwachsen. Sie sollen sich dieser Identität

bewusst bleiben, die Traditionen wahren und nicht total

verdeutschen. Insbesondere bei der Partnerwahl der Kinder

ist dies entscheidend. Das wichtigste ist, dass der Partner/

die Partnerin Christ ist, am besten aus Indien und damit aus

Kerala.

Die meisten Kinder der Engel haben studiert und sind

größtenteils erfolgreich im Berufsleben. Viele von ihnen

haben bereits Familien gegründet. Einige haben sich an die

Vorgaben der Eltern gehalten, andere nicht. ª S.28

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

FEDERAL RUBLIC OF GERMANY

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

FEDERAL RUBLIC OF GERMANY

Titel / Title

Dipl.-Ing.

Vorname / Given name Nachname / Surname

Rakesh

Familienstand / Marital status

verheiratet

Geburtsdatum / Date of birth

02.08.1978

Geburtsort / Place of birth

München

Pulickal

Titel / Title

Dr. med.

Vorname / Given name Nachname / Surname

Anisha

Familienstand / Marital status

verheiratet

Geburtsdatum / Date of birth

13.01.1983

Geburtsort / Place of birth

Köln

Schneider

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Trotz des massiven Versuches die indischen Engel in den

1970ern wieder loszuwerden, hat sich eine (oder besser

gesagt: haben sich mehrere) kleine aber aktive keralesische

Gemeinschaft(en) in Deutschland etabliert. Sie sind hier,

um zu bleiben. Sie haben Häuser hier und in Indien. Sie

haben Kontakte hier, in Indien und rund um die Welt. Und da

sie sehr darauf bedacht sind, erfolgreich zu sein und nicht

negativ aufzufallen, konnten sie sich gut in der deutschen

Gesellschaft etablieren.

(Urmila Goel, Südasien Ausgabe 02/2002, urmila.de)

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Brown Angels Das Filmprojekt

Originaltitel:

Translated Lives -

A Migration Revisited

Regie:

Shiny Jacob Benjamin

Drehbuch:

Paul Zacharia

Produzent:

Mathew Joseph

Beratung:

Jose Punnamparambil

Re-Edit:

Ahjosh Elavumkal

cameo-medien.de

"In den 60er Jahren kamen die ersten indischen Krankenschwestern

nach Deutschland. Sie konnten die Sprache

kaum und hatten niemals ein anderes Land als ihr

Heimatland gesehen.

50 Jahre später erzählen uns die Protagonistinnen dieser

Migration von ihren Erfahrungen, Freuden und Ängsten

der damaligen Zeit und den heutigen Lebenswelten,

die sich im Laufe der Zeit herausbildeten. Der Film

„Translated Lives A Migration Revisited“ begleitet

diese Krankenschwestern auf eine Reise in ihre Vergangenheit

und lädt den Zuschauer ein,sich auf diese

spannende Welt einzulassen. Dabei sind Trauer und Komik,

Tragikund Freude stetige Begleiter."

(Jana Koshy, Meine Welt Ausgabe 02/2014, apeironmind.com)

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"... Entstanden ist eine große visuelle Ethnografie

jener Gruppe von Frauen, die sich vor 50 Jahren

aufmachten in ein neues Land, mit nichts Geringerem

ausgestattet als ihrem Mut, ihrer Kreativität und

ihrem Vermögen, sich den Herausforderungen einer

solchen Migration zu stellen. Er referiert darauf, dass

Migration keine abgeschlossene Handlung ist, sondern

eine stetige Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen

Lebenswelten der Akteure und der

Personen, die diese umgeben. ..."

— Jana Koshy

Auszeichnungen / Wertschätzungen

2014

2014

2014

2015

2015

Kolkata Filmfestspiele 2014: Bester Dokumentarfilm

Indisches Filmfestival in Stuttgart 2014: Nominierung

Erster Preis des bundesweiten Wettbewerbs zu herausragenden

kommunalen Beispielen für Migration und Entwicklung „Kommune

bewegt die Welt“. Der Film war eines der 10 Projekte, die

für die Stadt Köln den ersten Preis gewonnen haben. Der Film

wurde von der Deutsch-Indischen Gesellschaft Köln/Bonn eingereicht,

welche das anteilige Preisgeld anschließend für eine

deutsche Filmfassung zur Verfügung stellte.

The National Laadli Media and Advertising Awards for Gender

Sensitivity 2013-2014, Bester Dokumentarfilm

Dada Saheb Phalke Filmfestival: Nominiert zur Teilnahme an

dem bedeutenden Filmfestival zu Ehren des „Vaters des Indischen

Kinos“.

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Impressum

Herausgeber:

Masala Movement e.V.

masala-movement.de

Projekt-Team:

Jose Punnamparambil

Mathew Joseph

Ruth Elisabeth Heap

Manoj Kurian Kallupurackal

Ahjosh Elavumkal

Konzept & Design:

Manoj Kurian Kallupurackal

kurianghoting.com

Texte:

Urmila Goel

Jana Koshy

Jose Punnamparambil

Ruth Elisabeth Heap

Bilder:

Seiten 1, 2, 31, 32, 35: Brown Angels Film / Seiten 6, 8, 14, 27:

Getty Images / Seiten 7, 10-13, 15, 20, 24, 25, 29: Fam. Kallupurackal

/ Seiten 16, 18, 22, 23: Meine Welt Zeitschrift / Seite 21: IVC Köln

Finanzierung:

Die deutsche Fassung des Dokumentarfilms Brown Angels (vorher Translated

Lives) und die Produktion dieses Begleitheftes wurden durch ein anteiliges

Preisgeld aus dem Wettbewerb Kommune bewegt Welt (2014) und die

freundliche Unterstützung des Diözesan-Caritasverbandes Köln finanziert.

© Masala Movement e.V. Köln, 2016. Alle Rechte vorbehalten. Jegliche - auch auszugsweise - Verwertung,

Wiedergabe, Vervielfältigung oder Speicherung, ob elektronisch, mechanisch, durch Fotokopie

oder Aufzeichnung, bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung durch den Herausgeber.

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„In Deutschland

haben Bäume keine

Blätter und es fällt

Baumwolle vom

Himmel.“

Winter 1964: Regelmäßig landen

Maschinen mit jungen Frauen

aus dem südindischen Kerala.

Gut 6.000 werden es am Ende

sein, die jüngsten gerade mal

16, die ältesten kaum 20. Die

Bundesrepublik sucht händeringend

Krankenschwestern ...