Fiat 500 IG München Jahresheft 2018

fiat500

Alles über die Aktivitäten der Fiat 500 Interessengemeinschaft München. Reiseberichte, Erlebnisse und wissenswertes über andere Oldtimer.

5

Die Jahresausgabe der Fiat 500 IG München 2018

www.fiat500ig.de

ASC-Clubausfahrt

Königlich

unterwegs

Fiat 500 Treffen in Holland

Invasie van

Italiaanse knuffelberen

Alpinetreffen

Nah am

Asphalt

Mini Club München Ausfahrt

Römer &

Britannier

Vienna Classic Days 2018

Wiener

Charme

6. Meran Classic 2018

Oldtimerland

Südtirol


Editorial

Liebe Fiat 500 Freunde,

Das Jahr 2018 war stark geprägt von Gedanken verschiedener

EU-Länder, die Europäische Gemeinschaft in Frage zu stellen!

Unsere IG stattdessen hat bewiesen, dass uns Grenzen

und verschiedene Länder nicht daran hindern, uns zu lieben

und zu schätzen. So waren wir mit den englischen MINIS

sowie auch mit einem französischen Citroen unterwegs. Wir

respektieren beispielhaft andere Techniken und interessieren

uns dafür.

In diesem Jahr war ich in Holland auf einem Fiat 500 Treffen

(siehe Artikel Seite 16), da war dann nach 1.300

km Schluß. Schiebestück kaputt. Ich hatte

Glück, da sich auf der ADAC-Sammelstelle

in Kaiserlautern herausstellte, dass

der Chef selber einen Fiat

500 besitzt.

Ganz toll fand ich die

ASC-Maibaumausfahrt

mit einem Bent ley Mark

VI, Baujahr 1947. Hr. Imhoff,

der Besitzer, holte mich zuhause

ab und chauffierte mich wie eine Queen (freundlich lächelnd

und winkend) als Beifahrer durch Bayern. Siehe Seite 14.

Verliehen für Hochzeit

Eukalyptusblätter und weiße

Schleifen vorne, am Rückspiegel

und hinten, garniert mit Luftballons.

Gesehen in Holland:

Eine Bianchina Trasformabile

Coupé, die in 3 Serien von

1959 bis 1962 gebaut wurde.

Vermutlich ist dieses

pinkfarbene Exemplar

ein Baujahr 1962. Ein

sichtbares Indiz sind die

schwarzen Gummipuffer

in der Stoßstange, die

gab es nur 1961 und 1962.

Insgesamt wurden 34.500

Stück produziert, allerdings keine

einzige in Pink.

Fotos: Angie Schlegel (2); Gabi Cinelli (1); Andrea Fichtel (1).

Über 100 Alpines auf einem Fleck sieht man nicht alle Tage.

Mehr zu dem Treffen auf Seite 28.

Vielen Dank für den Beitrag von Werner Geier, der mit den

Schweizern nach Turin auf die Fiat-Teststrecke auf dem Dach

des Fabrikgebäudes in Lingotto gefahren ist. Siehe Seite 34.

Herzlichst Eure Angie von der

Fiat 500 IG München

Beule im Dach

Unser Neumitglied parkte in der

Stadtmitte Münchens zur Wiesnzeit.

Bitter: Es hat sich wohl einer

draufgesetzt.

www.fiat500ig.de/500er 2018 3


Kurz notiert

Auto für einen Kurzfilmdreh

gesucht

Die Fiat 500 IG München bekam im

März 2018 diese Anfrage: Wir sind

Studenten der HFF München und

wollen im April einen Kurzfilm drehen.

Dafür suchen wir für einen

Drehtag (im Zeitraum vom 20.-22.

April) noch einen schönen Fiat, der

eine wichtige Rolle im Film spielen

wird, um unsere Welt zu erzählen. Es

handelt sich um einen Science-Fiction-Film,

in dem sich auf der Erde nur

noch sehr wohlhabende Menschen

Autos leisten können. Diese fahren

dann besondere Liebhaberstücke,

wie eben der gesuchte Fiat.

Sie begutachteten meinen Montgomery,

der völlig verstaubt in der Halle

stand. Mit der Bitte, das Fahrzeug keinesfalls

sauber zu machen, da auch

im Film „der Fiat nur selten benutzt

wird“, tat ich mich schwer.

Der Termin: 19. April, gegen 13.15 Uhr;

Ort: Walchensee auf der Mautstraße.

Als ich dort eintraf waren gut 15 Leute

am Weg. Zuerst wurden Solarpanels

auf den Fiat geklebt. Die Kennzeichen

mußten auch weg. Ich hätte beinahe

das vordere Kennzeichen am nächsten

Tag auf dem Weg nach Österreich

verloren, wir haben in Teamarbeit die

Kennzeichen in der Nacht draufgeschraubt,

aber anscheinend nicht fest

genug. Straßenschilder wurden weggedreht

oder entfernt.

Der ganze Tag war durchgeplant, drei

Szenen wurden bis Mitternacht gedreht.

Jetzt weiß ich erst, aus wieviel

Perspektiven ein und dieselbe Szene

gedreht werden muß. Und die Schauspieler

zigmal die gleiche Einstellung

spielen müssen. Sicherlich gibt es

bei größeren Filmprojekten mehrere

Kameras. Sie hatten nur eine. Alle arbeiteten

an diesem Tag ehrenamtlich.

Aber das Equipment kostet Geld, daß

vom Producer organisiert werden

musste. Ganz toll fand ich das Catering.

Wie sagte Henning (einer der

Producer): Gutes Essen fördert das

Durchhalten und die Zusammenarbeit.

Wo immer er das Essen holte, es

war gut und gesund!

Zwei Leute waren damit beschäftigt

die Straße abzusperren. Ein undankbarer

Job, weil sie nicht mal in Sichtweite

waren und per Handy informiert

wurden, wann sie die Straße sperren

sollten. Jeder hatte seine Aufgabe. Ich

war überrascht, die sagen nicht „Action“

sondern „Film ab“. Die Aufnahme-Setleiterin

hatte die Uhr immer

im Auge und pushte die Mannschaft,

wenn die Zeit davon lief. Zweimal

wurde die Location gewechselt.

Die Schauspieler waren auch gefordert,

die mußten den Fiat mehrmals

eine leichte Anhöhe hochschieben,

da im Film der Fiat nicht mehr läuft.

Schicksal: Am nächsten Tag bin ich

mit Getriebeschaden in Österreich

stehenge blieben. Nach Mitternacht

war der Dreh zu Ende. Ein langer und

interessanter Tag. Bin gespannt auf

den Film.

Von Angie Schlegel

Maske: Voll ausgestattet war die Maskenbildnerin.

Solarpanels wurden aufgeklebt, da der Fiat mit Sonnenenergie fährt!

Die Straße mußte mehrmals gesperrt werden, wenn diese „Wand“ positioniert

wurde und Wind durfte auch keiner sein.

Die letzte Einstellung bei Nacht. Unglaublich wie die Licht platzierten!

Fotos: Angie Schlegel

4 500er 2018/www.fiat500ig.de


Inhalt

Römer & Britannier

26 Mini (davon 4 Innocenti), 2 Mini

Moke, 5 Cinquecento aus Italien und

8 Cinquecento der 500 IG (davon

1 Bianchina) waren gemeinsam zur

Zugspitze unterwegs.

14

10

28

Königlich unterwegs

Es ist schon ein Erlebnis, wie die Queen freundlich

lächelnd und winkend im Bentley Mark VI, Baujahr

1947 durch Bayern zu fahren.

Nah am Asphalt

Die Familie Kern & Team in Markt Rettenbach hat zum

14. Internationalen Alpinetreffen eingeladen. Über 100

Alpines könnte man bestaunen.

Auf alten Bahnen

Ausfahrt mit dem Schweizer

Fiat 500 Club zur ehemaligen Fiat

Produktionsstätte in Turin.

34

6 Kurz notiert

Ausfahrt Mini Club München

10 Römer & Britannier

ASC: Rund um Bayerische Maibäume

14 Königlich unterwegs

Fiat 500 Treffen in Holland

16 Invasie van Italiaanse

knuffelberen

Fiat 500 IG Intern

23 Vernissage und Fototermin

24 Zurück in die 60er

27 Touristenattraktion

Alpinetreffen Rettenbach

28 Nah am Asphalt

Technik

32 Motorinstandsetzung: Überholt!

FIAT-Teststrecke Turin

34 Auf alten Bahnen

On Tour mit den OFO‘s

36 Ab in die Berge

Vienna Classic Days

38 Wiener Charme

6. Meran Classic

40 Oldtimerland Südtirol

Impressum

Fotos: Angie Schlegel (4); Jürgen Lenich (1); Werner Geier (1); Harald Metz (1).

Bavaria Film Studios:

Für einen Film wurden einiger unserer

IG-Fahrzeuge in einer Filmkulisse

aus den 60ern gebraucht.

24

38

Unterwegs mit den OFO‘s 2017:

Auf dem Weg zur Brandler Alm in

Ruhpolding erfährt man auch was

über den 0-Euroschein.

36

Vienna Classic Days:

Mitten im Herzen Wiens findet jedes Jahr eines der

größten Oldtimerveranstaltungen Österreichs statt.

Auf dem Bild drei Generationen Alpine, A 110, A 310

und die neueste Alpine.

Verfasser: Angelika Schlegel,

Bismarckstraße 12, 82319 Starnberg

angieschlegel@yahoo.de

info@fiat500ig.de

Erscheinungsweise: 1 mal im Jahr

Druckerei: Rainbowprint,

Druckerei Ganz, Inhaber: Norbert Ganz,

Paradiesstr. 10,

97225 Zellingen-Retzbach

Fotonachweise:

Großes Bild: Angie Schlegel

Hollandtreffen: Angie Schlegel

ASC-Ausfahrt: Angie Schlegel

Alpinetreffen: Angie Schlegel

Mini Club München: Harald Metz

Vienna Classic Days: Angie Schlegel

6. Meran Classic: Angie Schlegel

www.fiat 500ig.de/500er 2018 5


Kurz notiert

Maxlrain 2018

Anlässlich der ADAC Bavaria Historic am 31. Mai fanden

sich bei diesem Bilderbuchwetter wieder über 3.000

Oldtimer rund um das Schloss Maxlrain zusammen. Auf

dem Brauereigelände fanden Demofahrten von historischen

Renn- und Rallye-Autos der Extraklasse statt.

Echt klasse! Ein grandioses Oldtimer-Volksfest.

CLASSIC MEETS CLASSIC 2018

Zahlreiche Klassiker versammelten sich bei schönstem Wetter zum

Oldtimertreffen in Germering. Der Oldtimer-Corso wurde mit viel

Charme und Weisheiten von Pascal Kapp präsentiert. Musikalisch

wurde das Treffen von Klassik bis Klassik/Rock begleitet. Highlight

waren die Demofahrten, dominiert von den amerikanischen

Geschossen die in 18 Sekunden eine kurze Distanz zurücklegen

mussten. CMC unterstützt das kbo-Kinderzentrum München mit

einer Spendenaktion.

Hochkaräter:

Außergewöhnliche

automobile

Schmuckstücke

aufgereiht vor

der Klosterkirche

Fürstenfeld, dass

eines der ehemaligen

Hausklöster der

Wittelsbacher war.

Hingucker:

Ein Porsche 550

Spyder auf einem

umgebauten Bulli

von Motorworld. Ein

tolles Gespann.

Motorworld Oldtimertage in Fürstenfeldbruck

Vor der wunderbaren Kulisse des

Klosters Fürstenfeld bei München

fand zum 2. Mal der Concorso

Competizione Sportivo der Motorworld

Oldtimertage Fürstenfeld

statt. Eingeladen waren die Besitzer

von Rennbolliden aus dem

Rennsport, wie Rallyefahrzeuge,

Tourenwagen, Formelfahrzeuge,

Vorkriegsrennwagen oder auch

Bergrennfahrzeuge. Bewertet wurde

in unterschiedlichen Klassen.

Absolutes Highlight war für mich

der weiße Bizzarrini GT 5300

(oben neben dem roten Cheetah).

Der Sportwagen wurde in geringen

Stückzahlen vom italienischen

Sportwagenhersteller Automobili

Bizzarini von 1964 bis 1968 gebaut.

Googelt man so einen Bizzarini findet

man wenige und wenn, dann

ohne Preisangabe oder zum Verkauf

im siebenstelligen Bereich.

Rund um das Gelände fand man

viele Stände, dass das Herz jedes

Oldtimerliebhabers höher schlagen

ließ. Auf der Waaghäuslwiese

konnte man „ein fliegendes Auto“,

den PAL-V-Liberty bestaunen. Die

Zukunft lässt grüßen.

Auffallend viele Käfer besuchten

die Oldtimertage, kein Wunder. Das

Kult-Auto feiert dieses Jahr seinen

80. Geburtstag. Eine kleine Sonderausstellung

zeigte einen Querschnitt

verschiedener Käfer-Modelle.

Bei einem Fotowettbewerb wurde

das beste Käfer-Bild gesucht.

Prämiert wurde ein Bild von Robert

Kleditsch von den OFO‘s (Oldtimerfreunde

Obermenzing), der in

seiner Freizeit Bilder von Postkarten

mit Käfer aus den 50er und 60er

Jahren nachstellt.

Auf der Amperwiese war eine Rampe

aufgebaut, bei der Besucher ihre

Oldtimer vorstellen konnten, begleitet

von einem Moderator, der

auf witzige Art die ein oder andere

Information über das Fahrzeug dem

Besitzer entlockte.

Auf der Obstwiese waren einige

Clubs vertreten, alte Bekannte wie

der Miniclub oder die OFO‘s.

Fotos: Angie Schlegel.

6 500er 2018/www.fiat500ig.de


Kurz notiert

Fotos: Hermann Bloeßl

Zwei feine Damen feiern Geburtstag

Es war im Juli vorigen Jahres in

Germering beim großen Treffen

„Classic meets Classics“. LUCIA,

ein sportlich elegantes Bianchina

Cabriolet (Basis FIAT 500) und

HENRIETTE, ein extravagant,

charmanter CITROEN AMI 6 (unter

Kennern „A Missis“

genannt) standen

zufällig nebeneinander

– oder war es eine Fügung

des Schicksals?

Beide kamen sofort ins

Gespräch. Sie stellten

fest, dass sie sich technisch

betrachtet, sehr

ähnlich sind! So haben beide einen

2-Zylinder luftgekühlten Motor mit

499 bzw. 597ccm, 21 bzw. 23,5 PS

und beide haben 2018 ihren 50. Geburtstag!

HENRIETTE hatte sofort die Idee,

dieses Ereignis zusammen in Form

einer kleinen Ausfahrt zu feiern. Da

HENRIETTE bereits sehr früh im

Jahr 1968 ihre Räder erstmalig auf

die Französischen Straßen setzen

durfte, einigte man sich auf einen

Tricolore, in der Mitte ein

VW Käfer Bj. 1965.

für ältere Damen angenehmeren

Termin, nämlich auf LUCIAs Tag

der ersten Zulassung, den 13. Mai.

Bei strahlendem Sonnenschein traf

man sich beim Kloster Schäftlarn

und – welche Freude – HENRI­

ETTE hat noch eine Freundin mitgebracht.

MAJA, ein

hübscher, sehr schön

restaurierter VW Käfer

von 1965. Nun zu Dritt

und in den Farben der

Italienischen Tricolore

machte sich die kleine

„Europadelegation“

auf den Weg über

kleine Nebenstraßen nach Murnau.

Auch wenn MAJA mit ihren 34PS

am stärksten motorisiert war, war

für alle eine Reisegeschwindigkeit

von max. 80km/h sehr willkommen.

In Westried durften sich die 3

Damen erholen, dafür mussten sich

Fahrerinnen, Fahrer und Beifahrerinnen

ein wenig anstrengen. Es

war nämlich eine etwa zweistündige

Wanderung auf dem Bohlenweg

durch’s Murnauer Moor angesagt.

Amerikanische Straßenkreuzer

Herrliche Landschaft vor der Bergkulisse

und den frischen Frühlingsblumen.

Nachmittags, während einer Einkehr

in Polling, zogen am Himmel

wieder bedrohliche Wolken auf

und kurz nach dem Start zur Heimfahrt

entluden sie sich sintflutartig.

Trotzdem kamen die 3 rüstigen

Damen problemlos und fast wieder

trocken zu Hause an. Alle Drei waren

glücklich und zufrieden, einen

schönen Tag miteinander verlebt zu

haben.

Von Hermann Bloeßl

Bild oben links:

Ein grüner Citroen

AMI 6 und daneben

eine rote Bianchina,

beide Bj. 1968.

Bild oben rechts:

Treffpunkt zur Geburtstagsausfahrt

vor dem Kloster

Schäftlarn.

Bild darunter:

Ein Gläschen

Champagner auf

die Geburtstagskinder.

Am Samstag, dem 09. Juni traf

sich in Peißenberg wieder die

GASOLINE GANG zum „7. Vintage

Motor & Music Festival“. Bei

herrlichem Wetter donnerten und

bullerten die teils riesigen Amerikanischen

Straßenkreuzer der 50er bis

70er Jahre auf dem Platz vor dem

Tiefstollen heran.

Es war alles wieder perfekt organisiert.

Von der Bühne aus, auf der

später auch die „Miss Petticoat“ gewählt

wurde, wurden die Fahrzeuge

vorgestellt und das ganze Gelände

mit der passenden Oldiemusik beschallt.

Von Bayerischem Wurstsalat

bis zum originalgetreuen Beefburger

war kulinarisch alles geboten

und beim Anblick der herumstolzierenden

Petticoatmädchen konnte

man sich auf einen Amerikanischen

Beachparkplatz versetzt fühlen.

Nun spielen diese Blechmonster

natürlich in einer anderen Liga als

unsere 500er. Trotzdem machte

sich eine kleine Abordnung von 5

IG-lern auf den Weg und wurden

auf dem Platz gerne aufgenommen.

Wir durften uns an einem günstigen

Platz aufstellen und bekamen

von den Besuchern erstaunlich viel

Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Aufkommende Gewitterwolken

trieben uns am Nachmittag dazu,

doch das rauschende Fest wieder

zu verlassen. Es kam aber nicht

zu Niederschlägen und die GASO­

LINE GANG konnte ihr Musikprogramm

bis in die späte Nacht hinein

genießen. Von Hermann Bloeßl

Foto: Hermann Bloeßl

Foto: Manfred Bucher

www.fiat 500ig.de/500er 2018 7


Report

Meeting

Wenn die Italiener

auf die Briten treffen

dann schaut das wie

auf dem großen Bild

aus. Links ein Fiat 500

F, Baujahr 1972, daneben

v.l.n.r: Innocenti

Mini Cooper, Baujahr

1972; Rover Mini

Cooper, Baujahr 1991

und ein Austin Mini

Van, Baujahr 1980.

Ausfahrt mit dem Mini Club München

Römer & Britannier

Ein Besuch der römischen Fiat 500 Delegation veranlasste den Mini Club München eine

Ausfahrt zu planen. Sie kennen sich wohl schon sehr lange. Die weiteste Anreise: Über

900 km. Kompliment. Die 6 Fiats aus Italien waren alle mit mehr PS ausgestattet. Mit

Funkantennen blieben sie untereinander in Kontakt und optisch: Whow! Was für Männer

und Frauen entstiegen den Fahrzeugen. Von Angie Schlegel

Foto: Harald Metz

Delegation Italien

Das Logo des Clubs

auf weißen Hemden.

Harry vom Mini Club München

e.V. lernte ich bei der Werkstatt

vom Michi Vondrovsky

in Emmering kennen. Da erzählte

er mir, dass die Römer kommen

würden und sie eine Ausfahrt planten.

Ob die Fiat 500 IG München

auch dazu kommen möchte? Na

klar. Es fanden sich 5 Fiat‘s aus

unserer IG zusammen. Termin:

Samstag 30.06.2018. Treffpunkt: 9

Uhr an der A95, Autobahnraststätte

Höhenrain. Ich war sehr überrascht

über die vielen Fahrzeuge, die bereits

eingetroffen waren. Es sollten

insgesamt 44 Fahrzeuge werden.

14 Fiats und 30 Minis in allen Farben

und Modellen. Die Organisatoren

mussten die Route ändern, da

sich soviele Teilnehmer angemeldet

hatten und das Zeitlimit mit der Anzahl

der Fahrzeuge nicht machbar

war. Ziel: Die Zugspitze. Die Begrüßung

sowie die grobe Fahrroute

wurde durch Stefan und Eisi durchgeführt.

Ein Reifenplatten an einem

Mini wurde schnell behoben. Jeder

bekam ein Roadbook in die Hand

und los ging‘s. Über die Autobahn

bis Ausfahrt Kochel/Murnau. Da

Hermann aus der Fiat 500 IG Riege

mit seiner Bianchina die Route auswendig

kannte, folgte ich ihm so-

10 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Foto: Harald Metz

Kultauto Mini und Fiat 500

Anstoß für die Entwicklung der kleinen

und sparsamen Automobile war die

Suezkrise von 1956 − die erste Energiekrise

mit deutlich spürbaren Auswirkungen

für die westliche Welt.

Als junges Mädchen wollte ich unbedingt

einen Mini haben, aber mein

Vater erlaubte es mir nicht. Nicht ohne

Grund: Gerüchte sagen, es hat Minis

gegeben, die schon bei ihrer Auslieferung

gerostet haben. Ob Mythos

oder nicht, der Mini hat konstruktionsbedingt

ein Rostproblem. Zahlreiche

völlig ungeschützte Hohlräume an

Türen, Hauben, Radhäusern sorgen für

Feucht- und Rostbiotope. Soviel anders

ist es bei dem Fiat 500 auch nicht. Auch

die Fiats haben ein Rostproblem, nur

scheint in Italien die Sonne, in England

eher seltener. Ganz klar, wer sich einen

Mini/Fiat 500 kaufen will, sollte sich unbedingt

einen Fachmann holen.

Gebaut wurden die Minis von 1959 bis

2000. Es gab sie als Limousine, Kombi

und Pickup. Die Fiats wurden von 1957

bis 1977 gebaut als Limousine und

Kombi. Der Mini ist 8 cm länger, 7 cm

breiter und 6 cm höher als der Fiat 500.

Beide Modelle haben Ottomotoren,

der Mini von 34-78 PS, der Fiat 500 von

13,5 bis 21 PS. Natürlich gibt es beide

Modelle als PS-Bolliden.

Foto: Angie Schlegel

www.fiat 500ig.de/500er 2018 11


Report

fort. Hinter mir war niemand. Dann

kamen ein paar Minis. Dazwischen

warteten wir auf unsere Leute und

mein Fiat sprang nur mit Mühe nach

ewigem Orgeln an. Über die Kesselbergstraße,

die mittlerweile absolut

„Motorrad sicher“ gemacht wurde,

ging es zum Walchensee. Über

Krün, Wallgau, Garmisch-Partenkirchen

endete die erste Etappe in

Grainau am Parkplatz der Zugspitzbahn/Eibsee-Seilbahn.

Vier der Fiat

500 IG München waren die letzten,

weil mein Fiat einfach nicht angesprungen

ist, nachdem wir am Straßenrand

stehengeblieben waren,

um dem ganzen Troß zuzuwinken.

Aber Loreto (unser Technikmann)

hat meinen Fiat wieder zum Laufen

gebracht.

Die Zugspitze ist mit 2.962 m

über NHN (Normalhöhennull)

der höchste Gipfel des Wettersteingebirges

und gleichzeitig

Deutschlands höchster Berg. Das

Zugspitzmassiv liegt südwestlich

von Garmisch-Partenkirchen in

Bayern und im Norden Tirols.

Seit Dezember 2017 kann man mit

einer topmodernen Seilbahn den

höchsten Berg Deutschlands erklimmen.

Sechs Jahre Planung und

Bauarbeiten stecken in diesem Projekt

der Superlative. Die bodentief

verglasten Großraumkabinen bieten

Platz für bis zu 120 Personen und

passieren die mit 127 Metern weltweit

höchste Stahlbaustütze für

Pendelbahnen. Sie überwinden den

weltweit größten Gesamthöhenunterschied

von 1.945 Metern in

einer Sektion und haben das weltweit

längste freie Spannfeld mit

3.213 Metern.

Im Vorfeld erzählte mir Harry die

Idee von dem Transport eines Fiats

auf die Zugspitze. Er hat einen sehr

guten Draht zum Hausmeister Andreas

der Zugspitzbahn. Nun, rein

technisch wäre das möglich gewesen.

Aber der Fiat hätte alleine zur

Zugspitze fahren müssen und wir

(Personen) mit der nächsten Gondel

nach. Dann wäre der ganze Gag

weggewesen. Nicht nur das es pro

Fahrt 1.000 Euro gekostet hätte,

war die Bayerische Zugspitzbahn

Bergbahn AG von der Idee nicht zu

überzeugen.

Natürlich war es oben bewölkt

als wir ankamen und somit ist uns

der Blick auf über 400 Alpengipfel

in Deutschland, Österreich, der

Schweiz und Italien verwehrt geblieben.

Aber, ein überdachter Weg

führte uns auf eine Plattform nach

Tirol! Immerhin. Im Münchner

12 500er 2018/www.fiat500ig.de

Foto: Harald Metz Foto: Angie Schlegel

Haus auf 2.964 m löffelten wir eine

Suppe und mussten danach auch

schon wieder runter. 14 Uhr Abfahrt

nächste Etappe. Der Andreas

ermöglichte uns noch einen Blick in

den Maschinenraum. Er wirkt verhältnismäßig

klein und es ist auch

erstaunlich leise im Maschinenraum.

Modernste Technik eben.

Weiter ging es Richtung Kloster

Ettal, nach Oberammergau, Bad

Bayersoien bis zur Wieskirche. Die

Italiener haben wir unterwegs verloren.

Sie haben das Schmuckstück

aus dem Jahre 1754, prächtig im

Stile des Rokoko ausgestattet, leider

nicht gesehen. Als Kind, also

schon verdammt lange her, habe ich

mit meinen Eltern die Wieskirche

besucht. Damals stand sie ganz alleine

auf einem Feld. Heute stehen

einige Gehöfte neben der Kirche.

Ursprünglich eine Wallfahrtskirche,

am 14. Juni 1738 bemerkte

die Bäuerin Maria

Lory in den Augen der

Figur einige Tropfen,

die sie für Tränen hielt.

Seit 1983 gehört die

Wieskirche zum Weltkulturerbe.

Nach der Besichtigung

lud uns Harry noch

zum Sommerfest in

Aubing im „Zwicklwirt“

ein. Ein riesiges

Spanferkel und andere

Leckereien krönten den

Italiener

Aufgereiht, direkt

vor dem Eingang

stehen die Italiener,

vorne die Fiat 500

IG München.

British

Stefan in seinem Innocenti

Mini Cooper

von Baujahr 1972.

Rechts:

Harry in seinem

Mini Van, Baujahr

1980.


Report

Britannier

Von richtig alt bis

Modell der 90er.

Dazwischen steht

ein Innocenti.

Alle Fotos auf dieser Seite: Harald Metz

Die Organisatoren v.l.n.r.: Eisi (Mitorganisator und

Schriftführer Mini Club München), Stefan Murgia

(Hauptorganisator und Bindeglied zu den Italienern),

Harry Wild (Mitorganisator Zugspitze und 1.

Vorstand‚ Mini Club München), Silvano (Anführer

und Organisator der Fiat 500 Italien-Connection); im

Hintergrund Pit und Wolfgang (Mitglieder vom Mini

Club München).

Abschluß. Die Römer bedankten

sich mit einem riesigen Parmaschinken

beim Mini-Club. Außerdem

bekam Harry noch ein Fiat

500 Club Europe-Hemd geschenkt,

dass ihn sofort zu einem Striptease

veranlasste. Es passt!

Vielen Dank, im Namen der Fiat 500

IG München für diesen superorganisierten

Tag. Vielen Dank für das Abendessen.

Toll war‘s.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 13


Report

Fotos: Angie Schlegel

Allgemeine Schnauferl-Clubausfahrt: „Rund um Bayerische Maibäume“ am 1. Mai 2018

Königlich unterwegs

Ich hatte schon 2017 die Gelegenheit mit einem Rolls Royce Silvercloud 1 chauffiert zu werden.

Auch letztes Jahr sprach ich Hr. Imhoff mit seinem Bentley Mark VI, Baujahr 1947 auf dem 3. Warm

Up Motorworld München an. Wiedergesehen haben wir uns auf den Oldtimertagen Fürstenfeld und

blieben in Kontakt. Auf die Frage, ob ich mal mitfahren dürfte, schlug er mir die ASC-Ausfahrt: „Rund

um Bayerische Maibäume“. Von Angie Schlegel

Es ist schon ein Erlebnis, wie

die Queen freundlich lächelnd

und winkend im Bentley Mark

VI aus dem Jahre 1947 durch Bayern

zu fahren. Dieses zweifarbige,

rechtsgesteuerte Edelfahrzeug erlebt

eine große Aufmerksamkeit allerdings

anders als bei meinem Fiat

500 aus dem Jahre 1962. Während

der Fiat ein Lächeln in die Gesichter

zaubert ist es beim Bentley die

Bewunderung und die Wertschätzung

der Luxuslimousine.

Welch Freude als die Nobelkarosse

bei mir vor der Haustür stand. Die

ausladenden Kotflügel, der riesige

Kühlergrill, im Gegensatz die kleinen

runden Blinkerleuchten und die

Farben mint und schwarz, welch

eine Pracht. Die Blinkerleuchten gab

es ja früher nicht, jetzt ist TÜV-gerecht

Blinker und Warnblinkanlage

integriert. Eigentlich hat der Bentley

seinen Winker oben zwischen den

Türen. Um diese zu bedienen musste

Bild oben: Links der

Bentley Mark VI,

rechts ein Daimler

V8 Saloon

Der Daimler ist

ein Baujahr 1966,

Erstzulassung im

Januar 1967 (wie

sein Besitzer). Das

Fahrzeug hat einen

V8-Motor mit 2,5l

Hubraum und 140

SAE-PS. Über eine

3-Gang-Automatik

werden die Hinterräder

angetrieben.

Das Fahrzeug

wurde 1967 an einen

Landarzt namens Dr.

Robert Spencer in

London ausgeliefert,

der ihn bis 1979 fuhr.

Danach kam er nach

Deutschland, wo er

im Laufe der Jahre

unter Erhaltung der

Patina restauriert

wurde. Der Vorbesitzer

dieses Daimlers

war Hr. Imhoff.

Hr. Imhoff einen Hebel in der Mitte

des Cockpits entweder nach rechts

oder links betätigen, also nicht wie

wir es gewohnt sind, einen Hebel

direkt am Lenkrad zu benutzen. Bei

Bentley nennt man die Türen heute

„coachdoors“, nicht wie bei meinem

Fiat Selbstmördertüren. Das Schließen

der Türen erursacht nur ein verhaltenes

„Klick“.

Das Lenkrad, das Holz, das Leder,

das riesige Foyer, die vielen kleinen

Schalter, ich war erstmal nur

beschäftigt mir alles genau anzuschauen

und anzufassen. Selbst die

Scharniere der Ausstellfenstern sind

sehenswert. Und die Fensterkurbel

ist riesig, mit einer halben Fensterkurbeldrehung

kann man das

Fenster ganz öffnen. Schneller geht

es nicht mal mit den elektrischen

Fensterhebern von heute.

Der Blick auf die „Flying B“ lässt

die Länge der Kühlerhaube erahnen.

Man muss viele Schalter drehen

bevor man „her Majesty“ starten

kann. Ein angenehmes dunkles

Brummen des über 130 PS Motors

dringt ans Ohr und dann gleiten wir

zum Treffpunkt nach Polling.

An diesem Tag war der Wettergott

nicht milde gestimmt, es war kalt

und bewölkt. Ich sollte warme

Klei dung tragen, da der Bentley

nicht so gut heizen würde, riet mir

Hr. Imhoff. 2016 kaufte

er die Luxuslimosine

in Paris.

Umfangreiche

Recherchen

14 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Schöne Autos

Mercedes, drei verschiedene Jahrgänge.

Das Los der „Flying B“

Hr. Imhoff beim Abschrauben der „B-Wing“,

diese wird durch einen Chromverschluss

ersetzt. Sie ist nicht nur teuer, sondern

auch bei Sammlern sehr

beliebt!

BENTLEY MK IV

Fotos: Angie Schlegel

zu den Vorbesitzern des Bentleys

gestalteten sich schwierig. Sicher

ist die Erstzulassung im Oktober

1947 an einen Engländer in der Farbe

schwarz. Auch den letzten Engländer

und den ersten und letzten

Franzosen (ab 1998) konnte er recherchieren,

nur nicht, ob es jeweils

zwischen diesen weitere Besitzer

gab. Er erzählte auch, daß der Bentley

nicht auf dem Bremsenprüfstand

gefahren werden kann. Sie sind deshalb

nicht auf dem Bremsprüfstand

überprüfbar, weil sie ein spezielles

Bentley/RR-System haben, das

hinten mechanisch und vorne umgesetzt

hydraulisch bremst. Diese

Kraftübertragung von hinten nach

vorne ist wohl das Prüfhindernis.

Der Bentley hat ein Schaltgetriebe,

keine Servolenkung, also Muskelkraft

beim Einparken ist gefragt!

BMW 600

Dieser BMW 600 wurde nach

dem Vorbild der BMW Isetta als

viersitziger Kleinwagen entwickelt.

Gebaut wurde das Fahrzeug von

1957 bis 1959. Zum Einstieg

hatte er eine Fronttür und hinten

rechts eine seitliche Tür. Dieser

süße blaue Wagen gehört

einem älteren Ehepaar, die mit

ihren 19 PS aus dem Raum

Miesbach anreisten.

Die Windgeräusche bei einer fast

geraden Windschutzscheibe sind

beachtlich.

Immer wenn wir parkten schraubte

Hr. Imhoff die „Flying B“ ab und

ersetzte diese durch einen extra angefertigten

Chromverschluss. So

eine „B-Wing“ (bei Rolls Royce

heißt die Figur „Emily“) ist teuer

und „beliebt“ bei Sammlern.

In Polling kamen alle Teilnehmer

zusammen und wir wurden Zeuge

einer Maibaumaufstellung mit

Manneskraft. Das Roadbook wurde

verteilt und los ging die Ausfahrt.

Die 112 km lange Ausfahrt führte

uns nach Murnau, Sindelsdorf,

Kochel, Benediktbeuren, Wolfratshausen

bis nach Neufahrn zum Hotel-Cafe

Hanfstingl. In vielen Orten

wurden Maibäume aufgestellt, das

Motto dieser Maiauftakt-Fahrt des

ASC-Clubs.

Wunderschöne Autos wie eine

BMW Isetta 600 und jüngere Modelle

von BMW, verschiedene Mercedes

(auch ein MB Cabriolet von

1940), ein Jaguar E-Type und Alfa

Romeo war auch vertreten. Ganz

toll fand ich die Taufe zweier Fahrzeuge.

Die Besitzer erzählten ihre

Geschichte zum Fahrzeug, dann

knallten die Sektkorken. Klar, dass

die Flasche nicht wie bei einer

Schiffstaufe gegen das Fahrzeug

geschlagen wurde. Die Rückfahrt

durfte ich dann im Daimler geniessen,

da der Nachwuchs des Daimlerbesitzers

unbedingt mal Bentley

mitfahren wollte. Im Daimler war

es richtig kuschlig warm.

Vielen Dank Hr. Imhoff, dass ich

mitfahren und für eine kleine Zeit

mal „Queen“ spielen durfte.

Baujahr 1947; 4257 ccm – ca. 132 PS

Länge: 4877 mm; Breite: 1778 mm;

Leergewicht: 1850 kg

Höchstgeschwindigkeit 154 km/h

Gesamtfertigung: 5208 – erste eigene Karosserie

Der Bentley Mark VI (1946 - 1952) ist ein Pkw-Modell der

Bentley Motors. Die viertürige Oberklasse-Limousine

war das erste Nachkriegsmodell des Herstellers und

auch das erste, das ab Werk mit Werkskarosserie (Standard

Steel) als komplettes Fahrzeug ausgeliefert wurde.

Als Antrieb diente ein Reihen-Sechszylindermotor, der

die Einlaßventile im Zylinderkopf und die Auslaßventile

seitlich stehend im Block angeordnet aufwies.

Motorinnenraum

Schwer beeindruckt war ich von der Glasflasche für das Wischwasser.

Schublade

So sieht ein perfekt

aufgeräumtes

Werkzeugset aus,

ganz edel in einer

Walnussholzschublade

auf der

Beifahrerseite zu

finden.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 15


Report

Schloss Hoensbroek

Lunch im größten

Schloss der Niederlande.

Fiat 500 Treffen in Holland, Sittard-Geleen Pfingsten 2018

Invasie van Italiaanse

knuffelberen

Opnieuw heten wij met veel genoegen deelnemers, sponsoren en toeschouwers van harte welkom

bij deze nieuwe editie van het Fiat 500 Pinkstertreffen in Sittard-Geleen. „Invasie van Italiaanse

knuffelberen“ zo prijkte een krantenkop na een zeer successvolle editie in 2013. Übersetzt heißt

das: Wir freuen uns, Teilnehmer, Sponsoren und Zuschauer zu dieser neuen Ausgabe des Fiat 500

Pfingsttreffens in Sittard-Geleen begrüßen zu dürfen. Die „Invasion der italienischen Kuschelbären“

war eine Schlagzeile nach einem sehr erfolgreichen Treffen im Jahr 2013. 5 Jahre haben sie sich

Zeit gelassen. 2018 die Neuauflage mit über 150 Fahrzeugen. Von Angie Schlegel

Ich hab’s wieder getan. Eine

weite Reise, nach Holland zum

Fiat 500 Pinkstertreffen 2018

des Fiat 500 Club Niederlande.

1.800 km in 1 Woche, obwohl läppisch

gegenüber den 3.000 km in 13

Tagen im Jahre 2015, die Tour des

Grandes Alpes mit den Schweizern.

Dieses Mal aber ist es anders, da ich

ganz alleine mit Montgomery (Fiat

500 D, Baujahr 1962) unterwegs

war.

Plakat

Tolles Werbeplakat

zum Pfinkstertreffen

2018 des Fiat Club

Van der Niederlande.

Als ich am Samstag in Sittard um

10.48 Uhr ankam stand nur 1 Fiat

am Platz. Wie ich später erfahren

werde, sind die Holländer

sehr pünktlich was Abfahrtszeiten

betrifft. Aber man wartete auf mich,

was ich sehr nett fand. Begrüßt

wurde ich von Sanne, einer der

Hauptorganisatoren des Fiat 500

Club Niederlande. Mit ihr fuhr ich

in die nächste kleine Stadt Markt

Geleen, wo der Pulk zum Mittagessen

ankommen wird. An diesem

Tag fand ein riesiger Markt statt.

Und dann kamen über 100 Fiats mal

in dreier Gruppen, mal nur einer

und dann ganz viele. Ampeln hatte

die Gruppe auseinander gerissen.

Außerdem wurde nach Roadbook

(in niederländisch) gefahren, was

zur Folge hatte, dass sich einige

auch verfahren hatten und die

Ankunftszeit sich verzögerte. Viele

Giardineras, sehr viele originalge-

Fotos: Angie Schlegel

16 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Fotos: Angie Schlegel

haltene Fiats.

Eine Gruppe

bestand nur aus

Topolinos, sie

kamen aus Bern, der

Schweizer Topolino

Club gab sich die Ehre. Auch einige

mit italienischem Kennzeichen.

Somit war klar, ich hatte mit 732

km nicht die weiteste Anreise.

Nach dem Mittagessen ging es mit

der Ausfahrt weiter. Nachdem ich

kein niederländisch kann, habe

ich mich einfach irgendjemanden

angeschlossen. Wenn dieser sich

verfahren hatte, bin ich einfach den

nächsten gefolgt und so habe ich es

gehalten bis Sittard. War sehr lustig,

da im Roadbook entweder ein Fehler

oder es so tricky war, dass aus

jeder Straße Fiats kamen und alle

ihre Hände hoben „keine Ahnung,

wie es hier weiter geht“. Am Platz

habe

ich dann

im Hotel

Merici eingecheckt,

der Fiat parkte

in einer riesigen öffentlichen

Tiefgarage, vielmehr sehr

viele Fiats, war im Preis des

Treffens mit eingeschlossen. Das

Abendessen war am Platz im Freien

vor dem Coffee Mundo. Das Essen

war sehr gut. Ich habe auch schnell

Anschluss gefunden, die Niederländer

sind sehr gesellige Menschen.

Die Redakteure des Heftes „DE

500“ habe ich kennengelernt. Sie

machen das Heft seit fast 20 Jahren.

Kompliment!

Das Heft

erscheint ¼ jährlich

mit 66 Seiten

im A5 Format. Und

woher bekommt ihr die Beiträge?

Alle Beiträge kommen „freiwillig“

von den Clubmitgliedern,

der Club hat auch fast 2.000 Mitglieder,

der in einzelne Sektionen

unterteilt ist, wie in der Schweiz.

Sittard

Tolle Aufstellung mit

den 150 Fahrzeugen

am Sonntag bei

schönstem Wetter.

Am Sonntag traf man sich gegen 9

Uhr wieder am Platz. Es war wunderschönstes

Wetter und 150 Fahrzeuge

standen in 8er Reihen nebeneinander.

Wahnsinn! Pünktlich um

10 Uhr fuhr der Koloss los. Zwar

wieder mit Roadbook, aber man

versuchte zusammen zu bleiben. Es

ging durch viele kleine Ortschaften

und alle hatten zur Geschwindigkeitsbegrenzung

Holperstellen.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 17


Report

Ich erwähne es deshalb, weil es

Holperstellen bei uns nicht gibt.

Es gibt keine Zäune und alle haben

wunderschöne Vorgärten, so schön.

Ziel war das „Kasteel Hoensbroek“.

Schloss Hoensbroek ist eines der

größten Schlösser der Niederlande.

Es liegt im Heerlener Ortsteil

Hoensbroek im Südosten der Provinz

Limburg. Auch hier, superorganisiert,

gab es das Mittagsbuffet.

Um 14 Uhr ging es wieder Richtung

Sittard.

Jeder konnte zurückfahren wie er

wollte und so hat man immer Fiats

vor Lokalen oder Eisdielen stehen

sehen, da die Ankunft zwischen

16-18 Uhr geplant war. Der absolute

Höhepunkt war die Aufstellung

aller Fiats auf dem Marktplatz des

mittelalterlichen Stadtzentrum von

Sittard. Normalerweise finden dort

Lebensmittelmärkte statt. Der Platz

ist mit einstöckigen Häusern, auch

aus dieser Zeit, umsäumt und davor

gibt es viele Restaurants und Cafe’s.

Das Fernsehen und das Radio war

da. Der Bürgermeister dieser Stadt

hat einen Fiat 500. Zum Abschluss

gab es in einer kleinen Brauerei

noch ein traditionelles niederländisches

Abendessen. Der Eingang

durch eine große Holztüre,

schmale Treppen nach unten, am

Tresen mit einem Bier wieder Stufen

nach oben. Ein wunderschöner

Innenhof namens Mariapark kam

zum Vorschein, den wir leider nicht

geniessen konnten, da es heftig zu

regnen anfing. Aber die Räumlichkeiten,

in denen wir speisten waren

Gina

Ein guter Name

und alles dabei

für ein Picknick.

Viele Insassen

Schlümpfe in

allen Farben und

Variationen.

Selten

Fiat 500 N, Baujahr

1959, 2. Serie.

Toll restauriert.

Das Team

Nur ein kleiner Teil

der Organisatoren in

meinem Fiat. Hintere

Reihe: Frank Machiels

(Vorsitzender Fiat 500

Treffen Sittard-Geleen),

Cor Storcken

(Freiwilliger), Klaas

Pollema (Freiwilliger).

Erste Reihe: José de

Bruijn (Freiwilliger),

Remco de Bruijn

(Organisation). Im Bild

links: Sanne Martens

(Organisation) beim

Fernsehinterview.

Fotos: Angie Schlegel

18 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Topolinos

Aus der Schweiz

(Bern) mit 8 Fahrzeugen

angereist..

Schöne Plaketten

Er war 1998 in

München.

Aufstellung

auf dem mittelalterlichen

Stadtzentrum

von Sittard.

phänomenal. Es gab einen Eintopf

und superleckere Pommes. Natürlich

wurden noch diverse Dankesreden

gehalten. Ich habe das Plakat

des „Pinkstertreffen” in Form eines

Bildes geschenkt bekommen, der

Präsident Alessandro Scarpa des

Fiat 500 Club Italia, auch Hauptorganisator

des Fiat 500 Treffen

in Garlenda, sprach in fließendem

Englisch Dankesworte. Das Treffen

war hervorragend organisiert,

die Ausfahrten wunderschön und

überall gutes Essen. Ich komme auf

jeden Fall wieder, wenn sie vielleicht

in 5 Jahren wieder ein Treffen

veranstalten.

Fotos: Angie Schlegel

Verleihung

Das Plakat in der linken und der Fiat mit

den Daten des Treffens in der rechten

Hand. Überreicht von John für den

Topolino Club aus der Schweiz in dem

wunderschönen Raum der Brauerei

Ambrass in Sittard.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 19


Report

Starnberg – Speyer: 327 km

Natürlich hat es geregnet. Deswegen

bin ich bis Günzburg Autobahn gefahren,

Wetterbesserung und runter von

der Autobahn. Warum Speyer? Weil die

Stadt eine der ältesten Städte Deutschlands

ist und ich dort meine Mutter

treffen werde, die mit dem Zug anreiste.

Ankunft um 17 Uhr. Das Hotel Trutzpfaff,

sehr zentral gelegen, hatte einen

hauseigenen Parkplatz. Was mache ich

bis 21.00 Uhr bis meine Mutter kommt:

Ausruhen, im Internet nach einem Lokal

suchen und durch die Waschstrasse

fahren. Sie kam verspätet am Bahnhof

Speyer an, es gibt 1. Klasse Abteile in der

S-Bahn. Whow! Mami und ich machten

erstmal das phänomenale Bild „Montgomery

mit Kaiserdom“ und dann erkundeten

wir die Stadt. In einem kleinen

Weinlokal tauschten wir unsere Erlebnisse

der Herfahrt aus. Bei ihr ging der

Zug kaputt, sie musste in eine S-Bahn

umsteigen und ist eine Station 1. Klasse

gefahren.

Bei mir die Verfolgungsfahrt eines Mercedes-SUV-Fahrers

über 50 km. Er kam

mehrmals bedrohlich nah, als ich rechts

ran fuhr, tat er mir gleich, dann aber mit

großem Abstand. Es waren 3 Männer im

Fahrzeug. In dem Moment als meine

Entscheidung die Polizei zu rufen kam,

bog er in eine Tankstelle ein. Aufatmen,

ich bin kein Schisser, aber 50 km verfolgt

zu werden und das habe ich mir

nicht eingebildet, bei fast leeren Straßen

nicht überholt zu werden, fand ich nach

einer Weile persönlich bedrohlich. Ich

bin geschlossen gefahren, ob sie mich

als weibliche Fahrerin erkannt haben,

weiß ich nicht.

Der Weg zum Fiat 500 Treffen in Holland, Sittard-Geleen Pfingsten 2018

Allein unterwegs

Ich mache keine Mammutfahrten in einem Stück mehr, mit meinem

Montgomery (Fiat 500 D, Baujahr 1962 mit 26 PS). 2016 habe ich

noch gut in der Erinnerung als ich nach dem Harzer Treffen noch nach

Hannover fuhr, um meine Tante zu besuchen. Hannover-Starnberg

bei München (661 km) alles Autobahn. 10 Stunden (kein Stau) habe

ich gebraucht, ein Alptraum. Für die Strecke Starnberg-Sittard hatte

ich mir Kultur eingeplant (von meiner Mutter inspiriert). Die Etappen:

Starnberg – Speyer – Trier – Sittard-Geleen, Niederlande – Kaiserslautern

– Landau – Esslingen – Fürstenfeld.

Von Angie Schlegel

Kultur:

Speyer ist eine kreisfreie Stadt am Oberrhein.

Als römische Gründung, damals

Noviomagus oder Civitas Nemetum

genannt, ist sie eine der ältesten Städte

Deutschlands. Weithin bekannt ist Speyer

durch seinen Kaiser- und Mariendom.

Es ist die weltweit größte noch erhaltene

romanische Kirche und zählt seit

1981 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Hotel: 1 Nacht

Hotel Garni Trutzpfaff

Webergasse 5, 67346 Speyer

Preis/Leistungsverhältnis stimmt,

Frühstück ausreichend, hauseigener

Parkplatz, Lage super

Fotos: Angie Schlegel

20 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Fotos: Angie Schlegel

Speyer – Trier: 200 km

Nach einem ausgiebigen Frühstück erkundeten

wir die Stadt Speyer am Tag zu

Fuß, besichtigten den Dom und machten

uns um 11 Uhr Richtung Trier auf.

Das Navi schickte uns durch hügeliges

Land, durch Wälder auf fiattauglichen

Straßen, also sehr schmalen Straßen,

zum Teil waren wir einsam unterwegs,

es kam uns niemand entgegen und es

war auch keiner hinter uns. Kurz bevor

wir auf eine größere Straße abbogen,

ging der Motor aus und Montgomery

sprang nicht mehr an. Anscheinend

brauchte er mal eine Pause, 10 Minuten

später trat er seinen Dienst wieder an. In

Kirschweiler – dem Dorf der Edelsteinschleifer

– speisten wir ein verspätetes

Mittagessen im Golfclub, mit einer fantastischen

Aussicht. Die Strecke bis Trier

absolvierten in 7 Stunden mit Pausen.

Kultur:

Trier ist eine Stadt im Südwesten

Deutschlands in der Weinregion Mosel

und liegt unweit der Luxemburgischen

Grenze. Die Stadt wurde von den Römern

gegründet und verfügt noch über

einige gut erhaltene römische Baudenkmäler

wie die Porta Nigra, die Reste

römischer Badehäuser, ein Amphitheater

nahe dem Stadtzentrum sowie eine

Steinbrücke über die Mosel.

Sehr empfehlenswert ist die Erlebnisführung

in der Porta Nigra. Im römischen

Kostüm versetzen die Schauspieler

einen in die Zeit der Römer.

Hotel: 2 Nächte

Hotel Römischer Kaiser

Porta Nigra Platz 6, 54292 Trier

Preis/Leistungsverhältnis stimmt, Zimmer

könnten moderner sein, Frühstück

ausreichend, umzäunten Parkplatz ca.

200m entfernt, Lage genial.

Porta Nigra

Dieses Tor ist 1800

Jahre alt, hier von

der Seite fotografiert.

Von vorne, siehe Bild

darunter.

Trier – Sittard-Geleen: 198 km

Nach dem Frühstück machte meine

Mutter sich auf den Weg zum nahegelegenen

Bahnhof und ich Richtung Holland.

Das Navi sagte mir, dass ich um

10.08 Uhr in Sittard wäre. Per Mail, teilte

ich dem Club mit, dass ich hoffentlich

um 10 Uhr da wäre. Der schnellste Weg

war die Autobahn, dass aber 20 km nur

60 km/h erlaubt waren wegen einer

Baustelle kostete Zeit. 10 km vor Sittard

fuhr ich in eine riesige Shell-Tankstelle

zum Tanken. Wäre ja nicht erwähnenswert,

wenn nicht folgendes passiert

wäre. Tankschlauch in Tank gesteckt,

kommt kein Benzin. Okay zur anderen

Zapfsäule, gleiches Spiel. Ein deutscher

Autofahrer machte mich auf einen Zettel

in Niederländisch/Englisch geschrieben

aufmerksam. Dem konnte man entnehmen,

erst an Kasse zahlen, dann Benzin!

Blöderweise kam kurz vorher ein Bus

mit Chinesen an, die wollten dann ihren

Toilettengutschein einlösen. Das dauert

doch geschlagene 20 Minuten, bis

sie feststellten a) für 50 Cent gibt‘s nix,

b) was nehme ich und wieviel muß ich

drauflegen! Um 10.48 Uhr kam ich dann

in Sittard an, wo nur ein Fiat da stand.

Aber man hat auf mich gewartet. Alles

andere im vorherigen Artikel.

Kultur:

Sittard (limburgisch Zitterd) ist eine

Stadt im südlichen Teil der niederländischen

Provinz Limburg unmittelbar

an der deutschen Grenze. Der Ort ist in

karolingischer Zeit zwischen 700 und

1000 entstanden.

Hotel: 2 Nächte

Hotel Merici****

Oude Markt 25, 6131 EN - Sittard - NL

Preis/Leistungsverhältnis stimmt nicht,

Suite optisch super, aber ineffizient,

Frühstück ausreichend, Parkplätze in

öffentlicher Tiefgarage, Lage perfekt.

Marktplatz

Höhepunkt, die

Aufstellung der

Fahrzeuge auf dem

Marktplatz in Sittard.

Bild darunter: Der

Marktplatz bei Nacht.

Freistehende

Badewanne neben

dem Bett

Man konnte aus

Sicherheitsgründen

die Fenster nicht öffnen,

wohin mit der

feuchten Luft? Das

war mein Upgrade, da

ich nur 1 Nacht gebucht,

aber 2 Nächte

geblieben bin.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 21


Report

Rückfahrt von Sittard-Geleen, Niederlande

Zwangspause

nach 1.300 km

22 500er 2018/www.fiat500ig.de

Sittard – Landau i. Pf.: 362 km

Am Pfingstmontag machte sich auch

die Topolinotruppe aus Bern auf den

Heimweg. Sie bewunderten noch meinen

Mut, alleine als Frau mit einem Fiat

500 so eine weite Strecke zu fahren. Nur

zur Klarstellung: Nicht wegen mir als

Frau, sondern wegen der Zuverlässigkeit

des Fiats! Aber es kommt wie es kommt,

Der Chef höchstpersönlich

Er wechselte auch noch das Schiebestück auf der linken Seite,

da ich ja noch einige Kilometer vor mir hatte. Ersatzteile nahm

er von seinem Fiat, der in Rohkarosse in einer Garage steht.

Aber ich hatte selber Schiebestücke dabei. Wer lange einen

Fiat 500 hat wie ich und solche langen Reisen macht, lernt

bestimmte Ersatzteile dabei zu haben. Wobei ich noch nie ein

Problem mit den Antriebswellen hatte, aber schon viele andere.

Lieber Herr Rainer Kärgel, vielen Dank für ihren Einsatz und

das sie es möglich gemacht haben, dass ich auf eigener Achse

weiterfahren konnte.

Werkstatt:

Seit über 25 Jahren Straßendienstpartner des ADAC

Repariert nicht nur Alltagswagen, auch Oldtimer aller Art

Rainer Kärgel, Queichtalstr. 51, 76855 Annweiler

Tel. 06346 / 9628-0

nach 1.300 km war erstmal Schluß. In

Kaiserslautern hat sich das Schiebestück

an der Antriebswelle verabschiedet.

Sehr ärgerlich, da sich 2 Wochen

vor meiner Reise nach Holland in Österreich

eine Schraube vom Tellerrad

gelöst (Getriebe) hatte und eine Weiterfahrt

unmöglich machte. Montgomery

mußte nach Deutschland überführt

werden, was 6 Tage dauerte. Ich dachte,

es wäre wieder das gleiche Problem,

da das Geräusch, das von jetzt auf jetzt

kam identisch war, allerdings konnte ich

noch 20 Meter in eine Busbucht fahren,

das ging in Österreich nicht mehr. Aber

ich hatte Glück, als nämlich der ADAC

zur Sammelstelle in Kaiserslautern fuhr,

stellte der zuständige Mitarbeiter fest,

dass sein Chef einen Fiat 500 hat. Welch

Lichtblick, nachdem ich ja schon fleißig

die Notrufnummern des Fiat 500 Forum

durchtelefonierte ohne Ergebnis. Die

Werkstatt lag im 40 km entfernten Annweiler,

nicht weit weg von Landau in der

Pfalz. Ich bekam einen Leihwagen und

suchte mir nahe Landau ein Hotel.

Kultur:

Gegründet wurde Landau um 1260 von

Graf Emich IV. von Leiningen-Landeck.

Dieser ließ eine in die Ebene vorgelagerte

Befestigung als zusätzlichen Schutz

für seine Burg Landeck errichten. 1274

erhielt Landau von König Rudolf I. von

Habsburg die Stadtrechte. Der König

gewährte Landau 1291 den Status einer

Reichsstadt.

Hotel: 1 Nacht

Villa Delange

Lindenbergstr. 30, 76829 Landau

Ein sehr nettes süßes Hotel, ein ehemaliges

Winzeranwesen. Jedes Zimmer

hat einen Namen. So liebevoll eingerichtet,

da konnte man sich nur wohlfühlen.

Preis/Leistunsverhältnis stimmt

aber sowas von, Frühstück super,

hauseigener Parkplatz nur für 3 Pkw,

man kann aber in der Straße kostenlos

parken. Lage am Hügel, nach Landau

mit dem Auto in wenigen Minuten.

Landau i. Pf. – Esslingen: 157 km

Gegen 17 Uhr fuhr ich Richtung Esslingen.

Verabredet hatte ich mich mit

Werner von dem Fiat 500 Club Fellbach.

Nach dem Abendessen schaute

er in seiner Garage zu später Stunde

nochmal die Antriebswelle und die

Schiebestücke an. Er bemerkte, dass die

Antriebswelle etwas unrund sich drehte,

dass erklärte auch die Vibration ab

70 km/h, wie als wenn ein Reifen eine

Unwucht hätte. Vielen Dank, dass ich

bei dir übernachten durfte.

Esslingen – FFB: 202 km

Als ich am nächsten Morgen los fuhr,

beschlich mich ein echt ungutes Gefühl.

Kurz vor Augsburg wurde die Vibration

immer schlimmer, also schlich

ich mich über kleine Straßen (max. 60

km/h) bis zur Werkstatt nach Emmering

bei Fürstenfeldbruck. Ein Glück, das

ich einen Schwertransporter, der nicht

überholt werden durfte, über 18 km vor

mir hatte. Der fuhr maximal 60 km/h.

Ganz ehrlich, die letzten 80 km empfand

ich als die Hölle. Auf keinen Fall

wollte ich von den gelben Engeln gerettet

werden, da ich die bereits zweimal

innerhalb von 6 Wochen in Anspruch

genommen hatte.

Ich kam an. 1.800 km bin ich gefahren.

Es war trotzdem eine tolle Reise. Eine

Woche war ich unterwegs.

Fotos: Angie Schlegel


Fiat 500 IG Intern

Termin im Ebenböckhaus, Pasing München

Vernissage und Fototermin

Anlässlich der Ausstellung „Cinquecento“, die die Fotografien

des Künstlers Christof Kirzinger zeigte, wurde von Thomas

Linsmayer von der Pasinger Fabrik GmbH Cinquecentos gesucht.

Wir kamen zu dritt (Fiat 500 IG München) in das Anwesen.

Bevor die Band QUADRO NUEVO auf der Vernissage

spielte, wurde für Werbezwecke noch Fotos gemacht.

Der Künstler Christof Kirzinger studierte in Rom Architektur.

Mit seiner Kamera hielt er die Architektur Roms sowie alltägliche

Situationen und die Cinquecentos fest. Ein buntes Potpourie

von dem italienischen Klassiker konnte man auf der

Vernissage bestaunen.

Klein, aber fein war die Vernissage, die mit italienischen Köstlichkeiten

garniert war und begleitet von den vier Musiker der

Band QUADRA NUEVO.

Geschichte zum Anwesen: Im Jahr 1865 hatte die Familie

Ebenböck ihre florierende Wachs zieherei von München nach

Pasing verlegt und dort einen Firmensitz samt Parkanlagen

errichtet. Die Wachszieherei befand sich hier bis 1905, dann

wurde die Firma stillgelegt. 1926 wurde das Hauptgebäude

zu einem spätklassizistischen Schlöss chen mit französischen

Parkelementen umgestaltet und diente der Familie vor allem

als Sommersitz.

Foto: Angie Schlegel

Foto: Christof Kirzinger

Momentaufnahme

Der Künstler Christof

Kirzinger hat in Rom

Architektur studiert

und dort mit seiner

Kamera das Leben,

alltägliche Situationen,

die Architektur

und die Cinquentos

festgehalten. Das Bild

oben ist eines seiner

Lieblingsbilder.

Die Band

Quadro Nuevo ist ein

1996 gegründetes

Akustik-Quartett,

das im Bereich der

Weltmusik und des

Jazz tätig ist.

Foto: Hermann Bloeßl

www.fiat 500ig.de/500er 2018 23


IG Intern

24 500er 2018/www.fiat500ig.de


IG Intern

Termin: Bavaria Film Studios München

Zurück in

die 60er

Mitte Juli erreichte uns eine Anfrage für ein Filmprojekt von

Studenten und Auszubildenden der Filmhochschule München,

die einen Kurzfilm in den Bavaria Filmstudios in München

drehen wollten. Da der Film in den 60er Jahren spielt,

benötigten sie noch einige zu dieser Zeit passende Fahrzeuge,

um die Kulisse zum Leben zu erwecken. Gedreht wurde in der

„Münchner Straße“ auf dem Gelände der Bavaria Film.

Die Kulisse „Münchner

Straße“ in den Bavaria

Filmstudios, zahlreiche

Statisten und Loreto‘s

gelber Giardiniera.

Hermann‘s rote

Bianchina wartet auf

ihren Einsatz, noch

geschlossen.

Fotos: Jürgen Lenich

Natürlich wollten wir solch

ein Projekt unterstützen. Es

wurde abgeklärt wann und

wieviele Autos benötigt werden.

Die Dreharbeiten fielen aber mitten

in die Ferien, was die Sache

nicht leichter machte, Fahrzeuge

und auch Fahrer zu finden. Wir

boten dem Filmteam dann 3 Fahrzeuge

an, das Bianchina Cabrio von

Hermann, und die beiden Fiats der

Cinellis, den schwarzen 500er und

die Giardiniera. Ein Fahrzeug diente

geparkt als Kulisse, die beiden

anderen als „bewegte“ Fahrzeuge.

Die Bilder der Fahrzeuge gefielen

der Filmcrew so gut, dass man sich

schnell auf die Fahrzeuge festlegte.

Nun mussten noch Fahrer gefunden

werden.

Am Stammtisch wurde alles besprochen.

Als Fahrer wurden festgelegt

Loreto, Marc (Müller) und

Jürgen, der Hermanns Bianchina

fuhr, da Hermann während der

Dreharbeiten noch im Urlaub war.

Der Termin stand ja schon fest, nun

ging es um die Zeitplanung, rund

2-3 Stunden waren für den Dreh

vorgesehen, nur wann genau? Die

Dispo für den Drehtag Sa. 25. August

war noch offen, uns wurde ein

Zeitfenster zwischen ca. 7:30 – ca.

11:30 Uhr g enannt. Fest stand:

• Bianchina, rot (würde voraussichtlich

im Motiv parken und durch das

Motiv fahren)

Fiat Kombi, gelb (würde voraussichtlich

im Motiv parken)

Fiat 500, schwarz (würde voraussichtlich

durch das Motiv fahren)

Wenige Tage vor dem Dreh erhielten

wir dann das Script über den

Drehtag, unser Einsatz war nun (erfreulicherweise)

erst für 9:30 Uhr

geplant.

Kurz vor dem Drehtag wurden wir

dann noch über den „Dresscode“

informiert: „Ihr werdet ja in dem

Film mit euren Autos Komparsen

sein. Da braucht ihr natürlich auch

noch ein Kostüm. Da ihr ja, wenn

die Autos nicht als „parkende Requisiten“

verwendet werden, als

Fahrer hinterm Steuer sitzen werdet,

müsstet ihr euch ja obenrum

wie in den 60er kleiden.

Die Männer am besten einfach im

Jackett mit Hemd darunter und

eventuell, wer einen hat, einen Hut.

Einfach mal alles mitbringen, dass

unsere Kostümbildnerin euch was

raussuchen kann. …“

Dann wurde es Samstag und wir

fuhren mit unseren 3 Fahrzeugen zu

den BAVARIA STUDIOS, begleitet

von Gaby Cinelli, die ja dankenswerterweise

alles koordinierte. Am

Set war schon a bisserl was los, es

wurde ja auch schon seit 7:30 Uhr

gedreht. Das Wetter war nicht besonders,

aber es regnete zum Glück

nicht. In der Kulisse standen auch

schon einige Fahrzeuge des Oldtimerclub

Erding e.V. in der aktuellen

Einstellung eben ein traumhafter

BMW Barockengel.

Einfahrt zum

Bavaria Filmgelände.

Artikel verfasst

von Jürgen, hier

im Kostüm.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 25


IG Intern

Fotos: Jürgen Lenich

Bilder obere

Reihe:

Loreto‘s „schwarzer

Fiat“ in Fahrt.

Offen und drehbereit

die rote Bianchina,

dahinter

ein blauer 190er

Mercedes.

Bilder untere

Reihe:

Loreto‘s Giardinera

als Statist.

... der Anblick als

wir ankamen.

Zum Film selbst schreibe ich hier

(fast) nichts, aber es war hochinteressant

die ganze sehr aufwendige

Organisaton und das rege Treiben

zu sehen. Kamerateam, Beleuchterteam

und der Regisseur mit

dem ganzen Team, echt super! Wir

konnten uns in einem Kulissenhaus

aufhalten, auch hier schon seltsam,

wenn man sieht, wie das live und

später im Film aussieht.

Mit „etwas“ Verspätung ging es

dann los. Die Bianchina und die

Giardiniera wurden in „Parkposition

gebracht“ und der Dreh startete.

Erst einmal viiiiiele Proben, dann

einige Male der eigentliche Dreh

bis alles passte. In der ersten Szene

die wir in direkter Nähe beobachten

konnten, standen also unsere beiden

Fahrzeuge und in die Szene kam

Bewegung. Viele Statisten in zeitgemäßen

Kostümen spielten ihre

Rollen, und 2 Fahrzeuge des Erdiinger

Clubs fuhren durchʼs Bild,

ein traumhafter Mercedes und ein

Opel. In dieser Szene spielte die

Hauptperson direkt mit. Der Dreh

dauerte nicht nur gefühlte Stunden.

In der nächste Szene spielten

auch Marc als Fahrer von Loretos

schwarzem 500er mit. Unser Fahrer

wurde „obenrum“ eingekleidet und

fuhr auch x-mal mit Gegenverkehr

durchs Bild. Bald war auch diese

Sequenz abgedreht.

Im dritten Teil durfte dann die (offene)

Bianchina die von mir gesteuert

wurde mitmachen. Das Wetter hielt

noch, war aber schon grenzwertig,

speziell für ein Cabrio…, aber es

blieb trocken. In den ersten „Proben“

fuhr ich an einer Cafe-Kulisse

vorbei, aus der Hauptdarsteller

„stolpernd“ auf die Straße lief

und ich „scharf“ bremsen musste.

Alles laut Drehbuch. Das wurde

dann kurzfristig „angepasst“ und

ich wurde instruiert, den Hauptdarsteller

beim bremsen anzuhupen

– ohne dass der Darsteller das

wusste. Was mir wiederum nicht

bekannt war, ist die Tatsache, dass

Hermanns Bianchina über eine laute

2-Ton-Fanfarenhupe verfügt. Der

Hauptdarsteller taumelte also vor

die Bianchina, ganz nach Drehbuch,

ich bremste und hupte ihn an. Der

Hauptdarsteller schaute mich wirklich

erschrocken an! In der nächsten

Einstellung sollte ich ihn auch noch

kurz mit erhobenem Arm „drohen“.

Schwupps – die Szene war im Kasten,

der Dreh für uns abgeschlossen

und wir waren fertig. Inzwischen

waren auch weitere wunderschöne

Oldtimer am Dreh für die nächsten

Szenen eingetroffen. Inzwischen

war es 15:30 Uhr.

Wir wurden verabschiedet und alle

freuten sich über die erfolgreichen

Dreh. Auf die Unkostenerstattung

verzichteten wir. Wir wollten eben

die Bavaria Studios verlassen, ich

fuhr die Bianchina offen, da erreichten

uns vereinzelte Regentropfen.

Wir stoppten und machten die Bianchina

dicht. Nun stand der „Heimreise“

nichts mehr im Wege, immer

mit der Spannung wie der Film, vor

allem aber die Szenen in denen wir

mitwirkten, geworden sind. Wenn

alles fertig und geschnitten ist erhalten

wir einen Kopie.

Übrigens regnete es nur ganz leicht

bis kurz vor den heimischen Garagen

dann heftiger Regen einsetzte.

Das stand so bestimmt auch nicht

im Drehbuch. Euer Jürgen

26 500er 2018/www.fiat500ig.de


Die Bianchina‘s vor der

Stadtmauer von San

Giminiano.

IG Intern

Toskanatour zum Bianchina-Spezialisten

Touristenattraktion

Es war vor drei Jahren, da erfüllte ich mir einen Jugendtraum, denn schon 1964 prägte sich ein kleines

Auto in mein Gedächtnis ein, das in dem damals erschienenen Film „Der rosarote Panter“ eine kleine

aber unvergessliche Hauptrolle spielte. – von Hermann Bloeßl –

Fotos: Hermann Bloeßl

Nun, nach 47 Jahren fand ich im

Herzen der Toskana ein Angebot,

dem ich nicht widerstehen konnte

und es war ein Glücksfall, sowohl

für mich, als auch für den Verkäufer.

Ich bekam nämlich für mein

Geld ein sehr gut restauriertes

BIANCHINA Cabrio und der Verkäufer,

der sehr viel Fachwissen

und handwerkliches Geschick in

die Restaurierung gesteckt hatte,

bekam in mir einen Käufer, der den

Wert zu schätzen weiß und bei dem

es in gute Hände kommt.

Diesem Ruf machte ich jetzt auch

3 Jahre alle Ehre und so beschloss

ich, Marcello, dem mittlerweile

zum Freund gewordenen AUTO-

BIANCHI Spezialisten, dies ihm

persönlich vorzuführen. Im August

machte ich mich mit einer

Zwischenübernachtung am Gardasee

auf den Weg nach Colle di Val

d’Elsa, etwa in der Mitte zwischen

Florenz und Siena. Es war eine

sehr freudige und herzliche Begegnung

und Marcello, der inzwischen

schon wieder mehrere verschiedene

BIANCHINA-Modelle restauriert

hat. Er fuhr mit mir in einem ebenso

schön und gut restaurierten Cabrio

mehrere Tage durch die herrliche

Landschaft der Colli Senesi und des

Chiantigebiets. Wo immer wir auch

hinkamen, wir waren der Blickfang

für die Touristen und alle wollten

sich mit den süßen kleinen Sportwagen

fotografieren lassen. Marcello

war glücklich, dass ich seine

(jetzt natürlich meine) LUCIA so

gut pflege und behandle und bot mir

an, mir jederzeit wieder eine BIAN-

CHINA zu restaurieren und zu verkaufen...

Die Rückfahrt schaffte LUCIA mit

einer Zwischenübernachtung im

Trentino problemlos und ich schätze,

uns wurde auf der doch insgesamt

fast 2000 km langen Tour

gefühlt 1000 mal der erhobene

Daumen gezeigt oder ein anderes,

anerkennendes Hand- Hup- oder

Lichtzeichen gegeben. Ein tolles

Gefühl!

Marcello, der Bianchina-Spezialist links mit seiner Enkelin und

mir. Im Hintergrund die Geschlechtertürme von San Giminiano.

Touristenattraktion.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 27


Report

14. Internationales Alpinetreffen bei Familie Kern & Team

in Markt Rettenbach im April 2018

Nah am Asphalt

Zum 50igsten Jubiläum hatte Kern-Tuning eingeladen. Aus ganz Europa kamen die

Alpine-Enthusiasten nach Markt-Rettenbach zum Feiern. Über 100 Fahrzeuge versammelten

sich bei schönstem Wetter vor dem Autohaus Kern. Von Angie Schlegel

Man sieht sie ja nicht alle Tage

und dann gleich über 100 Alpines

auf der Straße. Als diese

Modelle damals auf den Markt kamen,

war ich eher auf englische Luxuskarossen

fokussiert. Sportautos

interessierten mich nicht wirklich,

meinem Mann um so mehr. Irgendwann

stand der A 110 vor der Tür,

vor kurzem kam der A 310 dazu.

Mir persönlich gefällt der oder die?

(wird in der Presse mal so oder so

bezeichnet) Alpine A110 Berlinette

optisch viel besser. Dieser Sportwagen

des französischen Herstellers

wurde von 1962 bis 1977 in Dieppe

hergestellt. Bekannt wurde der

Rennflitzer durch den Renn- und

Rallyesport, die größten Erfolge erzielte

er in der Rallye Monte Carlo,

der Europameisterschaft im Rallyesport

sowie der Rallyeweltmeisterschaft

im Jahre 1971 und 1973.

Schlank, schnell und temperamentvoll,

leicht und lässig wird sie von

Alpine-Begeisterten bezeichnet.

Das Gewicht von knapp über 700

kg (bei Rennversionen 600-650

kg), dieses gerade mal 1,10 m hohen

Flitzers ist der Schlüssel seines

Erfolges. Schlank, nicht zu

groß und „leicht“ sollte allerdings

auch der Fahrer sein. Hat man sich

ROBERT KERN

„Mein Beruf ist mein Hobby – mein Hobby

ist mein Beruf. Aus meiner aktiven und

erfolgreichen Rallyezeit in den 70er Jahren

blieb mir die Liebe zur Alpine

bis zum heutigen Tag

erhalten.“

dann (mühsam) in die niedrige

Coupé-Karosserie hineingesetzt,

weiß man, dass das Aussteigen

umso schwerer wird. Man sitzt

mit gestreckten Beinen in einem

Schalensitz, innen mit Stoffbezug.

Die Pedalerie ist relativ eng beieinander,

also eine große Schuhgröße

ist nicht von Vorteil. Ein kleines

Lenkrad, in der Mitte das A-Zeichen

von Alpine. Vergeblich sucht

Frau in unserem A 110, Baujahr

1976 nach dem Lichtschalter, ah,

ein Kippschalter oben am Lenkradstock.

Dann die Warnblinkanlage

(Oldtimerkampferprobt), Blinker,

hier rechts am Lenkradstock. Ansonsten

das Cockpit eher Modell

spartanisch, aber alle wichtigen

Instrumente wie

Drehzahl-

Fotos: Angie Schlegel

28 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Autohaus Kern

Tuning

Das Autohaus ist seit

50 Jahren ein Familienbetrieb.

Sie bieten

einen umfassenden

Service rund ums

Auto an, sowie Neuund

Gebrauchtwagenverkauf. Außerdem ist eine AVIA

Tankstelle (täglich geöffnet) mit Nachttankautomat,

eine SB-Waschanlage, ein Motorprüfstand, ein Reifencenter

und eine Postagentur angeschlossen. Spezialisiert

ist das Unternehmen auf die Restaurierung von

Oldtimern. Dieser Familienbetrieb ist international vor

allem für die Restaurierung und Tuning

der Renault Alpine

bekannt.

Alpine A 110

Der gelbe Alpine, hier links auf dem Bild ist ein Rallyefahrzeug

mit FIA Zulassung, bei dem alle Rallye Optionen eingebaut

sind. Der A 110 wurde von 1961 bis 1977 gebaut.

Gründer der Firma Alpine war Jean Rédélé, der

Renault-Händler und Rallyepilot war. Sein

Ziel war es Großserientechnik in gerade

noch bezahlbares Sportgerät einzubauen.

Er war damals mit 24 Jahren jüngster

Renault-Händler Frankreichs. Er schloss

mit verschiedenen anderen Automobilherstellern

Verträge ab, die seine Fahrzeuge

in Lizenz herstellten z.B. in Mexico der Dinalpin, in

Bulgarien den Bulgaralpine und in Spanien der FASA

Alpine. In den späten 70er Jahren nutzte Renault die Chance,

Alpine zu übernehmen.

Geballte Power

Aufstellung vor

dem Autohaus

Kern Tuning. Die

weiße Alpine ist das

neueste Modell der

Renault-Schmiede.

Daneben in schwarz

der Renault Sport R.S.

01 mit 550 PS.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 29


Report

Coole Farben Oben drei A 310. Bild links unten, Einblick in eine Powermaschine eines A 310. Bild daneben: Eine der Werkstätten des Autohauses Kern.

Alpine A 310 V6

Zweitüriges Coupé, 2+2 Sitzplätze. Plüschige Innenaustattung

(gewöhnungsbedürftig). Die Karosserie ist aus Kunststoff, der

kastenförmige Zentralrahmen aus Stahlblech.

Gebaut wurde dieses Modell von 1976 bis 1985, Stückzahl

9276. Der Vorgänger A 310 mit Vierzylinder ab 1971 mit 2340

Exemplare.

Der Motor (hinten), ein wassergekühlter Viertakt-V6 Motor mit

einer 150 PS Leistung. Vmax 225 km/h, die Beschleunigung

von 0 auf 100 in 7,8 Sekunden. Der Verbrauch je nach Fahrweise

9-14 l/100 km.

Noch ist der A 310 bezahlbar. Je nach Zustand von 3.500 Euro

(Zustand 5) bis 32.000 Euro (Zustand 1).

messer, Geschwindigkeitsanzeige,

Temperatur und Öldruck in Augenhöhe.

Wir fahren ja einen wassergekühlten

Motor, da ist Temperatur

und Öldruck sehr wichtig. Habe

sehr schmerzhafte (finanzielle) Erfahrung

mit meinem Porsche 996

letztes Jahr gemacht. Jetzt Choke

ziehen, den erst mal finden, hinter

dem Fahrersitz und dann starten.

Der Sound ist überraschend leise,

es klingt eher wie ein fahrbarer

Rasenmäher, nur mit mehr Power.

Der Motor, ein R5 Alpine mit

100 PS, ansonsten ist das Auto absolut

original. Beim A 310 klingt

das eher wie wroooar blob blb

blb, die Nachbarschaft steht im

Bett und garantiert spürt man die

vibrierenden Schallwellen noch 5

Häuser weiter. Geschuldet ist das

dem Fächerkrümmer von Devil

samt Edelstahlauspuffanlage, (ich

habe nachgefragt, weil das bei den

anderen A 310er nicht so ist). Gebaut

wurde der A 310 von 1971 bis

1985 mit einer Stückzahl knapp

über 11.000 Exemplaren. Der V6

Motor beschleunigt von 0 bis 100

in 7,8 Sekunden, dass habe ich jetzt

nicht ausprobiert, aber glaube ich

mal pauschal. Die Lenkung ist sehr

direkt. Eine leichte Lenkbewegung

bei 100 km/h und Du bist weg von

der Straße. Unser Exemplar ist ein

Baujahr 1983 mit 150 PS, letzte Serie

mit der Technik vom R5 Turbo

mit Gewindefahrwerk von Spax

auf Druck und Zug. Liebe Frauen

lasst euch das von den Männern erklären.

Welcher macht mehr Spaß?

Ganz klar der A 310 allein schon

des Soundes (in unserem Fall) wegen,

wenn man sich an das hakelige

Getriebe (der zweite Gang, wer suchet

der findet) gewöhnt hat, kann

auch Frau super damit fahren. Nach

hinten raus siehst du nix, wegen der

Plastiklamellen, die gab es damals

als Zubehör. Ein- und Aussteigen ist

zwar leichter als beim A 110 sollte

aber geübt werden. Die Innen-

Fotos: Angie Schlegel

30 500er 2018/www.fiat500ig.de


ausstattung ist sehr plüschig, wie

damals modern, die Sitze sehr bequem.

Da gibt’s auch keinen Choke

zum ziehen, da ist das schon automatisch

drin.

Im Convoy fuhren wir ohne besondere

Vorkommnisse nach Markt

Rettenbach. Da standen dann schon

viele rassige Franzosen in den Farben

weiß, rot, blau und gelb. Ganz

klar dominierten die A310 Modelle.

Nachdem bei unserem A 110

die Bremsen wegen einer längeren

Standzeit einseitig bremsten, ließen

wir zuallererst diese in der Werkstatt

überholen. Als Programm

startete der Alpine Tag mit der

„Allgäuer Blasmusik“ und bayerischen

Schmankerln. Bei Kaffee

und Kuchen war Zeit zum Austausch

diverser Erfahrungen mit der

Technik. Ich lernte eine Schweizer

Familie kennen, die neben einem A

310 auch einen Fiat 500 besitzt (siehe

Kasten). Höhepunkt des Vormittags:

Nachdem die Straße gesperrt

wurde, fuhr mit einem Höllenlärm

ein 550 PS starker Renault Sport

Tourenwagen RS-01 vor. Flügeltüren

und so tiefgelegt, dass gerade

mal 2 Finger unter die Frontschürze

passen. Außerdem war der neue Alpine

ausgestellt. Ein optisch gelungenes

Comeback.

Um 13 Uhr startete eine Ausfahrt

durch das Allgäu bis zum Skyline-Park.

Bei unserem A 110 war

nach 5 km erst mal Schluss. Der

Wagen ging aus und sprang nicht

mehr an. Ziemlich schnell war das

Dilemma erkannt. Zu wenig Benzin

im Tank (er war nicht leer!). Ab

einem bestimmten Benzinpegel im

Tank kann die Pumpe kein Benzin

mehr fördern. Na und was ist mit

der Benzinanzeige, fragt sich jetzt

jeder. Die Benzinanzeige hat ihr

Eigenleben. Schnell wurde Benzin

organisiert, auch ein SUV mit Anhänger

war schnell da – superorganisiert

vom Autohaus Kern – den

wir dann nicht mehr brauchten.

Den „Alpine-Konvoi“ haben wir

verloren und so fuhren wir den direkten

Weg zum Skyline-Park. Der

Besuch des Skyline-Parks ließ uns

zu Kindern werden. Fast alles sind

wir gefahren. Die Rückfahrt wurde

individuell gefahren.

Das Abendprogramm mussten wir

aus privaten Gründen ausfallen lassen.

Es war eine sehr interessante

Erfahrung, die Fahrer der Alpines

kennen zu lernen. Ganz anders als

in meiner Fiat 500 Welt, aber auch

hier kamen Menschen zusammen

die eine Leidenschaft verbindet, die

Oldtimerwelt.

Ein Alpine-Fahrer, der auch einen Fiat 500 hat

Natürlich interessiert es mich, wie man dazu kommt, sich einen Alpine

und einen Fiat 500 zu kaufen. Vielen Dank Michael für deine Geschichte.

In den 80er Jahren war ich ein kleiner Junge

und immer wenn ich dieses Auto sah (was

auch dazumal eher selten war), war ich total

fasziniert. Fasziniert von dem schnittigen

Design, der keilförmigen Silhouette und der

sehr niederen Fahrzeughöhe. Immer wieder

in meiner Jugend ist mir dieses Auto an verschiedenen

Orten begegnet, an die ich mich

auch heute zum Teil noch gut erinnern kann.

Als ich dann 20 war und etwas Geld angespart

hatte, entschloss ich mich mir einen Traum zu

erfüllen.

Einen Traum der für meine Eltern eher ein

Alptraum war. Ich würde diesen Kauf bereuen

hiess es. Kameraden und Schulkollegen warnten

mich, wie unzuverlässig dieses Auto ist

und dass ich in Zukunft viele Reparaturkosten

zu bezahlen hätte, usw. Ich ließ mich jedoch

nicht beirren, habe extra gewartet bis meine

Eltern in den Ferien waren und habe dann die

Alpine A 310, mein erstes Auto, im Jahre 2001

mit knapp 50.000 km gekauft. Reparaturkosten

hatte ich selten und den Kauf habe ich bis

heute alles andere als bereut. Ich würde sogar

sagen es ist der beste Autokauf, den ich bis

jetzt in meinem Leben gemacht habe. Und es

ist bis heute immer wieder schön in meiner

Alpine A 310 Platz zu nehmen, den Motor zu

starten und ein neues Abenteuer zu erleben.

Renault Alpine A310, Jahrgang 1981

Beim Fiat 500 war alles anders. Die Faszination

kam erst nach dem Kauf.

Es begann alles mit einer kleinen leerstehenden

Einzelgarage weit im Süden von Italien,

genauer gesagt in Kalabrien. Die Großeltern

meiner Frau haben dort eine Ferienwohnung

(erbaut im Jahre 1971) mit einer für heutige

Verhältnisse extrem kleinen Garage (Torbreite

unter 2 Meter). Die Großeltern hatten nie einen

Führerschein gemacht. Die Garage stand

Jahrzehnte lang leer. Eine leere, ungebrauchte

Einzelgarage, das ist doch schade, dachte

ich (hätte ich doch nur in der Schweiz noch

eins, zwei Plätzchen frei für ein weiteres Auto

oder eine kleine Werkstatt).

Wäre doch schön während der jährlichen Urlaubszeit

in Kalabrien ein schönes altes Auto

Foto: Michael Tremp

zu haben? Aber welches soll es denn sein?

Schnell wurde klar, die mickrigen Abmessungen

der Garage lassen eigentlich nur ein Auto

zu, dass in Italien hie und da noch zu sehen ist.

Genau ein alter Fiat 500!

Also, machten ich und meine Frau uns auf die

Suche nach einem Fiat 500 in Italien. Was für

ein Abenteuer! Wir haben insgesamt 23 Fiat

500 verteilt in Sizilien, Kalabrien, Piemont,

Lombardei und Emilia Romagna angeschaut.

Sehr viele Leute, Familien und Geschichten

und Geschichten vom Fiat 500 kennengelernt.

Naja, eigentlich wollte ich einen weissen. Irgendwann

habe ich mir gesagt die Farbe ist

mir mittlerweile egal, Hauptsache ich finde

eine Karosserie, wo keine Roststellen zu finden

sind. So bin ich dann, nach einer Kultur-

reise durch halb Italien, man glaubt es kaum

im Nachbardorf des Ortes wo die Ferienwohnung

steht, zu einem korallenrotem Fiat 500 F

Jahrgang 1971 gekommen.

Meine Frau und ich sind in einer abenteuerlichen

3-tägigen Fahrt hinter dem Steuer des Fiat

500 von Kalabrien in die Schweiz gefahren, haben

ihn hier restauriert, eingelöst und sind im

Sommer letzten Jahres Quer durch Italien mit

diversen Abstecher wie Porto San Stefano, Insel

Ischia, Vesuv, Küste Amalfi und viele weitere

wieder nach Kalabrien gefahren, wo er jetzt

in der kleinen Garage wieder auf seine kleinen

Ausflüge in den Sommerferien wartet.

Fiat 500 F, Jahrgang 1971

Foto: Angie Schlegel

www.fiat 500ig.de/500er 2018 31


Technik

Motorinstandsetzung

Überholt!

Auf dem Rückweg vom Harz 2017,

bemerkte ich einen Leistungsverlust

des Motors. Er brachte mich zwar heim,

aber er fuhr nur mehr ca. 60 km/h. Ein

Kolbenfresser bremste die Motorleistung.

Das war meine letzte Autobahnfahrt (über

700 km). Seit der Motorüberholung fahre

ich nur mehr Landstraße.

Motor ausbauen,

Verblechung wegschrauben

und

Motor reinigen.

Motornummern

110 F = 500 cm 3

126 A = 600 cm 3

126 A5 = 600 cm 3

126 A1 = 650 cm 3

Symptome Steuerkette: Rasselgeräusche, unrunder Motorlauf,

Leistungsverlust, verstellte Steuerzeiten. Unbedingt erneuern.

Zylinder stark verschlissen, muß erneuert

werden.

Zylinderkopf: Kolbenringe prüfen, können

gebrochen sein – dann erneuern.

Fotos: Angie Schlegel

32 500er 2018/www.fiat500ig.de


Technik

Nockenwelle prüfen und gegebenenfalls erneuern

Kurbelwellen Toleranz kontrollieren.

Bei Verschleiß erneueren.

Stöpsel kontrollieren und ggf.

sichern (Öldruckverlust).

Zündkerzengewinde prüfen ggf. neue Gewindebuchse.

Kurbelwellenlager mit Simmering erneuern.

Stöpsel noch gesichert.

Ventile und Zündkerzengewinde defekt.

Stößelrohrsitze reinigen.

Bevor die Montage von Kolben und Zylinder erfolgt,

Stehbolzen nachziehen.

Wenn die Außenfedern gebrochen

sind, Druckplatte erneuern.

Fotos: Angie Schlegel

Zylinderkopf planen.

Zündkerzen erneuern und die

richtige Größe einsetzen.

Motor komplett zusammengebaut. Auf dem Prüfstand

zur Kontrolle aller Aggregate.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 33


Report

Ausfahrt zur ehemaligen FIAT-Teststrecke

auf dem Dach des Fabrikgebäudes in Turin/Lingotto

Auf alten Bahnen

Als ich eher durch Zufall erfuhr, dass Hans Fluri vom Schweizer Fiat 500 Club eine Reise zu den ehemaligen

Fiat Produktionsstätten geplant hatte, war ich sofort Feuer und Flamme. Von Werner Geier

Nicht oft bekommt man die Gelegenheit

auf dem Dach der

Fabrikhallen ein paar exklusive

Runden zu drehen.

Ende Juni gingʼs dann los. Erstes

Zwischenziel war der Verlade-Bahnhof

Kandersteg in der

Schweiz, wo wir auf den schon bereitstehenden

Autozug drauffuhren.

Weiter ging die Fahrt zum Lago dʼ

Orta ins malerische Örtchen Orta

San Giulio, unserem ersten Etappenziel,

wo wir uns im Ortskern

ein wohlverdientes Bierchen gönnten.

Ein Aperitiv und ein leckeres

Abendessen am Seeufer rundete

den ersten Tag der Ausfahrt ab.

Gleich morgens um 9.00 Uhr ging

es dann weiter nach Turin, die italienische

Metropole und Hauptstadt

Piemonts.

Auf abgelegenen Landstraßen, vorbei

an Feldern, grünen Wiesen und

verträumten Ortschaften erreichten

wir den Stadtrand Turins, wo wir

Der Autozug

der unsere Fiat‘s in

15 Minuten durch

den 14,6 km langen

Lötschbergtunnel in

völliger Dunkelheit,

im eigenen Auto

sitzend, auf die andere

Seite des Berges

nach Goppenstein

brachte.

uns in zwei Gruppen teilten, um

das „Abendteuer“ Stadtdurchfahrt

in Angriff zu nehmen. Ziel war im

Zentrum die Piazza Vittorio Emanuele

II. Eine wirklich aufregende

Fahrt durch mehrspurige Kreisverkehre,

Kreuzungsüberquerungen im

italienischen Stil, stehtʼs bemüht

am Vordermann dran zu bleiben.

Nach einer kurzen Shoppingtour

und überteuerten Getränken steuerten

wir unser Hotel am Stadtrand

an. Aber erstmal mussten wir auf

Wunsch von Gianni am Fussballstadion

von Juventus Turin vorbei um

ein paar Erinnerungsfotos zu schießen.

Für diesen „Umweg“ spendierte

er uns am Abend einen „Apero“.

In einer Pizzeria bereitete man uns

allerlei Köstlichkeiten zu, wo wir

den Tag auch auslaufen ließen.

Das eigentliche Highlight hatten

wir ja noch vor uns.

Schon morgens um 8 Uhr machten

wir uns auf den Weg nach Lingotto,

einem Stadtteil von Turin. Dorthin,

wo wahrscheinlich unsere 500er

ihre ersten Runden drehten. Schon

die Auffahrt zum Dach war sehr beeindruckend,

spiralförming schlängelte

sich die Zufahrt nach oben…

um dann ans Ziel unserer Träume

zu gelangen.

Jeder setzte ein breites Grinsen

auf und man vernahm sogar Jubelschreie.

Für zwei Stunden gehörte

die Bahn nur uns. Wir konnten

durch die Steilkurve donnern, Fotos

machen und uns gemeinsam über

das tolle Erlebnis freuen. Leider,

wie so oft im Leben ging auch dieses

Ereignis zu Ende. Während sich

die Schweizer Teilnehmer Richtung

Genfer See aufmachten, führte

mich mein Weg über Mailand und

Gardasee nach Südtirol.

Vielen Dank an Hans, Pascale und

Gianni für die tolle Organisation

und die herzliche Aufnahme in eurer

Runde.

Fotos: Werner Geier

34 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Simplonpass

Auf dem Simplonpass

durften sich

unsere wendigen

Fahruntersätze von

der kurvenreichen,

im Renntrimm zurückgelegten

Stecke,

erholen.

Organisation

Hans Fluri (im

roten T-Shirt) und

Gianni.

Foto: Werner Geier

Aufstellung

in der Steilwand.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 35


Report

Panorama

Ruhpolding ist eine Gemeinde im

oberbayerischen Landkreis Traunstein

in den Chiemgauer Alpen.

Vom Biergarten der Brandner Alm

hat man einen wunderschönen

Blick über Ruhpolding.

Fotos: Angie Schlegel

Abschlusstour zur Brandler Alm in Ruhpolding mit den OFO's (Oldtimerfreunde Obermenzing) 2017

Ab in die Berge

Eines habe ich mal wieder gelernt: Wenn man mit dieser Truppe, den OFO's in die Berge fährt, dann sollte

man auch das richtige Schuhwerk dabei haben, die sind nämlich alle recht sportlich. Da geht man auch

ein bißchen wandern. Robert hat uns mit dem Wissen über den Null-Euroschein bereichert und das Wetter

beglückte uns bei der Brandler Alm von seiner schönsten Seite. – Angie Schlegel –

Treffpunkt um 8.15 Uhr war

der Parkplatz des Kentucky-

Fried-Chicken in der Pippingerstrasse

in München bei dem

Kaffee und Croissants zum Frühstück

gereicht wurde. Die gut 150

km lange Ausfahrt führte uns über

Oberpframmern nach Pups. Der

Name der Ortschaft hat nichts mit

übelriechenden Verdauungsschwierigkeiten

zu tun, sondern im 14.

Jahrhundert schrieb sich der Name

„Pupfs“ und steht für einen plumpen

und rücksichtslosen Menschen.

Unbeliebte Zeitgenossen waren hier

ansässig, daher der Name Pups. Es

gab auch nichts zu sehen, nicht mal

ein Ortsschild war zu finden. Von

Pups ging es weiter auf sehr schönen

Wald- und Wiesenwegen nach

Rott am Inn. Eine Foto-Session

war auch eingeplant, da habe ich

die meisten Fotos geschossen die

man in diesem Artikel findet. Nach

dem Zwischenstopp an einer Tanke,

bei der wir von Robert mit dem

0-Euro-Schein überrascht und aufgeklärt

wurden (siehe Kasten Seite

35) ging es weiter über Bad Endorf,

Vachendorf, Siegsdorf nach Ruhpolding

auf die Brandner Alm. Die

Wirtsleute hatten die Parkplätze für

uns reserviert. Nachdem die anderen

Gäste ihre modernen Fahrzeuge weiter

unten parken mussten, war die

Idee der Wirtin Ela, dass ein „Callan-Oldie“

Shuttleservice geboten

wird. Nachdem aber die Sonne uns

erst kurz vor unserer Ankunft beglückte,

war der Besucherandrang

leider sehr gering. Wir ließen es uns

kulinarisch bei Ela erstmal gut gehen.

Danach machte die Truppe zur

Kalorienreduzierung einen kleinen

„Spaziergang“. Nachdem ich

schuhwerkstechnisch

nicht mitgehen konnte,

hatte ich das Vergnügen,

als Beifahrer dieses

goldenen Karmann

Karmann-Ghia

80.881 Cabriolets

wurden zwischen

1955 bis 1974 von

Volkswagen gebaut.

Motor und Fahrwerk

war weitgehend

denen des VW Käfers

entnommen. Mit

„Karmann-Ghia“

ist heute meist der

Typ 14 gemeint und

erfreut sich einer

großen Fangemeinde.

In einigen Filmen,

wie in „Sneakers“,

Kill Bill oder Maria,

ihm schmeckt‘s

nicht“ hatte er seine

Auftritte, um nur

einige zu benennen.

Ghias Erinnerungen wach werden zu

lassen. Meine Mutter fuhr dieses

Fahrzeug in den 60ern. Nach Kaffee

und Kuchen endete die OFO-Tour,

jeder konnte individuell zurückfahren.

Vielen Dank Mike und Christian

im TR4, die mich zurückbegleiteten,

nachdem mein Fiat erst nicht anspringen

wollte und unterwegs der

Motor einfach ausging. Aber mit

vereinten Kräften schafften wir es

nach Hause. Schön war‘s.

36 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Frühstück aus dem Kofferraum. Noch nass und kalt.

Der MB Ponton machte schon am Anfang der Tour Probleme, vermutlich

die Zündkerzen. Ab nach Hause und den Käfer zum Einsatz bringen. Eingeholt

haben sie uns kurz nach Pubs.

Weiter geht‘s nach Ruhpolding.

Kurzer Halt an der OMV Tankstelle bei Rott am Inn.

Die Sache mit dem Null-Euro-Schein

oder wieder was dazu gelernt

Den meisten Fiat 500-Fahrern dürfte

eine Banknote besonders am Herzen

liegen: der 500er. Erstens weil

der Nominalwert dieser schönen

lila Banknote so wunderbar mit der

Typbezeichnung des kleinen italienischen

Klassikers harmoniert aber

auch – und da unterscheiden sich

die Fiat 500-Liebhaber nicht von

anderen Menschen –

weil er ‚halt der grösste

und wertvollste ist‘

und man am meisten

Fiat für Papier bekommt.

Was die wenigsten

aber wissen

– es gibt noch andere

lila Scheine, die

sog. 0-Euro-Scheine.

Ganz offiziell – man

glaubt es kaum. Sie

stammen auch nicht

von lila Kühen und

kommen auch nicht

aus Geldautomaten

(nicht mal Bankangestellte

kennen sie

in der Regel... dafür

aber Leser der Fiat IG 500!), sondern

werden seit 2015 von Druckereien

hergestellt, die auch die normalen

Geldscheine produzieren. Meistens

zeigen sie auf der Vorderseite bekannte

Motive eines europäischen

Landes (Brandenbuger Tor, Gorch

Fock, Akropolis etc.), davon gibt es

inzwischen eine beträchtliche Anzahl.

Die Rückseite ist hingegen

immer gleich mit bekannten europäischen

Bauwerken. Zusätzlich

hat jeder Schein eine individuelle

Seriennummer und diverse Sicherheitsmerkmale

– so wie andere

Scheine auch. Die Zahl 0 eignet sich

in der Mathematik wie auch im richtigen

Leben natürlich für vieles: Jetzt

kann man endlich z.B. mal Dinge bezahlen

‚die nichts kosten‘ oder dem

Sohn/Tochter mal großzügig einen

lila Schein in die Hand drücken,

wenn das Kind mal wieder pleite

ist, mit großen fordenden Augen in

der Küche steht und ins Kino will ;-)

Null wert

Der 0-Euro-Schein ist ein von

Richard Faille entwickelter Souvenir-Schein.

Dieser wird von der

französischen Wertpapierdruckerei

Oberthur Technologies auf

Sicherheitspapier gedruckt und

hat einige für Banknoten typische

Sicherheitsmerkmale.

Und sicher gibt es noch mehr praktische

Anwendungen. Geldscheine

heissen so, denn es scheint Geld zu

sein, auch wenn die wenigsten das

aktuelle Geldsystem verstehen (z.B.

die Frage beantworten können: Wer

macht eigentlich das Geld nach welchem

Prinzip im aktuellen System?...

und damit ist jetzt nicht gemeint wer

das Papier bedruckt).

Auf OFO-Ausfahrten

kommen solche Fragen

schon mal am

Rande vor, warum

auch nicht, Angie war

live dabei und auch

mal kurz verdutzt,

als sie einen echten

0-Euro-Schein in den

Händen hielt, ob Geld

oder andere Dinge, es

gibt so vieles, wo was

im Verborgenen liegt

und es spannend ist,

es sichtbar zu machen.

Am besten natürlich

mit Freunden

auf Tour mit dem Fiat

500, was sonst.

Der 500-Euro-Schein wird übrigens

Ende 2018 aus dem Verkehr gezogen,

so der offizielle Beschluss der

EZB aus dem Jahr 2016. Der ein oder

andere Fiat 500 wird hoffentlich nie

aus dem Verkehr gezogen.

P.S.: Wir leben übrigens in einem

Schuldgeldsystem, wo Geld aus dem

Nichts erzeugt wird bei Kreditvergabe

(Banken verleihen, anders als

99% glauben, kein Geld von Sparern,

sondern sie erzeugen es, wenn man

sich verschuldet). Der Fachbegriff

dafür ist übrigens ,Fiat Money’ (,es

werde Geld’, abgeleitet aus der Bibel,

wo steht ,Fiat Lux’ – es werde

Licht...). Ist natürlich lustig, dass das

auf lateinisch genau ,Fiat’ heisst, so

wie die Automarke, die damit ja nix

zu tun hat, ausser der sprachlichen

Gleichheit.

Von dem Vorsitzenden Robert der

OFO-Enquete-Kommission für

Geldsystemforschung.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 37

Fotos: Angie Schlegel (5); Achim Bunz (3).


Report 1

2

38 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

VIENNA CLASSIC DAYS IM AUGUST 2018

Wiener

3

Charme

4

Mitten im Herzen der Stadt Wien findet jedes Jahr eine

der größten Oldtimerveranstaltungen in Österreich, die

Vienna Classic Days statt. Absolutes Highlight ist die

Ringstrassensperrung für das „rollende Automobilmuseum“.

Knapp 200 Oldtimer rollen durch ein Spalier von Menschen

am Straßenrand, die alle mittlerweile mit Handys bewaffnet

das Zeitgeschehen filmen. Wer die Stadt mit seinem

Oldtimer kennenlernen will, man fährt nach Roadbook,

Gleichgesinnte und außergewöhnliche Oldtimer sehen will,

der ist hier richtig. Absolut empfehlenswert.

www.viennaclassicdays.com

7

5

6

1 Sissi und Franz

(das Kaiserpaar!) haben

sich auf Anfrage

bereit erklärt, sich

am Alpine 110, Baujahr

1976 vor dem

imposanten Wiener

Rathaus fotografieren

lassen.

2 MA 48, Wien

entsorgt seinen Müll

komplett selbst

Die MA 48 kümmert

sich in Wien um eine

umweltgerechte

Abfallbehandlung.

Antworten zu den

Fragen zur Deponie

im Roadbook konnte

man bei dem sehr

netten MA-Personal

holen. Außerdem erfährt

man alles über

die Funktionsweise

der Deponie Rautenweg

und dem Wiener

Kammersystem,

einem Dichtungssystem

zum Schutz des

Grundwassers. Auf

der begrünten Fläche

leben zahlreiche

Tiere unter anderem

Pinzgauer Ziegen.

Die nächste Aufgabe

war einen abgesteckten

Parcour abfahren.

Der Speedster ganz

vorn im Bild ist ein

Ford von 1930.

3 Roter Teppich

Im 20 Sekunden-Takt

wurde stilecht auf

dem roten Teppich

gestartet, moderiert

von Wolfgang Buchta

(Fachmagazin Austro

Classic). Im Bild

ein RR Silvercloud

Drophead, Bj. 1962.

4 Stephansdom

Das Roadbook führt

einen an allen wichtigen

Sehenswürdigkeiten

der Stadt Wien

vorbei. Im Bild ein

A 310, Bj. 1983.

5 Ringstrasse

Die Polizei sperrt die

Ringstraße für das

„rollende Museum“.

Vor dem Start versammeln

sich alle

Oldtimer auf drei

Spuren zum Corso.

6 Hingucker

Gesehen auf dem

Parkplatz der MA 48,

ein Steyr-Puch mit

einem Zusatzschild

vorne „Pannenfahrzeug“.

7 Was ist das?

Ein Steyr Typ 55

„Baby“, Baujahr

1939. Die zweitürige

Limousine galt als

österreichischer

„Volkswagen“ und

wurde liebevoll

„Steyr-Baby“ genannt.

13.000 Fahrzeuge

wurden von

1936 bis 1940 von

Steyr-Daimler-Puch

gebaut.

Fotos: Angie Schlegel

www.fiat 500ig.de/500er 2018 39


Report

6. Meran Classic im September 2018

Oldtimerland

Südtirol

Zum 3. Mal, diesmal mit der Alpine A110 und A310, waren wir bei

der sehr anspruchsvollen 6. Meran Classic durch Südtirol dabei.

270 km an einem Tag, davon viele Passstraßen, ist eine sehr

intensive Tour für Mensch und Oldtimer. Entschädigt wird man

durch die wunderbare Landschaft und kulinarisch war es wieder

eine wahre Gaumenfreude. Margit und Johannes Gufler vom

Hotel Ansitz Plantitscher Hof haben mit Leidenschaft und Freude

wieder eine wunderbare Meran Classic veranstaltet.

– von Angie Schlegel –

Fotos: Angie Schlegel

Johannes Gufler ist

ein leidenschaftlicher

Oldtimerfan.

Angefangen hat es

mit dem Kauf eines

Mercedes 230 SL Pagode

im Jahre 2011,

gefolgt von einem

Alfa Romeo 2600

Spider. Er erweiterte

seine Oldtimersammlung

und bald

wurde der Oldtimerverleih

angekurbelt

und so kann man seit

5 Jahren einen Oldtimer für eine

Tagesfahrt mit gefülltem Picknickkorb

mit ausgearbeiteten Tourenvorschlägen

mieten. Hiermit war

der Grundstein zur Meran Classic

gelegt.

Im September 2013 wurde die erste

Meran Classic organisiert. Mittlerweile

gibt es drei Ausfahrten pro

Jahr, die Frühlingsclassic, die Sommerclassic

und die Meran Classic

im Herbst.

Ab 7.30 Uhr war Treffpunkt und

Frühstück im 5 Sterne Hotel Ansitz

Plantitscher Hof. Viele bekannte

Gesichter waren zu entdecken.

Werner von dem Fiat 500 Club

Fellbach war mit seinem Fiat 500

Johannes Gufler, ein begeisterter

Oldtimerfan.

Boliden auch wieder

dabei. Das Frühstück

war eine Augenweide.

„Aufgrund von

Murenabgängen nach

einigen starken Regenfällen

mussten

wir die Strecke etwas

verändern“, erklärte

uns Johannes beim

Briefing des Roadbooks.

Ein Novum

gab es auch: Der Weg

führte uns erst zum

Kurhaus Meran und

von dort aus wurde in drei Gruppen

á 15 Fahrzeuge, mit 5 Minuten Abstand

gestartet.

Den Tacho auf Null stellen und los

ging es Richtung Hafling, Jenesien,

Bozen nach Ritten. Eine Aufgabe

vielmehr ein Gewinnspiel gab es: 3

Fotos der 3 numerierten Burgen im

Roadbook und drei Panoramafotos

nach Wahl sollten bis 16.30 Uhr auf

eine WhatsApp-Nummer geschickt

werden, die schönsten wurden beim

Abendessen prämiert. Nach 72 km

war man dankbar für den ersten

Aperitif-Stopp bei dem Hotel Ansitz

Kematen oberhalb von Klobenstein,

vor allem um menschliche

40 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

Edel:

Ein silberfarbener

Mercedes-Benz

190 SL.

Aufgereiht:

Den Fahrer des zweifarbigen VW Käfer Cabrio, Bj. 1956

lernte ich 2015 kennen, als ich mit meinem Fiat 500

D, Bj. 1962 an der 3. Meran Classic teilnahm. Dahinter

ein Z1 und unsere Alpines. Hilfe bekamen wir 2016

von dem Besitzer der Pagode 230 SL, Bj. 1968 als

unser Ferrari bei der 4. Meran Classic damals streikte.

Meraner Kurhauskulisse

Ein Novum: Die 6.

Meraner Classic wurde

am Kurhaus von

Meran gestartet.

Das rote Fahrzeug

ist ein Torino, der für

den argentinischen

Markt gebaut wurde.

Von 1966 bis 1981

stellte die Industrias

Kaiser Argentina (IKA)

in Argentinien ein

vom 1964er Rambler

American und dem

Rambler Classic,

der 1963 eingeführt

wurde, abgeleitetes

Fahrzeug her. Front

und Heck des Autos

sowie der Innenraum

waren von Pininfarina

im italienisch/

europäischen Stil neu

gestaltet worden.

www.fiat 500ig.de/500er 2018 41


Report

1 1. Aperitifstopp:

Parkplatz des

wunderschön gelegenen

Hotel Ansitz

Kematen oberhalb

von Klobenstein.

2 Auf dem blauen

Kastenwagen waren

die kleinen Häppchen

drapiert.

3 + 4 Mittagessen

im Park des

Romantik Hotels

Post.

Das nenne ich mal

eine Pause.

Bedürfnisse loszuwerden. Kleine

Häppchen, dazu Wein, Prosecco

oder Bier wurden aus einem blauen

Bulli gereicht. Angenehme 45

Minuten verweilten wir auf 1320 m

Höhe mit Blick auf die Dolomiten.

Weiter ging es Richtung Barbian

und den Erdpyramiden, Waidbruck,

vorbei an der SeiserAlm/Kastelruth

zum Karersee. Ganze 73 km

und 3 Pässe später war der nächste

Halt im Romantik Hotel Post in

Welschnofen. Im Freien wurden

wir kulinarisch mit frisch Gegrilltem,

diversen Salaten und Beilagen

wir 30 Minuten auf der Terrasse.

Nun konnte jeder entscheiden, ob

er noch den Mendelpass und den

Gampenpass fahren will oder die

Schnellstraße nach Meran zurück

nimmt. Nachdem ich die gesamte

Strecke gefahren bin und der A110

nicht gerade ein Reisegefährt, sondern

ein Sportgerät ist entschied

ich mich gegen die Pässe und für

die einfache Rückfahrt. Uns taten

es viele gleich und ich folgte Werner

Geier in seinem 100 PS Fiat

500-Bolliden nach Lana. Werner

ist in der Nähe geboren und kennt

wirklich alle Schleichwege. Er

führte uns durch schmale Straßen

umgeben von Weinreben. In Lana

trafen wir im Biergarten „Pfefferlechner“

noch andere Teilnehmer.

Der Mustangfahrer, der in der ersten

Etappe vor uns gefahren ist, hatte

im wahrsten Sinne des Wortes ein

„brennendes Problem“. Nach dem

Aperitifstopp wollte er starten und

der Wagen sprang nicht an. Es kam,

soweit ich mich erinnern kann, zu

einem Vergaserbrand. Aber, viele

von uns Oldtimerfahrer sind mit

Feuerlöschern ausgestattet. Das

Problem war schnell gelöscht und

der Schaden nicht so schlimm.

Fotos: Angie Schlegel

Auf dem Weg zur 6.

Meran Classic machten

wir eine Pause auf

dem Timmelsjoch. Es

gesellte sich eine neue

Alpine dazu. Dahinter

ein X1/9.

5 Momentaufnahme:

Eine weisse

50iger Jahre Mercedes

Pagode und

Werner mit seinem

100 PS Fiat 500.

6 Auf der Terrasse

des Schlosses

Trauttmannsdorf am

Abend. Was für ein

herrlicher Ausblick

auf die Stadt Meran.

verwöhnt. Die Nachspeisen, ein

frischer Topfenstrudel oder Apfelstrudel,

verschiedene Mousse und

Früchte waren fantastisch. Dazu

wurde Weißwein oder Rotwein gereicht.

Wasser still oder sprudelig

standen schon auf den Tischen.

Nach dem Essen nutzten einige die

einladenden Liegestühle zum Mittagsschläfchen.

Gute 2,5 Stunden

wurde für das Mittagessen eingeplant.

Die letzte Etappe führte Richtung

Obereggen zu dem Pass Lavazejoch,

dann nach Cavalese und nach

Auer. Die Kaffeepause nach 45

km kam dann ziemlich schnell. Im

Hotel Tenz in Montan pausierten

Zum Abendessen ging es zum

Schloss Trauttmannsdorff in Meran.

Es ist berühmt für seine Gärten, die

ein Mix aus botanischen Garten und

Freizeitattraktion sind. Vielfältige

Erlebnisstationen, eindrucksvolle

Themengärten, Künstlerpavillons

und thematisch verwandte Fauna

machen eine bunte Erlebniswelt.

Von der Terrasse des Schlosses

Trauttmannsdorf hat man einen

traumhaften Blick auf die umliegende

Bergwelt und die Kurstadt Meran.

Hier wurde bei Prosecco und

Co erstmal die Erlebnisse des Tages

ausgetauscht. Waghalsig stellte sich

ein Mitorganisator auf die Brüstung,

um ein Foto mit allen Teilnehmern

zu machen. Danach wurde

gemeinsam ein 5-Gänge-Menue

gespeist. Die Verleihung der besten

Fotos wurde von Johannes durchgeführt.

Die Preise waren zum Beispiel

ein Champagner-Frühstück im

Hotel Ansitz Plantitscher Hof. Mit

Charme und Witz dankte Johannes

allen Sponsoren.

Wer mehr wissen will:

www.plantitscherhof.com

www.oldtimerland-suedtirol.com

42 500er 2018/www.fiat500ig.de


Report

1 2

3 4

5 6

www.fiat 500ig.de/500er 2018 43


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