Der-Bergische-Unternehmer_1019_Webversion

weinheimer

Das Wirtschaftsmagazin für das Bergische und den Kreis Mettmann

der BERGISCHE www.bvg-menzel.de

UNTERNEHMER

DAS WIRTSCHAFTSMAGAZIN FÜR DAS BERGISCHE UND DEN KREIS METTMANN

10

2019

DIE LKW-ZUKUNFT

HAT LÄNGST BEGONNEN

12 Porträt

Bergischer Unternehmertag

Utopien 4.0

30 Total digital

Wenn Roboter moralisch

werden

40 Fokus

Gewerbegebiete im

Wandel


Regional verwurzelt,

international verbunden.

Höchste Ansprüche an die Beratungsqualität und langjährige Verankerung in der Region:

Das sind die Eckpfeiler unserer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungstätigkeit. Zu unseren

Mandanten zählen bedeutende mittelständische und kommunale Unternehmen. Als größte Kanzlei

in Wuppertal und dem Bergischen Land bietet Ihnen Breidenbach und Partner mit 120 Mitarbeitern

fachübergreifendes Spezial wissen und internationales Know-how unter einem Dach.

Breidenbach und Partner PartG mbB

Friedrich-Engels-Allee 32 • 42103 Wuppertal

Tel.: +49 (0) 202 493 74 0 • www.breidenbach-wp.de

100Jahre-Breidenbach.de


EDITORIAL

CreditreformThese Nr. 2

WER

WAGT,

GEWINNT

DIE FALSCHEN

CreditreformThese Nr. 2

CreditreformThese Nr. 2

WER

WER WAGT,

WAGT, GEWINNT

GEWINNT DIE FALSCHEN

DIE KUNDEN. FALSCHEN *

KUNDEN. *

CREDITREFORM.

MIT SICHERHEIT MEHR WERT.

CREDITREFORM.

Eine MIT optimistische SICHERHEIT Grundhaltung MEHR gehört WERT. zum Vertrieb; eine Akquise ohne

Potenzialanalyse jedoch ist wenig effizient. Werthaltige Chancen könnten

KUNDEN. *

Eine vernachlässigt optimistische Grundhaltung oder bedrohliche gehört Risiken zum Vertrieb; akquiriert eine werden. Akquise Setzen ohne Sie daher

Potenzialanalyse

auf die führende

jedoch

Datenbasis

ist wenig

zu

effizient.

deutschen

Werthaltige

Unternehmen.

Chancen

Vertrauen

könnten

Sie auf

vernachlässigt oder bedrohliche Risiken akquiriert werden. Setzen Sie daher

die fundierten Marktinformationen von Creditreform. Sprechen Sie mit uns.

Creditreform Wuppertal

auf die führende Datenbasis zu deutschen Unternehmen. Vertrauen Sie auf

Werth 91+93 • 42275 Wuppertal die fundierten Marktinformationen von Creditreform. Sprechen Sie mit uns.

CREDITREFORM. Creditreform Musterstadt

Telefon 0202/25566-0 • Telefax: 0202/594020

Creditreform

info@wuppertal.creditreform.de MIT SICHERHEIT MEHR • www.creditreform-wuppertal.de

WERT. Tel. 0800 - 9995500 Musterstadt | www.creditreform.de

Tel. 0800 - 9995500 | www.creditreform.de

Eine optimistische Grundhaltung gehört zum Vertrieb; eine Akquise ohne

Potenzialanalyse jedoch ist wenig effizient. Werthaltige Chancen könnten

der vernachlässigt Bergische Unternehmer oder bedrohliche 10|19 Risiken akquiriert werden. Setzen Sie daher

3

auf die führende Datenbasis zu deutschen Unternehmen. Vertrauen Sie auf

die fundierten Marktinformationen von Creditreform. Sprechen Sie mit uns.

*

*

*

FLÄCHEN SIND EIN HOHES GUT und erhalten im Zuge der Klimadebatte

noch einmal ein besonderes Gewicht. Laut Angaben des Umweltbundesamtes

hat sich in den letzten 60 Jahren die Siedlungs- und Verkehrsfläche in

Deutschland mehr als verdoppelt. Also hat sich die Bundesregierung zum Ziel

gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungen

und Verkehr auf 30 Hektar pro Tag zu verringern. Das Land NRW indes hat

mit dem neu aufgestellten Landesentwicklungsplan den Städten und Gemeinden

bei der Ausweisung von Wohn- und Gewerbeflächen mehr Flexibilität zugebilligt

– allerdings ebenso mit der planerischen Zielsetzung einer flächensparenden

Nutzung des Raumes. Doch müssen Gewerbebetriebe bei Bedarf wachsen oder

sich mit einer Verlagerung neue Standortvorteile sichern können. Im Gesamtkontext

wird also der Neuverwertung und -nutzung von Brachflächen in Zukunft

noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden müssen. Wir beleuchten die

„Gewerbeflächen im Wandel“ in unserem aktuellen Fokus und schauen dabei

natürlich auch auf die Potenziale in der Region.

Unter Platzmangel, gerade in den Ballungszentren, leidet auch die Logistikbranche.

Hinzu kommt ein Arbeitsmarkt, auf dem Berufskraftfahrer kaum noch zu

finden sind sowie neue Forderungen an den Umwelt- und Klimaschutz. Keine

leichten Zeiten also für ein Gewerbe, das sich eigentlich über volle Auftragsbücher

freuen kann. Wie die Transporteure mit den aktuellen Herausforderungen

umgehen, lesen Sie in unserem Titelthema.

Auch vor dem Hintergrund des technologischen Wandels kommen auf Arbeitgeber

und Arbeitnehmer große Aufgaben zu. Ein Blick in die Vergangenheit

mag da beruhigen. Dass Unternehmer zu allen Zeiten immer auch Visionäre waren,

hat der 15. Bergische Unternehmertag gezeigt. Insofern ist angeraten, mutig

in die Zukunft zu schauen und die Dinge gemeinsam anzupacken.


INHALT

18 Titel

Die Last mit der Fracht

Wie sich die Transportbranche neuen Herausforderungen stellt.

38

„Weiterbildung ist

Gold wert“ betont

Simone Leimbach

vom WBS TRAI-

NING Wuppertal

40

Grün

statt grau: Gewerbegebiete

im Wandel

4 www.bvg-menzel.de


48

City-Hopping an der Ostsee

Namen & Nachrichten

o 6 Kreative Fachkräftesuche

07 Erfolgreiche Partnerschaft

08 Elektromobilität zum Ausprobieren

08 Wohnen auf kleinem Raum

09 Land NRW fördert Mobilitätsprojekt

1 0 Neue Absatzmärkte in China

10 Schwierige Lage für Autobranche

11 Grüner Strom für die Region

11 Exporterwartungen sinken

12 Bergischer Unternehmertag:

Utopien 4.0

14 Solingen Messe 2020

15 Bergische Unternehmerschule

16 70 Jahre Karl Deutsch

17 Internationale 3D-Technologie zu

Besuch in Solingen

Titel

18 Auf neuen Wegen - Herausforderungen

für die Logistikbranche

22 Interview: Überzeugender Mehrwert

für die Kunden

Total digital

30 Wenn Roboter moralisch werden

Aus der Region

32 Gastkommentar:

Werkstätten im Wandel

Aus der Praxis

34 Recht / Finanzen / Steuern

Erfolgreich bergisch Porträt

38 „Wir bilden mit Herz“

Im Fokus

40 Gewerbegebiete im

Wandel

46 Unter uns: Grün statt grau

Für Sie entdeckt

48 Perlen der Ostsee

Rubriken

54 Handelsregister

58 Vorschau / Impressum

RINKE_Anzeige_4c_2019.qxp_RINKE_IHK 05.09.19 11:08 Seite 10

VOLL STARK

MENSCHEN BERATEN. FÜR IHREN ERFOLG

© Lawrence G Photos – stock.adobe.com

der Bergische Unternehmer 10|19 5


NAMEN & NACHRICHTEN

Kreative Fachkräftesuche – mit Aufwand

und Erfolg

Foto: Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal

Ein großer Teil der Gruppe der

künftigen Pflegefachkräfte mit

Projektleiterin Vasva Salihspahic

(rechts), Qualifizierungsberaterin

Martina Wildförster

(zweite von r., verdeckt),

Martin Klebe, Vorsitzendes Mitglied

der Geschäftsführung der

Agentur für Arbeit Solingen-

Wuppertal (hinten rechts) und

Ralf Mantei, Geschäftsführer der

Häuslichen Kranken- und Fachpflege

365 Grad, (hinten 2.v.r.).

Das Remscheider Unternehmen 365 Grad

Häusliche Kranken- und Fachpflege Marianne

Weiß GmbH wirbt um Fachpersonal

aus Balkanstaaten. Da der Arbeitsmarkt in

diesem Segment leergefegt ist, werden den

Agenturen für Arbeit viele Stellen gar

nicht mehr gemeldet. Nachdem auf der Suche

nach Personal bundesweit alle Mittel

ausgereizt waren, wurde bei 365 Grad

deutlich, dass neue Wege erforderlich sind.

Im „Projekt Integration ausländischer Pflegekräfte“

werden seit Mai 2017 Kranken-

pflegefachkräfte direkt in Bosnien und

Herzegowina sowie Serbien beworben und

bei Interesse in den deutschen Arbeitsmarkt

integriert. Dieses Projekt basiert auf

einer Idee der Pflegedienst- und Projektleiterin

Vasva Salihspahic. Sie ist Bosnierin,

kennt die berufliche Situation und hat gute

Kontakte vor Ort. „In Serbien gibt es viele

gut ausgebildete Pflegekräfte, aber sie finden

in der Heimat oft keine Arbeit. Wenn

sie den Schritt nach Deutschland wagen,

werden sie von uns umfassend betreut und

ihre Integration wird aktiv begleitet“. In

Anpassungslehrgängen in Kooperation mit

einigen Krankenpflegeschulen sowie ortsansässigen

Kliniken werden aus den neuen

Mitarbeitenden in sechs bis zwölf Monaten

auch nach deutschen Regeln anerkannte

Krankenpflegekräfte. Diese Qualifizierung

führt zur Anerkennung des im Ausland erworbenen

Abschlusses. Gerade hat der Arbeitgeber

unter dem Namen „Perspektiva

UG“ eine Weiterbildungseinrichtung gegründet.

„Nun können wir finanziell durch

die Agentur für Arbeit bedarfsgerecht gefördert

werden“, erläutert Ralf Mantei, Geschäftsführer

von 365 Grad. Martina Wildförster,

Qualifizierungsberaterin der

Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal,

unterstützt bei den gesetzlichen Formularien

rund um die Förderung. „An diesem

Beispiel sehen wir, wie wichtig neue und

kreative Wege bei der Fachkräftesuche

sind.“

Eine große Lebensmittelauswahl

und

beste Frischequalität

erwarten Sie bei

akzenta in Wuppertal.

Wir freuen uns auf Sie!

Barmen, Steinbeck,

Elberfeld und Vohwinkel

www.akzenta-wuppertal.de

6 www.bvg-menzel.de


Erfolgreiche Partnerschaft zwischen

Startup und Traditionsunternehmen

Foto: Senic

Produktive Zusammenarbeit:

Das Technologie-

Startup Senic hat seit 2018

gemeinsam mit dem Gebäudetechnikspezialisten

Gira bereits zwei smarte

Schalter entwickelt. Anlässlich

der IFA Berlin

feierte die digitale

„Friends of Hue“-Steuerung

im europäischen

Schalter-Standardsystem

55 seinen Marktstart.

Anlässlich der IFA Berlin hat das Berliner

Startup Senic (www.senic.com) seinen

smarten Schalter „Friends of Hue“ auf den

Markt gebracht. Entwickelt hat das junge

Technologieunternehmen den kabel- und

batterielosen Schalter, mit dem sich alle

Smarthome-Geräte aus der Philips-Hue-

Welt digital per Knopfdruck steuern lassen,

gemeinsam mit dem Radevormwalder Gebäudetechnikspezialisten

Gira (www.gira.

de). Der smarte Schalter, der auch mit dem

Apple Homekit kompatibel ist, ist schon das

zweite Produkt, das aus der Anfang 2018

gestarteten Kooperation zwischen dem

Startup und dem 1905 gegründeten Mittelständler

aus dem Bergischen Land hervorgeht.

Gira ist 2018 eine Minderheitsbeteiligung

an Senic eingegangen. „Die

Zusammenarbeit hat sich in der Praxis als

äußerst produktiv herausgestellt. Dies hatten

wir so nicht unbedingt erwartet und ist

auch nicht die Regel, wenn junge Firmengründungen

auf alteingesessene Unternehmen

treffen“, betont Gira Technologie-Geschäftsführer

Christian Feltgen. „Unser

positives Beispiel zeigt, wie wichtig es bei

so einer Kooperation ist, dass die Haltung

der Beteiligten zueinanderpasst und diese

sich mit gegenseitiger Offenheit begegnen.

Hier hat unsere Gründerinitiative „GNERA-

TOR“ in Berlin gute Arbeit geleistet.“ Deren

dreiköpfiges Team hält seit gut anderthalb

Jahren in der europäischen

Startup-Szene nach potentiellen Partnern

Ausschau. Rund 2.000 Startups haben die

Mitarbeiter der Gira Gründerplattform gesichtet.

Aus 70 Erstgesprächen mit Gründern

ist bis jetzt ein gutes halbes Dutzend

weiterführender Projekte hervorgegangen,

bei denen eine konkrete Zusammenarbeit

geprüft wird. „Auch wenn daraus nicht jedes

Mal gemeinsame Produkte wie im Fall

der Zusammenarbeit mit Senic entstehen,

nehmen wir genauso wie unsere Gesprächspartner

viel aus diesem intensiven Austausch

mit“, ist Christian Feltgen überzeugt.

Familienunternehmen!

Unternehmensnachfolge

in der Familie braucht Zeit!

Beginnen Sie

rechtzeitig!

Wir unterstützen Sie!

TREUMERKUR

Wirtschaftsprüfung | Steuerberatung

Unternehmensberatung

Hofaue 37 | 42103 Wuppertal

Telefon + 49 202 4 59 60 - 0

Telefax + 49 202 4 59 60 60

mail@treumerkur.de

www.treumerkur.de

der Bergische Unternehmer 10|19 7


Strompreis

Beschaffung, Netzentgelt, Vertrieb, Steuern,

Abgaben und Umlagen

Entwicklung der Strompreise • für die Industrie (Index 1998 =

100): • Beschaffung, Netzentgelt, Vertrieb, Steuern, Abgaben

und Umlagen (Anteil in %)

NAMEN & NACHRICHTEN

„Roadshow“: Elektromobilität zum

Ausprobieren

Foto: Kreisstadt Mettmann

Fahren mit Strom aus der Steckdose - auf zwei und auf

vier Rädern. Wie das funktioniert, darüber informierte

jetzt die „Roadshow Elektromobilität“ in Mettmann. Die

Bürger nutzten die Gelegenheit, mit einem Elektro-Lastenfahrrad

ein paar Runden zu drehen oder mit einem der

zwei Elektroautos eine kleine Testfahrt durch die Stadt zu

unternehmen. Die EnergieAgentur.NRW und die Stadt

hatten zusammen mit der Verbraucherzentrale NRW sowie

dem Unternehmen innogy zur Roadshow eingeladen. Die

Besucher interessierten sich nicht nur für das Thema Elektromobilität,

sondern nutzten auch die Gelegenheit, um

sich über Förderprogramme zur Installation von Photovoltaik-Anlagen

auf dem Eigenheim zu informieren.

Steigende Energiekosten?

Drohende CO2-Steuer?

Ein Tesla Model X

mit Flügeltüren

sorgte auf der

Roadshow für große

Aufmerksamkeit.

Wohnen auf

kleinem Raum

Insbesondere in Großstädten haben die

Menschen weniger Platz zum Wohnen als

noch vor zehn Jahren. Eine aktuelle Studie

des Instituts der deutschen Wirtschaft

(IW) in Köln in Kooperation mit dem

Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung

zeigt, dass die bewohnte Fläche

von Mietern in Städten mit mehr als

500.000 Einwohnern innerhalb des letzten

Jahrzehnts von 54 auf 51 Quadratmeter

je Kopf zurückgegangen ist. Die

Gründe für ein Leben auf weniger Fläche

sind besonders in Ballungsräumen auf

die steigenden Kosten für Wohnraum zurückzuführen.

Ein weiterer Trend ist der

bewusste, ressourcenschonende Verzicht

und die Beschränkung auf den benötigten

Platz. Diese Entwicklung spiegelt

sich unter anderem in mobilen Mini-

Häusern – den sogenannten Tiny-Houses

– wider. Die Nachfrage nach solchen

kleinen Häusern, die in der Regel nicht

viel mehr als 30 Quadratmeter messen,

hat in den letzten Jahren stark zugenommen.

Ob kleine Stadtwohnung oder Tiny-

House: In allen Fällen kommt es darauf

an, den begrenzten Platz bestmöglich zu

nutzen. „Hier passende Lösungen zu entwickeln

und zu bauen, ist eine der Stärken

des Tischlerhandwerks“, sagt Martin

Stracke, Obermeister der Tischler-Innung

Remscheid. Dabei geht es nicht nur darum,

Möbel und Einbauten millimetergenau

anzupassen, sondern die Einrichtung

auch wandlungsfähig zu gestalten.

Lösung: Energiemanagement

Lassen Sie uns in einem Termin klären, was Sie und Ihr

Unternehmen genau brauchen und wie Sie mit meiner großen

Praxiserfahrung noch schneller in die Umsetzung kommen.

Dr. Hartmut H. Frenzel | Fuhlrottstr. 15 | 42119 Wuppertal

Telefon +49-202-2541472 | Mobil +49-160-2912140

kontakt@Energiemanagement.Coach

www.

Strompreis

1998

2019

Der Schreibtisch

verschwindet, das

Bett erscheint –

und umgekehrt:

Mit wandlungsfähigen

Möbeln

schaffen Tischler

praktische Lösungen

für kleine

Wohnflächen.

Foto: Häfele

8 www.bvg-menzel.de


Land NRW fördert

Mobilitätsprojekt

Mobilität ist einer der Schlüsselfaktoren

moderner Gesellschaften und eine

Grundvoraussetzung für Wirtschaftsentwicklung

und soziales Wohlergehen.

Mit dem Vorhaben „Bergisch.Smart –

Künstliche Intelligenz als Enabler für

die Mobilität von Morgen“ soll im

Bergischen Städtedreieck die Mobilität

der Zukunft maßgeblich mitgestaltet

werden. Das Land NRW unterstützt dieses

Projekt mit 13 Millionen Euro. Wuppertal-Remscheid-Solingen

ist eine von

fünf Digitalen Modellregionen in Nordrhein-Westfalen.

Unter Federführung

der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

hat sich

mit APTIV Services Deutschland, den

Wuppertaler Stadtwerken sowie der

Bergischen Universität Wuppertal, der

Neuen Effizienz und den Städten Wuppertal,

Remscheid und Solingen ein

Konsortium zusammengefunden, das

sich der Frage nach der Mobilität von

Morgen stellt. Entscheidend dabei ist,

dass nicht nur an Einzelfragen gearbeitet

wird, sondern aus verschiedenen

Blickwinkeln synergetisch nach Lösungen

für eine Mobilität der Zukunft gesucht

wird. Wie können unterschiedliche

Technologien im Zusammenspiel

zur nachhaltigen Mobilitätsentwicklung

von Städten beitragen? Das Potenzial ist

mit Blick auf den Fortschritt im Bereich

der Künstlichen Intelligenz groß. „Denn

darum geht es, wenn wir über Smart Cities

und Digitale Modellkommunen

sprechen: nachhaltige Entwicklung von

Städten durch das sinnvolle Nutzen von

neuen digitalen Technologien. Dieses

gemeinsame Projekt des Bergischen

Städtedreiecks wird die Region noch enger

zusammenbringen, weil wir städteübergreifend

gemeinsam an der Gestaltung

unserer Zukunft arbeiten werden“,

so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer

der Bergischen Struktur- und

Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH.

Von Klein bis

Groß!

Für jeden Job das

richtige Angebot!

Ford Transit Familie

Alles, was Sie für

Ihren Job brauchen.

FORD TRANSIT COURIER BASIS

Energie-Rückgewinnungs-System, Ford

Easy Fuel, Airbag, Fahrerseite,

Lenksäule in Höhe und Reichweite

einstellbar

Günstig mit der monatl. Full-Service-

Leasingrate von

FORD TRANSIT KASTENWAGEN

LKW BASIS

Bordcomputer, Beifahrer-Doppelsitz, 4-

fach verstellbarer Fahrersitz, Fensterheber

vorn elektrisch

Günstig mit der monatl. Full-Service-

Leasingrate von

1,2,5,6


1,2,3,4

119,00 netto


229,00 netto

( € 141,61 brutto) ( € 272,51 brutto)

Abbildungen zeigen Wunschausstattung gegen Mehrpreis.

1

Ford Lease ist ein Angebot der ALD AutoLeasing D GmbH, Nedderfeld 95, 22529 Hamburg. Angebot gilt für

Gewerbekunden (ausgeschlossen sind Großkunden mit Ford Rahmenabkommen sowie gewerbliche Sonderabnehmer

wie z.B. Taxi, Fahrschulen, Behörden). 2 Das Technik-Service-Paket enthält Wartungs- und Inspektionsarbeiten sowie

anfallende Verschleißreparaturen in vereinbartem Umfang. Für weitere Fragen zu Details und Ausschlüssen können Sie

sich gerne an uns wenden. Nur erhältlich im Rahmen eines Ford Lease Full-Service Vertrags. 3 Leasingrate auf Basis eines

Kaufpreises von € 9.000,- netto (€ 10.710,00 brutto), inkl. € 831,92 netto (€ 989,98 brutto) Überführungskosten. 4 Gilt

für einen Ford Transit Courier Basis 1,0-l-EcoBoost-Motor 74 kW (100 PS), 5-Gang-Schaltgetriebe, € 119,00 netto (€ 141,61

brutto) monatliche Leasingrate, € 0,00 netto (€ 0,00 brutto) Leasing-Sonderzahlung, bei 36 Monaten Laufzeit und

30000 km Gesamtlaufleistung. 5 Leasingrate auf Basis eines Kaufpreises von € 20.196,- netto (€ 24.033,24 brutto), inkl.

€ 831,92 netto (€ 989,98 brutto) Überführungskosten. 6 Gilt für einen Ford Transit Kastenwagen LKW Basis 350 L3

Frontantrieb 2,0-l-TDCi 77 kW (105 PS), 6-Gang-Schaltgetriebe, € 229,00 netto (€ 272,51 brutto) monatliche

Leasingrate, € 0,00 netto (€ 0,00 brutto) Leasing-Sonderzahlung, bei 36 Monaten Laufzeit und 30000 km Gesamtlaufleistung.

der Bergische Unternehmer 10|19 9


NAMEN & NACHRICHTEN

Brücken mit China werden stabilisiert:

Absatzmärkte für die bergische Wirtschaft

Foto: automotiveland.nrw

Stephan A. Vogelskamp

stellt die Aktivitäten von

automotivland.nrw vor

chinesischen Mulitplikatoren

vor.

Von der aktuellen Krise in der Automobilindustrie

wird das Bergische Land stark betroffen,

denn hier sind mit rund 250 Zulieferern

besonders viele Unternehmen und Arbeitsplätze

ansässig. Im Bergischen Städtedreieck

ist die Entwicklung der Automobilindustrie

bereits frühzeitig erkannt worden. So hat,

wie berichtet, die Bergische Struktur- und

Wirtschaftsförderungsgesellschaft in der Zukunftsstudie

„Automotive Region Bergisches

Städtedreieck 2030“ die Perspektiven des

Bergischen Städtedreiecks gemeinsam mit

Forschungspartnern analysiert und praktische

Konsequenzen eingeleitet. Hierzu gehört

die Gründung des automotivclusters.

nrw. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erschließung

neuer Absatzmärkte und eine

enge Kooperation mit China. Die vielfältigen

Kooperationsansätze wurden nun weiter vertieft:

Unter engagierter Beteiligung des

Bergischen Landes trafen sich mehr als 400

Entscheider aus Wirtschaft, Politik und Forschung

zum dritten Deutsch-Chinesischen

Automobilkongress in Ingolstadt. Unter dem

Motto „Kooperation und gemeinsame Zukunft“

ging es darum, tragfähige wirtschaftliche

Kooperationsformen zu finden und

neue Richtungen der Deutsch-Chinesischen

Zusammenarbeit aufzuzeigen. In diesem Jahr

zeigte sich beim Kongress, dass die Volksrepublik

China gegenwärtig die wirtschaftliche

Öffnung beschleunigt, um eine weitere Integration

von Wertschöpfungsketten in den

chinesischen Markt anzukurbeln. Zudem

verfügt China über einen großen Automarkt,

der besonders in Bereichen wie Hybrid-Autos,

Elektrofahrzeugen oder smarter Mobilität

neue Marktmöglichkeiten eröffnet. „Für

uns hat das Zusammenwirken mit der Volksrepublik

China einen hohen Stellenwert“, so

Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer

von automotivland.nrw. „Durch den persönlichen

Kontakt zu den wichtigen chinesischen

Unternehmen schaffen wir für die Zulieferindustrie

des Bergischen Landes neue

Absatzmärkte für ihre Produkte.“

KONFERENZ.

SEMINAR.

MEETING.

TEAM-

BUILDING.

Lassen Sie sich inspirieren und planen Sie gemeinsam mit unserem Kreativteam

Ihre Veranstaltung. Unser lichtdurchfluteter Tagungsbereich „LERNzeit“ verspricht

beste Qualität für erfolgreiche Seminare.

Mercure Hotel Remscheid

Jägerwald 4 | 42897 Remscheid

Tel.: +49 (2191) 6071-900 | Fax: +49 (2191) 6071-100

marco.klij@accor.com | www.mercure.com | www.accorhotels.com

10 www.bvg-menzel.de


Überregionale Energieerzeugung bringt

grünen Strom in die bergische Region

Exporterwartungen

laut ifo gefallen

Foto: Buchenau Wind GmbH & Co KG, Luca Heil

Bei der Erzeugung von regenerativem Strom setzt der Remscheider

Energiedienstleister EWR auf zwei Entwicklungsfelder,

nämlich auf die regenerativen Energieerzeugungsanlagen

wie zum Beispiel Biogas-Blockheizkraftwerke oder Wasserkraftanlagen

in Remscheid und die Beteiligung an überregionaler

Energieerzeugung mit den Gesellschaften Green GEC-

CO und der Thüga Erneuerbare Energien (THEE). Nun hat das

Tochter-Unternehmen der Stadtwerke Remscheid Anteile am

Waldwindpark Buchenau im Landkreis Fulda erworben. Der

Park gehört den Partnern je zur Hälfte und ist mit zehn Enercon

E-115-Anlagen mit je drei Megawatt Leistung und einer

Nabenhöhe von 149 Metern ausgestattet.

Mit Anteilen am

Windpark Buchenau

hat die EWR GmbH

ihr Geschäftsfeld

Erneuerbare Energien

weiter ausgebaut.

Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren

hat sich merklich eingetrübt.

Die ifo Exporterwartungen der Industrie

sind im September auf -5,2 Saldenpunkte

gefallen, von -2,3 Saldenpunkten im

August. Die leichte Erholung im August

war nur von kurzer Dauer. Ein möglicher

harter Brexit wirft seine Schatten

voraus. Im Moment gibt es von der

Weltwirtschaft kaum positive Signale

für die deutschen Exporteure.

Nachdem die Chemische Industrie im

August noch merklich optimistisch war,

musste sie nun einen deutlichen Dämpfer

hinnehmen. Sie erwartet kaum noch

Zuwächse beim Exportgeschäft. Ein

Grund hierfür war die angespannte Situation

im Nahen Osten. Ähnliches gilt

für die Branche der Gummi- und Kunststoffwaren.

Die Elektrotechnik erwartet

sinkende Umsätze im Auslandsgeschäft.

Die Exporterwartungen hier waren zuletzt

2009 so pessimistisch. Unter den

wenigen Lichtblicken in diesem Monat

waren die Textil- und die Getränke-

Hersteller.

Weitere Infos unter www.ifo.de

#KREATIVSTEUERMÄNNER

Komplexe Fragestellungen verlangen eine ganzheitliche Sichtweise und viel Kreativität. Als vorausschauender

Partner setzen wir auf kreative Konzepte und liefern Ihnen maßgeschneiderte Lösungen im gesamten

Spektrum. Dabei achten wir stets auf eine pragmatische Arbeitsweise, um Ihren wirtschaftlichen Erfolg mit

Weitblick zu steuern. Sprechen Sie mit uns!

Remscheid · Hilden · Tel. 02191/9750 – 0 · www.stb-kgp.de

der Bergische Unternehmer 10|19 11


NAMEN & NACHRICHTEN

2

Foto:VBU®

1

3

Zurück in die Zukunft:

Utopien 4.0

Eine Maschine, die mit Wasserdampf

Energie erzeugt? Ein Schiff, das die

Weltmeere überquert? Oder ein Flugobjekt,

das aus der Luft Fotos schießt

oder Videos dreht? Die Entwicklung

von der Utopie zur Realität hat es von

Industrie 1.0 bis 4.0 immer gegeben.

Was heute als Zukunftsszenario ungläubige

Skepsis hervorruft, kann morgen

schon ein Verkaufsschlager sein.

Für ihren 15. Unternehmertag hatte die

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände

(VBU®) und der Arbeitgeberverband

von Remscheid und Umgebung

e.V. ein hoch spannendes Thema

aufgelegt, das rund 350 Gäste aus

Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in

der Historischen Stadthalle in Wuppertal

in ihrem Bann zog.

Nach einem Impulsvortrag des früheren

Kulturstaatsministers Professor Dr. Julian

Nida-Rümelin, der sich intensiv mit

den entscheidenden Aspekten einer digitalen

Arbeitswelt befasst, widmeten sich

zwei Diskussionsrunden der Digitalen

Transformation und den Auswirkungen

auf die Arbeitswelt, wobei die Sichtweisen

beider Tarifpartner – also der Arbeitgeber

und der Gewerkschaften – zur

Sprache kamen. Insofern gab es für die

Zuhörer viel Input, um sich mit den angesprochenen

Themen auseinanderzusetzen

und im besten Fall auch persönlich daraus

Nutzen zu ziehen.

„Was wir in den 1950er Jahren als Spinnereien

abgetan haben, ist heute Wirklichkeit

geworden. Auf Veränderungen

müssen wir uns einstellen“, sagte VBU®-

Vorstandsvorsitzender Rolf A. Königs

vor der Veranstaltung in einem Pressegespräch.

Wirtschaftliche Übergänge sind

genauso wie gesellschaftlicher Wandel

natürlich nicht von heute auf morgen zu

erreichen, sondern geschehen „peau a

peau“. „Trotzdem müssen wir darauf vorbereitet

sein und Chancen und Risiken

ausloten“, bekräftigte Frank R. Witte, einer

der drei VBU®-Geschäftsführer.

Hinzu käme, dass es nicht reiche, Technologien

zu beherrschen, vielmehr stehe

die Frage der Wirtschaftlichkeit und auch

der Einfluss auf die Arbeitswelt für einen

Unternehmer immer im Raum. „Wir als

Arbeitgeberverbände und Sozialpartner

müssen uns diesen Fragen intensiv stellen“,

betonte Witte.

Treiber der Digitalisierung

Doch wie steht es mit der Digitalisierung

bei den bergischen Unternehmen? „Bei

allen mittelständischen Firmen hat das

Thema Einzug gehalten“, betonte Dr.

Marcus Jankowski, Chef der Remscheider

Robert Röntgen GmbH & Co. KG

und Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes

von Remscheid und Umgebung e.V.

Gleichzeitig stellte er den hohen Nutzen

von Industrie 4.0 heraus: „Prozesse werden

verbessert, die Auslastung der Maschinen

wird erhöht und auch Maschinenschäden

können viel schneller

behoben werden.“ Natürlich sei die Qua-

12 www.bvg-menzel.de


4 6

7

5

1

Reger Zuspruchauf den 15. Unternehmertag

2

Darüber freuen sich die „Macher“ der Veranstaltung,

v.l. Professor Wolfgang Kleinebrink,

Jörg Iseke, Dr. Klaus-Peter Starke, Frank

R. Witte, Christian Klauder, Jürgen Schneider,

Dr. Marcus Jankowski (Arbeitgeberverband

Remscheid und Umgebung) und Rolf A. Königs

(Vorstandsvorsitzender VBU®).

3

Ein Augenschmaus war die abschließende

Modepräsentation.

4

Gastredner Professor Dr. Julian Nida-Rümelin

- ein Kenner der digitalen Arbeitswelt.

5

Andrea Halstenbach, erfolgreiche Designerin

und bergische Unternehmerin, erzählte von

ihrer Arbeit.

6

Moderatorin Anke Plättner im Gespräch mit

VBU®-Vorstandsvorsitzendem Rolf A. Königs

7

Über die Auswirkungen des technologischen

Fortschritts auf die Arbeitswelt diskutierten

Oliver Zander (r.), Hauptgeschäftsführer

Gesamtmetall, und Wuppertals Landtagsabgeordneter

Dietmar Bell (Mitte) mit Journalistin

Anke Plättner.

8

Professor Tobias Meisen von der Bergischen

Universität Wuppertal sowie Dr. Andreas

Groß (r.), Geschäftsführer der Wuppertaler Berger-Gruppe,

zeigten auf, wie sich Künstlische

Intelligenz und Digitale Transformation in der

Praxis bewähren.

8

lifizierung der Mitarbeitenden gefragt.

Aber: „Die Kommunikation mit der Maschine

wird sich vereinfachen, so dass sie

nach kürzerer Einarbeitung bedient werden

kann.“

So berichten Dreiviertel der Unternehmen

im Bergischen Land, dass sich der

Grad der Digitalisierung in den letzten

fünf Jahren in allen Geschäftsprozessen

erhöht hat.

Ein Gewinn seien die jüngeren Arbeitskräfte

als Treiber der Digitalisierung, die

frisches Know-how in die Unternehmen

bringen, zeigte VBU®-Geschäftsführer

Professor Dr. Wolfgang Kleinebrink auf.

Ein Thema, das der Digitalisierung derzeit

den Rang abzulaufen scheint, ist indes

der Klimawandel. Hier waren sich die

Unternehmer einig, dass „wer die Zeichen

der Zeit erkannt hat, auch etwas dagegen

tut.“ Blinder Aktionismus führe hingegen

zu nichts. Deutschland sei als Industrieland

nicht zu halten, wenn man es als solches

in Frage stelle.

Vielmehr ruhen die Hoffnungen auf neuen

Technologien, die ressourcenschonendes

Handeln ermöglichen. Wobei sich der

Kreis zu den Utopien wieder schließt. Die

deutsche Industrie habe immer noch

„Utopie-Potenzial“. „Neues Wissen kann

den Fortschritt erreichen, der letztlich allen

zugute kommt“, so Frank R. Witte.

Der Bergische Unternehmertag wird alle zwei Jahre von der VBU® gemeinsam mit dem Arbeitgeber-Verband von

Remscheid und Umgebung durchgeführt. Diesmal wurden Zukunftsszenarien aufgegriffen, die immer schneller Realität

werden. Die Thematik wurde in zwei Diskussionsrunden vertieft: Wie sich Künstliche Intelligenz, Digitale Transformation

und Zukunftstechnologien in der Praxis bewähren, besprachen beispielhaft Professor Tobias Meisen,

Bergische Universität Wuppertal, und Dr. Andreas Groß, Geschäftsführer der Wuppertaler Berger-Gruppe. Die Auswirkungen

auf die Arbeitsbedingungen und was die Tarifpartner tun können, bewerteten und analysierten Oliver

Zander, Hauptgeschäftsführer Gesamtmetall und Dietmar Bell, MdL und Vorsitzender der Enquetekommission „Digitale

Transformation der Arbeitswelt in NRW“ in einer weiteren Gesprächsrunde. Moderiert wurde die Veranstaltung

von der TV-Journalistin Anke Plättner (Phoenix Runde).

der Bergische Unternehmer 10|19 13


NAMEN & NACHRICHTEN

Solingen-Messe 2020 wird größer und noch vielfältiger.

Die Besucher dürfen sich auf „neue Dimensionen“ freuen.

Foto: Messe Solingen

Die Werbung ist bereits

fertig: Im August 2020

ist wieder Zeit für die

Solingen Messe.

Die elfte Auflage der Solingen-Messe wird am 21.

und 22. August 2020 in der Eissporthalle Solingen

auf rund 1.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche

stattfinden. Besucherinnen und Besucher können

an zwei Messetagen die Weltmarke Solingen live

erleben und sich auf einige Neuheiten freuen. Solinger

Unternehmen, Institutionen und Initiativen können

sich dort präsentieren. Auf dem Außengelände

wird zusätzlich eine mobile Messehalle mit bis zu

550 Quadratmetern weiterer Ausstellungsfläche

aufgestellt. „Wir freuen uns, dass wir bei der kommenden

Messe zusätzlich das Solinger Handwerk

präsentieren können und benötigen entsprechend

zusätzliche Flächen“, so Rainer Becker,

Projektleiter der Solingen-Messe bei

der Wirtschaftsförderung Solingen. Frühzeitig

gab es hierzu Gespräche mit der Kreishandwerkerschaft

Solingen, zehn Innungen

haben ihre Teilnahme bestätigt. Neben dem

Handwerk wird es zu den bisherigen Themenfeldern

„Innovationen/3D-Technologie“,

„Neue Mobilität/Nachhaltigkeit“, „Marke

Solingen (Schneidwaren)“, „Fachkräfte/Bildung“,

„Tourismus/Internationales“ ein weiteres

neues Themenfeld geben: Unter „Gesund

und munter“ finden sich alle

Unternehmen und Institutionen aus der Medizin,

Prävention, Dentaltechnik etc. wieder.

Außerdem präsentieren Gründerinnen und

Gründer in Kooperation mit dem „coworkit

Solingen“ ihr Geschäftsmodell und Produktinnovationen.

Das 3D-Netzwerk stellt in Kooperation

mit dem 3D-Startup Campus NRW

und weiteren Partnern 3D-Technologien „gedruckt

und virtuell“ vor. Die Preise für die

Ausstellungsfläche in der Eissporthalle sind

mit 115 Euro pro Quadratmeter stabil geblieben.

In der mobilen Messehalle liegt der

Quadratmeterpreis bei 80 Euro (reine Ausstellungsfläche,

zzgl. gesetzl. MwSt.).

w w w . w f s . s o l i n g e n . d e

BREITFORT-DRUCKGUSS GmbH & Co. KG

Norbertstr. 5-7

42655 Solingen

Tel. +49 (0)212-22320-31

Fax +49 (0)212-22320-20

E-Mail: info@breitfort.de

Internet: www.breitfort-druckguss.de

14 www.bvg-menzel.de


Zweite Runde für die Unternehmerschule im Bergischen Land

Neue Auflage ab dem 9. November

Fotos: Praxisfeld GmbH

1

Remscheids Oberbürgermeistger

Burkhard Mast-Weisz mit den Absolventen

Sonja Schaffert und Frank Ringel

sowie Schulleiter und PRAXISFELD-

Geschäftsführer Holger Schlichting (v.l.)

2

Sabine Kröhn (PRAXISFELD), Thomas

Rickmann (Sparkasse Radevormwald),

Gastgeber Michael Wellershaus

(Stadtsparkasse RS), Dorothea Stabolewski

(SSK Radevormwald) (v.l.). Im

Hintergrund Ingo Lückgen (Leiter Wirtschaftsförderung

Remscheid) und OB

Burkhard Mast-Weisz im Gespräch mit

Holger Schlichting (v.l.)

1 2

Unter dem Motto „Aus der Praxis für die

Praxis“ hat die Wirtschaftsförderung der

Stadt Remscheid unter Federführung des

Netzwerks Integrative Wirtschaftsförderung

e.V. (NIW) 2018 eine Unternehmerschule im

Bergischen Land etabliert. Die Unternehmerschule

richtet sich an Klein- und mittelständische

Unternehmen in der Region mit

dem Ziel, diese als wichtiges wirtschaftliches

Rückgrat zu professionalisieren und sie

in ihrer Führungs-, Leistungs-, und Wettbewerbsfähigkeit

dauerhaft zu stärken. In über

zehn Jahren und an 22 Standorten in

NRW und Rheinland-Pfalz hat sich das

Konzept der Unternehmerschule als

nachhaltig erfolgreich erwiesen. Im September

wurde nun die zweite Runde der

Unternehmerschule Bergisches Land eingeläutet.

Remscheids Oberbürgermeister

Burkhard Mast-Weisz nutzte die Gelegenheit,

um zwei der Absolventen persönlich

ihre Abschlusszertifikate zu

überreichen. Neben dem hohen Nutzen

für kleine und mittelständische Unternehmer

und Unternehmensnachfolger

wurde von allen Beteiligten die positive

Zusammenarbeit des Städtedreiecks in

diesem Projekt betont. Die Unternehmerschule

Bergisches Land startet am 9. November.

Die zehn Unterrichtstage, die

auch einzeln buchbar sind, finden in monatlichen

Abständen immer samstags in

Remscheid-Lennep statt.

Anmeldungen sind ab sofort über

www.netzwerk-niw.de möglich, konkrete

Auskünfte zur Unternehmerschule

Remscheid gibt es bei www.

praxisfeld.de/de/akademie/unternehmerschule-bergisches-land

www.proviel.de

Beruflich fit

und gut vorbereitet!

Flexibel, belastbar

und pünktlich!

Sicher und

selbstbestimmt!

Menschen in Arbeit

Dienstleistungen für Unternehmen

Betreutes Wohnen

der Bergische Unternehmer 10|19 15


NAMEN & NACHRICHTEN

KARL DEUTSCH feiert 70. Jubiläum. Heute

steht die dritte Generation an der Spitze.

Städtedreieck:

Arbeitslosigkeit sinkt

Foto: KARL DEUTSCH Prüf- und Messgerätebau GmbH + Co KG

Im September feierte die Firma KARL DEUTSCH Prüfund

Messgerätebau GmbH + Co KG Jubiläum: Das Unternehmen

wurde vor über 70 Jahren in Wuppertal gegründet.

Drei Generationen der Familie Deutsch haben

die sieben Jahrzehnte bisher geprägt, und dies wurde gemeinsam

mit Kunden, langjährigen Wegbegleitern und

Freunden des Hauses gefeiert. Das inhabergeführte Unternehmen

KARL DEUTSCH wurde im Mai 1949 von

Ing. Karl Deutsch gegründet und wird heute in dritter

Familiengeneration geführt. Alle Produkte werden von

130 motivierten Mitarbeitern in Wuppertal entwickelt

und gefertigt. Zum Portfolio gehören mobile Prüfgeräte,

große Prüfanlagen zum stationären Einsatz, Sensoren

und chemische Rissprüfmittel. Die Produkte werden zur

zerstörungsfreien Werkstoffprüfung mithilfe von Ultraschall

sowie nach dem Magnetpulver- und dem Eindringverfahren

eingesetzt. Neben einem hochkarätigen

Tagungsprogramm bot die zweitägige Jubiläums-Veranstaltung,

die von Wuppertals Oberbürgermeister Andreas

Mucke eröffnet wurde, auch ein spannendes und unterhaltsames

Rahmen-Programm. Dabei wurde deutlich,

wie wichtig Prüftechnik für viele Industriebranchen ist.

Die Vorträge wurden von namhaften Persönlichkeiten

aus Forschung, Entwicklung und dem Kundenkreis gehalten.

Mehr als 200 Gäste folgten der Einladung nach

Wuppertal. Man feierte bei bestem Wetter auf dem

Werksgelände, das aufwändig für die Veranstaltung umgestaltet

worden war.

Wuppertals Oberbürgermeister

Andreas Mucke

eröffnete die Jubiläumsveranstaltung,

für die

das Werksgelände aufwändig

umgestaltet

worden war.

Im September ist die Arbeitslosigkeit in

Remscheid, Solingen und Wuppertal im

Vergleich zum Vormonat um 732 auf

24.908 Personen gesunken. Gegenüber

dem Vorjahr sind 742 weniger Menschen

arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote

ist auf aktuell 7,6 Prozent

gesunken. Die Anfragen nach Kurzarbeit

sind in den vergangenen Wochen

gestiegen. In den allermeisten Fällen

blieb es aber bislang bei einer Beratung.

Die Zahl der kurzarbeitenden Betriebe,

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

ist auf unverändert niedrigem Niveau.

Derzeit sind 227.079 Menschen im

bergischen Städtedreieck sozialversicherungspflichtig

beschäftigt – 2.841 Personen

mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit

ist nach den Sommerferien

erwartungsgemäß und saisontypisch gesunken.

Vor allem Jüngere unter 25 Jahren

konnten wieder von dieser Entwicklung

profitieren, weil sie eine

Anschlussbeschäftigung gefunden haben

oder die erhoffte Ausbildung aufnehmen

konnten. Die Zahl der gemeldeten

Stellen ist weiterhin rückläufig. Der

Agentur für Arbeit wurden im September

rund 980 Jobangebote im Städtedreieck

gemeldet, das sind circa 300 weniger

als vor einem Jahr. Sowohl im

Vergleich zum Vormonat wie auch zum

Vorjahr wurden uns in allen drei Städten

weniger Stellen gemeldet, am stärksten

ist der Rückgang in Solingen“, fasst

Martin Klebe, Leiter der Agentur für

Arbeit Solingen-Wuppertal, die monatliche

Statistik zusammen.

Weitere Infos unter

www.arbeitsagentur.de

16 www.bvg-menzel.de


Internationale 3D-Technologie zu Besuch in Solingen -

dem „Innovationsstandort für neue Technologien“.

Foto: Wirtschaftsförderung Solingen

Mitglieder des in Solingen ansässigen

3D-Netzwerk präsentierten ihre neuesten

Technologien der Additiven Fertigung

und Best Practice-Beispiele. Mit

dabei waren auch die US-Hersteller

Markforged und EnvisionTEC. 55 Gäste

aus ganz Nordrhein-Westfalen folgten

der Einladung des Solinger 3D-Netzwerks

und des Auswärtigen Handelsdienstes

der USA/US-Generalkonsulat

Düsseldorf. Ken Walsh, US-Konsul für

Handel des Auswärtigen Handelsdienstes,

stellte in seiner Rede die besondere

Bedeutung des US-amerikanischen

Marktes für 3D-Produkte heraus.

US-Handelskonsul Ken

Walsh verwies in seiner

Rede auf die Bedeutung

des US-amerikanischen

Marktes für 3D-Produkte.

Deutschland ist in diesem Bereich der

wichtigste Kunde der USA, es bestehen

zudem bereits intensive Kooperationen

und konkrete Geschäftsverbindungen

zwischen Unternehmen aus beiden Ländern.

Dass dies bereits gelebte Realität

ist wurde beim ersten Fachvortrag deutlich:

Werner Koch vom Solinger Unternehmen

EXCIT3D und Arnd Meller,

Projektleiter Additive Fertigung bei der

Firma Klaus Stöcker-Team Metallbearbeitung

(Wermelskirchen), stellten konkrete

Projekte der Unternehmen vor. Bei

der Umsetzung wird dabei intensiv auf

3D-Drucker der US-Unternehmen zurückgegriffen.

„Die Veranstaltung war

gut besucht und die Gäste sind aus dem

gesamten Bundesland NRW angereist.

Das hat uns wieder gezeigt, dass sich

Solingen inzwischen als Innovationsstandort

für neue Technologien herumgesprochen

hat“ so Rainer Becker, Projektverantwortlicher

Netzwerk-Manager und

Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung

Solingen.

Vereinigung Bergischer Unternehmerverbände e.V. - VBU®

Unsere Verbandsgruppe umfasst rd. 620 Mitgliedsunternehmen mit

ca. 71.000 Beschäftigten unterschiedlicher Branchen. Wir informieren,

beraten und vertreten unsere Mitglieder in allen Fragen des Personalwesens,

insbesondere in Angelegenheiten des Arbeits-, Sozial- und Tarifrechts.

Nutzen Sie diesen Service. Wir informieren Sie gerne!

Wuppertal

Wettinerstraße 11 · 42287 Wuppertal · Telefon 02 02 / 25 80-0 · Telefax 0202 / 25 80-258

E-Mail: info@vbu-net.de

Solingen

Neuenhofer Straße 24 · 42657 Solingen · Telefon 02 12 / 88 01-0 · Telefax 0212 / 88 01-35

Mönchengladbach

Lüpertzender Straße 6 · 41061 Mönchengladbach · Telefon 0 21 61 / 2 44 98-0 · Telefax 02161 / 2 44 98-33

www.vbu-net.de

der Bergische Unternehmer 10|19 17


TITEL SPEDITION – LOGISTIK – TRANSPORT

Die Last mit

der Fracht

18 www.bvg-menzel.de


Die Konkurrenz auf Europas Straßen wächst rasant. Rund sechs Millionen LKW sind

täglich unterwegs, um Güter aller Art von A nach B zu bringen. Oft zu Dumping-Preisen,

oft mit Fahrern am Steuer, die unter Zeitdruck und Übermüdung leiden. Doch damit

nicht genug. Weitere Hürden, verbunden mit Auflagen und Kosten, bremsen das

Geschäft mit der Fracht häufig spürbar ab. Da stellt sich für etliche Speditionen die

Frage: Wie bleibt mein Unternehmen im Wettbewerb weiterhin gut in Fahrt?

der Bergische Unternehmer 10|19 19


TITEL SPEDITION – LOGISTIK – TRANSPORT

Was wie ein Kunstwerk

aussieht, ist Maßarbeit

von Fachleuten: Container-Verschiffung

Eigentlich besteht für die Branche

kein Grund, sich Sorgen zu machen.

Denn das Frachtaufkommen nimmt

kontinuierlich zu. So erhöhte sich in

2017 die Gütermenge, die allein von

deutschen Lastkraftwagen transportiert

wurde, auf 3,162 Milliarden Tonnen. Dies

entspricht gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme

von 1, 6 Prozent. Auch der Bestand an Nutzfahrzeugen

wird deutlich steigen. Eine Studie prognostiziert

bis 2040 rund 350.000 Neuzulassungen

pro Jahr. 2016 lag die Zahl bei etwa 290.000.

Ein Paket voller Probleme

schäft interessieren, muss man sozusagen mit der

Lupe suchen. Hinzu kommen immer rigidere Forderungen

in Sachen Umwelt- und Klimaschutz,

die mit verstärkten Diesel-Fahrverboten einen

vorläufigen Höhepunkt erreicht haben. Dazu liefern

technische Innovationen Anlass, am Fortbestand

der klassischen Speditionsarbeit, wie wir sie

heute kennen, Zweifel anzumelden. Selbstfahrende

Lastwagen, Roboter und Drohnen, die irgendwann

einmal zur Beförderung von Fracht eingesetzt

werden, stellen den Spediteur bereits heute

vor große Herausforderungen.

Mit vereinten globalen Kräften

Noch mehr LKW machen die Sache jedoch nicht

leichter. Schon heute wird der Platzmangel in den

Ballungszentrum zum Problem. Ebenso ist der

Arbeitsmarkt so gut wie leergefegt. Das bedeutet:

Es herrscht nicht nur ein akuter Fahrermangel.

Auch junge Leute, die sich für das Speditionsge-

Junge Leute, die sich für das Speditionsgeschäft interessieren,

muss man mit der Lupe suchen. Es herrscht akuter Fahrermangel,

der Arbeitsmarkt ist leer gefegt.

Aktuell aber steht das Thema Logistik 4.0 ganz

oben auf der Agenda. Der Mittelstand in der Branche

muss aufrüsten. Sei es digital, sei es bei der

mobilen Kommunikation oder der technischen

Ausstattung am Fahrzeug. Positiv: Die Branche

hat bereits vieles auf den Weg gebracht, um effizienter,

kundenorientierter und – was die Reduzierung

von Emissionen betrifft – sauberer zu werden.

Gerade, was die Reduzierung von CO2

betrifft, ist ein integrierter, globaler Ansatz von

Nöten. Nur so wird es gelingen, sämtliche Potenziale,

die zur Senkung des schädlichen Kohlendi-

20 www.bvg-menzel.de


oxid-Ausstoßes vorhanden sind, ganzheitlich und

im vollen Umfang zu nutzen. Dabei muss vermieden

werden, Zielkonflikte zwischen Klimaschutz

und Wirtschaftswachstum gegeneinander auszuspielen

und das eine Ziel zu Lasten des anderen

umzusetzen.

Im Brennpunkt: Der Preis von CO2

Klar: Auch der Wirtschaftsbereich Verkehr muss

seinen Beitrag zur Senkung von CO2-Emissionen

leisten, um die international vereinbarten Pariser

Klimaschutzziele zu erreichen. Aber zu welchem

Preis? Experten meinen, die vielgepriesene CO2-

Steuer und nationaler Emissionshandel verzerren

den Wettbewerb. Mit negativen Folgen für den Logistikstandort

Deutschland. Denn während allein

Politischer Aktionismus

führt zu

nichts. Vorgabe

muss eine einheitliche

europäische

Lösung sein.

die deutsche Logistik- und Verkehrswirtschaft

von der Abgabe betroffen wäre, würden Anbieter

aus den Nachbarländern ungeschoren davon kommen.

Oft getrieben vom politischen Aktionismus,

lassen die geplanten Maßnahmen zudem aus klimapolitischer

Sicht Wirtschaftlichkeit, Effizienz

und Wettbewerbsneutralität vermissen. Vorgabe

muss sein, eine zumindest europäisch einheitliche

Lösung zu finden, die gleichzeitig Anreize

schafft, CO2 zu vermeiden.

Auf Europa-Ebene aktiv werden

Die Verbände der Logistikbranche sprechen sich

daher für die Ausweitung des Europäischen Emissionshandelssystems

„ETS“ aus, damit eine absolute

CO2-Obergrenze festgelegt wird. Vorteil:

Fortsetzung auf Seite 26

der Bergische Unternehmer 10|19 21


TITEL INTERVIEW SPEDITION – LOGISTIK – TRANSPORT

„Wir bieten unseren

Kunden einen überzeugenden

Mehrwert.“

Seit 1932 im Markt, schreibt das traditionsreiche Familienunternehmen Karl

Schnug in Solingen bereits in der dritten Generation seine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte

rund um das Thema Logistik. Vor diesem Hintergrund stellt

sich die Frage, wie es einem Mittelständler in dieser hart umkämpften Branche

gelingt, mit Weltkonzernen Schritt zu halten und wettbewerbsfähig zu bleiben.

Antworten gibt uns Geschäftsführer Maximilian Leven, der im folgenden Gespräch

Interessantes zum Geschäftsmodell seiner Firma zu berichten weiß.

Wir sind Mittelständler, aber innovativ genug,

um mit Global Playern mithalten zu können.

Herr Leven, Ihr Anspruch verrät Selbstbewusstsein.

Trotzdem: Wie machen Sie das?

Unsere Kunden agieren in einem globalisierten

Markt mit einem starken Wettbewerb und suchen

demzufolge Partner, die sie unterstützen. Unsere

Chance als mittelständisches Unternehmen sind

es, durch kurze Entscheidungswege innovative

Projekte schneller umzusetzen und damit für unsere

Kunden einen Vorsprung zu erarbeiten, der

es ihnen ermöglicht, gegenüber der internationalen

Konkurrenz zu bestehen.

Wo liegen Ihre Stärken?

Es ist unser Ziel, als Partner für unsere Auftraggeber

aufzutreten und ihnen eine End-to-End-Lösung

zu bieten. Dabei ist es unser Anliegen, sowohl

Logistik als auch Transport zu verbinden.

Mit der Absicht, unseren Kunden auf diese Weise

einen Mehrwert zu verschaffen.

Welche Güter transportieren Sie bevorzugt –

welche nicht?

Auch hier ist es aus unternehmensstrategischer

Sicht wichtig, möglichst breit aufgestellt zu

sein. Primär kommen unsere Kunden aus der

Chemie, dem Automobilbau und der Konsumgüterindustrie.

Wir sind europaweit unterwegs

und beschäftigen zurzeit rund 40 Fahrer hier

am Standort Solingen. In diesem Zusammenhang

noch ein Wort zum Fuhrpark. An dieser

Stelle möchte ich unseren Auflieger, der in Kooperation

mit der Firma Krone entwickelt wurde

erwähnen. Dieser Aufbau versetzt uns in die

Lage, Güter auf verschiedenen Ebenen zu befördern

und gleichzeitig an die Zielrelation zu

bringen.

Was können, was machen Sie besser als der

Wettbewerb?

Wir versuchen uns nicht zu vergleichen, sondern

vielmehr an den vielen kleinen Schrauben zu drehen,

um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten.

Hier ist die Digitalisierung unserer Geschäftsprozesse

sicher ein entscheidender Faktor.

Da sprechen Sie ein wichtiges Thema an, das

für die Zukunft der Logistikbranche eine entscheidende

Bedeutung hat. Wie sieht es mit

22 www.bvg-menzel.de


Nachgefragt: Was unternehmen Sie in Bezug

auf Umwelt- und Klimaschutz konkret zur Minimierung

der CO2-Emissionen?

Zunächst ist es entscheidend, Klimaschutz vorzuleben

und allen Mitarbeitern die Wesentlichkeit

der Thematik darzulegen. Unter anderem führen

wir ca. zehn Schulungen im Jahr durch, die sich

mit dem ressourcenschonenden Umgang beim

LKW-Einsatz befassen. Die Forderung, Ressourcen

zu schonen, haben wir zugleich in das Zielsystem

der Mitarbeiter aufgenommen; dazu eine monatliche

Prämie in das Gehaltsgefüge. Wir machen

also Ernst mit dem Klimaschutz in unserem Unternehmen.

Neben dem LKW achten wir als Logistikunternehmen

auch darauf, dass sich unsere Lagerhallen

auf dem neuesten Stand befinden. Bereits

vor Jahren haben wir übrigens in eine Solaranlage

investiert, um unser vollautomatisches Hochregal

mit eigenem Strom zu versorgen.

Gut aufgestellt für

die Herausforderungen

der Zukunft. Maximilian

Leven, Geschäftsführer

der

Karl Schnug Kraftwagenspedition

in

Solingen, setzt auf

kundenorientierte

Logistik-Lösungen

mit Mehrwert.

dem Stand der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen

aus?

Wir wollen in allen Unternehmensbereichen möglichst

umfassend die digitale Technik nutzen.

Dazu ein Beispiel. Wir erhalten 99 Prozent unserer

Aufträge über EDI-Schnittstellen, die dann in

unseren IT-Programmen bearbeitet werden können.

Im Lagerbereich bedeutet dies, dass die Aufträge

über Scanfunktionen abgewickelt und so

die eventuellen Fehlerquellen praktisch eliminiert

werden. Im Geschäftsfeld Transport führt die Digitalisierung

dazu, dass die Aufträge in das Fahrzeug

geschickt und dort durch den Fahrer weiterbearbeitet

werden. Vorteil: Unsere Kunden bekommen

jeweils just-in-time eine direkte Information

über ihre Sendung.

Sprechen wir über ein weiteres Thema mit aktueller

Brisanz: Den Klimaschutz. Panikmache

oder notwendige Diskussion?

Klimaschutz hat nicht zuletzt durch Greta Thunberg

an Relevanz in der Gesellschaft gewonnen.

Diese Entwicklung freut uns, da der aktive Klimaschutz

bereits seit mehreren Jahren wichtiger Bestandteil

unseres unternehmerischen Handelns ist.

Und was halten Sie von der Verteufelung des

Diesels?

Ich denke, die aufgeheizte Diskussion sollte versachlicht

und faktenorientiert geführt werden.

Tatsache ist, dass uns aktuell eine Alternative

zum Diesel fehlt, die den Ansprüchen unserer

Kunden gerecht wird.

Werfen wir noch einen Blick in die Zukunft:

Kommt irgendwann der E-Truck?

Unter gegenwärtigen Gesichtspunkten ist ein E-

Truck leider keine Option. Man weiß jedoch nie,

was die Zukunft bringt. Gleichwohl sind alternative

Antriebsarten nicht außer Acht zu lassen. So

gibt es erste Überlegungen, LPG – also Flüssiggas

– als Dieselersatz für den LKW-Antrieb zu

verwenden.

Sind selbstfahrende LKW für Sie in absehbarer

Zeit vorstellbar?

Die Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung

zeigen, dass wir in rasanter Geschwindigkeit

darauf zu steuern. Das 5G-Netz ist ein weiterer

Schritt, um die Kommunikation zwischen

einzelnen Fahrzeugen zu verbessern. Wir gehen

allerdings nicht davon aus, dass wir mittelfristig

einen komplett autonom fahrenden LKW sehen

der Bergische Unternehmer 10|19 23


TITEL INTERVIEW SPEDITION – LOGISTIK – TRANSPORT

werden. Vielmehr wird es teilautomatisierte Lösungen

geben, um den Berufskraftfahrer zu entlasten

und die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

Zum Schluss noch eine neugierige Frage: Was

hat es mit dem „Solingen-Truck“ auf sich?

Als Solinger Unternehmen liegt es uns am Herzen,

die Vielseitigkeit der Stadt hervorzuheben.

„Made in Solingen“ ist weltweit eine Marke und

erfreut sich großer Beliebtheit. Dies ist schlussendlich

auf die vielen herausragenden Unternehmen

der Klingenstadt zurückzuführen. Persönlich

bin ich immer wieder überrascht, wie viele

Hidden Champions im Bergischen Land ansässig

sind. Eine entscheidende Voraussetzung, um Zukunft

in unserer Region zu generieren.

Herr Leven, wir danken für das informative Ge-

spräche und wünschen Ihnen allzeit weiterhin

gute Fahrt.

Das Gespräch führte Brigitte Waldens

Foto: BVG

Karl Schnug

Kraftwagenspedition GmbH

Löhdorferstraße 257-263

42699 Solingen

Fon 0212 643-0

Fax 0212 643-49

Mail info@schnug-spedition.de

Net www.schnug-spedition.de

Deutsche Bank

Wer zu spät kommt, den bestrafen die Zinsen.

Finanzieren Sie jetzt, damit Sie später

keine Kompromisse machen müssen.

Stärken Sie heute Ihr Geschäft von morgen und nutzen Sie die aktuell

günstigen Zinsen. Mit den interessanten Finanzierungsmöglichkeiten

der Deutschen Bank für Unternehmen.

deutsche-bank.de/gewerbliche-finanzierung

Wenn aus Bank Hausbank wird.

Sprechen Sie mit uns:

Filiale Wuppertal

Friedrich-Ebert-Str. 1–11

42103 Wuppertal

Heinz-Gerhard Strotkötter

Telefon (0202) 390-4000

24 www.bvg-menzel.de


der Bergische Unternehmer 10|19 25


TITEL SPEDITION – LOGISTIK – TRANSPORT

Sind die sogenannten

Giga-Liner eine Option

für die Zukunft?

Fortsetzung von Seite 21

Anders als durch eine Besteuerung von CO2-

Emissionen können die Einnahmen, die durch das

ETS erzielt werden, zweckgebunden als Motivation

in die Speditionen, Logistik-Unternehmen und

Betriebe des Güterverkehrs zurückfließen. Hier,

an den eigentlichen Schaltstellen, lassen sich die

Gelder nutzen, um Techniken, Innovationen, Prozesse

und Konzepte zu fördern, die direkt und

konkret dazu beitragen, den CO2-Ausstoß zu verringern.

Plädoyer für eine Maut

Für das Interim machen die Verbände einen bemerkenswerten

Vorschlag: Solange die ETS-Ausweitung

nicht realisiert ist, könnte auf nationaler

Ebene eine für erforderlich erachtete Lenkungswirkung

über eine CO2-Maut erreicht werden –

verstärkt durch die Kombination mit einer Förderung

alternativer Antriebstechniken. Diese

Die Kunden fordern maßgeschneiderte Konzepte und nicht

bloß den simplen Transport einer Ware an ihren Bestimmungsort.

Zeitgemäße Servicepakete sind gefragt.

Abgabe müsste allerdings für den Individualverkehr

erhoben werden, da dieser einen erheblichen

Anteil an den Emissionen verursacht.

Komplette Lösungen im Angebot

Fest steht, dass es die typische Speditionsfirma in

ihrer bisherigen Form nicht mehr lange geben

wird – oder sogar schon gar nicht mehr gibt. Die

Kunden fordern maßgeschneiderte Komplettlösungen

und nicht bloß den simplen Transport einer

Ware an ihren Bestimmungsort. Zu einem

zeitgemäßen Service-Paket gehört eine intelligente

Lagerlogistik ebenso wie die Übernahme von

Distributionsaufgaben unterschiedlicher Art. Hier

geht es vor allem um die Sicherstellung folgender

Faktoren:

• Die Verfügbarkeit der gewünschten Ware

• Die exakte Menge

Der einwandfreie Zustand des Lagerguts

• Die Lieferung an den vorgegebenen Zielort

• Die Einhaltung des vereinbarten Termins

• Die Zustellung an den richtigen Empfänger

• Die Beförderung der Fracht zu den vereinbarten

Kosten

26 www.bvg-menzel.de


Worauf Sie sich verlassen können

Mit diesem Slogan, der zugleich ein Qualitätsversprechen ist, positioniert sich die Wuppertaler Traditionsspedition

Bergmann als starker Partner für flächendeckende Logistikleistungen in Deutschland

und Europa. Zum Angebot gehören LKW-, Termin- und Sammelverkehre ebenso wie ein zuverlässiger

Overnight-Service durch Internet-gestützte Systemverkehre. Darüber hinaus stehen bis zu

10.000 m 2 überdachte Fläche zur Lagerung unterschiedlicher Güter zur Verfügung.

1931 gegründet, hat sich das Unternehmen stets an den wechselnden Anforderungen des Marktes

und den Wünschen der Kunden orientiert. Eine kluge Strategie, mit deren Hilfe aus dem einfachen

Fuhrbetrieb der Gründerzeit eine moderne, breit aufgestellte Spedition mit inzwischen 70 Mitarbeitern

geworden ist. Ausgestattet mit innovativer, digitaler Technik, mit einem Fuhrpark, der allen

Aufgaben gerecht wird, mit Kompetenz in Beratung und Organisation sowie mit der Fähigkeit, Lösungen

mit Mehrwert für den Auftraggeber zu erarbeiten.

Wie fortschrittlich man bei Bergmann denkt und handelt, zeigt auch die Mitgliedschaft bei VTL. Die

Vernetzte Transport Logistik Fulda hatte Firmenchef Christof Bergmann zusammen mit drei weiteren

Gesellschaftern 1998 aus der Taufe gehoben und zu einem der führenden Stückgutkooperationen

ausgebaut. Inzwischen zählen über 120 mittelständische Cargo-Unternehmen zu diesem Netzwerk,

das in 20 Ländern sein umfassendes Supply-Chain-Angebot offeriert. Dabei setzen die Systempartner

konsequent auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. So verfügt die VTL unter anderem über einen

TÜV-zertifizierten CO2-Network Carbon Footprint und zwar als erstes Stückgutsystem überhaupt.

ment in moderne, modulare Softwarelösungen

durchaus aus. Denn auf diese Weise lässt sich der

Logistikbereich bedarfsgemäß aufrüsten. Nicht

nur intern, sondern auch nach draußen, etwa

durch eine lückenlose Überwachung des Lieferprozesses.

So ist es unter anderem möglich, via

Dank fortschreitender Digitalisierung im Transportmanagement

zählt das Disponieren „on demand“

heute schon zum gebräuchlichen Service.

Noch besser funktioniert das Ganze, wenn die gesamte

Lieferkette automatisiert und entsprechend

durchstrukturiert ist. Dabei zahlt sich das Investder

Bergische Unternehmer 10|19 27


TITEL SPEDITION – LOGISTIK – TRANSPORT

Der Vernetzung von

Straße, Schiene und

dem Luftraum kommt

beim Transport zunehmend

Bedeutung zu.

GPS einen LKW-Fahrer kurzfristig zu einem anderen

Kunden zu leiten oder auch Verkehrsstörungen

zu umgehen.

Mehr Geld und ein besseres Image

Die größten Sorgen bereiten dem klassischen Spediteur

vor allem der akute Mangel an geeignetem

Personal und Nachwuchskräften. Wie das Institut

der deutschen Wirtschaft errechnet hat, werden

bis 2020 rund 10.000 LKW-Fahrer auf dem hiesigen

Arbeitsmarkt fehlen. Dabei fördert das niedrige

Gehalt, das Fahrzeugführer in der Logistikbranche

zur Geringverdienern macht, nicht die

Motivation, diesen Beruf zu ergreifen. Salopp gesagt:

Gerade junge Leute haben keinen Bock, ihren

Tag auf dem Bock im Führerhaus zu verbringen.

Laut einer aktuellen Umfrage unter Studenten

zählen Transport und Logistik zu den unbeliebtesten

Branchen. Gerade mal drei Prozent der Befragten

sehen hier ihre berufliche Zukunft. Die

Konsequenz kann daher nur heißen: Mehr Geld,

ein besseres Image und überzeugende Perspektiven

für diejenigen müssen her, die sich für diese

Laufbahn entscheiden.

Die wachsende Konkurrenz in Verbindung mit einem verschärften

Kostendruck erschwert das Geschäft. Immer mehr

Anbieter drängen auf den deutschen Markt.

Konkurrenz aus anderen Branchen

Aber auch die wachsende Konkurrenz in Verbindung

mit einem verschärften Kostendruck erschwert

das Geschäft. Nun sollte man meinen,

durch den boomenden Online-Handel sei der Kuchen

im Speditionsmarkt größer und damit rentabler

geworden. Eine Fehleinschätzung.

Denn zugleich drängen immer mehr Anbieter –

vorzugsweise aus dem wesentlich billigeren Ausland

– auf den deutschen Markt. Damit nicht genug.

Viele Groß-Unternehmen gehen dazu über,

über eigene Abteilungen die Logistik selbst in die

Hand zu nehmen. Wenn diese ihren Dienst dann

auch noch Dritten zu günstigen Konditionen offerieren,

wird die Angelegenheit zu einem ernsthaften

Problem.

Partner aus dem Internet

Ob eine Spedition profitabel arbeitet oder nicht,

hat auch viel mit Effizienz und Wirtschaftlichkeit

28 www.bvg-menzel.de


zu tun. Teure Leerfahrten, die fehlende Auslastung

der eigenen Flotte oder überschüssige Lagerkapazitäten

gehen zu Lasten der Rendite. In diesem Zusammenhang

fällt häufig das Stichwort von der

Frachtbörse im Internet. Im Grunde genommen hat

sich am Basis-Konzept auch im digitalen Zeitalter

nicht viel geändert. Nach wie vor handelt es sich

um eine Einrichtung, in der Anbieter von Frachtgut

auf Anbieter von Laderaum treffen und über die jeweiligen

Transportleistungen deutschland- oder

europaweit miteinander ins Geschäft kommen.

Mittlerweile sind allerdings elektronische Börsen

entstanden, die sich sehr spezialisiert haben. Zu

diesen Nischen gehören unter anderem die Vermittlung

von Schüttgütern oder das Versteigern

von Containertransporten oder auch von Palettenware

aus der Industrie.

Mängel in der Infrastruktur

Und dann sind es noch die hausgemachten Infrastrukturprobleme,

die Spediteure zu Recht zur Weißglut

bringen. Etwa dann, wenn wieder einmal eine

marode Brücke für die LKW-Durchfahrt gesperrt ist.

Etwa dann, wenn Schlagloch-Pisten eine zügige

Fahrt unmöglich machen. Etwa dann, wenn unsinnige,

praxisferne Gesetzesvorgaben einen reibungslosen

Ablauf behindern. Fazit: Ein allgemein gültiges

Erfolgsrezept ist nicht in Sicht. Hilfreich in jedem

Fall sind eine gut durchdachte Planung, clevere Nischenpolitik

und eine kontinuierliche, kritische Überprüfung

von Wirtschaftlichkeit und Aufwand.

Text: Brigitte Waldens

Fotos: BVG, Shutterstock

der Bergische Unternehmer 10|19 29


TOTAL DIGITAL KI IM ETHIK-KORSETT

Wenn Roboter

moralisch werden

30 www.bvg-menzel.de


Parallel zu dieser Initiative haben

sich 42 Industriestaaten

auf der diesjährigen OECD-

Jahrestagung in Paris darauf

verständigt, verbindliche ethische Grundsätze

bei der Entwicklung lernender Roboter

festzulegen. Im Mittelpunkt steht

die Vorgabe, dass KI niemals zum Schaden

der Menschen eingesetzt werden

darf. Um dies zu erreichen, haben die beteiligten

Länder ein Paket mit fünf Prinzipien

zusammengeschnürt:

• KI soll allen Menschen auf der Welt

dienen, indem sie Wohlstand, Nachhaltigkeit

und gute Lebensbedingungen

fördert.

• Künftige KI-Systeme müssen so gestaltet

werden, dass sie den Vorrang

des Gesetzes, der Menschenrechte,

der demokratischen Werte und der

Gleichberechtigung respektieren. Zu

diesem Zweck werden entsprechende

Sicherheitsvorkehrungen eingebaut.

Auf diese Weise ist gewährleistet,

dass Menschen eingreifen

können, falls intelligente Maschinen

den gesetzten Rahmen verletzen.

• Eine weitere Forderung gilt der

Transparenz. Menschen müssen in

der Lage sein, die Ergebnisse Künstlicher

Intelligenz zu verstehen und –

wenn erforderlich – Fehlentwicklungen

zu korrigieren.

• Darüber hinaus muss während der

gesamten Systemlaufzeit ein hoher

Sicherheitsstandard gewährleistet

sein. Mögliche Risiken sollen kontinuierlich

überwacht und verwaltet

werden.

• Personen und Organisationen, die

KI entwickeln und betreiben. tragen

die Verantwortung für das ordnungsgemäße

Funktionieren und

können gegebenenfalls in Haftung

genommen werden.

Algorithmen werden immer

schlauer. Aber eines können

sie bis dato nicht: Zwischen

gut und böse unterscheiden.

Ein Fehler, sagt die EU-Kommission

in Brüssel und will

der Künstlichen Intelligenz

ein enges Ethik-Korsett verpassen.

Der erste Schritt

zur neuen Moral ist bereits

getan. 52 Experten haben

Empfehlungen für ein strenges

Regelwerk ausgearbeitet,

die bis 2020 von Unternehmen,

Forschungsinstituten

und Behörden auf Machbarkeit

getestet werden sollen.

Zusammen für ein

gemeinsames Ziel

Um zu überprüfen, ob die Regeln eingehalten

werden und wie sich KI generell

weiterentwickelt, will die OECD in ihrem

„KI-Politik-Observatorium“ regelmäßig

wissenschaftlich untersuchen lassen, wie

die Staatsregierungen vorankommen. Dabei

erklären sich die beteiligten Nationen

bereit, private Monopole, die KI ohne

Rücksicht auf gesellschaftliche Belange

lediglich für die eigene Gewinnmaximierung

nutzen, von vorneherein zu verhindern.

Zusammenarbeit auf Regierungsebene,

Unterstützung von Forschung und

Entwicklung bei der Realisierung vertrauenswürdiger

KI-Systeme, das Schaffen

von Öffentlichkeit und die Voraussetzung,

dass Arbeitnehmer Zugang zu der

neuen Technologie erhalten, sollen helfen,

die Empfehlungen der OECD auch

tatsächlich umzusetzen.

Angst vor unkontrolliertem

Verhalten

Aber: Ist es überhaupt erforderlich, der

Programmierung von KI enge Grenzen

zu setzen? Ja, sagt beispielsweise der estnische

Programmierer Jaan Tallinn, Mitbegründer

des IP-Telefondienstes Skype.

„Uns sollte nicht überraschen, dass

Künstliche Intelligenz ganz anders an

Probleme herangeht, als wir Menschen

uns das vorstellen können. Genau darin

liegt die Gefahr. Wir können getäuscht

werden.“ Auch der verstorbene Physik-

Nobelpreisträger Stephen Hawking sah

die Thematik kritisch und warnte seinerzeit

bereits vor einer Künstlichen Intelligenz

außer Kontrolle.

Fest steht, dass heute schon Algorithmen

Entscheidungen treffen, ohne dass ein

Mensch den Weg zur Lösung überprüfen

kann. Und es geht noch mehr. KI-Systeme

beeinflussen den Menschen mit Werbung

und ausgewählten Informationen, nutzen

menschliche Stimmungen aus, um Entscheidungen

zu steuern, treffen eine Vorauswahl

bei Bewerbungen und können darauf

programmiert sein, bestimmte

Produkte zu bevorzugen oder abzulehnen.

Vor bösen Überraschungen

geschützt

Aus diesem Grund ist es unerlässlich,

dass Kontrollmechanismen in KI-Systeme

eingebaut werden. Außerdem muss

sichergestellt sein, dass Roboter zu keiner

Zeit selbständig riskante Entscheidungen

treffen können. Die Verantwortung muss

letztendlich beim Menschen bleiben.

Im Rahmen ihrer KI-Strategie nimmt die

EU eine Menge Geld in die Hand. So sollen

bis Ende nächsten Jahres rund 20 Milliarden

Euro an privaten und öffentlichen

Investitionen zusammenkommen.

Zusätzlich will Brüssel 1,5 Milliarden an

öffentlichen Geldern bereitstellen.

Text: Brigitte Waldens

Foto: Shutterstock

der Bergische Unternehmer 10|19 31


AUS DER REGION GASTKOMMENTAR

Werkstätten im Wandel

Seit vielen Jahrzehnten befindet sich die gesamte Eingliederungshilfe

im Wandel. In der Nachkriegszeit

haben sich Initiativen und Vereine gegründet, die sich

für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzen.

Um diesen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung

zu geben, entstanden sogenannte Werkstätten

für behinderte Menschen (WfbM). Mit der Zeit haben

sich diese Werkstätten stetig weiterentwickelt, sodass

Menschen mit Handicap gezielt je nach Interessen

und Möglichkeiten qualifiziert werden und die berufliche

Bildung immer mehr im Vordergrund steht.

Durch die gute Zusammenarbeit mit ortsansässigen

Unternehmen können die Beschäftigten sich mit Hilfe

und Begleitung der Werkstatt auf dem allgemeinen

Arbeitsmarkt erproben und im besten Fall auf den

ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Für die Menschen,

die ihren Platz in einer Werkstatt gefunden haben

und diesen „geschützten Bereich“ nicht verlassen

möchten, gibt es ein vielfältiges Angebot. Unsere drei

Werkstätten bieten beispielsweise folgende Betätigungsfelder:

Schreinerei, Druckerei, Aktenvernichtung,

Garten- und Landschaftsbau, Metallbearbeitung,

Großküche, Wäscherei sowie Montage und

Verpackung. Werkstätten sind schon lange ein verlässlicher

Partner für viele heimische Betriebe. Auch

wenn eine WfbM nicht für jeden Menschen mit Handicap

das richtige Angebot ist, so sind Werkstätten

von großer Bedeutung, sowohl als Arbeitsangebot für

Menschen mit Beeinträchtigung als auch als Dienstleister

für die Industrie. Inklusion kann in der beruflichen

Teilhabe und allen anderen Lebensbereichen

jedoch nicht nur von der Politik vorgegeben werden,

dies ist ein gesellschaftlicher Prozess. Hier sind wir

alle gefordert!

Foto: BVG

Jerrit Bennert ist Geschäftsführer der Lebenshilfe

für Menschen mit geistiger Behinderung

e.V. in Remscheid

32 www.bvg-menzel.de


Deutsche Bank

Anzeige

Deutsche Bank Portfolioberatung:

Ihr direkter Zugang zu unserer globalen Investmentkompetenz

Anleger, die ihr Depot selbst steuern

möchten, dabei aber auf die Begleitung

durch erfahrene Investmentexperten

Wert legen, können im Rahmen der

Portfolioberatung der Deutschen Bank

auf ein kompetentes Beratungsteam

zurückgreifen.

„Ein gutes Portfolio ist mehr als eine

lange Liste von Wertpapieren. Es ist

eine ausbalancierte Einheit, die dem

Investor gleichermaßen Chancen und

Absicherung unter einer Vielzahl von

möglichen zukünftigen Entwicklungen

bietet.” So umschreibt der Nobelpreisträger

der Wirtschaftswissenschaften Harry

M. Markowitz die Anforderungen, die

ein gut ausbalanciertes Wertpapierdepot

erfüllen sollte – und das gilt insbesondere

in Zeiten schnelllebiger Märkte.

Die größten Herausforderungen für den

Anleger sind dabei: Sie müssen eine Flut

an Informationen bewältigen und Markttrends

erkennen, um ihr Depot zum

richtigen Zeitpunkt an sich verändernde

Rahmenbedingungen anzupassen.

Globales Know-how nutzen

tigen Investmententscheidungen selbst –

er hat also die volle Kontrolle über den

Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

„Gleichzeitig profitiert er von der Kompetenz

erfahrener Investmentexperten”,

so Stephan.

Aus der Kapitalmarkteinschätzung des

Chef-Anlagestrategen werden auf Basis

unterschiedlicher Ertrags- und Risikoprofile

sogenannte Orientierungsdepots

entwickelt. Dabei steht ein aktiver

und auf Einzeltitel fokussierter Ansatz

im Vordergrund, der insbesondere auf

die Bedürfnisse wertpapieraffiner Kunden

zugeschnitten ist. Ändert sich die

Marktsituation, werden die Orientierungsdepots

angepasst: Während in turbulenten

Börsenphasen eine eher defensive

Ausrichtung im Fokus steht, werden

beispielsweise in Phasen einer anziehenden

Wirtschaftsdynamik stärker

konjunktursensitive Titel berücksichtigt.

Beispielhaftes Orientierungsdepot

Ein volatiler Markt beispielsweise bietet

nicht nur Chancen zum Direkteinstieg

in Aktien. „Renditemöglichkeiten

gibt es auch auf der Zertifikate-Seite,

et wa bei Diskont zer tifikaten”, so Stephan.

Auch diesbezüglich die richtige Depotstrukturierung

zu wählen, kann maßgeblich

zur Renditeentwicklung des

Portfolios beitragen.

Informativ und transparent

Im Rahmen der Portfolioberatung erhält

der Kunde auf Wunsch regelmäßig auf

seine Anlagepräferenzen zugeschnittene

Analysen und Berichte zu Märkten

und Branchentrends. Darüber hinaus

bekommt er regelmäßig umfangreiche

Aufstellungen über die Entwicklung und

Zusammensetzung seiner Vermögenswerte

zugesandt. Trotz aller Beratung:

Die eigentliche Anlageentscheidung verbleibt

letztlich beim Anleger. Damit kann

er das Chance-Risiko-Verhältnis seiner

Geldanlage gemäß seinen persönlichen

Präferenzen beeinflussen. Auch bei der

Vergütung hat der Anleger die Wahl

zwischen zwei Varianten. „Die Portfolioberatung

der Deutschen Bank bietet

eine kompetente Beratung für komplexe

Anlagethemen.”

Selbst für erfahrene Anleger ist das

Meistern dieser Herausforderungen

zeitintensiv und keine leichte Aufgabe.

Mehr zur Portfolioberatung der

„Anlegern, die ihr Depot selbst steuern,

Deutschen Bank erklärt Ihnen

bietet die Deutsche Bank deshalb mit

gerne Ihr zuständiger Leiter

ihrer Portfolioberatung die Möglichkeit,

Portfolioberatung Region West:

sich hierfür einen kompetenten Partner

zur Seite zu stellen”, sagt Dr. Ulrich

Stephan, Chef-Anlagestratege Privatund

Firmenkunden der Deutschen Bank. Das Depot gestalten

Im Mittelpunkt der Portfolioberatung

steht ein eingespieltes „Tandem” aus Die Portfolioberatung erfolgt in den

dem persönlichen Berater und dem Anlageklassen Liquidität, Aktien, Renten,

Spezialberater Portfolioberatung. Letzterer

Immobilien und Rohstoffe (außer

sichert dem Anleger Zugang zum Agrarrohstoffen). Im Austausch mit dem

globalen Know-how der Deutschen Bank, Kunden gibt der Berater diesem konkrete

Daniel Anderheggen

das durch den Chef-Anlagestrategen

Empfehlungen zur Gewichtung von Telefon (0221) 142-2323

Dr. Ulrich Stephan zur aktuellen Marktmeinung

Anlageklassen in seinem Portfolio sowie daniel.anderheggen@db.com

für Privat- und Firmenkunden zu Einzeltiteln. Diese basieren auf dem

zusammengeführt wird. Bei dieser Beratungsform

vom Kunden definierten Chance-Risiko-

der Bergische trifft Unternehmer der Anleger 10|19 alle wich- Profil und dem aktuellen Marktumfeld:

33


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

Erbschaftsteuerbefreiung für

ein Familienheim

Der Übergang einer selbstgenutzten

Wohnung (Familienheim) im Erbfall auf

den überlebenden Ehepartner oder auf

ein Kind ist unter bestimmten Voraussetzungen

erbschaftsteuerfrei; u. a. muss

die Wohnung beim Erwerber unverzüglich

zur Selbstnutzung bestimmt sein. (1)

Der Erwerber hat daher, um die Steuerbefreiung

zu erhalten, innerhalb einer

angemessenen Zeit nach dem Erbfall die

Absicht zur Selbstnutzung zu fassen und

diese tatsächlich umzusetzen.Eine Unverzüglichkeit

liegt regelmäßig bei einem

Einzug innerhalb von sechs Monaten

nach dem Erbfall vor. Nach Ablauf dieses

Zeitraums muss der Erwerber für die Begünstigung

glaubhaft machen, zu welchem

Zeitpunkt er sich zur Selbstnutzung

als Familienheim entschlossen hat,

aus welchen Gründen ein Einzug nicht

früher möglich war und dass er die Verzögerung

nicht zu vertreten hat. Nicht zu

vertretende Verzögerungen können z. B.

vorliegen bei einer Erbauseinandersetzung

zwischen den Miterben oder einer

Klärung des Erbanfalls. Ein Überschreiten

des 6-Monats-Zeitraums aufgrund

Fotos: MEV

von Renovierungsarbeiten an der Wohnung

ist nur unter besonderen Voraussetzungen

unschädlich, wie z. B. ein gravierender

Mangel, der erst während der

Renovierung entdeckt wird. (2)Der Bundesfinanzhof

(3) hat seine Rechtsprechung

hierzu nochmals bestätigt. Im vorliegenden

Fall wurden mehr als sechs

Monate nach Eintragung im Grundbuch

überhaupt erst Angebote von Handwerkern

für eine Renovierung eingeholt und

der 6-Monats-Zeitraum damit deutlich

überschritten.

(1) § 13 Abs. 1 Nr. 4b und 4c ErbStG.(2)

Vgl. BFH-Urteil vom 23. Juni 2015 II R

39/13 (BStBl 2016 II S. 225).(3) Urteil

vom 28. Mai 2019 II R 37/16.

(Quelle: Rinke Treuhand GmbH)

Beratungskompetenz aus Erfahrung

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Steuerberater

RMB Rosenfeld & Bachtig GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

RMB

Steuerberater

Düsseldorf

RMB Rosenfeld & Bachtig GbR

Schumannstrasse 91

40237 Düsseldorf

+49 (0) 211 672044

www.rmb-steuerberatung.de

info@rosenfeld-bachtig.de

Rosenfeld & Bachtig GmbH

Schumannstrasse 91

40237 Düsseldorf

+49 (0) 211 96612553

www.rb-wirtschaftspruefung.de

info@rosenfeld-bachtig.de

34 www.bvg-menzel.de


Vermieter muss Grundsteuerbescheide

prüfen

Es ist weithin bekannt, dass Eigentümer

von vermieteten Immobilien die Grundsteuer

auf ihre Mieter umlegen dürfen.

Allerdings kann erwartet werden, dass

diese Bescheide vom Vermieter auf ihre

Plausibilität und Berechtigung hin überprüft

werden. So hat es nach Auskunft des

Infodienstes Recht und Steuern der LBS

die Justiz entschieden. Der Fall: Ein größeres

Anwesen war zur land- und forstwirtschaftlichen

Nutzung vermietet worden.

Dementsprechend hätte eine

Besteuerung sämtlicher Flächen nach einer

im konkreten Fall an gemessenen,

günstigeren Variante der Grundsteuer erfolgen

müssen. Das geschah allerdings

nicht, stattdessen wurde vom Fiskus eine

falsche Art der Besteuerung angewendet.

Der Eigentümer unternahm nichts dagegen,

obwohl der Mieter ihn sogar darauf

hingewiesen hatte. In der Folge stritten

beide vor Gericht darum, ob der Mieter

nun den höheren Betrag zahlen müsse

oder nicht. Das Urteil: Der Eigentümer

habe „in besonders grober Weise gegen

das Wirtschaftlichkeitsgebot“ verstoßen,

befand ein Zivilsenat des Oberlandesgerichts

Brandenburg. Er sei gehalten gewesen,

die Richtigkeit der Grundsteuerbescheide

zu prüfen, was er nicht getan

habe. „Ein verständiger Eigentümer“ hätte

sich aber genauso verhalten und mit dem

Finanzamt in Verbindung treten müssen.

(Quelle: Oberlandesgericht Brandenburg,

Aktenzeichen 11 U 109/15)

Grenzenloses Wirtschaften mit

neuen Schranken

Im Rahmen des sog. BEPS-Projektes hat

die OECD Maßnahmen zur Vermeidung

von Gewinnkürzungen und Gewinnverlagerungen

durch multinationale Unternehmen

erarbeitet. Schätzungsweise rund

2.000 Doppelbesteuerungsabkommen

sind mittlerweile betroffen. Um künftig

eine missbräuchliche Anwendung von

Regelungen in Doppelbesteuerungsabkommen

zu verhindern, wurde eine Generalklausel

eingeführt. Danach kann ein

Vorteil entgegen dem ausdrücklichen

Wortlaut des Doppelbesteuerungsabkommens

versagt werden, sofern es das (Neben-)Ziel

einer steuerlichen Gestaltung

ist, eine Abkommensvergünstigung herbeizuführen.

Internationale Konzerne

sollten klären, inwieweit sich durch die

Änderungen Auswirkungen auf bestehende

Strukturen oder steuerliche Planungen

ergeben.

(Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt und

Partner KG)

Käufer muss sich kümmern

Der Erwerber einer Immobilie kann sich

nicht darauf verlassen, dass der Verkäufer

auch für die Zeit nach der Übergabe

des Objekts einen ausreichenden Versicherungsschutz

organisiert hat. Darum

muss sich der neue Eigentümer selbst

kümmern. Der Fall: Im Februar 2017

wurde ein Hausgrundstück verkauft, im

April fand schließlich die Übergabe statt.

Zunächst lief alles wie geplant, doch im

Juni beschädigte ein Unwetter die Immobilie

erheblich. Die Reparaturen verschlangen

fast 40.000 Euro. Der neue Eigentümer

musste zu seiner Überraschung

feststellen, dass keinerlei Versicherungsschutz

mehr bestand, denn der entspre-

der Bergische Unternehmer 10|19 35


AUS DER PRAXIS RECHT | STEUERN | FINANZEN

chende Vertrag war vom Vorbesitzer zum

Mai gekündigt worden. Darüber hätte er

informiert werden müssen, befand der

neue Eigentümer, dann hätte er selbst

sich um einen neuen Vertrag kümmern

können. Das Urteil: Sowohl Land- als

auch Oberlandesgericht wollten sich dieser

Rechtsmeinung nicht anschließen. Es

obliege grundsätzlich dem Erwerber eines

Objekts, sich über den Versicherungsschutz

zu informieren – und zwar in dem

Moment, in dem die Lasten und Verkehrssicherungspflichten

auf ihn übergehen.

Der Verkäufer sei nicht verpflichtet, von

sich aus über den Versicherungsstatus zu

informieren. (Oberlandesgericht Hamm,

Aktenzeichen 22 U 104/18)

(Quelle: Infodienst Recht und Steuern

der LBS)

Anteil an der Komplementär-

GmbH bei einer Ein-Mann-GmbH

& Co. KG nicht zwingend notwendiges

Sonderbetriebsvermögen

DEMSKI & NOBBE

Patentanwälte

wir beraten Sie gerne in angelegenheiten des

gewerblichen Rechtsschutzes

› Patente

› Gebrauchsmuster

› Geschmacksmuster

› Marken

im In- und ausland

Augustastr. 15

40721 Hilden

Telefon 02103-31012

Telefax 02103-360037

hi@dnpatent.de

Auch eine einzelne Person kann ihr wirtschaftliches

Engagement in der Rechtsform

einer GmbH & Co. KG betreiben.

In diesem Fall ist diese alleiniger Kommanditist

und alleiniger Gesellschafter

der Komplementär-GmbH. Die Komplementär-GmbH

ist dann zwingend notwendig,

um die Personengesellschaft als

Rechtsform wählen zu können, da eine

Personengesellschaft mehrere Gesellschafter

voraussetzt. Aus diesem Grund

werden dann die Anteile an der Komplementär-GmbH

steuerlich dem Sonderbetriebsvermögen

des Kommanditisten bei

der Personengesellschaft und nicht etwa

dem steuerlichen Privatvermögen des

Gesellschafters zugeordnet. Das Finanzgericht

Düsseldorf hat nun aber mit Urteil

vom 2.5.2019 (Aktenzeichen 11 K

1232/15 F) entschieden, dass eine solche

Komplementär-GmbH-Beteiligung dann

kein notwendiges Sonderbetriebsvermögen

darstellt, wenn die GmbH über einen

eigenen Geschäftsbetrieb von nicht untergeordneter

Bedeutung verfügt. Die Finanzverwaltung

sieht diesen Ausnahmefall

bislang nicht. Die Zuordnung der

Beteiligung zum Sonderbetriebsvermögen

bei der Personengesellschaft kann in

verschiedenen Fällen von erheblicher

steuerlicher Bedeutung sein. Im Urteilsfall

war zu entscheiden, ob der Kommanditist

einen Entnahmegewinn zu versteuern

hatte, als er Anteile an der

Komplementär-GmbH an seine Kinder

verschenkte. Das hätte vorausgesetzt,

dass die GmbH-Beteiligung zum steuerlichen

Betriebsvermögen bei der Personengesellschaft

gehört hat. Das Finanzgericht

hat hier das Vorliegen von

notwendigem (Sonder-)Betriebsvermögen

verneint, so dass es nicht zu einer

Entnahmebesteuerung kam.

(Quelle: Rosenfeld & Bachtig GmbH)

Jetzt Gesellschaftsverträge

überprüfen

Jahrzehntelang war strittig, bei welchen

Gegebenheiten das Kontrollrecht eines

Kommanditisten nach § 166 Abs. 1 HGB

greift. Nach dieser Vorschrift ist der

Kommanditist berechtigt, eine ab-

36 www.bvg-menzel.de


schriftliche Mitteilung des Jahresabschlusses

zu verlangen und dessen Richtigkeit

unter Einsicht der Bücher und

Papiere zu prüfen. Hier hat das OLG

München in einem aktuellen Urteil

Klarheit geschaffen. Im entschiedenen

Fall besteht dieses Kontrollrecht nicht,

wenn die Richtigkeit des Jahresabschlusses

von einem Wirtschaftsprüfer

uneingeschränkt bestätigt wurde und

der Gesellschaftsvertrag eine entsprechende

Klausel vorsieht. Daher wäre zu

prüfen, ob bestehende Gesellschaftsverträge

von Kommanditgesellschaften an

die neue Rechtslage angepasst werden

sollten.

(Quelle: Treumerkur Dr. Schmidt und

Partner KG)

Zur Frage der Gewerblichkeit der

Tätigkeit eines Rentenberaters

Mit Urteil vom 7.5.2019 (Aktenzeichen

VIII R 2/16) hat der Bundesfinanzhof die

Frage, ob ein Rentenberater Einkünfte aus

selbständiger Arbeit erzielt, verneint. Es

werde keine Tätigkeit ausgeübt, die einem

der im Gesetz genannten Katalogberufe,

insbesondere dem des Rechtsanwalts bzw.

Steuerberaters, ähnlich ist. Zudem erzielt

ein Rentenberater nach der Entscheidung

des Gerichts auch keine Einkünfte aus

sonstiger selbständiger Arbeit. Mithin liegen

Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor, die

damit auch der Gewerbesteuer unterliegen.

Im Streitfall war die Stpfl. als selbständige

Rentenberaterin tätig. Die Berufsbasis bildete

ein Studium an der Verwaltungsfachhochschule

mit den Fachgebieten Rentenversicherung

und Sozialversicherung sowie

eine Tätigkeit im gehobenen Dienst bei der

Deutschen Rentenversicherung.

(Quelle: Rosenfeld & Bachtig GmbH)

Experte für professionelle Mitarbeiteroptimierung

BERATUNG | SEMINARE | COACHING

REALISIEREN,

REAGIEREN,

PROFITIEREN.

0202 2 54 50 06

service@akademie-educate.de

www.akademie-educate.de

der Bergische Unternehmer 10|19 37


ERFOLGREICH BERGISCH PORTRÄT

„Wir bilden mit Herz“

Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Und in Zeiten des Fachkräftemangels in vielen Branchen

ist gerade die Weiterbildung Gold wert – sowohl für Arbeitnehmer, als auch Arbeitgeber. Denn

speziell bei Umschulungsteilnehmern schlummert viel Potenzial, das genutzt werden will. Das

weiß Simone Leimbach, Regionalleiterin von WBS TRAINING Wuppertal, am besten. Seit über

40 Jahren fördert das Weiterbildungsinstitut Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung –

zehn Jahre davon am Standort im Bergischen.

38 www.bvg-menzel.de


In den letzten Jahren hat das Thema

Umschulung einen immer größeren

Stellenwert bekommen. Bis zu 100

Umschüler aus Wuppertal, Remscheid

und in der Dependance in Hückeswagen

entscheiden sich jährlich für einen

Neustart und erlernen in der WBS einen

neuen Beruf. Für insgesamt zehn Berufsbilder

ist das möglich.

Dazu zählt neben dem kaufmännischen

auch der IT-Bereich. Gefragt seien vor allem

Personaldienstleistung, Technisches

Produktdesign und Fachinformatik. Aber

auch für andere Berufe, etwa Mediengestaltung,

Gesundheitswesen, Speditionsund

Logistik oder Büromanagement bietet

das WBS Umschulungen an. Die

Arbeitssuchenden sind im Durchschnitt

zwischen 25 und 55 Jahre alt, haben eine

berufliche Erstausbildung absolviert oder

versuchen als Erziehende, wieder Fuß auf

dem Arbeitsmarkt zu fassen.

Arbeitnehmer kennenlernen

Neben der Theorie gehören zu der zweijährigen

geförderten Ausbildungszeit mit

einem anerkannten IHK-Abschluss auch

ein halbjähriges Praktikum in einem Betrieb.

Der Vorteil für die Unternehmer: Sie

können in der Zeit einen potenziellen zukünftigen

Arbeitnehmer unverbindlich

kennenlernen. Außerdem entstehen für die

Arbeitgeber keine Kosten. Doch gerade

kleine, mittelständische Unternehmen seien

in dem Punkt noch zurückhaltend,

merkt Leimbach an. Deshalb arbeite das

Institut daran, auch bei den Firmen im

Bergischen ein Umdenken zu erzielen.

„Auf drei freie Ausbildungsstellen kommt

ein Bewerber“, schildert die Expertin die

Situation auf dem Arbeitsmarkt. Die Resonanz

auf die Ausbildungsstellen fällt

häufig schlecht aus. „Da kommen unsere

Umschüler ins Spiel“, betont Leimbach.

Simone Leimbach und Sylwia Basak-

Jalloh wissen: 70 Prozent der Weiterbildungsteilnehmer

finden über diesen

Weg eine neue Anstellung. (v.L.)

Persönlichkeit stärken

Kern der Umschulung ist es, die Teilnehmer

nicht nur im Fachwissen fit zu machen,

sondern sie auch in der Persönlichkeit

zu stärken. „Das Stichwort ist

Empowerment“, erklärt Leimbach. Die

Stärken der Umschülerinnen und Umschüler

sollen während der Ausbildungszeit

gefestigt werden. Zudem werden sowohl

die Handlungskompetenzen als

auch die Selbstständigkeit gefördert.

Netzwerken sei enorm wichtig in der Arbeitswelt,

hebt Leimbach hervor. Deshalb

suchen sich Teilnehmer auch überwiegend

selbst den Ausbildungsbetrieb

für das Praktikum. Das Weiterbildungsinstitut

begleitet die Bewerber während

der Praxisphase, ergänzt Sylwia Basak-

Jalloh, Leiterin Berufliche Bildung.

Rund 70 Prozent finden über diesen Weg

eine neue Anstellung.

Erfahrung in der Berufswelt

„Die Teilnehmer bekommen hier eine

Chance und nutzen diese auch. Sie zeigen

Lernbereitschaft und übernehmen

Verantwortung“, beschreibt sie die Motivation

der Umschüler, die im Vergleich

zu Jugendlichen mit beiden Beinen im

Leben stehen. Sie verfügen bereits über

Erfahrungen in der Berufswelt und im

Arbeitsalltag. Getreu dem Motto der

WBS – „Wir bilden mit Herz“ – wird je-

der Arbeitssuchende individuell und auf

Augenhöhe behandelt.

Vorbereitung auf Arbeit 4.0

Mit Blick auf die Arbeitsmarktentwicklungen

werden die Umschüler zudem auf

„Arbeit 4.0“ vorbereitet. Das ist ein wichtiges

Thema und Teil des neuen Bildungsverständnisses

der WBS. Die künstliche

Intelligenz wird viele Berufsbilder ablösen

und verschwinden lassen – und das

bereits in den nächsten fünf bis zehn Jahren,

erklärt Leimbach. Darauf müssen

sich auch die potenziellen Arbeitnehmer

vorbereiten. Im Zuge der digitalen Transformation

eignen sich die Schüler IT- und

Medienkompetenz an, erlernen effizientes

Arbeiten. Auch die Betriebe müssen

sich umstellen. Die WBS versteht sich

mit dem Weiterbildungsangebot auch als

Wegbegleiter in der digitalen Transformation

für Unternehmen.

Darüber hinaus bietet die WBS im eigenen

Haus Teilzeitweiterbildungen an.

Sylwia Basak-Jalloh ist ein „Eigengewächs“,

hat die Teilzeitausbildung von

drei Jahren auf zwei verkürzen können.

„Frauen werden mutiger“, beobachtet sie.

Eine wichtige Säule bildet dabei für die

WBS auch die Mitgliedschaft in der

„Quallianz“, eine Allianz der führenden

Bildungsanbieter im Bergischen Land.

Text: Anna Mazzalupi

Fotos: BVG

WBS Training Wuppertal

Simone Leimbach

Herzogstraße 33

42103 Wuppertal

Fon 0202 3 19 29 40

Mail wuppertal@wbstraining.de

Net www.wbstraining.de/

weiterbildung-wuppertal

der Bergische Unternehmer 10|19 39


IM FOKUS GEWERBEGEBIETE IM WANDEL

40 www.bvg-menzel.de


GEWERBEGEBIETE

IM WANDEL

Wer die regionale Wirtschaftskraft erhalten und optimieren will, muss Platz schaffen.

Das ist den Städten in der Region bewusst. Großzügige, gut angebundene und zusammenhängende

neue Gewerbegebiete zu entwickeln, fällt indes vielfach schwer und

braucht vor allem eines: Viel Zeit. Hohe Auflagen, immer wieder auch Anwohnerproteste

und Bedenken wegen des Naturschutzes sind Hemmschuhe, die mitunter Jahre ins

Land gehen lassen, bis der erste Spatenstich für neue Gewerbeflächen getan werden

kann. Dabei spielen die passende Lage und die richtigen Räumlichkeiten für den Unternehmenserfolg

eine entscheidende Rolle. Doch Achtung: Der Flächenverbrauch soll

bundesweit nachhaltig reduziert werden. Und auch die Digitalisierung wird sich auf

den Bedarf von Produktionsflächen auswirken.

der Bergische Unternehmer 10|19 41


IM FOKUS GEWERBEGEBIETE IM WANDEL

nd Schrägluftbildviewer Remscheid

Das Gewerbegebiet

Großhülsberg

llung ohne Gewähr

Wie man sieht: Wo

Bild

neue

Information

Flächen

tatsächlich entwiden

eine

„8 guten Gründen“ um neue Investoren. Hier wer-

in Remscheid gehört

zum Verbundprojekt

Geoportal der Stadt Remscheid

ckelt werden, Schrägluftbild sind sie : 021_050_111003187

g aus dem

ienst Bauen, „Grün Vermessung statt grau“. und Kataster

ruckzuck verkauft. Position: Das • breit gefächerte Wirtschaftsstruktur

Aus der Luft wurde

festgestellt,

hat man in Hückeswagen • hervorragende Wohn- und Lebensqualität

x:7.23 y:51.22 z:285.54

t Remscheid

wo sich Potenziale

beim Gebiet West 2 – • gute Infrastruktur und Anbindung

für Photovol-

Scheideweg – genauso gesehen wie jüngst in • autobahnnahe Gewerbegebiete

ung vom taikanlagen 20.07.2016 und

Dachbegrünung

Remscheid-Lennep, wo an der Karlstraße in • Nähe zu Lieferanten und Kunden

bieten.

Bahnhofsnähe knapp 40.000 Quadratmeter erschlossen

• qualifizierte Fachkräfte und Talente

wurden, die ebenso komplett vergeben • Nähe zu Forschungs- und Entwicklungsein-

sind. Zehn Unternehmen haben sich hier angesiedelt

richtungen

bzw. werden ihren Standort hier beziehen. Wo • unternehmensfreundliche Dienstleistungen

aber gewerbliche Flächen nicht oder zu langsam

ausgewiesen werden können, wandern Betriebe als Pluspunkte herausgestellt. Dabei ist die Rheinisch-Bergische

ab. Mitunter werden sie in Nachbargemeinden

Wirtschaftsförderungsgesellschaft

fündig, manchmal verlagern sie ihre Betriebsstätten

(RBW) die Stelle, die den Unternehmen bei jegli-

auch in weitere Entfernung, hier und da auch chen betriebs- und standortrelevanten Fragestellun-

ins Ausland. Insofern ist die Betreuung und Begleitung

gen zur Seite steht. Gesellschafter der RBW sind der

örtlicher Firmen und auch solcher, die Rheinisch-Bergische Kreis, seine Städte und Gegen

sich ansiedeln möchten, unabdingbar für die Städte,

meinden sowie die regionalen Sparkassen und Gesteuern

um Arbeitsplätze zu erhalten und die Gewerbenossenschaftsbanken.

Angefangen von der Existenzmeinden

stabil zu halten. Also müssen die eigenen gründung über den Gewerbeflächenservice bis hin

Standortvorteile herausgestellt werden. Der Rheinisch-Bergische

zu Fördermittelberatung und Standortmarketing bie-

Kreis zum Beispiel wirbt mit tet die RBW ein breit gefächertes Angebot an.

Da-

42 www.bvg-menzel.de


Neue Mobilitätsansätze für den Standort „Stöcken 17“

„Wie sieht die Mobilität der Zukunft für das Quartier Stöcken 17 aus?“

Das war die zentrale Frage eines Workshops, zu dem die Solinger

Wirtschaftsförderung mit der Neuen Effizienz GmbH eingeladen hatte.

In Arbeitsgruppen entwickelten 14 Expertinnen und Experten erste

Lösungsansätze für die Hauptherausforderung: „Mehr Mobilität mit

weniger Verkehr“ im Umfeld von Solingens größter Gewerbebrache,

dem ehemaligen Rasspe-Areal. Der Workshop schlug Wellen bis in

die Bundeshauptstadt. Dort wird das Mobilitätsthema von Stöcken

17 in Arbeitsgruppen des Driversity-Netzwerks jetzt weiterentwickelt.

Aktuell nutzen täglich rund 17.000 Fahrzeuge die Hauptverkehrsader

zwischen der Solinger Innenstadt und Kohlfurth. Alternativen zum

motorisierten Individualverkehr (MIV) werden gesucht. Langfristig soll

der MIV-Anteil sinken und der Anteil des öffentlichen Personennahverkehrs

auf 30 Prozent erhöht werden. Die Lösungsmöglichkeiten reichen

von einer Auseinandersetzung mit der Stellplatzverordnung über

die Einrichtung von Sharing-Angeboten für Fahrräder, Lastenfahrräder

und Car-Sharing bis hin zu einer Schnittstelle für Lieferdienste, die die

Innenstadt mit Stöcken 17 verbindet. Wer Interesse hat, im Driversity-

Netzwerk mitzuarbeiten, kann sich unter www.driversity.de anmelden.

runter ein Online-Gewerbeflächenportal, in das Anbieter

ihre Flächen einstellen und Nachfrager nach

entsprechenden Flächen suchen können. Vom Ladenlokal

über Gastronomie bis hin zur Freifläche für

Produktion kann man über die Börse nach Grundstücken

Ausschau halten. Ob man dann das Passende

findet, ist natürlich eine andere Sache. Vor dem Hintergrund,

dass „die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit

des Rheinisch-Bergischen Kreises maßgeblich

von dem Erhalt und der Entwicklung seiner Wirtschaftskraft

bestimmt wird“ sei ein bedarfsgerechtes

Angebot an ausreichenden und qualitativ hochwertigen

neuen Gewerbeflächen notwendig.

Kreisweites Gewerbeflächenkonzept

Um dem gerecht werden zu können, wurde in Zusammenarbeit

mit vielen Partnern ein kreisweites

Mit dem kreisweiten Gewerbeflächenkonzept wird eine

gute Grundlage für die Entwicklung neuer attraktiver Flächen

gelegt.

Gewerbeflächenkonzept erarbeitet. „Unsere Unternehmen

beklagen die Flächenknappheit vor

Ort. Mit dem kreisweiten Gewerbeflächenkonzept

wird eine gute Grundlage für die Entwicklung

neuer attraktiver Flächen gelegt“, wird RBW-Geschäftsführer

Volker Suermann in dem Konzept

zitiert. Durch die Zusammenarbeit der acht zum

Kreis gehörenden Kommunen wird über den eigenen

Tellerrand hinausgeblickt, um neue Gewerbeflächen

ausweisen zu können und somit gemeinsam

an einer zukunftsweisenden Entwicklung des

Kreises zu arbeiten. Ein weiteres Beispiel für eine

interkommunale Zusammenarbeit in Sachen Gewerbegebiete

gibt es bei den Plänen zwischen der

Stadt Remscheid und den Nachbargemeinden Hückeswagen

und Wermelskirchen. Danach soll in

Bergisch Born das Gewerbegebiet „Gleisdreieck“

mit einer Gesamtfläche von rund 35 Hektar entwickelt

werden. Die Erschließung ist im Westen über

Wermelskirchener Gebiet und im Osten über

Remscheider und Hückeswagener Stadtgebiet geplant.

Vor dem Hintergrund der knappen Platzressourcen

für Gewerbe ergibt sich durch die Zusammenarbeit

direkt an der Stadtgrenze zwischen

Remscheid, Wermelskirchen und Hückeswagen

für alle drei Städte die Chance, weitere zusätzliche

Gewerbeflächen zu gewinnen. Doch auch hier

ist der Faktor Zeit nicht außer Acht zu lassen.

„Wir warten auf die Ergebnisse eines Artenschutzgutachtens.

Wenn sie positiv ausfallen, können

wir auf dieser Basis die Planungen vorantreiben“,

sagt Remscheids Wirtschaftsförderer Ingo

Lückgen auf Nachfrage des „Bergischen Unternehmers“.

Allerdings: Nur ein Bruchteil der

Grundstücke befindet sich bislang im öffentlichen

Besitz. Also wird es zunächst Verhandlungen mit

den Eigentümern geben müssen, um deren Verkaufsbereitschaft

festzustellen. So ist Lückgen mit

einer Prognose, wann die Entwicklung des „Gleisdreiecks“

tatsächlich begonnen werden kann, vorsichtig.

„Mit einer Umsetzung ist in vier bis fünf

Jahren zu rechnen.“

Revitalisierung von Industriebrachen

Freiflächen in ausreichender Größe, möglichst in

Autobahnnähe, gut erschlossen mit schnellem Internet

und topographisch nicht zu anspruchsvoll –

diese bevorzugten Optionen sind immer schwieri-

der Bergische Unternehmer 10|19 43


IM FOKUS GEWERBEGEBIETE IM WANDEL

Ein stadtprägendes

Gebäudeensemble

bietet das Entree zu

Stöcken 17 in

Solingen - ein Beispiel

für erfolgreiche

Planungen zur

Revitalisierung einer

Industriebrache.

ger zu finden. Gerade weil der Platz begrenzt ist,

muss so die Revitalisierung von Industriebrachen

verstärkt in den Fokus genommen werden. Das tut

derzeit die Stadt Solingen mit der Entwicklung

von „Stöcken 17“. Das seit 2009 brach liegende

ehemalige Rasspe-Areal soll ein digitaler Standort

für die Wirtschaft 4.0 werden. Um den industriehistorischen

Charakter des Areals um den Werksinnenhof

zu erhalten, sollen bestehende Gebäude –

sofern dies möglich ist – erhalten bleiben. Wo 150

Jahre Messer und Maschinen hergestellt wurden,

sollen Firmen aus Solingen, aber auch auswärtige

Unternehmen interessante Standortbedingungen

finden. Forschung, Entwicklung und Produktion

im Bereich 3-D-Druck, neuer Mobilität und digitalisierte

Arbeitsabläufe sollen dabei auf einer bebau-

Gerechnet wird mit einer Verschiebung von Herstellungsfläche

zu Büros, wenn bislang reine Produktionsunternehmen

die Dienstleistung in ihr Portfolio aufnehmen.

baren Gesamtfläche von rund 44.000 Quadratmetern

im Fokus stehen. Die unmittelbare Nähe zur

autobahnähnlich ausgebauten L74 ermöglicht eine

gute Anbindung an die A46 und A535 mit Übergang

zur A1 und A3 und somit zu den Metropolen

der Rheinschiene und an das Ruhrgebiet. Vor 2022

wird aber auch hier wohl nicht gebaut werden.

Dass auch innerstädtische Brachen gefragt sind,

zeigt das Beispiel der ehemaligen Kipper-Brauerei

in Remscheid. 1993 wurde hier das letzte Bier gebraut,

nun entsteht hier ein kleinerer Gewerbepark,

auf dem vier Unternehmen genau die Grundstücksgröße

gefunden haben, die sie gesucht und zudem

noch eine Erweiterungsoption haben.

Nachhaltig heißt weniger

Flächenverbrauch

Bei allem Bedarf an – möglichst erweiterbarer –

Fläche ist aber eines auch klar: Künftig wird auf

weniger Flächenbedarf noch viel strenger geachtet

werden. In dem neu aufgestellten Landesentwicklungsplan

will die Landesregierung NRW den

Städten und Gemeinden zwar mehr Flexibilität bei

der Planung ihrer Wohn- und Gewerbeflächen zu-

44 www.bvg-menzel.de


Gemeinsam auf der Expo-Real

Drei Tage lang haben sich Remscheid, Solingen und Wuppertal

gemeinsam auf der EXPO REAL in München präsentiert. Die Bilanz

der Vertreter und Vertreterinnen des Bergischen Städtedreiecks

zum Besuch auf der Internationalen Fachmesse für Immobilienwirtschaft

und Investitionen fällt positiv aus. Der „kraftvolle

gemeinsame Auftritt findet in dieser Form bereits zum 18. Mal

statt und sorgt damit wiederholt für eine deutliche Wahrnehmung:

als vitale Region mit viel Potenzial“, fasst die Bergischen

Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH zusammen.

Der großzügige Stand, mit dem das Bergische Städtedreieck auf

der Messe präsent ist, hat uns in den letzten Jahren immer viel

Aufmerksamkeit eingebracht. Dadurch, dass wir jedes Jahr hier

sind, haben uns die Investoren mittlerweile gut auf dem Radar“,

erklärt BSW-Geschäftsführer Stephan A. Vogelskamp. Geworben

wurde um Investoren für Gewerbeflächen und Wohnbauprojekte.

Auch große Leerstände von Einzelhandelsimmobilien standen dabei

im Fokus. Thema war auch das EU-Förderprogramm „Urbane

Produktion“, für das Remscheid über die BSW Ideen angemeldet

hat. Dabei geht es um Konzepte, wie man Handel und Produktion

in kleinen Einheiten in der Stadt verbinden kann.

Frank Balkenhol, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Solingen, Petra

Wassner (NRW.INVEST), Uta Schneider (BSW), BSW-Geschäftsführer Stephan

Vogelskamp, der Remscheider Baudezernent Peter Heinze, Oberbürgermeister

Tim-O. Kurzbach (Solingen), Oberbürgermeister Burkhard Mast-

Weisz (Remscheid), Christoph Dammermann, Landtagsabgeordneter Sven

Wolf (Remscheid) sowie Dr. Rolf Volmerig von der Wirtschaftsförderung

Wuppertal zogen eine positive Bilanz der Messetage. (v.l.n.r.)

billigen. „Umweltverträgliche Gewerbegebiete“

sollen schnell und rechtssicher bereitgestellt werden.

Aber: Das Nachhaltigkeitsziel des Bundes

sieht vor, das tägliche Wachstum der Siedlungsund

Verkehrsfläche bis zum Jahr 2030 auf unter

30 Hektar pro Tag zu senken. Dazu will die Landesregierung

unter Federführung des Umweltministeriums

NRW adäquate Maßnahmen zur Flächensparsamkeit

entwickeln.

Große Gewerbeflächen langfristig

ein Thema?

Bleibt die Frage, ob sich die Digitalisierung nicht

auch auf den künftigen Bedarf von Produktionsflächen

auswirkt. Wie eine Fachtagung der Technischen

Universität (TU) Darmstadt gezeigt hat,

betrifft der Strukturwandel im produzierenden

Gewerbe nicht nur die Produkte und ihre Herstellungsprozesse,

sondern zunehmend auch die Produktionsflächen

und damit die jeweiligen Immobilien.

Doch fehlen für anpassungsfähigere und

flexibler einzusetzenden Herstellungsflächen bislang

die Angebote. Wie die Expertendiskussion

an der TU gezeigt hat, führt die Digitalisierung

der Produktionsketten dazu, dass individuelle

Kleinserienfertigung für viele Produktkategorien

die Massenfertigung ablöst. Damit werden kleinere

Produktionsflächen mit mehr Nähe zum Verbraucher

gebraucht. Gerechnet wird auch mit einer

Verschiebung von Herstellungsfläche zu

Büros, wenn nämlich bislang reine Produktionsunternehmen

die Dienstleistung in ihr Portfolio

aufnehmen. Das betrifft zum Beispiel die Autohersteller,

die sich mit Car-Sharing-Angeboten beschäftigen.

Auf diese Entwicklung sollten sich

Unternehmen zumindest vorbereiten. Eine Option

könnte zum Beispiel sein, sich von eigenen Immobilien

zu trennen und Flächen nach Bedarf zu

mieten und das möglichst an einem für den eigenen

Bedarf zukunftsorientierten Standort. Im

Vergleich zu den USA und auch zu asiatischen

Ländern befinden sich in Deutschland nämlich ein

weitaus höherer Bestand an Produktionsflächen

im Eigentum der jeweiligen Unternehmen.

Text: Stefanie Bona

Fotos: Stadt Remscheid, S. Smolka, J Karp

der Bergische Unternehmer 10|19 45


IM FOKUS UNTER UNS

Grün statt grau –

das Gewerbegebiet der Zukunft

Das Industriegebiet Großhülsberg am Rande Lüttringhausens und mit Anschluss an die Autobahn 1

gelegen ist das älteste Gewerbegebiet Remscheids. Der östliche Teil entstand 1967, der westliche

knapp zehn Jahre später. Auf rund 54 Hektar arbeiten rund 2.000 Beschäftigte in ca. 90 Betriebsstätten.

Großhülsberg gehört zum Verbundprojekt „Grün statt grau“, das darauf zielt, Konzepte

und Maßnahmen zu entwickeln, um bestehende Gewerbegebiete im Sinne der Nachhaltigkeit aufzuwerten.

Verbundkoordinator ist der Wissenschaftsladen Bonn e.V. Projektverantwortliche auf

Remscheider Seite ist Landschaftsarchitektin Susanne Smolka vom Fachdienst Stadtentwicklung,

Verkehrs- und Bauleitplanung der Stadt Remscheid.

Frau Smolka, wie macht man aus einem Gewerbegebiet

ein nachhaltiges Gewerbegebiet?

Wesentlich ist bei einer angestrebten Entwicklung

in Richtung Nachhaltigkeit zunächst die städtebauliche,

gewerbliche, landschaftsökologische sowie

stadtklimatische Situation zu analysieren, um

daraus die Entwicklungsschwerpunkte für das

Gebiet abzuleiten. Ferner ist es wichtig, die Unternehmer

und Unternehmerinnen vor Ort von

der Idee zu überzeugen und zusammenzubringen.

Meistens gibt es in jedem Gebiet auch schon

nachhaltigkeitsaffine Unternehmen, die sich gerne

in einem Netzwerk mit ihren Nachbarn gemeinsam

für ihren Standort engagieren möchten.

Diese sogenannten „Pionierunternehmen des

Wandels“ nehmen durch bereits umgesetzte Maßnahmen

auf dem Firmengelände, am Gebäude

oder durch ihr soziales Engagement eine Vorbildfunktion

für weitere Gewerbetreibende ein.

Welchen Mehrwert haben die anliegenden Unternehmen

vom Projekt „Grün statt grau“?

Die Vorteile sind sehr vielfältig. Neben einer kostenlosen

kompetenten Beratung zu wesentlichen

Nachhaltigkeitsthemen wie energetischen Maßnahmen,

Außenanlagen oder Flächenoptimierung

werden die Kosten für Baum-Neupflanzungen

übernommen. Darüber hinaus hat ein kompetentes

Experten-Team ein nachhaltiges, bedarfsgerechtes

Zukunftskonzept für den Gewerbestandort entwickelt.

Hinzu kommt eine Standortverbesserung des

Gebietes durch attraktive Grün- und Freiräume

und eine erhöhte Freiraumqualität. Von diesen weichen

Standortfaktoren können Unternehmen für

die Fachkräftesuche und -sicherung profitieren.

Durch die enge Kooperation mit Nachbarunternehmen

im Unternehmensnetzwerk Großhülsberg ergibt

sich zunächst als abstrakter Vorteil, dass Gemeinschaften

besser darauf vorbereitet sind, noch

unbekannte Probleme in der Zukunft zu lösen. Direkte

ökonomische Effekte ergeben sich durch

Kosteneinsparung. Und als weitere Vorteile sind

zu nennen: die gemeinsame Nutzung von Ressourcen

- zum Beispiel Energie-, Abwärme-, Abfallund

Wasserkonzepte, gemeinsamer Einkauf von

Waren und Dienstleistungen, ein gemeinsames

Nachhaltigkeitsimage, Lerneffekte durch verbesserten

Informationsaustausch und – transfer, erhöhte

Bodenwerte, die Akquise von Aufträgen im

Gebiet und eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

Wie ist die Bereitschaft der Unternehmen, sich

selbst auf den Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu

machen und so am Projekt aktiv mitzuarbeiten?

Also zum Beispiel in energetische Maßnahmen

bei Gebäude und Produktion zu investieren.

Die erste Förderphase ging über drei Jahre bis

Ende Juni 2019. Der Netzwerkaufbau hatte einen

Vorlauf für Recherchen und Analyse von ca. einem

Jahr. Im anschließenden Zeitraum von 2017-

46 www.bvg-menzel.de


und naturnahe Gestaltung Veränderungen für

mehr Attraktivität im Gewerbegebiet zu sorgen sowie

für ressourcensparendes Handeln, werden angenommen

und zunehmend auch umgesetzt.

Susanne Smolka ist

Landschaftsarchitektin

und hat das Verbundprojekt

„Grün statt grau“

von Anfang an begleitet.

2019 haben sich 30 Unternehmen dem Netzwerk

angeschlossen. Die meisten sind inhabergeführte

Betriebe und haben damit generell ein erhöhtes

Interesse an einer nachhaltigen Entwicklung.

Dennoch ist es sehr erfreulich, dass einige Unternehmen,

die kein Eigentum im Gebiet besitzen,

beim Netzwerk dabei sind und sich sehr engagiert

einbringen. Der Schwerpunkt von „Grün statt

Grau“ liegt auf Freiraumplanung, Gebäudeoptimierung

durch Begrünung, Ökologie und Biodiversität.

Einige Unternehmen haben im Zuge des

Projektes ihre Außenanlagen naturnah gestaltet

und damit ökologisch aufgewertet. Fassaden- und

Dachbegrünungen, die konkret auch energetische

Vorteile bringen, sind bei mehreren Betrieben in

Planung. Zwei Unternehmen haben Photovoltaikanlagen

errichtet. Darüber hinaus wurde über unser

Kooperationsprojekt ‚BMM HOCH 3‘ – ein

Mobilitätskonzept – für den Standort erarbeitet.

Was hat sich seit den Projektanfängen inzwischen

im Gewerbegebiet Großhülsberg verändert?

Heute ist das Unternehmensnetzwerk Großhülsberg

der wichtigste Motor für nachhaltige Veränderungen.

Die Unternehmen haben unsere Impulse

aufgegriffen und viele Informationsveranstaltungen

besucht. Die Anregungen, durch Begrünung

Sie haben einmal den Gedanken formuliert,

dass Großhülsberg ein attraktiver „Arbeitsund

Lebensort für alle“ werden soll. Sind Sie

da auf einem guten Weg?

Ja, wir sind auf einem sehr guten Weg. Weil das

Projekt bislang so erfolgreich war, wurde ja eine

weitere Förderung bewilligt. Am 1. Oktober sind

wir in die zweite Förderphase eingetreten, was

sehr wichtig ist, um das bisher Erreichte weiterzuentwickeln.

Neben den Veränderungen, die jedes

Unternehmen für sich selbst anstößt, gibt es

ja auch zahlreiche gemeinschaftliche Aktionen.

Zum Beispiel haben wir auf einer städtischen Fläche

einen Gemeinschaftsgarten angelegt. Der

Wunsch, eine ökologische Mitte als Treffpunkt

im Grünen zu gestalten, kam ebenso aus dem Unternehmensnetzwerk.

Wir haben Bienenkästen

aufgestellt und eine Fahrradgruppe wurde gegründet.

Gerade weil sich mittlerweile zeigt, wie

viel Spaß die Unternehmer selbst an Veränderungen

haben, vollzieht sich die Entwicklung von

„grün zu grau“.

„Grün statt grau“ ist ein Verbundprojekt, in

dem der Wandel in drei Modellgewerbegebieten

exemplarisch vollzogen wird. Inwieweit

können sich andere Kommunen an den bisherigen

Ergebnissen orientieren?

Dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Wir haben

unsere Arbeit umfangreich dokumentiert und mehrere

Leitfäden zum Thema herausgebracht. In der

neuen Förderphase werden wir auch Webinare anbieten.

Inzwischen ist der Verbund durch drei neue

Kommunen größer geworden. Es ist wichtig, dass

Gewerbegebiete sich für die Zukunft neu aufstellen

– auch vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels.

Viele gut ausgebildete, junge Leute wollen

nachweislich in nachhaltig orientierten

Unternehmen arbeiten. Will man sie gewinnen

und halten, muss man etwas ändern.

Das Gespräch führte Stefanie Bona

Foto: Privat

der Bergische Unternehmer 10|19 47


FÜR SIE ENTDECKT PERLEN DER OSTSEE

Begleitet von Wellen –

Orte wie Juwelen am Meer

Keine Insel ist so abwechslungsreich wie Korsika! Perfekt geeignet für Familien-, Wander-, Abenteuer

und Badeurlaub. Entspannen oder wandern auf Korsika - die viertgrößte Insel im Mittelmeer

hat für jeden Anspruch etwas zu bieten. Und sie ist ein wahres dorado für Outdoor-Fanatiker, Naturliebhaber

und Fotografen.

48 www.bvg-menzel.de


Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Diese Worte, angelehnt an Goethes

Vierzeiler „Erinnerung“, könnten kaum passender sein als für die Ostseeküste. Die Bade- und

Kurorte entlang der Ostsee bieten nicht nur Erholung und Entspannung am Strand, sondern

punkten auch mit Vielfältigkeit, Kultur, Architektur und Historie.

der Bergische Unternehmer 10|19 49


FÜR SIE ENTDECKT PERLEN DER OSTSEE

Lübeck von der Trave

aus gesehen. Eine

geführte Bootstour

sollte man nicht verpassen.

Viele kleine, bekannte und weniger bekannte

Orte und Städtchen, aufgereiht

wie Perlen auf einer Kette, liegen an der

Ostseeküste und laden zum Erkunden

und Entdecken ein.

Wenn man die Grömitzer Bucht mit ihren doch

sehr touristisch erschlossenen Orten hinter sich

lässt und die Hansestadt Lübeck als Ausgangspunkt

für eine Entdeckungsreise gen Osten nimmt,

sollte man ausreichend Zeit für das Kennenlernen

dieser wunderschönen und mit viel hanseatischem

Flair bedachten Stadt einplanen. Man betritt den

Kern des Lübecker Stadtzentrums durch das allseits

bekannte Holstentor, das vormals den 50-

Mark Geldschein schmückte. Und schon wähnt

man sich im Zeitalter der Buddenbrooks, glaubt,

dass die hanseatischen Kaufmannsleute immer

noch mit Gehrock und Zylinder über das Kopfsteinpflaster

schreiten. Also, bitte das Museum des

Kaufmannshauses der Buddenbrooks unbedingt

besuchen, sich danach bei einer Stippvisitie im

Café des Marzipankönigs Niederegger stärken, einen

Rundgang durch die Altstadt unternehmen

oder bei einer geführten Bootstour über die Trave

rund um die Lübecker Altstadt die phantastischen

Wohn- und Geschäftshäuser in Backsteingotik vom

Wasser aus begutachten.

Den ersten Ruhepol danach bietet das zu Lübeck

gehörende Travemünde, über dessen Promenade

man bummelnd den Hafen erreicht, rechter Hand

viele traditionelle und erstklassige Hotels und

Gästehäuser. Wenn man vor der Wende an dieser

Stelle stand, als die Teilung von Ost und West noch

bestand, durchlief genau hier die Grenze zur DDR,

nur unter Wasser liegend, für das Auge unsichtbar.

Heute ist es zum Glück ‚nur noch‘ eine Bucht.

Von Schleswig-Holstein

nach Meckpomm

Wir setzen unsere Reise gen Osten fort und überschreiten

die Landesgrenze von Schleswig-Holstein

nach Mecklenburg-Vorpommern. Unser erstes

Ziel, die Hansestadt Wismar, ist aufgrund ihrer

wunderschönen Altstadt - seit 2002 Teil der

UNESCO-Weltkulturerbeliste - definitiv einen

50 www.bvg-menzel.de


Stopp wert. In den teils verwinkelten Gassen gibt

es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Den Blick

über den weitläufigen Markt mit klassizistischem

Rathaus und der Wismarer Wasserkunst sollte man

einfach auf sich wirken lassen. Auf keinen Fall versäumen

sollte man, eins der leckeren Fischbrötchen

auf den Verkaufsbooten im Alten Hafen zu genießen.

Auch wenn die Möwen natürlich immer versuchen,

ein Stück davon abzubekommen. Richtig romantisch

wird es im Hafen am Abend, wenn sich

die Sonne beim Untergang in den modernen Gebäuden

spiegelt und die Werft in ein anderes Licht

taucht.

Wahres Juwel

Unweit von Wismar liegt die Landeshauptstadt

Schwerin. Ein Abstecher in diese Stadt gehört unbedingt

zu den Zielen einer Ostseetour, auch wenn

sie nicht direkt an der Küste liegt. Denn mit dem

Schweriner Schloss wartet ein wahres Juwel, das

man sich nicht entgehen lassen sollte. Allein der

wundervolle und prachtvolle Burggarten mit Orangerie

sowie der weitläufige Schlossgarten lassen

einen fast gar nicht aus dem Stauen herauskommen.

Das Wahrzeichen der Stadt steht auf einer Schlossinsel

im Stadtzentrum und beherbergt heute den

Landtag. Doch auch die Schweriner Altstadt mit

Dom, Pfaffenteich und zahlreichen Fachwerkhäusern

ist wunderschön.

Der nächste Halt ist Rostock, wo man entlang der

erhalten Stadtmauerreste auf historischen Pfaden

wandelt. Die Hansestadt bietet ein buntes und kulturelles

Leben und ist besonders bei Studenten beliebt.

Die vielen Sehenswürdigkeiten lassen sich

hervorragend zu Fuß erkunden. Das Infozentrum

für Touristik informiert den Besucher über alle attraktiven

Möglichkeiten, die es zu besuchen und

Der „Brunnen der Lebensfreude“

in Rostock

(l.).

Das Rathaus in Stralsund

bietet ein beeindruckendes

Zeugnis

norddeutscher

Backsteingotik (r.)

der Bergische Unternehmer 10|19 51


FÜR SIE ENTDECKT PERLEN DER OSTSEE

Das Ostseebad Binz ist

das größte Seebad auf

Rügen.

erleben gilt. Und um wieder zum Meer zu kommen,

besuchen wir den nebenan gelegenen Badeort Warnemünde,

der als Geburtsort des Strandkorbs gilt

und sich in den letzten zwanzig Jahren vom DDR-

Dornröschenschlaf hin zu einem Jetset-Hotspot an

der Küste entwickelt hat. Einladend die sehr lange

Strandpromenade, an deren Anfang der Leuchtturm

und daneben der ‚Teepott‘ stehen, ein Teehaus, das

durch seine ungewöhnliche Dachkonstruktion, die

dem der früheren Berliner ‚Schwangeren Auster‘

ähnlich ist, unter Denkmalschutz steht.

Und natürlich zu besichtigen: das Robben-Forschungszentrum,

wo man mit den knubbeligen Meeresbewohnern

auf Tauchstation gehen kann.

Stralsund, das Tor zu Rügen

Ein weiteres Weltkulturerbe gibt es in Stralsund –

der letzten Festlandstadt vor Rügen und oft als Tor

zu Rügen bezeichnet. Die Altstadt punktet mit vielen

kleinen Details, etwa den „Geschwätzigen Weibern“

– einer Bronzeskulptur. Bekannt ist die Hansestadt

zudem für das Deutsche Meeresmuseum

mit dem Ozeaneum direkt am Hafen. Auch das Segelschulschiff

Gorch Fock lässt sich hier im Hafen

besichtigen. Ein regionaler Genuss ist das Bier der

Stralsunder „Störtebeker Braumanufakur“.

Und wenn man schon einmal nur eine Brückenüberfahrt

von Stralsund entfernt ist, sollte man Rügen

einen Besuch abstatten. Die Insel hat auch im

Herbst viel zu bieten. Die Kreidefelsen bei Sassnitz

sind beeindruckend – egal, ob vom Wasser aus oder

an Land. Der Königsstuhl zieht täglich Touristen

an. Beim Blick hinab in die Tiefe wird die Vergänglichkeit

der Felsen deutlich, die jedes Jahr geringer

werden. Für Mutige ist die Viktoriasicht etwas:

Ein kleiner Steg ragt über die Kanten der

Felsen hinaus. Der Weg entlang der Klippen erfordert

Zeit und eine halbwegs gute Kondition, denn

es geht immer wieder auf und ab, stellenweise mit

52 www.bvg-menzel.de


Holztreppenkonstruktionen. Doch es lohnt sich für

den atemberaubenden Blick über dieses Bauwerk

der Natur. Wer mag, kann auch an einer der

Schluchten direkt am Fuß der Kreidefelsen wandern.

Allerdings ist der Weg beschwerlich, da man

die ganze Zeit über große und kleine Steine läuft,

was wie das Scheppern von Glasscherben klingt.

Unbedingt festes Schuhwerk nutzen.

Prächtige Bäderkultur in Binz

Ein buntes, kulturelles Leben gibt es in Binz, dem

größten Ostseebad auf Rügen. Die prächtige Bäderarchitektur

und der feine Sandstrand verzaubern.

Die Seebrücke und das Kurhaus zählen zu den

wichtigsten Merkmalen von Binz. Die Natur lockt

zu einem Ausflug. Außerdem sind das Jagdschloss

Granitz und der „Koloss von Prora“, ein riesiger

Gebäudekomplex aus dem zweiten Weltkrieg, touristische

Ziele. Ruhiger hingegen ist es in Sellin an

der Steilküste. Die Wilhelmstraße mit den prächtigen

Häusern aus der Ursprungszeit der Bäderarchitektur

führt bis zur 30 Meter hohen Steilküste.

Über eine Treppe gelangt man zur Seebrücke und

an den Südstrand. Am Ende der Seebrücke kann

man mithilfe von Europas größter Tauchgondel trockenen

Fußes die Unterwasserwelt kennenlernen.

Außerdem ist das Bernsteinmuseum in Sellin beheimatet.

Der Ort eignet sich hervorragend als

Ausgangspunkt für die Erkundung von Rügen und

zeigt mit seinen Nachbarorten Baabe und Göhren

die Unterschiede der Insel.

Kaiserbad Heringsdorf

Die letzte Station der Ostseetour bildet Usedom.

Die Insel ist vor allem bei Campern beliebt. Der

Sand in Heringsdorf ist wunderbar weich und der

Gang ins Wasser angenehm flach. Die längste Seebrücke

Europas lockt viele Besucher an. Gemeinsam

mit Ahlbeck und Bansin gehört Heringsdorf

zu den sogenannten Kaiserbädern. Auch hier gibt

es viel zu entdecken. Die kulturellen Angebote tun

der Seele genauso gut wie ein ausgedehnter Sparziergang

am Strand.

Text: Anna Mazzalupi, BVG

Fotos: Shutterstock

Die berühmten Kreidefelsen

von Rügen -

wer mag, kann direkt

an ihrem Fuß eine

Wanderung unternehmen

(Foto rechts). Das

Jagdschloss Granitz

auf Rügen hat über

250.000 Besucher im

Jahr (l.)

der Bergische Unternehmer 10|19 53


HANDELSREGISTER

Seit über 20 Jahren Partner für

Handel+ Handwerk+ Industrie

Digital-, Gestaltung+Druck Offset-, Großformat-, für alle modernen Sieb- und Druckverfahren

Etikettendruck

Obere Sehlhofstraße 22 • 42289 Wuppertal • Telefon 0202.44 30 44

www.wupperdruck.de • info@wupperdruck.de

125 JAHRE-HEIZOEL-VORST

Deutscher Ring 69 · 42327 Wuppertal · Telefon 744035

wein, sekt,

tee, spirituosen,

bier, wasser &

kohlensäure

Unbenannt 2 1 10 12 12 14:47

WERBEN HILFT VERKAUFEN!

Probieren Sie es an dieser Stelle einmal aus.

Weitere Infos erhalten Sie bei uns:

Tel.: 0202/45 16 54 ·

info@bvg-menzel.de · www.bvg-menzel.de

bayreuther str. 50 c

42115 wuppertal

tel.: (0202) 30 50 85

weinquelle-hornig.de

BERGISCHE

VERLAGSGESELLSCHAFT MENZEL

GMBH & CO. KG

16.09.2019 HRA 24976: Frank Fischer

1. Vermögensverwaltung

GmbH & Co. KG, Solingen, Obere

Holzstr. 58, 42653 Solingen. (Gegenstand

der Gesellschaft ist Verwaltung

eigenen Vermögens, insbesondere

durch Vermietung und

Verpachtung.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Obere

Holzstr. 58, 42653 Solingen. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: Fischer 1. Beteiligungs

GmbH, Solingen (Amtsgericht

Wuppertal HRB 20751), mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura mit der Ermächtigung

zur Veräußerung und Belastung

von Grundstücken: Fischer,

Elke, Solingen, *09.02.1970.

17.09.2019 HRA 24977: KC Immobilien

Wermelskirchen GmbH & Co.

KG, Wuppertal, Hofaue 37, 42103

Wuppertal. (Der Erwerb sowie die

Verwaltung, Vermietung inklusive

Facilityleistungen, Vermittlung und

Veräußerung von bebauten oder

unbebauten Grundstücken und

grundstücksgleichen Rechten sowie

Vorbereitung, Durchführung und der

Umbau und Bau von Immobilien im

eigenen oder fremden Namen auf

eigene oder fremde Rechnung. Ein

Gegenstand der Tätigkeit liegt auf

der Errichtung von Gebäuden zum

Zwecke der Betreuung von Kindern

und Jugendlichen sowie weiterer

sozialer Zielsetzungen.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Hofaue 37, 42103 Wuppertal. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: KC Immobilien

Beteiligungs GmbH, Wuppertal

(Amtsgericht Wuppertal HRB 27636),

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

17.09.2019 HRB 30173: Goldader

GmbH, Wuppertal, Am Thurn 17,

42327 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 10.01.2019.

Geschäftsanschrift: Am Thurn 17,

42327 Wuppertal. Gegenstand: Der

An- und Verkauf von Immobilien

sowie die Vermietung und Verpachtung

von Immobilien und der

Betrieb eines Kinderparks sowie

dessen Vermietung und Verpachtung

für Veranstaltungen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Besedin, Yevgen, Wuppertal,

*01.12.1988, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

18.09.2019 HRB 30176: D & D Transporte

UG (haftungsbeschränkt),

Wuppertal, Ilexweg 22, 42111 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 03.07.2019. Geschäftsanschrift:

Ilexweg 22, 42111 Wuppertal. Gegenstand:

Die Durchführung von Transporten

sowie ferner die Ausübung

aller mit dem vorgenannten Unternehmensgegenstand

im Zusammenhang

stehenden oder dem Zweck

des Unternehmens förderlichen Tätigkeiten.

Stammkapital: 1.500,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch die Geschäftsführer gemeinsam

vertreten. Geschäftsführer: Didschus,

Jörg, Wuppertal, *02.11.1964,

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

19.09.2019 HRB 30181: SUDITAL

GmbH, Mettmann, Karpendeller Weg

19, 40822 Mettmann. Gesellschaftsvertrag

vom 12.08.2019. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Geschäftsanschrift:

Karpendeller Weg

19, 40822 Mettmann. Gegenstand:

Der Verkauf von Lebensmitteln und

Waren aller Art, insbesondere von

Lebensmitteln, Feinkostartikeln,

Kaffee, Spirituosen, Wein, Schokolade,

Geschenkartikeln aus Süd-

Italien und aus dem gesamten italienischen

Raum sowie der Groß und

Einzelhandel, Import und Export

der oben genannten Produkte sowie

der Betrieb einer Agentur und die

Beratung für Großkunden. Stammkapital:

50.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Rizzo, Rosario, Düsseldorf,

*26.10.1960, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der

Gesellschaft mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

19.09.2019 HRB 30179: AS Automotive

Beteiligungsgesellschaft mbH,

54 www.bvg-menzel.de


Für die Aktualität, Korrektheit und

Vollständigkeit der Anlage kann vom

Verlag keine Gewähr übernommen

werden.

Velbert, Industriestraße 59, 42551

Velbert. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 30.06.2016 mit Änderung vom

15.06.2018. Die Gesellschafterversammlung

vom 13.06.2019 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in Abschnitt I. Ziffer 2 (Sitz)

und mit ihr die Sitzverlegung von

Düsseldorf (bisher Amtsgericht Düsseldorf

HRB 85544) nach Velbert

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Industriestraße 59, 42551 Velbert.

Gegenstand: Die Übernahme der

persönlichen Haftung für und die

Geschäftsführung von Kommanditgesellschaften,

jeweils als deren

persönlich haftende Gesellschafterin.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Isik,

Ayhan, Velbert, *05.07.1971, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

20.09.2019 HRB 30182: PM Private

Holding GmbH, Wuppertal, Im Lehmbruch

13, 42109 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 12.08.2019.

Geschäftsanschrift: Im Lehmbruch

13, 42109 Wuppertal. Gegenstand:

Erwerb, Verwaltung und Verwertung

von Beteiligungen an anderen Unternehmen

im eigenen Namen, auf

eigene Rechnung, nicht für Dritte

und unter Ausschluss von Tätigkeiten,

die einer Erlaubnis, insbesondere

nach den Kreditwesengesetz

(KWG) oder dem Kapitalanlagengesetzbuch

(KAGB), bedürfen. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Mittelbach, Pascal, London /

Vereinigtes Königreich, *05.03.1991,

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

20.09.2019 HRA 24981: Swim Marketing

Remscheid Inhaber Dirk

Krzyzaniak e.K., Remscheid, Stockder

Straße 56, 42857 Remscheid.

(Die Akquise von Sponsoren für

den Schwimmsport.). Einzelkaufmann.

Geschäftsanschrift: Stockder

Straße 56, 42857 Remscheid. Inhaber:

Krzyzaniak, Dirk, Remscheid,

*29.11.1969. Der Inhaber hat das

Vermögen der Swim Marketing Remscheid

UG (haftungsbeschränkt)

mit Sitz in Remscheid (Amtsgericht

Wuppertal, HRB 26867) im Wege

der Umwandlung durch Verschmelzung

aufgrund des Verschmelzungsvertrages

vom 22.08.2019

und des Zustimmungsbeschlusses

der Gesellschafterversammlung

vom 22.08.2019 als Ganzes übernommen.

Als nicht eingetragen

wird bekannt gemacht: Den Gläubigern

der an der Verschmelzung

beteiligten Rechtsträger ist, wenn

sie binnen sechs Monaten nach

dem Tag, an dem die Eintragung der

Verschmelzung in das Register des

Sitzes desjenigen Rechtsträgers,

dessen Gläubiger sie sind, nach

§ 19 Absatz 3 UmwG als bekanntgemacht

gilt, ihren Anspruch nach

Grund und Höhe schriftlich anmelden,

Sicherheit zu leisten, soweit

sie nicht Befriedigung verlangen

können. Dieses Recht steht den

Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie

glaubhaft machen, dass durch die

Verschmelzung die Erfüllung ihrer

Forderung gefährdet wird.

20.09.2019 HRA 24980: Wolfgang

Schröder & Söhne GmbH & Co. KG,

Velbert, Wimmersberger Straße 8,

42553 Velbert. Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Wimmersberger

Straße 8, 42553 Velbert.

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter: Wolfgang

Schröder & Söhne Verwaltungs-

GmbH, Velbert (Amtsgericht Wuppertal

HRB 30043), mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Entstanden durch

Umwandlung im Wege des Formwechsels

der Wolfgang Schröder &

Söhne GmbH, Velbert (Amtsgericht

Wuppertal, HRB 17907) nach Maßgabe

des Beschlusses der Gesellschafterversammlung

vom 23.08.2019.

Als nicht eingetragen wird bekannt

gemacht: Den Gläubigern der an

der formwechselnden Umwandlung

beteiligten Rechtsträger ist, wenn

sie binnen sechs Monaten nach

dem Tag, an dem die Eintragung der

formwechselnden Umwandlung in

das Register des Sitzes desjenigen

Rechtsträgers, dessen Gläubiger

sie sind, nach § 19 Absatz 3 UmwG

als bekanntgemacht gilt, ihren Anspruch

nach Grund und Höhe schriftlich

anmelden, Sicherheit zu leisten,

soweit sie nicht Befriedigung verlangen

können. Dieses Recht steht den

Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie

glaubhaft machen, dass durch die

formwechselnden Umwandlung die

Erfüllung ihrer Forderung gefährdet

wird.

23.09.2019 HRB 30186: LUNA Handels

GmbH, Wuppertal, Handelstraße

10, 42277 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 05.08.2019.

Geschäftsanschrift: Handelstraße

10, 42277 Wuppertal. Gegenstand:

Im- und Export, Groß-, Einzel- und

Onlinehandel mit sowie der Transport

- nur mit Fahrzeugen bis zu 3,5

t zulässigem Gesamtgewicht - von

Waren aller Art, insbesondere alkoholischen

und alkoholfreien Getränken,

Tabakwaren, Lebensmitteln,

Kaffee, Gastronomie- und Kioskbedarf,

Ladeneinrichtungen, Elektroartikeln,

Haushaltsartikeln, Hard- und

Software und Bürotechnik. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind mehrere

Geschäftsführer bestellt, so

wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Ergül, Tuncer, Wuppertal,

*26.07.1955, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

24.09.2019 HRA 24983: Wundes Immobilien

GmbH & Co.KG, Haan, Kaiserstraße

11, 42781 Haan. (Die Vermimttlung

von Immobilien und/oder

Finanzierungen aller Art.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Kaiserstraße 11, 42781 Haan. Jeder

persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich haftender

Gesellschafter: Wundes Verwaltungs

GmbH, Haan (Amtsgericht

Seit über 110 Jahren

sind wir für Ihren Schutz

bestens gerüstet!

Wach- und Schließgesellschaft

Hauptverwaltung

Wuppertal

Deutscher Ring 88

42327 Wuppertal

Tel. (02 02) 2 74 57-0

Fax (02 02) 2 74 57-47

www.wachundschliessgesellschaft.de

Niederlassung

Remscheid

Lenneper Str. 47 -49

42855 Remscheid

Tel. (0 21 91) 93 12 91

Fax (0 21 91) 3 10 59

der Bergische Unternehmer 10|19 55


HANDELSREGISTER

Wuppertal HRB 30065), mit der Befugnis

-auch für jeden Geschäftsführer-,

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Entstanden durch

Umwandlung im Wege des Formwechsels

der WUNDES - Ihr Makler

- GmbH, Haan (Amtsgericht Wuppertal,

HRB 19584) nach Maßgabe

des Beschlusses der Gesellschafterversammlung

vom 23.07.2019.

Als nicht eingetragen wird bekannt

gemacht: Den Gläubigern der an

der formwechselnden Umwandlung

beteiligten Rechtsträger ist, wenn

sie binnen sechs Monaten nach

dem Tag, an dem die Eintragung der

formwechselnden Umwandlung in

das Register des Sitzes desjenigen

Rechtsträgers, dessen Gläubiger

sie sind, nach § 19 Absatz 3 UmwG

als bekanntgemacht gilt, ihren Anspruch

nach Grund und Höhe schriftlich

anmelden, Sicherheit zu leisten,

soweit sie nicht Befriedigung verlangen

können. Dieses Recht steht den

Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie

glaubhaft machen, dass durch die

formwechselnden Umwandlung die

Erfüllung ihrer Forderung gefährdet

wird.

26.09.2019 HRB 30192: Grabmale

Lehmann GmbH, Wuppertal, Ehrenhainstraße

18, 42329 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

03.09.2019. Geschäftsanschrift: Ehrenhainstraße

18, 42329 Wuppertal.

Gegenstand: Ein Steinmetzbetrieb.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Lehmann, Heinz-

Günter, Wuppertal, *21.06.1968; Lehmann,

Frank, Wuppertal, *27.11.1969,

jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen. Entstanden

durch Umwandlung im Wege

des Formwechsels der Grabmale Lehmann

OHG, Wuppertal (Amtsgericht

Wuppertal, HRA 24970) nach Maßgabe

des Beschlusses der Gesellschafterversammlung

vom 03.09.2019.

Als nicht eingetragen wird bekannt

gemacht: Den Gläubigern der an der

formwechselnden Umwandlung beteiligten

Rechtsträger ist, wenn sie

binnen sechs Monaten nach dem Tag,

an dem die Eintragung der formwechselnden

Umwandlung in das Register

des Sitzes derjenigen Rechtsträger

deren Gläubiger sie sind, nach § 19

Absatz 3 UmwG als bekanntgemacht

gilt, ihren Anspruch nach Grund und

Höhe schriftlich anmelden, Sicherheit

zu leisten, soweit sie nicht Befriedigung

verlangen können. Dieses

Recht steht den Gläubigern jedoch

nur zu, wenn sie glaubhaft machen,

dass durch die formwechselnden

Umwandlung die Erfüllung ihrer Forderung

gefährdet wird.

26.09.2019 HRA 24985: Wohnbau

GmbH & Co. KG, Remscheid, Hastener

Straße 77, 42855 Remscheid.

(Gegenstand des Unternehmens ist

die Schaffung, der Erwerb und die

Verwaltung eigenen Vermögens,

insbesondere von Grundbesitz und

Gesellschftsbeteiligungen jedweder

Art.). Kommanditgesellschaft. Geschäftsanschrift:

Hastener Straße

77, 42855 Remscheid. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Persönlich haftender Gesellschafter:

Wohnbau-Verwaltungs

GmbH, Remscheid (Amtsgericht

Wuppertal HRB 30042), mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen. Entstanden

durch Umwandlung im Wege des

Formwechsels der Wohnbau-Gesellschaft

mit beschränkter Haftung,

Remscheid (Amtsgericht Wuppertal,

HRB 10984) nach Maßgabe des

Beschlusses der Gesellschafterversammlung

vom 28.08.2019. Als

nicht eingetragen wird bekannt

gemacht: Den Gläubigern der an

der formwechselnden Umwandlung

beteiligten Rechtsträger ist, wenn

sie binnen sechs Monaten nach

dem Tag, an dem die Eintragung der

formwechselnden Umwandlung in

das Register des Sitzes desjenigen

Rechtsträgers, dessen Gläubiger

sie sind, nach § 19 Absatz 3 UmwG

als bekanntgemacht gilt, ihren Anspruch

nach Grund und Höhe schrift-

lich anmelden, Sicherheit zu leisten,

soweit sie nicht Befriedigung verlangen

können. Dieses Recht steht den

Gläubigern jedoch nur zu, wenn sie

glaubhaft machen, dass durch die

formwechselnden Umwandlung die

Erfüllung ihrer Forderung gefährdet

wird.

27.09.2019 HRB 30195: Investal

GmbH, Wuppertal, Pfälzer Steg

3, 42275 Wuppertal. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 08.07.2009,

mehrfach geändert. Die Gesellschafterversammlung

vom 07.03.2018 hat

die Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 Abs. 1 (Firma) und §

1 Abs. 2 (Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Essen (bisher Amtsgericht

Essen HRB 21861) nach Wuppertal

und die Änderung der Firma

beschlossen. Geschäftsanschrift:

Pfälzer Steg 3, 42275 Wuppertal.

Gegenstand: Die Verwaltung eigenen

Vermögens, die Entwicklung

von Immobilienprojekten, deren Anund

Verkauf sowie die Vermietung

und Verpachtung von Immobilien,

die Beratung und Coaching von Unternehmen

sowie Existensgründern.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Nicht

mehr Geschäftsführer: Forst, Dirk,

Essen, *25.04.1959; Güder, Tevfik,

Wuppertal, *01.08.1969. Bestellt

als Geschäftsführer: Zorlu, Yusuf,

Wuppertal, *01.11.1988, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

30.09.2019 HRB 30197: ISG Personalmanagement

Deutschland

GmbH, Solingen, Ketzberger Str.

45, 42653 Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 10.09.2012 mit

Änderung vom 03.02.2016. Die

Gesellschafterversammlung vom

14.08.2019 hat die Änderung des

Gesellschaftsvertrages in § 1 Nr. 2

(Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Köln (bisher Amtsgericht Köln

HRB 88443) nach Solingen beschlossen.

Geschäftsanschrift: Ketzberger

Str. 45, 42653 Solingen. Gegenstand:

Beratung von Unternehmen,

Unternehmern, Geschäftsführern

bzw. Vorständen, Aufsichtsräten

oder ähnlicher Gremien, Fach- und

Führungskräften sowie sonstiger

Personen in den Bereichen Suche

und Auswahl von Personal, Executive

Search, Potenzialanalyse und

Diagnostik, Personal- und Organisationsentwicklung,

Training und Coaching,

Outplacement, Interim Management,

Unternehmensführung

und -nachfolge sowie sonstiger in

diesem Zusammenhang stehender

Dienstleistungen im In- und Ausland.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Magister

Leissinger, Guido, Wien / Österreich,

*25.03.1962, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen:

Petzel, Daniela, Wien/

Österreich, *19.07.1972.

01.10.2019 HRA 24989: PS Immobilien

GmbH & Co. KG, Velbert, Am

Oveskamp 18 A, 42551 Velbert. (Der

Erwerb und die Vermietung von

Immobilien aller Art.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift:

Am Oveskamp 18 A, 42551 Velbert.

Jeder persönlich haftende Gesellschafter

vertritt einzeln. Persönlich

haftender Gesellschafter: PS Beteiligungs-GmbH,

Velbert (Amtsgericht

Wuppertal HRB 29714).

02.10.2019 HRB 30201: Frenklind

& Kristian GmbH, Wuppertal, Neumarktstraße

10, 42103 Wuppertal.

Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag vom

28.06.2019. Geschäftsanschrift:

Neumarktstraße 10, 42103 Wupper-

56 www.bvg-menzel.de


Das Justizministerium des Landes

NRW veröffentlicht unter der Internet-

Adresse www.insolvenzenbekanntmachungen.de

zeitnah aktuelle

Insolvenzverfahren.

tal. Gegenstand: Die Autovermietung,

der Handel und der Im- und Export

mit Kraftfahrzeugen (PKW und

LKW) sowie ferner die Ausübung aller

mit dem vorgenannten Unternehmensgegenstand

im Zusammenhang

stehenden oder dem Zweck des Unternehmens

förderlichen Tätigkeiten.

Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Fili, Nikolin, Wuppertal,

*09.09.1983; Rovinsky, Denisa,

Wuppertal, *29.05.1987, jeweils

einzelvertretungsberechtigt mit der

Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen oder als

Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

02.10.2019 HRB 30200: ACCE Cosmetic

Components Europe Holding

GmbH, Solingen, Solingen. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

11.04.2019 Die Gesellschafterversammlung

vom 02.07.2019 hat die

Änderung des Gesellschaftsvertrages

in § 1 (Sitz) und mit ihr die Sitzverlegung

von Berlin (bisher Amtsgericht

Charlottenburg HRB 205943

B) nach Solingen beschlossen. Geschäftsanschrift:,

Solingen. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur

ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit einem

Prokuristen vertreten. Bestellt

als Geschäftsführer: Wood, David

Andrew, Chagrin Falls / Vereinigte

Staaten, *23.10.1968, mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit

sich im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

04.10.2019 HRB 30204: Predonna

GmbH, Solingen, Becher Straße 51,

42719 Solingen. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 08.08.2019. Geschäftsanschrift:

Becher Straße 51, 42719

Solingen. Gegenstand: Der Importund

Export bzw. An- und Verkauf,

insbesondere von chemischen Produkten.

Stammkapital: 25.000,00

EUR. Allgemeine Vertretungsregelung:

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft

allein. Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer

oder durch einen Geschäftsführer

gemeinsam mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Motamed

Zadeh, Fatemeh, Solingen,

*20.01.1943, einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

07.10.2019 HRA 24992: Zweite Immobilien

Chancen GmbH & Co. KG,

Wuppertal, Zamenhofstr. 12, 42109

Wuppertal. (Die Bewirtschaftung,

die Verwaltung und die Verwertung

eigenen Vermögens, insbesondere

von Immobilienvermögen. Die

Gesellschaft ist jedoch nicht berechtigt,

in irgendeiner Weise gewerblich

tätig zu werden, d.h. sie

Wuppertal

Maschinentransporte

Betriebsumzüge

Hallenmobilkrane 12–60 t

Gabelstaplermietflotte 1–27 t

Gabelstaplerservice

Wuppertal. Gesellschaft mit beschränkter

Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 19.07.2019. Geschäftsanschrift:

Spichernstr. 20, 42103

Wuppertal. Gegenstand: Vermittlung

von Handelsgeschäften sowie

Kontaktbeschaffung. Stammkapital:

1.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch die

Geschäftsführer gemeinsam vertreten.

Geschäftsführer: Czachor,

Agnieszka Katarzyna, Wuppertal,

*11.02.1989, mit der Befugnis im

Namen der Gesellschaft mit sich im

… so bewegt man Maschinen

Tel. 02 02 / 2 70 41-0

Fax 02 02 / 70 85 46

Zum Alten Zollhaus 20–24 · 42281 Wuppertal · www.marcustransport.de

darf keine gewerblichen Einkünfte

erzielen, insbesondere keine Vermögensanlagen

durchführen, die zu

gewerblichen Einkünften führen. Bei

der Verfolgung des Gesellschaftszwecks

dürfen die Grenzen einer

rein vermögensverwaltenden Tätigkeit

nicht überschnitten werden. Die

Gesellschaft kann Geschäfte jeder

Art tätigen, die dem Gesellschaftszweck

unmittelbar oder mittelbar

dienen.). Kommanditgesellschaft.

Geschäftsanschrift: Zamenhofstr.

12, 42109 Wuppertal. Jeder persönlich

haftende Gesellschafter vertritt

einzeln. Jeder persönlich haftende

Gesellschafter ist befugt, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte vorzunehmen.

Persönlich haftender Gesellschafter:

Immobilien Chancen GmbH, Wuppertal

(Amtsgericht Wuppertal HRB

28047), mit der Befugnis -auch für

jeden Geschäftsführer-, im Namen

der Gesellschaft mit sich im eigenen

Namen oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

08.10.2019 HRB 30210: Czachor Cooperation

UG (haftungsbeschränkt),

Wuppertal, Spichernstr. 20, 42103

eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

09.10.2019 HRB 30212: Selders Verwaltungs

GmbH, Haan, Elberfelder

Straße 217, 42781 Haan. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 09.07.2019.

Geschäftsanschrift: Elberfelder

Straße 217, 42781 Haan. Gegenstand:

Die Übernahme der Verwaltung

und Geschäftsführung anderer

Gesellschaften mit oder ohne kapitalmäßige

Beteiligungen an diesen

Gesellschaften, insbesondere die

Beteiligung als persönlich haftende,

geschäftsführende Gesellschafterin

der Selders GmbH & C. KG mit Sitz in

Haan. Stammkapital: 25.000,00 EUR.

Allgemeine Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt, so

vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch

zwei Geschäftsführer oder durch

einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführer: Selders, Helmut,

Haan, *12.01.1959; Selders, Peter,

Haan, *10.07.1984, jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis

im Namen der Gesellschaft mit sich

im eigenen Namen oder als Vertreter

eines Dritten Rechtsgeschäfte

abzuschließen.

09.10.2019 HRB 30213: Scheider

Beteiligungs GmbH, Remscheid,

Trecknase 6-8, 42897 Remscheid.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Gesellschaftsvertrag vom

05.09.2019. Geschäftsanschrift:

Trecknase 6-8, 42897 Remscheid.

Gegenstand: Die Beteiligung an

anderen Unternehmen und Gesellschaften,

insbesondere die Beteiligung

als persönlich haftende

Gesellschafterin an der Kommanditgesellschaft

unter der Firma

Scheider GmbH & Co. KG mit dem

Sitz in Remscheid, und die Führung

der Geschäfte dieser Gesellschaft.

Stammkapital: 25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist

nur ein Geschäftsführer bestellt,

so vertritt er die Gesellschaft allein.

Sind mehrere Geschäftsführer

bestellt, so wird die Gesellschaft

durch zwei Geschäftsführer oder

durch einen Geschäftsführer gemeinsam

mit einem Prokuristen

vertreten. Geschäftsführer: Rosenberg,

Dirk, Dortmund, *23.08.1968,

einzelvertretungsberechtigt mit

der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

09.10.2019 HRB 30216: MOVADO

Holding GmbH, Haan, Rotdornweg

3, 42781 Haan. Gesellschaft

mit beschränkter Haftung. Gesellschaftsvertrag

vom 28.08.2019.

Geschäftsanschrift: Rotdornweg

3, 42781 Haan. Gegenstand: Die

Beteiligung an und die Übernahme

der Geschäftsführung in anderen

Unternehmen sowie deren Verwaltung,

die (Management-)Beratung,

die Übernahme von Dienstleistungen

auch für fremde Dritte

und alle Tätigkeiten, die diesem

Gesellschaftszweck dienen, und

die Personalvermittlung. Stammkapital:

25.000,00 EUR. Allgemeine

Vertretungsregelung: Ist nur ein

Geschäftsführer bestellt, so vertritt

er die Gesellschaft allein. Sind

mehrere Geschäftsführer bestellt,

so wird die Gesellschaft durch zwei

Geschäftsführer oder durch einen

Geschäftsführer gemeinsam mit

einem Prokuristen vertreten. Geschäftsführer:

Dillenberger, Dirk,

Bochum, *14.04.1954; Fuest, Bernhard

Josef, Ennepetal, *04.11.1959,

jeweils einzelvertretungsberechtigt

mit der Befugnis im Namen der Gesellschaft

mit sich im eigenen Namen

oder als Vertreter eines Dritten

Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Einzelprokura: Geritzen, Thomas,

Haan, *05.01.1976.

der Bergische Unternehmer 10|19 57


VORSCHAU

Im November 2019

Foto: Sandra Sieber Foto: Shutterstock

Titel: Das Büro der Zukunft

Das richtige Umfeld für Innovation

Das Recht auf Ihrer Seite:

Grenzüberschreitend Recht bekommen

Unter uns:

Erfolgreich bergisch

Für Sie unterwegs:

Kilimandscharo - zu Fuss auf den „Thron der Götter“

IMPRESSUM

Herausgeber und Eigentümer:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Simonsstraße 80

42117 Wuppertal

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail info@bvg-menzel.de

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Net www.bvg-menzel.de

Net www.der-bergische-unternehmer.de

Verlag und Anzeigenverwaltung:

Bergische Verlagsgesellschaft

Menzel GmbH & Co. KG

Katja Weinheimer

Fon 0202 70538874

Fax 0202 450086

Mail katja.weinheimer@bvg-menzel.de

Mail info@bvg-menzel.de

Redaktion:

Stefanie Bona (verantwortlich)

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail redaktion@bvg-menzel.de

Marketing, Konzeption/Layout:

Eduardo Rahmani

Fon 0202 70538894

Fax 0202 450086

Mail eduardo.rahmani@bvg-menzel.de

Anzeigenleitung:

Manfred Lindner

Fon 0202 451654

Fax 0202 450086

Mail anzeigen@bvg-menzel.de

Preisliste Nr. 01, ab 1. Januar 2017

Druck: L.N. Schaffrath GmbH & Co. KG

Druckmedien, Geldern

Der Inhalt dieses Magazins wurde sorgfältig erarbeitet.

Herausgeber, Redaktion, Autoren und Verlag

übernehmen dennoch keine Haftung für Druckfehler.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte und

Fotos wird keine Gewähr übernommen. Nachdruck

– auch auszugsweise – nur mit Quellenangabe

gestattet. Mit Namen oder Initialen gezeichnete

Beiträge geben die Meinung des Verfassers, aber

nicht unbedingt die des Verlags wieder. Bezugspreis

im Jahresabonnement beträgt 25.00 E.

Fokus: Full-service für den Mittelstand

Leasing - Finanzierung - Factoring

58 www.bvg-menzel.de


Neues Design für Ihr Büro

Büromöbel für Wuppertal, Solingen, Remscheid und

das ganze Bergische Land

Wir nehmen uns gerne Zeit, Sie persönlich

und individuell zu beraten.

Termine bitte nach Vereinbarung

SEIT 12 JAHREN IHRE HUNDETAGESSTÄTTE

www.huta-ratingen.de

fon 02102.94 24 944

direkt am Breitscheider Kreuz

n

0202 279 1841

www.workandrelax.de

Hol- und

Bringservice

thoelen

h ä r t e t e c h n i k

Tel. 0202 - 61 28 274

Fax 0202 - 61 28 275

www.thoelen-haertetechnik.de

ISO 9001

Qualitätsmanagement

Beratung-Schulung-Zertifizierung

Ingenieur Büro Gatermann

QM - Beratungs GmbH & Co KG

www.ing-buero-gatermann.de

tel. 02058 9142 86

MALSCHULE ARTISTICA

Kursleiter: G. Medagli

www.medagli.de

Mobil 015788159041

Vohwinkeler Str. 154

42329 Wuppertal

Kurse für Acryl- und Ölmalerei, Aquarell,

Pastelle, Tempera & Gouache. Zeichnen

und malen wie die alten Meister.

Abstrakte und informelle Malerei. Kurse

für Anfänger und Fortgeschrittene.

WERBEN HILFT VERKAUFEN!

Probieren Sie es an dieser Stelle einmal aus. Weitere Infos erhalten Sie bei uns:

Tel.: 0202/45 16 54 · info@bvg-menzel.de · www.bvg-menzel.de

BERGISCHE VERLAGSGESELLSCHAFT

MENZEL GMBH & CO. KG

Format: 59 x 30 mm incl. 4c

3 Anzeigen für 238,- Euro*

6 Anzeigen für 425,- Euro*

12 Anzeigen für 750,- Euro*

*die genannten Preise sind Nettopreise


Make it yours !

USM pflegt die wohlüberlegte Reduktion: klassisches

Design, klare Formen, unaufdringliche Eleganz.

Showroom Wuppertal Eröffnung 2018

Uellendahlerstraße 447, 42109 Wuppertal

Telefon +49 202-519876-70

info@lechner-hayn.de, www.die-bueroeinrichter.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine