2019-10-13 Bayreuther Sonntagszeitung

inbayreuth

Bayreuth. Die neue Ausgabe der Bayreuther Sonntagszeitung schon jetzt als E-Paper lesen. Diese Woche u. a. mit vielen Themen: neue Kandidaten zur OB Wahl 2020, Exklusiv-Interview nach seiner Vertragsverlängerung mit Oldschdod-Coach Timo Rost, Body-Cams für die Bayreuther Polizei, einem Spezial zum Thema "Heiraten & Frisuren", sowie den neuesten Verbraucherinformationen in und um Bayreuth.

Bayreuther Sonntagszeitung

Aktuell 13. Oktober 2019 5

Eine neue Rubrik, ein neuer Service

Abonnementskonzerte der Kulturfreunde Bayreuth e.V. –nachbetrachtet von Gordian Beck

BAYREUTH. Mit dieser Ausgabe

haben wir, das Redaktionsteam

der Sonntagszeitung,

den Wunsch unserer

Leser aufgegriffen, Konzertkritiken

zu veröffentlichen.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft

der Kulturfreunde

Bayreuth e.V. bieten wir ab sofort

interessanten Lesestoff, in

dem wir deren Abonnementskonzerte

nachbetrachten.

Unser Rezensent, Gordian

Beck, schreibt anschaulich

über Veranstaltungen und beurteilt

Konzerte fair und kompetent.

Dabei werden Sachlichkeit,

Genauigkeit, Anschaulichkeit

und Witz nicht fehlen. Gordian

Beck ist ein erfahrener Rezensent

mit Gespür für das Wesentliche.

Die Kulturfreunde geben

der Stadt ein kulturelles Profil,

das kontinuierlich geschärft,

und durch innovative Kräfte

und Ideen ständig neu belebt

wird.

Vielseitigkeit und höchste

Qualität hatten und haben bei

der Auswahl der Künstler und

Ensembles oberste Priorität.

Seit 63 Jahren sehen die Kulturfreunde

ihre Aufgabe darin,

ein florierendes Konzert- und

Musikleben in Bayreuth zu garantieren

und mit einem facettenreichen

Programm, bestehend

aus Sinfoniekonzerten,

Kammermusik, Duo- und Solo-

Abenden sowie Kinderkonzerten

ein breitgefächertes Publikum

zu begeistern.

Nächstes Abonnementkonzert

ist am Mittwoch, 23.

Oktober, um20Uhr im Markgräflichen

Opernhaus. Zu Gast

ist das Orchester „Gli Incogniti“

aus Frankreich unter Leitung

von Amandine Beyer (Violine)

und mit Kristian Bezuidenhout

(Fortepiano).

gmu

Zwei Welten, eine Musik: Mit dem Ensemble Musica Alta Ripa auf Stippvisite im Orient

BAYREUTH. Die ersten Töne

des Abends gehörten dem

Bouzouk, einer langhalsigen

Bundlaute, die in der orientalischen

Musik fest verwurzelt

ist.

Ein deutsches Wiegenlied aus

dem frühen 17. Jahrhundert auf

diesem Instrument zu hören,

war im ersten Moment befremdlich.Und

dochauch wiederkonsequent.

Schließlich wollte dieses

Konzert eine Brücke schlagen

zwischen der Musik des

Okzidents und des Orients, Verbindungen

aufzeigen und eben

nicht nur Musik gegen Musik

stellen. Und so tauchte man

denn gleich tief ein in den orientalischen

Klangkosmos mit seinen

charakteristischen Vierteltönen

und der speziellen Art des

Vortrags, die dem Musikereinen

ungleich größeren Freiraum zur

individuellen Gestaltung ge-

Künstlerisch hohes Niveau und attraktives Repertoire: Das Ensemble von Musica Alta Ripa.

währt, als dasinder abendländischen

Musik derFallist.

Die Art und Weise, wie der

syrische Musiker und Bouzoukspieler

Mevan Younes die

schlichte Melodie von „Schlaf,

Kindlein, schlaf“ mit den tragenden

Elementen orientalischer

Musik verwob, stellte somit en

miniature bereits das Konzept

für das gesamte Konzert vor.

Wobei der eigentliche Reiz

dieses Konzertabends darin bestand,

dass im Verlauf desselben

die sich zunächst gegenüberstehenden

Klangwelten

des Okzidents, beziehungsweise

Orients, immer weiter aufeinander

zu bewegten, um schließlich

am Ende ineinander aufzugehen.

Was auch daran lag,

dass man seitens der Künstler

Foto: Christian Wyrwa

auf der Bühne quasi auf musikalische

Entdeckungsreise geschickt

wurde, was einem wiederum

diverse Aha-Erlebnisse

bescherte – wie etwa die Erkenntnis,

dass die in der europäischen

Barockmusik überaus

populären und daher gerne verwendeten

Ostinatofiguren auch

in der orientalischen Musik von

grundlegender Relevanz sind.

Oder dass das tiefe Register,an

diesem Abend bestehend aus

Kontrabass, Barockcello und

Cembalo, beziehungsweise

Truhenorgel, in den beiden auf

den ersten Blick doch so unterschiedlich

anmutenden Musikwelten

die gleiche Funktion hat:

Nämlich vornehmlich Vortrieb

zu erzeugen.

Nun hätte sich aus der einfachen,

schablonenhaften Konzeption

nebst seiner Programmatik,

die den Begriff „Mutter“

zum verbindenden wie zentralen

Element erhob, ebenso

leicht ein schnell erschöpfendes

und damit lähmend langes

Konzert entwickeln können,

doch dem standen zum Glück

mit der Musica Alta Ripa sowie

den beiden Sopranistinnen Núria

Rial und Dima Orsho exzellente

Musiker entgegen. Denn

die verstanden es, auch der leider

viel zu oft in das Korsett der

reinen Virtuosität gepressten

Barockmusik mit Inspiration

und Zwischentönen zu begegnen

und sich deshalb eben

nicht in den sattsam bekannten

Standards zu erschöpfen.

Mit den Werken Dima

Orshos – speziell dem zum

Schluss dargebotenen Zyklus

„Ishtar: The greater Mother“ –

hatte man es da als Zuhörer ein

gutes Stück leichter. Die Energie,

die hier über die Rampe im

Markgräflichen Opernhaus in

den bestens besetzten Zuschauerraum

transportiert wurde, war

schlichtweg mitreißend. Kein

Wunder,dass sich das Publikum

bei den Künstlern mit stürmischem

Applaus bedankte.

Gordian Beck

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