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ruhrgesicht

Jahrgang 14 | Ausgabe Nr. 2 | 2019

www.essenz-magazin.de

Tanzpreis 2019

Interview mit Michael Imberg

Kulturmarken Award auf Zollverein

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III. Hagen 37

45127 Essen


REVIER-GESICHTER

EDITORIAL

Blickpunkte an Rhein und Ruhr

Die Gerald Asamoah Stiftung eröffnet die 2. Defi-Säule in

Düsseldorf Oberbilk (Lorettostrasse/ Ecke Düsselstrasse).

Abschluss der Modernisierungsphase der Messe Essen.

Symbolische Schlüsselübergabe: v.l.n.r. Oliver P. Kuhrt,

Geschäftsführer der Messe Essen; Thomas Kufen, Oberbürgermeister

der Stadt und Dr. Matthias Jacob, Geschäftsführung

Generalunternehmer Implenia Hochbau.

Liebe essenz-Leser,

es ist vollbracht – die neue Herbstausgabe des essenz Magazins liegt auf dem Tisch.

Wir bieten Ihnen wieder wie gewohnt ein buntes Spektrum an informativen Themen aus

dem Kultur-, Bildungs- und Wirtschaftsbereich.

Titelthema ist wie auch im vergangenen Jahr um diese Zeit die große Tanzgala, welche

traditionell im Aalto Theater stattfindet.

Interviewt haben wir im 100jährigen Jubiläumsjahr der Volkshochschulen den Direktor

der Essener Einrichtung, Michael Imberg.

Vom 7. bis zum 8. November findet erstmalig auf dem UNESCO Welterbe Zollverein

der 11. KulturInvest!-Kongress mit spannenden Themen aus der Kulturwirtschaft statt.

v. l. n. r.: Philipp Erbers, Geschäftsführer Ruhr City

GmbH, Schwimmer Christian Keller, OB Thomas

Kufen, IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel, IHK-

Ehrenpräsident Dirk Grünewald, OB Daniel Schranz,

IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Gerald Püchel, OB Ulrich

Scholten, Stefan Settelmeier, Olympiabeauftragter der

Stadt Essen.

Foto: FOTOMIRO

Eröffnung der Kunstausstellung „Europawerk“ von Bernd Schwarzer im FDP-Foyer

im Landtag NRW.

Für sein Lebenswerk wird der Mitbegründer und Initiator des essenz Magazins Professor

Dr. Oliver Scheytt beim 14. Kulturmarken Award für sein Lebenswerk auf Zollverein

ausgezeichnet.

Über den Tellerrand gesehen fand in Düsseldorf im Maritim Hotel die

25. Preisverleihung für NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland, Niedersachsen/Bremen und

Schleswig-Holstein/Hamburg „Der Große Preis des Mittelstands 2019“, initiiert

von der Oskar-Patzelt-Stiftung statt.

Start Up wird auch in Essen positiv angenommen, somit berichten wir über die

Stadtteilfabrik, ein kreatives Unternehmen in der Essener Nordstadt, welches Möbel aus

Recyclingmaterial herstellt.

An dieser Stelle sei Ihnen eine schöne Vorweihnachtszeit mit vielen besinnlichen

Momenten gegönnt!

Delegation aus Changzhou: Bürgerinnen und Bürger sowie Journalisten

zu Gast bei Oberbürgermeister Kufen.

Feierlicher Empfang des DFK- Verband für Fach- und

Führungskräfte im Bergbaumuseum Bochum anlässlich 100 Jahre

Geschichte des Bergbaus bzw. des Ruhrgebietes.

Ihre Redaktion

essenz magazin Rhein-Ruhr

2


AUFGEBLÄTTERT

INTERVIEW

05 08 13

14

17

02 REVIER-GESICHTER

Blickpunkte an Rhein und Ruhr

03 EDITORIAL

05 INTERVIEW

Michael Imberg,

Direktor der VHS Essen

08 TITEL

Ein Wochenende voller Eleganz, Energie

und Engagement

10 100 Jahre VHS

Aufbrüche – 100 Jahre VHS

12 BILDUNG

Essener Wissenschaftssommer

13 ÜBERREGIONALES

10 Jahre Bloom Award by Warsteiner

Nachwuchskünstler-Wettbewerb

14 KULTUR

14. Europäischer Kulturmarken Award 2019 auf Zollverein

15 WIRTSCHAFT

Startschuss für die Stadtteilfabrik in der Essener CityNord

16 WIRTSCHAFT

Die Auszeichnungsgala der Oskar-Patzelt-Stiftung

im Rahmen des 25. Jubiläums-Wettbewerbs

17 WIRTSCHAFT

Die Deutsche Bank ist ein verlässlicher Partner und

zeigt gesellschafltich Flagge

18 KOMPAKT

Mintorps Land Hotel in Essen feierte Eröffnung

des Pavillons PIPAPO

Verdienstmedaille an Ulrich Meier

IMPRESSUM

Herausgeber

Kommunikation| Medien|Design

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Kopstadtplatz 24/25

45127 Essen

Telefon 02 01-8 57 89 9-13

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www.essenz-magazin.de

V.i.S.d.P.

Dirk Schäfer

Redaktion

Günther Slawik

Dirk Schäfer

Semir Behnan

Titelbild

ImWald, Bayerisches Junior

Ballett München

©WilfriedHösl

Fotoredaktion

Dirk Schäfer

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Es gilt die Mediadatenliste 18

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Lektorat

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Medien-Partner

Das Essenz Magazin

ist in 2019 Partner der

VHS Essen und des

Schaustellerverbandes

Essen/Ruhrgebiet e.V.

Verteiler

Es wird in Essener

Wirtschafts-, Kultur- &

Bildungseinrichtungen

ausgelegt: Stadtverteiler/Eigenvertrieb.

Artikel und Berichte von Gastautoren geben nicht unbedingt immer die Meinung der

Redaktion wieder. Bei Abdruck aller eingereichten Anzeigen kann es druckbedingt zu Farbschwankungen

kommen, auf die wir keinen Einfluss haben. Alle Beiträge und Bilder unterliegen

dem Urheberrecht und müssen bei Fremdnutzung durch uns freigegeben werden.

Sämtliche Beiträge und Bilder wurden durch die jeweiligen Urheber zur Verföffentlichung

in der Print-Ausgabe und unserem digtalen Blätterkatalog freigegeben.

Hier bildet sich die Stadtgesellschaft

essenz-Interview

Michael Imberg, Direktor der VHS Essen:

In dieser Ausgabe von essenz haben wir anlässlich des 100ten

Geburtstages der VHS Essen ein Interview mit Michael Imberg, dem

Direktor der hiesigen Institution, geführt. Michael Imberg leitet die

Volkshochschule Essen seit Januar 2015.

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5


INTERVIEW

essenz: Herr Imberg, 2019 wurde die VHS Essen 100 Jahre alt. Welche

Besonderheiten gab es bereits in diesem Jahr?

Michael Imberg: Gar nicht alltäglich war unsere wunderbare Eröffnung, die wir im Februar

mit über 1.200 Besuchern in der Lichtburg feiern durften. Ebenso außergewöhnlich ist die

Tatsache, dass die ganze Stadt mit uns zusammen feiert. Fast alle städtischen und viele freie

Kultureinrichtungen, die Museen, Kirchen und der Historische Verein haben sich von „100

Jahre VHS“ inspirieren lassen und ein vielfältiges Programm zum Thema „Aufbrüche“ auf die

Beine gestellt. Der historische Kontext der Weimarer Republik wurde beleuchtet, Architektur,

Kunst, Design, Theater, Musik, Varieté geboten. Selbst die Goldene Madonna ist mit von der

Partie. Besonders danken wir dem Historischen Verein für Stadt und Stift Essen e. V., der uns

geholfen hat, dies alles zu koordinieren...

Michael Imberg: Sich zu bilden ist eine Pflichtaufgabe. Aber jenseits von Schule und

Ausbildung wird in der Regel niemand genötigt, Bildungsangebote wahrzunehmen. So ist

die VHS immer nur ein Angebot, ein Angebot, das so verlockend, einladend und faszinierend

sein muss, dass es möglichst viele Nutzer findet. Das wünschen wir uns.

essenz: Was gefällt Ihnen an der VHS besonders und was könnte besser laufen?

Michael Imberg: Die Mitarbeitenden, die vielen Nebenamtlichen und natürlich unsere

engagierten Kursleitenden, die tagein und tagaus unsere Kursangebote verbessern, voller

Idealismus und Enthusiasmus andere staunend und besser machen und dabei von sich

selber lediglich behaupten, sie tun nur ihren Job. Kurz: Wir sind Möglichmacher. Und wir

geben uns nie zufrieden.

essenz: ...und was erwartet uns zur Semestereröffnung im Herbst?

Michael Imberg: Das Jubiläum begleitet uns auch ins Herbstsemester. Verbunden mit dem

Slogan „Aufbrüche … los geht’s!“ wird zur Semestereröffnung am 20. September die Alphabetisierung

im Mittelpunkt stehen. Allein in Essen leben mindestens 30.000 Menschen, die

Probleme mit der Schriftsprache haben. Wir wollen dazu beitragen, das Thema von seinem

Stigma zu befreien und den Betroffenen ihre Selbstachtung zurückzugeben. Die Ausstellung

„Das Leben ist mehr als …“ wird hier ein deutliches Zeichen setzen. Lassen Sie sich überraschen.

essenz: Welchen Stellenwert hat die Volkshochschule heute in unserer Gesellschaft

gegenüber früher?

Michael Imberg: Die VHS ist der Ort, an dem sich Stadtgesellschaft bildet. Zum Beispiel

werden wir gefragt, was Digitalisierung ist und wie sie unser aller Alltag verändern

wird. Zu uns kommen die Menschen und holen sich Orientierung in philosophischen

und politischen Fragestellungen. In Fragen der sprachlichen Integration sind wir erster

Ansprech- und Kooperationspartner. Wenn es die Volkshochschulen nicht schon geben

würde, man müsste sie erfinden.

essenz: Können Sie uns bitte noch etwas zu der Historie und Entstehungsgeschichte der VHS

Essen sagen. Was ist hier besonders hervorzuheben?

essenz: Danke, Herr Imberg, für das geführte Interview mit essenz.

Alle Fotos: VHS

Michael Imberg: Auch nach 100 Jahren steckt immer noch viel Aktualität in der Weimarer

Reichsverfassung. Dort heißt es: „In allen Schulen ist sittliche Bildung, staatsbürgerliche Gesinnung,

persönliche und berufliche Tüchtigkeit … im Geiste der Völkerversöhnung zu erstreben.“

Und: „Das Empfinden Andersdenkender ist nicht zu verletzten.“ Gerade jetzt müssen

Sätze wie diese in Stein gemeißelt werden!

So erinnern wir uns heute an die mutigen Menschen, die 1919 den Volkshochschulgedanken

mit entwickelten, etwa an Dore und Arthur Jacobs, deren Biografien mit der Geschichte der

Essener VHS eng verbunden sind. Oder an den damaligen Oberbürgermeister und späteren

Reichskanzler Hans Luther, der schon vor der Verabschiedung der Weimarer Reichsverfassung

den Auftrag gab, die Essener VHS zu gründen. Bis heute gehört die VHS zu den tragenden

Eckpfeilern der Erwachsenenbildung und trägt dazu bei, in vielen Bereichen, nicht nur in

der Politik, Aufklärungsarbeit zu betreiben.

essenz: Ihr Credo zur VHS ist ja „ … für jeden eine Chance, der sie nutzen will.“

Das haben Sie mal gesagt. Was meinen Sie damit genau?

Der Direktor der VHS-Essen,

Michael Imberg, freut sich über

das neue Herbstprogramm im Jubiläumsjahr

der Volkshochschulen.

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TITEL

Ein Wochenende voller

Eleganz, Energie und Engagement

Der Deutsche Tanzpreis zeigt hochkarätiges Ballett und zeitgenössischen Tanz. Und diskutiert mit Bürger*innen und

Künstler*innen, wie Tanz die Gesellschaft bewegt. Wo kann man an einem Abend die ganze Vielfalt des Tanzes erleben?

Wo begegnen sich klassischer Tanz, modernes Tanztheater und experimenteller, zeitgenössischer Tanz? Bei der Tanz-Gala des

Deutschen Tanzpreises in Essen!

Am 19. Oktober gestalten Ballett- und Tanztheaterensembles

aus ganz Deutschland mit über 70 Künstler*innen eine einmalige

Tanz-Gala. Denn im wunderbaren Theaterbau von Alvar

Aalto wird die Preisverleihung vor allem als künstlerisches

Ereignis, als Tanz-Gala mit internationalen Gästen gefeiert.

Allen voran das Staatsballett Berlin, welches erst jüngst

als „Ballett des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Zu Gast sind das

Ballett am Rhein Düsseldorf-Duisburg, das Bayerische Junior

Ballett München und Isabelle Schad mit ihrer Kompanie, in

ganz Deutschland viel beachtet für ihre neuen Tanzkreationen.

Inspiriert ist der Abend von der künstlerischen Leistung des

diesjährigen Preisträgers, des Tanzfotografen Gert Weigelt.

Gert Weigelt hat als Tänzer mit den bedeutendsten Choreografinnen

und Choreografen seiner Zeit gearbeitet und verbindet

nun seit vielen Jahren mit der Kamera die Kunst des Tanzes mit

der medialen Welt, setzen die Choreografien von Pina Bausch,

Hans van Manen, Martin Schläpfer oder William Forsythe ins

Bild.

Der Deutsche Tanzpreis ehrt auch zwei Künstler*innen,

die ganz aktuelle Akzente für den Tanz gesetzt haben: Isabelle

Schad, die mit neuen Bewegungsformen ihr Publikum inspiriert,

und Jo Parkes, die mit Tanz Menschen ganz unterschiedlicher

Herkunft zusammenbringt. Bei ihr geht es nicht um die

Kunst für die große Bühne, sondern um das Erleben des Tanzes,

um Offenheit, Selbstbewusstsein und ein schöpferisches Miteinander.

Um diese künstlerische Arbeit zu erleben und zu feiern

wird es an diesem Wochenende in Essen nicht nur die Tanz-

Gala und Preisverleihung, sondern auch einen festlichen Vorabend

mit Ehrungen und einer Aufführung auf PACT Zollverein

geben. Und eine öffentliche Tagung bringt Künstler*innen

und Publikum zusammen mit der Frage: Was kann Tanz für die

Gesellschaft leisten?

COLLECTIVE JUMPS / COLLECTIVE JUMPS (EXCERPTS) Projekt von

Isabelle Schad und Laurent Goldring

Mit dieser Frage eröffnen wir auch den Abend im Aalto-

Theater. Ein „Prolog im Foyer“ gibt dem Publikum die Möglichkeit,

mehr von den Arbeiten der Künstler und Künstlerinnen

zu erfahren, mit zahlreichen Videos und im Gespräch

mit Jo Parkes Eindrücke von jenen künstlerischen Arbeiten

aufzunehmen, welche nicht durch die Kunst, sondern durch die

Persönlichkeit der Mitwirkenden geprägt sind. Menschen aus

dem Alltag, vertraut oder fremd, jung oder alt, arm oder reich,

in Deutschland geboren oder zu uns gekommen.

Und dann öffnet sich der Vorhang zur Tanz-Gala und eine

junge Kompanie, das Bayerische Junior Ballett München eröffnet:

In ihrem Stück „Im Wald“ verbindet sich die Energie der

Natur mit einer Dynamik der Musik, entsteht aus Unbewusstem,

Körperlichen ein kraftvoller Tanz in wundervollen Klangräumen.

Einen Edelstein im wörtlichen Sinne präsentiert das Staatsballett

Berlin mit „Rubies“, einem Ballett von George Balanchine

zu Musik von Igor Strawinsky. Es tanzen Solist*innen

Foto: Laurent Goldring

Foto Ursula Kaufmann

und Corps de Ballet des Staatsballetts Berlin, begleitet – auch

dies einmalig für den Deutschen Tanzpreis – von den Essener

Philharmonikern. Vital und athletisch, voller Energie und augenzwinkernder

Lebensfreude ist dies eine buchstäblich brillante

Tanzkomposition. Virtuos spielt Balanchine mit dem

Können der Tänzer, dem Flair der Ballerina, mit Struktur und

Stimmung der Musik. Understatement und Eleganz sind die

Markenzeichen dieses Stücks.

Aber das Staatsballett kann nicht nur Klassik, seinen Ruf

als „Ballett des Jahres“ hat es sich auch durch starke, moderne

Stücke erworben. Seit Jahren machen israelische Choreografen

international auf sich aufmerksam, mit radikalem, mitreißendem

Tanztheater. Mit „Half Life“ kommt auf die Essener

Bühne ein Stück von Eyal Sharon und Gai Behar. Eindeutig

von der legendären Batsheva Dance Company geprägt, fordern

ihre Kreationen die Körperlichkeit der Tänzerinnen und Tänzer

heraus, führen sie zu einem kraftvollen, individuellen Ausdruck.

Die Sogwirkung dieser Arbeit ergibt sich auch aus der Soundkomposition,

die während der Proben extra für diese Arbeit

entstanden.

Auch ein Stück von Pina Bausch wird an diesem Abend zu

sehen sein, berührend und liebevoll, getragen von einer besonderen

Persönlichkeit: Lutz Förster, dem Star des Wuppertaler

Tanztheaters.

Den DEUTSCHEN TANZPREIS erhält dieses Jahr der Fotograf Gert

Weigelt. Eine Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen

im zeitgenössischen Tanz erhält Isabelle Schad (links). Eine Ehrung für

herausragende künstlerische Entwicklungen in sozialen und partizipativen

Projekten des Tanzes erhält Jo Parkes (rechts).

Mit „Ramifications“ erweist das Ballett am Rhein Düsseldorf

Duisburg seine Referenz an den Preisträger. Zu György

Ligetis gleichnamigem Orchesterwerk lässt der Choreograf die

Tänzerin eine Architektur der Linien und Kurven erschaffen,

kreiert imaginäre Räume. Ihr Körper wächst weit über seine

eigentliche Größe hinaus, wirkt gestreckt, wie verlängert – und

dann auch wieder ganz klein, in Sehnsucht losgelöst von dieser

Welt.

„Collective Jumps“ von Isabelle Schad und Laurent Goldring

setzt zum Ballett einen Kontrapunkt. Mit 16 Tänzerinnen

und Tänzern begibt sich die zeitgenössische Performance auf

die Suche nach gemeinsamer Form und Freiheit des Einzelnen.

Ob der Betrachter hierin eine Form kulturellen Widerstands

oder eine monströse Vision oder eine Utopie der Gemeinschaft

sieht, wird ihm oder ihr ganz selbst überlassen. Die Faszination

dieser Arbeit ergibt sich aus ihrer besonderen Konzentration

und Stille. Daher freuen wir uns, dass „Collective Jumps“

nicht nur mit einem Auszug im Rahmen der Tanz-Gala gezeigt

wird, sondern auch in voller Länge, bereits am 18. Oktober auf

PACT Zollverein zu sehen sein wird.

Ein Wochenende, um den Tanz zu feiern und um die vielen

positiven Momente zu erleben, die Tanz in die Gesellschaft

einbringt. Alle, die erfahren wollen, wie Tanz bildet, Kreativität

weckt und die Gesellschaft verbinden kann – oder selbst

etwas zum Thema beitragen möchten – sind herzlich eingeladen

zur öffentlichen Tagung „POSITIONEN: TANZ“ am

Freitag, 18. Oktober 2019, und Samstag, 19. Oktober 2019, auf

PACT Zollverein. Insbesondere wird am Samstag das Thema

„Tanz in der Gesellschaft?!“ diskutiert – mit einem vielfältigen

Erfahrungsaustausch, mit Diskussionen zu partizipativen Projekten,

kulturellen Angeboten und zum gesellschaftlichen Engagement

von Tanzschaffenden. Und damit es nicht nur beim

Reden bleibt, wollen wir gemeinsam mit der Norbert Lammert

Stiftung auch Projekte unterstützen, die in besonderer Weise

für Kinder und Jugendliche den Zugang zum Tanz, das Erleben

von Tanz ermöglichen. Auch dazu erfährt man mehr im

Rahmen dieser Tagung.

Das Tanz-Wochenende in Essen wäre nicht möglich ohne die

Förderung durch die Stadt Essen und das Land Nordrhein-

Westfalen. Wir danken sehr herzlich den Essener Bürgerinnen

und Bürgern, die uns unterstützen, insbesondere Christian

und Sunhild Sutter und Marianne Kaimer. Wir danken unseren

Sponsoren Juwelier PLETZSCH und Harlequin Floors

Deutschland.

Michael Freundt

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100 JAHRE VHS

Meike Altenkamp und Daniel

Gasenzer - Das Leben ist mehr als ....

6,2 Millionen deutschsprachige Erwachsene können gar nicht

oder nur wenig lesen und schreiben. Sie scheitern an der Schriftsprache,

haben aber trotzdem individuelle Interessen, Fähigkeiten

und Leidenschaften. Die Foto-Wanderausstellung von

Meike Altenkamp und Daniel Gasenzer widmet sich der Frage,

was den Menschen sowohl mit als auch ohne Problemen mit

der Schriftsprache wichtig in ihrem Leben ist. Die Ausstellung

entstand in Kooperation der Volkshochschulen Bielefeld, Essen

und Wuppertal/Solingen. Die Austellung läuft noch bis zum

10. November 2019 in den Foyers der 3. und 4. Etage in der

VHS.

Chronik der VHS Essen - Teil 1

Aufbrüche –100 Jahre VHS

Foto: Sascha Kreklau

Das VHS-Herbst Programm ist da

Das komplette Programm Herbst/Winter 2019/2020

der VHS Essen als PDF-Datei:

www.vhs-essen.de/pdf/vhs-essen192.pdf.

Das Leitungsteam der VHS Essen hält das aktuelle Herbstprogramm

2019 in den Händen: v.l.n.r. Michael Imberg (Direktor VHS Essen),

Heike Reintanz (stellvertretende Direktorin, VHS Essen), und Stephan

Rinke (Leitungsteam/Stabstelle Digitalisierung, VHS Essen).

Aktuelle Ausstellung in der neuen

Galerie der VHS Essen: Anne Berlit

-“Fragiles Gleichgewicht“

Ariane Hackstein bei ihrer Eröffnungsrede zu der Austellung in der

„Neuen Galerie der VHS“ von Anne Berlit-„Fragiles Gleichgewicht“.

Foto: Sandra Jendrzej

„Fragiles Gleichgewicht“ heißt die titelgebende Bodeninstallation

von Anne Berlit. 64 mit feinen Farbnuancen bemalte Glasscheiben

erheben sich senkrecht vom Boden und generieren je

nach Perspektive und Lichteinfall ein facettenreiches Farbspiel.

Vielfalt, Veränderlichkeit und Offenheit sind Thema der zwischen

Malerei und Plastik changierenden ausgestellten Werke.

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober während der

Öffnungszeiten der VHS zu sehen.

Quelle: VHS Essen

Unterstützt von:

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BILDUNG

Essener Wissenschaftssommer

Daten sind das neue Koks – Wie Künstliche

Intelligenz Unternehmen anfeuert

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, aber trotzdem für viele

noch ein Mysterium. Deshalb hat der diesjährige Essener Wissenschaftssommer

Künstliche Intelligenz als Fokusthema der

vierwöchigen Veranstaltungsreihe gewählt. Außergewöhnliche

Veranstaltungsangebote wie ein ‚Science Slam‘ oder ‚CineScience

– Wissenschaft trifft Film‘ eröffneten spannende Einblicke in die

kulturelle Wahrnehmung Künstlicher Intelligenz.

Anfang Juli zeigte das Softwareunternehmen neusta software development

west, wie Unternehmen Künstliche Intelligenz für nachhaltigen

Unternehmenserfolg einsetzen können.

Fotos © Warsteiner / Sebastian Drüen

ÜBERREGIONALES

10 Jahre Blooom Award by Warsteiner

Nachwuchskünstler-Wettbewerb

Der größte offene, internationale Kunstpreis Deutschlands feiert sein 10-jähriges Jubiläum mit insgesamt

mehr als 14.000 Einreichungen. Zum Jubiläum kehrt auch Joko Winterscheidt als Jurymitglied

zurück.

Der Blooom Award by Warsteiner feiert 2019 sein 10-jähriges

Bestehen. In diesen zehn Jahren blicken wir auf mehr als

14.000 Einreichungen aus 100 verschiedenen Ländern zurück.

Seit 2010 verhilft der von der Warsteiner Brauerei ins Leben

gerufene Preis jungen Künstlern zu internationaler Aufmerksamkeit

und dient ihnen als Sprungbrett in den Kunstmarkt.

Zahlreiche Finalisten des Blooom Award haben sich bereits

einen Namen in der Kunstszene gemacht, so beispielsweise Igor

Simic, Blooom Award Gewinner 2013, und Nadine Baldow,

eine der Finalistinnen 2017.

Fotos © Claudia Anders/EWG

Mehr als 100 Gäste wollten die erprobten Anwendungsmöglichkeiten

von Künstlicher Intelligenz kennenlernen und folgten der

Einladung in die Schürmannstraße. Zum Veranstaltungsstart motivierte

der Ethikforscher Prof. Dr. Stefan Heinemann (FOM/

Universitätsklinikum Essen) jeden Gast sich die Frage zu stellen,

in was für einer Welt mit Künstlicher Intelligenz man zukünftig

leben möchte. Wie die Welt mit Künstlicher Intelligenz schon

heute aussieht, stellten die Mitarbeiter von neusta an 15 Stationen

in konkreten Projekten vor. Unterteilt in die Fokusbranchen Industrie,

Energie- und Wasserwirtschaft gab es Einblicke in intelligente

Lösungen für Energieprognosen, automatisierte Betriebsstörungserkennungen

u.v.m. Die Impulsvorträge brachten Klarheit

im Dschungel aus Künstlicher Intelligenz, Machine Learning und

Deep Learning. Zudem bekamen die Gäste Empfehlungen für

erste Schritte zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen war als besonderer

Gast zu Besuch und interessierte sich besonders für die Kunden-Projekte

mit den regionalen Unternehmensgrößen. In seiner

Ansprache freute er sich über die Entwicklung der Stadt

Essen von einer Bergbaustadt zur Wissenschaftsstadt im Zuge

des Strukturwandels. Auch für neusta spielt die Geschichte

und der Wandel der Region eine wichtige Rolle. Der gewählte

Veranstaltungstitel „Daten sind das neue Koks – Wie künstliche

Intelligenz Unternehmen anfeuert“ betont die emotionale

Verbindung zur Region und den Wunsch den Strukturwandel

zu begleiten. Denn heute sind Experten wie neusta diejenigen,

die „Datenrohstoffe“ aufbereiten um Unternehmenserfolge anzufeuern,

so wie es einst der

Steinkohlenbergbau für die

Region getan hat.

Susanne Hegemann

oben: OB Kufen beim

Besuch der Stationen

unten: Auditorium Besucher

Die Blooom Award by Warsteiner Jury im KIT, Düsseldorf (v.l.n.r.): Uwe

Flade, Walter Gehlen, Catharina Cramer, Joko Winterscheidt, Stephan Berg

(nicht im Bild: Yasha Young)

83 Bewerber durften hoffen - fünf Finalisten stehen nun fest

und können ihre Arbeit im November auf der großen Blooom

Award Sonderausstellung im Rahmen der Art Düsseldorf präsentieren.

Aufgrund der hervorragenden Qualität der nominierten Einreichungen

war es keine leichte Aufgabe für die Blooom Award

Jury, sich für fünf Finalisten zu entscheiden. Vom 15. bis 17. November

2019 werden Henry Baumann aus Berlin, Isaac Chong Wai

aus Hong Kong, Lena Marie Emrich aus Berlin, Tal Engelstein

aus Tel Aviv und Lukas Schmidt aus Darmstadt ihre Werke in der

Blooom Award Sonderausstellung präsentieren.

Die Blooom Award Jury setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen:

Die Inhaberin der Warsteiner Gruppe und Schirmherrin

des Awards Catharina Cramer ist von Beginn an festes Jurymitglied.

Auch Walter Gehlen, Direktor der Art Düsseldorf, ist Gründungsmitglied

des Kunstpreises und seit zehn Jahren Mentor der

Blooom Award Künstler. Yasha Young ist ebenfalls von Anfang an

mit dabei. Sie ist Gründerin, Direktorin und Kuratorin des Berliner

Street-Art-Museums Urban Nation und seit 25 Jahren in der

internationalen Kunstszene aktiv. Ein weiterer erfahrener Juror ist

der Experte für Gegenwarts-Kunst Prof. Dr. Stephan Berg, Intendant

des Kunstmuseum Bonn. Der Musikvideoregisseur Uwe

Flade unterstützt die Jury zudem in der Sonderkategorie Musikvideo.

Gemeinsam mit ihnen sitzt in diesem Jahr auch Joko

Winterscheidt, einer der beliebtesten Moderatoren im deutschen

Fernsehen, wieder in der Jury.

Mehr unter www.blooomawardbywarsteiner.com

Der Vorverkauf

hat begonnen!

–DAS FEST-EREIGNIS FÜR DIE GANZE FAMILIE –

26.12.–31.12.·ESSEN·GRUGAHALLE

Tickets an allen Vorverkaufsstellen, ab 26. 12.

an der Circuskasse – per Telefon und Internet. 0201-53 69 99 92

www.weihnachtscircus-ruhr.de

12


KULTUR

14. Europäischer Kulturmarken

WIRTSCHAFT

Startschuss für die Stadtteilfabrik in der

Award 2019 auf Zollverein

Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt eröffnet am 7. November die

Preisverleihung auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein.

Essener

CityNord

Foto: Stadtteilfabrik

Europas avanciertester Kulturpreis zeichnet dynamische

Kulturprojekte und das herausragende Engagement europäischer

Kulturinvestoren sowie trendsetzende Kulturmanagerinnen

und Kulturmanager aus. In acht Wettbewerbskategorien

haben Kulturanbieter, Wirtschaftsunternehmen, Stiftungen,

Verlage sowie Städte und Tourismusgesellschaften ihre Bewerbung

eingereicht. Eine 42-köpfige Jury aus Kulturexperten entschied

am 26. September unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Oliver

Scheytt auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Museumsinsel Berlin

über die Nominierten.

Die Preisträger werden innerhalb der „Night of Cultural Brands“

mit der AURICA, der Ikone des europäischen Kulturmarktes

auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein in Essen vor rund 750

Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Tourismus, Medien und Politik

geehrt.

Diese acht Wettbewerbskategorien nehmen teil:

- Europäische Kulturmarke des Jahres

- Europäische Trendmarke des Jahres

- Europäische/r Kulturmanager/in des Jahres

- Europäischer Kulturinvestor des Jahres

- Europäisches Bildungsprogramm des Jahres

- Europäische Kulturtourismusregion des Jahres

- Preis für Stadtkultur (deutschsprachiger Raum)

- Europäischer Preis für Medienkultur

Die Besten der Besten in diesen Kategorien werden im

Rahmen der „Night of Cultural Brands“ am 7. November in der

ehemaligen Lesebandhalle des UNESCO-Welterbes Zollverein

zelebriert und ausgezeichnet.

Zusätzlich findet der 11. KulturInvest!-Kongress auf dem Gelände

des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen am 07.

und 08. November 2019 statt. Der Kongress bringt 750 Teilnehmer

aus ganz Europa mit der Unterstützung von über 100

Referenten und Moderatoren aus Kultur, Wirtschaft, Medien

und Politik zusammen und bietet so als führendes Forum

europäischen Kulturanbietern und Kulturförderern eine exzellente

Wissens- und Networkingplattform.

Foto: (c) Danny Kurz

Initiator des KulturInvest!-Kongresses und des Europäischen

Kulturmarken-Awards ist die Causales - Gesellschaft

für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH in Kooperation

mit der Stiftung Zollverein. Beide Veranstaltungen werden

gefördert durch das Land Nordrhein-Westfalen und 50 weitere

Partner aus der Wirtschaft.

Das essenz Magazin ist in diesem Jahr erstmalig Medienpartner

beider Veranstaltungen und präsentiert sich mit einem Stand in

Halle 5.

Die Kulturmarken-Preisträger aus 2018 in Berlin

Es sind noch einige Restkarten zu diesem besonderen

Kulturevent zu haben unter:

www.kulturmarken.de/veranstaltungen/kulturmarken-award

Als ein moderner und partizipativer

Produktionsort etabliert die

Stadtteilfabrik von nun an eine

urbane und nachhaltige Fertigungskultur

in der nördlichen

Essener Innenstadt.

Dahinter steckt der Gedanke, unsere heutige Produktionskultur

zu transformieren. So haben die beiden Gründer Lena Halbedel

und Florian Krohm angefangen, sich mit innovativen Möglichkeiten

und Methoden einer urbanen Produktionsstruktur auseinanderzusetzen,

die eine stärkere Beteiligung des Nutzers am

Fertigungsprozess ermöglicht.

In der Essener City Nord soll ein Ort entstehen, der den

Bürger*innen ermöglicht, Alltagsgegenstände selbstständig zu

gestalten und zu fertigen. Ziel ist es, dass sich Menschen stärker

mit Produktionsumständen auseinandersetzen und ihr Gespür

für Nachhaltigkeit und Ästhetik weiterentwickeln.

Verschiedene Angebote stehen bereits zur Verfügung:

• Diverse Workshops zu Themen wie Möbelbau oder 3D-Druck

• Der Vertrieb einer nachhaltigen Produktserie aus Restholz

• Eine makerspace-artige CoWorking Werkstatt

Die Stadtteilfabrik ist am Webermarkt direkt gegenüber der

Kreuzeskirche verortet. Nicht zuletzt dank verschiedener Sponsoren

wird damit ein wichtiger Teil der stadtplanerischen Strategie

für das Kreativquartier CityNord umgesetzt. Einen wesentlichen

Beitrag für die Realisierung der Stadtteilfabrik haben die

Immobilien- und Standortgemeinschaft der CityNord (ISG)

sowie der Essener Wohnungsanbieter Allbau geleistet.

Eröffnung der Stadtteilfabrik in Kooperation mit

der Essener Wirtschaftsförderung und der Allbau

Gmbh

Der Essener Allbau hat sich engagiert und die Bereitstellung

des Ladenlokals gefördert. „Als Stadtentwickler, der sich unter

anderem auch in besonderer Weise für die Attraktivität der

nördlichen Innenstadt einsetzt, freuen wir uns auf die Stadtteilfabrik.

Mit ihr entsteht hier ein Ort, der in unserer Stadt

einzigartig ist und die nördliche Innenstadt in ihrer Wahrnehmung

als Kreativstandort stärkt.“, sagt Samuel Serifi, Prokurist

der Allbau GmbH.

In den neuen Räumlichkeiten entsteht außerdem in Kooperation

mit der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft

mbH neben dem lokalen MakerSpace das „Durchstarter

Schaufenster“. Essener Unternehmerinnen und Unternehmer,

die kreative oder innovative Produkte oder Prototypen vorstellen

möchten, können sich mit ihren Projekten oder Prototypen

„made in Essen“ unter startup-essen@ewg.de bewerben und

die exklusive Schaufensterfläche für einen bestimmten Zeitraum

nutzen.

Diese vielseitigen Kooperations- und Förderprojekte, welche

sich besonders durch die regionale und lokale Verbundenheit

auszeichnen, machen die Stadtteilfabrik von nun an zu einem

praxisorientierten Baustein in der strategischen Stadtentwicklung,

besonders für die Weiterentwicklung der CityNord. Die

Stadtteilfabrik soll zunächst bis Juli 2021 am Webermarkt

zielgerecht aufgebaut und entwickelt werden, um somit eine

dauerhafte Verankerung zu erreichen.

Mehr Infos unter www.stadtteilfabrik.de

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WIRTSCHAFT

WIRTSCHAFT

Die Auszeichnungsgala der Oskar-Patzelt-Stiftung

im Rahmen des 25. Jubiläums-Wettbewerbs

„Nachhaltig wirtschaften“– das Motto des diesjährigen Wettbewerbs

– ist die Basis für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.

Die Auszeichnungsgala der Oskar-Patzelt-Stiftung

im Rahmen des 25. Wettbewerbs um den „Großen Preis des

Mittelstandes 2019“ für die vier Wettbewerbsregionen Niedersachsen/Bremen,

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz/

Saarland und Schleswig-Holstein/Hamburg erlebten am

Samstag, 28. September 2019, mehr als 500 Unternehmerinnen

und Unternehmer im Düsseldorfer Hotel Maritim in Anwesenheit

zahlreich geladener Gäste.

Herzlich begrüßt wurden Almar Alkassar, ehemaliger Preisträger

des Wettbewerbs und aktuell Bevollmächtigter für Innovation

und Strategie der Regierung des Saarlandes und der

Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, Thomas Geisel.

An 11 Unternehmen der vier Wettbewerbsregionen überreichten

die Vorstände der Oskar-Patzelt-Stiftung, Dr. Helfried Schmidt

und Petra Tröger, die begehrte „Preisträgerstatue“.

Bundesweit hatten für das Wettbewerbsjahr 2019 mehr als 1.000

Institutionen in den 16 Bundesländern (zwölf Wettbewerbsregionen)

insgesamt 5.399 (2018: 4.913) kleine und mittlere

Unternehmen sowie Banken und Kommunen für den Wettbewerb

nominiert, von denen 758 die „Juryliste“ erreichten.

Kein anderer Wirtschaftswettbewerb in Deutschland erreicht

eine solch große und nun schon ein Vierteljahrhundert anhaltende

Resonanz wie der von der Leipziger Oskar-Patzelt-

Stiftung seit 1994 ausgelobte. Dabei ist der Preis nicht dotiert.

Es geht für die Unternehmen einzig und allein um Ehre, öffentliche

Anerkennung und Bestätigung ihrer Leistungen, ohne

finanzielle Anreize.

Unter den nominierten und ausgezeichneten

Firmen sind sowohl Newcomer, die erst in den letzten

fünf Jahren gegründet wurden, als auch über 150 Jahre

alte Unternehmen, die bereits zahlreiche Krisen, Währungsreformen

und sogar Kriege überstanden haben.

Für Dr. Helfried Schmidt, Vorstand der Oskar-Patzelt-Stiftung

und Gründer des Wettbewerbs, bestätigt

die wiederum hohe Beteiligung an der Nominierung

die ungebrochene Akzeptanz des Wettbewerbs:

„Es geht uns vor allem darum, dem deutschen Mittelstand

Respekt und Anerkennung für sein Durchhalten

in Krisenzeiten und für seine Erneuerungsfähigkeiten

zu vermitteln.“

Petra Tröger, Vorstand der Oskar-Patzelt-Stiftung,

unterstreicht: „In diesem Wettbewerb stehen die

ganzheitliche Bewertung eines Unternehmens, die betriebswirtschaftlichen

Ergebnisse insgesamt sowie die Nachhaltigkeit

und Zukunftsorientierung, nicht nur für das Unternehmen,

sondern für die Gesellschaft, im Vordergrund.“

Die Auszeichnung als „Finalist“ nahmen 20 Firmenchefs

persönlich entgegen. Der Sonderpreis „Bank des Jahres“ wurde

beispielsweise an die GLS Gemeinschaftsbank eG in Bochum

als „Sozialer und ökologischer Finanzierer schon seit

1974“ verliehen.

Alle Ausgezeichneten haben sich gegen 1.667 Mitbewerber

durchgesetzt, die in den vier Wettbewerbsregionen 2019

nominiert waren.

Würzburg erlebt am 19. Oktober 2019 erstmals die

BUNDESGALA im Hotel Maritim. Sie ist Höhepunkt

und Abschluss des Wettbewerbsjahres 2019. An diesem

Abend werden die bundesweiten „Sonderpreise“ für

dieses Jahr vergeben. Und nur wenige Tage später, am

1. November 2019, beginnt mit der Veröffentlichung der

Ausschreibung für das Jahr 2020 der 26. Wettbewerb - um

den „Großen Preis des Mittelstandes“.

Mehr unter www.mittelstandspreis.com

Strahlende Sieger 2019 auf der Bühne des

Maritim Hotels in Düsseldorf

Foto: Boris Löffert /Oskar-Patzelt-Stiftung

Die Deutsche Bank ist ein verlässlicher Partner

und zeigt gesellschaftlich Flagge

Die Deutsche Bank blickt im Großraum Essen auf ein erfolgreiches zurückliegendes Jahr 2018 zurück und auch das laufende

Jahr 2019 ist bisher sehr positiv verlaufen.

Das Geschäftsvolumen, die Summe aus

Krediten, Einlagen und Depotvolumen,

betrug zum Stichtag 31. Dezember 2018

im Ruhrgebiet Mitte rund 11,9 Milliarden

Euro. „Das abgelaufene Geschäftsjahr

war vor allem geopolitisch, aber auch

konjunkturell herausfordernd. In diesem

Umfeld haben wir erneut gezeigt, dass wir

ein zuverlässiger, vertrauenswürdiger und

erfolgreicher Partner für unsere Privatund

Firmenkunden hier in der Region

sind. Im laufenden Geschäftsjahr 2019 hat

sich dieser positive Trend fortgesetzt“, so

Stefanie Heberling, Sprecherin der lokalen

Geschäftsleitung und verantwortlich

für das Privatkundengeschäft. Im letzten

Jahr konnten im Marktgebiet rund 3.300

neue Privat- und Firmenkunden dazu gewonnen

werden.

Als globale Bank mit starken regionalen Wurzeln ist die

Deutsche Bank erfolgreich beim Mittelstand: „ Als international

tätige Bank, die fest im Heimatmarkt Deutschland und in der

Region verwurzelt ist, verfügt die Deutsche Bank über wesentliche

Wettbewerbsvorteile, die nicht nur dem exportorientierten

Mittelstand in Essen zu Gute kommen,“ so Markus Herpers,

Mitglied der lokalen Geschäftsleitung Essen und zuständig für

das Firmenkundengeschäft. Die Deutsche Bank begleitet ihre

mittelständischen Kunden über die gesamte Wertschöpfungskette

einer international tätigen Bank hinweg, also von der

Finanzierung über Risikoabsicherung bis hin zur Geldanlage und

der Nachfolgeplanung. Markus Herpers weiter, „darüber hinaus

begleiten wir erfolgreich junge, innovative Start-Up-Unternehmen

im Ruhrgebiet, agieren hier eng im Start-Up-Netzwerk der

Region, und unterstützen so die Ansiedlung neuer Unternehmen

Lokale Geschäftsleitung Essen: Markus Herpers (Firmenkunden); Jörg

Konen (Human Ressources); Stefanie Heberling (Sprecherin / Privatkunden);

Torben Kahlbaum (Corporate Banking Germany); Ulrich Endemann

(Wealth Management); Jürgen Maiwald (Trade Finance & Corporate Cash

Management)

Auch dieses Jahr begleitet die Deutsche Bank Ruhrgebiet

Mitte wieder persönlich mindestes 12 soziale Projekte. Hier

kommt die Deutsche Bank ihrem engagierten Versprechen nach,

welches jedes Jahr eingelöst wird. Im vergangenen Jahr waren es

sogar 18. „Dieses sind uns Herzensangelegenheiten“, so Stefanie

Heberling. Es waren Projekte wie unter anderem Modernisierungsarbeiten

in Kindertagesstätten oder das persönliche Engagement

für hilfsbedürftige Menschen.

Weitere Unterstützung und Kooperationen gab es in den Bereichen

Wirtschaft, Bildung, Kunst und Kultur. Beispielsweise

wurden Studenten der Universität Duisburg-Essen zu einem Austausch

in die Digitalfabrik der Bank eingeladen.

Noch ein Tipp in eigener Sache: Die Deutsche Bank unterstützt

wie auch in den Vorjahren das Klavierfestival Ruhr und sponsert

das Beethoven-Konzert am 20. November 2019 in der Stadthalle

Theatersaal Mülheim.

Foto: Deutsche Bank

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KOMPAKT

Mintrops Land Hotel in Essen feierte Eröffnung

des Pavillons PIPAPO

Das vielfach ausgezeichnete Hotel investiert in die Zukunft als Tagungs- und

Eventlocation.

Das Stammhaus der Hoteliersfamilie Mintrop wurde damit um einen top-modernen

Tagungs- und Eventbereich mit großen Terrassen erweitert und erhielt

einen neuen Empfang sowie ein charmantes „Wohnzimmer“ für die Gäste.

Sichtlich beeindruckt von dem eingeschossigen, rund 650 m² großen Bau, der

unmittelbar mit dem bestehenden Hotel verbunden ist und sich harmonisch in

die Landschaft einfügt, zeigte sich Oberbürgermeister Thomas Kufen, der lobende

Worte fand: „Der Pavillon ist ein Highlight, das auf historischem Grund

geschaffen wurde und in die Zukunft strahlt. Davor habe ich großen Respekt

und schätze die Persönlichkeiten, die den Familienbetrieb in dritter Generation

mit sozialem Herz und sozialer Verantwortung führen und sich tagtäglich

den kritischen Augen der anspruchsvollen Gäste stellen.“ „Wir haben lange hin

und her überlegt, welche Namen wir den Räumen mit ihren unterschiedlichen

Bestimmungen geben sollen, die einerseits zum Ruhrgebiet und andererseits

zu unserer Philosophie passen“, erläutert Moritz Mintrop, Geschäftsführer der

Mintrop Hotels. Das Ergebnis des Familienrats spiegelt die kraftvolle und energiegeladene

Sprache des Ruhrpotts wider, wobei als Impuls das Gedicht „Ruhrpott

Poesie“ von Amelie Fechner zugrunde lag, das sich auch an einer Wand im

„Bütterken“ wiederfindet. Der Pavillon heißt PIPAPO, die beiden großen Tagungs-

und Eventräume, die sich jeweils noch aufteilen beziehungsweise miteinander

verbinden lassen, hören auf die Namen „Remmidemmi“ und „Dönekes“ .

Und dass es sich bei „Bütterken“ um das Bistro handelt, erklärt sich von selbst.

Verdienstmedaille an Ulrich Meier

Am 15.8.2019 verlieh Oberbürgermeister Thomas Kufen an Ulrich

Meier die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik

Deutschland.

In der 22. Etage, der Repräsentationsetage des Essener Rathauses,

würdigte er sein langjähriges Engagement und Wirken im berufsständischen

und sozialen Bereich. Das Stadtoberhaupt überbrachte

zudem herzliche Glückwünsche im Namen der Essener Bürgerinnen

und Bürger. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2015 war Ulrich

Meier als Hauptgeschäftsführer in der Kreishandwerkerschaft Essen

tätig. In dieser Position fungierte er als zuverlässiger Ansprechpartner

in berufsständischen und sozialen Fragen. Um mit Rat und Tat Lösungen

für sämtliche Probleme zu finden, die an ihn herangetragen

wurden, war er an sieben Wochentagen rund um die Uhr erreichbar.

Ulrich Meier engagierte sich insbesondere für Jugendliche und Auszubildende

und war Mitinitiator des Projekts „Essener Konsens“ und

des Netzwerkes Essener Bündnis für Familie zur Stärkung der Familienfreundlichkeit

in Firmen.

Familie Mintrop. V. l. Moritz Mintrop mit Ehefrau

Carolin, Carolina Mintrop mit den Eltern Maria

und Harald Mintrop.

Ulrich Meier freut sich über seine Auszeichnung

Foto: Anne Breilmann

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2019

deutscher

tanzpreis

preisträger 2019

Gert Weigelt

tanz-gala und

preisverleihung

u.a.m.:

Staatsballett Berlin

Isabelle Schad /

Good Works

Ballett am Rhein

Bayerisches Junior Ballett

München

Lutz Förster

Video-Installation

Jo Parkes

ehrungen

Isabelle Schad

Jo Parkes /

Mobile Dance

anschließend:

Collective Jumps (Isabelle

Schad, Laurent Goldring)

18.10.2019, 19 Uhr,

PACT Zollverein, Essen

tagung positionen: tanz

Die öffentliche Tagung bringt

Haltungen und ethische Fragen

in Tanz, Kulturpolitik und

Gesellschaft in die Diskussion.

19.10.2019, 18 Uhr,

Aalto Theater, Essen

18./19.10.2019,

PACT Zollverein, Essen

Tickets: 0201/8122 200 oder tickets@theater-essen.de.

Anmeldung zur Tagung unter www.deutschertanzpreis.de

Schirmherr: Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a. D.; Gefördert durch die Stadt Essen, das Ministerium für Kultur und

Wissenschaft NRW sowie aus Mitteln des Bundes; Mit freundlicher Unterstützung von Christian und Sunhild Sutter sowie Marianne Kaimer.

Sponsoren: Juwelier PLETZSCH in Essen, Harlequin Floors Deutschland, Medienpartner: tanz-Zeitschrift, tanznetz.de; Abb. ©Gert Weigelt

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