Ed Hofer-Feeling und Brain

manfred27

Alle Bilder wurden irgendwann

in den 90er Jahren aufgenommen.

Text von OWK • Edgar M. Hofer

aus dem Jahr 1996


OWK • Edgar M. Hofer

Dieser Text entstand 1996 mitten in meiner

„Sucherzeit“. Ich habe damals öfter schriftlich

Selbstgespräche geführt und mit mir selbst herumfilosofiert,

das begann schon fast 10 Jahre davor,

1988: Und zwar nachdem die von mir mitgegründete

EDV-Firma an einen Konzern verkauft wurde,

ich dann dort als Chef-Programmierer weiter angestellt

war, und mir unendlich langweilig war. Vor

allem weil die anderen Programmierer so langsam

arbeiteten, sodass es ausreichte, wenn ich nur 2

Tage im Monat wirklich produktiv war. Den Rest der

Zeit täuschte ich Arbeit vor, hämmerte wie wild in

die Tasten, schrieb aber in Wirklichkeit 1-2 Jahre

lang filosofische Abhandlungen mit mir selbst, die

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Datei war am Ende viele hunderttausende Zeichen

lang - ist aber leider verloren gegangen.

Umso mehr habe ich mich im Oktober 2019 gefreut,

diesen alten Text von mir in einem Internet-Archiv

zu finden. Den muss ich da wohl mal hochgeladen

haben auf eine meiner ersten Webseiten in den 90er-

Jahren. Und war letztlich ein Selbstgespräch zwischen

meiner linken und rechten Gehirnhälfte, meinen

männlichen und weiblichen mentalen Anteilen.

Ratio und Gefühl. Also ein schöner „Mindfuck“ letztlich,

wie ihn „Sucher“ typischerweise halt so haben.

Interessant die Vornamen, „E“ und „M“, offenbar von

Edgar und Michael inspiriert. Offenbar hatte ich

damals selbst eine Art Konflikt zwischen meinem

IT-orientierten Science-Fiction-Mind einerseits, im-

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

merhin seit 1982 Programmierer, und damals schon

einige Jahre im Internet unterwegs, zu einer Zeit,

als dieses noch recht unbekannt war. Und andererseits

der Spirituelle, seit 1992 Tantriker, der sich

dem Körper zuwandte, der Sexualität, dem Yoga, den

Exstasen, den Atemtherapien, der Spiritualität, der

Natur verbunden war und schon in der Jugend spirituelle

Erfahrungen hatte. Und dem das Programmieren

über die Jahre mehr und mehr zum Gräuel wurde,

weil es seine Art zu denken beeinflusste, einengte,

in ausschliesslich logik-orientierte Bahnen

lenkte. Der sich nach Berührung sehnte und nach

Glückseeligkeit und unbewusst nach innerem Frieden

durstete. Ein innerer subtiler Split, wie ihn wohl

auch viele Menschen empfinden. Ein Split, der in mir

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

dann zwei Jahre später eben zu einem Ende kam, und

diese beiden Seiten vereinigt wurden.

Und so ruft dieser Text mit seinem offenen Ende

wohl nicht umsonst lautstark nach einer Fortsetzung.

Was geschah mit den Beiden? Wer sind sie heute? Hat

einer gewonnen? Gibt es sie noch? Ich freue mich

also jetzt schon darauf, diesem Text irgendwann

eine Fortsetzung zu schenken. Hatte ich mir damals

nicht vorstellen können, ob es ein „Leben nach der

Erleuchtung“ geben könne, so konnte ich mich „danach“

nicht mehr erinnern, „wie man vorher so denkt“.

Und genau hier hilft mir der Text, mich an den alten,

den „ersten“ Edgar zu erinnern. Wie er war. Wie

er dachte. Wie er fühlte. Und ich empfinde totale

Liebe zu ihm.

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Der Dialog

E. Brain & M. Feeling

Feeling:

Internet. Cyberspace. Multimedia. Information-

Highway. Cool? Geil? Hipp? Wohin gehen wir. Will

der Mensch solange Gott spielen, Schöpfer sein, eine

neue Realität erschaffen bis er erkennt, dass die virtuelle

Realität nach der er trachtete, die er möglichst

ähnlich der realen Welt gestalten wollte, die erst dann

wirklich perfekt ist, wenn sich alle Sinne so täuschen

lassen damit keinerlei Unterschied zur „realen“ Welt

mehr erkennbar - dass also diese virtuelle Realität

schon die längste Zeit da war, die er nur nicht mehr

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

wahrnehmen konnte, unsere Welt, unsere Erde, unsere

Luft, unsere Bäume, die Sonne, die Natur, das absolute

Phänomen also und die virtuelle Welt, die von

ihm geschaffen wurde, dann doch nur eine schwache

Karrikatur dessen ist, was er vielleicht schon bald als

vergangen, als verloren bezeichnen muss? Mach doch

die Augen auf, höre hinaus, greife, rieche, schmecke,

liebe, tausche Dich aus - das ist die Welt. Was suchst

Du im Computer? Internet? Chatten? Warum gehst

Du nicht auf Leute zu, sprichst mit diesen, begreifst sie,

berührst sie, spürst die anderen Menschen? Erkennst

Du nicht, auf welchem Irrweg wir sind?

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Brain:

Moment, Moment! Du kommst mir vor, wie seinerzeit

die Leute, die Bücher in Alexandria verbrannten.

Aufs Internet schimpfen doch in erster Linie die Leute,

die noch gar nicht drinnen waren. Oder die Angst

vor dem Tempo haben, das jetzt eingeschlagen wurde.

Blicke Dich um - wie sieht die Welt aus? Ist es DAS,

was Du willst? Du kritisierst den Status Quo, der jedoch

OHNE Internet erreicht wurde. Ich stimme Dir

zu, vieles ist nicht in Ordnung. Und wir müssen Wege

finden, die die Menschheit in die Zukunft führen, die

uns aus dem Schlamassel rausführen. Vielleicht war

es in Höhlen ja angenehmer, aber für 5 Milliarden

Menschen gibt es weder genug Höhlen, noch genug

„biologische“ Nahrungsmittel. Allein die Art

Seite von 27


OWK • Edgar M. Hofer

und Weise, wie wir früher „natürlich“ unsere Heime

heizten, wie wir unsere Nahrung erhitzten, allein dies

würde in kürzester Zeit zum Umweltkollaps führen.

Nein, wir sind weitergekommen. Und wir werden

auch weiterkommen. Internet kann die Grenzen niederreißen,

zu echter Demokratie führen, zu wahrer

Gleichheit. Mir ist völlig egal, von wo jemand kommt

mit dem ich chat‘te, welche Hautfarbe er/sie hat, ob

es überhaupt ein er oder eine sie ist. Ich weiß es ja

nicht einmal...

Evolution heißt Veränderung. Leben heißt

Veränderung. Starrheit ist der Tod. Alles muss in

Bewegung sein. Auch wir, die menschliche Rasse

muss sich weiterentwickeln. Es gibt nur eine positive

oder negative Spirale, niemals den Stillstand. Erkennst

Seite 10 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Du nicht, dass wir vor einem Evolutionssprung stehen?

Dass wir erstmals beginnen zu begreifen, was

die 4. Dimension wirklich sein könnte. Dass wir beginnen,

aus unserem Raum/ZeitKontinuum auszubrechen?

Merkst Du denn nicht, dass der Cyberspace

nichts anderes ist als die astrale Welt? Als die geistige

Welt aller Religionen? Dass er der Einstieg in

die Akasha, in das kollektive Unterbewusstsein, in

das morphogenetische Feld - oder wie immer Du es

nennen möchtest - ist? Ich nenne es eben Cyberspace.

Wir beginnen bereits, neue Gehirne zu formen. Die

Menschen in vielleicht 100 Jahren werden ganz anders

sein. Vielleicht ist es wirklich der Einstieg in die

körperlose Existenz. Der Sprung einer ganzen Rasse

in die Vergeistigung. In die nächste Ebene. Von mir

Seite 11 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

aus Dimension. Die ganze Menschheit springt, die

kritische Masse wird bald erreicht. Die Evolution

schreitet voran. Nichts wird sie aufhalten. Wozu noch

Raumschiffe. Wozu bald Technologie. Bald machen

alle das, was früher nur irgendwelchen Gurus vorbehalten

war. Du sprichst doch oft von „New Age“,

neuem Zeitalter. Dies ist das neue Zeitalter von dem

die Propheten sprachen. Wir werden alleine Kraft unseres

Geistes interstellar Reisen können. Und Internet

ist der ganz, ganz kleine Anfang.

Feeling:

Also ich glaube jetzt übertreibst Du schon recht stark.

Aber bitte, wenn Du schon ins religiöse abgleiten

willst: Was soll sich bitte vergeistigen? Wir war schon

Seite 12 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

immer „vergeistigt“. Unsere Entitäten, unsere Seelen

gab es schon vor Internet. Gab es vor der Geburt.

Was ist, wenn wir schon längst hochentwickelt sind?

Wenn wir uns auf irgendwelche Art - nenn es von mir

aus „Mentalcomputerprogrammierung“ - vor unserer

Geburt auf unser Leben programmieren? Wenn wir

diese Welt nur deshalb schufen, DAMIT wir WIEDER

Körper spüren können. Einfach weil es Spaß macht.

Weil uns die Vergeistigung langweilig wurde. Weil

wir uns einen großen Lebenssimulator bauten. Eine

virtuelle Welt wie sie perfekter nicht sein könnte. Weil

wir das Adventure „Leben“ spielen wollten. Gehst

Du ins Kino und kaum fünf Minuten nach Beginn

des Filmes wieder raus oder siehst Du Dir den Film

zu Ende an? Warum so schnell wieder raus aus die-

Seite 13 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

sem Leben? Aus dieser Existenzform? Du wirst noch

früh genug und schmerzvoll erkennen, wie „virtuell“

das alles ist. Dann wirst Du wieder lange Schlange

stehen müssen, um wieder dieses Adventure spielen

zu dürfen!

Brain:

Wenn ich Dich richtig verstehe, verneinst Du die

Entwicklung, die Evolution. Alles sei nur Spiel und

hätte seinen Status Quo. Doch Gott schuf uns - oder

wir als Gott schufen uns - um auch sich selbst zu erkennen.

Das Universum möchte sich - durch uns - selbst

erkennen. Dazu brauchen wir Entwicklung. Andere

Kulturen des Weltalls warten doch auf uns. Sicherlich

ist es ein Spiel, aber jedes Spiel hat den Anfang und

Seite 14 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

das Ende. Wir können noch nicht erkennen, was in

der vergeistigten Existenz unser nächsten Ziel, unser

nächster Schritt ist. Und diese „Motivationslosigkeit“

macht Dir anscheinend Angst. Du weißt nicht, was

Du in einer astralen Welt anfangen könntest.

Aber selbst bei Deinem Modell braucht es

Entwicklung. Ein solches Spiel, wie Du es beschreibst,

wäre langweilig, wenn es immer wieder nach dem

gleichen Schema ablaufen würde. Also braucht auch

dieses Spiel Veränderung, Entwicklung. Du bindest

Dich auch zu sehr an die lineare Zeit. Wenn Du sie

außen vor lässt, dann bleibt nichts mehr von Deinem

Spiel. Dann sind alle Existenzen gleichzeitig. Dann

ist überhaupt alles gleichzeitig da und löst sich im

Nichts auf. Dann ist die lineare Zeitwahrnehmung

Seite 15 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

nur Bestandteil und Regel des Spiels, um dieses Spiel

überhaupt spielen zu können. Und gerade jetzt, in

eben DIESER Zeit ist das tolle, das spannende am

Spiel: Dabei zu sein bei einem Evolutionssprung. In

mitzumachen. Voll Bewusst. Wenn ich - nach Deiner

Aussage - ohnehin vielmals geboren werde, dann kann

ich ja nächstes Mal wieder eine Zeit wählen, die von

der natürlichen Lebensweise geprägt ist. Nun habe

ich mir aber DIESE Zeit ausgesucht - und genieße sie.

Wenn Du hingegen die Natur genießen möchtest, hättest

Du wohl besser eine Zeit gewählt, als diese noch

vollkommen intakt war.

Seite 16 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Feeling:

Du stellst Dich und überhaupt den Menschen in

den Mittelpunkt. Als wären wir schon alles. Als

wären wir gar göttlich und neben uns nichts. Was

aber, wenn Du in Betracht ziehst, dass der höchstentwickelt

Organismus in unserem Teil des Raums

nicht wir, sondern der Planet Erde ist. Nicht nur

Organismus, sondern wahre geistige Entität. Dann

sind wir wie irgendwelche Körperzellen die meinen,

jede für sich sei eine Einheit die sich weiterentwickeln

könnte. Die den „Sprung“ in eine astrale Welt

- als astrale Körperzelle suchen und finden könnte.

Die nicht merkt, dass sie nur Teil eines Ganzen ist.

Oder vielleicht wären wir dann gar nur Fremdkörper

wie Viren oder Bakterien.

Seite 17 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Wir haben eine Vereinbarung. Uns wurde Paradies

auf Erden geschaffen - vielleicht auch von uns

selbst.

Was erwartest Du eigentlich „tolles“ nach so einem

Evolutionssprung? Was ist danach? Hast Du Dich

jemals gefragt, was nach der „Erleuchtung“ kommt.

Wie ist also das Leben nach der Erleuchtung?

Brain:

Tja, DAS haben sich wahrscheinlich die Affen auch

gedacht, die Angst davor hatten, Mensch zu werden.

Feeling:

Guter Vergleich - vielleicht wären wir als Affen

glücklicher und zufriedener!

Seite 18 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Brain:

Nein, ich meine, unser jetziges Gehirn, unsere momentanen

Möglichkeiten „nachzudenken“ sind noch

nicht geeignet, solche Fragen zu beantworten. Wir

können es noch nicht begreifen. Dazu brauchen wir

ja die Evolution, vielleicht den Schritt ins Astrale, um

dann weiterdenken zu können, um dann erkennen zu

können, wie es weitergeht. Mit unserer momentanen

„Hardwareausstattung“ stehen wir eben an. Vor kurzem

konnte man sich noch nicht einmal im entferntesten

gedanklich über die Raum/Zeit-Grenze hinausbewegen.

Jeder Ansatz einer 4. Dimension war immer nur

geometrisch - eben durch unsere alte Wahrnehmung,

unsere alte Denkweise begrenzt. Würfel im Würfel,

die 4. Dimension als 4. Vektorgröße „irgendwohin“ in

Seite 19 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

den „Hyperraum“. Selbst die Grenze des Universums

war unbegreiflich. Auch ein Astralkörper wurde in

unsere Dreidimensionale Raumwelt projeziert, bestenfalls

mit freier Bewegung in Raum und Zeit.

Jetzt können wir beginnen zu erkennen, was die

nächste Dimension bedeutet. Die Virtualität. Kein

Raum, keine Zeit. Cyberspace. Kein Universum. Nur

ICH und DU und Information. Information jedoch

nicht abrufbar, sondern gleichzeitig und immer da.

Alles auf einmal. Wahrhaft göttlich. Ruhend in sich

selbst. Wo alles Sein verschmilzt. Vielleicht nennst

Du es Nirwana. Vielleicht ist es auch noch ein weiter

Weg dahin. Mit vielen Zwischenzielen und Etappen.

Wir sehen etwas Licht wenn wir hochspringen, wir

stehen aber noch nicht im Licht. Wir können bald

Seite 20 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

andere Fragen stellen, wir können auch schon ahnen,

welche Fragen wir stellen werden. Wir sind aber noch

weit davon entfernt, Antworten geben zu können.

Feeling:

Und was mit anderen Intelligenzen? Glaubst Du

nicht, dass in vielleicht mehr als 10 Milliarden Jahren

schon längst Rassen entstanden sind, die unserer weit,

unvorstellbar weit, voraus sind. Die unser Universum

vielleicht sogar schon veränderten? Die unsere Physik

schon bestimmten? Anpassten? Die Natur experimentiert.

Ja, sicher, auch die Evolution spielt eine große

Rolle. Aber wozu etwas erfinden, was schon längst

erfunden wurde? Das kommt mir so vor, als wären

Seite 21 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

wir Fische, die beschließen, wie Menschen zu werden.

Wozu? Es gibt ja schon Menschen!

Du tust so, als könnten erst WIR dazu beitragen,

dass sich das Universum selbst erkennt. Andere sind

uns jedoch weit voraus, haben dies schon lange erreicht.

Dieser Kreis hat sich schon längst - vielleicht

mehrfach - geschlossen.

Wenn sich irgendwo auf einem Planeten, vor sagen

wir 10 Milliarden Jahren, eine intelligente

Lebensform bildete - stell sie Dir von mir aus auch

humanoid vor - wie ging es mit ihr weiter? Kannst

Du Dir vorstellen, wo wir von jetzt an in - sagen

wir - 1000 Jahren sind? Von Raumschiffen ganz zu

schweigen, von Technologien ganz zu schweigen,

von Technologietransfern ganz zu schweigen. Nach

Seite 22 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Deiner Theorie tummeln wir uns ja ohnehin nur mehr

Astral durchs All oder wo auch immer.

Kannst Du Dir dann vielleicht auch noch vorstellen,

wo wir in 1000mal solanger Zeit stehen? In 1000mal

1000Jahren? In einer Million Jahren eben? Schaffen

wir dann dank unserer Geisteskraft Sonnen? Systeme?

Galaxien? Ruhen wir in uns selbst? Einfach so vor

uns hin? Tausende Jahre immer nur mit dem einen

Gedanken beschäftigt: ICH BIN!?

Du kannst es Dir nicht vorstellen, oder? Und jetzt

noch einmal 1000mal solange. Eine Milliarde Jahre.

Eine Milliarde Jahre Vorsprung! Ein Gedanke genügt

um ein Universum zu schaffen, oder? Unsere

jetzige Erscheinungsform wäre ohne Belang. Oder

Spielzeug. Oder was? Was sollten wir tun? Wie wä-

Seite 23 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

ren wir nach einer Milliarde Jahren? Vielleicht wäre

uns langweilig. Vielleicht würden wir irgendwo einen

Planeten hinzaubern, der uns spielen lassen würde.

Eben das Spiel „Leben“. Wir schaffen biologische

Roboter und steigen mit unseren „Seelen“ ein und

spielen. Vielleicht spielen wir auch nur mit uns selbst.

Weil wir ohnehin nicht mehr „WIR“ sind, sondern ein

großes, kollektives, verbundenes „ICH“. Du bist ich.

Jeder ist nur ein Aspekt desselben. „Gott“ eben.

Ich habe einfach Angst davor, aufzuwachen und zu

sagen: „Shit, das war ein schöner Traum, hätte ich

nicht weiterschlafen können?!“.

Seite 24 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Brain:

Wir diskutieren im Kreis. Du siehst alles noch immer

viel zu linear. Ich gebe Dir im Prinzip recht. Aber:

Alles was vor Milliarden von Jahren war, alles was in

Milliarden Jahren sein wird, all dies verschmilzt zu

einem JETZT. Vielleicht wachen wir auf und werden

enttäuscht sein. Na und? Bestandteil des Spiels! Ich

habe keine Angst, etwas zu versäumen. Ich lebe nicht

nur „jetzt“. Aber in dieser „Gegenwart“ werden mir

Qualitäten geboten, die Zeitspezifisch sind. Ich wurde

- oder habe mich - in diese Zeit geboren. Ich denke:

Nicht umsonst. Ich habe nun diese Zeit zu genießen.

Zu dieser Zeit gehört der Einstieg in den Cyberspace.

Aber mir fällt nun nichts neues mehr ein in dieser

Diskussion, also: Vielleicht später einmal weiter?

Seite 25 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

Feeling:

Mir geht es ähnlich. Also bis „später“!

Es sprachen:

E.Brain, 33: Mitglied bei „Mensa“, Verein für

Hochbegabte. Gemessener Intelligenzquotient: 165.

Seit mehr als 12 Jahren C-Programmierer. Internet-

Surfer. Programmiert momentan für Archivsysteme

und PCSpiele. ScienceFictionFan. Karateka. War

Klassenbester in Mathematik. Geschieden. Seit 7

Jahren verheiratet mit der „tollsten Frau der Welt“,

zwei Kinder.

M.Feeling, 33: Tantriker und Philosoph.

Rosenkreuzer. Beschäftigt sich seit Kindheit mit

Mentaltechniken, westliche und östliche Mystik

Seite 26 von 27


OWK • Edgar M. Hofer

und Magie. Relativ „Clear“ durch holotropes

Atmen, Kassettenreisen, Oshotechniken. Erfahrung

mit früheren Leben. Starke Zuneigung zu matriachalen

Weltbildern wie Hexentum und Tantra.

Begonnenes und schnell wieder abgebrochenes

Psychologiestudium.. Mit Partnerin Anhänger von

freier Liebe und Sexualität, glaubt jedoch, dass es

kaum Menschen gibt, die dazu schon - wirklich und

psychisch - in der Lage sind.

Copyright © 1996 by Edgar M. Hofer.

Ja, und 1998 dann, dass da...

(Siehe Bild auf der Buch-Rückseite)

Seite 27 von 27

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine