Recht & Geld Herbst/Winter 2019

MagazinverlagBremen

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Das Rechtssystem in Deutschland ist komplex und folglich

unübersichtlich. Wer zu seinem Recht kommen will, ist

auf den Rat von Experten angewiesen – ganz gleich, ob es

sich um Finanzfragen, die Unternehmensnachfolge, Baufinanzierung

oder Datensicherheit handelt.

Im neuen „RECHT & GELD“ widmen sich die Fachleute aktuellen

und künftigen Herausforderungen und geben Tipps zu

diesen Themen. Sie informieren unter anderem darüber, wie

eine Familienstiftung den Fortbestand eines Unternehmens sichern

kann, und warum die Investition in eine Pflegeimmobilie

sich auszahlt.

Es geht zudem darum, wie sich Unternehmer gegen eine Insolvenzanfechtung

schützen können. Hinzu kommen noch die

Themenkomplexe „Berufsunfähigkeit“, „Anlegerschutz“ und

„Datenschutz als Wachstumsmotor für mittelständische Unternehmen“.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen von „RECHT & GELD“.

INHALT

DATENSCHUTZ

Wachstumsmotor Datensicherheit 5

Ein innovatives Hochsicherheits-Rechenzentrum in Walle

WIRTSCHAFTSPRÜFUNG/BERATUNG

Führend in Norddeutschland 6

Komplexe Fragestellungen ganzheitlich lösen

UNTERNEHMENSNACHFOLGE

Die Familienstiftung 8

Warum sie ein beliebtes Gestaltungsmittel ist

KAPITALANLAGE

Investition in Pflegeimmobilien 10

Eine sichere Geldanlage mit hoher Rendite

BAUFINANZIERUNG

IMPRESSUM

Ist Kaufen derzeit ratsam? 12

Baufinanzierungs-Spezialist Markus Grohn im Interview

Herausgeber & Verlag:

WESER-KURIER Mediengruppe,

Eine Anzeigen-Sonderveröffentlichung

der Magazinverlag Bremen GmbH,

Martinistraße 43, 28195 Bremen

Geschäftsführer: Volker Schleich

Telefon: 04 21 / 36 71-49 90

E-Mail: info@magazinverlag-bremen.de

Redaktion: Martin Märtens (V.i.S.d.P.), Kristina Wiede,

Jennifer Fahrenholz

Grafik/Layout: B.O. Beckmann

Anzeigen: Volker Schleich (verantwortlich), Susanne Franke,

Anne Zeidler, Dieter Kück, Yvonne Bittner

Auflage: 25.000 Exemplare

Kostenlose Verteilung an ausgewählte Haushalte

und zusätzlich an über 2.000 Auslagestellen in Bremen

Druck: Humburg Media Group, Bremen

Urheberrechte: Der Nachdruck von Beiträgen ist nur mit

Genehmigung des Verlages und mit Quellenangabe gestattet.

Titelbild: Fotolia

INSOLVENZRECHT

Insolvenz des Geschäftspartners 14

Wie sich Unternehmer schützen können

VERSICHERUNGEN

Verlust der Arbeitskraft 16

Bei Berufsunfähigkeit gut versichert

Ausgezeichnete Angebote 17

Die Kfz-Versicherungen der ÖVB

RUBRIKEN

Editorial 3

Impressum 3

3


RECHTSSCHUTZ

Fünf große rechtliche Risiken

Studie: Wo kann man besonders schnell in einen juristischen Streit geraten?

Der Klick im Online-Shop oder die Buchung des nächsten Urlaubs – bei Problemen ist oft rechtliche Hilfe notwendig.

Foto: djd/Roland-Rechtsschutz-Versicherungs-AG/K.Yuganov – stock.adobe.com

4

Unstimmigkeiten und Reibereien im Beruf und im privaten

Umfeld eskalieren öfter zu ausgewachsenen Rechtsstreitigkeiten.

Ob Ärger mit einem Kollegen oder einem

unliebsamen Nachbarn – die Eskalation einen Konflikts

kann die Beteiligten vor Gericht bringen. Und dann ist guter Rat

vom Experten teuer, beziehungsweise eine Rechtsschutzversicherung

Gold wert. Aber wo lauert für Verbraucher die größte Gefahr,

in eine juristische Auseinandersetzung zu geraten? Ein deutscher

Anbieter von Rechtsschutzversicherungen hat aus allen Leistungsfällen

des Jahres 2018 die fünf größten Risiken ermittelt.

1. Verträge: Von der Flugbuchung bis zum Autokauf

Der eine vorschnelle Klick im Online-Shop, die Buchung des

nächsten Sommerurlaubs oder auch der Kauf des neuen Wagens –

beim Abschluss von Verträgen läuft nicht immer alles nach Plan.

Und die Bandbreite an Risiken ist in allen genannten Fällen hoch.

Besonders das Online-Shopping stellt Verbraucher vor Herausforderungen,

da die Vertragsbedingungen oft undurchsichtig sind.

Häufig ist bei solchen Problemen rechtliche Hilfe notwendig.

2. Arbeit: Krach mit dem Chef oder den Kollegen

Ein unbefriedigendes Arbeitszeugnis, Mobbing durch den Büronachbarn

oder die Kündigung: Gründe, sich mit Vorgesetzten oder

Kollegen zu streiten, gibt es viele. Meist landen diese Fälle früher

oder später vor Gericht – und lassen sich oft nur mit Rechtsbeistand

klären. Die Anwalts- und Gerichtskosten etwa bei einer

Kündigung sind für Arbeitnehmer oft nicht aus eigener Kraft zu

stemmen. Zudem muss bei arbeitsrechtlichen Streitigkeiten in der

ersten Instanz jeder seine Kosten selbst tragen – auch der Gewinner.

Die gute Nachricht: Mit einem Berufs-Rechtsschutz ist man

vor diesem Risiko geschützt.

3. Verkehr: Blitzer-Foto, Knöllchen und Co.

Der Straßenverkehr birgt einiges an Ärgerpotenzial. Für Autofahrer

geht es dabei häufig um Bußgelder oder den Führerscheinentzug

wegen überhöhter Geschwindigkeit. Besonders kritisch wird es

aber, wenn sich ein Autofahrer nach einem Unfall zu schnell vom

Ort des Geschehens entfernt: Hier droht nicht nur eine Geldbuße,

sondern eine Strafanzeige. Der Verkehrs-Rechtsschutz einiger Anbieter

sichert auch den ruhenden Verkehr ab, etwa wenn man sich

mit einem falsch geparkten Wagen ein Knöllchen einhandelt.

4. Wohnen: Zoff mit Nachbarn und Vermietern

Zoff zwischen Nachbarn und zwischen Mietern und Vermietern ist

alltäglich: Mal geht es um zu laute Musik, mal um das Haustier in

der Mietwohnung. Oft hilft bei solchem Zank eine Mediation unter

Mitwirkung der Beteiligten, um die Wogen zu glätten und ein friedliches

Miteinander nach der Konfliktlösung zu ermöglichen.

5. Schadenersatz: Von Zahnkrone bis Hundebiss

Die Zahnkrone bereitet schmerzhafte Probleme oder Nachbars

Bello hat zugebissen: Wer als Geschädigter Schadenersatzforderungen

durchsetzen will, braucht oft rechtlichen Beistand oder

muss vor Gericht ziehen. Dann kommen zum Ärger auch noch hohe

Rechnungen für das Verfahren hinzu. Eine preiswertere und nervenschonende

Alternative stellt auch hier eine außergerichtliche

Streitschlichtung etwa per Mediation dar. (DJD/MV)


DATENSCHUTZ

Datensicherheit ist

ein Wachstumsmotor

Innovatives Hochsicherheits-Rechenzentrum in Walle:

Gesellschafter und IT-Experte Andres Dickehut im Interview

Expertenrat

Andres Dickehut

CEO der Consultix GmbH und

Gesellschafter der ColocationIX GmbH

Unternehmen sehen sich in den aktuellen

Zeiten der Daten-Dämmerung damit konfrontiert,

ihre Digitalisierung voranzutreiben und

gleichzeitig Datensicherheit zu gewährleisten.

Ein wahrer Balanceakt?

Definitiv! Seit die Datenschutzgrundverordnung

im Mai 2018 in Kraft getreten ist, können

Schwachstellen bei Datenschutz und Datensicherheit

nachhaltige finanzielle Schäden sowie

Reputationsverlust verursachen. Geschäftsführer

und IT-Verantwortliche mittelständischer

Unternehmen brauchen tragfähige und wirtschaftliche

Strategien und Konzepte, um sensible

Daten zu speichern und zu verarbeiten.

Wie können diese Konzepte aussehen? Der

Markt an Lösungsanbietern scheint zu explodieren

und es ist nicht einfach, für das eigene

Unternehmen den richtigen Partner zu finden.

Noch setzen viele Unternehmen auf Inhouse-

Lösungen zur Speicherung ihrer sensiblen Daten.

Ich kann den Wunsch, keine datenbezogenen

Kronjuwelen wie Kunden- oder Produktionsdaten

aus der Hand zu geben, nachvollziehen.

Allerdings gebe ich zu bedenken, dass der Betrieb

eines eigenen Rechenzentrums viele Ressourcen

bindet und dass die Standards häufig nicht

den zeitgemäßen Ansprüchen an ein professionell

betriebenes externes Rechenzentrum entsprechen.

Aus meiner langjährigen praktischen

Erfahrung heraus halte ich daher die Nutzung

einer Hosted-Private-Cloud mit umfangreichem

IT-Sicherheitskonzept für die einzig sinnvolle

und kosteneffiziente Lösung im Umgang mit

unternehmenskritischen Daten. Datensicherheit

ist dabei ganz klar Vertrauenssache. Deshalb

ist es beim Outsourcing wichtig, sich gut

über den Partner, das Rechenzentrum und die

dort angebotenen Cloud-Modelle zu informieren.

Ich selbst agiere mit Consultix als IT- und

Marketingdienstleister schon seit 25 Jahren am

Markt. Wir sind mit der ISO27001-Zertifizierung

für Informationssicherheit ausgezeichnet und

haben von jeher Datenschutz und IT-Sicherheit

in unserer Unternehmens-DNA verankert.

Sie betreiben seit 2017 auch ein eigenes

Rechenzentrum in einem ehemaligen Atomschutzbunker

des Bundes. Was unterscheidet

ColocationIX von anderen Datacentern?

Wir bieten unseren Kunden ein ISO

27001- zertifiziertes Hochsicherheits-Rechenzentrum,

das zu den modernsten in Europa

zählt. Der Standort Bremen gilt wegen fehlender

Gefahr von Naturkatastrophen als optimal und

die baulichen Parameter des Atomschutzbunkers

entsprechen sogar den Anforderungen für

Gebäude kritischer Infrastrukturen. Kombiniert

mit dem zukunftsweisenden IT-Sicherheitskonzept

und der hohen Energieeffizienz dank Geothermie

wird ColocationIX unseren Ansprüchen

an das höchstmögliche Datensicherheitsniveau

gerecht. Im Jahr 2018 erhielt unser Rechenzentrum

zudem den renommierten eco://award in

der Kategorie „Datacenter Infrastructure“ für sein

sicheres und effizientes Gesamtkonzept.

Welche Vorteile bietet die Nutzung einer extern

gehosteten Private-Cloud denn speziell

für den Mittelstand?

Sobald ein mittelständisches Unternehmen das

Thema Datensicherheit mit gutem Gefühl ausgelagert

hat, kann sich dessen IT-Abteilung voll

auf seine Kernkompetenzen und die Digitalisierung

interner Prozesse fokussieren. Hier eröffnen

sich Freiräume, die Innovationsdenken und

Wachstum erst möglich machen. Ein sicheres,

kosteneffizientes Rechenzentrum mit flexiblen

Nutzungsoptionen geht zudem jeden Wachstumsschritt

mit. Es stellt dafür passende Kapazitäten

bereit, die frei skalierbar sind.

Jedes Unternehmen

besitzt einen schützenswerten

Datenschatz.

Wie dieser

auf höchstem Sicherheitsniveau

bewahrt

werden kann, erläutert

Andres Dickehut, CEO

der Consultix GmbH

und Gesellschafter der

ColocationIX GmbH.

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5


WIRTSCHAFTSPRÜFUNG/BERATUNG

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Wir sind seit 1919 im Geschäft und

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Wir sind Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,

Rechtsanwälte, IT-Berater und Unternehmerberater.

Unser interdisziplinärer

Ansatz hilft, auch komplexe Anliegen

ganzheitlich zu betrachten. Derzeit sind

mehr als 300 Personen bei uns tätig. Unsere

Mandanten kommen vorrangig aus dem

Mittelstand. Zudem beraten wir

börsen notierte Aktiengesellschaften,

öffentliche und

gemeinnützige Organisationen

und Einrichtungen

sowie Privatpersonen.

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Rechtsanwaltsgesellschaft

Nölle & Stoevesandt

haben sich seit

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Arbeit mit ihrem Fach-Knowhow und

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International sind wir Mitglied bei Praxity,

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WP/StB/RA Tobias Kersten

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Nölle & Stoevesandt

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RA Dr. Jens-Uwe Nölle

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Telefon: 0421 3013-0

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UNTERNEHMENSNACHFOLGE

Die Familienstiftung

Unternehmen sichern – warum die Familienstiftung ein

beliebtes Gestaltungsmittel ist

Expertenrat

Volker Stroot

Rechtsanwalt

Steuerberater

Fachanwalt für Steuerrecht

Die Ausgangssituation ist oft die gleiche: Der Firmeninhaber verfügt über keinen

oder keinen – aus seiner Sicht – geeigneten Nachwuchs, der als Firmenlenker in

seine Fußstapfen treten könnte. Um das von ihm geschaffene Unternehmen zu

erhalten, nicht in die Hände eines Konkurrenzunternehmens fallen zu lassen und es

dem Zugriff der Erben im Zusammenhang mit oft nicht gänzlich vermeidbaren oder

von ihm befürchteten Erbstreitigkeiten zu entziehen, überträgt der Firmeninhaber

sein Unternehmen bzw. seine Unternehmensbeteiligung auf eine von ihm gegründete

Familienstiftung. Diese nimmt zukünftig die Position des Eigentümers ein.

Das Unternehmen kann so im besten Fall für die Ewigkeit erhalten werden.

8

Die Familienstiftung

eignet sich aufgrund

ihrer im Verhältnis zu

anderen Rechtsfiguren

einmaligen Eigenschaften

dazu, bestimmte

Erwartungen

des Firmeninhabers

zu verwirklichen. Sie

sollte daher als Gestaltungsinstrument

der

Nachfolgeplanung in

die Gestaltungsüberlegungen

mit einbezogen

werden.

www.rsm-legal.de

Was sind die wesentlichen Motive des Stifters

für eine Familienstiftung neben der Unternehmensnachfolge?

Eine Zersplitterung des Vermögens durch einen

Erbgang kann genauso verhindert werden wie der

Abfluss von Liquidität für Abfindungen, Pflichtteils-

und Zugewinnausgleichsansprüche. Das

Vermögen einer Familienstiftung kann zusätzlich

Schutz vor dem direkten Zugriff des Stifters, seiner

Familie und insbesondere vor Dritten bieten.

Was sind die rechtlichen Besonderheiten

einer Familienstiftung?

Eine Familienstiftung ist eine juristische Person.

Die Familienstiftung ist die einzige Gesellschaftsform,

die keinem gehört. Sie ist eine verselbstständigte

und grundsätzlich „unsterbliche“

Vermögensmasse. Dabei ist es natürlich von besonderer

Bedeutung, dass die Stiftungssatzung

– die maßgebliche Regelung zur internen Organisation

der Familienstiftung – einerseits die

Vorstellungen des Stifters dauerhaft absichert

und andererseits berücksichtigt, dass auf Dauer

die Handlungsfähigkeit der Stiftung besteht. Aus

dem vom Stifter übertragenen Unternehmensvermögen

verfolgt sie als dauerhaften Zweck

ausschließlich oder zumindest überwiegend das

Interesse und Wohl einer bestimmten Familie,

daher der Name Familienstiftung.

Wie funktioniert die interne Organisation

einer Familienstiftung?

Die Familienstiftung besteht meist aus einem

Vorstand, der bei der Errichtung der Stiftung zu

Lebzeiten des Stifters oft von ihm selbst angeführt

wird, und sinnvoller Weise einem Kuratorium

(oder auch Familienrat). Der Vorstand führt

die Geschäfte der Stiftung, z. B. überwacht die

Geschäftsführung die Unternehmensbeteiligung

und entscheidet über die Vergabe von Mitteln,

hingegen überwacht das Kuratorium den Vorstand

und besetzt vakante Positionen neu.

Da im Stiftungsrecht der Familienstiftung eine

sehr große Gestaltungsfreiheit besteht, kann die

jeweilige Strukturierung der Aufgaben, Pflichten

und die Besetzung der Organe sehr individuell

organisiert werden.

Können sich der Stifter und seine Familie

durch die Stiftung versorgen?

Das Ziel einer Familienstiftung ist es, gerade die

nach der Stiftungssatzung begünstigten Familienmitglieder

– bezeichnet als Destinatäre – zu

versorgen. Dazu erhalten die Destinatäre von

der Familienstiftung entweder fest vereinbarte

Zuwendungen oder die Zahlungen erfolgen aufgrund

vom Stifter festgelegten Kriterien. So kann

der Ertrag der Familienstiftung also gezielt z. B.

für Ausbildungs-, Unterhalts- oder Rentenzwecke

in der Familie eingesetzt werden. Dies ist

auch der große Unterschied zu einer – deutlich

bürokratischeren – gemeinnützigen Stiftung,

die gerade nicht der Familie, sondern dem guten

Zweck der Allgemeinheit dient.

Wann errichte ich die Familienstiftung?

Eine Familienstiftung kann der Stifter durch Testament

mit seinem Tod errichten oder bereits zu

Lebzeiten. Viele Vorteile lassen sich meist besser

durch die lebzeitige Errichtung schon vom Stifter

erreichen, so dass dies der häufiger eingeschlagene

Weg ist.

Gibt es auch steuerliche Vorteile bei der durch

eine Familienstiftung gestalteten Unternehmensnachfolge?

Die aktuelle Beliebtheit der Familienstiftung ist

auch damit zu begründen, dass erbschaft- und

schenkungsteuerlich Begünstigungsmöglichkeiten

für Unternehmensvermögen bestehen.

Danach kann ein Unternehmensvermögen unter

den jeweils individuell zu prüfenden Voraussetzungen

bis zu 100 % von der Erbschaft- und

Schenkungsteuer befreit werden.


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9


KAPITALANLAGE

Warum in eine Pflegeimmobilie

investieren?

Demographischer Wandel steigert Bedarf an Pflegeplätzen

Expertenrat

Rolf Specht

Geschäftsführender Gesellschafter

der Specht Gruppe

10

Die Kapitalanlage in

Pflegeimmobilien gilt

in der Finanzbranche

schon seit einiger Zeit

als eine sichere und

zukunftsorientierte

Anlageform. Vielen

Privatanlegern ist sie

jedoch noch ein relativ

unbekanntes Anlagemodell.

Dennoch wird das

Ersparte lieber in eine

Immobilie als in hochspekulative

Aktienfonds

investiert.

www.spechtgruppe.de

Die Investition in Pflegeimmobilien liegt

im Trend – nicht zuletzt wegen des demografischen

Wandels, der einen steigenden

Bedarf an Pflegeplätzen zur Folge hat.

Zudem legen die Bundesbürger in Zeiten von

unsicheren Finanzmärkten ihr Geld lieber in

solides Betongold an, als spekulativen Finanzprodukten

ihr Vertrauen zu schenken. Die

überdurchschnittlich hohen Renditen und vergleichsweise

geringen Risiken sind weitere Faktoren,

die für eine Investition in Wohnformen

für Senioren sprechen.

►►Sicherheit und Wertzuwachs

Pflegeimmobilien sind ein inflationssicheres

Finanzprodukt am Zukunftsmarkt Pflege – mit

Renditen, die noch über der Vier-Prozent-Marke

liegen. Sie sind somit ein konjunkturunabhängiges

Investment. Im Gegensatz zu einem

Anlagefond erhält der Investor beim Kauf einer

Pflegeimmobilie einen sachlichen Gegenwert.

Durch die Aufteilung der Pflegeeinrichtungen

nach dem Wohnungseigentumsgesetz hat der

Käufer die Möglichkeit, die grundbuchlich eingetragene

Immobilie zu vererben oder weiter zu

verkaufen. Ein Zweitmarkt ist dafür unbestritten

vorhanden! Ein weiterer Vorteil: Finanzielle

Aufwendungen für Reparaturen fallen nicht

an; dies liegt, genau wie der Mieterkontakt und

-wechsel, in Betreiberhand. Lediglich an der Instandhaltung

von Dach und Fach ist der Eigentümer

mit seinem Anteil beteiligt. Der Kunde

bekommt eine anfängliche Bruttomietrendite

von beispielsweise 4,2 Prozent pro Jahr für das

Pflegeappartement und zahlt davon lediglich

monatlich 15 Euro plus Mehrwertsteuer für

die Verwaltung und die Grundsteuer von ca. 10

Euro monatlich. Gleichzeitig erhält der Investor

eine Mietgarantie über 20 Jahre. Eine Eigentumswohnung

als Kapitalanlage bietet solche

Sicherheiten nicht. Die Risiken sind für den

Anleger vergleichsweise überschaubar. Deshalb

lässt sich sagen: Die Vorteile bei Investments in

Wohnformen für Senioren liegen in der Sicherheit

und im Wertzuwachs der Immobilien.

►►Anlage in einen Zukunftsmarkt

Das Risiko des Investors liegt in der Solidität

des jeweiligen Betreibers. Dieser mietet die

Immobilie mit meist langjährigen Verträgen an

und garantiert den Anlegern den vereinbarten

Mietzins. Deshalb gilt es, beim Kauf einer Pflegeimmobilie

auf ein am Markt etabliertes und

vertrauenswürdiges Unternehmen zu setzen.

Der Anleger minimiert dadurch die Gefahren,

durch einen unternehmerischen Konkurs seine

Mieteinnahmen zu verlieren. Der Bedrohung

für die Betreibergesellschaft eines langfristigen

Leerstandes steht der demografische Wandel

entgegen: Aufgrund der steigenden Zahl Pflegebedürftiger

werden die Betreiber der Seniorenresidenzen

auch zukünftig eine hohe Auslastung

verbuchen und so die Wirtschaftlichkeit

ihrer Unternehmen gewährleisten können. Bei

unseren Immobilien geben wir sogar noch eine

Ausfallgarantie und würden im Notfall als Betreiber

einspringen.

►►Wie wird in Zukunft gepflegt?

Ein Teil der Pflegebedürftigen wird häuslich von

Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst

gepflegt. Ein großer Teil jedoch muss

die stationäre Pflege in Anspruch nehmen. Der

Experte für Gesundheits- und Sozialimmobilien

sieht durch diese rasante Entwicklung ein

erhebliches Problem auf die Gesellschaft zukommen.

Die Prognosen gehen dahin, dass die

Bestandsimmobilien den Bedarf nicht abdecken

können – weitere Neubauten werden nötig

sein: Bis zum Jahr 2040 geht Frank Löwentraut

von etwa 2.783 Gebäuden aus. Dies entspricht

einer Pflegeplatzzahl von insgesamt 334.000

Zimmern. Die Gesellschaft altert – das Investment

in eine Pflegeimmobilie ist deshalb eine

Anlage in einen Zukunftsmarkt.


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Wir können Ihre Zukunft nicht vorhersagen.

Aber wir können sie sicherer machen.

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11


BAUFINANZIERUNG

Baufinanzierung

in Zeiten niedriger Zinsen

Expertenrat

Markus Grohn

Spezialist für Baufinanzierung

12

In neun der zehn

untersuchten Regionen

ist das Verhältnis vom

notwendigen Gesamtkapitaleinsatz

zum

durchschnittlichen

Haushaltsnettoeinkommen

konstant

geblieben oder gar gesunken.

Zudem haben

Baufinanzierer noch

nie in der Geschichte

der Bundesrepublik

niedrigere Zinsen für

ihr Darlehen gezahlt

als jetzt.

www.drklein.de

Hohe Immobilienpreise – niedrige Zinsen: Ist es in diesem Spannungsfeld empfehlenswert,

eine eigene Immobilie zu erwerben und was ist bei der Baufinanzierung

zu beachten? „Recht & Geld“ hat dazu mit Markus Grohn gesprochen, Spezialist für

Baufinanzierung bei Dr. Klein in Bremen.

Herr Grohn, was sind die Gründe, warum Ihre

Kunden derzeit Immobilien kaufen?

Markus Grohn: Viele wollen unabhängig von

Vermietern leben und zudem die finanziellen

Vorteile nutzen: Im Alter verfügen Eigentümer

meist über mehr Vermögen als Mieter. Eine Immobilie

stellt daher immer noch eine der besten

Altersabsicherungen dar, die es gibt. Zudem

sind Immobilien als Kapitalanlage sehr beliebt.

Im Gegensatz zu klassischen Anlageformen versprechen

sie meist eine deutlich höhere Rendite.

Viele ärgern sich, nicht schon vor zehn Jahren

eine Immobilie finanziert zu haben, weil es damals

– im Gegensatz zu jetzt – noch bezahlbar

war. Wie schätzen Sie das ein?

Dass eine Immobilienfinanzierung heutzutage

aufwändiger ist als vor zehn Jahren, stimmt so

nicht. Wir haben das in einer Studie verglichen:

In neun der zehn untersuchten Regionen ist das

Verhältnis vom notwendigen Gesamtkapitaleinsatz

zum durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen

konstant geblieben oder gar gesunken.

Zudem haben Baufinanzierer noch nie in der Geschichte

der Bundesrepublik niedrigere Zinsen

für ihr Darlehen gezahlt als jetzt. Immobilieninteressenten

sollten sicher nichts überstürzen,

aber ich empfehle ganz klar, dieses Rekordtief der

Bauzinsen zu nutzen.

Die Zinsen werden voraussichtlich in den

nächsten Jahren wieder steigen. Wie sichere

ich mich dafür ab?

Lange Zinsbindung und hohe Tilgung sind hier

die Stichworte. Eine lange Zinsbindung reduziert

das Zinsänderungsrisiko bei der Anschlussfinanzierung,

weil nach Bindungsende bereits ein

größerer Teil des Darlehens getilgt ist und damit

für die anschließende Finanzierung ein geringerer

Betrag aufgenommen werden muss. Ähnlich

ist es bei einer hohen Tilgung: Auch sie verringert

die Restschuld und etwaige Zinserhöhungen

fallen weniger ins Gewicht. Gerade während der

derzeitigen Niedrigzinslage ist eine Tilgungsrate

von mindestens zwei Prozent ratsam, möglichst

sollten es sogar drei Prozent sein. Kreditnehmer

zahlen insgesamt weniger Zinsen, sind schneller

schuldenfrei und für eine Anschlussfinanzierung

bestens gerüstet.

Und was ist bei der Anschlussfinanzierung

noch zu beachten?

Wer bereits ein Eigenheim besitzt, hat Vorteile

gegenüber Erstfinanzierern. Er hat ein großes

Zeitfenster, um den Vertrag abzuschließen. Mit

dem Forward-Darlehen kann er sich die Zinsen

bis zu fünf Jahre im Voraus sichern. Was bei der

Anschlussfinanzierung ebenso wichtig ist wie

bei der Erstfinanzierung: Anbieter vergleichen!

Nur selten hat die bisherige Bank das günstigste

Angebot. Eine so genannte Umschuldung spart

schnell mehrere tausend Euro.

Expertenrat:

Die bestmögliche Baufinanzierung ist keine

„von der Stange“, sondern berücksichtigt

alle individuellen Details, u. a. zur weiteren

Lebensplanung. Wer sich hierzu mit ungebundenen

Baufinanzierungs-Spezialisten

berät, kann aus einer großen Bandbreite

die ideale Lösung aussuchen. Das gilt auch

für die Konditionen: Vermittler vergleichen

tagesaktuell die Zinssätze von hunderten

von Banken und können schnell die günstigsten

Angebote ermitteln.


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13


INSOLVENZRECHT

Insolvenz des

Geschäftspartners

Wie sich Unternehmer gegen eine Insolvenzanfechtung

schützen und wehren können

14

Expertenrat

Dr. Jan Nollmann

Rechtsanwalt

Martin Bastobbe

Rechtsanwalt

Büsing Müffelmann & Theye

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Falle einer Insolvenzanfechtung

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frühzeitig beraten.

Mit der richtigen

Strategie können

Rückzahlungen

vermieden werden.

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Die Insolvenz eines Geschäftspartners ist eine Herausforderung. Der Wegfall von

Geschäften ist zu verkraften und häufig verlangt der Insolvenzverwalter bereits

erhaltene Zahlungen über eine Insolvenzanfechtung zurück. Das muss aber nicht

kampflos hingenommen werden.

1. Für wen besteht das Risiko?

Wer vor Insolvenzeröffnung Leistungen vom

Insolvenzschuldner erhalten hat, kann einer Insolvenzanfechtung

ausgesetzt sein. Greift die

Anfechtung durch, sind die empfangenen Leistungen

zurückzugewähren. Dann besteht nur

noch die Aussicht auf einen Teil des Betrages in

Höhe der Insolvenzquote.

Das Risiko besteht bei Forderungen aller

Art, für Zahlungen und Warenlieferungen. Betroffen

sein können Leistungen, die der Gläubiger

zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt erhalten

hat, aber auch vorgezogene Leistungen.

Für beide Fälle gelten aber unterschiedliche

Anfechtungsvoraussetzungen.

So ist der redliche Gläubiger, dessen Forderung

fällig war, in der Regel vor einer Anfechtung

sicher, wenn die Zahlung mehr als

drei Monate vor dem Insolvenzantrag erfolgte.

Innerhalb des Drei-Monats-Zeitraums ist entscheidend,

ob der Schuldner zahlungsunfähig

war und der Gläubiger dies wusste oder erkennen

konnte. Eine Vorsatzanfechtung kann bei

Erfüllungshandlungen bis zu vier Jahre zurückgreifen.

2. Wie kann das Risiko begrenzt werden?

Geeignet zur Risikobegrenzung ist die Vereinbarung

von Sicherungsrechten, etwa Eigentumsvorbehalten,

Bürgschaften und Sicherungsabtretungen

von Forderungen gegen Dritte. Solche

Vereinbarungen müssen sorgsam vorbereitet und

die Sicherheit werthaltig sowie klar umrissen sein.

Im Insolvenzfall kann der Gläubiger dann vorrangig

auf den Verwertungserlös zugreifen. Die

Sicherheit wird im Idealfall schon mit dem zu sichernden

Anspruch vereinbart. Die nachträgliche

Sicherheitenbestellung kann anfechtbar sein.

Bei „unsicheren“ Geschäftspartnern sollte

nach Möglichkeit nicht in Vorleistung getreten

und notfalls die Unsicherheitseinrede erhoben

werden. Langfristige Zahlungsziele ohne Sicherheit

stellen ein großes Risiko dar und sollten

nur in Ausnahmefällen gewährt werden. Je

kürzer der Zeitraum zwischen den Leistungen

ist, desto größer ist zudem die Chance, dass eine

Insolvenzanfechtung wegen des Bargeschäftsprivilegs

ausscheidet.

3. Wie verteidigt man sich am besten?

Die Voraussetzungen der Insolvenzanfechtung

muss der Insolvenzverwalter darlegen und vor

Gericht auch beweisen. Fordert er eine fällige Zahlung

von einem redlichen Gläubiger zurück, gilt

Folgendes: Der Insolvenzverwalter muss grundsätzlich

die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners

zum Zahlungszeitpunkt darlegen. Dies erfordert

eine Auswertung damaliger Barmittel, Forderungen

und Verbindlichkeiten. Eine solche Darstellung

ist aufwendig und fehleranfällig – und damit

erster Ansatzpunkt für die Verteidigung.

Häufig verlegen sich Insolvenzverwalter daher

auf die Darlegung, der Schuldner habe einen

erheblichen Teil seiner Verbindlichkeiten nicht

mehr bezahlt. Dies kann zu einer gesetzlichen

Vermutung der Zahlungsunfähigkeit führen.

Eine Verteidigung kann hier an verschiedenen

Punkten ansetzen: Z. B. muss die Zahlungseinstellung

am Stichtag der angefochtenen Zahlung

bestehen. Eine bloße Zahlungsstockung

reicht nicht. Die Vermutung kann durch den

Nachweis der Wiederaufnahme von Zahlungen

widerlegt werden.

Ein Vorteil des Gläubigers ist die häufig

schlechte Informationslage des Insolvenzverwalters.

Nicht immer findet dieser geordnete,

vollständige Unterlagen vor. Dem Insolvenzverwalter

sind also keine überflüssigen Informationen

an die Hand zu geben. Im Unterschied

zu in Haftung genommenen Geschäftsführern

bestehen für Gläubiger keine besonderen Informationspflichten.

Büsing Müffelmann & Theye berät den

Mittelstand. Für die persönliche Beratung

ihrer Mandanten in allen Bereichen des

Wirtschaftsrechts kann die Kanzlei auf

ein Team anerkannter Spezialisten zurückgreifen.


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VERSICHERUNG

Expertenrat

Harald Deerberg

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Spezialist für Geldanlagen und

Betriebliche Altersvorsorge

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groß und für Laien

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trotz gleicher

Bezeichnung der Versicherung

von Anbieter

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Verlust der Arbeitskraft

Versicherungsmakler beraten in Sachen Berufsunfähigkeit

Der Verlust der Arbeitskraft ist ein existenzielles Risiko. Die finanziellen Folgen treffen

ganze Familien, weshalb eine ausreichende Absicherung angeraten ist. Auch für

den Fall, dass Vorerkrankungen dazu führen, dass man nicht mehr versicherbar ist,

gibt es Alternativen. Der Experte Harald Deerberg erklärt, worauf es ankommt.

Klassisch wird die Berufsunfähigkeitsversicherung

empfohlen. Sie leistet bei unfallbedingter

und krankheitsbedingter

Berufsunfähigkeit. Diese liegt vor, wenn Art,

Schwere und Ausmaß einer Krankheit, einer

Körperverletzung oder eines Kräfteverfalls nach

allgemein anerkannten medizinischen Erkenntnissen

erwarten lassen, dass man wenigstens

sechs Monate lang mindestens zu 50 % außerstande

ist, dem ausgeübten Beruf nachzugehen.

Das gilt auch für zeitlich begrenzte Ausfälle, wie

bei einem schweren Bandscheibenvorfall mit

Operation und anschließender Rehabilitation

oder einem so genannten Burnout.

►►Alter und Beruf sind entscheidend

Je jünger man ist, desto günstiger ist der Beitrag.

Bei Antragstellung erfolgt eine Gesundheitsprüfung.

Hier ist eine frühere Absicherung

von Vorteil, da jüngere Menschen in der Regel

gesünder sind. Auch der Abschluss als Schüler

noch vor dem Abitur macht Sinn, denn der Studiengang

oder Ausbildungsberuf kann sich aufgrund

erhöhter Risiken negativ auf den Beitrag

auswirken.

Als Beispiele seien hier technische Studiengänge,

die Ausbildung zum Mechatroniker, Installateur,

Krankengymnast oder Ergotherapeut

genannt. Wer eine Verbeamtung anstrebt, sollte

auf den Einschluss einer echten Dienstunfähigkeitsklausel

achten. Sie garantiert eine frühere

Leistung als eine reine Berufsunfähigkeitsklausel.

Einmal richtig versichert, wirkt sich die zukünftige

Berufswahl nicht mehr auf den Versicherungsbeitrag

aus.

Was aber, wenn Vorerkrankungen dazu führen,

dass man nicht mehr versicherbar ist? Oder

wenn der bereits gewählte Beruf risikobedingt

mehr kostet und nicht bezahlbar ist? Es gibt

Alternativen. Dazu gehört unter anderem die

Grundfähigkeitsversicherung. Bei dieser Form

ist der ausgeübte Beruf für die Leistungsbeurteilung

unwichtig. Die Rentenzahlung erfolgt

dann, wenn bestimmte Grundfähigkeiten wie

Gehen, Waschen, Sehen, Hören, etc. für wenigstens

zwölf Monate nicht mehr ausgeübt werden

können oder konnten.

►►Aktuelle Entwicklungen

Ganz neue Möglichkeiten bieten Funktionsinvaliditätsversicherungen,

auch als Körperschutz-

oder Existenzschutzpolice bekannt.

Dahinter verbergen sich Absicherungen die den

Verlust von Grundfähigkeiten mit Leistungen

aus der Pflegeversicherung und Unfallrenten

kombinieren. Diese sind sicherlich die zweite

Wahl, aber immer noch sinnvoller, als reine Unfallversicherungen,

die ausschließlich bei Unfällen

leisten.

Insgesamt ist es ratsam, sich vor Abschluss

einer solchen Versicherung gut zu informieren.

Die Angebotspalette aller Versicherungen in

diesem Bereich ist groß und für Laien schwer

überschaubar, zumal sich die Leistungen trotz

gleicher Bezeichnung der Versicherung von

Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Eine Beratung

vom Makler bringt Licht ins Dunkel. Die

Spezialisten beobachten den Versicherungsmarkt

und haben Zugriff auf alle Varianten, die

sie je nach Ausgangssituation anbieten können.

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Gründungsmitglied im Verband der Fairsicherungsmakler e.V.

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Ausgezeichnete Angebote

VERSICHERUNG

Die ÖVB bietet fairste Versicherungsleistungen und maßgeschneiderte Pakete

Um sich und seine Liebsten finanziell abzusichern, braucht es einen verlässlichen Versicherungsschutz.

Verkehrsunfälle können schnell teuer werden. Um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, bietet die ÖVB für

jeden Fahrer die passende Lösung. Das Komplettpaket mit Vollkasko, die Teilkasko zum Schutz vor äußeren

Gefahren oder eine Kfz-Haftpflicht zur Absicherung gegen Ansprüche Dritter. Insbesondere im Schadenfall

ist es wichtig, Versicherte persönlich vor Ort zu betreuen. Hier die Angebote der ÖVB im Überblick.

Die AutoPlus

Die Kfz-Haftpflichtversicherung mit

Autoschutzbrief bietet schnelle Hilfe in

ganz Europa bei Pannen, Unfällen, Diebstählen

und anderen Notfällen.

Die KaskoPlus

Die Voll- und Teilkaskoversicherung beinhaltet

zahlreiche Plus-Leistungen. So

profitieren Versicherte im Schadenfall

unter anderem von der Neupreisentschädigung

bis 24 Monate, der Mitversicherung

von Fahrzeug- und Zubehörteilen

bis 10.000 Euro sowie der Kaufwertentschädigung

bei Gebrauchtfahrzeugen bis

18 Monate.

Der Rabattschutz

Mit dem Rabattschutz haben Versicherte

einen belastenden Schaden im Kalenderjahr

„frei“, sodass keine Rückstufung im

Folgejahr erfolgt.

Der Werkstattservice

Wählt die ÖVB im Schadenfall die Werkstatt,

profitieren Versicherte zum Beispiel

von einem niedrigeren Kaskobeitrag, kommen

in den Genuss des Hol- und Bringservice

für das Auto und Garantieübernahmen.

Unfallschutz für Fahrer und Mitfahrer

In der Regel greift der Versicherungsschutz

nicht, wenn ein Unfall selbst verschuldet

wurde. Die FahrerPlus bietet finanzielle

Sicherheit bei Personenschäden infolge

von selbst verschuldeten Autounfällen. Die

InsassenPlus schützt zudem die Mitfahrer.

Die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung

Der Straßenverkehr ist eine der häufigsten

Ursachen für gerichtliche Auseinandersetzungen

– was bereits in erster Instanz mit

sehr hohen Kosten verbunden sein kann.

Die Verkehrs-Rechtsschutzversicherung

schützt vor finanziellen Folgen.

Die ÖVB informiert Interessierte persönlich

und erstellt auf Wunsch maßgeschneiderte Angebote.

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Die ÖVB Ansprechpartner in Bremen:

Horn

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Hasselmann & Kotzan OHG

Vahrer Str. 296

Tel. 0421 4675959 und 2234950

Schwachhausen

Joachim Lodders e. K.

Baumschulenweg 6

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FINANZEN UND VERSICHERUNGEN

Besserer Schutz für Anleger

Bundesregierung erlässt Maßnahmenpaket: Regulierung von Vermögensanlagen

Der Anlegerschutz ist ein wichtiges Ziel der Bundesregierung

bei der Finanzmarktregulierung. Dafür wurde

bereits in den vergangenen Jahren viel getan. Ein

Meilenstein war etwa die Neuerung des Kleinanlegerschutzgesetzes

von 2015. Inzwischen ist die Regulierung von Vermögensanlagen

und geschlossenen Publikumsfonds auf einem

vergleichbaren Schutzlevel wie diejenige für Wertpapiere.

Mit gesetzlichen und aufsichtlichen Maßnahmen soll ein Umfeld

geschaffen werden, in dem insbesondere auch Privatanlegern,

unter Berücksichtigung ihrer Risikotragfähigkeit, weitestgehend

eigenverantwortliche Anlageentscheidungen ermöglicht werden.

Doch die Entwicklungen an den Finanzmärkten bleiben nicht stehen

und Erfahrungen aus der Anwendungspraxis, unter anderem

die Insolvenz eines großen Anbieters von Vermögensanlagen, machen

deutlich, dass der Schutz von Anlegern weiter gestärkt werden

muss. Zu diesem Zweck haben sich das Bundesministerium

der Finanzen (BMF) und das Bundesministerium der Justiz und für

Verbraucherschutz (BMJV) auf ein Maßnahmenpaket zur Stärkung

des Anlegerschutzes verständigt. Es erweitert die Kompetenzen

der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bei

der Überwachung von Finanzprodukten wie auch bei deren Vertrieb.

Vermögensanlagen werden noch strenger reguliert. Zusätzlich

wird die BaFin ihre Zuständigkeit für den kollektiven Verbraucherschutz

verstärkt zur Aufklärung und Bildung von Verbrauchern

im Bereich Finanzen nutzen.

„Viele Menschen wollen finanzielle Vorsorge für ihre Zukunft

treffen. Anlageprodukte spielen dabei eine immer stärkere Rolle.

Für uns ist es deshalb ein zentrales Anliegen, die Sicherheit der

Anlegerinnen und Anleger weiter zu erhöhen.“

Gerd Billen, Staatssekretär im Bundes ministerium der Justiz und für

Verbraucherschutz


Quelle: Bundesministerium der Finanzen / Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

Maßnahmen im Einzelnen:

►►Abschaffung sogenannter unvollständiger Verkaufsprospekte

►►Verbot von Blindpool-Konstruktionen bei Vermögensanlagen

►►Beschränkung des Vertriebs von Vermögensanlagen auf beaufsichtigte Vermittler

►►Bessere Prüfungsmöglichkeit der Rechnungslegung von

Vermögensanlagenemittenten

►►Verpflichtende Mittelverwendungskontrolle durch unabhängigen Dritten im Fall von Direktinvestments

►►Konsequente Nutzung der Produktinterventionsbefugnis bei Vermögensanlagen

►►Abschaffung der bloßen Registrierungsmöglichkeit bei geschlossenen Publikumsfonds

►►Übertragung der Aufsicht über freie Finanzanlagenvermittler auf die Bundesanstalt für Finanzdienst-

leistungsaufsicht (BaFin)

►►Verstärkte BaFin-Aktivitäten zur Verbraucherbildung im Bereich Vermögensanlage

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Wo leben

Eigentümmler?

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