Bahnsport 10/2019

mce71

mit dem Langbahn-Team-WM-Finale in Vechta beginnt, das aber leider für die vielen deutschen Fans sportlich nicht so endete, wie sie es erwartet hatten. Und damit wären wir bei einem System, über das ich nur den Kopf schüt- teln kann. Wie kann man eine Weltmeister- schaft durch einen einzigen Lauf entscheiden lassen? Warum ist man nicht beim bisherigen System geblieben? Ähnlich wie dem deutschen Team erging es ja auch Kenneth Kruse Hansen beim Grasbahn-EM-Finale in Bad Hersfeld. Nachdem er die Vorläufe mit Maximum beendet hatte, wurde er im Finale nur Dritter und Zach Wajtknecht konnte sich über den EM-Titel freu- en. Gerecht ist was anderes. Trotzdem Gratula- tion an alle Welt- und Europa- und Deutschen Meister, von denen es in dieser Ausgabe nur so wimmelt.

49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 10/19

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Michael Härtel

Langbahnmeister

Frankreich

wieder

Langbahn-

Weltmeister

Zach Wajtknecht + Matthijssen/Mollema

Europameister


49. Jahrgang • D: 4,50 A: 5,00 LUX: 5,00 B: 5,00 NL: 5,00 I: 5,00 (Alle Angaben in Euro) 8,50 CHF • D 3392 E • 2198–2902

NR. 5/19

ABO-TIPP

SPEEDWAY • SANDBAHN • GRASBAHN • EISSPEEDWAY

Cloppenburg Fighters Paarcupsieger

mit René Deddens

Martin Smolinski

und Lukas Fienhage

15

EISSPEEDWAY-WM: Daniil Iwanow holt zum 3. Mal Gold

für

12

Greifen

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INHALT & EDITORIAL

6

24

In Vechta verteidigten die Franzosen (v.l. Stéphane Trésarrieu, Dimitri Bergé, David Bellego,

vorne Mathieu Trésarrieu und Teammanager Laurent Sambarrey) ihren Titel in einem einzigen Lauf

LANGBAHN

WM: Team + Jugend Gold Trophäe

Vechta/D 6

WM: Finale 4 Morizes/F 8

WM: Challenge Scheeßel/D 9

EM: Solo Bad Hersfeld/D +

EM: Seitenwagen Eenrum/NL 10

DM: Solo Berghaupten 20

Pokal: Schwarme 21

SPEEDWAY

WM: GP 6 Malilla/S 12

WM: GP 7 Teterow/D 13

WM: GP 8 Vojens/DK 14

WM: Challenge Gorican/KRO 15

SPEEDWAY

WM + EM: Junioren Güstrow/D +

Junioren Rivne/UKR, Paar

Balakovo/RUS, Jugend-Europacup

Pardubice/CZ + Divisov/CZ 16

Bundesliga Wittstock 18

Team-Cup Berghaupten/Güstrow 19

dmsj-Meisterschaft Herxheim 22

Offene Rennen 23

Cloppenburg 24

SONSTIGES

People & Facts 4

International 25

Nachrufe/Leserbrief 30

Vorschau/Termine/Impressum 31

Die „Night of the Fights“ in Cloppenburg machte ihrem Namen mal wieder alle Ehre: Spannende Heats

(hier Sieger David Bellego gegen René Deddens, dahinter Timo Lahti) tanzende Grid Girls, Feuerwerk etc.

Time to say goodbye!

- von Brigitte Geyer-Bernhardt -

Liebe BSA-Leser,

diesmal begrüßt Sie jemand

anders an dieser

Stelle. Nach über 40 Jahren

in der Redaktion von

Bahnsport aktuell möchte

ich mich nun von Ihnen

verabschieden. Es waren

40 aufregende Jahre, die

ich im Ziegler Verlag verbracht

habe. Ich kann mich

noch genau erinnern, als mich Verlagsgründer

Dieter Ziegler beim Speedwayrennen

in Rodenbach fragte, ob ich nicht hauptberuflich

in der Redaktion mitarbeiten möchte.

Natürlich wollte ich, denn Bahnsport war und

ist mein liebstes Hobby. Es hat mich in viele

Länder und an viele Orte geführt. Ich habe viele

wundervolle Menschen kennengelernt und viele

spannende Rennen gesehen. Dafür möchte

ich „Danke“ sagen. Und ich möchte Sie als unsere

treuen Leser bitten, dem Bahnsport und

natürlich auch diesem Magazin weiterhin treuzubleiben

und Bahnsport aktuell auch an Ihre

Bahnsportfreunde weiterzuempfehlen. Natürlich

werde auch ich dem Bahnsport treubleiben

und freue mich jetzt schon auf die kommende

Eisspeedwaysaison.

Kommen wir nun zum Inhalt dieser Ausgabe,

die mit dem Langbahn-Team-WM-Finale in

Vechta beginnt, das aber leider für die vielen

deutschen Fans sportlich nicht so endete, wie

sie es erwartet hatten. Und damit wären wir bei

einem System, über das ich nur den Kopf schütteln

kann. Wie kann man eine Weltmeisterschaft

durch einen einzigen Lauf entscheiden

lassen? Warum ist man nicht beim bisherigen

System geblieben? Ähnlich wie dem deutschen

Team erging es ja auch Kenneth Kruse Hansen

beim Grasbahn-EM-Finale in Bad Hersfeld.

Nachdem er die Vorläufe mit Maximum beendet

hatte, wurde er im Finale nur Dritter und Zach

Wajtknecht konnte sich über den EM-Titel freuen.

Gerecht ist was anderes. Trotzdem Gratulation

an alle Welt- und Europa- und Deutschen

Meister, von denen es in dieser Ausgabe nur so

wimmelt.

Hervorheben möchte ich an dieser Stelle einmal

die Veranstaltung in Cloppenburg. Glückwunsch

zum Zehnjährigen! So stelle ich mir einen

Speedway-Abend vor (obwohl dort auch

der Sieger im Finale ermittelt wurde und Jason

Doyle das Nachsehen hatte). Spannende Rennläufe,

ein glänzend aufgelegter Lokalmatador

(René Deddens), der alles gab. Interessante Interviews

in den Pausen durch Rüdiger Stadel

und Jannick de Jong (!) mit Übertragung auf zwei

Leinwänden, fetzige Musik, Happy-hour-Preise

dank Jubiläumsveranstaltung, Tröten für die

Fans, verteilt von den hübschen Grid Girls, die

den ganzen Abend über auch noch mit Tanzeinlagen

begeisterten, kulinarische Vielfalt und

zum Schluss noch ein Feuerwerk, das keine

Wünsche offenließ. Macht weiter so, liebe Cloppenburger!

Wir sehen uns an der Rennbahn! Vielleicht noch

in diesem Herbst. Es stehen ja noch einige

Highlights an wie z.B. die Bundesliga-Finals in

Landshut und Brokstedt sowie die „Rausschmeißer“

in Dohren und Olching.

Brigitte Geyer-Bernhardt

Zum Titelbild: Deutscher Langbahnmeister

Michael Härtel • Foto: Jens Körner

• Fotos links: Daniel Sievers

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PEOPLE & FACTS

40 Jahre

Bernd Diener:

Der „alte Mann“ hat’s noch immer drauf

Sechzig Jahre wurde Bernd Diener im Juni alt – und feiert gleichzeitig in diesem

Jahr 40 Jahre aktiven Bahnsport. In Berghaupten zeigte er der Konkurrenz

wieder einmal, wo der Hammer hängt und sicherte sich im Viererstechen

um den Vizetitel den letzten Platz auf dem Podest. Eine Woche zuvor hatte

sich Diener – abermals – im Challenge in Scheeßel einen Platz für die WM

2020 gesichert. Bernd Diener – das Phänomen.

Von seinem Kontrahenten Martin Smolinski wird der Gengenbacher fast

schon liebevoll, aber in jedem Fall voller Respekt, „der alte Mann“ genannt.

Alt oder zumindest älter an Jahren mag Diener sein. Auf der Bahn merkt man

davon nicht viel. Vor allem nicht auf Dieners Heimbahn in Berghaupten, wo er

nach wie vor eine Bank ist. 2018 hat Bernd Diener dort den 21 Jahre währenden

Bahnrekord eingestellt, war schneller als Smolinski. „Ich zieh‘ den Hut

vor dir. Einfach geil“, sagte Smolinski damals. Der neue Rekordhalter brachte

es 2018 immerhin schon auf 59 Jahre. Im Juni ist Diener 60 geworden. Während

andere in diesem Alter an „Ruhestand“ denken, ist Bernd Diener immer

noch unter den „Unruhigen“ auf den Bahnen unterwegs, ehrgeizig und – wie

viele auch seiner Konkurrenten sagen – „fit wie ein Turnschuh“.

Im August siegte Diener beim Grasbahnrennen in Rastede – und ließ Leute

wie Stephan Katt, GP-Pilot Jesse Mustonen (Finnland) oder auch den EM-

Bronzemedaillen-Gewinner von Bad Hersfeld, Kenneth Kruse Hansen (Dänemark),

hinter sich. Kurz darauf holte sich Diener beim WM-Challenge in

Scheeßel Rang 2 – und ist damit für die Langbahn-WM 2020 schon jetzt qualifiziert.

Bei der DM in Berghaupten sicherte sich der Schwarzwälder, nach

verhaltenem Beginn, den Finaleinzug und im Stechen um die Plätze 2 bis 5 als

Zweiter Gesamtrang 3 – und freute sich wie ein Schneekönig darüber. „Ich

weiß auch nicht, ob es normal oder unnormal ist“, antwortet Diener auf die

Frage, wie man das mit 60 Jahren (noch) macht. Die Erfahrung spiele eine große

Rolle – und dann brauche es eine Menge Kraft und Kondition. Letztere „besorgt“

sich Diener – nach täglich acht Stunden Arbeit als Papiermacher bei einer

Maschinenfabrik in Gengenbach plus zusätzlicher „Schrauberei“ an den

Maschinen – vordergründig auf dem Mountainbike, mit dem es mindestens

zweimal die Woche durch Wald und Flur geht. Diener, fünftes von insgesamt

neun Kindern, hat beide Seiten der Medaille seines geliebten Sports schon

mehrfach kennengelernt. Vom „Rennfieber“ durch die älteren Brüder Ludwig,

Hubert und Heinrich angesteckt, begann er seine Laufbahn 1979, als es – aufgrund

der Masse an Fahrern – noch Ausscheidungen zu fahren galt. „In Haßloch

bin ich mein erstes Rennen gefahren“, erinnert sich Diener. Eine 250er

Maico, eingebaut in einen Rahmen einer 500er-Bahnmaschine („alles selbst

gemacht, von Herbert Näger aus Offenburg getunt“), war seine Maschine, mit

der er auf Anhieb gewann. Überhaupt verzeichnete Diener bei den zwölf Rennen

1979 ausschließlich Podestplätze. Neunmal siegte er, einmal wurde er

Zweiter, zweimal Dritter. 1980 startete Diener in der nationalen 500er-Klasse,

1981 stieg er in die internationale Kategorie auf. Von da an, sagt Diener, wurde

es „ein bisschen zäh“: „Ich war dann der vierte Diener auf der Bahn. Im

Süddeutschen hieß es dann immer: Zwei oder drei nehmen wir. Als Vierter bin

ich auf der Strecke geblieben.“ Nicht zuletzt deshalb entschied sich Diener,

verstärkt im Norden zu starten und damit auch bei der Norddeutschen Bahnmeisterschaft

mitzumischen. Letzteres ist bis auf den heutigen Tag so geblieben.

Es dauerte, bis sich Bernd Diener international etablierte. Auch deshalb, weil

Bernd Diener nicht selten das Pech am Schleifschuh klebte. So fiel er bei der

Langbahn-WM 1986 im Endlauf in Führung liegend mit technischem Defekt

aus. 1996 wurde er in Herxheim (und bei der letzten Eintages-Langbahn-WM)

Vizeweltmeister, drei Jahre später Europameister auf der Grasbahn, 2004

Dritter der Langbahnweltmeisterschaft im Grand-Prix-Modus. 2008 und 2012

gehörte er zum Aufgebot der deutschen Langbahn-Nationalmannschaft, die

in beiden Jahren WM-Gold im Teamwettbewerb holte. Im Jahr 2000 wurde Diener

Deutscher Langbahnmeister. Fünfmal (1998, 2006, 2010, 2015, 2017) gelang

ihm die Vizemeisterschaft, achtmal schaffte er in den Jahren 1995 bis

2019 einen 3. Rang. Aber es gab auch schlimme Stürze. 2016 zum Beispiel in

Schwarme. Diener kehrte aber immer wieder zurück. Und immer und über alle

Jahre hinweg gab es seinen Worten zufolge „schöne Momente“. Was er am

Bahnsport so schätzt? „Die Tüftelei am Motorrad vielleicht, das Ausprobieren“,

sagt er: „Und die Leute, die man kennenlernt.“

„Noch nicht entschieden“ hat sich Diener, ob es 2020 noch eine weitere Saison

geben wird. Aber fährt man einen Challenge, qualifiziert sich, wenn man

nicht vorhat, nochmals zu fahren? Diener lächelt verschmitzt, wie immer,

wenn er auf etwas nicht antworten will: „Für mich ist es wichtig, dass ich fast

jeden Sonntag auf dem Bock sitze.“ Rücktrittserklärungen klingen anders.

• Text u. Foto: Susi Weber

Eisspeedway-WM-Termine 2020

Einzel-WM: 11.1. Qualifikationsrunde (QR) 1, Örnsköldsvik/S; QR 2, Kauhajoki/FIN;

1./2.2. Finale 1, Almaty/KAZ; 8./9.2. Finale 2, Togliatti/RUS; 15./16.2.

Finale 3, Shadrinsk/RUS; 14./15.3. Finale 4, Inzell/D; 4./5.4. Finale 4, Heerenveen/NL.

Eisspeedway of Nations: 29.2./1.3. Finale, Berlin/D.

Tobias und Christiane Kroner:

Kirchliche Trauung

So sieht ein strahlendes Paar aus: Tobias Kroner und seine langjährige Freundin

Christiane haben jetzt in der Klosterkapelle Handrup im Emsland kirchlich

geheiratet. Standesamtlich hatten sie sich schon vor einiger Zeit in Hamburg

das Ja-Wort gegeben. Die beiden sind bereits seit 15 Jahren ein Paar und haben

am Gymnasium Leoninum in Handrup das Abitur abgelegt. Das Leoninum

ist eine staatlich anerkannte Privatschule unter katholischer Trägerschaft der

Herz-Jesu-Priester.

Ihr Lebensmittelpunkt ist mittlerweile Hamburg, wo Tobias als Niederlassungsleiter

der Koopmann-Gruppe und Christiane als Volljuristin bei der Signal

Iduna Versicherung tätig ist. So „ganz nebenbei“ ist Kroner auch noch Vorsitzender

des MSC Dohren, der jedes Jahr im Oktober mit seinem Flutlichtrennen

für den Saison-Kehraus sorgt.

Neben vielen weiteren Hochzeitsgästen hat sich „Tobi“ Kroner vor allem darüber

gefreut, dass Mark Loram, seine Frau Joanne und deren Kinder Toby und

Sophia nach Lingen gekommen waren, um der Feier beizuwohnen. „Als ich in

England Speedway gefahren bin, habe ich fünf Jahre bei den Lorams im Haus

gewohnt und es hat sich eine tiefe Freundschaft zwischen uns entwickelt, daher

war es eine Riesenfreude, dass sie dabei waren.“

• Text: Rudi Hagen; Foto: Kroner

4 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


Smoli und die kleinen

und großen Fans

Martin Smolinski ist ein extrovertierter Typ, der sich, wo er kann, für den

Bahnsport einsetzt und Niemandem ausweicht, der ein Autogramm oder ein

Selfie mit ihm haben möchte. Die gut besuchte Autogrammstunde vor der

„Night of the Fights“ in Cloppenburg kam dem Olchinger da gerade recht. Unter

den großen und kleinen Fans standen dann auch Hidde und Senna samt

Mutter Ilona Fabriek aus den Niederlanden vor seinem Tisch. Smoli freute

sich, die Familie seines ehemaligen Konkurrenten Dirk Fabriek vor sich zu haben

und verteilte kleine Geschenke. Dirk Fabriek, der ebenfalls als Zuschauer

in Cloppenburg anwesend war, fuhr zehn Jahre für den AC Vechta, war Langbahn-GP-Fahrer

und beendete seine Karriere zwei Jahre nach seinem schweren

Sturz in Scheeßel, wo er Hals- und Rückenwirbelbrüche sowie diverse

Beinverletzungen erlitt. Der diplomierte Maschinenbau-Ingenieur und seine

Familie wohnen derweil in Stadskanaal. • Text u. Foto: Rudi Hagen

Darkin beendet Karriere

Sergej Darkin absolvierte in dieser

Saison nur zwei Speedwayrennen.

Am 6. Juni nahm er am

Halbfinale des Einzelwettbewerbs

teil und ging am 17. August

beim Mardanshin-Memorial an

den Start. Es war also nicht ganz

überraschend, als der 46-Jährige

vor dem Finale zur Einzelmeisterschaft

in Togliatti dem Publikum

mitteilte, dass er beschlossen habe,

seine lange Speedwaylaufbahn

zu beenden. Darkin wurde

am 18. Juni 1973 in Fergana (im

heutigen Usbekistan) geboren.

Da sich in seinem Geburtsort eine

Speedwaybahn befand, lag es

nicht fern, dass Sergej beschloss,

im Verein S.K. Lutsch (Strahl) Speedway zu fahren, und schon 1988 seine ersten

Runden drehte. Ende 1991, nach dem Zerfall der Sowjetunion, verließ Darkin

Fergana und setzte in Togliatti seine sportliche Laufbahn fort. Im Verein an

der Wolga (zuerst Zhiguli, dann Mega-Lada) blieb er bis Ende 2005, bis er

nach einer schweren Verletzung im Finale des Pokals der Landesmeister nach

Balakovo wechselte. Im Jahr 2008 vertrat der Fahrer die Farben von Salavat,

aber danach kehrte er nach Togliatti zurück. 2012 und 2013 fuhr Darkin zwar

wieder für Salavat, aber ab 2014 blieb er dem Club aus Togliatti bis zum Ende

seiner Karriere treu. Der Russe wurde zweimal Landesmeister (2000, 2002)

und holte in der Teammeisterschaft insgesamt elf Goldmedaillen (1994-1996,

1998, 2001-2005, 2014, 2017).

Darkins größter internationaler Erfolg war der Team-WM-Vizetitel. Im Jahre

1996 in Diedenbergen unterlag er zusammen mit Mardanshin und Kurguskin

nur der polnischen Mannschaft. Mit dem Team von Mega-Lada holte der Fahrer

dreimal den Pokal der Landesmeister (2002, 2003, 2005). Von 1996 bis

2003 und von 2006 bis 2010 startete er in den polnischen Ligen. Er war auch

– nach Povazhny – der zweite Russe, der beschloss, in England zu fahren.

Dort war er unter anderem für Eastbourne, Coventry und Leicester unterwegs.

Darkin bleibt dem Verein aus Togliatti weiterhin erhalten und trainiert bereits

den Nachwuchs von Mega-Lada. In dieser Saison führte er seine Schützlinge

in der Junioren-Teammeisterschaft zur Goldmedaille. • Text u. Foto: Georg Dobes

Nickis Probleme mit dem Gesetz

Wie das polnische Internetportal „Sportowe Fakty“ berichtet, ist Nicki Pedersen

in Konflikt mit dem Gesetz geraten. Ende des vergangenen Jahres

nahm der dreifache Weltmeister einen neuen Mechaniker unter Vertrag.

Ein gewisser Lukas bekam vom dänischen Fahrer umgerechnet 4620,- Euro,

um die Motorräder für die neue Saison vorzubereiten. Da Pedersen mit

der Arbeit von Lukas nicht richtig zufrieden war, entließ er ihn und entschied

sich wieder für sein altes Team. Der 42-Jährige forderte den gefeuerten

Mitarbeiter auf, ungefähr die Hälfte des Vorschusses zurückzuzahlen.

Nach Angaben von Pedersen war Lukas nach einigen Gesprächen auf

die Forderung eingegangen. Doch der Däne wartete vergeblich auf das

Geld. Irgendwann ging der Mechaniker nicht mehr ans Telefon und reagierte

nicht auf Textnachrichten seines ehemaligen Arbeitgebers.

Schließlich vereinbarte man während eines Rennens in Vetlanda, dass Nicki

zu Lukas nach Hause kommen und dort das Geld abholen solle. Bei

den Berichten, wie das Treffen abgelaufen ist, gibt es jedoch große Diskrepanzen.

Der Mechaniker zeigte den Weltmeister an: Nicki wäre mit

zwei anderen Männern in sein Haus gekommen und es wäre zu einer Prügelei

gekommen. Die Polizei im schwedischen Eksjö leitete Ermittlungen

im Fall des mutmaßlichen Überfalls von Pedersen und seinen Begleitern

auf Lukas und seine Frau ein. Pedersen bestreitet vehement, dass er

handgreiflich geworden wäre und behauptet, die Polizei hätte die Ermittlungen

eingestellt, weil der Mechaniker als unglaubwürdig eingestuft

würde. Das scheint jedoch nicht der Wahrheit zu entsprechen, weil die Gesetzhüter

Videomaterial von Kameras sichergestellt hatten und prüfen

wollen, ob es einen Kampf gegeben hat, bei dem Lukas und seine Frau geschubst

und geschlagen wurden. • Georg Dobes

Korrektur

In Bahnsport aktuell 9/19, S. 16, ist uns leider ein Fehler unterlaufen.

Beim Bericht zur Speedway-U21-DM in Ludwigslust schrieben wir fälschlicherweise,

dass Michael Härtel seinen Traum vom fünften Titel verletzungsbedingt

begraben musste. Richtig ist, dass Michael Härtel in Ludwigslust

seinen sechsten Titel nach 2013, 2014, 2015, 2016 und 2018 erkämpfen

wollte. Wir bitten, das Versehen zu entschuldigen. • Die Redaktion

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 5


LANGBAHN-WM

Team - Finale - Vechta/D

Team Frankreich

zum zweiten Mal Weltmeister

Team Frankreich mit

David Bellego (6), Dimitri Bergé (5) und

Mathieu Trésarrieu (4) vor den Schweden mit

Joel Andersson (3), Tomas H. Jonasson (2) und Sebastian Aldén (1)

Zum zweiten Mal in Folge holte sich die französische Mannschaft den Titel Langbahn-Teamweltmeister.

Punktbester im Vechtaer Reiterwaldstadion aber war das deutsche Team, doch das nützte nichts,

denn ab dem Semifinale wurde nach dem neuen Reglement im K.-o.-System gefahren.

6 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19

12:3 für Team Deutschland mit Martin Smolinski (7) Lukas Fienhage (8) und Max Dilger (9)

gegen die Tschechen mit Josef Franc (10), Hynek Stichauer (weiß) und Martin Malek (gelb)


Frankreich feiert mit (v.l.) Teammanager Laurent Sambarrey, Dimitri Bergé,

David Bellego, Mathieu und Stéphane Trésarrieu)

Malek und Hynek Stichauer kamen auf den Plätzen

2, 3 und 4 ein. Smolinski und Dilger, die beide

den Start versemmelt hatten, fuhren hintendran.

Damit standen die Tschechen im Finale

gegen Frankreich, das die Briten mit 9:6 besiegt

hatte. Dabei hatte Frankreich gehöriges Glück,

denn „Bomber“ Chris Harris hatte das Semifinale

2 zwar gewonnen, aber Europameister

Zach Wajtknecht war ausgefallen und Edward

Kennett kam nur als Letzter an.

Das Finale um den WM-Titel war dann sehr

spannend. Mathieu Trésarrieu siegte vor dem

im Gegensatz zu den Vorläufen wie ausgewechselt

fahrenden Franc, Dimitri Bergé, Stichauer

und David Bellego als Schlusslicht. Das französische

Team konnte anschließend nach dem

8:7-Sieg ausgiebig mit seiner Fankolonie auf

den Tribünen feiern.

Im deutschen Lager herrschte später Niedergeschlagenheit.

Smolinski: „Das neue System hat

uns den Titel gekostet. Das ist sehr schade , da

wir nach den Vorläufen vorne lagen. Im Semifinale

von Gate Weiß, dem schlechtesten des Tages,

habe ich keinen Start hinbekommen und

ich konnte meine Leistung nicht abrufen. Von

Weiß gab es keinen Laufsieg am ganzen Renntag.

Wir hatten die falsche Team-Taktik und haben

die Tschechen unterschätzt. Ich fand dann

keinen Weg mehr an den Jungs vorbei.“ Teammanager

Hukelmann war realistisch: „Das Reglement

galt für alle, dass es uns hier so getroffen

hat, ist Pech. Allerdings hatte ich nach dem

schwachen Start von Martin gedacht, er würde

das noch wieder aufholen.“

Deutschland wurde am Ende wie im Vorjahr

Dritter der Team-WM. Hinter dem deutschen

Team folgten Großbritannien, die Niederlande

und Schweden auf den Plätzen 4 bis 6.

• Text u. Action-Fotos: Rudi Hagen

• Restliche Fotos: David Reygondeau

Weltmeister der Herzen:

Deutschland mit (v.l.) Max Dilger,

Lukas Fienhage, Jörg Tebbe,

Martin Smolinski und

Teammanager Josef Hukelmann

Int. ADAC-Langbahnrennen Vechta - 14.9.2019

Ergebnis:

I-Seitenwagen: 1. Markus Venus/Markus Heiß, 15 Punkte;

2. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 9; 3. Sven Holstein/Bonita

van Dijk, NL, 7; 4. Marco Hundsrucker/Michael Zapf, 5.

Zirka 7000 Bahnsportfreunde sahen an diesem Samstagabend

unter Flutlicht eine Team-WM, offiziell sperrig benannt mit

„FIM Long Track of Nations“, die viele von ihnen, vor allem deutsche,

am Ende etwas ratlos zurückließ. Teammanager Josef Hukelmann

hatte mit Martin Smolinski und Lukas Fienhage die

beiden überragenden Langbahn-Piloten aufgeboten. Beide

holten jeweils 24 Punkte, „Smoli“ glänzte dabei mit gleich vier

Vorlaufsiegen. Der Lahrer Max Dilger fiel dagegen mit 11 Punkten

etwas ab. Kapitän Jörg Tebbe wurde nicht eingesetzt.

Gleich in seinem ersten Heat schlug Deutschland die Tschechen,

die mit Josef Franc, Martin Malek und Hynek Stichauer

antraten, maximal mit 12:3 Punkten. Das sollte am Ende eine

Rolle spielen. Gegen die mitfavorisierten Franzosen gab es einen

fast ebenso klaren 9:3-Sieg und auch die Niederlande

(11:4) sowie die schwachen Schweden (12:3) wurden „weggeputzt“.

Selbst Großbritannien hatte beim 9:6 der Deutschen

keine echte Chance.

So kam es zu folgenden Paarungen in den Semifinals: Deutschland

gegen die Tschechen und Frankreich gegen Großbritannien.

Nur die Sieger kamen nach dem neuen Reglement ins Finale.

Nach dem Kantersieg zum Auftakt schien man von deutscher

Seite ein (zu?) gutes Gefühl für das Duell gegen das Team aus

der Tschechischen Republik zu haben. Hier hätte es doch aus

deutscher Sicht nur eine Maßgabe gegeben: Smolinski und

Fienhage als aktuell Stärkste müssen vorneweg fahren, dann

war die Finalteilnahme klar. Und damit musste man im Vorfeld

alles tun, auch die richtigen Startplätze wählen.

Martin Smolinski wählte dann aber mit Weiß den Startplatz,

der zu der Zeit der schlechteste von allen war. Der großartige

Lukas Fienhage gewann den Lauf zwar, aber Josef Franc, Martin

LANGBAHN-TEAM-WM - Finale - Vechta/D - 14.9.2018

Pl./Team Fahrer 1 2 3 4 5 SF F EP GP

1. Frankreich Mathieu Trésarrieu 4 0 5 3 4 4 5 25 64

Dimitri Bergé 5 2 3 4 5 2 3 24

David Bellego 2 4 1 2 3 3 0 15

Stéphane Trésarrieu N N N N N N N 0

2. Tschechien Josef Franc 2 5 4 5 0 4 4 24 54

Martin Malek 1 1 3 1 2 2 1 11

Hynek Stichauer D 4 5 0 5 3 2 19

Michal Skurla N N N N N N N 0

3. Deutschland Martin Smolinski 5 5 5 3 5 1 24 59

Lukas Fienhage 4 3 4 5 3 5 24

Max Dilger 3 1 2 1 4 0 11

Jörg Tebbe N N N N N N 0

4. England Chris Harris 3 D 4 4 3 5 19 47

Zach Wajtknecht 4 4 2 2 4 A 16

Edward Kennett 5 5 A 0 1 1 12

Paul Cooper N N N N N N 0

5. Niederlande Theo Pijper D 3 3 5 0 11 27

Henry van der Steen 1 0 0 N 2 3

Dave Meijerink 2 2 1 4 1 10

Lars Zandvliet N N N 3 N 3

6. Schweden Sebastian Aldén 1 1 2 A 2 6 18

Tomas Jonasson 3 2 D N N 5

Joel Andersson 0 3 D 2 1 6

Andreas Bergström N N N 1 D 1

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 7


LANGBAHN-WM

Max Perry (Mitte) holt sich die Youth Gold Trophy vor Luke Harrison (links) und Adam Bednar

• Foto: Ubbo Bandy

Max Perry gewinnt

Jugend Gold Trophäe

Mit einem lupenreinen Maximum von 20 Punkten gewann der zwölfjährige

Brite Max Perry in Vechta die „FIM Youth Gold Trophy“ vor seinem

Landsmann Luke Harrison mit 17 Zählern. Auf Platz 3 folgte der Tscheche

Adam Bednar. Bester Deutscher war Patrick Hyjek mit 15 Punkten auf Rang

4, Marlon Hegener wurde Sechster mit 11 Zählern. • Text: Rudi Hagen

Bahnsport-Jugend-Gold-Trophäe - Finale - Vechta/D - 14.9.2019

Ergebnisse:

FIM Youth Gold Trophy: 1. Max Perry, GB, 20 Punkte; 2. Luke Harrison, GB, 17; 3. Adam Bednar, CZ,

16; 4. Patrick Hyjek, D, 15; 5. Jaroslav Vacinek, CZ, 12; 6. Marlon Hegener, D, 11; 7. Niek Meijerink,

NL, 11; 8. Theo Ugoni, F, 11; 9. Bruno Belan, CZ, 8; 10. Bruno Thomas, D, 7; 11. Tino Bouin, F, 7;

12. Leonie Weinhold, D, 6; 13. Jan Jenicek, CZ, 4; 14. Manuel Rau, D, 4; 15. Luca Kastner, D, 0.

SANDRA MOLLEMA NACH FURCHT-

BAREM CRASH WIEDER ZU HAUSE

„Ich bin wieder gut zu Hause angekommen“, ließ Sandra Mollema am

Montag nach dem schweren Sturz in Vechta über die sozialen Medien

wissen. Was war passiert? Beim Startbandtraining zum Flutlichtrennen

in Vechta im Rahmenprogramm der Langbahn-Team-WM waren die

31-Jährige im Beiwagen und William Matthijssen am Lenker des

500-ccm-Gespanns schwer gestürzt, nachdem ihre Landsleute Sven

Holstein und Beifahrerin Bonita van Dijk auf sie draufgestoßen waren.

Sandra Mollema war dabei die Hauptleidtragende des Zusammenpralls.

Bei dem folgenden Überschlag knallte ihr eigenes Gespann von

oben auf sie herab, als sie mit dem Rücken auf der Bahn lag. Motor und

Auspuff prallten dabei auf ihren Kopf-, Hals- und Brustbereich.

Im Vechtaer Krankenhaus wurden dann eine große Wunde und Verbrennungen

im Gesicht, viele Blutergüsse im Nacken und im Rücken

sowie ein gebrochener Mittelfußknochen diagnostiziert. Die kleine

Holländerin, die beruflich in Groningen als Busfahrerin im städtischen

Linienverkehr tätig ist, dankte schon zwei Tage später allen Besuchern

und denjenigen, die ihr Nachrichten geschickt oder bei ihr angerufen

hatten. „Das tut mir gut.“ William

Matthijssen selbst klagte nach

dem Sturz über Schmerzen im

linken Handgelenk und im Arm.

Noch am Abend vor Vechta hatten

die amtierenden Europameister

Matthijssen/Mollema beim

Speedway-Event „Night of the

Fights“ in Cloppenburg einen gelungenen

Auftritt. Zusammen mit

den Pfarrkirchenern Markus Venus/Markus

Heiß und Mitch Godden/Paul

Smith (GB) zeigten sie,

dass auch Gespanne auf der

Speedwaybahn für Spektakel

sorgen können. • T/F: Rudi Hagen

Finale 4 - Morizes/F

Martin Smolinski büßt

WM-Führung ein

Der Langbahn-GP im französischen Morizes kam für Martin Smolinski

zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Nach seinem Sturz

beim Speedway-WM-Challenge in Gorican (Kroatien), bei dem

der Olchinger eine Fußraste in den Rücken bekam, war er durch

die Schmerzen noch zu sehr gehandicapt, um ganz nach vorne zu

fahren.

Trotzdem lieferte der Langbahnweltmeister von 2018 in Südfrankreich eine

tolle Leistung ab. Nach den Vorläufen lag „Smoli“ mit 16 Punkten

gleichauf mit den Franzosen Dimitri Bergé und Mathieu Trésarrieu. Nachdem

er im Semifinale hinter Trésarrieu Zweiter geworden war, sollte das

Finale entscheidend sein.

„Mein Start im Finale war nicht gut genug“, ärgerte sich Smolinski später,

„ich versuchte zwar, nochmal auf Angriff zu fahren, doch ich sicherte mir

am Ende lieber den Punkt für Platz 4.“ Bergé gewann das Finale und damit

den GP und zog an Smolinski in der Gesamtführung mit einem Punkt Vorsprung

vorbei, sodass die Entscheidung über den WM-Titel im niederländischen

Roden erfolgt.

Zweiter wurde Trésarrieu vor dem bärenstarken Youngster Lukas Fienhage

aus Lohne. „Ich bin überglücklich“, verriet der Norddeutsche am Ende,

„die Bahn liegt mir sehr, schon in den Juniorenklassen und letztes Jahr im

Teamfinale habe ich in Morizes gute Platzierungen erreicht. Es hätte noch

besser laufen können für Fienhage, der 18 WM-Punkte holte, denn in

Durchgang 3 musste er mit einem gerissenen Zahnriemen zu Boden.

Der Tscheche Josef Franc hatte nach dem Semifinale schon 18 Punkte auf

seinem Konto, konnte dieses Resultat mit Platz 5 im Finale aber nicht verbessern.

Max Dilger aus Lahr auf Platz 11 hatte in seinem ersten und letzten Vorlauf

je einen Nuller und verpasste das Semifinale. Jörg Tebbe aus Dohren hielt

sich mit 5 Punkten wacker und kam auf Rang 13. Der Gengenbacher Bernd

Diener wurde Letzter mit einem mageren Pünktchen. • Rudi Hagen

LANGBAHN-WM

(nach 4 von 5 Finals)

Pl./Name Nat. F1 F2 F3 F4 Ges.

1. Dimitri Bergé F 21 26 24 24 95

2. Martin Smolinski D 24 23 27 20 94

3. Mathieu Trésarrieu F 21 20 18 23 82

4. Lukas Fienhage D 12 13 14 18 57

5. Josef Franc CZ 15 6 18 18 57

6. Theo Pijper NL 14 9 21 9 53

7. Jesse Mustonen FIN 2 9 12 14 37

8. Chris Harris GB 3 18 5 11 37

9. Max Dilger D 8 11 11 6 36

10. James Shanes GB 18 11 5 34

11. Andrew Appleton GB 10 4 10 5 29

12. Martin Malek CZ 2 8 3 14 27

13. Bernd Diener D 10 5 8 1 24

14. Jörg Tebbe D 12 5 17

15. Stéphane Trésarrieu F 11 3 14

16. Romano Hummel NL 8 6 14

17. Zach Wajtknecht GB 9 9

18. Stephan Katt D 3 3

19. Fabian Wachs D 0 0

F4 - Morizes/F - SF1: Bergé, Franc, Fienhage, Pijper, Harris;

SF2: Trésarrieu, Smolinski, Wajtknecht, Mustonen, Malek;

Finale: Bergé, Trésarrieu, Fienhage, Smolinski, Franc.

8 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


Challenge - Scheeßel/D

Stephan Katt

und Bernd Diener

für die WM 2020

qualifiziert

Stephan Katt vor Max Dilger

Toller Erfolg

für Stephan Katt

und Bernd Diener.

Beide Deutsche

konnten sich auf

dem Eichenring

in Scheeßel mit

den Plätzen

1 und 2 als

Permanentstarter

für die Langbahn-

WM 2020

qualifizieren.

Max Dilger

wurde Achter,

hat aber noch

Chancen für

nächstes Jahr

in der laufenden

WM.

Jörg Tebbe, der im Vorjahr an gleicher Stelle Deutscher Langbahnmeister

wurde, kam gut in den Challenge, hatte am Ende aber mit technischen

Problemen zu kämpfen und schied auf Platz 7 aus. David Pfeffer kam als

Reservist einmal zum Einsatz und ergatterte sich 2 Punkte, wobei er immerhin

den Tschechen Josef Franc in Schach hielt, der sich als Gesamtdritter

am Ende neben Katt, Diener und Jesse Mustonen für die WM im kommenden

Jahr qualifizieren konnte. Marcel Dachs kam als zweiter Reservist

zu keinem Einsatz.

Obwohl er am Ende des zügig durchgeführten Challenge „nur“ Zweiter

wurde, beeindruckte Bernd Diener mit einer tadellosen Vorstellung. Es

war schon beeindruckend, wie sicher und souverän der 60-jährige Gengenbacher

seine fünf Vorläufe absolvierte, von denen er die ersten vier

gewann. Im Semifinale gelang ihm immerhin noch Platz 3, obwohl ihn

Schiedsrichter Pavel Kubes beim Start seiner Meinung nach zu Unrecht

zweimal ermahnte und damit für Unruhe sorgte. Diener: „Meine Kupplung

wäre mir beinahe verbrannt, das war nicht gerecht von dem.“ Aber

schon nach diesem vorletzten Lauf stand fest, dass der wackere Schwarzwälder

die permanente Karte für den Langbahn-GP 2020 in der Tasche

hatte.

Stephan Katt wollte dem nicht nachstehen. Der Neuwittenbeker gewann

zwar nur einen seiner fünf Vorläufe, aber dann war er nicht mehr zu halten.

Sieg in Semifinale 2 und Sieg im Finale. Damit kam er auf 23 Punkte,

war Tagessieger und ist demnächst wieder mittendrin in der Langbahn-

Weltmeisterschaft.

Josef Franc, der schon im Training mit der schnellsten Zeit glänzte, begann

sehr stark und kam nach einer Schwächephase wieder zurück. Er gewann

sein Halbfinale, beendete das Finale als Zweiter hinter Katt und hatte

zuletzt als Gesamtdritter ebenfalls das WM-Ticket in der Tasche.

Jesse Mustonen qualifizierte sich als Vierter für den GP 2020. Der Finne

begann superstark, hatte nach vier Vorläufen nur einen Zähler abgege-

Bernd

Diener,

Stephan

Katt

und

Josef

Franc

ben, aber im letzten Vorlauf fuhr er beim Start ins Band und musste Reservist

David Pfeffer den Platz abgeben. In Semifinale 2 hatte Mustonen

dann auch noch einen Ausfall, aber im Finale war er trotzdem dabei. Hier

reichten ihm als Dritter 2 Punkte für die Qualifikation.

Der neue Europameister Zach Wajtknecht enttäuschte in Scheeßel mit

Platz 12. Ein Ausfall gleich zu Beginn und dann ein Nuller, das konnte der

Brite nicht mehr aufholen.

• Texte u. Action-Foto: Rudi Hagen; Siegerehrungsfoto: Daniel Sievers

Kommentar:

LOB FÜR DEN MSC EICHENRING SCHEEßEL

Gut gemacht, MSC Eichenring Scheeßel. Nachdem der Club aus dem

Landkreis Rotenburg (Wümme) schon im Vorjahr bei der Ausrichtung

der Deutschen Langbahnmeisterschaft eine gute Figur machte, setzte

das Team um den 1. Vorsitzenden Eckhard Koslowski beim WM-Challenge

jetzt noch einen drauf.

In nur drei Stunden zog man das FIM-Prädikat durch, eine der Forderungen,

die der internationale Verband erfüllt sehen will, will man auf

der Liste der Clubs bleiben, die vielleicht auch mal einen Grand Prix

durchführen wollen. Und das will der MSC Eichenring Scheeßel.

Für eine zügige Rennabwicklung ist ein akkurater Bahndienst enorm

wichtig. Der neue Bahnmeister Stephen Glimmann und sein Team hatten

in der Woche zuvor die 1000 Meter lange Sandbahn klug bewässert

und am Renntag durch effektive Bahndienste mit ausgesuchten Fahrzeugen

und Gerätschaften für ebenes Geläuf mit relativ wenig Staubentwicklung

gesorgt.

Dass man sich auf nur zwei Klassen konzentrierte, trug zum zügigen

Rennverlauf maßgeblich bei. Die Frage, warum statt der holländischen

Mädels-Enduro-Gruppe nicht die B-Solisten, also der deutsche Nachwuchs

gefahren ist, wird clubintern diskutiert und bewertet werden.

Grundsätzlich kann man sagen, dass der MSC Eichenring Scheeßel für

weitere große Aufgaben bereit ist.

Langbahn-WM - Challenge - 71. ADAC-Sandbahnrennen Eichenring Scheeßel - 25.8.2019

Ergebnisse:

Qualifiziert für WM 2020: 1. Stephan Katt, D, 23 Punkte; 2. Bernd Diener, D, 22; 3. Josef Franc,

CZ, 19; 4. Jesse Mustonen, FIN, 17.

Ausgeschieden: 5. Richard Hall, GB, 16; 6. Kenneth Kruse Hansen, DK, 13; 7. Jörg Tebbe, D, 12;

8. Max Dilger, D, 12; 9. Martin Malek, CZ, 11; 10. Gaétan Stella, F, 10; 11. Hynek Stichauer, CZ, 9;

12. Zach Wajtknecht, GB, 6; 13. Jarno de Vries, NL, 3; 14. Stéphane Trésarrieu, F, 3; 15. David Pfeffer,

D, 2; 16. Henry van der Steen, NL, 2; 17. Marcel Dachs, D, 0 (nicht eingesetzt).

Semifinale 1: 1. Franc; 2. Tebbe; 3. Diener; 4. Hall; 5. van der Steen.

Semifinale 2: 1. Katt; 2. Kruse Hansen; 3. Malek; 4. Dilger; 5. Mustonen A.

Finale: 1. Katt; 2. Franc; 3. Mustonen; 4. Diener; 5. Hall.

Enduro-Damen NL: 1. Harriet Zwiers, 44 Punkte; 2. Maaike de Ree, 39; 3. Kelsey Rozenberg, 36;

4. Sylvana Postma, 30; 5. Siske Benedictus, 29; 6. Demi Valkema, 23; 7. Jessica Elsinga, 23;

8. Ineke Renkema, 16; 9. Inge Slagter, 12; 10. Jessica Dijkstra, 7; 11. Rosalyn de Vries, 2;

12. Sjoukje v.d. Veen, 0.

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 9


GRASBAHN-EM

Solo - Bad Hersfeld

Zach Wajtknecht nutzt Gunst der Stunde

Zach Wajtknecht heißt der neue Grasbahn-Europameister, der vor 2000 Zuschauern in

Bad Hersfeld gekürt werden konnte. Der 21-jährige Brite brillierte im Endlauf, zu dem

sein Landsmann James Shanes wegen Berühren des Startbandes ausgeschlossen wurde.

Der bis zu diesem Zeitpunkt führende Däne Kenneth Kruse Hansen musste nach

misslungenem Start mit Rang 3 zufrieden sein. Vize-Europameister wurde Paul Hurry.

Lange Zeit sah es nach einem dänischen Titelträger

aus: Kenneth Kruse Hansen, Neuling auf

dem Grasbahn-Oval, mauserte sich zum Favoritenschreck

und behielt über alle vier Vorläufe

hinweg eine weiße Weste. James Shanes hatte

zweimal gegen den dänischen Newcomer das

Nachsehen. Dafür siegte Shanes seinerseits

zweimal gegen den Trainingsschnellsten Zach

Wajtknecht. Beide Briten zogen somit mit

18 Vorlaufpunkten neben Paul Hurry (15) und

Maximumpilot Kenneth Kruse Hansen ins A-Finale

ein. Eng ging es im B-Finale her, in dem

sich James Wright an die Spitze setzte und ein

Dreikampf mit Chris Harris und Mathieu Trésarrieu

entbrannte. Nachdem sich Harris an 2. Position

festgesetzt hatte, fiel Trésarrieu aus. Damit

standen Wright und Harris ebenfalls im

Endlauf.

Jener endete für James Shanes, der ins Startband

rollte, bitter. Nichts würde es werden mit

einem neuerlichen Titelgewinn. Der Weg war

frei für jemand anderen. Hansen erwischte im

A-Finale alles andere als einen guten Start.

Wajtknecht wiederum profitierte vom Ausschluss

von James Shanes, der – zunächst neben

ihm stehend – nicht mehr mitmischen

durfte. Der 21-jährige Brite schoss aus den

Bändern und arbeitete Runde um Runde an seinem

Vorsprung. Dahinter musste Hansen

schließlich in der dritten Runde Hurry passieren

lassen. Damit waren Gold, Silber und Bronze

verteilt. Auch wenn der neue Grasbahn-Europameister

Zach Wajtknecht gerade einmal

21 Jahre alt ist, kann man ihn als „alten Hasen“

bezeichnen. 2012 und 2013 war er FIM 125cc

Youth Gold Trophy Champion, vergangenes

Jahr Vizeweltmeister mit der britischen Mannschaft

bei der Langbahn-Team-WM und Dritter

der Grasbahn-Europameisterschaft.

Doch wo es Gewinner gibt, gibt es auch Verlierer.

Viele taten sich schwer mit dem hervorragend

präparierten, später regenbedingt aber

immer schmieriger werdenden Oval. Nicht nur

die deutschen Piloten mussten sich mit Platzierungen

im hinteren Drittel des EM-Feldes

zufriedengeben. So kam beispielsweise Vorjahres-Vize-Europameister

Josef Franc nicht

über das C-Finale hinaus. Ex-Europameister

Andrew Appleton teilte dieses Schicksal. Auch

der derzeitige Langbahn-WM-Dritte Mathieu

Trésarrieu hatte auch schon in den Vorläufen

so seine Probleme. Vordergründig waren es

neben Kenneth Kruse Hansen die Briten, die

sich auf dem Bad Hersfelder Terrain wohlfühlten.

Nicht umsonst besetzten sie schließlich

auch fünf der sechs Endlaufplätze.

Insgesamt sahen die rund 2000 Zuschauer,

auch in den Seitenwagenklassen, recht spannende

Rennen. Bei den A-Gespannen entbrannte

ein Zweikampf zwischen Manuel Meier/Melanie

Schrempp und Imanuel Schramm/

Patrick Löffler, den das Geschwisterpaar aus

dem Schwarzwald für sich entschied. In der nationalen

Seitenwagenklasse durften sich Jan

Kempa/Sina Stickling freuen, die mit zwei Siegen

und zwei 2. Plätzen die konstantere Leistung

ablieferten. Aber auch hier gab es schöne

Duelle mit Sebastian Kehrer/Benjamin Maier.

„Wir sind sehr zufrieden, wie das alles ablief“,

sagte Elona Schäfer-Hablesreiter, Vorsitzende

des MSC Bad Hersfeld. In knapp drei Stunden

brachte der Verein sowohl die höchste Prädikatsveranstaltung

auf der Grasbahn als auch

die drei anderen Klassen über die Bühne – und

erntete viel Lob von offizieller Seite.

• Text: Carola Schäfer; Foto: Daniel Sievers

GRASBAHN-EM Solo - 17.8.2019

Pl./Name Nat. 1 2 3 4 VP

1. Zach Wajtknecht GB 5 5 4 4 18

2. Paul Hurry GB 3 4 5 3 15

3. Kenneth Kruse Hansen DK 5 5 5 5 20

4. James Wright GB 5 1 4 4 14

5. Chris Harris GB A 5 4 5 14

6. James Shanes GB 4 4 5 5 18

7. Martin Malek CZ 4 2 2 1 9

8. Henry van der Steen NL 2 2 2 3 9

9. Paul Cooper GB 4 3 3 2 12

10. Mathieu Trésarrieu F 2 3 3 4 12

11. Jerôme Lespinasse F 3 0 2 D 5

12. Josef Franc CZ 2 0 1 2 5

13. Christian Hülshorst D 1 4 D 3 8

14. Andrew Appleton GB 1 3 3 1 8

15. Stephan Katt D 2 2

16. Tom Perry GB 3 2 1 1 7

17. Bernd Diener D 1 1 S D 2

18. Mika Meijer NL 0 0 1 0 1

19. Max Dilger D 0 1 N N 1

20. Gaetan Stella F A 0

A-Finale: 1. Wajtknecht; 2. Hurry; 3. Kruse Hansen;

4. Wright; 5. Harris; 6. Shanes D.

B-Finale: 1. Wright; 2. Harris; 3. Malek;

4. van der Steen; 5. Trésarrieu A; Cooper S/D.

C-Finale: 1. Lespinasse; 2. Franc; 3. Hülshorst;

4. Appleton; 5. Katt; 6. Perry N.

14. DMV-Flutlicht-Grasbahnrennen Bad Hersfeld - 17.8.2019

Ergebnisse:

B-Solo: 1. Marcel Sebastian, 19 Punkte; 2. Mike Todt, 15;

3. Dennis Helfer, 14; 4. Rudi Eichenlaub, 8; 5. Ralf Herhaus, 4;

6. Stephan Körner, 0.

I-Seitenwagen: 1. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 10 Punkte;

2. Imanuel Schramm/Patrick Löffler, 8; 3. Achim Neuendorf/

Morris San Millan, 5; 4. Marco Hundsrucker/Michael Zapf, 1.

B-Seitenwagen: 1. Jan Kempa/Sina Stickling, 10 Punkte;

2. Sebastian Kehrer/Benjamin Maier, 8; 3. Patrick Zwetsch/

Viktor Caric, 6; 4. Maximilian Klaas/Ronald Hain, 0.

10 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


Seitenwagen - Eenrum/NL

Matthijssen/Mollema alte

und neue Europameister

Gegen die niederländischen Titelverteidiger William Matthijssen und Beifahrerin

Sandra Mollema war kein Kraut gewachsen. Sie holten sich in Eenrum (NL) erneut

den Grasbahn-EM-Titel bei den Gespannen.

William Matthijssen/Sandra Mollema bestätigten

in Eenrum ihre ausgezeichnete Form und

wurden wie im Vorjahr in Werlte Europameister

auf der Grasbahn. Für den 42-jährigen Ausnahmefahrer

aus Alteveer bei Stadskanaal war es

EM-Titel Nummer 7. Für Beifahrerin Sandra

Mollema war ihr vierter EM-Titel in Eenrum ein

schönes Geschenk zu ihrem 31. Geburtstag.

Schon nach den Vorläufen lagen die Titelverteidiger

mit vier Siegen und 20 Punkten vorne vor

den Briten Mitch Godden/Paul Smith (18). Wilfred

Detz und seine Beifahrerin und Lebenspartnerin

Wendy Arling aus den Niederlanden

hatten 17 Zähler gesammelt, die deutschen

Meister Markus Venus/Markus Heiß vom RSC

Pfarrkirchen dagegen nur 15.

Aber diese vier Teams waren damit für das alles

entscheidende A-Finale qualifiziert. Dazu

kamen die Briten Josh Goodwin/Liam Brown,

die das B-Finale vor Sven Holstein und Bonita

van Dijk gewonnen hatten. Damit standen die

sechs Finalisten fest und die Karten wurden

neu gemischt, denn nur die Platzierung im

Endlauf entschied über den Titel.

Hier hatten die Titelverteidiger bei der Startplatzwahl

den Vorteil und konnten aus der Mitte

starten, während Venus/Heiß von außen kamen.

Es entwickelte sich dann ein äußerst

spannendes Finale. Matthijssen/Mollema bogen

als Erste in Kurve 1 ein, die Deutschen versuchten

außen vorbeizuziehen, aber die Niederländer

hatten mehr Power und konnten ihre

Spitzenposition halten.

Während sich Matthijssen/Mollema ab der

Hälfte des Rennens mehr und mehr absetzen

konnten, schlossen die Briten und letztjährigen

Vizemeister Godden/Smith immer weiter

auf die Bayern auf, waren in der Zielkurve auch

innen nahe an deren Hinterrad, doch Venus

passte auf und rettete Platz 2. Hinter den Briten

wurden Detz/Arling Vierte vor Holstein/van

Dijk und Goodwin/Brown.

Für die beiden anderen deutschen Teams war

der Renntag schnell zu Ende, schlimmer noch,

er endete böse. Am schlimmsten für Dana

Frohbös. Was war passiert?

Gleich im ersten Lauf stürzten die britischen

Brüder Aaron und Stephen Vale auf der lehmigen

und durch den Regen am Vormittag rutschig

gewordenen Grasbahn ausgangs von

Kurve 1, worauf die Streckenposten die roten

Flaggen zum Abbruch schwenkten. Ole Möller

und Beifahrerin Dana Frohbös vom MSC Nordhastedt

hatten bis dahin einen prima Lauf hingelegt,

aber eine Kurve weiter kamen sie nach

dem Flaggensignal plötzlich zu Sturz und die

hinter ihnen herangerauschten Raphael San

Millan/Benedikt Zapf knallten voll in das Motorrad

der Norddeutschen. „Ich konnte nichts

mehr machen, das ging zu plötzlich“, sagte

San Millan später.

Ole Möller hatte Glück und kam relativ unverletzt

davon, seine Beifahrerin musste aber ins

Groninger Krankenhaus gebracht werden. Da

der jüngere der beiden San-Millan-Brüder

nach dem Sturz Nacken- und Armbeschwerden

hatte, entschied man sich dafür aufzuhören.

Damit waren drei Gespanne sehr schnell aus

dem Wettbewerb.

Bei Dana Möller wurden im Krankenhaus eine

Gehirnerschütterung und schwere Prellungen

am ganzen Körper attestiert, außerdem musste

eine tiefe Platzwunde zwischen den Augenbrauen

mehrfach genäht werden. Wie viel

Glück im Unglück sie letztlich hatte, begriff die

Schleswig-Holsteinerin erst später, als sie mit

dem Team wieder nach Hause fahren konnte.

„Ich bin so froh, dass ich noch lebe.“

Schwerer Sturz bei den Solisten

Der Endlauf der internationalen Solisten wurde

ebenfalls von einem schweren Sturz überschattet.

Hier kämpften die beiden Briten

James Shanes und Chris Harris, der über einen

Sieg im B-Finale ins alles entscheidende A-Finale

kam, erbittert nebeneinander Rad an Rad

um den Tagessieg. Zu Beginn der zweiten Runde

kreuzten sich ausgangs der Startkurve die

Linien der beiden Kontrahenten, Shanes raste

nach außen, Harris nach innen. Es sah so aus,

als hätte es eine minimale Berührung zwischen

den beiden gegeben, auf jeden Fall stellte sich

Shanes Vorderrad quer, worauf er und sein

Bike böse abflogen. Die medizinische Versorgung

des verletzten Shanes auf der Strecke

dauerte eine Weile, dann wurde er ins Groninger

Krankenhaus gefahren, wo man feststellte,

dass er sich zwei Rückenwirbel gebrochen hatte.

Den Re-run in Eenrum hatte unterdessen Harris

vor dem heftig angreifenden Tschechen Martin

Malek gewonnen. Der Niederländer Theo Pijper

wurde Dritter vor Mathieu Trésarrieu aus Frankreich

und dem Briten Paul Hurry. Deutsche Fahrer

waren nicht am Start.

• Text u. Foto: Rudi Hagen

Int. Grasbahnrennen Eenrum - 18.8.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Chris Harris, GB, 11 Vorlaufpunkte; 2. Martin Malek,

CZ, 15; 3. Theo Pijper, NL, 17; 4. Mathieu Trésarrieu, F, 14;

5. Paul Hurry, GB, 8; 6. James Shanes, GB, 16; 7. Josef Franc,

CZ, 14; 8. Dave Meijerink, NL, 10; 9. Jarno de Vries, NL, 5;

10. Henry van der Steen, NL, 6; 11. Andrew Appleton, GB, 4;

12. Romano Hummel, NL, 0; 13. Kenneth Kruse Hansen, DK, 0.

ST 250 ccm: 1. Harriet Zwiers, 33 Vorlaufpunkte; 2. Marcel Vlig,

25; 3. Stef Hamstra, 17; 4. Mark van Dellen, 26; 5. Niels Broekema,

21; 6. Anne Bos, 19; 7. Gert Jan Valk, 25; 8. Joey van Kammen,

10; 9. Lorenzo Punter, 9; 10. Ruben Guikema, 7; 11. Lazar

de Vries, 6; 12. Gert van der Heide, 0.

ST 500 ccm: 1. Jan Okke Loonstra, 33 Vorlaufpunkte; 2. Frank

Hamming, 26; 3. Evert van Til, 30; 4. Johan Wissema, 14; 5. Erwin

Mulder, 23; 6. Wybe Valkema, 15; 7. Reinse de Jong, 16;

8. Tonny Blok, 21; 9. Olav den Engelsman, 11; 10. Aron Schokker,

5; 11. Yourii Jansen, 4; 12. Annelies Veensma, 0.

William Matthijssen und Sandra Mollema (Mitte)

verteidigten ihren Seitenwagen-Europameisterschaftstitel

gegen Markus Venus/Markus Heiß

(links) und Mitch Godden/Paul Smith (rechts)

SEITENWAGEN-EM Eenrum/NL - 18.8.2019

Pl./Name Nat. 1 2 3 4 VP

1. William Matthijssen/Sandra Mollema NL 5 5 5 5 20

2. Markus Venus/Markus Heiß D 5 4 3 3 15

3. Mitch Godden/Paul Smith GB 4 5 5 4 18

4. Wilfred Detz/Wendy Arling NL 4 4 4 5 17

5. Sven Holstein/Bonita van Dijk NL 3 3 4 4 14

6. Josh Goodwin/Liam Brown GB 2 2 2 3 9

7. Shaun Harvey/Danny Hogg GB 0 D 2 2 4

8. Dave Carvill/Dennis Smit GB 1 2 1 1 5

9. Mike Frederiksen/Steven Grandt DK D 3 3 2 8

10. Natasha Bartlett/Kim Kempa GB 3 1 1 0 5

11. Aaron Vale/Stephen Vale GB D N 0 N 0

12. Oliver Möller/Dana Frohbös D D N N N 0

13. Raphael San Millan/Benedikt Zapf D N N N N 0

A-Finale: 1. Matthijssen/Mollema; 2. Venus/Heiß; 3. Godden/

Smith; 4. Detz/Arling; 5. Holstein/van Dijk; 6. Goodwin/Brown.

B-Finale: 1. Goodwin/Brown; 2. Holstein/van Dijk; 3. Harvey/

Hogg; 4. Carvill/Smit; 5. Frederiksen/Grandt; 6. Bartlett/Kempa.

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 11


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 6 - Malilla/S

Heimsieg für Lindgren

Madsen trotz Handicap Zweiter

Als Leon Madsen am 9. August in der polnischen Ekstraliga stürzte, zog er sich unter

anderem eine Bänderdehnung am Knöchel und schmerzhafte Prellungen zu. Um seinen

Start in Malilla nicht zu gefährden, blieb der Däne unter anderem der EM-Finalrunde

in Vojens fern und wollte seine Verletzungen so schnell wie möglich auskurieren.

Trotz der Rennpause kam der WM-Mitführende etwas gehandicapt nach Schweden. Die

Bahnverhältnisse in der G&B-Arena waren schwierig, denn es hatte vorher viel geregnet.

Auch deshalb ging man davon aus, dass Madsen unter diesen Umständen keine

große Rolle spielen würde ...

Fast Freddie mit Carolina

Doch der 30-Jährige belehrte die Zweifler eines

Besseren und zeigte schon mit seinem Sieg im

Auftaktlauf, dass fest mit ihm zu rechnen war.

Nach drei Durchgängen hatte der Skandinavier

bereits 7 Zähler vorzuweisen, aber im 13., nomen

est omen, Heat fiel er an 2. Stelle liegend

wegen Problemen mit dem Treibstoff aus. In

Rennen 17 holte Madsen seinen zweiten Sieg

und zog mit 10 Punkten als Drittbester ins Semifinale

ein.

Bester Fahrer der Qualifikation war Artem Laguta.

Der Russe war unheimlich schnell und

schrieb respektable 14 Zähler. Der 28-Jährige

unterlag nur Niels Kristian Iversen, der jedoch

nach 20 Heats seine Technik als Zehntplatzierter

packen konnte. Maciej Janowski, der am

Freitag mit 13,979 Sekunden das Qualifying gewann,

holte in den Vorläufen drei Siege und

schloss sie mit 11 Punkten ab. Seine Ausbeute

hätte etwas größer sein können, aber im zweiten

Durchgang konnte er Madsen nicht halten

und ging im Endeffekt leer aus. Da Antonio

Lindbäck im EM-Finale stürzte, sich verletzte

und nicht in Malilla an den Start gehen konnte,

setzten die schwedischen Fans ihre Hoffnungen

auf Fredrik Lindgren. Der 33-Jährige erzielte

einen Dreier und kam in der Quali auf

10 Punkte. Es fehlte jedoch nicht viel und Fredrik

hätte sich schwer verletzen können. Im

sechsten Lauf übernahm Mikkel Michelsen

nach einem guten Start die Führung. Patryk

Dudek kam in der zweiten Runde auf der Geraden

mit einem Geschwindigkeitsüberschuss

heran und versuchte, den Dänen zu überholen.

Am Zaun war jedoch kein Platz und der Pole

ging spektakulär zu Boden. Um nicht überfahren

zu werden, rollte sich der 27-Jährige blitzschnell

zusammen. Lindgren konnte jedoch

Dudeks Maschine nicht ausweichen. Geistesgegenwärtig

machte der Schwede einen kleinen

Aufsteiger und überfuhr Dudeks Bike mit

dem Hinterrad. Der Skandinavier stürzte zwar,

aber hätte er das Motorrad mit dem Vorderrad

erwischt, hätten die Folgen sehr verhängnisvoll

sein können. Auch Max Fricke touchierte

das Hindernis und ging zu Boden. „Die Entscheidung,

das Vorderrad zu heben, war instinktiv.

Am wichtigsten ist doch, dass wir alle

heil und nur mit dem Schrecken davongekommen

sind. Solche Situationen passieren im

Speedway oft. Man muss die Augen immer offen

halten“, erklärte Lindgren.

Eine starke Leistung zeigte Michelsen, der in

Schweden für Lindbäck an den Start ging. Der

24-Jährige hatte nach 20 Läufen 8 Zähler auf

dem Konto und erreichte das Semifinale. Sehr

schwer auf der 305 Meter langen Bahn taten

sich hingegen Bartosz Zmarzlik und Martin Vaculik.

Der Slowake verzeichnete nur einen Dreier

und hatte nach vier Durchgängen 6 Punkte.

Er musste in Heat 19 mindestens Zweiter werden,

hatte aber unter anderem Laguta und Bartosz

Zmarzlik als Gegner. Der Russe siegte souverän,

Vaculik konnte sich jedoch gegen den

Polen durchsetzen. Vizeweltmeister Zmarzlik

fing mit einem Sieg verheißungsvoll an, aber

danach lief es für den 24-Jährigen mehr

schlecht als recht. Er machte mehrere Fahrfehler

und ließ dadurch Punkte liegen. Vaculik und

Zmarzlik schrieben jeweils 8 Zähler und schafften

als Sechst- bzw. Siebtbester gerade noch

den Sprung in die nächste Runde.

Matej Zagar erkämpfte in der G&B-Arena zwar

zwei Siege, kam aber nur auf 7 Punkte. Der Slowene

war nach seinem letzten Rennen eigentlich

schon raus, denn im 20. Heat ging Jason

Doyle an den Start. Der Australier verzeichnete

ebenfalls zwei Dreier, hatte bereits 7 Punkte

und bezwang im direkten Duell Zagar. Er konnte

es sich erlauben, Letzter zu werden und

musste nur noch die Zielflagge sehen. Doch

der Exweltmeister machte in der Startkurve einen

verhängnisvollen Fehler. Er ließ sich nach

außen treiben und holte Emil Sayfutdinov vom

Motorrad. Referee Artur Kusmierz disqualifizierte

den Downunder-Fahrer und Doyle schied

damit als Neunter aus, denn ein Ausschluss

wird schlechter gewertet als eine Nullfahrt. Der

33-Jährige wollte es nicht wahrhaben und

schäumte vor Wut. Letztlich war er jedoch

selbst schuld. Doyle verpasste zum dritten Mal

in Folge das Semifinale und muss sich deutlich

steigern, um nach dem Abschlussrennen in Torun

unter den Topacht zu liegen. Unter den Erwartungen

fuhr Sayfutdinov. Der Russe war

zwar mit Zagar, Doyle und Iversen punktgleich,

konnte jedoch keinen Sieg erzielen und wurde

am Ende Elfter. Hinter ihm landeten Patryk Dudek

und Tai Woffinden, der – ähnlich wie Sayfutdinov

– ohne Sieg geblieben war.

Das erste Semifinale gewann Lindgren souverän.

Vaculik griff in der Anfangsphase Laguta

an, konnte sich jedoch nicht durchsetzen und

kam hinter dem Russen als Dritter ins Ziel.

Zmarzlik griff nicht ins Geschehen ein und

schied sang- und klanglos aus. Im darauffolgenden

Lauf siegte Janowski, gefolgt von Madsen.

Michelsen und Zagar kämpften um die

3. Position, konnten aber das führende Duo

nicht gefährden. Im Endlauf legte Janowski den

besten Start hin, aber Lindgren wählte außen

eine sehr schnelle Fahrlinie und ging ausgangs

der Startkurve am Polen vorbei. Der Schwede

ließ den Gegnern nicht den Hauch einer Chance

und kam vor fast 6500 Zuschauern als Sieger

ins Ziel. „Es ist immer ein tolles Gefühl zu

gewinnen, aber zu Hause ist es doch etwas

ganz Besonderes. Die schwedischen Fans gaben

mir heute sehr viel Energie und ich spürte

ihre Unterstützung. Zunächst rechnete ich mit

dem Einzug ins Finale, aber später wollte ich

nur noch gewinnen. Ich bin sehr froh, dass ich

meinen Fans so viel Freude bereiten konnte“,

sagte der Triumphator, der in Malilla seinen

vierten GP-Sieg feierte. Janowski lag zwei Runden

lang an 2. Stelle, doch dann markierte

Madsen außen eine Attacke. „Magic“ ließ sich

nach außen treiben, was der Däne sofort ausnutzte.

Der Skandinavier schlüpfte innen

durch und wurde letztendlich Zweiter. „Ich

freue mich sehr über die WM-Platzierung und

über die erzielten Punkte, aber ich bin mit den

Gedanken schon beim nächsten Rennen. Ich

würde mir wünschen, ich hätte vor dem Rennen

in Torun in der Gesamtwertung auch so einen

Vorsprung gehabt wie jetzt. Ich bedanke

mich beim Rennarzt, dass er mich zum Rennen

zugelassen und mir geholfen hat, die Schmerzen

zu lindern“, so Madsen. Madsen stand bereits

zum fünften Mal auf dem GP-Podium.

Nachdem der Däne vorbeiziehen konnte, versuchte

Janowski zu kontern, fand jedoch kein

Durchkommen und belegte am Ende den 3. Tagesrang.

„Ich freue mich vor allem über die erkämpften

Punkte. Fünfzehn Zähler sind ein

sehr gutes Resultat und dadurch konnte ich

meine Platzierung in der WM-Wertung wieder

etwas verbessern. Im Finale wollte ich natürlich

gewinnen, aber Lindgren war heute der

Beste von uns. Hätte ich im Finale die Innenlinie

gewählt, wäre ich wahrscheinlich am Ende

Zweiter geworden“, sagte der Pole. Laguta

konnte nach einem schwachen Start seine Rivalen

nicht mehr gefährden und kam als Vierter

ins Ziel.

• Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

12 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


Grand Prix 7 - Teterow/D

Polen-Power Janowski siegt vor Zmarzlik

Gut gemacht, Teterow. Das war das Fazit der wohl meisten der gut 9000 Zuschauer

nach diesem Grand Prix. Dabei hatten wohl fast alle, die das Debakel um den Schildbürgerpokal

drei Wochen zuvor mitbekommen hatten (s. BSA 9/19, S. 17), doch ein ungutes

Gefühl im Hinblick auf den Grand Prix von Deutschland. Aber die Rennen waren

einfach gut und wieder einmal sehr ausgeglichen. Es ist bisher die ausgeglichenste

Grand-Prix-Saison seit Anbeginn dieser Serie.

WM-Leader Leon Madsen gewann den ersten

Lauf souverän vor Exweltmeister Jason Doyle.

Der noch von Gorican angeschlagene Martin

Smolinski war zum Training nicht angetreten,

startete aber gleich mit einem Punkt und einem

Sieg über den polnischen Meister Janusz

Kolodziej. In Heat 2 überholte Antonio Lindbäck

auf der Gegengerade Maciej Janowski

und gewann, obwohl der Pole ihm während der

gesamten verbleibenden Distanz im Genick

saß. Artem Laguta holte den letzten Punkt vor

Robert Lambert. Nun wurde es richtig laut,

denn die zahlreichen polnischen Fans trieben

Bartosz Zmarzlik frenetisch an. Niels Kristian

Iversen zog auf der Gegengerade von außen

knallhart innen an Lindgren vorbei und wurde

Zweiter. Sayfutdinov hatte nach schlechtem

Start keine Chance. Heat 4 sah einen in Topform

befindlichen Matej Zagar. Der Slowene

hatte den besten Start und ließ den immer wieder

angreifenden Weltmeister Tai Woffinden

nicht vorbei. Vaculik folgte auf Rang 3 vor Patryk

Dudek.

Der zweite Durchgang begann mit einem Superlauf,

in dem sich Zagar von Rot an Madsen

und Janowski vorbeikämpfte. Sayfutdinov hatte

wieder einen schlechten Start und holte zum

zweiten Mal 0 Punkte. Nun wurde es wieder

laut, denn Zmarzlik trat gegen Woffinden auf

Rot an. Der Weltmeister gewann den Start und

konnte tatsächlich den immer wieder angreifenden

Zmarzlik hinter sich lassen. Lambert

wurde wieder nur Dritter und Kolodziej holte

zum zweiten Mal keine Punkte. In Heat 7 legte

Iversen einen Fehlstart hin und wurde verwarnt.

Iversen gewann den Start zum Re-run

vor Vaculik. Laguta lag an letzter Stelle, kämpfte

sich aber an Smoli und Vaculik vorbei auf

Platz 2. Dudek fuhr in Heat 8 unter dem Jubel

seiner Landsleute am besser gestarteten Lindbäck

vorbei und gewann. Malilla-Sieger Lindgren

wurde wieder nur Dritter, diesmal vor Jason

Doyle.

Der dritte Durchgang begann mit einem Start-

Ziel-Sieg von Dudek. Madsen war zwar immer

in Angriffsnähe, schaffte es aber nicht am Polen

vorbei. Iversen belegte vor Lambert Rang 3.

„Fast Freddie“ konnte in Heat 10 seinen ersten

Laufsieg herausfahren. Janowski griff ständig

an, doch der Schwede ließ ihm keine Chance.

Kolodziej holte seinen ersten Punkt vor Vaculik.

Sein erster Sieg gelang Sayfutdinov in Heat

11 vor Lindbäck, Woffinden und Smolinski. In

Rennen 12 schrieb auch Doyle seinen ersten

Laufsieg, nachdem er diverse Angriffe von

Zmarzlik abwehren konnte. Zagar wurde Dritter

vor Laguta.

Den Auftaktlauf zum vierten Durchgang gewann

Laguta, der Lindgren, Woffinden, und zur

Überraschung aller, auch Madsen hinter sich

ließ. Sieg in Heat 14 für Zagar, der sich an Iversen

vorbeigekämpft hatte. Kolodziej wurde vor

Lindbäck Dritter. Im nächsten Rennen sorgten

die polnischen Fans erneut für Stimmung.

Schließlich standen gleich drei ihrer Spitzenfahrer

am Band. Zmarzlik gewann von Weiß

den Start. Auf der Gegengerade zog Dudek an

Janowski vorbei. Smolinski sah bei seinem Verletzungshandicap

keine Chance mehr und gab

auf. Nach seinen 0-Punkte-Fahrten sicherte

sich Sayfutdinov in Lauf 16 den zweiten Sieg.

Hinter ihm kamen Vaculik, Doyle und Lambert

ins Ziel.

Der letzte Durchgang begann mit einem Sieg

von Madsen, der mit 9 Punkten im Semifinale

stand. Zmarzlik kämpfte wieder wie entfesselt,

kam aber nicht am Dänen vorbei. Aber auch

der Pole stand mit 12 Punkten im Semifinale.

Lindbäck wurde Dritter und war wie Vaculik mit

enttäuschenden 4 Zählern aus dem Rennen.

Sayfutdinov holte in Heat 18 den dritten Laufsieg

hintereinander und hatte mit 9 Punkten

ebenfalls den Sprung ins Semifinale geschafft.

Laguta wurde Zweiter, war aber mit 8 Punkten

aus dem Rennen. Dudeks 3. Platz hinderte ihn

Ab jetzt weiß Janowski, was die

Stunde geschlagen hat

nicht an der Teilnahme am Semifinale. Kolodziej

schied mit 2 Punkten aus. In Heat 19 trat

Reservist Kai Huckenbeck zum ersten Mal an.

Der Laufsieg ging erstmals an diesem Abend

an Lambert, gefolgt von Lindgren und Zagar.

Lindgren und Zagar hatten das Semifinale erreicht,

Lambert konnte einpacken. Den Start

zum letzten Vorlauf gewann Janowski, doch

Iversen fuhr auf der Gegengerade innen an ihm

vorbei und gewann. Beide waren im Semifinale

angekommen, während Woffinden mit 8 Punkten

raus war. Doyle wurde Letzter und hatte sogar

nur 6 Punkte auf dem Konto.

Mehr als sehenswert dann das erste Semifinale:

Zmarzlik und Janowski fuhren unter dem Jubel

der Polen Madsen und Lindgren ins Aus.

Das zweite Semifinale konnte Zagar für sich

entscheiden. Iversen konnte Sayfutdinov und

Dudek aus dem Rennen werfen. Im Finale war

wieder Janowski Schnellster vor Zmarzlik, Zagar

und Iversen. Die polnischen Speedwayfans

waren total aus dem Häuschen, denn im Klassement

lagen nun Zmarzlik und Madsen punktgleich

in Führung. • Text: Wolfgang Radszuweit

Fredrik Lindgren gegen Niels Kristian Iversen

und Bartosz

Zmarzlik

in Teterow

Wildcardfahrer Martin Smolinski versucht, an

Jason Doyle und Leon Madsen dranzubleiben

• Fotos: Jarek Pabijan

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 13


SPEEDWAY-WM

Grand Prix 8 - Vojens/DK

Revanche vertagt

Als Bartosz Zmarzlik in Teterow Zweiter wurde

und in der WM-Wertung mit Leon Madsen

gleichzog, hätte man meinen können, dass

der Däne in seiner GP-Heimrunde in Vojens

kontern und den Polen mächtig unter Druck

setzen würde. Es kam jedoch ganz anders.

Das Rennen im dänischen Speedwaymekka,

das die Speedway-Elite nach fünfjähriger

Pause wieder empfangen durfte, stand unter

keinem guten Stern. Vorher hatte es viel geregnet

und das Freitagstraining und das Qualifying

mussten abgesagt werden. Obwohl die

Organisatoren viel Kraft und Energie in die

Präparierung der Strecke gesteckt hatten, waren

die Bedingungen schwierig. Das Oval verlangte

den GP-Teilnehmern alles ab, forderte

volle Konzentration und war sehr selektiv.

Die beiden WM-Führenden trafen bereits im

zweiten Lauf aufeinander. Etwas überraschend

heimste Antonio Lindbäck 3 Punkte ein, aber

Zmarzlik wurde Zweiter und schlug seinen

größten Widersacher. Der Pole kam mit den

Bahnverhältnissen gut zurecht und sammelte

fleißig Punkte. Er erzielte in der Qualifikation

zwei Siege und war mit 12 Zählern zweitbester

Fahrer in dieser Rennphase. Im Gegensatz zu

ihm machte sich Madsen auf der 300 Meter

langen Bahn das Leben schwer. Nach drei

Durchgängen hatte der 31-Jährige nur 3 Punkte

auf dem Konto. Als der Skandinavier im

16. Rennen seinen ersten Sieg errang, schien

es, als ob er die nächste Runde noch erreichen

könnte. Im 19. Heat kam Madsen jedoch nicht

über den 3. Rang hinaus und schied vorzeitig

aus. Er belegte vor zirka 15.000 Zuschauern einen

enttäuschenden 10. Rang. „Ich weiß, wenn

man Weltmeister werden will, muss man unter

allen Bahnverhältnissen fahren und siegen

können. Man konnte jedoch sehen, dass die

Bahn heute kaum etwas hergab. Wir hatten

kaum die Möglichkeit, gegeneinander zu

kämpfen. Jeder Fahrer wollte die eine schnelle

Fahrlinie erreichen, die zum Sieg führte. Ich

freue mich, dass sich so viele Fans das Rennen

angeschaut haben. Andererseits ist es schade,

dass sie wenig spannende Positionskämpfe zu

sehen bekamen“, sagte der enttäuschte Fahrer.

Nach seinem Ausscheiden hatte Madsen

bereits 5 Punkte Rückstand auf Zmarzlik und

die einzige Frage war, wie viele Zähler der Pole

an dem Abend noch erzielen würde. Und der

24-Jährige lief in der Endphase zu Höchstleistung

auf. Er legte im Semifinale von der Innenbahn

fahrend den besten Start hin, übernahm

die Führung und siegte unangefochten. Einen

ähnlichen Verlauf nahm auch das Finale.

Zmarzlik landete einen Start-Ziel-Sieg und

stand zum dritten Mal in dieser Saison ganz

oben auf dem Podest. „Nach meinem ersten

Lauf hatte ich das Gefühl, dass ich nicht

schnell genug war, darum freue ich mich sehr,

dass ich in Vojens gewonnen und so viele

Punkte erkämpft habe. Im Semifinale fand ich

am Start eine Stelle, die ideal für meine Maschine

war. Mit den Gedanken bin ich schon in

Cardiff, wo ich im Vorjahr gewonnen habe. Es

ist mir allerdings bewusst, dass jedes Rennen

anders ist“, so der Sieger. Zmarzlik kam in Vojens

insgesamt auf 18 Punkte und sein Vorsprung

auf Madsen beträgt vor den letzten GP

in Cardiff und Torun bereits stattliche 11 Zähler.

Bartosz Zmarzlik, Matej Zagar und Fredrik Lindgren

SPEEDWAY-W

(nach 8 von 10 Grand Prix)

Pl./Name

1. Bartosz Zmarzlik

2. Emil Sayfutdinov

3. Leon Madsen

4. Fredrik Lindgren

5. Martin Vaculik

6. Maciej Janowski

7. Patryk Dudek

8. Matej Zagar

9. Artem Laguta

10. Niels Kristian Iversen

11. Jason Doyle

12. Janusz Kolodziej

13. Antonio Lindbäck

14. Tai Woffinden

15. Max Fricke

16. Robert Lambert

17. Mikkel Michelsen

18. Bartosz Smektala

19. Oliver Berntzon

20. Maksym Drabik

21. Jacob Thorssell

22. Matic Ivacic

23. Martin Smolinski

24. Kai Huckenbeck

25. Zdenek Holub

GP5 - Malilla/S - SF1: Lindgren

Zagar; Finale: Lindgren, Madse

GP6 - Teterow/D - SF1: Janowsk

Dudek; Finale: Janowski, Zmar

GP7 - Vojens/DK - SF1: Zagar, S

Vaculik; Finale: Zmarzlik, Zaga

Nachdem Matej Zagar sich in Gorican für den

GP 2020 über den Challenge qualifiziert hat,

fährt der Slowene wesentlich besser. Im

Speedway Center machte er seinen nächsten

Schritt, um im GP zu bleiben. In den Vorläufen

lief es für ihn nicht ganz optimal, aber in Rennen

5 bewies Zagar, dass er sehr schnell sein

kann. Auf dem griffigen Belag unterbot er um

0,567 Sekunden den acht Jahre alten Bahnrekord.

Nach 20 Läufen lag der Slowene an 7. Position

und es schien, als ob im Semifinale das

Aus kommen würde, aber der 36-Jährige zeigte

wieder einmal, dass er für Überraschungen immer

gut ist. Im ersten Semifinallauf lag er nach

dem Start an 3. Stelle, überholte aber in der

zweiten Kurve in überragender Manier Jason

Doyle und Emil Sayfutdinov außen und zog in

den Endlauf ein, wo er dann Zweiter wurde. Es

war sein 3. Podiumsplatz in Folge. „Ich weiß,

dass ich heute viele Zuschauer überrascht habe.

Aber es ist nicht so, dass man einfach so

erfolgreich ist. Ich musste für den Erfolg hart

arbeiten“, sagte Zagar nach dem Rennen. Er

schrieb in Dänemark insgesamt 13 Zähler, zog

im WM-Klassement an Artem Laguta und Niels

Kristian Iversen vorbei und ist momentan Gesamtachter.

Fredrik Lindgren zeigte sich in Vojens

in sehr guter Form. Der Schwede verzeichnete

in der Quali zwei Siege und schloss diese

Phase mit 12 Punkten als Drittbester ab. Im

zweiten Semifinale musste sich der 33-Jährige

zwar Zmarzlik beugen, konnte aber Woffinden

und Vaculik auf Distanz halten. Im Finale sicherte

sich Lindgren dann den 3. Rang. „Ich

habe in der Startkurve meistens gute Entscheidungen

getroffen und das war der Schlüssel,

um heute weit zu kommen. Ich kämpfe immer

noch um eine Medaille und werde nicht aufgeben“,

gab der Skandinavier zu Protokoll. Er erkämpfte

15 Punkte und liegt in der Gesamtwertung

an 4. Position mit einem Rückstand von

5 Zählern auf den Drittplatzierten.

Den Misserfolg von Madsen konnte auch Emil

Sayfutdinov ausnutzen. Der Russe war zweifelsohne

bester Pilot der Vorläufe. Er musste sich nur

Iversen beugen, kam auf 14 Zähler und war bereits

nach 20 Rennen in der WM-Wertung mit dem

Dänen punktgleich. Als der 29-Jährige im 21. Heat

hinter Zagar als Zweiter ins Ziel kam, überholte er

Madsen. Da Sayfutdinov im Finale nicht über den

letzten Rang hinauskam, konnte er seinen Vorsprung

nicht mehr ausbauen. Er hat nun 9 Punkte

weniger als Zmarzlik und 2 mehr als Madsen.

Es scheint, als hätten Jason Doyle und Tai Woffinden

ihre Tiefs endlich überwunden. Im Speedway

Center konnten beide Weltmeister das Semifinale

relativ problemlos erreichen, schieden dann

aber aus. Der Australier hat noch eine große

Chance, unter die Topacht zu kommen. Er ist zurzeit

WM-Elfter, aber sein Rückstand auf den Achtplatzierten

beträgt nur 5 Zähler. Wegen seiner

Rückenverletzung hat der Titelverteidiger hingegen

keine Chance mehr, sich die GP-Teilnahme

aus eigener Kraft zu sichern, aber er kann fest mit

einer permanenten Wildcard rechnen. Antonio

Lindbäck erbrachte ebenfalls eine gute Leistung.

Der Schwede verzeichnete einen Sieg und erzielte

9 Punkte, was letztendlich für den 7. Platz

reichte. Immer weiter von einer Medaille entfernt

sich Martin Vaculik. Der Slowake hatte zwar nach

drei Durchgängen schon 7 Punkte auf dem Konto,

ging jedoch danach zweimal leer aus und überstand

nur mit Ach und Krach die Qualifikation. Im

Semifinale war dann Endstation, als Vaculik in

Lauf 22 Letzter wurde. Vaculik ist momentan WM-

Fünfter, aber von der Bronzemedaille trennen ihn

13 Zähler.

14 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


M

Nat. GP1 GP2 GP3 GP4 GP5 GP6 GP7 GP8 Ges.

PL 10 18 8 8 17 8 16 18 103

RUS 6 13 11 17 14 7 10 16 94

DK 13 13 14 7 14 14 10 7 92

S 15 5 12 10 5 16 9 15 87

SK 7 17 4 16 15 9 4 7 79

PL 4 7 13 12 15 16 6 73

PL 16 12 12 7 8 6 8 3 72

SLO 7 6 4 10 3 7 15 13 65

RUS 4 9 9 5 7 16 8 5 63

DK 14 7 3 8 2 7 13 7 61

AUS 5 6 12 7 5 7 6 12 60

PL 4 7 15 3 15 4 2 0 50

S 10 3 4 6 7 8 9 47

GB 6 9 6 6 8 11 46

AUS 3 13 11 4 5 36

GB 8 7 6 3 4 3 31

DK 9 6 15

PL 10 10

S 7 7

PL 4 4

S 2 2

SLO 2 2

D 1 1

D 0 0

CZ 0 0

, Laguta, Vaculik, Zmarzlik; SF2: Janowski, Madsen, Michelsen,

n, Janowski, Laguta.

i, Zmarzlik, Madsen, Lindgren; SF2: Zagar, Iversen, Sayfutdinov,

zlik, Zagar, Iversen.

ayfutdinov, Doyle, Lindbäck; SF2: Zmarzlik, Lindgren, Woffinden,

r, Lindgren, Sayfutdinov.

Die dänischen Fans und Teammanager Hans

Nielsen mussten am 7. September eine bittere

Pille schlucken. Nicht nur Madsen, sondern

auch keiner der restlichen dänischen Piloten

konnte sich fürs Semifinale qualifizieren. Iversen

war mit Vaculik punktgleich, hatte jedoch

im Gegensatz zum Slowaken nur einen Sieg

vorzuweisen und schied als Neunter aus. Dann

folgten Madsen und Mikkel Michelsen. Der

Wildcardfahrer konnte an seine Leistung von

Malilla, wo er Fünfter geworden war, nicht anknüpfen

und landete mit 6 Zählern auf Rang 11.

Außer Zmarzlik fuhren auch die Polen deutlich

unter den Erwartungen. Maciej Janowski, der

eine Woche zuvor in Teterow gewonnen hatte,

konnte nach den Vorläufen seine Technik packen.

Er fing zwar mit einem Sieg verheißungsvoll

an, aber danach lief für „Magic“ gar nichts.

Er wurde mit 6 Punkten Zwölfter. Noch schlimmer

erging es Patryk Dudek. Der 27-Jährige

hatte nach zwei Durchgängen 3 Punkte, doch

später wurde er dreimal Letzter. Im Endeffekt

reichte es nur für Platz 14. Beide Fahrer werden

mit der Medaillenvergabe wohl nichts mehr zu

tun haben. Wenn Janusz Kolodziej in Vojens

seine Runden drehte, musste man sich immer

wieder die Frage stellen, ob dies der gleiche

Fahrer war, der in Prag gesiegt hatte. In Vojens

war er deutlich schwächer als alle anderen Teilnehmer

und blieb schließlich ohne Punkte. Artem

Laguta erzielte im Speedway Center nur

5 Zähler und verlor seinen Platz unter den Topacht.

Der Russe ist zurzeit Gesamtneunter,

aber hat nur 2 Punkte weniger als Zagar. Robert

Lambert fuhr wieder für Greg Hancock. Der

21-Jährige ergatterte in Skandinavien 3 Zähler

und wurde Fünfzehnter.

• Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Challenge - Gorican/KRO

3 für 2020: Zagar, Iversen + Fricke

Drei GP-Teilnehmer gingen im Millennium-Stadion an den Start, aber nur Martin Vaculik

lag zu diesem Zeitpunkt in der WM-Wertung unter den Topacht und hatte große Chancen,

in der GP-Serie zu bleiben. Für Niels Kristian Iversen und Matej Zagar, die nach sechs Veranstaltungen

Elfter bzw. Zwölfter waren, war der Challenge ein „Sein oder nicht sein“-Rennen

und ein schlechtes Abschneiden hätte wahrscheinlich den GP-Abschied bedeutet.

Niels Kristian Iversen hatte in Gorican nach drei

Durchgängen bereits 8 Zähler und lag an der

Spitze. Überraschend war sein Landsmann Kenneth

Bjerre mit ihm punktgleich, während Matej

Zagar einige Punkte liegen ließ und sich mit nur

6 Zählern keine weiteren Fehler mehr erlauben

durfte. Im 13. Rennen trafen der Slowene und

Iversen aufeinander. Der Heat hatte es in sich.

Keiner der beiden, sondern Pontus Aspgren sah

als Sieger die schwarz-weiß-karierte Flagge. Zagar

wurde vor Craig Cook Zweiter, während Iversen

überraschend leer ausging. Da im darauffolgenden

Lauf auch Bjerre keine Punkte schreiben

konnte, lag der 28-jährige Schwede Aspgren vor

dem entscheidenden Durchgang sensationell in

Führung, gefolgt von Iversen, Bjerre, Zagar, Aleksandr

Loktajew aus der Ukraine sowie Martin Vaculik

und Max Fricke, die Rennen 15 bzw. 16 gewonnen

hatten.

Die Verfolger hatten jeweils 8 Zähler zu verzeichnen

und vier von ihnen rollten in Rennen 17 ans

Band. Der Laufsieger und eventuell der Zweitplatzierte

hätten sich über die Qualifikation freuen

können. Iversen nutzte seine Chance, kam als

Erster ins Ziel und konnte damit schon den

Champagner öffnen lassen. Vaculik wurde Zweiter

und musste noch bangen. Loktajew wurde

Dritter und Bjerre fiel mit technischen Problemen

aus. Im nächsten Heat brauchte Aspgren nur

noch 2 Zähler, um den größten Erfolg seiner

sportlichen Laufbahn feiern zu können, aber es

sollte doch nicht sein. Der Skandinavier fiel am

Start aus und sein Traum war ausgeträumt. In

Heat 19 siegte Zagar vor Fricke. Damit sicherte

sich der Slowene eine weitere Saison in der

Speedway-Elite und der Australier zog mit Vaculik

gleich. Im Stechen um Gesamtplatz 3 bezwang

der 23-jährige Fricke den Slowaken und

qualifizierte sich für den GP. Danach rivalisierten

noch Zagar und Iversen um den Sieg, aber der

Lauf hatte nur noch einen Wert für die Statistiker.

Triumphator des Challenges in Kroatien vor zirka

5500 Zuschauern wurde letztendlich Matej Zagar

vor Niels Kristian Iversen.

Niels Kristian Iversen, Matej Zagar

und

Max

Fricke

(v.l.)

Mit dabei in Gorican war auch Martin Smolinski.

Der 34-Jährige war vor dem Rennen zuversichtlich,

aber am Ende reichte es doch nicht, um sich

für den GP zu qualifizieren. Man muss jedoch sagen,

dass es nicht nur am Fahrer lag. Schon im

Auftaktlauf kam es in der Startkurve zu einem

Gerangel und Smoli, Anders Thomsen sowie Jurica

Pavlic stürzten. Dabei stieß eine Fußraste in

den Rücken des Deutschen und er fuhr unter

Schmerzen weiter. Im Re-run holte der Olchinger

einen Punkt. Den siebten Heat kann man nur mit

einem Wort beschreiben: Skandal! Smolinski

setzte sich nach dem Start an die Spitze und hatte

einen großen Vorsprung, ehe der Startmarschall

völlig unverständlich bereits nach drei

Runden die Zielflagge schwenkte. Da das Rennen

zu früh beendet wurde, musste es wiederholt

werden. Im Re-run kämpfte Smolinski mit Peter

Ljung um Rang 3, brachte in der letzten Runde

den Schweden zu Fall und ging leer aus. „Es haben

sich zwar alle Offiziellen bei mir für den Fehler

entschuldigt, aber dafür kann ich mir auch nix

kaufen. Im Endeffekt wurde ich durch einen

menschlichen Fehler um einen möglichen Topplatz

gebracht“, ließ der Fahrer auf seiner Webseite

wissen. Im elften Lauf kam Smoli als Sieger

ins Ziel und ließ Bjerre, Cook und Lambert hinter

sich. Der Deutsche schloss letztendlich den

Challenge mit 7 Zählern ab und belegte Platz 10.

Hätte Smolinski 3 Punkte mehr auf dem Konto

gehabt, hätte er mit Vaculik und Fricke ein Stechen

um Platz 3 bestreiten können und sich womöglich,

falls er Fricke bezwungen hätte, für den

GP qualifiziert. „Ich weiß nicht, ob ich lachen

oder weinen soll. Man arbeitet das ganze Jahr

auf dieses Ziel hin und dann passiert so was. Ich

bin unter Schmerzen ein gutes Rennen gefahren,

aber der Lohn der Arbeit eines Jahres ist da

schon ein Stück weit dahin“, fügte Smolinski

hinzu. • Text: Georg Dobes; Foto: Jarek Pabijan

Speedway-WM - Challenge - Gorican/KRO - 24.8.2019

Ergebnis:

Qualifiziert für GP 2020: 1. Matej Zagar, SLO, 11+3 Punkte;

2. Niels Kristian Iversen, DK, 11+2; 3. Max Fricke, AUS, 10+3.

Ausgeschieden: 4. Martin Vaculik, SK, 10+2; 5. Anders Thomsen,

DK, 9; 6. Pontus Aspgren, S, 9; 7. Jurica Pavlic, KRO, 9; 8. Aleksandr

Loktajew, UKR, 9; 9. Kenneth Bjerre, DK, 8; 10. Martin Smolinski,

D, 7; 11. Craig Cook, GB, 6; 12. Peter Ljung, S, 6; 13. Robert

Lambert, GB, 5; 14. Mikkel Michelsen, DK, 5; 15. David Bellego, F,

3; 16. Chris Harris, GB, 2.

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 15


SPEEDWAY-WM + EM

Dominik Kubera, Sieger im zweiten Finale der Junioren

WM - Junioren - Finale 2 - Güstrow/D

Harte Fights

Ein wirklich gutes Speedwayrennen der besten

U21-Fahrer sahen die leider nur gut 2000 Zuschauer

am 14. September im Güstrower Rund.

Es war das zweite Finale in dieser Serie und

erst das Finale am 4. Oktober in Pardubice wird

die Entscheidung um den Titel bringen.

Schon recht schnell zeigte sich, dass der amtierende

Weltmeister Bartosz Smektala, sein

Vorgänger Maxim Drabik und Dominik Kubera

in den Semifinalen stehen würden. Der nach

dem ersten Finale in Lublin führende Gleb Chugunov

stürzte in Heat 14 an 3. Stelle liegend,

konnte sich aber trotzdem mit 9 Punkten für

das Semifinale qualifizieren. Auch der Tscheche

Jan Kvech ging einmal zu Boden, gelangte

aber mit 9 Punkten ins Semifinale. Als einziger

Skandinavier stand der Däne Tim Sörensen mit

7 Zählern im Semifinale. Hinzugesellten sich

Wildcard-Fahrer Michael Härtel mit drei 2. Plätzen

und insgesamt 8 Punkten und der Pole Viktor

Lampart im Semifinale. Für Robert Lambert

war mit 7 Zählern hier schon Schluss. Nick

Skorja stürzte ziemlich heftig auf der Zielgeraden

gegen die Bande und musste aufgeben.

Der einzige Pole, der nicht über die Vorrunde

hinauskam, war Rafal Kaczmarcz mit 4 Punkten.

Die beiden Dänen Jonas Jeppesen (7) und

Fredrik Jacobsen (6) scheiterten genauso wie

Dominik Möser, der mehr mit teaminternen

Problemen in letzter Zeit zu tun hatte, als ihm

lieb ist.

Im ersten Semifinale kam es gleich zu einem

Sturz von Härtel, der ohne Fremdverschulden

wegrutschte und daraufhin disqualifiziert wurde.

Den Re-run gewann Maxim Drabik klar vor

Jan Kvech. Viktor Lampart kämpfte vergebens,

doch Drabik war schneller und damit im Finale.

Im zweiten Semifinale präsentierte Dominik

Kubera seinen Siegeswillen und schlug Weltmeister

Smektala. Hinter ihm kollidierte Gleb

Chugunov mit Tim Sörensen und war bei der

Rückfahrt ins Fahrerlager sichtlich ungehalten.

Spannung vor dem Finale. Drabik hatte von

Gelb den besten Start und ließ Kubera und

Kvech zunächst keine Chance, doch Kubera

kämpfte sich immer näher heran und überholte

den Exweltmeister. Smektala konnte nur

hinterherfahren. Kubera war damit mit 19 Zählern

Tagessieger vor dem punktgleichen Drabik.

AM RANDE

Pechvogel der Saison aus deutscher Sicht ist

wohl Dominik Möser. Das erste Finale in Lublin

kostete zwei Motoren und brachte 0 Punkte.

Dann folgten der für ihn enttäuschende 2. Platz

auf seiner Heimbahn in Ludwigslust und die

Ausfälle in Wittstock. „Ich bin mir voll im Klaren

darüber, dass ich Mitschuld an der Niederlage

von Wittstock habe. Wir haben uns daraufhin

von unserem Mechaniker getrennt und mir hilft

jetzt, zumindest für den Rest der Saison, der

Mechaniker von Valentin Grobauer. Danach

muss ich mich nach einem neuen guten Mechaniker

umsehen, doch das ist auch eine Kostenfrage.“

Dominik hatte als Einziger eine

Fangruppe in einheitlicher Kleidung dabei, die

ihn ordentlich anfeuerte.

Michael Härtel ist immer noch nicht ganz fit,

doch dafür lief es in Güstrow schon wieder

ganz gut.

Sam Ermolenko war als Kommentator für Eurosport

dabei.

Aus England war Jugendbetreuer Neil Vatcher

vor Ort. • Texte + Foto Fans: Wolfgang Radszuweit;

Siegerfoto: Ralf Dreier

Speedway-Junioren-WM - Finale 2 - Güstrow/D - 14.9.2019

Ergebnis:

1. Dominik Kubera, PL, 19 Punkte; 2. Maksym Drabik, PL, 19;

3. Jan Kvech, CZ, 12; 4. Bartosz Smektala, PL, 15; 5. Wiktor

Lampart, PL, 9; 6. Gleb Chugunov, RUS, 9; 7. Tim Sörensen, DK,

8; 8. Michael Härtel, D, 8; 9. Jonas Jeppesen, DK, 7; 10. Robert

Lambert, GB, 7; 11. Jaimon Lidsey, AUS, 6; 12. Frederik Jakobsen,

DK, 6; 13. Rafal Karczmarz, PL, 4; 14. Patrick Hansen, DK,

3; 15. Dominik Möser, D, 2; 16. Lukas Baumann, D, 2; 17. Nick

Skorja, SLO, 2; 18. Leon Arnheim, D, 0.

Stand (nach 2 von 3 Finals): 1. Kubera, 36 Punkte; 2. Drabik,

35; 3. Smektala, 28; 4. Chugunov, 26; 5. Lambert, 21; 6. Lampart,

20; 7. Kvech, 20; 8. Jeppesen, 15; 9. Lidsey, 14; 10. Jakobsen,

12; 11. Sörensen, 9; 12. Skorja, 8; 13. Härtel, 8; 14. Hansen,

7; 15. Karczmarz, 6; 16. Viktor Trofimov, PL, 5; 17. Möser,

3; 18. Baumann, 2; 19. Arnheim, 0; 20. Kamil Nowacki, PL, 0;

21. Mateusz Cierniak, PL, 0.

EM - Junioren - Finale - Rivne/UKR

Wiktor Lampart

nach Stechen

Zum ersten Mal in der 22-jährigen Geschichte des Juniorenwettbewerbs

fand das Finale im ukrainischen

Rivne statt. Das Rennen rief eine große Resonanz hervor,

denn rund 8000 Zuschauer fanden den Weg ins

Stadion an der Kurtschatow-Straße. Nicht weniger als

fünf Polen hatten sich für den Endlauf der Junioren-EM

qualifiziert und sie gehörten logischerweise zum Favoritenkreis.

Doch die Nachwuchsfahrer der anderen Nationen

machten es ihnen nicht leicht.

Nach drei Durchgängen lagen Wiktor Lampart und Daniel

Bewley mit jeweils 8 Zählern an der Spitze, gefolgt

von Mads Hansen, Roman Lahbaum und Jakub Miskowiak.

Die beiden Führenden und der Däne trafen im

14. Heat aufeinander. Der Pole siegte vor Hansen, während

der Engländer nur Letzter wurde. Da Miskowiak in

Lauf 16 als Erster ins Ziel kam, lagen zwei Polen vor

dem letzten Durchgang in Führung und es schien, als

ob die „Weiß-Roten“ den Titel unter sich ausmachen

würden. Doch es wurde noch spannend. Im 17. Rennen

rollte Miskowiak ans Startband und hätte sich eine Medaille

sichern können, aber der 18-Jährige vermasselte

es. Drei Punkte erkämpfte Jan Kvech vor Bewley und

Miskowiak ging leer aus. Hansen hätte im darauffolgenden

Heat noch ins Geschehen eingreifen können,

aber er unterlag überraschend dem Letten Daniils Kolodinskis

und schloss das Rennen mit 11 Zählern ab. Das

reichte zwar aus, um Miskowiak zu überholen, aber für

den Meistertitel war es zu wenig. In Lauf 19 kam es zu

einer weiteren Überraschung, als Lahbaum siegte,

während Lampart sich seinem Landsmann Mateusz

Cierniak beugen musste und nur einen Punkt erzielte.

Damit zog der Russe in der Gesamtwertung mit Lampart

gleich und es bedurfte eines Stechens, um den

neuen Junioreneuropameister zu ermitteln. Der Pole

legte einen besseren Start hin, übernahm die Führung

und überquerte als Sieger den Zielstrich. Hansen holte

am Ende die Bronzemedaille. Miskowiak, der drei Siege

verzeichnete, wurde mit 10 Zählern Vierter. Bewley

und Kvech waren mit dem Polen zwar punktgleich, erzielten

jedoch jeweils zwei Siege. Der Tscheche hätte

eine Medaille gewinnen können, wäre er in Heat 9 nicht

gestürzt.

Frederik Jakobsen und Jonas Jeppesen qualifizierten

sich fürs Finale im ukrainischen Speedwaymekka, aber

die Dänen blieben dem Rennen fern. Ihre Startplätze

nahmen dann Dominik Möser und Dennis Fazekas ein.

Der Deutsche erkämpfte auf der 360 Meter langen

Bahn insgesamt 5 Punkte und wurde Vierzehnter. Der

21-Jährige konnte unter anderem Miskowiak schlagen.

• Text: Georg Dobes; Foto: FIM Europe

Speedway-EM - Junioren-Finale - Rivne/UKR - 31.8.2019

Ergebnis:

1. Wiktor Lampart, 12+3 Punkte; 2. Roman Lahbaum, RUS, 12+2; 3. Mads

Hansen, DK, 11; 4. Jakub Miskowiak, PL, 10; 5. Daniel Bewley, GB, 10;

6. Jan Kvech, CZ, 10; 7. Marko Levishyn, UKR, 9; 8. Mateusz Cierniak, PL,

8; 9. Petr Chlupac, CZ, 7; 10. Daniils Kolodinskis, LV, 6; 11. Jason Jörgensen,

DK, 6; 12. Alexander Woentin, S, 6; 13. Michal Curzytek, PL, 5; 14. Dominik

Möser, D, 5; 15. Artjoms Trofimov, LV, 2; 16. Dennis Fazekas, H, 0.

Junioren-Europameister Wiktor Lampart (Mitte),

Vize Roman Lahbaum (li.) und Mads Hansen

16 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


EM - Paare

Finale

Balakovo/RUS

Russland

zum

ersten

Der europäische Paarwettbewerb wird seit 2004 ausgetragen,

aber in der bisherigen Geschichte ist es

Russland noch nicht gelungen, Gold zu gewinnen.

Das sollte sich in dieser Saison ändern, denn das Finale

fand in Balakovo statt. Das Rennen in der Stadt

an der Wolga erregte großes Interesse. Nicht weniger

als 10.000 Fans strömten ins Trud-Stadion, um ihr

Team zu unterstützen. Artem Laguta und Emil Sayfutdinov

standen zwar nicht zur Verfügung, aber Teammanager

Waleri Gordejew war es gelungen, mit Grigorij

Laguta, Viktor Kulakov und Vladimir Borodulin

eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen.

In ihrem ersten Heat bezwangen die Gastgeber die

Letten mit 4:2, aber danach folgten drei Doppelsiege.

Als in Rennen 20 Borodulin und Laguta ein Unentschieden

gegen Tschechien erzielten, konnten sie mit

insgesamt 26 Zählern den Titelgewinn feiern. Jeder

Fahrer des russischen Teams bestritt je vier Heats,

aber den besten Eindruck hinterließ Borodulin, der

nur Vaclav Milik unterlag. „Heute lief endlich alles

einwandfrei. Das war unser Tag! In jedem Lauf gaben

wir unser Bestes. Wir übernahmen die Führung und

ließen sie uns nicht mehr wegnehmen. Wir durften

unsere Fans nicht enttäuschen, die solange auf die

Goldmedaille gewartet haben“, sagte Laguta. Die

tschechische Mannschaft holte auf der 380 Meter

langen Bahn die Silbermedaille. Hätte sie im letzten

Lauf die Russen mit einem 5:1 bezwungen, hätte sie

ein Stechen erzwingen können. Vaclav Milik, der in

Balakovo auf respektable 16 Punkte kam, meldete

sich zwar als Sieger im Ziel, aber Eduard Krcmar ging

leer aus. Andzejs Lebedevs sicherte im Alleingang

dem lettischen Duo seine zweite Bronzemedaille. Der

24-Jährige erkämpfte in Russland 17 Punkte und

beugte sich nur Kulakov. Er verzeichnete auch mit

67,1 Sekunden die Tagesbestzeit. Olegs Mihailovs

konnte seinen Teamkollegen leider nicht richtig unterstützen

und schrieb lediglich 3 Zähler.

Das polnische Team wollte in Balakovo seinen Titel

verteidigen, konnte aber an seinen Erfolg vom Vorjahr

nicht mal annähernd anknüpfen. Nur Tobiasz

Musielak konnte mit zwei Siegen und 12 Zählern

überzeugen. Am Ende musste sich Polen mit 16 Zählern

und Gesamtrang 5 begnügen. David Bellego und

Dimitri Bergé waren mit den Titelverteidigern punktgleich,

hatten jedoch einen Dreier mehr vorzuweisen

und wurden letztendlich Vierte. Der deutsche Verband

sagte die Teilnahme seines Teams kurzfristig ab

und die Organisatoren ergänzten das Starterfeld notdürftig

mit einem „Young Europe“-Team. Ricards Ansviesulis,

Patryk Rolnicki und Alexander Kaibuschev

fuhren in Balakovo außer Konkurrenz, erkämpften jedoch

insgesamt 14 Punkte, 3 mehr als die Italiener.

• Text: Georg Dobes; Foto: FIM Europe

Speedway-EM - Paar-Finale - Balakovo/RUS - 29.8.2019

Ergebnis:

1. Russland, 26 Punkte (Viktor Kulakov 9, Grigorij Laguta 8, Vladimir

Borodulin 9); 2. Tschechien, 22 (Vaclav Milik 16, Eduard Krcmar 6, Ondrej

Smetana N); 3. Lettland, 20 (Andzejs Lebedevs 17, Olegs Mihailovs

3); 4. Frankreich, 16 (David Bellego 11, Dimitri Bergé 5); 5. Polen, 16 (Tobiasz

Musielak 12, Norbert Kosciuch 2, Kacper Gomolski 2); 6. Italien,

12 (Nicolas Vicentin 4, Michele Paco Castagna 8). Außer Konkurrenz:

Young Europe, 14 (Ricards Ansviesulis/LV 5, Patryk Rolnicki/PL 0, Alexander

Kaibuschev/RUS 9).

1. Russland mit (v.l.) Vladimir Borodulin, Grigorij Laguta

und Viktor Kulakov; 2. Tschechien mit (v.l.) Ondrej

Smetana, Eduard Krcmar und Vaclav Milik; 3. Lettland

mit (v.l.) Andzejs Lebedevs und Olegs Mihailovs

Jugend-Europacup 250 ccm - Semifinals

Pardubice/CZ

Erik Bachhuber top

Pardubice war Austragungsort beider Semifinals

des Europacups in der 250-ccm-Klasse. In

der tschechischen Speedway-Hochburg gingen

am 17. August insgesamt 31 Nachwuchsfahrer

an den Start, um sich die 16 begehrten „Fahrkarten“

fürs Finale in Divisov zu sichern. Das

erste Semifinale endete mit einem Erfolg von

Erik Bachhuber. Der Obergriesbacher erzielte

insgesamt 14 Zähler und bezwang im Stechen

um den Tagessieg Mathias Pollestad. Der Norweger

war derjenige, der im zwölften Lauf Bachhuber

die einzige Niederlage beigebracht hatte.

Etwas überraschend holte Oskar Paluch aus

Polen den 3. Gesamtrang. Der Sohn des ehemaligen

Speedwayfahrers von Stal Gorzow, Piotr,

kam auf 12 Punkte und schlug in einem Zusatzlauf

keinen Geringeren als den amtierenden

Weltmeister Jesper Knudsen. Marlon Hegener

erzielte auf der 391 Meter langen Bahn 4 Zähler

und schied als Elfter aus.

Im zweiten Semifinale triumphierte Casper

Henriksson. Der Schwede schloss das Rennen

mit 13 Zählern ab. Seine Bezwinger waren Jonny

Wynant und Ben Ernst. Beide Deutsche erkämpften

in Pardubice jeweils 12 Zähler und absolvierten

ein Viererstechen, um den 2. bis

5. Gesamtrang unter sich auszumachen. Sieger

des Laufes wurde Wynant, während Vizeweltmeister

Ernst noch hinter Francis Gusts aus

Lettland als Dritter ins Ziel kam und am Ende Tagesvierter

wurde. Tom Finger kam in Tschechien

auf 2 Punkte und belegte letztendlich einen enttäuschenden

14. Platz.

• Georg Dobes

Jugend-Europacup 250 ccm - Semifinale 1/2 - Pardubice/CZ

17.8.2019

Ergebnisse:

Semifinale 1 - qualifiziert für Finale in Divisov/CZ am 18.8:

1. Erik Bachhuber, D, 14+3 Punkte; 2. Mathias Pollestad, N,

14+2; 3. Oskar Paluch, PL, 12+3; 4. Jesper Knudsen, DK, 12+2;

5. Noel Wahlqvist, S, 12+1; 6. Rasmus Pedersen, DK, 10; 7. Ludvig

Selvin, S, 8+3; 8. Viljam Lappi, FIN, 8+2; Reserve 9. Sam Hagon,

GB, 8+1.

Ausgeschieden: 10. Fabian Ragus, PL, 7; 11. Marlon Hegener, D,

4; 12. Markus Maximus Lill, EST, 4; 13. Jan Jenicek, CZ, 4; 14. Jacob

Johansen, DK, 2; 15. Michal Bastecky, CZ, 0.

Semifinale 2 - qualifiziert für Finale in Divisov/CZ am 18.8:

1. Casper Henriksson, S, 13 Punkte; 2. Jonny Wynant, D, 12+3;

3. Francis Gusts, LV, 12+2; 4. Ben Ernst, D, 12+1; 5. Mateusz Panicz,

PL, 12+0; 6. Damian Ratajczak, PL, 11; 7. Gustav Grahn, S,

10; Reserve 8. Sam McGurk, GB, 8.

Ausgeschieden: 9. Mathias Karlsen, DK, 7; 10. Patrick Skaarup,

DK, 7; 11. Milan Dobias, CZ, 5; 12. Geert Heinvee, EST, 4; 13. Noah

Moos, DK, 3; 14. Tom Finger, D, 2; 15. Tino Bouin, F, 2; 16. Jesper

Valand, N, 0.

Jugend-Europacup 250 ccm - Finale

Divisov/CZ

Jesper Knudsen

holt den Cup

Obwohl Jesper Knudsen am Vortag in Pardubice

nur Vierter geworden war, konnte sich der Weltmeister

im Finale in Divisov gegen die Konkurrenz

durchsetzen und den Europacup gewinnen.

Bei einer Lufttemperatur um die 30 Grad

kam der Däne auf dem 350 Meter langen Oval

auf insgesamt 14 Zähler und musste sich nur im

zwölften Heat Oskar Paluch geschlagen geben.

Mathias Pollestad holte in Tschechien die Silbermedaille.

Der Norweger schrieb 13 Zähler.

Außer Knudsen unterlag er nur dem Letten

Francis Gusts, der in Divisov 9 Punkte erkämpfte

und sich letztendlich mit dem 4. Gesamtrang

begnügen musste. Erik Bachhuber verzeichnete

im Finale drei Siege und bestieg mit 11 Zählern

die unterste Stufe des Podiums. „Ich bin

überglücklich und stolz, endlich auch bei einem

Prädikatslauf mein Potenzial zeigen zu können

und mit einer Medaille belohnt zu werden“, teilte

der 15-Jährige auf seiner Webseite mit.

Jonny Wynant stürzte in seinem ersten Lauf

und wurde disqualifiziert. Danach holte der

junge Fahrer zwei Siege und hatte vor dem

letzten Durchgang 8 Zähler auf dem Konto. Er

war mit Bachhuber punktgleich. „Im fünften

Lauf hatte ich wieder einen Rennunfall, durfte

aber nochmals ans Band. Mit meiner Ersatzmaschine

holte ich jedoch keine Punkte. Schlussendlich

belegte ich dann den 6. Platz. Ich war

enttäuscht, denn ich hatte mir mehr ausgerechnet“,

gab Jonny bekannt. Ben Ernst gehörte

vor dem Finale zum engsten Favoritenkreis,

aber der 16-Jährige kam bei der großen Hitze

mit den Bahnverhältnissen nicht zurecht. „Im

ersten Lauf erkämpfte ich nur einen Punkt und

konnte im zweiten Lauf einen Sieg verzeichnen.

Leider war das auch der einzige an diesem

Tag. Aus meinen nächsten drei Einsätzen

kamen weitere 2 Punkte hinzu, sodass ich

mein Rennen mit 6 Punkten beendete und auf

Platz 11 landete. Es ist halt nicht jeder Tag

gleich und man kann nicht immer gewinnen“,

fasste Ben seine Performance in Tschechien

zusammen. Paluch, einziger Bezwinger von

Knudsen, hatte in Divisov zwei Stürze zu beklagen

und belegte am Ende Rang 8.

• Text: Georg Dobes; Foto: Klaus Goffelmeyer

Jesper

Knudsen

Jugend-Europacup 250 ccm - Finale - Divisov/CZ - 18.8.2019

Ergebnis:

1. Jesper Knudsen, DK, 14 Punkte; 2. Mathias Pollestad, N, 13;

3. Erik Bachhuber, D, 11; 4. Francis Gusts, LV, 9; 5. Noel Wahlqvist,

S, 9; 6. Jonny Wynant, D, 8; 7. Casper Henriksson, S, 8;

8. Oskar Paluch, PL, 7; 9. Rasmus Pedersen, DK, 7; 10. Ludvig

Selvin, S, 6; 11. Ben Ernst, D, 6; 12. Viljam Lappi, FIN, 5; 13. Damian

Ratajczak, PL, 4; 14. Milan Dobias, CZ, 4; 15. Gustav

Grahn, S, 3; 16. Sam Hagon, GB, 2; 17. Sam McGurk, GB, 1;

18. Mateusz Panicz, PL, 0.

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 17


Wittstock - Brokstedt

Wölfe verlieren

unglücklich

Krzysztof Kasprzak

vor Kai Huckenbeck

Viel Action, tollen Motorsport und Spannung bis zum letzten Lauf bot das Wiederholungsrennen

der 1. Bundesliga zwischen Gastgeber MSC „Wölfe“ Wittstock und dem

MSC Brokstedt am Samstag, 7.9., auf dem Heidering Wittstock.

Pünktlich um 19:45 Uhr wurde das Rennen vor

knapp 500 Zuschauern mit dem ersten Lauf des

Rahmenprogramms gestartet, danach folgte

dann umgehend der erste Lauf im letzten Vorrundenduell

der Mannschaftsmeisterschaft

2019. Beide Teams hatten an diesem Abend die

Chance, durch einen Sieg ins Bundesligafinale

einzuziehen, mit Titelverteidiger AC Landshut

stand schon der erste Teilnehmer der beiden Finalrunden

fest.

Und so wurde der erste Lauf mit viel Spannung

erwartet. Rune Holta, der Routinier der Brokstedter,

gewann den Start im ersten Lauf und

wehrte bis zum Ziel alle Angriffe des Polen Przemyslaw

Pawlicki für die Wölfe erfolgreich ab,

auf den Plätzen reihten sich dann Dominik Möser

(Wölfe) und Niels Oliver Wessel (Wikinger)

ein, kurz vorm Zieleinlauf riss Möser dann die

Kette und Brokstedt konnte den ersten Lauf mit

einem 4:2 für sich entscheiden. In Lauf 2 gab es

für die Wölfe dann durch Krzysztof Kasprzak

und Steven Mauer ein Unentschieden. Gewonnen

hatte diesen Heat Timo Lahti (Wikinger).

Geert Bruinsma (Wikinger) ging hier leer aus.

Im folgenden Lauf zeigte Michael Härtel (Wölfe)

Brokstedt siegt und sichert sich die Finalteilnahme

Freyja Redlich (Mitte),

Alina Sassenhagen (li.)

und Mika Finn Janßen

Kampfgeist und Rennfahrerherz, indem er den

führenden Kai Huckenbeck (Wikinger) sehr

dicht folgte und auf der Außenbahn permanent

versuchte, an Huckenbeck vorbeizukommen.

Dieser hatte einen kurzen Aufsteiger, bei dem

sich beide leicht berührten und Härtel dadurch

vorbeiziehen konnte. Am Ende hieß es 5:1 und

die Führung für Wittstock. Danach folgten drei

Läufe jeweils mit einem Unentschieden. In Lauf

7 zog dann wieder die Defekthexe bei den Wölfen

ein. Lukas Baumann fiel kurz vor dem Ziel

aus und Brokstedt konnte sich durch ein 4:2 ein

Unentschieden in der Gesamtwertung erfahren.

In Lauf 9 fuhr dann auch noch Profi

Kasprzak in der Startphase ins Startband und

musste dann mit einem Handicap von 15 Metern

zurück ins Rennen starten. Letztendlich wurde

es wieder ein Unentschieden. Im neunten Lauf

gab es wieder jede Menge Action. Der erst

15-jährige Norick Blödorn gewann sensationell

den Start und setzte sich über vier Runden gegen

die Konkurrenten erfolgreich durch. Hinter

ihm gab es einen sehenswerten Zweikampf zwischen

Huckenbeck (Wikinger) und Pawlicki

(Wölfe), den dann der Pole auf der Ziellinie für

sich entscheiden konnte. Durch einen erneuten

Ausfall von Dominik Möser konnte die Gastmannschaft

durch dieses 4:2 erstmals in Führung

gehen und musste diese bis zum Finallauf

14 auch nicht mehr abgeben.

Der Punkteverlauf verdeutlicht die Spannung

bei diesem Bundesligarennen. Die Zuschauer

sahen ein sehr faires und unterhaltsames

Speedwayrennen. Der MSC Wölfe Wittstock

gratuliert seinem Kontrahenten MSC Brokstedt

zum Einzug ins Finale. Der Beste möge da gewinnen.

Im Rahmenprogramm fanden fünf Läufe der Junioren

C 125 ccm statt. Der Maximumsieg ging

hier an Freyja Redlich vor Alina Sassenhagen

und Mika Finn Janßen.

• Text u. Fotos: Thomas Klemm

Berghaupten

Fighters vor Eagles

Mit einem 2. Platz haben die „DMV Black Forest

Eagles“, das Speedwayteam des MSC Berghaupten,

die Saison im Speedway Team-Cup

(STC) abgeschlossen. Im Heimrennen auf der

262 Meter langen Speedwaybahn in Berghaupten

boten sie vor 1500 Zuschauern einen spannenden

Kampf mit den mitfavorisierten Teams

des MSC Olching und den „Fighters“ aus Cloppenburg.

Die vierte Mannschaft, die „DMV

White Tigers“ des MSC Diedenbergen, konnte

in diesen Dreikampf nicht eingreifen.

Die „Eagles“ mussten auf ihren Kapitän Max

Dilger verzichten, der am gleichen Abend beim

Speedway Grand Prix in Teterow antrat. Doch

Teamchef Rainer Armbruster war es gelungen,

mit dem jungen Dänen Matias Nielsen mehr als

gleichwertigen Ersatz zu finden. Der 20-Jährige

erfüllte alle Erwartungen und war mit 13 Punkten

bester Fahrer im Team. Überhaupt konnten

sich die Youngster sehr gut in Szene setzen.

Kapitän Daniel Spiller (21 Jahre) steuerte

12 Punkte bei und sein 18-jähriger Bruder

Ethan fuhr 9 Zähler ein. Beim Jüngsten im Bunde,

dem 15-jährigen Tom Finger, lief es beim

Flutlichtrennen überhaupt nicht nach Wunsch.

Nur einen Punkt konnte er verbuchen, musste

allerdings im Rennen der 250er-Klasse gegen

starke Gegner antreten, die dem Youngster in

seiner ersten Saison doch einiges an Erfahrung

voraus hatten. Überhaupt stellten die

„DMV Black Forest Eagles“ wieder eine sehr

junge Mannschaft. Das Durchschnittsalter betrug

gerade mal 18,5 Jahre.

Das STC-Rennen gewannen letztlich die

„Fighters“ aus Cloppenburg mit 41 Punkten,

sie sind der Titelverteidigung damit einen großen

Schritt nähergekommen. Zweiter wurden

die „DMV Black Forest Eagles“ mit 35 Zählern

vor dem MSC Olching (29). Für die „DMV Junior

White Tigers“ reichte es nur zu 8 Punkten. • mw

Speedway Team-Cup - Berghaupten - 31.8.2019

Ergebnis:

1. MSC Cloppenburg Fighters, 41 Punkte (René Deddens 12, Lukas

Fienhage 12, Niels Oliver Wessel 8, Jonny Wynant 8, Fabian

Wachs 1); 2. Black Forest Eagles Berghaupten, 35 (Matias Nielsen

13, Daniel Spiller 12, Ethan Spiller 9, Tom Finger 1); 3. MSC

Olching, 29 (Michael Härtel 9, Danny Maaßen 6, Tim Wunderer

4, Erik Bachhuber 10); 4. DMV Junior White Tigers, 8 (Julian Bielmeier

1, Dustin Schultz 2, Celina Liebmann 0, Melf Ketelsen 5).

René Deddens holte

12 Zähler für die

Cloppenburg Fighters

• Foto: Daniel Sievers

ADMV-Speedwayrennen Wittstock - 7.9.2019

Ergebnis:

Speedway-Bundesliga: 1. MSC Brokstedt „Wikinger“, 44 Punkte

(Rune Holta 13, Timo Lahti 13, Niels Oliver Wessel 2, Kai Huckenbeck

7, Geert Bruinsma 1, Norick Blödorn 8); 2. MSC „Wölfe“

Wittstock, 40 (Przemyslaw Pawlicki 12, Krzysztof Kasprzak

9, Dominik Möser 1, Michael Härtel 10, Steven Mauer 3, Lukas

Baumann 5, Robert Baumann N).

18 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


Güstrow

Torros siegen überlegen

„Das war eine komplett ausgeglichene Mannschaftsleistung.

Jeder hatte seinen Anteil an diesem

großartigen Erfolg und der Teamgeist beflügelt uns

alle“, sagte ein sichtlich zufriedener Kapitän der Güstrow

Torros nach dem deutlichen Gewinn im Heimrennen

des Speedway Team-Cups.

Was die 1100 Zuschauer im Güstrower Stadion am

1. September erlebten, war in dieser Dominanz

schier unglaublich und Ausdruck einer jahrelangen

Entwicklung der individuellen Fähigkeiten der einzelnen

Sportler. Tobias Busch, der eine richtig gute

Saison fährt, hatte mit seiner Erfahrung einen großen

Anteil am Resultat, steuerte 12 Punkte bei und

schlug dabei gleich zweimal Kai Huckenbeck, gegen

den er in seinem ersten Lauf noch kurz vor Schluss

eine Lücke fand, die er unter dem Jubel der Zuschauer

zum Sieg nutzte. „Besonders erfreulich ist es, die

Entwicklung der Junioren zu begleiten“, setzte er

dann auch sein Resümee mit Blick auf die Leistung

der Youngster fort.

Ben Ernst, der im Team die 250er-Position einnimmt,

konnte alle seine Läufe souverän gewinnen

und ebenfalls 12 Punkte aufs Mannschaftkonto einzahlen.

Der Vizeweltmeister in dieser Klasse machte

in jedem seiner Läufe schon am Start alles klar und

behielt die Führung jeweils bis zur Ziellinie. Lukas

Baumann, der gut einen Monat zuvor Dritter der

Deutschen Juniorenmeisterschaft wurde, sammelte

auch 12 Punkte, musste aber erst ins Rennen hineinfinden.

Nach einem 3. und 2. Platz folgten noch drei

Siegfahrten, die jeweils verdeutlichten, dass er sich

auf dem Güstrower Oval richtig wohlfühlt. Das gilt

auch für Norick Blödorn, der nach seinem Sieg im

Europacup der 85-ccm-Klasse überhaupt keine Probleme

beim Umstieg auf die 500er-Maschine hat,

sondern mit den erfahrenen 13 Zählern gleich zum

punktbesten Fahrer der Mannschaft wurde. Besonders

in Erinnerung bleibt dabei sein Sieg über Huckenbeck,

gegen den er den Start gewinnen und

sich dann über vier Runden vor ihm behaupten

konnte. Die Freude über diesen Erfolg war dem

15-Jährigen sofort anzumerken und dass er auf der

Ehrenrunde nicht nur den Applaus des Publikums,

sondern auch die Gratulation des Konkurrenten erhielt,

zeigte Anerkennung und Sportsgeist. Kai Huckenbeck

gewann den abschließenden Finallauf, in

dem er wieder einmal seine Güstrow-Linie fand, mit

großem Vorsprung die Ziellinie kreuzte und damit

den 2. Rang für das Emsland Speedwayteam Dohren

zementierte. Auf Platz 3 in der Tageswertung kam

das Wolfspack Wolfslake, das den Emsländern immer

auf den Fersen war, aber, auch gehandicapt

durch eine Sturzverletzung von Emil Breum, mit einem

Matchpunkt zufrieden sein musste. Richtig

groß war der Jubel bei der Siegerehrung, denn einen

Heimsieg eines Güstrower Teams hatten die Zuschauer

schon lange nicht mehr erlebt.

Ein Blick in die STC-Tabelle zeigt nun die sich zuspitzende

Dramatik. Das Emsland Speedwayteam hat

seine Serie beendet und steht auf Platz 2. In Führung

liegen die Cloppenburg Fighters. Die Güstrow

Torros haben nur einen Matchpunkt weniger als die

Fighters, aber genau die gleiche Anzahl an Laufpunkten.

Besser hätte der Showdown im letzten

Saisonrennen am 22. September in Olching (nach

Redaktionsschluss) nicht vorbereitet werden können.

Die direkte Auseinandersetzung wird über den

Sieg im STC entscheiden. „Wenn jeder seine Leistung

so wie heute bringen kann, dann brauchen wir

keinen Gegner zu fürchten“, freut sich Kapitän Tobias

Busch schon mal auf dieses entscheidende

Match.

• Text: Gunnar Mörke

• Foto: Jarek Pabijan

Speedway Team-Cup - Güstrow - 1.9.2019 - Ergebnis:

1. Güstrow Torros, 49 Punkte (Tobias Busch 12, Lukas Baumann 12, Norick Blödorn 13, Ben Ernst 12); 2. Emsland Speedwayteam Dohren,

29 (Kai Huckenbeck 12, Geert Bruinsma 10, Timo Wachs 1, Marlon Hegener 6); 3. Wolfspack Wolfslake, 24 (Emil Breum 4, Steven Mauer 9,

Celina Liebmann 6, Lukas Wegner 5); 4. Landshut Young Devils, 12 (Richard Geyer 4, Jonas Wilke 5, Maximilian Troidl 2, Leon Krusch 1).

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 19


LANGBAHN-DM

Berghaupten

Top-5 Langbahn-DM (v.l.): Lukas Fienhage, Max Dilger,

Michael Härtel, Bernd Diener und Stephan Katt

Krimi-DM-Sieg für Michael Härtel

Spannender hätte es bei der Deutschen Langbahnmeisterschaft in Berghaupten kaum laufen

können: Der Titel selbst wurde erst kurz vor Ende des Finallaufes entschieden. Die Plätze 2 bis

5 mussten gar durch ein Viererstechen entschieden werden. Am Ende teilten sich mit dem neuen

Deutschen Meister Michael Härtel die beiden MSC-Berghaupten-Clubfahrer Max Dilger und

Bernd Diener das Podest. Rund 5000 Zuschauer verfolgten den DM-Krimi bei bestem Wetter.

Unbeschadet kam keiner der DM-Piloten durch

die Vorläufe. Am besten machte es Lukas Fienhage,

der nach zwei Laufsiegen lediglich im Duell

gegen den späteren Deutschen Meister einen

Punkt abgab und die Vorrunde mit 14 Zählern

abschloss. Michael Härtel wiederum musste

sich in den ersten beiden Läufen mit jeweils

zwei 2. Rängen begnügen. Erst dann folgte besagter

Sieg gegen Fienhage, der Härtels Punktekonto

auf 13 Zähler erhöhte. Gut mit dabei

waren zu dieser Zeit auch Stephan Katt (12) und

Max Dilger (11). Nach gewissen Startschwierigkeiten

kam auch Bernd Diener immer besser ins

Spiel, musste aber zu diesem Zeitpunkt mit

8 Punkten noch um den Einzug ins Finale bibbern.

Acht Punkte hatte auch David Pfeffer erzielt,

der erstaunlich gut mithielt. Überhaupt

war das DM-Fahrerfeld recht ausgeglichen. Einer

aber fehlte: Martin Smolinski. Er startete in

der polnischen Liga.

Deutlich näher kam Bernd Diener seiner Erwartung

des Finaleinzugs durch seinen Sieg im Semifinale.

Diener gewann vor Fienhage und Dilger.

Das zweite Halbfinale entschied Michael

Härtel für sich. Er verwies unter anderem Stephan

Katt und David Pfeffer auf die Ränge 2 und

3. Damit waren Fienhage und Härtel punktetechnisch

mit 18 Zählern gleichauf und Spitzenreiter.

Ebenfalls ins Finale zogen ein: Stephan

Katt (16), Max Dilger (14), Bernd Diener (13) und

David Pfeffer (11).

Auf seiner Heimbahn zog Diener unter dem Jubel

des Publikums im Endlauf außen an der

Konkurrenz vorbei. Dilger reihte sich als Zweiter

ein, dahinter folgten Fienhage, zunächst

Katt, später Härtel. Letzterer attackierte

schließlich Fienhage, der unmittelbar vor Härtels

Überholmanöver am Kurvenausgang die

Bahn verließ und schließlich auch disqualifiziert

wurde. Mit seinem 3. Platz im Finale stand

Härtel als Deutscher Meister fest. Für den

21-Jährigen aus Dingolfing ist es der erste Titel

dieser Art auf der Langbahn.

Spannend verlief schließlich auch das Stechen

um die Plätze. Max Dilger erwischte den besten

Start, Diener, Fienhage und Katt folgten. Fienhage

kam erneut ins Grün und wurde zum zweiten

Mal disqualifiziert. Beim Deutschen Meister

Michael Härtel war die Freude groß: „Ich denke,

ich kann mit dem Tag heute zufrieden sein,

auch wenn ich nicht durch die Bank weg gut

war.“ Härtel richtete ein Kompliment an seine

Konkurrenz: „Da hat jeder gekämpft bis zum

Letzten.“ Zufrieden war auch Vizemeister Max

Dilger, auch wenn er mit seinen Starts haderte:

„Die waren heute mangelhaft. Ich habe nur einen

gewonnen – und das war der wichtigste.“

Bernd Diener sprach davon, die ersten beiden

Läufe „ein bisschen verpennt“ zu haben: „Dann

bin ich richtig gut ins Rennen gekommen.“ Diener

räumte auch darüber hinaus ab. Er nahm

nicht nur den Pokal für den Bahnrekord mit

nach Hause, sondern – als Sieger des Endlaufs

– auch den Supercup-Sieg. Diese Tatsache entlockte

Michael Wurmseher, Vorsitzender des

MSC Berghaupten, das Lob an seinen Clubfahrer:

„Was dieser Mann auf die Bahn zaubert, ist

unglaublich. Da kann man einfach nur stolz

sein. Das war ganz, ganz großes Kino.“ Zur Erinnerung:

Diener feierte bei den diesjährigen

Race-Days auch 40 Jahre aktiven Bahnsport.

Interessante Läufe erlebten die Zuschauer nicht

nur in den anderen Klassen am Sonntag, sondern

schon bereits am Samstagabend, als es

auf der 262 Meter langen Speedwaybahn unter

Flutlicht um wichtige Ligapunkte und Pokale

ging (Bericht S. 17). • Text: mw; Foto: Susi Weber

DMV-Kronen-Race-Days Berghaupten - 31.8./1.9.2019

Ergebnisse:

1.9. - Bahnrekord (Halter: Bernd Diener, 115 km/h): 1. Diener,

111,47 km/h; 2. Fienhage, 109,46; 3. Härtel, 107,52; 4. Pfeffer,

104,2.

I-Seitenwagen: 1. Mitch Godden/Paul Smith, GB, 19 Punkte;

2. Guillaume Comblon/Cloe Agez, F, 18; 3. Markus Venus/Markus

Heiß, 17; 4. Manuel Meier/Melanie Schrempp, 11; 5. Imanuel

Schramm/Patrick Löffler, 10; 6. Raphael San Millan/Benedikt

Zapf, 8; 7. Patrick Zwetsch/Victor Caric, 6; 8. Marco Hundsrucker/Michael

Zapf, 5; 9. Roman Löffler/Patrick Herbst, 4; 10. Andreas

Horn/Christian Schädler, 3; 11. Karl Keil/David Kersten,

2; 12. Achim San Millan/Morris San Millan, 2.

B-Solo: 1. Julian Bielmeier, 15 Punkte; 2. Dennis Helfer, 12;

3. Mario Niedermeier, 10; 4. Rudi Eichenlaub, 9; 5. Sebastian

Trapp, 6; 6. Ralf Herhaus, 4; 7. Robert Grichtmeier, 2; 8. Ronny

Stritt, 1.

B-Seitenwagen: 1. Sebastian Kehrer/Benjamin Maier, 13 Punkte;

2. Moritz Straub/Frank Schiemer, 12; 3. Michael Kolb/Nadine

Pierick, 11; 4. Patrick Hermanns/Pascal Hillmann, 8; 5. Harald

Mössmer/Sonja End, 5; 6. Jens Lorei/Dennis Rupp, 5; 7. Fabian

Müller/Peter Maurer, 3.

31.8. - Speedway - Junior A (50 ccm): 1. Carl Wynant, 12 Punkte;

2. Tajo Groh, 8; 3. Lenja Tebbe, 4, 4. Noel Kos, 0.

Junior B (125 ccm): 1. Patrik Hyjek, 12 Punkte; 2. Luca Kastner,

10; 3. Toni Eichhorn, 6; 4. Kimi Weber, 5; 5. Mario Häusl, 4;

6. Tim Wiedera, 3; 7. Felix Leiling, 2.

Junior C (250 ccm): 1. Leon Krusch, 16; 2. Nynke Sijbesma, 11;

3. Jon Ruhnke, 7; 4. Kevin Lück, 5; 5. Louis Tebbe, 1.

U21 (500 ccm): 1. David Pfeffer, 9; 2. Ann-Kathrin Gerdes, 6;

3. Jeffrey Sijbesma, 4; 4. Sebastian Trapp, 3; 5. Ralf Herhaus, 2;

6. Rafael Buchholz, 0.

LANGBAHN-DM

Solo - Berghaupten - 1.9.2019

Pl./Name 1 2 3 SF F Ges.

1. Michael Härtel 4 4 5 5 3 21

2. Max Dilger 3 5 3 3 4 18

3. Bernd Diener 0 3 5 5 5 18

4. Stephan Katt 5 4 3 4 2 18

5. Lukas Fienhage 5 5 4 4 D 18

6. David Pfeffer 2 2 4 3 1 12

7. Marcel Dachs 1 3 1 2 7

8. Fabian Wachs 3 2 1 1 7

9. Christian Hülshorst 1 1 2 2 6

10. Jörg Tebbe 4 0 0 1 5

11. Jens Bennecker 2 0 2 0 4

12. Marcel Sebastian D 1 D N 1

13. Kai Dorenkamp A N N N 0

20 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


LANGBAHN-POKAL

Schwarme

Bahnpokal für Jan Kempa/Sina Stickling

Lediglich neun Teams stellten sich in Schwarme der

Herausforderung Langbahnpokal 2019. Und vier

davon machten den Titel unter sich aus.

Am Ende gewann mit dem Team Jan Kempa/Sina

Stickling das Team mit den besten Nerven. Sebastian

Kehrer/Benjamin Maier machten es ebenfalls

spannend und setzten sich gegen Mike Kolb/Nadine

Pierick durch. „Hätte mir am Morgen jemand

erzählt, dass wir auf dem Treppchen landen, hätte

ich ihn ausgelacht. Die Bahn war gar nicht unsere

Welt“, schrieb ein mit dem Resultat trotzdem zufriedener

Mike Kolb auf seiner facebook-Seite.

Im Rahmenprogramm lieferten sich die internationalen

und nationalen Solisten sowie die Junior-

C-Klasse spannende Fights. Oldie Bernd Diener

kam mit der holprigen, schweren Piste am besten

zurecht und sicherte sich den Sieg vor dem Niederländer

Jarno de Vries und Stephan Katt, der sich damit

selbst das wohl schönste Geburtstagsgeschenk

machte. Stephan feierte in Schwarme seinen

40. Geburtstag.

Bei den B-Solisten setzte sich Sascha Stumpe vor

Timo Wachs und Marcel Sebastian durch. International

belegt war das Treppchen in der Junior-

C-Klasse: 1. Sem Ensing (NL), 2. Jack Mulder (GB),

3. Kevin Lück (D). • Foto: Ubbo Bandy

69. Int. ADAC-Grasbahnrennen Schwarme - 15.9.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. Bernd Diener, 14 Vorlaufpunkte; 2. Jarno de Vries, NL, 14; 3.

Stephan Katt, 11; 4. Mika Mejer, NL, 10; 5. Paul Cooper, GB, 8; 6. Martin

Malek, CZ, 12; 7. David Pfeffer, 7; 8. Max Dilger, 8; 9. Kai Dohrenkamp,

5; 10. Theo Pijper, NL, 10; 11. Kenneth Kruse Hansen, DK, 4;

12. Jens Beneker, 3; 13. Richard Hall, GB, 2; 14. Callum Walker, GB, 1.

DEKA Handicap Superfinale: 1. Kruse Hansen; 2. Cooper; 3. Pfeffer;

4. de Vries; 5. Katt; 6. Pijper.

B-Solo: 1. Sascha Stumpe, 30 Punkte; 2. Timo Wachs, 27; 3. Marcel

Sebastian, 21; 4. Fabian Wachs, 18; 5. Stefan Repschläger, 17; 6. Finn

Loheider, 17; 7. Dirk Oellrich, 15; 8. Andy ter Schuur, NL, 11; 9. Till

Schlimm, 9; 10. Jens Buchberger, 8; 11. Nigel Hummel, NL, 6; 12. Rico

Günther, 4; 13. Lando Michaelis, 3; 14. Mario Niedermeier N.

Junior C 250 ccm: 1. Sem Ensing, NL, 13 Punkte; 2. Jack Mulford, GB,

12; 3. Kevin Lück, 9; 4. Tom Meyer, 4; 5. Marlon Hegener, 2.

LANGBAHN-

POKAL

Seitenwagen

Schwarme

15.9.2019

Pl./Name 1 2 3 4 5 Ges.

1. Jan Kempa/Sina Stickling 3 4 4 2 4 17

2. Sebastian Kehrer/Benjamin Maier D 4 4 4 3 15

3. Mike Kolb/Nadine Pierick 3 3 2 4 2 14

4. Patrick Hermanns/Pascal Hillmann 4 2 3 3 1 13

5. Patrick Zwetsch/Victor Caric 4 D 3 1 8

6. Nicole Standke/Resi Hölper 2 3 2 A 7

7. André Schöning/Kim Kempa 2 1 1 3 7

8. David Kolb/Ralf Bittner 1 A 1 2 4

9. Fabian Müller/Peter Maurer 1 2 0 D 3

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Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 21


Junior A (50 ccm, v.l.): Carl Wynant, Magnus Rau und Thies Schweer

SPEEDWAY - DMSJ-MEISTERSCHAFT

Herxheim

Die

Titel sind

vergeben

Was für eine Bühne für die jüngsten Bahnsportcracks im Herxheimer Waldstadion! Das

Team der DMSJ hatte gemeinsam mit der Motorsportvereinigung Herxheim für die

Nachwuchsstars der Bahnsportszene einen mehr als würdigen Rahmen für ihre nationale

Meisterschaft geschaffen: Fahrervorstellung mit Nebelmaschine an der Tribüne,

mit Rennmaus Razy ein Maskottchen vor Ort und ein Ambiente mit Videowalls und

Live-Ergebnissen am Monitor. Die Nachwuchsfahrer würdigten dies und zahlten auf

der Strecke mit feinem Motorsport zurück.

Junior B (125 ccm, v.l.): Bruno Thomas, Patrik Hyjek und Luca Kastner

In der Juniorklasse A, in denen die Jüngsten mit

50-ccm-Motorrädern starten, fiel die Titelentscheidung

quasi schon im ersten Rennlauf.

Magnus Rau gewann den ersten Lauf vor dem

späteren Vizemeister Carl Wynant und dem späteren

Dritten Thies Schweer. Bevor die Entscheidung

jedoch endgültig gefallen war, wurden

noch weitere Rennläufe gefahren. Magnus

Rau gewann im zweiten Durchgang erneut vor

Wynant und nahm so seinem Kontrahenten einen

weiteren Punkt ab, wodurch dieser sogar

im Finale der Juniorklasse A verschmerzen

konnte, dass Wynant diesmal die Nase vorne

hatte.

Weitaus offener war das Meisterschaftsergebnis

in der Juniorklasse B. Vorjahresmeister Patrick

Hyjek und Bruno Thomas waren in den zwölf

Vorläufen jeweils ungeschlagen geblieben. Die

Titelentscheidung fiel somit erst im Finale dieser

Klasse. Hyjek gewann vom guten blauen

Startplatz den Lauf vor Thomas und war somit

erneut Meister in der 125-ccm-Klasse. Mit dem

3. Rang im Finale sicherte sich Luca Kastner die

Bronzemedaille vor Marvin Kleinert.

Noch spannender ging es in der Juniorklasse C

zu, wo mit 250-ccm-Maschinen gefahren wird.

Die Favoriten Ben Ernst, amtierender Vizeweltmeister

seiner Klasse, und Erik Bachhuber, der

in dieser Saison Bronze bei der Europameisterschaft

gewonnen hatte, wurden ihrer Favoritenrolle

im Rennen gerecht. Im elften Lauf dieser

Klasse trafen die bis dahin ungeschlagenen

Top-Favoriten erstmals aufeinander und Bachhuber

hatte in diesem Lauf die Nase vor Ernst

vorn. Da Ernst den Spieß im Tagesfinale jedoch

umdrehen konnte, waren die beiden Favoriten

nach Abschluss der regulären Läufe erneut

punktgleich und ein Stechen über vier Runden

musste die Entscheidung zwischen beiden Fahrern,

die im kommenden Jahr beide voll in die

500-ccm-Klasse aufsteigen werden und ihr letztes

DMSJ-Finale bestritten, bringen. Zunächst

hatte Ernst nach dem Start die Nase vorn, doch

Bachhuber zog außen an Ernst vorbei und konnte

in den folgenden Runden sämtliche Angriffe

abwehren und sich den Meistertitel sichern.

• Text: Manuel Wüst; Fotos: MSVH

Rennmaus „Razy“

dmsj - Deutsche Jugend-Bahnsportmeisterschaft - ADAC-

Speedwayrennen Herxheim - 8.9.2019

Ergebnisse:

Junior C (250 ccm, v.l.): Ben Ernst, Erik Bachhuber und Jonny Wynant

Junior A (50 ccm): 1. Magnus Rau, 14 Punkte; 2. Carl Wynant, 13;

3. Thies Schweer, 9; 4. Levi Böhme, 6; 5. Valentin Scheibe, 6;

6. Michelle Rau, 4; 7. Tajo-Nicolas Groh, 2; 8. Lenja Tebbe, 0;

9. Mike Jarczewski, N; 9. Marco Jarczewski, N.

Junior B (125 ccm): 1. Patrik Hyjek, 15 Punkte; 2. Bruno Thomas,

14; 3. Luca Kastner, 10; 4. Marvin Kleinert, 9; 5. Louis Ruhnke, 8;

6. Mascha Schwend, 6; 7. Ben Iken, 6; 8. Mario Häusl, 5; 9. Manuel

Rau, 3; 10. Tim Widera, 2; 11. Toni Eichhorn, 0; 12. Leonie

Weinhold, 0; 13. Kimi Weber, N; 14. Felix Leiling, N.

Junior C (250 ccm): 1. Erik Bachhuber, 14 Punkte + 1. im Stechen;

2. Ben Ernst 14+2.; 3. Jonny Wynant, 11; 4. Melf Ketelsen, 9;

5. Tom Finger, 7; 6. Leon Krusch, 6; 7. Marlon Hegener, 5; 8. Nynke

Sijbesma, 4; 9. Lukas Weßner, 4; 10. Ann-Kathrin Gerdes, 2;

11. Tom Meyer, 2; 12. Louis Tebbe, 0.

Aufzeichnung des Rennens auf YouTube

Das Rennen in Herxheim wurde mit mehreren

Kameras aufgezeichnet und in TV-Qualität

mit Zeitlupensequenzen und mehreren Kameraperspektiven

als Aufzeichnung auf You-

Tube gestellt. Kommentiert wurde das Rennen

von Lucas Ziegler, der von den Experten

Celina Liebmann und René Deddens unterstützt

wurde. Zudem gibt es Interviews vom

Vorstart, die von Christian Hefenbrock und

Celina Liebmann (Foto links) geführt wurden.

Suchbegriff: dmsj – Deutsche Jugend Bahnsportmeisterschaft

2019

Link: https://www.youtube.com/

watch?v=TvP_XU5eguo&feature=youtu.be

22 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


Talents Team Trophy + Speedway-Liga Nord - Brokstedt

Wikinger nutzen

Heimvorteil

In der Speedway-Liga Nord konnte sich das Team vom

MSC Brokstedt e.V. im ADAC auf dem heimischen Holsteinring

eindrucksvoll durchsetzen. Gegen die Konkurrenten

des MSC Moorwinkelsdamm (32 Punkte), MSC

Nordhastedt (32) und MSC Dohren (29) landeten die

Gastgeber mit 38 erzielten Punkten letztlich einen verdienten

Sieg. Überragender Akteur auf Seiten der „Wikinger“

war dabei Nachwuchstalent Norick Blödorn. Der

15-jährige Flintbeker setzte ein deutliches Zeichen und

sorgte mit fünf Laufsiegen und 15 Zählern ein solides

Fundament zum letztlichen Erfolg der Mannschaft. Komplettiert

wurde der MSC-Erfolg durch eine solide Mannschaftsleistung.

Fabian Wachs (11 Punkte), Birger Jähn

(5), Ann-Kathrin Gerdes (5) und Tom Meyer (2) agierten

zusammen mit Blödorn als starke Einheit, die von Beginn

an sehr guten Motorsport präsentierte. So herrschte

auf Brokstedter Seite nach dem gelungenen Renntag

Zufriedenheit mit der gesamten Veranstaltung. „Die

Speedway-Liga-Nord hat sich im zweiten Jahr ihres Bestehens

gut etabliert“, so MSC-Rennleiter Hendrik Jähn.

Neben interessantem Sport für die Zuschauer bietet dieses

Format vor allen Dingen jungen Speedwayfahrern

die Gelegenheit, sich weiterzuentwickeln.

Ganz im Zeichen des Rennsportnachwuchses stand bereits

der Vormittag auf dem Holsteinring in Brokstedt. In

der Talents-Team-Trophy gingen gleich sechs Mannschaften

mit jeweils zwei Fahrern an den Start. Die elfbis

16-jährigen Jugendlichen zeigten sich auf ihren

125-ccm-Maschinen nicht minder engagiert. Die beiden

Vertretungen des MSC Brokstedt, die „Tigers“ in Grün

und Orange, präsentierten sich am Ende als sehr gute

Gastgeber. Hanna-Marie Jasper und Niklas Esslinger belegten

den 4. Rang vor Sam Schubert und Len-Joris Rixen

auf Platz 5.

Die Podestplätze in Brokstedt belegten der MSC Wittstock

vor dem MSC Nordhastedt und dem MSC Cloppenburg.

Rang 6 ging an den MSC Mulmshorn.

• Text u. Foto: Michael Schubert

ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - 17.8.2019

Ergebnisse:

Speedway-Liga Nord: 1. Young Vikings Brokstedt, 38 Punkte (Fabian

Wachs 11, Norick Blödorn 15, Birger Jähn 5, Ann-Kathrin Gerdes 5, Tom

Meyer, 2); 2. MSC Moorwinkelsdamm, 32 (Anne Spaan 2, Geert Bruinsma

10, Niels Oliver Wessel 10, Nynke Sijbesma 4, Jelto Schäfer 6); Nordhastedt

Pirates, 32 (Tim Brinckmann 1, Danny Maaßen 7, Matthis Möller 3,

Jon Ruhnke 7, Marvin Kleinert 6, Fynn-Ole Schmietendorf 5, Louis Ruhnke

3); 4. MSC Dohren, 29 (Steven Mauer 12, Jan Meyer 0, Timo Wachs 2, Lukas

Wegner 12, Kevin Lück 3, Louis Tebbe 0).

Talents Team Trophy - Junioren B (125 ccm): 1. Young Wolves Wittstock,

20 Punkte (Ben Iken 14, Alina Sassenhagen 6); 2. MSC Nordhastedt Nordseekrabben,

19 (Louis Ruhnke 9, Marvin Kleinert 8, Lennard Suhr 2);

3. Young Fighters Cloppenburg, 19 (Heidi Stolzenberg 10, Mika Finn Janßen

9); 4. Brokstedt Tigers Orange, 12 (Hanna-Marie Jasper 6, Niklas Esslinger

6); 5. Brokstedt Tigers Grün, 11 (Sam Schubert 2, Len-Joris Rixen 9);

6. Mulmshorn Scorpions, 9 (Felix Klütemeyer 8, Melvin Joedicke 1).

In der Talents-Team-Trophy präsentierte sich der Nachwuchs

des MSC Brokstedt um Teammanager Guido Schlüter als guter

Gastgeber. Niklas Esslinger und Hanna-Marie Jasper (Brokstedt

Tigers Grün) belegten den 4., Len Joris Rixen und Sam Schubert

(v.l.) (Brokstedt Tigers Orange) den 5. Platz

Speedway-Liga Nord - Moorwinkelsdamm

Heimsieg

Furioses Schlussrennen in der SVG AG-Arena

Fünf Teams, fünf Rennen, davon drei an drei

aufeinanderfolgenden Wochenenden, das sind

die zahlenmäßigen Daten der einzigen regionalen

Speedway-Liga in Deutschland. Qualitativ

verbirgt sich hinter dem Namen der Serie richtig

spannender und fairer Motorsport. Das Rezept

dafür waren in der gerade zu Ende gegangenen

Saison die ausgeglichenen Teams.

Vor dem Schlussrennen am 24. August in der

SVG AG-Arena in Moorwinkelsdamm lagen die

heimische Equipe und die aus dem brandenburgischen

Wittstock in der Gesamtwertung

Kopf an Kopf. Auch die bis dahin drittplatzierten

„Young Vikings“ aus Brokstedt befanden

sich noch in Schlagdistanz zu den beiden führenden

Teams. Eine theoretische Chance, die

Brokstedter noch einzuholen, hatte die vierte in

Moorwinkelsdamm vertretene Mannschaft des

MSC Dohren. Mehrere hunderte Zuschauer verfolgten

die 22 Einzelläufe und konnten sich

über das Wetter, die reibungslose und bestens

vorbereitete Veranstaltung sowie die Spannung

in allen Läufen nur freuen. Die Mannschaften

agierten über den gesamten Verlauf des

Rennens auf Augenhöhe. Allerdings machte

das Team der am Ende siegreichen Moorwinkelsdammer

vor allem im ersten und letzten

Durchgang klar, dass es sich den Gewinn der

Serie vorgenommen hatte. Die „Young Wolves“

aus Wittstock hielten stark dagegen, mussten

sich aber schließlich mit dem 2. Platz begnügen

und gaben den Wanderpokal der SLN an die

Westniedersachsen zurück, die diesen 2017

schon einmal errungen hatten. Die „Young Vikings

Brokstedt“ belegten in der Tageswertung

knapp hinter den Brandenburgern den 3. Platz

und sicherten sich auch in der Serie den letzten

Podestplatz. Vierter und Fünfter wurden das

Team des MSC Dohren und die beim letzten

Rennen aussetzenden „Nordhastedt Pirates“.

Beide haben ihre erste Saison in der Speedway-

Liga Nord hinter sich und werden hoffentlich

2020 wieder dabei sein.

Bereits am Vormittag wurden Läufe um den

ADAC-Weser-Ems-Cup ausgetragen. In der Klasse

Junior A siegte Carl Wynant mit 23 Punkten

vor Thies Schweer mit 21. Auf den Plätzen folgten

Mike Jarczewska (14 Punkte), Tajo-Nicolas

Groh (13), Lenja Tebbe (9) und Marco Jarczewska

(4). Die Junior B gewann Ben Iken (14 Punkte)

vor Mika Fynn Janßen (13), Felix Klütemeyer

(9) und Leon Janzen (3). Der Sieg in der Junior C

ging an Ann-Katrin Gerdes (12 Punkte) vor Tom

Meyer (8) und Louis Tebbe (1). Bei den 500ern

waren nur zwei Fahrer am Start. Dominik Otto

hatte technische Probleme, sodass Nick-Colin

Haltermann seine Runden alleine drehen musste.

• Ubbo Bandy

ADAC-Speedwayrennen Moorwinkelsdamm - 24.8.2019

Ergebnisse:

Speedway-Liga Nord: 1. MSC Moorwinkelsdamm, 46 Punkte

(Anne Spaan 8, Geert Bruinsma 11, Niels Oliver Wessel 9, Jonny

Wynant 11, Tom Finger 5, Jelto Schäfer 2); 2. Young Wolves

Wittstock, 39 (Steven Mauer 10, Lukas Baumann 6, Ben Ernst

11, Marvin Kleinert 2, Lukas Wegner 8, Celina Liebmann 2);

3. Young Vikings Brokstedt, 37 Punkte (Fabian Wachs 9, Norick

Blödorn 12, Birger Jähn 3, Erik Bachhuber 11, Leon Krusch 2);

4. MSC Dohren, 10 (Dustin Schulz 0, Timo Wachs 2, Jan Meyer

0, Marlon Hegener 7, Louis Tebbe 0, Kevin Lück 1).

Endstand: 1. MSC Moorwinkelsdamm, 10 Matchpunkte/157

Laufpunkte; 2. Young Wolves Wittstock, 9/170; 3. Young Vikings

Brokstedt, 7/138; 4. MSC Dohren, 3/100; 5. Nordhastedt

Pirates, 2/91.

Jannik B. Sörensen, Jonas Seifert-Salk und Kevin J. Pedersen (v.l.)

Parchim

Mr. Bahnrekord:

Jonas Seifert-Salk

Jonas Seifert-Salk aus Dänemark übertrumpfte sich

beim 9. Parchimer Speedwayrennen selbst und fuhr

sich in die Herzen der vielen Zuschauer. Er gewann mit

Maximum das Hauptrennen der 500er und verbesserte

seinen selbst aufgestellten Bahnrekord vom Bürgermeisterpokalrennen

im Mai gleich zweimal.

Im Mai waren es 62,8 Sekunden auf vier Runden. Jonas

performte in seinen vier Läufen die Zeiten 62,3 , 62,0,

62,9 und 62,3. Bedeutet, er hat sogar dreimal den alten

Rekord geknackt und einmal um 0,1 Sekunden verpasst.

Die Zeiten zeigen auch, dass die Bahn vom ersten bis

zum letzten Lauf in Topzustand war, da die letzte 62,3 im

30. (!) Lauf gefahren wurde.

Auf Rang 2 kam der Däne Jannik B. Sörensen, Bürgermeisterpokalgewinner

von 2018, vor seinem Landsmann

Kevin J. Pedersen.

Beim U21-Lauf zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft

siegte Fynn Ole Schmietendorf, der schon seit Gründung

der Parchimer Drift Kids dabei ist, vor Jeffrey Sijbesma

aus den Niederlanden und Domenik Otto. Bei

den 125ern stand mit Marvin Kleinert wiederum ein Drift

Kid auf dem 1. Platz.

Bereits am Vormittag gab es Rennen zur Norddeutschen

Meisterschaft auf der 155-Meter-Kinderspeedwaybahn.

In der 85er- und der PW-Klasse besetzten die Parchimer

Drift Kids alle Podestplätze. Hannah Grunwald siegte

bei den 85ern vor Julian Ploog und Noel-Maximilian

Koch. Den Sieg bei den PWs holte sich Kylian Kurt vor Aiden

Schomacher und Benne Kruse. Bei den KTMs hieß

der Sieger Magnus Rau aus Meißen.

Das Vormittagsprogramm mit 21 Läufen wurde in einer

Stunde und 15 Minuten durchgezogen. Das Mammutprogramm

mit 32 Läufen am Nachmittag war nach drei

Stunden Geschichte. Die Speedwayrennen auf dem

„Mecklenburgring“ in Parchim erfreuen sich immer größerer

Beliebtheit. Es kommen immer mehr Zuschauer,

die bei freiem Eintritt und Wohlfühlatmosphäre die Rennen

genießen.

• Text: Christian E. Seliger; Foto: Matthias Lehmann

9. Parchimer Speedwayrennen - 4.8.2019

Ergebnisse:

500 ccm: 1. Jonas Seifert-Salk, DK, 12 Punkte; 2. Jannik B. Sörensen, DK, 10;

3. Kevin J. Pedersen, DK, 10; 4. Bastian Borke, DK, 9; 5. Liam May, AUS, 7;

6. Maximilian Pott, 6; 7. Tim Brinckmann, 5; 8. Till Schlimm, 4; 9. René

Wojtaszyk, 3; 10. Jana-Maria Muschiol, 3.

U21 - 500 ccm: 1. Fynn-Ole Schmietendorf, 10 Punkte; 2. Jeffrey Sijbesma,

NL, 8; 3. Domenik Otto, 7; 4. Ann-Kathrin Gerdes, 4; 5. Nick-Colin Haltermann,

0.

Junior B - 125 ccm: 1. Marvin Kleinert, 14 Punkte; 2. Ben Iken, 11; 3. Bruno

Thomas, 10; 4. Mascha Schwend, 8; 5. Mario Häusl, 8; 6. Patricia Erhart, 7;

7. Max Streller, 6; 8. Frieda Thomas, 6; 9. Heidi Stolzenberg, 4; 10. Manuel

Rau, 3; 11. Mika-Fynn Janßen, 3; 12. Felix Klütemeyer, 1; 13. Alina Sassenhagen,

1; 14. Freyja Redlich, 1; 15. Melvin Jödicke, 1.

Junior B2 - 85 ccm: 1. Hannah Grunwald, 12; 2. Julian Ploog, 9; 3. Noel-Maximilian

Koch, 7; 4. Paul Joris Wende, 3; 5. Paul Weisheit, 2; 6. Maylin Jurisch,

0.

Junior A - KTM: 1. Magnus Rau, 12 Punkte; 2. Carl Wynant, 10; 3. Michelle

Rau, 9; 4. Valentino Scheibe, 8; 5. Levi Böhme, 7; 6. Mike Jarczewski, 5;

7. Thies Schweer, 3; 8. Tajo-Nicolas Groh, 3; 9. Marco Jarczewski, 3.

Junior A - PW 50: 1. Kylian Kurt, 10 Punkte; 2. Aiden Schomacher, 9; 3. Benne

Kruse, 8; 4. Jarik Perenz, 3; 5. Jonas Flemming, 0.

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 23


SPEEDWAY

Night of the Fights - Cloppenburg

Der MSC Cloppenburg hatte sein zehntes Rennen in der

Speedway-Arena an der Boschstraße in Cloppenburg

angerichtet und alle kamen. Die Ränge in der urigen

Arena im Industriegebiet Emstekerfeld waren mit einem

erwartungsvollen Publikum eng gefüllt, über

4000 waren da und genossen das Speedwayspektakel

unter Flutlicht. Tobias Kroner als Publikumsliebling in

der Soestestadt hat sich ja bekanntlich in den sportlichen

Ruhestand als Aktiver verabschiedet. Aber das

macht ja nichts, denn man hat ja noch René Deddens.

Der rasende Polizist aus Emstek verzückte die Fans mit

herausragendem Kampfgeist, klugen Linien sowie

Herz und Leidenschaft. Der 27-Jährige startete den

Abend mit drei Laufsiegen, wobei er im dritten Lauf

auch den Speedwayweltmeister von 2017, den Australier

Jason Doyle, hinter sich lassen konnte. In Heat 20

übertrieb es Deddens allerdings. Er fuhr mit beiden Rädern

in der Zielkurve ins Innenfeld und kassierte einen

Nuller. Im hart umkämpften Semifinale 2 konnte der

Clubfahrer des MSC Cloppenburg den starken Polen

Przemyslaw Pawlicki in Schach halten und qualifizierte

sich als Zweiter hinter David Bellego für das alles entscheidende

Finale. Schon vorher hatte sich mit Martin

Smolinski ein weiterer Fahrer des MSC Cloppenburg

für das Finale qualifiziert. Der Olchinger, wie immer

keine Startrakete, raste ausgangs der ersten Kurve

hinter Gala, Doyle und dem Russen Viktor Kulakov her.

Auf Platz 3 angekommen, guckte er sich auch Doyle aus

und schnappte ihn sich in der letzten Runde. Damit

standen zur Freude des Publikums mit Deddens und

Smolinski zwei Piloten des MSC Cloppenburg im Finale.

Ihr Clubkamerad, der junge Lukas Fienhage, am Vortag

20 Jahre alt geworden, hatte einmal mit einem Ausrutscher

Pech und kam am Ende nur auf 2 Punkte,

ebenso wie Max Dilger aus Lahr. Kai Huckenbeck aus

dem nahen Werlte belegte mit 8 Punkten Platz 8. Den

Start im Finale gewann Bellego, er hielt Gala auf Abstand.

Deddens und Smolinski kämpften dahinter und

machten die Plätze 3 und 4 unter sich aus. Das Publikum

aber war zufrieden und spendete viel Applaus.

Erstmals auf der Speedwaybahn in Cloppenburg waren

Gespanne im Programm. Die Pfarrkirchener Markus Venus/Markus

Heiß, William Matthijssen/Sandra Mollema

aus den Niederlanden und die Briten Mitch Godden/Paul

Smith rutschten auf der bestens präparierten

Bahn in voller Einigkeit herum und kassierten jeweils

einen Laufsieg.

Auch der Nachwuchs durfte am Abend zu Beginn der

Hauptrennen seine Finalläufe vor dieser großen Kulisse

durchführen. Im familieninternen Podestduell der

Familie Wynant vom MSC Cloppenburg schnitt der jüngere

der beiden Brüder besser ab als der fünf Jahre ältere.

Der zehn Jahre alte Carl Wynant gewann die Konkurrenz

bei den Junioren A (50 ccm) mit vier Laufsiegen

vor Thies Schweer vom MSC Moorwinkelsdamm. Bruder

Jonny hingegen hatte den Gesamtsieg bei den Junioren

C (250 ccm) schon vor Augen, denn im Finale

hätte dem 15-Jährigen ein einziges Pünktchen gereicht.

Aber in der Startkurve machte er einen kleinen Fahrfehler

und schon war die Konkurrenz vorbei. Nur null Punkte

für ihn im Finale, das bedeutete Platz 2 hinter dem

Dänen Jesper Knudsen. • Text u. Action-Foto: Rudi Hagen

• Siegerehrung und Grid Girls: Klaus Goffelmeyer

David

Bellego

siegt

Der Franzose David Bellego gewann das Finale der „Night of the Fights“ in Cloppenburg

und damit den McDonald’s Supercup vor Adrian Gala aus Polen. Auf den Plätzen 3 und 4

folgten die Lokalmatadoren René Deddens und Martin Smolinski vom MSC Cloppenburg.

Int. ADAC-Speedwayrennen Cloppenburg - Night of the Fights - 13.9.2019

Ergebnisse:

I-Solo: 1. David Bellego, F, 18 Punkte; 2. Adrian Gala, PL, 16; 3. René Deddens, D, 13; 4. Martin Smolinski, D, 11; 5. Jason Doyle, AUS, 15; 6. Przemyslaw

Pawlicki, PL, 13; 7. Viktor Kulakov, RUS, 9; 8. Kai Huckenbeck, D, 8; 9. Timo Lahti, FIN, 9; 10. Dimitri Bergé, F, 7; 11. Paco Castagna, I, 6;

12. Mikkel Bech, DK, 4; 13. Luke Becker, USA, 4; 14. Max Dilger, D, 2; 15. Lukas Fienhage, D, 2; 16. Mads Hansen, DK, 2; Theo Pijper (Res.), NL, N.

Semifinale 1: 1. Gala; 2. Smolinski; 3. Doyle; 4. Kulakov.

Semifinale 2: 1. Bellego; 2. Deddens; 3. Pawlicki; 4. Huckenbeck.

Finale: 1. Bellego; 2. Gala; 3. Deddens; 4. Smolinski.

I-Seitenwagen: Markus Venus/Markus Heiß, D, 6 Punkte; William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 6; Mitch Godden/Paul Smith, GB, 6.

Junioren A - 50 ccm: 1. Carl Wynant, 12 Punkte; 2. Thies Schweer, 8; 3. Mike Jarczewski, 4; 4. Marko Jarczewski, 0.

Junioren B - 125 ccm: 1. Heidi Stolzenberg, 10 Punkte; 2. Felix Klütemeyer, 5; 3. Ben Iken, 4; 4. Alina Sassenhagen, 4.

Junioren C - 250 ccm: 1. Jesper Knudsen, DK, 11 Punkte; 2. Jonny Wynant, 11; 3. Rasmus Pedersen, DK, 8; 4. Marlon Hegener, 8;

5. Noah Mus, DK, 5; 6. Sam McGurk, GB, 4; 7. Tom Finger, 4; 8. Tom Meyer, 0.

U21 - 500 ccm: 1. Norick Blödorn, 12 Punkte; 2. Niels Oliver Wessel, 8; 3. Jan Meyer, 4; 4. Kevin Lück, 0.

David Bellego siegt im Finale vor

Adrian Gala (li.) und René Deddens (re.)

24 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


INTERNATIONAL

Teammeisterschaft

Meister stehen fest

Die letzten Matches der Hauptrunde brachten keine wichtigen Entscheidungen.

Die Mannschaften aus Togliatti und Wladiwostok sicherten sich

schon vorher ihre Teilnahmen im Finale um den Titel und verloren ihre

Auswärtsrennen. Das Team von Baschkirija feierte nach dem Duell gegen

Wostok seinen zweiten Sieg. Man muss jedoch erwähnen, dass die Gäste

in Oktjabrskij ohne die Laguta-Brüder angetreten waren. In Balakovo bezwang

Turbina das Team aus Togliatti mit 51:41 und zog in der Tabelle mit

Wostok gleich. Da Wladiwostok jedoch in direkten Duellen besser abgeschnitten

hatte, belegte Balakovo am Ende Platz 3. Für Evgeny Saidullin

war das Match schon nach seinem ersten Lauf zu Ende. Im vierten Heat

war es in der Startkurve zu einer Massenkarambolage gekommen, in die

alle vier Fahrer verwickelt waren. Der 18-Jährige brach sich dabei ein

Schienbein im rechten Unterschenkel und wird in dieser Saison höchstwahrscheinlich

keine Rennen mehr bestreiten können. Auch Andrey Kudriashov

stürzte während des Matches und absolvierte keine weiteren

Läufe, zog sich aber glücklicherweise keine Brüche zu.

Ergebnisse - 21.8.: Balakovo, 51 Punkte (Sayfutdinov 13, Chalow 12, Borodulin 11, Bogma 10);

Togliatti, 41 (Lahbaum 16, Chugunov 13, Gafurov 6).

22.8.: Oktjabrskij, 55 Punkte (Kulakov 15, Bolshakov 10, Gizatullin 7, Gatjatov 7, Fajzulin 7); Wladiwostok,

38 (P.Laguta 15, Kotlar 10, Logachev 8).

Finals - Hinrunde - 5.9.: Sehr ausgeglichen verlief das erste Finalrennen

der Teammeisterschaft. In Togliatti setzte sich die Mannschaft von Mega-

Lada gegen Wostok mit 48:44 durch, aber der Vorsprung könnte für die

Revanche im Fernen Osten zu klein sein. Die Gäste lagen im Anatoli-Stepanov-Stadion

noch nach sieben Heats in Führung (23:19), aber danach

holte Mega-Lada drei Doppelsiege in Folge und setzte sich ab. Als die Laguta-Brüder

im zwölften Rennen einen 5:1-Sieg erzielten, verkürzten die

Gäste ihren Rückstand bis auf 4 Punkte und die restlichen Läufe endeten

unentschieden. Im Duell um Bronze bezwang Balakovo auswärts das

Team von Baschkirija mit 48:45.

TEAMMEISTERSCHAFT

ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Togliatti 6 8 62

2. Wladiwostok 6 6 7

3. Balakovo 6 6 -21

4. Oktjabrskij 6 4 -48

RUSSLAND

Damit ist die Medaille für Turbina

zum Greifen nah.

Ergebnisse - um Rang 1: Togliatti, 48 Punkte

(Kudriashov 15, Gala 13, Chugunov 11); Wladiwostok,

44 (G.Laguta 17, A.Laguta 12).

Um Rang 3: Oktjabrskij, 45 Punkte (Kulakov

16, Gizatullin 15, Gatijatov 6); Balakovo,

48 (Borodulin 14, Chalow 13, K.Gomolski 10,

Kaibushev 8).

Junioren-Teammeisterschaft - Balakovo - 10.9.

Togliatti Meister

Mega-Lada hatte vor der dritten und abschließenden Runde der Junioren-

Teammeisterschaft 17 Punkte Vorsprung auf Wladiwostok und konnte es

sich in Balakovo erlauben, hinter der Mannschaft aus dem Fernen Osten

zu bleiben. Das Team aus Togliatti erzielte 33 Zähler und konnte am Ende

den Titelgewinn feiern. Wladiwostok hatte zwar das Rennen mit 42 Punkten

abgeschlossen, aber letztendlich 9 Zähler weniger als Togliatti auf

dem Konto. Die Bronzemedaille erkämpfte Turbina Balakovo vor dem

Team aus Oktjabrskij.

Paar-Landespokal - Balakovo - 3.9.

Baschkirija gewinnt

Das Team von Baschkirija Viktor Kulakov, Denis Gizatullin und Marat Gatiatov,

gewann den Paar-Landespokal. In der zweiten Runde des Prädikats,

das am 3. September stattfand, belegte Oktjabrskij den 2. Rang. Mega-Lada

holte den Tagessieg und erkämpfte letztendlich die Silbermedaille.

Gesamtplatz 3 sicherte sich Balakovo vor Wladiwostok.

Zu einer ungewöhnlichen Situation kam es im Wettbewerb der Junioren.

Da die Reihenfolge am Ende des Rennens umgekehrt zu der von der ersten

Runde in Oktjabrskij war, musste ein Viererstechen über die Vergabe der

Medaillen entscheiden. Roman Lahbaum kam im Zusatzlauf als Erster ins

Ziel und sicherte der Mannschaft aus Togliatti den Gesamtsieg. Zweiter

wurde Vitaly Kotlyar (Wladiwostok), gefolgt von Arslan Fayzulin (Oktjabrskij)

und Alexander Kaibushev (Balakovo). Obwohl die Gastgeber den Tagessieg

holten, standen sie am Ende als Vierte mit leeren Händen da.

Andrej Kudriashov ist wieder Russischer Speedwaymeister

Einzelmeisterschaft - Togliatti - 12.9.

Wieder Kudriashov

Zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal insgesamt (2015, 2017-2019)

wurde Andrej Kudriashov russischer Einzelmeister. Im Finale des Wettbewerbes

fand der 28-Jährige keinen Bezwinger und schloss das Rennen mit

15 Zählern ab. Grigorij Laguta, der ebenfalls bereits vier Goldmedaillen

gewonnen hat (2012-2014, 2016), wurde im Anatoli-Stepanov-Stadion

Zweiter. Er erzielte insgesamt 13 Punkte, musste sich aber auch Kudriashov

und Viktor Kulakov geschlagen geben. Der 24-Jährige Kulakov holte

12 Zähler und bestieg die unterste Stufe des Podiums. Artem Laguta und

Emil Sayfutdinov nahmen nicht am Finale teil.

Ergebnis: 1. Andrej Kudriashov, 15 Punkte; 2. Grigorij Laguta, 13; 3. Viktor Kulakov, 12; 4. Vladimir

Borodulin, 11; 5. Ilya Chalow, 9; 6. Gleb Chugunov, 8; 7. Vitalya Kotylar, 8; 8. Denis Gizatullin, 8;

9. Roman Lahbaum, 7,5; 10. Renat Gafurov, 7; 11. Pavel Laguta, 6; 12. Igor Kononov, 4,5; 13. Marat

Gatiatov, 3; 14. Vladimir Morozov, 3; 15. Viatcheslav Monakhov, 3; 16. Vladimir Bogma, 2; 17. Ivan

Bolschakov, 1.

Juniorenmeisterschaft - Oktjabrskij - 27.8.

Kotlar on top

In Oktjabrskij kämpften die besten Junioren Russlands um den Meistertitel.

Vor dem Rennen standen die Aktien von Roman Lahbaum am besten,

denn der 21-Jährige hatte bereits 2016 und 2018 zwei Goldmedaillen geholt.

Diesmal verpasste er aber das Podium knapp und musste sich

schließlich mit dem 5. Rang begnügen. Überraschend gewann Vitaly Kotlyar

den Meistertitel. Der 18-Jährige erzielte insgesamt 14 Punkte und

musste sich nur Arslan Fayzulin, der, wie bereits im Vorjahr, Silber holte,

beugen. Vorher mussten aber Fayzulin und Ivan Bolshakov erst um den

2. Platz ein Stechen fahren. Bolshakov war nach vier Durchgängen noch

ungeschlagen, stürzte jedoch im 17. Lauf und wurde disqualifiziert.

Ergebnis: 1. Vitaly Kotlyar, 14 Punkte; 2. Arslan Fayzulin, 12+3; 3. Ivan Bolshakov, 12+2; 4. Vladimir

Bogma, 11; 5. Roman Lahbaum, 11; 6. Pavel Laguta, 11; 7. Nikita Zubarev, 10; 8. Alexander Kaibushev,

7; 9. Semen Zujev, 6; 10. Mark Karion, 6.

15. Rinat-Mardanshin-Memorial - Oktjabrskij - 17.8.

Gizatullin Erster

Denis Gizatullin triumphierte im 15. Rinat-Mardanschin-Memorial. In Oktjabrskij

wurde zuerst ein Match zwischen der Heimmannschaft und Mega-

Lada Togliatti ausgetragen. Baschkirija bezwang die Gäste, die ohne Andrey

Kudriashov und Gleb Chugunov angetreten waren, mit 46:43. Im Anschluss

bestritten die zwei besten Fahrer jedes Teams den Memoriallauf,

aus dem Gizatullin als Sieger hervorging. Zweiter wurde Roman Lahbaum

vor Semen Zujev und Igor Kononov. • Text: Georg Dobes; Fotos: Jarek Pabijan

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 25


INTERNATIONAL

Premiership

Belle Vue patzt

Die Aces nehmen seit 2015 erstmals nicht an den Play-offs der ersten Division teil.

Dagegen legte Wolverhampton mit Auswärtssiegen bei Belle Vue und in Poole einen

erfolgreichen Endspurt hin. Der noch zu ermittelnde Tabellenerste kann seinen

Gegner in den Play-offs selbst auswählen.

Ergebnisse: Belle Vue - Swindon 48:42 Punkte; Wolverhampton - Peterborough 56:34; Ipswich - Swindon

37:53; King’s Lynn (Erik Riss 3-1-2-3-2=11) - Wolverhampton 54:36; Belle Vue - Wolverhampton 43:47; King’s

Lynn (Erik Riss 3-3-3-S=9) - Peterborough 53:37; Poole - Swindon 46:44; Ipswich - Peterborough 54:36;

King’s Lynn (Erik Riss 1-3-1-1=6) - Belle Vue 55:35; Swindon - Poole 53:37; Belle Vue - King’s Lynn (Erik Riss

0-1-1-2=4) 54:36; Swindon - Ipswich 66:24; Wolverhampton - Poole 55:35; Ipswich - Poole 43:47; Swindon -

Peterborough 65:25; Wolverhampton - King’s Lynn (Erik Riss 1-2-2-1-3-0-1=10) 53:36; Ipswich - Swindon

48:42; Peterborough - Belle Vue 42:48; Poole - Wolverhampton 41:49; Peterborough - Swindon 44:46; Poole

- King’s Lynn (Erik Riss 2-3-1-2-1-0=9) 58:32.

Championship Riders’ Individual - Sheffield

Erik-Riss-Sieg mit Umweg

Erik Riss gewann seinen ersten Major-Titel in Großbritannien. Der King’s-Lynnund

Redcar-Star schaffte das, was noch keinem deutschen Fahrer gelang: Er wurde

Einzelmeister in der zweiten Division, der SGB Championship. Gleich drei Fahrer

beendeten punktgleich und mit gleichen Platzierungen die 20 Vorläufe. Letztlich

entschied das Los darüber, wer in das ungeliebte Halbfinale und wer direkt in den

Endlauf kam. Die beiden Australier hatten Glück, aber Riss konnte sich im Semi

durchsetzen und war (mit Danny King) auch im Endlauf dabei. Im Grand Final startete

Erik vorzüglich. King kämpfte sich vom letzten Platz an die 2. Stelle. Aber er

kam – trotz harter Attacken – nicht an Riss vorbei.

Ergebnis - Vorläufe: 1. Sam Masters, 12 Punkte; 2. Erik Riss, 12; 3. Ryan Douglas, 12; 4. Daniel King, 10; 5. Jake

Allen, 10; 6. Adam Ellis, 9; 7. Chris Harris, 9; 8. Richard Lawson, 9; 9. Rasmus Jensen, 8; 10. Nick Morris, 6;

11. Todd Kurtz, 6; 12. Zaine Kennedy, 5; 13. Steve Worrall, 5; 14. Jye Etheridge, 4; 15. Josh Auty, 2; 16. Joe Lawlor

(Res.), 1; 17. Tom Woolley (Res.), 0; 18. Craig Cook, 0.

Halbfinale: 1. Riss; 2. King; 3. Allen; 4. Ellis. Finale: 1. Riss; 2. King; 3. Douglas; 4. Masters.

Britische U19-Meisterschaft - Redcar

Ein Osnabrücker gewinnt den Titel

Der im norddeutschen Osnabrück geborene Drew Kemp zählt zu den großen Talenten

in Großbritannien. Das bewies er unter anderem mit einem beeindruckenden

Maximum in Redcar. Die Entscheidung fiel in einem harten Lauf 15, in dem der

17-Jährige seine größten Rivalen, Jason Edwards und Mannschaftskamerad Anders

Rowe, auf die Plätze verwies.

Ergebnis: 1. Drew Kemp, 15 Punkte; 2. Jason Edwards, 14; 3. Anders Rowe, 13; 4. Kyle Bickley, 11; 5. Leon Flint,

10; 6. Connor Bailey, 10; 7. Jordan Jenkins, 9; 8. Jordan Palin, 6; 9. Tom Spencer, 6; 10. Charlie Brooks, 6;

11. Daniel Gilkes, 5; 12. Matt Marson, 4; 13. Corban Pavitt, 4; 14. Henry Atkins, 2; 15. Sheldon Davies, 2; 16. Elliot

Kelly, 2; 17. Arran Butcher (Res.), 0; 18. Kean Dicken (Res.), 0.

National League Pairs - Sheffield

Kent King’s gewinnen Titel

Drew Kemp und Anders Rowe harmonierten hervorragend miteinander und dominierten

diese Pairs. Sie konnten in allen Läufen punkten. Die Entscheidung im Finale

fiel aufgrund der Punktevergabe (4-3-2-0) in Heat 3, als die beiden die Plätze

2 und 3 hinter Leicesters Ellis Perks belegten.

Ergebnisse - Gruppe A: 1. Kent, 18 Punkte (Drew Kemp 11, Anders Rowe 7); 2. Leicester, 18 (Ellis Perks 12, Danyon

Hume 6); 3. Isle of Wight, 11 (Ben Morley 9, Chris Widman 2); 4. Stoke, 8 (Tom Perry 8, Joe Lawlor 0).

Gruppe B: 1. Plymouth, 18 Punkte (Ben Wilson 1, Nathan Stoneman 6); 2. Mildenhall, 17 (Jason Edwards 9, Ryan

Kinsley 8); 3. Belle Vue, 13 (Kyle Bickley 9, Leon Flint 4); 4. Cradley Heath, 6 (Sheldon Davies 6, Harry

McGurk 0).

Finale: 1. Kent, 19 Punkte (Drew Kemp 10, Anders Rowe 9); 2. Leicester, 17 (Ellis Perks 12, Danyon Hume 5);

3. Plymouth, 10 (Nathan Stoneman 6, Ben Wilson 4); 4. Mildenhall, 8 (Ryan Kinsley 6, Jason Edwards 2).

PREMIERSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Swindon (4) 23 13 1 9 46

2. Poole (1) 22 13 2 7 45

3. Wolverh’pton (5) 23 12 1 10 42

4. Ipswich (2) 23 11 2 10 42

5. Belle Vue (3) 24 12 1 11 41

6. King’s Lynn (6) 22 9 2 11 31

7. Peterborough (7) 23 5 1 17 17

ENGLAND

26 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19

NATIONAL LEAGUE

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (1) 14 11 0 3 38

2. Belle Vue (3) 14 10 0 4 32

3. Kent (2) 13 8 1 4 25

4. Isle of Wight (6) 14 5 2 7 21

5. Cradley (5) 13 6 0 7 21

6. Mildenhall (4) 13 6 0 7 20

7. Stoke (7) 14 3 1 10 12

8. Plymouth (8) 13 3 0 10 10

Premiership Supporters’ Cup - Finale

Titel ist möglich

Nach dem Nichterreichen der Play-offs in der Premiership fuhr sich Belle Vue in einem

hartumkämpften Rennen einen einigermaßen hohen Vorsprung gegen Swindon

heraus.

Ergebnis: Belle Vue, 49 Punkte (Dan Bewley 13, Jaimon Lidsey 13, Max Fricke 9, Steve Worrall 7, Jye Etheridge

4, Dimitri Bergé 3); Swindon, 41 (Jason Doyle 10, Troy Batchelor 10, Tobiasz Musielak 9, Adam Ellis 5, Rasmus

Jensen 4, Claus Vissing 3, Ellis Perks 0).

Championship Supporters’ Cup - Finale

Redcar-Riss in den Play-offs

Das Duo mit British Champion Charles Wright und Championship-Riders’-Individual-Gewinner

Erik Riss verstärkte die in der Vergangenheit nicht so erfolgsverwöhnten

Bears enorm. Redcar fährt erstmals in den Championship Play-offs! Der

Meister von 2017, Sheffield, musste seine Play-offs-Träume endgültig nach der

Niederlage in Edinburgh begraben.

Ergebnisse: Redcar (Erik Riss 3-3-3-0-0=9) - Sheffield 53:37 Punkte; Edinburgh - Eastbourne 51:27; Berwick

- Eastbourne 58:32; Leicester - Glasgow 46:44; Newcastle - Eastbourne 43:47; Sheffield - Glasgow 53:37; Berwick

- Scunthorpe 49:41; Birmingham - Leicester 35:55; Somerset - Sheffield 49:41; Edinburgh - Birmingham

60:30; Redcar (Erik Riss 3-3-3-1-0=10) - Berwick 48:42; Scunthorpe - Newcastle 52:38; Berwick - Birmingham

52:38; Eastbourne - Redcar (Erik Riss A-2-2-3-3=10) 50:40; Leicester - Somerset 51:39; Newcastle - Birmingham

54:36; Redcar (Erik Riss 3-2-3-2=10) - Somerset 46:38 (Abbruch nach Lauf 14); Scunthorpe - Leicester

40:49; Berwick - Newcastle 53:34; Glasgow - Scunthorpe 37:53; Eastbourne - Sheffield 46:44; Birmingham -

Scunthorpe 45:45; Somerset - Edinburgh 55:35; Edinburgh - Somerset 57:32; Berwick - Edinburgh 60:30; Berwick

- Glasgow 48:41; Newcastle - Edinburgh 51:39; Scunthorpe - Redcar (Erik Riss 2-3-3-1-3-2-3=17) 47:43;

Glasgow - Newcastle 36:24 (Abbruch nach Lauf 10); Birmingham - Berwick 46:44; Sheffield - Newcastle

48:42; Edinburgh - Sheffield 58:32; Redcar - Glasgow (Erik Riss A-2-2-0=4) 44:46; Glasgow - Sheffield 51:39;

Glasgow - Berwick 61:29; Newcastle - Redcar (Erik Riss 3-2-3-1-3-2=14) 49:40.

Championship Shield - Finale

Ohne Mühe

Im ersten Match konnte Eastbourne bis Lauf 13 ein Remis halten. Rory Schlein als

Ersatz für Edward Kennett (Langbahn-WM in Vechta) fuhr ein gutes Rennen, konnte

aber letztlich die deutliche Niederlage nicht verhindern. Im zweiten Rennen in Leicester

mussten die Gastgeber erneut auf den verletzten Richie Worrall verzichten.

Josh Pickering vertrat ihn wieder gut und verhalf Leicester zum ersten Titel in dieser

Saison.

Ergebnisse: Eastbourne, 42 Punkte (Rory Schlein (Gast) 12, Kyle Newman 10, Richard Lawson 8, Lewis Kerr 7,

Jason Edwards 4, Nathan Stoneman (Gast) 1); Leicester, 48 (Scott Nicholls 13, Josh Pickering (Gast) 9, Ellis

Perks 7, Ryan Douglas 7, Connor Mountain 6, Tyron Proctor 4, Joe Lawlor 2).

Leicester, 55 Punkte (Ryan Douglas 11, Tyron Proctor 10, Scott Nicholls 9, Josh Pickering (Gast) 9, Ellis Perks 8,

Connor Mountain 7, Joe Lawlor 1); Eastbourne, 34 (Richard Lawson 12, Lewis Kerr 10, Kevin Doolan (Gast) 4, Nathan

Stoneman (Gast) 3, Kyle Newman 4, Jason Edwards 1). Leicester gewinnt 103:76.

Championship Knockout Cup - Halbfinale

Riss im Finale

Redcar steht nach einem harten Kampf gegen Eastbourne als zweiter Finalist im

Pokalwettbewerb fest. Die Bears fahren das erste Finalrennen in Newcastle gegen

die Diamonds.

CHAMPIONSHIP

Pl./Club

R S U N Ges.

1. Leicester (1) 20 15 0 5 50

2. Glasgow (2) 20 15 0 5 48

3. Redcar (4) 20 11 0 9 36

4. Somerset (3) 20 11 0 9 36

5. Berwick (11) 20 9 0 11 30

6. Sheffield (5) 20 9 0 11 30

7. Scunthorpe (6) 20 8 2 10 29

8. Edinburgh (9) 19 8 0 11 25

9. Eastbourne (7) 19 8 0 11 24

10. Newcastle (10) 19 7 0 12 22

11. Birmingham (8) 19 5 2 12 18

Ergebnisse: Redcar (Erik Riss 3-2-3-2=10) - Eastbourne

50:40 Punkte; Eastbourne - Redcar (Erik

Riss 3-3-2-1-0=9) 48:42. Redcar gewinnt 92:88.

National League

Knockout Cup

Ergebnis - Halbfinale:

Stoke - Leicester 36:54 Punkte.


National League

Spannung pur

Cradley braucht für die Play-off-Teilnahme unbedingt einen Heimsieg gegen

Kent. Sollte aber Mildenhall in Plymouth mit mehr als 6 Punkten gewinnen,

hätte Cradley aufgrund des dann vermutlich schlechteren „Torverhältnisses“

das Nachsehen.

• Texte: Andreas Fahldiek; Foto: Andy Garner

Ergebnisse: Mildenhall - Kent 51:38 Punkte; Cradley - Plymouth 47:43; Kent - Belle Vue 47:43; Isle

of Wight - Belle Vue 51:39; Plymouth - Stoke 48:41; Stoke - Belle Vue 42:48; Kent - Mildenhall

59:31; Belle Vue - Cradley 65:25; Isle of Wight - Leicester 51:38; Leicester - Kent 51:39; Stoke - Isle

of Wight 45:45; Mildenhall - Belle Vue 44:46; Belle Vue - Mildenhall 64:25; Leicester - Cradley

57:33; Plymouth - Cradley 40:49; Leicester - Mildenhall 54:36; Stoke - Plymouth 54:36; Mildenhall

- Plymouth 53:37; Leicester - Isle of Wight 57:33; Plymouth - Belle Vue 38:52; Stoke - Leicester

40:50.

Britische Grasbahnmeisterschaft - 500 ccm - Kent

James Shanes zum vierten

James Shanes sicherte sich in Kent zum vierten Mal den britischen Grasbahnmeistertitel.

Shanes gewann alle seine Vorläufe mit deutlichem Vorsprung

und präsentierte sich auch im Finale sehr souverän. • Daniel Becker

Ergebnisse - Vorrunde: 1. James Shanes, 45 Punkte; 2. Paul Hurry, 39; 3. Paul Cooper, 37; 4. Zach

Wajtknecht, 36; 5. Edward Kennett, 34; 6. Tom Perry, 34; 7. James Wright, 30; 8. Tony Atkin, 26;

9. Stephen Green, 25; 10. Charley Powell, 24; 11. Andrew Whitaker, 24; 12. Martyn Sturgeon, 23;

13. Daniel Winterton, 19; 14. Callum Walker, 18; 15. Mark Baseby, 16; 16. Stuart Mears, 13; 17. Ryan

Ashcroft, 10; 18. Arran Butcher, 8; 19. Andrew Appleton, 8; 20. Tim Nobes, 8; 21. Chris Harris, 7;

22. Ben Ilsley, 7; 23. Liam Ashcroft, 6; 24. Jamie Fenn-Smith, 5; 25. Chris Malone, 5.

Finale: 1. Shanes; 2. Wajtknecht; 3. Hurry; 4. Cooper; 5. Perry; 6. Wright; 7. Atkin; 8. Kennett.

PREMIERSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Jason Doyle (1) AUS Swindon 28 10,04

2. Troy Batchelor (2) AUS Swindon 29 9,34

3. Max Fricke (3) AUS Belle Vue 26 9,17

4. Kenneth Bjerre (4) DK Belle Vue 27 8,68

5. Craig Cook (5) GB King’s Lynn 17 8,62

6. Rasmus Jensen (7) DK Swindon 19 8,45

7. Brady Kurtz (6) AUS Poole 19 8,26

8. Robert Lambert (8) GB King’s Lynn 24 8,07

9. Sam Masters (-) AUS Wolverhampton 26 8,00

10. Josh Grajczonek (-) AUS Poole 27 7,84

16. Erik Riss (15) D King’s Lynn 21 7,47

SGB CHAMPIONSHIP TOP-10

Pl./Name Nat. Club R Ave.

1. Craig Cook (1) GB Glasgow 27 10,82

2. Sam Masters (-) AUS Edinburgh 9 10,64

3. Charles Wright (4) GB Redcar 26 9,48

4. Chris Harris (2) GB Somerset 23 9,39

5. Rory Schlein (10) AUS Somerset 25 9,29

6. Scott Nicholls (6) GB Leicester 30 9,29

7. Erik Riss (7) D Redcar 14 9,21

8. Richard Lawson (8) GB Eastbourne 31 9,10

9. Daniel King (3) GB Sheffield 25 8,98

10. Edward Kennett (5) GB Eastbourne 28 8,92

Valentin Grobauer D Somerset 17 5,52

NATIONAL LEAGUE TOP-10

Pl./Name Club R Ave.

1. Daniel Ayres (2) Mildenhall 13 10,65

2. Ellis Perks (3) Leicester 12 10,41

3. Max Clegg (1) Cradley Heath 15 10,31

4. Ben Morley (4) Isle of Wight 21 9,80

5. Jordan Palin (5) Belle Vue 15 9,61

6. Danyon Hume (8) Leicester 15 9,28

7. Leon Flint (7) Belle Vue 12 9,22

8. Georgie Wood (6) Isle of Wight 15 9,21

9. Drew Kemp (9) Kent 17 9,01

10. Daniel Gilkes (-) Kent 9 8,77

LETTLAND

Andzejs Lebedevs Speedwaymeister

Andzejs Lebedevs ist neuer lettischer

Speedwaymeister. Beim Finalrennen,

das am 18. August in

Daugavpils stattfand, erzielte der

24-Jährige ein lupenreines Punktemaximum.

Es ist der zweite Titelgewinn

des Letten. Lebedevs gewann

bereits vor sechs Jahren seine

erste Goldmedaille. Da Timo

Lahti und Andrey Kudriashov auf

jeweils 12 Zähler kamen, musste

ein Stechen über den 2. Gesamtrang

entscheiden. Aus dem Duell

ging letztendlich der Finne als Sieger

hervor. Olegs Mihailovs erzielte

auf dem 373 Meter langen Oval

11 Punkte und wurde Vierter, doch

der 19-Jährige holte gleichzeitig

den Landestitel bei den Junioren.

Es ist sein zweiter Meistertitel in

dieser Altersklasse. Die Silbermedaille

sicherte sich Marko Levishyn

mit 7 Zählern, obwohl der

Ukrainer in Lauf 15 stürzte, ins Krankenhaus eingeliefert wurde und sein letztes

Rennen logischerweise nicht mehr absolvieren konnte. Ernests Matjusonoks und

Daniils Kolodinskis schlossen das Finale mit jeweils 6 Punkten ab. Beide Fahrer

duellierten sich ebenfalls in einem Zusatzlauf, um den Gewinner der Bronzemedaille

unter sich auszumachen. Der 17-jährige Matjusonoks hatte am Ende die Nase

vorne und durfte mit aufs Podium. • Text u. Foto: Georg Dobes

Ergebnis (18.8.): 1. Andzejs Lebedevs, 15 Punkte; 2. Timo Lahti, FIN, 12+3; 3. Andrey Kudriashov, RUS, 12+2;

4. Olegs Mihailovs, 11; 5. Jevgenij Kostigov, 10; 6. Kjastas Puodzuks, 10; 7. Norbert Kosciuch, PL, 10; 8. Marko

Levishyn, UKR, 7; 9. Ernests Matjusonoks, 6+3; 10. Daniils Kolodinskis, 6+2; 11. Stanislav Melnychuk, UKR, 5;

12. Davis Kurmis, 5; 13. Elvis Avgucevics, 5; 14. Ricards Ansviesulis, 5; 15. Rudolfs Sprogis, 1; 16. Nazar Fedorchuk,

UKR, 0.

Junioren: 1. Mihailovs; 2. Levishyn; 3. Matjusonoks; 4. Kolodinskis; 5. Kurmis; 6. Avgucevics.

SLOWAKEI

Goldhelmrennen - Zarnovica - 25.8.

Matic Ivacic dominiert

Etwas überraschend triumphierte Matic Ivacic in der 56. Ausgabe des slowakischen

Goldhelmrennens. Der Slowene bot auf der 400 Meter langen Bahn eine

starke Leistung. In seinem ersten Lauf musste sich der 25-Jährige zwar Jan Kvech

beugen, holte aber dann drei Siege und zog ins Semifinale ein, wo er zum vierten

Mal als Erster ins Ziel kam. Im Sechser-Finale konnte sich Ivacic an seinem tschechischen

Bezwinger revanchieren und erreichte vor Kvech die Ziellinie. Ondrej

Smetana sicherte sich den 3. Rang, gefolgt von Stanislaw Burza aus Polen und

dem Italiener Nicolas Vicentin. Zdenek Holub fiel in der vorletzten Runde an letzter

Stelle liegend aus. Martin Vaculik, der insgesamt sechsmal den Goldhelm gewann,

war diesmal nicht dabei. Der 29-Jährige fuhr am gleichen Tag in der polnischen

Ekstraliga.

Ergebnis: 1. Matic Ivacic, SLO, 15 Vorlaufpunkte; 2. Jan Kvech, CZ, 15; 3. Ondrej Smetana, CZ, 12; 4. Stanislaw

Burza, PL, 14; 5. Nicolas Vicentin, I, 8; 6. Zdenek Holub, CZ, 15; 7. Norbert Magosi, H, 11; 8. Zdenek Simota, CZ,

12; 9. Michal Skurla, CZ, 9; 10. Marcel Kajzer, PL, 8; 11. David Pacalaj, SK, 8; 12. Jakub Valkovic, SK, 8; 13. Michal

Tomka, SK, 7; 14. Martin Gavenda, CZ, 4; 15. Patrik Mikel, CZ, 4; 16. Jan Mihalik, SK, 4; 17. Andrij Kobrin,

UKR, 4; 18. Daniele Tessari, I, 3; 19. Alessandro Milanese, I, 1.

Friendship Cup - Zarnovica - 1.9.

Rivne siegt

Eine Woche später wurde in Zarnovica die dritte Runde des Friendship Cups ausgetragen.

Sieger des Vierkampfes wurde die Mannschaft aus Rivne, aber ihr Triumph

hing an einem seidenen Faden, als Marko Levishyn im letzten Heat stürzte und disqualifiziert

wurde. Nicolas Vicentin kam im Re-run nur als Dritter ins Ziel und das

Team des Italieners, die DMV White Tigers, hatte am Ende einen Zähler weniger als

die Ukrainer. Da nur zwei deutsche Fahrer, Danny Maaßen und Marius Hillebrand,

die Reise nach Rivne angetreten hatten, musste die DMV-Mannschaft mit Vicentin

und dem Ungar Dennis Fazekas verstärkt werden. Nach drei Rennen liegt Rivne mit

10 Matchpunkten an der Spitze, gefolgt von Diedenbergen. • Georg Dobes

Ergebnis: 1. Speedway Club Rivne, 35 Punkte (Levishyn 11, Kobrin 11, Melnychuk 10, Rozaliuk 3); 2. DMV White

Tigers Diedenbergen, 34 (Vicentin 11, Hillebrand 9, Fazekas 7, Maaßen 7); 3. Speedway Club Zarnovica, 31

(Tomka 7, Valkovic 10, Pacalaj 13, Mihalik 1, Danko 0); 4. Marketa Prag, 20 (Klima 3, Macek 3, Skurla 2, Holub 12).

Stand (nach 3 von 4 Rennen): 1. Rivne, 10 Matchpunkte; 2. Diedenbergen, 8; 3. Prag, 7; 4. Zarnovica, 5.

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 27


INTERNATIONAL

POLEN

Junioren-Einzelmeisterschaft - Tarnow - 15.8.2019

Miskowiak nach Stechen

Da drei Fahrer im Finale nach 20 Heats jeweils 13 Punkte erzielt hatten, bedurfte es

eines Zusatzlaufes, um den Sieger zu ermitteln. Jakub Miskowiak bezwang vor zirka

1500 Zuschauern Dominik Kubera und Wiktor Lampart und holte letztendlich

die Goldmedaille.

Ergebnis: 1. Jakub Miskowiak, 13+3 Punkte; 2. Dominik Kubera, 13+2; 3. Wiktor Lampart, 13+1; 4. Kamil Wieczorek,

10; 5. Bartosz Smektala, 10; 6. Maksym Drabik, 10; 7. Norbert Krakowiak, 8; 8. Viktor Trofimov, 7; 9. Michal

Gruchalski, 7; 10. Rafal Karczmarz, 6; 11. Mateusz Cierniak, 6; 12. Igor Kopec-Sobczynski, 4; 13. Piotr Pioro,

4; 14. Damian Pawliczak, 4; 15. Marcin Turowski, 3; 16. Karol Zupinski, 2.

Junioren-Paarmeisterschaft - Gorzow - 17.8.2019

Falubaz Zielona Gora Meister

Die Junioren von Falubaz Zielona Gora sind neue Paarmeister. Im Finale erzielten

Damian Pawliczak und Norbert Krakowiak zusammen 27 Punkte. Den Vizemeistertitel

sicherte sich das Duo von Motor Lublin vor Wlokniarz Czestochowa.

Ergebnis: 1. Falubaz Zielona Gora, 27 Punkte (Pawliczak 11, Krakowiak 16, Tonder N); 2. Motor Lublin, 23

(W.Lampart 16, Trofimov 7, Kuromonov N); 3. Wlokniarz Czestochowa, 22 (J.Miskowiak 13, Gruchalski 9, B.Kowalski

N); 4. GKM Grudziadz, 19 (Turowski 13, Wieczorek 6, Rolnicki N); 5. Stal Gorzow, 17 (Karczmarz 15, Jasinski

0, Pytlewski 2); 6. Ostrovia Ostrow, 10; 7. ROW Rybnik, 8.

Silberhelm - Grudziadz - 12.9.2019

Kubera dominiert

Dominik Kubera konnte sich für seine Niederlage im Finale der Juniorenmeisterschaft

revanchieren und holte den Silberhelm. Kubera kam auf 14 Zähler und bezwang

im Stechen den punktgleichen Michal Gruchalski. Dritter wurde Wiktor

Lampart. Bartosz Smektala verpasste das Podest knapp. Der Juniorenweltmeister

erzielte 10 Punkte und belegte den 4. Rang.

Ergebnis: 1. Dominik Kubera, 14+3 Punkte; 2. Michal Gruchalski, 14+2; 3. Wiktor Lampart, 11; 4. Bartosz

Smektala, 10; 5. Patryk Rolnicki, 10; 6. Robert Chmiel, 10; 7. Viktor Trofimov, 10; 8. Jakub Miskowiak, 7; 9. Szymon

Szlauderbach, 7; 10. Patryk Wojdylo, 6; 11. Igor Kopec-Sobczynski, 6.

Speedwayrennen um die Wappenkette der Stadt Ostrow - 1.9.2019

Favoritensieg

Bartosz Zmarzlik war der größte Favorit des 67. Rennens um „Die Wappenkette der

Stadt Ostrow” und wurde seiner Rolle gerecht. Im Finale legte der 24-Jährige von

der Außenbahn fahrend den besten Start hin und siegte souverän. Zweiter wurde

Szymon Wozniak, gefolgt von Mikkel Michelsen und Daniel Jeleniewski.

Ergebnis: 1. Bartosz Zmarzlik, 13 VP; 2. Szymon Wozniak, 12; 3. Mikkel Michelsen, DK, 12; 4. Daniel Jeleniewski,

12; 5. Andzejs Lebedevs, LV, 8; 6. Artem Laguta, RUS, 11; 7. Norbert Kosciuch, 8; 8. Robert Lambert, GB,

7; 9. Przemyslaw Pawlicki, 7; 10. Nicolai Klindt, DK, 7; 11. Aleksandr Loktajew, UKR, 6; 12. David Gapinski, 6.

Int. Speedwayrennen „Vierkampf der Nationen“ - 15.9.2019

Lodz

Ergebnis: 1. Polen, 33 Punkte (Musielak 10, Kosciuch 4, Okoniewski 7, Jeleniewski 12); 2. Australien, 27 (Doyle

4, C.Holder 9, Tungate 6, Lidsey 8); 3. Deutschland, 24 (Huckenbeck 8, Ernst 4, Busch 3, Lindbäck 9); 4. Dänemark,

18 (Lyager 1, H.Andersen 3, Jeppesen 12, Kling 2).

Speedwayrennen „um die Krone Boleslaw des Tapferen,

erster König Polens“ - Gniezno - 15.8.2019

Spannung bis zum Schluss

Przemyslaw Pawlicki triumphierte bei der elften Ausgabe des Rennens. Bis zur

Zielkurve lag Kacper Gomolski im Finallauf in Führung, aber Pawlicki fing ihn fast

auf der Ziellinie ab. Dritter wurde Andzejs Lebedevs, Oliver Berntzon fiel aus.

Ergebnis: 1. Przemyslaw Pawlicki, 10 Vorlaufpunkte; 2. Kacper Gomolski, 9; 3. Andzejs Lebedevs, LV, 10; 4. Oliver

Berntzon, S, 10; 5. Oskar Fajfer, 9; 6. Adrian Gala, 9; 7. Rafal Okoniewski, 9; 8. Norbert Kosciuch, 8; 9. Andrey

Kudriashov, RUS, 8; 10. Krzysztof Buczkowski, 8; 11. David Bellego, F, 7; 12. Miroslaw Jablonski, 7.

Teammeisterschaft

Ekstraliga

Die letzte Runde der Hauptrunde wurde Nicki Pedersen zum Verhängnis. Der Auftaktlauf

des Matches zwischen den Teams aus Torun und Zielona Gora musste

zweimal wiederholt werden. Zuerst stürzte der Däne in der Startkurve, erlitt glücklicherweise

aber keine Verletzungen und wurde zum Re-run zugelassen. Beim

zweiten Anlauf kollidierten Pedersen und Jack Holder. Pedersen ging wieder zu Boden,

diesmal jedoch er nicht mehr so glimpflich davon. Er zog sich einen Rippenbruch

zu, der eine Verletzung der Lunge verursachte und zu einem Pneumothorax

führte. Darüber hinaus brach sich Pedersen einen Finger, der operiert werden

musste. Der 42-Jährige wird in dieser Saison wahrscheinlich keine Rennen mehr

bestreiten können. Nach dem Ausfall von Pedersen unterlagen die Gäste in Torun

mit 44:46, aber der Rennausgang hatte für die abschließende Reihenfolge der

EKSTRALIGA

ENDTABELLE HAUPTRUNDE

Pl./Club R P Ges.

1. Leszno 14 32 (7) 188

2. Wroclaw 14 26 (6) 69

3. Zielona Gora 14 20 (4) 46

4. Czestochowa 14 19 (5) -24

5. Grudziadz 14 16 (3) -2

6. Lublin 14 11 (2) -54

7. Gorzow 14 11 (-) -70

8. Torun 14 5 (1) -153

(Bonuspunkte)

Hauptrunde keine Bedeutung mehr. KS

Torun stieg in die 1. Liga ab und Falubaz

qualifizierte sich für die Play-off-Runde.

Um sich vor dem Relegationsduell

zu retten, hätte Gorzow zu Hause gegen

Wlokniarz gewinnen müssen. Doch

die Gäste setzten das Team mächtig

unter Druck und führten nach zwölf Heats

mit 39:33. Die Gastgeber setzten in

der Endphase alles auf eine Karte und

erzielten am Ende ein Unentschieden.

Leder zu wenig, um den vorletzten

Platz in der Tabelle zu verlassen.

Ergebnis - Runde 14 - 23.-25.8.: Gorzow - Czestochowa

45:45 Punkte; Grudziadz - Lublin 52:38; Torun

- Zielona Gora 46:44; Wroclaw - Leszno 35:55.

Play-off-Runde

Halbfinale

Unia konnte sich gegen Wlokniarz Czestochowa problemlos durchsetzen. Die

Mannschaft gewann beide Rennen mit jeweils 52:38. Nach der Verletzung von Pedersen

hatte Falubaz Martin Smolinski verpflichtet. Der Olchinger erzielte in der

Hinrunde 4 Zähler und trug zum Sieg des Teams aus Zielona Gora über Sparta mit

48:42 bei. Eine Woche später in Wroclaw konnten die Gastgeber den Rückstand

wettmachen, gewannen mit 56:34 und qualifizierten sich fürs Finale.

Ergebnis - Hinrunde - 1.9.: Czestochowa - Leszno 38:52 Punkte; Zielona Gora (Smolinski 4) - Wroclaw 48:42

• Rückrunde - 8.9.: Leszno - Czestochowa 52:38 Punkte; Wroclaw - Zielona Gora (Smolinski 1) 56:34.

Finals

Das Team von Unia errang in Wroclaw einen wichtigen Sieg (47:43) und befindet

sich vor der Revanche auf der Heimbahn in einer komfortablen Situation. Die

Mannschaft von Wlokniarz erkämpfte zu Hause einen deutlichen Sieg über Falubaz

und machte einen wichtigen Schritt Richtung Bronzemedaille.

Ergebnisse - Hinrunde - 13.9.: Wroclaw - Leszno 43:47 • 15.9.: Czestochowa - Zielona Gora (Smolinski 1) 57:33.

Play-off-Runde

1. Liga - Halbfinale

Die Mannschaft von ROW machte schon im ersten Match alles klar und schlug Unia

in Tarnow mit 50:40. In der Revanche siegte Rybnik mit 54:36 deutlich und zog ins Finale

ein. Viel ausgeglichener waren die Matches zwischen Gniezno und Ostrow. Das

Team von Start gewann zu Hause mit 49:40 und leistete in der Rückrunde der Mannschaft

von Ostrovia erbitterten Widerstand. Vor dem letzten Lauf stand es 45:39 und

Gniezno war ganz nah dran, das Finale zu erreichen, doch die Gastgeber holten im

15. Rennen einen Doppelsieg und gewannen das Duell insgesamt mit 90:89.

Ergebnisse - Hinrunde - 17./18.8.: Tarnow - Rybnik 40:50 Punkte; Gniezno - Ostrow 49:40 • Rückrunde - 25.8.:

Rybnik - Tarnow 54:36 Punkte; Ostrow - Gniezno 50:40.

Finale

Nach einem spannenden Rennen sicherte sich Ostrovia zu Hause einen knappen

46:44-Sieg über ROW Rybnik. In der Rückrunde konnten sich die Oberschlesier mit

49:41 durchsetzen und steigen nach zweijähriger Pause wieder in die Ekstraliga

auf. Ostrovia wird hingegen zwei Relegationsrennen gegen das vorletzte Team der

Ekstraliga, Stal Gorzow, bestreiten.

Ergebnisse - Hinrunde - 8.9.: Ostrow - Rybnik 46:44 • Rückrunde - 15.9.: Rybnik - Ostrow 49:41.

Play-off-Runde

2. Liga - Halbfinale

Erwartungsgemäß konnte sich Bydgoszcz gegen Krosno mühelos durchsetzen.

Polonia gewann beide Rennen deutlich. Auch Poznan behielt im Duell gegen Kolejarz

Opole die Oberhand, aber die Niederschlesier mit Erik Riss machten es den Favoriten

nicht leicht und unterlagen am Ende nur knapp mit 88:92.

Ergebnisse - Hinrunde - 18.8.: Krosno - Bydgoszcz 37:53 Punkte; Opole (E.Riss 7) - Poznan 49:41 • Rückrunde

- 25.8.: Bydgoszcz - Krosno 55:35 Punkte; Poznan - Opole (E.Riss 5) 51:39.

Finale

Als die Mannschaft von PSZ Poznan das erste Finale mit 59:31 haushoch gewann,

schien es, als ob sie schon die „Fahrkarte“ für die 1. Liga gelöst hätte. Aber die über

5000 Fans, die eine Woche später in Bydgoszcz anwesend waren, wurden Zeugen

eines Speedwaywunders. Polonia kämpfte erbittert um jeden Punkt und schaffte

am Ende doch das Unmögliche. Es bezwang die Gäste mit 61:29 und sicherte sich

damit den Aufstieg in die 1. Liga. Poznan wird noch zwei Relegationsrennen gegen

das siebtplatzierte Team der 1. Liga, Orzel Lodz, absolvieren. • Georg Dobes

Ergebnisse - Hinrunde (8.9.): Poznan - Bydgoszcz 59:31 Punkte • Rückrunde - 15.9.: Bydgoszcz - Poznan 61:29

Punkte.

28 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


1. Theo Pijper (Mitte)

2. Dave Meijerink (links)

3. Romano Hummel (rechts)

NIEDERLANDE

Dutch Open - Roden - 1.9.2019

Theo Pijper zum ersten

Der letzte Vorlauf zur Dutch-Open-Meisterschaft 2019 wurde im Speed Centre Roden

ausgetragen. Trotz des Regens in der Nacht zuvor konnte pünktlich mit den

Rennläufen begonnen werden. Meisterschaftsleader Dave Meijerink hatte das

Pech auf seiner Seite. Er musste in zwei Läufen Federn lassen. Und auch im Last-

Chance(LC)-Rennen wurde er nur Vierter. Der Tagessieg ging an Kenneth Kruse

Hansen. Punktbester allerdings war Theo Pijper (28), der einmal gegen Meijerink

verlor. Die jungen Wilden Mika Meijer und Jarno de Vries fuhren ein starkes Rennen

und standen mit je 21 Vorlaufpunkten direkt im Finale. Andrew Appleton und Julien

Cayre konnten im B-Finale überzeugen. Im Finale startete de Vries perfekt, dicht

gefolgt von Pijper, Hansen und Meijer. Kurvenausgangs übernahm Hansen die

Spitze, gefolgt von Pijper, der damit Sieger der Dutch Open wurde. Als Dritter folgte

Meijer vor de Vries, Cayre und Appleton. Pijper wurde zum ersten Mal Holländischer

Meister und dementsprechend groß war der Jubel.

Bei den Seitenwagen sicherte sich William Matthijssen zusammen mit Beifahrerin

Sandra Mollema zum 19. Mal den Meistertitel.

• Text u. Foto: Ubbo Bandy

Ergebnisse - Specials (nach LC u. Finale): 1. Kenneth Kruse Hansen, DK, 26 Punkte; 2. Theo Pijper, NL, 28;

3. Mika Meijer, NL, 25; 4. Jarno de Vries, NL, 24; 5. Julien Cayre, F, 14; 6. Andrew Appleton, GB, 20; 7. Richard

Hall, GB, Vorlaufpunkte; 20; 8. Jerôme Lespinasse, F, 19; 9. Lars Zandvliet, NL, 13. 10. Dave Meijerink, NL, 12;

11. Henry van der Steen, NL, 11; 12. Jacob Bukhave, DK, 10; 13. Mark Beishuizen, NL, 10; 14. Sascha Stumpe, D,

9; 15. Sjoerd Rozenberg, NL, 8; 16. Paul Cooper, GB, 7; 17. Christian Wagemans, NL, 7; 18. Finn Loheider, D, 6.

Seitenwagen (nach LC u. Finale): 1. William Matthijssen/Sandra Mollema, NL, 25 Punkte; 2. Wilfred Detz/Wendy

Arling, NL, 23; 3. David Carvill/Dennis Smit, GB, 19; 4. Arnold Bruins/Mart Sterenborg, NL, 16;

5. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 15; 6. Josh Goodwin/Liam Brown, GB, 15; 7. Mike Fredriksen/Dennis Fredriksen,

DK, 12; 8. Erik van Dijk jun./Erik van Dijk sen., NL, 10; 9. Natasha Bartlett/Kim Kempa, GB, 9; 10. James

Hogg/Scott Goodwin, GB, 8; 11. Jan Kempa/Sina Stickling, D, 8; 12. Klaas Kregel/Emiel Bruins, NL, 8; 13. Anthony

Sairrailh/Benjamin Gregoire, F, 8; 14. Oliver Möller/Linda Frohbös, D, 6; 15. Stinus Lund/Kevin Nielsen,

DK, 3.

NK ST 250 ccm (nach A-Finale): 1. Stef Hamstra, 16 Vorlaufpunkte; 2. Ruben Guikema, 16; 3. Mark van Dellen,

20; 4. Anne Bos, 27; 5. Lazar de Vries, 25; 6. Gert Jan Valk, 27; 7. Niels Broekema, 16; 8. Joey van Kammen, 26;

9. Marcel Vlig, 13; 10. Gert van der Heide, 7.

NK ST 500 ccm (nach A-Finale): 1. Jan Okke Loonstra, 33 Vorlaufpunkte; 2. Wybe Valkema, 29; 3. Frank Hamming,

28; 4. Johan Wissema, 22; 5. Erwin Mulder, 12; 6. Annelies Veensma, 14; 7. Tonny Blok, 18; 8. Olav den

Engelsman, 20; 9. Aron Schokker, 10.

Int. Grasbahnrennen 31.8.2019

Uithuizen

Ergebnisse - Specials Int.: 1. Kenneth Kruse Hansen, DK, 19 Punkte; 2. Theo Pijper, NL, 19; 3. Jarno de Vries, NL,

14; 4. Stephan Katt, D, 14; 5. Mika Meijer, NL, 12; 6. Jerôme Lespinasse, F, 12; 7. Julian Cayre, F, 9; 8. Henry van

der Steen, NL, 9; 9. Dave Meijerink, NL, 6; 10. Andrew Appleton, GB, 5; 11. Mark Beishuizen, NL, 1; 12. Lars

Zandvliet, NL, 0.

I-Seitenwagen: 1. Sven Holstein/Bonita van Dijk, NL, 16 Punkte; 2. Wilfred Detz/Wendy Arling, NL, 14; 3. Guillaume

Comblon/Chloé Agez, F, 11; 4. Josh Goodwin/Liam Brown, GB, 11; 5. David Carvill/Dennis Smit, GB, 8;

6. Natasha Bartlett/Kim Kempa, GB, 6; 7. Arnold Bruins/Mart Sterenborg, NL, 5; 8. Klaas Kregel/Emiel Bruins,

NL, 4; 9. Marcel Raatjes/Marco Sterenborg, NL, 3; 10. James Hogg/Scott Goodwin, GB, 2.

Specials Nat.: 1. Christian Wagemans, 12 Punkte; 2. Kevin Glorie, 10; 3. Wiebo Bouwmeester, 9; 4. Nigel Hummel,

6; 5. Luit Groenewoud, 6; 6. Nico Eijbergen, 6; 7. Andy ter Schuur, 5; 8. Mike van der Noordaa, 4; 9. Hendrik

de Groot, 3; 10. Delina Kruit, 1.

Junior - 50 ccm: 1. Jarno Bosma, 27 Punkte; 2. Sem Bos, 22; 3. Quinten Kin, 21; 4. Roan van der Lende, 20;

5. Sven Zuur, 15; 6. Gabryela Horenga, 11; 7. Ravi Nijenhuis, 6; 8. Sam Arling, 5; 9. Marten de Vries, 4; 10. Kaylee

Schoo, 4.

65 ccm: 1. Jelmer de Boer, 14 Punkte; 2. Niek Meijerink, 13; 3. Britt Boezerooij, 8; 4. Jafaro Hazeveld, 7; 5. Sven

Zuur, 3; 6. Kaylee Schoo, 0.

NK ST 250 ccm: 1. Mark van Dellen, 31 Punkte; 2. Gert Jan Valk, 30; 3. Harriet Zwiers, 25; 4. Lazar de Vries, 24;

5. Niels Broekema, 22; 6. Stef Hamstra, 17; 7. Marcel Vlig, 15; 8. Lorenzo Punter, 14; 9. Joey van Kammen, 11;

10. Anne Bos, 4; 11. Ruben Guikema, 3; 12. Gert van der Heide, 2.

NK ST 500 ccm: 1. Jan Okke Loonstra, 31 Punkte; 2. Frank Hamming, 29; 3. Rindert Boonstra, 26; 4. Evert van

Til, 23; 5. Wybe Valkema, 20; 6. Erwin Mulder, 20; 7. Olav den Engelsman, 14; 8. Johan Wissema, 12; 9. Youri

Jansen, 6; 10. Annelies Veensma, 6; 11. Aron Schokker, 5; 12. Reinse de Jong 4.

Extraliga - Slany - 4.9.2019

Prag hervorragend

Das Team von Marketa erbrachte in der vorletzten Runde der Extraliga eine hervorragende

Leistung. Die Prager übernahmen nach dem Auftaktlauf die Führung und

gaben sie nicht mehr ab. Sie kamen insgesamt auf 44 Punkte und meldeten damit

ihre Titelanwartschaft an. Etwas überraschend waren Zdenek Holub und die

Youngsters Jan Kvech sowie Petr Chlupac ihre Leistungsträger. Die Gastgeber waren

nach sechs Heats noch punktgleich mit Marketa, verloren jedoch danach den

Anschluss und belegten den 2. Rang. Eduard Krcmar und Jakub Jamrog erkämpften

für AK Slany jeweils drei Siege. Zlata Prilba war wieder einmal eine Ein-Mann-

Mannschaft, denn Vaclav Milik erzielte im Alleingang fast 70 Prozent der ganzen

Punkteausbeute des „Teams“. Im Endeffekt reichten 25 Punkte lediglich für den 3.

Platz und der Titelverteidiger hat vor der abschließenden Runde keine Chance

mehr, in der Tabelle den letzten Rang loszuwerden. Da die Mannschaft aus Zarnovica

weder mit Vaculik noch mit einem

Ausländer in Slany antrat, war von Anfang

an klar, dass sie kaum imstande

sein würde, die Rivalen zu gefährden.

Sie wurden Vierte und wurden in der

Tabelle von Marketa überholt.

Ergebnis: 1. Prag, 44 Punkte (Holub 13, Chlupac 9,

J.Kvech 9, Smetana 7, Franc 6); 2. Slany, 38 (Krcmar

13, Jamrog 13, Simota 9); 3. Pardubice, 25 (Milik 17);

4. Zarnovica, 17 (Skurla 7).

TSCHECHIEN

EXTRALIGA

Pl./Club R P Ges.

1. Prag 7 20 232

2. Zarnovica 7 19 206

3. Slany 7 18 222

4. Pardubice 7 13 201

Einzelmeisterschaft - Pilsen - 11.9.2019

Milik unschlagbar

Vaclav Milik bleibt ungeschlagen und ist nur noch einen Schritt von seinem fünften

Meistertitel entfernt. In der zweiten Finalrunde erzielte er wieder ein lupenreines

Punktemaximum und hat vor dem letzten Rennen einen stattlichen Vorsprung von

5 Zählern. Sensationell sein größter Verfolger Jan Kvech. Der 17-Jährige erzielte 14

Punkte und liegt in der Gesamtwertung an 2. Stelle. Dritter wurde Eduard Krcmar,

der auf 13 Punkte kam. Der Fahrer aus Slany ist momentan auch Gesamtdritter.

Pechvogel des Rennens war Josef Franc. Franc stürzte beim Training und musste

sich verletzungsbedingt abmelden. Auch Zdenek Holub kam im dritten Durchgang

zu Fall und absolvierte danach keine Läufe mehr.

Ergebnis: 1. Vaclav Milik, 15 Punkte; 2. Jan Kvech, 14; 3. Eduard Krcmar, 13; 4. Zdenek Simota, 12; 5. Petr Chlupac,

10; 6. Hynek Stichauer, 9; 7. Ondrej Smetana, 8; 8. Daniel Klima, 8; 9. Martin Malek, 7; 10. Michal Skurla,

6; 11. Zdenek Holub, 4; 12. Filip Hajek, 4; 13. Jaroslav Petrak, 4; 14. Patrik Mikel, 3; 15. Vaclav Kvech, 1; 16. Martin

Gavenda, 1.

Stand (nach 2 von 3 Rennen): 1. Milik, 30 Punkte; 2. J.Kvech, 25; 3. Krcmar, 22; 4. Simota, 21; 5. Smetana, 18;

6. Holub, 17; 7. Chlupac, 17; 8. Stichauer, 17; 9. Malek, 16; 10. Skurla, 13.

Lubos-Tomicek-Memorial - Prag - 8.9.

Iversen top

Sieg für Niels Kristian Iversen. Der Däne hatte einen mäßigen Rennanfang, nachdem

er in Heat 3 hinter Tero Aarnio und Matic Ivacic nur Dritter wurde, konnte sich

aber danach deutlich steigern. Er verbuchte vier Siege und qualifizierte sich direkt

fürs Finale. Im Endlauf hatte Jack Holder Iversen gefoult und dieser war gestürzt.

Der Lauf wurde abgebrochen und der Australier disqualifiziert. Im Re-run lag Linus

Sundström zunächst in Führung, aber Iversen rang in der zweiten Kurve den

Schweden nieder und siegte. Sundström wurde Zweiter und Aarnio kam auf die

niedrigste Podiumsstufe. Mit von der Partie in der tschechischen Hauptstadt war

auch Michael Härtel. Der Dingolfinger erzielte insgesamt 3 Zähler und wurde

Zwölfter. „Es war kein guter Tag für mich. Die Starts waren schlecht und das Überholen

war ganz schwierig. In den Innenraum der Bahn wird gerade ein Rugby-Feld

eingebaut und so wurde die Bahn innen um einen Meter verschmälert. Das macht

das Überholen natürlich noch schwerer. Ich bin froh, dass ich das Rennen verletzungsfrei

überstanden habe“, teilte der 21-Jährige auf seiner Webseite mit.

Ergebnis: 1. Niels-Kristian Iversen, DK, 13 Vorlaufpunkte; 2. Linus Sundström, S, 11; 3. Tero Aarnio, FIN, 10; 4.

Jack Holder, AUS, 14; 5. Chris Holder, AUS, 11; 6. Matic Ivacic, SLO, 11; 7. Adrian Cyfer, PL, 8; 8. Jan Kvech, 7; 9.

Josef Franc, 7; 10. Ondrej Smetana, 7; 11. Marko Levishyn, UKR, 6; 12. Petr Chlupac, 5; 13. Michael Härtel, D,

3; 14. Zdenek Holub, 3; 15. David Pacalaj, SK, 2; 16. Michal Skurla, 2.

Landespokal - 7. Lauf - Liberec - 7.9.2019

Stechen entscheidet

Es bedurfte beim Landespokal eines Stechens, um den Tagessieger zu ermitteln.

Nach 20 Heats in Liberec hatten drei Fahrer jeweils 14 Punkte. Zdenek Simota berührte

in der Grünphase das Startband, wurde disqualifiziert und belegte letztendlich

den 3. Rang. Im Re-run bezwang Ondrej Smetana seinen Teamkameraden

Jan Kvech und stand am Ende ganz oben auf dem Podest. Simota liegt in der Gesamtwertung

an der Spitze, gefolgt von Michal Skurla und Martin Gavenda, die in

Liberec die Plätze 4 bzw. 7 belegten. • Georg Dobes

Oktober '19 BAHNSPORT AKTUELL 29


IN MEMORIAM

Heinz Wollering verstorben

*16.3.1950 † 16.9.2019

Zwei Tage nach dem Langbahn-Team-WM-Finale in Vechta erreichte uns

die traurige Nachricht, dass Heinz Wollering nach kurzer, schwerer Krankheit

verstorben ist.

Die Bahnsportszene kannte Heinz Wollering als Techniker, der sein Leben

dem Bahnsport gewidmet hat. Schon in jungen Jahren lernte er von seinem

Onkel, der der erste Bahnsportler aus Heinz’ Geburtsort Goldenstedt

war. Dadurch kam die Liebe zu allem, was sich drehte. Mit 20 Jahren heiratete

er seine Sylvia. Zusammen bekamen sie drei Kinder. Von Beruf war

Heinz Maschinenschlosser, er arbeitete bei einer großen Straßenbau-Gesellschaft

als Polier. Durch seine Frau, die aus Vechta kam, wurde er 1987

Mitglied beim AC Vechta. Zu dieser Zeit war er schon als Schrauber bekannt

und beliebt, da er ein ausgeprägtes Gehör für Motorengeräusche

hatte. Er machte seinen Techniker und setzte sein Wissen für den Bahnsport

ein. Außerdem fungierte er als Sportleiter des AC Vechta und war dafür

verantwortlich, dass ein ausgeglichenes Fahrerfeld beim Rennen in

Vechta an den Start ging. Als seine Frau Sylvia 2017 1. Vorsitzende wurde,

organisierten sie zusammen das Rennen.

Im Sommer 2019 erhielt Heinz die Diagnose seiner schweren Krankheit.

Werlte war das letzte Rennen, das er besuchte. Bei meinem letzten Gespräch

mit Heinz am Dienstag vor dem Rennen in Vechta war er noch guter

Dinge. Das Rennen am 14.9. konnte er aber dann leider nicht mehr besuchen.

Am 16.9.2019 verstarb Heinz Wollering im Kreise seiner Familie. Mit

ihm verlieren wir einen Bahnsportler, der sein Hobby sehr liebte.

Wir werden ihn sehr vermissen.

R.I.P., lieber Heinz.

• Text u. Foto: Ubbo Bandy

Kazimierz (Kasimir) Bentke

verstorben

Wie wir erst jetzt erfuhren, ist am 13. Juli nach langer, schwerer Krankheit

Kazimierz Bentke in Düsseldorf verstorben. Kasimir war einer der polnischen

Spitzenfahrer der 1950er und der 1960er Jahre.

Der Pole wurde am 22. Februar 1932 in Bruszczewo, einem Dorf nördlich

von Leszno, geboren. Seine sportliche Laufbahn begann 1950, als der damals

18-Jährige in Leszno seine ersten Runden drehen durfte. Schon im darauffolgenden

Jahr hatte er in der Mannschaft von Unia Leszno einen

Stammplatz. In den Jahren 1954 und 1955 absolvierte Kasimir seinen Militärdienst

und vertrat die Farben der Militärclubs aus Warschau und Wroclaw.

1956 wechselte Bentke

nach Ostrow, wo er in der 2. Liga

fuhr. Als der Verein Ostrovia

1959 seine Aktivitäten einstellte,

kam Kazimierz zurück nach

Leszno. Für Unia Leszno fuhr er

weitere zehn Jahre. Sein letztes

Rennen bestritt der Fahrer am

2. November 1969. Bei einem

Relegationsrennen in Opole erzielte

er 9 Punkte. Kurz danach

wanderte der Pole in die Bundesrepublik

Deutschland aus

und ließ sich in Ratingen nieder.

Bentke holte mit Unia Leszno in der Teammeisterschaft drei Gold-

(1951-1953) und eine Silbermedaille (1962). Nicht weniger als siebenmal

qualifizierte er sich für die Finals zur polnischen Einzelmeisterschaft.

1966 belegte der Sportler in Rybnik einen hervorragenden 5. Rang. Dreimal

kämpfte er um den polnischen Goldhelm. 1964 wurde er Gesamtachter.

Nicht weniger als siebenmal stand er auf dem Podium des Alfred-

Smoczyk-Memorials. Leider gelang es ihm aber nicht, dass Rennen zu gewinnen.

1958 triumphierte der Pole beim Speedwayrennen um „Die Wappenkette

der Stadt Ostrow“. 1961 wurde Kasimir mit den Coventry Bees

Dritter in der National League. Im gleichen Jahr feierte er auch seinen

größten internationalen Erfolg. Im Kontinentalfinale im tschechischen

Slany wurde er Siebter und qualifizierte sich für das Europafinale, wo er

jedoch verletzungsbedingt nicht starten konnte. 1972 setzte Bentke in

Deutschland seine sportliche Laufbahn fort und fuhr bis 1975. Im Jahre

1974 erreichte der Fahrer mit dem MC Norden das Finale der Bundesliga.

Der Verein aus Norddeutschland belegte in Olching hinter Bopfingen,

Ruhpolding und Neumünster den 4. Platz.

Die Trauerfeierlichkeiten von Kazimierz Bentke fanden am 26. Juli

in Düsseldorf statt. Unser Beileid gilt seiner Familie.

• Text: Georg Dobes; Foto: Familienarchiv

LESERBRIEF

Offener Brief an DMSB und FIM

Liebe Verantwortliche des DMSB und der FIM,

als Zuschauer und Speedwayfan schreibe ich Ihnen einen offenen Brief

bezüglich des Speedway-GP-Challenge am 24. August in Gorican/Kroatien.

Die Veranstaltung, allgemein gesehen, war ein schönes Erlebnis in einem

sehr modernen Stadion. Doch muss ich sagen, die, die hier die Verantwortung

tragen, lagen für mich ganz schön daneben. Es kann doch

nicht sein, dass ein Startmarschall genau bei einem der wichtigsten

Heats für unseren deutschen Speedwayprofi Martin Smolinski das Zählen

verlernt? Dass dieser Mann nicht sofort ausgetauscht wird, ist für uns

nicht nachzuvollziehen!?! Ihm aber dann im Anschluss erklärt werden

muss, dass er mit den Füßen (!) Striche (!) am Boden ziehen soll, um bei

der dritten Runde die richtige Flagge zu ziehen!?! Ja geht’s noch? Unverständnis

auf den Rängen, besonders bei den deutschen Fans. Wir saßen

übrigens bei Start und Ziel und konnten diesen „Erklärungsvorgang“ für

den Startmarschall genau beobachten.

Ich finde, der DMSB müsste viel mehr hinter seinen Fahrern stehen, um

solche Fehler sofort auf der Bahn abzustellen. Aber bei diesem wichtigen

Challenge war KEIN deutscher Funktionär anwesend, sehr traurig! Und

auch die FIM müsste sich in so einem Fall zu Fehlern ihrerseits bekennen.

Außerdem finde ich es, und mit Sicherheit ein Großteil der Fans, nicht

gut, dass ein Fahrer (Martin Smolinski) für solch eine Dummheit auch

noch eine Protestgebühr zahlen muss. Das ist sehr beschämend für diesen

sehr schönen Sport.

Für uns deutsche Speedwayfans ginge ein Traum in Erfüllung, wenn wir

unsere #84 auch in der Weltspitze sähen. Leider wurde dieser Traum von

einem Menschen verhindert, der anscheinend nicht in der Lage ist, den

Job des Startmarschalls richtig auszufüllen. Wenn auch Martin diese

3 Punkte nicht mehr gutgeschrieben werden können, bitte ich Sie, doch

zu überdenken, ob in diesem Falle nicht eine der vier Dauer-Wildcards an

ihn vergeben werden könnte.

Über eine positive Rückmeldung würde ich mich und mit Sicherheit sehr

viele #84-Fans freuen.

Liebe Grüße aus Bayern senden Ihnen Monika Mollner und viele der

Martin-Smolinski-Fans • Karikatur: Johann Schröpfer

30 BAHNSPORT AKTUELL Oktober '19


12.10. DOHREN

INT. SPEEDWAYSTARS AM START

Am 12. Oktober 2019 steigt der traditionelle Saisonabschluss in Dohren. Beim internationalen

Flutlichtrennen auf dem Eichenring werden die stärksten deutschen

Speedwayfahrer gegen eine Auswahl an internationalen Topstars des

Speedwaysports antreten. In diesem Jahr jedoch nicht im gewohnten Mannschaftsvergleich,

sondern im individuellen Grand-Prix-System, bei dem 16 Fahrer

jeweils in Einzelwertung gegeneinander starten. Über die eingefahrenen Punkte

können sich die Fahrer für die acht Plätze in den Semifinals qualifizieren. Aus diesen

ziehen jeweils die ersten beiden ins Finale um den alles entscheidenden Tagessieg

ein.

Nachdem das Mannschaftskonzept über die letzten sieben Jahre erfolgreich

durchgeführt wurde, wechselt der Verein in diesem Jahr zu einem anderen Modus

und setzt den Fokus auf ein international stark besetztes Fahrerfeld. Das ist den

Verantwortlichen rund um den Vereinsvorsitzenden Tobi Kroner durchaus gelungen!

Mit dem Australier Jason Doyle und dem Polen Patryk Dudek konnten zwei

absolute Superstars des Sports verpflichtet werden. Doyle war Weltmeister 2017

und Dudek im selben Jahr Vizeweltmeister. Beide gehören seit Jahren zur internationalen

Spitze. Daneben wurde der ehemalige schwedische Meister, Teamweltmeister

und mehrfache Grand-Prix-Gewinner Antonio Lindbäck aus Schweden

verpflichtet, der vor zwei Jahren schon eine starke Leistung bei seinem Debüt in

Dohren zeigte. Der gebürtige Brasilianer ist ein absoluter Exot des Sports und begeistert

die Fans mit seinem spektakulären Fahrstil. Mit Robert Lambert wurde

darüber hinaus der aktuelle Bahnrekordhalter verpflichtet, der in seinen jungen

Jahren schon eine beachtliche Anzahl an Erfolgen für sich verbuchen konnte. Neben

dem Erreichen seines britischen Meistertitels und der Vize-Teamweltmeisterschaft

im letzten Jahr sowie den konstant starken Leistungen in den internationalen

Profiligen zählt er zu den weltweit größten Talenten des Speedwaysports. Neben

diesen Topfahrern werden es einige weitere internationale Profis aus Dänemark,

Finnland, den Niederlanden und Lettland den deutschen Akteuren schwermachen.

Die deutschen Farben vertritt allen voran der Dohrener Kapitän im Speedway

Team-Cup Kai Huckenbeck. Er zählt seit vielen Jahren zu Deutschlands Topfahrern

und war in diesem Jahr der einzige deutsche Vertreter in der Rennserie um die Europameisterschaft.

„Hucke“ kennt den Eichenring ganz genau und ist damit sicherlich

ein Anwärter auf die vorderen Plätze. Diese wird jedoch auch Martin Smolinski

für sich beanspruchen. Der Olchinger ist Deutschlands erfolgreichster

Speedwayfahrer und Rekordmeister. Er war jüngst mit Wildcard im deutschen

Grand Prix vertreten, bei dem er jedoch verletzungsgeplagt keine großen Akzente

setzen konnte. In Dohren wird er alles daran setzen, den internationalen Stars Paroli

zu bieten. Mit Erik Riss kommt der derzeit einzige deutsche Vertreter in der britischen

Liga. Daneben ist der Ex-Langbahnweltmeister auch in Schweden und Polen

unterwegs und hat einen großen Schritt in seiner sportlichen Entwicklung gemacht.

Seine Erfahrungen auf internationalem Terrain werden ihm auch auf dem

Eichenring helfen. Die deutschen Farben werden durch René Deddens, Lukas

Fienhage und Tobi Busch komplettiert, die allesamt die Dohrener Strecke kennen

und beim Ligarennen im Sommer durch starke Leistungen zu überzeugen wussten.

„Wir sind sehr zufrieden mit der Zusammenstellung unseres Fahrerfeldes. Es ist

definitiv das stärkste Fahrerfeld in der 39-jährigen Vereinsgeschichte. Diese Topfahrer

werden uns einen spannenden Abend mit vielen actionreichen Rennläufen

bieten! Wir sind überzeugt, den Zuschauern einen denkwürdigen Saisonabschluss

zu bereiten!“, so der Vereinsvorsitzende Tobi Kroner.

Das Training beginnt am 12. Oktober 2019 ab 17:00 Uhr. Der Rennstart ist um

19:00 Uhr. Traditionell wird das Rennen mit einem Feuerwerk und anschließender

Party im Festzelt abgerundet!

Eintritt: Erwachsene 15,- Euro, Ermäßigte 8,- Euro, Kinder bis 14 Jahre frei.

Termin: 12. Oktober 2019

ADAC-Speedwayrennen Dohren

13.10. OLCHING

MAMMUTPROGRAMM

Ein richtig schön vollgepackter Renntag – so stellen sich die Olchinger ihren

Saisonabschluss vor und präsentieren den Fans am 13.10.2019 gleich

zwei komplette Rennen an einem Tag! Los geht es schon um 10:00 Uhr

morgens mit dem Deutschen Speedway Jugend Paarcup. Hier sind die

Nachwuchsstars der Teams DMV White Tigers, Güstrow Torros, Wittstock

Wölfe, MSC Cloppenburg Fighters, Black Forest Eagles Berghaupten und

der Gastgebermannschaft des MSC Olching am Start. Am Nachmittag

geht es dann ab 14:00 Uhr wieder um das „Goldene Band der Schlossbrauerei

Maxlrain“. Hier hat Sport- und Tourenleiter Stephan Wunderer

wieder ein hochkarätiges internationales Fahrerfeld zusammengestellt.

Mit dabei ist natürlich der Olchinger Lokalmatador Martin Smolinski – er

war im Vorjahr Tagessieger und gilt auch diesmal wieder als Favorit für

das Siegerpodest. Außerdem werden aus Deutschland Valentin „Valle“

Grobauer, Michael Härtel und Danny Maaßen an den Start gehen. Hinzu

kommen unter anderem Jan Kvech (Tschechien), die Dänen Nicolai Klindt,

Kenneth Kruse Hansen und Jonas Jeppesen sowie der Finne Janne Mustonen

und Daniel Kaczmarek aus Polen.

Termin: 13. Oktober 2019

ADAC-Speedwayrennen Olching - Goldenes Band

TERMINE OKTOBER/NOVEMBER

3.10. ADAC-Speedwayrennen Brokstedt - Bundesliga - Finale 2

Deutsche Speedway-Mannschaftsmeisterschaft

MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Postfach 1236, 25543 Kellinghusen

E-Mail: speedway@mscbrokstedt.de, www.mscbrokstedt.de

3.10. ADAC-Grasbahnrennen Schwarme - ADAC Weser Ems Cup

MSC Schwarme e.V. im ADAC, Kirchweg 3, 27327 Schwarme

Tel. 04258 1576, E-Mail: marc.wessel@msc-schwarme.de

www.msc-schwarme.de

4.-6.10. Speedway-Wochenende Pardubice-Svitkov/CZ

4.10.: Speedway-U21-WM, Finale 3

5.10.: 45. Goldenes Band; 6.10: 71. Goldhelmrennen

www.zlataprilba.cz; Tickets: www.ticketportal.cz

6.10. Int. ADMV-Speedwayrennen Meißen „Silberner Stahlschuh“

Speedway - offene Veranstaltung; MC Meißen e.V. im ADMV, Speedwaystadion

Zaschendorfer Straße 77 a, 01662 Meißen, Tel. 03521 7286569

E-Mail: info@mc-meissen-speedway.de, www.mc-meissen-speedway.de

6.10. DMV-Sandbahnrennen Pfarrkirchen Langbahn - Seitenwagen-DM

RSC Pfarrkirchen e.V. im DMV, Rennbahnstr. 30, 84347 Pfarrkirchen

Tel. 08561 4660, Fax 08561 5269, E-Mail: rsc@rsc-pfarrkirchen.de

www.rsc-pfarrkirchen.de

12.10. ADAC-Speedwayrennen Dohren Speedway - offene Veranstaltung

MSC Dohren e.V. im ADAC, Hauptstr. 8, 49770 Dohren

Tel. 05962 1535, E-Mail: info@msc-dohren.de, www.msc-dohren.de

12.10. Int. ADMV-Speedwayrennen „Race of the Night“ Wittstock

Speedway - offene Veranstaltung; MSC „Wölfe“ Wittstock e.V. im ADMV,

Finkenkruger Str. 49 a, 14612 Falkensee,

MSC-Woelfe@speedwayteam-wittstock.de, www.speedwayteam-wittstock.de

12.10. ADMV-Speedwayrennen Meißen - ADAC-Bahnsport-Bundesendlauf

MC Meißen e.V. im ADMV, Speedwaystadion, Zaschendorfer Str. 77 a

01662 Meißen, Tel. 03521 7286569, E-Mail: info@mc-meissen-speedway.de

www.mc-meissen-speedway.de

13.10. ADAC-Speedwayrennen Olching - Goldenes Band - offene Veranstaltung

MSC Olching e.V. im ADAC, Postfach 1224, 82134 Olching

Tel. 08142 17011, Fax 08142 18992, E-Mail: info@msco.de, www.msco.de

18./19. 10. ADMV-Saisonabschlussrennen Parchim

Speedway + Langbahn - offene Veranstaltung; MC Mecklenburgring Parchim

e.V. im ADMV, Postfach 1243, 19362 Parchim, Tel. 0172 3130631

E-Mail: behncke.heiko@gmail.com, mc-mecklenburgring.de.tl

NOVEMBER

16.11. NBM-Tagung u. Ehrung Cloppenburg

16.11. SBM-Tagung u. Ehrung Abensberg

IMPRESSUM

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