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weinheimer

DER KUNSTBLITZ | MUSEUM KUNSTPALAST DÜSSELDORF

Wolfgang Mattheuer, Die Flucht des Sisyphos,

1972, Öl auf Hartfaserplatte, 96 x 118 cm,

Albertinum | Galerie Neue Meister, Staatliche

Kunstsammlungen Dresden, © Wolfgang Mattheuer

/ VG Bild-Kunst Bonn, 2019, Foto: bpk /

Staatliche Kunstsammlungen Dresden / Elke Estel

/ Hans-Peter Klut

Altenbourg mit seinen surrealen, poetischen

Arbeiten, der mit Schrift und Zeichen

experimentierende Carlfriedrich Claus sowie

Michael Morgner mit seiner existenzialistischen

Malerei. In der Zusammenschau

treffen sie auf Bernhard Heisig, Wolfgang

Mattheuer, Werner Tübke und Willi Sitte, die

seit ihrer Teilnahme auf der documenta 6

(1977) als offizielle Repräsentanten der DDR

galten. Die Ausstellung präsentiert mehrere

Hauptwerke dieser Maler und ermöglicht

tiefere Einblicke in die künstlerischen Strategien

einer vielschichtig deutbaren Themen-

und Motivpalette. Das Spektrum der

stilistischen Vielfalt der Kunst in der DDR

wird durch die im rebellischen Widerspruch

zur strengen „Staatskunst“-Doktrin des Sozialistischen

Realismus entstandenen Arbeiten

besonders deutlich. Das an Höhlenmalerei

erinnernde Zeichensystem von A.R. Penck

und die Übermalungen von Fotografien der

Medienkünstlerin Cornelia Schleime spiegeln

ebenso wie die Malerin Angela Hampel

mit ihren punkig-expressiven Frauenfiguren

die Vielzahl künstlerischer Positionen wider.

Alle in der Ausstellung exemplarisch gezeigten

Künstlerinnen und Künstler gingen und

gehen sehr unterschiedliche, immer aber eigenständige

Wege – zwischen Rebellion und

Anpassung, zwischen Utopie und Untergang.

Die Ausstellung steht unter der

Schirmherrschaft von Bundespräsident

Frank-Walter Steinmeier.

Museum Kunstpalast

Ehrenhof 4-5

40479 Düsseldorf

info@kunstpalast.de

Tel.:+ 49 0211 566 42 100

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HERBST | 2019

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