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Die Wohnzeitung

NEUESTE TRENDS VON IHREM EINRICHTUNGSSPEZIALISTEN

Meine Auszeit

zu Hause.

Interview Seite 10


Damit Sie noch

lieber nach Hause

kommen.

Inhalt

ÜBER UNS 02

BODEN & TEPPICH 04

SICHT- & SONNENSCHUTZ 08

INTERVIEW MIT DR. HOLZINGER 10

STOFFE, TRENDS & NÄHSERVICE 12

AKUSTIK 16

Rund die Hälfte unseres Lebens verbringen wir in unserem

Zuhause. Kein Wunder also, dass wir uns besonders

viele Gedanken darüber machen, wie dieses

aussehen soll. Das beginnt schon bei der Wahl des

richtigen Bodens: Lieben Sie natürliche, atmungsaktive

Materialien wie einen hochwertigen Holzboden -

und wenn ja, soll es ein Schiffboden werden oder lieber

eine Landhausdiele? Oder haben Sie sehr temperamentvolle

Kinder, für die Sie sich einen besonders strapazierfähigen

und pflegeleichten Boden wünschen?

Dann sind Sie vielleicht mit einem Linoleum- oder

Vinylboden besser beraten. Bevorzugen Sie den klassisch-eleganten

Stil oder eher bunte Gestaltungsvielfalt?

Fragen über Fragen – die sich mit der richtigen

Beratung ganz einfach klären lassen.

Denn genau dafür gibt es uns: Ihre Raumausstattungsprofis.

Wir begleiten Sie gerne von Anfang an

bei der Planung oder Renovierung Ihrer Wohnung und

sorgen dafür, dass aus vielen kleinen Entscheidungen

ein großes, harmonisches Ganzes wird – ein Zuhause,

in dem Sie sich viele Jahre lang wohlfühlen. Als Experten

fürs Wohnen und vor allem für Böden kennen wir

auch stets die neuesten Trends: In dieser Ausgabe von

„Die Wohnzeitung“ finden Sie daher schon einmal viele

Ideen und Anregungen, um Ihre eigenen vier Wände

ganz nach Ihrem Geschmack zu gestalten. Wir wünschen

viel Vergnügen beim Schmökern und Gustieren!

02


Alles außer

wetterfühlig:

Die Eiche.

Das mag vielleicht etwas seltsam klingen, ist aber im

Grunde ganz logisch: Heimische Hölzer wie die Eiche,

die in unseren Breitengraden gewachsen sind, kommen

auch besser mit unseren klimatischen Verhältnissen zurecht

– und zwar nicht nur in freier Natur, sondern auch

noch, wenn sie längst als Parkett oder Landhausdiele

Ihr Zuhause wohnlicher machen. Sie reagieren zum

Beispiel nicht so stark auf Temperaturschwankungen

zwischen heißen Sommern und kalten Wintern – was

sie auch ideal für den Einsatz von Fußbodenheizungen

macht.

Überhaupt, die Eiche: Nicht grundlos wird sie in der bekannten

Redewendung als „stark“ bezeichnet. Eichenholz

ist besonders robust und haltbar, es verzieht sich

kaum und eignet sich sogar für den „Außendienst“ – da

es besonders witterungsbeständig ist, kann es auf der

Terrasse und im Garten sogar gänzlich unbehandelt

genutzt werden.

Kein Wunder also, dass die Eiche seit vielen Jahren den

unangefochtenen Spitzenplatz in der Beliebtheitsskala

der Holzböden einnimmt – sowohl bei Raumausstattern,

als auch Häuslbauern oder Wohnungsrenovierern.

Und dass Eichenböden ganz nebenbei auch noch

zeitlos schön und elegant aussehen, trägt sein Übriges

dazu bei.

Schon gewusst?

Abgesehen von den vielen praktischen Vorteilen von

heimischem Eichenholz gibt es noch ein Argument, das

viel weiter greift: das gute Gefühl zu wissen, dass das

Holz für Ihren neuen Boden nicht erst rund um den Globus

reisen musste, um in Ihrem Zuhause zu landen. In

Zeiten der Klimakrise ein wichtiges Argument – schließlich

wollen wir nachfolgenden Generationen ein intaktes

Ökosystem hinterlassen. Dieser Nachhaltigkeitsgedanke

tut übrigens nicht nur der Umwelt gut, sondern

auch der Geldbörse: Zertifizierungen wie „Green Building

nach LEED“ steigern den Wert jeder Immobilie.

Volle

Zufriedenheit?

Ehrensache!

WER SEIN NEUES ZUHAUSE VON EINEM FACHEXPERTEN

PLANEN UND AUSSTATTEN LÄSST, SPART NICHT NUR ZEIT

UND NERVEN, SONDERN KANN SICH AUCH ÜBER ECHTE

HANDSCHLAGQUALITÄT FREUEN.

Schön, wenn man bei allen Fragen der Raumausstattung einen persönlichen Ansprechpartner

hat, der einem mit fachlicher Expertise und einem offenen Ohr für

individuelle Wünsche zur Seite steht. Noch schöner, wenn man sich auf diesen Partner

zu 100 % verlassen kann: Was immer Sie mit uns vereinbaren, wird garantiert zu

Ihrer vollen Zufriedenheit ausgeführt.

Das beginnt bei einer persönlichen und ausführlichen Beratung, die auf Ihren

Wunsch hin auch kreative Lösungen und Spezialanfertigungen mit einbezieht, und

reicht bis hin zur größtmöglichen Flexibilität bei Beratungs- und Montageterminen.

Apropos Zeit: Dass sämtliche vereinbarten Termine ebenso zuverlässig eingehalten

werden wie zuvor fixierte Preise, ist für uns so selbstverständlich wie die perfekte

Ausführung von Serviceleistungen: Von der kunstvollen Polsterung Ihres Lieblingsmöbelstücks

über das Nähen neuer Vorhänge bis hin zu komplexen Malerarbeiten

oder dem fachgerecht montierten Sonnenschutz.

Der wohl größte Vorteil liegt aber in der Nerven schonenden Abwicklung, die Ihnen

jede Menge Zeit erspart: Von der Erstberatung bis hin zur Finalisierung Ihres Auftrags

haben Sie immer denselben Ansprechpartner, der sich um die Organisation

und Koordination sämtlicher Handwerksarbeiten kümmert – vom Ausmessen Ihrer

Räume bis hin zum professionellen Verlegen Ihres neuen Bodens. Hand drauf!

UNSER

TIPP

Die Oberfläche von Eichenholz nimmt

Holzschutzmittel besonders gut auf – ein

Eichenboden lässt sich also hervorragend

beizen, lasieren oder lackieren.

03


BODEN & TEPPICH

Da bleibt

man gern am

Boden.

VOM NATURBELASSENEN EICHENHOLZ ÜBER DAS GESTALTUNGS FREUDIGE

LINOLEUM BIS HIN ZUM PFLEGEFREUNDLICHEN VINYL: NOCH NIE WAR

DAS ANGEBOT AN HOCHWERTIGEN, NACHHALTIG PRODUZIERTEN BODEN-

VARIANTEN SO GROSS. EINE ENTSCHEIDUNGSHILFE.

Am leichtesten fällt die Wahl den Naturliebhabern.

Denn wer natürlichen Charme in sein Zuhause bringen

möchte, ist mit einem Holzboden nach wie vor

am besten beraten. Als ein lebendiges Stück Wald verströmt

Holz nun einmal ein besonders harmonisches

Wohngefühl. Es ist atmungsaktiv, kann Feuchtigkeit

aufnehmen und abgeben und gleicht damit das

Raumklima aus. Auch haptisch ist ein Holzboden ein

sinnliches Erlebnis: Bei kalten Füßen fühlt er sich herrlich

warm an, an heißen Sommertagen bleibt er angenehm

kühl. Und dann wäre da zu guter Letzt noch

der Umweltgedanke: Holz wächst ganz einfach nach

– und heimische Holzarten wie die beliebte Eiche bestechen

außerdem durch kurze Transportwege.

Apropos Nachhaltigkeit: So gut wie alle modernen,

hochwertigen Bodenarten werden heutzutage umweltfreundlich

produziert. Auch Linoleum, seit rund

150 Jahren vor allem wegen seiner Strapazierfähigkeit

bekannt, besteht im Grunde aus natürlichen Rohstoffen:

Leinöl und Jute, Pinienharz, Holz- und Korkmehl.

Darüber hinaus ist ein Bodenbelag aus Linoleum ein

echter Hingucker – schließlich lässt er sich in einer erstaunlichen

Vielzahl von Farben und Mustern produzieren.

Auch Allergiker haben damit ihre Freude: Die

natürlichen Rohstoffe des Bodens wehren Pilze und

Bakterien ab, was vor allem in Feuchträumen ein großer

Vorteil ist.

Ein echter Verwandlungskünstler ist der Vinylboden

(LVT): Obwohl komplett aus Kunststoff gefertigt, ist

er unter anderem in täuschend echter Fliesen- oder

Holzoptik zu haben. Im Gegensatz zum Holzboden

lässt er sich allerdings ganz unkompliziert pflegen –

feucht aufwischen genügt. Übrigens werden auch

moderne Vinylböden heutzutage schadstofffrei produziert:

Achten Sie einfach auf das Siegel „Indoor Air

Comfort Gold“ – ein Zeichen dafür, dass sie die strengen

VOC-Emissionsgrenzwerte unterschreiten und somit

beste Raumluft garantieren.

Stefan Zierhofer

Stichwort „Nachhaltigkeit“:

Welchen Boden empfehlen Sie?

Natürlich fällt mir da als erstes der Holzboden ein –

ganz einfach, weil dieser Rohstoff immer wieder nachwächst.

Idealerweise stammt das Holz aus einer Bewirtschaftung,

die auf die biologische Vielfalt innerhalb des

Waldes Rücksicht nimmt. Und solange es sich um eine

heimische Holzart wie Eiche, Ahorn oder Buche handelt,

kann man auch sicher sein, dass die Transportwege so

kurz wie möglich bleiben.

Ist der Holzboden die einzige Lösung?

Keineswegs, denn auch moderne Kunststoffböden wie

die aus Vinyl werden heutzutage nachhaltig produziert.

Da wird auf vieles geachtet wie etwa einen niedrigen

Energieverbrauch bei der Herstellung oder eine gute

Recyclefähigkeit der Bodenbeläge, wenn diese dann

doch einmal nach vielen Jahren ausgetauscht werden.

Denn was man bei diesem Thema ja auch berücksichtigen

muss, ist die Langlebigkeit eines Bodens.

Gibt es sonst noch Tipps zu beachten?

Aber gerne: Die Langlebigkeit eines Bodens lässt sich

natürlich auch durch die richtige Pflege unterstützen.

Hierfür sollte man bei Holzböden speziell auf die Oberfläche

des jeweiligen Bodens abgestimmte Reinigungsund

Pflegemittel aus dem Fachhandel verwenden.

Ein Parkettboden ist darüber hinaus durch Abschleifen

einige Male erneuerbar, was seine Lebensdauer wesentlich

erhöht. Diese Arbeit sollten Gelegenheitshandwerker

allerdings lieber dem Profi überlassen, denn vor allem

lackierte Böden haben hier nämlich ihre Tücken.

04


Vinyl

Wird heute schadstofffrei produziert und überzeugt

durch seine Pflegeleichtigkeit: Regelmäßig feucht

aufgewischt, gibt ein Boden aus Vinyl Keimen und

Bakterien keine Chance. Vinylböden sind angenehm

weich und warm, dämpfen Geräusche und sorgen so

für eine gute Raumakustik.

Linoleum

Linoleum lässt sich in so gut wie jedem Design und

jeder Farbe herstellen – und besteht dabei dennoch

aus natürlichen Materialien, die wieder abbaubar sind.

Auch dieser Boden ist sehr verschleißfest und widerstandsfähig.

Holz

Der Evergreen für alle, die es ganz natürlich mögen.

Sorgt für das sinnlichste haptische Erlebnis, benötigt aber

– da heutzutage meistens nicht versiegelt, sondern geölt

oder gewachst – auch mehr Pflege. Ist atmungsaktiv

und gleicht das Raumklima aus.

UNSER

TIPP

Linoleum sollte unbedingt vom Profi

verlegt werden, der die Nähte mit einem

Schweißgerät sorgfältig verschließt.

Teppich

Ein Fakt, der immer wieder für Teppichböden spricht:

Sie reduzieren Schall und Nachhall um etwa zwei Drittel,

ob also kleine Kinder fangen spielen oder große Kinder

Musik produzieren, es ist merklich leiser. Plus für Kreative:

Einzelne Teppichfliesen kann man mixen und nach Belieben

wieder austauschen.

Heimische Hölzer

verwenden – unserer

Umwelt zuliebe.

05


BODEN & TEPPICH

Gewebt, geknüpft,

geliebt: der neue

Teppichkult.

DIE EINEN SCHÄTZEN EXKLUSIVE HOLZBÖDEN, DIE EIN

STÜCK NATUR IN DIE EIGENEN VIER WÄNDE BRINGEN.

DIE ANDEREN LIEBEN TEPPICHE UND DIE BEHAGLICHKEIT,

DIE SIE VERSTRÖMEN. EIN TIPP FÜR ALLE, DIE SICH NUR

SCHWER ENTSCHEIDEN KÖNNEN: EINFACH BEIDES

MITEINANDER KOMBINIEREN – DENN DAS LIEGT

DERZEIT IM TREND!

06


Viele Jahre schienen sie out zu sein, nun treten Teppichböden

einen neuen Siegeszug durch die Wohnzimmer

Österreichs an – vor allem in der Form der vielseitigen

Auflageteppiche. Kein Wunder: Während man bei

der Wahl des richtigen Holzbodens eine Entscheidung

für viele Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte trifft, lassen

sich durch die Kombination mit Teppichen immer

wieder neue optische Akzente setzen. Dazu kommt

natürlich das wohlige Gefühl der Behaglichkeit: Ob

man nun gerne mit nackten Füßen durch die Wohnung

schlendert oder mit den Kindern spielend auf dem Boden

herumkrabbelt: Teppiche vermitteln einfach Wärme

und Geborgenheit. Auch die Nachbarn freuen sich

garantiert darüber, wenn das ausgelassene Spiel Ihrer

kleinen Abenteurer von einem flauschigen Teppich

ein wenig gedämpft wird. Denn Teppichböden reduzieren

den Schall und Nachhall um bis zu zwei Drittel

im Vergleich zu ungedämmten Hartbelägen – es ist

also kein Zufall, dass auch Musiker oder Toningenieure

auf die schallabsorbierenden Eigenschaften der textilen

Bodenbeläge setzen. In punkto Schallschutz sind

Teppiche übrigens auch an den Wänden unschlagbar:

Hohe Räume bekommen dadurch eine weitaus angenehmere

Akustik. Und wer sich einmal in einen echten

Perserteppich als Wandschmuck verliebt hat, der weiß

auch die dekorativen Fähigkeiten dieser traditionell

geknüpften Meisterwerke zu schätzen.

In punkto Schallschutz

sind Teppiche einfach

unschlagbar.

Was viele nicht wissen: Hochwertig produzierte, naturbelassene

Teppiche sind äußerst pflegeleicht. Denn

durch die schonende Färbung bleibt das Naturfett der

Wolle erhalten – das wiederum Schmutz und Wasser

abweist. Das beste Beispiel ist auch hier der „Perserteppich“:

Sogar für talentierte Fleckenteufel ist es gar

nicht so einfach, diesem Klassiker eine Verschmutzung

zuzufügen – er bleibt über viele Jahre hinweg sauber

und weich und wird aus gutem Grund oft über Generationen

hinweg weitervererbt. Kreative Köpfe wiederum

haben mit Teppichfliesen ihre Freude: Da sie

einzeln austauschbar sind, bieten sie eine beinahe

unerschöpfliche Fülle von Gestaltungs- und Kombinationsmöglichkeiten

– ob Form, Farbe oder Struktur.

Selbst wahre 70er-Jahre Kultobjekte wie der Flokati

liegen derzeit wieder voll im Trend – und auch Wollschlaufen-Teppiche

verwöhnen haptisch unsere Sinne.

Allergiker hingegen sollten lieber zu Teppichbelägen

greifen: Sie sind perfekt dazu geeignet, Staubartikel

aus der Luft zu binden und lassen sich schnell und einfach

absaugen – was auch regelmäßig erforderlich ist,

wenn man eine Stauballergie hat.

Ob bunt oder monochrom, orientalisch oder grafisch-minimalistisch,

flauschig oder kurzflorig: Der Teppich

erlebt derzeit ein echtes Comeback. Wobei er ja

für viele seiner Fans eigentlich niemals richtig weg war.

07


SICHT- & SONNENSCHUTZ

Die schönsten

Schattenseiten

der Sonne.

WER WÜNSCHT SICH NICHT EINE HELLE, LICHTDURCH-

FLUTETE WOHNUNG? UND DOCH: SOBALD DIE

AUSSENTEMPERATUREN NACH OBEN KLETTERN, WIRD

EIN GUTER SONNENSCHUTZ ZUM SEHNSUCHTS OBJEKT

NUMMER EINS.

Umso besser, dass es gerade in diesem Bereich eine ganze Fülle von Möglichkeiten

gibt – je nachdem, ob Sie sich nur vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen oder

auch ganz spezielle Lichtakzente in Ihren Räumen setzen möchten. Absoluter Klassiker

in punkto Sonnenschutz ist natürlich der Vorhang – der allerdings im Jahr 2019

nicht mehr wieder zu erkennen ist: Der Flächenvorhang besteht aus großflächigen

Paneelen, die sich individuell gestalten, seitlich verschieben und übereinander stapeln

lassen. Ein kluges System, das jede Menge Abwechslung beim Spiel mit Licht

und Schatten mit sich bringt. Auch das Rollo ist seit Jahrzehnten bekannt und beliebt

– schließlich besticht es durch seine einfache Anwendung – ausziehen, einziehen!

– durch klare Linien und unzählige Designvarianten. Besonders individuell lässt

sich das Raffrollo gestalten: Ausgewählte Stoffe werden dafür in Handarbeit und

nach Maß zum Faltrollo konfektioniert.

Dass die Lichtspiele, die sich mit einer Jalousie erzielen lassen, äußerst reizvoll sein

können, weiß man spätestens seit der legendären Striptease-Szene aus dem 80er-

Jahre-Film „9 ½ Wochen“. Doch auch in praktischer Hinsicht begeistern die platzsparenden

Lamellen aus Aluminium nach wie vor durch ihre Langlebigkeit. Übrigens:

Wussten Sie, dass der richtige Sonnenschutz sogar einen Raum vergrößern

kann? Die Vertikaljalousie ist dank der Betonung der senkrechten Linien ihrer Lamellen

ein wahrer Lichtzauberer. Vor allem für große Glasfenster eignet sie sich optimal:

Sie schafft nicht nur eine stufenlose Lichtregulierung, sondern fungiert auch

als raffinierter Sicht- und Blendschutz.

Besonders beliebt ist das Plissee: Ein vorgefalteter Stoff, der nicht wie beim Rollo

auf einer Welle aufgewickelt, sondern wie bei einer Ziehharmonika beim Aufziehen

zu einem Paket zusammengeschoben wird. Das Besondere daran ist seine Flexibilität:

Ob das Fenster nun dreieckig, trapezförmig oder rund ist – das genau nach

Maß gefertigte Plissee passt sich an jede architektonische Finesse an. Eine spezielle

Variante ist das Wabenplissee: Die Luftkammern zwischen den Stoffbahnen filtern

das Licht besonders sanft und machen es angenehm weich.

Gar nicht so einfach, bei diesem Spektrum an Möglichkeiten die richtige Wahl zu

treffen? Am besten, Sie lassen sich von uns beraten. Mit einem geübten Auge für

Räumlichkeiten und einem offenen Ohr für alle individuellen Wünsche finden wir

garantiert die optimale Lösung für Sie!

08


Dreieckig, trapezförmig

oder runde

Fenster – mit Plissee

liegen Sie einfach

immer richtig.

09


INTERVIEW

Die Wohnung

als Spiegel der

Seele

WIE GENAU SCHLÄGT SICH UNSERE PERSÖNLICHKEIT

IN DER WOHNGESTALTUNG NIEDER? UND LÄSST SICH

UMGEKEHRT UNSER WOHLBEFINDEN DURCH DAS

RICHTIGE WOHNKONZEPT STEIGERN? WIR HABEN MIT

EINEM DER FÜHRENDEN PSYCHOLOGEN UND HIRN-

FORSCHER UNIV.-DOZ. MMAG. DR. RAINER HOLZINGER

ÜBER WOHNTYPEN, ORDNUNGSKONZEPTE UND WOHL-

FÜHLOASEN GESPROCHEN.

Das Glück eines Menschen hängt bekanntlich von

etlichen verschiedenen Faktoren ab. Welchen Einfluss

hat Ihrer Erfahrung nach das Wohnen auf das Wohlbefinden?

Die private Wohnsituation sollte unbedingt einen positiven

Einfluss auf das Wohlbefinden ausüben, schließlich

stellt sie doch den Ausgleich für den oftmals fremdbestimmten

Arbeitsalltag dar. Ganz private, liebevoll

gestaltete (Wohn-)Elemente, die eine bewusste Abgrenzung

vom beruflichen Ambiente darstellen, können

helfen, abzuschalten und loszulassen. Diese kleinen Auszeiten

zuhause sind ein absolutes Muss für die Psychohygiene,

und zwar nicht nur in turbulenten und stressigen

Zeiten, sondern auch im ganz normalen Alltag.

Das menschliche Unterbewusstsein ist eine komplexe

Angelegenheit. Wie kann man im Wohnbereich „tricksen“,

um sich selbst positiv zu beeinflussen?

Da gibt es zahlreiche individuelle Möglichkeiten; allgemein

aber ist es wichtig, dass die Wohnstruktur jene

Bereiche abdeckt, welche im Leben des Besitzers immer

wieder zur Sprache kommen. So macht es dann zum

Beispiel Sinn, Grübelaktionen auf ein Grübeleck bzw.

Grübelsofa zu beschränken, während das bewusste

Einschlafritual nur im Bett stattfindet. Dadurch wird das

Gehirn bereits durch den jeweiligen Aufenthaltsort in die

gewünschte Richtung getriggert. Und schließlich kann

auch der Arbeitsbereich in der Wohnung – ausgestattet

mit einem individuell entsprechenden Interieur – das Fokussieren

und damit die Konzentration erleichtern, was

unweigerlich zu einer Effizienzsteigerung beiträgt.

Nun sind Menschen ja bekanntlich verschieden – gibt es

dennoch einige Grundprinzipien, nach denen man seine

Wohnsituation ausrichten sollte?

Sich wohlfühlen ist ja eine sehr komplexe Angelegenheit,

fernab von einfachen klaren stringenten Begründungen.

Und wann immer komplexe Entscheidungen für oder

gegen etwas getroffen werden müssen, sollte man mehr

auf sein Gefühl als auf den Verstand vertrauen. Konkret

heißt das, neben rein kognitiven Kriterien auch das atmosphärische

Moment zu erkunden; Farben und Formen

auf sich wirken lassen, über die unterschiedlichen Oberflächen

streichen oder auch an den Materialien riechen.

Marie Kondo, eine japanische Ordnungsberaterin und

Bestsellerautorin, ist derzeit in aller Munde. Ihre drei

Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt und weltweit

sieben Millionen Mal verkauft. Würden Sie aus neurowissenschaftlicher

Sicht ihr Konzept radikaler Ordnung

empfehlen, oder gibt es Bereiche, in denen etwas kreatives

Chaos sogar Vorteile bringen kann?

Das ist zum einen eine Typenfrage, zum anderen durch

aktuelle Vorkommnisse beeinflussbar - und deshalb

unbedingt immer wieder individuell auszuprobieren! Es

gibt aber Situationen, wo die äußere Ordnung sich auf

die innere Ordnung durchaus positiv auswirkt. Menschen

können zum Beispiel zu regelrechten Putzteufeln werden,

wenn ihnen das eigene Leben zu entgleiten droht;

quasi als Kompensation für die persönliche innere Unordnung

wird dann zumindest die häusliche Umgebung

in Ordnung gebracht.

10


ZUM ABSCHLUSS EINE PERSÖNLICHE

FRAGE: WAS IST FÜR SIE EIN ABSOLUTES

MUST-HAVE IN IHREM WOHNBEREICH –

UND WAS GEHT GAR NICHT?

Ein absolutes Muss stellt in meinem Wohnbereich

ein musikalischer Impuls dar. So steht

Ein absolutes Muss stellt in meinem Wohnbereich ein

musikalischer Impuls dar. So steht bei mir im Wohnzimmer

ein großer Klavierflügel und in der Lounge

immer griffbereit mein Saxophon.

bei mir im Wohnzimmer ein großer Klavierflügel

und in der Lounge immer griffbereit mein

Saxophon. Was ich nicht leiden kann, sind

generell überfrachtete Räume. Außerdem habe

Was ich nicht leiden kann, sind generell überfrachtete

Räume. Außerdem habe ich immer wieder so meine

Probleme, wenn Hotels neben schweren Teppichböden

auch noch andere „Staubschlucker“ an sämtlichen

Wänden platzieren. Mir stockt dann allein beim

Anblick der Atem.

ich immer wieder so meine Probleme, wenn

Hotels neben schweren Teppichböden auch

noch andere „Staubschlucker“ an sämtlichen

Wänden platzieren. Mir stockt dann allein beim

Anblick der Atem.

Andere wiederum brauchen das Durcheinander am

Schreibtisch, um nicht zuletzt beim dadurch notwendigen

Suchen auf konstruktive Ideen zu kommen.

Einrichtung und Dekoration kann auch Streitthema sein

– (wie) unterscheiden sich Ihrer Erfahrung nach Männer

und Frauen beim Thema Wohnen?

Es ist weniger die Frage nach dem Geschlecht, sondern

vielmehr, welche Sinne jemand bevorzugt benutzt.

So inszenieren Augenmenschen ihre häusliche Umgebung

oftmals als würde ihr Ambiente für die Zeitschrift

„schöner wohnen“ abgebildet. Ganz anders richten die

Kinästheten, also Menschen, die verstärkt auf Bewegung

und körperliche Wahrnehmung fokussiert sind, ihre

Wohlfühloasen ein. Bei ihnen sind zum Beispiel überall

verstreut schwere und leichte Polster zum Reinkuscheln

platziert – ein definitives No-Go für den visuellen Typen.

Univ.-Doz. MMag. Dr. Holzinger

11


STOFFE, TRENDS & NÄHSERVICE

Auf

Kuschelkurs.

12


SAMTIG, FLAUSCHIG, ANSCHMIEG SAM:

STOFFE MIT HOHEM KUSCHELFAKTOR

LIEGEN DERZEIT VOLL IM TREND.

BESONDERS ANGESAGT SIND

SAMT UND VELOURS – DOCH AUCH

URSPRÜNGLICHE KLASSIKER WIE

WOLLE ODER LODEN SIND WIEDER

STARK IM KOMMEN.

Denken Sie bei Samt und Velours auch sofort an die

70er Jahre? Damit liegen Sie nicht falsch – und dennoch

erleben diese weichen, anschmiegsamen Stoffe

derzeit ein großes Comeback. Ob als Sofa-, Sesseloder

Kissenbezug, als Vorhang oder Wohndecke: Nicht

nur in der kalten Jahreszeit locken uns diese Kuschelstoffe

in die Behaglichkeit unserer Wohnräume. Auch

der gute alte Kordstoff – in Österreich gern „Schnürlsamt“

genannt – erfreut sich wieder großer Beliebtheit.

Schön und gut, doch sind solche strukturierten

Stoffe nicht ziemlich pflegeintensiv und empfindlich?

Ganz im Gegenteil: Die neue Generation der Kultstoffe

von einst präsentiert sich als erstaunlich strapazierfähig

und pflegeleicht.

NATURBELASSENE TEXTILIEN

Dass es nach all den Jahren, in denen der skandinavische Minimalismus mit

seinen glatten Oberflächen und reduzierten Formen gehypt wurde, nun

wieder voll und ganz ums Fühlen geht, zeigt auch der zweite große Wohntrend:

grob strukturierte, naturbelassene Stoffe wie Schurwolle vermitteln

mit ihrer urtümlichen Haptik und Authentizität jedem Raum ein Gefühl von

Gemütlichkeit und Bodenständigkeit. Außerdem sind sie wahre Allround-Talente:

Durch ihren Fettgehalt ist Wolle von Natur aus schmutzabweisend

und selbstreinigend, sie absorbiert Gerüche und dämpft Geräusche – ein

echter Wohlfühlstoff sozusagen. Und wer kuschelt sich nicht gern abends

auf dem Sofa in eine wohlig warme Wolldecke? Auch der nächste Verwandte

der Wollstoffe, der Loden, ist schon lange nicht mehr allein der Trachtenmode

vorbehalten – sondern vielmehr ein gern gesehener Gast auf internationalen

Wohn- und Designmessen.

13


STOFFE, TRENDS & FARBEN

Adieu,

grauer Alltag.

EINE GUTE IDEE, DEN EIGENEN VIER

WÄNDEN MIT EINEM NEUEN FARB-

ANSTRICH MEHR CHARAKTER ZU VER-

LEIHEN – WENN AUCH AUFWÄNDIGER,

ALS MAN ANFANGS DENKT. DOCH

GENAU DAFÜR GIBT ES JA EXPERTIN-

NEN, DIE EINEM UNTER DEM STRICH

VIEL ZEIT UND GELD ERSPAREN.

14


Lieber harmonisch:

Von Mint über

Taupe bis Sand -

derzeit greifen wir

zu Pastell

Das beginnt bereits bei der Beratung: Sie haben zwar

schon die perfekte Farbe für Ihr Wohnzimmer im Sinn,

sich aber noch keinerlei Gedanken darüber gemacht,

wie diese zu den Möbeln passt? Ihr Raumausstatter

hilft Ihnen, solche Fragen zu klären. Grundsätzlich gilt:

Möbel in Knallfarben kommen vor dezent gehaltenen

Wänden besser zur Geltung, helle Möbel wiederum

vor einer dunkleren Wand. Wer aber weniger auf Kontraste,

sondern mehr auf zurückhaltendere Akzente

setzt, ist am besten mit harmonischen Nuancen von

ein- und derselben Farbe beraten. Auch die Gesamtwirkung

eines Raumes sollte man beachten: Ruhige,

harmonische Farben verhelfen im Schlafzimmer zu einem

besseren Schlaf – während es in Räumen, wo es

lebendiger zugeht, durchaus bunter werden darf.

Auch bei der Wahl des Farbmaterials spielt der Zweck

eines Raums eine Rolle: Küchen und Badezimmer sind

grundsätzlich sehr strapaziert, weshalb sie besser

mit Latexfarbe gestrichen werden sollten. Außerdem

gibt es spezielle Farben für Feuchträume, die helfen,

Schimmel zu verhindern. Wer hingegen Wert auf atmungsaktive

Farben legt, sollte sich für Farben auf

mineralischer Basis entscheiden – vor allem Kalk- oder

Silikatfarben, wobei letztere speziell für Allergiker

empfohlen werden. Zu guter Letzt denkt man besser

auch an die Deckkraft: Wer schon einmal selbst den

ganzen Tag den Pinsel geschwungen hat, nur um danach

festzustellen, dass der Untergrund oder einzelne

Flecken immer noch durchscheinen, der weiß davon

ein Lied zu singen.

Alles in allem lässt sich also sagen: Das selbst Ausmalen

ist vielleicht eine schöne Idee, in der Praxis aber

gar nicht so einfach. Wer darin nicht geübt ist, erkennt

nach der stundenlangen Arbeit oft immer noch einzelne

Pinselstriche oder Ansatzstellen an der Wand – und

bei älterem Gemäuer kann es sogar passieren, dass

ohne die notwendige Grundierung schlussendlich der

alte Putz gemeinsam mit der neuen Farbe abblättert.

Damit Ihre Begeisterung für neu gestaltete Wände

also nicht schon auf dem Weg zum Endergebnis verblasst,

vertrauen Sie am besten erfahrenen WohnexpertInnen

und Farbfachhändlern: Wir bieten Ihnen

eine ausführliche Beratung, vom ersten Farbkonzept

und optimalen Kombinationen über notwendige Vorarbeiten

wie Grundierungen bis hin zur Wahl des richtigen

Farbmaterials. Auch in punkto Trends sind wir die

idealen Ansprechpartner. Derzeit sind zum Beispiel dezente

Pastellfarben wieder in – statt knalliger Akzente

und starker Kontraste dominieren nuancierte, zarte

Farbabstimmungen. Die aktuelle Trendfarbe ist Mint:

Ein zarter Minzton, der jeder Wand und jedem Raum

eine angenehm frische, leichte Note verleiht und wunderbar

zu Naturmaterialien passt. Dementsprechend

eignen sich Taupe, Sand oder Grau ganz besonders als

harmonische Begleitfarben.

15


Ein Echo ist nur in

den Bergen schön.

Ein Rückzugsort wie die eigene Wohnung setzt Ruhe

voraus – soweit wäre es eigentlich logisch. Dennoch

hapert es mitunter an genau diesem Punkt: Lärm

von der Straße, von den lieben Nachbarn oder eventuell

einfach nur vom tropfenden Wasserhahn in der

Küche stören das Wohlbefinden. Letzteres lässt sich

wohl am schnellsten beheben – doch manchmal liegt

das Problem schon in der Raumakustik selbst: Bei sehr

hohen, hallenden Räumen helfen beispielsweise Teppiche

an Wänden oder Böden. Störgeräusche von außerhalb

lassen sich damit aber kaum dämmen. Dafür

gibt es eine Reihe von baulichen Möglichkeiten: von

abgehängten Wänden mit Gipskartonplatten und

Dämmmaterialien bis hin zu modernen, eleganten

Akustikelementen – je nachdem, ob es sich beim Lärm

um Trittschall oder Schallreflexionen handelt. Der erste

Schritt zu einem ruhigeren Zuhause ist daher eine

exakte Messung des Schalls und die Identifizierung der

Lärmquelle – um festzustellen, welche Maßnahmen in

Ihrem Fall am effektivsten sind. Damit Sie sich auch

weiterhin in Ihren eigenen vier Wänden voll und ganz

entspannen können.

Unser Service:

Sparen Sie Zeit, Geld und Nerven und verlassen Sie sich bei der Gestaltung Ihres

Zuhauses voll und ganz auf Ihren Profi-Betrieb. Von der Wohndesign-Beratung bis

hin zur Boden verlegung erhalten Sie bei uns alles aus einer Hand!

Nähservice

Ausmess-

Service

Montage &

Verlegung

Impressum:

Herausgeber: SERVICE&MORE GmbH, Altmannsdorfer Straße 76/12/1/2a, 1120 Wien, office@serviceandmore.at, www.serviceandmore.at

Gestaltung: Identum Communications GmbH, 1080 Wien. Stand Oktober 2019. Irrtum, Druckfehler, Modelländerungen und Liefermöglichkeiten sind vorbehalten.

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