Füürhorn 2019-3

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FEUERWEHR-INTERN

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Kompanieabend Kp I im Altersheim

Freitag, 13. September 2019

Ausflug der Verkehrsabteilung

Sonntag, 18. August 2019

Ja, richtig gelesen! Die Kompanie I hat sich für den diesjährigen

Kompanieabend schon mal an das Leben im Alter eingewöhnt. Am

Freitag, 13. September 2019, haben sich rund 60 AdF im Begegnungszentrum

Staffelnhof in Littau getroffen.

Text und Bilder: Philipp Lustenberger, EZ 5

Am Sonntagmorgen traf sich die Abteilung Verkehr zum Ausflug ins Museum für Feuerwehr,

Handwerk + Landwirtschaft nach Endingen (AG). Gespannt waren wir natürlich vor allem auf

den Teil über die Feuerwehr – und wir wurden nicht enttäuscht. Die Etagen und Gebäude im

Areal sind liebevoll eingerichtet und ausgestattet mit Schätzen aus Gebrauchsgegenständen

aus der Vergangenheit der Feuerwehr, des Handwerks und der Landwirtschaft. Keine Ecke ist

frei, kein Winkel nicht geschmückt von Dingen aus den letzten Jahrhunderten.

Text: Evelyne Muff, VA

Bilder: Sabrina Kohler, VA

Die Begrüssung war wirklich einmalig! So haben uns rund

zehn Bewohnerinnen und Bewohner auf der Bank vor dem

Eingang Spalier gesessen. Wir wurden regelrecht mit Freude

und Humor überschwemmt. Eine Bewohnerin meinte zum

Beispiel: «Ihr könnt euch auf das Essen freuen! Ich sage nicht,

was es gibt, aber es ist super und im Notfall hätte ich im Zimmer

noch ein Plätzchen frei!» Andere AdF wurden begrüsst,

in dem die Damen und Herren zusammen den Martinshorn-

Klang einstimmten. Es war fast wie bei der Muppet Show, bei

der Statler und Waldorf im Theater ihre Sprüche klopfen. Einfach

wunderbar herzlich!

Ich denke, wir sind uns einig: Wenn so «Altern» aussieht,

dann können wir uns freuen. Und auch die Küche, die wir testeten,

hat einen 1A Job hingelegt mit einem Zürcher Geschnetzelten,

welches viele zum «Nachschlag» verführte.

Also kurz: Wir haben am Freitag, dem 13., das Glück im Staffelnhof

gefunden.

Wo Glück ist, da findet man auch irgendwo mal Pech. Und

dazu gehört sicher auch immer das Abschiednehmen. Total

müssen wir 2019 in der Kp I sechs AdF verabschieden. Alle

haben viele Dienstjahre auf dem Buckel und wurden dementsprechend

auch zu Recht von Thomas Lang geehrt. Eine Person

möchte ich hier noch herausheben: unser Fourier Roland

Gerber. Er hat zusammen mit unserer neuen Fourierin Martina

Garcia den Abend wieder bestens auf die Beine gestellt und

in seinen fast 40 Dienstjahren unzählige Stunden für unsere

Wehr gearbeitet. Danke dir, Roland, für die Jahre! Und wir

freuen uns gleichzeitig, mit Martina einen würdigen Ersatz

gefunden zu haben.

Das Museum erwartete uns mit einer grossen Sammlung an Feuerwehrutensilien

und Handwerksgegenständen aus drei Jahrhunderten.

Neben zahlreichen alten Feuerwehrautos und wunderschönen, alten

Drehleitern bestaunten wir von geflochtenen Löscheimern über unzählige

Feuerwehrhelme bis hin zu alten Uniformen alle möglichen

Gegenstände des Feuerwehrhandwerkes. Über 700 Helme, 200 Feuerlöscher

und 360 Strahlrohre sind in den beiden Gebäuden und dem

Anbau ausgestellt. Ein Highlight ist sicher die Handdruckspritze von

Johann Conrad Fischer aus dem Jahr 1824, die bis 1924 im Einsatz

stand.

Den Grundstein für das Museum legte Walter Huber. Ende der 1970er

Jahre stiess er zufällig auf eine Handdruckspritze aus dem Jahr 1864,

die er als gelernter Schmied restaurierte. Fortan trug er über Jahrzehnte

hinweg unzählige Feuerwehr- und Handwerksutensilien zusammen.

Sein Lebenswerk ist seit 1999 im Feuerwehr- und Handwerkermuseum

der Öffentlichkeit zugänglich.

Das Museum ist mit seiner Vielfalt allemal einen Besuch wert. Wir

machten uns jedenfalls voller interessanter Eindrücke – und nach

einem gemütlichen Mittagessen – zurück auf den Heimweg nach Luzern.

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