Takt_Magdeburg_November_2019

TAKTMagazin

Seite 2

November 2019 . Titelthema

Fortsetzung Titelthema Seite 1

© Hansestadt Stendal

Advent im Kleinen

Halle: Steintor-Varieté, „Herr Fuchs und der

Weihnachts drache“, 22. November bis 15. Dezember:

Die Weihnachtsrevue verzaubert Jahr für Jahr kleine und

große Besucher. In diesem Jahr geht es um den kleinen

Polarfuchs Felix, der vor dem Start der Weihnachtstage

allerlei Abenteuer erlebt.

steintor-variete.de


Mit den Nahverkehrszügen bis Halle Hbf, dann mit

der Straßenbahn 2, 5 oder 12 bis „Am Steintor“.

Der Advent kann kommen

Braunschweig: Weihnachtsmarkt, 27. November bis

29. Dezember: Die Plätze rund um den Dom St. Blasii

und die Burg Dankwarderode verwandeln sich in einen

stimmungsvollen Markt. In historischer Umgebung sind

150 Kunsthandwerker und Marktkaufleute mit ihren

liebevoll geschmückten Hütten und Ständen zu Gast.

braunschweig.de/weihnachtsmarkt

In Stendal öffnet der Adventsmarkt am 3. Advent.

Dieser Genuss ist die beste Belohnung für den schweren

Aufstieg. Wer am dritten Advent auf den Turm der Pfarrkirche

Sankt Marien in Stendal steigt, der wird von einem

verführerischen Duft empfangen. Obst, Marzipan, Zimt

und Vanille – schon liegt der Bratapfel auf dem Teller und

wird mit leckerer Vanillesoße übergossen. Für Matthias

Neumann aus der Tourist-Information Stendal ist dies

einer der Geheimtipps, die den Weihnachtsmarkt in

der Hansestadt zu etwas Besonderem machen. Beim

Blick von oben über die winterliche Stadt und hinab

zum weihnachtlich dekorierten Marktplatz lassen

sich die Besucher Bratapfel und Glühwein schmecken.

„Dafür kommen die Touristen selbst aus Berlin zu uns“,

sagt Matthias Neumann. „Die vermissen das Kleine,

Schnuckelige bei sich in der großen Stadt.“

So wie in Stendal laden viele Anwohner im Advent in

ihre Stadtteile und Ortschaften zu Märkten ein. Fern

der großen, traditionellen und stets gut gefüllten

Märkte finden Besucher auch hier alles, was Lust auf

Weihnachten macht. Glühwein, Stollen, Bratwurst,

Keramik und Schmuck – viele der Produkte stammen

aus kleinen Betrieben. So auch im Rathaus Stendal,

wo parallel zum Weihnachtsmarkt der traditionelle

Kunsthandwerksmarkt öffnet. Dort zeigen Händler aus

der Region, aber auch aus Tschechien und dem Erzgebirge

ihre Waren. „Besucher können zusehen, wie die

Produkte entstehen und das Handwerk selbst ausprobieren“,

erklärt Neumann. Die Mischung aus Vorfreude

auf das Weihnachtsfest mit dem individuellen Angebot

macht das Geheimnis des Stendaler Marktes aus.

Der Weihnachtsmann darf auf keinem Markt fehlen.

© Hansestadt Stendal


Mit dem RB 40 stündlich in 70 Minuten von

Magdeburg in die Löwen-Stadt.

Stendal: Backsteinromantik im Advent, 12. bis

15. Dezember: Besucher genießen den festlich beleuchteten

Marktplatz. Im Rathaus gibt es einen großen

Kunsthandwerkermarkt.

veranstaltungen-stendal.de/weihnachtsmarkt-2019


Mit den Nahverkehrszügen bis Stendal,

von dort 20 Minuten Fußweg.

Köthen: Schlossweihnacht, 13. bis 15. Dezember: Der

Innenhof des Schlosses erstrahlt in weihnachtlichem

Ambiente. Am Samstag freuen sich die Kinder auf den

traditionellen Märchenumzug und die Begrüßung des

Weihnachtsmannes. Im Kunsthandwerkerzelt präsentieren

sich regionale Händler.

bachstadt-koethen.de


Mit den Nahverkehrszügen bis Köthen,

von dort 15 Minuten Fußweg.

Halle (Saale)

Das Bauhaus in der Moritzburg

© Kulturstiftung Sachsen-Anhalt, Michael Deutsch

„Bauhaus Meister Moderne. DAS COMEBACK“ heißt

die Sonderausstellung, mit der das Kunstmuseum

Moritzburg Halle (Saale) das Jubiläumsjahr gebührend

beendet. Bis zum 12. Januar werden hochkarätige

Meisterwerke aus internationalen Sammlungen gezeigt.

Damit ist die Schau eine der zentralen Kunstausstellungen

Sachsen-Anhalts und zweifellos neben dem neuen

Bauhaus Museum in Dessau einer der Höhepunkte im

Jubiläumsjahr „100 Jahre Bauhaus“. Im Gespräch mit

Museumssprecherin Katrin Greiner:

Frau Greiner, auf welche Höhepunkte in der

Moritzburg dürfen sich Kunstfans freuen?

Bis 12. Januar ist die große Sonderausstellung zu sehen.

Sie besteht aus drei Teilen: „Die Rekonstruktion der

ersten Sammlung moderner Kunst“, „Die Bauhaus-

Meister – Meisterwerke der Avantgarde“ sowie „Walter

Gropius‘ Kunstmuseum für Halle (Saale)“. Zu sehen

sind Werke von Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Paul

Klee und Wassily Kandinsky sowie die VR-Realisierung

des Museumsentwurfs von Walter Gropius mit über

400 Werken für die hallesche Stadtkrone.

Nach der Klimt-Ausstellung im vergangenen Jahr ist

es der Moritzburg damit erneut gelungen, herausragende

Werke als Leihgabe nach Halle zu holen.

Das stimmt. Unter anderem zeigen wir 40 Kunstwerke,

die im Nationalsozialismus beschlagnahmt wurden

und einst zu einer bedeutenden Sammlung im halleschen

Museum gehörten. Zum Teil sind die Leihgaben

aus den USA, Europa und Japan erstmals überhaupt

öffentlich wieder zu sehen, zum Teil kehren sie seit

den 1970er- und 1980er-Jahren erstmals wieder nach

Deutschland zurück.

Spricht denn das Bauhaus auch Kinder an?

Die interaktive Ausstellung „rot, gelb, blau. Das Bauhaus

für Kinder“ im Kabinett der sogenannten Westbox

richtet sich an Kinder im Alter zwischen sechs und

zwölf Jahren und steht unter dem Motto „Das Bauhaus

war eine Schule!“. An einzelnen Stationen können die

Kinder experimentieren und sich ausprobieren. Meister

des Bauhauses stehen Pate für die Inhalte der einzelnen

Exponate. Die Exponate und die Ausstellung wurden

konzipiert, gestaltet und umgesetzt in einem Projekt im

Spiel- und Lerndesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule

Halle in Kooperation mit der Museumspädagogik

der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg.

kunstmuseum-moritzburg.de



Mit den Nahverkehrszügen bis Halle Hbf, dann mit der

Straßenbahn 7 bis Moritzburgring, 5 Minuten Fußweg.

Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist (S-Bahn,

Zug, Bus, Tram) erhält bei Vorlage einer aktuellen

Bahnfahrkarte oder eines MDV-Verbundtickets zwei

Euro Ermäßigung auf den Eintrittspreis.

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