gute besserung! 3I2019

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gute besserung!

besserung!

gute

AUSGABE 3 | 2019

Das Hamburger Gesundheitsmagazin

Hologramme

im OP-Saal

Operieren

mit 3D-Brille

Thema dieser Ausgabe:

KRANKEN-

HAUS 4.0

DIGITALISIERUNG

IN DER MEDIZIN

Mammografie

Früherkennung

rettet Leben

DIE ZEICHEN

STEHEN AUF JETZT

Warum Peter Maffays neues Album JETZT! heißt und was

dem Rocker im Moment auf der Seele brennt

Hinter den Kulissen

So arbeiten

Ärzte heute

Ihr kostenloses Exemplar zum Mitnehmen!


Rätseln Sie mit !

Überführung

süddeutsch:

Hausflur

knausern

engl.

Frauenkurzname

Abgabe

an den

Staat

Speisefisch

Schlagrahm

Stadt in

Sachsen-

Anhalt

Fremdwortteil:

fern,

weit

Frucht

der

Edelkastanie

ein

Bremssystem

(Abk.)

unerbittlich

Bootsrennen

akzeptabel

Nachkomme

Leim

Vorsilbe

Staat

in Westafrika

Milchprodukt

Gestalt

der

Edda

weibliche

Verwandte

Holzschuh

verdorren

(Blumen)

Anwärter

d. diplomat.

Dienstes

5

Kopf

8

2

niederl.

Badeort

(... van

Holland)

Ziererei

15

Wiederaufführung

US-

Schauspieler

(Richard)

verrückt

Furcht

Bergeinschnitt

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Fernsprecher

süddeutsch:

schneefrei

rechter

Nebenfluss

der

Wolga

Junge

‚Zauber

abwehrende‘

Pflanze

12

vulkanisches

Magma

Eilbote

10

Laubbaum

altrömischer

Amtsdiener

4

span.

Doppelkonsonant

Jahresübersicht

Prophet

im A.T.

deutscher

Dichter,

† 1811

zu sehr

später

Stunde

spanischer

Ausruf

eine

Lagebezeichnung

Gerät

zum

Rasenkürzen

Leitspruch

dt. Unternehmerin,

Pilotin,

† 2001

Fremdwortteil:

Welt

Teil des

Kopfes

kürbisartige

Frucht

7

Stadt

an der

Algarve

Verband

von

Schiffen

Initialen

der

Graf

Stadt

an der

Weißen

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Marinedienstgrad

Schneegleitbrett

Vorname

des

Autors

Zweig

die

‚Ewige

Stadt‘

6

exot.

Frucht

(Nuss)

Geheimgericht

Schuhschnürband

japanisches

Heiligtum

Akrobat

Fluss

durch

Vorderindien

Verheiratetsein

geradlinig

Zitrusfrucht

venezianische

Truhe

1

runde

Fleischschnitte

das

Ich

(latein.)

verführen

Denksportler

ägyptischer

Schöpfergott

Geldsumme

ausdenken

3

Gemüse

f. vollen

Durchblick

Unterwasserortungsgerät

Halbaffenart

kurz für:

an das

Impfstoffe

Kuchenzutat

indischer

Butterschmalz

Gewürz

Spanien

in der

Landessprache

venezianisches

Ruderboot

14

Backzutat

Körperteil

Lanze

Einheit

für

ebene

Winkel

11

das

Unsterbliche

(Mz.)

gebrat.

Fleischschnitte

angelsächs.

Hofdichter

Rufname

Eisenhowers

Waldbodengewächs

Kurort

am

Montblanc

flüchtiger

Brennstoff

eurasischer

Staatenbund

weidm.:

Innereien

13

Fischfangkorb

altgriech.

Sitz der

Giganten

9

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kirgisischer

Salzsee

(...-Kul)

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15


Editorial 3

Liebe Leserinnen

und Leser,

die Digitalisierung hält auch in der Medizin Einzug. Das fängt bei der

Terminonlinebuchung an, die von immer mehr Arztpraxen und Krankenhäusern

angeboten wird, und geht inzwischen so weit, dass 3D-Brillen

nicht mehr nur bei Computerspielen, sondern auch bei Operationen

eingesetzt werden. Wie die virtuelle Welt den Operateur bei Eingriffen

unterstützen kann, welche neuen Möglichkeiten die freigemeinnützigen

Krankenhäuser sonst noch nutzen und wie wir dabei stets Ihre Daten

schützen, erfahren Sie auf den nächsten Seiten.

Jörn Wessel

Vorstandsvorsitzender

DIE FREIEN.

Verband freigemeinnütziger

Krankenhäuser

in Hamburg e.V.

Dass nur derjenige, der sich stetig weiterentwickelt und am Puls der

Zeit bleibt, langfristig Erfolg hat, zeigt auch unser Prominenter in dieser Ausgabe: Peter Maffay

ist jemand, der schon vor 40 Jahren ein Star war und es mit seinem neuen Album erneut an die

Spitze der Charts geschafft hat. Wie er mit 70 Jahren die Digitalisierung sieht und was er in unserer

Gesellschaft gern ändern würde, lesen Sie im Titelinterview ab Seite 6.

Übrigens: Wer lieber online durch „gute besserung!“ blättert, findet das Hamburger Gesundheitsmagazin

unter: www.gute-besserung.hamburg

Viel Spaß beim Lesen unserer neuen Ausgabe,

Ihr

INHALT

u Titelthema KRANKENHAUS 4.0 – DIGITALISIERUNG IN DER MEDIZIN

08

09

21

Interview Peter Maffay im Gespräch ........... 06

Mixed Reality Operieren mit 3D-Brille ....... 09

Orthopädische Schuhe

Sensoren gegen Stürze ................................. 10

E-Learning Rund um die Uhr

in Weiterbildung ........................................ 10

Epilepsie Moderne Patientenaufklärung .... 11

Kinder Virtuelle Welt lindert Schmerzen ...... 11

Radiologie Gefäßschäden

frühzeitig erkennen ..................................... 12

Intensivstation Optimal ernährt ................ 13

Cybersicherheit Achtung vor der Attacke ... 14

Online-Service Per Klick zum Termin .......... 15

Hinter den Kulissen Dokumentation ......... 15

u MEDIZIN & GESUNDHEIT

In Kürze Neues aus den

Hamburger Kliniken ................................... 04

Brustrekonstruktion Wiederaufbau

mit Eigengewebe .......................................... 18

Früherkennung Mammografie-Screening ... 18

Bauchspeicheldrüsenkrebs Die größten

Verursacher ............................................... 19

Magenkrebs Kaum ein Schmerz ................. 19

Hirnverletzung Behandlungskonzept

Bobath ........................................................ 20

Brustfelltumor Neue Therapie .................... 20

Enddarmkrebs So wird am Ende alles gut .. 21

u SPASS & UNTERHALTUNG

Spezial Grün, grüner, Hamburg! .................16

Gewinnspiel ..............................................24

u SERVICE

Termine Veranstaltungen für Patienten .......22

Adressen Krankenhäuser in Hamburg .......22

Impressum05

Online unter

www.gute-besserung.hamburg


4 In Kürze

Weniger

Antibiotika

verordnet

Niedergelassene Ärzte haben in den

vergangenen acht Jahren ca. 21

Prozent weniger Antibiotika verordnet,

wie eine Untersuchung des Zentralinstituts

für die kassenärztliche Versorgung

in der Bundesrepublik Deutschland

(ZI) ergab. Die deutlichsten

Rückgänge gab es in der Kinder- und

Jugendmedizin: Die Verordnungsrate

bei Neugeborenen und Säuglingen

habe sich fast halbiert.

Digitalisierung der Medizin:

vom Ausland lernen

Die Hansestadt zähle zu den führenden eHealth-Standorten in Deutschland. Das

sagte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks beim 3. eHealth-

Day, des von der EU und der Stadt Hamburg geförderten eHealth-Netzwerks der

Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH). „Dennoch müssen wir im internationalen

Vergleich unseren Blick auf andere Länder richten“, empfahl sie. „Unsere

europäischen Nachbarn sind teilweise deutlich weiter in der Nutzung digitaler

Anwendungen. Deshalb drängt sich beim Thema eHealth der Blick in andere Länder

geradezu auf.“

Hamburg ruft

Pflegekampagne aus

Der Pflegeberuf ist besser als sein Ruf – darauf

wollen derzeit Hamburger Pflegefachkräfte und

Auszubildende zusammen mit der Gesundheitsbehörde,

der Schulbehörde sowie Pflegeeinrichtungen

und Krankenhäusern in einer groß angelegten

Kampagne aufmerksam machen. Ein Ziel

der Kampagne „Das ist Pflege!“ ist es, die Ausbildungszahlen

um zehn Prozent zu steigern und

das Image der Pflege nachhaltig zu verbessern.

Mehr Infos: www.pflegeberufe-hamburg.de

Partnerbeitrag

Die Grapefruit –

KERNgesund durch den Winter

In der nasskalten Jahreszeit muss das Immunsystem besonders viel leisten. Einige Tipps, wie

Sie Ihre natürliche Abwehr unterstützen, gibt der Mediziner Prof. Dr. Dr. Martin Hörning.

Gerade im Herbst und

Winter sind jede Menge

Bakterien und Viren

unterwegs, die es abzuwehren

gilt. Unser Immunsystem hat es

da nicht leicht: Neben schlechtem

Wetter können es außerdem

Stress, zu wenig Schlaf,

zu wenig Bewegung, Alkohol

und Nikotin schwächen. „Eine

gesunde Lebensführung mit

ausreichender Bewegung ist empfehlenswert.

Sehr wichtig ist auch eine

ausgewogene Ernährung mit frischem

Obst und Gemüse“, so Prof. Hörning.

Diese Lebensmittel enthalten natürliche

Antioxidantien wie Vitamine, Mineralstoffe

und sekundäre Pflanzenstoffe.

„Der Körper benötigt diese Stoffe, um

Prof. Dr. Dr.

Martin Hörning

die sogenannten freien Radikale

zu bekämpfen, die unser

Immunsystem schwächen können.“

Gerade die Grapefruit ist

eine echte Powerfrucht, denn

sie enthält vor allem in ihren

Kernen und Schalen Bioflavonoide.

„Das sind

hoch potente Pflanzenstoffe,

die zu den wirksamsten

natürlichen

Radikalfängern der Natur

gehören.“ Da wir diese

Bestandteile der

Frucht in der Regel

nicht essen, kann ein

natürlicher Grapefruitkernextrakt

eine Alternative

sein. „Die Qualität ist entscheidend.

Besonders empfehlenswert

sind sowohl Bio- als auch in Deutschland

hergestellte Grapefruitkernextrakte, die

mittlerweile auch in Apotheken erhältlich

sind.“


In Kürze 5

Sylvia Langer, Vorsitzende der Geschäftsführung, und

Rolf Keppeler, Therapiedirektor, gratulieren dem neuen

Pflegedirektor Torsten Weiner (Mitte)

NEUER PFLEGEDIREKTOR AM

BG KLINIKUM HAMBURG

Der erfahrene Pflegeexperte Torsten Weiner ist neuer

Pflegedirektor am BG Klinikum Hamburg. Er trägt

damit die Verantwortung für den Pflege- und Funktionsdienst

– mit rund 700 Mitarbeitenden größte

Berufsgruppe des Klinikums. Weiner will den angeschobenen

Veränderungsprozess im Sinne des Unternehmens

und im Sinne der Mitarbeiter weiterführen.

Hierbei setzt er auf Teamarbeit und Zusammenhalt bei

der Bewältigung der großen Herausforderungen, die

durch Personalmangel und gesetzliche Auflagen in der

Pflege bestehen. Der Krankenpfleger und Diplom-Pflegewirt

hat sich sowohl auf dem Gebiet des Pflege- und

Prozessmanagements spezialisiert als auch reichlich

Erfahrung in beratender Position diverser Pflegefachrichtungen

sammeln können. Zudem ist er nebenbei

als Dozent an der Fachhochschule für Ökonomie und

Management tätig. Zuvor war Weiner stellvertretender

Pflegedirektor der Asklepios Klinik Altona.

NEUE PFLEGEDIREKTORIN IM

MARIENKRANKENHAUS

Nachfolgerin von Tamara Leske (l.) als Pflegedirektorin

ist Sonja Spahl

Nach über 22 Jahren im Marienkrankenhaus, davon 15 Jahre als Pflegedirektorin,

verabschiedet sich Tamara Leske Ende November in den

Ruhestand. Mit ihrem Leitspruch „Das Alte bewahren, das Neue nutzen“

prägte sie die Klinik auf besondere Weise. Nach ihrer Ausbildung

zur Krankenschwester,

der Arbeit auf Station

und im Funktionsdienst

folgten diverse Führungstätigkeiten.

Ihre

Nachfolgerin als Pflegedirektorin

und Mitglied

der Krankenhausleitung

wird Sonja Spahl. Die

examinierte Gesundheits-

und Krankenpflegerin

und Pflegemanagerin

leitete zuletzt das

Pflegerische Zentrum

für Geburtshilfe, Kinder-

und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

(UKE) und ist künftig für die mehr als 850 Pflegekräfte im Marienkrankenhaus

verantwortlich.

Anz_Schulze_GB_95x140_2019_lay1.qxp__ 11.09.19 18:56 Seite 1

GESUNDSITZEN 2.0

IMPRESSUM

Herausgeber

Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.,

DIE FREIEN Geschäftsstelle c/o AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG

gemeinnützige GmbH · Hohe Weide 17 · 20259 Hamburg

Telefon 040.790 20 10 01 · Telefax 040.790 20 10 09

info@die-freien-hh.de · www.die-freien-hh.de · V.i.S.d.P.: Jörn Wessel

Redaktionsleitung Marthe Hartig, Eckhard Schönknecht

Art Direktion Ute Knuppe

Redaktion Maria Dahl (md), Kornelia Ediger (ke), Marthe Hartig (mh), Michael

Jahr (mj), Valeska Löns (vl), Dominik Maassen (dm), Noemi Schreiner (ns), Tim

Schäfer (ts), Yvonne Schink (ys)

Umsetzung schönknecht : kommunikation GmbH

Stadtdeich 3 · 20097 Hamburg · Telefon 0 40. 30 38 26 70

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Fotos Titel: Wolfgang Köhler (auch S. 6-8); Agaplesion Diakonieklinikum (S. 10),

antares (S. 13, 18), apoQlar/MKH (S. 3, 9, 11), Bertold Fabricius/LungenClinic

Grosshansdorf (S. 20), BG Klinikum Hamburg (S. 5), Marthe Hartig (S.16-17),

Inga Kleine (S. 17), Andreas Ortner (S. 3), Heike Roessing & Mirko Eckhardt

(S. 3, 19), Joachim Suß (S. 11), Jost Fink für Kath. Marienkrankenhaus (S. 5),

Magenta Musik (S. 8), Matthaes Verlag GmbH (S. 24), Nico Niemeyer/Bethesda

Krankenhaus Bergedorf (S. 15), www.studio-braun.com (S. 4), Bertram Solcher

(S. 12), Tamschick Media+Space (S. 24), Felix Vietor (S. 24)

shutterstock.com: Fahroni (S. 4), Guschenkova (S. 10), iMarin (S. 18), kae_nata

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12), Stokkete (S. 4)

Druck O/D Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH

Auflage 25.000 Stück

gute besserung! veröffentlicht Beiträge, die urheberrechtlich geschützt sind. Der

Inhalt von gute besserung! ist nach bestem Wissen und nach aktuellem Erkenntnisstand

erstellt worden. Die Komplexität und der ständige Wandel der behandelten

Themen machen es jedoch notwendig, Haftung und Gewähr auszuschließen.

Keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte. gute besserung! liegt in

Arztpraxen, Krankenhäusern und Seniorenheimen der Metropolregion Hamburg

kostenlos zur Mitnahme aus und wird über den Leserkreis Daheim verteilt.

Hinweis: Für die bessere Lesbarkeit der Texte wird auf die Verwendung

geschlechtsspezifischer Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen

gelten für alle Geschlechter.

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6 Interview

„ICH LEBE FÜR

DIE MUSIK“

Er wollte nie erwachsen sein – nun ist er 70 Jahre jung, steht seit 50 Jahren

auf der Bühne und ist erfolgreich wie eh und je: Peter Maffay. Warum in

seinem neuen Album JETZT! auch kritische Töne anklingen, verrät der Musiker

im „gute besserung!“-Interview.

DAS INTERVIEW FÜHRTE MARTHE HARTIG

Das ist Peter Maffay

Peter Maffay steht seit 50 Jahren auf der Bühne und ist mit 19 Nummer-Eins-

Alben der mit Abstand erfolgreichste Musiker Deutschlands.

Er belässt es jedoch nicht dabei, die Vision von einer besseren Welt in Liedern

zu besingen und auf der Bühne zu inszenieren: Die im Jahr 2000 gegründete

und nach ihrem Vorsitzenden benannte Peter Maffay Stiftung hat sich der

Betreuung von traumatisierten, chronisch kranken, sozial benachteiligten und

vernachlässigten Kindern verschrieben.

2020 geht Peter Maffay auf große Jubiläumstour durch 22 Städte. Start ist am

26. Februar in Kiel, am 28. Februar gastieren er und seine Band in Hamburg.

Mehr: www.maffay.de


Interview 7

Sie feiern Ihr 50-jähriges Bühnenjubiläum,

herzlichen Glückwunsch!

Was war das bewegendste

Erlebnis Ihres bisherigen

beruflichen Schaffens?

Das ist schwer zu sagen. Das wichtigste Ereignis war

jedenfalls der Tag, an dem der Musikproduzent Michael

Kunze, genauer gesagt dessen Frau Roswitha, mich in

einem Münchner Club entdeckte. Michael machte mir

ein phänomenales Angebot, das ich nicht ausschlagen

konnte: eine Schallplatte aufzunehmen. So entstand

„Du“. Das wollte am Anfang niemand hören, wurde

dann aber ein großer Hit. Damit fing alles an. Ohne

„Du“ gäbe es jetzt kein Jubiläum.

2020 gehen Sie auf große Deutschland-

Tour – ein strammes Programm! Wie halten

Sie sich während dieser Zeit und im

Alter von 70 Jahren so fit und gesund?

Wenn ich zu Hause bin, steige ich um 6 Uhr aus den

Federn. Um 6.20 Uhr sitze ich auf dem Fahrrad und fahre

von Tutzing zur Roseninsel und zurück. Es ist eine schöne,

kleine Fahrt von 13 oder 14 Kilometern, ganz ruhig

in der Natur. Manchmal springe ich anschließend noch

in den See, das geht im Sommer ganz wunderbar. Auf

Tour habe ich Hanteln dabei und versuche außerdem

relativ regelmäßig, Liegestütze zu machen. Ich esse

nicht übermäßig, meistens nur zweimal am Tag, wenig

Kohlenhydrate und viel Gemüse und Obst. Ich rauche

seit Jahren nicht mehr, und ganz selten gönne ich mir

mal ein Glas Wein.

»

Peter Maffay geht 2020 auf Tour.

Am 28. Februar tritt er in der

Barclaycard Arena Hamburg auf.


8 Interview

„JETZT!“ schaffte es in Nullkommanichts

auf Platz 1 der

Offiziellen Deutschen Album-

Charts. Damit feiert Peter

Maffay sein 50. Bühnenjubiläum

mit der 19. Nummer-1-Platte.

„ICH FÜHLE MICH

DEM PUBLIKUM

IM NORDEN SEHR

VERBUNDEN.“

Am 28. Februar 2020 werden Sie auch in

Hamburg auftreten. Worauf freuen Sie sich

besonders, wenn Sie in der Hansestadt sind?

Hamburg ist unser zweites Konzert auf der Tour. Die Premiere

ist zuvor in Kiel. Wir starten unsere Tourneen meistens im

Norden. Ich fühle mich dem Publikum dort sehr verbunden.

Außerdem habe ich Freunde und Weggefährten in Hamburg.

Schließlich habe ich vor langer Zeit mal dort gewohnt.

Schwerpunktthema unserer Ausgabe ist

„Krankenhaus 4.0 – Digitalisierung in der

Medizin“. Was halten Sie davon, dass unsere

Welt immer digitaler wird?

Es ist wie so oft im Leben: Es kommt darauf an, was

man daraus macht. Wenn wir die Chancen, die die Digitalisierung

in der Forschung, der Kommunikation und dem

Datenaustauch bietet, verantwortungsvoll nutzen, dann

können wir enorm davon profitieren. Ich hätte auch nichts

dagegen, wenn ein Humanoid, also ein menschenähnlicher

Roboter, das Essen ans Krankenbett bringt und das Tablett

später wieder abholt, sofern die Krankenschwestern und

Pfleger die dadurch eingesparte Zeit auf Gespräche mit

dem Patienten verwenden.

Sie haben u. a. einen Instagram-, Facebook-

und Twitterkanal. Was hat sich für

Sie als Künstler durch Nutzung der Social-

Media-Kanäle geändert?

Viel, sehr viel sogar. Ich kann mit dem Publikum direkt

und schnell kommunizieren und bekomme ein rasches

Feedback. Wir können jederzeit neue Musik präsentieren

und sind nicht von Fernsehauftritten und Radioplaylists

abhängig. Im Netz entscheidet der Konsument unmittelbar,

ob er einen Titel hören möchte oder nicht. Das finde

ich sehr gut.

In Ihrer Singleauskopplung „Morgen“ widmen

Sie sich den Problemen dieser Zeit

und fragen „Wollen wir wieder warten, bis

der Morgen kommt“? Was läuft momentan

alles falsch?

Um den Klimawandel zu bremsen, brauchen wir einen globalen

Konsens, der aber nicht zustande kommt. Nicht nur das

finde ich besorgniserregend. Einige Dinge wiederholen sich

permanent – sei es Rechtsradikalismus, Linksradikalismus,

die atomare Bedrohung. Ob China, Russland, Nordkorea oder

Pakistan: Viele Länder besitzen Atombomben. Seit wir 1982

den Song „Eiszeit“ veröffentlicht haben, hat sich kaum etwas

verändert. Es besteht bis heute die Möglichkeit, dass

wir alle sterben, weil jemand den falschen Knopf drückt.

JETZT! ist der Titel Ihres Albums, was

sollten wir alle jetzt tun, damit es uns

auch in Zukunft gutgeht?

Das Zeitfenster, das uns bleibt, um die Zerstörung der

Umwelt aufzuhalten, wird immer kleiner. Es bleibt die

Hoffnung auf technologischen Fortschritt, der schneller

ist als die Erosion. Zugleich kann jeder in seinem Rahmen

einen Beitrag leisten. Das fängt beim Mehrwegbecher für

den „Coffee to go“ an, geht über unser Konsumverhalten,

indem wir mehr regionale Produkte kaufen, bis zum Kraftstoffverbrauch.

Fahrradfahren ist nicht nur besser für die

Umwelt, sondern auch viel gesünder.

Wie schaffen Sie es, sich immer wieder

neu zu inspirieren und neue Songs zu erschaffen?

Gehört dazu beispielsweise auch

die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern

wie dem Hamburger Johannes Oerding, der

den Text für „Morgen“ geschrieben hat?

Ich lebe für die Musik und das seit meinem 14. Lebensjahr.

Um nichts auf der Welt möchte ich das missen. Im

Austausch und in der Zusammenarbeit mit tollen Kollegen

wie Johannes Oerding entwickelt man sich weiter. Das

ist wichtig. Musiker zu werden ist eine der wirklich guten

Entscheidungen, die ich getroffen habe.


Titelthema Krankenhaus 4.0 9

Dr. Hans-Jürgen von

Lücken (r.) kann mit einer

Spezialbrille den zu operierenden

Teil des Patienten

in den Raum oder, wie im

Bild unten zu sehen, auf

den Patienten projizieren.

OPERIEREN MIT 3D-BRILLE

In einigen Häusern wird Mixed Reality für die Patientenaufklärung genutzt, das Marienkrankenhaus

setzt die innovative Technologie als eine der ersten Kliniken weltweit sogar zum Operieren ein.

Dabei wird ein virtuelles Bild in die reale Umgebung – den OP-Raum – projiziert.

Bislang eher aus dem Kino oder aus Videospielen bekannt,

ist Mixed Reality (Gemischte Realität) nun auch

in der Medizin angekommen. Durch die intelligente

Software eines Assistenzsystems – Virtual Surgery Intelligence

(VSI) – können so unter anderem MRT- und CT-Bilder

des Patienten in beeindruckender Qualität über eine Spezialbrille

dreidimensional auf den zu operierenden Teil des realen

Patienten projiziert werden. Dies unterstützt die Ärzte während

einer Operation. Die Aufnahmen werden in den echten Raum

projiziert, sodass die reale Umgebung weiterhin sichtbar und

die Hände frei zum Agieren bleiben.

INTELLIGENTE SOFTWARE VON

ÄRZTEN MITENTWICKELT

Oberarzt Dr. Hans-J. von Lücken und seine Kollegin Dr. Kathrin

von Usslar aus der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf-, Hals- und

plastische Gesichtschirurgie am Marienkrankenhaus entwickel-

Die 3D-Aufnahme ermöglicht eine noch präzisere Operation.

TIPP:

Lesen Sie mehr, wie

diese Technologie

zur Aufklärung von

Epilepsie-Patienten

eingesetzt wird, auf

Seite 11!

ten den VSI-Assistenten zusammen mit

dem Startup-Unternehmen apoQlar. „Mit

dem VSI können wir u. a. die CT/MRT-

Bilder unserer Patienten aufrufen, virtuell

ansehen und direkt auf ihnen fixieren.

Der VSI ist eine intelligente Anwendung,

die den Patienten durch anatomische Landmarken

erkennt und die 3D-Aufnahmen virtuell auf ihm ablegt“,

so Dr. von Lücken.

Ein manueller Abgleich mit der zuvor erstellten 3D-Darstellung

über einen Bildschirm, z. B. von Tumorgewebe, entfällt. Durch

den VSI werde die OP laut von Lücken wesentlich erleichtert,

und er könne präziser arbeiten. „Wir haben festgestellt, dass

wir dadurch einen viel tieferen und detaillierteren Einblick in

die anatomischen Strukturen erhalten“, berichtet der Oberarzt

und Initiator.

Die technologische Entwicklung hat anfänglich im Kopf-Hals-

Bereich begonnen und wird stetig auf andere Gebiete ausgeweitet.

Der VSI eignet sich für alle chirurgischen Fachgebiete

wie zum Beispiel in der HNO-Heilkunde bei Nasennebenhöhlenoperationen,

der Tumor- und Bauchchirurgie, aber auch in

der Radiologie zur Diagnostik und für interventionelle Eingriffe.

Gesteuert wird der VSI über Sprache und Gestik. Neben den

MRT- oder CT-Bildern können auch andere wichtige Daten des

Patienten wie OP-Berichte und Laborwerte aufgerufen und dargestellt

werden. Wichtig zu wissen: Der VSI wird unterstützend

eingesetzt. Die Operationsleistung bleibt beim behandelnden

Arzt. Auch der Datenschutz bleibt gewahrt: Mit Beendigung

der OP werden die auf der Brille geladenen Daten gelöscht, sie

verbleiben auf den Servern des Krankenhauses.


10 Titelthema Krankenhaus 4.0

Sensoren

gegen Stürze

Vor allem für hochbetagte Menschen kann ein Sturz

schwerwiegende Folgen haben. Im Rahmen einer

neuen Studie werden Sensoren in orthopädischen

Schuhen getestet – sie sollen Gefahren erkennen.

Um frühzeitig auf Bewegungsstörungen

aufmerksam zu werden

und präventive Maßnahmen

einzuleiten, setzt die Medizinisch-Geriatrische

Klinik im Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg innovative Sensoren zur

Ganganalyse ein. „Wir analysieren den

Gang des Patienten bei seiner Aufnahme

und kurz vor der Entlassung. Auch das

Agaplesion Markus Krankenhaus in Frankfurt

am Main ist an der Studie beteiligt

und stellt seit Frühjahr Daten bereit. Diese

werden anonymisiert und an der Friedrich-

Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

(FAU) untersucht“, so Dr. Matthias Müller-

Schulz, Chefarzt der Medizinisch-Geriatrischen

Klinik.

Dabei werden die Sensoren in speziell

angefertigte orthopädische Schuhe integriert.

Sie messen unter anderem Schrittdauer,

Schrittlänge und Auftrittswinkel.

Verglichen mit einer analogen Untersuchung

können sie genauer und objektiver

feststellen, ob jemand sturzgefährdet ist.

Die Sensoren werden in die

Schuhe integriert und analysieren

so den Gang der Patienten.

Prof. Dr. Björn Eskofier vom Lehrstuhl für

Maschinelles Lernen und Datenanalytik

der FAU ergänzt: „Dank der Daten können

wir allgemeine Rückschlüsse für Verbesserungen

ziehen. Langfristig versprechen

wir uns Erkenntnisse über den Einfluss

von Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen

auf das Sturzrisiko.“ ke

Rund um die Uhr in Weiterbildung

Für ihre Patienten sollten Ärzte und Pflegekräfte immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft sein.

Zu den Weiterbildungen müssen diese heutzutage allerdings nicht mehr weit fahren, sondern können online

daran teilnehmen.

Wie geht man mit süchtigen Patienten

um, die wegen einer anderen Erkrankung

eingeliefert wurden? Oder wie

unterscheidet man den Delir – einen

akuten Verwirrtheitszustand – von einer

Demenzerkrankung? Im Alltag eines Krankenhausmitarbeiters

gibt es viele Fragen,

weshalb Weiterbildungen unabdingbar

sind. Hierfür werden besonders gern Online-Fortbildungsplattformen

genutzt. „Auf

Wunsch unserer Mitarbeiter ist E-Learning

seit zwei Jahren ein fester Bestandteil bei

uns“, sagt Annika Feick von der Pflegeund

Konzeptentwicklung im BG Klinikum

Hamburg. Der Vorteil: Die Lerneinheiten

und eine digitale Fachbibliothek stehen

rund um die Uhr zur Verfügung. Videos

und Podcasts vermitteln z. B. bestimmte

Verbandsmethoden, geben aber auch Anstöße

für die Beratung von Angehörigen.

„Die Weiterbildung ist von jedem PC aus

möglich. Das ist ressourcensparend, lässt

sich einfach mit dem Dienstplan abstimmen,

und so sind die Patienten jederzeit

bestens versorgt“, sagt Susann Czekay-

Stohldreier, Leiterin Personalentwicklung/

betriebliches Gesundheitsmanagement/

Recruiting. Auch das Team

profitiert davon, wie

eine OP-Pflegerin

berichtet:

„Teilweise

habe ich

neue Erkenntnisse

aus der Pflege

an meine Kollegen

im Aufwachraum weitergetragen.“

Bei komplizierten Krankheitsverläufen

können sich die Ärzte zudem

mit gezielten Fachfragen an die Plattform

wenden. Dass das fruchtet, zeigte die

jüngste Umfrage: Demnach nehmen

Patienten die Kompetenz der Fachkräfte

im BG Klinikum Hamburg als sehr gut

wahr.

ys


Titelthema Krankenhaus 4.0 11

IN DEN KOPF GESCHAUT

Das menschliche Gehirn ist sehr komplex, die Ängste vieler Patienten, die daran operiert werden müssen,

sind oftmals groß. Mixed Reality hilft den Nutzen einer Operation besser zu veranschaulichen.

Am Evangelischen Krankenhaus

Alsterdorf (EKA) wird Mixed Reality

regelmäßig angewendet, um

Epilepsie-Patienten vor neurochirurgischen

Eingriffen aufzuklären. „Mithilfe der VSI Patient

Education Technologie kann ich dem

Patienten ein 3D-Modell seines Gehirns in

den Raum projizieren", erläutert Dr. Patrick

House, Oberarzt im Fachbereich Epilepsie

und Neurologie am EKA. Erstellt wird dieses

aus MRT-Bildern des Kopfes des Patienten.

Anhand des Modells können zum einen die

Auslöser der Epilepsie gezeigt werden. In

vielen Fällen verdeutlicht dies, warum eine

Operation empfohlen wird. Zum anderen

lassen sich einzelne Schritte der Operation

detailliert darstellen. „Wir haben die Möglichkeit,

um das virtuelle Modell herumzugehen,

genauer hineinzuschauen oder mit

einem Stift einzuzeichnen, wo ein Schnitt

gemacht wird“, fährt Dr. House fort. Auf diese

Weise sei es möglich, die Erkrankung und

Operation jedem Patienten so zu erklären,

dass er es versteht. Das baut Ängste ab.

Bei den Patienten kommt die Nutzung

von Mixed Reality gut an. „Viele Patienten

sind sehr dankbar für die bildliche und damit

fassbare Aufklärung“, resümiert Dr. House.

Und mit so einem fundierten Wissen fällt die

Entscheidung über einen Eingriff leichter. ns

Dr. Patrick House (r.)

erklärt seinen Patienten

den Eingriff am Gehirn

mithilfe von Mixed Reality.

Virtual Reality, VR

Bei dieser Technologie wird

über eine Brille eine „virtuelle

Realität“ erschaffen, in die

der Nutzer eintauchen kann.

Die reale Welt wird komplett

ausgeblendet.

Mixed Reality

Im Gegensatz zu VR wird bei

Mixed Reality, der gemischten

Realität, die natürliche Wahrnehmung

des Nutzers durch

virtuelle Elemente ergänzt.

Die digitalen Komponenten

werden über ein sogenanntes

Head-Up-Display in die physikalische

Umgebung eingefügt.

Virtuelle Welt lindert Schmerzen

Eine andere Technologie – die Virtual Reality (VR) – wird bei der Schmerztherapie eingesetzt.

Das Kinderkrankenhaus Wilhelmstift nutzt seit 2018 VR-Brillen, um seine jungen Patienten

von ihren Verletzungen abzulenken.

Während Dr. Joachim Suss, Chefarzt der Kinderchirurgie

am Kinderkrankenhaus Wilhemstift,

eine Wundreinigung

durchführt oder einen

Metalldraht nach einer Knochenbruchversorgung

zieht,

schauen seine Patienten ab

vier Jahren Filme über die

VR-Brille oder tauchen in eine

bunte Spielwelt ab. Von dem

Schmerz, den sie eigentlich

haben, ist durch die virtuelle

Ablenkung dann wesentlich

weniger zu spüren: „Das

menschliche Gehirn ist nicht

multitaskingfähig. Es gibt immer

nur eine bestimmte Hirnaktivität,

die zur Verfügung

steht. Ist diese durch die VR

Der kleine Patient ist durch das Eintauchen in die virtuelle Welt von

seinem Schmerz abgelenkt.

belegt, bleibt keine freie Hirnaktivität, um Schmerz als solchen

empfinden zu können“, erklärt Dr. Suss.

Dieses zur Schmerzempfindung

notwendige Aufmerksamkeitspotenzial

wird während

der Behandlung weitgehend

von der VR-Brille beansprucht.

Studien konnten

diesen positiven Effekt bereits

belegen. „Unsere Patienten

verlieren ihre Angst und haben

weniger Schmerzen. Darüber

sind nicht zuletzt auch die Eltern

sehr glücklich. Die medizinische

Versorgung gestaltet

sich durch die Ablenkung wesentlich

angenehmer für unsere

Patienten, worüber wir uns

sehr freuen“, sagt Dr. Suss. vl


12 Titelthema Krankenhaus 4.0

Wie moderne Radiologie

Patienten hilft

Im Alter können Gefäßveränderungen zunehmen und oft unbemerkt bleiben.

Durch bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomografie werden

Gefäßschäden frühzeitig erkannt und Erkrankungsrisiken verringert.

Mit Brustschmerzen

meldet sich Thomas

D. aus Eidelstedt

im Albertinen

Krankenhaus. Der

55-Jährige weiß, dass Schmerzen

in der Brust verschiedene Ursachen

haben und sowohl harmlos als auch

lebensbedrohlich sein können. „In

solchen Fällen müssen wir schnell reagieren

und abklären, ob eine schwerwiegende

Erkrankung vorliegt. Mithilfe

der Computertomografie können wir

einschätzen, ob ein Herzinfarkt, eine

Lungenembolie oder ein Gefäßwandeinriss

der Hauptschlagader für den

Schmerz von Herrn D. verantwortlich

ist“, so Prof. Dr. Christoph Weber, Leiter

des neuen Zentrums für Radiologie

vom Albertinen Krankenhaus und Ev.

Amalie Sieveking Krankenhaus.

Im Zentrum stehen alle radiologisch

aufgenommenen Bilder passwortgeschützt

in einem digitalen Archiv bereit.

Ärzte verschiedener Fachbereiche können

unabhängig vom Ort blitzschnell auf das Material zugreifen.

Die Vernetzung vereinfacht den fachlichen Austausch und

bündelt wertvolle Kompetenzen: Zweitmeinungen werden über

eine Telekommunikationseinrichtung in kürzester Zeit eingeholt.

Wenn das Untersuchungsergebnis es erfordert, bespricht Prof.

Dr. Weber aufgenommene Bilder zeitnah mit einem Kollegen

In naher Zukunft werden

wir anonymisierte,

große Datensätze digital

auswerten können.

Sie geben uns dann

bedeutende Rückschlüsse

auf Erkrankungen und

effektive Therapien zum

Wohle des Patienten.

Prof. Dr. Christoph Weber,

Leiter des neuen Zentrums für Radiologie

vom Albertinen Krankenhaus und

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

aus der Gefäßchirurgie. Im Fall von Thomas

D. zeigen sie einen Gefäßwandeinriss

der Hauptschlagader. Dieser sei

eigentlich zwar selten, trete aber bei

Patienten mit Bluthochdruck häufiger

auf. Mit einer Gefäßstütze wird der Riss

operativ verschlossen.

„Die moderne Technik ermöglicht es

uns, Patienten millimetergenau auf Bildern

darzustellen und sie dank der umfangreichen

Bildinformation ganzheitlich

zu behandeln. Bei sechs Prozent unserer

Untersuchungen stoßen wir zusätzlich

auf Nebenbefunde, die wir abklären

müssen“, erläutert Prof. Dr. Weber. So

helfe die Radiologie auch, Krankheiten

frühzeitig zu erkennen und auf sie zu reagieren.

Aufgrund des digitalen Datenaustausches

stehen Diagnosen schnell

zur Verfügung, außerdem lassen sie

sich mit der heutigen Technik sehr präzise

stellen. „Die Entwicklung geht noch

weiter: In naher Zukunft werden wir anonymisierte,

große Datensätze digital

auswerten können. Sie geben uns dann

bedeutende Rückschlüsse auf Erkrankungen und effektive Therapien

zum Wohle des Patienten.“ Um auf diese Anforderungen

vorbereitet zu sein, gründeten das Albertinen Krankenhaus und

das Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus Anfang des Jahres ein

gemeinsames, standortübergreifendes Zentrum für Radiologie

– hamburgweit eines der größten im Krankenhaussektor. ke


Titelthema Krankenhaus 4.0 13

OPTIMAL ERNÄHRT

Ein elektronisches Patientendatenmanagementsystem

(PDMS) unterstützt das Pflegepersonal bei

der Ernährung von Intensivpatienten.

Die manuelle Dokumentation auf der

Intensivstation ist zeitaufwendig – und

fehleranfällig. Übertragungsfehler und

Unleserlichkeit können nur zwei mögliche

Probleme sein. Es könnte zum

Beispiel passieren, dass Pausen in

der Ernährung über Sonden oder den

Tropf durch Umlagerung oder Behandlung

des Patienten nicht genau erfasst

werden. Summiert sich dies im Laufe

der Zeit, kommt es zur Unterernährung.

„Ein modernes PDMS kann

dieses Risiko wesentlich reduzieren.

Hier wird jede Pause minutengenau

erfasst“, erläutert Marc Bota, Leitung

der Intensivstation Innere Medizin und

Intensivmedizin am Bethesda Krankenhaus

Bergedorf.

Zudem ermöglicht das System ein

Echtzeitmonitoring mit festgelegten

Ernährungszielen für jeden Patienten.

So lassen sich das Kalorienziel oder

Tageswerte für einzelne Makronährstoffe

wie Eiweiß definieren. Findet

die Ernährung über eine Sonde oder intravenös

statt, erfasst das System die

Kalorien und Nährstoffe automatisch

anhand der Gerätedaten. Bekommt

der Patient „Astronautenkost“, kann

das Pflegepersonal jede Portion sofort

ins System eintragen. „Auf diese

Weise lassen sich Trends frühzeitig

erkennen, wir können schneller handeln

und eine Unter- oder Mangelernährung

verhindern“, führt Oberarzt

Marc Bota aus.

ns

Bei der künstlichen

Ernährung

ist die exakte

Dokumentation

lebensnotwendig.

Ein

elektronisches

System hilft

dabei, Fehler zu

vermeiden.

Partnerbeitrag

Papierlos und auf Knopfdruck

Mit der Digitalisierung vollzieht sich in der Medizin ein Zeitenwandel. Ärzte und Apotheker

profitieren von effizienteren Prozessen – Patienten von individuellerer Therapie.

Kent Blake

Leiter der antares-apotheken

Klinikversorgung in Hamburg

Patienten, die gleichzeitig mehrere

Medikamente einnehmen, sind

darauf angewiesen, dass Ärzte wie

Apotheker die unerwünschten Wechselwirkungen

im Blick behalten. Bei einem

Markt mit ca. 3.000 Wirkstoffen, verteilt

auf 103.000 zugelassene Arzneimittel,

ist das aufwendig und zeitintensiv. Hier

schaffen Digitalisierung und moderne

Medikationsprogramme Abhilfe. Kent

Blake, Leiter der antares-apotheken

Klinikversorgung in Hamburg, erklärt:

„Diese Informationen stehen auf Knopfdruck

bereit und können von Arzt und

Apotheker bewertet werden. In Kliniken

wird so u. a. die Patientenmedikation mit

aktuellen Labordaten digital abgeglichen.

Durch diesen Abgleich lassen sich

Patienten identifizieren, deren Arzneimitteldosierung

zum Beispiel aufgrund

einer Niereninsuffizienz angepasst werden

muss. So verbessert sich die Sicherheit

bei einer Arzneimitteltherapie für

den Patienten maßgeblich.“

Auf lange Sicht ist eine umfassende

Telematikinfrastruktur wünschenswert:

Jeder Patient erhält seine eigene digitale

Identität und kann beteiligten

Ärzten und Apothekern einen Zugriff

auf seine elektronische Patientenakte,

Medikationspläne und Rezepte gewähren.

„Dank solcher Prozesse spart das

Gesundheitssystem erheblich Zeit und

Ressourcen“, so der Hamburger Leiter

der antares-apotheken Klinikversorgung.

„Die kommen dann idealerweise

dem Patienten und seinen Belangen

zugute.“


14 Titelthema Krankenhaus 4.0

Achtung vor der Attacke

Auch Kliniken mit ihren sensiblen Daten und Geräten können Opfer von Internetkriminellen

werden. Die freigemeinnützigen Krankenhäuser in Hamburg sind dagegen

mit professioneller Sicherheitstechnik und geschärftem Bewusstsein gewappnet.

Der Angriff kam plötzlich. Mitarbeiter

von Krankenhäusern in

Rheinland-Pfalz und im Saarland

konnten an einem Sonntagmorgen

im Juli 2019 die Systeme nicht mehr

hochfahren. Eine Schadsoftware hatte

das Netz des gesamten Klinikverbundes

befallen. Sie verschlüsselte Server und

Datenbanken und versperrte den Zugang

zum Internet. Immerhin waren die medizinischen

Geräte nicht betroffen und die

Versorgung der Patienten gewährleistet.

Fälle wie diese häufen sich in digitalen

Zeiten, in denen der Wunsch nach Vernetzung

Einrichtungen angreifbarer macht.

Bei solchen Cyberangriffen wollen sich

Kriminelle Zugang zu Daten verschaffen

und IT-gestützte Abläufe stören. Oft erpressen

sie Opfer und fordern Lösegeld.

Das Web ist dabei ihr Einfallstor. Sie verschicken

aber auch Schadsoftware per E-

Mail und gelangen über die von Mitarbeitern

geöffneten Anhänge ins Netzwerk.

Krankenhäuser haben verschiedene

Möglichkeiten, sich davor zu schützen.

Zum einen gibt es automatisierte Systeme.

Das Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg beispielsweise hat zusätzlich zur

Nachhaltung der technisch und organisatorischen

Maßnahmen ein sogenanntes

Informationssicherheits-Management-

„IT-Sicherheit ist ein

kontinuierlicher

Prozess, Technologie,

Organisation

und vor allem Sorgfalt

anzupassen.“

System (ISMS) eingeführt, dessen Einhaltung

der TÜV regelmäßig kontrolliert.

Hinzu kommen externe Sicherheitsberater,

die die Infrastruktur mit simulierten

Angriffen überprüfen. Krankenhäuser setzen

außerdem bereits zertifizierte Medizinprodukte

mit DIN-Norm ein, die unter

doppelter Sicherheitsinfrastruktur betrieben

werden. „In einem Notfall greift bei

uns ein schriftlich fixiertes und erprobtes

Ausfallszenario, das ein Krisenstab aus

Geschäftsleitung und IT-Experten steuert”,

sagt Maarten Bebing, Agaplesion

IT-Regionalleiter Nord. „Ein weiteres Ziel

solcher Maßnahmen ist, die Daten unserer

Patienten gut zu schützen.“

Als Fehlerquelle spielt auch der Mensch

eine Rolle: So braucht es neben technischen

Systemen geschultes Personal

und geschärftes Bewusstsein, dass IT-

Sicherheit jeden Tag hohe Priorität besitzt.

Schwachstellen sind beispielsweise ungeschützte,

da nicht mehr aktuelle Devices,

die mit dem Netzwerk des Krankenhauses

verbunden sind. „So wie man seine Haustür

täglich abschließt, ist IT-Sicherheit im

übertragenen Sinne nie ‚fertig‘, so Bebing.

„Sie ist bei uns ein kontinuierlicher Prozess,

Technologie, Organisation und vor

allem Sorgfalt anzupassen.“ dm


Titelthema Krankenhaus 4.0 15

PER KLICK ZUM

KRANKENHAUS-TERMIN

Nicht nur immer mehr Arztpraxen, sondern auch Krankenhäuser

bieten an, Termine online zu vereinbaren. So gibt es

diese Möglichkeit am Israelitischen Krankenhaus Hamburg bereits

seit vier Jahren. Warum das für den Patienten Vorteile hat.

„Die Online-Terminbuchung kommt gut an und wird viel genutzt“, sagt

Sven Roterberg, Leitung Informationstechnologie am Israelitischen Krankenhaus

Hamburg. Dazu gibt der Patient auf der Webseite des Krankenhauses

zunächst an, wo er versichert ist. Im nächsten Schritt kann der

Patient die entsprechende Sprechstunden auswählen und anhand definierter

Diagnosen oder Beschwerden die zutreffende Option auswählen.

Ein Online-Kalender zeigt, welche Termine verfügbar sind. „Statt auf Öffnungszeiten

zu achten oder in einer Telefon-Warteschleife zu hängen, können

die Patienten mit einem Klick den passenden Termin für sich buchen“,

erklärt Roterberg. Zum Schluss werden nur noch Name, Handynummer

und E-Mail-Adresse abgefragt und der Termin ist gebucht.

Eine E-Mail mit der Terminbestätigung sowie eine Wegbeschreibung

werden umgehend nach der Buchung des Termins versandt. Des Weiteren

ist es möglich, den Termin mit nur einem Klick wieder abzusagen.

Das geht über einen Link, der sich ebenfalls in der E-Mail befindet. „Der

Prozess ist unkompliziert und dauert keine fünf Minuten“, so Roterberg.

Zwei Tage bevor der Termin stattfindet, wird der Patient erneut per SMS

an seinen anstehenden Termin erinnert. Sollte sich andeuten, dass mehrere

Untersuchungen notwendig sind, werden, sofern dies möglich ist, alle

Termine nach telefonischer Absprache mit dem Patienten auf denselben

Tag gelegt.

md

Hinter den Kulissen

Damit Ärzte weniger Zeit für Bürokratie aufwenden, setzen sie bei Befundungen mittels Endoskopie, Ultraschall

und Röntgen häufig auf elektronische Dokumentation. Vor allem die Patienten profitieren davon.

Montagmorgen 10 Uhr: Prof. Dr. Martin

Keuchel, Chefarzt der Klinik für Innere

Medizin am Bethesda Krankenhaus

Bergedorf, startet seine tägliche

Visite. Mit dabei: sein Visitenwagen,

unter anderem ausgestattet mit

WLAN und einer Software zur Dokumentation.

„Hier sind alle Befunde,

Bilder und Anforderungen elektronisch

dokumentiert. So können wir

mit dem Patienten während der Visite

nicht nur die neuesten, sondern bei

Bedarf alle Bilder seines gesamten

Behandlungsverlaufs anschauen und

besprechen“, sagt Prof. Dr. Keuchel.

Später am Nachmittag kommt die

moderne Technik erneut zum Einsatz:

Der Chefarzt hat über das System das

Ergebnis einer Ultraschalluntersuchung

aufgerufen. „Ich kann die aufgenommenen

Bilder direkt einsehen

und somit eine zeitnahe Weiterbehandlung

für die Patienten sicherstellen.“

Nicht nur Abläufe werden optimiert,

auch Befunde stehen schneller

bereit und werden insgesamt objektiver.

„Dadurch, dass mehrere Kollegen

die Bilder einsehen, tauschen

wir uns stärker aus. Häufig projizieren

wir Aufnahmen zur Weiterbildung

von jungen Kollegen oder bei

interdisziplinären Tumorkonferenzen

an die Wand und diskutieren sie gemeinsam.“


ke

Hon. Prof. Dr. Martin Keuchel, Chefarzt der Klinik für Innere

Medizin am Bethesda Krankenhaus Bergedorf, am Visitenwagen.


16 Spezial

GRÜN, GRÜNER,

HAMBURG!

Naturliebhaber und Frischluftfreunde treibt es täglich auch in

der kalten Jahreszeit in die Hamburger Parks. Doch was verbirgt

sich eigentlich für eine Geschichte hinter den Wiesen und hoch

gewachsenen Bäumen? Drei Parks stehen exemplarisch für die

grüne Historie Hamburgs: der Wohlerspark, der Elbpark Enten-

werder und der Wilhelmsburger Inselpark.

VON VALESKA LÖNS

WOHLERSPARK –

der ehemalige Friedhof Norderreihe

Ein Friedhof als Park? Ja, richtig. Da, wo sich die Altonaer

gerne zum Drachensteigen, Joggen und gemütlichen

Plausch auf der Bank treffen, war vor wenigen Jahrzehnten

eine letzte Ruhestätte. Noch heute erinnern alte

Grabsteine an den einstigen Friedhof. 1831 wurde

der Begräbnisplatz von der evangelisch-lutherischen

Kirchengemeinde St. Johannis eröffnet. Und fast 150

Jahre lang hielt man hier Zeremonien ab, um den

Toten die letzte Ehre zu erweisen.

Nach dem zweiten Weltkrieg mussten die Bürgerinnen

und Bürger neue Anbauflächen finden

und bauten zwischen den Gräbern Gemüse wie

Kartoffeln an. Mit der Zeit pflanzten die Menschen

neue Bäume und legten Steine, sodass der Friedhof

auch wieder als solcher genutzt werden konnte.

Bis 1979 – in diesem Jahr wurde der Friedhof

zur öffentlichen Grünfläche umgewandelt und als

Wohlerspark an die Anwohner übergeben. Gerade

im Wechsel von der warmen zur kalten Jahreszeit lockt

der Park mit seinem herbstlichen Farbspektakel die

Hamburger zum entspannten Spaziergang entlang der

Lindenallee.

Alleen und Grabstätten

laden im Wohlerspark

zum Verweilen ein.


Spezial 17

WILHELMSBURGER INSELPARK –

entstanden durch Ablagerungen

Auf nach Wilhelmsburg – zur 7.000-jährigen Entwicklungsgeschichte

der größten Flussinsel Europas! Durch Ablagerungen

von Sinkstoffen in die Elbe entstand mit der Zeit

ein fruchtbares Schwemmland, das erst durch die spätere

Eindeichung zur Insel in Hamburgs Süden wurde.

Hier erstreckt sich der 85 Hektar große Inselpark und

trägt damit ein großes Stück zur grünen Lebensqualität

unserer Millionenstadt bei. Im Rahmen der Internationalen

Gartenschau 2013 wurde der Park mit viel Liebe zum Detail

gestaltet. Im Frühjahr strahlen farbenfrohe Blumenbeete um

die Wette, und im Herbst locken orange-rote Baumkronen

Familien, Rentner und frisch verliebte Pärchen in den Park.

Neben den Naturfreunden kommen Sportbegeisterte ebenfalls

auf ihre Kosten: Mit einem großen Angebot an Indoor-

Aktivitäten bietet beispielsweise die Nordwandhalle in der

kalten Jahreszeit ein ordentliches Auspower-Programm.

Das Erbe der Internationalen

Gartenschau Ham burg 2013

lockt die Menschen nach

Wilhelmsburg.

Welcher ist Ihr Lieblings-

Park in Hamburg?

Schreiben Sie uns an

info@die-freien-hh.de!

Gern binden wir Ihre Tipps

und Fotos in der Online-Ausgabe

www.gute-besserung.hamburg

mit ein!

Das schwimmende Café

Entenwerder 1 ist ein

beliebter Ort an der

Norderelbe.

ELBPARK ENTENWERDER –

einst eine Zollstation

16 Hektar naturbelassene Grünfläche gibt es hier zu

entdecken, und die erstreckt sich über die gesamte

Halbinsel Entenwerder. Was früher als Zollstation für

Binnenschiffe diente, ist seit 22 Jahren eine Parkanlage

zum Relaxen. Sie bietet einen attraktiven Spot,

um einfach mal ein bisschen dem Großstadttrubel zu

entfliehen. Die Brücken und die Autobahn sind noch in

Sichtweite, aber trotzdem fühlt es sich an, als sei man

in einer anderen Welt abgetaucht. Und das Beste:

Der Park befindet sich direkt an der Elbe, Besucher

können ganz weit schauen und abschalten.

Seit über zwei Jahren erwartet übrigens das Café Entenwerder

1 seine Gäste auf einem Ponton. Wenn es

draußen kühler ist, kann man es sich hier wunderbar mit

Decken gemütlich machen, die Hände am Ofen wärmen

und einen heißen Kakao schlürfen, während einem die

frische Luft der Elbe um die Nase weht.


18 Brustkrebs

INFOS

zu Fallzahlen,

Prozeduren und

Diagnosen finden

Patienten unter

www.weisse-liste.de

der Bertelsmann-

Stiftung.

Neue Brust aus eigenem Gewebe

Nicht immer lässt sich Brustkrebs brusterhaltend behandeln. Zum Wiederaufbau

der Brust wird oft ein Implantat genutzt. Dabei erzielt Eigengewebe in

vielen Fällen bessere und dauerhaftere Ergebnisse.

Das Wichtigste ist, dass die Patientin

umfassend über alle Möglichkeiten der

Rekonstruktion aufgeklärt wird“, erläutert

Prof. Dr. Jörn Lohmeyer, Leitender Oberarzt der

Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische

Chirurgie am Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg. So könne die Patientin die für sie

passende Methode wählen. Diese Beratung

sollte stattfinden, sobald feststeht, dass eine

Entfernung der Brust erforderlich ist.

Wenn sich die Patientin für eine Eigengewebsrekonstruktion

entscheidet, gibt es verschiedene

Methoden. 90 Prozent der Rekonstruktionen aus

Eigengewebe am Agaplesion erfolgen mittels

Die vorgestellte Operationsmethode

führen diese Krankenhäuser durch:

• Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

• Mammazentrum am Krankenhaus Jerusalem

• Marienkrankenhaus

PROF. DR.

JÖRN LOHMEYER

Leitender Oberarzt der

Klinik für Plastische,

Rekonstruktive und

Ästhetische Chirurgie

am Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

DIEP-Lappenplastiken. Hierbei wird Fett und Haut

aus der Bauchdecke unterhalb des Nabels verwendet.

Falls dort nicht genug Gewebe vorhanden

ist, kann es auch aus der Gesäßfalte entnommen

werden. Bei beiden Prozeduren entsteht eine sehr

weiche, natürliche Brust. Das wirkt sich auch auf

die Psyche aus. „Viele Patientinnen empfinden

das Ergebnis als ästhetischer und natürlicher als

Implantate“, so Prof. Lohmeyer.

Neben den guten ästhetischen Ergebnissen

spricht auch die niedrigere Komplikationsrate nach

der Operation vor allem bei Bestrahlung für den

Wiederaufbau mit Eigengewebe. In Brustrekonstruktionszentren

mit hohen Fallraten liegt diese

bei unter ein Prozent. Die OP-Zeiten betragen zum

Teil weniger als vier Stunden.

ns

Früherkennung kann Leben retten

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Je früher er diagnostiziert

wird, desto besser die Behandlungsmöglichkeiten. Trotzdem geht nur etwa die

Hälfte aller Frauen zur Früherkennung.

Die Zahlen sind erschreckend“,

so

Prof. Dr. Christian

Schem, leitender Arzt am

Mammazentrum Hamburg.

„Vor allem, da in den

meisten Brustkrebsfällen

gute Heilungschancen

bestehen, wenn der

Krebs früh erkannt

wird“, fährt der

Experte fort.

Je länger er unerkannt

bleibt,

desto höher das

Risiko, dass er streut

– und das erschwert

die Behandlung. Die Früherkennung

kostet kaum Zeit

und wird von den Krankenkassen übernommen.

Zu den Leistungen gehört ab dem 20. Lebensjahr

das Abtasten der Brüste im Rahmen der jährlichen

gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung. Im Alter

zwischen 50 und 69 Jahren werden Frauen zudem

zum Mammografie-Screening eingeladen, da in

diesem Alter eine Erkrankung am wahrscheinlichsten

ist. Dabei werden Röntgenaufnahmen

der Brüste gemacht. Frauen aus Risikofamilien

können ab dem 25. Lebensjahr ein engmaschiges

Screening aus Tastuntersuchung, Ultraschall, MRT

und Mammografie in Anspruch nehmen.

Neben den ärztlichen Angeboten kann frau

einiges selbst tun. „Es ist sinnvoll, dass Frauen

ihre Brüste monatlich selbst abtasten. So fallen

Geschwulste schneller auf“, erläutert Prof.

Schem. Am besten geschieht dies einige Tage

nach der Regelblutung, da das Gewebe zu diesem

Zeitpunkt am weichsten ist.

ns


Bauchspeicheldrüsenkrebs · Magenkrebs 19

DIE GRÖSSTEN

KREBSVERURSACHER

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten und am

schwierigsten zu behandelnden Tumorerkrankungen. Wie er entsteht

und wie sich vorbeugen lässt, erklärt PD Dr. Dr. Uwe Johannes Roblick,

Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimalinvasive

Chirurgie am Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg.

Warum wird diese Krebsart oft erst

sehr spät entdeckt?

Die Erkrankung macht häufig erst spät Symptome.

Das oftmals einzige Symptom kann

eine Gelbsucht sein. Patienten, deren Tumor

im Kopf der Bauchspeicheldrüse sitzt,

bekommen eine gelbe Hautfarbe, wenn der

Gallengang durch den wachsenden Tumor

zunehmend abgedrückt wird. Befindet sich

der Tumor an anderer Stelle der Bauchspeicheldrüse

(Körper oder Schwanz des

Organs), kann er lange unbemerkt bleiben.

Was können Sie dann noch tun?

Die Behandlung der Wahl besteht aus chirurgischer

Tumorentfernung in Verbindung

mit einer Chemotherapie. Hat der Krebs

bei Diagnose bereits gestreut, ist die Prognose

leider schlecht.

Bauchspeicheldrüsenkrebs

wird hier behandelt:

• Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus Hamburg

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

• Marienkrankenhaus

Kann man die Bauchspeicheldrüse

nicht einfach komplett entfernen?

Technisch schon. Die Bauchspeicheldrüse

produziert jedoch sowohl Verdauungsenzyme

als auch die Hormone Insulin und

Glucagon, welche den Blutzuckerspiegel

regulieren. Wird das gesamte Organ

entfernt, bekommt der Patient einen Diabetes

mellitus, bei dem eine Therapie-

Einstellung extrem schwierig sein kann.

Daher versucht man die Komplettentfernung,

wenn möglich, zu vermeiden.

Wie entsteht ein Pankreaskarzinom

und wie lässt sich vorbeugen?

Ein Großteil der Betroffenen bekommt den

Krebs aufgrund eines ungesunden Lebensstils.

Alkohol, Zigaretten und Übergewicht

gelten als die größten, aber natürlich auch

vermeidbaren Risikofaktoren! Es gibt aber

auch eine familiäre Veranlagung. mh

Kaum ein Schmerz

„Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz ...“ dichtete schon Theodor

Storm über seine Magenkrebserkrankung. So unklar die Symptome auch

heute noch sind – die Therapiemöglichkeiten haben sich stark verbessert.

In diesen Häusern wird

Magenkrebs behandelt:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus Hamburg

• Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

• Marienkrankenhaus

Dem Kühlschrank sei Dank: Die Zahl

der Magenkrebserkrankungen ist

seit Storms Zeiten rückläufig, denn

Fleisch muss nicht mehr mit gefährlichen

Pökelsalzen haltbar gemacht werden. Dennoch

bekommen jährlich rund 15.000 Patienten

in Deutschland ein Magenkarzinom.

Oft verursacht es kaum Beschwerden und

wird deshalb spät bemerkt – erhöht aufmerksam

sollte man bei Gastritis sein oder

wenn Magenkrebs familiär vorkommt. „Es

gilt: Je früher das Karzinom erkannt wird,

desto besser sind die Heilungschancen“, bekräftigt

Prof. Dr. Guntram Lock, Chefarzt für

Innere Medizin am Albertinen Krankenhaus.

Die Diagnose wird unter anderem mithilfe

einer Magenspiegelung oder Ultraschallsonde

erstellt. Ein Team der Fachbereiche

berät dann die optimale Behandlung – oft

eine Kombination aus Chemotherapie und

schonender Operation. „Über kleine Schnitte

können wir kameragestützt vorgehen. Zudem

nutzen wir unseren Roboter da Vinci,

um den Krebs präzise zu entfernen“, erläutert

Dr. Thies Daniels, Chefarzt für Tumorchirurgie,

ebenfalls am Albertinen Krankenhaus.

Auch die Anschlussbehandlung ist

auf den Patienten abgestimmt und kümmert

sich um Körper und Seele zugleich. mj


20 Bobath BIKA® · Brustfelltumore

Zurück in den Alltag

Bei einem Unfall und durch einen Schlaganfall kann das Hirn geschädigt werden. Mögliche Folgen

sind, dass der Betroffene gelähmt ist oder an Sprachstörungen leidet. Es kann sogar sein, dass seine

Persönlichkeit plötzlich eine andere ist. Das muss aber nicht so bleiben.

Hier finden Betroffene Hilfe:

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus Bergedorf

• BG Klinikum Hamburg

• Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift

• Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand

Ein bewährtes Behandlungskonzept

bei der Verletzung des zentralen

Nervensystems heißt Bobath. Claudia

Eckardt, Pflege-Instruktorin Bobath

BIKA ® am Wilhelmsburger Krankenhaus

Groß-Sand, erklärt, was dahintersteckt:

„Hauptbestandteil des Konzepts ist das

berufsgruppenübergreifende Arbeiten.

Das bedeutet, ein interdisziplinäres Team

aus Pflege, Therapie und Ärzten arbeitet

rund um die Uhr gemeinsam daran, den

Patienten zur größtmöglichen Selbstständigkeit

zu aktivieren.“ Die umfassende Behandlung

findet in einer Neurologischen

oder Geriatrischen Frührehabilitationsklinik

statt. Ziel ist, dass der Patient eine

bessere Haltungskontrolle bzw. Stabilität

erlangt, zum Beispiel beim Anziehen der

Hose oder dem Zähneputzen.

Dabei ist immer die Mitarbeit der Patienten

gefragt. Das Stichwort lautet: Hilfe

zur Selbsthilfe. „Unsere Aufgabe ist, zu

schauen, an welcher Stelle wir den Patienten

unterstützen können – selbst wenn

es nur kleine Dinge wie das Umsetzen

vom Bett in den Rollstuhl sind. Hier spielt

das ‚Gewusst-wie‘ eine entscheidende

Rolle“, sagt Eckardt und betont: „Auch

Angehörige können wichtige Partner

im Team sein, da sie ihre Bezugsperson

kennen. Es ist daher optimal, wenn sie

sich bei täglichen Tätigkeiten einbinden

lassen.“ Damit er seinen Körper besser

wahrnehmen kann und wieder zurück

in den Alltag findet, ist es wichtig, den

Patienten so zu behandeln, dass er die

Chance hat, sich aktiv zu beteiligen. „Und

das geht nur dann richtig gut, wenn er

muskulär trainiert und Elemente der modernen

Neurorehabilitation berücksichtigt

werden. Denn wer rastet, rostet“, so

Eckardt.

md

Mit Wärme gegen Brustfelltumore

Ein bösartiger Tumor im Brustfell ist häufig Folge eines Jahre zurückliegenden Kontaktes

mit Asbest. Eine multimodale Therapie, bei der im Anschluss an die OP mit erwärmter

Chemotherapielösung gespült wird, kann das Leiden von Betroffenen lindern.

HUSSAM SHUAIB

Oberarzt der Thoraxchirurgie

an der

LungenClinic

Grosshansdorf

Angewandt wird die multimodale

Methode, bei der Verfahren wie

Operation und Chemotherapie

miteinander kombiniert werden, bei der

primären Version eines Brustfelltumors

(malignes Pleuramesotheliom). „Bei Metastasen,

die durch andere Krebsarten

im Rippen- oder Lungenfell auftreten,

eignet sich der Ansatz nur äußerst selten“,

erklärt Hussam Shuaib. Als Oberarzt

der Thoraxchirurgie ist er an der Lungen-

Clinic Grosshansdorf der Spezialist für

diese Methode.

Sind dem Patienten die Maßnahmen zumutbar,

entfernen er und sein Team das

befallene Gewebe operativ. Anschließend

folgt das sogenannte „HITHOC“-Verfahren:

„Hier spülen wir die operierten Stellen

mit einem auf 42°C erhitzten Chemo-

Medikament aus. Bei dieser Temperatur

reagieren die Tumorzellen besonders gut

auf die Therapie“, beschreibt Shuaib den

Vorgang.

Auch wenn primäre Rippenfelltumore

oft nicht heilbar sind: Eine multimodale

Die Therapie wird hier

durchgeführt:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• LungenClinic Grosshansdorf

• Marienkrankenhaus

Behandlung kann die Lebensqualität des

Betroffenen erheblich verbessern und

die Lebenserwartung verlängern. Daher

empfiehlt der Oberarzt Betroffenen, sich

über das spezielle Vorgehen zu informieren

oder sich eine zweite Meinung einzuholen.

ts


Enddarmkrebs 21

SO WIRD AM ENDE

ALLES GUT

Der Bestseller „Darm mit Charme“ hat dem größten inneren Organ mehr Aufmerksamkeit beschert.

Dort entstehende Krebserkrankungen und ihre Heilungschancen sind damit ebenfalls in den Fokus gerückt.

Darmtumore sind bei Frauen wie Männern inzwischen

die zweithäufigste Krebsart. Kommt es zu

bösartigen Wucherungen in den rund letzten 15

Zentimetern vor dem After, spricht man von Enddarm-

oder Mastdarmkrebs sowie

Rektumkarzinom. Das wesentliche Ziel einer

Therapie ist es, den Schließmuskel zu erhalten,

damit das kontrollierte Entleeren des Darms

möglich bleibt.

Oft sind bei der Behandlung des Rektumkarzinoms

die drei Säulen der Krebsbekämpfung gemeinsam

gefragt: Operation, Strahlentherapie,

Chemotherapie. In der Regel ist eine Operation

das einzige Verfahren zur definitiven Heilung.

Die Chemo- und die Strahlentherapie können

unterstützend vor (neoadjuvant) oder nach

(adjuvant) der Operation angewandt werden.

Insbesondere die OP im Enddarm ist technisch

anspruchsvoll. „Gerade männliche Becken sind

oft klein, das heißt der Operateur hat nur einen

sehr schmalen Korridor für den Eingriff“, erläutert Prof. Dr.

Christoph Isbert, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und

koloproktologische Chirurgie im Ev. Amalie Sieveking-Krankenhaus.

Eine Behandlung

von Enddarmkrebs

findet in diesen

Häusern statt:

• Agaplesion Diakonieklinikum

Hamburg

• Albertinen Krankenhaus

• Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

• Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

• Israelitisches Krankenhaus

Hamburg

• Krankenhaus Reinbek

St. Adolf-Stift

• Marienkrankenhaus

LEBENSQUALITÄT DURCH PRÄZISION

Neue sowie schonende OP-Methoden haben die Heilungschancen

in den letzten Jahrzehnten wesentlich verbessert. So kommt meist

die präzise, minimal-invasive Technik („Schlüssellochmethode“)

zum Einsatz. Eine weitere Möglichkeit bietet

die TAMIS-Methode (transanale minimal-invasive

Chirurgie), bei der per Lupenvergrößerung

vom After aus operiert wird. Sie trägt ebenfalls

dazu bei, die Lebensqualität zu erhalten. „Früher

musste bei 80 Prozent der Patienten der Schließmuskel

entfernt und ein künstlicher Darmausgang

angelegt werden. Jetzt sind es nur noch

fünf bis acht Prozent“, bestätigt Prof. Christoph

Isbert die positive Entwicklung.

„Hinzu kommt, dass der den Enddarm umgebende

Fettkörper, das ‚Mesorektum‘, heute in

der Mehrzahl der Fälle komplett mit entfernt wird

– auch um Rückfälle durch dort überlebensfähige

Krebszellen und Metastasen möglichst auszuschließen“,

führt Prof. Christoph Isbert aus. Wie

bei den meisten Tumoren gilt: Je eher der Enddarmkrebs entdeckt

wird, desto besser seine Behandlungschancen. Eine regelmäßige

Darmspiegelung ist dazu die beste Früherkennungsmethode mj


22 Veranstaltungen · Adressen

Veranstaltungen

für Patienten

Oktober 2019 bis Februar 2020

Donnerstag, 17.10. + 24.10. + 01.11.2019,

16:30-20:30 Uhr Pflegekurs für Patientenangehörige

und Interessierte

BG Klinikum Hamburg

Mittwoch, 23.10. auch am 13.11.,

4.12.2019, 18:00-19:00 Uhr

Patientensingen

BG Klinikum Hamburg

Freitag, 25.10., 14:00-17:00 Uhr

Patientenforum Lunge

LungenClinic Grosshansdorf

Freitag, 01.11.2019, 17:00-20:00 Uhr

Kann man leben mit Tinnitus? – Yes we

can (Dt. Tinnitus-Liga)

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift,

Kosten: 6 Euro

Montag, 04.11.2019, weitere Termine:

07.11., 11.11., 14.11.19, 17:00 Uhr

Spezialkurs Sterbebegleitung –

Kurs für pflegende Angehörige,

bestehend aus drei Abendterminen

Agaplesion Diakonieklinikum,

Anmeldung: 040.416 24 651

Dienstag, 05.11.2019, auch am 03.12.,

19:30 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Albertinen Krankenhaus

Mittwoch, 06.11.2019, 16:00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Mittwoch, 06.11.2019, weitere Termine:

13.11. & 20.11.19, 17:00 Uhr

Spezialkurs Diabetes – Kurs für

pflegende Angehörige, bestehend aus

drei Abendterminen

Agaplesion Diakonieklinikum,

Anmeldung: 040.416 24 651

Mittwoch, 06.11.2019, 17:30 Uhr

Vorhofflimmern

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 06.11.2019, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Wann sind

Herzrhythmusstörungen harmlos?

Wann sind sie bedrohlich?

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Dienstag, 12.11.2019, 17:00 Uhr

Albertinen Patienten-Seminar: Die

individualisierte Therapie des Vorhofflimmerns

– das Albertinen 3D-Konzept

Albertinen Krankenhaus, Anmeldung: 040 55 88-

6595, patienten-seminar@albertinen.de

Mittwoch, 13.11.2019, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Ganzheitliche urologische

Therapiekonzepte in allen Lebensphasen

Albertinen Krankenhaus

Mittwoch, 13.11.2019, 18:00 Uhr

Krampfaderleiden – Neues aus Diagnostik

und Therapie Krankenhaus Tabea

Freitag, 15.11.2019, 15:00-17:00 Uhr

Gefäßtag: Rund um die Aorta

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Samstag, 16.11.2019, 11:00-15:00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Geburtshilfe

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Sonntag, 17.11.2019, 15:00-18:00 Uhr

Welt Frühgeborenen Tag

St. Gertrud-Kirche Uhlenhorst, Immenhof,

Hamburg, Anmeldung: bis 10.11. unter

fruehstart@yahoo.de

Montag, 18.11.2019, 13:00-16:00 Uhr

Pflege entdecken – Infonachmittag für

Schüler rund um den Pflegeberuf

Agaplesion Diakonieklinikum

Heinrich Sengelmann

Krankenhaus

Montag, 04.11.2019, auch am 18.11.,

02.12., 16.12., 06.01., 20.01., 03.02., 17.02.,

19:00 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Agaplesion Diakonieklinikum

Dienstag, 05.11.2019, 18:00-20:00 Uhr

Informationsabend für werdene Eltern

(an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat)

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Dienstag, 05.11.2019, 18:30-19:30 Uhr

Plötzlicher Herztod – Erkennen und

Behandeln der Ursachen

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Dienstag, 05.11.2019, auch am 03.12.

& 15.12.2019, 19:30 Uhr

Infoabend für werdende Eltern

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Albertinen Krankenhaus

Israelitisches

Krankenhaus Hamburg

Facharztklinik Hamburg

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg

Krankenhaus

Tabea

Wilhelmsburger

Krankenhaus Groß-Sand

Albertinen Haus

Krankenhaus

Jerusalem

LungenClinic

Grosshansdorf

Ev. Amalie Sieveking

Krankenhaus

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf

Kath. Kinderkrankenhaus

Wilhelmstift

Kath. Marienkrankenhaus

BG Klinikum

Hamburg

Krankenhaus

Reinbek St.

Adolf-Stift

Bethesda

Krankenhaus

Bergedorf

DIE FREIEN. Verband freigemeinnütziger Krankenhäuser in Hamburg e. V.

www.die-freien-hh.de

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg Hohe Weide 17 · 20259 Hamburg · 040.790 20-0 · www.d-k-h.de

Albertinen Haus Sellhopsweg 18-22 · 22459 Hamburg · 040.55 81-0 · www.albertinen-haus.de

Albertinen Krankenhaus Süntelstraße 11a · 22457 Hamburg · 040.55 88-1 · www.albertinen-krankenhaus.de

BG Klinikum Hamburg Bergedorfer Strasse 10 · 21033 Hamburg · 0 40. 7 30 6-0 · www.bg-klinikum-hamburg.de

Bethesda Krankenhaus Bergedorf Glindersweg 80 · 21029 Hamburg · 040.725 54-0 · www.klinik-bergedorf.de

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus Haselkamp 33 · 22359 Hamburg · 040.644 11-0 · www.amalie.de

Evangelisches Krankenhaus Alsterdorf Elisabeth-Flügge-Straße 1 · 22337 Hamburg · 040.50 77-03 · www.evangelisches-krankenhaus-alsterdorf.de

Facharztklinik Hamburg Martinistraße 78 · 20251 Hamburg · 040.490 65-0 · www.facharztklinik-hamburg.de

Heinrich Sengelmann Kliniken Kayhuder Straße 65 · 23863 Bargfeld-Stegen · 04535.505-0 · www.heinrich-sengelmann-kliniken.de

Israelitisches Krankenhaus Hamburg Orchideenstieg 14 · 22297 Hamburg · 040.511 25-0 · www.ik-h.de

Kath. Kinderkrankenhaus Wilhelmstift Liliencronstraße 130 · 22149 Hamburg · 040.673 77-0 · www.kkh-wilhelmstift.de

Kath. Marienkrankenhaus Alfredstraße 9 · 22087 Hamburg · 040.25 46-0 · www.marienkrankenhaus.org

Krankenhaus Jerusalem Moorkamp 2-6 · 20357 Hamburg · 040.441 90-0 · www.kh-jerusalem.de

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift Hamburger Straße 41 · 21465 Reinbek · 040.72 80-0 · www.krankenhaus-reinbek.de

Krankenhaus Tabea Kösterbergstraße 32 · 22587 Hamburg · 040.866 92-0 · www.tabea-krankenhaus.de

LungenClinic Grosshansdorf Wöhrendamm 80 · 22927 Großhansdorf · 04102.601-0 · www.lungenclinic.de

Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand Groß-Sand 3 · 21107 Hamburg · 040.752 05-0 · www.gross-sand.de


Veranstaltungen 23

Dienstag, 19.11. + 20.11. + 26.11.2019,

10:00 Uhr

Kurs „Demenz“

Albertinen Haus, Anmeldung: 040.55 81-1850

ulrike.eichelhardt@immanuelalbertinen.de

Dienstag, 19.11.2019, 20:00 Uhr

Sicher im Auto – ADAC-Aktion

(jeden 3. Dienstag im Monat)

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Mittwoch, 20.11.2019, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Bandscheibenvorfall –

konservative oder operative Therapie

Albertinen Krankenhaus

Mittwoch, 20.11.2019, 16:00 Uhr

Schmerzen in Hüfte und Knie

Kath. Marienkrankenhaus,

Anmeldung: 040.25 46-1262

Mittwoch, 20.11.2019, 17:00 Uhr

Hüfte & Knie – Was tun,

wenn Bewegung schmerzt?

Krankenhaus Tabea

Montag, 25.11.2019, weitere Termine:

29.11. & 02.12.2019, 17:00 Uhr

Spezialkurs Demenz – Kurs für

pflegende Angehörige, bestehend

aus drei Abendterminen

Agaplesion Diakonieklinikum,

Anmeldung: 040.416 24 651

Dienstag, 26.11.2019, 18:30-19:30 Uhr

Polyneuropathie Bethesda Krankenhaus

Bergedorf

Donnerstag, 27.11.2019, 15:30-17:30 Uhr

Herz-Tag: Gefährliche Herzrhythmusstörungen

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift

Donnerstag, 28.11.2019, 17:30-19:00 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 04.12.2019, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Demenz als

Begleiterkrankung

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Freitag, 06.12.2019, 16:30 Uhr

Orientierungskurs Pflegeversicherung –

Kurs für pflegende Angehörige,

bestehend aus drei Abendterminen

Agaplesion Diakonieklinikum,

Anmeldung: 040.416 24 651

Montag, 09.12.2019, weitere Termine:

11.12. & 16.12.19, 14:30 Uhr

Familiale Pflege – kostenloser Kurs

für pflegende Angehörige

Agaplesion Diakonieklinikum,

Anmeldung: 0173.358 07 31

Montag, 09.12.2019, 18:00 Uhr

Benefizkonzert mit „Rose & Champagne“

Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg,

Anmeldung: info@d-k-h.de

Dienstag, 10.12.2019, 18:30-19:00 Uhr

Brustkrebs im mittleren und höheren Alter

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 11.12.2019, 16:00 Uhr

Infotreff Lungenkrebs

LungenClinic Grosshansdorf

Mittwoch, 11.12.2019, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Wenn die Hand

Probleme macht

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Donnerstag, 19.12.2019, 17:30-19:00 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Mittwoch, 08.01.2020, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Der Port –

unsichtbarer Zugang zur Vene!

Albertinen Krankenhaus

Mittwoch, 15.01.2020, 18:00 Uhr

MedizinKompakt: Schilddrüse –

kleines Organ, große Wirkung

Ev. Amalie Sieveking Krankenhaus

Dienstag, 28.01.2020, 18:00 Uhr

Patientenakademie: Patientenverfügung –

den eigenen Willen bekommen

Agaplesion Diakonieklinikum

Donnerstag, 30.01.2020, auch am

27.2.2020, 17:30-19:00 Uhr

Informationsabend für werdende Eltern

Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Dienstag, 11.02.2020, 18:00 Uhr

Patientenakademie: Den Schlaganfall vermeiden

Agaplesion Diakonieklinikum

Dienstag, 25.02.2020, 18:00 Uhr

Patientenakademie: Arthrose behandeln

Agaplesion Diakonieklinikum

Dienstag, 28.02.2020, 18:30-19:00 Uhr

Intensivmedizin – was ist sinnvoll,

wo sind die Grenzen?

Bethesda Krankenhaus Bergedorf


Welcher Park war früher eine

Zollstation für Binnenschiffe?

(Die Antwort finden Sie im Text auf Seite 16-17.)

GEWINN

SPIEL!

Schicken Sie eine Postkarte mit der richtigen

Lösung an:

DIE FREIEN. c/o schönknecht : kommunikation,

Stadtdeich 3, 20097 Hamburg

Oder per E-Mail an: info@die-freien-hh.de

Namen, Anschrift und Telefonnummer nicht vergessen!

Einsendeschluss ist der 20. Februar 2019.

Es gilt das Datum des Poststempels oder des E-Mail-Versands. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eine Teilnahme über

Gewinnspiel-Agenturen oder sonstige Dritte, die den Teilnehmer bei

einer Vielzahl von Gewinnspielen anmelden, ist ausgeschlossen.

Wir akzeptieren nur eine Einsendung pro Person. Der Teilnehmer erklärt

sich im Falle des Gewinns mit der Veröffentlichung seines Namens in

der Print- sowie Onlineausgabe von gute besserung! einverstanden. Die

Gewinner der letzten Ausgabe wurden benachrichtigt.

Und das gibt es zu gewinnen:

3 X 2 FREIKARTEN FÜR

DIALOG IM STILLEN ®

Erleben Sie eine „andere, stille Welt“, in der Sie Guides durch

eine Ausstellung lebendiger Kommunikation führen. Lernen

Sie mit den Händen zu sprechen, mit den Augen zu hören und

üben Sie sich mit den Experten in Körper- und Gebärdensprache.

Durch das Eintauchen in diese neue Welt

werden Berührungsängste abgebaut, Misskonzeptionen

aufgeklärt und ein Kontakt zwischen

Gehörlosen und Hörenden hergestellt. Nutzen

Sie die Möglichkeit mutiger, toleranter und

offener zu werden.

www.dialog-in-hamburg.de/erlebnisausstellungen/dialog-im-stillen/

3 X 1 BUCH „GESUND-

HEITSBEWUSST BACKEN“

Glutenfrei, laktosefrei, vegan, Low Carb und Paleo – das

sind nur einige der modernen Ernährungstrends. Wie man

als Hobbybäcker mit diesen und anderen Essgewohnheiten

umgeht, beantworten Bäckermeister und

Urkornrevolutionär Siegfried Brenneis und

Ernährungsexpertin Eva-Maria Kötter in

ihrem neuen Backbuch. In über 60 Rezepten

inklusive Step-by-Step-Anleitungen

präsentieren sie das geeignete Gebäck für

fast jeden Sonderwunsch. Wissenschaftliche

Hintergründe und tabellarische Übersichten

runden das Buch ab. Es erscheint

im Fachverlag dfv Matthaes Verlag.

www.matthaes.de/gesund-backen

5 x 2 GUTSCHEINPAKETE FÜR

DAS SCHWARZLICHTVIERTEL

Lust auf ein Abenteuer in Deutschlands größter Schwarzlicht-

Erlebniswelt? Das Schwarzlichtviertel in Hamburg sorgt auf über

1.000 Quadratmetern für wetterunabhängiges Freizeitvergnügen

der außergewöhnlichen Art. Den Besucher erwartet eine einzigartige

Entdeckungsreise. Auf geht‘s in einem maroden U-Boot durch

die geheimnisvolle Tiefsee über den gefährlichen Dschungel mit

antiken Maya-Tempeln sowie Wasserfällen. Optische Täuschungen

im Stargate und bunte Farben im Vortex-Tunnel sorgen für unglaubliche

Licht- und Soundeffekte. Jedes Gutscheinpaket, das Gewinner

in einer tollen Geschenkverpackung erreicht, umfasst einmal freien

Eintritt für das Schwarzlichtviertel, eine 3D-Brille, einen UV-Minigolfball

sowie einen UV-Handschuh.

www.schwarzlichtviertel.de

5 X 2 TICKETS

FÜR MÄRCHEN-

WELTEN

Seit Herbst 2019 lassen sich in

den MÄRCHENWELTEN in Hamburgs

HafenCity jahrhundertealte

Grimm’sche Märchen neu

erleben. Besucher erwartet auf

3.000 Quadratmeter eine einzigartige

Ausstellung, die kulturelles

Erlebnis, moderne Technik und ein interaktives, multimediales

Edutainment-Konzept miteinander verbindet. Gewinner durchlaufen

verschiedene Stationen, werden dabei aus ihrer eigenen Realität

herausgelöst und tauchen in die Emotionen der Märchenhelden

ein: Tapferkeit, Mut, Liebe und Verrat.

Es gilt, Herausforderungen zu meistern, um in das Ziel, die

„Schatzkammer“, vorzudringen.

www.maerchenwelten.net

Unsere Gewinner der Ausgabe 2/2019

Den Kindergeburtstag im Hochseilgarten HanseRock, die Klassiker-Box von Frischepost und die CD mit Rolf Zuckowski haben gewonnen:

E.Schibbe, J. Wendland, K. Ergenzinger, K. Franke, M. Zimmermann, S. Gemici und U. Lohmeier. Herzlichen Glückwunsch!

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