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WELTLADEN<br />

<strong>Magazin</strong><br />

AUSGABE 2/<strong>2019</strong><br />

Coffee<br />

for<br />

future<br />

PEDRO / MEXIKO<br />

JOSINTA / UGANDA<br />

THEMA<br />

COFFEE FOR FUTURE:<br />

Wie Natur und Menschen in<br />

Mexiko und Uganda davon<br />

profitieren.<br />

IM WELTLADEN<br />

FAIRE GESCHENKE:<br />

Warum Geschenke aus den<br />

Weltläden Sinn und<br />

Freude machen.<br />

IM WELTLADEN<br />

GEGEN AUSBEUTUNG:<br />

Wie man mit dem,<br />

was man trägt,<br />

Haltung zeigen kann.


THEMA<br />

COFFEE FOR FUTURE<br />

Mit COFFEE FOR FUTURE erweitern die Weltläden ihr biofaires Kaffeesortiment.<br />

Hochwertige Arabica-Bohnen aus Uganda und Mexiko treffen<br />

dabei aufeinander: von Kleinbäuerinnen und -bauern biologisch angebaut,<br />

fair gehandelt und von EZA Fairer Handel direkt importiert. Mit einer eigenen<br />

Klimaschutzprämie der EZA werden die Genossenschaften bei der Umsetzung<br />

ihrer klimafreundlichen Maßnahmen zusätzlich unterstützt.<br />

Von Andrea Reitinger, EZA Fairer Handel<br />

Pedro Díaz Montejo bei der Arbeit auf der Kaffeeplantage<br />

Mexiko<br />

Chiapas<br />

Pedro Díaz Montejo kommt<br />

aus Agua Dulce Tehuacan,<br />

einem kleinen Dorf im südmexikanischen<br />

Chiapas. Dort<br />

ist er aufgewachsen. Schon<br />

seine Eltern haben Kaffee angebaut.<br />

Mit achtzehn Jahren<br />

ging er weg. „Ich sah zuhause<br />

keine Perspektive und war auf<br />

der Suche nach dem amerikanischen<br />

Traum. Doch daraus<br />

ist nichts geworden.“ Nach nur<br />

wenigen Stunden von der Polizei<br />

aufgegriffen, wurde er von<br />

Arizona wieder zurück über<br />

die Grenze geschickt. „Ein paar<br />

Jahre habe ich in Nordmexiko<br />

Bild: SPOSEL/Mexiko<br />

in verschiedenen<br />

Fabriken gearbeitet.<br />

Wohl habe ich mich<br />

nicht gefühlt. Deshalb<br />

bin ich zurück<br />

nach Chiapas.“ Heute<br />

ist Pedro 44 Jahre<br />

alt und lebt mit seiner<br />

Frau, seinen Eltern<br />

und seinen fünf<br />

Kindern am Rande<br />

der Selva Lacandona,<br />

einem artenreichen<br />

Urwaldgebiet.<br />

Er wurde Bio-Bauer<br />

und ist mit 288 Kolleg*innen<br />

Mitglied<br />

der Genossenschaft<br />

SPOSEL. Dass sie einen Teil<br />

ihrer Ernte an die EZA Fairer<br />

Handel verkaufen können, findet<br />

er gut. „Die EZA schätzt die<br />

Arbeit, die in unserem Kaffee<br />

steckt, und ist bereit, dafür auch<br />

mehr als andere zu bezahlen.“<br />

Bio-Landbau und ein acht samer<br />

Umgang mit der Natur sind für<br />

die Kleinbauernfamilien zentral.<br />

„Wir bewirtschaften den<br />

Wald, setzen unsere Kaffeesträucher<br />

zwischen die Schatten<br />

spendenden Bäume. Wir schaffen<br />

damit einen biologischen<br />

Korridor um die geschützten<br />

Gebiete. Er ist Lebensraum für<br />

viele verschiedene Pflanzen und<br />

Tiere“, erklärt Díaz Montejo. „So<br />

tragen wir dazu bei, den Urwald<br />

zu erhalten, denn er speichert<br />

Kohlendioxid und versorgt uns<br />

mit der Luft zum Atmen.“ Fast<br />

alles, was seine Familie zum<br />

Essen braucht, kommt von den<br />

Parzellen, die er bebaut. Mais,<br />

Bohnen und Kürbis wachsen<br />

dort, Bananenstauden und Zitrusbäume.<br />

Auch wildes, essbares<br />

Gemüse, wie Brombeerkraut<br />

und Portulak kommen auf den<br />

Tisch. Pedro Díaz Montejo beteiligt<br />

sich auch an einem Programm,<br />

das seine Kooperative<br />

mit der EZA-Klimaschutzprämie<br />

finanziert. Flächen, die in der<br />

vorigen Generation an Baumbestand<br />

verloren haben, sollen<br />

wieder aufgeforstet werden.<br />

„Wir spüren den Klimawandel.<br />

Es ist trockener geworden, das<br />

Wetter ändert sich rasch und ist<br />

weniger vorhersehbar“, erzählt<br />

Díaz Montejo. „Das alles wirkt<br />

sich auf die Ernte aus. Wir verlieren<br />

beim Mais und bei den<br />

Bohnen, haben mit mehr Pflanzenkrankheiten<br />

zu kämpfen.<br />

Das Trinkwasser wird knapper,<br />

Flüsse und Lagunen beginnen<br />

auszutrocknen. Trotzdem gibt<br />

es Hoffnung, aber nur, wenn<br />

wir alle zusammenhelfen.“<br />

2


„Ich möchte meine Kinder auf die Zukunft<br />

vorbereiten. Sie sollen einen Beruf erlernen.<br />

Sie sollen Möglichkeiten haben, sich frei zu<br />

entscheiden. Wenn es um die Landwirtschaft<br />

geht, möchte ich ihnen klarmachen, dass es<br />

Alternativen gibt. Der Kaffee hat Potenzial,<br />

wenn wir einen Markt haben, wo wir einen<br />

guten Preis erzielen.“<br />

Bild: SPOSEL/Mexiko<br />

Pedro Díaz Montejo, SPOSEL, Chiapas, Mexiko<br />

links: Pedro im Kreise seiner Familie; großes Bild: Blick in die großartige Landschaft des mexikanischen Urwaldgebiets<br />

links: Josinta Kabugho bei der Arbeit in der Kooperative BUCO, Uganda;<br />

rechts: Josinta zu Besuch in den Weltläden Österreich, <strong>2019</strong><br />

Uganda<br />

Kasese<br />

Bilder: mawi/EZA<br />

„Kaffee macht in Uganda rund<br />

20-30 Prozent der Exporteinnahmen<br />

aus. Das Produkt ist<br />

also sehr wichtig für unsere<br />

Wirtschaft und vor allem für die<br />

Klein bäuerinnen und -bauern.<br />

Denn sie sind es, die 90 Prozent<br />

des ugandischen Kaffees<br />

produzieren. Das Leben dieser<br />

Menschen ist sehr verwundbar,<br />

und der Klimawandel wird<br />

diese Verwundbarkeit noch verstärken“,<br />

erklärt Josinta Kabugho,<br />

Geschäftsführerin von<br />

BUCO aus Uganda. Die Kooperative<br />

hat ihren Sitz in Kasese<br />

im Westen des Landes, am Fuß<br />

des Rwenzori Gebirges. Die<br />

heute 3000 Mitglieder sind in<br />

11 Basiskooperativen organisiert<br />

und bewirtschaften kleine<br />

Flächen von 0,5 bis 3 Hektar.<br />

“Unser Ziel ist, ihr Leben zu verbessern.<br />

Doch der Klimawandel<br />

hinterlässt Spuren. Kommt der<br />

Regen, ist er oft von schlimmen<br />

Stürmen begleitet, reißt Hänge,<br />

Häuser, Menschen mit sich.<br />

Längere Trockenzeiten wirken<br />

sich auf die Qualität der Ernte<br />

aus. Da wir nur die besten Qualitäten<br />

übernehmen, müssen<br />

die Bäuerinnen und Bauern<br />

den Rest am lokalen Markt zu<br />

niedrigen Preisen verkaufen.“<br />

Bei BUCO versucht man, den<br />

Auswirkungen des Klimawandels<br />

beizukommen, etwa<br />

durch Schattenbewirtschaftung<br />

und Mischkulturen auf<br />

den Parzellen. Die Mitglieder<br />

werden von Fachkräften darin<br />

geschult, damit die verschiedenen<br />

Pflanzen nicht<br />

in Konkurrenz zueinander<br />

treten, sondern sich gegenseitig<br />

bestmöglich ergänzen und<br />

stärken. „Das erhöht nicht<br />

nur den Ertrag des Kaffees,<br />

sondern auch die Menge an<br />

Nahrung, die von den Parzellen<br />

gewonnen werden kann“,<br />

so Kabugho.<br />

Holzsparöfen helfen Familien<br />

und dem Klima<br />

In Uganda leben 87 % der Menschen<br />

auf dem Land, mehrheitlich<br />

wird Holz zum Kochen<br />

verwendet. Durch die offenen<br />

Feuerstellen in den einfachen<br />

Häusern sind vor allem Frauen<br />

beim Kochen einer hohen<br />

Rauchentwicklung ausgesetzt.<br />

Das Holz muss davor gesammelt<br />

werden – eine Arbeit, die<br />

sowohl Frauen als auch Kinder<br />

erledigen. Um die Situation zu<br />

Geniale Holzsparöfen: weniger Rauch, weniger Holz<br />

Bild: mawi/EZA<br />

3


THEMA<br />

Reise nach Uganda mit der<br />

EZA Fairer Handel, März <strong>2019</strong><br />

Bilder: mawi/EZA<br />

Beatrice Hradecsni aus dem <strong>Weltladen</strong><br />

St. Johann in Tirol<br />

Mit großem Engagement arbeiten die<br />

Mitglieder der Kooperative BUCO daran, die<br />

hohe Qualität ihrer Bio-Kaffeebohnen auf<br />

dem internationalen Spitzenplatz zu halten.<br />

„Ich war überwältigt zu sehen,<br />

unter welch wunderbaren,<br />

natürlichen Bedingungen der<br />

COFFEE FOR FUTURE gedeihen<br />

kann, dazu kommt die Sorgfalt<br />

der Kaffeebäuer*innen bei der<br />

Weiterverarbeitung.“<br />

verbessern, entschied man sich<br />

für den Bau von Holzsparöfen,<br />

die mit der EZA-Klimaprämie<br />

finanziert werden. Gemeinsam<br />

mit der ugandischen NGO Rural<br />

Familiy Care führte die Genossenschaft<br />

Versammlungen in<br />

den Dörfern durch. Verschiedene<br />

Öfen, deren Verbrauch<br />

von Holz bzw. Kohle und deren<br />

Kochzeit wurden demonstriert.<br />

Dabei zeigten sich die Vorteile<br />

der neuen Holzsparöfen anschaulich:<br />

weniger Rauch, weniger<br />

Holz, schnelleres Kochen.<br />

Die ersten 402 Öfen sind bereits<br />

in Betrieb. „Unser Ziel ist klar“,<br />

sagt Kabugho. „Wir wollen allen<br />

unseren Mitgliedern den Zugang<br />

zu diesen Öfen ermöglichen.<br />

Und wir wollen die Menge<br />

des Kaffees für den COFFEE<br />

FOR FUTURE weiter erhöhen.<br />

Denn davon profitieren unsere<br />

Mitglieder ganz direkt.“ Die<br />

wertvollen Arabica-Bohnen sind<br />

jedenfalls ihren Preis wert! Sie<br />

erreichen auf der international<br />

anerkannten Bewertungsskala<br />

für Kaffees 87,5 Punkte. Das ist<br />

ein Spitzenplatz!<br />

Christine David-Roßner aus dem <strong>Weltladen</strong><br />

Salzburg-Gneis<br />

„Vor Ort zu erleben, wie die<br />

Kaffeekirschen geerntet und<br />

weiterverarbeitet werden, das hat<br />

mit sehr beeindruckt. Wie oft und<br />

wie genau immer wieder aussortiert<br />

wird, damit die EZA nur<br />

die beste Qualität bekommt!<br />

Man kann sich wirklich vor jeder<br />

Tasse Kaffee verneigen.“<br />

DIE MÜHE MACHT SICH BEZAHLT!<br />

Die EZA Fairer Handel bezahlt für die Kaffeesorten des<br />

COFFEE FOR FUTURE die Kooperativen direkt:<br />

140 US-Dollar garantierter Mindestpreis * +<br />

20 US-Dollar Fairtrade-Prämie * +<br />

30 US-Dollar Bio-Prämie * +<br />

15–20 US-Dollar Qualitäts-Prämie für die hohe Bohnenqualität +<br />

20 US-Dollar Klima-Prämie für Klimaschutzmaßnahmen<br />

Macht in Summe: 225–230 US-Dollar pro 45,4 kg Roh-Kaffee.<br />

Zum Vergleich: Der Weltmarktpreis für gewaschene Arabica-Kaffeesorten<br />

liegt derzeit knapp über 100 US-Dollar pro 45,4 kg!<br />

Das ist fair:<br />

Gerechte<br />

Preise für<br />

Bio-Kaffee<br />

*<br />

lt. Fairtrade-Schema<br />

Schon<br />

unterschrieben?<br />

Damit in der Klimapolitik was weitergeht,<br />

müssen wir zeigen, dass wir als Bürger*-<br />

innen zu Veränderungen bereit sind. Deshalb:<br />

Klimavolksbegehren unterschreiben!<br />

www.klimavolksbegehren.at<br />

4


Foto: Sonnenglas<br />

IM WELTLADEN<br />

Foto: EZA<br />

So<br />

macht<br />

Schenken<br />

Sinn!<br />

SCHENKE LICHT!<br />

Wer etwas Gutes tun möchte, für den ist unser SONNENGLAS genau das Richtige.<br />

Unsere Solarleuchte hat bereits 65 Arbeitsplätze in Johannesburg für Frauen und<br />

Männer aus den Townships geschaffen. Und weil das SONNENGLAS ein Gefäß<br />

für kreative Ideen ist, kann man es nach Lust und Laune oder je nach Jahreszeit z.B.<br />

weihnachtlich dekorieren und befüllen. Jetzt auch in Mini und mit USB-Lademöglichkeit.<br />

Sonnenlicht – Freude für das ganze Jahr!<br />

Windlichter und Laternen machen die dunkle Jahreszeit besonders gemütlich. Die<br />

goldfarbene Innenlegierung der Laternen aus Indien sorgt für eine wohlig warme<br />

Lichtgebung und die zart durchbrochenen, orientalisch anmutenden Muster für<br />

zauberhafte Effekte. Auch unbeleuchtet wahre Hingucker.<br />

MMMHHH!<br />

Advent ohne Schokolade? Möglich, aber sinnlos.<br />

Sinnvoll ist es hingegen, gerade bei diesen<br />

Produkten auf fair gehandelte Kakaoprodukte<br />

zu achten. Im <strong>Weltladen</strong>-Schokohimmel findet<br />

man Schoko-Nikolos, Kekse, Lebkuchen, Adventkalender,<br />

Trinkschokoladen, edle Tartufi mit<br />

weihnachtlichem Geschmack und unzählige<br />

andere Leckereien verschiedener Chocolatiers.<br />

NAMASTÉ WELT!<br />

Einatmen. Meditationskissen, Yogamatten und<br />

Taschen, hergestellt aus handgewebter Baumwolle<br />

von Mitarbeiter*innen unseres Handelspartners<br />

New Sadle aus Nepal, sowie weiche<br />

bio-faire Yoga-Bekleidung von Soul Space<br />

(Unterwäsche, Leggings und Shirts), gefertigt in<br />

Indien von Rajlakshmi, verstärken die positive<br />

Wirkung von Sonnengruß, Baum und Kobra<br />

auf Körper, Geist und Seele. Ausatmen.<br />

OM für ein faires Universum.<br />

Bild: Soulspace<br />

HANDY GENIE<br />

Foto: Krammer<br />

Ein akustischer FAIRstärker und<br />

eine stylische Halterung für das<br />

Handy, ganz ohne Strom und<br />

Elektronik. Ideal auch für Freisprecheinrichtungen,<br />

Meetings<br />

und Partys. In Südindien aus<br />

Holz gefertig und mit Farben aus<br />

Kräutern, Gewürzen oder Blumen<br />

lackiert, ist das Handy Genie ein<br />

umweltfreundliches Geschenk mit<br />

WOW-Effekt.<br />

Fotos: lyfesutra<br />

5


IM WELTLADEN<br />

MIT LEDERTASCHEN SCHENKEN SIE STIL!<br />

Foto: Ulla Sladek/EZA<br />

Eindeutig – die Optik und Qualität der Taschen in<br />

den Weltläden überzeugen jeden, der sie in den<br />

Händen hält. Das Wissen und die Information darüber,<br />

wer die Taschen auf welche Weise gefertigt<br />

hat, ist dabei noch ein zusätzlicher Bonus.<br />

WHO MADE MY BAG? Diese und andere Fragen<br />

beantwortet Ihnen der <strong>Weltladen</strong>, so zum Beispiel<br />

jene nach der Gerbung: Was ist eigentlich moderne<br />

Vegetabilgerbung? Anstelle der üblichen Chromgerbung<br />

werden die Felle mit synthetischen Stoffen<br />

vorgegerbt und mit pflanzlichen Gerbbrühen aus<br />

Rinde und Pflanzenteilen ausgegerbt. Die Gerbstoffe<br />

werden aus Hölzern wie Kastanie, Eiche und Quebracho,<br />

der Mimosenpflanze oder den Blättern des Sumachstrauches gewonnen. Auch<br />

ohne Chrom und die gefährlichen, bei uns verbotenen AZO-Farbstoffe kommt die<br />

mineralische Gerbung aus.<br />

Fragen Sie im <strong>Weltladen</strong> nach Recycling-, Vintage- und Ökoledertaschen!<br />

USED LOOK GEHT AUCH<br />

ÖKOLOGISCH<br />

Die geprägte ÖKO-Ledertasche von CRC<br />

aus Indien ist nicht nur schick, sondern auch<br />

cool im Design. Das Leder wird durch Kühlen<br />

und Salzen und gänzlich ohne chemische<br />

Konservierungsmittel gereinigt und haltbar<br />

gemacht.<br />

Bild: EZA Fairer Handel<br />

Bild: EZA Fairer Handel<br />

TASCHEN VON FRAUEN FÜR FRAUEN<br />

Sie möchten Tasche und Geldtasche im selben schicken Design?<br />

So wie diese Kombination hier in strahlendem Blau? Was noch<br />

besonders daran ist: Diese Taschen machen nicht nur Frauen<br />

hierzulande glücklich: „Viele Frauen sind niemals aus ihrem<br />

Dorf hinausgekommen. Sie waren von ihren Ehemännern und<br />

Familienmitgliedern finanziell abhängig. In einer Organisation<br />

wie EMA zu arbeiten, hat ihnen die Augen geöffnet – sie<br />

kennen nun ihre Rechte und haben Freude daran, in einer Gemeinschaft<br />

zu arbeiten. Sie sind finanziell unabhängiger und<br />

besitzen deshalb in ihren<br />

Familien und Dörfern eine<br />

stärkere Position“, so Szwapna<br />

Das, die Leiterin unseres<br />

Fairhandelspartners<br />

EMA in Indien.<br />

<strong>Weltladen</strong>-HAIKU für Weihnachtseinkäufe:<br />

Die Vielfalt der Welt<br />

handgemacht, Liebe schenken<br />

du faire Weihnacht<br />

Mehr aus der <strong>Weltladen</strong>story auf<br />

www.weltladen.at<br />

INDI WIE DU ELLA: KLAPPE WECHSLE DICH!<br />

Das perfekte Geschenk für Frauen mit nachhaltigem (Lebens-)Stil:<br />

IndiWIEDUella. Nie wieder die Tasche umräumen, weil sie nicht<br />

zum Outfit passt? Viele Taschen in einer? Wie soll das gehen? Durch<br />

das Auswechseln der Flaps entsteht ein völlig neuer Look.<br />

Dank eines intelligenten Reißverschlusssystems für das schnelle Austauschen<br />

der Klappen passt sich die Tasche ganz Ihren Wünschen<br />

und Ihrer Laune an – gestanzt, geprägt, unifarben, mit Fellbesatz<br />

oder in Patchwork-Technik hergestellt. Hat frau bereits einen<br />

Taschenbody, könnte das nächste Geschenk eine neue Klappe sein.<br />

Das Vintage- Leder aus teilvegetabiler Gerbung wird bei Artisan<br />

Well in Indien von 37 Männern und einer Gruppen von Frauen in<br />

der Qualitätskontrolle unter fairen Arbeitsbedingungen gefertigt.<br />

Bild: Contigo<br />

66


IM WELTLADEN<br />

Foto: Karin Hackl, EZA<br />

öko &<br />

fair –<br />

Mode<br />

mit Stil<br />

Flauschig warme Ponchos,<br />

Stulpen, Mützen und Schals<br />

aus Alpaka<br />

Bild: fairytale - fair fashion<br />

„Sternenstaub“<br />

Bild: fairkauf<br />

Nicht nur die Augen strahlen,<br />

sondern auch der Schmuck<br />

aus Silber, Messing, Glasperlen,<br />

Papier, Tagua-Nuss und<br />

ja – Elektroschrott. Für jeden<br />

Stil das Passende.<br />

Bild: Karin Hackl, EZA<br />

Nie wieder frieren mit Schönem<br />

aus fairem Handel<br />

Jetzt<br />

mitmachen!<br />

AUSBEUTUNG PASST MIR NICHT!<br />

Der neue Firmencheck <strong>2019</strong> der Clean<br />

Clothes Kampagne (CCK) ist da. Dieser wirft<br />

die Frage nach den Existenzlöhnen bei den<br />

Großen der Modebranche auf und bezieht auch<br />

Themen wie Transparenz und Vereinigungsfreiheit<br />

mit ein. Lesen Sie den Bericht und machen<br />

Sie bei der Kampagne „Ausbeutung passt mir<br />

nicht“ mit!<br />

www.cleanclothes.at<br />

Bild: Karin Hackl, EZA<br />

Das könnte auch Ihr<br />

Lieblingsschal werden.<br />

Wunderschöne Prints auf<br />

feiner Wolle und Seide.<br />

7


KOCHTIPPS<br />

Vanillekipferl mit Quinoa, glutenfrei<br />

Foto © ARGE Weltläden<br />

Foto- und Rezept: El Puente<br />

Foto und Rezept: El Puente<br />

Zutaten (für 4 Personen):<br />

50 g Chia-Samen*<br />

300 ml Wasser<br />

100 g weiße Quinoa*<br />

2 EL Rohrohrzucker*<br />

200 ml Milch<br />

2 Vanilleschoten*<br />

3 EL Öl*<br />

1/2 TL Salz*<br />

2 TL Orangenabrieb<br />

2 TL Zitronenabrieb<br />

30 g gemahlene Haselnüsse*<br />

Zubereitung:<br />

Die Chia-Samen kurz im Wasser quellen<br />

lassen, pürieren und ca. eine Stunde weiterquellen<br />

lassen. Inzwischen Quinoa gut<br />

abspülen, in einem Topf ohne Fett<br />

Knäckebrot mit Quinoa<br />

und Cashewkernen<br />

anrösten. Steigt kein Wasserdampf mehr<br />

auf, mit dem Rohrzucker karamellisieren.<br />

Milch und die ausgekratzten Vanilleschoten<br />

hinzugeben, bei kleiner Hitze 12 Minuten<br />

köcheln, anschließend abkühlen und ausquellen<br />

lassen.<br />

Öl Ihrer Wahl und Salz hinzufügen und<br />

gründlich pürieren. In Frischehaltefolie<br />

(oder Wachstuch) 30 Minuten im Kühlschrank<br />

ruhen lassen. Quinoa-Masse und<br />

Chia-Masse gut vermengen, Orangen- und<br />

Zitronenabrieb, Haselnüsse und eine Prise<br />

Salz dazugeben. Die Masse erneut für 30<br />

Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.<br />

Inzwischen den Backofen auf 200 Grad<br />

vorheizen, aus der Masse Kipferl formen<br />

und bei maximal 170 Grad Umluft 25-30<br />

Minuten backen. Mit Vanillezucker bestreuen<br />

und abkühlen lassen. Beim Abkühlen<br />

gut bewachen, sonst sind sie gleich<br />

fair-schwunden …<br />

Foto: El Puente GmbH<br />

Foto und Rezept: <strong>Weltladen</strong> Horn<br />

Zutaten (für 4 Personen):<br />

120 g (Dinkelvollkorn-) Mehl<br />

50 g Quinoa*<br />

100 g Cashewkerne gehackt*<br />

50 g Sesam*<br />

50 g Leinsamen (geschrotet)<br />

1 TL (Meer-)Salz*<br />

1 TL Za’atar* (arabische Gewürzmischung<br />

mit Sesam und<br />

syrischem Majoran)<br />

2 EL Olivenöl*<br />

ca. 350 ml Wasser<br />

Zubereitung:<br />

Quinoa heiß waschen, abtropfen lassen und mit<br />

knapp der doppelten Menge Wasser wie Reis kochen.<br />

Auskühlen lassen.<br />

Alle trockenen Zutaten und die ausgekühlte Quinoa in<br />

einer Schüssel vermischen.<br />

Öl und Wasser verrühren und zu den trockenen Zutaten<br />

geben. Die Masse ist ziemlich flüssig, daher<br />

am besten kurz stehen lassen. Dann diese möglichst<br />

gleichmäßig dünn auf zwei Blechen/ dem Backpapier<br />

verstreichen und bei ca. 175°C etwa 30 Minuten lang<br />

backen. Aufpassen, dass das Knäckebrot nicht zu dunkel<br />

wird. Nach dem Auskühlen in beliebig große Stücke<br />

brechen und in einer schönen Schüssel zu einem<br />

herrlichen Tee aus dem <strong>Weltladen</strong> servieren …<br />

* Zutaten im <strong>Weltladen</strong> erhältlich<br />

Österreichische Post AG / Sponsoring Post<br />

10Z038572S<br />

Herausgeberin: ARGE Weltläden, Leopoldstraße 35, 6020 Innsbruck<br />

Tel.: +43(0)512-551150, arge@weltlaeden.at, www.weltladen.at<br />

Redaktionskoordination: Iris Teyml Layout: diehabeler.at Fotos: Coverbilder: EZA Fairer<br />

Handel, ansonsten Info beim jeweiligen Bild. Druckerei: Buchdruckerei Lustenau GmbH.<br />

Mit freundlicher Unterstützung von FAIRTRADE Austria.<br />

Green Printing<br />

certified:<br />

klimaneutral<br />

natureOffice.com | AT-157-612603<br />

gedruckt<br />

<br />

Weltläden – 89 x in Österreich:<br />

Burgenland: Eisenstadt, Jennersdorf, Mattersburg, Pinkafeld | Kärnten: Feldkirchen,<br />

Klagenfurt, St. Veit/Glan, Spittal/Drau, Villach | Niederösterreich: Amstetten,<br />

Baden, Bad Erlach, Ebreichsdorf, Gänserndorf, Hollabrunn, Horn, Krems, Laa/Thaya,<br />

Lanzenkirchen, Mistelbach, Mödling, Perchtoldsdorf, Poysdorf, Retz, Scheibbs,<br />

Schwechat, Stockerau, St. Pölten, Tulln, Waidhofen/Ybbs, Wr. Neustadt, Zwettl<br />

Oberösterreich: Bad Schallerbach, Braunau, Gallneukirchen, Linz, Schärding,<br />

Stadl- Paura, Steyr, Traun, Vöcklabruck, Vorchdorf, Wels, Weyer<br />

Salzburg: Bischofs hofen, Golling, Saalfelden, Salzburg-Linzergasse, Salzburg-Gneis<br />

Steiermark: Fürstenfeld, Gleisdorf, Graz, Hartberg, Knittelfeld, Voitsberg, Weiz<br />

Tirol: Hall, Imst, Innsbruck, Kufstein, Landeck, Lienz, Reutte, St. Johann i.T., Schwaz |<br />

Vorarlberg: Bezau * , Bludenz, Bregenz, Dornbirn, Egg, Feldkirch, Frastanz, Götzis,<br />

Hard, Hittisau, Hohenems * , Höchst * , Lochau, Lustenau, Rankweil, Schruns, Wolfurt |<br />

Wien: 1010, 1030, 1070, 1080, 1090, 1210<br />

*<br />

<strong>Weltladen</strong>-Verkaufsstelle Alle Weltläden zu finden auf www.weltladen.at

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