The Red Bulletin November 2019 (DE)

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«Das Problem

der meisten

Transportmittel

ist fehlende

Effizienz. Zeit,

das zu ändern!»

Chris Anthony, CEO von

Aptera, baut ein E-Auto

mit 1600 km Reichweite.

IN ALLER

KÜRZE

STOFF-

WECHSEL

Wer die Welt verändern

will, muss

ihre Bau steine

neu anordnen –

zwei Beispiele:

WASSER

AUS LUFT

Die Maschine von

Walter Kreisel, Unternehmer

aus Oberösterreich,

extrahiert

Wasser aus angesaugter

Luft und kann

es auf Trinkwasserqualität

aufbereiten.

wkreisel.com

Nachhaltigkeit

Der Saubersurfer

Wellenreiten vs. Wegwerfkultur: wie ein US-

Amerikaner mit seinem Kaffeebecher-Surfboard

Menschen zum Umdenken bewegen will.

Verallgemeinernd

gesagt setzen sich

Surfer aufgrund ihrer

Leidenschaft fürs Wasser

gern für die Umwelt ein. Dass

ihre Boards allerdings aus

nichtwiederverwertbaren

Materialien mit gewaltigem

ökologischem Fussabdruck

hergestellt werden, wird oft

vergessen. Deshalb hat sich

Surfer Korey Nolan zum

Ziel gesetzt, auf den verschwenderischen

Umgang

mit Ressourcen aufmerksam

zu machen. Und zwar mit

einem Surfboard aus 700

benutzten Kaffeebechern.

Inspiriert wurde er dabei

von den Unmengen an Einwegmüll

in seiner Heimat

im US-Bundesstaat New

Hampshire. «Ich will zeigen,

wie viel Abfall wir täglich

erzeugen, sodass die Leute

ihr Verhalten hinterfragen»,

so der 32-Jährige. «Innerhalb

von zehn Monaten habe

ich mehr als 1000 Styroporbecher

gesammelt – nur von

Freunden und Familie.»

Zur Herstellung des

Bretts presste Nolan die Becher

in eine Form und verschmolz

sie mit einem biobasierten

Epoxidharz. Damit

will er keineswegs anregen,

mehr Boards aus Kunststoffmüll

zu fabri zieren. Vielmehr

stellt er das Material

per se in Frage: «Styropor

gibt es seit achtzig Jahren,

und jedes einzelne Teil ist

noch immer da draussen –

es kompostiert nicht.»

Instagram: @koreytnolan

60-kWh-Akku nur 800 Kilogramm

wiegen. Angetrieben

wird der Dreiradzweisitzer

von zwei Elektromotoren am

vorderen Radpaar.

Der Aptera ist zwar innovativ,

aber nicht ganz neu.

Bereits vor mehr als zehn Jahren

stellte das kalifornische

Unternehmen einen Prototypen

vor, ehe es 2011 pleiteging.

«Es war eine andere

Zeit», so Anthony. «Jetzt gibt

es Lieferketten und ein neues

Bewusstsein.» Und mehr

Reichweite als die damaligen

160 Kilometer. aptera.us

ISOLIERUNG

AUS ASCHE

Ein nicht brennbarer

Dämmstoff war das Ziel

des Zürcher Start-ups

FenX um Gründer

Etienne Jeoffroy. Die

Lösung: Schaum, gewonnen

aus der Asche

von Industrieabfall.

fenx.ch

Mehr Inspiration für

Zukunftsmacher gibt es

im aktuellen INNOVATOR.

Infos und Abo unter:

redbulletininnovator.com

APTERA, MARTIN PRÖLL, FENX AG, KOREY NOLAN

Zurück zum Ursprung: Korey Nolan mit seinem aus alten Kaffeebechern

hergestellten Surfboard in einer Dunkin’-Donuts-Filiale

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