The Red Bulletin November 2019 (DE)

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Drehring

In den 50er-Jahren sorgten Blancpain

und Rolex erfolgreich für eine Wasserlandung

und definierten mit der Fifty

Fathoms und der Submariner sowohl

Funktion als auch Look der modernen

Taucheruhr. Das Prinzip ist denkbar

einfach erklärt: Entweder man markiert

mit der Lünette einen errechneten

Zeitpunkt oder den Beginn eines

Tauchgangs (der Pfeil wird auf den

Minutenzeiger ausgerichtet und setzt

dadurch die Zeit auf null).

Multifunktionsuhr

Spätestens seit Casio in den 70er-

Jahren einen Taschenrechner in eine

Digitaluhr eingebaut hatte, gelten

die batterie- oder solarbetriebenen

Multifunktionsuhren als perfekte

und oft günstigere Begleiter für fast

jeden Sport und Einsatzbereich. Meist

werden damit mehrere Funktionen

wie Alarm, Höhen- und Tiefenmesser,

Temperatur, Zwischenzeiten usw. in ein

Gehäuse gepackt und die Zeitanzeige

mit externen Quellen synchronisiert.

Stoff für die Ewigkeit

Die Uhrenindustrie mag gelegentlich

konservativ anmuten, «Hightech» ist

aber längst nicht nur in der Produktion

der Hersteller zu finden: Bei den Uhrwerken

kommen vermehrt Materialien

wie Silizium, Saphir, Titan oder Carbon

zum Einsatz, bei den Gehäusen bestimmen

Keramik, Kautschuk oder Carbonfasergemische

zunehmend den Look

der Uhr. Das Resultat sind leichtere,

meist kratzfestere Gehäuse und ein

starker Auftritt am Handgelenk.

Höhen- und Tiefenmesser

Seit jeher eine eher exotische Zusatzfunktion

bei mechanischen Uhren,

gibt es eine Handvoll Hersteller,

die ihre Uhren damit ausrüsten:

Die Raider Bivouac von Favre-Leuba

misst über den Umgebungsdruck

Höhen bis 9000 Meter, bei Oris geht

die ProPilot bis 4500 Meter mit.

Umgekehrt bieten Favre-Leuba, Oris

und Blancpain auch Taucheruhren

mit mechanischem Tiefenmesser

bis zu einer Tiefe von 120 Metern an.

Zeitzonen-Anzeige

Vielreisende werden die Komplikation

zu schätzen wissen: Mittels Städteringen,

Weltkugeln oder der internationalen

Kurzbezeichnungen von Flughäfen

können Lokal- und Heimzeiten

eingestellt und abgelesen werden,

manchmal sogar mit Tages- und Nachtanzeige

und nicht nur in Stundenschritten.

Einfachere Exemplare verwenden

einen drehbaren 24-Stunden-Ring und

einen zusätzlichen Zeiger aus der Mitte

(eine Umdrehung in 24 Stunden).

Akustische Zeitanzeige

Nachdem es bereits in der Taschenuhr-

Ära als unhöflich galt, ständig seinen

Zeitmesser aus der Tasche zu holen,

und es zudem in der Dunkelheit praktisch

unmöglich war, die Zeit von selbigem

abzulesen, erlauben sogenannte

Repetitionen, mittels seitlichem

Schieber die aktuelle Zeit akustisch

wiederzugeben. Spürbar günstiger

sind da Armbanduhren mit mechanischem

Wecker: Zu einem vorbestimmten

Zeitpunkt rasselt die Uhr los.

THE RED BULLETIN 95

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