2019/44 - HelfWohnraumOkt19

suedwest.presse

Das Magazin aus der Region für die Region

Helfensteiner

WohnraumAusgabe

Oktober 2019

ohne GZ

geht´s et

MINIMALISMUS

Die Firma Gansloser Holzbau

stellt mobile Mini-Häuser aus

heimischer Fichte her.

Seite 4

EINBRÜCHE

Die Polizei gibt Tipps,

wie sich das Eigenheim am

besten schützen lässt.

Seite 6

ENERGIE SPAREN

Die Energieagentur des Landkreises

berät interessierte

Immobilienbesitzer.

Seite 8


Wohlfühlen

ist einfach.

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Impressum

Verlag & Herausgeber

GEISLINGER ZEITUNG

Verlagsgesellschaft mbH

& Co. KG

Hauptstraße 38

73312 Geislingen/Steige

Gesamtkoordination

Heike Siegemund

Gestaltung

Bettina Backes, Christa Borth

Anzeigen Bettina Holzwarth

(verantwortlich)

Redaktion

Kathrin Bulling (verantwortlich),

SVH GmbH & Co. KG

Druck

DHO – Druckzentrum

Hohenlohe Ostalb

GmbH & Co. KG

Ludwig-Erhard-Straße 109

74564 Crailsheim

Datenschutz

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Sie unter:

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INHALT 3

Inhalt

Liebe Leserinnen und Leser,

Heike Siegemund

3 Inhalt

schon mal in einem Haus mit einer

Wohnfläche von 17 Quadratmetern

gelebt? Nein? Dass dies

geht – und zwar ganz gut und

komfortabel – beweisen die mobilen

Mini-Häuser der Firma

Gansloser Holzbau aus Reichenbach

im Täle. Fabian Gansloser

hat die Zeichen der Zeit erkannt:

Minimalismus ist hip; außerdem

werden vor allem in den großen

Städten händeringend zusätzliche

Wohnungen und Häuser benötigt.

Deshalb hat der 33-Jährige

beschlossen, ein komplett

transportables Mini-Haus aus

heimischer Fichte zu bauen –

und wurde von der Resonanz

überwältigt. Warum sich nicht

nur junge Leute, sondern auch

Senioren für die winzigen Häuser

aus Reichenbach interessieren,

lesen Sie auf den Seiten vier

und fünf.

Ein weiteres wichtiges Thema

unserer Zeit ist der Klimaschutz.

Auch beim Wohnen

kann man viel Energie einsparen

und so der Umwelt Gutes

tun. Doch oft ist die Sachlage

kompliziert, weshalb die Unterstützung

von Experten notwendig

ist. Die Energieagentur des

Landkreises Göppingen verfügt

über Mitarbeiter mit viel

Fachwissen: Diese beraten interessierte

Immobilienbesitzer

entweder in der Agentur in

Göppingen oder vor Ort im Eigenheim.

Der Gebäude-Check

kostet den Hausbesitzer nur

30 Euro; den Rest übernimmt

das Bundesministerium für

Wirtschaft und Energie. Mehr

dazu erfahren Sie auf den

Seiten acht und neun.

Weniger erfreulich, aber leider

gerade in der dunklen Jahreszeit

ein Thema: Einbrecher

sind wieder unterwegs. Kriminalhauptkommissar

Christian

Quattrone gibt keine Entwarnung:

Die Zahl der Einbrüche

geht zwar auch im Kreis Göppingen

seit dem Jahr 2015 zurück;

doch die Einbruchsversuche

steigen weiterhin an. Das

heißt: „Die Einbrecher sind

nach wie vor unterwegs, scheitern

aber immer öfter“. Dies

hängt auch damit zusammen,

dass viele Bürger ihr Haus

sicherer machen wollen und in

sicherungstechnische Ausrüstung

investieren. Wie eine solche

Ausrüstung aussehen sollte,

zeigt Christian Quattrone allen

Interessierten in der kriminalpolizeilichen

Beratungsstelle

in Göppingen oder vor Ort im

eigenen Haus. Diese Beratungen

sind kostenlos für die Immobilienbesitzer.

Weitere Informationen

dazu gibt es auf den Seiten

sechs und sieben.

Viele weitere Themen rund

um das Thema Wohnen finden

Sie in diesem Magazin. Wir

wünschen Ihnen viel Spaß beim

Lesen.

Ihre

Heike Siegemund

4 Mini-Häuser

6 Einbrüche

8 Energieberatung

10 Grundstückssuche

12 Bauplätze

in der Region

13 Erben

14 Heizung

16 Gartengestaltung

18 Finanzhilfen

20 Badezimmer

Mini-Häuser

Wohnen auf gerade

einmal 17 Quadratmetern

21 Möbelkauf

22 Putz- und

Seite 4

Haushaltstipps

23 Rechtstipps

Einbrüche

Wie man sein

Haus am besten

schützen kann

24 Regenwassernutzung

08 Wie sich im Haus

Energie einsparen

lässt

Die Energieagentur

des Landkreises berät

Interessierte.

10 Bauplatzsuche

Bevor es an die Planung

des Hausbaus geht, muss

das passende Grundstück

gefunden werden.

13 Erben

Was passiert mit der Immobilie

nach dem eigenen Tod?

Darüber sollte man sich

möglichst bald Gedanken

machen.

16 Gartengestaltung

Wer seinen Garten neu

anlegen möchte, kann den

Herbst für die Planung

nutzen.

Seite 6

20 Badezimmer

Aus diesem Raum

lässt sich ein

echtes Juwel zaubern.

24 Regenwassernutzung

An vielen Stellen

kann Trinkwasser

durch gutes Regenwasser

ersetzt werden.

26 Ferienhaus

27 Betriebskosten

28 Wohnen

oder vermieten

29 Versicherungen

30 Rasenpflege


4 MINI-HÄUSER

Wohnen auf

17 Quadratmetern

Minimalismus Die Firma Gansloser Holzbau aus Reichenbach im Täle stellt mobile

Mini-Häuser aus heimischer Fichte her. Sie entsprechen Ein-Zimmer-Appartements mit

Bad und Küche. Von Heike Siegemund

Auch im Wohnbereich

bewusst auf Luxus verzichten,

entrümpeln

und minimalistisch leben:

Dieser Lebensstil ist hip.

Hinzu kommt: Wohnraum ist

Mangelware. Vor allem in den

großen Städten werden händeringend

zusätzliche Wohnungen

und Häuser benötigt. Diese Zeichen

der Zeit hat Fabian Gansloser

aus Reichenbach im Täle erkannt

und beschlossen, ein mobiles

Mini-Haus aus Holz zu bauen

– mit einer Wohnfläche von

gerade einmal 17 Quadratmetern.

Das war vor etwa einem Jahr.

Seither melden sich bei dem Geschäftsführer

der Reichenbacher

Firma Gansloser Holzbau zahlreiche

Interessenten, die von

dem Häusle begeistert sind. „Ich

hätte nie gedacht, dass es solche

Wellen schlägt“, gesteht der

33-Jährige, der selbst eine Woche

in seinem winzigen Haus gewohnt

hat. Auch die Verantwortlichen

der Stadtverwaltung Eislingen

waren auf den Reichenbacher

zugekommen. „Die Stadt

wollte die Alternative ,Wohnen

auf kleinem Raum‘ vorstellen,

weil vor allem die Ballungszentren

aus allen Nähten platzen“,

erzählt Fabian Gansloser. So kam

es, dass im Juni zwei Wochen

lang zwei der winzigen Häuser

am Mühlbachkreisel in der Eislinger

Innenstadt zu besichtigen

waren: neben der Reichenbacher

Variante noch ein sogenanntes

Tiny House aus Nagold.

Die Resonanz in Eislingen sei

überwältigend gewesen, freut

sich Fabian Gansloser. Vor allem

viele Senioren hätten sich für

sein Haus interessiert. „Ursprünglich

dachte ich eher an

junge Leute, zum Beispiel Studenten“,

sagt er. Viele Camper

könnten es sich als Wochenendoder

Ferien-Häuschen vorstellen

– manche aber auch als Dauerlösung.

So will sich eine 92-Jährige

das Häusle der Firma Gansloser

in ihren Garten stellen lassen.

Ihr bisheriges Haus, das ihr zu

groß geworden ist und ihr zu viel

Arbeit macht, vermietet sie. So

kann sie im gewohnten Umfeld

wohnen bleiben. Generell sei

dies kein Problem, wenn sich das

Häusle im Bebauungsfenster befindet

und „der Bebauungsplan

das hergibt“, ergänzt der Zimmerermeister.

Notwendig sei

eine Baugenehmigung.

„Ein großer Markt“ seien aber

auch junge Familien, die im Haus

zu wenig Platz haben. „Sie docken

ans bestehende Haus an

und setzen direkt an die Hauswand

das Mini-Häusle“, erklärt

Fabian Gansloser. Die Holz-Module

seien individuell plan- und

vielseitig einsetzbar: zum Beispiel

auch als Bäckerei-Verkaufsstelle

(Bäckerei Bopp in Gosbach)

oder als Kindergartenräumlichkeiten.

Für Letzteres hat

die Firma Gansloser 18 Module

produziert, die im Geislinger

Stadtpark aufgestellt wurden.

Doch zurück zum Wohn-Häusle:

Das Ausstellungsstück des

Reichenbachers wiegt 6,5 Tonnen

und ist drei auf sechs Meter

groß und drei Meter hoch. Denk-


MINI-HÄUSER 5

bar wären auch die Maße vier auf

neun Meter und eine maximale

Höhe von vier Metern. Durch die

Modul-Bauweise sei das Haus

beliebig erweiterbar. „Außerdem

gibt es die Möglichkeit, bis zu

drei Module aufeinander zu setzen“,

ergänzt der Experte.

Das Ausstellungshäusle verfügt

über einen gemütlich eingerichteten

Wohn-, Schlaf- und

Kochbereich

für bis zu zwei Personen

mit Küchenzeile sowie über einen

Flur, ein Badezimmer und einen

Abstellraum. Außerdem gibt

es eine Terrasse mit großen Glasschiebetüren.

Die Klappcouch

lässt sich als Sofa und Bett verwenden;

den Esstisch kann man

ebenfalls auf- und wieder zuklappen.

Eingebaut ist eine kleine

Elektroheizung. Ein Durchlauferhitzer

mit Warmwasserpufferspeicher

sorgt dafür, dass man

immer Warmwasservorrat hat.

„Das Haus ist gut gedämmt“, ergänzt

Fabian Ganslo-

ser. Isoliert sei

das Haus gegen

Kälte und Hit-

ze. Lärm, zum

Beispiel

von

Autos,

höre

man so gut wie

nicht;

das

Dach

(„man

hört

keinen

Regen“) lasse

sich auch begrünen.

„Alles besteht

aus heimischer

Fichte“, fügt

Fabian

Gansloser

hinzu und

schwärmt:

„Holz

strahlt einfach

eine

Wärme

aus“. Gebaut

wird

das Haus

komplett

in der

großen Werkhalle der Firma in

Reichenbach. „So sind wir witterungsunabhängig

in der Produktion.“

Ist das Haus fertig, wird es

mit einem Kran auf einen Tieflader

gehievt. „Es ist komplett

transportabel. Man kann mit dem

Haus auch unkompliziert wieder

umziehen.“ Ganz autark ist das

Reichenbacher Haus allerdings

nicht: Benötigt werden Wasser-,

Abwasser- und Strom-Anschlüsse.

„Es ist eine Zwischenlösung

zwischen Tiny House und normalem

Haus“, ergänzt der 33-Jährige.

Das Ausstellungsstück kostet,

„so wie es dasteht“, mit Inneneinrichtung

rund 45 000 Euro.

„Eigentlich bauen wir große

Häuser“, sagt der Reichenbacher

schmunzelnd. Doch das Projekt

Mini-Haus mache Spaß und sei

ihm ans Herz gewachsen. Mit

Fotos: Heike Siegemund

Blick auf die vielen Möglichkeiten,

die die Modul-Bauweise biete,

betont er: „Wir stehen erst am

Anfang des Modul-Systems.“

Das Haus ist

komplett

transportabel.

Man kann umkompliziert

auch wieder

umziehen.

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6 SICHERHEIT

Hochsaison für

Einbrecher

Sicherheit Wie lässt sich das Eigenheim am besten schützen? Kriminalhauptkommissar

Christian Quattrone gibt Tipps zum Einbruchschutz. Von Heike Siegemund

Die dunkle Jahreszeit

steht vor der Tür – und

damit die Hochsaison

für Einbrecher. Glücklicherweise

geht die Zahl der

Einbrüche auch im Kreis Göppingen

seit dem Jahr 2015 zurück,

wie Kriminalhauptkommissar

Christian Quattrone informiert.

Doch er gibt trotzdem keine Entwarnung:

„Die Einbruchsversuche

steigen weiterhin an. Das

heißt: Die Einbrecher sind nach

wie vor unterwegs, scheitern

aber immer öfter.“

Dies hänge damit zusammen,

dass die Bevölkerung nach der

Anhäufung der Einbrüche bis

2015 sensibilisiert ist und die

Menschen besser auf ihr eigenes

Haus und die Nachbarn aufpassen.

„Außerdem hat die Polizei

die Maßnahmen intensiviert,

und es gibt höhere Strafandrohungen“,

sagt Quattrone. Hinzu

komme, dass viele Bürger ihr

Haus sicherer machen wollen

und in sicherungstechnische

Ausrüstung investieren.

Wie eine solche Ausrüstung

aussehen sollte, zeigt Christian

Quattrone allen Interessierten

in der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle

in der Schillerstraße

17 in Göppingen: Diese ist

mit zahlreichen Exponaten und

Ausstellungsstücken zum Thema

mechanische und elektronische

Sicherungstechnik eingerichtet.

Christian Quattrone kommt außerdem

im ganzen Kreis Göppingen

auf Anfrage zu interessierten

Bürgern in deren Haus oder

Wohnung und berät diese vor

Ort.

Wichtig beim Thema Einbruchschutz

ist zunächst, dass es

der Mensch dem Einbrecher

nicht zu einfach macht, betont

Quattrone. Bei gekippten Fenstern

beispielsweise haben Diebe

leichtes Spiel, denn: „Ein gekipptes

Fenster ist ein offenes Fenster“.

Der Polizist rät außerdem

davon ab, den Haustürschlüssel

außerhalb des Hauses zu verstecken

– auch wenn das Versteck

noch so ausgetüftelt ist. Türen

sollten bei Abwesenheit immer

zweimal verschlossen sein und

nicht nur ins Schloss gezogen

werden, ergänzt der Experte.

Aufstiegshilfen wie Leitern oder

Mülltonnen sollten weggeschlossen

oder gesichert sein. Auch

Gartenhäuschen, in denen sich

potenzielle Einbruchswerkzeuge

wie Schraubendreher, Hammer,

Pickel oder Geißfuß befinden,

sollten abgeschlossen werden.

Wer in Urlaub geht und die Rollläden

über längere Zeit geschlossen

lässt, signalisiert: Hier ist

niemand zu Hause. Deshalb sei

es immer gut, wenn Verwandte

oder Nachbarn nach dem Haus

sehen, die Rollläden hoch- und

runterziehen und auch den Briefkasten

leeren, ergänzt Quattrone

– denn quillt dieser über, ist das

ein weiteres Zeichen für Einbrecher,

dass die Bewohner verreist

sind.

Gute Mittel, um Einbrecher abzuschrecken,

seien Außenstrahler

mit Bewegungsmeldern und

eine Innenbeleuchtung mit Zeitschaltuhr.

Doch alleine darauf

dürfe man sich nicht beschränken.

Wichtig sei, dass sämtliche

Öffnungen – also alle Fenster,

Türen, Garagentore und Lichtschächte

– mechanisch ausreichend

gesichert sind. Fenster mit


SICHERHEIT 7

Wie man es nicht machen sollte: Direkt im Eingangsbereich eines Hauses

sollte man keine Wertsachen deponieren, rät Christian Quattrone.

Hier hat‘s ein Einbrecher schwer: Dank Querriegel ist die Tür gut

gesichert.

Fotos: Heike Siegemund

veralteten Schließsystemen sollte

man austauschen oder nachrüsten

lassen, verdeutlicht der

Kriminalhauptkommissar. Zum

Thema Rollladen sagt Quattrone:

„Ein Standard-Rollladen ist

kein Einbruchschutz“. Die Polizei

empfiehlt bei neuen Fenstern

und Fenstertüren sowie bei Türen

und Rollläden mindestens

die Widerstandsklasse RC 2 nach

DIN 1627. Der Einbau und die

Nachrüstung sollte stets ein

Fachmann ausführen. Über die

KfW werden solche Maßnahmen

finanziell gefördert (siehe Info

rechts).

Auch eine technische Einbruchssicherung,

zum Beispiel

Gegensprechanlagen mit Bildübertragung

und Alarmanlagen,

und die Smart-Home-Technologie

bieten viele zusätzliche Möglichkeiten.

Wichtig sei aber auch

hier, dass man stets auf zertifizierte

Anlagen und Fachfirmen

zurückgreift.

Kostenlose Beratungen

Bei den kostenlosen Beratungen

in der kriminalpolizeilichen

Beratungsstelle und im Eigenheim

vor Ort erhalten die Bürger

auch Hinweise zu Firmen, die auf

mechanischen und elektronischen

Einbruchschutz spezialisiert

sind. Diese Firmen haben

sich dem Aufnahmeverfahren

des Landeskriminalamts Baden-

Württemberg unterzogen und

verfügen damit über die fachliche

Qualifikation für eine sicherungstechnisch

fachgerechte

Montage, betont Christian Quattrone.

Er verweist außerdem darauf,

dass für den Erhalt eines Zuschusses

durch die KfW seit diesem

Jahr ein Nachweis der Einbruchschutz-Montagearbeiten

eines Fachbetriebes gefordert

wird.

Wer die Beratung in Anspruch

nehmen möchte, kann sich unter

Telefon 0731/188-1444

anmelden.

Wann die Einbrecher zuschlagen

Die meisten Einbrüche passieren

nicht nachts, wenn

die Bewohner schlafen. Vielmehr

ereignen sich eine Vielzahl der

Einbrüche zwischen 16 und 22

Uhr. In dieser Zeitspanne „haben

die Täter eine größere Chance,

dass die Bewohner nicht zuhause

sind“, sagt Quattrone. In der

Regel seien die Einbrecher spätestens

nach zehn Minuten wieder

verschwunden: „Das schaffen

sie, wenn Öffnungen wie

Fenster und Fenstertüren nicht

richtig gesichert sind“. Die wenigsten

Einbrecher verfügen über

genaue Kenntnisse, ob sich

wertvoller Schmuck und Bargeld

im Haus befinden; „die meisten

nutzen die günstige Gelegenheit,

wenn kein Licht brennt, die Fenster

gekippt sind oder der Briefkasten

überquillt“.

Bei den Einbrechern handle es

sich sowohl um ganze Banden

aus dem Ausland, die sich für

kurze Zeit in der Region niederlassen

und nach den Taten

schnell wieder verschwinden, als

auch um inländische Einbrecher

– zum Beispiel Spiel- oder

Rauschgiftsüchtige, die dringend

Geld brauchen. „Mit dem Flüchtlingsthema

haben die ausländischen

Einbruchsbanden grundsätzlich

nichts zu tun“, verdeutlicht

Quattrone. Im Übrigen

„schauen sich diese Banden

nicht über mehrere Wochen ein

Haus aus“; auch sie spekulieren

meist auf die günstige Gelegenheit

und die günstige Lage eines

Wohngebiets.


8 ENERGIEBERATUNG

Wie sich

im Haus

Energie

einsparen

lässt

Klimaschutz Die Energieagentur des

Landkreises Göppingen berät interessierte

Immobilienbesitzer. Der Gebäude-Check

vor Ort kostet diese nur 30 Euro – den Rest

übernimmt der Bund. Von Heike Siegemund

Energieberater Gerd Ott

von der Energieagentur

des Landkreises Göppingen

nimmt an diesem

Nachmittag ein 107 Jahre altes

Haus in Deggingen unter die

Lupe. Wie ist die bauliche Situation:

Sind Haustüre und Fenster

dicht? Wie sehen Dach, Keller

und Außenwände in Bezug

auf die Dämmung aus? Wie hoch

liegt der jährliche Stromverbrauch?

Wie viel Heizenergie

verbrauchen die Bewohner?

Eignet sich das Dach für Photovoltaikanlagen

oder Solarthermie?

Solchen und weiteren

Fragen geht der Fachmann auf

die Spur, um mögliche Energieeinsparpotenziale

im Gebäude

aufzudecken.

226 Euro kostet der Gebäude-Check

durch den Experten

– doch der Hausbesitzer

Energieberater Gerd Ott überprüft auch, ob die Haustür dicht ist.

Wie viel Heizenergie verbrauchen die Bewohner eines Hauses?

Diese und weitere Fragen klären die Berater der Energieagentur

bei ihren Checks vor Ort.

Fotos: Heike Siegemund

braucht nur 30 Euro zu bezahlen;

den Rest übernimmt das

Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie, das solche

Energie-Beratungs-Checks finanziell

fördert.

Die Energieagentur des Landkreises,

die hier mit der Verbraucherzentrale

kooperiert,

entsendet dafür neutrale Energieberater.

Diese besichtigen

die Immobilien interessierter

Hauseigentümer und Vermieter

und nehmen eine energetische

Bestandsaufnahme der

Gebäudehülle und Haustechnik

vor. Dabei begutachten die

Berater das Haus und die Heizungsanlage

unter energetischen

Aspekten. Sie prüfen

auch, ob der Einsatz erneuerbarer

Energien prinzipiell möglich

und sinnvoll ist. Wenige

Tage nach der Besichtigung

erhalten die Hausbesitzer einen

Kurzbericht mit den Ergebnissen

des Checks und mit Empfehlungen

für die nächsten

Schritte.

Im Falle des Gebäudes in Deggingen,

das vor vier Jahren zum

Teil umgebaut worden war, erfährt

der Hauseigentümer, dass

der jährliche Stromverbrauch im

Vergleich zu anderen Haushalten

dieser Größe auf niedrigem

Niveau liegt. Hier sind die Einsparpotenziale

gering. Anders

sieht es beim Heizenergieverbrauch

aus, der hoch ist und bei

dem es ein deutliches Sparpotenzial

gibt. Außerdem verursachen

die ungedämmten Dacheinbauten

erhöhte Wärmeverluste

– ebenso die Haustüre, die

undicht ist und abgedichtet werden

sollte, zum Beispiel durch

aufschraubbare Dichtungsleisten

oder Türbodendichtungen

in Bürstenform. Auch die Wände

des Kellerabgangs sind nicht

gedämmt, wodurch Wärmeverluste

entstehen.

Der Hauseigentümer möchte

zunächst die Heizungsanlage

austauschen und auf Gas umsteigen.

Bisher heizen die Bewohner

mit Nachtspeicheröfen.


ENERGIEBERATUNG 9

tems dazu verpflichtet, 15 Prozent

der künftigen Wärmeerzeugung

aus erneuerbaren

Energien bereitzustellen. Die

ersten zehn Prozent könne

man mit dem Biogastarif abdecken,

informiert Ott weiter.

Außerdem könne man einen

Sanierungsfahrplan erstellen

lassen (fünf Prozent): Bei dieser

vom Bund finanziell geförderten

Bestandsaufnahme

wird das gesamte Gebäude erfasst;

der Fahrplan zeigt auf,

wie man zu einem Niedrigenergiehaus

kommen kann.

„Man geht dabei keine Verpflichtungen

ein. Es handelt sich

nur um Empfehlungen“, sagt der

Energieberater.

Darauf verweist auch Timm

Engelhardt, Geschäftsführer der

Energieagentur. Er empfiehlt

Hausbesitzern außerdem, sich

generell bei einer Sanierung

oder einem Heizungsaustausch

vorab beraten zu lassen, „auch

über die Möglichkeiten der

finanziellen Förderung“. Man

sollte sich frühzeitig über die

Alternativen informieren – noch

bevor womöglich die Heizung

defekt ist und der Austausch

schnell erfolgen muss.

Die Energieagentur informiert

Timm Engelhard von der

Energieagentur des Landkreises

Göppingen.

Bei der Energieagentur des

Landkreises Göppingen

handelt es sich um eine gemeinnützige

Einrichtung, die ohne Gewinnabsicht

arbeitet und neutral

berät. Sie wurde 2010 durch den

Landkreis gegründet und wird

finanziell unterstützt von der

Kreissparkasse Göppingen, den

Energieversorgungsunternehmen

Albwerk, EnBW und EVF sowie von

der Kreishandwerkerschaft

Göppingen.

„Wir bieten Beratungen rund um

die Themen Bauen, Sanieren und

Energiesparen an“, sagt Geschäftsführer

Timm Engelhardt.

Diese finden sowohl in der Agentur

in Göppingen statt als auch (ermöglicht

durch die Kooperation

mit der Verbraucherzentrale

Baden-Württemberg) vor Ort bei

Immobilienbesitzern. Die Energieagentur

berät auch Unternehmen

bei Energiethemen. „Außerdem

arbeiten wir mit Kommunen bei

der Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen

zusammen, beobachten

Verbräuche und zeigen

Einsparverbesserungen auf“, ergänzt

der Geschäftsführer. Projekte

zu Energiethemen an Schulen

bietet die Energieagentur ebenfalls

an. Fünf Mitarbeiter sind in

der Agentur beschäftigt, die zur

Energiewende und zum Klimaschutz

im Landkreis beitragen.

Zu erreichen sind die Experten per

E-Mail an energieagentur@

landkreis-goeppingen.de

oder unter der Telefonnummer

07161 / 6 51 65 - 00.

Von diesen rät Energieberater

Gerd Ott grundsätzlich ab: „Das

ursprüngliche Prinzip von

Nachtspeicherheizungen war,

dass sie sich nachts mit Strom

aufladen, wenn der Tarif günstiger

ist, und die Wärme tagsüber

abgeben“, sagt Ott. Allerdings

habe sich diese Technik

überholt, und der Nachtstrom

sei nicht mehr viel günstiger. Ein

weiterer Nachteil: „Man speichert

nachts Strom, obwohl man

ihn tagsüber vielleicht gar nicht

benötigt – und bezahlt trotzdem

dafür“.

Der Energieberater weist den

Hauseigentümer auf das Erneuerbare

Wärmegesetz hin, das in

Baden-Württemberg gilt: Demnach

sind Immobilienbesitzer

bei Einbau eines neuen Heizsys-

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10

BAUPLATZ

Hier wollen wir

gerne wohnen

Strategie Bevor es an die konkrete Planung des Hausbaus geht, muss zunächst ein passendes

Grundstück gefunden werden. Doch wie geht man diese Aufgabe an? Von Anne Meßmer

Der Traum von den eigenen

vier Wänden soll

wahr werden. Doch zuerst

muss der passende

Bauplatz gefunden werden. Bei

der Suche sollte man die folgenden

Punkte beachten:

Ein sonniger Platz mit Aussicht –

die Suche nach dem richtigen

Bauplatz braucht Zeit.

Foto: © sommart sombu/Shutterstock.com

1. Einen groben Rahmen stecken:

Als erstes geht es darum,

einen Radius abzustecken, in

welchem sich das Grundstück

befinden soll – also in welcher

Gemeinde, Stadt oder in welchem

Landkreis.

2. Wo soll man suchen? Ist die

erste Frage beantwortet, kann man

sich daranmachen verfügbare Baugrundstücke

aufzuspüren. Dazu

gibt es mehrere Möglichkeiten:

Man beauftragt einen Makler mit

der Suche, erkundigt sich bei der

Stadt, Gemeinde oder Kommune

nach freien Grundstücken oder

sucht auf Internetbörsen. Eine

weitere Möglichkeit ist der Kauf

eines Baugrundstücks von einem

Bauträger. Dabei ist man in der

Regel beim späteren Hausbau an

diesen Bauträger gebunden.

3. Der Blick ins Grundbuch:

Hat man ein mögliches Baugrundstück

gefunden, sollte man

vor dem Kauf unbedingt einen

Blick ins Grundbuch werfen. Daraus

wird ersichtlich, ob das

Grundstück bereits mit Hypotheken

belastet ist, ob es vielleicht

ein eingetragenes Wegerecht gibt

für einen Weg, der über das

Grundstück verläuft oder ob die

Stadt oder Gemeinde ein Vorkaufsrecht

hat.

4. Der Bebauungsplan: Ebenso

wichtig wie der Blick ins Grundbuch

ist der in den Bebauungsplan.

Aus diesem wird zum Beispiel

ersichtlich, wie viele Stockwerke

ein Haus haben darf, welche

Dachformen erlaubt sind,

welche Mindestabstände zu

Nachbargrundstücken eingehalten

werden müssen und ob man

später Bäume auf dem Grundstück

pflanzen darf.


BAUPLATZ 11

5. Das Grundstück und seine

Umgebung: Ein prüfender

Blick gilt natürlich zunächst

dem Grundstück: Mittels einer

Baugrunduntersuchung lässt

sich beispielsweise feststellen,

wie hoch der Grundwasserspiegel

ist oder wie die Bodenbeschaffenheit

ist. Diese Informationen

sind für den späteren Gebäudebau

wichtig, da sie zum

Beispiel den Bau eines Kellers

beeinflussen können. Auch sollte

man sich erkundigen, ob sich

das Grundstück in einem von

Hochwasser oder Erdbeben – ja,

die gibt es auch in Deutschland

– betroffenen Gebiet befindet.

Auch die Ausrichtung des

Grundstück sowie Bewuchs und

Bebauung drumherum sollten

beachtet werden – Stichwort Beschattung.

Zudem hilft ein Gang

durch die Nachbarschaft, um

festzustellen, ob eventuell Unternehmen

in der Nähe sind, die

auch am Wochenende arbeiten

und/oder viel Lärm oder sonstige

Emissionen verursachen.

Auch über stark befahrene Straßen,

Hochspannungsleitungen

oder Starkstromleitungen sollte

man sich informieren.

6. Die Infrastruktur: Wie weit

ist der Weg zur Arbeit, in die

Schule oder zum Kindergarten?

Gibt es Spielplätze? Wer sind

die Nachbarn? Wie ist der Anschluss

an den öffentlichen Nahverkehr?

Wo sind Einkaufsmöglichkeiten,

Apotheken oder Ärzte?

All diese Fragen sollte man

bei der Wahl eines Grundstücks

berücksichtigen.

7. Ist das Grundstück schon erschlossen?

Nicht erschlossene

Baugrundstücke sind in der Regel

günstiger, jedoch muss man

dann später noch einmal gesondert

Erschließungskosten für

Energieversorgung, Kanalisation,

Telekommunikation oder

für den Anschluss an das Straßen-

und Wegenetz zahlen.

8. Gibt es Altlasten? Gerade,

wenn das Grundstück bereits

einmal bebaut war oder sonst

wie genutzt wurde, kann es sinnvoll

sein, Erkundigungen über

mögliche Altlasten wie Öl, Chemikalien

oder Elektroschrott

einzuholen. Auskünfte darüber

erteilen das Bauamt, das Altlastenkataster

oder das zuständige

Umweltamt des entsprechenden

Landkreises.

Bauherren im Kreis träumen

vom eigenen Häusle

In Baden-Württemberg sind

zuletzt gut 43 Prozent der insgesamt

gebauten Wohnungen

in Ein- und Zweifamilienhäusern

entstanden. Der Kreis Göppingen

liegt da noch höher. Hier

kommen die Häuslebauer auf

einen Anteil von knapp 48 Prozent.

Damit ist der hiesige Anteil

höher als der Landesdurchschnitt.

In der Bundesliga der

häuslebauerfreundlichen Stadtund

Landkreise reicht es für

den Landkreis Göppingen zu

Platz 261 unter 403 ausgewerteten

Gebieten. Bundesweit gibt

es allerdings acht Gebiete,

wo tatsächlich nur Ein- und

Zweifamilienhäuser gebaut

wurden.

Die aktuellsten zur Verfügung

stehenden Daten sind die vom

Jahreswechsel 2016/2017. Demnach

gilt für den Kreis Göppingen:

Die Bevölkerung wächst.

1869 neue Mitbürger notierte

das Statistische Landesamt zum

Jahreswechsel im Kreis. Gleichzeitig

wurden insgesamt 741

neue Wohnungen im Landkreis

Göppingen bezugsfertig. pm

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12 BAUPLÄTZE

Bauplätze in der Region

Bauen liegt nach wie vor im Trend. Wer derzeit auf der Suche nach einem Bauplatz in

der Region ist, hat es nicht leicht.

Gemeinde Bauplätze Größe (m 2 ) €/m 2 Vergünstigungen bereits erschlossen?

Amstetten 0 / / / /

Bad Ditzenbach

Die Gemeinde plant ein weiteres Baugebiet im „Riedmorgen“ mit 13 Plätzen zu erschließen

Bad Überkingen 1 1000 250 2.500 € pro Kind ja

Böhmenkirch 0 / / / /

Deggingen – Birkhof 10 (Gewerbe) 446 – 1242 noch offen noch offen voraussichtlich 2020/21

37 (Wohnen) 422 – 2471

Drackenstein – Hummelberg II 8 ca. 600 180 / geschieht aktuell, Bebauung ab Jahresanfang 2020 möglich

Geislingen – Tegelberg 4 379 – 641 215 – 273 2.000 € pro Kind ja, Kosten für Wasser-BKZ oder Wassergrundstücksanschluss

Aufhausen

Die Gemeinde arbeitet daran, ein Baugebiet mit etwa zehn Plätzen zu erschließen

(dauert voraussichtlich bis Ende 2020)

Eybach 0 / / / /

Türkheim 0 / / / /

Waldhausen 0 / / / /

Stötten 0 / / / /

Weiler 0 / / / /

Gerstetten

Gingen

Die Gemeinde ist derzeit dabei, weitere Baugebiete zu entwickeln

Die Gemeinde plant für 2020/21 weiteres Bauland bereitzustellen

Hohenstadt 0 / / / /

Kuchen 0 / / / /

Lonsee 0 / / / /

Nellingen 0 / / / /

Westerheim

Die Gemeinde will zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen

Wiesensteig 4 158 – 1022 90 – 120 / ja, keine Zusatzkosten

Mühlhausen 0 / / / /

Gruibingen

Die Gemeinde ist derzeit dabei, ein weiteres kleines Baugebiet zu entwickeln


ERBEN 13

Der eine gibt,

der andere nimmt

Recht Das Heim einer Familie stellt in der

Regel den größten Vermögenswert dar.

Deshalb sollte man sich möglichst bald

Gedanken darüber machen, was nach dem

eigenen Tod mit der Immobilie passieren

soll. Von Anne Messmer

Der Erblasser: Vererben

oder Verschenken?

Als Eigentümer hat man

im Grunde zwei Möglichkeiten,

um ein Haus oder eine

Eigentumswohnung an die

nächste Generation zu übergeben:

durch Erbe oder Schenkung.

Auf den Eintritt des Erbfalls zu

warten, ist sinnvoll, wenn die Immobilie

noch nicht abbezahlt ist

oder der Erbe noch minderjährig

ist. Bei einem minderjährigen

Immobilieneigentümer hat unter

Umständen das Familiengericht

ein Mitspracherecht.

Auch wenn eine Immobilie als

Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit

gedacht ist oder

um im Alter die Kosten einer

Heimunterbringung im Pflegefall

zu decken, ist es sinnvoll, die Immobilie

bis ans eigene Lebensende

zu behalten.

Das größte Argument, das für

die Schenkung einer Immobilie

spricht, dürfte die Steuerersparnis

sein: Denn wer eine Immobilie

erbt, muss Erbschaftssteuer

bezahlen. Diese bemisst sich am

tatsächlichen Verkehrswert der

Immobilie. Doch natürlich gibt

es auch eine Schenkungssteuer.

Allerdings gelten für diese unterschiedliche

Freibeträge (siehe

Info rechts), die alle zehn Jahre

zur Verfügung stehen.

Ein Beispiel: Ein Ehepaar hat

zwei Kinder. Jeder Elternteil

kann jedem Kind alle zehn Jahre

steuerfrei 400000 Euro (auch in

Form einer Immobilie) schenken.

Wichtig ist: Eine Schenkung

sollte man nie ohne entsprechenden

Vertrag vornehmen. In diesem

werden Regelungen zu

Wohnrecht, Nießbrauch und

Rückforderung festgelegt.

Der Erbe: Hilfe, ich habe eine

Immobilie geerbt

Mit dem Erben einer Immobilie

kommen jede Menge Verpflichtungen

auf den Erben zu. Denn

nun ist er der Rechtsnachfolger

des Erblassers und seine Rechte

– vor allem aber auch seine

Pflichten – gehen auf ihn über.

Noch bevor man das Erbe antritt,

sollte man klären, ob dieses eventuell

durch Hypotheken oder

Grundschuldeintragungen belastet

ist. Ist dies der Fall, sollte man

überlegen, ob man das Erbe ausschlägt

– denn als neuer Eigentümer

der Immobilie muss man

offene Forderungen bedienen.

Diese Informationen bekommt

man aus dem Grundbuch, das

man als Erbe einsehen darf.

Tritt man das Erbe an, kann

man die Immobilie vermieten,

verkaufen oder selbst bewohnen.

Hat man nicht alleine geerbt,

sondern zum Beispiel zusammen

mit den Geschwistern, ist man

Teil einer Erbengemeinschaft.

Hier müssen Entscheidungen,

die die Immobilie betreffen, gemeinsam

getroffen werden. Was

man auf jeden Fall tun sollte:

Innerhalb von zwei Jahren nach

dem Erbfall kann man sich beim

Grundbuchamt kostenlos als

neuer Eigentümer eintragen lassen.

Innen- & Fassadenanstrich,

Bodenbeschichtung

Die Freibeträge

Verwandtschaftsgrad zum Erblasser

Ehepartner oder eingetragener Lebenspartner

Kinder oder Stiefkinder

Enkelkinder oder Urenkel

Freibetrag

500 000 Euro

400 000 Euro

200 000 Euro

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F

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Gerade in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, dass es zu Hause schön warm und angenehm ist.

Composing: mediaservice ulm

Wärme aus dem

Herzen des Hauses

Eigenheim Alle sprechen von den modernen Heizmethoden. Doch welche gibt es? Und wie

schont man beim Heizen die Umwelt und hat trotzdem warme Füße? Von Anne Meßmer

Es kommt der Tag, da gibt

es keine Ausrede mehr:

Die alte Heiz anlage hat

ihre besten Tage hinter

sich und muss raus. Doch welche

Alternativen machen Sinn? Und

wie sieht es beim Neubau aus?

1. Gas- und Ölheizungen

Sie sind platzsparend, zuverlässig

und günstig: Gas- und auch

Ölheizungen sind immer noch

die am weitesten verbreiteten

Heizungsarten in Deutschland.

Doch wirklich ökologisch sind

sie nicht. Zum einen sind fossile

Energieträger wie Erdgas und

Öl nur begrenzt verfügbar und

zum anderen sind sie schlecht

für die Umwelt.

2. Blockheizkraftwerk

Ein Blockheizkraftwerk erzeugt

Strom, Wärme und sorgt für

Warmwasser. Darin ist ein Verbrennungsmotor

verbaut, der

mit fossilen Brennstoffen wie

Gas, Heizöl oder auch Holz, einem

nachwachsenden Energieträger,

betrieben werden kann.

Der Verbrennungsmotor treibt

einen Generator zur Stromerzeugung

an. Die bei der Verbrennung

entstehende Abwärme

wird zurückgewonnen und für

Warmwasser und das Heizen

genutzt. Ein Blockheizkraftwerk

nutzt rund 90 Prozent der im

verwendeten Brennstoff gespeicherten

Energie und ist daher

sehr effektiv.

3. Wärmepumpen

Im Prinzip handelt es sich dabei

um „umgekehrte Kühlschränke“:

Sie entziehen der Umgebung

Wärme und geben diese an die

Heizung weiter. Somit sind Wärmepumpen

eine saubere und effiziente

Art des Heizens, da sie

ohnehin vorhandene Wärme

nutzen. Zwar braucht es zum

Betreiben einer Wärmepumpe

Strom, aber dieser wird nicht –

wie bei einer Elektroheizung –

genutzt, um Wärme zu erzeugen,

sondern um der Umgebung diese

zu entziehen. Zudem kann

man die Wärmepumpe auch

noch durch eine Solarthermieanlage

ergänzen oder den Strom

mittels einer Fotovoltaikanlage

gewinnen. Zu den bekanntesten

Arten der Wärmepumpe gehören

die Luft-Wasser-Wärmepumpe,

die Sole-Wasser-Wärmepumpe

und die Wasser-Wasser-

Wärmepumpe.

Luft-Wasser-Wärmepumpe:

Sie entzieht der Luft Wärme und

leitet diese an einen Verdampfer

weiter. In diesem befindet sich


HEIZUNG 15

ein Kältemittel, das schon bei

niedrigen Temperaturen zu verdampfen

anfängt. Ist die gewünschte

Temperatur erreicht,

strömt der Dampf zum Verflüssiger,

wo er kondensiert und die

Wärme an das Heizsystem übertragen

wird.

Sole-Wasser-Wärmepumpe:

Diese wird auch als Erdwärmepumpe

bezeichnet, denn sie

nutzt die im Erdreich gespeicherte

Wärme. Dafür gibt es zwei

Varianten: Entweder werden

Erdkollektoren an der Erdoberfläche

verlegt oder es werden

Erdsonden in die Erde eingebracht,

die aus einer Tiefe von

40 bis 100 Metern die thermische

Energie in Form von Wärme aufnehmen.

In beiden Modulen zirkuliert

eine frostsichere Flüssigkeit,

die Sole, die die Wärme aus

dem Erdreich an die Wärmepumpe

weitergibt.

Wasser-Wasser-Wärmepumpe:

Die auch als Grundwasser-Wärmepumpe

bezeichnete

Variante nutzt die im Grundwasser

vorhandene Wärme.

Auch hier wird die Wärme

durch ein Kältemittel entzogen.

Vor dem Kauf einer solchen

Wärmepumpe muss man sich

aber bei den zuständigen Behörden

vor Ort erkundigen, ob ihr

Anschluss genehmigt wird.

Denn für ihren Betrieb muss

eine bestimmte Menge an

Grundwasser vorhanden sein,

das Wasser eine bestimmte Qualitätsstufe

haben und auch der

Schutz des Grundwassers gewährleistet

sein.

4. Heizen mit Holz

Die Arten, wie Holz in die Beheizung

eines Hauses eingebunden

werden kann, sind dabei so

vielfältig wie der Rohstoff Holz

an sich. Ob Kamin, Kachelofen

oder Holzvergaserkessel, mit

Pellets oder Holzscheiten – vieles

ist möglich und dazu noch

ökologisch, wenn man es richtig

macht. Die Feuerstätte sollte

deshalb regelmäßig von einem

Fachmann kontrolliert und

gewartet werden. Das Holz sollte

ausreichend getrocknet sowie

von guter Qualität sein und zur

Feuerstelle passen. Das heißt

zum Beispiel: Kohleöfen sollte

man nie mit Holz heizen und

Scheitholzöfen nicht mit großen

Holzstücken. Die Feuerstätte

sollte effizient und emissionsarm

sein. Alte Öfen werden

diesen Anforderungen oft nicht

mehr gerecht und müssen meist

ersetzt werden. Vom Umweltbundesamt

gibt es dazu einen

Ratgeber. (Siehe Info links)

Foto: © Kletr Shutterstock.com

Infos und

Zahlen

Vom Umweltbundesamt gibt

es eine informative Broschüre

zum Thema „Heizen mit

Holz“ zum kostenlosen

Download: www.umweltbundesamt.de/publikationen/heizen-holz

2018 wurden in Deutschland

rund 84 000 Wärmepumpen

abgesetzt.

Im Jahr 2018 betrug die Zahl

der installierten Ölkessel in

Deutschland rund 4,8 Millionen

Stück.

Für das Jahr 2019 wird ein

Bestand von rund 492 000

Pelletheizungen in Deutschland

prognostiziert.

(Quelle: Statista)

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mit bis zu 250 Mbit/s


16 GARTENGESTALTUNG

Gerade der Herbst ist

perfekt, um sich Gedanken

über die Gestaltung

des Gartens oder der

Terrasse zu machen.

Wer damit rechtzeitig beginnt,

kann schon die ersten

Arbeiten erledigen, bevor es

so richtig kalt wird und dann

bereits im nächsten Frühjahr

mit viel Elan in die neue

Gartensaison starten.

Foto: © Toa55/Shutterstock.com

Foto: © Jurga Jot/Shutterstock.com

Foto: © SpeedKingz/Shutterstock.com

Foto: © Peter Turner /Shutterstock.com


GARTENGESTALTUNG 17

Im Herbst an den

Sommer denken

Entwurf In den kalten Monaten ruht die praktische Arbeit im Garten. Wer seinen Garten neu

anlegen oder umgestalten möchte, kann diese Zeit für die Planung nutzen. Von Anne Meßmer

Den Rosenstrauch doch

in diese Ecke, dafür den

Salbei dorthin und der

Kirschlorbeer kommt in

den Vorgarten: Solche Gedankenspielen

kennt wohl jeder

Hobbygärtner. Vor allem dann,

wenn der Garten schon ein paar

Jahre alt ist und man was Neues

fürs Auge braucht. Aber auch

der Bau einer Gartenhütte, eine

neue Terrasse oder Pflanzen, die

kaputt sind und raus müssen,

können Gründe dafür sein.

Eine gute Zeit, um sich Gedanken

über die Gestaltung des

Gartens und der Terrasse zu

machen, ist der Herbst

und natürlich auch der

Winter. Gemütlich

eingekuschelt,

kann man sich im

Internet, in Fachbüchern

und

Zeitschriften

Anregungen

holen, Skizzen

malen oder mit

einem Online-

Tool seinen

Traumgarten

zumindest virtuell zum Leben

erwecken.

Ein Besuch beim Fachmann

Doch nicht nur für die Theorie

eignen sich die kalten Monate,

sondern auch für die ersten praktischen

Schritte. Denn Landschaftsgärtner

oder Terrassenbauer

haben in dieser Zeit häufig

mehr Zeit als im Frühling

oder Sommer. Sprich: Man bekommt

bei ihnen

leichter einen

Termin,

um die

eigenen Ideen zu besprechen, einen

Vorort-Termin zu machen

und gemeinsam mit dem Fachmann

Pflanzen, Terrassenbeläge

oder -überdachungen auszuwählen

und sich einen Kostenvoranschlag

machen zu lassen. Als

Kunde hat man so ausreichend

Zeit, die für einen persönlich

passenden Maße,

Materialien und

Elemente auszuwählen.

Und zudem jede

Menge Zeit, die

Vorfreude auf die

neue Gartensaison

im kommenden

Jahr zu steigern.

BAUHERRENBERATUNG

Dienstag - Freitag

7.30 - 12.00 Uhr

13.00 - 17.00 Uhr

Samstag

7.30 - 14.00 Uhr

Rund um

das grüne Wohnzimmer

❯❯ Im Jahr 2018 gab es in Deutschland rund 57 Millionen Menschen,

die einen Balkon oder eine Terrasse haben.

❯❯ 2019 gaben bei einer Umfrage rund drei Millionen Teilnehmer

an, in den nächsten zwei Jahren eine Terrasse oder einen Freisitz

im Garten bauen zu wollen.

❯❯ Top 5 der beliebtesten Frühblüher: Alpenveilchen, Krokus,

Hyazinthe, Narzisse, Tulpe.

❯❯ Top 5 der beliebtesten Obstbäume: Apfel, Birne, Kirsche,

Pflaume, Pfirsich.

Quelle: Statista

Kostenlos und ganz unverbindlich.

Verkauf nur über den Fachhandel.

Um längere Wartezeiten zu vermeiden

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18 FÖRDERPROGRAMME

Finanzhilfen

für Häuslebauer

Geld Die Frage nach der Finanzierung eines Hausbaus oder -kaufs ist essenziell.

Förderprogramme helfen, die Finanzlast zu schultern. Von Anne Meßmer

Bevor es mit der Planung

des Hauses so richtig

losgeht, sollte die Finanzierung

auf festen Beinen

stehen. Um vorab alle wichtigen

Fragen zu klären, sollte

man sich ausreichend Zeit nehmen.

Vor allem auch, um sich

über die unterschiedlichen Förderprogramme

der verschiedenen

Anbieter informieren zu

können.

Zu den bekanntesten Anbietern

in diesem Bereich gehört

mit Sicherheit die Kreditbank für

Wiederaufbau (KfW). Mit ihrer

Vielzahl an Angeboten deckt sie

so gut wie jeden Bereich ab. Hier

einige Beispiele:

• Förderung 431: Mit dem Programm

„Energieeffizient Bauen

und Sanieren – Zuschuss

Baubegleitung“ fördert die

KfW mit bis zu 4000 Euro die

Baubegleitung durch einen unabhängigen

und qualifizierten

Energieberater.

• Förderung 153: Mit bis zu

100 000 Euro wird der Bau oder

Kauf eines neuen Hauses oder

einer Eigentumswohnung gefördert.

Voraussetzung: Die

Immobilie erreicht den KfW-

Effizienzhaus-Standard 55, 40

oder 40 Plus.

• Förderung 151/152: Das Programm

„Energieeffizient Sanieren“

fördert mit einem Kredit

von bis zu 100 000 Euro bei

Komplettsanierung und bis zu

50 000 Euro bei Teilsanierung

die energetische Sanierung von

Wohngebäuden, für die der

Bauantrag vor dem 1. Februar

2002 gestellt wurde.

• Förderung 124: Einen Kredit

bei der KfW von bis zu 50 000

Euro kann beantragen, wer ein

Haus oder eine Wohnung kaufen

oder bauen möchte und

dort nach Fertigstellung selbst

wohnen wird.

Doch nicht nur die KfW fördert

den Bau oder Kauf von Wohneigentum,

sondern auch die Bundesländer.

In Baden-Württemberg

hat zum Beispiel die Landesbank

ein eigenes Förderprogramm.

Die dort angebotenen

Förderungen können manchmal

auch mit Angeboten der KfW

kombiniert werden.

Eine gute Finanzierung bildet die Basis dafür, dass

man lange Freude an der neuen Immobilie hat.

Foto: © Steve Cukrov/Shutterstock.com


FÖRDERPROGRAMME 19

• Eigentumsfinanzierung

BW-Z15-Darlehen: Mit diesem

Programm kann man bis

zu 381 500 Euro erhalten. Das

Programm richtet sich speziell

an einkommensschwächere

Haushalte mit Kindern, die sich

sonst kein Wohneigentum leisten

könnten.

• L-Bank-Förderung Energieeffizienzfinanzierung

Bauen:

Dieses Kreditprogramm, bei

dem es bis zu 100 000 Euro pro

Wohneinheit gibt, ist eine Kooperation

der Landesbank mit

der KfW. Gefördert wird der

Neubau von Energiesparhäusern,

der Kauf von neu gebauten

Energiesparhäusern direkt

vom Bauträger (Erst erwerb)

und der Kauf von Eigentumswohnungen

in energiesparender

Bauweise.

• Weiterhin bietet die Landesbank

spezielle Förderprogramme

für Menschen mit schweren

Behinderungen und besonderen

Wohnbedürfnissen an.

Wer Nachwuchs hat, der kann

unter Umständen vom Baukindergeld

profitieren. Dieses gibt

es unter bestimmten Voraussetzungen

für Familien und Alleinerziehende,

die zwischen dem

1. Januar 2018 und 31. Dezember

2020 eine Immobilie kaufen

oder bauen. Pro Kind gibt es

vom Staat zehn Jahre lang

1200 Euro im Jahr, insgesamt

also 12 000 Euro

pro Kind. Beantragt

werden kann das

Baukindergeld

über die KfW.

Infos

Infos zu den Förderprogrammen

und ihren Voraussetzungen

gibt es im Internet unter:

www.baufoerderer.de/

finanzieren-foerdermittel

und www.kfw.de

MEHR LEISTUNGEN

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20 BADEZIMMER

Das Bad

ist ein echtes Juwel

Wellness Das Bad ist einer der ersten Räume, die man am Morgen eines neuen Tages betritt.

Ein Grund mehr, um aus diesem Raum ein echtes Juwel zu machen. Von Anne Meßmer

Unabhängig davon, ob

man ein Bad für einen

Neubau plant oder den

Raum in Teilen oder

komplett modernisieren möchte

– für jeden Bereich im Badezimmer

gibt es Lösungen, um einen

stilvollen und gleichzeitig funktionalen

Raum mit ganz individuellem

Charme zu schaffen. Bevor

es losgeht, ist es hilfreich, das

Bad in unterschiedliche Bereiche

zu teilen:

1. Beleuchtung

Im Bad sollte das Licht zwei

Funktionen erfüllen: Helligkeit

und Gemütlichkeit. Zum morgendlichen

Rasieren braucht es

ein helleres Licht als beim

Schaumbad an einem kalten

Winterabend. Die Lösung steht

in Form von dimmbarem Licht

bereit. So kann sich jeder sein

ganz persönliches Licht einstellen.

Für zusätzliche Gemütlichkeit

sorgt indirekte Beleuchtung,

die zum Beispiel um die Badewanne

oder unter dem Waschtisch

angebracht wird.

Ein geschmackvolles Bad verspricht zusätzlichen Badegenuss.

Foto: © Photographee./Shutterstock.com

2. Fliesen

Badezimmerfliesen sind mal

groß, mal klein, rechteckig oder

quadratisch, einfarbig, mehrfarbig

oder ganz individuell gemustert.

Ebenso vielfältig ist die Auswahl

an Materialien wie Feinsteinzeug,

Steinzeug und -gut,

Naturstein, Keramik, Fayence,

Mineralwerkstoff oder Porzellankeramik.

Bei der Auswahl der

Größe sollte man bedenken, dass

kleine Fliesen ein kleines Badezimmer

noch kleiner erscheinen

lassen. Heute geht der Trend allgemein

zu großformatigen Fliesen,

da zwischen den Fliesen so

weniger Fugen entstehen und

Wände und Boden sich leichter

putzen lassen. Gerade bei der

Auswahl des Materials kommt es

auch darauf an, ob die Fliesen an

die Wand oder den Boden kommen.

Wer sich im Laden bei Farbe

oder dem Muster nicht sicher

ist, kann sich ein Musterstück

mit nach Hause nehmen, um zu

sehen, wie die Fliese im Lichteinfall

des Badezimmers zur Geltung

kommt. Wer Fliesen weniger

ansprechend findet, kann Teile

des Badezimmers auch verputzen

lassen oder mit speziellen

Feuchtraumtapeten gestalten.

3. Armaturen

Auch Wasserhahn, Wannenarmatur

oder Duschhandbrause

sollte man bei der Badgestaltung

im Blick haben. Neben den Einhand-

oder Zweihandmischbatterien

für Waschbecken, gibt es

heute auch elektronische Armaturen

die mittels Gestensteuerung

funktionieren. Ein weiterer

Trend sind großformatige Regenduschen

als Ergänzung zur

Handbrause. Übrigens gibt es

Armaturen nicht nur im klassischen

Chrom, sondern auch in

allen erdenklichen Farben. Ein

Austausch lohnt sich übrigens

auch bei einer teilweisen Badsanierung.

Zum einen, weil sich in

den Armaturen mit den Jahren

Ablagerungen bilden und zum

anderen, weil moderne Armaturen

deutlich mehr Wasser sparen

als noch vor zehn Jahren.

4. Möbel

Ein Unterschrank unter dem

Waschbecken, Platz für Handtücher

oder eine Ablage für Kosmetikprodukte:

Im Bad braucht

es ausreichend Stauraum. Neben

weißen Möbeln, die sehr zurückhaltend

wirken, gibt es aktuell

noch einen weiteren Trend:

Holzmöbel mit klaren Linien. Sie

geben dem Bad einen Hauch Naturverbundenheit

und sorgen für

zusätzliche Gemütlichkeit. Eine

besonders schöne Wirkung erzielt

man, wenn Möbel,

Fliesen, Waschbecken

und Textilien

harmonieren.

5. Sanitäre

Anlagen

Risse, Sprünge

oder Abnutzungserscheinungen

lassen Waschbecken,

WC, Dusche

oder Wanne

unansehnlich wirken.

Natürlich gibt

es auch bei den

sanitären Anlagen

viele Neuheiten.

Beim Duschen

zum Beispiel muss

das Wasser nicht

zwangsläufig nur von

oben kommen. Mittlerweile

gibt es auch

Modelle mit an der

Wand angebrachten

Düsen. Daneben halten

auch freistehende

Badewannen, spülrandlose

WCs oder

moderne Dusch-

WCs Einzug ins

Badezimmer.

© Julenochek/Shutterstock.com


MOBILIAR 21

Vor Ort

schlägt online

Möbelkauf Anfassen und Ausprobieren fallen beim Kauf im Internet flach. In einem

guten Möbelhaus wird man außerdem von den Fachberatern ausführlich über Material,

Verarbeitung und Umweltstandards informiert.

In Ruhe abends im Internet

nach einem neuen Sofa stöbern:

Das mag für viele

angenehmer sein als durch

ein Möbelhaus zu schlendern.

Außerdem eignet sich die Netzsuche

zweifellos als Inspirationsquelle

und bietet einen

schnellen Preisvergleich. Allerding

muss sich der Online-

Shopper auf Abbildungen und

das geschriebene Wort verlassen.

Will man Qualität und Verarbeitung

aber selbst überprüfen,

bleibt nach wie vor

nur der Weg ins Einrichtungshaus.

Oft sehen Möbel in Wirklichkeit

anders aus als auf dem Bildschirm

zu Hause. Vor Ort im

Möbelhaus kann man das Stück

nicht nur anschauen, sondern

auch anfassen und ausprobieren.

Bei Sofas und Sesseln sollte

die letzte Entscheidung ohnehin

beim Probesitzen fallen –

schließlich nehmen wir durchschnittlich

täglich drei bis vier

Stunden mit unserem Allerwertesten

auf den Polstern Platz.

Viele Möbelproduzenten bieten

in namhaften Möbelhäusern sogenannte

Comfort-Studios, in

denen man nicht nur fachkundige

Beratung erhält, sondern

die Sofas und Sessel beim Probesitzen

auf Herz und Nieren

prüfen kann.

In einem guten Möbelhaus

wird man von den Fachberatern

ausführlich über Material, Verarbeitung

und Umweltstandards

informiert. Manche Hersteller

sind der von der UN ins

Leben gerufenen Initiative

„Global Compact“ beigetreten

und verpflichten sich dadurch zu

nachhaltigen Produktionsverfahren

und höheren Umweltstandards.

So kann man sicher

sein, dass man sich nicht ungewollt

Schadstoffe ins Haus holt.

Ein sicheres Indiz für langlebige

Qualitätsprodukte ist übrigens

eine Garantie, die weit

über die gesetzliche Gewährleistungsfrist

von zwei Jahren

hinausgeht, sodass die Freude

an den neuen Möbeln möglichst

lange währt. Die Gewährleistung

auf Mängelfreiheit ist gesetzlich

festgelegt. Für neue

Waren beträgt sie zwei Jahre.

Die Gewährleistung wird vom

Möbelhändler übernommen

und kann weder verkürzt noch

eingeschränkt werden. Ausnahmen

machen hier Verschleißteile,

die aufgrund der Nutzung

regelmäßig ausgetauscht werden

müssen. Im Unterschied

zur gesetzlich vorgeschriebenen

Gewährleistung steht die

Garantie. Sie wird von Herstellern

oder Händlern auf freiwilliger

Basis eingeräumt. djd

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22 PUTZ- UND HAUSHALTSTIPPS

Haushaltstipps

Eingebrannte Töpfe

Kurz nicht aufgepasst – und schon

klebt das leckere Mittagessen am

Boden des Topfes fest. Wenn man den

groben Schmutz entfernt hat, bleiben

gerne richtig fiese Reste in Braun bis

Schwarz zurück. Diese bekommt man

mit Zitronensäurepulver wieder vom

Topfboden weg. Einfach zwei Esslöffel

des Pulvers in den Topf und ein wenig

Wasser dazu geben und das ganze

langsam zum Kochen bringen. So löst

sich das Eingebrannte vom Boden,

und man kann den Topf ganz einfach

reinigen.

Verschmutzte

Bügeleisensohle

Man benötigt zwei Esslöffel Natron,

drei bis vier Esslöffel Wasser und etwa

40 Zentimeter Alufolie:

Aus Natron und Wasser eine Paste anrühren.

Aus der Alufolie eine Schale mit

einem zwei Zentimeter hohen Rand in

der Größe der Bügeleisensohle formen.

Die Paste in die Schale füllen und am

besten auf den Herd stellen. Nun das

Bügeleisen mit Wasser befüllen und

hineinstellen. Als nächstes das Bügeleisen

auf mittlere Temperatur erhitzen.

Sobald es zu knistern beginnt, weil der

Wasseranteil der Paste verdampft, auf

höchster Stufe mit größtem Dampfausstoß

so lange betreiben, bis der

Wassertank leer ist. Dann Stecker raus,

abkühlen lassen und die Sohle mit

einem Tuch abwischen.

Sonnenschirm

reinigen

Bevor der Sonnenschirm im Herbst

verstaut wird, sollte er gereinigt werden.

Dazu den Schirm aufspannen und

mit Polsterreinigungsspray einsprühen.

Einwirken lassen und – je nach Anleitung

auf dem Spray – mit trockenem

oder feuchtem Tuch nachwischen.

Damit es „Plopp“

macht

Kirschen, Essiggurken, Marmelade oder

Brathering: Lebensmittel, die süß oder

sauer eingelegt werden, gibt es fast nur

im Einmachglas zu kaufen. Krämpfe in

der Hand und eine bis zum Zerreißen

angespannte Gesichtsmuskulatur:

So sitzt man oft am Esstisch, wenn

das Einmachglas beim ersten Öffnen

so gar nicht aufgehen will. Ist es richtig

fest zu, hilft es oft auch nicht, für einen

besseren Griff ein Geschirrtuch um den

Deckel zu wickeln. Manch einer greift

auch zu Messer oder Löffel, um den

Rand des Deckels ein wenig zu lockern.

Doch es geht einfacher und ungefährlicher:

Man nehme ein herkömmliches

Klebeband, klebe dieses auf die eine

Hälfte des Deckels, halte das Glas mit

der einen Hand gut fest und zieht mit

der anderen Hand kräftig am losen

Ende des Klebebands. Es ploppt –

und der Deckel ist offen.

Küchenschere

schärfen

Backpapier, Plastikverpackungen und

Papier: Eine Küchenschere macht ganz

schön was mit. Kein Wunder, dass

sie irgendwann mal stumpf wird. Nun

könnte man sie wegwerfen – oder ihr

neue Schärfe verleihen. Dazu braucht

man grobes Schmirgelpapier und Alufolie.

Im ersten Schritt ein paar Mal ins

Schmirgelpapier schneiden, damit die

Schere eine Grundschärfe bekommt.

Danach das Ganze mit der Alufolie

wiederholen – das sorgt für einen

feinen Endschliff.

Rostflecken im Bad

Ob Deo, Rasierschaum oder Haarspray:

Viele Pflegeprodukte werden in Metalldosen

verpackt. Die Kombination aus

Luftfeuchtigkeit, Kontakt mit Wasser

und häufiger Benutzung führt oft zu

unschönen Rostflecken am Abstellplatz.

Diese lassen sich ganz einfach

vermeiden, indem man den Rand unten

mit Klarlack oder durchsichtigem

Nagellack einpinselt.


RECHTSTIPPS 23

Rechtstipps

Brand nach Handwerkerarbeiten

Hausbesitzer haften, wenn von ihnen

beauftragte Handwerker Schäden

an fremden Grundstücken verursachen.

Das gilt auch dann, wenn

sie den Handwerker sorgfältig auswählen

und nicht selbst für den

Schaden verantwortlich sind. Das

entschied der Bundesgerichtshof

(Az. V ZR 311/16).

Wie die Deutsche Anwaltshotline

berichtet, engagierte ein Ehepaar

einen Dachdecker, um das Flachdach

ihres Hauses reparieren zu lassen.

Der Handwerker arbeitete mit

Heißkleber und verursachte dabei

einen Brand, der das Haus komplett

zerstörte. Dabei entstanden außerdem

große Schäden am Haus der

Nachbarin. Für diese Schäden kam

zunächst die Versicherung der

Nachbarin auf; doch die Versicherung

forderte Ersatz für ihre Ausgaben.

Weil der Dachdecker inzwischen

insolvent war, verklagte sie

die Hausbesitzerin und forderte

knapp 98 000 Euro. Der Bundesgerichtshof

gab der Versicherung

recht. Demnach haften die Hauseigentümer

für die Schäden, die der

Dachdecker an fremden Häusern

und Grundstücken verursacht hat.

„Ob sie bei der Wahl des Handwerkers

sorgfältig genug vorgegangen

sind oder nicht, spielt dabei keine

Rolle“, erklärt Rechtsanwalt Dr. Andreas

Pagiela. Ausschlaggebend für

die Einschätzung der Richter war

vielmehr, dass die Hausbesitzer mit

der Beauftragung des Handwerkers

die Gefahrensituation ermöglicht

hatten. Hinzu kam, dass die Nachbarin

nichts tun konnte, um den

Schaden zu verhindern; dieser war

so groß, dass sie ihn nicht einfach

hinnehmen musste.

Rollläden müssen nach

Modernisierung wieder

angebracht werden

Einmal Rollläden, immer Rollläden:

Modernisiert ein Vermieter eine

Wohnung, muss er den vertragsgemäßen

Zustand danach wiederherstellen.

Zum Beispiel muss er

Außenjalousien anbringen, wenn

diese vorher vorhanden waren. Das

gilt auch dann, wenn der Mieter

mit der Modernisierung einverstanden

war. So hat das Amtsgericht

München am 22. März 2019 entschieden

(AZ: 473 C 22571/18), wie das

Rechtsportal anwaltauskunft.de

informiert.

Der Kläger wohnte in München in

einer Erdgeschosswohnung. Vor seinem

Wohnzimmerfenster hatte er

Außenrollläden. Die Vermieterin

wollte statt des Fensters einen Balkon

mit einem bodentiefen Balkontürenelement

einbauen. Der Mieter

stimmte unter der Bedingung zu,

dass wieder Rollläden angebracht

werden. Die Vermieterin lehnte dies

ab und baute den Balkon ohne Rollläden

ein. Daraufhin zog der Mann

vor Gericht. Ohne Rollläden bestehe

eine hohe Einbruchsgefahr. Er schlafe

im Wohnzimmer, sein Kind nebenan.

Deswegen könne er die Balkontüren

nachts weder offen lassen

noch kippen. Außerdem sei die

Wohnung ohne Rollläden von außen

einsehbar und heize sich im Sommer

stark auf. Die Vermieterin hielt

dagegen: Rollläden anzubringen,

würde die Fassade beschädigen.

Außerdem würde kein Einbrecher in

einen Raum einbrechen, in dem eine

Person schlafe. Der Kläger hätte

außerdem die Modernisierung geduldet.

Der Richter gab dem Mieter

recht. Der Mann habe einen Mietvertrag

über eine Wohnung mit Außenjalousien

im Wohnzimmer abgeschlossen.

Der Vermieter muss den

vertragskonformen Zustand aufrechterhalten

– auch wenn er zwischenzeitlich

modernisiert hat. Das

gilt insbesondere, wenn der Mieter

die Modernisierung nur unter der

Bedingung duldet, dass die Rollläden

wieder angebracht werden. Der

Richter sah auch eine erhöhte Einbruchsgefahr.

Diese müsse die Vermieterin

ernst nehmen. Dass keine

Einbrüche stattfinden, wenn Personen

in der Wohnung sind, sei falsch.

Rundfunkbeitrag bei

Zweitwohnungen

Früher GEZ, heute Beitragsservice:

Der Rundfunkbeitrag ist bei vielen

Bürgern chronisch unbeliebt. Viele

Haushalte wollen die ungeliebte

Zwangsabgabe nicht bezahlen. Die

Motive sind vielfältig: Manche lehnen

die Gebühr ab, weil sie gar keinen

oder nur privaten Rundfunk

nutzen. Andere wollen das Geld sparen

oder profitieren einfach vom

glücklichen Zufall, dass sich die

Öffentlich-Rechtlichen bisher mit

ihren Forderungen noch nicht gemeldet

haben.

Unter www.anwaltsauskunft.de

erfährt man laut einem Urteil des

Bundesverfassungsgerichts vom

18. Juli 2018, dass der Rundfunkbeitrag

grundsätzlich verfassungsgemäß

ist. Mit dem allgemeinen Gleichheitssatz

sei allerdings nicht vereinbar,

dass auch für Zweitwohnungen

ein Rundfunkbeitrag zu leisten ist.

Die gesetzlichen Bestimmungen zur

Beitragspflicht für Zweitwohnungen

seien also so nicht rechtmäßig. Das

Gericht erklärte seine Entscheidung

folgendermaßen: Weil die Nutzung

von Rundfunk typischerweise in

Wohnungen genutzt wird, sei es

auch legitim, die Beitragspflicht an

Wohnungen anzuknüpfen. Allerdings

dürften dann eben Inhaber mehrerer

Wohnungen nicht doppelt belastet

werden – unter anderem deshalb,

weil sie gar nicht die Möglichkeit

hätten, das Rundfunkprogramm in

mehreren Wohnungen gleichzeitig

verfolgen zu können.

Damit wurde eine Entscheidung

des Bundesverfassungsgerichtes

revidiert, das in einem früheren Urteil

die Regelungen zu Zweitwohnungen

noch für rechtmäßig erklärt hatte.

Das Bundesverfassungsgericht wies

die Bundesländer an, bis zum Juni

2020 eine Neuregelung zu treffen. Bis

dahin werden sich Besitzer von Zweitwohnungen

noch mit der derzeitigen

Rechtslage abfinden müssen.

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24 REGENWASSERNUTZUNG

Ressourcen

schonen im

Haushalt

Umweltschutz An vielen Stellen kann

Trinkwasser durch gutes Regenwasser

ersetzt werden. Zum Beispiel kann man

Regenwasser für die WC-Spülung und die

Waschmaschine nutzen.

Alle reden vom Energiesparen

und der Nutzung

erneuerbarer

Energien – zu Recht,

denn die Verbrennung fossiler

Ressourcen belastet das Klima.

Zudem stehen Öl, Gas und Co.

nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Doch wie steht es um die Ressource

Wasser? Sauberes frisches

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel.

In vielen südlichen

Ländern ist es deutlich knapper

bemessen als im vergleichsweise

regenreichen Mitteleuropa.

Doch auch hier hat der Sommer

2018 gezeigt, wie schnell es zu

Engpässen kommen kann und

dass Wasser nicht endlos verfügbar

ist.

Regenwassernutzung leicht

gemacht

Für den schonenden und sparsamen

Umgang mit dem wertvollen

Nass sprechen neben ökologischen

Gründen auch ökonomische:

Teuer aufbereitetes

Trinkwasser ist nicht überall erforderlich,

wo es in unseren

Haushalten üblicherweise eingesetzt

wird. Große Teile unseres

Verbrauchs lassen sich ohne

Weiteres mit Regenwasser decken,

das im Jahresverlauf in ausreichender

Menge auf das Hausdach

fällt. Sammeln lässt es sich

in einer hauseigenen Zisterne,

die mit überschaubarem Aufwand

unterirdisch einzubauen

ist. Viele Hersteller bieten heute

Komplettanlagen an, die sich

vollautomatisch und mit geringem

Wartungsaufwand betreiben

lassen. Eine Filtertechnik zur Sicherung

der Wasserqualität ist in

der Regel ebenfalls vorgesehen.

Neben dem unterirdischen Einbau

eines Speichers, dem Anschluss

an das Dach und einem

Stromanschluss sind nur zusätzliche

Leitungen zu den geplanten

Verbrauchern erforderlich.

Die größten Verbraucher im

Haus benötigen kein Trinkwasser

Regenwasser eignet sich nicht

nur hervorragend zur Gartenbewässerung.

Es kann auch für die

WC-Spülung genutzt werden, die

für rund 70 Prozent des Wasserverbrauchs

im Haushalt verantwortlich

ist. Noch leichter lässt

sich die Waschmaschine im

Waschraum an eine Regenwas-

serzisterne anschließen; hier genügt

meist eine einfache Aufputzleitung.

Auch hier lohnt sich

die Umstellung auf Regenwasser:

Auf die Wäsche entfällt im

Schnitt immerhin noch rund ein

Viertel des verbrauchten Trinkwassers.

Wer die Toilettenspülung und

die Waschmaschine mit Regenwasser

betreibt, kann seine Wasserrechnung

erheblich senken.

Doch das kostenlose Nass vom

Dach kann noch weiter beim

Bei einem Wasserverbrauch

von gut 120 Litern

pro Kopf am Tag kann eine

vierköpfige Familie täglich bis zu

200 Liter Trinkwasser sparen,

wenn sie für die WC-Spülung

und die Waschmaschine

Regenwasser nutzt.

Foto: djd/fbr/shutterstock

Sparen helfen: Regenwasser ist

weich; daher benötigt die Waschmaschine

weniger Waschmittel

oder Entkalker. Aus dem gleichen

Grund ist in der Toilette

weniger Reinigungsaufwand erforderlich.

Zusätzlich lohnt es

sich, bei der Gemeinde nachzufragen:

Weil die Regenwassernutzung

die öffentliche Kanalisation

bei Starkregenereignissen

entlastet, gewähren viele Kommunen

Abschläge auf die Gebühren

für das Niederschlagswasser.


REGENWASSERNUTZUNG 25

Nicht nur im Süden, auch in Mitteleuropa können die Trinkwasserreserven

in regenarmen Sommern knapp werden. Wer Regenwasser

sammelt, kann seinen Garten trotzdem sorglos bewässern.

Foto: djd/fbr/shutterstock

Moderne Anlagen zur Regenwassernutzung lassen sich mit

überschaubarem Aufwand einbauen. Sie entlasten die Wasserrechnung

und leisten einen wichtigen Beitrag zur Schonung der

Trinkwasserressourcen.

Foto: djd/fbr/Mall

Erfahren Sie mehr bei:

Für die beiden größten Wasserverbraucher im Haus – die WC-

Spülung und die Waschmaschine – ist wertvolles Trinkwasser

eigentlich viel zu schade.

Foto: djd/fbr/shutterstock


26 FERIENHAUS

Traumhaus

am Ort der Träume

Foto: pixabay

Urlaub Ein Häuschen in der Toskana, eine Ferienwohnung auf Sylt oder ein Cottage in

England: Viele Menschen träumen von einer Ferienimmobilie an einem geliebten Reiseziel.

Von Anne Messmer

Als Ruhesitz im Alter, als

Kapitalanlage oder einfach,

weil einem die

Landschaft und das

Klima so gut gefallen: Die Gründe,

warum sich jemand eine

Ferienimmobilie – egal, ob in

Deutschland oder im Ausland

kauft – sind ganz individuell. Und

auch der Umgang damit. Während

manche ihre Immobilie

ausschließlich selbst bewohnen

oder maximal an Verwandte und

Freunde vermieten, bieten andere

ihre Ferienimmobilie im Internet

gerne zur Vermietung an.

Doch vor der Nutzung der Immobilie

steht ihr Kauf. Und da

gibt es, vor allem beim Kauf

im Ausland, einige Dinge zu

beachten.

Fünf Punkte, die man beim Kauf

einer Ferienimmobilie im Ausland

beachten sollte:

1. Keine übereilten Entscheidungen

Meerblick, leckerer Wein, gutes

Essen: In entspannter Urlaubsstimmung

erscheint der Kauf einer

Immobilie am Ferienort besonders

verlockend. Doch davon

sollte man sich nicht blenden lassen.

Außerdem sollte man sich

vom Verkäufer nie unter Druck

setzen lassen nach dem Motto:

„Wenn Sie es nicht nehmen, verkaufe

ich morgen an jemand anderen“.

Denn es geht um viel

Geld. Lieber zu Hause alles nochmals

in Ruhe durchdenken.

2. Keine spontane Unterschrift

leisten

Regelungen zum Immobilienkauf

sind von Land zu Land unterschiedlich

– auch innerhalb der

EU. Daher ist es besonders wichtig,

sich mit den Regelungen des

jeweiligen Landes vertraut zu

machen, am besten durch einen

Rechtsbeistand vor Ort. Außerdem

sollte man kein Dokument

spontan unterschreiben. Was in

Deutschland vielleicht nur ein

Schmierpapier ohne rechtliche

Bindung wäre, kann in einem anderen

Land ein gültiger Vorvertrag

sein. Außerdem sollte man

keine spontanen Anzahlungen

leisten.

3. Den Markt sondieren

In der Regel schaut man sich ja

mehrere Objekte an, bevor man

sich für eines entscheidet. Auch

bei Ferienimmobilien sollte man

vor dem Kauf den Markt sondieren.

Erscheint die Villa in bester

Lage besonders preiswert, gibt es

mit Sicherheit irgendwo einen

Haken.

4. Die Nebenkosten

Wie in Deutschland fallen auch

im Ausland Nebenkosten an, die

zusätzlich zum Kaufpreis zu bezahlen

sind. Um böse Überraschungen

zu vermeiden, sollte

man sich im Vorfeld über deren

Höhe informieren. Denn die

Nebenkosten können deutlich

höher ausfallen als man es hierzulande

kennt.

5. Unterlagen zeigen lassen

Bevor der Kaufvertrag unterschrieben

wird, sollte man die

Immobilie genau unter die Lupe

nehmen – und zwar nicht nur vor

Ort, sondern auch die Dokumente.

Dazu gehören Auszüge aus

dem Grundbuch, Eigentumsnachweise

und Baugutachten.

Gerade bei einer Immobilie im

Grünen sollte man sich informieren,

ob sich diese unter Umständen

in einem Naturschutzgebiet

befindet. Ein weiterer Punkt:

Wurde die Immobilie legal gebaut?

In manchen Ländern

kommt es durchaus vor, dass Gebäude

ohne jegliche Genehmigung

erbaut wurden. Hat man

sich darüber nicht vor dem Kauf

informiert, drohen Strafzahlungen

oder der Abriss.

Info

15 Prozent der Ferienhäuser

und -wohnungen in Deutschland

liegen an der Nordsee.

An der Ostsee sind es 16 Prozent.

(Quelle: Statista)

In Mallorcas Hauptstadt Palma

liegt der Preis beim Kauf einer

Ferienimmobilie pro Quadratmeter

bei 6100 Euro. Das sind zehn

Prozent mehr als noch im Jahr

2018. (Quelle: Statista)


AUSGABEN 27

Was heißt hier

Betriebskosten?

Finanzen Die Betriebskostenabrechnung birgt jede Menge Konfliktpotential zwischen

Vermieter und Mieter. Doch warum eigentlich? Von Anne Messmer

Betriebskosten sind Kosten,

die durch Eigentum 1.Definition:

oder Erbbaurecht an einer Immobilie

laufend entstehen. Entscheidend

ist dabei das kleine

Wörtchen „laufend“. Es handelt

sich um Kosten, die regelmäßig

anfallen.

2.

Was zählt zu den

laufenden Kosten?

Die Details, welche

Kosten dazu zählen, regelt Paragraf

zwei der Betriebskostenvereinbarung.

Zu den Betriebskosten

gehören zum Beispiel die

Grundsteuer, Versicherungen,

Kosten für die Wasserversorgung,

Kosten für Personen- oder

Lastenaufzüge, Kosten für die

Straßenreinigung, Müllgebühren

sowie Kosten für Beleuchtung

und Gartenpflege.

4.

Gibt es Ausgaben des

Eigentümers, die

nicht auf den Mieter

umgelegt werden können?

Ja, Verwaltungskosten sowie Instandhaltungs-

und Instandsetzungskosten

können nicht auf

den Mieter umgelegt werden.

5.

Wie sind die Betriebskosten

zu entrichten?

Hier hat man zwei Möglichkeiten,

die im Mietvertrag festgeschrieben

werden können. Entweder

bezahlt der Mieter eine

Pauschale, oder er entrichtet

eine Vorauszahlung an den Vermieter.

Wurde Letztere vereinbart,

muss über die Betriebskosten

jährlich abgerechnet werden.

7.

Diese vier Punkte

muss die Abrechnung

der Betriebskosten

mindestens beinhalten:

– eine Zusammenstellung der

Gesamtkosten für die gesamte

Liegenschaft

– Angaben/Erläuterungen des

der Abrechnung zugrundeliegenden

Verteilerschlüssels

– für jede Betriebskostenart die

Berechnung des Anteils, den

der Mieter tragen soll

– den Abzug der durch den Mieter

bereits geleisteten Vorauszahlungen

Um sich der Richtigkeit der Angaben

des Vermieters zu überzeugen,

darf der Mieter die Abrechnungsbelege

einsehen; der

Vermieter muss ihm für die

Durchsicht ausreichend Zeit einräumen.

8.

Was ist der Verteilerschlüssel?

Dieser wird manchmal

auch als Umlageschlüssel bezeichnet

und legt fest, wie die Betriebskosten

auf die einzelnen

Mieter umgelegt werden. Dafür

gibt es vier Varianten: nach Verbrauch,

nach Wohnfläche, nach

Anzahl der Personen oder nach

Wohneinheit.

9.

Besonderheiten bei

vermieteten Eigentumswohnungen:

Bei Eigentumswohnungen, die

vermietet sind, gibt es in Sachen

Betriebskostenabrechnung einige

Unterschiede. Denn im Wohnungseigentumsrecht

existiert

das „Abflussprinzip“. Das bedeutet,

dass Ausgaben in dem Jahr

steuerlich zu erfassen sind, in

dem sie tatsächlich geleistet wurden.

Daher sind sie auch im Jahr

ihrer Verwendung in die Abrechnung

des Hausgeldes miteinzubeziehen.

3.

Wer muss die Betriebskosten

bezahlen?

Grundsätzlich muss

der Eigentümer diese bezahlen –

auch, wenn er seine Immobilie

vermietet. Aber er kann die Kosten

auf den Mieter umlegen, sofern

dies im Mietvertrag vereinbart

wurde. Wichtig ist dabei, dass

nicht allgemein im Vertrag steht:

„Es sind Betriebskosten zu bezahlen“.

Stattdessen muss genau aufgelistet

sein, welche Kosten auf

den Mieter umgelegt werden.

6.

Gibt es eine Frist,

die der Vermieter

bei der Vorauszahlungsvereinbarung

für die

In-Rechnung-Stellung der Betriebskosten

beachten muss?

Ja, die Betriebskostenabrechnung

muss ihm spätestens bis

zum Ablauf des zwölften Monats

nach Ende des Abrechnungszeitraums

mitgeteilt worden sein.

Wurde die Frist verpasst, muss

der Mieter mögliche Nachforderungen

nicht mehr bezahlen.

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28 VERMIETEN ODER SELBER NUTZEN

Wohnen oder lieber

vermieten?

Immobilie Die aktuell niedrigen Zinsen machen den Kauf eines Hauses oder einer

Wohnung attraktiv. Dann stellt sich nur noch die Frage, ob man selbst einzieht oder lieber

vermietet. Von Birgit Rexer

Die Geldanlage in Betongold

ist immer noch

extrem beliebt. Dazu

tragen nach wie vor die

günstigen Zinsen für den Erwerb

von Immobilien bei. Zusätzlich

haben Immobilienkäufer

die Wahl, ob sie selbst

einziehen oder doch lieber vermieten

möchten. Grundsätzlich

gibt es für jede Variante Punkte,

die dafür oder dagegen sprechen.

Gegen die Eigennutzung

spricht vor allem die fehlende

steuerliche Absetzbarkeit. Wer

die Wohnung selbst nutzt, kann

maximal die Lohnkosten der

Handwerker absetzen. Ganz anders

sieht das bei der Vermietung

aus: Weil die Miete versteuert

werden muss, können auch die

meisten dafür entstehenden Kosten

geltend gemacht werden. So

kann auch der Kaufpreis gestaffelt

abgeschrieben werden.

Wer Geld in eine Immobilie

anlegt und diese vermietet, kann

im besten Fall die Mieter die Raten

für den Immobilienkredit

bezahlen lassen. Auch die Kosten

für die Modernisierung der

Immobilie können unter bestimmten

Umständen auf die

Mieter umgelegt werden. So

kann die Jahresmiete nach der

Modernisierung erhöht werden.

Auf der anderen Seite fallen

beim Kauf einer Immobilie immer

auch Kaufnebenkosten an.

Bis diese über die Miete refinanziert

sind, können schon ein

paar Jahre vergehen.

Wer vermietet, muss auch immer

mit möglichen Problemen

wie ausstehenden Mietzahlungen

oder Schädigungen an der

Wohnung oder am Haus rechnen.

Außerdem ist es nicht immer

möglich, beim Wechsel gleich

nahtlos einen neuen Mieter zu

finden, womit auch mal für einen

Monat die Mieteinnahmen fehlen

können. Alle diese Punkte

Foto: BestForYou - stock.adobe.com

sollte man im Vorfeld beachten

und finanziell nicht zu knapp kalkulieren.

Aber selbst wenn alles glatt

läuft – die Vermietung bringt

trotzdem einen gewissen finanziellen

und zeitlichen Aufwand

mit sich: Der Mieter muss erst

gesucht werden; jährlich gilt es,

eine Nebenkostenabrechnung zu

erstellen; und wenn Reparaturen

anstehen, muss man sich als Vermieter

um den Handwerker kümmern.

Wer selbst lieber in Miete

wohnen bleibt und die gekaufte

Wohnung vermietet, kann durch

das Steuersystem Geld verlieren.

Gerade, wenn der Kauf schon etwas

zurück liegt und die Kosten

von der Steuer abgesetzt sind,

muss trotzdem immer noch die

volle Miete als Einkommen versteuert

werden. Fällt dann noch

ein hoher Steuersatz an, bleibt

eventuell am Ende nicht mehr

viel übrig. Spätestens dann kann

es sich lohnen, doch selbst einzuziehen.

Wer den Aufwand nicht

scheut, kann die unterschiedlichen

Modelle durchrechnen und

sehen, ob die Vermietung oder

die Eigennutzung attraktiver ist.

Hier kann auch der Steuerberater

helfen, wenn es um die steuerliche

Absetzbarkeit geht.


VERSICHERUNGEN 29

Sicher ist sicher

Recht Wer in eine Immobilie investiert, will, dass diese im Falle eines Falles gut

abgesichert ist. Doch macht wirklich jede Versicherung Sinn, die am Markt angeboten

wird? Ein Überblick. Von Anne Messmer

Wohngebäudeversicherung

– sinnvoll?

Ja

Um eine Wohngebäudeversicherung

kommt kein

Hauseigentümer herum. Sie bezahlt

dann, wenn Schäden am

Gebäude an sich entstehen –

zum Beispiel, wenn ein

Sturm das Dach abdeckt,

wenn es brennt,

der Blitz einschlägt,

es zu einem Rohrbruch

oder Hagelschaden

kommt. Dabei

werden nicht

nur einzelne Schäden

gezahlt; die

Versicherung

springt auch ein,

wenn das Haus

durch einen

Brand unbewohnbar

wird.

Elementarschadenversicherung


sinnvoll? Ja, als

guter Zusatz

Zwar deckt die Wohngebäudeversicherung

bereits viele Schäden

ab, aber eben nicht alle.

Daher kann eine zusätzliche

Elementarschadenversicherung

eine gute Sache sein. Diese Versicherung

greift zum Beispiel,

wenn die Immobilie durch eine

Lawine, einen Erdrutsch oder

durch regenbedingtes Hochwasser

beschädigt wurde. Vor allem

in Gegenden, in denen solche

Naturkatastrophen häufiger vorkommen,

sollte man auf diesen

Versicherungsschutz nicht verzichten.

Hausratversicherung – sinnvoll?

Ja, in den meisten Fällen

Während die Wohngebäude- und

die Elementarschadenversicherung

die Immobilie an sich

schützen, kann man mit der

Hausratversicherung die Dinge

absichern, die sich im Haus befinden.

Sie bezahlt dann, wenn

zum Beispiel nach einem Hochwasser

die Böden aufgequollen

oder die Möbel nur noch ein Fall

für den Sperrmüll sind. Wer genug

Geld auf der hohen Kante

hat, kann auf diese Versicherung

verzichten.

Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

– sinnvoll?

Es kommt darauf an . . .

Mit einer Hausratversicherung

versichert man sein Eigentum.

Doch wer bezahlt, wenn zum

Beispiel durch einen Rohrbruch

das Eigentum des Nachbarn beschädigt

wird? Wer Eigentümer

eines Einfamilienhauses ist und

dieses selbst bewohnt, kann in einem

solchen Fall auf die Privathaftpflichtversicherung

zurückgreifen.

Bei vermieteten Immobilien

sollten solche Schadensfälle

durch eine Haus- und

Grundbesitzerhaftpflichtversicherung

abgesichert werden.

Risikolebensversicherung –

sinnvoll? Ja

In den meisten Fällen dauert die

Rückzahlung eines Immobilienkredits

mehrere Jahrzehnte. Daher

sollte man sich auch überlegen,

was damit passiert, wenn

der Hauptverdiener ausfällt, weil

er verstirbt oder arbeitsunfähig

Fachhandel und Meisterbetrieb

für Parkett- und

Bodenbelagsarbeiten

Seit über 60 Jahren

wird. Hat dieser eine Risikolebensversicherung

abgeschlossen,

ist sichergestellt, dass seine

Hinterbliebenen nicht mit einem

Schuldenberg dastehen.

Glas- und Reparaturversicherungen

– sinnvoll?

Eher nicht

Eine Versicherung abschließen,

nur weil

es mal sein kann,

dass eine Scheibe

zu Bruch geht?

In der Regel ist es

sinnvoller, jeden

Monat einen Betrag

für Fälle von

Glasschäden

oder anstehenden

Reparaturen zurückzulegen.

Außer

vielleicht, man hat

einen sehr großen

Wintergarten.

Bauherrenversicherungen –

sinnvoll? Ja

Auch wer baut, sollte versichert

sein. Hier gehören die Bauherrenhaftpflicht-,

die Bauleistungsund

die Feuerrohbauversicherung

zu den sinnvollen Versicherungen.

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30 GARTEN

Sieben

Tipps

zur Rasenpflege

Natur Für viele Gartenbesitzer ist der Rasen der Hauptbestandteil eines schönen Gartens.

Dauerhaft grün soll er sein, sehr dicht und am besten ohne Unkraut. So funktioniert‘s.

1. Den Boden vorbereiten

Wenn man den Rasen komplett

neu einsäen will, muss das Wetter

mitspielen: Die Bodentemperaturen

sollten durchgehend

über zehn Grad liegen, und es

darf nachts kein Frost mehr auftreten.

Meist ist dies ab Ende

April/Anfang Mai der Fall.

Dann gilt es, den Boden vorzubereiten.

Die betreffende Fläche

wird zuerst umgegraben. Dabei

entfernt man Steine, Wurzeln

und Äste. Ist der Boden sehr

lehmig, sollte etwas grober

Sand eingearbeitet werden.

Dann ebnet man die Fläche mit

einem Rechen und verdichtet

ihn leicht mit einer Walze. Diese

kann man bei Bedarf im Baumarkt

oder beim Maschinenverleih

ausleihen.

2. Das Saatgut ausbringen

Für einen schönen und widerstandsfähigen

Rasen benutzt

man am besten einen hochwertigen

Rasensamen. Wer Kinder

hat, sollte zum Beispiel zu einem

strapazierfähigen Spielund

Freizeitrasen greifen. Rasen

sät man gleichmäßig entweder

per Hand oder besser mit

einem Streuwagen aus. Ein Rasendünger

versorgt die jungen

Gräser für die ersten sechs Wochen

ausreichend mit Nährstoffen.

Am besten arbeitet man die

Rasensamen und den Dünger

mit einem Rechen in die oberen

zehn Millimeter des Bodens

ein. Der Boden muss beständig

feucht gehalten werden.

3. Rasenpflege bedeutet vor

allem: richtig wässern

Nach etwa 14 Tagen erscheinen

die ersten Keimlinge. Jetzt heißt

es: wässern. Bei trockenem

Wetter beregnet man vier- bis

fünfmal am Tag für kurze Zeit.

Denn ist das Saatgut einmal


GARTEN 31

vertrocknet, kann man es

nicht mehr wiederbeleben.

Für jungen Rasen gilt:

kurz, dafür oft wässern. Bei

einem gut gewachsenen enen

Grün ändert sich die Rasenpflege.

Hier gießt man weniger,

dafür aber länger. Nur so

gelangt das Wasser auch an

tiefsitzende Wurzeln.

4. Düngen

„Hungrigen“ Rasen erkennt

man an einer fahlen, senden Grünfärbung und am

kümmerlichen Zuwachs der

nachlas-

Gräser. Er ist nährstoffarm,

damit schwachwüchsig und anfällig

gegenüber Krankheiten.

Jetzt ist ein ausgewogenes gebot von allen Nährstoffen

An-

wichtig.

5. Mähen

Sind die Grashalme acht bis

zehn Zentimeter gewachsen,

sollten sie auf etwa fünf Zentimeter

Länge geschnitten en werden.

Nach dem Erstschnitt mähen

fleißige Gärtner einmal chentlich auf Wunschlänge.

wö-

6. Unkraut entfernen

Unkraut ist ein Dorn im Auge

des Rasenliebhabers. Viele Unkräuter

verschwinden durch regelmäßiges

Rasenmähen, weil

sie nicht schnittverträglich

sind. Hartnäckigere Unkräuter

bekämpft der Gärtner zum Beispiel

mit Unkrautvernichter

plus Rasendünger.

7. Rasen nachsäen

Der Rasen wurde stark beansprucht

und weist nun einige

Löcher auf? Sind diese größer

als ein Handteller, ist es sinnvoll

nachzusäen. Kleinere Löcher

verschwinden bei guter

Rasengräser bilden seitliche

Ausläufer und neigen damit

zum Breitenwachstum. Der

beste Zeitpunkt für eine Nachsaat

in die kahlen Stellen ist der

Frühherbst, weil dann der Boden

noch warm von der Sommersonne

Rasenpflege von alleine, denn

ist.

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Tilgungssatz, dem Sollzinssatz bei Prolongation und den zusätzl ichen Kosten für Grundschuldabsicherung und Gebäudeversicherung.

Stand: 14.10.2019

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