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KULTURRING

HEILBRONN E.V.

www.kulturring-heilbronn.de

»PERSPEKTIVEN HEILBRONN«

KONZERTREIHE FÜR NEUE MUSIK


NATASHA LÓPEZ

(STUTTGART)


Montag, 25. November 2019, 19.30 Uhr

Städtische Museen Heilbronn


»PERSPEKTIVEN HEILBRONN«

KONZERTREIHE FÜR NEUE MUSIK


Konzert II


Montag, 25. November 2019, 19.30 Uhr

Städtische Museen Heilbronn


NATASHA LÓPEZ

(STUTTGART)

Programm:

MAURICIO KAGEL (1931 - 2008)

Nr. 3 (Englisch) aus Der Turm zu Babel (2002)

GEORGES APERGHIS (*1945)

Nr. 11 aus 14 Récitations (1977/78)

CHARLOTTE SEITHER (*1965)

Wenige Silben vom Glück (2015)

LUCIANO BERIO (1925 - 2003)

Sequenza III (1965)

LOTHAR HEINLE (*1965)

fragment / lichtkreis für Stimme und Elektronik (2019) UA

HUIHUI CHENG (*1985)

Umlaut für Geige und Stimme (2017)

SOPHIE POPE (*1988)

The Raven für Geige und Stimme (2017)

GIACINTO SCELSI (1905 - 1988)

Hô II (1960)

Nr. VIII aus Canti del Capricorno (1962-72)

Gefördert:


NATASHA LÓPEZ wurde in Johannesburg (Südafrika)

geboren. Studium der spanischen Philologie an der

Universidad Complutense de Madrid (Diplomabschluss)

sowie Violine und Gesang am Conservatorio Provincial

de Música de Gualadajara. 2011 Gesangsdiplom an der

Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, 2013 Master

Neue Musik Gesang an der Staatliche Hochschule für

Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (Prof. Angelika

Luz und Prof. Frank Wörner) mit Auszeichnung. Meisterkurse

bei Vokalperformern wie Lauren Newton (freie

Improvisation), David Stützel (Obertongesangtechnik),

Sigune von Osten und Donatienne Michel-Dansac (Neue

Vokalmusik) bei den Internationalen Ferienkursen Darmstadt.

Auftritte u. a. beim 2. Stuttgarter Klangbüro-Festival,

Novalis Music + Art Festival 2014 (Kroatien), Festival

Suså 2016 (Dänemark) und Festival ECLAT Stuttgart

(2017).

MAURICIO KAGEL wurde 1931 in Buenos Aires in eine

jüdische Familie geboren, die in den 1920er Jahren aus

Russland geflohen war. Früh erhielt er privaten Instrumentalunterricht

und arbeitete in Buenos Aires als Filmkritiker,

Korrepetitor und Dirigent, u. a. am Teatro Colón.

Kagel hatte in den 1950er Jahren an den Darmstädter

Ferienkursen für Neue Musik teilgenommen. 1957 reiste

er mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen

Austauschdienstes nach Deutschland. Ab 1960 war er

als Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen tätig. 1968

kam es in Zusammenarbeit mit Wolf Vostell und anderen

zur Gründung des Labor e.V., der akustische und

visuelle Ereignisse erforschen sollte. 1969 wurde er zum

Direktor des Instituts für Neue Musik an der Rheinischen

Musikschule in Köln und, als Nachfolger von Karlheinz

Stockhausen, zum Leiter der Kölner Kurse für Neue

Musik (bis 1975) ernannt; 1974 erhielt er an der Kölner

Musikhochschule eine Professur für Musiktheater. In der

Spielzeit 2006/2007 war Mauricio Kagel „Artist in Residence“

in der Philharmonie Essen und war dort ebenfalls

als Dirigent zu erleben. Im selben Jahr war er Composer

in Residence an der Hochschule für Musik und

Theater Rostock. Bei einem Symposion im Juni 2007 an

der Universität Siegen erhielt er die Ehrendoktorwürde in

Philosophie.


GEORGES APERGHIS, als Sohn des Bildhauers Achille

Aperghis und der Malerin Irène Aperghis in Athen geboren,

bildete sich weitgehend autodidaktisch als Maler

und Komponist aus. 1963 übersiedelte er nach Paris, wo

er 1965 die Schauspielerin Édith Scob heiratete. Musikalisch

wurde er von Komponisten wie Pierre Schaeffer,

Pierre Henry und Iannis Xenakis, John Cage und Mauricio

Kagel beeinflusst. 1971 erschien mit La Tragique

histoire du nécromancien Hieronimoet et de son miroir

sein erstes Werk für das Musiktheater. 1976 gründete er

die Theatergruppe Atelier Théâtre et Musique (ATEM) in

Bagnolet (seit 1991 am Théâtre des Amandiers in Nanterre).

Hier wurden bis zur Auflösung der Gruppe mehr

als zwanzig Stücke aufgeführt, darunter La bouteille à la

mer (1976), Conversations (1985), Enumérations (1988),

Jojo (1990), H (1992), Sextuor (1993) und Commentaires

(1996). 2011 erhielt er den Mauricio Kagel Musikpreis der

Kulturstiftung NRW, 2016 den Preis der Christoph-und-

Stefan-Kaske-Stiftung.

CHARLOTTE SEITHER, geboren 1965 in Landau/Pfalz,

studierte Komposition, Klavier, Musikwissenschaft und

Germanistik in Hannover und Berlin. Als Artist in residence

lebte und arbeitete sie auch in der Cité des Arts

Paris (1999), in der Akademie Schloss Solitude Stuttgart

(1995), in der Villa Aurora Los Angeles (2000) und im Art-

Lab Johannesburg (2015). Sie erhielt u.a. den 1. Preis im

Internationalen Kompositionswettbewerb Prager Frühling

(1995), den 1. Preis im Internationalen Kompositionswettbewerb

Ciutat de Palma (2004) und den Förderpreis

des Ernst von Siemens Musikstiftung (2002). Im August

2013 kam ihr Orchesterstück Language of Leaving bei

den BBC Proms in London zur Uraufführung. Charlotte

Seither ist Preisträgerin des Deutschen Musikautorenpreises

2014.

LUCIANO BERIO wurde am 24. Oktober 1925 in Oneglia

geboren. Nach 1945 studierte er am Mailänder Konservatorium

bei Giulio Cesare Paribeni und Giorgio Federico

Ghedini.

1962 übernahm er auf Einladung von Darius Milhaud

eine Dozentenstelle am Mills College in Oakland (Kalifornien).

Von 1974 bis 1980 war er Direktor der Abteilung

für Elektroakustik am IRCAM in Paris. Von 1994 bis 2000


war er „Distinguished Composer in Residence“ in Harvard.

Luciano Berio starb am 27. Mai 2003 in Rom.

1966 schrieb der italienische Komponist Luciano Berio

die Sequenza III für Solostimme. Es ist eine ganze

Geschichte in Lautäußerungen, Sprechen, Stöhnen,

Flüstern, Schreien, Lachen, ein Kosmos einer Frau,

konkreter noch: der Kosmos von Cathy Berberian, seiner

damaligen Gattin, einer Sängerin mit phänomenaler

Stimme. Cathy Beberian selbst hat es so formuliert:

Berio habe die weibliche Seele „radiographiert“.

Insofern hat der Komponist das Stück nicht für Cathy

geschrieben, sondern über Cathy. Das Lachen spielt

in diesem Stück eine zentrale Rolle: fröhlich, verzweifelt,

hysterisch, gereizt. Berio bezog sich nach eigenen

Angaben ganz direkt auf den Clown Grock, der damals

sein Nachbar im italienischen Oneglia war. Sequenza

III galt den einen als sehr avantgardistisches Stück,

anderen eher als Ausprägung von Popmusik in der

Avantgarde.

LOTHAR HEINLE wurde 1965 in Heilbronn geboren.

Während des Studiums der Musikwissenschaft war er

für die Medienabteilung an der Universität Tübingen

im Bereich Veranstaltungstechnik tätig und kuratierte

dort auch das wissenschaftliche Filmarchiv.

Er realisierte elektronische Klangkonzepte für Ausstellungen

der Vogelmann-Preisträger Roman Signer

(2008), Franz Erhard Walther (2011) und Thomas

Schütte (2014) in den Städtischen Museen Heilbronn

und der Kunsthalle Vogelmann. 2012 entstanden elektronische

Raummusiken für den Lichtkünstler Jan van

Munster und die Doppelausstellung Wolfgang Ganter

/ Hans Schüle in der Galerie Rieker Heilbronn.

Internationale Aufführungen erfolgten in Schweden

(Midvinterfestivalen Pitea 2012), Italien (Italian Composers

Forum Milano 2013) und der Ukraine (International

Music Festival Karkhiv 2014). 2014 entstand

die Klanginstallation „stunde 0 / geh...denken“ zum

70. Jahrestag der Zerstörung Heilbronns für die dortige

Ehrenhalle. Von 24. April bis 19. Juni 2016 war die

Klanginstallation „quasi cinis“ in der Marienkirche von

Frankfurt (Oder) zu hören, begleitend zur Ausstellung

„brennend“ des Künstlerbund Heilbronn.


Seit Januar 2010 ist Lothar Heinle künstlerischer Leiter

der „Perspektiven Heilbronn - Konzertreihe für

Neue Musik“ des Kulturring Heilbronn e.V.

HUIHUI CHENG wurde 1985 in China geboren. Mit

17 Jahren gewann sie ihren ersten Kompositionspreis.

2002 trat sie an die Zentrale Musikhochschule

in Peking zum Studium der Komposition bei Professor

Guoping Jia ein. 2007 schloss sie ihr Bachelor-Studium

mit Auszeichnung ab und wurde für den Masterstudiengang

zugelassen. Das 2008 in die Münchener

Biennale aufgenommene, im Sikorski-Verlag veröffentlichte

Klaviertrio Ripples (Wellengekräusel) erhielt den

ersten Preis beim Kompositionswettbewerb Con Tempo

– Junge Kammermusik in China. 2010 wechselte

Huihui Cheng in die Solistenklasse von Caspar Johannes

Walter an der Staatlichen Hochschule für Musik

und Darstellende Kunst in Stuttgart. Neben ihrer

Kompositionstätigkeit engagiert sie sich dort auch im

Ensemble echtzeit. Beim Isang Yun International Composition

Prize 2011 wurde ihr Stück Shining für großes

Orchester ausgezeichnet. Gegenwärtig studiert Huihui

Cheng bei Marco Stroppa und Piet Johan Meyer Elektronische

Musik.

SOPHIE POPE wurde 1988 in Sheffield geboren. Sie

studierte zwei Jahre an der Royal Northern College of

Music in Manchester bei David Horne und Masters in

Komposition an der Staatliche Hochschule für Musik

und Darstellende Kunst Stuttgart bei Caspar Johannes

Walter. 2013 absolvierte sie ein Austauschsemester

an der Manhattan School of Music bei Nils

Vigeland. Sie ist Gründungsmitglied der Stuttgarter

Kollektiv für aktuelle Musik. 2013 war sie Preisträgerin

beim Acht Brücken Festival für Streichquartett und

Elektronik. Sie dirigiert zur Zeit den Musikverein Bad

Cannstatt, den Posaunenchor Kornwestheim, Posaunenchor

Schorndorf, die Bietigheimer Blechbläser und

Junges Blech. 2017 war sie Gastdirigentin beim Kreisverbandsorchester

Stuttgart-Fildern mit der Uraufführungen

ihres Stückes Caipora für Blasorchester.


GIACINTO SCELSI wurde 1905 als Sohn einer wohlhabenden

alten Adelsfamilie geboren, zu deren Vorfahren

Helden des Risorgimento wie Pioniere der Luftfahrt

gehören. Abgesehen von frühen Unterweisungen in Rom

und Anregungen von Casella sowie Respighi beginnt

Scelsi sein Kompositionsstudium erst als Dreißigjähriger

in Wien und später in Genf. Mit seiner Komposition

Rotativa, die er 1931 in Paris vollendete, machte er

international erstmals auf sich aufmerksam. Den zweiten

Weltkrieg überlebte Scelsi im Schweizer Exil, hier wurde

neben Werken für Soloklavier auch das Streichtrio (1942)

uraufgeführt. Später übersiedelte er nach Rom, hier vollendete

er u.a. das Streichquartett und Nascita del verbo,

dessen Uraufführung 1949 in Paris erfolgte. Reisen nach

Afrika und Asien sowie die Berührung mit fernöstlichem

Denken führten in seinem Schaffen zu einer zunehmenden

Konzentration des musikalischen Raumes, die in

seinen rein zentraltönigen Quattro Pezzi für Orchester

gipfelte. Das musikalische Geschehen reduziert sich darin

auf kleinste Abweichungen in Rhythmik, Stimmung

und Klangfarbe. Scelsi starb am 18. August 1988 in

Rom.

Herausgeber: Kulturring Heilbronn e.V.

Geschäftsstelle: Heilbronner Reisebüro Böhm

Sülmerstr. 13 / Tel. 0 71 31/62 40 17

Texte: Lothar Heinle / Die Komponisten

Gestaltung: www.wsk-werbung.de


Konzerte der Abonnementreihe im Theodor-Heuss-Saal

der Festhalle Harmonie, Beginn 19.30 Uhr

1. Veranstaltung

Dienstag,

22. Oktober 2019

2. Veranstaltung*

Montag,

18. November 2019

3. Veranstaltung

Donnerstag,

16. Januar 2020

4. Veranstaltung

Mittwoch,

5. Februar 2020

5. Veranstaltung*

Freitag,

13. März 2020

6. Veranstaltung

Mittwoch,

22. April 2020

7. Veranstaltung*

Montag,

25. Mai 2020

Klavierabend

ROBERT NEUMANN

Orchesterkonzert

L’ARTE DEL MONDO

XAVIER DE MAISTRE, Harfe

Hornquartett

GERMAN HORNSOUND

Streichquartett

NOVUS STRING QUARTET

Violine-Klavier-Duo

MIRIJAM CONTZEN, Violine

BERND GLEMSER, Klavier

Klaviertrio

TRIO JEAN PAUL

Klavierduo

LUCAS & ARTHUR JUSSEN

Konzerte der Reihe „Perspektiven Heilbronn“

in den Städtischen Museen Heilbronn im Deutschhof,

Beginn 19.30 Uhr

Mittwoch,

23. Oktober 2019

Montag,

25. November 2019

Mittwoch,

25. März 2020

Samstag,

30. Mai 2020

Beginn 18 Uhr

JADE QUARTETT

(Stuttgart)

NATASHA LÓPEZ

(Stuttgart), Sopran

BENEDIKT BÜSCHER

(Stuttgart), Kontrabass

DUO2KW (München) mit

KLAUS-PETER WERANI, Viola

KAI WANGLER, Akkordeon

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