KÜCHENPLANER Ausgabe 10/11-2019

strobel.verlag

Die Fachzeitschrift KÜCHENPLANER zählt zur Pflichtlektüre der deutschen Küchenspezialisten. Achtmal jährlich werden mehr als 6.000 Küchenplaner und Einkäufer in den Küchenfachmärkten, Küchenfachabteilungen in Möbelhäusern, Küchenstudios und in der Küchenindustrie angesprochen.

www.kuechenplaner-magazin.de

Ausgabe 10/11 / 2019

Einkauf, Design, Fertigung, Marketing, Beratung, Planung und Verkauf

STROBEL VERLAG

Küchenmeile 2019:

Der große

Messereport

▶ 6

Architekturwerkstatt:

Neues Schmückstück

in Löhne eröffnet

▶ 46

Küchenzubehör:

Mehr Vielfalt für

kreative Planungen

▶ 50


Innen Hightech.

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für Fisch und Fleisch und längere Haltbarkeit von Vitaminen. Erfrischend praktisch ist auch der Eiswürfelspender.

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Impulse/Ansichten

Haltung entscheidet

Im Herbst dreht sich die Küchenwelt bekanntlich um sich selbst.

Und um die Frage: Was ist Trend? Antworten darauf gibt es mehrere,

die tragfähigste erschließt sich mit ein bisschen um die Ecke denken:

Es kommt immer häufiger auf das Wie an statt auf das Was.

Für Küchenmöbelhersteller war es schon immer gewagt,

sich zu sehr über Funktion und Optik zugekaufter

Teile zu definieren. Auch wenn das viele Jahre ganz

gut funktionierte, weil die Entwicklungssprünge bei

den Zulieferern enorm und der Glanz, den diese Innovationen

verströmten, groß waren. Doch dieser Kredit

ist weitgehend aufgebraucht. Heute findet sich der

gedämpfte Selbsteinzug in jeder Studentenbude, die

Anti-Finger-Print-Funktion der Möbelfront hat Preisgruppe

1 erreicht, und die Haptik einer dekorativen

Oberfläche bietet kaum noch Anhaltspunkte für echt

oder nicht. Dass alle Hersteller überwiegend aus dem

identischen Pool zugelieferter Möglichkeiten schöpfen,

verkompliziert die Lage weiter und öffnet die mentale

Pforte zur Eingangsthese. Wobei deren Auflösung gar

nicht so nebulös ist, wie es scheinen mag. Beim angesprochenen

Wie geht es um Konzepte, die vorhanden

sind – oder nicht. Und auch um das Image, das Unternehmen

pflegen – oder nicht. Und immer häufiger um

die definierte Haltung gegenüber Kunden, Lieferanten,

Mitarbeitern und der Umwelt. Sie ahnen es: Auch die

ist vorhanden oder auch nicht.

In dieser Hinsicht bot die Küchenmeile 2019 einige

erfrischende Ansätze, die weit darüber hinausgingen,

branchenübergreifende Entwicklungen auf ein neues

Eiche-Dekor mit höherem Grau-Braun-Anteil zu reduzieren,

oder auf die Frage, welcher Sinn im Schwarz

liegt. Viele Unternehmen haben sich längst Gedanken

gemacht, wie sie dem Diktat der Optik ein Schnippchen

schlagen können. „Raumkonzepte vor Materialauswahl“

(Leicht) und „Geschmack ist keine Frage des

Budgets“ (Nolte) sind zwei offensiv vorgetragene Beispiele

für dieses Wie hinter dem Was. Die neu formulierte

Strategie vom „Nutzen-Plus“ bei Blanco zielt in

die ähnliche Richtung. Und auch das bislang von einer

gewissen Schwammigkeit durchdrungene Thema

„Nachhaltigkeit“ erhält durch ehrlich dokumentierte

Umsetzungen endlich eine Tragkraft, über die sich

Hersteller und Handelskunden unterhalten und Beziehungen

pflegen können. Elko Beek, Geschäftsführer

von Sachsenküchen, drückt den Sachverhalt so aus:

„Anders zu sein heißt immer häufiger, Dinge anders zu

machen.“ Dem mag man anfügen: Vielleicht mit den

fast identischen Zutaten wie der Wettbewerber nebenan,

aber doch in einem eigenen Stil. Auch die oft beschworene

Individualität wird damit immer mehr zur

Frage des Konzepts.

Die Unternehmen der Küchenindustrie stecken

mittendrin in einem grundlegenden Wandel, der ihr

Selbstverständnis auf die Probe stellt. Sie müssen nicht

nur neue Produkte und Planungsideen vorstellen, sondern

auch glaubhaft machen, wofür sie stehen und was

sie als Lieferant und Arbeitgeber so besonders macht.

Es mag vielleicht etwas Facebook-like wirken, doch die

Herausforderung scheint darin zu liegen, Kunden mit

Argumenten zu überzeugen und sie gleichzeitig emotional

so anzusprechen, dass aus ihnen loyale Freunde

des Hauses werden. Darum geht es wohl in einer Zeit,

in der alles überall zu bekommen ist und dieses Alles

im Zweifel immer eine Spur günstiger.

Wie das gelingen kann? Darüber gehen die Vorstellungen

glücklicherweise auseinander – einander zuzuhören

ist aber sicher von grundlegendem Wert. Veranstaltungen

wie die Küchenmeile bieten dafür die

allerbesten Bedingungen. Über Farb- und Dekortrends

lässt sich dann immer noch plaudern.

Dirk Biermann

PS: Über die „Trends“ der Saison und darüber hinaus

berichten wir auf den folgenden Seiten dieser Ausgabe

und natürlich aktuell auf www.kuechenplanermagazin.de

sowie den gängigen Social-Media-Kanälen.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 3


Inhalt

Foto: Biermann

Foto: Biermann

6 50

Mit dem Ausstellungszentrum Architekturwerkstatt in Löhne

(Foto von der Eröffnung) hat die Küchenmeile ein neues

Schmuckstück. Unser großer Messereport beginnt auf S. 6.

Das Zubehör wird immer sichtbarer und prägt den emotionalen

Ausdruck der Planung. Was die praktische Funktion

einschließt (hier festgehalten bei Blanco auf Gut Böckel).

Messe

6 Der Küchenmeile-Report:

„Gibt’s jetzt auch in Schwarz“

14 Die wichtigsten Messethemen 2019 / 2020

46 Architekturwerkstatt in Löhne eröffnet

48 area30 wird immer internationaler

Küchenmöbel

18 Trends & Themen:

Die Neuheiten der Küchenmöbelhersteller

Küchenzubehör

50 Trends & Themen

Die Neuheiten der Zubehöranbieter

Küchenverbände

66 KüchenTreff: Übergabe der Verantwortung

66 Messepremiere für KMG in Löhne

Hausgeräte

70 V-ZUG im neuen Look & Feel

72 Trends & Themen:

Die Neuheiten der Hausgerätehersteller

Küchenfertigung

86 Blum forciert den Kunden-Dialog

87 Hettich: Von der interzum auf die Küchenmeile

Betriebsführung

88 Betriebliche Risiken vom Privatvermögen trennen

Zum Titelbild

Neuheit aus dem house­

4kitchen: Für die Fragranitspülen­Serie

„Urban“ hat

Franke drei neue Modelle im

Portfolio, darunter ein XL­

Becken mit 49 cm Breite sowie

eine Spüle mit 1,5 Becken

und ein Einzelbecken – jeweils

für 60 cm breite Unterschränke.

Hier zu sehen ist

die Optik Onyx.

Foto: Franke

Diverses

3 Ansichten: Haltung entscheidet

90 Partner des Fachhandels

91 Impressum

4 KÜCHENPLANER 10/11/2019


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Messe

Der Küchenmeile-Report 2019/2020

„Gibt’s jetzt auch in Schwarz“

Von Dirk Biermann

Wie im Schattenspiel: Diese Impression aus der

Blanco Ausstellung auf Gut Böckel bringt den

Schwarz-Trend atmosphärisch dicht auf den Punkt.

6 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Die Hausausstellungen

der Küchenmeile werden

immer kreativer. Es wird

mit Materialien gespielt,

mit Formen, Funktionen

und Konzepten. Vielfalt

wohin das Auge blickt.

Geradezu berauschend.

Ein Hauch von Mailand.

Und dann kommt sie,

diese für die Küchenmeile

2019 fast allgegenwärtige

Bemerkung: „Und das gibt’s

jetzt auch in Schwarz.“

Foto: Biermann

10/11/2019 KÜCHENPLANER 7


Messe

Foto: Biermann

Lust auf frisches Grün:

Der voll automatisierte

Gewächsschrank des

Münchner Unternehmens

Agrilution bringt

das Konzept von „Vertical

Farming“ einbaugerecht

in die heimische Küche.

8 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Ob Küchenmöbelhersteller, Geräteproduzent oder Zubehörspezialist:

Tatsächlich verzichtete in diesem

Messeherbst gefühlt kein einziger Hersteller auf die

Lobpreisung der besonderen Eleganz matt-schwarzer

Oberflächen. Und so hatte sich die Industrie zur

Küchenmeile 2019 reichlich eingedeckt mit entsprechend

gestalteten Griffen, Regalprofilen, Armaturen,

Becken, Fronten, Geräten und Arbeitsflächen. Selbst die

Innenausstattung schwört immer häufiger auf den zeitgemäßen

Ton im gedeckten Anthrazit. Das wirkt in vielen

Umsetzungen wohnlich und elegant und erfüllt damit

die Ansprüche des Zeitgeists ans moderne Mobiliar.

Denn das soll schließlich verbindend wirken, die Grenzen

von Küche, Essen und Wohnen vergessen lassen

und zu einem harmonisierenden Miteinander beitragen.

Jedenfalls in offen konzipierten Domizilen. In der traditionellen

Kochküche im Wohnbestand gelten nach wie

vor herkömmliche Gesetze, nämlich dass sich helle Farben

und freundliche Hölzer förderlich auf die gefühlte

Weite des Raums auswirken und deshalb den dunklen

Tönen vorzuziehen sind. Doch selbst im offenen Wohnen

kann es knifflig werden, wenn die optische Umsetzung

allzu monothematisch gerät. Denn ein Zuviel an Dunkelheit

am, auf und im Möbel und Drumherum schlägt

irgendwann aufs Gemüt. Und so mag die Farbe Schwarz

nach dem jahrelang erduldeten Joch reinweißer Einrichtungen

verlockend wirken, sollte aber auch nicht übertrieben

werden. Als Akzent geht Schwarz aber immer

und führt verbreitet zu Ergebnissen, die dem Auge zu

schmeicheln verstehen: in Kombination mit Beton, Holz,

Keramik, Glas, Stein oder Farbe. Auch mit Grau. Ob die

Hersteller in ihren Ausstellungen nun allzu spendabel

mit den gedeckten Tönen umgehen, stößt auf subjektive

Resonanz und in der Folge zu einer Vielzahl

von Meinungen. Wie auch immer: Erfahrene Beobachter

aus dem Fachhandel wissen ohnehin, dass selten so

heiß gegessen wird wie gekocht. Sprich: Messe ist immer

auch Show, Inszenierung und im besten Fall ein inspirierender

Weckruf für die eigene Kreativität. Auch

in diesem Sinn wird Ostwestfalen immer italienischer.

Der Planer entscheidet

Was vorbehaltlos für die Ambitionen der Industrie gilt,

Standard-Küchenmöbel in immer weiteren Wohnbereichen

unterzubringen. Im Flur, in der Ess-Ecke, im

Wohnraum, im Bad, im Schlafzimmer. Selbst im Ankleideraum.

„Mehr als Küche“ hat sich als Slogan

branchenweit etabliert – ob direkt formuliert oder so

gemeint – und durchwirkte in diesem Herbst ganz Ostwestfalen-Lippe.

Wobei die Idee sehr unterschiedlich

positioniert und mit Leben gefüllt wird. Von „können

wir mit unseren Möbeln auch und wollten das einfach

mal zeigen“ bis hin zu einem separat definierten Programm

mit speziellen Typen und abgestimmtem Zubehör.

Gewohnt konsequent geht nobilia mit dem Thema

um, unter anderem im Bad mit einem erweiterten Angebot

an individuell konfigurierbaren Spiegelschränken

und allerlei Accessoires.

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anders ist besser...

Wir können den Schrank nicht neu erfinden, aber wir

können ihn optimieren, indem wir neue Ideen zuzulassen

und alle Planungsoptionen ausloten. Unser Fokus liegt auf

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Messe

Der Hauswirtschaftsraum, beziehungsweise eine entsprechende

Zeile, findet längst auch in besonders eleganten

Küchen statt. Diese Umsetzung rückte Häcker Küchen in den

Spot der Deckenbeleuchtung.

Apropos „mehr als Küche“: In diese Kategorie fällt längst

auch der Hauswirtschaftsraum. Den hat in zwischen so gut

wie jeder Küchenmöbelhersteller als mögliche Umsatzquelle

entdeckt und präsentierte sich damit zur Küchenmeile;

manchmal in Zusammenarbeit mit Spezialisten

wie Hailo. Ob die Möblierung und Ausstattung des Hauswirtschaftsraums

im Zeitalter mengengesättigter Küchenmärkte

ein neues und tragfähiges Geschäftsfeld werden

kann, bleibt für den Moment offen. Letztlich entscheidet

ohnehin die Affinität des jeweiligen Planers und Händlers,

ob „mehr als Küche“ eine Zukunft hat. Die Industrie ist jedenfalls

vorbereitet, falls jemand mag.

Eine Kühlschrankkamera

macht noch kein Smart Home

So wie zunehmend beim Thema Vernetzung. Allerdings

weniger bezogen auf die Küchenmöbelindustrie als mit

Blick auf die Hausgerätehersteller. Auf der IFA Anfang

September in Berlin schien sich alles und ausschließlich

um das vernetzte Wohnen zu drehen. Und um die

Frage, was vernetzbare Hausgeräte dazu beitragen können.

Im Mittelpunkt der vernetzten Welt stehen sie nämlich

nicht. Die Küchen gerätehersteller wissen genau, dass

Fotos: Biermann

Viele Sortimentsneuheiten sind erst auf den zweiten Blick sichtbar, haben die jeweiligen Unternehmen in den

letzten Monaten, teilweise sogar Jahre, jedoch intensiv beansprucht. Dazu zählen neue Korpushöhen wie unter

anderem bei Häcker („ClassicMax“), Schüller und Ballerina, die Vereinigung von XL-Korpus und Grifflos-Konzept

„Line N“ bei nobilia (und thematisch ähnlich bei Rotpunkt) oder die Einführung des komplett neuen Auszugsystems

„Optimus“ bei Schüller (Foto).

10 KÜCHENPLANER 10/11/2019


ein W-LAN-kompa tibler Ofen oder eine Kühlschrankkamera

allein noch kein Smart Home ausmachen. Das sind

allen falls erste Gehversuche in einem Markt, den noch

niemand wirklich überblickt und der durch Technologien

mit so genannter künstlicher Intelligenz zusätzlich

an Dynamik gewinnt. So viel scheint jedenfalls festzustehen:

Kooperationen auf technischer Ebene sind nötig. Und

die Bereitschaft, sich trotz Wettbewerbs an offenen Plattformen

zu beteiligen. Öko-Systeme werden die auch genannt.

Und dies auch – oder gerade – zum Nutzen der Konsumenten,

die immer weniger Lust haben, ein Dutzend

Apps oder mehr für ihre vernetzte Gerätewelt aktuell zu

halten. Jedenfalls laufen die Entwicklungen, die Küche

im vernetzten Wohnen als Zentrale zu positionieren, vor

und hinter den Kulissen auf Hochtouren, und der Küchenfachhandel

scheint gut beraten, sich mit dem Einmaleins

der Heimvernetzung zu beschäftigen und sich rechtzeitig

mit den Grundlagen vertraut zu machen. Entsprechende

Angebote gibt es zum Beispiel von Zubehörspezialisten

wie Naber und Vogt. Und das mit Sprachsteuerung und

darüber hinaus. Die sprachgesteuerte Bedienung der Beleuchtung

scheint dabei als Thema prädestiniert, um sich

dieser für Laien etwas unübersichtlichen Thematik praxisnah

zu nähern. Auch mehrere Küchenmöbelhersteller

probierten sich in diesem Herbst damit aus, wenngleich

in der Summe und von der Intensität vergleichsweise verhalten.

Eine der exempla rischen Ausnahmen ist das Unternehmen

Ballerina-Küchen, das schon im vergangenen Jahr

eine Spielart der digitalen Küche in Holzwerkstoff kleidete

und dies jetzt fortführte. Eine andere Ausnahme ist

Nolte Küchen. Das Team um Ulrich Wostbrock (Leiter Produktmanagement

bei Nolte) setzte nicht nur die Lichtsteuerung

per „Zauberwürfel“, Sprache und Geste in Szene,

sondern auch die Höhenverstellung von Arbeitsflächen per

Handauflegen. Das funktioniert auf Basis eines sensitiven

Lackes und mit jedem Arbeitsflächenmaterial, erläuterte

Ulrich Wostbrock das erstaunliche Wirkprinzip. Details

wollte er nicht preisgeben. Wer will es ihm verdenken. Die

in der Nolte-Ausstellung präsentierte Musteranwendung

beeindruckte jedenfalls und vermittelte eine Ahnung, wie

die Steuerung von Funktionen in Küchen künftig auch ablaufen

könnte. Und dann wird es wohl nicht mehr allein

um Licht, Musik oder die ergonomisch vorteilhafte Arbeitshöhe

gehen. So wünschenswert die auch immer ist.

Betreutes Backen

Eine besondere Spielart der Vernetzung zieht immer häufiger

in Form von Assistenzsystemen in unsere Küchen

ein. Auf Grundlage von feinfühligen Sensoren und rasant

agierenden Prozessoren soll es zum Kinderspiel werden,

ein verzehrfähiges Stück Steak auf den Tisch zu bekommen

oder einen exakt durchgebackenen Kuchen. Miele

hat in der Einbaugeräte-Generation 7000 dafür nun den

ersten Pyrolyse-Ofen mit einer Kamera ausgestattet, und

Bosch lässt seine Ambitionen beim betreuten Backen unter

dem Siegel KI laufen. Also der Abkürzung für künstliche

Intelligenz.

Weitere prägende und publikumswirksame Neuheiten

der Geräteindustrie sind aktuell: immer mehr Muldenlüfter

mit flächenbündigem Dunstabzug, immer mehr

Deckenhauben mit Liftfunktion, immer größere TFT-

Displays, immer mehr Kombigeräte (Hitze, Dampf, Mikrowelle)

sowie erstmals Induktionskochfelder mit Licht-

10/11/2019

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Messe

konzept – eine beeindruckende Innovation, die Schott

Ceran vor gut einem Jahr am Rande der IFA vorstellte

und die nun von den BSH-Marken Siemens, Bosch und

Neff in der Serien-Umsetzung gezeigt wurde.

Vielfalt bieten

Bei den Zubehörspezialisten inklusive der Spülenund

Armaturenanbieter dreht sich immer mehr um

individualisierte Vielfalt, Ideenreichtum, Eigenentwicklungen

und um die Rolle als Service-Partner für

den Fachhandel. Damit wollen die Unternehmen im

Wettbewerb mit den Küchenmöbelherstellern punkten.

Die haben das Geschäft mit dem Zubehör nämlich

längst als attraktive Einnahmequelle erkannt

und werben mit ihrem aus der Blockvermarktung bewährten

Dauer argument „Alles aus einer Hand“.

Alle investieren

Und diese Konzentration in der Vermarktung wird

schon bald an Bedeutung zulegen. Spätestens wenn die

angekündigten Kapazitätserweiterungen der Mengenhersteller

Häcker, Schüller und nobilia ans Netz gehen.

Was schon ab 2020 beginnt. Diese Erweiterungen seien

zwar vorrangig auf den Export ausgerichtet, heißt es,

doch wenn die Bänder erstmal laufen, wollen sie gefüttert

werden – egal für welchen Markt. „Das geht dann

knüppelhart über den Preis“, wähnt mancher in der

Branche. Eine Glaskugel ist für diese Prognose wohl

überflüssig. Die kleineren, mittleren und mittel großen

Unternehmen der Branche versuchen sich darauf vorzubereiten

und inves tieren ebenfalls: in „automatisierte

Losgröße 1“ und andere Technologien; inklusive

Logistik. So zum Beispiel bei Ballerina, Rotpunkt,

Sachsenküchen, Störmer oder kuhlmann (RWK) – und

auch Leicht Küchen investiert derzeit im großen Stil.

Rund 80 Mio. Euro in eine neue Korpusfertigung samt

Versand. Im Gewerbepark Gügling, rund 10 Autominuten

vom Firmensitz in Waldstetten entfernt.

Famose Ausstellungen

Zur Küchenmeile 2019 machte Küchenmöbelhersteller

Leicht mit einem weiteren Großprojekt Schlagzeilen.

Denn pünktlich zum Start der Herbstmessen öffnete

die neue Ausstellung Architekturwerkstatt in Löhne

die Türen. Das Ergebnis faszinierte viele Besucher,

baulich mit viel Industriecharme ebenso wie inhaltlich.

Denn Bauherr und Initiator Leicht Küchen stellt dort

zusammen mit Liebherr, V-ZUG, Gessi und Inalco aus.

Allesamt Premium-Anbieter, die sich perfekt ergänzen.

Konzipiert ist die Architekturwerkstatt als Dauerausstellung,

Schulungsort und Eventstätte. Ein großer

Wurf, wie am Rande der Messe mehrmals zu hören war,

und eine Einschätzung, die sich mit der eigenen Wahrnehmung

deckt. Eine Einschätzung, die für die von

Grund auf neu gebaute Ausstellung von KH Küchen

(eigentlich KH System Möbel) in Melle gleichfalls gilt.

Ein weiteres Schmuckstück der Küchen meile. Über die

Projekte von Leicht und KH berichten wir noch an anderer

Stelle in dieser Ausgabe.

Das ist der Küchentrend

Bleibt die immerwährende und gleichermaßen beliebte

Messe-Frage: Was wird denn nun Trend in der

Küche? Die prägenden Themen lauten weiterhin Nachhaltigkeit,

Vernetzung und Individualität. Auch optisch

bleibt vieles, wie es ist, und wird von den Herstellern

Fotos: Biermann

Bauherr

in Melle:

Sebastian Flint,

Marketingchef,

KH System

Möbel.

12 KÜCHENPLANER 10/11/2019


auf hohem Niveau in Details entwickelt. Und das selbstverständlich

immer individueller, je nach Wunsch des

Handels (und der Verbände) und Bedürfnis des Konsumenten.

Also wahlweise mit einer aktuellen Modefarbe

(z. B. Jagdgrün, Brauntöne, Rostrot, Coralle), einer

metallischen Oberfläche (Gold, Kupfer, Industriestahl),

nach wie vor mit viel Naturstein und Keramik (auf der

Front, an der Wange, auf der Platte), mit Marmor-Nachbildungen,

mit Schichtstoff (Fenix!), mit Eiche, Eiche,

Eiche, immer öfter mit Anti-Fingerprint-Fronten (selbst

im Preiseinstieg), mit dem lebendigen Spiel von offenen

und geschlossenen Flächen (Schiebe- und Einschubtüren),

feiner abgestimmten Korpushöhen mit und

ohne Raster, mit vielen, vielen Regalen (mit Licht und

ohne), vorkonfektionierten Funktions-Nischenwänden,

mit smarten Filter-Armaturen, Spülen mit Stufe

und großvolumigen Einzelbecken. Der übergreifende

Trend lautet also weiterhin: Es gibt nichts, was es nicht

gibt, Küche lässt sich mit allerlei Zutaten immer kreativer

und in unterschiedlichen Intensitäten umsetzen:

in Tiny- House-Größe, normal und großzügig; in puris

tisch, modern, familiär, ländlich oder im Industrial

Style. Und das alles, Sie ahnen es, gibt’s auf Wunsch

auch in Schwarz.

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Neuheiten und Notizen

Auf den folgenden Seiten haben wir

prägende Neuheiten, so manchen

Schnappschuss und weitere Impressionen

und Notizen von der Küchenmeile

2019 zusammengestellt. Und

natürlich aus den Messezentren von

area30 über h4k bis Gut Böckel. Noch

detaillierter blicken wir in der kommenden

Ausgabe, KÜCHEN PLANER

12/2019, in die Neuheiten-Programme

der Hersteller. Unter anderem mit

den Fokusthemen Küchen möbel, Arbeitsflächen,

Küchen zubehör und

Dunstabzugshauben.

Bauherr in Löhne:

Stefan Waldenmaier,

Vorstand der Leicht Küchen AG.

10/11/2019


Messe

Die wichtigsten Messethemen

2019 / 2020

Auf den Messen in Berlin (IFA) und Ostwestfalen (Küchenmeile etc.) haben wir

wieder gefragt: „Welche sind Ihre wichtigsten Messethemen?“ Das konnten Produktneuheiten

sein, aber auch Service­ oder Kommunikationsthemen. Dabei sollten sich

die Aussteller für drei „Highlights“ entscheiden. Ausnahmen haben wir nur im

Ausnahmefall zugelassen. Ein konzentrierter Überblick.*

Küchenmöbel

allmilmö

• Oberfläche OPACO „Elephant Skin“

• Hauswirtschaftraum

(im Programm „Senza“)

Ballerina Küchen

• Neue Farbe „LightPepper“

• „FreeStyle Wall“

• Konzept „Alu Elements“

Bauformat

• 20 Jahre Ausstellung in Haus Beck

• Licht per Sprache steuern

• Modern interpretierter Landhaus-

Stil

Bax Küchen

• Furniervielfalt in 555 Varianten

• Keramikvielfalt in 35 Varianten

• Abgewinkelte Türen

Beckermann Küchen

• Vielseitiges und durchgängiges

Farbkonzept

• Ergänzungen zu „ParadisoXTreme“

• Grifflose Küche „Trendline“

Brigitte Küchen

• Multi-Colour-System

• Echtholz / Holz-Optiken

• Ideen für kleine Räume

Decker

• Kernbuche „bianco“

• Hirnholzakzente

• Akzentfarbe Schwarz

Häcker Küchen

• Korpushöhe 780 mm

(„ClassicMax“)

• „oneLine“ (systemat)

• Gerätelinie „H-Tech“

Impuls Küchen

• Neuer Unternehmensauftritt

online und Print

• „Space Grey“ für Front und

Korpus

• Bandstahl-Optik

KH Küchen

• Neues Ausstellungszentrum

• Pulverlack-Kompetenz

• Fronten in Carbon-Optik

Kuhlmann (RWK)

• Umzug nach Löhne

• Neuheiten in Kupfer und Glas

• Korpushöhe 889 mm

Leicht Küchen

• Einweihung Architekturwerkstatt

• Konzepte für Räume

• Fronten und Wange auf Gehrung

next125

• Vorhandene Modelle neu geplant

• „Kleine Planungen“ auf 12 m 2

• Brauntöne als Ergänzung

Neue Alno

• Küche-Wohnraum-Konzept „Space“

• „Tailor“-Konzept für maß gefertigte

Möbellösungen

• Fokus auf Materialität

(Glas, Keramik, Lack)

nobilia

• Neue Materialtechnologien

• Raumgrenzen überschreiten

(„mehr als Küche“)

• Stauraumnutzung (z. B. LINE-N

und XL-Korpus vereint)

Noodles, Noodles & Noodles

• Materialien Stahl und Kiefer

• Modulsysteme

• Authentischer Look

Nolte Küchen

• Grundsatz: „Geschmack ist keine

Frage des Budgets“

• „Platingrau“ in allen Preis gruppen

• Metallische Oberflächen

Poggenpohl

• Fronten mit Edelmetallen

• Fronten mit Keramik

• Neue Farben

Pronorm

• Marmor-Optiken

• Multifunktionale-Einrichtungslösungen

• Auszug-System ProTech 2.0“

* Alle Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Manche Aussteller konnten wir aus organisatorischen und /oder

zeitlichen Gründen während der Messe nicht persönlich sprechen, bzw. es lagen uns keine redaktionell auswertbaren

Informationen vor.

14 KÜCHENPLANER 10/11/2019


ational

• Messemotto

„Küche und Wohnfühlwelten“

• Fenix neu eingeführt

• Material-Vielfalt ausgeweitet

Rotpunkt Küchen

• Fronten in 14 mm Stärke

• Keramik-Fronten eingeführt

• Nachhaltigkeit und „CO 2

-freie

Fertigung“

Sachsenküchen

• Messethema

„ganzheitliches Wohnen“

• Verdeckte Beschläge

• Licht als Gestaltungs- und Architektur-Element

Schüller

• Neues Auszugsystem „Optimus“

• Neue Korpushöhe 845 mm

( schüller C)

• Neue Gerätegeneration:

Juno „Selection“

SieMatic

• 90 Jahre SieMatic

• „Interior Design Contest 2019

• Grifflos-Konzept „SLX Pure“

SSC Stengel Steel Concept

• Outdoor-Konzept

• Design-Linien „Premium“, „Easy“,

„Kitchen“

Störmer

• Lizenz-Partnerschaft mit

„Villeroy & Boch“

• Rahmen-Konzept „Frame“ für

Küche und Bad

• Griffblendenkonzept „Verona“

Warendorf Küchen

• „Nahtloser Übergang“

nach Insolvenz

• Integration von Kochen und

Wohnen

• Front „StageLine“ mit individuellen

Fräsungen

zeyko

• „Zurück auf der Küchenmeile“

• Mini-Küche „zeyko Rack“

• Zusammenarbeit im Firmenverbund

Arbeitsflächen

AKP

• Glas-Nischenverkleidung mit integrierter

Sprachsteuerung

• Montage-Set „Slimfix“

• Produktpass

Formitable

• Integriertes Kochen im Tisch

• Mobiles/tragbares Gerät

• Passendes Kochbuch

Inalco

• Premiere auf der Küchenmeile

(Architekturwerkstatt)

• Material „MDI“ für Fronten,

Arbeitsfläche, Wand und Boden

Jetstone

• Durchgängige Marmorierung

• Fleckunempfindliche Oberfläche

mit Haptik

Lechner

• Komplett überarbeitete Preisliste

• „Full-Service“ vom Aufmaß bis

zur Montage

• Neuheiten bei Keramik, Glas und

Compact

MCR

• Modulare Raumlösung „n’Stee“

aus Naturstein

Naumann

• Fugenlos integrierte Spüle

• Fronten aus Naturstein

• Frei konstruierbare Outdoor-

Küchen

Strasser

• Naturstein „Gletscherbach“

Küchenzubehör / Planung

Blanco

• Kommunikation: Nutzen aufzeigen

(„Blanco Plus“)

• Design: Schwarz matt in Kombination

mit Beton

• Material: Edelstahl-Serie

„ Classimo“

Carat

• Änderungen in VR sofort umsetzbar

• Planung mit Schnittstelle zur Produktion

• Neuer Online-Planer

(kommt Anfang November)

Dein Konfigurator

• Vertrieb international ausgebaut

Dornbracht

• Oberflächenvielfalt für individuelle

Gestaltungen

• Profi-Einhebelmischer

• Farbige Becken aus glasiertem

Stahl / Becken aus poliertem Edelstahl

Franke

• Filterarmatur „Vital“

in drei Varianten

• „Urban“-Serie erweitert

(Modelle und Farben)

• drei neue Vertikalhauben

• matt-schwarzer Strukturlook

in Wabenoptik

Gessi

• Exklusives Armaturen-Design

• Ausbau des Vertriebs im deutschen

Küchenfachhandel

• Premiere in der Architekturwerkstatt

Granberg

• Arbeitsplatten-Lift mit

seitlichem Motor

• Motorisch höhenverstellbarer

Insellift

• Motorisch verstellbarer Schrankeinsatz

Grohe

• „SmartControl“-Technologie

10 Farben für Armaturen und

Accessoires

• Smarte Wassersysteme

10/11/2019 KÜCHENPLANER 15


Messe

hansgrohe

• Küchenarmatur

„Aquno Select M81“

• Küchenarmatur „Talis M54“ im

Finish Matt Schwarz

KMG

• „KüchenScreen“

(interaktive Katalog-App)

• Premiere auf der Küchenmeile

(area30)

• Präsentation als Verband für

Küchen studios und Handwerker

KüchenAtlas

• Deutlich erweitertes Dienstleistungspaket

• Themen sind u. a. „Bewertungen“,

„Abverkauf“, „Panoramafotografie“

• Kooperation mit Softronik

KüchenTreff

• Markenpflege

• Ladengestaltung

• Kommunikation

Küche&Co

• Digitalisierung im Küchenstudio

• „Virtual Reality“ in der Planungspraxis

• 30 Jahre Küche&Co

Mayer Sitzmöbel:

• Stuhlprogramm „myDERBY“

mit passendem Tisch

• Design-Barhocker „myHENRI“

für Premium-Ansprüche

• Ergänzungen der „myTILDA“-

Serie xxx

MGS

• Kindersicherung am Heißwasser

• Heißes Wasser über Filter

Naber

• Keramikspülen „PickUp“

mit zweiter Ebene

• Edelstahlspüle „Corno Turno“ mit

integrierter und schwenkbarer

Armatur

• Smart-Home-Konzept

inkl. Sprachsteuerung

Pyramis

• Dunstabzugshauben

• Farbige Edelstahl-Spülen

Quooker

• Kostenfreie Quooker-App

• Gefiltertes und gekühltes Wasser

• Quooker „Flex“ im schwarzen

Finish

Sagemüller & Rohrer

• „The Wall“: Nischenwand-Montage

per Plug&Play

• Designtrends Schwarz und Kupfer

• Montagefreundliche Unterbauleuchten

Sedia

• „Duplex“-Steckdose

• Einheitliche Lichtfarbe in der

Küche

• Smarte Bedienkonzepte für die

Lichtsteuerung

Schock

• Premium-Material „Cristadur“

• Neue Farben „Golden Years“

• Spüle als multifunktionaler Vorbereitungsbereich

Systemceram

• Quadratische Einbecken-Spüle

„Mera 51“

• Neue Faltmatte mit breiten Rippen

(auch in Schwarz)

• Neue Armaturen „Move“ und

„Live“ in Schwarz

Villeroy & Boch

• Einzelbecken „Siluet 50 S“

• Keramikfarbe „Almond“

• Geometrisches Dekor „Mosaïque“

Vogt

• Produktvielfalt demonstrieren

• Licht per Sprach steuern

• Dornbracht als neue Armaturenmarke

• Zahlreiche Ergänzungen in allen

Warengruppen

Wesco

• Outdoor-Küchen

Hausgeräte

AEG

• Kundenkommunikation

• Kernkompetenz „Dampf“

• „Quick-Select“-Funktion bei Geschirrspülern

Amica

• Einbau-Dampfgarer mit 77 Liter

Volumen

• Neues Geschirrspüler-Sortiment

(Stand u. Einbau)

• Farblinie „grey Concept“

Bauknecht

• Kunden binden und neue Kunden

gewinnen

• Fachhandelsprogramm „Passion“

• Neue Geräteplattformen

(Induktion, Kühlen)

Beko

• Backofen und Dampfgarer vereint

• Dunkle Edelstahl-Oberflächen

• „Eat like pro“

berbel

• „Ergoline 2“ komplett in Mattschwarz

• „BlackEdition“

• Geräte-Präsentation in Wohnwelten

Bora

• Bora „Pure“

• Bora „Classic 2.0“

• Designauszeichnungen

Bosch

• „Cookit“: Küchenmaschine mit

Kochfunktion

• „accent line carbon black“ ergänzt

• Künstliche Intelligenz

im Backofen

Falmec

• Inselhaube „Spazio“ in Edelstahl

• Lifthaube „Levante“ mit Lichtkonzept

• Landhaus-Esse „Time“ in Metall-

Optik

Gaggenau

• Neue Dampfbacköfen für 200erund

400er-Serie

• Lifthaube / Deckenhauben

• Muldenlüfter jetzt flächenbündig

Elica

• „NikolaTesla Libra“: Induktion-

Muldenlüfter mit integrierter

Waage

• „NikolaTesla Flame“: Gas-Muldenlüfter

• „Illusion“: Deckenlüfter, der individuell

gestrichen oder tapeziert

werden kann

ERGE

• Mattes Abluft-Gitter

• Magnetknopf mit integrierter

Herd plattensteuerung

• Design-Dunstabzugsleuchte

16 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Faber

• Neupositionierung im deutschen

Küchen fachhandel

• Muldenlüfter „Galileo Smart“

• Deckenhaube mit Lift-Funktion

„Sky Lift“

Gorenje

• 3 : 1: Backofen, Dampfgarer, Mikrowelle

• Side-by-side-Kühlgerät

• Muldenlüfter

Grundig

• Carbon-Oberfläche

• Neue Höhe 1,92

• „Corner Wash“ Geschirrspüler

Gutmann Hauben

• Folierte Haubenfronten

• Muldenlüfter „Nivel“ mit fünf Kochzonen

• Unterbau-Deckenhaube „Apilar“

Haier

• Einbaugeräte „Serie 5“ und „Serie 7“

• Kühl- und Gefriergeräte „F+“

Hoover

• Backofen „H-Keepheat“

Küppersbusch

• „K-Series.7“ mit intuitiver Menüführung

• Neuer Induktions-Muldenlüfter

• Induktionskochfelder mit sieben vordefinierten

Sonderstufen

Liebherr

• Premiere auf der Küchenmeile

(Architekturwerkstatt)

• Thema „BioFresh“ (IFA)

• „LightUp-Box für Unterbaukühlschränke

• „Monolith“-Konzept und flexible

Geräte wahl

Miele

• Einführung Geräte-Generation „7000“

• Inselhaube „Aura 4.0 Ambient“

• Induktions-Muldenlüftung jetzt

flächen bündig

Neff

• Kundenkommunikation

„Neff macht Markt“

• Flex-Induktionskochfeld mit Licht

• Neue Dunstabzugshauben

Novy

• Muldenlüfter „Panorama“

• Muldenlüfter „NovyUp“

• Gas-Brenner mit Knebel in die Arbeitsfläche

eingelassen

O+F A-Line

• Dunstabzug als Regal

• Geräuschreduzierter Muldenlüfter

• Unterbau-Weinkühler für

große Flaschen

Oranier

• Backofen-Serie im XL-Format

• Weiterentwicklung von „be-cook“

• Gaskochfelder

PlasmaMade

• PlasmaMade Luftsensor

• Plasmafilter

refsta

• Umluftlösungen

• Plasma-Filter

• Schräghauben

Samsung

• Geschirrspüler mit Schlepptürtechnik

• Induktion-Muldenlüfter

• Thema „vernetztes Wohnen“

Sharp

• Pyrolyse-Reinigung

• Air Curtain

• Retro-Kühlschränke

Siemens

• Flex-Induktion mit „activeLight“

• Mega-Thema „vernetztes Leben“

• Studie „Metropolitan Lifestyle“

Silverline

• Smarte Haube „Vision Hi“

• Muldenlüfter „Flow-in Pro“

• Deckenlifthaube „Light-Line“

Smeg

• Dolce & Gabana Serie

• Geschirrspüler-Baureihe mit Energiesparmotoren

• Kochzentren mit 120 cm Breite

Teka

• Backofen „SteakMaster“

• Geräteserie

„Urban Colours Edition“

• Induktionskochfeld „DirectSense“

V-ZUG

• Weltweit erstes V-ZUG Studio in der

Architektur werkstatt

• „Mit den Partnern im Fachhandel

wachsen“

• „FullFlex“-Induktionskochfeld

• Der KÜCHENPLANER-

NEWSLETTER informiert über

die wichtigsten News aus

der Küchenbranche

• Sorgfältig recherchiert

und bearbeitet durch die

KÜCHENPLANER-Redaktion

• Wöchentlich neu und

kostenlos

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10/11/2019


Foto: Ballerina-Küchen

Dank ihrer kubischen Formensprache wirkt die Kochinsel dieser Planung

von Ballerina-Küchen eindrucksvoll wie eine Skulptur. Authentische Holztexturen

der „Bordeaux Eiche“ begeistern mit dreidimensionaler Optik

und Haptik und vermitteln einen fühlbaren Unterschied. Wobei die

dunklen Akzente die naturfarbenen Flächen des Sandsteindekors umso

heller leuchten lassen. Vitrinenschränke unterstreichen das betont wohnliche

Ambiente zusätzlich, auch durch das harmonische Zusammenspiel

mit den Regalen und dem Sideboard. Die Glasrahmentüren mit und ohne

Sprossen bringen durch ihre Transparenz edles Tafel geschirr, stilvolle

Gläser oder dekorative Accessoires stimmig zur Geltung.

www.ballerina.de

18 KÜCHENPLANER 10/11/2019


10/11/2019 KÜCHENPLANER 19

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Küchenmöbel

Fotos: Biermann

Mit Funktion. „Alu Elements“

heißt eine neue Design- Linie

von Ballerina-Küchen: Sie

beinhaltet Fronten, Regale

– auch und die Funktionssäule

„New Spin“ (Foto) mit

Tablet- Halterung und einem

Box-System. Natürlich alles

aus dem Werkstoff Aluminium,

wahlweise in Schwarz

oder Edelstahloptik. Ein

Blickfang mit neo klassischem

Charme ist darüber hinaus

das Ritzen hoff-Design (sie he

Unterschrank), das in diesem

Jahr vom Industriedesigner

Nuno Ladeiro aus Lissabon

stammt.

Für die Wand. Ballerina-Küchen hat die Optik des „FreeStyle“-

Konzepts fortgeführt und präsentierte es zur Hausmesse

zeitgemäß als Regal. „FreeStyle Wall“ kann individuell mit

oder ohne Licht geplant werden. Hier zusammen im Unterschrank

mit den „TakeAway“-Auszügen, die im vergangenen

Jahr neu vorgestellt wurden. Rechts im Foto ist eine weitere

aktuelle Neuheit zu sehen: Marmoroptik in Smartglas.

Statt Magnolia. „Light Pepper“ ist ein zarter und angenehm warm wirkender Grau-Beige-Ton, der gut zu Grau, Schwarz, Holz und Stein passt.

Auf diesem Foto empfiehlt er sich zur dunklen Zinn-Eiche im Planungsstil „Belle Époque“. Bei Ballerina wird „Light Pepper“ als neue Trendfarbe

den einstigen Dauerbrenner „Magnolia“ ablösen. Die aktuelle Ausstellung ist schon davon durchwirkt: auf Fronten und Möbelkorpen innen wie

außen, umgesetzt in den Ausführungen Melaminharz, Direktlack, Mikro- und Samtlack, Hochglanzlack, Mattlack und auf Holz.

10/11/2019


Fotos: Biermann

Schafft Verbindung. „Alnospace“

ist ein variabel planbares

Raum ele ment, mit dem

sich das Wohnumfeld über die

Küche hinaus erschließen lässt.

Das System besteht aus vertikalen

Stelen, die zwischen

Boden und Decke oder Wand

verspannt werden. Über Möbeladapter

lassen sich verschiedene

Möbelkörper, Glasund

Holzböden in das System

integrieren. Strom und Licht

inklusive.

Gut besucht. Im vergangenen Jahr beäugte die Fachwelt

die Neue Alno GmbH noch etwas verhalten. Das habe

sich grundlegend gewandelt, berichtet Geschäftsführer

Thomas Kresser (Foto rechts). Schon am Messe-Mittwoch

war die Marke von 2000 Besuchern in der Ausstellung im

cube 30 überschritten. Die Botschaft für die Messegäste:

„Wir sind noch hochwertiger aufgestellt und gehen raus

aus der Preisvergleichbarkeit.“ „Flexibel, schnell und

lösungsorientiert“, wolle man jetzt sein mit der Produktion

auf Basis Losgröße 1. Neuigkeiten gibt es auch aus

dem Vertrieb. Dieser wurde in den vergangenen Monaten

fast komplett ausgetauscht, so Kresser. Im Bildhintergrund

zu sehen ist das auf Metall-Stelen basierende

neue „Alnospace“-Konzept in der Umsetzung mit Modulen

in „electric blue“. Entwickelt wurde es von Design-

Chef Ulrich Dahm Wachsmann (Foto links).

Flexible Planung. Dank des

neuen „Tailor“-Konzepts muss

sich der Alno-Planer nicht mehr

für ein bestimmtes Modell entscheiden,

sondern kann sich

aus einem Baukasten bedienen.

Verschieden kombinierbare

Fronten, Oberflächen, Kanten

und Korpusqualitäten versprechen

Lösungen nach Wunsch.

Die Maße sind auch variabel.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 21


Ein durchdachtes Sortiment mit durchgängigen Planungsmöglichkeiten zählt

zu den Stärken von Nolte Küchen. Mit dem wandelbaren „Platingrau“ stellt

das Unternehmen erneut Vielseitigkeit unter Beweis. Die attraktive Nuance

ist über die Preisgruppen hinweg für alle Oberflächen erhältlich. Das gibt

Händlern die nötige Flexibilität, individuelle Kundenwünsche umzusetzen.

Wie wäre es zum Beispiel grifflos, in wohnlicher Kombination mit Hennarot?

Der neue Farbton im Mattlackkonzept mit abgestimmtem Umfeld erlaubt

es Planern, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Hier ist Raum für Design!

www.nolte-kuechen.de

Foto: Nolte Küchen

22 KÜCHENPLANER 10/11/2019


10/11/2019 KÜCHENPLANER 23

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Küchenmöbel

Fotos: Biermann

Für alle Programme. „Geschmack ist keine Frage des Budgets.“ Dieser wie in Granit gemeißelte

Leitsatz von Nolte Küchen durchwirkt auch das Angebot der neuen Farbstellung „Platingrau“.

Der neutrale und kombinationsstarke Ton ist bereits seit Juni auf dem Markt und nun

auch für die Programme „Lux“ und „Feel“ erhältlich – und damit über die Preisgruppen hinweg

in allen Oberflächen einsetzbar.

Stark im Ausdruck. Neu aus dem Bereich

„nolte neo“: magnetische Front „Ferro“

mit Ornamentbedruckung.

Beton ist Trend. Den Bereich der Echtmaterialien

ergänzte Nolte ebenfalls. Bei der Beton-

Front „Portland“ um den Ton „Saphirgrau“

(Foto). In „Achatgrau“ und „Anthrazit“ gibt es

sie weiterhin.

Metallisch. Unter den zahlreichen

Nolte-Neuheiten

stach das Programm „Titan“

heraus. Besonders die Variante

„ Graphit“ (Foto) sei bei

vielen Fachbesuchern gut

angekommen, berichtet das

Unternehmen. Die Front mit

den metallischen Effekten

lässt sich vielseitig kombinieren

und wirkt hochwertig

– und das in Preisgruppe

2. Hier in einem Umfeld mit

„Wildeiche rustikal“.

10/11/2019


Fotos: Biermann

Sehr schlank. Besonders dünne Fronten haben

im Programm von Rotpunkt Küchen noch

gefehlt. Jetzt gibt es sie: „Core“ basiert auf

durchgefärbtem MDF mit äußerer Alu-Auflage.

Die Front ist lediglich 14 mm stark und

kommt doch mit einem Standard-Beschlag

aus. Wangen sind in der 14-mm-Variante

ebenfalls erhältlich.

Wie im Workshop. Seit gut einem Jahr heißt die

Musterecke bei Rotpunkt Küchen Inspiration

Point. Und weil mit der Namensumbenennung

auch ein inhaltlicher Wechsel hin zu einem

Workshop-Charakter stattfand, kommt das bei

den Kunden sehr gut an. In der Ausstellung

des Herstellers und durchaus auch als Umsetzung

im eigenen Studio, wie Vertriebsleiter Sven

Herden (Foto) berichtet. In diesem Jahr erhielt

der Rotpunkt-Baukasten etliche neue Zutaten

für noch mehr kreative Planungsmöglichkeiten.

Das sind unter anderem: 14-mm-Designfronten,

Keramik-Fronten mit Facettenschliff, Fenix

in Schwarz und Grau, Bronze in der Metallic-

Collection, Einschub-Korpus „Cube“, Nischenwand

„Wall Solutions“, die Xtreme-Oberfläche

im Ton Lava und eine Synchronpore mit Metallein

schlüssen. Parallel wurde das Umfeld mit

Griffen und Beleuchtung noch konsequenter in

Schwarz gestaltet, und die Korpushöhe 910 mm

gibt es jetzt auch für grifflose Planungen.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 25


Foto: Rotpunkt Küchen

Die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens stand

im Mittelpunkt der Hausmesse von Rotpunkt Küchen.

Aber auch in puncto Design und Funktionalität wartet

der Kü chenmöbelhersteller mit einigen Neuerungen auf.

So bietet Rotpunkt mit „Slice“, „Core“ und „ Ceramica“

gleich drei neue Frontprogramme. Die hier abgebildete

grifflose „Ceramica“-Planung in „Black Rock“ eignet

sich optimal für die Kombination mit schwarzen Metallrahmen.

Neu sind auch die „Cubes“ (rechts im Bild) zur

Geräte-Integration sowie die ebenso elegant wirkende

wie funktionale Nischengestaltung „Wall Solutions“.

www.rotpunktkuechen.de

26 KÜCHENPLANER 10/11/2019


10/11/2019 KÜCHENPLANER 27

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Küchenmöbel

Gut mit Schwarz. Dieses Pastellgrün hat Häcker neu

aufgenommen. In dieser Umsetzung harmoniert es prima

mit dem dunklen gusseisernen Griff.

Eine Leiste weniger. Mit „oneLine“ wird Häcker in der Linie „ systemat“ noch

eine Spur eleganter. Für diese Wirkung wird auf die untere C-Leiste verzichtet,

sodass sich die Fronten auf minimale Spaltbreite begegnen können. Ergänzend

zu „oneLine“ brachte Häcker seine erste grifflose Rahmenfront.

Im Raster. Das große

Messethema bei Häcker

Küchen war die Einführung

von „ClassicMax“

und damit der neuen

Korpushöhe 78 cm. Damit

lässt sich nun auch

das „Classic“-Sortiment

im 13er- Raster

planen. Bei der Linie

„ systemat“ ist das

schon seit 1998 möglich.

Da Häcker ungern

halbe Sachen macht,

werden sämtliche 63

„Classic“-Fronten in

die neue Höhe übernommen,

kombinierbar

sind sie mit allen

13 Korpusfarben.

„ClassicMax“-Musterküchen

sind ab Januar

2020 erhältlich, ab Februar

2020 folgen die

Kundenküchen.

Fotos: Biermann

28 KÜCHENPLANER 10/11/2019


In Zonen planen. Große Küchen kann jeder. So sagt man. Doch

mit großen Flächen hat sich schon mancher Planer schwergetan.

Spezialist Leicht Küchen setzt deshalb auf Raumkonzepte

im Rahmen der Innenraumgestaltung und teilt große

Flächen wo möglich in Zonen ein. Welche Materialien dann

zum Einsatz kommen, ist ein anderes Thema. Und das steht

in der Leicht-Strategie bewusst an zweiter Stelle. Wenngleich

die Kompetenz dafür umfangreich ist. „Wir haben alles“, sagt

Vorstand Stefan Walden maier selbstbewusst. Ab sofort übrigens

auch auf Gehrung gearbeitete Fronten und Wangen – für

eine besonders kubische Wirkung. Hilfreich bei der Unterteilung

von großen Flächen in Zonen sind immer öfter großformatige

Schiebetüren. Hier arbeitet der Küchenmöbelhersteller

mit Hawa aus der Schweiz zusammen. Damit lassen sich

ganze Küchen areale oder Zeilen öffnen und wieder schließen,

wenn sie nicht gebraucht werden. Bei Hauswirtschaftsräumen

in der „Back- Kitchen“ funktioniert das auch.

Gelungener Spagat. Bei der Messepremiere in der neuen Architekturwerkstatt in Löhne schaffte Leicht Küchen den durchaus anspruchsvollen

Spagat und kombinierte ganzheitliche Raumkonzeptionen mit realistischen und deutlich kleineren Küchenplanungen. Auf 410 m 2 Fläche zeigte

das Unternehmen neun Planungen, inklusive Funktionen für den Hauswirtschaftsraum bzw. -schrank. Zu den Exponaten zählte auch ein komplett

mit eigenen Möbeln ausgestattetes „Boardinghouse“ (hier Foto von außen), das sämtliche Lebensbereiche miteinander auf kleinem Raum

verbindet. Erneut geben Schiebetüren Struktur, sie separieren oder schaffen Offenheit und Weite.

Fotos: Biermann


Küchenmöbel

10/11/2019


Durch die Röhre. Wenn jemand Besucherströme zu kanalisieren

weiß, dann gehört das Unternehmen nobilia sicherlich

dazu. Auch in diesem Jahr strömten wieder

deutlich mehr als 10 000 Gäste aus vielen Teilen

der Welt durch den hier abgebildeten Messetunnel

von Verl-Sürenheide. Auf der anderen Seite

„der Röhre“ entfaltete sich die nobilia-Welt

vielfältig wie eh und je. Diesmal sogar auf

4200 m 2 Ausstellungsfläche mit 56 reinen

Küchenplanungen und zahlreichen Einrichtungsideen

darüber hinaus. Mehr

als 90 Planungen unterschiedlichster

Größe fürs gesamte Wohnen

zeigte das Unternehmen in diesem

Jahr. Analog zum Messemotto

„ Grenzen aufbrechen und Übergänge

schaffen“. Fixer Bestandteil

der abermals vergrößerten

Ausstellung sind Flächen für

Technik und Services. Sowie

für den Marktplatz, der alles

vereint, was der Küchenmöbelhersteller

an Geräten,

Zubehör und Arbeitsplatten

zu bieten hat. Bei den Services

ging es in diesem Jahr

im Schwerpunkt um digitale

Abläufe im Rahmen einer

ganzheitlichen Logistik.

Und übergreifend um

die Vereinigung des XL-Korpus

mit dem Grifflos-Konzept

„Line N“. Also reichlich

Stoff für einen langen Messetag.

Und der endete dort,

wo er begann: am Tunnel. Danach

kam nur noch das Buffet.

Aber auch das ist gewohnt XL.

Foto: Biermann

10/11/2019


Küchenmöbel

Mehr Bad. Möbelwaschtische in Mineralguss, neue Beimöbel,

individuell konfigurierbare Spiegelschränke in fünf Varianten

und eine Menge Ergänzungen bei den Accessoires:

nobilia zeigt in der aktuellen Kollektion noch mehr Bad.

Fotos: Biermann

Dunkle Akzente. Auch bei nobilia gibt es viele Accessoires

nun auch in Schwarz.

Von Hand. Der Trend zur Betonfront ist ungebrochen. Basis dieser Zement-Nachbildung aus dem

nobilia-Programm ist ein geprägter MDF-Träger, der anschießend von Hand bearbeitet wird. Dieser Unikat-Charakter

beschert der Front „Cemento“ die Einstufung in Preisgruppe acht. Von neun möglichen.

10/11/2019


No Print. Der Anti-Fingerprint-Effekt beginnt bei nobilia jetzt

schon im Preiseinstieg: mit der neuen (beschichteten) Lacklaminat-Front

„Easy-Touch“. Neben Rostrot (Foto) gibt es sie

auch in Grafit. Schwarze Accessoires passen zu beiden.

Endlich Ordnung. Das Chaos im Auszug für die Kunststoffbehälter

(Foto rechts) hat ausgespielt: mit „Spaceflex“ von

Kesseböhmer. Dabei handelt es sich um einen Metall-Rahmen

mit flexiblen Spanngurten für 60 cm breite Auszüge. Die Ordnungshilfe

gibt es vorerst exklusiv bei nobilia.

In Eiche. Ein Hauch Grau und eine Nuance Braun:

die neue zeitgemäße Eiche „Sierra“ von nobilia.

So individuell wie du.

Individualisierbares Design – immer mehr Möbelkäufer

legen Wert darauf. Doch wie lassen sich individuelle

Varianten markttauglich und wirtschaftlich realisieren?

Hettich bietet dazu seit langem Plattformen und

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10/11/2019


Küchenmöbel

Markant. Auch diese Melamin-Front

in Textiloptik folgt der aktuellen

rational-Strategie hin zu ausdrucksstarken

Materialien. Die Wandgestaltung

rechts passt vorzüglich

dazu (IMI Beton).

Fotos: Biermann

Immer anders. Mit der leicht geschwungenen

Corian-Front „Floo“

(by Karim Rashid) bietet rational

schon seit drei Jahren eine besondere

Planungsoption. Wobei das

hochpreisige Material auch punktuell

verwendet werden kann.

In Kombination mit dieser matten

Marmor-Nachbildung wirken

die Design-Oberschränke ebenfalls.

Der Phantasie sind jedenfalls kaum

Grenzen gesetzt, meint rational. Für

immer wieder neue Umsetzungen

mit Alleinstellungsmerkmal.

Material und Farbe. rational hat in diesem Jahr bewusst bei

Materialien und Farben zugelegt. Diese furnierte Risseiche gehört

dazu, ebenfalls vier neue Fenix-Farben. Wer es besonders

modern mag, entscheidet sich für das weiche „Living Coral“.

Integriert. Mit „Küche und Wohnfühlwelten“ hatte rational die Hausmesse

2019 überschrieben. In der Ausstellung waren immer wieder

kleinere Wohnlösungen integriert, so wie dieser dezente Office-Bereich.

Ein Wohnwand-Stollensystem wurde ebenfalls gezeigt.

34 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Nichts zu sehen. Verdeckte Beschläge gehören zu den

Stilmitteln von Sachsenküchen, um noch mehr Wohnlichkeit

zu realisieren. Bei diesem Beispiel kommt der Hauch

von Nichts von Grass („Tiomos“).

Fotos: Biermann

Angekommen. „Ganzheitliches Wohnen“ ist für Sachsen küchen

weit mehr als ein modisches Schlagwort. Das Thema wird bereits

seit mehreren Jahren konsequent mit Inhalt gefüllt. Mit

Erfolg: Sachsenküchen erhält immer mehr Aufmerksamkeit für

seine Ideen rund um die „Wohnwelt Küche“. Wie zuletzt sehr

deutlich wahrnehmbar nach der LivingKitchen 2019.

Leuchtmöbel. Seitdem der Muldenlüfter

Karriere macht, stellt sich immer

öfter die Frage nach dem Licht

beim Kochen. Sachsenküchen hat

nun ein Leuchtmöbel dafür kreiert,

das als Gestaltungs- und Architekturelement

verstanden wird. Mit

Oberflächen nach Wunsch. In diesem

Fall nimmt die Leuchte die „Asteiche

natur“ der Rahmenfront „ Amalia“

auf. Diese neue Fronttype verfügt

über eine integrierte Griffleiste. Womit

das Thema Landhaus um eine

moderne Variante reicher ist.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 35


Küchenmöbel

Niedriger Sockel. Mitten aus dem

Messegeschehen, aber gut sichtbar:

der niedrige Sockel dieser

Schüller-Küche. Möglich macht das

die neue Korpushöhe 84,5 cm, die

jetzt auch in der C-Collection eingeführt

wurde. Das abgebildete

Dekor heißt „Wild eiche natur“.

Hinter den Kulissen

Die Technik hinter der Front – das ist auch bei Schüller traditionell ein

wichtiges Thema. Die letzten Monate waren besonders betriebsam.

1 2

Denn zur Hausmesse 2019 realisierte der Küchenmöbelhersteller gleich

mehrere anspruchsvolle Projekte, die beim reinen Blick auf die neuen

Fronten schnell unterzugehen drohten. 1 Zum Beispiel

die Einführung des neuen Zug-Schub-Systems

„Optimus“, das über einen mehrjährigen Zeitraum

gemeinsam mit Blum entwickelt wurde. Der österreichische

Hersteller nennt das System „ Merivobox“.

Technisch vereint das System eine horizontale und

eine vertikale Führung. Innen ist es sehr geradlinig

gestaltet und bietet damit neue Möglichkeiten

bei der Innenorganisation. 2 Außer dem wurde

die Korpushöhe 84,5 cm bei Schüller-C eingeführt,

was die Flexibilität der Planungen zusätzlich erhöht.

Vor allem in Kombination mit den verschiedenen

erhältlichen Korpustiefen. 3 Ein Novum ist

auch die erstmalige Gestaltung des Verkaufshandbuchs

mit Fadenheftung. Das soll einen besonderen

praktischen Wert im täglichen Gebrauch haben.

4 Und schließlich können seit Oktober 2019 Spülen

und Kochfelder nun auch bei Schüller flächenbündig

in Holzwerkstoff-Platten eingebaut werden. Erst in

Platten mit 4 cm Stärke. Die dünnen Varianten mit

1,6 cm sollen in Kürze folgen.

3

4

Fotos: Biermann

36 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Mit Konzept. Neff ist jetzt ebenfalls

direkt über Schüller zu beziehen.

Die Einbaugeräte-Marke

ergänzt das ohnehin breite Sortiment

(Airforce, AEG, Juno, Miele,

Siemens, Constructa) zusätzlich. Im

house4kitchen machte das Neff-

Genussküchen-Konzept (Foto) auf

die neue Kooperation aufmerksam.

Komplett erneuert (optisch

mit viel Schwarzglas) präsentieren

sich die Geräte der Exklusivmarke

Juno. Die aktuelle Generation

trägt den Namen „Juno Selection“.

Fotos: Biermann

Dekor-Trends. Marmor-Nachbildungen

sind für Schüller

derzeit ein wichtiges

Dekor-Thema,

Messingoberflächen

auch. Beides zusammen

zog in der Ausstellung

im house-

4kitchen die Blicke

vieler Messegäste

auf sich.

Publikumsliebling. Den nächsten Modellwechsel mit

Neuheiten wird es bei der Schüller-Premiummarke

next125 erst zur Eurocucina 2020 geben. Dennoch boten

die acht im house4kitchen gezeigten Planungen einige

neue Ansichten. Gezeigt wurden zum Beispiel zwei kleine

Planungen im Stil von Apartmentküchen auf jeweils

12 m 2 , die dennoch alle gängigen Premium-Ansprüche

erfüllen. Ein Publikumsliebling ist inzwischen das abgebildete

„Jaguargrün“, hier in einer aktuellen Planung

mit „Ceramic Basalt“ und „Asteiche massiv“.

Lebendig. Die neuen Messing-Griffe passen auch zur dunklen „Flammeiche

schwarz“ sehr gut. Das ebenfalls neue „Terrazzo“-Dekor auf der Arbeits fläche

und in der Nische bringt zusätzliche Lebendigkeit in diese Messeplanung.

10/11/2019


Küchenmöbel

Foto: Hilgert

Die 20 steht. Zur 20. Messe im Haus Beck stellt die Baumann Group

20 Neuheiten für 2020 vor. Unter anderem lässt sich die Beleuchtung

in den Küchen von Bau format und Burger demnächst per

Sprachsteuerung regeln. Zusätzlich aber auch über Fernbedienung

oder Smartphone. Ausgebaut wurde auch das Angebot für

den Hauswirtschaftsraum. Die Akzentglasfront „Enigma“ wurde

durch die Varianten „Oilslick“ und „Iceblue“ ergänzt, jede Front

ist ein Unikat. Ebenfalls neu ist die Front „Lisa“ mit einer Lichteffektkante

in „Neon Orange“ (von Rehau). Die weitere Neuheit

„Lea“, hier präsentiert von Marketingleiter Dennis Bischoff, setzt

den modern interpretierten Landhausstil in Szene.

Wie Elefantenhaut. Der Premiumhersteller allmilmö präsentierte

während der area30 eine Küche mit der supermatten, schwarzen

Oberfläche „Opaco Elephant Skin“. Diese wirkt besonders

edel und ist besonders robust und unempfindlich gegen Fingerab

drücke. Die Front hat eine Querrillen-, die Arbeitsplatte eine

Noppenleder-Struktur. Die Laminatoberfläche wurde speziell für

allmilmö im Unternehmensverbund entwickelt und produziert.

Offene Regalelemente aus Olivenfurnier mit dem durchlaufenden

horizontalen Maserungsverlauf und das Lichtkonzept runden das

Bild ab. Rückseitig zeigte das Unternehmen einen Haushaltsraum

im Modell „ Senza“.

Foto: Plaßhenrich

Oft gelobt. Die kommunikative Kirchenbank samt Deckenmalerei

ist sicher nicht der wichtigste Platz in der neuen Ausstellung

von KH in Melle, aber Eindrücke wie diese prägen den Charme

der Präsentation. Auf einer komplett neu gestalteten Fläche

(vorher war die Halle an eine Spedition vermietet) zeigt der

Hersteller nun auf 2500 Quadratmetern seine aktuelle Kollektion

– und erhielt dafür sehr viel positive Resonanz. Auch der

KÜCHENPLANER war beeindruckt und meint: „Das ist Kücheninszenierung

mit Konzept und Emotion. Sehr gelungen.“

10/11/2019


Foto: Biermann

Mehr Wohnen. Eine Mini-Wohnung auf etwa 35 Quadratmetern setzte KH in seiner neuen

Ausstellung in Szene, ebenso ein komplettes Haus im Haus auf rund 150 Quadrat metern.

Natürlich komplett mit eigenen Möbeln und weiterer Handelsware. Die „Alles-aus- einer-

Hand“-Botschaft für die Objektausstatter unter den Kunden war jedenfalls deutlich:

„Auch das können wir.“

Foto: Biermann

Foto: Biermann

Optisch getrickst.

Es wirkt wie ein dazwischengeschobenes

Buffet-Modul,

ist aber regulärer

Teil der Küchenzeile.

Für Kunden, die Retro

lieben.

Wie Carbon. Eine der Oberflächen-Neuheiten

von KH: Fronten in Carbon-Optik, hier in der Umsetzung

mit Alpinweiß als Kontrastpartner. Neu

sind Fenix-Oberflächen in vier Farben, die Umstellung

auf die Innenausstattung „Arena Pure“

von Kesseböhmer in der Wunschgestaltung

„Orion grau“ oder „Palladiumgrau“ sowie spezielle

Schränke für den Hauswirtschaftsraum.

Foto: Biermann

10/11/2019 KÜCHENPLANER 39


Küchenmöbel

Noch mehr Marke. Störmer Küchen inszenierte sich in der

neugestalteten Designwerkstatt Forum 26 als „Home of

the Brands“. Küchenmöbel mit dem Label von „ Villeroy

& Boch“ ergänzen nun das bestehende Angebot ( Störmer,

Eschebach, Musterring). Zum Auftakt der neuen Lizenzpartnerschaft

zeigte das Unternehmen vier „Villeroy &

Boch“-Küchen. Mit Umsetzungen „in zeitgemäßer Eleganz“,

wie Störmer-Geschäftsführer Michael Otto die

Premiere beschrieb. Einen besonderen Stellenwert genießt

naturgemäß die Keramikkompetenz des Lizenzgebers.

So waren zwei Küchen mit Fronten, Arbeits flächen

und Wangen in Keramik ausgestattet. Vier weitere Keramik-Modelle

folgen 2020. In Umsetzungen mit Holzwerkstoffen

gibt es die Villeroy & Boch-Küche aber auch.

Weitere prägende Störmer-Neuheiten in diesem Herbst

sind Oberflächen in „Residur“ (ein Polymerglas von

Rehau), Fenix (jetzt 15 Farben) und ausdrucksstarken Farben

(Konzept „Freedom of Colours“). Außerdem wurde

die Bad-Kollektion ergänzt und mit der Rahmenfront

„ Frame“ eine einfach zu montierende Einstiegslösung für

Küche und Bad gezeigt. Ein optisches Alleinstellungsmerkmal

lässt sich mit der neuen Griffblende „Verona“

realisieren.

Alles wie gehabt. Die Kommunikation bei Warendorf fokussierte

sich auf die Botschaft: „Es geht nahtlos weiter,

für den Fachhandel in Deutschland ändert sich nichts“.

Obwohl hinter den Kulissen alles anders ist. Denn nach

der Insolvenz im Frühjahr ist das Unternehmen seit dem

1. Juli 2019 nun komplett im Besitz des Ehepaars Wang aus

Hongkong, einem langjährigen Warendorf-Kunden. Laut

Unternehmen versteht sich der Investor als „strategischer

Partner, der bewusst im Hintergrund agiert“. Nachdem

es im Rahmen des Insolvenzverfahrens zu 20 Entlassungen

kam, werden jetzt wieder Mitarbeiter eingestellt.

Zur aktuellen Messe auf Gut Böckel zeigte der Hersteller

fünf Küchendesigns auf 200 m 2 Fläche. Zu den Neuheiten

und Weiterentwicklungen gehören Holzdekore und

Oberflächen in Keramik- und Marmoroptik sowie metallische

Fronten. Anthrazit ist das Grundelement in jedem

Küchen konzept.

Doppel-Party. 90 Jahre SieMatic: das feierte der Küchenmöbelhersteller

aus Löhne gleich doppelt, an zwei aufeinanderfolgenden

Abenden mit jeweils 400 Gästen aus

Fotos: Biermann

Neu bei Störmer sind Küchen, die unter dem

Label von Villeroy & Boch vermarktet werden.

Modulare Mini-Küche „zeyko Rack“.

40 KÜCHENPLANER 10/11/2019


vielen Teilen der Welt. Dabei stand natürlich ganz viel

Markenpflege im Raum sowie als Produkt-Neuheit die

„SLX Pure“, die 2018 in Mailand als Prototyp vorgestellt

wurde und seit Sommer bestell- und lieferbar ist. Die

Ausstellung in Löhne zeigte das Premiummodell in großen

und kleinen Umsetzungen. Das Highlight war indes die

Verleihung des „Interior Design Contest 2019“. Zu diesem

Wettbewerb hatte SieMatic im Frühjahr eingeladen und

erhielt von Mai bis August beeindruckende 320 Einsendungen

aus 25 Ländern, die anschließend von einer international

renommierten Jury gesichtet und gesiebt wurden.

Voraussetzung war, dass die Projekte innerhalb der

letzten vier Jahre realisiert wurden. Die „Best of“-Gewinner

wurden an den Partyabenden gekürt. Der „Best-ofbest“-Preisträger

kommt aus Japan mit einer Planung der

Stilwelt „Pure“.

Mehr grifflose Möbel. Im letzten Jahr führte Impuls Küchen

ein Grifflos-Sortiment ein, nun wurde dieses Angebot um

mehr als 80 Schranktypen ergänzt. Bei den Seitenschränken

und Highboards kann die Griffmulde auch horizontal

verlaufen, was dem Planer einen Mix aus vertikaler und

horizontaler Linienführung erlaubt und Zwischenwangen

erübrigt. Auch im Unterschrank führen die Neuheiten zu

weiterer Flexibilität. Für umlaufende Griffmulden insbesondere

bei Insellösungen bietet der Hersteller neben den

Standardtiefen variable Frontwangen von 310 bis 1120 mm.

Metall-Griffmulden in Edelstahloptik und Schwarz verleihen

dem „Sortiment C“, so heißt die grifflose Küche bei

Impuls, seinen Charakter. Dank seines erhöhten Korpus

bietet das „Sortiment C“ im Vergleich zum Standardsortiment

mehr Stauraum. Über diese prägende Produkt-Neuheit

hinaus präsentierte das Unternehmen den Relaunch

seiner Print- und Onlinemedien.

Zurück in Löhne. Im Verbund. „zeyko ist zurück auf der

Küchen meile“. Diese Nachricht freute die nach wie vor

umfangreiche Fan-Gemeinde des Küchenmöbelherstellers

aus dem Schwarzwald. Der aktuelle Auftritt im Kitchen

Center Löhne war auch von der Zusammenarbeit mit den

Schwester firmen geprägt. Seit zwei Jahren gehört der

Küchen möbelhersteller nun zu einem Verbund mit Kom-

Fotos: Biermann

Der „Interior Design Contest 2019

stieß auf unerwartet große Resonanz

unter den SieMatic-Partnern.

In der horizontalen Planung der grifflosen Impuls- Küchen

lassen sich die Metall-Griffmulden direkt unter der Arbeitsplatte

mit LED-Beleuchtung ausstatten. Das erzeugt einen

schwebenden Charakter.

Effektlack-Fronten in Gold

bei Warendorf.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 41


Küchenmöbel

petenzen im Innenausbau und Ladenbau. So wurden Teile

durch den Ladenbauer „Trendstore“ konstruiert, und manche

Oberfläche des Innenausbauers Brunold gefertigt. Exklusiv

für zeyko, versteht sich. Neben Produktstudien und

schon bekannten Programmen wie „Woodline.one“ und

„Oceangreen“ (toll: in Kombination mit satiniertem weißen

Glas) verfolgte zeyko auch erneut die Idee, dass „kleine

Küchen große Ideen brauchen“. Umgesetzt wird das mit

„ zeyko Rack“, ein ganz neuer Küchentyp, der erstmals auf

der Living Kitchen 2019 zu sehen war. In Köln in einem bewusst

farbenfrohen Kleid, nun in einer schlicht und elegant

wirkenden Umsetzung mit Weiß und warmer Holzrepro. Erhältlich

sind weitere Funktionselemente zum Einhängen.

Der Furniermeister. Bereits zum achten Mal stellte Bax seine

Neuheiten während der area30 vor. Dieses Jahr hatte die

Detmolder Küchenmanufaktur eine Auswahl von 550 Furnierarten

mitgebracht. Vieles ist damit möglich: von unifarben

bis bunt. Ein Hingucker am Messestand war eine

Planung mit schwarz-weißem Furnierverlauf (Foto rechte

Seite). Zudem hat der Hersteller seine Farbpalette an Fenix-

Oberflächen auf 15 erweitert und bietet im Bereich Keramikfronten

nun 35 Möglichkeiten zur Auswahl. Für die Umsetzung

eines besonders minimalistischen Designs zeigte

Bax eine Konstruktion mit abgewinkelten Türen.

Auch in Basalt. Mit seinem Marmor-Design-Konzept

„Paradiso XTreme“ kombiniert Beckermann Küchen Marmor

und supermatte Oberflächen. In der Kollektion 2020

wird das Angebot um die Farbe „Marmor Basalt“ (Foto unten

rechts) ergänzt. Zudem bietet das Unternehmen ab sofort

seine Farbpalette durchgängig über alle Programme an.

So kann der Küchen planer die farblich aufeinander abgestimmten

verschiedenen Materialen frei kombinieren. Die

Basis dafür ist das neue Modell „Lima“ für den Einstiegsbereich.

Die supermatte Melaminharzoberfläche kann als

„Oneline“-Korpus, also innen und außen farbgleich, beispielsweise

mit der ebenfalls supermatten Schichtstoffoberfläche

der „Siena Xtreme“ kombiniert werden. Für das

aktuelle Programm von Beckermann umfasst das Farbkonzept

alle matten Oberflächen. In 2020 werden dann auch

die Hochglanz-Oberflächen nachgezogen.

Foto: Hilgert

Foto: Plaßhenrich

42 KÜCHENPLANER

Foto: Plaßhenrich


Facettenreich. Das gleichlautende Messemotto stellte

Brigitte Küchen mit zahlreichen Neuheiten und Weiterentwicklungen

unter Beweis. Hochwertige Echtlack varianten

in unterschiedlichen Oberflächen, mehrschichtige Struktursamtlacke

mit besonderer Haptik, spiegelnde Hochglanzlacke

und hochwertige Mattlacke sind die eine, das

neue Multicoloursystem mit über 2000 RAL- und fast

ebenso vielen NCS-Farben in Hochglanz die andere Seite.

Das Thema Nachhaltigkeit wird beim Unternehmen durch

den vielfältigen Einsatz von Holz gelebt. So ergänzen

neue Echtholzfronten und strapazierfähige Oberflächen

in Echtholzoptik die Kollektion 2020. Echtholz-Regale

sowie Stollenregale und Einsätze runden die Auswahl

ab. Auch Eiche Altholz (auf dem Foto ganz links präsentiert

von Marion Ramhorst aus der Marketingabteilung)

findet Verwendung. Das Tiny_ technology_House mit der

Kollektion 2020 zeigt zukunftsweisende Ideen für kleine

Räume. Eine weitere Möglichkeit, einer Küche einen individuellen

Akzent zu verleihen, bieten die zahlreichen

Varianten der Nischengestaltung. Dafür steht eine große

Auswahl an unterschiedlichen Dekoren und Motiven zur

Verfügung.

Massiv mit Glas. Massivholzküchen stehen bei den Möbelwerken

A. Decker für Natürlichkeit und Nachhaltigkeit,

gleichzeitig für stilvolle Modernität und Qualität. Die Möbel

präsentiert das Unternehmen in Asteiche, Eiche und Kernbuche

sowohl natur als auch bianco. Das Model „ Calezzo“

(Foto linke Seite unten) ist eine kontrastreiche Kombination

von Massivholz und Glasfronten, hier in Asteiche natur

und weißem Glas. Die prägnante Anbautheke und die Hirnholzakzente

auf den Fronten heben sich hervor. Decker war

aber auch mit zwei weiteren Küchen nach Löhne gekommen.

Zum ersten Mal zeigte das Unternehmen die Kernbucheiche

in bianco, wodurch sie ihren rötlichen Stich verliert.

Ein anderes großes Thema waren schwarze Akzente

mit Griffen, Sockel, schwarzem Glas oder Fronten.

Zuverlässig außergewöhnlich. Im Eingangsbereich der Ausstellung

präsentierte Poggenpohl direkt zwei Show pieces:

Zwei Varianten von „+Venovo“ leuchten mit einer goldenen

und einer silbernen Front. Für die ohne Zweifel umwerfende

Optik werden Schieferplatten mit 24 karätigem Gold

Foto: Plaßhenrich

10/11/2019 KÜCHENPLANER 43


Küchenmöbel

oder anderen reinen Edelmetallen bedampft. Danach werden

sie mit einem hochtransparenten, gehärteten Glas

verbunden. Der Effekt: eine kostbare Symbiose aus Edelmetall,

Stein und Glas, die die Topografie des Schiefers hervorhebt.

Die Ausführungen seien laut Hersteller besonders

für die asiatischen Märkte interessant. Grundsätzlich wichtige

aktuelle Themen sind neue Farben und Materialien,

mit denen die Design-Konzepte „+Venovo“, „+Modo“ und

„+Segmento“ innovativ interpretiert werden. Der Solitär

„+Venovo“ vereint dabei alle Küchenfunktionen in einem

Element. In dunkler Ausführung zeigt sich „+Modo“. Spüle,

Griffe und Supports sind konsequent darauf abgestimmt

– einschließlich Elementen aus Schwarzglas. Dazu kommen

in „Alu Champagner“. „+Segmento“ schließlich zeichnet

sich durch eine klare und leichte Linienführung sowie filigrane

Arbeitsplatten aus. Die neue Variante verfügt über

eine zweite Griffebene. Die Poggenpohl Premium Collection

wurde um neue Farbtöne und Materialien ergänzt. Dazu

gehört auch Keramik.

„Material Emotions“. Unter diesem Messemotto setzte Pronorm

neben neuen Marmoroptiken und ausdrucksstarken

Hölzern (Echtholz oder authentisches Dekor) auf matte

Oberflächen, zum Beispiel aus organischem Glas, und facettenreiche

Fronten. Ein Spektrum aus über 250 Frontvarianten

und Sondereditionen soll Planern einen großen

Gestaltungsspielraum eröffnen. Variantenreichtum bietet

auch das Schubladensystem Pro Tech 2.0. Mit diesem Plattformkonzept

(„AvanTech You“ von Hettich) können Profile,

Zargen-Oberkanten und Außenseiten von grifflosen Auszügen

individuell gestaltet werden. Durch Push-to-open-

Silent mit Multi-Synchronisation öffnen zwei Schubkästen

hinter einer Blende parallel und schließen sanft. Die Liebe

zum Detail zeigt sich in der Programmlinie „X-Line“ etwa

in den sichtbaren Holzkanten, die bei grifflosen Fronten

auf den ersten Fingertipp begeistern und die Wertigkeit der

Möbel noch weiter steigern. Neu sind Traversen aus Massivholz

und extra starke, beidseitig beschichtete Rückwände,

die eine hohe Belastungsstabilität gewährleisten.

Poggenpohl-Geschäftsführer Gernot Mang (Foto),

zeigt im Showroom das Modell „+Segmento“ in heller Keramik.

Foto: Hilgert

Foto: Hilgert

Der Umzug von Enger in die neuen Betriebs- und Ausstellungsräume

nach Löhne war das dominierende

Thema bei kuhlmann Küchen. Auf Produktseite gab

es ebenfalls Neuigkeiten. Zum Beispiel die neue Korpushöhe

889 mm, die Vertriebsleiter Christian Reupke

zeigt.

Foto: Plaßhenrich

10/11/2019


Als multifunktionale Einrichtungslösungen präsentieren

sich raumteilende Solitäre, Demi- oder Hochschränke,

dazu kommen Systemregale. Darüber hinaus präsentierte

P ronorm einen durchdachten Hauswirtschaftsraum, in dem

sich die Bereiche Pflege und Reinigung und Bevorratung

und Recycling klar strukturiert gegenüberstehen.

Startklar nach dem Umzug. Nachdem der Umzug vom alten

Standort in Enger nach Löhne innerhalb von drei Wochen

vollzogen war, konnten sich die Mitarbeiter des Hauses

Kuhlmann auf die Küchenmeile freuen – zumal die neuen

Räumlichkeiten sehr viel mehr Platz für die Präsentation der

Modelle bieten. Die Produktion lief in den neuen Hallen am

15. August 2019 wieder an. Neuheiten zeigte das Unternehmen

sowohl im optischen als auch im technischen Bereich.

Da wäre zum einen die neue Korpushöhe von 889 mm. In

Kombination mit einer der Standard sockelhöhen ab 75 mm

und einer 16 mm starken Arbeitsplatte lässt sich so eine

durchgängig planbare Arbeitshöhe ab 980 mm realisieren.

Darüber hinaus wurde die Multi-Corner-Baureihe für

den Hängeschrankbereich erweitert. Das Programm „Glas“

wurde durch 5 mm starke Glaswangen in glänzender bzw.

satinierter Oberfläche erweitert, was die Schränke noch

wertiger wirken lässt. Zudem besteht jetzt die Möglichkeit,

die Eckhängeschränke maßvariabel von 651 bis 800 mm zu

verplanen. Das Thema Kupfer spielt weiterhin eine Rolle,

zumal es sich mit dunkleren Fronten ideal kombinieren

lässt.

Für draußen. Stengel Steel Concept hat seine Outdoor-Küche

„Duplex-Box“ perfektioniert (Foto linke Seite unten).

Die Box ist aus Edelstahl verschweißt und mit bedrucktem

Aluminium oder pulverbeschichtetem Stahl sicher verkleidet.

Alle Materialien sind robust und somit auch wetterfest.

Durch die integrierten Rollen, verzinkt oder verchromt, ist

die Box auch nicht an einen festen Ort gebunden. Sie kann

beispielsweise als Küche, mit einem Grill oder einer Zapfanlage

ausgestattet werden oder einfach als Stauraum, beispielsweise

für Sitzkissen der Terrassenmöbel, dienen. Die

Verkleidung ist in vier Varianten wählbar.

perfekt

für jedermann

Foto: Hilgert

Thorsten Gösling aus dem Geschäftsführungs-Duo von

Pronorm präsentiert das neu eingeführte Schubkastensystem

„Pro Tech 2.0“. Profile, Zargen-Oberkanten und

Außens eiten können individuell gestaltet werden.

10/11/2019

Mit Individualität zum Erfolg.

Neue, umfassende Ausstattungen ermöglichen es Ihren

Kunden, maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

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für jede Zielgruppe.

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Messe

„Da kann man doch was raus machen.“ Das

dachte sich Leicht-Chef Stefan Walden maier,

als er vor gut eineinhalb Jahren einen Hallenkomplex

am Weidengrund in Löhne besichtigte.

Mit dem schon recht konkreten Plan,

dort ein Ausstellungsgebäude mit Premiumanspruch

zu realisieren. Vorstellungskraft

scheint er zu haben, das muss man ihm lassen.

Denn im Juni 2018 war die Fläche, die jetzt als

Architekturwerkstatt eröffnet wurde, eine mit

Regalen und Kachelofenzubehör vollgestellte

Halle. „Alles Kraut und Rüben“, sagt er heute

und lächelt wie befreit. Diese Erleichterung

haben sich alle Beteiligten, vom Immobilieneigentümer

über den federführenden Bauherren

(Leicht), die ausführende Baufirma bis zu den

für den Innenausbau eigenverantwortlichen

Mietern, redlich verdient. Denn innerhalb von

knapp 12 Monaten ist in zweiter Reihe der Verkehrsachse

Oeynhauser Straße ein neues und

weiteres Schmuckstück der ostwestfälischen

Küchenmeile entstanden. Auf rund 2000 m 2

stilvoll sanierter Industriefläche stellen dort

die Premium-Anbieter Leicht Küchen, V-ZUG,

Liebherr, Gessi und Inalco aus. Nach einem

eher entspannten Beginn am Messe-Samstag

überzeugten sich an den Folgetagen mehr als

3500 Besucher vor Ort. Damit wurden die Erwartungen

an die Premiere erfüllt, hieß es in

einem ersten Fazit.

Rund 1 Mio. Euro investiert

Betrieben wird die Architekturwerkstatt als

Dauerausstellung, Schulungszentrum und

Event-Stätte. Die Investitionen in den Umbau

der Halle, für den Außen- wie auch den gesamten

Innenbereich, belaufen sich auf rund eine

Million Euro. Da rüber hinaus investierten die

Aussteller auf ihren jeweiligen Ständen ebenfalls

beachtliche Summen. So entstand unter

anderem das weltweit erste „V-ZUG Studio“,

dessen Konzept der Schweizer Gerätehersteller

nun an weiteren internationalen Standorten

umsetzen will. „Ein jeder hat hier den Leitgedanken

des Ausstellungszentrums, eine stilistische

und architektonische Qualität zu kreieren

und überzeugend zu vermitteln, mehr

als erfüllt“, bemerkt Ideengeber und Initiator

Stefan Waldenmaier. Aber dass man aus dem

Gebäude was machen kann, hat er ja gleich gewusst.

Dirk Biermann

Fotos: Biermann

Es ist vollbracht, die Architekturwerkstatt in Löhne ist eröffnet: Eigentürmer, Bauherr und Vertreter

der Mieter sowie der ausführenden Baufirma durchtrennen das obligatorische rote Band.

46 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Noch vor den ersten Besuchern:

Ein ungehinderter Blick in den

Mittelgang der Architekturwerkstatt.

Glaswände

separieren die Areale

der einzelnen

Aussteller.

Neues Schmuckstück

an der Küchenmeile

10/11/2019 KÜCHENPLANER 47


Messe

Aus der Luft

zeigt sich, wie

groß die Fachmesse

area30

in Löhne inzwischen

geworden

ist. In diesem

Jahr belief

sich die Ausstellungsfläche

auf 11 300 m 2 .

area30 wird immer internationaler

Die Fachmesse area30 wächst von Jahr zu Jahr und wird immer internationaler.

Für die Ausgabe 2019 melden die Veranstalter 13 % mehr Besucher. Für area30 und

cube30. Messe-Initiator Michael Rambach spricht angesichts neuer Spitzenwerte auf

allen Ebenen von einem wunderbaren Erfolg für alle Akteure.

Foto: Trendfairs

Möbel, Geräte, Zubehör, Dienstleister: Mit einem Mix aus

Newcomern und Marktführern zeigte das Ordermesse-

Duo in Löhne die Welt moderner Küchen facettenreich

wie nie. 11 300 m² Ausstellungsfläche standen den 130

Markenpräsentationen in diesem Jahr zur Verfügung.

Ein Drittel aus dem Ausland

Die Besucherstatistik dokumentiert eine weiter gestiegene

Internationalität. Von 14 817 Fachbesuchern (+ 13,3 %

zum Vorjahr mit 13 070 Besuchern) kam fast ein Drittel

aus dem Ausland. 2018 waren es ca. 25 % und 207 ca. 18 %.

Rund 60 Länder waren vertreten. Bei den auswärtigen

Besuchern kamen laut Messeveranstalter viele von

außer halb Europas – zum Beispiel aus China (65 Gäs te),

Türkei (42), USA (25), Ukraine (20), Vietnam (6) und

Iran (5). Eine noch weitere Anreise hatten Besucher aus

Swasi land, Kenia, Mexico, Neuseeland und Australien.

Die nach Deutschland mit 10 291 Besuchern am

stärks ten vertretene Nation war wie in den Vorjahren

die Niederlande (8,87 % Besucheranteil) – gefolgt von

Belgien (3,16 %), Österreich (2,08 %), Frankreich, der

Schweiz, Italien, Großbritannien, Polen, Russland und

Spanien. „All diese Märkte wiesen zu 2018 steigende

Besucherzahlen aus“, heißt es in der Messe-Bilanz.

Küchenfachhandel dominiert

Interessant ist auch der Blick auf die Herkunft der Fachbesucher

nach Branchenzweigen. Das Gros stellten

demnach Vertreter von Küchenstudios (6091 Besucher

im Vergleich zu 4960 im Vorjahr) plus Küchenfachhandel

(1136 zu 930). Aus Möbel-Handel, -Kooperationen

und -Einkaufsverbänden kamen 1684 Besucher auf die

area30. Die Industrie war vertreten mit 1070 Gästen

aus der Küchenmöbelindustrie, 479 aus der Elektrogeräteindustrie

sowie 371 aus der Möbelindustrie.

Hier hinzu kamen weitere 425 Tischler bzw. Schreiner.

Neben zahlreichen Netzwerkern und Journalisten

wurden 189 Vertreter von Bau- und Elektromärkten erfasst.

Stark im Kommen scheint laut Trendfairs erneut

die Gruppe der Architekten, Innenarchitekten, Objekteure,

Projektanten und Kontrakter zu sein, die in

Summe mit 548 Vertretern auf area30 und cube30 unterwegs

waren.

„Eine Messe der Entscheider“

Zudem spielt für Aussteller besonders die Position ihrer

Gäste in den jeweiligen Unternehmen eine bedeutsame

Rolle. Die Mehrzahl der Messebesucher kommt

laut Messestatistik aus dem Vertrieb bzw. dem Verkauf:

4714 Besucher wurden hiervon im engeren Sinn

gezählt – bezieht man Produktmanager und -entwickler,

den Kundendienst, das Marketing sowie freie Vertreter

ebenfalls ein, erhöht sich diese Besuchergruppe

um weitere 1263 Personen.

Die nächst große Besuchergruppe sind mit 4165 Gästen

die Inhaber, Vorstände oder Geschäftsführer der

Unternehmen selbst. Zahlenmäßig folgen Designer

(629 Personen), Einkäufer (566) sowie Medienvertreter

(129) – davon allein 72 Journalisten, die sich akkreditiert

hatten. Von den Haupt-Handelsnationen im Bereich

Küche fallen Großbritannien, Belgien und die

Schweiz ins Auge, von denen überproportional viele

Entscheider aus der ersten Ebene angereist waren. Hingegen

war die Vertriebspräsenz außergewöhnlich hoch

aus Österreich, Frankreich und Italien – getoppt von

den Niederlanden, wo jeder dritte Messebesucher Vertriebskompetenz

zeigt.

Das nächste Messe-Doppel in Löhne findet parallel

zur Küchenmeile 2020 vom 19. bis 24. September 2020

statt.

48 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Jetzt neu

SPACE STEP –

Mehr auf allen Ebenen

Hohe Schränke mühelos erreichen und Stauraum schaffen, wo vorher

keiner war. SPACE STEP bringt Funktion in den Sockel und bietet Ihnen

mehr Gestaltungsfreiheit für innovative Möbellösungen – nach oben

und unten. Ganz schön clever.

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Küchenzubehör

ZUB sells

Das Zubehör hat es satt. Die Rolle des Anhängsels der

Küchen planung sollen doch andere übernehmen.

Armaturen, Arbeits flächen und Abfallsammler haben neue

Ziele. Höhere. Und Spülen und Licht erst. Immer mehr wird

das Zubehör zum tragenden emotionalen Ausdruck mit

praktischer Funktion. Und „ZUB sells“ damit zur möglichen

neuen Strategie für kreative Planer.

Foto: Biermann

50 KÜCHENPLANER


Was die „Smart Armaturen“

alles können: Das zeigte

„Rocking Chef“ Sit De Leeuw

mit Unterhaltungswert und

Lebensfreude in der Blanco-

Ausstellung auf Gut Böckel.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 51


Küchenzubehör

Fotos: Biermann

Für 500 Liter. Franke-Marketingleiter Tobias Homberger präsentiert das Innenleben

des „Vital-Filters“. Die Kapsel reicht für 500 Liter gefiltertes Wasser

und ist so klein, dass sie direkt in einem separaten Auslauf der Armatur

verbaut ist. Aufwendige Montagen, zum Beispiel im Unterschrank, entfallen.

Mit Filter. Das Messe-Highlight von Franke: die Filter-Armatur

„Vital“ mit patentiertem „Clear Water Capsule“-

System, bei dem ein Aktivkohlefilter mit einer bionischen

Membran-Technologie Hand in Hand arbeitet. Das Ergebnis

formuliert Franke so: „In einem dreistufigen Filterprozess

werden zuverlässig mehr als 99 % der Bakterien

und Viren sowie Keime, Mikroplastik, Rost, Chlor, Gerüche,

Pestizide und Arzneimittelrückstände aus dem Leitungswasser

entfernt.“ Die Armatur gibt es in drei Varianten.

Mehr Urban. Neue Modelle,

neue Farben, neue Einbauvarianten:

Franke hat

die Fragranit-Serie „Urban“

ausgebaut. Dieses Einzelbecken

glänzt in „Denim Grey“.

52 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Mit Struktur. Franke erweitert sein Portfolio an Vertikalhauben um drei weitere

Modelle: eine „Mythos-Variante“ sowie die Neuentwicklungen „Neo“

und „Lago“. Ein Eyecatcher ist der neue matt-schwarze Strukturlook in

Waben optik (Foto „Mythos“-Haube). Je nach Lichteinfall erzeugt diese Gestaltung

edle Glanzmomente.

Immer im Bilde. Für den Service hinter dem Produkt war im

house4kitchen Joachim Stiebel (Foto), Leiter Innendienst bei

Franke, zuständig. Er informierte über die neuen Angebote,

von denen Fachhandelspartner unter „franke.de/profinet“

profitieren. In erster Linie ist das maximale Transparenz

(z. B. bei Auftragsübersicht und -verfolgung) sowie die direkte

Anbindung an das SAP-System des Herstellers.

GENEA 75 in Grönland mit

Armatur LIVE in Schwarz

Zuwachs in der Produktfamilie:

Die neue Genea 75 verbindet

harmonische Proportionen

mit großem Spülplatz auch in

kompakten Einbausituationen.

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Küchenzubehör

Nutzen zeigen. Mit dem „Blanco Plus“ rückte das Unternehmen die vielfältigen Nutzenargumente von Produkten und Serviceangeboten in den

Mittelpunkt der diesjährigen Messepräsenz. Gleichzeitig bekamen Fachhändler die Gelegenheit, sich am Foto-Automat mit ihren persönlichen

Nutzen-Argumenten zu verewigen. Dieser sympathische Schnappschuss gehört dazu. Verbunden war die Aktion mit einem Gewinnspiel.

Weil’s wichtig ist. Eine Spüle gemacht wie für den Landhaus-Stil. Das

Modell „Faron“ wurde zwar schon im vergangenen Jahr vorgestellt,

doch das Thema ist aktueller denn je. Deshalb bekam das Modell erneut

einen prominenten Stellplatz auf Gut Böckel.

Viel Spüle fürs Geld. Die Ausstattung ist hochwertig, die Positionierung

jedoch konsumig: Die neue Edelstahlserie „Classimo“ gibt

es in unterschiedlichen Varianten.

54 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Fotos: Biermann

Passt zu Beton. Für eindrucksvolle Kontraste (besonders

mit den auf der LivingKitchen 2019 erstmals präsentierten

Spülen und Becken im Beton-Style) bietet Blanco

Armaturen, Spülmittelspender und Zugknopf jetzt auch in

Schwarz matt an. Hier ist es das Modell „Linus“.

Für viele Fälle. Jetzt auch bei Blanco: Die praktische Faltmatte ist universell

rund um die Spüle und darüber hinaus einsetzbar.

NABER-CONTURA ® Keramik

PickUP – Innovatives Spülendesign auf

höherer Entwicklungsstufe

Produktentwicklung neu gedacht: Zweckmäßigkeit

und Ressourcenschonung durch

die eingeformte Stufenebene bestimmen das

Gestaltungskonzept der neuen Keramikspüle.

Der mögliche Verzicht auf manches Vollbad

ist ein wesentlicher Aspekt der innovativen

Einbecken-Stufenlösung. Als praktische Abtropf-

und Ablagefläche maximiert sie das

Nutzungspotenzial auf kleinem Raum. PickUP,

lieferbar in vier Farbvarianten, lässt sich in

allen drei Einbauvarianten in die Arbeitsplatte

integrieren.

naber.com


Küchenzubehör

Fotos: Biermann

Keramik mit Stufe. Neu bei Naber ist die Keramik-Spülenserie

„PickUp“. Es gibt sie in vier Farben und drei Einbauvarianten.

Allen Modellen gemeinsam ist die zweite Arbeitsebene. Produzieren

lässt das Nordhorner Unternehmen auf Basis eigener

Entwicklung bei systemceram.

In Serie. Als Prototyp war der „Tower“ schon auf mehreren Veranstaltungen

zu sehen, jetzt wurde er von Naber weiterentwickelt und zur

Marktreife gebracht. Weitere Neuheiten aus dem Segment der Lüftungstechnik

sind „Bixo“, der erste Passivhaus-zertifizierte Abluft-Mauerkasten,

sowie „Compair Control“, ein kleines Bauteil mit großem Nutzen:

es überwacht die Wechselintervalle beim Haubenfilter.

Schafft Ordnung. Blick in den vorbildlich geführten Spülenunterschrank:

Der Montagerahmen „Montec Flex Frame“ von Naber schafft Übersicht

und Ordnung – und erleichtert die Arbeit des Monteurs.

Fachhandel sensibilisieren. Das vernetzte Smart Home scheint

vielen Küchenfachhändlern in ihrem Alltag noch weit weg, ist

aber – was die Lichtsteuerung per Sprach-Assistentin betrifft

– schon sehr nah. Naber rückte das Thema auf der area30 in

den Mittelpunkt und demonstrierte in gewohnt praktisch orientierter

Manier auch gleich die technische Umsetzung. Und

die scheint gar nicht so kompliziert zu sein.

56 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Flexibilität inklusive. Nach rechts wegklappen, nach links, herkömmlich verwenden oder ganz verbergen:

Die neue Edelstahl spüle „Corno Turno“ verfügt über eine integrierte Armatur. Es gibt sie für 60er- und 50er-Schränke.

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Küchenzubehör

Fotos: Biermann

Mit Sprache. Sprachsteuerung ist auch bei Vogt ein

präsentes Thema. Besonders beim wichtigen Thema

Licht. Wie das praktisch realisiert werden kann, zeigte

der Anbieter auf der area30.

Spielraum für Planer. Ein Zubehörpaket für alle? Nein, das ist nicht zeitgemäß,

befand Zubehörspezialist Vogt und demonstrierte seine Produktvielfalt anhand

von Kundengruppen mit verschiedenen Lebenskonzepten. Exemplarisch dargestellt

mit den Themen „Young Fashion Single“, „Familie“, „Best Ager“ und „Öko-

Fan“. Die damit verbundene Botschaft: Individuelles Zubehör kann individuelle

Wünsche erfüllen und bietet mehr planerische Vielfalt für den Händler.“

Direkt an der Leuchte. Sedia geht das Thema

Licht gewohnt konzeptionell an. Grundlage

ist die Eigenentwicklung „ kitchenlight“. Damit

lassen sich verschiedene Lichtquellen in

der Küche in einheitlicher Lichtfarbe und Intensität

betreiben. Die Skalierung kann jetzt

direkt an der Masterleuchte stattfinden oder

per Sensorschalter und Geste. Möglichkeiten

per Fernbedienung oder per Bluetooth

(Smartphone, Tablet) bestehen auch.

58 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Blechexpo

2019

Halle 10

Stand 10703

Gar nicht alltäglich. Wie gewohnt brachte Vogt wieder zahlreiche

Produktneuheiten mit zur area30. Einige Stichwörter:

Musik im Möbel, Armaturen von Dornbracht, neue Leuchten

und Steckdosen, Deckenleuchten, Hauben für Decke, Wand und

Insel, Ablufttechnik unter dem Label „optimAIRo“ – und eine

Auswahl an Mauerkästen in ungewöhnlichen Designs. Vielfalt

ganz praktisch.

Fotos: Biermann

reinventing motion

Teleskopschienen –

Individuelle Lösungen

Mit Strom. Die neuen „Duplex“-Steckdosen von Sedia Küchentechnik

gibt es in runder und quadratischer Bauform. Jeweils

aus Edelstahl. Der flächenbündige Einbau ist ebenfalls möglich.

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10/11/2019


Küchenzubehör

Fotos: Biermann

Komplett Schwarz. Bei Sagemüller & Rohrer reicht der Schwarz-Trend bis in die Leuchte hinein: Im ausgeschalteten Zustand

ist die Langfeldleuchte „BlackBeam“ nämlich komplett Schwarz – vom Gehäuse bis zum Lichtfenster. Erst mit dem Einschalten

offenbart sie ihre Lichtdurchlässigkeit. Drei Längen sind erhältlich: 90, 120 und 150 cm.

Plug & Play. Premiere für „The Wall“ am Stand von Sagemüller & Rohrer. Pink Floyd hat mit diesem Angebot ausnahmsweise nichts zu tun. Dafür

das Unternehmen orea (Zürich). „The Wall“ ist ein vorkonfektionierbares Nischensystem mit Vier-Phasen-Schienen zur Integration von Steckdosen,

Leuchten, Ablageborden und weiteren praktischen Ordnungselementen. Diese sind individuell steckbar. Produziert werden die Nischensysteme

auf Maß und mit Materialien nach Wunsch. Von Herstellerseite stehen 20 Standard-Materialien zur Wahl, weitere Ideen werden im Produktionswerk

in Crailsheim ebenfalls umgesetzt. Bis zu einer Materialstärke von 12 mm. Vertrieben wird die „Plug & Play“-Nischenwand über

Sagemüller & Rohrer.

60 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Auf den Zentimeter genau. Manchmal kommt es bei der Spülenmontage

auf einen einzigen Zentimeter an. system ceram hat den Monteuren

zugehört und die „Mera“-Familie mit dem quadratischen Einzelbecken

„Mera 51“ ergänzt. Dieses Modell passt haargenau in einen

50er-Spülenschrank. Hier abgebildet sind die Farben Alu (links) und

Lava (rechts). Zusammen mit Kludi-Armaturen aus massivem Edelstahl.

Zwei neue Armaturen in Schwarz gibt es bei systemceram auch.

Mit Rippen. Eine weitere Neuheit von systemceram: die Faltmatte

mit breiten Rippen, wahlweise in Alu, Edelstahl – oder

Schwarz.

Quadratische „Siluet“. Villeroy & Boch hat sein Portfolio um den warmen

Erdton „Almond“ erweitert. In dieser Farbstellung sind auch die

neuen Einzelbecken „Siluet 50 S“ (Foto) und „Siluet 60 S“ aus dem Material

„TitanCeram“ erhältlich. Die quadratische 50er-Variante kann

variabel montiert werden, also mit Ausgussbecken hinten, seitlich

rechts oder links. Mit den beiden neuen Einzelbecken umfasst die

Siluet- Familie nun sechs Modelle.

Foto: Biermann

Foto: Plaßhenrich

Foto: Biermann

Foto: Biermann

Mit Grafik. Der Villeroy & Boch-Spülstein als Einzelbecken inklusive

Ablaufgarnitur kann auf einer Unterschrankbreite von

60 cm montiert werden. Auf Wunsch auch mit der Trendline

„Ceramic Plus“ – hier in der Ausführung „M1 Mosaique“.

KÜCHENPLANER 61


Küchenzubehör

Foto: Plaßhenrich

Samtiger Silikonschlauch. Mit

farbigen Küchenbecken aus

glasiertem Stahl sowie Becken

aus Edelstahl ergänzt Dornbracht

sein Küchenportfolio.

Hinzu kommt der kompakte

„Profi“-Einhebelmischer (Foto)

mit einer Höhe von 45 cm und

Ausladung von 20 cm. Im Vergleich

zu den bestehenden

„Profi“-Einhebelmischern

verfügt die kleine Profi-Armatur

über keine sichtbare Feder,

sondern über einen schwarzen

Silikonschlauch mit samtiger

Oberfläche, die laut Hersteller

antistatisch ist. Zudem kann er

frei an der Wasserstelle positioniert

werden. Erhältlich ist

die Armatur in verschiedenen

Oberflächen. Die Armaturen

von Dornbracht gibt es ab sofort

auch über den Zubehörgroßhändler

Vogt.

Foto: Plaßhenrich

Flächiger Wasserstrahl. Mit der Küchenarmatur „Aquno Select

M81“ (Foto) präsentierte hansgrohe ein neues Gesamtsystem mit

innovativer Strahl-Technologie und maßgeschneidertem Zubehör.

Erstmals werden Laminar- und Brausestrahl an der Ausziehbrause

um eine dritte, flächige Strahlart ergänzt. „SatinFlow“

besteht aus vielen Einzelstrahlen, die eine softe und doch dichte

Flächigkeit bilden. Die Strahlen legen sich spritzfrei um Lebensmittel,

Hände und Gegenstände. Die Ausziehbrause am Auslauf

hat einen Aktionsradius von bis zu 76 Zentimetern. So kann unter

Umständen sogar der benachbarte Kaffeevollautomat ganz

einfach befüllt werden.

Gessi für die Küche. In der Badbranche ist das italienische Unternehmen Gessi in Deutschland tief verankert. Mit designbetonten, teils ungewöhnlichen

Produkten und einem flächendeckenden Service-Netz. Nun soll parallel der Kontakt zu den Küchenstudios intensiviert und die Botschaft

„The beauty of Gessi“ als Botschaft verankert werden. Das separate Vertriebsnetz für die Küchenbranche wird von Köln aus gesteuert. Mit

der neuen Präsenz in der Architekturwerkstatt Löhne bekommen die Küchenambitionen weitere Wurzeln. Zur Eröffnung waren Gian Luca Gessi

(Foto links) und Emanuele Gessi (Foto rechts) aus der Inhaberfamilie vor Ort. Diego Romano (2. von rechts, Commercial Director) und Matteo Ottone

(Verkaufsleiter Kitchen Division) standen als Ansprechpartner während der Messepremiere ebenfalls bereit.

Foto: Biermann

62 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Foto: Plaßhenrich

Noch besser. 95 Jahre Schock, 40 Jahre Schock-Spülen: Rechtzeitig zur

area30 zündete der Hersteller von Quarzkomposit-Spülen in dem für

ihn besonderen Jahr ein Neuheiten-Feuerwerk. Neben neuen Spülen,

Zubehör und Armaturen stand eine besondere Weiterentwicklung im

Fokus: Schock hat das Material „Cristadur“ erneut verbessert. Es sei

noch elastischer, reinigungsfreundlicher, langlebiger und damit noch

hochwertiger, heißt es von Unternehmensseite. Deshalb gibt Schock für

Endkunden eine Option auf eine Garantieverlängerung von 15 Jahren.

Dazu begegneten die Fachbesucher der Farbe Gold auf mehreren Ebenen:

Als erste Farbe für das neue „Christadur“ nimmt Schock „Gold

Brass“ ins Portfolio auf. Dazu gib es die neue Oberfläche „White Gold“

für verschiedene Armaturen und deren Zubehör. Daneben hat der Hersteller

eine multifunktionale Spüle entwickelt. Die „Tia D-100L“ kommt

auch der Nachfrage der großen Spülen nach. Sie besteht aus dem neuen

„Cristadur“ und verfügt über eine integrierte Stufe zum Einhängen

und Auflegen von Zubehör. Teilweise wurde dieses Zubehör speziell für

dieses Modell entworfen.

Erst drücken, dann drehen. Die Grohe „SmartControl“-Technologie

ist bereits aus dem Badezimmer bekannt. Nun hält sie

auch in der Küche Einzug. Die „SmartControl“-Küchenarmaturen

bieten eine intuitive Bedienung per Drücken und Drehen.

Um den Wasserfluss zu starten, muss nur der Knopf am Auslauf

der Armatur gedrückt werden. Für die Wassermengen-Einstellung

wird der „ProGrip“ nach rechts oder links gedreht. Die

Temperatur lässt sich über ein Mischventil am Armaturenkörper

regulieren. Ein erneutes Drücken des Knopfes unterbricht den

Wasserfluss und die bevorzugte Menge für das nächste Mal gespeichert.

Die herausziehbare Spülbrause wird dank „Magnetic

Docking“ nach Gebrauch mittels einer magnetischen Führung

in die Ausgangsposition zurückgeführt. Die „SmartControl“ gibt

es in drei Designlinien: „Minta“, „Essence“ (Foto) und „Zedra“.

Metallische Töne. Pyramis zeigte verschiedene Edelstahlbecken in den

neuen Farben Bronze, Anthrazit und Gold. Der flächenbündige Einbau

ist ebenso möglich wie der Unterbau. Armaturen in identischen Farbstellungen

ergänzen das Angebot. Die Produkte sind ab sofort im Programm.

Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

10/11/2019 KÜCHENPLANER 63


Küchenzubehör

Foto: Plaßhenrich

Smarte Nische. AKP bringt Unterhaltungselektronik

in die Nische. Hinter einer Glasfront,

deren Design individuell gestaltet

werden kann, wird ein 27 Zoll großer HD-Bildschirm

integriert. Der „smartMonitr Voice“

lässt sich per Sprache und über smarte Endgeräte

steuern. So können Videos und Musik

ab ge spielt, Apps und Internet genutzt werden.

Eine 50-Watt-Soundanlage wird auch verbaut.

Der Liefer umfang beinhaltet den sprachgesteuerten

Lautsprecher „Google Home Mini“,

ein Android- Tablet, einen „LogiLink“ WLAN

Repeater, Wireless-Schaltersteckdose Schuko

und die HDMI-Box. Daneben stellte AKP auf der

area30 seinen neuen Produktpass vor. Der ist

Bestandteil des Kaufvertrages jeder Arbeitsplatte

und enthält Informationen zur Entstehung

und Herstellung der Platten, wichtige

Qualitätshinweise und Vorsichtsmaßnahmen,

die beim täglichen Gebrauch beachtet werden

sollen sowie Pflege- und Reinigungshinweise.

Preis pro m 2 . Lechners Messemotto „Don’t worry. Plan happy“ richtete sich an

Küchenfachhändler, um deren Planung zu erleichtern. So hat das Unternehmen

auf Quadratmeterpreise umgestellt, reduzierte die Artikelnummern und überarbeitete

seine Preisliste komplett. „Die Planung wird in der Zukunft deutlich

einfacher – der Verkäufer hat mehr Zeit für den Endkunden“, verspricht das

Unternehmen. Im Fokus standen auf der area30 unter anderem Arbeitsplatten

aus Glas. Dieses Material sei entgegen einiger Vorbehalte ein hervorragendes

Material für den Einsatz als Arbeitsfläche. „Es ist robust, wenig anfällig für

Kratzer, leicht zu reinigen – und es liegt voll im Trend“, betont das Unternehmen.

Die Dekorvielfalt wurde um „Polka dots“, „Leaf by leaf“, „Fabrics“ und

„Into the woods“ erweitert – und wer es aus Glas noch individueller möchte,

kann für die Rückwand auf „Switchy“ zurückgreifen. Das Küchenrückwand-

Wechselsystem ist jetzt auch mit schwarz eloxiertem Rahmen lieferbar. Mit

„Switchy“ kann die Nischenwand mit wenigen Handgriffen gewechselt werden.

Dahinter lässt sich auch ein Soundsystem installieren.

Foto: Biermann

Erwärmte Keramik. Der Anklang beim Fachpublikum

war groß: Lechner zeigte als Ideenskizze eine Arbeitsplatte

mit integrierter Infrarotmatte. Auf der erwärmten

Fläche könnten dann beispielsweise Teller

vorgewärmt werden. Ob mehr als eine Idee daraus

wird, entscheidet sich in den kommenden Monaten.

Foto: Plaßhenrich

64 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Partner Pool. Hochwertige Schubladensysteme, kreative Innenausstattungen und andere

exklusive Techniken fürs Möbel: Damit macht sich das Unternehmen cap. seit 21 Jahren

einen Namen im Markt. Nach rund 10-jähriger Pause hat Inhaberin Helga Schwert in Löhne

die Ausstellung „Partner Pool“ wiederaufleben lassen. Mit dabei im stilvoll gestalteten

Ausstellungszentrum in Werkstattatmosphäre waren Geräteanbieter Dry Ager und Natursteinspezialist

MCR.

Fotos: Hilgert

cap. entwickelt und produziert raffinierte

Innenausstattungen in unterschiedlichen

Materialien und Farbgebungen. Managing

Director Helga Schwert zeigt hier die

„Hommage an Ettore Sottsas“.

Mit dem Begriff Dry-Aged Beef können

immer mehr Menschen etwas anfangen.

Die passenden Reifeschränke in Echtholz

von „Dry Ager“ waren bei partner

pool zu sehen. Der Schrank – von cap.

gebaut – ist bereits mit internationalen

Designpreisen ausgezeichnet worden.

MCR-Naturstein präsentierte die eigene

Design linie „n’Stee“, eine modulare Raumlösung

aus Naturstein. Damit soll individuell

nach Kundenwunsch gearbeitet werden.

Material, Rahmen, Fronten, Innenleben,

Höhe, Tiefe, Breite, alles kann individuell

ausgewählt werden. Der Küchenblock aus

Atlantic Stone, den Vertriebsleiter Torsten

Schindler hier zeigt, ist komplett auf Gehrung

gearbeitet.

Für laue Sommerabende. Wesco stellte

während der area30 seine Outdoor-Küchen

vor. „Wir versuchen jeden

Kundenwunsch zu lösen – und sei

er noch so ungewöhnlich“, sagte Fabian

Quandt, Leitung Einkauf und Projektmanagement.

Die Küchen sind modular

aufgebaut. Ob Outdoor-Kühlschrank,

Teppanyaki, ausfahrbarer Kitchen-Lift,

Kamado-Grill, Keramikspüle oder Induktionskochfeld

– alles ist möglich.

Auch ein Gasgrill kann integriert werden.

Ebenso ein internetfähiger Bildschirm.

U- und L-Form, Insel- und Thekenlösungen

sind ebenfalls frei wählbar.

Dazu bietet Wesco für jede individuell

geplante Küche eine Abdeckhaube

an. Das hier abgebildete Modell ist mit

einem Induktions-Wok und einem internetfähigen

Bildschirm ausgestattet.

Foto: Plaßhenrich

10/11/2019 KÜCHENPLANER 65


Küchenverbände

Wechsel zum Jahresende. Für Küchen Tr e ff

ist die area30 stets eine muntere Kommunikationsbühne.

Auch in diesem Jahr zeigte

der Verband Präsenz und war ansprechbar

– für Mitglieder und alle, die es vielleicht

werden wollen. Manche Messegespräche

rankten sich um die zum Jahresende anstehenden

Veränderungen auf Geschäftsleitungsebene.

Gründer und Geschäftsführer

Franz Bahlmann (Foto links) wird sich dann

aus dem operativen Geschäft zurückziehen

und sich von da an verstärkt um die internationalen

Aktivitäten der Gruppe kümmern.

In Österreich, der Schweiz und den

Benelux-Ländern. Die Hauptverantwortung

geht dann auf die neuen KüchenTreff-

Geschäftsführer Marko Steinmeier (Foto

rechts) und Daniel Borgstedt über.

Fotos: Biermann

Händler online positionieren. Wie kann ein

Küchen händler noch zuverlässiger in die Vorauswahl

des online recherchierenden Konsumenten

kommen? Frage wie diese treiben Küchen Atlas-

Geschäftsführer Sebastian Kiefer (Foto) und

sein Team an. Antworten gibt es natürlich auch.

Wichtige Stichwörter sind Bewertungen („seriös

und auf qualitativer Basis“), Panoramafotografie

(Hard- und Software als Komplettpaket), Sichtbarkeit

(der Händler-Website, bei KüchenAtlas,

bei Google) und Abverkauf (von Muster küchen).

Hinzu kommen weitere Dienstleistungen, um den

Händler in die Aufmerksamkeit des surfenden

Kunden zu bringen. Aktuell feiert das Branchenportal

seinen 10. Geburtstag.

Schneller Zugriff. Als Verband für Küchenstudios

und Handwerker feierte KMG Messepremiere

auf der area30. Die Gruppe wurde

im Oktober 2000 von Hans-Ulrich Zumbrock

(Foto rechts) gegründet, heute lenken federführend

Pia Zumbrock (links) und Rudolf

Siemens (Prokurist Vertrieb / Marketing) die

Geschicke. 320 Unternehmen haben sich

derzeit im KMG-Verband organisiert, davon

etwa 100 Küchenspezialisten und 220

Tischler bzw. Schreiner. Sämtliche Dienstleistungen

sind auf die Struktur kleiner und

mittlerer Betriebe und Unternehmen zugeschnitten,

wobei den Verantwortlichen die

Begleitung von Existenzgründern ein besonderes

Anliegen ist. Auf der Messe in Löhne

wurde auch die Neuheit „KüchenScreen“

vorgestellt. Mit dieser App haben die Nutzer

Zugriff (online und offline) auf rund 80 % aller

Lieferantenkataloge inklusive Verknüpfungen

mit Videos und weiteren Medien.

66 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Ausgabe 7/8 / 2019

Neu!

Info-Pakete

für Küchenexperten!

www.kuechenplaner-magazin.de

STROBEL VERLAG

© vadymvdrobot

IFA 2019

Vorschau auf die

Hausgeräte-News

▶ 6

interzum 2019

Ideen für

Schränke und Räume

▶ 26

Küchenmontage –

Marktübersicht

Akku-Stichsägen

▶ 58

Premium-Paket

▶ Print-Abo (7 x jährlich) plus

▶ alle Printausgaben als E-Paper plus

▶ wöchentlicher E-Mail Newsletter plus

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▶ ab 9 Euro / Monat

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Küchenzubehör

Grün wie ein Gletscherbach. Grün liegt auch bei Steinarbeitsplatten voll im

Trend. Deshalb zeigte der österreichische Hersteller Strasser Steine während der

area30 seinen neuen Stein „Gletscherbach“ (Foto). „Die Farbe Grün wird von

unseren Händlern immer stärker nachgefragt, dem tragen wir Rechnung“, sagt

Geschäftsführer Johannes Artmayr. Genauso wie der olivgrün-gelbe Naturstein

„Alpengrün“ kommt auch „Gletscherbach“ aus der Alpenregion. „Das Thema

Nachhaltigkeit ist uns sehr wichtig“, sagt Artmayr, „Steine mit interessanter

Farbstellung und Struktur müssen nicht aus Übersee kommen.“ Deutschland

ist für Strasser der wichtigste Exportmarkt. „Wir verzeichnen ein zweistelliges

Wachstum“, erklärt der Geschäftsführer.

Foto: Kluge

Teppanyaki im Tisch. Hingucker bei Formitable war

ein gedeckter Tisch mit integriertem Teppanyaki. „Die

Kommunikation steht im Mittelpunkt“, erklärte der geschäftsführende

Gesellschafter Dr. Heinz-Josef Weis,

„der Gastgeber ist die ganze Zeit, auch beim Zubereiten

des Essens, dabei.“ Dieser Teppanyaki-Tisch verfügt zudem

über Abluft und Beleuchtung. Wird der Tisch nicht

zum Kochen genutzt, gibt es eine passende Auflage. Als

besondere Ergänzung präsentierte Formitable ein passendes

Kochbuch. Auf dem Foto demonstriert Koch

Jonas Wagner den Teppanyaki-Tisch.

Foto: Plaßhenrich

Fixe Tasse Tee. Nicht allein die

Optik bestach bei den Armaturen

von MGS, sondern insbesondere

die dahinterliegende Technik.

So bietet MGS Armaturen an, die

Filterwasser und Mischwasser

anbieten. Eine andere Armatur

kann über einen Boiler eingespeistes

98 Grad heißes Wasser

ausgeben. „Das genügt zum Tee

kochen“, sagt Geschäftsführer

Ingo Müller-Roden. Clou an

der Armatur ist eine eingebaute

Kindersicherung. Ganz neu ist

zudem, dass das heiße Wasser

ebenfalls über die Filteranlage

läuft.

Planung mit Brille. Mit einem neuen Messeauftritt beeindruckte Carat, Spezialist für Küchenplanungssoftware,

die Besucher auf Gut Böckel. Die neuste Weiterentwicklung der VR-Brille erlaubt es,

die virtuelle Realität schnell an die Kundenvorstellungen anzupassen. „Die Ansteuerung der Brille

ist selbst entwickelt, das ist unser eigenes Produkt. Der Riesenvorteil: Änderungswünsche sind sofort

umsetzbar“, erklärte Geschäftsführer

Gerhard Essig (Foto). Dem Kundenwunsch

Rechnung getragen hat das Unternehmen

mit einer integrierten Schrankwandplanung,

die sogar eine Schnittstelle zur

Produktion erlaubt. Spätestens Anfang

November soll dann auch ein neuer Online-Planer

an den Start gehen. „Die neue

Oberfläche ist dann auch für Smartphones

tauglich und die Ergebnisse lassen sich an

unsere 3D-Software weiterleiten“, sagte

Essig. Die bereits angekündigte Aufmaß-

App soll im Frühjahr kommen.

Foto: Kluge

Foto: Kluge

Durchgehend marmoriert. Jetstone, Spezialist für Arbeitsplatten

aus Natur stein, Keramik und Quarzstein, stellte das

neue Dekor „ Empira White“ (Foto) vor, das Anfang kommenden

Jahres auf den Markt kommt. „Es spiegelt weißen Marmor

wieder, die Marmorierung ist durchgängig, und es besitzt

die Eigenschaften der Quarzsteine“, fasste Daniel Lohscheider

aus dem Vertriebsaußendienst zusammen. Auch bei den

Dekton-Oberflächen hatte Jetstone neue Dekore dabei. Unter

anderem das Dekor „Bromo“ mit feiner Haptik. Ebenfalls Anfang

kommenden Jahres werden weitere Caesarstone- Dekore

erhältlich sein, unter anderem „Black Tempal“ mit einer Struktur

und Farbe, die an dunklen Beton erinnert. Auch diese sehr

fleckunempfindliche Oberfläche sei durchgehend marmoriert.

68 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Foto: Quooker

Foto: Biermann

Kontakte zur Industrie. Über mehrere Konfektionierer ist das spanische Unternehmen Inalco

im Fachhandel bereits präsent. Jetzt will der Hersteller sein hochwertiges Material für Arbeitsflächen

und Möbelfronten (aber auch für Boden- und Wandbeläge sowie für Türen und

Tische) auch in der Küchenmöbelindustrie bekannter machen. Stilvoll gestalteter Stützpunkt

für diese Aktivitäten ist der neue Showroom in der Architekturwerkstatt in Löhne.

„Flex“ in Schwarz. Quooker brachte mit

„Fusion schwarz“ schon in den Anfängen

des Schwarztrends zeitnah den passenden

Kochendwasserhahn auf den

Markt. Und traf damit den Nerv der Kunden:

bereits ein Jahr nach Einführung

bestritt der schwarze „ Fusion“ laut Hersteller

einen Verkaufsanteil von 15 %.

Nun bietet Quooker mit dem „Flex“ auch

seinen neuesten Hahn im schwarzen

Finish an. Zur Sortimentsabrundung, wie

es heißt.

Foto: Plaßhenrich

Fugenlos integriert. Das Highlight bei

Naturstein-Spezialist Naumann war die

fugenlos unter die Arbeitsfläche integrierte

Spüle. „Die ist verklebt, es gibt

keine Fuge, das ist unser USP“, erklärte

Pit Diringer, Geschäftsführer der Manufaktur.

Auch dem Trend zu Fronten

aus Stein und Keramik trug das Unternehmen

Rechnung und präsentierte Natursteinfronten

mit Maserungsverlauf in

1 cm Stärke. Schließlich nahm das Thema

Outdoor-Küche Messe-Raum ein. „Die

sind grundsätzlich frei kombinierbar“,

sagte Diringer, der für den Auftritt auf

Gut Böckel ein dekoratives Objekt mit

sechs Millimeter starker Keramik-Oberfläche

bei 15 cm Gesamtstärke mitgebracht

hatte.

Intelligente Liftsysteme. Seit 1960 erleichtert Granberg mit seinen Liftsystemen das Leben

für Menschen mit Handicap. Seit 2001 ist das schwedische Unternehmen auch in Deutschland

präsent. Motorisch verstellbare Arbeitsplattenlifte, Eck- und Insellifte gehören genauso zum

Portfolio wie die höhenverstellbaren Oberschranklifte, die auch diagonal bis zur Vorderkante

der Arbeitsplatte abgesenkt werden können. Dadurch kann der Schrankinhalt für Rollstuhlfahrer

problemlos erreicht werden. Foto: Der auf der area30 gezeigte „Sidelift 6400“ ist ein

motorisch höhenverstellbarer Arbeitsplattenlift mit seitlichen Motoren. Schränke können untergehängt

werden, die Tragkraft beträgt 400 kg.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 69


Hausgeräte

Wohlfühlen

und genießen

Mit dem neuen V-ZUG STUDIO in der Architektur -

werkstatt in Löhne weckt die Hoch wert marke

aus der Schweiz Emotionen – und macht Lust

auf Premium, Luxus und Genuss.

70 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Es duftet erdig-frisch, sanftes Licht illuminiert hochwertige

Materialien wie Massivholz und Granit, transparente Vorhänge

leiten den Blick und geben Struktur. Für die Hochwert-Marke

V-ZUG ist die neue Ausstellung in der Architekturwerkstatt

in Löhne weit mehr als eine weitere neue Messepräsenz;

sie ist wie ein neues Zuhause, eine Erlebniswelt, die bis in die

kleinsten Details auf Momente von Wohlgefühl und Genuss

abgestimmt ist. Und sie ist mit dieser konzeptionellen Gestaltung

das weltweit erste V-ZUG Studio überhaupt und damit

Vorbild für weitere Umsetzungen an internationalen Standorten.

„Das neue V-ZUG Studio repräsentiert unser Markenversprechen

wie auch unsere inspirierenden und edlen Produkte,

sowie perfektes Manufaktur-Handwerk. Es bietet eine Kombination

aus Kulinarik, Luxus und Genuss, die Geschäftspartner,

Kunden, wie auch unser eigenes Team begeistert“, kommentiert

Dieter Elmiger, General Manager Greater Europe,

den neuen Ausstellungsraum mit Stolz. „Der Look and Feel ist

für unsere Marke zukunftsweisend“, sagt er über die Bedeutung

der nun umgesetzten Marken-Darstellung.

Auf rund 300 m 2 Fläche im industriellen Loft-Stil bietet das

Studio auch viel Platz für kulinarische Genussmomente. In

der Zukunft im Rahmen von Kundenveranstaltungen und natürlich

schon während der Premierenwoche zur Küchenmeile.

An zwei Abenden verwöhnten die Spitzenköche Jan Hartwig

und Anton Schmaus die Gaumen der Messegäste.

Mit der offiziellen Einweihung des V-ZUG Studios in der

Architekturwerkstatt präsentiert sich die Marke nun dauerhaft

an der Seite anderer namhaften Premium-Aussteller

im hochwertigen Küchenhandel. Das sind Leicht Küchen,

Liebherr, Gessi und Inalco. Für Dieter Elmiger ein folgerichtiger

Schritt: „Unsere Relevanz in Deutschland ist deutlich gewachsen;

wir werden immer nachhaltiger als eine Marke mit

eigenständiger Identität und unverwechselbaren Produkten

wahrgenommen.“

Stolze Gastgeber (Foto links): Patric Schleicher (Vertriebs leiter

Deutschland) und Dieter Elmiger (General Manager Greater

Europe V-ZUG).

Von der Küchen meile in die Welt: Das neue V-ZUG Studio in der Architekturwerkstatt in Löhne ist Vorbild

für weitere internationale Standorte.

Fotos: Biermann


Hausgeräte

Ganz groß kühlen

Das Kühlen in großen, manchmal auch sehr großen Geräten

mit mehreren Türen und Schubladen ist eines der aktuellen

Lieblings themen der Hausgeräte industrie. Wenn es nicht

gerade um die Vernetzung geht. News und Notizen von

der IFA und der Küchenmeile.

In der hochwertigen Küchenplanung sollen French-Door-Kühlgeräte

gerade beliebt sein. Als Spezialist hat Liebherr natürlich Angebote dafür.

So wie dieses.

Foto: Biermann

72 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Foto: Plaßhenrich

Mehr Design, neue

KI-Funktion, leise

Geräte und Deckenhauben

mit und

ohne Lift: Bosch

legte sich auf der

IFA mit Neuheiten

mächtig ins Zeug.

Und doch bekam

das kleinste Gerät

vielleicht die größte

Aufmerksamkeit:

der „Cookit“,

die erste Küchenmaschine

mit Kochfunktion.

Das Gerät

ist im Premiumsegment

angesiedelt,

der Preis wird erst

Ende 2019 / Anfang

2020 verraten. Dann

geht es auch mit

dem Verkauf los.

Als Teil der „BlackEdition“ bietet berbel die „Ergoline 2“

nun auch komplett in Mattschwarz an. Selbst das eingesetzte

Glas ist schwarz satiniert. Auf der area30 zeigte

sich der Haubenspezialist mit einem komplett umgestalteten

Messestand. Das Wohnwelt-Konzept „Plaza“ demonstrierte,

dass berbel-Hauben in ganz verschiedene

Küchenstile passen bzw. diese zusätzlich prägen.

Foto: Biermann

Deutsches Design, amerikanische Bauart:

Die neue Side-by-Side-Kühl-Gefrierkombination stattet Siemens mit einer vernetzten Kamera aus.

Foto: Plaßhenrich

10/11/2019 KÜCHENPLANER 73


Hausgeräte

Fotos: Biermann

Die „Aura 4.0 Ambient“ ist eine Dunstabzugshaube,

aber auch Lichtobjekt und Duftspender – und die

Luftfeuchte im Raum reguliert sie auch. Die Duftmischungen

bietet Miele in drei Essenzen an, die

Menge pro Flakon reicht für etwa 150 Stunden.

Wenn es nicht gerade um das Highlight-Thema „Induktion“ ging, um

den neuen Muldenlüfter (jetzt neu mit automatischer Steuerung), um die

neue Box-Haube in 32-cm-Bautiefe, um den neuen 45-cm-Geschirrspüler

mit „PowerClean-Düse“ und Besteckschublade oder um die Ergänzungen

bei den Einbaugeräte-Linien 07, 09 oder 11, lenkte Bauknecht die Blicke

des Fachpublikums gern auch auf die neue und erweiterte Kühl geräte-

Range. Und auf die 90 cm breiten „French Door“-Kühler (Foto) mit zwei

Gefrierbereichen.

Die internationale Einführung der Einbaugeräteserie „Generation 7000“

ist für Miele seit dem Frühjahr das Top-Thema im Küchenbereich. Dazu

stellte Axel Kniehl, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, auf der IFA

eine beeindruckende Marketingkampagne vor.

Das Unternehmen Faber aus dem Franke-Konzern will

sich jetzt auch in Deutschland als Fachhandelsmarke

empfehlen. Marco Schneider, zuletzt O+F A-Line / berbel,

soll das voranbringen. Angestellt ist er als Verkaufsleiter

Deutschland. OEM-Produzent und Lieferant der

Küchen möbelindustrie bleibt Faber weiterhin (siehe

auch ergänzende Informationen im Textblock).

74 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Neff macht Markt – und das wie vom Einbaugerätespezialist gewohnt in einer kreativ-lebendigen Umsetzung im Kaiserpalais von Bad

Oeynhausen. Die Sinnesreise für die Fachhändler führte auch zu den prägnanten Neuheiten der Marke: neue Kochfeld-Abzug-Kombinationen

und Deckenlüfter mit 19 cm Bauhöhe (jetzt aus eigener Fertigung) samt „AirClean“-Pollenfilter sowie „FlexInduction“-Kochfelder

mit „Schott Excite“ (Licht). Infos rund um Home Connect sowie Inspirationen für die Instagram-Präsenz gab es auch.

Auf diesen aktuellen

Test sieger

ist Neff ganz besonders

stolz:

„ Slide & Hide“-

Back ofen mit

Pyrolyse.

Fotos: Biermann

Inklusive Ablage: neue Flachpaneelhaube

von Miele. Bautiefe: 26,5 cm. Die Ablage

hat eine Tragkraft von 3 Kilo.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 75


Hausgeräte

Für Liebherr knallten bei der Eröffnung der Küchenmeile 2019 die imaginären Sektkorken. Denn die Marke feierte Premiere in Ostwestfalen.

Eine temporäre neue Heimat hat der Kühlgerätespezialist in der Architekturwerkstatt gefunden. Auf 310 m 2 werden dort zahlreiche

Einbau-Lösungen im wohnlichen Ambiente in Szene gesetzt. Thema ist die Flexibilität des Sortiments. Raum bekamen auch das

„Monolith“-Konzept sowie neue „French Door“-Geräte. Die Präsentation der aktuellen Weinkühler (Foto) gelang besonders Lifestyleorientiert

und spiegelt den Premium-Anspruch der Marke stilvoll wider.

Foto: Biermann

Foto: Biermann

Foto: Liebherr

Angekündigt hatte sie Gaggenau

schon im vergangenen Jahr, jetzt

gibt es sie in Serie: die neuen

Dampf back öfen der Serie 200

(Foto) und 400.

Stabwechsel bei Bauknecht: Christian Unger (Foto rechts) hat die

Vertriebsleitung Küchen- und Möbelhandel übernommen und ist

damit Nachfolger von Ralf Birk, der diese Position viele Jahre mit

Leben füllte und die Whirlpool-Tochter auf eigenen Wunsch verlassen

hat. Jens-Christoph Bidlingmaier, Vorsitzender der Geschäftsleitung

von Bauknecht (Foto links), ist von einem nahtlosen Übergang

überzeugt und kündigte im Messegespräch an, stark in die

Marke investieren zu wollen und den Fokus auf den Bereich Küche

weiter zu stärken. Wichtiger Baustein sei dabei das Fachhandelsprogramm

„Passion“.

76 KÜCHENPLANER


Anzeige

Kochen auf höchstem Niveau

Die neuen Induktionskochfelder von Bauknecht stellen je nach Kochmethode die ideale

Leistungsstufe automatisch ein. So werden die Speisen perfekt zubereitet und zugleich

energieeffizient gearbeitet.

Qualität und Benutzerfreundlichkeit sind

für Verbraucher zentrale Anforderungen

beim Kauf von Kochfeldern, wie eine aktuelle

Studie belegt. Für über ein Drittel der

Befragten zählt eine einfache Bedienung

zu den wichtigsten Kriterien für eine

Kaufentscheidung*. Genau hier setzt Bauknecht

mit seinen neuen Induktionskochfeldern

an: Mit ihrer zukunftsweisenden

Technologie und herausragenden Benutzerfreundlichkeit

sind die neuen Induktionskochfelder

für ein reibungsloses Kocherlebnis

konzipiert. Im Mittelpunkt stehen

die intuitiven Displays, die es den Konsumenten

ermöglichen, das Gerät zu bedienen

und Gerichte in konstanter Qualität

zuzubereiten. Die neuen Induktionskochfelder

verfügen zudem über eine ausgeklügelte

Oberfläche, damit absolut mühelos

und fokussiert gekocht werden kann.

Die Benutzeroberfläche ausgewählter Modelle

zeichnet sich durch Direktzugriff

aus, womit die Leistung jeder Kochzone

* Quelle: Kantar Studie „Path to Purchase

Study“. August 2019.

über einen speziellen reaktionsschnellen

Touch-Slider direkt gesteuert und die

„My Menu“-Funktionen für jede Zone per

Touch-Control aktiviert werden können.

Die vier voreingestellten Funktionen

von „My Menu“ bieten eine helfende Hand,

um bestmögliche Resultate zu erzielen. Mit

den vier Automatikstufen können sehr häufig

genutzte Kochprozesse direkt gestartet

werden: Schmelzen, Kochen, Köcheln und

Warmhalten. Angebrannte Speisen, Überkochen

oder Energieverschwendung gehören

somit der Vergangenheit an.

Für ein flexibles Kocherlebnis

Die Oberflächen der neuen Induktionskochfelder

weisen je nach Modell eine

Reihe flexibler Optionen auf. Die „ Flexi

Space“-Kochfelder sind mit vier ovalen

Induktionsspulen ausgestattet, die

durch eine genaue Topferkennung und

eine optimale Wärmeverteilung überzeugen.

So können entweder zwei unabhängige

Kochzonen oder eine größere, vielseitigere

Fläche gebildet werden. Dabei

kann jede Kochzone über einen eigenen

Slider per Fingergleiten gesteuert werden.

Durch Aktivieren des vertikalen

„ Flexi Duo“-Bereichs kann Kochgeschirr

bei gleichbleibender Leistungsstufe hinund

her bewegt werden. Alternativ gibt

es die Möglichkeit, auf einer Zone zwei

Töpfe mit unterschiedlichen Leistungsstufen

zu erwärmen oder zwei Kochzonen

zu verbinden. Die Funktion „Active Heat“

teilt die Kochfläche in bis zu vier verschiedene

Kochzonen auf, die jeweils eine voreingestellte

Temperatur aufweisen: niedrig,

mittel oder hoch. Wenn eine Pfanne

von einer Zone zur nächsten bewegt wird,

passt das Kochfeld die Leistungsstufe automatisch

an die Position der Pfanne an.

Dank WLAN-Konnektivität, die für

ausgewählte Kochfelder verfügbar ist,

und HomeNet-App können Verbraucher

das Kochfeld von ihrem Smartphone aus

steuern, die „My Menu“-Optionen durchsuchen,

eine Auswahl von 40 „Fresh

Thinking“-Rezepten entdecken, einen

wöchentlichen Speiseplan erstellen oder

eine nahtlose Vernetzung zur Bauknecht-

Abzugshaube aktivieren.

www.bauknecht.de

Nahtloser Einbau:

Nicht nur beim

Kochen sind

die ab Oktober

2019 erhältlichen

Induktionskochfelder

flexibel,

sondern auch

beim Einbau.

Sie lassen sich

über dem Backofen

installieren

und selbst

eine darunterliegende

Schublade

stellt kein

Problem dar.

Foto: Bauknecht


Hausgeräte

Siemens präsentierte sich während der IFA ganz bewusst

als Global Player. Seine Neuheiten stellte der Gerätehersteller

per virtueller Weltreise vor. Vom Startpunkt

Berlin ging es über Kapstadt nach Shanghai,

New York und Rio de Janeiro. In der Bundeshauptstadt

wurden die neuen, smarten „iQ800“ Waschmaschinen

und Wäschetrockner verortet, weil sie dort entwickelt

und im nahegelegenen Nauen (Brandenburg) hergestellt

werden.

Südafrika steht für guten Rotwein. Deshalb war

Kapstadt der Fixpunkt für die neue Premium-Kühlreihe

„aCool“. Dazu gehören Weinlager-, Kühl- und Gefrierschrank

oder Multi-Door Kombinationen – alle

können passend zum persönlichen Lifestyle ausgewählt

und beliebig angeordnet werden. Eine Fülle an

Front- und Zubehörteilen eröffnet vielfältige Individualisierungsmöglichkeiten.

Die Ausstattung kann in

Echtmetall, Glas und Eichenholz gewählt werden.

Von Kapstadt ging es ins knapp 13 000 Kilometer entfernte

Shanghai. „Das ist eine Megametropole mit beeindruckender

Architektur. Minimalistische Lösungen

mit hochwertigem Design sind hier gefragt“, sagte

Siemens-Geschäftsführer Roland Hagenbucher. Die

Küche ist in den Wohnraum integriert, deshalb müssen

sich die Geräte elegant zurücknehmen. Die neue

Generation der Induktionskochfelder mit inte griertem

Dunstabzug „inductionAir Plus“ erfülle genau diese

Voraussetzungen.

Die 80 Zentimeter breiten Modelle sind mit der

„ varioInduktion“ ausgestattet, bei der zwei hintereinanderliegende

Kochzonen zu einer großen Fläche verschmelzen

können. Ebenso flexibel: Die Bedienung,

die wahlweise über das User Interface auf der Glaskeramik,

Smartphone oder Tablet erfolgt. Alle „iQ700

inductionAir Plus“-Modelle sind vernetzt und über die

Home Connect App ist der Zugriff auf die Siemens Rezeptwelt

möglich, es gibt Hilfe für die Einkaufsplanung

oder einen rechtzeitigen Hinweis, wenn der Filter gewechselt

werden muss.

New York stehe für außergewöhnliches Design, dem

Siemens mit seinen neuen Side-by-Side-Kühl-Gefrierkombination

gerecht werde. Dank integrierter, vernetzter

Kamera kann von überall und jederzeit ein aktuelles

Bild von den Kühlvorräten gemacht werden. Der

neue „varioLift Deckenlüfter“ lässt sich auf eine beliebige

Höhe über dem Kochfeld herunterfahren. Die Leistung

passt sich automatisch an die Dunstentwicklung

an.

Die digitale Weltreise endete schließlich in Rio de

Janeiro, wo der Kaffeevollautomat „EQ.500“ vorgestellt

wurde. Das Gerät sei mit dem „coffeeSelect Display“ intuitiv

bedienbar.

Die Fäden der Reise durch die Siemens World laufen

im Home-Connect-Bereich zusammen. Die Sprachsteuerung

werde immer bedeutender, sodass der

Hausgerätehersteller seine Geräte über alle relevanten

smarten Lautsprecher auf dem Markt und über Smartwatch

steuern kann. Deutlich machte Siemens das

auch mit den ersten Backöfen, die auf Kommando die

Türe öffnen.

Alle Produkte verfolgen ein Ziel: Das komplexe Alltagsleben

soll vor allem durch smarte Unterstützung

erleichtert werden. Komfort steht also an erster Stelle,

direkt dahinter rangiert aber das Design. Schließlich

ist die Küche ein Prestigeobjekt. „Die Produkte stehen

nicht mehr für sich alleine, es geht um das Gesamtkonzept“,

sagte Hagenbucher.

Samsung hatte mit 400 Quadratmetern erneut die

größte Ausstellungsfläche auf der area30. Dort fanden

neue Geschirrspüler mit Schlepptürtechnik sowie erstmals

ein Induktionskochfeld mit integriertem Dunstabzug

Platz. Großen Stellenwert hatte das Thema des

vernetzten Wohnens. Mit der Erweiterung auf Produktebene

will Samsung dem Küchen- und Möbelfachhandel

noch mehr Flexibilität bieten. Kontinuierlich erweitert

der Hersteller das Einbau-Portfolio im Bereich

der vernetzten Hausgeräte. Mit der „SmartThings“-App

(Software) und dem „SmartThings“-Hub (Hardware)

zeigt das Unternehmen ein intelligentes Ökosystem –

weg von der Insellösung, hin zum vernetzten Wohnen.

„Wir haben zahlreiche Partner mit ins Boot geholt“,

sagt Diana Diefenbach, Head of Communicaion Home

Appliance. Damit will Samsung einen bedeutsamen

Mehrwert für den Handel liefern. Auf dem Messestand

erlebten die Fachbesucher, wie unterschiedliche Geräte

verschiedener Produktkategorien und auch Geräte

zahlreicher Drittanbieter miteinander kommunizieren.

Zusätzlich zum Bereich Connected Living hielt

Samsung zwei besondere Messehighlights für den

Küchen fach handel bereit. Zum einen verdeutlichten

zwei smarte Küchen, wie einfach und unkompliziert

vernetzte Einbaugeräte auf den eigenen Verkaufsflächen

erlebbar gemacht und somit neue Kunden für den

Besuch des Studios begeistert werden können. Zum anderen

zeigte das koreanische Unternehmen hinter verschlossenen

Türen eine neue Designlinie für Europa.

Die wird im April bei der Eurocucina offiziell vorgestellt.

Weiter ausgebaut hat Bosch seine 2018 eingeführte

„accent line carbon black“ mit ihrer tiefschwarzen Optik

weiter. Neben neuen Dunstabzugshauben und

einem Kochfeld mit interaktiver Beleuchtung wird es

ab Anfang 2020 zwei neue Kochfelder mit integriertem

Dunstabzug in der Premium-Design-Linie geben: Das

80 Zentimeter breite Serie 8 Kochfeld „PXX821D66E“

und das 70 Zentimeter breite Serie 6 Kochfeld

„PVQ795F25E“ stechen mit ihrem reduzierten Oberflächendesign

hervor. Mit dem „PVQ795F25E“ präsentierte

der Gerätehersteller zudem ein Kochfeld, dass

trotz seiner 70 Zentimeter Breite in einen 60 Zentimeter

breiten Unterschrank eingebaut werden kann. Der

Einbau ist damit selbst in kompakten Küchen möglich.

Neben den neuen Kühlgefrier-Kombinationen (siehe

Foto-Bericht an anderer Stelle) zeigte Grundig auf

Gut Böckel auch technologische Weiterentwicklungen

bei Spülmaschinen. Dazu gehört die „Direct Access“-

Steuerung, die eine direkte Wahl der Programme er-

78 KÜCHENPLANER 10/11/2019


möglicht, und auch die neue „Corner Wash“-Funktion,

mit der das Geschirr auch in den äußersten Ecken einwandfrei

sauber werden soll. Schließlich präsentierte

Grundig mit 1,92 m eine neue Höhe für seine Geräte.

„Wir präsentieren uns hier als Vollsortimenter, der für

jedes Zimmer eine Lösung hat“, sagte Marketing- und

Kommunikationsleiter Christian Struck.

Dank intuitiver, vernetzter Technologien macht AEG

neue Erfahrungen bei Kochen, Kühlen und Spülen erlebbar.

Das Induktions-Kochfeld „SensePro“ ist mit

dem ersten kabellosen und batterielosen Lebensmittelsensor

ausgestattet. Der Touchscreen informiert darüber,

wann die Pfanne oder das Öl zum Kochen bereit

ist und bietet eine präzise Temperaturregelung innerhalb

von einem Grad an. Dies ermöglichen Sensoren,

die die Temperatur der Pfanne oder des Topfes messen

und die Leistung je nach Bedarf automatisch anpassen.

Der vernetzte Kühlschrank AEG „French Door“ mit

Gefrierteil und smarter „FridgeCam“ verfügt über die

„MultiChill“-Technologie für ein intuitives Temperaturmanagement.

Die mittlere Schublade lässt sich nach

Bedarf auf Temperaturen von - 2 bis + 7 Grad einstellen.

Praktischer Vorteil: Über die My AEG Kitchen App

kann bereits im Supermarkt die Schnell-Gefrierfunktion

„Frostmatic“ aktiviert werden.

Faber ist einer der weltweit führenden Hersteller von

Dunstabzugshauben – und doch im Handel oder gar bei

Konsumenten kaum oder gar nicht bekannt. Das Unternehmen

mit Sitz im mittelitalienischen Fabriano gehört

zur Franke-Gruppe und zeichnete sich bislang als

Lieferant der Küchenmöbelindustrie und als OEM-Produzent

aus. Und natürlich als Hersteller der konzerneigenen

Franke-Hauben. Nun tritt Faber zusätzlich eigenständig

an den deutschen Fachhandel heran und

hat dafür Marco Schneider als Sales Manager Germany

verpflichtet. Längere Zeit habe sich das Unternehmen

auf diese Ausweitung der Vertriebsaktivitäten vorbereitet

und fühle sich nun gewappnet. Dass dies kein

Spaziergang wird, ist Schneider wohl bewusst, auch

wenn er zuversichtlich auftritt. „Wir haben die richtigen

Hauben für den deutschen Markt“, meint er und

geht davon aus, innerhalb des Konzerns zusammen mit

den Marken Faber und Franke in Deutschland wachsen

zu können. Die Einführung von Faber im Fachhandel

beginnt mit ausgewählten Modellen. Angesiedelt

sind diese im mittleren Preissegment. Dazu zählt auch

eine Vertikal-Haube mit Fenix-Oberfläche („SoftLine“),

eine Decken-Haube mit Liftfunktion („SkyLift“) sowie

als Ergänzung zur höherwertigen Variante „Galileo“

der Muldenlüfter „Galileo Smart“ mit automatischer

Topferkennung und Lüfterregelung (und Technik von

E.G.O.). Der Fachhandel wird von externen Handelsagenturen

betreut, der Kundendienst über das Unternehmen

Elesco organisiert.

Einen farbenfrohen Blickfang boten die Großgeräte

der Dolce & Gabana Serie des italienischen Hausgeräteherstellers

Smeg. „Sie sind ein echter Hingucker“,

meinte auch Olaf Nedorn, Geschäftsführer

Smeg Deutschland. Ebenfalls optische Akzente, allerdings

dezenter da unifarben, setzten die im Retrostyle

ausgestellten Geräte wie Kaffeemühle, Toaster

oder Milchschäumer, die an die 1950er- und 1960er-Jahre

erinnerten. Neben der Optik hatte Smeg aber auch

technische Neuheiten im Gepäck. So stellte das Unternehmen

eine neue Baureihe seiner Geschirrspüler vor,

die mit Energiesparmotoren ausgestattet sind. Auch einen

aus der Profi-Küche übernommenen Schockfroster

mit Vakuumierschublade integriert Smeg in die Haushaltsküche.

Am Herd präsentierte der italienische Hersteller

Kochzentren mit 120 cm Breite, die mit zwei Gasund

zwei Induktionskochstellen sowie zwei Backöfen

ausgestattet sind, sowie eine neue integrierte Lüftung

mit einer automatischen Lüftungsklappe. „Wir bieten

individuelle Lösungen nicht nur mit Geräten, sondern

auch im Design“, fasste Nedorn zusammen.

Küchenspezialist Erge präsentierte einen Muldenlüfter

mit einer ganz besonderen Nachlauffunktion.

Diese ist fast lautlos. Dafür arbeitet sie zwar etwas

länger, aber mit weniger Luftleistung. Einen neuen

Magnet knopf stellte das Unternehmen ebenfalls vor.

Die komplette Steuerung für die jeweilige Herdplatte

sitzt nun in dem Bedienknopf. Rechnung getragen

wurde auch dem Trend zu matten Tönen. So bietet Erge

die Abluftgitter der Muldenlüfter nun auch mit einer

matten „Diamond like Carbon“-Beschichtung an. Diese

soll die gleichen Material-Vorzüge wie Edelstahl aufweisen.

Ein weiterer Hingucker war der mundgeblasene

Glaskörper, der zum einen Leuchte, zum anderen

Dunstabzug für 60er-Kochfelder ist.

Silverline passt sich dem digitalen Zeitalter an: Die

smarte Dunstabzugshaube „Vision Hi“ ist weitaus

mehr als nur eine Dunstabzugshaube. Über den integrierten

Touch-Bildschirm, die Silverline+ APP oder

die Sprachsteuerung „Alexa“ wird das Gerät gesteuert.

Dazu bietet es die Möglichkeit zur Kontrolle der

Luftqualität. Das lässt sich nicht nur direkt am Gerät

überprüfen, sondern auch per Silverline+ App von unterwegs.

Über das Kamerasystem können die Kochergebnisse

direkt in den sozialen Medien geteilt werden.

Zudem kann die Kamera mit der Videotürklingel

verbunden werden, um zu sehen, wer vor der Haustür

steht. Darüber hinaus ist es während des Kochens möglich,

über die angeschlossenen Videoüberwachungssys

teme zu beobachten, was sich in den anderen Räumen

abspielt, und über das integrierte Soundsystem in

der Abzugshaube können Musik-Playlisten abgespielt

werden. Natürlich ist der Bildschirm auch internetfähig.

Die „Vision Hi“ wird im Sommer kommenden Jahres

auf den Markt kommen.

Neues Design mit bewährter Technik zeigte

O+F A-Line aus Menden. Die Dunstabzugshaube wurde

in verschiedenen Varianten mit zusätzlicher Abstelloder

Regalfunktion gezeigt. Dabei zeigte sie sich mal

schwer und wuchtig, mal durch den Einsatz von durch-

10/11/2019 KÜCHENPLANER 79


Hausgeräte

sichtigen, klaren Flächen lockerer und luftig. Neben

dem bewährten Plasmafilter beim Dunstabzug setzt

man beim Muldenlüfter auf Edelstahl. „Das ist einfach

zu reinigen und es entstehen keine Gerüche“, sagte Geschäftsführer

Rainer Luig. Zudem war das Ziel, dass

die Muldenlüfter besonders leise sind. Bei seinen Kühlgeräten

zeigte O+F A-Line einen neuen Unterbau-Weinkühler.

„Das erste Unterbaugerät, in das Magnum- und

extra lange Flaschen passen“, so Luig.

Schwarzes Glas und eine weiße Bediengrafik, die

nur dann erscheint, wenn das Kochfeld in Betrieb ist:

Die neue Induktions-Muldenlüftung von Küppersbusch

zeigt sich in einem zurückhaltenden Design. Mittels

dem direkt unter dem Kochfeld installierten Motor bietet

sie zudem Flexibilität bei der Küchenplanung. Die

Muldenlüftung ist sowohl für den Umluft- als auch für

den Abluftbetrieb geeignet. Die rechte Seite des Induktions-Kochfeldes

lässt sich über die Brückenfunktion

zu einem großen Kochbereich zusammenschalten.

Die neue Gerätegeneration der Backöfen und Einbauherde

im XL-Format von Oranier umfasst sieben

Modelle inklusive eines Pyrolyse-Backofens. Die Geräte

der neuen 80-Liter-Klasse verfügen über eine

Reling mit acht Einschub-Ebenen, die mit bis zu vier

Vollauszügen bestückt werden können. Hinzu kommen

versenkbare Drehknöpfe, die bei einigen Modellen zusätzlich

mit einem beleuchteten Ring um den Knebel

ausgestattet sind.

Besondere Produkte, die nicht nur technisch, sondern

auch optisch überzeugen sollen, präsentierte der

Elektronikkonzern Sharp. „Für uns ist der Designaspekt

sehr wichtig“, erklärte Marketingleiter Marek

Dietze. Aber eben auch die Technik, und da präsentierte

das Unternehmen nun seine Backöfen mit dem

„Air Curtain“, einem Luftstrom, der die heiße Luft bei

geöffnetem Backofen nicht entweichen lässt. „Das bieten

wir jetzt serienmäßig an“, so Dietze. Schwerpunkte

zur Küchenmeile waren die Themen Induktion und die

Pyrolyse-Reinigung. Gezeigt wurden auch neue Doppel-Kühlgefrier-Kombinationen.

Unter anderem Geräte

in 54er-Breite. Hinzu kommen Kühlgeräte im Retro-Design.

Hier erweitert Sharp sein Angebot um den

Bordeaux- Ton „Maroone“.

Der authentische natürliche Look des verarbeiteten

Materials stand bei Noodles, Noodles & Noodles im

Blickpunkt. Da ragte insbesondere die Küchenecke

„Cortina“, die mit Geräten des italienischen Herstellers

Smeg ausgestattet war, optisch heraus. Schwarzer Industriestahl,

nicht lackiert, sondern gewachst, mit goldenen

Applikationen wirkten edel, antik und stabil zugleich.

„Jedes Produkt ist individuell“, betonte Tobias

Steputat, Verkaufsleiter des Berliner Unternehmens.

Dabei sind die Küchen der Berliner alle als Modul systeme

aufgebaut. Zeitloses Design in der Kombination

von Industriestahl mit Edelstahl oder Farben bietet

die Serie „Viktoria“. „Das Material hat eine Ausstrahlung“,

so Unternehmens-Mitbegründer Christian Geyr,

der betonte: „Wir bauen eben keine Fronten, wir bauen

Möbel.“

Bei Bosch, Siemens und Neff wurde die neue Lifthaube

eingeführt, da durfte Gaggenau als Premium-Marke

im BSH-Verbund natürlich nicht nachstehen.

Die Umsetzung gelang in diesem Fall

besonders elegant und hochwertig. Neue Deckenhauben

für die aufgesetzte und in die Decke integrierte

Montage gibt es ebenfalls.

Spot an: Novy ergänzt sein Angebot mit diesen

Gas-Brennern, die wie die Knebel in die Arbeitsfläche

eingelassen werden. Das funktioniert mit

allen formstabilen Oberflächen wie Stein, Quarz

und Glas.

Fotos: Biermann

80 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Wie für das Landhaus gemacht:

Dunstabzugs haube

„Time“ im Design einer traditionellen,

von Hand geschmiedeten

Esse. Neu von

Falmec.

Fotos: Biermann

Liebherr hat auch Ideen für kleine

Küchen. Die „LiftUp“-Box in diesem

Unterbaukühlschrank verschafft

fünf weitere Kilo Kühlvolumen. Die

Technik basiert auf einer Absenkung

im Sockel.

Geschirrspüler von AEG gibt es jetzt mit „QuickSelect“, eine intuitive und

berührungssensitive Nutzeroberfläche, die es ermöglicht, die gewünschte

Laufzeit des Programms über einen Touch-Schieberegler einzustellen. Sie

ist mit der Eco-Funktion des Gerätes verbunden. Zudem gibt es ein extrem

sparsames Programm für alle, denen es nicht auf Schnelligkeit ankommt.

Für Novy ist das Thema

„Mulden lüftung“ ein Kompetenzthema,

das mit dem bereits

eingeführten Modell

„Panorama“ effizient umgesetzt

wird. „Ein Spitzenprodukt“,

sagt Vertriebsund

Marketingleiter Kersten

Schulte (Foto) kurz und bündig.

Eine weitere Neuheit zeigt

er hier: Das Modell „Up“ bietet

die Möglichkeit, Kochwrasen

über einen aufgesetzten

Turm absaugen zu lassen

– oder bei flacheren Kochgefäßen

auch flächenbündig. So

gehen Funktion und Design

flexibel Hand in Hand. Für das

weitere Kochmulden-Modell

„One“ hat Novy einen neuen

Turm mit neunlagigem Fettfilter

und verstellbaren Luftleitblechen

in hochwertiger Qualität

entwickelt.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 81


Hausgeräte

Das Blumenmuster dürfte vielleicht eher ein Eye-Catcher für die Ausstellung

sein, aber mit den neuen folierten Haubenfronten von Gutmann

sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Die T-Haube im

Hintergrund wurde zum Beispiel in Carbon-Optik gestaltet. Die Technologie

der Folierung ist aus der Autoindustrie bekannt und habe sich

dort qualitativ bewährt, meint der Haubenspezialist.

Foto: Biermann

Marcel Kühn (Foto links), Vertriebsleiter Amica, nimmt

die Urkunde des „Plus x-Award“ für den roten Retro-

Kühlschrank KGC 15630R in den Kate gorien High Quality

und Design entgegen.

Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

Foto: Biermann

Foto: Plaßhenrich

Mit dem neuen vollintegrierten

Geschirr spüler „DW55002“ mit Schlepptürtechnik

bietet Samsung dem Fachhandel

weitere Planungsoptionen.

Durch ein Gleitscharnier an der Frontseite

schiebt sich die Möbelfront beim

Öffnen der Spülmaschinentür nach

oben. Das Spaltmaß kann so auf ein

Minimum reduziert werden, auch bei

geringer Sockelhöhe von 2 cm und

gleichzeitiger Höhe der Möbelfront von

80 cm.

Zurück bei Gutmann: Nicky Hurrle hat

an alter Wirkungsstätte die Leitung

Marketing und Verkauf Export übernommen.

Berührungslose Bedienbarkeit: Die

kopffreie Kaminhaube „KHF 695 800 S“

im „X-type“-Design von Amica lässt

sich mit Gesten steuern. Eine Handbewegung

nach rechts reicht aus, um

das Gerät an- oder auszustellen. Eine

Handbewegung nach links, und die

Leistungsstufen lassen sich senken,

Licht ist ebenfalls über Gesten steuerbar.

Alternativ lassen sich die Hauben

auch per Touch-Sensorsteuerung regulieren.

82 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Anzeige

Foto: Amica

Foto: Biermann

Im modernen „X-type“-Design von Amica: Einbaudampfbackofen

mit großzügigem Innenraum (77 Liter Volumen).

Fünf Kochzonen, Edelstahl-Auffangwanne für Feuchtigkeit

und eine Glaskeramik mit kratzfester Miradur-Beschichtung

(von Schott): der Muldenlüfter „Nivel“ von Gutmann.

Die „NikolaTesla Flame“ von Elica mit schwarzem oder

grauem Glas ist das erste Gaskochfeld mit integriertem

Dunstabzug.

Fast unsichtbar: Die Deckenleuchte „Illusion“ gibt es von

Elica in den Ausführungen in Weiß mit weißem Rahmen

oder mit einer Gipskarton-Verkleidung. Bei der Version mit

Gipskarton kann dieser beispielsweise in der Deckenfarbe

gestrichen oder tapeziert werden.

Foto: Plaßhenrich Foto: Plaßhenrich

Dampfbackofen

in Top-Ausstattung

Im Zentrum der area30-Präsentation von Amica stand die Generation

an Herden und Backöfen im „X-type“-Design. Die

Vorzüge dieser außergewöhnlichen Kochgeräte wurden ganz

praktisch demonstriert: von Kochprofis auf der Sonderfläche

„Show Cooking“ am Messestand.

So zum Beispiel der XXL-Backraum mit 77 Litern Volumen

oder das „Baking-Pro-System“, das feinste Abstimmungen im

Garprozess erlaubt. Einen besonderen praktischen Nutzen

verspricht auch das neu eingeführte Öffnungssystem „Open-

UP“, das per „TippOn“ des Backofengriffs diesen wie von Zauberhand

öffnet. Das ist eine praktische Sache, besonders beim

Handling großer und schwer beladener Backbleche. Mit mobiler

App und Wifi-Steuerung sind die Top-Modelle von Amica

bestens für den modernen Haushalt gerüstet und können sogar

von unterwegs gesteuert werden.

Gesund kochen

Weil gesundes Kochen mit Dampf voll im Trend liegt, hat

Amica das „InjectionSteam“ System entwickelt. Vollautomatisch

arbeitende Dampfgarprogramme sind prädestiniert

für knuspriges Brot, mineralreiches Gemüse oder besonders

knusprige Braten. Mit Vollausstattung präsentiert sich dabei

der „Injection“-Steam „EBSX 949 600 E“ in Edelstahl, der alle

nutzerrelevanten Vorteile eines Backofens und eines Dampfgarers

vereint. Er ist trotz üppiger Ausstattung sparsam im

Verbrauch. Das zeigt die Energieeffizienzklasse A + .

Zahlreiche Programme

Der selbsterklärende „Graphic Timer MultiColor“ des Multi-

Funktionsgeräts erlaubt als Kommandozentrale einfachste

Bedienung der 19 Dampfgarprogramme, 25 Automatik Back-/

Bratprogramme, 10 individuell speicherbaren Programme und

der 11 Backofenfunktionen.

Ein Kerntemperatursensor zählt ebenfalls zur Ausstattung.

Damit gelingt Roastbeef auf den Punkt genau. Alle, die es eilig

haben, werden die sensorgesteuerte Schnellaufheizung

„ Rapid Warm Up“ schätzen. Diese Funktion heizt in unschlagbaren

drei Minuten auf 150 °C.

www.amcia-group.de

10/11/2019


Hausgeräte

Foto: Plaßhenrich

Die entscheidenden Stärken eines Muldenlüfters verbergen sich unter

der Glaskeramik und hinter der Möbelfront. Gorenje demonstrierte

deshalb den platzsparenden Einbau des neuen Kombigeräts „HET 945

XSC“. Zudem stellte Gorenje auf der area30 einen 3-in-1-Backofen vor,

der Hitze, Dampf und Mikrowelle kombiniert.

Zur IFA und auch auf Gut Böckel zur Küchen meile präsentiert

Grundig neben zahlreichen weiteren Kühlgeräten

auch die neue Kühl- und Gefrierkombination

„GKN 3000 Carbon“. Mit 402 Litern Fassungsvermögen

im Kühlteil und 160 Litern Nutzinhalt im Gefrierteil

bietet das Gerät Platz satt. Die Front ist Premium

pur. Ebenso wie die Technik dahinter: Die 28 Liter fassende

„Super Fresh Zone“, die Gemüseschublade mit

der „FullFresh+“ und einer „VitaminCare Zone“ sollen

Lebensmittel länger frisch halten. Die „OdourFresh+“-

Technologie eliminiert einen Großteil der Gerüche im

Kühlschrank.

Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

Ideal für Singlehaushalte: Diese kompakte Spülmaschine (von Haier)

kann neben der Spüle eingebaut werden.

Haier will den deutschen Markt erobern.

Deshalb war der chinesische Gerätehersteller

auch auf der IFA und der area30

präsent. Eine Einbaugeräteserie wird allerdings

erst 2021 eingeführt. Deshalb

standen unter anderem die Kühl-Gefrier-

Fünftürer „F+“ im Mittelpunkt. Man wolle

damit einen bewussten Kontrastpunkt

zu allzu monotonen Einbauküchendesigns

setzen, lässt der Weltkonzern

wissen. Die Türen sind aus gehärtetem

Glas, die Technologie stelle sicher, dass

Lebensmittel länger frisch bleiben.

84 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Wieviel Grad sind es in meinem Wohnzimmer? Wie hoch ist die Luftfeuchtigkeit,

der CO 2

-Wert und der Verschmutzungsgrad der Luft? All diese Werte lassen

sich jetzt mit dem PlasmaMade-Luftsensor (Foto) ermitteln und per App

von überall auf der Welt auf mobile Endgeräte darstellen. Der Luftsensor kann

in jedem Raum aufgestellt werden und mittels einer einmaligen Registrierung

im WiFi-Netzwerk installiert werden. Wenn sich die Luftqualität ändert, gibt

es eine Benachrichtigung. Die App schlägt dann Ideen vor, wie das Raumklima

regulierbar ist.

Foto: Plaßhenrich

Foto: Plaßhenrich

Die Kopffreihaube „Vision Hi“ mit integriertem

Bildschirm von Silverline ist Dunstabzugshaube,

Soundanlage, Überwachungsgerät und Fotoapparat

in einem. Dazu ist die Dunstabzugshaube

internetfähig und kann über Sprache

gesteuert werden.

Foto: Plaßhenrich

Reftsa zeigte ausgefallene Designprodukte

während der area30:

Eines davon war das trendige

„Ordine“-Kochfeld. Die beiden

Kochfelder aus schwarzem Glas lassen

sich je nach Situation für den

Kochvorgang auf die Arbeitsplatte

stellen und beliebig hin und herschieben.

Bei Nichtgebrauch werden

die beiden Kochfelder einfach

auf einem Haken an die Wand gehangen.

Die Regelung erfolgt über

TouchControl auf dem Holzpanel.

Foto: Plaßhenrich

Es sei ein Einbau-Backofen für die Zubereitung

des perfekten Steaks: Mit

dem „SuperPowerfull“-Grill erreicht der

„ SteakMaster“ von Teka eine Temperatur

von 700 Grad und erziele somit Ergebnisse in

Restaurant qualität. Darüber hinaus ist er auch

ein Multifunktions-Backofen.

Kühlen und Backen sind zwei

ausgewiesene Kompetenz-

Themen von Beko. Nun erweiterte

der Hersteller den

Fokus auf Dampf und stellte

einen Dampfbackofen in

vier Ausführungen vor. Die

Bandbreite reicht von einer

ganz einfachen Variante bis

zur Top aus stattung mit vier

Dampfdüsen.

Foto: Kluge

10/11/2019


Küchenfertigung

„Qualität lässt sich

am besten im Dialog erfahren“

Sämtliche Normen erfüllen – und wo es geht sie sogar übertreffen.

Mit diesem Qualitätsverständnis agiert Beschlägehersteller Blum am Markt.

Die Basis dafür entsteht im engen Dialog mit den Kunden.

Wer sich zufriedene Kunden wünscht, sollte wissen,

weshalb dieser zufrieden ist, welche Anforderungen

er hat und worauf er besonderen Wert legt. Qualität

sei vor allem subjektiv und ließe sich „nur im Dialog

erfahren“, lautet die Überzeugung beim österreichischen

Beschlägespezialisten Blum. Auf den persönlichen

Kontakt legt das Unternehmen daher besonderen

Wert. Jeder Kunde hat seinen Ansprechpartner.

Darüber hin aus geht das Unternehmen mit der hauseigenen

Bedürfnisforschung aktiv auf die eigenen Kunden

zu und erfragt, welche Bedürfnisse Möbelhersteller,

Händler und Monteure bei ihren Arbeitsprozessen

haben und wie der Beschlägespezialist sie dabei unterstützen

kann: mit den richtigen Beschlaglösungen und

dazu passenden Services. Wegen dieses individuellen

Qualitätsverständnisses spricht das Traditionsunternehmen

von „Your Blum Quality“. Das Versprechen

lautet, im Dialog mit dem Kunden dessen spezifische

Bedürfnisse aufzunehmen, eigene Erkenntnisse einzubringen

und so ein gemeinsames Qualitätsverständnis

zu erreichen.

Auf hohem Niveau

„Die Ansprüche unserer Kunden sind in den letzten Jahren

sehr gewachsen. Unsere Produkte werden immer

komplexer und erfordern neue Prozesse in unserer Fertigung“,

erklärt Qualitätsexperte Jochen Lubetz, und er

ergänzt: „Das erfordert strenge Testvorgaben. Und bei

uns überschreiten diese oft internationale Normen.“ So

erhalten alle Kunden ausschließlich Produkte, die sich

einfach verarbeiten lassen und auf einem verlässlich

hohen Niveau funktionieren. Besonders in der hochautomatisierten

Möbelfertigung sei ein enger Austausch

mit dem Kunden dringend nötig. Nur so lassen sich die

Beschläge effizient in die Prozesskette des Herstellers

integrieren.

Über die Schulter schauen

Die Bedürfnisforschung des Beschlägeherstellers betrachtet

auch, wie innovative Beschläge und praktische

Möbel die Küchennutzer im täglichen Leben

unterstützen. Das Team ist weltweit unterwegs und beobachtet

Menschen unterschiedlichster Kulturen und

sammelt deren Bedürfnisse. Die dabei gewonnenen

Erkenntnisse fließen in die Produktentwicklung ein.

Parallel teilt Blum dieses Wissen mit den eigenen Kunden.

So komme die typische Blum­Qualität letztlich

beim Möbelnutzer an. „Qualität haben wir nicht nur

bei unseren Produkten stets im Blick. Unser Anspruch

ist ganzheitlich: bei der Produktinnovation, unseren

breiten Testplänen, bei Materialien und Zulieferteilen,

bei Verpackungen, bei unserer Zusammenarbeit und

bei jedem unserer Prozesse“, fügt Jochen Lubetz abschließend

an.

Foto: Blum

Jochen Lubetz,

Leiter Qualitätswesen

bei

Blum Öster reich

(Foto rechts),

im Dialog mit

einem Kunden.

86 KÜCHENPLANER 10/11/2019


Foto: Hettich

Beim Klappenbeschlag

„ViZard by ambigence“ verschwindet

die Technik unsichtbar

in der Möbelseitenwand.

zeyko zeigte im

Kitchen Center Löhne eine

Umsetzung in der Küche.

Von der interzum

auf die Küchenmeile

Wenn Hersteller auf den Herbstmessen die neuen Küchen- und Möbeltrends

präsentieren, dann steckt in ihren Innovationen und Lösungen eine Menge

intelligente Beschlagtechnologie. Einige davon glänzten erst kürzlich auf der

interzum. Auch Hettich war stark auf der Küchenmeile vertreten.

Zu den Produktneuheiten des Beschlagspezialisten

aus Kirchlengern zählen die Plattform „AvanTech YOU“

für kundenindividuelles Schubkasten­Design, neue

Falt­ und Schiebetürsysteme, der integrierbare Klappenbeschlag

„ViZard by ambigence“ oder der Drehteller

„ComfortSpin“.

Flexibel auf einer Plattform

Mit seiner neuen Produktgeneration „AvanTech YOU“

auf bewährter Plattform­Basis hebt Hettich individuelles

Kundendesign am Möbel nun auf das nächsthöhere

Niveau. Das Schubkastensystem basiert auf einer

nur 13 mm schmalen Zarge. Bei gleichem Korpusbohrbild

kann das System auf zwei unterschiedlichen Führungen

eingesetzt werden, alle Bauteile innerhalb der

Plattform sind miteinander kombinierbar. „So lassen

sich flexibel und wirtschaftlich verschiedene Marktund

Anwendungsbereiche bedienen“, betont der Hersteller.

Beeck Küchen und BES Zeyko Küchenmanufaktur

zeigten „AvanTech YOU“ in ihren Ausstellungen.

Bei Pronorm Einbauküchen war die Plattform unter

dem Namen „ProTech 2.0“ zu sehen.

Ruckzuck Ordnung

Den optisch spannenden Wechsel zwischen offenen

und geschlossenen Segmenten im Möbel fördert das

Schiebetürsystem „SlideLine M“. Eingesetzt wurde es

in diesem Jahr einbahnig sowie als zweibahnige Variante,

mit der sich Stauräume komplett verschließen

lassen. So herrscht schnell Ordnung im „Wohnraum

Küche“. Präsentiert wurde das Schiebetürensystem

„SlideLine M“ unter anderem bei Ballerina, Häcker,

Nobilia, Nolte Küchen und Schüller.

Unsichtbare Technik

Der integrierte Klappenbeschlag „ViZard by ambigence“

ist eine weitere Hettich­Neuheit von der interzum

2019. Er verschmilzt förmlich mit der Seitenwand und

schafft damit die Voraussetzung für ein ganz besonders

harmonisches Möbeldesign: Entwickelt wurde die

Lösung gemeinsam mit dem Unternehmen ambigence,

das sich auf die Integration von Funktionsbeschlägen

in Möbelelementen spezialisiert hat. Die Schwarzwälder

Küchenmanufaktur Zeyko präsentierte den

„ ViZard by ambigence“ zur Küchenmeile im Kitchen

Center Löhne.

Jetzt auch für draußen

Bei Wohn­ und Küchenmöbeln sowie in Backöfen und

Kühlschränken hat die Auszugführung „Quadro“ ihre

Kompetenz bereits vielfach unter Beweis gestellt. Nun

lieferte Hettich für den Hersteller Burnout Kitchen eine

stückveredelte Variante seiner bewährten Quadro­Auszugführung.

Damit werden die bekannten Funktionen

des Systems erstmals in das stark wachsende Segment

der Outdoor­Küchen übertragen.

Alles im Blick

Der Drehteller „ComfortSpin“ für den Kühl­, Bad­ und

Vorratsschrank dreht Schrankinhalte um 360 Grad

und löst damit ein alltägliches Problem auf einfache

Weise: Hinten wird vorne und umgekehrt. Endlich

ist Schluss mit vergessenen Lebensmitteln oder der

nervigen Suche und Unordnung hinten im Schrank.

Küchen möbel her steller nobilia hat den „ComfortSpin“

zur Küchenmeile erstmals vorgestellt.

10/11/2019 KÜCHENPLANER 87


Betriebsführung

Expertenbeitrag von Volker Schmidt, SEB Steuerberatung

Betriebliche Risiken vom

Privatvermögen trennen

Als Unternehmer steigt das Risiko, mit dem eigenen Vermögen für geschäftliche

Fehlentwicklungen zu haften. Wer sich frühzeitig darüber Gedanken macht, kann

dieses Risiko minimieren – und gleichzeitig die Unternehmensnachfolge vorbereiten.

Volker Schmidt von der SEB Steuerberatung zeigt mit diesem Fachbeitrag die

Möglichkeiten auf.

Wer ein Unternehmen gründet, hat meistens zwei Dinge

nicht im Kopf: Wie er sein Geschäft dem Nachfolger

übergibt und was passiert, wenn etwas schiefläuft.

Dass diese Themen ausgeblendet werden, ist nur zu natürlich.

Schließlich sollte so ein Unterfangen mit einer

guten Portion Gründeroptimismus gestartet werden –

und der ist es auch, der die Gründer bei der Wahl der

Unternehmensform leitet. Eventuelle Nachfolgeregelungen

sind hier meist kein Thema und statt Risiken

spielen eher steuerliche Interessen eine Rolle bei der

Entscheidung. Bei vielen Küchenstudios fällt die Wahl

auf ein Einzelunternehmen. Diese Rechtsform ist weit

verbreitet: Die überwiegende Anzahl der Unternehmen

in Deutschland sind Einzelunternehmen. Sie werden

beim Gewerbeamt gegründet und haben den Vorteil,

dass die Kosten niedrig sind und wenig Abwicklungsaufwand

entsteht. Entscheidend für die Zulassung sind

gewerberechtliche Voraussetzungen.

Mit Nachteilen behaftet

Wie so oft im Leben muss einfach nicht gleich gut sein.

Diese Rechtsform hat für den Inhaber vor allem einen

handfesten Nachteil: Der Einzelunternehmer haftet mit

seinem Privatvermögen – bis hinein in die private Altersvorsorge.

Und dieses Risiko kann nur schwer abgesichert

werden. Es macht also durchaus Sinn, sich

schon am Anfang Gedanken über die Rechtsform zu

machen – und sich klar zu machen, welche Nachteile

der schnelle und einfache Weg haben kann. Er ist nämlich

auch für die Unternehmensnachfolge hinderlich.

Der Nachfolger in einem Einzelunternehmen übernimmt

alle Haftungsverhältnisse vom alten Inhaber.

Das birgt Risiken, die der Nachfolger eher ungern auf

sich nehmen wird.

Risiken abkoppeln

Eine Lösung für beide Probleme liegt in der Wahl einer

anderen Rechtsform. Egal, ob man von Anfang an eine

andere Gesellschaftsform wählt oder im laufenden Betrieb

Änderungen vornimmt – es gibt Alternativen, die

die Risiken minimieren. Dazu bieten sich zwei Möglichkeiten

an: die 1892 vom deutschen Gesetzgeber entwickelte

GmbH oder die Mischform aus Kapital­ und

Personengesellschaften, die GmbH & Co. KG. Die Abkürzung

GmbH steht für „Gesellschaft mit beschränkter

Haftung“. Beschränkt wird die Haftung auf die

Höhe der getätigten Einlage. Das ist für den Inhaber

von deutlichem Vorteil. Trotzdem können steuerrechtliche

und handelsrechtliche Risiken entstehen. Und gerade

bei Küchenstudios ist auch das Risiko, die Lieferanten

abzuschrecken, nicht von der Hand zu weisen.

Die Lieferanten im Blick behalten

Die Haftungsbeschränkung hat eine Außenwirkung:

Für den Küchenstudio­Betreiber ist sie von Vorteil,

für seine Lieferanten aber erhöht sich das Risiko. Bei

Foto: SEB

Volker Schmidt und die SEB Steuerberatung

Volker Schmidt ist nicht nur Steuerberater und Vereidigter

Buchprüfer – er ist ebenfalls Fachberater für Unternehmensnachfolge

und für die Umstrukturierung von Unternehmen.

Die SEB Steuerberatung beschäftigt 50 Mitarbeiter

und ist seit 1990 auf den Kücheneinzelhandel spezialisiert.

Derzeit betreut die Beratungsgesellschaft rund 80 Kücheneinzelhandelsunternehmen

unterschiedlicher Größen mit

diversen Verbandszugehörigkeiten. Die persönliche Betreuung

hinsichtlich betriebswirtschaftlicher, steuerrechtlicher,

buchhalterischer und datenschutzrechtlicher Fragen

steht dabei im Vordergrund.

88 KÜCHENPLANER 10/11/2019


einem Einzelunternehmen könnten sie im Falle von

Zahlungsschwierigkeiten auf das komplette Kapital

des Inhabers zugreifen. Ist das Küchenstudio aber

eine GmbH sind sie grundsätzlich auf die Einlage beschränkt.

Diese Perspektive sollte bei einem Wechsel

der Gesellschaftsform berücksichtigt werden – denn

ein erhöhtes Risiko lassen sich Lieferanten selbstverständlich

bezahlen, was wiederum die Wettbewerbsfähigkeit

des Küchenstudios einschränken kann.

Unüberwindbar ist dieses Problem nicht: Kreditversicherungen

sind zum Beispiel ein gutes Mittel, um Lieferanten

zu schützen.

Die neue Gesellschaft gründen

Das A & O für einen Übergang in eine Gesellschaftsform

mit minimiertem Risiko ist Beratung. In der Praxis

hat sich ein Rechtsübergang per handelsrechtlichem

Umwandlungsgesetz als reibungslose Methode

erwiesen. Dazu wird eine Bilanz erstellt und in der Urkunde

wird lediglich auf diese Bilanz Bezug genommen.

Die Rechtsfolge der Maßnahme: Der Übergang per

Gesetz erfolgt zu einem bestimmten Stichtag, der auch

acht Monate vor Bilanzaufstellung liegen kann. Nach

kurzer Zeit gehen alle bisher eingegangenen Haftungsverhältnisse

über – das Privatvermögen wird entlastet,

gehaftet wird nur noch per Gesetz. Und die Übergabe

des Unternehmens auf einen Nachfolger wird erheblich

erleichtert.

Speziell geeignet für Küchenstudios

Neben der Haftungsminderung haben die GmbH und

die GmbH & Co. KG speziell für Küchenstudios noch

einige andere Vorteile. Häufig stehen Küchenstudios

auf Grundstücken, mit denen nicht gehaftet werden

soll. Im Einzelunternehmen lassen sich Grundstück

und Immobilie nicht vom Unternehmen trennen. Sie

unterliegen also dem vollen Haftungsrisiko. Wird die

Rechtsform zu einer GmbH oder einer GmbH & Co. KG

gewechselt, ist es durch eine geschickte Handlungsweise

möglich, das Grundstück aus dem Firmenvermögen

herauszulösen – und so zum Beispiel für die Altersvorsorge

zu sichern. Die GmbH & Co. KG ist auch

erste Wahl, wenn bei der neugegründeten Unternehmung

mit Anfangsverlusten gerechnet wird: Mit ihr

können Verluste steuermindernd geltend gemacht werden.

Für die Nachfolge gibt es noch einen weiteren

wichtigen Punkt: Im Einzelunternehmen sind die Kaufverträge

mit den Kunden nicht „verkäuflich“. Das heißt:

Der Kunde muss dem Übergang zustimmen. Wird der

Vertrag aber mit einer Gesellschaft abgeschlossen, die

später verkauft wird, geht der Vertrag mit dem Verkauf

automatisch über.

Rat beim Spezialisten einholen

Mit der Wahl der Gesellschaftsform lassen sich die

oben definierten zwei Ziele (Risikominimierung und

erleichterte Übergabe an den Nachfolger) gut erreichen.

Doch auch damit ist der Unternehmer nicht

gegen alle Risiken abgesichert. Geschäftsführende

Gesellschafter bürgen oft persönlich, auch gemeinsam

mit dem Ehepartner, für einen betrieblichen Kredit.

Bankkredite, für die Sicherheiten gewährt wurden,

sollte man also regelmäßig überprüfen. Oftmals gibt

es nach einer Weile die Möglichkeit, einzelne Vermögenswerte

aus der Haftung zu nehmen. Es gibt eine

Reihe weiterer Maßnahmen, mit denen man das unternehmerische

Risiko mindern kann. Man sollte

jedoch im Kopf behalten, dass jede Konstellation

besonders ist. Am Anfang aller Vermögenserhaltungsmaßnahmen

steht also der Gang zum Experten. Mit

ihm gemeinsam wird die Situation fachkundig analysiert,

um dann das individuell effektivste Maßnahmenpaket

zu schnüren.

Fragen auf dem Weg zur passenden Rechtsform

• Welches Modell ist das steuerrechtlich günstigste für mich?

• Wie kann die Führung in der Unternehmensform gestaltet werden?

• Welche Kosten entstehen mit der Firmenform (einmalig und laufend)?

• Wie sehen die Haftungsregelungen der Rechtsform aus?

• Bei einem Wechsel: Welche Auswirkungen hat der Wechsel auf meine

Geschäftsbeziehungen? Und wie kann ich trotz Wechsel der Rechtsform

die Entstehung von Steuern vermeiden?

10/11/2019 KÜCHENPLANER 89


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Herausgeber

Dipl.-Kfm. Christopher Strobel, Verleger

Redaktion

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Herstellung

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