sporting hamburg November 2019

sportinghh
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November 2019

monatlich & kostenlos

Talente des Sports

richtig groß!

Pokalsieger NRV

großartig!

Jugendfußball

ganz groß!

Janne Müller-Wieland

große Hockeykarriere!

Anzeige

Die besten Tipps gibt’s

in der Heftmitte.

präsentiert von

1


CRO

SKIOPENING OPEN-AIR

© Foto: Witters

Editorial

Liebe

Leser*innen,

heute kommen wir mal im

Editorial mit zwei etwas

dickeren Brettern, denn:

Man lernt nie aus.

Mal holt man sich das Gelernte aus tollen Artikeln,

klasse Reportagen, und dann lehrt einen das Leben,

Gespräche und Begebenheiten. Wir sind da offen, immer, im Grunde also absolut

wissbegierig. Als wir uns für diese Ausgabe mit den Verantwortlichen für BuNT trafen,

waren wir fast beschämt, dass wir sogar auch in Sachen Gleichheit, Würde, Respekt

offensichtlich wohl noch Nachholbedarf haben. Es geht um Akzeptanz, in diesem

Fall für Menschen jeglicher sexueller Orientierung, auch z.B. für transgeschlechtliche

Menschen. Gelerntes erkennen, annehmen, „oh, wow, das ist schlimm, so geht das

nicht", ist das eine. Gelerntes umsetzen, weitergeben, sich gedanklich bewegen,

Stellung beziehen, ist das andere: Veränderungen bewusst und aktiv herbeizuführen

ist angesagt. Worauf wir hinauswollen, hoffentlich nachzuvollziehen in unserem Artikel

auf Seite 14: Wir werden jetzt gendern. Zukünftig seid Ihr unsere Leser*innen. Fertig.

Weil es so ist, und weil wir uns alle bewegen müssen, nicht nur, weil wir Sportler sind.

Im Grunde keine große Sache.

Zweites Brettchen: In diesem Jahr läuft die 2. Ausgabe unseres Fotowettbewerbs. Wir

freuen uns ein Loch in den Bauch über die vielen Zusendungen. Da sind tolle Schüsse

dabei, meistens ;-). Bis Ende des Jahres könnt Ihr uns noch lauter spannende Fotos

aus Hamburg Active City schicken: großen Sport und/oder kleine nette eingefangene

Schnappschüsse, wenn möglich natürlich mit Hamburg-Bezug und ohne den Kölner

Dom im Hintergrund. Bitte geht dabei aber behutsam mit Fotos Eurer Kinder um.

Euer Einverständnis setzen wir bei einer Zusendung zwar voraus, wir akzeptieren

aber tatsächlich nicht jedes Foto, nehmen Fotos, die unseres Erachtens zu viel Haut

zeigen, aus der Wertung.

Und nun viel Spaß beim Lesen unserer November-Ausgabe:

Der Sport, das Leben ist bunt.

© Foto: www.mediaserver.hamburg.de/Jan Traupe

30. NOVEMBER 2019

PASSHÖHE - OBERTAUERN

TICKETS UND ALLE INFOS UNTER WWW.OBERTAUERN.COM

EINLASS: 19:30 UHR

© Coverfoto: ETV/Niklas Heiden

Partner:

Martin Blüthmann (martin@sporting-magazin.de)

3


sporting hamburg

Das ist

drin:

© Foto: www.mediaserver.hamburg.de/

Christian O. Bruch

Editorial 3

Schuss des Monats: HSV

Das fühlt sich gut an. 6/7

sporting-Lars: Hockey

Janne Müller-Wieland: Fokus 2 8–10

25 Jahre Cyclassics

Einfach Vorsätze verschenken 11

Wir feiern mit Euch!

Hamburger SportTalente 2019 12/13

„Schwuchtel“ für 2,20 Euro

BundesNetzwerkTagung der queeren Sportvereine 14/15

Floorball: ETV Piranhhas

Machen ihr Ding 16/17

Segel-Bundesliga

Am Ende wird alles gut 18/19

Handball: Buxtehuder SV

Nachwuchs-Freuden 20/21

Winterspaß: Eiszeit

Eisbahnen in Hamburg 22/23

Hamburg Active City

APPsolut mitmachen! 24/25

Die sporting-Tipps im November 26/27

Jugend-Fußball: ETV

Entwicklung. Zusammenhalt. Emotionen. 28/29

Weiterknipsen!

Der Hamburg Active City – Fotowettbewerb 2019 30/31

Bäderland: Lotti schwimmt!

Langstreckenschwimmerin Lotti Müller 32/33

HT16

Doppelt gefügt. 34/35

HipHop

Wenn Synapsen heiraten 36/37

Artistische Höchstleistungen

2×2 Tickets

Feuerwerk der Turnkunst 39

zu gewinnen!

Manege frei

Circusschule TriBühne 40/41

sporting-Marco: BEST ME

Bestens durch den Winter kommen 42

sporting-Party

So richtig abgefeiert 44–47

sporting-Marco

Krafttraining: Pump-ab(er) 48–50

Impressum 50

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*

* Zieh durch!

Tel.: 040/432084520 • www.steuermann-hamburg.com


Das fühlt sich gut an.

Und sieht auch noch gut aus: Tabellenführer HSV

und Spielspaß, so soll das bleiben. Wir fordern

jetzt nicht den Aufstieg und schreien nach Europa.

Locker bleiben.

© Foto: Witters

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sporting-Lars

© Fotos: Janne Müller-Wieland

Fokus 2

Janne Müller-Wieland (32) ist MBA-Absolventin, Gründerin eines eigenen Start-ups, und sie ist

Mit ihrem Start-up Futury hatte Janne,

getrieben durch ihre eigenen Erfahrungen,

unter anderem gemeinsam mit der

Deutschen Sporthilfe die Start-up Akademie

ins Leben gerufen, um Sportler*innen

wie ihr die Möglichkeit zu geben, ihre kreativen

Ideen zu verwirklichen, optimalerweise mit

dem Ziel, in der Wirtschaft Fuß zu fassen, in irgendeiner Form

gleichermaßen durchstarten zu können. Für nächstes Jahr, wenn

sie dann hoffentlich erfolgreich von den Olympischen Spielen aus

Tokio zurückkommt, kann sie sich sehr gut vorstellen, wieder ein

eigenes Unternehmen zu gründen. „Für mich war schon immer

klar, dass es zwischen den Olympischen Spielen drei Jahre gibt, in

denen ich neben dem Sport auch beruflich weiterkommen kann.

Im Jahr vor den Olympischen Spielen liegt dann der Fokus so gut

wie komplett auf dem Sport, aber bis dahin habe ich genügend

Zeit, meine duale Karriere zu bewältigen“, sagt Janne. Dass es

natürlich DIE Hockeyspielerin, in der Nationalmannschaft und beim UHC Hamburg. Es gibt richtig

viel zu erzählen über Janne, vielmehr sie hat viel zu erzählen. Sehr viel, und sie hat immer alles unter

einen Hut bekommen: unter anderem ihre sportliche und berufliche Karriere hat sie extrem gut

kombiniert und in Einklang gebracht. Mittlerweile ist sie aus ihrem eigenen Start-up ausgestiegen,

dafür neben ihrem Sport freiberuflich für unterschiedliche Projekte beratend unterwegs.

neben den beruflichen Tätigkeiten auch im Sport sehr gut läuft,

bewies sich gerade eindrucksvoll vor ein paar Wochen, als sie in

den elitären Kreis von Hockeyspielerinnen vorgedrungen ist, die

mehr als 300 Spiele für die A-Nationalmannschaft absolviert haben.

Das ist schon mal ´ne Hausnummer, auf eine solche Anzahl kann

man in anderen Sportarten kaum kommen. Das hört sich nach

ganz viel Arbeit an, viel Einsatz, vielen Entbehrungen, aber auch

offensichtlich viel Erfolg – und zwar auf höchstem Niveau. Und all

das geht nur, wenn man dauerhaft nicht nur leistet, sondern auch

gesund bleibt. Bei unserem Gespräch ist Janne quasi gerade aus

der MRT-Röhre gesprungen.

„Bevor jetzt die ganz heiße Phase

mit der Qualifikation

für die

Olympischen Spiele und

den anschließenden

Lehrgängen so richtig

beginnt, wollte ich mich

noch mal checken lassen.

Es ging unter anderem

um meinen Fuß, Ermüdungsbruch

vermeiden“,

so Janne. Damit die

nächsten 300 Spiele

kommen können.

Aktuell schickt sich Janne nämlich an, mit der

Damen-Nationalmannschaft, den DANAS, ihre

vierten(!!) Olympischen Spiele zu bestreiten.

2008, 2012 und 2016 war sie schon mit dabei, hat 2016 Bronze

gewonnen. Vor ihren vierten Spielen steht in diesem Jahr noch

das Qualifikationsturnier Anfang November an, das Ticket für Tokio

2020 ist eigentlich eine Pflichtaufgabe.

Auch in der japanischen Hockeywelt ist Janne ein Star, 2014 spielte

sie für das Werksteam von Coca Cola für ein halbes Jahr in der

dortigen Elite-Liga. Sie lacht: „Meine ehemaligen Teamkolleginnen

werden mir sicherlich um den Hals fallen, wenn wir vor Ort sind.“

Einen Vorteil hat sie damit auch in Tokio, die klimatischen Bedingungen

vor Ort kennt sie und weiß mit ihnen umzugehen, das wird

ihr keine Probleme bereiten. „Ich plane meistens von Jahr zu Jahr,

auch innerhalb einer Olympiade“, meint Janne. »

So sieht Freude aus: Bronze in Rio 2016, rechts bei der Hockey-WM 2018 in London nach dem Sieg über Spanien.

Das TEAM HAMBURG vereint die Hamburger

Spitzensportler und -sportlerinnen mit Teilnahmeperspektive

für die kommenden

Olympischen Sommerspiele und Paralympischen

Spiele. Ziel ist es, den Athleten

und Athletinnen des TEAM HAMBURG eine

sportbegleitende Betreuung und finanzielle

Unterstützung zu bieten, um ihnen die volle

Konzentration auf den Sport zu ermöglichen.

Das TEAM HAMBURG ist ein Projekt der

Stiftung Leistungssport Hamburg.

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sporting-Lars

25 Jahre Cyclassics

Einfach Vorsätze

verschenken!

© Fotos: Getty for IRONMAN

Auch medial ist Janne erfolgreich unterwegs: Auf Instagram hat sie knapp 4.800 Follower (@Janne_MW).

Neulich hat ihr Plan, nach den Olympischen Spielen mit einer

Medaille die Karriere zu beenden, jedoch einen (positiven) Dämpfer

bekommen: In einem streng vertraulichen Anruf wurde ihr mitgeteilt,

was inzwischen offiziell ist, dass die WM 2022 in Hamburg

stattfinden soll, schon am 09.11. wird in Lausanne (Schweiz)

darüber entschieden.

Ein Stadion auf dem Heiligengeistfeld, direkt um die Ecke ihrer Hood

Karolinenviertel, das wäre vielleicht der höchste aller Höhepunkte

zum Beenden einer großartigen Karriere.

„Wenn Fitness und Körper weiterhin

so gut mitspielen, dann kann das auf

jeden Fall ein Ziel sein. Im Jahr nach

den Olympischen Spielen werde ich

trotzdem erst mal meinen Fokus

wie nach den letzten drei Spielen

mehr Richtung Arbeit und Privatleben

legen, und dann muss man

schauen, was kommt“, meint Janne.

Eine so tolle Karriere sogar im „eigenen Wohnzimmer“ zu beenden,

das können, ebenso wie die über 300 Nationalspiele, nur ganz

wenige Sportler*innen. sporting wartet auf dem Sofa auf Dich ;-)

© Fotos: Janne Müller-Wieland

Die EuroEyes Cyclassics werden

25 (Tatääää!!!). Sie gehören

zu Hamburg wie kaum ein

anderes Großsportevent.

Neben dem

Profirennen

Eyes Cyclassics

mit dem hohen

sind die Euro-

Jedermann-Anteil,

den unterschiedlichsten

Streckenlängen (vor allem die 60km kann jeder bewältigen)

und dem Cyclassics-Battle auf der Mönckebergstraße inzwischen ein

ultimatives Radsportevent für die ganze Familie. Nicht zuletzt auch, weil

es dieses Jahr, zur sehr süßen Abrundung des Ganzen, ein Kids Race gab,

an dem die Kleinsten mit Laufrädern durch das Ziel knattern durften. „Das

war der größte Spaß der Welt, nicht nur für die Kids, sondern auch für alle

Eltern und Zuschauer“, freut sich Projektleiter Hendrik Heinz. Rathausmarkt

und Jungfernstieg sind ein abwechslungsreicher Messe- und Event-

Bereich mit vielen Mitmach-Angeboten, und jährlich stehen ca. 500.000

Hamburger*innen an der Strecke, schauen sich das Spektakel an und feiern.

Besonders erstaunlich: „2019 waren von den 15.000 Teilnehmer*innen

4.450 das erste Mal dabei“, erklärt Hendrik. Das ist nach

Adam Riese fast ein Drittel und heißt: Das Interesse ist absolut

ungebremst, logisch, ist ja auch ein Radrennen. Der älteste

Teilnehmer war 72, 18 der jüngste. 21 Teilnehmer waren alle

bislang 24 Jahre am Start. Das kann sich echt sehen lassen,

erst recht auch die bisher insgesamt knapp 400.000 Teilnehmer*innen

seit dem Premierenrennen 1996. Auch im nächsten Jahr wird es die drei

Streckenlängen geben: 60, 100 und 160km, und wer meint, dass sein Rad

den gefühlten Standards nicht standhält, locker bleiben. Verkehrstüchtig

ist im Grunde die einzige zwingende Voraussetzung, und natürlich ein

Fahrradhelm. Im letzten Jahr gab es Starter auf dem StadtRAD. Noch

Fragen? 2019 kamen die Teilnehmer*innen aus 39 Nationen, also auch ein

Multievent, was Vielfalt anbelangt, und ein sensationelles Aushängeschild

für Hamburg Active City. Mit dem Hamburger Radsport-Verband wird sogar

wieder ein Rookie-Programm aufgesetzt. Wer sich also konsequent und

mit fachlichem Support vorbereiten möchte, ist herzlich eingeladen, sich

hier rechtzeitig anzumelden.

Sichert Euch ab dem 13. November frühzeitig Euren

Startplatz für die EuroEyes Cyclassics am 16.08.2020

zu limitierten Frühbucher-Konditionen unter:

www.cyclassics-hamburg.de/anmeldung

Und wer eigentlich immer dabei sein wollte, wem aber der

letzte Kick zur Anmeldung gefehlt hat, dem könnte man

einen Startplatz einfach unter den Weihnachtsbaum legen.

Mal was anderes, und ein Vorsatz für 2020 ist schon mal gesetzt.

Praktisch. Oder wer selbst eigentlich schon entschieden

hat, zu fahren, bislang aber als Einzelkämpfer dasteht,

schenkt einfach seinem Best Buddy einen Startplatz.

Cooles Geschenk – um sich gemeinsam was vorzunehmen.

Unterstützt von IRONMAN

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Sporttalente

© Foto: Wartenberg

© Foto: Wartenberg

Links: Für Soziales Engagement wurde Zarah-Leoni Riecken (hier mit Towers-GF Marvin Willoughby)

ausgezeichnet, den Mannschafts-Preis gewannen die A-Jugend-Hockeyspieler vom UHC.

Paris 2024 ist ihr Ziel. Sie bekam ihre Laudatio von Hockey-Spielerin

Lisa Altenburg, die trotz ihrer inzwischen zwei Kinder, weil bestens

organisiert, ebenfalls von Olympia träumt. Das sollte dann aber Tokio

im kommenden Jahr sein. 2. Talent des Jahres wurde Carlotta Sippel,

Hockey, vom Der Club an der Alster, 3. Charlotte Moritz, Rudern, vom

Alster-Ruderverein Hanseat.

© Foto (Hintergrund): Pixabay

Wir feiern Euch!

Wir feiern Euch, liebe Hamburger Sporttalente.

Wir feiern aber auch die Idee von Björn

Lengwenus, Schulleiter der Stadtteilschule

Alter Teichweg, Eliteschule des Sports, und von

Ingrid Unkelbach, Leiterin des Olympiastützpunktes, die mit

dem Hamburger SportTalent einen Event, den es bis vor 10

Jahren gab, reaktiviert haben. Und wie.

Und um eines vorauszuschicken, zitieren wir Björn Lengwenus, der

da sagte: „Es geht um alle jugendlichen Sportler der Stadt“, denn alle,

nicht nur am Alten Teichweg, bringen die Herausforderungen von

Schule und Sport unter einen Hut. Hut ab! Und auch wenn Lengwenus

gemeinsam mit Ingrid Unkelbach betonte, dass es nicht „die Kernaufgabe

einer Schule und des Olympiastützpunktes ist, einen solchen Event zu

initiieren und durchzuführen“, die Resonanz schon an dem Abend gibt

beiden Recht. Unterstützt wurde der Abend von Hamburg Active City,

dem Hamburger Sportbund, finanziell aber vor allen Dingen auch von

Sponsor Barclaycard, der sogar mit etlichen helfenden Mitarbeitern

am Start war. 300 Gäste, darunter auch viele jugendliche Sportler, um

die es nämlich ja ging, waren am Alten Teichweg, in der Aula, und

feierten. Der Abend war bunt, unterhaltsam, sehr kurzweilig und sehr

ehrlich. Auch Dank einer launigen Moderation von Andrea Kaiser, die für

Johannes B. Kerner eingesprungen war, der ehemaligen ATW-Schülerin

Zoe Wees, die unglaublich wunderbar gesungen hat, sowie Lotto King

Karl, der nicht umhin kam, die Ode an unsere Heimatstadt, die mit der

Perle, zu singen, wobei er lauthals unterstützt wurde. Und dann gab

es, beispielhaft für alle jugendlichen Sporttalente, beeindruckende

Preisträger, die tollerweise nicht nur mit einem fetten Blumenstrauß

und viel Lob und Anerkennung nach Hause gehen durften, sondern

auch mit einem ordentlichen Scheck. Auch schön.

Bei den Mädchen gewann die Badmintonspielerin Thuc Phuong

Nguyen (16) vom Horner TV. Sie ist aktuell die Beste in Europa in ihrer

Altersklasse, mischt inzwischen hier und da auch die älteren Jahrgänge

auf und trainiert bis zu vier Stunden am Tag, um sich dann, und zwar

in bummeligen sechs(!!!) Jahren, ihren großen Traum zu erfüllen.

Nach Tokio will natürlich auch Torben Johannesen, er beglückwünschte

den Sieger bei den Jungs: Rafael Miroslaw (18), Schwimmen, von

der HT16. Der Gute holte nämlich in diesem Jahr bei den Junioren-

Europameisterschaften Gold in der Staffel, wurde dann als Junior für die

„Großen“-WM nominiert und sicherte der 4 × 200 Meter-Freistilstaffel

mit einem 8. Platz im Finale die Teilnahme bei den Olympischen Spielen.

Das ist natürlich sein großes Ziel, dem er alles unterordnet. Er trainiert

am OSP, wohnt dort im Internat und geht nebenan in die Schule. 2. bei

den Jungs wurde Leon Braatz, Rudern, vom RC Bergedorf, den 3. Platz

belegte Björn Kamann, ebenfalls Schwimmen, vom AMTV-FTV Hamburg.

Bei den Mannschaften kommt man in Hamburg nicht am Hockey vorbei.

Sieger hier wurde die männliche A-Jugend vom Uhlenhorster HC vor

den U17 Fußball-Mädchen vom HSV sowie den A1-Hockeymädchen

vom Harvestehuder THC. Die Hockeyjungs vom UHC wurden in

diesem Jahr deutscher Vizemeister auf dem Feld und Meister in

der Halle. Chapeau. Überreicht wurde ihnen die Siegprämie von den

Beachvolleyball-Vize-Weltmeistern Julius Thole und Clemens Wickler

vom Eimsbütteler Turnverband. Es gab eine Mannschaftsreise nach

Schönhagen, und die können sich da schon mal warm anziehen.

Last but not least gab es noch einen Preis für Soziales Engagement.

Überreicht von Towers-Geschäftsführer Marvin Willoughby bekam

den Zarah-Leoni Riecken vom SV Alter Teichweg. Sie kümmert sich

nämlich mit ihren erst 17 Jahren, neben ihren eigenen ambitionierten

Judo-Aktivitäten, aufopferungsvoll um eine Judo-Kindergruppe, ist

große Freundin, Trainerin, Betreuerin zugleich, baut dazu noch die

ganze Judo-Abteilung auf. Für sie selbstverständlich, wir und die Jury

finden’s hammer.

© Foto: Wartenberg

© Foto: sporting hamburg

© Foto: sporting hamburg

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Links: Strahlender Gewinner Rafael Miroslaw mit Moderatorin Andrea Kaiser. Rechts: Thuc Phuong Nguyen mit ihrem stolzen Papa.

Initiatoren Ingrid Unkelbach (OSP) und Björn Lengwenus (Schule Alter Teichweg).


Tagung

© Fotos: Startschuss

BuNT ist die BundesNetzwerkTagung

der queeren Sportvereine

(22.–24. November 2019, Hamburg-Rotherbaum)

für sexuelle

und geschlechtliche Vielfalt im

Sport. Waren wir eigentlich davon

ausgegangen, dass es völlig Wurst

ist, wer wie sexuell orientiert ist, oder wen der liebe Gott wie auch

immer geschaffen hat, wurden wir in diesem tollen Gespräch nach ca.

30 Sekunden eines Schlechteren belehrt, wie es denn in der Realität

tatsächlich zugeht. Wer dann auch noch von Betroffenen erfährt, sich

gar hineinversetzt in Situationen, wie es ist, wenn zum Beispiel immer

wieder alle die Umkleide verlassen, nur weil man in die Dusche geht,

dem treibt es die Schamesröte ins Gesicht. Wenn „Schwuchtel“ nicht

nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf den Zuschauerrängen ein

gängiges Schimpfwort ist, wenn in Hamburger Sportvereinen sogar

Drinks, verlängert mit Selter, auf der Getränkekarte „Schwuchtel“

heißen, dann ist das bitter, für uns, für unsere Gesellschaft und am

bittersten für Betroffene.

„Schwuchtel“

für 2,20 Euro

Es gibt Themen, die sollten eigentlich gar keine sein.

Wir trafen Verantwortliche von BuNT und staunen

Bauklötze, kotzen vielmehr im Strahl, wie gestrig

(um nett zu bleiben) wir oft selbst in Hamburg,

und das auch noch im Sport, so unterwegs sind.

Im Gespräch mit Dr. Adrian Hector,

Geschäftsführender Vorstand des

Bundesverbands Trans*, Alexander

von Beyme, Abteilungsleiter Fußball

bei Startschuss Schwul/Lesbischer

Sportverein Hamburg e. V.

und Alexander Bätz, Vorstandsmitglied

bei Startschuss, wird deutlich, dass wir in Deutschland, in

Hamburg, auch im Sport, leider mit einem Riesendefizit am Start sind.

Und zwar einem Defizit an Respekt und an Toleranz, was nach einer

Roten Karte schreit, die gibt es, so Alexander von Beyme, trotz z.B. einer

klaren Regelung beim DFB dann auf dem Fußballplatz aber oftmals

trotzdem nicht: „Ich belasse es jetzt mal bei gelb, sagen Schiedsrichter,

die schwulenfeindliche Sprüche einfach nicht ernst nehmen.“ Egal, ob

es um die dramatischerweise hinlänglich bekannte Diskriminierung

gleichgeschlechtlicher sexueller Orientierung geht oder um den

Umgang mit und die Akzeptanz von transgeschlechtlichen Menschen,

die Idee, dass wir alle gleich sind, findet hier viel zu oft nicht statt. Alle

sind sich einig: „Die Trainer spielen hierbei eine wichtige Rolle. Gehen

© Foto: Philipp Szyza

© Foto: Philipp Szyza

sie mit gutem Beispiel voran und stellen

sich klar auf die Seite der diskriminierten

Sportler*innen, unterbleiben auch schnell

trans- oder homofeindliche Handlungen.“

Und in vielen Vereinen und Mannschaften

müssen Schwule Anfeindungen aushalten,

die wir keinem wünschen. Mal ganz davon

abgesehen, dass Beschimpfungen aus

den Zuschauerrängen gang und gäbe sind

und sie dabei von anderen Fans in der

Regel leider toleriert werden, ein „wie

schwul ist das denn“

oft auch im täglichen

Miteinander nahezu

salonfähig ist. Wer jetzt

meint, wir wären in den

1950er Jahren, der hat sich leider schwer

getäuscht. „Natürlich gibt es viele, viele Beispiele, dass es auch ein

wirklich gutes Miteinander gibt“, sagt Alexander Bätz, „sie werden

aber von etlichen Negativ-Beispielen vielfach wieder kaputt gemacht.“

Die leichte Übung, sich einfach mal in die Lage der Betroffenen zu

versetzen, unternimmt man selten bis nie. Die Tatsache, dass zum

Beispiel oftmals auch im administrativen Bereich kein inhaltlicher, aber

auch kein faktischer Raum für transgeschlechtliche Menschen ist, fällt

uns nicht auf, Betroffene sind zu Recht aber schwer verletzt. Nicht

zuletzt sind das auch Gründe dafür, dass es einen schwulen-lesbischen

Sportverein wie Startschuss gibt, der seinerseits inzwischen auch

eine Transsportabteilung hat. „Zum einen sind wir ein Schutzraum

für diejenigen, die sich nicht trauen, in die Öffentlichkeit zu gehen,

zum anderen stärken wir das Selbstbewusstsein“, weswegen seine

Sportler*innen sich dann über die Zeit vielleicht auch trauen, sich

anderen Vereinen anzuschließen. „Und wir brauchen gar keine dritte

Toilette“, sagt Adrian Hector, „wir brauchen nur Akzeptanz.“ Eine

ultimative Forderung, für die die Veranstaltung

BuNT einen weiteren kleinen Schritt in die richtige

Richtung darstellt.

Startschuss e. V. organisiert die BundesNetzwerkTagung 2019 zusammen

mit der Behörde für Inneres und Sport Hamburg (Active

City), der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Hamburg, dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB), dem

Hochschulsport Hamburg, dem Bundesverband Trans* sowie dem

Sportverein Vorspiel SSL Berlin e. V. und wird unterstützt durch den

Fanclub-Turnier 2015, Fußballer von Startschuss feiern den 2. Platz (im Team

mit "Queerpass St. Pauli").

Gesprächsrunde, v.l.n.r.: Dr. Adrian Hector, Alexander Bätz, Martin Blüthmann,

Alexander von Beyme.

Hamburger Sportbund und die Hamburger Sportjugend. Es geht um

Information, Sensibilisierung und um REDEN, einfach REDEN, eine

Bewusstseinsschärfung. Die Tagung will alle Interessierten über wissenschaftliche

Erkenntnisse zur aktuellen Situation von LSBTI* und sich

daraus für den Sport ergebenden Herausforderungen informieren, zur

Diskussion anregen, gemeinsam praktische Maßnahmen zur Förderung

geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Sport entwickeln sowie die

Möglichkeit für einen breiten Austausch und zur Vernetzung bieten.

„Scheibchenweise führen solche Veranstaltungen zu einem besseren

Verständnis“, sagt Alexander Bätz, weswegen unter anderem viele

Verantwortliche von Hamburger Sportvereinen und -institutionen zu

Gast sind. Spannend auch die Podiumsdiskussion am Freitag um 17:30

Uhr, Größen aus Sport, Medien und Politik diskutieren zum Thema

„Herausforderung Diversity“ im Sport.

Wäre doch wohl gelacht, wenn wir hier in Hamburg, so weltoffen wie

wir sein wollen, nicht einen dicken, fetten Punkt machen.

Wer sich informieren möchte, dabei sein will,

findet alle Infos und die Anmeldung auf:

www.startschuss.org/bunt2019

Die schwul-lesbische Fußball-EM 2015 wurde von Startschuss ausgerichtet (Bild oben links: Medaillen-Überreichung durch Hitzlsperger).

© Foto: sporting hamburg © Foto: Philipp Szyza


Floorball

Sowohl die 1. ETV Lady Piranhhas als auch die 1. Herren spielen in der 1. Floorball-Bundesliga.

© Fotos: ETV

Machen ihr

Ding!

Von Schattendasein kann man nicht wirklich sprechen, denn bei

Heimspielen drängeln sich amtliche 500 Zuschauer in der Halle, bei

den Heimspielen der ETV Piranhhas (mit 2 h!), Hamburgs ranghöchster

Floorball-Truppe.

„Und 500 Zuschauer muss man erst mal kriegen“, sagt Flemming

Kühl, Floorballer bis auf die Knochen, Goalgetter bei den Piranhhas,

Nationalspieler, Co-Trainer der 2. Herren und der U17 beim ETV, aber

auch Athletik-Trainer bei den Feldhockeyspielern vom

UHC. Nebenbei ;-) studiert er im 5. Semester – Ihr

könnt raten: Bewegungswissenschaften (und

Erziehung). Seine Nähe zum Feldhockey ist

nicht einem seiner Nebenjobs geschuldet,

sondern auch seiner Freundin, sie spielt

nämlich in der Feldhockey-Bundesliga

beim GTHGC in Groß Flottbek. Ansonsten

nervt der ständige Vergleich mit

Feldhockey im Grunde nämlich, „wir

sind viel dichter am Eishockey“, erklärt

Trainer Mathis Wittneben. Und zwar ist

der Schläger leichter, es darf mit beiden

Seiten gespielt werden, Körpereinsatz ist

ok, Fußberührung ebenso, der Torwart (er

kniet) darf den leichteren Ball mit den Händen

halten, und es wird, wie auch auf dem Eis, ums

Tor herumgespielt. In der Halle spielen je 5 plus 1, und

es kann fließend gewechselt werden. Die Tatsache, dass

Körpereinsatz erlaubt ist, mache Floorball durchaus athletischer, sagt

Flemming. „Früher hieß Floorball Unihockey“, erklärt Mathis, und zwar

nicht, weil der Sport nur an Hochschulen gespielt wurde, sondern

weil er universeller ist, in eigentlich jeder Turnhalle praktiziert werden

kann, auf Handballfeldern, aber mit Bande. Um Missverständnissen

vorzubeugen, einigte man sich dann international auf Floorball. Die

Sportart ist noch jung, kam in Deutschland erst seit Ende der 1980er

in Schwung. Beim ETV ist die Floorball-Abteilung inzwischen 250

Mitglieder stark. 10 Mannschaften, 3 Herren-, 2 Damen-Teams (die

1. Damen spielen ebenfalls 1. Bundesliga), und dann die U17, U15,

U13, U11, U9, was nach eindrucksvoller Nachwuchsarbeit klingt. Und

das wurde auch gerade kürzlich honoriert:

Die Nachwuchsarbeit wurde zuletzt mit

dem Grünen Band des DOSB ausgezeichnet,

5.000 Euro gab es da zu gewinnen. „Unser

Team besteht fast ausschließlich aus Eigengewächsen“,

erklärt Mathis, der bis vor drei

Jahren selbst in der 1. Mannschaft spielte.

Jetzt trainiert er zusammen mit seinem

schwedischen Kollegen Johan Nilsson unter anderem die 1. Herren,

und die sind ganz amtlich unterwegs. In den ersten drei Spielen der

Saison wurde zweimal gewonnen, gegen den amtierenden Meister

aus Leipzig sowie gegen Holzbüttgen (bei Düsseldorf);

gegen den Rekordmeister Weißenfels (Nähe Leipzig)

gab es die eine Niederlage. Saisonziel sind die

Playoffs (heißt Top 6), „sonst müssten wir gar

nicht antreten“, grinst Flemming.

Nachdem sie vor drei Jahren eher im

Kellerkindbereich unterwegs waren,

spielen die Piranhhas seitdem in der

oberen Hälfte der 10 Teams umfassenden

höchsten deutschen Spielklasse.

Beim Floorball gibt es nur eine nationale

Liga, keine Trennung von NordSüddiesdas,

heißt, die Jungs sind regelmäßig

auf Achse, der nächstgelegene Gegner

ist in Berlin. Eine Riesen-Gurkerei, aber die

Leidenschaft ist immens und konterkariert die

Autobahnkilometer. Geld gibt es natürlich keins,

vielmehr bringen die Jungs Geld mit, für die Saison hat

jeder Spieler einen Eigenanteil von 200 Euro zu übernehmen, denn

drei, vier Mal lässt sich auch eine Hotelübernachtung nicht umgehen.

Der ETV übernimmt natürlich die Meldegelder, die überschaubaren

Betreuerhonorare etc., die Reisekosten zahlt die Mannschaft

selbst. „Wir sind eine Winz-Sportart, damit müssen wir leben.“ Sie

hadern aber auch nicht mit dem Schatten, in dem sie spielen. Sie

machen ihr Ding, und das erfolgreich. Sponsoren wären natürlich

herrlich, aktuell gibt es Partner, die mit Ware helfen. Das Bier

bei den Heimspielen kommt aus Wilhelmsburg von WILDWUCHS,

die Verkaufserlöse bleiben bei den Piranhhas. Flemming geht für

Deutschland dann Ende Januar auch noch in der WM-Quali in Lettland

an den Start. Die nächsten Heimspiele der ETV

Piranhhas im November sind am 23.11. gegen

Bonn und am 30.11. gegen Schriesheim/Heidelberg

(Lokstedter Steindamm 52).

Seit dieser Saison laufen alle Heimspiele live bei Youtube, noch

besser: hingehen, unterstützen, und deswegen fordern wir dann

mal heimlich auf, das eine oder andere Bier zu verhaften. Hilft.

Seit 21 Jahren gibt es die Floorball-Abteilung im ETV, sie hat inzwischen 250 Mitglieder,

ist in quasi allen Altersklassen und Ligen vertreten und stellt Spieler für diverse Nationalmannschaften.

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Segel-Bundesliga

Siegerehrung Finale Deutsche Segel-Bundesliga. Der NRV wurde Dritter, der Sieg ging an VSaW Berlin vor dem WVH Bremen.

© Foto: Sven Jürgensen

Am Ende wird

alles gut.

Ob sie der FC Bayern München des deutschen Segelsports sind, fragten wir die Segler und

Verantwortlichen des NRV nach dem Finale der Deutschen Segel-Bundesliga, und das verneinten

alle Beteiligten, im Grunde genommen.

Aber: „Genervt waren wir schon, dass es in der Liga schlussendlich

nur zum 3. Podiumsplatz gereicht hat“, erklärt Johann Kohlhoff (22),

Taktiker der NRV-Crew, die zuletzt in Glücksburg an den Start gegangen

war. „Ich kann nicht gut verlieren“, gibt er unumwunden zu, was ja

keine ausschließlich bayerische Eigenschaft ist, und der 6. Platz bei

den Wettfahrten war für ihn das schlechteste Saisonresultat. Bei den

Renntagen auf dem Starnberger See (7.), in Travemünde (8.) und in

Berlin (12.) waren nämlich Teamkollegen in charge, 15 Segler umfasst

der Bundesliga-Kader des NRV. „Aber wir haben die Liga spannend

gemacht“, stellt Sven Jürgensen fest, er ist beim NRV u.a. im Marketing

unter Segeln. Deutscher Meister wurde nämlich der befreundete Berliner

Verein Seglerhaus am Wannsee, Silber ging an den Wassersport-Verein

Hemelingen aus Bremen. „Wir werden uns in zwei Wochen hinsetzen

und detailliert analysieren, woran es in der ganzen Saison gelegen

hat.“ Extreme Leistungsschwankungen waren für die Segler von der

Außenalster charakteristisch in diesem Jahr, in Konstanz wurden sie

nämlich 1., in Kiel 2. – Kontinuität sieht anders aus. Mutmaßlich zu

wenig gemeinsame Trainingseinheiten, nur ein Trainingscamp hatten

sich die Amateursportler, die alle auch beruflich bzw. ausbildungstechnisch

schwer unterwegs sind, gegönnt. Johann zum Beispiel segelte

das erste halbe Jahr in einer französischen Crew und stieß erst im

Saisonverlauf zum NRV-Kader. Die Analyse demnächst wird weitere

Aufschlüsse bringen. Tobias Schadewaldt, Skipper auch beim Event in

Glücksburg, ist gerade, was das anbelangt, sehr konsequent. Da die

Crew keinen Trainer hat – warum eigentlich nicht? –, wird sie sich selbst

zusammen mit Liga-Team-Manager Klaus Lahme einen Kopf machen,

denn nach der Saison ist vor der Saison. „Und im nächsten Jahr wollen

wir wieder gewinnen, das ist klar“, kündigt Johann an. Nun ist, so viel

zu Ansprüchen und Bayern München, die Saison grundsätzlich ja nicht

wirklich schlecht verlaufen.

Im Champions League-Finale

wurden die Hamburger in

St. Moritz nämlich 2., und

natürlich, so im Sinne von

Ball flachhalten, ist ein dritter

Platz in der Bundesliga auch

nicht wirklich shitty. „Dazu kommt, dass die Gegner-Crews wahnsinnig

aufgeholt haben, das sportliche Niveau der Liga hat insgesamt deutlich

angezogen“, führt Sven weiter aus.

Zum Glück gab es nach dem Liga-Finale am gleichen Wochenende

auch noch das Pokalfinale zu bestreiten. Und à la Hinfallen, Aufstehen,

Weitermachen, hat sich die NRV-Crew mit Johann Kohlhoff, Tobi Schadewaldt

und mit Florian Thoelen und Niklas von Meyerinck waren zwei

Teammitglieder neu dazu gekommen, offensichtlich über Nacht neu

erfunden. „Ich war richtig schlecht drauf, nach der Liga am Samstagabend,

aber wir haben uns komplett ge-re-settet“, grinst Johann, denn

im Pokalfinale rockten die vier wie ausgewechselt die beste Rennserie

ever auf die Flensburger Förde: „Ein 2. Platz, sonst gab es nur Siege",

und damit gewannen die Hamburger eindrucksvoll den dicken fetten

Ligapokal. Wahrscheinlich auch ’ne gefühlte Trotzreaktion, aber sie ließ

den „nur“ 3. vom Vortag hoffentlich halbwegs vergessen. Der NRV freut

sich so oder so, wir natürlich auch. Gratulation, Männer.

Unsere Glückwünsche gehen auch an die Crew vom Blankeneser

Segel-Club, die den Aufstieg in die 1. Liga feiern kann. Well done. Die

Crew vom Hamburger Segel-Club war leider haarscharf am Aufstieg

vorbeigesegelt, aber Glückwunsch zum 5. Platz in der 2. Liga. Die

Segler von der SV Altona-Oevelgönne waren zwar am Samstag aus

der 2. Liga abgestiegen, konnten sich dann aber über eine guten Platz

im Pokalfinale gleich wieder in die 2. Liga zurücksegeln. Verrückte

Sache, die. Dort treffen sie dann unter anderem auf die Segler vom

Mühlenberger Segel-Club, denn die haben den Klassenerhalt 1. Liga

dooferweise nicht mehr geschafft.

@All: Kopf hoch/Daumen hoch. It depends.

18

Oben die Pokalsieger-Crew, wie unschwer zu erkennen (v.l.n.r.: Klaas Höpcke, Tobias Schadewaldt,

Malte Päsler und Johann Kohlhoff). Bilder unten: Die Crew, die mit Malte Päsler, Johann Kohlhoff, Klaas Höpcke,

Tobias Schadewaldt noch den 3. Podestplatz der Dt. Segel-Bundesliga ersegeln konnte.


© Fotos: Dieter Lange

Handball

© Foto:Daniela Ponath Fotografie

Links: BSV-Manager Peter Prior, rechts: 30 Trikots aus 30 Jahren 1. Liga: Spielerinnen aus 2. Frauen, A-und B-Jugend tragen die Trikots

angefangen oben links (89/90) bis ganz unten rechts (2018/19).

© Foto:Daniela Ponath Fotografie

„Wir freuen uns immer

20

über Nachwuchs.“

Lone Fischer (oben), aktuelle Goalgetterin beim Buxtehuder SV, wirft bei den nächsten Spielen wahrscheinlich ihr 1.000. Bundesliga-Tor.

Linkes Bild: Torschützin Maike Schirmer.

Rechts (v.l.n.r.): Die langjährige Rechtsaußen Maxi Hayn mit Sohn Oskar, Torhüterin Julia Gronemann,

kurz bevor sie Tochter Mieke Neri zur Welt brachte. Torhüterin Antje Peveling, und Jessica Oldenburg, beide ebenfalls schwanger.

© Foto: Buxtehuder SV

Sprechen wir in Hamburg über Frauenhandball, kommen wir natürlich an

Buxtehude gar nicht vorbei, wollen wir auch gar nicht. Buxte ist nicht Hamburg,

wissen wir, aber irgendwie ja doch. Einmal lang hinfallen

Und im Hamburger Handball-Verband ist der Buxtehuder SV auch – seit über 70

Jahren. Zuletzt, abgesehen von den ersten drei Siegen und den ersten beiden

Niederlagen der Saison, las man über schwangere und verletzte Leistungsträgerinnen

und Torfrauen. Also hakten wir mal bei Peter Prior nach, der weiß am

besten Bescheid, er ist nämlich der Sich-um-fast-alles-Kümmerer-und-alles-Wisser

auf der anderen Elbseite und dann noch ein Stück weiter.

Ein Saisonziel haben sie nicht mal formuliert, berichtet er, „aber Platz 5 bis 8 ist

realistisch“. Baut er vor, fragten wir uns und ihn, darauf er aber entspannt: „Wir sind

durchaus in einer Umbruchphase. Wir bauen gerade sportlich neu auf und können

sicher in zwei, drei Jahren wieder weiter nach vorn schielen“, erklärt er, „obwohl

wir so schnell kaum wieder Vize-Meister werden, wie bereits vier Mal geschehen.

Da sind die Gegner aus dem Süden (Bietigheim) mit zu viel mehr Kohle am Start.“

Er erklärt weiter: „Wir sind seit 31 Jahren erfolgreich in der Bundesliga, das muss

uns erst mal jemand nachmachen.“ Immerhin war Buxtehude vier Mal deutscher

Vizemeister, zwei Mal Pokalsieger, das kann sich mehr als sehen lassen. Aber die

Zeiten haben sich auch bei den Damen extrem geändert. Geld regiert die Welt. „Im

Grunde sind wir aktuell darauf eingestellt, ein sehr ambitionierter Ausbildungsverein

zu sein“, erklärt er. „Kein Verein in Deutschland war in den letzten Jahren in der

weiblichen Jugend, beim Nachwuchs, so erfolgreich wie wir.“ 4(!!) Meisterschaften

in der weiblichen A- und B-Jugend, „wir haben allein aus Hamburg, aus dem Norden,

sogar aus ganz Deutschland tollen Zulauf bei jugendlichen Nachwuchstalenten“, führt

er aus. Da muss dann ja wohl was dran sein, am Unterbau, am Ausbildungsniveau.

„Wir kümmern uns sehr nachhaltig, pflegen Kooperationen – vor allen Dingen mit

Buchholz/Rosengarten, arbeiten mit Doppelspielrechten, bringen uns in das neue

Leistungszentrum am Olympiastützpunkt mit ein, einzelne Spielerinnen gehen ja

auch an die Eliteschule des Sports am Alten Teichweg. Und wir sehen zu, dass

wir hier sogar Unterkünfte, Handball-WGs für unsere jungen Spielerinnen, aber

auch für den Liga-Kader ermöglichen. Ich träume ja von einem Wohnheim für

unsere Mädels, das macht pädagogisch, aber auch logistisch superviel Sinn.“ Er

fügt hinzu: „Eine Partnerschule des Leistungssports wäre für uns ebenfalls ein

tolles Signal, das würde Trainingseinheiten auch mal vor der Schule ermöglichen.“

Na ja, und dann hofft er auf eine neue Halle, die die Stadt Buxtehude avisiert hat.

„Die aktuelle Halle ist extrem sanierungsbedürftig“, erklärt er. Dazu kommt, dass

auch die Handball-Bundesliga-Vereinigung Frauen (HBF) inzwischen höhere

Anforderungen an die Spielstätten stellt. Tribünen, Fassungsvermögen, mediale

Nutzbarkeit sind dann ja aber auch Voraussetzungen, mittel- bis langfristig mehr

Geld einzuspielen. „Das scheint ziemlich safe“, grinst Peter Prior optimistisch.

Also, viele Weichen, die er noch stellen möchte, bis er sich dann mal um einen,

seinen Nachfolger kümmert. Sein Ehrgeiz und seine Leidenschaft fordern ihn

aber heraus, von den obigen Punkten noch so einige abzuarbeiten. Aktuell sind

die 18 Buxtehuder Frauen Tabellensechster. Die Verletzung von Top-Torfrau Lea

Rühter und die Schwangerschaft der langjährigen Stammtorhüterin Antje Peveling

führten dazu, dass Nachwuchstorfrau Katharina Filter, auch sie ist eine ehemalige

Jugendnationalspielerin, ran muss. „Und sie macht ihre Sache sehr, sehr gut“, freut

sich Peter Prior. Ebenfalls schwanger und sehr glücklich, aber leider raus für die

Saison: Rückraumspielern Jessica Oldenburg. Peter ist entspannt, er grinst: „Wir

freuen uns über jeden Nachwuchs.“ Dumm nur, dass die zweite Halblinke Annika

Lott nach Schulter-OP ebenfalls länger ausfällt,

ebenso wie Nachwuchshoffnung Liv Süchting

mit Kreuzbandriss.

Und auch wenn sich die grundsätzliche Euphorie

in Buxtehude nicht immer auf höchstem Niveau halten lässt, ist die

Unterstützung im Ort ungebremst und groß. Im EHF-Pokal sind sie leider

gerade gegen den russischen Vertreter Astrakhanochka rausgeflogen.

Nun ist es das „nicht ausgesprochene Saisonziel", Platz 5 bis 8 zu erreichen.

Ein wenig liebäugelt man in Buxtehude, Ansprüche hin oder her,

mit dem Pokalwettbewerb. Denn auch bei den Handballfrauen schreibt

der Pokal seine eigenen Gesetze, und das hat in der Vergangenheit ja

auch schon zweimal geklappt. Das Final Four könnte drin sein, und

dann mal schauen. Das nächste Pokalspiel ist am 02.11. zu Hause

gegen Metzingen. Die nächsten Liga-Spiele gibt es am 10.11. gegen

Neckarsulm und am 16.11. gegen Dortmund, „die sind dieses Jahr

sehr stark“, so Peter Prior. „Und in zwei, drei Jahren sind wir wieder so

richtig auf zack und greifen auch in der Liga wieder vorn an“, ist seine

Idee. Er wird es wissen.

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© Foto: Bäderland

Winterspaß

Eiszeit.

In der Volksbank Arena ist in den Wintermonaten das öffentliche

Eislaufen am Wochenende von 14:30 bis 17:00 Uhr angesagt (alle

Infos unter www.volksbank-arena.net).

Etwas weiter draußen, deswegen sprechen sie selbst auch wohl von

der Eislauf-Polarstation in Hamburg, mit den Öffis trotzdem richtig

gut zu erreichen, ist das Eisland Farmsen (Berner Heerweg 152,

U1 bis Farmsen, dann Bus 171 Richtung Dehnhaide, Haltestelle

Eissporthalle, von der U-Bahn geht es aber auch locker zu Fuß).

In Farmsen läuft die Saison schon seit Anfang Oktober. Montags ist zu,

die öffentlichen Eiszeiten sind: Dienstag 12–15:30 Uhr, Mittwoch bis

Freitag 12–16 Uhr, Samstag 12–17:30 Uhr und Sonntag 11–14:30

Uhr. Mit Glück flitzen vor und nach Euren Eiszeiten auch die Crocodiles

da rum, die trainieren nämlich stramm und regelmäßig an Ort und

Stelle. Alles Infos unter: www.baederland.de/bad/eisland.

Und by the way: Samstags ist immer Polarlicht-Disco, sogar mit

DJ, 20–22 Uhr. Und das mit dem Polarlicht ist Programm, coole

Atmo, und Snacks und heiße (okay, auch kalte) Getränke gibt es

auch. Wir lieben ja Wortspiele, in diesem Sinne: Lasst es also auf

dem Eis richtig krachen – aber bitte nicht wehtun.

© Foto: Bezirksamt Eimsbüttel/Bartsch

Polarlicht-Eisdisco in Farmsen.

Die Eisbahn Stellingen ist überdacht, hier könnt Ihr wind- und wettergeschützt Eure Runden drehen.

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Eislaufen

ganzeFamilie!

für die

Anfahrt – ganz einfach: mit der Linie U2 und den Bus-Linien

22, 39, 181 bis „Hagenbeck“. Von dort keine 10 Minuten.

Saisonstart für die Winterfreuden der

Hamburger Eislauffans. Was ist das für

ein Spaß! Eislaufen ist einfach herrlich –

ehrlich. Für Kids, für alle.

Für die Großen immer verbunden mit klasse Kindheitserinnerungen,

die dann hier und da mal hochploppen: Kalte Ohren waren immer

ein Thema, Mütze meist vergessen oder uncool, die Schlittschuhe

waren entweder zu klein oder zu groß, man wusste nicht, ob man

das durch zu festes oder zu loses Schnüren ausgleichen müsste, egal,

die Freude siegte immer. Wie gut, dass wir für ´ne Stadt im Norden

durchaus ein breites Angebot zum Eislaufen haben. Der eine oder

andere Weihnachtsmarkt bietet Eisfläche mit Punschgeruch bzw.

viele Würstchen und Krustenbraten im Brötchen, mit Eislauf fürs

Alibi. Stadtmittigst in Planten und Blomen kannst Du laufen, aber

gerade die schönen Eisbahnen im Volkspark, die Volksbank Arena, die

Eisbahn Stellingen und das Eisland Farmsen bieten volles Programm

inklusive Schlittschuhverleih, dafür ein wenig weniger vom Punsch.

Hier gibt es dafür Eislaufen bis zum Abwinken.

Die Kunsteisbahn Stellingen erreicht Ihr mit der U2 oder den

Bussen 22, 39, 181, und 281, Haltestelle Hagenbecks Tierpark.

Öffentliche Laufzeiten sind Dienstag bis Sonntag 10–12 Uhr, dazu

Dienstag und Mittwoch 14–16 Uhr, Freitag 15–17 Uhr, Samstag/

Sonntag 15:30–17:30 Uhr. Auch eine Abendlaufzeit gibt es:

Mittwoch 17:30–19:30 Uhr (Preise, Öffnungszeiten über die Feiertage,

alle weiteren Infos: www.eisbahn-stellingen.de). Und

Achtung: Am 14.12. (15:30–17:30 Uhr) kommt der Weihnachtsmann

nach Stellingen!

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KOMM

IN DIE

KUFEN!

GEÖFFNET:

DI, 12–15.30 UHR

MI–FR, 12–16 UHR

SA, 12–17.30 UHR

SO, 11–14.30 UHR

EISDISCO

SA, 20–22 UHR

Kunsteisbahn Stellingen • Hagenbeckstraße 124 • 22527 Hamburg

FARMSEN > BERNER HEERWEG 152

040 / 18 88 90

BAEDERLAND.DE


Active City

APPsolut

mitmachen!

© Großes Foto: unsplash.com – Markus Spiske, kleine Fotos: Active City

So ist es im Sport, es geht immer weiter, nach vorn. Seit einem

Monat ist die Active City-App am Start und Mitmachen ist Programm.

Das smarte Angebot der Stadt wird immer weiter ausgebaut

und Ihr könnt daran teilhaben, alle Chancen nutzen, die Euch

die Tools der Active City-App bieten.

Zum einen kannst Du die ganze Stadt in Wallung bringen, denn wenn

Du um die Alster joggst, an der Elbe spazieren gehst oder Deine

Wasserkisten in den 3. Stock trägst, treibst Du den Pulsschlag der

Stadt in die Höhe. Jede Aktivität kannst Du in der Active City-App

erfassen und in den Active City-Puls umrechnen lassen. Auf der

Karte siehst Du, wie sich der Puls verändert – Dein eigener, der

Deines Stadtteils und der aller Hamburger*innen. Tracke gern auch

Deine Ergebnisse der letzten Wochen, nur so zur Selbstkontrolle.

Die Verknüpfung mit Apple Health und Google Fit ermöglicht es

Dir nämlich, Deine Trainingsdaten und Schritte automatisch in die

App zu überführen. (Wenn Du bereits angemeldet bist und Dich

noch nicht verbunden hast, kannst Du über die Einstellungen den

Schalter aktivieren und Dich verknüpfen.)

Du kannst so zukünftig nicht nur Deine, sondern auch die Ergebnisse

der ganzen Stadt einsehen und schauen, in welchem Maße Deine

Alsterrunde den Puls der Stadt in Schwung bringt. Auf der Karte

kannst Du dann nämlich ablesen, wie sich der Puls der Stadt und

der einzelnen Stadtteile verändert. Das motiviert und schweißt

zusammen. Zusammen ist sowieso ein gutes

Stichwort. Mit den Funktionen, die nach und nach

an den Start gehen, könnt Ihr Kontakte suchen

und finden. Für den Sport, beim Sport, zum Sport.

Finde ab sofort Vereine für die klassischen, aber

auch die abenteuerlichsten Sportarten, in Deiner

Nähe oder in unserer Stadt, wenn es denn was ganz Exotisches

sein soll. Finde Trainingspartner*innen für Hyrox, für Fitness

oder zum Dartspielen. Vernetze Dich, schließe Dich anderen

Trainingsgruppen an, wenn Du unter Umständen allein nicht so

recht in Schwung kommst und Dir auch Gemeinschaft beim Sport

wichtig ist. Zusammen besiegt man unter Umständen den einen

oder anderen Schweinehund mehr. Ihr könnt Euch dabei auch

in Challenges gegenseitig battlen. Und wenn Du eine treibende

Kraft bist, erstelle Deine eigenen Sportangebote und hau sie raus,

dann können sich nämlich andere Dir anschließen. Aber natürlich

ist Zuschauen auch mal schön. Du selbst, alle Veranstalter und

Vereine haben natürlich die Möglichkeit, Heimspiele und Events

in der App zu platzieren, Du musst nur Deinen Terminplan koordinieren

und dann hingehen, um mitzufeiern, anzufeuern, Spaß

zu haben. Dabei sein ist alles. Sowieso. Also: App downloaden

und ein Teil von Hamburg Active City werden.

Unterstützt von Hamburg Active City

© Foto: Helge Schwarzer

Aktivitäten und Sportangebote finden, zum Zuschauen oder Mitmachen – der stufenweise

Ausbau der Active City-App involviert immer mehr Hamburger*innen.

24


Die sporting-Tipps, präsentiert

von LOTTO Hamburg:

01.11. EISHOCKEY-OBERLIGA: CROCODILES

Die Heimspiele der Crocodiles: 01.11. (20 Uhr) gegen Hannover Indians, 17.11. (16 Uhr) gegen

Hannover Scorpions, 24.11. (16 Uhr) gegen Rostock Piranhas.

Eisland Farmsen, Berner Heerweg 152, 22159 Hamburg

02.11. 2. FUSSBALL-BUNDESLIGA: FC ST. PAULI

Die Kiezkicker empfangen am 02.11. (13 Uhr) den Karlsruher FC, am 08.11. (18:30 Uhr) den

VfL Bochum und am 30.11. (13 Uhr) Hannover 96.

Millerntor-Stadion, Harald-Stender-Platz 1, 20359 Hamburg

02.11. HANDBALL: BUXTEHUDER SV

Die Buxtehuder Handballfrauen spielen am 02.11. (16 Uhr) gegen Metzingen, am 10.11. (15 Uhr)

gegen Neckarsulm, am 16.11. (16 Uhr) gegen Dortmund. Mehr zum Buxtehuder SV im Heft!

Halle Nord, Hansestraße 15, 21614 Buxtehude

02.11. ROCK’N ROLL: HH-MEISTERSCHAFTEN

Todesstürze und Schock-Salti: Bei den Hamburger Meisterschaften im Rock’n’Roll reißen Musik und

Akrobatik alle mit (ab 11 Uhr).

Halle Stadtteilschule Walddörfer, Ahrensburger Weg 30, 2235 HH

05.–17.11. SCHACH: WORLD CHESS GRAND PRIX

Hamburg wird zur Schach-Hauptstadt: 16 internationale Top-Spieler spielen um zwei Plätze im

WM-Kandidatenturnier.

Theater Kehrwieder, Kehrwieder 6, 20457 Hamburg

08.–10.11. CURLING: HAFEN HAMBURG POKAL 2019

50 Jahre Curling Club Hamburg! Aus diesem Anlass kommen in diesem Jahr 32 Teams aus

8 Nationen nach Hamburg. Eintritt frei.

Curling Club Hamburg, Hagenbeckstraße 132a, 20149 Hamburg

11.–19.11. SCHACH: MEISTERSCHAFT

Offene Dt. Senioren Einzelmeisterschaft (65+), Spielmodus: 9 Runden Schweizer System, 40

Züge in 90 Min., nach der ersten Zeitkontrolle zusätzlich 30 Min. für den Rest der Partie + 30 Sek.

pro Zug von Zug 1 an. Alles klar?

Schützenhaus Sinstorf, Beckedorfer Str. 1, 21077 Hamburg

12.11. SENIORENTANZ: TROST- UND GEDENKTÄNZE

Trost- und Gedenk-Kreistänze aus dem Folklore-, Klassik- und Liederrepertoire zur

Stärkung der Balance und Lebensfreude (19–21 Uhr).

Ev. Familienbildung Eppendorf, Loogeplatz 14–16, 20249 Hamburg

14.11. HIPHOP DAY #3

10 Acts und 55 Künstler*innen zeigen in den Sparten Rap, Gesang, Beatbox, Newstyle und

B-Boying, was sie können. 16:30 Uhr, Eintritt frei.

Kultur Palast Hamburg, Öjendorfer Weg 30a, 22119 Hamburg

16.11. BASKETBALL-BUNDESLIGA: TOWERS

Die Hamburg Towers spielen gegen BG Göttingen, am 30.11. gegen medi bayreuth

(jeweils 20:30 Uhr).

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10, 21109 Hamburg

17.11. RBBL: BG BASKETS

Das Hamburger Rollstuhlbasketball-Bundesligateam empfängt die BSC Rollers Zwickau (15 Uhr).

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10, 21109 Hamburg

24.11. BUNT 2019

BundesNetzwerkTagung der queeren Sportvereine Deutschlands (BuNT): Gemeinsam Segel

setzen für mehr sexuelle und geschlechtliche Vielfalt im Sport!

HH-Rothenbaum / Uni HH, siehe: www.startschuss.org/bunt2019

23.11. FUSSBALL 2. BL: HSV

Am 23.11. kommt Dynamo Dresden ins Volksparkstadion, Anpfiff: 13 Uhr.

Volksparkstadion, Sylvesterallee 7, 22525 Hamburg

09.11. BOXEN: UNIVERSUM PIONEERS

10 Kämpfe von Schwergewicht bis Superleichtgewicht, u.a. Lokalmatador und Olympia-Bronzegewinner

Artem Harutyunyan vs. Islam Dumanov aus Russland.

Kuppel Hamburg, Luruper Chaussee 30, 22761 Hamburg

23.11. HYROX

8 × 1 km Running + 8 Workouts: Die Fitness-Challenge kombiniert Ausdauersport mit funktionellem

Kraft- und hochintensivem Intervalltraining (7–18 Uhr).

Hamburg Messe (Hallen B1–B7), Messeplatz 1, 20357 HH

09.11. TANZEN: DM FORMATIONEN

Deutsche Meisterschaft der Formationen Standard & Latein.

Sporthalle Hamburg, Krochmannstr. 55, 22297 Hamburg

09.11. KICKBOXEN: GET IN THE RING

Profi-Kickboxen K1-Rules. Mit dabei: der frisch gebackener ISKA Europachampion Florian Kröger

aus HH (Einlass ab 18:30 Uhr).

edel-optics.de Arena, Kurt-Emmerich-Platz 10, 21109 Hamburg

24.11. LET’S DANCE

Das TV-Format on tour, mit dabei die Juroren Motsi Mabuse, Jorge González und Joachim

Llambi, Moderator ist Daniel Hartwich.

Barclaycard Arena, Sylvesterallee 10, 22525 Hamburg

24.11. 2. BL: HANDBALL SPORT VEREIN HAMBURG

Der Handball Sport Verein Hamburg empfängt um 17 Uhr die DJK Rimpar Wölfe.

Sporthalle Hamburg, Krochmannstr. 55, 22297 Hamburg

10.11. VTF: KINDERTURN-SONNTAG

In ca. 40 Turnvereinen „um die Ecke“ können sich alle Kinder (1–7 Jahre) und ihre Eltern über die

Bewegungsangebote informieren (10–13 Uhr). Siehe Oktoberheft und unter:

www.vtf-hamburg.de/veranstaltungen-qualifizierungen/kinderturn-sonntag

29.11. WRESTLING: WXW

Wrestling hautnah: Beim WxW gibt’s kein Absperrgitter zum Ring nach der Show gibt’s Autogramme,

Gespräche und Fotos mit den Wrestlern (20–23 Uhr).

Markthalle Hamburg, Klosterwall 11, 20095 Hamburg

10.11. BRAMFELDER WINTERLAUFSERIE

Auftakt der Bramfelder Winterlaufserie, die traditionelle Runde führt um den Bramfelder See und

entlang der angrenzenden Kleingärten.

Start/Ziel: Schule am See, Gropiusring 43, 22309 Hamburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.

© Foto: HASPA Marathon Hamburg

© Foto: Dieter Lange

27


Fußball

sich aus, hört zu, lernt. Man weiß ja auch

nie, was die Zukunft mal bringen mag. Im

Augenblick aber, jetzt und heute, „bin ich

hier genau richtig. Es macht schon Spaß,

sich mit den Großen zu messen.“

© Fotos: ETV/Niklas Heiden

Entwicklung.

Zusammenhalt.

Emotionen.

Dass Fußball immer früher beginnt, sich

auch um die Kleinsten zu reißen, merken

sie auch beim ETV. Schon in der F-Jugend

stehen die Scouts am Spielfeldrand. „Die

Vereine wollen die talentierten Spieler

sehr früh zu sich holen“, weiß Loïc. Das gilt

auch für den

HSV und den

Sprungbrett ETV: Dao Beleme spielt seit Juli in der U19 vom FC St. Pauli.

FC St. Pauli.

Zu denen hat der ETV aber echt ein gutes

Verhältnis. Hamburger unter sich, man Profis im Trainingslager. Andere haben sich Clubs wie Norderstedt

kommt klar, und die Scouts reden auch offen. „Bei den absoluten angeschlossen. Das ist normal – „es zeigt, dass unser Weg funktioniert.“

An den Mega-Talenten zu klammern macht keinen Sinn, die

Top-Talenten habe ich kein Problem damit, da sind wir die letzten,

die das verhindern“, sagt Loïc, „ich habe ein Problem damit, wenn hältst Du sowieso nicht. Wichtiger ist es, die anderen aus dem Team

Clubs wie Halle oder Magdeburg kommen. Da ist der sportliche zu binden. „Die meisten Spieler unserer Herrenmannschaft haben

Unterschied nicht so groß und die Kinder würden entwurzelt.“ wir selbst entwickelt, 90 Prozent kommen aus der eigenen Jugend“,

sagt Loïc. Das Team ist blutjung, spielt aber in der Landesliga oben

Einige ETV-Cracks haben in der Tat in den letzten Jahren den Sprung mit. Die Oberliga soll es mittelfristig schon sein. „Die Jungs haben

in den Profifußball geschafft. Svend Brodersen vom FC St. Pauli, Brian Bock auf den ETV, das ist hier wie eine große Familie.“ Das alles

Koglin spielt jetzt in Magdeburg, Pingdwinde Daouda Beleme aus klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Aber es funktioniert derzeit

der A-Jugend ist jetzt bei St. Paulis Nachwuchs, ebenso wie Serkan tatsächlich. Acht Herrenspieler geben ihr Wissen inzwischen als

Dursun, der über den Umweg Niendorf bei den Kiezkickern gelandet Honorartrainer an Jugendmannschaften weiter. All in the Family –

ist. Justin Njinmah spielt bei Holstein Kiel in der U23 und war mit den oder auch: Entwicklung. Zusammenhalt. Emotionen.

sind die drei Säulen, die für unsere Abteilung wichtig sind“, sagt Loïc

Favé. Wir sitzen mit dem 26-Jährigen beim ETV an der Bundesstraße.

Gleich hat er noch einen Termin, viel los bei ihm. Immer auf Achse. Ein

„Das

Kümmerer.

45 Teams haben sie allein im männlichen Jugendbereich, von 4 bis 19 Jahren. Das sind rund

1.100 Spieler, knapp 100 Trainer. All die muss Loïc organisieren. Der Jugendkoordinator und

A-Jugendtrainer ist fest angestellt, als einziger im Jugendbereich in Eimsbüttel. Alle anderen

arbeiten gegen Aufwandsentschädigung. Aber einer muss halt den Hut aufhaben.

Es ist erstaunlich, was sich da entwickelt hat,

seit der junge Mann den Laden schmeißt. Vor

zwei Jahren hatte Loïc die B-Junioren des

Jahrganges 2000 als Trainer bereits in die

Bundesliga geführt. Sensationell. In diesem

Sommer scheiterten sie als A-Junioren so

was von knapp und unglücklich am erneuten

Aufstieg. Die B-Junioren verpassten gleichzeitig

den Sprung in die Eliteklasse deutlicher.

Aber dass beide Teams überhaupt die Chance

haben, im Konzert der ganz Großen mitzumischen,

ist irre und stellt eigentlich alles auf

den Kopf, was man so im Leistungsfußball für

gültig hält. „Wir messen uns hier schließlich

mit den Nachwuchsabteilungen von Proficlubs“,

sagt Loïc durchaus mit Stolz.

Entwicklung. Zusammenhalt. Emotionen. Da

ist schon was dran, offenbar. „Wir haben es

geschafft, eine Identität ganzheitlich in der

Abteilung aufzubauen“, sagt Loïc, „alle stehen

dahinter. Insbesondere auch die Trainer,

die unsere Werte vermitteln.“ Von denen

erwartet er, neben einer Top-Ausbildung,

dass sie die Kids umfangreich begleiten

und in den Trainingseinheiten den Fokus

auf Entwicklung legen. Scheint zu laufen.

Loïc kickte selbst für den ETV, hat sich mit

18 überreden lassen, eine Mannschaft zu

trainieren, als Hobby. Dann wurde mehr

daraus, ein Trainertalent wurde sichtbar.

Er machte die nötigen Scheine und bildete

sich selbst fort.

Vor fünf Jahren fing er

schließlich an, die gesamte

Jugendarbeit im

Verein umzukrempeln.

Gleichzeitig absolvierte

er sein Studium zum

Sportmanager, das er

im März mit dem

Master abschloss.

Ein Glücksfall für den ETV offenbar, der aber

auch den Mut hatte, den Youngster mal machen

zu lassen. Dass da einiges richtig läuft

bei dem Amateurverein aus Eimsbüttel, ist

auch den „Großen“ nicht verborgen geblieben.

Sie kennen Favé, er spricht mit ihnen, tauscht

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Leidenschaftlich: Emotionen können sie gut bei den ETV-Fußballern (oben: Trainer und Jugendkoordinator Loïc Favé, unten: U19-Spieler).


© Foto Hintergrund: privat

Und es gibt richtig was zu gewinnen:

Die besten drei eingesandten Fotos werden von einer Jury, bestehend

aus der sehr bekannten Hamburger Sportfotografin Valeria

Witters und den beteiligten Partnern, am Ende des Jahres prämiert

und dann in einer unserer Ausgaben ab Februar 2020 veröffentlicht.

Die Weltfirma Panasonic/Lumix stellt – herzlichen Dank – für die

drei Bestplatzierten außerdem jeweils eine großartige Lumix G9L,

Lumix GX800 und Lumix FT7 zur Verfügung.

JETZT

MIT-

MACHEN!

WO IST DEIN

PIC?!

HAMBURG ACTIVE CITY-

FOTOWETTBEWERB

So begeistert unsere Partner und wir über die wunderbare Resonanz unseres letztjährigen Hamburg Active City-Fotowettbewerbs

waren, so motiviert sind wir, diesen gleich zu wiederholen. Die Anzahl der eingesandten Fotos war große Klasse,

die Güte fanden wir richtig supergut – das Siegerfoto seht Ihr rechts.

Wir starten also durch und setzen sogar noch einen drauf, wir fangen nämlich dieses Jahr einfach deutlich früher an. Sofort.

Gemeinsam mit der Behörde für Inneres und Sport und mit Panasonic/Lumix (sie spendieren wieder tolle Preise für die

Erstplatzierten) freuen wir uns über Eure Schüsse zum dies jährigen Thema:

Sportvielfalt – typisch Hamburg.

Zeigt uns mittels Eurer Fotos, was Sport im weitesten Sinne so alles bewegen kann – im Großen, aber auch im ganz Kleinen:

physisch oder mental, Sieger oder Besiegte, beim Zuschauen oder Mitmachen, Eure Oma oder Eure kleine Nichte, Euch selbst

oder nur Eure Oberarme, beim Kicken-Baggern-Golfen-Segeln-Schlagen-Boxen-Ringen-Fechten-Tanzen-Werfen-Schmettern-

Joggen-Ziehen-Radfahren-Wandern-Jumpen-und-Pumpen-undsoweiter… in der Halle, im Grünen, im Boot, an oder auf der

ElbeAlsterBilleOste, auf dem FeldPlatzYardGrünSeeRathausmarkt, …

Denn wichtig ist: TYPISCH HAMBURG. Seid kreativ, seid mutig und habt vor allen Dingen Spaß.

Mailt Euer Foto mit dem Betreff „Active City“ an: info@sporting-magazin.de

Laufzeit des Wettbewerbs: ab sofort bis 31. Dezember 2019

Teilnahmebedingungen:

Ihr müsst mindestens 18 sein. Mitarbeiter der beteiligten Partner sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Jeder Teilnehmer, jede Teilnehmerin (bitte keine Profi-Fotografen)

darf uns je Monat max. ein Foto schicken. Eure eingesandten Fotos sind bitte möglichst hochauflösend. Bitte verseht Eure Mails jeweils mit Eurer Postanschrift und bestätigt

uns in dieser Mail, dass genau Ihr dieses Foto gemacht habt. Alle eingesandten Fotos gehen nutzungsrechtlich auf uns über und dürfen im Zusammenhang mit dieser Aktion

auch von unseren Partnern genutzt werden. In jedem Fall werden wir uns natürlich dazu mit Euch in Verbindung setzen. Das versteht sich.

Motiv: Gewinnerfoto 2018


Bäderland

© Fotos: privat

Sie hat erst mit 60 das Kraulen gelernt, wenige Jahre später schon die ersten Wettbewerbe gewonnen.

© Foto: RTL

© Fotos: sporting hamburg

Lotti

schwimmt!

Auf der Suche nach interessanten Sport-Persönlichkeiten stolperten wir über Lotti

Müller. Sie ist Stammschwimmerin bei unseren Freunden von Bäderland, die dann

einen Kontakt herstellten. Wir wollten Lotti kennenlernen, und auch Lotti hatte großes

Interesse, das soweit ging, dass sie uns zum Mittagessen in ihre Küche in Borgfelde

einlud. Es gab – by the way – köstliche Linsensuppe.

Lotti ist der Knaller. Sie ist 86 und sie schwimmt, schwimmt, schwimmt.

Sie ist eine echte Hamburgerin, geboren 1933 Nähe Fischmarkt, und

ein echter Beweis, in welchem Maße Schwimmen im Allgemeinen und

im Speziellen einfach gut ist – für die Gesundheit, zur Reha, und für das

allgemeine Wohlbefinden sowieso. Familiär bedingt machte leider ein

ätzendes Venenleiden auch vor Lotti, da war sie knapp 60, nicht halt.

Die Ärzte hatten keine Idee mehr, es blieb nur noch die Alternative

Rollstuhl – oder Schwimmen. Sicher musste sie damals nicht lange

abwägen, sie entschied sich, unterstützt von ihrem Mann („ein toller

Typ“) gegen den Rollstuhl. „Das ziehen wir durch“, befanden beide. Also

begann Lotti zu schwimmen und hörte gefühlt gar nicht wieder auf. Sie

schloss sich Vereinen an, Seniorenschwimmen, aber irgendwie passte

das nicht. Lotti wollte und musste mehr, „auf Leistung“ schwimmen.

„25 Meter schwimmen und dann am Beckenrand schnacken, das war

nicht meins.“ Sie fühlte sich als Störenfried, weil sie schwimmen wollte,

viel und auf die Dauer – man achte auf das Wortspiel – lang. Schwimmen,

zunächst notgedrungen, wurde zu ihrer Passion. Der Gatte, der

auch ihr Trainer war, unterstützte sie, wo er konnte, nur in den ersten

Vereinen konnte wohl niemand mit ihr so recht was anfangen. „Ich

musste lernen. Für die Rollwende war ich zu alt", sagt sie, aber auch

die Kipp-Wende wollte geübt sein. Und wenn sie als junges Mädchen

und auch später immer nur Brust geschwommen war, wollte sie dann

mit 60 das Kraulen erlernen. Das dauerte so zwei, drei Jahre. Sie war

Dauergast im Bäderland, die erste beim morgendlichen Schwimmen

im Freibad, ansonsten war das Schwimmbad Billstedt ihre Hood, bis sie

dann ihre ersten Ausflüge ins Freiwasser unternahm. Die Presse nannte

sie damals „die Elbschwimmerin“. 5km-Strecken, kein Problem, auch

die ersten Erfolge stellten sich ein. Gesundheitlich – und auch im Wasser.

Die Venen waren dann längst

kein Thema mehr, Schwimmen

blieb.

Lotti arbeitete an sich und

arbeitete, trainierte, wenn

die Spitzenschwimmer am

Olympiastützpunkt Pause

machten, sogar am Dulsberg. Und dann ging es Ende des Jahrtausends

auf die ersten Wettkämpfe. Sie war Rekordhalterin über 1.500 Meter

in ihrer Altersklasse, WM-Dritte und vielfache Deutsche Altersklassenmeisterin

über 5.000 Meter. „Ich bin mehr Ausdauer“, sagt sie „gar

kein Sprinttyp.“ Also, gewinnen findet sie auch gut. Oft flog sie zum

Training mit ihrem Gatten („Ryanair, 25 Euro“) nach Schottland, Wales,

schwamm zur Isle of Man, in den Docklands von Liverpool, und sie

besuchte viele, sehr populäre Freiwasser-Schwimmevents, auf Malta

und eben in Großbritannien. 7km im Mündungsgebiet des Tay-Rivers

in Schottland. „Die Strecke war nicht das Problem“, (schluck!), „der

Tidenhub hat mir zu schaffen gemacht.“ Die Strömung nahm keine

Rücksicht auf Lotti Müller aus Hamburg. Aber: She did it. Gegen die

krönende Ärmelkanalüberquerung 2007 in der Staffel, mit der enormen

Streckenlänge, dem Wind, der Strömung und den grausamen 13 Grad

Wassertemperatur, nehmen sich die 5km, die sie zuletzt auf der Este

im Alten Land geschwommen ist, ja fast harmlos aus. Über die Este war

sie eher durch Zufall gestolpert, und sie hat sich kurzum ihren eigenen

Event gemacht: „Wenn die Leute den Hintern nicht hochkriegen!?“, lacht

sie. Mittlerweile durchaus medienerfahren, hatte sie die Presse selber

angerufen und ans Ufer zitiert. Und Lotti kam dann angekrault. Nach

einer Stunde war das Thema durch. Vor einem guten Jahr hatte sie

dann eine deftige Schulter-OP, Prothese inklusive; nach sechs Wochen

zog sie bereits wieder ihre Bahnen, „beste Reha überhaupt“, sagt sie.

Inzwischen hat sie ihr Programm ein wenig runtergefahren, schwimmt

aber immer noch zwei, drei Mal die Woche in der Alsterschwimmhalle.

Einmal die Woche geht es nach Mölln ins Schwimmbad. Und sie fährt

regelmäßig mit dem FlixBus für ’ne Woche in den Harz und trainiert dort.

Die Kollegen von FlixBus kennt sie inzwischen gut, die sie offensichtlich

auch. Einigen bringt sie inzwischen nämlich das Kraulen bei.

unterstützt von: Bäderland Hamburg

32

Mit allen Wassern gewaschen bekommt hier eine ganz neue Bedeutung: Freiwasser-Schwimmerin Lotti Müller ist durchs

Mittelmeer, den Lago Maggiore und den Ärmelkanal gekrault, hat den Solent und den Tay bezwungen undundund…

Sprinten ist nicht ihr Ding – Lotti Müller in ihrem Element.


HT16

© Foto: sporting hamburg

unterstützt von: HT16

Ein beträchtlicher Bau am Sievekingdamm, zweckmäßig bis schick,

ist dann jetzt das Sportzentrum, Vereinsheim trifft es nun längst nicht

mehr. Und natürlich hat der Verein, der in Hamburg seit langem unter

anderem tolle Turner*innen, Schwimmer*innen, Judoka hervorbringt,

eine unglaubliche Geschichte zu erzählen. Uns reichen mal die letzten

Jahre, über die wir mit dem Geschäftsführer

Andreas Wolff schnacken,

denn die waren spannend

genug. 2009 war der Verein nämlich

pleite, kaum Kapital, sinkende Mitgliederzahlen,

„das Gebäude total

abgeranzt“, so Andreas, aus die

Maus. Die Banken wollten, so ist das

dann, Konzepte, und zwar laaaaangfristige,

für die Andreas, damals

Chef der Schwimmabteilung, in

den Ring stieg. Es ging ums bloße

Überleben: „personell, finanziell,

Doppelt

gefügt.

Die HT16 (Hamburger Turnerschaft von 1816) ist der älteste Sportverein der Welt. Und

nicht nur höflicherweise stellen wir fest: Das sieht man ihm nicht an. So gar nicht.

Der letzte Kran steht sozusagen noch vor der Tür, aber die HT16, der Stadtteilverein

vornehmlich für Hamm und Horn, hat sich für die nächsten Jahrzehnte im wahrsten

Wortsinne neu aufgestellt.

© Foto: HT16

Stolzer HT16-GF Andreas Wolff in der neuen Kletterhalle (links)

SportTalent 2019: HT16-Schwimmer Rafael Miroslaw.

strukturell, der Verein war

klinisch tot“, sagt er unumwunden.

Dennoch hatte die

HT16 eben einen Auftrag,

und gemeinsam mit diversen

Mitstreitern wurden alle

Register gezogen. Zeitgleich

mit ersten Plänen, was mit

dem Bau passieren könntemüsstesollte, wurde – zwischenzeitlich

gab es ein wenig Farbe an die Wände, so in Sachen Kosmetik – am

Ausbau von (Schul-)Kooperationen und dergleichen gearbeitet. Das

brachte auch neue Mitglieder, erweiterte den Kreis potentieller

Institutionen, die da helfen könnten, und ’ne gehörige Portion Image.

„Wir wollten natürlich sanieren“,

erklärt Andreas Wolff, und dann

ergaben sich aber Fügungen, die

nicht besser hätten sein können.

„Die Schule nebenan brauchte eine

neue Turnhalle“, erzählt er weiter,

womit das Ganze dann noch mehr

und nachhaltig Fahrt aufnahm. Und

auf das Gelände waren so rein

stadtteilentwicklungstechnisch

auch einige Investoren neugierig.

Ein Architekt ging ordentlich in Vorleistung

und plante die ultimative

und mit dem Hamburger

Lösung für alle Beteiligten: einen Neubau,

an vorsichtig anderer Stelle, ein direktes

Andocken einer neuen Turnhalle, die langfristig

auch dem Schulsport zur Verfügung

steht, eine integrierte Kita, ein Doyo für alle

Kampfkünste, große Sozialbereiche nebst

selbst betriebenem Café inklusive großer

Küche, in der für die Kita gleich mitgekocht

wird, ein wahnsinnig großer attraktiver Fitnessbereich

mit Dachterrasse, eine Sauna

mit Panorama-Blick, diverse Kursräume

für die klassischen Vereinsangebote von

Seniorenturnen bis Capoeira

sowie, tatääää:

eine Kletterhalle, die

ihresgleichen sucht.

Vielmehr drei Hallen sind es, bis zu 14 Meter

hoch, 1.000 m 2 Wand, 700 davon zum

Klettern (100 Routen), 300 zum Bouldern (40 Routen), plus Escape

Room – auch für Kindergeburtstage. Als über den im Stadtteil extrem

vernetzten Andreas Wolff auch noch zwei Kultureinrichtungen des

Stadtteils Interesse an einer Teilhabe bekundeten, Fügung Nummer

zwei oder „Arsch auf Eimer“ auf neudeutsch, nahm das Projekt

noch mehr Fahrt auf, der damalige Sportsenator Neumann war eine

treibende politische Kraft, und aus den Plänen wurden Taten: die

HT16 3.0, ein zukunftsorientierter Mix aus klassischem Sportverein

mit, so ehrlich muss man sein, Angeboten, die den wirtschaftliche

Ansprüchen eines Großvereins Rechnung tragen sollen bzw. müssen.

Kita, Fitness, natürlich auch die Kletterhalle, kommen einem privatwirtschaftlichen

Angebot gleich.

Wobei Andreas Wolff sehr deutlich

unterstreicht, dass er nur so

das klassische Vereinsangebot

auf dem hohen

Niveau bieten kann.

„Sonst fliegt einem der schönste

Verein um die Ohren“, erklärt er,

„wir sind und bleiben ein klassischer

Sportverein.“

Inzwischen gibt es deswegen natürlich eine Kletterabteilung, Kids

werden langsam an den Sport, der ja nun auch olympisch ist, herangeführt,

und die Beitragsstruktur führt nebenbei dazu, dass Fitness-

Mitglieder auch nicht selten z.B. die Tennisangebote wahrnehmen. So

geht’s. Nach wie vor ist die HT16 groß im (Leistungs-)Turnen, Judo und

Schwimmen unterwegs, Boxen und Tischtennis sind stark wachsend.

Mit dem Schwimmer Rafael Miroslaw und der Judoka Renée Lucht hat

die HT16 gleich zwei potentielle Kandidaten für Tokio 2020 in ihren

Reihen. Und wer denkt, dass so manches seniore Mitglied mit der

neuen HT ein Problem hat, der wird eines Besseren belehrt, wenn er

sich das Angebot von 30 Seniorenkursen, die Kaffeetafeln im Café

anschaut oder den selbst gebackenen Pflaumenkuchen testet. Das

haben wir gemacht. Lecker.

Auch die Seniorensportgruppen fühlen sich in den neuen Räumlichkeiten sichtlich wohl.

Ein Kran steht quasi noch vor der Tür, aber so sehen Vereine 3.0 dann jetzt aus.

© Foto: HT16

34 Alles auf Start, nach jahrelanger Bauzeit mit viel Improvisation.

Der nigelnagelneue Fitness-Bereich kann sich mehr als sehen lassen.


HipHop

© Fotos: sporting hamburg

Kopf aus, fühlt Euch, den Boden, die Musik ist die Idee, gedacht wird im Hörsaal.

© Foto: Hochschulsport Hamburg

Wenn Synapsen

heiraten

Es ist immer wieder eine große Freude, durch das Sportforum des Hochschulsport

Hamburg zu tappen. Zum einen kommt man sich ohne Turnbeutel richtig albern

vor, zum anderen prahlt man nicht, wenn man von emsigem Treiben spricht.

Viele Menschen haben in all den vielen Räumen und Hallen sehr viel

Spaß bei supervielen Angeboten. Überall fröhliche Gesichter, Zufriedenheit,

Peace, Love & Happiness. Wir hatten ein Ziel und deswegen

sogar den eigenen Turnbeutel dabei: der HipHop-Kurs sollte es sein.

Für unseren sporting-Party-Trailer hatte uns die Uni einen Clip dieses

Kurses geschickt, fanden wir cool, wollten wir ausprobieren. Und da

das Semester gerade angefangen hatte, der neue Kurs also auch,

hatten wir die Hoffnung, nicht ganz so blöd auszusehen. Fehlanzeige.

Über 30 Teilnehmer*innen, der sehr motivierte Coach Cansin Günay

(29), und eben wir. Letzte Reihe, besser ist das.

Cansin sagt: „HipHop, Kategorie

Urban Dance, ist eine Bewegung,

eine Auffassung“, auch, weil es nur

in der Gruppe so richtig funzt. „Das

hat auch soziale Hintergründe: Urban

Dance soll verbinden.“ Eine Fülle

von Moves, Einzelteile einer finalen

Choreo, werden an den Kursabenden

geübt, wiederholt und geübt und

wiederholt.

Ein Move, und im Grunde sind drei Schritte über Kreuz ja nicht

schwer, dazu kommen dann Arme nach links, Kopf geneigt, Bauch

angespannt, Beuge nicht vergessen, da wird es dann doch komplex.

Und dann kommen am ersten Abend noch drei, vier weitere Moves.

Easy. Das sind dann ja schon mal ca. 30 Sekunden (wie lang ist so

ein Stück?) eines ganz coolen Tracks: Good

As Hell von Lizzo. Locker bleiben, es bleibt

ja ein ganzes Semester Zeit. Sehr bestimmt,

aber immer locker ist auch Cansin: Abgesehen

davon, dass er jeden Baustein ultimativ

vermittelt, wahrscheinlich geht es nur uns

ein bisschen zu schnell, fordert er immer

wieder auf: „Macht den Kopf frei, fühlt die Musik, den Boden unter den

Füßen, alles andere ist, alle anderen sind egal!“ Auch schön: „Wenn

Ihr verkackt? Geil. Denn die kleine Frustration lässt Euch arbeiten.“

Und: „Wollt Ihr mehr? Ihr seid mündige Menschen.“ Tatsächlich sind

es nicht irgendwelche Moves, denn das Lied erzählt eine Geschichte

unerwiderter Liebe, mmmmhhhh, also tanzen wir das auch, drücken

wir das aus: den Frust, den Zorn, …. Na denn, wir versuchen das

mal: „Mach erstmal plump," ermutigt der Coach, „die Linien kommen

mit der Zeit.“ Und na ja, die Absenderin des HipHop-Tracks ist sehr

selbstbewusst, „seid schön sexistisch“ fordert er die Gruppe (90%

weiblich) auf, „voll arrogant, aber geil“. Alle haben Spaß und sind im

Flow, konzentriertes Arbeiten ist angesagt.

Cansin, eigentlich Banker, studierte Internationales Management,

doziert aktuell auch noch, ist aber seit 14 Jahren viel lieber und jetzt

hauptberuflich Tänzer, was man ihm anmerkt. Seit vier Jahren rockt

er den Hochschulsport, tanzt in zwei Formationen. Für ihn ist Tanzen

Körperkunst und sensationell gut für das Selbstbewusstsein. „Es

geht ja darum, sich selbst im Raum zu markieren“, so ist das in der

Gesellschaft. „Jede*r Kursteilnehmer*in hat kein Date mit dem Hochschulsport,

sondern ein Date mit sich selbst, beim Hochschulsport“,

sagt er, „alles eine Körper-Geist-Geschichte.“ Und wenn man zu Beginn

überfordert scheint, er findet’s wichtig: „Eure Synapsen sollen heute

heiraten.“ Und wir dachten, es wird nur ein wenig HipHop vermittelt.

© Foto: sporting hamburg

© Foto: sporting hamburg

unterstützt von: Hochschulsport Hamburg

36 HipHop/Urban Dance ist eins der vielfältigen Sportangebote beim Hochschulsport Hamburg.

Student*innen aus allen Fachrichtungen, auch Gaststudent*innen arbeiten gemeinsam über das Semester an einer sensationellen Choreographie. 37


Feuer frei!

Sa., 18.01.2020, 14 & 19 Uhr

HAMBURG

TOURNEE 2020

Barclaycard Arena

TICKETS & INFOS

Tickets unter www.vtf-hamburg.de oder online platzgenau buchen unter www.feuerwerkderturnkunst.de,

Bestellhotline 01806 - 57 00 70 sowie in famila Warenhäusern und allen bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets zwischen 16 und 46 €,

zzgl. Vorverkaufsgebühr. Preisermäßigungen gelten für Jugendliche bis 18 Jahre und Schüler/innen, Azubis & Studierende.

Artistische

Höchstleistungen

Das Werk eines Künstlers, OPUS – mitreißend, einzigartig, live

und zum Mitfühlen: Am 18.01.2020 ist der Verband für Turnen

und Freizeit in der Barclaycard Arena bereits zum 23. Mal Gastgeber

für Europas erfolgreichste Turnshow. Und die ist wieder

ein echter Hingucker und Hingeher.

Die neue Tournee „Opus“

des Feuerwerks der Turnkunst

verspricht eine vielfältige,

energiegeladene

Show im „Vintage-Look“.

Mit eigens komponierten

Songs untermalt, werden

die Darbietungen der Artisten,

Akrobaten und Turner auf Weltniveau zu einem Gesamtkunstwerk

verschmolzen. Auch wenn das Feuerwerk der Turnkunst immer wieder

ruhige und auch nachdenkliche Momente verkörpert, sind es doch

besonders die actiongeladenen Highlights, die das Publikum mitreißen.

Die Gruppe Extreme Fly wird Reckartistik der Meisterklasse, gespickt

mit vielen spektakulären Überraschungsmomenten, präsentieren. Vier

Turner, ein Dreifachreck und eine energiegeladene und wagemutige

Flugshow, die ihresgleichen sucht. Richtig Remmidemmi gibt es auch

bei der „Faceoff x Crew“, den besten Airtrack-Akrobaten Dänemarks,

sie malen mit ihren Mehrfachsalti und -schrauben Schlag auf Schlag

unfassbare, temporeiche Bilder in die Luft.

Wie in jedem Jahr wird die Show des Feuerwerks der Turnkunst durch

einen Beitrag aus der Gastgeber-Region eröffnet. Um das Motto „Opus“

zu inszenieren, hat der VTF einen dazu tipptopp passenden, künstleri-

© Foto: SV Eidelstedt

schen und mit klassischer

Musik begleiteten Act des

SV Eidelstedt ausgewählt.

Und der hält, was der

Name „Opus“ verspricht:

Verschiedene Gruppen

mit unterschiedlichsten

Schwerpunkten werden

zu einem beeindruckenden Ganzen. Sie bieten eine Komposition aus

den Turnsportarten Tanz, Kunstturnen, Parkour und Akrobatik und

präsentieren damit einen großen Teil der Angebotspalette des VTF. Den

Kern der Verknüpfung von Turnsportarten zeigt die SVE-Gruppe Gymnastic

Fusion, sie verschmelzen immer wieder neue Bewegungsareale. Ergänzt

wird das Hamburger Ensemble durch die „Groupe Joyeux“ sowie die

„Formation LNC Dance Group“, gemeinsam werden sie den Auftritt in

der Barclaycard Arena durch Jazz- und Modern Dance bereichern. Ein

echtes Feuerwerk eben.

Feuerwerk der Turnkunst – OPUS Tournee 2020 |

18.01.2020 | Barclaycard Arena | Vorstellungen 14 Uhr

und 19 Uhr | Karten 16–46 EUR zzgl. Vorverkaufsgebühr

Infos und Tickets unter: www.vtf-hamburg.de und

www.feuerwerkderturnkunst.de

Oder Ihr gewinnt einfach 2 × 2 Tickets!

Schickt eine Mail mit dem Stichwort „OPUS“ an

info@sporting-magazin.de

Einsendeschluss: 30.11.2019, Teilnahme ab 18.

unterstützt von: VTF Copyright: TSF GmbH, Foto:René Duus

VTF

Hamburg

Bei der Hamburg-Ausgabe der größten Turnshow Europas werden die Turnsportler*innen des SVE performen.


Circusschule

Ziel der Circusschule ist es, das Selbst bewusstsein der Kinder durch die faszinierende Welt des Circus zu

stärken, ihnen mit viel Spaß ein positives Selbstwert- und Körpergefühl zu vermitteln.

© Fotos: TriBühne

Manege frei.

Wir sprechen mit ihm und seiner Kollegin Jenny Siebert (35) über einen,

ihren Verein, der sich seit fast genau 20 Jahren auf die Fahnen schreibt,

Kinder und Jugendliche von der Idee Circus zu begeistern. Selbermachen

ist angesagt. „Damals sind wir mit circa 65 Kids gestartet“, erklärt Holger,

heute sind es dauerhaft 250 Mitglieder im Alter ab 5–6 Jahren und dann

aufwärts, und es gibt eine beachtliche Warteliste, der sie versuchen, Herr

zu werden. Schwerpunkt ist ausdrücklich die Kinder- und Jugendarbeit

des gemeinnützigen Vereins, und das Thema Circus ist Weg und Ziel

zugleich. In etlichen unterschiedlichen Gruppen wird wöchentlich jongliert,

balanciert, geturnt (Akrobatik), getanzt und vieles mehr. Der Fokus liegt

auf Bewegung, mit Gegenständen und ohne, mit Hilfsmitteln wie Bällen,

Tüchern etc. Bewegungs- und Körperschule in einer faszinierenden

Welt, weswegen Holger trefflicherweise Sportwissenschaftler- bzw.

Circuspädagoge ist, inzwischen ist das letztere ein feststehendes Berufsbild.

Wir sprechen von darstellender Kunst. Kreativität hat deswegen

auch einen großen Anteil an den schönen Dingen, die die Kids, ca. 75 %

weiblich, 25% männlich, Woche für Woche üben, üben, üben. In Gruppen

mit 20 Kids geht es dabei on top um Geschicklichkeit und motorische

Kompetenz, darüber hinaus um eine große Portion Sozialverhalten.

„Wir sehen uns als Sportverein, in dem es aber nicht um Leistung

geht.“ Und: „Es gibt unendlich viele Disziplinen, jedes Kind folgt seiner

Neigung, gut und schlecht gibt es nicht. Jedes Kind kann so sein, wie

es sein möchte“, erklärt Jenny. „Bei uns wird eine Heimat geboten, das

wunderschöne Setting ist der Rückhalt“, ergänzt Holger. „Wir erzählen

Geschichten, und wenn die blauen Jonglierbälle der Regen sind, dann

reicht auch nur ein Ball/Tropfen, um das auszudrücken.“ Und wenn der

dann auch noch mal runterfällt, ist das eben so, wenn’s regnet. „Bei

uns gibt es keine Auswechselbank, die Gruppe ist King, jede*r einzelne

ist uns wichtig.“ Beide sagen: „Wir wollen die Welt ein bisschen schöner

machen“, weswegen TriBühne rausgeht, auf Tour sozusagen, denn

zweimal im Jahr gibt es große Aufführungen. Die jüngeren Circuskinder

präsentieren sich ihren Eltern, die größeren spielen echte Shows, mit

Gästen, die Eintritt zahlen, auch auswärts, richtige Gastspiele, „auf die

wir uns lange und konsequent vorbereiten", die sind wohl das Salz in der

Suppe. Multidimensional, würde man auf neudeutsch sagen. Da werden

Kostüme entworfen, Choreografien eingeübt, die eigenen Nummern

natürlich vorbereitet, es gibt Textanteile, Schauspiel, das volle Programm.

„Die Zuschauer sind oftmals sehr beeindruckt, mit welchem Niveau wir

daherkommen“, erklärt Jenny stolz. Und tatsächlich touren gerade zwei

ehemalige TriBühne-Kids mit einer Akrobatik-Nummer durch Europa. „Es

ist überhaupt nicht unser Ziel, Toptalente zu scouten und fit zu machen,

wer aber seine Leidenschaft krönen will, muss dann natürlich auf eine

der Artistenschulen.“ Inzwischen haben sie zwar eine Ü21-Gruppe,

„aber unser Schwerpunkt sind die Kleinen und Jugendlichen, die über

Mund-zu-Mund-Propaganda von uns hören, eine unserer Aufführungen

sehen oder nach einer unserer Schulkooperationen bei uns landen.“ Unter

den etwa 200 Circusschulen in Deutschland, in Hamburg gibt es alleine

schon 10, hat sich TriBühne auch einen Namen gemacht, weil hier unter

anderem auch das Thema Inklusion eine große Rolle spielt: Kids mit und

ohne Handicap rocken seit 2004 oftmals gemeinsam die Manege und

verzaubern sich und ihre Zuschauer*innen.

Am 23. und 24. November werden in Bahrenfeld drei

Circusgeschichten aufgeführt:

„Der Marionettenköng“, „Die Mutprobe“ und „Tabeas

Traum“.

Näheres hierzu und alles

Weitere über die Circusschule

TriBühne erfahrt

Ihr auf:

www.tribuehne.net

Wie weitreichend das Spektrum der Vereine im Hamburger

Sportbund ist, wird am TriBühne e.V. deutlich,

wir reden hier nämlich von Circus. Unser Gesprächspartner

Holger de Vries (49), ist deswegen Circusdirektor,

gleichzeitig auch (zusammen mit Harms

Haddorp) 1. Vorsitzender, er ist Trainer, organisiert

die Veranstaltungen, räumt aber auch das Lager auf.

© Foto: sporting hamburg

40

Holger de Vries und Jenny Siebert von TriBühne, deren Circus lehrer*innen sowohl einen pädagogischen als auch

sport wissen schaftlichen und tanz pädago gischen Hinter grund haben.


sporting-Marco

© Foto: Marco Santoro

Das schreit nach einem Projekt, mit dem wir die Zeit optimal überbrücken

können. Hier kommt’s: BEST ME! Im Fokus stehst DU. Wir lassen es uns gut

gehen und nutzen die Wintermonate, um alles nahezu perfekt zu machen, was uns fit, gesund

und glücklich macht. Die Stellschrauben dafür heißen Sport, Ernährung, Wellness und Lifestyle. Das

Ziel am Ende dieser Tage ist: sich jünger fühlen, jünger aussehen, jünger sein. Klingt platt, ist aber

doch im Prinzip genau das, was wir alle wollen. Älter werden wir automatisch, aber es liegt bei

uns, unser Bestes dafür zu tun, unsere Lebenszeit bei vollen Kräften zu genießen, gesundheitlich

so lange wie möglich uneingeschränkt agieren zu können.

Best Me

Die Tage werden merklich kürzer, wir kämpfen uns beim Joggen

durch Laubhaufen, und im Tanktop einkaufen gehen ist auch

nicht mehr wirklich angebracht. Kurz: Die kalte Jahreszeit naht.

© Fotos: Pixabay

HAMBURG ÖFFNET SEINE AUGEN!

23. NOVEMBER 2019

9.00 - 20.00 Uhr

Museum für Hamburgische Geschichte

Holstenwall 24, 20355 Hamburg

In diesem ersten, einleitenden Part von BEST ME geht es darum, sich selber einmal objektiv auf

den Prüfstand zu begeben.

Wir bleiben dafür mal bei den vier Säulen Sport, Ernährung, Wellness und Lifestyle:

SPORT steht für Deine Fitness und umfasst Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit.

Wie ausgewogen, regelmäßig und gesund ist Deine ERNÄHRUNG inklusive aller

Laster wie Alkohol und Torten?

Verlangst Du Deinem Körper regelmäßig was ab oder bekommt er auch mal was

zurück? Massagen? Sauna? Urlaub? WELLNESS und Auszeiten sind das Stichwort.

Arbeitest Du, um zu leben oder lebst Du, um zu arbeiten? Der Spruch ist ein alter

Hut, das Thema keinesfalls. Freunde treffen, ausgehen, Spaß haben, das alles

findet oft eher zufällig zu bestimmten Anlässen statt. Thema LIFESTYLE, Work-

Life-Balance – wichtig fürs Gemüt.

Naaa? Wahrscheinlich weißt Du schon selber, welches das schwächste Glied der Kette ist. Vielleicht

kannst Du sogar innerhalb einzelner Themen Deine Schwachpunkte definieren. Wir beginnen mit

dem Thema Achtsamkeit, mach Dir bewusst, wo die Schwerpunkte für Dein persönliches BEST

ME-Projekt liegen. Kenne Deine Stärken und Schwächen und arbeite an ihnen. In den nächsten

Ausgaben bekommst Du dafür noch ausreichend Denkmaterial. Up to you.

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0800 – 22 666 509

www.gewalt-im-alltag.de


sporting-Party

© Foto: sporting hamburg © Fotos: Jörn Kipping

arty

Wer viel trainiert,

konnte hier mal richtig

abfeiern!

Andy Grote mit Gattin Catherine, Super-Yared Dibaba und Nissi

Roloff-Ok, ihr Begleiter Ralph linst links ins Bild.

Links: Peter Merck (re.) mit Schwimmer Rafael Miroslaw. Rechts: Allemannia-Ruderer Wiebe Veenstra mit Begleitung Wiebke Meyer.

Wir hatten Spaß. Anfang

Oktober gab es unsere

erste sporting-Party.

DJ Norman, auch aus der Beachvolleyball-Szene bekannt, heizte kräftig ein.

Die haben wir gestartet, nicht nur, weil wir wissen, dass fleißige Sportler*innen auch

gut feiern können. Vielmehr, weil wir uns auch freuen, wenn sich Sportler*innen und

Sportarten vermischen, denn sie haben im Grunde ja alle, ob mit Ball, Keule, am Barren

oder im Boot, etwas gemein: Motivation, Leidenschaft sich reinzuhängen, Teamfähigkeit,

viel auf dem Zettel und den Fokus, gut zu spielen, gut zu segeln, zu turnen…

Zusammen mit dem TEAM HAMBURG hatten wir eingeladen, und viele Mitglieder des TEAMs, die nicht gerade auswärtig

trainieren mussten, waren dabei: die Beachvolleyballer, die Schwimmer, Ruderer, Turner, Leichtathleten … Soooo schön.

Und darüber hinaus konnten wir etliche Sportler*innen aus vielen Vereinen, aber auch die Medaillengewinner 2019 des

Hochschulsports sowie gleich ganze Mannschaften begrüßen: die Volleyballerinnen vom VT Hamburg, die Wasserballer vom

SV Poseidon und und und. Mittendrin: Sportsenator Andy Grote mit seiner tollen Frau Catherine und Freunden, der Chef

des Hochschulsport Hamburg Jörg Förster, der GF der Stiftung Leistungssport und viele weitere mehr, die im Hintergrund

des Hamburger Sports die Strippen ziehen. Und DJ Jerome und DJ Norman machten ordentlich Tamtam. Vielen Dank, dass

Ihr da wart.

Links: Erfolgreiche Handballdamen Hochschulsport; rechts: Alexander Harms und TEAM-Athleten Isabel Schneider, Anika Krebs, Lars Wichert,

Maleika Schneider, Leonie Körzinger, Silvia Pille-Steppat, Sportsenator Andi Grote, Viktoria Bieneck, Julia Mrozinski, Björn Kammann.

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sporting-Party

© Fotos: Jörn Kipping

Party

Die Party geht weiter…

Top-Act DJ Jerome kam des Nachts noch dazu.

Links: Wasserballer vom SV Poseidon mit Sportsenator Andy Grote und sporting-Herausgeber Martin Blüthmann. Vorne: Lucas Schnetzer,

Dennis Bormann, hinten: Justus Gläser, Patrick Weik, Andy Grote, Zafeirios Chalas, Florian Lemke.

Rechts: GF Stiftung Leistungssport Alexander Harms und Hockey-Nationalspieler Didi Linnekogel.

Beachvolleyballerinnen Isabel Schneider und Victoria Bieneck mit Partner Christian Niedrich.

Links: sporting-Marco (mit seiner typischen Handbewegung :-)) hatte Spaß.

Rechts: Die Poseidon-Wasserballer können auch mit dem Element Bier umgehen.

Links: Spitzen-Ruderer Tim Ole Naske mit Freundin Cleo Steffen.

Oben: Peter Merck (Golf Lounge) und Hubertus von Quasdorf (Breeze Sports).

Links: Die Volleyballfrauen vom VT Hamburg, mittig Andy Grote, Fotobombe links: Er nun wieder :-)) Rechts: Die Handballfrauen des Hochschulsports wurden

gerade EM-Zweite (v.l.n.r.: Lea Knop, Paula Prior, Sophie Hartmann, Julia Fiering, und Lynn Schneider, mit Andy Grote und Patrice Giron).

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© Fotos: Rainer Schulz

sporting-Marco

Krafttraining –

Pump ab­er:

In der letzten Ausgabe habe ich aufgezeigt, für wen und wie das Trainieren an der

Stange, der freien Hantel Sinn macht, oder wer lieber zunächst Gerätetraining

bevorzugen sollte und warum.

1

Die Beinpresse

Sie trainiert die gesamte Beinmuskulatur, die Strecker, die

Beuger und den Gesäßmuskel. Dass Strecker und Beuger

gleichzeitig trainiert werden, ist nur an der Beinpresse

oder an speziellen Maschinen möglich, i.d.R. wechseln sich

die beiden Phasen während einer Übung ab.

Den Rücken schützen wir, indem wir ihn unbedingt

komplett in das Rückenpolster ablegen, um den Druck

gleichmäßig auf die gesamte Wirbelsäule zu verteilen.

Die Beine werden hüftbreit auf der Trittplatte abgestellt,

während die Kraftwirkungslinie vom Knie genau auf die

Fersen treffen soll. Die Bewegungsamplitude ist relativ

groß, darf aber auf keinen Fall zu groß sein. Die Beine werden

in der Streckphase lang gemacht, jedoch nicht 100%

durchgestreckt (eingerastet). Auf dem Rückweg bzw.

bei der unteren Grenze sollte man im Kniegelenk einen

Winkel von 80–90 Grad nicht überschreiten. Auch wichtig:

Die Gewichte sollten nicht mit Schwung ankommen, die

Bewegungen sollten immer in einer gleichen Geschwindigkeit

durchgeführt werden. Beschleunigungen braucht es

nicht. Die oben erwähnte, erlaubte Schwungphase am Ende

der Übung fällt daher bei der Beinpresse zwingend weg.

Da die Muskeln gleichzeitig exzentrisch und konzentrisch

arbeiten, gibt es eine auszureizende exzentrische Phase

hier nicht. Übrigens, bevor der Satz beginnt, sollte alles

perfekt eingestellt sein, denn ist das Gewicht einmal mit

dem Sicherungsgriff gelöst, bleibt kaum noch Möglichkeit

zum Nachjustieren.

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ERST LAUFEN DANN FEIERN!

In diesem Heft werfen wir deswegen einen

genaueren Blick auf die Fitnessgeräte,

die man so üblicherweise

auf den Trainingsflächen von

Studios und Vereinen findet.

Worauf man achten sollte

und wie man an ihnen trainiert,

erfahrt Ihr jetzt. Im

Fokus stehen hierbei drei

Klassiker, die Beinpresse,

die Brustpresse und das

breite Latrudern. Bitte seid

smart, wir beziehen uns hier

nicht auf einzelne Hersteller,

und sowieso: Zur Not bitte immer

die hoffentlich anwesenden

und ausgebildeten Coaches fragen.

Für alle Übungen gilt folgende Regel:

Möchtest Du Deine Muskeln sichtbar aufbauen und vergrößern,

wählst du eine Wiederholungszahl von 8–12. Willst Du Deine Muskeln

„nur“ in Form bringen und definiert aussehen, darf die Wiederholungszahl

zwischen 15 und 20 liegen. Bedenke bitte, dass die

Gewichte so dosiert werden müssen, dass dann am Ende auch

keine weitere Wiederholung machbar ist, wobei die Ausführung

auch bei der letzten Wiederholung absolut korrekt sein muss. Deine

Übung vollzieht sich, unter gleichbleibender Geschwindigkeit (ca.

6 Sek./Wdh., also 3 Sek./Phase), stets über eine möglichst große

Bewegungsamplitude. Sie wird aufgeteilt in eine konzentrische

Phase – man überwindet das Gewicht durch Ziehen, Drücken,

Stemmen, Pressen – und eine exzentrische Phase, in der man dem

Gewicht nachgibt, die Stange zurückführt, absetzt etc. Die exzentrische

Phase ist kraftmäßig länger machbar als die konzentrische

Phase. Deshalb dürfen wir uns bei vielen Übungen, wenn nötig, in

den letzten Wiederholungen unseres Satzes einen kontrollierten

Schwung genehmigen. So können wir die exzentrische Phase noch

weiter ausreizen und das Ergebnis optimieren.

DER WEIHNACHTSLAUF MIT CHRISTBAUMKAUF

IM NAHERHOLUNGSGEBIET FORST KLÖVENSTEEN

AM SAMSTAG, 07. DEZEMBER 2019: 6 KM UND 12 KM

SONDERLAUF: CHRISTMAS WUFF RUN WITH YOUR DOG

AM SONNTAG, 08. DEZEMBER 2019: 6 KM UND 12

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CHRISTMAS RUN TO TREE

11

JA HRE

48

Bitte übertreibt es nicht! Solltet Ihr Ein schränkungen

oder gesundheitliche Bedenken haben, lasst Euch

von Eurem Arzt vorher checken.


sporting-Marco

Die Brustpresse:

Wahrscheinlich eine eher von männlichen

Gästen bevorzugte Übung. Sie gibt dem

Brustmuskel, wie ein gutes Shampoo, optisch

eine schöne Form und mehr Volumen. On top

werden der vordere Schulterbereich sowie der

Trizeps, also der Armstrecker, trainiert. Um

den Muskel richtig zu treffen und optimale

Muskelfaserverläufe zu nutzen, spielt die

Sitzhöhe eine entscheidende Rolle. Stimmt

der Sitz, haben wir die Griffe auf der perfekten

Höhe. Verbindet man beide Griffe gefühlt

mit einem Faden, sollte dieser sich im herangeführten

Zustand auf Höhe des unteren

Drittels der Brust befinden. Wieder ist wichtig,

eine langsame und kontrollierte Bewegung

über den gesamten Bewegungsraum

auszuführen. Das Durchstrecken der Arme ist

hier jedoch erlaubt. Auf dem Rückweg gibt es

kein Limit, wenn die Bewegung sauber bleibt

und keine Schmerzen verursacht werden.

Die Schultern bleiben immer tief. Sollten die

Schultern zu den Ohren geschoben werden,

ist das ein Indiz dafür, dass die Gewichte zu

hoch sind. Die Hände sollten den Druck mit

der Handwurzel ausüben, so wird die Kraft

von der Brust über den Arm direkt und ohne

ein Abknicken im Handgelenk auf das Gewicht

übertragen.

3

Breites Latrudern :

Eine großartige Übung für die Rückenmuskulatur,

vor allem goldrichtig für Menschen,

die viel am Schreibtisch sitzen und erst recht

für die, die NACKEN haben, also ohnehin

unter Nackenverspannungen leiden. Nicht zu

vergessen natürlich die positive Auswirkung

auf das athletische V-Kreuz, welches man von

Schwimmern und Ruderern kennt. Die hintere

Schulter und der Bizeps machen das Paket

vollständig.

Um den tollen Effekt dieser Übung auch

wirklich genießen zu können, ist die Ausführung

wichtig, ansonsten läuft man direkt

Gefahr, mit beim Sport und nicht im Office

eingefangenen Nackenproblemen nach Hause

zu gehen.

Die Sitzhöhe wird so eingestellt, dass wir die

Griffe knapp unterhalb der Schulter haben,

klassischer Harleysitz quasi. An diesem Gerät

dürfen die Arme fast komplett gestreckt

werden. Die Schulterblätter sollen dabei

gerne seitlich vorschwimmen/vorgleiten. Aus

dieser Position ziehen die Ellenbogen seitlich

nach hinten, bis man mit den Schulterblättern

gefühlt einen Gegenstand zusammendrückt.

Um die Muskulatur noch perfekter anzusteuern,

stellst Du Dir vor, dass Deine Ellenbogen

auf dem Rückweg nicht zurückziehen, sondern

zurückdrücken. Während des gesamten Vorganges

bleiben die Schultern unbedingt tief.

© Fotos: Rainer Schulz

IMPRESSUM

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