WIRTSCHAFT+MARKT Herbst/Winter 2019/2020

wirtschaftmarkt

WIRTSCHAFT+MARKT ist die Printausgabe, die zweimal jährlich erscheint und das W+M eMag - das Internetmagazin - und die W+M NEWS - den Wochenreport - ergänzt.

ENERGIE WIRTSCHAFT+MARKT 27

W+M: War es aus heutiger Sicht klug, aus der Atomenergie auszusteigen.

Ist ein Wiedereinstieg vorstellbar?

Foto: W+M

Stefan Dohler: Ich versuche es philosophisch:

Der Wurm muss dem Fisch

schmecken, nicht dem Angler. Wenn man

aus der Atomenergie aussteigt, muss man

wissen, dass der CO 2

-Ausstoß ansteigen

wird. Vermutlich hatte man nach Fukushima

den Klimawandel noch nicht so im Blick.

Andere Länder, wie etwa Schweden, haben

da andere Sichten und selbst Greta Thunberg

hatte in ihren ersten Äußerungen in

Deutschland die Atomenergie befürwortet.

Dr. Stephan Lowis: Diese Entscheidung

steht fest und genießt hohe gesellschaftliche

Akzeptanz. Da gibt es keine Diskussion.

Dr. Alexander

Montebaur:

Der Ausstieg war

gesellschaftlich und

politisch ein ganz

breit getragener Konsens

im Jahr 2011. Den hat seither niemand

wieder aufgeknüpft. Und inzwischen ist es

so, dass auch die Wirtschaft keine neuen

Kernkraftwerke betreiben, geschweige

denn bauen will. Daher halte ich einen

Wiedereinstieg für völlig ausgeschlossen.

Das Thema ist in Deutschland endgültig

passé. Wenn man aber sieht, dass das

deutsche Vorbild international nicht so

viele Nachahmer gefunden hat, kann man

sich schon die Frage stellen, ob das energiewirtschaftlich

klug war. Aber das sind

Lieder am Grab eines toten Soldaten.

Bodo Rodestock: Spätestens nach

den Ereignissen des japanischen Atommeilers

in Fukushima entsprach ein

schneller und konsequenter Ausstieg

dem gesellschaftlichen Zeitgeist. Dieser

Wille wurde von der damaligen Bundesregierung

konsequent umgesetzt.

Insofern stellt sich diese Frage heute

nicht mehr. In der aktuellen politischen

Diskussion kann ich nicht erkennen, dass

diese Entscheidung wieder zurückgedreht

wird oder ansatzweise eine

Alternative ist. Im Zuge des Ausstiegs

aus Kern- und Kohleenergie wird aber

Gas im Energiemix und als Garant der

Versorgungssicherheit zukünftig noch

relevanter.

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