WIRTSCHAFT+MARKT Herbst/Winter 2019/2020

wirtschaftmarkt

WIRTSCHAFT+MARKT ist die Printausgabe, die zweimal jährlich erscheint und das W+M eMag - das Internetmagazin - und die W+M NEWS - den Wochenreport - ergänzt.

POLITIK WIRTSCHAFT+MARKT 37

FEST ETABLIERT: DAS

DAVOS DES OSTENS

OSTDEUTSCHES WIRTSCHAFTSFORUM FINDET

2020 BEREITS ZUM 5. MAL STATT

Das OWF.ZUKUNFT, das im Mai 2019 in Bad Saarow stattfand, war nicht nur

ein großer Erfolg, sondern es war eines der wenigen Ereignisse in den zurückliegenden

Monaten, das eine durchweg positive Berichterstattung über Ostdeutschland

in den wichtigsten deutschen Medien nach sich zog. Unter dem

Titel „Zeitenwende“ trafen sich knapp 300 Vertreter aus Politik, Wirtschaft

und Wissenschaft und diskutieren Zukunftschancen für die ostdeutsche Wirtschaft.

Im Juni 2020 findet das OWF.ZUKUNFT zum fünften Mal statt.

WIRTSCHAFT+MARKT sprach mit dem Begründer und Veranstalter Frank Nehring.

Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum

läuft unter der Marke OWF.ZUKUNFT

und kokettiert damit, das Davos des

Ostens zu sein? Was hat es damit auf

sich?

Frank Nehring: Wirtschaftsforen gibt es wie

Sand am Meer. Große, kleine, internationale,

nationale, regionale und lokale, aber es gibt kein

Wirtschaftsforum für den Wirtschaftsraum der

neuen Bundesländer und Berlin. Die meisten

Foren beschäftigen sich mit der Gegenwart, und

das ist auch richtig und wichtig. Wir aber glauben,

dass wir zu wenig über die Zukunft sprechen und

das gerade auf Ostdeutschland bezogen. Deshalb

greifen wir Zukunftsthemen auf, und deshalb

heißt die Marke auch OWF.ZUKUNFT. Wir wollen

mit strategisch Interessierten aus Politik und

Wirtschaft, aus der Wissenschaft und den Medien

sprechen und Impulse setzen. Das tun wir in Bad

Saarow, und da es auch bescheidene Ähnlichkeiten

zum Geist von Davos gibt, ist unser OWF.

ZUKUNFT eben auch das „Davos des Ostens“.

Wirtschaftsmagazin, das bereits seit 1990 die

Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung

Ostdeutschlands begleitet. Es war die Zeit

um den 25. Jahrestag der Wiedervereinigung.

Alle sprachen von dem Stolz auf das Erreichte,

wussten aber auf die Fragen nach der Zukunft

keine Antworten. Gerade die kleinen Unternehmen

verfügten kaum über Strategien, schon gar

nicht über Wachstumsstrategien, und bei vielen

Politikern hatte man den Eindruck, dass die

Wahlperiode den Zeitraum von Gegenwart bis

Zukunft umfasste. Damit wollten wir uns nicht

abfinden. So haben wir unseren Fokus konsequent

auf die Zukunft gerichtet und entschieden,

dass so ein Forum die richtige Plattform dafür

ist.

Bei der ersten Veranstaltung im Oktober 2016

waren viele verunsichert, was es mit einem

ostdeutschen Wirtschaftsforum auf sich

haben sollte, waren doch die einen mehr norddeutsch,

die andern mitteldeutsch – aber wer

wollte schon ostdeutsch sein? Der damalige

Foto: W+M / Susann Welscher

Das OWF.ZUKUNFT findet 2020 bereits

zum fünften Mal statt? Wie kam

es überhaupt zu der Idee und wie hat

sich das Forum in den Jahren seit 2016

entwickelt?

Frank Nehring: Genaugenommen kam die

Idee aus unserer journalistischen Arbeit mit

WIRTSCHAFT+MARKT, dem ostdeutschen

Vizekanzler Olaf Scholz (li.) mit OWF-Initiator Frank Nehring.

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