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STILLE NACHT! HEILIGE NACHT! KOMPAKT

Die Kultur des Lieds in der Stille-Nacht-Region

in Salzburg, Oberösterreich, Bayern und Tirol

Dezentrale Landesausstellung in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

Die Stille Nacht Region im Land Salzburg,

in Oberösterreich, Bayern und Tirol

Burghausen

Hochburg-Ach

Ried im Innkreis

Oberösterreich

Bayern

Laufen

Lamprechtshausen/Arnsdorf

Oberndorf bei Salzburg

Stadt Salzburg

Hallein

Hintersee

Tirol

Fügen

Wagrain

Hippach/Lai-

Land Salzburg

Mariapfarr

Das Relief der Autoren des Liedes, Joseph Mohr (vorne) und Franz

Xaver Gruber, geschaffen von Josef Mühlbacher, 1928, vor der

Stadtpfarrkirche Oberndorf

© Stille Nacht Gesellschaft

Die 13 Stille-Nacht-Orte im Salzburger Land, in Oberösterreich,

Bayern und Tirol sind dem Lied besonders verbunden – wo das Lied

entstanden ist, wo seine Autoren geboren wurden und wirkten, von

wo der Weg des Liedes in die Welt den Ausgang nahm.

Im Jahr 2018 waren es 200 Jahre her, dass in der St. Nicolakirche in Oberndorf das Lied „Stille Nacht“! Heilige Nacht!“ erstmals

erklungen ist. Heute erklingt es zu Weihnachten weltweit – es ist Botschaft der Menschwerdung, Beitrag zur weihnachtlichen Fest-

kultur, Baustein des Friedens!

Das 200-Jahre-Jubiläum wurde in der ganzen Stille-Nacht-Region im Salzburger Land, in Oberösterreich, Bayern und Tirol begangen. Unter

dem Titel „200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!. Österreichs Friedensbotschaft an die Welt“ fand in neun Stille-Nacht-Orten

eine dezentrale Landesausstellung statt.

Die Stille Nacht Gesellschaft mit Sitz in Oberndorf bei Salzburg und Mitgliedern in der ganzen Welt steht

im Dienst der Kultur des Lieds – im Forschen, Vermitteln und Vernetzen. Sie publiziert gedruckt und

digital, sorgt für eine fachkundige Vermittlung und vernetzt Einrichtungen und Personen. Sie steht für

eine aktive Erinnerung und hat 2011 die Aufnahme des Lieds als immaterielles Kulturerbe in die nationale

UNESCO-Liste erreicht.

Ihr Leitsatz:

„Wir wollen das Lied, seine Herkunft und seine Botschaft in den Herzen und Köpfen der Einheimischen

und Gäste zum Klingen bringen!“

Mit freundlicher Unterstützung

Geschäftsführer: Mag. Paul Estrela

Alle Inhalte sind Copyright geschützt.

© 2018 Stille Nacht 2018 GmbH • stillenacht@salzburg.gv.at

Texte in Kooperation mit Stille Nacht Gesellschaft / Oberndorf

STILLE NACHT GESELLSCHAFT

forschen. vermitteln. vernetzen

Stille-Nacht-Platz 2

5110 Oberndorf bei Salzburg, Österreich

+43 660 2412 200, info@stillenacht.at

www.stillenacht.at

Medieninhaber: Stille Nacht 2018 GmbH, Salzburg. Konzeption und Text: Gerhard Spitz/Michael Neureiter. Layout: Ingeborg Schiller Grafik Design. Hersteller: produktiv Grafik und Druck. Satz- und Druckfehler vorbehalten. Stand: September 2019


STILLE NACHT! HEILIGE NACHT!

Das Weihnachtslied und seine Friedensbotschaft

200 Jahre nach dem ersten Erklingen

Dezentrale Landesausstellung in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

In der Pfarrkirche in

Oberndorf beginnt die

Reise um die Welt

Am Weihnachtsabend 1818 erklang das

Lied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ zum

ersten Mal.Textdichter Joseph Mohr und

Komponist Franz Xaver Gruber sangen es

in der Kirche St. Nicola in Oberndorf bei

Salzburg. Keiner der Anwesenden dürfte

geahnt haben, was sich daraus entwickeln

würde: Bereits zur nächsten Jahrhundertwende

hatte das Lied seinen Weg

um die Welt gemacht.

Bis heute ist es in mehr als 300 Sprachen

übertragen worden. Das Lied ist damit

heute Teil der Identität Salzburgs und

findet sich im kollektiven Gedächtnis der

gesamten Welt.

Das Mohr-Autograph (um 1820) belegt die Entstehung des Liedtextes im Jahr 1816 in Mariapfarr. In

der Fußnote lesen wir „Text von Joseph Mohr, Coadjutor 1816“

© SalzburgerLand Tourismus GmbH

Ein einfaches Kirchenlied wird zur universellen Friedensbotschaft

Das vom Wesen her einfache und unspektakuläre Lied wurde in

seiner zweihundertjährigen Geschichte immer wieder mit zunehmender

Bedeutung angereichert – es wurde vom Kirchenlied zum

Das Land Salzburg und auch Stille-Nacht-Gemeinden in Ober-

österreich, Bayern und Tirol stellen diese Botschaft in das

Zentrum des Gedenkjahres 2018.

Element der europäischen Festkultur und schließlich zum Weltfriedenslied

– neue religiöse, politische und soziale Aspekte kamen

dazu. Heute ist es nichts weniger als ein interkulturelles und Völker

verbindendes Stück mit einer universellen Friedensbotschaft.

Zahlreiche Aktivitäten und Sonderschauen greifen die Sehnsucht

nach Frieden auf und sollen dazu ermuntern, die Botschaft

von „Stille Nacht! Heilige

Nacht!“ immer weiter in

die Welt zu tragen.

Die Mohr-Gitarre

© Stille Nacht Museum Hallein I Stille Nacht Archiv I

Coen KossmannTourismus

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STILLE NACHT! HEILIGE NACHT!

Eine Melodie für zwei Solostimmen,

für Chor & Gitarre

Dezentrale Landesausstellung in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

Ansicht von Alt Oberndorf

Grafit-Aquarell von Franz Kulstrunk, 1903

1. Stille Nacht! Heilige Nacht!

Alles schläft; einsam wacht

Nur das traute heilige Paar.

Holder Knab im lockigten Haar,

Schlafe in himmlischer Ruh!

Schlafe in himmlischer Ruh!

2. Stille Nacht! Heilige Nacht!

Gottes Sohn! O wie lacht

Lieb´ aus deinem göttlichen Mund,

Da uns schlägt die rettende Stund`.

Jesus in deiner Geburt!

Jesus in deiner Geburt!

Viele Legenden ranken sich um die

Entstehung von „Stille Nacht! Heilige Nacht!“

Es war eine Zeit des Umbruchs: Europa wurde nach den Napoleonischen Kriegen neu

geordnet. Das ehemalige Erzstift Salzburg verlor die Eigenständigkeit, der größere Teil

kam zu Österreich, ein kleinerer zu Bayern. Das Lied erklang erstmals in Oberndorf, dem

ehemaligen Stadtteil von Laufen, das kurz zuvor durch die neue Grenze auseinander

gerissen worden war. Welchen Einfluss die große Politik auf die Entstehung des Liedes

hatte, ist heute nicht bekannt. An Legenden und romantischen Geschichten mangelt es

zwar nicht, aber die erhaltenen Dokumente beschränken sich nur auf die wichtigsten

Fakten. Auch die Urschrift von 1818 ist verloren, heute lässt sich die Originalfassung nur

aus späteren Quellen erschließen. Neben zahlreichen Abschriften sind nur ein Autograf

von Joseph Mohr und vier von Franz Xaver Gruber erhalten.

3. Stille Nacht! Heilige Nacht!

Die der Welt Heil gebracht,

Aus des Himmels goldenen Höhn

Uns der Gnaden Fülle läßt seh´n

Jesum in Menschengestalt,

Jesum in Menschengestalt

4. Stille Nacht! Heilige Nacht!

Wo sich heut alle Macht

Väterlicher Liebe ergoß

Und als Bruder huldvoll umschloß

Jesus die Völker der Welt,

Jesus die Völker der Welt.

5. Stille Nacht! Heilige Nacht!

Lange schon uns bedacht,

Als der Herr vom Grimme befreit,

In der Väter urgrauer Zeit

Aller Welt Schonung verhieß,

Aller Welt Schonung verhieß.

Im Lungau ersonnen, in Arnsdorf vertont,

in Oberndorf erklungen

Joseph Mohr hat den Text bereits 1816 im Salzburger Mariapfarr gedichtet. Nach seiner

dortigen Stellung als Kooperator wirkte er in Oberndorf, wo er das Gedicht am Heiligen

Abend 1818 dem Arnsdorfer Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber zur Vertonung

übergab. Man vermutet, dass das alte Orgelpositiv der Kirche St. Nicola nicht bespielbar

6. Stille Nacht! Heilige Nacht!

Hirten erst kundgemacht

Durch der Engel Alleluja,

Tönt es laut bei Ferne und Nah:

Jesus der Retter ist da!

Jesus der Retter ist da!

war, denn der Wunsch lautete auf zwei Solostimmen, Chor und Gitarre. Noch in derselben Nacht wurde „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ erstmals

gesungen, und zwar „mit allem Beifall“, wie es heißt. Joseph Mohr sang die Oberstimme (Tenor), Franz Xaver Gruber die Unterstimme

(Bass), die Schlusszeile wurde vom Chor – vielleicht sogar von der Gemeinde – wiederholt. Die Begleitung auf der Gitarre übernahm Mohr.

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DER TEXTDICHTER

Joseph Mohr 1792 – 1848

Vom Wanderprediger zum Sozialreformer

Dezentrale Landesausstellung in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

Joseph Mohr wurde in Salzburg geboren, mit zwei Jahren lebte er 1794

in der Steingasse 31.

© Stille Nacht Gesellschaft

Das Pflegerschlössl Wagrain

© Stille Nacht Museum Wagrain

Ein lediges Kind mit Talent wird zum

Priester auf Wanderschaft

Joseph Franciscus Mohr wurde am 11. Dezember 1792 in der

Stadt Salzburg als lediges Kind der Strickerin Anna Schoiberin

und des Soldaten Franz Mohr geboren. Der talentierte Bub

machte bereits in seiner Gymnasialzeit als Sänger und Violinist

auf sich aufmerksam. Nach einem Philosophiestudium in

Kremsmünster studierte er ab 1810 in Salzburg und trat in das

Priesterseminar ein. 1815 wurde er noch nicht 23jährig zum

Priester geweiht. Anschließend wechselten Mohrs Dienstorte

häufig: Als Hilfspriester/Koadjutor war er zwischen 1815

und 1827 in Mariapfarr, Oberndorf, Kuchl, Golling, Vigaun, Anthering,

Eugendorf und Hof tätig. In Hintersee blieb er dann bereits

mehr als zehn Jahre und wurde dort auch bald Vikar. Ab 1837

folgten elf Jahre als Vikar in Wagrain, was einem heutigen Pfarrer

entsprach. In Wagrain starb er am 4. Dezember 1848.

Wir wissen nicht, wie Joseph Mohr ausgeschaut hat. Im Heimatmuseum

Kufstein findet sich diese Abbildung eines Aufgebahrten „Mohr am

Paradebett (1848)“.

© Stille Nacht Gesellschaft

Haltlose Anschuldigungen und sozial-reformerisches Wirken

Joseph Mohr sah sich bereits während seiner Zeit als Koadjutor in Oberndorf schwerwiegenden Anschuldigungen ausgesetzt. Der dortige

Pfarrprovisor warf ihm Vernachlässigung des Dienstes, Gasthausbesuche, das Scherzen mit Personen des anderen Geschlechts und das Singen

„oft nicht erbaulicher Lieder“ vor. Der zuständige Dechant von St. Georgen und Oberndorfer Honoratioren bestätigten aber die Haltlosigkeit

der Anschuldigungen. Später gab es in Hintersee gegen ihn eine Untersuchung wegen nachlässiger Erfüllung seiner Berufspflichten,

obwohl Mohr wegen seiner Leutseligkeit und Hilfsbereitschaft im Ort beliebt war. Auch hier wurde er rehabilitiert. In Wagrain begründete er

seinen heutigen Ruf als Sozialreformer, indem er etwa den Bau eines Schulhauses initiierte und die Armenfürsorge auf neue Beine stellte.

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DER KOMPONIST

Franz Xaver Gruber 1787-1863

Ein Leben für die Musik

Dezentrale Landesausstellung in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

Das F.X. Gruber-Gedächtnishaus in Hochburg-Ach

© Bernhard_Hartl

Das Lehrerpult F.X.Grubers in Arnsdorf

© SalzburgerLand Tourismus & Verein Stille Nacht Arnsdorf

Weber, Lehrer und Musiker –

Stationen eines Lebenstraums

Franz Xaver Gruber wurde am 25. November 1787 in der Innviertler

Gemeinde Hochburg-Ach als Sohn der Leinenweber Josef und Maria

Gruber geboren, in deren Weberei er bis zum 18. Lebensjahr tätig

war. Seine Liebe galt aber früh der Musik. Diese Begabung förderte

sein Lehrer Andreas Peterlechner, bei dem er sich die Grundlagen

und die Praxiserfahrung für den Lehrberuf aneignete. Seine erste

Stelle trat Gruber als Lehrer, Mesner und Organist 1807 in Arnsdorf

nahe Oberndorf an. Die Schule galt später als beste des Bezirks.

1816 wurde er zusätzlich Organist im benachbarten Oberndorf, wo

er auch auf Joseph Mohr und dessen Gedicht traf. Da es Gruber

nicht gelang, als Lehrer nach Oberndorf versetzt zu werden, ging

er 1829 als Lehrer und Mesner nach Berndorf. 1835 konnte er dem

Ruf aus Hallein nicht widerstehen: Der dortige Dechant bot ihm

die Stelle des Chorregenten, Choralisten und Organisten an. Zeit

seines Lebens wirkte Gruber nun ganz als Musiker in Hallein und

darüber hinaus. Er verstarb auch dort am 7. Juni 1863.

Franz Xaver Gruber, Gemälde von Sebastian Stief, 1846

© Stille Nacht Museum Hallein | Stille Nacht Archiv Hallein | Coen Kossmann

Ein umfangreiches musikalisches Werk als Nachlass

Zeit seines Lebens musste Franz Xaver Gruber Verluste verkraften. Mit seiner ersten Frau hatte er zwei Kinder, die früh starben. Aus der zweiten

Ehe entstammten zehn Kinder, von denen nur vier das Erwachsenenalter erreichten. Beide Frauen verstarben, er ehelichte ein drittes Mal.

Zwei seiner Söhne sorgten dafür, dass sein eifriges Schaffen der Nachwelt erhalten blieb: Franz Gruber gründete 1847 einen Gesangsverein und

1849 die Halleiner Liedertafel. Felix folgte seinem Vater als Halleiner Chorregent nach. Welch hohe Ansprüche Gruber hatte, zeigt sich an seiner

Meinung zu „Stille Nacht! Heilige Nacht!“, das er 1854 als „einfache Composition“ bezeichnete, er schien dem Lied keine besondere Bedeutung

beizumessen. Wichtiger für ihn war etwa das 300-Jahre-Jubiläum der Wallfahrtskirche „Maria im Mösl“ in Arnsdorf im Jahr 1820, bei dem die

Äbte der Benediktinerklöster Michaelbeuern und St. Peter, Salzburg, den Darbietungen des Orchesters unter seiner Leitung lauschten.

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STILLE NACHT! HEILIGE NACHT!

Tiroler Sänger aus dem Zillertal tragen es hinaus

Das Lied wird weltbekannt

Dezentrale Landesausstellung in Salzburg, Oberösterreich und Tirol

Die Ur-Rainer-Sänger

© Museum Widumspfiste / Fügen

Die Liedschöpfer waren lange Zeit

in Vergessenheit geraten

Von Amerika in die

ganze Welt

Stille Nacht! Heilige Nacht!“ verbreitete sich vor allem vom Umfeld

der Wirkungsstätten von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber

aus, allerdings gerieten deren Namen in Vergessenheit. Erst eine

Anfrage der Königlich-Preußischen Hofkapelle in Berlin an das Benediktinerstift

St. Peter führte zu entsprechenden Nachforschungen,

woraufhin Gruber im Jahr 1854 die „Authentische Veranlassung“

verfasste, in der er die Entstehungsgeschichte beschrieb. Erst 1866

wurde das Lied in ein offizielles Salzburger Kirchenliederbuch aufgenommen.

Der Weg zum Welthit führte allerdings über das Zillertal:

In der Fügener Kirche sollen die Ur-Rainer-Sänger das Lied

bereits in der Christnacht 1819 gesungen haben. Die Dokumente verweisen

als Verbindung auf den Zillertaler Orgelbauer Karl Mauracher,

der auf einer seiner Reisen das Lied kennenlernte. Die im Zillertal

ansässigen Sängergruppen Rainer aus Fügen und Strasser aus Laimach

unternahmen bereits in den 1820er-Jahren ausgedehnte Reisen

durch Europa. Erstmals belegt ist eine Aufführung von „Stille Nacht!

Heilige Nacht!“ im Jahr 1832 in Leipzig. Diesem Auftritt folgte auch

der Erstdruck 1832 in einem Liederbuch mit dem Titel „Vier ächte

Tyroler Lieder“, damals noch ohne Namen der wahren Schöpfer.

Die Rainer-Sänger waren nicht nur in ganz Europa unterwegs,

sondern unternahmen von 1839 bis 1843 auch eine Amerikareise.

Stille Nacht! Heilige Nacht!“ soll erstmals am Weihnachtstag 1839

auf amerikanischem Boden erklungen sein – im Friedhof der Trinity

Church am Ende der Wall Street in New York. Erste Übersetzungen

in die englische Sprache sind bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts

gang und gäbe. Zur Weltausstellung 1873 in Wien wird das

Lied in einem dort gezeigten amerikanischen Schulhaus bereits

als „Choral of Salzburg” bezeichnet. Die „Authentische Veranlassung“

von Gruber zeigte also Wirkung, auch wenn es Tiroler Sänger

waren, die das Lied in die Welt getragen haben. Sowohl katholische

als auch protestantische Missionare sorgten dafür, dass

Stille Nacht! Heilige Nacht!“ seit Beginn des 20. Jahrhunderts

auf allen Kontinenten gesungen wird.

Heute gibt es Übertragungen in mehr als 300 Sprachen und

Dialekte, womit „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ ein Stück des

universalen Gedächtnisses und Kulturerbes geworden ist.

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STILLE-NACHT-ORTE

im Bundesland Salzburg

Oberndorf – Flachgau

Auf dem Gelände der ehemaligen St. Nicola-Kirche

wurde die heutige Stille-Nacht-Gedächtniskapelle

errichtet und im Jahr 1937 feierlich eingeweiht.

Die beiden Fenster zeigen die Liedschöpfer

Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber. Das Altarbild

besteht aus einem Holzrelief von Hermann Hutter

aus dem Jahre 1915. Jedes Jahr am

24. Dezember um 17.00 Uhr findet

vor der Kapelle eine Gedenkfeier

zu Ehren der Liedschöpfer

statt. Ein Museum und Stelenweg

im Stille-Nacht-Bezirk informieren

über die Entstehungsgeschichte

von „Stille Nacht! Heilige

Nacht!“.

Stadt Salzburg

Das Salzburg Museum widmet dem Lied

mit „Sille Nacht 200 – Entstehung, Botschaft,

Gegenwart“ eine Sonderausstellung.

Im „Nöstler Haus“ in der Steingasse

wohnte Joseph Mohr kurz nach seiner Geburt,

im Dom zu Salzburg wurde er getauft.

Arnsdorf

Oberndorf

Salzburg

Hallein

Wagrain

Arnsdorf – Flachgau

Hintersee

Das älteste Schulhaus Österreichs war wohl der

Ort, wo Franz Xaver Gruber die Melodie zu

Stille Nacht! Heilige Nacht!“ komponierte.

Schule und Kirche erinnern an 1818, im Schulhaus

ist auch das Stille Nacht Museum untergebracht,

das mit originalen Möbeln und weiterem

Inventar Grubers ausgestattet ist.

Hintersee –

Flachgau

An seiner ersten

längeren Wirkungsstätte,

wo er zehn Jahre als Pfarrvikar

arbeitete, erinnern eine kleine

Gedenkstätte, der Joseph Mohr-

Gedenkweg mit Kunst- und Klang-

installationen inmitten der Natur

und die Mohr-Kapelle an den Textdichter.

Mariapfarr

Hallein - Tennengau

Das „Stille Nacht Museum“ steht hier

unter dem Motto „Dem Komponisten

begegnen“ und bietet u.a. drei Autografen,

die „Authentische Veranlassung“ von

1854 und die Mohr-Gitarre.

Wagrain – Pongau

Eine Ausstellung ermöglicht, auf den Spuren

des Textes von Stille Nacht und seinem Dichter

Joseph Mohr zu wandern. Neben seinem Wirken

in Wagrain wird auch die Bedeutung des Lieds

weltweit thematisiert. Auch Joseph Mohrs Grab

kann besucht werden.

Mariapfarr – Lungau

Das südlichste Stille-Nacht-Museum

wurde, unter Verwendung von Objekten

aus dem reichen Sammlungsbestand,

jedoch mit einem

innovativen Museumskonzept, völlig

umgestaltet. Am Ort, wo Joseph

Mohr 1816 den Text schrieb, verbinden

sich die Themen Wallfahrt,

Frieden und Stille Nacht – hier wurde

Stille Nacht“ auf den Weg gebracht.

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STILLE-NACHT-ORTE

in Tirol, Bayern und Oberösterreich

Hippach

Im Strasser-Häusl in Laimach, heute Gemeinde Hippach im Zillertal,

Tirol, waren die Strasser-Sänger zuhause. Sie besserten das karge

bäuerliche Einkommen als fahrende Händler auf, dabei lockten sie

auch mit Musik und Gesang zu ihren Ständen. In Leipzig sangen sie

1831/32 das Stille-Nacht-Lied, das 1832

erstmals als Notendruck in Dresden

erschien.

Das Strasser-Häusl in

Laimach, Hippach, Heimathaus

der Strasser-Sänger

© Stille Nacht Gesellschaft

Burghausen

Die Stadt Burghausen liegt gegenüber von Hochburg-Ach an der

Salzach. In der politisch und wirtschaftlich wichtigen bayerischen

Stadt nahm Franz Xaver Gruber 1805/06 bei Georg Hartdobler Orgelunterricht,

das war ein wesentlicher Teil seiner musikalischen

Ausbildung.

Blick auf die Altstadt von

Burghausen mit der Stadtpfarrkirche

St. Jakob, wo Franz Xaver

Gruber das Orgelspiel lernte.

© Burghausen Touristik GmbH

Fügen

In Fügen, Zillertal, Tirol, war Karl Mauracher daheim, der als Orgelbauer

auch nach Arnsdorf und Oberndorf kam und wohl das Lied

aus dem Salzburger Flachgau in das Zillertal brachte. Fügen war

auch die Heimat der Rainer-Sänger, die wesentlich zur Verbreitung

des Liedes in Europa und in den USA beitrugen.

Hochburg-Ach

In Hochburg-Ach wurde 1787 Franz Xaver Gruber als Sohn einer

Leinenweberfamilie in der Steinpointsölde geboren. Beim

Franz-Xaver-Gruber-Gedächtnishaus beginnt der Friedensweg,

der in sechs Stationen mit Bronzeskulpturen und den sechs Strophen

des Liedes zu allen Kontinenten führt.

Im Schloss Fügen soll das Stille-Nacht-

Lied schon 1822 von den Ur-Rainern

vor Kaiser Franz I von Österreich und

Zar Alexander I. von Russland gesungen

worden sein. Im Schloss und in

der Widumspfiste ist „Klang der Alpen“

Teil der Landesausstellung.

© Stille Nacht Gesellschaft

Die Station „Afrika“ des

Franz-Xaver-Gruber-Friedenswegs

mit Blick auf die

Pfarrkirche Hochburg

© Franz-Xaver-Gruber-Gemeinschaft Hochburg-Ach

Laufen

Zur Stadt Laufen gehörte bis 1816 der Vorort Oberndorf. Für die

Siedlungen beiderseits der Salzach war der Salzhandel wirtschaftlich

sehr bedeutsam. Laufen war auch die Heimat des bedeutenden

österreichischen Barockmalers Johann Michael Rottmayr (1654-

1730), von dem es zahlreiche Werke in der

Stiftskirche gibt.

Ried im Innkreis

In Ried im Innkreis absolvierte Franz Xaver Gruber im Jahr 1806

eine dreimonatige Lehrerausbildung, die Grundlage für seinen

Lehrerberuf. Im Innviertler Volkskundehaus in Ried ist die „Stille-Nacht-Krippe“

aus Oberndorf zu finden,

vor der 1818 das Stille-Nacht-Lied

erstmals erklang.

Eine Ansicht von Laufen

(vorne), hinten auf der anderen

Salzachseite Oberndorf

© Stadt Laufen

Detail der „Stille-Nacht-

Krippe“, die seit 1933 in Ried

präsentiert wird.

© Innviertler Volkskundehaus

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