GymLiestal unterwegs - Gymnasium Liestal

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GymLiestal unterwegs - Gymnasium Liestal

Wenn ein Orchester ruft

Fremdartige Töne sind es, die zurzeit in

der Aula des Gymnasiums Liestal erklingen.

Schräge Töne, Dissonanzen, manchmal

nur Geräusche. Lärm, sagen einige.

Neue Musik, sagen die Künstler. Sie spielen

im Orchester der Schule unter der Leitung

von Anne Sprunger und Martin Roos

und proben seit ein paar Monaten ein

Stück der ganz besonderen Art. «Rufe»

heisst es und wurde im Auftrag des Orchesters

von Philipp Neukom, einem

jungen Komponisten und ehemaligen

Schüler des Gymnasiums, komponiert.

Es handelt von Rufen, die gehört werden

wollen. Von Rufen, die für kurze Zeit die

Stille durchbrechen, aber sogleich wieder

verstummen oder die stets von anderen

übertönt werden. Von Rufen, die den jungen

Musikern einiges abverlangen. Denn

obwohl Neukom beim Komponieren das

Können der Schülerinnen und Schüler

berücksichtigt hat, stand jeder Einzelne

am Anfang vor neuartigen Herausforderungen.

Während die Bläser die Mundstü-

cke weglassen oder verkehrt herum halten

müssen, spielen die Streicher ganze

Passagen tonlos oder zupfen, dass fast

die Saiten platzen. «Das Stück ist voller

Spannung», berichtet eine Musikerin, «es

verlangt viel Konzentration, Durchhaltevermögen

und Energie. Wir haben uns

auf etwas Neues eingelassen, und es hat

sich gelohnt. Ich spiele das Stück sehr

gerne – es erzählt eine Geschichte.»

Belohnt wird das Orchester nicht nur

mit Freude am Spielen, sondern auch mit

einer Reise nach Berlin. Eine Woche lang

dürfen die Musiker bei Familien einer

Partnerschule wohnen, zusammen die

Stadt erkunden und musizieren. Als Höhepunkt

des Projekts wird das Werk am

Sonntag, den 22. April 2007 im 19.30 Uhr

in der Kirche in Rümlingen uraufgeführt

und vom Komponisten kommentiert. Das

Orchester lädt alle Interessierten zum

Konzert und zur persönlichen Begegnung

mit Philipp Neukom ein.

Sarah Bühler 3GL

War Milena Moser schon auf der Putzfraueninsel?

Wie lange hatten Sie, um das Buch

zu schreiben? Haben Sie sich in einer

der Personen selbst beschrieben? Ist

Irma Ihnen ähnlich? Was sagen Sie

zum Film? Wie stehen Sie heute zum

Buch? Welche Charaktereigenschaft

von Irma würden Sie ändern?

Solche Fragen wurden von unseren

Schülern/-innen der 1A und der 1IZ

und der M1c vom KV Reinach der

Schweizer Autorin Milena Moser gestellt.

Die drei Klassen hatten in einer

projektartigen Unterrichtsform die

berühmte «Putzfraueninsel» gelesen

und sich darüber klassen und schulhausübergreifend

via Swikis ausgetauscht.

Sie mussten thematische

Gruppen bilden, sich selbstständig

ein Verständnis des Werks erarbeiten

und schriftliche Beiträge ins Internet

stellen, welche von anderen und von

den beteiligten Lehrpersonen Laura

Simma, Roland Lötscher und Antonio

Turchiarelli kommentiert wurden.

Am Schluss trafen sich die drei

Klassen und sahen sich gemeinsam

die Verfilmung an, die bei den Schülern

und Schülerinnen wenig Anklang

fand. Nach der ganzen Auseinandersetzung

mit dem Buch und mit dem

Film nahm es die Schüler/-innen

wunder, die kürzlich aus San Francisco

zurückgekehrte Autorin persönlich

kennen zu lernen.

Roland Lötscher

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