GymLiestal unterwegs - Gymnasium Liestal

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und seine Umgebung), wo sich die Abschlussklassen

ein letztes Mal vorstellten,

ein günstiges Znüni zu bekommen war

und die diversen Abschlusszeitungen

eingesehen werden konnten.

28. Juni 2007

Abschlussfeier der FMS: Eine Vertretung

der Caritas konnte einen Check von über

25 600 Franken entgegennehmen. Die

Klasse F3b hat zusammen mit Lukas

Bühler und Urban Kessler im Rahmen

des Projektunterrichts die Summe

zusammengebracht, mit der im erdbebengeschädigten

Pakistan Schulhäuser

gebaut werden.

Ein fruchtbares Sabbatical, Februar bis Juni 2006

Von Martin von Rütte, Musiklehrer

Das erste Projekt meiner unterrichtfreien

Zeit war die Produktion «Smoke‘n Brooklyn»

(Schuljahr 2005/06). So begann mein Urlaub

mit einem weiteren grossen Energie-Output ...

Von Mitte Februar bis Mitte März 2006 gab

es zwei Schwerpunkte: Distanz zu gewinnen

und meine einmonatige Reise in die USA zu

organisieren. Ich reiste einen Monat von Familie

zu Familie und traf viele Musiker und Künstler.

Ziel meiner Reise war es, möglichst viele

Kunstschaffende zu treffen, zu sprechen, zu erleben.

Von New York begab ich mich nach Chicago.

Hier erlebte ich eine Facette des Blues,

die ich den «professionellen Club-Blues» nennen

möchte: urchig, persönlich und halt doch

«Business». Von da führte mich der Drang, die

Wurzeln des Blues auszukundschaften, nach

Memphis: Blues, Soulmusik, Rock´n´Roll (Elvis

Presley), Rhythm´n´Blues und die Bürgerrechtsbewegung.

Ja, hier wurde mir sehr deutlich

vor Augen geführt, wie es um die Stellung

der afroamerikanischen Bevölkerung steht:

Sehr ernüchternd, wie das Zusammenleben eigentlich

keines ist. Von da ging die Reise nach

Phoenix (Heard-Indianer-Museum) und von

da direkt nach Norden in die Arizonawüste,

wo ich den ersehnten Roden Crater zu finden

vermochte und sogar das eingebaute Landart-

Kunstwerk von James Turrell, dem Naturlicht-

Einfang-Künstler, besuchen durfte. Dann ging

es via Grand Canyon nach Las Vegas und Los

Angeles, dem Ort, wo Freunde mich empfingen

und von dem ich dann am 11. April den

Rückflug antrat.

Das zweite Projekt, Aktualisierung des Liedrepertoires,

war geprägt vom Kennenlernen von

Liederbüchern der Pop-, Rock- und Ethno-Stile.

Mein Unbehagen, neuere Popsongs mit

Schulklassen zu singen, hat sich verstärkt. Hin-

gegen habe ich in unzähligen Gesprächen, in

Zeitschriften, neuen Liederbüchern und Workshops

fürs Pop-Rock-Ethno-Klassensingen einen

Weg gefunden. Für mich ist nach dieser

Auseinandersetzung klar geworden, dass für

das Klassensingen Arrangements von Songs

notwendig sind, die dem chorischen Singen

Rechnung tragen. Und genau da gibt es in der

deutschen und österreichischen Schulchorszene

eine Fülle von Stücken, die mir nicht bekannt

waren. Nun habe ich mir da einen Weg

gebahnt und kann auf Arrangements zurückgreifen,

die die Klangwelt unserer Schüler

aufnehmen und in einer Form zum Klingen

bringen, die dem chorischen Klassensingen

Rechnung tragen. Die meisten aktuellen Popsongs

sind Sologesangsstücke, die sich fürs

vertiefte Klassensingen nicht eignen, da die

Emotion nur durch eine Solistin oder einen

Solisten verkörpert werden kann.

Die Gesundheitserhaltung ist mir ein grosses

Anliegen. Daher habe ich Nägel mit Köpfen gemacht

und beginne, meine Sangeskunst, meinen

Ausdruckswillen öffentlich darzubieten

(www.martinvoice.com). Am 22. Dezember

2006 gab ich ein kleines Konzert mit Weihnachtsliedern,

gekoppelt mit offenem Singen,

und am 30.4./1.5.2007 brachte ich im Theater

Palazzo Liestal mein erstes Programm auf die

Bühne. Es gelang mir sogar, das langjährige

Musizieren mit meinem Vater einer grösseren

Öffentlichkeit als den geduldigen Büchern im

Wohnzimmer zu präsentieren. Am 16. Februar

2007 waren wir in der Aula des Gyms zu hören.

Dass die Terlusollogie sowie regelmässige Weiterbildung

im Gesang dazugehören, ist für mich

selbstverständlich. Momentan beschäftige ich

mich mit der «Speech-Level-Singing»-Technik:

Belcanto als Grundlage fürs Pop-/Rocksingen.

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