Berliner Zeitung 02.11.2019

BerlinerVerlagGmbH

Im Gespräch: Der Islamwissenschaftler Ralph Ghadban über arabische Clans – Magazin

Heute mit

Service und

Immobilien

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Hin und wieder Regen

Wetter Seite 16

AM WOCHENENDE

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Sonnabend/Sonntag,2./3. November 2019

Nr.255 HA -75. Jahrgang

Auswärts/D*: 2.00 €

Berlin/Brandenburg: 1.80 €

AUFBRUCH IM BERLINER VERLAG

Die Berliner Silkeund Holger Friedrich

sind seit Freitag,1.November 2019,

Eigentümer des Berliner Verlags.

Im Interviewmit der Redaktion

sprechen sie über ihre Motivation, über

journalistische Herausforderungen,

Tempo und 30 Jahre Mauerfall. Erste

Personalentscheidungen sind auch

gefallen. Seite 2

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Berliner Zeitung

Gratis

Die neue alte

Staatsbibliothek

Berlin Seiten 10 und 11

Das Berliner Derby: Jetzt gilt’s

Die Kapitäne Christopher Trimmel von Union Berlin und Vedad Ibisevic von

Hertha BSC führen ihre Teams in ihr erstes Bundesliga-Derby. Seiten 3, 22,23und 24

IMAGO IMAGES (2)

Corinna Harfouch

im Gespräch

Feuilleton Seiten 26 und 27

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Es könnte ein Wendepunkt

für eine der wichtigsten

Auto-Messen der Welt sein.

Und esist eine Chance für

diese Stadt. DieInternationale Automobil-Ausstellung,

kurzIAA, soll von

Frankfurt amMain nach Berlin ziehen.

Dafür haben der Regierende

Bürgermeister Michael Müller (SPD)

und Messe-Chef Christian Göke am

Freitagabend bei einem Gespräch

mit dem Branchenverband VDA geworben.

Details wurden nicht bekannt.

Doch Beobachtern ist klar,

dass die Messe nur dann überlebt,

wenn sie sich neu profiliert–als Mobilitätsmesse.Sie

muss in die Hauptstadt,

und sie muss sich dringend

wandeln, mahnte ein Kenner der Autoindustrie.

„Ein Umzug der IAA

nach Berlin wäreeine gute Entscheidung“,

sagte Ferdinand Dudenhöffer

vonder Universität Duisburg-Essen.

Die Kraftfahrzeugbranche ist im

Umbruch. Neue Hersteller trumpfen

auf, Debatten über die Auswirkungen

des Autoverkehrs setzen den etablierten

Unternehmen zusätzlich zu.

In Großstädten gewinnen neue Mobilitätskonzepte

wie Sharingmodelle

an Bedeutung, für junge Leute ist der

Kauf eines privaten Autos oft kein

Konzept mehr. Die Turbulenzen in

der Branche betreffen auch die IAA,

die lange ein Ortstolzer Repräsentation

und Selbstvergewisserung war.

Wir, das Autoland Deutschland!

Als Produktschau sei die Messe

„langweilig“ geworden, meinte Ferdinand

Dudenhöffer. „Das Thema

Auto hat für viele Menschen an Emotion

verloren“, so der Leiter des Center

for Automotive Research. „Die

IAA braucht ein neues Format“ –im

Zeichen der Digitalisierung, die

heute die Gefühle anspricht. Für die

Neuausrichtung wäre Berlin gut geeignet.

Zum einen, weil es hier mit

der IFAbereits eine Messe mit vielen

Digitalthemen gebe. Zum anderen,

weil Berlin attraktiv sei und international

eine große Ausstrahlung habe.

Besucherzahl geht zurück

„Frankfurt steht in keiner Weise für

Autos –allenfalls für Banken“, sagte

Dudenhöffer.Dagegen sei Berlin etabliert

als Bühne für Politiker und

Wirtschaftschefs, sich weltweit zu

präsentieren. Er ist sich sicher, dass

die besondere Attraktivität Autohersteller

dazu bewegen könnte,zur IAA

zurückzukehren.„Soein Auftritt kostet

50 bis 100 Millionen Euro. Da

überlegt ein Unternehmen genau, in

welchem Kontext es sich darstellt.“

Weniger Besucher, weniger Aussteller:

Darunter leidet die IAA in

Frankfurt. Experten führen den Abwärtstrend

auch auf Diskussionen

zurück, bei denen das Auto im Zeichen

des Klimawandels infrage gestellt

wird. „Die IAA in ihrer jetzigen

Form ist ein Dinosaurier“, sagte Berlins

Wirtschaftssenatorin Ramona

Pop. „Immer größer, schwerer und

protziger –das ist die Vergangenheit.

Die IAA muss sich revolutionieren,

dann passt sie auch zu Berlin“, so die

Grünen-Politikerin. „Sie darfdie Ver-

Warum die IAA

nach Berlin muss

Berlin könnte die Internationale

Automobil-Ausstellung neu positionieren.

Und dabei die Vorteile der Hauptstadt

ausspielen–alsInnovationstreiber

und als Ort für Zukunftsdebatten

VonPeter Neumann

„Die IAA in ihrer jetzigen Form ist ein

Dinosaurier. Immer größer, schwerer

und protziger –das ist die Vergangenheit.

Die IAA muss sich revolutionieren,

dann passt sie auch zu Berlin.“

Ramona Pop (Grüne), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe

kehrswende nicht verschlafen, sonst

ist der Automotive-Standort

Deutschland in Gefahr, weiter abgehängt

zu werden.“ Dagegen wäre

eine moderne IAA, bei der die neuen

Mobilitätserfordernisse Sauberkeit,

Freiheit von fossilen Brennstoffen

und Digitalisierung in den Vordergrund

gestellt werden, ein Gewinn

für Berlin und für die Autoindustrie.

Auch Verkehrssenatorin Regine

Günther mahnte eine grundsätzliche

Neuausrichtung an.„BerlinsVerkehrspolitik

stellt den Menschen in

den Mittelpunkt –nicht die autogerechte

Stadt“, sagte die Grünen-Politikerin.

„Wir wollen eine Mobilität,

die weniger Platz benötigt, die weniger

Lärm, Kohlendioxid und Luftschadstoffe

verursacht, dafür aber

mehr Sicherheit und deutlich mehr

Lebensqualität bringt. Jede Messe,

die eine solche integrierte Mobilität

thematisiertund die Zukunft lebenswerter

Metropolen im Blick hat, wäre

in Berlin hervorragend aufgehoben.“

Dass sich Berlins rot-rot-grüne

Koalition nicht autofreundlich gibt,

wäre kein Widerspruch, sagte Frank

Jahnke (SPD). In Berlin arbeiten viele

Firmen und Forschungsstätten an

Zukunftsthemen der Branche –etwa

an energieschonenden und schadstoffarmen

Antrieben. Hier hätten

nicht nur Daimler oder BMW Standorte:

„Hier sind die bedeutendsten

Zulieferer für die neue, intelligente

Mobilität zu Hause, zumBeispiel IAV,

Continental sowie viele Hidden

Champions“, so der Abgeordnete.

„Die Herausforderungen, vor denen

die Branche steht, sind in der

Metropole Berlin direkt erlebbar,die

Testfelder für zukunftsweisende

Ideen lägen im Umfeld“, sagte IHK-

Chef Jan Eder. „In Berlin gibt es mit

der ILA, der Innotrans und nicht zuletzt

der Formula Ethematische Anknüpfungspunkte.

Die IAA in Berlin

wäreein Gewinn.“

Massiver Widerspruch zu erwarten

„Wir können uns die IAA als eine Art

Schaufenster der Mobilität vorstellen,

das über das Messegelände hinaus

laufende und geplante Projekte

präsentiert“, hieß es beim ADAC.

DerBranchenverband VDA brauche

einen „Reset“, forderte Andreas

Knie vom Wissenschaftszentrum

Berlin. „Eine Neuausrichtung der

IAA wäre eine Möglichkeit, dies zu

dokumentieren.“ Statt immer größerer

SUV müsse die Messe Lösungen

fürMobilitätsprobleme zeigen.

Das heiße auch, dass Hersteller

Motorfahrzeuge neu denken – als

Teil multimodaler Mobilität, sagte

Tilmann Heuser vom Bund für Umwelt

und Naturschutz Deutschland.

„Dass dies gelingt, da habe ich so

meine Zweifel. Eine IAA in Berlin

kann aber die Impulse für diese Art

von Diskussion und politischem

Handeln auslösen.“ Konzepte, die

primär auf den Privat-Pkw setzen,

selbst wenn er elektrisch angetrieben

wird, lösten hier massiven Widerspruch

aus.„Reibung setzt Energie

frei“ –eine Chance für die IAA.

Berliner Verlag GmbH, 11509 Berlin

Redaktion: (030) 63 33 11-457 (Mo-Fr13-14 Uhr), Fax-499

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2* Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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·

Tagesthema

Die Berliner Silke und Holger

Friedrich sind seit

Freitag offiziell die

neuen Eigentümer des

BerlinerVerlags,den sie vonDumont

gekauft haben. Jetzt steht wieder

Berliner Verlag“ in großen Lettern

über dem Eingang desVerlagshauses

an der Alten Jakobstraße. Im Gespräch

mit der Redaktion reden sie

über ihre Pläne, neue Personalien

und den Spirit des Neuanfangs.

Vor sechs Wochen haben wir angekündigt,

dass Sie, das Ehepaar Friedrich,

den Berliner Verlag übernehmen.

Wie hat es sich für Sie heute

Morgen angefühlt, durch den Eingang

mit dem Schriftzug „Berliner

Verlag“ zu laufen?

SILKE FRIEDRICH: Ich fand es

toll. Die Nachricht, dass wir den Namen

Berliner Verlag“ installieren,

ging wie ein Lauffeuer durch das Gebäude.Von

allen Etagen kamen Kollegen

und haben fotografiert.Wirhaben

Selfies gemacht und Gruppenbilder,

und es kamen Mitarbeiter

vorbei und hoben den Daumen. Das

hat Spaß gemacht. Ich hatte Gänsehaut.

Wir haben uns in den letzten

Wochen mit der Frage beschäftigt,

ob wir bereit sind für diesen ersten

Tag. Ja,wir sind bereit.

Heute wurden außerdem ein paar

große Buchstaben ins Haus getragen.

Zusammengesetzt ergeben sie die

Buchstaben „Berliner Zeitung“. Was

hat es damit auf sich?

HOLGER FRIEDRICH: Es sind in

der Vergangenheit einige Symbole

geschleift worden. DasHaus am Alexanderplatz,

in dem der BerlinerVerlag

früher saß, hieß Haus der Presse.

Es gab das Haus der Elektrotechnik,

das Haus des Reisens, das Haus des

Lehrers, das war städtebaulich ein

Ensemble. Auf dem Haus der Presse

gab es auf dem Dach eine großeWerbung

für die Berliner Zeitung. Eine

unserer ersten Fragen nach der Unterzeichnung

des Kaufvertrages war,

ob es diesen alten Schriftzug noch

gibt. Glücklicherweise war das so.

Ich habe darum gebeten, dass die

Buchstaben ins Haus gebracht werden.

Jetzt werden wir mit den Baubehörden

verhandeln, wie wir sie über

die Fassade des jetzigen Gebäudes

hängen können.

Zufällig fällt Ihr Antritt in die Tage, in

denen wir 30 Jahre Mauerfall feiern.

Wasplanen Sie mit der Berliner Zeitung,

mit dem Berliner Kurier?

SILKE FRIEDRICH: Ich glaube ja

nicht an Zufälle. Aus meiner Sicht

macht das alles einen Sinn. Ichhabe

das Gefühl, dass Puzzleteile zueinanderfinden.

Heute Morgen bei der

Mitarbeiterversammlung habe ich

eine grundpositive Stimmung wahrgenommen.

Mitarbeiter haben den

Eingang fotografiert. Viele arbeiten

an den Sonderausgaben der Zeitungen

zum 8. und 9. November. Eshat

einen Sinn, dass wir jetzt hier sind

und eine andere Perspektive indiesen

Diskurs einbringen. Ichhabe das

Gefühl, dass das alles zueinanderpasst.

Dasmusste so sein.

HOLGER FRIEDRICH: Ichsehe es

nüchtern. Jetzt ist endlich die Zeit da,

in der man ein paar Dinge korrigieren

kann. Der Mauerfall wird gern

thematisiert, ich finde den 4. November

viel spannender,als die erste

freie, ordentlich genehmigte Demonstration

auf dem Alexanderplatz

stattfand, mit mehreren Hunderttausend

Menschen. Dortwurde eine

Diskussion über die Zukunft des

Landes geführt, in deren Folge sich

eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung

dramatisch beschleunigte.

Insofern schließen sich jetzt hier

Kreise,und man kann Diskussionen,

die damals beendet wurden, nun

wieder aufnehmen.

DieRedaktion wirddiesen Diskurs in

zwei besonderen Ausgaben am 8. und

9. November nachzeichnen. Sie werden

sich darin auch zu Wort melden.

Wasist die Botschaft?

HOLGER FRIEDRICH: Die erste

Botschaft reagiert auf die Frage und

die dahinterstehende Unterstellung,

in wessen Auftrag wir handeln. Nein,

wir handeln nicht im Auftrag von

russischen Oligarchen oder rechtskonservativen

Geheimniskrämern,

sondern aus uns selbst heraus. Wir

wollen einladen, das Potenzial dieser

Stadt, dieses Landes und dieses Kontinents

zu diskutieren. Dafür wollen

wir einen ersten Aufschlag machen

und erläutern, warum wir es getan

haben –was wir für Potenziale sehen

und wie wir denken, dass diese Potenziale

gehoben werden können.

Dasklingt geheimnisvoll.Waswirdin

den beiden Ausgaben zu lesen sein?

HOLGER FRIEDRICH: Es wird

anlässlich des Mauerfall-Jubiläums

eine Menge Feiernund wohlgesetzte

Wortegeben mit einer sehr einheitlichen

Rezeption dessen, was damals

passierte. Vielleicht ist die Wirklichkeit

heterogener. Ein Ziel ist es, dieser

Heterogenität Raum zu geben.

Daszweite Ziel ist, aus einer anderen

Perspektive eine Bestandsaufnahme

zu ermöglichen.

DesLandes?

HOLGER FRIEDRICH: Ja, der

Stadt und des Landes.Das dritte Ziel

ist, zu fragen, was man anders und

schneller angehen könnte.Denn wir

sind langsam in dieser Stadt, in diesem

Land und auf diesem Kontinent

in Anbetracht der Dynamik an Veränderung

um uns herum. Wir sind

alle klug genug, die Informationen

liegen uns vor. Aber wir haben ein

Problem, in der Zivilgesellschaft, in

der Politik, in der Verwaltung und in

der Industrie, daraus notwendige

Folgerungen zu ziehen –auch in der

Medienindustrie. Wir wollen diesen

Kanon aufreißen und dazu einladen,

diese Fragen zu diskutieren.

Sie sind seit sechs Wochen dabei, sich

in einen Verlag, also in eine Branche

einzuarbeiten, die Sie vorher nicht

kannten. Berlin wird als der härteste

MarktDeutschlands und Europas gesehen.

Haben Sie eine verlegerische

Mission?

HOLGER FRIEDRICH: Mit dem

Begriff Mission kann ich nichts anfangen.

Dieser Markt ist strukturell

unterversorgt. Man sollte aber nicht

den Markt beschimpfen, sondern

sich fragen, warum das,was die Berliner

Presselandschaft anbietet, keinen

Widerhall findet. Wir haben eine

Marktabdeckung, je nachdem worauf

man schaut, von weniger als 7,5 beziehungsweise

5Prozent. Wasdie Tageszeitungen

betrifft. Mansollte aber

den Berlinernnicht Ignoranz vorwerfen,

sondernwir sollten schauen, was

die Berliner Zeitungen anbieten und

warum das nicht ankommt. Das hat

etwas mit Inhalten und mit der Lieferung

zu tun. Wir sollten die Inhalte

hinterfragen und deren Relevanz.

Gleichzeitig sollten wir die Lieferung

hinterfragen, also dorthin liefern, wo

die Leser sind. Beziehungsweise deren

Medien ansprechen. Was eine

sehr viel stärkere Digitalisierung bedeutet.

SILKE FRIEDRICH: Unser Ansatz

ist, vom Leser her zu denken. Medien

unterschätzen, wie sehr Leser

nach Informationen suchen, um

sich eine eigene Meinung bilden zu

können. Wir müssen nicht die Meinung

vorgeben, sondern Informationen

zur Verfügung stellen. Dasist unsere

Mission. Unabhängigkeit und

Faktenorientierung, um den Leser

einzuladen, sich selber eine Meinung

Der erste

Schritt

Holger und Silke Friedrich über den Neustart des

Berliner Verlags und das Mauerfall-Jubiläum

Noch verpackt, aber wieder da: das Wappen der Berliner Zeitung.

Der Berliner Verlag erhält eine neue Führung. Nach der Übernahme

durch Silke und Holger Friedrich per 1. November 2019 wirdDr. Michael

Maier neuer Herausgeber der Berliner Zeitung und Vorsitzender

der Geschäftsführung des Berliner Verlags. Margit J. Mayer übernimmt

die Leitung für die Bereiche Style und Zeitschriften, für die unter ihrer

Leitung neue Akzente im BerlinerVerlag gesetzt werden sollen.

Jochen Arntz und Elmar Jehn bleiben Chefredakteure der Berliner

Zeitung und des Berliner Kurier.

Michael Maier war von 1996 bis 1999 Chefredakteur der Berliner

Zeitung und hatte die frühereSED-Bezirkszeitung in einem vielbeachteten

Projekt zu einer modernen Hauptstadt-Zeitung umgebaut. Maier

war danach unter anderem Chefredakteur des Stern und der Netzeitung

sowie Gründer der heute mehrheitlich vom schwedischen Bonnier-Verlag

geführten Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuletzt war

Maier Publisher bei dem von ihm mitbegründeten Wiener Technologie-Startup

NewsTech.

Margit J. Mayer war unter anderem Chefredakteurin bei den deutschen

Ausgaben von Harper’s Bazaar, AD(Architectural Digest) und

Leiterin des Berlin-Büros des Kunstbuchverlags Taschen.

Silke und Holger Friedrich zu den Neuverpflichtungen: „Wir wollen

mit den beiden Top-Journalisten die hervorragende Redaktion stärken

und zeigen, dass es uns vor allem um journalistische Qualität geht –

und zwar für alleTitel des BerlinerVerlags.Dr. Maier wirduns mit seiner

Expertise helfen, die traditionsreichen Marken im digitalen Umfeld erfolgreich

zu positionieren. Margit Mayer wird dazu beitragen, dass

Themen wie Stil, Mode und Kunst nicht nur in der Metropole Berlin,

sondernauch in den Medien des Berliner Verlags eine neue,kraftvolle

und intelligente Stimme erhalten.“

zu bilden und Themen zu hinterfragen.

Ichwürde mich freuen, wenn wir

in einem Jahr sagen können, dazu haben

wir beigetragen. Am Ende gehtes

immer um die Kunden und die Befriedigung

ihrer Bedürfnisse.

HOLGER FRIEDRICH: In den vergangenen

sechs Wochen gab es überraschende

Aspekte, und diese sind

größer,als ich erwartet habe.Einer ist,

dass innerhalb eines Verlages und einer

Redaktion Arbeitsprozesse so

In eigener Sache

BLZ/MIKE FROEHLING

ausmoderiert und ausgeschliffen

sind, dass man spürt, dass da 440

Jahre Erfahrung sind. Dagegen stecken

in der Digitalisierung 44 Jahre

Erfahrung. DieProzesse sind bei weitem

nicht so exakt, das ist ein Kulturclash.

Als die Nachrichten über den

Anschlag in Halle hereinkamen, war

ich zufällig im Newsroom und habe

beobachtet, wie eine Gruppe vonRedakteuren

binnen weniger Minuten

eine unklareInformationslage in eine

Der Berliner Verlag

in neuen Händen:

Elmar Jehn,

Michael Maier,

Silkeund

Holger Friedrich,

Margit J. Mayer,

Jochen Arntz (v.l.).

BLZ/PAULUS PONIZAK

klare Nachrichtenlage übersetzt hat.

Es wurde auf Basis einer Nullfehlertoleranz

gearbeitet. In diesem Moment

habe ich verstanden, warum die Digitalisierungsbemühungen

in all den

Medienhäusern, ob Spiegel, FAZoder

woanders, scheitern mussten, weil

diese Güte an Prozessqualität aus 440

Jahren mit 44 Jahren Erfahrung nicht

kompatibel ist. Noch nicht.Wirhaben

eine sehr spannende Aufgabe vor

uns.

AlsJournalisten müssen wir fehlerfrei

arbeiten.

HOLGER FRIEDRICH: Fragen Sie

einen Softwareingenieur. Der wird

Ihnen erklären, dass er lieber erst

einmal inexakter und dafür schneller

arbeitet, da Fehler in der Software

unkompliziert korrigiert werden

können. So sind wir in der Lage, die

Komplexität der Welt schneller in

Softwaresystemen abzubilden als in

ordentlich durchgeplant ausgerichteten

Systemen.

Wenn wir das auf Journalismus übersetzen,

dürfen wir trotzdem keine Fehler

zulassen. Wir müssen uns jedoch

erlauben, Dinge in vielerlei Richtungen

zu denken, und sie nochmals

überprüfen. Das ist die Art Labor, die

uns vorschwebt. Etwas, was wir uns

mit Streitgesprächen auch für die Ausgaben

des 8. und 9. November vorgenommen

haben –umden Blick nach

vorne zu richten.Waskönnen wir tun,

um wieder Mauern einzureißen?

SILKE FRIEDRICH: Ja, die Rückbesinnung

ist wichtig, aber wir sollten

nach vorne denken. Wir hatten

eine einmalige Chance: Da war ein

Land, es wurde getrennt, und es fand

wieder zusammen. Aber was haben

wir gelernt? Sind wir uns der Fehler

bewusst, und wie können wir uns

aufstellen, um die gleichen Fehler in

der Zukunft zu vermeiden? Das diskutieren

wir in unseren Streitgesprächen,

wir gehen der Frage nach, wo

wir stehen in unserer Gesellschaft

und was das für die nächsten 30

Jahrebedeuten könnte.

Der Berliner Kurier wird die Ausgabe

am 9. November unter die Stichworte

Dankbarkeit und Respekt stellen.

Empfinden SieimHinblick auf Mauerfall

und 30 Jahre Einheit Dankbarkeit

und Respekt vor den Menschen,

die das ermöglicht haben?

SILKE FRIEDRICH: In jedem Fall.

Ich empfinde uns als Gewinner der

Wende.Ich bin dankbar für die Möglichkeiten,

die die Wende uns eröffnet

hat. Ich habe Respekt vor den

Menschen, die dies ermöglicht haben,

auch vorden Menschen, die auf

die Straße gegangen sind und sich

engagiert haben. Es ist eine spannende

Diskussion, inwieweit wir alle

dankbar sind für das, was wir jetzt

haben, die schönen Städte,die Infrastruktur,die

Lebensqualität, den hohen

Gesundheitsstandard. Gleichzeitig

diskutieren wir, inwieweit der

Osten respektvoll behandelt wurde

für das, was geleistet wurde. Diese

Frage zu moderieren, fällt allen

schwer, dennoch sollte es viel mehr

in der Öffentlichkeit stattfinden.

HOLGER FRIEDRICH: Auch weil

heute dieselben Fehler wie damals

begangen werden und ein großes

Potenzial vergeben wird. In dieser

Ignoranz und westdeutschen Selbstvergewisserung,

Sieger der Geschichte

zu sein, wird auch heute

den neuen Herausforderungen begegnet.

Das ist der spannende Teil

der Diskussion: Was hat der Osten

damals ermöglicht, was haben wir

nicht genutzt und warum nicht, und

warum nutzen wir es heute nicht.

DieWelt um uns herum ist sehr viel

schneller geworden, sehr viel komplexer.

Politik, Technologie, Gesellschaft,

Umwelt, Medizin, das ist alles

in Bewegung. Was verändert sich,

wie ist unser Standpunkt, was sind

unsere Möglichkeiten, zu welchem

Preis,und was müssen wir dafür tun,

um diese Möglichkeiten zu nutzen?

DerFakt, dass wir den Palast der Republik

abgeräumt haben, um uns

eine Schlossattrappe hinzustellen,

ist noch das geringste Problem.

Denn die Veränderungen, die jetzt

auf uns zukommen, wird das jetzige

Westdeutschland in seiner aktuellen

Konstitution nicht überleben. Und

da sind wir an einem Punkt, wo weder

eine ordentliche Analyse noch

eine Ableitung oder eine Neuausrichtung

stattfindet.

Reden wir über die Umsetzung. Wir

haben uns auch Gedanken gemacht,

wie wir die Inhalte besser liefern können.

Ist esschwer, eine neue digitale

Plattform für die Berliner Zeitung in

wenigen Wochen aufzustellen?

HOLGER FRIEDRICH: Nein, das

geht auch in wenigen Tagen. Schwer

ist es, die dahinter liegenden Systeme

zu integrieren. Aber auch das

ist nicht schwer, wenn man die Aufgabe

angstfrei und mit Profis angeht.

Man muss bereit sein, organisatorische

Orthodoxien aufzubrechen.Wir

werden unsereinteressanten Inhalte

zum 8. November auf einer neuen

digitalen Infrastruktur ausspielen.

Normalerweise dauern solche Umstellungsprozesse

Monate bis Jahre.

Muss sich die Redaktion auf diese

neue Geschwindigkeit einstellen?

SILKE FRIEDRICH: In jedem Fall.

Veränderungen benötigen ein gewisses

Druckmoment. Die Zeit ist aber

reif. In diesem Haus herrscht ein großer

Veränderungswille. Wir zwei wollen

nicht verlieren, und ich habe das

Gefühl, dass hier eine Menge Kollegen

sind, die auch nicht verlieren möchten.

Insofernrennen wir durch offene

Türen.Wirhaben uns gefunden.

HOLGER FRIEDRICH: Es ist verblüffend,

wie viele Menschen vonaußerhalb

Hilfe anbieten. Google zum

Beispiel. Siesind nicht Konkurrenten,

sondernTechnologielieferant und somit

unserePartner.Esgibt eine Interessenkongruenz,

gleiches gilt für andere

Unternehmen wie beispielsweise

Nepos.Denn es geht um gesellschaftlichen

Fortschritt auf Basis

moderner Technologie.

Neben neuer Technik haben Sie auch

Menschen hereingeholt, die helfen

sollen. Michael Maier, der in den

90er-Jahren Chefredakteur der Berliner

Zeitung war, wird Geschäftsführer

des Berliner Verlags. Erzählen Sie,

wie es dazu gekommen ist.

SILKE FRIEDRICH: Michael

Maier hat mir eine E-Mail geschickt.

Wirhaben uns zum Abendessen verabredet.

Schon bevor wir bestellt hatten,

waren wir in einer anregenden

Diskussion.Wirticken bei vielen Themen

sehr ähnlich. Es war uns wichtig,

jemanden als Geschäftsführer zu positionieren,

der journalistische Erfahrung

mitbringt. Wirwollen ein Signal

in Verlag und Redaktion senden, dass

Inhalte und journalistische Qualität

wichtiger sind als Klicks. Herr Maier

steht für höchsten journalistischen

Anspruch, und zudem ist er ein Pionier

im Digitalen.

Daneben gibt es noch eine weitere

Personalie im Bereich Mode und Stil.

Werkommt da?

SILKE FRIEDRICH: Da kommt

Margit J. Mayer. Mayer mit y, sie sagt,

das steht für Style.Das ist ein wichtiges

Thema für die Berliner Gesellschaft.

Die Repräsentanz dieses Themas für

Berliner und darüber hinaus obliegt

ab sofortFrauMayer.Daher freuen wir

uns auf die Zusammenarbeit.

DasGespräch führten Jochen Arntz,

Elmar Jehn und Julia Haak.


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 3 **

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Seite 3

Ehrensachen

Januar 1990: Fans beim ersten Derbynach dem Fall der Mauer im Olympiastadion.

DPA/THOMAS WATTENBERG

Berlin-Lichtenberg, Mitte der Siebzigerjahre.

In der Wohnung der Familie

Klein steigt eine Geburtstagsfeier,

mit dabei ist wie immer die

Verwandtschaft aus West-Berlin. Solche Familienfeste

müssen wegen der Berliner

Mauer stets im Osten der Stadt stattfinden.

Bleibt die spannende Frage für den damals

10-jährigen Torsten-JörnKlein, welches Mitbringsel

die Verwandten aus dem Westen

wohl dabei haben werden. Dieses Mal ist es

eine blau-weiße Pudelmütze mit dem Logo

des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Vater

und Onkel setzen dem Jungen die Mütze

mit den Worten auf: „Dubist ab jetzt Herthaner,

so wie unsere ganze Familie.“ Diese

Wortewerden fortan vonBedeutung sein.

Torsten-Jörn, der junge Fußballanhänger,

verfolgt fortan intensiv die Spiele der Mannschaft

aus Wedding. Seit Gründung der Bundesliga

im Jahr 1963 spielt die Hertha im

Olympiastadion –nicht allzu weit weg von

Lichtenbergund doch so fern.

Vier Jahre später, imFrühjahr 1978, will

Torsten-Jörn, inzwischen 14, die Hertha-Profis

endlich einmal aus der Nähe sehen. Diese

seltene Gelegenheit bietet sich bei einem Vergleich

innerhalb des deutsch-deutschen

Sportkalenders zwischen Dynamo Dresden

und der Hertha. In der DDR wirddieses Duell

als „Internationaler Fußballvergleich“ tituliert,

der Begriff „Freundschaftsspiel“ ist

streng verboten. Freundschaft mit dem Klassenfeind?

Diedarfesauch im Sporttrotz kleinerer

Annäherungsversuche nicht geben.

Mitdem roten Skoda nach Prag

Torsten-Jörn Klein will unbedingt nach

Dresden, sein Vater verbietet ihm die Reise.

„Junge, duhast keine Eintrittskarte, und es

ist ohnehin zu gefährlich“, sagt er. Knapp

ein Jahr später erfüllt sich der Traum, die

Hertha live zu sehen, doch noch. „Ich

konnte meinen Vater überreden, mit mir

nach Prag zu fahren, wo Hertha im Uefa-Pokal

bei Dukla Prag antreten musste“, erzählt

Klein, inzwischen 55 Jahrealt. Manreiste im

roten Skoda der Familie.Klein erinnertsich:

„Über 2000 Hertha-Fans waren im Stadion,

davon circa die Hälfte ,rot-weiße Herthaner‘,

also Fans des 1. FC Union. Es war eine

tolle Stimmung. Mein erstes Spiel, das ich

vonmeiner Hertha livegesehen habe,bleibt

für mich unvergessen.“

Torsten-JörnKlein, erfolgreicher Medienmanager

und Investor, viele Jahre auch Geschäftsführer

des Berliner Verlages, ist heute

im EhrenamtVorsitzender des Aufsichtsrates

von Hertha BSC. Da hat sich ein Kreis geschlossen,

ein Kreis, der durchaus auch für

die Einheit vonOst und West steht.

Klein sagt, es sei schade, aber wahrscheinlich

auch normal, dass aus der einstigen

Fan-Freundschaft zwischen Hertha und

Wasverbindet Herthaner und Unioner?

Wasist aus der Freundschaft der Berliner Fans in Ost und West,

die in den Siebzigerjahren begann, geworden?

Warum hat man sich auseinandergelebt?

Eine Geschichte über Fußball und Gefühl

vor dem großen Bundesliga-Derby

Union mittlerweile eine Rivalität geworden

ist. „Nur die Anhänger beider Vereine, die

über 50 Jahre alt sind, leben noch diese

Freundschaft, die über Mauergrenzen hielt.

Diejungen Leute leider nicht mehr.“

Ähnlich sehen es zwei Zeitzeugen, die wie

Klein vormehr als 40 Jahren dabei waren, als

die ersten zarten Bande zwischen den Fans

vonHertha und Union geknüpft wurden.

Andreas Sattler,56Jahrealt und aus Brandenburg/Havel,

ist Union-Fan und weiß natürlich

noch genau, wann er das erste Mal

ein Spiel an der Alten Försterei besucht hat.

„Das war 1973, und wir gewannen mit 2:1 gegen

Erfurt.“ Aufder anderen Seite der Mauer

ging Knut Beyer, 58, schon als kleiner Junge

mit seinem Vater, einem Sportjournalisten,

ins Olympiastadion –„die Hertha sehen“.

Sattler und Beyer erlebten am 26. April

1978 das Duell zwischen Dynamo Dresden

und Hertha BSC –ohne sich zu kennen. „Ich

hatte immer auch einen Blick zu Hertha

über die Mauer hinweg“, sagt Sattler,dessen

Bruder Holger in den Achtzigerjahren für

den 1. FC Union in der Abwehr spielte.„Wir

sind mit dem Trabi nach Dresden gefahren

und haben später viel gefeiert. Vordem Stadion

trafen wir auf die Herthaner und verbrüderten

uns“, erzählt Sattler. Und Beyer,

das Hertha-Urgestein, sagt: „InDresden haben

wir unsereUnion-Kumpels kennen und

schätzen gelernt. Aber erste lose Kontakte

gab es schon zuvor, als Hertha in der Inter-

Toto-Runde im Juli 1977 bei Slovan Bratislavainder

CSSR antreten musste.“

Irgendwo in diesem Zeitraum kann man

den Beginn der Fanfreundschaft zwischen

Hertha und Union verorten. In den Siebzigerjahren

zog der Bundesligist Hertha,

1974/75 immerhin Meisterschaftszweiter

hinter Borussia Mönchengladbach, viele

Fans aus der DDR, speziell aus Ost-Berlin an,

es waren vorallem Anhänger vonUnion. Die

standen in heftiger Rivalität zum BFC Dynamo,

der von den Sicherheitsorganen der

VonMichael Jahn

DDR unterstützt wurde. Der Widerstand gegen

den von der Staatsmacht gehätschelten

BFC gefiel auch den Hertha-Anhängern, die

sich zur eher kleinen Union hingezogen fühlten.

Und umgekehrt sahen die Unioner die

Hertha hinter der Mauer als eine Art Underdog

an, was teilweise stimmte, weil Hertha

zahlreiche Skandale und sogar einen

„Dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl

nicht von Dauer war,

ist sehr schade,

aber jeder musste nun

seinen eigenen Weg

finden.“

Andreas Sattler, Union-Fan

Zwangsabstieg erlebt hatte und in den großen

Bundesligaskandal von 1971 verwickelt

war, weil auch Berliner Profis Bestechungsgelder

angenommen hatten.

Knut Beyer, zusammen mit Thomas Matzat

Autor des Buches „111 Gründe, Hertha

BSC zu lieben“, sagt: „Der große Durchbruch

in Sachen Freundschaft war das Uefa-Pokalspiel

der Hertha 1979 in Prag.“ Beyerschreibt

in seinem Buch über die Zugreise,bei der die

Fangruppen aus West und Ost aufeinandertrafen:

„In der Erinnerung blieb mir, dass wir

auf der Fahrt wahnsinnig viel gesungen, getrunken

und gefachsimpelt haben. Obwohl

ich die meisten Zugestiegenen nicht kannte,

hatte ich das Gefühl, als wenn man schon seit

Jahren gemeinsam zum Fußball ging. Eine gefühlte

Ewigkeit sangen wir gemeinsam immer

wieder:Ja, wir halten zusammen wie derWind

und das Meer,die blau-weiße Hertha und der

FC Union.“

Im Stadion hatte Hertha mit Norbert Nigbur

im Tor, „Funkturm“ UweKliemann in der

Abwehr und Regisseur Erich Beer angesichts

der vereinten Fankulisse ein gefühltes Heimspiel

gegen DuklaPrag–undgewannmit 2:1.

Später, sagt Beyer, „war es Ehrensache,

dass wir unsere Union-Kumpels besuchen

wollten“. So fuhren Beyerund seine Freunde

immer wieder an die Alte Försterei. „Das war

auch eine Art Abenteuer“, sagt Beyer, „mit

den Unionern auf den Rängen haben wir

symbolisch den DDR-Oberen den Mittelfinger

gezeigt.“

Auch Manfred Sangel, 60, der dreißig

Jahre lang das bekannte „Hertha-Echo“, ein

Radio vonFans für Fans,geleitet und moderierthat,

hat sich oft unter die Fans in Köpenick

gemischt. „Das war für mich auch eine

Zeitreise in den Osten, da hat esimBauch

immer gekribbelt. Wir riefen oft alle zusammen

,EisernBerlin!‘“, sagt er.

Knut Beyer ist heute Stadtplaner. Ersagt

über seine früheren Ausflüge gen Osten: „Ich

bin als Lokalpatriot erzogen worden und

wollte immer meine gesamte Heimatstadt

erleben. Mich hat auch der Alltag in Ost-Berlin

interessiert, das hat meinen Horizont erweitert.“

Union-Fan Andreas Sattler, seit langem

mit Beyer befreundet, erinnert sich besonders

gern andas erste Derby nach dem Fall

der Mauer.„Im Januar 1990 beim 2:1 der Hertha

gegen Union vor über 50 000 Fans im

Olympiastadion lagen wir uns alle in den Armen

und haben die Nacht durchgefeiert.

Dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl

nicht vonDauer war,ist sehr schade,aber jeder

musste nun seinen eigenen Wegfinden.“

Beyer bezeichnet das Auseinanderleben

der Fangruppen als „schleichenden Prozess“.

„Die Mauer war weg, auch der ungeliebte

BFC Dynamo spielte keine Rolle mehr.

Alle mussten den Alltag bewältigen.Viele unserer

Union-Freunde plagten sich bald mit

Existenzängsten herum. Die Ostdeutschen

mussten ja die Welt neu lernen. Undauch in

West-Berlin veränderte sich einiges. Fußball

rückte ins zweite Glied zurück.“

Leute wie Andreas Sattler und Knut Beyer

erinnern sich allerdings auch heute noch

gern andie Abenteuer zu Mauerzeiten und

halten die Freundschaft hoch. Sattler geht

immer mit einem Hertha-Union-Schal zu

den Spielen, wechselweise ins Olympiastadion

und ins Stadion An der Alten Försterei.

Er verweist auf eine Facebook-Gruppe mit

dem Namen „Hertha-Union-Fanfreundschaft“.

Die hat 2029 Mitglieder. „Vordem

letzten Derby inder Zweiten Liga haben wir

uns an der Weltzeituhr am Alex getroffen“,

sagt Sattler, „dann sind wir gemeinsam mit

der S-Bahn ins Olympiastadion gefahren.“

Solche Erlebnisse sind selten geworden.

Sattler bedauert es, dass sich die Anhänger

beider Vereine nur noch als Rivalen sehen.

„Die jungen Fans interessieren sich kaum für

die bewegte Geschichte.“ Und Knut Beyer

stellt nüchternfest: „Die Freundschaft ist gegessen,

aber sie bleibt ein wichtiger Teil der

Geschichte beider Vereine.“

Die Klassenkampf-Frage

Herthas Aufsichtsratschef Torsten-Jörn

Klein, der einst als Junge aus Ost-Berlin die

Hertha im Uefa-Cup in Prag unterstützte

und bestaunte, geht sogar noch weiter. Er

würde die Freundschaft gern neu beleben.

Underist nicht einverstanden mit dem, was

Unions Präsident Dirk Zingler in einem Interview

der Berliner Zeitung im Juni dieses

Jahres unter anderem gesagt hat: „Für mich

ist das ein Derby, das steht für Rivalität, für

Abgrenzung. Undfür Fußball-Klassenkampf

in der Stadt.“

Klein hingegen sagt: „Die Klassenkampf-Metapher

trifft heute so gar nicht!

Denn vor 1989 war es Klassenkampf, wenn

die gesamte Alte Försterei ,Ha HoHeHertha

BSC‘ und ‚Hertha und Union –Eine Nation‘

intonierte. Und damals war das sogar

mutig!“

Kleinsagt,für ihnwäreeseine große persönliche

Freude, wenn es künftig wieder engere

Bande zwischen den beiden Berliner

Vereinen gäbe.„Zwei Fußballvereine in einer

Stadt, die sich gegenseitig schätzen, das gibt

es nirgendwo auf der Welt. Das wäre ein tolles

Alleinstellungsmerkmal für Berlin.“

Michael Jahn

freutsichauf die heiße Atmosphäre an

der Alten Försterei.


4* Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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Politik

NACHRICHTEN

Rentner zahlen immer

mehr Steuern

Rentner zahlen vonJahr zu Jahr

mehr Einkommensteuer.Soflossen

nach den jüngsten Zahlen 2015 rund

34,65 Milliarden Euro Einkommensteuer

vonSteuerpflichtigen mit

Renteneinkünften an den Staat. Das

geht aus einer Antwortdes Bundesfinanzministeriums

auf eine Anfrage

der Linken im Bundestag hervor. Im

Jahr davor waren es 31,44 Milliarden

Euro,2013 rund 29,15 Milliarden

Euro und im Jahr davor 27,13 Milliarden

Euro.Während es beim gesamten

Steueraufkommen zwischen

2005 und 2015 eine Steigerung von

rund 50 Prozent gab,waren es bei der

Einkommensteuer der Rentner rund

130 Prozent. (dpa)

UN-Klimakonferenz findet

in Madrid statt

DieUN-Klimakonferenz findet in

Madrid statt. Diese Entscheidung

gab das Klimasekretariat der Vereinten

Nationen am Freitag in Bonn bekannt.

DieKonferenz werdewie geplant

in der Zeit vom2.bis 13. Dezember

abgehalten, hieß es weiter.

Eigentlich war Chile als Gastgeberland

für die diesjährige UN-Klimakonferenz

vorgesehen. Angesichts

der politischen Unruhen in seinem

Land hatte Chiles Staatschef

Sebastián Piñerajedoch am Mittwoch

die Konferenz abgesagt. Zur

Klimakonferenz wurden 25 000 Delegierte

in Santiago erwartet, unter

ihnen auch Greta Thunberg, die nun

um Hilfe bei der Reise nach Madrid

bat: Thunbergwar auf einem Segelschiff

über den Atlantik mitgefahren,

weil sie als Zeichen für mehr Klimaschutz

nicht fliegen wollte.Sie

sprach in NewYorkvor denVereinten

Nationen, aber auch die geplante

Klimakonferenz in Santiago de Chile

war ein Grund für die mühsame

Reise. (AFP)

Brexit-Parteichef Farage

erhöht Druck auf Johnson

Nigel Farage, der Vorsitzende der britischen

Brexit-Partei

DPA

Knapp sechs Wochen vorder Neuwahl

in Großbritannien hat der Chef

der Brexit-Partei, Nigel Farage,den

Druck auf Premierminister Boris

Johnson deutlich erhöht. Er forderte

Johnson dazu auf, den mit der Europäischen

Union vereinbarten Brexit-

Deal zu verwerfen. DasAbkommen

habe nichts mehr mit dem Brexit zu

tun, sagte Farage am Freitag zum

Auftakt seiner Wahlkampagne in

London.„Gib' den Deal auf!“, rief Farage.Für

den Fall bot er dem Premierminister

eine Art„Nichtangriffspakt“

an. Falls Johnson aber

nicht einer Allianz zustimme,werde

die Brexit-Partei um jeden Sitz bei

der Neuwahl am 12. Dezember

kämpfen, drohte Farage. (dpa)

„Alan Kurdi“ nähertsich

eigenmächtig Italiens Küste

Dasdeutsche Rettungsschiff „Alan

Kurdi“, das mit derzeit noch 88 Migranten

an Bord seit knapp einer

Woche auf dem Mittelmeer unterwegs

ist, ist am Freitag eigenmächtig

in italienische Hoheitsgewässer

eingefahren. DieOrganisation Sea

Eyebegründete das mit dem

schlechten Wetter.Dem Schiff sei

noch immer kein sicherer Hafen zugewiesen

worden. (dpa)

Zwischen Merz und Gandhi

Kanzlerin Merkel sucht in Indien Bündnispartner.Rückhalt hat sie auch in der CDU nötig

VonDaniela Vates, Neu Delhi

Bundeskanzlerin Angela

Merkel hat auf die massive

Kritik und die indirekten

Rücktrittsforderungen von

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich

Merz reagiert–und sich demonstrativ

ungerührt gezeigt. „Ich freue

mich, dass ich in Deutschland für

meine Arbeit auch sehr viel Unterstützung

bekomme.Wir leben in Demokratien,

da muss man auch mit

Kritik umgehen“, sagte Merkel am

Freitag am Rande von Regierungskonsultationen

in der indischen

Hauptstadt NeuDelhi auf eine Frage

vonJournalisten. Zuvorhatte der indische

Ministerpräsident Narendra

Modi Merkel als „außerordentliche

Führerin, nicht nur für Europa, sondernfür

die ganzeWelt“ gewürdigt.

Merz hatte Merkel nach der Wahl

in Thüringen Führungsschwäche

und Untätigkeit vorgeworfen und

darauf auch die Niederlage der CDU

zurückgeführt. Unterstützung hatte

Merz vom früheren Ministerpräsidenten

Roland Koch bekommen.

Merkel war am Donnerstag zu ihrem

vierten Besuch in Indien aufgebrochen,

gemeinsam mit Außenminister

Heiko Maas,Bildungsministerin

Anja Karliczek, Agrarministerin

Julia Klöckner und Kulturstaatsministerin

Monika Grütters. Wirtschaftsminister

Peter Altmaier hatte

nach seinem Sturz von einer Bühne

kurzfristig abgesagt.

Einstrategisches Interesse

22 Vereinbarungen unterzeichnen

dieVertreter der beiden Staaten, vom

Austausch über Raumfahrt bis zur

Würdigung von Yoga und der indischen

Heilkunst Ayurveda. Vereinbart

wurde auch die Zusammenarbeit

bei Rüstungsprojekten der Marine,

wie etwa bei U-Booten. Grund

sei das „gemeinsame Interesse an

der Stabilität der Region des Indischen

Ozeans“.

Für die Kanzlerin hat die Reise einen

strategischenWert,wirtschaftlich

wie politisch. Es geht der Bundesregierung

darum, andere Partner neben

dem zur Supermacht aufsteigenden

China zu gewinnen, auf das sich

der Fokus deutscher Unternehmen

und auch der Politik bisher vorallem

gerichtet hat. Indiens Wirtschaftsentwicklung

hinkt zwar hinter der Chinas

hinterher, das Land ist aber eine

Demokratie.Und die Potenziale seien

groß, so heißt es in der Regierung.

Angela Merkelund Narendra Modi vor einer Statue von Mahatma Gandhi. AFP/HANDOUT MEA INDIA

Deutschland und Indien im Vergleich

Bruttoinlandsprodukt

zu Preisen von 2010,

in Bio. US-Dollar

3,28

3,94

1,54

2,85

Bevölkerung

in Millionen

82

83

1220

Deutschland

1350

BIP pro Kopf

zu Preisen von 2010,

in US-Dollar

40 086

Indien

47 502

1268 2104

2009 2018 2009 2018 2009 2018 2009 2018 2009 2018 2009 2018

BLZ/GALANTY; QUELLE: WELTBANK, DPA

Einspruch nicht vorgesehen

In rund 15 Jahren, so wird geschätzt,

wirdIndien China als bevölkerungsreichstes

Land überholt haben

–ein interessanter Absatzmarkt.

Schon jetzt ist Deutschland der

wichtigste Handelspartner Indiens

in der EU. Eines der Haupthindernisse

für Investitionen scheint in Indien

die Bürokratie zu sein.

Die Bundesregierung versucht

auch, Indien als drittgrößten Emittenten

klimaschädlicher Gase in der

Klimapolitik bei der Stange zu halten.

Beide Länder bekräftigen die

Klimaziele von Paris zur Reduktion

des CO 2 -Ausstoßes. Über Delhi

hängt am Freitag eine dicke Smog-

Wolke. Eine Milliarde Euro Unterstützung

sagt Merkel bei dem Besuch

für grüne Infrastruktur zu.

Glaube an eine friedliche Revolution

Maas ist zufrieden, weil das große

Land der „Allianz für Multilateralismus“

beigetreten ist, die> einen Kontrapunkt

setzen soll zur Abschottungspolitik

von US-Präsident Donald

Trump.Doch Modi werden auch

Nationalismus und die Bevorzugung

der Mehrheitsbevölkerung der Hindus

vorgeworfen. Und gerade hat

Modi erneut Proteste Chinas und Pakistansprovoziert,

weil er für die umstrittene

Region Kaschmir neue –indische

–Verwaltungsstrukturen eingeführt

hat. Merkel forderte Indien

und Pakistan auf, gemeinsam eine

Lösung für die Region zu finden. Die

Abriegelung des Gebiets und Ausgangssperren

gehören für Merkel

nicht dazu:„Sowie im Augenblick die

Situation für die Menschen ist, ist es

nicht nachhaltig und nicht gut. Das

muss sicherlich verbessertwerden.“

Die Kanzlerin forderte auch Verbesserungen

der Situation der

Frauen in Indien ein.„ImBereich der

Gleichberechtigung kann noch einiges

getan werden“, sagte sie. Eines

der großen Probleme Indiens ist unter

anderem Gewalt gegen Frauen.

Merkel verband ihren Besuch

auch mit einer Würdigung des indischen

Nationalhelden Mahatma

Gandhi, der sich mit friedlichem Widerstand

für die indische Unabhängigkeit

eingesetzt hatte. Gandhi, dessen

150. Geburtstag in diesem Jahr

begangen wird,habe„mitseinemtiefenGlauben

an diefriedliche Revolution

dieWeltverändert“, schrieb Merkel

ins Gästebuch der Gandhi-Gedenkstätte.„Auch

beiuns in Deutschland.“

Den Gedenkstein hatte sie

zuvor auf Socken umrundet.

Jens Spahn will Daten ohne Einverständnis der Versicherten für Forschung freigeben. Datenschützer sind entsetzt

VonTim Szent-Ivanyi

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plant ein neues Forschungsdatenzentrum. DPA

Die Gesundheitsdaten der 73 Millionen

gesetzlich Versicherten

sollen künftig ohne ihr Einverständnis

für die Forschung verwendet

werden können. Dassieht ein bisher

in der Öffentlichkeit nicht beachteter

Passus im sogenannten Digitale-

Versorgungs-Gesetz von Gesundheitsminister

Jens Spahn (CDU) vor,

das bereits in der kommenden Woche

im Bundestag beschlossen werden

soll. Danach müssen die gesetzlichen

Krankenkassen die persönlichen

Daten sowie sämtliche Behandlungsdaten

aller Versicherten

an den Spitzenverband der Kassen

melden, der sie dann der Forschung

zur Verfügung stellt. Damit entstünde

eine der umfangreichsten

Datensammlungen in der Bundesrepublik.

Eine Möglichkeit für die Versicherten,

der Weitergabe der hochsensiblen

Daten zu widersprechen,

sieht der Gesetzentwurfnicht vor.

Die von den Kassen gelieferten

Datensätze werden laut Gesetzentwurf

erst beim Kassen-Spitzenverband

pseudonymisiert, aber nicht

verschlüsselt. Sie sollen den Planungen

zufolge dann an ein neues Forschungsdatenzentrum

weitergeleitet

werden. Die Daten können laut Gesetzentwurf

von Behörden, Forschungseinrichtungen

oder Universitätskliniken

genutzt werden. Die Industrie

wirdnicht genannt, aber auch

nicht explizit ausgeschlossen. In Einzelfällen

dürfen sogar Datensätzevon

einzelnen Personen verwendet werden.

Eine Löschung der Daten ist

nicht vorgesehen. „Die Sozialdaten

der Krankenkassen sind eine wertvolle

Datenquelle nicht nur für die

Steuerung und Weiterentwicklung

der Gesundheitsversorgung in der gesetzlichen

Krankenversicherung,

sondern auch für die wissenschaftliche

Forschung“, heißt es in der Gesetzesbegründung.

Die Daten von Privatversicherten

werden nicht erfasst.

Bei der öffentlichen Anhörung

des Gesetzentwurfs im Bundestag

Mitte Oktober hatten IT-Sachverständige

das Vorhaben scharf kritisiert.

So forderte der Datenschutz-

Experte Dominique Schröder von

der Universität Erlangen-Nürnberg

laut Wortprotokoll, dass die Versi-

cherten das Recht haben müssten,

über die Verwendung der Daten zu

entscheiden. „Das heißt insbesondere,

wenn beispielsweise ethische

Bedenken vorliegen, sollte ein Patient

die Möglichkeit haben, von Studie

zu Studie zu entscheiden, meine

Daten dürfen benutzt werden oder

nicht“, sagte Schröder. Erwies auch

darauf hin, dass der Datenschutz

nicht gewährleistet sei.

Der Bundesrat äußerte ebenfalls

Bedenken. Es bestünden „erhebliche

Zweifel, ob (…) der Grundsatz der

Verhältnismäßigkeit im Hinblick auf

die Persönlichkeitsrechte der Versicherten

gewahrt bleibt“, heißt es in

der Stellungnahme der Länderkammer

zum Gesetzentwurf. Das Fazit:

„Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende

Überprüfung der Regelungen

unter dem Gesichtspunkt des Sozialdatenschutzes

notwendig.“

Scharfe Kritik kam von den Grünen:

„Es ist hoch bedenklich, dass

SpahnimSchweinsgalopp,praktisch

ohne gesellschaftliche Diskussion,

die kompletten Gesundheitsdaten

der gesetzlich Versicherten für die

Forschung zugänglich machen

möchte“, sagte die Gesundheitsexpertin

MariaKlein-Schmeink.

Russen und

Türken auf

Patrouille

Assad: Will Kontrolle über das

gesamte Staatsgebiet zurück

Nach dem Abzug der kurdischen

Volksverteidigungseinheiten

(YPG) aus dem Grenzgebiet zur Türkei

in Nordsyrien haben am Freitag

gemeinsame Patrouillen der türkischen

und russischen Streitkräfte in

der Region begonnen. Die Patrouillen

entlang der türkischen Grenze

begannen im Gebiet um Al-Darbasija.

Syriens Machthaber Baschar al-

Assad kündigte an, künftig wolle Damaskus

wieder die volle Kontrolle

über die Gebiete erlangen.

Der türkische Präsident Recep

Tayyip Erdogan hatte die Patrouillen

vergangeneWoche bei einem Treffen

mit Russlands Staatschef Wladimir

Putin in Sotschi vereinbart, um den

Abzug der YPG aus dem Gebiet zu

überprüfen. Nach Angaben aus türkischen

Militärkreisen bewegte sich

am Freitag ein Konvoi türkischer und

russischer Militärfahrzeuge inöstlicher

Richtung von Al-Darbasija, um

in einem Streifen vonmehreren Dutzend

Kilometern Länge zu patrouillieren.

Die russische Armee teilte

mit, der Konvoi bestehe aus neun

Fahrzeugen, der von einem gepanzerten

Fahrzeug begleitet werde. Das

türkische Verteidigungsministerium

bestätigte, dass die Patrouillen „mit

Boden- und Lufteinheiten im

Gange“ seien. Überdies kündigte das

Ministerium an, es sei ein Treffen mit

einer russischen Militärdelegation in

Ankara geplant, um „taktische und

technische Punkte“ anzusprechen.

DieTürkei hatte am 9. Oktober mit

pro-türkischen und islamistischen

Milizen eine Militäroffensive gegen

die syrische Kurdenmiliz begonnen,

Russisch-türkische Patrouille an der syrischen

Grenze

AP

nachdem die USA ihre Truppen aus

dem Gebiet abgezogen hatten. Dies

stieß international auf scharfe Kritik,

weil die Kurden enge Verbündete des

Westens im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz

Islamischer Staat (IS) in

Syrien waren. Zudem wurde der Einmarsch

unter anderem von der Bundesregierung

als völkerrechtswidrig

eingestuft. Hunderttausende Menschen

wurden vertrieben. Die Türkei

will in dem vonihr kontrollierten Gebiet

syrische Flüchtlinge ansiedeln.

Nach der Militäroffensive hatten

sich die Türkei und Russland auf eine

Aufteilung des zuvor von kurdischen

Einheiten kontrollierten Nordostens

Syriens geeinigt. Die Türkei kontrolliertnun

allein ein Gebiet von120 KilometernLänge

und etwa 30 Kilometern

Breite auf syrischer Seite. Die

russischen und syrischen Truppen

wiederum kontrollieren die Gebiete

westlich und östlich davon. Dort sollen

zudem in einem Streifen vonzehn

Kilometern Breite auch die nun begonnenen,

gemeinsamen türkischrussischen

Patrouillen stattfinden. In

einemöstlichenTeil desGrenzgebiets

patrouillieren zudem seit Donnerstag

auch wieder US-Soldaten. Ein Sprecher

der US-geführten Anti-IS-Koalition

versicherte aber, dass die US-

Truppen nicht in Konflikt mit anderen

Akteuren in der Region geraten

werden. Er bekräftigte,dassWashington

seine Truppen vonNordsyrien in

die östliche Region um Deir Essor an

der Grenzezum Irak verlege.Dadurch

sollen die Ölfelder in dem Gebiet gesichertwerden.

(AFP)


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 5 *

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Politik

„Die Klimabewegung ist undemokratisch“

Der Historiker Andreas Rödder über die Absolutheit des Anspruchs von Fridays for Future, die Blockaden von Extinction Rebellion und unentschuldigte Fehlstunden

Die Schüler,die bei Fridays

for Future demonstrieren,

fordern einen

schnellen Kurswechsel in

der Klimapolitik. Demokratische Entscheidungsprozesse

verlaufen dagegen

oft langsam. Im Interview spricht

der Historiker Andreas Rödder darüber,wie

sich mit diesem Zielkonflikt

umgehen lässt, was er vonExtinction

Rebellion hält und wie er die Perspektiven

für Schwarz-Grün sieht.

Herr Rödder,Greta Thunberg hat keinen

Friedensnobelpreis bekommen.

Finden Siedas schade oder richtig so?

DerHype um Greta Thunberghat

unnatürliche Dimensionen angenommen.

Deshalb finde ich es heilsam,

einer 16-jährigen Schülerin

nicht auch noch den Friedensnobelpreis

zu geben. Das hätte weiter Öl

ins mediale Feuer gegossen. Solche

Formen von Erregungszuständen

tun einer reflektierten Öffentlichkeit

nicht gut.

Das Ziel von Thunberg und anderen

Fridays-for-Future-Demonstranten

ist, wenn man so will, Bewahrung

unserer Welt. Finden Sie sich als bekennender

Konservativer darin wieder?

Es gibt zweifellos eine Schnittmenge

zwischen Umweltschützern

und Konservativen, die die Schöpfung

bewahren wollen. Das können

Sieschon bei den Anfängen der Anti-

Atomkraft-Bewegung nachvollziehen.

Die ersten Demonstranten gegen

das geplante Kernkraftwerk in

Wyhl in Baden waren nicht Autonome

wie hinterher in Brokdorf,

sondern badische Winzer. Es gibt

also immer schon eine konservative

Strömung in der Umweltbewegung,

die sich aber von allen anderen dort

auch erheblich unterscheidet.

Wodurch genau?

Die Vorstellung der Bewahrung

der Schöpfung aus christlich-konservativen

Gründen geht immer einher

mit dem biblischen Satz: „Macht

euch die Erde Untertan.“ Diekonservativen

Umweltschützer verbinden

mit ihrem Engagement immer zugleich

auch die Nutzung der Natur.

Linke Ökoaktivisten sehen diesen

Aspekt nicht. Sie verfallen vielmehr

einer ökologischen Romantik, die

unter dem Schlagwort „Zurück zur

Natur“ auch einen Protest gegen die

moderne Industriegesellschaft beinhaltet.

Thunberg und andere Demonstranten

für eine konsequentere Klimapolitik

sagen, schnelle Änderungen

seien im Kampf gegen den Klimawandel

unabdingbar.Demokratie ist

aber oft langsam. Gibt es hier einen

grundlegenden Widerspruch?

Ja, ich sehe sogar einen eklatanten

Widerspruch, es gibt einen Zielkonflikt

zwischen Klimaschutz und

Demokratie. Die Klimaaktivisten erheben

–mit Verweis auf das, was sie

für objektive Wissenschaften und

unbestreitbare Befunde halten –einen

Anspruch auf Wahrheit, den sie

mit dem Konzept des allgemeinen

Willens des Philosophen Jean-

Jacques Rousseau verbinden. Das

heißt: Sie erheben einen uneingeschränkten

Deutungsanspruch, das

Gemeinwohl zu kennen. Demokratie

besteht aber immer aus dem

Wettbewerb von unterschiedlichen

Meinungen. Genau hier liegt das

Problem.

Der Befund der großen Menge führender

Wissenschaftler ist ja tatsächlich

sehr klar. Ist es da nicht logisch,

dass junge Menschen die Politik auffordern,

schnell zu handeln?

Kreativ und umstritten: Performance bei einer Demonstration von Extinction Rebellion. DPA

ZUR PERSON

Andreas Rödder, 52, wurde inWissen imWesterwaldgeboren. Er studierte Geschichteund Germanistik

in Bonn, Tübingen und Stuttgart. Seinerstes Geld verdiente er mit Orgelspiel. Er habilitierte

sich2001 mit einer Studie über die politische Kultur der englischen Konservativen im 19.

Jahrhundert. Aufsehen erregte dasCDU-Mitglied mit dem Buch „Konservativ 21.0“, in dem er

sich der Fragewidmet, wieein zeitgemäßer Konservatismusaussehen könnte.

Ich stecke ja selbst in diesem Dilemma.

Als Historiker bin ich einerseits

extrem skeptisch gegenüber

wissenschaftlichen Absolutheitsansprüchen.

Einen solchen Absolutheitsanspruch

hat auch der Marxismus

im sowjetischen Kommunismus

erhoben. Auf der anderen Seite

leuchtet mir ein, dass die klimawissenschaftlichen

Aussagen mit hoher

Wahrscheinlichkeit richtig sein dürften.

Das ändert aber nichts an meiner

Analyse zum Zielkonflikt vonDemokratie

und Klimaschutz: Die Klimaaktivisten

akzeptieren andere

Meinungen nicht, weil sie ihre eigene

Meinung für wissenschaftlich

alternativlos halten. DieKlimabewegung

ist undemokratisch.

Lässt sich das, was Sieals Zielkonflikt

beschreiben, irgendwie auflösen?

Es gibt keinen intellektuell überzeugenden

Ausweg aus dem beschriebenen

Dilemma. Es täte der

Debatte allerdings gut, wenn alle zunächst

anerkennen würden, dass es

diesen Zielkonflikt gibt. Aus einer liberal-konservativen

Haltung heraus

sehe ich aber einen pragmatischen

Ausweg: Auf der einen Seite werde

ich weiter die Absolutheit der klimapolitischen

Ansprüche zurückweisen.

Auf der anderen Seite halte ich

es für klug, eine möglichst umfangreiche

Klimapolitik zu betreiben. Im

Nachhinein wäre der Schaden fraglos

am größten, wenn sich die Vorhersagen

als richtig erweisen, wir

aber nichts oder zu wenig unternommen

haben.

Gibt es ein vergleichbares Problem in

der Geschichte?

Umwelthistorisch ist das Muster

der Klimadebatte exakt jenes, das

wir aus den 80er-Jahren um den saurenRegen

und das Waldsterben kennen.

Auch damals gab es eine wissenschaftliche

Expertise, die als unanfechtbar

gab.Sie wurde mit der Attitüde

kommuniziert: „Es ist fünf vor

zwölf.“ Oder auch: „Es ist schon fünf

nach zwölf. Und wenn wir nicht soforthandeln,

ist alles zu spät.“ In den

Neunzigern zeigte sich dann: Der

Wald ist gar nicht gestorben. Dieunbeantwortete

Frage ist nur: Lag das

daran, dass die Prognosen falsch

oder die ergriffenen Maßnahmen

richtig waren?

Finden Sie eslegitim, wenn Schüler

dem Unterricht fernbleiben, um für

den Klimaschutz zu demonstrieren?

Es ist mehr als legitim, dass die

Schüler ihre Haltung zum Klimaschutz

artikulieren und in die Öffentlichkeit

tragen. Ich halte es auch für

legitim, dafür begrenzte Regelverstöße

auszuüben. Werernst genommen

werden will, muss dann aber

auch die Konsequenzen dafür tragen.

Das heißt: Die unentschuldigten

Fehlstunden gehören ins Zeugnis.

Geht Extinction Rebellion, anders als

die demonstrierenden Schüler, zu

weit?

Die Blockade von Kreuzungen

überschreitet keine Grenzen, die in

der Demokratie nicht auszuhalten

wären. Mein Eindruck ist aber, dass

bei Extinction Rebellion gewaltsames

Eskalationspotenzial in der Bewegung

steckt. Extinction Rebellion

erhebt noch einmal stärker als andere

für sich den Anspruch auf

Wahrheit. In der Geschichte hat sich

immer wieder gezeigt, dass dies mit

immer weiterer Radikalisierung einhergehen

kann. Der Staat muss Extinction

Rebellion also genau im

Auge behalten.

DasGespräch führte Tobias Peter.

Filtern oder einfach

abschalten

Russlands Internetgesetz funktioniert nur auf dem Papier

VonStefan Scholl, Moskau

Wenn der Kreml das weltweite

Internet wirklich abschalte,

warnt Alexei Tschuwaschow, würden

alle Google-Dienste, außerdem

Facebook, Instagram und Twitter

ausfallen. „Das Smartphone stellt

dann ein nutzloses Stück Plastik

dar“, sagte der IT-Experte dem Wirtschaftsportal

forbes.ru. „Aber zuerst

einmal passiertgar nichts.“

Am Freitag ist in Russland das Gesetz

über das „Souveräne Internet“ in

Kraft getreten. Seine Befürworter versichern,

es werdedie russischen Nutzer

vor Cyberattacken und Abschaltversuchen

aus dem Ausland schützen.

Kritiker dagegen warnen, es

diene dem Staat dazu, missliebige

Datenströme vorallem aus demWesten

zu kappen und das virtuelle Russland

zu isolieren. Bisher aber funktioniertdas

Gesetz nur auf dem Papier.

Es befugt die Aufsichtsbehörde

Roskomnadsor, imGefahrenfall das

russische Internet und seine Informationsströme

zentral zu steuern.

Es sieht außerdem vor, alle Punkte zu

erfassen, an denen das russische

und das globale Netz Informationsströme

austauschen. Und es verpflichtet

die Provider,sich mit Filtertechnik

auszurüsten, die den Datenverkehr

kontrollieren und nach Bedarfblockieren

kann.

Aber diesesVerfahren ist bisher offenbar

nur eingeschränkt einsatzbereit,

wie Präsidentenberater Dmitri

Peskow der Nowaja Gaseta gestand:

„Technisch ist das Land noch nicht so

weit. Es ist sehr wichtig, dass wir nationale

Technologien entwickeln, um

unsere Informationsnetze und -systeme

zu schützen.“ Sie könnten den

Internetverkehr verlangsamen. Das

sei „der Preis für technologische Sicherheit“.

Laut Wirtschaftsportal rbc.ru

wirdFiltertechnik der FirmaRDP.RU

in den Netzen der größten sechs Mobilfunkanbieter

in der Ural-Region

getestet. „Aber das bewegt sich alles

auf der Ebene von Gerüchten“, sagt

Alexander Issawnin von der Gesellschaft

zum Schutz des Internets.Wie

die Oppositionszeitung Nowaja Gaseta

schreibt, hat der Einsatz der Filter

im Ural sein Hauptziel, die Blockade

des missliebigen Messengerkanals

Telegram, glatt verfehlt. Und die

Nutzer dort hätten mittels eines

Klicks ihr virtuelles privates Netzwerk

(VPN) aktiviertund damit auch

weiterhin Zugang auf alle von Roskomnadsor

gesperrten Portale.

Langsamer und teurer

„Noch stehen nicht einmal die

Pfähle für den Stacheldrahtzaun um

das russische Internet“, spottet Issawnin.

„Aber das Gesetz ist in

Kraft.“ Bürgerrechtler befürchten indes,

dass die Obrigkeit jetzt, da das

Filtern scheitere, das Internet künftig

einfach abschalten könnte. Und

das komplett, wie in Inguschetien,

wo angesichts von Massenprotesten

das mobile Netz tagelang ausfiel.

Viele Nutzer aber glauben, das Internet

werde schlechter und teurer

werden. Auch Geschäftsleute kalkulieren

schon künftige Verluste. Zahlreiche

russische Onlineshops nutzenausländische

Server,obAmazon

oder Instagram. Und die Moskauer

Marketing-Agentur Qmarketing

plant laut forbes.ru, die Produktions-

und Verkaufsabteilungen mit

nahezu allen Mitarbeitern aus Russland

nach Polen und in die USA zu

verlegen.

Willkommenim

erneuerbaren

Zeitalter.

Wirstehenfür sauberen,sicherenund bezahlbarenStrom.

Wirinvestieren Milliarden in Erneuerbare Energien und

Speicher.Wir habenein klaresZiel: klimaneutral bis 2040.

Willkommen beider neuenRWE.


6 *

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·····

Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 6

Eine Stadt – ein Land – viele Meinungen

Ein solidarisches, friedliches

Deutschland ist der Wunsch

Ja, wir sollten unseren Blick nach

vorne richten und lebendige

Demokratie als Chance begreifen,

nicht als Ballast, egal woher

jemand ursprünglich kommt.

Auch ich wünsche mir ein „konstruktives,

solidarisches und friedliches

Deutschland“. Allerdings

halte ich den Populismusbegriff für

hinterfragenswert. Er ist ein

Kampfbegriff derjenigen, die sich

als Mitte der Gesellschaft definieren

und sich das Recht herausnehmen,

anderen zu unterstellen, sie

gehörten nicht dazu. Auf diese

Weise wird man Protestwähler

weiter der AfD überlassen und den

Fehler zementieren, die Linke für

nicht kompromiss- und bündnisfähig

zu erklären. Herr Ramelow,

Herr Lederer, Frau Wagenknecht

werden sich ihren Teil denken.

Eine Stadt, ein Land, runde Tische.

Das wäre meine Debattenüberschrift

gewesen. Viele Meinungen,

tja und dann?

Barbara Esch-Eckert per Mail

Eins und eins

ist eins

„Sind wir ein Land?“, lautete das Debattenthema dieser Woche. Das schrieben die Leser zu den Beiträgen

Abstruse Geschichtsdeutungen,

Verschwörungstheorien, Angst vor

dem Fremden entsteht nach meiner

Erfahrung durch Unkenntnis

und/oder schlichte Dummheit.

Frank Fidorra via Webseite

VonBrandenburg

nach Europa

Das zukünftig verteidigungswürdige

System sollte Europa heißen;

Europa der Regionen. Wir tragen in

diesem zunächst die Identität

unser greif- und begreifbaren

Region, und das lässt uns dieses

Europa, welches genau das zulässt

und fördert, liebens- und verteidigungswert

erscheinen. Sowird ein

Schuh draus. Obdie Verwaltungsebenen

nun Gemeinde-Kreis-

Region-Berlin oder Gemeinde-

Kreis-Region-Brüssel heißen, ist

letztendlich egal. Wenn das Gebilde

subsidiär und föderal ist, ist mir die

europäischeVariante definitiv lieber.

Mehr Brandenburg wagen!

Dann klappt es auch mit Europa!

René Lehmann via Webseite

Keine gemeinsame

Verfassung

(Zum Beitrag von Martina Weyrauch)

Sie schreiben, „Der Wunsch

nach einer gemeinsamen deutschen

Verfassung konnte sich nicht

erfüllen.“ Ich wäre Ihnen sehr verbunden,

wenn Sie mir die Gründe

dafür benennen könnten, denn in

Ihrem Artikel hört sich das an wie

„force majeure“, aber das kann es

ja nicht sein.

Susanne Wagner per E-Mail

Auf der Karte

sind wir eins

Geografisch sind wir ein Land, ja.

Helmut Haug via Facebook

Wir brauchen Frieden in der

Welt, keine Waffenexporte

Rein physisch sind wir ein Land.

Politikermist hatten die Ossis aber

genug, sie verlangen ordentliche

Politik, nah an den Bedürfnissen

normaler Einwohner der Republik.

Wir Ossis reagieren, wenn man

eben durch die Linkspartei nicht

bundespolitisch gehört wird, extremer.Wir

brauchen Frieden in der

Welt, keine Waffenexporte. Normale

Steuerpolitik, in der alle Firmen

einzahlen und sich nicht arm

rechnen, wenn die Chefs aus dem

Westen mit Millionen nach Hause

gehen. So lange sind wir einig

Zweiland ...

Egon Dahlke per E-Mail

Die Mehrzahl der Menschen

ist dankbar

Ich bin froh, dass es eineWiedervereinigung

gab und die Mehrzahl

der Menschen ist dankbar, ausgenommen

die üblichen 13 Prozent!

Peter Ottomar via Facebook

Die Medien benutzen weiter

Ost und West

Hallo, bezüglich der Umfrage, ob

wir „ein Land“ sind, gibt esvon mir

ein klares Nein! Unterschiedliches

Lohngefüge, unterschiedliche

Schulprüfungslehrpläne usw. Ein

Land sollte sich nicht nur landesweit

durch die gleichen Gängeleien

bzw. Regeln auszeichnen. Selbst

die staatlich finanzierten Medien

schaffen es nicht, die Begriffe Ost

und West zu vermeiden.

Peter Schirrmal per E-Mail

Köpenick war immer

schon beliebt

Ja, zufrieden hier in Köpenick sind

wohl die meisten. Gute Wohnlage,

Märkte gleich um die die Ecke,

Krankenhaus vor der Tür. Hinzu

kommt die schöne Umgebung.

Nur, es war vor 30Jahren auch

nicht schlecht hier. Alle wollten

In der letzten Woche unserer

Debattenserie stand das Thema „Sind wir

ein Land?“ auf dem Programm. Unsere

Kommentatoren äußerten sich dazu, wie

sie die Vereinigung erlebt haben und wie

unsere Gegenwart dazu im Verhältnis steht.

Das große Ereignis in der jüngeren deutschen

Geschichte lässt niemanden kalt –egal ober

oder sie am 9. November 1989 dabei war oder

nicht. Das zeigten auch die vielen Reaktionen

unserer Leser.

Die Leiterin der Brandenburgischen

Landeszentrale für politische Bildung,

MartinaWeyrauch,betonte,dassdie Einigkeit

der beiden Landesteile in der gemeinsamen

Verantwortung für ein konstruktives,

solidarisches und friedliches Deutschland

liege – unabhängig davon, wo jemand

geboren sei: ob in Neuruppin, Münster,

Warschau,Hanoi oder Damaskus.

Der frühereRegierende Bürgermeister von

Berlin, Eberhard Diepgen, räumte Fehler im

Einigungsprozess ein. Die Treuhandgesellschaft

habe teilweise Industrien in

Ostdeutschland zu schnell privatisiert, ohne

zu prüfen, obein Betrieb saniert oder anden

Markt angepasst werden könnte. Viele

Ostdeutsche hätten ihre Heimat verlassen

müssen, um Arbeit in der alten

Bundesrepublik zu finden. Hier sah erauch

etwas Positives, denn die Menschen in

Bayern, Schwaben und Sachsen konnten ihre

hier in die schönen Wohnungen.

Ich habe damals zuletzt auch

schon 155,00 Ostmark Miete

bezahlt. Angst, wenn man das so

nennen will, habe ich, wenn dann

in zwei Jahren hier Asylbewerber

wohnen werden. Das trifft auch auf

die Ruhe hier zu. Weil diese Menschen

ganz andere Lebensgewohheiten

kennen. Bei denen ist nicht

nach 20 Uhr Ruhe im Kiez. Da

befürchte ich ein Sprengstoffpotenzial.

Auf dem Bolzplatz werden

unsere Kiezkinder verdrängt.

P. W. per E-Mail

Der Prozess der inneren

Einheit dauert lange

Wir reden leider mehr übereinander

als miteinander.Vorurteile werden

dadurch nicht abgebaut. Der

Prozess der inneren Einheit

Deutschlands dauert länger als

ursprünglich gedacht. Trotzdem ist

meine Freude heute noch genauso

groß wie damals, als die Mauer fiel.

Hans Ludwig Wernitz via Twitter

Ein Land

voller Widersprüche

Ja, wir sind ein Land. Voller Widersprüche

und unsichtbarer Grenzen.

Rob Landa via Instagram

Es gibt keine Ossis

oder Wessis

Ich kam am 3. Oktober 1989 nach

Deutschland, als Au Pair damals in

Bad-Kreuznach. Es war schön zu

sehen, wie die Menschen sich

gefreut haben. Nach Berlin kam ich

1993 und ich bin froh, dass die

Reden Sie mit!

Argumente und Ideen bitte an

leser-blz@berlinerverlag.com;

Stichwort: Meinungsfreiheit

Alle Debatten online unter

berliner-zeitung.de/meinungsfreiheit

Nachbarn von der anderen Seite der Elbe

besserkennenlernen.

Die Politikwissenschaftlerin Lydia Lierke

stammt aus der ersten Generation, die nach

dem Mauerfall geboren wurde. Ihr fällt es

schwer, 30Jahre Mauerfall zu feiern, weil es in

diesen Jahren eine lange Geschichte von

rassistischen Gewalttaten im vereinigten

Deutschland gegeben habe. Der Begriff

KARTENVERLOSUNG

Abschlussveranstaltung: Die Debattenserie wird

mit einer Festveranstaltung in der Volksbühne beendet.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag,

7. November,um19:30 Uhr im Großen Saal der

Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz statt.

Verlosung: Die Berliner Zeitung verlost 30 x2Freikarten

für das Fest. Interessenten schicken eine

E-Mail mit dem Stichwort: „Schabowski“ an die

Adresse berlin.chefredaktion@berlinerverlag.com.

Gewinner: Die Gewinner werden Anfang der Woche

per E-Mail benachrichtigt.Die Karten werden an der

Abendkasse hinterlegt.

Mauer weg ist. Es gibt keine Ossis

oder Wessis, esgibt ein Deutschland.

Ein großartiges Land.

Farida Chafi via Facebook

Ahnungslos im Umgang

mit der Spaltung

Selbstverständlich sind wir ein

Land. Mit einer Sprache, einem

Staatsgebiet, einem Rechtssystem,

klar umrissener Nationalität. Aber

wie in so vielen Länder dieser Welt

gibt es Spaltungen: zwischen arm

und reich, Mann und Frau, jung

und alt, fit und bedürftig, exklusiv

egoistisch oder global solidarisch

denkend. Ost und West ist da ein

vor dreißig Jahren hinzugekommenes,

wenn auch –aufgrund der klaren

geographischen Zuordnung –

ein vermeintlich besonders

augenfälliges Spaltungskriterium.

Wasoffensichtlich noch nicht verstanden

worden ist, ist, wie in Politik

und Gesellschaft mit diesen

Spaltungen umzugehen ist, um sie

nicht zueiner Gefährdung für eine

liberale, zukunftsgewandte Demokratie

werden zu lassen. Wervom

Volk gewählt werden will, muss

diesem auch etwas bieten.

Georg Sollböhmer per E-Mail

Extremismus durch

fehlende Bildung

IMAGO

„Wiedervereinigung“ dränge unweigerlich die

Frage auf, wer vereinigt wurde und unter

welchem Ausschlussdie Vereinigung stattfand?

Die Deutschen müssten die Geschichte der

letzten 30 Jahre aufarbeiten, um eine andere

Gesellschaftschaffen zu können.

Der Künstler Torsten Schlüter berichtete

von seiner persönlichen Geschichte. Seine

Eltern befanden sich am Tagdes Mauerbaus

bei Verwandten im Westen, doch er, ihr

kleiner Sohn, war bei den Großeltern im

Osten. Sie kehrten zurück und erlebten 28

Jahre ein geteiltes Land. In der

Nachwendezeit folgten Jahre, in denen sich

die Ostdeutschen häufig gegenüber den

Westdeutschen benachteiligt sahen. Schlüter

wünscht eine Stärkung ostdeutschen

Selbstwertgefühls, das Publikmachen von

Erfolgsgeschichten und mehr Ostdeutsche in

Führungspositionen. Das könne zu mehr

innerer Einheit beitragen.

Der Wuppertaler Schüler Jonathan

Tschuschke stammt aus einer deutschdeutschen

Familie und gewann einen

Geschichtswettbewerb mit einer Arbeit über

die DDR. Er sieht west- und ostdeutsche

Einflüsse bei sich und findet es wichtig, dass

sich auch die jüngere Generation mit dem

Thema beschäftigt. Doch das Denken in den

Kategorien Ost und West müsse aufhören.

Leipzig und Wuppertal gehörten für ihn zum

selben Deutschland,schrieber. (mec.)

Auch mir ist nicht nach Feiern

zumute, angesichts des stetig

wachsenden Rechtsextremismus in

Deutschland. Die Erklärungsversuche

mit den „abgehängten Ostdeutschen“

liefern sicher eine Seite

der Medaille. Ich glaube aber, dass

ein erheblicher Teil schlicht durch

fehlende Bildung verursacht wird.

Das Zusammenwachsen

muss von beiden ausgehen

Wir müssen darüber hinaus aber

auch endlich verinnerlichen, dass

ein Zusammenwachsen immer von

beiden Seiten ausgehen muss. Der

Wegführt anIntegration von beiden/allen

Seiten nicht vorbei. Und

er beginnt immer in einem selbst.

In jeder/jedem Einzelnen der

Gesellschaft. Mit dem Finger auf

andere zuzeigen, bringt nichts –

außer noch mehr Trennung. ICH –

das sind WIR, das ist die Gesellschaft

als Ganzes.

Luisa Fritz via Webseite

Deutsche werden im

Ausland bewundert

(Zum Beitrag vonTorsten Schlüter)

Der Satz mit dem Blick, wofür die

Deutschen im Ausland bewundert

werden, ist so wichtig, denke ich!

Danke!

Berthild Lorenz via Facebook

Nicht genügend

zusammengerückt

Ost und West ist nach der Wende

meiner Meinung nach nicht genügend

zusammengerückt. Wenn

man noch die Bilder sieht, wie

Westdeutsche an der Mauer feiern

und auf Trabidächer klopfen, finde

ich es schade, was teilweise hieraus

geworden ist. Nach dem Motto: Im

Feiern sind wir zusammen groß,

auch wenn es am Ende in die Hose

geht. Das ist der springende Punkt.

Es hätten sich mehr verantwortliche

Personen für Stabilität direkt

im Osten engagieren müssen. Dies

wurde leider versäumt. Man ging

zu schnell und zu oberflächlich zur

Tagesordnung über, nach dem

Motto „Egal, wird schon …“ Ich

hatte schon damals aus der Situation

heraus größte Bedenken, aus

meiner Erfahrung mit der DDR.

Auch der Soli war nur bedingt

Hilfe, weil er keine direkte Hilfe

war. Nur tatsächliche Hilfe kann

den Osten in seiner Kaufkraft festigen,

in ehrlicher Kooperation. Hier

ist vieles verbesserungswürdig.

Torsten Maier via Facebook

Frau Merkel hat sich selbst

in den Finger geschnitten

(Zum Beitrag von Eberhard Diepgen)

Ich denke, dass hinter dem

Kommentar zweierlei steckt.

Erstens die Kultur, die für Zusammenhalt

sorgt, und zweitens die

große Angst, dass bald die CDU

früher als vorhergesehen an ihrem

Ende anlangt. Die Schönwetterfront

für diese Partei mit ihrer

Schwester CSU aus Bayern ist zu

Ende. Frau Merkel hat sich mit

ihrer vierten Kanzlerschaft selbst in

den Finger geschnitten. Ein Großteil

ihrer Arbeit ist direkt für die

AfD ideal zugeschnitten.

Reiner Morsdorf via Facebook


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 7 *

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Wirtschaft

DAX-30 in Punkten

2.8.19

2.8.19

MÄRKTE

▲ 12961,05 (+0,73 %)

Rohöl je Barrel Brent in US-Dollar

Euro in US-Dollar

2.8.19

Stand der Daten: 01.11.2019 (21:50 Uhr)

Alle Angaben ohne Gewähr

1.11.19

▲ 61,62 (+3,53 %)

1.11.19

▼ 1,1139 (–0,13 %)

Quelle

1.11.19

DeutscheBank: Deutschlands größtes

Geldhaus bündelt die Aufgaben rund

um den Konzernumbau in einem

neuenVorstandsressortund holt sich

einen neuen Personalchef vonder

Deutschen Sporthilfe.Der bisherige

Chef der Vermögensverwaltung, FabrizioCampelli,

übernimmt im Vorstanddas

neue Ressort„Transformation

und Personal“. Neuer Personalchef

wird ab März2020 der derzeitige

Vorstandschef der Deutschen Sporthilfe,

Michael Ilgner. DieBank erhofft

sich vonihm Impulse bei Talentförderung

und Personalentwicklung. (dpa)

Demo zum Dienstantritt

Unter Christine Lagarde zeichnet sich keine Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik der EZB ab

Von Frank-Thomas Wenzel

Orangefarbene Attac-Fahnen

wehten am Freitagmittag

vor der Europäischen

Zentralbank (EZB)

im Frankfurter Ostend. Dazu Aktivisten

mit Trillerpfeifen und eine Frau

mit einer überdimensionierten

Christine-Lagarde-Maske und einer

großen Tüte mit einem stilisierten

Windrad, einer Eisenbahn aus Pappe

und einer Grünpflanze drin. Die

neue EZB-Präsidentin, die am Freitag

ihren ersten offiziellen Arbeitstag

hatte,soll beim gerade angelaufenen

Anleihekaufprogramm der Notenbank

Papiere nach „sozial-ökologischen“

Kriterien erwerben, um

Unternehmen, die nachhaltig arbeiten,

zu unterstützen.

Die Aktivisten vom globalisierungskritischen

Netzwerk nehmen

damit die 63-jährige Französin beim

Wort.Klimarisiken müssten insZentrumder

Finanzstabilität rücken, hatte

sie kürzlich bei ihrer Vorstellungsrede

gesagt. Das Angebot an grünen

Geldanlagen, die sich an den Vorgaben

des Pariser Klimaabkommens

orientierten, sei noch starkunterentwickelt.

Um die Ziele für die Begrenzung

der Erderwärmung in der EU bis 2030

zu erreichen, sind nach Hochrechnungen

vonExperten jährlich insgesamt

Investitionen von 180 Milliarden

Euro nötig.Für solche Investitionen

machten sich am Freitag in

Frankfurt auch einige hundert

Demonstranten stark.

Demonstration von Attac,Fridaysfor Future und Extinction Rebellion vor derEZB in

Frankfurt.

FOTO: HANNELORE FÖRSTER/IMAGO IMAGES

Das quasi gleichzeitig angelaufene

Kaufprogramm der EZB sieht vor,

pro Monat zusätzlich Papiere mit

einem Volumen von 20 Milliarden

Euro vonGeschäftsbanken zu erwerben.

Es handelt sich dabei vor allem

um Staats-, aber auch um Unternehmensanleihen.

Die EZB hat bereits

solche Wertpapiere mit einem Volumen

von2,6 Billionen Euro in ihrem

riesigen Depot.

Die neue Operation, quantitative

Lockerung genannt, hat zum Ziel,

ähnlich wie eine Zinssenkung zu wirken,

angesichts von Leitzinsen, die

schon lange bei null Prozent liegen.

Banken können sich also nicht nur

kostenlos Geld bei der EZB leihen,

sondernerhalten nun auch noch Extraliquidität,

was sie in die Lage versetzen

soll, mehr Kredite zu vergeben,

womit Investitionen angekurbelt

werden sollen. Zumal mit den

Anleihekäufen gleichzeitig das Zinsniveau

insgesamt gedrückt wird.

Wenn Lagarde jetzt die Forderung

beherzigenundverstärktEisenbahnund

Windenergieanleihen erwerben

würde,dürftesiesichabernochmehr

Probleme aufbürden, als sie zum Beginn

ihrer achtjährigen Amtszeit ohnehin

schon am Hals hat. Denn zu

den Regularien der quantitativen Lockerung

(Quantitative Easing –QE)

zählt auch, dass die Käufe „marktneutral“

sein müssen: Papieresollen

in den Proportionen gekauft werden,

die der Nachfrage am Anleihemarkt

entsprechen. Bundesbankpräsident

Jens Weidmann hat denn auch schon

die Vorschläge von Attac heftig kritisiert.

Damit würde die Aufgabe der

EZB verwässert. Die soll sich vor allem

um Preisstabilität kümmern.

Womit eins der großen Konfliktfelder

benannt ist, mit dem Lagarde

zu kämpfen hat. Im EZB-Rat gibt es

generell massiven Widerstand gegen

das QE-Programm, das ihr Vorgänger

Mario Draghi noch auf den Weggebracht

hatte.Die Kritik kommt vorallem

vom „Germanic Core“ imEZB-

Rat, dem obersten Beschlussorgan

der Notenbank. Gemeint sind die

Deutschen, die Österreicher und die

Niederländer. Deren Hauptargument:

Diezusätzliche Lockerung der

Geldpolitik laufe bestenfalls ins Leere,

wirke aber eher kontraproduktiv.

Unter anderem von der Enteignung

vonSparernist immer wieder die Rede,auch

vonBelastungen für die private

Altersvorsorge und für die Kreditgeschäfte

von Banken und Sparkassen.

Lagarde hat schon einmal versprochen,

dass sie mit Achtsamkeit

die Nebenwirkungen der Niedrigzinsen

beobachten und auf Sorgen der

Bürger eingehen werde. Sie hat eine

Art kommunikative Offensive angekündigt.

Klar ist aber auch, dass Lagarde

die Nullzinspolitik fortsetzen

wird, wohl bis mindestens ins Jahr

2022 hinein. Auch um die Lasten

hoch verschuldeter Staaten wie Italien

dauerhaft zu lindern.

Bahn erweitert

Angebot für

Radfahrer

Künftig mehr Züge

mit Stellplätzen

Radfahrer sollen künftig mehr

Möglichkeiten haben, ihr Rad in

Fernzüge mitzunehmen. 2025 sollen

auf allen Strecken Stellplätzeverfügbar

sein, wenn auch noch nicht in jedem

Zug. Ziel bis dahin sind Mitnahmemöglichkeiten

in 60 Prozent des

Fernverkehrsangebots, teilte das

Bundesverkehrsministerium mit.

Heute liegt der Anteil bei 47 Prozent.

KünftigwerdedieBahnnurnochPersonenzüge

mit Radstellplätzen bestellen,

antwortete das Ministerium

auf eine Anfrage der Grünen.

„Fahrradmitnahme sollte so

selbstverständlich sein wie Strom

und WLAN im Zug“, forderte der Allgemeine

Deutsche Fahrrad-Club.

Denn während Platz für Fahrräder in

Regionalzügen Standard ist, gibt es

bislang nur in einem Teil der Fernzüge

Platz für Fahrräder: inden rund

180 Intercity-Zügen sowie in 59 ICE-

T-Zügen, die nachgerüstet wurden.

In dieICE der Baureihen 1bis 3können

Reisende kein Rad mitnehmen.

Diese will das Unternehmen auch

nicht umrüsten –zugroßer Aufwand.

Dagegen hat der neue ICE4ein

Fahrradabteil. 39 dieser Züge hat die

Bahn schon im Bestand, bis 2023 folgen

weitere 80. Die Bahn sicherte

auch zu, bei künftigen Umbauten in

Bahnhöfen auf den Einbau von Aufzügen

zu achten, die groß genug für

Fahrräder sind. (dpa)

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8 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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·

Meinung

Stadtderby

AUSLESE

Der neue

Klassiker

Wasser,Wind

und Gras

Markus Lotter

erkennt im Duell Union gegenHertha

den Wunsch nach Abgrenzung.

Wenn das am Sonnabend ausgetragene

Fußballspiel zwischen dem

1. FC Union und Hertha BSC so facettenreich

und prickelnd wird wie das Vorspiel

dazu, dann ist uns ein großer Fußballabend

gewiss.Dann erfüllt dieses Stadtderbyauch

sportlich die hohen Erwartungen, die an

das erste Bundesliga-Duell zwischen Rot-

Weiß und Blau-Weiß geknüpft sind.

Unions Präsident Dirk Zingler war es,

der in aller Öffentlichkeit ungeniert von

einem Klassenkampf sprach. Ein Stadtderby,

ausgetragen am 30. Jahrestag des

Mauerfalls, wie vonseiten der Herthaner

begrüßt, war für ihn undenkbar. Soeine

brisante Begegnung könne keinesfalls als

Freundschaftsspiel deklariert werden.

Das erschien dem einen oder anderen

doch zu forsch oder eben unangebracht,

da der 1. FC Union einerseits dann doch

auch zu einer Fußballunternehmung mit

einem 70-Millionen-Euro-Umsatz gewachsen

ist, man andererseits in Köpenick

nur allzu gut weiß, dass sich das

Union-Publikum aus allen Gesellschaftsschichten

speist. Letztendlich ist Zinglers

Ansatz aber nachvollziehbar.

Union ist wohl auch anders als Hertha

BSC, was dem Klub aus dem Westen ja

qua seiner Geschichte gar nicht zum Vorwurf

gemacht werden darf. Union bleibt

eisern, so weit das im Fußballgeschäft

überhaupt noch möglich ist, während

Hertha sich zu einem anderen, inzwischen

auch von einem Großinvestor getriebenen

Geschäftsmodell gezwungen

sieht. Ausdieser Gemengelage ergibt sich

geradezu zwangsläufig Rivalität, in der

sich der Wunsch der Anhänger nach Abgrenzung

widerspiegelt. Und eben auch

die Chance auf einen neuen Fußballklassiker,der

Jahr für Jahr weit über die Stadtgrenzen

hinaus Beachtung findet.

Syrien

Assad ist auf den

Westen angewiesen

Marina Kormbaki

meint, spätestens beim Wiederaufbau

sind die Europäer gefordert.

Annegret Kramp-Karrenbauer hat das

Fehlen einer europäischen Initiative

für Syrien beklagt. Die CDU-Chefin und

Verteidigungsministerin irrte. Deutsche,

britische und französische Diplomaten

sind sehr wohl um eine diplomatische Lösung

des nun schon seit acht Jahren währenden

Krieges bemüht. Dass in dieser

Woche am UN-Sitz in Genf erstmals das

syrische Verfassungskomitee zusammenkam,

in dem Getreue des Machthabers

Assad mit Oppositionellen eine Nachkriegsordnung

für Syrien aushandeln sollen,

ist ein Beleg dieser Bemühungen.

Die Gespräche in Genf hätten jedoch

mehr Aussicht auf Erfolg, wenn sich jetzt

nicht im Zuge des chaotischen US-Abzugs

die Machtverhältnisse in Syrien so klar zugunsten

Assads verschieben würden. Die

syrische Kurdenregion ist –Dank tatkräftiger

Schützenhilfe Russlands –größtenteils

unter der Kontrolle von Damaskus. Und

wo Assads Truppen noch nicht vorgerückt

sind, bedrängen die Türken die unterlegenen

Kurden. Assad ist auf bestem Wege,

seine Macht im gesamten syrischen Staatsgebiet

wiederherzustellen. Teilen muss er

sie nur mit Russen und Iranern.

Die UNund die syrische Opposition

sind ihrer Druckmittel gegen Assad fast

vollständig beraubt. Er muss internationalen

Einfluss kaum fürchten und tut dies

auch nicht –soerklärt sich seine Absage

an eine UN-kontrollierte Schutzzone,wie

Kramp-Karrenbauer sie ins Gespräch gebracht

hatte.Und so erklärtsich auch Assads

offen vorgebrachte Geringschätzung

für den Genfer Verfassungsprozess. Ein

Hebel aber bleibt den Europäern, um Assads

Einfluss bei der Neuformung Syriens

zu bändigen: Ohne ihre Hilfe wird der

Wiederaufbau kaum möglich sein.

Heimweh kommt nicht auf.

Der Satz ist bekannt: „Niemand

hat die Absicht, eine Mauer zu

errichten.“ SED-Chef Walter Ulbricht

sprach ihn Mitte Juni 1961

bei einer Pressekonferenz. Zwei Monate später

stand die Mauer.

„Niemand hat die Absicht, Russland vom

World Wide Webabzukoppeln“, sagte Kreml-

Sprecher Dmitri Peskow amFreitag vor der

Weltpresse in Moskau. Auch dieser Satz

könnte sich noch als historische Lüge entpuppen,

allerdings nicht ganz so schnell wie

damals. Das heutige Vorhaben ist weitaus

komplizierter,und noch fehlt es an Hardware,

an Datenleitungen und Knotenpunkten. Das

Ziel aber ist klar.PräsidentWladimir Putin will

seinem Land ein neues Netz überwerfen: eine

eigene,russischeVersion des Internets.

Tatsächlich ist das weltweite Netz, wie man

es derzeit kennt, in erster Linie ein amerikanisches

Netz –mit gigantischen Speichernund

Knotenpunkten auf dem Territorium der

USA. Mit dieser Verteilung der Gewichte ist

nicht nur Russland unzufrieden. Man brauche

Datensouveränität in Europa, betonte

diese Woche,beim Digitalgipfel der Bundesregierung

in Dortmund, etwa der CDU-

Technologieexperte Thomas Jarzombek –

und fügte eine rhetorische Frage hinzu:„Was

heißt es, wenn am Ende alle unsere Daten

auf Plattformen prozessiert werden, auf die

wir keinen Einfluss haben?“

Niemand sollte also klagen über den Versuch

diverser Weltregionen, sich technisch

unabhängig zu machen vonden bislang alles

dominierenden IT-Strukturen in den USA.

Ein gleichberechtigtes Spiel aller mit allen,

idealerweise auf Augenhöhe, entspräche

eher dem sympathischen Grundgedanken

des vor 50Jahren erfundenen World Wide

Webals eine Welt, die maßgeblich von Goo-

Neulich bat ich meinen Mann, einen Briten,

einen Text, den ich für eine englische

Zeitung geschrieben hatte, auf Fehler

zu überprüfen. Er fing an zu lesen und stolperte

sofort über ein Wort. „What’s a

Dschämmerossi?“, sagte er.

Wasist ein Dschämmerossi?

Ich verstand ihn erst nicht. Dschä-Me-

Ros-Si? Wovon sprach er? Er zeigte auf ein

Wort auf dem Bildschirmund ich musste lachen.

Es lautete „Jammerossi“. Englisch ausgesprochen,

also Dschämmerossi. Dasklang

viel besser als Jammerossi, cool, weltläufig

und humorvoll, eine Mischung aus Barbarossa,

Signor Rossi und guter Laune.

Jammerossi ist ein Wort, das in den 90er-

Jahren erfunden wurde,vielleicht war es eine

Zeit lang das wichtigste Wort im deutschdeutschen

Gespräch. Es wurde als Schimpfwort

benutzt, um bestimmte Erfahrungen

und Meinungen herabzusetzen. Wenn man

in den 90er-Jahren und auch noch später,

Ungleichheit, Kränkungen undVerletzungen

nach 1989 thematisierte, dann wurde man

als Jammerossi bezeichnet. Ein Jammerossi

war jemand, den man nicht ernst nehmen

konnte, der von irrationalen Gefühlen bestimmt

war.

Ich erinnere mich an eine Diskussion auf

der Party einer Freundin mit einem westdeutschen

Drehbuchautor vor ein paar Jahren,

es muss 2013 gewesen sein. Ich redete

über die 90er-Jahre, die Massenarbeitslosigkeit,

die Abwanderung, die Orientierungslosigkeit.

Irgendwann sagte er, erkönne Jam-

Putin

Russisches

Internet

Matthias Koch

fürchtet, dass die freiheitliche Idee

des Internets in Gefahr geraten könnte.

gle, Amazon, Facebook und Apple beherrscht

wird.

Ins Negative aber schlägt alles um, wenn

nun autoritäreHerrscher wie Putin nach Datensouveränität

rufen –inWahrheit aber zwei

weitere, ganz andere Ziele haben: die totale

Kontrolle ihrer eigenen Untertanen und die

Möglichkeit, unerkannte geheime Attacken

auf andereMächte zu starten. Beides setzt robuste

eigene IT-Strukturen voraus.

China führt imInneren bereits vor, wie

das moderne Überwachen und Strafen aussieht.

Künstliche Intelligenz hilft beim Aufspüren

jener Bürger, deren Distanz zum Regime

sie sogenannte Sozialpunkte kostet.

Mobile Kommunikation, Video- und Satellitentechnik,

dazu Gesichtserkennung und

KOLUMNE

Sind

Sie ein

Dschämmerossi?

Sabine Rennefanz

merossis wie mich nicht mehr ertragen. Ich

fühlte mich, als hätte er mir einen Schlag ins

Gesicht verpasst. Ich war selbst überrascht,

was für heftige Gefühle dasWort auslöste.Ich

schämte mich und verließ die Party und

habe bis heute kein Wort mit dem Mann geredet.

Ichwärelieber ein Dschämmerossi als

ein Jammerossi gewesen.

Wieanders wäredie deutsch-deutsche Geschichten

gelaufen, wenn man von Anfang

BERLINER ZEITUNG/HEIKO SAKURAI

Rund-um-die-Uhr-Tracking: Diese schönen

neuen Möglichkeiten können sich im totalitären

Staat jäh zu einem Käfig verdichten,

aus dem es für den Einzelnen gar kein Entkommen

mehr gibt.

Menschenwürde, Datenschutz, strikte

Bindung aller staatlichen Gewalt ans Recht:

Das mitunter belächelte freiheitlich-demokratische

Inventar bekommt eine dramatische

neue Bedeutung. Überall dort jedenfalls,

wo man leise grinsend über diese

Grundsätze hinweggeht, wie in Russland,

droht Finsternis.

Putin, der digitale Mauerbauer, denkt in

mittelalterlichen Mustern. Ihmgeht es nicht

um Datensouveränität, sondern, ganz

schlicht, um Macht. Er wünscht sich sein

Russland als Trutzburg: massiv ummantelt,

aber ausgestattet mit versteckten Türen,

durch die Angreifer sich aufmachen können

zu Attacken in den Machtzonen der anderen.

Wie die klassische Kombination aus Dichtmachen

und Stören heute aussehen kann, ist

in Russland bereits zu besichtigen: Im Inneren

des Landes lässt Putin Kritik so gut es

geht ausschalten durch die Internetaufseher

der Spezialbehörde Roskomnadzor.Inanderen

Staaten wiederum stacheln russische

Trollfabriken über Social Networks Misshelligkeiten

aller Artan.

Als im 20. Jahrhundert die Kommunikation

zwischen Computer und Computer erfunden

wurde, hatte man sich das 21. Jahrhundert

anders vorgestellt: demokratischer,

lässiger – und nicht zuletzt durchlässiger.

Heute aber, nach Jahrzehnten immer neuen

Jubels über den Siegeszug des Internets,halten

die Empfindsamen inne.Sie spüren, dass

jetzt hier und da so etwas droht wie eine

weltgeschichtliche Schubumkehr, ein makabrer

Rückschritt durch Technik.

von Dschämmerossis gesprochen hätte. Es

wäre auch ein super Name für eine Band gewesen,

die Dschämmerossis. Die Dschämmerossis

würden jetzt statt Rammstein Stadien

rund um die Welt füllen und gute Laune

verbreiten. DieganzeWeltwürde wissen, dass

Ostdeutschland für gute Laune steht. Ich

gluckste still vor mich hin, mein Mann

schaute mich seltsam an. „Was ist so lustig

dran?“, fragte er müde. Erhatte nach all den

Jahren keine hohen Erwartungen mehr an

meinen deutschen Humor. Bis vor kurzem

hatte er die TotenHosen für eine ostdeutsche

Band gehalten. Wegen des Namens:The dead

trousers.Ich erklärte ihm, was ein Jammerossi

war. Erhörte zu, dann sah ich, wie es in ihm

arbeitete.„Ist dir schon mal aufgefallen, dass

wir ein Ostkind und einWestkind haben?“

Er hatte recht. EinKind war in Kreuzberg,

das andere inPankow geboren. Unsere Familie

war eine Ost-West-Familie, gewissermaßen.

Der kleine Westler war immer erst

mal dagegen und wollte alles ausdiskutieren,

die kleine Ostlerin war eher pragmatisch und

unkompliziert. Keine Ahnung, wie das passieren

konnte. „Wie bist du auf Dschämmerossi

gekommen“, fragte ich meinen

Mann. Er habe an ein bekanntes Gedicht von

Lewis Carroll, dem britischen Schriftsteller

gedacht, „Jabberwocky“, heißt es.„Jammerossi,

Jabbywocky, sokam das“, sagt er. Ich

habe von Jabberwocky noch nichts gehört.

Es ist ein Unsinns-Gedicht, lese ichbei Wikipedia,

die meisten Worte sind erfunden. So

wie dasWortJammerossis.

Die linken Seiten des Buches sind frei.

Manchmal sieht man chinesische

Schriftzeichen. Es sind nicht die Ai Weiweis.

Rechts der Text besteht aus riesigen

Buchstaben. Sie werden kaum länger als

eine halbe Stunde brauchen für dieses

Buch. Dafür haben Sie dann aber einen

dicken Brocken in der Hand. Dafür sorgt

die den Band einschließende Pappe. So

viel dazu.

Der Text verspricht gleich auf der ersten

Seite sehr viel: Der 1957 geborene Ai

Weiwei möchte zeigen,

wie aus Gedanken

Ai Weiwei:

Manifest ohne

Grenzen,

Kursbuch. edition,

184 Seiten, 20 €

Handlungen entstehen.

Das wäre großartig.

Es wäre einmalig.

An dieser Aufgabe

scheitertAiWeiwei.

Sehr plastisch aber

schilderter, wie er,sein

Vater war in die Verbannung

in den äußersten

Westen Chinas

geschickt worden, als

Fremdling unter Fremden

aufwächst, als aus

der GesellschaftVerstoßener,

der, sowie sich ihm 1981 die erste

Gelegenheit bietet, nach NewYorkgeht, in

die fremdeste Fremde.

Gegen Ende seines kleinen Manifests

schreibt Ai Weiwei: „Der Wegder Flüchtlinge

könnte eine Antriebskraft der Zivilisation

sein. Wenn wir das zulassen, befruchtet

er unseren Geist, unser Wissen,

die Literatur, die bildenden Künste und

die Musik. Unser Leben wird durch den

‚human flow‘ bunter, erversetzt die Gesellschaft

in Schwingung und macht sie

insgesamt viel interessanter. Ich betrachte

das, was momentan auf der ganzen

Welt stattfindet, deshalb nicht etwa

als Apokalypse, sowie uns das die Xenophoben

aller Länder täglich einreden wollen,

sondern als eine zutiefst menschliche,

fließende Bewegung. Flucht gab es

schon immer,von Anbeginn der Menschheit.

Sie ist beinahe so natürlich wie die

Bewegung vonWasser,Wind und Gras.Ich

möchte das dabei keineswegs romantisieren

–schließlich können auch der Wind

und das Wasser brutal und zerstörerisch

sein. So wie der Mensch, der geradezu

selbstmörderisch die Umwelt zerstört.“

Ai Weiwei ist ein Künstler, der immer

zugleich ein Aktivist ist. Das mag manchmal

nerven. Aber Kunst –soviel haben wir

gelernt– muss das tun. Arno Widmann

PFLICHTBLATTDER BÖRSE BERLIN

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Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 – S eite 9 *

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Berlin

Der letzte Teil unserer

Serie zum Ruhestand:

Liebe im Alter

Seite 12

Ein Ärgernis mehr –Die Deutsche Wohnen hat Nebenkosten zu hoch berechnet Seite 13

Eine Großbaustelle weniger –Die Staatsbibliothek ist saniert Seiten 10 und 11

Partei sucht Asyl

Die AfD sucht noch immer nach einem

geeigneten Ort für ihren Landesparteitag.

Jetzt setzt man sogar Hoffnung auf Brandenburg

VonAnnika Leister

2018 hatte die Partei noch einen Raum in Berlin gefunden. DPA/GREGOR FISCHER

Esgibt Hoffnung für den Landesparteitag

der Berliner

AfD. Der ist für nächstes

Wochenende angesetzt,

drohte aber zu scheitern, weil die

Rechtspopulisten bisher keinen

Raum fanden. Wie die Berliner Zeitung

aus Parteikreisen erfuhr,soll sich

das nun geändert und die Partei einen

Saal in Aussicht haben –allerdings

nicht in der Hauptstadt, sondern

inBrandenburg. Man stehe in

Verhandlungen und sei optimistisch,

warte aber noch auf Genehmigungen

von der zuständigen Gemeinde. Ein

Standardverfahren, hieß es weiter,

weil ab einer bestimmten Größe der

Veranstaltung andere Sicherheitsbestimmungen

einzuhalten seien. Auf

dem Parteitag am 9. und 10. November

will die Berliner AfD turnusmäßig

auch einen neuenVorstand wählen.

Am Dienstag noch hatte der AfD-

Landesvorsitzende Georg Pazderski

auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz

gegeißelt, dass Vermieter,

die der AfD Räume anböten, bedroht

würden, und kündigte an, dass der

Parteitag vermutlich abgesagt werden

müsse.

Die AfD rechnet auf ihrem Parteitag

mit rund 450 Teilnehmern. Dasist

viel –und dürfte die Raumsuche

zusätzlich erschwert

haben. Mitglieder kritisieren

außerdem scharf, dass

der Vorstand zu spät angefangen

habe, zu suchen.

Für möglich halten einige

auch, dass Pazderski sich

absichtlich nicht sonderlich

bemühe –umdie Vorstandswahl

zu vermeiden.

Andere Berliner Parteien

kommen in der Regel mit maximal

250 Plätzen aus. Sie laden nicht

alle Mitglieder ein, sondern lassen

vorab in den Bezirken Delegierte

wählen, die dann zum Parteitag entsandt

werden. Dieses Delegiertenprinzip

gilt ab einer gewissen Mitgliederzahl

aus Organisationsgründen

Georg

Pazderski

als unumgänglich, ist aber durchaus

umstritten. Einfache Parteimitglieder

haben dadurch wenig Möglichkeit,

direkt mitzubestimmen. Die AfD ist

die einzige Berliner Partei, die es anders

hält –und ist stolz darauf. Sielädt

alle Mitglieder zu Landesparteitagen

ein, bei derVorstandswahl

sind sie auch

alle stimmberechtigt. Zurzeit

hat der Berliner Landesverband

1500 Mitglieder.

Mit Blick auf vorangegangene

Parteitage rechnet

DPA

man mit circa einem Drittel,

das erscheint.

Dieses Drittel wird voraussichtlich

entscheiden,

ob der Berliner Landesverband sich

an der Spitze ganz neu aufstellt. Diskutiert

wird nach Informationen aus

Parteikreisen auch, ob man statt eines

alleinigen Vorsitzenden eine Doppelspitzeeinrichten

soll. Derzurzeit amtierende

elfköpfige Vorstand will bis

auf Beisitzerin Sarah-Emanuela Gröber

erneut wieder kandidieren. Und

er erhält eine Menge Konkurrenz. Insgesamt

rund 30 Kandidaten für den

Vorstand haben sich bereits weit im

Voraus gemeldet. Schließlich ist das

die letzteWahl vorder Abgeordnetenhauswahl

2021 –und viele

Parteimitglieder wollen

sich in günstige Positionen

für den Sprung ins Parlament

bringen.

Die interessanteste Person

aber hat –ganzoffiziell

–noch kein Interesse bekundet:

Gottfried Curio,

AfD-Bundestagsabgeordneter

aus Steglitz-Zehlendorf.

Zwar hält Curio sich

zurzeit bedeckt, mit der Presse will er

nicht sprechen, er sei „terminlich

sehr stark eingespannt“, teilt eine

Mitarbeiterin mit. Doch Kandidaten

für den Vorstand können sich auch

am Tagder Wahl selbst noch spontan

melden. Undgleich mehrereWegbegleiter

Curios versichern: „Der wird

Gottfried

Curio

antreten, das ist sicher.“ Der 59-jährige

Curio zog 2016 ins Abgeordnetenhaus,2017

dann in den Bundestag

ein. Er gilt als hochintelligent, habilitierte

an der Humboldt-Universität in

Physik, forschte jahrelang zur String-

Theorie und schloss außerdem

ein Studium in Kirchenmusik

ander Berliner

Hochschule der Künste ab.

Curio ist für scharfe,

IMAGO IMAGES

grenzüberschreitende Reden

bekannt. Im Abgeordnetenhaus

bezeichnete er

verschleierte Frauen schon

als „schwarzer Sack, ein

Sack,der spricht“.

Im Bundestag sprach er

in einer Rede zur doppelten Staatsbürgerschaft

von einem „entarteten

Doppelpass“, der Staat und Demokratie

untergrabe,und nannte die Integrationsbeauftragte

der Bundesregierung

Aydan Özoguz (SPD) ein

„Musterbeispiel misslungener Integration“.

Die Kritik aus den anderen

Parteien fiel lautstark aus: fremdenfeindlich

und geprägt vonNazi-Vokabular

(„entartet“) sei Curios Rede.

Doch was die Grünen zum Kochen

bringt, löst bei der AfD-Basis Begeisterung

aus – das weiß auch Curio

ganz genau.

Curioist ein starker Gegenspieler

für Georg Pazderski und vermutlich

auch ein Gegenentwurfzudessen

Vision für die Berliner AfD:

Denn der 68-jährige Pazderski, der

mehr als 40 Jahre lang Berufssoldat

war, versucht immer wieder, den

Berliner Landesverband als liberal

und gemäßigt zu verkaufen.

Beim letzten Landesparteitag

2017 holte er so noch 78,8 Prozent der

Stimmen. Ob es dieses Maldafür reichen

wird–fraglich.

Annika Leister

ist gespannt, wie sich die

Berliner AfD entwickelt.

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10 * Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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Berlin

Harmsens Berlin

Uffn Hund

jekommen

Torsten Harmsen denkt

über den treuesten Freund

des Berliners nach.

Ick koof ma'n Hund!“, sagt mein innerer

Berliner. „Wieso denn so

plötzlich?“, frage ich. „Da frachste

noch? Et wirdZeit! Ohne Hund is man

doch jar keen richtija Berliner. So'n

Hund is imma nett, wackelt mit'n

Schwanz, kiekt mit treue Kulleroogen

zu dir hoch und ist dankbar für allet.

Unddraußen kommste imma int Jespräch

mit andreHundefritzen!“

Ja, ich weiß. Ohne Hunde wäre

Berlin nicht das, was es ist. Hunde

wurden einst sogar zum Arbeiten gebraucht.

Wie man auf alten Bildern

sehen kann, mussten sie kleine

Marktkarren mit Obst und Gemüse

durch die Straßen ziehen. Undwer es

sich leisten konnte, hielt auch schon

damals Hunde nur zum Zeitvertreib.

„Lebe glücklich, lebe froh, wie der

Mops im Paletot“, heißt es in einem

alten Kinderreim. Dergeht zurück auf

das 18. Jahrhundert, als der Mops der

Berliner Modehund war. Die Mutter

des Alten Fritzen liebte ihn. Er war der

Verwöhnhund für feine Damen. Bis

heute findet er sich in der Sprache.

Manfühlt sich„mopsig“ oder„mopsfidel“,

man „mopst sich gewaltig“

oder„mopst“ irgendwas.

DieHunde auf der Straße hatten es

allerdings nie einfach. Auch das zeigen

die Berliner Sprüche: „Dit is hundekalt

draußen!“ –„Ditjammertja'n

Hund“ –„Da schickt man ja keen

Hund vor de Türe!“ –„Dit is zum

Junge-Hunde-Kriejen“. Jemand ist

bekannt „wie'n bunter Hund“, „kalt

wie 'ne Hundeschnauze“ oder einfach

nur„'n Hundsfott“.

Soll sich mein innerer Berliner

doch einen Hund anschaffen! Mich

soll er aber damit in Ruhe lassen.

„Hauptsache, duhast künftig immer

300 Euro bei dir, wenn du mit dem

Vieh rausgehst“, sage ich zu ihm.

„Wieso?“, fragt er. „Na, wegen des

neuen Berliner Bußgeldkatalogs.

Wenn dein Vieh einen Haufen auf die

Straße setzt und du die Hinterlassenschaft

nicht eintütest und wegschaffst,

musst du neuerdings ordentlich

blechen! Vorausgesetzt, jemand

kontrolliert.“

Plötzlich fällt mir ein, dass mein

innerer Berliner ja niemals ohne mich

rausgehen kann und dass ich dann

den Haufen beseitigen muss.Erspürt

meinen Unmut:„Okay,ich seh’s ja ein.

Dann also keen Hund! Dit mit die

Tüte jeht mir sowieso jejen den Strich.

Wielange braucht so’n Haufen, bissa

verrottet is? Ein paar Wochen. Und

wie lange braucht ’ne Tüte? Jahre! Wir

zwingen die Leute, Einkoofstüten zu

sparen und tüten dafür Wuffiwürste

ein. So een Blödsinn! Undviele stelln

die Dinger ooch noch an Straßenrand,

statt se mitzunehmen. DieWelt

jeht ehm vor deHunde. Dajejen helfen

ooch Bußjelda nischt.“

Griechische Gastlichkeit

in Blankenburg

Gerade eingeweiht: Die alte Staatsbibliothek 1914, fotografiertinSüd-

Nord-Richtung.Der Kuppelsaal wurde 1941 zerstört. STAATSBIBLIOTHEK BERLIN

Frisch saniert: Die alte Staatsbibliotek heute, fotografiertinNord-Süd-

Richtung.ImZentrum der neue Lesesaal. STAATSBIBLIOTHEK BERLIN /KRUMNOW

Was für ein Auftritt. Das

werden wohl viele sagen,

die in den nächsten

Jahren die alte

Staatsbibliothek Unter den Linden –

bürokratisch korrekt: „Haus 1“ genannt

– betreten. 1914 wurde sie

zum ersten Mal eröffnet, gebaut

nach den Plänen des kaiserlichen

Hofarchitekten Ernst von Ihne und

des Bauingenieurs Anton Adam. Sie

galt damals als die größte und technisch

am besten ausgestattete Bibliothek

der Welt. Am kommenden

Montag wirdder Baunach 15 Jahren

Grundinstandsetzung durch die

Bundesbaubehörden von diesen

und dem Architekten HG Merz an

die Nutzer, die Staatsbibliothek der

Stiftung Preußischer Kulturbesitz,

übergeben werden. Dann wird die

alte Staatsbibliothek erst einmal geschlossen,

um in einem halben Jahr

nach dem Umzug unter anderem

der kostbaren Handschriftensammlung

wieder für das Publikum offen

zu stehen.

DerBau war im ZweitenWeltkrieg

schwer beschädigt worden, verfiel zu

DDR-Zeiten immer weiter, wurde in

den 80er-Jahren dann mit extrem

dysfunktionalen Magazintürmen

versehen, die an der Stelle des legendären

Hauptlesesaals entstanden.

1990 war die „Deutsche Staatsbibliothek“

baulich abgewirtschaftet. Alleine

die Sanierung der Fundamente

in den 90er-Jahren kostete mehr als

45 Millionen Euro. Die nun abgeschlossene

Sanierung des Gebäudes

darüber schlägt mit weiteren etwa

470 Millionen Euro zu Buche.

Sämtliche Dächer, Fassaden und

Innenräume wurden saniert und, so

weit irgend möglich, ästhetisch auf

den Stand der Kaiserzeit zurückgeführt.

Neue Lesesaalinterieurs nach

dem Entwurf von HG Merz kamen

hinzu, die schlechthin nur als gigantisch

zu bezeichnenden Magazine

und vorallem Leitungen, Rohreund

andere technische Infrastruktur saniert.

Geplant worden war ursprünglich

mit etwa 370 Millionen Euro.Die

Kostensteigerung liegt nach Angaben

der Bundesbauverwaltung BBR

an der langen Bauzeit. Außerdem

wurde das Haus während der Bauarbeiten

weitgehend offen gehalten,

immer wieder wurden überraschend

große Schäden entdeckt,

schließlich stieg der

Baukostenindex um etwa

34 Prozent. Tatsächlich

scheint das teure Projekt

alte Staatsbibliothek

durchaus im Rahmen geblieben

zu sein, im Vergleich

etwa zur Sanierung der Bibliotheque

Nationale in Paris, deren

erster Bauabschnitt 2017 übergeben

wurde und bereits 185 Millionen

Euro kostete, oder im Vergleich zum

geplanten Berliner Museum der Moderne

auf dem Kulturforum. Obwohl

dieses Kunstmuseum räumlich und

technisch weit einfacher und in der

Raumkubatur viel kleiner ist als die

alte Staatsbibliothek, wird dieser

Neubau schon jetzt auf skandalöse

450 Millionen taxiert. Auch deswegen

ist er so umstritten.

Die Paradeachse

Die alte Staatsbibliothek ist selbst in

den Riesenbauten der Kaiserzeit ein

Ausnahmemonument, eine der in

jeder Hinsicht größten Bibliotheken

der Welt. 107 Meter breit und 170

Meter lang ist der Bau, sieben Innenhöfe

umfasst er, 36Meter hoch er-

Bibliothekenstatistik 2018

2,53

Bibliotheksbesuche

pro Einwohner*in

6,3

Entleihungen

pro Einwohner*in

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Schöner

lesen

Am Montag werden die riesige neue alte Staatsbibliothek

Unter den Linden und die winzige Hansabibliothek am

Hansaplatz der Öffentlichkeit übergeben.

Ein erster Rundgang

Gültige

Leseausweise

413 817

165 552

Berliner Kinder und Jugendliche

nutzen ihren

Bibliotheksausweis

ˆ

VonNikolaus Bernau

hebt sich der gläserne Kubus des

neuen Hauptlesesaals. Hinter den

monumentalen Fassaden verbergen

sich 107 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche,

von denen 52 000

direkt der Bibliothek dienen.

50 Kilometer lang sind alleine

die legendären, fest in

den Bau montierten Lipmann-Regale.

Zu den Linden hin lädt

nun wieder die offene

Vorhalle ein, auf die der

breit gelagerte monumental-kalte

Vorhof mit den

netten Weinranken an den

Fassaden folgt. Hier blieben

auch die einzigen Zeugen der

DDR-Geschichte dieses Baus stehen,

ein Reliefblock und das etwas

steife Denkmal „Lesender

Arbeiter“ von Werner Stötzer;

es ist eine von sehr vielen

Männerdarstellungen in

der alten Staatsbibliothek,

Frauenbildnisse wurden

beim ersten Rundgang nicht

gesichtet. VomVorhof aus öffnet

das prachtvolle Portal mit

den schweren Türen den Wegzur

breiten Paradetreppe.Ihr gedrängter

Eindruck verwischt beim Emporsteigen

zunehmend, weil Ihnes große

Säulen und Gesimse ihn aufheben

und HG Merz das im Krieg zerstörte

Gewölbe in abstrakter Form nachbauen

ließ. Sein zu Ihnes Monumentalität

passendes,eherkräftiges Rautengerüst

zeigt sich dabei unverkennbar

als Schwester jenes filigranen

Gewölbes, das nach HG Merz’

Entwurf imrokokohaft zarten Großen

Saal der Staatsoper Unter den

Linden eingebaut wurde.

Die Treppe führt ineinen weiterenVorsaal,

der jetzt wieder mit einer

flachen Kuppel überwölbt wurde.

Leider stehen quer durch diesen hohen,

luftigen Raum halbhohe Glaswände.

Angeblich, wurde beim

Rundgang kolportiert, sollen sie

Diebe davon abhalten, mit ihrem

Diebesgut einfach hinauszulaufen.

Daserscheint mindestens skurril angesichts

all der anderen Sicherungseinrichtungen.

Diese Glaswände

sind ein ästhetischer Anschlag auf

die kraftvollen Raumformen von

Ihne und Merz,und mit ihrem inzwischen

schon wieder aus der Mode

geratenen geätzten Schattenmustern,

Pardon, auch eine Attacke auf

den guten Geschmack. Sie sollten

schnellstens demontiertwerden.

Abgeschlossen wirddie grandiose

Hauptachse vom bereits 2012 übergebenen

neuen Hauptlesesaal,

ebenfalls vonHGMerzentworfen. Er

zeigt bereits jetzt, wie schlecht seine

knallige Farbwahl –orangener Teppich

undTischbelag, hell gepolsterte

Stühle –der Zeit stand hält, sie wirkt

heute geradezu altmodisch. Noch

ärgerlicher sind die deutlichen Abnutzungsspuren

an Regalen, Tischen

und Stühlen in diesem erst sieben

Jahre alten Raum, der kaum 260 Arbeitstische

bietet und wahrlich keinen

Massenverkehr bewältigen

muss.Immerhin: Derausgeblichene

Teppichsoll jetzt ausgewechselt werden.

Sparen kann auch teuer werden.

Preußen-Renaissance

Kurz:Wir stehen voreiner regelrechten

Wiedergeburtdieses riesigen Gebäudes.

Aber warum, fragt man sich

schnell, ist diese Sanierung traditionell

geraten? Heutigewissenschaftliche

Bibliotheken sind weniger der

Arbeitsort von individuellen Genies

als vielmehr Arbeitstreffpunkt –aber

hier konnten gerade noch einige mit

dem modischen Ätzglaswänden umgebene

Gruppenarbeitsräume in einen

der historischen Säle eingestellt

werden. Es gibt sogar noch einen regelrechten

Zeitungslesesaal – im

Zeitalter der Digitalmedien wenigstens

eine exklusiveIdee. Diese Sanierung

ist Folge einer Konzeption, die

in den 90er-Jahren gegen den heftigen

Widerstand vieler vorallem jüngerer

Mitarbeiter durchgesetzt

wurde. Ihre Grundidee: Die alte

Preußische Staatsbibliothek der Zeit

vor 1933 soll wiedererstehen, und

zwar nicht nur als Erinnerung, sondernphysisch.

Um daszuerreichen,

sollte ein Zeitschnitt die Sammlungen

teilen: Alles, was vor 1940 erschienen

ist, sollte in der alten

Staatsbibliothek, alle spätere Literatur

in der neuen Staatsbibliothek am

Kulturforum unterkommen, die

1979 nach den Plänen von Hans

Scharoun und Heinz Wisniewski eröffnet

wurde.

Zwar wurde inzwischen der Zeitschnitt

innerhalb der Staatsbibliothek

auf 1900 verlegt, sodass wenigstens

die Forscher zur Geschichte des

20. Jahrhunderts nicht mehr ununterbrochen

zwischen zwei Häusern

wechseln oder die Literatur aufwendig

vom einen in das andere Haus

bestellen müssen. Dennoch ist eine

solche Teilung nach Zeitschnitt international

die Ausnahme, auch in

den Bibliotheken, die ihre Platznot

durch einen Neubau gelöst haben.

Die Pariser Bibliotheque Nationale

etwa oder die Washingtoner Library

of Congress habensich entschieden,

ihreAltbauten mit Sonder-und Spezialsammlungen

zu nutzen – was

auch in Berlin vorgeschlagen wordenwar.

Doch in Berlin stand einer solchen

funktionalen Trennung nach

1990 die Sehnsucht nach einer besseren

Vergangenheit, jenseits von

Nazi-Zeit und DDR entgegen. Dazu

kamdas Selbstverständnis vieler ostdeutscher

Staatsbibliotheken, in einerfaktischen

Nationalbibliothek zu

arbeiten, mit dem Recht, von jeder

Publikation in derDDR ein Exemplar

beziehen zukönnen. Die Staatsbi-


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 11 *

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Berlin

Großer Auftritt: Das Treppenhaus der sanierten Staatsbibliothek.

Bei laufendem Betrieb saniert: die Bibliothek im Hansa-Viertel.

Ein Buch, bitte! Blick in den Allgemeinen Lesesaal

SABINE GUDATH

Erste Anlaufstelle: So sieht das Info-Zentrum aus.

Mal nicht lesen: Am Montag wird in der Hansabibliothek gefeiert.

FÜR ALLE MIT SCHWACHEM

NERVENKOSTÜM.

Lass Halloween ins Wasser fallen –z.B.auf Madeira oderZypern.

bliothek war das unangefochtene

Haupt der DDR-Bibliothekslandschaft.

Dass ihr Gebäude sich auch

fast ein halbes Jahrhundert nach

dem Krieg noch in einem beklagenswerten

Zustand befand, war kein Argument

in einem Staat, der etwa die

grandiose Universitätsbibliothek in

Leipzig vollständig als Ruine hatte

liegen lassen und auch im osteuropäischen

Vergleich bemerkenswert

wenige Bibliotheksbauten erstellte.

In West-Berlin dagegen hatte nicht

zuletzt der grandiose Bau der neuen

Staatsbibliothek vonHans Scharoun

eine eigene Identität herausgebildet:

Hier wurde gerade die antihierarchische,

die aufklärerische Tradition

Preußens betont, sein Charakter als

moderner, bürgerlicher Reformstaat

und als wichtigste Stütze der demokratischen

Weimarer Republik.

Diese zwei Preußen-Begeisterungen

aus ganz unterschiedlichen

Richtungen führten dazu, dass sich

für die alte Staatsbibliothek ein eher

konservatives architektonisches

Konzept durchsetzte –das nun, im

Zeitalter von Digitalisierung, neuen

Medien, neuen Forschungsmethoden

bemerkenswert rückwärtsgewandt

erscheint.

Das bauliche Opfer der Preußen-

Renaissance wurden auch alle Zeugen

der doch sehr langen DDR-Geschichte.HGMerzließ

auch, im Einvernehmen

mit den diversen Staatsbibliotheksleitungen,

der Leitung

der Stiftung Preußischer Kulturbesitz

und dem Kulturstaatsministerium,

die beiden einzigen künstlerisch

bedeutenden Säle der DDR-

Zeit aus den späten 60er-Jahren zerstören

und durch eigene Interieurs

ersetzen, den Musik- und den Gesellschaftswissenschaftlichen

Saal.

Auch die Berliner Denkmalpflege,

die doch sonst predigt, dass die diversen

historischen Schichten eines

Gebäudes auch nach einer Sanierung

noch ablesbar sein sollten,

stand in den 90ern eben unter dem

Preußen-Bann.

Diese Sehnsucht nach der alten

Preußischen Staatsbibliothek ist

bis in Details hinein zu nachzuvollziehen:

In der Stiftung Preußischer

Kulturbesitz wird nicht

von der „alten“ Staatsbibliothek

Unter den Linden und der

„neuen“ Staatsbibliothek am

Kulturforum gesprochen, sondern

vom „Haus I“ und dem

darauf folgenden „Haus II“, das

schon im Begriff notwendiger

Weise nur eine Ergänzung von

Haus Isein kann. Undesgibt geradezu

absurde praktische Folgen:

Zwar können die Bücher ohne weiteres

indem einen oder in dem anderen

Haus gelesen werden. Ausleihen

aber kann man nur in der neuen

Staatsbibliothek – ist doch die

Grundkonzeption der alten Staatsbibliothek,

nur alte Bücher zu haben,

die nicht mehr ausgeliehen werden.

Es sollte wenigstens eine kleine Leihstelle

für die neueren Werke eingerichtet

werden.

Die Größte und die Kleinste

Ironie der Geschichte: Am gleichen

nächsten Montag wird am Hansaplatz

auch die „Hansabücherei“ –inzwischen

umfassender Hansabibliothek

genannt, weil es hier um Kultur

und Medien insgesamt und nicht

mehr nur um Bücher geht –nach

zwei Jahren Sanierung wieder der

Öffentlichkeit übergeben. Sieist eine

CHARLOTTENBURG

WEDDING

Staatsbibliothek zu Berlin

Westhafen

Staatsbibliothek zu Berlin

Haus Unter den Linden

SCHÖNEBERG

Pariser

Platz

Staatsbibliothek zu Berlin

Haus Potsdamer Straße

der kleinsten Stadtteilbibliotheken

Berlins, intim, 1957 zur Interbau-

Ausstellung von ihrem Architekten

Hans Düttmann um einen Innenhof

herum angelegt. Ein Musterbeispiel

frischer, heiterer Architektur der

Nachkriegsmoderne, die alles sein

wollte, nur eines nicht: kaiserlichmonumental

nämlich. Die gesamte

Euphorie der Bildungsreform, die

dann um 1968 ihren Durchbruch erleben

sollte, ist hier Architektur geworden.

Bisindie Möbel und die lo-

Hansabibliothek

Amerika-Gedenkbibliothek

500 m

Berliner Stadtbibliothek

MITTE

KREUZBERG

PRENZLAUER

BERG

BLZ/HECHER

cker gestellten Regale hinein ist das

nun wieder nachzuempfinden. Ein

Musterbeispiel geglückter Denkmalpflege.

Die große Schwester der Hansabibliothek

ist die 1954 übergebe

Amerika-Gedenkbibliothek von

Fritz Bornemann und Willy Kreuer.

Beide erinnern auch daran, dass die

Bibliotheksarchitektur in der Bundesrepublik

und besonders in West-

Berlin intensiv geprägt wurde von

der Auseinandersetzung mit Skandi-

navien, den USA und Großbritannien.

Hier ging es vor allem darum,

mit der leichten Architektur, aber

auch mit Büchern, Schallplatten und

Kinderbibliotheken sowie dem maximal

freien Zugang die Deutschen

vom westlichen Demokratiemodell

zu überzeugen. Dass schon Düttmann

eine freie Ausstellungswand

einplante,ist eben keine Marotte,

sondernpädagogisches Konzept

gewesen, um einer neuen Nazizeit

oder dem Kommunismus

vorzubeugen.

Zwar wäre jeder direkte Vergleich

zwischen den beiden

Projekten absurd –hier eine in

Millionen Bänden zu messende

wissenschaftliche Bibliothek mit

einem internationalen Publikum,

dort eine kleine Lokalbibliothek.

Aber die beiden Häuser demonstrieren

doch eine Berliner Architektur-

und Denkmallandschaft, die international

ihresgleichen sucht, aber

in der Stadt oft übersehen wird: die

des Bibliotheksbaus nämlich.

Zwar fehlt eine Saal-Bibliothek

des Barock seit der Zerstörung der

ersten Königlichen Bibliothek am

heutigen Bebelplatz. Doch beginnend

mit dem Bau der ersten Universitätsbibliothek

an der Dorotheenstraße

1874 sind in Berlin praktisch

alle Epochen und Methoden

des Bibliotheksbaus in erstklassigen

Beispielen vertreten. Das beginnt

mit den großen wissenschaftlichen

Universalbibliotheken, eben der alten

und der neuen Staatsbibliothek,

geht über die Universitätsbibliotheken,

die etwa mit dem Grimm-Zentrum

und der Philipp-Schäffer-Bibliothek

der Humboldt-Universität,

derVolkswagen-Bibliothek der Technischen

Universität oder der Foster-

Bibliothek der Freien Universität

auch in der jüngsten Zeit Herausragendes

gebaut haben.

Vergleichbar vorbildlich sind inzwischen

so manche Bezirksbibliotheken,

etwa jene in Köpenick oder

die in Wedding. Die Stadt Berlin allerdings,

die mit den Bezirks- und

Stadtteilbibliotheken wie der Hansabibliothek

insgesamt derzeit um die

80 Standorte für die Breitenversorgung

mit Medien anbietet, hängt erheblich

nach: Obwohl sich international

immer wieder zeigt, dass neue

Bibliotheken auch neue Nutzerschichten

anziehen, wurde der Berliner

Zentral- und Landesbibliothek

seit Jahrzehnten die nötige Erweiterung

verweigert.

Erst jetzt, wo die Not unübersehbar

geworden ist –ihreHäuser in der

Breiten Straße und am Halleschen

Torsind von Nutzern regelrecht geflutet,

stimmen baulich in keiner Art

und Weise mehr mit modernen Ansprüchen

überein –, wirdendlich der

Neubau geplant. Er soll nach aktuellen

Plänen so um 2025 beginnen. Im

gleichen Zeitraum also,indem auch

die neue Staatsbibliothek saniert

werden wird. Berlins Bibliothekswesen

bleibt eine Dauerbaustelle.

Veranstaltungen:

4. November ab 17.30 Uhr,Feier in der

Hansabibliothek;

16. November,10bis 18 Uhr,Tag derOffenenTür

in der StaatsbibliothekUnter den Linden

Nikolaus Bernau

liebt wirklich alle

Bibliotheken.


12 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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Berlin

BANK ATM

DER PERFEKTE RUHESTAND


1

2

3

Teil 1: Kassensturz kurz vor der Rente ● Teil 2: Wasbleibt im Portemonnaie ● Teil 3: Wohnen im Alter ● Teil 4: Fitbleiben ● Teil 5: Jede Menge Freizeit ● Teil 6: Alter und Liebe

BLZ/GALANTY

Nicht der Orgasmus zählt

Der Berliner Sexualforscher Klaus Beier von der Charité sagt, dass vor allem Geduld und Zärtlichkeit zu befriedigender Sexualität im Alter führen

Klaus Beier leitet das Institut

für Sexualwissenschaft

und Sexualmedizin an der

Charité. Rund 20 Prozent

seiner Patienten sind ältere Menschen

mit Problemen beim Sex, berichtet

er.Häufig lägen ihren Problemen

irrtümliche Vorstellungen über

körperliche Liebe zugrunde.

Herr Beier, wir sprechen über ein

Thema, das im Allgemeinen tabu ist.

Dasstimmt leider.Doch es ist ein

sehr wichtiges Thema und dadurch,

dass es nicht offen besprochen wird,

entstehen viele falsche Vorstellungen

über SeximAlter.

Dann sagen Sieuns, was richtig ist.

Richtig ist, dass die menschliche

Sexualität durch mindestens drei Erlebnisdimensionen

gekennzeichnet

ist: die Lustdimension, die Fortpflanzungsdimension

und die Beziehungsdimension.

In den Zeiten von Tinder kommt die

letzte Dimension überraschend.

Weil Sexualität mit Lustgewinn,

sexueller Erregung und Orgasmen

gleichgesetzt wird. Die Beziehungsdimension

wird grundsätzlich unterschätzt.

Obwohl jeder bejaht, dass

er sich vertrauensvolle Beziehungen

wünscht. Diese sind von zentraler

Bedeutung, wenn es darum geht,

unser Grundbedürfnis zu erfüllen,

uns sicher und angenommen zu fühlen.

Dennoch ist den meisten nicht

klar, dass sich genau das durch körperliche

Nähe mit einer vertrauten

Person erreichen lässt. Und zwar

auch ohne Erregungshöhepunkte.

Die Prozesse im Gehirn und im

Nervensystem, die dem zugrunde

liegen, sind gut erforscht. Sie dämpfen

die Stresssysteme ab, und das

wird als wohltuend und entspannend

wahrgenommen.

Die Evolution hat diesen Mechanismus

entwickelt. Siefinden ihn bei

allen Säugetieren. Denken Sie an

Kinder:Wenn sie Angst haben, flüchten

sie sich in die Arme ihrer Mutter

oder ihres Vaters und schnell ist alles

wieder gut.

Das heißt, der Sexualpartner sollte

uns auch als Mensch lieben.

DerGrund ist: Menschen, die uns

in dem Gefühl bestärken, dass wir

unersetzlich sind, stärken unsere

Abwehrkräfte. Das Stresserleben

wird vermindert. Dadurch ist das

Immunsystem weniger gefordert.

Auf diese Weise verbessern diese

Menschen und die Nähe zu ihnen

unsere Gesundheit. Das ist jedem

Menschen zu wünschen.

Ist eswissenschaftlich erwiesen, dass

Liebe das Leben verlängert?

Es ist belegt, dass die Sterblichkeit

von erkrankten Menschen am meisten

davon abhängt, ob sie starke soziale

Beziehungen haben. Anders

ausgedrückt: Menschen mit guten

Bindungen zu anderen leben länger.

Starke Beziehungen sind statistisch

ein stärkerer Faktor, als mit dem

Rauchen aufzuhören.

Sie haben ein Fünftel ältere Patienten.

Wassind deren Probleme?

Die körperlichen Prozesse sind

im Alter verlangsamt. Zum Beispiel

dauert esviel länger, bis beim Mann

eine Erektion zustande kommt. Bei

der Frau dauert es länger, bis die

Scheide feucht wird. Wir haben gerade

diesbezügliche Ergebnisse der

Berliner Altersstudie (BASE II) veröffentlicht.

Da die Vorstellung vonSex häufig

auf Penetration und Orgasmus reduziertwird,

kommt es bei vielen Menschen

zu Frustrationen. Oder noch

schlimmer: zuSchmerzen. Das passiertzum

Beispiel, wenn der Mann in

die Frau eindringt, bevor sie feucht

genug ist. Nach einer solchen Erfahrung

wird die sexuelle Aktivität

manchmal völlig eingestellt.

Oder der Mann erlebt, dass er

nicht in der Lage ist, eine Erektion zu

haben und dass es nicht zumVerkehr

kommt. Danach ziehen sich manche

frustriert zurück. Aus sexualmedizinischer

Sicht sollten ältere Menschen

unbedingt ermutigt werden,

eine aktive Sexualität zu leben, eben

weil diese eine so wichtige, gesundheiterhaltende

Ressource ist.

ZUR PERSON

Klaus M. Beier ist Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der

Charité. Professor Beier ist seit 30 Jahren klinisch und wissenschaftlich in der Sexualmedizin

tätig.Auf ihn gehen neue Konzepte der Sexualtherapie zur Verbesserung der sexuellen und

partnerschaftlichen Beziehungszufriedenheit zurück. Außerdem hat er einen Konzept zur Prävention

vonsexuellem Kindesmissbrauch entwickelt, das verursacherbezogen ist. Beier wird

auch als Sachverständiger in Kriminalfällen hinzugezogen.

Eng verbunden zu sein, ist die beste Voraussetzung für guten Sex.

IMAGO IMAGES, PRIVAT

Wie helfen Sie den Menschen in IhremInstitut?

In der Sexualtherapie fragen wir

zunächst nach der aktuellen Situation

in der Partnerschaft. Wo sieht

sich der eine,woder anderePartner?

Sofern sich beide in der Beziehung

richtig fühlen und die sexuelle Zufriedenheit

verbessern wollen, ermutigen

wir die Paarezumehr allgemeiner

und sexueller Kommunikation.

Das kann durch Streicheln und

Körperkontakt genauso geschehen

wie durch Geschlechtsverkehr.Esist

wichtig, dass beide es unbefangen

genießen können. Undobwohl das –

unabhängig vom Alter –auf jeden

Fall möglich ist, geschieht es leider

viel zu selten.

Aber warum fällt es Männern so

schwer, den Frauen Streicheleinheiten

zu geben?

Männer haben häufig eine eingeengte

Sicht auf Sexualität. Sex heißt

Funktionieren, also Erektion vollbringen

und zum Orgasmus kommen,

nicht selten verbunden mit der

Annahme, für den Orgasmus der

Partnerin ebenfalls zuständig zu

sein. Vor diesem Hintergrund wird

Streicheln schnell als mehr oder weniger

wertlos empfunden. Wenn

schon, dann sollte es zum Verkehr

kommen, und das klappt dann nicht

mehr so wie früher.Dann kann man

es gleich ganz lassen.

Spielt derOrgasmus überhauptkeine

Rolle?

Doch, klar. Erregung und Orgasmen

sind ebenfalls bandstiftend und

bindungsfördernd. Das wissen wir

auch durch die Ausschüttung von

entsprechenden Neuropeptiden wie

zum Beispiel Oxytocin. Aber das passiert

auch durch körperliche Nähe

ohne Einbeziehung der Genitalien

und ohne Erregungshöhepunkt.

Washalten Sievon Potenzmitteln?

DieSexualtherapie steht an erster

Stelle. Durch sie lässt sich viel erreichen.

Undsie lässt sich mit Medikamenten

durchaus kombinieren. Es

kommt vor, dass beide Partner sagen:

„Verkehr finden wir super, wir

möchten das erleben und sind bereit,

Medikamente zunehmen.“ Ich

betone: beide.Häufig erfolgt die Entscheidung

an der Partnerin vorbei.

Männer versuchen nicht selten, in

Eigenregie auf erektionsfördernde

Medikamentezurückzugreifen.

Das ist eine ungünstige Beziehungsaussage

und die Frauen fühlen

sich zurecht enttäuscht. Es kann der

Eindruck entstehen: Er findet mich

nicht attraktiv und die Chemie ersetzt

die Erregung im Kopf. Die Entscheidung

für Potenzmittel sollten

beide treffen.

Sind in einem Paar beide für Potenzmittel,

würden Sieesunterstützen?

Genau. Die Einnahme muss aber

ärztlich abgeklärtwerden, insbesondere

wenn andere Medikamente,

zum Beispiel bei einer Herzkreislauferkrankung,

genommen werden.

Zur Behandlung von Erektionsstörungen

gibt es zudem mechanische

Hilfsmittel wie Vakuumpumpen.

Auch hier sollte das Paar entscheiden.

Wenn beide es befürworten,

kann dassehr gutfunktionieren.

Gibt es auch Potenzmittel fürFrauen?

Noch keine,die wirklich überzeugen.

In den USA wurde gerade ein

Präparat zugelassen, aber die in klinischen

Studien gefundenen Effekte

sind uneinheitlich und allenfalls

moderat. Mich wundert diese Situation

nicht. Damit Frauen beginnen,

Erregung aufzubauen, muss es eine

Beziehung geben, die Stimmung

muss stimmen.

Womit wir beim Anfang des Gesprächs

wären. Schneller Sex ist

nichts für Frauen, ältereoder jüngere.

Richtig. Es ist die Signatur unserer

Zeit, dass wir über Selbstverwirklichung

auch eine Konsumorientierung

in Bezug auf andere Menschen

haben. Der andere merkt das und

verliert das Interesse, wenn das Gegenüber

sich nicht wirklich einlässt.

DasGespräch führte

Mechthild Henneke.

Ältere Menschen sind mitunter aktiver als jüngere

Die neue Berliner Altersstudie BASE II kommt zu überraschenden Einsichten in die Realität von Menschen zwischen 60 und 80 Jahren

Ältere Menschen sind im Durchschnitt

weniger sexuell aktiv und

haben weniger sexuelle Gedanken

als jüngere. Im Erleben vonGefühlen

wie Intimität und Geborgenheit gibt

es zwischen Jung und Alt jedoch nur

geringe Unterschiede. Das zeigt die

Berliner Altersstudie II (BASE-II).

Riesige Unterschiede gefunden

Für die Studie analysierten Wissenschaftler

mehrerer Berliner Forschungseinrichtungen

Daten von

60- bis 80-Jährigen mit Blick auf ihre

sexuelle Aktivität, sexuelle Gedanken

und Intimität auf der Grundlage

eines Fragebogens des sexualwissenschaftlichen

Instituts der

Charité. Auch wenn der Durchschnitt

der älteren Erwachsenen

weniger sexuell aktiv ist als die jungen,

so gilt das aber nicht für alle.So

gab fast ein Drittel der 60- bis 80- Funktionsstörungen

Jährigen an, häufiger sexuell aktiv Umfrage unter 750 Menschen im durchschnittlichen Alter von 68 Jahren

zu sein und häufiger sexuelle Gedanken

zu haben als der Durchschnitt

der 20- und 30-Jährigen. „Es

bei Frauen

bei Männern

zeigt sich somit einmal mehr, dass mangelndes

Erektionsstörungen

es riesige Unterschiede im Leben älterer

Menschen gibt“, erklärt Denis

Interesse

ca. 55%

ca. 55%

am Sex

Gerstorf, Sprecher der Berliner Altersstudie

II und Ko-Autor der Analyse

zur Sexualität.

Um diese individuellen Unterschiede

zu beleuchten, untersuchten zum Höhe-

ca. 40%

ca. 33%

Unfähigkeit,

mangelndes

Interesse

die Wissenschaftler unter anderem punkt zu

am Sex

die zwischenmenschlichen Faktoren,

kommen

die im Zusammenhang mit Sexualleben

stehen. Erwartungsgemäß waren

Menschen, die einen festen Partner

ca. 30%

ca. 25%

mangelnde

vorzeitiger

haben, häufiger sexuell aktiv und erlebten

mehr Intimität als Menschen

Lubrication

Orgasmus

ohne Beziehungen. Männer, die als

Status Single angegeben hatten, be-

BLZ/GALANTY; QUELLE: STDUDIE BASE 2

richteten vonmehr sexueller Aktivität

als Frauen ohne Partner.

Menschen, die länger in Beziehungen

standen, hatten dabei weniger

Sex und sexuelle Gedanken, erlebten

aber gleichzeitig nicht weniger

Intimität. „Dieses Ergebnis

könnte darauf hinweisen, dass es bei

Sexualität im Alter eher auf die Qualität

als auf die Quantität ankommt“,

sagt Studienautorin Karolina Kolodziejczak,

wissenschaftliche Mitarbeiterin

am Institut für Psychologie

der Humboldt-Universität zu Berlin.

Die Beziehungsdauer der Probanden

lag dabei zwischen einem

und 63 Jahren, der Durchschnitt lag

bei 35 Jahren. Ein weiteres Ergebnis:

Die Teilnehmer, die sich im Alltag

einsamer fühlten, berichteten von

weniger sexueller Aktivität und Intimität,

aber nicht vonweniger sexuellen

Gedanken. „Die Bedeutung von

psychischen und zwischenmenschlichen

Faktoren für ein erfülltes Sexualleben

im hohen Alter wurde

lange unterschätzt. Dabei können

diese entscheidend sein, solange

körperliche Einschränkungen nicht

imWege stehen“, sagt Kolodziejczak.

Rund 1500 Teilnehmer

Für die Veröffentlichung vonBASEII

nutzten die Autoren Daten vonrund

1500 Erwachsenen im Alter von

60 bis 82 Jahren und einer Kontrollstichprobe

von jüngeren Erwachsenen.

An der Studie waren unter anderem

Wissenschaftler der Humboldt-Universität,

der Charité und

des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung

beteiligt (mec.)

Mehr Infos: www.base2.mpg.de/de


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 13 **

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Berlin

Abgeordneter

verklagt den

Innensenator

Zahlen zu Straftaten an

Schulen unter Verschluss

Die Innenverwaltung will öffentlich

keine Auskunft über die Zahl

der Straftaten an den 689 staatlichen

Berliner Schulen geben. Sie sind als

„Verschlusssache – Nur für den

Dienstgebrauch“ eingestuft. Der

FDP-Abgeordnete Marcel Luthe hat

deshalb Innensenator Andreas Geisel

(SPD) vor dem Verfassungsgericht

verklagt. Seine Klage, die er am Mittwoch

einreichte,begründet er damit,

dass die Verwaltung seine parlamentarischen

Anfragen nicht beantwortet

beziehungsweise als „VS“ eingestuft

habe. Erfühlt sich in seinem in der

Landesverfassung garantierten Fragerecht

als Abgeordneter verletzt.

Im Mai hatte Luthe eine erste Anfrage

gestellt. Damals lehnte Innenstaatssekretär

Torsten Akmann eine

zur Veröffentlichung bestimmte Antwort

ab, „da sich an den genannten

Anschriften mitunter nicht nur

Räumlichkeiten von Schulen, sondern

auch Privatwohnungen befinden“,

die in den Schutzbereich des

Grundrechts auf informelle Selbstbestimmung

fielen.

Also stellte Luthe im Juni 689 inhaltsgleiche

Anfragen zu je einer Anschrift.

Er ging davon aus,dass es der

Verwaltung möglich sei, jene Einzelanfragen

zu beantworten, die sich

nicht auf Adressen mit Privatwohnungen

beziehen. Auch auf dieses

Fragenpaket antwortete die Verwaltung

mit Ablehnung: EineVeröffentlichung

habe auch stigmatisierende

Wirkung auf Schüler, die eine Schule

mit überdurchschnittlicher Anzahl

an Straften besuchen.

„Angesichts der erschütternden

Berichte Dutzender Eltern allein mir

gegenüber aus zahlreichen Schulen

muss die Politik des feigen Wegduckens

ein Ende haben und Transparenz

an den Schulen einziehen“, sagt

Luthe. „Nur dann können wir den

Kindernhelfen und gegen diejenigen

vorgehen, die Gewalt und Mobbing

durch Unfähigkeit oder Arglosigkeit

begünstigen.“ (kop.)

Mieter Detlef Langer aus Spandau hat sich gegen die Deutsche-Wohnen-Tochter GSW durchgesetzt –und bekommt Geld zurück.

Deutsche Wohnen muss zahlen

Mieter erzwingt vor Gericht Rückzahlung zu hoher Nebenkosten. Viele andere könnten davon profitieren

VonUlrich Paul

Die zur Deutsche Wohnen

gehörende GSW hat vor

dem Amtsgericht Spandau

den Rechtsstreit um

eine Betriebskostenabrechnung verloren.

Für das größte private Wohnungsunternehmen

in Berlin

könnte das teuer werden –weil möglicherweise

viele weitere Mieter betroffen

sind.

„Für unsere rund 82 Quadratmeter

große Wohnung sollten wir im

Jahr 2016 in den Betriebskosten

77,68 Euro mehr für dieVersicherung

zahlen –insgesamt 227,33 Euro statt

149,65 Euro,wie im Jahr zuvor“, sagt

Mieter Detlef Langer aus der Westerwaldstraße.„Das

hat uns stutzig gemacht“,

so der 73-Jährige. Erhabe

sich daraufhin den Vertrag für die

Versicherung vorlegen lassen. „Dabei

kam heraus, dass die Versicherung

mitten in der Laufzeit umgestellt

worden ist: Voneiner Berechnung

pro Wohneinheit auf die Berechnung

nach Quadratmeter

Wohnfläche“, sagt Langer. Dagegen

sei er mit seiner Frau vorGericht gezogen

–und habe Recht bekommen.

DasAmtsgericht entschied, dass den

Mietern der Erhöhungsbetrag von

77,68 Euro zurückzuerstatten sei.

„Der in Rede stehende Versicherungsvertrag

hatte eine feste Laufzeit

vom1.Januar 2014 bis zum 1. Januar

2017“, heißt es in der Gerichtsentscheidung.

Es sei „nicht ersichtlich,

dass der Versicherer eine vertraglich

eingeräumte Befugnis hatte, die

Grundlage der Prämienberechnung

während der Laufzeit einseitig zu ändern“.

Vonsich aus habe der Versicherer

den Vertrag nicht einfach änderndürfen.

Deswegen sei die Erhöhung

der Versicherungsprämie unwirksam,

so das Amtsgericht.

Wirtschaftlichkeit ist zu beachten

Sei die Änderung der Berechnungsgrundlage

auf eine Vereinbarung

zwischen dem Versicherer und dem

Wohnungsunternehmen zurückzuführen,

wäre nicht ersichtlich,

warum sich die GSW darauf eingelassen

habe. Eine Vertragsänderung

mit einer spürbaren Prämienerhöhung

trotz fester Vertragslaufzeit

wäre ein „Verstoß gegen das Gebot

wirtschaftlicher Geschäftsführung“

und verpflichte zum Schadensersatz,

stellt das Amtsgericht fest.

Der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund

(AMV) zeigt

sich zufrieden. „Das Amtsgericht

Spandau hat in seinem maßgeblichen

Urteil überzeugend und nachvollziehbar

begründet, warum die

auf der einseitigen Umstellung beruhende

Prämienerhöhung unwirksam

ist“, sagt der erste Vorsitzende

des AMV,Marcel Eupen.„Zwar ist die

Entscheidung des Amtsgerichts

Spandau nur ein kleines Puzzleteil

im Betriebskostenrecht, jedoch ein

positives Signal für alle betroffenen

Mieterinnen und Mieter,dass es sich

lohnt, sich seine Betriebs- und Heizkostenabrechnung

genau anzuschauen

und sie von Experten überprüfen

zu lassen“, so Eupen. „Wir

hoffen, dass die Deutsche Wohnen

nun freiwillig Erstattungen der Kosten

der Versicherung an die übrigen

betroffenen Mieterinnen und Mieter

leistet und sich weitere Rechtsstreitigkeiten

vermeiden lassen“, sagt Eupen.

Nach seinen Angaben fordert

der AMV für zirka 50 weitere Mieter

aus Spandau eine Rückerstattung.

Die Deutsche Wohnen räumt auf

Anfrage die Umstellung bei der Berechnung

der Versicherungsprämie

ein. „Damit haben wir für alle Mieter

eine faire und gerechte Verteilung

der Kosten erreicht“, sagt Unternehmenssprecher

MarkoRosteck.

Manche profitieren

BERND FRIEDEL

„Bis dahin trugen Mieter einer Ein-

Raum-Wohnung die gleichen Kosten

wie die einer Fünf-Raum-Wohnung,

obwohl das Versicherungsrisiko und

die -kosten bei einer größeren Wohnung

höher sind“, so Rosteck. „Folglich

haben sich die Kosten für Mieter

kleinerer Wohnungen verringert,

Mieter größerer Wohnungen zahlen

entsprechend mehr.“ Die Frage, ob

erhöhte Beträge freiwillig zurückerstattet

werden, beantwortete das

Unternehmen nicht. Die Deutsche

Wohnen hat bundesweit rund

165 000 Wohnungen, etwa 115 000

davon im Großraum Berlin.

NACHRICHTEN

Tödlicher U-Bahn-Stoß –

Verdächtiger gefasst

Nach dem tödlichen Stoß eines

Mannes vordie U-Bahn am Kottbusser

TorinBerlin ist ein Tatverdächtiger

gefasst worden. Berliner Fahnder

hätten ihn in Eberswalde festgenommen,

teilte die Generalstaatsanwaltschaft

Berlin am Freitagabend mit.

Seine Vorführung zum Erlass eines

Haftbefehls sei für Samstag vorgesehen.

In der Nacht zu Mittwoch hatte

ein Mann einen 30-jährigen Iraner

voreine U-Bahn gestoßen und dabei

tödlich verletzt. Eine Mordkommission

der Berliner Kriminalpolizei

hatte nach dem Täter gesucht. (BLZ)

Senatssprecherin Sünder

gibt ihr Amt ab

Senatssprecherin Claudia Sünder

verlässt das Rote Rathaus.Wie die

B.Z. meldet, wirdsie ab dem 1. April

als Geschäftsführerin zu einem Projektentwickler

wechseln. „Es

gibt nicht den

Hauch eines

Konflikts“, zitiert

das Blatt die 50-

Jährige,die seit

Senatssprecherin

Claudia Sünder

PICTURE ALLIANCE

2017 als Chefsprecherin

von

Rot-Rot-Grün

fungiert. Ihre

Vorgängerin

Daniela Augenstein war nach einem

Zerwürfnis entlassen worden. Eine

teureAbfindung werdedurch den

Abgang nicht fällig. Sünder ist keine

beamtete Staatssekretärin sondern

angestellte Abteilungsleiterin. (BLZ)

Fußgänger erleidet Kollaps

und wird von Lkw überrollt

In Neukölln ist am Donnerstagnachmittag

ein 57 Jahrealter Mann von

einem Lkw überrollt worden. Der

Mann starb noch am Unfallort. Nach

ersten Ermittlungen der Polizei hatte

der Fußgänger in der Emser Straße

das Gleichgewicht verloren und war

auf die Fahrbahn gestürzt. DerLkw-

Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig

bremsen. DieUrsache für den Kreislaufkollaps

ist noch unklar. (ls.)

Der Moment,

der alles änderte

Peter Brinkmann redet in Frohnau über den 9. November 1989

VonAnne Brüning

Manche Menschen hat der 9.

November 1989 berühmt gemacht.

So erging es zum Beispiel

dem Journalisten Peter Brinkmann.

Denn er war es, der an dem Abend

bei der legendären Pressekonferenz

im Internationalen Pressezentrum

der DDR, bei der es um das neue Reisegesetz

ging, Günter

Schabowski fragte „Wann

tritt das in Kraft?“ Woraufhin

Schabowski den vielzitierten

Satz sagte:„Das tritt

nach meiner Kenntnis …

Ist das sofort, unverzüglich.“

Brinkmann war am

Donnerstagabend ins CentreBagatelle

in Frohnau gekommen,

um noch einmal

von diesem Abend zu erzählen. Anlässlich

des 30. Jahrestags des Mauerfalls

hatten die Berliner Zeitung, der

Frohnauer Grundbesitzerverein und

der Frohnauer Immobilienmakler

Dirk Wohltorf zueinem Abend mit

Zeitzeugen aus Berlin und Brandenburg

eingeladen. Frohnau, ein Ortsteil

von Reinickendorf, war während

der Teilung Berlins von drei Seiten

eingemauertgewesen. EinOrt der besonderen

Geschichten.

Im Gespräch mit Jochen Arntz,

dem Chefredakteur der Berliner Zeitung,

erinnerte sich Brinkmann an

Günter

Schabowski

den Abend, an dem er mit einer

Frage an Schabowski Geschichte

schrieb. Brinkmann schilderte dem

Frohnauer Publikum, wie er gleich

danach aus dem Raum eilte,umvon

seinem Auto aus mit einem klobigen,

damals aber futuristischen C-

Netz-Funktelefon die Sensation in

seine Redaktion der Bild-Zeitung in

Hamburg durchzugeben. „Das

klappte aber nicht gleich,

denn es gab keinen Funkmast

in Ost-Berlin.“

Bis heute amüsiert

Brinkmann, dass Schabowski

nach der Pressekonferenz

einfach nach Hause

gefahren ist. „Er hat sich

DPA

eine Flasche Bier aufgemacht

und vorden Fernseher

gesetzt“, erzählte

Brinkmann. Als Schabowski

dann gesehen habe, was an den

Grenzübergängen los war, habe er

seinen Fahrer zurückbeordert, um

sich zur Bornholmer Straße chauffieren

zu lassen. „Er wollte eigentlich

unerkannt bleiben, aber die Leute haben

ihm auf die Schulter geklopft und

ihn gelobt.“ Wastat Schabowski daraufhin?

„Erist wieder nach Hause gefahren“,

sagte Brinkmann schmunzelnd.

Er selbst ist in dieser Nacht

noch per Taxi zur Bornholmer Straße,

zum Checkpoint Charlie und zum

Brandenburger Tor gefahren. Dort

hat er die Säulen des Toresumarmt.

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Berlin

Gleich drei Alben zum Start

MONIKA EHRHARDT-LAKOMY

bringt zum Start ihres neuen Labels

„Lacky Musik“, das den Spitznamen

ihres 2013 verstorbenen Mannes

ReinhardLakomy trägt, nicht einfach

bloß das erste Album heraus.Nein, es

sind gleich drei! „Zwischen der Stille –

Electronics“, „Lacky“s JazzTronics“

und„Die 6-Uhr-13-Bahn“ werden am

8. November erscheinen. Monika

Ehrhardt-Lakomy war am Freitag am

Grab ihres Mannes: „Ich musste ihm

doch die Alben zeigen.“

Das eine, „Die 6-Uhr-13-Bahn“,

kannte er schon: „Das ist 1993 rausgekommen

und untergegangen.

Deshalb gibt es das jetzt noch mal.“

Die Leute waren damals noch nicht

wieder bereit, Alben von Ostkünstlernmit

Titeln wie „Alles Stasi, außer

Mutti“ zu kaufen. Die beiden anderen

CDs sind neu. „Lacky hatte immer

vor, seine elektronische Musik

herauszubringen. Dann wurde er

krank und starb.“ Sein Nachlass verlangt

archäologische Hingabe: „Das

Genie Lacky hat sein Chaos beherrscht,

aufräumen durfte ich nie.“

Monika Ehrhardt-Lakomyhat ein Label

gegründet. CHRISTIAN SCHULZ (2)

von Andreas Kurtz

ak@andreaskurtz.net

„Lacky Musik“ soll an den beliebten

Musiker Reinhard Lakomy erinnern.

Arnulf Rating stellt seinen Preis

in den Garten.

Fundusverkauf mit Andrea Brix

Arnulf Rating wird im November im BKA

zu sehen sein.

ARNULF RATING

braucht keinen weiteren Türstopper!

In dieser Funktion macht sich zu

Hause in Lübars der Deutsche Kleinkunstpreis

nützlich. Rating (am 24.

November mit seiner „Jahrespresseschau“

im BKA) hat sich deshalb für

den jüngsten Zugang seiner Trophäensammlung

etwas Besonderes

ausgedacht: „Der Bayerische Kabarettpreis

kommt in den Garten, der

ist aus Bronze, das hält er aus!“

ANDREA BRIX &KLAUS-PETER GRAP

haben sich am Sonntag von11bis 16

Uhr zum Fundus-Verkauf im Comedy-Theater

Berliner Schnauze in

der Karl-Marx-Allee 133 verabredet.

Der„Unter uns“-Star und ihr Kollege

bringen Einzelstücke aus dem Kabarett

Die Stachelschweine mit. Grap

erklärt das Angebot: „Neben Kostümen

gibt es Schallplatten mit Original-Aufnahmen

von Wolfgang Gruner

und manches Requisit oder alte

Plakate, dass es jedes Sammlerherz

beglückt.“

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natur- u. kulturinteressiert,

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mit gepfl. Frau bis 68 J.

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Großer gepfl. Optimist! Dieter,

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Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 15 *

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Berlin/Brandenburg

POLIZEIREPORT

Motorradfahrer gestürzt.

Ein21-jähriger Biker ist am Donnerstagabend

auf der Hermannstraße

voneinem Mercedes Benz

beim Wenden angefahren worden.

DerMotorradfahrer stürzte auf die

Fahrbahn. Er kam mit schweren Verletzungen

an den Armen und am

Rumpf in ein Krankenhaus.

Einbrecher erwischt.

Polizisten haben am Donnerstagabend

in der Cicerostraße in WilmersdorfzweiEinbrecher

überrascht.

Eine Anwohnerin hatte einen

der Männer auf dem Balkon ihrer

Nachbarin entdeckt. Sierief die Polizei.

Beamte des Abschnitts 25 nahmen

den 36-Jährigen fest, als er wieder

auf die Straße kletternwollte.

Sein 21-jähriger Komplizewurde in

der Nähe des Tatortes erwischt.

Beide Männer wurden in Gewahrsam

genommen. DasEinbruchswerkzeug

sowie Drogen wurden sichergestellt.

ZurBeute äußerte sich

die Polizei nicht. (ls.)

Schluss mit dem Ärger

Die Probleme auf drei Linien im Regionalverkehr von Berlin und Brandenburg sollen bis Montag enden

Das monatelange Chaos

im Regionalverkehr zwischen

Berlin und Brandenburg

soll bald ein

Ende haben. Ab Montag sollen alle

schon vorMonaten vereinbarten zusätzlichen

Sitze zur Verfügung stehen,

teilten der Verkehrsverbund

Berlin-Brandenburg und die Deutsche-Bahn-Tochter

DB Regio am

Freitag mit. Auf den Regionalbahn-

Linien 7, 10 und 13 waren schon für

April rund 1000 zusätzliche Plätze

eingeplant.

Langwierige Genehmigungsverfahren,

geänderte technische Zulassungsvoraussetzungen,

Baustellen

und Mitarbeitermangel sorgten jedoch

für Verzögerungen –zahlreiche

Zugausfälle und Verspätungen während

des Sommers waren die Folge.

Selbst im Oktober lief der Verkehr

noch nicht rund. „Das ist eine Entschuldigung

wert,das ist allen Betei-

Typisches Bild: morgendlicher Andrang an einem Regionalexpress.

ligten bewusst“, sagte am Freitag

VBB-Geschäftsführerin Susanne

Henckel. Dieverantwortliche DB Regio

zahlt wegen nicht erbrachterVertragsleistungen

eine Strafe von 1,2

IMAGO IMAGES

Millionen Euro. Die zusätzlichen

Sitze sollten vor allem über längere

Züge entstehen. Einstöckige Fahrzeuge

sollten zudem gegen Doppelstockwagen

mit größerer Kapazität

ausgetauscht werden. Aufder Linie 7

zwischen Bad Belzig und Berlin war

für die späte Hauptverkehrszeit eine

neue Verbindung geplant.

Doch vor allem während der

Sommermonate stand auf der Linie

7teilweise nur die Hälfte der vereinbarten

zusätzlichen Kapazität zur

Verfügung. Im September fuhren sogar

nur knapp 38 Prozent der zusätzlichen

Züge zuverlässig. Ähnlich sah

es auf der Regionalbahn-Linie 10

zwischen Nauen und Berlin aus: Hier

fehlten proFahrtzum Teil bis zu 280

der vereinbarten Sitzplätze. Noch

immer fehle für ein Dutzend Züge

eine Zulassung des Eisenbahn-Bundesamts,

sagte Jörg Werner, Leiter

des Fahrgastmarketings der DB-Regio.

Mit dieser werde erst Anfang

kommenden Jahres gerechnet. Dennoch

könnten bereits ab Montag alle

zugesagten Kapazitäten erbracht

werden. (dpa)

POLIZEIREPORT

Autofahrer tödlich verunglückt.

Aufder Bundesstraße 96 ist am Freitagabend

ein Autofahrer tödlich verunglückt.

In den Unfall zwischen

Gransee und Fürstenbergwaren auch

zwei Lastwagen verwickelt, wie ein

Sprecher des Lagezentrums sagte.

Beide Lkw-Fahrer wurden ins Krankenhaus

gebracht. DerHergang des

Unfalls und die Identität der Fahrer

waren zunächst noch unklar. (dpa)

Diebin befreit.

Unbekannte haben am Donnerstagmittag

in Lichtenbergeine Diebin

befreit. Siewar voneinem Detektiv

in einem Supermarkt in der Frankfurter

Allee beim Diebstahl vonKosmetika

gestellt worden. Kurz darauf

sammelten sich bis zu 15 Personen

um ihn und die Frau herum, bedrohten

ihn und forderten ihn auf, die

Diebin laufen zu lassen. Als drei der

Personen den Detektiv festhielten,

konnte sich die Diebin losreißen und

unerkannt flüchten. (ls.)

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Konflikte werden durch

Waffenlieferungen geschürt

Feuilleton: „Man muss streiten

können“ von Susanne Lenz

(30. Oktober 2019)

DenArtikel finde ich sehr gut. Allerdings

denke ich, dass dabei einige

Dinge – der gängigen Darstellung

folgend – nicht richtig sind. Das

Problem der Migranten ist sicher

vor allem durch die Lebensumstände

dieser Menschen, die durch

Kriege und Kämpfe entstanden

sind, verursacht! Vergessen wirddabei,

dass diese Konflikte erst durch

die Waffenlieferungen aus Amerika,

Russland, China und auch aus

Deutschland so furchtbar geworden

sind!

Klaus Kulawik, per Mail

Bewundernde Nachahmung

im Spiel

Stadtbild: „Süßes oder Saures“

von Ingo Meyer

(29. Oktober 2019)

WieSie bin auch ich in meiner Kindheit

mit Federschmuck und Tomahawk

ausgestattet durch die heimische

(in meinem Falle Brandenburger)

Prärie gezogen –und hatte dabei

ganz sicher keineswegs die Herabwürdigung

indigener Kulturen im

Sinne. Sondern, im Gegenteil und

wie auch von Ihnen geschildert, deren

bewundernde Nachahmung im

Spiel.

Dennoch ist die gegenwärtige Debatte

um „kulturelle Aneignung“

mitnichten Ausdruck einer übersteigerten

„political correctness“. Vielmehr

zeugt sie von einer Emanzipation

indigener Bevölkerungen, die

die Instrumentalisierung ihrer ureigenen

Kultur, Tracht und Symbole

im Rahmen langer kolonialer Geschichte

nicht länger unwidersprochen

zu akzeptieren bereit sind. Es

liegt in der Natur einer derart komplexen

kulturellen Debatte, dass die

Grenzen dessen, was als hinnehmbar

und was als inakzeptable Aneignung

gilt, diffus und individuell sehr

unterschiedlich wahrgenommen

werden.

Jens Notroff, per E-Mail

Deutsch-deutsche Zwillingsschwestern

NATIONALGALERIE/W.PEUKER, MONIKA SIEVEKING/VG BILDKUNST BONN 2019

Report: „Ermüdete Utopien“ von Ingeborg Ruthe (26./27. Oktober)

Dies ist mein „Echo“ auf den mit eindrücklichen Bildern versehenen

Artikel über die Rekonstruktion der Malerei auf der X. und letzten Zentralen

Kunstausstellung der DDR in Dresden in den Jahren 1987/88. Gerade

Wolfgang Peukers Porträt „A.P.“, dieser ernsten, melancholischen

Frau vordem mauerversperrten Brandenburger Tor, die er 1986 malte,

weckte bei mir schlagartig Erinnerungen an jenes Selbstporträt, das

ich, eine Künstlerin inWest-Berlin, 1988 malte:„Jahrgang 44“. Ichhatte

damals das Bildnis des Leipziger Malers Wolfgang Peuker –die Nationalgalerie

Ost hat es wohl aus der X. Kunstausstellung heraus angekauft

–gesehen. Es inspirierte mich zu einer ebenso ernsten und fragenden

Replik, in der ich die Situation von der anderen Seite der

Mauer her (die sich von der Ostseite nur dadurch unterschied, dass

sie bunt bemalt war) beschreiben wollte. Denn auch linke, politisch

engagierte Künstler wie ich im Westen Berlins litten in der Frontstadt

an „Ermüdeten Utopien“. Zugleich standen die Zeichen damals, auf

beiden Seiten der Mauer und des geteilten Deutschland, auf Veränderung.

Nurein Jahr später begann eine völlig neue Zeit –mit Verlusten

und einem wirklich hoffnungsvollen, intensiven Neubeginn?

Monika Sieveking,Berlin- Friedenau

Die Rüge gebührtdem Doktorvater oder der Doktormutter

Seite 1: „Giffeydarf Doktortitel behalten“

von Elmar Schütze (31. Oktober)

Es freut mich sehr,dass die sehr sympathische

und offenbar auch tüchtige

Politikerin Franziska Giffey ihren

politischen Doktorhut weiterhin tragen

darf, wenn auch nicht cum laude,

sondern cum Rüge. Ist die Rüge aber

an den Richtigen gegangen? Bei all

den heutigen Geschichten über liederliche

Doktorarbeiten wundert

mich immer wieder,dass die Doktorväter

behandelt werden, als hätten

sie mit den Dingen nichts zu tun. Sie

werden nicht einmal erwähnt!

Als ich vor vielen Jahren an der

altehrwürdigen Martin-Luther-

Universität Halle-Wittenberg promovierte,

war es üblich, dass die

Doktorväter ihre Kandidaten betreuten.

Sie traten doch als Gutachter

über die Arbeit auf und die

Kandidaten waren ihre Zöglinge,

mit deren Leistungen sie in der Fakultät

Ehre einlegen wollten. Eine

Dissertation war (und ist) ein Beitrag

des Kandidaten und des Doktorvaters

und Erstgutachters zum

Wissenschaftsgebäude des Fachgebiets

an der Universität. Das

kommt schon darin zum Ausdruck,

dass die Themen vom Doktorvater

gestellt und dann vom

Kandidaten selbständig bearbeitet

wurden.

Ungekennzeichnete Zitate wären

damals an der landwirtschaftlichen

Fakultät in Halle, die eine

große Tradition in Forschung und

Lehre verkörperte, ein Ding der

Unmöglichkeit gewesen. Der Kandidat

hätte es nicht gewagt, eine

liederliche Arbeit mit solchen elementaren

Verstößen abzuliefern

und der Erstgutachter hätte nie

zugestimmt, sie dem Rat der Fakultät

für das Promotionsverfahren

vorzuschlagen.

Die Promotionsordnung der FU

Berlin zum Dr. rer. pol. sieht die Betreuung

in Paragraph ebenfalls zwingend

als „andauernde Pflicht“ vor.

Wasist es für eineWahrnehmung der

„andauernden Pflicht der jeweiligen

Hochschullehrer“ zur Betreuung,

wenn eine der einfachsten Regeln

beim Zitieren nicht beachtet wird?

Man könnte zu der Ansicht gelangen,

die Rüge gebühre dem Doktorvater

oder der Doktormutter,erbzw.

sie hätte sie sich verdient!

Gerhard Krupp, per Mail

Sind sich die Verantwortlichen für

diese Skandalentscheidung darüber

klar, welchen Schaden sie für den

Wissenschaftsstandort Deutschland

verursachen? Sind die Qualitätsstandards

in den Geistes- und Sozialwissenschaften

tatsächlich derart erbärmlich?

Wiesoll ich meinen Studierenden

noch vermitteln, dass sie in den Ingenieurs-

und Naturwissenschaften

gängige Qualitätsstandards selbst in

Belegarbeiten einzuhalten haben,

wenn ein zusammengemogeltes

Dünnbrett-Machwerk wie jenes von

Frau Giffey von der FU zunächst

durchgelassen wirdund Jahrespäter

–nachdem die Mängel evident sind –

lediglich mit einer wirkungslosen

Rüge erneut durchgewunken wird?

Die Menschen an der FU, die dafür

verantwortlich sind, sind eine

Schande für den WissenschaftsstandortDeutschland.

Thorsten Brandes, Wildau

Seite 1: „Gestatten, Giffey“ von

Melanie Reinsch (1. November)

Ichvermisse eine scharfe Rüge für

die Professorin, die diese Arbeit vergeben,

betreut, begutachtet und mit

dem zweithöchsten Prädikat „magna

cum laude“ bewertet hat. Entweder

hat sie die Mängel der Arbeit

nicht bemerkt –dann hat sie als Wissenschaftlerin

versagt. Oder sie hat

sie bemerkt und dennoch keine

Überarbeitung verlangt und der mit

Mängeln behafteten Arbeit eine völlig

unangemessene Note erteilt –

dann ist sie als „Doktormutter“ ungeeignet.

Das passt nun leider überhaupt

nicht zum „Exzellenz“-Anspruch

der Freien Universität.

Wolf-Rüdiger Heilmann, Berlin

Bösartige Verunglimpfung

eines Wahlsiegers

Seite 1: „Der 9. November spaltet

die CDU“ von Elmar Schütze

(30. Oktober 2019)

Der Berliner CDU-Fraktionsvorsitzende

Burkard Dregger hat die Beendigung

des „Kalten Krieges“ –

vor 30Jahren vertraglich besiegelt

–offenbar noch immer nicht verinnerlicht.

Es muss wohl doch ein

erhebendes Gefühl sein, den Fuß

auf den abgeschlagenen Kopf des

Drachens zu setzen, auch wenn

man den Drachen gar nicht selbst

besiegt hat. Das Verharren in dieser

Pose wirkt aber heute lediglich

lächerlich.

Angesichts der Tatsache, dass

bei der Wahl in einem nicht ganz

unwichtigen Bundesland Dreggers

Partei nur wenig mehr als ein Viertel

an Wählerstimmen als die zum

ewigen Gegner erklärte Partei erreicht,

zeugt die bösartige Verunglimpfung

des aus einer demokratischen

Wahl hervorgegangenen

Siegers als „Partei von Mauer und

Stacheldraht“ von mangelndem

Verständnis des Berliner CDU-Fraktionsvorsitzenden

für demokratisch

legitimiertes,zeitgemäß angemessenes

politisches Handeln.

Jürgen Vorsatz, Berlin-Treptow

Die Borniertheit Herrn Dreggers,

keine Resolution zu unterschreiben,

die von Linken und Sozis mit getragen

wird, folgt logisch aus seiner

Vita. Er sollte auch aus gutem Grund

am besten wissen, was ein absoluter

Unrechtsstaat war.

Dass in der DDR manchen ihrer

Gegner Unrecht geschah, wissen

wir heute besser. Dennoch gab es

zum Beispiel mit dem Sozialgesetzbuch,

dem Zivilgesetzbuch

u.a. durchaus Rechtsnormen, die

der breiten Bevölkerung nutzen

konnten. Der größte Teil der DDR-

Bevölkerung hat stets ehrliche und

harte Arbeit geleistet, ohne sich

ständigen Diktaturstresses ausgesetzt

zu sehen. Indem uns Ossis

dauernd solche Besserwiserei gestandener

Wessis um die Backen

geschmiert wird, wird die Vollendung

der Einheit des deutschen

Volkesnoch sehr lange auf sich warten

müssen!

Walter Peter Lauterbach, per E-Mail

CDU lieber Schulter an

Schulter mit der AfD?

Tagesthema: „Nachdenken über das

Undenkbare “von Markus Decker

(1. November)

1989/90 hat sich die CDU-West

nicht gescheut die CDU-Ost, eine

eifrige Blockpartei und SED-Unterstützerin,

mit offenen Armen

aufzunehmen. Heute, 30 Jahre

weiter, ist es für die jetzige CDU

unmöglich, mit den Linken zusammenzuarbeiten.

Sicherlich

sind die Unterschiede zwischen

beiden Parteien sowieso zu groß,

aber die „Begründung“ ist eine

Farce. Bei einer möglichen Minderheitsregierung

der bisherigen

Koalition kann ja die CDU Schulter

an Schulter mit der AfD Opposition

betreiben. Glückwunsch!

Wolfgang Röseler,per Mail

BERLIN UND BRANDENBURG WETTERLAGE R EISEWETTER

Heute gibt es viele Wolken und zeitweise Regenfälle, und die Temperaturen

erreichen Wertevon 13 bis 16Grad. Der Wind weht schwach bis

mäßig aus Südwest. In der Nacht sorgen viele Wolken gelegentlich für Regenfälle.

Dabei ist mit Temperaturen von 10bis 8Grad zu rechnen.

Biowetter: Das allgemeine Wohlbefinden

lässt zu wünschen übrig.

Nach einem wenig erholsamen

Schlaf sind Wetterfühlige erschöpft

und elanlos. Im Arbeitsalltag fallen

ihnen Aufgaben schwer.

Berliner Luft: gestrige Höchstwerte

um 13 Uhr: Ozon: 41 µg/m 3 ;

Stickstoffdioxid: 19 µg/m 3 ;

Schwebstaub: 30 µg/m 3 ;

Luftfeuchtigkeit: 66%

Gefühlte Temperatur: maximal 15Grad.

Wind: schwach aus Südwest.

Wittenberge

8°/14°

Min./Max.

des 24h-Tages

Brandenburg BERLIN

8°/16° 7°/15°

Luckenwalde

7°/15°

Prenzlau

6°/13°

Cottbus

6°/13°

Sonntag

Montag

Dienstag

Regen wolkig stark bewölkt

9°/11° 7°/13° 7°/12°

Frankfurt

(Oder)

7°/15°

Das Hoch Oldenburgia hat sich bis nach Osteuropa verlagert und damit ist der

Weg frei für atlantische Tiefausläufer. Diese greifen von den Britischen Inseln

bis nach Mitteleuropa über. Stellenweise gibt esSturmböen und reichlich

Regen. Die kalten Luftmassen werden durch deutlich mildere ersetzt.

Sylt

10°/15°

Hannover

10°/17°

Köln

11°/17°

Saarbrücken

11°/15°

Konstanz

9°/16°

Hamburg

7°/14°

Erfurt

10°/16°

Frankfurt/Main

10°/17°

Stuttgart

12°/17°

Rostock

6°/13°

Magdeburg

10°/18°

Nürnberg

9°/15°

München

9°/17°

Rügen

5°/12°

Dresden

7°/11°

Deutschland: Heute gibt es viele

Wolken, etwas Sonne sowie schauerartige

Regenfälle, und die Temperaturen

steigen am Tage auf 11 bis

18 Grad. Nachts sinken die Werte

dann auf 11 bis 6Grad. Der Wind

weht schwach bis mäßig aus südwestlichen

Richtungen. Morgen liefern

zahlreiche Wolken hier und da

teils schauerartige Regenfälle. Die

Höchstwertemachen bei 10 bis

14 Grad halt, und der Wind weht

schwach bis mäßig aus Südwest.

Meerestemperaturen:

Ostsee: 8°-11°

Nordsee: 10°-13°

Mittelmeer: 18°-27°

Ost-Atlantik: 14°-19°

Mondphasen: 04.11. 12.11. 19.11. 26.11.

Sonnenaufgang: 07:03 Uhr Sonnenuntergang: 16:35 Uhr Mondaufgang: 12:53 Uhr Monduntergang: 20:41 Uhr

Lissabon

20°

Las Palmas

27°

Madrid

19°

Reykjavik


Dublin

10°

London

15°

Paris

16°

Bordeaux

17°

Palma

24°

Algier

27°

Nizza

19°

Trondheim


Oslo


Stockholm


Kopenhagen

11°

Berlin

15°

Mailand

12°

Tunis

24°

Rom

18°

Warschau

10°

Wien

10° Budapest

12°

Palermo

21°

Kiruna

-7°

Oulu


Dubrovnik

22°

Athen

20°

St. Petersburg


Wilna


Kiew


Odessa

12°

Varna

13°

Istanbul

17°

Iraklio

21°

Archangelsk

-5°

Moskau


Ankara

11°

Antalya

24°

Acapulco 32° heiter

Bali 27° Schauer

Bangkok 29° Schauer

Barbados 29° Gewitter

Buenos Aires 26° wolkig

Casablanca 27° wolkig

Chicago 3° bewölkt

Dakar 32° sonnig

Dubai 31° sonnig

Hongkong 28° sonnig

Jerusalem 20° wolkig

Johannesburg 25° bewölkt

Kairo 29° heiter

Kapstadt 22° heiter

Los Angeles 24° sonnig

Manila 30° bewölkt

Miami 31° heiter

Nairobi 29° heiter

Neu Delhi 34° bewölkt

New York 13° sonnig

Peking 14° bedeckt

Perth 20° wolkig

Phuket 32° bewölkt

Rio de Janeiro 27° wolkig

San Francisco 20° sonnig

Santo Domingo 29° heiter

Seychellen 27° bedeckt

Singapur 32° Gewitter

Sydney 33° heiter

Tokio 21° heiter

Toronto 9° bedeckt


Schönhauser Allee

Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 – S eite 17

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Berlin

AM WOCHENENDE

Hinter der Maske:

Kostüme für Halloween und mehr

Schönes Wochenende Seite 19

Unter der Welle:

Apnoetauchen für Surfer

Berlin bewegt sich Seite 20

VomHafer

gestochen

BERLINER ZEITUNG/MARKUS WÄCHTER

Haferbrei und Haferschleim

lösen bei mir

Kindheitserinnerungen

aus –und nicht die besten.

Wenn mir sehr übel war, ich

nicht vomKlo runterkam und schon

gar nichts essen wollte, kochte mir

meine Mutter eine Haferschleimsuppe

mit dem Hinweis, sie sei gut

für die Magenschleimhaut. Schleim

–dawar es wieder, dieses Wort, das

rein gar nichts Appetitanregendes

hat.

Die Briten haben das besser gelöst:

Sie kochen Porridge. Das klingt

zumindest wie eine Gemüseart, und

es ist dort viel beliebter, vor allem

zum Frühstück. In

den schottischen

Highlands gibt es

seit über 25 Jahren

sogar eine Porridge-

WM, hier in Berlin

seit knapp fünf Jahrenden

Haferkater.

Bisher habe ich

um den Laden, der

sich auf Hafergerichte

spezialisiert,

einen Bogen gemacht.

Dasgeht nun

nicht mehr.InBerlin

existieren zwei Läden, in sechs deutschen

Großstädten je eine Filiale,

weiteresind geplant.

Haferschleim als Berliner Exportschlager,das

ist lustig, denke ich. Die

drei Gründer waren klug genug, ihr

„signature dish“ umzubenennen:

Aufder Kartestehen weder Haferbrei

noch Hafergrütze oder gar Haferschleim.

Dieverschiedenen Zubereitungen

heißen Apfelkater, Bärenkater,

Knusperkater und Ziegenkater.

Ersterer ist bei den Anfängern, wie

die Bedienung sie nennt, sehr beliebt,

weil der süße Geschmack des

Apfelmuses und die Nüsse dominieren.

Letzterer, der Herzhafte mit

Frischkäse aus Ziegenmilch, Birne,

Walnüssen, Honig und Thymian,

werde sowohl zum Frühstück als

auch mittags gern gegessen, im Angebot

sind zudem Brote und eine

Quinoa-Bowl.

DieVerstärkung, die ich zum Testen

mitnehmen wollte, ist abgesprungen,

weshalb es wohl bei einem

Porridge bleiben wird. Um 7

Uhr morgens macht der Haferkater

nahe der U-Bahn Eberswalder

Straße auf, ich bin unter den ersten

Gästen. In der folgenden Stunde

herrscht im großen Laden mit den

dicken Holztischen, Hockern und

Makramee-Blumenampeln ein reges

Kommen und Gehen.

Ichhabe mich für den Bärenkater

entschieden, der erstaunlich schön

aussieht. Er wirdwarm, leicht dampfend

serviert –oben drauf gestreut

sind Bananenscheiben, getrocknete

AUFGETISCHT

Tina Hüttl

warimHaferkater.

rote Goji-, Preisel- und helle Maulbeeren

sowie dunkle Chiasamen.

Aber dann kommt sie doch, die befürchtete

schleimige Konsistenz –

und siehe da, sie ist gar nicht

schlimm, im Gegenteil. Überraschenderweise

schmeckt das Schleimige,welches

sich wie eine Hülle um

die aufgequollenen Haferflocken

legt, eher angenehm cremig, es ist

leicht salzig und hat eine zarte Honigschicht.

MitbeidenGeschmacksrichtungen,

dem Salzigen und dem

Süßen, wurde jedoch sparsam umgegangen,

sie halten sich exakt die

Waage. Der Hafer wird täglich frisch

in der Haferquetsche geflockt und

geröstet, dann einen

Taglang mit Wasser

und Salz geköchelt.

Biss erhält der

Brei durch die Trockenfrüchte,

die die

Süße leicht verstärken,

ebenso passt

die eher feste, nicht

matschige Banane

wunderbar. Schön

wären vielleicht

noch frische rote

Früchte.

Ich muss zugeben,

dass der Brei bis zum letzten

Löffel schmeckt. Er wird weder

klumpignoch schwer,eher sogar zunehmend

besser, weil die Trockenbeeren

allmählich ihr Aroma abgeben.

Zurück bleibt –zumindest nach

der kleinen Portion –auch kein unangenehmes

Völlegefühl.

Die meisten Gäste, merke ich,

sind Wiederholungstäter und nicht

zum ersten Mal hier. Sie haben ein

Stempelkärtchen. Wer sieben Breie

konsumiert hat, bekommt einen geschenkt.

Auch ich lasse mir eines geben,

was ich sonst nie mache. Und

weil es so gut war,kaufe ich noch einen

Knusperkater im recycelten Kartonbechertogo–fürmeine

Verabredung,

die abgesprungen ist.

Haferkater I Eberswalder Str.26, Prenzlauer Berg.

Mo–Fr 7–18 Uhr,Sa–So 8–19 Uhr

Eine kleine Portion (300 Gramm) kostet 3,80,

eine große Portion (400 Gramm) 4,30 Euro. Brote

kosten 3,90–6,20 Euro, die Bowl 7,90 Euro.

PRENZLAUER

BERG

Topstr.

Haferkater

Eberswalder Str.

Kastanienallee

Pappelallee

Lychener Str.

Danziger Str.

50 m

BLZ/HECHER

Die meisten Menschen haben nicht die

besten Erinnerungen an Haferbrei. So

ging es auch Tina Hüttl –bis sie sich im

Haferkater bekehren ließ

Familienausflug

Leben im

Schloss

VonBarbaraWeitzel

Schlossführung mit Kammerzofe Sophie

SPSG/PETER ADAMIK

Wie ist es wohl, in einem Schloss

groß zu werden? Das fragen

sich bestimmt viele Kinder angesichts

riesiger Säle, endloser Flure

und prachtvoller Bilder. Einschüchternd

wirken Reichtum und Prunk.

Kann man überhaupt toben? Verläuft

man sich nachts auf demWegzurToilette?

Hat man Freunde als Königskind?

Kommen die zu Besuch?

Zum Beispiel Friedrich II., auch

Friedrich der Große genannt oder

„der alte Fritz“. Der war ja nicht immer

schon groß und alt. Sondernerst

einmal ein Junge,der Musik und Bücher

liebte, von seinem Vater, dem

Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I.,

jedoch mit militärischem Drill erzogen

wurde. Umso mehr liebte und

verehrte Friedrich seine Großmutter

Sophie Charlotte, wie er ein Feingeist.

Sie hatte das Schloss Charlottenburg

1699 in Auftrag gegeben,

weswegen der Stadtteil heute so

heißt. Ihrenersten Namen trägt auch

die Kammerzofe, die am Sonntag

durch die Säle, Flure und Gemächer

führt und viel darüber erzählen

kann, wie der Alltag ablief. Wie es

war,dortKind zu sein.

Verlaufen wird man sich nicht an

Sophies Seite. Aber viel lernen, auch

über Friedrich den Großen und

seine Oma.

Mit Kammerzofe Sophie durchs Schloss Familienführung

im Schloss Charlottenburg,Spandauer

Damm 20–24 (Treffpunkt KasseNeuerFlügel). So

15 Uhr,Eintritt 10, ermäßigt 7Euro.Ab 6Jahre.


18 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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Schönes Wochenende

WEINKUNDE

FUNDSTÜCKE

VonOlgaBobileva

Haben Sie auchetwas Neues in derStadtentdeckt?

Bitte schreiben Sie uns an: berlin.fundstuecke@dumont.de

VonRomana Echensperger

UNSPLASH/CHELSEA AUDIBERT

FLICKLI

Der Wein, der aus der

Kühle kam

Für Simon Müller-Oswald war schon in der Schule klar:Er

will einmalWinzer werden. Seine Frau Klarakommt aus einem

Weinbaubetrieb,hat sich aber erst später dazu entschieden.

Beide hatten eine erstklassige Ausbildung durchlaufen

und Weinbau studiert, als sich 2017 die Chance auftat, ein

Weingut zu kaufen. MitMitte 20 sprangen die beiden ins kalte

Wasser.Sie besorgten sich einen Kredit und sind seitdem

selbstständig.

Weinmachen ist die eine Sache,die Vermarktung eine andere.

„Man muss sich was einfallen lassen, um die Weine an

den Mann und die Frau zu bringen“, erzählt Klara. DieIdee

war es,zweiWeinlinien zu kreieren. Einmal gibt es die Serie

„PuraVida“. Dassind fruchtigeWeiß- und Roséweine sowie ein

Secco und Sauvignon blanc.Mit modernem Etikett, moderaten

Preisen und zugänglichem Geschmacksprofil wollen die

beiden Jungwinzer die jüngereGeneration ansprechen.

„Leute,die mit Weintrinken anfangen, wissen ja oft nicht mal,

welche Rebsorte sie mögen. Da geht es nur um weiß oder rosé.

Wirwollten mit dieser Serieeinen einfachen Zugang schaffen.“

Darüber hinaus gibt es noch die Serie, die direkt nach

dem Weingut Oswald benannt ist.

Dass die beiden Jungwinzer nicht nur leidenschaftlich sind,

sondernauch ihr Handwerkexzellent beherrschen, zeigt ihr

St.Laurent: eine Rebsorte,die mit dem Spätburgunder verwandt

ist und in der Region rund um das Rheinhessische Siefersheim

schon lange heimisch ist. „Hier ist es etwas kühler als

im Rest vomRheinhessen, das sorgt für eine langsame Reife“,

erklärtKlaraMüller-Oswald. Damit die Trauben perfekt reifen,

betreiben die beiden einen hohen Aufwand. So wirdder untere

Teil der Trauben nach der Blüteabgeschnitten. „Das ist wichtig,

damit die Beeren lockerer hängen, besser durchlüftet sind

und sich nicht abdrücken.“

Der2016er-Jahrgang fällt besonders gut aus.Das Bukett ist

vielschichtig mit Aromen vondunklen Früchten, saftigen Kirschen,

schwarzemPfeffer,Wacholder,Leder,Vanille und Toast.

Am Gaumen wirkt der Wein mit 13 Prozent Alkohol herrlich

kraftvoll und vollmundig. DieTannine sind samtig und perfekt

eingebunden. DieintensiveFruchtund Würze wirken noch

lange am Gaumen nach. Diefeinen Holzfassnoten geben dem

Wein einen Rahmen, ohne ihn zu dominieren. „St. Laurent

geht in eine burgundische Richtung, hat aber noch mal deutlich

mehrWürze undLedrigkeit als ein Spätburgunder.St. Laurent

ist einfach einer unserer Lieblinge“, sagen die beiden

Winzer,während sie noch mal ihreNasen in die Gläser halten.

Ichkann das sehr gut verstehen.

2016Siefersheimer St. Laurent WeingutOswald,Alzeyer Straße 18,

55234 Wahlheim, 12,90 Euro. Zu erwerben unter oswald-wein.de

Manufaktur

VomZauber der

Schöneberger Macarons

Wie stehen SiezuSüßem? Ichselbst bin ein Fanrussischer

Schokoladenkreationen –und von Macarons. Das französische

Baisergebäck aus Mandelmehl ist so luftig wie knusprig

und hat eine herrliche Cremefüllung. Macarons sind in

bunten Pastelltönen gehalten und sehr schön anzusehen. Das

Gebäck der Makrönchen Manufaktur vereint famose Optik

und wunderbaren Geschmack. 2011 gegründet, war die Manufaktur

die erste Berliner Patisserie,die sich auf die Handfertigung

vonMacarons spezialisierte.Anfangs wurden die Köstlichkeiten

auf Wochenmärkten und Straßenfesten angeboten,

2012 eröffnete LauraLeising dann die Makrönchen Manufaktur.Gemeinsam

mit ihrem Team fertigt sie täglich süßeBaiser-

Träume aus edlen Schokoladen, spanischen Mandeln und regionalen

Zutaten –auf künstliche Aromen, Konservierungsund

Farbstoffe wirdverzichtet.

MakrönchenManufaktur&Laden Apostel-Paulus-Straße 4, Schöneberg.

Di–Fr 12–18.30 Uhr,Sa12–17.30 Uhr

Ausstellung

Armin Mueller-Stahl

als Maler

Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut, bietet das Schloss Britz

heute nicht nur ein Museum zur repräsentativen Wohnkultur

der Gründerzeit und einen wunderbaren Schlossgarten.

Seit Oktober beherbergen die historischen Räumlichkeiten

eine besondere Ausstellung: Unter dem Titel „Menschenbilder“

sind Werke von Armin Mueller-Stahl zu sehen. Der

Künstler,88Jahrealt inzwischen, hat der Schauspielerei mittlerweile

den Rücken gekehrt und widmet sich der Musik und

der Malerei. Besucher können im Schloss mehr als 90 Gemälde,

Zeichnungen und Grafiken aus verschiedenen Schaffensphasen

bewundern. Mueller-Stahls Fokus liegt auf der

Entdeckung des zweiten Gesichts, ersucht nach prägenden

Charakterzügen. Seine Porträts sind zudem Hommagen an

Größen aus Politik, Musik, Literatur und Film.

ArminMueller-Stahl:Menschenbilder Schloss Britz,Alt-Britz 73, Neukölln.

Bis zum9.Februar,Di–So11–18Uhr,Eintritt 7Euro, ermäßigt 5Euro

IMAGO/HARTENFELSER

Reparieren

Flicken

for Future

Ein Loch in Hose,Jeansjacke oder Parka? Garnicht schlimm,

das muss nicht der Abschied vomLieblingsstück sein. Wie

das? Die Antwort lautet: Es gibt Flickli. In dem Store inFriedrichshain

oder auch im Internet-Shop können Sie handgefertigte

Aufnäher,Applikationen, Bügelbilder und Flicken erwerben.

Damit werden nicht nur unliebsame Löcher unsichtbar

gemacht, alten Kleidungsstücken wirdzugleich neuer Pepverliehen.

Die Auswahl an Flickwerk-Arten und an Motiven ist

groß: Vögel, Wald- und Wiesentiere, Haus-, Hof- und Wassertiere,

Essbares oder Botanik –alles ist möglich. Undselbstverständlich

sind all die Applikationen nicht nur für Kinderkleidung

gedacht. Gutzuwissen: DieFlicken sind beschichtet und

daher fertig zum Aufbügeln. Und esgibt noch eine weitere

gute Nachricht: Alle, die gerne Nadel und Faden nutzen oder

die Nähmaschine rattern lassen, können bei Flickli auch exklusiveStoffe

zum Beispiel aus Japan und aus den USA kaufen.

Wertstück Flickli Gärtnerstraße 22, Friedrichshain. Mi–Fr 11–18Uhr,Sa10–17 Uhr

Atombunker Garzau

Zeitreise Richtung

Kalter Krieg

DiesesWochenende kann man im Atombunker vonGarzau

ein Relikt aus den Zeiten des Kalten Krieges aus der Nähe

erleben. Das ehemalige Organisations- und Rechenzentrum

(ORZ) der Nationalen Volksarmee der DDR, das sich dort befand,

kann besichtigt werden. In dem Rechenzentrum, das von

1972 bis 1975 gebaut und 1976 an die NVA übergeben wurde,

liefen einst die Lagemeldungen aus allen Truppenteilen der

NVA zusammen und wurden elektronisch an das Verteidigungsministerium

weitergeleitet. Der Bunker, der eine Gesamtfläche

von 4000 Quadratmetern hat, ist fast vollständig

erhalten und ebenso die zugehörige Schutztechnik, obwohl

die Anlage 1993 aufgegeben wurde und dann mehrfach den

Besitzer wechselte. Wichtig: Festes Schuhwerk und warme

Kleidung mitbringen –imBunkerkannesfrisch sein.

Atombunker Garzau –Rechenzentrum derNVA GladowshöherStraße3,Garzau-

Garzin.Sau.So10–15 Uhr,Eintritt 12,50, ermäßigt 6Euro

ATOMBUNKER GARZAU

WOHIN AM WOCHENENDE?

Paradies

umsonst und

draußen

Im Naturpark

Nuthe-Nieplitz laden Höfe

und Manufakturen zur

Besichtigung ein

VonIda Luise Krenzlin

Mufflonwidder im Wildgehege Glauer Tal

IMAGO IMAGES

Man kann sich nicht häufig genug

freuen, dass man als Berliner

und Berlinerin sehr schnell im

grünen Umland ist. Ab in die S-Bahn

oder den Regionalzug –und schon

ist man zu jeder Jahreszeit in Brandenburgs

Wäldern, an Seen und in

den schönen Alleen. Es gibt zahlreiche

Naturschutzgebiete, Biosphärenreservate

und Naturparks. Einer

dieser Parks, der Naturpark Nuthe-

Nieplitz, liegt im Südwesten vonBerlin.

Dort findet am Wochenende der

Tagder offenen Höfe statt.

Der Naturpark Nuthe-Nieplitz

wurde erst im Jahr 1999 eröffnet,

nach und nach konnte immer mehr

Land gekauft werden. Heute dehnt

er sich über 600 Quadratkilometer

aus.GrößereOrtesind Beelitz, Trebbin,

Treuenbrietzen und Luckenwalde,alle

gut erreichbar vonBerlin.

Namensgebend für den Naturpark

sind die kleinen Flüsse Nuthe

und Nieplitz, die eine wilde Niederungslandschaft

einrahmen. Es gibt

viele Seen, für Vögel ein wahres Naturparadies.

Ein Erfolg für die örtlichen

Naturschützer war die Auswilderung

der ersten Steinkäuzeindiesem

August. Sie konnten über 25

Jahreinder Region nicht mehr nachgewiesen

werden.

Jetzt aber auf zur Expedition ins

Brandenburgische: Erst einmal geht

es in das schöne DorfBlankensee,einen

Ortsteil von Trebbin. Dort lädt

am Sonntag „Braußes Fischräucherei“

zu einem Besuch ein. Der Familienbetrieb

existiert seit 1992 und

zieht nachhaltig Welse und Zander

auf, die dann nach alter Handwerkskunst

verarbeitet und geräuchert

werden.

Die Landbäckerei Röhrig bäckt

seit 100 Jahren Brot und Kuchen in

Blankensee. Zum Tag der offenen

Höfe können sich Besucher über Natursauerteig

und handgeformte

Brötchen informieren.

Anderswo laden Manufakturen

und Werkstätten ein –Gabi Sußdorf

zum Beispiel am Sonntag in ihreSeifenmanufaktur

in Tremsdorf. Sie

stellt nicht nur wohlriechende,

nachhaltige und gesunde Brandenburger

Pflanzenölseife her, sie gibt

auch Kurse in Seifenherstellung und

Naturkosmetik. Außerdem erzählt

sie klug und spannend von der Geschichte

ihres Handwerks und was

es zum Beispiel mit der preußischen

Seidenraupenzucht zu tun hat.

Mitten in der historischen Altstadt

vonTreuenbrietzen öffnet wiederum

das Atelier der Illustratorin

Stefanie Jeschke.Die Kinder-und Jugendbuchillustratorin

engagiertsich

in vielen Projekten für ihre Heimatstadt

Treuenbrietzen, die eine bemerkenswertschöne

Altstadt hat.

Richtung Rieben, einem Ortsteil

von Beelitz, liegt die Weidelandfarm

am Riebener See. Zu DDR-Zeiten befand

sich hier eine LPG für Tierpro-


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 19

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Schönes Wochenende

STADT, LAND, MENSCH

Der Joker

tanzt mit

Erdogan

KOCHSTUNDE

Rezept der Woche

Risotto mit Safran

Der Köpenicker

Georg Dittrich hat den

größten Kostümhandel

Deutschlands und

organisiert am Sonnabend

die traditionelle

Halloween-Party

im Festsaal Kreuzberg

VonDaniela Noack

BRANDSTÄTTER VERLAG/ANDREA THODE

Erst die Arbeit, dann dasVergnügen?

Für die Unternehmer

Georg Dittrich und

Roman Matthesius, Geschäftsführer

von Maskworld, dem

deutschlandweit führenden Online-

Anbieter für Verkleidungen, gibt es

keine eindeutige Trennung zwischen

Arbeit und Privatleben. Zumindest

nicht bei der jährlichen Halloween-

Party, bei der die Chefs und Angestellten

des Unternehmens sich unter

die Gäste mischen. Klar, dass bei

so einem Event „Arbeitskleidung“

der etwas anderen Art angesagt ist.

Erkennen dürfen die Mitarbeiter

einander möglichst nur an der

Stimme. Inden vergangenen Jahren

war Georg Dittrich mal als Zombie,

mal als Horrorhase unterwegs. Was

er dieses Malanzieht, entscheidet er

erst kurz vor der Party. „Vielleicht

gehe ich als Krümelmonster“, sagt er.

Die Verspieltheit sollte nicht

darüber hinwegtäuschen, dass der

Informatiker, 40Jahre alt, und sein

42-jähriger Kompagnon Matthesius,

ein ausgebildeter Schauspieler,erfolgreiche

Unternehmer sind.

Unter dem Dach des Mutterhauses

Metamorph mit 110 festen Mitarbeitern

und einem Jahresumsatz

von18Millionen Euro firmieren diverse

Webshops. Der bekannteste

ist Maskworld. Der hauseigene Laden

in der Oranienburger Straße

bietet als einziges Offline-Geschäft

neben Kostümen auch Accessoires

wie Fleischwunden, Hakennasen

oder blutige „Psycho-Zähne“.

Los ging alles vor zwanzig Jahren

mit Masken vonNosferatu und Frankenstein,

die die Sandkastenfreunde

schon zu Schulzeiten auf dem Flohmarkt

verkauften. Die Idee stammte

von Roman Matthesius. Auf einer

Butterfahrt nach Osteuropa hatte

der leidenschaftliche Fan von Rollenspielen

und Improvisationstheater

die Bekanntschaft von Maskenherstellern

gemacht. Georg Dittrich,

Grusel made in Berlin: Georg Dittrich im Hauptquartier seiner FirmaMaskworld in Oberschöneweide. DANIELA NOACK (2)

der bereits als Kind das Programmieren

lernte, bastelte die Firmenwebsite.Verkauft

wurde nur online.

Heute vertreiben die beiden gebürtigen

Köpenicker, deren Mütter

schon beste Freundinnen waren,

15 000 Produkte,darunter 6000 Kostüme.Die

Lieferanten und Hersteller

kommen aus 180 Orten in aller Welt.

Vieles ist aber auch „made in Berlin“

und wird in den betriebseigenen

Produktionshallen in Oberschöneweide

hergestellt. Unter der Marke

Andracor werden dort hochwertige

Ritterrüstungen in der Leder-Werkstatt

produziert.

Zur Halloween-Party an diesem

Sonnabend im Festsaal Kreuzberg

werden 1500 Gäste erwartet. Über

die Jahre hat Georg Dittrich dort

schon die verrücktesten Kostüme

gesehen. „Besonders beeindruckt

haben mich ein 2,50 Meter großer

Mann in einem selbst gebastelten

Roboterkostüm und ein überdimensionaler

Drache MarkeEigenbau.“

Und was sind die Halloween-

Trends 2019? Manche mögen es elegant.

Sie stehen auf Korsagen, Umhänge

oder venezianische Masken,

erscheinen als„SchwarzeWitwe“ mit

Spitzenmaske oder als Luxus-Vampir

im Brokatmantel und mit verchromtem

Gebiss.Apropos Blut –für

Horror-Clown zieht immer.Vielleicht geht

Dittrich aber auch als Krümelmonster.

den guten Zweck warb Maskworld in

dieser Saison für Organspenden,

legte Paketsendungen einen Organspendeausweis

bei und spendete

zehn Prozent des Umsatzes von

Kunstblutprodukten an die Organisation

„Junge Helden“, die sich für

Aufklärung zum Thema Organspende

starkmacht.

Ansonsten stehen Halloween

2019 gruselige Filmschurken wieder

hoch im Kurs. „Dieses Jahr wird es

vielleicht zehn Gäste im Joker-Kostüm

geben“, schätzt Georg Dittrich.

Aber auch die klassischen Horrorgestalten

Freddy Krueger oder Michael

Myers werden nicht fehlen.

Beiden Damen sind nach wie vor

Disneys düstere Frauenfiguren wie

Maleficent, Cruella de Vilund Ursula

aus „Arielle“ beliebt. „Der krasseste

Horror aber“, sagt Dittrich und lacht,

seien die Politiker: Erdogan, Putin

und Trump werden natürlich auch

mitfeiern.

Maskworld HalloweenParty Sonnabend ab 22

Uhr, Festsaal Kreuzberg,Am Flutgraben 2.Abendkasse

13 Euro,Einlass nur mit Kostüm.

MancheLeute sagen vonsich, sie könnten nicht kochen.

Niewürde etwas gelingen, weder das schnelle Frühstücksei

noch die beeindruckende Wochenendtorte.Stevan

Paul, deutscher Kochbuchautor und Journalist, glaubt das

nicht. Im Vorwortzuseinem Buch „kochen.“ (Brandstätter

Verlag, 40 Euro)schreibt er,jeder könne kochen, denn jeder

könne kochen lernen. Im Buch sind neben sehr appetitlich

aussehenden Rezepten wie diesem dann auch Küchentechniken

wie Braten und Frittieren, Schneiden, Garmethoden,

Temperatur und die Kunst des Anrichtens angeführt. Für

dieses Risotto sind die Venusmuscheln optional –es

schmeckt auch ohne hervorragend. (sap.)

Zutaten

2Schalotten, 1Knoblauchzehe

800 ml Gemüsebrühe

ca. 40 gstarkgeräucherter Speck

0,2 ggemahlener Safran, 1Lorbeerblatt

8ELOlivenöl

80 ml Weißwein

250 gRisotto-Reis,500 gErbsenschoten

40 gButter,60–80 gfein geriebener Parmesan

Salz, schwarzerPfeffer

1kgVenusmuscheln (optional)

100 ml Weißwein

Zubereitung

Schalotten und Knoblauch pellen. Schalotten würfeln,

Knoblauch in Scheiben schneiden. DieBrühe mit Speck, Safran

und Lorbeer aufkochen. 4ELOlivenöl in einem Topf erwärmen,

Schalotten und Knoblauch kurzdarin andünsten.

MitWeißwein ablöschen und 1Minute kochen lassen. Reis

unterrühren und etwas vonder heißen Brühe.Unter Rühren

garen, bis die Flüssigkeit fast verschwunden ist. Erneut etwas

Brühe zugeben. AufdieseWeise das Risotto in 25–30 Minuten

mit Biss gar kochen. Inzwischen die Erbsen aus den

Schalen lösen, 5Minuten vorEnde der Garzeit unterrühren

und mitgaren. Dasfertige Risotto mit Butter und Parmesan

cremig rühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Muscheln in

kaltemWasser waschen, die Bärte abziehen. Bereits vordem

Kochen geöffnete Muscheln, die sich auch auf zarten Druck

hin nicht schließen wollen, vorabaussortieren. 4ELOlivenöl

im Topf erwärmen, Muscheln unterrühren. MitWeißwein

ablöschen und aufkochen. Zugedeckt 3–4 Minuten

dämpfen. Salzen. ZumAnrichten den Muschelsud unter das

Risotto rühren. Mitden Muscheln toppen.

duktion, die seit dem Mauerfall privat

erfolgreich weitergeführt wird.

TIPPS

Der Familienbetrieb Engelhardt hat

sich der artgerechten Tierhaltung

verschrieben.

Die Jungtiere wachsen die ersten

zwei Jahre bei der Mutter auf und

werden dann stressfrei geschlachtet.

DieTierefressen in den vegetationsreichen

Monaten ausschließlich das

Der Tagder offenen Höfe in der Nuthe-

Nieplitz-Region findet am Sonntag von

11 bis 17 Uhr statt. Alle Adressen der

teilnehmenden Höfe und das Programm

finden Sie unter offenehoefe.de

Gras von den saftigen Wiesen des

Naturschutzgebietes und im Winter

das Heu, das im Sommer geerntet

worden ist.

Am Sonntag feiert der Hof ein

großes Fest, Besucher können sich

die Tiere aus der Nähe ansehen, es

finden Kremserfahrten statt, und natürlich

Das Wildgehege Glauer Tal liegt im

Naturpark und kann täglich von10Uhr

bis 16 Uhr besichtigt werden, Eintritt

über das NaturParkZentrum,

Erwachsene 4Euro, ermäßigt 1,50 Euro,

Glauer Tal1,14959 Trebbin, Ortsteil

Blankensee

gibt es Wurst aus eigener Her-

stellung.

Neu sind die mobilen Hühnerställe.

Familie Engelhardt hält nach

einem langwierigen Zulassungsverfahren

Die Naturpark-App „Nuthe-

Nieplitz-Tours“ mit sieben kostenfreien

Audioguide-Touren gibt es kostenlos

(für iOS und Android).

nun auch Geflügel und ver-

kauft Eier aus artgerechter Haltung. Gabi Sußdorf lädt in ihre Seifenmanufaktur in Tremsdorf ein. GABIS SEIFENMAUFAKTUR Restaurierte Fachwerkhäuser in Treuenbrietzen IMAGO IMAGES


20 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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Berlin bewegt sich

Unter

der Welle

Apnoetauchen ist Tauchen mit nur einem

Atemzug. Surfer können die Technik für

sich nutzen, um unter Wasser nicht in

Stress zu geraten. Ein Selbstversuch

VonMelanie Reinsch

Konzentration vor dem Tauchgang –70Prozent ist Kopfsache, jedenfalls bei Anfängern. Heißt auch: Nur weil man atmen will, muss man es noch lange nicht.

Nach 38 Sekunden ist

Schluss. Meine Lunge

brennt, ich habe die Orientierung

verloren und

die Nase vollWasser.Mein Kopf stößt

durch die Wasseroberfläche, ich

ziehe die Luft tief in meine Lungen

und merke einmal mehr,dass ich eigentlich

unter Wasser nichts verloren

habe. Gerade haben mich drei

Menschen unter Wasser durch das

Wasser gerollt, geschubst, gedreht

und durchgeschüttelt. Meine Aufgabe:

Unter Wasser in Embryonal-

Haltung verharren, nichts tun, nicht

panisch werden, Luft anhalten, an

etwas Schönes denken. „Das Erlebnis

unter Wasser zu einem besonderen

Moment werden lassen“, so jedenfalls

rät es meine Trainerin Jessica

Schäfer.Gar nicht so einfach.

Atempause statt Luftanhalten

Jessica ist seit zwölf Jahren Gerätetauchlehrerin,

seit fünf Jahren unterrichtet

sie auch das Apnoetauchen,

auch Freitauchen genannt.

Apnoe ist griechisch und bedeutet

so viel wie Nicht-Atmen. Es ist die

ursprünglichste Form des Tauchens.Schon

in der Steinzeit tauchten

die Menschen ohne Zusatzgeräte

zum Beispiel nach Muscheln,

Schwämmen oder Perlen. „Ich

nenne es lieber Atempause als Luft

anhalten“, sagt die 44-jährige Ergotherapeutin,

das klinge viel positiver.

Doch ich will keine Schätze vom

Meer sammeln. Mein Hintergrund

ist ein anderer.Ich binWellenreiterin

und durch das Surfen meinem Empfinden

nach immer viel zu lange unter

Wasser, wenn mich eine Welle

vom Surfboard in den dunklen

Ozean schmeißt und über mir das

brodelnde Weißwasser tobt. Nie

habe ich mich daran ganz gewöhnt,

oft stresst es mich. Und weil Jessica

das schon oft gehört hat, bietet sie

seit diesem Jahr etwa einmal im Monat

einen Apnoetauchkurs extra für

Surfer an. Die vorige Übung unter

Wasser sollte einen „Waschgang“ simulieren,

so nennen die Surfer den

Moment, wenn man von der Welle

unter Wasser gedrückt wird und

nicht weiß, wo oben und unten ist.

Dabei geht es nicht darum, in dieser

Phase im und unter Wasser eine

neue persönliche Atempause-Rekordzeit

aufzustellen, sondern

darum, sich unter Wasser wohl zu

fühlen und zu lernen, wozu wir

Landtiereeigentlich in der Lage sind.

Denn was wohl die wenigsten

wissen: Wie alle Säugetiere besitzen

auch wir Menschen einen sogenannten

Tauchreflex. Das ist ein

Schutzmechanismus bei allen Lebewesen,

die mit der Lunge atmen. Er

setzt ein, wenn der Kopf unter Wasser

gerät. DieRezeptoren im Gesicht

erkennen, dass man sich im Wasser

befindet. Kaltes Wasser verstärkt den

Reflex sogar noch.

Und der Körper reagiert sofort:

Der Sauerstoffverbrauch wird auf

überlebenswichtige Organe reduziert,

der Herzschlag verlangsamt

sich, die Blutgefäße werden enger,

der Körper entspannt. „Dadurch

wird der Sauerstoff eingespart und

längere Tauchzeiten sind möglich“,

erklärt Jessica, die selbst bis zu

4:40 Minuten ohne Geräte unter

Wasser bleiben kann.

Kurs: Vier Stunden dauert

der Kurs in der Tauchzentrale

Berlin in der Ohlauer Str.

5-11. Individuelle Gruppentermine

mit flexiblem Kurstermin

gibt es ab zwei Personen

auf Anfrageunter

apnoe@tauchzentrale.de.

Die Tauchdauer eines Menschen

wird dabei hauptsächlich durch den

Sauerstoff-Gehalt im Blut begrenzt.

Je länger man die Luft anhält, desto

mehr steigt dafür der CO 2 -Gehalt im

Blut. Unddieser löst dann den Atemreiz

aus. Die Folge: Man fühlt einen

WORKSHOP

Kosten: 79 Euro kostet der

Apnoe-Surf-Workshop pro

Person. Kenntnisse braucht

man keine. Kinder ab zwölf

Jahren können an dem Kurs

in Kreuzberg teilnehmen.

Das erforderliche Equipment

wird gestellt.

Mindestteilnehmerzahl:

Ab zwei Personen findet der

Workshop statt. Kursleiterin

Jessica Schäfer ist Freediving

Instructor.Buchen kann

man den Workshop

unter der Homepage

www.tauchzentrale.de

Jessica Schäfer leitet unsere Reporterin im Pool an. BLZ/GERD ENGELSMANN (2)

Druck in der Brust oder im Bereich

des Kehlkopfs, man möchte schlucken

oder atmen. „Das heißt aber

nicht, dass ihr dann zu wenig Sauerstoff

habt“, macht Jessica klar. Bei

der Atempause sei besonders bei Anfängern70Prozent„Kopfsache“,

sagt

sie. Und je entspannter man unter

Wasser sei, desto weniger Sauerstoff

verbrauche man. Guttrainiertkönne

man die CO 2 -Toleranz immer weiter

ausdehnen.

Berühmte Big Wave Surfer, wie

zum Beispiel Sebastian Steudtner,

der den größten Wellen der Erde auf

Hawaii oder im portugiesischen

Nazaré nachjagt, schaffen mit gezieltem

Training bis zu fünf oder gar

sechs Minuten ohne Luftholen. Auch

Steudtner, der einzige BigWave Surfer

Deutschlands, trainiert das Apnoetauchen

für das Surfen, um den

Körper kennenzulernen und um zu

wissen, wie weit er gehen kann.

Seine Bestzeit liegt bei 5:50 Minuten.

Der 34-Jährige muss so etwas können.

Denn wenn ihn eine 21-Meter

hohe Nazaré-Welle vom Brett wirft,

kann er nicht damit rechnen, dass sie

ihn so schnell wieder ausspuckt. Der

Weltrekord der Frauen liegt bei

9:02 Minuten, der beste Mann kann

11:35 Minuten die Luft anhalten.

Ich will an diesem Tagnicht bis

zum Äußersten gehen. „Das sollte

man ohnehin nicht“, betont Jessica.

Denn wenn man es übertreibt, bestehe

die Gefahr der Ohnmacht. Daher

sollte man solche Übungen auch

nie alleine machen. Nach einigen

Atem-, Dehn- und Entspannungsübungen

an Land geht es in den

Pool. Mit den Händen am Beckenrand

atme ich ruhig ein und aus,

konzentriere mich, versuche, Ruhe

zu finden. Dann nehme ich einen

tiefen Atemzug, schließe meine Augen

und denke an weiße Sandstrände,während

Jessica darauf achtet,

dass ich im Pool nicht abtreibe.

Ich soll heute in meiner „Komfortzone“

bleiben und wieder hochkommen,

wenn ich Lust auf Atmen bekomme,

mich einfach wohl fühlen.

Wirsind zu viertimKurs –einige surfen

schon, andere wollen es lernen

und sich für die Zeit unter der Welle

vorbereiten.

Kopfüber unter Wasser

Nächste Übung: Kopfüber unter

Wasser, die Beine hängen über dem

Beckenrand. Das Gefühl ist gleich

ein anderes,meinem Orientierungssinn

gefällt dieses Durcheinander

gar nicht. Ich finde keine Ruhe, obwohl

ich mich kaum bewege. Ich

muss schon nach etwa 40 Sekunden

hochkommen, obwohl ich im Ruhemodus

an der Wasseroberfläche treibend

fast eine Minute mehr schaffe.

Zum Vergleich: Mit Blei beschwert

schaffe ich es auf dem Beckenboden

fast genau so lang –dort

laufe ich allerdings umher. Aber

eben nicht kopfüber.Dabei ist vorallem

interessant, dass man unter

Wasser komplett das Zeitgefühl verliert.

Während ich mit Bleigurten im

Arm unter Wasser meine Runden

ziehe, habe ich das Gefühl, kaum

mehr als zehn Sekunden unter Wasser

gewesen zu sein. Dabei war es

deutlich länger.

Beim simulierten Waschgang, bei

dem ich unter Wasser geschubst

werde, geht es mir genauso.Das sind

wichtige Erkenntnisse: Denn obwohl

ich keine Monsterwellen surfe, länger

als 45 Sekunden drücken mich

meine Wellen nicht unter Wasser.

Und wenn doch: Tief einatmen und

an etwas Schönes denken.

Länger,tiefer,weiter

IMAGO IMAGES

Disziplinen

Beim Apnoetauchen gibt es unterschiedlichste

Disziplinen. So

wirdbeim Zeittauchen die maximale

Zeit gemessen, die ein Taucher mit

einem Atemzug unter Wasser bleiben

kann. Er bewegt sich dabei möglichst

nicht und bleibt dabei an der

Wasseroberfläche.

Beim Streckentauchen mit Flossen

versucht der Taucher mit einem

Atmenzug möglichst weit zu

schwimmen. Der Weltrekord liegt

hier bei den Frauen bei 243 Metern,

bei den Männern bei 316 Metern.

Ohne Flossen geht es auch: 191 Meter/Frauen

und 226 Meter/Männer.

Bei Free Immersion zieht man

sich unter Einsatz der Armmuskulatur

an einem Seil entlang in die Tiefe

und wieder hoch. Hier führt eine

Frau mit 97 Metern und ein Mann

mit 125 Metern.

Verliert der Taucher übrigens

nach dem Tauchgang das Bewusstsein,

wirderdisqualifiziert.

IMAGO IMAGES

Ausrüstung

Auch wenn man beim Apnoetauchen

keine Druckluftflasche benötigt,

gibt es spezielle Ausrüstungen

und Kleidung für das Abtauchen

unter Wasser. Man kann zwar einen

beliebigen Neoprenanzug tragen, es

gibt aber auch spezielle Anzüge für

Apnoetaucher, die mehr Bewegungsfreiheit

ermöglichen, weil das

Material dünner ist. Daskostet weniger

Kraft –und die ist beim Apnoetauchen

wertvoll.

Wernur an der Wasseroberfläche

bleibt, für den reicht auch eine normale

Tauchermaske. Geht es tiefer

hinab, sollte man sich eine Maske

zulegen, die für solche Disziplinen

ausgelegt ist. Das Material ist weicher

–vor allem wenn der Wasserdruck

steigt, ist das Tragen daher angenehmer.

Zudem gibt es verschiedene

Flossen –zum Beispiel die Monoflosse

zum Abtauchen. Ein

weiteres Freitauchutensil ist der

elastische Bleigürtel.

IMAGO IMAGES

Sicherheit

Das größte Risiko beim Apnoetauchen

ist natürlich der Sauerstoffmangel,

der sich beim Tauchen

einstellt. Bei einer Unterversorgung

mit Sauerstoff kann es zu einer plötzlichen

Ohnmacht (Blackout) kommen.

WasanLand ungefährlich ist,

kann im Wasser gefährlich werden.

Daskann sowohl im Pool als auch

im Flachwasser passieren, selbst

dann noch, wenn der Taucher wiederaufgetaucht

ist, weil es bis zu

30 Sekunden dauern kann, bis der

neu eingeatmete Sauerstoff das Gehirn

erreicht hat. Daher darf unabhängig

von der Disziplin niemals alleine

getaucht werden. Heißt: Einer

taucht, der andere sichert. Das gilt

im Pool genauso wie im Freiwasser.

Mansollte daher seine Grenzen kennen.

Ein Apnoetauchgang beginnt

schon vor dem Eintauchen ins Wasser.Schon

vordem Abtauchen sollte

man sich mit Atem- und Konzentrationsübungen

beruhigen.


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 21 *

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Sport

NACHRICHTEN

Die Füchse wollen ihre

Heimserie ausbauen

HANDBALL. DieFüchse stehen in

der Bundesliga voreinem schweren

Heimspiel. Am Sonntag empfängt

der Hauptstadtklub in der Max-

Schmeling-Halle den Tabellenfünften

Rhein-Neckar Löwen (13.30

Uhr). „Das wirdein hartes Spiel. Und

wir müssen eine Topleistung abliefern.

Diebrauchen wir,wenn wir gegen

sie gewinnen wollen“, sagte Kapitän

Hans Lindberg.

Ein Jahr nach Unfall: Flörsch

zurück in Macau

MOTORSPORT. EinJahr nach ihrem

Horror-Crash kehrtRennfahrerin

Sophia Flörsch nach Macau/China

zurück und setzt sich beim Formel-

3-Weltfinale wieder hinter das

Steuer.„Für mich war nach dem Unfall

immer klar:Ich will wieder zurück

ins Auto,und ich will wieder zurück

nach Macau“, sagte die 18-Jährige.Flörsch

war im vergangenen

November beim Rennen in Macau

bei hohem Tempo nach einer Kollision

meterhoch durch die Luft geflogen

und hatte den Begrenzungszaun

durchschlagen.

Neuseeland holt Bronze bei

Rugby-WM

RUGBY.Nach der verpassten

Chance auf den historischen vierten

WM-Titel hat sich Neuseeland bei

der Rugby-Weltmeisterschaft in Japan

die Bronzemedaille gesichert.

Im letzten Spiel vonTrainer Steve

Hansen und Kapitän Kieran Read

setzten sich die All Blacks am Freitag

in Tokio gegen Wales deutlich mit

40:17 (28:10) durch.

Windsurfer Köster feiert

fünften Titel

WINDSURFEN. Deutschlands erfolgreichster

Windsurfer hat zum

fünften Maldie Weltmeisterschaft

der Waverider gewonnen. Vorder zu

Hawaii gehörenden Insel Maui

reichte dem 25-jährigen Deutsch-

Kanaren Philip Köster nach drei Top-

Drei-Platzierungen in dieser Saison

das Erreichen der Viertelfinalrunde

zum Triumph.

Die normale Respektlosigkeit

Vordem letzten Grand Prix der Formel-1-Saison schwört sich Max Verstappen auf die Zukunft ein

VonElmar Brümmer,Austin

Da steht sie, die Zukunft

der Formel 1, jedenfalls

als Modell. Von2021 an

soll mit diesen Autos alles

aufregender und günstiger werden,

überholfreundlicher dazu und

insgesamt ausgeglichener. Kurz

nach der Präsentation des größten

Regeleinschnitts der Neuzeit sitzt die

personelle Zukunft der Formel 1im

selben Konferenzraum am Circuit of

the Americas.Der Niederländer Max

Verstappen fährt beim Großen Preis

der USA seinen 100. Grand Prix, obwohl

er gerade mal 22 Jahre alt ist.

Wie erdie nächste Fahrzeuggeneration

findet? „Ehrlich gesagt, ein bisschen

klein. Aber am Ende des Tages

ist es egal, wie die Autos aussehen.

Hauptsache,man kann bessereRennen

damit fahren“, sagt Verstappen.

Dasheißt für ihn: besser angreifen.

Großes Aggressionspotenzial

DerNiederländer trägt nicht nur den

Namen „Jahrtausendtalent“, er besitzt

auch das größte Aggressionspotenzial

aller Piloten. Weshalb er die

Prognose, dass die neuen Autos pro

Runde bis zu drei Sekunden langsamer

werden, nur achselzuckend

quittiert: „Das ist nur der Anfang,

den Teams wird schon etwas einfallen.“

Tempo, Tempo, Tempo –auch

seine eigene Karrierehat er dem verschrieben,

entsprechend bewertet er

das Jubiläum: „Es ist alles so schnell

passiert.“ Verstappen antwortet

kurz, pointiert, und er hält mit seiner

Meinung selten hinterm Berg. Um

eine kleine Eloge auf den Fast-Weltmeister

Lewis Hamilton gebeten, der

in Texas nur vier Punkte zum sechsten

Titelgewinn braucht, verzieht er

das Gesicht, verweist darauf, dass er

bei Red Bull leider nicht das gleiche

Material besitze, und sagt: „Wer das

beste Auto hat, kann Weltmeister

werden.“ Eine sehr freundliche Ohrfeige

für den Fahrer des Jahrzehnts.

Es ist die normale Respektlosigkeit

Verstappens,zusätzlich befeuert

von den Vorfällen am letzten Wochenende

in Mexiko. Dort hatte er

die Chance auf seinen dritten Sieg in

Serie inder Qualifikation verzockt,

stand sich selbst im Weg. Beiseinem

Rundenrekordwar er trotzWarnflaggen

nicht vom Gas gegangen, als

ValtteriBottas seinen Mercedes kurz

Rücksicht gehörtnicht zu seinen Eigenschaften: Max Verstappen

vorEnde der Stunde in die Barrieren

gesetzt hatte. Anschließend redete

sich Verstappen um Kopf und Kragen:

„Ich glaube, dass wir wissen,

was wir tun, sonst wären wir keine

Formel 1-Fahrer.Inder Qualifikation

gibt man eben Vollgas.“ Mit nur drei

Plätzen Rückversetzung in der Startaufstellung

kam er glimpflich davon.

Im Rennen wurde aus dem Rüpel-

der Rempelmodus. Sofort kam

er sich mit Hamilton ins Gehege,danach

schlitzte er sich im Gefecht mit

GETTY IMAGES/COATES

Valtteri Bottas den Hinterreifen auf.

Neubeginn von ganz hinten, am

Ende blieb ein enttäuschender

sechster Rang. Die Top-Piloten

höhnten, dass sie immer dann, wenn

sie die Startnummer 33 sehen, einen

größeren Sicherheitsabstand halten,

denn diese würde Zwischenfälle

„magnetisch anziehen“. Hamilton

gestand freimütig: „Ich hatte schon

so eine Ahnung, dass er mich irgendwann

torpedieren würde. Es gibt

kluge Fahrer, sehr kluge und einige

verhalten sich dumm...“ Sebastian

Vettel, noch nie ein Freund Verstappens,

pflichtete bei: „Kann ich alles

so unterschreiben.“

Ziemlich dumm findet der Angegriffene

solche Kommentare: „Das

ist nicht in Ordnung, sogar etwas respektlos.

Ich fahre immer hart, aber

auch fair.“ Das ist eine für Rennfahrer

typische geschönte Selbstwahrnehmung,

denn die Vorkommnisse

in Mexiko waren der Rückfall in alte

Verhaltensmuster, mit dem Verstappen

sich früh Respekt verschaffen

wollte.Der BBC hatte er seine Philosophie

verraten: „Wenn es eine Berührung

braucht, dann braucht es

sie. Esmuss nicht immer der sauberste

Weg sein.“ Allerdings folgte

jetzt in Austin keine Schimpftirade,

sonderneine feine Spitze: „Wenn sie

über dich reden, bedeutet es auch,

dass sie dich nicht mehr aus dem

Kopf bekommen.“

Rochade bei den Rennställen

Verstappen weiß, dass die Zeit für

ihn spielt. 2021 werden die Karten in

den Personalabteilungen der Rennställe

neu gemischt, und der Red-

Bull-Protegé hat die freie Wahl: Bei

seinem Ausbildungsteam bleiben,

falls die Honda-Motoren tauglich für

den Titelgewinn sind. Zu Mercedes

wechseln, falls Lewis Hamilton aufhört,

und endlich das beste Auto dieser

Dekade zu fahren. Oder in Richtung

Maranello aufzubrechen, falls

sich Ferrari das Explosivgemisch

Leclerc/Verstappen antun möchte.

Es sind die großen Fragen, die diese

frühreife Karriere bestimmen: Bekommt

er bei Red Bull eine Chance

auf den Titel? Und, grundsätzlicher

noch: Wird er jemals erwachsen?

Er werde, sagt der Jubilar in Austin,

seine Antworten auf der Strecke

geben. Dasgilt für die Anfeindungen

ebenso wie für die Aussichten bei

seinem Rennstall: „Ich lebe nur dafür,

Weltmeister zu werden.“ Im

nächsten Jahr hat er noch die

Chance, der jüngste der Geschichte

zu werden. Formel-1-GeschäftsführerRoss

Brawn empfiehlt dem Trotzkopf,

der für das Renngeschäft wohl

unverzichtbar ist: „Man muss die

Rennen gewinnen, die man gewinnen

kann. Aber auch die,die man eigentlich

nicht gewinnen kann, so

wie es Lewis Hamilton vormacht.

Nursowirdman Weltmeister.“

ZAHLEN

Fußball

Bundesliga, 10. Spieltag

Hoffenheim −SCPaderborn 3:0 (3:0)

Bor.Dortmund −VfL Wolfsburg Sa., 15.30

RB Leipzig −Mainz 05 Sa., 15.30

Leverkusen−M'gladbach Sa., 15.30

Eintr.Frankfurt−München Sa., 15.30

SV Werder Bremen−SCFreiburg Sa., 15.30

Union Berlin −Hertha BSC Sa., 18.30

Düsseldorf −1.FCKöln So., 15.30

FC Augsburg−FCSchalke04 So., 18.00

1 M'gladbach 9 19: 9 19

2München 9 24: 11 18

3 SC Freiburg 9 17: 10 17

4 VfL Wolfsburg 9 11: 5 17

5 Hoffenheim 10 14: 13 17

6 Bor.Dortmund 9 20: 11 16

7 RB Leipzig 9 17: 10 15

8 FC Schalke04 9 14: 9 15

9Leverkusen 9 14: 13 15

10 Eintr.Frankfurt 9 16: 14 14

11 Hertha BSC 9 15: 16 11

12 SV Werder Bremen 9 15: 19 10

13 Mainz 05 9 10: 19 9

14 Düsseldorf 9 10: 16 7

15 Union Berlin 9 9: 15 7

16 1. FC Köln 9 9: 19 7

17 FC Augsburg 9 10: 21 7

18 SC Paderborn 10 11: 25 4

2. Bundesliga, 12. Spieltag

Hannover96−Sandhausen 1:1 (1:0)

Regensburg −VfL Osnabrück 3:3 (2:0)

FC St. Pauli−Karlsruher SC Sa., 13.00

Gr.Fürth −Darmstadt 98 Sa., 13.00

Erzg.Aue−Heidenheim Sa., 13.00

VfB Stuttgart−Dyn. Dresden So., 13.30

Arm. Bielefeld −Kiel So., 13.30

SV Wehen−Hamburger SV So., 13.30

VfL Bochum −Nürnberg Mo., 20.30

1 Hamburger SV 11 28: 10 24

2 Arm. Bielefeld 11 22: 12 22

3 VfB Stuttgart 11 17: 16 20

4 Erzg.Aue 11 18: 17 18

5 Regensburg 12 22: 18 16

6 Heidenheim 11 16: 13 16

7 Gr.Fürth 11 11: 14 15

8 Nürnberg 11 19: 19 14

9 Sandhausen 12 11: 12 14

10 Karlsruher SC 11 19: 21 14

11 Kiel 11 13: 15 14

12 Darmstadt 98 11 11: 13 14

13 Hannover96 12 14: 18 14

14 VfL Osnabrück 12 13: 12 13

15 FC St. Pauli 11 14: 14 13

16 VfL Bochum 11 20: 24 9

17 Dyn. Dresden 11 12: 21 9

18 SV Wehen 11 13: 24 9

Handball

Bundesliga, 11. Spieltag

1898 Stuttgart-SGFlensburg-Handewitt (Sa.,

20.30 Uhr), Füchse -Rhein-Neckar Löwen (So.,

13 Uhr), DHfK Leipzig -SCMagdeburg (So., 15

Uhr), Frisch AufGöppingen -TBV LemgoLippe,

GWD Minden -HBW Balingen-Weilstetten (So., 16

Uhr), HC Erlangen -HSG Wetzlar (1. Dezember)

Traueranzeigen

Plötzlichund unerwartet verstarb am 25.10.2019

unserelangjährige Mitarbeiterinund Kollegin

SylviaNeumann

im Altervon 63 Jahren.

Wirverlieren mitihr eine sympathische undhilfsbereite Mitarbeiterinund Kollegin,

diemit IhremgroßenEinsatz viel zu unserem Erfolg beigetragenhat.

Wirsindtiefbetroffen vomschmerzlichen Verlustund der Lücke, diesie hinterlässt.

In großer Dankbarkeitfür dievielengemeinsamen Jahre

bewahren wirihr einehrendes Andenken.

Geschäftsführungund Belegschaft

BEKSystemtechnik GmbH &Co. KG

Berlin,31.10.2019

Eine Stimme, die uns vertraut war, schweigt.

Ein Mensch, der uns lieb war, ging.

Was uns bleibt, sind Liebe, Dank und Erinnerung.

Ursula Mjetk

*15.03.1933 †20.10.2019

In tiefer Trauer, Liebe und Dankbarkeit

nehmen Abschied

deine Familie

und alle deine Lieben, Freunde und Bekannten

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Das schönste, was ein

Mensch hinterlassen

kann, ist ein Lächeln im

Gesicht derjenigen, die

an ihn denken.

Ihr Berater Im trauerfall

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Die letzten Jahre waren gekennzeichnet von

Krankheit und Schmerz –vielleicht kann das Ende

dann auch eine Erlösung sein.

In Erinnerung an unsere liebe, kluge und starke

stolze Mutter

Edda Posorski

27.6.1939 – 29.9.2019

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Wir haben einen guten Freund und Kollegen verloren.

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geb. 22.01.1940 gest. 25.10.2019

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Klaus Blankenburg, Dr. Klaus Brichtswein, Wolfgang Lenz,

Dr. Ulrich Reh, Klaus Stachel

Wir beraten Sie gern:

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dem 09.11.2019

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22 * Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

·························································································································································································································································································

Sport

Die englische Stadt Derbyist vorbereitet auf das brisante Duell im fernen Berlin: In der Fußgängerzone hängen Wimpel in den Union-Hertha-Farben Rot-Weiß-Blau-Weiß.

IMAGO/FELL

Anpfiff: Es wirdmindestens einen

geben. Denum18.30 Uhr

im Stadion An der Alten Försterei,

mit dem das Derby beginnt.

Ob, wann, von wem und für wen es

einen weiteren Anpfiff gibt, hängt

vom Spielverlauf ab. Irgendein

Dummer wirdsich schon finden.

Ballhaus des Ostens: Ritter

Keules, nicht Tante Clärchens.Geschwungen

werden

weder Tanzbein noch Standbein,

sondern Schussbein und Gaumenbein,

und das nicht nur zur Weihnachtszeit,

nein auch im Winter usw.

Bein, Weib und Gesang. Da müssen

die Gäste aus Charlottenburgsehen,

dass sie die Ostkurve kriegen.

Bringt Säure ins

Spiel: der Derby.

IMAGO IMAGES

Cocktail:

Man

nehme

4clGin, 8clMaracujasaft,

Grenadinesirup

nach Belieben,

1clZitronensaft,

je nachdem, wie

sauer man selbst

schon ist. Eiswürfel

zum kühlenden

Abschluss

– fertig

ist der Derby.

Derby: Istschuld an dem Zirkus.

Engländer, natürlich,

haben dort im Mittelalter

ein Fußballspiel erfunden, das sich

etwa so lange hinzieht wie ein ungeordneter

Brexit. In Ashbourne, Derbyshire

war das. Der Ball musste einen

gegnerischen Mühlstein berühren.

Ansonsten: kaum Regeln, rund

1000 Mitspieler,alles wie beim Brexit

also.

Erstes Mal: Das ist es ja immer

irgendwann. Bei Union und

Hertha in einem Pflichtspiel

am 17. September 2010, als im Ballhaus

des Ostens Gästetrainer Markus

Babbel die Talente Fanol Perdedaj,

19, Nico Schulz, 17, und Marco

Djuricin, 17, einwechselte, was sich

allerdings als wenig glücklich erwies.

Besser stellte sich Union-Coach Uwe

Neuhaus an. Er brachte eine Viertelstunde

vor Schluss Santi Kolk. Der

traf zum 1:1-Endstand.

Barsch: Der Zingel ist kein Freund von

Haifischbecken.

IMAGO IMAGES

Fisch: Stinkt ausnahmsweise

nicht vom Kopf her, steckt im

Detail. Der Zingel ist ein

Barsch, der Zingler (Dirk, Union,

Präsident) nur barsch, wenn seine

Eisernen schlecht spielen. Ansonsten

mag er einen Fischer (Urs,

Union, Trainer). Der arbeitet nicht

mit Netz (Luca, Hertha, Talent). Das

freut den Zander (Frank, Hertha,

Hymnensänger).

Glotzen: Wernicht schwarzsehen

will, muss zahlen. Das

Derby wird live nur vom Bezahlsender

Sky übertragen. Die Sendung

beginnt am Sonnabend um

17.30 Uhr. Werlieber für Bier als fürs

Glotzen bezahlt: In Berlin gibt es

reichlich Sportsbars mit Sky-Abo.

Hymne: Was dem einen der

Rapp (Nicolai, Union, Abwehr,JoMann!),

ist dem anderen

der Smarsch (Hertha, Tor,

Tschingderassabumm!). Die einen

singen „Eisern Union“, die anderen

wollen nicht nach Hause gehen.

Werden sie aber müssen. Nach dem

Derby wird das Stadion feucht

durchgewischt, fürs nächste Heimspiel

am 23. November gegen Borussia

Mönchengladbach.

Investition: Kommt vom lateinischen

investire, einkleiden. Insofern

kann das Berliner Derby

Köpenick gegen Charlottenburg

künftig ein Derby Herzogenaurach/Franken

gegen Beaverton/Oregon

werden.

Junioren: DerHerthaner Christalino

Atemona und der Unioner

Tim Maciejewski haben am

Mittwoch vergangener Woche

Derby-Maßstäbe gesetzt. Beide trafen

in der Bundesliga der A-Junioren

zum Standardresultat dieses Derby-

Abc: 1:1.

Kugelblitz: Name einer bekannten

Hertha-Kneipe, in

der Fans sich zum Glotzen

versammeln. Eine von vielen Alternativen

ist das Neuköllner Hertha-

Lokal Tiefpunkt, das allerdings einen

gewissen Pessimismus ausstrahlt.

Nomen est Omen, Unioner jedenfalls

gehen unter anderem in die Abseitsfalle.Und

werauf magische Momente

setzt, hockt in der Schwarzen

Hexe, die gerne auch Herthaner verzaubert.

Löwen: Kämpfen wie die Löwen

werden die Eisernen,

kämpfen wie der Löwen (Eduard)

wollen die Blau-Weißen. Doch

wer amEnde den Löwenanteil am

Derby besitzen will, muss Löwenzähne

zeigen und darf aus seinem

Herzen keine Löwenmähne machen.

Oder,Herr Subotic?

So schön

wie ein

Brexit

Wassich der Freund des Derbys nie

zu fragen wagte, aber immer schon

wissen wollte. Ein Abc zu einem

Duell zwischen zwei Fußballklubs

aus Köpenick und Charlottenburg

Mauerfall: Schon anlässlich

der Uraufführung im November

1989 dachten

Union und Hertha an alles,nur nicht

an ein Derby. Union spielte am 11.

November in der DDR-Liga gegen

die BSG Kernkraft Greifswald 1:1, am

selben Tagtrennten sich Hertha und

Wattenscheid in der Zweien Liga 1:1.

Wat’nScheid. Aber kein Super-GAU.

VonMutti fein gemacht: Wattenscheid-

Coach Hannes Bongartz 1989. IMAGO IMAGES

Nocken: Eine rote Zwiebel gehört

dazu. In der Schweizer

Variante jedenfalls, den Käsenocken.

Dabei handelt es sich

nicht um das Schuhwerk der Unioner

unter Schweizer Leitung (Urs Fischer,

Trainer), sondern um eine

kohlenhydratreiche Mahlzeit. Nocken

aus Plaste haben Gastgeber wie

VonChristian Schwager

Gäste unter den Schuhen. Und gegen

den Käse in dem Töppen-Fall

nur Frischespray.

Old firm: Waswie ein Rasierwasser

klingt, für das Uwe

Seeler pfeifenderdings Fernsehwerbung

macht, ist in Wirklichkeit

das Fußballderby zwischen den

Glasgow Rangers und Celtic Glasgow.

Old firm, das Beständige, die

evangelischen Rangers gegen das katholische

Celtic. 418 Begegnungen,

161 Siege für die Rangers,158 für Celtic,

99 Remis.Hallelulja!

Probe: Das ist so ein Derby immer.

Eine Probe aufs Exempel.

Da die Art des Ausgangs

und Abgangs immer eine Frage des

Geschmacks sind, hätte kein besserer

Termin gewählt werden können

als dieserTag, derTagderWeinprobe.

Auch kein besseres Personal könnte

mitwirken, was, Herr Esswein (Hertha)?

Bei zuviel Trinkerei übernehmen

Sie, Herr Ryerson (Union).

Quote. Klar vorhergesagt sind

Wettquote (Bei Union-Sieg

1:2,80 Euro)und Altenquote

(35 Jahre, Herthas Jarstein; 33 Jahre,

Unions Parensen) und Frauenquote

(0). Unsicher bleibt dieVerderbquote

(die gibt’s wirklich).

Rückspiel: Wem am Sonnabend

gegen 20.15 Uhrschon

nach Revanche gelüstet, der

sollte sich für das Wochenende um

den 21. März nichts vornehmen.

Dann empfängt Hertha BSC den

1. FC Union. Im Olympiastadion.

Sollten die Blau-Weißen bis dahin

nicht überraschend ein neues Stadion

haben.

Syndikat:

Mit dem

Zusatz

Wuhle ein gern

gesehener Gast

im Stadion An

der Alten Försterei.

Englisch Syndication,

und

mit dem Zusatz

Windhorst wird

ein Herthaner

daraus.

IMAGO IMAGES/KOCH

Frischer

Wind(horst)

Tusche: Kommt vom französischen

Wort toucher, berühren.

Also hätte Torsten Mattuschka

keinen besseren Spitznamen

haben können, sind die Union-

Fans doch immer noch fröhlich

berührt, denken sie an die 281 Spiele

mit Tusche. Von Tusche macht man

sich kein Bild, behaupten einige,

aber Zecke beweist das Gegenteil.

Touchierte den Ball mit Gefühl: Unions

Liebling Torsten Mattuschka. IMAGO/HUEBNER

Unparteiischer: Zwischen

Köln und Berlin kann schon

mal was auf der Strecke

bleiben. DerWeg ist weit, die kulturellen

Unterschiede vorhanden, und

allein die Dialekte –sischer datt. Der

Videoschiedsrichter hockt aber nun

mal in Köln und hat im Zweifelsfall

das letzte Wort. Aber wie sagt der

Kölsche Jeck: Et hätt noch allet jot jegange.

Verkehrsanbindung: S5, 17.17

Uhr abGleis 3, S+U Alexanderplatz

Bhf (Berlin), Richtung

SFriedrichshagen (Berlin), verkehrt

alle 5-10 Minuten. 17.39 an

Gleis 2, SKöpenick (Berlin), Tram 68

17.46 ab,Richtung Alt-Schmöckwitz,

verkehrt alle 6bis 7Minuten, 17.50

an Bahnhofstr./Lindenstraße (Ber-

lin, doch tatsächlich immer noch),

Tram 27, 17.53 Richtung Weißensee,

Pasedagplatz, 17.54 an Alte Försterei.

Wurst:

Das

Mus-

kelfleisch-

Speck-Salz-Gemisch

mit oder

ohne Darm ist

vor jedem Stadionbesuch

obligatorisch.

Bei

der Wurst führt

Hertha BSC mit

2,30:2,50 Euro.

Geschmack ist allerdings Geschmacksache.

Das gilt auch für die

Bewertung des Derbyresultats.

Wurst Case oder vollkommen Wurst?

X-Faktor: Ein Xfür ein Uvormachen.

X gleich römisch

zehn, U gleich lateinisch V

gleich fünf. Zehn für fünf vormachen?

Da sei Köln vor(siehe U).

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IMAGO IMAGES

Lecker mit Sömpf:

Stadionwurst.

Union Berlin

Hertha BSC

1

2.80

*Quotenänderung vorbehalten

Suchtrisiken.glücksspielhilfe.de18+

X

3.40

Jetzt wetten

Y, Generation: Die Bezeichnung

für die Jahrgänge um die

Wende 1989. Alternativ auch

Generation Chips genannt oder Generation

Maybe und Generation

Krise. Auch: Generation What? Und,

genau: Generation Sch...egal.

Ein echter Zecke: Andreas Neuendorf hat

diese Impressionen gemalt. IMAGO IMAGES

Zecke: Malt auch mit Tusche.

Malt sich aus,wie es ist, wenn

seine Hertha-Junioren mal

profimäßig gegen Union spielen.

2

2.40


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 23

· ·

·······················································································································································································································································································

Sport

Derby-Duell im Hintergrund,

Teil 5: die Mediendirektoren

Vom

Pädagogen zum

Impresario

Wenn man sich’s recht überlegt,

dann ist das Studium der Sozial-Pädagogik

eigentlich die perfekte

Vorbereitung auf eine Karriere

im Fußballgeschäft. Auf der Homepage

der Humboldt-Universität

steht jedenfalls

geschrieben,

dass man sich

über einen erfolgreichen

Abschluss

in diesem

Studiengang

für „erziehende,

lehrende

Unions und beratende

Christian Arbeit Tätigkeiten als

IMAGO IMAGES/KOCH

auch forschende,

evaluative sowie konzeptionelle

und organisatorische Aufgaben“

qualifiziert. Christian Arbeit,

45, ist studierter Sozialpädagoge,

war neben seiner Tätigkeit in der Kinobranche

erst mal „nur“ Stadionsprecher

beim 1. FC Union, bevor er

2009 vonden Eisernen als Geschäftsführer

Kommunikation noch enger

an den Verein gebunden wurde.

Arbeit, der seiner Leidenschaft

Musik mit der Gruppe „The Breakers“

nachkommt, ist der Mann, der

im Stadion An der Alten Försterei

den Tonvorgibt, der als Zeremonienmeister

bei den Aufstiegsfeierlichkeiten

übrigens auch die Idee zur

Triumphfahrt mit dem Spreedampfer

Viktoria hatte. (lot.)

Emotionaler Schub

Als zusätzliche Motivation fürs Derby gewährt Hertha Fans Zutritt zum eigentlich geheimen Training

VonMichael Jahn

Am Tag vor dem Derby an

der Alten Försterei war vieles

anders bei Hertha BSC.

Auf dem Hof vor der Geschäftsstelle

wurden Rostbratwürste

für 1,50 Euro verkauft und Berliner

Kindl, der halbe Liter, für schlappe

2,50 Euro. Auf Holzbänken saßen

Fans,die das Glück hatten, ein Ticket

für das Stadtduell beim 1. FC Union

ergattert zuhaben. Sie konnten am

Freitagnachmittag ihre wertvollen

Eintrittskarten abholen. Aus einem

blau-weißen Verkaufswagen verteilte

der Ur-Herthaner Helmut Friberg

die Tickets an die harten Fans

aus der Ostkurve.Friberghat bislang

sagenhafte 695 Auswärtsspiele der

Hertha live erlebt. Das Match an der

Alten Försterei geht aber nicht in

seine persönliche Statistik ein. Er

sagt: „Das ist doch Berlin!“

Treffpunkt: Friedrichshain

Viele der Anhänger, die ihre Karten

auf dem Hertha-Gelände abholten,

durften danach das nicht-öffentliche

Abschlusstraining der Mannschaft

beobachten, auch um das

Team noch mal emotional zu pushen.

Insgesamt werden 2400 Fans

die Hertha nach Köpenick begleiten.

Viele wollen sich am Sonnabend um

14 Uhr am Boxhagener Platz in

Friedrichshain treffen, um dann gemeinsam

mit der S-Bahn Richtung

Wuhlheide zu fahren.

Cheftrainer Ante Covic trug während

der Pressekonferenz ein

Die Einstellung stimmt auch bei Trainer Ante Covic.

BONGARTS/KERN

schwarzesT-Shirt mit einem großen

Logo auf der Brust:„Wir sind ein Berliner!“

Der 44-Jährige schildert die

Stimmung innerhalb der Mannschaft

so: „Nach dem hoch emotionalen

Pokalspiel gegen Dynamo

Dresden saßen alle nach 120 Minuten

und dem Elfmeterschießen erschöpft

aber glücklich in der Kabine.

Wenn ich gefragt hätte, wer schon

drei Tage später das Derby spielen

wolle, wären alle Hände sofort hoch

gegangen. Jeder will an der Alten

Försterei spielen, alle sind heiß.“

Dass Hertha nach den Duellen im

DFB-Pokal einen Tag weniger Zeit

zur Regeneration besaß als der 1. FC

Union, spielt für Covic keine Rolle.

„Unser Akku ist zu hundert Prozent

voll, die Bereitschaft der Jungs

enorm. Jeder weiß, dass ein sehr

emotionales Spiel voruns steht.“

Gewohnte Abläufe

Der Trainer hält an gewohnten Abläufen

fest. Am Freitagabend ging die

Mannschaft ins Hotel, am Sonnabend

werde man rechtzeitig nach

Köpenick aufbrechen. „Etwa 75 Minuten

vor Anpfiff sind wir im Stadion“,

sagt Covic. Details zu seiner

geplanten Aufstellung nach dem

kräftezehrenden Fight gegen Dresden

gab Covic nicht preis.

Manager Michael Preetz gab zu,

dass die Anspannung auf beiden Seiten

groß sei. Er empfahl seiner

Mannschaft bei allen Emotionen auf

dem Platz auch ein „kaltes Herz“ zu

zeigen,„das tut in solch einem Derby

gut.“

Derby-Duell im Hintergrund,

Teil 5: die Mediendirektoren

Vom

Spieler zum

Außenpolitiker

Marcus „Max“ Jung ist seit 2016

Leiter der Abteilung Kommunikation

&Medien bei Hertha BSC

und damit verantwortlich für die Außendarstellung

der Blau-Weißen.

Wobei an dieser

Stelle nicht unerwähnt

bleiben

darf, dass in dieser

Disziplin

auch Manager

Michael Preetz

sowie „Markenboss“

Paul Keuter

eine wichtige

Rolle im Verein

spielen. Jung war

IMAGO/DE FODI

Herthas

Max Jung

selbst mal in der Oberliga und Regionalliga

als Fußballer aktiv, erwarb

1995 die A-Lizenz des Deutschen

Fußball-Bundes (DFB). Parallel dazu

startete er eine Karriere als Sportjournalist.

Zunächst als Freier Mitarbeiter

im WDR-Sportschau-Team,

bevor er über RTL bei der Premiere

AG, später Sky, in die Verantwortung

eines Fußballredaktionsleiters aufstieg.

2012 wechselte er vomPay-TV-

Sender zum VfB Stuttgart, war dort

zunächst Direktor für Medien und

Kommunikation, ab September 2014

zusammen mit Jochen Schneider als

Direktor Sport engagiert. Allerdings

nur für wenige Monate. Nach der

Trennung vomVfB schloss er an der

Universität St.Gallen ein Studium im

Fach Sportmanagement ab. (lot.)

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Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 – S eite 24 *

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Sport

GIKIEWICZ VS. JARSTEIN

Während Rafal Gikiewicz, 32, durch seine impulsiveArt

hervorsticht, fällt Rune Jarstein durch seine Ruhe und Abgeklärtheit

auf. Mit seinen bald 36 Jahren ist der norwegische

Nationaltorhüter der erfahrenste Spieler im Stadtderby.

Jarstein entwickelte sich in den letzten

Jahren zu einem Top-Keeper in der Bundesligaund hält auch aktuell konstant gut.

Der erfolgsbesessene Pole Gikiewicz („Verlieren hasse ich!“) tritt in dieser Saison

hingegen nicht so abgeklärtwie gewohnt auf. Fazit: Punkt für Hertha, 0:1

FRIEDRICH VS. STARK

Böse Zungen behaupten, dass Unions

Marvin Friedrich, 23, und Herthas Niklas

Stark, 24, die gleiche Anzahl an Länderspielen

haben. Während Friedrich in dieser Saison an

der Seite vonSubotic reifen kann, scheint Stark

mit der Rolle als Abwehrchef (noch) überfordert.

Der Verteidiger agiertbisweilen unglücklich.

Fazit: Unentschieden, 1,5:1,5

TRIMMEL VS. KLÜNTER

Lukas Klünter,23, zählt zu den Überraschungen

bei Hertha. Der Rheinländer

spielt bislang total solide. Sein Gegenüber,Christopher

Trimmel, 32, ist aber

erfahrener und unangefochtener Kapitän

bei Union. Als Lohn für seine starken

Leistungen wurde er zuletzt nach neun

Jahren wieder in Österreichs Nationalteam

berufen.

Fazit: Punkt für Union, 1:1

Elf

gegen Elf

Wasdie Sache im direkten

Vergleich der Profisetwas

kompliziert macht, ist die

taktische Formation. So ist zu

erwarten, dass Union im

Stadtderby in einem 3-4-3,

Hertha BSC hingegen in einem

4-3-3 agieren wird. Wir

prognostizieren aus dieser

Spieleranalyse für den

Sonnabend jedenfalls

ein knappes 5:6.

VonPatrick Berger,

Mathias Bunkus und Wolfgang Heise

SCHLOTTERBECK VS. MITTELSTÄDT

KevenSchotterbeck und Maximilian

Mittelstädt sind die Küken in den

Derby-Startformationen. Die 22-Jährigen

bereicherndie Abwehrreihen

ihrer Teams mit ihrer Cleverness.

Im direkten Duell

der beiden Linksfüße gibt

es keinen klaren Sieger.

Fazit: Unentschieden, 2:2

SUBOTIC VS. REKIK

Karim Rekik, 24, verlor seinen Stammplatz an

Zugang Dedryck Boyata, der aber am Sonnabend

verletzt passen muss. Der Holländer

ist nun gefragt. Das direkte Duell verliert

er aber gegenden weitaus routinierteren

NevenSubotic, 30, der sich mit zwei Meistertiteln

mit dem BVB schmücken und allein auf zehn

Derbys gegenSchalkeblicken kann.

Fazit: Punkt für Union, 3:2

GENTNER VS. DUDA

Mit 385 Bundesligaspielen ist Christian

Gentner,34, der mitAbstand erfahrenste Kicker auf dem Platz. Der zweifache

Deutsche Meister (mit Stuttgartund Wolfsburg) war zu Beginn noch nicht die

erhoffte Soforthilfe für Union, steigerte sich zuletzt aber.Ineinem Formtief

steckt dagegen Ondrej Duda, 24. Glänzte der Slowakeinder Vorsaison noch

mit elf Ligatoren, wartet er in dieser Runde noch immer auf einen Treffer.Immerhin

im Pokal gegenDresden netzte er. Fazit: Punkt für Union, 4:2

ANDRICH VS. GRUJIC

Ihnen ist keine Grätsche zu viel, kein Kilometer zu weit. RobertAndrich, 25, und Marko

Grujic, 23, sind zentrale Figuren im Mittelfeld und laufen in ihren Teams am meisten.

Während Andrich (106,5 Gesamtkilometer) das Union-Spiel mit seiner Kampfeslust und

seinen offensiven Momenten belebt, ist Grujic (97,9) der Bessermacher für Hertha. Aktuell

hinkt die –eigentlich geniale –Liverpool-Leihgabe seiner Formaber etwas hinterher.

Fazit: Unentschieden, 4,5:2,5

LENZ VS. SKJELBRED

Christopher Lenz, 25, hat Routinier Ken Reichel auf Unions linker Abwehrseite

den Rang abgelaufen und ist aus der Startformation nicht mehr wegzudenken.

Der Dauerbrenner zieht aber im Duell gegenHerthas Wikinger PerSkjelbred, 32,

den Kürzeren. Der erfahrene Norweger ist trotz seines verhältnismäßig hohen

Alters in einer bestechenden Formund stabilisierte die anfangs anfälligeblauweiße

Abwehr. Fazit: Punkt für Hertha, 4,5:3,5

INGVARTSEN VS. WOLF

BÜLTER VS. LUKEBAKIO

Marius Wolf, 24, wurde 2018 mit

FrankfurtPokalsieger,ging nach

Dortmund und erhielt dortkeine

Chance. Hertha hat den torgefährlichen

Flügelstürmer (ein Tor, zwei Vorlagen) deshalb

für eine Gebühr vonzweiMillionen Euro bis

Saisonende ausgeliehen. Zum Vergleich:

Eine halbe Million weniger hat Union die feste

Verpflichtung vonMarcus Ingvartsen, 23,

gekostet. Der Däne (kam aus Genk) schlug

jedoch noch nicht ein.

Fazit: Punkt für Hertha, 4,5:4,5

ANDERSSON VS.

IBISEVIC

Sebastian Andersson, 28, schoss Union mit zwölf Treffernzum Aufstieg.

Auch in dieser Saison ist auf den Schweden (schon drei Tore und ein

Assist) Verlass. Vedad Ibisevic, 35, kommt auf die gleiche Statistik,

brauchte dafür aber 205 Minuten weniger.Ibisevic ist für Hertha Kapitän,

Anführer und Galionsfigur.Der Bosnier kann ein Spiel alleine entscheiden.

Fazit: Punkt für Hertha, 4,5:5,5

Mit 20 Millionen Euro ist Dodi Lukebakio,

22, Herthas Rekordtransfer.Der

Belgier kommt nach anfänglichen

Startschwierigkeiten immer besser in

Fahrtund kam in den letzten vier Spielen auf

zwei Tore und zwei Assists. Marius Bülter,26,

ist dagegen ein regelrechtes Schnäppchen.

Union zahlte an den 1. FC Magdeburg eine

Leihgebühr von400000 Euro. Der wuchtige

„Underdog“ zahlte das schon mit drei

wuchtigen Treffernzurück. Er sticht im

eisernen Angriffsspiel heraus.

Fazit: Unentschieden, 5:6

IMAGO IMAGES (19); JÜRGEN ENGLER; GETTY IMAGES; MATTHIAS KOCH


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 – S eite 25

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Feuilleton

Das fliegende Auge:

Berliner Filmfestival

„Soundwatch“

Seite 28

„Ausschließen ist eine ganz blöde Haltung. Herablassung auch.“

Corinna Harfouch im Gespräch über Kunst und Gesellschaft Seiten 26 und 27

„Der Preis der Freiheit“: Else Bohla (Angela Winkler,2.v.r.) mit ihren TöchternIna (Nicolette Krebitz, l.), Lotte (Nadja

Uhl, 2. v. l.) und Margot (Barbara Auer,r.). ZDF Mediathek, 4.–6. 11., 20.15 Uhr,ZDF

ZDF/MATHIAS BOTHOR

„Der vierte Mann“: Spurensicherer Franz Wohlfahrt(Helmuth Bohatsch), Major CarlRibarski (Stefan Jürgens) und

Kriminaloberkommissar Jan Maybach (Marco Girnth, v. l.)). 8. 11., 20.15 Uhr,ZDF

ZDF/PETRO DOMENIGG

„Erzgebirgskrimi: Der Tote im Stollen“: Kommissarin Szabo (Lara Mandoki) sucht Erich Fichtner (Christian Grashof)

in seinem Laden mit Handwerkskunst auf. 9. 11., 20.15 Uhr,ZDF

ZDF/UWE FRAUENDORF

„Tatort: Das Leben nach dem Tod“: Nina Rubin (Meret Becker) überrascht Karow (MarkWaschke) in einem Moment

der Einsamkeit und Trauer.10.11., 20.15 Uhr,ARD

ARD

Was für eine familiäre

Kooperation! Margot

(BarbaraAuer) organisiert

als Mitarbeiterin

der ominösen„Koko“ (Kommerzielle

Koordinierung) den Verkauf von

DDR-Häftlingen in den Westen. Ihre

Schwester Silvia (Nicolette Krebitz)

empfängt im westdeutschen Aufnahmelager

die Neu-Bundesbürger.

Sie war als junge Mutter einst mit

Margots Hilfe ausgereist und hatte

ihre Kinder der großen Schwester

überlassen. Die Mauer störte nicht

etwa unsere Geschäfte, die Mauer

war unser Geschäft, kommentiert

dazu ein Genosse aus dem Off, der

neu in der „KoKo“ von Alexander

Schalck-Golodkowski arbeitet und

dem Zuschauer immer wieder erklärt,

wie und warum diese zwielichtige

Abteilung Geschäfte machte:

DerStaat brauchte Devisen.

Die Mauer als Geschäft –das gilt

auch für die Fernsehsender, die zu

jedem Jahrestag neue DDR-Melodramen

liefern. Die Fixierung auf

wenige historische Daten hatte der

Medienwissenschaftler Matthias

Steinle, der an der Pariser Sorbonne

lehrt, 2015 in einem Aufsatz analysiert:

„Die DDR steht in den deutschen

Nachwendedokudramen nur

als Ruine auf, deren Verfall anhand

von drei Krisendaten erzählt wird –

1953-1961-1989.“ Nun könnte ein

Großprojekt wie dieser ZDF-Dreiteiler

anno 2019 aber durchaus Neues

oder anderes erzählen als Dutzende

Flucht-Stasi-Wende-Melodramen

zuvor. Die Münchener Produzentin

Gabriela Sperl, die mit viel Sendungsbewusstsein

deutsche Geschichte

im Fernsehen aufarbeitet

und hier auch als Drehbuchautorin

fungierte, erklärt: „Wir erzählen die

Zersetzung einer korrupten DDR-

Elite, die sich zunehmend mit Repression

an der Macht hielt und die

nie belangt wurde,weil sie den Westen

mit ihrem Wissen erpressen

konnte.“ Gleichzeitig solle aufgezeigt

werden, „wie der Westen die

Schwächen des Systems wirtschaftlich

für sich ausnutzte“.

Schon im ZDF-Mehrteiler „Tannbach“,

der in einem geteilten thüringisch-fränkischen

Dorfspielte,hatte

Sperl deutsch-deutsche Historie gegeneinander

geschnitten. Ihre Ko-

Produzenten bei „Tannbach“ wie

auch bei „Preis der Freiheit“ sind

Max Wiedemann und Quirin Berg,

die mit einem DDR-Melodram einst

ihre Karriere gestartet hatten: „Das

Leben der Anderen“. Der Film von

Florian Henckel von Donnersmarck

hatte mit der Figur eines geläuterten

Stasi-Offiziers tatsächlich eine anderePerspektivegefunden.

Gefühlt jeder dritte TV-Krimi der

90er-Jahre brachte eine kriminelle

Stasi-Seilschaft ins Spiel. Inzwischen

sind die Ostgeister im TV-Krimi zwar

in Rente gegangen, vertuschte DDR-

Verbrechen spielen aber immer

noch eine große Rolle, wie etwa in

der kommenden Woche mehrere

Krimis zeigen. So suchen die Soko

Leipzig und die Soko Wien gemeinsam

nach Leuten, die geheimes

DDR-Vermögen der„Koko“ nach Österreich

schmuggelten. Im neuen

Erzgebirgskrimi des ZDF geht es um

Altlasten des Uranabbaus, der kommende

Berliner „Tatort“ wirdsich an

der DDR-Todesstrafe abarbeiten.

Dabei hatte es in den vergangenen

Jahren eine ganze Reihe Kino- und

Fernsehfilme über die DDR gegeben,

die nicht aufklären, belehren oder

gruseln wollten, sondern den Menschen

Individualität zugestanden,

abzulesen schon an Filmtiteln wie

Die Mauer

ist ihr

Geschäft

Der ZDF-Dreiteiler

„Der Preis der Freiheit“ führt vor,

woran DDR-Melodramen immer

wieder scheitern

VonTorsten Wahl

„Barbara“, „Kruso“ oder „Gundermann“.

Auffällig auch, dass die vom

Grimme-Institut prämierten Filme

über die DDR selten in Jubiläumsjahren

entstanden, in denen offenbar

eine höhere Botschaft mitzuschwingen

hat. So gab es 2015 den Preis für

zwei Serien, bei denen sich der ZDF-

Dreiteiler um die ungleichen Schwesternjetzt

bedient: die ARD-Familiensaga

„Weissensee“ und die Spionageserie„Deutschland

83“ vonRTL.

Schon letztere Produktion hatte

mit der Devisenjagd der „Koko“ gespielt

–dort aber wirklich sehr frei

und unbekümmert, oft als absurde

Farce. Das ZDF stellt dieses Thema

nun dröhnend in den Mittelpunkt,

zeigt, wie die Geheimtruppe nicht

nur am Häftlingsverkauf, sondern

auch an der Übernahme des Westberliner

Mülls und dem internationalenWaffenhandel

verdiente.Inder

obligatorischen Begleit-Doku werden

die historischen Details erklärt,

gern mit dem Verweis „wie auch im

Spielfilm gezeigt“. Zu jenem Thema

aber, das die zweite Hälfte des Drei-

teilers bestimmt, nämlich die Versuche

der „Koko“, das Geheimvermögen

nach dem Mauerfall beiseite zu

schaffen, liefert die Doku nur einen

einzigen Satz: „Bis heute wird über

veruntreute Millionen spekuliert.“

Repräsentiert wird die „Koko“in

dem Film zum einen von Thomas

Thieme als Schalck-Golodkowski,

der seit „Das Leben der Anderen“

immer wieder DDR-Funktionäregespielt

hat und der hier eine Art verhinderten

Reformer verkörpert. Für

die Drecksarbeit zuständig ist sein

Mitarbeiter Schneider, dem Oliver

Masucci den Charme eines Gebrauchtwagenhändlers

mitgibt.

Wie „Weissensee“ will das vom

Schweizer Michael Krummenacher

in Szene gesetzte ZDF-Pendant alle

Konflikte der späten DDR in einer

Familie zusammenführen. Zu den

beiden Schwestern, die jeweils auf

der anderen Seite der Grenze den

Häftlingsverkauf organisieren,

kommt noch eine dritte namens

Lotte (Nadja Uhl), die sich in der

Umweltbewegung engagiert. Doch

zu keiner Sekunde passen diese drei

Frauen als Schwestern zusammen –

ihre gemeinsame Herkunft wird nur

behauptet. Ihre Mutter, gespielt von

Angela Winkler als unbarmherzige

Stalinistin, schleudert stets politische

Parolen vonsich. Dialoge hören

sich dann so an: „Wie viele Menschen

willst du noch auf deinem

Bonzen-Altar opfern?“, fragt Lotte,

worauf die Mutter ihre erwachsene

Tochter zurechtweist: „Mach das

Westradio aus –sofort!“ „Komplett

abwesend in allen Filmen ist die

Sphäre des Alltags in seiner banalen

Form“, stellte Medienexperte Matthias

Steinle 2015 in seiner Analyse

über DDR-Dramen heraus, das gilt

über weite Strecken auch hier.

Selbst die Generation der Kinder

wirdnur über politische Schablonen

beschrieben: Margots Adoptivtochter

Christa verkündet stolz ihreKandidatur

für die SED und hört 1987

noch die Puhdys,ihr Bruder dagegen

will vor der offenbar völlig überraschenden

Einberufung zur Armee

über die Spree fliehen, wird aber gestellt

und kommt ins Gefängnis.Lottes

Sohn Ingo wird von Volkspolizisten

verprügelt, lernt von Neonazis

den Hass auf die „roten Drecksäue“

und landet im Jugendwerkhof.

Wie die friedensbewegte Mutter

um den Sohn kämpft, wäre einen

Extrafilm wert. Nadja Uhls Spiel gehört

hier zu den wenigen wahrhaftigen

Momenten. Die Schauspieler

haben es schwer, ihre Figuren von

den Konstruktionen zu befreien. So

wirkt Margot als Schalcks rechte

Hand betont ambivalent. Einerseits

verhökert die Frau skrupellos selbst

schwerkranke DDR-Häftlinge gen

Westen, andererseits will sie aber

eine Reformerin sein, die für den

wahren Sozialismus streitet. Diesen

Spagat kann keiner spielen, selbst

Barbara Auer nicht. Doch nicht nur

die Ost-Figuren werden als politische

Lautsprecher ausgestellt –dieses

Manko trifft ihrewestlichen Pendants

genauso.SomussFabian Hinrichs

hier die Arroganz der Bonner

Politik ausspielen.

Gabriela Sperl hofft, ihr Film

möge zur deutsch-deutschen Versöhnung

beitragen. Dazu müsste er

erst einmal das deutsch-deutsche

Leben zur Kenntnis nehmen.

Torsten Wahl

hat sich durch den Dreiteiler

tapfer durchgekämpft.


26 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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Feuilleton

Es gibt

Probleme,

aber egal

Sting spielte in der

Arena am Ostbahnhof

„Plötzlich fällt dir auf,

dass du zu viel kannst“

VonJohannes von Weizsäcker

Viele ältere Menschen, aber auch

einige ihrer Kinder und Enkel

hatten die bestuhlte Arena am Ostbahnhof

ausverkauft, als hier am

Donnerstagabend Sting auftrat und

im Rahmen seines aktuellen Albums

„My Songs“ Neuinterpretationen

seiner schönsten Erfolge darbot.

Und: Es war ein sehr gutes Konzert!

Denn obwohl Sting als problematisch

anzusehen ist –diese selbstgerechte

Weltverbesserungsgestik!

Diese Welt-Jazz-Pop-Arrangements

mit dem Brandford-Marsalis-Gedudel!

Überhaupt der Großteil seiner

Musik! Diese Tee-und-Spazierstock-

Klischees in „Englishman in New

York“! − muss ich sagen: Ich bin

Sting-Fan! Denn es gibt eben auch

die vornehmlich mit The Police entstandenen

Stücke wie „Wrapped

Around Your Finger“ oder „Every

Breath YouTake“ −über Parallelen

zwischen obsessiver Liebe und einem

zum Überwachungsstaat tendierenden

System –, die in Zeiten sozialer

Medien durchaus aktuell sind.

Andererseits erholsam, dass

Stings Konzert auf die im heutigen

Arena-Pop üblichen Videoschnittgewitter

verzichtete und darin bestand,

dass Musiker spielten, während

Sting, der seinen Armaufgrund

einer Schulterverletzung in der

Schlinge trug, dastand und sang.

Übel nehmen würde ich ihm,

dass er zwecks Neuinterpretierung

die schöne Strophen-Melodie aus

„Wrapped Around Your Finger“ zugunsten

einer langweilig bluesigen

Skala wegließ, dass er mehrfach unpassende

Bob-Marley-Zitate einflocht

oder dass er immer noch diese

Hotelbar-Version von „Roxanne“

spielt.

Aber ansonsten war es ein toller

Abend! So wurde„King of Pain“ zu einem

slicken Hybrid aus Funk und

Depression. Tutmir leid, aber Sting

ist ein großer Künstler.

telefonische Anzeigenannahme: 030 2327-50

Die Schauspielerin Corinna Harfouch über das Handwerkliche in der Kunst, ihr Leben in einem

brandenburgischen Dorf und die Titelrolle in dem preisgekrönten Film „Lara“

Der Kontrast zwischen der

anonymen Atmosphäre

eines Hotelzimmers und

dem freundlichen Empfang

durch Corinna Harfouch

könnte kaum größer sein. Weil die

klobigen Sessel denkbar ungünstig

stehen für ein Gespräch, bietet sie

den Platz neben ihr auf dem Sofa an.

Unmöglich, der Schauspielerin die

Begeisterung über „Lara“ nicht sofort

zugestehen. Sie trägt den zweiten

Film des Regisseurs Jan-Ole

Gerster („OhBoy“) fast allein. Es gibt

kaum eine Einstellung ohne sie. In

der Erzählzeit eines einzigen Tages

spielt Corinna Harfouch eine Frau,

die ihren sechzigsten Geburtstag in

größter innerer Einsamkeit verbringt.

Ihr Sohn, gespielt von Tom

Schilling, gibt an diesem Tagals Pianist

und Komponist ein entscheidendes

KonzertinBerlin. Seine Mutter,

die lange seine wichtigste Mentorin

war, hat er nicht eingeladen.

Wie dieser Tag unaufhaltsam auf

eine Eruption unterdrückter Gefühle

kultur pur

JÜDISCHE

KULTURTAGE

BERLIN

Lara (Corinna Harfouch) mit ihrem Sohn Viktor (Tom Schilling)

zuläuft, wie sich das Geflecht einer

destruktiven Familie entfaltet, das

alles erzählt„Lara“ in starken Bildern

und mit der großen Kunst seiner

Hauptdarstellerin.

Frau Harfouch, Lara ist eine Figur,

die sich selbst verfehlt hat. Eine Pianistin,

die nicht spielt.

Corinna Harfouch: Sie ist keine

Pianistin. Man kann keine Pianistin

sein, wenn man nicht spielt.

Was die Musikerin in ihr getötet

hat, ist das extreme Anspruchsdenken.

Sie glaubte mit solchem

Ernst an die Welt der klassischen

Musik, dass für sie damit kein

Spiel möglich war. Esgab nur entweder

oder. Einmal sagt sie: „Ich

hätte es nie ganz bis nach oben geschafft“,

und damit ist nicht die

Karriere gemeint, sondern die

Möglichkeit des künstlerischen

Ausdrucks. Sie hat sich nicht zugetraut,

dem gerecht zu werden, was

sie sich vorgestellt hat. Sie hätte

ein bisschen mehr Unterstützung

Shalom

07 –17

NOVEMBER

2019

www.juedische-kulturtage.org

Berlin

gebraucht. Dem Urteil eines Professors,

der für sie eine Instanz

war, hat sie sich dann gebeugt. Ich

habe mich ihr genähert, wie man

sich einem Geheimnis nähert. Ich

habe versucht, mir ihre Biografie

vorzustellen, aber letztendlich ist

das Geheimnis dieser Frau für

mich nicht restlos gelöst.

DerKlavierprofessor hat den Nimbus

einer über alles erhabenen Autorität.

Haben Sie als Schauspielstudentin

solche Lehrer erlebt?

Beider Aufnahmeprüfung für die

Schauspielschule Berlin – so hieß

die Ernst-Busch-Hochschule damals

–gab es einen Professor, der

mir ganz klar sagte, ich hätte keine

Leidenschaft für diesen Beruf. Es

hätte keinen Sinn, noch einmal wiederzukommen,

es wäre ein Irrtum

gewesen, mich zur Aufnahmeprüfung

eingeladen zu haben. Ich solle

mich nicht unglücklich machen. Er

war für mich auch eine Instanz, der

ich gefolgt bin. Ich war mir sicher,

STUDIOCANAL

die wissen das, die kennen sich da

aus. Inder Kleinstadt, aus der ich

kam, hatte ich niemanden gehabt,

der mich auf eine solche Prüfung

hätte vorbereiten können. Ich habe

danach jahrelang versucht, einen

anderen Weg zu gehen. Ich habe

Krankenschwester gelernt, eine

Weile an der TU Dresden studiert,

dann habe ich es noch mal probiert.

Der Professor war immer noch da,

ein sehr guter alter Lehrer, ganz

fein. Ich glaube, erkonnte sich gar

nicht an mich erinnern.

Ist die Motivation solcher Lehrer

nicht oft auch unlauter, missbrauchen

sie ihre Macht über junge Menschen,

die noch keine Möglichkeit haben,

dem etwas entgegenzusetzen?

In meinem Fall war das nicht unlauter.

Ich glaube, dieser Professor

wollte mich wirklich vor einem unglücklichen,

sinnlosen Leben als unbegabte

Schauspielerin schützen,

und das ist auch in Ordnung. Es bewerben

sich Tausende von Leuten,

und 25 werden genommen. Im günstigsten

Fall bedeutet die Härte, jemandem

klar zu sagen, dass das

nicht sein Wegist, etwas Gutes.

Um ein Haar hätte man Sie als

Schauspielerin verloren.

Na ja, hat man aber nicht. Der

Professor im Film hat seine harten

Sätze über mangelnde Begabung jedem

gesagt. Das war die Prüfung. Es

war letztendlich Laras Persönlichkeitsstruktur,

die dazu führte, dass

sie sein Urteil nicht als Ansporn sehen

konnte.Esist nicht seine Schuld.

Unterrichten Sieselbst?

Nein, um Gottes Willen. Dafür

habe ich einen viel zu großen Respekt

davor.Zum Unterrichten fühle

ich mich nicht berufen. Andere machen

das grandios. Ich kann es gar

nicht.

Lara scheitert eigentlich auf allen

Ebenen, auch als Mutter. Was ist da

passiert?

Der Sohn ist die Liebe ihres Lebens,

der allerengste Mensch, und

da hat sie nahezu etwas Missbräuchliches.Sie

hat es nicht geschafft, sich

zu distanzieren, damit das Kind seinen

Weggehen kann. Diesen Trennungsschmerz

auszuhalten, den

schrecklichsten fast, wenn man mit

dem Kind eng verbunden ist, das hat

sie nicht geschafft. Ich glaube, dass

es vorher ein inniges, intimes Verhältnis

voller Liebe war, aber sie

konnte den Sohn nicht lassen, nicht

gehen lassen. Es gibt eine Novelle

vonThomas Mann, „Tobias Mindernickel“,

über einen einsamen Mann,

einen Dorfidioten, der einen Hund

findet und ihn aufzieht. Der Hund

wirdkräftiger und wirdzum eigenen

Wesen, er macht nicht mehr ganz,

was der Mann will, und das irritiert

ihn, er will wieder den Zustand der

Bedürftigkeit, Innigkeit, und so beginnt

er ihn zu verletzen, um seine

Hilflosigkeit wiederherzustellen.

Das ist unwahrscheinlich gut beobachtet

und lässt sich auf menschliche

Beziehungsgeflechte übertragen.

Ich glaube, soetwas Ähnliches

passiertLaraauch mit dem Sohn.

„Lara“ ist auch ein Film über extreme

Einsamkeit. Wie hält jemand so viel

Beziehungslosigkeit aus?

Sie hat sich daran geübt. Sie

versucht, Schmerz durch ihre Unbeweglichkeit,

ihre stoische Haltung,

irgendwohin zu verbannen.

Das sieht dann aus wie Stärke, wie

jemand, der hundertprozentig von

dem überzeugt ist, was er die

ganzeZeit tut. Aber das ist wirklich

nur ein Schutz. Die Mauern, die

sie um sich gebaut hat, haben einen

Grund, die sind nicht angeboren.

Man kann sich auch für einen

anderen Wegentscheiden, aber sie

konnte es nicht. Sie konnte nicht

spielen, nicht leichtfertig sein.

Hat die Härte und Kälte, die man in

diesem Film etwa in einer Szene zwischen

Lara und ihrer Mutter sieht, etwas

Exemplarisches für deutsche Familien?

Es ist ein sehr deutsches Diktat,

dass die harte körperliche Arbeit,

das frühe Aufstehen morgens,

über allem anderen steht. Alles andere

ist nachgeordnet aus der

Sicht der hart körperlich arbeitenden

Leute. Inderen Augen ist jede

künstlerische Arbeit Quatsch.

Deshalb spricht Laras Mutter auch

von Geklimper, wenn jemand Klavier

spielt. DieTochter hat sich aus

dem Nest und dessen einfachen

Strukturen entfernt. Sie hatte die

komische Idee, Pianistin werden

zu wollen. Auf ihrem eigenen Weg

hatte sie keine Unterstützung. In

der bürgerlichen Mitte hätte man

vielleicht anerkannt, dass man

Klavier spielt. Aber dass das deine

Nahrung ist, dein Leben, das dann

auch nicht. Da heißt es: Mach mal

lieber was Anständiges, das sichert

dir deine Existenz. Dass

Kunst deine Existenz ist, wird

nicht verstanden. Es geht immer

um Sicherheit, ich habe nicht das

Gefühl, dass das anders geworden

ist. Es ist auf allen Ebenen so: Die

Kunst ist das Kompott, wenn wir

uns das leisten können, dann machen

wir das natürlich. Es ist doch

ganz hübsch, nach einem Konzert

beieinander zu sitzen, schön essen

zu gehen, mit einem guten Wein.

Aber dass Kunst eine Nahrung ist,

das Gefühl habe ich ringsum gerade

nirgendwo.

Sie meinen, auch Klassik wird ausschließlich

konsumiert?

Das ist ganz oft so, ja. Ich arbeite

viel mit der japanischen Pianistin

HideyoHarada und ihrem Mann Oscar

Friedt zusammen, und das Gespräch

mit diesen beiden Menschen


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 27 *

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Feuilleton

SONNTAGSKRIMI

Boernes

süßes

Trauma

Corinna Harfouch bei der Berliner „Lara“-Premiere am vergangenen Dienstag im Kino „Delphi“

GETTY IMAGES

ZUR PERSON

Corinna Harfouch wurde am 16. Oktober 1954 in Suhl geboren,

aufgewachsen ist sie im sächsischen Großenhain. Nach dem Abitur

machte sie eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin,

1976 begann sie an derTU Dresden ein Studium zurTextilingenieurin.

Von1978 bis 1981 studierte Corinna Harfouch an der Staatlichen

Schauspielschule Berlin und war danach Meisterschülerin bei Vera

Oelschlegel im Theater im Palast (TiP). In den 80er-Jahren übernahm

sie Hauptrollen am Berliner Ensemble, nach der Wende spielte sie

zunächst am Deutschen Theater in Berlin und wechselte dann zur

Volksbühne, wo sie eine der wichtigsten Protagonistinnen des

Intendanten Frank Castorf wurde.

Ihre ersten Filmrollen spielte Corinna Harfouch bei der Defa, 1988

wurde sie für die die Titelrolle in „Die Schauspielerin“ beim Festival in

Karlovy Vary mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet. Dortwurde sie in

diesem Jahr auch für die Titelrolle in Jan-Ole Gersters „Lara“ geehrt.

Der Film kommt am Donnerstag in die Kinos.

öffnet mir die Welt der Musik. Siehaben

ein unglaubliches Wissen, eine

Leidenschaft und eine Fähigkeit, das

auszudrücken, was sie in der Musik

empfinden, ich bin wahnsinnig

gerne mit ihnen zusammen, das sind

meine großen Lehrer in der Musik.

Sie proben in einem winzigen Zimmer,

indem zwei Flügel nebeneinanderstehen.

Im Sommer haben wir

„Don Giovanni“ aufgeführt, aber

nicht so, dass einer liest und dann

wieder Klavier gespielt wird. An so

etwas Kulinarischem will ich nicht

teilhaben, das mag ich überhaupt

nicht. Damit tut man nur denen einen

Gefallen, die Poesie und Musik

verkonsumieren und danach schnell

zur Tagesordnung übergehen.

Welche Musik hören Sieselbst?

Ich liebe Liszt, und ich liebe alle

Klaviersonaten und Klavierkonzerte

von Mozart, ich liebe Bach, ich habe

kein tolles Verhältnis zu Debussy,

den verstehe ich nicht, aber wenn

ich mich mit Hideyo auf ein Gespräch

darüber einlasse,eines Tages,

dann ändertsich das.

Die Dirigentin Kristiina Poska hat

mir in einem Interview einmal gesagt:

„Die Entwicklung eines Musikers

ist immer die Entwicklung eines

Menschen.“ Gilt das für Schauspieler

genauso?

Ja, sonst ist es vielleicht Artistik.

Es gibt ja so viele Möglichkeiten. Du

kannst an deiner Artistik arbeiten

oder weiter ins Menschenfach vordringen.

Es gibt Phasen, in denen du

vor allem etwas für dein Handwerk

tun möchtest, und plötzlich fällt dir

auf, dass du zu viel kannst, dass die

Unschuld, nach der du dich sehnst,

nicht mehr da ist. Es geht immer um

die Frage vonTechnik und Ausdruck.

Wenn man die körperliche Herausforderung

möchte, ist das Theater

ein sehr guter Ortdafür.

Wasganz anderes: Sie sind in diesem

Sommer zum ersten Mal seit 1989

wieder auf eine Demonstration gegangen.

In Dresden, unter dem Motto

„unteilbar“ gegen den Rechtsruck

und die Spaltung der Gesellschaft.

Wiekam das?

Ichkann es kaum fassen, was derzeit

passiert, wie leichtfertig wichtige

Dinge verspielt werden. Ichhabe vor

Jahren die Entscheidung getroffen,

in Brandenburg zuleben, und finde

es herrlich dort. Das ist etwas ganz

anderes, als sich ständig nur unter

seinesgleichen aufzuhalten. Da hat

man seine bürgerlichen Abende miteinander,

man isst, man unterhält

sich immer über dasselbe. Der eine

argumentiert ein bisschen besser,

der andere schwächer, aber man

bleibt immer in derselben Soße. Ich

lebe auf dem Lande,und ich habe es

mit den Leuten dort zutun. Neulich

hat mir eine Kollegin ein Video über

ein soziologisches Experiment in

Dänemark geschickt. Da sieht man

unterschiedliche Berufsgruppen

von Menschen, denen ein Moderator

Fragen stellt. Fragen, die nicht die

politische Identität berühren, sondern

dein alltägliches Leben, dein

Menschsein betreffen. ZumBeispiel:

Werwar früher Klassenclown? Und

dann strömen aus diesen Gruppen

wieder Menschen zusammen, die

sich finden. Für mich sind solche

Fragen ein wenig die Leitlinie, wie

man Gespräche führen kann. Ich

rede zum Beispiel sehr viel mit dem

einzigen Reichsbürger bei uns im

Dorf. Das ist jemand, der unglaublich

hilfsbereit ist, und das nicht aus

Kalkül. Ich kenne ihn schon, seit er

ein Kind war. Ich kann mit diesem

Menschen als Mensch gut umgehen,

ich mag ihn. Ich kann gut nachvollziehen,

warum er so geworden ist.

Versuchen Sie, diesen jungen Mann

politisch zu beeinflussen?

Ich führe diese Gespräche. Man

muss es tun. Wir können es uns

nicht leisten, nicht miteinander zu

sprechen. Ausschließen ist eine

ganz blöde Haltung. Herablassung

auch. Was sind wir denn hochmütig,

was sind wir denn selber, wir

linksliberalen Menschen, die wir

uns ständig einbilden, wir wüssten

alles besser? Das ist absolut anmaßend.

Ich kann den Leuten im Dorf

nicht erzählen, wie das Leben geht.

Ich muss erst mal zuhören. Wenn

eine Fee käme und sagte „du hast

drei Wünsche offen“, hätte ich mir

früher sonst was gewünscht. Aber

jetzt wünsche ich mir zutiefst, eine

Sprache zu lernen, die diese Mauerndurchdringt,

das ist unsereAufgabe.

Zweitens würde ich mir dasselbe

wünschen und drittens auch.

Es geht auch um unsere Hilflosigkeit.

Darum, dass wir keine Fähigkeit

haben, das auszuhebeln. Dass

wir nicht einmal richtig erforschen

wollen, woran diese Entwicklung

eigentlich liegt.

Sind SieakzeptiertimDorf?

Ich habe zusammen mit anderen

einen Verein gegründet, um mit einem

alten Saal einen Ortzuschaffen,

in dem das Dorf zusammenkommt,

das ist derWunsch. MeinTraum wäre

es,dortLeute zu finden, die Projekte

miteinander machen, und dann

kommt das nächste. Ich liebe den

Kontakt mit den Nachbarn, wir reden

über alles Mögliche, übers Kochen,

Backen, den Garten, man erlebt

tausend wunderbare Dinge. Ich

habe im Sommer ein großes Dorffest

mitveranstaltet, da sind Menschen

gekommen, die waren in ihrem Leben

noch nie in Berlin. Es gibt ja bei

Städtern eine Angst vor diesem Ungeheuer

Landbevölkerung. Sicher,

weil man ihren Stolz spürt, ihre Unabhängigkeit.

Sie haben ihre Freude

daran, dass sie alles selber schaffen,

scheinbar selber schaffen.

DasGespräch führte Christina Bylow.

VonFrank Junghänel

Das ist der 35. Fall aus Münster.

Das heißt 35 Mal anderthalb

Stunden Kalauer und Sparwitze. Erst

musste man die beiden Pappnasen

gut finden, um sozial akzeptiert zu

werden, dann durfte man sie aus

eben diesem Grunde nicht mehr gut

finden, und nun ist es eh wurscht.

Diesmal allerdings fällt einem das

Gutfinden so leicht wie schon lange

nicht mehr. Der Lakritz-Mord bietet

besten Münsteraner Slapstick, der

sich um eine Meuchelei herum entfaltet

–oder ist es doch eher eine

Mauschelei? Als Mordwaffe dient mit

Zyankali versetzte Lakritze, die dem

Wochenmarktmeister der Stadt ein,

tja, bitteres Ende bereitet.

Thiel riecht nichts,was Boerne zu

einer kleinen Besserwisserei animiert:

Die Hälfte der Menschheit sei

olfaktorisch nicht in der Lage,Bittermandelgeruch

wahrzunehmen.

Obacht also. Der Verdacht fällt auf

die ehrwürdige Lakritz-Manufaktur

der Familie Maltritz, mit der sich der

Professor auf sentimentale Weise

verbunden fühlt. Vorvierzig Jahren

hatte er als damals schon immens

hochbegabter und gleichermaßen

verdruckster Musterschüler der sehr

miniberockten Monika Nachhilfe in

Mathe geben sollen. Sie wiederum

gab ihm Nachhilfe in den wichtigen

Dingen des Lebens, was bei Boerne

im Endeffekt zu einer traumatischen

Begegnung mit frisch zubereiteter

Lakritzeführte.

Unddas kommt nun alles wieder

hoch, wie man sagen kann. DerWitz

dieser Geschichte vonThorstenWettcke

(Buch) und Randa Chahoud (Regie)

besteht neben dem pointierten

Boerne-Thiel-Pingpong im Spiel mit

den Zeitebenen. Beim Schnuppern

an der Lakritzeerlebt der Professor einen

Flash in die Vergangenheit. Als er

noch Karl-Friedrich war, ein komplexbehaftetes

Pummelchen, dessen

Genialität sich schon mehr als nur

andeutete, wurde er mit einem Todesfall

konfrontiert, der in ihm den

Wunsch weckte,sich später beruflich

mit Leichen zu befassen.

In der Jetztzeit trifft er Monika

(Annika Kuhl) wieder, für beide eine

Begegnung, die wie so oft in solchen

Fällen von viel Schamhaftigkeit und

einem Stich Melancholie geprägt ist.

Tatort–Lakritz So,20.15 Uhr, ARD

Thiel (Axel Prahl, l) und Boerne (Jan Josef

Liefers) beim Lakritz-Test WDR/WILLI WEBER

TOP 10

Donnerstag,31. Oktober

1 Der Irland-Krimi ARD 4,94 17 %

2 Tagesschau ARD 4,79 17 %

3 heute ZDF 3,92 17 %

4 SokoStuttgart ZDF 3,64 18 %

5 heute journal ZDF 3,47 13 %

6 Wer weiß denn …? ARD 3,45 18 %

7 RTL aktuell RTL 3,42 15 %

8 Notruf Hafenkante ZDF 3,30 13 %

9 Team Alpin ZDF 2,99 10 %

10 Rosenheim-Cops ZDF 2,68 22 %

ZUSCHAUER IN MIO/MARKTANTEIL IN %


28 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

·························································································································································································································································································

Tagestipp

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Endstation Sehnsucht

20.00: Der Lebenslauf des Boxers Samson-Körner

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.00: 30 nach 89: Franziska Linkerhand

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

19.30: Glaube Liebe Hoffnung

20.00 Box: 30 nach 89: Der Hals derGiraffe

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

19.00: TheBassarids

Komödie im Schiller Theater (& 88 59 11 88)

19.30: Rio Reiser –Mein Name ist Mensch

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

19.30: 4. Berliner Herbstsalon: Rewitching Europe

Schaubühne (& 89 00 23)

19.30 Saal C: DankeDeutschland

20.00: Amphitryon

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: Ruhe! Wirdrehen!

Staatsoper Unter den Linden (& 20 35 45 55)

18.00: Barocktage: King Arthur;22.00 Alter Orchesterprobensaal:

Linden 21: Love,you son of abitch

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Wahl heißt Auswahl

Ein visuelles Ausrufezeichen nennt die Heinrich-Böll-Stiftung das,was sie

mit ihrer Fassade in diesen Tagen veranstaltet. Über die 600 Quadratmeter

Fläche des Stiftungsgebäudes schräg gegenüber vomDeutschen Theater

laufen seit Freitag und noch bis zum 10. November einige der Losungen der

Friedlichen Revolution in der DDR. Im Original zu sehen waren sie zum Beispiel

auf der großen Demonstration am 4. November auf dem Alexanderplatz.

„Wahl heißt Auswahl“, kann man da zum Beispiel lesen, gerichtet gegen

die Wahlen in der DDR, die den Namen nicht wert waren. Darunter steht

der Satz, der damals alleVerhältnisse schnell veränderte:„Das gilt, glaube ich,

ab sofort.“ Kaum hatte Günter Schabowski ihn in Bezug auf die neuen Reiseregelungen

ausgesprochen, machten sich damals Hunderte Ost-Berliner

auf den Wegzur und durch die Mauer. Cornelia Geißler

Installation täglich vonSonnenuntergang bis Mitternachtbis 10. November,Fassade der

Heinrich-Böll-Stiftung,Schumannstr.8

IVÁN

FISCHER

Dirigent

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

19.00: Eine Odyssee; 20.00 Roter Salon: Ich seh

Monster (NikkoWeidemann)

KABARETT/VARIETÉ

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

20.00: Stresssituation 2019 (KurtKrömer)

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

20.00: Die 5glorreichen Sieben

BKA (& 202 20 07)

20.00: Zombie Berlin

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00, 21.30: OutofChaos (Gravity &Other Myths)

Distel (& 204 47 04)

17.00, 20.00: Weltretten für Anfänger

19.30 Studio: Testsieger oder:was tut man nicht alles

21.30: Die AfDer-Show-Party zum heißen Wahlherbst

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30, 19.30: Vivid

Kookaburra (& 48 62 31 86)

20.00: Kunstpark Ost (AndyOst)

Mehringhof-Theater (& 691 50 99)

20.00: Die Bürde des weisen Mannes (Rene Sydow)

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

19.00, 22.00: Die LiveShow

Stachelschweine (& 261 47 95)

16.00: Viel Tunnel am Ende des Lichts

20.00: Überall istbesser als nichts!

StageBluemax Theater Berlin (& 018 05 44 44)

17.00, 20.30: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

15.00, 19.30: Mamma Mia! –Das Musical mit den

Hits vonABBA

Tempodrom (& 69 53 38 85)

20.00: Kein Scherz! (Dieter Nuhr)

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

20.00: In My Sixties (Maren Kroymann &Band)

Varia Vineta (& 43 72 32 44)

20.00: Improneta –Die Große SamstagAbendShow

(Improgruppen aus Berlin)

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

16.00: Gelogene Wahrheiten (Wühlmäuse-Ensemble)

20.00: MathiasRichling #2019

KLASSIK

Berliner Dom (& 20 26 91 36)

18.00: Aris &Aulis, Berliner Domkantorei,

Solist*innen: Christina Roterberg,Saskia Klumpp,

Clemens Löschmann, Jörg Gottschick, Ltg.Tobias

Brommann, Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias

Lichtzeichen

SONNABEND

Ticket-Hotline 030·203092101,konzerthaus.de

Deutsche Oper Berlin (& 34 38 43 43)

19.00: Varduhi Abrahamyan, René Barbera, Stefano

La Colla,Emily D’Angelo, Nino Machaidze u. a., Chor

&Orchester der Deutschen Oper Berlin, Ltg.John

Fiore, 26. Festliche Operngala für die DeutscheAIDS-

Stiftung,Moderation: Max Raabe

Hochschule für Musik Hanns Eisler im Neuen

Marstall (& 203 09 21 01) 14.00: Ein Fest fürClara

–zum 200. Geburtstag vonClara Schumann

20.00 Krönungskutschen-Saal: Ein Fest für Klara –

Festkonzert, Festrede: Dr.Joachim Gauck

Philharmonie (& 25 48 83 01)

19.00: Berliner Philharmoniker,Ltg.Zubin Mehta,

Amihai Grosz (Viola), Ludwig Quandt (Violoncello),

Richard Strauss: „Don Quixote“, Symphonische Dichtung

op. 35; Ludwig vanBeethoven: Symphonie Nr.3

Es-Dur op. 55 „Eroica“

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

20.00: Sinfonie Orchester Berlin, Ltg.StanleyDodds,

Kotowa Machida (Violine),Alexander Borodin:

Ouvertüre zur Oper „Fürst Igor“; Anton Arensky: Konzert

für Violine und Orchester a-Moll op. 54; Peter Tschaikowsky:

Symphonie Nr.5e-Moll op. 64

08.11.2019·19.00UHR

10.11.2019 ·16.00UHR

KONZERTHAUS BERLIN ·GROSSER SAAL

KONZERTHAUSORCHESTER BERLIN

COLLEGIUM VOCALE GENT

Werkevon Johannes Brahms

Pierre BoulezSaal (& 47 99 74 11)

15.00: Christian Zacharias(Klavier), Barocktage 2019

St. Elisabeth-Kirche (& 44 04 36 44)

19.00: 35 Jahre lautten compagneyBerlin, Circle

Line –Renaissance meets MinimalMusic, Werke

vonGuillaume Dufay, John Cage, Philip Glass, Steve

Reich u. a.

Villa Elisabeth (& 44 04 36 44)

20.00: Trio Julia Mihály, SebastianHofmann, Martin

Lorenz, Julia Mihály: 18WEST –Songs für denUntergang;

Martin Lorenz: Dust To Content, UA;blablabor

–Annette Schmucki &Reto Friedmann: hirsch hirn

hornisse –Neue Musik

KINDER

Theater an der Parkaue (& 55 77 52 52)

16.00: Das unmöglich mögliche Haus (ab 7bis 11 J.)

18.00: DieUnbehausten (ab 11 bis 15 J.)

ufaFabrik (& 75 50 30)

15.00: 33. Berliner Kindercircus Festival Teil II, Berliner

Kids im Rampenlicht

LITERATUR/VORTRAG

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

15.00 Bruckner-Foyer: Goethe und der Orient, Rosa

Tennenbaum, am Klavier:Jonathan Tennenbaum

SchlossparkTheater (& 78 95 66 71 00)

16.00: Ihappen to like NewYork!,Christian Brückner,

Musik: Florent Mannant, SidneyPfnür (Saxophon)

KONZERT

A-Trane (& 313 25 50)

21.00: Melissa Aldana Quartet, Jazzfest Berlin

Haus der Berliner Festspiele (& 25 48 91 00)

18.00: EveRisser,Ambrose Akinmusire, hr-Bigband

21.00 Oberes Foyer: KIM Collective, Jazzfest Berlin

21.15 Kassenhalle:Melez, Jazzfest Berlin

Mercedes-Benz Arena (& 20 60 70 88 99)

20.00: Dieter Bohlen

Radialsystem (& 288 78 85 88)

20.00: Hauschka (Piano &Electronics) &Edivaldo

Ernesto (Tanz), Um:laut

CLUB

Festsaal Kreuzberg (& 551 50 65 87)

22.00: Die Maskworld Halloween-Party

Kulturbrauerei (& 44 31 51 00)

22.00: Halloween in der Kulturbrauerei

Kulturbrauerei/Frannz (& 726 27 93 33)

21.00: radioeins: Die Schöne Party–Dia de los

Muertos, Tyx, BOW-tanic, Jupp

CHARLOTTENBURG

Astor Film Lounge (✆ 8838551) Das perfekte Geheimnis

14.45, 17.30, 20.15, Sa a. 23.00; Matinee: Downton Abbey

So 12.00

Cinema Paris (✆ 881 31 19) Porträt einer jungen Frau in

Flammen 14.50, 17.40, 20.30; Porträt einer jungen Frau in

Flammen –Portrait de la jeune fille en feu (OmU) So 12.00

Delphi Filmpalast (✆ 312 10 26) Parasite Sa 14.00,

17.00,20.00, So 17.30,20.30; 70 Jahre Delphi Filmpalast:

Eins, zwei, drei –One, Two, Three (OF) So 12.30; 70 Jahre

Delphi Filmpalast: Eins, zwei, drei So 15.00

Delphi LUX (✆ 322 93 10 40) Parasite (OmenglU) 13.30,

21.30; Parasite (OmU) 18.00, 21.00, Sa a. 15.00, So a.

14.15; Parasite So 11.40, 15.10; Das perfekte Geheimnis

14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 22.30; Und wer nimmt den

Hund? Sa 13.00; Verteidiger des Glaubens Sa 15.00, So

12.00; Der Glanz der Unsichtbaren 17.15; Ein Licht zwischenden

Wolken So 11.00; Systemsprenger 13.50, 18.50;

Das Kapital im 21. Jahrhundert 16.30, So a. 12.50; Diego

Maradona (OmU) So 11.00; Deutschstunde 14.00, 16.45,

19.30; Nurejew (OmU) So 11.15; Joker (OmU) 15.00,

17.45, 20.30, Sa a. 22.40; Joker (OF) 19.45, 21.20, Sa a.

22.10; Frau SternSo11.00; Und der Zukunft zugewandt So

12.45; Lieber Antoine als gar keinen Ärger 16.15; Downton

Abbey (OmU) 18.40; M. C. Escher: Reise in die Unendlichkeit

So 11.30

Filmkunst 66 (✆ 882 1753) Zwingli –Der Reformator

15.00; Ich war noch niemals in NewYork 17.30; Deutschstunde

Sa 20.00; Good Fellas –Drei Jahrzehnte in der Mafia

Sa 22.15; Systemsprenger So 20.00; Playmobil 15.00;

Born inEvin –Alles über Evin Sa 17.45; Ich war noch niemals

in New York 20.15, So a. 12.30; Systemsprenger Sa

22.30; Deutschstunde So 17.45

Kant Kino (✆ 319 98 66) Das perfekte Geheimnis 15.00,

17.45, 20.30; Der Distelfink So 12.00; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm 13.40, 15.40; Joker 17.40, 20.30; The King

(OmU) So 11.00; Mein Lotta-Leben–Alles Bingomit Flamingo!

13.15; Zoros Solo 15.15, 20.00; After the Wedding

17.20; Die Geldwäscherei –The Laundromat (OmU) So

11.00; Ich war noch niemals in New York 14.30, 17.15,

20.00; Downton Abbey So12.00; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

13.15; Invisible Sue 15.15; Nurejew 17.20,

20.00; Das Salz der Erde So 11.00

Zoo Palast (✆ 018 05/22 29 66) Das perfekte Geheimnis

12.00, 14.40, 17.20; Joker 20.00, 23.00; 3D: Maleficent:

Mächte der Finsternis 12.15, 15.00; Joker17.45; Das perfekte

Geheimnis 20.30, 23.15; Die Addams Family 12.30,

14.45; 3D: Maleficent: Mächte der Finsternis 17.00; Ich war

noch niemals in NewYork 19.45; Joker(OF) 22.45; Deutschstunde

Sa 11.15, So 12.00; Ich war noch niemals in New

York Sa 14.00, So 14.30; Terminator –Dark Fate Sa 17.00;

Das perfekte Geheimnis 20.00; Once Upon aTime in... Hollywood

22.40; Bruce Springsteen: Western Stars (OmU) So

17.45; Downton Abbey 11.45; Dem Horizont so nah Sa

14.45, So 14.30; Joker (OF) Sa 17.30; Terminator –Dark

Fate 20.20, 23.15, So a. 17.20; Die drei !!! 11.00, Sa a.

13.15; Shaun das Schaf: UFO-Alarm Sa15.30, So 13.15;

Die Addams Family Sa 17.30, So 15.30; Maleficent: Mächte

der Finsternis Sa19.45, So20.10; Gemini Man Sa

22.40, So 23.00; Joker (OF) So 17.30; Ad Astra –Zuden

Sternen 12.20, 15.00; Ich war noch niemals in New York

17.45; Once Upon aTime in...Hollywood 20.40

FRIEDRICHSHAIN

b-ware!Ladenkino (✆ 20 07 88 88) M. C. Escher:Reise in

die Unendlichkeit –Escher:Het oneindige zoeken –Journey

Into Infinity (OmU) Sa 11.00; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

Sa 12.30; Systemsprenger Sa 14.15; Shaun das

Schaf: UFO-Alarm 16.30; Der Glanz der Unsichtbaren

18.00; Systemsprenger (DFmenglU) 19.45; Once Upon a

Time in... Hollywood (OmU) 21.50; Benjamin Blümchen So

11.00; Mein Lotta-Leben –Alles Bingo mit Flamingo! So

12.30; Ad Astra –Zuden Sternen (OmU) So 14.15; La flor

–Akt 6(OmU) /Laflor –Akt 7(OmU) Sa 11.00; Ready or

Not? –Auf die Plätze, fertig,tot (OmU) Sa 14.20; Deutschstunde

16.00; Djon Africa (OmU) 18.10; BorninEvin –Alles

über Evin (OmU) 19.40; Halloween Haunt (OF) 21.20; Midsommar

(OmU) 22.50; La flor (OmU) So 11.00; Die Geldwäscherei

–The Laundromat (OmU) So 12.45; Fritzi –Eine

Wendewundergeschichte So 14.20; Nurejew (OmU) Sa

11.00; 3From Hell –Three From Hell (OmU) Sa 13.00; Dora

und die goldene Stadt Sa 15.00, So 12.45; Invisible Sue

16.45; Joker Sa18.15, So 22.30; Joker (OmU) 20.20, Sa

a. 22.30, So a. 18.15; Free Solo (OmU) So 11.00; Diego

Maradona So 14.30

Tilsiter-Lichtspiele (✆ 426 81 29) Das Kapital im 21. Jahrhundert

–Capital in the Twenty-First Century (OmU) 13.00;

Once Upon aTime in... Hollywood (OmU) 15.00; Systemsprenger

18.00; Parasite (OmU) 20.15; Midsommar (OmU)

Sa 22.45; Gelobt sei Gott –Grace aDieu (OmU) So 22.45;

Und der Zukunft zugewandt 12.00; Congo Calling (OmU)

14.00; Über Grenzen –Der Film einer langen Reise 15.45;

Verteidiger des Glaubens 18.00; Frau Stern 19.45; M. C.

Escher: Reise in die Unendlichkeit –Escher: Het oneindige

zoeken –Journey Into Infinity (OmU) Sa 21.30; Lebe schon

langehier So 21.30

UCI Luxe Kino Mercedes-Platz Das perfekte Geheimnis

11.00, 14.00, 16.30,17.00, 19.10, 19.30,20.00, 23.00,

Sa a. 20.20; Angry Birds 211.00, 16.45; Joker 11.10,

14.10, 17.10, 19.30, 19.45, 20.15, 22.30, 23.15, Sa a.

19.00; Aladdin 11.10; Everest 11.20, 14.45; UglyDolls

11.30; Dem Horizont so nah 11.30, 14.20, 17.20; Shaun

das Schaf: UFO-Alarm11.40, 14.00; Enzo und die wundersame

Welt der Menschen 11.40; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

11.50; Dora und die goldene Stadt 11.50,

14.30, 17.00; Gut gegenNordwind 12.00;Die Addams Family

12.00, 14.30; Bayala –Das magische Elfenabenteuer

12.00, 14.15, 16.45; Ich war noch niemals in New York

13.45, 16.15, 19.45; Gemini Man 13.45, 22.50, Soa.

19.30; Der König der Löwen 13.45; Terminator –Dark Fate

14.10, 17.10, 20.10, 23.10; Maleficent: Mächte der Finsternis

14.10; Invisible Sue 14.30; Maleficent: Mächte der

Finsternis (OF) 16.25; Downton Abbey 16.30; Spider-Man:

FarFrom Home Sa 17.00, So 17.15; 3D: Maleficent: Mächte

der Finsternis 22.10, Sa a. 17.15, 20.00, So a. 17.00,

19.40; 3D: Die Addams Family 17.20; Joker (OF) 19.15,

22.20; ScaryStories to Tell in the Dark Sa 19.30, 23.10, So

20.20, 23.00; Halloween Haunt 20.20, 23.00; Once Upon

aTime in... Hollywood Sa 22.10, So 22.20; Es II Sa 22.10,

So 22.30; Terminator –Dark Fate (OF) 22.30, So a. 19.20;

Angel Has Fallen 22.50; 47 Meters Down: Uncaged 22.50

Zukunft (✆ 01 76/57 86 10 79) Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) 16.00; Joker (OmU) 19.00, 21.20, Sa a.

23.40; Cleo (OmenglU) 16.00; Weitermachen Sanssouci

(OmenglU) 18.00; Easy Love (OmenglU) 19.45; Bonnie &

Bonnie (OmU) 21.30; Nevrland (OmU) Sa 23.15

HELLERSDORF

CineStar (✆ 04 51/703 02 00) Maleficent: Mächte der

Finsternis 13.40, 16.50, So a. 11.00; Dora und die goldene

Stadt 13.45; Bayala –Das magische Elfenabenteuer 13.45,

So a. 11.15; Angry Birds 213.50; Das perfekte Geheimnis

14.00, 17.00, 20.00, Saa.23.00; Die Addams Family

14.10, 17.10, So a. 11.30; Everest 14.20; Terminator –Dark

Fate 16.20, 19.45, Sa a. 22.50; Joker 16.30, 19.30, Sa a.

22.40; Downton Abbey16.30; Ich war noch niemals in New

York 16.40, Sa a. 19.40; 7. Kogustaki Mucize –Das Wunder

in Zelle Sieben (OmU) 19.20, Sa a. 22.50; 3D: Maleficent:

Mächte der Finsternis 19.50, Sa a. 22.50; Scary Stories to

Tell in the Dark 20.10, Sa a. 22.50; Gemini Man Sa 22.30;

Der König der Löwen So 11.00; AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando So 11.10; Shaun das Schaf: UFO-AlarmSo

11.20; Pets II So 11.45; Terminator –Dark Fate (OF) So

19.45

Kino Kiste (✆ 998 74 81) Eine ganz heiße Nummer 2.0 Sa

13.00, So 20.10; Shaun das Schaf: UFO-Alarm Sa14.40,

So 16.15; Downton Abbey Sa16.15, So 14.00; Deutschstunde

Sa 18.25, So 17.55

HOHENSCHÖNHAUSEN

CineMotion (✆ 03871/211 41 09)Dora und die goldene

Stadt 11.50, 14.20; AToy Story: Alles hört auf kein Kommando

11.50; Lino: Ein voll verkatertes Abenteuer 12.15;

Everest 12.20, 14.45; Bayala –Das magische Elfenabenteuer

12.20, 15.10; Shaun das Schaf: UFO-Alarm 12.30; Die

Addams Family 12.40, 15.00, 17.30; Invisible Sue 12.45,

14.50; Das perfekte Geheimnis 14.15, 17.20, 20.10, Sa a.

23.00;

Maleficent: Mächte der Finsternis 14.30, 17.40, 20.20, Sa

a. 22.50, So a. 12.00; Angry Birds 214.30; Ich war noch

niemals in NewYork 14.40, 16.50, Sa a. 19.40; Der König

der Löwen 16.45; Terminator –Dark Fate 17.00, 20.00, Sa

a. 22.30; ScaryStories to Tell in the Dark 17.10, 19.50, Sa

a. 23.00; 3D: Maleficent: Mächte der Finsternis 17.15,

19.30; Joker 17.15, 20.00, Sa a. 22.30; Gemini Man

19.45; Halloween Haunt 19.50, Sa a. 23.00; Justice –Verstrickt

im Netz der Macht Sa 22.10; Es II Sa 22.10; Fast &

Furious: Hobbs &Shaw Sa22.40; Bruce Springsteen: WesternStars

So 20.00

KREUZBERG

Babylon (✆ 61 60 96 93) A Joker(OmU) Sa 16.45, 19.30,

22.15, So 15.45, 18.30, 21.15; B Once Upon aTime in...

Hollywood (OmU) 17.20, 20.40

fsk am Oranienplatz (✆ 614 24 64) Porträt einer jungen

Frau in Flammen –Portrait de la jeune fille en feu (OmU)

12.15, 18.00, 20.30; Parasite (OmU) 18.30, 21.00, Sa a.

13.00; Der Glanz der Unsichtbaren –Les invisibles (OmU)

14.45; Eine eiserne Kassette (OmU; m. Gast) Sa 15.30;

Weitermachen Sanssouci 16.45; Eine eiserne Kassette

(OmU) So 11.30; Heimat ist ein Raum aus Zeit (m. Gast) So

13.30

Moviemento (✆ 692 47 85) Porträt einer jungen Frau in

Flammen –Portrait de la jeune fille en feu (OmU) Sa 10.00,

12.45, 18.15, 21.00, 23.45; Porträt einer jungen Frau in

Flammen Sa 15.30; Das Kapital im 21. Jahrhundert–Capital

in the Twenty-First Century(OmU) So 10.15; Mein Lotta-

Leben –Alles Bingo mit Flamingo! So 12.30; Invisible Sue

So 14.45; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte So 17.00;

Pornfilmfestival: Jonathan Agassi Saved MyLife (OmU) So

19.00; Systemsprenger So 21.30; Prelude Sa 10.15; Benjamin

Blümchen Sa12.30; Invisible Sue Sa14.45, So

12.00;

KINO

Töne sehen

Claus Löser über die wunderbare Welt der Musikfilme

und ihr eigenes Berliner Festival

„Soundwatch“

Im 7.Wiener Bezirk gibt es einen weit verzweigten,

bis unter die Decke mit Musikinstrumenten

und Technik vollgestopften Industriekeller.

Hier schlägt das geheime Musikherz

der Donaumetropole, hier werkelt tagein,

tagaus eine Hand voll Enthusiasten. DieNerds von

„Janka Industries“ verschanzen sich jedoch nicht

hinter ihren analogen Bandmaschinen, wunderlichen

Klanggeräten, Röhrenverstärkern und Flipperautomaten,

sondernöffnen ihr Refugium regelmäßig

für Musikerfreunde,die hier den nötigen Resonanzraum

für Sessions und Studioaufnahmen

finden. In „Under the Underground“

dokumentierte

Filmemacherin Angela

Christlieb diesen magischen

Ort, bevor auch dieser

vom Vertilgungswahn

des urbanen Imperialismus

aufgefressen wird. DerFilm

ist Teil des diesjährigen

„Soundwatch“-Festivals –

und damit einer jener

Gründe,warum man Berlin

als Heimstatt der bewegten

Bilder lieben muss.Von der

Kuratorin Natalie Gravenor

zum dritten Mal eingerichtet,

ermöglicht „Soundwatch“

eine Reise durch die

Welt der musikalisch inspirierten

Filme: ein Programm,

das die symbiotische

Wechselbeziehung

zwischen Tönen und Bildernund

die sich daraus ergebenden,

ungeheuren Potenziale

einmal mehr erahnen

lässt. Töne werden

sichtbar, Bewegungen transformieren sich zu

Sound. Große Namen wie die von New Order,

Kraftwerk oder PJ Harvey stehen dabei neben denen

vonweniger bekanntenVertreternder musikalischen

Avantgarde. Die Regisseurin und Komponistin

Johana Ozvold führt in„The Sound IsInnocent“

zu verborgenen Wurzeln elektronischer Musik,

erinnert an Musique-Concrète-Pioniere wie

Pierre Schaeffer oder François Bonnet. „Posledni

Waltz“ vonJulia Bobkovabegleitet den russisch-sowjetischen

Komponisten Oleg Karavaychuk indie

St. Petersburger Datschensiedlung Komarovo, wo

er sein verborgenes Lebenswerk schaffen konnte.

Das exzentrische Genie konnte seine Kompositionen

in der UdSSR nicht öffentlich aufführen,

schrieb deshalb eher aus der Notheraus Filmmusiken,

unter anderem für Kira Muratowas „Kurze Begegnungen“

(1967). Das Porträt „Aprèsgarde“ widmet

sich BobRutman.Der Maler und Erfinder des

legendären Stahl-Cellos war 1931 in Berlin als Kind

jüdischer Elterngeboren worden, die sich mit ihm

1938 über Polen, das Baltikum und Finnland nach

England retten konnten. Nach langen Jahren in

NewYorkkehrte Rutman kurzvor demMauerfall in

seine Geburtsstadt zurück.

MehrereBeiträge setzen Künstler der alten Bundesrepublik

als unterschätzte Impulsgeber internationaler

Entwicklungen in ihr Recht. Derschwedische

Regisseur JacobFrössénrückt in „The Heart

DAS FLIEGENDE AUGE

„The Sound Is Innocent“ führtzuverborgenen

Wurzeln elektronischer Musik. DOKFEST-MUENCHEN.DE

Fritzi –Eine Wendewundergeschichte Sa 17.00, So 10.00;

Midsommar (OmU) Sa 19.00; Pornfilmfestival: Die traurigen

Mädchen aus den Bergen (OmenglU) 22.00; Checker Tobi

So 14.15; Systemsprenger So 16.30, 19.15; Invisible Sue

Sa 10.00, 12.15; Mein Lotta-Leben Sa 14.30; Systemsprenger

Sa 16.45, 19.30; Once Upon aTime in... Hollywood

(OmU) Sa 22.15; Porträt einer jungen Frau in Flammen

(OmU) So 10.00, 12.45, 18.15, 21.00; Porträt einer

jungen Frau in Flammen So 15.30

Regenbogen Kino (✆ 69 57 95 17) HerrZwilling und Frau

Zuckermann (OmU) Sa 18.30, So 18.00; „Mir ist es egal,

wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen“ (OmU)

Sa 21.00, So 20.30

Sputnik (✆ 694 11 47) Shaun das Schaf: UFO-Alarm Sa

14.30, So 10.30; Der Glanz der Unsichtbaren –Les invisibles

(OmU) Sa 16.00; Litauisches Kino goes Berlin: Kurzfilmprogramm

III (OmenglU) Sa 18.00; Litauisches Kino goes

Berlin: Motherland (OmenglU) Sa 20.00; Parasite (OmU)

22.00, So a. 12.00; Joker (OmU) So 14.15; Der Glanz der

Unsichtbaren So 16.15; Litauisches Kino goes Berlin: Kurzfilmprogramm

IV (OmenglU) So 18.00; Litauisches Kino

goes Berlin: Summer Survivors (OmenglU) So 20.00; Systemsprenger

Sa 14.30; Joker Sa16.45; Scary Stories to

Tell in the Dark (OmU) Sa 19.00, 23.00, So 17.00, 21.15;

Joker (OmU) Sa 20.45, So 19.00; Zwischen uns die Mauer

So 10.30; M. C. Escher:Reise in die Unendlichkeit –Escher:

Het oneindige zoeken –Journey Into Infinity (OmU) So

12.30; Litauisches Kino goes Berlin: Baltic Animations So

14.00; Litauisches Kino goes Berlin: The Beauty (OmenglU)

So 15.30; B-Movie: Lust &Sound in West-Berlin (OmenglU)

So 23.00

Yorck (✆ 78 91 32 40) Parasite 14.20, 17.10, 20.00, Sa

a. 22.50; New Shaun das Schaf: UFO-Alarm 14.00; Der

Glanz der Unsichtbaren 16.00, 20.50, Sa a. 23.00; Systemsprenger

18.15

is aDrum“ den wegweisenden Schlagzeuger Klaus

Dinger ins Zentrum. Der frühe Drummer von

„Kraftwerk“ und Gründer von„Neu!“gilt als Schöpfer

des „Motorik-Sounds“ –eines besessenen, am

Rande der Ekstase wummernden 4/4-Takts, der

von Iggy Pop imFilm als „Spielzeugsoldaten-Musik“

beschrieben wird.Neben Iggy Popkommen in

der Dokumentation auch Wolfgang Flür (Kraftwerk),

Bobby Gillespie (Primal Scream), Stephen

Morris (Joy Division), Gudrun Gut (Malaria!) und

KimGordonvon SonicYouthzuWort. Der2008 verstorbeneDinger

selbst istinArchivaufnahmen und

in einem 1998 geführten

Telefoninterview präsent.

Befragt nach den Gründen

seiner Vorliebefür minimalistische

musikalische

Strukturen sagt er: „Der

Rheinhörtjaauchnicht auf

zu fließen.“ Ebenfalls aus

der Düsseldorfer Szene

stammt der Filmemacher

Peter Braatz, der sich als

Musiker den Namen Harry

Rag gab (nach einem Song

der Kinks). „Peter vs.Harry“

von Ida Weiss macht die

Doppelbegabung des

Künstlers deutlich, beschreibt

seine Bewegungen

zwischen Musik und Film

sowie zwischen Deutschland

und Slowenien, wo er

mit Familie nun schon seit

den 90ernlebt.Die vonihm

1977 mitbegründete Band

S.Y.P.H. gilt mit ihrer Hit-

Single„Zurück zum Beton“

als eine der ganz frühen

Wegmarken des bundesdeutschen Punk.

Von1982 bis1988 studierte er dann an derDeutschenFilm-

undFernsehakademie Regie,schuf dort

1985 mit demKurzfilm„DerwunderbareMandarin“

eine gelungene Verbindung seiner beiden schöpferischen

Quellen. NurwenigeWerkejener Zeit brachten

die morbid-schwarze Romantik im West-Berlin

der Mittachtziger derartauf den Punkt. Später arbeitete

Braatz mit Blixa Bargeld, Nick Cave,Wim Wenders

und David Lynch. Der Film über den fast vergessenen

Grenzüberschreiter fällt trotz seiner nur

knappen Stunde überaus komplex aus,durchstreift

assoziativ Jahrzehnte, Länder und Milieus, bleibt

dabei doch sehr privat, ja fast intim. Wirerleben einen

entspannt in der Badewanne sitzenden Mann,

der zum Glück nie zu den „Lachleuten und Nettmenschen“

(S.Y.P.H.) dieserWelt gehörthat.

Soundwatch –Music Film Festival Berlin 6. bis 21. November, silent

green Kulturquartier,ACUDund Lichtblick

The HeartIsADrum 7. November, 18.15Uhr.„Petervs. Harry“wird

am 10.Novemberum18.30 UhrinAnwesenheit der Regisseurin Ida

Weiss gezeigt. Beide Filmesind im Lichtblickzusehen.

Claus Löser

ist Filmhistoriker,Kritiker und Kinoliebhaber.Er

kuratiertdas Filmprogramm in der Brotfabrik.

KÖPENICK

Kino Spreehöfe (✆ 5389590) Invisible Sue 13.00, 15.15,

18.00; Die Addams Family 16.00, 18.00, Sa a. 13.00, So

a. 10.00, 12.00, 14.00; Dora und die goldene Stadt Sa

13.45, So 10.15, 12.30; Bayala 14.00, 16.00, So a. 10.00,

12.00; 3D:Maleficent 14.45, 17.45; Das perfekte Geheimnis

15.00, 17.30, 20.15; Terminator 20.30, Sa a. 17.30;

Zwingli 20.00; Ich war noch niemals in NewYork 20.15, So

a. 17.30; Joker20.30; Everest So 10.30; Shaun das Schaf:

UFO-AlarmSo11.00; Fritzi So 13.00

Union Filmtheater (✆ 65 01 31 41) Lino Sa 13.00, So

16.00; Ich war noch niemals in NewYork Sa13.00, 15.10,

20.15, So 13.15, 17.45; Eine ganz heiße Nummer 2.0 Sa

13.15, So 10.30; Das perfekte Geheimnis 18.00, 20.30, Sa

a. 15.30, 22.15, So a. 15.15; Dora Sa 15.45, So 13.00;

Lieber Antoine als gar keinen Ärger Sa 17.50, 20.00, So

13.15, 20.30; Immer und ewig Sa 18.00, So 18.15; 3D:

Gemini Man Sa 22.45, So 20.15; Dem Horizont so nah So

15.45

MARZAHN

UCI Kinowelt am Eastgate (✆ 93 03 02 60) Maleficent

11.00, 14.00; Das perfekte Geheimnis 11.00, 14.00,

17.00, 20.00, Sa a. 19.45, 23.00; AToy Story11.30;Shaun

das Schaf 11.45; Invisible Sue 12.00, 14.30; Die Addams

Family 12.00, 14.30; Bayala 12.00, 14.30; Angry Birds 2

12.00, 14.30; Joker 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 23.00;

Everest 14.15; Terminator 16.45, 19.45, Sa a. 23.00; 3D:

Maleficent 16.45, 19.40,Saa.22.30; Ich war noch niemals

in NewYork 16.45,19.45; Dem Horizont so nah 16.45; 3D:

Die Addams Family 17.00; Dora 17.15; Gemini Man Sa

19.45; ScaryStories to Tell in the Dark 20.00, Sa a. 22.45;

Es II Sa 22.30; Halloween Haunt Sa 22.45, So 20.15; 47

Meters Down: Uncaged Sa 23.00; Joker(OF) So 20.00


MITTE

Acud (✆ 44 35 94 98) Litauisches Kino goes Berlin: Animationsfilme

(Baltic Kids Animations) Sa 15.00; Fritzi –Eine

Wendewundergeschichte 16.45; Zwingli –Der Reformator

18.30; Leid und Herrlichkeit Sa 20.45; Mein Lotta-Leben –

Alles Bingo mit Flamingo! So15.00; Deutschstunde So

20.45; Litauisches Kino goes Berlin: Animus Animalis

(OmenglU) Sa 16.00; Und der Zukunft zugewandt 17.45;

BorninEvin –Alles über Evin (OmU) Sa 19.45; Das Kapital

im 21. Jahrhundert –Capital in the Twenty-First Century

(OmU) Sa 21.45; Litauisches Kino goes Berlin: Motherland

(OmenglU) So 16.00; Ein Licht zwischen den Wolken So

19.30; Cleo (OmenglU) So 21.15

Babylon (✆ 242 5969) Chinesisches Filmwochenende:

Frühling in einer kleinen Stadt: Spring in aSmall Town –Xiao

cheng zhi chun (OmenglU) Sa 14.15, So 20.00; Korea Independent:

Youngju –Yeung-ju (OmenglU) Sa 15.30; Chinesisches

Filmwochenende: Malu tianshi –Street Angel (OmenglU)

Sa 16.15; Korea Independent: I-ta-mi Jun-ui Ba-da –The

Sea of Itami Jun (OmenglU) Sa 17.30; Chinesisches Filmwochenende:

Xin nu xing –New Woman (OmenglU) Sa

18.00, So 14.00; Korea Independent: Beol-sae –House of

Hummingbird (OmenglU) Sa 19.45, So 20.30; Alpgeister –

Mythen und Mysterien der Bayerischen Alpen Sa 20.00;

Downton Abbey (OmU) Sa 22.00; Korea Independent :Awo-ba-di

–Our Body (OmenglU; m. Gespräch) Sa 22.15;

Stummfilm um Mitternacht: Jüdisches Glück –Jewjrejskoje

stschasje (m. Live-Musikbegleitung) Sa 23.59; IndoGerman

Film: Kaithi (OmenglU) So 13.15; Korea Independent: ABoy

and Sungreen –Bo-hui-wa Nog-yang (OmenglU) So 16.00;

CinemAperitivo: Mamma Roma (OmU) So 16.00; Korea Independent:

Me-gi –Maggie (OmenglU; m.Gästen u.Gespräch)

So 18.00; Shen nu: Die Göttliche –Shen nu: The

Goddess (m. Musikbegleitung) So 18.15

Central Hackescher Markt (✆ 28 59 99 73) Yesterday

(OmU) Sa10.30; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte Sa

12.45; Invisible Sue Sa 14.30; Kinderfilm des Monats: Unheimlich

perfekte Freunde Sa 16.30; Lieber Antoine als gar

keinen Ärger –Enliberte! (OmU) Sa 18.45; Joker(OmU) Sa

21.15, So 11.45, 14.15, 17.00, 19.45; Der kleine Maulwurf

(1963-1975) So 10.30; Midsommar (OmU) So 22.30; Invisible

Sue Sa 10.15, So 14.30; Joker (OmU) Sa 12.15,

14.45, 17.30, 20.15, 23.00, So 21.15; Yesterday(OmU) So

10.30; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte So 12.45; Kinderfilm

des Monats:Unheimlich perfekte Freunde So 16.30;

Lieber Antoine als gar keinen Ärger –Enliberte! (OmU) So

18.45

CineStar CUBIX (✆ 04 51/703 02 00) Die Addams Family

11.00, 13.20, 18.00; Das perfekte Geheimnis 11.00,

14.00, 17.00, 20.00, 23.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm

11.10, 15.40; Der König der Löwen 11.10; Angry Birds 2

11.15; Everest 11.20, 13.50; Dora und die goldene Stadt

11.40, 14.20; Maleficent: Mächte der Finsternis 11.45,

13.45, 16.45; Bayala – Das magische Elfenabenteuer

11.50, 14.00; Joker 13.30, 16.30, 19.30, 23.10; Ich war

noch niemals in NewYork 14.10, 16.20, 19.30; Terminator

–Dark Fate 14.45, 17.00, 19.45, 22.45; 3D: Gemini Man

Sa 16.20; Downton Abbey17.20; ScaryStories to Tell in the

Dark 17.45, 20.30, 23.15; Joker(OF) Sa 19.30; 3D: Maleficent:

Mächte der Finsternis 20.10; Halloween Haunt

20.20, 22.50; Dem Horizont so nah 20.20; Es II 22.30;

Once Upon aTime in... Hollywood 22.40; 7. Kogustaki Mucize

–Das Wunder in Zelle Sieben (OmU) 23.10; Ready or

Not? –Auf die Plätze, fertig,tot Sa 23.15; Ad Astra –Zuden

Sternen So 16.20; Terminator –Dark Fate (OF) So 19.30;

Rambo 5: Last Blood So 23.15

Hackesche Höfe (✆ 283 46 03)Berlin Babylon (DFmenglU)

14.15, So a. 10.00; Nurejew(OmU) 16.15, So a. 12.00;

Systemsprenger (DFmenglU) 19.00; Joker (OmU) 21.30;

Weitermachen Sanssouci (DFmenglU) 15.00, 22.00, So a.

10.30; Porträt einer jungen Frau in Flammen –Portrait de la

jeune fille en feu (OmU) 17.00, 19.30, So a. 12.30; M. C.

Escher: Reise indie Unendlichkeit (OmU) 15.00, Soa.

11.00; Brittany Runs aMarathon (OmU) 17.00, So a.

13.00; Parasite (OmU) 19.15, 22.00; Deutschstunde

14.30, So a. 10.00; Joker (OmU) 17.00, 19.45, So a.

12.15; Once Upon aTime in... Hollywood (OmU) 22.15; Der

Glanz der Unsichtbaren – Les invisibles (OmU) 14.00,

19.00; Parasite (OmenglU) 16.15, So a. 11.15; Easy Love

21.15

International (✆ 24 75 60 11) Joker (OmU) 21.00, Sa a.

15.00; Parasite 18.00, So a. 12.45; M. C. Escher: Reise in

die Unendlichkeit So 11.00; National Theatre London: Fleabag

(OF) So 15.45

Zeughauskino (✆ 20 30 47 70) Swie Sonderprogramm:

Robin Hood, Königder Vagabunden –The Adventures of Robin

Hood (OF) Sa 18.00; Absage anViktoria Sa 21.00;

Berlin.Dokument: Lebensdaten –Alltagsgeschichten aus

Berlin So 18.30; Geschlossene Gesellschaft So 20.30

NEUKÖLLN

Cineplex Neukölln Arcaden (✆ 01 80/505 06 44) Shaun

das Schaf: UFO-Alarm 12.00; Pets II 12.00; Maleficent:

Mächte der Finsternis 12.00, 14.20; Invisible Sue 12.00,

14.30; Dora und die goldene Stadt 12.00, 14.30, 17.00;

Die Addams Family 12.00, 14.20; Bayala –Das magische

Elfenabenteuer 12.00, 14.50; Angry Birds 212.00, 14.20;

AToy Story: Alles hört auf kein Kommando 12.00; Joker

14.05, 19.30, Sa a. 17.10, 22.30, So a. 17.00; Das perfekte

Geheimnis 14.15, 17.00, Saa.19.45, 22.30, So a.

20.15; Everest14.30; 7. Kogustaki Mucize –Das Wunder in

Zelle Sieben (OmU) 16.40, 19.45, Sa a. 23.00; 3D: Maleficent:

Mächte der Finsternis 20.10, Sa a. 16.55, So a.

17.10; Gemini Man Sa 17.00; Cinayet Süsü Sa 17.00,

19.50, So 20.00; Terminator –Dark Fate 17.05, 19.50, Sa

a. 22.50; 3D: Die Addams Family 17.10; Halloween Haunt

19.40, Sa a. 22.45; Joker (OF) 20.00, Sa a. 22.15; Scary

Stories to Tell in the Dark 20.05, Saa.23.00; Merhaba

Güzel Vatanim (OmU) Sa 22.40; Karakomik Filmler (OmU)

Sa 23.00; Das größte Geschenk So 17.30

IL KINO (✆ 91702919) Free Solo (OmU) Sa 10.30; Coco

–Lebendiger als das Leben! Sa16.00; Joker (OmU) Sa

21.00, So 15.40, 22.40; Parasite (OmenglU) Sa 23.15, So

18.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm So12.00; Systemsprenger

So 13.30; DiegoMaradona (OmenglU) So 20.20

Neues Off (✆ 62 70 95 50) Porträt einer jungen Frau in

Flammen –Portrait delajeune fille en feu (OmU) 16.20;

Joker (OF) 19.00; Parasite (OmenglU) 21.45

Passage (✆ 68 23 70 18) Joker (OmU) 17.15, 20.00,

21.20, Sa a. 22.40, So a. 14.30; Das perfekte Geheimnis

14.30, 17.15, 20.00, Sa a. 22.40; Systemsprenger 16.00,

18.40, Sa a. 14.30; Frau SternSo14.15

Rollberg (✆ 62 70 46 45) Parasite (OmenglU) 15.40,

17.30, 18.30,20.30, So a. 14.40; National Theatre London:

Fleabag (OF) So 20.00; Joker(OF) 17.00, 19.45, 22.30, So

a. 14.15; Porträt einer jungen Frau in Flammen –Portrait de

la jeune fille en feu (OmenglU) 16.40, 19.20, 22.00, So a.

14.00; Porträt einer jungen Frau in Flammen –Portrait de la

jeune fille en feu (OmU) 21.20; M. C. Escher: Reise in die

Unendlichkeit –Escher:Het oneindigezoeken –JourneyInto

Infinity (OF) So 13.45; Parasite (OmU) Sa 16.10, 19.00, So

14.10, 17.00, 21.50; CreepyCrypt: Sneak Preview(OF) Sa

22.30

UCI Luxe Gropius Passagen (✆ 66 68 12 34) Angry Birds

211.30; Maleficent: Mächte der Finsternis 11.40, 14.30;

Bayala – Das magische Elfenabenteuer 11.50, 15.00;

Shaun das Schaf: UFO-Alarm 11.55; Die Addams Family

12.00, 14.25; Das perfekte Geheimnis 12.10, 14.00,

17.00, 20.00, Sa a. 20.30, 23.00; Dora und die goldene

Stadt 14.00; Dem Horizont so nah 14.15; Terminator –Dark

Fate 16.30, 19.30, Sa a. 22.40; Joker 16.50, 19.40, Sa a.

20.15, 22.45; Ich war noch niemals in NewYork 17.10, So

a. 19.50; 3D: Maleficent: Mächte der Finsternis 17.15, Sa

a. 19.50,Soa.20.15; 3D: Die Addams Family 17.30; Es II

Sa 22.40; Gemini Man Sa 23.15, So 20.15

Wolf (✆ 921 03 93 33) Porträt einer jungen Frau in Flammen

–Portrait de la jeune fille en feu (OmU) 12.00, Sa a.

21.10, So a. 21.00; Easy Love (OmenglU) 12.00; Djon Africa

(OmU) Sa 14.00, So 19.00; Weitermachen Sanssouci

(OmenglU) Sa 14.20; Der kleine Maulwurf (1963-1975) Sa

16.00; Invasion: Das Schweigen ist ein fallender Körper

(OmenglU) Sa17.00; Bait (OmU) Sa 17.20, 23.30, So

14.00; Invasion: Livingston: Der Mann und die Methode

(OmenglU; m. Gast u. Gespräch) Sa 19.00; Born inEvin –

Alles über Evin (OmU) Sa 19.10; Invasion: Erneut noch

einmal –Denuevo otra vez (OmenglU) Sa 21.00; Parasite

(OmU) Sa 22.50, So 21.10; Invasion: Lichtjahre –Anos Luz

(OmenglU; mit Vorfilm) So15.00; Momo So16.00; Invasion:

Die Fakultäten –Las Facultades (OmenglU) So 17.00;

Invasion: Parsi (OmenglU; m. Gast u. Gespräch) So 19.00

PANKOW

Blauer SternPankow (✆ 47 61 18 98) Shaun das Schaf:

UFO-Alarm 15.30; Parasite 17.40, 20.30; M. C. Escher:

Reise in die Unendlichkeit So 11.15; Everest 13.15, 15.00;

Ich war noch niemals in NewYork 17.15, 20.00; Deutschstunde

So 12.15

PRENZLAUER BERG

FT am Friedrichshain (✆ 42 84 51 88) Das perfekte Geheimnis

17.45, 20.30, Sa a. 15.00, So a. 15.30; Eröffnung:

Interfilm KUKI Kurzfilmfestival So 14.00; Parasite 17.10,

20.00, Sa a. 14.20, So a. 12.00; Parasite (OmU) 20.50;

Parasite (OmenglU) Sa 22.30; Interfilm KUKI Kurzfilmfestival

So 15.00; M.C.Escher: Reise in die Unendlichkeit Sa

13.30; Invisible Sue Sa 16.00, So 13.30; Systemsprenger

18.10, So a. 11.00; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte Sa

14.00, So 13.30; Joker (OmU) 18.00; Joker 20.45;

Deutschstunde So 11.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm

13.15, 15.15; Porträt einer jungen Frau in Flammen 15.20,

17.20, 20.00; Verteidiger des Glaubens So 11.00

Kino in der Kulturbrauerei (✆ 04 51/703 02 00) Maleficent:

Mächte der Finsternis 13.45, 20.10, Sa a. 16.10, So

a. 17.30; Invisible Sue Sa 13.45, So 14.45; SystemsprengerSa13.50,

19.00, So 16.15; Joker(OmU) 17.00, 20.00,

23.00, Sa a. 14.00, So a. 13.45; Das perfekte Geheimnis

14.00, 16.50, 19.45, 22.40; Bayala –Das magische Elfenabenteuer

14.00, Sa a. 16.45; Shaun das Schaf: UFO-Alarm

Sa 14.15, So 14.30; Deutschstunde 19.15, Sa a. 14.20;

Ich war noch niemals in NewYork Sa 16.15, So 20.20; Parasite

Sa16.30, 19.30, So 16.40, 19.40; Porträt einer

jungen Frau in Flammen 16.40, 19.30; Nurejew17.15; Der

Glanz der Unsichtbaren Sa 19.00, So 16.45, 19.15; Lieber

Antoine als gar keinen Ärger Sa 21.30, So21.45; Once

Upon aTime in... Hollywood (OmU) Sa 22.00, So 22.15;

Midsommar (OmU) Sa 22.15; Porträt einer jungen Frau in

Flammen –Portrait delajeune fille en feu (OmU) 22.30;

Parasite (OmU) Sa 22.40, So 22.50; Ad Astra –Zuden Sternen

(OmU) 23.00; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte So

11.30; Angry Birds 2So11.30; AToy Story: Alles hört auf

kein Kommando So 11.30; Downton AbbeySo11.40; Kuddelmuddel

bei Pettersson und Findus So 11.50; Der König

der Löwen So 12.00

Krokodil (✆ 44 04 92 98) Heimat ist ein Raum aus Zeit

16.00; Der seltsame Klang des Glücks 20.00; Vulkan –

Volcano (OmU) 21.30

Lichtblick-Kino (✆ 44 05 81 79) Momo Sa 15.00, So

14.30; BorninEvin –Alles über Evin (OmU) Sa 16.45; Lebe

schon langehier Sa 18.30, So 22.15; Weitermachen Sanssouci

Sa 20.00, So 18.30; Parasite (OmenglU) Sa 21.45,

So 20.00; Casablanca (OmU) Sa 23.59; Der Himmel über

Berlin (OmenglU) So 16.15

UCI Kinowelt Colosseum (✆ 44 01 92 00) Mein Lotta-

Leben –Alles Bingomit Flamingo! 12.00; Maleficent: Mächte

der Finsternis 12.00, 14.15; Die Addams Family 12.00,

14.20; Das perfekte Geheimnis 12.00, 14.15, 17.15,

20.15, 23.00; Gut gegenNordwind 12.05; Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

12.05; AToy Story: Alles hört auf kein

Kommando 12.10; Shaun das Schaf: UFO-Alarm 12.15,

14.50, 17.00; Bayala – Das magische Elfenabenteuer

12.15, 14.45; Joker14.20, 16.50, 19.50, 22.55; Dora und

die goldene Stadt 14.20, 16.45; Angry Birds 214.30; Der

König der Löwen 14.35, 17.15; Everest 14.45; Ich war noch

niemals in New York 16.35, 19.45; Terminator –Dark Fate

16.55, 19.35, 22.55; 3D: Die Addams Family 17.00; 3D:

Maleficent: Mächte der Finsternis 17.05, 19.55, 22.55;

Dem Horizont so nah 17.20; Once Upon aTime in...Hollywood

19.20; Systemsprenger 19.25; Downton Abbey

19.55; Halloween Haunt 20.00, 22.30; ScaryStories to Tell

in the Dark 20.05; Es II 22.20; Midsommar 22.40; 3D: Gemini

Man 22.45; 47 Meters Down: Uncaged 22.55

Zeiss-Großplanetarium (✆ 42 18 45 12) Shaun das

Schaf: UFO-Alarm Sa14.30; The Whale and the Raven

(OmU) Sa 19.00; Congo Calling (OmU) So 11.30; Belle &

Sebastian So 16.00; #Female Pleasure (OmU) So 18.00

SCHÖNEBERG

Cinema am Walther-Schreiber-Platz (✆ 852 30 04) AToy

Story: Alles hörtauf kein Kommando 12.30; Deutschstunde

14.45; Lieber Antoine als garkeinenÄrger 17.35, 20.15

Cosima (✆ 85 07 58 02) Deutschstunde 15.30, 20.15;

Nurejew18.00

Odeon (✆ 78 70 40 19) Porträt einer jungen Frau in Flammen

–Portrait de la jeune fille en feu (OmU) 15.00, 17.45,

20.30

Xenon (✆ 78 00 15 30) Porträt einer jungen Frau in Flammen

17.30; Porträt einer jungen Frau in Flammen –Portrait

de la jeune fille en feu (OmU) 20.15

SPANDAU

Cineplex Spandau (✆ 01 80/505 02 11) Shaun das

Schaf: UFO-Alarm 10.00, 12.15; Everest 10.00; Die Addams

Family 10.00, 12.00, 14.30; Bayala –Das magische

Elfenabenteuer 10.00, 12.00, 14.50; Angry Birds 210.00;

Maleficent: Mächte der Finsternis 12.10, 14.00; AToy Story:

Alles hörtauf kein Kommando 12.15; Das perfekte Geheimnis

14.00, 16.45, 19.50, Sa a. 22.40; Joker14.20, 17.20,

19.30, Sa a. 22.30;

3D: Die Addams Family Sa 16.45, So 17.00; 3D: Maleficent:

Mächte der Finsternis 16.50, 20.15, Sa a. 23.00;Ich

war noch niemals in NewYork19.55, Sa a. 17.00; Terminator

–Dark Fate 19.45, Sa a. 22.45; Gemini Man Sa 23.00;

Das größte Geschenk So 17.30

Kino im Kulturhaus Spandau (✆ 333 60 81) Deutschstunde

10.45, 20.15; Systemsprenger 13.15; Und wer nimmt

den Hund? 15.45; Downton Abbey17.45

STEGLITZ

Adria (✆ 01 80/505 07 11) Das perfekte Geheimnis Sa

11.00; Ich war noch niemals in New York 14.00, 17.00,

20.00; Berlin, wie es war So 10.00; Exhibition on Screen:

Gauguin from the National Gallery, London(OmU) So 12.00

Cineplex Titania Palast (✆ 01 80/505 05 20) Shaun das

Schaf: UFO-Alarm 10.00, 12.05, Sa a. 14.40; Maleficent:

Mächte der Finsternis 10.00, 14.25; Everest 10.00, 12.00;

Dora und die goldene Stadt 10.00, 12.10, 14.20; Die Addams

Family 10.00, 12.05, 14.20; Bayala –Das magische

Elfenabenteuer 10.00, 12.35, 15.00; Angry Birds 210.00,

12.10, Soa.14.40; Invisible Sue 13.00; Joker 14.20,

17.10, 20.05, 22.30; Das perfekte Geheimnis 14.30,

16.35, 17.20, 19.30, 20.05, 23.00; 3D: Die Addams Family

17.00; Terminator –Dark Fate 17.10, 20.05, 23.00; 3D:

Maleficent: Mächte der Finsternis 17.15, 19.30; Gemini

Man23.00, Sa a. 17.20; Downton Abbey20.05; Halloween

Haunt 20.10, 23.00; Joker (OF) 22.30; Es II 22.40; Das

größte Geschenk So 17.30

Thalia Movie Magic (✆ 774 34 40) Maleficent: Mächte der

Finsternis 13.15, 15.30, 18.00, 20.30; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm13.30, So a. 11.15;Dora unddie goldene Stadt

13.30; Die Addams Family 13.30, 15.45, 18.00, Soa.

11.30; Das perfekte Geheimnis 15.30, 18.00, 20.30, So a.

11.00; Everest 15.45, So a. 11.30; Terminator –Dark Fate

17.45, 20.30; Joker20.30

TIERGARTEN

Arsenal (✆ 26 95 51 00) RithyPahn: Un barragecontre le

Pacifique –Ein Damm gegendas Meer (OmenglU) Sa 20.00;

Variety (OF) So 17.00;InFlammen geboren –BorninFlames

(OmU; anschl. Podiumsdiskussion) So 19.30; Peter Lilienthal:

Der Aufstand (OmU) Sa 19.00; Peter Lilienthal: Dear Mr.

Wonderful So 19.00

CinemaxX Potsdamer Platz (✆ 040/80 80 69 69) Maleficent:

Mächte der Finsternis 13.40, Sa a. 12.30, 17.00, So

a. 13.10; Joker 19.20, 22.30, Sa a. 13.00, 13.30, 16.10,

16.40, 19.50, So a. 12.50, 16.00, 20.20; Ich war noch

niemals inNew York 13.00, 13.30, 16.15, 19.20; Das perfekte

Geheimnis 14.00, 17.20, 19.00, 20.30, 23.00, Sa a.

13.00, 16.00, 22.20, So a. 12.30, 15.40, 22.10; Terminator

–DarkFate 17.00, 19.50, 23.00, Sa a. 13.10, So a. 13.15;

Everest Sa 13.10, So 13.40; Pets II Sa 13.30, So 12.50;

3D: Maleficent: Mächte der Finsternis 13.30, 16.30, 19.40,

22.50; Der König der Löwen 16.40, 19.50, Sa a. 14.00, So

a. 13.40; Bayala –Das magische Elfenabenteuer 14.00;

Good Boys Sa 14.10, So 13.00; Die Addams Family Sa

14.10, So 14.30; Angry Birds 214.10; Shaun das Schaf:

UFO-AlarmSa14.15, So 14.30; Invisible Sue Sa 14.30, So

15.15; Yesterday Sa15.55; Downton Abbey Sa16.10,

19.15, So16.20, 19.30; Parasite 16.30, 22.20, Sa a.

19.30, So a. 19.40; Dora und die goldene Stadt 16.30; Der

Glanz der Unsichtbaren Sa 16.30; Dem Horizont so nah Sa

16.40, 19.00, So 17.00, 20.00; Gemini Man 16.50, 19.50,

23.00; 3D:Die Addams Family Sa 16.50, So 17.10; Halloween

Haunt 17.00, 20.20, 23.00; ScaryStories to Tell in the

Dark 19.45, Sa a. 17.20, 20.10, 22.50, So a. 17.50, 20.30,

23.00; Once Upon aTime in...Hollywood 19.20; Gut gegen

Nordwind Sa 19.20, So 19.15; Systemsprenger Sa 19.40,

So 20.00; Es II 20.15, So a. 16.10; Rambo 5: Last Blood

Sa 22.00, So 23.00; Midsommar 22.30; Fast &Furious:

Hobbs &Shaw Sa22.30; 47 Meters Down: Uncaged Sa

22.45, 23.00, So 22.30, 23.20; Ad Astra –Zuden Sternen

23.00; Playmobil So 14.00; (Nie)znajomi –(Un)Bekannte

(OmU) So 16.15; Ready orNot? –Auf die Plätze, fertig,tot

So 23.00

CineStar im Sony Center (✆ 04 51/703 02 00) Maleficent:

Mächte der Finsternis (OF) 13.30, 17.15, 22.15; Joker

(OF) 13.30, 16.30,19.30, 20.45, 22.45; Terminator –Dark

Fate (OF) 13.40, 16.50, 20.00, 23.10; Shaun das Schaf:

UFO-Alarm (OF) 13.40; Die Addams Family (OF) 14.10,

16.30; Der König der Löwen (OF) 14.10; Dora und die goldene

Stadt (OF) 14.30; Downton Abbey (OF) 16.00; 3D:

Maleficent: Mächte der Finsternis (OF) 16.20, 19.20;Once

Upon aTime in... Hollywood (OF) 17.00, 19.00; Parasite

(OmenglU) 19.00, 22.50; Scary Stories to Tell in the Dark

(OF) 20.15, 23.00; Ad Astra –Zuden Sternen (OF) 22.20

CineStar IMAX (✆ 04 51/703 02 00) 3D: Galapagos:

Rätsel der verlorenen Welt Sa 11.45; Terminator –Dark Fate

(OF) 13.00, 19.15, Sa a. 16.10, So a. 22.30; Terminator –

Dark Fate Sa 22.30, So 16.10; 3D: Buckelwale: Giganten

der Meere So 11.45

Filmrauschpalast (✆ 394 43 44) Parasite (OmU) So

17.00; Sneak Preview (OmU) So 19.30; Nevrland (OF) So

22.00

TREPTOW

Astra (✆ 636 16 50) Shaun das Schaf Sa 10.00; Everest

Sa 10.00, 12.30; Dora und die goldene Stadt 14.30, Sa a.

10.00, 12.15; Die Addams Family 10.00, 12.00, 14.00,

16.00; Bayala 10.00, 12.00, 14.00; LinoSa 12.15; 3D:

Maleficent 15.00, 17.30, 20.30; Das perfekte Geheimnis

15.00, 17.30, 20.00, 22.30; Ich war noch niemals in New

York 16.00, 20.45; Terminator 17.00, 20.00, 22.30; Joker

18.00, 20.00, 22.30; Halloween Haunt 19.00, 22.45

Casablanca (✆ 677 57 52) Dora und die goldene Stadt

13.30; Downton Abbey Sa15.30, So 18.00; Nurejew Sa

18.00; Systemsprenger Sa 20.30; Gundermann So 15.30;

Deutschstunde So 20.30

CineStar –Treptower Park (✆ 04 51/703 02 00) Maleficent

11.30, 14.10, 17.00; Der König der Löwen 11.30;

Mein Lotta-Leben 11.35; Die Addams Family 11.35, 14.20,

17.10; Everest 11.45, 14.40; Angry Birds 211.45, 14.30;

Shaun das Schaf 12.00, 17.10; Bayala 12.00, 14.20; AToy

Story12.00; Terminator 14.00, 16.45, 20.00, Sa a. 22.50;

Das perfekte Geheimnis 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 23.00;

Joker 14.15, 17.15, 20.15, Sa a. 23.00; Dora und die goldene

Stadt 14.15; Ad Astra 16.40, Sa a. 23.10; Ich war

noch niemals in NewYork16.50, Sa a. 19.30; ScaryStories

to Tell in the Dark 17.15, 20.00, Sa a. 22.45; Once Upon a

Time in... Hollywood 19.30; 7.Kogustaki Mucize (OmU)

19.35, Sa a. 22.45; 3D: Maleficent 19.50; Halloween Haunt

20.15, Sa a. 23.10; Es II Sa 22.30; Gemini Man Sa 23.10;

Terminator –Dark Fate (OF) So 20.00

WEDDING

Cineplex Alhambra (✆ 01 80/505 03 11) Shaun das

Schaf 12.00; Maleficent 12.00, 14.20; Everest 12.00,

14.30; Dora 12.00, 14.30; Die Addams Family 12.00,

14.15; Bayala 12.00, 14.15; Angry Birds 212.00, Sa a.

14.20; Das perfekte Geheimnis 14.30, 20.00, Sa a. 16.35,

22.45, So a. 16.45; Cinayet Süsü 16.30, 19.30; 7. Kogustaki

Mucize (OmU) 19.30, Sa a. 16.45, 22.30, So a. 16.35;

Terminator 17.00, Sa a. 20.00,23.00; Joker17.10, 20.00,

Sa a. 23.00; 3D: Die Addams Family 17.10; 3D: Maleficent

17.15, 19.40; Merhaba Güzel Vatanim (OmU) 19.45; Halloween

Haunt Sa 22.30; Gemini Man Sa 22.30; AToy Story

So 14.20; Joker(OF) So 20.00

City Kino Wedding (✆ 01 77/270 19 76) CatVideoFest

2019 So 14.00; Kinderfilm des Monats: Momo So 15.45;

Systemsprenger So 17.45; 30 Jahre Mauerfall: Wedding So

20.15

WEISSENSEE

BrotfabrikKino (✆ 471 4001) InEx. Filmfestival: Kurzfilmprogramm

(Süheyla Schwenk und Marie de Maricourt) Sa

19.30; InEx. Filmfestival: Faschingskinder (mit Vorfilm) So

19.30

Toni &Tonino (✆ 92 79 12 00) Das perfekte Geheimnis Sa

18.45, 21.15, So 15.30, 18.00, 20.30; Everest So 10.30;

Ich war noch niemals in New York So 12.45; Das perfekte

Geheimnis Sa 10.15, 15.00, So 10.00, 12.30; Invisible Sue

Sa 12.45, So 15.00; Ich war noch niemals in NewYork Sa

17.30, 20.15, So 17.15, 20.00

WILMERSDORF

Bundesplatz-Kino (✆ 85 40 60 85) Fritzi –Eine Wendewundergeschichte

Sa 14.00, So 13.30; M. C. Escher:Reise

in die Unendlichkeit Sa 16.00, So11.00; Der Glanz der

Unsichtbaren 18.00; Systemsprenger Sa 20.30; Wir sind

Juden aus Breslau (m. Gast) So 15.30; Gelobt sei Gott –

Grace aDieu (OmU) So 20.30

Eva-Lichtspiele (✆ 92 25 53 05) Immer und ewig Sa

11.00; Shaun das Schaf: UFO-Alarm13.00; Deutschstunde

Sa 15.00; Nurejew17.45; Downton Abbey20.15; Matinee:

Systemsprenger So 10.30; Gelobt seiGottSo15.00

ZEHLENDORF

Bali (✆ 811 4678) Cleo 16.00; Verteidiger des Glaubens

18.00; Zwingli–Der Reformator 20.30

Capitol (✆ 831 64 17) Parasite 14.50, 20.30; Deutschstunde

Sa 17.45; Systemsprenger So 12.00; Nurejew So

17.45

POTSDAM

Filmmuseum Potsdam (✆ 03 31/271 81 12) Shaun das

Schaf: UFO-Alarm15.00; Synonymes Sa 17.00; Vincent van

Gogh Sa 19.30; Systemsprenger Sa21.15; Matinee: Wir

sind Juden aus Breslau (mit Gästen) So 11.00; Once Upon

aTime in...Hollywood So 17.00; Frau SternSo20.00

Thalia Potsdam (✆ 03 31/743 70 20) Salmas Geheimnis

Sa 13.45; Shaundas Schaf: UFO-Alarm13.45, So a. 16.15;

Fritzi 13.45; Wenn wir erst tanzen Sa 14.30, So 12.30; Porträt

einer jungen Frau in Flammen 20.45, Sa a. 15.45,Soa.

11.45; Verteidiger des Glaubens 15.45; Das perfekte Geheimnis

15.45, 18.15, 20.45, So a. 11.30; Invisible Sue

16.30, So a. 10.45; Parasite 17.45, 20.30; Deutschstunde

18.15; Der Glanz der Unsichtbaren Sa 18.30, So 14.15;

Systemsprenger 20.45; NurejewSo11.15; Preview: Unsere

Lehrerin, dieWeihnachtshexe So 14.00; Preview: Marianne

&Leonard So 18.30

UCI Luxe Potsdam Center (✆ 03 31/233 70) Mein Lotta-

Leben 11.00; Maleficent 11.00, 13.55, 16.45; Das perfekte

Geheimnis 11.00, 14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 19.30,

19.40, 23.00; Angry Birds 211.00, 13.50; AToy Story

11.00; Shaun das Schaf 11.15, 14.10; Die Addams Family

11.15, 14.10; Bayala 11.15, 14.20; Ich war noch niemals

in New York 13.40, 16.40, 19.50; Everest 13.50, 17.10;

Terminator 16.30, 19.45,Saa.23.00; Der König der Löwen

16.50; Joker 16.55, 19.55, Sa a. 20.15, 23.00; 3D: Die

Addams Family 17.15; 3D: Maleficent 19.50, Sa a. 23.00;

Es II Sa 22.40; Halloween Haunt Sa 23.00; Gemini Man Sa

23.00, So 19.35; Dem Horizont so nah So 19.40; Joker(OF)

So 20.00

UMLAND

ALAFalkensee (✆ 033 22/279 88 77) Die Addams Family

Sa 13.00, 15.10, So14.45; Das perfekte Geheimnis

17.15, 20.00; Exhibition on Screen: Gauguin from the National

Gallery, London (OmU) So 12.30

Capitol Königs Wusterhausen (✆ 033 75/46 97 77)

Nurejew17.15; Der Glanz der Unsichtbaren 20.00

CineStar Wildau (✆ 04 51/703 02 00) Das perfekte Geheimnis

14.00, 17.00, 20.00, Sa a. 23.00, So a. 12.00;

Shaun das Schaf: UFO-Alarm 14.30; Gut gegen Nordwind

14.30; Everest 14.30; Dora und die goldene Stadt 14.30,

So a. 12.10; Ich war noch niemals in New York 14.45,

17.00, 20.00; Die Addams Family 14.45, 17.30, Soa.

12.00; Angry Birds 214.45, So a. 12.30; Maleficent: Mächte

der Finsternis 14.50, 17.00; Bayala –Das magische Elfenabenteuer

15.00, 17.20, So a. 12.00; Joker 17.00,

20.00, Sa a. 23.15; Dem Horizont so nah 17.00; Terminator

–Dark Fate 17.15, 20.15, Sa a. 23.00; 3D: Maleficent:

Mächte der Finsternis 17.30, 19.45; ScaryStories to Tell in

the Dark 17.45, 20.15, Sa a. 22.45; Es II 19.40, Sa a.

22.30; 3D:Gemini Man 19.45; Halloween Haunt 20.15, Sa

a. 23.00; Angel Has Fallen Sa 20.15; Once Upon aTime in...

Hollywood Sa 22.25; Fast &Furious: Hobbs &Shaw Sa

22.50; Ad Astra –Zuden Sternen Sa 23.00; ReadyorNot?

–Auf die Plätze, fertig, tot Sa 23.15; Playmobil So 12.15;

Downton Abbey So12.15; Der König der Löwen So 12.15;

Mein Lotta-Leben –Alles Bingomit Flamingo!So12.20; Pets

II So 12.25; Terminator –Dark Fate (OF) So 20.15

Filmpalast Bernau (✆ 033 38/70 54 54) Invisible Sue

12.45; Maleficent: Mächte der Finsternis 12.45, 15.00; Die

Addams Family 12.45, 15.30; Das perfekte Geheimnis

15.00, 17.45, 20.30; Terminator –Dark Fate 17.45, 20.30;

3D: Maleficent: Mächte der Finsternis 17.45, 20.30

Filmpalast Oranienburg (✆ 033 01/70 48 28) Der König

der Löwen 12.15; Shaun das Schaf: UFO-Alarm12.30; Dora

und die goldene Stadt 12.45; Angry Birds 213.00; Die Addams

Family 14.30; Maleficent 14.45, 17.15; Das perfekte

Geheimnis 15.00, 17.30, 20.00, Sa a. 22.30; Ich war noch

niemals in NewYork 15.15, 17.45; 3D: Die Addams Family

16.15; Terminator –Dark Fate 18.00, 20.15, Sa a. 23.00;

3D: Maleficent Sa 19.45; Joker20.30, Sa a. 23.10; Justice

–Verstrickt im Netz der Macht 23.00; Bruce Springsteen:

WesternStars So 20.00

Linden-Kino Wusterhausen (✆ 03 39 79/145 93) Everest

Sa 14.00, So 16.15; Downton Abbey Sa16.00, So 14.00;

Dem Horizont so nah 18.15; Joker20.15

Movieland Erkner (✆ 033 62/36 68) Shaun das Schaf:

UFO-Alarm 15.00; Angry Birds 2Sa15.45, So 11.00; Ich

war noch niemals in NewYork 17.00, So a. 13.15; Systemsprenger

Sa 18.00, So 20.30; Joker 20.00, So a. 18.00;

Matinee: Royal Opera House London: Don Giovanni So

10.30; Everest So 15.45

BÜHNE

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

19.30: Medea

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

19.30: Don Quijote

DT-Kammerspiele (& 28 44 12 25)

19.30 Box: Vater;20.00: Alte Meister

Kleines Theater (& 821 20 21)

18.00: Die Rechnung

Komödie im Schiller Theater (& 88 59 11 88)

18.00: Rio Reiser –Mein Name ist Mensch

Maxim Gorki Theater (& 20 22 11 15)

17.00 Studio: 4. Berliner Herbstsalon: The Making-of

18.00: 4. Berliner Herbstsalon: Rewitching Europe

Neuköllner Oper (& 68 89 07 77)

20.00: Giovanni. Eine Passion (STEGREIF.orchester

und Neuköllner Oper)

Radialsystem (& 288 78 85 88)

17.00: DabkeCommunity Dancing (Medhat Aldaabal

(Tanz), Ali Hasan (LivePercussion)

Renaissance-Theater (& 312 42 02)

20.00: Marias Testament

20.00: Deutsches Symphonie-Orchester Berlin, Ltg.

Sir Roger Norrington, Mozart: Symphonie Nr.38D-Dur

„Prager“; Martinu: Symphonie Nr.3

Philharmonie/Kammermusiksaal (& 25 48 81 32)

18.00: Hauptstadtsinfonieorchester,Olaf Ott, Mario

Montes Aguilera, Kumsal Germen (Posaune), Hannah

Caroline (Violoncello) u. a., Ltg.Rodolfo Barraez,

Jugend dirigiert

Pierre Boulez Saal (& 47 99 74 11)

15.00: Jordi Savall (Viola da Gamba) &LeConcert

des Nations, Barocktage2019, HenryPurcell:Suite

aus „The FairyQueen“sowie Werkevon Matthew

Lockeund RobertJohnson

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

20.00: FelixReuter,Die verflixte Klassik, Klassik mal

anders

KINDER

Deutsches Theater (& 28 44 12 25)

17.00: Der kleine König Dezember(ab 6J.)

Komische Oper Berlin (& 47 99 74 00)

16.00: Jim Knopf und Lukasder Lokomotivführer

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Schaubühne (& 89 00 23)

19.30 Saal C: DankeDeutschland

20.00: Amphitryon

Schlosspark Theater (& 78 95 66 71 00)

16.00:Ruhe! Wirdrehen!

Staatsoper Unter denLinden (& 20 35 45 55)

18.00: Barocktage: Dido &Aeneas(Sasha Waltz &

Guests und Akademie für Alte Musik Berlin)

19.30 Alter Orchesterprobensaal: Linden 21: Love,

youson of abitch

TIPI am Kanzleramt (& 39 06 65 50)

19.00: Dazwischen (Florian Paul &die Kapelle der

letzten Hoffnung)

KABARETT/VARIETÉ

Admiralspalast (& 22 50 70 00)

19.00: Stresssituation 2019 (KurtKrömer)

Bar jeder Vernunft (& 883 15 82)

19.00: Die 5glorreichen Sieben

BKA (& 202 20 07)

20.00: Schöner Denken (Marcus Jeroch)

Chamäleon (& 400 05 90)

18.00: OutofChaos (Gravity &OtherMyths)

Distel (& 204 47 04)

19.30: Die AfDer-Show-Party zum heißen Wahlherbst

(Tilman Luckeund Henning Ruwe)

Estrel Showtheater (& 68 31 68 31)

17.00: Stars in Concert

Friedrichstadt-Palast (& 23 26 23 26)

15.30: Vivid

Quatsch Comedy Club (& 47 99 74 13)

17.00: Die LiveShow

Stachelschweine (& 261 47 95)

18.00: Viel Tunnel am Ende des Lichts

StageBluemax Theater Berlin (& 018 05 44 44)

18.00: Blue Man Group –The Show

StageTheater des Westens (& 018 05 44 44)

14.30: Mamma Mia! –Das Musical

Wühlmäuse (& 30 67 30 11)

16.00: Lust (Lars Reichow)

20.00: Meschugge(Frank Fischer)

KLASSIK

Berliner Dom (& 20 26 91 36)

20.00: Norddeutsche Philharmonie Rostock, Ernst-

Senff-Chor,Ltg.Julien Salemkour,Verdi: Requiem

Emmauskirche (& 61 69 31 -0)

20.00: 20 Jahre concentus alius –homophilharmonisches

Orchester Berlin, Ltg.Christiane Silber,

Jubiläumskonzert, Moderation: Victoria Tafferner

–Tschaikowsky: 5. Sinfonie e-Moll op. 64; Strauss:

Fledermaus-Ouvertüre; Fauré: Pavane op. 50 u.a.

Heilig-Kreuz-Kirche Kreuzberg (& 69 40 12 41)

Konzerthaus Berlin (& 203 09 21 01)

16.00 Kl.Saal: Kammerorchester der Kösliner

Philharmoniker,LichterfelderChorkreis, Frauenchor

Spandau, Solist*innen, Ltg.Karol Borsuk,135 Jahre

Lichterfelder Chorkreis –Jubiläumskonzert

Philharmonie (& 25 48 83 01)

11.00: 70 Jahre „Freunde der Berliner Philharmoniker“

–Eine Jubiläums-Matinee

16.00: Cantus Domus,Chor des Jungen Ensembles

Berlin, Solisten: Matthias Goerne, Maria Bengtsson,

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, Ltg.Vladimir

Jurowski, Schütz: „Diemit Tränen säen“, Psalm 84 für

8-stimmigen Chor und Basso continuo; Brahms: Ein

deutsches Requiem op. 45

Staatsoper Unterden Linden (& 20 35 45 55)

11.00, 12.30 Apollosaal:Barocktage: Vorunserer Zeit

Theater an der Parkaue (& 55 77 52 52)

11.00, 16.00: Die fürchterlichen Fünf(ab 5bis 9J.)

LITERATUR/VORTRAG

Berliner Ensemble (& 28 40 81 55)

11.00: Matinée: Berliner Manuskripte, Literatur und

Musik, Gespräche, Gedanken, Begegnungen. Mod.:

Knut Elstermann

Distel (& 204 47 04)

18.00: Peter Hacks: Geschichten vonOnkel Titus und

Henriette, mit Carmen-Maja &Jennipher Antoni

Pfefferberg Theater (& 939 35 85 55)

18.00: Waswollen die denn hier?, Lucas Vogelsang,

Joachim Król

Schloss Schönhausen (& 033 19 69 42 00)

15.00: DiePuppe im Grase, Kat Menschik

Volksbühne Berlin (& 24 06 57 77)

20.00 Grüner Salon: Reformbühne Heim &Welt –Zu

Gast: Isabel Bogdan &Blockflöte des Todes

KONZERT

Festsaal Kreuzberg (& 551 50 65 87)

20.00: Thurston Moore, support: Rattle

Haus der Berliner Festspiele (& 25 48 91 00)

Jazzfest Berlin: 17.00 Kassenhalle: Albert-Mangelsdorff-Preis,

19.00: KIM Collective, Anthony Braxton’s

ZIM Music, Marc Ribot, Jazzfest Berlin

Tagestipp

Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 29 · ·

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KINO

SONNTAG

Sie gehen hin und weinen

I nder Philharmonie musiziert amSonntagnachmittag das RSB unter der

Leitung vonVladimir Jurwoski; es erklingen Johannes Brahms’„Ein deutsches

Requiem“ und zwei Chorwerkevon Heinrich Schütz: „Wie lieblich sind

deine Wohnungen“ und „Die mit Tränen säen“ −geistliche Vertonungen, die

komponiertwurden, um Hinterbliebenen Trost zu spenden. Ob das wohl im

Ernstfall funktioniert?„Sie gehen hin und weinen“, heißt es in dem Psalm Davids,

und Schütz stapelt einen klagenden Trauergesang aufeinander, Stimmen,

die einander stützen, sich erheben und zum Akkordzusammenfinden.

Doch dann zerfliegt das Klanggebilde und wirdaufgescheucht, weil es nicht

vonDauer sein kann. Mitgeradezubrutaler Frohgemut geht es weiter:„und

tragen edlen Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.“

Manmuss bereit sein für diesen Trost. Am Sonnabend voreinem Jahr ist unser

Kollege und Freund Dirk Pilz gestorben. Wirdenkenanihn. Ulrich Seidler

Zuversicht den Lebenden So, 16 Uhr,Philharmonie, Restkarten an der Abendkasse

Trauern und Trösten

KLAUS LEIDORF

Alpgeister

Es gab eine Zeit, in der die Menschen davon überzeugt waren,

dass es zwischen Himmelund Erde mehr gab,als das,was sie sehen

und anfassen konnten. Bis heute sind besonders die Berge,

mit ihren wilden Tälern und Schluchten, mit ihren Höhlen und

ursprünglichen Wäldern, Schauplatz unerklärlicher Phänomene

und geheimnisvoller Kräfte. Ein moderner Heimatfilm zwischen

Berchtesgadener Land und Allgäu.

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THEATER DES WESTENS

UNESCO

KULTUR

WELTPREIS


30 Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019

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TV-Programm am Sonnabend

Tagesschau 24

10.15 Markt 11.00 Nachrichten 11.15 Hier ist

es zu laut! 12.00 Nachrichten 12.15 Weniger ist

mehr 13.00 Nachrichten 13.15 Erst die Miete,

dann die Moral? 14.00 Nachrichten 14.15

Plastikmüll statt Mode 15.00 Nachrichten 15.30

Mähdreschermit Köpfchen 16.00 Nachrichten

16.30 Weltbilder 17.00 Nachrichten 17.30

Panorama 18.00 Nachrichten 18.30 Zapp

19.00 Nachrichten 19.30 Mama ist im Himmel

20.00 Tagesschau 20.15 Plötzlich dunkel 21.00

Tagesschau 21.02 Blackout –und dann? 21.45

Blackout Berlin 22.15 Der Zoo 22.45 Abschied

vonAddai 23.15 Mama ist im Himmel 23.45

Tagesschau vor20Jahren 0.00 Tagesthemen

ONE

5.40 Brisant 6.20 Hartaber herzlich 7.05 Die

Landärztin: Ausheiterem Himmel. Arztreihe, D/A

2007 8.35 Pampa Blues. Tragikomödie, D2015

10.05 Waswir wussten –RisikoPille. Drama, D

2019 11.35 Brisant 12.15 extra3. Der Irrsinn

des Glaubens 12.45 Die Oma-Opa-Mama-Papa-

Guck-mal-Show 13.15 Hustle –Unehrlich währt

am längsten 14.05 Denver-Clan ohne Maske

15.05 Hot in Cleveland 17.55 Für immer

Adaline. Romanze, USA 2015 19.40 Brisant

20.15 Der Irland-Krimi: Mädchenjäger.

Krimireihe, D2019 21.45 Naokos Lächeln.

Drama, J2010 23.45 Totoder Torte. Krimikomödie,

GB 2007 1.10 Nuhr im Ersten

ZDF NEO

5.15 Gätjens großes Kino 5.30 (für HG)

Serengeti 7.55 (für HG) Faszination Erde –mit

Dirk Steffens 9.25 (für HG) Rätselhafte

Phänomene 10.55 (für HG) Ungelöste Fälle der

Archäologie 12.25 Die glorreichen 10 13.50 (für

HG) Verlorenes Wissen 15.20 (für HG) Die Spur

des Geldes 16.50 Die glorreichen 10 17.35 An

Tagen wie diesen 18.20 Sketch History 18.45

Dinner Date 19.30 (für HG) Mit 80 Jahren um

die Welt 20.15 Chuck und Larry –Wie Feuer und

Flamme. Komödie, USA 2007 22.00 Drop Zone.

Thriller,USA 1994 23.35 Thursday–Ein

mörderischerTag.Thriller,USA 1998 0.45 Drop

Zone. Thriller,USA 1994 2.20 Unit 42

ZDF INFO

5.30 Glaubenskrieg um Abtreibung 6.10

Missbrauch im Indianerreservat 6.55 Menschenhandel

und Ausbeutung Zwangsprostitution in

Amerika 7.40 Warten auf den Weltuntergang

8.25 Amerikas verzockte Renten 9.10 Ermittler!

9.38 heute Xpress 9.40 Mörderjagd 13.25

Ermittler! 15.00 Mörderjagd 17.15 (für HG) Die

gezielte Manipulation 17.45 (für HG) Staatsfeinde

in Uniform 18.15 Völkische Siedler 19.00

Störfall AfD 19.45 Chemnitz 20.15 Rechtsrock in

Deutschland 21.00 ZDF-History 21.40 (für HG)

Die Welt der Reichsbürger 22.25 Die Arier.

Dokumentarfilm, D2013 0.00 Aufder Spur des

rechten Terrors 0.40 Mörderjagd

Radio

KLASSIK

10.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Klassik-Pop-et cetera Am Mikrofon: Der Pianist

Aaron Pilsan, ca. 55 Min.

18.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Kammermusik Die Polonaisen vonFrédéric

Chopin. Mit Dirk Hühner,ca. 56 Min.

19.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Oper Musikfest Berlin, Philharmonie Berlin:

Antonín Dvorák: „Rusalka“ –Oper in drei Akten

auf Märchen vonKarel Jaromír Erben and Bozena

Nemcová /Libretto: JaroslavKvapil, ca. 175 Min.

HÖRSPIEL

9.04 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Feature Entrechtet: Die Akte „Harry und Claire

Herzfeld“. VonWolfgang Bauernfeind, ca. 31 Min.

11.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Gesichter Europas Wind vonrechts in Südtirol.

Mit Reportagen vonKirstin Hausen, ca. 55 Min.

11.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6.4 MHz)

Lesart Das politische Buch: Schöne neue

Online-Welt –Bequemlichkeit mit Nebenwirkungen.

Mit Werken vonIngrid Brodnig /Adrian Lobe

/ Jens Dirksen, ca. 55 Min.

18.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Feature Die Sklavenvon Mauretanien. VonThilo

Guschas und Mahmoud Tawfik, ca. 55 Min.

20.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Hörspiel Hörspiel des Monats: In Stanniolpapier.

Nach einer wahren Begebenheit. VonBjörnSC

Deigner,ca. 115 Min.

MAGAZIN

9.05 Deutschlandfunk Kultur (89.6 MHz)

Im Gespräch Livemit Hörern: Wastun gegen

Hetze und Hass im Netz?, ca. 115 Min.

9.10 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Das Wochenendjournal RennstreckeInnenstadt:

Kräftemessen auf deutschen Straßen. Am

Mikrofon: Manfred Götzke, ca. 50 Min.

16.30 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Forschung aktuell 50 Jahre Internet, ca. 30 Min.

17.05 Deutschlandfunk (97.7 MHz)

Streitkultur Ein unmoralischesAngebot: Muss

Kunst anständig sein? Die Schriftstellerin Thea

Dornund der Journalist und Buchautor Till

Briegleb im Gespräch, ca. 25 Min.

JAZZ /BLUES

19.30 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

The Voice Die US-amerikanische Jazzsängerin

June Christy.Mit Lothar Jänichen, ca. 30 Min.

20.05 RBB KULTURRADIO (92.4 MHz)

Konzert Jazzfest Berlin 2019 live. Moderation: Ulf

Drechsel, ca. 235 Min.

ARD

7.35 (für HG) Anna und die Haustiere 7.50 (für

HG) Checker Can 8.15 (für HG) neuneinhalb

8.25 (für HG) Die Pfefferkörner 9.50 (für HG)

Tagesschau 9.55 (für HG) Eisbär,Affe &Co.

11.30 (für HG) Gut zu wissen 12.00 (für HG)

Tagesschau 12.05 (für HG) Die Tierärzte –Retter

mit Herz 12.55 (für HG) Tagesschau 13.00 (für

HG) Im Taldes Schweigens. Heimatfilm, D2004

14.30 (für HG) Göttliche Funken. Drama, D2014

16.00 (für HG) Wwie Wissen 16.30 (für HG)

Mama ist im Himmel 17.00 (für HG) Tagesschau

17.10 (für HG) Brisant 17.47 (für HG) Das

Wetter im Ersten 17.50 (für HG) Tagesschau

18.00 (für HG) Sportschau. Fußball 19.57 Lotto

am Samstag 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Schlagerbooom 2019 –

Alles funkelt! Alles glitzert!

Musikshow. Florian Silbereisen präsentiert

die TV-Schlagershowdes Jahres. Dabei

sind unter anderemRoland Kaiser,

Andrea Berg und Howard Carpendale.

23.30 (für HG) Tagesthemen

23.50 (für HG) Das Wort zum Sonntag

23.55 (für HG) Inas Nacht

Musikshow. Gäste: Sebastian Bezzel,

Bettina Tietjen, Celeste

0.55 (für HG) Sabrina

Liebeskomödie, USA 1995

RTL

5.10 Der Blaulicht Report 5.55 Verdachtsfälle.

Doku-Soap. Detektiv ist plötzlich verschwunden /

19-Jähriger will One Night Stand und bekommt

ganze Familie 6.55 Verdachtsfälle. Doku-Soap.

JungeMutter lässt sich auf zweifelhaftes

Mietangebot ein 7.55 Familien im Brennpunkt

8.55 Familien im Brennpunkt 9.55 Familien im

Brennpunkt 10.55 Der Blaulicht Report 11.50

Der Blaulicht Report 12.50 Der Blaulicht Report

13.45 Der Blaulicht Report 14.45 Der Blaulicht

Report 15.40 Der BlaulichtReport. Reality-Soap

16.45 Der Blaulicht Report. Reality-Soap 17.45

Best of ...! 18.45 RTL Aktuell 19.03 RTL Aktuell

–Das Wetter 19.05 Life –Menschen, Momente,

Geschichten. Magazin

20.15 (für HG) Das Supertalent

Castingshow. Die Jury, bestehend aus

Sarah Lombardi, Bruce Darnell und Dieter

Bohlen, sucht noch immer nach dem

außergewöhnlichsten und spektakulärsten

Unterhaltungstalent.

22.40 Take Me Out –Dance Special

Dateshow

23.50 Falscher Hase

1.05 Formel 1

Qualifying zum Großen Preis der USA

2.00 Das Supertalent

4.10 Take Me Out –Dance Special

MDR

16.00 MDR vorOrt 16.25 (für HG) Aktuell 16.30

(für HG) SportimOsten 18.00 (für HG) Heute im

Osten –Reportage 18.15 (für HG) Unterwegs in

Thüringen 18.45 (für HG)Glaubwürdig 18.50 (für

HG) Wetter für 3 18.54 (für HG) Unser

Sandmännchen 19.00 Regionales 19.30 (für

HG) Aktuell 19.50 (für HG) Quickie 20.15 (für

HG) Die Olsenbande steigt aufs Dach.

Gaunerkomödie, DK 1978 21.55 (für HG) Tatort:

Scheinwelten. Krimireihe, D2013 23.25 (für HG)

Aktuell 23.30 (für HG) Marnie. Thriller,USA 1964

1.35 (für HG) Brisant

Bayern

16.15 (für HG) natur exclusiv 17.00 (für HG)

Anna und die Haustiere 17.15 Blickpunkt Sport

17.45 (für HG) Zwischen Spessartund

Karwendel 18.30 (für HG) Rundschau 19.00 (für

HG) Gut zu wissen 19.30 (für HG) Kunst +

Krempel 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für

HG) Nur ein Sommer.Romanze, CH/D 2007

21.45 (für HG) Rundschau Magazin 22.00 (für

HG) Die Rumplhanni. Episodenfilm, D1981

23.45 (für HG) Die Rumplhanni. Episodenfilm, D

1981 1.30 (für HG) Ein Fall vonLiebe –Annas

Baby. Drama, D2014

Vox

5.00 (für HG) Medical Detectives 5.30 Criminal

Intent 6.25 CriminalIntent 7.10 Criminal Intent

8.05 Criminal Intent 9.00 Criminal Intent 9.55

Criminal Intent 10.55 Criminal Intent 11.50

Shopping Queen 12.50 Shopping Queen 13.50

Shopping Queen 14.50 Shopping Queen 15.50

Shopping Queen 16.50 Die Pferdeprofis 18.00

hundkatzemaus 19.10 Der Hundeprofi 20.15 30

Jahre ohne Mauer –Wir sind geflohen! 0.25 (für

HG) Medical Detectives 1.15 (für HG) Medical

Detectives 2.00 (für HG) Medical Detectives

2.45 (für HG) Medical Detectives

Super RTL

9.20 Grizzy &die Lemminge 9.40 Jurassic World

10.10 Angelo! 10.40 Pokémon 11.05 Die Tom

und JerryShow 11.30 Bugs Bunny&Looney

Tunes 12.00 Barbie in Schwanensee. Animationsfilm,

USA 2003 13.20 Barbie 13.50 Spirit

14.20 Friends 14.45 Grizzy &die Lemminge

15.00 Scooby-Doo! 17.10 Mighty Mops 17.40

Angelo! 18.10 Bugs Bunny&Looney Tunes

18.40 Woozle Goozle 19.10 Alvinnn!!! 19.40

Super ToyClub 20.15 Das Geisterschloss.

Horrorfilm, USA 1998 22.30 Frisch gepresst.

Komödie, D2012 0.25 Infomercials

Sport1

5.50 SportClips 6.00 Teleshopping 9.15 Die PS

Profis –Mehr Poweraus dem Pott 9.30 Normal

10.00 Teleshopping 12.00 SportQuiz 15.00

Drone Champions League. Highlights Vaduz

16.00 Motorsport. Porsche Mobil 1Supercup,

Magazin 16.30 Drückglück.de –Glück für alle

16.45 Die PS Profis –MehrPower aus dem Pott.

Doku-Soap 19.30 Die PS Profis –10Zylinder

20.15 Stihl Timbersports. Einzel WM 2019 in

Prag,live 22.30 Boxen. Kampfabend aus Koblenz

mit Leon Bunn, live 0.15 SportClips

TV-Tipps

ARTE, 20.15 UHR DOKUMENTATION

Da Vinci, or not Da Vinci?

Das Gemälde „Madonna mit der Spindel“ entstand Anfang des 16. Jahrhunderts,war

bis 1809 verschollen und tauchte bei einer Auktion in

Paris wieder auf. Das Bild galt unter Experten lange Zeit als hervorragende

Kopie aus der Werkstatt Leonardo da Vincis,bis zu dem Tag, an dem der

aktuelle Besitzer das Gemälde einer der weltweit besten Restauratorinnen,

Cinzia Pasquali, anvertraute.Drei Jahrelang wurde das Bild sorgsam gereinigt.

Parallel wurde es vonVincent Delieuvin unter die Lupe genommen, der

im Pariser Louvrefür Leonardos Werkeverantwortlich ist. Er untersuchte

Komposition, Maltechnik, Pigmentstruktur sowie Vorzeichnung und stellte

Vergleiche mit der „Mona Lisa“ sowie „Anna selbdritt“ an. Zahlreiche Indizien

führten zu einer erstaunlichen Hypothese: Das Gemälde wäredemnach

keine Kopie,sondern ein Original aus der Hand des italienischen Meisters.

Doch was ist mit der anderen Fassung der „Madonna mit der Spindel“, die

sich in Schottland befindet? Stammen beide Gemälde aus seiner Hand?

(F/2018)

Foto: ARTE

Anzeige

ZDF, 20.15 UHR KRIMIREIHE

RBB, 0.00 UHR TRAGIKOMÖDIE

The Big Sick

prisma

TV-Magazin pris

Wilsberg: Ins Gesicht geschrieben

Dienstag

neu!

Wilsberg (Leonard Lansink) begleitet

Ekki zu einem Firmenjubiläum

nach Bielefeld, auf das dieser

von einem Freund eingeladen wurde.

Gerade jetzt sorgt die Smartphone-App

„Face23“, die Menschen per Gesichtserkennung

identifiziertund alle im

Netz verfügbaren Informationen zu

einer Person zusammenträgt, dort

für Aufregung. Als ein Video im Netz

kursiert, das Wilsbergs Patentochter

Alex neben einem Toten kniend zeigt,

ist auch der Technikmuffel gezwungen,

sich mit dem Programm auseinanderzusetzen,

denn Alex gerät unter

Mordverdacht.

(D/2019)

Foto: ZDF

Kumail (Kumail Nanjiani) hält sich mit Gelegenheitsjobsüber Wasser und

träumt von einer Karriereals Comedian. Beiseinen Auftritten bekommt

er Lacher für selbstironische Gags auf seine pakistanische Herkunft. Erfolgreicher

als auf der Bühne ist der charmante Kumail im Smalltalk nach der

Show:Mit seinem Wortwitz schafft er es,die Zuschauerin Emily (Zoe Kazan)

auf einen Drink einzuladen. Aus einem One-Night-Stand entwickelt sich

eine Affäre, die beiden eigentlich nicht in ihreLebensplanung passt. Emily

will sich auf ihren Abschluss in Psychologie konzentrieren und Kumail kann

seiner traditionsbewussten Familie schwerlich eine Freundin präsentieren,

die nicht aus der alten Heimat stammt. Dennoch entwickeln beide tiefe

Gefühle füreinander.Doch dann kommt Emily dahinter,dass Kumail ihre

glückliche Beziehung zu Hause verheimlicht und gerade als sie sich trennt,

fällt sie durch eine mysteriöse Krankheit ins Koma ... DerFilm basiertauf der

eigenen Lebensgeschichte von Hauptdarsteller Kumail Nanjiani und seiner

Frau Emily V. Gordon. Sieschrieben gemeinsam das Drehbuch.

(USA/2017)

ZDF

7.55 (für HG) 1, 2oder 3 8.20 (für HG) Robin

Hood –Schlitzohr vonSherwood 8.45 heute

Xpress 8.50 (für HG) Bibi und Tina 9.40 (für HG)

Find me in Paris 10.25 heute Xpress 10.30 (für

HG) Notruf Hafenkante 11.15 (für HG) Soko

Wismar 12.00 heute Xpress 12.05 (für HG)

Menschen –das Magazin 12.15 (für HG) Bettys

Diagnose 13.45 (für HG) Überleben an der

Scheidungsfront: Mann darf sich doch mal irren!

Komödie, D2015 15.13 (für HG) heute Xpress

15.15 (für HG) ZDF Sportextra. Bundesliga:

Eintracht Frankfurt–FCBayern München, live

17.40 (für HG) plan b 18.05 (für HG) Soko

Kitzbühel 19.00 (für HG) heute 19.20 (für HG)

Wetter 19.25 (für HG) Bares für Rares

20.15 (für HG) Wilsberg: Ins Gesicht

geschrieben

Krimireihe, D2019. Mit Leonard Lansink,

Oliver Korittke. Ekki wird nach Bielefeld

zum Firmenjubiläum einesFreundes

eingeladen. Wilsberg begleitetEkki.

21.45 (für HG) Der Staatsanwalt

Krimiserie. Tyrannenmord

22.45 (für HG) heute journal

23.00 (für HG) das aktuelle sportstudio

0.25 heute Xpress

0.30 (für HG) heute-show

Satiremagazin

Sat.1

5.10 Genial daneben –das Quiz 5.55 Genial

daneben –das Quiz 6.50 Genial daneben –das

Quiz 7.50 Genial daneben –das Quiz 8.45

Genial daneben –das Quiz 9.45 Das große

Backen 11.55 Fittest Family Germany 14.05 Auf

Streife 15.00 AufStreife 16.00 AufStreife –Die

Spezialisten. Die Inhaber einesFahrradladens

genießen eigentlich ihre Betriebsfeier. Dann der

Schock: Nacheinander brechen die Partygäste

zusammen. Die Spezialisten stehen voreinem

Rätsel. 16.59 So gesehen 17.00 AufStreife –

Die Spezialisten /oder Sat.1 Bayern-Magazin

18.00 AufStreife –Die Spezialisten 19.00

Grenzenlos –Die Welt entdecken. Magazin 19.55

Sat.1 Nachrichten

20.15 (für HG) Harry Potter und der

Halbblutprinz

Fantasyfilm, GB/USA 2009. Mit Daniel

Radcliffe. In seinem sechstenJahr in

Hogwarts stößt Harry auf ein Buch, das

laut Inschrift dem Halbblutprinzen gehört.

23.10 (für HG) Chroniken der Unterwelt –

City of Bones

Fantasyfilm, USA 2013. Mit Lily Collins

1.45 (für HG) Fright Night 2

Horrorkomödie, USA 2013. Mit Will Payne

3.30 Shadow of Fear

Thriller,USA 2004. Mit MatthewDavis

WDR

13.30 (für HG) Unterwegs im Westen 14.00 (für

HG) SportimWesten. Fußball 3. Liga: Preußen

Münster –Chemnitzer FC, live 16.00 (für HG) Für

immer Kult 16.45 (für HG) Beste Heimathäppchen

17.00 (für HG) Land und lecker 17.45 (für

HG) Kochen mit Martina und Moritz 18.15 (für

HG) WestArt 18.45 (für HG) Aktuelle Stunde

19.30 (für HG) Lokalzeit 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Tatort: Bombengeschäft.

Krimireihe, D2019 21.45 (für HG)

Babylon Berlin 0.40 (für HG) M–Eine Stadt

sucht einenMörder.Thriller, D1931

NDR

12.45 (für HG) Weltreisen 13.15 (für HG) Die

gefährlichsten Schulwegeder Welt 14.00 (für HG)

Sportclub live. 3. Liga: Eintracht Braunschweig

–FCIngolstadt 16.00 (für HG) WaPo Bodensee

16.45 Norderney... mit Judith Rakers 17.30 (für

HG) TimMälzer kocht! 18.00 (für HG) Nordtour

18.45 (für HG) DAS! 19.30 Regionales 20.00

(für HG) Tagesschau 20.15 (für HG) Die jungen

Royals 21.45 (für HG) Die Frau vomCheckpoint

Charlie (1+2/2). Drama, D2007 0.45 (für HG)

Der glücklichste TagimLeben des Olli Mäki.

Boxerfilm, FIN/D/S 2016

Kabel eins

6.20 Numb3rs –Die Logik des Verbrechens 7.15

Numb3rs –Die Logik des Verbrechens 8.10

Numb3rs –Die Logik des Verbrechens 9.05

Unforgettable 10.00 Unforgettable 10.55 (für

HG) Castle 11.50 (für HG) Castle 12.40 (für HG)

Castle 13.35 (für HG) Castle 14.30 (für HG)

Castle 15.25 (für HG) Castle 16.20 kabel eins

news 16.30 Rosewood 17.30 Rosewood 18.25

Rosewood 19.15 Rosewood 20.15 Hawaii Five-0

21.15 Hawaii Five-0 22.15 (für HG) Lethal

Weapon 23.15 Seal Team 0.10 Hawaii Five-0

1.05 Hawaii Five-0 1.50 (für HG) Lethal Weapon

RTLZWEI

5.55 X-Factor:Das Unfassbare 6.40 Infomercial

7.40 Infomercial 8.40 BabyMama. Komödie,

USA 2008 10.30 Einmal ist keinmal. Krimikomödie,

USA 2011 12.15 Die Schnäppchenhäuser

–JederCent zählt 13.15 Die Schnäppchenhäuser

–JederCent zählt 14.15 Die Bauretter 16.15

Zuhause im Glück –Unser Einzug in ein neues

Leben 18.15 Armes Deutschland –Stempeln

oder abrackern? 20.15 Childhood’sEnd –Die

letzte Generation 22.00 Childhood’sEnd 23.40

Mirrors. Horrorfilm, USA 2008 1.45 Vice.

Science-Fiction-Film, GB/USA2015

Eurosport 1

6.55 Snooker.World Open in Yushan. Halbfinale,

live 10.30 Ski Alpin 11.30 Snooker 12.25

Snooker.World Open in Yushan. Halbfinale, live

16.00 Ski Alpin 16.30 Ski Alpin 17.10 Ski Alpin

17.40 Ski Alpin 18.20 Snowboard. FIS Weltcup

2019/20 in Modena. Big Air,live 20.05

Nachrichten 20.10 Snooker.World Open in

Yushan. Halbfinale 22.00 Nachrichten 22.05

Motorrad 22.35 Motorrad 23.00 Motorsport

23.30 Nachrichten 23.35 Snowboard 0.35

Pferderennen. Breeder’sCup, live

RBB

5.15 Berliner Nächte 5.25 (für HG) Panda,

Gorilla &Co. 6.10 Schloss Einstein 6.35 Schlos

Einstein 7.00 (für HG) Lindenstraße 7.30 (für

HG) Sehen statt Hören 8.00 (für HG) Brandenburg

aktuell 8.30 (für HG) Abendschau 9.00 (fü

HG) Eine Mutter für Anna. Melodram, D2005

10.30 (für HG) Dr.Sommerfeld –Alte Träume,

neue Liebe. Arztfilm, D2005 12.00 (für HG)

Verrückt nach Meer 12.45 (für HG) Verrückt nach

Meer 13.35 (für HG) Rund um ... 17.25 Himmel

und Erde 17.55 (für HG) Unser Sandmännchen

18.00 rbb UM6 18.28 rbb wetter 18.30

rbbkultur –Das Magazin 19.00 Heimatjournal

19.27 rbb wetter 19.30 (für HG) Abendschau /

Brandenburg aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Berlin –Schicksalsjahre

einer Stadt

Das Jahr 1988 –inOst-Berlin formiert

sich zunehmend Widerstand gegendie

Staatsmacht, und Bruce Springsteen

rockt Weißensee.

21.45 (für HG) rbb24

22.00 (für HG) Wendezeit

Thriller,D2019. Mit Harald Schrott

0.00 (für HG) The Big Sick

Tragikomödie, USA 2017

1.55 Ego

2.10 rbbkultur –Das Magazin

ProSieben

5.25 2BrokeGirls. Sitcom. Die große Eröffnung

5.45 The Middle. Comedyserie 6.25 (für HG) Two

and aHalf Men. Sitcom 7.45 (für HG) The Big

Bang Theory. Sitcom 9.05 Fresh Off the Boat.

Sitcom. Bitte nur Softball! 9.35 Last Man

Standing.Comedyserie 10.30 BabyDaddy.

Sitcom 11.25 The Middle. Comedyserie.Die

Zeitkapsel 11.50 Mr.Griffin –Kein Bock auf

Schule. Comedyserie 12.45 (für HG) Die

Simpsons.Zeichentrickserie 15.40 (für HG) Two

and aHalf Men. Sitcom. Baseball. Busen. Busen

Baseball. /Tot, tot, Koma, Florida /Ein ganzer

Kerl/Der Resteverwerter der Liebe /Wie man

Alan Harper los wird 18.00 Newstime 18.10 (fü

HG) Die Simpsons 19.05 Galileo

20.15 (für HG) CHiPs

Actionkomödie, USA 2017. Mit Michael

Peña, Dax Shepard. Jonund Frank heuer

bei der California HighwayPatrol an, um

auf den Straßen auf ihren Motorrädern

für Recht und Ordnung zu sorgen.

22.25 (für HG) Dirty Cops –War on Everyone

Actionkomödie, GB 2016. Mit Alexander

Skarsgård, Michael Peña

0.20 (für HG) The Mechanic

Actionfilm, USA 2011. Mit Jason Statham

2.00 (für HG) CHiPs

Actionkomödie, USA 2017

Arte

7.00 Stadt Land Kunst Spezial 7.40 (für HG)

360° 9.15 (für HG) Zu Tisch 9.45 Afrika –Von

Bäumen und Tieren 12.00 Wiedererstarkte

Wildnis 13.25 (für HG) Kinabatangan –Der

Amazonas des Ostens 15.40 Stadt Land Kunst

Spezial 16.20 (für HG) Die freundlichen

Islamisten? 17.15 Arte Reportage 18.10 Mit

offenen Karten 18.25 360° 19.10 Arte Journal

19.30 (für HG) Zum Sterben schön! 20.15 (für

HG) Da Vinci, or not Da Vinci? 21.45 Mysteriöse

Bakterienkiller 22.40 Killer-Keime 23.35

Streetphilosophy 0.05 Square Idee

3Sat

13.15 (für HG) quer 14.00 (für HG) Kunst +

Krempel 14.30 Ländermagazin 15.00 Natur im

Garten 15.30 (für HG) Muschel, Mariscos und

spanische Fjorde 16.00 Pyrenäen 16.45 (für

HG) Leben auf dem Vulkan 17.30 (für HG) Auf

Doktor komm raus. Komödie, D2010 19.00 (für

HG) heute 19.20 Die Welt der Brüder Humboldt

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 Bésame

mucho 21.50 Kunst hoch 2 22.35 Mariss

Jansons, das BRSO und Sarah Wegener mit

Werken vonStrauss und Brahms 0.15 (für HG)

Deutschland, deine Künstler

Phoenix

11.15 Mein Nordirland 11.30 (für HG) Angriff au

die Demokratie 12.15 Ist Europa noch zu retten?

13.00 Streit um Nordstream213.30 Tabuthem

Einsamkeit 14.15 Moselgeschichte(n) 15.00 Di

Elbe 15.45 Ein Mann, ein Fluss, ein Abenteuer!

16.45 Die Neiße 17.15 Die Anden Ecuadors

18.00 Die Osterinsel 18.45 Die Anden der Inkas

19.30 Leben mit dem großen Bären 20.00 (für

HG) Tagesschau 20.15 Planet Deutschland.

Doku-Reihe 22.30 Die Eissurfer vonKamtschatka

23.15 Angst vorTod undTeufel 0.00 Aufstieg

und Fall des Kommunismus

Kika

12.45 Marcus Level 13.10 Marcus Level 13.35

Bobbyund die Geisterjäger.Abenteuerfilm, NL

2013 14.55 (für HG) Robin Hood 15.50 (für HG

Mascha und der Bär 15.55 The Garfield Show

16.35 Operation Autsch! 17.00 (für HG) Timster

17.15 Leider laut 17.40 Shaun das Schaf 18.0

Ein Fall für die Erdmännchen 18.10 (für HG) Der

kleine Drache Kokosnuss 18.35 Ernest &

Celestine 18.47 Baumhaus 18.50 Unser

Sandmännchen 19.00 (für HG) Yakari 19.25 (fü

HG) Checker Tobi 19.50 (für HG) logo! 20.00

(für HG) Kika Live 20.10 Leider lustig

Dmax

5.35 Historyinthe Making 6.00 Die Aquarium-

Profis 6.50 Infomercial 8.50 MegaShippers

9.50 Infomercial 10.15 Caravaning &Cooking:

Brian auf großer Tour 10.45 House Hunters

11.15 Classic Remise 12.15 Der Geiger 13.15

Chris &Mäx 14.15 BaggageBattles 15.15 Die

Aquarium-Profis 17.15 Die Baumhaus-Profis

19.15 Die Blockhaus-Profis 20.15 Steel Buddie

21.15 Savage Builds 22.15 UFOs –Zwischen

Wahrheit und Verschwörung 23.15 Der Feind in

meinem Körper 0.15 Savage Builds


Berliner Zeitung · N ummer 255 · 2 ./3. November 2019 31

· ·

·······················································································································································································································································································

TV-Programm am Sonntag

ARD

10.03 (für HG) Voneinem, der auszog,das

Fürchten zu lernen. Märchenfilm, D2014 11.00

(für HG) Das blaue Licht. Märchenfilm, D2010

12.00 (für HG) Tagesschau 12.03 (für HG)

Presseclub 12.45 (für HG) Europamagazin 13.15

(für HG) Tagesschau 13.30 (für HG) Liebe am

Fjord –Das Ende der Eiszeit. Liebesmelodram, D

2011 15.00 (für HG) Bleib bei mir.Gesellschaftskomödie,

D2009 16.30 (für HG) Die

Elche vonMatsalu 17.15 (für HG) Tagesschau

17.30 (für HG) Echtes Leben 18.00 (für HG)

Sportschau 18.30 (für HG) Bericht aus Berlin

18.49 Gewinnzahlen Deutsche Fernsehlotterie

18.50 (für HG) Lindenstraße 19.20 (für HG)

Weltspiegel 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Tatort: Lakritz

Krimireihe, D2019. Mit Axel Prahl.

Hannes Wagner ist in Münster eine

Institution. Oder besser gesagt: Er war es.

Denn am Morgen nach seinem Dienstjubiläum

liegt er tot in seiner Wohnung.

21.45 (für HG) Anne Will

22.45 (für HG) Tagesthemen

23.05 (für HG) ttt –titel thesen

temperamente

23.35 (für HG) Druckfrisch

0.05 (für HG) Die Mitte der Welt

Drama, D/A 2016. Mit Louis Hofmann

RTL

5.10 Der Blaulicht Report 5.40 Familien im

Brennpunkt 6.30 Familien im Brennpunkt 7.30

Familien im Brennpunkt 8.25 Die Superhändler

–4Räume, 1Deal 9.25 Die Superhändler –

4Räume, 1Deal 10.20 Die Superhändler –

4Räume, 1Deal 10.45 UndercoverBoss 11.40

UndercoverBoss. Die nickocruises Flussreisen

GmbH ist ein Anbieter vonKreuzfahrten in Europa

und Asien. Guido Laukamp, der Chef des

Unternehmens, heuertfür eine Woche als

Handwerker auf seinen Schiffen an. 12.40 Das

Supertalent 14.45 Bauer sucht Frau 16.45

Explosiv –Weekend 17.45 Exclusiv –Weekend

18.45 RTL Aktuell 19.03 Wetter 19.05 Formel 1.

Countdown zum Großen Preis der USA

20.00 Formel 1

Das Rennen zum Großen Preis der USA,

live. Eine Runde des „Circuit of The

Americas“ misst 5,516 Kilometer und

besteht aus 20 Kurven–davon elf links

und neun rechts herum.

21.55 Formel 1

Siegerehrung und Highlights

22.25 (für HG) Lara Croft: Tomb Raider

Actionfilm, USA/GB/J/D 2001. Mit

Angelina Jolie, JonVoight

0.15 Adam sucht Eva

1.10 Der Blaulicht Report

MDR

15.00 (für HG) SportimOsten. Handball: DHfK

Leipzig –SCMagdeburg,live 17.00 (für HG)

Aktuell 17.10 (für HG) In aller Freundschaft –Die

jungen Ärzte 18.00 (für HG) Aktuell 18.05 (für

HG) In aller Freundschaft 18.52 (für HG) Unser

Sandmännchen 19.00 Regionales 19.30 (für

HG) Aktuell 19.50 (für HG) Kripo live 20.15 (für

HG) Ein Abend für Hans-Joachim Preil 21.45 (für

HG) Aktuell 22.05 (für HG) Sportschau 22.25

(für HG) MDR Zeitreise 22.55 (für HG)

Gorbatschow–Eine Begegnung.Dokumentarfilm,

GB 2018 0.25 Die DDR im Herbst 1989

Bayern

14.00 (für HG) Querbeet 14.30 (für HG) Bayern

erleben 15.15 (für HG) Landfrauenküche 16.00

(für HG) Rundschau 16.15 (für HG) Euroblick

16.45 Kreuzer trifft ... 17.15 (für HG) Schuhbecks

Küchenkabarett 17.45 Regionales 18.30

(für HG) Rundschau 18.45 (für HG) Bergauf-

Bergab 19.15 (für HG) Unter unserem Himmel

20.00 (für HG) Tagesschau 20.15 (für HG)

Komödienstadel 21.45 Blickpunkt Sport 23.00

(für HG) Rundschau Sonntags-Magazin 23.15

(für HG) Aufbairisch g’lacht! 0.00 (für HG) Nur

ein Sommer.Romanze, CH/D 2007

Vox

5.25 Criminal Intent –Verbrechen im Visier 6.10

Criminal Intent –Verbrechen im Visier 7.05

Criminal Intent –Verbrechen im Visier 7.55

Criminal Intent –Verbrechen im Visier 8.50

Criminal Intent –Verbrechen im Visier 9.45

Criminal Intent –Verbrechen im Visier 10.30

Criminal Intent –Verbrechen im Visier 11.25 30

Jahre ohne Mauer –Wir sind geflohen! 16.00

Bitte folgen! 17.00 auto mobil 18.10 Detlef &

Nicole –100 Tage wir 19.10 Hot oder Schrott

20.15 (für HG) Grill den Henssler 23.35

Prominent! 0.10 (für HG) Medical Detectives

Super RTL

9.40 Jurassic World 10.10 Angelo! 10.40

Pokémon 11.05 Die Tomund JerryShow 11.30

Bugs Bunny&LooneyTunes 12.00 Der kleine

Vampir.Animationsfilm, DK/D/NL 2017 13.20

Barbie 13.50 Barbie und ihre Schwesternin: Die

große Hundesuche. Animationsfilm, USA 2016

15.00 Die Tomund JerryShow 15.15 Angelo!

17.10 Mighty Mops 17.40 Angelo! 18.10 Bugs

Bunny&LooneyTunes 18.35 Woozle Goozle

19.05 Alvinnn!!! 19.45 Tomund Jerry 20.15

(für HG) Grease. Musikfilm, USA 1978 22.20

Cold Justice 0.05 Infomercials

Sport1

8.00 Antworten mit Bayless Conley 8.30 Die

Arche-Fernsehkanzel 9.00 Hattrick Pur 9.30

BundesligaPur 11.00 Der Check24 Doppelpass

13.30 BundesligaPur –Lunchtime 15.00

Basketball. Basketball Löwen Braunschweig –

Gießen 46ers, live 16.45 Sport1 News 17.00

Eishockey.Düsseldorfer EG –Schwenninger Wild

Wings, live 19.30 Die 2. Bundesliga 20.45

StorageHunters 22.15 Die Trödel-Checker 23.15

Die PS Profis –MehrPower aus dem Pott 23.45

Drückglück.de –Glück für alle 0.00 SportClips

ZDF

8.35 (für HG) Löwenzahn 9.00 heute Xpress

9.03 (für HG) sonntags 9.30 (für HG) Katholischer

Gottesdienst 10.15 (für HG) Kreuzfahrtins

Glück: Hochzeitsreise nach Neuseeland.

Schiffsreihe, D/A 2007 11.43 heute Xpress

11.45 (für HG) Bares für Rares –Lieblingsstücke

13.45 Du ahnst es nicht! 14.30 (für HG) heute

Xpress 14.35 (für HG) Man lernt nie aus.

Komödie, USA 2015 16.30 (für HG) planet e.

17.00 (für HG) heute 17.10 (für HG) ZDF

SportReportageExtra 18.00 (für HG) ZDF.

reportage 18.30 (für HG) TerraXpress 19.00 (für

HG) heute 19.10 (für HG) Berlin direkt 19.28

(für HG) Aktion Mensch Gewinner 19.30 (für HG)

TerraX:Das Eiszeit-Rätsel

20.15 (für HG) Rosamunde Pilcher: Meine

Cousine, die Liebe und ich

Romanze, D2019. Mit Valerie Huber,Max

Befort. Die Autorin Holly Shawwird von

der Öffentlichkeit für tot gehalten. Davon

will ihr Manager profitieren.

21.45 (für HG) heute journal

22.15 (für HG) Trapped II –

Gefangen in Island

Krimiserie

23.45 ZDF-History

Der 9. November

0.30 heute Xpress

Sat.1

5.20 AufStreife 5.45 AufStreife 6.45 AufStreife

7.45 So gesehen –Talk am Sonntag 8.05 Mord

mit Ansage–Die Krimi-Impro Show 9.00 (für HG)

The Voice of Germany 12.05 (für HG) Chroniken

der Unterwelt –City of Bones. Fantasyfilm, USA

2013 14.25 (für HG) Harry Potter und der

Halbblutprinz. Fantasyfilm, GB/USA 2009. In

seinem sechsten Jahr in Hogwarts stößt Harry

Potter auf ein altes, mysteriöses Buch, das laut

Inschrift dem Halbblutprinzen gehört. Der Fund

gibt viele ungeahnte Details über Lord Voldemort

preis, und die Freunde Hermine, Ron und Harry

erfahren immer mehr über die Vergangenheit des

dunklen Zauberers. 17.30 Hochzeit auf den

ersten Blick 19.55 Sat.1 Nachrichten

20.15 (für HG) The Voice of Germany

Castingshow. Live-Showdown #1: Je zwei

Talente aus Team Alice, Team Sido, Team

Mark und Team Rea kämpfen noch um

den Titel. Im Halbfinale greift zudem das

Online-Team ins Geschehen ein.

23.20 (für HG) Genial daneben

Comedyshow. Rateteam: Hella von

Sinnen, Wigald Boning,Michael Kessler,

Martin Rütter,Katrin Bauerfeind

0.15 The Voice of Germany

2.50 The Voice: Comeback Stage bySEAT

3.00 Auf Streife –Die Spezialisten

WDR

10.45 (für HG) Köln vonunten 11.30 (für HG)

Flussgeschichten 12.30 (für HG) Ein Hausboot

zum Verlieben. Liebesfilm, D’09 14.00 (für HG)

Hallo Schatz 14.45 (für HG) Menorcas stille

Magie 15.30 (für HG) 2für 300 16.00 (für HG)

Wunderschön! 16.45 (für HG) Käthe Kruse.

Biografie, D/A ’15 18.15 (für HG) Tiere suchen

ein Zuhause 19.10 (für HG) Akt. Stunde 19.30

(für HG) Westpol 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Wunderschön! 21.45 (für HG)

Sportschau 22.15 (für HG) Die letzte Instanz

23.15 (für HG) Babylon Berlin 0.40 Rockpalast

NDR

10.30 buten un binnen 11.00 (für HG) Hallo

Niedersachsen 11.30 (für HG) NDR Talk Show

13.30 (für HG) Die Ernährungs-Docs 14.15 Rute

raus, der Spaß beginnt! 14.45 (für HG) Die fünf

Geparde 15.30 (für HG) Klosterküche 16.00

Lieb &Teuer 16.30 Iss besser! 17.00 Bingo!

18.00 (für HG) Rund um den Michel 18.45 (für

HG) DAS! 19.30 Regionales 20.00 (für HG)

Tagesschau 20.15 (für HG) Die Weser 21.45

Sportschau 22.05 (für HG) Die NDR Quizshow

22.50 (für HG) Sportclub 23.35 (für HG)

Sportclub Story 0.05 (für HG) Flieg mit mir!

Kabel eins

5.30 Eureka 6.10 Eureka 7.05 Eureka 8.05

Eureka 9.00 Abenteuer Leben Spezial –Jugend

kann nicht kochen 11.00 Rosins Restaurants –

Ein Sternekoch räumt auf! 13.00 Rosins

Restaurants –Ein Sternekoch räumt auf! 15.00

Mein Lokal, Dein Lokal –Der Profi kommt 16.00

kabel eins news 16.10 Mein Lokal, Dein Lokal

–Der Profi kommt 17.10 Mein Lokal, Dein Lokal

–Der Profi kommt 18.10 Mein Lokal, Dein Lokal

–Der Profi kommt 19.10 Mein Lokal, Dein Lokal

–Der Profi kommt 20.15 Trecker Babes 22.20

Abenteuer Leben am Sonntag 0.20 Mein Revier

RTLZWEI

7.10 Einmal ist keinmal. Krimikomödie, USA ’11

8.55 Infomercial 9.55 X-Factor:Das Unfassbare

10.50 X-Factor:Das Unfassbare 11.40 X-Factor:

Das Unfassbare 12.35 X-Factor:Das Unfassbare

13.35 X-Factor:Das Unfassbare 14.35 X-Factor:

Das Unfassbare 15.30 X-Factor:Das Unfassbare

16.30 X-Factor:Das Unfassbare 17.25 X-Factor:

Das Unfassbare 18.20 X-Factor:Das Unfassbare

19.20 X-Factor:Das Unfassbare 20.15 Beim

ersten Mal. Liebeskomödie, USA ’07 22.55

Straight Outta Compton. Biografie, USA ’15 1.45

Beim ersten Mal. Liebeskomödie, USA ’07

Eurosport 1

6.55 Snooker.World Open in Yushan. Das Finale,

live 10.00 Ski Alpin 11.15 Legenden Hautnah

11.45 Camps to Champs 12.15 PowerOfOne

12.45 Ski Alpin 13.25 Ski Alpin. FIS Weltcup

2019/20 in Sölden. Riesenslalom Männer,2.

Lauf 14.05 Leichtathletik 15.05 Leichtathletik.

NewYork City Marathon, live 18.05 Bahnradsport

19.50 Nachrichten 19.55 Snooker.World Open

in Yushan. Das Finale 22.00 Nachrichten 22.05

Motorrad 22.45 Motorrad 23.25 Nachrichten

23.35 Ski Freestyle 0.30 Snowboard

TV-Tipps

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PROSIEBEN, 20.15 UHR ABENTEUERFILM

Kong: Skull Island

Die Insel Skull Island gibt den Menschen Rätsel auf. Daher beschließt Bill

Randa (John Goodman), im Jahr 1973 mit einem Team den Mysterien

auf den Grund zu gehen. Unter dem Schutz einer Militärtruppe um Lieutenant

Colonel Packard begibt sich unter anderem auch der Fährtenleser

James Conrad auf die Suche nach urzeitlichen Wesen. Doch schon vor der

eigentlichen Ankunft muss die Gruppe feststellen, dass ihnen ein riesiger

Affe zum Problem werden könnte. Dieser hat den Helikopter des Teams attackiert.

Doch er ist nicht das einzige Monster auf Skull Island ... DieGeschichte

um King Kong wurde bereit in vielen Werken behandelt. Bei „Skull Island“

handelt es sich aber nicht um eine Fortsetzung einer dieser Umsetzungen.

Stattdessen geht es allgemein um das Mysterium um den Riesenaffen.

(USA, VN/2017)

Foto: ProSieben

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Patientenforum

Dienstag, 12.11.2019, 18.00 Uhr

Casino der Park-Klinik Weißensee, Schönstraße 80, 13086 Berlin

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030/96 28 –4166oder mail@park-klinik.com

Weitere Informationen auf www.park-klinik.com

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NORMALVARIANTE –MITTEL mittel

1 2 6

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MitDIAGONALEN-schwer

MIT –SCHWER

4 6 8

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5 6

1 3

an der

PARK-KLINIK WEISSENSEE

Herzwochen 2020:PlötzlicherHerztod –

Wiekannman sich davorschützen?

Derplötzliche Herztod ist selten einschicksalhaftes Ereignis. Informieren

Sie sich,wer Risikopatient ist,was Sie fürsich tunkönnen oderwie Sie im

Fall derFälle anderen helfen können.

Referent: Dr.med. Bernd Windorfer, Oberarzt Abteilung Kardiologie

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7 8 2 4 9 3 5 1 6

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5 3 7 9 2 4 6 8 1

1 4 6 5 3 8 7 2 9

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4 5 8 3 7 9 1 6 2

2 6 3 8 4 1 9 5 7

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SCHWER schwer

7 1 3 9 5 6 2 8 4

2 8 9 4 3 1 6 7 5

4 6 5 7 8 2 1 9 3

8 2 7 3 1 5 4 6 9

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6 5 1 2 9 4 7 3 8

1 7 8 5 2 3 9 4 6

5 3 6 1 4 9 8 2 7

9 4 2 6 7 8 3 5 1

RBB

5.55 (für HG) Benni, der Lausebengel.

Familienfilm, NL 2011 7.20 (für HG) Brisant

8.00 (für HG) Brandenburg aktuell 8.30 (für HG)

Abendschau 9.00 (für HG) Mit mir nicht, Madam!

Komödie, DDR 1969 10.30 (für HG) Dr.

Sommerfeld –Zwischen allen Stühlen. Arztfilm, D

2005 12.00 (für HG) Akte Ex 12.45 (für HG)

Morden im Norden 13.35 Heimatjournal 14.00

(für HG) Tierarztgeschichten 14.45 (für HG) Berlin

16.15 (für HG) In aller Freundschaft –die jungen

Ärzte 17.05 (für HG) In aller Freundschaft 17.50

(für HG) Unser Sandmännchen 18.00 rbb UM6

18.30 rbb Gartenzeit 19.00 Täter –Opfer –Polizei

19.30 (für HG) Abendschau /Brandenburg

aktuell 20.00 (für HG) Tagesschau

20.15 (für HG) Gefragt –Gejagt

Quizshow. Vier Kandidaten spielen gegen

einen Quizchampion, den „Jäger“. Dabei

müssen sie im Kampf gegendie Zeit

Wissensfragen beantworten. Der „Jäger“

versucht hingegen, sie zu verlocken.

21.45 (für HG) rbb24

22.00 Sportschau

22.20 (für HG) Herbststimmen

23.05 (für HG) Liebe Nina ...

23.30 (für HG) Sperrmüll

Dokumentarfilm, D1990

0.50 Chronik der Wende

ProSieben

5.25 Mom. Sitcom. Schlimmer geht’simmer

5.45 (für HG) Twoand aHalf Men. Sitcom.

Baseball. Busen. Busen. Baseball. 6.15 (für HG)

Twoand aHalf Men. Sitcom. Tot, tot, Koma,

Florida 6.40 (für HG) Twoand aHalf Men.

Sitcom. Ein ganzer Kerl 7.05 (für HG) Twoand a

Half Men. Sitcom. Der Resteverwerter der Liebe

7.35 Eine schrecklich nette Familie. Sitcom. Das

Geburtstagsgeschenk 8.05 Eine schrecklich nette

Familie. Sitcom. Sex, Video, Al und Peggy 8.35

Galileo 9.40 Galileo 10.40 Galileo 11.50 (für

HG) The Voice of Germany 15.00 ran Football:

NFL London Games: Jacksonville Jaguars –Houston

Texans, live 18.55 Newstime 19.05 (für HG)

Galileo. Magazin

20.15 (für HG) Kong: Skull Island

Abenteuerfilm,USA/VN 2017. Mit Tom

Hiddleston, Samuel L. Jackson. Ein

Expeditionsteam macht sich auf in die

Tiefen des Südpazifiks, auf die

unerforschte Insel „Skull Island“.

22.35 (für HG) Fluch der Karibik

Abenteuerkomödie, USA 2003. Mit

JohnnyDepp, GeoffreyRush

1.20 (für HG) Kong: Skull Island

Abenteuerfilm,USA/VN 2017

3.15 Watch Me –Das Kinomagazin Spezial:

Midway –Für die Freiheit

Arte

9.15 Die sieben Leben des Elvis Presley 10.50

(für HG) VomBauen in den Bergen 11.15 Vox

Pop 11.45 Verschollene Filmschätze 12.45 (für

HG) Winter des Schreckens 13.40 (für HG) Da

Vinci, or not Da Vinci? 15.10 Leonardo da Vinci

16.05 Metropolis 16.50 Verdis „Requiem“ mit

Riccardo Muti 18.25 (für HG) Zu Tisch 18.55 (für

HG) Karambolage 19.10 Arte Journal 19.30 (für

HG) Bali Spirit 20.15 (für HG) Der Stellvertreter.

Drama, F/D 2002 22.20 Der Schauspieler Ulrich

Tukur –Träumerund Suchender 23.15 Alles mit

links 0.10 (für HG) splash! Festival 2019

3Sat

11.25 (für HG) Das Geheimnis der Wüstenelefanten

12.05 (für HG) Wüstenschiffe 12.50 Die

Wüstenpferde Namibias 13.35 (für HG)

Wüstenkönige 14.20 (für HG) Die Wüstenlöwen

der Namib 15.05 (für HG) Red Dog –Ein Held

auf vier Pfoten. Komödie, AUS/USA 2011 16.30

(für HG) Eine Erde –viele Welten 17.15

Faszinierende Erde 18.00 Der Flug des Phoenix.

Abenteuerfilm, USA 1965 20.15 Lawrence von

Arabien. Abenteuerfilm, GB/USA 1962 23.45

Himmel über der Wüste. Melodram, GB ’90 1.55

Der Flug des Phoenix. Abenteuerfilm, USA 1965

Phoenix

7.30 Die Eissurfer vonKamtschatka 8.15

Moselgeschichte(n) 9.00 Die Elbe 9.45 Ein

Mann, ein Fluss, ein Abenteuer 10.45 Die Neiße

11.15 augstein und blome 11.30 phoenix

persönlich 12.00 Presseclub 12.45 Presseclub

nachgefragt 13.00 forum demokratie 14.00

Aufstieg und Fall des Kommunismus 17.00

Planet Deutschland 19.15 Die Eissurfer von

Kamtschatka 20.00 (für HG) Tagesschau 20.15

Aufgeklärt 21.00 Kriminelle Karrieren 21.45 Der

Fall Amanda Knox 22.30 Wenn Frauen morden

23.15 heute-show 0.00 extra3

Kika

13.20 Halvdan, der Wikinger.Abenteuerfilm, S/D

2018 14.50 (für HG) WirKinder aus dem

Möwenweg 15.00 (für HG) Hexe Lilli 15.45

SimsalaGrimm 16.35 (für HG) Paula und die

wilden Tiere 17.00 (für HG) 1, 2oder 3 17.25

The Garfield Show 18.00 Ein Fall für die

Erdmännchen 18.10 Der kleine Drache

Kokosnuss 18.35 Ernest &Celestine 18.47

Baumhaus 18.50 Sandmännchen 19.00 (für

HG) Yakari 19.25 Pur+ 19.50 (für HG) logo!

20.00 (für HG) Erde an Zukunft 20.10 (für HG)

Kummerkasten 20.35 Schau in meine Welt!

Dmax

5.35 Historyinthe Making 6.00 Die Aquarium-

Profis 6.50 Infomercial 8.50 Strandhaus gesucht

9.50 Infomercial 10.15 Outback Truckers 12.15

Caravaning &Cooking 12.45 King of Bacon

13.15 Die Schatzsucher 14.15 Goldrausch in

Australien 15.15 Goldrausch am Yukon 17.15

Steel Buddies 18.15 Asphalt-Cowboys 19.15

Euro Truckers 20.15 Goldrausch 21.15

Australian Gold 22.15 Die Blockhaus-Profis

23.15 Home Rescue 0.15 Goldrausch 1.10

Australian Gold 2.00 Naked Survival XXL

Tagesschau 24

11.00 Nachrichten 11.15 Leben in der Stadt

12.00 Nachrichten 12.15 Mex 13.00

Nachrichten 13.15 Pulverfass Nordirland 14.00

Nachrichten 14.15 Presseclub 15.00 Nachrichten

15.30 Europamagazin 16.00 Nachrichten

16.30 Wwie Wissen 17.00 Nachrichten 17.30

Panorama 18.00 Nachrichten 18.30 extra3

19.00 Nachrichten 19.30 7Tage... 20.00

Tagesschau 20.15 Mensch, bin ich toll 20.45

Mensch, bin ich toll 21.15 Tagesschau 21.17

Ulrich Timm im Gespräch 21.45 Mensch, bin ich

toll 22.15 MDR Kultur –Das Filmmagazin 22.35

Bericht aus Berlin 22.55 Extra 23.00 Tagesthemen

23.20 Weltspiegel 0.00 Tagesthemen

ONE

5.10 Alfred Hitchcock präsentiert: Krimiserie. Ein

Portrait vonJacqueline. 5.40 Hustle –Unehrlich

währtamlängsten 6.30 Für immer Adaline.

Romanze, USA 2015 8.15 Lindenstraße 8.45

Lindenstraße 10.45 Denver-Clan ohne Maske

11.45 Die Oma-Opa-Mama-Papa-Guck-mal-

Show 12.15 Quarks 13.00 BingoimKopf.

Komödie, D2019 14.30 Sabrina. Liebeskomödie,

USA 1995 16.30 kinokino shortcuts 16.35

Hartaber herzlich 19.45 Lindenstraße 20.15

Echte Bauernsingen besser.Komödie, D2019

21.45 Tatort: Lakritz. Krimireihe, D2019 23.15

Lindenstraße 23.45 Tatort: Lakritz. Krimireihe, D

2019 1.15 Naokos Lächeln. Drama, J2010

ZDF NEO

6.35 (für HG) Russland vonoben 8.05 (für HG)

Faszination Erde 9.35 (für HG) Der große Bluff

10.20 (für HG) Fwie Fälschung 11.45 (für HG)

Der Raub der Mona Lisa 12.30 (für HG)

Leonardo da Vinci –Was erfand er wirklich?

13.15 (für HG) Sternstunden der Evolution mit

Dirk Steffens 15.30 Die glorreichen 10 16.15

(für HG) An Tagenwie diesen 17.00 Death in

Paradise 18.45 (für HG) Father Brown 20.15 (für

HG) Jesse Stone –Alte Wunden. Kriminalfilm,