93. Spengler Cup Davos - Jahrbuch 2019 (50-er Jahre)

spenglercupdavos

Das 4. Jahrbuch des Spengler Cup Davos wirft einen Blick auf die 1950er-Jahre. Gerne an diese Zeit erinnern sich der heute 92-jährige Markus Egen, der den Spengler Cup 1952 mit dem EV Füssen gewann, und der 81-jährige Philippe Lacarrière, der 1959 und 1960 mit der ACBB Paris triumphierte. Die Dekade brachte insgesamt sechs verschiedene Sieger hervor und sie beendete die Zeit der Besenmänner. Die fleissigen Helfer wurden durch eine Eismaschine ersetzt. Ihnen wird das Titelbild des Jahrbuches 2019 gewidmet.

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JAHRBUCH 2019


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: Inhaltsverzeichnis

OK-Präsident

Marc Gianola

Schweizer Nationalratspräsidentin

Marina

Carobbio Guscetti

Weltverbandspräsident

René Fasel

1950 – 1959:

Zeit des Aufbruchs

Glanz und Gloria

Sieger von damals

Das Goldene Buch

Emotionen pur

2019: Das sind die Teams

PRESENTING PARTNER GOLD PARTNER OFFICIAL BROADCASTER

Impressum

Herausgeber des Jahrbuchs 2019

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

Herbert Batliner Haus

Eisbahnstrasse 2

7270 Davos Platz, Schweiz

Redaktion

Lüchinger Est., Kommunikation mit Stil

www.luechinger.li

Grafik und Gestaltung

Leone Ming Est., Intensive Brand

www.leoneming.com

Druck

Buchdruckerei Davos AG

www.budag.ch

Titelbild

Keystone (Eisreinigung mit Besen beim Eröffnungsspiel

zwischen dem EV Füssen und dem Hockey Club

Davos, anlässlich des Spengler Cup 1954.)

Bilder

Keystone Schweiz

Havelka Zdenek, CTK Photobank (S. 20, unten)

Privatarchiv Reto Stirnimann (S. 26, oben)

Archiv HC Salavat Yulaev (S. 27, S. 28)

Archiv TPS Turku (S. 29, S. 31)

Archiv HC Ocelári Trinec (S. 33, S. 35)

Lüchinger Est. (S. 43)

Red Bull Content Pool (S. 51)

SRF/Thomas Züger (S. 55, rechts)

SRF/Ueli Christoffel (S. 55, links)

Fotostudio Samer, Füssen (S. 60, S. 61)

Pierre-Yves Beaudouin (S. 67)

Maurice Parrée (S. 72, S. 74)

Weitere Privatarchive

Inserate

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

www.spenglercup.ch

Auflage

6 000 Exemplare

© Spengler Cup Jahrbuch 2019

Hockey Club Davos AG

Spengler Cup Davos

Herbert Batliner Haus / Eisbahnstrasse 2

7270 Davos Platz, Schweiz

Die in diesem Buch veröffentlichten

Beiträge, Daten, Bilder, Grafiken und Layout

sind urheberrechtlich geschützt.

Die Vervielfältigung bedarf der ausdrücklichen

Genehmigung der Redaktion und des Verlags.


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Partners since 1985


: Marc Gianola

OK-Präsident Spengler Cup Davos

« Mit Blick auf die Geschichte freuen wir uns sehr, dass in diesem Jahr der amtierende

tschechische Meister HC Ocelári Trinec am Spengler Cup teilnehmen wird. Für spannende

Duelle sorgen aber auch die anderen Topvereine. So begrüssen wir aus dem

Land des amtierenden Weltmeisters den finnischen Traditionsverein TPS Turku sowie

die russischen Spieler von Salavat Yulaev Ufa – ein Spitzenteam aus der Kontinental

Hockey League. Spengler Cup-Premiere feiert der Traditionsclub HC Ambrì-Piotta.

Auch Publikumsliebling Team Canada und der Gastgeber Hockey Club Davos sind Garant

für spannende Duelle. Ich freue mich sehr über dieses starke Teilnehmerfeld, danke

allen Partnern für die Unterstützung und freue mich, viele Eishockeyfreunde zu

spektakulären Spielen in Davos zu begrüssen.»


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: Marina Carobbio Guscetti

Schweizer Nationalratspräsidentin

« Ich bin stolz darauf, dass die Schweiz und der Spengler Cup

Davos den ältesten internationalen Eishockeywettbewerb nach dem

Stanley Cup veranstalten. Die 93. Ausgabe des Spengler Cup wird

die Weihnachtszeit auch dieses Jahr beleben. Mein Herz schlägt

für den HC Ambrì-Piotta. Mein Traum aber ist es, dass sich dieser

prestigeträchtige Cup eines Tages auch für Eishockeyspielerinnen

öffnen wird. Frauen, die professionell Eishockey spielen, verdienen

es, unter besten Bedingungen ihr Können unter Beweis stellen zu

dürfen und unsere Herzen höherschlagen zu lassen.»


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: René Fasel

Präsident der International Ice Hockey Federation ( IIHF )

« Auch dieses Jahr wartet am Spengler Cup eine bunte Mischung aus attraktiven Mannschaften

darauf, das Publikum zu begeistern. Ob russischer Zauber vom Team aus Ufa,

die nordamerikanische Härte des Team Canada, die Mannschaft aus Turku, aus dem Land

des Weltmeisters, der Club aus Trinec, Gastgeber der Juniorenweltmeisterschaft 2020,

oder Lokalkolorit mit dem heimischen Hockey Club Davos – es wird für jeden etwas dabei

und eine Freude sein, das Turnier mitzuerleben. Und mit den Fans des HC Ambrì-Piotta

dürfte die sonst schon spezielle Spengler Cup-Atmosphäre noch ein Stückchen grandioser

werden.»


: Zeit des Aufbruchs


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1950 – 1959: ZEIT DES AUFBRUCHS

13

: Fünf verschiedene Sieger und

das Ende der Besenmänner

In den 1950er-Jahren wurde um den dritten Spengler Cup-Pokal, gestiftet von der

Landschaft Davos, gekämpft. Aus diesem Nachkriegsjahrzehnt gingen insgesamt sechs

Sieger hervor – mit je drei Siegen waren die Schweiz (Hockey Club Davos: 1951, 1957 und

1958) und Italien mit HC Diavoli Rossoneri Milano (1950) und HC Milano Inter (1953 und

1954) die erfolgreichsten Nationen. 1952 ging der Sieg an den EV Füssen, 1955 an Rudá

hvezda Brno und 1959 an den ACBB Paris.

1948 führte die Schweiz die Alters- und

Hinterbliebenenversicherung (AHV) ein,

1951 kam die erste Waschmaschine

Europas auf den Markt und 1953 sendete

das Schweizer Fernsehen an fünf

Abenden pro Woche aus dem Studio

Bellerive in Zürich. Nachdem die Rationalisierung

1948 aufgehoben worden

war, gab es auch wieder mehr zu essen

und die Löhne stiegen. Zugleich waren

die Eintrittspreise für den Spengler

Cup relativ hoch. So zahlten Kurkarteninhaber

und Mitglieder des Wintersportclubs

6.50 Franken für einen Tribünenplatz

am Spengler Cup, 4.50 Franken

für einen Sitzplatz und 2.50 Franken

für einen Stehplatz. Bei den Finalspielen

kostete ein Platz 50 Rappen mehr, es sei

denn, man erwarb die Karte im Vorverkauf.

Wer weder eine Kurkarte besass

noch Mitglied des Wintersportclubs

war, zahlte 50 Rappen zusätzlich. Um

dies in Relation zu setzen: Ein Schreiner

verdiente damals rund drei Franken pro

Stunde.

Erste Schussstatistik

1951 wurde erstmals eine Schussstatistik

erstellt. Aufgeführt wurden Torschützen,

Vorlagengeber und die Anzahl

der auf die Tore abgegebenen Schüsse.

Der beliebteste Stürmer war der Füssener

Markus Egen. Aus den deutschen

Reihen erschallte es daher frenetisch:

«Egen vor, noch ein Tor!»

Die erfolgreichsten Schützen waren

der Davos-Kanadier Don Mann (sieben

Treffer) und Markus Egen (fünf). Sein

Teamkamerad Wilhelm Bechler musste

den Puck am häufigsten aus dem

Netz fischen (21 Gegentore). Im selben

Jahr wurde erstmals auch eine Lotterie

durchgeführt. Die Losnummer war auf

das Turnierprogramm aufgedruckt, zu

gewinnen gab es eine Moto Guzzi. Mit

Radrennfahrer Hugo Koblet, Landammann

Dr. Karl Laely und Architekt Jack

Lutta zogen drei Wichtelmänner den

Sieger.

Vorboten des Schatzalp-Events

1954 lud der Hockey Club Davos sämtliche

am Turnier teilnehmenden Mannschaften,

Ehrengäste und Journalisten

zu einem gemeinsamen Essen ins Eisbahnrestaurant

ein. 80 Personen folgten der

Einladung. Zur Crème de la Crème zählten

bekannte Persönlichkeiten wie Landammann

Dr. Karl Laely, Dr. Fritz Kraatz

(Ehrenpräsident der Internationalen Eishockey-Föderation,

IIHF), Dr. Max Thoma,

Zentralpräsident des Schweizer Eishockeyverbands,

und Direktor Georg Häsler

vom Kurverein Davos. Die Kanadier

waren durch ihren Wing Commander

John Gellner, einen gebürtigen Österreicher,

vertreten, der EV Füssen durch

Otto Wanner (1964 bis 1992 Präsident

des Deutschen Eishockey-Bundes, langjähriger

Schatzmeister der IIHF sowie

Bürgermeister von Füssen) und die Italiener

durch Schiedsrichter Ignazio Dionisi.

Ein Jahr später, am 29. Dezember

und somit an jenem Tag, an dem heute

jeweils der Schatzalp-Event stattfindet,

unternahmen alle Turnierteilnehmer

und Pressevertreter einen gemeinsamen

Ausflug nach Parsenn und auf den

Weissfluhgipfel. Dank der Föhnaufhellung

hatten sie einen prächtigen Rundblick

in die Bergwelt.

30-Jahr-Jubiläum mit drei

Landesmeistern

Das Jubiläum 1955 wurde mit den Landesmeistern

aus Deutschland (Füssen),

Italien (Milano) und der Tschechoslowakei

(Rudá hvezda Brno) gefeiert. Bei

einem neuerlichen Sieg winkte den Italienern

nun die Möglichkeit, den Pokal

mit nach Hause zu nehmen. Als haushoher

Favorit ging allerding Rudá hvezda

Brno ins Turnier. Die Italiener hatten

weniger Kanadier in ihren Reihen als

bisher, da man den eigenen Spielern mit

Rücksicht auf die Olympischen Spiele in

Italien mehr Aufmerksamkeit schenkte.

Diese Entscheidung schwächte die

Spielstärke von Milano, was jedoch weitgehend

dadurch wettgemacht wurde,

dass der HC Diavoli Rossoneri in der

Meisterschaft pausierte und seine italienischen

Spieler an die anderen Clubs,

: Ein Spieler vom HC Lausanne sitzt auf der Strafbank

– aufgenommen 1950.


Spengler Cup Davos 2019

darunter auch Milano Inter, auslieh. So

gehörte Milano weiterhin zu den starken

kontinentalen Teams und durfte

weder vom deutschen Meister Füssen

noch von Davos unterschätzt werden.

Kein Turnier 1956

Das Turnier von 1956 war auf den 11. bis

13. Januar 1957 verlegt worden, wurde

dann aber Anfang November 1956 abgesagt.

Ursachen dafür waren organisatorischer

Natur. Schon seit Jahren

war die Unterbringung der Mannschaften

in den letzten Dezembertagen sehr

schwierig: 15 bis 20 Personen (Mannschaften

inklusive Begleitung) zu dieser

Jahreszeit im gleichen Hotel zu

beherbergen, erwies sich als nahezu

unmöglich. Eine Verschiebung auf Mitte

Januar war angesichts der langjährigen

Tradition keine befriedigende Lösung.

Ganz abgesehen davon, dass man dann

Mindereinnahmen hätte in Kauf nehmen

müssen, weil im Januar kaum mit demselben

hohen Besucheraufkommen wie

in den letzten Dezembertagen zu rechnen

gewesen wäre. Zudem stiess dieses

Datum auf Terminschwierigkeiten bei

den Mannschaften – zum Beispiel hätte

Füssen auf eine Teilnahme verzichten

müssen. Deshalb wurden nochmals

Versuche gestartet, die Mannschaften

unterzubringen – wieder ohne Erfolg.

Hinzu kam der Umstand, dass sich der

Hockey Club Davos, dessen finanzielle

Situation sich erst noch konsolidieren

musste, nicht zu weit aus dem Fenster

lehnen wollte. Die jeweiligen Defizite dieses

Clubs waren vorwiegend auf den

: Der Spengler Cup – bereits 1954 ein Zuschauermagnet.


1950 – 1959: ZEIT DES AUFBRUCHS

15

grossen finanziellen Aufwand zurückzuführen,

den eine Organisation des

Spengler Cup mit sich brachte. Im Zusammenhang

mit einem neuen Kurtaxengesetz

wurde allerdings auch über

eine zweckgebundene Sporttaxe diskutiert.

Die Idee dabei war, mit diesen zusätzlichen

Steuereinnahmen alle internationalen

Sportveranstaltungen wie

Eislaufkonkurrenzen, Skirennen oder

auch den Pferdesportanlass Concours

Hippique zu unterstützen.

Deutsches Spitzenteam fehlt

1957 war das Teilnehmerfeld so stark

wie lange nicht mehr. Doch es fehlte ein

deutsches Spitzenteam, was bedauerlich

war, denn der Spengler Cup war nach

dem Ersten Weltkrieg eigens dafür gestiftet

worden, den damaligen Zentralmächten

die Möglichkeit zu geben, gegen

ehemalige feindliche Nationen bei sportlichen

Wettkämpfen anzutreten. Auch

die Westschweiz war mit keinem Team

vertreten. Allerdings war es sehr erfreulich,

dass die Skandinavier mit einem

schwedischen und einem norwegischen

Team am Turnier teilnahmen.

Älteste Tribüne der Schweiz

Aufgrund des guten Teilnehmerfeldes

rechnete man bereits vor Turnierbeginn

mit dem Ausverkauf der Tribünenplätze.

Der Hockey Club Davos verfügte

damals nur über seine mehr als 30 Jahre

alte Miniaturholztribüne, die älteste

Eishockeyzuschauertribüne der gesamten

Schweiz – mit 150 Plätzen. Auch die

Unterbringung der Mannschaften war

immer noch ein Problem. So wurden beispielsweise

die Schweden auf vier Hotels

aufgeteilt: «Des Alpes», «Mon Repos»,

«Schweizerhof» und «Bahnhof».

Neue Uhr sorgt für Diskussionen

Die neu synchronisierte Uhr der Firma

Longines funktionierte jedoch ausgezeichnet.

Dennoch gab sie Anlass zu

Diskussionen. Da die grosse Hauptuhr,

die für jedermann sichtbar war, und ein

Chronometer gewöhnlicher Grösse, der

sich als Reserveuhr am Zeitmessungspult

befand, im Verlauf des Spiels kleine

Diskrepanzen aufwiesen, legte der

Zürcher SC bezüglich des Spiels gegen

Davos Beschwerde ein. Der Zürcher

: Szene vor dem ACBB-Goalie, aufgenommen 1959

im Spiel gegen den Hockey Club Davos.

Protest wurde schlicht mit der Begründung

abgewiesen, allein die Hauptuhr

sei massgebend.

Eiswischmaschine ersetzt Besenmänner

– und so manche Widrigkeit

Als ganz besondere Attraktion führte

der ehemalige Springermeister Geri

Keller anstelle der alten Besenmänner

eine neue Eiswischmaschine vor. Sie

bewährte sich genauso wie die neuen

Abschrankungen aus Holz, dank der

die Banden frei von Zuschauerellbogen

blieben.

Schinkenbrot und Ovomaltine

Manches Mal war die Anreise härter

als das Spiel: Erst eine Dreiviertelstunde

vor der ersten Partie trafen

die Schweden 1957 nach 48-stündiger

Reise in Davos ein. Sie stärkten sich mit

einem Schinkenbrot und einer Ovomaltine

und gewannen schliesslich vor 1400

Zuschauern das Gruppenspiel gegen

den ZSC mit 5 : 2. Im Anschluss an dieses

Turnier wurden erste Gespräche über

eine Kunsteisbahn in Davos geführt.

Extrazüge und erste Farbfotos 1958

Die Rhätische Bahn (RhB) setzte erstmals

Extrazüge zum Spengler Cup ein,

und es gab ein weiteres Novum: Fotos

der Spieler wurden von einigen Fotografen

nun in Farbe gemacht.

1959 – erster französischer Sieg

Mit einem 9 : 0 gegen Nacka Stockholm

feierte der ACBB Paris den ersten französischen

Spengler Cup-Sieg und startete

damit die Serie von drei Triumphen

in Folge.

453 Mann bei Rettungsarbeiten

93-stündige Suche nach Verschütteten

Das bis dahin schwerste Lawinenunglück am Weissfluhjoch stellte in der Altjahrwoche

1955 die sportlichen Highlights am Spengler Cup in den Schatten. Sechs

Lawinenhunde und 26 Rettungskolonnen mit 453 Mann waren in die Rettungsarbeiten

involviert, bei denen mit 270 Sondierstangen nach den sechs Vermissten

gesucht wurde. Erstmals wurde auch ein Minensuchgerät der Schweizer Armee

eingesetzt, um einen Verschütteten in einer Lawine zu finden. Zwei Personen überlebten

die Lawine, doch vier liessen in ihr ihr Leben. Das letzte Opfer konnte erst

nach 93-stündiger Suche gefunden werden.


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1950 – 1959: ZEIT DES AUFBRUCHS

17

: Erste Livebilder zum 30-Jahr-Jubiläum

1955, zwei Jahre nach Beginn des Fernsehbetriebs in der Schweiz und pünktlich zum

30. Spengler Cup, konnten Eishockeyfans den Spengler Cup erstmals live vor dem Fernseher

verfolgen, nachdem die Schweizer Television schon über Monate Richtstrahlversuche

aus Davos unternommen hatte.

Doch bis dahin war es ein langer Weg:

Die Fernsehgeschichte in der Schweiz

begann 1939. Anlässlich der Landesausstellung

«Landi39» in Zürich gab es die

ersten öffentlichen Fernsehversuchsdemonstrationen.

1953 sendete das

Schweizer Fernsehen an fünf Abenden

pro Woche ein rund einstündiges Programm,

das gefilmtem Radio und damit

einer Art Fernsehversuchsbetrieb aus

dem Studio Bellerive im Zürcher Seefeld-Quartier

gleichkam. Noch im selben

Jahr wurde die erste Tagesschau

mit zwei Berichten ausgestrahlt. Sie

handelten von der Eröffnung des Flughafens

Kloten und der Radbahn-Weltmeisterschaft

in Zürich.

1954 erster Reportagewagen

Das Fernsehen fand praktisch unter

Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Radio und Zeitung waren bis dato die

Medien, mit denen sich die Schweizer

Bevölkerung begnügten. Die jährliche

TV-Empfangsgebühr betrug satte 40

Franken, Gaststätten zahlten gar das

Dreifache. Am 1. Mai 1954 wurde in Zürich

der erste Reportagewagen mit

drei Kameras in Betrieb genommen. Die

Anschaffungskosten beliefen sich auf

460 000 bis 500 000 Franken. Voll beladen

wog der 7,2 Meter lange und 2,3 Meter

breite Wagen acht Tonnen. Die Höhe

von 3,2 Metern ermöglichte bei Aufnahmen

vom Dach eine ausgedehnte Sicht.

War er unterwegs nach St. Moritz oder

Davos, fieberten alle mit, ob er auch

dort ankäme. Die Geburtsstunde der

Eurovision waren die Liveübertragungen

im Zusammenhang mit der Europäischen

Fernsehwoche vom ersten

Blumenfest in Montreux (6. Juni 1954)

und von der Fussball-Weltmeisterschaft

im Juni und Juli 1954. Es war die

erste Weltmeisterschaft überhaupt, die

im Fernsehen zu sehen war. Das Richtstrahlnetz

erstreckte sich über 600

Kilometer und verband in acht Ländern

44 Sender. Weltweit sahen das Turnier

etwa 90 Millionen Menschen vor rund

vier Millionen Schwarz-Weiss-Fernsehern.

Premiere mit Tücken

Am 24. Dezember 1955 war in der Davoser

Zeitung zu lesen, die Schweizer

Television habe dank der geglückten

Richtstrahlversuche Davos als höchstgelegenen

Start der Television auserkoren.

Am 29. Dezember 1955 war

es dann so weit: Die Fernsehzuschauer

konnten anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums

des Spengler Cup erstmals beim

Davoser Traditionsturnier dabei sein.

Die Schwarz-Weiss-Bilder wurden als

Eurovision in sechs Ländern ausgestrahlt.

Doch schon im Vorfeld war klar,

dass die Lichtverhältnisse sich nicht für

eine Liveübertragung eignen würden.

: Die Richtstrahlantenne der mobilen Fernsehstation

auf der Weissfluh wurde aufgestellt, um Sportsendungen

aus Davos und Arosa zum Fernsehsender

auf dem Zürcher Uetliberg zu übertragen.

Das Fernsehen sah sich gezwungen, die

Beleuchtung auf eigene Faust auf Vordermann

zu bringen. Die Kosten dafür

beliefen sich auf rund 20 000 Franken.

Und auch während des Wettkampfs

lief nicht alles glatt: Die hin und wieder

über das Spielfeld ziehenden Nebelwolken

bereiteten den Fernsehpionieren

Bauchschmerzen.

1958 definitiver Fernsehbetrieb

1957 gewährte der Bundesrat der Schweizerischen

Radiogesellschaft (SRG) eine

Fernsehkonzession. Diese trat am 1. Januar

1958 in Kraft und die SRG startete

den definitiven Fernsehbetrieb 1958

mit deutsch- respektive französischsprachigen

Sendungen aus Zürich und

Genf. Erst 1961 kamen mit dem Tessiner

Fernsehen italienische Beiträge dazu.

Kommentator macht Gymnastik

Ab 1960 sendete die SRG regelmässig

Fernsehbilder vom Spengler Cup in die

Schweizer Stuben und auch die ARD

übernahm Bilder aus Davos. Am Anfang,

so wird überliefert, arbeitete man mit

einer Führungskamera und einer Bildqualität,

die heutigen Fernsehmachern

und Zuschauern einen Schauer über

den Rücken jagen würden. Der Kommentator

Jan Hiermeyer (erster Sportchef

des Fernsehens der deutschen und rätoromanischen

Schweiz von 1958 bis

1962) soll in eine Wolldecke gehüllt auf

einem Erdhaufen gesessen und sich

mit gelegentlicher Gymnastik gegen die

beissende Kälte auf der offenen Eisbahn

beholfen haben.

Aber schon damals traute man sich, am

Spengler Cup mit neuen Technologien

zu experimentieren, und allen war klar,

dass ein solches Turnier ohne Fernsehberichterstattung

nicht mehr vorstellbar

war.


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1950 – 1959: ZEIT DES AUFBRUCHS

19

: Italien im Eishockeyfieber

Bei 16 Spengler Cup-Teilnahmen zwischen 1928 und 1961 gelangen den Italienern fünf

Siege – drei in den 50er-Jahren. 1950 triumphierte der HC Diavoli Rossoneri Milano zum

dritten Mal nach 1934 und 1935. Und nach den Siegen von Davos (1951) und Füssen (1952)

verzeichnete der Club aus Mailand 1953 und 1954 nach der Fusion mit dem

HC Milano Inter zwei weitere Erfolge.

Das Finalspiel 1953 trugen HC Milano

Inter und Davos aus. Die ersten beiden

Drittel gingen mit 5 : 2 und 5 : 0 eindeutig

an die Italiener. Sie wurden zwar von

den Davosern vehement angegriffen und

eingeschnürt, aber im Abschluss fehlte

häufig die rasche Reaktion im Zugreifen

und Draufknallen. Zudem liess Davos den

fünf Angreifern der Italiener, darunter

mit Bob Dennison und Jimmy McGeorge

die schnellsten Eishockeycracks der

50er-Jahre, viel zu viel freien Raum. Im

letzten Drittel zeigte Davos dem etwas

sorglos werdenden Gegner dann die Zähne,

biss plötzlich scharf zu und gewann

diesen Abschnitt 4 : 0 – ein Endspurt,

der die 1500 Zuschauer trotz klirrender

Kälte in helle Begeisterung versetzte.

Das Publikum konnte der Davoser Mannschaft

für ein tolles Spiel dankbar sein,

auch wenn der Spengler Cup mit 10 : 6 im

Endspiel in den Süden ging.

Gelungene Mission:

Titelverteidigung 1954

Ein Jahr später kam Titelverteidiger

Milano nach Davos, um den Titel zum

30-jährigen Bestehen des Vereins zu

verteidigen. Um sich gut zu akklimatisieren,

reisten die drei besten Spieler auf

eigene Kosten bereits am 24. Dezember

an. In der Partie gegen die in Deutschland

stationierten kanadischen Flieger

von Royal Canadian Air Force glänzte

der kanadische Sturm von Mailand

mit William Cupolo, George Beach und

Lea Hardy. Weitere Aushängeschilder

des HC Diavoli Rossoneri waren Ernesto

Crotti, Giancarlo Agazzi, Giampiero

Branduardi und Torhüter Vittorio Bolla.

brachten und auch sonst zur allerbesten

Spielklasse gehörten. Die Spieler

der Royal Canadian Air Force waren

allesamt gute Schlittschuhläufer,

doch fehlte es ihnen an der sicheren

Scheibenführung und genügend Mannschaftstraining,

um entsprechende Erfolge

erzielen zu können. So gewannen

die Italiener mit 15 : 1.

Starker eigener Nachwuchs

Wie nach dieser Partie vorauszusehen

gewesen war, gewannen die Mailänder

das Turnier ohne allzu grosse Mühe. Der

deutsche Meister EV Füssen war der

Mannschaft aus Italien ebenso sehr wie

alle anderen Teams in gewissen technischen

Belangen unterlegen. Die Stocktechnik

eines Beach, die Präzision im

Zuspiel und die Sicherheit im Unterbinden

gegnerischer Aktionen in dieser

Vollendung brachten nur Sportler fertig,

die keinen zeitraubenden «Nebenberuf»

hatten und daher über Monate Tag

für Tag an ihrer Technik feilen konnten.

Sicherlich war Füssen eines der weitaus

stärksten kontinentalen Teams, und

rein physisch und schlittschuhläuferisch

standen die Bayern den Turniersiegern

in kaum etwas nach. Allerdings fiel im Direktduell

auf, dass in erster Linie nicht

die kanadischen Stars von Milano die

Tore schossen, sondern die italienischen

Spieler, und dass das Spiel der Linien

überhaupt viel ausgeglichener war als

am Vortag. Da war die zweite Davoser

Linie der zweiten italienischen Garnitur

doch recht gefährlich geworden.

Das Finalspiel fand vor 1800 Zuschauern

statt und endete mit einem 5 : 0 für

Milano Inter gegen den EV Füssen. 1955

strebte die Mannschaft von der Apenninhalbinsel

mit Nachdruck nach dem

Gewinn des Spengler Cup. Rudá hvezda

Brno erwies sich aber als zu stark,

sodass die versuchte Titelverteidigung

nicht von Erfolg gekrönt war.

Bei den Italienern begeisterten aber

auch die jungen clubeigenen Nachwuchsspieler,

die eine ganz ausserordentliche

Geschwindigkeit aufs Eis

: Der Milano-Goalie kam im Finalspiel um den Spengler Cup 1953 gegen den Hockey Club Davos (im hellen

Dress) im letzten Drittel in Bedrängnis. Die Italiener gewannen schliesslich 10 : 6.


1950 – 1959: ZEIT DES AUFBRUCHS

: Tschechoslowaken – eine kaum

zu bezwingende Macht

Der Spengler Cup 1955 war geprägt von der grossen Überlegenheit und vom unangefochtenen

Sieg der tschechoslowakischen Mannschaft Rudá hvezda Brno, die erst zwei

Jahre zuvor als Armeesportclub gegründet worden war. Der grossartige Erfolg des

dreizehnfachen tschechoslowakischen Meisters blieb einzigartig.

Rudá hvezda aus der Stadt Brno (zu

Deutsch Brünn) am südöstlichen Rand

der Böhmisch-Mährischen Höhe setzte

die glorreiche Tradition des nicht mehr

existierenden LTC Prag, unter anderen

politischen Verhältnissen fort. Die

grosse Überlegenheit der Tschechoslowaken

gegen die drei einander praktisch

ebenbürtigen Teams Füssen, Milano und

Davos liess nie wirklich Spannung aufkommen.

Doch es war eine Freude, die

Paradelinie mit Vlastimil Bubník, Bronislav

Danda und Slavomír Barton zu verfolgen.

Milano sorgt für hartnäckigen

Widerstand

Gleich im zweiten Spiel kam es zum Aufeinandertreffen

der beiden vermeintlich

stärksten Teams. Rudá hvezda Brno

stand dem HC Milano Inter gegenüber,

der die Gelegenheit hatte, den dritten

Spengler Cup-Pokal in Serie zu gewinnen.

Milano leistete dem Club aus

Brno – in den ersten 40 Spielminuten

unerwartet hartnäckigen Widerstand

und hätte mit etwas mehr Glück zeitweise

sogar in Führung gehen können. Im

Verlauf der Partie wirkten die Milanesi

jedoch ausgepumpt. So gewann Brno

6 : 2. Dem Spiel Milano Inter gegen Davos

tags zuvor hatte der Schnee die Klasse

genommen. Die Punkte wurden 1 : 1 geteilt

und so hoffte man auf Spannung

für den weiteren Turnierverlauf.

Ganz Davos stürmt zur Eisbahn

Während beim Morgenspiel des dritten

Spieltages (Füssen gegen Milano –

6 : 4) nur 700 Zuschauer vor Ort waren,

stürmten für das Abendspiel (Brno gegen

Davos) 2700 Zuschauer zur Eisbahn.

Selbst Schneefall und Böen hielten

sie nicht davon ab. Die Tschechoslowaken

waren den Schweizern konditionell,

schlittschuhläuferisch, in der Scheibenführung

und im Teamwork überlegen

und gewannen 8 : 3. Das Jubiläumsturnier

zeigte, dass man auch eine zu gute

Mannschaft verpflichten konnte.

: Einziger Sieg von Rudá hvězda Brno: Captain Jiří

Zamastil nimmt 1955 den Pokal entgegen.

Auch 1957 nahe am Titelgewinn

Auch 1957 ging Rudá hvezda Brno als

Favorit ins Turnier, gehörten doch acht

Spieler ihres Teams der tschechoslowakischen

Nationalmannschaft an.

Das Team schaffte es erneut ins Finale,

scheiterte dann aber mit 2 : 5 an den

Lokalmatadoren aus Davos.

Vlastimil Bubník

Ein Held auf Eis und Rasen

Vlastimil Bubník tanzte während seiner sportlichen Laufbahn auf zwei Hochzeiten:

Er spielte als Eishockeyaner und Fussballer für die jeweilige tschechoslowakische

Nationalmannschaft. Eine Disziplin unterstütze die andere, fand er. «Die Kondition

für das Eishockey hole ich mir beim Fussball, auf dem Eis lerne ich das rasche

Erfassen der Situation.» Mit dieser Einstellung holte er elf Landesmeistertitel.

127-mal trug er das Trikot der Eishockeynationalmannschaft und erzielte dabei

121 Tore. Er lief bei neun Weltmeisterschaften (zweimal Silber, einmal Bronze) und

vier Olympischen Spielen auf. In Innsbruck 1964 gewann er Bronze. Im Trikot des

Fussballnationalteams brachte er es auf elf Einsätze und sechs Treffer. Sein wichtigster,

am 9. Juli 1960 gegen Frankreich, bescherte der Tschechoslowakei Bronze

im Nationencup (Europameisterschaft im Fussball).


: Ron Francis

Mit 1 731 Spielen und 1 798 Punkten NHL-Legende

« Ich habe den Spengler Cup 2018 zum ersten Mal live erlebt. Die Landschaft,

die Leute, die Spiele und die Ausgelassenheit rund um das Turnier

sind unglaublich. Kanada wird in Davos immer gut aufgenommen. Auch

deshalb ist es etwas Besonderes, Teil dieses einmaligen Spektakels zu

sein. Vom Team Canada wird immer ein Sieg erwartet. Doch auch alle

anderen Teams sind stark. Deshalb hoffe ich auch dieses Jahr, dass wir

den richtigen Weg finden, um erfolgreich zu sein.»


Spengler Cup Davos 2019

: Davos erneut mit drei Siegen

Wie bereits in den 30er- und 40er-Jahren konnte Davos den Spengler Cup auch in den

50ern dreimal für sich entscheiden. Spielertrainer «Stu» Robertson brachte neuen Wind

und 1958 auch den zehnten Davoser Spengler Cup-Sieg ein.

: Davos gewinnt das Turnier, obwohl der Club

anfangs sein Gruppenspiel gegen den HC Diavoli

Rossoneri Milano mit 3 : 6 verliert.

: Der Hockey Club Davos gewinnt 1951 nach acht Jahren wieder den Spengler Cup und nimmt stolz den

Pokal entgegen.

Acht Jahre vergingen nach dem Erfolg

von 1943, bis der Hockey Club Davos

1951 den achten Spengler Cup-Sieg

feiern konnte. Das Interesse am Finaltag

war riesig. Bei Frühlingswetter

mit seifig-schnellem Eis und vor einer

fantastischen Kulisse spielten die Ein-

heimischen von Beginn an auf Angriff

und liessen gegen den Finalgegner, den

deutschen Meister Preussen Krefeld,

nie locker. Dabei spielten beide Davoser

Linien wirklich hervorragend. Vor allem

wurde im Angriff modernes Eishockey

gezeigt und in der Defensive schnell und

effektiv reagiert, was sonst nicht immer

die Stärke dieses Teams darstellte.

Davos zeigte in diesem Spiel keinerlei

Schwäche. Ältere und junge Spieler

harmonierten sehr gut, sodass sie die

Partie mit 4 : 1 für sich entschieden.

So schnell wie möglich ins Bett

Es folgten eher schwierige Jahre für

den Traditionsverein aus Davos. Dank

einer zielstrebigen technischen Füh-

Walter «Watschga» Dürst

Vom Matchhelden zum Betreuer

Walter Dürst spielte von 1942 bis 1965 ununterbrochen in der ersten Mannschaft

des Hockey Club Davos, gewann dreimal den Spengler Cup (1951, 1957, 1958) und

wurde zehnmal Schweizer Meister. Das Eishockeytalent liegt in Walter Dürsts Familie.

Sein Cousin Hans Ferdinand «Pic» Cattini wie auch seine eigenen Söhne waren

erfolgreiche Spieler. «Eishockey ist unser Leben», erzählt Junior Walter «Wädel»

Dürst 2019. Wie sein Vater spielten er und Bruder Reto für Davos. «Wädel»

übernahm zudem (Saison 1980/81 und Dezember 1989/90) den Hockey Club Davos

als Headcoach respektive Interimscoach. Reto spielte ab 1975 in Davos, beim

EHC Kloten, beim Zürcher SC und zum Karriereende 1990 beim SC Rheintal. Vater

«Watschga» blieb dem Spengler Cup über seine Karriere hinaus treu. Er verfolgte

das Geschehen sehr aktiv und betreute bis ins hohe Alter das Team Canada.


1950 – 1959: ZEIT DES AUFBRUCHS

23

Ein Sieg, der Auftrieb gab

So zeigte Davos bereits 1956 wieder

hervorragende Spiele und konnte sich

wieder in die Liste der Turniersieger

eintragen. Der Turnierverlauf erwies

sich als grosse Überraschung. Nicht

nur, dass die Siege gegen die schwedische

Mannschaft Grums IK sowie gegen

Rudá hvezda Brno fast mühelos wirkten,

sondern Davos auch im Finale beeindruckend

mit 5 : 2 gegen Brno reüssierte.

Die Zuschauer wurden Zeuge, wie Davos

im Endspiel über sich hinauswuchs.

Es spielte taktisch ausgezeichnet und

leistete in der ausdauernd raschen und

präzisen Zerstörarbeit – eigentlich ein

Schwachpunkt der Mannschaft – Grosses.

Held des Turniers war der Davoser

Torhüter Werner Bassani. Der Turniersieg

gab dem Hockey Club Davos dermassen

Auftrieb, dass er nach sieben

Jahren Unterbruch anschliessend wieder

Schweizer Meister wurde.

: Der Hockey Club Davos: Siegermannschaft des Spengler Cup 1951.

rung gelang es aber, innert kürzester

Zeit eine neue Mannschaft mit grösstenteils

jungen Sportlern aufzubauen.

Als geschickter Schachzug erwies sich

1953 die Verpflichtung von «Stu» Robertson

als Spielertrainer. Der Kanadier

formte seine Schützlinge mit Kampfkraft,

dem Besuch zahlreicher Turniere

und einiger Härte. «Oft waren wir nach

den Trainings so fertig, dass jeder nur

noch den Wunsch hegte, so schnell wie

möglich ins Bett zu kommen», erinnerte

sich Hans Pappa, einer von Robertsons

Musterschülern. Pappa war kein Filigrantechniker,

aber ein unermüdlicher

und unerschrockener Kämpfer. Er setzte

die kanadische Eishockeyphilosophie

auf dem Schweizer Eis um: kämpfen, den

Gegner blockieren und harte Schüsse

von der blauen Linie aus abgeben.

Zehnter Sieg für Davos

Dieses Hoch hielt so sehr an, dass Davos

ein Jahr später – 1958 – sogar nachlegte

und zum zehnten Mal den Spengler

Cup für sich entschied. Nach einem

Wärmeeinbruch Ende Dezember stand

der Sieger erst am 27. Januar fest.

Nachdem sowohl Davos wie auch Milano

in den Gruppenspielen gegen Paris,

Mannheim und Forshaga gewonnen

hatten, hätte den Italienern bereits ein

Unentschieden für den Titel gereicht.

Doch der Hockey Club Davos machte mit

6 : 2 alles klar.

Stewart «Stu» Robertson

Meister der alten Schule

Stewart «Stu» Robertson brachte den Hockey Club Davos in den 50er-Jahren zurück

auf Erfolgskurs. Als Spielertrainer riss er ab 1953 alle mit und führte die

Bündner 1957 und 1958 zum Spengler Cup-Sieg sowie 1958 und 1960 als Coach

zum Schweizer Meistertitel. Insgesamt trainierte er den Club elf Jahre – ab 1976

schob er zwei weitere Saisons in Davos nach. Robertson starb 1998 im Alter von

69 Jahren.


: Das sind die Teams


2019: DAS SIND DIE TEAMS

25

: Ambrì-Fans singen die Vereinshymne «La Montanara».

: HC Ambrì-Piotta und «La Montanara»

Erstmals in der bald 100-jährigen Turniergeschichte tritt der HC Ambrì-Piotta in diesem

Jahr am Spengler Cup an. Der Tessiner Club aus der oberen Leventina war noch nie

Schweizer Meister. Und noch nie zuvor mischte ein Team aus einem kleinen Bergdorf am

Davoser Traditionsturnier mit.

«Ambrì ist ein verschlafenes

Nest, wenn nicht

gerade Eishockey gespielt

wird», erzählt Reto

Stirnimann. In der Tat: Das Dorf in der

Gemeinde Quinto, zählt gerade mal 300

Einwohner. Im Ort befindet sich die Pista

la Valascia, das altehrwürdige, in die

Jahre gekommene Eisstadion, das bald

einem Neubau weicht. Ambrì liegt auf

der rechten Seite des engen Tals, eingeklemmt

zwischen hohen Bergen. Im Winter

dringt die Sonne wochenlang nicht

bis auf den Talboden vor. Durchs ganze

«Nest», wie es Stirnimann nennt, führt

die Via San Gottardo, die Hauptstrasse,

gesäumt von einer Pizzeria, zwei Restaurants

und dem Hotel «Monte Pettine».

Der grösste Teil des Verkehrs rollt

in der Nähe auf der Gotthard-Autobahn

vorbei, die Feriengäste (und unzählige

Wirtschaftsgüter) von Norden in den

Süden und in die entgegengesetzte

Richtung bringt. Touristen, vorwiegend

aus Holland, Belgien und Deutschland,

nutzen im Sommer das «Monte Pettine»

oft für einen Zwischenstopp zum Übernachten.

Die überwiegend aus der Region

stammenden Insider schätzen die

noch weitgehend unberührte Natur, die

zum Beispiel bei einem Ausflug an den

Ritomsee erlebbar ist.

Wenn die Saison beginnt, ist es vorbei

mit der Ruhe

Mit Beginn der Eishockeysaison im September

ist es bis zum Frühling vorbei mit

der Ruhe im «Nest». Dann geht die Post

ab, dann wird Ambrì zur Lebensader

einer ganzen Region. Deren grösster

Arbeitgeber ist der HC Ambrì-Piotta

(HCAP) – gleichzeitig Anziehungspunkt

für begeisterte Fans. Und diese stammen

keineswegs nur aus dem Tessin,

sondern auch aus der Deutschschweiz.

Stirnimann weiss haargenau, wovon er

spricht. Der in Davos aufgewachsene

und beim Hockey Club Davos gross gewordene

Eishockeyaner stürmte von

2007 bis 2011 selbst für Ambrì. Nach

seiner Spielerlaufbahn führte er während

vier Jahren das «Monte Pettine».

Es liegt nur einen Steinwurf von der

Valascia entfernt, jenem Eisstadion,

das als das kälteste in der Schweiz

gilt. Es ist an den Seiten offen. Einzig

eine überdimensionale Blache und der

oberste Teil der Südkurve halten die

eisig kalten Böen etwas davon ab, ins

Stadioninnere einzudringen.


Spengler Cup Davos 2019

Liebesbekenntnis «La Montanara»

Der HC Ambrì-Piotta ist der «Underdog»

im Schweizer Eishockey schlechthin.

Seit 1985 spielt er dennoch ununterbrochen

in der obersten Liga.

Seine sportlich erfolgreichste Zeit

erlebte der Dorfclub Ende der 90er-

Jahre. 1999 verhinderte ausgerechnet

der Erzrivale Lugano im Play-off-Finale

Ambrìs ersten Meistertitel. 1998 und

1999 gewann der HCAP den Continental

Cup, dazu 1999 den europäischen

Supercup.

Erzrivale verhindert Meistertitel

Nach sportlich und auch finanziell

schwierigen Jahren liess Ambrì in der

vergangenen Saison mit dem fünften

Schlussrang nach der Qualifikation aufhorchen

– ganz zur Freude der vielen

Fans, die dem Aussenseiter in guten wie

in schlechten Zeiten die Treue halten.

Von ihnen ist nach jedem Sieg, auch auswärts,

eine ganz spezielle Liebeserklärung

zu hören: «La Montanara» – das

Lied der Berge ist zugleich die Hymne

des HC Ambrì-Piotta. Sie spiegelt Demut

und Bescheidenheit wider, passt

aber auch zum Charakter des Dorfclubs,

der sich mit viel Herzblut in einer

kargen hochalpinen Landschaft fernab

der urbanen Zentren behauptet.

Die Teilnahme am Spengler Cup ist die

erste des HC Ambrì-Piotta. Für die Tessiner

ist das Turnier eine Herzensangelegenheit

– ein perfektes Team also.

: Das «Monte Pettine», nur einen Steinwurf von der Valascia entfernt, ist beliebt zum Übernachten.

: Im Dorf befindet sich die Pista la Valascia, das altehrwürdige, in die Jahre gekommene Eisstadion. 2021

soll die neue Spielstätte auf dem ehemaligen Militärflugplatz von Ambrì eingeweiht werden: ein 51-Millionen-Franken-Projekt.

Luca Cereda

Handwerk hat goldenen Boden

Das Sprichwort «Handwerk hat goldenen Boden» trifft beim HC Ambrì-Piotta den

Nagel auf den Kopf. Sowohl Trainer Luca Cereda als auch Sportchef Paolo Duca

haben beim Eishockeyclub in der Leventina die Nachwuchsabteilung durchlaufen

und dort auch einen Grossteil ihrer Spielerlaufbahn absolviert. Jetzt stehen die

beiden als Vorbilder und Integrationsfiguren an der Spitze der sportlichen Führung

des HCAP. Unter Ceredas Leitung sorgt der Aussenseiter der obersten Schweizer

Liga auch spielerisch für Aufmerksamkeit. Der Trainer lässt seine Mannschaft ein

attraktives, offensiv ausgerichtetes Eishockey spielen, das beim Underdog selbstverständlich

auf unermüdlichem, beherztem Kampfgeist basiert.


2019: DAS SIND DIE TEAMS

27

: Salavat Yulaev Ufa nimmt beim 93. Spengler Cup den Sieg ins Visier.

: Vierter Anlauf auf den Spengler Cup

Salavat Yulaev Ufa nimmt nach 2007, 2012 und 2014 zum vierten Mal am Spengler Cup

in Davos teil. Beheimatet ist die russische Mannschaft in einer von Vielfalt geprägten,

modernen und dynamischen Grossstadt mit multinationalem Charakter.

Fluss, Stadt, Eishockey. An der

Stelle, wo die Flüsse Belaja

und Ufa zusammenfliessen,

wurde die Hauptstadt der autonomen

russischen Teilrepublik Baschkortostan

erbaut. Die Eishockeymannschaft vertritt

als populärster Sportverein die

Millionenstadt in der Kontinental Hockey

League (KHL).

Industriell ist Ufa durch die Erdölwirtschaft

geprägt und das Stadtbild zeigt

sich so vielfältig wie ihre Menschen. Der

Charme Ufas liegt genau in dieser Mischung

sowie in der Gelassenheit seiner

Einwohner. Anhänger des russisch-orthodoxen

und des muslimischen Glaubens

teilen sich den Lebensraum, wo

alte Holzhäuser, sowjetische Architektur

und moderne Büropaläste gleichermassen

zu finden sind.

Eishockey im Namen des Helden

Der Spengler Cup-Teilnehmer ist wie

fast alles in der Stadt nach dem baschkirischen

Freiheitskämpfer, Dichter

und Nationalhelden Salavat Yulaev benannt.

Neben der Statue als Hauptsehenswürdigkeit

ist auch sein Name

in Ufa allgegenwärtig: als Aufschrift

auf Nummernschildern wie im Namen

von Gebäuden aller Art. Seine Gedichte

handeln von Freiheit und Natur, sein

Ehrgeiz zeigte sich bereits in jungen

Jahren: Der Namenspatron ging im Alter

von 14 Jahren mit einem Dolch auf

Bärenjagd. Sinnbildlich wollen sich die

Eishockeyaner ebenfalls heroisch für

ihre Stadt einsetzen. Gegründet wurde

der Club im Jahr 1957 und seit 1996 ist

er ununterbrochen erstklassig. 2008

wurden die Cracks erstmals russischer

Meister.

Zweimal Zweiter beim Spengler Cup

Auf die Jagd nach einem Titel gehen die

russischen Eishockeyaner ausser in der

KHL auch beim 93. Spengler Cup in Davos.

Hungrig auf den Turniersieg sind

die Cracks nach zwei Finalniederlagen

(2014 gegen Genève-Servette HC und

2007 gegen Team Canada) auf jeden Fall.

Meister in der KHL

Im Jahr 2011 wurde die damals als grüne

Maschine bezeichnete Mannschaft

Meister in der KHL und gewann den Gagarin

Cup. In jenem Jahr stellte Alexander

Radulov, der mittlerweile bei den

Dallas Stars in der NHL engagiert ist,

einen neuen KHL-Rekord auf, als er die

reguläre Saison mit der Bestmarke von

80 Scorerpunkten beendete. Derzeit

hält den Rekord Sergei Mozyakin mit 85

Punkten aus der Saison 2016/17.


Spengler Cup Davos 2019

Bester NHL-Torhüter kommt

von Salavat Yulaev Ufa

Aus der Schule von Salavat Yulaev Ufa

stammt auch Torhüter Andrei Vasilevsky,

der 2019 in seiner dritten NHL-Saison

mit Tampa Bay Lightning die Regular

Season dominierte und die Vezina

Trophy als bester Torhüter der NHL

entgegen nehmen konnte. In den Playoffs

folgte dann aber der Einbruch mit

dem Aus in Runde eins. Dennoch wurde

der Kontrakt des 25-jährigen Russen in

Florida verlängert. Obwohl Salavat Yulaev

Ufa in der KHL jedes Jahr mit einer

soliden Besetzung an den Start geht,

konnte der Erfolg von 2011 bislang

nicht wiederholt werden. In der Saison

2018/19 war für Ufa kurz vor dem Finale

nach einer verlorenen Serie gegen HK

Awangard Omsk Endstation.

Sportliche Leckerbissen garantiert

Während in Ufa gern typische Speisen

aus Lamm- und Pferdefleisch sowie

Milchprodukte und Honig aufgetischt

werden, freuen sich die Spengler Cup-

Fans in Davos auf sportliche Leckerbissen

auf dem Eis. Vor fünf Jahren wurde

Gastgeber Davos im Halbfinale in einer

beeindruckenden Partie von den Russen

besiegt. Nach einem fulminanten Start

der Davoser konterten die Cracks von

Salavat Yulaev Ufa mit Bravour und zogen

nach gewonnenem Shoot-out in das

Finale ein. Zum Turniersieg reichte es

damals jedoch für Ufa nicht.

Sie unterlagen dem Genève-Servette HC

im Finalspiel mit 0:3. In diesem Jahr soll

die damalige Niederlage nun endlich vergessen

gemacht werden.

: Gänsehautfeeling pur für die Fans beim Spengler Cup in Davos.

: Stimmgewaltige Fans bei den Heimspielen in der Ufa-Arena.

Sieben Clubs im Fraueneishockey

Die besten Frauen kommen aus Ufa

Der Club Agidel Ufa ist das Frauenteam Russlands schlechthin. Der organisatorisch

Salavat Yulaev Ufa angehörende Club entwickelt sich seit seiner Feuertaufe

im Jahr 2010 stetig weiter. Auf zwei Vizemeistertitel in den Jahren 2016 und 2017

folgten zuletzt en suite zwei Meistertitel. Seit 1995 gibt es in Russland eine nationale

Liga im Fraueneishockey mit derzeit sieben Teams. Das Frauenteam aus

Ufa ist nach einer der wichtigsten Wasserstrassen der Republik Baschkortostan

– dem Fluss Agidel – benannt.


2019: DAS SIND DIE TEAMS

29

: Der dreimastige Grosssegler Suomen Joutsen ist der Stolz von Turkus Flotte im Hafen an der Aura.

: Die Stadt Turku pulsiert

genauso wie TPS

Sie liegt an einem Fluss, hat einen Marktplatz, eine Burg und eine Kathedrale. Alles Merkmale

einer typischen mittelalterlichen europäischen Stadt. Doch Turku erfüllt als einzige

finnische Stadt nicht nur diese Kriterien, sondern bietet noch weit mehr: zum Beispiel

mit TPS Turku einen attraktiven Eishockeyclub, der 2019 am Spengler Cup teilnimmt.

Turku liegt im Südwesten

Finnlands an der Ostsee.

Mit ihren rund 190 000 Einwohnern

ist sie die sechstgrösste

Stadt und drittgrösster Ballungsraum

des Landes. Offiziell ist

Turku seit 1229 auf den Landkarten

verzeichnet. Seitdem wurde es nie ruhig

um die pulsierende Stadt.

Tango, Theater und Kunst

Heutzutage ist sie im Sommer mit Veranstaltungen

und Festivals reich gesegnet:

Tango, Mittelalter-Events, Musik,

Theater, Kunst, Design und vieles mehr.

Im Winter wird TPS Turku, der Eishockeyclub

mit dem Gatorade Center als Heimspielstätte,

zum Publikumsmagneten.

Kreuzfahrten in den Schären

Entlang der Aura kann man in Turku

durch mittelalterliche Strassen mit

Kopfsteinpflaster streifen. Der Fluss,

der mitten durch die Stadt fliesst, bevor

er ins Meer mündet, ist bei den

Einheimischen genauso beliebt wie bei

Touristen. Denn im späten Frühling erwachen

die Ufer zu neuem Leben, wenn

sich die Menschen hier zum Essen, Trinken

und Musikhören treffen. Im Fluss

liegen alte (Segel-)Schiffe vor Anker, die

zu Restaurants umfunktioniert wurden.

Ausserdem kann man Kreuzfahrten auf

dem Schärenmeer unternehmen. Und

von Turkus Hafen aus, der jederzeit einen

Besuch wert ist, setzen täglich Fähren

über die Ostsee nach Schweden über.

Der Dom im Herzen der Stadt

Spaziert man über die Brücke oder lässt

sich mit der kostenfreien Föri-Fähre

zum Westufer der Aura übersetzen,

locken die Burg und das Seefahrtsmuseum

Forum Marinum mit seiner Museumsschiffsflotte

einschliesslich des

Dreimasters Suomen Joutsen. Weiter

sind dort das Apothekenmuseum und

das Qwensel-Haus zu finden. Näher am

Marktplatz liegen das kürzlich renovierte

Kunstmuseum von Turku, die Markthalle

und die beeindruckende Bibliothek.

Das Wahrzeichen der Stadt ist der

Dom im Herzen Turkus an der Aura. Er

gilt als das wichtigste religiöse Gebäude

Finnlands und war Zeuge vieler his-


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2019: DAS SIND DIE TEAMS

31

torisch bedeutsamer Ereignisse in der

nationalen Geschichte.

Stolz auf die Eishockeyaner

Zu den sportlichen Aushängeschildern

der Stadt gehört TPS (Turun Palloseura)

Turku. Die Einheimischen sind stolz

auf das Team, und diese Liebe beruht

auf Gegenseitigkeit. TPS Turku legt

Wert darauf, seine Zuschauer bestmöglich

zu unterhalten. Der Club und die

Stadt arbeiten mit grossen Ambitionen

eng zusammen. TPS Turku ist zehnfacher

finnischer Meister. Clubbesitzer

sind die weltweit bekannten heimischen

Eishockeystars Saku und Mikko Koivu

sowie Miikka Kiprusoff. In der Schweiz

hinterliess der torgefährliche Offensivverteidiger

Petteri Nummelin beim

Hockey Club Davos und später beim HC

Lugano tiefe Spuren. TPS Turku trägt

seine Heimspiele am Stadtrand im Gatorade

Center aus, einer multifunktionalen

Halle, die 11 820 Zuschauern Platz

bietet. In der Saison 2018/19 scheiterte

TPS Turku als Vierter der Regular

Season im Play-off-Viertelfinale am

späteren Meister Hämeenlinna.

: Der Dom – das Wahrzeichen von Turku.

: Blick in die Burg von Turku. : Das Gatorade Center ist die Heimstätte von TPS Turku.

Lauri Korpikoski

Ein Schweizer Meister als Captain

TPS Turku spielt heuer zum dritten Mal nach 2001 und 2002 am Spengler Cup. Captain

der aktuellen Mannschaft ist Lauri Korpikoski. Der Stürmer durchlief in diesem

Verein die gesamte Nachwuchsabteilung. 2004 wurde er von den New York

Rangers im NHL-Draft in der ersten Runde gezogen. Von 2006 bis 2017 bestritt

Korpikoski insgesamt 639 NHL-Partien für die Rangers, die Phoenix Coyotes, die

Arizona Coyotes, die Edmoton Olilers, die Dallas Stars und die Columbus Blue Jackets.

2017/18 wurde der Finne mit den ZSC Lions Schweizer Meister, woraufhin er

zu seinem Stammclub nach Turku zurückkehrte und bei TPS das Amt des Captains

übernahm.


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2019: DAS SIND DIE TEAMS

33

: 1839 wurde das Stahlunternehmen Třinecké železárny gegründet. Heute prägt diese Branche die Kulisse der am Fluss Olsa gelegenen Stadt Třinec, in der ein Drittel

der tschechischen Stahlproduktion angesiedelt ist.

: Stahlharte Eishockeycracks

Zum zweiten Mal nach 2018 bestreitet der HC Ocelári Trinec den Spengler Cup, diesmal

sogar als tschechischer Meister. Der Club ist in einer Industriestadt beheimatet. Entsprechend

hart, aber mit einem attraktiven Spielstil, arbeiten seine Eishockeyaner.

Trinec mit seinen gut

35 000 Einwohnern befindet

sich im äussersten

Nordosten Tschechiens. Die

Stadt grenzt unmittelbar an Polen, und

auch die Slowakei ist nicht weit entfernt.

Die erste urkundliche Erwähnung

stammt aus dem Jahr 1444. Bis in die

erste Hälfte des 19. Jahrhunderts gehörte

Trinec zu den landwirtschaftlich

dominierten Orten. Die grosse Wende

kam, als 1839 die Trzynietzer Eisenwerke

gegründet wurden. Reiche Erzvorkommen,

genügend Wasserenergie

sowie unerschöpfliche Holzreserven in

den Mährisch-Schlesischen Beskiden

waren vorhanden.

Heutzutage prägen Eisenwerke und

die Stahlproduktion Trinec, die Heimat

des grössten Stahlherstellers des

Landes. Seit dessen Bestehen wurden

dort mehr als 170 Millionen Tonnen

Stahl hergestellt. Diese Branche ist mit

rund 7000 Beschäftigten auch grösster

Arbeitgeber in der Stadt, gefolgt von

der Lebensmittelindustrie. Durch Trinec

und weiter Richtung Polen strömt

der Fluss Olsa, der später in die Oder

mündet.

Eingebettet in eine attraktive

Landschaft

Trinec, dessen Zentrum sich auf 306

Metern über Meer befindet, hat allerdings

in nächster Umgebung auch touristisch

viel zu bieten. Die Stadt ist

umgeben von einer sehenswerten Landschaft

mit Bergen und malerischen Tälern.

Auf den Gipfel des rund 700 Meter

höher gelegenen Javorový führt eine

Seilbahn, und die Gebirgsgruppe gilt als

Erholungszentrum mit zahlreichen Touristenchalets.

In den Mährisch-Schlesischen

Beskiden sind sogar Luchs, Wolf

und Bären beheimatet. Mountainbiker

und Wanderer schätzen die faszinierende

Natur genauso wie Gleitschirmflieger

und im Winter Skifahrer und

Langläufer.

Der Eishockeyclub, das sportliche

Aushängeschild

Sportlich schmücken Stadt und Einwohner

sich voller Stolz mit dem Eishockeyclub

Ocelári Trinec, gegründet

1929. Er ist bei seinen Fans aufgrund

seines attraktiven, offensiven und erfolgreichen

Spielstils sehr beliebt. Seit

dem Aufstieg in die oberste Spielklasse

des Landes in der Saison 1994/95 hat

der Club die Play-offs nur zweimal verpasst.

Die grössten Erfolge feierten


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der 2020 IIHF

Eishockey-WM

DIE SCHWEIZ IST IM

HOCKEY-FIEBER.


2019: DAS SIND DIE TEAMS

35

die Eishockeyaner erst in jüngster Zeit.

Im April dieses Jahres sicherte sich

Ocelári Trinec den zweiten Meistertitel

nach 2011. Der Club setzte sich im Finale

gegen Bílí Tygri Liberec, der die Tabelle

nach der Qualifikation mit zwei Punkten

Vorsprung angeführt hatte, über

sechs Partien mit 4:2 Siegen durch. Im

Vorjahr war Trinec noch im Play-off-Finale

an Kometa Brünn und in der Champions

League im Halbfinale hauchdünn

am späteren Sieger JPK Jyväskylä gescheitert.

«Der Stahlkumpel»

Die Heimstätte des Eishockeyclubs in

der Stahlstadt ist die Werk Arena. Sie

wurde 2014 nach modernsten Erkenntnissen

gebaut und 2018 als schönste

Hockeyarena Tschechiens ausgezeichnet.

Die Sportstätte mit ihren 5200

Plätzen wird für verschiedene Indoor-

Sportarten und für kulturelle Anlässe

(Konzerte und Ausstellungen) sowie

Kongresse genutzt. Auch der Clubname

passt zur Stadt. Zu Deutsch bedeutet

der Schlachtruf «O-o-ocelár » nämlich

nichts anderes als «der Stahlkumpel»

– eine Sympathiebekundung der Fans,

wie sie für ihre stahlharten Eishockeycracks

nicht passender sein könnte.

Spengler Cup-Sieger als amtierender

Meister?

Auf den Schlachtruf und die gute Stimmung

der Fans vom HC Ocelári Trinec

freuen sich auch die Zuschauer des

Spengler Cup. 2019 will der HC Ocelári

Trinec den Pokal des Schweizer Traditionsturniers

erstmals nach 1982 (damals

gewann der ASD Dukla Jihlava)

wieder nach Tschechien entführen.

: Im April dieses Jahres sicherte sich Oceláři Třinec den zweiten Meistertitel nach 2011.

: Die 2014 erbaute Werk Arena, das Eishockeystadion von Oceláři Třinec, bietet 5200 Zuschauern Platz und

wurde 2018 als schönste Hockeyarena Tschechiens ausgezeichnet.

David Musil

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

Zu den prominentesten Spielern von Ocelári Trinec gehört David Musil. Der 1,93

Meter grosse und 94 Kilogramm schwere Verteidiger bestritt im Frühling 2019

für Tschechien die Weltmeisterschaft in der Slowakei. Musil ist kanadisch-tschechischer

Doppelstaatsbürger und Sohn des ehemaligen NHL-Spielers Frank Musil.

Sein Onkel Bobby Holik spielte ebenfalls in der NHL und Grossvater Jaroslav Holik

trat für die Tschechoslowakei unter anderem bei den Olympischen Spielen 1992 an.

David Musils Mutter Andrea Holikova war eine versierte Tennisspielerin.


Spengler Cup Davos 2019

: Die kanadischen Eishockeyfamilien verbringen die Weihnachtszeit in Davos.

: Liebling, Erzrivale und Turnierfavorit

Seit 35 Jahren entsendet Hockey Canada ein Team von hauptsächlich in Europa engagierten

Spielern an den Spengler Cup nach Davos. Auch 2019 ist das Team Canada Publikumsliebling,

Erzrivale des Gastgebers Hockey Club Davos und Turnierfavorit zugleich.

Weihnachten im Winterwunderland

Schweiz feiern zu

dürfen, das gefällt naturgemäss

den Familien der kanadischen

Eishockeycracks. Ob die Gaben

in Europa vom Weihnachtsmann oder

Christkind gebracht werden, wird zur

Nebensache. Im familiären Rahmen feiert

seit 1984 eine Gruppe kanadischer

Eishockeyaner das Fest im Teamhotel

in Davos – inklusive Santa Claus und

Schlittentouren. Wenn jedoch der Puck

im Davoser Stadion auf das Eis fällt,

liegt der Fokus nur noch auf dem Sport.

Rekordverdächtige Spengler

Cup-Ausgabe für Team Canada

Lediglich zehn der zurückliegenden 35

Spengler Cup-Finals fanden ohne Beteiligung

von Team Canada statt. In den

Jahren 2014 bis 2018 standen die Kanadier

jeweils im Endspiel, verpassten

nach drei Turniersiegen in Folge im Vorjahr

den angestrebten Rekord jedoch

um Haaresbreite, als sich der Club Kal-

Pa aus dem finnischen Kuopio im Penaltyschiessen

den Sieg sicherte. Gegenwärtig

muss sich Team Canada den

Rekord von 15 Turniersiegen mit dem

Gastgeber teilen. Sollte der Dauergast

auch in diesem Jahr den Einzug ins Endspiel

schaffen, wäre das ein Novum für

die Kanadier, denn fünf oder mehr Finalteilnahmen

in Serie in der Spengler

Cup-Geschichte kann bislang lediglich

der Hockey Club Davos vorweisen – mit

acht in Serie von 1941 bis 1948.

Verbundenheit als Erfolgsrezept

Einen einzigartigen Status verleiht dem

Team Canada auch das Teilnehmerfeld:

Während die anderen Teams die gesamte

Saison über zusammenspielen, werden

die Kanadier nur für dieses Turnier

zusammengestellt. Ein Nachteil, den

die kanadischen Spieler mit ihrer Leidenschaft

für den Eishockeysport bislang

immer kompensieren konnten. Sie

spielen für ihr Heimatland, das Mutterland

dieses Sports. Nicht nur vor den

Schweizer Fans, sondern auch weltweit

können sich die Cracks sehen lassen.

Wie gut, dass um die Weihnachtsfeiertage

auf den Bildschirmen in Kanada

dank den Bemühungen des ehemaligen

Schweizer Nationalverteidigers Doug

Honegger seit 2002 neben der Junioren-Weltmeisterschaft

gern auch der

Spengler Cup im Fernsehen läuft. Die

Spengler Cup-Übertragungen sind auch

wegen der ganz besonderen Bilder so

beliebt. Die Bilder des «Host Broadcaster»

SRG sind nicht die rein hockey-


2019: DAS SIND DIE TEAMS

37

technischen Bilder wie in Kanada. Das

Drumherum mit den Fans fasziniert

das Publikum.» Es sind sozusagen Hockey-Bilder

aus dem Heidi-Winterwunderland.

Bilder aus einem Hockey-Disneyland.

Eishockey ist und bleibt eine

Herzensangelegenheit

Im Welteishockey mussten die kanadischen

Spieler in den vergangenen

Jahren die Bühne vermehrt der europäischen

Konkurrenz überlassen. Bei

den Weltmeisterschaften dominierte

2017 und 2018 Schweden, 2019 Finnland

und bei den Olympischen Spielen 2018

blieb Kanada nur der dritte Rang hinter

Russland und Deutschland.

Eishockeyverband trägt

Verantwortung

Ohne Zweifel verletzen die ausgebliebenen

grossen Erfolge der Landesauswahl

den Nationalstolz. Aber nicht nur denjenigen

der Eishockeyaner. Es gibt noch

einen zweiten Nationalsport, Lacrosse,

doch der Eishockeydachverband trägt

die wahrscheinlich grösste Verantwortung

für sein Land. Und genau deshalb

geniesst das Team Canada auch beim

Spengler Cup gewaltige Beliebtheit.

Das Maple Leaf, das kanadische Ahornblatt,

als Nationalsymbol auf der Brust

spornt die Cracks zu Höchstleistungen

an. Auch wenn das Traditionsturnier

in der Schweiz freilich nicht auf einer

Stufe mit Weltmeisterschaften und

Olympia steht, wäre der 16. Turniersieg

dennoch Balsam für die Seele vieler

Kanadier.

: Seit jeher sind die Kanadier beim Spengler Cup das Highlight für grosse und kleine Fans.

: Jubelszenen von Team Canada gehören beim Spengler Cup zum Programm.

Modetrends rund um das Stadion

Team Canada wieder die Nummer eins

Die Fantrikots der Spengler Cup-Teams prägen in der Altjahrwoche das Bild rund

um das Eisstadion Davos und setzen bei den Besuchern neue Modetrends. Besonders

beliebt sind dabei die roten Team-Canada-Artikel. Kappen, Schals und Trikots

mit dem Maple Leaf gehören seit Jahren zu den Bestsellern. In Erinnerung bleibt

sicher jedem die Lock-out-Saison vor sieben Jahren, als die Trikots mit den Namen

der Stars der Renner bei den Besuchern waren.

Wer ein echter Fan ist, muss es sicher auch in diesem Jahr haben und mit Stolz

tragen: das Trikot seiner Mannschaft.


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2019: DAS SIND DIE TEAMS

39

: Die Fans hat der Hockey Club Davos beim 93. Spengler Cup auf seiner Seite.

: Emotionaler Prüfstein

für den Gastgeber

Als Gastgeber freut sich der Hockey Club Davos auf das attraktive Teilnehmerfeld beim

Spengler Cup 2019. Sportlich betrachtet sehnen sich die Hausherren nach einem Erfolg,

liegt die letzte Finalteilnahme doch sieben, der letzte Turniersieg gar acht Jahre zurück.

Willkommen im Winterparadies

Davos, wo der Eishockeysport

allgegenwärtig

ist. Mit diesem Credo lockt

der Hockey Club Davos beim 93. Spengler

Cup in der Altjahrwoche 2019 renommierte

Mannschaften sowie grosse

Fanscharen aus der ganzen Welt, in die

verschneite Bündner Winterlandschaft

und zieht damit die Aufmerksamkeit

der gesamten Eishockeywelt auf sich.

Die Kufensportler können eine Woche

lang ihrer Passion in einem einzigartigen

Umfeld frönen und ihr Können eindrucksvoll

vor Tausenden von Zuschauern

präsentieren.

Der gefährliche Blick in den

Rückspiegel

Sowohl beim Spengler Cup wie auch in

der Schweizer Eishockeyliga gibt der

HCD dank vergangener Glanzzeiten

noch immer den Ton an. Keine andere

Mannschaft im Teilnehmerfeld kann sich

über 31 nationale Meistertitel freuen.

Die Bestmarke von 15 Turniersiegen

muss sich der Schweizer Rekordmeister

inzwischen jedoch mit Dauergast

Team Canada teilen. Ein entsprechender

Clinch um die alleinige Turniervorherrschaft

ist folglich bereits entfacht.

Club für die Zukunft rüsten

Kurz vor dem Spengler Cup 2018 wurden

die Weichen neu gestellt und einiges

hat sich verändert. So trat Trainer

Arno Del Curto nach 22 Jahren zurück.

Ein breit aufgestelltes Trainerteam

folgte. Es soll den ins Stocken geratenen

Motor des Clubs neu auf Touren

bringen und für die Zukunft rüsten. Mit

modernen Strukturen will der Hockey

Club Davos die schlechteste Saison seit

Jahrzehnten vergessen machen und

zukünftig wieder um die Play-off-Plätze

mitspielen, zumal man in Davos plant,

2021 das 100-Jahr-Jubiläum mit Glanz

und Gloria zu feiern.


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2019: DAS SIND DIE TEAMS

41

: Spengler Cup 2011: Titel Nummer 15 für Davos. : Eishockey ist zur Spengler Cup-Zeit in Davos allgegenwärtig.

Die Altjahrwoche wird auch 2019 zum

emotionalen Prüfstein für die ansässigen

Eishockeyaner werden. Die kompakte

Turnierform, gepaart mit der

Stimmung im beeindruckenden Eisstadion,

kann für das «neue» Davos richtungsweisend

werden.

Alpine Metropole im Eishockeyfieber

Die auf 1560 Meter über Meer liegende

Stadt Davos blickt auf eine geschichtsträchtige

Entwicklung zurück, die sie zu

der alpinen Metropole machte, wie wir

sie heute kennen. Durch bekannte Kongresse

und prominente Wintersport-

gäste ist Davos heute weltweit in aller

Munde. Alles nahm seinen Anfang

mit dem Talschaftsarzt Dr. Alexander

Spengler, der 1853 aus Deutschland

einwanderte und die Entwicklung zum

Höhenkurort einläutete. Davor war das

Landwassertal ausschliesslich Lebensraum

von Bergbauern.

In Sachen Wintersport war Davos in

vielen Bereichen Vorreiter, als sich ab

dem Jahr 1900 mit dem Bau der ersten

Bergbahnen das Skifahren langsam

zum Breitensport entwickelte. 1934

entstand der erste Bügellift Europas,

1921 errichteten die Bündner die damals

grösste Kunsteisbahn des Kontinents.

Die über die Jahre entstandene

Passion für den Winter klang nie ab

und bildet noch heute das Fundament

für das seit 1923 bestehende und damit

älteste Clubturnier der Welt – den

Spengler Cup.

Für die Cracks des Hockey Club Davos

werden die letzten Tage des Jahres

2019 wie gewöhnlich aussehen. Dennoch

wird sich der Gastgeber angesichts der

Umstrukturierungen nicht ganz so routiniert

geben können wie bisher.

Das Eisstadion Davos feiert Geburtstag

«Sportkathedrale» ist vierzig Jahre alt

Im Sommer und Herbst 1979, also vor 40 Jahren, wurde in Davos eine der schönsten

Eishallen der Welt gebaut. Zu Recht wird das Stadion als «Sportkathedrale»

oder «Eishockeyschmuckkästchen» bezeichnet. Die beeindruckende Holzkonstruktion

versetzt die Besucher in Staunen. Bei der Gestaltung der unverwechselbaren

Dachform spielten optisch-ästhetische, aber auch bauphysikalische Aspekte

eine Rolle. Bestehende Fundamentpfeiler mussten in das Bauwerk integriert

werden und auch die Schweizer Holzverarbeitungsindustrie konnte sich prägend

einbringen.


: Freude dank des Traditionsturniers


GLANZ UND GLORIA

43

: Die glänzende Seite der Medaille

Ludovica sitzt im Eisstadion Davos und klatscht bei jedem Spielzug der beiden Spengler

Cup-Teams Thomas Sabo Ice Tigers und HK Metallurg Magnitogorsk. Sie mag das Eishockey

und liebt die einmalige Stimmung am Spengler Cup. Die Achtjährige strahlt mit ihrer

Schwester Arianna um die Wette. Nicht immer war ihr Leben so unbeschwert.

Ludovica war 30 Monate alt, als bei ihr

ein Rhabdomyosarkom entdeckt wurde

– ein Weichteiltumor am Hals. Die

Therapie schlug glücklicherweise an.

Heute fühlt sie sich gesund. Doch lange

Zeit haderte sie mit ihrem Schicksal.

Wieso ich? Bin ich das einzige Kind

mit Krebs? Dank der Greenhope Foundation

* lernte sie Kinder mit ähnlichem

Schicksal kennen und über ihre Krankheit

zu sprechen, statt sie zu verdrängen.

«Mama, Papa, wie heisst eigentlich

meine Krankheit?», wollte sie beim

ersten von der Stiftung organisierten

Treffen wissen. Mit Gleichaltrigen über

den Krebs zu sprechen tut gut und

gibt ihr das Gefühl, mit ihrem Los nicht

allein zu sein.

Nicht nur Ludovica, sondern auch

ihre Eltern – Romina und Filippo Tami

– blicken auf eine schwierige Zeit zurück.

Bei der Diagnose war Ludovicas

Schwester Arianna sechs Monate alt.

Unterstützt von Familie und Nachbarn

war Organisationstalent gefragt. Auch

die damals 13-jährige Camilla und die

17-jährige Noemi, Kinder aus Filippos

früherer Beziehung, unterstützten

ihre Halbschwester. Familie Tami zog

für Therapien zeitweise von der Süd- in

die Deutschschweiz. Filippo nahm alle

Urlaubstage und obendrein einen Monat

unbezahlten Urlaub, um mit seinem

Kind zusammen zu sein. Noch heute

ist er seinem Arbeitgeber für dieses

Entgegenkommen dankbar. Die Krebserkrankung

schweisste nicht nur innerhalb

der Familie zusammen.

Die achtjährige Ludovica, die das Handarbeiten

liebt, gerne liest, Ski und

Fahrrad fährt sowie gern Fernsehen

schaut, hat diese schlimme Zeit nun

hinter sich. Aber leider erinnern die

Nebenwirkungen sie noch daran. Ihre

: Freude für Ludovica (links) und Arianna auch dank Maskottchen «Hitsch».

Mutter spritzt ihr täglich Hormone.

Präventiv muss sie regelmässig zum

Augenarzt, auf einer Gebissseite wachsen

keine zweiten Zähne, das Ohrenschmalz

kristallisiert nicht.

Anlässe der Greenhope Foundation lassen

die Familie in eine andere, sorglose

Welt abtauchen. So hiess es auch, die

Zeit am Spengler Cup Davos einfach zu

geniessen. «Die Atmosphäre war einmalig,

so fröhlich», schwärmen Ludovica

und Arianna. Und auch ihre Eltern,

ansonsten nicht fernsehbegeistert,

waren vom Spengler Cup derart fasziniert,

dass sie alle noch ausstehenden

Spiele zu Hause am Bildschirm verfolgten.

«Alle freuen sich mit Ludovica über

das besondere Erlebnis Spengler Cup»,

erzählt der Vater, und er erklärt: «Wir

versuchen, das Ganze spielerisch zu

nehmen. Erlebnisse wie der Spengler

Cup sind dann die glänzende Seite der

Medaille.»

*

Dank der Charity-Partnerschaft mit

dem Spengler Cup Davos kann die

Greenhope Foundation betroffene

Familien und Botschafter der Stiftung

nach Davos einladen – ganz nach dem

Motto der Stiftung: Sports Against

Cancer. www.greenhope.ch


Foto by Maurice Parrée

Greenhope ist eine Stiftung, welche Events für krebskranke Kinder

organisiert. Unser Ziel ist es, dass diese Kinder von der Krankheit

unbelastete Momente gemeinsam mit ihresgleichen und ihren

Familien erleben und so gemeinsame Erfahrungen sammeln können.

Engagierte Spitzen- und Breitensportler unterstützen uns und

sensibilisieren damit ein immer breiteres Publikum für unsere Idee.

Zusätzlich ermöglicht die Stiftung die finanzielle Förderung von

ausgewählten, jungen, talentierten Leistungssportler. Das Ziel der

Stiftung ist es, den Sport und die Solidarität miteinander zu vereinigen;

der Zusammenschluss dieser beiden Elemente bildet das Fundament

eines Projekts, welches dank grossen Engagements von

Freiwilligen stetig lebt und wächst.

Mehr Infos: greenhope.ch

Main partner Greenhope Foundation


: Jean-Marie Viaccoz

Präsident Organisationskomitee IIHF

Eishockeyweltmeisterschaft 2020

« Die Festtage ohne Spengler Cup wären wie ein Weihnachtsbaum ohne seine

Kugeln. Die hohe sportliche Qualität der Teams, die festliche Stimmung und

der Respekt unter den Fans, die Animationen im und um das Stadion machen

aus dem Spengler Cup ein Vorbild für die Weltmeisterschaft 2020. Der Spengler

Cup lässt Eishockeyherzen in jeder Hinsicht höherschlagen. Ich hoffe, dass

wir die WM 2020 in der Schweiz mit derselben Leidenschaft realisieren können.

Merci den Organisatoren, den Fans und den Helfern des Spengler Cup


Spengler Cup Davos 2019

: Ein Tag voller Magie und

unvergesslicher Momente

Davos, 28. Dezember 2018, morgens kurz vor 10 Uhr. Es ist noch still im und um das

Eisstadion, als die ersten Kinder, beladen mit ihrer Eishockeyausrüstung und mit den

Eltern im Schlepptau, voller Freude und mit grossen Erwartungen eintreffen. In der

neuen Trainingshalle machen sich die rund 70 Nachwuchscracks bereit. Vom Presenting

Partner UBS erhalten sie alle ein Trikot eines Spengler Cup-Teams, bedruckt mit ihrem

Namen. Der dritte Tag des Turniers steht ganz im Zeichen von «UBS Jugend trainiert

mit Spengler Cup-Stars».

6 Uhr in der Früh ist die Zehnjährige, die

in Hünenberg bei Zug wohnt, zusammen

mit ihren Eltern losgefahren, um rechtzeitig

in Davos zu sein. Sie eifert ihren

Eltern Mirjam Grob-Rubin und Thomas

Rubin nach, die früher beide als Unihockey-

respektive Eishockeygoalies zwischen

den Pfosten standen. Während

die Kleinen auf dem Eis ihre Runden drehen,

stehen die Eltern mit der Fotokamera

an der Bande – ebenso nervös, gespannt

und voller Freude wie ihre Kinder.

Mit den Besten auf dem Eis

Der von UBS geförderte Anlass «Jugend

trainiert mit Spengler Cup-Stars»

ist seit 2002 fester Bestandteil des

Grossevents. Anfangs wurde noch auf

dem offenen Eisfeld gespielt. An diesem

Morgen wechseln die Kinder gerade von

der Trainingshalle durch ein Spalier von

Spengler Cup-Spielern ins Eisstadion Davos.

Sie werden von Turniermaskottchen

«Hitsch» und den mitgereisten Eltern mit

Applaus empfangen. Sie üben das Bully

mit NHL-Legende Kevin Bieksa vom Team

Canada, spielen mit den Nürnberger «Ice

Tigers» Tim Bender und Mike Mieszkowski

oder schauen sich die Technik von KalPa

Kuopios Alexander Ruuttu ab.

: Liam Jayden Suess mit Autogrammkarten und Eishockeyschläger in den Händen sowie einem Strahlen im

Gesicht: «Wenn ich gross bin, möchte auch ich hier auf dem Eis stehen.» Ob als «Hitsch» oder als Eishockeyspieler,

ist noch offen.

Der neunjährige Elyah Fischer ist nervös

und freut sich zugleich. Michel

Riesen, einst Torgarant des Hockey

Club Davos und der Schweizer Nationalmannschaft,

leitet das Einlaufen. «Mit

ihm sass ich schon mal im selben Flugzeug»,

erzählt der Nachwuchsspieler.

Lia Rubin kann es ebenfalls kaum erwarten,

auf das Eis zu gehen. Bereits vor

Für die Teams gehört «UBS Jugend trainiert

mit Spengler Cup-Stars» zum Wochenprogramm

wie jedes einzelne Spiel.

So melden sie sich bereits im Vorfeld bei

den UBS-Verantwortlichen und stellen

ihre besten Spieler zur Verfügung. Ein

schöner Beitrag, der diesen Event zu

etwas ganz Besonderem macht. Heute

läuft alles nach Plan, in der Vergangenheit

ging es aber auch – vor allem hinter

den Kulissen – schon etwas hektischer

zu. So gab es zum Beispiel einmal beim

Trikotdruck etwa 30 Minuten vor Beginn

noch letzte Änderungen. Doch spätestens,

wenn ein Schweizer NHL-Crack

wie David Aebischer auf dem Eis steht,

weicht die ganze Aufregung der grossen

Freude der Organisatoren und der

Stars von morgen.


GLANZ UND GLORIA

47

: «Es war extrem cool», erinnert sich Lilja von Euw

(links) an diesen besonderen Tag.

: Lia Rubin (Mitte) strahlt mit ihren «Kollegen» Jan

Rüttimann (links) und Valentin Walker um die

Wette.

mit Spengler Cup-Stars» zu den anderen

UBS-Nachwuchsengagements rund

um die Leichtathletikveranstaltungen

Weltklasse Zürich und Athletissima in

Lausanne.

: Björn Wäspe, Group Head Brand Activation, Sponsorship and Events bei UBS, lässt es sich nicht nehmen,

sich persönlich um die Jugendlichen zu kümmern.

Ein exklusiver Event entsteht

Pro Jahr nehmen rund 70 Kinder am

Event teil, über 1000 waren es bislang

– darunter auch der heutige Schweizer

NHL-Star Nino Niederreiter. Eine Aufstockung

soll es nicht geben, der Kreis

wird weiterhin exklusiv bleiben. Nur so

können die jungen Teilnehmer den Stars

ganz nah sein.

In den Anfangsjahren war der Event

fest in Männerhand, doch das hat sich

geändert. An diesem Morgen stehen

Debora, Milena, Lilja und neun weitere

Mädchen auf dem Feld. Das freut Björn

Wäspe, Group Head Brand Activation,

Sponsorship and Events beim Presenting

Partner UBS, sehr. Er war massgeblich

an der Entstehung des Events

beteiligt. Als er im Oktober 2002 zu

UBS stiess, wurde gerade über neue

Sponsoringaktivitäten gesprochen, die

zur Marke passen könnten. «Jugend

trainiert mit Weltklasse Zürich» gab es

bereits seit 1983. Wieso also das Konzept

nicht auch auf Eishockey übertragen?

«Wir hatten Glück, dass wir beim

Hockey Club Davos sofort auf offene

Ohren trafen», erinnert sich Wäspe.

Damals waren Jörg Eberle und Harald

Kreis für die sportlichen Belange beim

Hockey Club Davos zuständig – und beide

waren von der Idee sofort begeistert.

So gesellte sich «Jugend trainiert

Werbung für den Sport

Im Eisstadion Davos strahlen Kinder

und Stars um die Wette. «Sie bewegen

sich gut und sind bestrebt, das Beste

zu geben. Das macht Spass. Sie sind

unsere Zukunft», schwärmt Harijs Vitoriš,

den der Hockey Club Davos wenige

Tage zuvor als Cheftrainer verpflichtet

hat. Tomáš Kundrátek, 2018

mit dem HC Ocelári Trinec am Spengler

Cup, ergänzt: «Der Event ist einfach

unbeschreiblich und macht sehr viel

Freude. Dieser Morgen erinnert mich

an meine Jugend, meine Spielfreude,

mein Aufschauen zu den Stars und mein

Bestreben, gut Eishockey zu spielen.»

Ebenfalls grossen Spass hat Metallurg

Magnitogorsks Flügelstürmer und

Captain Nikolai Kulemin, der zuvor zehn

Jahre in der National Hockey League

(NHL) spielte: «Dieser Anlass ist gut für

die Kids. Neben der aufregenden Zeit,


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GLANZ UND GLORIA

49

die die Kinder hier erleben, kann unser

Sport nur davon profitieren, wenn bereits

die Kleinsten vom professionellen

Eishockey träumen.»

Besonders gern beobachtet man an

diesem Morgen auch Dino Wieser. Seine

Augen strahlen, und dass er mit Leib

und Seele dabei ist, merkt man sofort:

«Ich habe Kinder gern und erinnere mich

dank dieses Events an meine Jugendzeit

zurück. Damals war es für mich ein

Highlight, wenn ich einen Spieler der

ersten Mannschaft traf. Heute möchte

ich den Kindern Eishockey mit Spass

vermitteln.»

«Nice Save» und ein NHL-Traum

«UBS Jugend trainiert mit Spengler

Cup-Stars» wird seinen Reiz so schnell

nicht verlieren. «Das Programm ist immer

etwas Besonderes und die Magie

zwischen den Stars und den Kids entsteht

innert Sekunden», erzählt Jann

Billeter, der den Event seit den ersten

Tagen als Moderator begleitet. Im Training

hält Lia Rubin einen Penalty von

HCD-Star Andres Ambühl und einen

«One Timer» von Tomáš Kundrátek. «For

Lia – Nice Save» schreibt der Tscheche

später auf die Autogrammkarte.

Der zehnjährige Colin Gerber zeigt stolz

seine eigene Autogrammkarte von den

Piccolos beim EV Zug und lässt sich sein

Trikot von den Stars unterschreiben.

«In diesen Tagen ist alles dem Spengler

Cup untergeordnet», erzählt Mutter

Tamara Gerber, die Familientreffen

rund um Weihnachten sind nach dem

Turnierspielplan organisiert.

Lilja von Euw, neun Jahre alt, war zunächst

ein wenig enttäuscht. Sie hätte

so gern ein Trikot des HCD übergestreift.

Doch dieser Wermutstropfen

weicht schnell der Begeisterung, als

sie mit den Profis auf dem Eis unterwegs

ist. Und schliesslich findet sie das

Trikot von HK Metallurg Magnitogorsk

eigentlich doch ganz gut.

Alessandra und Roger Suess schwärmen

zusammen mit ihren Söhnen Ryan

Matteo und Liam Jayden: «Das war ein

unvergesslicher Tag. Sensationell, dass

wir das zusammen erleben durften.»

Der achtjährige Ryan Matteo trainiert

und spielt beim EHC Winterthur. Die

Begegnung mit den Stars hier in Davos

bestärkt ihn darin, seinen grossen

Traum von der NHL weiterzuverfolgen.

Freude auch nach dem Event

Der Tag neigt sich langsam dem Ende

zu. Doch die Kids werden noch lange von

den Stars träumen, die sie kennenlernen

durften. Die Trikots tragen sie auch

zu Hause mit Stolz. Über ihren Betten

hängt ein Bild vom Anlass, zusammen

mit vielen Autogrammkarten.

Für Lia Rubin, 2018 Schweizer Landhockey-Meisterin

(Mini und Moskito) mit

dem IHC Grizzlys Hünenberg, gibt es

später einen weiteren Grund zur Freude:

Ihr Lieblingsspieler und Spengler

Cup-Star Tomáš Kundrátek wechselt

im Nachgang des Turniers für einige

Monate zum Hockey Club Davos. Nach

seiner Rückkehr im Juli 2019 zu seinem

ursprünglichen Club HC Oceláři Třinec

wird er im Dezember 2019 voraussichtlich

an den Spengler Cup zurückkehren.

Und auch Lilja von Euw blickt begeistert

zurück: «Es war extrem cool.» Sie

freut sich, wenn sie jetzt den einen

oder anderen Star bei einer Fernsehübertragung

wiedererkennt. Zusammen

mit ihrem Bruder Erik besucht sie die

GCK-Hockeyschule und ist auch etwas

stolz, dass er sie um ihr Spengler

Cup-Erlebnis beneidet. Vater Mikael hat

sich nach Jahren wieder Schlittschuhe

gekauft, um mit seinen Kindern aufs Eis

zu gehen, und auch Mutter Petra ist

begeistert, dass ihre Kinder Eishockey

mit wahrer Leidenschaft spielen.

: Colin Gerber ist glücklich, dass er diesen Tag in

Davos verbringen darf.

: Auch die Begegnung mit «Hitsch» wird unvergesslich

bleiben.

: Passen, kämpfen, Tore schiessen vor den Spengler Cup-Stars.


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: Petra Klingler

Sportkletterin, Weltmeisterin im Bouldern 2016 mit dem Ziel

Olympiateilnahme 2020

« Ob Eishockey oder Klettern, Topleistungen erfordern harte

Arbeit, Disziplin, aber vor allem Leidenschaft. Genau diese bringt

den Sportler nach Niederlagen wieder auf die Beine – stärker und

erfahrener als zuvor. Wie im Eishockey gibt es auch im Bouldern

verschiedene Wege zum Ziel. Dazu ist ein Mix aus Lockerheit und

Anspannung nötig. Fit sind alle Sportler auf diesem Niveau! Aber

Cleverness und Leidenschaft, gepaart mit Spass und kindlicher

Verschmitztheit, das wünsche ich den Spielern, die in diesem Jahr

um die Spengler Cup-Trophäe kämpfen.»


Andres Ambuhl,

HCD-Captain

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zwischendurch.

Proteine tragen zu einer Zunahme beziehungsweise zur Erhaltung von

Muskelmasse bei. Eine abwechlungsreiche und ausgewogene Ernährung

sowie eine gesunde Lebensweise sind wichtig für unsere Gesundheit.

albert-spiess.ch


: Ramon Zenhäusern

Goldmedaillengewinner Ski alpin mit dem Team und Silber im Slalom an den Olympischen

Spielen in Pyeongchang 2018, dreifacher Weltcupsieger

« In Davos konnte ich mein erstes internationales FIS-Rennen gewinnen. Seither habe

ich mich stetig weiterentwickelt. So auch der Spengler Cup in Davos. Er ist mittlerweile

zu einem internationalen Grossanlass gewachsen. Für mich als Skirennfahrer ist es toll,

dass man sich neben dem Besuch der packenden Eishockeyspiele auch selbst sportlich

betätigen und für einige Schwünge auf die Pisten gehen kann.»


UNTER NULL WIRD’S

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Grosse Siege und schmerzliche Niederlagen. Wir haben die Highlights,

Hintergründe und Analysen dazu. Im TV, Radio und Online.

srf.ch/sport


OFFICIAL BROADCASTER SRG

55

SRF – Stimmen des Spengler Cup

Vor heimischem Publikum das Davoser Traditionsturnier zu kommentieren,

ist für die Kommentatoren von SRF Jahr für Jahr eine spezielle Aufgabe.

Fakten zur

SRG-Produktion

Stefan Bürer, TV-Kommentator SRF Sport, arbeitet

bei der SRG seit 1993.

: Mit dem Spengler Cup verbinde ich …

Stefan Bürer: … viele wunderschöne

Erinnerungen. Schon als Kind war der

Spengler Cup TV-Pflichtprogramm.

Seit ich für SRF arbeite, habe ich unzählige

attraktive Spiele kommentieren

dürfen. Und ganz besonders ist natürlich

die lockere Stimmung über die

Feiertage.

Claude Jaggi, TV-Kommentator SRF Sport, arbeitet

bei der SRG seit 1999.

: Mit dem Spengler Cup verbinde ich …

Claude Jaggi: … mein alljährliches Highlight

über die Festtage. Seit ich mich erinnern

kann, habe ich den Spengler Cup

mitverfolgt. Zuerst am TV, später auch

mal auf der Stehrampe und seit vielen

Jahren für SRF. Die einzigartige Stimmung

während den Spielen und rund um

das Turnier ist Jahr für Jahr ein Genuss.

Als «Host Broadcaster» produziert die

SRG das Weltsignal. Das Weltsignal ist

die Basis für weltweite Liveübertragungen

des Spengler Cup. Über 40 Länder

strahlen die von der SRG produzierten

TV-Bilder des Eishockeyturniers aus.

Für die aufwendige SRG-Produktion im

Eisstadion Davos kommen 14 Kameras

zum Einsatz.

: Meine Spengler-Cup-Legende ist …

Bürer: Slawa Bykow. 1993 war ich als

junger Reporter erstmals für SRF am

Spengler Cup und durfte gleich einen

Beitrag über ihn realisieren, wie er an

einem spielfreien Tag mit dem Team

ins Parsenn-Gebiet ging. Er war wahrscheinlich

der beste Spieler, der je in

der Schweiz gespielt hat.

: Meine Spengler-Cup-Legende ist …

Jaggi: Patrick Kane. Zwar war er in der

Lockout-Saison 2012 einer von vielen

NHL-Stars am Turnier und hat mit dem

Hockey Club Davos das Finale gegen das

Team Canada verloren. Aber den Zauberer

mit den magischen Händen ausgerechnet

am Spengler Cup in Aktion zu sehen

– das werde ich nie mehr vergessen.

1955 überträgt das Schweizer Fernsehen

zum ersten Mal das älteste internationale

Eishockey-Clubturnier Europas

live. Die Liveübertragungen ziehen

bis heute ein grosses Publikum vor die

Bildschirme.

: Der Spengler Cup steht für Tradition

und Konstanz. Hat sich dagegen das

Kommentieren verändert?

Bürer: Als ich begann, gab es noch kein

Internet, keine Handys und kaum Statistiken.

Es war ungleich komplizierter,

überhaupt an Informationen über die

Spieler zu kommen. Heute wird vieles

sofort geliefert. Andererseits besteht

natürlich die Gefahr, durch die vielen

Infos den Fokus aufs Spiel zu verlieren.

: Der Spengler Cup steht für Tradition

und Konstanz. Hat sich dagegen das

Kommentieren verändert?

Jaggi: Seit ich dabei bin, wurde die Bildqualität

nochmals massiv besser (HD-TV), was

das Einordnen und Analysieren von Szenen

einfacher macht. Andererseits wird das

Spiel von Jahr zu Jahr schneller, was

die Challenge erhöht. 2019 bekommen wir

dank dem Neubau der Südtribüne neue

Arbeitsplätze – freue mich sehr darauf!

Der Spengler Cup:

SRF, RTS und RSI berichten täglich live

aus Davos – Online im Livestream, in der

Sport-App, im Fernsehen und am Radio.


Spengler Cup Davos 2019

Die 1950er-Jahre – Kalter Krieg und

Aufschwung der Weltwirtschaft

Als die Sowjetunion 1957 ihren ersten Satelliten, Sputnik 1, in den Weltraum schoss,

trat sie gleichzeitig das «Rennen ums Weltall» los, das 1969 in der ersten Mondlandung

gipfelte. Die technologischen Grundlagen für diese bahnbrechenden Ereignisse

waren eng mit den 1950er-Jahren verbunden – dem Kalten Krieg und dem wirtschaftlichen

Aufschwung im Nachgang zum Zweiten Weltkrieg. Die Entwicklungen der 1950er-

Jahre wirkten bis in die 1970er- und 1980er-Jahre nach.

Der Koreakrieg zu Anfang

der Dekade (1950

bis 1953) und die Kubakrise zu Beginn

der nächsten (1962) stehen stellvertretend

für den erwähnten Kalten

Krieg, der über Jahrzehnte die Weltpolitik

bestimmte. Mit der militärischen

Intervention in Korea zeigte die

USA, dass sie sich einer Ausdehnung

des kommunistischen Machtbereichs

widersetzen würde, während die Sowjetunion

mit der Niederschlagung der

Aufstände in der DDR 1953 und Ungarn

1956 zeigte, dass sie keine Änderung

des Status Quo in Osteuropa duldete.

Der Koreakrieg selbst festigte nicht

nur die bis heute anhaltende Spaltung

des Landes; er steht auch für die erste

militärische Intervention im Ausland

der von Mao Tse-Tung im Oktober 1949

proklamierten Volksrepublik China.

Weltweiter wirtschaftlicher

Aufschwung

Einerseits waren die 1950er-Jahre in

vielerlei Hinsicht ein höchst unruhiges

Jahrzehnt – man denke nur an die Befürchtungen

vieler Menschen, dass

sich die Welt auf einen Dritten (nuklearen)

Weltkrieg hinbewegte. Andererseits

waren die 1950er-Jahre auch

eine Dekade des – wirtschaftlichen –

Aufschwungs für viele Länder, die bis

zu den Ölkrisen der 1970er-Jahre anhalten

sollte. Während dieses wirtschaftlich

«goldenen Zeitalters» brachen

die meisten Industrieländer einen

Rekord nach dem anderen. Dies galt

auch für Länder des Ostblocks – und

es wird sogar angenommen, dass in den

1950er-Jahren die Wachstumsrate der

Sowjetunion höher war als die aller anderen

Industrieländer.

Das rapide Wirtschaftswachstum muss

auch in Verbindung mit der immer wichtiger

werdenden Rolle des Erdöls gesehen

werden. Bei einem, in den 1950erund

1960er-Jahren durchschnittlichen

Preis von weniger als zwei US-Dollar

für einen Barrel Öl aus Saudi-Arabien

verwundert es wenig, dass besonders

die Industrieländer in diesem Zeitraum

«Öl-süchtig» wurden. Zum Beispiel verdreifachte

sich der Energieverbrauch

der USA zwischen 1950 und 1973. Aus

einer Umweltperspektive nutzten daher

gesamthaft so sinnvolle, einzelne

Entscheide wie das Verbot von Kohleheizungen

in London 1953 relativ wenig.

Die Hauptstadt Grossbritanniens

wurde dadurch zwar sauberer – und

die Atemluft für deren Einwohner erträglicher,

aber generell wurde Smog

global zunehmend zu einem Problem in

einer sich ständig mehr urbanisierenden

Welt.

In den Nachkriegsjahren des Zweiten

Weltkriegs verschob sich die «alte», von

europäischen Staaten dominierte Welt,

die bereits durch den Ersten Weltkrieg

im Niedergang begriffen war, eindeutig

zu einer Welt, die von den USA und

der Sowjetunion dominiert wurde – und

einer «Dritten Welt» von asiatischen

und afrikanischen Staaten, die aus der

kolonialen Beherrschung durch europäische

Staaten (besonders Grossbritannien

und Frankreich) in die Unabhängigkeit

übergegangen waren.

Der Hauptsitz der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) an der Bahnhofstrasse 45 in Zürich im Jahr 1957.


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57

der 1960er-Jahre stieg zum Beispiel die

Bilanzsumme bzw. der Gesamtwert der

Aktiven bei SBG und SBV erstmalig über

die Marke von 10 Mrd. Franken.

Die Schalterhalle der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) in den 1950er-Jahren.

Die SBG führte 1958 den ersten «Auto-Schalter»,

einen Drive-in-Bankschalter.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der

Schweiz

Noch Ende der 1930er-Jahre lag der

Anteil der Landbevölkerung in industrialisierten

Ländern wie den USA oder

Deutschland bei ungefähr einem Viertel,

in Frankreich sogar bei einem Drittel

der Gesamtbevölkerung. Dies würde

sich in den 1950er- und 1960er-Jahren

deutlich verändern, auch in der Schweiz,

wo Anfang der 1950er-Jahre noch

knapp über 20 Prozent der arbeitenden

Bevölkerung in der Landwirtschaft

tätig waren (Gesamtbevölkerung 1945:

4,4 Millionen). Die Verzehnfachung des

realen Nettosozialprodukts des Landes

zwischen 1945 und 1979 war dann aber

hauptsächlich in der Entwicklung der

Industrie- und Dienstleistungssektoren

begründet. 1950 waren 44 Prozent

der arbeitenden Bevölkerung im zweiten

Sektor tätig.

Das Wachstum besonders des zweiten

Sektors zeigte sich auch in der Entwicklung

der Beschäftigung. Die Schweiz

zum Beispiel erlebte 1960 (und in darauffolgenden

Jahren) mit offiziellen 0,0

Prozent einen absoluten Tiefstand der

Arbeitslosigkeit. Hier wie in anderen

Ländern, wie z.B. Deutschland, sorgte

der wachsende Mangel an Arbeitskräften

dafür, dass die Wirtschaft zunehmend

auf ausländische Arbeitskräfte,

zumeist aus Südeuropa, zurückgriff.

Bereits 1948 unterschrieben Italien

und die Schweiz einen Staatsvertrag,

der massgeblich dazu beitrug, dass besonders

Industrie und Baugewerbe in

der Schweiz italienische Arbeitskräfte

zum Einsatz bringen konnten.

Für den dritten Sektor – den Dienstleistungssektor

– wird gerne auf die

wachsende Bedeutung des Finanzplatzes

und dabei besonders der Banken

verwiesen. Diese waren Anfang der

1950er-Jahre noch von gesamthaft

überschaubarer Grösse (1950: 22 000

Angestellte – 1990: 140 000), würden

aber aufgrund des Konjunkturaufschwungs

stetig anwachsen. Die beiden

Vorgängerbanken der heutigen UBS,

die Schweizerische Bankgesellschaft

(SBG) und der Schweizerische Bankverein

(SBV), machten damals zusammen

mit den anderen verbliebenen Grossbanken

(Schweizerische Kreditanstalt,

Bank Leu, Schweizerische Volksbank)

ein Drittel der gesamten Bilanzsumme

der Banken der Schweiz aus. Bis Mitte

Europa wächst (wirtschaftlich)

zusammen

Zu Beginn der 1950er-Jahre war die

wirtschaftliche Entwicklung in Europa

noch sehr schleppend. Der Economist

zog 1951 folgende Schlüsse daraus:

«There is almost nowhere a positive faith

in the possibilities of progress, such as

the Russians and Americans both have.»

Dies in Verbindung mit den erwähnten

Sorgen über einen potenziellen, neuerlichen

Krieg beunruhigte viele Menschen

mit Blick über ihre Zukunft.

Doch zukunftsorientierte Europäer gab

es ohne Frage – und die Zukunft lag für sie

besonders darin, die tiefen Gräben der

ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu

überwinden. Ein deutliches Symbol war

die Bekanntgabe des Schuman-Plans

am 9. Mai 1950 zur Schaffung einer

neuen Organisationsform der europäischen

Staaten. Mit dem folgenden

Vertrag, durch deren Unterzeichnung

sechs europäische Länder (Belgien,

Bundesrepublik Deutschland, Frankreich,

Italien, Luxemburg, Niederlande)

den Grundstein für die Europäische Gemeinschaft

für Kohle und Stahl («Montanunion»)

legten, begann das grösste

und erfolgreichste Friedensprojekt, das

Europa je gesehen hatte. Es folgte 1957

die Unterzeichnung der Römischen Verträge

durch dieselben sechs Länder,

mit denen sie die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft

(und die Europäische

Atomgemeinschaft) begründeten –

«in dem festen Willen, die Grundlagen für

einen immer engeren Zusammenschluss

der europäischen Völker zu schaffen,

entschlossen, durch gemeinsames Handeln

den wirtschaftlichen und sozialen

Fortschritt ihrer Länder zu sichern, indem

sie die Europa trennenden Schranken

beseitigen, …».

Auch die Schweiz beteiligte sich an internationalen

Vereinbarungen. Sie trat

1958 Gatt (General Agreement on Tariffs

and Trade) bei und gehört zu den

Gründungsmitgliedern der Europäischen

Freihandelsassoziation (Efta), die 1960 in

Kraft trat.


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: Martina Hingis

Tennisspielerin, 209 Wochen Weltranglistenerste im Einzel und Siegerin

von 25 Grand-Slam-Titeln im Einzel (5), Doppel (13) und Mixed (7)

« Eishockey im Allgemeinen und der Spengler Cup im Besonderen haben

mich schon immer fasziniert. In meiner Heimat, dem Rheintal, ist der

Hockey Club Davos sehr beliebt und so wurde auch ich schon früh ein

grosser Fan des HCD. Die letzten drei Jahre konnte ich das Turnier live

vor Ort miterleben: ein grossartiges Spektakel, das an Spannung kaum

zu überbieten ist.»


: Zeitzeugen und ihre

Nachkommen erzählen


SIEGER VON DAMALS

61

: Jeder Tag auf dem Eis ist ein Erlebnis

Markus Egen gewann 1952 mit dem EV Füssen den Spengler Cup. Obwohl er im Herbst

2019 seinen 92. Geburtstag feierte, steht er noch wöchentlich mindestens einmal auf

dem Eis. Wenn nicht auf Schlittschuhen, dann zumindest beim Eisstockschiessen.

Markus Egen erinnert sich gern an seine Karriere, auch an den Turniersieg Mitte des

vergangenen Jahrhunderts. «Es war ein grossartiger Sieg und wir haben ihn ausgiebig

gefeiert», erzählt er.

Egens Karriere begann, als an Weihnachten

ein paar Schlittschuhe unter

dem Tannenbaum lagen. Er wurde anfangs

Torwart – «weil sie keinen hatten».

Im ersten Spiel waren ihm seine neuen

Schlittschuhe aber noch zu schade,

sodass er sich mit seinen «Schraubendampfer

– also Kufen, die mit einem

Schlüssel an den Skischuhen befestigt

wurden – ins Tor stellte. Als einer der

Schuhe brach, stellte er sich kurzerhand

barfuss ins Gehäuse. Doch mit der Zeit

wurde es Egen als Goalie zu langweilig.

Also ging er als Stürmer auf Torejagd.

Er war technisch sehr gut, hatte eine

brillante Spieltechnik, beherrschte die

Scheibe auf engstem Raum und begeisterte

mit zielgenauen Toren. Er hätte

ein Spiel praktisch selbst entscheiden

können, setzte aber auch seine Mitspieler

immer wieder geschickt ein. 17 Jahre

spielte er in der ersten Mannschaft, gewann

13 Meistertitel (sechs als Spieler,

zwei als Spielertrainer und fünf als Trainer).

Den ersten Titel feierte er 1953,

dann sechs in Folge. In 115 Punktspielen

erzielte er 215 Tore.

Ein entscheidender Akteur

Markus Egen und seine Teamkollegen

trainierten jeden Tag: «Das Stadion war

unsere zweite Heimat.» Er spielte einfach

aus Liebe zum Eishockey: «Geld gab

es keines.» Markus Egen sei für die jungen

Knaben eine Leitfigur und Vorbild

gewesen, erzählt sein ehemaliger Teamkollege

Peter Schwimmbeck.

Erfolgreicher Unternehmer

Der charismatische Eishockeystar bewies

sich später als erfolgreicher Unternehmer.

Seine Eishockeystöcke Egen

Northstar Special mit gebogener Kelle

waren besonders beliebt. Und wer bei

: Markus Egen: «Ich spielte aus Liebe zum Eishockey.»


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SIEGER VON DAMALS

63

1980 teil und schlug anschliessend eine

Trainerlaufbahn ein.

: Der EV Füssen am Spengler Cup 1955.

Egen einen Stock kaufte, kam immer

auch zum Fachsimpeln. Bodenständig,

wie er war, bediente der Chef die Kunden

persönlich.

Vierfacher Teilnehmer an Olympia und

Weltmeisterschaft

Insgesamt spielte er 99 Partien für die

deutsche Nationalmannschaft und erzielte

dabei 72 Treffer. Er bestritt vier

Weltmeisterschaften. Dreimal war er

an Olympischen Spielen als Spieler und

1964 in Innsbruck in Österreich als Trainer

an der Seite von Xaver Unsinn im

Einsatz. Unsinn gehörte ebenfalls der

Füssener Spengler Cup-Siegermannschaft

an. Seinen grössten sportlichen

Erfolg feierte Markus Egen 1953 mit

Weltmeisterschafts-Silber. Besonders

gut in Erinnerung geblieben ist ihm zudem

die Weltmeisterschaft 1954, als

er mit zehn Treffern Dritter der Torschützenliste

wurde. Markus Egens

Söhne Ulrich und Hans-Peter traten

in seine Fussstapfen und bestritten

ebenfalls Bundesligaspiele. Ulrich Egen

nahm sogar an drei Weltmeisterschaften

und an den Olympischen Spielen

Nie mit Helm auf dem Eis

Noch heute schätzt und treibt Markus

Egen Sport: «Ich bin noch sehr beweglich,

kann noch alles machen.» Jede Woche

trifft er sich mit seinem auf den

Tag genau 14 Jahre jüngeren ehemaligen

Teamkollegen Peter Schwimmbeck.

Im Sommer zum Tennis, im Winter zum

Eisstockschiessen. Einen Helm hat sich

Egen auf dem Eis nie aufgesetzt – heute

nicht und auch während seiner gesamten

Karriere nicht. Siegfried «Silla»

Schubert, der 1964 mit dem EV Füssen

den Spengler Cup gewann und heute wie

Markus Egen der Hockey Hall of Fame

Deutschland angehört, ist überzeugt:

«Markus Egen wäre aufgrund seiner

Dynamik und seiner Statur der Einzige

gewesen, der als Eishockeyprofi in Kanada

hätte spielen können.»

Eng mit Füssen verbunden

Doch Markus Egen lehnte Profiangebote,

darunter eines aus Toronto, ab und blieb

dem EV Füssen treu – mit einer Ausnahme,

als er 1971 bis 1973 und in der Saison

1974/75 den ESV Kaufbeuren trainierte.

Noch heute fühlt er sich dem Verein

eng verbunden: «Meist schaue ich mir

ein, zwei Drittel an, bevor ich nach Hause

gehe, und wird der Spengler Cup im

Fernsehen übertragen, verpasse ich

keines der Spiele. Dabei gehen die Gedanken

mit: Die machen es so, ich hätte

es so gemacht.»

Der EV Füssen

16 Meistertitel mit 74 Spielern

Füssens Sieg am Spengler Cup 1952 beendete eine 24-jährige deutsche Durststrecke.

Der bis dato letzte Turniererfolg – durch den Berliner Schlittschuhclub –

stammte aus dem Jahr 1928. 1954 standen die Deutschen erneut im Finale, unterlagen

aber Milano mit 0 : 5. 1964 gelang Füssen der erneute Sieg. Dazwischen stand

das Team immerhin viermal im Finale. Füssen ist mit 16 deutschen Meistertiteln

nach dem Berliner Schlittschuhclub, der auf 19 kommt, der erfolgreichste deutsche

Eishockeyverein. Eine bemerkenswerte Besonderheit ist, dass der EV Füssen

für all die Titel nur 74 Spieler und fünf Trainer benötigte. Zudem ist der Verein der

letzte deutsche Eishockeymeister, der sich ohne ausländische Spieler den nationalen

Titel sicherte (1973).


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SIEGER VON DAMALS

65

: Der Held von 1957

Der Hockey Club Davos gewann am 30. Dezember 1957 mit 5 : 2 gegen die starken

Tschechoslowaken von Rudá hvezda Brno den Spengler Cup, ohne sich verstärkt zu

haben. Der Held des Turniers war der 18-jährige Werner Bassani.

Werner Bassani war für Torwart Martin

Riesen eingesprungen, da dieser aufgrund

des Todes seiner Mutter auf eine

Teilnahme verzichtete. Entdeckt wurde

der vielversprechende, läuferisch überdurchschnittliche

Mittelstürmer der

zweiten Davoser Mannschaft von Trainer

«Stu» Robertson, der das junge Talent

in Zeiten der Goalienot umschulte.

Die Paraden, mit denen Bassani gegen

Rudá hvezda Brno glänzte, waren unglaublich.

Ein Star war geboren.

Möglichst lange stehen bleiben

Bassani überzeugte mit seinem Können

und seiner Show. Er habe in seiner Karriere

versucht, nach kanadischem Muster

möglichst lange stehen zu bleiben.

«Wenn du am Boden bist, ist es fertig.

Dann schiessen sie dir am Gesicht vorbei

in den Himmel», hatte er einst gesagt.

Eigene Maske «designt»

Bassani war 30 Jahre vor Pauli Jaks

der erste Schweizer im nordamerikanischen

Profieishockey. Er spielte vier

Monate lang im Farmteam der Toronto

Maple Leafs in St. Catherine’s. Seine

Erinnerungen an jene Zeit: zwei gebrochene

Finger der Fanghand und die Erkenntnis,

dass das Material noch nicht

: Werner Bassani, der Star zwischen den Pfosten.

ausgereift war – zielten die Kanadier

doch meist auf die Stirn des Goalies.

1966 lernte er in Davos seine spätere

Frau Astrid kennen und zog nach Visp

im Oberwallis. Dort bastelte er eine

eigene mit Schaumstoff ausgekleidete

Maske, mit der er künftig die Spiele für

Visp bestritt.

24 Stiche beendeten die Karriere

1969 sorgte er in der Abstiegsrunde

für den Klassenerhalt von Visp. 1971

verletzte Bassani sich am Auge und

musste seine Karriere beenden. Zum

Unfall kam es beim Spiel gegen den Zürcher

SC. Bassani war dem Stürmer wie

üblich entgegengelaufen. Der damalige

ZSC-Center Peter Wespi, der Jahre

zuvor selbst ein Auge verloren hatte,

traf mit seinem Schuss genau die Augenöffnung

der Maske. Mit 24 Stichen

wurde die Wunde genäht. Trotz Gehirnerschütterung

spielte Bassani eine

Woche später wieder, doch die Verletzung

provozierte eine Netzhautablösung,

die ihn zum Karriereende zwang.

Nach seiner aktiven Zeit auf dem Eis

übernahm Bassani in Naters zusammen

mit seiner Ehefrau Astrid von seinen

Schwiegereltern das Hotel «Rhodania»

und führte es 26 Jahre lang. Grosse

Freude bereiteten ihm seine Mädchen

Nadia und Saskia. Werner Bassani starb

am 12. Juni 2012.

Elwin Friedrich

«Friedrich ufs Iis»

Der Amriswiler (Thurgau, Schweiz) mit ausserordentlich hartem Schlagschuss gewann

1959 mit dem ACBB Paris den Spengler Cup. Mit dem Villars HC wurde Friedrich

1963 Schweizer Meister, mit dem HC Lugano stieg er zweimal auf (NLB 1964

und NLA 1971). Für das Schweizer Eishockey-Nationalteam bestritt er 58 Länderspiele

(1957–1965), sowie vier Weltmeisterschaften und nahm 1964 an den Olympischen

Spielen in Innsbruck teil. Oft stand er während der letzten beiden Drittel

ununterbrochen auf dem Eis. Als 47-Jähriger lief «Papi» als Spielertrainer noch für

den Erstligisten HC Ascona auf. 1951 bis 1981 erfreute er die Eishockeyfans in den

Eishallen – so lange wie kein anderer Schweizer. Den Schlachtruf «Friedrich ufs Iis»

kannte wegen einer Comedy-Nummer des Cabarets Rotstift einst jedes Kind.


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SIEGER VON DAMALS

67

: Spengler Cup-Siege als die schönsten

Erinnerungen einer Spielerkarriere

Philippe Lacarrière hat wie einst sein Vater Jacques das französische Eishockey

geprägt. Die beiden Spengler Cup-Siege mit der ACBB Paris in den Jahren 1959 und

1960 gehören zu den schönsten Erinnerungen an seine Spielerkarriere.

Bei Philippe Lacarrière begann alles am

Bois de Boulogne, auf einem gefrorenen

See im Westen von Paris, den er in Begleitung

seines Vaters Jacques besuchte.

Die ersten Eishockeyspiele, an die er

sich erinnern kann, sind die des Racing

Club de France, die er 1947 und 1948 als

Zehnjähriger im Vélodrome d’Hiver de

Paris, einer Radsporthalle in der Nähe

des Eiffelturms, miterleben durfte, sowie

die Spiele der Weltmeisterschaft

1951, die sein Vater organisierte. Zudem

erfuhr er von seinem Vater viel

über dessen Debüt 1924, seine Teilnahmen

an den Olympischen Spielen 1928 in

St. Moritz und 1936 in Garmisch-Partenkirchen.

«Mein Vater hat mir aber

auch viel von den umstrittenen Partien

im Paris der 30er-Jahre erzählt, die

jeden Samstag vor 17 000 Zuschauern

im Vélodrome d’Hiver stattgefunden

haben, sowie über seine Gründung des

Clubs des Français Volants de Paris

1933, der in Frankreich grosse Popularität

genoss.»

Spengler Cup als Karriereauftakt

Philippe Lacarrière nahm erstmals 1958

am Spengler Cup teil, als der ACBB Paris

den dritten Rang belegte. Es war quasi

der Auftakt zu seiner internationalen

Karriere. In den beiden darauffolgenden

Jahren gewann er als Kapitän des

Teams das Turnier. Er könne sich gut an

das Spielfeld im Freien und die gerappelt

vollen Zuschauertribünen erinnern,

an das Schneetreiben und Temperaturen

bis zu minus 20 Grad, berichtet er,

und er lässt wissen: «Ich bin dankbar

dafür, dass mir der Spengler Cup die

Möglichkeit gegeben hat, mich mit einigen

der besten europäischen Spieler

und Mannschaften zu messen.»

: Philippe Lacarrière: «Ich kehre immer wieder

gerne an den Spengler Cup zurück.»

Beim dritten Spengler Cup-Sieg von

ACBB Paris (1961) konnte Philippe Lacarrière

aufgrund seines Studiums

nicht dabei sein: «Ich schloss mich in jener

Saison dem Racing Club de France

an, bei dem das Team ausschliesslich

aus Amateuren bestand und nicht wie

beim ACBB aus halbprofessionellen

Sportlern.»

Torschützenkönig und bester

Verteidiger

An die drei Spengler Cup-Teilnahmen erinnert

er sich besonders gern: «Im Speziellen

natürlich an die beiden Siege.»

Und natürlich auch an die Wiederbelebung

des Clubs des Français Volants,

die er 1965 mit seinem Vater Jacques

und seinem Bruder Thierry initiierte.

«Aber auch meine erste Teilnahme an

der Weltmeisterschaft mit Frankreich

1961 in Genf und Lausanne sowie meine

Teilnahme an den Olympischen Spielen in

Grenoble 1968 waren sehr speziell», so

die berühmte «Nummer sieben». Lacarrière

nahm noch an drei weiteren Weltmeisterschaften

teil: 1962, 1963 und

1967. Beim Turnier 1961 in Genf wurde

er mit elf Treffern in fünf Spielen Torschützenkönig,

und 1967 wurde er zum

besten Verteidiger des Turniers gewählt.

Noch heute verfolgt Philippe Lacarrière

den Spengler Cup. All die Jahre kehrte

er mit seinen Kindern nach Davos zurück,

um das Traditionsturnier zu sehen

und Ski zu fahren. Nur in den vergangenen

beiden Jahren reiste er erst im Februar

nach Davos.

Leidenschaft für grossartigen Sport

2018 wurde Philippe Lacarrière in die

Hockey Hall of Fame aufgenommen. Er

fühlte sich sehr geehrt und die Aufnahme

war emotionsgeladen: «Es ist sehr

schön, dass ich mich zusammen mit

meinem Vater, der so viel für das Eishockey

in Frankreich getan hat, dort

wiederfinde.» Philippe Lacarrière ist

nach wie vor im französischen Eishockeyverband

und bei der IIHF engagiert:

«Meine Leidenschaft für diesen grossartigen

Sport ist nach wie vor intakt.

Ich empfinde Freude und Emotionen,

wenn ich ein Spiel von ganz jungen Kindern

verfolge oder wie 2019 spannende

und begeisternde Finalspiele vor Ort

sehen kann. Sei es bei der Frauenweltmeisterschaft

das Finalspiel zwischen

den Olympiasiegerinnen aus den USA

und den Gastgeberinnen aus Finnland

in Espoo oder der Kampf um den Weltmeistertitel

der Männer zwischen Kanada

und Finnland in Bratislava.»


: Das Goldene Buch 30 Sieger in 92 Jahren

Nach Oxford University (1923) reihten sich 29 verschiedene Teams in die

Siegerliste ein. Das Team Canada und der Hockey Club Davos führen die Liste

mit je 15 Turniersiegen gemeinsam an.

Jahr

Sieger

Jahr

Sieger

2018 Kalpa Kuopio ( FIN )

2017 Team Canada ( CAN )

2016 Team Canada ( CAN )

2015 Team Canada ( CAN )

2014 Genève-Servette HC ( SUI )

2013 Genève-Servette HC ( SUI )

2012 Team Canada ( CAN )

2011 HC Davos ( SUI )

2010 SKA Sankt Petersburg ( RUS )

2009 HK Dinamo Minsk ( BLR )

2008 HK Dynamo Moskau ( RUS )

2007 Team Canada ( CAN )

2006 HC Davos ( SUI )

2005 Metallurg Magnitogorsk ( RUS )

2004 HC Davos ( SUI )

2003 Team Canada ( CAN )

2002 Team Canada ( CAN )

2001 HC Davos ( SUI )

2000 HC Davos ( SUI )

1999 Kölner Haie ( GER )

1998 Team Canada ( CAN )

1997 Team Canada ( CAN )

1996 Team Canada ( CAN )

1995 Team Canada ( CAN )

1994 Färjestads BK ( SWE )

1993 Färjestads BK ( SWE )

1992 Team Canada ( CAN )

1991 HK ZSKA Moskau ( RUS )

1990 HK Spartak Moskau ( RUS )

1989 HK Spartak Moskau ( RUS )

1988 USA Selects ( USA )

1987 Team Canada ( CAN )

1986 Team Canada ( CAN )

1985 HK Spartak Moskau ( RUS )

1984 Team Canada ( CAN )

1983 HK Dynamo Moskau ( RUS )

1982 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1981 HK Spartak Moskau ( RUS )

1980 HK Spartak Moskau ( RUS )

1979 Krylja Sowetow Moskau ( RUS )

1978 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1977 SKA Leningrad ( RUS )

1976 Sowjetunion B-Nationalteam UdSSR

1975 Olympiateam Tschechoslowakei

1974 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1973 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1972 Slovan ChZJD Bratislava ( CZE )

1971 SKA Leningrad ( RUS )

1970 SKA Leningrad ( RUS )

1969 HK Lokomotive Moskau ( RUS )

1968 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1967 HK Lokomotive Moskau ( RUS )

1966 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1965 ASD Dukla Jihlava ( CZE )

1964 EV Füssen ( GER )

1963 TJ Sparta CKD Prag ( CZE )

1962 TJ Sparta CKD Prag ( CZE )

1961 ACBB Paris ( FRA )

1960 ACBB Paris ( FRA )

1959 ACBB Paris ( FRA )

1958 HC Davos ( SUI )

1957 HC Davos ( SUI )

1956 nicht ausgetragen

1955 Rudá hvezda Brno ( CZE )

1954 HC Milano Inter ( ITA )

1953 HC Milano Inter ( ITA )

1952 EV Füssen ( GER )

1951 HC Davos ( SUI )

1950 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1949 nicht ausgetragen

1948 LTC Prag ( CZE )

1947 LTC Prag ( CZE )

1946 LTC Prag ( CZE )

1945 ZSC ( SUI )

1944 ZSC ( SUI )

1943 HC Davos ( SUI )

1942 HC Davos ( SUI )

1941 HC Davos ( SUI )

1940 nicht ausgetragen

1939 nicht ausgetragen

1938 HC Davos ( SUI )

1937 LTC Prag ( CZE )

1936 HC Davos ( SUI )

1935 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1934 Diavoli Rossoneri Mailand ( ITA )

1933 HC Davos ( SUI )

1932 Oxford University ( GBR ) und LTC Prag ( CZE )

Gemeinsame Sieger nach 0 : 0 nach Verlängerung

1931 Oxford University ( GBR )

1930 LTC Prag ( CZE )

1929 LTC Prag ( CZE )

1928 Berliner SC ( GER )

1927 HC Davos ( SUI )

1926 Berliner SC ( GER )

1925 Oxford University ( GBR )

1924 Berliner SC ( GER )

1923 Oxford University ( GBR )


HAUTNAH DABEI

69

: Spielplan/TV-Programm

Datum Partien Spielbeginn

Donnerstag Spiel 1: HC Ambri Piotta – Salavat Yulaev UFA 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.00 Uhr

26.12.2019 Spiel 2: HC Trinec – Team Canada 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Freitag Spiel 3: TPS Turku – Verlierer Spiel 1 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

27.12.2019 Spiel 4: HC Davos – Verlierer Spiel 2 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Samstag Spiel 5: Sieger Spiel 1 – TPS Turku 15.10 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

28.12.2019 Spiel 6: Sieger Spiel 2 – HC Davos 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Sonntag Spiel 7: 2. Gruppe Torriani – 3. Gruppe Cattini 15.10 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

29.12.2019 Spiel 8: 2. Gruppe Cattini – 3. Gruppe Torriani 20.15 Uhr 20.00 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Montag Spiel 9: 1. Gruppe Cattini – Sieger Spiel 7 15.10 Uhr 14.55 Uhr 15.05 Uhr 15.05 Uhr

30.12.2019 Spiel 10: 1. Gruppe Torriani – Sieger Spiel 8 20.15 Uhr 20.10 Uhr 20.05 Uhr 20.10 Uhr

Dienstag Spiel 11: Finalspiel 12.10 Uhr 11.55 Uhr 12.00 Uhr 12.05 Uhr

31.12.2019 anschliessend Siegerehrung

Gruppe Torriani

Gruppe Cattini

SRF-Kommentatoren: Stefan Bürer, Claude Jaggi

SRF-Moderator: Jann Billeter

RTS-Commentateur: Steve Roth, Marc-André Berset

RSI-Commentatore: Alex Tamburini, Giampaolo Giannoni

: Die von der SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) aufwendig produzierten Bilder werden von den sprachregionalen TV-Sendern RSI, RTS, SRF

sowie den internationalen TV-Stationen übernommen und weltweit übertragen.


Spengler Cup Davos 2019

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: Alex Wilson

Schweizer Sprinter und Rekordhalter über

100 und 200 Meter

« Am Spengler Cup war ich zum ersten Mal in

meinem Leben bei einem Eishockeyspiel. Ich hatte

keine Vorstellung von der Atmosphäre im Eisstadion

Davos. Es war einfach herrlich, ich habe

mich genauso wohlgefühlt wie bei Weltklasse

Zürich im Letzigrund. Es isch richtig cool gsi!»


Bild fehlt noch

: Raeto Raffainer über die Bedeutung

des Spengler Cup für die Eishockeynation

Schweiz.


EMOTIONEN PUR

73

: Den Spengler Cup kann

niemand kopieren

Für Raeto Raffainer, den neuen Sportchef des Hockey Club Davos und ehemaligen Direktor

des Schweizer Nationalteams, ist die Faszination des Spengler Cup eng mit der des Eishockeysports

verwoben: «Ich finde es schön, dass wir die Menschen mit den verrückten

Geschichten, die unser Sport Jahr für Jahr schreibt, immer wieder begeistern können.

Mit dem dynamischen Spiel können wir sie mit positiven, aber auch negativen Emotionen

in unseren Bann ziehen und sie aus dem Alltag herausreissen. Dies alles in Verbindung mit

Ferien, Sonne, Schnee, Davos, Kindheitserinnerungen und Feststimmung – das macht den

Spengler Cup aus. Er ist dadurch so einmalig, dass ihn niemand kopieren kann.»

: Raeto Raffainer, Sie gehörten 1997

zum ersten Jahrgang am Sport-Gymnasium

Davos. Jetzt kehren Sie als

Sportchef des Hockey Club Davos ins

Landwassertal zurück. Was bedeutet

Ihnen die Rückkehr nach Davos zur

Wiege des Spengler Cup?

Raffainer: Sie ist sehr speziell für mich.

Ich habe mich als Spieler immer extrem

mit der Organisation, der Region und

den Fans identifiziert. In Davos erlebte

ich die Juniorenzeit und konnte durch

die gute Förderung meine Leidenschaft

zum Beruf machen. Die Herausforderung

hier in Davos reizte mich.

: Dies, obwohl Sie nie zu einem Spengler

Cup-Einsatz kamen?

Raffainer: In meiner Jugendzeit drängte

der damalige Trainer Arno Del Curto

immer darauf, dass wir jungen Spieler

für einen Einsatz bereit waren. Für

uns im erweiterten Kader des Hockey

Club Davos war dies mit viel Hoffnung

und positiven Emotionen verbunden.

Am Ende durfte ich aber leider nie

spielen, was mich doch bis heute etwas

fuchst. So auch 2008, als mich der

ERC Ingolstadt Panther aus Deutschland

anfragte, sich mein damaliger Club

Rapperswil-Jona jedoch gegen eine

Turnierteilnahme aussprach. Somit war

meine Zeit nach den Festtagen immer

die Zeit des harten Ausdauertrainings.

Ich kann mich an viele Stunden erinnern,

die ich auf dem Hometrainer sass. Da

war ich froh, wenn im Fernsehen die

Nachmittagsspiele des Spengler Cup

liefen, während ich Kondition büffelte.

: Welches sind darüber hinaus die

prägendsten Erlebnisse mit dem

Spengler Cup?

Raffainer: Ich bin ein bisschen stolz,

dass ich es 2017 zusammen mit dem

Verband Swiss Ice Hockey und den Verantwortlichen

des Hockey Club Davos

geschafft habe, die Nationalmannschaft

nach 38 Jahren Absenz wieder

an den Spengler Cup zu bringen, was zuerst

niemand für wahrscheinlich hielt.

Ich habe gespürt, dass es die Zuschauer

geschätzt und genossen haben, die

besten Schweizer Spieler in Davos zu

sehen, auch wenn das Nationalteam das

Finale gegen das Team Canada verlor.

: Sie sind begeistert vom Spengler

Cup. Hat sich Ihre Sichtweise geändert,

seit Sie Sportchef des Hockey

Club Davos sind?

Raffainer: Nein, das nicht. Was sich geändert

hat, ist das Kompetitive in mir.

Wir wollen in der laufenden Saison mit

dem Hockey Club Davos die Play-offs

erreichen sowie die Mannschaft in Zusammenarbeit

mit dem Coaching Staff

wieder so weit bringen, dass sie um den

Spengler Cup-Pokal mitreden kann. Auch

wenn das für mich gleichzeitig Druck und

viel Arbeit bedeutet, schaue ich der Aufgabe

mit viel Freude entgegen.

: Der Hockey Club Davos gewann den

Spengler Cup zuletzt 2011. Wann wird

der Pokal wieder in Davos bleiben?

Raffainer: Ein Turnier hat immer seine

eigenen Regeln. Es kann gut sein, dass

wir bereits dieses Jahr im Finale stehen.

Die Mannschaft ist gespickt mit ganz

vielen jungen, hoffnungsvollen Eishockeyspielern,

die sich noch weiterentwickeln

müssen. Deshalb kann es noch

ein bis zwei Jahre dauern, bis wir zurück

sind. Daran arbeiten wir. Der Dezember

wird eine gute Zeit sein, um zu messen,

wo wir mit unserer Mannschaft stehen.

: Sie waren selbst Spieler, zuletzt

«Direktor der Nationalmannschaften»

beim Schweizer Eishockeyverband

(Swiss Ice Hockey). Wie wichtig ist der

Spengler Cup für die Schweizer Spieler,

das Schweizer Eishockey generell

und für den Hockey Club Davos?

Raffainer: Der Spengler Cup ist für das

Schweizer Eishockey eminent wichtig. Wir

wissen, wie viele Emotionen dieses Turnier

seit Generationen auslöst. Wir wissen,

dass es hilft, Kinder zum Eishockey zu

bringen. Somit ist der Spengler Cup flächendeckend

für die ganze Schweiz wichtig.

In dieser Hinsicht stehen wir nicht in

Konkurrenz mit anderen Clubs, sondern

mit anderen Sportarten. Hier müssen wir

zusammenstehen und die Konkurrenz,

zum Beispiel Unihockey, Handball, Fussball

oder auch E-Sports ernst nehmen. Es ist

wichtig, dass die Kinder und ihre Eltern

Topeishockey sehen und sich deshalb für

unseren schönen Sport entscheiden.

: Wie ist das Ansehen des Spengler Cup

auf internationaler Bühne?

Raffainer: Es ist riesig. Die Silbermedaille

des Herrennationalteams an der

Weltmeisterschaft 2018, die Schweizer

NHL-Spieler wie Nico Hischier, Nino


A

Spengler Cup Davos 2019

: Raeto Raffainer (Mitte) in der Teambesprechung mit (von links): Johan Lundskog (Assistenztrainer), Christian Wohlwend (Headcoach), Peter Mettler (Goalietrainer)

und Waltteri Immonen (Assistenztrainer).

Niederreiter oder Roman Josi und der

Spengler Cup sind die Bilder, welche die

Menschen mit dem Schweizer Eishockey

verbinden.

: Welchen Stellenwert hat der Spengler

Cup für Sie aus der Sicht des

Sportchefs?

Raffainer: Die Spieler können sich am

Spengler Cup mit guten Leistungen ins

Rampenlicht rücken. Für uns und unsere

Spieler zählt der Spengler Cup genauso

viel wie die Meisterschaft. Gute Leistungen

eines Spielers oder einer Mannschaft

am Spengler Cup können positive

Impulse geben für den sehr strengen

Januar. Man hat schon vielfach erlebt,

wie eine Mannschaft durch die intensive,

aber auch sehr erfreuliche Zeit dank guter

Teambildung nochmals einen Schritt

zusammenwächst und Vertrauen tankt.

: Auf welche Mannschaft freuen Sie

sich am diesjährigen Spengler Cup besonders?

Wen sehen Sie in der Favoritenrolle?

Raffainer: Bereits als Kind waren meine

Lieblingsmannschaften Kanada und

Davos. Deshalb freue ich mich extrem

auf die Kanadier, die jedes Jahr mit

ihren Stars nach Davos reisen. Wenn

wir gegen sie spielen, dann möchte ich

sie am liebsten bezwingen. So war es

mit dem Nationalteam und so wird es

auch mit Davos sein. Das Team Canada

gewann den Spengler Cup 2015 bis

2017 dreimal und unterlag 2018 im Finale

KalPa Kuopio aus Finnland. Das Team

will siegen und nimmt das Turnier sehr

ernst. Deshalb wird der Sieg, so bin ich

überzeugt, auch dieses Jahr wieder

über die Kanadier führen.

: Dieses Jahrbuch berichtet über die

1950er-Jahre. 1956 fiel der Spengler

Cup aus organisatorischen Gründen

aus, aber ein Organisationskomitee

kämpfte für die Zukunft des Traditionsturniers.

Was möchten Sie jenen

Menschen sagen?

Raffainer: Wenn man heute für etwas

kämpft und versucht, es am Leben zu

erhalten, weiss man nie genau, was

man damit auslöst. Die Organisatoren

blickten damals vielleicht einige Jahre

in die Zukunft, hatten wahrscheinlich

aber keine Ahnung, welche Bedeutung

ihr Einsatz für die Hockeywelt von heute

haben würde. Ohne dass sie damals

wussten, was sie auslösten, haben sie

sich nachhaltig für das Eishockey eingesetzt.

Dafür dürfen wir im Namen

des Schweizer Eishockeys Danke sagen.

Wenn die Menschen heute bei den Spielen

in Scharen ins Stadion strömen, sehen

wir, was die Organisatoren der Vergangenheit

mit ihrem Engagement für

den Spengler Cup geleistet haben.

: Was werden Ihrer Einschätzung nach

in Zukunft die grössten Herausforderungen

sein?

Raffainer: Kurzfristig wird der Vertrag

mit der Swiss Ice Hockey League wieder

eine Herausforderung darstellen. Da

sehe ich jedoch positiv in die Zukunft.

Ich spüre, dass das Schweizer Eishockey

und die Liga den Spengler Cup brauchen

und wertschätzen. Sicher ein Thema

wird die hohe Belastung der Teams sein

wie auch die Herausforderung, weiterhin

attraktive Mannschaften mit

Strahlkraft ans Turnier zu holen.

: Welches Team würden Sie gern am

Spengler Cup spielen sehen?

Raffainer: Schön wäre es, den Frölunda

HC mit seiner tollen Geschichte hier zu

haben, aber auch SKA St. Petersburg

und Jokerit Helsinki versprechen immer

schöne Duelle.

: Was wünschen Sie sich für den

Spengler Cup der Zukunft?

Raffainer: Ich wünsche mir, dass wir

weiterhin sehr gute Rahmenbedingungen

für Spieler, Coaches, Fans und die

Region schaffen können. So, dass wir

Jahr für Jahr attraktive Duelle geniessen

und hautnah erleben können. Wir

möchten die Menschen weiterhin mit

dem sonnigen Davos, Schnee und fantastischem

Eishockey happy machen.

E

F

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A

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FIM


Athletissima Lausanne

CHI de Genève

Engadin Skimarathon

FIS Langlauf Weltcup Davos Nordic

FIS Ski World Cup Adelboden

FIS Skisprung Weltcup Engelberg

Grand-Prix von Bern

Int. Lauberhornrennen Wengen

J. Safra Sarasin Swiss Open Gstaad

Jungfrau-Marathon

Longines CSIO St. Gallen

LUCERNE REGATTA

Omega European Masters

Spengler Cup Davos

Swatch Beach Volleyball Major Gstaad

Swiss Cup Zürich

Swiss Indoors Basel

Tour de Suisse

MOTIONS VICTORY Weltklasse Zürich CHEERING SOCIETY ATHMOSPHERE JOY

RIENDSHIP YONEX Badminton SUPPORT Swiss OpenSOLIDARITY

ECONOMY PASSION OFFS

AGE FASCINATION HIGHLIGHTS STARS YOUTH TOURISM AT

TMOSPHERE JOY upcoming: EMOTIONS VICTORY CHEERING SOCIETY

RIENDSHIP SUPPORT SOLIDARITY Sport Events ECONOMY – made in Switzerland PASSION OFFS

AGE FASCINATION HIGHLIGHTS SwissTopSport vereinigt STARS 20 der grössten YOUTH Sport-Veranstaltungen, TOURISM welche AT

jährlich in der Schweiz stattfinden und in ihren Sportarten zu den Besten der

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Welt gehören

VICTORY

– dazu zählt auch der

CHEERING

Spengler Cup in Davos.

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«Irgendwie werden

die HCD-Spieler

immer jünger»

Älter werden fängt früher an, als man meint:

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