Campz.ch Magazin Winter 2019

CampzMagazinCH

Als bekennende Draussen-Freunde liegen uns die Bewahrung der Natur sowie ein schonender Umgang mit den Ressourcen des Planeten besonders am Herzen – zu jeder Jahreszeit. Diesem Gedanken folgend sprechen wir in der vorliegenden Ausgabe unseres CAMPZ Magazins eine Empfehlung für Wandertouren direkt vor der Haustür aus. Wir möchten daran erinnern, dass sich hochwertiges Outdoor-Equipment nicht nur ersetzen, sondern oft auch reparieren lässt. Wir wollen auch eingefleischten Pistenfans Lust machen, ihren Skigenuss einmal auf alpinen Touren zu suchen. Höhenmeter, die aus eigener Kraft erkämpft werden, statt mit Gondel und Schlepplift, stellen eine engere und respektvollere Bindung zu den Bergen her, als es jede perfekt präparierte Piste mit Schneekanonen je könnte. Mit unseren Kinder-Ausrüstungstipps und etwas Geduld lässt sich hoffentlich auch die kommende Generation für die Faszination Outdoor begeistern – trotz oder gerade wegen des Schmuddelwetters. Wir wünschen euch viele tolle Outdoorstunden im Winter!

Herbst / Winter 2019

DAS MAGAZIN FÜR OUTDOORFANS

© The North Face

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Atmungsaktive, unglaublich robuste Isolationsjacke.

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DESIGNED FÜR’S KLETTERN


EDITORIAL

© MARMOT, Ben Mathews

Liebe Outdoor-Fans, liebe Leserinnen und Leser,

trotz mancher Hitzerekorde im vergangenen

Sommer blieb uns in Mitteleuropa die zermürbende

Trockenheit des Vorjahres erspart. Dennoch

waren und sind der globale Klimawandel

und der Kampf dagegen die beherrschenden

Themen in der Öffentlichkeit. Als bekennende

Draussen-Freunde liegen uns die Bewahrung

der Natur sowie ein schonender Umgang mit

den Ressourcen des Planeten besonders am

Herzen – zu jeder Jahreszeit.

Diesem Gedanken folgend können wir in der

vorliegenden siebten Ausgabe unseres CAMPZ

Magazins eine Empfehlung für Wandertouren

direkt vor der Haustür aussprechen. Wir

chten daran erinnern, dass sich hochwertiges

Outdoor-Equipment nicht nur ersetzen,

sondern oft auch reparieren lässt. Wir wollen

auch eingefleischten Pistenfans Lust machen,

ihren Skigenuss einmal auf alpinen Touren

zu suchen. Höhenmeter, die aus eigener

Kraft erkämpft werden, statt mit Gondel und

Schlepplift, stellen eine engere und respektvollere

Bindung zu den Bergen her, als es jede

perfekt präparierte Piste mit Schneekanonen je

könnte. Mit unseren Kinder-Ausrüstungstipps

und etwas Geduld lässt sich hoffentlich auch

die kommende Generation für die Faszination

Outdoor begeistern – trotz oder gerade wegen

des Schmuddelwetters.

Wir wünschen euch viel Spass mit dieser Ausgabe

des CAMPZ Magazins und viele tolle Outdoor-Stunden

auch in der kalten Jahreszeit!

Euer CAMPZ Team

3


Special moment by CAMPZ

4 campz.ch


Unter dem Eis und ganz weit im Norden – Ny-Ålesund, die nördlichste

Siedlung der Erde (78° nördlicher Breite) war im vergangenen Frühjahr das

Reiseziel von Fotograf Alex Kijak und Freunden. Im Sommer ohne Dunkelheit

hat der kleine Ort etwa hundertzwanzig temporäre Bewohner. Im

dunklen Winter sind es gerade einmal dreissig. Schnee und sehr viel Eis

prägen hier ganzjährig die atemberaubende Landschaft. Das Bild dokumentiert

das Abseilen in ein Gletscherloch, hinein in (noch) ewiges Eis.

Für den Weg hinab und wieder hinaus wurde das Seil kurzerhand an zwei

Skidoos befestigt.

Am Seil: Vanessa Lotz

Hinter der Kamera: Alexander Kijak

5


21 © Julian Rohn

15 24

© Adidas

INHALT

04

10

Special Moment by CAMPZ

Der besondere Moment

Gipfelsturm statt Tabledance

Junggesellenabschied auf 2.000 Metern

03

Editorial

14

Was uns anmacht

Matthias X Patagonia Down Sweater

06

08

66

Inhalt

CAMPZ Onlineshop

Vorschau/Impressum

15

21

Bikepacking durch den wilden Westen

Joanna im Land der Canyons

Reparieren statt Ersetzen

Neues Leben für ramponiertes Outdoor-Equipment

6 campz.ch


© HOUDINI, Erik Nylander

40 © Emrik Jansson

48

© Canva die Saturnia

63

24

Mit dem Prototyp im Paradies

Die Entwicklung des adidas TERREX Free Hiker

46

Was uns anmacht

Marcel X Evoc Patrol Backpack

30

Was uns anmacht

Julia X Klean Kanteen Thermoskanne

48

Bergaufgenuss & Abfahrtsspass

Alpines Skitouring für Neulinge

31

Mehr Matsch!

Funktionelle Herbstbekleidung für Abenteurer von morgen

54

Outdoorfotografie

5 Tipps für bessere Bilder

36

Fit mit Fun

Indoor-Sport mit Spassgarantie

58

Nachhaltig auf zwei Brettern

Ein Ski-Trip mit Haglöfs

40

Mach die Zwiebel

Schicht für Schicht warm durch den Winter

60

Energy Balls backen

Heute bleibt der Ofen aus

63

Vollbad in der Natur

Malerische Hotsprings in Europa

7


Alle Outdoor-Fans haben

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Die Zeit draussen lässt sich nicht in Gold aufwiegen. Wissen wir! Deine Erlebnisse in den Bergen

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mal länger dauern, ist das kein Problem. CAMPZ-Einkäufe können auch noch 100 Tage nach

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9


10 campz.ch

GIPFELSTURM STATT

TABLEDANCE


JUNGGESELLENABSCHIED AUF 2.000 METERN

Bedruckte T-Shirts, peinliche Kostüme und

lautes Gegröle – bei herannahenden Junggesellenabschieden

wechselt man besser

schnell die Strassenseite. Aber das geht

auch anders! Frisch zum Trauzeugen gekürt,

schnappte sich unser Kollege Flo den angehenden

Bräutigam sowie die besten Kumpels

und machte sich auf ins schöne Allgäu. Auf

die Truppe wartete ein Wochenende fernab

von Klischees, dafür vollgepackt mit malerischen

Wanderungen und dem Hochleben alter

Freundschaften.

Mit den Jungs einen geilen Urlaub haben – das

war mein Anspruch an den von mir zu planenden

Junggesellenabschied. Gemeinsame

Zeit ist bei uns so selten geworden, dass ich

sie auf keinen Fall mit Klopferverkauf & Co.

verschwenden wollte. Diese Bachelor-Party

sollte etwas Besonderes werden.

Allgäu, zieh dich warm an!

Die Planung des Trips war denkbar einfach:

ein charmantes Ferienhäuschen in Sonthofen

gebucht, zwei vielversprechende Touren in den

Allgäuer Alpen herausgesucht, die Boys von

früher eingepackt und schon stand die perfekte

Basis für ein denkwürdiges Wochenende.

Während ich öfter in den Bergen unterwegs bin

und schon die eine oder andere längere Wanderung

gemacht habe, würde ich die meisten

meiner Kumpels nicht gerade als Bergziegen

bezeichnen. Das merkte man schon an den

Outfits, die eher nach Clubbesuch als nach anspruchsvoller

Wanderung aussahen. Die leichte

Höhenangst des Bräutigams sollte die Sache

ebenfalls interessant machen.

An Motivation mangelte es uns jedoch nicht und

Komfortzonen sind bekanntlich dazu da, um sie

zu verlassen. Die Gipfel konnten also kommen!

11


Der Berg ruft

Für den ersten Tag suchte ich mir eine entspannte

Halbtagestour aus: den Panoramaweg

über die Sonnenköpfe (10 Kilometer

Strecke, 4 Stunden Gehzeit). Kaum eine halbe

Stunde unterwegs, war auch schon jeder Einzelne

vollends begeistert. Wir sahen zwar aus

wie die letzten Städter, fühlten uns aber wie

waschechte Wandersleute.

Beim Überqueren der ersten Schneefelder

herrschte allgemeine Irritation. Schnee im Sommer?!

Es war Mitte Juni, um die 20 Grad und wir

trugen kurze Hosen und T-Shirts. Stellenweise

war der Weg überhaupt nicht mehr zu erahnen,

aber dank GPS meiner Wanderapp (Outdoor

Active) war Orientierung kein Problem.

Drei Gipfelkreuze später kamen wir wohlbehalten

zurück im Tal an. Das Schicksal meinte

es gut mit uns, denn nach der obligatorischen

Portion Käsespätzle stolperten wir über ein

feuchtfröhliches Feuerwehrfest – inklusive

Blasmusik, Trachten und anderen kulturellen

Höhepunkten. Das konnte eigentlich nur noch

vom anschliessenden Besuch der Dorfdisko

getoppt werden, welcher sich ebenfalls als ein

echter Meilenstein unseres Urlaubs entpuppte.

Berge hin, Klischees her – es war schliesslich

immer noch ein Junggesellenabschied!

Höhenflug statt Höhenangst

Der zweite Tag hatte es in sich. Zum einen

hatte die Feierei der letzten Nacht ihre Spuren

hinterlassen, zum anderen war die Tour

wesentlich anspruchsvoller als die vorherige.

Der Rundweg führte über die Gaisalpe auf den

2.043 Meter hohen Entschenkopf, vorbei am

oberen und unteren Gaisalpsee (ca. 13 Kilometer

Strecke, 8 Stunden Gehzeit).

Der verschneite Entschenkopf verlangte uns

alles ab. Mit zunehmenden Höhenmetern

wurde aus Wandern Kraxeln und aus Kraxeln

schliesslich Klettern. Neben unserem kollektiven

Kater meldete sich jetzt auch die Höhenangst

des Bräutigams. Doch Aufgeben kam

nicht infrage! Händereichend, wild anfeuernd,

klatschend und singend gaben wir unserem

verlobten Freund genug moralischen Rückenwind,

um ihn auf den Gipfel zu befördern.

Oben angekommen, lagen wir uns heilfroh

in den Armen. Mit vereinten Kräften hatten

wir den Berg bezwungen. Die Gefährten von

„Der Herr der Ringe“ hätten es nicht besser

hingekriegt. Mit glänzenden Augen meinte der

Bräutigam später stolz: „So was hätte ich mir

nie im Leben zugetraut – aber dank euch hab

ich’s geschafft!“

Try this at home

Ob kurz oder lang: Das Wochenende war der

absolute Hammer! Spontane Gipfeltänze,

schallende Heidi-Kanons sowie vergnügtes

Nacktbaden im erschreckend kalten Gaisalpsee

sind nur ein paar weitere Perlen dieses unvergesslichen

Trips. Eins steht fest: Bedruckte

T-Shirts hatte bei diesem Junggesellenabschied

definitiv niemand vermisst!

12 campz.ch


PATAGONIA

ARBOR GRANDE PACK 28L

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WORLD HIKER MID BOOTS

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ADVENTURE FLASK 236ML

13


PATAGONIA DOWN SWEATER

Daunenjacke

MATTHIAS

PATAGONIA DOWN SWEATER

WAS UNS ANMACHT

Wer bist du und was machst du bei Campz?

Ich bin Matthias, habe als Praktikant angefangen,

dann meine Bachelorarbeit hier geschrieben

und bin seit August als Junior Brand Manager

bei Campz. Ich kümmere mich vor allem

um den Sponsoringbereich von Campz und

plane und organisiere Events. Den grössten

Teil meiner Freizeit verbringe ich mit Klettern,

genau genommen mit Bouldern. Ich bin dreibis

viermal in der Woche in den Hallen Stuttgarts

zum Trainieren und an Wochenenden,

so oft es das Wetter zulässt, draussen am Fels.

Meine Eltern sind auch begeisterte Kletterer

und so folge ich diesem vertikalen Weg schon

seit frühester Kindheit.

Was empfiehlst du und warum?

Eines meiner Lieblingsprodukte ist die Patagonia

Daunenjacke, da sie für mich die beiden

Welten „Outdoor“ und „Urban“ perfekt verbindet.

Sie begleitet mich ins Bouldergebiet in

den Alpen und hält zwischen den Versuchen

mit den 800er-Daunen und winddichtem

Obermaterial optimal warm. Super ist das geringe

Packmass. So passt sie entspannt in jedes

Daypack und – wenn’s schnell gehen muss

– auch mal ins Crashpad. Gleichzeitig lässt sich

die Jacke super im Alltag tragen, ohne dass

man aussieht, als käme man direkt vom Berg.

Wichtig war mir, dass es sich um Advanced

Global Daune mit Herkunftsnachweis handelt.

In Sachen Nachhaltigkeit ist man bei Patagonia

sowieso an der richtigen Adresse.

Mein Geheimtipp fürs Campen: Wenn man mal

wieder das Kopfkissen vergessen hat, dann einfach

die Jacke aufrollen, in ein T-Shirt packen

und man hat ein bequemes Daunenkissen!

14 campz.ch


wilden

westen

Bikepacking

durch den

15


HI, ICH BIN JOANNA! IN MEINEM

NORMALEN LEBEN ARBEITE ICH BEI

BIKESTER, ABER LETZTEN FRÜHLING

HABE ICH MIR EINEN TRAUM

ERFÜLLT: DIE TEILNAHME AM BIKE

JAMBOREE, EINEM SPASSRENNEN

EINMAL UM DIE GANZE WELT.

GEMEINSAM MIT ZWEI FREUNDEN

HABE ICH DIE FÜNFUNDZWANZIGSTE

ETAPPE BEWÄLTIGT UND FUHR EINEN

MONAT DURCH DIE BEEINDRUCKENDEN

LANDSCHAFTEN VON ARIZONA UND

UTAH. DIESER BERICHT SOLL DIR

EINEN KLEINEN EINBLICK IN DIESE GANZ

BESONDERE TOUR VERSCHAFFEN. VIEL

SPASS DAMIT!

16 campz.ch


Bleigetränkte Schiessereien, rasante Pferderennen

und allgemeine Goldgräberstimmung

– von Abenteuern im Wilden

Westen haben wir als Kinder wohl alle geträumt.

Obwohl ich aus dem Alter raus bin, versetzte

mich mein Trip durch Arizona und Utah

sofort in Cowboy-und-Indianer-Stimmung. Die

roten Felsformationen schreien förmlich nach

Winnetou, Old Shatterhand und Co.

Statt Viehdieb*innen jagten wir jedoch unser

ganz persönliches Bikepacking-Abenteuer und

legten die 1.700 Kilometer durch zwei Staaten

demnach nicht auf Pferden, sondern auf Bikes

zurück.

Los ging es mit einem absoluten Wunder der

Natur– dem Grand Canyon. Das Areal der fast

zwei Kilometer tiefen Schlucht bietet fantastische

Aussichten und wundervolle Wanderungen.

Wir campten nahe am Rand des Canyons

und wurden mit einem unvergesslichen Sonnenuntergang

belohnt. Kein schlechter Start

für unseren Trip!

CANYONS, CANYONS UND

NOCH MEHR CANYONS

Der Grand Canyon war nur der Anfang. Unsere

Tour war ein einmonatiges Canyon-Festival.

Little Colorado River, Canyonlands, Marble,

Red, Gold, Coral und viele namenlose Canyons!

Ich glaube, es verging kein einziger Tag, an dem

wir nicht mindestens eines dieser Naturwunder

passierten. Diese wilden Landschaften waren

wirklich einzigartig.

Superbeeindruckend fand ich den Antelope

Canyon: Durch Erosion des Sandsteins entstanden

hier die malerischsten Formationen. Das

gesamte Areal kann nur mit einem Führer begangen

werden, denn bei starkem Regen kann

der Canyon komplett überflutet werden.

Eins meiner absoluten Highlights war der Bryce

Canyon in Utah. Die charakteristischen Felsformationen

werden Amphitheater genannt. Sie

bestehen aus unzähligen einzelnen Felsstatuen,

den sogenannten Hoodoos, und erscheinen

in den beeindruckendsten Farbvariationen.

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GPS-Velocomputer mit langer

Laufzeit

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kompaktes Drahtschloss mit

Zahlenkombination

17


SO VIEL ZU SEHEN,

SO WENIG ZEIT

Die Fahrt durch Monument Valley wird mir noch

lange in Erinnerung bleiben. Die beliebte Region

war schon Schauplatz etlicher Filme – der

wohl bekannteste unter ihnen: Forrest Gump.

Hier beschliesst Forrest, seinen Dauerlauf zu

beenden. Nach dem vergleichsweise bergigen

Umland bot uns das relativ flache Monument

Valley eine willkommene Verschnaufpause. Eines

ist sicher: Zwischen diesen riesigen Sandsteinplateaus

gab es mit Abstand die schönsten

Sonnenuntergänge, die ich je in meinem Leben

gesehen habe!

Nach ungefähr der Hälfte unseres Trips gönnten

wir uns einen Aufenthalt in Moab, dem

Outdoor-Mekka nahe Arches National Park und

Canyonlands. Egal ob Klettern, Rafting, Canyoning,

Wandern oder Jeep-Safaris – hier findest

du alles!

Um uns vom Velofahren eine Pause zu genehmigen,

entschieden wir uns für eine neue

Perspektive jenseits der Strasse beim Rafting

auf dem Colorado River! Unser Guide Daryl unterhielt

uns mit spannenden Geschichten und

jeder Menge Sprüchen. Die perfekte Erholung

vor unserer Weiterreise.

VAUDE

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2er Set extraleichte Velo-

Packtaschen

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Multifuel-Campingkocher inkl.

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Gewicht und Packmass

18 campz.ch


SCHNEE ODER HITZE

Jenseits der Hauptsaison zu reisen hat zwar

viele Vorteile, aber das Wetter kann zu einer

echten Herausforderung werden.

Wenn wir uns morgens nicht gerade frierend

aus dem Schnee herausgraben mussten, war es

die brennend heisse Sonne, die uns aus den Zelten

schmiss. Aber wir hatten Glück – es regnete

Gott sei Dank nur bei Nacht! Ausserdem haben

wir erfreut herausgefunden, dass Schnee ein

super Isolator ist. Das Konzept Iglu verstand ich

erst zu diesem Zeitpunkt so richtig.

UNVERHOFFT KOMMT OFT

Neben den fantastischen Aussichten und der

atemberaubenden Natur machten vor allem

die Menschen, die wir unterwegs trafen, den

Trip zu einem unvergesslichen Erlebnis. Alle

wollten mehr über unser Bikepacking-Abenteuer

erfahren, sich austauschen oder uns helfen.

Mitten im Nirgendwo trafen wir beispielsweise

Jonathan, einen Mann aus Navajo, der uns zum

Abendessen mit seiner Familie zu sich nach

Hause einlud. Jonathan war genauso an uns

interessiert wie wir an ihm und so tauschten

wir uns die ganze Nacht über unsere Kulturen

aus. Wir sprechen unterschiedliche Sprachen,

haben unterschiedliche Geschichten und leben

unterschiedliche Leben, aber eins hatten wir

gemeinsam: unsere Liebe zum Velofahren. Als

Teenager fuhr Jonathan durchs Navajo County

und ist bis heute vom Bike-Fieber angesteckt.

19


Ein kleines Stückchen unserer Strecke konnten

wir nicht per Velo zurücklegen: Im Zion National

Park gab es einen knapp zwei Kilometer

langen Tunnel, durch den man leider nicht

fahren durfte. Das hätte ein riesiges Problem

werden können! Zum Glück organisierte uns

ein freundlicher Ranger eine Mitfahrgelegenheit:

ein hilfsbereites Pärchen in einem Pickup

Truck. Die beiden zögerten keine Sekunde,

schafften Platz auf der Ladefläche und fuhren

uns und unsere Bikes sicher durch den Tunnel.

ARIZONA - UTAH

Während unseres Trips hatten wir etliche

solch netter Begegnungen. Ob es wohl an

unseren Velos lag? Ich bin mir sicher, dass sie

uns Glück brachten!

www.tatonka.com/yukon

20 campz.ch

DER RUCKSACK FÜR BACKPACKER & WELTENTDECKER


REPARIEREN

STATT

ERSETZEN!

Ramponiertem Outdoor-Equipment

neues Leben einhauchen

Klemmende Reissverschlüsse, aufgelöste Nähte, klaffende Risse – früher oder später hinterlassen

deine Abenteuer Spuren am Equipment. Doch Grund zum Wegwerfen ist das noch lange nicht! Hier

stellen wir dir ein paar geniale Reparaturservices vor, die wahre Wunder vollbringen können. Du hast

Lust, selbst Hand anzulegen? Umso besser, denn hier zeigen wir dir ausserdem, wie man sich kleineren

Defekten selbst annehmen kann. Das erfreut den Geldbeutel mindestens ebenso wie die Umwelt.

21


So gerne wir auch neue Ausrüstung kaufen –

jedes Jahr eine neue Jacke ist alles andere als

ökologisch! Je länger du deine Kleidung trägst,

desto weniger schadest du der Natur. Grundsätzlich

hilft schon der Griff zu hochwertigen

Produkten. Wer auf bekannte Marken statt Discount

setzt, wird mit besseren Materialien und

höherer Haltbarkeit belohnt. Wenn dann doch

mal Defekte auftauchen sollten, ist das noch

lange kein Grund zur Panik, sondern:

EIN FALL FÜR PROFIS

Eins sollte dir klar sein: Spezielles Equipment

braucht spezielle Pflege! Du solltest deine ramponierten

Lieblinge also nicht unbedingt zum

erstbesten Schneider, sondern am besten zu

einem Spezialisten bringen.

Hast du beim Produktkauf auf Qualität geachtet,

kann sich das auch bei Beschädigungen

lohnen: Viele Marken wie VAUDE oder

GORE-TEX bieten eigene Reparatur-Services zu

wirklich fairen Preisen an.

Die Nachhaltigkeitspioniere von Patagonia gehen

mit ihrem Worn Wear Programm sogar

einen Schritt weiter: Neben einem Reparaturservice

halten sie auf ihrer Webseite auch zahlreiche

kostenlose Reparaturanleitungen bereit.

Ausserdem tourt die Marke jährlich durch Europa,

um in verschiedenen Städten lokale Reparaturdienste

anzubieten. Weiter so!

Auch freie Anbieter wie zum Beispiel das Outdoor

Service Team in Berlin nehmen sich selbst

den schwerwiegendsten Fällen an. Hier kannst

du markenunspezifisch beispielsweise Schlafsäcke

reinigen oder Daunenjacken auffüllen

lassen. Eine saubere Sache!

© Patagonia © Patagonia

22 campz.ch


SELBER HAND

ANLEGEN!

Keine Frage, professionelle Reparaturservices

sind super. Bei kleineren Beschädigungen kann

es sich aber durchaus lohnen, erst mal selbst

einen Rettungsversuch zu starten.

Hilfe, mein Reissverschluss klemmt

Dieses Dilemma hat schon viele an den Rand

des Wahnsinns getrieben. Dabei wirkt meist

schon Silikonspray. Einfach ein wenig in den

Schieber sprühen und schon sollte das Ding

wieder flutschen.

© Patagonia © Patagonia

Dein Reissverschluss öffnet sich trotz geschlossenem

Schieber? Vorsichtig die Seiten des

Schiebers links und rechts mit einem Multitool

zusammendrücken und schon sollte er wieder

richtig schliessen.

Hilfe, meine Regenjacke ist undicht

Hier gibt es eigentlich nur eine Lösung: Imprägnierspray.

Bei Wanderschuhen aus Leder hilft

spezielles Imprägnierwachs. So einfach ist das.

Hilfe, mein Zelt hat einen Riss

Achtung, Finger weg von Nadel und Faden! Einstiche

können die Funktionalität von Membranen

erheblich einschränken.

Bei kleineren Schäden können spezielle Reparaturkits

(bestehend aus Flicken, Kleber oder

speziellen Klebebändern) helfen. Vor allem

auch bei Hardshell-Jacken sind die Dinger

superpraktisch! Bei der Wahl des richtigen Kits

unbedingt darauf achten, dass es mit dem betroffenen

Material kompatibel ist.

Sag der Wegwerfgesellschaft den Kampf an!

Schliesslich sind es doch gerade die kleinen

Macken, die dein geliebtes Kleidungsstück

eine Geschichte erzählen lassen, oder?

23


MIT DEM

PROTOTYP

IM PARADIES

Wie der adidas TERREX Free Hiker auf einem

der schönsten Trails der Welt getestet wurde

Mit dem TERREX Free Hiker ist adidas in unbekanntes

Terrain vorgestossen: Erstmalig

hat man einen Wanderschuh mit dem Look

& Feel eines Sneakers erdacht. Herausgekommen

ist ein Schuh mit moderner Shilouette,

der sich mit technologischen Features, wie

einem gestrickten Obermaterial und einer

Energie-rückführenden Boost-Zwischensohle

vor allem für das lange Gehen auf Fernwanderwegen

eignet. Nach der Anfangsphase der

Produktentwicklung war klar, dass ein intensiver

Praxistest folgen musste. Hier kam Evan

Clavecillas ins Spiel. Über seinen Job bei einem

Outdoorausrüster kam er in Kontakt mit dem

Produktentwicklungsteam von adidas, das von

seiner geplanten Wanderung über den Pacific

Crest Trail Wind bekam – die perfekte Gelegenheit,

den Prototyp des TERREX Free Hikers auf

den ultimativen Härtetest zu stellen.

24 campz.ch


© Adidas

DER PACIFIC CREST

TRAIL

Der Pacific Crest Trail (kurz PCT) ist wohl einer

der berühmtesten Fernwanderwege der Welt.

Mit seinen knapp 4.300 Kilometern verläuft er

im Westen der USA von der mexikanischen bis

zur kanadischen Grenze. Im Schnitt braucht

man fünf Monate, um dieses Monster von Wanderweg

zu bezwingen. 2018 wurde die Rekordzahl

von knapp 5.000 Genehmigungen erteilt,

den gesamten Weg zu wandern. Davon sind

nur knapp ein Viertel der Wanderer tatsächlich

auch an ihrem Ziel angekommen – ein Hinweis

darauf, mit was für Strapazen man entlang des

Weges rechnen muss.

Beim klassischen Thru-Hike startet man von

einem kleinen Örtchen namens Campo in der

kalifornischen Wüste. Wenn sich die Beine an

knapp 15 Kilogramm Gepäck und 40 Kilometer

pro Tag gewöhnt haben, wartet mit der Sierra

Nevada direkt das höchste Hindernis des Weges.

Auf 4.000 Metern über dem Meeresspiegel

wird Wandern richtig interessant.

In Nordkalifornien sind die Berge nicht ganz

so hoch, aber genauso anstrengend. Im Kaskadengebirge

in Oregon werden die Steigungen

endlich etwas flacher, wenn auch das vulkanische

Gestein die Knöchel aufs Äusserste beansprucht.

Evan raste in seinem Testlauf praktisch

durch Oregon und legte unglaubliche 730

Kilometer in nur 16 Tagen zurück.

Der Bundesstaat Washington am Ende des Weges

bietet schliesslich noch einmal eine komplett

andere Szenerie: Uralte Bäume und ein

fast immer fallender Nieselregen sind ständige

Begleiter in den letzten Wochen auf dem nördlichsten

Punkt des Weges.

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DIE WANDERUNG

Zwei Tage vor dem Start bekam Evan seinen

ersten Prototyp des Free Hikers:

„Ich war erst skeptisch, was den TERREX Free

Hiker anging, aber sobald ich anfing zu wandern,

war ich von dem Schuh vollkommen

überzeugt. Der Free Hiker verbindet wirklich

den Schutz eines Wanderschuhs mit der

Bewegungsfreiheit eines leichten Trailrunning-Schuhs.“

Vor ihm lagen 4.300 Kilometer anspruchsvollstes

Terrain: Trockene Steinwüsten, hochalpines

Gelände, vulkanisches Gebirge, feuchte Wege

durch Nadelwälder und nicht zuletzt auch jede

Menge Asphalt boten reichlich Gelegenheit,

den Schuh an seine Grenzen zu bringen. Mit

dem Entwicklungsteam blieb Evan in engem

Kontakt, wenn er Handyempfang hatte:

© Adidas

© Adidas

26 campz.ch


TERREX FREE HIKER

GTX

Der TERREX Free Hiker, mit dem Evan unterwegs

war, hatte schon eine wasserabweisende

Beschichtung. In den immer feuchten Nadelwäldern

Washingtons hätte Evan sich aber

wahrscheinlich eine wasserdichte Version der

TERREX Free Hikers gewünscht. Die ist jetzt

verfügbar – der TERREX Free Hiker GTX verbindet

die Technologien des TERREX Free Hikers

mit einer wasserdichten, atmungsaktiven GO-

RE-TEX-Membran. So kannst du bei allen Wetterlagen

unterwegs sein, ohne dir nasse Füsse

zu holen. Durch seinen urbanen Style funktioniert

der TERREX Free Hiker GTX übrigens nicht

nur auf dem Trail, sondern auch in der Stadt

ganz hervorragend.

© Adidas

„Ich habe immer Fotos von meinen Füssen

und den Schuhen gemacht und zusätzlich

Feedback zur Funktion gegeben. Insgesamt

habe ich drei Prototypen getestet – jeder war

komfortabler und stabiler als der vorherige.

Das erste Paar habe ich für 1.360 Kilometer

getragen. Das zweite Paar habe ich über 2.300

Kilometer ziemlich strapaziert. Der letzte Prototyp

hat mich nur für 1.000 Kilometer begleitet,

bevor ich ihn an adidas zurückgeschickt

habe, aber da wäre noch einiges an Laufleistung

drin gewesen.“

Als besonders angenehme Verbesserung empfand

er die Verbreiterung des Zehenbereichs.

Sein linker kleiner Zeh hatte schon immer eine

Druckstelle, die er beim Wandern tapen musste.

In den ersten Wochen auf dem PCT entwickelte

sich dort eine hartnäckige Schwiele. Der

dritte Prototyp war an genau der Stelle zwei

Millimeter breiter, was einen Unterschied wie

Tag und Nacht bedeutete. Nach nur drei Wochen

mit dem neuen Schuh war die Schwiele

merklich zurückgegangen und die Zehen fühlten

sich insgesamt viel glücklicher.

© Adidas

ADIDAS

TERREX SWIFT

Regenjacke

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Sein Lieblingsfeature an dem Schuh blieb allerdings

von Anfang an unverändert:

„Ich liebe das gestrickte Oberteil mit dem

eng anliegenden Material im Knöchelbereich.

Das Design hatte ich schon bei Fussball- und

Basketballschuhen gesehen und es gibt dem

Knöchel Stabilität. Ich mag diesen Teil vor allem

deswegen, weil Steinchen und Äste nicht

in den Schuh kommen können. Es ist, als wäre

eine Gamasche in den Schuh eingebaut.“

DAS ERGEBNIS

Evan benötigte 132 Tage für die 4.300 km des

Pacific Crest Trails und wurde in der Zeit restlos

von den Qualitäten des TERREX Free Hikers

überzeugt:

„Man kann den Boden durch die Continental-Sohle

und die Boost-Zwischensohle gut

erfühlen, ohne sich zu verletzen. Die Zehenkappe

beschützt die Zehen, wenn du gegen

Steine oder Wurzeln stösst. Das „Adaptive Primeknit“-Oberteil

des Schuhs ist gestrickt und

zusammen mit der speziellen Schnürung werden

Ferse und Spann gut fixiert, sodass man

sich zwar komfortabel, aber gut geschützt

bewegen kann.“

ADIDAS

TERREX FREE HIKER

Wanderschuh

© Adidas

28 campz.ch

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BESTE IN DIR

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FĒNIX ® 6 SERIE

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KLEAN KANTEEN TKPRO 1000ML

Isolationsflaschen mit Doppelwand-

Edelstahlbecher

JULIA

KLEAN KANTEEN THERMOSKANNE

WAS UNS ANMACHT

Wer bist du und was machst du bei Campz?

Ich bin Julia und im letzten Jahr meiner Ausbildung

im Campz-Team. Dazu gehört, dass

ich zwei bis drei Monate in ganz unterschiedlichen

Abteilungen arbeite, was ich sehr cool

finde. Ich lerne dadurch total viele verschiedene

Perspektiven auf das Outdoorbusiness und

E-Commerce kennen, treffe immer auch neue

Leute und kann so genauer sagen, in welche

Richtung es für mich gehen soll. Privat stehe ich

im Winter, so viel es geht, auf dem Snowboard.

Der Schneesport wurde mir sozusagen von

meinem Papa in die Wiege gelegt. Wir arbeiten

beide als Ski-/Snowboardlehrer. Im Sommer

geh ich am liebsten mit dem Zelt in den Urlaub

nach Italien oder Frankreich.

Was empfiehlst du und warum?

Ganz klar, die extragrosse Thermoskanne von

Klean Kanteen! Ohne meine Thermoskanne hätte

ich die Winter, die ich auf dem Wochenmarkt

gearbeitet habe, wahrscheinlich nicht überstanden.

Es gibt nichts Besseres, als mit durchgefrorenen

Fingern eine dampfend heisse Tasse

Tee zu geniessen. Auch beim Boarden darf sie

nie fehlen. Einmal habe ich meinen Rucksack

an der Talstation stehen lassen und er blieb leider

unauffindbar. Das Erste, was ich zu Hause

wieder neu bestellt habe, war meine Kanne. Es

gibt auch zwei kleinere Grössen, aber sie hält die

Getränke superlange warm, also warum nicht

die grosse 1-Liter-Version? Zumindest ich finde

immer Platz im Rucksack dafür.

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© The North Face

Mehr

Matsch!

Funktionelle Herbstbekleidung für Abenteurer von morgen

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© ISBJÖRN, Christian Olars

Wenn der Herbst die nassen Blätter durch die

Pfützen wirbelt, dann verstehen wir Erwachsene

das gerne als Aufforderung, uns auf der

Couch hinter unserem Lieblingsbuch zu verstecken.

Kinder sehen das allerdings anders,

für sie wird es draussen jetzt richtig spannend.

Matsch scheint eine magische Anziehungskraft

zu haben und die kleinste Pfütze

wird zu einem Erlebnismeer.

Damit sich der Entdeckergeist der Kleinen

möglichst uneingeschränkt entfalten kann

und das Spielen draussen im Matschwetter

auch langfristig eine Freude bleibt, gibt es von

uns die Essentials und Tipps für herbstliche

Outdoor-Kleidung.

© ISBJÖRN

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Für den Regenund

Schmuddelschutz

Matsch bleibt Matsch, da sind wir uns einig.

Das helle Sonntagsshirt bleibt also besser im

Schrank und wird durch das Power-Trio aus

Matschhose, Regenjacke und Gummistiefel

ersetzt. Beim Kauf sollte dabei auf Folgendes

geachtet werden:

1) Die Kleidungsstücke sollten wind-

und wasserfest sein. Schmutzabweisende

Materialien machen es zudem einfacher,

den gröbsten Schmutz mit klarem Wasser im

Handumdrehen abzuspülen. Schon ist das

Tobe-Outfit wieder einsatzbereit.

2) Der Herbst bringt auch temperaturtechnisch

so einige Überraschungen mit sich.

Für die sehr kühlen Tage sollte man auf gefütterte

Varianten der Wetterschutzkleidung setzen.

Solange es nicht friert, kann man auf die

bewährte Zwiebeltechnik zurückgreifen und

mit zusätzlichen Schichten einen extra Schutz

vor Kälte garantieren.

3) Die Temperaturregulierung funktioniert

allerdings auch in die andere Richtung:

Sollte es beim Toben mal heisser hergehen,

kann man dank des Zwiebelprinzips ganz einfach

eine der Schichten ausziehen und schon

ist das Vier-Jahreszeiten-Outfit geboren. Eine

atmungsaktive Membran in Regenjacke und

-hose sorgt dafür, dass die angewärmte Luft

von innen auch optimal nach aussen zirkuliert.

4) Locker sitzende Kleidung ermöglicht

es dem Kind, sich auch trotz mehrerer Kleidungsschichten

uneingeschränkt bewegen zu

können – und dem Eichhörnchen noch flinker

auf die Fersen zu rücken.

5) Hosenträger und ein Fusssteg können

für zusätzliche Rutschfestigkeit bei Regenhosen

sorgen. Eine beliebte Alternative sind

auch Overalls, bei denen die Jacke und die Hose

miteinander verbunden sind. Nichts kann verrutschen

und kein Regen oder Wind an empfindliche

Stellen gelangen. Allerdings wird auch

die spontane Pipi-Pause logistisch komplexer,

da der gesamte Overall ausgezogen werden

muss.

© BERGANS

© ELKLINE

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Von Kopf bis Fuss

Nichts macht mehr Spass, als mit Anlauf in Pfützen

zu springen. Doch nasse Füsse sind eine

Spassbremse, da geht es den Kleinen nicht anders.

Daher ist es wichtig, gut sitzende Gummistiefel

am Start zu haben. Ein extra Gummibund

am Schaft sorgt dafür, dass auch von oben kein

Wasser in den Schuh laufen kann. So rufen auch

die unerwartet tiefen Pfützen keinen spontanen

Herzstillstand bei den Eltern hervor.

DEUTER

WALDFUCHS 14

robuster Kinderrucksack

VAUDE

IGMU JACKET

wasserdichte, wattierte

Kinderoutdoorjacke

KAMIK

SOUTHPOLE 4 WINTER

wasserdichte Kinderwinterstiefel

VAUDE

FAST RABIT III PANTS

wasserdichte Kinderwinterhose mit

angenähter Fleeceweste

© ISBJÖRN, Christian Olars

Unser Tipp für unterwegs

Solltet ihr unterwegs sein, empfehlen wir, immer ein Set trockener Ersatzwäsche und eine grosse

IKEA-Tüte dabeizuhaben. Es hat sich als äusserst praktikabel erwiesen, das Kind am Ende der

Spielsession einfach in die geöffnete Tüte zu stellen, alle nassen und dreckigen Kleidungsstücke

abzustreifen und gegebenenfalls trockene Klamotten anzuziehen. Das Kind ist trocken und die

schmutzige Kleidung kann gefahrlos nach Hause transportiert werden.

Nur wie ihr den Matschkuchen in Muschelform einpackt, dafür suchen auch wir noch nach einer

optimalen Lösung.

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©SALOMON SA. All Rights Reserved.

SUPERCROSS GTX

RUN WITH AGILITY

IN TOUGH CONDITIONS

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FIT

MIT

FUN

INDOOR-SPORT MIT SPASSGARANTIE

Game of Thrones ist zwar zu Ende, aber bald heisst es dennoch

wieder: WINTER IS COMING! Wer fit und aktiv durch die kalte

Jahreszeit kommen will, wird sein Training früher oder später nach

innen verlagern. Aber es muss nicht immer monotones Pumpen

im Fitnessstudio oder ewiges Bahnen ziehen im überfüllten

Hallenbad sein. Vor allem in den Städten findet man immer mehr

spannende Alternativen. Die folgenden vier Sportarten machen

nicht nur fit, sondern vor allem auch Laune!

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TRAMPOLIN SPRINGEN

Wann hast du dich das letzte Mal so richtig auf einem Trampolin ausgetobt?

Schon Jahre her? Dann wird es höchste Zeit!

In modernen Trampolinhallen kannst du auf meterlangen Bahnen herumhüpfen

wie ein Flummi, dank Schaumstoffbecken waghalsige Tricks

ausprobieren oder dich bei einer Vielzahl von Spielen wie Dodge- oder

Basketball mit deinen Freunden messen.

KOSTEN:

ERREICHBARKEIT:

FUN-FAKTOR:

Auch für passionierte Kletteräffchen wird in Trampolinhallen oft eine

Menge geboten. In actiongeladenen Parcours kannst du dich hangelnd,

springend und balancierend über abenteuerliche Hindernisse wagen –

die perfekte Chance, sich einmal als Ninja Warrior zu probieren, ohne

dass gleich halb Deutschland dabei zuschaut.

TRAININGSEFFEKT:

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CROSSFIT

Crossfit ist schon seit einigen Jahren voll im Trend. Kein Wunder, denn im

Gegensatz zu regulärem Training im Fitnessstudio bietet es weitaus mehr

Abwechslung und enorme Erfolgserlebnisse.

KOSTEN:

ERREICHBARKEIT:

Dieser Hallensport ist eine explosive Mischung aus Gewichtheben, Übungen

mit dem eigenen Körpergewicht, Sprints und Turnen. Das Gruppentraining

ist ebenso vielseitig wie effektiv und reicht von Rudern über Seilspringen

bis hin zum Tragen unterschiedlichster Gegenstände. Wer an

seine Grenzen gehen will, ist hier genau richtig!

FUN-FAKTOR:

TRAININGSEFFEKT:

FREELETICS UND CO.

Auch Freeletics und ähnliche Apps gehören zu der Art neuer Trendsportarten,

die dich in ein echtes Kraftpaket verwandeln können. Alles, was du

dazu brauchst, ist ein Smartphone. Klingt erst mal nicht sehr sportlich,

das Training geht aber ordentlich zu Sache!

Bei Freeletics dreht sich alles um Kraft und Ausdauer ohne Geräte, dafür

mit dem eigenen Körpergewicht. Trainiert wird über eine eigene Freeletics-App,

die dich Tag für Tag durch dein Work-out leitet. Burpees, Liegestütze,

Kniebeugen, Klimmzüge und andere Kraftübungen in möglichst

kurzer Zeit – bist du bereit?

KOSTEN:

ERREICHBARKEIT:

FUN-FAKTOR:

TRAININGSEFFEKT:

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BOULDERN

Ein besseres Ganzkörpertraining wirst du kaum finden, geschweige denn

eins, das dermassen adrenalingeladen ist. Dabei ist das Klettern in Absprunghöhe

nicht nur gut für die Muckis, sondern verbessert auch Balance,

Beweglichkeit und Körperspannung. Durch die klar definierten

Schwierigkeitsgrade motiviert es ausserdem ungemein. Um es kurz zu

fassen: Bouldern rockt!

Übrigens findest du in den allermeisten Hallen nicht nur Kletter-, sondern

auch erstaunlich gut ausgestattete Gerätebereiche. Wem von kniffligen

Boulder-Problemen der Kopf raucht, kann sich hier nach Belieben auspowern.

Oder wie wäre es mit einer Runde auf der Slackline? Auch die gehören

oftmals zur Grundausstattung von Boulderhallen. Es gibt keinen spassigeren

Weg, deine Balance und Koordination zu verbessern – der perfekte

Ausgleich für dein Boulder-Training.

KOSTEN:

ERREICHBARKEIT:

FUN-FAKTOR:

TRAININGSEFFEKT:

© Black Diamond

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MACH DIE ZWIEBEL

Schicht für Schicht warm durch den Winter

© HOUDINI, Erik Nylander

chtest du den Winter sportlich in der Natur

verbringen, kannst du mit der richtigen

Bekleidung Kälte und Nässe gut ein Schnippchen

schlagen. Das Motto „viel hilft viel“ im

Kampf gegen frostige Temperaturen hilft dabei

aber nur bedingt weiter. Wir erklären dir,

wie du Funktionsbekleidung für kommende

Outdoor-Abenteuer effektiv kombinierst.

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© HOUDINI, Erik Nylander

Statt die wärmsten Kleidungsstücke aus dem

Schrank zu ziehen, heisst es, mehrere dünnere

Funktionsschichten miteinander zu kombinieren.

So kannst du in jeder Situation schnell und

flexibel auf mögliche Wetter- und Temperaturschwankungen

reagieren. Warum das der bessere

Weg ist, ist schnell erklärt: Kein Kleidungsstück

wärmt oder kühlt von selbst. Immer bist

du die Wärmequelle und heizt bei Anstrengung

unweigerlich von innen nach. Kleidest du dich

zu warm, fängst du an zu schwitzen. In weniger

aktiven Phasen führt das schnell zur Auskühlung.

Bist du zu kalt angezogen, wirst du die

ganze Zeit frieren, weil dein Körper zu viel und

zu schnell Wärme an die Umgebung abgibt.

Was ist das Zwiebelprinzip?

Abgeguckt aus der Natur von den verschiedensten,

perfekt aufeinander abgestimmten

Schichten einer Zwiebel, die damit im Winter ihr

Inneres vor dem Erfrieren bewahren, kann das

Prinzip auch auf unsere Winter-Sportbekleidung

übertragen werden. Um nicht zu frieren, müssen

die unterschiedlichen Schichten für ein optimales

Temperatur- und Feuchtigkeitsmanagement

nach aussen sorgen und verhindern, dass Wind

und Wetter nach innen durchdringen können.

Bei der Zwiebel sind es sieben Lagen, bei Outdoor-Bekleidung

reichen uns im Groben drei unterschiedliche

Schichten. Sie werden unterteilt

in den Baselayer direkt auf der Haut, eine mittlere,

warm haltende Schicht und eine äussere

Schicht als Schutz vor den Elementen.

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Die unterste Funktionsschicht

liegt direkt auf der Haut

Die erste Lage unterstützt den Körper dabei,

die optimale Körperkerntemperatur zu halten.

Bist du sehr aktiv unterwegs, zum Beispiel

beim Trailrunning, Skifahren oder Bergsteigen,

kommst du auch im Winter schnell ins Schwitzen.

Der optimale und direkt auf der Haut anliegende

Baselayer übernimmt den schnellen

Abtransport der Feuchtigkeit nach aussen und

hält so die Hautoberfläche möglichst trocken,

lässt aber auch Luft hindurch, um den Kühlprozess

nicht zu blockieren. Eng anliegende Shirts

aus elastischer, atmungsaktiver Kunstfaser

sind dafür eine sehr gute Wahl. Bei weniger

schweisstreibenden Aktivitäten, wie einer Winterwanderung

oder einem ruhigeren Ski-Tag,

sorgt ein Baselayer, zum Beispiel ein körpernah

geschnittenes Shirt aus Merinowolle oder einem

Mischgewebe (Merinowolle und Kunstfaser)

dafür, dass die Wärme möglichst lange und

nah am Körper bleibt.

Ein No-Go: Verwendest du als erste Lage ein

Unterhemd oder Shirt aus Baumwolle, funktioniert

das Zwiebelprinzip nicht mehr richtig.

Denn Baumwolle kann zwar viel Feuchtigkeit

speichern, aber nur sehr schwer weitergeben.

Feuchtigkeit bleibt am Körper, das Shirt wird

schwer, klamm und sehr bald kalt. Man beginnt

unweigerlich auszukühlen.

BERGANS AKELEIE SHIRT

Merino-Mischgewebe Baselayer

© HOUDINI, Erik Nylander

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Die mittlere

wärmende Schicht

Als Isolationsschicht dient die mittlere Lage,

die je nach Temperatur, Wind und Aktivität

auch aus mehreren Schichten bestehen kann.

Kommst du bei deinen Aktivitäten schnell ins

Schwitzen, sind Materialien aus Kunstfaser zu

empfehlen, da diese den Schweiss effektiver

nach aussen transportieren. Diese Schicht,

auch Midlayer genannt, variiert von dünneren

langärmligen Shirts über Fleece-Oberteile verschiedener

Stärke bis hin zu dünneren Isolationsjacken,

wozu Daunen- und Kunstdaunenjacken

zählen. Trage beim Start deiner Aktivität

erst einmal einen dünneren Layer und packe

einen wärmenden in deinen Rucksack. Frierst

du unterwegs, kannst du schnell reagieren. Ist

von aussen weder übermässiger Wind noch

Nässe zu erwarten, können Midlayer selbst als

äusserste Schicht getragen werden.

Die äussere Schicht

schützt vor den

Elementen

Bei Aktivitäten im Winter sind neben den

kalten Temperaturen auch Wind, Regen und

Schnee Faktoren, die bei der Bekleidungswahl

nicht vergessen werden dürfen. Den Schutz

übernimmt die äussere wasser- und winddichte

Lage entweder als Hardshell- oder als 3-in-

1-Outdoor-Jacke. Ist es trocken, kann auch

eine winddichte Softshell-Jacke übergezogen

werden. Bedenke zudem: je intensiver du im

Winter Sport treibst, umso funktioneller und

dünner sollte die Jacke sein, damit es nicht

zum Hitzestau darunter kommen kann oder

zu viel Schweiss im Inneren dazu führt, dass

du in weniger aktiven Phasen zu schnell auskühlst.

Neben einem atmungsaktiven Material

können auch per Reissverschluss integrierte

Ventilations- und Belüftungsöffnungen für

Frischluft und Temperaturregulierung sorgen.

© HOUDINI, Erik Nylander

Viele Jacken dieser Schicht sind mit einer Kapuze

ausgestattet, deren Funktion hauptsächlich darin

liegt, vor Regen und Schnee zu schützen. Damit

auch Kopf, Ohren und Hals nicht schutzlos

Kälte und Wind ausgesetzt sind, solltest du im

Winter mit Mütze und Schal vor die Tür gehen.

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© HOUDINI, Erik Nylander

THE NORTH FACE QUEST TRICLIMATE JACKET

Hardshell Outdoorjacke

HOUDINI POWER HOUDI

Fleece-Midlayer

FJÄLLRÄVEN BERGTAGEN ECO-SHELL JACKET

Hardshell Outdoorjacke

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Bei gemütlichen Wanderungen wärmen eine mollige Mütze oder ein

breiteres, gefüttertes Stirnband Kopf und Ohren und lassen dem Körper

mehr Energie für Rumpf und Extremitäten. Eine Mütze beim Laufen sollte

relativ dünn und atmungsaktiv sein.

Mit einem Schal bedeckst du nicht nur deinen Hals. Du kannst ihn auch

hoch bis zur Nase ziehen, um gleichzeitig dein Gesicht vor der Witterung

zu schützen. Ähnlich verhält es sich mit funktionellen Schlauchchern,

die häufig sehr dünn und dehnbar sind und sich mit wenigen Handgriffen

zu Halstuch oder Stirnband umwandeln lassen!

Der Windchill-Effekt: Warum

eine winddichte Jacke

so wichtig ist

Startest du eine Gipfeltour im Tal bei schönen und windstillen Bedingungen,

kann es auf dem Gipfel schon stürmen. Je windiger es ist und

je tiefer die Temperaturen unter 10 Grad sinken, desto schneller kann

dies bei nicht wettergerechter Kleidung zu Unterkühlung führen. Verantwortlich

dafür ist der sogenannte Windchill-Effekt. Dieser sorgt dafür,

dass die Temperatur, die du direkt auf der Haut fühlst, deutlich geringer

ist als die tatsächliche Aussentemperatur. Trage deswegen bei deinen

sportlichen Aktivitäten in der kalten Jahreszeit am besten immer eine

winddichte Oberschicht. So kühlst du weniger schnell aus und kannst

länger dein winterliches Outdoor-Abenteuer geniessen.

ANNA TORST SAATVEDT

ARC‘TERYX BETA AR PANTS

Gore-Tex Outdoorhose

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EVOC PATROL BACKPACK 55L

Touren-Rucksack mit Schneeschuhaufnahme

MARCEL

EVOC PATROL BACKPACK

WAS UNS ANMACHT

Wer bist du und was machst du bei Campz?

Ich bin Marcel, bereits seit zehn Jahren an Bord

und kann mich noch an die Anfänge von Campz

erinnern. Ich habe einige Jahre davon das Team

im Kundenservice geleitet und bin vor zwei Jahren

in den Einkauf gewechselt, da mich als Produkt-Fan

die ganzen Outdoor-Sortimentsthemen

schon immer total angefixt haben. So sieht

dann auch meine Ausrüstungs-Sammlung zu

Hause aus. Ich mach grundsätzlich erst einmal

alles, was Spass macht und draussen stattfindet:

Wandern, Klettern, MTB, SUP, Wakeboard,

Ski, Snowboard, Schneeschuhtouren – im Ganzen

also viel mehr Hobbys als Freizeit und genug

Vorwände für neue Ausrüstungshighlights.

Was empfiehlst du und warum?

Für die anstehende Wintersaison ist mein Favorit

für alle Schneeschuh-Fans eine persönliche

Rucksackentdeckung. Ich habe mich bei meinen

Touren oft geärgert, dass man die Schneeschuhe

nirgends vernünftig befestigen kann,

wenn man sie (noch nicht / nicht mehr) am Fuss

hat. Entweder baumeln die Dinger irgendwo

locker rum, was nervt, oder man muss sie so

verzurren, dass man an kein Kompartment des

Rucksacks mehr vernünftig rankommt, ohne

alles abzuschnallen. Der grosse Evoc Patrol

hat zwei richtig gute Aufnahmen an der Seite,

selbst für meine Riesenschneeschuhe. Alles

sitzt bombenfest und ich komme trotzdem

überall gut ran. So muss das sein!

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Die Weiterentwicklung unserer innovativen JetForce-Technologie kommt in

unserem neuen JetForce Pro Lawinenairbagsystem zum Einsatz, welches

jetzt noch kleiner und leichter ist und für einfache Systemupdates mit einer

Bluetooth-Schnittstelle ausgestattet wurde. Das JetForce Pro System ist

modular aufgebaut, sodass der Rucksack mit wahlweise 10, 25 oder 35 L

verfügbar ist. Auf diese Weise bietet der Lawinenrucksack eine unglaubliche

Vielseitigkeit und zusätzliche Sicherheit im Backcountry.

Bjorn Leines

Chris Parker

BLACKDIAMONDEQUIPMENT.COM

LIVE.SKI.REPEAT.

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Bergaufgenuss &

Abfahrtsspass

Alpines Skitouring für Neulinge

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© HOUDINI, Erik Nylander

Skitouring ist eine besonders vielfältige und spannende Outdoor-Aktivität,

die dich sowohl konditionell und fahrtechnisch als auch alpinistisch

fordert. Immer mehr Skifahrer*innen verfallen dieser Sportart.

Denn abseits der perfekt präparierten und überfüllten Pisten bietet sie

atemberaubende Berglandschaften, faszinierende Gipfelpanoramen

und flowige Abfahrten durch unberührte Tiefschneehänge. Wenn du

Abwechslung suchst, sicher auf den Brettern stehst, fit genug und gerne

in der Gruppe unterwegs bist, möchten wir dir mit diesem Skitouring-Ratgeber

die wichtigsten Dinge an die Hand geben, damit du bei

deiner ersten Tour gut vorbereitet und gerüstet bist.

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© Emrik Jansson


VORBEREITUNG IST ALLES

Nichts ist wichtiger beim Skitouring als die Vorbereitung. Dabei ist es egal,

ob du schon ein alter Hase bist oder erstmals ein solches Abenteuer angehst.

Als Erstes musst du dich je nach konditionellen Fähigkeiten und

fahrerischem Können entscheiden, wie schwierig die Tour werden und

wohin es gehen soll. Wir empfehlen Neulingen zum Einstieg eine geführte

Anfänger*innentour.

Hast du eine Gruppe inklusive Guide gefunden, beginnt die direkte Tourvorbereitung

bereits einige Tage vor dem Aufstieg. Studiere regelmässig

den Wetterverlauf, denn dieser ist entscheidend für die Lawinenlage. Bei

Fragen kontaktierst du am besten deinen Guide. Ist der Tag gekommen,

wird gemeinsam vor dem Start die Route mit Gefahrenbereichen, Zwischen-

und Ausweichzielen an der Karte besprochen und Wetter- sowie

Lawinenlagebericht genauestens angeschaut. Die oberste Devise ist „Safety

First“. Fühlst du dich bereit, passen das Wetter, die Lawinenlage und

die Ausrüstung, kann das Abenteuer losgehen.

DIE AUSRÜSTUNG FÜR DEINE

TAGESTOUR

Wenn du dich auf eine Skitour einlässt, musst du optimal ausgerüstet und

dir der Risiken wirklich bewusst sein. Denn hier gibt es keine perfekt präparierten

Pisten und selten gespurte Wege, die einen zum Ziel führen. Je

nach Schwierigkeitsgrad der Tour bestehen im nicht gesicherten Gelände

die Gefahren zu scheitern, stecken zu bleiben, abzustürzen und sich zu

verirren. Aber auch das Risiko von Lawinenabgängen ist jederzeit allgegenwärtig.

Neben einer Basisausrüstung gehört daher zwingend eine

lebensrettende Sicherheitsausrüstung mit ins Gepäck.

© Emrik Jansson

Air will solve

the problem

DER POWER AIR HOUDI, das Ergebnis von Innovation

von Polartec und Design von Houdini Sportswear. Wir

haben alles daran gesetzt, die Belastung unserer Umwelt,

durch Absonderung von Mikroplastik, welches durch

herkömmliche Fleece Materialen entstehen kann, zu lösen.

Der Power Air Houdi ist eine völlig neue Konstruktion,

bei welcher die Fasern, welche maßgeblich zur Isolation

beitragen, in kleinen Taschen eingeschlossen sind.

Diese Taschen tragen dazu bei, dass der Power Air Houdi

wärmend und extrem atmungsaktiv zugleich ist, obwohl

es kaum noch eine Absonderung von Mikroplastik im

Vergleich zu einem herkömmlichen Fleece gibt.

Aber wer sollte schon wissen das „Luft“ die Lösung ist.

Explore our universe at houdinisportswear.com

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DIE BASISAUSRÜSTUNG:

DAS SOLLTE DABEI SEIN

Rucksack:

Um alles verstauen zu können, was du auf einer Tagestour benötigst, bietet

sich ein wetterfester, robuster und einfach zu bedienender Rucksack

mit ca. 30 Litern Fassungsvermögen an. Da die Gefahr eines Lawinenabgangs

im alpinen Gelände jederzeit vorhanden ist, empfehlen wir einen

Lawinenairbag. Er bietet zusätzlichen Schutz und erhöht die Überlebenswahrscheinlichkeit.

Tourenski/Bindung/Felle

Ein Tourenski sollte ein geländetauglicher, breiterer und taillierter Ski

sein, der sowohl aufstiegs- als auch abfahrtsfähig ist. Des Weiteren ist es

sehr ratsam, eine Tourenbindung mit guten Geheigenschaften anzubringen,

die Komfort im Aufstieg und Sicherheit in der Abfahrt bietet. Damit

der Aufstieg weniger mühsam wird, dürfen passende Skifelle nicht vergessen

werden, welche beim Gehen ein Gleiten nach vorne ermöglichen

und ein Rutschen nach hinten verhindern.

Ist der Aufstieg steil und vereist, können Harscheisen eine sinnvolle Ergänzung

sein.

In den Rucksack gehören die weitere Sicherheitsausrüstung (s. u.), Helm,

Skibrille und dickere Reservehandschuhe für die Abfahrt, isolierte Trinkflasche

(mindestens 1 Liter), Verpflegung (mehrere Riegel, Gels, o. Ä.),

Handy mit aufgeladenem Akku und eingespeicherter Notrufnummer der

Bergrettung, Mütze, Wechselshirt, wind- und wasserdichte Jacke, Kamera,

Karte und eine Sitzunterlage für Pausen.

Tourenstöcke:

Diese sollten leicht, stabil und in der Länge verstellbar sowie mit einer

Handschlaufe ausgestattet sein. Hinzu kommt ein grosser Teller, der ein

zu tiefes Einsinken im Schnee verhindert.

BLACK DIAMOND

DAWN PATROL PANTS

Skitouren-Hose

ARC‘TERYX

RUSH JACKET

Hardshell-Skijacke

ABS

ABS P.RIDE BASE UNIT ORIGINAL +

P.RIDE 45+5 AVALANCHE BACKPACK

Lawinenrucksack

POC

FOVEA CLARITY COMP

Ski-Goggles

Funktionsbekleidung

Skitouring ist etwas anderes als Pistengaudi. Entsprechend muss auch

die am Körper getragene Funktionsbekleidung der Sportart angepasst

werden. Hier bietet sich das Lagenprinzip an, um bei wechselnden Bedingungen

und Anstrengungen jederzeit flexibel variieren zu können.

Tourenskischuhe:

POC

OBEX BC SPIN

Ski-Helm

Du hast dich für die richtige Bekleidung entschieden, wenn du beim Aufstieg

in den ersten Minuten etwas frierst, bis der Körper die Heizung anwirft.

Für die Rast unterwegs, am häufig verweht-kalten Berggipfel und

für die Abfahrt packst du dir am besten noch eine schützende Schicht

mit in den Rucksack. Neben atmungsaktiver Funktionswäsche, Midlayer,

Jacke und Hose gehören auch Funktionssocken, leichte Handschuhe,

Sportbrille, Mütze und Schlauchtuch dazu.

Verwende ausschliesslich spezielle Tourenskischuhe. Diese sind kompatibel

zu Tourenskibindungen, sind vor allem leichter als Pistenschuhe und

haben einen speziellen Walkmodus mit einem vergrösserten Bewegungsradius,

um komfortabler die Berge hochzusteigen.

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DIE SICHERHEITS-/LAWINEN-

NOTFALLAUSRÜSTUNG:

DAS MUSS DABEI SEIN

Um bei Notfällen gut gerüstet zu sein, ist es von grösster Wichtigkeit, eine

Sicherheitsausrüstung dabeizuhaben. Neben dem bereits oben genannten

Lawinenrucksack gehört dazu ein Lawinenverschüttetensuchgerät

(LVS-Gerät), eine zerlegbare oder einklappbare Lawinenschaufel aus Metall,

eine Sonde, ein Biwaksack, ein Erste-Hilfe-Set, eine Stirnlampe und

Sonnencreme.

Ein LVS-Gerät, welches jede einzelne Person der Gruppe in einer Tasche am

Körper trägt, muss vor der Tour aktiviert und auf Funktionsfähigkeit vom

Touren-Guide überprüft werden. Erst danach sollte der Ausflug starten.

Hole dir deine Ausrüstung und lass dich vom Skitourenvirus anstecken!

© Emrik Jansson © Jens Frank

53


5 TIPPS FÜR BESSERE

OUTDOOR-FOTOS

Glaubt man populären Fotomagazinen, dann beginnt seriöse Fotografie

eigentlich erst in dem Moment, wenn man den Gegenwert eines

Mittelklassewagens in die Ausrüstung investiert hat. Das ist natürlich

Quatsch mit Sosse. Wenn du die folgenden Tipps beherzigst, machst du

nicht nur bessere Fotos, sondern hast auch noch genug Geld für den

chsten Trip in der Portokasse.

© Niklas Wallner

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campz.ch


© Drew Smith / Patagonia

Vor allem, wenn man Kinder oder Tiere dabei hat, lohnt es sich,

zumindest in die Knie zu gehen, um ihnen auf Augenhöhe zu begegnen.

1. DEIN SMARTPHONE HAT

EINE KAMERA – IST ABER

KEIN FOTOAPPARAT

2. KLEINE HELFERLEIN

– RIESIGE WIRKUNG

Moderne Smartphones machen in den meisten

Situationen akzeptable Fotos. Fotoapparate

bieten für alles über Instagram hinaus (Abzüge,

Fotobücher etc.) sichtbar bessere Bildqualität

und mehr Flexibilität. Die Chancen, dass du

deine Kamera zur Hand hast, sind höher, je weniger

sie dich behindert. Kauf dir eine Kompaktkamera,

die in der Tasche verschwinden kann,

oder lass das Superzoom zugunsten einer

leichten Festbrennweite zu Hause. Die beste

Kamera ist immer die, die man auch dabei hat.

Eine minimale Grundausstattung hat oft deutlicher

sichtbare Effekte auf die Bilder als die

neue Kamera. Ein Foto vom Ministativ ist besser

als verwackelte Bilder aus der Hand. Eine

Regenhülle lässt dich weitermachen, wenn andere

Fotograf*innen schon längst nach drinnen

geflohen sind, und ein Mikrofasertuch putzt

den Fleck vom Objektiv, der ansonsten jedes

einzelne Urlaubsfoto ruiniert hätte.

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© Christoffer Sjostrom / Salomon

Das gesamte Foto ist überbelichtet, drei Viertel des Bildes sind leer

und das Hauptmotiv versteckt sich in einer Bildecke. Gemessen an

traditionellen Regeln wäre das Ausschuss, aber das Foto funktioniert,

gerade weil es mit allen Regeln bricht.

3. KONZENTRATION

AUFS WESENTLICHE

STATT WIMMELBILDER

4. TIMING IST ALLES –

MACH EINE SIESTA

5. LERNE DIE REGELN –

UM SIE BESSER

BRECHEN ZU KÖNNEN

Wenn du etwas fotografieren möchtest, sollte

man das Motiv auch deutlich auf dem Foto

erkennen können. Überleg dir genau, was du

fotografieren willst, und geh dann zwei Schritte

näher ran. Wechsle die Perspektive, indem

du dich hinlegst oder auf einen Baum kletterst,

damit sich das Motiv deutlich vor dem Himmel

bzw. dem Boden abzeichnet. Wenn auch für

zufällige Betrachter*innen des Fotos klar zu

erkennen ist, was genau du fotografieren wolltest,

bist du auf der richtigen Spur.

Wenn die Sonne hoch am Himmel steht, dann

mach besser eine Siesta anstatt einer Fotosession.

Harte Schatten und brutale Kontraste tun

keinem Foto gut. Morgen- und Abendstunden

mit weichem, seitlichen Licht sind für fast alle

Motive schmeichelhafter.

In der Fotografie existiert eine Unmenge an

Regeln. Es hilft auch wirklich, den Goldenen

Schnitt anwenden zu können, weil Bilder mehr

Spannung bekommen, wenn der Horizont nicht

genau in der Mitte ist. Wirklich spannend wird

es aber, wenn du dich bewusst über Regeln

hinwegsetzen kannst, um deine Bilder vom

Einheitsbrei abzuheben. Ein Beispiel für das

gelungene Spiel mit Vorder- und Hintergrund

ist unser Aufmacherbild. Zwei eher unspektakuläre

Elemente (Fenster und Berge) erzählen

durch ihre Kombination eine Geschichte.

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RECYCELTE WOLLE

Warm, angenehm,

nachhaltig

Ohne Mulesing

gewonnene und recycelte

Wolle. Leitet Feuchtigkeit

ab und verhindert

unangenehme Gerüche.

greenland

re-wool jacket

Recycelte Wolle trifft auf klassisches Design

bleib warm und trocken. Das klingt einfach,

doch hinter jeder Fjällräven Jacke stecken über

50 Jahre Outdoorerfahrung, der Anspruch,

nachhaltige Materialien zu entwickeln sowie

unzählige Produkttests. Das Ergebnis sind

Kleidungsstücke, die innovativ und von höchster

Qualität sind und jedes Erlebnis in der Natur

zum Genuss machen – dafür steht Fjällräven.

Die Greenland Re-Wool Jacket ist aus Wollresten

– von entsorgter Kleidung und Heimtextilien –

der Textilproduktion gefertigt und kombiniert

mit unserem strapazierfähigen G-1000 Eco

Material aus recyceltem Polyester und Bio-

Baumwolle. Ein zeitloses Design, das Funktion

und Langlebigkeit vereint und unseren hohen

Nachhaltigkeitsstandards entspricht. Bleib warm

und trocken. Die Natur wartet auf dich.

www.fjallraven.de

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NACHHALTIG AUF

ZWEI BRETTERN

MIT HAGLÖFS AUF EINEM SKITRIP DER BESONDEREN SORTE

© Emrik Jansson


Anfahrt

Generell gilt: Bus und Bahn ist besser als Auto,

Auto ist besser als Flugzeug. Wer fliegt, hinterlässt

einen riesigen CO ²

-Fussabdruck. Wir haben

es uns daher in der Bahn gemütlich gemacht.

Unterkunft

HAGLÖFS

L.I.M TORUING PROOF JACKET WOMEN

Hier gilt die Faustregel: Je einfacher die Unterkunft,

desto besser die CO ²

- Bilanz. Auf Sternehotel

mit Sauna, Pool und Co. konnten wir

getrost verzichten! Unser Familienhotel lockte

hingegen mit einem durchdachten, hauseigenen

Nachhaltigkeitskonzept.

Skifahren und Nachhaltigkeit? Hört sich erstmal

nicht wirklich kompatibel an. Machen

wir uns nichts vor, der Massentourismus in

den Bergen tut der Natur nicht gerade gut.

Aber das geht auch anders! Gemeinsam mit

Haglöfs waren wir mit unseren Brettern im

schwedischen Jämtland unterwegs – und

zwar so umweltbewusst wie möglich.

Spätestens seit den Fridays for Future Demos

ist das Thema Klimaschutz vollends in

unserer Gesellschaft angekommen – zum

Glück! Wir müssen bewusster mit unseren

Ressourcen umgehen, egal ob im Alltag oder

beispielsweise im Skiurlaub.

Auf unserer Gipfeltour lernten wir, dass Umweltbewusstsein

und genussvolle Abfahrten

kein Gegensatz sein müssen. Im Prinzip gibt

es schon ein paar einfache Stellschrauben, an

denen man drehen kann:

HAGLÖFS

NENGAL 3L PROOF PARKA MEN

Verpflegung

Keine Frage, im Urlaub will man sich auch mal

was gönnen. Unsere Unterkunft machte es uns

leicht und verwöhnte uns mit leckersten Gerichten

– die Zutaten waren entweder aus eigenem

Anbau oder stammten von regionalen Bauern.

Wenn man dann noch seinen Fleischkonsum in

Grenzen hält und beim Supermarkteinkauf auf

Bio setzt, ist man wirklich sauber unterwegs!

Bekleidung

Bei Ausrüstung und Bekleidung auf bekannte,

nachhaltige Marken zu setzen, macht einen

merklichen Unterschied in der eigenen Ökobilanz!

Haglöfs beispielsweise glänzt durch ein

firmeneigenes Nachhaltigkeitsetikett. Ausserdem

verwendet die Marke bluesign® zertifizierte

Materialien und legt generell hohen Wert

auf faire sowie grüne Produktionsmethoden.

So sollte es sein!

© Emrik Jansson

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59


ENERGY BALLS

BACKEN

Heute bleibt der Ofen aus

60 campz.ch


Wenn es draussen früher dunkel wird, dann

nutzen wir die kühle Jahreszeit gerne, um

das ein oder andere Kuchenrezept auszuprobieren.

Heute bleibt unser Ofen allerdings

aus. Wir stellen Energiebällchen her – aus

natürlichen Lebensmitteln, ohne Backen

und garantiert lecker.

Selbst gemachte Energieriegel sind die idealen

Wegbegleiter in vielerlei Hinsicht: Die

vollwertigen Zutaten liefern deinem Körper

zuverlässig Energie und Nährstoffe,

ohne schwer im Magen zu liegen. Codierte

Farb- und Zusatzstoffe waren gestern. Du

bestimmst, welche Zutaten du verarbeitest,

und kannst Rücksicht auf deine ernährungstechnischen

Vorlieben oder Allergien nehmen.

Ein Rundumpaket für Körper und Geist!

Minimalistische

che

Das Grundrezept ist unglaublich simpel

und lässt dir Spielraum, um deine eigenen

Kreationen zu verwirklichen. Alles, was du

brauchst, sind:

• 1 Tasse entkernte Datteln

• 1 Tasse ungesalzene Nüsse

• 1 Tasse zusätzliche Zutaten, z. B.

getrocknete Früchte, Kakao, Chia- oder

Leinsamen

• Nach Bedarf: Honig oder Agavensirup

Datteln sind die perfekte Basis für Energyballs,

denn sie enthalten natürliche Süsse und

werden, mit dem Küchenmixer verarbeitet, zu

einer samtig-klebrigen Masse. Das Nusssortiment

stellt uns vor keine leichte Entscheidung.

Egal ob Mandeln, Walnüsse, Paranüsse oder

Erdnüsse – die natürlichen Fettlieferanten einfach

zu den Datteln in den Küchenmixer geben

und kleinhäckseln.

Wenn alles gut miteinander vermixt ist, kannst

du die Masse in eine Schüssel umfüllen, die

weiteren Zutaten ganz nach deinen Vorlieben

hinzugeben und mit den Händen einarbeiten.

Je nach Konsistenz und Bedarf kannst du zusätzlich

Honig verwenden, um alles noch besser

miteinander zu verbinden. Wer vegane Kugeln

herstellen möchte, greift an dieser Stelle

auf Agavensirup zurück.

Eine kurze Kostprobe, vielleicht noch ein paar

Gewürze (Salz, Muskat, Zitronenschale, Vanille)

und schon kannst du die Masse zu kleinen Kugeln

formen. Ab in den Kühlschrank damit, dort

halten sie dann auch mehrere Wochen.

61


Unser Rezept gegen

Winterschlaf

Auf die inneren

Werte kommt es an

Die Mandel-Cranberry-Kokos Energyballs sind

unser Geheimrezept, um deine Kräfte auch im

tiefsten Winter zu mobilisieren. Sie geben nicht

nur dir den Extraboost und Energie, sondern

sind auch das ideale Weihnachtsgeschenk für

die Sportskanonen in deiner Familie. Dafür

brauchst du:

• 1 Tasse entkernte Datteln

• 1 Tasse ungesalzene Mandeln

• ¼ Tasse Haferflocken

• ¼ Tasse Kokosraspeln

• ¼ Tasse Cranberrys

• ¼ Tasse Chia-Samen

• eine Prise Salz

• nach Bedarf: Honig oder Agavensirup

Die Möglichkeiten an zusätzlichen Zutaten sind

unbegrenzt und geben deinen Energyballs

nicht nur geschmacklich das gewisse Extra. Wie

wäre es mit:

• zusätzlichen Ballaststoffen: Haferflocken,

Dinkelflocken

• einer fruchtigen Note: Cranberrys,

Aprikosen, Goji-Beeren

• dem extra Schoko-Kick: ungesüsstes

Kakaopulver, Schokoflocken

• ein bisschen Superfood: Chia-, Lein- oder

Hanfsamen, Kürbiskerne

• exotischen Einflüssen: Bananenchips,

Kokosraspeln

• Gewürzen: Zimt, Kardamom,

Zitronenschale, Vanilleextrakt

62 campz.ch


VOLLBAD

IN DER NATUR

MALERISCHE HOT SPRINGS IN EUROPA

Falls du gerade dabei bist, deine Sommerklamotten in den Keller zu bringen: Halt, stopp! Deine

Badesachen kannst du gleich wieder auspacken. Die heissen Quellen rufen.

Erste gedankliche Bilder von natürlichen Thermalquellen katapultieren uns weiter weg – nach

Island, Japan oder zum Yellowstone Nationalpark in den USA. Doch auch auf dem europäischen

Festland findet sich eine Vielzahl atemberaubender Spots in freier Natur. Wir haben uns auf die

Suche begeben und verraten euch unsere Favoriten.

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© Canva - Terme di Saturnia

VULKANISCHE

QUELLEN IN DER

TOSKANA

- Cascate del Mulino, Italien

Breitengrad: 42.648048 Längengrad: 11.512753

37 Grad heisses Wasser entspringt dem Von Süden kommend, lass die kommerzielle

vulkanischen Monte Amiata, schlängelt sich Terme di Saturnia rechter Hand liegen und bieg

durch die Hügel der Maremma-Region und füllt in der folgenden Kurve nach links in die kleine

weiter stromabwärts die natürlich geformten Stichstrasse. Am Ende dieser findest du die

Kalkterrassen neben der alten Mühle, die kostenfreien heissen Quellen.

den Wasserfällen ihren Namen beschert hat.

Um von der toskanischen Idylle und dem

nahe gelegenen Ort Saturnias zu profitieren,

empfehlen wir, an einem Wochentag im Herbst

oder Winter zu kommen. Frühmorgens oder

spätabends stehen die Chancen am besten,

diesen populären Ort für sich zu haben.

64 campz.ch


MALERISCHER

ABSTECHER ENTLANG

DES GR10

- Mérens-les-Vals, Frankreich

Breitengrad: 42.651077 Längengrad: 1.852913

Unweit der höchsten Stelle des Wanderweges

GR10, der die Pyrenäen vom Atlantik zum

Um zu den Quellen zu gelangen, startest du im

Zentrum von Mérens und folgst den Schildern

Mittelmeer durchkreuzt, findest du 1,5 des GR10. Vorbei an der Kirche kommst du

Kilometer ausserhalb Mérens diese angenehme

Überraschung. Versteckt inmitten des Waldes

erwarten dich drei thermische Quellen. Tipp:

Im mittleren Becken geniesst du das wärmste

Wasser.

zu der Gabelung der GR10 und GR107. Du

bleibst auf dem GR10 und überquerst an dem

Waschhaus die Brücke rechter Hand. Nach 500

Metern biegst du links auf den Pfad und folgst

der gelben Markierung. Noch zehn Minuten und

es heisst: Schuhe aus und eingetaucht.

100% NATÜRLICHE

HIPPIE-QUELLEN

Breitengrad: 42.50455 Längengrad: 2.18222

- Prats-Balaguer, Frankreich

DU LÄUFST JETZT

ERST WARM?

Versteckt in einem Tal inmitten der Pyrenäen,

scheint es, als würde das schwefelhaltige

Wasser geradezu aus dem Boden ausbrechen.

Die acht Pools mit unterschiedlichen

Wassertemperaturen liegen an einem steilen

Abhang. Bei Regen wird es hier schlammig,

verpack deine Sachen daher am besten in

Tüten, die du unbesorgt ablegen kannst.

Extratipp: Wer nicht genug bekommen kann,

dem empfehlen wir, auf der Seite der European

Natural Soaking Society vorbeizuschauen.

Um zu diesem malerischen Ort zu gelangen,

gilt es, feste Schuhe einzupacken. Auf der D28

von Fontpédrouse siehst du in einer scharfen

Rechtskurve kurz vor Canaveilles linker Hand

den ausgetretenen Weg hinunter ins Tal. Unten

angekommen, überquerst du den Bach und

folgst dem Weg für 20 Minuten. Dabei kommst

du an einer Hütte vorbei, triffst kurz darauf auf

einen grossen, dampfenden Fluss und wenig

später auf das erste Becken. Deiner Kleidung

entledigt, bleibt jetzt nur noch die Wahl deiner

Wunschtemperatur.

Unsere Badesachen bleiben diesen Winter

ganz sicher in greifbarer Nähe!

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IMPRESSUM

IN DER

NÄCHSTEN

AUSGABE ...

INSPIRATION UND ABENTEUER

zum Appetitmachen und Nacherleben

AUSRÜSTUNG UND BERATUNG

für mehr Spass unterwegs

TRENDS UND INNOVATIONEN

aus der Outdoorwelt

CAMPZ Magazin | Einzelheft CHF 5.00

Herausgeber:

Internetstores GmbH

Friedrichstrasse 6

D- 70174 Stuttgart

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www.campz.ch

Amtsgericht Stuttgart

HRB 741359 – Sitz: Stuttgart

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für Herausgabe und Inhalt:

Dr. Hans Dohrmann, Thomas Neumann,

Thomas Spengler (V. i. S. d. P.)

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Friedrichstrasse 6, D- 70174 Stuttgart

Redaktion und Grafik:

Bastian Steinecker, Christian Wenglorz,

Florian Winter, Friederike Kosche, Jonas

Christoph, Jürgen Grotsch, Martin Ohliger

Mitarbeit an dieser Ausgabe:

Alexander Kijak, Eva Hauck, Emrik Jansson, Florian

Ahlbeck, Herwig Frenzel, Jens Frank, Joanna

Mackiewicz, Julia Appel

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D- 70174 Stuttgart oder schreibe eine E-Mail an:

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zzgl. Versandkosten. Sie entsprechen

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in Datennetze nur mit schriftlicher Genehmigung

der internetstores GmbH.

Redaktioneller Stand: 06. Oktober 2019

66 campz.ch

Unsere Druckerei und das

Papier des CAMPZ Magazins

sind FSC-zertifiziert


Photos: Zach Doleac

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20 Jahre voller tagesfüllender Klettertouren, wochenlanger

Camping-Abenteuer und monatelanger Treks bei

strömendem Regen und heftigen Schauern haben unsere

PreCip Jacken zum absoluten Lieblings-Klassiker der

Regenjacke gemacht – die wir nun mit der nachhaltigen

PreCip ECO Version weiterentwickelt haben! 100%

recyceltes Material und 0% Kompromisse:

die neue PreCip ECO – aus Liebe zum Regen!

Men’s & Wm’s Precip Eco Jacket

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