Betriebliches Gesundheitsmanagement Magazin 2019

Sportaktiv.Magazin

Sonderausgabe 2019 von

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

BGM

GUTE

NEUE ZEIT

OPTIMISMUS IST GESUND – UND ANGEBRACHT

1 BGF


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2 BGM

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8

EDITORIAL

CHRISTOF DOMENIG

ist Redakteur von SPORTaktiv,

Österreichs größtem Magazin für Freizeitsport

Fotos: Thomas Polzer, Getty Images / Coverfoto: Getty Images

KOPF HOCH,

ÄRMEL HOCH

Warum SPORTaktiv als Österreichs Magazin für den Freizeitsport

ein jährliches Special über Betriebliches Gesundheitsmanagament

produziert, wurde ich unlängst gefragt. Ich erkläre es gern – auch hier: Vor

über zehn Jahren haben wir begonnen, in Betrieblicher Gesundheitsförderung

besonders engagierte Unternehmen vorzustellen. Damals war das

meist gleichbedeutend mit Sport- und Fitnessprogrammen für Mitarbeiter,

daher der logische Konnex. Ja, und das kam gut an, so gut, dass sich

irgendwann ein eigenes, kleines, feines Magazin ausgegangen ist. BGF hat

sich seither weiterentwickelt zum BGM, dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement.

Im gleichen Maß haben sich die Inhalte unseres Magazins

entwickelt und vom sportlichen Fokus wegbewegt.

Die Parallelen zwischen Sport und Wirtschaft gehen freilich viel weiter

als bis zum Betriebssport. Das zeigen auch frühere Cover dieses Magazins:

„Teamwork hält fit“ stand zum Beispiel einmal drauf oder „die Macht der

Pause“: Sportler wissen, dass sie nicht im Training, sondern in den Regenerationspausen

dazwischen stärker werden.

Und heuer? Steht „Gute neue Zeit“ am Titel. Als Zusammenfassung

der Geschichten ab Seite 4 und Seite 8. Und als Wink, dass in Zeiten von

Klima- und anderem Wandel ein Fokus auf Chancen statt auf Gefahren

gefragt ist. Bei Unternehmern, Führungskräften und Mitarbeitern. Eine

Einstellung, die man sich von erfolgreichen Sportlern abschauen kann.

Der Arbeitspsychologe Bardia Monshi, der demnächst ein Buch mit dem

langjährigen deutschen Ski-Cheftrainer Mathias Berthold herausbringt,

formuliert es im Interview auf Seite 8 treffend: „Kopf hoch, Ärmel hoch.“

IMPRESSUM

sportaktiv.com

EIGENTÜMER/VERLEGER: TOP TIMES Medien GmbH (SPORTaktiv),

Gadollaplatz 1/12, 8010 Graz; Tel.: 0 316/80 63-25 80; office.sportaktiv@styria.com

GESCHÄFTSFÜHRUNG: Mag. Alfred Brunner, Ronald Tomandl

CHEFREDAKTION BGM-MAGAZIN: Mag. Christof Domenig

PROJEKTLEITUNG, ANZEIGENLEITUNG: Arnold Pauly

PRODUKTION: Heidrun Salmhofer, Styria Media Design GmbH & Co KG, www.styriamediadesign.com

DRUCK: Walstead NP Druck, 3100 St. Pölten

INHALT

4 „SINN IST DER KERN

VON GESUNDHEIT“

Experten-Impulse für eine (Arbeits-)

Welt in Zeiten des Umbruchs

8 ARBEITEN IN EINER DER

„BESTEN ALLER ZEITEN“

Warum statt Digitalisierungsangst

Zuversicht angebracht ist

12 WENN DIGITAL STRESST

Über den bewussten Umgang mit

Smartphone und Co.

16 DER SCHNELLE DRAHT

Infostellen, Adressen und Termine rund

um das Thema Betriebliche Gesundheit

20 5 FRAGEN RUND UMS

HÖREN

Gut hören ist ein wichtiger Schlüssel

zur gelungenen Kommunikation

22 AUF EINE GUTE NACHT

Gesund und leistungsfähig im Schlaf:

So sorgt man für erholsame Nächte

BGM

3


„SINN IST DER KERN

VON GESUNDHEIT“

... SAGT DER TREND- UND ZUKUNFTSFORSCHER MATTHIAS

HORX. WAS MAN IN DER BETRIEBLICHEN GESUNDHEITS-

FÖRDERUNG DARAUS ABLEITEN KANN, WAS ES IN EINER

ARBEITSWELT IN ZEITEN VON UMBRÜCHEN BRAUCHT –

DAS WURDE BEI EINEM KONGRESS IN WIEN DEUTLICH.

VON CHRISTOF DOMENIG

In der Zeit der Industrialisierung

wurden die Dampfmaschine oder

die „Nachrichtenflut durch tägliche

Zeitungen“ in einer Art und Weise

als bedrohlich wahrgenommen, dass es

frappant an das Heute erinnert. Gefühle

chronischer Überlastung, des Immerschneller-laufen-Müssens;

Ängste, in einer

beschleunigten Welt nicht Schritt

halten zu können: Das alles berichten

schon über 100 Jahre alte Dokumente.

Hans-Peter Kapfhammer, suppl. Vorstand

der Universitätsklinik für Medizinische

Psychologie und Psychiatrie in

Graz, machte beim Kongress des Fachverbands

„Personenberatung und Personenbetreuung“

der Wirtschaftskammer

im Oktober in Wien auf diese Parallele

Fotos: Getty Images

4 BGM


aufmerksam. Kapfhammer ging bei dem

Kongress zum Thema Betriebliche Gesundheitsförderung

zunächst der Frage

„Macht uns die Arbeitswelt heute wirklich

krank?“ auf den Grund. „Ja“, ist

man geneigt vorschnell zu anworten, mit

Schlagzeilen und Burnout-Zahlen im

Hinterkopf. Wie Kapfhammer jedoch

darlegte, ist dann doch nicht alles so

(schlimm), wie es der oberflächliche

Blick zeigt. Zumindest quantitativ: Die

Zahl der psychischen Ursachen von

Krankenstandstagen steige zwar in Relation

der Gesamterkrankungen, gleichzeitig

würden körperliche Krankheiten und

damit die Absolutzahlen deutlich zurückgehen.

Studien, die hohes subjektives

Stressempfinden nachweisen, stellte

der Psychologe wiederum solchen Untersuchungen

gegenüber, die den Menschen

eine „hohe Lebenszufriedenheit“ konstatieren.

Es kommt eben immer auch auf

die Fragestellung an ...

Woran aber nicht gerüttelt werden

kann: Arbeit überhaupt und die Qualität

von Arbeit sind zentral für Gesundheit

und Lebensqualität. Das galt gestern und

gilt heute wie morgen. Unsere Arbeit bestimme

wesentlich, wer wir sind, wie wir

uns fühlen, wie wir uns selbst und unsere

Position in der Gesellschaft wahrnehmen,

so Kapfhammer. Arbeitsverlust

wiederum sei (wenn nicht von ganz kurzer

Dauer) mit einer Fülle von negativen

Konsequenzen für Psyche und Selbstwert

verbunden. Und: „Arbeitsunsicherheit“,

etwa ein angekündigter Stellenabbau,

wirke sich auf das Innenleben von Beschäftigten

fast so aus wie echte Arbeitslosigkeit.

Es tröstet also nur bedingt, dass nicht

jede Befürchtung, die im Zuge der Digitalisierung

geäußert wird, einer näheren

Betrachtung standhält. Mit dem Klimawandel

ist seit diesem Jahr ein weiterer

Unsicherheitsfaktor in der Gesellschaft

und somit im (Arbeits-)Leben richtig

„angekommen“, der nahelegt: kein Weiter

wie bisher. Wie aber kann man Menschen

in Zeiten von Umbrüchen zuversichtlich,

optimistisch – und damit gesund

und leistungsfähig erhalten? Wie

gelingt es, den Blick auf Chancen statt

auf (echte oder vermeintliche) Gefahren

zu richten? Welches Umfeld braucht es,

in dem sich Kreativpotenziale entfalten

können? Auf welche Werte kommt es in

Unternehmen an? Für diese Fragen lieferte

der Kongress wichtige Impulse.

Der Umgang mit Stress

26,1 Tage dauert im Schnitt heute ein

Ausfall bei einer psychischen Erkrankung,

geht aus dem jüngstem deutschem

„AOK Fehlzeitenreport 2018“ hervor.

Der Mediziner und Leiter des „Instituts

für Integrative Gesundheitsversorgung

und Gesundheitsförderung“ an der Universität

Witten/Herdecke (D), Tobias

Esch, widmete sich zunächst der Frage,

wie mit Stress umgegangen werden soll.

Einen interessanten Aspekt zeigt die

AOK-Studie in diesem Kontext: Das

Maß an „Sinnempfinden“ in der Arbeit

lässt sich in einen direkten Zusammenhang

mit der Länge von Krankenständen

bringen. Ein Sinn sei im Arbeitsleben

nicht per se gesundheitsfördernd,

„aber vor allem in Zeiten, die hart sind,

wenn eine Krise kommt, schafft Sinnhaftigkeit

oder das Fehlen von Sinnhaftigkeit

eine Trennung.“

Zurück zum Stress: Der ist über die

Herzfrequenzvariabilität messbar, betonte

Esch. Diese natürliche Anpassungsfähigkeit

des Herzschlages an äußere Einflussfaktoren

sinkt unter Stress, während

etwa Sport oder auch ein gutes Betriebsklima

sie nachweislich erhöhen

würden. Stress allein sei aber nicht so

sehr das Problem, vielmehr gehe es um

ein Gefühl des Kontrollverlustes, das in

Verbindung mit Stress problematisch sei:

Das Gefühl, abends nicht abschalten zu

können, sich als ohnmächtig zu erleben

– etwa gegenüber der „häufig unter hohem

Zeitdruck zu bewältigenden Arbeitsmenge“.

Neben Kontrolle nannte

der Mediziner „Wertschätzung“ und

„Gerechtigkeit“ als wichtige, gesunderhaltende

Werte im Arbeitsleben: Das

Gefühl, „der Aufwand steht im Gleichmaß

mit meinem Lohn“ sowie „die Firma

ist gerecht.“

Was kann jeder Einzelne tun, um mit

Stress besser umzugehen? Vier „Puzzleteile“

sind es laut Esch: „Verhalten“ –

wie man denke, wie (positiv oder negativ)

man auf die Welt schaue. „Bewegung“

– aerober genauso wie anaerober

Sport. „Entspannung“ – 20 Minuten

täglich solle man sich zum Beispiel für

BGM

5


Entspannungsübungen Zeit nehmen.

Das vierte Puzzleteil ist eine „bewusste

Ernährung“.

Am Ende ging Esch auf „Glück“ ein.

Jenes längerfristige Glück im Sinne von

Zufriedenheit, das etwa aus dem Gefühl

heraus entstehe, gemeinsam etwas Bedeutendes

geleistet zu haben, das Vertrauen,

etwas schaffen zu können. Oder

aus einem Gefühl von Verbundenheit

mit anderen Menschen. Dass dieses Gefühl

sich auf die Gesundheit in erstaunlichem

Maß auswirke, lasse sich heute

„herunterbrechen bis auf den Zellkern“.

Bewegung fürs Gehirn

Klassische Sport- und Bewegungsprogramme

sind in der Betrieblichen Gesundheitsförderung

in letzten Jahren ein

wenig aus dem Fokus gerückt, weil (zu

Recht) Fragen des Führungsverhaltens,

des Umgangs im Miteinander, der Unternehmenskultur

ins Zentrum gerückt

sind. Welch großen Wert Bewegung

dennoch hat, legen jüngste wissenschaftliche

Erkenntnisse nahe, die erstaunliche

Zusammenhänge zur geistigen Leistungsfähigkeit

aufzeigen. Die Neurowissenschafterin

Manuela Macedonia von

der Johannes Kepler Universität Linz

brachte vor einem Jahr ihr Sachbuch

„Beweg dich! Und dein Gehirn sagt

Danke“ auf den Markt und traf den Puls

der Zeit, bis dato verkaufte sich das

Buch über 40.000 Mal.

Die gebürtige Italienerin legte beim

Kongress etwa dar, dass durch Sport Gefäße

im Gehirn flexibler werden und

sich neue Gefäße bilden; dass der Hippocampus,

in dem das Kurzzeitgedächtnis

sitzt, durch ausreichend Bewegung

gepflegt wird und sich auch das räumliche

Denken verbessert. Eine der erstaunlichsten

jungen Entdeckungen ist

die Neurogenese, die Bildung neuer Gehirnzellen:

„Früher hieß es, wir kommen

mit einer gewissen Anzahl an Gehirnzellen

auf die Welt und diese werden im

Verlauf des Lebens weniger. Heute weiß

man, dass es Neurogenese gibt“, erklärte

Macedonia, und diese würde eben durch

körperliche Aktivität angeregt.

Bewegung verbessert oder erhält auch

die Multitasking-Fähigkeit, die mit zunehmendem

Alter sonst abnimmt. Seit

2014 ist auch bewiesen, dass Menschen,

die sich regelmäßig bewegen, weniger

anfällig für Depressionen sind, weil das

Stresshormon Kortisol, das eine genetisch

angelegte Depression aktivieren

kann, bei Sport abgebaut wird.

Wie oft und in welcher Intensität sollte

man sich bewegen? „Gut belegt ist,

dass regelmäßig aerobe Bewegung wirkt,

am besten täglich“, erklärte Macedonia.

Also Ausdauersport, aber auch flotte

Spaziergänge seien schon nützlich.

Blick in die Zukunft

Die Industrialisierung nahm auch der

Publizist, Trend- und Zukunftsforscher

Matthias Horx in seinem Blick auf die

„Zukunft der Gesundheit“ zum Ausgangspunkt.

Diese habe „Lohnarbeit,

Angestelltentum und Nine-to-Five-Arbeitsmodelle“

mit sich gebracht – mit

denen würde die Arbeitswelt immer

Gemeinsame

Bewegung hat in

der Betrieblichen

Gesundheitsförderung

zu Recht nach wie vor

einen Fixplatz.

noch in beträchtlichem Maß assoziiert.

Aber: „Das zerbröselt jetzt. Wir befinden

uns am Übergang zu einer Wissensökonomie“,

legte Horx dar. Der Betreiber

des „Zukunftinstituts“ in Frankfurt und

Wien sprach auch vom „Megashift von

einer Abhängigkeits- zu einer Gestaltungskultur“,

in dem wir uns aktuell befinden:

„Wir sind mittendrin, mit allen

Turbulenzen. Die Seite derer, die sagen,

ich habe keine Kontrolle über mein Leben,

ist noch sehr groß.“

Selbst gestalten, Kontrolle über sein

Leben empfinden, Selbstwahrnehmung

und Selbstwirksamkeit – also die Überzeugung,

auch schwierige Herausforderungen

aus eigener Kraft erfolgreich bewältigen

zu können: Das waren Themen,

die sich als roter Faden durch

Horx’ Vortrag zogen. Es seien Ressourcen,

die in der ankommenden Wissensgesellschaft

eine noch viel größere Rolle

spielen würden. Horx ging auch auf den

6 BGM


trendigen und oft kommerzialisierten

Begriff „Achtsamkeit“ ein und verwies

auf die ursprüngliche Bedeutung der

englischen Entsprechung „Mindfulness“.

Die US-Psychologin Ellen J. Langer hat

den Begriff vor über zwei Jahrzehnten

geprägt, nachdem sie über Experimente

nachgewiesen hatte, wie stark eine positive

oder negative Sichtweise sich auch

körperlich auf die Gesundheit auswirkt.

„Was wir als Zukunftsforscher immer

wieder erleben, ist, dass Menschen mit

alten, erlernten negativen Mindsets auf

die Zukunft schauen“, gab Horx zu bedenken

– aktuell etwa mit der Annahme,

dass eine Gesellschaft ohne fossile

Energieträger nicht funktionieren könne.

Wie in der Ökologie erwartet Horx

jedoch auch die „Zukunft der Gesundheit“

positiv: Ausgehend von bereits einzeln

existierenden und in Erprobung befindlichen

Modellen, nannte er etwa Gesundheitssysteme,

in denen Prävention

statt Reparatur im Mittelpunkt stehe,

Digitalisierung dafür eingesetzt werde,

um Zeit für den menschlichen Kontakt

zu gewinnen, und nicht, „um die

Zeit von Handreichungen in der Pflege

zu messen.“ Jede Form von Gesundheitscoaching

würde an Stellenwert

gewinnen. Horx erwartet auch

veränderte Strukturen von Krankenhäusern

und eine „patientenzentrierte“

Pflege, die sich dahingehend anpassten,

dass die Auswirkungen des

„Mindsets“ – also: ob man sich vereinfacht

ausgedrückt in einem System

wohl- oder schlecht fühlt – viel stärker

beachtet wird. Was wohl auch als

wichtige Botschaft auf Unternehmen

umzulegen ist.

„Zukunft entsteht, wenn Beziehungen

gelingen“, schloss Horx, und:

„Kern der Gesundheit ist Sinn –

Lebenssinn, Zukunftssinn. Wenn ein

Unternehmen seinen Sinn nicht erläutern

kann, ist es in einer Krise.

Sinn ist nichts anderes, als die Erwartung

einer besseren Zukunft und die

Fähigkeit, sich dafür zu engagieren“,

gab der Trend- und Zukunftsforscher

den Zuhörern mit auf den Weg.

GAST

KOMMENTAR

Mag. Renate Krenn

Geschäftsführerin

des ASZ

www.asz.at

GESUNDHEIT ALS

EVENTERLEBNIS

BEIM THEMA GESUNDHEIT LÄSST SICH

EIN TREND ZU MEHR ERLEBEN ERKEN-

NEN. DAS KÖNNTE AUS DEM UMSTAND

ERWACHSEN, DASS ES SCHWIERIGER

WIRD, AUFMERKSAMKEIT ZU ERHALTEN.

Betriebliche Gesundheit wird zunehmend

aus strategischer Sicht angegangen,

was extrem wichtig ist, jedoch

oft nicht die Sprache der Mitarbeiter

spricht. Anders verhält es sich, wenn alle

Initiativen als Erlebnis wahrgenommen

werden können. Steht der Spaß im Vordergrund,

wird das Thema Gesundheit

im positiven Sinne zum Leben erweckt.

Zwei Säulen tun sich für mich auf:

Foto: ASZ

NEUROGENESE, DIE

BILDUNG NEUER

GEHIRNZELLEN, WIRD

DURCH BEWEGUNG

ANGEREGT.

Gesundheit als Eventerlebnis: Stichwort

Action und Abenteuer, die ganze

Veranstaltung wird als Erlebnis aufgebaut

– zum Beispiel mit verschiedenen

Stationen für Gesundheitschecks, gemeinsames

Kochen, Infotainment zur

Stressbewältigung etc.

Gesundheit als Selbsterlebnis: Im

Sinne von Achtsamkeit sich selbst gegenüber,

um zu merken: Wo ist etwas aus

der Balance geraten, was brauche ich,

um mich wieder wohlzufühlen.

Der Faktor „Wohlfühlen“ gewinnt nicht

zuletzt durch das Eintreten der jüngeren

Generationen in die Arbeitswelt

immens an Bedeutung. Networking und

Peer Recruiting sind nicht mehr wegzudenken.

Jeder Mitarbeiter, der sich

positiv zum vorhandenen Gesundheitsprogramm

äußert, macht auch Werbung

für das Unternehmen – nach innen und

nach außen!

BGM

7


ARBEITEN IN EINER DER

„BESTEN ALLER ZEITEN“

BARDIA MONSHI IST SEIT ACHT JAHREN FACHLICHER LEITER

DER JÄHRLICHEN BGM-TAGUNG VON „BUSINESS CIRCLE“ IN WIEN.

DER ARBEITS- UND ORGANISATIONSPSYCHOLOGE ÜBER TRENDS

IN DER ARBEITSWELT – UND WAS SIE FÜRS BETRIEBLICHE

GESUNDHEITSMANAGEMENT BEDEUTEN.

INTERVIEW: CHRISTOF DOMENIG

Die Arbeitswelt wird gefühlt

komplexer, das macht aber auch

Betriebliches Gesundheitsmanagement

nicht einfacher. Warum sollten

Unternehmen dennoch nicht die Lust

am BGM verlieren?

Weil es immer hochrelevant bleiben

wird, auf die Gesundheit zu achten. Die

Komplexität der „New Work“ erfordert

ja gerade, dass Menschen sich im Betrieb

gut eingebunden und weniger ausgebeutet

fühlen. Und Gesundheit bleibt die

Basis für Leistungskraft und Arbeitszufriedenheit.

Der Blick im Betrieblichen

Gesundheitsmanagement muss aber

künftig noch stärker auf die vitale Organisationsentwicklung

und individuelle

Bedürfnisse ausgerichtet werden.

Viele Menschen fürchten sich vor

Digitalisierung, dass ihre Arbeit

„wegdigitalisiert“ wird. Unsicherheit

und Angst sind aber weder gesund

noch leistungsfördernd. Wie also kann

man den Menschen Zuversicht geben?

Ein gewisses Ausmaß an Unsicherheit ist

schon gesund. Wäre die Welt total sicher,

wäre es langweilig und man hätte

keine Spielräume. Unsicherheit und Unplanbarkeit

sind ja die Basis für Kreativität

und Freiheit. Zur Zuversicht: Wir leben

in einer der besten Zeiten, die die

Menschheit je hatte. Das ist doch schon

mal eine gute Ausgangslage. Außerdem

sind die Prognosen meist besonders dramatisch

aufgeladen – das Sprichwort:

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht

wird“ kann man hier beherzigen.

Von heute auf morgen wird nicht alles

wegdigitalisiert werden. Die Gabe des

Menschen ist, dass er Gestaltungsräume

wahrnehmen kann, außer er steckt den

Kopf in den Sand. Daher: Kopf hoch,

Ärmel hoch.

Oft hört man, wir müssten „am

Mindset arbeiten“. Ist es also, etwas

zugespitzt, auch Einstellungssache,

ob man sich in der Arbeit wohlfühlt

und gesund bleibt?

Der Mindset ist immer dabei. Obwohl

ich mich als Coach und Psychologe

intensiv mit der Selbstentwicklung

von Menschen beschäftige, werde ich

immer skeptisch, wenn Arbeitgeber alles

auf den Mindset schieben. Genau so

skeptisch werde ich, wenn Mitarbeiter

alles auf die Arbeitsumstände schieben.

Jeder hat einen eigenen Verantwortungsbereich.

Arbeitgeber würden dann die

Starre Strukturen,

etwa fixe

Arbeitszeiten und

Arbeitsorte, sind

im Rückzug. Das

bringt Chancen und

Freiheiten, benötigt

aber auch andere

Kompetenzen.

Verantwortung übernehmen, die Expertise

ihrer Mitarbeiter zu nutzen, um Arbeitsumstände

und Prozesse zu verwirklichen,

in denen Gesundheitsressourcen

nicht verschwendet werden. Und Arbeitnehmer

lassen sich nicht verführen, ihre

Mündigkeit nicht abzugeben bzw. sie

sich abnehmen zu lassen.

Zu allerletzt darf auch am Mindset gearbeitet

werden und Resilienz aktiviert

werden. Viktor Frankl war KZ-Überlebender

und sagte: „Die letzte Freiheit

des Menschen besteht darin, dass er immer

seine Einstellung wählen kann.“

Das ist aber die letzte Freiheit, die sollte

man auch zuletzt aktivieren müssen.

Fotos: Getty Images, Bardia Monshi

8 BGM


Führungsverhalten geschieht

zunehmend partnerschaftlich,

Selbstbestimmung und Freiheiten in

der Arbeitsgestaltung nehmen zu. Ist

das in jedem Fall positiv zu sehen?

Führung gelingt nur, wenn die vitalen

Wechselspiele gelingen. Eines davon ist

zwischen Partnerschaftlichkeit und direktiver

Führung. Beides kann genau

richtig und genau falsch sein. Wenn

Führungskräfte unter dem Vorwand der

Partizipation Verantwortung wegschieben,

so ist das fahrlässig. Wenn sie direktiv

führen, obwohl sie keine Ahnung haben,

dann ist das auch fahrlässig. Die

einfache Regel lautet: Partnerschaftliches

Führen, Freiheiten erlauben und

Selbstbestimmung sind immer dann

wichtig, wenn wir kollektive Intelligenz

benötigen und die Menschen

mitdenken und mitentscheiden sollen

und dürfen. Das brauchen wir immer,

wenn wir komplexen und neuen Aufgaben

gegenüberstehen. Wenn wir einem

Standardproblem gegenüberstehen

und klar ist, wie es zu lösen ist,

dann ist eine klare Führung zur Umsetzung

der Lösung besser.

Selbstbestimmtes Arbeiten benötigt

auch Selbstführungskompetenzen,

erklären Sie. Wie kann man solche

Kompetenzen erwerben, wie ein

Unternehmen seine Führungskräfte

und Mitarbeiter dabei unterstützen?

Puh – ich schreibe aktuell ein ganzes

Buch darüber ... Ich versuche es kurz:

Zunächst ist es wichtig zu verstehen,

was überhaupt Selbstführungskompetenzen

sind. Das sind zum Beispiel:

Selbstberuhigung wenn wir unter

Druck geraten. Selbstkonfrontation, damit

wir aus dem Scheitern gescheiter

werden können. Selbstbremsung, damit

wir planen statt in spontanem Aktionismus

zu fallen. Selbstmotivation, damit

Absichten in die Tat umgesetzt werden

statt „Aufschieberitis“.

BGM

9


All diese Kompetenzen beruhen aber auf

emotionaler Selbstregulation. Daher ist

rein sachlich betrachtet der Umgang mit

Gefühlen so wichtig! Entwicklungspsychologisch

wurde jede Selbstführungskompetenz,

zum Beispiel Selbstberuhigung,

einem durch eine andere Person

vermittelt. Also: Selbstführung erlernen

wir über gelungene Fremdführung. Führungskräfte

müssen daher emotional

und sozial sehr kompetent agieren lernen,

um die künftigen „Selbstführungskräfte“

zu ihrem und damit dem unternehmerischen

Erfolg zu führen. Was daraus

aber auch sichtbar wird, ist, dass die

individuelle Führung immer wichtiger

wird. Dafür muss ein Unternehmen

auch die Organisation so gestalten, dass

die Selbstführung ermöglicht wird.


DR. BARDIA MONSHI

ist Arbeits- und Organisations psychologe und

betreibt das iVip – Institut für Vitalpsychologie

in Wien.

www.vitalpsychologie.at

App-Tipp: „EleMental“, die wissenschaftlich

fundierte App für mentale Stärke, wurde von

Bardia Monshi und Partnern entwickelt.

Unternehmen und ihren Mitarbeitern steht

sie kostenfrei und unverbindlich für ein

Monat zur Verfügung.

Info: www.elemental-app.com

oder E-mail an:

hello@elemental-app.com

Sie sagen auch, dass es in Teilen der

Arbeitswelt heute die konträre Seite

gibt, eine „Verrohung von Führung“.

Kann man Unternehmen, in denen zum

Beispiel Angst als Motivator eingesetzt

wird, mit Ideen Betrieblichen Gesundheitsmanagements

erreichen?

In jedem Unternehmen wird auch mit

Angst gearbeitet. Die Frage ist vielmehr:

Wird mit realer Furcht gearbeitet? „Leute!

Hier ist ein echtes Problem, dass wir

gemeinsam lösen müssen!“ Oder mit

unnötiger Angst. Ein Unternehmen

muss sich die Frage stellen, ob man

„psycho-toxische Führungskräfte“ haben

möchte und ob man glaubt, dass das

nachhaltig zum Unternehmenserfolg

führt. In allen Unternehmen, die das so

nicht wollen, ist die Tür für BGM

schon offen.

„Sinn“ wird in der Arbeitswelt zunehmend

thematisiert. Warum ist ein solcher

wichtig? Und was sollte man dabei

beachten?

Aus dreierlei Gründen ist es wichtig:

Wenn wir etwas als sinnvoll erleben,

zum Beispiel ein zu erreichendes Ziel,

sind wir bereit, Schmerzen in Kauf zu

nehmen. Anderenfalls suchen wir nur

Lust und wenn diese ausbleibt, stellen

wir unseren Einsatz ein. Sinn stabilisiert

unsere Motivation und lässt uns über

EIN SINNORIENTIERTES

UNTERNEHMEN WIRD DANACH

TRACHTEN, DASS MÖGLICHST

VIELE MENSCHEN SPÜREN, DASS

SIE WICHTIG FÜR ANDERE SIND.

uns hinauswachsen. Zum Zweiten ist

Sinn ein Mega-Gesundheitsfaktor, psychisch

und physisch. Neuropsychoimmunologisch

konnte nachgewiesen werden,

dass Sinnerleben zu einem besser

funktionierenden Immunsystem führt.

Dritter Punkt: Wenn uns der Sinn eines

Unternehmens klar ist und wir uns damit

identifizieren können, dann sind

wir fähig zur Selbstführung und Selbstorganisation.

In der Flüchtlingskrise haben

Menschen spontan Organisationen

und Prozesse geschaffen, ganz ohne Prozesslandkarten

und Stellenprofil, um zu

helfen – weil jeder wusste, wofür und

warum das wichtig war und ist.

Sinnerleben – und da bin ich ganz

Schüler von Viktor Frankl geblieben –

erreichen wir durch zwei Arten: Im

Dienst an einer Sache und/oder im

Dienst an einem Menschen. Ein sinnorientiertes

Unternehmen wird danach

trachten, dass möglichst viele Menschen

über sich hinauswachsen können und

spüren, dass sie wichtig für andere

Menschen sind.

Abschließend: Gibt es bei aller Veränderung

zeitlose Werte im Betrieblichen

Gesundheitsmanagement, die

schon immer gelten und auch künftig

gelten werden?

Uralte Erkenntnisse zählen noch immer:

Gesundheit ist die Basis für Vitalität und

Leistungskraft. Halte die vitalen Wechselspiele

ein und vermeide ein „Zu-Vielvom-Selben“.

Und schließlich: Es gibt

nichts Gutes, außer man tut es.

10 BGM


Digital works.

Wir verändern die Welt mit

Verantwortung und neuen

Ideen.

Gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden arbeiten wir täglich

daran, mit cleveren digitalen Lösungen unsere Städte lebenswert zu

gestalten. Wir ermöglichen die digitale Transformation der Industrie,

sorgen für eine sichere Energieversorgung und schaffen smarte Gebäude.

So erhalten wir unser Land lebenswert und sichern die internationale

Konkurrenzfähigkeit unserer Partner.

BGM

siemens.at/digitalworks

11


WENN

DIGITAL

STRESST

BEI WELTWEIT 294 MILLIARDEN

TÄGLICHEN E-MAILS ODER

3 MILLIARDEN SMARTPHONES, AUF

DIE ALLE 18 MINUTEN DER BLICK

FÄLLT, STELLT SICH DIE

FRAGE: WAS MACHT

DIGITALER STRESS MIT

UNS UND WIE KANN MAN

MIT IHM UMGEHEN?

VON CHRISTOF DOMENIG

Die physiologische Auswirkung von

Computerarbeit haben Wissenschafter

bei einer Versicherung

unter die Lupe genommen. Eine Gruppe

Beschäftigter arbeitete am Computer,

eine andere erledigte dieselben Aufgaben

auf Papier. Arbeitsbelastung, Ärger und

Erschöpfung wurden erhoben, alle drei

Stress-Parameter waren bei der „Computer-Gruppe“

deutlich höher, auch

abends zu Hause noch.

Diese Studie ist 35 Jahre alt und zeigt,

dass Stressbelastung durch digitale Helfer

nicht neu ist. René Riedl, Professor

für Digital Business und Innovation an

der FH Oberösterreich und der Universität

Linz, empfiehlt, das Phänomen „digitaler

Stress“ auch heute unbedingt

ernst zu nehmen. Ein zu hohes Maß dieses

Stresses, der durch Nutzung und Allgegenwart

von digitalen Technologien

erzeugt wird, wirke sich auf die Gesundheit

wie die Produktivität nachteilig aus.

Digitaler Stress ist auch in aktuellen

Studien vielfach belegt, weiß Riedl:

Zum Beispiel wurde der Einfluss von

Systemeinführungen auf Arbeitnehmer

untersucht. An drei Messzeitpunkten

wurden die Stresshormone Adrenalin,

Noradrenalin und Kortisol gemessen –

zwei Monate vor Start der Einführung,

währenddessen und zwölf Monate danach.

Stressreaktionen waren deutlich

nachweisbar, interessanterweise auch ein

Jahr nach der Einführung noch.

In einer anderen Studie ließ sich über

Hirnströme nachweisen, dass Menschen,

die Aufgaben am Computer lösen, deutlich

schneller ermüden als solche, die

mit Stift und Papier arbeiten. Auch über

die Herzschlagrate lassen sich Stressbelastungen

zeigen. Riedl selbst hat sich

die körperlichen Reaktionen auf Systemabstürze

angeschaut. Dafür wurde ein

Onlineshop „nachgebaut“, die scheinbar

simple Aufgabe war, Einkäufe zu tätigen.

Kurz vor dem finalen Klick wurde ein

Systemabsturz simuliert, die hohe Stressbelastung

war über das Hormon Kortisol

eindeutig zu erkennen. Die Message,

die man unmittelbar daraus ableiten

könne: „Wer sich in solchen Situationen

leicht aufregt, sollte an sich arbeiten.“

Wie gegensteuern?

Der 42-jährige Wissenschafter – er

kommt ursprünglich aus der Wirtschaftsinformatik

und ist daher garantiert

„unverdächtig“, digitale Innovationen

abzulehnen – empfiehlt zweierlei:

einen bewussten, maßvollen Einsatz der

Technologien sowie das Erlernen von

Stressbewältigungsstragegien. Simples

Beispiel: Bewusst tief durchzuatmen,

senkt in Stresssituationen unmittelbar

den Herzschlag. Erforscht ist auch die

ideale Pausengestaltung bei Computerarbeit.

Am Vormittag sollte man im

Schnitt 50 Minuten arbeiten und dann

Fotos: Getty Images, René Riedl

12 BGM


A.UNIV.-PROF. FH-PROF.

DR. RENÉ RIEDL

lehrt am FHOÖ-/Uni-Linz-Studiengang

„Digital Business Management“ und

ist wissenschaftlicher Leiter der

NeuroIS Society (www.NeuroIS.org).

Er erforscht das Thema digitaler

Stress seit 2010.

www.rene-riedl.at

Aktuelles Buch: Management

von Informatik-Projekten.

Digitale Transformation

erfolgreich gestalten.

De Gruyter 2019.

etwa 7-minütige Pausen einlegen, am

Nachmittag sind längere Intervalle von

etwa 100 Minuten, dazwischen 15-minütige

Pausen das Optimum.

Noch ein Positivbeispiel: In einem Telekommunikationsunternehmen

wurde

festgestellt, dass bei Beschäftigten, die

einmal wöchentlich ein Tai-Chi-Training

absolvierten, sich nach nur drei

Monaten der Stresspegel deutlich reduziert

hatte. Nachweisbar war unter anderem

eine Reduktion des stresssensitiven

Hormons Prolaktin sowie eine Reduktion

der Trombozyten im Blut durch das

Tai-Chi-Training.

Immer mehr

und kürzere

Kommunikationskanäle

sollen

Zeit sparen. Die

Rechnung geht

aber oft nicht auf.

Kaum noch im Flow

Vor allem durch das Smartphone spielen

elektronische Geräte heute auch in der

Freizeit eine ungleich größere Rolle als

früher. Studien zeigen, dass Smartphones

durchschnittlich alle 18 Minuten

entsperrt und zumindest kurz verwendet

werden – von jungen Menschen

noch deutlich öfter.

In diesem Zusammenhang verweist

Riedl auf den für die Arbeitsproduktivität,

die Arbeitszufriedenheit und in der

Folge auch die Lebenszufriedenheit besonders

vorteilhaften Flow-Zustand.

Dieses vollständige „Aufgehen in einer

Tätigkeit“ werde aber nicht „auf Knopfdruck“,

sondern meist erst nach rund 15

Minuten erreicht. Man sieht, dass beides

nicht zusammenpasst: ständiger Griff

zum Smartphone als Ablenkung versus

benötigte Zeit, um in den produktiven

Arbeitszustand zu kommen und in diesem

zu bleiben. Ständig eintrudelnde

Mails, Instant-Messages oder Push-Benachrichtigungen

sind permanente Störfaktoren.

Riedls These: „Viele haben

heute keine Gelegenheit mehr, in den

Flow-Zustand zu kommen.“

Plakativ hält der Wissenschafter auch

fest: „Durch ständiges Sich-selbst-Unterbrechen

wird viel Geld verbrannt.“ Bloß

würden genaue Studien, die wirtschaftliche

Folgen auch quantifizieren, noch

fehlen. Vielleicht ein Grund, weshalb

die Problematik in der Wirtschaft noch

eher wenig wahrgenommen werde.

Als Fazit empfiehlt René Riedl zum

Beispiel, in Unternehmen Leitlinien für

den Umgang mit Kommunikations-

Tools für Mitarbeiter aufzustellen. Etwa

darauf hinzuweisen, dass E-Mails nicht

wie Chatdienste verwendet werden sollten,

sondern „asynchron“ – also nur lesen

und antworten, wenn es das Zeitfenster

auch wirklich erlaubt. „Wer es

schafft, sich in seinen Emotionen selbst

zu regulieren, ist ebenfalls im Vorteil“,

sagt Riedl und empfiehlt auch, Entspannungstrainings

und Co. nicht in eine

„Esoterik-Ecke“ zu schieben. Auch jedem

zu empfehlen: sich selbst in seiner

Smartphone-Nutzung zu disziplinieren,

in der Arbeit genauso wie in der Freizeit.

Was generell künftig viel stärker mitbedacht

werden sollte: „Der Nutzen von

IT-Technologien steigt nicht mit der

Dauer und Intensität der Verwendung

linear an“ – irgendwann sei der Punkt

erreicht, wo der Nutzen wieder abnimmt.

Wo der „Turning Point“ liegt,

sei individuell zwar verschieden – doch

für jeden gilt: Der menschliche Geist ist

nicht unbegrenzt beschleunigbar.

BGM

13


BITTE NICHT

STÖREN LASSEN

DIGITALE TOOLS HABEN UNSERE ARBEITSWELT

MASSIV BESCHLEUNIGT – UND MITTENDRIN DER

MENSCH MIT SEINEM „STEINZEITGEHIRN“. STATT

MULTITASKING: SO ARBEITEN SIE IN EINER WELT

MIT SMARTPHONE UND CO. GEHIRNGERECHT.

VON SONJA GERERSDORFER

1

2

Alles hat seine Zeit. Erstellen Sie klare

Zeitblöcke, an denen Sie Arbeiten erledigen.

Zum Beispiel Zeit für Telefonate,

Meetings, für Routineaufgaben – aber

auch Zeit zum Essen, für Gespräche,

zum „Durchschnaufen“ etc.

Gehen Sie die Aufgaben erst dann an,

wenn Sie auch wirklich Zeit für die

Bearbeitung haben. Widmen Sie Ihrem

Tun volle Aufmerksamkeit ohne Ablenkung

und steigern Sie damit Ihre

Chance für Flow-Erlebnisse.

Kopf freikriegen. Schreiben Sie Aufgaben,

Ideen u.ä. unmittelbar und konsequent

auf – dadurch schwirren Sie Ihnen nicht

ständig durch den Kopf, aus Angst vergessen

zu werden. Wählen Sie dabei eine

Methode, bei der Sie selbstständig entscheiden

können, wann Sie sich damit

beschäftigen möchten – manuell oder

elektronisch.

Foto: Sonja Gerersdorfer

MAG. SONJA

GERERSDORFER

ist Arbeitspsychologin bei

Wellcon, Gesellschaft

für Prävention und

Arbeitsmedizin in Wien.

www.wellcon.at

Beenden Sie manchmal Arbeitstage

mit dem Gefühl, nicht genug

geschafft zu haben, obwohl

Sie ständig beschäftigt waren? Unser

Arbeitsalltag ist geprägt von Störungen

und Unterbrechungen. Wir meinen

hoch leistungsfähig zu sein, wenn wir

Dinge im Parallelmodus abarbeiten.

Doch unsere Aufmerksamkeit muss

dabei ständig wechseln, jede Unterbrechung

erfordert ein neuerliches Orientieren

und Hineindenken, ebenso wie

eine Arbeitsvorbereitung. So verlieren

wir Zeit, die wir mit schnellerem Tun

kompensieren möchten. Der Stresspegel

steigt, Vergesslichkeit, Ablenkbarkeit

und Ungeduld nehmen zu, man verliert

den Fokus und wird oberflächlicher.

Wir sollten nicht versuchen, Multitasking

zu trainieren. Menschen sind leistungsfähig,

wenn sie gehirngerecht arbeiten.

Das völlige Aufgehen in einer

Tätigkeit, auch Flow genannt, erfolgt in

vollster Konzentration, lässt uns zu

Höchstform auflaufen und beschert zudem

noch gute Gefühle. Sich zu fokussieren

und achtsam zu sein, ist zudem

gesundheitsförderlich. Fünf Tipps dazu:

3

4

5

Arbeits- und Arbeitsplatzorganisation. Ordnen

und reinigen Sie Ihren Arbeitsplatz,

indem Sie zum Beispiel unnötige Dinge

wegwerfen oder ein System in Ihre

Ablage bringen.

Ablenkungen managen. Schalten Sie

akustische Signale für einlangende

E-Mails, WhatsApp-Nachrichten etc.

ab. Bestimmen Sie selbst, wann Sie diese

abrufen bzw. beantworten. Planen Sie

ablenkungsfreie Zeiten an Orten, an denen

Sie idealerweise nicht unterbrochen

werden können. Kopfhörer, „Bitte nicht

stören“-Schilder oder freundliche Hinweise

an Kolleginnen und Kollegen

können dabei hilfreich sein.

Pausen planen. Pausen fördern Erholung

und machen leistungsfähiger. Eigenschaften

einer guten Pause sind: etwas anderes

denken, etwas anderes tun, woanders

sein. Unterschätzen Sie auch nicht den

Effekt von Minipausen: Sich kurzfristig

gedanklich an einen anderen Ort zu beamen,

beim Fenster hinauszusehen, vom

Platz aufzustehen und ein Glas Wasser zu

trinken tut Körper und Geist gut.

14 BGM


INNOVATIVES POWER-TUNING

Die Powerinsole

verhilft im Sport

wie im Beruf zu

einer verbesserten

Leistungsfähigkeit.

FÜR IHREN KÖRPER

EIN GELKISSEN MIT INTEGRIERTEM CHIP, DAS IM SCHUH GETRAGEN WIRD, HILFT

ZU MEHR LEISTUNG, BESSERER REGENERATION SOWIE MEHR WOHLBEFINDEN

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MIT MEDIZINERN UND WISSENSCHAFTERN ENTWICKELT UND GETESTET.

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Powerinsole VertriebsgmbH.

5162 Obertrum

Tel.: +43 664/28 27 788

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4600 Wels

Tel.: +43 72 42/497-0

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Hinter der Powerinsole steht ein Start-up aus

Obertrum. Ziel von Sonja und Martin Masching

war es, ein Produkt für mehr Energie

im Sport und für bessere Konzentrations- und

Regenerationsfähigkeit zu entwickeln. Nach

mehreren Jahren Entwicklung, einigen Studien,

vielen Messungen sowie unzähligen Tests

entstand die Powerinsole.

Das Herzstück der „Hightech-Schuheinlage“

ist ein von Gelgewebe für perfekten Tragekomfort

umgebener Chip – der „Powerchip“, der

den Organismus unterstützt, effizienter zu arbeiten.

Aufnahmen mit der Wärmebildkamera

belegen: Bereits nach wenigen Minuten Anwendung

erhöht sich die Temperatur in der

Muskulatur.

Der potenzielle Effekt: weniger Verspannungen,

Krämpfe und Müdigkeitserscheinungen

wie schwere Beine oder Konzentrationsmängel.

Dafür schnellere Regeneration, mehr Ausdauer,

Vitalität und Wohlbefinden.

Die Funktion ist gemeinsam mit Ärzten und

Universitäten getestet und nachgewiesen. Die

Powerinsole ist für jeden geeignet: genial einfach

anwendbar, von Schuh zu Schuh wechselbar

und ideal für den ganzen Tag. Sportler wie

Ultratriathlet Norbert Lüftenegger, Fußballprofi

Thomas Goiginger, Ex-Tennisprofi Werner

Eschauer, Starwinzer und Radfahrer Leo

Hillinger u. v. m. sind bereits von der Powerinsole

überzeugt und begeisterte Anwender.

„Wir arbeiten aber auch mit Unternehmen

zusammen, die ihre Mitarbeiter im Rahmen

der betrieblichen Gesundheitsförderung damit

ausstatten, um das Wohlbefinden zu steigern

und um Krankenstände zu vermindern“, sagt

Powerinsole-Co-Gründer Martin Masching.

Überzeugt haben die Salzburger Unternehmer

auch bereits bei „2 Minuten 2 Millionen“ sowie

beim „4game-changers-Festival“, wo sie

den „Born Global Champions Award“ der

WKO entgegennehmen durften.

BGM

15


WORAN

DENKEN

MITARBEITER

IM JOB?

JEDENFALLS NICHT IMMER NUR AN

DIE ARBEIT. DAS IST GRUNDSÄTZ-

LICH IN ORDNUNG UND GESUND.

UNGESUND – FÜR MITARBEITER UND

UNTERNEHMEN – WIRD ES DANN,

WENN SIE MIT DEN GEDANKEN

DAUERHAFT WOANDERS SIND.

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Helenenstraße 108/1

2500 Baden bei Wien

WIEN

Hegelgasse 19/10

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BERATUNGSSTELLEN

in ganz Österreich

info@eap-institut.at

www.eap-institut.at

Laut der Allianz-Stress-Studie 2017 fühlen

sich knapp 40 Prozent der Österreicher

durch den Beruf gestresst und 25 Prozent

haben Stress im Privatleben. Unternehmen

können den beruflichen Stresslevel

der Belegschaft weitgehend beeinflussen.

Warum nur weitgehend? Weil persönliches

Stressempfinden nicht nur eine Frage der

äußeren Belastungen, sondern auch der inneren

Antreiber ist (Sei perfekt! Sei stark!).

Aber: Wird eine Belastung als positiv erlebt,

kann sich Stress sogar konstruktiv auf die

Weiterentwicklung auswirken. Es gibt

unzählige Wege, Herausforderungen gut zu

bewältigen und den persönlichen Sinn im

Job zu finden – ungeachtet aller äußeren

Faktoren.

Was können Unternehmen tun?

Praktisch nicht Einfluss nehmen kann

der Arbeitgeber, wenn Mitarbeiter privat

belastet sind – durch Konflikte in der Familie,

Krankheit, Trennung oder andere

Themen. Was aber nicht heißt, dass man

keine Unterstützung anbieten kann. Ganz

im Gegenteil! Immer mehr Unternehmen

erkennen den Wert einer externen, anonymen

Mitarbeiterberatung als wesentlichen

Beitrag zur Betrieblichen Gesundheitsförderung

und Burnout-Prävention.

Dieses Konzept, engl. Employee Assistance

Program (EAP), ist ebenso einfach

wie effektiv: Der Betrieb investiert einen

vergleichsweise geringen monatlichen

Fixbetrag pro Mitarbeiter. Im Falle von

nicht oder nur schwer zu bewältigenden

Belastungen (beruflich oder privat) können

Mitarbeiter anonyme und kostenlose

Beratung in unseren EAP-Beratungsstellen

in Anspruch nehmen. Dadurch werden

sinnvolle Lösungswege und Perspektiven

gefunden, die die Mitarbeiter entlasten.

Sogar die im selben Haushalt lebenden Angehörigen

können diese Beratungsleistungen

in Anspruch nehmen. Warum? Nun,

woran denken Mitarbeiter den ganzen Tag,

wenn Kinder oder Partner Probleme haben?

Eben.

EAP-Beratung ist sinn- und lösungsorientiert.

Mitarbeiter haben den Kopf frei für

die Arbeit, und das Privatleben wird erholter

und erfüllter. Sie denken daran, auch Ihren

Mitarbeitern kostenlose Unterstützung anzubieten?

Dann kontaktieren Sie uns.

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16 BGM


OPTIMUM®

ALS BETRIEBLICHE

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FÖRDERUNG

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Bereit für dein

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BAD WALTERSDORF SETZT MIT OPTIMUM®, DEM NEUEN ZENTRUM

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Mit OPTIMUM® bietet das Quellenhotel Heiltherme Bad Waltersdorf ein

einzigartiges Angebot, mit dem sich die eigene Gesundheit langfristig

optimieren lässt. Das Werkzeug dazu: individuelle Coachings und Betreuung

über 6 Monate lang in den Bereichen Bewegung, Entspannung

und Ernährung.

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BGM

17


GEWUSST, WANN

TERMINE FÜR

GESUNDE

UNTERNEHMEN,

FÜHRUNGSKRÄFTE,

ARBEITNEHMER.

UND WO

TAGUNG

JAHRESTAGUNG DER ÖSTERREICHISCHEN|

GESELLSCHAFT FÜR ERNÄHRUNG (ÖGE)|

14./15. November 2019

im Festsaal des

Bundesamtsgebäudes

Radetzkystraße 2, 1030 Wien

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BETRIEBLICHES|

GESUNDHEITSMANAGEMENT 2020|

Lösungsansätze zu aktuellen Themen im

Betrieblichen Gesundheitsmanagement

liefert die jährliche Tagung von

Business Circle in Wien. Der Termin

2020 wird in Kürze feststehen.

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TAGESSEMINARE

BGF-PROJEKTLEITUNG BASIS

3.–5. Dezember 2019 im Hotel Stoiser,

Mariatroster Straße 174, 8044 Graz

BGF-PROJEKTLEITUNG FÜR KLEIN-

UND KLEINSTBETRIEBE –

VOM PROJEKT ZUR NACHHALTIGKEIT

19. November 2019 im Accor Hotel Ibis City,

Kärntner Straße 18–20, 4020 Linz

GESUNDES FÜHREN

10. Dezember 2019 im Hotel Stoiser,

Mariatroster Straße 174, 8044 Graz

GESUNDES FÜHREN – METHODE 2

28. November 2019 im Austria Trend Hotel Lasalle,

Engerthstraße 173–175, 1020 Wien

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Foto: Getty Images

18 BGM


WIFI-KURSE

BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT

ALS ERFOLGSFAKTOR

21.–22. November 2019 und 13.–14. Mai 2020:

Proaktives Betriebliches Gesundheitsmanagement

bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Unternehmen

erfolgreicher zu steuern

DIGITALE ENTSCHLEUNIGUNG

24. Jänner 2020: Stärken Sie Ihre Selbstwirksamkeit

im Umgang mit digitalen Technologien und erhöhen

Sie Ihr Wohlbefinden

ERFOLG DURCH MENTALE STÄRKE

17. April 2020: Wie Sie durch ein tägliches

5-Minuten-Trainingsprogramm schwierige

Situationen besser bewältigen und Ihre Begeisterung,

Freude und Leidenschaft entwickeln.

BURNOUT ERFOLGREICH VORBEUGEN

9.–10. Juni 2020: Mit Übungen, die die Selbstreflexion

unterstützen, kann man regelmäßig bewusst

Kraft tanken und Burnout vorbeugen.

FÜR UNTERNEHMER

SVA-GESUNDHEITSWOCHE|

BURNOUTPRÄVENTION|

Hier lernen Sie, Ihre Ressourcen im

Umgang mit Stress zu stärken, Ursachen

für permanenten Druck, Anspannungen

und Erwartungen zu erkennen oder

individuelle Techniken und

Verhaltensweisen für einen gesunden

Umgang mit Stress zu erlernen

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Unternehmer, die Lust auf gesunde

Ernährung haben, aber Ideen

suchen oder frischen Wind in ihre

eingefleischten Essgewohnheiten bringen

wollen, sind in den SVA-Ernährungscamps

richtig. Resttermine 2019 sowie

neue Termine 2020:

www.svagw.at

Alle Kurse: WIFI Wien, Währinger Gürtel 97, 1180 Wien

www.wifiwien.at/gesundheit

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BURNOUTPRÄVENTION – WEGE AUS

DER STRESSFALLE

25.–26. November 2019, 9–16 Uhr,

AK Tirol Bildungshaus Seehof

Gramartstraße 10, 6020 Innsbruck

TAGESSEMINAR PSYCHISCHE

BELASTUNGEN

27. November 2019, 9–16 Uhr,

Bildungszentrum der AK Wien

Theresianumgasse 16–18, 1040 Wien

www.gesundearbeit.at

BGM

19


5FRAGEN RUND

UMS HÖREN

EIN GUTES GEHÖR IST DER SCHLÜSSEL

ZU GELUNGENER KOMMUNIKATION –

VOR ALLEM IM JOB. WAS MAN ÜBER

DAS HÖREN WISSEN SOLLTE: DIE FÜNF

WICHTIGSTEN FRAGEN UND ANTWORTEN.

1

Wie wichtig ist ein gutes Gehör

im (Berufs-)Alltag?

Wir hören lange, bevor wir sehen, riechen,

tasten und schmecken können.

Das Hören ist unser erster, dabei oft

unterschätzter Sinn. Dabei hat unser

Gehör (das 24 Stunden pro Tag im

Einsatz ist) zahlreiche wichtige Funktionen:

„Hören verbindet – und macht

Kommunikation überhaupt erst möglich.

Das gilt für wichtige Meetings im

Job genauso wie für Gespräche mit der

Familie oder Freunden“, sagt Hörakustik-Meister

Andreas Grill von Neuroth.

Das Hören bildet demnach die Grundlage

für soziale Interaktion. Dank

unserer Ohren können wir uns aber

auch orientieren, Gefahren rechtzeitig

erkennen und Schallsignale richtig

einordnen, etwa im Straßenverkehr.

2

Wie wirkt sich zu viel Lärm auf

die Gesundheit aus?

Egal, ob das Telefon läutet, der Drucker

rattert oder die Kollegen miteinander

reden, im Büro ist es oft nicht

nur hektisch, sondern vor allem eines:

laut. Aber nicht nur im Beruf ist Lärm

ein ständiger Begleiter, sondern immer

häufiger auch in der Freizeit. Deshalb

nehmen wir ihn meist gar nicht mehr

bewusst wahr. Das hat aber oft Folgen

für die Gesundheit. „Lärmschwerhörigkeit

ist die zweithäufigste Art einer

Hörminderung nach der Altersschwerhörigkeit.

Nicht nur die Ohren leiden

unter Lärm, sondern der gesamte

Körper“, sagt Grill. Die psychischen

und körperlichen Auswirkungen von

Lärm sind vielfach belegt. „Je größer

die Lärmbelastung ist, desto höher

wird der Stresspegel. So fällt ab einer

Lärmbelastung von rund 55 Dezibel

die Konzentration bereits immer

schwerer“, sagt der Neuroth-Experte.

Weitere mögliche Folgen sind Bluthochdruck,

Schlafstörungen oder ein

erhöhtes Herzinfarktrisiko.

3

Wie kann man sich und seine

Ohren schützen?

Neben regelmäßigen Ruhepausen ist

vor allem ein passender Gehörschutz in

vielen Situationen sehr hilfreich. „Für

den Alltag gibt es verschiedene Gehörschutzlösungen,

die den Lärmpegel

auf einen ungefährlichen Wert senken

und unsere Ohren entlasten – egal, ob

für die Arbeit, für Konzerte oder zum

Beispiel fürs Biken“, sagt Grill, der

empfiehlt: „Optimal sind maßgefertigte

Gehörschutzlösungen, die individuell

ans Ohr angepasst werden“ (siehe auch

rechte Spalte). Ab 40 sollte man einmal

im Jahr zur Vorsorge einen Hörtest machen.

Denn altersbedingt lässt das Gehör

Schritt für Schritt nach.

4

Wie äußert es sich, wenn man

nicht mehr so gut hört?

Wenn jemand immer öfter „wie bitte?“

fragt, sich zunehmend aus der Gesellschaft

zurückzieht oder zu Hause

zum Beispiel den Fernseher sehr laut

stellt, sind das typische Anzeichen

für einen Hörverlust. „Meistens setzt

eine Hörminderung schleichend ein,

deshalb bemerkt man sie selbst oft nicht.

Bestimmte – meist höhere – Tonfrequenzen

nimmt man einfach nicht mehr

wahr. Dann gehen in Gesprächen gewis-

20 BGM


Hören verbindet

und macht

Kommunikation

erst möglich.

Auch im Beruf ist

daher ein gutes

Hörvermögen

wichtig.

ANZEIGE / Fotos: Getty Images, Neuroth

se Buchstaben verloren, die aber vor

allem für das Sprachverstehen wichtig

sind“, erklärt der Neuroth-Experte.

Ein Mensch mit Hörminderung kann

deshalb etwa nicht mehr zwischen

„schön“ und „Fön“ unterscheiden,

muss in Gesprächen häufig nachfragen

und sich stärker konzentrieren.

5

KOSTENLOSE

HÖRBERATUNG

BEI NEUROTH

Wie gut hören Sie oder Ihre

Angehörigen? Vereinbaren

Sie jetzt bei Neuroth einen

kostenlosen Beratungstermin

unter der Info-Telefonnummer

00800 8001 8001

oder online unter

www.neuroth.com.

Neuroth: Über 135 x in

Österreich

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Was kann man tun, wenn man

schlechter hört?

Stellt man eine Veränderung beim Hören

und Verstehen fest, sollte man einen

HNO-Arzt oder einen Hörakustiker

aufsuchen. Ein kostenloser Hörtest

bringt Klarheit und ist der erste Schritt

zu besserem Hören. Im Falle einer

Hörminderung ist es wichtig, diese

rechtzeitig mit den richtigen Hörgeräten

versorgen zu lassen. „Hörgeräte

von heute sind wahre Wunderwerke

der Technik, die immer kleiner werden

und einfacher zu bedienen sind.

So kann man moderne Hörgeräte

zum Beispiel via Bluetooth einfach

mit dem Smartphone oder Fernseher

verbinden“, sagt Grill.

Wieder gut hören zu können,

ist jedoch ein Prozess, der Geduld

erfordert. Ein Hörakustiker passt die

Hörgeräte genau an die persönlichen

Bedürfnisse an und wird dabei zur

sehr wichtigen Bezugsperson. Hörgeräte

gibt es in jedem Preissegment

– auch schon ab 0 Euro. Voraussetzung

für einen Zuschuss durch

die Krankenkasse ist die ärztliche

Verordnung eines HNO-Arztes.

DREI SCHRITTE ZUM

GEHÖRSCHUTZ

OB FÜRS ARBEITEN, FÜRS SCHLAFEN

ODER FÜR KONZERTE: MIT EINEM

INDIVIDUELL ANGEPASSTEN

GEHÖRSCHUTZ VON NEUROTH GEHT

DER LÄRM, ABER DER SPASS BLEIBT.

1. DAS PASSENDE MODELL

Lärm ist nicht gleich Lärm. Deshalb

gibt es Gehörschutzlösungen für jeden

Bedarf. Beim Hörakustikspezialisten

Neuroth kann man sich umfassend

über alle Modelle beraten lassen. Jeder

Gehörschutz ist individuell, es stehen

verschiedenste Materialien, Filter und

Farben zur Auswahl.

2. DIE INDIVIDUELLE ANPASSUNG

Damit der Gehörschutz genau im Ohr

sitzt und angenehm zu tragen ist, ist ein

Ohrabdruck notwendig, den ein Hörakustiker

in einem Neuroth-Fachinstitut

abnimmt. Dann wird der Gehörschutz

mit Hightech-3D-Druckern und in

feinster Handarbeit maßgefertigt.

3. DER FERTIGE GEHÖRSCHUTZ

Im Neuroth-Fachinstitut kann man

nach wenigen Tagen seinen persönlichen

Gehörschutz abholen. Wie sich

der Alltag mit Gehörschutz anhört?

Nervige Umgebungsgeräusche werden

gedämpft, Sprache kann man aber

trotzdem weiterhin gut verstehen.

BGM

21


AUF EINE GUTE

NACHT

GESUND UND LEISTUNGSFÄHIG WIRD MAN

ZWAR NICHT IM HANDUMDREHEN, ABER

IM SCHLAF. DASS JEDER AUCH EINMAL

NICHT GUT SCHLÄFT, IST AUCH KLAR.

DOCH WANN WERDEN SCHLAF STÖRUNGEN

ZUM PROBLEM UND WIE SORGT MAN FÜR

ERHOLSAME NÄCHTE?

VON CHRISTOF DOMENIG

Wer vor einer wichtigen Präsentation

einmal nachts wach liegt,

braucht sich keine Sorgen zu

machen. Das ist normal und schadet nicht

(was nicht heißt, dass man sich nicht dennoch

die Ratschläge auf diesen Seiten zunutze

machen soll). Wenn man dagegen

über vier Wochen hindurch mindestens

drei Mal wöchentlich unter Einschlafoder

Durchschlafstörungen leidet, dann

hat man gewiss ein Problem – mit diesem

Maß werden Schlafstörungen definiert,

weiß der Unternehmensberater und

Gesundheitscoach Klaus Landauf.

22 BGM


SO SCHLAFEN SIE GUT

FIXE ZEITEN

Für die Rhythmisierung sind möglichst gleichbleibende

Schlafzeiten das Optimum. Im Idealfall ist der

Wach-Schlaf-Rhythmus am Wochenende gleich wie

der unter der Woche.

BEWEGUNG

Vor allem Ausdauersport verbesssert die Schlafqualität.

Schweißtreibende Einheiten sollten aber rund zwei

Stunden vorm Zubettgehen abgeschlossen sein.

HERUNTERFAHREN

Um den Schlaf einzuleiten, ist ein ruhiger Tagesausklang

wichtig. Unterstützend zum Beispiel: Musik mit

rund 60 Beats pro Minute (entsprechend der Herzfrequenz)

hören, sanfte Yogaeinheit, Meditationsübungen.

KÜHLE RÄUME

16 bis 18 Grad sind die ideale Schlaftemperatur.

TAGEBUCH FÜHREN

Niederschreiben, was einen intensiv beschäftigt,

entlastet das Unterbewusstsein.

BUCH/E-BOOK STATT

TABLET/SMARTPHONE

Ferseher, Tablet, Smartphone im dunklen Zimmer

noch zu nutzen, bringt das Gehirn eher in die

Aktivphase. E-Book-Reader sind besser, weil sie ein

anderes Hintergrundlicht haben (nicht zu hell

einstellen). Noch besser: das gute alte Buch mit

Nachtkasterllicht.

BEI EINSCHLAFPROBLEMEN

EINEN LIEBLINGSORT

VISUALISIEREN

Ob Wald, Berggipfel oder Strand unter

Palmen: Denken Sie sich an einen schönen

Ort, an dem Sie auch wirklich gewesen sind.

TIEFE, RUHIGE

BAUCHATMUNG

Am Rücken liegend vier Sekunden einatmen

und sechs Sekunden wieder ausatmen. Zur

Kontrolle die Handfläche auf den Bauchnabel

legen, der Bauch sollte sich beim Atmen heben

und senken.

VERMEIDEN

ALKOHOL

Der Schlummertrunk macht zwar kurzfristig

müde und hilft beim Einschlafen,

verhindert aber den Übergang in die

Tiefschlafphase, ist daher kontraproduktiv.

Stattdessen: zu Haus- und Naturheilmitteln

wie Baldrian, Honigmilch, Johanniskraut,

Melisse, Passionsblume greifen.

SELBSTMEDIKAMENTIERUNG

Medikamente nur nach ärztlicher Verschreibung

verwenden, Dosierung und

Einnahme dauer genau einhalten – sonst

besteht die Gefahr der Abhängigkeit.

Fotos: Getty Images, Klaus Landauf

Schlaf jedenfalls ist die wichtigste Reparaturmaßnahme

für Körper und Geist

und entscheidend für Lebensqualität,

Wohlbefinden und Leistungsvermögen.

Dass wir hier nicht gerade von einem

Randproblem sprechen, zeigt eine Studie

der Wiener Uniklinik für Neurologie

aus dem Jahr 2017 mit 1000 Befragten:

30 Prozent der 18- bis 65-Jährigen haben

Einschlafschwierigkeiten, fünf Mal

so viel wie im gleichen Beobachtungszeitraum

zehn Jahre davor; zwischen

1997 und 2007 gab es dagegen keine

Steigerung, weiß Landauf. Was nach

2007 passiert ist? „Die Finanzkrise –

und 2007 kam auch das erste iPhone auf

den Markt.“ Und: Gleich 51 Prozent

klagen laut der Studie über Durchschlafschwierigkeiten.

„Wir sind rhythmusorientierte Lebewesen“,

erklärt Landauf generell, „der

Herzschlag und alle inneren Funktionen

sind rhythmusbasiert.“ Das Forschungsfeld

dazu heißt Chronobiologie. Ein wesentlicher

Rhythmus für unser Leben ist

der Tag-Nacht-Rhythmus. Und damit in

Verbindung der Wach-Schlaf-Rhythmus.

Im Schlaf werden wichtige körperliche

Reparaturprozesse durchgeführt,

und das „Chaos“ der unzähligen Eindrücke,

die im Lauf eines Tages auf unseren

Geist eingeprasseln, wird verarbeitet und

sortiert.

Was Schlafqualität bedeutet ...

Damit die Erholungsprozesse aber auch

richtig ablaufen können, kommt es auf

die Schlafqualität an. Sieben bis acht

Stunden sind das Maß, das die meisten

Menschen brauchen (und ja, es gibt

auch solche, die mit fünf Stunden pro

Nacht das Auslangen finden – aber das

BGM

23


sind statistische Ausreißer). Bei einer

„guten Nacht“ geht es auch ums Einschlafen:

Rund 15 Minuten sollte es

nach dem Lichtabdrehen dauern, ehe

sich die Muskeln entspannen und uns

ein sanfter Schlummer übermannt, der

dann etwas später in die erste Tiefschlafphase

mündet.

Im Tiefschlaf finden die großen Reparaturaktivitäten

aus Sicht des autonomen

Nervensystems statt. Die Nacht

hindurch sollte man vier bis fünf Phasen

durchlaufen, in denen sich Tiefschlafund

Traumphasen abwechseln. Zwischen

diesen Phasen kann man durchaus auch

einmal kurz wachliegen, das gehört zum

Schlafrhythmus dazu.

... und wenn Qualität fehlt

Dauert das Einschlafen regelmäßig länger

als 15 bis 20 Minuten, spricht man

von Einschlafschwierigkeiten. Durchschlafprobleme

können mit einer Reihe

unterschiedlicher Symptome einhergehen:

vegetative Probleme wie Schwitzen,

Unruhe, Herzrasen und Anspannung;

emotionale wie Gefühle von Angst und

Hilflosigkeit; oder kognitive wie zwanghaftes

Gedankenkreisen.

Wenn man sich morgens trotz ausreichend

Schlafstunden gerädert fühlt, ist

das auch ein Alarmsignal. Schließlich

zehrt die Unausgeschlafenheit nicht nur

KLAUS LANDAUF

ist Unternehmensberater und

Gesundheitscoach in Graz.

www.landauf.com

an den Nerven und der Leistungsfähigkeit,

sondern wirkt sich auch aufs Immunsystem

aus. Nach 24 Stunden ohne

Schlaf zeigen sich übrigens Symptome

wie mit 1,0 Promille Alkohol im Blut.

Oft liegt ein Schlüssel zum besseren

Schlaf in Regelmäßigkeit: Im Sinn der

Rhythmisierung sind fixe Schlafzeiten

optimal – im Idealfall geht man unter

der Woche wie am Wochenende zur selben

Zeit ins Bett und steht zur selben

Zeit auf. Ein Riesenproblem ortet Landauf

in diesem Zusammenhang bei

Schichtarbeit, „vor allem im Fünf-

Schicht-Betrieb mit täglich wechselnden

Zeiten, wie es derzeit en vogue ist.“

Klaus Landauf empfiehlt auch, Stressbewältigungsmaßnahmen

in die

Tagesroutine einzubauen: Etwa über

Atemübungen. Wenige Minuten pro

Tag, zeigen solche Maßnahmen schon

gute Wirkung. Auch niederzuschreiben,

was einem Sorgen bereitet, hilft oft, damit

abends und nachts nicht die Gedanken

kreisen.

Sport, vor allem regelmäßiger Ausdauersport,

ist ebenfalls ein probates Mittel

für besseren Schlaf. Aber nicht unmittelbar

vorm Zubettgehen. Vielmehr gilt es,

abends den Rhythmus zu verlangsamen,

den Körper herunterzufahren und auf

die Nachtruhe einzustimmen.

Zwei Dinge noch: Ein etwa 20-minütiger

„Powernap“ tagsüber ist laut Klaus

Landauf nicht nur eine legitime, sondern

eine geradezu ideale Form, um

tagsüber schnell Energie zu tanken. Ruheräume,

wie sie manche Firmen für

ihre Beschäftigten eingerichtet haben,

sind also absolut richtig (dass diese Räume

sich kaum jemand zu nutzen traut,

steht auf einem anderen Blatt). Wichtig

ist beim Powernap, nicht in den Tiefschlaf

zu kommen, sonst wird er kontraproduktiv.

Praxistipp: Schlüsselbund in

die Hand nehmen – wenn sich die Muskeln

entspannen, werden die Schlüssel

zum Wecker.

Und wichtig: Wenn alles nichts hilft,

man länger anhaltend unter schlechten

Nächten leidet oder Schlafstörungen mit

Symptomen wie Atmungsstörungen,

dem „Restless Legs“-Syndrom, Schmerzen

oder Panikattacken einhergehen:

Dann ist der Gang zum Arzt das einzige

richtige Mittel. Denn auch eine körperliche

Erkrankung kann es sein, die Gute

Nächte verhindert.

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Um einen gesunden Schlaf zu

erreichen, kommt auch dem

richtigen Kopfkissen große Bedeutung

zu: Das BLACKROLL® RECOVERY

PILLOW verbessert durch seine

ergonomischen und atmungsaktiven

Eigenschaften den Schlaf. Es entspannt

und unterstützt den Nacken und den

Rücken, Verspannungen können reduziert

werden. Auch Kopfschmerzen

lassen sich vermeiden. Und all das hat

letztlich zur Folge, dass die Schlafqualität

steigt.

Das RECOVERY PILLOW ist außerdem

für alle Schlafpositionen geeignet.

Es lässt sich klein zusammenrollen, um

es überallhin mitzunehmen: Als ständiger

Begleiter sorgt das „Erholungskissen“

auch in fremder Umgebung für

einen gesunden Schlaf.

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DER BETRIEBLICHEN GESUNDHEITS FÖRDERUNG:

BURGENLÄNDISCHE GKK

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6020 Innsbruck

Tel.: 05 91 60-16 52

lisa.stern@tgkk.at, bgf@tgkk.at

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WIRD VON STARKEN PARTNERN AUS DER WIRTSCHAFT UND

DEM BEREICH DER VERSICHERUNGSTRÄGER TATKRÄFTIG

UNTERSTÜTZT. UND BEI ALL DIESEN NETZWERK-PARTNERN

GIBT ES EBENFALLS EINE ANSPRECHSTELLE ZUM THEMA BGF:

ALLGEMEINE UNFALLVERSICHERUNGSANSTALT

DR. HERBERT FRIESENBICHLER

1201 Wien, Adalbert-Stifter-Straße 65

Tel.: 01/331 11-535

herbert.friesenbichler@auva.at

SOZIALVERSICHERUNGSANSTALT DER

GEWERBLICHEN WIRTSCHAFT

EVA-MARIA HERZOG, MA

1050 Wien, Wiedner Hauptstraße 84–86,

Tel.: 05/08 08-35 24

eva-maria.herzog@svagw.at

WIRTSCHAFTSKAMMER ÖSTERREICH

MAG. MARIA CHRISTINA MOSHAMMER

1040 Wien, Wiedner Hauptstraße 63

Tel.: 05/90 900-45 66

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1040 Wien, Prinz-Eugen-Straße 20–22

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petra.streithofer@akwien.at

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SOZIALVERSICHERUNGSTRÄGER

MAG. MARTIN BLOCK, BA

1030 Wien, Haidingergasse 1

Tel.: 01/71 1 32-31 12

martin.block@sozialversicherung.at

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Wenden Sie sich bitte an Sandra Retzer, Leitung Betriebliche Gesundheitsförderung:

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Österreich Zentrale:

ASZ – Das Arbeitsmedizinische und Sicherheitstechnische Zentrum in Linz GmbH,

A-4021 Linz, Europaplatz 7, Telefon 0732/60 99 88, office@asz.at

Niederlassung Wien, A-1030 Wien, Rennweg 79-81/1/101, www.asz.at

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