Stölner Gastromagazin | zu:tat 11/2019

stoelner3100

ZUTAT ist das Magazin von Gastrotechnik Stölner für die perfekte Gastronomie-Ausstattung. In dieser Ausgabe finden Sie neben vielen wertvollen Tipps unter anderem auch Reportagen zum neu eröffneten Bier & Pizza Lokal "Hefenbrüder" und dem Weinhof "Dürauer". Als Special gibt es diesmal einen Artikel über Hans Kilger und sein hervorragendes Bison-Fleisch.

11|19

Das Magazin für die perfekte Gastronomie-Ausstattung

Ei-Ei-Ei

ein I-Chef!

Kochen, braten, grillen in einem

mit digitalem Touchscreen.

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S 4/5

Marenos bester Hahn im Korb:

der I-Chef.

S 6/7

Referenz:

Das Restaurant „Hefenbrüder“.

S 8/9

Anfängerglück. Das Start-Up-Projekt

von ifi.

S 10

The Sound of Silence. Die Kaffeemühle

Atom Specialty 65 von Eureka.

S 11

Zahlen, Recht und Paragraphen:

Der Finanz liebste Einnahmequelle,

das Auto.

S 12/13

Auf einen Kaffee nach St. Pölten.

Der Stölner-Showroom.

S 14/15

Das kühle Blonde. Fasskühler von

Österreicher.

S 16/17

Küche in Bewegung. Future Lab

Thinktank mit designkollektiv und

Stölner.

S 18/19

Das Bisonprojekt. Reportage über die

steirische Domäne Kilger in Siebenbürgen.

S 20

Stölner Gastfreund:

Winzerhof Dürauer

Impressum

ZUTAT ist ein Kundenmagazin

der Stölner Group

Redaktion: Ernst Stölner,

Joachim Linser

Text: Jürgen Schmücking,

Kerstin Heymach

Art Direktion, Grafikdesign:

Kerstin Heymach

Fotos: Michael Liebert,

Jürgen Schmücking, istock

Composing, Bildbearbeitung:

Michael Liebert

Illustrationen: Kerstin Heymach, istock,

designkollektiv

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Editorial

Sehen Sie es uns an? Unsere fröhlichen Gesichter

zeigen, dass wir mit der vorliegenden

neuen Ausgabe der ZUTAT eine richtige

Freude haben. Das Heft pendelt zwischen

Tradition und Moderne und spannt dabei

einen weiten Bogen. Wir berichten von

einem wilden Brainstorming über die

Zukunft der Küchenkonzepte, sowie über

die neuesten Entwicklungen bei unseren

Partnern. Dann wieder über ein steinaltes

Gebräu, das Bier, und darüber, wie Sie es auf

die richtige Genuss-Temperatur bringen.

Schließlich haben wir noch einen Blick über

den Tellerrand gewagt. Genauer gesagt nach

Siebenbürgen und dort ein spannendes Projekt

eines steirischen Gastronomen entdeckt.

Alle Lebewesen außer den Menschen wissen,

dass der Hauptzweck des Lebens darin besteht,

es zu genießen.

Samuel Butler (1835 - 1902)

aus dem Roman“The Way of All Flesh“

Wir wünschen uns, dass Sie mit der neuen

ZUTAT genau so viel Spaß haben wie wir.

Und genießen Sie den Herbst. Er ist eine

der schönsten Jahreszeiten. Kulinarisch. Aber

nicht nur.

Martina Kaplan

Geschäftsführerin

K. Österreicher GmbH

Ernst Stölner

Geschäftsführer

Stölner GmbH

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Titel

Marenos bester Hahn

im Korb: der I-Chef

Mareno ist vielen Küchen- und

Gastroprofis ein Begriff. Die massiven

Herde der STAR 90-Serie mit ihren

wuchtigen Drehknöpfen stehen in vielen

Küchen und leisten dort solide Dienste.

Jetzt hat Mareno einen enormen Schritt

in Richtung Zukunft gesetzt und mit

der Serie I-Chef ein völlig neues Konzept

vorgestellt.

Der „große“ I-Chef bildet dabei so

etwas wie eine Kommandozentrale oder

das Herz der Küche. Ein umfangreicher

Arbeitsbereich mit unterschiedlichen

Funktionen. Grillplatten, Multibräter,

Kippbrettpfannen und Bains Marie.

Neu dabei sind Leistung und Bedienungskonzept.

Zum einen sind die Stellräder verschwunden,

beziehungsweise mussten

digitalen Bedienfeldern weichen. Wer

jetzt glaubt, dass man mit elektronischen

Displays nicht genauso dick auftragen

kann, irrt gewaltig. Die Felder haben

eine Fläche von 121 cm2, 11 mal 11

Zentimeter. Groß genug, um von der

anderen Seite der Küche noch zu sehen,

welche Temperatur eingestellt ist. Die Bedienung

ist einfach und intuitiv. Überhaupt

ist Information Trumpf beim I-Chef: Zeit,

Garfunktion, Status beim Aufheizen, und

das alles präzise steuerbar.

Um flexibel zu bleiben, sind auch Elektrogeräte

der STAR 90-Serie in der I-Chef-

Ausführung zu haben. Das gilt zwar nicht

für die gesamte Palette, die Glaskeramik-

und Induktionsherde mit 2 oder 4

Heizzonen sind aber ebenso verfügbar, wie

Induktionswok, Nudelkocher und Elektrofritteuse.

I-Chef in Kürze

Die Touchscreen-Technologie ist technisch

ausgereift und sorgt für perfekte,

hochwertige Garergebnisse und ein

Höchstmaß an Arbeitskomfort ganz ohne

mechanische Tasten und Bedienknebel.

Das Touch-Bedienfeld mit seinen leicht

verständlichen Symbolen hält die Kochprozesse

unter Kontrolle, es zeigt

z.B. Aufheizphase, Status oder Betriebstemperatur

an, einfach und intuitiv.

I-Chef Mareno Plancha

... zu braten ...

... zu grillen ...

Mit dem I-Chef Mareno

Plancha ist es möglich,

gleichzeitig zu kochen ...

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DER TOUCH-SCREEN

Die Felder haben eine sehr gut

sichtbare Fläche von 121 cm 2 .

Die Bedienung ist einfach

und intuitiv.

Zeit, Garfunktion, Status

beim Aufheizen sind präzise

steuerbar.

... und zu dünsten.

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Referenzen

Um im Sprachbild zu bleiben: Die

Hefenbrüder haben schon früher gemeinsam

„Dinger gedreht“. Blaustern,

Freiraum und Stadtcafé sind Projekte,

die sich in der Wiener Unter-, sorry,

Gastro-Welt längst etabliert und einen

Namen gemacht haben.

Im August 2019 haben Christoph

Wagner und Sascha Adzic die Hefenbrüder

ins Leben gerufen. Das Lokal ist

ein Bier-Hotspot sondergleichen. Einige

Zahlen gefällig? Eine Schankanlage mit 28

Zapfhähnen, 26 davon mit Bier. Der Rest ist

nahe am Bier. Cider, Barley Wine, ein Stout

und ein Cask Ale. Das Angebot reicht dabei

von traditionell (Schremser, Rodauner) bis

hin zu modern und extravagant (Loncium,

Next Level oder Brew Age).

Wer hier noch nichts Passendes findet, dem

ist ohnehin nicht zu helfen. Die Hefenbrüder

versuchen es trotzdem und bieten

darüber hinaus auch noch ein stattliches

Sortiment an Flaschen- und Dosenbieren.

Bei der letzten Zählung waren es ungefähr

50. Da so ein Bier-Angebot klarerweise nach

einer soliden Grundlage im Magen schreit,

bieten die Hefenbrüder auch Feststoffliches

an. Auffällig ist dabei, dass auf die sonst omnipräsenten

Burger komplett verzichtet wird.

Dafür gibt es Pizza – großartige Pizza

wohlbemerkt – und zwar in ausgefallenen

Varianten und unterschiedlichen Portionsgrößen.

Für große Tische (oder großen

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Hefen-Brüderschaft

26 verschiedene Craft-Biere und Ciders vom Fass, darunter

Spezialitäten wie Barley Wines, Stouts, Sourbeers

und Cask Ales. Dazu gibt es Pizzen, auch meterweise.

Christoph Wagner

hat mit Sascha Adzic

die Hefenbrüder

gegründet.

Hunger) kann man die Pizza auch meterweise

bestellen. Die Schere zum Runterschneiden

liegt dabei.

Die Kücheneinrichtung für das Lokal

kommt von Stölner und die Edelstahlablage

für die Holzbretter, auf denen die Pizza serviert

wird, ist ein Stölner-Sonderbau.

Der Claim bringt jedenfalls auf den Punkt,

worum es den Hefenbrüdern geht: 100 %

Craft Beer, 100 % Natural Pizza.

Hefenbrüder

Mariahilfer Str. 117

1060 Wien

Tel. +4319409400

info@hefenbrueder.at

www.hefenbrueder.at

Öffnungszeiten

Mo-Sa 11.30 - 24 Uhr

(Küche bis 22.30 Uhr)

So 11.30 - 22 Uhr

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Produkteinführung

Mit stylischen

Beginnersets macht

Gelato-Ausstatter ifi

nicht nur Einsteiger

glücklich.

Jungen Leuten und solchen, die Ideen haben,

die Chance auf einen Arbeitsplatz und

ein Lebensprojekt zu bieten. Das ist eine

Ansage. ifi produziert Geschäfts- und

Gastronomie-Einrichtungen: modern,

funktional und ausgesprochen stylish.

Für Gründer im Gastro-Bereich, speziell

für Menschen, die mit dem Gedanken

spielen, sich mit einem Eissalon oder

Ähnlichem selbständig zu machen, haben

sich die ifi-Leute etwas Besonderes ausgedacht.

Beim Projekt StartUp steht die

Bartheke im Mittelpunkt. In Weiß oder

Schwarz, von gerader Linie und individuell

veränderbarem Oberflächendesign.

Und darüber hinaus auch kostengünstig.

Damit können sich die Gründerinnen

und Gründer auf das konzentrieren, wo

ihre Leidenschaft liegt: bei köstlichem

Eis und grandiosen Sorbets.

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Showroom

Auf einen Kaffee

nach St. Pölten.

Im Stölner-Showroom in St. Pölten gibt es nicht nur hervorragende

Gastro-Beratung und das ein oder andere Gerät auszuprobieren,

sondern auch immer einen guten Kaffee. Versprochen.

Wer in seinem Betrieb in eine Küche

oder in neue professionelle Küchengeräte

investiert, weiß, dass solche Entscheidungen

gut überlegt sein wollen. Professionelle

Beratung und Planung sind dabei Grundvoraussetzung.

STÖLNER hat an zwei Standorten

Showrooms eingerichtet, in denen

man sich Inspiration und gute Beratung holen

kann. Und einen großartigen Espresso dazu. Der

Showroom in der Herzogenburger Straße in St.

Pölten spielt dabei alle Stücke. Auf zwei Ebenen

empfängt STÖLNER hier seine Kunden. Das

obere Stockwerk ist für die ‚Speisetechnik‘

reserviert, das Erdgeschoß für professionelle

Gastro-Geräte aller Art und Marken. Hier

können sich interessierte Gastronomen in Ruhe

die Produkte und Funktionsweisen von Marken

wie Convotherm, Inducs, Pacojet, Mareno oder

Elettrobar anschauen und manche ausprobieren.

Der Espresso für zwischendurch oder für das

Planungs- und Beratungsgespräch, kommt aus

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Exzellente Gastro-Beratung

und Geräteprobe auf zwei Etagen

in der Herzogenburgerstraße.

einer modernen Siebträger-Maschine von Rancilio

(ZUTAT hat berichtet). Die Espressomaschine

verbindet traditionelles Barista-Handwerk

und modernste Technologie. Damit ist sie auch

eine wunderbare Metapher dafür, was die Profis

von STÖLNER ihren Kunden bieten: moderne

Technik für solides Handwerk.

Oben links: Walter Lindorfer (Betriebsleitung:

Einkauf/Logistik), Peter Planyavsky

(Leitung Fachhandel) und Benjamin Munz

(Anwendungsberatung/Verkauf Speiseeis- und

Konditoreitechnik) genießen ihren Rancilio-Kaffee.

Rechts und unten: Ein Blick in die Schauräume.

Erklärvideos auf Monitoren und QR-Codes an den

Aufstellern erleichtern die Information.

Adresse/Öffnungszeiten

der Schauräume:

Herzogenburgerstrasse 9, 3100 St. Pölten

Tel.: +43 2742 36 22 20

Mo-Do von 7.30 bis 12.00 und 13.00 bis 16.30

Freitag von 7.30 bis 12.00 und 13.00 bis 15.00

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The Sound of Silence.

Wenn man kurz einmal in die Rolle

der Gäste schlüpft, die an der Bar oder in

der Nähe der Kaffeemaschine sitzen, wird

schlagartig klar, wie revolutionär die neue

„Silent Technology“ ist, mit der die Eureka

ATOM Specialty 65 ausgestattet ist.

Die Grind-On-Demand-Mühle wurde

ganz speziell für gut frequentierte Cafés

entworfen. Das äußerst leise Mahlwerk

ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Die Mühle kann nämlich noch viel

mehr. Erstens mahlt die flotte Italienerin

unglaublich schnell, was bei – wie gesagt

gut frequentierten – Betrieben zu einer

unglaublichen Entlastung des Baristas führt.

Außerdem ist sie nicht nur schnell, sondern

auch noch präzise.

Das Mehl der gemahlenen Espressobohnen

wird sehr exakt und ohne Streuverlust in

den Siebträger gemahlen. Was wiederum zu

einer blitzblanken, sauberen und attraktiven

Arbeitsfläche und – auch nicht zu verachten

– spürbar geringerem Wareneinsatz führt.

Kaffeemühle Eureka

ATOM Specialty 65:

Direktmahlung (Grind

On Demand) mit stufenloser,

sehr präziser

Mahlgradverstellung

über das Eureka-typische

Stellrad.

Stark reduzierte

Mahlgeräusche dank

neu entwickeltem Silent

Grinding System. Mit

der speziell entwickelten

Mahlscheibe produziert

die ATOM sehr wenig

Feinstaub.

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Zahlen, Recht und Paragraphen

Das Auto ist nicht nur des Österreichers liebstes Spielzeug, sondern auch für

die Finanz eine lukrative Einnahmequelle. Denn egal, ob als Unternehmer

oder Arbeitnehmer – immer profitiert auch der Fiskus vom Dienstfahrzeug.

Ausnahme: das Elektro-Auto.

Das Auto – der österreichischen

Finanz

liebste Einnahmequelle.

UNTERNEHMERS PRIVATANTEIL

Am einfachsten haben es bei Privatfahrten Einzelunternehmer.

Sie können für die außerbetriebliche Nutzung die Privatanteils-Regelung

anwenden. Das bedeutet, der Gesamt-Kfz-Aufwand

wird um das Ausmaß der Privatnutzung (in Prozent) gekürzt.

Wichtig: Der Privatanteil muss mit einem Fahrtenbuch

ermittelt werden.

PRIVATNUTZUNG FÜR ARBEITNEHMER

Wenn den MitarbeiterInnen ein Dienstfahrzeug zur Verfügung

gestellt wird, muss für die Privatnutzung ein Sachbezug in Höhe

von 1,5 % der Anschaffungskosten des Kfz hinzugerechnet werden.

Seit 2016 beträgt der Sachbezugswert 2,0 % der Anschaffungskosten

des Kfz, monatlich maximal 960 EUR, wenn der

CO2-Emissionswert

- mehr als 130 g/km beträgt (Anschaffung Kfz 2016 oder früher)

- mehr als 127 g/km beträgt (Anschaffung Kfz 2017)

- mehr als 124 g/km beträgt (Anschaffung Kfz 2018)

- mehr als 121 g/km beträgt (Anschaffung Kfz 2019).

Der halbe Sachbezugswert (0,75 % bzw. 1,0 %) wird angewendet,

wenn die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter weniger als

500 km pro Monat privat mit dem Dienstfahrzeug unterwegs ist.

Auch das sollte mittels Fahrtenbuch nachgewiesen und vom

Arbeitgeber überprüft werden.

PRIVATNUTZUNG FÜR GMBH-GESCHÄFTSFÜHRER

GmbHs wurden 2018 schlechter gestellt: Mittätige Gesellschafter

und Gesellschafter-Geschäftsführer mit einer Beteiligung von

über 25 % müssen jetzt auch ein Fahrtenbuch führen. Tun sie

das nicht, wird bei Firmen-Kfz für Privatfahrten ebenfalls die

Sachbezugsverordnung angewendet. Es werden – bei hohen

Anschaffungskosten – dann monatlich maximal 960 EUR zur

Steuerbemessungsgrundlage hinzugerechnet.

Tipp: Ein digitales Fahrtenbuch gleich ins Fahrzeug einbauen

lassen. Selbst bei 40 % Privatanteil fährt man noch weitaus

günstiger als mit der Sachbezugsbesteuerung.

SACHBEZUG FÜR VORFÜHR- UND GEBRAUCHTFAHRZEUGE

Für all jene, die denken, sie könnten durch Anschaffung von

Gebraucht- oder Vorführfahrzeugen Sachbezug sparen, gibt es

schlechte Nachricht. Der Sachbezugswert bestimmt sich vom

Neupreis (Listenpreis). Bei Vorführwagen ist zu empfehlen, sich

einen gleichwertigen Neuwagen anbieten zu lassen – so kann

zumindest der rabattierte Preis herangezogen werden.

AUSNAHME: KEINE SACHBEZUGSSTEUERN FÜR E-AUTOS

Für PKW und Kombifahrzeuge mit einem CO2-Ausstoß von

Null Gramm (keine Hybridfahrzeuge) wird keine Sachbezugsbesteuerung

gefordert.

Darüber hinaus gibt es schon bei der Anschaffung diverse Fördermöglichkeiten.

Auch im laufenden Betrieb bringen solche Fahrzeuge

zahlreiche Steuervorteile mit sich. Z.B. kann für betrieblich

genutzte E-Fahrzeuge bis zu Anschaffungskosten von 40.000

EUR die Vorsteuer zur Gänze abgezogen werden.

Gerade im Bereich der Gastronomie können Elektro-Autos eine

interessante Alternative darstellen. Vor allem dann, wenn häufig

Kurzstrecken zurückgelegt werden.

TIPP: Die Personalverrechnungsabteilungen bei SH WIRT-

SCHAFTSTREUHAND stehen Ihnen für Fragen zum Kfz-Sachbezug

gerne zur Verfügung – zu erreichen über die Service-Nummer:

02742/334.

Mag. Helmut Schebesta

Unternehmensund

Steuerberater

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ein

kühles

blondes

Über die richtige

Temperierung

des beliebtesten

Getränks der

Österreicher.

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Bierkühlung

Kalt muss ein Bier

sein“ ist eine Wahrheit,

die sich fest in

der kollektiven Bierseele

vieler Länder

verankert hat. Das beweist auch ein

Blick auf verschiedene Redewendungen.

Der Volksmund kennt das

„kühle Blonde“, und verbindet damit

nur Gutes. Der „warme Hansl“

dagegen, wie die Wiener verächtlich

ihren warm und schal gewordenen

Rest im Bierkrug nennen, kommt

da weit weniger gut weg. Er gilt als

Inbegriff biermäßiger Grauslichkeit.

Aber ist das wirklich so? Nein.

In Wahrheit ist die Wahrheit viel

vielfältiger. Genau genommen gibt es so viele

Wahrheiten, wie es Bierstile gibt, denn mit

welcher Temperatur ein Bier genossen wird,

entscheidet – neben dem persönlichen Geschmack

– auch seine Machart.

Das Pils zum Beispiel ist ein eher simples

Bier. Die Hopfennoten stehen dabei nicht im

Vordergrund. Im Grunde geht

es beim Pils um die Bitterstoffe,

die Polyphenole. Und um

Biergenuss, der so unkompliziert

ist, wie das

Bier selbst. Als

Faustregel gelten

7 – 8 Grad

Celsius, an den

heißen Tagen

können es auch schon mal nur 6 sein.

Anders sieht die Sache bei Bieren

mit höherem Alkoholgehalt aus:

belgische Starkbiere, englische Ales

oder dunkle, irische Stouts. Diese

Biere können Alkoholgrade von bis

zu 14 Promille und mehr erreichen.

In diesem Fall wird der Alkohol

selbst zum Aromastoff. Außerdem

verfügen die genannten Biertypen

über ein komplexes Aromenspektrum,

das bei zu niedriger Temperatur

nicht zur Geltung kommt. Um die Biere in

genau der richtigen Temperatur ins Glas zu

bringen, bietet Österreicher Kälte- und Klimatechnik

einige ausgefeilte Fasskühler aus

Edelstahl und in verschiedenen Größen an,

in coolem Design und elektronisch gesteuert.

Dazu gibt es auch eine Begleitkühlung, die so

konzipiert ist, dass Kühlwasser

das Bier zwischen Fasskühler

und Zapfhahn auf der richtigen

Temperatur hält.

Die Fasskühler sind in verzinktem Stahl oder Edelstahl

erhältlich. Sie verfügen über robuste Edelstahlböden

und justierbare Stellfüße sowie energiesparende PUR-

Hartschaumisolierung. Mehr Details unter

www.k-oesterreicher.at/leistungen/fasskuehler/

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Future Lab

Küche in Bewegung.

STÖLNER lud Fachleute aus Gastronomie, Design und Marketing zu

einem Thinktank über die Küchengestaltung der Zukunft ein.

Text: Jürgen Schmücking, Fotos und Bilder: designkollektiv

Nichts ist so beständig wie der Wandel.

Dieses, dem griechischen Philosophen

Heraklit von Ephesos zugeschriebene

Zitat stimmt – zumindest in Bezug auf

Essen und Küche – nur halb. Unveränderlich

ist die Tatsache, dass Essen

immer fundamentaler Bestandteil unseres

Daseins bleiben wird. Bei der Frage, wie

und wo wir unsere Nahrung zubereiten,

sieht die Sache aber schon wieder ganz

anders aus. Um dieser Frage auf den

Grund zu gehen, lud STÖLNER Gastro-

Experten zu einem Thinktank unter dem

Motto ‚living kitchen‘ zum Thema „Die

Zukunft der Küche“.

Sparringpartner für die intellektuelle Auseinandersetzung

war das Studio designkollektiv.

Ein future lab mit viel Kaffee, spannenden

Dialogen, wilden Skizzen und einem

mehr als brauchbaren Ergebnis.

Wir leben in interessanten Zeiten. Köche

schließen sich – temporär – zu Kollektiven

zusammen und bespielen schräge Locations

mit extravaganten Menüs. Outdoorcooking

ist ein Trend, den man unbedingt am Radar

haben sollte. Pop-Ups, also Neueröffnungen

mit Ablaufdatum, werden zum dauerhaften

Bestandteil der Gastronomie.

Ein Widerspruch? Mitnichten, denn: Nichts

ist so beständig wie der Wandel ...

Das Gottlieb Duttweiler Institut geht in

seiner neuesten Studie über europäische

Food Trends (Hacking Food: Die Neuerfindung

unseres Essens) sogar noch einen

Schritt weiter und spricht von Virtuellen

Restaurants, bei denen in bestehenden

Restaurant-Küchen unter verschiedenen

Labels oder Marken gekocht wird, oder

– noch einen Schritt weiter – von Ghost

Kitchens, bei denen das Restaurant auf

die Küche reduziert und vollständig auf

„Delivery“ ausgerichtet ist.

Wie ist auf derartige Trends und Entwicklungen

zu reagieren? Welche Lösun-

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Living Kitchen ist ein modular aufgebautes System, bei dem nicht nur die Einzelkomponenten flexibel kombinierbar sind, sondern auch die

Geräte unkompliziert austausch-, auf- und umrüstbar sind.

Auspacken, aufbauen - kochen, braten, garen,

kühlen, waschen - abbauen, einpacken. So geht

Flexibel Cooking heutzutage. Die Entwürfe des

designkollektivs zeigen „Living Kitchen“ in Aktion.

(c) designkollektiv.

gen müssen dafür gedacht und entwickelt

werden? „Eine mögliche Antwort könnten

modular aufgebaute Systeme sein, bei

denen nicht nur die Einzelkomponenten

flexibel kombinierbar sind, sondern auch

die integrierten Geräte unkompliziert

austauschbar bzw. unschwer auf- und

umrüstbar bleiben.“, schreiben dazu die

Designkollektivisten Alexandra Spitzer

und Martin Ritt.

Abgesehen davon könnte man auch bei

der Finanzierung die Flexibilität zum

Programm machen und ebenso wie in

der Gastronomie selbst über temporäre

Lösungen wie ‚rent or lease“ nachdenken.

designkollektiv GmbH

Rochusgasse 6/1

1030 Wien

designkollektiv.at

Stölner Future Lab:

Brainstorming bei STÖLNER mit Zeichenstift, Monitor

und Espresso zur Zukunft der Küche.

Das Studio designkollektiv wurde 2014 von

Martin Ritt und Alexandra Spitzer gegründet. Ihr

Schwerpunkt liegt bei konzeptueller Entwicklung

in Produkt- und Interiordesign. Ihre Erfahrungen

in bildender Kunst, analytischer Zeichnung,

Grafik sowie den entsprechenden handwerklichen

Disziplinen spiegeln sich im Umgang mit

der Beziehung von Material und Atmosphäre in

Objekten und Räumen wider.

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Reportage

Domaines Kilger

GmbH & CO KG

Lamberg 11, A-8551 Wies

+43 (0) 3465 50 500 50

kontakt@domaines-kilger.com

www.domaines-kilger.com

Hervorragende Fleischqualität,

außerordentlicher Geschmack.

DAS BISON-PROJEKT

Text und Fotos: Jürgen Schmücking

Wenn Hans Kilger von seinen Bisons

spricht, verwendet er oft die Worte „artgerecht“

und „Freilandhaltung“. Das ist

erst einmal verdächtig, weil es niemanden,

wirklich niemanden gibt, der seine Farm

oder Zucht nicht so bezeichnet. Alle Tiere

auf allen Höfen und in der Werbung leben

„artgerecht“, „nachhaltig“ und in „Freilandhaltung“.

Gähn. Aber diese Rasse – die

Bisons – ruft Bilder hervor. Wilde Prärie,

archaische Rinder, Buffalo Bill.

Auf den ausgedehnten Landgütern der

Domaines Kilger in Siebenbürgen wachsen

und grasen nicht nur Bisons. Hier leben auch

Büffel, Rothirsche und ausgefallene Arten

wie tibetanische Yaks, Himalaya-Tahrs, oder

auch Watussi-Rinder beinahe wie in freier

Wildbahn heran. Alle mit einer hervorragenden

Fleischqualität und außerordentlichem

Geschmack. Weite Landzüge sind die

Grundlage für die freilaufenden Bisons.

Man kann es als magisch bezeichnen, wenn

die Bisonherde zu trampeln beginnen und

über die sanften Hochflächen von Siebenbürgen

ziehen.

Konsequente Freilandhaltung ist für die

Wildrinder ein absolutes Muss. Bisons brauchen

enorm viel Platz zum Toben, sowie eine

Vielzahl an Kräutern, Gräsern und Mineralien,

um gesund aufzuwachsen. In den weiten

Ausläufern der Karpaten leben die Familienverbände

der Bisons mit durchschnittlich 2

Hektar Land pro Bison. Das ist beachtlich

und deutlich mehr, als auf vielen Farmen in

Kanada, den USA oder anderswo in Europa.

Diese Freiheit schmeckt man. Das kurzfaserige

Fleisch ist unvergleichlich zart und

fettarm. Dazu hat es einen besonders hohen

Gehalt an wertvollen Spurenelementen.

Geschlachtet wird jedenfalls

mit Weideschuss. Das garantiert

eine stressfreie Betäubung

und der – ebenfalls stressauslösende

– Transport zum

Schlachthof kann vermieden

werden. Nach dem Ausbluten kommen die

Bisons zum Schlachthof, wo sie „aus dem

Fell geschlagen“ und ausgenommen werden.

Die Bisonhälften werden dann im

Kühltransporter in die Südsteiermark

gebracht, wo Hermann Kassler, Metzger in

Eibiswald, bereits auf sie wartet und zu sensationellem

Leberkäse, Salami und saftigen

Schinken verarbeitet. Die besten Cuts dürfen

noch eine Weile reifen, bevor sie auf den

Grill kommen.

Das schmeckt man:

stressfreie Weide-

Schlachtung, viel

Auslauf, gesunde

Wildkräuter und Gräser

für die Tiere.

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Die Familienverbände leben auf

ca. 2 Hektar Land pro Bison.

Bisons der Domaines Kilger in Siebenbürgen

Die Tiere brauchen enorm viel Platz

zum Toben und Grasen.

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Stölner Gastfreund

Winzerhof Dürauer

Furth bei Göttweig liegt – weintechnisch gesehen – zwar im Kremstal, aus etwas größerer Distanz betrachtet

aber im Brennpunkt der besten Weinbaugebiete des Landes. Es ist der Ort, an dem sich die Donau aus ihrem

engen Tal befreit und der Wein Licht und Raum im Übermaß bekommt. Die Dürauers wissen diesen Vorteil zu

nutzen und keltern seit Jahren regionstypische und stets – im doppelten Wortsinn - ausgezeichnete Weine. Seit

einigen Monaten überzeugen aber nicht nur die Weine, sondern auch das kulinarische Angebot drumherum.

Phänomenaler Sur- und Schweinsbraten an den Wochenenden, Heurigenschmankerl an ausgewählten Tagen.

Ursprungsdateisystem:

HEROLD Business Data GmbH

Guntramsdorfer Straße 105

2340 Mödling

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RETOUREN AN POSTFACH 555, 1008 WIEN.

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Burggasse 120, 1070 Wien

Tel. 0043 1 522 46 74

3100 St. Pölten, Herzogenburger Strasse 9

Tel. 0043 2742 36 22 20-0

www.stoelner.at, office@stoelner.at

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