2019-11-10 Bayreuther Sonntagszeitung

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Bayreuther Sonntagszeitung

Ratgeber 10. November 2019 13

S enioren heute

Immer mehr Menschen bleiben mobil und fit bis ins hohe Alter

BAYREUTH. Die Deutschen

machen sich große Sorgen

um ihre Alterssicherung und

haben diesbezüglich das

Vertrauen in die Politik verloren.

So gehen 84 Prozent der abhängig

Beschäftigten davon

aus, dass ihre gesetzliche Rente

später „gar nicht“ oder „gerade

so“ zum Leben reichen

wird (DGB Gute-Arbeit-Index

2017). Jeder sechste Rentnerhaushalt

in Deutschland gilt

bereits heute als armutsgefährdet

– Tendenz steigend. Laut

Prognosen könnte es in 2036

schon jeder fünfte Haushalt

sein.

Altersarmut in Deutschland

„Dass in einem reichen Land

wie Deutschland Altersarmut

so weit verbreitet ist, ist ein

Skandal“, erklärt Verena Bentele,

Präsidentin des Sozialverbands

VdK Deutschland. „Es

muss verhindert werden, dass

Menschen im Alter arm sind,

egal ob heutige oder zukünftige

Rentner. Esist daher höchste

Zeit für eine grundlegende

Trendwende und entschlossene

rentenpolitische Reformen,

damit sich Jung und Alt wieder

auf die gesetzliche Alterssicherung

verlassen können.“ Aus

diesem Grund hat der Sozialverband

VdK jetzt unter dem

Motto #Rentefüralle eine bun-

VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Foto: djd

desweite Kampagne gestartet.

„Es ist Zeit für eine gerechte

Rente für alle Generationen!

Wirwerden in den kommenden

Monaten ein deutliches Zeichen

setzen –für eine gerechte

Rente, die niemanden in Armut

alt werden lässt“, erklärt Verena

Bentele dazu.

Im Rahmen der Kampagne

wird es in ganz Deutschland

zahlreiche Aktionen und

Veranstaltungen geben, um

notwendige Maßnahmen öffentlich

einzufordern. Welche

aber sind das? „Wir packen in

unserer Kampagne viele heiße

Eisen an: Altersarmut, Verbesserungen

für Erwerbsminderungsrentner,

Generationengerechtigkeit,

Einbeziehung aller

Erwerbstätigen in die Rentenversicherung

und Besteuerung

von Reichtum“, so Bentele.

Vertrauen in den Sozialstaat

stärken

Wichtig ist für den VdK vor allem,

dass auch die jüngeren

Generationen auf die Rente

vertrauen können. Gerade deshalb

sei es von großer Bedeutung,

dass das Rentenniveau

dauerhaft auf 50 Prozent festgeschrieben

werde. Und: Wer

jahrzehntelang gearbeitet habe,

müsse sich auf eine anständige

Absicherung im Alter

verlassen können. Für Geringverdiener

sei deshalb eine Aufwertung

geringer Renten nötig,

beispielsweise durch eine

Grundrente ohne Bedürftigkeitsprüfung.

Gute Löhne, gute Renten

Gute Löhne sorgen laut VdK für

gute Renten. Dazu brauche es

aber mehr Tarifbindung und eine

Erhöhung des Mindestlohns

auf über zwölf Euro, damit jeder

nach einem Leben voller Arbeit

eine Rente oberhalb der Grundsicherung

erhalte. „Die Politik

muss endlich handeln, damit

aus den armen Beschäftigten

von heute nicht die

armen Rentner vonmorgen werden“,

erklärtVerena Bentele.

Wer kümmert sich?

Rund drei Millionen Menschen

waren 2015 in Deutschland auf

24-Stunden-Betreuungskräfte kümmern sich rund um die Uhr um die Grundversorgung des

Pflegebedürftigen.

Foto: djd

Pflege angewiesen, 2035 dürften

es vier Millionen sein. Das

Risiko, zum Pflegefall zu werden,

wird von den Bundesbürgern

unterschätzt. Wer kümmert

sich dann um mich? Bundesgesundheitsminister

Jens

Spahn etwa sagte 2018 ganz

lapidar bei „Maischberger“:

„Meine Eltern erwarten nicht,

dass ich sie zu Hause pflege.“

Grund genug für einen Versicherer,

die Seite www.unserjens.de,

ins Leben zu rufen.

Das Risiko, zum Pflegefall

zu werden, ist deutlich höher

als vermutet. Studien zufolge

wird fast jeder zweite Mann

in seinem Leben einmal zum

Pflegefall, bei den Frauen sind

es sogar zwei Drittel. Ursache

dafür ist vor allem, dass Frauen

im Durchschnitt deutlich älter

werden als Männer.

Der Alltag hat für Pflegebedürftige

auch zu Hause

viele Hürden, bei denen

die Familie oder ein Pflegedienst

unverzichtbar ist. Medizinische

Maßnahmen, die

von einem Arzt verschrieben

werden, darunter fallen etwa

Wundversorgung, Verbandswechsel,

Medikamenten-

gabe, Blutdruck- und Blutzuckermessung

und ärztliche

Assistenz, dürfen nur von ausgebildeten

Kräften durchgeführt

werden. Die Kosten für

einen ambulanten Pflegedienst

können aus der Pflegesachleistung

gedeckt werden, wodurch

sich jedoch anteilig das Pflegegeld

reduziert.

Der Pflegeberuf gewinnt

aufgrund der immer älter werdenden

Gesellschaft immer

mehr an Bedeutung. Wer einen

Beruf in dieser Sparte ergreift,

hat sehr gute Perspektiven.

djd/akz

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