advantage Nr 5 November 2019

advantage.online

Vorteil in Wirtschaft und Leben

Nr. 5 11.2019 € 3,90

Österreichische Post AG

MZ 18Z041474 M

advantage Media GmbH,

9020 Klagenfurt am Wörthersee

www.advantage.at

FÜRS LEBEN

LERNEN!

HIER KOMMEN

TALENTE AUF IHRE

KOSTEN.

BILDUNGS-SPEZIAL

AB SEITE 40!

Genial

digital

Unsere

Transformation

addIT –

das Team für

Digitalisierung

Dr. Thomas Höllweger,

Miriam Buxbaumer, MA,

Elmar Lichtenegger, MSc,

DI Birgit Kattnig und

Mag. Dieter Jandl

(Geschäftsführer)

Perspektivenwechsel

Incentives mit

Mehrwert

Echt

nachhaltig

Ästhetische &

ethische Green-ups

Anzeige

Berge

bezwingen

Aber diesmal auf

zwei Rädern


NEUERÖFFNUNG

14. November 2019

TRATTORIA - PIZZERIA

CASA MIRA

ESSEN & TRINKEN

CAFE - ITALIENISCHE JAUSE - PIZZA

KÄRNTNER UND FRIULANISCHE SCHMANKERLN

9551 BODENSDORF - BUNDESTRASSE 35

gegenüber Spar

ÖFFNUNGSZEITEN 8:30 - 21:00 UHR FAMILIE PAGITZ TEL 04243/20505


advantage 3

Vorwort

„Lehrlinge, die sich in der

digitalen Welt bestens

zurechtfinden, sind

das zukünftige Kapital

unseres ländlich

geprägten Lebensraums!“,

betont advantage-Herausgeber

Walter Rumpler.

Foto: advantage

IMPRESSUM:

Herausgeber: Walter Rumpler,

w.rumpler@advantage.at.

Verlag & Medieninhaber:

advantage Media GmbH.

Geschäftsführer: Walter Rumpler,

w.rumpler@advantage.at.

Redaktion:

Karin Waldner- Petutschnig,

waldner.petutschnig@chello.at;

Mag. (FH) Isabella Schöndorfer,

studio@wort.at; Manuela Mark,

manuela@wort.at; Monika Unegg,

monika@unegg.or.at.

Koordination: Mag. (FH) Isabella

Schöndorfer. Marketing &

Anzeigenleitung: Oliver Zussner,

oliver.zussner@advantage.at.

Medienberatung: Burgi Hämmerle,

b.haemmerle@advantage.at.,

Gerald Tischler,

gerald.tischler@advantage.at.

Fotos: advantage, pixelio.de,

sxc.hu, fotolia, bzw. beigestellt lt. FN.

Büroanschrift: advantage Media

GmbH, Seestraße 9,

9300 St. Veit/ Glan,

T: +43 (0)650 7303400.

Die Meinungen von Gastkommentatoren

müssen sich nicht mit der

Meinung der advantage-Redaktion

decken. Alle Rechte, auch Übernahme

von Beiträgen gem. §44

Abs. 1 Urheberrechts gesetz,

vorbehalten. AGB/Haftungsausschluss/rechtlicher

Hinweis:

www.advantage.at

Unsere digitale Zukunft

Es braucht fundiert ausgebildete Mitarbeiter, um als Unternehmen

in einer immer digitaler werdenden Arbeitswelt wirksam agieren zu

können. Als Digital Natives bringen Lehrberufsbilder wie der

E-Commerce-Kaufmann und die -frau bereits die benötigte

Offenheit und Flexibilität in den Betrieb mit und sind bestens

gewappnet für die Eruptionen in der Online-Welt. Bildung geht uns

alle an! Sie hält wichtiges Zukunfts-Know-How im Land und ist

eine wahre Verjüngungskur, wenn sie der Abwanderung gegenlenkt.

Immerhin zählt Österreich beim Digitalisierungsindex 2019 laut

Experten zu den Ländern mit den besten Rahmenbedingungen für

Digitalisierung. So punkten wir mit einer sehr guten Infrastruktur

und einem guten „Ökosystem“ für Wissen und Bildung!

Zukunftsorientierte Ausbildung muss eine Brücke zwischen Kompetenz,

einem hohen Maß an Selbstorganisation und dem heute so

wichtigen digitalem Umfeld schlagen, damit die Jobprofile von

morgen auch besetzt werden können. Wer also in seinem Lehrberuf

auf Shop-Betreuung, Online Marketing, Content-Erstellung und

Social Media setzt, hat die besten Chancen auf Zukunftssicherheit!

Setzen auch Sie auf geistiges Kapital und damit ein Zeichen für die

Zukunft unseres Landes und gestalten Sie die Digitalisierung mit!


Ihr Walter Rumpler

Symbolfoto

Traumauto?

Schnell und günstig

finanziert mit s Leasing!

Jetzt gratis:

2 Monatsprämien

der

Versicherung *

Für Fragen und Ihr individuelles Leasing-Angebot

stehen Ihnen die Kundenbetreuer der

Kärntner Sparkasse gerne zur Verfügung.

kspk.at

Inhalt

40 Im Interview

Florian Krall über seinen

historischen Berufsstand.

6 Die Besten

Diese Unternehmen prägen

Kärntens Wirtschaft.

13 Pro Klimaschutz

Mit Porozell auf Erfolgskurs:

die HIRSCH Servo AG.

43 Bessere Bildung

Wie Kärnten in seine

Zukunft investiert.

49 Lehrlingsboom

Firma Flex stockt Ausbildung

und Plätze auf.

55 Spiritualität heute

Sanctus für die Medien

65 Alpen-Adria

Wie die Winter Kärnten Card

mit acht neuen Partnern über

sich hinauswächst.

66 #alternativefacts

Peter Schöndorfer gratuliert

Literaturnobelpreisträger

Peter Handke.

*

Wenn Sie bis 31.12.2019 (Antragsdatum) zu Ihrem neuen s Leasing

Vertrag eine Haftpflicht- und Kaskoversicherung der Wiener

Städtische Versicherung AG Vienna Insurance Group abschließen,

erhalten Sie einmalig zwei Versicherungsprämien geschenkt. Aktion

gilt bei Abschluss der Kfz-Versicherung über die Kärntner Sparkasse

AG und ist mit anderen Aktionen oder Sondervereinbarungen nicht

kombinierbar.


4 advantage

Kärnten wird

Der digitale Wandel schreitet in großen Schritten voran. Wie

werden sich digitale Neuerungen auf Bildung, Arbeit und Alltag

auswirken? Wir haben Experten quer durchs Land befragt.

Siegfried Arztmann

Geschäftsführer asut computer-

und rechenzentrum

„Die Digitalisierung kommt –

egal ob wir sie als Fluch oder

Segen ansehen. Und wenn wir

etwas nicht beeinflussen können,

so sollten wir es (zumindest) als

Chance ansehen und etwas draus

machen. Aber: jeder muss selbst

etwas draus machen. Wenn

jemand noch mit keinem

Computer arbeitet, muss er sich

hier weiterbilden. Wenn jemand

schon mit Computern arbeitet,

muss er sich vielleicht für mobile

Arbeit weiterbilden. Wer sich

weiterentwickelt und weiterbildet

wird einen Job haben. Nur

wer sich nicht weiterbilden oder

verändern mag – nur der wird

seinen Job verlieren.“

Foto: asut

Prof. Dipl.-Ing. Dr.

Wolfgang Faber

Institut für Angewandte

Informatik

an der AAU Klagenfurt

„Digitalisierung – verstanden als

automatisierte Informationsverarbeitung

- sehe ich neutral. Ob

sie zum Fluch oder Segen wird,

hängt davon ab, wie wir als

Gesellschaft damit umgehen. Aus

Parallelen zur Industrialisierung

sollten wir lernen. Manche

Berufe wird es wohl bald nicht

mehr geben, dafür werden neue

geschaffen. Die dafür nötige

Bildung kann durch vereinfachten

Zugang zu Wissen erreicht

werden. Aber werden Maschinen

die Menschen bald völlig

ersetzen? Dazu sehe ich keine

Anhaltspunkte.“

Foto: KK

Günther Goach

Präsident der Arbeiterkammer

Kärnten

„Die Auswirkungen der digitalen

Neuerungen sind bereits zu

spüren. Viele Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer

benötigen digitale Grundkenntnisse,

um im Arbeitsalltag

bestehen zu können. Arbeitsplätze

wie es sie in der heutigen

Form gibt, können sich der

digitalen Transformation nicht

entziehen. Beschäftigte müssen

im digitalen Bereich verstärkt

mit Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen

unterstützt werden.

Die Qualifizierung hat oberste

Priorität um mit den rasanten

technischen und digitalen

Entwicklungen Schritt halten zu

können.“

Foto: AK Kärnten


advantage 5

digital!

Mag. Silvia

Häusl-Benz

Bürgermeisterin von Pörtschach

Mag. Peter Wedenig

Direktor AMS Kärnten

„Die Digitalisierung verändert

die Arbeitswelt; Berufe

verschwinden, neue Berufe

entstehen - so wie es in der

Vergangenheit schon geschehen

ist. Welche Qualifikationen

künftig gebraucht werden, lässt

sich derzeit noch nicht exakt

sagen. Tatsache ist, dass

Personen mit guter Ausbildung

auf die Anforderungen einer

dynamischen Arbeitswelt besser

reagieren werden können. Auch

ein Umdenken im Mindset wird

nötig sein – hin in Richtung

lebenslanges Lernen und

Bereitsein für Innovationen.“

Foto: AMS/Caroline Knauder

Mag. Heide

Pichler-Herritsch

Welcome Places GmbH

„Der Tourismus wird sich durch

die voranschreitende Digitalisierung

maßgeblich verändern. Ich

sehe es als Herausforderung vieler

Betriebe, hier auf dem neuesten

Stand zu bleiben. Die Digitalisierung

entwickelt sich so rasant,

dass es schwierig ist, mitzuhalten.

Als Betrieb bekommt man schnell

das Gefühl, dass man durch die

vielen digitalen Möglichkeiten

einen großen Teil an Kontrolle

abgeben muss – wie zum Beispiel

an Anbieter wie Booking. Dadurch

geht auch die persönliche

Ebene verloren: Was früher

Tourismusbüros waren, sind

heute Internetalgorithmen. Auch

die kleinen Betriebe sind diesen

Entwicklungen ausgesetzt, deshalb

ist es wichtig, dran zu

bleiben. Man kann diese Fortschritte

nicht ignorieren, denn

die Digitalisierung ist Teil der

Professionalität eines Betriebes.“

Foto: Alice Holzfeind

Roland Scharf

Marketing Experte und Fotograf

„Die Digitalisierung ist vor allem

im Marketingbereich ein heißes

Thema – Onlinemarketing ist

heutzutage gefragter denn je.

In Kärnten werden Onlinemarketing-Manager

auf dem

Arbeitsmarkt immer stärker

nachgefragt. In meinen

Lehrgängen am WIFI Kärnten

gehe ich auf diesen Bedarf ein

und gebe mein Wissen für die

Berufspraxis weiter – Wissen,

das in vielen Berufsbereichen in

den nächsten Jahren eine

Grundvoraussetzung sein wird.

Es gibt kaum eine Branche, die

sich so rasant entwickelt. Was

heute noch als Regel anerkannt

ist, kann morgen schon falsch

sein. Deshalb berate ich als

Consultant verschiedenste

Branchen im Onlinemarketing

Es ist wichtig, mit der Zeit zu

gehen!“

Foto: Roland Scharf

a. WS und Landtagsabgeordnete

„Wir leben längst in der digitalen

Gegenwart – und das ist gut so.

Es ist selbstverständlich für Sie,

z.B. auf unserer Gemeinde-Webseite

ortsunabhängig und zu

jeder Tages- und Nachtzeit alle

Informationen und Formulare

zu finden, die Sie brauchen

könnten. Bundesweit bietet das

Amt der Zukunft schon jetzt

die Möglichkeit, 24 Stunden am

Tag sogenannte „Amtswege“

digital zu erledigen.Aber sind

wir auch schon alle fit für den

digitalen Wandel, der uns noch

in den nächsten Jahrzehnten mit

kaum vorstellbarer Geschwindigkeit

herausfordern wird?

Digitalisierung ist unverzichtbar.

Für den menschlichen Faktor

gewinnen wir durch die Digitalisierung

mehr Zeit, uns persönlich

umeinander zu kümmern,

Zeit miteinander zu verbringen.

Das halte ich auch als Bürgermeisterin

so. Persönliche

Beratung und Begegnung im

Amt und bei verschiedenen

Anlässen, damit wir uns die

Hände geben können und uns

gegenseitig ein Ohr schenken.

Formalitäten, soweit möglich,

erledigen wir digital – alles

andere bleibt menschlich.

Digitalisierung wird sich rasant

fortsetzen. Nutzen wir doch die

gewonnene Zeit für alles, was

digital nicht zu haben ist:

Begegnung, Sport und Kultur.“

Foto: Helge Bauer


6 advantage DIE BESTEN

Kärntens

Könner

Im Gegensatz zur herrlich verträumten

Berg- und Seenlandschaft steht die

Wirtschaft des Südens. Mit viel Fleiß,

Kreativität und Tatendrang sorgen unsere

Unternehmerinnen und Unternehmer für

Bestleistungen.

20 Jahre Wild Hi-Percision

Mit über 1.600 Kunden und 30 Mitarbeitern hat sich das

Völkermarkter Unternehmen „Wild Hi Prescision“ in den

letzten zwei Jahrzehnten vervierfacht. Der Vorzeigebetrieb

kann als größtes und modernstes Prüflabor Österreichs

bezeichnet werden – Anfang Oktober wurde der Wild

Precision GmbH auch das Stadtwappen von Völkermarkt

verliehen. „Präzision ist unsere Leidenschaft. Wir können

unseren Kunden stets die neuesten Messsysteme anbieten“,

ist Geschäftsführer Rodler stolz und blickt durchwegs

positiv in die nächsten 20 Jahre. Foto: KK

Detailverliebter Partylöwe

Chiara Ambrusch ist Kärntnerin mit Leib und Seele – nicht

zuletzt wegen dem einzigartigen Kärntner Sommer, der

vielseitigen Veranstaltungen und ihrer Boutique „LIL‘ FAME“.

Wer sie dort schon einmal besucht hat, weiß: Design, Interieur,

Events und Mode sind ihre Sprache. Mit absoluter Stilraffinesse

und dem Blick für das Schöne trifft sie mit gekonntem Homestaging

in Hotels, Eigenheimen und verschiedenen Immobilienprojekten

immer ins detailverliebte Herz ihrer Kunden.

Außerdem organisiert sie Events, von denen man noch lange

spricht – was sie anfasst, gelingt. Chiara Ambrusch ist und

bleibt ein Vielsasser. Deshalb hat sie sich vor zwei Jahren ihren

Herzenswunsch erfüllt und eine kleine Boutique namens

„LIL’FAME“ in der Klagenfurter Innenstadt eröffnet.

Das Besondere: Hier kann man nach Ladenschluss eine

sogenannte „Shoppingparty“ mit den liebsten Freundinnen

und reichlich Sprudelwasser genießen. Die Pläne der 28-Jährigen

für die nächsten Jahre bleiben also sicherlich spannend!

www.lilfame.com

Foto: Anja Koppitsch


Die Besten | advantage 7

Verkehrsrechtstag am

Wörthersee

Mehr als 70 Teilnehmer kamen heuer zum „Verkehrsrechtstag

am See“ der Rechtsanwaltskammer für

Kärnten ins Parkhotel nach Pörtschach. Der

Klagenfurter Rechtsanwalt und Ausschussmitglied

Felix Fuchs, der Vizepräsident des Landesgerichtes

Klagenfurt Manfred Herrnhofer und Professor

Johannes Heinrich von der Alpen-Adria-Universität

Klagenfurt eröffneten die Veranstaltung mit dem

Titel „Brennpunkt Schadenersatz“. Als Moderator

fungierte Professor Ernst Karner von der Uni Wien,

der auch die aktuelle Judikatur zum Schadenersatzrecht

präsentierte. Der Innsbrucker Rechtsanwalt und

Präsident des Österreichischen Alpenvereins Andreas

Ermacora sprch über die Haftung der Skiliftbetreiber,

der Wiener Rechtsanwalt Johannes Pepelnik referierte

zum Thema „Trainingsfahrt in den Bergen?“.

Herrnhofer, Fuchs, Karner, Ermacora, Pepelnik, Heinrich, Rechtsanwalt Herwig Hasslacher (v.l.).

Foto: Laggner-Primosch

Die Gastgeber Martin Klein und Karin Leeb. Foto: Moritz Hoffmann

90 Jahre Hochschober

Nur ein paar Häuser standen 1929 auf der

Turracher Höhe, als Hans und Hilde Leeb den

„Gasthof Hochschober“ für Wanderer und

Sommerfrischler eröffneten. Bald darauf, im

Dezember 1934, brannte der Gasthof ab. Zwei

Jahre später, im Dezember 1936, eröffnete der

neue Gasthof Hochschober, nun bereits mit

65 Gästebetten. Ein Hotel auf der 1.763 Meter

hohen, in den Anfangsjahren schwer erreichbaren

Turracher Höhe zu eröffnen, war ein

mutiges Unterfangen. Mit Beharrlichkeit,

Innovationsgeist, Sinn für Qualität und

Nachhaltigkeit hat Familie Leeb den Hochschober

in seiner 90-jährigen Geschichte zu

einem der bekanntesten Hotels in Österreich

gemacht.

Sara Schaar, Barbara Strobl-Wiedergut, Gudrun Pirker, Regina Freundl,

Tina Stingl, Dietmar Rossmann, Sebstian Schuschnig, Hanna Brandstätter.

Foto: Biosphärenpark Nockberge

Das Nockmobil pfeift auf’s Auto

365 Tage im Jahr Mobilität von Spittal/Drau bis auf die Turrach

und von Feld am See bis nach Gnesau. Und das ohne eigenen

PKW, flexibel und zu einem günstigen Preis. Das Nockmobil bietet

aber nicht nur ein günstiges Anrufsammeltaxi für Einheimische und

Gäste. Auch der bestehende öffentliche Verkehr wird durch das

Mobilitätskonzept spürbar gestärkt. Gemeinsam mit Landesrätin

Sara Schaar und Landesrat Sebastian Schuschnig wurde Ende

September in Bad Kleinkirchheim der zehntausendste Fahrgast im

Nockmobil begrüßt. „Das Nockmobil ist die perfekte Alternative

zum eigenen PKW und als Biosphärenpark sehen wir unsere Verantwortung

auf regionalentwicklungspolitischer Ebene – das schließt

alle ein, Einheimische wie Gäste, Jung und Alt!“ sind sich LR Sara

Schaar und Dietmar Rossmann (Geschäftsführer Biosphärenpark

Nockberge) einig.


8 advantage Umwelt & Zukunft

Digitalisierung:

Schock oder

Chance?

Ist bald alles digital? Computergestützte

Helferlein finden nicht überall

Anklang. Auch, wenn sie uns viel öfter

begegnen, als uns eigentlich bewusst ist.

Digitale Fortschritte betreffen nicht

nur große Konzerne, Wissenschaft und

Politik. Alles, was wir brauchen, ist

einen Wisch entfernt. Wie ist das nun

mit der Digitalisierung? Ein

Phänomen oder unser Untergang?

Manuela Mark

Auch wenn wir es vielleicht hören

wollen: Würden wir digitale Entwicklungen

aus unserem Leben

streichen, wäre morgen nichts mehr so wie

heute. Der digitale Wandel macht genau so

viel Angst wie Profit. Die digitale Transformation

optimiert nicht nur einzelne Prozesse,

sie verändert Strukturen, Organisationen,

Denk- und Sichtweisen. Damit werden

neue Horizonte eröffnet, durch die Ideen

entstehen, die bislang technisch oder wirtschaftlich

nicht umsetzbar waren.

Ist der digitale Wandel längst

vollzogen?

Je nach Generation, sozialer Zugehörigkeit

und Bildungsgrad unterscheiden sich die

Zugänge zur Digitalisierung in unserer

Gesellschaft enorm. Fakt ist, dass bereits der

Großteil der Welt von diesem Wandel profitiert

und sich die dadurch entstandene

Schnelllebigkeit überall bemerkbar macht.

Das beginnt bei der Übermittlung von

Fotos, von Patientenakten oder großen

Datenmengen, geht über Roboter und

künstliche Intelligenz bis in die Erforschung

von Krankheiten oder neuen Planeten. Alles

Dinge, die „früher“ nur bedingt oder gar

nicht möglich waren. Dass sich die Gesellschaft

auf den digitalen Wandel vorbereitet,

ist ein Phänomen, das bereits seit Jahren

existiert. Das Institut für Arbeitsmarkt- und

Berufsforschung hat 2016 eine Studie veröffentlicht,

in der sie den Stand der Verbreitung

von digitalen Technologien

in deutschen Betrieben untersucht.

Die Wissenschaftler stellen unter anderem

fest, dass 18 Prozent der befragten Unternehmen

digitale Technologien als Hauptbestandteil

des Geschäftsmodells sehen. Wie

jede Entwicklung wird auch die Digitalisierung

Auswirkungen auf unseren Alltag,

unsere Arbeitswelt und unsere Wirtschaft

haben. Wir haben zwei Experten dazu

befragt.


Umwelt & Zukunft | advantage 9

Foto: pixabay.com

Andreas Preiml, Conve GmbH

Digitalisierung ist kein kurzfristiger Trend,

sondern, wie zuvor die industrielle Revolution,

ein nachhaltiger Wandel von Wirtschaft

und Gesellschaft. Techniker verstehen

unter diesem Begriff die Einführung oder

Entwicklung neuer Systeme. Für Anwender

wie Kunden und Mitarbeiter bedeutet sie

eine Vereinfachung bei der Erledigung

unterschiedlichster Tätigkeiten - und beide

Seiten haben Recht. Ermöglicht wird die

digitale Revolution durch die Vernetzung

von Geräten, das „Internet-of-Things“ und

selbstlernenden Systemen, sogenannten

künstlichen Intelligenzen. Im privaten Alltag

wird es für uns immer mehr zur Selbstverständlichkeit,

dass wir die Kaffeemaschine

aus dem Bett via Smartphone bedienen

oder das Licht per Sprachbefehl einund

ausschalten. Wir genießen es, Einkäufe,

Terminreservierungen und Buchungen

online erledigen zu können. Warum? Weil es

unser Leben einfacher macht.

Im krassen Gegensatz dazu zeigt sich der

Alltag in einem Großteil der österreichischen

EPU und KMU. Beinahe schizophren

werden von Unternehmern die Errungenschaften

der digitalen Revolution im Privaten

geschätzt und genutzt, in Bezug auf die

eigene Firma diese aber als nicht umsetzbar

oder als kurzfristige Trends abgetan. Neue

Produkte zu entwickeln, neue Verkaufskanäle

aufzubauen und neue Geschäftsmodelle

zu etablieren erfordert Mut, Engagement

und auch Investitionen. Die Chancen überwiegen

jedoch die Risiken bei Weitem und

die Kosten für Investitionen können durch

die Inanspruchnahme von Förderungen

deutlich reduziert werden.

Foto: KK

Christine Heinrich,

Entwicklungsimpulse für

Marken und Unternehmen

Die Beschleunigung der Zeit verändert das

Kaufverhalten. Produkte müssen Bedürfnisse

stillen und emotional erreichen. Im

Onlinebereich müssen Bestellungen mit

einem Klick möglich sein, ansonsten verliert

man seinen Kunden wieder. Neue Technologien

machen es möglich, dass die Wertschöpfungskette

verkürzt wird. Früher

wurde ein Rohstoff in der Produktion verarbeitet,

das Produkt kam über den Großhandel,

den Einzelhändler oder Vertriebspersonen

zum Kunden – die Digitalisierung verkürzt

diese Kette. Dieser digitale Wandel

zeigt sich auch in der Unternehmenskultur:

Alte Hierarchien brechen auf und für die

Anforderungen der Zeit braucht es kleine

Teams, die schnell agieren und kurzfristig

Entscheidungen treffen können. Aus diesem

Bedarf werden neue Arbeitsplätze entstehen,

die wir momentan noch gar nicht kennen.

Die digitale Veränderung lässt sich nicht

aufhalten und wir müssen uns mit dem

Thema auseinander setzen, um fit für die

Zukunft zu sein. Digitalisierung macht

Sinn, wenn sie nachhaltig eingesetzt wird.

Foto: Daniel Waschnig


10 advantage | Umwelt & Zukunft

Alpacem –

Tradition

trifft

Fortschritt

Am Industriestandort Wietersdorf wird in

grüne Energie und Digitalisierung investiert.

Der Spatenstich für den Neubau der Kraftwerke

an der Görtschitz und die Eröffnung

des neuen Labors in Wietersdorf prägten

diesen Herbst.

Die Kraftwerke an der Görtschitz, die

zum Betreiben des Zementwerks

im Laufe eines Jahrhunderts errichtet

wurden und seither verlässlich Strom lieferten,

waren etwas in die Jahre gekommen.

Daher beschlossen die Eigentümer der Wietersdorfer

Gruppe, die Wasserkraftwerke zu

modernisieren.

Ein Betrag von zehn Millionen Euro wird in

neue Kraftwerksanlagen und Druckrohrleitungen

investiert und die Stromerzeugung

dadurch um zwölf Prozent erhöht. Damit

kann das zur Alpacem-Gruppe gehörende

w&p Zementwerk seinen Bedarf an elektrischer

Energie künftig zu 25 Prozent aus eigener

Wasserkraft decken. Bisher waren es 20

Prozent.

Bei Umbau und Erneuerung werden sowohl

eigene Produkte als auch werkseigenes Knowhow

eingesetzt. Das Wietersdorfer Tochterunternehmen

Amiblu liefert die Druckrohre,

der Zement und der Beton kommen von

w&p und sechs Lehrlinge unterschiedlicher

Ausbildungszweige – vom Anlagen- Betriebstechniker

bis hin zum Maschinenbautechniker

– im 3. und 4. Lehrjahr können dabei

unter fachgerechter Führung ihr Können

zeigen und erweitern.

Die Kraftwerkskette an der Görtschitz

besteht aus vier Kraftwerken, die zwischen 25

und 100 Jahre alt sind. Eines wurde bereits

2016 modernisiert, zwei Anlagen werden

kombiniert und durch einen Neubau ersetzt,

ein weiteres Werk wird ebenfalls neu errichtet.

Bis Ende 2020 sollen die Arbeiten abgeschlossen

sein.

POLAB – Industrie 4.0

Im Zeichen von Tradition und Fortschritt

stand der diesjährige Tag der offenen Tür im

w&p Zementwerk in Wietersdorf. Das automatisierte

Prozesslabor POLAB, mit dem ein

weiterer Meilenstein in Richtung Industrie

4.0 gesetzt wurde, ging an diesem Tag feierlich

in Betrieb. Eingeladen und gekommen

waren auch die Pensionisten, welche die Weiterentwicklung

und Digitalisierung der Anlagen

mit Interesse besichtigten.

Das Labor bildet das Herzstück einer vollautomatisierten

Prozesskontrolle, welche die

gesamte Zementproduktion vom Rohmaterial

bis zum Endprodukt exakt überwacht.

(oben) Beim Spatenstich: Christian

Schellander, Gabriele Dörflinger,

Sara Schaar, Florian Salzer, Christina

Fromme-Knoch, Michael Kern und

Andreas Grabuschnig (von links).

(unten) Das neue automatisierte Prozesslabor

POLAB wurde feierlich eröffnet: Christoph

Stotter (Leiter des Bereiches Entwicklung und

Qualitätssicherung bei w&p Zement), Adrian

Auer (w&p Zement Verfahrens techniker),

Christine Gröll (Teamleiterin POLAB Produktionslabor

bei w&p Zement) und

Christina Fromme-Knoch (Wietersdorfer

Eigentümervertreterin) (von links).

Fotos: w&p Zement

Wurden bisher jährlich 40.000 Proben entnommen,

so schafft das automatisierte Labor

70.000 Analysen im Jahr. „Mit dem neuen

Labor können wir jedes unserer Produkte zu

jedem Zeitpunkt genau analysieren. So er -

reichen wir nicht nur eine perfekte Gleichmäßigkeit

des Endproduktes, sondern

sichern auch dessen hohe Qualität – zwei

Faktoren, auf die unsere Kunden größten

Wert legen“, erklärt Florian Salzer, Betriebsleiter

in Wietersdorf.

Den Tag der offenen Tür nützten auch viele

Jugendliche, um sich über die verschiedenen

attraktiven Berufsfelder, die das w&p Werk

des Alpacem-Konzerns bietet, zu informieren.

|


advantage 11

——— Fachkommentar ———

Einfach D wie Digitalisierung

Knapp an den Top-10 ist Österreich im Acredia Digitalisierungsindex 2019

vorbeigeschrammt. Doch um was geht es bei der Digitalisierung?

Ein kurzer Blick zurück. Digitale

Armbanduhren bedeuteten für uns

Kinder in den späten Siebzigerjahren,

noch vor dem C64, quasi der Einstieg in

das digitale Zeitalter. Es war cool, eine Uhr

mit Zahlen ohne Zeiger zu haben. Noch

dazu mit Beleuchtung! Vierzig Jahre später

sind es die sogenannten Smartwatches, die

man zur persönlichen Datengenerierung

und Vernetzung haben muss. Im Wort Digitalisierung

steckt zwar das lateinische Wort

für Finger, doch dies hat mit „herumwischen“

auf der Smartwatch, dem -phone

oder Tablet nichts zu tun.

Als Digital Innovation Driver werde ich oft

gefragt, was Digitalisierung bedeutet, denn

man liest und hört ja plötzlich so viel darüber.

Mein Versuch einer Antwort, „der Einsatz

von Computern und künstlicher Intelligenz,

um die Vernetzung und Umwandlung

von Prozessen im privaten und beruflichen

Umfeld zu ermöglichen“ – klingt bereits für

den Stammtisch zu komplex. Das Beispiel

soziale Medien würde hier zu kurz greifen,

da sie nur einen Teilbereich der Digitalisierung

abdecken.

In meinen Heimatbezirk St. Veit/Glan wird

laut Österreichischer Raumordnungskonferenz

die Bevölkerung bis 2040 um knapp

zehn Prozent zurückgehen. Digitalisierungsmaßnahmen

müssen hier als Werkzeug zur

Sicherung des Standortes eingesetzt werden.

Mit entsprechenden digitalaffinen Bildungsangeboten

im Bereich Tourismus und Industrie

(am Beispiel HLW St. Veit oder der

Christian Passin ist zertifizierter

Digital Innovation Driver und stellvertretender

Vorsitzender des Instituts

für Marketing, Management

und Kommunikation e.V. Foto: KK

Business-, Agrar- und Industrie-HAK-Althofen)

sowie innovativen Unternehmen, wie

FunderMAX oder Flex, ist bereits eine Basis

für eine entsprechende positive Entwicklung

gegeben.

Um in Kärnten zu bleiben: Der Ausbau des

Infineon-Standortes Villach einerseits und

andererseits die Beteiligung des Landes Kärnten

an der Silicon Austria Labs GmbH war

2018, im „Jahr der Digitalisierung“ des Landes

Kärnten, ein wichtiges Signal. Jedoch

bedarf es weiterer Strategien für die Regionen

außerhalb des Zentralraumes.

Das Fehlen einer digitalen Vernetzungsstrategie

zwischen Verwaltung, Bevölkerung und

Wirtschaft auf kommunaler Ebene trübt

meine positive Aussicht. Daher ist die Umsetzung

von Smartcity-Konzepten mit entsprechender

Dateninfrastruktur der nächste

wichtige Schritt. Die öffentliche Hand muss

gewährleisten, dass neben Strom, Wasser

und Kanal die Anbindung an eine leistungsfähige

Datenautobahn für jeden Haushalt

Standard ist.

Der einleitend erwähnte und im Oktober

veröffentlichte Enabling Digitalization Index

(EDI) 2019 des Kreditversicherers Acredia

und Euler Hermes listet Österreich unter

115 Ländern bereits am 12. Platz „mit den

besten Rahmenbedingungen für Digitalisierung“

auf. Jedoch haben die heimischen

Unternehmen „in den Bereichen Big Data

Verwendung, Cloud Computing und bei

Spezialisten für Informations- und Kommunikationstechnologie

Nachholbedarf“.

Die digitalvernetze Welt ist keine Zukunftsvision

und auch kein Megatrend mehr. Sie

ist Gegenwart und hat uns fest im Griff.

Smart Home lässt grüßen und 5G will genutzt

werden. Jetzt kann nur noch Fridays

for Future ihr lästig werden.

Neben Wissenschaft und Forschung, sind

Künstler und Schriftsteller aufgefordert uns

ihren gesellschaftskritischen Spiegel vorzuhalten,

um einen gemeinsamen Diskurs über

die Auswirkungen der Digitalisierung zu

führen. Ob ich noch erlebe, dass der von mir

geschätzte „Cyberpunk“ Neal Stephenson,

Gewinner des Prix Ars Electronica 2000,

dafür den Literaturnobelpreis erhält?

PS: Auf seiner Homepage www.christianpassin.at/digitalisierung

bietet Christian

Passin weiterführende Informationen und

tägliche News zum Digitalisierungsthema. |


12 advantage | Umwelt & Zukunft

Foto: shutterstock.com

FÜR SIE ERREICHT!

Steuerentlastung:

IHR NÄCHSTES HANDY

ZAHLT DAS FINANZAMT

7 Mio. Euro

Steuerersparnis

für Kärntner

Unternehmer

ab 1.1.2020 –

auch für Sie!

Erfolg der Wirtschaftskammer im Parlament:

Wir konnten wichtige Entlastungsmaßnahmen für

Sie durchsetzen. Vor allem kleine Betriebe profitieren

bereits ab dem nächsten Jahr.

Konkret heißt das für Sie ab 1. Jänner 2020, dass

> Sie „geringwertige Wirtschaftsgüter“ wie Handy,

Laptop oder Schreibtischsessel künftig zur Gänze

im Anschaffungsjahr von der Steuer absetzen können,

> die Kleinunternehmergrenze auf 35.000 Jahresumsatz

erhöht wird und viele aufwändige Steuererklärungen

durch Pauschalierung entfallen,

> Ihre Krankenversicherung billiger wird.

„Kärntens kleine und mittlere

Unternehmen ersparen sich dadurch

- neben weniger Bürokratie -

rund sieben Millionen Euro

an Steuern pro Jahr.

Sie sehen selbst: Wirtschaftskammer

wirkt. Denn Unternehmer

sein muss wieder Freude machen.“

JÜRGEN MANDL, MBA

Präsident der Wirtschaftskammer

Kärnten und Unternehmer wie Sie

Foto: Helge Bauer

kaerntnerwirtschaft.at


Umwelt & Zukunft | advantage 13

HIRSCH Servo

geht einen

Schritt weiter

Die HIRSCH Servo AG in Glanegg erweitert ihre

Produktpalette und steigt in die Fasergusstechnologie

ein. Bei der Verarbeitung von Porozell ist das

Unternehmen weiter auf Wachstumskurs.

HIRSCH Servo steigt

in die Fasergusstechnologie

ein.

Fotos: HIRSCH Servo / ANZEIGE

Auf drei Schienen ist die HIRSCH

Servo AG am Markt höchst erfolgreich,

mit Tendenz steil nach oben.

Die beiden Hauptsparten sind Dämmstoffe

und Verpackungen aus Porozell, dem

HIRSCH-Markennamen für Expandiertes

Polystyrol (EPS), oder Styropor, wie der

Handelsname für nämlichen Werkstoff in

Deutschland lautet. Ein weiteres Standbein

ist die Herstellung von Maschinen und

Anlagen für die EPS-Verarbeitung.

EPS eignet sich aufgrund der geringen Wärmeleitfähigkeit

ausgezeichnet als Dämmstoff

und wird am Bau immer wichtiger. Denn

ohne Gebäudeisolierungen wird es nicht

möglich sein, die Klimaziele zu erreichen.

Die zweite wesentliche Anwendung für diesen

Werkstoff sind Verpackungen für verschiedene

Geräte zum Schutz vor Beschädigungen.

Doch unter welchem Namen auch immer,

EPS ist in Verruf gekommen. „Zu Unrecht.

In Wirklichkeit hat EPS einen deutlich

kleineren CO 2 -Fußabdruck als die meisten

anderen Dämmstoffe“, sagt DI Harald

Kogler, Vorstand der HIRSCH Servo AG.

„Denn EPS besteht zu 98 Prozent aus Luft

und ist zu 100 Prozent recycelbar.“ So kann

aus EPS wieder EPS werden. Damit sei das

Material Verbundstoffen, bei denen aus verschiedenen

Materialien eines wird und die

dann nicht mehr getrennt und einzeln entsorgt

oder verarbeitet werden können, überlegen.

Auch die Wohnqualität sei hinter

EPS-Dämmungen ausgezeichnet. „EPS hat

den gleichen Diffusionswert wie Holz“,

erklärt DI Kogler.

Was diesem Werkstoff angelastet wird, sind

die zwei Prozent: Sie bestehen aus erdölbasiertem

Kunststoff. Und Plastik ist derzeit

nicht gut angeschrieben. „Das Material selbst

ist nicht schlecht, aber der Umgang der

Gesellschaft damit macht es notwendig zu

reagieren“, sagt DI Kogler.

Da immer mehr Kunden und Konsumenten

natürliche Materialien verlangen, steigt die

HIRSCH Servo AG nun auch in die Fasergusstechnologie

ein – bestens bekannt von

den Eierkartons – und hat zwei Millionen

Euro in eine Versuchsanlage am Standort

Glanegg investiert. Verarbeitet werden ausschließlich

Sekundärfasern, das sind Altpapier

und Altkarton. Sie werden aufbereitet

und in neue Form gegossen.

Die Produktion, so DI Kogler, sei vom

Energieaufwand her nicht umweltfreundlicher

als die Verarbeitung von Porozell,

denn die Altpapierfasern werden mit hohen

DI Harald Kogler führt

HIRSCH Servo seit 2015 erfolgreich

auf Wachstumskurs.

Temperaturen gelöst, anschließend gepresst

und getrocknet. Doch das Ergebnis sei ebenfalls

zu 100 Prozent recycelbar, darüber hinaus

biologisch abbaubar und kompostierbar.

Diese Verpackungen eignen sich für kleine

Haushaltsgeräte bis zu einem Eigengewicht

von maximal zehn Kilo und elektronische

Geräte, für Lebensmittel sowie für Kosmetikprodukte.

Für schwerere Geräte hingegen

bleibt Porozell im Bereich Verpackung aufgrund

seiner hohen Stabilität bei sehr geringem

Eigengewicht nach wie vor unverzichtbar.

|


14 advantage Menschen & Wirtschaft

Es gibt nichts

Gutes, außer

man tut es


Menschen & Wirtschaft | advantage 15

Außergewöhnliche Inszenierungen:

Österreichs Süden fokussiert zeitgemäße

Convention-Aktivitäten

u.a. auf Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle

Sozialprojekte.

Foto: Christian Kaufmann

Perspektivenwechsel ist angesagt: Das Kärnten Convention Bureau

bietet ein Corporate Volunteering-Programm für MICE-Gruppen,

das den Zeitgeist trifft – Incentives mit Mehrwert für die Gesellschaft.

Immer mehr Unternehmen rücken die Frage der Nachhaltigkeit

in den Fokus – ein Aspekt, der auch bei Gruppen-Incentives

eine zunehmend wichtige Rolle spielt. Die MICE-Destination

Kärnten legt deshalb in Kooperation mit dem Netzwerk Verantwortung

zeigen! neue Corporate Volunteering-Aktionen auf, die

den Teamgeist stärken und zugleich einen fortwährenden Mehrwert

für Kärntner Gemeinden schaffen. Eine sinnhafte Tätigkeit und die

Freude an der geleisteten Arbeit fördern nicht nur den Zusammenhalt

in der Gruppe, sondern belohnen jeden Teilnehmer mit der

Erfahrung, Gutes für seine Mitmenschen oder die Natur getan zu

haben. Die Engagement-Möglichkeiten reichen vom aktiven Naturschutz

über Ausflüge mit Senioren oder Menschen mit Behinderungen

bis hin zu Workshops mit Jugendlichen oder gemeinsamem

Kochen in der lokalen Obdachlosenstätte.

In drei Schritten zum Incentive mit Erinnerungswert

Eventplaner wählen aus vielfältigen Corporate Volunteering-Programmen

für Gruppen von fünf bis 40 Personen passende halb- oder

ganztägige Projekte für ihren Kunden aus. Sind diese Rahmenbedingungen

festgelegt, unterstützt das Team von Verantwortung zeigen!

rund um Iris Strasser bei der Vorbereitung und Planung des Incentives.

Alle Mitwirkenden sowie die Menschen, die sie aktiv unterstützen,

erhalten Eventarmbänder – als Erinnerung und Zeichen der

Verbundenheit. Zudem wird das Engagement auf Social Media

begleitet sowie Fotos und Videos auf Wunsch zur Verfügung gestellt.

Die Kosten für die nachhaltigen Programme betragen 1.500 Euro

für ein Projekt bis zu zehn Personen sowie 1.000 Euro pro weitere

zehn Teilnehmer. Sachkosten wie Fahrt- und Eintrittsgelder oder

Verpflegung sind nicht inkludiert.


16 advantage | Menschen & Wirtschaft

Eine Corporate Volunteering Aktion gibt einen wirkungsvollen Impuls zur nachhaltigen Entwicklung eines Unternehmens.

Fotos: Verantwortung zeigen!

Aktiv für Mensch und Natur

Unter dem Motto „Change your perspective and feel inspired” vermitteln

die Corporate Volunteering-Programme neben einer besonderen

Teamerfahrung auch Einblicke in verborgene Bereiche der

Gesellschaft. Die Hilfsbedürftigen wiederum profitieren durch

Freude und Erlebnisse, die ohne den Einsatz der Incentive-Gruppe

nicht zustande gekommen wären. So freuen sich die Bewohner

eines Kinderheims oder des regionalen Kinderdorfs über den Aufbau

einer neuen Sandkiste, das Pflanzen einer Beerenhecke oder eines für

Rollstuhlfahrer zugänglichen Hochbeets. Auch das Verschönern

des Gemeinschaftsraums von Werkstätten oder Jugendzentren steht

hoch im Kurs.

—————————————

„Oft reicht es, einfach den

Standort zu wechseln, um einen

Standpunkt zu verändern.“

Andrea Leitner, Kärnten Convention

—————————————

Bewusst Zeit verbringen Teilnehmer mit den Bewohnern der

Demenzstation des Klinikum Klagenfurts beim Backen von Keksen

oder Apfelstrudel und beim Gestalten eines Vorlese- oder Musiktags

für alte Menschen. MICE-Gruppen entdecken Kärnten beispielsweise

zusammen mit Menschen mit Behinderung oder psychischen

Erkrankungen beim Besuch einer Molkerei, beim Brotbacken auf

dem Bauernhof oder beim Wandern. Kinder eines Lerncafés freuen

sich über gemeinsame Erkundungen und Bewohner/innen eines

Altenheims über eine Fahrt per Boot oder mit einer nostalgischen

Dampflok. Kärntens Natur profitiert durch die Beseitigung nichteinheimischer

Gewächse in Kooperation mit einer Naturschutzorganisation,

das Ausmisten von Fledermauskästen in Kirchtürmen oder das

Aufforsten von Jungwäldern.

Über Kärnten Convention Bureau

„Change Your Perspective” – Unter diesem Motto positioniert sich

Kärnten als MICE-Destination für Tagungen mit Perspektive und

Weitblick im Alpe-Adria-Raum. Mehr als 1.000 Seen, zahlreiche

Berggipfel und außerordentliche Locations schaffen eine eindrucksvolle

Bühne für Veranstaltungen jeder Art. Als weltweit erste Slow

Food Travel Destination schärft das südlichste Bundesland Österreichs

das Verständnis für das Erhaltenswerte und bietet eine Fülle an

authentischen Incentive-Ideen mit nachhaltiger Wirkung. Den

Gedanken der Nachhaltigkeit verstärkt das Kärnten Convention

Bureau zudem als überzeugter Lizenznehmer des Österreichischen

Umweltzeichens und die Kooperation mit Kärntner Sozialprojekten,

durch die Veranstaltungsplaner ebenfalls sinnstiftende Projekte und

unterstützenswerte Ideen finden. |

Überblick

zu den einzelnen Corporate Volunteering-Programmen auf

https://convention.kaernten.at

„Change your prespective“

In drei Schritten zum Unternehmenseinsatz

1. Wählen Sie aus einer Reihe an Möglichkeiten ein Projekt.

2. Bereiten Sie Ihr Wunschprojekt mit einer Checkliste gut vor.

3. Schenken Sie Zeit, Tatkraft und Aufmerksamkeit und

machen Sie ganz neue Erfahrungen!


Menschen & Wirtschaft | advantage 17

Zeit der Reife

„Wer hervorragende Produkte aus der Region durch hochwertige Verarbeitung veredelt,

kann den Menschen die reiche Vielfalt der Natur nahe bringen.“ Valentin Latschen

Mit Zeit, Geduld, Ruhe und Reife hat

sich die Brennerei Pfau unter der Leitung

von Valentin Latschen von einer kleinen

„Keller-Brennerei“ im eigenen Gasthof

(„Pfau“ im Jauntal, Kärnten, Österreich) zu

einer europaweit bekannten Qualitätsbrennerei

entfaltet. „Ich habe einen Vogel und

der heißt Pfau“, so spricht Latschen über

seine beflügelnde Geisteshaltung – unterhaltsam

und mit Humor. Und so kennt man

ihn auch – von Schweden über Hamburg

bis auf die Bermudas. Die Kunst des Brennens

und die tiefe Leidenschaft fürs Wesentliche

vermittelt der Klagenfurter mit Begeisterung.

Das Besondere seiner Destillationen?

„Ich hole mir nur den Teil heraus, in dem die

Qualität steckt. Das Schnapsbrennen ist noch

Valentin Latschen: Er brennt – für die Natur

und die Klarheit im Schnaps. Foto: Pfau GmbH

immer ein Handwerk, auch wenn es heute

mit modernster Technik umgesetzt wird, aber

im Mittelpunkt stehen der Mensch und sein

Gespür. Qualität ist keine Erfindung der

Neuzeit, man kann auch mit dem einfachsten

Kessel das beste Produkt erzielen. Im Rohprodukt,

in der Natur und Regionalität“.

Seit jeher gilt das Motto: Die Qualität muss

stimmen – von der Frucht bis hin zum fertigen

Brand. Die Natur ins Glas bringen –

nicht nur gute, sondern die besten Brände

zu brennen, ist das Ziel … und möglichst

viele von diesem Gedanken zu begeistern.

Mit dieser Philosophie im Kopf geht Valentin

Latschen auf eine Art Missionsreise und

überzeugt mit seinem 100%-Qualitäts-

Denken und mit seinen Produkten. |

Erhältlich unter www.pfau.at oder

in der Pfau Brennerei in Klagenfurt.


18 advantage | addIT

Digitale Transformation ist

mehr als nur ein Zauberwort

– disruptive Technologien

haben massive Veränderungen

zur Folge. Diese

digitale Revolution wirkt

sich nicht nur auf das

gesellschaftliche Leben aus,

sondern betrifft vor allem

Unternehmen in den unterschiedlichen

Bereichen.

Mit addIT

ins digitale

Zeitalter

Um die komplexen Herausforderungen

zu meistern und die Chancen

der Veränderungen zu nutzen,

brauchen Unternehmen kompetente Partner

und finden diese mit dem IT-Dienstleister

addIT im Lakesidepark Klagenfurt.

Digitalisierung bedeutet Fortschritt in allen

Bereichen und setzt sich mit atemberaubender

Geschwindigkeit fort. Die rasante Entwicklung

und die vielfältigen Möglichkeiten

stellen für die Unternehmen Herausforderungen

auf mehreren Ebenen dar. Spezialisierte

Dienstleistungen und Experten, die

stets auf dem neuesten Stand der sich rasch

entwickelnden Technologie sein müssen,

sind mehr gefragt denn je. Mit addIT

Dienstleistungen GmbH & Co KG, einem

Tochterunternehmen des weltweit führenden

Anbieters für die digitale Transformation,

Atos, verfügt Kärnten über einen

IT-Dienstleister, der all diese Anforderungen

erfüllt und sich dynamisch mit dem Markt

weiterentwickelt.


Mit großer Leidenschaft

in die Zukunft

Viele Begriffe schwirren durch Zeit und Raum: Digital

Innovation, Design Thinking, Digital Transformation.

Sie beschreiben unsere Gegenwart – das digitale Zeitalter.

addIT | advantage 19

Das Team von addIT

entwickelt individuelle

Lösungen in allen

Spezialgebieten von

Digitalisierung.

Foto: addIT

addIT kann durch Beratungskompetenzen

Antworten, Strategien,

Konzepte und konkrete Lösungen

auf alle Fragen der Informationstechnologie

liefern und ist über

seine strategischen Partner sowie das

Mutterunternehmen weltweit vernetzt.

So kann addIT nicht nur auf

eigene Business Technologists zurückgreifen,

sondern es steht dem

Kärntner Unternehmen auf diese

Weise die weltweite Expertise von

tausenden Spezialisten zur Verfügung.

Für Miriam Buxbaumer, MA, Digital

Transformation Business Consultant

bei addIT, sind all diese Begriffe

höchst vertraut und tägliche Leidenschaft.

Agil, dynamisch, flexibel und mit großer

Begeisterung, aber auch mit einem immensen

Know-how sind die Expertinnen und

Experten bei addIT an jeder Aufgabe dran

und lassen nicht locker, bevor sie nicht die

optimale Lösung für und gemeinsam mit

dem Kunden gefunden und umgesetzt

haben. Und dabei tragen sie den Geist von

start ups in sich: Ausprobieren, Fehler

machen, umfallen, aufstehen, weitermachen

und so die perfekte Lösung, das perfekte

System für den jeweiligen Kunden zu

finden.

„Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir

den Gesamtprozess anbieten: von der Beratung

inklusive der Identifizierung des wirklichen

Problems bis zur Entwicklung und

Umsetzung der Lösung“, erklärt Buxbaumer.

Das wird in Design Thinking Workshops,

sogenannten Hackathons oder

Design Sprints, mehrtägigen Events zur

Lösung eines komplexen Problems, erarbeitet.

Die Arbeit läuft in fünf Phasen ab:

Emphatize (in den Kunden hineinversetzen),

Define (die wirkliche Problemstellung

definieren), Ideate (Ideengenerierung),

rapide Prototyping (schnell und kostengünstig

einen Prototyp herstellen) und Testing

(gemeinsam mit realen Endkunden testen).

Die vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

im Digital Innovation Team plus neun Software-Entwickler

im Lakesidepark können

gemeinsam mit dem Kunden innerhalb von

nur drei Monaten ein völlig neues digitales

Produkt entwickeln. „Die meisten Menschen

denken, dass mit der Digitalisierung

der Mensch in den Hintergrund tritt.

Genau das Gegenteil ist der Fall. Wir sind

ganz nahe an den Kunden, wir gehen genau

auf ihre Problemstellungen ein. Gemeinsam

Miriam Buxbaumer, MA,

Digital Transformation

Business Consultant bei

addIT. Foto: addIT

mit dem Kunden durchleuchten wir unter

anderem dessen digitale Gegenwart. Entspricht

das Geschäftsmodell noch dem neusten

Standard? In welche Richtung möchte er

sich entwickeln und was erfordert die

Marktsituation?“ erklärt sie. „Die Arbeit mit

jedem Kunden ist dabei eine neue, spannende

Herausforderung.“

Das addIT Digital Innovation Team lebt

den Fortschritt in der Informationstechnologie

mit ständiger Wissenserweiterung, mit

internem sowie externem Erfahrungsaustausch,

Wissensteilung sowie Freude an

neuen Erkenntnissen und Entwicklungen.

Der nächste Schritt ist Künstliche Intelligenz.

Auch hier ist addIT wieder ganz

vorne dabei. In Kooperation mit Google als

Partner organisiert addIT/Atos erstmals

einen Hackathon zum Thema Künstliche

Intelligenz in Wien. Dabei werden Anwendungsfälle

(Use cases) von diversen namhaften

Unternehmen in multidisziplinären

Teams innerhalb der dreitägigen Veranstaltung

im Business Technology & Innovation

Center (BTIC) in Wien bearbeitet und

somit reale Problemstellungen gelöst.

Da der digitale Bereich wie viele andere

Branchen auch unter Fachkräftemangel leidet,

arbeitet addIT ständig mit Universitäten,

Fachhochschulen sowie HTL zusammen

und lädt Schülerinnen und Schüler

sowie Studentinnen und Studenten zu

Hackathons ein. Auf diese Weise sind schon

einige Talente entdeckt und so manche jungen

Leute fürs Programmieren begeistert

worden.


20 advantage | addIT

Birgit Kattnig, Consultant Cyber

Security, Big Data & Security

bei addIT. Foto: addIT

Sicherheit

ist möglich

Nicht nur die digitalen

Anwendungen werden

komplexer, auch die

Hackerangriffe sind es.

Cyber Security ist daher

elementarer Bestandteil

jeder digitalen Strategie.

Beim Thema Sicherheit kommt DI

Birgit Kattnig, Consultant Cyber

Security, Big Data & Security bei

addIT, ins Spiel und kann auf die Mitarbeit

und Expertise von mehr als 5.000 Kolleginnen

und Kollegen aus aller Welt zurückgreifen.

So viele Spezialistinnen und Spezialisten

umfasst das weltweite Netzwerk für

Cyber Security der Muttergesellschaft und

der strategischen Partner.

Das spezielle Asset von addIT ist daher das

End-to-End-Service. Das heißt von der

Beratung über die Strategie bis hin zur Entwicklung

von Organisationsstrukturen und

der Umsetzung von Prozessen kommt alles

aus einer Hand. „Die Gefahrenpotenziale

sind von Unternehmen zu Unternehmen

verschieden. Es muss identifiziert werden,

wo es sich für einen Hacker auszahlen

könnte anzugreifen, welche Daten für ein

Unternehmen wichtig sind und daher

geschützt werden müssen. Basierend auf diesem

Wissen setzt die Entwicklung eines

Information Security Management Systems

an“, schildert DI Kattnig die Arbeitsweise.

addIT begleitet Unternehmen auch auf dem

Weg zu sicherheitsrelevanten Zertifizierungen

und Standards. Dazu zählt ein Bündel

von organisatorischen und technischen

Maßnahmen, von Festlegen der Verantwortlichkeiten

im Unternehmen, der Entwicklung

und Installation der entsprechenden

Software bis hin zum Mitarbeitertraining.

Immer wichtiger wird es, Angriffe oder

Schadsoftware (Malware) rechtzeitig zu

——— I n t e r v i e w ———

Interview mit Mag. Dieter

Jandl, Geschäftsführer

der addIT Dienstleistungen

GmbH & Co KG

Seit wann beschäftigen Sie sich mit

dem Thema Digitalisierung?

Jandl: Seit der Gründung unseres Unternehmens.

Digitalisierung gibt es schon lang, der

Unterschied ist: Früher war es ein Thema für

die IT-Abteilungen der Unternehmen.

Heute sind alle Abteilungen und Prozesse

damit und davon erfasst. Was sich ebenfalls

radikal verändert hat: Technologien und

Digitalisierung sind heute die Treiber in der

Wirtschaft.

Welche Branchen betrifft es in

erster Linie?

Eigentlich alle. Massiv betroffen sind die

produzierende Industrie, der Dienstleistungssektor

und natürlich alle Hochtechnologie-Bereiche.

Am wenigstens Digitalisierung

findet man noch in der Baubranche,

aber auch hier wird es zunehmend digitaler.

Wie geht die Entwicklung weiter?

Während noch vor einigen Jahren IT in

erste Linie zur Automatisierung diente, so

ist sie heute ein essentieller Bestandteil von

Unternehmensstrategien. Das heißt, es wird

in fünf bis zehn Jahren keinen Vorstand in

einem maßgeblichen Unternehmen geben,

der nicht technologieaffin sein wird. Wir

können diese Entwicklung bei unseren

Gesprächen mit Unternehmern bereits

erkennen.

Wird die Nachfrage nach ihren

Dienstleistungen steigen?

Es wird nicht mehr werden, sondern die

Anfragen werden differenzierter. Der Fokus

wird auf anderen Themen liegen. Nämlich:

Wie setze ich Digitalisierung ein, um kurz-,

mittel-, und langfristig wettbewerbsfähig in

einem globalisierten Markt zu sein? Was

bringt mir künstliche Intelligenz?

Wie weit ist die Künstliche Intelligenz

als Teilbereich der Digitalisierung

fortgeschritten?

Künstliche Intelligenz wurde bereits vor 30

Jahren diskutiert. Aber jetzt ist sie soweit,

Fotos: addIT


Partner in der ganzen Welt

addIT | advantage 21

Mit seinen strategischen Partnern Cisco Systems Austria GmbH,

Dell Technologies und Check Point Software Technologies ist addIT

weltweit vernetzt und kann auf zusätzliches Know-how zurückgreifen.

erkennen. Dafür empfiehlt sich

unter anderem SIEM, das für

Security Information and Event

Management steht und die Echtzeitanalyse

von Sicherheitsalarmen

und damit eine möglichst rasche

Identifizierung von Angreifern

sowie ein entsprechend schnelles

Reagieren ermöglicht.

Ein wesentlicher Aspekt von Cyber

Security ist die Vorbereitung auf

einen Angriff. Welche Maßnahmen

ergriffen werden müssen, wenn’s

doch einmal passiert. Wie Daten

rasch zu sichern sind und eine weitere

Ausbreitung von Schad-Software

auf bereits kompromittierten

Systemen verhindert werden kann.

Cisco ist eines der Unternehmen, das

in den vergangenen Jahrzehnten

eine bedeutende Rolle beim Ausbau

des Internets gespielt hat. 80 Prozent

des weltweiten Internetverkehrs nützen in

irgendeiner Weise die Technologie von

Cisco. Darüber hinaus trägt Cisco dazu bei,

Österreich auf die digitalen Jobs der

Zukunft vorzubereiten. Dazu arbeitet das

Unternehmen eng mit seinen Kunden und

Partnern zusammen, um die Möglichkeiten

der Digitalisierung heute und in der

Zukunft weiter umfassend zu nutzen.

Dell Technologies wurde vor 35 Jahren

gegründet und bietet seinen Kunden ein

umfangreiches und innovatives Technologieund

Service-Portfolio an – von Edge über

das Rechenzentrum bis in die Cloud. Auf

der Erfahrungsbasis dieser Entwicklungsgeschichte

ist es auch weiterhin erklärtes Ziel,

Lösungen zu finden, die den menschlichen

Fortschritt vorantreiben. Der Einsatz von

IT-Technologie und Wissen muss immer

unter Einhaltung der Prämisse geschehen,

intelligent vorzugehen und nachhaltig zu

handeln, lautet die Devise von Dell. KI-Systeme,

Internet of Things und andere Technologien

können – sofern sie richtig eingesetzt

sind – mehr und bessere Werkzeuge als

je zuvor liefern.

Check Point Software Technologies zählt zu

den führenden Unternehmen im Bereich

digitaler Sicherheit. Mit zunehmender Digitalisierung

wird auch das Thema Datensicherheit

in allen Bereichen komplexer.

Lösungen für Netzwerke, Mobile Systeme,

Cloud und Endpoint Security werden nach

den individuellen Bedürfnissen der Kunden

entwickelt und installiert.

dass sie auch tatsächlich einsetzbar

ist. Ich traue mich aber nicht zu

sagen, wie schnell und wo sie in

größerem Ausmaß eingesetzt wird.

Wenn wir vom autonomen Fahren

oder Fliegen reden, dann sehe ich,

dass wir in Europa gegenüber

China massiven Nachholbedarf

haben.

Wer profitiert am meisten von

Digitalisierung?

Grundsätzlich profitieren all jene

mehr, die frühzeitig für sich die

Chancen erkennen – unabhängig

von der Branche. Es geht darum zu

erkennen, welche Abläufe nachhaltig

verbessert werden können und

wo man damit den größten Nutzen

erzielen kann. Daher wählen wir

auch häufig den Zugang über ein

Pilotprojekt, um zu evaluieren und

anschließend zu implementieren.

Stefan Trondl

Dell Technologies

„Wir sind Verfechter einer

Kultur des Technologieoptimismus,

weil wir auch

danach handeln und uns

gleichzeitig unserer

Verantwortung bewusst sind.

In den kommenden drei

Jahrzehnten wird die

Menschheit wieder

unglaubliche Fortschritte

machen.“

Hans Greiner

Cisco Systems Austria GmbH

„So, wie sich in den

vergangenen Jahren stets

neue Ideen und technische

Verbesserungen durchgesetzt

haben, steht derzeit mit der

Digitalisierung bereits die

vierte große Phase in der

Evolution des Internets an.

Hier sehen wir unsere

Verantwortung darin, bei

den Themen wie 5G,

Industrie 4.0, IoT und

IT-Security ein Vorreiter zu

sein.“

Roman Prinz

Check Point Software

Fotos: addIT

Technologies

„Ob Cloud, Mobile oder

E-Mail – keine Umgebung

ist immun gegen Cyber-Angriffe.

Altbekannte Bedrohungen,

wie gezielte Ransomware-Angriffe,

DNS-Angriffe

und Cryptominer

werden auch im kommenden

Jahr relevant sein. Alle

Sicherheits-Experten müssen

sich daher auf die neuesten

Varianten und Winkelzüge

dieser Gefahren einstellen.“


22 advantage | Menschen & Wirtschaft

Digitale Bildungsplattform der AK Kärnten

bietet kostenlose Weiterbildungskurse

AK-Kärnten-Mitglieder können auf der digitalen Plattform www.akdigicheck.at anonym

testen, wie fit sie beim Thema Digitalisierung sind. Über die gewonnenen Informationen

erhalten sie einen individuellen Schulungsplan mit kostenlosen Kursangeboten.

Digitale Medien verändern unsere

Welt und unser Leben in einem

Ausmaß, wie dies zuletzt wohl bei

der Einführung des Buchdrucks der Fall

war. Ein Viertel der österreichischen Bevölkerung

braucht deshalb Unterstützung im

Umgang mit digitalen Services & Medien.

Und zwar JETZT. Die digitalen Möglichkeiten

fliegen uns nahezu um die Ohren.

gebote möglich. Werbemittel und diverse

Unterlagen werden von der AK Kärnten zur

Verfügung gestellt und sind entsprechend zu

verwenden.

3 einfache Schritte zur Digitalisierung

1. digi:check machen

2. Kurse buchen

3. AK digi:check-Zertifikat erhalten |

Mit speziellen Wissenstestfragen kann man

auf der AK digi:check-Plattform seine jeweiligen

digitalen Fähigkeiten feststellen. Auf

dieser Basis werden Fortbildungsangebote

vorgeschlagen und der Nutzer kann sein

persönliches und den Kompetenzen entsprechendes

Weiterbildungsangebot absolvieren.

Pro AK Mitglied dürfen Kurse im Wert von

24 Unterreichseinheiten besucht werden.

Die Inhalte des Schulungsplanes sind - nach

Absolvierung des AK digi:check und auf

ausdrücklichen Wunsch – individuell festzulegen

und durch die Bildungsträger im

Namen der AK Kärnten vorzuschlagen.

Umfangreiches Kursangebot

Vom Online Banking bis zu Apps am Smartphone,

vom Cyber Mobbing bis zum Amazon-

—————————————

„Machen Sie sich

fit für die digitale

Zukunft!“

—————————————

Einkauf, vom Arbeiten mit Windows, Word

und Indesign bis zum mobilen Arbeiten in

der Cloud: Die Kurse füllen alle nur erdenklichen

digitalen Lücken, für jede/n AnwenderIn

klar, logisch und übersichtlich erklärt.

Moderne Schulungsvarianten

Die Kurse werden sowohl klassisch als auch

mittels „Blended Learning“ (E-Learnings

kombiniert mit Präsenztrainings) abgehalten.

Ergänzend sind auch Online- Lernan-

Infos & Kontakt

Nähre Infos erhalten Interessierte

bei den folgenden Informationsveranstaltungen:

St. Paul im Lavanttal 6.11.2019

Keutschach 7.11.2019

AK-Bezirksstelle 25.11.2019

Micheldorf 4.12.2019

VHS Weißenstein 5.12.2019

jeweils von 18 – 20 Uhr

Arbeiterkammer Kärnten

Bahnhofplatz 3

9021 Klagenfurt am Wörthersee

T 050 477-2323

E digicheck@akktn.at

www.akdigicheck.at

ANZEIGE


Anzeige | advantage 23

Kapsch BusinessCom

vernetzt Kärnten

25 Milliarden vernetzte Geräte wird es laut Prognosen bis 2025 geben. Aber auch heute

schon messen Sensoren, ob Parkplätze frei sind, wieviel Wasser verbraucht wird und ob

Leckagen vorliegen. Temperaturmessgeräte erkennen frühzeitig einen Wetterumschwung

und Bewegungsmelder regeln die Lichtverhältnisse in Bürogebäuden.

Intelligent werden all diese Geräte

jedoch erst, wenn man die gemessenen

und produzierten Daten auch sinnvoll

nutzen kann. Dafür müssen sie an einen

Empfänger zur Verarbeitung übertragen

werden. Das passiert entweder über lokale

Nahfunk-Netze wie WLAN und Bluetooth

oder über klassische Mobilfunknetze. Bei

einer großen Anzahl an Geräten stoßen

Funknetze schnell an ihre Grenzen, manche

Anwendungen können auch aufgrund der

hohen Initialkosten nicht wirtschaftlich

umgesetzt werden. Deshalb setzt die Sensor

Network Services GmbH (SENS), ein Joint

Venture der Kapsch BusinessCom, Microtronics

und ORS auf eine neue Technologie:

LoRa, ein Low Power Netzwerk, basierend

auf dem Funkstandard LoRaWAN.

Die Vorteile dieser neuen Technologie sind

vielfältig: Sie ermöglicht nicht nur eine kosten-

und energiesparende Übertragung von

Sensor-Zustandsdaten, die Sensoren kommen

auch bis zu zehn Jahre ohne Wartung

aus. Die schmale Bandbreite sorgt bei

gleichzeitig hoher Reichweite für eine energieeffiziente

Datenübertragung.

Bis 2020 sollen alle Ballungszentren und

Hauptverkehrsrouten mit einer LoRaWAN

Versorgungausgestattet werden, so lautet der

ehrgeizige Plan von SENS. Durchaus realistisch,

bei Reichweiten von fünf Kilometer

im urbanen und ca. fünfzehn im ländlichen

Raum.

Fotos: Kapsch

Smart Cities, Produktionsüberwachung

und Katastrophenschutz

„Die LoRa-Funktechnologie ist die beste

Basis dafür, im ‚Internet of Things‘ gewonnene

Daten nutzbar zu machen. Daher haben

wir bei der Kapsch BusinessCom frühzeitig

begonnen, uns praktisch damit auseinanderzusetzen“,

beschreibt Martin Unterberger,

Geschäftsstellenleiter der Kapsch Business-

Com in Klagenfurt, die Beweggründe, die

neue Technologie einzusetzen.

Wide Area Networks wie LoRa eignen sich

besonders für Anwendungen im Bereich der

Smart Cities, etwa intelligentes Parken oder

intelligente Straßenbeleuchtung, aber auch

für Supply Chain Management mit Asset-

Tracking und Condition Monitoring – also

auch für Industrie-4.0-Anwendungen. Immer

mehr Unternehmen aus den Bereichen

Technologie und F&E setzen auf die neue

Technologie. Die ÖBB beispielsweise im

Bereich der Digitalisierung der Weichenstellungen.

Von Energieversorgern wird die

Technologie im Bereich Smart Metering,

also der Übertragung von Daten zum Energieverbrauch

(Wasser, Wärme, Gas), bereits

getestet.

Wettbewerbsfähig durch

Digitalisierungslösungen

Kärnten vereint traditionelle Industrien,

Unternehmen aus dem Hightech-Sektor

und der Spitzenforschung. Das südlichste

Bundesland etabliert sich gerade zu einem

aufstrebenden Forschungsstandort. Nicht

nur im F&E-Bereich gehört das Bundesland

mittlerweile zu den Top-15-Regionen Europas,

auch beim regionalen Wirtschaftswachstum

spielt Kärnten seit einigen Jahren

in der Spitzenliga. Daraus ergibt sich eine

höchst anspruchsvolle Erwartungshaltung in

Hinblick auf innovative und maßgeschneiderte

Digitalisierungslösungen.

Die „Low-Power-Technologie“ ist effizient,

was die Sendeleistung betrifft. Sie ist auch

einfach zu implementieren und zu administrieren.

„Wir sind überzeugt, dass die Technlogie

eine rasche und effiziente Digita lisierung

von Prozessen ermöglicht und so die Wettbewerbsfähigkeit

von Unternehmen in Kärnten

stärkt“, so Unterberger abschließend. |


24 advantage | Menschen & Wirtschaft

——— I n t e r v i e w ———

mit DI Manfred Freitag

„Wir bieten an,

der Kunde entscheidet“

Digitalisierung zum Wohl des Kunden einzusetzen und

die Infrastruktur zu sichern, sieht Vorstand DI Manfred Freitag

als eine der wesentlichen Herausforderungen für die Kelag.

Das Thema Digitalisierung ist in aller Munde.

DI Freitag: Ja, Digitalisierung ist in der Öffentlichkeit, neben Klimaschutz,

derzeit ein beherrschendes Thema. Doch tatsächlich ist sie

nichts Neues. Die Kelag, wie auch andere Unternehmen, arbeiten

schon seit Jahren an und mit Digitalisierung. Unsere IT-Abteilung ist

stetig gewachsen. Heute befassen sich 120 IT-Dienstleisterinnen und

Dienstleister mit den unterschiedlichen Bereichen der Digitalisierung.

Wo ist die Kelag digital?

Eigentlich überall. Alle Prozessabläufe werden digitalisiert, von der

Kundenanfrage über die Rechnungslegung, bis hin zum Smart-Meter-Rollout,

der jetzt in den Haushalten montiert wurde und wird.

Hintergrund dieser Maßnahme ist die „Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung“

(IME-VO), die die KNG-Kärnten Netz

GmbH verpflichtet, die Zähler beim Eichtausch stufenweise gegen

intelligente Messgeräte auszutauschen. Dabei werden analoge Zähler

durch digitale ersetzt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Robotergesteuerte

Prozessoptimierung (RPA). Erste Projekte haben wir 2018

bereits erfolgreich umgesetzt. Wir verfolgen eine konsequente Digitalisierungsstrategie,

mit deren Entwicklung wir die Vorgehensweise

zur digitalen Transformation der Kelag festgelegt haben. Unser Ziel

ist es, Prozesse zu optimieren, neue Technologien zu evaluieren und

einzusetzen sowie smarte Services zu entwickeln und damit einen

Mehrwert für unsere Kunden anbieten zu können.

Wie passen Klimaschutz und Digitalisierung zusammen?

Die Welt wird vernetzter, Informationen stehen zeitgleich, weltweit

und uneingeschränkt zur Verfügung. Mit der rasanten Entwicklung

von immer leistungsfähigeren Informations- und

Telekommunika tionstechnologien eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten

entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Digitalisierung

wird alle Lebens- und Unternehmensbereiche in einer

immer schnelleren Geschwindigkeit durchdringen. Wenn Klimaschutz

und Energiewende ernst genommen werden sollen, wird

auch ein intelligentes digitales Energiesystem auf Basis erneuerbarer

Energien benötigt.

Wem bringt der Smart Meter Vorteile?

Bis zu einem gewissen Grad auch dem Unternehmen, aber in erster

Linie dem Kunden. So kann er nun seinen Verbrauch im 15-Minuten-Takt

dokumentiert bekommen und genau erkennen, wo und

womit der Kunde am meisten Strom verbraucht und – wenn er es

möchte – entsprechend darauf reagieren. So können unnötige

Stromfresser wie schadhafte oder falsch angeschlossene Geräte und

Stand-by-Verbraucher vom Kunden und nur vom Kunden leichter

aufgespürt werden. Für die KNG-Kärnten Netz GmbH, ein Tochterunternehmen

der Kelag, als Netzbetreiber hat es den Vorteil, dass

der Verbrauch zur Rechnungslegung per Fernabfrage erfasst wird

und nicht mehr persönlich abgelesen werden muss.


Menschen & Wirtschaft | advantage 25

Coding4Kids

Wie groß ist das Interesse der Kunden an den

15-Minuten-Aufstellungen?

Derzeit gering. Der Smart Meter und seine Möglichkeiten werden in

Zukunft aber sicher stärker an Bedeutung gewinnen. So kann der

digitale Zähler beispielsweise sowohl den Verbrauch messen als auch

die Leistung, die jemand mit seiner hauseigenen Photovoltaikanlage

ins Netz einspeist. Dafür brauchte man bisher zwei Messgeräte.

Manche Kunden haben auch Bedenken. Stichwort:

gläserner Konsument. So könne der Netzbetreiber

genau „mitschauen“, was im Haushalt geschieht.

Das ist keineswegs der Fall. Alles, was wir feststellen können, ist, wieviel

elektrische Energie verbraucht wird. Was hinter dem Zählpunkt

passiert, also wofür sie aufgewendet wird, erfahren wir nicht. Nur der

Kunde weiß, welche Geräte er wann in Betrieb hatte.

Was sind aus Ihrer Sicht die größten Herausforderungen

im Zusammenhang mit Digitalisierung?

Durch die immer stärker zunehmende Vernetzung von IT-Systemen

und Anlagen ergeben sich neue Herausforderungen in Bezug auf

Datenschutz und Informationssicherheit für unser Unternehmen.

Um diesen gerecht zu werden und die Kundendaten vor unerlaubtem

Zugriff durch Hacker oder andere kriminelle Gruppierungen zu

schützen, wurde ein Informationssicherheitsmanagementsystem aufgebaut,

welches sich systematisch mit möglichen Bedrohungen

beschäftigt und Maßnahmen zur Abwehr trifft. Dadurch werden die

Sicherheitsstandards zum Schutz der Kundendaten kontinuierlich

verbessert und das Schutzniveau stetig erhöht.

Was passiert mit den vielen Daten?

Sie werden sortiert, archiviert und analysiert. Das Ziel ist natürlich,

etwas Positives daraus zu lukrieren. Das heißt, kausale Zusammenhänge

herzustellen. So können diese Daten mit Zustimmung des

Kunden beispielsweise die Grundlage für die Entwicklung neuer,

unterschiedlicher Tarifmodelle sein, zwischen denen die Kunden

dann wählen können. Theoretisch und praktisch könnte in einem

Ort dann jeder Zählpunkt einen anderen Tarif haben.

Kann der Energieversorger so auch den Verbrauch steuern,

damit elektrische Energie effizienter genutzt wird?

Nein, die Effizienzsteuerung liegt ausschließlich in der Hand des

Kunden. Wir bieten an, er entscheidet. Unsere Aufgabe kann nur

sein, die Digitalisierung mit Fingerspitzengefühl, Verantwortung

und Empathie zum Wohle der Kunden einzusetzen. |

Vorstand Freitag, Matthias Lechner und

Andreas Grießer mit zwei der begeisterten

Nachwuchs-Programmiererinnen. Fotos: Kelag

Spielerisch Programmieren lernen

Die Kelag unterstützt die nächste

Generation beim Kennenlernen digitaler

Technologien. Sie stellte in diesem

Sommer in ihrer Zentrale in Klagenfurt

einen Raum und die notwendigen Geräte

für Coding4Kids zur Verfügung. Dieser

Programmierkurs für zwölf Kinder im Alter

von zehn bis 14 Jahren wurde von der

Online-Agentur FACTOR INNSBRUCK

veranstaltet. „Auf diese Weise können sich

junge Menschen spielerisch mit dem

Programmieren und digitalen Technologien

auseinandersetzen“, sagt Matthias

Lechner von FACTOR zur Zielsetzung des

Projekts. Kelag-Vorstand DI Manfred

Freitag war fasziniert, mit welcher

Begeisterung und Konzentration und mit

welchem Teamgeist die Jugendlichen bei

der Sache waren. „Bildung hat in unserem

Unternehmen einen sehr hohen Stellenwert.

Einerseits bilden wir selbst Lehrlinge

aus, andererseits ist die ständige Aus- und

Weiterbildung unserer Belegschaft eine

Voraussetzung dafür, dass wir die immer

komplexeren Herausforderungen in der

Arbeitswelt erfolgreich bewältigen

können“, sagt er und kündigt an, Coding-

4Kids im nächsten Jahr wieder

unterstützen zu wollen. Andreas Grießer,

Teamleiter Data Analytics in der IT der

Kelag, war mit der Idee gekommen und DI

Freitag stimmte sofort zu. „Wir verstehen

die Unterstützung dieses Projekts als Teil

unserer gesellschaftlichen Verantwortung,

aber durchaus auch eigennützig. Die Kelag

braucht heute und in Zukunft qualifizierte

IT-Fachkräfte“, erklärt Freitag.

ANZEIGE


26 advantage | Menschen & Wirtschaft

Mit neuem

„Taktgefühl“

durch

Klagenfurt

Die Klagenfurter Bevölkerung ist dem

neuen Taktverkehr der KMG-Busse

sehr zufrieden. Das ergab eine Befragung

der Passagiere der neuen Linie B.

Das Ziel des neuen Verkehrskonzepts

der Stadt Klagenfurt ist, dass immer

mehr Bürgerinnen und Bürger ihre

Autos zu Hause lassen. Dazu muss der

öffentliche Verkehr attraktiver werden. Für

eine effektive Umsetzung dieses Ziels wurde

die Klagenfurt Mobil GmbH (KMG)

gegründet, zu deren Hauptaufgaben die Verbesserung

und Optimierung des Liniennetzes

in Bezug auf Linienführung und Taktung

zählen.

Mit den KMG-Bussen

sicher und bequem

durch Klagenfurt.

Klagenfurt macht mobil

STW-Vorstand Dipl.-Ing.

Erwin Smole, Stadtrat Frank

Frey, Gernot Weiss (Prokurist

Klagenfurt Mobil GmbH)

und Bürgermeisterin Dr.

Maria-Luise Mathiaschitz.

Fotos: Hude/KK

Der erste Schritt zur Taktverbesserung

wurde mit Beginn des neuen Schuljahres im

September gesetzt. Die neue Linie B fährt

nun im 10-Minuten-Takt. Diese Linie B

entspricht der bisherigen KMG-Taglinie 61

nach Welzenegg. Neu im Vergleich zum bisherigen

Linienverlauf der Linie 61 ist die

direkte Anbindung des Hauptbahnhofes von

Welzenegg.

Auf dem richtigen Weg

Die neue Linienführung und der 10-Minuten-Takt

kommen sehr gut an. Das zeigte

eine Kundenbefragung, an der knapp 350

Personen teilnahmen. So fahren laut Studien -

ergebnis 96 Prozent der Fahrgäste gerne mit

dem Bus. 95 Prozent beurteilten den 10-Minuten-Takt

als positiv und 68 Prozent gaben

an, dass sie seit der Einführung des neuen

„Taktgefühls“ nun öfter mit dem Bus fahren.

Diese Ergebnisse zeigen, dass die Klagenfurt

Mobil GmbH mit dem neuen Linienkonzept

auf dem richtigen Weg ist. Daher sollen

weitere Linien nach dem Muster der Linie B

folgen. Denn die Kundenbefragung hatte

den Zweck, sowohl für die Testphase als

auch für den Betrieb danach Anpassungen

und Adaptionen beim Angebot zu eruieren

und die Qualität des Angebotes weiter zu

verbessern.

Bis 2024 soll das neue Mobilitätskonzept

umgesetzt sein. Es sieht eine Verdoppelung

der Kilometerleistung von rund drei Millionen

Kilometern, die von derzeit 66 Bussen

im Jahr zurückgelegt werden, auf 5,7 Millionen

Kilometer vor.

Ein Euro pro Tag

Die neue Jahreskarte PLUS ist bereits seit

Juli erhältlich und kostet 365 Euro. Somit

können alle Klagenfurterinnen und Klagenfurter

für einen Euro pro Tag ein Jahr lang

alle KMG-Busse und die S-Bahn innerhalb

des Klagenfurter Stadtgebietes und die

Räder von nextbike nutzen. |

ANZEIGE


Menschen & Wirtschaft | advantage 27

Sparkassen Leasing Süd weiter auf Erfolgskurs

Dr. Klaus Mikutta, Geschäftsführer der Sparkassen Leasing Süd GmbH & Co KG

kann sich schon seit vielen Jahren über kontinuierliche Zuwächse freuen.

Daran dürfte sich auch in naher Zukunft nichts ändern.

ANZEIGE

Wie entwickelt sich der

österreichische Leasingmarkt?

Mikutta: Das Neugeschäft in der Leasingbranche

befindet sich weiter auf Wachstumskurs.

Der österreichische Leasingmarkt

ist 2018 um 11,1 Prozent gegenüber dem

Jahr davor gestiegen. Sowohl im Kfz-Leasing

(+7,8%) als auch im Mobilienleasing

(+20%) konnten deutliche Zuwächse erzielt

werden.

Wie ist die Situation im Süden?

In der Steiermark und in Kärnten konnten

wir entsprechend dem regionalen Markt

zulegen. Dies war nur durch die gute

Zusammenarbeit mit der Steiermärkischen

und der Kärntner Sparkasse möglich. Der

Staffelübergabe in der

S-Leasing Süd. Dr. Klaus Mikutta

übergibt die Vertriebsleitung

an Mag. Manfred Perdacher.

Foto: KK

Kunde erhält in jeder der 48 Filialen der

Kärntner Sparkasse eine kompetente Beratung

und eine rasche Entscheidung vor Ort.

Auch das Risiko blieb weiter auf niedrigem

Niveau.

Was erwarten Sie für 2019?

Das Geschäft hat sich im ersten Halbjahr

österreichweit positiv entwickelt. Dies gilt

erfreulicherweise auch für Kärnten und die

Steiermark. Nach meinem altersbedingten

Ausscheiden aus der S-Leasing Süd übernimmt

Herr Mag. Manfred Perdacher die

Verantwortung für den Vertrieb in Kärnten.

Herr Perdacher ist seit zwölf Jahren im

Unternehmen tätig und wird den erfolgreichen

Weg weiter vorantreiben. |

ZUM

LEBENSERHALT.

ZUR

LEBENSFREUDE.

Lebenssituationen sind vielfältig.

Unsere Lösungen auch.

Um zu verstehen, muss man zuhören. Sprechen Sie mit uns und wir finden die Lösung, die am besten zu Ihnen passt.

www.generali.at

Landesdirektion Kärnten-Osttirol, T +43 463 5829 0, office.ktn.at@generali.com

Unter den Flügeln des Löwen.


28 advantage Green-ups

Nachhaltig,

authentisch,

echt

xxxxxxx. Manuela Mark

Inspiriert von der umliegenden

Natur bauen unsere Green-Ups

eine Brücke zwischen Natürlichkeit

und Ästhetik – natürlich handmade!

Foto: Christopher Hanschitz


Green-ups | advantage 29

Zeitgenössische

Möbelkunst aus

Österreich

Das Duo Christian Aspernig und

Hermann Strauss startete vor nun

mehr als zwei Jahren ein gemeinsames

Projekt namens „Ex Smple“ –

ein Designkollektiv, das es sich zur

Aufgabe gemacht hat, heimische

Materialien in den Vordergrund zu

rücken und in hochwertige Möbelstücke

zu kreieren: Mit der gemeinsam

verwirklichten Möbelkollektion

„Essential Collection“ leisten sie ihren

ganz persönlichen Beitrag zum

österreichischen Möbeldesign.

Drei edle Stücke bestehend aus einer Bank,

einer Garderobe und einer Tischvariation bilden

den Anfang des gemeinsamen Projekts.

Als „einfache Möbelstücke“ wollen die Designer

ihr Schaffen nicht verstanden haben.

„Die Essential Collection ist unsere Sichtweise

auf zeitgenössische Möbelkunst“,

erzählt Hermann Strauss. Trifft man die Designer

wird schnell klar: Jeder noch so kleine

Bestandteil, jedes Material jedes Detail ist

absichtlich und mit großer Sorgfalt geplant,

nichts wird dem Zufall überlassen. „Wenn es

um Details geht, sind wir sehr speziell und

bestimmt – man könnte sagen, wir sind

Detail-Enthusiasten“, so Christian Aspernig.

Nachhaltige Ästhetik

Um solche Stücke in ihrer einzigartigen Form

und mit besonderen Details herstellen zu

können, benötigt jedes Team starke Partner.

Die Fusion aus Industriedesign, Innenarchitektur

und Tischlerei ist der Grundstein für

das Projekt Ex Smple. Die Tischlerei Strauss

ist einer der ältesten Tischlereibetriebe am

Wörthersee und Anfang an für die Prototypen

und Produktion der Möbelkollektion

verantwortlich. Die technische Leitung übernahm

Tischlermeister Daniel Londer, das

Design entstand in Zusammenarbeit mit

Designer Christian Aspernig, Experte für

Innenraumarchitektur und Produktdesign.

„In unserer Tischlerei sind wir offen für neue

Ex Smple steht für nachhaltiges

Möbeldesign in einzigartiger Form.

Fotos: Arnold Poeschl

Wege und freuen uns über spannende Projekte.

Die Möbelstücke gemeinsam zu entwerfen

und umzusetzen war für uns eine

Herzensangelegenheit und zeigt unseren

Kunden, dass wir als Tischlerei für besondere

Qualität und hochwertiges Handwerk brennen“,

erinnert sich Hermann Strauss an die

Anfänge der Zusammenarbeit. Nachhaltigkeit

beginnt für ihn mit der Art, wie man

Möbelstücke betrachtet. „Für uns hat die Verarbeitung

von hochwertigen Materialien und

das Einbringen von viel Erfahrung und

Handarbeit einen hohen Stellenwert. Von

schnelllebigen, jederzeit austauschbaren

Zweckmöbeln grenzen wir uns entschieden

ab.“ Für das Duo prallen hier zwei verschiedene

Welten aneinander, die nicht viel miteinander

gemeinsam haben. Wenn man ihre

Möbel betrachtet, mit ihnen hantiert und sie

berührt wird spürbar, wie viel Arbeit und

Gedanken in jedem Design stecken. Die

Materialen, die für die Essential Collection

gewählt wurden, sind allesamt dem Kärntner

Raum zuzuordnen und wurden sorgfältig

ausgewählt. „Wir verarbeiten bei den Möbelstücken

dieser Kollektion ausschließlich

handverlesenes, schlichtes, heimisches

Eschenholz und Marmor aus den karnischen

Alpen“, erklärt Strauss.

Internationaler Anklang

„Wir sind etwas überrascht und gleichzeitig

stolz, wie gut unsere Möbelkollektion

ankommt“, freut sich das Duo. Neben Ausstellungen

in Österreich z.B. im Museum für

angewandte Kunst in Wien durften die zwei

Jungdesigner im September diesen Jahres

auch für die „House of Crafts“-Präsentation

des AD Magazins in Berlin ausstellen. „Für

uns ist der Austausch mit anderen Künstlern

und Handwerkern aus aller Welt von besonderer

Bedeutung. Anerkennung und die Gewissheit,

von der Fachwelt wahrgenommen zu

werden, ist ein tolles Gefühl und bestätigt

den Wert unserer Arbeit“, so Strauss. Deshalb

ist für 2020 auch ein Update der Kollektion

geplant: Einige der Möbelstücke sollen in

Zukunft an individuelle Kundenbedürfnisse

angepasst werden. Von Sitzhöhe, Außenmaße

und vom Original abweichenden Materialien

und Farben kann Ex Smple in Zukunft einigen

besonderen Wünschen nachkommen. |

Weitere Infos

www.exsmpledesign.com

www.tischlerei-strauss.at


30 advantage | Green-ups

Natürlich verbunden

Der Tod eines geliebten Menschen stellt im Leben

einen der emotionalsten Momente eines Angehörigen

dar. Das Team von „edelzweig“ hat sich dafür etwas

Besonderes einfallen lassen: Individuelle Holzurnen

mit einem Stück Heimat.

Erinnerungen und Gefühle, die bleiben: „edelzweig“ fertigt

persönliche Urnen aus Holz. Dabei können das Holz des

eigenen Lieblingsbaumes aus dem Garten verwendet werden

oder Holz aus ausgewählten Regionen Österreichs, die das edelzweig-Team

von Baumpflegern, Bauern oder Gärtnern zur Verfügung

gestellt bekommt. Man muss also nicht unbedingt Baumbesitzer

sein, um seine Liebsten und sich in dieser natürlichen Ruhestätte

beisetzen zu lassen. „Durch die Verwendung des eigenen Holzes

kann ein Heimatbezug geschaffen werden, ohne dass die Urne am

eigenen Grundstück beigesetzt werden muss. Außerdem hilft die

Mitgestaltung den Hinterbliebenen bei der Trauerbewältigung“,

erzählt Mitgründer Bernhard Lapusch.

Die handgefertigten edelzweig- Urnen schaffen natürliche

Verbundenheit zwischen Verstorbenen und Hinterbliebenen.

Marko Vigele, Bernhard Lapusch und Florian Gschweidl wollen

der Urnenbestattung mehr Persönlichkeit verleihen. Fotos: edelzweig

Nachhaltige Handarbeit aus Österreich

Die Herstellung der Urnen erfolgt ausschließlich in Österreich und

per Handarbeit. Die Verwendung heimischer Hölzer von Lieblingsbäumen

oder Lieblingsorten verleihen der Urne eine ganz persönliche

Note. Hier ruht die Asche in einer Umgebung, die den Angehörigen

vertraut ist – das schenkt Wohlbefinden in einer schwierigen

Zeit. Dazu wurde auch ein eigenes Harzsystem aus nachwachsenden

Rohstoffen ent wickelt, um komplett natürlich verbunden zu sein

und zu bleiben. „Wir wollen eine Erinnerung schaffen, die für

immer bleibt“, ist sich das Team einig. „Jede Urne ist ein Unikat und

besteht zu 100 Prozent aus natürlichen Rohstoffen.“

Wissen und Leidenschaft

Das Team von edelzweig besteht aus drei jungen, ehrgeizigen Studenten,

die sich bereits früh mit dem Thema des Sterbens und der persönlichen

Verabschiedung befassten. Inspiriert vom Studium der

Holztechnologie bringen Florian Gschweidl und Bernhard Lapusch

alle notwendigen Kompetenzen im Bereich der Holzverarbeitung und

der natürlichen Werkstoffe mit, die perfekte Ergänzung für das Team

fanden die beiden in Marko Vigele, der das Team mit Wissen im

Bereich Maschinenbau und Entrepreneurship ergänzt. Mit Wissen,

Leidenschaft und Kreativität wird hier ein Produkt geschaffen, die

Kunden durch besondere Personalisierung in einer höchst emotionalen

Zeit weiterhelfen: So werden Erinnerungen greifbar gemacht. |

Wie entsteht eine edelzweig-Urne?

Im ersten Schritt wird der bevorzugte Ast aufgeschnitten und getrocknet. Nach der Trocknungen werden die einzelnen

Stücke in einer Form ausgelegt, anschließend zusammengeklebt, die Fugen ausgefüllt und die Seitenteile zusammengesetzt.

Danach folgen Boden und Deckel – auf Wunsch können aus den Astresten noch kleine Anhänger gefertigt werden.


Menschen & Wirtschaft | advantage 31

Foto: proimagaustria

„W

enn ein Kind plötzlich krank wird

und der Alltag nicht wie gewohnt abläuft,

stellt das Eltern oft vor unüberwindbare

Hürden“, weiß Landesrätin Sara Schaar.

„Was Mütter, Väter und Kinder in Akutsituationen

brauchen, ist eine rasche, verlässliche

und qualitätsvolle Betreuung.“ In Zusammen -

arbeit mit der AVS (Arbeitsvereinigung der

Sozialhilfe Kärnten) startet die Familienreferentin

nun das Pilotprojekt „Schnelle Hilfe –

Wir betreuen Ihr krankes Kind“ in Klagenfurt/

Umgebung, Villach/Umgebung und Spittal/

Umgebung.

Zum Einsatz kommen mobile ElementarpädagogInnen

mit langjähriger Erfahrung, die

sich professionell und liebevoll um erkrankte

Schnelle Hilfe bei kranken Kindern

Landesrätin Sara Schaar startet Pilotprojekt „Schnelle Hilfe –

Wir betreuen Ihr krankes Kind“ als weitere Maßnahme,

um kinderfreundlichste Region Europas zu werden.

Kinder kümmern – und das zuhause, im vertrauten

Umfeld. Die Betreuung wird für

Kinder von 0 bis 13 Jahren angeboten und

kann pro Tag für mindestens 5 Stunden und

maximal 10 Stunden – in der Zeit von 7 bis

20 Uhr – in Anspruch genommen werden.

Der Kostenbeitrag beträgt 7 Euro pro Stunde.

Familien mit geringerem Einkommen haben

die Möglichkeit, die Kostenbeiträge für 30

Betreuungsstunden im Jahr rückerstattet zu

bekommen, wenn sei beim Land Kärnten

(Familienreferat, Abt. Gesellschaft und Integration)

um Unterstützung ansuchen.

Das Angebot kann ab November 2019 (von

Montag bis Freitag) in Anspruch genommen

werden. |

Zuverlässige und unbürokratische Unterstützung für Eltern

mit krankem Kind: Landesrätin Sara Schaar setzt weitere

Maßnahme, um Kärnten zur kinderfreundlichsten Region

zu machen. Foto: Alexander Dummer on Unsplash

Kontakt

T: 0463/51 20 35-2111 (von Mo.-Fr., 7.30 – 16 Uhr)

oder 0664/83 27 837 (außerhalb der

Bürozeiten).

Eine Karriere

wie für mich gemacht

Ein sicherer Arbeitsplatz, flexible Arbeitszeit und ein Einkommen,

das nach oben offen ist und das Sie selbst gestalten.

Verstärken Sie unser Team im Außendienst als VorsorgeberaterIn und starten Sie Ihre Karriere

jetzt! Auch Quereinsteiger sind herzlich willkommen, denn Ihre umfassende Ausbildung erfolgt

berufsbegleitend ab dem Start. Unser Verkaufscoach steht Ihnen vom ersten Tag an zur Seite, um

Sie leistungsstark für die BÖV-Prüfung* vorzubereiten.

(* Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft)

Das kollektivvertragliche Mindesteinkommen beträgt EUR 23.298,04 brutto pro Jahr.

Bewerben Sie sich

Bitte bewerben Sie sich mit Ihren vollständigen

Unterlagen über unsere Webseite

www.donauversicherung.at/karriere

DONAU Versicherung AG Vienna Insurance Group

Landesdirektion Kärnten | St. Veiter Ring 13, 9020 Klagenfurt


32 advantage | Menschen & Wirtschaft

Landeshauptmann Peter Kaiser

im Gespräch mit Studentinnen

und Studenten.

Foto: Gernot Gleiss

Kärnten – das Land

der klügsten Köpfe

„W

illst du für ein Jahr vorausplanen, so baue Reis. Willst du für

ein Jahrzehnt vorausplanen, so pflanze Bäume. Willst du für

ein Jahrhundert planen, so bilde Menschen“, dieses Zitat eines chine -

sischen Philosophen unterstreicht die Bedeutung, die in Kärnten der

Bildung beigemessen wird. Als Bildungsreferent arbeite ich Tag für

Tag daran, unseren Kindern, jugendlichen, Erwachsenen und allen,

die unser schönes Bundesland als ihren Lebensmittelpunkt gewählt

haben, alle Möglichkeiten und Chancen zu bieten, sich in Kärnten

ihre Träume verwirklichen zu können.

626 Mio. Euro, das sind über 23 Prozent des Landesbudgets, werden

der Bildung zugeteilt. Damit unterstützen wir unter anderen die

Ausbildungsmöglichkeiten junger Menschen, die aufgrund des

rasanten Fortschreitens der Digitalisierung stark im Wandel begriffen

ist. Mit dem Schulstandorte-Konzept, den Bildungszentren und

Schul-Clustern stellen wir Weichen für die Zukunft – auch um dem

demographischen Wandel entgegenzuwirken. Neben der Lehre mit

Matura und der Lehre nach der Matura sind neu geschaffene Schulformen,

Schulkooperationen und Universitätslehrgänge zukunftsträchtige

Ausbildungsformen. Dazu zählen die 1. Industrie-HAK

Althofen, die Chemie-HTL Mössingerstraße, die Kooperationen

zwischen der HBLA Pitzelstätten und der HTL-Lastenstraße mit

Fokus auf Land und Umwelttechnik, sowie die private „Gustav-Mahler-

Musikuniversität“ des Landes und das Lehramtstudiums für Bewegung

und Sport an der Alpen Adria Universität, um nur ein paar

Beispiele zu nennen. Mit einer wirtschaftsnahen Ausbildung können

wir es schaffen, dass die klügsten Köpfe im Land bleiben und

Kärnten damit nicht nur ein Land zum Leben, sondern auch zum

Verlieben wird. |

NICHT

UNABHÄNGIG

ABER

EHRLICH

Jetzt SPÖ-Kärnten App downloaden unter

www.kaernten.spoe.at/app


Menschen & Wirtschaft | advantage 33

Betriebsleiter Ottavio Cannone.

Das Service-Team von Kaposi.

Alle Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bilden sich regelmäßig

fort und sind speziell zertifiziert.

Fotos: Kaposi

KAPOSI –

Boxenstopp

mit Stern

Ausschließlich speziell zertifizierte Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter kümmern sich im Autohaus Kaposi

in Klagenfurt um Kunden und Autos.

einen reibungslosen Ablauf. Wer sein Auto

abgibt, bespricht zuvor mit den Kundendienstmeistern

die geplanten Arbeiten. Dann

sind je nach Bedarf Mechaniker, der Spengler,

Lackierer, oder Elektrotechnik-Mitarbeiter

gefragt. Auch im Teiledienst erhalten die

Kunden jederzeit fachmännische Beratung

über Originalteile und Zubehör. Rund 5.000

Fahrzeugdurchgänge pro Jahr werden auf

diese Weise professionell abgewickelt.

ANZEIGE

Qualität hat einen Namen, eigentlich

zwei: Mercedes und Kaposi. Die

Marke Mercedes ist in der Autobranche

ebenso für ihre Qualität bekannt

wie das Autohaus Kaposi, autorisierter

Mercedes-Benz Vertriebs- und Servicepartner

für Pkw in Klagenfurt, für technische

Ausstattung und Service. Dafür sorgt unter

anderem Betriebsleiter Ottavio Cannone

mit seinem Team.

Die Werkstätte am Südring wurde im August

2015 eröffnet, bis Ende Oktober 2017 ein

Neubau errichtet und mit den neuesten

Geräten und Anlagen ausgestattet, die der

zertifizierte Mercedes-Servicebetrieb regelmäßig

updatet.

Auf 600 Quadratmetern finden Mercedesund

Smart-Modelle alles, was sie für regelmäßige

Wartung oder größere Reparaturen

brauchen. Zwei spezielle Diagnosetechniker

kommen auch der kleinsten Unregelmäßigkeit

auf die Spur. Kleinere oder größere Folgen

von Havarien werden in der eigenen

Karosserie- und Lack Abteilung behandelt.

Mit der Smart Repair (Kleinschadenreparatur),

der Steinschlag-Reparatur und der Hagelschaden-Reparatur

nimmt man sich spezieller

Probleme gezielt an.

„Für die Wartung von Elektro-Autos ist spezielles

Wissen erforderlich“, erklärt Betriebsleiter

Ottavio Cannone. Daher kümmern

sich um den Bereich Elektromobilität eigens

ausgebildete Mitarbeiter. Denn das Autohaus

Kaposi ist auch Stützpunkt für E-Modelle

der Marke Mercedes-Benz und Smart.

Die Digitalisierung hat im Autohaus Kaposi

auf mehreren Ebenen Einzug gehalten. So

kann man sich eine App auf das Handy laden,

mit der man Service- und Reparaturtermine

abfragt. Ist der Wunschtermin besetzt, erhält

man weitere Terminvorschläge.

Zwei Serviceassistentinnen an der Information

teilen die Termine ein und sorgen für

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden

regelmäßig, auch nach standardisierten

Vorgaben von Mercedes, geschult und weitergebildet.

In Summe sind es 22 unterschiedliche

Fachkräfte im After-Sales-Service mit der

jeweiligen Ausbildung für den speziellen Fachbereich.

Darüber hinaus ist das gesamte

Unternehmen nach ISO qualitätszertifiziert.

Kaposi bildet jedes Jahr Lehrlinge aus. Derzeit

machen drei Mechaniker-Lehrlinge, zwei

Karosserie-Lehrlinge und ein Lehrling im

Ersatzteile Bereich ihre ersten beruflichen

Erfahrungen. |

Das Kaposi-Team

• 5 Mechaniker, 2 Lackierer, 1 Spengler,

3 Mechaniker Lehrlinge, 2 Karosseriebautechniker

Lehrlinge, 1 ET Lehrling

• 2 Serviceassistentinnen an der Info

• 2 Kundendienstmeister

• 2 ET Mitarbeiter

• 1 Autowäscher


34 advantage

——— öko-check ———

Verstrahlte Gesellschaft?

Ein WLAN-Router gehört heute zu einer gut ausgestatteten

Wohnung wie ein Wasser- oder Stromanschluss. Immer wieder

tauchen Theorien und Studien auf, die behaupten, dass diese

Strahlen gesundheitsschädlichen und sich negativ auf Körper

und Psyche auswirken – stimmt das?

Manuela Mark

Ein WLAN-Router ist mittlerweile in fast jedem

Haushalt zu finden. Und solange man nicht in

der absoluten Einöde leben möchte, ist es im 21.

Jahrhundert fast unmöglich, dem Elektrosmog zu entgehen.

„Strahlenfrei“ gibt’s nur noch in Umgebungen ohne

jegliche Funk- und Stromnetze. Nachvollziehbar also,

dass Menschen sich Sorgen um ihre Gesundheit machen.

Wirkt sich diese permanente Nähe zu elektrische Strahlung

auf unsere Körper aus?

Hysterie oder Fakt?

Wer Angst vor Strahlung hat, sollte zunächst in seine

Hosen- oder Handtasche greifen: Der Wert eines Smartphones

liegt bei rund 1 Watt pro Kilogramm, bei einem

WLAN-Router sind es zwischen 0,1 und 0,5 W/kg – also

deutlich weniger. Daraus ergibt sich für ein iPhone ein

SAR-Wert* von 0,97 – ein neuer WLAN-Router hat

einen SAR von 0,1 bis 0,3.

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass

Strahlung von WLAN-Routern schädlich für Menschen

ist. Hier kommt der SAR-Wert ins Spiel: Diese spezifische

Absorptionsrate zeigt die aufgrund von Strahlung vom

Körper aufgenommene Energie in der Einheit Watt pro

Kilogramm Körpergewicht an. Der internationale Grenzwert

beträgt 2 SAR. Dieser gilt, wenn ein Gerät direkt

an Körper gehalten wird. Tatsache ist also, dass Smartphones

eine wesentlich höhere Strahlenbelastung aufweisen,

als Router. Tatsache ist auch, dass die Strahlenbelastung

von der Nähe zum Router abhängt. Wer sich ca.

einen Meter entfernt aufhält, verringert eine Belastung

um knapp 80 Prozent. Und diese Zahl gilt nur dann,

wenn überhaupt eine Verbindung zum Internet besteht.

Beunruhigt?

Wer sich (zumindest ein wenig) vor der WLAN-Strahlung

schützen möchte hat folgende Möglichkeiten: Je

weiter man von einen Strahlenquelle entfernt ist, desto

weniger Strahlung bekommt man ab. WLAN-Router

sollte man also daher nicht direkt auf dem Schreibtisch

oder anderen Orten, an denen man sich oft aufhält, platzieren.

Eine weitere Maßnahme zur Senkung der Strahlenbelastung

ist das Ausschalten des Routers. Das kann

sowohl nachts als auch dann geschehen, wenn er über

mehrere Stunden nicht genutzt wird. In diesem Fall sollte

man aber dann auch das auf dem Nachttisch abgelegte

Smartphone abschalten – das Mobilfunknetz strahlt nämlich

deutlich stärker. |

*SAR-Wert: Strahlenbelastungen, die von einem elektronischen Gerät ausgehen,

werden in SAR angegeben.

Foto: pixabay


advantage 35

——— I n t e r v i e w ———

mit Dr. Wolfgang Gratzer, Regionaldirektor für Steiermark

und Kärnten-Osttirol der Generali Versicherung AG

„Wir bieten alles vor Ort an“

Auf persönliche Kundenbetreuung und Mitarbeiterbindung setzt die Generali Versicherung

AG und ist damit äußerst erfolgreich, freut sich Regionaldirektor Dr. Wolfgang Gratzer.

Foto: Lukas Lorenz

Sie haben eine ganze Liste, auf die Sie

stolz sein können?

Dr. Gratzer: Ja, Generali wurde vom Wirtschaftsmagazin

Forbes als bestes Versicherungsunternehmen

weltweit gekürt. In diesem

Jahr haben wir auch zum dritten Mal in

Folge den AssCompact Award als Versicherer

mit dem besten Service am österreichischen

Markt erhalten. Dieser Preis basiert

auf der Befragung unabhängiger Versicherungsmakler.

Auch bei der Mitarbeiterzufriedenheit

bekommen wir höchste Noten:

Hohe Identifikation mit dem Haus und

große Arbeitsplatzzufriedenheit, das hat eine

Mitarbeiterbefragung ergeben.

Was tun Sie dafür?

Wir sind der einzige große Versicherer, der

weiterhin alles vor Ort anbietet, von der

Vertrags- bis zur Schadenbearbeitung. Während

andere Unternehmen auf Zentralisierung

setzen, sind wir weiterhin ganz nah am

Kunden. Gleichzeitig sind wir die Digitalisierung

betreffend die Modernsten in der

Branche. So verarbeiten wir im Privatgeschäft

98 Prozent der Verträge digital. Digitalisierung

hat bei uns das Ziel, Abläufe zu

erleichtern, um mehr Zeit für den persönlichen

Kontakt zu haben.

Geht dieses Konzept auf?

Ohne Zahlen für 2019 nennen zu können,

kann ich jetzt schon sagen, dass es ein gutes

Jahr ist. Wir sind sehr zufrieden. Und wir

investieren weiter in dieses Konzept, in die

Angestellten im Außendienst. Das ist unsere

Zukunft. So wurde kürzlich die Niederlassung

in Völkermarkt neu eröffnet und in

Wolfsberg bauen wir nächstes Jahr um. Wir

wollen unsere Kunden lebenslang begleiten,

mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die

ein Berufsleben lang mit uns arbeiten. Das

funktioniert nur, wenn wir als Arbeitgeber

attraktiv sind. Da heißt, wir müssen neue

Wege in der Arbeit gehen.

Was kann man darunter verstehen?

Der New Way of Working ist eine Säule der

neuen Generali HR-Strategie. Mehr Flexibilität

und neue Formen der Zusammenarbeit

sind unsere Ziele, um als Organisation agiler

zu werden. Eine Initiative daraus ist, Home

und Mobile Working in der Generali auf

eine breitere Basis zu stellen. Wir schaffen

für unsere MitarbeiterInnen ein modernes

Arbeitsumfeld und eine bessere Vereinbarkeit

von Beruf und Familie.

Sie setzen sehr stark auf die

Ausbildung Ihres Mitarbeiterstabes?

Ja, das betrifft sowohl die Ausbildung als

auch die Fort- und Weiterbildung. Wir

können mit Stolz sagen, dass wir bei der

Lehrlingsausbildung österreichweit die Zahl

100 überschritten haben. Exakt sind es 102

junge Menschen, die derzeit bei der Generali

in Ausbildung sind. Weiters bilden wir

unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in

verschiedenen Spezialbereichen aus, Fortund

Weiterbildungen sind obligatorisch.

Wie stehen die Jobchancen in der

Versicherungsbranche?

Um den Beruf des Versicherungsverkäufers

braucht man sich auch in Zukunft keine

Sorgen zu machen. Wir suchen in Kärnten

MitarbeiterInnen sowohl für den Verkauf im

Außendienst als auch Lehrlinge im Innenund

Außendienst. Das können WiedereinsteigerInnen,

MaturantInnen oder StudienabgängerInnen

sein. |


36 advantage

——— I n t e r v i e w ———

mit Philip Kucher, Gesundheitssprecher der SPÖ

„Menschen müssen bei

neuen Technologien immer

im Mittelpunkt stehen“

Der Kärntner Nationalratsabgeordnete

Philip Kucher ist Gesundheitssprecher

der SPÖ im Parlament

und wurde erst kürzlich zum stellvertretenden

Klubobmann gewählt. Die Chancen,

Herausforderungen und Auswirkungen der

Digitalisierung auf Gesellschaft und Arbeitswelt

zählen seit Jahren zu seinen Schwerpunkten.

Wir haben mit ihm über den zukünftigen

Mobilfunkstandard 5G, den Umgang

mit neuen Technologien und den Breitbandausbau

gesprochen.

Neue Technologien lösen oft Ängste

und Bedenken aus. Wie begegnet

man diesen in Bezug auf 5G?

Ob Pflegeroboter, künstliche Intelligenz

oder 5G – neben allen Chancen müssen bei

neuen Technologien immer auch die

gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen

auf die Menschen mitberücksichtigt

werden. Wir haben deshalb im Parlament in

einem parteiübergreifenden Schulterschluss

eine Studie „5G-Mobilfunk und Gesundheit“

zur Abschätzung der Technikfolgen in

Auftrag gegeben. Experten der Akademie

der Wissenschaften werden die ersten Ergebnisse

Anfang nächsten Jahres vorlegen.

Mit dem „5G Playground Carinthia“ übernimmt

auch Kärnten wieder einmal eine

Vorreiterrolle. Diese „Spielwiese“ ist auf den

LakeSide Park beschränkt und ermöglicht so

eine kritische Beleuchtung der Potentiale

und Risiken von auf 5G basierenden

Technologien.

Was macht diesen „5G Playground

Carinthia“ im Lakeside Science

& Technology Park aus Ihrer Sicht

so einzigartig?

In diesem neuen Forschungslabor können

Unternehmen, Fachhochschule, Alpen-Adria-

Universität und Forschungseinrichtungen

Anwendungen und Produkten testen. Auch

Firmen und Forschungszentren außerhalb

Kärntens stehen die Türen offen.

Welche Bedeutung haben 5G und

Glasfaser für unseren Wirtschaftsstandort?

Breitbandnetze, die digitalen Straßen, sind

Grundlage unserer digitalen Welt. Dabei

geht es um Zukunftschancen unseres Wirtschaftsstandortes,

vor allem aber auch um

Arbeitsplätze und Innovationsgerechtigkeit.

Egal ob man in der Stadt oder am Land lebt,

in Österreich müssen alle Menschen Zugang

zu ultraschnellem Breitband-Internet haben.

Glasfaserausbau und 5G – ist das

nicht ein Widerspruch?

Keinesfalls. Ohne den Ausbau der Glas faser-

Infrastruktur geht es nicht. Denn was über

Funk bis zur Sendestation übertragen wird,

kann nur über leistungsfähige Glasfaser-

Netze weitertransportiert werden. Glasfaser

ist gewissermaßen die Grundbedingung für

5G und wird auch weiterhin unverzichtbar

sein. |

Foto: Martin Hofmann


advantage 37

——— I n t e r v i e w ———

mit MMag. Georg Gigacher

Digitalisierung und

persönliche Betreuung

Die persönliche Kundenbetreuung parallel zu fortschreitender Digitalisierung

sieht Prok. MMag. Georg Gigacher, Leiter der Abteilung Marketing/Vertrieb,

als Stärke der Raiffeisen-Bezirksbank St. Veit a.d. Glan – Feldkirchen.

Was sind die Stärken Ihres Instituts?

MMag. Gigacher: Wir kennen unsere Kunden persönlich, daher

können wir deren Möglichkeiten und Bedürfnisse gut einschätzen

und die Entscheidungen – natürlich innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen

– entsprechend fällen. Wir haben flache Hierarchien,

bei uns fallen die Beschlüsse vor Ort und nicht in einer weit

entfernten Zentrale.

Wie viele Kunden betreuen Sie?

In diesem Jahr wurde die Raiffeisenbank Sirnitz-Himmelberg-Deutsch

Griffen mit uns fusioniert. Wir sind auf Kärnten bezogen

nun die größte Raiffeisenbank und betreuen rund 19.500 Kunden.

Unsere Bilanzsumme beträgt 460 Mio. Euro, die

Kundeneinlagen machen mehr als 400 Mio. Euro

aus, die Kundenausleihungen belaufen sich auf

rund 330 Mio. Euro. Wir führen derzeit neun

Bankstellen. Filialschließungen sind kein

Thema, das gehört auch weiterhin nicht zu

unserer Strategie.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Wir haben derzeit etwa 70 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Und sie sind eine weitere

Stärke unseres Bankinstituts. Sie kommen aus der

Region, zum Teil aus demselben Ort, in dem sie

arbeiten und ihre Kunden betreuen. Das

heißt, sie kennen ihre Kunden sehr

gut, was die Entscheidungsprozesse

beschleunigt.

Prok. MMag. Georg Gigacher,

Leiter der Abteilung Marketing/Vertrieb

der Raiffeisen-Bezirksbank

St. Veit a.d. Glan – Feldkirchen.

Foto: Privat

Welche Rolle spielt Digitalisierung?

Wir setzen in hohem Ausmaß auch auf Digitalisierung, ohne die persönliche

Betreuung zu vernachlässigen. Unter anderem bieten wir

neben unserer App Blue Code und der digitalen Bankomatkarte von

Raiffeisen, nun bald auch Apple Pay an. Speziell bei unseren jüngeren

Kunden haben wir riesige Zuwachsraten beim Bankgeschäft mit dem

Handy. Darüber hinaus gibt es bei uns für unsere Kunden auch verschiedene

Online-Produkte, wie Konsumkredite oder Sparmöglichkeiten.

Dazu braucht man vorab nicht mehr ins Bankinstitut zu kommen.

Wie verändert die Digitalisierung das Bankwesen?

Die Bargeld-Transaktionen gehen zurück, damit schrumpft auch das

klassische Schaltergeschäft. Doch daneben wächst der Bedarf an

spezieller Beratung. So sind Vorsorgeprodukte, speziell Wertpapiere,

oder eine Wohnbaufinanzierung sehr komplexe

Angelegenheiten, die noch immer gern im persönlichen

Gespräch geklärt werden möchten.

Was bedeutet Digitalisierung für die

Mitarbeiter?

Sie bedeutet, dass sich das Berufsbild ändern wird. Es

wird neue Berufsbilder geben, es geht in Richtung

Spezialisierung. Jeder, jede Einzelne wird sich künftig

auf einen Themenbereich spezialisieren, weil einerseits die

Anforderungen komplexer geworden sind, aber auch, weil

die Kunden heute viel besser informiert sind. Sie

stellen konkrete Fragen und der Mitarbeiter

muss sie beantworten und in die Tiefe

gehen können. Der Berater wird

auch die Kompetenz haben

müssen, digitale Kanäle zu

bedienen und in die persönliche

Kommu nikation mit

einfließen zu lassen. |


38 advantage Immobilien

——— I n t e r v i e w ———

Exklusiver Wohngenuss

in Kärnten

Er ist der Experte in Sachen Seeimmobilien: Alexander

Tischer gibt Einblicke in das einzigartige Seeleben im Süden.

advantage: Was spricht für eine

Immobilie am See?

Mir liegt viel daran, unseren Kunden die

Möglichkeit zu geben, sich auf die wichtigen

Dinge im Leben zu konzentrieren. Ich

möchte ihnen zu Immobilien verhelfen, die

zum persönlichen Kraftplatz werden. Umgeben

von der sauberen Luft Kärntens und

dem glasklaren Wasser findet man unvergleichliche

Ruhe und Erholung. Warum

sollte ich stundenlang im Auto sitzen und

ans Meer fahren, wenn sich vor meiner

Haustür ein Naturschauspiel abspielt?

Wie kommt man zu einer solchen

„Wohlfühlaktie“?

Die verfügbaren Objekte am Markt werden

immer knapper. In den letzten Jahren ist die

Nachfrage enorm gestiegen, was die Preise

für Seeimmobilien in die Höhe treibt.

Außerdem dauern Baugenehmigungen mittlerweile

sehr lange – ein mühsamer Weg,

um an eine solche Immobilie zu kommen.

So oder so: Der Kauf einer Immobilie am

See ist ganz klar eine Wohlfühlaktie- ob als

Freizeitimmobilie oder Hauptwohnsitz.

Man kauft wahre Lebensqualität.

Gibt es aktuelle Projekte, auf die sich

Interessenten freuen dürfen?

Spezialisiert auf

Seewohnungen in Kärnten

Seewohnungen am Ossiacher See

- Exklusive Seewohnungen mit großen Terrassen erfüllen höchste Ansprüche

an individuelles Wohnen. (Verfügbarkeit vorbehalten)

- Eigene Marina. Ein sicherer Hafen als Wertanlage. HWB 36 kWh.

- Der Rohbau ist in Kürze fertig.

- Sie möchten eine Besichtigung. Wir sind gerne für Sie da.


Immobilien | advantage 39

Mit einer Immobilie

am See investiert

man in Lebensqualität.

Unser Projekt „The Lakes“ am Ossiacher See

geht gerade in die heiße Phase: Der Rohbau

wird noch bis zum Ende des Jahres fertig,

2020 sind die Wohnungen dann bezugsfertig.

Außerdem habe ich derzeit ein paar

sehr exklusive Wohnungen am Weißensee

im Angebot: Immobilien mit nur maximal

fünf Wohneinheiten!

Fotos: Daniel Waschnig / ANZEIGE

Was bedeutet Wohlfühlen für Sie?

Für mich bedeutet es, umgeben von meiner

Familie zu sein. Im Kreise meiner Liebsten

tanke ich Kraft. Man sollte sich aber auch

bewusst Zeit für sich selbst nehmen, um zur

Ruhe zu kommen. Denn der Alltagsstress

nimmt stetig zu. Die täglichen Anforderungen

lasten auf uns, Termindruck und ständige

Erreichbarkeit lassen wenig Zeit für

Entspannung. Deshalb ist es wichtig, sich

seinen Alltag angenehm zu gestalten.

Ist Kärnten nur im Sommer

charmant?

Kärnten lädt auch im Winter zum Träumen

und Genießen ein. Skifahren, der gefrorene

See und die Stille. Kärnten ist kurz gesagt

ein Wohlfühlort zu jeder Jahreszeit. Wir

sind hier umgeben von einer einzigartigen

Seen- und Berglandschaft, die nicht nur

eine Oase der Ruhe ist, sondern auch

unzählige Erlebnisse bietet. Die sonnige

Zeit des Jahres besticht natürlich mit besonderen

Zuckerln, wie zum Beispiel eine

spritzige Motorbootfahrt über das türkise

Wasser. |

Spezialisiert auf

Seeliegenschaften in Kärnten

Mitglied des & immobilienring.at &

Romantik am Weißensee

Seeliegenschaft mit 4 exklusiven Eigentumswohnungen

in idyllischer Seelage.

Größen & Kaufpreise a.A.

S E E -

P E N T

HOUSE

Seejuwel – Wörthersee

Außergewöhnliche Immobilie

auf direkter Basis für Sie.

SEEBLICK

W O H N -

U N G E N

Wörthersee

Ossiacher See

Faaker See

Seechalet – Magdalenensee

Faszinierendes Feriendomizil am Magdalenensee im Herzen von Kärnten

mit viel Platz für die ganze Großfamilie. Freuen Sie sich auf Gemütlichkeit,

Behaglichkeit und Herzlichkeit. € 1,19 Mio.

Seeimmobilien in Kärnten

„Wir begleiten Sie gerne

zu Ihrer Seeimmobilie

in ganz Kärnten”

Mag. Alexander Tischler

ATV-Immobilien GmbH

seit 1971

www.atv-immobilien.at

office@atv-immobilien.at

Mag. Alexander Tischler

0676 60 74 134

Dkfm. Alfred Tischler

0664 43 54 157


40 advantage Bildung & Berufung

Tradition

und

Innovation

Die Geschichte des Ziviltechnikers geht bis ins

19. Jahrhundert zurück. Ein uralter Berufsstand,

der sich bis heute durchgesetzt hat. Eine neue

Berufung für Florian Krall, der die historischen

Werte mit neuen Ideen kombiniert. Manuela Mark

Florian Krall schafft als Ziviltechniker

für Maschinenbau eine Brücke

zwischen Alt und Neu.

Foto: KK


Bildung & Berufung | advantage 41

Woher kam die Idee, sich als

Ziviltechniker für Maschinenbau

selbstständig zu machen?

Der große Traum, selbstständig zu sein, ist

schon seit meiner Ausbildung und gesamten

beruflichen Laufbahn präsent. Mit dem

Ziviltechniker im Bereich Maschinenbau

habe ich ein breites und abwechslungsreiches

Betätigungsfeld für mich gefunden,

das mich herausfordert, interessiert und wo

man nie auslernt. Der Beruf übt nicht

zuletzt eine große Faszination auf mich aus,

als dass historisch gewachsene Werte und

Ansprüche wie Unabhängigkeit, Sorgfalt,

Verschwiegenheit und Unbestechlichkeit an

den Ziviltechniker auf fundiertes Wissen am

Puls der Zeit in Technologie und Wissenschaft

treffen. Der Anstoß für die Idee kam

schlussendlich durch meinen Bruder, der als

Ziviltechniker im Bereich Elektrotechnik

bereits seit zwei Jahren aktiv war. Dadurch

bekam ich einen Eindruck von seiner Arbeit

und seinen Aufgaben.

Netzwerk: Im Makerspace Carinthia findet ein uralter Berufsstand Platz

im jungen Unternehmerleben.

Fotos: KK

Was hat Sie in der Zeit Ihrer

Ausbildung besonders geprägt?

Als damals 13-jähriger betrat ich zum ersten

Mal die HTL Lastenstraße am Tag der offenen

Tür und war sofort von den Möglichkeiten

und Anwendungen des Maschinenbaus

begeistert. Da wusste ich instinktiv,

dass diese Ausbildung zu mir passt. Darauf

folgte ein Jahr freiwilliges Bundesheer mit

der Ausbildung zum Fernmeldeunteroffizier.

Hier waren Durchhaltevermögen, Disziplin

und Kameradschaft vordergründig – diese

Zeit hat mich sicherlich sehr geprägt.

Danach wechselte ich nach Graz auf die

Technische Universität und kann heute auf

eine äußerst interessante, abwechslungsreiche

und schöne Studienzeit zurückblicken.

Besonders gut erinnere ich mich an

meine Tätigkeit als studentischer Mitarbeiter

am Institut für Umformtechnik, wo ich

gleich zu Beginn des Studiums sowohl


42 advantage | Bildung & Berufung

—————————————

„Durch stetiges Arbeiten und Lernen ergeben

sich für alle Probleme Lösungen. Ist nicht

immer angenehm, aber es funktioniert.“

Dipl.-Ing. Florian Krall, IWE

—————————————

an Industrieprojekten, als auch bei der Lehrtätigkeit

eingebunden war. Heute weiß ich,

dass es sich lohnt, seine Ziele hoch zu stecken

und vehement zu verfolgen. Der Zweifel

schleicht sich oft genug ein, aber man

darf sich davon nicht unterkriegen lassen.

Sie haben einen längeren Aufenthalt

in den USA hinter sich – woran haben

Sie gearbeitet?

Ich war Teil eines Ingenieur-Teams, das sich

aus einer Partnerschaft meines früheren

Arbeitgebers mit einer Firma in den USA

ergeben hat. Gemeinsam arbeiteten und

lebten wir direkt vor Ort in Florida. Der

Kunde hatte eine neu- und einzigartige Produktionsanlage

für chemiefreie, kompostierbare

Verpackungen errichtet. In den ersten

Monaten stellte sich heraus, dass die Fabrik

zahlreiche „Kinderkrankheiten“ technischer

und organisatorischer Natur hatte. Wir analysierten

den Herstellprozess und die organisatorischen

Abläufe, um die richtigen Maßnahmen

zu setzen und die unrentable Produktion

auf Erfolgskurs zu bringen. Dafür

habe ich eine elektronische Produktionsdatenerfassung

zur Prozesssteuerung und Qualitätssicherung

entworfen und implementiert,

parallel war ich für die Planung und

Durchführung von Tests auf einer separat

stehenden Versuchsanlage sowie den laufenden

Produktionsmaschinen verantwortlich,

um maßgebende Prozessparameter zu identifizieren.

Diese Prozessparameter fanden in

der Entwicklung eines neuen Maschinenkonzepts

Anwendung.

Was nehmen Sie aus dieser Zeit mit

für Ihre Tätigkeit hierzulande?

Inspiriert hat mich die „amerikanische Herangehensweise“

– ohne langes Drumherum,

jegliches Scheitern wird als „learning“ verwertet.

Eine Grundeinstellung, mit der ich

auch hier weiter arbeiten möchte. Außerdem:

Erfolge feiern! Man darf stolz sein auf

das, was man geleistet hat.

Wie darf man sich Ihren

Arbeitsalltag vorstellen?

Ich wache zeitig auf und frühstücke. Dann

noch ein paar Liegestütze und ab ins Büro.

Angesiedelt habe ich mich im Makerspace

Carinthia – es war schon immer ein Traum

von mir, in einem offenen Arbeitsumfeld

tätig zu sein. Das passt vielleicht nicht ganz

in das konservative Bild des Ziviltechnikers,

ich nutze aber diesen Brückenschlag, um ein

Netzwerk von Experten aufzubauen. Dort

arbeite ich die meiste Zeit am Computer,

dazu kommen Kundenbesuche und Termine

– Mittags- und Kaffeepausen mit den

Leuten vor Ort dürfen da nicht fehlen. Zu

späterer Stunde macht sich dann meine Frau

per Anruf bemerkbar, je nach Dringlichkeit

der Tätigkeit kann ich dann schneller oder

nicht so bald meine Heimkehr in Aussicht

stellen (lacht).

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Aktuell befinde ich mich in der Ausbildung

zur Sicherheitsfachkraft. Mit diesem neu

erworbenen Wissen kann ich mein Leistungsportfolio

für den Kunden maßgeblich

vergrößern. Ich bin ständig auf der Suche

nach interessanten Projekten und Entwicklungen

– auch im Bereich für mögliche

Zusammenarbeiten mit Neugründungen

und Start-ups. Ich denke, dass sich hier optimale

Synergien zwischen verschiedenen

fachlichen Disziplinen ergeben werden. Hier

ist mein Arbeitsplatz im Makerspace Carinthia

mit den dort ansässigen Unternehmern

stets ein inspirierendes Umfeld. Die Menschen

dort sind für mich ein Vorbild hinsichtlich

Menschlichkeit, handwerklichen,

fachlichen und theoretischen Fähigkeiten,

Erfindergeist, Motivation und sozialem

Engagement. Ich lege Wert auf Vernetzung

und engere Zusammenarbeit – bestenfalls in

Form von Partnerschaften mit Kollegen und

Unternehmen. Dadurch kann ein größerer

Kundennutzen durch Flexibilität und kompetenzübergreifenden

Leistungen erzeugt

werden. Ich fordere mich täglich selbst heraus,

in dem ich aus meiner persönlichen

Komfortzone heraustrete und mich auf neue

Ideen und Konzepte einlasse. |

Infos & Kontakt

Dipl.-Ing. Florian Krall, IWE

Ziviltechniker für WiW-Maschinenbau

International Welding Engineer

Lastenstraße 26

9020 Klagenfurt

T: +43 650 9367910

E: florian.krall@zt-krall.at

www.zt-krall.at


Bildung & Berufung | advantage 43

Bildungsparadies Kärnten

Kärnten und seine Lage im Alpen-Adria-Raum bieten eine große Auswahl an verschiedenen

Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Von der Volksschule, über Hauptschule und AHS,

höhere Schulen und Lehre, bis zu Fachhochschule und Universität kommen in Kärnten zahlreiche

Interessen und Talente auf ihre Kosten.

Rund 60.200 Kärntner Schülerinnen

und Schüler haben im Schuljahr

2018/2019 – neben zahlreichen

Wettbewerbserfolgen – sehr viel geleistet

und das zeigt auch die positive Leistungsbeurteilungsbilanz

der Kärntner Schulen:

Insgesamt stand in Kärntens Schulen

500.000 Mal die Bestnote „Sehr gut“ im

Zeugnis. Erfreulich dabei auch die Ergebnisse

der Reifeprüfungen, wo sich die

Kärntnerinnen und Kärntner als Österreichs

Spitzenreiter präsentierten.

Positive Entwicklungen für das

aktuelle Schuljahr

Eine starke Zunahme verzeichnen die Ganztagesschulen.

Laut Landeshauptmann Peter

Kaiser werden im heurigen Schuljahr 6.326

Kinder in Ganztagesschulen betreut werden.

Das sind 60 mehr und bedeutet eine Steigerung

um 5,7 Prozent. Ein großes Thema ist

auch der sonderpädagogische Förderbedarf,

der aktuell für 1.741 Schülerinnen und

Schüler im Land bestehe. Positiv entwickelt

sich auch die Forcierung der Bildungszentren.

Seit Mai 2015 sind 28 Bildungszentren

in ganz Kärnten entstanden. Gesamt gibt es

in Kärnten derzeit 301 Schulstandorte inklusive

Exposituren. Gegenüber dem Vorjahr

bedeutet das um sechs Direktionsstandorte

weniger. Aufgelassen wurden die VS Edling,

VS Pusarnitz, VS Ottmanach die SEF Klagenfurt

Gutenberg, die VS 6 Klagenfurt und

die LFS Drauhofen. Zusammengelegt wurden

die NMS 1 und NMS 2 Spittal/Drau.

Im HTL-Bereich freut man sich über eine

neue Chemie-Klasse und ein viersemestriges

IT-Kolleg an der HTL Mössingerstraße in

Klagenfurt. An den Bundeshandelsakademien

soll es zukünftig eine stärkere Vernetzung

mit der Wirtschaft geben. In den HUM-

Schulen in Kärnten kommt es zur Einführung

neuer Unterrichtsgegenstände wie

„Wirtschaftswerkstatt“, „Unternehmens- und

Dienstleistungsmanagement“ und „Unternehmensmanagement“.

Die Digitalisierungs -

initiative soll ebenso wie die Internationalität

und Interkulturalität weiter ausgebaut werden.

Lehre zurück im Trend

Die Lehre erlebt laut Wirtschaftskammer

Kärnten einen neuen Aufschwung – nicht

zuletzt durch die Kombination mit der

Matura, die etwa jeder Zehnte in Anspruch

nimmt. Besonders beliebt sind Lehrausbildungen

in Industrie und Tourismus: Diese

Branchen bieten zukunftssichere Arbeitsplätze,

spannende Ausbildungen und Aufstiegschancen.

In Zukunft sollen neue, digitale

Lehrberufe starten, und fünf bekannte

Lehrberufe sollen von überholten Inhalten

befreit und an die aktuellen Möglichkeiten

angepasst werden. |


44 advantage

——— I n t e r v i e w ———

mit Prof. Dr. Marlies Krainz-Dürr

„Roboter können

LehrerInnen nicht ersetzen“

Menschen zu Kritikfähigkeit und selbstständigem Denken zu erziehen,

sieht die Rektorin der Pädagogischen Hochschule Kärnten,

Prof. Dr. Marlies Krainz-Dürr, als wesentliche Aufgabe von Schule.

Welchen Stellenwert hat der Begriff Nachhaltigkeit

in der Bildung?

Prof. Krainz-Dürr: Nachhaltigkeit hat im Zusammenhang mit Bildung

große Bedeutung. Sie besagt, dass ich den Menschen fundiertes

Grundwissen in vielen Bereichen vermittle, um sie damit in die zu

Lage versetzen, Sachverhalte selbstständig beurteilen zu können. Da

geht es nicht um lexikales Wissen für Quizshows.

Ein häufiges Argument lautet:

Wozu lernen? Man findet eh alles im Internet.

Im Internet findet man lediglich Fakten – leider immer öfter auch

Fakes – zu bestimmten Themen. Aber diese Fakten werden nur dann

zu Informationen, wenn ich sie an bereits Gelerntes anbinden kann,

und dazu benötige ich ein Grundwissen. Und wenn wir einen Schritt

weitergehen wollen: Durch Reflexion, durch die Auseinandersetzung

mit dem Gegenstand wird Gehörtes, Gelesenes und Gelerntes zu

Wissen. Dies sind die Fertigkeiten, die Schule vermitteln kann und

soll.

Gibt es gewisse Grundfertigkeiten,

die jeder erlernen sollte?

Eine der wesentlichen Grundfertigkeiten ist die Fähigkeit, sinnerfassend

zu „lesen“, um das Gelesene oder bildlich Dargebotene auch

kritisch beurteilen zu können. Sinnerfassend heißt, auch zu erkennen,

wenn ein Text oder auch ein Bild manipuliert. Nur so ist heute

und auch in der Zukunft der verantwortungsvolle Umgang mit den

unterschiedlichen Medien möglich. Und in jungen Jahren, also im

Kindergarten und in der Volksschule, müssen weiterhin haptische

Kompetenzen vermittelt und gefördert werden. Das heißt: seine

Hände zu gebrauchen, mit der Hand zu schreiben, kreativ gestalten

zu können. Vereinfacht formuliert könnte man sagen: Schule hat die

Aufgabe, Traditionen weiterzugeben und für die Zukunft

vorzubereiten.

Werden solche Grundfertigkeiten auf dem Altar

der digitalen Bildung vernachlässigt?

Es wird auch unsere Aufgabe sein darauf zu achten, dass das nicht

passiert. Aber auch digitale Bildung ist wichtig, sehr wichtig sogar,

eben eine Kompetenz von vielen. Doch ich verstehe darunter nicht

vorranging den technischen Umgang mit iPad & Co, das würde hier

zu kurz greifen. Digitale Bildung ist der verantwortungsvolle und

kritische Umgang mit diesen Medien, es ist auch die umfassende

Information darüber und Auseinandersetzung damit, was es bedeutet

und welche Konsequenzen – persönliche und gesellschaftliche –

es hat, persönliche Daten zu veröffentlichen und Informationen ins

Netz zu stellen.

Sind die Lehrenden für die

Herausforderungen der Zukunft gerüstet?

Der Beruf stellt hohe Anforderungen und wir müssen für eine gute

Ausbildung sorgen. Aber wir müssen auch dafür

Sorge tragen, dass besonders geeignete Personen

diesen Beruf ergreifen. Daher gibt es

jetzt an der Pädagogischen Hochschule

Kärnten unter anderem auch anspruchsvolle,

mehrgliedrige geeichte Eignungsüberprüfungen,

wie sie an vielen anderen

Universitäten und Hochschulen

eingesetzt werden. Getestet werden

neben Allgemeinwissen auch Belastbarkeit

und Empathiefähigkeit. Dieser

Eingangstest wird durchwegs positiv

gesehen, das zeigen die zahlreichen

Rückmeldungen.

Denn auf diese Weise

erfahren auch die

Studierenden, was

sie in ihrem Berufsalltag

erwartet.

Rektorin Mag. Dr. Marlies

Krainz-Dürr.

Fotos: PHK/fotofurgler


advantage 45

LUST auf

SCHULE ?

Aufgrund der steigenden Anforderungen: Gibt es überhaupt

noch genügend Interessenten für den Lehrberuf?

Wir können keinen Rückgang erkennen. Das heißt, das neue System,

die vollakademische Ausbildung für alle Schultypen, wird gut

angenommen. Aber auch die Studierenden haben sich geändert, das

merkt man an ihren Fragen. Sie fordern uns oft ganz schön und das

ist gut so. Denn der Beruf ist anspruchsvoller geworden und die

Rahmenbedingungen sind nicht immer leicht. Wir brauchen engagierte,

widerstandsfähige und kritische Personen, die den nachkommenden

Generationen eine qualitätsvolle Bildung und Ausbildung

bieten können.

Bildung ist ja nicht gleich Ausbildung, die sich an einem

schnelllebigen Markt orientiert. Kann es da überhaupt

eine Konstante geben?

Die Gesellschaft verändert sich schnell. Es ist nur schwer vorauszusagen,

welche Berufe in Zukunft noch gebraucht werden und welche

neuen es geben wird, es kann auch sein, dass das, was Hänschen

gelernt hat, Hans nicht mehr brauchen kann. Aber in jedem Fall

wird die Fähigkeit, verantwortungsvoll zu denken und zu handeln

und sich in verschiedenen Situationen kompetent zurechtzufinden,

immer und in jeder Sparte gefragt sein. Und wir müssen die Menschen

auch dahingehend stärken, dass sie sich und ihre Kompetenzen

gut und richtig einschätzen können und Lust auf lebensbegleitendes

Lernen haben. Das sollte bei jeder Ausbildung als Anspruch an

Nachhaltigkeit berücksichtigt werden.

Durch Digitalisierung und künstliche Intelligenz werden

Berufsgruppen dezimiert werden oder ganz verschwinden.

Werden in der Schule der Zukunft LehrerInnen durch

Roboter ersetzt?

Nein. In diesem Zusammenhang mache ich mir um den Lehrberuf

keine Sorgen. LehrerInnen wird man als DialogpartnerInnen immer

benötigen. Heranwachsende brauchen die lebendige sinnliche Auseinandersetzung,

die Irritation in der Kommunikation. Nur so werden

Menschen auch weiterhin Argumentieren und Denken lernen.

Das kann ein Roboter nicht ersetzen. |

LEHRAMT

STUDIEREN

Pädagogische

Hochschule Kärnten

Viktor Frankl

Hochschule

www.ph-kaernten.ac.at


46 advantage | Bildung & Berufung

Fürs Unternehmen vorsorgen

Unternehmer tragen doppelte Verantwortung: für ihre Familie und für ihr

Unternehmen. Der Notar weiß über effektive Unternehmensvorsorge Bescheid.

„Wir alle kennen das! Jeder ist der Meinung,

er sei unsterblich oder ihm

werde schon nichts passieren. Eine weitverbreitete

Einstellung, die insbesondere bei

Unternehmern gang und gäbe ist! Außerdem

haben wir ja alle viel zu tun und für

solche Dinge keine Zeit, weil man als Unternehmer

so oder so ständig im Dauerstress ist

– und alles andere Vorrang hat“, erzählt

Notar Mag. Werner Stein aus der Praxis.

Wenn dann das Schicksal zuschlägt, sind es

meistens die nahen Angehörigen, die nicht

verstehen, wie ein umsichtiger und erfolgreicher

Unternehmer so fahrlässig handeln

konnte und dabei seine Nächsten, aber

natürlich auch das Unternehmen in eine unzumutbare

und oft ausweglose Situation bringen

konnte.

Daher empfehlen sich für den Fall der Fälle

zwei Instrumentarien: Das eine ist das

Testament. Der Gesetzgeber regelt zwar, wer

was und wieviel nach dem Ableben eines

Unternehmers/einer Unternehmerin zu

bekommen hat, doch die gesetzliche Erbfolge

ist meist nur selten das, was für die

Erben und das Unternehmen sinnvoll ist.

So erben zum Beispiel Kinder oder Ehepartner/in

quotenmäßig und machen schon

allein durch diese Quoten das Unternehmen

unführbar. Oder sie haben aufgrund einer

anderen beruflichen Ausbildung nicht die

Eignung, den Betrieb erfolgreich weiterzuführen.

Auch durch minderjährige Erben,

die durch das Gericht vertreten werden,

kann ein Unternehmen ins Wanken geraten.

Mit einem Testament hingegen ist es ganz

einfach, die notwendigen Weichen zu stellen

und durch entsprechende Pflichtteilsverzichtsverträge

den Bestand des Unternehmens

abzusichern.

Aber nicht nur der Tod, sondern auch

andere Schicksalsschläge, wie Unfall, Koma

oder Demenz können die Existenz des

Betriebes und damit auch der Familie

bedrohen. Da die meisten Unternehmen

Einzelunternehmen, oder Ein-Personen-

GmbH sind, stellt sich hier immer die

Frage: Wer vertritt das Unternehmen im

Fall der Fälle?

Eine Unternehmervorsorgevollmacht kann

hier hilfreich sein und legt fest, dass eine

Vertrauensperson alle Geschäfte weiterführt

und Maßnahmen setzen kann, die in der

jeweiligen Situation notwendig und nützlich

sind. Sind diese Weichen nicht gestellt,

besteht die Gefahr, dass im Falle der Geschäftsunfähigkeit

des Unternehmers das Gericht

einen Erwachsenenvertreter – vormals Sachwalter

bestellt –, der dann die Geschicke

des Unternehmens – immer nach Rücksprache

mit dem Gericht – lenkt, was naturgemäß

langwierig und durchaus komplex

ist.

Ebenso in der Verantwortung eines Unternehmers

liegt es, den Gesellschaftsvertrag

des Unternehmens im Auge zu

haben. Ein Standardvertrag ist nur in

den wenigsten Fällen genügend. Daher

sollte man den Gesellschaftsvertrag von

seinem Notar entsprechend ausgestalten

lassen und an die jeweilige Einzelsituation

anpassen. Auch hier gilt,

dass eine Routinekontrolle alle paar

Jahre Sinn macht, da sich sowohl

Unternehmen als auch die jeweiligen

Beteiligten verändern.

Daher sollte sich ein verantwortungsvoller

Unternehmer die Zeit nehmen, die jeweiligen

Regelungen mit seinem Notar zu besprechen,

um für den Ernstfall bestens ab -

gesichert zu sein. |

Notar

Mag. Werner

Stein, Klagenfurt

Foto: KK


Bildung & Berufung | advantage 47

Im Berufsfeld Elementarpädagogik bietet die BAfEP verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten. Fotos: BAfEP

Die ersten Schritte

in die Bildung

BAFEP

MATURABALL

IM KONZERTHAUS

KLAGENFURT

17. APRIL 2020

WIR FREUEN UNS AUF

AIHREN BESUCH!

Frühe Bildung ist das Fundament für eine erfolgreiche Zukunft. Die

Bundes-Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) Kärnten

bietet mehrere Ausbildungsmöglichkeiten für ElementarpädagogInnen.

ANZEIGE

ElementarpädagogInnen sind wichtige

BegleiterInnen auf dem Weg zum

Großwerden. Sie prägen den allerersten

Bildungsalltag außerhalb der Familie

und legen damit entscheidende Grundsteine

für die Bildung von jungen Kindern. Sie eröffnen

neue Horizonte, ermutigen und stärken

die Mädchen und Buben. Sie können

bereits früh Talente, aber auch Schwächen

erkennen.

Elementarbildung wird als Schlüssel für

Chancengerechtigkeit erkannt. Daher braucht

es schon in den ersten Jahren engagierte, gut

ausgebildete und motivierende PädagogInnen

sowie optimale Rahmenbedingungen.

Und daher ist die Qualität der Ausbildung

für diesen herausfordernden, kreativen und

verantwortungsvollen Beruf entscheidend.

Die Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik

(BAfEP) bietet als einzige Schule

in Kärnten die dafür notwendige vielseitige

Ausbildung. Sie zeichnet sich durch positive

Schulatmosphäre und abwechslungsreichen

Unterricht aus.

Diese Wege führen zum Ziel:

5-jährige Berufsbildende Höhere Schule

für Elementarpädagogik: die Alternative

nach der 4. Klasse AHS oder NMS. Die

Absolventinnen und Absolventen sind

berechtigt, an Universitäten, Fachhochschulen

etc. zu studieren sowie in

Kindergärten, Kindergruppen, Krippen,

Horten und ähnlichen Einrichtungen zu

arbeiten.

Voraussetzung: positiver Abschluss der

8. Schulstufe und Eignungsprüfung an

der BAfEP

2-jähriger Kolleg-Lehrgang für Elementarpädagogik:

Das Kolleg bietet theoretisches

Wissen und Praxis für die professionelle

Arbeit im elementarpädagogischen

Bereich.

Voraussetzung: Reifeprüfung und

Eignungsprüfung an der BAfEP.

1-jähriger Kolleg-Lehrgang für Horterziehung:

die berufsbegleitende Zusatzausbildung

für ElementarpädagogInnen.

Voraussetzung: Abgeschlossene Ausbildung

an einer BAfEP

2-jähriger Lehrgang „Inklusive Elementarpädagogik“:

die Ausbildung für die

spezifische Förderung von Kindern mit

besonderen Bedürfnissen. Der Schwerpunkt

liegt auf einer subjektorientierten

Kompetenzentwicklung in Verbindung

mit den Menschenrechten.

Voraussetzung: Abgeschlossene Ausbildung

zur Kindergartenpädagogin.

NEU ab September 2020: 3-jährige

Fachschule für pädagogische Assistenzberufe:

Die professionelle Ausbildung für

Assistenzkräfte in Kindergärten,

Kindergruppen, Krippen etc. Pädagogische

Assistenzkräfte unterstützen die

Gruppenführung in Kindergärten und

elementaren Bildungseinrichtungen.

Nach dem Abschluss ist entweder ein

direkter Einstieg in den Beruf möglich

oder bei entsprechender Eignung auch

der Besuch eines Aufbaulehrgangs, der

zur Reife- und Diplomprüfung an der

BAFEP führt.

Voraussetzung: positiver Abschluss der

8. Schulstufe und Eignungsprüfung an

der BAfEP. |

Infos

www.bafep-ktn.at

Tag der offenen Tür:

Freitag 10. Jänner 2020,

13.00 – 17.00 Uhr

KÄRNTEN


48 advantage | Bildung & Berufung

BORG Gastein ist einzigartig

Das BORG Gastein bietet jungen Menschen einen in Österreich einzigartigen

Schwerpunkt mit musisch-kreativer Ausbildung und Multi Media Art.

Das Oberstufenrealgymnasium in Bad Hofgastein fördert

Talente und persönliche Interessen jeder Schülerin / jedes

Schülers, nicht zuletzt, um ihnen kreatives Denken und Handeln

in allen Lebensbereichen zu ermöglichen. Alle interessierten

Eltern und SchülerInnen haben die Möglichkeit, sich persönlich einen

Eindruck von der einmaligen, musisch-kreativen und multimedialen

Schwerpunktschule zu machen. Ein Tag der offenen Tür am 16. Jänner

und eine Live-Show im Februar bieten die Gelegenheit dazu.

In der zweistündigen Live-Show zeigen die SchülerInnen, was sie

erarbeitet haben und bieten so interessierten Jugendlichen die Möglichkeit,

sich ein Bild über die Bandbreite des einzigartigen Bildungsangebots

zu machen. Zu sehen sind Vorführungen aller musischkreativen

Abteilungen – Spielmusik, Ensemble, Tanz, Multi Media

Art, Bildnerische Erziehung, Tontechnik, Lichttechnik, Darstellendes

Spiel sowie sämtliche Instrumentalfächer.

Ein Gefühl für die Atmosphäre in dem kreativen Umfeld sowie

zusätzliche Informationen über Schülerheim, Eignungstests, Zusatzangebote,

Zertifikate und Studienmöglichkeiten vermittelt der Tag

der offenen Tür. |

Design trifft Handwerk

An der HTBLA Hallstatt dreht

sich vieles um den Werkstoff

Holz, die Schülerinnen und

Schüler machen sich aber viele

Technologien und Werkstoffe

nutzbar. Das konnte man eindrücklich

auch beim schulinternen

Wettbewerb des HTL-Zweiges

für Innenarchitektur in Kooperation

mit der Firma Eternit

sehen. „Faserzement ist ein anspruchsvolles Material und die

Siegerentwürfe haben wirklich Umsetzungspotential“ meinten die

Vertreter des internationalen Konzerns. Diese Erfahrungen tragen

die Kids jetzt in ihren Schulalltag und freuen sich schon auf das

nächste Entwerfen.

Neben der HTL gibt es in Hallstatt noch Tischlerei, Bootsbau und

die Kunstfachschulzweige Instrumentenbau, Bildhauerei und

Drechslerei sowie die Meisterschule. |

Info

Tag der offenen Tür:

25.Jänner 9-15 Uhr

Schnuppertage:

Oktober bis März

Anmeldung erforderlich!

Neben der HTL im Designbereich

besticht die HTBLA Hallstatt durch

vielfältige Fachschulrichtungen und

ihre Meisterschule.

Kontakt

HTL für Innenarchitektur

und Holztechnologien

Lahnstraße 69, 4830 Hallstatt

T: 06134 8214

E: htl.hallstatt@eduhi.at

www.htl-hallstatt.at

ZUM

SCHNUPPERN:

TELEFONISCHE

ANMELDUNG

ERBETEN!

VIELFALT DER GESTALTUNG

UNTERSCHIEDLICHSTE AUSBILDUNGSMÖGLICHKEITEN

IN EINEM GANZ BESONDEREN UMFELD

INNENARCHITEKTUR / TECHNOLOGIE / HANDWERK /

KUNST / DESIGN

TAG DER

OFFENEN

TÜR

25. Jänner

9-15 Uhr

SCHNUPPER-

Info

Einzigartige Live-Show

2 Vorstellungen für Schul klassen

am 5. 2. und 6. 2. 2020, jeweils 10 Uhr

1 große Abendveranstaltung

am 5. 2. 2020, 20 Uhr

Kartenverkauf und Reservierung

unter Tel. 06432/8426

sekretariat@borg-gastein.salzburg.at

TAGE

10/2019 bis

02/2020

TAG DER

OFFENEN TÜR

DO, 16. JÄNNER 2020

VON 9 BIS 17 UHR

WIR FREUEN UNS

AUF IHREN BESUCH!

BORG Bad Hofgastein

Martin Lodingerstraße 2

5630 Bad Hofgastein

Tel.: 06432 8426

direktion@borg-gastein.salzburg.at

FÜHLST DU IHN SCHON, DEN

HALLSTATT-SPIRIT? IN WELCHER

FACHRICHTUNG BIST DU DAHEIM?

/

HTL Innenarchitektur Holztechnologien

&

/ Raum- und Objektgestaltung

/ Restauriertechnik

FACHSCHULEN

/ Tischler

/ Bootsbau

/ Drechsler

/ Bildhauer

/ Streich- & Saiten instrumentenerzeuger

MEISTERSCHULEN

/ Tischler

/ Drechsler

/ Bildhauer

/ Streich- & Saiteninstrument enerzeuger

WWW.HTL-HALLSTATT.AT

ANZEIGE ANZEIGE


Bildung & Berufung | advantage 49

Flex bietet

zwei neue

Berufe

Die Firma Flex in Althofen bietet jungen

Menschen die Ausbildung in zwei zusätzlichen

Doppellehren. In diesem Jahr wurden 16

Lehrlinge aufgenommen, so viele wie noch nie.

Im Ausbildungszentrum

der

Flex machen

die Lehrlinge

ihre ersten

berufichen

Handgriffe in

verschiedenen

technischen

Berufen.

Fotos: Flex

Flex ist einer der weltweit führenden Anbieter für die Fertigung

elektronischer Geräte. Wer in der Niederlassung Althofen

eine Lehre beginnt, hat vielfältige Karrierechancen in

einem internationalen Unternehmen. „Alle Lehrlinge, die wir ausbilden,

haben die Möglichkeit, nach der Abschlussprüfung bei uns als

Facharbeiter zu beginnen“, erklärt Albert Klemen, Leiter des Ausbildungszentrums

von Flex. Das ist in einer Reihe von Berufsfeldern

möglich. Die Ausbildung erfolgt in einander ergänzenden Doppellehren:

• Metalltechnik und technischer Zeicher

• Elektrotechnik und Elektronik

• Mechatronik und Elektrotechnik

• Informationstechnologie und Betriebstechnik

• Einkauf

Neu hinzugekommen sind:

• Applikationstechnik und Coding. Der Schwerpunkt liegt im

Programmieren für das weite Feld der Informationstechnik.

• Prozesstechnik und Elektrotechnik. Dieser Beruf wird aufgrund

der technologischen Entwicklung langfristig den Metalltechniker

ersetzen.

Jede Lehre ist auch mit Matura möglich. Von den derzeit 47 Flex-Lehrlingen

– vom ersten bis zum dritten Lehrjahr – haben sich 70 Prozent

für diesen Ausbildungsweg entschieden. „Wir fördern unsere jungen

Fachkräfte von Morgen und unterstützen sie auch bei einem Studium

nach der Lehre mit Matura“, sagt Klemen. Das ist bei Flex auch berufsbegleitend,

mit einer individuellen Reduzierung der Arbeitszeit möglich.

Alle Lehrlinge machen ihre ersten beruflichen Handgriffe in der Lehrwerkstätte,

wo sie die Geräte und Maschinen kennenlernen, mit

denen sie arbeiten werden. Erst im dritten Lehrjahr stehen sie nach

erfolgreichem „Training“ in der Fabrik, wo sie zuerst in alle Bereiche

hineinschnuppern können, um sich dann für ein bestimmtes Fachgebiet

zu spezialisieren. |

Termin

ANZEIGE

Bis 7. Februar 2020 kann man sich wieder

für eine der Lehrstellen bewerben!


50 advantage | Anzeige

Lernen kennt

keine Grenzen

Mit dem EU-Programm Scet-Net unterstützt die

Wirtschaftskammer Kärnten Lehrlinge dabei, ein

Auslandspraktikum in Italien zu absolvieren.

Sich in einem fremden Land zurechtzufinden,

eine Sprache zu erlernen,

sich selbstständig zu organisieren und

seinen Horizont zu erweitern – das zählt in

einer globalisierten Gesellschaft beinahe

gleich viel wie eine hochwertige Berufsausbildung.

Mit Scet-Net bietet die Wirtschaftskammer

Kärntner Lehrlingen diese Möglichkeit

in Italien. Scet-Net steht für „Senza

Confini Education and Training Network“

und ist eine von mehreren Initiativen der Wirtschaftskammer

Kärnten im Alpen-Adria Raum.

Die Lehre für junge Menschen attraktiv und

fit für die Zukunft zu machen ist der Wirtschaftskammer

ein wichtiges Anliegen. Auslandserfahrungen

werden in einer immer

globaleren Wirtschaft zunehmend wichtiger.

Unternehmen suchen MitarbeiterInnen, die

mobil, flexibel und international versiert

sind. Auslandspraktika sind nicht nur für

Lehrlinge eine besonders nachhaltige und

interessante Chance, internationale Kompetenzen

zu erwerben, sondern immer auch

eine Investition in ein Unternehmen sowie in

eine Ausbildungseinrichtung.

Das EU Interreg-Projekt Scet-Net unterstützt

Kärntner Lehrlinge bei der Organisation und

Finanzierung eines Auslandsprak tikums in

Italien. Die Lehrlinge bewerben sich und

die Projektpartner suchen einen passenden

Betrieb. Sowohl Unterkunft als auch die

Hin- und Rückreise werden bezahlt. Bis zu

vier Wochen lang können die jungen Leute

in den Arbeitsalltag eines Betriebes in den

Regionen Friaul-Julisch Venetien, Veneto oder

Südtirol hineinschnuppern. Zuvor erhalten

sie eine sprachliche Vorbereitung auf ihren

Auslandsaufenthalt.

Lehrlingsausbildung

Diese Praktika können als Teil der Lehrlingsausbildung

anerkannt werden. Lehrlinge

bleiben während des Auslandspraktikums

in Österreich sozialversichert und erhalten

weiterhin die Lehrlingsentschädigung vom

Lehrbetrieb. Förderberechtigte Lehrbetriebe

—————————————

„Die Erfahrungen, die mit Auslandsaufenthalten

gesammelt werden, sind unbezahlbar.

Daher haben wir Scet-Net ins Leben gerufen“

Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten

—————————————

bekommen die Bruttolehrlingsentschädigung

für jenen Zeitraum ersetzt, in dem ihr Lehrling

ein berufsbezogenes Auslandspraktikum

absolviert und nicht im eigenen Betrieb

anwesend ist.

Einzigartige Chance

„Das geförderte Italien-Praktikum für Kärntner

Lehrlinge ist eine einzigartige Chance, die

das Modell von ‚Senza confini – ohne Grenzen‘

auch in der Lehrlingsausbildung verwirklicht.

Die Erfahrungen, die dabei gesammelt

werden, sind unbezahlbar – und davon profitieren

nicht nur die Jugendlichen, sondern

auch die Kunden und damit die Lehrbetriebe.

Der ‚Alpen- Adria-Lehrling‘ wird damit Schritt

für Schritt umgesetzt“, erklärt Wirtschaftskammerpräsident

Jürgen Mandl.


Anzeige | advantage 51

WK-Präsident Jürgen Mandl,

Projektleiterin Angelika Petautschnig

und Meinrad Höfferer, Leiter der

WKK-Außenwirtschaft-Abteilung.

Fotos: WKK

Kärntner Projektpartner sind die Wirtschaftskammer

Kärnten und die Bildungsdirektion

Kärnten. Auf italienischer Seite sind der

GECT Euregio Senza Confini und die

Camera di Commercio Industria Artigianato

e Agricoltura Venezia Giulia für den Erfolg

des Projekts verantwortlich.

Auf nach Triest!

In der Anfangsphase mussten die rechtlichen

und institutionellen Rahmenbedingungen

geklärt werden, um einen möglichst unbürokratischen

Ablauf für die Unternehmen zu

schaffen. Das war aufgrund der geltenden

Entsendungsbestimmungen jedoch nicht

ganz einfach. Meinrad Höfferer, Leiter der

Abteilung Außenwirtschaft und EU in der

WK Kärnten, setzt sich daher

vehement für eine rechtliche

Erleichterung ein. „Wenn österreichische

Unternehmen Lehrlinge

nach Italien entsenden, ist

das ein aufwändiges Verfahren.

Umgekehrt – von Italien nach

Österreich – ist es wesentlich einfacher.

Das muss in einem funktionierenden

Binnenmarkt einheitlich und

einfach für Unternehmen und Lehrlinge

geregelt sein. Dafür werden wir

uns stark machen“, sagt er.

In diesem Herbst konnte mit der konkreten

Umsetzung Phase zwei gestartet werden: Die

ersten Lehrlinge begannen ihr Auslandspraktikum.

Unter den Betrieben, die ihren Lehrlingen

die Chance eines Auslands praktikums

ermöglichen sind die Adeg Wolfsberg e.

Gen., Cocuni Velden sowie der Brennseehof

in Feld am See und das Heidi Hotel am

Falkert. Für die Lehrlinge geht es ins wunderschöne

Triest, wo sie in nam haften Betrieben

wie der Kaufhauskette Eataly, oder den

Hotels Italia und Continentale ihre Kenntnisse

erweitern und viel Neues kennenlernen

werden.

Die Projektleiterin der Wirtschaftskammer

Kärnten, Angelika Petautschnig, die selbst

nach der Matura eine verkürzte Lehre absolviert

hat, wünscht sich, dass möglichst viele

Betriebe ihren Lehrlingen die Chance bieten,

Auslandserfahrungen zu machen. „Auslandspraktika

sind eine tolle Möglichkeit für junge

Menschen, sich in einem neuen Umfeld zu

beweisen. Ganz wichtig dabei sind Lehrkräfte

oder Ausbildner, die als Motivatoren den

Lehrlingen Mut machen sollen, diesen Schritt

zu wagen, und sie dabei unterstützen. Denn

viele Lehrlinge wissen oft gar nicht, dass sie

während ihrer Lehre eine Zeitlang ins Ausland

gehen können.“ |

Ein Folder mit detaillierten Informationen zum

Austauschprogramm Scet-Net ist bei der

Wirtschaftskammer Kärnten erhältlich.

Foto: WKK


52 advantage Gesundheit & Leben

Mountainbiken liegt mehr im

Trend denn je. Kärnten bietet

dafür zahlreiche Trails für alle

Schwierigkeitsstufen.

Foto: Franz Gerdl


Gesundheit & Leben | advantage 53

Freiheit

auf zwei

Rädern

Mountainbiken ist mehr im Trend denn je.

Immer mehr Menschen jeglicher Altersklasse

begeistern sich für die Kultsportart –

und zum Biken geht’s am besten hoch

hinauf in die Berge, durch dichte Wälder,

vorbei an herrlichen Seen. Manuela Mark

Um ihren Gästen bestmögliche Bike-Bedingungen zu bieten,

bauen zahlreiche Seilbahnunternehmen im Land ihr Angebot

deutlich aus. Am Weissensee wurden gerade zwei neue Singletrails

freigegeben. Der Naggltrail und der Panoramatrail ergänzen

den bestehenden Weissenseetrail. Eine richtig lange Strecke bieten

auch die Mölltaler Gletscherbahnen, auf der Petzen wurde der Naturtrail

„Thriller“ auf 10 Kilometer bis zur Talstation erweitert. Bereits

im Sommer 2016 eröffnete mit der areaone am Kumitzberg in Villach

das kärntenweit erste Übungsgelände für Mountainbiker. Willkommen

sind sowohl Einsteiger als auch echte Profis – drei verschiedene

Schwierigkeitsgrade stehen zur Auswahl. Die Bandbreite reicht vom

leichten Trail zum Aufwärmen über einen schwierigen Balance-

Bereich bis zu einem Sprung über ein fünf Meter langes Gap.

Bikeparadies vor der Haustüre

Ausgehend von Klagenfurt, Villach oder Spittal lassen sich zahlreiche

Touren auch einfach von zu Hause aus erkunden. „Kärnten bietet

Bikern eine unglaubliche Vielfalt. Wir sind umgeben von traumhaften

Bergen und Wäldern. Man findet immer irgendwo Möglichkeiten,

zu fahren“, weiß auch Bikeprofi Franz Grossmann. Die

günstige Lage in der Alpen-Adria-Region macht Kärnten außerdem

zu einem tollen Ausgangspunkt für Ausflüge Kransjka Gora oder

Maribor, die mit ihren Bikeparks die Herzen von Up- und Downhillfans

höher schlagen lassen. Grossmann ist überzeugt: „Nicht

viele Orte bieten Bikern das, was Kärnten bietet. Das ist einzigartig

und ich freue mich über die wachsende Community.“


54 advantage | Gesundheit & Leben

Profi Franz Grossmann kennt die Bike-Möglichkeiten

im Alpen-Adria-Raum. Fotos: KK

„Wahrscheinlich

hab ich’s im Blut“

Nach einem schweren Unfall vor zwei Jahren

sitzt Franz Grossmann zwar noch nicht wieder

regelmäßig auf dem Bike, seine Begeisterung

für den Sport und seinen Traum, Kärnten noch

bikefreundlicher zu machen, trübt das aber nicht.

Wir haben ihn zum Interview getroffen.

MEHR

INFOS AUF

Haben Sie Lieblingsstrecken in Kärnten?

Ich bin begeistert von Trails auf der Petzen! Als ich in Wien gelebt

habe, war ich gern am Semmering unterwegs, in Salzburg ist

Leogang einfach unschlagbar. Wenn ich zu Hause in Ebenthal bin,

bin ich am liebsten am Ratschberg unterwegs – hier gibt es immer

wieder Neues zu entdecken, egal ob bergauf oder bergab. Ich

stehe auch gerne mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um das

Errichten von neuen Trails oder Parks geht!

INSTAGRAM.COM/ Welche Tipps haben Sie für Anfänger?

Gemeinsam fahren! Ideal ist es, wenn man jemanden im

ELIC.WHITE

Freundes- oder Bekanntenkreis hat, von dem man sich etwas

abschauen kann. Alleine zu probieren ist nicht nur gefährlich,

sondern auch langweilig. Außerdem gibt es auch in Kärnten

genug Möglichkeiten, Kurse zu besuchen – da lernt man von Profis!

Blick in die Zukunft: Kommen Sie zurück aufs Bike?

Davon bin ich überzeugt. Ich habe Backflips über 13 Meter gemacht

und da will ich wieder hin. Der Unfall hat mich weit zurückgeworfen,

aber ich lebe mittlerweile nach dem Motto „only the strong

survive“. Ich fühle mich auf dem Bike immer noch total wohl und

sicher. Ich würde fast sagen, das Biken hat meinen Horizont erweitert.

Von Dirtjump, über Enduro bis hin zu Downhill – all das will

und werde ich wieder machen und ich freue mich darauf, Kärnten

auf zwei Rädern wieder in vollen Zügen genießen zu können! |

Weiterführende Links

www.lake.bike

www.petzen.net

www.badkleinkirchheim.com

www.weissensee.com


SPIRITUALITÄT advantage 55

Eine Botschaft – viele Medien

Christliche Verkündigung mit digitalen Medien

In der Weitergabe ihrer Botschaft waren

Christen immer schon auf dem letzten

Stand, also up-to-date. Heutzutage geschehen

Informationsweitergabe und Kommunikation

zu einem großen Teil mit digitalen

(elektronischen) Medien. Den gängigen Technologien

entsprechend, werden im 21. Jahrhundert

selbstverständlich auch Bibeltexte,

Predigten, Gebete, geistliche Worte und

Lieder nicht mehr nur in gedruckter Form

weiter gegeben, sondern auch via Website

und Social Media in alle Winkel der Erde

geteilt und verlinkt.

Verkündigung auf vielen Kanälen.

Kirche ist ja kein Geheimbund. Jesus hat

in und vor aller Öffentlichkeit gesprochen.

Seine Frohe und die Menschen froh machende

Botschaft soll, so schrieben schon

die Evangelisten, bis ans Ende der bewohnten

Welt gelangen. Die konkrete Umsetzung

dieses Auftrages korrespondiert immer mit

den technischen Möglichkeiten der Zeit.

War nach der mündlichen Überlieferung

lange Zeit die verschriftlichte Botschaft in

Büchern und Zeitschriften das Medium

Nummer eins, mussten sich die Nachfolger

Christi mit ihrer Verkündigung in den letzten

Jahrzehnten auch in die Universalbiblio

thek Internet eintragen. Jede Diözese,

ja fast alle Pfarren, nicht nur in Kärnten,

sondern weltweit, haben eigene Internetwebsites,

die sowohl Informationen bereit

halten als auch zur Kommunikation einladen.

Dass der Besucher dieser Websites

nicht nur passiver Konsument bleibt, sondern

sich auch aktiv an Diskursen beteiligt,

wurde durch Social-Media-Applikationen

wie z. B. Facebook, Twitter oder Video-

Kanäle wie YouTube wesentlich gefördert.

„Auch in der Katholischen Kirche Kärnten geschehen

Informationsweitergabe und Kommunikation

heut zutage zu einem großen Teil mit digitalen

(elektronischen) Medien.“

Foto: khkronawetter

www.kath-kirche-kaernten.at

Die Katholische Kirche Kärntens hat mit

www.kath-kirche-kaernten.at seit beinahe

20 Jahren eine große integrative Internetwebsite,

auf der über 80 Prozent der Kärnten

Pfarren und viele kirchliche Institutionen

eigenständig ihre Homepages er stellen.

Dieses bunte und dynamische Bild von

Kirche im Internet wird seit einigen Jahren

flankierend ergänzt durch verschiedene Social-

Media-Aktivitäten. Viele kirch liche Institutionen

unten Ihnen auch die Kirchenzeitung

Sonntag sowie die diözesane Internetredaktion

und immer mehr Pfarren betreiben

erfolgreiche Facebook-Seiten. Zu erwähnen

ist auch der diözesane YouTube-Kanal, wo

eigenständig produzierte Kurzfilmbei träge

u. a. zu Glaubens-, Missions- und kirchlichen

Kunstthemen online abrufbar sind.

Das Evangelium liken, sharen und twittern

„Wes das Herz voll ist, des geht der Mund

über“ – diese Redensart mit biblischen Wurzeln,

ist für meine journalistische Tätigkeit

in der Katholischen Kirche Kärnten auch

zu einem Leitwort geworden. Weil das

Gute nicht unter den Scheffel gestellt werden

soll, ist es u. a. meine Aufgabe, das

bunte Leben und die Aktivitäten aller

kirchlichen Einrichtungen und Pfarren in

der Diözese Gurk auf der großen Diözesanwebsite

zu bündeln und ansprechend zur

Darstellung zu bringen.

Dass die mit digitalen Medien vermittelte

Kommunikation, das Gespräch von Mensch

zu Mensch nicht vollständig ersetzen kann

und wird, ist für mich selbstverständlich.

Alles ist auch hier eine Frage des rechten

Maßes. Die verschiedenen Kommunikationskanäle

sollen einander ergänzen.

Im Blick auf die lange Kirchengeschichte

wird offensichtlich: Die Botschaft Christi

kann mit vielen unterschiedlichen Hilfsmitteln

(Medien) weiter gegeben werden. Der

Apostel Paulus, ein Vielschreiber und großer

Kommunikator, würde heute wohl alle gängigen

Möglichkeiten ausschöpfen. Und er

würde Sie einladen, seinen Twitter-Feed zu

abonnieren und auch seine Facebook-Seite

zu liken. Vielleicht ist er ja schon in einer

ihrer WhatsApp-Gruppen? Und achten Sie

bitte auch auf sein letztes Video auf

You Tube, in dem er vom Gott der Liebe

erzählt, der für die Menschen Hoffnung

und Trost ist. |

Dr. Karl-Heinz Kronawetter

ist Chefredakteur der Internetredaktion

der Diözese Gurk.

karl-heinz.kronawetter@kath-kirche-kaernten.at

www.kath-kirche-kaernten.at/socialmedia

Foto: internetredaktion-ht


56 advantage | Gesundheit & Leben

Online Walzer tanzen lernen

Tanzen online lernen – wo und wann man will. Das bietet die

Wedding Dance & Online Academy von Andy & Kelly.

Nicht jeder hat Zeit, immer zu einem

bestimmten Termin die Tanzschule

zu besuchen, würde aber gern tanzen

lernen. Vor allem Brautpaare möchten

an ihrem Hochzeitstag elegant über das

Parkett schweben können. Für Sie und alle,

die Freude am Tanzen haben und zu Hause

ihr Können perfektionieren möchten, haben

die Tanzprofis Andy & Kelly ihr neuestes

Produkt entwickelt. „Unser Programm ist

ein Rundum-Paket, mit dem wir dem Kunden

weitgehend den Stress der Vorbereitungen

nehmen, und beinhaltet abgesehen von

unseren Online Coaching-Modulen auch

Musik-Clips zum Üben mit uns, Help Sheets

zum Ausdrucken als theoretische Unterstützung

und Musik-Tipps für die optimale

Wahl des Hochzeitswalzers“, sagen sie.

Wedding Dance | Hochzeitswalzer

gibt es in 3 verschiedenen Paketen:

1. Online Coaching

2. Online Coaching als Verlobungsgeschenk

mit exklusivem Billett inklusive

Geschenkcode für das Hochzeitspaar

3. Online Coaching als Premium Paket

inklusive Privatunterrichts und personalisierter

Video-Botschaft

Academy | Wiener Walzer Online

Coaching: (ohne Hochzeitsbezug):

- für Tanzschüler, die sich verbessern wollen

- für Anfänger, die (noch) nicht in die

Tanzschule gehen möchten (können)

- als Geschenk für Jugendliche von Mama

und Papa vor dem ersten Ball |

Kontakt

www.andyandkellykainz.com

E: office@schoolofdance.at

T: +43 (0)676 9054 007

(links) Drohnen ermöglichen viele

Erleichterungen u.a im Planungsbereich.

(rechts) 3d Modell. Fotos: KK

Copter Log Services

Die Copter Log Services Gmbh ist spezialisiert

im Bereich Drohnenflugleistungen und Auswer

tung der generierten Daten.

Mit Hilfe von Photogrammetrie

und Laserscandaten werden 3D

Punktwolken erstellt und diese

können zur Vermessung, Volumensberechnung

sowie Inspektionen benutzt werden.

Die Anwendungen werden im Bereich

Maschinenbau, Bautechnik, Sicherheitsanwendungen

und auch für Geoinformationen

verwendet. Eines unserer Standbeine wird in

Zukunft BIM (Building Information Models)

werden, zur Erstellung von Echtzeitdaten

von digitalen Zwillingen im Bauwesen. Als

Ergänzung zur Vermessung können unsere

photorealistischen und punktgenauen 3D

Daten schon vor Baubeginn dazu verwendet

werden um integrierte Planmodelle zu er -

stellen. Ebenso kann während einer Bauphase

ein Echtzeit-Monitoring erfolgen.

Mittels Photogrammetrie können Orthofotos

erstellt werden, die den Ist-Zustand

von einer Fläche darstellen. Wir verwenden

unsere Multicopter ebenso für Dachflächenvermessung,

Kontrolle von Photovoltaik

Anlagen mit Hilfe von Wärmebildkameras

sowie zur Inspektion von schwer zugänglichen

Bauteilen. Einer der Vorteile dieser

Methode ist, es können Teile sehr schnell

und einfach inspiziert werden ohne große

Aufbauten. Die generierten Daten werden

für Ingenieurbüros so aufbereitet, dass diese

die Daten mit der eigenen Software sofort

weiterverarbeiten können.

Mit Hilfe von interaktiven 3D Viewern

und/oder Virtual Reality können wir unsere

Daten über weite Entfernungen zur Inspektion

oder Planung zur Verfügung stellen.

Diese Visualisierungen können für künftige

sowie für bestehende Bauträger erstellt

werden. |

Kontakt

COPTER LOG SERVICES GmbH

AREA RECORD & ANALYSIS

Hasnerstraße 2 / Parkdeck Ost

9020 Klagenfurt am Wörthersee

T: +43 463 99 26 96

E: office@copterlogservices.com

www.copterlogservices.com

ANZEIGE


advantage 57

——— I n t e r v i e w ———

mit Anwalt Dr. Marwin Gschöpf

Bei Skiunfällen sofort Beweise sichern

Skiausflüge enden immer häufiger mit Stürzen, Verletzungen

und gegenseitigen Beschuldigungen. Der Veldener Anwalt

Dr. Marwin Gschöpf hat sich auf dieses Fachgebiet spezialisiert.

Ein Anwalt, speziell für den Bereich Skirecht.

Was kann man darunter verstehen?

Dr. Gschöpf: Wir beraten Betreiber von Seilbahnen und Skipisten in

punkto Sicherheit, worauf Sie achten müssen, welche Gefahren zu

vermeiden sind. Weiters erstellen wir Sachverständigengutachten

sowohl für Versicherungen als auch im Auftrag des Gerichts im Zuge

von Zivilprozessen und wir beraten und vertreten Betroffene.

Welche Regeln müssen Skifahrer auf der Piste beachten?

Das sind im Prinzip die internationalen FIS-Verhaltensregeln. Sie

legen fest, dass jeder auf der Piste sich so verhalten muss, dass er niemand

anderen gefährdet. Das bedeutet unter anderem auf Sicht zu

fahren und den Vorrang des Vorderen zu beachten, die Fahrweise

dem Gelände, der Witterung und dem Können anzupassen oder das

Beachten von Markierungen und Warnhinweisen.

Foto: KK

Was sollte man nach einem Skiunfall mit

Fremd verschulden sofort machen?

Es empfiehlt sich, die Polizei zu verständigen und die vorhandenen

Beweise zu sichern, indem man die Namen und Daten des Unfallverursachers

sowie etwaiger Zeugen aufschreibt, die Unfallstelle mit

Fotos dokumentiert und die beschädigte Ausrüstung sicherstellt. Bei

einem Unfall im Bereich der Liftanlagen oder einem Schaden, der

durch mangelnde Pistensicherung eingetreten ist, muss der Betreiber

des Skigebietes verständigt werden.

Wann sollte man sich nach einem Skiunfall

von einem Anwalt beraten lassen?

Die Erstauskunft bei einem Rechtsanwalt ist kostenlos. Daher würde

ich jedem, der bei einem Ski- oder Snowboardunfall in Österreich verletzt

wurde, raten sich zu informieren. Ein Anwalt kann die Chancen

für Entschädigungszahlungen und die Höhe der Beträge realistisch

abschätzen. Die meisten Skifahrer – in Österreich sind es rund 95 Prozent

– verfügen über Haftpflichtversicherungen und Skigebiete in

Österreich sind gesetzlich verpflichtet, Versicherungen für etwaige

Schäden abzuschließen. Darüber hinaus sind Mitglieder von Sportvereinen

für solche Fälle meist auch rechtsschutzversichert.

Wie häufig sind Skiunfälle und was sind die

Hauptursachen?

In Österreich werden in den Krankenhäusern pro Jahr rund 50.000

Verletzungen nach Skiunfällen registriert. Die Unfälle und damit

auch die Verletzungen werden aufgrund der immer höheren

Geschwindigkeiten schwerer. Die häufigsten Ursachen sind Selbstüberschätzung

und damit verbunden eine zu hohe Geschwindigkeit

sowie mangelnde Aufmerksamkeit. Zu wenig Bewusstsein, dass

auch andere auf der Piste sind. 90 Prozent der Kollisionen passieren

zwischen Skifahrern oder Snowboardern. Sehr häufig höre ich bei

beiden Parteien das Argument „Ich habe den anderen nicht gesehen,

er muss von hinten gekommen sein“.

Wie häufig landen Skiunfälle vor Gericht?

Zu einem Prozess kommt es nicht in allen Fällen. Meistens einigen

sich die Parteien außergerichtlich, worauf wir auch hinarbeiten. Von

unseren Fällen landen lediglich rund 20 Prozent vor Gericht. Zu

beachten sind auch die Fristen: Die Verjährung beträgt drei Jahre,

gerechnet ab dem Tag des Unfalles. Bei Schäden durch Liftanlagen

muss der Vorfall dem Betreiber innerhalb von drei Monaten angezeigt

werden. |


58 advantage

——— I n t e r v i e w ———

mit Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl

„Etappensieg für Kleinunternehmen“

In der Zeit vor der Nationalratswahl konnte die Wirtschaftskammer noch die

erste Etappe der ursprünglich geplanten Steuerreform durchs Parlament bringen.

Durch Steuervorteile und bürokratische Erleichterungen ersparen sich Kärntens

Klein- und Mittelbetriebe mindestens sieben Millionen Euro – jedes Jahr,

erklärt Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl im Interview.

Die neue Werbelinie der Kammer

verspricht: „Ihr nächstes Handy zahlt

das Finanzamt“. Was soll das heißen?

Was wir sagen – nur in verständlicher Sprache.

„Die Erhöhung der Wertgrenze für

geringwertige Wirtschaftsgüter von 400 auf

800 Euro pro Jahr“ wäre die genaue Formulierung.

Aber hinter diesem terminus technicus

versteckt sich eine spürbare Erleichterung

für kleine und mittlere Unternehmen:

Das bedeutet nämlich, sie können das neue

Smartphone, den Laptop, den kreuzschonenden

Schreibtischsessel, den ordentlichen

Bürodrucker und andere betriebliche Anschaffungen

bis zu 800 Euro ab 1.1.2020

zur Gänze im Anschaffungsjahr von der

Steuer absetzen.

WK-Präsident Jürgen Mandl.

Foto: Helge Bauer

Was konnten Sie noch erreichen?

In der speziellen Situation vor der Wahl ist es

uns gelungen, auch noch die Kleinunternehmergrenze

auf 35.000 Euro zu erhöhen und

die Steuerpauschalierung auszuweiten. Rund

300.000 betroffene österreichische Unternehmerinnen

und Unternehmer bis zu

einem Jahresumsatz von 35.000 Euro können

in Zukunft pauschal 45 Prozent des

Umsatzes als Betriebsausgaben bei der Steuer

geltend machen. Für reine Dienstleistungsunternehmen

gilt ein Satz von 20 Prozent.

Zusätzlich können noch Pflichtbeiträge zur

Sozialversicherung abgezogen werden. Damit

fallen Einkommenssteuererklärung, Wareneingangsbuch

und Anlagenkartei für die

betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer

praktisch weg. Das scheint auf den

ersten Blick vielleicht nicht so aufregend,

spart aber 50.000 Steuererklärungen und

eine Million Arbeitsstunden, die nicht für

Bürokratie aufgewendet werden müssen.

Und was bringt das konkret?

Für ganz Österreich bedeutet das eine Steuererleichterung

für Ein-Personen- und kleine

Betriebe von etwa 75 Millionen Euro, auf

Kärnten entfallen rund sieben Millionen

Euro, die sich KMU ab dem nächsten Jahr

ersparen. Da ist die Senkung der Krankenversicherungsbeiträge

noch gar nicht mitgerechnet.

Aus meiner Sicht ein klarer Etappensieg

für Kleinunternehmen, den wir

natürlich zum Anlass nehmen, um weitere

Erleichterungen auf Schiene zu bringen.

Die Industrie profitiert davon kaum.

Deshalb setzen wir uns stark dafür ein, dass

auch der zweite Teil der ursprünglich geplanten

Steuerreform kommt. Die Lohnund

Einkommensteuertarife müssen gesenkt

werden, damit für alle mehr Netto vom

Brutto bleibt. Das bringt eine Entlastung

der Arbeiternehmer sowie vieler Unternehmer

und stärkt die Kaufkraft. Wir beharren

auch auf unserer Forderung nach Senkung

der Körperschaftssteuer: Mit 25 Prozent

liegen wir deutlich über dem Schnitt in

Europa. Und wir wollen einen Freibetrag

auf Investitionen in Gebäude, Fahrzeuge

und Maschinen in Höhe von 20 Prozent,

bei Klima- und Umweltschutz sogar 30 Prozent.

Daran werden wir die künftige Regierung

messen. |


advantage 59

——— kurz & gut ———

v.l.n.r.: Die erfolgreiche DOKH-Führungscrew: Günter

Staber, Petra Präsent, Ernst Benischke mit „Mäxx“.

Foto: Jannach

Menschen, Herz &

Stethoskope

Die Eröffnung der neuen High-Tech

Tagesklinik im Deutsch Ordens Krankenhaus

in Friesach war der Anlass, der

Öffentlichkeit wieder einmal lebendig vor

Augen zu führen, welch guter Platz das

innovative Spital in Mittelkärnten ist. Ein

guter Platz zum Gesunden, Ausruhen,

Krafttanken und Arbeiten. Hunderte

Neugierige, Interessierte und Begeisterte

konnten sich bei den Tagen der offenen

Türen und Herzen von der besonderen

Kompetenz und Atmosphäre des Hauses

überzeugen.

Das freute nicht nur das Management mit

Geschäftsführer Ernst Benischke Verwaltungsdirektor

Günter Staber und Pflegedirektorin

Petra Präsent, sondern auch die

DOKH Eigentümervertreter Heinz Paar

und Bernhard Tschrepitsch.

Große Ehre erwiesen

Der Chormusiker Richi Di Bernardo

– weithin bekannt als die Stimme der

Volkskultur – erhielt kürzlich im Spiegelsaal

der Landesregierung von Landehauptmann

Peter Kaiser im Beisein von LHStv. Beate

Prettner und LR Martin Gruber das Große

Ehrenzeichen des Landes Kärnten in Gold

für die Verdienste um die heimische

Volkskultur. „Diese Auszeichnung hat mich

sehr gefreut und ich darf mich bei

Landeshauptmann Peter Kaiser nachträglich

recht herzlich bedanken! Immerhin konnte

ich mich in den letzten 20 Jahren mit

verschiedenen Veranstaltungen wie dem

Fest der Stimmen, dem Stillen Advent im

Landhaushof oder Singen vom Feinsten

volkskulturell einbringen und vielen

Chören eine Auftrittsmöglichkeit ermöglichen.“,

freut sich Di Bernardo. Seine

Tätigkeit umfasste an die 400 Konzerte.

Caritativ konnte Di Bernardo nachweislich

etwa 450.000 Euro für Kärntner in Not

oder Licht ins Dunkel lukrieren.

v.l.n.r. 1. Reihe: Sabrina Huber mit Brigitte

Truppe, 2. Reihe: Sebastian Adami, Eric

Preiml, Alexander Wieselthaler, Felix Ronge

und 3. Reihe: Christopher Saliterer & Lukas

Bürger. Foto: Junge Wirtschaft/Thomas Sobian

v.l. Nathaly Rettl, Klaudia Pförtsch, Joachim Paul, Karin

Leeb, Thomas Rettl. Foto: Magneto CPA

Von der Modeshow bis

zum Kamingespräch

Eine ganz besondere Form einer Event-

Incentive-Unternehmenskooperation ging

am 4. und 5. Oktober im Hotel Hochschober

über die Bühne. Gemeinsam mit Kärntens

modischem Aushängeschild, der Firma

Rettl 1868 Kilts & fashion wurde unter

dem Motto „Future Talk“ ein spannendes

Programm geboten. Im Zentrum stand eine

anspruchsvoll gestaltete Modeschau von

Rettl 1868 Kilts & fashion mit den Tänzerinnen

und Tänzern der Katha Mackh

Dance Company. Im Anschluss plauderten

Gastgeberin Karin Leeb und Thomas F.

Rettl am Kamin über das Thema Nachhaltigkeit.

Die zweitägige Ausstellung der

aktuellen Mode von Rettl 1868 in der

Lobby des Hauses sowie ein Meet & Greet

mit erfolgreichen Influencern rundeten das

Wochenend-Programm ab. Dieses Eventformat

sorgte mit seinem Pionierfaktor für

ein exklusives und abwechslungsreiches

Ambiente mit Wellness-Faktor für die

vielen Gäste des Hotel Hochschober. „So

etwas hat es bei uns noch nie gegeben und

die Veranstaltung hat definitiv Wiederholungspotential!“,

so Hoteldirektorin

Melanie Hauptmann begeistert.

Alles neu bei der Jungen Wirtschaft Feldkirchen

Mit viel Power startet das neue Team rund um Bezirksvorsitzende Brigitte Truppe und wird

von Bezirksgeschäftsführer Sebastian Adami tatkräftig unterstützt. Seit 2005 führt Truppe

erfolgreich die Event- und Modelagentur „perfect“. Über ihre Funktion und die eigenen

Netzwerkaktivitäten sagt die 38-Jährige: „Ich gebe meine Erfahrungen gerne an andere

weiter und möchte aktiv im Bezirk mitgestalten. Als Unternehmer sollte man von Anfang an

in verschiedenen Bereichen netzwerken. „Leistung plus Netzwerken heißt die Erfolgsformel“,

so Truppe“. Vorgänger Lukas Bürger wechselt in den Landesvorstand der Jungen

Wirtschaft und wird Start-up-Beauftragter für das Bundesland Kärnten.


60 advantage VERANSTALTUNGS- UND KULTURKALENDER

VERANSTALTUNGS- & KULTURKALENDER

NOVEMBER

02.11.2019

Meerjungfrauenschwimmem

Therme St. Kathrein

05.11.2019

Ensemble 1781

Parkhotel Villach

06.11.2019

Alex Kristan „Lebhaft“

Stadtsaal Hermagor

07.11.2019

Führung fokus.sammlung

MMKK Klagenfurt

08.11.2019

Bryan Adams

Messe Klagenfurt

07. bis 10.11. 2019

Schmuck- und

Mineralientage

Volkshaus Völkendorf

07.11.2019

Brush Lettering Workshop

Omas Teekanne Graz

09.11.2019

Element of Crime

Orpheum Graz

10.11.2019

Außer Kontrolle (Theater)

Stadtsaal Friesach

12.11.2019

Theater WalTzwerk

Jazzclub Kammerlichtspiele

15.11.2019

Gernot Kulis

Blumenhalle St. Veit

15.11.2019

Paenda

Stereo Klagenfurt

15.11.2019

Sons Of The East

Aflenz

16.11.2019

Dornrosen

Stadtsaal Spittal

22.11.2019

Pizzera & Jaus

Messe Klagenfurt

23.11.2019

Damenwahl „Heiß und fettig“

Volxhaus Klagenfurt

GEWINNSPIEL

Erleben Sie Winterfreude und Freizeitspaß mit der

Kärnten Card. Heuer mit noch mehr Angeboten!

Gewinnen Sie zwei Winter Kärnten Cards für die

Saison vom 29. November 2019 bis 2. April 2020 zur Verfügung gestellt von

der Interessensgemeinschaft Kärnten Card Betriebe!

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, schicken Sie bis 20. November ein Mail mit

dem Betreff „Gewinnspiel Kärnten Card“ an: w.rumpler@advantage.at

24.11.2019

La Traviata

SNG Opera Ljubljana

28.11.2019

Mike Supancic

Casino Velden

DEZEMBER

01.12.2019

Deep Purple

Messe Klagenfurt

01.12.2019

Adventmarkt

Burg Hohenwerfen

07.12.2019

Lemo

Stereo Klagenfurt

11.12.2019

Nockis Weihnacht

Konzerthaus Klagenfurt

12.12.2019

Thomas Stipsits

Kuss Wolfsberg

13.12.2019

Roland Düringer

Uni Klagenfurt

13.12.2019

Die Seer

Stadtsaal Feldkirchen

15.11.2019

Christmas Show

Orpheum Graz

18.12.2019

Ermi-Oma

Stadt Spielberg

Fotos: Semtainment; Salzburger Burgen und Schlösser; Ferdinand Neumüller


AUSFLUGSZIELE advantage 61

Spiel, Spaß, Spannung

Das Wahaha Paradise in Feistritz im Rosental verfügt unter anderem

über eine attraktive Freizeitanlage, die auch Tagesgästen zugänglich

ist. Kinder und Eltern kommen auf den 2.500 m² auf ihre Kosten. Hier

warten Trampoline, Klettergerüste, Rutschen & Co auf die kleinen

Besucher. Für Kleinkinder steht das Bällebad bereit. Jugendliche

können sich an Billard, Tischfußball und Airhockey erfreuen.

Während die Kinder sich dem Spiel & Spaß hingeben, gehen

Erwachsene an der 14 m hohen Kletterwand ihren sportlichen

Ambitionen nach. Im angeschlossenen Technogym-Fitnesscenter

kommen Sie bestimmt ins Schwitzen!

www.wahaha-paradise.com

Foto: Wahaha Paradise

Ein

goldener

AUSFLUGS-

TIPPS

VON REDAKTEURIN

MANUELA MARK

Entspannt auf allen Ebenen

Auf drei Ebenen und über 12.000 Quadratmetern erstreckt

sich Thermenwelt des Römerbades mit seiner vielfältigen

Sauna- und Wellnesslandschaft. Entschleunigung und

Fokussierung sind dabei nicht nur Trendwörter der heutigen

Zeit – im Thermal Römerbad bilden sie den Ausgangsschwerpunkt:

13 verschiedene Saunen, Biosaunen und

Dampfbäder in Kombination mit täglich durch Saunameister

zelebrierten Aufgüssen heizen dem Körper ein. Die

einzigartige Luftqualität und das großzügige Wellnessangebot

stärken Wohlbefinden und Energiefluss. Ganzheitlich

orientierte Bewegungs- und Entspannungsworkshops

sowie themenfokussierte Ruhe- und Erlebensräume

runden das Angebot ab. Hier finden sich große und kleine

Gäste mit Herz und Verstand im Fluss des Lebens und

können für einige Stunden den Alltag hinter

sich lassen. www.badkleinkirchheim.com

Foto: Gert Perauer

TIPP

GANZKÖRPER-

MASSAGE MIT

LOKALEM

ZIRBENÖL!

Herbst für jede Wetterlage

Historisches in Ferlach

Das Technikmuseum Historama in

Ferlach lässt alte Zeiten aufleben. Von

bescheidenen Anfängen mit 300 m²

im Jahr 1993 wuchs das Historama

seither kontinuierlich zum zweitgrößten

Verkehrsmuseum Österreichs mit über

2.200 m² Ausstellungsfläche. Hier

träumt man romantischen Ausflügen

mit der Isetta, vom ersten Busausflug mit

dem VW-„Sambabus“, entdecken Opas

erstes Auto oder bestaunen Khevenhüllers

erste Flugmaschine von 1913.

Foto: Nostalgiebahnen in Kärnten

Fusion in Klagenfurt

Kyo-Kitchen ist Klagenfurts erstes

Fusion-Kitchen Restaurant. Hier

wird nationale mit internationaler

Küche kombiniert: Traditionelle

chinesische Küche mit mediterranen

Einflüssen. Aber auch bekannte

chinesische Gerichte wie Dim Sum

und einzigartige Sushi-Kreationen

werden hier von Dienstag bis

Sonntag perfektioniert.

www.kyo-kitchen.at

Fotoc: Kyo Kitchen

Abenteuer im Getreidespeicher

Die Wachsstube kombiniert den Genuss der

hochwertigen Speisen und Getränke mit dem

traditionellen Handwerk des Wachsziehers. Hier

lernt man nicht nur Interessantes über die alte

Tradition, man genießt auch die gemütliche

Atmosphäre im Wachsstub’n Café.

Die Museums-Werkstatt bringt Groß und Klein

das traditionelle Handwerk des Wachsziehers und

Lebzelters näher und veranschaulicht die Kerzenproduktion

von damals. Im Café warten wartet

spezieller Kaffee mit Met, dazu hausgemachte

Mehlspeisen. www.wachsstube-friesach.at

Foto: Bienenzuchtverein Friesach


62 advantage Kulinarik

——— Aufgedeckt ———

und eingeschenkt

mit Karin Waldner-Petutschnig

Nie schief gewickelt

mit Kraut und Rüben

Geheimwaffe gegen den Herbstblues: Kohlund

Wurzelgemüse bringt Abwechslung in

die Küche und strotzt vor Vitaminen und

Nährstoffen. Ein paar Kostproben.

Foto: pixabay

Sie sind preisgünstig, machen satt, wärmen aufs Angenehmste

von innen und schützen vor Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Kohl,

Kraut, Kohlsprossen, Karfiol und Brokkoli führen die Hitliste der

gesunden Wintergemüse-Sorten an. Die darin enthaltenen

Senföle sind für den leicht scharfen Geschmack verantwortlich

und regen die Produktion von entgiftendenEnzymen an. Mit den

ebenfalls reichlich enthaltenen Vitaminen halten sie das Immunsystem

auf Trab und schützen vor Erkältungen & Co (in Wirsing

steckt mehr Vitam C als in Zitrusfrüchten!).

Mit Gemüserouladen z. B. ist man nie schief gewickelt. Erlaubt

ist, was schmeckt und sich rollen lässt. Wie wärs etwa mit Chinakohlrollen

mit Sojasprossen und Ingwer oder Krautrouladen mit

einer Farce aus Champignons, getrockneten Tomaten und

geriebenen Walnüssen? Wirsing-Wraps gefüllt mit Rote-Rüben-

Tatar und Feta? Wer es nicht so vegetarisch mag, versucht es

vielleicht einmal mit Rotkraut-Rouladen mit Rinderfaschiertem

und Zimt? Kurz blanchiert, eiskalt abgeschreckt (damit Farbe und

Nährstoffe erhalten bleiben), gut abgetropft, müssen abschließend

höchstens noch die starken Rippen herausgeschnitten werden (die

dann ev. klein gehackt für die Fülle weitere Verwendung finden),

dann kann es losgehen mit dem Füllen und Rollen. Auch ganz

normaler Strudelteig wird zur tollen Rolle, wenn er etwa mit

Sauerkraut und Schafkäse gefüllt wird…

Wurzelgemüse sollte der saisonale Speiseplan ebenso wenig missen.

Wie wär´s einmal mit Rote-Rüben-Schafkäse-„Ildefonso“ als

Vorspeise, einer Pastinaken-Orangen-Suppe, einem Kohlrabi-Gratin,

Kohlsprossen mit Maroni oder Süßkartoffel-Chips? Saisonal,

schmackhaft und sehr gesund – der Winter kann kommen! |

TIPP

Nicht nur Jamie Oliver und

Yotam Ottolenghi

verstehen sich auf köstliche

Gemüseküche, auch eine

Österreicherin tut das:

Katharina Seiser, 30

Minuten Gemüseküche A

bis Z, Brandstätter Verlag,

24,90 €

Die österreichische „Cafetiere des

Jahres“, Tamara Nadolph, gibt ihr

Wissen in den kommenden Wochen

bei den Barista-Schulungen der

WK-Fachgruppe Gastronomie

weiter. Foto: WKK/Just

Österreichs „Cafetier

des Jahres“ kommt

aus Kärnten

Tamara Nadolph hat bereits Erfahrung mit Barista-Wettbewerben:

Nachdem sie bereits zwei Mal als Staatsmeisterin in

der Kategorie „Latte Art“ ausgezeichnet wurde, nahm die

Chefin der „Bar Italia“ in Villach zu Jahresbeginn an den

„Latte Art“-Weltmeisterschaften in Berlin teil. Nun gelang ihr

mit dem Sieg beim „Cafetier des Jahres“-Wettbewerb in

Innsbruck der nächste Meilenstein.

„Das Besondere an diesem Wettbewerb ist seine Praxisnähe.

Man hat zwei Gäste zu bedienen, die ihre Bestellungen

aufgeben. Die Juroren beurteilen dabei nicht nur das

handwerkliche Geschick bei der Kaffeezubereitung, sondern

auch den Umgang mit den Gästen“, erzählt Nadolph. Jeder

Teilnehmer hat zehn Minuten Zeit, um seine Gäste zu

bedienen. Dabei wird jeder Handgriff und jedes Gespräch

von der Jury genau beobachtet – von der Begrüßung der

Gäste über die fachgerechte Kaffeezubereitung bis hin zu

kleinen Aufmerksamkeiten. Auch das Know-how rund um

Sorten- und Maschinenkunde spielt dabei eine Rolle. Die

Teilnehmer wissen nämlich nicht, welche Art von Kaffee

bestellt wird. Die Bandbreite reicht von handgefiltertem

Kaffee über Latte Macchiato bis hin zum klassischen

Verlängerten. „Speziell beim Filterkaffee muss man mit den

unterschiedlichen Geräten und Techniken gut vertraut sein,

um in dem Wettbewerb eine optimale Leistung abrufen zu

können“, erklärt die Villacher Unternehmerin. |


advantage 63

——— Respekt! ———

Auf der Suche nach Spitzenleistungen in der

Kärntner Wirtschaft ist Isabella Schöndorfer

(links) Goldwert: Jürgen Kalsberger, Optik-Experte Andreas Brandstätter und WK-Fachgruppengeschäftsführer

Walter Preisig. (rechts) In Feierlaune: Andreas und Brigitte

Brandstätter, Silvia Karrer und Jubilar Jürgen Kalsberger. Fotos: Helge Bauer

Auf Siegeszug: Braumeisterin Liliane Schneider holt für die

Kärntner Brauerei „Gärage“ einen Titel nach dem anderen.

Foto: Zoe Opratko

Von der Lehre

bis in die Pension

Mit einem zünftigen Oktoberfest feierte das Klagenfurter Familienunternehmen

Optik Brandstätter seine Kunden und ganz besonders

die 46 Dienstjahre ihres Mitarbeiters Jürgen Kalsberger.

Kontaktlinsen, Gleitsichtbrillen und Sehhilfen waren die täglichen

Berufsbegleiter von Jürgen Kalsbergers. Dass der heutige Firmenchef

Andreas Brandstätter in seiner Lehrzeit auch bei Augenoptiker und

Kontaktlinsenberater Kalsberger durch die praktische Schule ging,

mache ihn stolz. Obendrauf wurde die 46-jährige Betriebstreue bei

Optik Brandstätter von der Wirtschaftskammer Kärnten mit der

goldenen Mitarbeitermedaille ausgezeichnet. Zwischen Weißwurst,

Kaiserschmarrn und gezapftem Bier feierte die Unternehmerfamilie

Brandstätter gemeinsam mit ihren Stammkunden, die bereits über drei

Generationen reichen.

„Jürgen“ wurde über die Jahrzehnte für so manchen zum geflügelten

Wort für Freundlichkeit, Fachkompetenz und Zuverlässigkeit. Seit 2007

erhalten nicht nur trendige Brillenträger das spezielle Service, sondern

auch Besitzer von Hörgeräten. So spiegeln nicht nur die langjährigen

Mitarbeiter, sondern auch der immerwährende Geschäftssandort die

Stabilität des Klagenfurter Traditionsunternehmens wider, das sich in

Zeiten von Onlinebestellungen und virtueller Brillenkonfiguration nach

wie vor einen Namen macht. „Schlussendlich zählt der persönliche

Kontakt.“, betonen die Unternehmer-Geschwister Silvia Karrer und

Andreas Brandstätter. |

Spittaler Brauerei „Gärage“

sahnt zwei Staatsmeistertitel

ab

Nach zahlreichen Titeln holt Braumeisterin Liliane

Schneider auch bei der Austrian Beer Challenge,

der Staatsmeisterschaft der Brauereien, den Sieg.

Nach dem ersten Staatsmeistertitel in der Kategorie

Starkbiere bei der Austrian Beer Challenge im Jahr

2017 für die Braumeisterin Liliane Schneider, konnte

diese im Folgejahr 2018 erneut einen Podiumsplatz

belegen und der Kärntner Brauerei „Gärage“ den

Vizestaatsmeistertitel in der Kategorie Kreativbiere

sichern. Nun gilt die heimische „Gärage“ mit ihren

vier Podiumsplatzierungen - darunter zwei Staatsmeistertiteln

– als Österreichs erfolgsreichste Brauerei

2019. Denn sie belegte die 1. Plätze in den Kategorien

Bockbiere untergärig „Blackbierd“ und Kreativbiere

„Kräuterzwickl“, den 2. Platz in der Kategorie

Bockbiere untergärig „Bockspring“ und auch den 3.

Platz in der Kategorie Kreativbiere „Kräuterle“.

Außerdem wurden heuer auch erstmals Biere aus der

Kleinbrauerei bei der Alpen-Adria-Challenge

eingereicht und direkt im ersten Anlauf ausgezeichnet.

Alle Biere sind ganzjährig in der Erlebnisgastronomie

„The Satisfactory“ erhältlich und können auch

im Zuge einer Bierverkostung mit Liliane Schneider

probiert werden. |


64 advantage

——— Duell mit spitzer Feder ———

SUV statt Suff

Früher bekämpfte man den Suff, heute das SUV. Der eine pflegt den schlanken

ökologischen Fußabdruck des City-Rades, für den andern beginnt Bodenhaftung bei 285/55/20.

Wie wird des weitergehn?

Peter Schöndorfer

Imposant, männlich, teuer – so wirkt

die mittlerweile medial schwer in Verruf

geratene Fahrzeuggattung der SUV

auf die meisten Menschen und wird genau

deshalb entweder vergöttert oder verteufelt.

Selbstverständlich geht es den SUV-Gegnern dabei ausschließlich

um Sprit- und Platzverbrauch; der Hinweis darauf, dass kaum

Menschen diese Autos kritisieren, die sie sich auch leisten könnten,

würde von den ausnahmslos guten und wahren Motiven der

rein umweltbedingten Ablehnung ablenken.

Wie in vielen anderen unbequemen Fragen unserer Zeit bestimmt

auch hier der Standort den Standpunkt. Dabei geht es um die

Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe - zum Beispiel jener der

militanten Radfahrer, bei denen die „fetten Panzer“ besonders

schlecht ankommen – ebenso wie um die geografischen Lebensumstände.

Denn zugegeben kann man in den ausgedehnten

3D-Landschaften der österreichischen Alpen ein ausreichend

motorisiertes, allradgetriebenes Auto deutlich eher als Garant für

ein erfülltes und langes Landleben rechtfertigen als in Wien, um

die Büffelsalami vom Naschmarkt standesgemäß in den 19.

Bezirk zu transportieren.

Vielleicht geht es aber bei der ökologisch korrekten sozialen Ächtung

des SUV gar nicht um das Auto, sondern um den Fahrer.

Steht in Wahrheit nicht das bunte Blech den anderen Verkehrsteilnehmern

oder Stadtbewohnern im Weg, sondern vielmehr

die ungeniert zur Schau gestellte ökonomische Besserstellung der

Person hinterm Lenkrad? Ist es doch nur der blanke Neid, der

sich hinter dem vorgeblichen Kampf um den Meeresspiegel oder

Bruder Baum in der engen City verbirgt?

Früher hieß es, die persönliche Freiheit des Einzelnen reiche so

weit, wie sie nicht in jene anderer Menschen eingreife. Über das

Thema Umwelt, Luft und Klima werden nun endlich alle Menschen

Brüder – eine irritierende Vorstellung, schön und schrecklich

zugleich. Geht es wirklich andere Leute etwas an, welches

Auto man sich kauft? „Wie hört des auf, wie wird des weitergehn?“,

fragte sich der große Wolfgang Ambros – wenn auch aus

anderen Gründen – schon 1977.

Und heute wissen wir’s immer noch nicht. |

Über den Abgaswolken

Gilbert Waldner

Heißt es eigentlich der SUV oder

das SUV? Ich würde vorschlagen

DER. Heißt ja auch DER Panzer

mit DEM Geschützturm. Wie hat sich dieser

Fahrzeugtyp, der vorgibt, ein Geländewagen

zu sein (aber keiner ist), überhaupt durchsetzen können?

Gerade in den Städten, wo der Platz begrenzt und kostbar ist? Die

Dinger passen auf keinen Parkplatz, stehen mitten in die Straßen

und Fahrradwege hinein. In den meisten Tiefgaragen sind sie

sowieso unmanövrierbar. Sie brauchen deutlich mehr Sprit, stoßen

noch deutlicher mehr klimaschädliches CO 2 aus und sind

überhaupt sowas von unkorrekt.

Und doch… Bei Männern mag man es noch mit dem „Ich hab‘

den größeren“ abtun, aber bei Frauen? Vielleicht versuchen wir es

hier mal mit „Ich hab‘ den sichereren und ich hab‘ die Übersicht.“

Tatsächlich geht ein Unfall mit einem SUV als Unfallgegner allein

schon wegen des schieren Gewichts für den flachen Kleinwagen

ziemlich schlimm aus. Auf den schau ich ja runter. Wenn wir

zusammenkrachen, dann fährt der Autozwerg da irgendwo unter

mir durch.

Ja, über den Abgaswolken, da muss die Freiheit wohl grenzenlos

sein (für die Jüngeren unter ihnen, das ist eine Paraphrase auf ein

Lied von Reinhard Mey). Freie Fahrt für freie SUVs. Es ist im

Sinne des Klimaschutzes schon gnadenlos, wie wir es immer wieder

schaffen, die technologischen Vorteile der Effizienzsteigerung

von windschlüpfrigen Karosserien und spritsparenden Motoren

durch derartige Elefanten im klimapolitischen Porzellanladen zu

konterkarieren. Zwar geht es jetzt mitunter auch einige Nummern

kleiner, die schwachbrüstigeren Brüder der großen SUVs

sind aber immer noch keine Schmalspur-Versionen. Wegen der

übergroßen Pneus kostet der Komplettsatz Winterräder auch hier

mittlerweile solide zwei Monatsgehälter eines Durchschnittsverdieners.

Außerdem bauen die gewaltigen Radkästen so weit in

den Innenraum, dass man bei einem von außen groß wirkenden

Vehikel mit dem Platzangebot eines Kleinwagens vorliebnehmen

muss.

Daher mein Appell: Leute, schwingt Euch aufs Rad! Da habt Ihr

auch eine höhere Sitzposition und hört wenigstens, was rund um

Euch vorgeht. Am Radweg zumindest ist das auch noch ein relativ

sicheres und gesundheitsförderndes Sich-Fortbewegen. |


Erfreulicher

Zuwachs bei der

Winter Kärnten

Card

Die zweite Wintersaison der Kärnten Card

fängt schon mal gut an: Denn stolze acht

neue Partnerbetriebe sind mit an Bord und

machen Outdoor, Berg und Baden zur

wahren Winterfreude!

Das Trendthema des sanften Tourismus reißt nicht ab. Und

so setzt die Kärnten Card auch dieses Jahr auf das Sommerpendant

im Winter. Dabei überrascht die Interessensgemeinschaft

der Kärnten Card Betriebe mit vielen neuen Angeboten

und stärkt vom 29. November 2019 bis 2. April 2020 die Wertschöpfung

der nunmehr 43 heimischen Partnerbetriebe. „Wir

möchten unseren Teil für einen erfolgreichen Wintertourismus beitragen!“,

betont Geschäftsführer Anton Fasching. Das betrifft vor

allem Betriebe, die selbst keine große Infrastruktur haben oder nicht

an der Schipiste liegen. Für sie stellt die Kärnten Card ein attraktives

Zusatzangebot dar, das sie ihren Gästen bieten können. In der

Region Villach sind zwei Mal wöchentlich geführte Winterwanderungen

inkludiert und im Nationalpark Hohe Tauern die Teilnahme

an der Schnuppertour jeden Dienstag mit dabei. „Ob

Schneeschuhwandern, Tourengehen oder Langlaufen – viele

Outdoor-Fans freuen sich über das Austesten eines unbekannten

Gebiets. Diese Möglichkeit ist sehr großzügig von unseren

Kooperationsbetrieben.“

Trend zur Individualität

Gerade der gesellschaftliche Trend, dass Familienmitglieder

verschiedene Interessen verfolgen, unterstreicht das breite

Angebot der Winter Kärnten Card. Während die einen Schifahren,

genießen die anderen die Vorzüge des Schitourengehens. So

kommt jeder Gast auf seine Kosten! „Und damit wird auch die

Gästezufriedenheit gehoben. Heutzutage möchten sich die Menschen

ihren individuellen Bedürfnissen hingeben und diese schneller

erfüllen als je zuvor“, weiß Fasching.

Acht neue Partnerbetriebe

Neu dabei im Angebotspaket sind die Kärnten Therme, das Hallenbad

Klagenfurt, die Therme St. Kathrein mit einer Wasserfläche von

1.200 m 2 , das Granatium Radenthein, Sagamundo – Haus des

Erzählens, die Kletterhalle Mühldorf und zum Eislaufen die Nockhalle

Radenthein und die Eishalle der Marktgemeinde Velden. Insider

wissen um den unglaublichen Wert solcher spannenden Inhalte

der Winterkarte!

Der beliebte Aussichtsturm

am Pyramidenkogel (1)

und Heidi’s Schneealm (3) sind

auch heuer wieder mit dabei.

Neu im Programm: die Familienund

Gesundheitstherme

St. Kathrein (2).

Fotos: Martin Steinthaler,

Mag. Gert Steinthaler, IG Kärnten Card

Alpen-Adria advantage 65

—————————————

„Wir freuen uns über

acht neue Partnerbetriebe!

Die Vielfalt

macht es aus.“

Anton Fasching, Geschäftsführer

—————————————

Spielplatz der Themen

Vor allem aber die Kombi macht es dieses Jahr aus! Ob Outdoor,

Berg oder Baden – so abwechslungsreich war das Angebot noch nie.

Denn der Freizeitspass wird 2019/20 um weitere Badefreuden erweitert

und soll mehr Kombinationen von Themen ermöglichen. Wer

sich zuvor am Berg oder an der frischen Luft bewegt hat, kann sich

danach im warmen Wasser erholen oder einen Ausflug mit dem

gewissen Wissenskick wie etwa moderne und zeitgenössische Einzelund

Themenausstellungen junger und anerkannter nationaler und

internationaler Positionen im Museum Moderner Kunst gönnen.

Und besonders das wetterunabhängige Eislaufen boomt im heurigen

Angebot! |

www.kaerntencard.at

!

@

#


66 advantage

——— #alternativefacts ———

Der Geist der Aufklärung ist erloschen, die Behauptung rückt an die Stelle der

Tatsache: Postfaktische Diskussionen überwinden die engstirnige Einordnung in

richtig oder falsch. Dabei entstehen zeitgleich alternative, oft auch gegensätzliche

Realitäten, dank sozialer Medien immer und überall kommentier- und vervielfältigbar.

Willkommen in der wundervollen Welt der wirren Wahrheiten.

Von Peter Schöndorfer

„Lutschen Sie an Ihrer

großen Zehe!“

Stellen Sie sich vor, ein Kärntner Schriftsteller

erhält den Literaturnobelpreis,

und kaum jemand freut sich. Peter

Handke, Autor von Weltruf, stolpert über

ein emotionales Naheverhältnis zu Serbien

und dem mörderischen Ungustl Slobodan

Milošević. Das amtierende Staatsoberhaupt

der Bundesrepublik Jugoslawien wurde vom

Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige

Jugoslawien im Mai 1999 wegen

Völkermord, Massenvertreibung und zahlreicher

anderer Kriegsverbrechen angeklagt

und nach seiner Abdankung zwei Jahre

später nach Den Haag ausgeliefert. Der Prozess

gegen ihn begann im Februar 2002 und

zog sich auch aufgrund seines schlechten

Gesundheitszustandes in die Länge. Am 11.

März 2006 wurde Milošević in seiner Zelle

tot aufgefunden und sieben Tage später in

seinem serbischen Heimatort Požarevac

begraben.

Handke hat den Schlächter von Srebrenica

im Gefängnis besucht und an dessen Grab –

zum Teil in Serbokroatisch – gesprochen,

unter anderem: „Die Welt, die sogenannte

Welt, weiß alles über Jugoslawien, Serbien. Die

Welt, die sogenannte Welt, weiß alles über Slobodan

Milošević. Die sogenannte Welt weiß

die Wahrheit. Deswegen ist die sogenannte

Welt heute abwesend, und nicht bloß heute,

und nicht bloß hier. Die sogenannte Welt ist

nicht die Welt. Ich weiß, dass ich nicht weiß.

Ich weiß die Wahrheit nicht. Aber ich schaue.

Ich höre. Ich fühle. Ich erinnere mich. Ich frage.

Deswegen bin ich heute anwesend, nah an

Jugoslawien, nah an Serbien, nah an Slobodan

Milošević.“

Der Aufschrei von Politik und Künstlerschaft

war laut und hallt bis heute nach. Von Handkes

literarischen Worten und Taten völlig losgelöst

bahnt sich der Shitstorm der Missgünstigen

seinen Weg: Der dänische Schriftsteller

Carsten Jensen erklärt Handke taxfrei

zu einem „gefährlichen Rechtsextremisten,

der den Völkermord begrüßt“. Und der slowenische

Philosoph Slavoj Žižek brandmarkt

ihn gar als „Apologet des Völkermords“.

Dabei wird mit einer gewissen intellektuellen

Großzügigkeit über den Unterschied zwischen

Literatur- und Friedensnobelpreis hinweggesehen,

nicht nur inhaltlich: Für die

Auswahl des Literaturnobelpreisträgers ist die

beispielsweise die Schwedische Akademie

zuständig, die dafür bisherige Preisträger,

Hochschulprofessoren, Schriftstellerverbandspräsidenten

aufbietet. Der Träger des Friedensnobelpreises

wird vom fünfköpfigen

Norwegischen Nobelkomitee ausgewählt, das

vom Parlament ernannt wird. Das sind schon

zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe, die

von der (in Österreich mit Vorliebe das

eigene Nest beschmutzenden) Empörungsbewegung

bereitwillig durcheinandergebracht

und absichtsvoll verkehrtherum angezogen

werden.

Auch in Kärnten, wo der zeitlebens Schwierige

trotz seiner Weltläufigkeit dennoch Kontakt

zu seiner Heimat Griffen und zu seinen

slowenischen Wurzeln gehalten hat, hebt wie

so oft das Matschkern an. Statt sich mit dem

großen Sohn des Landes über die erstmals in

der Landesgeschichte zuerkannte Auszeichnung

zu freuen nach dem Motto „Wir sind

Literaturnobelpreis!“, mäkelt man lieber am

dünnhäutigen Verhalten Handkes bei kritischen

Journalistenfragen herum. Die einen

versuchen durch gemeinsame Fotos auf Facebook,

den eigenen Schatten im hellen Lichte

des Geehrten länger werden zu lassen (man

nennt das nicht ohne Grund „parasitäre Publizität“).

Die anderen wollen den Sockel, auf

dem Handke nun für die Ewigkeit steht, vorsorglich

abtragen, damit das eigene Mittelmaß

im Vergleich zur lichten Höhe des Preisträgers

nicht so schonungslos deutlich wird.

Die – auch journalistische – Reduktion eines

lebenslangen literarischen Schaffens auf eine

weltanschauliche Verirrung, ausgerechnet im

Moment des höchsten Triumphs – das würde

wohl auch weniger fein gesponnene Charaktere

überfordern. Immerhin hat er den Kärntner

Journalisten nicht gesagt, was er dem

damaligen Kollegen Karl Wendl schon 1996

bei einer Diskussion im Wiener Akademietheater

entgegengeschleudert hat: „Arschloch,

Arschloch(…) Stecken Sie sich ihre

Betroffenheit in den Arsch, gehen Sie nach

Hause, lutschen Sie an Ihrer großen Zehe.

Hauen Sie ab, ich rede nicht mehr mit Ihnen.“

Man sollte Peter Handke den großen

Moment gönnen. Wie Elfriede Jelinek, die

Nobelpreisträgerin 2004: „Großartig! Er

wäre auf jeden Fall schon vor mir dran gewesen“,

schrieb die Autorin der APA. Sie freue

sich auch, dass die Auszeichnung an jemanden

gehe, „auf den sie in Österreich endlich

stolz sein werden.“

Hoffen wir‘s. |

Foto: Didi Wajand, aufgeschnappt.at


Porozell für

den Klimaschutz

Die HIRSCH Servo Gruppe vereinigt an ihrem Stammsitz

in Glanegg 50 Jahre Erfahrung mit konzernweit rund 1.300

Mitarbeitern an Standorten in Zentral- und Osteuropa. Als

„Hidden Champion“ zählt das Unternehmen zu einem der

weltweit führenden Porozell-Verarbeiter und zu einem

der innovativsten Technologielieferanten für nachhaltige,

energieeffiziente und ressourcen schonende Maschinen und

Anlagen.

www.hirsch-gruppe.com


©somkanokwan - stock.adobe.com

Bezahlte Anzeige

#Weiterwachsen

mit den Services des

AMS für Unternehmen

Informieren Sie sich im AMS über

Personalvermittlung, Förderungen,

Qualifizierung von Beschäftigten,

Digitalisierungsberatung uvm.

www.ams.at/ktn

Weitere Magazine dieses Users