Jubiläum Buro - Chronik 50 Jahre

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MEILENSTEINE UND UNTERHALTSAMES AUS 5 JAHRZEHNTEN


2 FIRMENGESCHICHTE | 50 Jahre 1969 – 2019

Firmengeschichte Teil 1: von den Anfängen bis in die 90er Jahre

Buro wurde Anfang 1969 zunächst als Einzelunternehmung ‘Ludwig Burger Fassondrehteile’ von dem Automateneinrichter Ludwig

Burger aus Oberwinden gegründet.

Die erste Stätte zur Fabrikation von Drehteilen war das Nebengebäude (‘Schopf’) des Anwesens

der Schwiegereltern in der Grünstraße 17 in Oberwinden, wo Ludwig Burger mit seiner bereits

5-köpfigen Familie mit Ehefrau Elfriede und den Kindern Doris, Jutta und Jürgen sowie den Schwiegereltern

Karl und Elisabeth Trenkle wohnte. Das Nebengebäude, ehemals als Lagerort für Holz,

Stroh und als Gartenschuppen genutzt, bot auf 12 m² einen sehr günstigen Platz für zunächst

1 kurven-gesteuerte Drehmaschine der Marke Strohm und eine Tönshoff ‘Revolver’ Nachdrehmaschine.

Hier wurden die ersten Drehteile für industrielle Kunden hergestellt, die Bedienung der

Maschinen oblag neben dem Einrichter Ludwig Burger außerdem seiner Ehefrau und seinem

Schwiegervater, da Ludwig Burger in den ersten Monaten die Selbständigkeit in Teilzeit ausübte.

Nach dieser ersten Periode von ungefähr 6 Monaten zog man in das freigewordene Lagergebäude

des Gasthofes Linde in Oberwinden, Kirchberg 5. Mit einer Fläche von 80 m² konnte nun bereits

kräftig expandiert werden. Neben weiteren Langdrehmaschinen von Tornos und Strohm kamen

kuvengesteuerte Kurzdreh-Automaten von Traub der Typen TD42 und TB60 hinzu, außerdem wurde

ein Bereich für die Nacharbeit, ein Rohmateriallager und ein kleines Büro eingerichtet. Die Lohnund

Finanzbuchhaltung blieb jedoch weiterhin ausgelagert bei der Nachbarin Hildegard Volk in der

Grünstr. 23. Mit diesem Umzug wurde die Firmierung in Buro Feindrehteile geändert.

der Arbeitsgruppe um Josef und Rosa Disch (Fischerhof, Yach) und die Heimarbeiterin Rita Gehring

aus Oberwinden. Am 1.1.1971 wurde Buro mit dem Feinmechanikermeister Günther Böhler aus

Denzlingen in die buro – präzisionsdrehteile burger & böhler ohg als weitsichtige Maßnahme zur

Stabilisierung überführt.

In dieser Konstellation erwarb sich Buro den Ruf eines Herstellers von qualitativ hochwertigen

Kurven-Drehteilen. Renommierte Kunden wie Siemens, Upat, Dual, Matthias Bäuerle sowie selbständige

Vertriebspartner wie die Boser & Kessler GmbH aus Berlin erlaubten die weitere Expansion;

am 22.12.1977 wurde Buro in die Buro Präzisionsdrehteile GmbH umgewandelt. Einher mit

der Gründung der GmbH ging der Umzug in den 600 m² großen Neubau im neu entstandenen

Gewerbegebiet Frohnacker in Oberwinden, der am 12.8.1978 in Anwesenheit von Bürgermeister,

Gemeinderäten, Ortspfarrer und der Musikkapelle festlich eingeweiht wurde.

In diesem Gebäude begann nun bereits 1979 mit der Anschaffung der ersten CNC-Drehmaschine

Index GE65 eine maßgebliche Veränderung der Fertigungstechnik – die rein mechanisch gesteuerten

Kurvendrehautomaten sollten in den nächsten Jahrzehnten komplett durch computer-gesteuerte

Fertigungszentren ersetzt werden, die gesamte Fertigungsindustrie in Deutschland und

Im Gebäude Kirchberg 5 wurde Buro nun maßgeblich etabliert und zur wettbewerbsfähigen

Kurvendreherei ausgebaut. Es wurde ein Bereich für die mechanische Weiterbearbeitung

der reinen Drehteile aufgebaut, so dass ein Portfolio aus Drehteilen mit

nachbearbeiteten Geometrien wie Schlitzen, Anfräsungen, gerollten Gewinden oder

exzentrischen Bohrungen maschinell hergestellt werden konnte. Der Umzug bot nun

auch die Möglichkeit zur personellen Aufstockung – es wurden bereits 1969 die Mitarbeiter

Albert Griesbaum (Schwager von Ludwig Burger) sowie Stefan Volk, Fritz Faiss

und Manfred Schultis, alles Landwirte aus Oberwinden, in Schichtarbeit eingestellt

und angelernt. Alle sollten für den Rest ihres Arbeitslebens bei Buro bleiben, Stefan

in Teilzeit und Manfred in Vollzeit sind noch immer beschäftigt. Wenig später, 1970

und 1971 kamen der Automateneinrichter-Meister Werner Blum, der ebenfalls noch

immer bei Buro beschäftigte Klemens Schindler sowie erste Helfer für die mechanische

Nachbearbeitung der Drehteile hinzu – Lydia Joos, Lina Fischer und Erika Fischer. Ein

weiterer wichtiger Baustein der ersten Jahre waren die in Heimarbeit Beschäftigten

Gründer Ludwig Burger bei der Kalkulation

neuer Bauteile

Die rechte Hand des Chefs:

Lohn-/Finanzbuch hal terin und Sekretärin Hildegard

Volk; sie blieb Buro bis zur Rente treu.

Der erste Mitarbeiter (und Schwager des Chefs)

Albert Griesbaum. Mit seinem Geschick für

vielfältige Arbeiten war er bis zur Rente eine

gefragter Arbeitskollege.


FIRMENGESCHICHTE | 50 Jahre 1969 – 2019

3

Europa sollte mit der maßgeblich in den Nachkriegsjahren entwickelten (Steuerungs-)Elektronik

einen Umbruch erleben. Nachdem bis zum Umzug in die neue Halle 15 Mitarbeiter/innen zzgl.

5 Heimarbeitskräften bei Buro beschäftigt waren, wuchs die Firma nun rapide auf eine Belegschaft

von 25 Beschäftigten bis Mitte der 80er Jahre.

Bereits 1982 wurde mit der Mazak QT10 die 2. CNC-Drehmaschine angeschafft – es begann eine

Beziehung zu dem japanischen Maschinenbauer Yamazaki Ltd., die für Buro in den weiteren Jahrzehnten

noch maßgebliche technische Innovationen bringen sollte.

Die neue Halle im Frohnacker bot nun viel Raum für Expansion. Neben nocken-gesteuerten

Drehautomaten der Reihe Index ER25 und weiteren CNC-Drehmaschinen der Marken Star und

Manurhin wurde 1986 auch in das erste CNC-Bearbeitungszentrum investiert, um die bisher

manuell durchgeführten Bohr- und Fräsarbeiten wirtschaftlicher durchführen zu können. Es wurde

außerdem zur weiteren Verbreiterung der Fertigungstechnik eine Schleiferei aufgebaut, die

zunächst die Möglichkeit zum Außenschleifen, und somit zur Feinstbearbeitung von Drehteilen

bot. Diese Schritte in die professionelle Fräs- und Schleiftechnik sollten für die weitere Etablierung

von Buro als vielfältigem Hersteller von mechanischen Bauteilen von grundlegender

Bedeutung werden. Es konnten nun Kunden wie die VEGA, die KNF-Neuberger-Gruppe oder

auch die damals mit ca. 600 Beschäftigten noch mittelständisch geprägte Sick-Gruppe beliefert

werden. Diese maßgebliche Erweiterung des Produktportfolios forderte die Etablierung eines

weiteren Meilensteines, der formellen Einrichtung einer Qualitätssicherung bei Buro mit zunächst

einem Mitarbeiter im Jahr 1987.

Die erfreuliche Geschäftsentwicklung führte zur nächsten räumlichen Erweiterung von Buro – ein

Nachbargrundstück konnte erworben werden, das 1989 zunächst Fläche für eine 1200 m² große

Werkhalle mit Bürogebäude bot, welche 1998 um weitere 800 m² erweitert wurde.

Die 90er Jahre waren geprägt von dem Mauerfall am 9.11.1989 und des sich in den Folgejahren

öffnenden Ostblocks. Wettbewerber aus den ost-europäischen Staaten erschienen auf dem Zulieferermarkt

und führten zu einem beträchtlichen Preiskampf, auch chinesische und indische Lohnfertiger

verbesserten mit steigender Qualität ihrer Produkte den Preisdruck auf ehemals im Westen wirtschaftlich

herstellbare Bauteilfamilien. Deutschland und West-Europa erlebten die erste Wirtschaftskrise

nach der Wende in den Jahren 1992/93, die auch Buro mit deutlichen Umsatzverlusten traf.

Im Jahr 1995 begann nach einem Polen-Urlaub des Firmengründers Ludwig Burger eine intensive

Geschäftsbeziehung mit dem polnischen Partner Piotr Ryba. Mit 4 kurvengesteuerten Tornos-Langdrehmaschinen

aus Buro-Beständen und dem Buro Knowhow begann in einem Pferdestall in

PL-Krotoszyn die Fertigung von Drehteilen für Buro. Die Kurvendrehtechnik sollte auf diese Art für

Buro bis zur Stunde verfügbar bleiben, massivem Kostendruck auf einfache Drehteile konnte Buro

nun neu begegnen.

Meister Werner Blum übt sich in erster

CNC-Drehtechnik.

Meister August Dufner sinniert über neuen

Bauteilen.

Meister Martin Scherzinger diskutiert

Liefertermine.

Erster QS-Leiter Hubert Kessler etabliert

grundlegende QS-Strukturen.

Leiter Schleiferei Reinhard Wernet freut sich

über die rasche Expansion der Schleiferei.


4 HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019

HISTORIE – VOM START BIS HEUTE

ERSTE AKTIVITÄTEN ANFANG 1969

Beginn einer Teilselbständigkeit

von Ludwig Burger in der Grünstraße 17, Nebengebäude

/ Schopf mit einer Kurvendrehmaschine

Strohm unter der Firmierung ‘Ludwig Burger

Fassondreherei’.

Die Nachfrage wächst

Buro erhält Bestellungen von namhaften

Unternehmen aus der Region – Dual,

Matthias Bäuerle, Kienzle, Frako, Hellige,

Upat, Herzog. Buro firmiert um auf

Buro Feindrehteile“.

8. Juli: Der erste Mitarbeiter Albert Griesbaum

tritt in das Unternehmen ein.

ANFÄNGE

Gebäude Grünstr. 17


HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019 5

1.1.1971

Gründung

der offenen Handelsgesellschaft

‘buro – präzisionsdrehteile burger & böhler

ohg’ mit den Gesellschaftern Ludwig Burger

und Günter Böhler.

Der Umzug in das Lagergebäude des Gasthofes

Linde auf den Kirchberg 5 schafft mit

80 m² Raum für Wachstum.

GRÜNDUNG

1972 – 1977

Wachstum

Die Anschaffung weiterer

Kurvendrehmaschinen der Marken

Strohm, Tornos, Traub sowie von

Nachbearbeitungsmaschinen lassen

Buro weiter auf 15 Mitarbeiter/innen

wachsen.

WACHSTUM

1975: Jürgen Burger (9 Jahre alt) rollt Gewinde

an Upat-Expressanker / Burger sen + jun

Lager und Produktion auf

dem Kirchberg 5.


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HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019

Richtfest im Frohnacker 3: Sohn Jürgen mit Bauherr

Ludwig Burger (vorne links) und Architekt Siegfried Eble

(vorne rechts).

BAU HALLE 1

Ehefrau Elfirede Burger versorgt die

hungrigen Seelen.

Anekdote:

Erwerb des Grundstückes

vom ‘Kellerbur’ in

Oberwinden; Weihnachtsgans

als Geschenk

nach Kaufvertragsabwicklung.

Schwiegermutter Elisabeth

Trenkle (vorne) und Mutter

Karolina Burger des Firmengründers

Ludwig Burger.

Einweihungsfeiher mit Gründer Ludwig Burger, Bürgermeister Paul

Krieg, Gemeindepfarrer Karl Kutz, und Gemeinderäten (von vorne).

EINWEIHUNG

1977/78

Hallenbau

im Frohnacker 3 mit 600 m² Produktionsfläche

zzgl. Büro- und Sozialräume.

22.12.1977

Neue Rechtsform

Die Gesellschafter Ludwig Burger (Geschäftsführer) und Günther Böhler

(Prokurist) ändern die Rechtsform zur buro präzisionsdrehteile GmbH.

AUGUST 1978

Bezug des neuen Firmengebäudes

Buro war somit neben der Holzschnitzerei Edmund

Ludschuweit die erste Gewerbeansiedlung im

neuen Gewerbegebiet von Winden, Ortsteil

Oberwinden.

Gesellschafter und

Prokurist Günther Böhler.


HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019 7

Firmengründer Ludwig Burger erhält jährlich

zur Weihnachtszeit die Anweisungen von

höchster Stelle.

1979

Anschaffung der ersten CNC-Drehmaschine

Index GE 65; diese läuft mittlerweile im 40. Jahr bei Buro; noch immer

programmiert und bedient von Klemens Schindler.

Die Schleiftechnik als ergänzende Fertigungstechnologie zur Drehtechnik

wird mit Meister August Dufner eingeführt; Reinhard Wernet übernimmt

diese neue Abteilung 1980, und arbeitet nunmehr seit 40 Jahren bei Buro.

Auch der heutige Leiter der Schleiferei, Karl-Peter Schneider arbeitet

bereits seit über 30 Jahren bei Buro.

1980

Anschaffung

der ersten nockengesteuerten

Index-

Drehautomaten

(Weiterentwicklung der

Kurvensteuerungen).

Manfred Schultis etabliert sich zum

Experten für die Index-ER-Maschinen.

CNC-DREHTECHNIK & SCHLEIFTECHNIK

Die Auftragsbearbeitung

erfolgte bis Anfang

der 90er Jahre manuell.

Reinhard Wernet und

August Dufner im neu

eingerichteten Schleifraum

im Keller des

Gebäudes.

Bereits seit 1988 arbeitet Karl-Peter Schneider, der

heutige Leiter der Schleiferei, bei Buro.


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HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019

Meister Werner Blum mit der neuen Mazak QT10

Gute Stimmung im Team Nacharbeit

1981

1983

1986

Hans Wehrle am Reinigungsbad

1987

Erste Azubis werden eingestellt.

1982

1982 beginnt unser aktueller

QS-Leiter Dieter Dorer seine Ausbildung

zum Automateneinrichter.

Unser aktueller Produktionsleiter Martin Moser beginnt seine

Ausbildung zum Automateneinrichter.

1982 – 1988

Anschaffung CNC-Drehmaschinen

Die CNC-Drehtechnik wird in den 80er Jahren weiter ausgebaut

– weitere Lang- und Kurzdrehmaschinen werden

angeschafft: Mazak QT10, Star JNC, Star RNC, Star VNC.

Beginn der CNC-Frästechnik

bei Buro mit der Anschaffung eines CNC-Bohrzentrums

Heckler & Koch BA20, nachdem bis dahin

bereits Fräsarbeiten auf klassischen Fräsmaschinen

bei Buro, sowie dem Zulieferer Willi Walter

durchgeführt wurden.

Schaffung einer

Qualitätssicherung

mit dem neuen Mitarbeiter Hubert

Kessler, der inzwischen als Versandleiter

im 42. Jahr bei Buro arbeitet.

AUSBILDUNG FRÄSTECHNIK QUALITÄTSSICHERUNG

Azubi Dieter Dorer

Azubi Christof Fehrenbach

Meister August Dufner am

BAZ Heckler & Koch

Erwin Groß dreht konventionell

Adolf Schneider stets engagiert

Emma Schätzle bestückt Drehautomaten


HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019 9

BAU HALLE 2

ERSTE EDV

1989

1989

1990

1992

Bezug des neuen Firmengebäudes

im Frohnacker 13 mit 1200 m²

Produktionsfläche.

Einstellung weiterer Mitarbeiter,

Aufbau einer Baugruppenmontage

mit Alfred Hug.

Firmenausflug nach Wien anlässlich

des 20-jährigen Bestehens. Buro ist

auf 45 Mitarbeiter angewachsen.

Buro nimmt als Fussballteam an

Grümpelturnieren teil.

Einführung EDV

Erste elektronische Datenverarbeitung für die

Lohn- und Finanzbuchhaltung (Hildegard Volk).


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HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019

1994: Das gesamte Team

im 25sten Jahr von Buro

25 JAHRE BURO EXPANSION

1990 – 1994

1994

1995

1995 – 1999

Anschaffung CNC-Drehmaschinen

25 Jahre Buro

Beginn der Kooperation

Anschaffung CNC-Drehmaschinen

Anschaffung weiterer CNC-Dreh- und Fräsmaschinen in den

Folgejahren: Manurhin KMX, Mazak Multiplex, Chiron BAZ,

Star SR20; die Kurvendrehautomatentechnik stellt jedoch

noch einen wesentlichen Teil der Fertigung dar.

Das gesamte Team von Buro feiert das 25jährige Bestehen

mit einer Rheinschifffahrt auf der MS Deutschland. Dieter

Dorer, heutiger QS-Leiter, navigiert uns sicher nach Köln.

Die Jubilare Stefan Volk und Fritz Faiss fühlen sich seit 25

Jahren sichtbar wohl bei Buro.

mit dem polnischen Partner Piotr Ryba;

erste Kurvenautomaten werden aus

Winden nach PL-Krotoszyn tranferiert.

Anschaffung weiterer CNC-Dreh- und

Fräszentren in den Folgejahren: Index G200,

Star SR32, Mazak H415, Mazak FJV20,

Mazak FJV200.


HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019 11

Mutter, Vater und Sohn engagieren

sich im Familienbetrieb.

1998

Erweiterung des Firmengebäudes

im Frohnacker 13 um 800 m² auf

total 2000 m² Produktionsfläche.

2000

Einführung erster Module des ERP-Systems

Timeline für die digitale Auftragsabwicklung

+ Produktionsplanung.

Einführung elektronische Zeiterfassung.

60 Angestellte und 2 Azubis arbeiten bei Buro.

01.01.2001

Geschäftsübernahme

Jürgen Burger übernimmt die Geschäftsführung

des Familienbetriebes in

2. Generation vom Gründer Ludwig Burger.

ANBAU HALLE 2

GESCHÄFTSÜBERNAHME

1998: Erstes Firmenprospekt

Dreherei mit kurvengesteuerten Drehautomaten (hinten) und

CNC-gesteuerten Kurz- und Langdrehmaschinen

Diese Maschine sollten neben den Mazak Fräszentren

FJV20 und FJV200 zum Fundament der Buro Frästechnik

werden, die maßgeblich mit den Mitarbeitern Jochen Walter

(heutiger Leiter Frästechnik) und Karl-Heinz Jägle in den

Folgejahren zu einem wesentlichen Standbein ausgebaut

werden sollte.


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HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019

01.05.2001 Gründung der Tochtergesellschaft

Buro Teknik Ltd. Corlu / Türkei.

Stetig zunehmender Kostendruck seit der

Wende veranlasst die Geschäftsführung zur

Gründung dieser Niederlassung für CNC-Dreh-/

Fräs- und Schleiftechnik.

(von links) Yusuf Yilmaz, Caner Demir,

Jürgen Burger, Eray Fidan, Ekrem Kizilaslan,

Bahadir Sahin.

ZERTIFIZIERUNG

DIGITALISIERUNG

■■

ZERTIFIKAT

Die TÜV CERT-Zertifizierungsstelle

..

der TUV Rheinland Industrie Service GmbH

bescheinigt gemäß

TÜV CERT-Verfahren, dass das Unternehmen

Buro Präzisionsdrehteile GmbH

Frohnacker 13

D - 79297 Winden

für den Geltungsbereich

Herstellung und Vertrieb vorwiegend zerspanend

hergestellter Metallerzeugnisse und Baugruppen

ein Qualitätsmanagementsystem eingeführt hat und anwendet.

Durch ein Audit, Bericht Nr. 030448

wurde der Nachweis erbracht, dass die Forderungen der

DIN EN ISO 9001 :2000

erfüllt sind.

Dieses Zertifikat ist gültig bis 2009-12-15.

Zertifikat-Registrier-Nr. 01 100 030448

2003

Zertifizierung des Managementsystems nach

DIN EN ISO 9001:2000

Integrierte elektronische Auftragsverarbeitung /

Produktionsplanung / BDE

Strukturiertes Qualitäts-/Kalibrierwesen

Einführung der Induktionshärtetechnik

2006

Digitalisierung der Fertigung

Einführung BDE /

SolidCAM Fräsen

Technologische Erweiterungen

Innovative Dreh-/Frästechnik: Star SV32, Index G200 (Y/B),

Index G300, Index C65

3- bis 5-Achsfrästechnik: Mazak VTC300, Mazak H500,

Fanuc Robodrill, Mazak Variaxis 500 (erstes 5-Achs-BAZ)

Integriertes Schleifzentrum: Kellenberger zum Aussen-/Innen-/

Form-/Gewindeschleifen

Mit Magarethe Uhl

etabliert Buro die

Induktionshärtetechnologie


40 Jahre Buro, die Jubilare (von links): Hildegard

Volk, Fritz Faiss, Albert Griesbaum, Manfred

Schultis, Elfriede Burger, Stefan Volk,

Rosa + Josef Disch, Gründer Ludwig Burger

HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019 13

01.01.2008

Führungswechsel

Michael Fehrenbach übernimmt die Geschäftsführung der

Buro Präzisionsdrehteile GmbH.

Jürgen Burger übernimmt die Geschäftsführung der Buro Teknik Ltd.

in TR-Corlu von Yüksel Can, und etabliert ein Managementsystem

nach DIN EN ISO 9001:2000.

2009

Jubiläum

40 Jahre Buro und Einweihung einer neuen

Produktionshalle (1200 m²) mit Sozialräumen.

01.01.2012

Führungswechsel

Jürgen Burger übernimmt erneut die Geschäftsführung

der Buro Präzisionsdrehteile GmbH.

40 JAHRE BURO

Die Feier findet in der

neuen Halle statt.

Hildegard Volk berichtet aus 40 Jahren Buro.

Die Stepinskis (Gerda, Natascha

Fiedler und Gisela, Jutta Burger)

begeistern mit Step-Comedy.

Bürgermeister Bieniger mit Gründer Ludwig Burger

GF Jürgen Burger bedankt

sich bei Albert Griesbaum

für 40 Jahre Mitarbeit.


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HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019

01.05.2013

Übernahme der PrintFinish GmbH in

Markkleeberg / Leipzig.

Erwerb von Trumpf-Laser- und Stanzzentren für die

Blechbearbeitung.

2015

Erweiterung der Blechbearbeitung

um das CNC-Abkanten und die

Montage von Blechbaugruppen.

BLECHBEARBEITUNG

Meister Florian Hiss

leitet die Blechbearbeitung

von Buro

in der Niederlassung

Markkleeberg /

Leipzig und etabliert

die CNC-Biegetechnik

und die Montage von

Blechbaugruppen

in Winden.


HISTORIE | 50 Jahre 1969 – 2019 15

Moderne Drehtechnik macht Buro

zum kompetenten Hersteller von

vielfältigen Serienbauteilen.

TECHNOLOGIEERWEITERUNG

MODERNE LOGISTIK

2016

Einführung Fräs-Dreh-Zentrum

Mit der Hermle C42 MT können nun

Fräs- und Drehoperationen von Bauteilen

bis zu 800 mm Durchmesser

in einer Aufspannung sehr präzise

hergestellt werden. Christian Bayer

programmiert die Maschine mit

SolidCAM.

2017

Einführung Senk-/Drahterodieren

Mit dem Senk- und Drahterodieren

erweitert Buro die Fertigungskompetenz

um ein weiteres Teilgebiet

zur Herstellung komplexer Bauteile,

Prototypen und Nullserien.

2018

Digitalisierung der Fertigung

Einführung MDE / TMS / SolidCAM

Drehen

Mit digitaler Maschinendatenerfassung

(MDE) von Gewatec und dem

Tool Management System (TMS) von

Zoller führt Buro weitere Module zur

Verbesserung des Datenflusses in der

Fertigung ein.

Bau eines Rohmaterial-Kasto-Turmes

und eines Waren-Hochregallagers

Digitalisierung des Rohmaterial-

Lagerwesens.

Bau eines temperierten Feinmessraumes

In einem stabil klimatisierten Feinmessraum

mit Lagermöglichkeit zur Temperierung

der Bauteile entsteht eine Umgebung zur

hochpräzisen Messung von mechanischen

Bauteilen - eine reproduzierbare Messgenauigkeit

von 1µm wird erreicht; höchst

präzise Bauteile für die Messtechnik-

Industrie können nun vermessen werden.

Prozessentwickler Olaf Behler analysiert Bauteile

an der Zeiss Koordinatenmessmaschine.

Prozessentwickler Olaf Behler analysiert Bauteile

an der Zeiss Koordinatenmessmaschine.


16 FIRMENGESCHICHTE | 50 Jahre 1969 – 2019

Firmengeschichte Teil 2:

Expansion, Generationenwechsel und Digitalisierung

Nach der Wirtschaftskrise Anfang der 90er Jahre begann in Deutschland eine wirtschaftliche Wachstumsphase, die bis zum Jahr 2001

reichen sollte. Die Belegschaft von Buro wuchs auf 60 Personen an.

Buro expandierte in den Bereichen Dreh-/Fräs- und Schleiftechnik, außerdem wurde der Generationenwechsel

in der Produktionsleitung und der Geschäftsführung eingeleitet. Zuletzt

begann in den Jahren 1998/99 die Vorbereitung auf die Jahrtausendwende – die auf 2 PC’s angewachsenen

DOS-Rechnersysteme für die Lohn- und Finanzbuchhaltung wurden 1999 durch

das erste umfassende ERP-System Timeline ersetzt, so dass Buro die Zeitenwende nichts anhaben

sollte. Mit dem Wechsel von Martin Moser als Produktionsleiter an die Stelle des nahezu

seit der Gründung wirkenden Werner Blum Ende der 90er-Jahre, und der Übertragung der

Geschäftsführung vom Gründer Ludwig Burger auf dessen Sohn Jürgen Burger zum 1.1.2001

wurde der Generationenwechsel formell vollzogen.

Im Jahr 2001 wird das Buro-Tochterunternehmen Buro Teknik Ltd. mit zunächst 2 Mitarbeitern

gegründet. In einer Werkhalle mit 1200 m² Produktionsfläche beginnt die Herstellung von Drehund

Frästeilen für Buro in Winden sowie weitere europäische Kunden. Die türkische Niederlassung

bereichert Buro durch zusätzliche Fertigungskapazitäten in einem wettbewerbsfähigen

Umfeld, neue Kunden aus der Türkei, Deutschland und Europa finden Interesse an Buro.

Trotz neuerlicher Wirtschaftskrise in Europa im Jahr 2002 begann für Deutschland und somit

auch für Buro eine neue Phase wirtschaftlichen Aufschwungs bis zur legendären Weltwirtschaftskrise

2009. Buro etabliert ein strukturiertes Managementsystem, dass im Jahr 2003

zur ersten Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 führt. Die Digitalisierung der Verwaltung via

Timeline und Datev wird umfassend, die Einführung eines Produktionsplanungssystems (PPS)

und eines Betriebsdatenerfassungssystem (BDE) schaffen wichtige Voraussetzungen für die

weitere Entwicklung eines modernen und effizienten Organisationssystems bei Buro.

Investitionen in komplexe CNC-Drehzentren, CNC-Fräszentren und in 2005 in das erste

5-Achs-Fräszentrum führen zur stetigen Etablierung von Buro als modernen und vielseitigen

Lohnfertiger für mechanische Bauteile und Komponenten. Weitere wichtige Elemente der Entwicklung

von Buro in der ersten Dekade des neuen Jahrhunderts werden der Aufbau eines

Induktionshärte-Bereiches ab 2003, die Investitionen in CNC-Schleifzentren von Kellenberger

ab 2006, sowie die Ausweitung des KnowHows zur Montage von mechanischen Komponenten.

Die Ausbildung in neue Fachkräfte wird maßgeblich forciert, so dass der stetige Bedarf an Fachkräften

durch Expansion gedeckt werden kann.

Mit der Einführung des CAD/CAM-Systems Solidworks/SolidCAM im Jahr 2006 beginnt eine

neue Ära der Programmierung bei Buro. Beginnend im Bereich Frästechnik werden die Bearbeitungsprogramme

zunehmend von den 3D-Modellen der Werkstücke abgeleitet und dadurch die

Möglichkeit der Herstellung komplexer geometrischer Strukturen und grundsätzlich eine maßgebliche

Steigerung der Effizienz in der Programmierung geschaffen. Im Jahr 2006 wird außerdem

das erste mit Fanuc Roboter vollautomatisierte Bearbeitungszentrum in Betrieb genommen.

Mit diesen markanten Technologien schafft Buro die Basis für die zukünftige Entwicklung.

Nach dem Ende der Weltwirtschaftskrise in 2009 beginnt die zweite Dekade des neuen Jahrhunderts

mit neuen Herausforderungen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Diese Dekade

steht für eine deutliche Ausweitung des Einsatzes von Robotertechnik. Es werden weitere

Bearbeitungszentren mit Fanuc-Robotern komplett automatisiert, in 2018 wird der erste Cobot

zur flexiblen Automatisierung von Kleinserien erfolgreich in Betrieb genommen.

In 2013 weitet Buro die Fertigungskompetenz mit der Übernahme der PrintFinish GmbH auf

die Blechbearbeitung aus. Buro bietet nun am Standort Markkleeberg / Leipzig zunächst

CNC-Blechschneiden auf Trumpf-Laser- und Stanzzentren an. Mit der Anschaffung einer

Trumpf-CNC-Abkantmaschine im Jahr 2015 wird in Winden ein Bereich zur Herstellung und

Montage von Blechbaugruppen aufgebaut.

In 2018 wird ein neues Rohmaterial- und Warenlager in Betrieb genommen, um die innerbetrieblichen

Logistikprozesse weiter digitalisieren zu können. Rohmaterialien werden nun automatisiert

über Mindestbestände bestellt und platzsparend im Hochlager gelagert. Fertige und


FIRMENGESCHICHTE | 50 Jahre 1969 – 2019

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halbfertige Waren werden digital gelenkt, um flexibel auf Liefereinteilungen von Kunden via

KANBAN, Liefer- oder Rahmenverträge reagieren zu können.

In 2018 hat Buro mit der Anschaffung von Senk- sowie Drahterodierzentren seine Kompetenz

auf eine weitere für die mechanische Bearbeitung relevante Technologie erweitert. Als Ergänzung

zur leistungsstarken 5-Achs-Frästechnik wird damit das Spektrum herstellbarer Geometrien

erweitert, Synergie-Effekte für den innerbetrieblichen Vorrichtungsbau werden gezielt genutzt.

Ausblick: Buro erwartet für die neue Dekade weitere Ergänzungen zu den etablierten Fertigungstechnologien

für mechanische Bauteile – die Technologie des 3D-Druckes wird sich für

einige Anwendungen als wirtschaftliche Alternative zu klassischen Produktionsverfahren etablieren;

mit vorhandenen digitalen Strukturen für den 3D-Druck wird Buro den Markt und die

Entwicklung dieser Systeme beobachten.

Buro ist somit bereit für die 3. Dekade des neuen Jahrhunderts mit den Herausforderungen an

Wirtschaftlichkeit, Technologie und allgemeinem Fachkräftemangel. Die Standorte in TR-Corlu

mit der Buro Teknik Ltd., D-Markkleeberg mit der 2D-Blechbearbeitung und PL-Krotoszyn mit

dem Partner PPH (Ryba) werden strategisch ausgebaut; der Hauptsitz in Winden soll stets mit

innovativer Fertigungs- und Montagetechnik ausgestattet bleiben und durch technologische

Neuheiten ergänzt werden. Somit wird Buro als vielseitiger Hersteller für Unternehmen der

Feinwerk-/ Medizintechnik, des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik ein global wettbewerbsfähiger

Dienstleister mit lokaler Tradition bleiben.

Buro Führungsteam 2019 (von links): Leiter Nacharbeit Reinhard Wernet, Leiter Verkauf Michael Fehrenbach, Produktionsleiter Martin Moser, CAM-Leiter Christian Bayer, Versandleiter Hubert Kessler, Produktionsplanerin

Nadine Lupfer, QS-Leiter Dieter Dorer, Assistent der Geschäftsführung Atilla Macit, Geschäftsführer Jürgen Burger, Leiter Blechbearbeitung Florian Hiss, Leiter Ausbildungswesen Daniel Blum, Leiter Montage Alfred Hug.

Es fehlen: Leiter Fräserei Jochen Walter, Leiter Schleiferei Karl-Peter Schneider.


18 TEAM 2019 | 50 Jahre 1969 – 2019

BURO 2019 Ein starkes Team mit vielfältigen Experten für mechanische Fertigungs- und Messtechnik.

Ludwig Burger Team Verwaltung, Buchhaltung, Produktionsplanung, Verkauf Team Versand- und Lagerwesen

Team Montage

Team Frästechnik

Team Qualitätssicherung / Prozessentwicklung

Team Nacharbeit

Team Schleiftechnik

Team Drehtechnik


PRODUKTE | 50 Jahre 1969 – 2019

19

BURO 2019

Der Experte für mechanische Fertigungstechnik.

FRÄSEN

3-, 4-, 5-Achs-;

Roboter-Automation

DREHEN

Kurz-, Lang- und

Futterdrehen

SCHLEIFEN

Außen-, Innen-,

Gewinde- und

Formschleifen

MONTAGE

BAUGRUPPEN

Löten, Schweißen, Kleben,

lösbare Verbindungen

BLECHTEILE

Laserschneiden, Stanzen,

Abkanten, Montage


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BURO Präzisionsdrehteile GmbH, Frohnacker 13, D-79297 Winden i.E., Telefon 07682 9081-0, info@buro-winden.de

Jürgen Burger

Werbeagentur ci-media GmbH, Gengenbach

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