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Festspielzeit Winter 2019

Das Magazin der Bregenzer Festspiele

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FESTSPIEL<br />

ZEIT<br />

DAS MAGAZIN DER<br />

BREGENZER FESTSPIELE<br />

AUSGABE 1<br />

ZWIESPÄLTIGE<br />

FIGUREN UND THEATRALE<br />

PERSÖNLICHKEITEN<br />

Elisabeth Sobotka über die<br />

Bregenzer Festspiele 2020<br />

IM WINTERSCHLAF<br />

DIE AUGEN ZU<br />

Wie der Rigoletto-Clown<br />

im Bodensee die<br />

<strong>Winter</strong>monate verbringt<br />

ZWISCHEN<br />

KREATIVITÄT UND<br />

ZERSTÖRUNG<br />

Olivier Tambosi inszeniert<br />

Arrigo Boitos Nero


14<br />

Im <strong>Winter</strong>schlaf<br />

die Augen zu<br />

20<br />

Ein Festival für<br />

die ganze Region<br />

Wie der Rigoletto-Clown im<br />

Bodensee die <strong>Winter</strong>monate<br />

verbringt<br />

14.482 wertvolle Meinungen<br />

sammelten die Bregenzer Festspiele<br />

in ihrer Besucherumfrage<br />

INHALT<br />

4<br />

Von zwiespältigen<br />

Figuren und theatralen<br />

Persönlichkeiten<br />

Intendantin Elisabeth Sobotka<br />

über das Programm der neuen<br />

Festspielsaison<br />

18<br />

Verdis Liebe zur<br />

Blasmusik<br />

Eine zirkushafte Blaskapelle<br />

zur Einstimmung auf Verdis<br />

Rigoletto<br />

24<br />

Programmübersicht<br />

Das Programm der Bregenzer<br />

Festspiele 2020 im Überblick<br />

8<br />

»Gilda ist reine Liebe«<br />

Mélissa Petit wagt sich<br />

für Rigoletto in schwindelerregende<br />

Höhen


26<br />

Zwischen Kreativität<br />

und Zerstörung<br />

Olivier Tambosi inszeniert<br />

Arrigo Boitos Nero<br />

37<br />

Gewinnspiel<br />

45<br />

Grafische<br />

Provokation<br />

Das vorarlberg museum präsentiert<br />

Werke von Reinhold Luger<br />

46<br />

Sitzpläne und<br />

Preise<br />

INHALT<br />

Die Bregenzer Festspiele<br />

und ihre Partner drücken<br />

die Daumen<br />

Die Spielstätten im Überblick<br />

Impressum<br />

30<br />

Große Oper und<br />

ein berühmtes<br />

Geburtstagskind<br />

Die Orchesterkonzerte des<br />

Festspielsommers 2020<br />

38<br />

Ein Festspiel für<br />

Entdecker und<br />

Genießer<br />

Sehens- und Erlebenswertes<br />

rund um das Festspielprogramm<br />

BREGENZER FESTSPIELE GMBH<br />

Platz der Wiener Symphoniker 1<br />

6900 Bregenz | Austria<br />

T +43 5574 407-5<br />

www.bregenzerfestspiele.com<br />

Herausgeber Bregenzer Festspiele GmbH<br />

Intendantin Elisabeth Sobotka<br />

Redaktion Kathrin Grabher, Axel Renner,<br />

Olaf A. Schmitt, Ingrid Lughofer<br />

Gestaltung moodley brand identity |<br />

Bregenzer Festspiele – Kathrin Grabher<br />

Druck | Lektorat Buchdruckerei Lustenau<br />

Tex te Ingrid Lughofer (S. 4 ff., S. 8 ff., S. 18 f.) | Erich<br />

Nyffenegger (S. 14 ff.) | Jutta Berger (S. 21) | Liebherr<br />

(S. 22) | Casinos Austria (S. 23) | zinnober abc (S. 26 ff.) |<br />

Olaf A. Schmitt (S. 30 f., S. 32 ff.) | Hypo Vorarlberg (S. 36) |<br />

Ricola (S. 37 u.) | BMW (S. 42) | illwerke vkw (S. 43 | Wiener<br />

Städtische (S. 44) | vorarlberg museum (S. 45 l.) | Dallmayr<br />

Kaffee (S. 45 r.)<br />

32<br />

Von Träumen<br />

und Geheimnissen<br />

Abbildungsnachweise Anja Köhler, andereart<br />

(Titelbild –Szene aus Rigoletto, S. 4 l. o., S. 2 r. o., S. 5, S. 11,<br />

S. 18, S. 20, S. 26, S. 33 u., §. 35, S. 37 r. o., S. 39 u., S. 41 o.,<br />

S. 41 l., S. 41 u. r., S. 44) | Dietmar Mathis (S. 2 l. u., S. 3 l. u.,<br />

S. 16, S. 31) | Ralph@Larmann.com (S. 2 m. o., S. 7, S. 10, S. 12) |<br />

Karl Forster (S. 2 m. u., S. 19, S. 39 o., S. 43) | moodley<br />

brand identity (S. 2 r. u., S. 3 l. o., S. 28, S. 30, S. 32, S. 34 f.) |<br />

Reinhold Luger (S. 3 r., S. 45 l.) | pigrafik (S. 3 m. u.,<br />

S. 33 r. o., S. 40 u.) | Mélissa Petit (S. 8) | Dallmayr Kaffee<br />

(S. 45 r.) | Lisa Mathis (S. 17, S. 40 m., S. 41 m. r.) | Liebherr<br />

(S. 22) | Casinos Austria (S. 23) | Hypo Vorarlberg (S. 36)<br />

| Ricola (S. 37 u.) | Shutterstock.com (S. 37 o. l.) | Marcel<br />

Die kommende Saison bringt<br />

Hagen, studio 22 (S. 37 m. o.) | BMW (S. 42)<br />

Unterhaltsames, Außergewöhnliches<br />

und Neues<br />

Erschienen im November <strong>2019</strong>. Es gelten die AGB der<br />

Bregenzer Festspiele GmbH. Änderungen vorbehalten.


BESESSEN, MÄCHTIG, WILLKÜRLICH, SENDUNGSBEWUSST –<br />

BREGENZER FESTSPIELE 2020<br />

VON ZWIESPÄLTIGEN<br />

FIGUREN UND<br />

THEATRALEN<br />

PERSÖNLICHKEITEN<br />

Intendantin Elisabeth Sobotka über das Programm der<br />

Bregenzer Festspiele 2020


Der vergangene Sommer gehört<br />

auslastungstechnisch zu einer<br />

der besten Saisonen, Giuseppe<br />

Verdis Rigoletto auf der Seebühne<br />

war zu 100 Prozent besucht und der<br />

Vorverkauf boomt. Betrachtet man<br />

neben der finanziellen Seite auch den<br />

künstlerischen Aspekt: Was macht<br />

den riesigen Erfolg der Inszenierung<br />

aus?<br />

Elisabeth Sobotka: Regisseur<br />

Philipp Stölzl hat das Bühnenbild<br />

und die Figuren aus dem Stück<br />

heraus entwickelt. Er nahm die<br />

kammerspielartigen Szenen inmitten<br />

des Zirkus-Spektakels ernst<br />

und schuf mit dem großen Narrenkopf<br />

eine Identifikationsmöglichkeit<br />

für das Publikum. Wir wissen,<br />

es ist eine überdimensionierte<br />

Holz-Stahl-Konstruktion, und trotzdem<br />

gelingt es diesem menschlichen<br />

Antlitz, unsere Gefühle zu bewegen.<br />

In diesem tiefen Einlassen auf das<br />

konkrete Stück, die Verwandlung<br />

in ein großes Theaterereignis, in<br />

der Phantasie und Kreativität liegt<br />

der Erfolg. Dazu kommen die toll<br />

singenden und bewegungsfreudigen<br />

Solisten und Choristen, die man<br />

teilweise kaum von den Akrobaten<br />

unterscheiden kann. Und nicht<br />

zuletzt die Musik: Verdis Rigoletto<br />

gehört zu den besten und dichtesten<br />

Opern, die je geschrieben<br />

wurden und war tatsächlich zum<br />

ersten Mal auf der Seebühne<br />

zu erleben.<br />

Im Juli 2020 startet die neue Saison<br />

mit Arrigo Boitos Nero im Festspielhaus.<br />

Ein monumentales Werk über<br />

einen Kaiser, der sich selbst auf den<br />

Altar hievt, und Religionsführer,<br />

die um ihre Vorherrschaft kämpfen.<br />

Wie kamen Sie zu dieser Wiederentdeckung?<br />

Es gibt einige Querbezüge im Programm:<br />

Arrigo Boito war begnadeter<br />

ELISABETH SOBOTKA<br />

Librettist für Verdi und auch für<br />

Franco Faccios Oper Hamlet, die<br />

wir 2016 aufführten. Nero taucht in<br />

diesem Zusammenhang immer wieder<br />

auf, ich wollte diese Oper schon<br />

lange machen und jetzt wagen wir<br />

uns daran — mit genau dem Team,<br />

das schon Hamlet so großartig umgesetzt<br />

hat. Einerseits geht es in diesem<br />

vielschichtigen Stück um Nero<br />

als gigantischen Inszenator im alten<br />

Rom – eine theatrale Persönlichkeit –,<br />

andererseits um geistig-moralische<br />

Aufbrüche, um die Verführung von<br />

Masse und Einzelnen. Die Musik<br />

ist unglaublich spannend, teilweise<br />

sehr zukunftsweisend.<br />

Auf der Werkstattbühne wird mit<br />

Michael Kohlhaas von Heinrich von<br />

Kleist die Zusammenarbeit mit dem<br />

Deutschen Theater Berlin fortgesetzt<br />

und außerdem findet dort die<br />

Uraufführung von Wind statt.<br />

Die Zusammenarbeit mit dem<br />

Deutschen Theater bedeutet mir<br />

sehr viel. Nach Don Quijote ist<br />

in diesem Sommer eine ähnlich<br />

zwiespältige Figur der Weltliteratur<br />

zu erleben, nämlich Michael<br />

Kohlhaas. Es ist eine besondere<br />

Freude, dass Andreas Kriegenburg<br />

inszeniert und die Premiere wieder<br />

in Bregenz ist.<br />

INTERVIEW ELISABETH SOBOTKA<br />

5


BREGENZER FESTSPIELE 2020<br />

Wind ist das Ergebnis unseres<br />

Opernateliers, das wir gemeinsam<br />

mit dem Kunsthaus Bregenz veranstalten<br />

und zu dem bereits unterschiedliche<br />

Einblicke wie der Besuch<br />

der Firma Rieger-Orgelbau stattgefunden<br />

haben. Die Musik stammt<br />

von dem Vorarlberger Komponisten<br />

Alexander Moosbrugger, Flaka Haliti<br />

gestaltet den Raum, sozusagen die<br />

»Welt«, in der das Stück zur Uraufführung<br />

kommt. Es ist ein spannender<br />

Weg, bei dem uns das interessierte<br />

Publikum begleitet.<br />

Der programmatische Kern der<br />

Bregenzer Festspiele betrifft die drei<br />

Spielorte Seebühne, Festspielhaus,<br />

Werkstattbühne. Wie gelingt diese<br />

inhaltliche Dramaturgie?<br />

Ich behaupte, wir sind der einzige<br />

Festspiel-Ort, der drei ideale Spielstätten<br />

für drei unterschiedliche<br />

Musiktheaterkonzepte bietet.<br />

Erstens die Seebühne, die zu großer<br />

Oper und großem Spektakel einlädt.<br />

Zweitens das als Opernhaus gebaute<br />

Festspielhaus mit klassischer<br />

Guckkastenbühne, für Raritäten<br />

oder besondere szenische Konzepte.<br />

Drittens die Werkstattbühne, die als<br />

freier Raum dazu auffordert, offen<br />

zu denken und dort zeitgenössisches<br />

Musiktheater zu machen. Für<br />

mich sind die drei Spielstätten, die<br />

Rücken an Rücken liegen, der engste<br />

Festspielbezirk.<br />

Im Theater am Kornmarkt gibt es<br />

Joseph Haydns Armida zu erleben,<br />

aber zuvor die Uraufführung von<br />

Impresario Dotcom. Eine Opera buffa<br />

nach Carlo Goldonis Der Impresario<br />

von Smyrna, humorvoll und grotesk.<br />

Diese Opera buffa gehört ins<br />

Landestheater, sie handelt in der<br />

Theaterwelt und basiert auf einer<br />

klassischen Komödie. Ein Impresario<br />

vergibt Verträge und nützt seine<br />

Macht hemmungslos aus. Sängerinnen<br />

und Sänger wettstreiten um ein<br />

Engagement. Das Original-Stück<br />

von Goldoni überrascht durch<br />

Aktualität: Menschen machen sich<br />

zum Affen, um an Mächtige heranzukommen,<br />

stechen einander aus,<br />

verbünden sich plötzlich. Wie der<br />

Titel Impresario Dotcom sagt, wird<br />

der Inhalt in die Gegenwart übersetzt<br />

und der Einfluss der neuen<br />

Medien aufgegriffen. Eine komische<br />

Oper wird heute selten komponiert,<br />

wir wollen diesem Genre eine<br />

Chance geben.<br />

Die zweite Aufführungsserie im<br />

Theater am Kornmarkt ist Joseph<br />

Haydns Armida gewidmet. Die<br />

diesjährige Inszenierung des Opernstudios<br />

scheint auf den ersten Blick<br />

eine typische Kreuzfahrergeschichte<br />

zu sein, doch die Themen sind uns<br />

sehr nahe. Wie gestalten zwei selbstund<br />

machtbewusste Menschen ihre<br />

komplexe Beziehung? Was macht<br />

den Zauber der Armida aus? Was<br />

fasziniert Menschen an Krieg?<br />

Die Gefahr von Sendungsbewusstsein?<br />

Die jungen Sängerinnen und<br />

Sänger werden mit professioneller<br />

Unterstützung die Figuren sehr<br />

lebendig darstellen und die musikalischen<br />

Schwierigkeiten meistern.<br />

Haydns Armida klingt übrigens<br />

kein bisschen altväterlich, sondern<br />

großartig und mitreißend.<br />

Ihre Idee vom »Bregenzer Ensemble«<br />

geht auf. 2020 werden einige junge<br />

Künstlerinnen und Künstler, die im<br />

vergangenen Sommer im Rahmen<br />

des Opernstudios Eugen Onegin<br />

sangen, für weitere Inszenierungen<br />

engagiert.<br />

Immer wieder holen wir den Nachwuchs<br />

– eigentlich aus all unseren<br />

Studioproduktionen – für neue<br />

Projekte und geben ihm die Möglichkeit,<br />

sich hier weiterzuentwickeln.<br />

Es ist natürlich vermessen, bei<br />

Festspielen von einem Ensemble<br />

zu sprechen, aber im Sommer entsteht<br />

ein gewisser Gemeinschaftsgeist<br />

– auch unter Sängern und<br />

Dirigenten, die in unterschiedlichen<br />

Produktionen arbeiten. Sie treffen<br />

sich, tauschen sich aus, wachsen<br />

kurzfristig zusammen. Das wollen<br />

wir gerne stärken.<br />

Von den jungen Mitwirkenden nun<br />

zum jungen Publikum, das sich von<br />

einer Kinder-Version der Oper<br />

Rigoletto verzaubern lassen kann.<br />

Das ist aus meiner persönlichen<br />

Sicht eines unserer wichtigsten<br />

Projekte. Wir laden die Kinder in den<br />

großen Saal des Festspielhauses zu<br />

einem Musiktheatererlebnis ein. Der<br />

spezielle Ort mit besonderen Bedingungen<br />

gehört zum Gesamterlebnis<br />

Theater dazu. Allein die Annäherung<br />

ist wichtig. Dass das funktioniert,<br />

haben wir bei Carmen gesehen: aufgeregt,<br />

kostümiert und mit einstudierten<br />

Liedern sind die Kinder über<br />

den Platz gezogen. Ganz wesentlich<br />

ist für uns die Zusammenarbeit mit<br />

Lehrerinnen und Lehrern, die schon<br />

lange Zeit vorher Informationen bekommen<br />

und mit den Kindern einen<br />

spielerischen Bezug zu der Oper<br />

herstellen. Wer in jungen Jahren die<br />

Magie von Theater und Musik einmal<br />

erlebt, vergisst sie nicht.<br />

Aber auch für Erwachsene bieten<br />

wir ungewöhnliche Projekte. Das<br />

Publikum wandert in Ihr seid bereits<br />

eingeschifft durch vier Kulturinstitutionen,<br />

Nikolaus Habjan gestaltet<br />

mit der Musicbanda Franui eine neue<br />

Hommage an Georg Kreisler und<br />

passend zum 250. Geburtstag von<br />

Ludwig van Beethoven gibt das<br />

Bochabela String Orchestra & Friends<br />

ein ganz besonderes Ständchen.<br />

Und bevor ich nach Tipps gefragt<br />

werde – ich empfehle das gesamte<br />

Festspielprogramm. Denn mein Herz<br />

hängt an jedem einzelnen Projekt.<br />

6


SPIEL AUF DEM SEE<br />

8


»GILDA IST<br />

REINE LIEBE«<br />

RIGOLETTO<br />

Nach dem Debüt als Micaëla in Carmen auf der Seebühne kommt die<br />

südfranzösische Sopranistin Mélissa Petit erneut für Rigoletto nach Bregenz<br />

und wagt sich in schwindelerregende Höhen.


SPIEL AUF DEM SEE<br />

Die Seebühne der Bregenzer<br />

Festspiele ist nicht nur für<br />

das Publikum, sondern auch<br />

für die Künstler ein außergewöhnliches<br />

Erlebnis. Bei Ihrem Debüt 2017<br />

als Micaëla in Carmen fühlten Sie<br />

sich so wohl, dass Sie als Gilda in<br />

Giuseppe Verdis Rigoletto neue<br />

Abenteuer suchten. Welche Bedingungen<br />

gibt es?<br />

Mélissa Petit: Ich wurde vor Vertragsabschluss<br />

gefragt, ob ich Ängste<br />

habe. Vor Höhe, vor engen dunklen<br />

Räumen, vor Wasser. Seit der<br />

Micaëla weiß ich, dass ich schwindelfrei<br />

bin. Außerdem wurde mir gesagt,<br />

dass ich fit sein muss, wenn ich<br />

die Gilda singe, denn es wird körperlich<br />

anstrengend.<br />

Schutz, dass Sie dort oben die<br />

anspruchsvolle Arie »Caro nome«<br />

dermaßen bravourös singen und mit<br />

klaren Koloraturen und zartesten<br />

Klängen berühren können?<br />

Diese Arie der Gilda ist wirklich<br />

exponiert, jeder Fehler bemerkbar.<br />

Ich muss in mir den Platz für sie<br />

finden, wo ich mich damit gut fühle.<br />

Doch was die Inszenierung betrifft,<br />

hatten wir von Anfang an Sicherheitstrainings<br />

und trugen immer<br />

Klettergurte, damit sie wie eine<br />

zweite Haut werden. Für Sänger ist<br />

ein straffes Geschirr um den Bund<br />

ungewöhnlich. Wir lernten, damit zu<br />

atmen und zu singen. Und natürlich<br />

müssen auch die technischen Handgriffe,<br />

das Fixieren und Lösen der<br />

Karabiner, sitzen.<br />

MÉLISSA PETIT<br />

wurde im französischen<br />

Saint-Raphaël geboren und<br />

studierte Gesang in Nizza.<br />

Von 2010 bis 2013 war sie<br />

Mitglied des Internationalen<br />

Opernstudios in Hamburg,<br />

von 2015 bis 2017 im<br />

Ensemble des Zürcher<br />

Opernhauses.<br />

Wie bereiten Sie sich konditionell für<br />

die Bregenzer Festspiele vor?<br />

Ich habe ein bisschen Gewicht abgenommen,<br />

Sport gemacht und mich<br />

gesünder ernährt. Während des<br />

Sommers in Bregenz fahre ich Fahrrad,<br />

gehe zu Fuß und schwimme.<br />

Stunts gehören auf der Seebühne<br />

dazu. Diesmal steigen Sie – das Bild<br />

ging um die Welt – mit einem Fesselballon<br />

auf. Gemütliches Schweben<br />

oder allabendlicher Kick?<br />

Ich fuhr das erste Mal in meinem<br />

Leben Ballon. Gemeinsam mit den<br />

beiden anderen Sängerinnen der<br />

Gilda näherten wir uns langsam<br />

und über zwei Zwischenstopps den<br />

15 Metern Höhe, wo wir unsere Arie<br />

singen. In Carmen stand ich auf der<br />

riesigen Hand mit der Zigarette zwar<br />

noch fünf Meter weiter oben, aber<br />

das war ein fixes Gerüst. Der Korb<br />

in Rigoletto ist jedoch nur mit Seilen<br />

verankert und nach allen Richtungen<br />

offen. Zuerst war es ein Adrenalinstoß,<br />

ich musste tief durchatmen.<br />

In der Alternativszene bleibt der<br />

Ballon unten, wenn der Wind für Sie<br />

eine zu große Gefahr bedeutet. Gab<br />

es jemals eine Situation, in der Sie<br />

Angst hatten?<br />

Bei einer der letzten Proben vor der<br />

Premiere begann kurz vor meiner<br />

Arie ein heftiger Wind, der Korb<br />

schwankte. Ich dachte: Das Einzige,<br />

was ich kontrollieren kann, ist der<br />

Gesang. Es gibt ein Orchester, das<br />

spielt »Caro nome« und ich kenne<br />

diese Arie gut, also singe ich. Es hat<br />

funktioniert, ich weiß nicht, wie.<br />

Ihr Debüt bei den Bregenzer<br />

Festspielen gab die Sopranistin<br />

als Micaëla in Carmen<br />

2017, als Gilda in<br />

Rigoletto kehrte sie zurück<br />

auf die Seebühne.<br />

Die Ballonhöhe entspricht dem<br />

dritten oder vierten Stock eines<br />

Hauses. Wie empfinden Sie in<br />

dieser einzigartigen Lage so viel<br />

10


Ansonsten wurde ich von Vorstellung<br />

zu Vorstellung mutiger.<br />

Es gibt diesen spannenden Moment,<br />

in dem ich an der Kante des Ballons<br />

sitze und ein Bein über den Rand<br />

baumeln lasse. Bei den letzten Aufführungen<br />

war mir die Situation so<br />

vertraut, dass ich beide Beine<br />

hinaushängen ließ. Ein phantastisches<br />

Gefühl der Leichtigkeit,<br />

das sich wiederum auf die Stimme<br />

auswirkt. Es ist lustig, aber wenn<br />

ich selbst im Zuschauerraum sitzen<br />

darf, weil eine Kollegin singt, halte<br />

ich an der Stelle genau wie das<br />

Publikum den Atem an.<br />

Sie sind freiberufliche Sängerin,<br />

waren im Ensemble des Opernhauses<br />

Zürich, wo Sie regelmäßig gastieren<br />

und ab Januar 2020 die Marzellina in<br />

Fidelio singen. Was macht den größten<br />

Unterschied zwischen dem Spiel auf<br />

dem See und einer Inszenierung im<br />

Opernhaus aus?<br />

Mit viel Mut und guter Vorbereitung meistert Mélissa Petit die Herausforderungen<br />

der Seebühne.<br />

RIGOLETTO<br />

Auf der Bühne eines Opernhauses<br />

rennt man nicht so viel und weit<br />

wie hier. Deshalb teile ich mir auf der<br />

Seebühne den Gesang genau ein und<br />

achte darauf, immer genug Luft zu<br />

haben. Gesichtsausdrücke sieht<br />

man kaum, deshalb spiele ich mit<br />

dem ganzen Körper und mache<br />

große Bewegungen.<br />

Außerdem erreichen wir innen<br />

das Publikum emotional direkt mit<br />

unseren Tönen. In Bregenz gibt es<br />

Mikrofone zwischen Zuschauern<br />

und Künstlern. Wir singen technisch<br />

wie immer und müssen trotz der<br />

großen Bühne nicht forcieren. Durch<br />

das wunderbare Soundsystem ist es<br />

möglich, ins Pianissimo zu gehen,<br />

wenn es in der Partitur steht. Man<br />

hört alles. Es gibt nur ein paar Häuser<br />

wie Zürich, in denen die Akustik so<br />

gut ist, dass das funktioniert. Auf<br />

der Seebühne können wir schöne<br />

Musik machen, so wie sie der Komponist<br />

geschrieben hat.<br />

Außerdem finde ich es toll, den<br />

ganzen Sommer von 9.00 Uhr früh<br />

bis Mitternacht draußen zu sein,<br />

auch in den Pausen. Das ist für<br />

Opernsänger nicht normal. Doch<br />

ich muss gestehen, wenn ich nicht<br />

in Bregenz bin, fehlen mir die Festspiele<br />

sehr. Wir sind für elf Wochen<br />

wie eine Familie und kennen uns<br />

sehr gut. Schön, dass ich nächsten<br />

Sommer wieder hier sein werde!<br />

Das Publikum darf sich auch 2020 auf<br />

Ihre Interpretation der Gilda freuen.<br />

Neben der Ballonfahrt schwingen Sie<br />

in dieser Rolle auf einer XXL-Schaukel<br />

und klettern aus dem Mund des<br />

Narrenkopfs über einen Abgrund auf<br />

die riesige Hand. Dort findet zuvor<br />

die erste Szene zwischen Rigoletto<br />

und seiner Tochter Gilda statt, in der<br />

sie nach ihrer Mutter fragt.<br />

11<br />

Rigoletto kann nicht darüber reden,<br />

denn Gildas Mutter war die einzige<br />

Frau, die ihn liebte, und sie ist gestorben.<br />

Das ist für ihn zu schmerzvoll.<br />

Um die zweite wichtige Frau in<br />

seinem Leben nicht ebenfalls zu verlieren,<br />

behütet er Gilda sehr streng.<br />

Das ist fast ein bisschen zu viel an<br />

Liebe und selbstsüchtig, aber das<br />

ist ihm egal. Dabei will die Jugendliche<br />

ihren eigenen Weg finden. Das<br />

Problem ist, dass sie sehr leidenschaftlich<br />

ist und der erste Mann,<br />

den sie kennenlernt, der Herzog,<br />

natürlich nicht der Richtige ist.<br />

Aber was können wir sagen? Erste<br />

Liebe ist erste Liebe. Und für einen<br />

Teenager geht es um alles oder<br />

nichts. Und sie gibt alles bis zum<br />

Tod. Gilda ist reine Liebe.<br />

Während Gilda auf der Bühne<br />

stirbt, steigt der Ballon mit einem<br />

Stunt-Double auf 45 Meter Höhe.<br />

Wie empfinden Sie das Finale?<br />

Ich habe die Vorstellung acht Mal<br />

gesehen. Mir gefällt die Inszenierung<br />

unglaublich gut und das letzte<br />

Bild berührt mich sehr, ich bekomme<br />

Gänsehaut. Meine Mutter hat<br />

geweint am Ende – und sie weint<br />

üblicherweise nicht. Nachdem die<br />

Musik verklungen ist, halten die<br />

Menschen kurz inne und beginnen<br />

erst dann zu applaudieren. Das<br />

ist das größte Kompliment an den<br />

Regisseur. Das bedeutet, er hat das<br />

Richtige gefunden.


»Spektakuläre<br />

Bilder und bisweilen<br />

zarte Poesie.«<br />

NZZ AM SONNTAG<br />

»Es ist ein<br />

Muskelspiel der Technik,<br />

und es ist reine Magie.«<br />

ESSLINGER ZEITUNG


»Atemberaubend,<br />

spannend arrangiert,<br />

maßlos schön.«<br />

FRANKFURTER RUNDSCHAU, ONLINE<br />

GILDA IN RIGOLETTO


IM<br />

WINTERSCHLAF<br />

SPIEL AUF DEM SEE<br />

DIE AUGEN ZU


EINE MÜTZE FÜR DEN MÄCHTIGEN KOPF?<br />

UND MONSTRÖSE HANDSCHUHE? DIE TECHNISCHEN PROFIS<br />

DER BREGENZER FESTSPIELE HABEN BESSERE IDEEN,<br />

UM DIE SEEBÜHNE GUT DURCH DEN WINTER ZU BRINGEN.<br />

RIGOLETTO<br />

Der November spannt ein<br />

graues Wolkenband über<br />

die Rigoletto-Szenerie auf<br />

der Seebühne: Der riesige Clownskopf<br />

ragt in den Himmel. Seine<br />

Augen sind geschlossen. Gerüste für<br />

Scheinwerfer und Tontechnik stehen<br />

wie Skelette im Wasser. Die zu zaghaften<br />

Fäusten geballten Riesenhände<br />

des Kopfs scheinen etwas<br />

festhalten zu wollen, was seit Mitte<br />

August längst vorbei ist: nämlich<br />

einer der erfolgreichsten Bregenzer<br />

Festspielsommer überhaupt.<br />

Dass selbst in dieser vermeintlichen<br />

<strong>Winter</strong>starre eine Menge<br />

Arbeit steckt, weiß niemand besser<br />

als der technische Leiter Wolfgang<br />

Urstadt. »Doch, doch – man kann<br />

schon von Einmotten sprechen«,<br />

sagt er. Das beginnt exakt einen<br />

Tag nach der finalen Aufführung<br />

auf der Seebühne. Und mit ein bisschen<br />

Steckerziehen und Kabelaufwickeln<br />

ist es nicht getan: »Im<br />

Prinzip ist ab Tag eins nach den<br />

Festspielen bis etwa Mitte Oktober<br />

hinein ein Team von 15 bis 20 Leuten<br />

damit beschäftigt, alles für den<br />

<strong>Winter</strong> vorzubereiten.«<br />

SCHÖNWETTERTECHNIK<br />

REICHT FÜR BREGENZ NICHT<br />

Ganz am Anfang geht es darum,<br />

die zum Teil hochsensiblen Komponenten<br />

der Licht- und Tontechnik<br />

abzubauen und in das <strong>Winter</strong>lager<br />

unter der Werkstattbühne zu bringen.<br />

»Es gibt aber auch spezielle<br />

Scheinwerfer – bis zu 25.000 Euro<br />

teuer – die sind nur geliehen«, sagt<br />

Urstadt. Die gehen zum Verleiher<br />

zurück, um dann im nächsten Jahr<br />

zu Beginn der Saison wieder zurückzukehren.<br />

»Das ist wirtschaftlicher.«<br />

Zumal die Veranstaltungstechnik<br />

rund um die Festspiele auch<br />

einem stetigen Modernisierungswandel<br />

unterworfen ist.<br />

Dennoch: »90 oder sogar 95 Prozent<br />

aller Anlagen bleiben den <strong>Winter</strong><br />

über hier draußen«, erklärt der<br />

Technikchef. Damit das überhaupt<br />

möglich ist – unabhängig von tiefen<br />

Temperaturen, Schnee und Eis –<br />

braucht es bereits bei der frühen<br />

Planung und im Rahmen von<br />

Ausschreibungen ein tiefes Verständnis<br />

für die komplexen Zusammenhänge<br />

des außergewöhnlichen<br />

Bühnen-Wunderwerks. Denn am<br />

Ende eignen sich nur jene Komponenten<br />

der Hydraulik, Mechanik<br />

oder Elektrik, die auch dann haltbar<br />

sind, wenn ein eisiger Wind minus<br />

zehn Grad kalte Luft um die Ohren<br />

des Riesenkopfs bläst. Schönwettertechnik<br />

genügt für die<br />

Bedingungen in Bregenz jedenfalls<br />

nicht, wo es von knapp 40 Grad bis<br />

minus 20 Grad gewaltige Temperatur-<br />

und Wetterdifferenzen geben<br />

kann. Urstadt: »Unsere Aufgabe<br />

ist es, genau an solche Details zu<br />

denken, noch bevor das erste Teil in<br />

die Fertigung geht.«<br />

DER BALLON FEHLT – UND<br />

BRAUCHT EINE NEUE<br />

FLUGGENEHMIGUNG<br />

»Was wir natürlich abbauen<br />

mussten, ist der Ballon«, erläutert<br />

Urstadt. Die überdimensionierte<br />

Clownfigur hält ihn in der linken<br />

Hand. Während der Inszenierung ist<br />

er Dreh- und Angelpunkt dramatischer<br />

Ereignisse in luftigen, ganz<br />

unterschiedlichen Höhen. »Was<br />

viele nicht wissen: Für den Ballon<br />

brauchen wir eine Fluggenehmigung<br />

von der Europäischen Luftsicherheitsbehörde«,<br />

sagt Urstadt und<br />

grinst. Austro Control hat sogar<br />

eine eigene Flugnummer erteilt.<br />

»Das Genehmigungsverfahren war<br />

schon eine Herausforderung«, erinnert<br />

sich der technische Leiter. Und<br />

damit die Rigoletto-Inszenierung<br />

15


SPIEL AUF DEM SEE<br />

Für manche Bühnenteile ist es nicht der erste <strong>Winter</strong>: Ende Jänner <strong>2019</strong><br />

wurde mit Rigolettos linker Hand das erste erkennbare Bühnenteil montiert.<br />

im kommenden Sommer nicht ohne<br />

Fluggerät dasteht, geht der Ballon<br />

den <strong>Winter</strong> über zurück nach<br />

Bristol zum Hersteller. »Der prüft<br />

ihn ganz genau und bessert ihn bei<br />

Bedarf aus.« Das Unternehmen ist<br />

berechtigt, so eine Art TÜV-Untersuchung<br />

vorzunehmen. Wenn<br />

alles in Ordnung ist, schickt es ein<br />

entsprechendes Gutachten an die<br />

EASA – und die Luftsicherungsbehörde<br />

erteilt die Fluggenehmigung<br />

für die neue Festspielsaison.<br />

»Ich bin jetzt seit fünf Sommern<br />

bei den Festspielen und meine<br />

persönliche Lernkurve steigt jedes<br />

Jahr wieder steil an«, sagt Wolfgang<br />

Urstadt. Nicht nur wegen der Flugbehörde.<br />

Die Fachleute entwickeln<br />

ein Gespür, was der Seebühne in<br />

den frostigen Zeiten guttut. In Abständen<br />

von ein und zwei Wochen<br />

inspizieren Techniker regelmäßig<br />

die Anlagen auf dem Wasser. Und<br />

sie können flexibel auf unvorhergesehene<br />

Dinge reagieren. Wie damals<br />

bei den gigantischen Händen der<br />

Carmen-Inszenierung. »Damals hat<br />

sich gezeigt, dass die Mehrschichtoberfläche<br />

Risse bekommen hat«,<br />

erinnert sich Urstadt. Angegriffene<br />

Stellen kurzerhand zu spachteln,<br />

damit kein Wasser eindringt und ein<br />

wirklicher Schaden entsteht, kann<br />

auch am großen Kopf notwendig<br />

werden. »Wir sind jedenfalls vorbereitet.«<br />

Auch die komplizierte<br />

Hydraulik oder bestimmte Mechaniken<br />

von Zeit zu Zeit in Bewegung<br />

zu setzen, kann sinnvoll sein, um<br />

die reibungslose Funktion bis in die<br />

neue Saison hinein zu bewahren.<br />

AB MAI KOMMT AUCH DIE<br />

TECHNIK IN DEN ZWEITEN<br />

FRÜHLING<br />

Für den technischen Leiter gibt<br />

es keine Zweifel daran, dass auch<br />

der kommende <strong>Winter</strong> seine Spuren<br />

hinterlassen wird – aber keine, die<br />

er und sein Team nicht bewältigen<br />

könnten. Im Mai – spätestens im<br />

Juni – wird dann auch der Ballon<br />

wieder in den Bregenzer Himmel<br />

ragen, frische Fluggenehmigung<br />

inklusive. Und im warmen Frühlingserwachen<br />

leeren sich dann die<br />

Depots wieder, wenn die Festspielmaschinerie<br />

langsam zur Saison<br />

2020 hochfährt und auch der riesige<br />

Kopf im Zentrum der Seebühne<br />

endlich wieder die Augen öffnet.<br />

16<br />

Das Spiel auf dem See wird<br />

präsentiert von


VEREIN DER FREUNDE DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

BOTSCHAFTER<br />

EINER GROSSEN<br />

IDEE<br />

Seit ihrer Gründung im Jahr<br />

1946 haben sich die Bregenzer<br />

Festspiele zu einem international<br />

bekannten Festival entwickelt.<br />

Die Anfänge waren geprägt von<br />

einem hohen Maß an Privatinitiative,<br />

die 1949 in der Gründung der<br />

Festspielgemeinde Bregenz ihren<br />

Ausdruck fand.<br />

Heute ist es der Verein der Freunde<br />

der Bregenzer Festspiele, der dieses<br />

Engagement fortsetzt und durch<br />

seine Beiträge gerade in Zeiten angespannter<br />

öffentlicher Budgets einen<br />

zuverlässigen und wichtigen Beitrag<br />

zur Erhaltung der künstlerischen<br />

Programmvielfalt leistet.<br />

Der Verein zählt heute mehr als<br />

1.000 Mitglieder aus dem In- und<br />

Ausland, die es sich als Freunde,<br />

Förderer und Cercle-Mitglieder zum<br />

Ziel gesetzt haben, die Bregenzer<br />

Festspiele finanziell und ideell zu<br />

unterstützen. Als Botschafter tragen<br />

sie die Idee der Bregenzer Festspiele<br />

weit die Grenzen der Region hinaus.<br />

»Wir sehen die Mitglieder als<br />

Unterstützer und Botschafter dieser<br />

wunderbaren Festspielidee, die<br />

es in allen Bereichen weiterhin zu<br />

pflegen gilt«, so Vereinsvorstand<br />

Gebhard Sagmeister. Vermehrt<br />

möchte der Verein zukünftig auch<br />

junge Menschen gewinnen, um sie<br />

für das Sommerfestival am Bodensee<br />

zu begeistern.<br />

Zahlreiche Vorteile wie ein Vorzugsbestellrecht<br />

und Einladungen zu<br />

exklusiven Veranstaltungen wie die<br />

jährliche Programmpräsentation<br />

durch die Intendantin, Probenbesuche<br />

oder das Richtfest der Seebühne<br />

stärken die Verbindung der Mitglieder<br />

mit den Bregenzer Festspielen<br />

und machen eine Mitgliedschaft zum<br />

unverwechselbaren Erlebnis.<br />

FREUNDE DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

DABEI SEIN, FREUND SEIN<br />

Freunde der Bregenzer Festspiele<br />

freunde@bregenzerfestspiele.com<br />

www.freunde.bregenzerfestspiele.com<br />

T +43 5574 407 154<br />

Für einen Jahresbeitrag von EUR 65/95<br />

(Einzel-/Paarmitgliedschaft), EUR 500<br />

(Förderer) oder EUR 1.800 (Cercle)<br />

können Sie Teil dieser besonderen<br />

Gemeinschaft werden.<br />

17


VERDIS LIEBE ZUR<br />

BLASMUSIK<br />

SPIEL AUF DEM SEE<br />

Ein buntes Zirkusensemble erobert im Sommer den Vorplatz und<br />

zieht das Publikum mitten hinein ins Geschehen auf der Seebühne.<br />

Regisseur Philipp Stölzls<br />

Rigoletto handelt in der<br />

Welt des Zirkus und das<br />

Spektakel beginnt lange, bevor der<br />

Dirigent den Taktstock hebt. Und<br />

wie sich Zirkuskünstler als Truppe<br />

vor einer Vorstellung dem Publikum<br />

präsentieren, wirbeln in Bregenz<br />

bereits am Vorplatz Akrobaten<br />

herum, die zu den Klängen einer<br />

Banda Kunststücke zeigen und die<br />

Besucherinnen und Besucher sofort<br />

mitten ins Geschehen ziehen. So<br />

entsteht Nähe zu den Darstellern<br />

und wer genau<br />

hinsieht, kann<br />

sogar einzelne<br />

Figuren erkennen,<br />

wie die<br />

Gräfin Ceprano<br />

als Einradkünstlerin.<br />

Der<br />

Klang dieser<br />

ausgelassenen<br />

Schar und die<br />

Instrumentierung<br />

sind bewusst<br />

gewählt:<br />

es soll ein schräges,<br />

kleines,<br />

»zusammengewürfeltes«<br />

Zirkusensemble<br />

sein. Dies<br />

spiegelt auch<br />

das musikalische<br />

Arrangement von Jordan de<br />

Souza wider, der die Noten eigens<br />

für die Bregenzer Festspiele neu<br />

interpretierte. Mit einem Medley<br />

aus Verdi-Hits locken die Künstler<br />

in roter Livree die staunenden<br />

Zuschauer an.<br />

Eine »banda«, das Wort stammt<br />

aus dem Italienischen, auf der Bühne<br />

zu haben bedeutete ursprünglich,<br />

dass eine Militär- oder örtliche<br />

Blaskapelle auftrat. Diese waren<br />

in den Zeiten vor dem alltäglichen<br />

18<br />

Einsatz von Massenmedien ein<br />

wichtiger Teil des dörflichen<br />

Lebens, sie spielten zur Hochzeit,<br />

am Marktplatz, in Ausflugslokalen.<br />

Durch die napoleonische Besetzung<br />

in den Süden gelangt, erfreute sich<br />

diese Form des Musizierens im<br />

Italien des 19. Jahrhunderts beim<br />

Volk großer Beliebtheit.<br />

Giovanni Paisiello und Gioachino<br />

Rossini waren die Ersten, die eine<br />

Banda in ihren Opern verwendeten.<br />

Damit erfuhr der Begriff eine<br />

Erweiterung<br />

und wird heute<br />

als Musikgruppe<br />

sowohl auf als<br />

auch hinter<br />

der Bühne verstanden.<br />

Eine<br />

Banda bedeutet<br />

dramaturgisch<br />

eine Öffnung<br />

des szenischen<br />

Raumes, denn<br />

dieses Ensemble<br />

– oft für<br />

Tänze, Märsche,<br />

Hymnen eingesetzt<br />

– kann<br />

einerseits Teil<br />

der Handlung<br />

sein, andererseits<br />

hinter<br />

den Kulissen


RIGOLETTO<br />

Zwölf Studierende des Vorarlberger Landeskonservatoriums spielen und musizieren<br />

als zirkushafte Banda auf dem Fest des Herzogs.<br />

Atmosphäre kreieren, einen Ort<br />

oder eine Situation beschreiben:<br />

wie die Feier im Palast des Herzogs<br />

in Rigoletto.<br />

Die jungen Musikerinnen und<br />

Musiker, die im Spiel auf dem See<br />

in der Banda mitwirken, sind<br />

Studierende des Vorarlberger<br />

Landeskonservatoriums. Um den<br />

hohen Ansprüchen des Stücks<br />

gerecht zu werden, trafen die<br />

Hauptfachlehrer mit Benjamin<br />

Lack, dem Leiter der Bühnenmusik,<br />

eine genaue Auswahl. Zwölf junge<br />

Frauen und Männer wurden für die<br />

Bregenzer Festspiele engagiert.<br />

Sobald die Noten eingetroffen<br />

waren, fanden musikalische Proben<br />

statt, danach folgte die szenische<br />

Einweisung für die Studierenden.<br />

Genauer gesagt, nur für einen Teil<br />

von ihnen. »Wir haben eine Outdoorund<br />

eine Indoor-Banda«, verrät<br />

Lack. »Erstere sind kostümiert,<br />

treten am Vorplatz auf, marschieren<br />

durch den Zuschauerraum,<br />

übernehmen eine Rolle. Aber ab<br />

einem bestimmten Takt hört das<br />

Publikum die zweite Gruppe, die aus<br />

dem Festspielhaus nach draußen<br />

übertragen wird.«<br />

Die Indoor-Banda ist bei den<br />

Wiener Symphonikern im Großen<br />

Saal des Festspielhauses positioniert,<br />

während die Kollegen draußen<br />

mit Feuer- und Luftakrobaten über<br />

die Seebühne toben. Durch diese<br />

Kombination greift Stölzls Regie<br />

anfangs die freien unmittelbaren<br />

Klänge der Outdoor-Banda auf, die<br />

in Kontrast zum akustisch genau<br />

abgestimmten Orchester stehen,<br />

und betont den starken Bruch zwischen<br />

der Ouvertüre in c-Moll, die<br />

wie ein Traum Rigolettos Fluch und<br />

Sturz vorausdeutet, und dem Fest<br />

zu Beginn des 1. Aktes.<br />

In Italien war es üblich, dass<br />

Blaskapellen Opernmelodien<br />

arrangierten und landauf, landab<br />

spielten. Verdi fordert Bühnen-<br />

musik in Nabucco, Macbeth, Aida,<br />

La forza del destino und La traviata<br />

und hat ihr im Umkehrschluss einen<br />

Teil seiner enormen Beliebtheit –<br />

auch bei der Bevölkerung fernab der<br />

Opernhäuser – zu verdanken.<br />

SPIEL AUF DEM SEE<br />

RIGOLETTO<br />

Giuseppe Verdi<br />

Musikalische Leitung Enrique<br />

Mazzola, Daniele Squeo<br />

Inszenierung Philipp Stölzl<br />

Bühne Philipp Stölzl, Heike<br />

Vollmer<br />

Kostüme Kathi Maurer<br />

Premiere<br />

23. Juli 2020 – 21.15 Uhr<br />

Vorstellungen<br />

siehe Spielplan in der Heftmitte<br />

19


BREGENZER FESTSPIELE


EIN FESTIVAL FÜR<br />

DIE GANZE REGION<br />

Mit 400, 500 Antworten<br />

hatte das Umfrageinstitut<br />

gerechnet, 14.482 landeten<br />

in der Mailbox. »Unglaublich ist<br />

diese Rücklaufquote, selbst für<br />

Umfrageprofis«, ist Lukas Debortoli,<br />

Leiter Sponsoring und Business<br />

Development, begeistert und auch<br />

sehr dankbar. »Das zeigt, dass unsere<br />

Gäste starkes Interesse an den<br />

Bregenzer Festspielen haben.«<br />

Die Bregenzer Festspiele haben eine interessierte und<br />

engagierte Community. Das zeigt eine Online-Umfrage<br />

bei Festspielgästen, an der sich über 14.000 Menschen<br />

beteiligten.<br />

BESUCHERUMFRAGE<br />

Zur Umfrage eingeladen wurden<br />

Festspielbesucherinnen und<br />

-besucher der letzten fünf Jahre,<br />

deren Mailadressen bekannt waren.<br />

Die Befragung wurde vom Institut<br />

für Management und Marketing<br />

Dr. Auer durchgeführt. Sie ist Teil<br />

einer Wertschöpfungsanalyse, die<br />

zurzeit in Zusammenarbeit mit der<br />

Wirtschaftskammer Vorarlberg<br />

erarbeitet wird. Diese Analyse soll<br />

die wirtschaftliche Bedeutung der<br />

Bregenzer Festspiele für die Region<br />

aufzeigen.<br />

Die Online-Umfrage gibt bereits<br />

einen Vorgeschmack. So sind<br />

drei Viertel der Besucherinnen<br />

und Besucher quasi Stammgäste,<br />

27 Prozent waren bereits öfter als<br />

fünf Mal hier. Der Publikumsrenner<br />

ist wenig überraschend das Spiel<br />

auf dem See. Ein Zehntel besucht<br />

auch weitere Festspielaufführungen.<br />

Das Gros der Gäste zählt zur<br />

Gruppe der Best Ager und kommt<br />

zu zweit, am stärksten vertreten<br />

sind Gäste aus Deutschland<br />

(70 Prozent). Erstaunlich hoch,<br />

nämlich über 60 Prozent, ist der<br />

Anteil derer, die ihren Urlaub rund<br />

um die Bregenzer Festspiele planen,<br />

sagt Lukas Debortoli. Die meisten<br />

Urlaubsgäste bleiben drei Nächte<br />

in der Region. Sie übernachten in<br />

Bregenz, im Bregenzerwald und in<br />

den anderen Regionen Vorarlbergs,<br />

aber auch in deutschen und Schweizer<br />

Bodenseeorten.<br />

REGIONALE WERTSCHÖPFUNG<br />

Festspielgäste lassen sich ihren<br />

Aufenthalt in Bregenz und Umgebung<br />

einiges kosten. Pro Tag und<br />

Person werden für Übernachtung,<br />

Essen, Shopping und Dienstleistungen<br />

durchschnittlich 207 Euro<br />

ausgegeben, dazu kommen noch die<br />

Ausgaben für Festspielkarten.<br />

Mit dem künstlerischen Angebot<br />

sind die Befragten rundum zufrieden.<br />

Verbesserungsvorschläge<br />

betreffen in erster Linie die Verkehrssituation<br />

und das Leitsystem.<br />

21<br />

Da 76 Prozent der Befragten mit<br />

dem Auto anreisen, sind Parkleitsystem<br />

und Stau für sie vorrangige<br />

Themen. Noch zu wenig bekannt ist<br />

das Angebot, am Aufführungstag<br />

gratis mit Bahn und Bus in Vorarlberg,<br />

ab Lindau, St. Margrethen und<br />

Buchs reisen zu können.<br />

Den mehrfach geäußerten Wunsch<br />

nach schönem Wetter teilen auch<br />

die Festspielverantwortlichen.<br />

Die Anregung, die Beschilderung<br />

auszuweiten und sichere Zugänge<br />

für Menschen mit Gehbehinderungen<br />

zu schaffen, wird im Festspielhaus<br />

gerne aufgenommen. Bei<br />

einer möglichen Sanierung stehen<br />

die Sicherheit und der Komfort der<br />

Besucherinnen und Besucher ganz<br />

oben auf der Prioritätenliste, verspricht<br />

Lukas Debortoli.<br />

Die Bregenzer Festspiele bedanken<br />

sich bei allen Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmern der Umfrage.


STÜCK FÜR STÜCK<br />

ZUM HOFNARREN<br />

PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

Bereits seit dem Jahr 2000 ist Liebherr an den Bregenzer Festspielen beteiligt.<br />

Der Rahmen reichte dabei von einer tragenden Rolle bis hin zu scheinbarer<br />

Narrenfreiheit. Mit Liebherr-Turmdrehkranen entstehen auf der Seebühne<br />

Bregenz beeindruckende Bühnenbilder.<br />

Das Highlight aus Sicht des<br />

Kranherstellers fand in<br />

den Jahren 2009/10 beim<br />

Spiel auf dem See Aida statt: Zwei<br />

Turmdrehkrane waren über den<br />

reinen Kulissenaufbau hinaus sogar<br />

aktiv in die Handlung integriert.<br />

Sie hoben bis zu 12 Tonnen schwere<br />

Teile des Gesichtes einer Freiheitsstatue<br />

aus dem Wasser und führten<br />

diese vor den Augen der Zuschauer<br />

zu einem Ganzen zusammen. Nicht<br />

nur die Funktion der beiden Krane<br />

war Teil der Handlung, auch deren<br />

Umrisse gehörten zur Inszenierung:<br />

Türme und Ausleger rahmten die<br />

weltweit größte Opern-Freilichtbühne<br />

sowie den nächtlichen Himmel<br />

über dem Bodensee ein.<br />

SCHEINBARE NARRENFREIHEIT<br />

Auch für die Bühne Rigolettos, der<br />

verflucht wird und seiner Tochter<br />

Gilda beim Sterben zusehen muss,<br />

wurden in Bregenz wieder viele Tonnen<br />

Material von A nach B gehoben.<br />

Allein der gewaltige Clownkopf von<br />

13,5 Metern Höhe bringt komplett<br />

zusammengesetzt 35 Tonnen Eigengewicht<br />

auf die Waage. Für den Aufbau<br />

geht man bei den Bregenzer Festspielen<br />

mehr und mehr dazu über,<br />

die Bühnenelemente in möglichst<br />

Stück für Stück setzten die Liebherr-Turmdrehkrane das Rigoletto-Bühnenbild zusammen.<br />

großen Teilen an Land vorzufertigen,<br />

um diese dann per Schiff an der<br />

Seebühne anzuliefern. Die einzelnen<br />

Lasten werden also immer schwerer<br />

und das Gewicht der größten<br />

Bühnenteile wird immer mehr auf<br />

die maximale Tragfähigkeit des<br />

Liebherr-Turmdrehkrans abgestimmt.<br />

In dieser Festspielsaison<br />

handelte es sich hierbei um einen<br />

Flat-Top-Kran 150 EC-B mit acht<br />

Tonnen maximaler Traglast, sodass<br />

die schwersten Bühnenteile für<br />

Giuseppe Verdis Rigoletto entsprechend<br />

knapp acht Tonnen auf die<br />

Waage bringen.<br />

GEMEINSAM IN SZENE<br />

GESETZT<br />

Bei diesen Einsätzen ist Verlässlichkeit<br />

unumgänglich, gegenseitiges<br />

Vertrauen entsteht. Beides<br />

verbindet Liebherr seit nunmehr<br />

19 Jahren mit den Verantwortlichen<br />

der Seebühne Bregenz. Nach der<br />

Festspielsaison 2020 werden<br />

die Liebherr-Turmdrehkrane<br />

Rigolettos Bühne wieder abbauen<br />

und Platz für Madama Butterfly<br />

machen, die im darauffolgenden<br />

Jahr auf der Seebühne Bregenz zu<br />

erleben sein wird.<br />

22


PARTNER UND<br />

NACHBARN<br />

CASINOS AUSTRIA UND DIE BREGENZER FESTSPIELE:<br />

EINE PARTNERSCHAFT SEIT 40 JAHREN<br />

Seit mehr als sieben Jahrzehnten<br />

ziehen die Bregenzer<br />

Festspiele jeden Sommer<br />

Kulturliebhaber aus der ganzen Welt<br />

magnetisch an. Von der Premiere im<br />

Jahr 1946 an, ist das Festival Garant<br />

für künstlerisch außergewöhnliche<br />

Inszenierungen wie auch für atemberaubende<br />

Bühnenbilder auf der<br />

Seebühne.<br />

Für das Funktionieren einer<br />

solchen kulturellen Institution von<br />

Weltgeltung sind Förderer und<br />

Partner unerlässlich. Casinos<br />

Austria steht wie die Bregenzer<br />

Festspiele für Dauerhaftigkeit und<br />

höchsten Qualitätsanspruch. Und<br />

für Tradition, die sich auch in langjährigen,<br />

verlässlichen Sponsorpartnerschaften<br />

widerspiegelt.<br />

Bereits seit 1980 ist Casinos Austria<br />

Hauptsponsor der Bregenzer Festspiele<br />

– eine echte Erfolgsstory.<br />

Fassade mit raffiniertem Lichtkonzept<br />

erhielt, unter einem<br />

Dach vereint.<br />

Wohin nach einer beeindruckenden<br />

Opernvorstellung? Um den<br />

Festspielabend perfekt ausklingen<br />

zu lassen, ist das Casino natürlich<br />

die erste Adresse. Ein internationales<br />

Spielangebot mit American<br />

Roulette, Black Jack, Poker, Automatenspiel<br />

und vielem mehr macht<br />

den Besuch in Bregenz zu einem<br />

unvergesslichen Schauspiel- und<br />

Glücksspiel-Erlebnis. Erstklassige<br />

Qualität im Service ist für die<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

des Casinos selbstverständlich.<br />

Stichwort Kulinarik: Die spielt<br />

im Casino Bregenz seit jeher<br />

eine herausragende Rolle. Das<br />

Casino-Restaurant Falstaff bietet<br />

Gourmetküche auf höchstem<br />

Niveau, zubereitet aus besten<br />

heimischen Produkten. In der<br />

Cloud Lounge des Falstaff genießen<br />

die Gäste unter freiem Himmel<br />

kulinarische Feinheiten, erfrischende<br />

Drinks und edle Weine.<br />

PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

CASINO BREGENZ –<br />

DAS ERLEBNIS<br />

Das Casino Bregenz versinnbildlicht<br />

auf schöne Weise die<br />

enge Verbindung von Casinos<br />

Austria mit den Bregenzer Festspielen.<br />

Gerade einmal 100 Meter ist es<br />

vom Festspielhaus und dem<br />

Bodensee entfernt und bietet auf<br />

3.000 Quadratmetern umfassende<br />

Unterhaltung in elegant-gediegenem<br />

Ambiente. Spiel, Spaß und Kulinarik<br />

sind im Casino Bregenz, das 2015<br />

eine aufsehenerregende neue<br />

23


PROGRAMM<br />

ÜBERSICHT<br />

SPIEL AUF DEM SEE<br />

RIGOLETTO<br />

Giuseppe Verdi<br />

THEATER AM KORNMARKT<br />

BEETHOVEN GOES AFRICA<br />

Bochabela String Orchestra & Friends<br />

SPIELPLAN INHALT 2020<br />

Musikalische Leitung Enrique Mazzola,<br />

Daniele Squeo<br />

Inszenierung Philipp Stölzl<br />

23., 24., 25., 26., 28., 29.,<br />

30. und 31. Juli – 21.15 Uhr<br />

1., 2., 4., 5., 6., 7., 8., 9., 11., 12.,<br />

13., 14., 15., 16., 18., 19., 20.,<br />

21., 22. und 23. August – 21.00 Uhr<br />

OPER IM FESTSPIELHAUS<br />

NERO<br />

Arrigo Boito<br />

Musikalische Leitung Dirk Kaftan<br />

Inszenierung Olivier Tambosi<br />

22. Juli und 3. August – 19.30 Uhr<br />

26. Juli – 11.00 Uhr<br />

Konzept | Musikalische Leitung Klaus Christa<br />

30. Juli – 19.30 Uhr<br />

OPERNSTUDIO AM KORNMARKT<br />

ARMIDA<br />

Joseph Haydn<br />

Musikalische Leitung Jonathan Brandani<br />

Inszenierung Jörg Lichtenstein<br />

17., 19., 21. und 22. August – 19.30 Uhr<br />

SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS<br />

MEISTERKLASSE<br />

BRIGITTE FASSBAENDER<br />

Mit Solisten des Bregenzer Opernstudios<br />

11. Juli – 19.30 Uhr<br />

THEATER AM KORNMARKT<br />

IMPRESARIO DOTCOM<br />

Ľubica Čekovská<br />

Musikalische Leitung Christopher Ward<br />

Inszenierung Elisabeth Stöppler<br />

24. und 25. Juli – 19.30 Uhr<br />

WERKSTATTBÜHNE<br />

WIND<br />

Alexander Moosbrugger<br />

Raum Flaka Haliti<br />

Musikalische Leitung Michael Wendeberg<br />

Rieger-Orgelbau Wendelin Eberle<br />

19. und 21. August – 20.00 Uhr<br />

WERKSTATTBÜHNE<br />

MICHAEL KOHLHAAS<br />

Heinrich von Kleist<br />

Inszenierung Andreas Kriegenburg<br />

28., 29. und 30. Juli – 20.00 Uhr<br />

SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS<br />

IHR SEID BEREITS EINGESCHIFFT<br />

Eine Kreation von Silvia Costa<br />

6., 7. und 8. Juni – 19.00 Uhr<br />

7., 8. und 9. August – 16.00 Uhr<br />

Eine Produktion des Vorarlberger Landestheaters<br />

in Koproduktion mit den Bregenzer<br />

Festspielen, in Zusammenarbeit mit dem<br />

vorarlberg museum und dem KUB.<br />

KUNSTHAUS BREGENZ<br />

KONZERT IM KUB<br />

Mit Hanna Herfurtner, Olivia Stahn,<br />

Amélie Saadia, Tim Karweick,<br />

Felix Schwandtke und Lee Santana<br />

11. August – 21.00 Uhr<br />

FESTSPIELHAUS<br />

ALLES NICHT WAHR<br />

Musicbanda Franui | Habjan<br />

Mit Liedern von Georg Kreisler<br />

Puppenspiel | Rezitation | Kunstpfeifen<br />

Nikolaus Habjan<br />

Musicbanda Franui<br />

12. August – 18.00 Uhr


TICKET CENTER<br />

T +43 5574 407-5<br />

ticket@bregenzerfestspiele.com<br />

www.bregenzerfestspiele.com<br />

FESTSPIELHAUS<br />

ORCHESTERKONZERTE<br />

WIENER SYMPHONIKER<br />

27. Juli – 19.30 Uhr<br />

Dirigentin Karina Canellakis<br />

Ludwig van Beethoven Leonore-Ouvertüre Nr. 3<br />

Richard Wagner Siegfried, dritter Aufzug<br />

2. August – 11.00 Uhr<br />

Dirigent Enrique Mazzola<br />

Gioachino Rossini Ouvertüre zu Armida<br />

Ľubica Čekovská Palingenia<br />

Gioachino Rossini Giovanna d'Arco für<br />

Mezzosopran und Orchester<br />

Ottorino Respighi Il tramonto für<br />

Mezzosopran und Streichorchester<br />

Feste romane<br />

SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS<br />

MUSIK & POESIE<br />

26. Juli – 19.30 Uhr<br />

VERDI – BOITO – FACCIO<br />

HABE Quartett<br />

Violine Alexander Burggasser, Ai Miwa<br />

Viola Johannes Flieder<br />

Violoncello Michael Vogt<br />

Sprecher Olaf A. Schmitt<br />

2. August – 19.30 Uhr<br />

THEATER – FILM – JAZZ<br />

Klavier Ľubica Čekovská<br />

Trompete | Kornett Juraj Bartoš<br />

Violine István Reiter, Štefan Reiter<br />

Viola Martin Mierny<br />

Violoncello Boris Boho<br />

SPIELPLAN INHALT 2020<br />

10. August – 19.30 Uhr<br />

Dirigent Philippe Jordan<br />

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier<br />

und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15<br />

Richard Strauss Don Juan op. 20<br />

Richard Strauss Der Rosenkavalier, Suite op. 59<br />

FESTSPIELHAUS<br />

ORCHESTERKONZERT<br />

SYMPHONIE ORCHESTER VORARLBERG<br />

23. August – 11.00 Uhr<br />

Dirigent Leo McFall<br />

Ludwig van Beethoven Ouvertüre zu Egmont, op. 84<br />

Joseph Haydn Sinfonia concertante Hob. |:105<br />

Thomas Larcher Symphonie Nr. 3<br />

KINDER- & JUGENDPROGRAMM<br />

CROSSCULTURE<br />

Infos und Anmeldung auf<br />

www.bregenzerfestspiele.com<br />

22. August – 19.30 Uhr<br />

CACCINI – BACH – LARCHER<br />

Tenor Julian Prégardien<br />

Cembalo | Klavier Tamar Halperin<br />

PFARRKIRCHE HERZ-JESU<br />

FESTMESSE<br />

19. Juli – 10.00 Uhr<br />

Dirigent Benjamin Lack<br />

Bregenzer Festspielchor<br />

Symphonieorchester Vorarlberg<br />

FESTSPIELHAUS<br />

FESTSPIELFRÜHSTÜCK<br />

Mitwirkende, Künstlerinnen und Künstler<br />

des Festivals zum Kennenlernen<br />

19. und 26. Juli, 2. und 16. August – 9.30 Uhr<br />

BREGENZER INNENSTADT<br />

TAG DER WIENER SYMPHONIKER<br />

Ein gemeinsames Projekt der Bregenzer<br />

Festspiele, Wiener Symphoniker und<br />

Bregenz Tourismus & Stadtmarketing<br />

19. Juli


OPER IM FESTSPIELHAUS<br />

26


ZWISCHEN<br />

KREATIVITÄT UND<br />

NERO<br />

ZERSTÖRUNG<br />

Mit Arrigo Boitos Oper Nero inszeniert Regisseur Olivier Tambosi eine wenig<br />

bekannte, in vieler Hinsicht außergewöhnliche Oper. Im Interview erzählt er,<br />

was ihn an dem Werk und seinem Autor fasziniert.


Sie haben mehrfach in Bregenz<br />

inszeniert, unter anderem<br />

den Hamlet von Franco Faccio,<br />

für den Arrigo Boito Shakespeares<br />

Drama in ein Libretto verwandelt<br />

hat, so wie er auch für Verdis Otello<br />

und Falstaff die Textbücher schrieb.<br />

Was macht Boitos Kunst aus – und<br />

was ist spannender, der Dichter<br />

oder der Komponist?<br />

OPER IM FESTSPIELHAUS<br />

Olivier Tambosi: Was mich persönlich<br />

immer fasziniert hat, ist Boitos<br />

selbstgewähltes Outsidertum als<br />

Komponist. Als Schriftsteller und<br />

Verfasser genialer Opernlibretti allgemein<br />

anerkannt, ist er als Theoretiker,<br />

Anreger, Förderer und Mitarbeiter<br />

vieler seiner Kollegen aus der<br />

Operngeschichte nicht wegzudenken.<br />

Boito arbeitete sein halbes Leben<br />

an Nero, es war sein Opus Magnum,<br />

aber auch ein Alptraum (»l'incubo<br />

nero«, wie er mit einem Wortspiel an<br />

Verdi schrieb). Toscanini setzte sich<br />

immer wieder für die Vollendung des<br />

Werks ein und leitete die posthume<br />

Uraufführung. Was ist das Besondere<br />

an dieser Oper?<br />

Boito abeitete sogar weit länger als<br />

sein halbes Leben an dieser Oper:<br />

Als er 1918 im Alter von 76 Jahren in<br />

Mailand stirbt, sind 56 Jahre vergangen,<br />

seit die obsessive Beschäftigung<br />

mit dem Nero-Stoff zum ersten Mal<br />

in der Korrespondenz des 20-Jährigen<br />

auftaucht. Es gibt in der gesamten<br />

Opernliteratur kein anderes<br />

Beispiel für eine derart lange Entstehungsgeschichte<br />

eines Werkes.<br />

Dazu kommt seine akribische Vorbereitung,<br />

während derer er zuerst<br />

etwa zwölf Jahre lang Material über<br />

Nero und seine Zeit sammelte, den<br />

Stoff quasi als Dramaturg und Historiker<br />

für sich aufbereitete. Dann<br />

aber komponierte er seine Oper<br />

nicht nur als ein für seine Zeit typisches<br />

Historiengemälde, wie wir es<br />

zeitgleich in Romanen wie Ben Hur<br />

(Lew Wallace, 1900) oder Quo Vadis<br />

(Henryk Sienkiewicz, 1895) finden,<br />

sondern spürte zugleich in Text und<br />

Musik effektiv der Psychose seines<br />

Protagonisten nach.<br />

Was interessiert Sie als Regisseur<br />

an dem Werk?<br />

Die menschliche Natur in ihrer<br />

Zerrissenheit zwischen Kreativität<br />

und Zerstörung in der Figur des<br />

Nero. Dazu kommt Boitos Faszination<br />

durch das Ungewöhnliche und<br />

Unheimliche; sein Drang zum Gestalten<br />

des Abseitigen, Dekadenten,<br />

Dunklen. Dabei geht Boito über die<br />

der Kunst von jeher immanenten<br />

Spiegelung auch der Schattenseiten<br />

unserer menschlichen Existenz weit<br />

hinaus; in letzter Konsequenz gilt<br />

sein Interesse dem Bösen an sich.<br />

Die Oper heißt Nero, doch der<br />

eigentliche Strippenzieher ist Simon,<br />

der Magier. Welcher Charakter ist<br />

dieser Nero bei Boito – und inwieweit<br />

ist er der Held der Oper?<br />

Für mich ist Nero selbst ganz klar<br />

die zentrale Figur der Oper, und ich<br />

28<br />

bin überzeugt, dass Boito das auch<br />

so zeigen wollte. Neros Psychose<br />

dominiert alles, selbst die Szenen, in<br />

denen er nicht auf der Bühne ist. Das<br />

Liebesleben des historischen Nero,<br />

wie wir es aus anderen Vertonungen<br />

des Stoffes kennen, spart Boito<br />

dabei komplett aus, Octavia und<br />

Poppea kommen gar nicht vor.<br />

Die Oper zeigt Nero zugleich als<br />

Täter und Opfer seiner eigenen Tat:<br />

Sie beginnt direkt nach dem Muttermord<br />

an Agrippina, den der historische<br />

Nero befahl – Boito aber lässt<br />

seinen Nero auf eine Art und Weise<br />

agieren und fühlen, als hätte er die<br />

Mutter selbst eigenhändig ermordet.<br />

Die Tötung der eigenen Mutter gilt<br />

bis heute in den meisten Kulturen als<br />

fast undenkbares Verbrechen; ebenso<br />

war der Muttermord schon im alten<br />

Rom der wohl größte vorstellbare<br />

Tabubruch. In diesem Sinn ist Boitos<br />

Oper von Anfang bis Ende – sogar bis<br />

in den nicht vertonten fünften Akt


hinein – ein einziger Tatort: Was immer<br />

Nero beginnt, wohin er sich auch<br />

wendet, seine Tat verfolgt ihn. Dabei<br />

ist es nicht Reue, die ihn umtreibt,<br />

sondern Angst vor der Strafe der<br />

Erinnyen, der Rachegöttinnen.<br />

Nachdem sein Versuch, sich durch<br />

religiöse Rituale reinzuwaschen,<br />

scheitert, will er sich durch kreatives<br />

Schaffen als Künstler von seiner<br />

Tat befreien. Mehr und mehr identifiziert<br />

er sich mit dem Orest der<br />

griechischen Tragödie, der seine<br />

Mutter allerdings nicht aus Hass<br />

oder Machtgier, sondern gegen<br />

seinen eigenen Willen als Sühne<br />

für ihren Mord an seinem Vater im<br />

Auftrag der Götter getötet hatte.<br />

Dabei zeigt Boito den Künstler Nero<br />

nicht als lächerlichen Schmierenkomödianten,<br />

wie wir ihn aus diversen<br />

Verfilmungen kennen, sondern<br />

als einen besessen und verzweifelt<br />

Suchenden, der sich mit fortschreitender<br />

Psychose daran macht, unter<br />

dem Motto »Il Mostruoso è il Bello«<br />

(»Das Schreckliche ist das Schöne«)<br />

in der wirklichen Welt und mit<br />

gleich drei Religionen mit ihren<br />

jeweiligen spirituellen Ansätzen<br />

und Weltbildern aufeinanderprallen:<br />

den esoterischen Gnostizismus<br />

des Simon Mago, das frühe<br />

Christentum des Propheten Fanuèl<br />

– einer Jesusgestalt, hinter der<br />

sich eigentlich der Apostel Paulus<br />

während seines Romaufenthalts<br />

verbirgt – und die offizielle römische<br />

Staatsreligion.<br />

Simon Magos Rituale sind zwar<br />

Täuschungen für seine Anhänger,<br />

trotzdem glaubt er selbst an höhere<br />

Mächte und an die Fähigkeit seines<br />

christlichen Gegenspielers Fanuèl,<br />

Wunder zu vollbringen. Er macht<br />

ihm sogar den Vorschlag, ihre Kräfte<br />

zu verbinden, um gemeinsam die<br />

Weltherrschaft zu übernehmen, was<br />

Fanuèl entrüstet zurückweist. Das<br />

erinnert an die Prüfung Jesu durch<br />

den Teufel auf dem Berg der Versuchung,<br />

und tatsächlich thematisiert<br />

Boito in seinem Dualismus hier den<br />

Kampf zwischen Gut und Böse, der<br />

allerdings – und das ist wieder eine<br />

Besonderheit dieser ungewöhnlichen<br />

Oper – unentschieden bleibt.<br />

OPER IM FESTSPIELHAUS<br />

NERO<br />

Arrigo Boito<br />

Tragödie in vier Akten (1924) |<br />

Libretto vom Komponisten |<br />

In italienischer Sprache mit<br />

deutschen Übertiteln<br />

Musikalische Leitung<br />

Dirk Kaftan<br />

Insze nie rung Olivier Tambosi<br />

Bühne Frank Philipp Schlössmann<br />

Kostüme Gesine Völlm<br />

Bühnenmusik in Kooperation<br />

mit dem Vorarlberger<br />

Landeskonservatorium<br />

Prager Philharmonischer Chor<br />

Wiener Symphoniker<br />

Premiere<br />

22. Juli 2020 – 19.30 Uhr<br />

Vorstellungen<br />

26. Juli – 11.00 Uhr<br />

3. August – 19.30 Uhr |<br />

Festspielhaus<br />

NERO<br />

»Was immer Nero<br />

beginnt, seine Tat<br />

verfolgt ihn.«<br />

wirklichen Menschen eine sadistische<br />

Inszenierung seines inneren<br />

Grauens zu erschaffen.<br />

Simon, der Magier, inszeniert Rituale<br />

und Wunder, um Menschen in seinen<br />

Bann zu ziehen – Nero entlarvt seine<br />

Täuschungen. Ist in diesem Stück alle<br />

Religion fauler Zauber? Welche Werte,<br />

welche Hoffnungen bleiben übrig?<br />

Auch das gehört zu den Besonderheiten<br />

dieser Oper: Boito lässt hier<br />

Nero hingegen stellt sich selbst<br />

jenseits von Gut und Böse und<br />

betreibt als Künstler das Projekt<br />

seiner eigenen Vergöttlichung.<br />

Skurrilerweise wird er dadurch<br />

quasi ex negativo zu einem Stammvater<br />

des frühen Christentums,<br />

zu dessen Konsolidierung und<br />

Identitätsfindung das Bild des<br />

Nero als Antichrist nicht nur in<br />

Boitos Oper, sondern auch in der<br />

tatsächlichen geschichtlichen<br />

Entwicklung wesentlich beigetragen<br />

hat.<br />

OLIVIER TAMBOSI<br />

wurde in Paris geboren<br />

und studierte in Wien<br />

Philosophie, Theologie und<br />

Musiktheaterregie.<br />

Seine Inszenierung von Arrigo<br />

Boitos Hamlet begeisterte<br />

2016 das Festspielpublikum.<br />

Seither war der freiberufliche<br />

Regisseur 2017 mit To the<br />

Lighthouse und 2018<br />

mit Maria de Buenos Aires<br />

in Bregenz zu erleben.<br />

29


GROSSE OPER<br />

UND EIN BERÜHMTES<br />

ORCHESTERKONZERTE<br />

GEBURTSTAGSKIND<br />

Oper im Großformat ist außer auf der Seebühne auch im<br />

Konzert zu erleben. Erneut führen die Wiener Symphoniker<br />

einen Teil aus Richard Wagners Vierteiler Der Ring des Nibelungen auf.<br />

Opulent und klangprächtig wird in Ottorino Respighis<br />

Feste romane (Römische Feste) der Protagonist der diesjährigen Oper im<br />

Festspielhaus gefeiert: »Ave Nero« tönt es über den Circus Maximus.


Zum Auftakt der Orchesterkonzerte<br />

dirigiert Karina<br />

Canellakis Beethovens dritte<br />

Leonore-Ouvertüre, die durch den<br />

plötzlichen Solo-Auftritt der Trompete<br />

die überraschende Wendung<br />

in Beethovens einziger Oper Fidelio<br />

bereits in der Ouvertüre erleben<br />

lässt. Der erzählerische Ton des<br />

Komponisten bahnt den Weg zu<br />

Richard Wagners Musikdrama, wo<br />

das Orchester zum klingenden Träger<br />

der Handlung wird. Der dritte<br />

Aufzug aus Siegfried erzählt die<br />

Begegnung von Siegfried und Brünnhilde,<br />

die von ihrem Vater Wotan auf<br />

einem Felsen in den Schlaf gebannt<br />

wurde. Wenn sie mit den Worten<br />

»Heil dir, Sonne! Heil dir, Licht!«<br />

erwacht, ahnt sie bereits, dass es nur<br />

einer sein kann, der sie geweckt hat:<br />

der furchtlose Siegfried. Doch als<br />

er die Walküre Brünnhilde erblickt,<br />

spürt er zum ersten Mal in seinem<br />

Leben Angst: die Liebe lehrt ihn das<br />

Fürchten. Es folgt das wohl längste<br />

Liebesduett der Operngeschichte.<br />

Das erste Orchesterkonzert der neuen Saison dirigiert Karina Canellakis, die<br />

das Festspielpublikum 2018 mit Werken von Thomas Larcher und Ludwig<br />

van Beethoven begeisterte.<br />

Bei Rigoletto auf der Seebühne<br />

gibt Enrique Mazzola auch in diesem<br />

Sommer den Takt an. Seit 2016<br />

gestaltet er die musikalischen Ereignisse<br />

der Bregenzer Festspiele mit,<br />

in diesem Konzert führt er sie zusammen:<br />

»Ave Nero« tönt es im ersten<br />

Satz von Respighis Feste romane<br />

(Römische Feste) aus dem Orchester.<br />

Gleich in zwei selten zu hörenden<br />

Werken ist die Mezzosopranistin<br />

Annalisa Stroppa zu erleben: Der<br />

Titel von Respighis Il tramonto fügt<br />

den Seeaufführungen das Naturschauspiel<br />

hinzu, bedeutet er doch<br />

Sonnenuntergang. Eine von Rossinis<br />

Opern dirigierte Mazzola hier bereits,<br />

nun folgt eine selten gespielte<br />

Kantate sowie dessen Ouvertüre<br />

zur Oper Armida, der Zauberin aus<br />

Joseph Haydns Oper, die im Theater<br />

am Kornmarkt zu erleben ist. Dort<br />

erklingt einige Wochen zuvor die<br />

neue Opera buffa der slowakischen<br />

Komponistin Ľubica Čekovská, die<br />

in ihrem Orchesterwerk eine kleine<br />

Eintagsfliege ganz groß werden lässt.<br />

Bevor Philippe Jordan die heitere<br />

Schwermut aus Strauss’ Rosenkavalier<br />

heraufbeschwört, öffnet er<br />

die Konzertbühne für den Pianisten<br />

Piotr Anderszewski und Beethovens<br />

erstes Klavierkonzert. Nur etwas<br />

älter als Beethoven zur Zeit dieser<br />

Komposition war Strauss, als er dem<br />

ungestümen Liebhaber Don Juan<br />

eine Tondichtung widmete. Ebenso<br />

draufgängerisch wie dieser, aber<br />

wesentlich tölpelhafter im Dreivierteltakt,<br />

umwirbt Baron Ochs von<br />

Lerchenau im Rosenkavalier eine<br />

scheinbar junge Dame.<br />

Ist es Zauber, womit Armida den<br />

Ritter Rinaldo umwirbt? Nicht nur<br />

in der Oper Armida im Theater am<br />

Kornmarkt, sondern auch im letzten<br />

Orchesterkonzert widmet sich das<br />

Symphonieorchester Vorarlberg<br />

der Musik Joseph Haydns. Der neue<br />

Chefdirigent Leo McFall eröffnet<br />

sein Antrittskonzert mit Beethovens<br />

dramatischer Egmont-Ouvertüre,<br />

bevor er gleich mit vier Solisten an<br />

den Instrumenten Violine, Violoncello,<br />

Oboe und Fagott Haydns Sinfonia<br />

concertante präsentiert. Die zweite<br />

Konzerthälfte gehört der Musik des<br />

aus Tirol stammenden Komponisten<br />

Thomas Larcher, dessen Oper Das<br />

Jagdgewehr 2018 das Publikum der<br />

Bregenzer Festspiele und <strong>2019</strong> des<br />

Aldeburgh Festivals faszinierte. Zum<br />

ersten Mal in Österreich bringt das<br />

Symphonieorchester Vorarlberg<br />

die von ihm mitbeauftragte dritte<br />

Symphonie zur Aufführung.<br />

Präsentiert von<br />

Das detaillierte Programm der Orchester-<br />

konzerte finden Sie in der Heftmitte.<br />

31


VON TRÄUMEN UND<br />

GEHEIMNISSEN<br />

AUS DEM FESTSPIEL-PROGRAMM 2020<br />

BREGENZER FESTSPIELE 2020<br />

WERKSTATTBÜHNE<br />

WIND<br />

ALEXANDER MOOSBRUGGER<br />

In »süßen Schlummer« verfällt<br />

ein Mann und wandelt fortan<br />

durch einen geheimnisvollen<br />

Wald voller wohlklingender Stimmen,<br />

erotischer Verführungen,<br />

hungriger Tiere und sonderbarer<br />

Pflanzen. In seinen Träumen gerät<br />

er in wundersame Gärten und verschlungene<br />

Bauten. Er wird Zeuge<br />

erstaunlicher Darbietungen wie<br />

eines Schachballetts und starker<br />

Winde. Schließlich trifft er auf die<br />

Frau, nach der er sich schon lang<br />

gesehnt hat: Hat Poliphilo seine<br />

Polia gefunden?<br />

Der aus dem Bregenzerwald<br />

stammende, in Berlin lebende<br />

Komponist Alexander Moosbrugger<br />

hat für seine erste Oper eines der<br />

faszinierendsten und zugleich<br />

rätselhaftesten Bücher der Welt<br />

ausgewählt: Hypnerotomachia<br />

Poliphili, vermutlich von dem<br />

Dominikaner Francesco Colonna<br />

geschrieben und 1499 zum ersten<br />

Mal in Venedig gedruckt. Das Werk<br />

spielt mit mehreren Sprachen, die<br />

Träume des Protagonisten führen<br />

in kolossale Gebäude und Parkanlagen,<br />

die in abgebildeten Holzschnitten<br />

sichtbar werden. Auch<br />

deshalb bezeichnete Umberto Eco<br />

es als das vielleicht schönste Buch<br />

der Welt. Für die bildende Künstlerin<br />

Flaka Haliti sind diese Holzschnitte<br />

eine wichtige Inspirationsquelle<br />

für ihre visuelle Gestaltung auf der<br />

Werkstattbühne. Gemeinsam mit<br />

dem Komponisten entwickelt sie<br />

ein musiktheatrales Erlebnis, das<br />

den Klang und die bis zu neun Meter<br />

langen Pfeifen der Orgel zu einem<br />

Protagonisten wie die Sängerinnen<br />

und Sänger sowie ein Streichquartett<br />

macht. Wie Poliphilo durch die<br />

Bäume des Waldes wird das Publikum<br />

von den Orgelpfeifen in geheimnisvoll<br />

atmende Klänge und Geräusche<br />

und Winde hineingezogen, die auch<br />

physisch erlebbar werden.<br />

In Zusammenarbeit mit der<br />

weltweit renommierten Firma<br />

Rieger-Orgelbau entsteht ein nur<br />

auf der Werkstattbühne zu erlebendes<br />

Musiktheater, das uns selbst<br />

zu Wandlern zwischen Traum<br />

und Wirklichkeit werden lässt.<br />

Oper | Text vom Komponisten<br />

nach Francesco Colonnas<br />

Hypnerotomachia Poliphili in<br />

der Übersetzung von Thomas<br />

Reiser und Joscelyn Godwin |<br />

Uraufführung<br />

Raum Flaka Haliti<br />

Musikalische Leitung Michael<br />

Wendeberg<br />

Rieger-Orgelbau Wendelin Eberle<br />

Quatuor Diotima<br />

Klangforum Heidelberg<br />

SWR Experimentalstudio<br />

Premiere<br />

19. August 2020 – 20.00 Uhr<br />

Vorstellung<br />

21. August – 20.00 Uhr |<br />

Werkstattbühne<br />

Opernatelier in Zusammenarbeit mit<br />

dem Kunsthaus Bregenz<br />

32


THEATER AM KORNMARKT<br />

IMPRESARIO<br />

DOTCOM<br />

ĽUBICA ČEKOVSKÁ<br />

Der vielversprechenden<br />

Einladung eines geheimnisvollen,<br />

reichen Mannes<br />

folgen mehrere ehrgeizige Sängerinnen<br />

und Sänger, die sich für ein<br />

neugegründetes Opernhaus an<br />

einem unbekannten Ort bewerben.<br />

Sie träumen von Ruhm und Geld.<br />

Der geizige Sängeragent Lasca holt<br />

sie am Flughafen ab und stellt ihnen<br />

allen zusammen eine Hotelsuite zur<br />

Verfügung. Aufbrausend beschweren<br />

sie sich über diese unwürdige<br />

Behandlung, versuchen aber dennoch<br />

die nötige Gelassenheit für<br />

das Vorsingen vor dem Impresario<br />

Dotcom zu bewahren. Doch diese<br />

Prüfung stellt sie vor unerwartete<br />

Herausforderungen …<br />

Carlo Goldonis 1759 uraufgeführte<br />

Komödie über Klischees der<br />

Opernwelt und des Orients wird<br />

in der farbenreichen Musik der<br />

slowakischen Komponistin Ľubica<br />

Čekovská und in Laura Olivis<br />

vielschichtigem Libretto zu einem<br />

zeitgenössischen Spiel über<br />

Hoffnungen und Erwartungen<br />

sowie Mechanismen des Markts<br />

mit mitteleuropäischer Kultur.<br />

Impresario Dotcom – Sogno di<br />

un' Europa di mezza estate |<br />

Opera buffa in vier Bildern | Libretto<br />

von Laura Olivi nach Carlo Goldonis<br />

Der Impresario von Smyrna (1761) |<br />

In italienischer Sprache mit<br />

deutschen Übertiteln | Uraufführung<br />

Musikalische Leitung<br />

Christopher Ward<br />

Inszenierung Elisabeth Stöppler<br />

Bühne Hermann Feuchter<br />

Kostüme Nicole Pleuler<br />

Orchester des Slowakischen<br />

Nationaltheaters, Bratislava<br />

Premiere<br />

24. Juli 2020 – 19.30 Uhr<br />

Vorstellung<br />

25. Juli – 19.30 Uhr |<br />

Theater am Kornmarkt<br />

Koproduktion mit dem Slowakischen<br />

Nationaltheater, Bratislava<br />

AUS DEM PROGRAMM<br />

KINDER- & JUGENDPROGRAMM<br />

CROSSCULTURE<br />

Das crossculture-Programm<br />

ermöglicht es Kindern und<br />

Jugendlichen, in die spannende<br />

Welt des Musiktheaters einzutauchen.<br />

Nicht nur zuzuhören, sondern<br />

auch selbst kreativ mitzuwirken ist<br />

ein wichtiger Bestandteil des bunten<br />

Vermittlungsprogramms.<br />

Von Workshops über Musiktheater,<br />

Führungen, Konzerte bis zur Auf-<br />

führung auf der Seebühne:<br />

crossculture möchte bei Kindern<br />

und Jugendlichen Lust auf Musik<br />

und Theater wecken und lädt<br />

zum aktiven Mitgestalten ein.<br />

Alle Infos sowie das gesamte<br />

Festspielprogramm für Kinder<br />

und Jugendliche finden Sie<br />

auf www.cross-culture.at.<br />

33


OPERNSTUDIO AM KORNMARKT<br />

ARMIDA<br />

JOSEPH HAYDN<br />

BREGENZER FESTSPIELE 2020<br />

Die Oper Armida entführt uns<br />

in eine Welt von exotischer<br />

Zauberei und zutiefst<br />

menschlichen Beziehungskämpfen.<br />

Wie reagiert eine junge Frau, wenn<br />

ihr Geliebter durch Heldenfantasien<br />

imponieren will? Und wenn sie dem<br />

Sieger der bevorstehenden Schlacht<br />

als Belohnung versprochen wird?<br />

Dem Taumel von Krieg und Betrug<br />

setzt Armida ihren Kampf um Liebe<br />

entgegen und bedient sich dabei<br />

magischer Talente. Sie zwingt die<br />

selbstsicheren Krieger, ihre Träume<br />

vom männlichen Heldentum zu<br />

hinterfragen. Doch dann zweifelt<br />

sie selbst an der ihr zugedachten<br />

Rolle als verführerische Zauberin.<br />

Was will der Himmel? Was vermag<br />

alle Zauberei, wenn es nur noch um<br />

Verrat und Rache zu gehen scheint?<br />

Virtuose Koloraturen und ergreifende<br />

musikalische Erzählungen<br />

bieten besondere Herausforderungen<br />

für die jungen Sängerinnen und<br />

Sänger des Opernstudios der Bregenzer<br />

Festspiele, die im Dirigenten<br />

Jonathan Brandani einen erfahrenen<br />

Partner haben. Das für seine<br />

Inszenierung von Die Hochzeit<br />

des Figaro gefeierte Team aus<br />

Regisseur Jörg Lichtenstein sowie<br />

Bühnen- und Kostümbildner<br />

Nikolaus Webern widmet sich nun<br />

der zauberhaften Welt der Armida.<br />

Dramma eroico in drei Akten (1784) |<br />

Libretto von Nunziato Porta (?) nach<br />

Torquato Tassos Das befreite<br />

Jerusalem (1581)<br />

Musikalische Leitung Jonathan<br />

Brandani<br />

Insze nie rung Jörg Lichtenstein<br />

Bühne | Kostüme | Licht<br />

Nikolaus Webern<br />

Symphonieorchester Vorarlberg<br />

Premiere<br />

17. August 2020 – 19.30 Uhr<br />

Vorstellungen<br />

19., 21. und 22. August –<br />

19.30 Uhr<br />

Theater am Kornmarkt<br />

Joseph Haydns letztes und erfolgreichstes<br />

Bühnenwerk für das<br />

Opernhaus in Eszterháza entfacht<br />

gewaltige Naturereignisse im<br />

Orchester und erkundet die komplexen<br />

Gefühlswelten der Figuren in<br />

berührenden Arien und Ensembles.<br />

Das Opernstudio wird<br />

präsentiert von<br />

GrECo Internaonal<br />

Risiko- und<br />

Versicherungsmanagement<br />

VMG Versicherungsmakler<br />

In Kooperation mit<br />

SEESTUDIO | FESTSPIELHAUS<br />

MUSIK & POESIE<br />

Die Vielfalt des Festspielprogramms<br />

eröffnet überraschende<br />

Blickwinkel durch<br />

Kammermusik und Literatur in<br />

verschiedenen Formen. Mit einem<br />

weitgespannten Bogen von Faccios<br />

Hamlet über Verdis Rigoletto zu<br />

Boitos Nero eröffnet am 26. Juli die<br />

Programmreihe Musik & Poesie.<br />

Die Komponistin Ľubica Čekovská<br />

(Impresario Dotcom) präsentiert<br />

im August mit ihren musikalischen<br />

Partnern die Vielfalt ihres Schaffens<br />

und ihrer musikalischen Welt zwischen<br />

Theater, Film und Jazz.<br />

Am dritten und letzten Abend der<br />

Programmreihe präsentiert der<br />

Tenor Julian Prégardien Werke von<br />

Giulio Caccini, Johann Sebastian<br />

Bach und Thomas Larcher; begleitet<br />

wird er von der Pianistin und<br />

Cembalistin Tamar Halperin.<br />

VERDI – BOITO – FACCIO<br />

26. Juli 2020 – 19.30 Uhr<br />

THEATER – FILM – JAZZ<br />

2. August 2020 – 19.30 Uhr<br />

CACCINI – BACH – LARCHER<br />

22. August 2020 – 19.30 Uhr<br />

Das detaillierte Programm der<br />

einzelnen Aufführungen finden<br />

Sie in der Spielplanübersicht<br />

in der Heftmitte.<br />

34


WERKSTATTBÜHNE<br />

MICHAEL<br />

KOHLHAAS<br />

HEINRICH VON KLEIST<br />

An den Ufern der Havel lebte,<br />

um die Mitte des sechzehnten<br />

Jahrhunderts, ein Roßhändler,<br />

namens Michael Kohlhaas,<br />

Sohn eines Schulmeisters, einer der<br />

rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten<br />

Menschen seiner Zeit.«<br />

So beginnt Heinrich von Kleists<br />

Geschichte des Überzeugungstäters<br />

Kohlhaas, dem an einer Grenzstation<br />

zwei Pferde als Pfand abgenommen<br />

werden. Als er zurückkehrt, findet<br />

er die stolzen Rösser halbverhungert<br />

und durch Feldarbeit ruiniert. Weil<br />

ihm der Schadensersatz verwehrt<br />

wird, beginnt er einen Rachefeldzug,<br />

der als Widerstand eines Wehrlosen<br />

beginnt und schließlich in einem<br />

Blutbad endet. So wird Kohlhaas<br />

vom »Muster eines guten Staatsbürgers«<br />

auf geradem Wege »zum<br />

Räuber und Mörder«.<br />

Heinrich von Kleists Novelle stellt<br />

bis heute zeitlose Fragen nach<br />

Schuld, Recht, Individuum und<br />

Gesellschaft. Sie erzählt von den<br />

Mechanismen des Terrors und der<br />

Sogwirkung eskalierender Gewalt.<br />

Andreas Kriegenburg wird Michael<br />

Kohlhaas inszenieren – einer der<br />

stilprägenden und bildstärksten<br />

Regisseure seiner Generation.<br />

Koproduktion mit dem Deutschen<br />

Theater Berlin<br />

Inszenierung Andreas Kriegenburg<br />

Bühne Harald Thor<br />

Premiere<br />

28. Juli 2020 – 20.00 Uhr<br />

Vorstellungen<br />

29. und 30. Juli – 20.00 Uhr |<br />

Werkstattbühne<br />

AUS DEM PROGRAMM<br />

THEATER AM KORNMARKT<br />

BEETHOVEN GOES AFRICA<br />

BOCHABELA STRING ORCHESTRA & FRIENDS<br />

Südafrika im Jahr 1975.<br />

Boitumelo ist die Wirtin einer<br />

jener illegalen Kneipen, in<br />

denen sich die Menschen in den<br />

Townships versammeln, um sich<br />

auszutauschen und zu feiern.<br />

Boitumelo liebt die Musik: bei ihr<br />

wird gestrichen, gezupft, gesungen<br />

und getanzt. Das ist ungewöhnlich,<br />

denn Streichinstrumente sind zu<br />

dieser Zeit ausschließlich Menschen<br />

weißer Hautfarbe vorbehalten.<br />

Ihr Gehör verschlechtert sich seit<br />

einiger Zeit, da lernt die schicksalsergebene<br />

Boitumelo einen fremden<br />

Gast kennen, der mit den gleichen<br />

Problemen kämpft: Ludwig van<br />

Beethoven. Im Gegenüber entdecken<br />

die beiden ihnen Unbekanntes<br />

und begeistern sich für<br />

das geheimnisvolle Fremde.<br />

Es ist ein Traum voller Freude,<br />

Musik und geteiltem Leid. Dabei<br />

werden sie oft überrascht von den<br />

musikalischen Gemeinsamkeiten,<br />

die die beiden zutiefst verbinden:<br />

Beethoven goes Africa!<br />

Konzert-Theater mit afrikanischen<br />

Traditionals | Kompositionen von<br />

Soweto String Quartet, Mango<br />

Groove, Zuko Samela, Ludwig<br />

van Beethoven<br />

Puppenspiel Christoph<br />

Hackenberg<br />

Violine Paweł Zalejski<br />

Schauspiel Kamohelo Moshoaliba,<br />

Zuko Samela u. a.<br />

Konzept | Musikalische Leitung<br />

Klaus Christa<br />

Buch Felix Kalaivanan,<br />

Amos Postner, Deborah Macauley<br />

Vorstellung<br />

30. Juli 2020 – 19.30 Uhr<br />

Theater am Kornmarkt<br />

35


BESTÄNDIGE<br />

PARTNERSCHAFTEN<br />

PFLEGEN<br />

PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

Die größte Vorarlberger<br />

Bank setzt seit jeher<br />

auf Zuverlässigkeit und<br />

Achtsamkeit – um<br />

gemeinsam mit Kunden<br />

und Partnern langfristig<br />

Großes zu leisten.<br />

Die beste Beratung für alle,<br />

die etwas vorhaben«: Eine<br />

ambitionierte Einstellung,<br />

mit der die Hypo Vorarlberg<br />

ihre Kundinnen und Kunden am<br />

Hauptsitz in Bregenz am Bodensee<br />

empfängt. Das mehrfach für Private<br />

Banking und Vermögensverwaltung<br />

ausgezeichnete Haus setzt auch<br />

in Zeiten der Digitalisierung auf<br />

persönlichen Kundenkontakt. Auch<br />

an den Standorten außerhalb Vorarlbergs<br />

– in Wien, Graz, Wels sowie<br />

in St. Gallen – bietet die Bank ihre<br />

Leistungen an.<br />

»Aufmerksames Zuhören, Achtsamkeit<br />

im Umgang mit unseren<br />

Kunden und ausgezeichnete<br />

Produkte sind für mich wesentliche<br />

Grundlagen für den Erfolg der Hypo<br />

Vorarlberg«, erklärt Vorstandsvorsitzender<br />

Michel Haller. Dabei<br />

gilt es einerseits vorausschauend<br />

und mit Weitblick zu planen und<br />

andererseits kurzfristig auf Veränderungen<br />

zu reagieren. So<br />

baut die Bank ihr Angebot an<br />

Online-Dienstleistungen stetig aus<br />

und macht ihre Filialstandorte fit<br />

für die Zukunft. »Wir wollen<br />

Menschen gerade bei komplexeren<br />

Vorhaben wie der Anlage des<br />

eigenen Vermögens oder größeren<br />

Finanzierungen bestmöglich<br />

beraten und langfristig begleiten«,<br />

so Haller. Dafür ist Vertrauen nötig.<br />

Und das kann nur in einer persönlichen<br />

Beziehung zwischen Kunde und<br />

Berater stetig wachsen.<br />

Im Sinne der Achtsamkeit engagiert<br />

sich die größte Vorarlberger<br />

Bank auch für ein intaktes Umfeld.<br />

Über ihren Spendenfonds werden<br />

überwiegend soziale Projekte sowie<br />

Menschen aus der Region, die in<br />

Not sind, unterstützt. Zudem ist<br />

die Hypo Vorarlberg Gründungsmitglied<br />

beim »Klimaneutralitätsbündnis<br />

2025« und hat sich selbst<br />

das Ziel gesetzt, ihren jährlichen<br />

CO2-Ausstoß im Vergleich zum Vorjahr<br />

um mindestens ein Prozent zu<br />

reduzieren. Nach den Kriterien des<br />

Bündnisses ist die Hypo Vorarlberg<br />

bereits seit 2016 klimaneutral. Nicht<br />

zuletzt zeigt sich die starke Verbundenheit<br />

auch in verschiedenen<br />

Kultursponsorings: So besteht mit<br />

den Bregenzer Festspielen seit über<br />

30 Jahren eine wertvolle Partnerschaft,<br />

seit 2013 engagiert sich die<br />

Hypo Vorarlberg als Hauptsponsor.<br />

Gemeinsame Werte schaffen eine<br />

enge Verbindung zwischen den beiden<br />

Häusern – so auch wieder in der<br />

Festspielsaison 2020.<br />

Mag. Michel Haller, Vorstandsvorsitzender<br />

der Hypo Vorarlberg<br />

36


MACHEN SIE MIT BEIM<br />

»FESTSPIELZEIT«-GEWINNSPIEL!<br />

Online teilnehmen und gewinnen – die Bregenzer Festspiele<br />

und ihre Partner drücken die Daumen!<br />

GUT GEBETTET UND VERWÖHNT<br />

Seien Sie Gast von Bodensee-Vorarlberg<br />

Tourismus und lassen Sie Ihren<br />

WILLKOMMEN AN BORD!<br />

Erleben Sie den Bodensee von seiner<br />

schönsten Seite: Die Bodensee Schiffs-<br />

OPER ZUM MITNEHMEN<br />

Gewinnen Sie ein Paket mit den<br />

Highlights aus dem Festspielshop: Mit<br />

PARTNER | GEWINNSPIEL<br />

Opernabend in einem der zahlreichen<br />

betriebe nehmen Sie mit an Bord! Mit<br />

bequemen Sitzkissen, Ferngläsern für<br />

attraktiven Hotels der Region<br />

dem Gutschein im Wert von EUR 300<br />

beste Sicht, einer Rigoletto-CD und<br />

ausklingen. Zu gewinnen gibt's einen<br />

wählen Sie frei aus dem erlebnisreichen<br />

einem Textbuch zum Einlesen sind Sie<br />

Hotel-Gutschein im Wert von EUR 500.<br />

Angebot der BSB.<br />

bestens für den Sommer gerüstet!<br />

Teilnahme und Details auf bregenzerfestspiele.com/de/gewinnspiel.<br />

DIE SYMPHONIE DER SCHWEIZER BERGKRÄUTER<br />

FÜR UNGESTÖRTEN KULTURGENUSS<br />

Konzerte live zu erleben, gehört<br />

für viele Musikliebhaber<br />

zu den Höhepunkten<br />

des Jahres. Nach langer Vorfreude<br />

steigt die Aufregung. Dann ist es so<br />

weit: die ersten Töne erklingen. Bis<br />

das Unvermeidliche passiert und die<br />

Stille bricht, das Hüsteln startet und<br />

ansteckend auf die Nachbarn wirkt.<br />

Was auch immer »Hustenkonzerte«<br />

auslöst – störend und unangenehm<br />

sind sie immer.<br />

Um Abhilfe zu schaffen, ist<br />

der Schweizer Kräuterbonbonhersteller<br />

Ricola seit Jahrzehnten –<br />

vor, auf und hinter der Bühne – ein<br />

gern gesehener Gast in Konzertund<br />

Opernhäusern. Varianten wie<br />

Kräuter Original oder Honig Alpen<br />

Salbei enthalten beispielsweise<br />

Menthol beziehungsweise Salbeiöl,<br />

welche zur Beruhigung des Halses<br />

beitragen.<br />

Auch Ricola Honig Zitrone<br />

Echinacea leistet einen Beitrag für<br />

einen ungestörten Konzertgenuss.<br />

13 natürliche Schweizer Bergkräuter<br />

vereinen sich mit aromatischem<br />

Fairtrade-Honig, erfrischender<br />

Zitrone und wertvoller Echinacea zu<br />

einer wohltuenden und selbaren<br />

unverwech-<br />

Geschmackskomposition.<br />

Die Ricola-Kräuter gedeihen in aller<br />

Stille in fünf Regionen der Schweizer<br />

Bergwelt. Und erst, wenn sie den<br />

höchstmöglichen Gehalt ihrer wertvollen<br />

Inhaltsstoffe erreicht haben,<br />

werden sie sorgfältig geerntet.<br />

Erfahren Sie mehr über Ricola und<br />

den Kräuteranbau auf ricola.de.<br />

37


BRGENZER FESTSPIELE<br />

EIN<br />

FESTSPIEL FÜR<br />

ENTDECKER<br />

UND GENIESSER<br />

Hingehen, hinsetzen und<br />

genießen. So einfach kann<br />

ein Festspielbesuch sein.<br />

Der Musik lauschen, gespannt<br />

das Geschehen auf der Bühne auf<br />

sich wirken lassen und auf dem<br />

Heimweg der Inszenierung noch<br />

etwas nachspüren. Das ist ein Weg<br />

für einen Besuch bei den Bregenzer<br />

Festspielen.<br />

Ein anderer führt direkt hinein ins<br />

Festspielgeschehen. Diese Art von<br />

Besuch lüftet den Vorhang schon<br />

ein wenig, bevor der Dirigent den<br />

Taktstock hebt, lässt hinter die<br />

Kulissen blicken, verrät Geheimnisse<br />

der Inszenierung und technische<br />

Raffinessen des Bühnenbildes:<br />

Einführungsvorträge zu den einzelnen<br />

Werken und Führungen auf die<br />

größte Seebühne der Welt ermöglichen<br />

interessierten Besuchern,<br />

die Aufführungen der Bregenzer<br />

Festspiele aus unterschiedlichen<br />

Perspektiven zu betrachten.<br />

Wer Künstler nicht nur auf der<br />

Bühne, sondern von ihrer ganz<br />

persönlichen Seite kennenlernen<br />

möchte, bekommt mit den sonntäglichen<br />

Festspielfrühstücken<br />

dazu die Gelegenheit.<br />

Auch für all jene, die ihren Opernbesuch<br />

besonders exklusiv gestalten<br />

möchten, haben die Bregenzer Festspiele<br />

erlesene Pakete geschnürt, die<br />

keine Wünsche an einen feierlichen<br />

Abend offenlassen: Mit den Loungeund<br />

Premium-Tickets genießen<br />

Festspielgäste das Spiel auf dem See<br />

auf seine eleganteste Art.<br />

Entdecken Sie Ihren persönlichen<br />

Weg, aus Ihrem Festspielbesuch<br />

etwas ganz Besonderes zu machen<br />

und genießen Sie die Bregenzer<br />

Festspiele in all ihren Facetten.<br />

Details zu sämtlichen Angeboten<br />

der Bregenzer Festspiele erhalten<br />

Sie im Ticket Center sowie online<br />

auf www.bregenzerfestspiele.com.<br />

38


FÜR ENTDECKER UND GENIESSER<br />

FESTSPIEL-ABOS<br />

BLICK HINTER DIE KULISSEN<br />

Mit dem Seeplus-Abo erhalten Festspielbesucher, die<br />

neben dem Spiel auf dem See noch mindestens zwei<br />

weitere Veranstaltungen buchen, für jene eine Preisreduktion<br />

von 30 Prozent. Die Karten für das Spiel auf<br />

dem See werden zum Vollpreis verrechnet.<br />

Wer mindestens drei Orchesterkonzerte gleichzeitig<br />

bucht, erhält mit dem Orchesterkonzert-Abo 20 Prozent<br />

Ermäßigung. Außerdem erhalten Festspielbesucher bei<br />

Vorlage ihres Tickets im vorarlberg museum sowie im<br />

Kunsthaus Bregenz Vergünstigungen.<br />

Ermäßigungen können nicht miteinander kombiniert<br />

werden.<br />

Wie viele Mitwirkende stehen jeden Abend auf der Bühne<br />

– und wie sieht die eigentlich von hinten aus? Wo sitzt<br />

das Orchester auf der Seebühne? Und was ist BOA 2.0?<br />

Antworten auf all diese und viele weitere Fragen<br />

erhalten Interessierte im Rahmen einer 50-minütigen<br />

Führung hinter die Kulissen. Gleichzeitig erhalten sie<br />

vor Ort einen Einblick in die aktuellen Inszenierungen<br />

und in die Technik der Seebühne.<br />

Vom 25. Mai bis 20. Juli 2020 finden Führungen jeden<br />

Montag, Mittwoch und Freitag um 16.00 Uhr statt, vom<br />

22. Juli bis 23. August täglich zwischen 10.30 und<br />

15.30 Uhr im Stundentakt.<br />

39


EINFÜHRUNGSVORTRÄGE<br />

Einführungsvorträge vermitteln spannendes Hintergrundwissen<br />

zu fast allen Werken, die diesen Sommer bei<br />

den Bregenzer Festspielen zu erleben sind. Beteiligte der<br />

einzelnen Produktionen erzählen Wissenswertes über die<br />

Entstehungsgeschichte, Handlung und Komposition und<br />

gewähren exklusive Einblicke in die Inszenierung.<br />

Einführungsvorträge für Rigoletto finden an Spieltagen um<br />

19.00 Uhr und 19.30 Uhr statt, für Nero jeweils 45 Minuten<br />

vor Vorstellungsbeginn. Einführungsvorträge für die Orchesterkonzerte,<br />

Impresario Dotcom und Armida können jeweils<br />

45 Minuten vor Beginn bei freiem Eintritt besucht werden.<br />

BRGENZER FESTSPIELE<br />

FESTSPIELFRÜHSTÜCK<br />

An vier Sonntagen während des Festspielsommers lädt der<br />

Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele gemeinsam<br />

mit dem ORF Vorarlberg zum Festspielfrühstück. Die<br />

Veranstaltungsreihe ermöglicht es, Künstlerinnen und<br />

Künstler von ihrer ganz privaten Seite zu erleben. Im Interview<br />

erzählen sie über ihren Beruf, ihr Leben und darüber,<br />

was sie an den Bodensee geführt hat. Den Auftakt am<br />

19. Juli macht Rigoletto-Regisseur Philipp Stölzl, ihm folgt<br />

sonntags darauf Nero-Dirigent Dirk Kaftan. Im August sind<br />

Kathrin Hottiger (Zelmira in Armida) und Hagen Matzeit<br />

(Poliphilo in Wind und Orfeo in Impresario Dotcom) zu Gast.<br />

FESTSPIEL-LOUNGE UND PREMIUM-TICKET<br />

Mit Karten der Kategorien »Lounge« und »Premium«<br />

wird ein Festspielbesuch zum besonderen Genuss. Sie<br />

inkludieren eine spannende Führung hinter den Kulissen,<br />

bieten überdachte Sitzplätze auf der Seetribüne und<br />

beinhalten außerdem einen reservierten Parkplatz im<br />

Nahbereich des Festspielhauses. Lounge-Gäste kommen<br />

darüber hinaus in den Genuss eines viergängigen Festspieldinners<br />

vor Beginn der Vorstellung.<br />

KULINARISCHES<br />

Wer sich kulinarisch auf einen genussvollen Abend einstimmen<br />

möchte, muss in Bregenz nicht lange suchen: Der<br />

Gastronomiepark am Vorplatz des Festspielhauses bietet<br />

bei Seeaufführungen ab 18.00 Uhr reichhaltige Buffets<br />

und erfrischende Getränke. Das À-la-carte-Restaurant<br />

»buehnedrei« ist ab 11.00 Uhr geöffnet.<br />

Auch die Stadt bietet zahlreiche Restaurants, Cafés<br />

und Bars. Ob traditionell und urig, klassisch-elegant oder<br />

alternativ und hip – in der bunten Gastronomieszene von<br />

Bregenz finden alle, wonach ihr Herz begehrt.<br />

40


41<br />

FÜR ENTDECKER UND GENIESSER


DIE BMW GROUP<br />

BRINGT<br />

ÖSTERREICH VORAN<br />

PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

Die treibende Kraft der<br />

Automobilproduktion:<br />

Seit über 10 Jahren<br />

werden in unserem Land<br />

Premium-Automobile<br />

der BMW Group gebaut.<br />

Aktuell werden der<br />

BMW Z4 und BMW 5er<br />

in Österreich für den<br />

Weltmarkt produziert.<br />

Bereits seit 2003 werden<br />

im Auftrag der BMW Group<br />

Premium-Automobile in<br />

Graz gefertigt. Seit Beginn dieser<br />

Auftragsproduktion wurden insgesamt<br />

über 1,3 Millionen BMW und<br />

MINI in Österreich produziert –<br />

darunter die erste Generation des<br />

erfolgreichen BMW X3 und die erste<br />

Generation des MINI Countryman.<br />

So waren zwischen 2010 und 2017<br />

sage und schreibe 75 Prozent aller<br />

im Land produzierten Fahrzeuge<br />

Automobile der BMW Group.<br />

Roadster wird seitdem exklusiv<br />

in Österreich für den gesamten<br />

Weltmarkt gefertigt. Seine Motoren<br />

stammen zudem aus dem BMW<br />

Group Motorenwerk im oberösterreichischen<br />

Steyr.<br />

DER NEUE BMW Z4 –<br />

DER AUSTRO-ROADSTER<br />

Das Konzept des offenen Zweisitzers<br />

»Made in Austria« ist<br />

konsequent auf maximale Agilität,<br />

begeisternde Dynamik sowie<br />

höchste Spontaneität und Präzision<br />

im Lenkverhalten ausgerichtet.<br />

Seine sportlichen Fahreigenschaften<br />

kombiniert der neue BMW Z4<br />

mit ebenso hochwertigen wie<br />

fortschrittlichen Ausstattungs-<br />

merkmalen in den Bereichen<br />

Fahrerassistenz, Bedienung und<br />

Vernetzung.<br />

DER BMW 5ER –<br />

DER BUSINESS-ATHLET<br />

AUS ÖSTERREICH<br />

Sportlich, elegant und stilsicher<br />

tritt der BMW 5er auf. Noch nie<br />

dagewesene Vernetzung bei nochmals<br />

gesteigerter Fahrdynamik<br />

machen den Reiz dieses innovativen<br />

Automobils aus. Die einzigartigen<br />

digitalen Services und Fahrerassistenzsysteme<br />

ermöglichen nahtlose<br />

Vernetzung mit der Außenwelt und<br />

die intuitiven Bedienbarkeit bietet<br />

maximalen Komfort, Sicherheit und<br />

höchste Produktivität.<br />

Seit 2017 läuft in Graz die<br />

BMW 5er Limousine vom Band<br />

und Ende 2018 startete in der<br />

Steiermark auch die Produktion<br />

des neuen BMW Z4. Der sportliche<br />

42


SAUBERE ENERGIE<br />

FÜR ZAUBERHAFTE<br />

OPERNNÄCHTE<br />

Die Bregenzer Festspiele und<br />

der Vorarlberger Energiedienstleister<br />

illwerke vkw:<br />

eine Kombination, die passt. Denn<br />

das innovative Unternehmen illwerke<br />

vkw sorgt nicht nur für Strom aus<br />

sauberer Wasserkraft, sondern steht<br />

den Festspielen für alle Fragen rund<br />

um das Thema Energie zur Seite.<br />

In der jahrelangen engen Partnerschaft<br />

reichte es beiden Seiten nie,<br />

im Energiebereich nur das Nötigste<br />

zu tun, man agierte stets ohne<br />

Kompromisse. So entwickelten sich<br />

die Bregenzer Festspiele zu einem<br />

regelrechten Leuchtturm in Sachen<br />

Energieeffizienz und Ökologie.<br />

Schritt für Schritt wurden Maßnahmen<br />

gesetzt, um alle Aktivitäten um<br />

die Veranstaltungen auf und neben<br />

ILLWERKE VKW IST GREEN ENERGY PARTNER DER<br />

BREGENZER FESTSPIELE UND SORGT FÜR EIN NACHHALTIGES<br />

OPERNERLEBNIS – GANZ OHNE KOMPROMISSE.<br />

der Seebühne noch weiter zu<br />

optimieren. Maßnahmen, um die<br />

benötigten Ressourcen maximal<br />

ausschöpfen zu können und der<br />

Verantwortung einer weit über<br />

die Grenzen bekannten Vorzeigeproduktion<br />

aus Vorarlberg gerecht<br />

werden zu können.<br />

ENERGIEKOMPETENZ<br />

SEIT 120 JAHREN<br />

Während die Bregenzer Festspiele<br />

in der Saison <strong>2019</strong>/20 mit<br />

Rigoletto das erste Meisterwerk<br />

von Giuseppe Verdi und damit<br />

einen Klassiker, der seit über 160<br />

Jahren zum festen Repertoire<br />

der europäischen Opernhäuser<br />

gehört, sehr erfolgreich auf die<br />

Bühne bringen, sorgt illwerke vkw<br />

seit fast 120 Jahren für eine sichere<br />

Energieversorgung in Vorarlberg.<br />

Mit Rigoletto zeigen die Festspiele<br />

eine Inszenierung, die mit den<br />

höchsten Anforderungen an die<br />

Bühnentechnik eine neue Dimension<br />

eines Erlebnisses für alle Sinne<br />

erreicht. Dazu bedarf es nicht nur<br />

des Know-how in der Bühnentechnik,<br />

sondern auch einer sicheren und<br />

zuverlässigen Energieversorgung.<br />

So ist die illwerke vkw AG stolz<br />

darauf, dass jedes Mal, wenn beim<br />

Spiel auf dem See oder bei einer<br />

anderen Produktion der Festspiele<br />

der Funke überspringt und sich<br />

die Energie von der Bühne auf das<br />

Publikum überträgt, auch sie einen<br />

kleinen Beitrag dazu leisten darf.<br />

PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

Spektakuläre Inszenierungen<br />

erfordern einen<br />

sorgsamen Umgang<br />

mit den vorhandenen<br />

Ressourcen. Gemeinsam<br />

mit illwerke vkw<br />

arbeiten die Bregenzer<br />

Festspiele beständig<br />

an Energieeffizienz<br />

und Nachhaltigkeit.<br />

43


SORGEN PASSEN<br />

NICHT INS GEPÄCK<br />

PARTNER DER BRGENZER FESTSPIELE<br />

Reisen sind so verschieden wie die Menschen, die sie erleben. Eines haben sie aber<br />

immer gemeinsam: unbeschwert und sorglos sollen sie sein. Wie das gelingt, weiß<br />

die Wiener Städtische.<br />

Ob Kultururlaub am Bodensee,<br />

Tauchen auf den<br />

Malediven oder sportlich<br />

mit dem Rad durch Frankreich:<br />

Bei der nächsten Reise darf die<br />

richtige Versicherung nicht fehlen.<br />

Denn vor, aber auch während einer<br />

Reise kann einiges passieren. Die<br />

Wiener Städtische bietet für jede<br />

Reise den optimalen Versicherungsschutz.<br />

Mit Hilfe der praktischen<br />

Online-Bedarfsanalyse kann man<br />

die passende Versicherung für die<br />

nächste Reise einfach und bequem<br />

online abschließen.<br />

Egal, wohin die nächste Reise geht:<br />

Die Wiener Städtische bietet den<br />

passenden Schutz. Das kann eine<br />

Stornoversicherung für eine kurzfristige<br />

Reise bis zu sechs Wochen,<br />

eine Reiseversicherung für Auslandsaufenthalte<br />

bis zu einem Jahr<br />

zum Beispiel für ein Auslandssemester,<br />

Aupair-Aufenthalte oder<br />

Ähnliches sein. Und wer mit dem<br />

Auto unterwegs ist, kann mit der<br />

Reisekasko zusätzlich auch das<br />

Fahrzeug absichern.<br />

Das Beste: Die komplette Reise-Produktpalette<br />

der Wiener<br />

Städtischen ist online verfügbar.<br />

So ist die passende Reiseversicherung<br />

online und bei Auslandsreisen<br />

Ob per Schiff, Auto, Flugzeug oder Fahrrad: Die Wiener Städtische bietet für jede<br />

Reise die passende Versicherung.<br />

»last-minute« abschließbar, sogar<br />

noch am heimischen Flughafen<br />

in Österreich.<br />

Als zusätzlicher digitaler Helfer<br />

steht der ServiceBot auf der Website<br />

der Wiener Städtischen zur<br />

Verfügung. Mittels kurzer Fragen<br />

wird geklärt, welche Reiseversicherung<br />

am besten zu den jeweiligen<br />

Bedürfnissen passt.<br />

Um die Vorfreude und vor allem<br />

den Urlaub selbst sorgenfrei zu<br />

genießen, empfiehlt die Wiener<br />

Städtische, den eigenen Versicherungsbedarf<br />

zu analysieren und<br />

stellt unter wienerstaedtische.at/<br />

reise-bedarfsanalyse ein praktisches<br />

Tool dazu zur Verfügung. Weitere<br />

Informationen finden Sie auf<br />

wienerstaedtische.at sowie unter<br />

der Telefonnummer 050 350 350.<br />

44


GRAFISCHE<br />

PROVOKATION<br />

DAS VORARLBERG MUSEUM PRÄSENTIERT<br />

WERKE VON REINHOLD LUGER<br />

Zwanzig Jahre lang prägte<br />

der Grafiker Reinhold<br />

Luger den visuellen<br />

Auftritt der Bregenzer Festspiele.<br />

Von 1983 bis 2003, der Ära des<br />

Intendanten Alfred Wopmann,<br />

entwarf Luger sämtliche Plakate<br />

zu den Opernproduktionen des<br />

Festivals. In Zusammenarbeit<br />

mit der Vorarlberger Landesbibliothek<br />

widmet ihm das<br />

vorarlberg museum diesen Herbst<br />

eine Ausstellung, in deren Mittelpunkt<br />

auch die Festspielplakate<br />

stehen werden.<br />

Ob beim Vorarlberger Pop- und<br />

Rockfestival Flint (1970/71) oder<br />

bei den Bregenzer Randspielen<br />

(1972–1976) – Reinhold »Nolde«<br />

Luger war einer der Anführer<br />

der kulturellen Protestbewegung<br />

in Vorarlberg und lieferte stets<br />

gleich die passenden Drucksorten<br />

mit: bissige Plakate,<br />

Karikaturen, Pamphlete und<br />

Flugblätter. Später entwarf er<br />

für die Bregenzer Festspiele<br />

zeitlos schöne Plakate zu sämtlichen<br />

Opernproduktionen.<br />

Heute kennt beinahe jeder in<br />

Vorarlberg Arbeiten des<br />

Grafikers: Denn er zeichnet<br />

verantwortlich für Logos von<br />

Städten und Gemeinden, für<br />

die Gestaltung von Stadt- und<br />

Landbusflotten samt den typischen<br />

Stelen an deren Haltestellen,<br />

er entwarf Leitsysteme<br />

für Gebäude und öffentliche<br />

Räume. Eingebettet in den<br />

kultur- und zeitgeschichtlichen<br />

Kontext bringt die Ausstellung<br />

im vorarlberg museum zahlreiche<br />

Beispiele aus Lugers konstruktiv<br />

kritischem Schaffen.<br />

Mit dem Aroma<br />

der Freude<br />

Große Gefühle! Rigoletto ist<br />

eine der meistgespielten<br />

italienischen Opern. Die<br />

Inszenierung in Bregenz in der<br />

Regie von Philipp Stölzl zählt sicherlich<br />

zu den spektakulärsten. Nach<br />

und nach wird die überdimensionale<br />

Puppe demontiert. Sie verliert<br />

Augen, Nase, Zähne und weint zum<br />

Schluss Bodenseewasser. Ein Sinnbild<br />

für den Wandel des Rigoletto,<br />

vom zynischen Clown zu einem, dem<br />

das Lachen verwehrt ist. Nichts<br />

ist wie es zunächst scheint. Das<br />

Misstrauen regiert die Welt. Das war<br />

auch bei Kaffee so: Weil die Bohne<br />

seit ihrer Entdeckung ein wertvolles<br />

Handelsgut war, achteten die jeweiligen<br />

Regenten streng darauf, dass<br />

ihr Staatsmonopol nicht gebrochen<br />

wurde. So erließ Friedrich der Große<br />

1780 ein Gesetz, dass in Preußen<br />

nur in staatlichen Röstereien Kaffee<br />

geröstet werden durfte. Um diesen so<br />

genannten Brennzwang zu kontrollieren,<br />

wurden »Kaffeeschnüffler«<br />

ausgesandt: Sie sollten erschnüffeln,<br />

wo es unerlaubterweise nach frisch<br />

geröstetem Kaffee roch. Schön, dass<br />

wir uns heute ganz frei dem Aroma<br />

von Kaffee und der Kunst hingeben<br />

können.<br />

PARTNER DER BREGENZER FESTSPIELE<br />

VORARLBERG MUSEUM<br />

REINHOLD LUGER.<br />

GRAFISCHE PROVOKATION<br />

Dallmayr wünscht Ihnen eine<br />

wunderbar genussvolle <strong>Festspielzeit</strong>!<br />

23. November <strong>2019</strong> –<br />

13. April 2020<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

Plakat zur Oper im Festspielhaus 1997<br />

Der Dämon von Anton Rubinstein –<br />

Gestaltung: Reinhold Luger<br />

45


Oper im Festspielhaus<br />

Nero<br />

Orchesterkonzerte<br />

im Festspielhaus<br />

SITZPLÄTZE UND PREISE<br />

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PREISE Nero<br />

Kategorie 1 2 3 4 5 6<br />

EUR 150 132 115 98 58 28<br />

PREISE Wiener Symphoniker<br />

Kategorie 1 2 3 4 5 6<br />

EUR 86 72 58 40 28 20<br />

Premierenzuschlag<br />

pro Ticket EUR 25 (Kate gorie 1 & 2).<br />

Für die Premiere gilt ein eigener Sitzplan.<br />

PREISE Symphonieorchester Vorarlberg<br />

Kategorie 1 2 3 4 5 6<br />

EUR 52 44 36 30 25 20<br />

PREISE Theater am Kornmarkt | Werkstattbühne | Seestudio | KUB<br />

Armida<br />

Theater am Kornmarkt<br />

Kategorie 1 2 3 4<br />

EUR 52 42 32 22<br />

Alles nicht wahr<br />

Werkstattbühne<br />

Kategorie 1 2 3 4 5 6<br />

EUR 52 44 36 30 25 20<br />

Musik & Poesie<br />

Seestudio<br />

EUR 28<br />

Impresario Dotcom<br />

Theater am Kornmarkt<br />

Kategorie 1 2 3 4<br />

EUR 42 32 22 18<br />

Beethoven goes Africa<br />

Werkstattbühne<br />

Kategorie 1 2 3<br />

EUR 44 30 20<br />

Wind<br />

Werkstattbühne<br />

EUR 34<br />

Michael Kohlhaas<br />

Werkstattbühne<br />

Kategorie 1 2 3 4<br />

Ihr seid bereits eingeschifft<br />

Seestudio<br />

Konzert im KUB<br />

Kunsthaus Bregenz<br />

EUR 48 38 28 18<br />

EUR 25<br />

Kartenbuchung über das<br />

Landestheater Vorarlberg<br />

EUR 18<br />

46


Spiel auf dem See Rigoletto<br />

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ROLLSTUHLPLÄTZE<br />

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PREISE Rigoletto<br />

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PREMIUM - TICKET<br />

FESTSPIEL-LOUNGE<br />

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SITZPLÄTZE UND PREISE<br />

Kategorie 1 2 3 4 5 6 7<br />

So-Do EUR 144 133 114 88 67 52 30<br />

Fr EUR 154 143 124 98 77 62 40<br />

Sa EUR 164 153 134 108 87 72 50<br />

Premium–Ticket So - Do Fr Sa<br />

EUR 258 268 278<br />

Festspiel-Lounge So - Do Fr Sa<br />

EUR 358 368 378<br />

ABSAGE– UND UMTAUSCH-<br />

REGELUNG<br />

Die Bregenzer Festspiele sind<br />

bemüht, die Vorstellung auf der<br />

Seebühne abzuhalten und weisen<br />

darauf hin, dass gegebenenfalls<br />

auch bei Regen gespielt wird bzw.<br />

es zur Verzögerung des Beginns<br />

kommen kann. Wir empfehlen allen<br />

unseren Gästen daher, warmer und<br />

regensicherer Kleidung den Vorzug<br />

zu geben, auf Regenschirme aber<br />

zu verzichten, da diese die Sicht<br />

beeinträchtigen. Das Spiel auf dem<br />

See wird ohne Pause gespielt.<br />

KARTEN DER KATEGORIE 1, 2,<br />

DER FESTSPIEL–LOUNGE UND<br />

PREMIUM–TICKETS<br />

sind bei Absage oder einer Spielzeit<br />

der Seeaufführung unter<br />

90 Minuten für die halbszenische<br />

Aufführung von Rigoletto im Festspielhaus<br />

gültig und werden nicht<br />

rückerstattet. Bei einer Verlegung<br />

der Aufführung ins Festspielhaus<br />

befinden sich die Plätze der Kategorie<br />

1 im Parkett, die Plätze der<br />

Kategorie 2 im Rang. Auf der Seetribüne<br />

nebeneinanderliegende<br />

Plätze können aufgrund der unter-<br />

schiedlichen Reiheneinteilung im<br />

Festspielhaus getrennt sein.<br />

KARTEN DER KATEGORIE 3 BIS 7<br />

sind nur für die Aufführung von<br />

Rigoletto auf der Seebühne gültig.<br />

Bei einer Verlegung der Aufführung<br />

ins Festspielhaus erhalten Besitzer<br />

dieser Karten dann den Kartenwert<br />

rückerstattet bzw. können nach<br />

Verfügbarkeit auf einen späteren<br />

Termin umtauschen, wenn die<br />

Aufführung auf der Seebühne nicht<br />

bzw. kürzer als 60 Minuten gespielt<br />

worden ist.<br />

47


Eine spannende <strong>Festspielzeit</strong> wünschen<br />

die Partner der Bregenzer Festspiele.<br />

HAUPTSPONSOREN<br />

GREEN ENERGY<br />

PARTNER<br />

PRODUKTIONSSPONSOREN<br />

ArsRhenia<br />

GrECo International AG<br />

Hilti Foundation<br />

LIEBHERR-Turmdrehkrane<br />

Wiener Städtische Versicherung AG<br />

CO-SPONSOREN & PARTNER<br />

AGM<br />

Coca-Cola<br />

Dallmayr Kaffee<br />

Gebrüder Weiss<br />

Hendrick's Gin<br />

Klosterbrauerei Weltenburg<br />

Kryolan<br />

Leica Camera<br />

Mohrenbrauerei<br />

Paul Mitchell<br />

People's<br />

Pfanner & Gutmann<br />

Rauch Fruchtsäfte<br />

Red Bull<br />

Ricola<br />

Römerquelle<br />

Schlumberger (Wein- und<br />

Sektkellerei)<br />

SUBVENTIONSGEBER<br />

PARTNER

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