AJOURE´ Magazin Dezember 2019

ajoure

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RUBY O.

FEE

IHR LEBEN,

IHRE LEIDENSCHAFT

& IHR STREBEN NACH

NACHHALTIGKEIT

#FOOD

&VEGAN BACKEN

SO WIRD’S

EINFACH LECKER

#FITNESS

FITNESS-

VORSÄTZE

EFFEKTIVE

TIPPS FÜRS

ERFOLGREICHE

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BRÜCKENTAGE

2020

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MAXIMUM AUS

DEINEM URLAUB

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BAUM?

JA, ABER BITTE

NACHHALTIG!

Dezember 2019

www.ajoure.de

Foto: Kerem Bakir / @keba


AJOURE MAGAZIN SEITE: 2 | DEZEMBER 2019

Foto: Mny-Jhee / stock.adobe.com


AJOURE / EDITOR

from the editor

IST DAS JAHR SCHON WIEDER UM?

Irgendwie ist es doch noch gar nicht so lange her, als wir das letzte Silvester gefeiert haben

und schwups steht schon wieder die Planung für den nächsten Jahreswechsel im Raum.

Weißt du schon, wie und mit wem du Silvester verbringen wirst? Ich finde es immer auch

ein schöner Anlass, um Revue passieren zu lassen, was in diesem Jahr alles passiert ist und

wo im nächsten Jahr die Reise hingehen soll. Deshalb haben wir für deinen persönlichen

Jahresrückblick ein paar kraftvolle Fragen zusammengestellt, die dich dabei unterstützen,

erfolgreich ins neue Jahr zu starten. Und natürlich geben dir auch ein paar Tipps und

Vorschläge für gute Vorsätze mit auf den Weg. Zum Beispiel, wie du im Alltag ganz

einfach mehr für die Umwelt tun kannst; sei es in puncto CO2 einsparen oder

aktiv der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken.

Auch wenn du nächstes Jahr mehr an deiner Fitness arbeiten möchtest, haben

wir für dich ein paar Tricks auf Lager, wie du dein Vorhaben erfolgreich durchziehen

kannst. Das wichtigste sollte jedoch meiner Meinung nach sein, deine

Zeit mit Aktivitäten zu verbringen, die dich glücklich machen und erfüllen. Das

kann wertvolle Zeit mit deinen Liebsten sein, oder einfach nur Zeit für dich, in

der du deine Seele baumeln lässt. Wie das mit der Quality Time am besten

funktioniert, verraten wir dir ab Seite 10. Und damit du für diese schönen

Momente auch genügend Zeit hast, lohnt es sich, einen Blick auf

den Kalender zu werfen. Wenn du nämlich in 2020 deine Urlaubstage

geschickt legst, schaufelst du dir jede Menge freie Tage am Stück frei,

die sich für einen Kurzurlaub anbieten.

Es lohnt sich also, für das nächste Jahr ein bisschen vorauszuplanen,

um richtig durchzustarten!

Wir wünschen dir viel Spaß und Inspiration beim Lesen unserer

Dezember-Ausgabe!

-liche Grüße

Melanie Bojko

Editor-in-chief: Melanie Bojko | E-Mail: redaktion@ajoure.de

/AjoureGermany /ajoure_germany /ajoure

AJOURE MAGAZIN SEITE: 3 | DEZEMBER 2019


12 / 2019

DAS KANNST DU GEGEN

44

LEBENSMITTELVERSCHWENUNG TUN

FRAGEN FÜR DEINEN

JAHRESRÜCKBLICK

08

Erfolg & Motivation

08 KRAFTVOLLE FRAGEN

...für deinen persönlichen

Jahresrückblick

10 QUALITY TIME

Kreiere schöne Momente!

12 STRESS UND DRUCK

So gehst du am besten damit um

14 SELBSTBEWUSSTSEIN

BOOSTEN

...mit der 10-10-10 Übung

18

RUBY O. FREE

IM INTERVIEW

People

18 RUBY O. FEE

Ihr Leben, ihre Leidenschaft und ihr

Streben nach Nachhaltigkeit

26 JONATHAN TAYLOR

THOMAS

Was wurde eigentlich aus dem „Hör

mal wer da hämmert”-Star?

30 ILIRA

Ein Leben mit “EXTRA FR!ES”

38 JEANETTE BIEDERMANN

„Es war eine Frage der Zeit, bis

dieses Thema musikalisch aus mir

herauswollte”

Umwelt

44 LEBENSMITTELVER-

SCHWENDUNG

Das kannst du dagegen tun

46 CO2 EINSPAREN

7 Allltags-Tipps für weniger

Kohlendioxidemissionen

48 OH TANNENBAUM

Die besten nachhaltigen Alternativen

Food

52 EINFLUSS DER HORMONE

Wie sie das Abnehmen erschweren

oder ankurbeln können

54 SOUL FOOD

Essen, das glücklich macht

56 VEGAN BACKEN

So einfach geht‘s!

Fitness

60 BARRE WORKOUT

Fit an der Ballettstange

62 MASSAGE A-Z

Welche Arten sind die richtigen für

mich?

66 FITNESS-VORSÄTZE

So hältst du sie wirklich durch

Travel

72 VEGAN-FREUNDLICH

Entdecke die besten Städte für

Veganer

74 BEACH HOUSE MALLORCA

Der AJOURE´ Travel-Tipp

76 BRÜCKENTAGE 2020

So maximierst du deine Urlaubstage

AJOURE MAGAZIN SEITE: 4 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INHALT

Fashion

80 NACHHALTIGE JEANS

Die schönsten Denim-Labels

82 FAIRER SCHMUCK

Darauf solltest du beim Kauf achten

Beauty

96

POMPOIR:

MIT DEM KLEOPATRAGRIFF ZUM SUPER-ORGASMUS

88 HEILERDE

Entdecke das Beauty-Wunder

100

DIE ABNEHMEN ABSOLUT

90

DURCH

DÜMMSTEN INTERVALL-FASTEN?

DIÄTEN

88

HEILERDE -

ENTDECKE DAS BEAUTY-WUNDER

und...

3 FROM THE EDITOR

Ist das Jahr schon wieder um?

112 IMPRESSUM

90 ENTHAARUNGSMETHODEN

...im Umweltcheck

Liebe & Beziehung

94 DOWN DATING

Weiblich, ledig, erfolgreich sucht...

96 POMPOIR

Mit dem Griff der Kleopatra zum

Super-Orgasmus

98 BEZIEHUNGSFRAGEN

...die du deinem Partner stellen

sollstest

100 EROTISCHE

TEMPERATURSPIELE

für besondere Stunden

Lifestyle

NACHHALTIGE

JEANS-LABELS

80

106 SCHLAFZIMMER TIPPS

Damit es richtig gemütlich wird

108 HAPPY GREEN YEAR!

Silvester nachhaltig feiern

110 TOP 6 BÜCHER

Als Geschenkideen zu Weihnachten

102

106

WAS DU ÜBER DEINEN

KÖRPERFETTANTEIL

WISSEN SOLLTEST SCHLAFZIMMER TIPPS -

DAMIT ES RICHTIG GEMÜTLICH WIRD


AJOURE / PEOPLE

Fotos: svitlananiko / stock.adobe.com; Sølve Sundsbø

Ajouré INTERVIEW

MENSCHEN

Und

PERSÖNLICHKEITEN

AJOURE.DE/PEOPLE


Foto: neonshot / stock.adobe.com

ERFOLG & MOTIVATION

AJOURE MAGAZIN SEITE: 7 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

FRAGEN

FÜR DEINEN PERSÖNLICHEN

JAHRESRÜCKBLICK

Ja, wir können es selbst kaum glauben: Der

Jahreswechsel ist nur noch wenige Wochen

entfernt. Bald beginnt wieder das Fest, an

dem die Sektkorken knallen und die Raketen

in die Höhe steigen. Gehörst auch du zu

der Gruppe von Menschen, die das neue Jahr

zum Anlass nehmen, um sich zahlreiche

neue gute Vorsätze zu stellen? Was sollen die

kommenden zwölf Monate für dich bereithalten?

Zu den Klassikern zählen hier in der

Regel das disziplinierte Sporttreiben, etwas

genauer auf das Portemonnaie zu achten,

oder sich öfter bei den Liebsten zu melden.

Gegen solche Vorhaben spricht natürlich

überhaupt nichts, jedoch ist es sinnvoll, den

Jahreswechsel zunächst mit einem Moment

der inneren Einkehr und Reflexion zu begehen.

Schließlich können wir so viele Lehren

aus dem Vergangenen ziehen. Mit Hilfe deines

persönlichen Jahresrückblicks hast du

die Möglichkeit, das wertzuschätzen, was du

in den letzten 365 Tagen durchlebt und gefühlt

hast. Womöglich gab es auch Erlebnisse,

die dir noch immer negativ im Gedächtnis

haften. Auch hier bietet dir der Jahresrückblick

eine wunderbare Option, um mit dem,

was passiert ist, deinen persönlichen Frieden

zu schließen.

Nicht zuletzt ist es die Vergangenheit, die

uns zu dem macht, was wir heute sind.

Wenn du die richtigen Schlüsse und Lehren

ziehst, wird es dir viel leichter fallen, Dinge

zu verändern, an deiner Geschichte zu

wachsen und die beste Version deines Selbst

zu werden. Im Folgenden präsentieren wir

dir einige ausgewählte Fragen, die dir dabei

helfen werden, deinen eigenen Jahresrückblick

konstruktiv und lehrreich zu gestalten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 8 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Fotos: georgerudy / stock.adobe.com

Worauf kann ich stolz sein?

Wer kennt es nicht? Während uns ein Jahr

als Kind wie eine halbe Ewigkeit vorkam,

fliegen die Tage im Erwachsenenalter nur

so an uns vorbei. Wann nehmen wir uns im

Alltagstrott noch wirklich Zeit für uns selbst

und denken einmal genauer darüber nach,

was wir bereits geleistet haben? Worauf wir

stolz sein können? Meistens taumeln wir

von einer Zielsetzung zur nächsten, ohne

uns dessen bewusst zu sein, dass wir ständig

Fortschritte machen. Nimm dir deshalb bewusst

die Zeit dafür, das zu würdigen, worauf

du stolz sein kannst. Hast du im letzten

Jahr wichtige Prüfungen bestanden? Deinen

Liebsten eine besondere Freude gemacht?

Dich beruflich weiterentwickelt? Stelle dir

die Frage „Worauf kann ich im letzten Jahr

stolz sein?“ und du wirst merken, dass dir

sicher viel mehr einfällt, als du im ersten

Augenblick dachtest.

Aus welchen Fehlern kann ich lernen?

Selbstverständlich gibt es in jedem Jahr

Momente, die du rückblickend anders gemanagt

hättest. Das Augenmerk auf eigene

Fehltritte zu lenken ist natürlich nicht ganz

angenehm, denn oft schwingt dabei das Gefühl

mit, noch mehr Salz in die Wunde zu

streuen. Dabei ist es so wichtig, sich eigene

Fehler einzugestehen. So kannst du einerseits

aus ihnen lernen und andererseits hilft

dir das selbstkritische Nachdenken über

dein Handeln dabei, nicht noch einmal in

das gleiche Fettnäpfchen zu treten. Es geht

bei dieser Frage nicht darum, dich selbst

fertig zu machen, daher solltest du die Möglichkeiten

sehen, die dir die gewonnenen

Erkenntnisse für deinen weiteren Lebensweg

bieten. Was habe ich falsch gemacht?

Welche Schlüsse ziehe ich daraus? Was kann

ich künftig tun, um in ähnlichen Situationen

besser zu handeln?

Welche Lehren gab mir

das vergangene Jahr?

Die Erkenntnisse, die du aus deiner persönlichen

Fehleranalyse gewinnst, sind mit

Sicherheit nicht die einzigen, welche die

vergangenen zwölf Monate für dich bereithielten.

Es können auch Dinge sein, die du

aus Gesprächen mit anderen Leuten gelernt

hast, bestimmte Erlebnisse, die dich geistig

prägten, oder Erkenntnisse, die du aus Büchern

gewonnen hast.

Damit diese Lehren des letzten Jahres nicht

verloren gehen, ist es ratsam, sie schriftlich

festzuhalten. Du kannst dir zu diesem Zweck

ein kleines Notizbuch zulegen, welches du

im Laufe der Zeit mit diesen wichtigen Informationen

füllst. Das bietet dir auch die

Möglichkeit, dir diese Sachen immer wieder

aufs Neue ins Gedächtnis zu rufen. Hast du

in den zurückliegenden Monaten erkannt,

worauf es dir wirklich im Leben ankommt?

Welche Muster deines Alltags nicht gut für

dich sind? Schreib es auf und halte diese

wichtigen Erinnerungen für immer fest.

Was möchte ich im

kommenden Jahr ändern?

Sobald das letzte Jahr Revue passiert wurde,

ist es Zeit, die daraus gezogenen Lehren

auf die kommenden Monate zu projizieren.

Formuliere dir dazu klare Ziele, denn das

erleichtert es dir ungemein, die ersehnten

Wünsche in die Tat umzusetzen. Was möchte

ich wann und wie erreichen? Du solltest

dir darüber im Klaren sein, dass nur eine

Veränderung deines Handelns dazu führt,

dass sich gewisse Aspekte deines Lebens in

eine neue Richtung bewegen. Hoffen allein

reicht schlichtweg nicht aus.

Das Feld dieser guten Vorsätze ist dabei

grenzenlos und individuell verschieden.

Oftmals hilft es bereits, im Kleinen anzufangen.

Vielleicht möchtest du es endlich schaffen,

deine Dokumente besser zu sortieren.

Oder dir mehr Zeit für deine Hobbys nehmen.

Dich früher auf anstehende Prüfungen

vorbereiten. Halte deine persönlichen Ziele

schriftlich fest und hänge sie an einem Ort

in deiner Wohnung auf, den dein Blick oft

streift. Dies erhöht drastisch die Chancen

dafür, dass deine Zielsetzungen weit über

den Januar hinaus Bestand haben.

Wie nehme ich mir mehr Zeit

für die wirklich wichtigen Dinge?

Als Klassiker unter den guten Vorsätzen gilt der

Wunsch, sich mehr Zeit für bestimmte Dinge zu

nehmen. Dazu zählt der Besuch des Fitnessstudios,

das Pflegen von vernachlässigten Freundschaften,

oder der Durchführung lang ersehnter

Unternehmungen. Doch genau wie das alte, hat

auch das neue Jahr nur 365 Tage (Schaltjahre

einmal ausgelassen). Es geht also in erster Linie

darum, dir deine freie Zeit sinnvoller einzuteilen.

Oft steht dir dabei der innere Schweinehund

im Weg. Sind wir einmal ehrlich: Wie oft liegen

wir in unserer Freizeit faul auf der Couch und

schauen einen Film, anstatt uns zu verabreden

oder zum Sport zu fahren? Untersuche deinen

Alltag und finde jene Fenster, in denen du Zeit

einsparen und anders nutzen kannst.

Was sollte ich loslassen?

Der schwierigste und mitunter wichtigste Punkt

ist das Loslassen bestimmter Muster, die sich

wie Altlasten durch dein Leben ziehen. Dazu

zählen vor allem emotionale Aspekte, die dich

in deiner persönlichen Entwicklung einschränken.

Hinterfrage dich einmal dahingehend, ob

es nicht Zeit für neue Glaubenssätze ist. Welche

Verhaltensmuster verfolgst du immer noch, obwohl

du schon lange weißt, dass sie dich ausbremsen?

Die Zukunft macht uns mit ihrer Ungewissheit

oft Angst. Deshalb neigen wir dazu,

uns an das Alte zu klammern. Wenn wir uns

jedoch nicht dazu überwinden, neue Wege auszuprobieren,

werden wir uns immer weiter im

Kreis drehen. So heißt es in einem berühmten

Zitat von Albert Einstein: „Die Definition von

Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun

und andere Ergebnisse zu erwarten.“

AJOURE MAGAZIN SEITE: 9 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

QUALITY TIME

KREIERE SCHÖNE MOMENTE!

Quality Time, oder auf Deutsch: Zeit mit

Qualität. Der Begriff wurde in den 1970er

Jahren geprägt und stammt aus den Vereinigten

Staaten. Es handelt sich dabei um das

Unterfangen, den stressigen beruflichen

Alltag mit dem Pflegen zwischenmenschlicher

Beziehungen in Einklang zu bringen.

Dies kann einerseits die wertvolle Zeit mit

den Liebsten sein, die uns von den Aufgaben

und Entbehrungen, die der Job mit

sich bringt, ablenkt. Doch auch die sogenannte

„Me Time“, also Augenblicke, die

wir bewusst nur mit uns alleine verbringen,

kann als Quality Time dienen und erfolgreich

dazu beitragen, den persönlichen

Stressbogen nicht zu überspannen. Heute

zeigen wir dir einige Beispiele dafür, wie

du deine Quality Time richtig auskosten

kannst!

Quality Time –

wie funktioniert das am besten?

Das oberste Gebot der Quality Time lautet,

dass alle beruflichen und häuslichen Verpflichtungen

auf Standby geschaltet werden.

Die schönen Momente, in denen du deine

Seele baumeln lässt, sollten nicht davon

gestört werden, dass dir künftige Aufgaben

ständig im Hinterkopf umherschwirren.

Mach dir deshalb bewusst, dass die Quality

Time auch dazu dient, innere Ausgeglichenheit

zu erlangen und neue Kraft zu

schöpfen, die du für andere Aspekte deines

Lebens dringend benötigst. Du brauchst

also kein schlechtes Gewissen zu haben,

wenn du einmal eine Zeit lang nicht erreichbar

bist oder für anderweitige Anfragen

zur Verfügung stehst. Schließlich hast du

dich ganz bewusst dazu entschieden, dir

diese Zeit für dein eigenes Seelenheil zu

nehmen. Du kannst die Quality Time also

durchaus als eine persönliche Investition

ansehen.

Gleichzeitig solltest du aber nicht in

eine Art Zwang verfallen. Der Genuss,

den diese schöne Zeit mit sich

bringt, kann natürlich nicht erzwungen

werden. Die eigene Ermahnung

dazu, jetzt eine entspannte Zeit haben

zu „müssen“ bewirkt nur das Gegenteil.

Dieses effizienzorientierte Denken

kannst du gerne in deinem Beruf

an den Tag legen. In einer gelungenen

Quality Time hat der selbst auferlegte

Druck jedoch rein gar nichts zu suchen.

Deshalb ist es auch nicht wirklich

ratsam, deine Qualitätszeit im Voraus

allzu sehr vorauszuplanen. Wenn du

dir eine Liste mit Dingen aufstellst, die

abgehakt werden wollen, verliert die

Quality Time ihren ungezwungenen

Charakter. Die Länge dieser erholsamen

Zeiteinheiten kann dabei ganz

unterschiedlich ausfallen. Manchmal

reicht auch schon eine Stunde aus,

um eine wertvolle Quality Time zu

durchleben.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 10 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Handy aus!

Im ursprünglichen amerikanischen Sinne

beschreibt die Quality Time das Zusammensein

mit der eigenen Familie. Doch

unabhängig davon, ob dein/e Quality Time

Partner/in mit dir verwandt ist oder nicht,

solltest du dir darüber bewusst sein, dass

diese gemeinsame Zeit auch für die anderen

Personen dazu dient, neue Kraftreserven

zu tanken. Er oder sie möchten

genauso eine gute Zeit haben.

Ablenkungen aller

Art sind deshalb äußerst

unangebracht. In unserer

modernen Welt

ist der Haupttäter in

diesem Punkt meist

das Smartphone.

Der ständige Blick

auf das Handy wirkt

nicht nur unhöflich

den restlichen Anwesenden

gegenüber,

sondern signalisiert gleichzeitig,

dass du gerade

Besseres zu tun hast, als dich mit

deinem Gegenüber zu beschäftigen.

Quality Time mit deinen Liebsten

und ihnen etwas Schönes kaufen sollst. Viel

wertvoller als materielle Dinge sind hierbei

gemeinsame Aktivitäten. Albert herum,

spielt ein Gesellschaftsspiel oder lies deinen

Lieben eine Geschichte vor, welche dich

selbst als Kind schon in ihren Bann zog. Auf

diese Weise erschafft ihr unvergessliche Momente,

an die ihr euch ein Leben lang erinnern

könnt.

Doch auch Freundschaften

sind wichtig für unsere

Seele und möchten dementsprechend

gepflegt

werden. Besuche

mit deiner Freundin

euer Lieblingsrestaurant

oder schaut

euch den Film an, auf

den ihr euch schon

seit Wochen freut.

Quatscht wie früher gemeinsam

die Nächte durch

und erzählt euch jene Dinge,

die nur euer Gegenüber verstehen

kann. Durch diese Punkte wird eure

Freundschaft wachsen und die emotionale

Verbindung zwischen euch noch stärker

werden.

App-Tipp:

Quality Time

Fotos: liderina; PointImages / stock.adobe.com; Google Play Store; Quality Time Verlag

Wenn du die Quality Time dazu nutzt, dich

einmal ausgelassen mit deiner Familie, Freunden,

oder deinem Partner zu unterhalten,

sollten diese Gespräche nicht unbedingt

davon handeln, welche Aufgaben in

Zukunft noch alle erledigt werden müssen.

Versucht gemeinsam zu träumen, redet

über Wünsche und Sehnsüchte. Diese Art

von Unterhaltung birgt einen viel größeren

Mehrwert, als das Gespräch über die kaputte

Waschmaschine. Dies gilt vor allem für die

Quality Time mit dem Beziehungspartner.

Erinnert euch an die Schmetterlinge zurück,

die ihr während der Kennenlernphase

im Bauch hattet. Gibt es bestimmte Orte,

Filme oder Lieder, die euch ganz besonders

verbinden? Lasst die alten Erinnerungen

neu aufleben und erfreut auch an den Emotionen

der Gegenwart.

Wie kann ich die Quality Time noch verbringen?

Wenn du schon selbst eigene Kinder hast, so

kannst du die Qualitätszeit auch wunderbar

mit dem Nachwuchs verbringen. Das

heißt nicht, dass du deine Kleinen in den

nächsten Spielwaren laden schleppen musst

Wenn du deinen Eltern vorschlägst, gemeinsam

einen Ausflug zu unternehmen,

werden diese sich über diesen Schritt in aller

Regel unheimlich freuen. Die Beziehung

zu den eigenen Eltern kann dabei im Erwachsenenalter

ganz neue Züge und Tiefen

annehmen. Es ist oft spannend, deinen Vater

oder deine Mutter nach ihrer persönlichen

Geschichte zu fragen. Was ist ihnen wichtig?

Wie haben sie als Jugendliche getickt? Du

wirst dabei noch das ein oder andere Detail

erfahren, das dir vorher schier undenkbar

erschien.

Zu guter Letzt hast du noch die Möglichkeit,

die Quality Time ganz mit dir alleine zu

verbringen. Hier hast du die freie Auswahl

und kannst genau das tun, was du magst

und was du in der entsprechenden Situation

brauchst. Dies kann das ganz einfache

Fläzen auf dem Sofa sein, oder ein erholsamer

Spaziergang in der Natur. Blende alle

anderen Menschen deines Alltags aus und

genieße deine eigene Gesellschaft. Solche

Momente der inneren Einkehr können dir

zudem dabei helfen, dich als Person selbst

besser kennenzulernen.

Buchtipp:

Quality Time:

Bewusst miteinander leben

und die Zeit wertvoll nutzen

Taschenbuch

von Bernd C Trümper

15,99 €

https://amzn.to/31qOEZH

Quality Time Verlag

AJOURE MAGAZIN SEITE: 11 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Wie gehe ich am besten mit

Stress und Druck um?

Stress ist in unserer modernen Gesellschaft allgegenwärtig. Manche Menschen schmücken sich gar

schon damit, wie viel sie doch um die Ohren haben, Stress ist in gewissen Kreisen längst zum Statussymbol

geworden. Doch auch wenn mach einer mit Stress besser umgehen kann als andere, so bekommt

doch jeder irgendwann die Folgen zu spüren. Die können vergleichsweise harmlos mit Schlafstörungen

beginnen, sich zu einem Burnout steigern und im Extremfall bis zum Herzversagen führen.

Es gibt also viele gute Gründe, Stress zu vermeiden oder zumindest möglichst gut damit umzugehen.

Doch wie gelingt dir das am besten? Wir haben dazu einige nützliche Tipps für dich.

Ist Stress eine Modeerscheinung?

Zunächst einmal sollte sich jeder klar machen, was Stress eigentlich ist. Das Phänomen ist noch vergleichsweise

jung. Erst in den 1930er Jahren kam das Wort zum ersten Mal im medizinischen Zusammenhang

vor. Damals betrieb Hans Seyle als wohl erster die Stressforschung und hat diese bis heute

bleibend geprägt. Das Wort Stress hat er sich bei der Physik ausgeliehen, übersetzt bedeutet es so viel

wie „Anspannung“ oder „Druck“.

Foto: undrey / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 12 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Stress an sich gibt es aber schon deutlich länger. Es handelt

sich dabei um eine natürliche Reaktion des Körpers, welche

oftmals sogar hilfreich ist und sogar gesund sein kann. Es

gibt auch positive Arten von Stress, welche zum Beispiel Extremsportler

bei der Ausübung ihrer waghalsigen Hobbys verspüren.

Doch wie genau du auf Stress reagierst und wie dieser

ausgelöst wird, ist höchst subjektiv. Wahrscheinlich kennst du

das angespannte Gefühl, wenn du morgens verschlafen hast

und am Arbeitsplatz das Telefon unaufhörlich klingelt. Der

Körper schaltet in solchen Situationen in einen bestimmten

Modus und schüttet unter anderem Adrenalin aus. Das schärft

deine Sinne und ermöglicht es dir, dich voll und ganz auf eine

bestimmte Situation zu konzentrieren. An und für sich ist das

also nichts Schlechtes. Ungesund wird es, wenn der Stress zum

Dauerzustand wird.

Richtig mit Stress umgehen

Leider lässt sich Stress heute nicht immer einfach so vermeiden.

Der berufliche Alltag gepaart mit familiären Pflichten

und sozialen Kontakten führt schnell dazu, dass sich manch

einer überfordert fühlt. Geht es auch dir so, können dir vielleicht

die folgenden Methoden dabei helfen, mit Druck und

Stress besser umzugehen.

Tipp 1: Genügend Schlaf

Ausreichender Schlaf ist schon fast eine Grundvoraussetzung

dafür, dass du mit Stress gut umgehen kannst. Deshalb ist es

wichtig, hier auf die richtige Dosis zu achten. Wie lange wir

jeden Tag im Bett verbringen sollten, darüber gehen die Meinungen

auseinander. Als Konsens haben sich zwar sieben bis

acht Stunden herauskristallisiert, grundsätzlich ist es aber

schlicht eine sehr individuelle Angelegenheit. Manch einer

kommt auch mit nur sechs Stunden Schlaf prima zurecht, andere

sind erst nach neun Stunden so richtig ausgeruht. Bist du

über den Tag öfter mal müde und fällt es dir schon am Nachmittag

schwer, die Augen offen zu halten, so ist das aber ein

klares Anzeichen für zu wenig Schlaf. In einem solchen Fall

kannst du probieren, etwas mehr zu schlafen. So bist du ausgeruhter

und kannst auch mit deinen täglichen Herausforderungen

besser umgehen.

Tipp 2: Bewegung

Es klingt auf den ersten Blick widersprüchlich, doch tatsächlich

hilft nicht nur Entspannen auf der Couch gegen Stress,

sondern auch Sport. Mit Bewegung kannst du deinen Cortisol-Level

herunterfahren und so erfolgreich Druck abbauen.

Aber keine Angst, das bedeutet nicht, dass du jetzt täglich

stundenlang ins Fitness-Studio musst. Es reichen schon einige

Minuten aus, um positive Effekte zu erzielen. Es ist auch nicht

wichtig, was du tust. Ob nun auspowerndes Krafttraining oder

einfach nur ein kleiner Spaziergang durch den Wald, bleibt

also völlig dir überlassen.

Tipp 3: Ernährung

Unsere Ernährung beeinflusst so ziemlich alles. Auch dein

Stress-Level hängt direkt damit zusammen, was du so alles zu

dir nimmst. Gerade unter Stress greifen wir leider viel zu oft zu

den falschen Nahrungsmitteln. Schließlich fehlt uns die Zeit,

uns ein 3-Gänge-Menü zu zaubern und eine Tafel Schokolade

ist immer griffbereit. Tatsächlich verschlimmern Süßigkeiten

die Situation aber nur. Zwar erhältst du zunächst einen echten

Push durch schnelle Energie in Form von Zucker. Schon kurz

darauf fällt dein Blutzucker aber wieder ab und stürzt dich in

ein tiefes Loch. Um mit Stress besser umzugehen, ist es also

eine gute Idee, lieber auf gesunde Nahrungsmittel wie Obst

und Gemüse zurückzugreifen. Das bedeutet aber natürlich

nicht, dass Süßigkeiten prinzipiell verboten wären. Wie so

oft macht die Dosis hier das Gift. Hast du viel mit Stress und

Druck zu kämpfen, so kann eine Umstellung der Ernährung

helfen.

Tipp 4: Zeitmanagement

Vielleicht glaubt du, dass der Tag einfach nicht genug Stunden

hat und du deshalb permanent gestresst bist. In der Regel

haben wir alle aber mehr als genug Zeit, um unsere täglichen

Pflichten zu erledigen. Damit das besser klappt, ist richtiges

Zeitmanagement wichtig. Das kann sogar dabei helfen, Stress

gar nicht erst aufkommen zu lassen. Nimm dir etwas Zeit, um

alle deine Aufgaben für den nächsten Tag zu planen und rechne

für alles genügend Zeit sowie einen gewissen Puffer für unerwartete

Dinge ein. Du wirst sehen, dass es dir damit deutlich

leichter gelingt, durch den Tag zu kommen. Stress taucht so

manchmal gar nicht erst auf. Zwar ist auch das keine Patentlösung

für jeden und es gibt natürlich so manche Ausnahmen,

einen Versuch ist es aber in jedem Fall wert!

Tipp 5: Denk an dich!

Eine pauschale Lösung, um mit Stress und Druck besser umzugehen,

gibt es leider nicht. Jeder muss für sich selbst herausfinden,

was in schwierigen Situationen hilft. Schreck aber

nicht davor zurück, einfach einige Dinge auszuprobieren. In

jedem Fall sollte es sich um etwas handeln, was dir guttut und

dich etwas ablenkt. Es macht keinen Sinn, wenn du dich ins

Fitnessstudio zwingst, obwohl du darauf gar keine Lust hast.

Das führt oft einfach nur zu noch mehr Stress. Nimm dir also

jeden Tag etwas Zeit für dich und tue etwas, was nichts mit

deiner Arbeit, deiner Familie oder deinen Freunden zu tun

hast. Wenn du dabei auf die Signale achtest, die dein Körper

dir gibt, findest du sicherlich schon bald etwas, was auch dir

beim Abbau und dem richtigen Umgang mit dem scheinbar

allgegenwärtigen Stress-Monster hilft.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 13 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

BOOSTE DEIN SELBSTBEWUSSTSEIN

MIT DER 10-10-10 ÜBUNG

Gehörst du zu den Menschen, die irgendwie

ständig übersehen und übergangen werden?

Oder misslingen dir häufig Dinge, die

du eigentlich können solltest? Dann hapert

es irgendwo mit deinem Selbstbewusstsein

und die 10-10-10 Übung könnte genau das

Richtige für dich sein!

Wie unser Unterbewusstsein

das Leben steuert

Dein Leben wird nur zu etwa 5 Prozent

von deinem alltäglichen Wachbewusstsein

gesteuert, für den Rest ist das Unterbewusstsein

zuständig. Sprechen die beiden

keine einheitliche Sprache, zeigt sich das in

deinem Leben durch Barrieren und Probleme.

Du kannst dir das so vorstellen, dass

dein Unterbewusstes dir so etwas wie den

Grundaufbau des Lebens bereitstellt. Deine

inneren Überzeugungen sind die Matrix

und mit dem Wachbewusstsein navigierst

du darin. Jetzt wirst du dich sicherlich fragen,

warum dein Unterbewusstsein dir dann

überhaupt Probleme beschert.

Bist du innerhalb einer harmonisch liebevollen

Familie aufgewachsen und wurdest du

als Kind ernst genommen, gefördert und beachtet,

kennst du Selbstwertprobleme wahr-

AJOURE MAGAZIN SEITE: 14 | DEZEMBER 2019


AJOURE / ERFOLG & MOTIVATION

Fotos: Wayhome Studio / stock.adobe.com

Um dein Unterbewusstsein langsam aber

beständig umzuprogrammieren, solltest du

positive Werte als Gegengewicht und Ausscheinlich

eher nicht so. Warst du dagegen

sehr viel Kritik ausgesetzt, auf dich alleine

gestellt oder hat ein Elternteil gefehlt, können

sich insgeheim negative Überzeugungen

über das Leben festgesetzt haben.

Umstände, die zu solchen versteckten

Selbstwertproblemen führen können

sind:

- Sätze wie „Das kannst du nicht!“, „Das

bringt nichts!“, „Ergreif lieber einen sinnvollen

Beruf!“, „Erzähl nicht so viel Blödsinn!“.

- Eine Situation des ständigen Mangels. Es

war nicht genug Geld da oder ein Elternteil

war allein erziehend und musste hart ums

Überleben kämpfen.

- Zu wenig frühkindliche Wünsche gingen

in Erfüllung.

- Es wurde im familiären sozialen Umfeld

sehr viel negativ über andere Menschen

und das Leben gesprochen.

Ein gewisser Teil innerhalb unserer Psyche

übernimmt alles aus dem Umfeld als

„normal“, was mit gewisser Regelmäßigkeit,

Überlegenheit oder emotionalen Intensität

um uns herum geschehen ist. Dabei bewerten

diese Systeme des automatisierten Lernens

nicht, ob das gut oder böse war. Die

Natur kennt diese Wertungen nicht, sondern

geht immer davon aus, dass Kinder

von dem umgeben sind, das sie zum Überleben

lernen müssen. Das bedeutet, deine

Matrix spielt das so oder so ähnlich immer

wieder ab. Von Manipulationen, Vorteilnahme,

Eifersucht oder anderen missgünstigen

Geisteshaltungen weiß sie nichts.

Ein weiterer Aspekt dieses automatischen

Lernens suggeriert dem Kind, dass die versorgenden

Personen und andere Autoritäten

recht haben. Der kleine Vogel im Nest

soll ja auch nicht beginnen, die Eltern infrage

zu stellen, sondern zusehen, übernehmen

und nachahmen. Auf einer gewissen Ebene

funktionieren wir Menschen genauso.

Den inneren Kritikern zuhören

Vielleicht kennst du diese inneren Stimmen

schon, die permanent an dir herummäkeln

und dich manchmal ganz schön verwirren.

Wenn nicht, dann achte einmal besonders

auf Situationen, in denen du dich nicht entscheiden

kannst, gehemmt bist, anhaltende

und bohrende Ängste hast oder in sonstiger

Weise emotional unangenehm berührst bist.

In genau diesen Momenten sind die sich

widersprechenden Informationen aus unserem

wachen Geist und den unbewussten

Programmierungen voll aktiv. Vielleicht

kannst du einige dieser Stimmen sogar

identifizieren.

Wie du gesehen hast, übernimmst du viele

Dinge in dein Unterbewusstsein, ohne das

zu wollen. Mit dem Willen rudern Menschen

oftmals mit voller Kraft dagegen. Je

nachdem, wie stark die inneren Manipulatoren

sind, können die Erfolge mäßig sein

oder sie kosten dich enorm viel Kraft.

Das ist in etwa so wie Tauziehen mit sich

selbst. Insgeheim ist da ja noch diese Ebene

in dir, die sagt, diese Menschen in deiner

Kindheit damals hatten recht!

Den eigenen Selbstwert

erkennen und leben

Vielleicht kennst du solche Tage, an denen

du richtig gut drauf bist und alles plötzlich

flutscht. Doch dann scheint irgendetwas

diesen Erfolg wieder zu zerstören und die

Gedanken rund um deine Probleme und

Misserfolge halten dich erneut gefangen.

Irgendetwas möchte dir einreden, das sei

normal. Auf Erfolge kämen eben Misserfolge

und so weiter.

Hör dem bitte nicht mehr zu, sondern stell

dir vor, dein Leben flutscht immer! Einfach

so! Plötzlich kommen die guten Angebote,

Menschen nehmen dich ernst und am Morgen

in der U-Bahn bekommst du bereits

das erste Kompliment.

Wie das ist nicht möglich? Doch!

Du musst die ständig mäkelnden Programme

nur gegen neue tauschen und die 10-10-

10 Übung hilft dir genau dabei!

Die 10-10-10 – so wird’s gemacht!

gleich setzen. Erfunden wurde diese einfache

Übung vom Selbstwert-Coach und

Redner Steffen Kirchner. Durch die tägliche

Wiederholung immer der gleichen Werte

zu allen Tageszeiten, hilfst du dir selbst,

neue Datenbahnen in dein Unterbewusstsein

zu zementieren – und zwar genau dorthin,

wo dein wahres Selbst, deine wirkliche

Schönheit und all die Liebe für dich selbst

Zuhause sind!

Nimm dir zunächst ein Blatt Papier und einen

Stift. Dann setzt du dich gemütlich hin

und schreibst spontan 10 deiner absoluten

Stärken auf. Wofür schätzt du dich selbst

und was hältst du an dir selbst für besonders

gut und liebenswert? Versuch die Ideen

frei fließen zu lassen und sei dir sicher,

du kannst nur das Richtige aufschreiben!

Vielleicht kannst du an dieser Stelle bereits

die Kritiker hören. Lass sie reden und

schreibe weiter. Wenn es dir schwerfällt auf

Anhieb 10 Stärken zu nennen, dann leg Stift

und Zettel weg. Über den Tag verteilt werden

dir Stärken einfallen oder sie werden

dir ganz plötzlich während deines Tuns bewusst.

Oder aber du fragst Freunde und Bekannte,

was sie an dir ganz besonders stark

und liebenswert finden!

Wenn du die Liste vollständig hast, dann beginnst

du, ab sofort diese 10 Stärken 10 Mal

am Tag laut vor dich hinzusagen. Laut! Es

ist wichtig, dass du dich selbst diese Stärken

sagen hörst, denn deine Stimme übt einen

besonderen Einfluss auf dein Unbewusstes

aus. Die Übung wiederholst du dann 10

Tage lang.

10 Tage lang, 10 mal täglich, 10 deiner

Stärken

Beobachte dich, wie sich deine Wahrnehmung

dieser Stärken und der 10-10-10

Übung im Laufe dieser Zeit verändert.

Auch die Stimmen der Kritiker werden sich

verändern. Während dieser 10 Tage wirst

du wahrscheinlich öfters innehalten und

bemerken, dass du diese Stärken jeden Tag

lebst. Wenn andere sie bisher noch nicht anerkannt

haben, dann nur, weil du dir selbst

nicht über diese Stärken in vollem Umfang

bewusst warst!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 15 | DEZEMBER 2019


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 16 | DEZEMBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 17 | DEZEMBER 2019

Foto: rh2010 / stock.adobe.com


AJOURE / INTERVIEW

Interview

AJOURE MAGAZIN SEITE: 18 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

RUBY

O. FEE

IHR LEBEN, IHRE LEIDENSCHAFT &

IHR STREBEN NACH NACHHALTIGKEIT

Drei Monate war Ruby nun beruflich in Los Angeles. Eine Stadt, die es ihr im wahrsten Sinne des Wortes

angetan hat. Sie liebt L.A. und könnte sich durchaus ein Leben dort vorstellen. Frisch zurückgekehrt im

schönen Berlin haben wir uns mit ihr in ihrem Lieblings-Café Rose Garden getroffen, da sie vor allem

zum aktuellen Thema Nachhaltigkeit viel zu erzählen hat. Wie sie selbst versucht, Gutes für die Umwelt

zu tun, wie sie aufgewachsen ist und was Ruby schon früh in ihrem Heimatland Brasilien gelernt hat,

erfährst du hier.

Foto: Kerem Bakir / @keba

Geboren in Costa Rica (San José; 1996), aufgewachsen

in Brasilien und dann 2008 der Umzug

nach Berlin. Neben Deutsch und Englisch

sprichst du fließend Portugiesisch und hast

durch diese Kombination wohl einiges an südamerikanischem

Temperament in dir. Gibt es

denn etwas, was du in Brasilien nach wie vor

besser findest als hier – etwas, woran du dich

hier einfach nicht gewöhnen kannst oder willst?

Das ist schwer zu sagen, denn ich mag es, mich

auf Situationen einzulassen. Brasilien hat unglaublich

viele schöne Seiten, die super toll sind.

Andererseits gibt es hier in Berlin aber Seiten, die

ich in Brasilien nie zu Gesicht bekommen hätte.

Beruflich ist es für mich natürlich viel besser in

Berlin zu sein, aber ich liebe Brasilien und besonders

Bahia, den Ort, an dem ich aufgewachsen

bin. Ich weiß nicht, ob man sagen könnte, dass

es in Brasilien besser ist als hier, aber was ich am

Leben in diesem südamerikanischen Land schön

finde ist, dass man sehr viel in der Natur ist. Man

ist einfach viel naturverbundener. Das ist etwas,

was mir hier fehlt. Dann ist da natürlich noch der

Strand, den ich sehr liebe. Klar haben wir hier in

Berlin auch Sommer, doch das Wetter ist in meinem

Heimatland schon um einiges besser und

angenehmer. Und dann sind da noch die Menschen,

die alle so herzlich, offen und positiv sind,

wo ich mir hin und wieder wünsche, man könnte

das hier manchmal auch ein bisschen mehr rauslassen.

Hier sind viele einfach sehr für sich selbst

eingestellt und oftmals auch verängstigt und nicht

wirklich offen der Welt gegenüber. Ich freue mich

immer, wenn ich nach Brasilien fliege. Ich versuche,

dass ich wenigstens einmal im Jahr dort sein

kann, um meine Freunde und Familie zu besuchen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 19 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Wo fühlst du dich denn mehr zuhause?

Ich muss zugeben, dass es fast ausgeglichen

ist: Ich liebe Berlin und ich bin seit

meinem zwölften Lebensjahr hier, was ja

schon eine ganze Weile ist und weshalb

ich Berlin auch als mein Zuhause sehe.

Wenn ich dann nach Brasilien fliege, fällt

mir allerdings auf, was ich alles vermisst

habe. Für mich ist es die Abwechslung

zwischen Berlin und Brasilien, die mir ein

außergewöhnliches Zuhause bietet. Ein

Zuhause auf zwei Kontinenten.

Ein Thema, welches dir unheimlich

wichtig ist, ist Nachhaltigkeit. Du hast

schon als Kind mit deiner Mutter viel

Zeit auf Flohmärkten verbracht, um

dort eure Kleidungsstücke an

Bedürftige weiterzugeben.

Wie kam es dazu?

Wir haben das nicht bewusst gemacht,

es war vielmehr normal für uns, anderen

helfen zu wollen. Meine Mutter hat

damals immer meine Kinderklamotten

an Bedürftige weitergegeben, da man als

Kind so schnell wächst. Auch wenn wir

längere Zeit auf Reisen waren, was ja des

Öfteren vorkam, haben wir Koffer voller

Kleidungsstücke an die Menschen und

Kinder im jeweiligen Land verschenkt. Ich

muss auch sagen, dass es eine sehr schöne

Erfahrung ist, wenn man seinen Mitmenschen

etwas Gutes tut. Wir sind in sehr

vielen Ländern gewesen, Indien, Afrika

und Thailand und dort sind die Menschen

über Hilfe sehr dankbar. Ich finde jetzt

aber nicht, dass man weit reisen muss, um

helfen zu können, denn das kann und sollte

man im eigenen Land genauso tun. Bei

uns ist dies im Ausland passiert, weil wir

eben viel unterwegs gewesen sind. Mittlerweile

ist das Reisen natürlich weniger

geworden, also nehme ich die Kleidungsstücke,

die ich nicht mehr trage, um sie

Leuten zu geben, die hier bei uns leben.

Generell muss ich sagen, dass ich dieses

ganze Movement, was gerade so passiert,

sehr wichtig finde. Wir alle sollten sehr

viel achtsamer werden. Ich erinnere mich,

als ich noch in Brasilien gelebt habe, dass

die Bewohner dort, besonders da sie so

viel in der Natur unterwegs sind, generell

nachhaltiger leben als Menschen in dichtbesiedelten

Großstädten, wo von der Natur

nicht mehr viel übrig ist.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 20 | DEZEMBER 2019


AJOURE AJOURE / INTERVIEW / PEOPLE

Foto: Kristian Fenselow

Gibt es denn aktuelle Projekte zum Thema

Nachhaltigkeit, an denen du arbeitest?

Ich befasse mich erst seit kurzem so stark

mit dem Thema Nachhaltigkeit im eigenen

Land, denn vieles, was nachhaltig ist, habe

ich vorher automatisch gemacht, ohne

groß darüber nachzudenken. In letzter

Zeit habe ich mich viel mit anderen Interessierten

über das Thema Nachhaltigkeit

und Umweltschutz austauschen können.

Jetzt möchte ich selbst aktiver werden und

überlege, was genau ich machen könnte.

Ich bin mir sicher, dass ich sehr bald eine

passende Aufgabe finde, die mich zu diesem

Thema etwas beitragen lässt. Vielleicht

kommt ja auch jemand auf mich zu und

erzählt mir von einer tollen Idee, die wir

dann gemeinsam umsetzen.

Wir Deutschen bilden uns ja immer ein,

super nachhaltig und umweltbewusst zu

sein. Im Vergleich zu dem, was du aus

Brasilien kennst, wie schneiden wir da

ab und was sollte hier vielleicht deutlich

besser laufen?

Ich glaube, es ist immer und überall noch

Verbesserungsbedarf. Jeder einzelne Haushalt

kann mehr zum Schutz unserer Erde

beitragen, als er aktuell vielleicht bereits

tut. Da ist es sicherlich egal, ob das hier

in Deutschland oder in Brasilien ist, denn

niemand verhält sich diesbezüglich perfekt.

Man kann natürlich nicht alles von

heute auf morgen auf den Kopf stellen, aber

das, was jedem Einzelnen individuell möglich

ist, sollten wir auch umsetzen. In meinem

Beruf ist es so, dass ich auch nicht auf

alles verzichten kann, was jetzt nicht zwingend

super nachhaltig ist. Aber ich kann

darauf achten, was ich persönlich ändern

kann, um auch beruflich nachhaltiger zu

sein. Was ich sehr gut finde ist, dass mittlerweile

am Set darauf geachtet wird, dass

weniger Plastik verbraucht wird. Es gab

immer Plastikbecher und Plastikflaschen

und jeder ließ die ständig irgendwo liegen.

Irgendwann kam es dazu, dass man einen

einzigen Wasserkanister deponiert hat und

jeder bekam einen Becher, den er oder sie

sich an die Hüfte klippen konnte. Ebenso

wie die Mülltrennung am Set – damals gab

INTERVIEW

es nur einen großen Mülleimer, heute stehen

da manchmal drei bis vier und das ist

gut so. Dies sind zwar nur Kleinigkeiten,

doch auch diese sind bereits ein Schritt in

die richtige Richtung.

...und sie

riefen:

„Wir wollen

eine

Zukunft!“

Du sagtest kürzlich: „Wenn jeder im

kleinen Rahmen nachhaltiger agiert, ist

schon viel getan.“ Wo und wie versuchst

du persönlich diesem Streben nach

Nachhaltigkeit gerecht zu werden?

Ich habe lustigerweise durch meine beste

Freundin Zsá Zsá sehr viel dazugelernt.

Ich war ja damals kein Stadtkind und

vieles war für mich neu. Sie ist Vegetarierin,

trennt akribisch den Müll, kauft

Lebensmittel aus der Region und achtet

darauf, dass ihre Lebensmittel Bioqualität

haben. All das war für mich neu und

dank ihr konnte ich mein Bewusstsein

dahingehend erweitern. Wir waren gerade

wieder bei der Veranstaltungsreihe

BE A MOVER von Daimler zu Gast, wo

es ausnahmslos um Nachhaltigkeit und

E-Mobilität ging. Angefangen bei fairer

Mode aus der Region, über diverse recycelte

Produkte und vieles mehr. Ich finde

dieses Thema interessant und gleichzeitig

ist es sehr wichtig sich zu informieren.

Ich denke, wir sollten alle gemeinsam dazulernen

und voneinander lernen: wenn

ich z.B. ein Interview dafür nutzen kann,

um mich über diese alltäglichen „Kleinigkeiten“,

die unsere Welt ein wenig

besser machen austauschen zu können,

dann freut mich das und ich nutze die

Möglichkeit natürlich.

Aktuell spaltet die junge Schwedin Greta

Thunberg die Gemüter weltweit. Wie

stehst du zu dem was sie sagt, tut und

denkt? Wie realistisch oder unrealistisch

sind ihre Denkansätze?

Ich glaube, sie ist auf die Welt gekommen

und hat diesen Auftrag für sich entdeckt.

Ich finde es ist wichtig, dass die Klimabewegung

eine so starke Stimme gewonnen

hat, aber natürlich kann sich nicht jeder

einhundertprozentig nachhaltig verhalten.

Was ich gut finde ist, dass das Thema

Umweltschutz durch Greta aktuell so sehr

in den Medien ist und dass diese Tatsache

viele zum Nachdenken bewegt und man

sich selbst die Frage stellen kann, was

man ändern könnte. Ich kann nicht ganz

nachvollziehen, weshalb Greta von immer

noch so vielen so sehr verurteilt wird. Ich

denke, dass liegt vielleicht auch daran,

dass Menschen, die vor etwas Neuem stehen,

erst einmal verunsichert werden. Es

kann und muss sich natürlich jeder seine

eigene Meinung bilden, aber ich bin da

sehr wissbegierig, offen und höre mir das

gerne an, um dann entscheiden zu können

was ich persönlich in meinem Wirkungsfeld

zum Klimaschutz beitragen kann.

Vor kurzem wurde eine Woche lang Berlin

durch die Umweltschutzbewegung

„Extinction Rebellion“ lahmgelegt. Sitzblockaden

und gesperrte Straßen wohin

man geschaut hat. Warst du dabei?

Ich war zu dieser Zeit selbst in New York,

wo so viele Menschen bei „Fridays For

Future“ auf der Straße waren. Es war sehr

krass, denn wir standen zwischen so vielen

Hochhäusern und überall waren Kinder

mit Schildern, die geschrien haben:

„Wir wollen eine Zukunft, wir wollen eine

Zukunft!“ Es war ein heftiges Gefühl, zwischen

all den alten und jungen Demonstranten

zu stehen.

Bist du der Meinung, es wären auch so

viele junge Menschen auf der Straße

gewesen, wenn es ein Samstag gewesen

wäre und kein Freitag, an dem sie für

die Demo die Schule haben schwänzen

dürfen?

Ich glaube tatsächlich, dass sie auch samstags

gekommen wären. Man kann natürlich

behaupten, dass junge Menschen solche

Großveranstaltungen ausnutzen, um

blau zu machen, aber ich bin der Über-

AJOURE MAGAZIN SEITE: 21 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

zeugung, dass sie dennoch gekommen

wären. Die Kinder wissen nicht, was die

Zukunft bringt und ich hatte echt das

Gefühl, dass sie Angst davor haben.

Findest du, dass man für einen guten

Zweck auch Gesetze brechen darf?

Ich weiß es nicht. Das ist eine echt

schwierige Frage. Die Sache ist doch

die, dass man sich fragen muss, wie und

wann Leute aufwachen und wirklich

zuhören. Klar ist so ein Verhalten auch

nachteilig für die, die arbeiten müssen

und durch Straßenblockaden in Mitleidenschaft

gezogen werden. Es entsteht

ein riesiges Chaos, aber gleichzeitig ist

es wichtig, um Aufmerksamkeit zu generieren,

weil uns sonst weitestgehend

die Hände gebunden sind und sonst

niemand zuhört. Also entstehen solche

Ausnahmezustände wie Sitzblockaden

quer durch Berlin, Paris und New York.

Interview

Oftmals geht Nachhaltigkeit mit dem

Thema Vegetarismus einher. Deine

beste Freundin und WG-Mitbewohnerin

Zsá Zsá Inci Bürkle, mit der wir vor

einiger Zeit ebenfalls zusammensaßen,

hat dich der vegetarischen Ernährung

etwas nähergebracht. Ist das jetzt genau

dein Ding oder steht Fleisch nach

wie vor aus der Speisekarte?

Ich bin in Brasilien aufgewachsen und

dort wird Fleisch in der Ernährung ganz

großgeschrieben. Man sollte sich jedoch

auch bewusst machen, dass Fleisch nicht

sehr gesund für unseren Körper ist. Hier

entstehen dann sozusagen zwei Ansatzpunkte:

Zum einen ist der Massenkonsum

von Fleisch nicht nachhaltig und

schadet dem Weltklima, auf der anderen

Seite schadet es aber auch dir selbst. Ein

umweltschonenderer Fleischkonsum

wäre schon erreicht, wenn man nur noch

ein oder zweimal pro Woche Fleisch isst

und darauf achtet dieses aus ökologischer

und artgerechter Haltung zu beziehen.

Dadurch wird dein Verhalten automatisch

nachhaltiger – auch wenn du es

in erster Linie für dich selbst tust. Wenn

man dann noch versucht seinen Einkauf

bei lokalen Landwirten zu tätigen, dann

hat man schon wieder einen weiteren

Schritt zur Nachhaltigkeit gemacht, ganz

ohne, dass es einem selbst weh tut.

Du bist schon früh vor der Kamera gestanden

und bist diesem Beruf bis heute

treu geblieben. War das schon immer

dein Traum? Wie kam es dazu?

Ich wollte als Kind eigentlich Malerin

werden. (lacht) Ich weiß deshalb nicht,

ob die Schauspielerei schon immer mein

Traum war, es wurde es aber. Nach dem

wir nach Berlin gezogen sind musste ich

mich erst einmal schlaumachen, was ich

tun muss, um meinem Wunsch nachzukommen.

So landete ich in einer Agentur

und durfte meinen allerersten Film spielen.

Das war sehr aufregend und schön.

Ich war schon immer ein Freigeist und

fand schon früh, dass Filme eine faszinierende

Welt waren, wo man Dinge kreieren

kann, die es im echten Leben nicht gibt.

Eine Art Fantasiewelt. Als Kind nimmst

du Sachen wahr, die du als Erwachsener

nicht mehr wahrnimmst und darüber die

Macht zu haben, hat mich gefesselt. In

eine Fantasiewelt einzutauchen und dies

als Beruf zu machen, war das Beste, was

mir hätte passieren können.

Als Kind bin ich in den Wald gegangen

und habe überall Kekse verteilt und darauf

gewartet, dass die Elfen kommen, um

diese zu holen. Diese Traumwelt hat mich

damals schon gepackt. Als ich entdeckt

habe, dass ich einen Beruf ausüben kann,

in dem ich den ganzen Tag spielen darf,

da war für mich klar, dass dies mein Weg

sein soll. Bis heute liebe ich es Filme zu

machen und hoffe, dass ich das noch eine

lange Weile machen darf.

Deine Filmografie kann sich mittlerweile

sehen lassen und im Januar 2020

startet im Kino die Lebensverfilmung

Udo Lindenbergs, einem echten deutschen

Urgestein. Welche Rolle spielst

du und wie waren die Dreharbeiten?

Die Dreharbeiten waren sehr schön. Ich

übernehme nur einen kleinen Teil in seiner

Geschichte in den 70er Jahren. Ich

spiele eine verflossene Liebe und bin gespannt,

wie der Film am Ende geworden

ist. Jan Bülow spielt Udo Lindenberg, der

echt super dazu gepasst hat und ihn sehr

authentisch spielt. Udo Lindenberg selbst

wird aber nicht im Film zu sehen sein.

Liebe Ruby, weiterhin viel Erfolg beim

Film und wir hoffen, dass deine Ansatzpunkte

zur Nachhaltigkeit bei vielen

Lesern ankommen und umgesetzt werden.

Foto: Kerem Bakir / @keba

AJOURE MAGAZIN SEITE: 22 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

AJOURE MAGAZIN SEITE: 23 | DEZEMBER 2019


Foto: nikomsolftwaer / stock.adobe.com


AJOURE / PEOPLE

WAS WURDE EIGENTLICH AUS

„HÖR MAL WER DA HÄMMERT“- STAR

JONATHAN TAYLOR THOMAS?

STAR-PORTRAIT

Fotos: 20th Century Fox; Touchstone; Buena Vista

AJOURE MAGAZIN SEITE: 26 | DEZEMBER 2019


AJOURE / PEOPLE

Erinnerst du dich noch an Randy Taylor

aus der Kultserie „Hör mal, wer da hämmert“,

der seinen Vater mit seinen frechen

Sprüchen nicht selten an den Rande des

Wahnsinns getrieben hat? In der Rolle des

mittleren Sohnes war acht Staffeln lang der

Schauspieler Jonathan Taylor Thomas zu sehen.

Doch was macht dieser eigentlich heute?

Wir verraten es dir.

Jonathan Taylor Thomas: Ausstieg in

der achten Staffel von „HMWDH“

In der 90er-Jahre-Kultserie „Hör mal, wer

da hämmert“ war Randy Taylor, der mittlere

Sohn des Heimwerkerkönigs Tim Taylor,

stets ein absoluter Publikumsliebling. Wenig

verwunderlich: War er unter den drei

Brüdern doch der Einzige, dessen Sprüche

ähnlich sarkastisch angehaucht waren, wie

die seines Serienvaters Tim Allen. Verkörpert

wurde der freche Junge über acht Jahre

hinweg vom US-Schauspieler Jonathan

Taylor Thomas, der sich jedoch zum Schock

vieler Fans in der achten Staffel der Serie

verabschiedete und sogar in der großen

Abschiedsepisode mit Abwesenheit glänzte.

Schnell machte das Gerücht die Runde,

dass es hinter den Kulissen zum Streit mit

den anderen Darstellern gekommen ist - als

offiziellen Grund für seinen Ausstieg gab

der Schauspieler jedoch an, sich mehr auf

sein Geschichts- und Philosophie-Studium

an der renommierten Harvard Universität

konzentrieren zu wollen.

Nach Ausstieg aus der Kultserie nur

kleinere Schauspielrollen

Seit dem Ende von „Hör mal, wer da hämmert“

sind mittlerweile 20 Jahre vergangen.

Was also wurde aus Jonathan Taylor Thomas,

der mittlerweile 38 Jahre alt ist? Nach

der Absetzung der Serie kehrte Thomas

dem Showbusiness überraschenderweise

nicht gänzlich den Rücken zu und war auch

in den darauffolgenden Jahren immer mal

wieder in TV- und Kinofilmen zu sehen -

hierbei handelte es sich jedoch um eher

unbekannte Werke wie „Speedway Junky“

oder „Walking Across Egypt“. Nach einigen

kurzen Gastauftritten in TV-Serien wie

„Ally McBeal“ im Jahr 2000 und „Smallville“

in den Jahren 2002 und 2004 schaute

Thomas noch kurz in den Serien „8 Simple

Rules“ und „Veronica Mars“ vorbei, ehe er

sich im Jahr 2006 dann doch noch eine längere

Auszeit von der Schauspielerei genehmigte.

Viele Fans von Jonathan Taylor Thomas

machten sich bereits Sorgen, ob sie ihren

Lieblingsschauspieler fortan nie wieder im

Fernsehen oder im Kino sehen würden,

da dieser seine Auszeit offenbar sehr ernst

nahm - vielleicht gab es aber auch einfach

kein geeignetes Projekt für ihn, an dem er

gerne beteiligt gewesen wäre. Durch seine

langjährige Mitwirkung in „Hör mal, wer

da hämmert“ und zahlreichen weiteren

Filmen, wie etwa der romantischen Komödie

„I‘ll Be Home for Christmas“ oder der

Romanverfilmung „Tom and Huck“, dürfte

sich zudem ein nettes Sümmchen auf seinem

Bankkonto angesammelt haben, welches

ihm zumindest die Möglichkeit bieten

dürfte, sich seine zukünftigen Projekte

selbst auszusuchen.

Kurzzeitiges Comeback bei „Last Man

Standing“

Im Jahr 2013 war es dann endlich soweit:

Jonathan Taylor Thomas kehrte für die Serie

„Last Man Standing“ vor die Kamera zurück.

Dass er sich gerade diese Serie für sein

Comeback ausgesucht hat, dürfte wohl kein

Zufall gewesen sein: Die Hauptrolle in „Last

Man Standing“ spielt kein Geringerer als

Tim Allen, der ja auch damals bei „Hör mal,

wer da hämmert“ als Randys Vater zu sehen

war. In insgesamt vier Episoden war Thomas

zwischen den Jahren 2013 und 2015 zu

sehen, in drei davon führte er sogar Regie.

Viele Fans von „Hör mal, wer da hämmert“

zeigten sich von seiner Mitwirkung in der

Serie begeistert - bewies diese doch gewissermaßen,

dass an den Gerüchten, dass ein

Streit zwischen Tim Allen und Jonathan

Taylor Thomas der Grund für seinen damaligen

Ausstieg aus HMWDH war, offenbar

nicht allzu viel dran war.

Jonathan Taylor Thomas liebäugelt mit

einer Arbeit hinter der Kamera

Nach seinem Kurzcomeback in „Last Man

Standing“ war von Jonathan Taylor Thomas

abermals nicht mehr viel zu hören: Er war

seitdem weder in einem Film noch in einer

Serie zu sehen. Ohnehin scheint es den

Schauspieler fortan eher hinter die Kamera

zu ziehen: Bereits in einem Interview

aus dem Jahr 2011 gab er bekannt, dass

ihm diese Arbeit sehr viel Spaß machen

würde - zeitgleich wollte er eine Rückkehr

vor die Kamera aber auch nicht vollständig

ausschließen, da er immer noch eine

Leidenschaft für Film und Fernsehen

hat. 2019 meldete die für gewöhnlich gut

informierte Zeitschrift „Variety“ schließlich,

dass sich Thomas um einen Sitz im

SAG-AFTRA-Nationalvorstand bewirbt.

Hierbei handelt es sich um eine Gewerkschaft,

die sowohl Schauspieler als auch

Sänger, Synchronsprecher und Journalisten

vertritt.

Und wer weiß: Vielleicht zieht es den charismatischen

Schauspieler ja bald tatsächlich

mal wieder vor die Kamera.

Last Man Standing

eine wüste bescherung

AJOURE MAGAZIN SEITE: 27 | DEZEMBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 28 | DEZEMBER 2019

Stoppt den Klimawandel,


Künstler: Matthew Cusick

bevor er unsere Welt verändert.

www.greenpeace.de/helfen

AJOURE MAGAZIN SEITE: 29 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

ILIRA

EIN LEBEN MIT „EXTRA FR!ES“

Sie ist humorvoll, jung, verfügt über eine

Vier-Oktaven-Stimme, sieht super aus

und ist bereit, die Welt zu erobern. Die

Wahlberlinerin, die aus der behaglichen

Stadt Bern in die deutsche Hauptstadt

zog, weiß, wie wichtig ein gutes Bauchgefühl

ist. Dass sie zwischen Kühen und

Eseln aufgewachsen ist, sieht man ihren

extravaganten Drag-Queen-Outfits nicht

an. Im Gegenteil, viele sortieren sie zunächst

in eine Schublade und merken

dann, dass Ilira ein vollkommen anderer

Mensch ist, als man zuerst denken würde.

Wir haben uns mit dem Schweizer

Ausnahmetalent getroffen und wollten

alles wissen, denn mit weniger hätten wir

uns nicht zufriedengegeben.

Laut, schrill und vom Look her polarisierend

auf ganzer Linie. Ist das nur vor

der Kamera so oder auch im Privatleben?

Das ist tatsächlich auch schon immer so

in meinem Privatleben gewesen und hat

sich dann auf meinen Beruf projiziert.

Ich glaube, dass das ganz gut so ist, da es

Hand in Hand mit meiner Musik geht.

Mein Look verkörpert komplett meine

Musik, weshalb mich Leute auch auf Anhieb

gut kategorisieren können (lacht).

Im Privatleben kann das natürlich auch

mal sehr anstrengend werden, vor allem,

Fotos: Jen Krause

AJOURE MAGAZIN SEITE: 30 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

wenn man auf der Straße unterwegs ist

und sich hübsch machen will. Ich muss

dazu sagen, dass „hübsch machen“ bei

mir bedeutet, völlig overdressed und

Drag-Queen-mäßig auszusehen (lacht).

Das hört dann logischerweise bei Rouge

nicht auf, sondern beinhaltet Extensions,

Lashes, zweifarbiger Lippenstift und

vieles mehr. Wenn ich dann so auf die

Straße gehe, ist es schon ab und zu mal

anstrengend und unangenehm, immer

so angeglotzt zu werden – vor allem von

Männern. Das verunsichert mich dann

gelegentlich und ich frage mich, ob ich

es denn echt so hart übertrieben habe.

Auf der anderen Seite sage ich mir, dass

es nicht unsere Gesellschaft sein kann,

wenn sich eine Frau Sorgen machen

muss, ob sie zu sehr gestylt ist oder nicht,

denn eigentlich sollte man sich frei fühlen

dürfen und das tun, worauf man Lust

hat. Das ist aber auch schon das einzig

Negative an meinen Outfits. Ansonsten

liebe ich es, so schrill herumzulaufen

und mich ausleben zu dürfen.

Wann kam denn die Entscheidung

nach Berlin zu ziehen?

Alleine auf Spotify hast du über 70

Millionen Streams – etwas, worauf du

zurecht stolz sein darfst. Menschen

verwechseln Stolz aber häufig mit Arroganz.

Wie viele Vorurteile musst(-

est) du über dich ergehen lassen und

wie gehst du damit um?

Eigentlich stehe ich tagtäglich vor diesem

Problem. Menschen verwechseln

mich jeden Tag mit einer arroganten

Frau, da ich natürlich sehr selbstbewusst

auftrete und durchaus meinen Wert

kenne. Ich nehme das niemandem übel,

denn wenn ich ab und zu Videos von mir

anschaue und unbeobachtet bin, würde

ich als „normaler Mensch“ anfangs wohl

auch so über mich denken. Im Endeffekt

ist das nur Selbstvertrauen und das ist

ein gewaltiger Unterschied zu Arroganz.

Die Leute sollten versuchen, diesen Unterschied

in Betracht zu ziehen, bevor

sie urteilen. Das macht vieles leichter.

Ich muss aber ganz ehrlich sagen, dass

ich dieses „abgestempelt werden“ auch

ein wenig mag. Ich liebe diesen Überraschungseffekt

und den Moment, wo

mich Leute unterschätzen und denken

„das ist nur ne Tusse“. Vor allem erfolgreiche

Männer nehmen sich dieses Denken

immer gerne heraus. Doch dann

komme ich mit Fakten um die Ecke und

ernte große Gesichter, die mich auf einmal

fragend anschauen, weil sie damit

nicht gerechnet haben. Ein Stück weit

kategorisieren wir wohl alle.

Ich natürlich auch, aber ich versuche bewusst,

dieses Schubladendenken außer

Acht zu lassen. Deshalb sage ich auch:

„It´s ok – I don‘t judge it.“

Stichwort Stimmungsschwankungen –

du selbst sagst, du seist keine einfache

Person. Wie wirkt sich das aus und in

wie weit spielt da dein kosovo-albanisches

Temperament eine Rolle?

Jeder, der mich kennt, schmunzelt, wenn

er die Frage hört. Ich bin auf jeden Fall

eine der schwierigsten Personen, die ich

kennengelernt habe (lacht). Ich bin sehr

temperamentvoll und habe unfassbar

viel Emotionen. Ich fühle in einer einzigen

Stunde wohl 10.000 Emotionen

Vor vier Jahren, weil Prinz Pi mich damals

auf Instagram entdeckte. Er meinte,

er baue mich hier in Berlin mit seinem

Team auf, doch dafür müsse ich hierherziehen.

Manchmal vermisse ich die

Schweiz, oder besser gesagt, ihre Regeln,

die Sauberkeit und die Sicherheit. Gerade

zwischen letzterem liegen Welten zwischen

Berlin und Bern. In der Schweiz

fühlte ich mich damals sehr sicher. Klar

wurde ich auch dort angeglotzt (noch

mehr als hier in Berlin), aber ich wusste,

ich bin nachts in der Bahn sicher. Hier

habe ich ab und zu schon etwas Schiss.

Gerade nachts am Alexanderplatz ist es

nicht so super, wie eine Drag Queen herumzulaufen.

Die Natur fehlt mir ebenso,

denn ich bin neben Kühen und Eseln

aufgewachsen – glaubt man kaum, wenn

man mich sieht, oder (lacht)?! Ansonsten

liebe ich Berlin und ich denke, ich

fühle mich hier am wohlsten.

Foto: Ilira & Daniel Heilig (AJOURE´Redaktion)

AJOURE MAGAZIN SEITE: 31 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

auf einmal und die Leute wissen meistens

nicht, woran sie sind. In einem Moment bin

ich voll happy, quirlig und positiv nervig

und im nächsten Augenblick hocke ich so

in einer Ecke und habe düstere Gedanken

(lacht). Alle fragen sich dann: „Was ist denn

jetzt los?“ Ich denke, dass ist genau das, was

meine Musik ausmacht. Das ist der Grund,

weshalb ich so viele Themen habe, über die

ich sprechen kann.

In deinen Liedern behandelst du oftmals

ernste Themen, die durchaus einen Einblick

in dein Privatleben geben. Als Beispiel

dein Ende Juli erschienener Song

„Pay Me Back“, indem du beschreibst, wie

sehr du sowohl finanziell als auch emotional

deinen Exfreund unterstützt hast.

Sind deine Songs ein Weg für dich, das

Geschehene zu verarbeiten, ganz besonders

diese Beziehung?

Ja. Dadurch, dass ich so emotional bin und

hin und wieder zur Melancholie neige,

ist das meine einzige Therapie. Man will

ja auch nicht immer Leute volllabern und

Musik ist mein einziger Katalysator, wie ich

Geschehenes in der Vergangenheit lassen

kann, ohne die ganze Zeit darin herumzuwühlen.

Ich nehme die Musik ein bisschen

als Sportart – ich powere mich unfassbar

aus. Am Ende therapiere ich nicht die Leute,

sondern mich selbst so ein bisschen.

Brauchst du denn eine gewisse oder bestimmte

Gefühlsebene, um deine Texte

mit deinem Co-Writer zusammen schreiben

zu können?

Ich bin froh, wenn ich in einer Phase schreibe,

in der es mir nicht gut geht oder wo es

mir sehr gut geht und ich etwas zu sagen

habe. Aber da Musik mein Beruf geworden

ist, muss ich funktionieren und auch schreiben

können, wenn ich gerade mal nichts

fühle. Dann versuche ich, über andere Themen

nachzudenken. Man sieht das in meinen

Songs. Ich schreibe über meinen Ex,

aber auch über Bodypositivity und Feminismus.

Viele Künstler schreiben nur über

Liebe, weil es das intensivste Gefühl ist. Das

ist natürlich nichts Verwerfliches, aber dadurch,

dass ich oft im Studio bin, versuche

ich über diverse Themen zu schreiben und

nicht nur über Liebe, sondern eben auch

über ernste und gesellschaftskritische Sachen.

Den meisten Spaß beim Schreiben

habe ich allerdings tatsächlich mit dem

Thema Feminismus.

Foto: Jen Krause

AJOURE MAGAZIN SEITE: 32 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Brandaktuell kam vor ein paar Tagen dein

neuer Song „EXTRA FR!ES“ heraus, in dem

du für eine bessere Selbstwahrnehmung,

Selbstakzeptanz und Selbstbewusstsein

eintrittst. Erzähl mal, was genau du damit

meinst.

Der Song ist aus verschiedenen Gründen entstanden.

Ich habe mich mit meinem Songwriter

lustig darüber gemacht, wie wir in einer

Partnerschaft sind. So auf die Art: „Schatz, ich

mach Diät, bestellst du dir die Pommes“, und

am Ende ist es dann so, dass ich mir seine Extra-Fries

klaue (lacht). Andererseits bekomme

ich viele Messages von jungen Leuten, die

mir sagen, dass sie sich hässlich finden und

dass sie so nicht leben können. Von Bulimie

bis zum Übergewicht ist da von allem etwas

dabei. Das schockiert mich immer wieder

aufs Neue. Wir Künstler haben hier eine große

Verantwortung unseren Fans und der Öffentlichkeit

gegenüber, denn wir erreichen so

unglaublich viele Menschen. Ich fühle mich

dann beinahe dazu verpflichtet, einen Song

darüber zu schreiben, mit dem ich quasi den

Leuten sagen kann, dass sie vielleicht aufhören

sollten, so streng mit sich zu sein. Wie

kann es denn sein, dass wir in einer Gesellschaft

leben, in der Zwölfjährige schreiben,

dass sie Bulimie haben oder sich zu hässlich

fühlen. So entstand dieser Song, da wir dachten,

wir müssen den Leuten etwas zurückgeben.

Musik ist da, um Messages zu verschicken

und um etwas zu bewirken. Liebessongs

hören wir täglich unzählige Male, aber wenn

man als Künstler die Power hat, solche Themen

anzusprechen, dann sollte man das auch

tun, denn manchmal hängen viele junge Leben

daran. Verzweifelte Jungs und Mädels,

die sich nicht wohlfühlen und nicht das Leben

leben können, das sie verdient haben. Ich

finde, dass man als Musiker den Leuten etwas

zurückgeben kann!

Gehst du denn auf die ganzen Anfragen auf

Instagram und Co. selbst ein und beantwortest

sie alle?

Es sind tatsächlich sehr viele Nachrichten, die

ich den ganzen Tag über geschickt bekomme.

Vor allem vor Releases kommen viele Messages,

aber auch sonst sind es unzählige. Ich habe

mal versucht, diese Verantwortung abzugeben,

doch ich bin, wie du mittlerweile weißt,

ein Kontrollfreak (lacht). Hinzu kommt, dass

ich mit meinen Fans gerne direkt in Kontakt

stehen möchte und nicht nur nehmen, nehmen,

nehmen will – seien es Support-Angelegenheiten,

Likes oder nette Kommentare. Ich

fühle mich ein Stück weit verpflichtet, denn

es sind junge Leute und ich habe sowieso einen

Mama-Instinkt und will da sein für meine

Fans und mit ihnen kommunizieren. Es

ist krass, aber über einen längeren Zeitraum

werden das deine Freunde. Du schreibst täglich

mit ihnen und irgendwann entsteht da

eine Bindung. Ich lebe ja quasi von diesem

Support und den Kommentaren, wie: „deine

Songs helfen mir“, „dein Song hat mein Leben

verändert“ und so weiter. Ich freue mich sehr

darüber und ich sauge dieses Gefühl auf wie

ein Schwamm. Dennoch wird es manchmal

sehr anstrengend, denn es ist unfassbar zeitintensiv.

Man gibt eben auch so viel, indem man

versucht, Wärme zurückzugeben. Ich merke,

ich hänge sehr viel am Handy und ich möchte

nicht den ganzen Tag vor einem schwarzen

Bildschirm hängen. Aber es ist nun mal so, es

ist mein Beruf, meine Verpflichtung und meine

Herzensangelegenheit. Ich bin also momentan

tatsächlich etwas im Zwiespalt.

Du bist eine bekennende Feministin, die

den Begriff allerdings richtig interpretieren

kann. In deinen Songs geht es unter anderem

um Frauenrechte und Unterdrückung.

Hast du in deinem Leben selbst unter diesen

prähistorischen, aber leider immer noch aktuellen

Problemen gelitten?

Generell habe ich Unterdrückung in Bezug

auf die Frau durch meine Kultur schon sehr

früh mitbekommen. Ich bin mit meiner kosovarischen

Kultur definitiv gesegnet, aber da

gibt es auch Schattenseiten. Es gibt nach wie

vor Regionen in unseren Ländern, wo Frauen

nichts zu sagen haben und ich habe schon

früh bemerkt, wie mein Opa mit meiner

Oma umgegangen ist. Die Leute kennen es

nicht anders und wissen es nicht besser. Das

ist nicht immer verwerflich, aber man merkt

schon, dass die Frau zu einer gewissen Zeit

an einem gewissen Ort einfach einen anderen

Stellenwert hatte. Ich habe schon früh als

kleines Mädchen nicht verstanden, weshalb

ich von gewissen Menschen anders behandelt

werde und das, obwohl ich in der Schweiz aufgewachsen

bin. Einem vermeintlich emanzipierten

Land. Aber die Frauen durften in der

Schweiz auch erst seit 1992 wählen – überleg

mal, wie krass das ist! Das war gerade einmal

zwei Jahre, bevor ich geboren wurde. Wir sind

noch nicht da, wo wir sein sollten, deshalb

war das damals als kleines Mädchen gar nicht

so falsch, was ich da gespürt habe und dass da

was falsch läuft. Seitdem spüre ich das immer

mal wieder und es ist sozusagen konstant in

meinem Leben, dass es dieses Ungleichgewicht

zwischen Mann und Frau gibt. Deshalb

versuche ich mit meiner Reichweite hier etwas

zu verändern.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 33 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Wie schwer war für dich der Einstieg

ins Musikbusiness?

Das ist ne gute Frage. In Berlin fühle ich

mich zum ersten Mal richtig frei. Zum

ersten Mal in meinem Leben werden

Themen angesprochen, über die ich

früher nicht einmal nachgedacht hätte.

Zum Beispiel Feminismus oder Homosexualität.

All diese Themen werden in

Berlin so krass von den Menschen behandelt

und offen angesprochen, dass

die Menschen hier auch offener für

eine frische feministische Künstlerin

sind, die sehr weiblich ist. Ich glaube,

dass das Musikbusiness generell sehr

hart für Frauen ist, denn sie werden

weniger ernst genommen. Zumindest

im Vergleich zu Männern. Aber ich

muss an dieser Stelle auch sagen, dass

ich dankbar dafür bin, Menschen getroffen

zu haben, die mich auf Anhieb

ernstgenommen haben. Ich bin froh,

dass ich die krassen und üblen Dinge,

wie man sie im Musikbusiness manchmal

erleben muss, nicht erleben musste.

Ich hatte wirklich Glück, dass ich von

den richtigen Leuten unter die Fittiche

genommen worden bin. Was mich als

Frau tatsächlich richtig stresst, ist, dass

wenn ich im Studio in einem Gespräch

mit Business-Leuten sage, dass mir etwas

nicht passt, ich deshalb als Diva abgestempelt

werde. Wenn ein Mann das

aber macht, dann heißt es: „Krass, der

weiß, was er will. Das ist ein richtiger

Boss!“ Gut ist auch immer die Frage an

mich, wenn ich etwas auszusetzen habe:

„Hast du wieder deine Tage?“ Da könnte

ich ausflippen! Frauen wissen auch,

was sie wollen und Männer müssen das

endlich akzeptieren. Denn es ist schwer,

eine motivierte Frau zu sein und sich

durchzusetzen und dann immer wieder

auf Typen zu stoßen, die einen bremsen.

Ich will meinen Drive nutzen und Leute

erreichen.

Wo wir gerade beim Thema sind, wie

siehts aus mit Album und Tour?

Das kommt alles nächstes Jahr, sowohl

Tour als auch Album. [Anm.d.Red.: Wo

genau sie tourt, wissen wir zwar, dürfen

es euch aber nicht verraten


AJOURE / INTERVIEW

Foto: Jen Krause

meinem Team gekickt. Später hat sich dann

immer herausgestellt, dass diese Menschen

tatsächlich schlechte Absichten hatten. Ich

bin sehr stolz auf dieses Gefühl und es wird

mir auch in Zukunft helfen, davon bin ich fest

überzeugt. Als Artist ist es super wichtig, dass

du dahingehend ein solches Gespür entwickelst.

In wie weit zieht dein Bauchgefühl denn in

eine Partnerschaft mit ein?

Einhundertprozent. In einer Partnerschaft

ist es aber schwieriger, denn da bin ich gerne

blind, während ich im Musikbusiness gerne

kritisch bin und sortiere ohne Wenn und

Aber Leute aus, da es eine berufliche Bindung

ist und keine private oder emotionale. Ich

bin der Meinung, dass jede Frau eine Intuition

in Bezug auf einen Typen hat. Eine Frau

fühlt, wenn ein Typ keine guten Intensionen

hat oder irgendetwas ist. Aber wir schalten

das oftmals aus, weil wir die Person positiv

sehen wollen. Wir stehen uns also selbst im

Weg, indem wir unsere Intensionen nicht zulassen,

was in einer Partnerschaft bei Frauen

doch sehr oft passiert. Frauen wollen immer

das Gute im Mann sehen, ein Nest aufbauen

und alles soll harmonisch sein. Ich bin da also

etwas blauäugiger als im Business.

Wenn deine Fans dich live oder auf den sozialen

Medien sehen, sehen sie durchgehend

eine topgestylte, gutaussehende und selbstsichere

Frau. Viele haben nicht so ein tolles

Auftreten – welchen Tipp gibst du ihnen

bzw. welche Botschaft möchtest du gerne

vermitteln?

Ich weiß, dass ich auf meinen Fotos immer

top-gestylt aussehe und die Fotos immer

on-fleak sind. Das ist natürlich ein Stück weit

immer Selbstinszenierung. Meine Leute wissen

das auch und ich schreibe dies auch gerne

unter meine Kommentare. Ich versuche also

direkt offen damit umzugehen, dass viel mehr

Arbeit dahintersteckt, als man vielleicht denken

mag. Ohne Filter geht nichts. (lacht)

Wann war das letzte Mal, dass du etwas zum

ersten Mal erlebt hast?

Boah, ist das schwer! Ich habe gerade zum ersten

Mal einen Award, den New Faces Award

gewonnen. Das war tatsächlich zum ersten

Mal, weshalb ich auch so emotionalisiert war

und geheult habe. Und dann wurde ich heute

für die MTV European Music Awards nominiert.

Ich bin echt aufgeregt.

Liebe Ilira, wir wünschen dir weiterhin viel

Erfolg. Bleib wie du bist – die Welt braucht

mehr Frauen wie dich!

AJOURE MAGAZIN SEITE: 35 | DEZEMBER 2019


AJOURE MAGAZIN SEITE: 36 | DEZEMBER 2019


JUST

LISTEN

Foto: tomertu / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 37 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

JEANETTE

BIEDERMANN

„ES WAR EINE FRAGE DER ZEIT, BIS AUCH DIESES

THEMA MUSIKALISCH AUS MIR HERAUSWOLLTE“

Vor drei Jahren legte Jeanette den Grundstein zum neuen Album „DNA“, denn so lange ist es bereits her,

dass sie den ersten Song dafür schrieb. Eine ganze Weile hat sie keine Musik mehr gemacht, um sich dann

aber mit Pauken und Trompeten frisch erwachsen emporzuheben. Besonders ein Song auf ihrem Album

hat eine sehr besondere Bedeutung für sie, denn Jeanette verarbeitet mit der Musik einfach alles, was ihr

passiert – und ihr passiert vieles. So war sie gerade bei „Sing meinen Song“ und auch ihre nächste Tour

steht vor der Tür. Vor einigen Jahren noch wäre Jeanette ständig über ihre Grenzen gegangen, um allem

gerecht zu werden, heute aber ist eines der wichtigsten Dinge in ihrem Leben ihre Lebenserfahrung, die

sie in den weniger guten oder sehr stressigen Zeiten beschützt. Auf was ihre Fans sich freuen können,

wie sie mit der vielen Arbeit umgeht und was hinter dem Song „Deine Geschichten“ steckt, hat sie uns

im Interview erzählt.

Dein DNA Solo-Album ist gerade erschienen.

Was geht in dir vor? Wieviel Arbeit steckt im

Album und wie ist es dir von der ersten Idee bis

zur fertigen Produktion so ergangen?

Ich habe vor knapp drei Jahren das erste Lied

für das Album „DNA“ geschrieben. Meine Band

„Ewig“, mit der ich die letzten 8 Jahre unterwegs

war, liegt im Moment auf Eis, da Christian in

unserer gemeinsamen Band-Geschichte zweifacher

Vater geworden ist und sich im Moment

ausschließlich seiner Kinder widmen möchte. Ich

verstehe das sehr gut, dennoch war es erstmal ein

tiefes Loch, in das sowohl ich als auch Jörg gefallen

ist. Wir haben erstmal keine Musik mehr gemacht.

Irgendwann wusste ich, wenn ich will, dass

es musikalisch weitergeht, muss es aus mir heraus

geschehen. Ich bin also musikalisch daraus wieder

neu erwachsen. Der erste Song, den ich fürs

Album geschrieben habe, heißt „Solotrip“. Dieser

Song hat bei mir wirklich einen Knoten platzen

lassen und alles prasselte aus mir raus. Und von

diesem Moment an hat mich Jörg großartig bei

diesem Album unterstützt und mir so viel Input

gegeben. Er hat alle Gitarren-Arrangements gemacht,

alle Gitarren gespielt, wir haben wunderbare

Songs zusammen geschrieben, unter anderem

„Deine Geschichten“ und er hat gemeinsam

mit Jules Kalmbacher, Jens Schneider und Daniel

Flamm tolle Produktionen gemacht. Es war eine

lange Reise bis hierher.

Das Album ist sehr privat und geht einem unter

die Haut, gerade beim Song „Deine Geschichten“,

der über deinen Vater handelt. Wir wissen,

dass du sehr schwer mit seinem Tod zu kämpfen

hattest. Was kannst du uns dazu erzählen?

Ich verarbeite durch Musik viele Dinge. Es war

also eine Frage der Zeit, bis auch dieses Thema

musikalisch aus mir herauswollte. Ich habe mich

irgendwann gefragt, was mir seit seinem Tod am

allermeisten fehlt. Und das sind ganz einfach seine

Geschichten. Ich wollte meiner Familie und

AJOURE MAGAZIN SEITE: 38 | DEZEMBER 2019


Foto: Helen Sobiralski

AJOURE / INTERVIEW

AJOURE MAGAZIN SEITE: 39 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

mir mit diesem Song wieder ein bisschen

Hoffnung schenken, dass wir mit einem

Lächeln an ihn und seine Geschichten

denken können. Wir müssen die Geschichten

unserer Liebsten weitererzählen, damit

sie am Leben bleiben. So ist es mit unserer

Geschichte an sich: sie muss erzählt werden,

damit sie lebendig bleibt.

Wir sehen dich aktuell in der Sendung

„Sing meinen Song“, in der deine Musiker-Kollegen

auch alte und neue Lieder

von dir singen. Was ist das für ein Gefühl

für dich?

Ich war tatsächlich für einen kurzen Moment

sehr erstaunt, wieviel Zeit doch

schon vergangen ist. Und wieviel ich gemeinsam

mit meinen Leuten erlebt habe!

Es war eine wunderbare Zeitreise, die mich

hier in die Gegenwart zu meinem neuen

Album „DNA“ geführt hat. Das war eine

ganz besondere Zeit! Meine Kollegen von

Sing meinen Song haben mir auch viel

Kraft gegeben, um selbstbewusst auftreten

zu können. Es ist schön, sich mit Kollegen

auszutauschen. Denn viele Dinge empfindet

man ähnlich und fühlt sich somit hier

und da nicht so allein mit so mancher Erfahrung

und Empfindung.

Vor zehn Jahren hattest du einen großen

Tiefpunkt, sowohl künstlerisch als

auch körperlich bist du extrem an deine

Grenzen gegangen. Nun bist du gerade

bei „Sing meinen Song“, kommst mit

deinem neuen Album, das sicherlich jede

Menge Zeit und Arbeit gekostet hat und

gehst im Januar auf Tour. Hast du aus

dem damaligen Trubel ein Fazit gezogen,

damit dir so etwas nicht mehr passiert?

Ich achte mehr auf mich! Nehme mir meine

Pausen und gehe nicht ständig über

mein absolutes Limit. Das habe ich früher

anders gemacht. Aber heute weiß ich

es besser. Die Natur hat es so eingerichtet:

Wir müssen immer wieder unsere Kräfte

aufladen, weil sie auch immer wieder verschwinden.

Insofern muss man diese Art

„Kräfte-Sterblichkeit“ akzeptieren:)

Vor 10-15 Jahren war der Social-Media-Hype

noch nicht absehbar und man

hatte bestimmt mehr Privatsphäre als

heute. Heute wird jeder überall schnell

gefilmt, oder man filmt sich selbst, um

Präsenz zu zeigen. Wie gehst du damit

um?

Für mich als Musikerin ist es wunderbar,

einen so engen Kontakt mit meiner

Community zu halten. Das ist der einzige

Grund, aus dem ich in den sozialen Netzwerken

bin. Um meinen Leuten nah zu

sein, um ihnen Informationen und Nachrichten

übermitteln zu können. Insofern

mache ich es gerne für sie, aber am Ende

natürlich auch für mich, da ich mich sehr

über all die wunderbaren Kommentare

und Feedbacks meiner Leute freue. Sie geben

mir immer wieder Kraft!

Nach so vielen Jahren im Business kannst

du unseren jungen Lesern Tipps geben,

auf was man immer achten sollte, damit

man nicht tief in ein Loch fällt?

Ich glaube wichtig ist, dankbar zu sein für

das, was man hat. Und diese Dankbarkeit

nie zu vergessen. Aber das Wichtigste ist:

immer tief in sich reinzuhören, ob das, was

man tut, einem guttut.

Was würdest du sagen, was der Unterschied

zwischen der Jeanette vor 10-15

Jahren und der Jeanette heute ist?

Lebenserfahrung!

Dir ist es besonders wichtig, ehrlich und

authentisch zu sein und trägst deshalb

kein oder kaum Make-up. Welchen Hintergrund

hat dein Denken?

Ich bin einfach echt! Und möchte mich

auch so zeigen. Das heißt aber nicht, dass

ich nicht hier und da auch mal geschminkt

bin. Aber es ist eben für mich in der Öffentlichkeit

kein Dogma. Ich lasse einfach den

Moment den Moment sein, und mich in

diesem Moment so sein, wie ich nun mal in

diesem Moment bin. Ich glaube, entscheidend

ist, sich wohl zu fühlen und zu verstehen,

dass andere Menschen das spüren und

sehen wollen, und nicht vor eine Mauer gestellt

werden wollen, die aus irgendeinem

Image besteht. Diese Ehrlichkeit bedarf natürlich

eines großen Mutes. Den habe ich

mit 20 auch noch nicht besessen, sondern

dieses Selbstbewusstsein kommt im Laufe

der Zeit. Ich kann nur allen jungen Mädchen

da draußen raten, traut euch, echt zu

sein, traut euch, ehrlich zu sein! Denn das

ist es, worauf es ankommt. Die Menschen,

um die es sich lohnt, wollen genau nur das

sehen und nichts anderes.

Ab 20. Januar tourst du durch 13 deutsche

Städte und Wien. Was ist es für ein

Gefühl, nach so vielen Jahren wieder auf

so eine große Tour zu gehen?

Ich freue mich wahnsinnig! Und platze

bald vor Energie dafür! Ich freu mich so,

gemeinsam mit meinen Leuten Musik zu

machen und in eine gemeinsame Atmosphäre

abzutauchen. Es wird so ein bisschen

wie eine kleine Zeitreise. Denn ich

werde natürlich auch alte Jeanette-Songs

spielen, in einem neuen Gewand, so wie

ich sie heute empfinde. Aber die Geschichten

bleiben die alten. Ich werde Ewig-Songs

spielen und natürlich die ganz neuen. Ich

habe zum Teil Leute, die seit der ersten

Stunde dabei sind, die jede Platte haben

und alles erlebt haben. Ich habe Leute, die

mir Nachrichten schreiben und sagen, du

warst der Soundtrack zur Geburt meines

Kindes oder meiner Hochzeit. Es sind so

viele neue Leute dazugekommen, die direkt

einen Einblick in die ganze Geschichte

bekommen. Ich freu mich so sehr alle zu

sehen... Das wird wunderbar!

Du bist in deinem Business ja ein „alter

Hase“ und hast sicherlich schon vieles erlebt.

Doch wann war das letzte Mal, dass

du etwas zum ersten Mal erlebt hast?

Das ist eine wundervolle Frage! Eben diese

stelle ich in meinem Song „Dumme Gedanken“

auch... Da muss ich drüber nachdenken

und verrate die Antwort dann auf

meiner Tour :)

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Video: https://youtu.be/lhS3swX7Zk0

AJOURE MAGAZIN SEITE: 40 | DEZEMBER 2019


AJOURE / INTERVIEW

Foto: Helen Sobiralski

AJOURE MAGAZIN SEITE: 41 | DEZEMBER 2019


Nachhaltig denken......


Foto: malp / stock.adobe.com

UMWELT


AJOURE / UMWELT

Das kannst du

gegen Lebensmittelverschwendung tun

Verwenden statt verschwenden

Mehrere Studien haben dasselbe Ergebnis

gebracht: Tatsächlich wandern in Deutschland

fast die Hälfte aller produzierten Lebensmittel

in den Müll. Das ist mehr als

eine Milliarde Tonnen, pro Person sind

das immer noch 55 Kilo weggeworfene

Lebensmittel pro Jahr. Wenn du etwas dagegen

tun möchtest, dann kannst du deine

eigenen Einkaufsgewohnheiten überprüfen

und am besten als gutes Vorbild bei dir

selbst anfangen. Es ist gar nicht so schwer,

und wir haben hier einige gute Tipps für

dich.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum

Was viele Menschen gar nicht wissen: Es ist

die Pflicht der Lebensmittelhersteller, ein

Mindesthaltbarkeitsdatum mit anzugeben.

Dieses unterliegt verschiedenen gesetzlichen

Vorgaben. Sehr viele Lebensmittel

sind aber meistens noch deutlich über das

Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus unbedenklich

verzehrbar. Bei Milchprodukten

zum Beispiel kannst du direkt riechen oder

schmecken, ob sie noch in Ordnung sind.

Bei Tiefkühllebensmitteln oder trockenen

Gebinden ist die Haltbarkeit auch sehr

viel höher als angegeben. Vorsicht jedoch

ist bei Fleisch- und Wurstwaren angesagt

- ihre Haltbarkeit ist meist nicht sehr viel

höher als angegeben.

Kaufe regional und saisonal

Wenn du deinen Einkauf auf dem Wochenmarkt

erledigst, dann unterstützt du damit

die Erzeuger aus deiner direkten Umgebung.

Zudem kannst du die Lebensmittel

exakt in der benötigten Menge kaufen,

zum Beispiel 3 Karotten anstatt ein ganzes

Kilo. Wenn du nur das kaufst, was du auch

tatsächlich verwendest, musst du weniger

wegwerfen und sparst dadurch auch Geld.

Doch mit regionalen Käufen kannst du sogar

noch mehr bewirken: Die Lebensmittel

müssen nicht mehr über weite Strecken

transportiert werden. Das ist nicht nur

gut für die Umwelt, sondern auch für die

Lebensmittel selbst. Denn beim Transport

und beim Umladen entstehen immer wieder

Schäden an den Lebensmitteln, worauf

hin sie dann aussortiert und entsorgt

werden. Diese Dinge bekommen wir Verbraucher

so genau gar nicht mit, da wir ja

nur sehen, was tatsächlich in den Handel

gelangt.

Foto: SeNata / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 44 | DEZEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Kaufe die „krummen Dinger“

Sie werden inzwischen am Markt immer

beliebter: Als „krumme Dinger“ wird Obst

und Gemüse bezeichnet, das nicht der optischen

Norm entspricht. Früher wurde es

aussortiert und vernichtet, noch bevor es

überhaupt in den Handel gelangte. Viele

Landwirte sind inzwischen dazu übergegangen,

diese Produkte in ihren Hofläden

anzubieten. So kannst du regional einkaufen

und weißt genau, wo deine Lebensmittel

produziert wurden. Meist sind die

krummen Dinger sogar günstiger als die

perfekt geformte Ware. Auch in Supermärkten

kannst du die krummen Dinger

inzwischen finden. Gib ihnen eine Chance,

sie haben es verdient.

Die App „Too good to go“

Mit dieser App bieten Restaurants

kurz vor Geschäftsschluss

ihre nicht verkauften

Lebensmittel und Speisen an. Hier kannst

du ein Schnäppchen machen und eine

fertige Mahlzeit zu einem kleinen Preis

kaufen. Vor allem in Großstädten ist dieses

System schon recht weit verbreitet. Ist

deine Stadt nicht dabei, so kannst du im

Internet recherchieren, ob es vielleicht etwas

Ähnliches unter einem anderen Namen

gibt. Oder du fragst direkt in deinen

Stammrestaurants nach.

https://toogoodtogo.de

Lebensmittel richtig lagern

Auch durch die richtige Lagerung deiner

Lebensmittel kannst du ihre Haltbarkeit

verlängern. Manche Lebensmittel mögen

es dunkel, zum Beispiel Kartoffeln und

Zwiebeln, andere möchten gekühlt werden.

Die Aufbewahrung in Schraubgläsern

schützt bei Schüttgut vor Mottenbefall.

Hast du größere Mengen, die du beim

besten Willen nicht mehr rechtzeitig verbrauchen

kannst, dann verkoche sie und

friere Vorräte ein. Das ist praktisch und

spart eine Menge Geld und Zeit. Viele Lebensmittel

kannst du auch im unverarbeiteten

Zustand einfrieren. Dazu solltest du

sie vorher gut waschen, abtrocknen und in

handliche Mengen aufteilen.

Kreatives Kochen mit Resten

Du hast eine Zucchini übrig, aber kein Rezept,

für das du sie brauchst? Sei kreativ.

Verwende sie einfach bei deinem nächsten

Essen mit, du wirst überrascht sein.

So bringst du Schwung in deinen Speiseplan

und verschwendest nichts. Auch aus

vielen einzelnen Resten kannst du leckere

kleine Gerichte zubereiten. Eine gute Idee

ist auch die Einführung eines Restetages:

Wähle einen Tag in der Woche, an dem du

konsequent alle deine Reste verarbeitest.

Du wirst schnell feststellen, dass es meist

dieselben Lebensmittel sind, die du in zu

großen Mengen einkaufst und kannst daraufhin

deine Gewohnheiten ändern. Restetage

mit Freunden sind ebenfalls eine gute

Idee.

Kaufe und koche in Maßen

Es ist nicht immer ganz einfach die Mengen

abzuschätzen, aber wenn du eine Weile

darauf achtest, wirst du ein gutes Gefühl

dafür bekommen. Kaufe nur das, was du

auch wirklich verwenden kannst. Koche

Mengen, die du auch aufessen kannst. Hast

du zu viel gekocht, dann kannst du die Reste

einfrieren oder am nächsten Tag mit ins

Büro nehmen. Wenn es dir schwerfällt, den

Überblick zu behalten, dann kannst du mit

Listen arbeiten. Notiere über einen Zeitraum

von ein paar Wochen hinweg, welche

Lebensmittel du wegwerfen musstest,

und in welchen Mengen. Meist kannst du

daraus gute Rückschlüsse ziehen und dein

Kaufverhalten anpassen. Gibt es Lebensmittel,

die du stets in zu großen Mengen

oder Gebinden kaufst, dann suche nach

abwechslungsreichen Rezepten mit dieser

Zutat. So erweiterst du deinen Speiseplan

und lernst neue Gerichte kennen.

Plane deine Einkäufe

Tatsächlich ist es sinnvoll, wenn du dir am

Anfang der Woche eine Art Speiseplan

und Einkaufsplan erstellst. Berücksichtige

dabei auch die Tage, von denen du schon

jetzt weißt, dass du gar nicht kochen wirst.

Zum Beispiel, weil du beim Sport bist, eingeladen

oder auf Geschäftsreise. Du musst

dich nicht sklavisch daran halten, erhältst

aber einen besseren Überblick über deinen

tatsächlichen Lebensmittelverbrauch. Mit

der Zeit wird es dir dadurch auch leichter

fallen, gewissen Verlockungen einfach

zu widerstehen. Bevor du ungeplante Lebensmittel

kaufst, prüfe dein Gewissen, ob

du sie auch wirklich verwenden wirst und

kannst. Übrigens ist es ein sehr guter Tipp,

nicht gerade mit leerem Magen zum Einkaufen

zu gehen, damit dich deine Gelüste

nicht überlisten.

Foodsharing

Nicht nur Supermärkte und

Restaurants betreiben es,

sondern auch immer mehr

Privatpersonen. Auf der Plattform https://

foodsharing.de werden nicht verwendete

Lebensmittel angeboten und mit anderen

geteilt. Wenn du findest, dass sich das bei

deinen vorhandenen Mengen nicht lohnt,

dann lade Freunde zum Essen ein und

teile deine Vorräte mit ihnen. Das hat zudem

noch den Vorteil, dass es großen Spaß

macht, zusammen zu kochen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 45 | DEZEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

CO2 einsparen

im Alltag:

7 Tipps

für weniger

In vielen Drogerien und Supermärkten

findest du oft eine Auswahl an

Öko-Waschmitteln und grünen Reini-

Kohlendioxid-

Emissionen

CO2 ist ein Treibhausgas, das erheblich zur Klimakrise

beiträgt. Im Alltag kannst du an vielen

Stellen Kohlendioxid einsparen, indem du geschickt

planst und dich für klimafreundliche

Alternativen entscheidest. Lass dich nicht entmutigen,

wenn einige Anregungen für dich nicht

umsetzbar sind, sondern leiste für das Klima den

Beitrag, der für dich realistisch machbar ist.

1. Fleischkonsum reduzieren

Wie du dich ernährst, trägt zu einem großen

Teil deiner persönlichen CO2-Emissionen

bei. Eine vegetarische oder vegane

Ernährung verursacht weniger CO2 als

eine fleischhaltige. Je weniger Fleisch,

Wurst und tierische Produkte du verzehrst,

desto mehr Emissionen kannst du

einsparen.

Wenn eine rein pflanzliche Ernährung

nichts für dich ist, kannst du deinen

Fleischkonsum zumindest reduzieren

und beispielsweise zum Sonntagsbraten

zurückkehren. Insbesondere Rindfleisch

gilt als Klima-Killer, da Rinder das schädliche

Methan produzieren.

2. Saisonal und regional essen

Wenn deine Lebensmittel nur eine kurze

Strecke vom Feld bis zu deinem Teller zurücklegen,

fallen deutlich weniger transportbedingte

Emissionen an. Über die

Frage, welche Entfernung noch als „regional“

gilt, herrscht keine Einigkeit. Landesgrenzen

sind dabei weniger entscheidend

als die tatsächlich zurückgelegte

Strecke. Wenn du nahe der niederländischen

Grenze wohnst, können Möhren

aus dem Nachbarland besser sein als

Möhren aus Bayern.

Allerdings kann diese Einsparung zunichtegemacht

werden, wenn zum Beispiel

ein Apfel lange gekühlt werden

muss. Deshalb ist auch eine saisonale

Ernährung sinnvoll und wird oft in einem

Atemzug mit regionalen Produkten

genannt. Saisonal zu essen bedeutet: Du

isst das, was gerade in der Umgebung geerntet

werden kann.

Viele Menschen, die beim Einkauf auf

Regionalität und Saisonalität achten, kochen

für den Winter Lebensmittel ein –

denn in Mitteleuropa gibt der Acker in

der dunklen Jahreszeit nicht mehr viel

her. Beim Einmachen solltest du jedoch

ebenfalls bedenken, dass durch den Energieverbrauch

beim Einkochen und Dörren

weitere Emissionen entstehen können.

3. Mobilität überdenken

Sobald du dich morgens ins Auto setzt

oder aufs Fahrrad schwingst, triffst du

eine klimarelevante Entscheidung – denn

auch die individuelle Mobilität spielt für

die Entstehung von CO2 eine wichtige

Rolle. Bei der Verbrennung von Benzin

oder Diesel kommen weitere Schadstoffe

hinzu, die auch für die Gesundheit von

Belang sind.

Fußgänger und Fahrradfahrer verursachen

geringe CO2-Emissionen. Ein Auto,

in dem nur eine Person sitzt, schneidet

hingegen schlecht ab. Selbst wenn du

nicht allein durch Muskelkraft an dein

Ziel gelangst, kannst du also CO2 einsparen

– zum Beispiel, indem du…

• eine Fahrgemeinschaft organisierst

• Carsharing nutzt

• auf öffentliche Verkehrsmittel wie

Bus und Bahn umsteigst

• mehrere Verkehrsmittel kombinierst:

mit dem Fahrrad zum Bahnhof

und von dort aus mit dem Zug

zur Arbeit oder Uni

Eine gute Planung kann ebenfalls dazu

beitragen, deinen ökologischen Fußabdruck

zu verbessern. Statt dreimal in der

Woche mit dem Auto einen Umweg zum

Supermarkt zu fahren, kannst du deine

Mahlzeiten im Voraus planen und alles in

einem Wocheneinkauf erledigen.

4. Weniger wegwerfen

Eigentlich ist es ganz simpel: Was nicht

hergestellt werden muss, verursacht auch

keine Klimagase. Das gilt nicht nur für

Lebensmittel, sondern auch für Kleidung,

Schuhe und andere Güter. Verderbliche

Lebensmittel sollten so gelagert werden,

dass sie bis zum Verbrauch halten. Wenn

du dir mit mehreren Personen einen

Kühlschrank teilst, solltet ihr euch gut

absprechen, um doppelte Einkäufe zu

vermeiden.

Auch Modeinteressierte müssen nicht

verzweifeln: Auf Tauschpartys oder in

Secondhand-Läden findest du Kleidung,

an der nichts auszusetzen ist und die

Abwechslung in deinen Kleiderschrank

bringt. Unter Freunden, Kollegen und innerhalb

der Familie lassen sich ebenfalls

Tauschkreise etablieren.

5. Grün putzen und waschen

AJOURE MAGAZIN SEITE: 46 | DEZEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Fotos: Tierney; rh2010 / stock.adobe.com

gungsmitteln. Mithilfe von einheimischen

Pflanzen wie Seifenkraut, Efeu oder Rosskastanien

kannst du sogar dein eigenes

Waschmittel herstellen. Da Pflanzen für ihr

Wachstum CO2 aufnehmen, sind solche

DIY-Lösungen praktisch kohlenstoffneutral.

Für eine hygienische Reinigung deiner

Wohnung genügen oft wenige Basisprodukte.

Wenn du regelmäßig putzt, lassen

sich viele Verschmutzungen allein mit lauwarmem

Wasser und einem kleinen Schuss

Reinigungsmittel lösen.

Bei der Wäsche kannst du zudem CO2

sparen, wenn du keinen Wäschetrockner

verwendest und deine Textilien stattdessen

an der frischen Luft trocknest. Achte darauf,

dass die Waschmaschine nicht halb leer

läuft. Eine Waschtemperatur von mehr als

60 Grad ist nur in wenigen Fällen erforderlich.

Vielleicht ergibt sich sogar die Möglichkeit,

eine Waschmaschine mit anderen zu teilen?

In einer Studenten-WG ist das oft der Standard,

aber auch Ein- oder Zweipersonenhaushalte,

die auf getrennte Wohnungen

verteilt sind, können sich in der Nachbarschaft

zu einer Waschgemeinschaft zusammenschließen.

6. Flugreisen vermeiden

Ein Urlaub in Asien, Afrika oder Australien

ist für viele ein Erlebnis, an das sie noch lange

zurückdenken. Leider gelangen bei einer

Flugreise viele Klimagase in die Atmosphäre.

Wenn du dich einfach nur mal richtig

erholen möchtest, ist eine Fernreise nicht

erforderlich: Wellness-Hotels, Yoga-Seminare

oder ein entspannter Strandurlaub

an der Ostsee sind mit geringem Aufwand

möglich. Innerhalb von Europa kommst du

mit der Bahn sehr gut voran.

„Der Weg ist das Ziel“ ist ein Motto, mit

dem auch eine Fernreise zu einem echten

Abenteuer wird. Als Student in den Semesterferien

oder während eines Sabbaticals

kannst dir die Herausforderung stellen, so

klimafreundlich wie möglich die Welt zu

erkunden. Mit einer großen Fahrrad-Tour

sparst du auf Reisen ebenfalls CO2.

In manchen Berufen ist es üblich, zu Meetings

oder Kongressen ebenfalls mit dem

Flugzeug anzureisen. Bevor du darüber

nachdenkst, auf welche alternativen Transportmittel

du ausweichst, kannst du überlegen,

ob deine räumliche Anwesenheit überhaupt

erforderlich ist. Viele Besprechungen

lassen sich heutzutage auch per Videochat

erledigen. Kannst du eine Reise nicht absagen,

bieten dir Kompensationsprogramme

die Möglichkeit, die CO2-Emissionen zumindest

auszugleichen.

7. Stromverbrauch reduzieren

Da die Stromerzeugung Kohlendioxid verursacht,

kannst du beim Stromsparen nicht

nur deinem Geldbeutel, sondern auch der

Umwelt etwas Gutes tun. Elektrogeräte

sollten nicht unnötig im Stand-by-Modus

bleiben. Das gilt auch für Computerbildschirme

am Arbeitsplatz oder den privaten

Laptop in der Uni.

Auch bei den Einstellungen für deinen

Kühlschrank, Backofen oder Herd sowie

bei deiner Heizung kannst du überlegen,

welche Temperatur wirklich erforderlich ist

und was nur deiner Ungeduld geschuldet

ist.

Eine E-Mail zu verschicken, verursacht weniger

CO2 als ein Brief. Allerdings ist auch

eine E-Mail nicht CO2-neutral, da für den

Versand Server betrieben werden müssen.

Bei der Nutzung von Handy, Computer

und Tablet lohnt es sich deshalb, vor dem

Schreiben kurz innezuhalten und zu überlegen,

ob die Nachricht wirklich notwendig

ist. Da beim (vor-)schnellen Abschicken

leicht ein Punkt vergessen wird und du

dann eine zweite E-Mail verschicken musst,

hilft das Nachdenken auch dabei, die Menge

an Nachrichten zu reduzieren.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 47 | DEZEMBER 2019


AJOURE / UMWELT

Oh

Wenn das Weihnachtsfest naht,

sprießen die Verkaufsstellen für

Weihnachtsbäume wie Pilze aus

dem Boden. An fast jeder Ecke

werden die Bäume verkauft. Viele

möchten auf die Tradition, die

sie seit ihrer Kindheit kennen,

nicht verzichten. Die Nachhaltigkeit

betreffend sind klassische

Weihnachtsbäume jedoch mehr

als bedenklich. In Monokulturen

gewachsen, mit Pestiziden belastet

oder aus dem Ausland geliefert,

belasten sie Umwelt und Gesundheit.

Ungünstige Dünger in den

Wachstumsgebieten gefährden

Gewässer, Böden und Insekten.

Am Ende steht bei uns ein hübsch

dekorierter Chemiecocktail in der

weihnachtlichen Stube.

Gibt es dazu keine Alternativen?

Doch, natürlich gibt es sie.

Zertifizierte Bio-Bäume

Tannenbaum!

Die besten

nachhaltigen

Weihnachtsbaum

Alternativen

Ein Bio-Weihnachtsbaum ist

schon ein deutlich besserer Ansatz,

an der Tradition festzuhalten.

Diese Bäume wachsen in Mischkulturen,

allein deswegen sind sie

schon weniger anfällig für Krankheiten

und Schädlinge. Es kann auf Herbizide

verzichtet werden, weil Schafe

die Pflanzen zwischen den Bäumen

fressen und klein halten.

Bäume, die aus ökologisch günstigen

Kulturen stammen, sind mit

den Siegeln der Bio-Anbauverbände

gekennzeichnet. Dazu gehören vor

allem Bio, Demeter, Bioland, Naturland

und Biokreis.

Grüne Weihnachten

Naturland-Bäume wachsen unter Bedingungen

besonders ökologischer Waldnutzung

auf, zu denen der Verzicht auf

Pestizide, Düngungen, Kahlschlag und Entwässerungsmaßnahmen

gehören.

Das FSC-Siegel garantiert eine sozial verträgliche,

umweltgerechte und wirtschaftlich

tragfähige Waldnutzung, in der weder

Pestizide noch Mineraldünger zum Einsatz

kommen.

PEFC-Bäume werden unter weniger ökologischen

Bedingungen gezogen, dürfen aber

immerhin nur unter bestimmten Kriterien

mit Dünger oder Herbiziden behandelt werden.

Das ist besser als nichts.

Sogenannte „Fair Trees“ werden mit Rücksicht

auf Mensch und Umwelt produziert.

Ziel ist es dabei, die Arbeitsbedingungen

rund um die Weihnachtsbäume zu verbessern.

Die Bäume sind bei speziellen Händlern

erhältlich.

Weihnachtsbäume aus der Region

Die Entscheidung für eine einheimische

Baumart aus einer regionalen Forstwirtschaft

vermeidet lange Transportwege. Viele

wissen gar nicht, dass die Weihnachtsbäume

meist schon eine lange Reise hinter

sich haben und aus Dänemark, Tschechien,

Fotos: gpointstudio; malkovkosta; Jane; New Africa / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 48 | DEZEMBER 2019


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Ungarn, Österreich oder Polen kommen.

Das ist nicht gerade günstig für den ökologischen

Fußabdruck.

Beim örtlichen Förster kannst du deinen

Baum vielleicht sogar selbst schlagen.

Dort gibt es zudem Bäume, die beim

Durchforsten von Wäldern ohnehin gefällt

werden müssten.

Künstliche Weihnachtsträume

„Weihnachtsbäume gibt es auch aus Plastik“

werden nun einige sagen. Aber mal

im Ernst, willst du das wirklich? Zwar ist

so ein Plastikbaum haltbar, nadelt nicht

und ist mehrfach verwendbar, doch er

ist rasend schnell vollgestaubt und wirklich

schön ist er auch nicht. Es fehlt der

Tannenduft und ob es sinnvoll ist, noch

mehr Plastik in Umlauf zu bringen, darüber

kann man ebenfalls streiten. Zudem

kommen die meisten Plastikbäume aus

Fernost. Lange Transportwege und bedenkliche

Arbeitsbedingungen im Herstellerland

sprechen meist nicht dafür,

sich für diese Alternative zu entscheiden.

Der Weihnachtsbaum im Topf

Eine schöne Alternative ist ein Baum im

Topf. Er wächst nicht nur für ein Weihnachtsfest,

zu dem er gefällt wird, sondern

darf weiterleben und viele Feste lang

in schönem Lichterglanz erstrahlen.

Wichtig dabei ist es, einen Baum zu wählen,

der bereits im Topf gewachsen ist.

Sein Wurzelwerk hat sich beim Wachstum

an den Topf angepasst.

Im Handel befinden sich auch Bäume,

die im freien Feld gewachsen sind und

erst vor dem Verkauf ausgestochen und

in den Topf gesetzt werden. Dabei wird

jedoch meist so viel Wurzelwerk beschädigt,

dass sie kaum länger überleben, als

ein gefällter Baum.

Weihnachtsbäume im Topf sind in der

Regel klein und passen in jede Wohnung.

Ein Nachteil ist jedoch, dass der Baum

im Topf auch nach dem Fest einen Platz

braucht. In der Wohnung wird er nicht

glücklich werden. Nötig sind ein Garten,

eine Terrasse oder ein Balkon, wo er das

Jahr über untergebracht oder sogar ausgepflanzt

werden kann.

Auch sollte man bedenken, dass der

Baum wachsen wird, wenn man ihm die

Pflege zukommen lässt, die er verdient. Er

braucht hin und wieder einen neuen Topf

und noch mehr Platz. Dennoch wirst du

viele Jahre deine Freude daran haben, bis

es soweit ist.

Wer etwas Geduld mitbringt, kann seinen

Weihnachtsbaum selbst anziehen.

Als Setzling im Topf kannst du ihm Jahr

für Jahr beim Wachsen zusehen. Leider

geht auch das nur draußen.

Weihnachtsbaum-Verleih

Du hast keine Möglichkeit, den Baum

selbst über das Jahr zu bringen? Dann

schau mal nach, ob es in deiner Nähe einen

Weihnachtsbaum-Verleih gibt. Die

pfiffige Idee ermöglicht es, sich für das

Weihnachtsfest einen Baum zu leihen

und ihn hinterher wieder abzugeben. Du

kannst bei Förstern, lokalen Baumschulen

oder Gärtnereien nachfragen, ob sie

diese Möglichkeit anbieten.

Geliefert wird der Leih-Weihnachtsbaum

im Topf. Er muss sich erst ein paar Tage

lang langsam an die wärmere Temperatur

gewöhnen, bevor er im gemütlichen

Wohnzimmer aufgestellt und geschmückt

werden kann. Nach dem Weihnachtsfest

holt der Verleiher ihn wieder ab.

Ein Nachteil ist, dass so ein Ortswechsel

für den Baum viel Stress bedeutet. Nicht

alle vertragen das gut. Selbstverständlich

sollte daher sein, dass du deinen Untermieter

auf Zeit gut und sorgfältig behandelst.

Er sollte nicht länger als zehn Tage

im warmen Wohnzimmer stehen, ein

Platz direkt an der Heizung ist tabu und

regelmäßiges Gießen ist wichtig. Es ver-

steht sich von selbst, dass du ihn weder mit

Lametta noch mit Kunstschnee oder bleibenden

Dekorationen versehen darfst.

Auch beim Verleih ist es wichtig darauf zu

achten, woher der Baum kommt und ob er

mit Pestiziden belastet sein könnte. Achte

auf Öko-Siegel und eine regionale Herkunft,

wenn du dich und die Umwelt schonen

willst.

Muss es ein echter Baum sein?

Nein, natürlich nicht. Zwar ist das die einzige

Möglichkeit, echten Tannenduft ins Haus

zu zaubern und viele schwören der Tradition

wegen darauf. Aber es gibt viele kreative

Ideen, die einen originellen Ersatz darstellen.

Es gibt beispielsweise haltbare Bäume aus

Holz, die man aufstellen und ebenso schmücken

kann, wie eine klassische Tanne. Auch

aus Metall finden sich einige Varianten, die

mit der richtigen Dekoration zum stimmungsvollen

Hingucker werden.

Kreative Wandbehänge in der Form von

Weihnachtsbäumen sind eine weitere Möglichkeit,

sich günstig und nachhaltig einen

Baumersatz ins Haus zu holen. Selbst Poster

oder Wandmalereien von Bäumen können

das weihnachtliche Zimmer verschönern.

Sei selbst kreativ oder stöbere einfach mal

im weltweiten Netz nach Ideen, es gibt so

viele!

Es soll sogar Leute geben, die ihre Zimmerpflanze

schmücken. Nun, wer’s mag.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 49 | DEZEMBER 2019


IMMER DAS

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FOOD & FITNESS


AJOURE / FOOD

Wie deine Hormone das Abnehmen

erschweren oder aber ankurbeln können

Du kennst das garantiert, wenn du glücklich

oder traurig, gestresst oder entspannt bist,

wenn du Ärger oder deine Tage hast oder frisch

verliebt bist, es ändert sich dein Essverhalten.

Doch nicht nur das. Oft scheint es, dass du

in manchen Situationen essen kannst, was du

möchtest und nimmst kein Gramm zu. In anderen

Situationen musst du das Essen nur ansehen

und schon schlägt die Waage am nächsten

Tag aus. Doch woran liegt das? Schuld daran

sind deine Hormone, die den Stoffwechsel und

deine Fettverbrennung entweder hemmen oder

auch ankurbeln. Wir wollen diese mysteriösen

Hormone mal näher betrachten und dir verraten,

wie du verschiedene Hormone aktivieren

kannst, damit es auch bei dir mit der Wunschfigur

klappt.

Welche Hormone beeinflussen den Stoffwechsel?

Die Hormone, die maßgeblich an unserer Figur und unserer

Fettverbrennung beteiligt sind heißen:

• Insulin

• Cortisol

• Östrogen

• Testosteron

• Schilddrüsenhormone T3 und T4

Diese Hormone sind unter anderem für die Gewichtsregulation,

aber auch für unsere Stimmung verantwortlich. Wenn

du somit abnehmen möchtest, ist es sinnvoll, den Hormonhaushalt

zu regulieren und die Hormone in die richtige Richtung

zu schicken. Doch auch hier heißt es gewusst wie.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 52 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Insulin - die Sache mit dem Blutzuckerspiegel

Du hast vielleicht schon von Insulin gehört, es meist jedoch mit Diabetes

in Verbindung gebracht. Doch Insulin ist eines der wichtigsten

Hormone für alle. Es wird mitunter in der Bauchspeicheldrüse

erzeugt.

Die wichtigste Aufgabe dieses Hormons ist, die Glukose aus dem

Blut zu den Zellen zu transportieren. Wenn diese somit nicht ordnungsgemäß

funktioniert, verbleibt die Glukose im Blut und wird

später als Reserve in Fett umgewandelt.

Wenn du trotz wenig zu essen zunimmst, so kann dies an einer

Insulinresistenz liegen. Um diese wieder zu senken gibt es einige

Methoden. Das interessante ist, eine Insulinresistenz kann durch

falsche Diäten, aber auch durch eine komplett falsche Ernährung

entstehen.

Eine gute Methode, um dieses Hormon wieder aufzuwecken ist,

eine Low-Carb-Ernährung. Besser ist es noch, wenn du diese mit

einem sogenannten 16:8 Intervallfasten kombinierst. Das bedeutet,

du isst nur zum Beispiel zwischen 9 und 17 Uhr und hier ausschließlich

Nahrungsmittel ohne, oder mit wenig Kohlenhydraten.

Auch eine sogenannte Plant-based-Ernährung ist toll, um gegen die

Insulinresistenz zu wirken. Hier verzichtest du auf jegliche tierische

Produkte und baust vor allem gesundes Obst, Gemüse und ballaststoffreiches

Vollkorn-Getreide in deinen Speiseplan ein.

Cortsiol - das Hormon aus der Nebennierenrinde

Auch dieses Hormon reguliert den Blutzuckerspiegel. Zugleich ist

es aber auch für die Steuerung des Fettstoffwechsels und der Verstoffwechselung

von Eiweiß verantwortlich. Cortisol wird auch das

Stresshormon genannt, welches du in stressigen Situationen ausschüttest.

In diesen Situationen erhöht sich automatisch der Blutzuckerspiegel,

um dich gut durch die vermeintlich gefährliche Situation zu

bringen. Dies ist eine Schutzfunktion des Körpers. Wird der Blutzuckerspiegel

erhöht, so kannst du auf mehr Energie zurückgreifen,

die du vielleicht in stressigen oder gefährlichen Situationen benötigen

könntest.

Die hohe Cortisol-Ausschüttung erzeugt auch Heißhunger, damit

du selbst deinen Körper ausreichend mit Essen versorgst. In Stresssituationen

solltest du daher von nun an zu gesunden Lebensmitteln

und nicht etwa zu Schokolade und Co greifen. Nüsse eignen

sich hervorragend, um dich durch stressige Momente zu führen,

aber auch Obst ist natürlich gesund. Vor allem aber solltest du darauf

achten, weniger Stress zu haben. Durch ausreichend Schlaf, Atemübungen,

Sport und Meditation kannst du deinen Cortisolspiegel

ebenfalls senken.

Östrogen - das Hormon der Weiblichkeit

Östrogen ist das weibliche Sexualhormon. Auch hier hat es die

Natur so eingerichtet, dass dieses als Schutzmechanismus fungiert

und für die Fetteinlagerung für schlechte Zeiten verantwortlich ist.

Achte darauf, dass dein Östrogenwert immer ausbalanciert ist. Auch

das erreichst du mittels einer guten Ernährung. Brokkoli, Kohl und

Blumenkohl zum Beispiel helfen dabei, den Östrogenspiegel zu

senken. Mit Vollkornprodukten und Fisch kannst du deinen Östrogenwert

natürlich anheben.

Testosteron - das männliche Sexualhormon für

eine gute Fettverbrennung

In der Regel ist es so, dass Männer schneller und besser abnehmen.

Unter anderem liegt dies auch am Testosteron, dem männlichen

Sexualhormon. Testosteron ist für den Stoffwechsel und die Fettverbrennung

verantwortlich. Ist der Testosteronwert zu niedrig,

verlangsamt sich auch der Stoffwechsel.

Es gibt einige Lebensmittel, die den Ruf haben, den Testosteronspiegel

zu senken. Dazu gehören Milch und Milchprodukte, aber

auch Soja, Brot, Alkohol und Limonaden. Zudem solltest du auf

Getränke aus sogenannten PET-Flaschen verzichten. Die Weichmacher

und das enthaltene BPA haben ebenfalls den Ruf, sich negativ

auf das Hormon Testosteron auszuwirken.

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 -

und die Schilddrüsenunterfunktion

Du hast sicher schon öfter gehört, dass eine Schilddrüsenunterfunktion

zu Gewichtszunahme führt. Der Stoffwechsel arbeitet

langsamer und du legst an Gewicht zu, auch wenn du dich vielleicht

gut ernährst und nicht zu viel isst.

Du kannst deine Schilddrüsenfunktion jedoch selbst ankurbeln,

wenn du Stress vermeidest. Auch hier sind Aktivitäten wie Yoga,

Meditation und Atemübungen wieder sehr ratsam. Auch Vitamin

D ist perfekt für die Schilddrüse. Das bedeutet für dich: Geh raus

an die Sonne.

Auch gibt es einige Lebensmittel, auf die du verzichten könntest,

damit die Schilddrüse wieder besser arbeitet. Streiche verarbeitete

Lebensmittel und Fertigprodukte, verwende weniger Salz und verzichte

auf übermäßig Kaffee. Grünes Gemüse tut deiner Schilddrüse

gut. Trinke daher mehrmals pro Woche einen grünen Smoothie

- der ist lecker und gesund.

Weitere Hormone für Gewichtsverlust

Ghrelin ist das sogenannte Hungerhormon und reguliert den Appetit.

Es wird in der Bauchspeicheldrüse, in der Niere, in der Magenschleimhaut

und auch im Hypothalamus gebildet. Je höher die

Ausschüttung dieses Hormons, um so größer ist auch dein Appetit.

Eine proteinreiche und zugleich ballaststoffreiche Ernährung kann

dir helfen, das Hormon Ghrelin zu senken. Dazu solltest du vor allem

auf Hülsenfrüchte aller Art zurückgreifen. Diese liefern pflanzliches

Eiweiß, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralstoffe und machen

richtig satt.

Leptin ist ein Hormon, welches in den Fettzellen produziert wird.

Bei diesem Hormon handelt es sich um einen natürlichen Appetit-Zügler.

Damit Leptin wieder ordentlich produziert werden kann

und auch wirkt, solltest du auf fettreiche und zuckerreiche Lebensmittel

verzichten. Auch Sport regt die Wirkung von Leptin immens

an.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 53 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Soul Food

Essen, das glücklich macht

Wenn die Laune am Tiefpunkt ist, das Stressbarometer ausschlägt

oder sich Liebeskummer anbahnt, hilft bekanntlich ein

ordentliches Stück Schokolade. Besonders mit Bitterschokolade

tun wir unserer Seele etwas Gutes. Durch den Botenstoff

Tryptophan, Antioxidantien und Magnesium wird sie zum

süßen Stimmungsaufheller und senkt das Stress-Hormon-Level.

Schokolade gehört somit zur Kategorie Soul Food – Lebensmittel,

welche durch bestimmte Inhaltsstoffe Glücksgefühle im Gehirn

auslösen und zu unserem Wohlbefinden beitragen sollen. Die

Wissenschaft hat die Geheimnisse unserer Ernährung erkundet

und die Wirkungsweisen von in Nahrungsmitteln enthaltenen

Glückshormonen wie Serotonin & Co aufgedeckt. Wir verraten

dir alles rund um den Mythos Soul Food und ob man sich

wirklich gezielt glücklich essen kann.

Darm und Hirn – Freunde durch dick und dünn

Zwischen unserem Verdauungstrakt und dem Gehirn besteht

ein wichtiger Informationsfluss. Der Darm wird nicht umsonst

als „zweites Gehirn“ bezeichnet: Zwischen unseren Darmfalten

tummeln sich rund 500 Millionen Nervenzellen. Dieses neuronale

Netzwerk ähnelt dem in unserem Kopf sehr stark, kommuniziert

über dieselben Neurotransmitter und steht im konstanten

Austausch mit dem Gehirn. Andersherum können Emotionen

nachweislich unseren Bauch beeinflussen. Stressige Situationen

bereiten uns im schlimmsten Fall wortwörtlich Bauchschmerzen

und auf einmal bekommt die Redensart „auf unser Bauchgefühl

hören“ einen ganz neuen, beinahe fachmännischen Hintergrund.

Kein Wunder, dass unserem „Darmhirn“ große Bedeutung

zugeschrieben wird und bald nach Lebensmitteln gesucht wurde,

die nachweislich positive Auswirkungen auf unsere Emotionen

haben können.

Mythos Soul Food – Lifestyle gegen Wissenschaft

Die meisten Vertreter der Kategorie Soul Food sollen durch

ihren hohen Anteil am Botenstoff Serotonin beziehungsweise

der Aminosäure Tryptophan, einem Rohstoff des Serotonins,

unsere Stimmung aufhellen und unser Gehirn zu Glücksgefühlen

motivieren. Zu den üblichen Verdächtigen gehören neben der

allseits beliebten Schokolade auch Bananen, Nüsse, Getreide, Fisch

AJOURE MAGAZIN SEITE: 54 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FOOD

leider ein Trugschluss zu glauben, dass man

sich mit gewissen Lebensmitteln glücklich

essen kann.

Glücklich lernen, statt glücklich essen

Es wird in Erfolgssituationen

ausgeschüttet, etwa wenn wir etwas

lange Ersehntes endlich erreichen,

motiviert sind oder einen plötzlichen

Geistesblitz haben.

Fotos: Drobot Dean; bogdandimages; alina_polina / stock.adobe.com

und viele mehr. Ihnen wird oftmals eine

beinahe „dopende“ Wirkung nachgesagt,

mit der wir unsere Stimmung kurzfristig

positiv beeinflussen können.

Doch solche Annahmen sind mit

Vorsicht zu genießen. Wissenschaftliche

Erkenntnisse zeigen, dass im Darm

tatsächlich ein Großteil des körpereigenen

Serotoninhaushaltes gespeichert wird und

dieser bei Menschen mit Depressionen

in niedrigerer Konzentration vorhanden

ist. In manchen Lebensmitteln sind in der

Tat Spuren des Glückshormons enthalten.

Doch die Mengen an Serotonin, welche

wir durch den Verzehr von Schokolade &

Co zu uns nehmen könnten, würden noch

lange keinen merkbaren Unterschied im

Serotoninspiegel hervorrufen – selbst wenn

wir in Ausnahmesituationen eine ganze

Tafel in Rekordzeit verputzen. Durch die

Verdauung kommt der Botenstoff zwar ins

Blut, erreicht dadurch aber noch lange nicht

das Gehirn.

Auch der Serotonin-Baustein Tryptophan

kann da nicht viel ausrichten: Tryptophan

gelangt zwar leichter ins Gehirn, muss aber

dort erst in das Glückshormon umgewandelt

werden. Da müssten wir schon ordentliche

Mengen zu uns nehmen, dass die

Voraussetzungen für eine nachweisliche

Wirkung gegeben wären. Die erforderlichen

Dosen können laut Experten nur durch die

Aufnahme der Stoffe als Medikament aber

nicht durch die Nahrung erreicht werden.

Somit ist es aus wissenschaftlicher Sicht

Soul Food begründet seine

Daseinsberechtigung daher nicht durch

wissenschaftliche Studien. Sehr schade,

wenn man sich ausmalt wie einfach wir

unsere Stimmung aufhellen und schlechte

Laune verscheuchen könnten.

Trotzdem erleben wir nach dem Essen oft

einen Glücksschub, sind zufrieden und

fühlen uns einfach gut. Woher kommt es

also, dass bestimmte Lebensmittel solche

Gefühle auslösen können, wenn nicht durch

das in ihnen enthaltene Glückshormon?

Das Geheimnis liegt im Lern-Effekt unseres

Gehirns: Essen wir in glücklichen Momenten

ein bestimmtes Lebensmittel, merkt sich

unser Gehirn den Zusammenhang und

koppelt den Geschmack an die positive

Emotion. Dieses glückliche Gefühl wird

automatisch abgerufen, wenn wir das

gleiche Essen in einer späteren Situation

zu uns nehmen. Serotonin ist dafür jedoch

nicht verantwortlich, sondern ein ganz

anderer allseits bekannter Botenstoff: das

Dopamin.

Dopamin wird im Gehirn selbst erzeugt,

hat daher keinen langen Weg, um

Wirkung zu erzielen und spielt in unserem

Belohnungssystem eine wichtige Rolle.

Unser persönliches Soul Food

So bekommt Soul Food eine

neue Bedeutung: Anstatt sich auf

konkrete Lebensmittel mit hohem

Serotoningehalt zu beschränken, kann

Soul Food für jeden von uns etwas

anderes sein und wird somit zum

persönlichen Stimmungsaufheller.

Ob der Apfelkuchen, der uns an den

sonntäglichen Besuch bei Oma erinnert

oder das traditionelle Rührei mit

Speck nach einer durchzechten Nacht

mit den besten Freunden: Soul Food

erinnert uns an schöne Momente und

versetzt uns dadurch in gute Laune.

Gutes Essen wird in diesem Sinne aus

dem Moment heraus geboren und

ermöglicht es uns, immer wieder zu

der damals empfundenen Zufriedenheit

zurückzukehren und unbewusst in

„geschmacklichen“ Erinnerungen zu

schwelgen.

So steht es jedem frei, Soul Food für

sich selbst zu definieren, ohne einem

bestimmten Ernährungsplan zu folgen.

Womit die Frage beantwortet sein

dürfte: Ja, man kann sich durchaus

glücklich essen! und den gemahlenen

Mandeln oder Haselnüssen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 55 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FOOD

VEGAN BACKEN - SO EINFACH GEHT’S!

Wie du unkompliziert Backzutaten durch vegane

Lebensmittel ersetzen kannst

Wenn du dich für einen veganen Lebensstil entschieden hast, bedeutet

das nicht, dass du dich einschränken oder auf etwas verzichten

musst. Du möchtest lediglich keine tierischen Lebensmittel

mehr verwenden. Es gibt viele Gründe für ein veganes

Leben. Egal ob aus gesundheitlichen Gründen, zum Abnehmen,

weil du deinen ökologischen Fußabdruck vermindern möchtest,

oder weil dir einfach das Wohl der Tiere am Herzen liegt, jeder

hat seine anderen Beweggründe für ein Leben ohne tierische

Produkte.

Kochen an sich ist überhaupt kein Problem. Etwas tricky kann es

werden, wenn es zum Thema Backen kommt. Doch auch das ist

nicht schwierig, wenn du einige Tipps und Tricks kennst. Denn

sämtliche Kuchen, Torten, Kekse und andere süße Köstlichkeiten

gelingen auch ohne Butter, Eier, Sahne und Co.

Ein Tipp am Rande: Verrate deinen Freunden und der Familie

nicht, dass es sich bei der eben gebackenen, süßen Verführung

um einen veganen Kuchen handelt. Garantiert werden sie keinen

Unterschied bemerken. Ganz im Gegenteil, vegane Torten

und Kuchen schmecken meist viel besser und aromatischer, da

alle Geschmackskomponenten viel besser zur Geltung kommen.

Wenn du es jedoch im Vorfeld verrätst, dann musst du leider

auch heutzutage oft immer noch mit Vorurteilen rechnen. So

kannst du diese ganz einfach aus der Welt schaffen und dein Geheimnis

erst verraten, wenn alle begeistert ein zweites Mal zugegriffen

haben.

Butter ist wohl am einfachsten zu ersetzen. Du verwendest statt Butter

simpel rein pflanzliche Margarine oder hochwertige Öle. Wir greifen

bei den Ölen, je nach Rezept, gerne zu Kokosöl, Sesamöl oder dem neutralen

Rapsöl.

Auch Milch lässt sich schnell veganisieren. Anstatt Kuhmilch greifst du

hier zu Sojamilch, Mandelmilch, Kokosmilch oder einer x-beliebigen

Nussmilch. Diese veganen Milchsorten sind beinahe überall erhältlich.

Du kannst Nussmilch aber auch einfach zu Hause selbst herstellen.

Viele haben Angst davor, dass Kuchen ohne Eier nicht halten, bröselig

werden oder auch nicht richtig saftig schmecken. Doch verabschiede

dich ruhig von diesen Sorgen. Du benötigst dafür nicht einmal künstlich

hergestellten Eier-Ersatz. Diesen erhältst du zwar in vielen Backshops

oder Bio-Läden. Wir greifen jedoch auch hier lieber zu natürlichen und

gesünderen Alternativen.

Ein Ei lässt sich durch 2 EL Apfelmus oder 2 TL Chiasamen, die du

im Mörser zerkleinert hast, ersetzen. Eischnee ist ebenfalls einfach zu

ersetzen. Dafür benötigst du nur Aquafabe. Diese lässt sich sogar genauso

toll steif aufschlagen wie echter Eischnee. Du wirst dich jetzt fragen

Aqua was? Aquafabe ist nichts anderes als das Wasser, welches du

in einer Dose Kichererbsen findest. Wenn du also Kichererbsen zum

Kochen, Backen oder für Aufstriche wie Hummus und Co verwendest,

schütte das Wasser nicht mehr weg. Du kannst es mit dem Handmixer

und einer Prise Salz oder etwas Staubzucker wie Eischnee aufschlagen.

Damit die Kuchen und Teige schön aufgehen, ist Natron ein tolles und

natürliches Treibmittel. Noch dazu sorgst du mit Natron dafür, dass das

Gebäck neutralisiert ist. So kannst du trotz Zucker Torten und Kuchen

basisch halten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 56 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FOOD

Durch längeres Rühren für

mehr Halt sorgen

Mehl enthält Klebereiweiß. Je länger du einen

Teig rührst, umso besser kann sich dieses

lösen und dein Teig wird schön bindend.

Du kannst, wenn du zum Beispiel kein weißes

Mehl verwenden möchtest, zusätzlich

immer einige pürierte Datteln oder andere

Trockenfrüchte in den Teig einarbeiten.

Auch diese sorgen für eine zusätzliche gute

Bindung. Du darfst nur nicht denken, dass

du jedes Lebensmittel eins zu eins ersetzen

musst. Trau dich ruhig und experimentiere

ein wenig.

Beobachte deine Teige und Massen. Sind sie

zu flüssig, gib einfach einen Löffel Flohsamenschalen

oder Haferflocken hinzu. Auch

Leinsamen sorgen für eine gute Konsistenz

im Teig. Frischkäse und Co kannst du durch

weichen Tofu, sogenannten Seidentofu ersetzen.

Dieser ist sehr geschmacksneutral

und du zauberst damit Käsekuchen, bei

welchen niemand denkt, dass diese ohne

Quark und Ei gebacken wurden.

Gelatine lässt sich wunderbar durch Agar

Agar ersetzen. Damit kannst du auch sehr

tolle Marmeladen und Gelees zaubern.

Wenn dir diese etwas zu fest geliert sind,

geh einfach mit dem Stabmixer hinein. So

kannst du die gewünschte Konsistenz erhalten.

Anstatt Honig nehmen wir meist Dattelsüße

oder Ahornsirup. Zum Andicken

eignet sich Johannisbrotkernmehl hervorragend.

Aber auch Tapiokastärke ist eine

wunderbare Backzutat.

Für die Streusel benötigst du:

300 Gramm Dinkelmehl | 150 Gramm Zucker

| 130 ml Pflanzenöl | 150 ml Sojamilch

Zudem 700 Gramm Pflaumen zum Belegen

und eventuell etwas Öl zum Ausfetten der

Backform.

Zubereitung:

Für den Boden gibst du alle Zutaten in eine

Rührschüssel. Rühre den Teig mit dem

Handmixer oder in der Küchenmaschine

für mindestens 5 Minuten gut durch. Fette

ein tiefes Backblech gut aus oder lege es

mit Backpapier aus. Darauf wird der Teig

verteilt. Er soll eine sehr dickflüssige Konsistenz

haben. Ist er zu dünnflüssig, rühre

noch etwas mehr Mandelmehl ein. Die halbierten

und entsteinten Pflaumen werden

mit der Schnittfläche nach unten darauf

verteilt. Die Zutaten für die Streusel verknetest

du schnell und streust diese über

die Pflaumen. Der Backofen wird auf 180°

Celsius vorgeheizt und der Kuchen bei Umluft

für 45 Minuten gebacken.

Amerikaner vegan

gebacken. Pass auf, dass sie nicht zu dunkel

werden. Aus dem Ofen nehmen. Puderzucker

und Mandelmilch verrühren und die

erkalteten Amerikaner damit glasieren. Die

Glasur trocknen lassen und schon sind die

Köstlichkeiten fertig.

Du kannst die Amerikaner alternativ auch

mit geschmolzener Zartbitter-Kuvertüre

bestreichen oder sie Schwarz-Weiß glasieren.

Vegane Zimtschnecken

Zutaten für die Schnecken:

150 ml Sojamilch | 2 EL Kokosblütenzucker

| 1/2 Würfel Hefe frisch | 30 Gramm Margarine

| 1 Prise Himalaya Salz | 250 Gramm

Mandelmehl

Für die Fülle benötigst du:

2 EL Margarine | 2 EL brauner Zucker | 3

TL Zimt

Für die Glasur benötigst du:

Fotos: Arvind Balaraman; juefraphoto; Elisabeth Coelfen; JackF / stock.adobe.com

Nun wollen wir dir aber auch einige unserer

Lieblingsrezepte verraten. Wir wünschen

dir jetzt schon viel Spaß beim Ausprobieren

und Schlemmen.

Veganer Pflaumenkuchen mit Streusel

Für den Boden benötigst du:

350 Gramm Mandelmehl | 1/2 TL Natron

| 100 Gramm Haselnüsse gemahlen | 200

Gramm Rohrzucker oder Kokosblütenzucker

| Mark einer Vanilleschote | 300 ml Sojamilch

| 100 ml Sonnenblumenöl oder ein

anderes Pflanzenöl

Für dieses Rezept benötigst du:

250 Gramm Weizenmehl | 1 Packung Puddingpulver

Vanille | 1/2 TL Natron | 100

Gramm Pflanzenmargarine | 2 Packungen

Vanillezucker | 50 Gramm Apfelmus | 100

ml Mandelmilch

Für den Guss:

180 Gramm Puderzucker |

3 EL Mandelmilch

Alternativ: Zartbitter-Kuvertüre

Mische das Mehl mit dem Puddingpulver

und dem Natron und füge den Vanillezucker

hinzu. In einer zweiten Schüssel rührst

du die Margarine mit dem Apfelmus und

der Mandelmilch glatt. Danach werden beide

Massen gut miteinander vermengt. Lege

nun ein Backblech mit Backpapier aus und

setze mit dem Löffel die Plätzchen auf. Die

Amerikaner werden bei 170° Celsius, bei

Ober- und Unterhitze für etwa 12 Minuten

150 Gramm Puderxylit | 1 EL Mandelmilch

| 1 EL Seidentofu püriert

Zubereitung:

Erhitze die Sojamilch und löse den Zucker

darin auf. Vom Herd nehmen und auf etwa

50° abkühlen. Die Hefe einrühren und für

30 Minuten gehen lassen. Die Margarine,

Salz und Mehl einkneten und den Teig für

eine weitere Stunde bei Zimmertemperatur

gehen lassen. Der Teig soll sich nun auf einer

bemehlten Fläche ausrollen lassen. Ist

er etwas zu weich, arbeite etwas mehr Mehl

ein. Rolle den Teig nun auf 0,5 cm aus. Alle

Zutaten für die Füllung vermengen und

auf dem Teig verteilen. Den Teig einrollen

und in 3 cm dicke Stücke schneiden. Diese

auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen

und sanft plattdrücken. Bei 180° Celsius für

etwa 25 Minuten backen. In der Zwischenzeit

die Zutaten für die Glasur gut verrühren

und die gebackenen Schnecken damit

bestreichen. Die Glasur etwas trocknen lassen

und die leckeren Schnecken genießen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 57 | DEZEMBER 2019


FITNESS

mit Ajouré

Gesund

und Fit bleiben

Interviews

Sport

ernährung

AJOURÉ

www.ajoure.de

Foto: ikostudio / stock.adobe.com


FOOD


AJOURE / FITNESS

BARRE WORKOUT

FIT AN DER BALLETTSTANGE

So rank und schlank wie eine

Balletttänzerin sein – das wünschen

sich viele Frauen. Auch in

Hollywood ist dieser Wunsch allgegenwärtig.

Sowohl Models als

auch Schauspielerinnen stehen

regelmäßig an der Ballettstange,

um sich fit zu halten. Doch

das Barre-Training ist härter als

du vielleicht denken magst. Ballett

bedeutet nicht einfach nur in

rosafarbenen Tutus durch den

Raum zu hüpfen. Das Training der

Tänzerinnen ist wahrlich nicht

ohne und wird dich ordentlich ins

Schwitzen bringen.

Den Gesamten Körper Straffen und in Form bringen

Schon vor ein paar Jahren entdeckten

einige Hollywoodstars

das Barre-Training für sich und

posteten Bilder davon auf ihren

Social-Media-Kanälen. Damit

riefen sie einen neuen Trend ins

Leben, der mittlerweile auch in

Deutschland angekommen ist.

Vor allem Tanzschulen profitierten

von diesem neuen Hype, die

sich nun über immer mehr Zulauf

freuen. Doch was ist es denn nun?

Sport oder Tanz?

Ballett oder Workout?

Es handelt sich um eine Kombination

aus beidem. Tanzschritte

des Balletts werden zu einem

schweißtreibenden Workout zusammengestellt.

Mit Blick zum

Spiegel geht es an die Ballettstange,

die Füße zeigen leicht nach außen

und dann heißt es: „Ab in die

Knie!“ Auf dem Weg zurück nach

oben werden die Füße ordentlich

gestreckt und alles geht wieder

von vorn los. Das Ganze wird so

lang wiederholt bis es ordentlich

brennt. Deine Beine beginnen zu

zittern? Keine Sorge, denn genau

so soll es sein. Wenn das kein

Workout ist, was dann?

Das macht das Barre-Training

mit deinem Körper

Dein gesamter Körper wird gestrafft

und in Form gebracht. Die

Übungen zielen vor allem auf die

langen Muskeln ab und erreichen

sogar deine Tiefenmuskulatur.

Schon nach ein paar Trainingsstunden

kannst du, wenn du

ordentlich mitmachst, erste Erfolge

sehen. Vor allen an den Beinen

und am Po machen sich die

Übungen recht schnell bemerkbar.

Fotos: photology1971 / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 60 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

Hinzu kommt, dass sich deine

Haltung deutlich verbessert, was

Verspannungen vorbeugt, und

auch dein Stoffwechsel wird angeregt.

Du straffst also nicht nur

deinen Körper, sondern beschleunigst

auch die Erneuerung deiner

Zellen und den Abtransport von

Giftstoffen.

Die Stange dient dabei als unterstützendes

Element. Bei Übungen,

die viel Gleichgewicht erfordern,

ist sie dazu da, damit du dich daran

festhalten kannst.

Das Workout ist an die Stange

gebunden, was von Sportwissenschaftlern

als erheblicher Nachteil

angesehen wird. Dadurch, dass du

dauerhaft von der Ballettstange unterstützt

wirst, erlangt dein Körper

nur sehr langsam die Stabilität, die

er benötigt, um diese Bewegungen

auch frei ausüben zu können.

Das erwartet dich bei den

Trainingseinheiten

Es gibt keine bestimmten Vorgaben,

wie das Training abläuft oder

welche Übungen durchgeführt

werden sollen. Der Kreativität

der Kursleiter werden dabei keine

Grenzen gesetzt. Als Basis dienen

zwar Ballettschritte, doch diese

können beliebig abgewandelt

werden. Also keine Angst, auch

ohne Tanzerfahrung kannst du

die Übungen ausführen und beim

Training mithalten. Was immer

gleich ist, ist lediglich, dass das

Workout barfuß absolviert wird.

Auch Bewegungen aus dem Yoga

und vom Pilates werden gern integriert.

Hinzu kommen Cardioübungen,

die deine Ausdauer trainieren.

Kein Wunder also, dass dir

beim Barre-Training ordentlich

Schweiß hinunterläuft.

Neben der Ballettstange werden

beispielsweise auch Bälle, Gummibänder,

Matten oder kleine

Hanteln eingebaut, um die Übungen

noch anspruchsvoller und intensiver

zu machen. Auch Situps

oder Liegestütze werden gern in

das Training integriert, um noch

einmal die letzten Kräfte aus dir

herauszukitzeln.

Eignet sich Barre-Training

wirklich für jeden?

Wer seinem Körper etwas Gutes

tun möchte und keine Angst davor

hat, ordentlich zu schwitzen,

sollte das Barre-Training unbedingt

einmal ausprobieren. Es

mag nicht sehr anspruchsvoll

klingen, aber eines kannst du uns

glauben – der Schweiß wird fließen

und du wirst den Muskelkater

deines Lebens haben.

Du wirst plötzlich Muskeln spüren,

von denen du nicht einmal

wusstest, dass du sie hast.

Egal ob du sportlich bist oder

nicht, das Training ist für jeden

Fitnessstand geeignet. Bist du

schon fortgeschritten, dann benutze

einfach Zusatzgewichte

oder Gummibänder, um alles

noch ein bisschen anspruchsvoller

zu gestalten. Hattest du noch

nicht sehr viel mit Sport am Hut,

beginnst du ohne zusätzliche

Spielereien und nutzt einfach dein

eigenes Körpergewicht.

Solltest du Gelenkprobleme haben,

empfehlen wir dir, erst einmal

mit einem Arzt abzuklären,

ob du bedenkenlos am Training

teilnehmen kannst.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 61 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

TOP

Bio Massageöle

Relax!

Ein langer Arbeitstag, Stress, unschöne Verspannungen

oder einfach mal dem Alltag

entfliehen und abschalten – manchmal sehnt

man sich nach einer wohltuenden Massage,

die genau bei diesen Dingen Abhilfe verspricht.

Doch dabei stellt sich erst einmal die

Frage, welche Massage ist denn überhaupt die

richtige für mich? Es gibt Unmengen an verschiedenen

Typen, die alle auf bestimmte Beschwerden

abgestimmt sind. Wir helfen dir,

Licht ins Dunkle zu bringen und stellen dir

hier die beliebtesten und bekanntesten Massagetypen

vor.

WELCHE

MASSAGE

ARTEN

SIND DIE

RICHTIGEN

FÜR MICH?

GREENDOOR

Massageöl, 100ml

natürlich rein,

BIO Jojobaöl und

natur-reines Orangen-Öl

13,90 €

CLASSIC AYURVEDA

Bio Sesamöl gereift, 0,5 l

12,16 €

WELLNESSINPERFEKTION

reines Bio Mandelöl

(250ml) Massageöl

für Haut und Haar

16,90 €

Fotos: Yakobchuk Olena; gudenkoa; Rido / stock.adobe.com; PR / Amazon

AJOURE MAGAZIN SEITE: 62 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

1

Die altbewährte klassische Massage

Die wohl bekannteste Massage ist die klassische.

Sie wird auch oft Schwedische Massage genannt

– eine Anspielung auf den aus Schweden stammenden

Erfinder Henri Peter.

Die klassische Massage schenkt deinem Körper

neue Mobilität und verschafft dir nicht nur körperliche,

sondern auch geistige Entspannung.

Mit streichenden Bewegungen in Richtung Herz,

Knetbewegungen, Reiben mit den Handballen,

leichtem Klopfen und anderen Handgriffen werden

Verspannungen in deinem Körper gelöst.

2

Voller Körpereinsatz bei der Thai Massage

Kommt der Begriff Thai Massage auf, reagieren viele mit

einem schmerzverzerrten Gesicht. Bei der über 2.000 Jahre

alten Methode wird tatsächlich viel Druck ausgeübt, was zu

Beginn etwas unangenehm sein kann. Doch auf diese Weise

können selbst tiefsitzende Verspannungen und Blockaden

gelöst werden. Der Masseur oder die Masseurin leistet

vollen Körpereinsatz für dein Wohlbefinden – und das im

wahrsten Sinne des Wortes. Neben den Händen werden unter

anderem auch die Ellenbogen, die Knie oder die Füße bei

der Behandlung genutzt. Orientiert wird sich an den Energielinien

des Körpers.

3

Die zarte Shiatsu Massage

Aus Japan kam die Shiatsu Massage zu uns hinübergeschwappt.

Dabei werden lediglich die Finger benutzt. Es wird nur ganz

leichter Druck ausgeübt, denn Ziel ist es, den Energiefluss wieder

anzuregen und den Körper so wieder auszugleichen. Auch

die Abwehrkräfte werden gestärkt und sogar bei Verdauungsproblemen

kann mit der Shiatsu Massage Abhilfe geschaffen

werden.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 63 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

4

Die Ayurveda Massage der alten Inder

Auch die Ayurveda Massage findet seit mehreren

Tausend Jahren Anwendung. Schon die alten Inder

wussten über die positiven Wirkungsweisen

von Massagen Bescheid.

Ayurveda ist die Lehre des langen Lebens und

beinhaltet verschiedene Massagen. Die in Europa

am häufigsten angebotene Form ist die Ayurveda

Ganzkörpermassage, bei der warmes therapeutisches

Öl verwendet wird, das mit Kräuterextrakten

versetzt wurde. Durch die Massagebewegungen

können diese Extrakte tief in deinen Körper

eindringen und Giftstoffe lösen. Der gesamte

Energiefluss wird aktiviert, sodass diese Stoffe

schnell aus deinem Körper geleitet werden können.

5

Entspannung

pur mit der Hot

Stone Massage

Bei der Hot Stone Massage finden – wie der Name bereits

verrät – heiße Lava-Steine Anwendung. Sie werden auf

den Akkupunkturpunkten deines Körpers platziert und

mithilfe von Aromaöl sanft bewegt. Diese Methode löst

nicht nur Verspannungen, sondern regt auch die Blutzirkulation

an, sodass sich deine Zellen besser regenerieren

können. Zusätzlich wird dein

Nerven- und Lymphsystem

angeregt, Giftstoffe können

besser aus deinem Körper

abtransportiert werden und

du fühlst dich frischer und

wacher.

6Für alle Leckermäuler – die Hot Chocolate Massage

Bei der Hot Chocolate Massage wirst du nicht einfach mit herkömmlicher Schokolade eingerieben. Dafür wird eine

spezielle Kakaosorte verwendet, die viele wohltuende Wirkstoffe enthält und mit Shea-Nuss-Butter und Mandelöl

vermischt wird. Damit wirst du allerdings nicht massiert, sondern dein Körper wird mit einer Folie eingewickelt,

damit all diese Wirkstoffe besser in deinen Körper gelangen können. Im Anschluss wird alles abgewaschen und du

wirst zum Abschluss mit Kakaobutter eingecremt.

Diese Methode pflegt deine Haut intensiv und kann sogar den Prozess der Hautalterung verlangsamen.

Fotos: Valua Vitaly; Minerva Studio; Dasha Petrenko; Rido; jat306 / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 64 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

Mit Esoterik gegen Verspannungen – die Klangschalenmassage

7

Die Klangschalenmassage kommt aus Ostasien

und ist keine klassische Massage, denn du

wirst nicht berührt. Der Masseur stellt Klangschalen

neben dir auf, die über verschiedene

Tonlagen verfügen. Die Schwingungen, die sie

bei einem Schlag auslösen, gehen auf deinen

Körper über und du spürst Vibrationen. Die

kaum merklichen Bewegungen dringen tief in

deinen Körper ein und lösen deine Verspannungen

auf eine ganz sanfte Art und Weise.

8

Auch die Pantai Luar Massage kommt aus Ostasien.

Dabei wird dein Körper meist mit Kräuterölen

behandelt und nicht mit den Händen, sondern

einem Kräuterstempel in schnellen Bewegungen

massiert. So werden beschädigte Zellen innerhalb

deines Körpers abtransportiert und natürlich

werden auch Verspannungen gelöst und die Muskeln

gelockert. Durch die Anregung deines Stoffwechsels

kann dein Körper viel leichter entgiften

und auch Entzündungen können auf diese Weise

abklingen.

Die Kräuterölmassage Pantai Luar

9

Die Tuina Massage – eine Behandlung

mit Tradition

Die Tuina Massage stammt aus China und ist ein Teil der

alten Heilkünste des Landes. Dein Körper wird nicht nur

großflächig, sondern auch punktuell behandelt. Diese Kombination

legt deine Leitbahnen frei und chronische Schmerzen

können gelindert werden. Auch Blockaden in deinem

Körper werden gelöst und deine Durchblutung wird gefördert.

Das wiederum unterstützt die Funktionsweise deiner

Organe und bringt deinen Körper und deinen Geist in Einklang.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 65 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

So hältst du deine

Fitness-Vorsätze wirklich durch

Hast du neue Fitness-Vorsätze gefasst und möchtest

du sie diesmal wirklich durchhalten? Das ist

gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Wir

haben dir hier ein paar Tipps zusammengestellt,

mit denen es sehr viel leichter wird.

Visualisiere und formuliere deine Ziele

Hast du ein Ziel, das du erreichen möchtest?

Möchtest du vielleicht abnehmen, deine Kondition

verbessern oder deine Muskeln straffen? Ein Ziel

zu haben ist immer eine gute Sache, denn du kannst

ganz konkret auf etwas Bestimmtes hinarbeiten. Formuliere

dein Ziel, schreib es dir auf oder visualisiere es

auf andere Weise. Etwa, indem du dir ein Bikinifoto aus

besseren Zeiten an den Kühlschrank hängst.

Kampf gegen die Monotonie

Bringe Abwechslung in dein Training. Nichts ist

langweiliger und ermüdender, als jeden Tag dieselbe

Routine abzuarbeiten. Das kann niemand

lange durchhalten, und falls doch, dann macht

es auf jeden Fall keinen Spaß. Damit Sport aber

zu etwas ganz Normalem in deinem Alltag wird,

ist der Spaßfaktor unerlässlich. Geh also im Fitness-Studio

nicht jeden Tag nur an die Geräte,

sondern besuche auch Kurse wie Yoga oder Pilates.

Die abwechselnde Beanspruchung verschiedener

Muskelgruppen führt dazu, dass du deinen ganzen

Körper trainierst.

Fotos: dima_sidelnikov / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 66 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FITNESS

Achte auf eiweißreiche Ernährung

Wer Sport macht, verbrennt dabei Kalorien und hat

automatisch mehr Hunger. Deshalb ist es in Ordnung,

wenn du nach dem Sport gut isst. Du solltest

lediglich darauf achten, jetzt auch die richtigen Dinge

zu essen. Eine eiweißreiche Ernährung unterstützt

die Fettverbrennung und den Muskelaufbau.

Wenn du am Abend auf Kohlenhydrate verzichtest,

ist das ein regelrechter Booster für deinen Stoffwechsel.

Trotzdem sind Kohlenhydrate gerade für Sportler

wichtig - du solltest sie aber am besten zum Frühstück

oder Mittagessen zu dir nehmen.

Langfristige Ziele sind besser als kurzfristige

Da es auch bei konsequentem Training immer wieder

zu sogenannten Leistungsplateaus kommt, bei

denen du das Gefühl hast, dass du mit deinen Bemühungen

einfach nur auf der Stelle trittst, solltest

du dir eher langfristige als kurzfristige Ziele setzen.

Wer konsequent weitertrainiert, wir die Früchte seiner

Anstrengung früher oder später ernten. Nimm

dir also nicht vor, bis nächste Woche 5 Kilo abzuspecken,

sondern denke vielmehr an den nächsten

Strandurlaub in einigen Monaten. Dort kannst du

zeigen, was du die letzten Wochen geleistet hast.

Dein Körper wird ganz für sich selbst sprechen.

Nimm dir nicht zu viel vor

Die meisten Sportbemühungen scheitern an zu hohen

Vorsätzen. Gerade in der heutigen Zeit haben

wir ja ohnehin ständig das Gefühl, immer noch mehr

Leistung bringen zu müssen. Wenn du mit dem Laufen

beginnst, dann musst du nicht in einem halben

Jahr schon einen Marathon schaffen. Wenn du in 6

Monaten einen 10-km-Lauf laufen kannst, dann ist

das mindestens genauso toll, und eine Leistung, auf

die du stolz sein und vor allem, die du auch wirklich

erreichen kannst.

Dasselbe gilt für Abnehmziele. Denke hier besser

in kleineren Schritten von zwei bis drei Kilogramm,

anstatt gleich an die totale Verwandlung.

Mehr Spaß mit dem optimalen Trainingspartner

Dies ist der ultimative Tipp, gerade für die Einsteiger

beim Sport. Früher oder später wird sich der

gefürchtete innere Schweinehund zu Wort melden

und versuchen, dich mit allen möglichen Ausflüchten

und Ausreden zum Daheimbleiben zu überreden.

Tatsächlich ist es an vielen Tagen gar nicht so

einfach, sich auch wirklich zum Sport aufzuraffen.

Doch tatsächlich fühlst du dich hinterher immer

besser, wenn du etwas getan hast. Suche dir also einen

oder mehrere Trainingspartner, verabrede dich

mit deiner Freundin zu festen Zeiten, besuche Kurse

oder schließe dich einem Lauftreff mit fixen Terminen

an. In der Gruppe oder zu zweit macht Sport

gleich viel mehr Spaß.

Dokumentiere dein Training

und deine Erfolge

Bevor du mit dem Sport beginnst, mache

eine Bestandsaufnahme. Was kannst

du, was wiegst du, was traust du dir zu?

Dokumentiere dann dein Training. Das

wird dazu führen, dass du bald keine

Lücken und Faulheiten in deiner Dokumentation

mehr tolerieren wirst. Wenn

du über deine Trainingseinheiten und

Fortschritte Buch führst, so ist das eine

tolle Motivation, um weiterzumachen.

Du siehst auf einen Blick, was du alles

bereits erreicht hast. Wähle für die Dokumentation

diejenige Form, die dir

am meisten liegt. Schreibe in ein Heft,

in eine Excel-Datei oder benutze eine

Fitness-App. Bei vielen Apps kannst du

dich mit anderen verbinden und ihr motiviert

euch gegenseitig.

Spaß ist wichtig

Menschen, die keinen Spaß an dem haben,

was sie tun, tun es meist nicht lange.

Dies gilt auch für den Sport, denn er

findet schließlich freiwillig statt. Deshalb

solltest du dich unbedingt für eine Sportart

entscheiden, die dir auch wirklich

Spaß macht. Vielleicht bewegst du dich

lieber in der freien Natur? Dann geh laufen

oder Rad fahren. Ist es dir draußen

oft zu nass, zu kalt oder zu heiß? Dann

entscheide dich für eine Indoor-Sportart

oder ein Fitness-Studio. Die Möglichkeiten

sind so vielfältig, dass du garantiert

das richtige für dich selbst finden wirst.

Manchmal musst du vielleicht auch ein

paar Dinge ausprobieren, bis du es sicher

weißt.

Belohne dich zwischendurch

Wenn du dich beim Sport anstrengst

und verausgabst, dann ist es völlig ok,

dass du dich anschließend für deine

Anstrengungen belohnst. Es kommt nur

darauf an, auch die richtige Art von Belohnung

zu wählen. Zwar sind kleine

Sünden zwischendurch vollkommen in

Ordnung und erlaubt, sie sollten jedoch

nicht die Oberhand gewinnen. Gerade

dann, wenn du mit dem Sport abnehmen

möchtest, finden sich beim Thema

„Belohnung“ schon einige Stolperfallen.

Versuche also, neue Wege zu finden.

Hast du schon drei Kilo mühsam abgesportelt?

Dann gönne dir statt dem zweiten

Stück Torte doch einfach eine neue

Hose oder ein neues Shirt, oder belohne

dich mit einem Kinobesuch.

Der Plan B für den Notfall

Beim Sport ist vor allem eines wichtig:

Konsequent dranzubleiben. Denn

sehr schnell ist die mühsam erarbeitete

Form und Kondition auch schon wieder

rückläufig, wenn du zu lange aussetzt.

Kommt deiner Terminplanung eine Geschäftsreise

dazwischen? Keine Sorge,

du kannst in jeder Stadt Alternativen

finden. Besuche den Fitnessraum in deinem

Hotel, oder nimm dir die Laufschuhe

mit und drehe vor dem Abendessen

eine kleine Runde um den Block. Es ist

dabei gar nicht wichtig, dass du dich

streng an dein normales Pensum hältst.

Hauptsache, du bleibst in Bewegung.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 67 | DEZEMBER 2019


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TRAVEL

AJOURE MAGAZIN SEITE: 71 | DEZEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

ENTDECKE DIE VEGAN-FREUNDLICHSTEN

STÄDTE DER WELT

Die vegane Ernährung und Lebensweise ist besonders in den letzten

Jahren in aller Munde. Aus gutem Grund, denn mit dem Verzicht

auf Lebensmittel und Co. tierischen Ursprungs tust du nicht

nur dir selbst etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Aber nicht

nur: Während unzählige Menschen auf der Welt hungern müssen,

nutzen wir Ressourcen lieber zur Produktion von Fleisch. Ein kleines

Beispiel: für ein Kilogramm Fleisch werden 15 Kilo pflanzliche

Nahrung und 15.000 Liter Wasser benötigt. Mit dem veganen Lebensstil

setzt du auch auf deine eigene Gesundheit. Übergewicht,

chronische Krankheiten und schlechte Blutwerte treten oft bei einer

fleischlastigen Ernährung auf, während eine rein pflanzliche

Ernährung mit körperlicher und geistiger Fitness und Leistungsfähigkeit

in Verbindung gebracht wird.

Der vegane Trend ist zwar im Aufmarsch, in Deutschland ernähren

sich circa 8 Millionen Menschen vegetarisch und 1,3 Millionen

vegan, dennoch isst der Großteil noch immer Fleisch und

Milchprodukte. Der eigene Beitrag für den Umweltschutz, den

Tierschutz und den Klimaschutz kann deshalb manchmal schwierig

sein. Du sitzt im Café - doch es gibt keine pflanzliche Milchalternative,

du genießt einen Restaurantbesuch mit Freunden – die

Karte besteht allerdings aus Fleisch- und Fischgerichten und das

einzige Restaurant in der Stadt mit veganen Alternativen befindet

sich am anderen Ende und hat sowieso schon längst geschlossen.

Wenn du deinen nächsten Urlaub planst und nicht ständig im Hinterkopf

haben möchtest, wo es für dich etwas zum Knabbern gibt,

haben wir für dich die vegan-freundlichsten Städte unter die Lupe

genommen. Selbst Omnivoren läuft hier das Wasser im Mund zusammen.

Amsterdam

Wer für einen Besuch in der Grachtenstadt vorbeikommt, kann

das üppige vegane Sortiment Hollands Hauptstadt genießen. Am

besten fängst du mit einem veganen Pannekoek, dem typischen

niederländischen Pfannkuchen, an. Das Gute: in den zahlreichen

Frühstückslokalen gibt es mehrere vegane Alternativen (z.B. im

„The Happy Pig Pancake Shop“), du musst also nicht nach einem

veganen Lokal Ausschau halten. Für Kartoffelliebhaber ist ein Besuch

im „Jacketz“ Pflicht, an veganen Toppings mangelt es auch

nicht. Probiere die leckeren Kartoffeln in Kombination mit Rote

Bete-Salat, grünem Curry, Hummus und Nüssen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 72 | DEZEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Fotos: MKavalenkau; rcfotostock; oneinchpunch; peresanz; rh2010 / stock.adobe.com

Keine Beere hat in den letzten Jahren so

an Beliebtheit gewonnen wie die Avocado.

Verständlich, sie schmeckt nicht nur ausgezeichnet,

sondern ist auch noch gesund.

Ein Besuch bei „The Avocado Show“ darf

also nicht fehlen. Hier findest du vegane

Pancakes, Burger, Poké Bowls, Frühstücks-Bowls,

Nachos und Toast mit deliziösen

veganen Garnierungen. Auch fast

alle Saucen sind vegan. Schon die Namen

der Gerichte klingen wie ein Traum – wer

kann schon einem Mango Curry Tango

Toast mit einer Avocado-Rose widerstehen?

London

Tierrechtsaktivisten fühlen sich in London

wohl. Kein Wunder, es gibt hier sogar in

den Supermärkten ausgiebig vegane Alternativen

– auch Fertiggerichte aller Art,

wenn es mal schnell gehen muss. Vegan-freundliche

oder komplett vegane Lokale

sind auch keine Seltenheit. Seit 2017

gibt es den veganen Fried-‘Chicken‘-Shop

„Temple of Hackney“ im Osten Londons.

Hier kommen Fast-Food Liebhaber auf

ihre Kosten. Auch Menschen, die gerne

Fleisch essen, merken oft kaum einen Unterschied.

Unbedingt das Mac and Cheese,

den Chicken Burger und die frittierten

Popcorn-Chicken Nuggets probieren. Für

Menschen in Feierlaune bietet London die

Vegan Nights an, eine Festivalnacht einmal

im Monat, bei der sich alles um Musik,

DJs und veganen Köstlichkeiten dreht. Ein

weiteres Must-See-Restaurant für einen

London Trip ist das „Sutton And Sons“,

das erste komplett vegane ‚Fish‘ And Chips

Restaurant der Stadt. Beim ‚Fisch‘ handelt

es sich um in Seetang und Meerfenchel

marinierte (und anschließend frittierte)

Bananenblüten, die Garnelen sind aus Kartoffelstärke,

die in Backteig ausgebacken

wurden.

Turin

Italienische Eiscreme, aber vegan? In Turin

ist das möglich. Die norditalienische Stadt

gilt als Vorreiterin für Veganismus in Italien.

Bei „Il Gelato Amico“ wird auf Milch

und seine Nebenerzeugnisse verzichtet,

stattdessen punktet man mit Reismilch,

Fruchtzucker und glutenfreiem Mehl. Neben

einer Vielzahl an Eissorten findest du

hier auch leckeres aus der Konditorei – Sachertorte,

Mandel-Pistazien-Torte und

vieles mehr. Um das vegane Italien noch

schmackhafter zu machen, fehlen nur

noch wenige Dinge. Eines davon ist der

typische Kaffee, den es in vielen Bars mit

Sojamilch und anderen Alternativen gibt.

Typische italienische Hauptspeisen dürfen

selbstverständlich auch nicht fehlen.

Im „Coox“ ist alles vegan, von der Lasagne

mit Seitan-Ragout bis zu den Spaghetti alla

Carbonara, zum Chicken Style Burger bis

zur Parmigiana.

New York City

New York ist die vegan-freundlichste Stadt

Amerikas, hier findest du beispielsweise

„blutige“ Burger und Frühstücks-„Speck“.

In den „Blossom“ Restaurants gibt es vegane

Neuinterpretationen klassischer Küche

zum Lunch, Brunch und Dinner. Sollen

es Ravioli in Cashew-Creme, Caesar Salad

mit Shiitake-Speck, Burger mit veganem

Patty und veganer Mozzarella sein

oder gleich alles? Im „Buddha Bodai“ im

Herzen von Chinatown hingegen findest

du veganes Dim Sum, Barbeque-„Fleisch“

und veganes Hühnchen. Zum Dessert geht

es dann zu „Happy Zoe Vegan Bakery“ für

ein veganes Stück Torte (oder gleich eine

ganze Torte bestellen?) oder einen Matcha

Donut.

Los Angeles

Auch in der Stadt der Engel ist es nicht

schwierig, an vegane Köstlichkeiten zu

kommen. Es gibt hier tatsächlich einen

veganen Milchmann bzw. Mylkman, der

dir Mandelmilch und Kokoswasser direkt

nach Hause liefert. Auf die berühmte Burgerkette

„In-N-Out“ kannst du auch problemlos

verzichten, bei „Monty‘s Good

Burger“ schmeckt alles mindestens genauso

gut und ist zu 100% pflanzlich. Stelle dir

deinen Burger zusammen: mit Impossible

2.0 Patty, veganem Käse, deinem Lieblingsgemüse

und leckeren Saucen. Dazu

dürfen Strohkartoffeln und Tater Tots, sowie

ein Salted Caramel-Shake mit einem

XL-Cookie natürlich nicht fehlen. Wer

noch immer nicht satt ist, darf sich über

eine vegane Pizza im „Café Gratitude“,

Avocadotoast im „Gjusta“ und veganem

Käse im ersten veganen Käseshop „Vromage“

freuen. Auch das „Gracias Madre“ lockt

mit veganer, mexikanischer Küche und der

„Veggie Grill“ in Südkalifornien bietet alles

von Burgern bis zu Salaten und Bowls.

Die herrlichen Temperaturen schreien hier

quasi nach veganer Eiscreme: die findest

du bei „KindKreme Echo Park“, dem besten

veganen Eis laut PETA.

Die Städte (und sogar Städtchen und

Dörfer) mit gesunden, veganen Optionen

werden zum Glück immer mehr, es wäre

deswegen unmöglich gewesen alle aufzuzählen.

Wer demnächst allerdings in eine

der oben genannten vegan-freundlichen

Städte reist, kann sich über leckeren Gaumenschmaus

freuen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 73 | DEZEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Ajouré

Travel

Tipp:

Mediterranes Flair

im UM Beach House

Mallorca

Mallorca – nicht ohne Grund ist die spanische

Insel eines der Lieblingsreiseziele der Deutschen!

Mit einer Vielzahl an feinen Sandstränden,

traumhaften Buchten und hervorragenden

Restaurants liegt die Insel nur maximal

drei Flugstunden von Deutschland entfernt. So

lohnt es sich auch in der Nebensaison, für einen

Kurzurlaub oder einen Wochenendtrip auf die

Insel zu fliegen und die Seele baumeln zu lassen.

Denn Mallorca kann nicht nur Trubel und Party,

sondern auch an Ruheoasen und Beachclubs hat

die Insel viel zu bieten.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 74 | DEZEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

Nicht unweit von Palma hat zu Beginn der

Saison ein neues Beach House-Konzept

eröffnet, welches für all diejenigen perfekt

ist, die eine Abwechslung vom Strandleben

oder dem Treiben der Stadt haben möchten.

Die Umami Group öffnete die Tore des UM

Beach House in bester Lage am Hafen von

Puerto Portals, einem Ort, der jedes Jahr

von denjenigen besucht wird, die auf der

Suche nach Entspannung und Exklusivität

sind. Im UM Beach Club erwartet dich ein

einzigartiger Boho-Spirit, welcher in perfekter

Harmonie mit dem Flair des Mittelmeers

steht. So genießt du vom gesamten

Beach-Club aus einen unvergleichlichen

Blick auf das türkisblaue Mittelmeer und

die malerische Küste von Calvià. Ergänzt

wird das mediterrane Konzept durch natürliche

Materialien wie edlen Hölzern. Die im

Beach Club verwendeten Materialien sind

recycelt, die Speisekarten sind in Holz eingebunden

und die Gläser sind aus mundgeblasenem

Glas.

Fotos: UM Beach House

Das internationale Team besteht aus abenteuerlustigen

Persönlichkeiten, welche die

mediterrane Lebensweise verstehen. Positivität,

Menschlichkeit, Herzlichkeit, Knowhow

und Leidenschaft sind die Werte, die

das Konzept des Beach House ausmachen.

Und so ist es egal, ob du einen sonnigen

Tag am Pool genießen möchtest, mit Freunden

entspannst oder zum Abendessen vorbeischaust.

Denn das UM Beach House ist

der perfekte Ort, um den Körper zu regenerieren

und die Seele mit inspirierenden

Momenten zu versorgen.

Umgeben von großen Pinien kannst auf

der wunderschönen Terrasse auf einen der

Bali-Betten oder Sonnenliegen entspannen,

dich zwischendurch im Pool abkühlen und

dich durch die kulinarischen Highlights der

Speisekarte probieren. Unter der Woche

herrscht eine ruhige und relaxte Atmosphäre.

Jeden Sonntag im Sommer findet dann

die Veranstaltung EMBASSEA statt - eine

Hommage an das Meer und die Ozeane

und deren Energie, welche durch afrikanische

Musik und Stammesrhythmen untermalt

wird.

Nicht nur im Sommer bietet das UM Beach

House einzigartige Veranstaltungen, sondern

auch in der Nebensaison lohnt sich

ein Besuch:

Seit dem 11. Oktober wird jeden Freitag

das mediterrane Flair mit einem Wochenend-Ritual

gefeiert, welches die Gäste dazu

bringt, loszulassen und das Wochenende

zu genießen. Untermalt von House-Musik,

kannst du am Abend hervorragende

Herbst-Gerichte probieren.

Jeden Sonntag findet der „SEA YOU

SUNDAY“-Brunch statt, bei welchem du

ab 11 Uhr ein spätes Frühstück am Meer

genießen kannst, welches von Musik begleitet

wird und sich durch eine große Auswahl

an Bio-Produkten sowie gesunden

Rezepte auszeichnet.

Wenn dich mal wieder das Fernweh packt

und dich Richtung Mallorca lenkt, sollte

das UM Beach House auf deiner To-do-

Liste stehen. Ob zum Sonnenbaden, um

beim Abendessen den Sonnenuntergang

zu erleben oder mit Freunden anzustoßen

- im UM Beach House findest du eine

einzigartige Mischung. Ein unvergessliches

Erlebnis!

UM Beach House Portals

Carretera de Andratx, km 11

07181 Portals Nous – Calvià

Web: https://umbeachhouse.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 75 | DEZEMBER 2019


AJOURE / TRAVEL

BRÜCKENTAGE

2020

SO MAXIMIERST

DU DEINE

URLAUBSTAGE

Auf keine Zeit im Jahr freuen sich die

deutschen Arbeitnehmer mehr als auf ihre

Urlaubszeit. Gemäß Bundesurlaubsgesetz

haben Arbeitnehmer in Deutschland einen

gesetzlichen Urlaubsanspruch von

mindestens 24 Arbeitstagen (= 4 Wochen)

pro Kalenderjahr. Abgestellt wird dabei

auf Werktage, das bedeutet: Bei einer regelmäßigen

5-Tage-Woche entspricht das

20 Urlaubstagen, bei einer regelmäßigen

4-Tage-Woche sind es 16 Urlaubstage,

usw. Durch Tarif- oder Arbeitsverträge

haben deutsche Arbeitnehmer aber in der

Regel einen deutlich höheren Urlaubsanspruch

im Jahr, im Schnitt zwischen 27 bis

30 Tage. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,

den Jahresurlaub durch die Nutzung

unterjähriger Brückentage nochmals

zu verlängern.

Wie man Brückentage optimal nutzt

Im Jahr 2020 können deutsche Arbeitnehmer,

im Unterschied zu den Vorjahren,

aufgrund der ungünstig liegenden Feiertage,

leider nur 34 Brückentage nutzen.

Ausgehend vom Mindesturlaub von 24

Tagen wären das, bei voller Ausnutzung

aller Brückentage, immerhin noch 58

freie Tage im Jahr. Bei einem Schnitt von

28 Urlaubstagen wären es sogar 62 freie

Tage. Wer gut plant, kann seinen Jahresurlaub

2020 durch die optimale Kombination

von gesetzlichen Feiertagen und davor

bzw. dahinter liegenden Brückentagen

fast verdoppeln. Gesetzliche Feiertage, die

im Jahr 2020 auf einen Werktag fallen und

bei der Urlaubsplanung eine Rolle spielen

können, sind folgende:

AJOURE MAGAZIN SEITE: 76 | DEZEMBER 2019

Fotos: Kittiphan / stock.adobe.com


Gesetzliche Feiertage bundesweit:

AJOURE / TRAVEL

1. Neujahr (01.01.): Mittwoch

2. Karfreitag (10.04.): Freitag

3. Ostern (13.4.): Montag

4. Tag der Arbeit (1.5.): Freitag

5. Christi Himmelfahrt (21.05.): Donnerstag

6. Pfingsten (01.06.): Montag

7. Weihnachten (26.12.): Freitag

8. Silvester und Neujahr (31.12. & 1.1.) :

Donnerstag, Freitag

Dazu kommen noch die gesetzlichen Feiertage einiger Bundesländer:

1. Heilige drei Könige (06.01. / Montag): gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt

2. 75. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus (08.05. Freitag): einmalig 2020 in Berlin

3. Fronleichnam (11.6. / Donnerstag): gesetzlicher Feiertag in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland

4. Buß- und Bettag (18.11. / Mittwoch): gesetzlicher Feiertag in Sachsen

Unter Berücksichtigung der Bundesländerregelungen könnte die minimalste Urlaubsrechnung

(bei 24 Tagen Mindesturlaubsanspruch) zum Beispiel so aussehen:

• Nimm 2 Urlaubstage vom 02.01.-03.01. und gewinne insgesamt 5 bis 6 freie Tage.

• Nimm 4 Urlaubstage vom 06.04.-09.04. und gewinne insgesamt 10 freie Tage.

• Nimm 1 Urlaubstag am 30.04. und gewinne insgesamt 4 freie Tage.

• Nimm 4 Urlaubstage vom 18.05.-20.05. und am 22.05. und gewinne insgesamt 9 freie Tage.

• Nimm 8 Urlaubstage vom 02.06.-05.06. vom 08.06.-10.06. und am 12.06. und gewinne insgesamt 16 freie Tage.

• Nimm 4 Urlaubstage vom 21.12.-24.12. und gewinne insgesamt 9 freie Tage.

• Nimm 1 Urlaubstag am 31.12. und gewinne insgesamt 4 frei Tage.

Hast du einen höheren Urlaubsanspruch

im Jahr, sieht die Rechnung

natürlich noch besser aus. Bei einem

Urlaubsanspruch von 27 Tagen

lassen sich im Optimalfall 61

freie Tage erzielen. Bei 28 Urlaubstagen

sind das schon 62 freie Tage

und bei 29 sogar 63 freie Tage. Mit

34 Urlaubstagen (haben leider nur

die wenigsten Arbeitnehmer) im

Jahr, ist das Maximum von 72 freien

Tagen allerdings erreicht. Das

ist eine ganze Menge Freizeit. Wer

die Brückentage im Jahr 2020 also

schlau nutzt, kann sich über mehr

zusammenhängende Urlaubstage

freuen.

Wie kannst du Brückentage

nutzen, ohne Stress mit den

Kolleginnen oder Kollegen zu

bekommen?

Im Regelfall werden die Urlaubswünsche

von Arbeitnehmern bei

der zeitlichen Festlegung des Urlaubs

berücksichtigt, es sei denn,

dringende betriebliche Belange

oder soziale Gegebenheiten anderer

Arbeitnehmer stehen dem

entgegen. Soziale Gegebenheiten

können zum Beispiel das Lebensalter,

Dauer der Betriebszugehörigkeit,

Alter und Anzahl der Kinder

(Schulpflicht) sowie Berufstätigkeit

des Ehegatten sein. Kein Arbeitnehmer

hat einen Anspruch darauf,

seinen Urlaub an einem bestimmten

Brückentag zu nehmen.

Ob der Wunschurlaub gewährt

wird, hängt vorrangig von betrieblichen

Sachverhalten und den Interessen

der weiteren Mitarbeiter ab.

Brückentage sorgen in Unternehmen

häufig für Ärger. Wer welchen

und wie viele Brückentage nehmen

möchte, gibt immer wieder Anlass

zu Diskussionen. Es gibt aber einige

bewährte Regeln wie man sich

bei der Urlaubsplanung verträglich

mit den Kolleginnen und Kollegen

einigen kann.

1. Rechtzeitig planen

Kennst du den Spruch: „Früher Vogel

fängt den Wurm“ oder anders

ausgedrückt: „Wer zuerst kommt,

mahlt zuerst“? Dann kennst du

auch schon die erste und wichtigste

Regel bei der Urlaubsplanung.

Plane deinen Urlaub möglichst

früh im Jahr! Dann stehen in der

Regel noch alle Brückentage zur

Verfügung. Du hast noch die freie

Auswahl und sowohl Geschäftsführung

als auch Kollegen können

sich rechtzeitig auf deine Urlaubsplanung

einstellen.

2. Nicht alle wollen

Zweite Regel: Sichere dir nicht alle

Brückentage. Hier ist Kompromissbereitschaft

gefragt: Wenn du

bereits einige Brückentage eingeplant

hast, lass auch deine Kollegen

zum Zug kommen. Bedenke,

dass zum Beispiel Kollegen mit

Familie schulfreie Tage benötigen,

um ihren Urlaub zu planen. In solchen

Fällen auch einmal zurückzustecken,

macht sich immer gut

und sorgt für ein entspanntes Betriebsklima.

3. Keep calm

Dritte und letzte Regel ist: Bleib ruhig!

Mit den Kollegen wegen einer

Urlaubsplanung in Streit zu geraten

hilft niemandem und vergiftet

das Klima. Wenn keine gütliche

Einigung erzielt werden kann, weil

beide Parteien gute Gründe für

einen bestimmten Urlaubstermin

haben, bleibt als Ultima Ratio nur

die Angelegenheit mit dem Vorgesetzten

zu besprechen. Der wird

üblicherweise zunächst nach sozialen

Gesichtspunkten entscheiden.

Fällt die Entscheidung zu deinen

Ungunsten aus, wird es bestimmt

im nächsten Jahr positiv für dich

ausfallen.

4. Erst abklären, dann buchen

Daher ein letzter TIPP: Buche deinen

Urlaub sinnvollerweise erst,

nachdem dieser seitens der Geschäftsführung

genehmigt wurde.

So vermeidest du Probleme und

vielleicht sogar finanzielle Verluste.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 77 | DEZEMBER 2019


Foto: Christine Fiedler & Caroline Pit


Foto: Look! / stock.adobe.com

FASHION


AJOURE / FASHION

Re/Done

ENTDECKE DIE

SCHÖNSTEN

NACHHALTIGEN

JEANS-LABELS

Genauso wie viele andere Produktionen,

verursacht auch die Modeindustrie große

Umweltschäden und beutet Natur und

Menschen aus. Das muss aber nicht sein,

denn viele Labels beweisen mittlerweile,

wie es anders gehen kann. Sie stellen ihre

Produktion um, verzichten auf schädliche

Stoffe, produzieren unter fairen Bedingungen

und nutzen erneuerbare Ressourcen

oder verwerten gar Abfallprodukte

bzw. recyceln Textilien.

Vor allem beim Kauf einer Jeans ist

Nachhaltigkeit eine Investition in die

Zukunft von Natur und Umwelt, aber

auch in die eigene Gesundheit und für den

eigenen Geldbeutel. Denn nachhaltig produzierte

Jeans zielen auf Langlebigkeit und

Qualität hin, so dass sie ein zuverlässiges und

hochwertiges Kleidungsstück sind.

Vorteile nachhaltiger Mode

aus einen Blick:

• Du kaufst mit gutem Gewissen gegenüber

der Umwelt und den Arbeitern.

• Du erwirbst ein langlebiges Qualitätsprodukt

statt Fast Fashion zu kaufen.

• Du trägst biologische Rohstoffe ohne Genmanipulation

oder schädliche Chemikalien.

• Du unterstützt Firmen, die Wert auf wasserund

energiesparende Produktion legen.

• Du stimmst mit deinem Kauf für nachhaltige

Produktion und erhöhst die Nachfrage.

• Du trägst bei zum Erfolg verlässlicher Siegel

und überprüfter Produktionen.

Nudie Jeans

Diese schwedische Jeans-Marke

wirbt damit, dass ihre Jeans mit

der Zeit immer schöner werden

und quasi Charakter bekommen.

Der Alltag darf Spuren auf ihnen

hinterlassen und sie machen

dank hervorragender Qualität alles

mit. Dieser Qualität vertrauen

die Hersteller so sehr, dass sie lebenslange

kostenlose Reparaturen

versprechen. Die Hosen bestehen

aus GOTS-zertifizierter Baumwolle

und werden in Italien und Tunesien

unter fairen Bedingungen produziert

(die Marke ist Mitglied der Fair Wear

Foundation). Außerdem verwendet das

Label keine Lederpatches, ist also vegan

und macht die eigene Produktionskette

auf ihrer Website transparent.

https://www.nudiejeans.com/

https://www.instagram.com/nudiejeans/

Kuyichi

Auch die holländische Jeansmarke ist

Mitglied Fair Wear Foundation und

wurde von der Initiative MADE-BY als

transparent bewertet, da die gesamte

Produktionskette aufgeschlüsselt wird.

Die Baumwolle der meisten Jeans ist

GOTS-zertifiziert und bei der Herstellung

wird auf die umweltschädliche

Sandstrahlung komplett und

auf Chemikalien weitestgehend

verzichtet. Bei Kuyichi wird laufend

an der Verbesserung von

Energie- und Wasserverbrauch

gearbeitet. Außerdem bietet das

Label besonders viele verschiedene

Schnitte, Passformen und

Waschungen sowohl für Frauen

als auch Männer an.

https://kuyichi.com/

https://www.instagram.com/

kuyichipuregoods/

Fotos: Re / Done; bleed clothing; Manomama; Kings of Indigo; AYR

AJOURE MAGAZIN SEITE: 80 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FASHION

bleed clothing

Manomama

Kings of Indigo

Bleed

Die Marke hat viele Ansprüche an sich selbst,

denen sie auch allen gerecht wird: Sie ist

ökologisch, fair, vegan und nachhaltig. Die

Baumwolle für Jeans ist GOTS-zertifiziert

und stammt aus Afrika und Indien. Sie wird

angebaut, ohne Chemikalien zu verwenden

und ebenso chemiefrei in Portugal weiterverarbeitet.

Die letztendliche Jeans wird dann in

Polen angefertigt. Damit ist die Produktionskette

sehr transparent. Die Auswahl ist übersichtlich

und umfasst zwei Herrenjeans und

drei Damenjeans. Bleed bietet jedoch noch

weitere Mode an, ist also kein reines Jeans-Label.

https://www.bleed-clothing.com/

https://www.instagram.com/bleedclothing/

Manomama

Bei diesem neuen Label aus Augsburg findet

tatsächlich die gesamte Produktion in

Deutschland statt. Die Hosen bestehen alle

aus Biobaumwolle und teilweise ein wenig regionalem

Hanf und sind auch vegan. Da auf

erdölbasierte Stoffe komplett verzichtet wird,

geht das Label damit sogar über die Ansprüche

der GOTS-Zertifizierung hinaus. Um keine

Materialien zu verschwenden, werden die

Jeans jeweils erst nach der Bestellung angefertigt

- mehrere Modelle und Farben stehen zur

Auswahl. Auf Wunsch gibt es sogar maßgefertigte

Jeans. Diese kleine Firma arbeitet sehr

sozial, ökologisch und transparent.

https://www.manomama.de/

https://www.instagram.com/manomama/

Kings of Indigo

Jeans dieser Marke bestehen aus Biobaumwolle

mit GOTS-Zertifikat und aus recycelter

Baumwolle. Außerdem ist das Label Mitglied

der Fair Wear Foundation und macht alle

Produktionsschritte transparent, so dass der

Kunde sie nachvollziehen kann. Bei der Produktion

werden wassersparende Waschmethoden

und umweltfreundliche Färbemethoden

angewendet. Eine Jeans dieser Marke

kann man schon mit der Levis 501 vergleichen,

denn sie ist entsprechend langlebig und

zeitlos. Der Gründer des Labels hat die „Triple-R-Philosophy“

entwickelt, bei der es um

Recycle, Repair und Reuse geht. Seine Jeans

sollen also so lange wie möglich genutzt und

repariert werden.

https://www.kingsofindigo.com/

https://www.instagram.com/kingsofindigo/

Re/Done

Eine ganz besondere Marke mit innovativem

Konzept nutzt alte Levis-Jeans, um ihnen

neues Leben einzuhauchen. Die Jeans

werden auseinandergenommen, neu zusammen

gesetzt, aufgewertet und an die aktuelle

Mode angepasst. Durch umschneidern, umfärben,

besticken usw. werden neue Trendjeans

aus bewährt hochwertigem Material

geschaffen. Diese Geschäftsidee deutet den

Recycling-Gedanken damit neu und nutzt

ausrangierte Jeans nicht nur als Rohmaterial,

sondern für das, was sie sowieso schon sind:

Langlebige und damit nachhaltige Markenjeans.

Im Studio werden dabei außerdem

keine giftigen Chemikalien verwendet und

möglichst wenig Wasser genutzt.

https://shopredone.com/

https://www.instagram.com/shopredone/

AYR

Ebenfalls ein sehr spannendes und gut

durchdachtes Geschäftsmodell haben sich

die Gründer von AYR einfallen lassen. Der

Name steht nämlich für „all year around“

und richtet sich deutlich gegen Fast Fashion,

vergängliche Modetrends und die damit

einher gehende Verschwendung von Textilien.

Jede Woche bietet die Marke ein neues

Teil an, das immer perfekt in die Gesamtkollektion

passt. Es handelt sich um gut kombinierbare

und zeitlose Stücke, die jeweils so

lange angeboten werden, bis alle ausverkauft

sind. Es gibt also keine ständig wechselnden

Kollektionen, welche die jeweils vorher da

gewesene schon wieder für veraltet erklären.

Zudem wird viel recycelte Baumwolle

verwendet und bei der Produktion extrem

wenig Wasser verbraucht.

https://www.ayr.com/

https://www.instagram.com/ayr/

AYR

AJOURE MAGAZIN SEITE: 81 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FASHION

Fairer Schmuck

darauf solltest du achten

T R E N D

Style

Nachhaltigkeit ist auch

beim Schmuckeinkauf gefragt.

In der Gewinnung

von Rohmaterialien zur

Schmuckherstellung sind

Umweltsünden und Ausbeutung

von Menschen

leider noch an der Tagesordnung.

Höchste Zeit

also, dass auch hier ein

Bewusstseinswandel stattfindet!

Schöner Schmuck – aber fair bitte!

Gerade beim Schmuck, der die eigene Schönheit

unterstreichen und in einem besonderen

Glanz erstrahlen lassen soll, sind Fairness und

Nachhaltigkeit gefragt. Wer möchte schon

gerne „Blutdiamanten“ oder mit giftigen Chemikalien

gewonnenes Gold am Hals hängen

haben?

In der konventionellen Goldgewinnung wird

leider immer noch mit Methoden gearbeitet,

die auf anderen Gebieten längst ausgemerzt

worden sind. Zwar bieten große Gold- oder

Silberindustrien zumeist faire Arbeitsbedingungen,

es kommen aber nach wie vor Unmengen

der hochgiftigen Blausäure-Verbindung

Zyanid zum Einsatz. Die Chemikalie ermöglicht

das einfache Herauslösen des Goldes aus

unedlem Gesteinsmaterial. Bei einem Unglück

in Rumänien gelangten alleine im Jahr 2000

mehrere Tonnen giftiger Zyanid-Schlacken in

die umliegenden Flüsse und schließlich auch

in die Donau.

In Afrika und Südamerika sind viele kleine

Einzelschürfer auf das Einkommen aus feinstem

Goldstaub und winzigen Nuggets aus

Flüssen oder der Erde angewiesen. Auch sie

nutzen teils wahllos giftige Chemikalien, die

langsam die Umwelt zerstören. Zwischenhändler

nutzen die Not der einheimischen

Bevölkerung regelrecht aus und bieten ihnen

nur Bruchteile von den tatsächlichen Werten

der geförderten Edelmetalle und Steine. Das

Risiko und die verseuchte Umwelt bleiben das

Problem der Menschen vor Ort.

Es geht auch anders

„Fairtrade“ hat auch im Gold- und Schmuckgeschäft

längst Einzug gehalten. Neben dem

bereits aus anderen Bereichen bekannten Label,

bieten Zusammenschlüsse wie die „Alliance

for Responsible Mining“ oder der „Responsible

Jewelry Council“ tolle Alternativen

zu herkömmlich gewonnenem Gold und anderen

Rohmaterialien. Gearbeitet wird bei

diesen recht neuen Initiativen zwar noch nicht

Fotos: Piman Khrutmuang; BillionPhotos.com; New Africa / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 82 | DEZEMBER 2019


AJOURE / FASHION

immer zu 100 Prozent fair, dafür bemühen

sich diese Unternehmen um einen realistischen

Wandel, der auch im großen Stil

umgesetzt werden kann. Neben international

verbindlichen ethischen Richtlinien zur

Gewinnung möchten diese Vereinigungen

gerechte Konzepte vom Arbeiter bis hin

zum Endverbraucher durchsetzen.

Wenn du dir demnächst ein neues

Schmuckstück leisten möchtest, dann frage

beim Juwelier doch einfach mal nach

den Bezugsquellen des Goldes. Lass dich

aber niemals mit Beteuerungen abspeisen,

sondern bestehe auf Zertifikate und echte

Nachweise zur Herkunft der Rohstoffe.

Natürlich gibt es auf dem Markt bereits etliche

durchweg faire Anbieter sowie viele,

die mit ihrer Arbeit irgendwo dazwischen

liegen. Ehrliche Anbieter erkennst du an

der transparenten Informationspolitik.

Verbindliche Angaben zu Bezugsquellen

sollten leicht zugänglich sein und noch bestehende

Defizite offen zugegeben werden.

Wir stellen dir jetzt noch einige Ideen

und Alternativen rund um nachhaltigen

Schmuck vor.

Edelmetall Recycling

Der Ankauf von Altgold und -silber boomt

in nahezu allen größeren Städten. Zudem

fristen viele alte Stücke ein Dasein in

Omas Schmuckschatulle. Sie sind einfach

aus der Mode gekommen, zu schwer oder

beschädigt. Juweliere schmelzen altes Gold

und Silber ein und erschaffen schöne neue

Schmuckstücke. Du kannst auch selbst

ein altes Stück zum Goldschmied tragen

und dir neuen Schmuck ganz nach deinen

Wünschen anfertigen lassen. Das hat natürlich

seinen Preis. Toll sind aber auch die

Angebote, bei denen Anfänger in speziellen

Goldschmiedekursen selbst Hand anlegen

und ihren eigenen Schmuck herstellen können!

Rheingold

Das berühmte Gold aus dem Rhein ist keineswegs

eine Erfindung des Nibelungenliedes.

Bereits die Kelten haben Gold aus dem

Fluss gewonnen. Im 19. Jahrhundert kam

die Goldwirtschaft am Rhein dann völlig

zum Erliegen und wird jetzt wiederbelebt.

Seit einigen Jahren wird mit rein physikalischen

Techniken wieder Gold einer ganz

besonderen Qualität aus dem Wasser gefiltert.

Das Gold ist zwar teuer, für ein ganz

besonderes Stück wie einen Ehering könnte

sich die Investition durchaus lohnen. Verarbeitet

wird es nur von einigen wenigen

Goldschmieden deutschlandweit, die du

über das Internet finden kannst.

Der Weltladen

Eine sichere Anlaufstelle für faire Schmuckstücke

sind die Weltläden, die du in so

ziemlich jeder größeren Stadt findest. Gewonnen,

produziert und vertrieben wird

hier vom Ansatz bis zum Warenregal unter

ethisch höchsten Standards. Neben klassischem

Gold- oder Silberschmuck findest

du dort vorzugsweise fair verarbeiteten

Halb-Edelstein-Schmuck und auch richtig

stylische Ethno-Teile. Mit teils unglaublicher

Handwerkskunst fertigen zumeist

Frauen aus Afrika oder Südamerika aus

Lederbändchen, Glasperlen, Metallplättchen

und Keramik-Stückchen filigrane und

einzigartige Schmuckstücke. Wenn du dir

wirklich sicher sein willst, mit deinem Kauf

ein gutes Werk zu tun, bist du dort bei der

richtigen Adresse.

Fair-Schmuck-Labels

Ganz dem Trend folgend tauchen immer

mehr „grüne“ Schmuckhersteller auf.

Manche davon sind richtig große Anbieter,

andere Newcomer, soziale Förderprojekte

oder Ein-Frau-Betriebe. Angeboten

werden hochwertige Schmuckstücke aus

fair gewonnenem Edelmetall und mit entsprechend

hohem Preis. Interessant sind in

dieser Sparte aber auch die Designer, die

nicht ganz alltägliche Materialien anbieten.

Neben Gold und Silber werden weitere

Metalle, Glas oder künstlich hergestellte

Schmucksteine verarbeitet. Ideenreichtum

und ausgefallenes Design stehen hier im

Vordergrund. Eine tolle Alternative zu Gold

kann das recycelte Buntmetall-Messing

sein. Auf dem Fair-Schmuck-Markt wird es

immer häufiger angeboten, teils aufwändig

filigran verarbeitet und das zum angenehm

günstigen Preis.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 83 | DEZEMBER 2019


Du bis


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 86 | DEZEMBER 2019


Foto: deagreez / stock.adobe.com

BEAUTY


AJOURE / BEAUTY

Entdecke das

Beauty-Wunder

Heilerde

Heilerde ist ein wahrer Allrounder. So

ist das Pulver einerseits ein beliebtes Beautymittel,

findet innerlich angewendet

aber auch in der Naturheilkunde Verwendung.

Wir zeigen dir, was du dir mit dem

Wundermittel namens Heilerde Gutes tun

kannst und weshalb sie in keiner wohl sortierten

Hausapotheke fehlen sollte.

Was ist eigentlich Heilerde?

Die spezielle Erde wird aus gesäuberten

und zerkleinertem Löss gewonnen

und gilt überdies als ältestes Heilmittel der

Menschheitsgeschichte. Im Detail besteht

die Heilerde dabei hauptsächlich aus verschiedenen

Mineralien, an deren Spitze

die Aluminium-Silikate stehen. Als Pionier

von Heilerde in der modernen Medizin gilt

indes Sebastian Kneipp, der dir vor allem

aufgrund seiner berühmten Kuren ein Begriff

sein dürfte. Zusammen mit Emanuel

Felke und Adolf Just etablierte der Naturheilkundler

das braune Pulver im Bewusstsein

der breiten Öffentlichkeit. Heilerde ist

in Form von Kapseln erhältlich oder kann

mit Hilfe von Wasser zu einer Maske oder

einem Getränk angerührt werden. Kaufen

kannst du das Naturheilmittel in der Regel

in jedem Drogeriemarkt oder in der Apotheke.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 88 | DEZEMBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Wie Heilerde unserem

Organismus hilft

Unser Körper profitiert vor allem von

den reichhaltigen Inhaltsstoffen der Heilerde.

Ganz besonders wichtig für unsere

Gesundheit sind dabei das enthaltene Kalium,

Magnesium und Kalzium. Innerlich

angewendet verfügt Heilerde über die Eigenschaft,

schädliche Giftstoffe, Bakterien

und andere unliebsame Substanzen zu

binden. Sie hilft deinem Körper also aktiv

bei der Entgiftung. Viele wissen gar nicht

über diese gesundheitlichen Wirkungen

Bescheid, sondern kennen Heilerde nur in

Form von Beauty-Masken oder Peelings.

Doch auch hier entfaltet das Pulver seine

bindende Wirkung und befreit deine Haut

von überschüssigem Fett und Talg. Das

Kupfer, Chrom, Nickel und Gold hilft dir

außerdem dabei, deinem Gesicht einen gesunden

Teint zu verleihen.

Die innerliche Anwendung

von Heilerde

Besonders bei Beschwerden im Bereich

des Magen-Darmtraktes kann mit Hilfe

von Heilerde eine Milderung der Symptome

erzielt werden. Dies hat den Hintergrund,

dass das Heilmittel überzählige

Gase in unserem Körper bindet und deshalb

Blähungen vorbeugt. Doch auch gegen

Durchfall ist Heilerde ein altbewährtes

Mittel. Zudem kann die Einnahme von

Heilerde einen positiven Einfluss auf deine

Cholesterinwerte nehmen und dabei

helfen, deine Blutfettwerte wieder auf ein

gesundes Level zu bringen.

Oft wird Heilerde auch verwendet, um

erfolgreich gegen Sodbrennen anzukämpfen.

Wenn du das Naturheilmittel innerlich

anwenden möchtest, ist es am einfachsten,

dir die Heilerde in Kapselform zu besorgen.

Andernfalls kannst du zwei Teelöffel

des Pulvers in einem Glas Wasser verrühren,

bis sich die Erde vollständig aufgelöst

hat und du eine gut trinkbare Flüssigkeit

erhältst. Du kannst Heilerde auch als

Mundspülung verwenden und dadurch

unangenehmen Gerüchen vorbeugen. Oft

liegen die Ursachen von Mundgeruch

nämlich in Entzündungen, welche die Heilerde

gekonnt an den Kragen geht.

Im Übrigen hilft nicht nur die äußerliche

Anwendung von Heilerde gegen Hautunreinheiten.

Auch die Einnahme des Mittels

hilft dir dabei, ein reineres Hautbild

zu erlangen. Die Heilerde bindet nämlich

auch viele Schadstoffe, die für die Entstehung

von Pickeln verantwortlich sind.

Heilerde für ein

reineres Hautbild

Wenn du mit Akne zu kämpfen hast

und eine sehr fettige T-Zone dein Eigen

nennen musst, kannst du deiner Haut mit

Hilfe von Heilerde-Masken Linderung verschaffen.

Diese Peelings helfen dabei, Pickeln

vorzubeugen und befreien dein Gesicht

von überschüssigem Talg. Du kannst

dir dazu entweder fertige Masken kaufen,

oder das Pulver mit Wasser verrühren, bis

es ein dicker Brei entsteht, der gut auf der

Haut haften bleibt. Sobald die Erde auf deinem

Gesicht getrocknet ist, solltest du sie

sanft mit lauwarmem Wasser abwaschen.

Das ist besonders hautfreundlich. Sollten

sich dennoch Rückstände auf deinem Gesicht

befinden, kannst du diese vorsichtig

mit einem weichen Tuch entfernen.

Die natürliche Maske befreit deine Poren

dabei nicht nur von Verschmutzungen,

sondern regt gleichzeitig die Durchblutung

in deinem Gesicht an. Das Ergebnis

ist, dass du nach der Heilerde-Behandlung

deutlich frischer und gesünder aussiehst.

Falls du zu stark fettender Haut neigst,

kannst du dir zweimal in der Woche eine

Heilerde-Maske gönnen. In anderen Fällen

ist einmal in sieben Tagen völlig ausreichend.

Wenn du deine Haut zu oft mit

Heilerde behandelst, läufst du Gefahr, dass

sie auf lange Sicht zu trocken wird.

Was muss bei der Einnahme

von Heilerde beachtet werden?

Als oberstes Gebot gilt, dass du generell

viel Wasser trinken solltest, wenn du

Heilerde innerlich anwendest. Schließlich

benötigt dein Körper mehr Flüssigkeit als

sonst, wenn er die von der Heilerde gebundenen

Stoffe abbaut. Solltest du regelmäßig

Medikamente einnehmen, ist ebenfalls

Vorsicht geboten. Immerhin möchtest du

nicht, dass die Heilerde auch die Wirkstoffe

deiner Tabletten bindet. Halte deshalb

zwischen der Einnahme von Medikamenten

und Heilerde besser immer einige

Stunden Pause ein. Wenn du dir in diesem

Punkt jedoch unsicher bist, sprich dein

Vorgehen besser nochmal mit deinem Arzt

oder deiner Ärztin ab. Ansonsten kannst

du direkt loslegen!

Fotos: Iryna; Pixel-Shot / stock.adobe.com; PR / Amazon

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 89 | DEZEMBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Im Umwelt-Check:

Natürliche

Enthaarungsmethoden

Die Entfernung ungeliebter Körperbehaarung ist und bleibt ein

leidiges Thema. Ständig kommen neue Produkte auf den Markt

oder werden Geheimtipps geteilt, mit denen es noch sanfter und

unkomplizierter gehen kann. Letzten Endes bleibt es aber immer

wieder bei den gleichen bewährten Methoden. Es sollte der Umwelt

und der Haut zu Liebe ganz natürlich ablaufen, also fallen

chemische Enthaarungscremes schon mal weg. Übrig bleiben

dennoch eine Menge Auswahlmöglichkeiten, die wir hier für

dich in einer praktischen Übersicht bewertet haben. Und ganz am

Ende sind sogar ein paar neue und experimentelle Ideen dabei.

Rasieren

Der Klassiker unter den Methoden zur Haarentfernung. Die meisten

Frauen rasieren täglich oder alle paar Tage unerwünschte Haare

einfach ab. Wenn du dazu eine cremige Seife, ein Pflanzenöl oder

Duschcreme benutzt, ist die Rasur hautschonend und sanft. Dennoch

reagiert manche Haut regelmäßig mit kleinen Ausschlägen

oder Rötungen auf die Rasur und dann müssen noch mehr Pflegeprodukte

her, um diese zu lindern. Die Rasur gehört irgendwann

ganz automatisch zur Dusch-Routine. Dennoch stört es die meisten

Nutzerinnen, dass so oft rasiert werden muss, damit es wirklich

glatt bleibt. Außerdem müssen laufend neue Rasierklingen gekauft

und benutzte entsorgt werden. Rasieren ist somit eine schnelle,

schmerzfreie und praktische Möglichkeit, die aber nur 2-3 Tage

anhält.

Epilieren

Auf dem zweiten Platz der meist genutzten Enthaarungsmethoden

liegt ganz klar der Epilierer. Einmal in ein gutes Gerät investiert,

musst du jahrelang keine Verbrauchsteile nachkaufen. Du benötigst

außerdem auch keine Rasiercreme und produzierst keinen Abfall damit.

Epilieren ist aber nichts für empfindliche Menschen, denn egal

wie sanft die Geräte sind, die Haare werden nun mal schnell und

in Massen ausgerupft. Nach einigen Malen stellt sich das Schmerzempfinden

jedoch ein und das Epilieren wird als immer weniger

schmerzhaft wahrgenommen. Wenn dir das unangenehme Zupfen

nichts ausmacht, hast du als Ergebnis zumindest 2-4 Wochen (je

nach persönlichem Haarwachstum) Ruhe vor dem Enthaaren.

Foto:s New Africa / stock.adobe.com; PR / Amazon

AJOURE MAGAZIN SEITE: 90 | DEZEMBER 2019


AJOURE / BEAUTY

Waxing mit Harzen

Wenn du schon einmal mit Warmwachs oder Kaltwachsstreifen

versucht hast, deinen Haarwuchs in den

Griff zu bekommen, kennst du die Schmerzen. Hinzu

kommt, dass diese Wachse absolut nicht natürlich

sind, sondern voller künstlicher und ungesunder Inhaltsstoffe

stecken. In guten Beauty-Salons gibt es aber

eine bessere Variante mit natürlichen Harzen. Die rein

pflanzlichen Harze müssen länger auf der Haut liegen,

damit sie kalt werden und die Haare festhalten. Dann

werden sie genauso wie Wachs abgezogen. Harze haften

nicht an der Haut, so dass ein schmerzhaftes Reißen

ausbleibt. Lediglich die Haare bleiben daran kleben. So

bekommst du bis zu vier Wochen haarfreie Haut durch

100% natürliches „Harz-Waxing“.

Sugaring

In arabischen Ländern ist das Sugaring kein Geheimtipp,

sondern gehört ganz natürlich zur Körperpflege.

Eine warme, sehr klebrige Zuckerpaste wird dabei jeweils

auf einige Zentimeter der behaarten Haut gestrichen.

Dann wird ein Stoffstreifen darauf gedrückt und

die Masse mit kleinen, ruckhaften Bewegungen abgezogen.

Die Haare bleiben dabei auf der Zuckerpaste

kleben. Sugaring funktioniert ähnlich wie Waxing, ist

jedoch sanfter und schonender für die Haut. Die Paste

haftet nämlich nur an den Haaren und nicht auf der

Haut, so dass diese nicht schmerzhaft wieder davon befreit

werden muss. Zuckerpaste kannst du zum Beispiel

in türkischen Geschäften kaufen oder dir sogar selbst

anrühren. Die Zutaten sind rein natürlich und damit

gut für Haut, Umwelt und Geldbeutel. Außerdem hält

das Ergebnis bis zu vier Wochen an.

DIY-Mischungen

Hier kommen die alternativen Methoden, die mit Lebensmitteln

angerührt werden. Sie sind daher die natürlichsten

Methoden, aber vielleicht nicht unbedingt

die zuverlässigsten. Der Vorteil: Wahrscheinlich hast

du die meisten Inhaltsstoffe sowieso im Haus und das

Ausprobieren schadet daher nicht.

Es gibt zum Beispiel die Natron-Methode, bei der in

Natronlösung getauchte Mullbinden auf der behaarten

Hautpartie einwirken. Ebenso wirksam soll eine

Mischung aus gemahlenem weißen Pfeffer, Kampferpulver

und Öl sein. Die entstehende Paste kannst du

dir einfach auf die Beine streichen und nach kurzem

Einwirken entfernen. Die dritte Mischung besteht aus

Kichererbsenmehl, Kurkuma und Milch, ebenfalls zu

einer Paste vermischt. Diese wird aufgetragen, eine halbe

Stunde auf der Haut belassen und dann nach kurzem

Einmassieren abgewaschen.

Diese DIY-Methoden können je nach Haut und Haartyp

mehr oder weniger Haare entfernen. Langfristig

können sie durch die enthaltenen Stoffe zu schwächerem

Haarwuchs führen.

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Enthaarungspads

Eine Methode, die nicht jede Frau kennt, ist das Enthaarungspad.

Hier ist eine Art dünnes Schleifpapier

auf einem handlichen Pad aufgebracht. Die Schleifpartikel

sind sehr zart und bestehen aus Siliciumcarbid.

Mit kreisenden Bewegungen und leichtem Druck wird

das Pad über die Haut gerieben und schleift dabei die

Haare direkt über der Haut ab. Durch häufige Wiederholungen

werden die Haarwurzeln geschwächt, so dass

die Haare auch verzögerter nachwachsen. Mit diesem

Pad ist die Haarentfernung schmerzfrei und benötigt

keine zusätzlichen Hilfsmittel (außer vielleicht eine

pflegende Lotion nach der Enthaarung, wenn du zu

trockener Haut neigst). Die Schleifpartikel tragen sich

jedoch ab und die Beschichtung muss regelmäßig ersetzt

werden, so dass etwas Abfall entsteht.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 91 | DEZEMBER 2019


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LIEBE & BEZIEHUNG


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

DOWN DATING: WEIBLICH, LEDIG, ERFOLGREICH SUCHT...

PARTNER-

SUCHE MIT

BLICK NACH

UNTEN

Viele Damen kennen das: Sie haben keine

Probleme damit, Dates mit netten Männern

auszumachen, kommen dann beim

Treffen auch gut mit den Herren ins Gespräch,

doch sobald es um das Thema Beruf

geht, gerät die Unterhaltung auf einmal

ins Stocken. Lief bis dahin der gesamte

Abend noch optimal, so scheint die Männerwelt

von Damen, die selbst erfolgreich

in der Berufswelt unterwegs sind, wie magisch

abgeschreckt zu sein. Vielen Männern

behagt es nicht, wenn sie intelligent

und souverän auftritt und außerdem auch

noch in beruflicher Hinsicht ihren eigenen

Weg geht. Vielmehr stehen viele Herren

noch immer auf die anschmiegsamen Damen,

auf Frauen, die zu ihnen aufschauen.

Daher macht sich ein besonderes Phänomen

im Datingbereich breit: das Down

Dating. Frauen geben sich den Männer

gegenüber weniger intelligent als sie eigentlich

sind. Sie spielen die eigenen Fähigkeiten

herunter oder verschweigen ihren

Rang. Und das nur, um bei Herren, die

vermeintlich gesellschaftlich gleichgestellt

sind oder sogar unter ihnen stehen, einen

guten Eindruck zu hinterlassen und die

Chancen auf ein zweites Date zu erhöhen.

Down Dating bezeichnet gleichzeitig aber

auch das Verhalten, dass sich Frauen bewusst

nicht nach gleichgestellten Herren

umschauen, sondern eher Dates mit Männern

mit geringerem Einkommen, mit

weniger hohem Status oder mit jüngerem

Alter umschauen.

Traditionelle Denkmuster bei der

Wahl des Partners

Das Down Dating ist eine Entwicklung, die

durch traditionelle Muster bei der Partnerwahl

ausgelöst wird. Ursprünglich war es

gesellschaftlicher Standard, dass der Mann

der Ernährer in der Beziehung war. Er ging

Tag für Tag zur Arbeit und kümmerte sich

darum, dass das Geld auf das Konto kam.

Die Dame an seiner Seite ergab sich ihrem

Schicksal und geriet damit in eine Abhän-

gigkeit. Während er sich beruflich verwirklichen

konnte, kümmerte sie sich um die

Familie und den Haushalt.

Bei der Partnerwahl schauten sich junge

Frauen nach Männern um, die ihnen

den Lebensstandard versprachen, den sie

vom Elternhaus her kannten. Auf Seite

der Herren sah es genau andersherum aus:

Da es kaum beruflich erfolgreiche Frauen

gab, die in gesellschaftlicher Hinsicht mit

ihnen auf Augenhöhe waren, entschied

man sich für die Damen mit niedrigerem

Status. Wichtigste Merkmale waren dann

Schönheit und Jugendlichkeit. Ein wenig

Intelligenz war darüber hinaus natürlich

auch gern gesehen. Männer als erfolgreiche

Machertypen im Job, Damen als hübsche

Begleiterinnen an der Seite: So sah es

die über Jahrhunderte gepflegte Norm vor.

Doch dieses Bild hat keinen Bestand mehr.

Männer scheuen die Konkurrenzsituation

in der Beziehung

Sind die Herren unter sich, dann werden

ständig Vergleiche angestellt. Sie wetteifern

geradezu darum, wer mehr erreicht

hat, bessere Ergebnisse liefert oder mehr

Besitz aufweisen kann. Dieses Konkurrenzdenken

treibt viele Männer an. In der

Partnerschaft sieht es dann jedoch ganz

Fotos: jozzeppe777 / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 94 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

anders aus. Hier schrecken Männer vor derartigen

Situationen zurück. Sie wollen sich

nicht mit der Dame an ihrer Seite vergleichen.

Vielmehr ziehen sie im privaten Bereich

klare Verhältnisse vor. Zweifel an der

eigenen Überlegenheit machen den Herren

der Schöpfung sogar Angst. Für sie ist wichtig,

dass sie in jedem Fall der stärkere Part

sind. Sie wollen als Beschützer wahrgenommen

werden und verstehen sich als Versorger

im klassischen Sinn.

Wenn nun die Dame des Herzens womöglich

dem Mann überlegen ist, sei es, weil sie

qualifizierter ist als er oder ein höheres Einkommen

aufweisen kann, dann gerät die

vom Mann bevorzugte hierarchische Struktur

in der Partnerschaft ins Wanken. Und

das wiederum hat zur Folge, dass die Dame

für den Mann an erotischer Anziehungskraft

verliert. Paradoxerweise fühlt sich der

Herr nicht von diesem Status angezogen,

sondern wird vielmehr abgeschreckt.

Das Umfeld als entscheidender Faktor

Was beim Down Dating immer eine große

Rolle spielt, ist das Umfeld. Damen, die sich

mit Männern einlassen, die weniger gut gestellt

sind als sie selbst, werden schräg von

der Seite angeschaut. Egal ob der Mann

weniger Einkommen hat, einen geringeren

gesellschaftlichen Status oder einfach

jünger ist als sie, im Freundeskreis und im

Umfeld sorgt eine solche Beziehung für

Stirnrunzeln. Lästereien sind hier nicht unüblich.

Und sei es nur die neckische Frage

nach dem „Toyboy“ oder das Anheben der

Augenbrauen beim Gegenüber, wenn man

erwähnt, dass man die Rechnung beim letzten

gemeinsamen Restaurantbesuch selbst

übernommen hat. Selbst wenn es unbewusst

ist: In vielen Kreisen sind die alten

Denkmuster in Bezug auf die Rollenverteilung

von Mann und Frau noch sehr tief

verwurzelt.

Down Dating aus der Sicht der Männer

Die einschüchternde Wirkung der erfolgreichen

Frau wurde bereits erwähnt. Gleichzeitig

spielt bei einer solchen Konstellation

auch das Thema Scham eine große Rolle.

Wenn die Dame den Mann mit geringerem

Einkommen nach dem Date nach Hause

fahren will, wird er bestimmt große Augen

machen, sobald sie im schicken Mercedes

vorfährt. Und nachdem beide eine gemeinsame

Nacht in ihrem schicken Loft verbracht

haben, hat er bestimmt bei nächster

Gelegenheit verständlicherweise große

Bedenken, sie in sein kleines WG-Zimmer

einzuladen.

Und in der Partnerschaft setzt sich dieses

Phänomen fort. Zum Beispiel, wenn er aufgrund

von beruflichen Umstellungen im

Job in wenig kürzer treten muss und sie

gleichzeitig eine Beförderung erhält. Die

Einkommensschere vergrößert sich und er

fühlt sich unmännlich.

Den passenden Mann im kreativen

Bereich finden

Das große Problem ist also, dass Männer

sich nicht mit höher gestellten Damen einlassen,

weil dadurch ihr Selbstbewusstsein

geschwächt wird. Was liegt also näher, als

sich nach einem Mann umzusehen, der

nicht all sein Selbstvertrauen aus dem eigenen

Job zieht. Besonders Männer, die in

kreativen Bereichen tätig sind, bieten sich

hier an. Denn diese ziehen ihr eigenes Wirken

häufig auch aus der künstlerischen Tätigkeit.

Und das nicht nur im Job, sondern

auch in der Freizeit. Mit einem Künstler

machst du also garantiert nichts falsch.

Wann wird Down Dating zum Problem?

Führst du eine glückliche Partnerschaft,

dann sollte der Status des anderen sowieso

keine Rolle spielen, ob down oder up.

Grundsätzlich wird das Down Dating erst

zum Problem, wenn bei der Dame Torschlusspanik

herrscht. Sie entscheidet sich

dann eben „für irgendwen“ und schraubt

ihre Ansprüche runter. Das alles geschieht

aus der Angst heraus, sonst keinen Partner

mehr abzubekommen. Sich selbst klein zu

machen in der Hoffnung, so erfolgreicher

auf dem Single-Markt unterwegs zu sein,

oder zu viele Kompromisse in der Partnerwahl

einzugehen, ist aber bestimmt keine

Lösung, die dauerhaft glücklich macht.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 95 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Pompoir

Mit dem Griff der Kleopatra zum Super-Orgasmus

Fotos: Vasyl / stock.adobe.com; Amazon / PR

AJOURE MAGAZIN SEITE: 96 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Hast du schon einmal den Begriff „Pompoir“

gehört? Nein? Dann bist du bei uns

genau richtig. Was im ersten Augenblick

vielleicht nach einer französischen Nachspeise

klingt, ist in Wahrheit eine noch

viel süßere Verlockung. Pompoir ist auch

als „Schamlippenkuss“ oder „Griff der

Kleopatra“ bekannt. Hinter diesen bildhaften

Beschreibungen verbirgt sich eine

Sextechnik, mit der du deinen Liebsten in

neue Sphären der Erotik hieven kannst!

Und das alles nur mit der Macht deiner

Vagina. Wie es funktioniert und was du

tun musst, um in die Riege der Sexköniginnen

aufzusteigen, erzählen wir dir

jetzt.

Die Lust an der Lust des Partners

Heutzutage ist es für viele Frauen wichtig,

beim Sex auf ihre Kosten zu kommen.

Das ist natürlich vollkommen normal

und auch richtig, jedoch kann es durchaus

seinen Reiz haben, seinen Schatz einmal

ganz ohne eigene Hintergedanken

nach allen Regeln der erotischen Kunst

zu verwöhnen. Die Sexpraktik Pompoir

eignet sich dazu ganz hervorragend und

beschert deinem Lover einen Höhepunkt,

den er sich in seinen feuchtesten Träumen

nicht ausgemalt hätte.

Was ist Pompoir?

Wie so viele erotische Praktiken hat auch

Pompoir seine Wurzeln im fernen Indien.

Die bereits erwähnten eingedeutschten

Übersetzungen dürften dich vielleicht

stutzig machen. Was versteckt sich hinter

dem ominösen „Schamlippenkuss“?

Verwöhnt dich dein Liebster mit den

Lippen und kommt dadurch zum Orgasmus

seines Lebens? Nicht ganz. Beim

Pompoir benutzt du vor allem die Kraft

deiner vaginalen Muskeln, um das beste

Stück deines Partners zu verwöhnen und

zu massieren. In der Praxis bedeutet das

nichts anderes, als dass du die Muskeln

deiner Vagina in kurzen Zeitabständen

zusammenziehst und wieder lockerst.

Dabei kann es sich um ein Drücken, Ziehen

oder Pressen handeln, Hauptsache

du machst dich möglich „eng“. Dadurch

wird das Glied deines Schatzes noch weiter

in deine Vagina gezogen, während

er sich gleichzeitig an den sinnlichen

Schwingungen deiner Muskeln erfreut.

Diese Mischung aus Empfindungen wird

deinen Partner zu einem Höhepunkt

bringen, den er sein ganzes Leben lang

nicht vergessen wird. Für dominant veranlagte

Damen haben wir an dieser Stelle

noch eine weitere gute Nachricht: Du

hast bei dieser Praxis ganz klar das Heft

in der Hand, während dein Partner im

wahrsten Sinne des Wortes zu deinem

Toyboy avanciert.

Was hat Kleopatra damit zu tun?

Die einstige Herrscherin der Antike war

zu ihrer Zeit nicht nur für ihre atemberaubende

Schönheit, sondern auch für ihr

hemmungsloses Sexleben bekannt. Mit

Hilfe ihrer Verführungskünste wickelte

die ägyptische Königin der Sage nach

auch den legendären Julius Cäsar um den

Finger. Bis heute hält sich das Gerücht,

dass der Schamlippenkuss, von dem wir

dir heute erzählen, zu den besonderen

Leidenschaften der Kleopatra zählte. Ob

das wirklich stimmt, hätte uns wohl nur

Cäsar persönlich bestätigen können.

Wie du Pompoir lernst

Nun bist du bestimmt schon ganz neugierig

darauf, den Schamlippenkuss

selbst zu erlernen. Vorneweg sei aber

gesagt, dass es einiges an Zeit und Training

in Anspruch nimmt, bis du Pompoir

perfekt beherrschst. Aber glaub uns, es

lohnt sich und lohnende Dinge möchten

schließlich erst einmal verdient werden.

Lass dich also nicht davon abschrecken,

dass du die verschiedenen Drück-, Zieh-

, und Quetschbewegungen noch nicht so

umsetzen kannst, wie du es gerne hättest.

Wenn du fleißig übst, wirst du schon bald

zur Sexlegende aufsteigen!

Um den Griff der Kleopatra richtig umzusetzen,

ist eine trainierte Beckenbodenmuskulatur

die Grundvoraussetzung.

Dazu kannst du gängige Übungen in deinen

Alltag einbauen, die zur allgemeinen

Stärkung dieses Bereiches vorgesehen

sind und nicht zwangsläufig in die Kategorie

„Sextechniken“ fallen.

Etwas, das schon eher in besagte Kategorie

fällt, ist das Üben mit Liebeskugeln.

Du kannst die Lustperlen für eine

Viertelstunde am Tag tragen und sie mit

Hilfe deine Vagina bewegen. Das führt

gleichzeitig dazu, dass deine Beckenbodenmuskulatur

mitarbeitet und gestärkt

wird. Andernfalls eignet sich auch dein

Dildo oder Vibrator dazu, um deine vaginale

Muskulatur zu entdecken und zu

kräftigen. Stelle dir dazu vor, dass du das

Sexspielzeug durch deine Vagina in dich

einsaugen würdest. Zur Unterstützung

kannst du ein Kissen unter deiner Hüfte

platzieren, während du gleichzeitig die

Muskeln in deinem Po anspannst.

Du wirst mit Sicherheit schnell merken,

dass das gar nicht so einfach ist. Gerade

am Anfang solltest du deswegen von dir

selbst auch keine Kunststücke erwarten.

Probier dich einfach aus und taste dich

in deinem eigenen Tempo an die neue

Praktik heran. Natürlich kannst du deine

„Studien“ auch am lebenden Objekt

durchführen. Es klappt mal nicht so, wie

ihr es euch vorgestellt habt? Kein Problem,

dann genießt einfach den Sex so, wie

ihr es sonst auch tut. Es gibt noch genug

andere Gelegenheiten, um das gemeinsame

Pompor-Training wieder aufzunehmen.

Der Erfolg wird sich mit der Zeit einstellen.

Es geht in erster Linie darum, Spaß

zu haben, neue Seiten der Erotik zu entdecken

und dir und deinem Partner etwas

Gutes zu tun. Also mach‘ dich locker.

Druck sollte beim Erlernen der Technik

ausschließlich in deiner Vagina herrschen.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 97 | DEZEMBER 2019


AJOURE / MEN LIEBE / LIEBE & BEZIEHUNG & BEZIEHUNG

Bessere Kommunikation

Diese Fragen solltest

du deinem Partner

stellen


AJOURE AJOURE MEN / LIEBE / & BEZIEHUNG

Wichtige Fragen in einer Beziehung

- Bist du glücklich mit deinem Leben?

Foto: bernardbodo / stock.adobe.com

Kommunikation ist die Basis jeder Partnerschaft,

das ist nichts Neues. Aber dazu

gehört nicht nur, gut diskutieren, erzählen

oder zuhören zu können. Damit Kommunikation

überhaupt zu Stande kommt und

produktiv ist, musst du die richtigen Fragen

stellen. Denn wenn du das Richtige

fragst, bekommst du auch Antworten, die

euch einander näherbringen. Du kannst

deinem Partner dadurch nicht nur im Alltag

besser zur Seite stehen, sondern auch

immer wieder Neues über einen Menschen

lernen, den du zu kennen glaubst. Und du

zeigst mit den richtigen Fragen, dass du involviert

bist in das Leben deines Partners

und sorgst dafür, dass ihr nicht nur nebeneinanderher

lebt.

- Kann ich etwas für dich tun /

was brauchst du von mir?

Diese Frage sorgt dafür, dass dein Gegenüber

sofort spürt, wie sich der Ballast auf

den Schultern halbiert. Egal, ob die Antwort

„Ja, bitte...“ oder „Nein, Danke!“ ist,

allein die Frage zeigt Liebe und Fürsorge.

Du machst dadurch klar, dass du an seiner

Seite bist und bereit, die Aufgaben und

Probleme zu teilen und mitzutragen. Du

willst mit anpacken und ein Team bilden

- und das ist es ja auch, was eine gute Beziehung

ausmachen sollte.

- Wie fühlst du dich heute?

Das fragst auch du bestimmt viel zu selten.

Vielleicht, weil du die Antwort nicht

wirklich hören willst (denn eine negative

Antwort würde vielleicht deine Aktion erfordern),

vielleicht auch nur aus Vergesslichkeit.

In einer langen Beziehung stellt

sich auch oft die Überzeugung ein, dass

der Partner sich schon äußern wird, wenn

etwas nicht stimmt. Wahrscheinlich hältst

auch du es für logisch, dass dein Partner

weiß, dass er dir alles sagen kann? Stell

trotzdem mal täglich diese kleine Frage

und schau, was passiert...

- Wie war dein Tag, was hast du erlebt/

gegessen/erreicht?

Interesse am Leben des Partners sollte

selbstverständlich sein. Doch im Alltag

geht es oft unter. Jeder ist mit seinen eigenen

Sorgen beschäftigt und vergisst bis

zum Abend oft, was dem Partner alles erzählt

werden könnte. Und wenn er oder

sie dann nicht nachfragt, geht es einfach

unter. Nimm dir jeden Tag ein bisschen

Zeit dafür, deinen Partner aufmerksam zu

befragen und dir seine kleinen Anekdoten

anzuhören. So bist du auch in den Teil seines

Lebens involviert, in dem du nicht tatsächlich

anwesend bist.

- Was macht dir zur Zeit Angst

oder Sorgen?

Über negative Gefühle zu sprechen, fällt

ganz besonders schwer. Zum einen, weil

niemand gerne den geliebten Menschen

belastet. Zum anderen, weil Erzählen das

eigene Verdrängen behindern würde. Dabei

ist es sehr wichtig, Ängste und Sorgen

laut auszusprechen und sie gemeinsam zu

lösen oder zu bekämpfen. Das schweißt

zusammen, das macht aus Partnern wirkliche

Lebenspartner. Frag ihn immer mal

wieder in einem entspannten Moment,

was ihn gerade belastet. Dein Blickwinkel

und dein Rückhalt kann Wunder bewirken.

- Wenn du drei Wünsche frei hättest,

was würdest du dir wünschen?

Du denkst, dass du weißt, was er sich alles

wünscht? Wetten, dass es da jede Menge

gibt, wovon du nichts weißt! Wenn Wünsche

geäußert werden, sind es meistens

praktische Dinge, die man kaufen oder erleben

kann. Fragst du aber nach Wünschen,

die frei von Logik oder Realität sind, kommen

ganz andere Seiten zum Vorschein.

Von einer magischen Fee könnte man sich

Eigenschaften wünschen oder Verrücktheiten,

die nicht ins wahre Leben passen.

Mit dieser Frage entdeckst du mit etwas

Glück wirklich Verstecktes.

- Kannst du mir das bitte

nochmal erklären?

Es ist keine Schande, etwas nicht verstanden

zu haben. Im Gegenteil, Nachfragen

zeigt, dass du dich wirklich interessierst

und sicher sein willst, es richtig verstanden

zu haben. Frag öfter nach, bevor du

davon ausgehst, dass du schon irgendwie

weißt, was er gemeint hat. So beugst du

Missverständnisse vor, die zu unnötigem

Streit führen können. Außerdem zeigst du

ihm damit, dass du ihn wirklich verstehen

willst und dir wichtig ist, was er gesagt hat.

Der Alltag läuft so vor sich hin und solange

keine Probleme aufkommen, gehst du

wahrscheinlich davon aus, dass er glücklich

ist. Aber zum Glücklichsein gehört,

dass alle Bereiche des Lebens erfüllend

sind. Und da ist die Wahrscheinlichkeit

hoch, dass es immer irgendwo hängt. Vielleicht

ist ihm das selbst nicht einmal bewusst.

Frag ihn und hilf ihm dabei, sich

nicht mit „alles O.K.“ oder „passt schon“

zufriedenzugeben.

- Worauf freust du dich

in nächster Zeit?

Zum Glück geht es in einer Beziehung nicht

nur darum, Sorgen und Probleme gemeinsam

zu schultern. Vor allem soll Glück und

Freude geteilt werden. Dafür musst du aber

wissen, was ihm die größte Freude bereitet.

Das können große Unternehmungen sein

oder auch nur Kleinigkeiten wie das gemeinsame

Frühstück am Sonntagmorgen.

Wenn du wüsstest, wie sehr er das genießt,

würdest du es vielleicht auch aufmerksamer

wahrnehmen und könntest dich in

Zukunft genauso darauf freuen.

- Was möchtest du heute Abend essen/

unternehmen/im Fernsehen sehen?

Natürlich sollst du nicht immer machen,

worauf er gerade Lust hat. Aber besonders

an Tagen, die ihn angestrengt haben, ist

diese Frage Balsam für seine Nerven. Du

sagst ihm damit, dass er sich den Rest des

Tages nur auf das einlassen soll, was ihn

entspannt. Die Frage macht ihm klar, dass

er dir wichtig ist und du bemerkt hast, wie

es ihm geht. Und du weißt ja selbst, wie gut

so ein Abend tut, an dem du frei entscheiden

darfst.

- Welche Ziele möchtest du

unbedingt noch erreichen?

Gemeinsame Ziele verfolgt man als Team,

das ist doch klar. Aber wie sieht es mit individuellen

Zielen aus? Weißt du, was er erreichen

möchte, was seine Leidenschaft ist und

wo sein Herzblut drinsteckt? Auch wenn du

nichts damit zu tun hast und nicht mitmachen

kannst, ist dein Interesse für ihn wichtig.

Allein dadurch, dass du regelmäßig nachfragst,

bist du für ihn schon Unterstützung

und Rückendeckung. Außerdem motivierst

du ihn dadurch, regelmäßig selbst darüber

nachzudenken und aktiv zu werden.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 99 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Erotische

Temperaturspiele

FÜR BESONDERE STUNDEN

AJOURE MAGAZIN SEITE: 100 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIEBE & BEZIEHUNG

Foto: runzelkorn; tverdohlib; M.Dörr & M.Frommherz / stock.adobe.com

Erotische Temperaturspiele

schaffen gerade in längeren Beziehungen

neue Spannung und

ein Kribbeln im Bauch. Spiele mit

kalten Eiswürfeln können dabei

ebenso aufregend sein wie mit

heißem Massagewachs.

Spielzeug vorher

aufwärmen oder

abkühlen

Für prickelnde Momente kann

es sorgen, wenn ihr Spielzeuge

vorher kurz ins Eisfach legt oder

in einem heißen Wasserbad aufwärmt.

Auf diese Weise entstehen

ganz neue Empfindungen, die

das Liebesspiel besonders aufregend

machen. Er kann sie mit

den Spielzeugen verwöhnen und

dabei ihre Reaktion beobachten.

Auf diese Weise haben beide

Spaß. Um sich an das Spielzeug

zu gewöhnen, ist es aufregend,

mit dem Spielzeug erst langsam

über den Körper zu streicheln

und es dann behutsam einzuführen.

Wichtig ist es dabei, darauf

zu achten, dass das Spielzeug

nicht zu warm oder zu kalt ist.

Eiswürfel auf

dem Körper sorgen

für Spannung

Eine tolle Idee für das Liebesspiel

zu zweit ist es, wenn ein Partner

einen Eiswürfel in den Mund

nimmt und mit diesem sanft über

den Körper des anderen gleitet.

An sensiblen Stellen spürt der

Partner daher direkt die Reaktion

des anderen. Die Nähe des Partners

und die Kälte des Eiswürfels

ergeben eine einzigartige Kombination.

Einen ebenfalls sehr

erotischen Effekt hat es, dabei zuzusehen,

wie das Eis auf der Haut

langsam schmilzt. Auch während

des Liebesspiels könnt ihr die

Eiswürfel eingesetzen, indem

diese an den erogenen Zonen

sanft schmelzen. Reizvoll kann

es auch sein, Getränke einzufrieren

und diese in Form von einem

Eiswürfel auf dem Bauch des anderen

schmelzen zu lassen. Der

andere Partner kann dann sanft

das geschmolzene Eis aus dem

Bauchnabel des anderen lecken.

Dass die Haut, welche mit den

Eiswürfeln in Berührung gekommen

ist, leicht befeuchtet und besonders

empfindsam ist, hat eine

zusätzliche erotische Wirkung.

So bekommen beide Partner besonders

Lust auf einander und die

spätere Vereinigung wird noch

intensiver.

Warmes Massageöl

einsetzen

Für besonders sinnliche und romantische

Stunden eignet es sich

auch sehr gut, warmes Massageöl

einzusetzen. Auf diese Weise gelingt

eine romantische Massage,

an der beide Partner gleichermaßen

Spaß haben. Das warme Öl

fühlt sich nicht nur sehr angenehm

auf der Haut an, sondern

einige Produkte pflegen die Haut

zudem und versorgen sie mit

Feuchtigkeit. Empfehlenswert ist

es auch, sich für ein Massageöl

mit einem angenehmen Duft zu

entscheiden. Sinnliche Düfte haben

eine zusätzliche stimulierende

Wirkung und schaffen ein angenehmes

Ambiente. Das warme

Öl verwöhnt die Haut und macht

Lust auf mehr. Die Körper fühlen

sich zudem noch intensiver an,

da das Öl auch eine verbindende

Wirkung hat. Die Haut gleitet

übereinander und auf diese Weise

könnt ihr euch noch einmal ganz

neu erleben. Sinnlichkeit und

Erotik verbinden sich.

Heißes Wachs

für Dominanzspiele

Das Spiel mit Macht und Unterwerfung

hat einen ganz besonderen

Reiz. Wer sich mit diesem

Bereich vertraut machen möchte,

für den empfiehlt sich heißes

Wachs. Im Handel gibt es spezielle

Kerzen zu kaufen, deren Wachs

nicht zu heiß wird, sodass keine

Verbrennungen entstehen. Das

spezielle Wachs ist zudem hautverträglich.

Sehr prickelnd und

erotisch ist es, wenn ein Partner

den anderen fesselt und dieser

ihm dann vollkommen ausgeliefert

ist. Es steht dabei in eurem

freien Belieben, an welchen Stellen

ihr das heiße Wachs auftropft.

Für den dominanten Partner ist

es sehr erregend, die Reaktion

des devoten Partners zu beobachten

und das Gefühl der Kontrolle

und Macht zu haben. Wer möchte,

der kann dem anderen Partner

auch Befehle geben und das heiße

Wachs als Strafe einsetzen. Im

wahrsten Sinne des Wortes heiße

Bestrafungen können eine sehr

erotische Wirkung haben und

mehr Abwechslung in das Liebesleben

bringen. Das heiße Wachs

könnt ihr auch zusammen mit

einer Augenbinde, Handschellen

und einer kleinen Gerte eingesetzen.

Heißer Tee oder

kalte Getränke

bei der oralen

Stimulation verwenden

Wenn er sie oder sie ihn verwöhnt,

können dabei auch heiße

oder kalte Getränke zum Einsatz

kommen. Auf diese Weise senkt

oder hebt sich die Temperatur im

Mund und die orale Stimulation

bekommt eine ganz neue Dimension.

Auch heiße oder kalte Küsse

auf bestimmte Körperstellen

haben ihren Reiz. Die Partner

können hier nach Lust und Laune

experimentieren und neue Dinge

ausprobieren. Wer möchte, der

kann auch vor dem Liebesspiel

Pfefferminztee trinken und damit

die Intensität der jeweiligen Empfindung

verstärken. Heiße und

kalte Getränke beim Liebesspiel

schaffen damit Abwechslung und

neue Emotionen. Im Sommer

sind kalte Getränke sehr erregend,

während im Winter heißer

Tee das Liebesspiel prickelnd

macht.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 101 | DEZEMBER 2019


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 104 | DEZEMBER 2019


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LIFESTYLE


AJOURE / LIFESTYLE

MIT DIESEN TIPPS

WIRD DEIN

SCHLAFZIMMER

RICHTIG GEMÜTLICH

Wenn du nach einem anstrengenden Tag

nach Hause kommst, sollte das Schlafzimmer

dein Rückzugsort zum Herunterkommen

und Entspannen sein. Und

natürlich ein Ort, an dem du gut schläfst.

Damit dein Schlafzimmer zur Ruheoase

wird, haben wir einige Tipps für dich zusammengetragen.

Ganz egal, ob du dein

Schlafzimmer neu einrichten möchtest

oder nur etwas umgestaltest, wirst du

einige dieser Tipps sicherlich anwenden

können.

Das Bett ist das Zentrum

Das zentrale Möbelstück in deinem

Schlafzimmer sollte dein Bett sein. Schon

bei der Auswahl deines Bettes beginnt das

Einrichten deines gemütlichen Schlafzimmers.

In kleinen Räumen sollte das

Bettgestell eher filigran gehalten werden.

Betten, die Beine haben, wirken leichter,

als geschlossene Bettkästen. Selbstverständlich

sollte die Matratze und das

ganze Bett bequem sein, so dass du hier

erholsam schlafen kannst.

Der Standort des Bettes im Raum spielt

eine große Rolle, denn hier beendest du

jeden Tag und startest in den Morgen.

Vorteilhaft ist es, wenn das Bett symmetrisch

in der Mitte des Raums steht. Links

und rechts kannst du bei genügend Platz

Nachttische platzieren, wenn du dir dein

Bett mit deinem Partner teilst. Andere

Möbelstücke, wie der Kleiderschrank,

solltest du wenn möglich ebenfalls symmetrisch

platzieren. Diese Aufteilung

sorgt für eine ruhige Ausstrahlung und

lässt genügend Bewegungsfreiheit rund

um das Bett.

Im Feng-Shui wird empfohlen, das Bett

mit Sicht auf die Tür aufzustellen. Viele

Menschen empfinden das als angenehm,

wenn das Bett nicht zu nah an der Tür

steht. Zwischen Fenster und Tür ist jedoch

kein guter Platz für das Bett, wenn

du dein Zimmer nach Feng-Shui einrichten

möchtest.

Der Stauraum im Schlafzimmer:

Weniger ist mehr

Wahrscheinlich hast du, wie die meisten

Menschen, deine Kleidung im Schlafzimmer.

Je nachdem, wie groß deine Wohnung

ist, sind hier vielleicht auch noch

weitere Dinge des täglichen Lebens untergebracht,

die sonst keinen Platz haben.

Um einen klaren Kopf zu haben und dem

Raum eine gute Strukturierung zu geben,

solltest du deinen Stauraum möglichst

unauffällig und geschlossen gestalten. Ein

großer Schrank mit geschlossenen Türen

kannst du nicht nur für deine Kleidung,

sondern auch Unterlagen, Bügelbrett

oder Handtücher nutzen.

Neben einem Kleiderschrank kannst du

auch eine schöne Kommode in deinem

Schlafzimmer aufstellen, die Platz für

Wäsche und anderes birgt. Für Schmutzwäsche

bietet sich ein geschlossener Korb

ab, der gleichzeitig dekorativ wirken

kann.

Bei der Wahl von Schränken und Kommoden

solltest du unauffällige Farben

wählen, wenn dein Schlafzimmer eher

klein ist. Harmoniert dein Schrank gut

mit der Zimmerwand, tritt er eher in den

Hintergrund und fällt weniger auf.

Die Wände gestalten:

Farben machen den Unterschied

Farben haben unterschiedliche Wirkungen

auf das Gemüt. Warme Farben regen

an und wirken deswegen belebend. Deswegen

solltest du im Schlafzimmer auf

kühle Farben zurückgreifen, die ebenso

gemütlich sein können. In einem großen

Raum kannst du die Wände auch dunkel

gestalten, was dem Raum eine heimelige

Atmosphäre verleihen kann. Wenn du es

Fotos: Pixel-Shot / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 106 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

lieber leichter und luftiger magst, eignen

sich helle Töne, wie helles Salbeigrün

oder Blaugrau.

Ein kleines Zimmer kann auch durch

eine farbige Tapete größer wirken, die

gleichzeitig als Deko-Element dient. Hier

solltest du aber darauf achten, bunt gemusterte

Tapeten nur an einzelnen Wänden

einzusetzen, um eine Überfrachtung

zu vermeiden. An einer einzelnen Wand

kann eine schöne Tapete einen Raum

leicht aufwerten und ihm das gewisse Etwas

verleihen.

Möchtest du auch die Decken des Zimmers

farbig gestalten, solltest du von zu

dunklen Farben absehen. Sind die Zimmerdecken

einige Farbtöne heller als

die Wände, wirkt der Raum größer und

freundlicher.

Die perfekte Beleuchtung

Im Schlafzimmer ist die Beleuchtung ein

wichtiges Thema, da du hier jeden Tag

ausklingen lässt. Im Alltag benötigst du

natürlich ein helles Licht, um beim Aufräumen

und Anziehen den Durchblick zu

haben. Eine helle Deckenlampe ist aber

ungemütlich zum abendlichen Schmökern

oder einem Kuschelabend. Sinnvoll

ist es deswegen, auf beiden Bettseiten

schöne Leselampen aufzustellen oder

einzubauen, die für eine stimmungsvolle

und angenehme Beleuchtung sorgen. Neben

klassischen Lampen für die Nachttische

gibt es auch tolle Leuchten, die sich

in Wandnischen oder am Bettkopf installieren

lassen.

In großen Schlafzimmern bietet es sich

auch an, eine schöne Stehlampe aufzustellen.

Wenn du dich gerne im Schlafzimmer

aufhältst, kannst du so zum

Beispiel eine Leseecke mit einem gemütlichen

Sessel einrichten. Auch Lichterketten

sind eine dekorative Beleuchtung, die

ein stimmungsvolles Licht zaubern.

Sinnvoll ist es, einen zusätzlichen Lichtschalter

am Bett anzubringen. Ist diese

Möglichkeit nicht vorhanden, können

auch Leuchten mit Fernbedienung eine

Lösung sein. Dadurch ersparst du dir den

Gang durchs dunkle Zimmer.

Gemütlichkeit durch Decken,

Vorhänge und Kissen

Das Schlafzimmer umzugestalten, kann

kostspielig und zeitaufwändig sein. Eine

schnelle Umgestaltung ist mit schöner

Bettwäsche, einer Tagesdecke und dekorativen

Kissen möglich. Aus einem

farblosen Schlafzimmer kann so ganz

schnell ein ganz anderer Raum werden.

Selbst wenn du Jalousien hast, solltest

du im Schlafzimmer nicht auf schöne

Vorhänge verzichten. Durch den Stoff

wirken die Fenster weniger kalt und das

Licht wird angenehm gebrochen, wenn

die Morgensonne in den Raum kommt.

Neutral und trotzdem schön sind helle

Leinenvorhänge in Elfenbein- oder

Grautönen. Farbige Vorhänge sind eine

tolle Alternative zu einem neuen Wandanstrich,

du solltest sie aber natürlich

passend zum Gesamtraum wählen.

Zu guter Letzt solltest du auch darüber

nachdenken, Teppiche und Läufer in deinem

Schlafzimmer auszulegen. Sie sind

nicht nur ein schönes Accessoire, sondern

auch angenehmer, wenn du an Wintertagen

morgens aus dem Bett aufstehst.

Die Größe der Läufer wählst du am besten

passend zum Raum.

Accessoires für mehr Persönlichkeit

Achte darauf, dass nicht zu viel in deinem

Schlafzimmer herumsteht. Gerade

Alltagsgegenstände, wie das Bügeleisen,

solltest du verstecken. Stattdessen kannst

du dein Schlafzimmer mit einer schönen

Dekoration gestalten, die dir ein gutes

Gefühl gibt. Ausgewählte Stücke, wie

dein Lieblingsbild oder eine tolle Skulptur,

werten den Raum auf. Auch Pflanzen

sind eine tolle Dekoration, die in jedem

Schlafzimmer für Gemütlichkeit sorgen.

Was und wie viele Dekorationsobjekte

in dein Schlafzimmer passen, ist Geschmackssache.

Die Hauptsache ist, dass

du dich in dem Raum wohlfühlst und deinen

Gedanken freien Lauf lassen kannst.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 107 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

HAPPY GREEN YEAR!

Silvester nachhaltig feiern

So langsam nähert sich das Jahresende

und damit die alljährliche Frage:

„Was machst du dieses Jahr an Silvester?“

Planst du eine große Party,

eine kleine Feier mit lieben Freunden

oder ganz einfach einen gemütlichen

Abend auf der Couch mit deinem

Schatz? Eine Frage wird aber auf jeden

Fall immer wichtiger: wie kann

ich Silvester nachhaltig feiern? Wir

haben einige Tipps für dich zusammengetragen.

Feuerwerk - muss das sein?

Silvester und Knallerei gehören für

viele untrennbar zusammen. Aber mal

Hand aufs Herz: Nervt die stundenlange

Böllerei, der Rauch und Gestank

nicht doch irgendwann? Und wem

gefällt es schon, am Neujahrsmorgen

über Tonnen von Überbleibseln der

letzten Nacht zu steigen? In manchen

Städten fallen mehr als 40 Tonnen Müll

in einer einzigen Nacht an.

Jeder Hundebesitzer denkt mit

Schrecken daran, in welcher Panik

der Vierbeiner in der Silvesternacht

ist... und für die Gesundheit ist es

auch alles andere als zuträglich. Die

Knaller und Raketen werden durch

das Verbrennen von Schwarzpulver

gezündet - und dabei entstehen giftige

Schwefelverbindungen. Für die

immer bunteren Farben werden giftige

Metallsalze tonnenweise in die

Luft geblasen, obwohl diese streng

genommen in den Sondermüll gehören

würden. Viele Städte gehen

inzwischen dazu über, eigene Kleinfeuerwerke

zu verbieten und selbst

toll orchestrierte Feuerwerke zu veranstalten

- da stören selbst gezündete

Knaller oder Raketen nur den Effekt.

Wenn du nicht auf ein bisschen Stimmung

und Feuer verzichten willst,

wie wäre es mit einer Schwedenfackel?

Das ist ein kreuzweise eingeschnittener

Holzklotz, der angezün-

det wird und stundenlang brennt. Wie

wäre es, dann „schlechte Gewohnheiten“

den Flammen zu übergeben? Bitte

jeden deiner Gäste, auf einen Zettel zu

schreiben, welche ihrer schlechten Angewohnheiten

sie sich im neuen Jahr

abgewöhnen wollen; die Zettel übergebt

ihr dann feierlich den Flammen,

damit sie sich in Rauch auflösen...

Nachhaltigkeit beim Essen

und Trinken

Etwas Besonderes soll´s schon sein

am letzten Abend des Jahres. Aber wer

sagt, dass es aus möglichst weit entfernten

Regionen stammen muss? Wein

Fotos:giannip; Monkey Business; Anjelika Gretskaia; sebra; fascinadora / stock.adobe.com

AJOURE MAGAZIN SEITE: 108 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

und Sekt vom regionalen Winzer, am besten

noch biologisch hergestellt, ist eine tolle Alternative

und schmeckt. Die meisten Winzer

nehmen leere Wein- und Sektflaschen sogar

gerne zurück. Kauf Softdrinks und Bier in

Mehrweg- Glasflaschen und achte bei Säften

auf die regionale Herkunft.

Regionale und saisonale Produkte haben

kurze Transportwege und damit automatisch

einen geringeren CO²-Fußabdruck –

also warum nicht mal das Silvestermenu unter

das Motto „regional und bio“ stellen? Um

nachhaltig zu sein, muss es nicht unbedingt

vegetarisch oder vegan sein – auch wenn das

natürlich die nachhaltigste Variante wäre.

Dazu kommt noch, dass Obst und Gemüse

aus entfernten Regionen meist einen höheren

Schadstoffgehalt aufweist als regionale

Produkte, wo die Kontrollen beim Anbau

strenger sind.

Wenn du eine Party im kleineren Kreis

planst, ist das gute alte Raclette oder Fondue

immer noch eine tolle Alternative - mit

Fleisch vom Bauernhof um die Ecke und

Saisongemüse wie Champignons, Brokkoli

oder Pastinaken. Dazu kommt, dass die

nicht verzehrten Reste prima eingefroren

werden können – auch die Vermeidung von

Essensresten ist schließlich nachhaltig.

Verzichte auf Einweggeschirr

Plastikteller sind inzwischen bei den meisten

Partys ohnehin ein No-go. Wenn es die große

Party sein soll und einfach nicht genug

Geschirr da ist, kannst du hier auf biologisch

abbaubares Einweggeschirr zurückgreifen.

Da gibt es inzwischen tolle Alternativen

zum Beispiel aus Palmblättern oder Zuckerrohr,

aus Pappe oder Holzschliff… viele sehen

auch wesentlich besser aus als schnöde

Pappteller. Oder – wenn es eine lockere Party

sein soll – warum nicht auf die Einladung

schreiben, dass jeder sein Essgeschirr selbst

mitbringen möge?

Damit nicht jeder permanent ein neues

Glas braucht, lege einfach etwas Klebestreifen

(Washi-Tape) und einen Marker bereit,

sodass jeder sein Glas immer wieder findet

– das spart jede Menge Spülkram und ist

ebenfalls nachhaltiger.

Kaffeesatzlesen statt Bleigießen

Das immer noch sehr beliebte Bleigießen

ist alles andere als nachhaltig – Blei ist giftig

und gehört normalerweise in den Sondermüll…

wenn es aber trotzdem ein „Blick in

die Zukunft“ sein soll, wie wäre es mit dem

guten alten Kaffeesatzlesen? Dazu braucht

man nur den fein gemahlenen türkischen

Mokka und einen hohen, schmalen Topf.

Das kalte Wasser und Kaffeepulver wird in

den Topf gegeben und wenn es kocht, in eine

schmale kleine Tasse gegossen. Nach dem

Austrinken kippst du die Tasse auf den Unterteller

und lässt sie einige Zeit stehen. Danach

wird die Tasse wieder umgedreht und

erlaubt „einen Blick in die Zukunft“. Welche

Formen hat der Kaffeesatz angenommen?

Im Internet findest du unzählige Listen mit

Interpretationsmöglichkeiten – oder mach

dir doch einfach selbst eine witzige Liste. Du

kannst auch Glückskekse mit eigenen „Prophezeiungen“

auf kleinen Zettelchen backen.

Nachhaltige Dekoration

Jeder liebt Deko wie Girlanden und Konfetti

– bis zum nächsten Tag, wenn du vor

Bergen von Müll stehst und noch nach

Wochen Konfettifetzen aus irgendwelchen

Ecken gekrochen kommen… Statt bunter

Girlanden kannst du aus Zeitungen oder

Packpapier selbst Girlanden falten. Tannenzapfen

und Efeu aus dem Wald oder bemalte

Steine ergeben auch stimmungsvolle Dekorationen

und eine Deko in Naturfarben

sieht doch meistens edler aus als knallbunte

Papiergirlanden. Aus trockenen Ästen lassen

sich Sterne oder andere Dekorationen

basteln, wiederverwendbare Wimpelketten

aus Stoffresten oder Kerzen in alten bemalten

Einmachgläsern ergeben auch eine tolle

und nachhaltige Deko. Auch wenn sie nicht

nachhaltig sind, kannst du auch mit einer

einzigen goldfarbigen Rettungsdecke aus

dem Erste-Hilfe-Kasten (die sollten sowieso

regelmäßig ersetzt werden!) tolle Glitzerakzente

setzen.

Statt Kunstblumen kannst du auf dem Tisch

kleine Terracottatöpfchen mit frischen

Kräutern verteilen, die deine Gäste auch

beim Essen zum Würzen benutzen können.

Die Kerzengläser kannst du anschließend

deinen Gästen als kleine Erinnerung an den

nachhaltigen Rutsch ins neue Jahr mitgeben.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 109 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Top 6 Bücher

für den Winter

oder als Geschenkidee

zu Weihnachten

Im der kalten Jahreszeit, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger werden,

ist wieder viel Zeit zum Lesen guter Bücher. Unsere Top 6 der aktuellen

Buchtitel versprechen Leselust für alle Bücherwürmer und das Abtauchen

in spannende, berührende oder lustige Romane. Außerdem haben

wir in unsere Buchempfehlungsliste praktische Ratgeber und interessante

Autobiographien aufgenommen. Natürlich lassen sich diese Bestseller

auch wunderbar zu Weihnachten verschenken.

Das Geschenk

von Sebastian Fitzek

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Der Erfolgsautor Sebastian Fitzek

nimmt den Leser in seinem neuen

Roman Das Geschenk auf eine grausame

Entdeckungsreise mit. Dich

erwartet von der ersten bis zur letzten

Seite jede Menge Nervenkitzel,

wenn der Protagonist Milan Berg

sich auf die Suche nach einem Mädchen

macht, dessen Hilferuf er zufällig

mitbekommen hat. Was die Sache

erschwert: Milan Berg ist Analphabet

und muss sich in vielen Situationen

auf sein Gefühl verlassen. Auf seiner

Suche nach der Wahrheit erwarten

ihn erschütternde Tatsachen. Fitzeks

neuer Roman ist nichts für schwache

Nerven.

Wie ein Leuchten in tiefer Nacht

von Jojo Moyes

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Jojo Moyes ist eine bekannte Bestsellerautorin

und lieferte mit ihren Büchern bereits

zahlreiche Filmvorlagen. Auch in ihrem

neuen Roman Wie ein Leuchten in tiefer

Nacht geht es selbstverständlich um Liebe,

Hoffnung und Mut. Die Protagonistin Alice

folgt im Jahr 1937 ihrem Verlobten in die

USA. Dort sieht sich die junge Frau mit einem

unausstehlichen Schwiegervater konfrontiert.

Gleichzeitig findet sie jedoch ihre

Erfüllung in ihrer Arbeit in der örtlichen Bibliothek.

Wir empfehlen diesen neuen Roman

von Jojo Moyes allen Leserinnen, die

gerne von mutigen Frauen lesen möchten.

Fotos: atb aufbau Verlag; Droemer Knaur Verlag; riva Münchner Verlagsgruppe; rowohlt Wunderlich Verlag; S.Fischer Verlag; ullstein leben Verlag

AJOURE MAGAZIN SEITE: 110 | DEZEMBER 2019


AJOURE / LIFESTYLE

Permanent Record: Meine Geschichte

von Edward Snowden

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Edward Snowden ist der wohl bekannteste

Whistleblower unserer Zeit. In seinem

eigenen Buch Permanent Record: Meine

Geschichte erzählt der Amerikaner auf

432 Seiten seine Lebensgeschichte und

lässt Leser hinter seine Beweggründe blicken.

Wir erfahren, warum sich Snowden

gegen CIA und NSA stellte und welche

Folgen das für sein Leben hatte. Gleichzeitig

beschäftigt sich das Buch mit der

Frage, wie viel Überwachung wir akzeptieren

müssen und ab welchem Ausmaß

ein Widerstand angebracht ist.

Der ist für die Tonne:

(K)ein Männer-Roman

von Ellen Berg

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Schwungvoll und mit einer großen Prise

Humor erzählt Ellen Berg in ihrem

Roman Der ist für die Tonne: (K)ein

Männer-Roman die Geschichte einer

professionellen Ausmisterin, die bei ihrem

Klienten auf jede Menge Chaos,

eine Leiche und starke Emotionen stößt.

Wenn du dich auf diese Lesereise begibst,

wirst du an vielen Stellen des Romans ein

Schmunzeln im Gesicht haben.

Starkes weiches Herz:

Wie Mut und Liebe unsere Welt verändern

können

von Madeleine Alizadeh (dariadaria)

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Vegan Foodporn:

100 einfache und köstliche Rezepte

von Bianca Zapatka

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Nicht nur für Veganer liefert das Kochbuch

Vegan Foodporn: 100 einfache und

köstliche Rezepte jede Menge Inspiration

für leckere und schnell gekochte Gerichte.

Dabei wird selbstverständlich vollständig

auf tierische Lebensmittel verzichtet. Wer

seinen Konsum tierischer Lebensmittel

einschränken möchte, der erhält hier

köstliche Kochideen für vegane Gerichte.

Überzeugte Veganer erhalten ebenfalls

neue Anregungen, um innerhalb kurzer

Zeit eine leckere Mahlzeit auf den Tisch

zu zaubern.

Madeleine Alizadeh ist im Internet als dariadaria

bekannt und widmet sich in ihrem

Buch Starkes weiches Herz: Wie Mut und

Liebe unsere Welt verändern können den

vielen Fragen des Lebens. Sie gibt ihren Lesern

einen bunt gefüllten Werkzeugkoffer

an die Hand, mit dem sich Optimismus und

Entschlossenheit im Alltag leben lassen. Dabei

spielen vor allem Selbstliebe und Nächstenliebe,

aber auch Themen wie Feminismus

und Klimawandel eine entscheidende Rolle.

Wir empfehlen das Buch der jungen Autorin

allen, die sich Inspirationen für ein erfülltes

Leben in einer besseren Welt wünschen.

AJOURE MAGAZIN SEITE: 111 | DEZEMBER 2019


AJOURE / IMPRESSUM

Impressum

Ajouré GmbH & Co. KG

Savignyplatz 12

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Telefon: +49 30 2234 2846

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Offenlegung gemäß §25 MedienG:

Herausgeber & Medieninhaber: AJOURE GmbH & Co. KG, Savignyplatz

12, 10623 Berlin, Deutschland – Geschäftsführer: Tobias Bojko,

Daniel Heilig – Unternehmensgegenstand: Herausgabe von Online-

und Printmagazinen, der Betrieb von Verlagsanstalten, die

Konzeption, Herstellung, Vermittlung und Vertrieb von Medien

und mediennaher Produkte sowie die Erbringung von Dienstleistungen

und der Handel mit Gegenständen aller Art die zur Erreichung

des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen

– Alle Informationen abrufbar unter: http://www.ajoure.de/

impressum – Unsere grundlegende Richtung (Blattlinie) ist die unabhängige

Berichterstattung über deutschlandweite, internationale

und insbesondere regionalbezogene Themen und Ereignisse

in den Bereichen Gesellschaft & Kultur, Reisen, Medien, Sport und

Technologie. Kontakt: Tel: +49 30 2234 2846 – E-Mail: info@ajoure.

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AJOURE MAGAZIN SEITE: 112 | DEZEMBER 2019


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AJOURE MAGAZIN SEITE: 113 | DEZEMBER 2019

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