Download - Volkssolidarität Bundesverband e.V.

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Miteinander • Füreinander

Akt ell 4/12

iM BArniM

rÜDerSDOrFer

erFAhrungen

Bilanz einer Ortsgruppe

Außerdem:

Workshop in Schwedt

Veronika Arndt im Porträt

Aus den Ortsgruppen


Ausgabe 4

Inhalt

Kolumne

Titelthema

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Porträt

Bericht

Bericht

Bericht

Service

Service

Bericht

Bericht

Bericht

Bericht

Debatte übers Ehrenamt ...................................................................... 3

Rüdersdorfer Erfahrungen .................................................................. 4

Ortsgruppe Rüdersdorf ......................................................................... 8

Ortsgruppe Altenhof ............................................................................ 11

Ortsgruppe Ruhlsdorf ..........................................................................12

Erfahrungsaustausch in Schwedt ...................................................14

Veronika Arndt ..........................................................................................16

Ortsgruppe 2 beim Bürgermeister ................................................19

Essen aus der neuen Küche ...............................................................20

Vier Jahre Wohnterrassen am Finowkanal .................................22

Bereiche und Kontakte .........................................................................25

Besondere Ereignisse in den Ortsgruppen................................26

Tag der offenen Tür in Eberswalde ................................................29

Ortsgruppe 48 Bernau Süd................................................................32

Ortsgruppe 5 Westend Eberswalde..............................................34

Ortsgruppe Bernau-Waldsiedlung/-frieden ..............................36

Impressum:

jahrgang 4 / ausgabe 4

Herausgeber: Volkssolidarität Barnim e.V. · Schneiderstraße 19 · 16225 Eberswalde

V.i.S.d.P.: Kerstin Maier

Redaktion: Andrea Hoehne (AH, verantwortliche Redakteurin), Edda Blaetter (EB), Gerhard Falckenberg (GF),

Dr. Ursula Ehlert (UE), Ehrenfried Keil (EK), Enrico Parchert (EP, Satz & Layout, CMS-Redakteur Kreisver

band Barnim e.V.), Karin Stahl (KS), Joachim Stennert (JS), Gerd Wiesner (GW)

Kontakt: Andrea Hoehne, Tel. 03334/6398816, andrea.hoehne@volkssolidaritaet.de

Auflage: 5000 Expl. Vertrieb: kostenlos über die Ortsgruppen der Volkssolidarität

Titelfoto: Herzliche Glückwünsche zum 85. Geburtstag für Jutta Jordan (links im Foto) aus Rüdersdorf.

Überbracht wurden sie im Namen der Ortsgruppe der Volkssolidarität von Martha Dräger.

Foto: A. Billhardt

redaktionsschluss für Ausgabe 1/13 ist der Die Volkssolidarität im Barnim Aktuell wird in den

Stephanus-Werkstätten in Bad Freienwalde auf holzfreiem Papier mit mineralölfreien Farben gedruckt.

Die Redaktion bittet um Verständnis, dass aus Platzgründen nicht alle eingesandten Beiträge veröffentlicht

werden können.

2


DebaTTe Übers ehrenamT

Sehr geehrte

Mitglieder und

Freunde der

Volkssolidarität

Barnim,

in diesem Journal wird ausführlich

über die Arbeit unserer Rüdersdorfer

Ortsgruppe berichtet. Als

deren Vorsitzender freue ich mich

natürlich, dass wir uns auf diese

Art und Weise am Erfahrungsaustausch

über die besten Formen und

Methoden der Arbeit beteiligen

können, der nach der jüngsten Delegiertenkonferenz

unseres Kreisverbandes

in Gang gekommen ist.

Wir haben in den letzten Jahren

viel geschafft, unsere Angebote

sind reichhaltiger, vielfältiger und

interessanter geworden. Möglich

wurde das durch das große Engagement

unserer ehrenamtlichen

Mitstreiter. Um dieses Potential

auch weiter erhalten und nutzen

zu können, müssen wir uns neue

Gedanken ums Ehrenamt machen.

Ich meine damit die konkrete Anleitung

und Schulung der ehrenamtlichen

Kräfte. In Betracht gezogen

werden muss künftig stärker

3

die Tatsache, dass die Ehrenamtlichen

nicht nur viel Zeit investieren,

sondern auch eigenes Geld für

ihre Tätigkeit aufwenden. Unsere

ehrenamtlichen Mitstreiter können

und machen vieles, aber ihrem Betätigungsfeld

sind auch Grenzen

gesetzt. So scheint mir die ehrenamtliche

Leitung von Begegnungsstätten

fürs Ehrenamt eine Nummer

zu groß zu sein. Wir müssen

uns deshalb neue Gedanken über

die Finanzierung der Begegnungsstätten

machen.

Diese Problematik war auch

Bestandteil des Workshops

zur Zukunftsorientierung der

Volkssolidarität zwischen den

Kreisverbänden Uckermark und

Barnim. Unsere Gruppe war dort

mit vier Mitstreitern vertreten. Sie

haben fleißig mitdiskutiert und

hinterher gesagt, dass es ihnen

Spaß gemacht hat. Weil Fragen behandelt

worden sind, die uns alle

bewegen. Das sollten wir im kommenden

Jahr konsequent und mit

neuen Informationen fortführen.

Ihr Dieter Janke,

Mitglied des Kreisvorstandes

der Volkssolidarität Barnim e.V.

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht rüdersdorfer erfahrungen

rÜDersDOrFer

erFahrungen

Aus der Arbeit unserer größten Ortsgruppe

Kreisvorsitzende Gerda Fischer hatte

zur Kreisdelegiertenkonferenz 2012

im Bericht des Kreisvorstandes dazu

aufgefordert, einen Erfahrungsaustausch

über verallgemeinerungswürdige

Formen und Methoden der Arbeit

in den Ortsgruppen zu führen. Nach

den Wortmeldungen der Ortsgruppenvorsitzenden

von Altenhof und Bernau-Waldsiedlung/Waldfriedenbe-

richtet diesmal Dieter Janke, Vorsitzender

der Ortsgruppe Rüdersdorf,

über die Arbeit unserer größten Ortsgruppe.

Mehr als 600 Mitglieder, mehr als

60 ehren- und ein hauptamtlicher

Mitarbeiter, zweimal sechs Mitglieder

im Vorstand - das sind die

Eckdaten der Volkssolidarität Rü-

Käte Preibisch, Adelheid Billhardt, Ute Werner (Kreisvorstand), Eva

Matthes und Helga Just (v.li.) beim Workshop in Schwedt. Foto: E. Keil

4


dersdorf. Mit ihren mehr als 600

Veranstaltungen im Jahr 2011 hat

sie annähernd 10 000 Teilnehmern

aus den verschiedenen Altersgruppen

ein abwechslungsreiches Programm

geboten. So sollte es auch

in diesem Jahr weitergehen. In der

größten Ortsgruppe der Volkssolidarität

überhaupt kann dies nur

funktionieren, wenn alle an einem

Strang ziehen. Andererseits arbeiten

wir in sechs Ortsbereichen,

die mit sehr unterschiedlichen Methoden

ihre Mitglieder betreuen.

Dies ist in der historischen Entwicklung

unserer einst bis zu 1200

Mitglieder starken Ortsgruppe zu

verstehen.

In den Bereichen sind es die verschiedenen

Traditionen, die unsere

Mitglieder pflegen und jedem

Ortsbereich einen besonderen Anstrich

verleihen. Bei uns werden

die Mitglieder nicht verwaltet und

einfach nur abkassiert, hier gestaltet

jeder mit, wie immer er mag. So

sind unsere Angebote so vielfältig

wie es unsere Mitglieder sind.

Seien es Sport- und Spielegruppen,

Bastel- und Seniorennachmittage,

Reisen oder unterhaltsame und bildende

Kulturnachmittage, immer

ist etwas Individuelles für jeden

5

dabei. Hinzu kommen unsere traditionellen,

immer gern besuchten

zentralen Veranstaltungen im Kulturhaus

und anderswo. Zu nennen

seien das Frühlingsfest mit dem

Ostermarkt und das Herbstfest

mit dem Herbstmarkt. Und immer

wieder wird jährlich mit Freude

von den Ehrenamtlichen die Dankeschönveranstaltung

als großer

Dank an alle ehrenamtlich Tätigen

erwartet.

Im Einzelnen stehen unseren Mitgliedern

für ihre Betätigung zur

Verfügung: drei Seniorengymnastikgruppen,

die Gruppen „Tänzerische

Gymnastik“, Kegeln, Wandern,

eine Radwandergruppe und

eine Gruppe Nordic Walking. Mehr

als 100 Seniorensportlerinnen und

-sportler haben hier ein die Gesundheit

förderndes Gebiet der Betätigung

gefunden und tun etwas

für ihr Wohlbefinden. Bisher wollte

niemand, der bei uns Sport treibt,

diese Betätigung missen, man gewöhnt

sich daran und kann nicht

mehr loslassen. Den Sport treiben

wir in Kooperation mit dem Sportverein

SV „Glück auf“ Rüdersdorf

und es trifft sich gut, dass der

Vorsitzende der Ortsgruppe der

Volkssolidarität Rüdersdorf auch

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht rüdersdorfer erfahrungen

den Vorsitz dieses Sportvereins

inne hat. Pro Jahr werden etwa

360 Sportveranstaltungen und

Übungsnachmittage veranstaltet.

Weiterhin bieten wir das Mitmachen

beim Skatspiel, bei Rommeespielen

oder die kreative Mitarbeit

im Zirkel „Kreatives Gestalten“ an.

Viele Ehrenamtliche, nicht nur

beim Sport, unterstützen die Volkssolidarität,

sei es, indem sie einen

Treffpunkt leiten, Nachmittage

und Veranstaltungen organisieren,

vorbereiten und durchführen oder

wenn sie Mitglieder zu Hause oder

im Krankenhaus besuchen, denen

es mal nicht so gut geht.

Ob beim Sport, beim Spiel, beim

Basteln, bei Reisen oder bei den

beliebten Seniorennachmittagen,

immer verwirklichen wir das Ziel

der Volkssolidarität, niemand soll

allein sein, wir tun es gemeinsam

und sind dabei gewiss nicht einsam.

Zusätzlich bieten wir in unseren

zwei Clubs, der Begegnungsstätte

„Plauderstübchen“ und dem

„Club 2“ für unsere Mitglieder, die

es wünschen, ein schmackhaftes

Mittagessen an. Erhöhte Aufmerksamkeit

gilt bei all den Maßnahmen

der Freizeitgestaltung in

Rüdersdorf denen, die im Besonderen

unserer Hilfe bedürfen, den

Schwer- und Schwerstbehinderten,

den Menschen in besonderen Lebenslagen,

den Bedürftigen sowie

natürlich jedem einzelnen Mitglied

der Volkssolidarität.

Bei unserer Arbeit können wir

auf die Hilfe vieler Freunde der

Volkssolidarität zurückgreifen.

So konnten wir Unterstützer und

Sponsoren gewinnen, die uns mit

ihren Spenden helfen, alle unsere

Ziele zu erreichen. Wir konnten

uns mit Hilfe nicht weniger Sponsoren

einen Kleinbus anschaffen,

für deren Unterhalt wir nun zu sorgen

haben. Den Preis für den Bus

haben uns Sponsoren bezahlt, für

den Rest müssen wir nun weitere

spendenbereite Sponsoren suchen,

denn der Bus braucht zum Beispiel

bald Winterreifen und einiges

mehr. Mit dem Bus, den wir seit

Juni 2012 nutzen können, sind wir

schon ein paar tausend Kilometer

gefahren und konnten schon vielen

Seniorinnen und Senioren schöne

Fahrten und damit erlebnisreiche

Tage oder Stunden bieten, vor

allem auch unseren schwer- und

schwerstbehinderten Mitgliedern.

Unsere Arbeit wird auch belebt

6


durch unsere gute Zusammenarbeit

mit der Gemeinde Rüdersdorf

und den Gremien des Gemeinderates

und des Seniorenbeirates.

Oder anders gesagt: die Volkssolidarität

und ihre aktivsten Ehrenamtlichen

sind überall dabei, wo es

nicht nur um die Belange der Senioren

geht, sie mischen ordentlich

mit in der kommunalen Seniorenpolitik.

In Rüdersdorf ist die Volkssolidarität

bekannt und arbeitet eng

mit den anderen Seniorenverbänden

zusammen. Auch verschließen

wir nicht die Augen vor Problemen

wie dem Mitgliederschwund und

stellen uns der Diskussion. Verbessern

müssen wir allerdings noch

unsere Öffentlichkeitsarbeit. Wir

wollen intensiver unsere Planung,

unsere Ziele und vor allem unsere

Termine veröffentlichen, um besser

präsent zu sein. Nur wer weiß, was

7

geboten wird, der kommt auch zu

uns. Unser Ziel ergibt sich aus dem

bekannten Slogan: „Stellt euch vor,

die Volkssolidarität ruft, und alle

kommen hin!“

In diesem Sinne bedankt sich

der Vorstand der Ortsgruppe der

Volkssolidarität Rüdersdorf bei

allen seinen Ehrenamtlichen, bei

den Sponsoren und Freunden der

Volkssolidarität, bei der Gemeinde

Rüdersdorf mit ihrem Bürgermeister

Herrn Schaller an der Spitze,

beim Kulturhaus Rüdersdorf und

bei allen, die uns unterstützen,

ohne große Worte zu verlieren. Auf

weitere intensive und herzliche Zusammenarbeit

im Namen des Vorstandes,

Dieter Janke,

Vorsitzender OG Rüdersdorf

WeIhnaChTen FÜr eInsame

Aus unterschiedlichen Gründen

sind viele Menschen am Heiligabend

allein. Deshalb findet

auch in diesem Jahr im Kulturbahnhof

in der Bahnhofstraße 32

in Finow am 24. Dezember um

12:00 Uhr eine Weihnachtsfeier

für Einsame statt. Geboten wird

neben Kaffee und Kuchen auch

ein weihnachtliches Programm.

Die Teilnahme ist kostenlos. Interessenten

melden sich bitte bis

12.12.2012 unter der Telefonnummer

03334/639880 an.

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe rüdersdorf

es gehT WeITer

In aLT-rÜDersDOrF!

Nun Gäste im Marienhaus der Stephanusstiftung

Herbst 2011. Jeder hatte etwas

gehört. Wenn man nachfragte,

wusste keiner etwas Konkretes.

Dann stand es in der „Märkischen

Oderzeitung“. In Rüdersdorf

muss ein weiterer Kindergarten

errichtet werden. Ein möglicher

Standort wäre das Christliche

Jugendwerk Deutschland (CJD)

in Alt-Rüdersdorf. Das schlug ein

wie eine Bombe!

Führten wir doch ein ganzes

Jahrzehnt unseren Seniorennachmittag

mit Musik und Tanz im

CJD durch. Die Lehrlinge hatten

immer wunderschön Raum

und Kaffeetafel dekoriert, wir

wurden mit wohlschmeckenden

Kuchen und Abendbrot versorgt

und brauchten uns darum nicht

kümmern. Wir waren verwöhnt.

Wenn es bei uns mit der Arbeit

der Volkssolidarität in bewährter

Form weitergehen sollte, muss-

te eine Alternative gefunden

werden. Schwierig, denn es gibt

kaum geeignete Räume für ca. 35

Seniorinnen und Senioren. Dann

kam die zündende Idee: Der Bürgermeister,

Herr André Schaller,

wird zum nächsten Seniorentreffen

eingeladen. Er kam sofort zu

uns.

Er legte den Stand der letzten Sitzung

der Gemeindevertreter dar:

Es gibt immer weniger Auszubildende

der Hauswirtschaft, aber

viele Kinder, die einen Kindergartenplatz

benötigen, und Alt-

Rüdersdorf hat keine dafür geeigneten

Räumlichkeiten. Lange

Rede, kurzer Sinn. Wir handelten.

Es wurden Ideen gesammelt,

Räume besichtigt, Verhandlungen

geführt. Wir haben einen

geeigneten Raum gefunden.

Nun sind wir Gäste im Marienhaus

der Stephanusstiftung und

nur ca. 300 m vom CJD entfernt.

Die Bedingungen, das Umfeld

stimmen. Unser herzlicher Dank

geht an den Leiter des Marienhauses,

Herrn Kießling, der uns

sehr entgegenkommend und unbürokratisch

half.

8


Heute wird der Raum von uns

selber hergerichtet, die Tafel dekoriert,

Geschirr abgewaschen,

der Raum gesäubert. Alle helfen

mit – die Gemeinschaft wächst

wieder stärker zusammen.

Die Lehrlinge haben uns bei der

Eröffnungsveranstaltung im Marienhaus

im Januar 2012 spontan

besucht und mitgefeiert, es gab

eine Karnevalsitzung mit dem

Senioren-Prinzenpaar und zünftige

Büttenreden, einen Grillnachmittag,

um einige

9

Auch für ein Tänzchen ist im Marienhaus

der Stephanusstiftung Platz. Foto: B. Klar

Höhepunkte aufzuzählen.

Der Bürgermeister hat uns in dem

neuen Heim besucht und uns jederzeit

Unterstützung zugesagt.

Was wollen wir mehr! Hurra,

hurra, wir haben es geschafft.

An dieser Stelle ein herzliches

Dankeschön an alle fleißigen

Helferinnen und Helfer unseres

Seniorenkreises Alt-Rüdersdorf.

Stefanie Parlesak

OG 42 Rüdersdorf

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe Altenhof

Über unsere spOrTgruppe

Rüdersdorf auch sportlich auf dem Posten

Zur Sportgruppe 1 der Volkssolidarität

Rüdersdorf gehören 26

Frauen und leider nur zwei Männer.

Wir treffen uns einmal in

der Woche in der Turnhalle Brückenstraße,

um unsere „müden

Knochen“ wieder fit zu machen,

denn wir haben schon das stolze

Durchschnittsalter von 76,5 Jahren

erreicht. Bei Gymnastik im

Kreis und auf der Matte und anschließenden

Bewegungsspielen

erleben wir eine gemeinsame frohe

Sportstunde.

Auch in den Sommerferien,

wenn die Turnhalle geschlossen

ist, lassen wir uns nicht ausbremsen.

Dann geht es zum Minigolfen

nach Woltersdorf. Hier haben

wir auch viel Spaß. Nicht so sehr

auf die Leistung kommt es an,

sondern immer nach dem Motto

der Volkssolidarität „Miteinander

- Füreinander“ Freude zu haben,

ist unser Ziel.

Auch gemeinsame Feiern und

Fahrten sind sehr beliebt. Auf

den Besuch der Gärten der Welt

in Berlin Marzahn im September

freuten wir uns schon lange vorher.

Aktiv waren wir auch in der

„Brandenburgischen Seniorenwoche“.

So war die Seniorengymnastikwerkstatt

mit

anschließendem geselligen Beisammensein

wie immer ein Erfolg.

Beim Kreisseniorensportfest in

Strausberg und bei den Veranstaltungen

der Gesundheitswoche

in Rüdersdorf sind viele

Mitglieder unserer Sportgruppe

aktiv dabei.

Als wir in den Ferien kurzfristig

um Hilfe bei Reinigungsarbeiten

in der Schule Hennickendorf gebeten

wurden, waren wir selbstverständlich

dazu bereit.

Auch weiterhin wollen wir zusammen

aktiv sein und sagen

denen, die es noch nicht sind:

Kommt her, macht mit, Sport frei.

10

Helga Feig,

Sportgruppe 1 der

Volkssolidarität Rüdersdorf


FrÜhsTÜCK In sChOrFheIDe

Schöne Tradition der Ortsgruppe Altenhof

In der Gemeinde Schorfheide entwickelt

sich seit August 2011 eine

schöne Tradition, das „Schorfheidefrühstück

- Willkommen

an einem Tisch“, eine Veranstaltung,

um Neubürgern unsere

Gemeinde vorzustellen und mit

ihnen ins Gespräch zu kommen.

Diesmal hatte der Bürgermeister

alle Vereine der Gemeinde zur

Gestaltung der Frühstückstafel

nach Groß Schönebeck eingeladen.

Wir als Gruppe der Volkssolidarität

Altenhof haben uns

nach 2011 auch diesmal beteiligt.

10 Mitglieder hatten sich bereit

erklärt, die Frühstückstafel mit

zu decken. Das reichte von gefüllten

Eiern, über Schnitzelchen,

Buletten, köstlich gefüllten Brötchen,

Käsespießchen und mit

Fisch belegten Häppchen bis hin

zu selbst gebackenen Streuselschnecken

und Pflaumenkuchen.

Obstspieße waren auch dabei.

Einen starken Kaffee gab‘s dazu

und für die kleinen Besucher waren

Bonbons und Lutscher da.

Wir hatten natürlich auch Anschauungsmaterial

über unsere

Arbeit dabei. Das waren Fotos

11

von unseren Veranstaltungen, einige

für unsere Kita von uns neu

behäkelte und bestrickte Puppen

und Muster von alten Schachteln

und Säcken. Unsere angebotenen

Speisen, die zum Teil auch von

unseren männlichen Mitgliedern

zubereitet worden waren, haben

den Besuchern geschmeckt.

Und für unsere Arbeit haben sie

sich auch interessiert. Besonders

viel wollten sie über die „alten

Schachteln und Säcke“ wissen.

Wir als Volkssolidaritätsgruppe

betrachten diese Veranstaltung

als eine Gelegenheit, die Arbeit

der Volkssolidarität allgemein

bekannt zu machen. Deshalb bedauern

wir, dass wir die einzige

VS- Gruppe unserer Gemeinde

waren, die diese Gelegenheit genutzt

hat. Sicher gibt es auch 2013

wieder ein Schorfheidefrühstück

in einem anderen Ortsteil der

Gemeinde Schorfheide. Wir sind

wieder dabei.

Bärbel Eichentopf,

Ortsgruppe Altenhof

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe ruhlsdorf

auCh DIe „KLeInen“

sInD auF DrahT

Gegenseitiges Geben und Nehmen in der OG Ruhlsdorf

Visitenkarte: Die Ortsgruppe 38,

Ruhlsdorf hat derzeit 34 Mitglieder.

Die meisten von ihnen sind über 70

Jahre alt - zwei unter 70 und drei

unter 60.

Vorsitzende der Ortsgruppe ist Ingrid

Grüning. Und das bereits seit

1998. „Ich mache das gern, denn

dadurch habe ich einen engen Kontakt

zu den Leuten im Dorf“, sagt

sie. Im Vorstand hat sie zudem mit

Edeltraud Rieckmann und Margot

Dahlitz zwei aktive Mitstreiter an

ihrer Seite. Und Unterstützung gibt

es auch aus der Gruppe. Da ist zum

Beispiel Werner Biela immer zur

Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird.

Und auch das aus Berlin zugezogene

Ehepaar Getter ist hilfsbereit

und macht fleißig mit.

Arbeitsweise: Von Oktober bis April

sind monatlich Gruppennachmittage

angesagt. Bei Kaffee und

Kuchen kommt es dabei zu angeregten

Gesprächen über das Geschehen

im Dorf. Und die Freude

ist immer groß, wenn man sich gesund

und munter begrüßen kann.

Die Zusammenkünfte werden aber

auch genutzt, um wichtige Informationen

an den Mann zu bringen.

So zum Beispiel zu Rentenfragen.

Des weiteren wird beraten und

festgelegt, was neben den monatlichen

Treffs sonst noch auf die Beine

gestellt werden soll. „Das hat

sich bewährt“, sagt die Ortsgruppenvorsitzende,

„denn dadurch

machen wir nur das, was unsere

Mitglieder auch möchten.“

Ein Beispiel dafür ist die Brückenfahrt

in Berlin. Vorgeschlagen worden

war eigentlich eine Dampferfahrt.

Da die Teilnahme an einer

Brückenfahrt aber gut angekommen

war, kam der Vorschlag, das

noch einmal zu machen. 47 Teilnehmer

kamen zusammen - Ortsgruppenmitglieder

und Leute aus

dem Dorf. „Solche Fahrten sind

für alle Einwohner offen, denn

sonst würden wir ja den Bus nicht

voll bekommen“, verweist Ingrid

Grüning auf eine Ruhlsdorfer Besonderheit,

das Zusammenwirken

zum Wohle der Einwohner. Das

dörfliche Leben werde geprägt

12


Ortsgruppenvorsitzende Ingrid Grüning im Gespräch mit

Werner Biela und Edeltraud Rieckmann (von links). Foto: EK

von einem gegenseitigen Geben

und Nehmen. Beispiele dafür gibt

es zur Genüge. Die Ortsgruppe

der Volkssolidarität beteiligt sich

am alljährlichen Frühjahrsputz,

pflegt das Kriegerdenkmal und

backt Kuchen zum Erntedankfest,

dafür stellt ihr die Gemeinde

in der ehemaligen Schule kostenlos

einen Raum für ihre Zusammenkünfte

zur Verfügung.

Auch mit dem Heimatverein

wird eng zusammengearbeitet.

So ging die Ortsgruppe mit auf

Schatzsuche im Dorf.

13

Zur 700-Jahr-Feier von Ruhlsdorf

im Jahre 2015 wollen Heimatverein

und Arbeitsgruppe Museum

ein Heimatmuseum eröffnen.

Eine ganze Menge Hausrat

und handwerkliches Gerät aus

vergangenen Zeiten sind schon

zusammengekommen. Zeugnis

erfolgreichen Zusammenwirkens

ist auch die gemeinsame Weihnachtsfeier.

Auch da kocht nicht

jeder sein eigenes Süppchen. Die

Feier wird von der Gemeinde

vorbereitet und durchgeführt.

Und viele helfen mit . EK

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht erfahrungsaustausch in Schwedt

erFahrungsausTausCh

mIT Dem naChbarn

Nächste Zusammenkunft soll in Eberswalde stattfinden

Die Volkssolidarität als anerkannter

Sozial- und Wohlfahrtsverband

befasst sich seit geraumer

Zeit auf Bundes- und Landesebene

mit der Frage der Zukunftsorientierung

sowohl innerhalb des Mitgliederverbandes

als auch innerhalb

der sozialwirtschaftlichen Dienste.

Auch die Kreisverbände Barnim

und Uckermark wollen die Weichen

für die Zukunft stellen und

setzen dabei auf die bereits praktizierte

erfolgreiche und fruchtbringende

Zusammenarbeit inner-

halb beider Regionen. Haupt– und

ehrenamtliche Mitarbeiter beider

Kreisverbände trafen sich Ende

September im Schwedter Mehrgenerationenhaus

zu einem Erfahrungsaustausch.

Der Kreisverband Uckermark berichtete

über seine Erfahrungen

aus dem Projekt „Sozialbegleiter

in den Ortsgruppen“. Für unseren

Kreisverband sprach Kornelia

Kögler über die erfolgreiche Zusammenarbeit

von Haupt– und

Ehrenamt am Beispiel des Pflege-

Im Plenum: Erfahrungen aus dem Projekt „Sozialbegleiter in Ortsgruppen“

wurden vom Kreisverband Uckermark dargelegt. Fotos: E. Keil

14


heimes Biesenthal. Anschließend

wurde in drei Arbeitsgruppen

diskutiert. Dabei ging es um Möglichkeiten

von ehrenamtlichen

Engagement im sozialen Dienst,

in den Begegnungsstätten und in

Vereinen. Die zahlreichen Hinweise

sollen einfließen in

eine zu erarbeitende

Handlungsrichtlinie

Ehrenamt/Hauptamt.

Vereinbart wurde, jährlich

einen Erfahrungsaustausch

zwischen

beiden Kreisverbänden

durchzuführen.

Zwischenzeitlich soll

in unserem Kreisverband

das Konzept

In drei Arbeitsgruppen: Lebhaft wird über die

Erfahrungsberichte diskutiert.

15

Sozialbegleiter in einer Musterschulung

vorgestellt werden.

Vorgesehen ist auch ein Gedankenaustausch

über die Finanzierung

der Begegnungsstätten.

EK

Die Moderatoren: Simone Fink-Sander, Matthias

Barsch und Renate Schwieger (v.li.)

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Porträt Veronika Arndt

Den Weg Ins

Leben ebnen

Hausmeisterin, Erzieherin, Krankenschwester, Köchin in einer Person

Häusliches Milieu

Ziemlich neugierig war ich schon,

als ich mich mit Veronika Arndt

verabredete. Treffpunkt Coppistraße

in Eberswalde, Mutter-

Kind-WG. Eine gewisse Vorstellung

war schon vorhanden, aber

was würde mich wirklich erwarten?

Klingeln, Veronika Arndt öffnete,

ich trat in einen freundlichen Flur.

Eine junge, sehr junge Frau huschte

von einer Tür in die andere.

Ein zartes Kinderstimmchen war

aus einem der Räume zu hören.

Schließlich führte mich Veronika

Arndt in ein kleines Zimmer.

Darin eine entzückende Kinderwiege,

ein Bett, ein Schrank, Tisch

und Stühle. Sie erklärte mir: „Sie

befinden sich gerade in einem nicht

belegten Schlafzimmer für eine minderjährige

Mutter und ihr Baby.“

Zur Wohngemeinschaft gehören

noch weitere, ähnlich eingerichtete

Zimmer, ein großer Gemeinschaftswohnraum,

Küche, Bad

und was sonst noch notwendig

ist.

16

Veronika Arndt

Persönliches

Veronika Arndt, meine Gesprächspartnerin,

leitet den

Heimverbund der Volkssolidarität

Barnim. Zu diesem Verbund

gehört neben dieser eine weitere

Mutter-Kind-WG, eine intensive

Wohngemeinschaft, eine Heilpädagogische

Wohngemeinschaft,

eine Außen-WG, eine Regelgruppe

sowie drei Wohnungen für

betreutes Einzelwohnen. Hier

werden junge Menschen auf ihr

Leben in den eigenen vier Wänden

vorbereitet.


Frau Arndt ist Jahrgang 1955. Geboren

und zur Schule gegangen

ist sie in Großenhain in Sachsen.

1971 waren es berufliche Gründe

des Vaters, die die Familie nach

Eberswalde ziehen ließen. Veronika

Arndt machte von 1972 bis 1975

eine Ausbildung als Krippenerzieherin,

übte danach diesen Beruf

aus. 1978 wechselte sie zur Medizinischen

Fachschule.

„Nebenher absolvierte ich ein Fernstudium

in Potsdam, das ich dann als Medizinpädagogin

abschloss. Es folgten

eine Tätigkeit als Lehrerin für den

Praxisunterricht an der Medizinischen

Fachschule sowie als Lehrausbilderin

an der Medizinischen Fachschule“, so

Frau Arndt. Daran schloss sich

eine Tätigkeit in der ZKV – der

Zentralen Krippenvereinigung – in

Finow an. Veronika Arndt ist verheiratet

und hat zwei Kinder, Jahrgang

1979 und 1983.

„Wir mussten neu zurechtkommen“…

erläutert mir Veronika

Arndt ihre Auffassung von ihrem

Beruf. Sie wechselte 1985 in den

Bereich „Hilfen zur Erziehung“

unter der Schirmherrschaft ZKV,

wurde Heimleiterin im Säuglings-

und Kleinstkinderheim in der

17

Ringstraße „Mit der Wende dann

wurde vieles anders, die Einrichtungen

wurden an freie Träger übergeben“, erinnert

sich Veronika Arndt. „Wir

mussten uns anpassen und erst einmal

mit der so genannten freien Erziehung

klar kommen.“ Trotz manch chaotischer

Entwicklung habe sie alles

geschafft und ein Zertifikat für die

neue Zeit bekommen. Die Bedingungen

hatten sich geändert, die

Kinder waren größer geworden.

„Wir haben das alte Haus verlassen

und sind in die Schillerstraße gezogen.“

Der Beruf hat sich gewandelt

„Es ist faszinierend, für junge Menschen

die Familie zu ersetzen“, so charakterisiert

Veronika Arndt heute

ihren Beruf. Die Mutter-Kind-WG

in der Coppistraße ist ja nur ein

Teil ihrer Tätigkeit als Leiterin des

Heimverbundes der Volkssolidarität

Barnim. „Es ist aber eine Arbeit,

an der sich vielleicht am besten erklären

lässt, worauf es ankommt“, sagt sie.

„Es ist eine Tätigkeit, die dringend notwendig

ist – leider -, die dennoch Spaß

macht, weil ohne uns junge Menschen,

junge Frauen vor allem, vielleicht

stranden würden.“

Minderjährige Frauen mit Kind

oder hochschwanger finden in der

Coppistraße ein vorübergehendes

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe 2 beim Bürgermeister

Zuhause. Sie können ihre Kinder

zur Welt bringen oder ihr Neugeborenes

in einer friedlichen Atmosphäre

betreuen. Sie bekommen

Hilfe. Vielleicht sollte man es auch

Hilfe zur Selbsthilfe nennen.

„Es kommt darauf an, die jungen Mütter

auf das selbstständige Leben mit ihrem

Kind vorzubereiten. Sie kommen

meist hier zu uns und wissen so gut

wie nichts. Nichts über Kindererziehung,

nichts über Familienleben, nichts

über Essenzubereitung, fast nichts über

Gemeinsamkeit.“ Es sind minderjährige

Mütter, die noch zur Schule

gehen, die sich in der Ausbildung

befinden oder die die Lehre gar geschmissen

haben. Oder auch junge

Mädchen, die von Zuhause weggelaufen

sind, die von der Familie

verstoßen wurden oder die von ihrem

Partner verlassen wurden. Das

Leben in der WG garantiert ihnen,

dass sie die Schule beenden oder

ihre Lehre weiterführen können.

Die Kosten trägt in der Regel das

Jugendamt. Das bedeutet jedoch

nicht, dass den jungen Frauen alles

vorgesetzt wird. „Sie müssen schon

für sich und ihr Kind im Rahmen der

Möglichkeiten sorgen. Tue etwas für

die Gemeinschaft, so nennen wir das,

schließlich sollen sie eines Tages, wenn

sie nicht mehr minderjährig sind,

selbstständig leben.“

„Damit aus ihnen etwas wird“…

… ist das erklärte Ziel der drei Mitarbeiterinnen

in der Mutter-Kind-

WG. Ein anstrengender Beruf.

Eine bewundernswerte Tätigkeit,

selbstlos und aufopferungsvoll.

24 Stunden am Tag. Die Familie

ersetzen für minderjährige Mütter,

die manchmal schwierig sind.

Lebenserfahrung weitergeben an

junge Frauen, die das oft gar nicht

wollen. Aber auch in dankbare Augen

blicken, wenn die Lebenserfahrung

„angekommen“ ist. Glück

empfinden, wenn man die einst

Schutzbefohlenen später trifft und

sieht, dass sie es geschafft haben.

„Das ist meine Motivation und die

meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“,

so Veronika Arndt am

Schluss unseres Gesprächs. „Eine

Motivation, die man sich jeden Tag neu

erarbeiten und an die man sich jeden

Tag neu erinnern muss.“

Eine Motivation, der hin und wieder

auch ein wenig Dankbarkeit

gut tun würde, damit sie nicht zur

Routine wird oder sich gar abnutzt.

Joachim Stennert

18


Zu gasT beIm bÜrgermeIsTer

Eberswalder Ortsgruppe 2 ließ sich informieren

Das Eberswalder Stadtoberhaupt

hatte uns Senioren zu sich ins Rathaus

eingeladen. Wer hätte gedacht,

dass man noch so staunen kann

über ein Haus, das man seit vielen

Jahren besucht hat. Bürgermeister

Boginski hat mit Begeisterung so

viele Details im Haus erklärt, dass

wir aus dem Staunen gar nicht herausgekommen

sind. Inschriften,

Figuren, Fenster, architektonische

und Ausstattungsbesonderheiten

bis hin zum Tresorraum mit recht

beeindruckenden Türen. Kein

19

Wunder, dass der Tresor bei den

mageren Haushaltsgeldern jetzt

alte Akten beherbergt. Wir waren

begeistert und möchten uns für

die Einladung inklusive Kaffee

und Kuchen und das schöne Gruppenfoto

ganz herzlich bedanken.

Mit einem letzten Blick aus dem

Erkerfenster des Bürgermeisters

auf den nun wieder sehenswerten

Eberswalder Markt ging ein schöner

Nachmittag zu Ende.

Brigitte Böhm,

OG 2 Westend Eberswalde

DanK an ehrenamTLIChe

Fleißige Arbeit wurde mit einer Fahrt gewürdigt

Dankeschön sagte die Ortsgruppe

42 Rüdersdorf der Volkssolidarität

ihren aktiven Ehrenamtlichen mit

einer Busfahrt nach Potsdam. Sie

haben kontinuierlich Zeit für andere,

indem sie Kranke besuchen,

Sport- und Interessengruppen leiten,

Veranstaltungen und Reisen

organisieren, zu Geburtstagen

und Jubiläen gratulieren, Beiträge

kassieren, Mitglieder werben.Während

einer Stadtrundfahrt wurde

durch eine Stadtbilderklärerin alles

Wissenswerte über die Landeshauptstadt

erläutert. Ein Stopp am

Schloss Sanssouci war eine willkommene

Abwechslung.

Im Beelitzer Jakobs-Hof gab es

dann Kaffee und Kuchen und ein

Alleinunterhalter sorgte für Stimmung.

Den Ehrenamtlichen hat es

gefallen und sie werden weiterhin

unter dem Motto „Gemeinsam und

nicht einsam“ tätig sein.

Käte Preibisch

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht neue küche

Den Hausmeistern Thomas Schulz und Wolfgang Jahrling wurde

mit Präsentkörben für ihre fleißige Arbeit gedankt.

essen auF rÄDern KOmmT

jeTZT aus neuer KÜChe

Moderne Einrichtung wurde feierlich in Betrieb genommen

Seit Januar wurde im Eberswalder

Fleischwerk ein Gebäude

ausgebaut, in dem die Großküche

der Volkssolidarität ein neues zu

Hause erhalten sollte, da das im

Gewerbepark vorhandene Objekt

nicht mehr den Ansprüchen

entsprach. Es wurde eine Bauzeit

von einem Vierteljahr veranschlagt.

Aber wie so oft, kommt

es anders. Zunächst ließ der harte

Winter einen Ausbau nicht zu,

dann ergaben sich weitere Probleme,

die es zu lösen galt. Als

ein fast unlösbares Problem stellte

sich der Stromanschluss heraus.

Ein Anschluss an das in der

Nähe des Gebäudes vorhandene

Netz wurde durch EON Edis aus

Kapazitätsgründen verwehrt.

Es musste ein neuer Trakt verlegt

werden. Dazu veranschlagte

EON EDIS 15 Wochen, die sie

auch prompt einhielten. So wurden

aus dem geplanten Vierteljahr

acht Monate, in denen rund

200 000 € verbaut wurden. Inzwischen

ist der Umzug erfolgt und

20


alle Unannehmlichkeiten sind

fast vergessen. Etwa 400 Essen

werden täglich unter der Leitung

des Chefkochs Thomas Köpke

zubereitet und ausgefahren.

Im Rahmen der offiziellen Einweihung

des 250 Quadratmeter

großen Objektes sprach Kerstin

Maier, Geschäftsführerin der

Volkssolidarität Barnim, allen,

die dieses Bauvorhaben ermöglicht

haben, ihren Dank aus. Besonderer

Dank galt Dr. Kronach, Geschäftsführer

der Fleischwerke,

der das Gebäude der Volkssolidarität

verpachtet hat, sowie Frau

Gottwald, Assistentin des Geschäftsführers,

die bei aufgetretenen

Hindernissen und Schwierigkeiten

immer ein offenes Ohr

hatte und mit Rat und Tat dem

Unternehmen Ausbau zur Seite

stand. Anerkennung sprach Frau

Maier auch den beiden fleißigen

Hausmeistern Thomas Schulz und

Wolfgang Jahrling aus, „die es ermöglichten,

aus einem anfänglich

chaotischen Durcheinander eine

moderne, technisch hochwertige

Großküche werden zu lassen.“

Im Namen des Vorstandes überreichte

sie jedem einen prall ge-

21

Geschäftsführerin Kerstin Meier bei

ihrer Eröffnungsrede.

füllten Präsentkorb für ihr umfängliches

Engagement.

Bei einem Rundgang durch das

Objekt konnte sich jeder ein Bild

darüber machen, was in den acht

Monaten geleistet und geschaffen

worden ist. Bei ausgezeichneten

Arbeitsbedingungen kann nun das

Personal für die Kita „Regenbogen“,

die Caféteria in der Agentur

für Arbeit sowie an eine umfangreiche

Anzahl an Essen-auf-Rädern-Abnehmern

liefern.

Text und Fotos: Gerd Wiesner

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Vier Jahre Wohnterrassen am Finowkanal

Für ein Erinnerungsfoto nahm die Ortsgruppe 12, Schwärzetal Eberswalde,

Kerstin Maier in die Mitte. Foto: W. Hickel

gesprÄCh mIT Der VOrsITZenDen

Zum KaFFeenaChmITTag

Ortsgruppe 12, Schwärzetal Eberswalde, hatte eingeladen

Zum 67. Jahrestag der Volkssolidarität

führte unsere Ortsgruppe

21, Schwärzetal Eberswalde, einen

Kaffeenachmittag durch. Dazu

hatten wir die Vorsitzende des

Kreisverbandes Barnim e.V., Kerstin

Maier, eingeladen. Frau Maier

bedankte sich für die Einladung

und nutzte die Gelegenheit über

Struktur und Arbeitsweise unseres

Kreisverbandes zu informieren

und mit den anwesenden Ortsgruppenmitgliedern

ins Gespräch

zu kommen. Es sei die erste Einladung

aus einer Ortsgruppe, die

sie in ihrer bisherigen noch jungen

Amtszeit erhalten habe, betonte

Frau Maier. Sie habe der Einladung

gern Folge geleistet, denn im

direkten Gespräch mit den Mitgliedern

könne man wichtige Informationen

vermitteln und durch

das Beantworten von Fragen so

manche Unklarheit aus dem Weg

räumen.

Bereitwillig ließ sich Frau Maier

zum Abschluss von unseren Ortsgruppenmitgliedern

für ein Erinnerungsfoto

in die Mitte nehmen.

22

Wilhelm Lange,

Vorsitzender der OG 12


unTes prOgramm Zum

VIerjÄhrIgen besTehen

In den Wohnterrassen am Finowkanal wurde gefeiert

Mit einem Grillnachmittag feierte

die Ortsgruppe 71 Eberswalde das

vierjährige Bestehen der Wohnterrasse

am Finowkanal. Dazu war

der Platz vor dem Hochhaus zu einer

Festwiese hergerichtet worden.

Es sollten nämlich nicht nur Würste

und Steaks vom Grill verzehrt werden,

sondern auch ein paar unterhaltsame

Stunden geboten werden.

Der größte Teil des Programms

wurde von den Hausbewohnern

selbst gestaltet. So gab es zum

Die Sportgruppe der Ortsgruppe 71 Eberswalde, Wohnterrassen am Finowkanal,

zeigte Ausschnitte aus ihrem Übungsprogramm.

23

Beispiel bei einer Überraschungstombola

ganz besondere Preise

zu gewinnen. Die Mitglieder der

Sportgruppe zeigten Ausschnitte

aus ihrem Übungsprogramm und

bekamen dafür viel Beifall. Mit Liedern

und Tänzen sorgte auch eine

Gruppe von Mädchen und Jungen

aus der benachbarten Kita für Unterhaltung.

Und schließlich wurde

auch noch fleißig gemeinsam gesungen.

Text und Foto: EK

Volkssolidarität im Barnim 4|12


unsere Sponsoren

Fragen an bÜrgermeIsTer

Ortgruppe 71 hatte das Stadtoberhaupt eingeladen

Auf Einladung der Ortsgruppe

71 war der Eberswalder Bürgermeister

Friedhelm Boginski am

4. September zu einer Gesprächsrunde

in die Wohnterrassen am

Finowkanal gekommen. Nach

seinem Ausführungen in Wort

und Bild über die Entwicklung

der Kreisstadt beantwortete das

Stadtoberhaupt die zahlreichen

Fragen der anwesenden Seniorinnen

und Senioren. Im Vorfeld

des Gespräches hatte der Vorstand

der Ortsgruppe im Namen

der Bewohner bei der Stadtverwaltung

angefragt, ob es möglich

sei, vorübergehend eine Busverbindung

zwischen Leibnizviertel

und Stadtzentrum zu schaffen.

Aufgrund des Neubaus der Fußgängerbrücke

sei der Weg in das

Stadtzentrum für die älteren Bürger

länger und beschwerlicher

geworden. Die Anfrage fand

Gehör und Bürgermeister Boginski

konnte berichten, dass ab 2.

Oktober bis zur Fertigstellung

der neuen Fußgängerbrücke an

den Markttagen, also zweimal in

der Woche, ein Bus morgens ins

Zentrum und mittags zurück ins

Wohngebiet fahren wird. EK

Christa Rettig dankte dem Bürgermeister

Friedhelm Boginski mit einem Blumenstrauß. Foto EK

24


egeLmÄssIge unTersTÜTZung

sChaFFT sICheres FunDamenT

Eine Reihe von regionalen Unternehmen unterstützt die Arbeit der

Volkssolidarität Barnim e.V. mit einer monatlichen Geldspende.

Dies ermöglicht die Etablierung und Fortführung von Leistungen

und Maßnahmen, die ohne die regelmäßigen Zuwendungen nicht

möglich wären. Für diese kontinuierliche Unterstützung sei unseren

Sponsoren an dieser Stelle herzlich gedankt!

SPONSOREN DER VOLKSSOLIDAR ITÄT BARNIM:

Westend-Apotheke Eberswalde Tel. 03334-22 422

Heegermühler Straße 15a, 16225 Eberswalde

Sanitätshaus Koeppe Tel. 03334-35 42 06

Frankfurter Allee 51, 16227 Eberswalde

TZMO Deutschland GmbH Tel. 03337-45 13 29-0

Waldstraße 2, 16359 Biesenthal

Bestattungshaus Sylvia Pöschel Tel. 03334-25 350

Friedrich-Ebert/Ecke Kirchstraße 24, 16225 Eberswalde

Gillert Medizintechnik Tel. 03334-21 24 29

Hausbergstraße 14, 16225 Eberswalde

Malerfachbetrieb Adams Tel. 03334-35 20 37

Heinrich-Rau-Straße 14, 16227 Eberswalde

Physiotherapie Brehmer & Hadamietz Tel. 03338-60 41 60

Im Büroturm Bernau, Börnicker Chaussee 1, 16321 Bernau

Gebäudereinigung Platz GmbH Tel. 03334-25 27-0

Heegermühler Straße. 64, 16225 Eberswalde

Steinmetzbetrieb Thieme Tel. 03334-22 582

Breite Straße 15-16, 16225 Eberswalde

Sana Vetus Gesundheitsforum Tel. 033638-89 47 89

Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 13, 15562 Rüdersdorf

25

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Service

ServIcebereIche

im Kreisverband Barnim e.V.

Schneiderstraße 19 · 16225 Eberswalde

telefon: 03334 639880 · Fax: 03334 639885

E-Mail: barnim@volkssolidaritaet.de

ambulante pflegedienste | hauswirtschaftspflege | hausnotruf:

Bereich Eberswalde: Frau Dana von Wilucki · 03334 22468

Bereich Oderberg: Frau Nicole Hermoneit · 033369 241

Tagespflege-einrichtungen eberswalde: Frau Elke Schulze · 03334 818029

stationäre pflegeeinrichtung biesenthal: Frau Kornelia Kögler · 03337 4502-0

mahlzeitendienst: Herr Thomas Köpke · 03334 279106

betreutes Wohnen – Wohnungen am richterplatz:

Frau Sandra Schroeder · Mauerstr. 17 · 16225 Eberswalde · 03334 639880

Tagesstätte für chronisch psychisch Kranke:

Frau Kirsten Michalewitz · 03334 288649

gesundheitssport und sporttherapie:

Herr Werner Schwarzlose · 03334 639880

Frau Kirstin Karge · 03334 639880

Wassergymnastik: 03334 639880

ambulante behinderten-betreuung: Herr Rainer Marschall · 03334 212661

Kinderheimverbund: Frau Veronika Arndt · 03334 23161

jugendtreff und -Club – StinO: · Frau Renate Gerstmeier · 03334 279360

jugendkoordination:

Bereich Schorfheide: Herr Matthias Barsch · 03334 278286

Bereich Biesenthal: Frau Renate Schwieger · 03337 41770

soziale Fragen:

Frau Roswitha Markert · Mauerstr.17 · 16225 Eberswalde · 03334 22468

Frau Monika Chalati · Angermüder Str.23 · 16248 Oderberg · 033369 241

rentensprechstunde:

Herr Frank Gaethke · Schneiderstr. 19 · 16225 Eberswalde · 03334 63988-0

BGST der Volkssolidarität · Sonnenallee 2 · 16321 Bernau · 03338 907883

mobile med. Fußbehandlung:

Frau Sandra Kulicke · Büro Leibnizstr. 33 · 16225 Eberswalde · 0160 6221061

Die aktuellen Kontaktdaten unserer Kindertages- und Begegnungsstätten

erfragen Sie bitte unter der Telefonnummer 03334 639880.

26


WIr graTuLIeren Zu besOnDeren

ereIgnIssen In Den OrTsgruppen!

Folgende Eheleute feierten hohe Jubiläen ihrer Zweisamkeit:

Goldene Hochzeit (50 Jahre)

08.09.2012 Ruth und Wilhelm Schönbeck (OG 30 Eberswalde)

06.10.2012 Ingrid und Günther Steffen (OG 49 Bernau-Blumenhag)

13.10.2012 Waltraut und Dietrich Nierenz (OG 5 Westend 5)

10.11.2012 Gitta und Horst Gothan (OG 5 Westend 5)

01.12.2012 Margot und Wolfgang Kell (OG 20 Leibnizviertel)

Diamantene Hochzeit (60 Jahre)

04.10.2012 Christel und Bernhard Tews (OG 2 Westend 2)

Eiserne Hochzeit (65 Jahre)

13.09.2012 Elli und Günter Diener (OG 5 Westend)

Runde Geburtstage feierten u.a.:

60. Geburtstag: Sigrid Pulfer 22.12.2012 (OG 49 Bernau-Blumenhag)

70. Geburtstag: Erika Tews 17.09.2012 (OG 24 Neuehütte), Monika Sander

12.11.2012 (OG 49 Bernau-Blumenhag), Brigitte Kühn 20.11.2012 (OG 63 Altenhof)

75. Geburtstag: Hannelore Malkus 01.10. 2012 (OG 63 Altenhof), Harry Scharney

21.11.2012 (OG 9 Sommerfelde), Ingrid Maruhn 08.10.2012, Christa Maeß

25.11.2012, Ingrid Hermann 22.12.2012 (alle OG 49 Bernau-Blumenhag)

80. Geburtstag: Inge Marasus 26.10.2012 (OG 63 Altenhof), Anneliese Menze

31.10.2012, Helmut Arlt 26.11.2012 (beide OG 49 Bernau-Blumenhag)

90. Geburtstag: Margarete Häntsch 17.10.2012 (OG 22 Bernau-Friedenstal),

Gerda Tantow 11.12.2012 (OG 9 Sommerfelde)

Herzlichen Glückwunsch!

seIT jahrZehnTen Im DIensT am mensChen

Mehr als 200 hauptamtlich Beschäftigte hat unser Kreisverband

der Volkssolidarität Barnim. Einige unter ihnen feierten Jubiläen ihrer

Tätigkeit in der Volkssolidarität.

27

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht tag der offenen tür in eberswalde

10 Jahre Betriebszugehörigkeit:

Sandra Regling (Pflegeheim Biesenthal)

Heike Ströse (Kinderheimverbund Eberswalde)

Wilfried Lißner (Hausmeister Kita „Regenbogen“, Eberswalde)

15 Jahre Betriebszugehörigkeit:

Doreen Weichselbaum-Zucknick (Tagesstätte für chronisch psychisch

Kranke)

Annette Seeger (Geschäftsführung)

besOnDeres ehrenamT geWÜrDIgT

Auch in diesem Jahr konnte unser Kreisverband Ehrungen an Mitglieder

mit besonderem ehrenamtlichen Engagement vergeben. Diese

wurden zuvor durch den Landesverband der Volkssolidarität bestätigt,

was allein schon eine hohe Anerkennung bedeutet.

Die Ehrenurkunden wurden zum Tag der offenen Tür am 24. Oktober

2012 in Eberswalde feierlich übergeben.

Folgende Ehrungen wurden überreicht:

Ehrenurkunde der

Volkssolidarität:

Doris Bleich

(OG 58 Klara-Zetkin-Siedlung)

Karin Stahl (OG 21 Eberswalde)

Gerda-Erika Bringmann

(OG 43 Biesenthal)

Wolfgang Stoye (OG 43 Biesenthal)

Christa Lehmann (OG 5 Westend 5)

Sabine Geelhaar (OG 5 Westend 5)

Gabriele Schmidt (OG 42 Rüdersdorf)

Ingrid Hoppe (OG 42 Rüdersdorf)

Elke Schwandt (OG 42 Rüdersdorf)

Ilse Spiegelberg (OG 18 Ostend)

Uwe Kretzschmar (OG 47 Basdorf)

Winfried Bohn (Mitglied des

Kreisvorstandes)

Ehrenfried Keil (OG 20 Leibnizviertel)

Ehrennadel der

Volkssolidarität in Bronze:

Katharina Michaelis (OG 5 Westend 5)

Helga Just (OG 42 Rüdersdorf)

Dora Schwarz (OG 52 Bernau-Waldfrieden)

Ingrid Haase (OG 63 Altenhof)

Herzlichen Glückwunsch!

28


unTerhaLTsame sTunDen

beIm Tag Der OFFenen TÜr

Viele Informationen zur Tätigkeit der Volkssolidarität

Zum 67. Jahrestag der Gründung

der Volkssolidarität führte der

Kreisverband Barnim e.V. traditionsgemäß

einen Tag der offenen

Tür in der Einrichtung Mauerstraße

17 in Eberswalde durch. In ihrer

Eröffnungsrede betonte Geschäftsführerin

Kerstin Maier, dass dieser

Tag dazu diene, das Leistungsangebot

zu präsentieren, Haupt– und

Ehrenamt noch enger zu verbinden

und neue Kontakte zu knüpfen.

Dementsprechend war auch

29

der Programmablauf gestaltet worden.

Sozialstation und Tagespflege

zeigten in ihren Räumen, was sie

zur Betreuung und Pflege bedürftiger

Menschen anbieten. Die Geschäftsführerin

würdigte die hohe

Einsatzbereitschaft der haupt–

und ehrenamtlichen Mitarbeiter.

In Anerkennung dieses Engagements

überreichte sie an 13 aktive

Mitstreiter die Ehrenurkunde der

Volkssolidarität.

Blick aus der Vogelperspektive auf das bunte

Treiben zum Tag der offenen Tür. Fotos: Gerd Wiesner

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht tag der offenen tür in eberswalde

Geschäftsführerin Kerstin Maier zeichnete verdienstvolle Mitstreiter

mit der Ehrenurkunde der Volkssolidarität aus.

Das anschließende bunte Programm

war äußerst vielseitig. Da

gab es praktische Angeboten wie

Blut– und Venendruckmessung

und Service Rund um die Brille

sowie Vortragsreihen beispielsweise

zur Vorsorgevollmacht. Für

Unterhaltung sorgten unter anderem

die Veeh-Harfen-Gruppe,

Mädchen und Jungen aus der

Kindertagesstätte „Regenbogen“

Eberswalde und der Rapper Rudio.

Auch der traditionelle Trödelmarkt

fehlte nicht. Einen besonderen

Leckerbissen bot der

Kinderheimverbund an. Es handelte

sich um Butterblumenhonig,

der aus selbst gesammelten Blüten

zubereitet worden war. Für den

Mittagstisch sorgte unser Mahlzeitendienst.

EK

30

Am Stand von Hoffmann&Ewert ging

es rund um die Brille.


Vera panneWITZ In aKTIOn

Mehr als nur ein Büchertausch im Begegnungszentrum

Am ersten Mittwoch jeden Monats

findet im Altenhilfe- und Begegnungszentrum

der Volkssolidarität

in Bernau-Süd der Bücher- und

Zeitschriftentausch statt. Dieser

wurde von Vera Pannewitz ins Leben

gerufen.

Am 19. September 2012 war es die

20. Veranstaltung, die die Lehrerin

(77 Jahre) im „Un-Ruhestand“

durchführte. Eigentlich müsste

man diese Veranstaltung treffender

bezeichnen. Es ist nicht nur

ein Büchertausch, sondern es können

neue Bücher erworben werden.

Die Buchhandlung „Schatzinsel“

bietet diese in Kommission an. Oft

braucht jemand ein Geschenk oder

die Teilnehmer sind selbst an neuer

Literatur interessiert.

Jede Veranstaltung steht unter

einem bestimmten Thema. Dazu

recherchiert Vera Pannewitz über

das Leben, Wirken und Schaffen

von Schriftstellern, Kabarettisten,

Schauspielern und anderen – ob

Frank Leonhardt, Ringelnatz, Fontane,

Otto Häuser, Heinz Erhard,

Ursula Karusseit, um nur einige

31

Vera Pannewitz bei

einer Lesung. Foto: B. Albrecht

zu nennen. Die Leiterin der Buchhandlung

bereicherte uns mit ihren

Ausführungen auch schon

zweimal zu der entsprechenden

Literatur. Zum „Frauentag“ beschäftigten

wir uns natürlich mit

„Frauen-Geschichten“; zum nächsten

Treff haben wir „Gerd E. Schäfer“

ausgewählt.

Da Vera Pannewitz diese Veranstaltungsreihe

ehrenamtlich vorbereitet

und gestaltet, dafür viel Zeit

und Mühe investiert, möchten wir

ihr DANKESCHÖN sagen.

Elke Huhn,

im Namen aller Teilnehmer

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe48 Bernau-Süd

Weg Zum sTÜTZpunKT In

bernau IsT sehr Lang

Könnte nicht eine Außenstelle eingerichtet werden?

Am Rande der Gesundheitswoche

diskutierte die Volkssolidaritätsgruppe

Bernau-Süd über das Thema

„Ist bei der häuslichen Pflege

die medizinische Versorgung gesichert?“

Für uns Langlebigen ein aktuelles

Problem: 33 Prozent der Gruppenmitglieder

sind über 80 Jahre alt, 40

Prozent sind in der Altersgruppe

70 bis 80 Jahre. Mehrere Mitglieder

haben Erfahrungen als pflegende

Angehörige, und andere haben bereits

eine Pflegestufe.

Alle möchten möglichst lange in

der eigenen Wohnung bleiben, nur

wenn es gar nicht mehr geht ins

Heim ziehen oder betreutes Wohnen

in Anspruch nehmen. Sind

dafür aber alle notwendigen Bedingungen

gegeben: Zur Pflege geeignete

Wohnungen? Pflegedienste

mit Angebot der Grundpflege sowie

der Hauswirtschaftspflege?

Ein entscheidender wichtiger Bereich

ist die begleitende medizi-

nische Versorgung. Frau Dipl.-

Med. Schwarck, Hausärztin, Praxis

mitten im Stadtteil Bernau-Süd,

war bereit, mit uns über diese Anliegen

zu sprechen.

Ihre Niederlassung hier als allgemeine

Ärztin ist bewusst gewählt,

wie wir im Gespräch erfahren. Patienten

in einem Stadtteil betreuen,

der einen hohen Anteil von älteren

Bürgern beherbergt, in dem gleichzeitig

Familien mit vielen Kindern

leben und in dem viele Migrantenfamilien

sesshaft wurden, das ist

viel Raum für soziales Engagement

im medizinischen Beruf. Umfassende

Kenntnis über die günstige

medizinische Gesamtversorgung

in Bernau verschließen nicht ihr

Verständnis für die spezifischen

Probleme hier vor Ort.

Warum haben es neu zugezogene

ältere Bürger so schwer, von allgemeinen

Ärzten als Patient angenommen

zu werden?

Neuerdings werden andere Medi-

32


kamente verschrieben – bekomme

ich dann auch das notwendige

Arzneimittel? Für mobilitätseingeschränkte

Personen werden

von der Kasse nicht alle notwendigen

Fahrten finanziert; Aufsuchen

von Fachärzten oder Therapien

ist zum Teil mit hohen

Taxikosten verbunden. Wer berät

die pflegenden Angehörigen?

Wie werden die Patienten von

Pflegediensten betreut? Arbeiten

Pflegedienste und Ärzte zusammen?

Wer kontrolliert die Pflegedienste?

Auch über traurige und

unschöne Erfahrungen, Nachlässigkeiten

und Betrug, wird offen

gesprochen.

Für uns war überraschend der

Einblick in den Umfang der Beratungstätigkeit

in ihrer ärztlichen

Praxis. Ein großer Aufwand von

medizinischem Management ist

für ordnungsgemäße Versorgung

der Patienten von den Mitarbeitern

der Praxis zu leisten.

Und genau hier finden wir die

Übereinstimmung von Patienten

und Ärzten in der Sorge um die

Pflegeberatung, für die von Pflege

Betroffenen und für die pflegenden

Angehörigen.

33

Ab 1. Januar 2009 haben nach § 7a

des Pflegegesetzes Personen Anspruch

auf individuelle Beratung

und Hilfestellung durch Pflegeberater

und –beraterinnen. Verantwortlich

sollen dafür Pflegestützpunkte

sein, deren Neutralität

und Unabhängigkeit der Beratung

gewährleistet ist. Das Land Brandenburg

hat zwölf Stützpunkte

geschaffen. Einer davon befindet

sich im Paul-Wunderlich-Haus

in Eberswalde, weit entfernt für

Bernauer und Bürger des Südteils

vom Barnim.

Zum Abschluss unsere gemeinsame

Idee: Sollte nicht in Bernau

eine Außenstelle des Eberswalder

Stützpunktes eingerichtet

werden, die entsprechend den

spezifischen Bedingungen die

gemeinsame Verantwortung (§

8; Pflegegesetz) für pflegerische

Versorgung organisiert, realisiert

und kontrolliert?

Für die Bernauer würde das eine

wesentliche Erleichterung mit

sich bringen.

Dr. Ruth Sommerfeld,

OG 48 Bernau-Süd

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe 5 Westend eberswalde

ausFLug In Den spreeWaLD

Kahnfahrt wurde zum Höhepunkt des Tages

In froher Erwartung stiegen wir

48 Mitglieder und Gäste der Ortsgruppe

5, Westend Eberswalde,

in den Reisebus der Firma Wutskowsky.

Hatten wir doch ein

wunderbares Ziel für unseren Tagesausflug

– die Spreewaldstadt

Lübbenau. Nach der Begrüßung

und Einweisung durch Herrn

Hensch und seiner Begleiterin,

Frau Herbst, ging es los. Auch das

Wetter ließ uns hoffen. Während

der Fahrt konnten wir auf Windräder

schauen, wir kamen an einer

imposanten Großbaustelle vorbei,

und es huschten Felder und Wiesen

mit rotem Mohn und blauen

Kornblumen an uns vorüber. Nach

kurzer Erfrischungspause kamen

wir nach 2,5 Stunden in Lübbenau

an. In mehreren kleinen Shuttles

gelangten wir dann ins Spreewalddorf

Lehde. Schon der Dichter

Theodor Fontane hatte Lehde als

Märkisches Venedig be schrieben.

Davon konnten wir uns später

während unserer zweistündigen

Kahnfahrt überzeugen.

Zuerst einmal reichten uns schmucke

Spreewälderinnen bei der Ankunft

Brot und Salz. Im Gurkenmuseum

sichteten wir Originale

aus der Zeit vor 200 Jahren. In altdeutscher

Schrift sind dort Rezepte

über das Einlegen und Konservieren

von Gurken vorhanden. Na-

Bei der Kahnfahrt durch den Spreewald. Foto: privat

34


türlich durften wir unter anderem

auch die Königsgurke kosten. Auf

dem Bauernmarkt im Objekt der

Hotelanlage Starick und der Quappenschänke

wurden neben Gurken

auch andere Erzeugnisse der

Region angeboten.

Mit einem Schmunzeln nahmen

wir die kuriosen Geschichten bei

der Besichtigung der Bauernstuben

aus der Zeit der Vorfahren zur

Kenntnis. Mittags ließ sich jeder

das Gericht seiner Wahl schmecken.

Auch ein kleiner Trunk

weckte die Lebensgeister.

Dann warteten an der Anlegestelle

auch schon die Kähne. Freundliche

Fährmänner halfen uns beim

Einstieg. Die Kahnfahrt wurde

zum Höhepunkt des Tages. Beim

Staken übermittelte uns der Kahnführer

gleichzeitig sein Wissen

und seine Erfahrungen über die

Besonderheiten dieser einmaligen

Kulturlandschaft. Für uns gab es

somit neben der Entspannung eine

Fülle schöner Eindrücke von Flora

und Fauna: uralte Baumgruppen,

Ufergestade mit gelben Lilien, Seerosen,

muntere Enten, blaue Libellen

und natürlich die verträumten

Spreewaldgehöfte. Auf den vielen

kleinen Inseln und Wasserstraßen

trafen wir zahlreiche Touristen

35

in Paddelbooten, Kähnen und an

den Rastplätzen. Als wir wieder

im Fährhafen von Lübbenau ankamen,

bedankten wir uns herzlich

bei unseren Fährmännern. Im

Hafengebiet herrschte ein lebhafter

Besucherstrom. Man konnte hier

auch nach Lust und Laune einkaufen,

aber auch Gelegenheit für

einen Imbiss oder zum Kaffeetrinken

gab es.

Nahe der Orangerie mit Blick auf

das Schloss von Lübbenau stand

um 16.00 Uhr unser Bus zur Heimfahrt

bereit. Während der Rückfahrt

hingen wir in Gedanken und

in Gesprächen den Erlebnissen

des Tages nach. Bei der Ankunft

in Eberswalde zollten wie Herrn

Hensch und Frau Herbst Lob und

Dank für die sichere Fahrt und die

Versorgung während der Fahrt.

Frau Bondzio schloss in ihren

Dankesworten auch die Organisatoren

ein, besonders Frau Karla

Puppe. Alle Mitreisenden waren

sich einig, dass dieser herrliche

Tagesausflug uns ein wunderschönes

Brandenburger Landschaftsgebiet

präsentiert hat.

Gisela Ristow,

Ortsgruppe 5 Westend

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Ortsgruppe Bernau-Waldsiedlung/-frieden

TrIp Zum rIChTershOrn

Herbstwanderung führte nach Altglienicke

Wie in jedem Jahr hatte auch in

diesem Spätsommer die Tageszeitung

„Neues Deutschland“ zu ihrer

Herbstwanderung eingeladen.

Am 16.9. machten sich darum

auch 7 Wanderer der Ortsgruppe

der Volkssolidarität Bernau Waldfrieden/Waldsiedlung

„auf die

Socken“. Mit Fahrgemeinschaft

und S-Bahn erreichten wir frohgelaunt

den Ausgangspunkt unserer

Wanderung, Altglienicke.

Die Wolken runzelten drohend

die Brauen, aber das konnte uns

nicht schrecken. Gemeinsam mit

vielen anderen Wanderern begaben

wir uns nach einer kurzen

Stärkung auf die Strecke. An der

Gartenstadt des berühmten Architekten

Bruno Taut, der „Tuschkastensiedlung“,

liefen wir leider

vorbei. Vandalen hatten die Wegemarkierungen

abgerissen, aber

wir fanden trotzdem dank Intuition

und Instinkt wieder auf unsere

Wanderroute zurück. Und als

Trost für das erlittene Ungemach

kämpfte sich unsere liebe Sonne

durch die Wolken und ließ sich

für den Rest des Tages nicht mehr

vertreiben. Wir unterquerten

die S-Bahn und drangen in den

Grünauer Forst ein. Nun ging es

auf „Trampelpfaden“ durch den

Wald. Herrlich! Wir überquerten

das Adlergestell und erreichten

die „Krumme Lake“. Ein alter Seitenarm

der Dahme im Berliner

Urstromtal ist eines der wenigen

Feuchtgebiete innerhalb der Berliner

Stadtgrenzen. Dieses Naturschutzgebiet

ist besonders durch

seinen Reichtum an Schmetterlingsarten

bekannt.

Inzwischen war es noch einmal

richtig sommerlich warm geworden

und wir legten nach und nach

36

Froh gelaunt auf

Schusters Rappen. Foto: privat


Jacken und Pullover ab. Als ganz

überraschend an der Bammelecke

das Wasser der Dahme vor uns aufblitzte,

hätte nicht viel gefehlt, und

wir hätten wenigstens die Füße

in das kühle Nass gehalten. Für

den Namen „Bammelecke“ gibt

es übrigens zwei Erklärungen. Die

eine besagt, dass wegen der dort

geringen Wassertiefe der Dahme

an dieser Stelle oft Kähne hängen,

„bammeln“, blieben. Die andere bezieht

sich auf den dort seit langem

etablierten FKK-Strand. Sei es, wie

es sei, der Ausblick auf die Dahme

mit ihren Schiffen, Kähnen und

Booten und auf die Müggelberge

ist einfach atemberaubend und

wir konnten uns kaum losreißen.

Kein Wunder, dass hier 1868 die

erste Segelregatta Deutschlands

stattfand. Damit ist dieser Teil der

Dahme die älteste Sportstätte Berlins.

Kaiser Wilhelm der II. pflegte

die Regatten von seiner Yacht aus

zu beobachten.

Entlang der Dahme strebten wir

unserem Ziel zu, dem „Westernrestaurant

am Richtershorn“. Dort

gab es die traditionelle Party mit der

traditionellen Erbsensuppe. Und

traditionell war die Erbsensuppe

ein Reinfall! Bei der vorigen Wan-

37

derung reichte sie nicht mal für die

Hälfte der Wanderer. Diesmal war

sie reichlich, aber, vorsichtig gesagt

„al dente“. Das konnte uns unsere

gute Laune nicht verderben. Auch

dass keiner aus unserer Wandergruppe

im Quiz etwas gewann,

konnten wir verschmerzen. Frei

nach der Lessingschen Fabel vom

Fuchs und den Trauben stellten

wir fest, dass keiner von uns ein

Fahrrad gebraucht hätte. Ein echtes

Highlight war der Auftritt Gregor

Gysis, der hier seinen Wahlkreis

hat. Er trat locker, humorvoll und

überzeugend auf und schlug seine

Zuhörer in seinen Bann.

Ein Erlebnis der ganz besonderen

Art bereitete uns die Heimfahrt.

Die am Richtershorn vorbeiführende

Tram wird im Moment erneuert,

und in den Bus des Schienenersatzverkehrs

stiegen mit viel

Geduld und unter Lachen gefühlte

200 Wanderer ein. Wir danken

dem „ND“ und unseren Wanderleitern

Alfred Förster und Klaus

Luczak für die Vorbereitung dieses

schönen Wandertages.

Klaus Brucker,

Bernau

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht ein kunstwerk in eberswalde

eIn eChTes KunsTWerK

Ein altes Haus mit neuem Ansehen in Eberswalde

Ein Kunstwerk an der Giebelseite

des Hauses Breite Straße 104

zieht alle Blicke auf sich, besonders

von der Friedensbrücke aus

wunderbar anzusehen.

Ein Rückblick: Vormals war hier

bis 1945 die Stettiner Straße,

von der Mühlenstraße über die

Hubbrücke und den Finowkanal

in Richtung Angermünde.

Am Kriegsende wurde diese ge-

sprengt, wie alle anderen Brücken

über den Finowkanal auch.

Die Häuser am Kanal wurden

bei der Sprengung mit zerstört

und in der Folge auch die Häuser

rechts der Straße bis hin zum

Schlachthof. So blieben von der

alten Stettiner Straße nur wenige

Häuser auf der linken Seite.

Die Brücke wurde bald notdürftig

befahrbar gemacht, damit der

Ein Stück Natur wurde gekonnt an

die Hauswand „gezaubert“. Foto: G. Falckenberg

38


Verkehr wieder rollen konnte, der

Kanal aber blieb versperrt. Später

wurden die Trümmer der Gebäude

für die Erhöhung des Dammes

beim Bau der neuen Brücke über

den Finowkanal eingesetzt.

Im Jahre 1952 war die neue Friedensbrücke

fertig. Damit war

die Engstelle Hubbrücke mit den

Wartezeiten für Schiffe und Straßenfahrzeuge

beseitigt und auch

der Finowkanal wieder durchgängig

befahrbar.

Der von der Breiten Straße abzweigende

Rest der Stettiner

Straße mit Kopfsteinpflaster abwärts

zum Kanal und mit den

Häusern aus der Bauzeit um 1896

(Breite Str. 104 bis 108) fand jahrelang

wenig Beachtung.

Die WHG begann im November

2011 mit der Rekonstruktion der

beiden Häuser Nr. 104 und 105.

Den Abschluß bildeten im Mai/

Juni 2012 die Außenanlagen und

die Montage neuer Balkone für

12 modernisierte Wohnungen

mit Blick auf den Kanal.

Dann haben die Künstler von

„Creative Stadt“, eine für solche

Arbeiten kompetente Firma aus

39

Berlin, die Baustelle übernommen

und im Auftrage der WHG

an der nach Süden zeigenden

Giebelseite ein sehr natürlich

wirkendes Kunstwerk geschaffen.

Für die Idee, die Motivwahl

und alle Vorbereitungen verging

schon ein halbes Jahr.

Zehn Wochen haben die Künstler

an dem Kunstwerk gearbeitet.

Das Bild zeigt eine Eiche im frischen

Grün mit lebendigen Szenen

und vielen Hinweisen auf

die Eberswalder Geschichte. Der

Paradiesvogel, der viele Jahre die

Giebelfläche belebte, verlässt sie

im Bild oben gerade. Das Bild

wirkt so natürlich wie ein lebender

Baum und wird bei Dunkelheit

angestrahlt. Es verschönt die

gerade renovierten Altbauten zusätzlich.

Es ist ein Geschenk der WHG an

die Bürger unserer Stadt und findet

bei Nutzern der Friedensbrücke,

bei Wanderern auf dem Treidelweg

und Bootstouristen auf

dem Finowkanal große Bewunderung.

Gerhard Falckenberg

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Weihnachtsgeschichte

WeIhnaChTsgesChIChTe

annO 2008 n. Chr.

Von Brigitte Albrecht

Jedes Mal, wenn Marie Kummer

hatte, zog es sie in ihr Heimatdorf

zurück. Schon lange lebte sie nicht

mehr dort. Die Verbindung zu ihren

Eltern war abgebrochen – aus

banalen Gründen, die später nicht

mehr nachvollziehbar waren. Richtige

Freunde hatte sie auch nicht

mehr – außer einem alten Apfelbaum.

Er stand auf einer großen

Wiese. Allein dieser Apfelbaum

kannte ihre größten Sorgen und

Nöte. Als Kind saß sie oft auf seinen

Ästen, versteckte sich in seinem

Blätterwerk vor Menschen,

die sie nicht sehen sollten. Oder sie

kam vergnügt zu ihm, knabberte

ein paar von seinen Äpfeln und

erzählte dem guten, alten Baum,

als wäre dieser ihr fürsorglicher

Großvater, von den neuesten Neuigkeiten

oder den Zweifeln, die sie

plagten.

So erging es ihr auch in jener Weihnachtszeit.

Sie hatte mal wieder

große Sorgen, denn sie war hoch

schwanger und wusste nicht genau

zu sagen, wer der Vater sein

könnte. Traurig umklammerte sie

den Stamm des Baumes und fragte:

„Sag, was soll ich tun? – Soll ich das

Kind behalten? – Oder soll ich es,

wenn es geboren ist, heimlich in

einer Babyklappe abgeben? – Was

kann ich ihm bieten? Ich hab doch

nur mich! – Bitte, lieber Baum, gib

mir eine Antwort. Hilf mir, eine

Entscheidung zu treffen!“

Es war, als hätte der Baum die

Worte verstanden, denn plötzlich

schob sich ein Schneegestöber über

der freien Wiese zusammen. Der

Wind blies immer eisiger und heftiger.

In ihrer größten Not dachte

Marie sofort an Jo. Jo war ein Hirte.

Er hatte Marie schon mehrmals,

wenn er seine Schafe zum Grasen

über diese Weide führte, durch

Zufall am Apfelbaum gesehen.

Manchmal unterhielten sie sich

auch. Mit Jo konnte Marie über alles

reden. Die Gespräche mit ihm

gaben ihr Kraft zum Leben. Zu

ihm hatte sie Vertrauen, obwohl sie

ihn kaum kannte.

Jos Gehöft lag nicht weit vom Ap-

40


felbaum entfernt. Den Weg zum

Stall konnte Marie selbst im dichten

Schneegestöber und in der

Finsternis finden. Marie war sich

sicher, dass Jo zu dieser Zeit im

Stall sein würde. Bei Kälte saß er

gern abends bei seinen Schafen; sie

schenkten ihm Wärme und sein

Hund sorgte für Geborgenheit.

Ganz entkräftet kam Marie am

Stall an. Jo spielte gerade auf seiner

Panflöte das Lied „Ihr Kinderlein

kommet…“. Als er die Tür knarren

hörte, unterbrach er das Stück. Mit

offenen Armen stürzte Marie ihm

entgegen und rief weinend: „Jo, Jo

– mein Kind, mein Kind…“ – „Was

ist mit deinem Kind?“ – „Jo, ich

glaub, es kommt. – Bitte hilf mir.

Ich weiß doch nicht, wie das geht.

Ich hab doch noch nie ein Kind zur

Welt gebracht“ – „Marie, ich auch

nicht!“ – „Aber Schafe! – Bitte, hilf

mir! – ICH war für meinen Vater

schon immer das schwarze Schaf.“

– „Aber Marie, schau dir meine

Herde an, immer wieder habe ich

ein schwarzes Schaf dabei. Das

gibt es doch in jeder Familie.“ – „Ja,

aber DU verstößt es nicht, so wie

mein Vater. … Bitte, Jo, ich brauche

deine Hilfe, ich hab Angst.“ – „Ich

auch, Marie; ein Baby ist doch kein

Schaf.“ – „Nein, aber du musst mir

41

helfen, bitte, es geht doch um das

Leben MEINES Schäfchens!“ – Viel

Zeit zum Reden oder Nachdenken

hatten beide nicht. Dann lag ein

kleiner Junge in Maries Armen.

Jo hatte das Neugeborene in sein

Hemd gewickelt. „Nun, Marie,

wie soll denn unser neues Schäfchen

heißen?“ – „Weiß nicht, Jo. Es

ist ja ein richtiges Christ-Kind! –

Wollen wir es Christian nennen?“

– „Ja, Christian ist gut. – Dieser

Name passt zum heutigen Ereignis.“

Dann nahmen sie das Kind

in ihre Mitte und kuschelten sich

zusammen ins Stroh. Der Hütehund

bewachte das „traute Paar“

und Marie erzählte Jo ihre ganze

Geschichte.

Charly, Maik und Ben kämen als

mögliche Väter in Frage. Sie sprach

von einem „dummen Ochsen“,

von einem „blöden Esel“ und von

einem „Kamel“. Es könnte aber

auch jemand der Vater sein, der

sich sofort nach der schönsten

Nacht ihres Lebens aus dem Staub

gemacht hatte. Sie wusste nicht

mal genau wie er aussah; es war zu

dunkel, als es geschah. Vielleicht

war tatsächlich er der „Bulle“? Der

nannte sie damals „blöde Kuh“.

Diese „Titulierung“ tat ihr sehr

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Weihnachtsgeschichte

weh. Darum konnte sie sich daran

gut erinnern. Aber die Gier nach

intimer Zweisamkeit ließ sie das

ertragen. Die besten Freunde von

Charly, Maik und Ben hießen Drogen

und Alkohol. Deshalb rannte

Marie weg und wollte mit ihnen

nie wieder etwas zu tun haben.

Sie war nur noch traurig und hatte

das Gefühl, ewig auf Irrwegen im

Dunkeln zu tappen.

Doch in derselben Nacht, als das

„neue Schäfchen“ das Licht der

Welt erblickte, hatten Charly,

Liebevoll hergerichtet werden alljährlich in den Ortsgruppen

die Festtafeln zu den Weihnachtsfeiern. Foto: EK

42


Maik und Ben „himmlische Träume“.

Ein „Engel“ sprach zu ihnen:

„Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige

euch große Freude, denn

euch ist heute ein Kindlein geboren…,

macht euch auf den Weg.

… Und das habt zum Zeichen: Ihr

werdet finden das Kind in Windeln

gewickelt und in einer Krippe liegen…“

Und als die „Engel“ wieder

zum Himmel fuhren, sprachen die

Männer untereinander: „Lasst uns

gehen und sehen, ob die Geschichte

wahr ist.“ So zogen sie los; einer

nach dem anderen. Sie sahen einen

hellen Stern am Himmel leuchten

und folgten ihm. Alle drei wunderten

sich, dass der Weg an einem

Schafstall endete. Doch ein jeder

brachte dem Kind ein „kostbares“

Geschenk mit, schließlich macht

man das so zur Geburt und zur

Weihnachtszeit.

Das „Kamel“ schenkte dem Kind

Myrrhe, ein Allheilmittel, und

wünschte ihm viel Gesundheit.

– Der „dumme Ochse“ war vielleicht

ebenfalls auf das Wohl des

Kindes bedacht oder er glaubte

ernsthaft, dass Weihrauch für Gottesduft

mit geheimer Kraft stehe.

Er verräucherte jedenfalls mit allerlei

„Hasch-mich-Kräutern“ den

43

ganzen Stall. – Der „blöde Esel“

klaute seiner Familie ein Erbstück

seiner Urgroßmutter und schenkte

dem Kind wahrhaftig echtes Gold.

Wahrscheinlich kannte er den Wert

der aktuellen Goldaktien nicht. –

Ob ihnen bei der Begegnung mit

dem Neugeborenen ein Licht auf

ging, ist unbekannt. Wahrscheinlich

nicht, denn sie hatten weder

das Kind noch Marie angebetet.

Und ob sie sich tatsächlich für die

„Heiligen Drei Könige“ oder die

„Weisen aus dem Morgenland“

hielten, weiß auch niemand. Das

ist nur eine böse Vermutung. Denn

als Zeichen, dass die möglichen

Väter da waren, schrieb jeder, den

anderen zur Kenntnis, mit Kreide

seinen Anfangsbuchstaben außen

an die alte Stalltür. Zum Schluss

stand da zu lesen 20* C + M + B + 08.

Marie behielt all die Worte von

früher in ihrem Kopf und bewegte

sie lange in ihrem Herzen. – Doch

das gehörte jetzt Jo. Und der hatte

ihr längst sein Herz geschenkt. Das

teilte sie gern mit ihrem Kind.

Als sich die „Heiligen Drei Könige“

wieder auf dem Heimweg befanden,

flüsterte Marie Jo ins Ohr:

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Bericht Zu gast im Amt Biesenthal

„Du, sag, darf ich mir was wünschen?

… Wollen wir gemeinsam

auf unserer Wiese einen kleinen

Apfelbaum pflanzen?“

Noch bevor Jo etwas erwidern

konnte, fügte sie lächelnd hinzu:

„Vielleicht brauchen ihn mal unsere

Enkelkinder? …“ Und Jo sagte

leise: „Marie, noch nie habe ich solch

ein Weihnachtsfest wie dieses

erlebt. … IHR seid mein schönstes

Geschenk.“ Dann spielte er wieder

auf seiner Panflöte „Ihr Kinderlein

kommet…“. Marie lehnte sich mit

dem Kind im Arm ganz dicht an Jo

und sang dazu.

Als sie wieder gestärkt war, ging

sie zu ihrem alten Apfelbaum, um

sich bei ihm zu bedanken und

legte ihr Kind ganz dicht an seine

Wurzeln, als sie mit ihm sprach. Er

sollte es spüren – genau wie sie. An

eine Babyklappe wollte Marie nie

mehr denken. Dieses Thema lag

tief im Dunkeln und gehörte der

Vergangenheit an. Das Kind brachte

für sie Licht in der Finsternis. Ein

gutes Gefühl, um glücklich in die

Zukunft gehen zu können.

absChIeD VOm KuLTurbahnhOF

Kulturangebote in Finow bleiben

Obwohl der Kulturbahnhof Finow

zum 31.12.2012 seine Pforten

schließt, bietet der Standort Bahnhofstraße

32 in Finow ab Januar

2013 weiterhin attraktive Kulturangebote.

Die am gleichen Standort

seit Jahren etablierte Begegnungsstätte

erhält den neuen Namen

„Bahnhofstreff“. Ab Januar 2013

bietet der „Bahnhofstreff“ dann

neben den seit Jahren am Standort

erfolgreichen Offerten einen Teil

der im Kulturbahnhof etablierten

Veranstaltungsreihen mit an. So

wird es das monatliche „Tanzcafé“

mit unseren beliebten DJ’s weiter

geben, auch Frauentags-, Muttertags-

und Weihnachtskonzert,

Chorkonzerte sowie interessante

Vortragsreihen sind geplant. Auch

Kooperationen mit Eberswalder

Kitas haben sich inzwischen angebahnt

und sollen ausgebaut werden.

Und selbstverständlich ist der

„Bahnhofstreff“ für Feierlichkeiten

bis 45 Personen zur Einmietung

eine ideale Adresse.

Rückfragen zu den neuen Terminen

im „Bahnhofstreff“ unter:

Tel. 03334-383586

44


Zu gasT Im amT bIesenThaL

Herzliche Begegnungen mit Senioren aus Nowy Tomysl

Am 19. September wurde mit dem

Seniorentreffen eine schon länger

währende Tradition fortgesetzt.

Diesmal waren wir, d.h. die Senioren

aus den Gemeinden des

Amtsbezirks Biesenthal die Gastgeber.

Wir begannen in der Gemeinde

Rüdnitz. Nach der Begrüßung,

einem herzhaften Frühstück

und einem kleinen Programm des

Kindergartens und einem Vortrag

über die Entwicklung der Gemeinde

gab es eine eindrucksvolle Führung

mit Pfarrer Brust durch die

Dorfkirche. Einer der polnischen

Begleiter spielte dabei auf der Orgel

gekonnt eine Fuge von Bach.

Dann ging in das Fachwerkrathaus

nach Biesenthal, wo Bürgermeister

Stahl die Gäste herzlich begrüßte.

Nach einer Gesprächsrunde, bei

der Fragen der Gäste beantwortet

wurden, ging es zum Schlossberg,

wo zu dieser Zeit in einer deutschpolnischen

Werkstatt Steinmetzkünste

gezeigt wurden.

Zu Kaffee und Kuchen hatte Frau

Couvé nach Tuchen-Klobbicke auf

ihr Grundstück eingeladen. Dabei

fand das Grundstück einschließlich

der Pferde die Bewunderung

45

unserer Gäste.

Abschließend ging es nach Melchow,

wo die Volkssolidaritätsgruppe

ein schmackhaftes Abendessen

vorbereitet hatte. Mit einem

Tänzchen klang der Abend aus,

und um 20 Uhr wurden die Gäste

verabschiedet. Zuvor war noch

eine Gegeneinladung für den

23. August nächsten Jahres nach

Nowy Tomysl ausgesprochen worden.

Wolfgang Stoye,

OG 43 Biesenthal

In der Dorfkirche Rüdnitz.

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Reportage Das System der natürlichen gesundung

eIn speKTaKuLÄres

ernÄhrungsKOnZepT

„Das System der natürlichen Gesundung“ der Dr. med. G. Schatalova

Jeder wünscht sich, gesund und vital

zu sein und das auch bis in sein

hohes Alter zu bleiben. Warum

sieht die Realität da meist ganz anders

aus? Dr. med. Galina Schatalova,

eine russische Ärztin, suchte

und fand die Ursachen in unserer

Lebensweise. Als Alternative bietet

sie ihr „System der natürlichen

Gesundung“ an, das ein längeres

Leben bei optimaler Gesundheit

verspricht. Zu ihren Maßnahmen

der Gesundung gehören eine außergewöhnliche

natürliche Ernährung,

ein besonderes Programm

von Körper- und Atemübungen

sowie Abhärtungsmaßnahmen,

eine radikale Entschlackung des

Magen-Darm-Traktes und die

Harmonisierung von Körper und

Seele. Damit gelingt ihr die Wiederherstellung

geistiger und körperlicher

Gesundheit, das heißt die

Heilung schwerster chronischer

Krankheiten wie Herz-Kreislauf-

Erkrankungen, Gicht, Diabetes

und Krebs.

Galina Schatalova, Jahrgang 1916,

gestorben 2011, war Chirurgin und

Mitglied der Akademie der Wissenschaften

der UdSSR. Sie leitete

die medizinische Auswahlkommission

für die sowjetischen Kosmonauten.

Seit 1960 entwickelte

sie ihr revolutionäres Heilkonzept.

Um die Erfolge ihrer Theorie zu beweisen,

unternahm sie mit von ihr

erfolgreich behandelten Patienten

kilometerlange Fußmärsche durch

Wüsten (der längste 500 km) und

führte viel beachtete Ernährungsstudien

vor allem mit Leistungssportlern

durch. Ausgangspunkt

ihrer Erkenntnisse über die gesunde

Lebensweise sind Naturgesetze,

nach denen der menschliche Organismus

funktioniert. Eines davon

ist die bekannte Tatsache, dass

der Mensch ein sich selbst regulierendes

System darstellt, das nur

optimal arbeitet, wenn alle Zellen

des Organismus gesund sind.

In Schatalovas Buch „Wir fressen

uns zu Tode“ spielen unter anderen

die Fragen der Ernährung

eine große Rolle. Sie schreibt: „Was

denken Sie, was mit einer Riesenschlange

passieren würde, wenn

46


sie nicht ein lebendiges, sondern

ein abgehäutetes, der Bequemlichkeit

halber kleingehacktes Kaninchen

verschlingen würde? Der Verdauungsprozess

wäre erschwert.“

Der Wissenschaftler A.M. Ugolev

belegte, dass bei der Verdauung

– auch der des Menschen – die so

genannte Selbstauflösung bzw.

Selbstverdauung stattfindet. Das

heißt, dass Enzyme (Stoffe, die

verdauen helfen) zu 50% im Magensaft

der Esser und zu 50% im

Gewebe der Opfer zu finden sind.

Letzteres trifft aber einzig auf naturbelassene

Nahrungsmittel zu.

Werden sie zerstückelt und/oder

stark erhitzt, wie zum Beispiel

Fleisch, verlieren die Enzyme ihre

Funktion. Sie fehlen dann auch

beim Prozess der Ausscheidung.

Deshalb verschlackt der Körper

über die Jahre immer mehr, die

Zellen reichern sich mit Toxinen,

überflüssigen Fetten, Calcium usw.

an. Sie behindern dadurch auch

die Kommunikationsmöglichkeit

der Zellen untereinander, und es

kommt zu krankhaften Veränderungen

und Funktionsausfällen

von Organen, zu den typischen

chronischen Erkrankungen des

Alters.

Die Notwendigkeit, auf Fleisch und

47

Fleischprodukte in der menschlichen

Ernährung zu verzichten,

begründet Schatalova weiter mit

den physiologischen und anatomischen

Besonderheiten des Menschen.

Zur Erläuterung zieht sie

das altbekannte Beispiel heran: Jeder

Autofahrer tankt nur das vom

Hersteller vorgegebene Benzin.

Auf lebende Organismen übertragen

wird bewusst gemacht, dass

Gras-, Fleisch- und die so genannten

Allesfresser unterschiedlich

„gebaut“ sind. Wie wir wissen, hat

beispielsweise der Fleischfresser

scharfe Krallen, spitze Zähne und

schnelle Laufwerkzeuge, um Wild

jagen und erlegen zu können. Mit

unserer Körperlichkeit ist weder

das Jagen noch das Roh-Verzehren

von Tieren möglich. Erst nach der

Erfindung der Jagdwaffen und

der Nutzung des Feuers kam das

Fleisch auf unsere Tische.

Auch der Magen-Darm-Trakt von

Menschen und Fleischfressern hat

wenig Ähnlichkeiten. Der Raubtiermagen

ist beispielsweise rund

und der Darm entschieden kürzer

als der menschliche. Das deutet auf

andere Nahrung hin, die verdaut

werden muss. Jede spezifische Art

der Ernährung ist vorprogrammiert

durch die Anatomie und

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Reportage Das System der natürlichen gesundung

Physiologie des Konsumenten.

Auf den Stoffwechsel wirkt sich

ebenfalls die Tatsache aus, dass die

Fleischverdauung des Menschen

acht Stunden, die Verdauung von

Gemüse vier und die Obstverdauung

nur eine Stunde dauert. Essen

wir beispielsweise eine Gänsekeule,

Rotkohl, Kartoffeln und Kompott,

wählt das Unterbewusstsein

keine drei Verdauungsprogramme,

sondern das heftigste. Da leuchtet

ein, dass die Verdauung aller Bestandteile

des Gerichtes nur differenziert

gelingt, zumal Fleisch

sauer und Obst basisch verstoffwechselt

wird. Der Körper lässt

sich auch anders in die Irre führen.

Essen wir gesüßte stärkehaltige

Nahrungsmittel, so wird weniger,

teilweise überhaupt kein Ptyalin

(Enzym zur Stärkespaltung) in

den Speichel abgegeben, weil der

Zucker, in den die Stärke mit dem

Enzym gespalten wird, bereits im

Mund vorhanden ist. Diese wenigen

Beispiele zeigen, dass wir mit

unserem „lecker Essen“ oft Naturgesetze

ignorieren und aus diesem

Grund die Zellen verschlacken.

Im Gegensatz zur „Lehre der ausgewogenen

Ernährung“, die für

erwachsene Menschen ca. 2200 bis

3500 Kalorien zum täglichen Ver-

zehr errechnet hat, plädierte G.

Schatalova auf Grund zahlreicher

von ihr durchgeführter Studien

für 250 bis 400 Kalorien für Gesunde

pro Tag. Chronisch Kranke

sollten ihrer Meinung nach 1200

bis 1700 Kalorien zu sich nehmen.

Dabei reicht es nicht aus, sich wie

gewohnt zu ernähren und nur die

Nahrungsmenge zu reduzieren.

Schatalova wirbt für artgerechte

Nahrungsmittel, das sind rein

pflanzliche, die den Mechanismus

der Selbstverdauung noch in

sich tragen. Eine Kartoffel, die reine

Stärke enthält, besitzt unter der

oberen Schicht der Knollenschale

stärkeumwandelnde Substanzen.

Das gleiche gilt für Weizen-, Roggen-

und andere Getreidekörner.

Auch die Substanzen ihrer Hüllen

können die Stärke der Körner in

Energie verwandeln. Dieses Prinzip

erfüllt eine wichtige Funktion.

Es versorgt den Keimling mit

Stoffen, die seine Entwicklung

ermöglichen. Der Sinn der artgerechten

Ernährung liegt darin,

dass alle lebenden Organismen die

Selbstverdauung anderer, jeweils

passender Objekte nutzen, um Energie

aufzubauen. Aus der Anatomie

und Physiologie des Menschen

schlussfolgert Schatalova, dass der

48


Mensch kein Allesfresser ist. Anatomisch

unterscheidet er sich zwar

von gras- und fleischfressenden

Tieren. Aber er liegt auch nicht

zwischen ihnen. Nach wissenschaftlichen

Erkenntnissen gibt es

eine dritte Gruppe im Tierreich, die

Fruchtfresser, zu diesen gehört der

Mensch. Damit sind unsere artgerechte

Nahrung Obst, Beeren, Getreide,

Nüsse, Samen, Knollen, teils

roh, teils wenig erhitzt. In diesen

Pflanzenteilen sind die Nährstoffe

unvergleichlich höher konzentriert

als in ihrem grünen Anteil,

und das Wichtigste: Sie können

vom Menschen restlos verdaut sowie

ausgeschieden und in Energie

umgewandelt werden. Allein bei

artgerechter Ernährung ist die Stabilität

der chemischen Zusammensetzung

der Zellen gewährleistet

und chronische Erkrankungen

„sterben“ aus. Rezepte zur artgerechten

Ernährung finden Sie in

Schatalovas Buch „Heilkräftige

Ernährung“. Aber leider! Auch

mit noch so guten Vorsätzen wird

der einzelne seine Ernährung auf

Dauer kaum allein auf Früchte umstellen

können. Hierzu bedarf es

Gleichgesinnter, die sich gegenseitig

motivieren, und professioneller

Anleitung.

49

Ein Rezept möchte ich Ihnen aber

doch ans Herz legen: Keimen

Sie Bio-Weizen oder andere Bio-

Körner. Sie führen sich damit alle

benötigten Mineralstoffe, Spurenelemente

und Vitamine (außer Vitamin

C) in einer Form zu, die der

Körper benötigt und verarbeiten

kann. So stellen Sie sicher, dass alles

dort ankommt, wo es gebraucht

wird. Übliche Nahrungsergänzungsmittel

kosten viel Geld, da

sie aber isoliert gegessen werden,

ist ihre Wirkung unzureichend.

Oder warum haben beispielsweise

so viele Menschen Probleme mit

dem Skelettsystem, obwohl sie wie

verordnet Calcium, Vitamin D 3,

Vitamin K, Phosphor usw. zu sich

nehmen? Da viele Mineralstoffe

Antagonisten sind, besteht außerdem

die Gefahr, dass sie ein Ungleichgewicht

provozieren. Essen

Sie beispielsweise zu viel Calcium,

sinkt Ihr Magnesiumspiegel. Derartige

„Pannen“ schließen natürliche

Nahrungsmittel aus.

Zum Keimvorgang: 1. Wässern Sie

die Körner drei Tage und spülen

Sie sie jeden Tag mit Wasser durch.

Am vierten Tag geben Sie die Körner

in eine Schale mit flachem Boden

(zwei cm hoch) und lassen sie

ca. 24 Stunden keimen. Je nach Ge-

Volkssolidarität im Barnim 4|12


schmack können die Körner dann

roh gegessen oder getrocknet und

in einer Kaffee- bzw. Kornmühle

gemahlen werden. Geben Sie das

Mehl dann in gerade abgekochtes

Wasser und lassen Sie es kurz

ziehen. Jetzt verfeinern Sie die

Suppe beispielsweise mit einem

geriebenen Apfel oder andere für

Sie schmackhafte Zutaten. Diese

sollten möglichst kaum süß sein.

2. Eine weitere Keimmöglichkeit:

Waschen Sie die Körner, schütten

Sie sie in eine Schale mit flachem

Boden (zwei cm hoch) und decken

Sie sie mit einem sehr nassen

Papierküchentuch ab. Das Tuch

muss immer sehr feucht bleiben.

Der Keimvorgang dauert 24 bis 36

Stunden. Dann verfahren Sie wie

oben. Keimen die Körner nicht,

sind sie nicht mehr fortpflanzungsfähig,

das heißt, zu alt.

Vielleicht schauen Sie sich die Rezepte

der russischen Ärztin in

oben genanntem Buch einmal an

und probieren das eine oder andere

Gericht aus. Vor allem die

Soßen sind sehr heilkräftig. Wie

gewöhnungsbedürftig ist aber der

Geschmack? Laut Internet gibt es

in Süddeutschland einen Cateringdienstleister,

der Hochzeitsmenüs

nach Schatalova anbietet.

50

Dr. oec. Ursula Ehlert

Das gemeInsame TanZen IsT Zu

eInem sChÖnen hObbY geWOrDen

„Club 23“ Bernau erfreut sich zunehmender Beliebtheit

Die Seniorentanzgruppe „Club

23“ Bernau erfreut sich zunehmender

Beliebtheit bei den Zuschauern.

Alle „Mädels“ und

„Jungen“ im Alter zwischen 64

und 84 Jahren sind unter der Leitung

von Annemarie Dittmer mit

vollem Herzen bei der Sache. Sie

legt Wert darauf, dass jeder Tanzschritt

richtig gesetzt, das Gesicht

freundlich den Zuschauern zu-

gewandt ist und jeder eine gute

Figur macht. Als Zuschauer erkennt

man das freundliche Miteinander

in der Gruppe und die

Liebe zu dem schönen Hobby. Einen

Höhepunkt der Arbeit dieser

Gruppe stellte der Auftritt zum

Sommerfest des Nachbarschaftsvereins

des Wohnortes „Im Blumenhag“

in Bernau unter freiem

Himmel auf schöner Tanzfläche,


leider bei gewittrigem Wetter,

dar. Er war eine schöne kulturelle

Bereicherung dieses Sommerfestes.

Bei Melodien nach Paul

Lincke oder der „Kleinen Ballerina“

schunkelten sogar unsere

Enkel mit Lust zum Takt der Musik.

Alle Zuschauer, ob jung oder

alt, äußerten sich lobend und

achtungsvoll zu den gezeigten

Leistungen der Tänzerinnen und

Tänzer. Der Vorsitzende des Ver-

Die Ortsgruppe 23 Nordend

Eberswalde strickt fürs Gemeinwohl:

Für die „Lobetaler Lärchen“,

einem Chor aus Behinderten

der Einrichtung in Lobetal,

strickten fingerfertige Mitglieder

35 Paar Socken. Der Erlös kommt

diesem Chor und den Behinderten

zugute.

20 Paar Socken erhält die Suppenküche

Eberswalde für Obdachlose,

die dort zum Essen kommen.

Für die Kindertagesstätte „Regenbogen“

der Volkssolidarität

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eins, Andreas Langkowski, hofft

auf weitere Auftritte bei kulturellen

Höhepunkten, dann aber

hoffentlich bei schönerem Wetter.

Alle Zuschauer würden sich sicher

freuen!

Lydia Langkowski,

OG 49 Bernau Blumenhag

grIFF Zur sTrICKnaDeL

FÜr eInen guTen ZWeCK

Wolle kommt aus Spenden der Ortsgruppe 23, Nordend Eberswalde

in der Eberswalder Pfeilstraße

werden bis zum Nikolaustag 130

kleine Socken gefertigt. Außerdem

bekommen die Puppen dieser

Einrichtung eine neue „Winterkollektion“.

Die Wolle stammt aus Spenden

zahlreicher Ortsgruppenmitglieder,

und den rührigen Frauen

macht das Stricken Freude und

bringt Abwechslung und Bestätigung.

Edeltraud Maeß,

OG 23 Nordend Eberswalde

Volkssolidarität im Barnim 4|12


Kreisvorstand und Geschäftsführung der

Volkssolidarität Barnim e.V. wünschen allen

Mitgliedern und Freunden der

Volkssolidarität ein frohes Weihnachtsfest

und ein gesundes Jahr 2013

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