G L a n z L ic h t e r J U L i / a U G U S t - Sonnendeck

sonnendeck.stuttgart.de

G L a n z L ic h t e r J U L i / a U G U S t - Sonnendeck

GRATIS

AUS LIEBE ZUR UNENDLICHKEIT

# Lost for ever?!

Verloren sind wir eh, doch für immer verloren sind wir nicht.

# das Licht am anfang

des dark rooms

Klaus maßem zeichnet mit Licht und besitzt am Ende dunkelheit.

AUSGABE 105 | JULI / AUGUST 2012


Abb.: Franz Erhard Walter bei der Installation seiner „49 Nesselplatten“, 1963; Fotograf: Tim Rautert, Essen

Daimler Contemporary

P o t s d a m e r P l a t z B e r l i n

Daimler Kunst Sammlung

MINIMALISM IN GERMANY. THE SIXTIES II

Abstraktion und Serialität, Zero, konkrete Tendenzen und Skulptur als Handlung

31. März bis 9. September 2012

Hartmut Böhm • Erich Buchholz • Hanne Darboven • Hermann Glöckner

Mathias Goeritz • Heinz Mack • Charlotte Posenenske • Peter Roehr

Ulrich Rückriem • Eckhard Schene • Helmut Stromsky • Franz Erhard Walther

Potsdamer Platz Berlin · Haus Huth

Alte Potsdamer Straße 5 · 10785 Berlin · täglich 11 - 18 Uhr

Tel 030 - 259 41 420

Mit dem Verschwinden ist es so

eine Sache, einerseits kann man sich

wie der „Waldjunge“ Ray mit dem

spurlosen Verlassen der heimischen

Wohngemeinschaft im holländischen

Hengelo locker neun Monate

Jugendhilfeleistungen erschleichen,

inklusive einer exklusiven Unterbringung

in einem Wohnheim der

Berliner Sozialbehörde. Andererseits

kommt es peinlich rüber, wenn man

nach neun Monaten zugeben muss,

dass die an sich schon mittelprächtige

Story vom fünfjährigen Leben

im Wald, dem Tod des Vaters und

der Ernährung aus dem Fischteich

erschwindelt war und man zum Verdruss

des Publikums keine Angaben

zu Gründen dieses partiellen Ausscherens

aus dem gewohnten Leben

machen kann. Robin, wie Ray mit

Geburtsnamen heißt, ist jedenfalls

kein Profi auf dem Gebiet des Verschwindens.

Wäre ein wahrer Meister

des Metiers am Start gewesen, hätten

wir immer wieder neue Fakten über

das vermeintliche Leben im Wald

aufgetischt bekommen, hätten uns

mit großer Freude an der Exotik des

Berichts gelabt und für Jahrzehnte

einen modernen Kaspar Hauser in

unserer Mitte gewusst. Doch nichts

dergleichen. Robin hat versagt, schon

nach neun Monaten kehrte er zur

Wahrheit zurück und damit in seine

alte Identität – wie traurig. Nun

bleibt es wohl Künstlern und Literaten

überlassen, Rays nichtgelebtes

Leben im Spreewald auszuarbeiten

und in fiktive Realität einzutüten:

Ray der mit den Bibern schwimmen

geht, sich mit Wildschweinen auf

Preiselbeerjagd macht und in Fuchsbauten

nächtigt. Ganz nah dran am

Tier, fast schon Tier selbst.

So wie die documenta 13! Chefin

Carolyn Christov-Bakargiev, kurz

„CCB“, eine Anhängerin der posthumanistischen

Lehre, schuf in Kassel

laut eigenen Angaben eine Ausstellung

„von Tieren für Tiere“ und forderte

gleich mal das Wahlrecht für

Hunde und Erdbeeren. Was würde

ein Wolf zeigen, eine Gazelle oder

ein Lemur? Wie richtet sich eine Alge

in ihrer Kunst-Koje ein, wie sieht die

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

geneigte Erloschene.

Performance eines Pilzmyzels

aus, können

Sporen singen? Tolle

Fragen, keine Frage.

CCB sieht’s extrem locker:

„Tiere machen auch Dinge!“

Sie erweitert den Kunstbegriff

abermals, tief hinein in die Botanik

und die Zoologie, die Mikrobiologie

nicht zu vergessen. Denn, so CCB

weiter, „es gibt keinen grundlegenden

Unterschied zwischen Frauen und

Hunden oder zwischen Männern

und Hunden. Auch nicht zwischen

Hunden und den Atomen, die

meinen Armreif bilden. Ich denke,

alles hat seine Kultur. Die kulturelle

Produktion der Tomatenpflanze

ist die Tomate“. Und hat nicht Jeff

Koons am Wochenende folgendes

diktiert: „Auch die DNA ist eine

Erzählung, die einzig wahre übrigens.“

Sind wir Menschen dann nur

die kulturelle Produktion unserer

DNA? Klingt sehr einfach und praktisch.

Weil man mit der Menschheit

nicht weiterkommt, weil sie sich derzeit

wieder recht sperrig, unbelehrbar

und trotzig verhält, wird einfach

die nächstgrößere Kategorie (das

Nachhumane) aufgemacht und subsumiert:

alles das Gleiche. Werden

wir in Zukunft beim Museumsbesuch

nur noch Bienenstöcke, Schwalbennester

und Termitenbauten zu

Gesicht bekommen, Mundgemaltes

vom Delfin, überdachte und mit

Audioguide ausgestattete Elefantenfriedhöfe,

selbstinstallierte Schlafkuhlen

des Gürteltiers?

Lost forever – es geht ums Verschwinden,

ums Verschwinden des

Menschen in der Kunst, und auch

sonst wo.

Präsente Sommergrüße

vom sonnendeck

inhaltsverzeichnis

POOL

Lost for ever?!

Verloren sind wir eh, doch für immer

verloren sind wir nicht. 6

Die Banditenkönigin Rani

In einer kleinen Reihe stellt unser Heft

Vertreterinnen und Vertreter der alten

Handwerkskunst vor 10

Das Licht am Anfang des Dark Rooms

Klaus Maßem zeichnet mit Licht und

besitzt am Ende Dunkelheit. 14

BRISE

Press Pixel to Play

Rasterfahndung Rasterfahndung Rasterfahndung die aktuelle Ausstellung

im Kunstmuseum Stuttgart 16

LANDGANG

Zentrale Randlage mit

Blick auf 1500 Kunstwerke

Die Sammlung Alison & Peter W. Klein

in Eberdingen-Nussdorf 18

WATCHLIST

Lennart Rieder 20

KOMPASS

Glanzlichter im Juli / August 21

Stuttgart im Juli / August 24

Region im Juli / August 26

Vernissagen im Juli / August 30

Impressum 30

SteUerBOrD – 3


SommerauSStellung

offene atelierS

Reinhold - FRank - StR. 81/ 83

BiSmaRckStR. 67

SchloSS ScheiBenhaRdt

eröffnung: mi, 11. Juli, 19 uhr

12. — 15. Juli 2012

www.kunStakademie - kaRlSRuhe.de

donneRStaG - SamStaG 9 - 22 uhR

SonntaG 9 -17 uhR, SchloSS ScheiBenhaRdt: BiS 24 uhR

abb.: Jens Stickel, tüte, 2012, acryl auf Baumwolle, 70 x 50 cm | Foto: Pietro Pellini | Gestaltung: ce


6 – POOL

Verloren sind wir eh, doch für immer

verloren sind wir nicht, höchstens

einige von uns, und die auch nur

manchmal oder zu bestimmten

Anlässen. So richtig unwiederbringlich,

ein für alle Mal, endgültigst,

total unauffindbar verloren und in

der Gänze unserer Existenz erloschen

sind wir Menschen nicht einmal

nach unserem Tode. Der Facebook-

Account läuft weiter, wir leben in den

Erzählungen und Erinnerungen der

Überlebenden fort, an den üblichen

Gedenktagen bieten wir Anlass zu

Gläserklirren beim in-Memoriam-

Gelage, und für die Geheimdienste,

Bestattungsbranche, Nachlassverwalter

und Europol werden wir zum

Zeitpunkt unseres Verschwindens

gar erst geboren. Ja, man kann sagen:

Ins Leben hineinzukommen

ist mühsam,

oft langwierig und

mit Schmerzen verbunden,

doch aus ihm

herauszukommen ist

schier unmöglich. Da

wir Menschen aber

so gestrickt sind, dass

wir das Unmögliche

nicht unmöglich sein

lassen können, geht

vom Unmöglichen

ein beständiger Reiz

aus, dem wir von Zeit

zu Zeit gerne nachgeben.

So ein wenig lost

sein hat schon was,

etwas verloren gehen

lassen – und sei es für

immer – hat auch was,

vorher …

sich selbst zu verlieren

macht bestimmt auch Spaß, erfordert

jedoch großen Mut. Dann schon

lieber den Nachbarn, den Gelbflossenthunfisch

oder die Menschenrechte

lost gehen lassen. Bisschen

Tabula rasa machen, danach jammern

und dann eine Organisation gründen,

die sich dem Gedenken, dem Rekonstruieren,

dem geistigen Erbe genau

dessen widmet, was man unlängst

mit dem größten Vergnügen ausgelöscht

hat. Kann man so machen,

schafft ja auch Arbeitsplätze. Einfach

morgens aufwachen und dem Bettgefährten

/ der Bettgefährtin die Frage

stellen: „Liebling, was sollen wir heute

hopsgehen lassen?“ Dann rausgehen,

etwas, über dessen Wert kein Zweifel

besteht, kaputtschlagen und gucken

was passiert. Die allgemeine Empörung

genießen, im richtigen Moment

von Saulus zum Paulus switchen und

den großen Kümmerer hervorkehren.

Das ist ein großer Spaß, keine Frage.

Spaßloser und bedauernswerter

sind schon eher jene Mitmenschen,

die sich selbst nicht so recht leiden

mögen und daher teure und wissenschaftlich

zweifelhafte NLP-Kurse

besuchen. Bürger also, die mit ihrer

Verfasstheit, wie sie die Natur in

ihnen angelegt und der Lebensweg

sie ausdifferenziert hat, so unzufrieden

sind, dass sie mittels dem Neuro


LOST

FOR

EVER?!

linguistischen Programmieren ihre

ureigensten Kommunikationsmuster

und Verhaltensroutinen auslöschen

und durch (meist marktkonformere)

Eigenschaften ersetzten. Solche Zeitgenossen

beerdigen aus einer Laune

heraus ein Teil ihres Selbst (ihr

„altes“ Ich) noch zu Lebzeiten. Sie

wollen frei sein, frei von sich selbst.

Sie wollen mit der Kontinuität ihrer

Person brechen, den roten Faden

ihres Lebens zerschneiden. Wollen

neu sein für die beispiellose Karriere,

für die sich anbahnende Partnerschaft,

für ein Leben als Segelscheinbesitzer,

wollen als Update ihrer

selbst durchs weitere Leben brausen

– jetzt neu: Hermann Maier V2,

Sabine Schuler reloaded. Ein Irrweg!

Man muss sich schon selbst aushalten

8 – POOL

nachher …

können, sonst wird das

nichts mit dem Leben.

Freilich muss man nicht

alles hinnehmen und

bewahren was sich im

Lauf der Reife an den

Gefäßwänden unserer

Existenz abgelagert hat.

Doch zerstören sollte

man nur, was man selbst

mit Liebe erschaffen

hat. Einen Cut machen,

bisschen Ballast abwerfen,

stumme Zeitzeugen

verschwinden lassen –

warum nicht! Hierfür

hält unsere Zivilisation

eine großartige Einrichtung

bereit, das sogenannte

Autodafé.

Beim Autodafé handelt

es sich im historischen

Sinne um die von Klerikern betriebene

Verbrennung verfemter Bücher

zur Zeit der Inquisition. Doch damit

beschäftigen wir uns ein andermal.

Ein Autodafé im Sinne einer Reinigung

zur Wiederherstellung eines

hygienisch makellosen Werksverzeichnisses

meint das Zerstören

missliebiger Schriften und anderer

Kunstprodukte, um sich von der

zum Zeitpunkt ihrer Produktion

gewählten formalen und inhaltlichen

Prägung zu distanzieren oder jene

als Verfehlung, als Irrtum zu markieren

– auch um das restliche, aktuellere

Werk nicht zu beeinträchtigen.

Meist wird ein relevanter Zeitpunkt

gewählt: der 18. Geburtstag, der

Abschluss der Hochschule, 9/11 oder

der Tod des Kanarienvogels „Beppo“.

Alles was vor diesem Stichtag gemalt,

komponiert und geschrieben wurde

gilt fürderhin als „zu vernachlässigendes

Frühwerk“ und wird zerstört.

Was seither geschöpft wurde ist nun

das „definitive Hauptwerk“, vollkommen

entbeint, von den Quellen

abgenabelt, gänzlich herkunftslos –

also zweifellos das Werk eines Geläuterten.

Wenn Ihnen, liebe Leserschaft,

kunsthaltige Produkte aus

einer früheren Epoche Ihres Lebens,

seien es Tagebücher, Schul- und Hobbyzeichnungen,

Ton- und Filmauf-

zeichnungen, Poesiealben, Reliquien

aus dem Werkunterricht, Notenblätter,

Backrezepte, selbstgeblasener

Weihnachtsschmuck, Collagen aus

Milky Way-Verpackungen und Beipackzetteln

von Anti-Baby-Pillen,

Schatzkarten, die den Weg zu einem

geheimen Zigaretten-Depot weisen,

Briefbeschwerer aus Brotteig und

Lampenschirme aus Pappmaschee

plötzlich wie etwas vorkommen das

die Katze hereingetragen hat, dann

verbrennen Sie es! Es wird Ihnen

guttun, und Ihrem Hauptwerk erst

recht. Freilich, kein Mensch muss

sich für seine Anfänge schämen, wir

sind alle blind und ohne Sprache

geboren, rochen ein wenig säuerlich

und waren damals weit davon entfernt

eine Symphonie zu komponieren

oder ein Essay über, sagen wir, die

Nachhaltigkeit der westdeutschen

Abfallwirtschaft in den Jahren 1970-

1975 zu schreiben. Aller Anfang ist

stümperhaft und legt doch das Fundament

für Bedeutendes.

In diesem milden Lichte betrachtet,

scheint der Einzug der Piratenpartei

in einige Landesparlamente weniger

verstörend. Die im September 2006

gegründete Interessensvertretung

ist derzeit eher eine Sammlungsbewegung

als eine Partei im enggefassten

Sinne. Ihre meist männlichen

Mitglieder entstammen einem sehr

breiten Spektrum politischen und

sozialen Reformwillens. Vom üblen

Neo-Nazi bis zum nackensteifen

Neo-Trotzkisten, vom Geistheiler bis

zum Datenguru, vom Landkommunarden

bis zum Verfechter einer digitalen,

virtuellen Stadt sind alle dabei.

Das Programm der Piraten ist kein

Programm zu haben, darin ähneln sie

der documenta 13. Als Forum für ein

neues Politikverständnis bieten sie

dem verdrossenen Bürger einen niederschwelligen

Zugang zur (gefühlten)

Partizipation. Wie auf einer

riesigen Grillfete bringt jeder was

Selbstgekochtes mit und schwupps

entsteht ein Buffet, wie man es bei

keinem Caterer bestellen kann. Die

Köche der etablierten Parteien geraten

in Verzweiflung, weil ihren Kantinenfraß

keiner mehr essen möchte

und auch die loyalsten der loyalen

Kostgänger heimlich und in geheimer

Wahl am Piratenbuffet als Wechselwähler

naschen. Für bisherige

Nichtwähler sind das unkonventionelle

und heterogene Auftreten und

Aussehen der Piraten ein zusätzlicher

Anreiz. Das pippilangstrumpfhafte

Gebaren der Neu-Mandatsträger

bei Parteiversammlungen, in ihren

Wahlspots, im Straßenwahlkampf ist

ein nicht zu unterschätzender Faktor

ihrer Attraktivität. Die zahlenmäßig

stärkste Gruppe der deutschen Wählerschaft,

die 30 – 50-Jährigen, ist

mit den lässigen Geschichten Astrid

Lindgrens aufgewachsen. Tief im

Inneren dieser Wählerschicht findet

sich eine Sehnsucht nach der Haltlosigkeit,

Vergnügtheit und Umstandslosigkeit

der Bullerbü-Welt. Schelmischer

Trotz, spielerische Selbstbehauptung,

Unordnung als die natürlichste

Form der Ordnung, der Reiz

des Klandestinen, die Toleranz als

Vorbedingung der Gemeinschaft, die

selbstlose Liebe sind funkelnde, verheißungsvolle

Sehnsuchtsorte dieser

mittleren Altersgruppe, also jenem

Teil der Gesellschaft, der die größte

Steuerlast trägt und in einer hybriden

und zugleich paradoxen Welt mit

massiven Identitätsfindungsproblemen

ringt. Für jene verzagte Generation

erscheint die Piratenpartei wie

ein ewiger Flash-Mob: Zieh das Hütchen

mit der Segel-Flagge auf und sei

dabei. Dass Du nichts zu sagen hast,

macht nichts. Was zählt ist das Defizit,

das Du in dir trägst. Die „bunte

Mischung“, das Ungefähre und die

Beliebigkeit sind Grundlagen einer

Heilserwartung, die beim Bürger

verfängt, gerade weil sie kein konkretes

Ziel, keinen vorzeichnenden

Weg, ja, nicht mal eine verbindliche

Beschreibung des Ausgangszustands,

des Status Quo angibt. Ist das tatsächlich

eine neue Form der Politik?

Oder eher eine Art Religion ohne

Glaubensbekenntnis? Jedenfalls ist

es eine Art organisiertes Verlorensein,

ein adäquater Ausdruck des

Lost forever. Hansjörg Fröhlich


10 – POOL

das sonnendeck versteht das alte

handwerk als einen zentralen

Bestandteil der Kulturleistung

einer gesellschaft. doch nach

und nach sterben die schmeichelhaftesten

und prunkvollsten

gewerbe aus. in einer kleinen

reihe stellt unser heft Vertreter

und Vertreterinnen der alten

handwerkskunst vor. das Banditentum

war einst integraler

Bestandteil aller gemeinwesen.

gefürchtet ob seiner Blutrünstigkeit

und geliebt für seinen heldenmut,

trug es im günstigsten fall zu

einem gewissen ausgleich zwischen

armen und reichen Bevölkerungsschichten

bei. die letzte

noch lebende Banditenkönigin

Bettina schausten, genannt rani,

hat sonnendeck-textchef hansjörg

fröhlich ihre erstaunliche Lebensgeschichte

erzählt.

Ich hatte einen Bruder und eine

Schwester. Ich war die Jüngste. Meine

Schwester Juliane ist gestorben als

sie noch klein war. Mein Bruder

hieß Max, er war ein echter Versager.

Er konnte nicht mal eine Gans

erschrecken und ging nie alleine in

den Keller, ein echter Schisser. Wenn

es in der Schule Streit gab, bekam

Max immer alles ab. Er hat förmlich

danach geschrien drangsaliert zu

werden. Er hütete das Vieh, und wenn

die anderen Jungs kamen und auf die

Jungrinder einschlugen, hat Max es

geschehen lassen. Nach einer Weile

bat er darum, kein Vieh mehr zu

hüten müssen. Da ließ unsere Mutter

ihn im Haus mitarbeiten, Wasser

holen und beim Kochen helfen. Mein

Vater hat Max oft geschlagen, weil

er so ein Weichling war. Aber es half

nichts.

Ich dagegen war das genaue Gegenteil.

Ich war aufbrausend und hitzig.

Mich schikanierte niemand herum.

Wenn es jemand versuchte, rächte

ich mich mit meinem Messer oder

der Stange, die wir beim Tragen der

Wassereimer verwendeten. Wenn

ich gar keine Waffe zur Hand hatte,

biss ich. Ich spielte nur mit Jungen.

Kleinmädchenspiele wie Murmeln,

PETER SAUERER

19. Juli – 14. Oktober 2012

Galerie der Stadt Fellbach


Himmel und Hölle oder Gummitwist ließen

mich kalt. Stattdessen kletterte ich auf Bäume

und schoss mit meiner Schleuder auf Vögel. Ich

war eine gute Schützin und lieh mir von meinem

Vater Pfeil und Bogen. Mein Vater hat mich von

allen Kindern am liebsten gemocht. Er hielt mich

für stark und zäh. Also brachte er mir das Reiten

bei. Mit acht war ich schon eine gute Reiterin.

Später wurde mein Vater ein traditioneller westfälischer

Kräuterheiler. Wenn er einen Hausbesuch

machte oder einfach Kräuter sammelte, saß ich

hinten auf seinem Pferd. Eines Tages hat er mir

einen Trank eingeflößt, um mich stark und unbesiegbar

zu machen. Damit die Medizin wirkte,

musste man die Gebote befolgen und durfte kein

Fleisch von vierbeinigen Tieren essen. Bei mir

hat der Kräutersud anscheinend gewirkt. Ich war

vor Messern und Stöcken gefeit. Bei Kugeln kann

ich mir nicht sicher sein, da noch nie jemand auf

mich geschossen hat.

Als mein Vater an Tuberkulose gestorben ist,

war ich etwa siebzehn. Meine Mutter wurde

also Witwe, und das Einzige, was sie konnte, war

kochen und andere Hausarbeit. Ich selbst hatte

keine Ausbildung, und vom Heilen hatte ich

auch nicht genug Ahnung, daher half ich meiner

Mutter bei der Rüben- und Feldsalaternte. Etwa

zu dieser Zeit verliebte ich mich in einen Jungen

aus dem Nachbardorf, ein einfacher Kleinbauer

wie wir. Er hieß Torsten und war mutig, anständig

und ehrlich. Meines Achtens sind das die

drei Eigenschaften auf die es bei einem Mann

ankommt. Ich bin nicht besonders gebildet, aber

meiner Meinung nach muss ein Mann aufstehen

und seine Stimme erheben wenn ein Unrecht

geschieht. Er soll keinen Ärger machen, jedoch

soll er anderen helfen wenn sie Ärger haben. Und

12 – POOL

er soll andere nicht ausnutzen, sondern

soll Opfer bringen, um Pechvögeln

beizustehen. Torsten war so ein

Mann. Als ich jung war sah ich ganz

hübsch aus. Es gab viele Jungen, die

hinter mir her waren. Einer davon

war der Sohn des Bürgermeisters,

ein echter Unruhestifter. Eines Tages

bedrängte er mich als ich vom Wasserholen

kam. Er war betrunken. Ich

habe ihn beschimpft, ihm Wasser

übergegossen und bin davongerannt.

Die Nachricht von meiner Heldentat

und der Schmach des Dorfvorstehersohns

verbreitete sich wie ein

Lauffeuer. Es war ziemlich peinlich

für ihn und seinen Vater. Da jeder

wusste, dass es seine Schuld war,

würden sie mich wohl nicht bestrafen,

dachte ich mir. Tatsächlich aber haben sie nur

darauf gewartet, es mir heimzuzahlen.

Wenige Wochen später, war es soweit. Am Rand

unseres Dorfes fand auf einem unbestellten Feld

eine Kirmes statt. Ich hatte mich dort mit Torsten

verabredet. Das war damals so üblich bei

den Teenagern. Eine Band aus Herne spielte. Wir

warteten bis zur zweiten Zugabe, dann gingen

wir hinunter zum Bach, wie alle Liebespärchen.

Es war mitten im Herbst und schon etwas kalt.

Daher haben wir uns in ein Handtuch gehüllt.

Plötzlich stürzte sich eine schreiende Horde auf

uns und fragten meinen Freund: „Was glaubst

du denn, wer du bist? Meinst wohl, du könntest

einfach so mit einem Mädchen aus unserem Dorf

gehen!“ Sie hatten alle getrunken und schwenkten

Flaschen mit Fusel. Ihr Anführer war der Sohn

des Bürgermeisters. Torsten sagte zu ihnen: „Wir

sind verliebt und wollen heiraten!“ Aber das war

ihnen gleichgültig. Der Anführer schlug ihm mit

der Flasche ins Gesicht, und als er zu Boden ging,

stach ein anderer wild mit dem Messer auf ihn ein.

Torsten stöhnte und sackte zusammen. Ich habe

ihn in den Armen gehalten, doch da packte mich

der Sohn des Bürgermeisters und schleifte mich

ins Gebüsch. Er hielt mir ein Messer vors Gesicht

und wollte mich vergewaltigen. Ich sammelte

all meine Kräfte, trat nach ihm und schlug ihm

das Messer aus der Hand. Als er erneut nach mir

fasste, rammte ich ihm das Messer in die Brust.

Er ächzte und ging zu Boden. Ich richtete mich

auf und flüchtete über die Rübenfelder mit einer

Heidenangst im Leib.

So, hier setzen wir den ersten Cliffhanger.

Fortsetzung folgt im nächsten Heft.

www.rplush.de

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Tel.: 0711 - 90 65 27 0 - Fax: 0711 - 90 65 27 29


im november 2012

startet unterdem titel

sPacE Light architEcturE

die 2. Biennale für internationale

Lichtkunst

in dortmund und unna.

www.biennale-lichtkunst.de

14 – POOL

Klaus maßem zeichnet mit Licht

und besitzt am Ende dunkelheit

Als der Künstler Klaus Maßem

Ende Mai 2012 in der Tuchfabrik

Trier seinen Laserpointer auf eine

dunkle Leinwand richtet und dort

mit Licht zu Zeichnen beginnt,

weiß er längst, dass am Ende seiner

Performance I have, you don’t

wieder vollkommene Dunkelheit

herrschen wird. Die einzigen Dokumente

seiner figürlichen, temporären

Lichtzeichnungen werden auf

Fotos zu erkennen sein – erstellt

von Fotografen, die eigentlich

Besucher und Zuschauer sind. Auf

die Fotos selbst hat Maßem keinen

Einfluss, auch verzichtet er auf

Urheberrechte und Besitzansprüche.

„Es ist das Ende des Denkens,

wenn ich zeichne“, erklärt er, „wie

das Diktat einer Linie. Ja, es dominiert

die Linie“.

Maßem sieht in seiner Lichtmalerei

die „Fortsetzung der eigenen

Zeichentradition“ und versteht

sich auch darüber hinaus nicht als

Performance- oder Lichtkünstler,

sondern vor allem als Zeichner. Die

japanische Tuschezeichnung, die

ihm sonst als Ausdrucksmedium

dient, basiert wie das Zeichnen mit

einem Laserpointer auf schnellen

Bewegungen, da das japanische

Zeichenpapier die Tusche schnell

einsaugt. Dies provoziert einerseits

die Unmittelbarkeit der Handzeichnung,

macht es aber andererseits fast

unmöglich im Zeichenprozess Korrekturen

vorzunehmen oder kurz

innezuhalten. Übertragen auf eine

– wie er es selbst nennt – „digitale“

Form des Zeichnens, verhält es sich

ähnlich: Stoppt er den Laserpointer

nur für eine Sekunde, ist die Linie

und damit der letzte Orientierungspunkt,

der das Motiv zusammenhält,

verschwunden. „Mit dieser

Art des Zeichnens wird Suchen zu

Finden“, sagt Maßem. Dass er gleich

wieder verliert, was er gefunden hat,

stört ihn nicht. „Das liegt eben in

der Natur der Sache“, meint er und

verweist so eher auf konzeptionelle

Kunst als auf einen Künstlertypus,

der sich fest an sein Werk klammert.

Das klingt fast ein wenig überraschend

in der momentanen Diskussion

um Urheberrechte, geistiges

Eigentum und den Wert von Kunst

für die Gesellschaft. Natürlich ist

auch an Maßem diese Debatte nicht

spurlos vorübergegangen, seinen

Standpunkt behauptet er trotzdem

ein wenig außerhalb der üblichen

Positionen.

Die Idee der vergänglichen Kunst

und dem Zeichnen mit Licht ist

keine Erfindung der zeitgenössischen

Kunst, schon Picasso experimentierte

mit Taschenlampen als

Zeicheninstrumenten. Für Maßem

ist der eigene künstlerische Prozess

beendet, wenn er den Laserpointer

ausschaltet. Was dann mit seinen

Lichtzeichnungen geschieht, nennt

er Interaktivität. „Ich gebe die Sache

gerne weg“, erklärt er, denn es gehe

ihm vor allem um das Zusammenwirken

mit den Fotografen. „Und

mit Interaktivität meine ich nicht

irgendeine Skulptur auf der man

rumrutschen kann oder irgendwo

ein kleines Knöpfchen drückt.“

Stattdessen meint er die völlige Freiheit

des Fotografen seine temporäre

Lichtkomposition einzunehmen

– dafür opfert er sogar die Rechte

an der Urheberschaft. Diesen Fotografen,

die gleichzeitig Rezipienten

und Verwerter des vergänglichen

Werkes sind, lässt Maßem tun

und lassen was sie wollen: Maßem

bestimmt weder Blickwinkel noch

Fokussierung oder Belichtungslänge

der Aufnahmen, digitale wie analoge

Fotografien sind willkommen. So

entstehen nach einer Lichtzeichen-

Performance zahlreiche verschiedene

Amateurfotografien, alle mit

ähnlichem Bildinhalt und trotzdem

durch die Fotografeninstanz individuell

geprägt. Die von Maßem geforderte

Interaktivität findet sich so

vor allem im Zutun der Fotografen

wieder: während einige versuchen

durch perfekt eingestellte Belichtungszeiten

die genauen figürlichen

Motive zu erfassen, halten andere

nur Momente fest oder zoomen

soweit an das Licht heran, dass nur

grüne Farbe zu sehen ist. Der doku-

mentierende Fotograf wird hier

höchstselbst zum Autor, das Licht,

als die beherrschende Größe der

Fotografie, waltet als Vermittler

zwischen beiden.

Überhaupt spielt die Fotografie hier

eine bedeutende Rolle. Erst durch

ihre Erfindung wurde das Licht als

ein eigenständiges Medium wahrgenommen,

das in der Lage ist zum

Inhalt künstlerischen Schaffens zu

werden. Heute ist die Lichtkunst

neben der Malerei, Fotografie und

Skulptur als eigene Kunstform

etabliert und trotzdem wie keine

andere Gattung noch

immer auf Dokumentationsmedien

wie

Film und Fotografie

angewiesen. Für Klaus

Maßem ist Licht jedoch

kein autonomer Kunstgegenstand,

der für

sich selbst zum Bildinhalt

wird, sondern eher

ein Medium, das Pinsel

und Bleistift ersetzt.

Der große Unterschied

ist jedoch als Kunstliebhaber

schwer zu

ertragen: Am Ende des

Zeichenprozesses steht

kein haptisches Werk

sondern völlige Dunkelheit.

Arnika Fürgut

Alle Abbildungen entstanden am

23. Mai 2012 bei der Performance

I have, you don't in der Tuchfabrik Trier

POOL – 15


16 – BriSe

Wer kommt auf des Rätsels Lösung?

Was haben folgende Wörter gemein?

I LOVE BEER, triste, THUG LIFE,

EIDGENOSSEN, HILFE HILF MIR,

S 21, Hasi, lol, M+E, cool, Óle.Óle.

Óle. LAROJACAMPEONA, Peng,

KLO und PEACE.

Nein, es sind keine Facebook-Kommentare,

die sich nichtsagend der

Welt eröffnen und wer jetzt denkt es

handele sich um ein Werk der Écriture

automatique tappt ebenso im

Dunkeln. Mit diesen Worten haben

sich Besucher des Kunstmuseums

Stuttgart in der aktuellen Ausstellung

Rasterfahndung verewigt. Nicht konventionell

in einem Gästebuch, nicht

handschriftlich auf Papier, sondern

mit kleinen bunten Plastiksteckern.

Ministeck ist des Rätsels Lösung und

zur Fahndung gleichsam ausgeschrieben.

Gesandt im Namen der sonnendeck-

Redaktion, machte ich mich an

einem Samstagnachmittag auf den

Weg ins Kunstmuseum Stuttgart,

um der wissbegierigen Leserschaft

einen aufschlussreichen Artikel über

die Sonderschau Rasterfahndung zu

kredenzen. Nach einem Spießrouten-

lauf durch die von Menschenmassen

überfüllte Königsstraße, löste ich

im Museum in aller Ruhe eine Eintrittskarte,

verstaute meine Tasche

im Schließfach und machte mich

sogleich über die benachbarte Treppe

in Richtung Ebene 1 auf. Als ich das

untere Stockwerk betrat, hatte ich das

Gefühl von den griechischen Gottheiten

Morpheus und Hebe geküsst

zu werden. Ein Kindertraum aus rosa,

pink, rot, orange und grün tat sich vor

mir auf. Ein Monument aus tausend

bunten Ministeckern, mit denen

bereits Kinder in den 1970er Jahren

ihre ersten künstlerischen Ambitionen

entdeckt und Bilder, Untersetzer

oder Lesezeichen fabriziert haben.

Die überdimensional große Ministeck-

Ausgabe im Museum ist mit

kleinen, länglichen, quadratischen

und L-förmigen Plastikelementen

ausgestattet, die auf der Rückseite

mit Zapfen versehen sind. Bei dem

zu besteckenden Objekt, handelt es

sich um drei versetzt miteinander verbundene

längliche Rechtecke, die mit

gitterartigen Grundplatten verkleidet

wurden. Die modulare Anordnung

lässt sich mit der Funktionalität eines

Möbelstückes vergleichen: eine mit

grauem Filz bezogene Sitzfläche mit

zwei hüfthohen Ablageflächen. Um

sicherzugehen, mich nicht auf das

Werk eines bedeutenden Künstlers

zu setzten und folglich einen Rausschmiss

durchs Aufsichtspersonal zu

riskieren, suchte ich die umliegenden

Wände nach einer Werkbezeichnung

ab. Da eine solche fehlte, ließ ich mich

für einen kurzen Moment auf dem

grauen Filz des mittleren kniehohen

Rechtecks nieder und plante meine

Route durchs Museum. Das Begleitheft

zur Ausstellung lässt Großes

erwarten: Das Raster bestimmt wie

keine andere Struktur die Kunst des 20.

und 21. Jahrhunderts. Für die Avantgarde,

für Piet Mondrian (1872 – 1944)

oder die Bauhaus-Bewegung ist dies

weitreichend erforscht; die Bedeutung

des Rasters in der Kunst seit 1945

hingegen wurde noch nie im Überblick

dargestellt. Die Ausstellung schließt

diese Lücke und zeigt das Raster in

der Kunst am Beispiel von 50 Künstlern.

Doch zwischen dem gesteckten

Treiben, auf dem ich saß verlor ich

meinen sonnendeck-Auftrag völlig aus

den Augen. Umgeben von politischen

Statements, Pixeltieren, Liebesbekundungen,

Selbstverewigungen, fleischfressenden

Super-Mario-Blumen und

der Computerspielikone Pagman,

war ich in diese bunte Rasterwelt

abgedriftet. Die Farben, Formen und

freien Gestaltungsmöglichkeiten von

Ministeck ließen mich nicht mehr los.

Ich blendete alles um mich herum

aus, bis mein Blick an einem Karton

hängen blieb, der im Ministeck-Möbel

eingeschoben, auf seinen Entdecker

zu warten schien. Ich erspähte nach

und nach immer mehr Kartons, die

sich im Körperinneren des Rastplatzes

befanden. Neugierig öffnete

ich die Papierschachteln und machte

mich ans Lösen der darin verwahrten

Aufgaben, welche sich an unterschiedliche

Altersstufen richten und

jeweils auf ein Raster zurückgreifen.

18+ Kreuzworträtsel: Wer nicht in

ein bestimmtes Raster passt, ist (auf

unterschiedliche Art und Weise) …?

Gesucht wird ein Wort mit fünf

Buchstaben. A N D E R S ! Doch das

war nicht die letzte Spielerei

die mich an diesen

freudigen Ort der

Kindheitserinnerungen

fesselte. An einem iPad

konnte ein Raster-ABC

abgerufen werden, das

Informationen über die

Bedeutung des Rasters

für unseren Alltag, die

Kultur und die Natur

lieferte. Während ich

mich Raster-technisch

weiterbildete, überhörte

ich wohl den allbekannten

Museumsgong.

Aufgeschreckt durch

eine, wie mir schien, aus

dem Nichts kommende

Hand, die vor meinem

Gesicht hin und her

fuchtelte, wurde ich in

die Gegenwart zurückgeholt. Die

Hand gehörte zu der Aufsichtsperson

von Ebene 1 die mir mitteilte,

dass das Museum jetzt schließe.

Abrupt endete mein Rasterfahndung-

Ausstellungsbesuch. Um wenigstens

noch einen kurzen Blick auf einzelne

Werke zu erhaschen, wählte ich die

Treppe im hinteren Museumsbereich,

um zum Ausgang zu gelangen. Und

siehe da, es kreuzten zwei weitere

Ministeck-Rastplätze meinen Weg, für

deren Inspektion ich aber leider keine

Zeit mehr hatte. Mein Tipp: Wer

sich für die hochkarätige Ausstellung

Rasterfahndung interessiert, sollte

rechtzeitig den Rundgang durchs

Museum antreten, denn wer einmal

von der Magie des Ministeck–Sitzmöbels

gefangen ist, fällt unweigerlich

aus dem Raster eines konventionellen

Museumsbesuchs. Nila Weisser

BriSe – 17


ZENTRALE RANDLAGE MIT

BLICK AUF 1500 KUNSTWERKE

noch bis zum 16. september:

SURFACE: Die Poesie des Materials

18 – LanDGanG

Chun Kwang Young, Aggregation08-N044, 2008, Mischtechnik mit Maulbeerbaumpapier, 200 x 291 cm, © Chun Kwang Young

die sammlung alison & Peter W. Klein in Eberdingen-nussdorf

Es gibt sie also doch, die Kleinode

und Schätze direkt von unserer Nase,

direkt vor unserer Haustüre. Man

muss eben nur genau hinschauen und

nicht immer nur die altbekannten

und populären Kunsteinrichtungen

im Blick haben. Auch das Umland

hat einiges zu bieten und ist ebenso

in der Lage den Durst nach Kunst

und Kultur zu stillen. Die Gemeinde

Eberdingen, besser gesagt ihr Ortsteil

Nussdorf gehört zu diesen Durststillern.

Idyllisch gelegen, umgeben

von Mönchsheim und Ipfingen, fördert

Nussdorf einen Schatz zu Tage,

dem dieser Artikel gewidmet ist: Das

Museum Kunstwerk, die Sammlung

von Alison und Peter W. Klein.

Ehrlich gesagt ist der Weg zum

Kunstwerk nicht der einfachste, aber

dennoch einer der schönsten. Vorbei

an weidenden Ziegen und tuckernden

Traktoren fährt man auf abgelegenen

Landstraßen zur Sammlung Klein.

Zeitweilen könnten Gedanken aufkommen,

ob man Schilder oder gar

Ausfahrten verpasst hat, so ländlich

ist die Gegend. Und siehe da, kaum

ist die Ortseinfahrt Nussdorf passiert,

ist ein Wegweiser der Sammlung

zu sehen. Schon die Anfahrt ist

ungewöhnlich, führt sie doch durch

Wohngebiete um plötzlich vor einem

imposanten Gebäude zu enden, das

inmitten von Reihenhäusern liegt.

Irgendwie scheint das nicht zu passen

oder doch?

Für das Sammlerehepaar Klein soll

die zeitgenössische Kunst auch im

ländlichen Raum stattfinden und

für jedermann zugänglich sein. Die

Kombination von Landwirtschaft

und Kunst ist hier gewollt und bildet

einen interessanten Kontrast, dessen

Angebot in Nussdorf und Umgebung

gerne angenommen wird. Die

Bewohner sind stolz auf ihr Museum.

Das Experiment ist geglückt, der

Mut von Alison und Peter W. Klein

wurde belohnt. Die Kleins beweisen

jedoch nicht nur Unerschrockenheit

wenn es um scheinbar unüberbrückbare

Stadt-Land-Differenzen geht,

sondern auch in ihrer Sammlertätigkeit

überhaupt. Sie könnten es sich

einfach machen und ausschließlich

Ausstellungsansicht Surface: Installation Chun Kwang Young Martin Schäuble (3)

populäre Künstler und Werke sammeln,

sich mit Picassos, Warhols

oder Rauchs schmücken. Ihren

Fokus legen sie jedoch auf zeitgenössische

Kunst die noch entdeckt

werden will, mit den Schwerpunkten

Malerei und Fotografie. So geben sie

auch der hierzulande weithin unbekannten

Aborigine Kunst ein Forum

und sammeln schlichtweg alles, was

ihnen gefällt, unabhängig von Nationen,

Sprachen und Kulturen.

Ebenso wie den Besucher seine Entdeckerleidenschaft

zum Museum

Kunstwerk geführt hat, gleicht die

Sammlung einer Entdeckungsreise

mitten hinein in die aktuelle Kunstlandschaft.

Man spürt die emotionale

Bindung der Kleins zu ihrer Sammlung,

hier wurde mit Passion gesucht

und gefunden.

Auch die derzeit laufende Ausstellung

SURFACE: Die Poesie des Materials

verdeutlicht eindrucksvoll, warum

die Sammlung Klein den Vergleich

mit anderen Ausstellungshäusern

nicht zu scheuen braucht. Die Werke

von Anselm Kiefer, Chun Kwang

Young und Gotthard Graubner

treffen aufeinander und veranschaulichen

aufgrund einer wunderbaren

Hängung, Peter W. Kleins Maxime:

Die Vielfalt der Kunstwerke offensiv

miteinander in Dialog treten zu lassen.

Im Zentrum der Schau

stehen die Arbeiten des

Südkoreaners Chun, der

antiquarisches Maulbeerbaumpapier

nutzt um

unterschiedlich große,

p y r a m i d e n f ö r m i g e

Styroporelemente zu

verpacken und diese

dann zu einem Werk

zusammenfügt. Es entstehen

Raumillusionen,

die eine ungleichmäßige

und unruhige Anmutung

hervorrufen. Im

Kontrast dazu stehen

auf der einen Seite Graubners Werke,

dessen „Kissenbilder“ gänzlich auf

das Gegenständliche verzichten und

den autonomen Wert der Farbe und

des Lichtes aufgreifen. Auf der anderen

Seite spielt bei Anselm Kiefers

Arbeiten die körperliche Anwesenheit

des Materials eine große Rolle.

Kiefers Bilder erzählen deutsche

Geschichte und sind umgeben von

einer Aura, die in der Mythologie

fußt. Die sinnliche Wahrnehmung

der physischen Präsenz fördert hier

beim Betrachter individuelle Assoziationsprozesse.

Laura Matz

Gotthard Graubner:

Farbraumkörper, 1993

Acryl und Öl auf Leinwand

KunstWErK

sammlung

alison und Peter W. Klein

siemensstraße 40

71735 Eberdingen-nussdorf

Öffnungszeiten:

mittwoch, donnerstag, freitag

und sonntag von 11–17 h.

Eintritt frei

http://sammlung-klein.de

am 29. Juni 2012 eröffnet das

angrenzende museumscafe CaféK,

Öffnungszeiten: mittwoch

bis sonntag von 13 – 18 h.

LanDGanG – 19


WatchList LEnnart riEdEr

Lennart rieder im stellwerk

in Kassel, 13. – 20. Juli 2012

stellwerk im Kulturbahnhof

rainer-dierichs-Platz 1

34117 Kassel

20 – WatchLiSt

Die Gleichung Kassel + Kunst kommt

zweifelsohne meist zu dem Ergebnis:

documenta.

Auch dieses Jahr wird das kunstaffine

Publikum wieder zum Mekka der

Gegenwartskunst pilgern und dort

dicht an dicht gedrängt die zeitgenössische

Kunst und ihre Ansichten

sowie Ausdrucksformen absorbieren.

Dass dieser Aufsaugungsprozess

schon allein an der Fülle des

Angebots scheitern wird, ist ein ganz

anderes Kapitel.

Doch kehren wir zur Gleichung vom

Anfang zurück. Sie bedarf einer kleinen,

aber dringenden Korrektur:

Kassel + Kunst = Lennart Rieder.

Build & Destroy 3, 2012, 190 x 220 cm, Öl, Acryl und Sprühfarbe auf Leinwand

Aus den dunklen Tiefen seiner

Malereien wachsen neonfarbene

Äste, Stämme und Blätter empor.

Sie formieren sich langsam zu einem

giftgrünen Dickicht und befallen die

dunkle Grundierung. Als Betrachter

hat man das Gefühl als würde man

auf ein Röntgenbild oder durch eine

Wärmebildkamera blicken, rastlos auf

der Suche, nach jemand in dem leuchtenden

Gebüsch. Oftmals aber sind die

Bildwelten von Rieder unbewohnt, die

Natur allein darf in ihnen wohnen und

wirken. Um an anderer Stelle manchmal

wieder durch den Menschen in

Besitz genommen zu werden, mal klein

und unscheinbar in den Farbschwaden

verschwindend, mal groß und leuchtend

aus dem Gras wachsend.

Eine ähnliche Harmonie gilt auch

für Rieders Umgang mit der leuchtenden

Farbpalette, denn trotz der

fluoreszierenden und schrillen

Farben lassen sich in seinen Werken

auch stille Momente finden. Plötzlich

ist die neongrüne, undurchdringliche

Waldlandschaft verschwunden

und eine schummrige

Lichtung, mit zarter Bepflanzung

tritt an ihre Stelle.

Neben ihrer Leuchtkraft beeindrucken

Rieders Bilder vor allem

auch durch eine unterschiedliche

Auftragsweise der Farben. Es ist

schlichtweg unmöglich eine Einheit

in seinen Bildern ausfindig zu

machen. Präziser Pinselstrich lässt

sich ebenso finden, wie ein flüchtiger

Duktus oder eine pastose Farbschicht,

die förmlich auf die Leinwand

gespachtelt wurde und sie wie

ein Guss ummantelt.

Rieders Oeuvre ist

in jeder Hinsicht der

Vielfältigkeit und keineswegs

der Einfältigkeit

verschrieben.

Assoziationen wie

zeitgenössische Graffiti-Kunst

aber auch

altmeisterliches Stillleben

oder Landschaftsdarstellungen

machen

Rieders Diversität

eindrucksvoll deutlich.

Die Grenzen sind in

seinen Bildwelten fließend

und leuchten uns

hinaus aus dem Dunkel

des Eintönigen und

schon Dagewesenen.

Lennart Rieders Kunst ist erfrischend

neu und anders – sie gilt es

aufzusaugen! Laura Matz

Build & Destroy 2, 2012, 200 x 180 cm, Öl

Acryl und Sprühfarbe auf Leinwand

1986 in freiburg geboren

2007 – 2011 studium an der

Kunsthochschule Kassel

seit 2011 studium an der

sint-Lucasin gent, Belgien

institut franÇais 6. Juli – 3. august

www.institutfrancais.de/stuttgart

retour de Paris 79 & 80:

Böller und Brot (sigrun Köhler & Wiltrud Baier),

ragani haas

Zum letzten Mal in den Räumlichkeiten der Diemershaldenstrasse

werden sich bei der bald 30-jährige

Ausstellungsreihe „Retour de Paris“ zwei Positionen

Stuttgarter Künstlerinnen begegnen: das

Duo „Böller und Brot“ mit ihrem Projekt ZOOMS

– Filme in der Krise sowie Ragani Haas mit ihren

Performances und Objekten.

„Böller und Brot“ präsentieren 30 Zooms mittels Daumenkinos

aus Paris und der Welt. Scheinbar belanglose

Motive (die an weggeworfene Urlaubsfotos erinnern)

eröffnen dem Betrachter durch den bewegten Zoom

auf ein überraschendes Detail neue Perspektiven. Bei einem Zoom handelt sich um eine optische Leistung der

sogenannten Gummilinse, die vom bloßen menschlichen Auge nicht imitiert werden kann.

Seit 2000 arbeiten Sigrun Köhler und Wiltrud Baier als „Böller und Brot“ zusammen. Schwerpunkt der

gemeinsamen Arbeit ist der künstlerische Dokumentarfilm (Buch, Regie, Kamera, Schnitt). Mit Ihren

Filmen haben sie zahlreiche internationale Preise gewonnen, u.a. 2012 den Grimme Preis.

Ragani Haas studierte von 1990 bis 1995 Germanistik und Slavistik an der Universität Tübingen. Danach

absolvierte sie von 1995 bis 2001 ein Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste

Stuttgart, unter anderem bei Joan Jonas, deren Assistentin und Mitarbeiterin sie seit 1999 ist.

Die Ausstellungsreihe Retour de Paris hat Tradition im Institut français de Stuttgart. Seit 1986 Jahren

präsentieren Stipendiaten des Landes Baden-Württemberg nach ihrem Aufenthalt an der Cité internationale

des arts in Paris ihre Arbeiten im Institut. Zur Ausstellung erscheinen zwei Einzelkataloge.

Partner: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Diemershaldenstraße 11, Tel 239 25 18, Di – Do 10 – 13 h, 14 – 19 h, Fr 10 – 13 h, 14 – 17.30 h

GLanzLichter JULi / aUGUSt – 21

GLanzLichter JULi / aUGUSt


GLanzLichter JULi / aUGUSt

aBtart bis 11. august

powerflower – Blütenzauber in der zeitgenössischen Kunst

kuratiert von tilman und gabriele Osterwold

Die Ausstellung zeigt unter anderem Fotokunst von Bill Beckley,

H.-P. Feldmann, Thomas Florschuetz oder Wolfgang Tillmans,

sowie Lucia Simons. Installationen werden einen großen Teil der

Galerieräume einnehmen, wie die Blumentapete von John M.

Armleder, ein Wandrelief aus überdimensionalen Blumen von

Susanna Taras, die „Künstlerporträts“ von Tobias Rehberger

und die „Love Hearts“ von Mariella Mosler sowie ein „blühender

MINI“ von Stefan Rohrer. Im Studio 57A, neben der Galerie,

zeigen die Videokünstler Rachel Khedoori und Yves Netzhammer

gelebte, erträumte und traumatische Eindrücke und

Assoziationen zur metaphorischen Blumenwelt. Marc Quinns

realistisch gemalte Orchideen, die „Blauen Blumen“ von David

Salle und das „Dschungelbild“ von Kenny Scharf, sowie Robert

Longos schwarze „Ophelia“ dokumentieren spannende, malerische

Konzepte zum Thema. Marc Alexanders schwarz gemalte

Sonnenblumen beziehen sich auf Van Goghs berühmten Zyklus,

Elaine Sturtevants schwarz-weiß-blaue Version der „Flowers“

nimmt Bezug auf Andy Warhol. Darüber hinaus gibt es viel

Neues aus dem spannenden Fundus junger Kunst zu entdecken.

Rembrandtstr. 18, Stuttgart, 0711 / 63 34 30 20, Di – Fr 14 – 19 h, Sa 10 – 13 h

schmucKmusEum PfOrZhEim im rEuchLinhaus bis 30. september

www.abtart.com

www.schmuckmuseum.de

Weltsprache Ornament – streng gezackt und

schön verschnörkelt

Ornamentale Gestaltungsformen gehören zu den

frühesten Zeichen menschlichen Kulturschaffens.

Angefangen mit einfachen Ritzungen auf Fundstücken,

über in sich verschlungene Linien bis

hin zu barockem Überschwang sind Ornamente

auch im Schmuck zu finden. Sie sind ein welt- und

kulturenüberspannendes Phänomen, an dem sich

bei aller Verschiedenartigkeit ähnliche Muster

entdecken lassen. Die Ausstellung zeigt die Vielfalt

ornamentaler Ausdrucksformen im Schmuck

aus dem abendländisch-europäischen Raum bis

zum Formenreichtum im Orient. Es werden die

verbindenden Elemente der Ornamentik untersucht,

die in allen Kulturen und Epochen auftauchen

und sich zu einer »Weltsprache Ornament«

zusammenfügen. Die Schau ist der Ausstellungsbeitrag

vom Schmuckmuseum zum Festival »Mix

versteh’n« des Kulturamtes der Stadt Pforzheim. Das Ornament ist ab Dezember und Januar Anlass für

zwei weitere Ausstellungen in Pforzheim. Sie richten den Fokus auf das Ornament in Kunst und Design.

Der Kunstverein Pforzheim zeigt »Ornamentale Strukturen«, und die Pforzheim Galerie widmet dem

Thema eine Schau in der Reihe Design-Positionen.

Jahnstraße 42, Pforzheim, 0 72 31 / 39 21 26, Di – So 10 – 17 h

Stefan Rohrer, Miniatus Floridus, 2012

Brosche dorico, Tamara Grüner, Pforzheim 2001, Foto Petra Jaschke

22 – GLanzLichter JULi / aUGUSt GLanzLichter JULi / aUGUSt – 23

Lynda Benglis, POTENT LIMIT 2011 Courtesy

of Melissa Christy/Walla Walla Foundry

Uta Zaumseil, Leipzig, 2008 © VG Bild-Kunst, Bonn 2012

Otto Mueller, Badende Mädchen (Moritzburger Seen),

um 1912, © LehmbruckMuseum Duisburg

Kunststiftung Erich hausEr 21. Juli – 26. august

Lynda Benglis · Erich-hauser-Preisträgerin 2012

www.erichhauser.de

Lynda Benglis, geb. 1941 in Lake Charles, Louisiana, erhält in diesem

Jahr den Erich-Hauser-Preis. Nach Ugo Dossi (2008) und Richard Jackson

(2010) wird nun zum dritten Mal der Preis vergeben. In der amerikanischen

Tradition des abstrakten Expressionismus, des Post-Minimalismus

und der Concept Art stehend, zählt Lynda Benglis mit ihren

sinnlich-körperhaft wirkenden, oftmals auch provokativ formulierten

Skulpturen und Installation zu den bekanntesten Vertreterinnen der

Gegenwartskunst. Immer findet in ihren Arbeiten, die sich zwischen

Malerei und Skulptur bewegen, eine Verschmelzung von Natürlichem

und Artifiziellem statt. Im rahmen der Ausstellung werden Videoarbeiten

aus den 70er Jahren, Skulpturen und Zeichnungen zu sehen sein.

Saline 36, Rottweil, Tel 0741 / 280 01 80. Mi, Do 9 – 13 h, 14 – 17 h

an jedem letzten Sonntag im Monat 11 – 17 h u.n.V.

städtischE gaLEriE BiEtighEim BissingEn 21. Juli - 2. september

mangelnde gewinnerzielungsabsicht

uta Zaumseil und Peter mell

www.bietigheim-bissingen.de

Uta Zaumseil (*1962) wurde bereits zwei Mal bei dem internationalen

Grafikwettbewerb „Linolschnitt heute“ ausgezeichnet, den

die Stadt Bietigheim-Bissingen alle drei Jahre auslobt. Nun zeigt

sie gemeinsam mit ihrem Lebenspartner, dem Maler Peter Mell

(*1939), ihre außergewöhnlichen Linol- und Holzschnitte. Ihre

auf zartes Japanpapier im Handabzug gedruckten Werke – meist

Unikate in großen Formaten – überzeugen durch ihre differenzierte Farbigkeit in subtilen Abstufungen und

ihre sinnlich-malerische Wirkung, die im Verfahren des Hochdrucks einzigartig ist. Häufig beruhen ihre

Figuren- und Landschaftsdarstellungen auf eigenen fotografischen Vorlagen und hier treffen sich die Bildinteressen

der beiden Künstler. Peter Mell, dessen Werk durch eine ungewöhnliche Vielseitigkeit gekennzeichnet

ist, dienen Fotografien ebenfalls als Inspiration und nicht zuletzt als Arbeitsgrundlage für Übermalungen.

Daneben präsentiert er Beispiele seiner gänzlich ungegenständlichen, meist flächigen Malerei.

Hauptstraße 60 – 64, Bietigheim-Bissingen, Tel 07142 / 744 83

Di, Mi, Fr 14 – 18 h, Do 14 – 20 h, Sa, So, Ft 11 – 18 h

KunsthaLLE VOgELmann 21. Juli – 28. Oktober

Otto mueller (1874 – 1930)

www.museen-heilbronn.de

Der Maler, Zeichner und Druckgraphiker Otto Mueller war von 1910

bis 1913 Mitglied in der „Künstlergruppe Brücke“. Er war älter als seine

Kollegen und absolvierte vor seinem Kunststudium an der Dresdner

Akademie eine Lehre als Lithograph. Seine Kunst ist zunächst dem

Naturalismus und Symbolismus verpflichtet und nähert sich nach der

expressionistischen Phase der Neuen Sachlichkeit an. Daher zeichnet

Otto Mueller im Vergleich mit den Künstler-Kollegen der „Bücke“

eine Zurückhaltung auf Farbgebung, Stil und Figurenauffassung aus.

Sein ausschließliches Thema ist die harmonisch-friedliche Beziehung

von Mensch und Natur: „Hauptziel meines Strebens ist, mit größtmöglicher Einfachheit Empfindung von Landschaft

und Mensch auszudrücken.“ Die Orientierung an der altägyptischen Kunst und ein exotischer Menschentyp

verleihen seinen Werken eine archaische Wirkung, die durch einen flächigen Farbauftrag verstärkt wird. Otto

Mueller wurde bislang im Südwesten noch nicht mit einer Einzelausstellung gewürdigt. Die Ausstellung zeigt

insgesamt ca. 120 Arbeiten aus den Jahren 1902-1929, darunter Gouachen, Aquarelle, Farbkreide-Zeichnungen,

Malbriefe, Lithographien, Holzschnitte sowie ausgewählte Gemälde aus öffentlichem und privatem Besitz

Allee 28, Heilbronn, Tel 0 71 31 / 56 44 20, Kunsthalle: Di-So, Ft 11 – 17 h, Gruppen und Schulklassen n.V. ab 10 h

GLanzLichter JULi / aUGUSt


stuttgart Juli / august

aBtart

bis 11. august u3, u5, u6, u8 möhringen

powerFlower – Blütenzauber in der

zeitgenössischen Kunst · Gruppenausstellung

Siehe Glanzlicht.

Rembrandtstr. 18, Tel 63 34 30 20

Di – Fr14 – 19 h Sa 10 – 13 h u.n.V.

www.abtart.com

aKadEmiE schLOss sOLitudE

bis 29. Juli solitude

Veer · Ellie Abrons, Adam Fure, Ashley Fure

Monday Morning · David Brynjar Franzson

(ex) tensions · Marianthi Papalexandri-

Alexandri

Solitude 3, Tel 996 19 -0, Di – Do 10 – 12 h

und 14 – 17.30 h, Fr 10 – 12 h und 14 – 16 h

Sa – So 12 – 17 h, www.akademie-solitude.de

BBK WÜrttEmBErgs e.V.

bis 8. Juli u15 Eugensplatz

Falter, Wälder · Sabine Sulz

Eugenstr. 17, Tel 838 59 93, Sa. 14 – 18 h So. 11 – 16 h

www.bbk-wuerttemberg.de

gEdOK gaLEriE

05. Juli, 20 h russische Kirche

Privates Glück und öffentlicher Segen

Vortrag von Gerda Ridler, UKB: 5,–/2,50 €

Hölderlinstraße 17, Tel 29 78 12

www.gedok-stuttgart.de

ifa- gaLEriE

20. Juli – 23. september charlottenplatz

Solo für … Dan und Lia Perjovschi

Präsentiert werden Zeichnungen und Rauminstallationen

des renommierten rumänischen Künstlerpaares

Lia und Dan Perjovschi.

Charlottenplatz 17, Tel 222 51 73

Di, Mi, Fr, Sa, So 12 – 18 h Do 12 – 20 h

www.ifa.de

institut franÇais

6.Juli – 3.august Eugensplatz

Retour de Paris 79 & 80 · Böller und Brot

(Sigrun Köhler & Wiltrud Baier), Ragani Haas

Siehe Glanzlicht.

Diemershaldenstraße 11, Tel 239 25 18

Di – Do 10 – 13 h, 14 – 19 h, Fr 10 – 13 h, 14 – 17.30 h

www.institutfrancais.de/stuttgart

24 – KOMPaSS

KunstaKadEmiE stuttgart

11. - 20.Juli

Diplomausstellung Kunst im Kunstbezirk

Kunstbezirk Galerie im Gustav-Siegle-Haus

Leonhardsplatz 28, 70182 Stuttgart

www.abk-stuttgart.de

13. - 16.Juli Killesberg

Rundgang und Sommerausstellung der Kunstakademie

Stuttgart 2012

Ausstellungseröffnung am Freitag, 13. Juli

ab 22 Uhr Party in den Wagenhallen Stuttgart.

Am Weißenhof 1, Tel 28 44 00

Fr 16 – 23 h, Sa-Mo 12 – 20 h

www.abk-stuttgart.de

KunstmusEum stuttgart

bis 7. Oktober u5, u6, u7 schlossplatz

RASTERFAHNDUNG.

Das Raster in der Kunst nach 1945

Gruppenausstellung

bis 7. Oktober

Sammlung Rudolf und Bertha Frank

7. Juli – 7. Oktober

Flüchtiges Beben. Epizentrum für

Psychomotorik / Performance / Interaktion

(EPSY) · Georg Winter

Am 6. Juli wird Georg Winter der Hans-Molfenter-

Preis 2011 im Kunstmuseum verliehen. Anlässlich

dieser Ehrung ist das Werk von Winter erstmals

in einer umfangreichen musealen Präsentation

in seiner Heimatstadt zu sehen. Er nimmt eine

eigenständige, international bedeutende Position

innerhalb der Performancekunst ein. Seine subtile

Erweiterung und Umdeutung des Begriffs der

sozialen Plastik führte ihn zu zahlreichen interaktiven

und kooperativen Aktionen.

Kleiner Schlossplatz 1, Tel 216 21 88

Di – So 10 – 18 h, Mi, Fr 10 – 21 h

www.kunstmuseum-stuttgart.de

LindEnmusEum

bis 10. Oktober Bus 40, 42 hegelplatz

Maori – Die ersten Bewohner Neuseelands

Hegelplatz 1, Tel 202 23, Di – So 10 – 17 h, Mi 10 – 20 h

www.lindenmuseum.de

OBErWELt e.V.

20. Juli – 3. august schwabstraße

From Institution to cave - Der Evolutionsrat

dreht am Evolutionsrad · Marco Schmitt

Reinsburgstr. 93, Tel 65 00 67

Mo 21.30 – 24 h u.n.V.

www.oberwelt.de

ParrOtta cOntEmPOrarY art

bis 4. august

schwabstraße

Greater rooms of truth · Gregor Gaida

cut and go · Tim Stapel

Lucky stars! Growing influences and more

independence· Simone Westerwinter

Augustenstraße 87 – 89, Tel 69 94 79 10

Di – Fr 11 – 18 h, Sa 11 – 16 h u.n.V.

www.parrotta.de

staatsgaLEriE stuttgart

bis 30. september u1, u2, u9, staatsgalerie

To the Museum of Modern Dreams – Künstlerpositionen

der 1960er- bis 1980er-Jahre

21. Juli – 11. november

It’s John. John Cage. Zum 100. Geburtstag

John Cage, eine der herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten

im 20. Jahrhundert, ist es gelungen, die

Grenzen zwischen Bildender Kunst, Musik und Tanz

zu überwinden und Kunst zu leben. Die Kabinett-

Ausstellung würdigt den Künstler anlässlich seines

100. Geburtstags sowie des 20. Todestags mit Werken

aus dem Bestand der Staatsgalerie - besonders aus der

Graphischen Sammlung und dem Archiv Sohm.

Konrad-Adenauer-Straße 30 – 32, Tel 47 04 00

Mi, Fr – So 10 – 18 h, Di, Do 10 – 20 h

www.staatsgalerie.de

stadtBiBLiOthEK am maiLändEr PLatZ

bis 25. august galerie b

The internet, let me show you it

Olia Lialina, Dragan Espenschied

Mailänder Platz 1, Tel 216-9 65 26

Mo – Fr 9 – 21 h

www.stuttgart.de/stadtbibliothek/Galerie_b

strZELsKi gaLEriE

bis 29. Juli rotebühlplatz (stadtmitte)

Layer Players · Tino Geiß, Wonkun Jun, Uwe

Schäfer, Martin Bruno Schmid, Peter Lamb

Den fünf Künstlern, der Ausstellung Layer Players

ist es auf unterschiedlichste Weise gelungen das

substantielle auf der Oberfläche erscheinen zu

lassen. Nicht das scheinbar verlustbringende

der Oberfläche steht im Vordergrund, sondern

das, was sie primär ist: ein ästhetisches

Phänomen, das von Inhalten nicht ablenkt

oder sie schmückt, sondern sie überhaupt erst

prägt und ihr sinnliche Dimension verleiht.

Rotebühlplatz 30, Tel 601 48 18

Di – Fr 11 – 19 h. Sa 11 – 16 h u.n.V.

www.strzelski.de


egion Juli / august

gaLEriE dEr stadt aLBstadt

bis 12. august

junger Kunstraum – Otto Dix und die Kinder

bis 2. september

SPIEGELBILDER | LICHTREFLEXE

Christian Landenberger 1862 – 1927

Adolf Luther 1912 – 1990

bis 2013

Otto Dix – Dirnen, Weiber und Madonnen.

Frauenbilder zwischen Apotheose

und Wirklichkeit

Kirchengraben 11, Albstadt, Tel 0 74 31 / 160-14 91

Di – Sa 14 – 17 h, So, Ft 11 – 17 h

www.galerie-albstadt.de

gaLEriE dEr stadt BacKnang

bis 19. august

Walk and Dissolve · Geert Goiris

Auf seinen Reisen, die ihn oft an die Ränder der

Zivilisation führen, findet Geert Goiris Motive,

die sich nicht in der Schilderung sublimer Naturzustände

erschöpfen, sondern stets auch irritierende

Details miteinbeziehen.

Stiftshof 2, Tel 0 71 91 / 34 07 00

Di – Do 17 – 19 h, Fr, Sa 17 – 20 h, So 14 – 19 h

www.galerie-der-stadt-backnang.de

städtischE gaLEriE BiEtighEim-BissingEn

bis 8. Juli

Hereinspaziert!

Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse

Gruppenausstellung

21. Juli – 2. september

Mangelnde Gewinnerzielungsabsicht

Uta Zaumseil und Peter Mell

Siehe Glanzlicht.

Hauptstraße 60 – 64, Bietigheim – Bissingen

Tel 0 71 42 / 744 83, Di, Mi, Fr 14 – 18 h

Do 14 – 20 h, Sa, So, Ft 11 – 18 h

www.bietigheim-bissingen.de

musEum BiEdErmann dOnauEschingEn

8. Juli - 16. september

Premio Fondazione VAF: Aktuelle Positionen

italienischer Kunst · Gruppenausstellung

Eine Ausstellung junger italienischer Künstler in

Zusammenarbeit mit der VAF-Stiftung.

Fotografie, Malerei, Zeichnung, Skulptur sowie

neue Medien.

Museumsweg 1, Donaueschingen

Tel 07 71 / 896 68 90, Di–So 11 – 17h

www.museum-biedermann.de

26 – KOMPaSS reGiOn

KunstWErK sammLung KLEin nussdOrf

bis 16. september

SURFACE: DIE POSIE DES MATERIALS

Chun Kwang Young, Gotthard Graubner,

Anselm Kiefer

Siemensstraße 40, Eberdingen-Nussdorf

Tel 0 70 42 / 376 95 66, Mi, Do, Fr, So 11 – 17 h

www.sammlung-klein.de

ViLLa mErKEL, EssLingEn

8. Juli – 2. september

White City · Tobias Putrih

Di 11 – 20 h, Mi – So 11 – 18 h

BahnWärtErhaus, EssLingEn

bis 8. Juli

Saatgut – Emblements – Gran · Ines Wuttke

Di – Fr 15 – 18 h, Sa, So 11 – 18 h

Galerien der Stadt Esslingen, Pulverwiesen 25

Tel 35 12 26 40

www.villa-merkel.de,

gaLEriE dEr stadt fELLBach

bis 8. Juli

Erich Lessing

Europa nach dem Krieg 1950 – 1960 Fotografie

Marktplatz 4, Fellbach, Tel 585 14 17

Di – Fr 16 – 19 h, Sa, So 14 – 18 h

www.fellbach.de

städtischE gaLEriE fiLdErstadt

1.Juli - 29.Juli

farb-räume, raum-farben · Crista Gipser

Musik-Performance: Günther Reger

Die Malerin Christ Gipser verarbeitet unter anderem

Eindrücke von der Halbinsel Höri/Bodensee

in ihrer reduzierten Formen-und Farbensprache.

Bonländer Hauptstraße 32/1, Filderstadt

Tel 77 66 01, Do 11 – 12.30

Fr, Sa, 15 –18 h, So 11 – 17 h

www.staedtische-galerie-filderstadt.de

KOngrEssZEntrum frEudEnstadt

1. - 15 Juli

Dresscode · Brigitte Groth Malerei

Kur- und Kongresszentrum Freudenstadt

Lauterbadstraße 5, Freudenstadt

KunsthaLLE gÖPPingEn

bis 2. september

Kyungwoo Chun Performance, Fotografie

15.Juli - 2.september

Dichtung ist Verdichtung

Annie Zadek und Markus F. Strieder

Marstallstraße 55, Göppingen

Tel 0 71 61 / 65 07 77

Di – Fr 13 – 19 h, Sa, So u. Ft 11 – 19 h

www.kunsthalle-goeppingen.de

KunsthaLLE gÖPPingEn

bis 9. september

Molas. Textile Körperbilder der Kuna

Farbenfrohe Textilkunst der Frauen der Kuna

Indianer. Eine Ausstellung der Kunsthalle Göppingen,

auf Schloss Filseck, Uhingen

0 71 61 / 65 07 77, Di – So und Ft 14 – 17 h

städtischE musEEn hEiLBrOnn

21.Juli - 28.Oktober

Otto Mueller (1874 – 1930) Siehe Glanzlicht.

Kunsthalle Vogelmann, Allee 28, Tel

0 71 31 / 56 44 20, Di – So, Ft 11 – 17 h, Gruppen und

Schulklassen n. V. ab 10 h www.museen-heilbronn.de

BadischEr KunstVErEin KarLsruhE

6.Juli – 9.september

„Weibliche“ und „männliche“ Körpersprache

als Folge patriarchalischer Machtverhältnisse

Marianne Wex

6.Juli – 9.september

eine von euch · Tanja Widmann (Lichthof)

6.Juli – 9.september

The Infinite Library · Daniel Gustav Cramer

und Haris Epaminonda (Waldstraßensaal)

Waldstraße 3, Karlsruhe, Tel 07 21 / 2 82 26

Di – Fr 11 – 19 h, Sa, So,Ft 11 – 17 h

www.badischer-kunstverein.de

fErEnBaLm-gurBrÜ statiOn

bis 7. september

A los que les gustan las flores

Agustín González, Christof Kohlhöfer

Nicolas Pontow, Urs Stadelmann

Fortsetzung der Ausstellungsreihe‚ Galerie zu

Gast bei Karlsruher IT-Unternehmen: Malereien,

Zeichnungen und Druckgrafiken aus drei Kontinenten

im Stil von Pop-Art, Neo-Expressionismus

und eigenwilliger Figuration.

Waldstr. 41 – 43, Karlsruhe, Tel 07 21 / 62 71 40 00

Mo – Fr 10 – 17 h, um Voranmeldung wird gebeten

www.ferenbalm-gurbruestation.de

KunstaKadEmiE KarLsruhE

12.-15. Juli

Sommerausstellung / Offene Ateliers · Alle

Studierenden aus Karlsruhe und Freiburg

Zur Sommerausstellung 2012 werden die Klassenräume

der Staatlichen Akademie der Bildenden

Künste wieder zu Ausstellungsräumen, in denen

die Studierenden aus Karlsruhe und der Außenstelle

in Freiburg Einblicke in ihre Arbeit geben.

Reinhold-Frank-Str. 81/83, Bildhauergarten

Bismarckstr. 67, Schloss Scheibenhardt

0721/926 52 05, Do, Fr, Sa, 9 – 22 h, So 9 – 17 h

und in Schloss Scheibenhardt So bis 24 Uhr

www.kunstakademie-karlsruhe.de

städtischE gaLEriE KarLsruhE

7. Juli – 7. Oktober

TOP 12 Meisterschüler der Staatlichen Akademie

der Bildenden Künste Karlsruhe

Lorenzstraße 27, Karlsuhe, Tel 07 21 / 133 44 44

Mi – Fr 10 – 18 h, Sa,So 11 – 18 h

www.staedtische-galerie.de

ZKm | KarLsruhE

bis 19. august ZKm | foyer

Dieter Meier

Works 1969 – 2011 and the YELLO Years

bis 15. Juli ZKm | museum für neue Kunst

Sensor. Zeitraum für junge Positionen

04_Asta Gröting

bis 9. september

Franz Erhardt Walther

bis 12. august

the name is BURROUGHS – Expanded Media

Lorenzstr. 19, Karlsruhe

Tel 07 21/81 00 12 00

Mi – Fr 10 – 18 h, Sa, So 11 – 18 h

www.zkm.de

städtischE gaLEriE im KOrnhaus

KirchhEim tEcK

bis 8. Juli

Fachwerkausstellung

Max-Eyth-Straße 18, Kirchheim Teck

Tel 0 70 21 / 97 30 32, Di 14 – 17 h, Mi – Fr 10 – 12 h

und 14 – 17 h, Sa, So, Ft 11 – 17 h

www.vhskulturring.de

städtischEs musEum LudWigsBurg

bis 30. september

BLÜTE-ZEIT · Loredana Nemes Fotografien

Wilhelmstr. 9/1 (Kulturzentrum), Ludwigsburg

Tel 0 71 41 / 910 -22 90, Mi 11 – 18 h, Do – So 11 – 16 h

www.ludwigsburgmuseum.de

KunstVErEin nEuhausEn e.V.

bis 29. Juli

Perpetual Motion · Rainer Ganahl

Ein multidisziplinäres Ausstellungsprojekt.

Rupert-Mayer Str. 68, Neuhausen/Fildern

Tel 01 72 / 545 13 45, Sa, So 14 – 18 h

www.kvnneuhausen.wordpress.com

EdWin scharff musEum. KunstmusEum.

KindErmusEum. ErLEBnisräumE

bis 29. Juli

Edwin Scharff: Zeitlebens Zeichner

Anlässlich des 125. Geburtstags von Edwin Scharff

bis 29. Juli

Martin Weimar: Gesellschaftsgarten

Pflanzeninstallationen – Fotografie – Spurensuche >

KOMPaSS reGiOn – 27


EdWin scharff musEum. KunstmusEum.

KindErmusEum. ErLEBnisräumE

bis 9. september

Erzähl mir was vom Tod Eine interaktive Ausstellung

über das Davor und Danach. Eine Ausstellung

des Kindermuseums im FEZ-Berlin und der

Franckeschen Stiftungen Halle in Kooperation

mit dem Edwin Scharff Museum

Petrusplatz 4, Neu-Ulm, Tel 07 31 / 972 61 80

Di, Mi 13 – 17 h, Do – Sa, 13 – 18 h, So 10 – 18 h

Sonderöffnungszeiten an Mariä Himmelfahrt

15. August 10 – 18 h

www.edwinscharffmuseum.de

frEiE KunstaKadEmiE

nÜrtingEn und fELLBach

20 – 22. Juli

Rundgang 2012

Standort Fellbach (FKF), KunstWerk, Schorndorfer

Strasse 33, 70736 Fellbach

Standort Nürtingen (FKN), Melchiorareal, Neckarstr.

13, 72622 Nürtingen, Tel 0 70 22 / 533 00

www.f kbw.de

KunstVErEin nÜrtingEn

bis 1. Juli

„flüchtige Anwesenheiten“ · Anja Luithle

Abschlussausstellung der Atelierstipendiatin.

Kinetische Objekte, Druckgrafik

Mühlstraße 16, Nürtingen, Tel 0 70 22 / 412 47

Do 17 – 20 h, So 11 – 17 h u.n.V.

www.kunstverein-nuertingen.de

schauraum PrOVisOrium nÜrtingEn

bis 12. Juli

Seitenbewegung · Katja Pudor Raumzeichnung

Heiligkreuzstraße 4, Souterrain K3N, Nürtingen

Tel 0 70 22 / 20 80 90, Di, Do 21 – 23 h u.n.V.

www.provisorium-nt.de

städtischE gaLEriE OstfiLdErn

15. Juli – 25. september

raum 3 – natur für alle · Rüdiger Penzkofer und

Rainer Schall Skulpturen und Malerei

Gerhard-Koch-Straße 1, Ostfildern, Tel 340 41 03

Mo, Di, So 15 – 18 h, Do 15 – 20 h, Fr 10 – 13 h u.n.V.

www.ostfildern.de

schmucKmusEum PfOrZhEim

bis 30. september

Weltsprache Ornament – streng gezackt und

schön verschnörkelt Siehe Glanzlicht.

Jahnstraße 42, Pforzheim, Tel 0 72 31 / 39 21 26

Di – So, Ft 10 – 17 h

www.schmuckmuseum.de

28 – KOMPaSS reGiOn

städtischE gaLEriE rEutLingEn

bis 15. Juli

entschieden indirekt

Die XYLON Deutschland und ihre Gäste

Eberhardstr. 14, Tel 0 71 21 / 303 23 22

Di – Sa 11 – 17 h Do 11 – 19 h, So, Ft 11 – 18 h

www.reutlingen.de

städtischEs KunstmusEum rEutLingEn

bis 15. Juli

entschieden indirekt

Die XYLON Deutschland und ihre Gäste

Hochdruck-Arbeiten

21. Juli – 30. september

Schichtwechsel · Martin Noël

Es werden neben Holzschnitten auch Zeichnungen,

Reliefs sowie großformatige Malerei gezeigt. Noëls

Experimentierfreudigkeit, seine immerwährende

intensive Suche und präzise Auseinandersetzung

mit den für ihn zentralen Themen, mit der Farbe

und mit der Oberflächenbeschaffenheit unterschiedlichster

Materialien, werden in der Ausstellung

besonders eindrucksvoll erfahrbar.

Spendhausstraße 4 , Tel 0 71 21 / 303 23 22

Di – Sa 11 – 17 h, Do 11 – 19 h, So, Ft 11 – 18 h

www.reutlingen.de/kunstmuseum

KunstVErEin rEutLingEn

bis 5. august

Formation · Markus Strieder

Stahlplastik und Zeichnung

Eberhardstr. 14, Reutlingen

0 71 21 / 33 84 01, Mi – Fr 14 – 18 h, Sa, So, Ft 11 – 17 h

www.kunstverein-reutlingen.de

tEchnOLOgiEParK tÜBingEn-rEutLingEn

bis 20. Juli

Erwin Holl – Bilder

Gerhard-Kindler-Straße 6, Reutlingen

Tel 0 71 21 / 90 97 99 -0, Mo – Fr 9 – 16 h

www.ttr-gmbh.de

Kunststiftung Erich hausEr

bis 2. september

Ausstellung Erich Hauser Skulpturen

21. Juli bis 26. august

Lynda Benglis – Erich-Hauser-Preisträgerin 2012

Siehe Glanzlicht.

Saline 36, Rottweil, Tel 07 41 / 280 01 80

www.erichhauser.de

schauWErK sindELfingEn

bis 13. Januar 2013

NOT VITAL – Werke 1989 – 2011

>

ständig

lichtempfindlich – Zeitgenössische Fotografie

aus der Sammlung Schaufler

Eschenbrünnlestraße 15/1, Sindelfingen

Tel 0 70 31 / 932-49 00, Sa, So 11 – 17 h

öffentliche Führungen Di, Do 15 – 16.30 h

www.schauwerk-sindelfingen.de

gaLEriEn fÜr Kunst und tEchniK

10. Juli – 23. september

Aktuelle Positionen der Lichtkunst

Gruppenausstellung

Die Sommerausstellung 2012 thematisiert Lichtkunst

aus aktuellen Blickwinkeln.

Arnoldstr.1, Schorndorf, Tel 0 71 81 / 99 27 940

Di – Sa 10 – 12 h und 14 – 17 h, So, Ft 10 – 17 h

www.kunstverein-schorndorf.de

smudaJEschEcK gaLEriE

18. Juli – 13. september

A Portrait of Thinking · Marianne Hollenstein

Installation

werkraum, Rabengasse 16, Ulm, Tel 07 31 / 934 07 92

Di, Do, Fr 14 – 18 h, Mi 11 – 18 h, Sa 11 – 15 h

www.smudajescheck.com

bis 28. Juli

derart 1 – Wortobjekte · Dietmar H. Herzog

Südwest Presse Galerie, Olgastr. 129 Ulm

Tel 07 31 – 934 07 92, Fr 16 – 19 h, Sa 11 – 14 h

uLmEr musEum

bis 27. Januar 2013

Studio Archäologie: Brennt wie Zunder. Der Zunderschwamm

von der Steinzeit bis in die Neuzeit

Marktplatz 9, Ulm, Tel 0 7 31 / 161 -0

Di – So 11 – 17 h, Do 11 – 20 h

www.ulmer-museum.ulm.de

gaLEriE stihL WaiBLingEn

bis 9. september

Samurai, Bühnenstars und schöne Frauen.

Japanische Farbholzschnitte von Kunisada und

Kuniyoshi Siehe Glanzlicht.

Weingärtner Vorstadt 12, Waiblingen,

0 71 51 / 500 16 66, Di – So 11 – 18 h, Do 11 – 20 h

www.galerie-stihl-waiblingen.de

musEum rittEr

bis 30. september

Kunst mit Schokolade · Gruppenausstellung

Alfred-Ritter-Str. 27, Waldenbuch 0 71 57 / 53 51 10

Di – So 11 – 18 h, www.museum-ritter.de

gaLEriE dEr stadt WEndLingEn

bis 22. Juli

Freizeitkunst trifft Schulkunst

FreizeitkünstlerInnen und SchülerInnen der

Anne Frank Schule, Wendlingen

Weberstr. 2, Wendlingen, Mi – Sa 15 – 18 h, So, Ft 11 – 18 h

www.galerie-wendlingen.de


Vernissagen Juli / august

1. 7. 11.15 h Städtische Galerie Filderstadt Crista Gipser

5. 7. 19.30 h Institut Français Stuttgart Sigrun Köhler & Wiltrud Baier

20.00 h Gedok Galerie, Stuttgart Vortrag von Gerda Riedler

6. 7. 19.00 h Kunstmuseum Stuttgart Georg Winter

8. 7. 11.00 h Museum Biedermann, Donaueschingen Gruppenausstellung

11.00 h Villa Merkel, Esslingen Tobias Putrih

9. 7. 20.00 h Galerien für Kunst und Technik, Schorndorf Guppenausstellung

10. 7. 19.00 h Kunstbezirk Galerie, Stuttgart Diplomausstellung

11. 7. 19.00 h Staatl. Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe Sommerausstellung

13. 7. 16.00 h Staatl. Akademie der Bildenden Künste Stuttgart Sommerausstellung

15. 7. 11.15 h Städtische Galerie Ostfildern Rüdiger Penzkofer, Rainer Schall

18.00 h Kunsthalle Göppingen Annie Zadek, Markus F. Strieder

18. 7. 19.00 h SMUDAJESCHECK Galerie, Ulm Marianne Hollenstein

19. 7. 19.00 h ifa-Galerie Stuttgart Dan und Lia Perjovschi

2 0 . 7. 19.00 h Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen Uta Zaumseil, Peter Mell

19.00 h Städtisches Kunstmuseum Spendhaus Reutlingen Martin Noël

19.00 h Kunsthalle Vogelmann, Heilbronn Otto Mueller

19.00 h Oberwelt e.V., Stuttgart Marco Schmitt

19.30 h Frei Kunstakademie Fellbach/Nürtingen Rundgang

21. 7. 19.00 h Kunststiftung Erich Hauser (Werkstathallen), Rottweil Lynda Benglis

impressum Sonnendeck

schwerpunktthema im september: der andere Blick auf die documenta 13

herausgeber mario strzelski (V.i.s.d.P.) redaktionsadresse rotebühlplatz 30, 70173 stuttgart, tel: 0711 / 601 48 18, fax: 0711 / 248 69 60

redaktion@sonnendeck-stuttgart.de auflage 10.000 Exemplare Grafik-Design müller steeneck, stuttgart redaktion hansjörg fröhlich

mario strzelski, sebastian Borkhardt, arnika fürgut Mitarbeit Laura matz, nila Weisser

Druck saxoprint auslegeorte Stuttgart abseits, akademie der Bildenden Künste, artary, atelier am Bollwerk, auszeit, Buchhandlung

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titel: Tyrannosaurus Rex, 31. mai 2006 © Elapied at fr.wikipedia

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