St. Pöltner Stadtexpress November 2019

stp.stadtexpress
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Naturfreunde

in der Blattmitte

kritisch.

meinungsbildend.

auflagenstark.

Österreichische Post AG / Postentgelt bar bezahlt

Verlagsort:3100 St. Pölten

RM 13A039750 K

nr. 680 november 2019

Kulturhauptstadt ohne Etikett

Die Aufbruchsstimmung der Bewerbungsphase

wird weitergeführt. St. Pölten hat es sich verdient.

Foto: Konstantin Taufner Mikulitsch

Grünraum

Mit dem ehemaligen Truppenübungsplatz

in Völtendorf hat die Stadt eine

Fläche von 200 Fußballfeldern nun

endgültig erworben. Diese wird Bürgermeister

Stadler langfristig als Naherholungsgebiet

im Süd-Westen für

viele Generationen sichern.

Parkraum

Mit einem Schulterschluss zwischen Diözese

und Stadt ist es mit der Einigung

über die Realisierung einer Tiefgarage

unter dem Bischofsgarten gelungen, der

Innenstadt zusammen mit der Neugestaltung

des Domplatzes einen nachhaltigen

Vortwärtsschub zu geben.

Die Weichen sind bereits gestellt:

VertreterInnen von Stadt, Land und

aus dem Bewerbungsbüro wollen

die positive Dynamik der Bewerbungsphase

weiterzuführen und die

Kernprojekte in Form eines Kunstund

Kulturschwerpunkts im Jahr

2024 umzusetzen. Der Stadtexpress

hat die Details.

> ab seite 4 > seite 3

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FESTTAGS-

ÖFFNUNGSZEITEN:

24.12.: 09:00 – 13:00 Uhr

31.12.: 09:00 – 14:00 Uhr

INTERSPAR:

24.12.: 06:00 – 13:00 Uhr

31.12.: 06:30 – 16:00 Uhr

Christbaumverkauf

09.12. – 24.12.

Silvestermarkt

27.12. – 31.12.

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die seite drei

st.pöltner

stadt

express

| 3

Warum ein bedingungsloses Grundeinkommen

die einzige Chance auf eine bessere Zukunft ist.

> seite 15 |

Der Querdenker

Editorial

Ich seh, ich seh ...

Domgarage kommt

Nach umfassenden Gesprächen und

Erhebungen haben sich Bürgermeister

Matthias Stadler und Bischof Alois

Schwarz darauf geeinigt, die Domgarage

beim Bischofsgarten im Zentrum von

St. Pölten umzusetzen. Damit sollen

langfristig positive Effekte hinsichtlich

der Parksituation für Anrainer, Wirtschaftstreibende,

Dompfarre, Diözese,

Stadtplanung und Innenstadtbesucher

erzielt werden. Stadler, der sich lange

für diese Garage eingesetzt hat, hält fest:

„Eine erste Bewertung des Baurechts

wurde schon vorgenommen, wir werden

jetzt dranbleiben und das Projekt

gemeinsam begleiten. Sollte kein passender

Partner für eine Umsetzung gefunden

werden, so wird sich die Stadt

in enger Abstimmung mit der Diözese

um die Umsetzung kümmern. Ich

danke Bischof Schwarz jedenfalls für

den vertrauensvollen Austausch, sein

rasches Handeln und vor allem für seine

Handschlagqualität. Hiermit legen wir

partnerschaftlich den Grundstein für

ein wegweisendes Projekt im Zentrum

unserer florierenden Innenstadt.“ Damit

wurde ein weiterer Mosaikstein für die

Neugestaltung des Domplatzes gesetzt.

Zuschuss erhöht

Unsere Stadt führt heuer wieder die

Brennstoffaktion durch, wobei finanziell

schwächere Haushalte einen Heizkostenzuschuss

erhalten. Der Betrag der

Stadt wurde auf 200 Euro angehoben.

Jener des Landes NÖ, für den ebenfalls

der Antrag entgegen genommen

wird, beträgt wie in den Vorjahren 135

Euro. Gefördert werden österreichische

StaatsbürgerInnen, die ihren Hauptwohnsitz

in St. Pölten haben, sowie

BezieherInnen einer Ausgleichszulagenpension,

Arbeitslosen- oder Notstandshilfeleistungen,

Kinderbetreuungsgeld

bzw. sonstiger Einkommen

sind. Das Einkommen muss die Höhe

der Mindestpension unterschreiten (für

eine alleinstehende Person Netto 885,47

Euro). In den letzten Jahren waren jeweils

mehr als 800 St. Pöltner Haushalte

auf die Aktion angewiesen – Tendenz

steigend. Bürgermeister Stadler dazu:

„Eine Gemeinschaft sollte besonders in

der kalten Jahreszeit zusammenrücken.

Es freut mich, dass wir unseren Beitrag

ab diesem Jahr erhöhen konnten“. Der

Antrag kann bei der städtischen Sozialhilfe

(Dienstag und Donnerstag 9 bis

11 Uhr, Roßmarkt 6) gestellt werden.

Bereits im Vorfeld die Auswirkungen

von Ereignissen einschätzen zu können

und das eigene Handeln entsprechend

anzupassen, beschreibt wohl sehr gut

den Begriff „Weitsicht“. Konkret etwa,

wenn man bereits vor zehn Jahren um

weniger als 2 Euro pro Quadratmeter

die größte verfügbare, zusammenhängende

Grünfläche der Stadt erwirbt.

Dank dieser Weitsicht von Bürgermeister

Matthias Stadler steht den St. PöltnerInnen

in den nächsten Generationen

ein zusätzliches Naherholungsgebiet

mit 140 Hektar zur Verfügung.

Ganz andere Ansichten dazu hatte

seinerzeit die Volkspartei, sie machte

Stimmung dafür, sich nicht für die

Durchsetzung dieser Kaufentscheidung

einzusetzen. Recht kurzsichtig, wie sich

heute herausstellt. Das verwundert aber

nicht, blickt man über den Tellerrand

und betrachtet die Bundeshauptstadt.

Dort war es nämlich auch die ÖVP, die

damals vehement gegen die Schaffung

der Donauinsel Stimmung machte.

Es ist inzwischen ebenso fix, dass beim St.

Pöltner Dom eine große Parkgarage für

die Inennstadt errichtet wird, wie der Bürgermeister

letztens gemeinsam mit dem

Bischof verkündete. Während manche

(Wer könnte das wohl sein?) noch dem

Asphalt vor St. Pöltens größtem Gotteshaus

nachweinen, sehen die beiden oben

genannten Protagonisten das Potential,

das hier noch verdeckt liegt. Manche sehen

eben schon früher, was für andere oft

(zu) lange verborgen bleibt.

Ihr Stadtwolf

Impressum:

Medieninhaber und Herausgeber: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten, 3100 St. Pölten, Frauenplatz 1, Telefon: 02742/352134, E-Mail:

office@stp-stadtexpress.at, Grundlegende Richtung: Informationen und Nachrichten der SPÖ St. Pölten. Redaktionelle Leitung: Harald

Ludwig. Fotos: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten bzw. ZVG. Leser- und Adressservice: SPÖ Bezirksorganisation St. Pölten. Anzeigenannahme:

Doris Pemmer (0650/2504464). Hersteller: Landesverlag Druckservice, 4300 Wels, Boschstraße 29. Auflage: 4 Ausgaben

plus eine Sonderausgabe pro Jahr erscheinen im Stadtgebiet St. Pölten mit je 29.000 Stk. Haftungsausschluss: Sämtliche Angaben erfolgen

trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autoren und des Medieninhabers ist ausgeschlossen. Meinungen in

persönlich gezeichneten Artikeln entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.


st.pöltner

4 | stadt express

Rücken wir zusammen

Was lange währt, wird

endlich gut

thema

Das wusste der römische Epiker Ovid schon am Anfang unserer Zeitrechnung.

Es ist Ausdruck dessen, dass richtungsweisende Entscheidungen

nicht vom Himmel fallen und manchmal Durchhaltevermögen brauchen.

Genau wie beim Kauf des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Völtendorf,

der nun endlich rechtlich verbrieft ist.

Wie nah Freud und Leid beisammen liegen,

haben die vergangenen Wochen wieder

klar gezeigt. Die Domgarage kommt

und mit dem Gerichtsurteil zum ehemaligen

Truppenübungsplatz Völtendorf kann

dieser 140 ha große Grünraum endgültig

für die Bevölkerung gesichert und zugänglich

gemacht werden. Mit unserer ambitionierten

Bewerbung zur Kulturhauptstadt

Europas konnten wir uns leider um

Haaresbreite nicht durchsetzen. Nun gilt

es, den Blick nach vorne zu richten und

gerade die vor uns liegende Adventzeit

bietet sich an, darüber nachzudenken, auf

was es im Leben wirklich ankommt. Da

passt es gut, dass mir Maria Stampfer, von

der Sie auf Seite 18 lesen können, folgendes

Gedicht zukommen hat lassen:

ADVENT

Die Kerzen brennen, es wird still.

Wir rücken zusammen,

ich will dich umarmen.

Ich spüre die Wärme,

die Zeit mag ich gerne.

An Arme denken -

ein wenig Zeit verschenken.

Auch Gutes tun!

Dem Frieden die Hände reichen,

setze auch Du ein Zeichen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen

ein frohes, friedvolles Weihnachtsfest im

Kreise Ihrer Liebsten und alles Gute im

Neuen Jahr!

Ihr

Matthias Stadler

Bürgermeister

Vor zehn Jahren hat die Stadt St.

Pölten das Gelände des Truppenübungsplatzes

im Bereich des Stadtteils

Völtendorf um knapp über 2,5 Millionen

Euro in einem Bieterverfahren von der

Unsere Enkelkinder

werden über die

Entscheidung

sehr froh sein

Republik Österreich erworben. Auf die

riesige Fläche im Süden der Stadt würden

fast 200 Fußballfelder passen. Ganz im

Sinne der BürgerInnen war der Plan, die

Fläche für die Bevölkerung zur Erholung

nutzbar zu machen. Der Kauf wurde allerdings

von einer Agrar-Bietergemeinschaft

beeinsprucht und nun nach einer

Vielzahl von behördlichen und gerichtlichen

Entscheidungen durch den Verwaltungsgerichtshof

endgültig bestätigt.

Damit kann der wertvolle Grünraum für

die Bevölkerung gesichert und zugänglich

gemacht werden. Es handelt sich

um den größten Grundstückskauf in der

Stadtgeschichte. Mit diesem Erkenntnis

wird ein für die St. Pöltner BürgerInnen

erfreulicher Schlussstrich gezogen. Zehn

Jahre mussten durchs Land ziehen, bis

die Stadt mit ihrer Rechtsansicht bei den

Behörden in allen Instanzen durchdringen

konnte. „Wir haben lange darum

gekämpft und dadurch ist es gelungen

die Jahrhundertchance zur Sicherung

dieser Grünflächen für die Bevölkerung

zu nutzen. Das Areal ermöglicht uns

eine nachhaltige Stadtentwicklung mit

hoher Lebensqualität“, ist Bürgermeister

Stadler zufrieden.

Grüne Stadtmauer

Mit dem Ende des Rechtsstreites kann

nun der Weg der SPÖ bei der Grünraumsicherung

fortgesetzt werden, wie


thema

st.pöltner

stadt

express

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der Stadtexpress in seiner letzten Ausgabe

berichtet hat. „Der Blick auf den

Flächenwidmungsplan zeigt deutlich,

dass St. Pölten über drei große Naherholungsgebiete

verfügt, nämlich die Traisen

als grüne Hauptschlagader in der Mitte

sowie die Grüngürtel am östlichen und

am westlichen Wagram als grüne Adern.

Dazwischen liegen eine ganze Reihe von

Parks, der Stadtwald und das Seenerlebnis.

Nun ist aus dem Trio endlich das ersehnte

Quartett geworden“, freut sich Matthias

Stadler. In den nun folgenden Jahren soll

der Grüngürtel vom ehemaligen Truppenübungsplatz,

über den westlichen

Wagram, vorbei am Stadtwald und weiterführend

Richtung Norden geschlossen

werden. Das Ergebnis wäre eine solide,

grüne Stadtmauer als Schutz vor Immissionen

und zur Verbesserung der Durchlüftung.

Der ehemalige Truppenübungsplatz

selbst soll zu einem Naherholungsgebiet

mit genügend Reserven für die Zukunft

und ausreichend naturnahem Rückzugsort

für Flora und Fauna werden. Ein Teil

des Gebietes wird in Zukunft wohl auch

unter Schutz gestellt werden, um besonders

empfindliche ökologische Nischen zu

erhalten. Ihr volles Potential wird die Fläche

aber erst in der Zukunft entwickeln.

„Sollte das Wachstum der Städte so weitergehen,

wie in der jüngeren Vergangenheit,

dann werden unsere Enkelkinder über

die aktuelle Entscheidung sehr froh sein“,

blickt der Bürgermeister in die Zukunft.

ÖVP wollte auf GÜPL verzichten

„Die Welt ist so schön und wert, dass man

um sie kämpft“, so formulierte einst Ernest

Hemingway eine allgemeingültige Weisheit.

Allerdings wollte eine gedankliche

Minderheit schon vor Jahren den Streit

um das Erholungsgebiet Völtendorf zu

Gunsten der landwirtschaftlichen Bietergemeinschaft

abbrechen. „Volkspartei:

Stadt soll auf den GÜPL-Völtendorf

verzichten“, so betitelte das Bezirksblatt

dieses Vorhaben 2015. Peter Krammer

Manchmal ist es eine

Sache eben wert, dass

man um sie kämpft

von der ÖVP meinte damals „Anstatt die

Millionen-Einsparung dankend hinzunehmen,

will die SPÖ-Rathausführung

lieber weiter mit den Landwirten prozessieren.

Das ist unverantwortlich den

Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern

gegenüber“. Bürgermeister Matthias

Stadler wurde als streitlustig diffamiert,

weil er für die Stadt gleichzeitig wegen

des Krankenhaus-Standortvorteils und

des ehemaligen Truppenübungsplatzes

gekämpft hat. Heute ist es gewiss, dass es

unverantwortlich gewesen wäre, die Flinte

zu Gunsten einer privaten Bietergemeinschaft

ins Korn zu werfen. Ganz im Gegenteil

war es im Sinne der kommenden

Generationen verantwortungsvoll, dass

dieser Grünraum für alle St. PöltnerInnen

gesichert wurde. Und wie ging die Sache

mit dem Krankenhaus-Standortvorteil

aus? Da haben sich die St. PöltnerInnen

30 Millionen erspart. Matthias Stadler

fasst das für sich so zusammen: „Manchmal

ist es eine Sache eben wert, dass man

um sie kämpft.“


st.pöltner

6 | stadt express

kurz angemerkt

kurz & gut

Gesundes vom Grünschnabel.

Gesunde und nachhaltige Ernährung ist ins

ehemalige Cafellini in der Kremser Gasse

mit dem „Superfood Café Grünschnabel“

eingezogen. Dort serviert Ernährungsberaterin

Julia Halbwachs Smoothies, kalt gepresste

Säfte und Bowls sowie vegetarische

und vegane Schmankerl, zu 90 Prozent aus

biologischen Zutaten.

Baumgedanken zwischen Seelen.

Die Installation „Baumgedanken zwischen

Seelen“ mit Texten von Autor Roul

Starka am Hauptfriedhof steckt voller

Geschichten die bei einem gemütlichen

Spaziergang entdeckt werden können.

Die LeserInnen erfahren so, vorerst bis

Ende 2020, etwas aus dem Leben von

Altbürgermeister Willi Gruber oder über

die Wiese der Erinnerungen, dem neuen

Projekt des Friedhofes.

Ausstellung im Stadtmuseum.

„Der Blick von außen. Neue Wahrnehmungen

der Landeshauptstadt St. Pölten“

lässt die Stadt bis 1. März in einem neuen

Licht erscheinen. Monatelange Erkundungen

des Stadtgebietes bilden die Basis für

eine bildreiche Analyse der aktuellen Baukultur

und Stadtentwicklung und für Fragen

nach ihrer Zukunftstauglichkeit.

Die Trendsportart Discgolf.

Heuer wurde der erste St. Pöltner Disc-

Golf-Verein gegründet, mit dem Ziel, die

gleichnamige Sportart in die Landeshauptstadt

zu bringen. Gespielt wird Höhe Stattersdorfer

Steg direkt an der Traisen mit

einer Art Frisbeescheibe. Wer die wenigsten

Würfe benötigt, hat gewonnen. Infos:

www.stpdiscgolf.at

Kämpfen

plus!

Nun ist es also gelungen, verbrieft und amtlich:

Die Stadt St. Pölten, also alle BürgerInnen

dürfen das Gebiet des ehemaligen GÜPL

Völtendorf als ihr Eigentum bezeichnen. Seit

sich die Stadt vor Jahren um den Kauf bemüht

hat, war die Ansage immer klar: Ein

Teil wird als Naherholungsgebiet dienen,

ein Teil als ökologischer Rückzugsort und

ja, ein Teil wird weiterhin der Landwirtschaft

verpachtet. Mit Ausdehnung von 200

Fußballfeldern ist es historisch der größte

Grundstückserwerb der Stadt. Welche enormen

Auswirkungen das haben wird, wird

sich erst in 50 Jahren richtig einschätzen lassen.

Wenn die Städte, dem aktuellen Trend

folgend, weiterwachsen und das agrarische

Umland von den Monokulturen der extensiven

Landwirtschaft geprägt ist, dann werden

unsere Enkelkinder froh sein, dass wir die

Möglichkeit für Grünraum geschaffen haben.

Dafür hat es sich gelohnt zu streiten!

K.K. Tierbestattung

Tierfriedhof „Am Schlossberg“

Alina Grabner

minus!

Aufgeben

Als „Streithansel“ wurde Matthias Stadler

von der ÖVP bezeichnet, als er im selben

Zeitraum die BürgerInnen in zwei Fällen

stellvertretend vor Gericht repräsentiert

hat. Ihm wurde nahegelegt, dass er die Gerichtsverfahren

einstellen solle. Da ging es in

einem Fall um den Kauf des ehemaligen Garnisonsübungsplatzes.

Im Detail, ob die Allgemeinheit

überhaupt das Recht hätte, diese

Fläche zu kaufen. Im anderen Fall ging es

um die falsche Berechnung des sogenannten

Standortvorteils des Krankenhauses. Sprich,

einen Betrag, den die Stadt an das Land zahlt,

um den wirtschaftlichen Vorteil der Klinik

zu kompensieren. Der war um astronomische

Dimensionen zu hoch berechnet. Am

Ende des Verfahrens stand eine Rückzahlung

von 30 Millionen und eine jährliche Millionenersparnis

für die SteuerzahlerInnen. Zum

Glück wurde die Bevölkerung in beiden Fällen

nicht von der ÖVP vor Gericht vertreten.

Neuübernahme

Ein Hoch auf St. Pölten.

Am 14. November fand die Segnung des

Hauptstadtweins 2020 im Rathaus statt.

Erstmals wird ein biozertifizierter Wein

des Winzerhofs Hoch aus Hollenburg an

der Donau die Gaumen der LandeshauptstädterInnen

erfreuen. Der Wein namens

„Ein Hoch auf St. Pölten“ wird am Hauptstadtball

am 11. Jänner im VAZ das erste

Mal verkostet.

Abholung oder Übernahme auch Abends

und an Wochenenden sowie Feiertagen.

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www.tierbestattung-oesterreich.at

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Kreisbacherstr. 29, 3150 Wilhelmsburg

Abschied

vom treuen

Begleiter


thema

st.pöltner

stadt

express

| 7

Foto: SPÖ/Astrid Knie

KEINE GEBURTSTAGSFEIER, KEIN SCHULAUSFLUG

„ARM SEIN WAR EINFACH MEIN ALLTAG“

Nina ist 22 und weiß, was Kinderarmut bedeutet – denn sie hat sie selbst

durchlebt. Sie erzählt, wie es ist, wenn man nicht auf Schulausflüge und Geburtstagsfeiern

gehen kann – und wie man als Kind damit umgeht. (kontrast.at)

Wo fängt Kinderarmut an?

Nina: Kinderarmut beginnt dort, wo Eltern

arm sind. Haben Eltern nichts, haben

die Kinder nichts. Und bei Kindern

ist es ein starker Einschnitt in der Entwicklung.

Es hemmt sie, weil sie bei vielem

nicht mitmachen können. Da geht’s

um Schulausflüge, um das Eis nach der

Schule, das nicht drin ist. Oder du kannst

nicht auf die Geburtstagsfeier der Freundin

gehen – weil ohne Geschenk kannst

du dort nicht aufkreuzen. Als Kind fühlt

man sich dann einfach ausgeschlossen.

Als Erwachsener kann man noch eher

damit umgehen. Aber als Kind versteht

man das nicht.

Wann hast du gemerkt: Etwas bei uns ist

anders als bei anderen Familien?

Das war in der Volksschule. Da hat das

mit den Schulausflügen angefangen. Ich

habe 3 Geschwister, die waren ja auch in

der Schule, haben Schulsachen gebraucht

und hatten Ausflüge.

Hast du dich als „arm“ definiert als du

ein Kind warst?

Rückblickend: Klar, wir waren arm. Aber

als Kind habe ich das nicht so gesehen.

Zum einen war es für mich einfach normal,

dass wir wenig Geld hatten. Zum anderen

war „arm“ ein Begriff, der negativ

behaftet ist. Den möchte man nicht für

sich verwenden.

Wie ging es dir mit all dem als du älter

geworden bist?

Im Gymnasium war es schwieriger. Da

standen dann die großen Reisen an.

Sprachreisen, Skikurse und dergleichen.

Wir haben das dann so gehalten, dass wir

Kinder uns abgewechselt haben. Wenn

meine Schwester eine Woche mit der

Klasse wohin gefahren ist, konnten in

dem Jahr wir anderen halt nicht.

Wie haben deine Mitschüler reagiert,

wenn du gesagt hast „Ich kann nicht

mit“?

damit er zustande kommt.. Wenn ich die

einzige war, die nicht mitgefahren ist, war

es egal. Aber wenn mehrere nicht können

– und man selbst ist die letzte Person, die

absagt – dann ist es schwierig. Dann ist

man der Buhmann. Weil man es quasi

allen versaut.

Du hast mal gesagt, du wüscht dir ein

Bildungssystem, wo alle Kinder an derselben

Startlinie beginnen können. Was

braucht es dazu?

Ich finde, eine Grundausstattung für die

Schule wäre wichtig. So eine Art Starter-

Paket mit Heften, Stiften, Dreiecken und

dergleichen. Bei uns vier Kindern hat das

mehrere hundert Euro gekostet. Da musste

meine Mama schon Monate vorher zu

sparen beginnen. Wenn alle eine gleiche

Grundausstattung in der Schule hätten,

gäbe es außerdem weniger sichtbaren Unterschied

zwischen Arm und Reich. Das

wäre schön. Dann gäbe es auch keinen

Neid und keine Scham mehr.

Eine Kooperation des

stadt

express

mit

„Das Geld war nicht da,

damit wir alle vier Kinder

auf Ausflüge fahren.“

Es kam stark darauf an, ob ich die einzige

war, die nicht mitgefahren ist oder ob es

mehrere waren. Bei einem Ausflug gibt

es ja eine Mindestzahl an Teilnehmern,

Folge uns auf Facebook!

fb.me/kontrast.at


st.pöltner

8 | stadt express

reportage

St. Pölten 2024: Was bleibt?

Es war ein Tiefschlag, den viele erst verdauen mussten. St. Pölten wird nicht Europäische Kulturhauptstadt 2024. Die unabhängige

Jury entschied sich mit knapper Mehrheit für die Kaiserstadt Bad Ischl, und das am Gründungstag der Republik.

Der Stadtexpress geht der Frage nach, was nun vom Bewerbungsprozess übrig bleibt und warum es keinen Grund gibt,

allzu lange Trauerarbeit zu leisten.

Foto: Konstantin Taufner Mikulitsch

In der vermeintlichen Niederlage scheint

dieser Politiker erst zu Höchstform

aufzulaufen. Umgehend nach der Verkündung

der Jury-Entscheidung stellt

sich Bürgermeister Matthias Stadler gemeinsam

mit Landeshauptfrau Johanna

Mikl-Leitner vor seine Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter sowie die versammelte

Presse, gratuliert der Siegerstadt, dankt

dem gesamten Bewerbungsteam, um im

nächsten Atemzug wieder den Blick nach

vorne zu richten: Der Prozess ist für ihn

„unumkehrbar“, es gebe einfach „zu viel

an Ideen und Potential“. Das Ergebnis sieht

er auch als Chance: „Wir können selbst

entscheiden, wofür wir unser Geld ausgeben“,

führt er aus, dass man nun keine Formalien

einhalten müsse. Die Bewerbung

zur Europäischen Kulturhauptstadt sei

vor allem „die Initiative von engagierten

St. Pöltnerinnen und St. Pöltnern sowie

aus dem gesamten Umland. Diese haben

sich verdient, dass wir den Weg weitergehen“.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-

Leitner will ebenfalls die Dynamik und

Bewegung aus der Bewerbungsphase zur

Europäischen Kulturhauptstadt mitnehmen

und daher St. Pölten 2024 zur „Landeskulturhauptstadt“

machen. Sie betonte

die enge Zusammenarbeit zwischen Land

Niederösterreich und Stadt St. Pölten, die

„zu einer unglaublichen Bewegung geführt“

habe. Nach der Landesausstellung

2022 in Marchegg wird deshalb 2024 der

kulturelle Schwerpunkt des Landes in

St. Pölten liegen.

St. Pölten 2024

Foto: St. Pölten 2024

Die Leitprojekte wurden in guter Voraussicht

bereits im Vorfeld außer Frage

gestellt, um die positive Dynamik der

Bewerbungsphase weiterführen zu können

und die inhaltlichen Kernprojekte

des Konzepts jedenfalls in Form eines

relevanten Kunst- und Kulturschwer-


reportage

st.pöltner

stadt

express

| 9

Mein liebes St. Pölten!

Die Initiative ging von

vielen engangierten Menschen

aus. Diese haben

sich verdient, dass wir

den Weg weitergehen!

(Matthias Stadler)

Grafik: St. Pölten 2024

Ich weiß, da isst man ein Leben lang feines

Bad Ischler Tafelsalz, dann das. Viele

Japaner werden die Romy Schneider

und den Karlheinz Böhm suchen, sich

vor Mehlspeisen brav verbeugen, soll so

sein. Hallstatt wird ein bisserl schnaufen

mit der Frequenz, wir haben Frequency.

Haben die eine Kaiservilla mit Prunk

und Schlagobers (demnächst „Sahne“),

haben wir Häuser mit Herzen drinnen,

Knödel mit Saft, Seelen mit Saft. Das kann

uns keiner nehmen, das braucht keine

Auszeichnungen. Der Sonnenpark ist

genauso gut aufgelegt wie gestern, freut

sich auf die vielen Feste im Sommer, auf

unsere tollen MusikerInnen, auf die vielen

leuchtenden Augen vor unserem Lagerfeuer.

Sind wir also nicht Kulturhauptstadt

2024. Ja und? Dann machen wir uns

erst recht besonders schön, öffnen noch

mehr unsere Plätze und Fußgängerzonen,

unsere Geister, bauen und gestalten, spielen

und lachen, singen und tanzen, essen

Schnitzel und schmusen beim Autodrom.

Genau diese erdigen Eigenschaften haben

uns zu dem gemacht, was wir sind: eine

entzückende, lebenswerte Stadt mit Humor

und Kultur. Die Traisen wird unsere

Lieder ewig weiterplätschern, unsere Seen

werden uns beim Baden umarmen, mit

ihren Tropfen uns erfrischen für neue Visionen.

Und wenn du, lieber Leser, liebe

Leserin, jetzt eine Idee hast, schreib sie

auf, bring sie in Form – das ist viel Arbeit.

punkt im Jahr 2024 umzusetzen. Für die

Konkretisierung und Umsetzung von

„St. Pölten 2024“ wurden umgehend

am Tag nach der Jury-Entscheidung die

nächsten Weichen gestellt. Alle Beteiligten,

die schon bisher an einem Strang

gezogen haben, sind sichtlich noch ein

Stück enger zusammengerückt und sind

hochmotiviert, an die Ergebnisse der intensiven

Prozesse der letzten Jahre anzuschließen.

Die Zusammenarbeit zwischen

„roter“ Stadt und „schwarzem“ Land hat

eine ungeahnte Tiefe und Ernsthaftigkeit

erfahren, Menschen mit ganz unterschiedlichen

Zugängen und Prägungen wurden

zusammengebracht und haben sich einem

gemeinsamen Ziel verschrieben: Kunst

und Kultur noch zentraler in der Gesellschaft

zu verankern.

Kulturstrategie 2030

Auf Basis der städtischen Kulturstrategie

2030 wird „St. Pölten 2024“ ab sofort in

zwei Etappen umgesetzt: Die Umsetzung

der kulturellen Infrastrukturprojekte hat

schon begonnen – vom KinderKunstLabor,

der ehemaligen Synagoge, dem Sonnenpark,

der Erweiterungsmaßnahmen

des Stadtmuseums bis hin zum Festspielhaus.

Der finanzielle Fahrplan dafür wurde

ja bereits im Bewerbungsverfahren abgesegnet.

In einem zweiten Schritt wird bis

Ende des ersten Halbjahres 2020 die Programmstrategie

des Kulturschwerpunktes

für 2024 ausgearbeitet sein. „Wir schauen

weiter nach vorne. Wir werden Europa

durchaus zeigen, was es verpasst hat“, so

Stadler. Nicht nur sein Ehrgeiz scheint

geweckt.

fact

box

Machen wir St. Pölten zu einer Vorzeigestadt

weltweit. Ja, das geht. Du, mein

St. Pölten, ich hab dich lieb!

Roul Starka, St. Pölten, 12.11.19


st.pöltner

10 | stadt express

kurz angemerkt

Volksheim St. Georgen feierte Jubiläum

VAZ Neueröffnung

Seit 35 Jahren wird gebastelt, gefeiert,

getanzt und gekocht im durch viel Fleiß

und Herzblut geschaffenen Volksheim

St. Georgen. Durch ehrenamtliches

Engagement wurde ein ehemaliges

Kino zum Treffpunkt vieler Vereine

und zum beliebten Veranstaltungsort.

Dies wurde am 10. November auch gebührend

gefeiert. Gemeinderätin Birgit

Becker konnte zahlreiche Ehrengäste

begrüßen. Mit dabei waren Festredner

Bürgermeister Matthias Stadler, sowie

Landtagsabgeordnete Kathrin Schindele,

Stadtrat Heinz Hauptmann, die

Gemeinderäte Gabriele Vavra, Michael

Pieber, Jürgen Kremsner, sowie Pfarrer

Engelbert Schoder und natürlich

Anton Damböck. Monika Damböck

und ihr Team versorgten die Gäste mit

süßen und deftigen Köstlichkeiten.

Der Stadtexpress gratuliert zu 35 Jahren

Mut, Fleiß und Beständigkeit zum

Wohle der Bevölkerung des Stadtteils

St. Georgen!

Nun ist es endlich soweit: Mit dem Beatpatrol

Festival wurde das neue VAZ

am 25. Oktober seiner Bestimmung übergeben.

Insgesamt wurden von Stadt und

Land gemeinsam 9,5 Millionen Euro in

den Umbau investiert. Damit konnte das

Eingangsportal, das Ticketbüro und das

Restaurant neu gestaltet werden. Um große

Bühnenaufbauten möglich zu machen,

wurde eine Halle um einen Turm erweitert

und die Künstler finden in den neuen Garderoben

Raum und Ruhe.

Standort:

Wiener Straße 211, 3100 St. Pölten

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag, 11 bis 18 Uhr

Tägliches Mittagsmenü, Burger, Hot-Dogs

oder Würstel von regionalen Anbietern.

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winter 2019

Gesund und fit durch den Winter!

Draußen ist es jetzt meist dunkel, kalt

und ungemütlich – wer bleibt da nicht

lieber in den warmen vier Wänden. Doch

gerade im Winter ist Bewegung besonders

wichtig. Da sich in der Gemeinschaft der

innere Schweinhund leichter überwinden

lässt, bieten die Naturfreunde auch in diesem

Winter ein umfassendes Programm

für alle Altersgruppen an. Damit Sie gerade

in der kalten Jahreszeit gesund und fit

bleiben. Bis Ende Februar haben die Naturfreunde

elf Wanderungen im Umkreis von

St. Pölten im Programm. Die Touren sind

allesamt mit einer normalen Konstitution

leicht zu bewältigen. Man muss auch kein

Spitzensportler sein, um bei unserer Nordic

Walking Gruppe mitzumachen. Diese

trifft sich jeden Dienstag um 14 Uhr beim

Naturfreundeheim. Geprüfte Nordic-Walking

Lehrwarte bringen auch Anfängern

die richtige Technik im Handumdrehen bei.

Wer in den Weihnachtsferien seine Kinder

vom Fernseher wegbekommen möchte,

dem legen wir die Schikurse für Snowboard

und Schi auf der Mariazeller Bürgeralpe

ans Herz. An jeweils drei Tagen vor

und nach Neujahr warten geprüfte Schilehrer

auf Ihre Kinder. Tourenschigeher und

Tiefschneefahrer kommen beim umfangreichen

Programm, das Markus Rosenauer

zusammen gestellt hat, auf Ihre Rechnung.

Hilfe für Geist und Körper bekommen Sie

mit unserem Yoga-Programm. Elisabeth

Pöhn und Gerhard Sonntag bieten Montag

und Donnerstag Kurse an, die auch EinsteigerInnen

offenstehen.


naturfreunde

Schi- und Schnowboardkurs

Todesursache Faulheit

Haben heutige Kinder eine geringere

Lebenserwartung als ihre Eltern?

Möglicherweise ja.

Jedes fünfte Kind ist in Österreich zu

dick, und viele leiden bereits an Bluthochdruck

und Diabetes. Auf der

bequemen Couch mit Chips und Süßigkeiten,

die Spielkonsole, die immer

bereit ist in neue virtuelle Abenteuer

zu führen. Das alles ist gerade in den

unfreundlichen Wintermonaten verlockend.

Dabei wäre auch im Winter Bewegung

ein Kinderspiel. Zum Beispiel

auf dem Eislaufplatz der Naturfreunde,

beim Schifahren im Mariazellerland

mit unseren Schilehrern, bei zahlreichen

Wanderungen mit oder ohne

Schneeschuh. Obendrein macht Bewegung

auch schlau. Das Traumziel aller

Eltern – fitte, gesunde, und geschickte

Kinder – wäre also zum Greifen nahe.

Dabei ist es nicht nötig Leistungssport

zu betreiben. Sich einfach regelmäßig

aus der Komfortzone zu begeben und

sich körperlich zu betätigen würde

schon ausreichen. Damit Eltern fit,

gesund und schlau bleiben, stehen ihnen

alle Wintersportangebote natürlich

ebenso offen wie auch Großeltern,

Onkeln, Tanten, Nachbarn, Freunden.

Ich darf Ihnen nun einen besinnlichen

Advent und ein gesegnetes Weihnachtsfest

wünschen und freue mich

schon auf die vielen jungen, wie auch

erfahrenen Sportlerinnen und Sportler,

die an unseren Wintersportaktivitäten

teilnehmen werden.

In den Weihnachtsferien veranstalten die

Naturfreunde St. Pölten wieder zwei, jeweils

dreitägige, Schi- und Snowboardkurse auf

der Bürgeralpe in Mariazell.

Teilnehmen können Erwachsene und Kinder

ab dem Jahrgang 2015. Die Kurse werden von

staatlich geprüften Schi- und Snowboardinstruktoren

geleitet. Für Kinder bis zum 15. Lebensjahr

besteht Helmpflicht.

Die Anreise erfolgt privat. Treffpunkt für alle

ist die Talstation in St. Sebastian. Die Teilnehmer

sind über eine Naturfreundemitgliedschaft

beim Kurs versichert. Falls Sie noch

nicht Mitglied der Naturfreunde sind, können

Sie oder Ihre Kinder vor Kursbeginn unkompliziert

beitreten.

Im Preis enthalten sind Schi- und Snowboardkurs

mit staatlich geprüften Schi -und

Snowboardinstruktoren sowie geprüften Jugend-

und Kinderbetreuern, Liftkarte, ganztägige

Betreuung, Abschlussrennen, Medaillenvergabe

im Zuge der Siegerehrung. Bitte den

Kindern Geld für das Mittagessen mitgeben.

Nordic Walking

Nordic Walking vermittelt ein neues Lebensgefühl.

Es ist für Menschen, die von

sich glauben unsportlich zu sein, eine ideale

Sportart, bei der die Gelenke weitgehend

geschont werden. Nordic Walking

trainiert 86 Prozent der Muskeln und

ist für Menschen jeden Alters geeignet,

die etwas für ihre Gesundheit und für

ihr Wohlbefinden tun möchten. Beim

Nordic-Walking bewirkt die Arm-Stock-

Wann: 27. - 29. Dezember 2019 und/oder

03. - 05. Jänner 2020

Wo: Bürgeralpe Mariazell

Treffpunkt: Unterhalb der Talstation in

St. Sebastian

Kurszeiten: 9:45 - 15:30 Uhr

Anreise: Privat

Liftkarten: Erhältst du bei den Betreuern/

Instruktoren

Kosten: Zwischen 85 Euro (Minis) und 180

Euro (Erwachsene)

Anmeldung ausschließlich online unter:

www.naturfreunde-snowsports.at

(mit Einzahlung bis 18. Dezember)

Bankverbindung:

IBAN: AT61 1400 0276 1060 1508

BIC: BAWAATWW

NF-Mitgliedschaft (für Kinder und Jugendliche

bis 19 Jahre um 19,20 Euro) ist aus versicherungstechnischen

Gründen unbedingt

erforderlich.

Arbeit eine Beanspruchung des Muskelapparates,

eine Steigerung der Pulsfrequenz

sowie des Stoffwechsels und einen

erhöhten Energieumsatz = Fettabbau.

Zudem beeinflusst Nordic Walking positiv

Schlaf- und Verdauungsprobleme und

steigert die Durchblutung kalter Hände

und Füße. Gerade in der kalten Jahreszeit

bedeutet Nordic Walking aktive Gesundheitsvorsorge.

In diesem Sinne Berg frei, Euer

Heinz Hauptmann

Impressum:

Medieninhaber und Herausgeber: Naturfreunde St. Pölten, 3100 St. Pölten, Heßstraße 4, Web: www.st-poelten.naturfreunde.at Grundlegende Richtung: Informationen und

Nachrichten der Naturfreunde St. Pölten. Redaktionelle Leitung: Heinz Hauptmann Fotos: Naturfreunde St. Pölten bzw. ZVG. Leser- und Adressservice: Naturfreunde St. Pölten.

Hersteller: Landesverlag Druckservice, 4300 Wels, Boschstraße 29. Auflage: 4 Ausgaben pro Jahr erscheinen im Stadtgebiet St. Pölten mit je 29.000 Stk. Haftungsausschluss: Sämtliche

Angaben erfolgen trotz sorgfältiger Bearbeitung ohne Gewähr. Eine Haftung der Autoren und des Medieninhabers ist ausgeschlossen. Meinungen in persönlich gezeichneten Artikeln

entsprechen nicht unbedingt der Meinung des Herausgebers.


naturfreunde

Foto: Heinz Hauptmann

Saisonstart am Eislaufplatz

Am 23. November 2019 startete St. Pölten in

die neue Eislaufsaison. Auf dem Eislauf der

Naturfreunde in der Dr. Mical-Gasse stehen

1.200 m² Eisfläche für Eisbären und Eisprinzessinnen

zur Verfügung.

Eintrittspreise:

Erwachsene: 4,50 Euro (3,50 Euro)

Kinder 3-14 Jahre: 3,50 Euro (2,50 Euro)

Kinder unter 3 Jahren: freier Eintritt

Schulkassen: 2,50 Euro

Eislaufschuhe leihen: 3,50 Euro

Eislaufschuhe schleifen: 5,00 Euro

Garderobenkästchen: 1,00 Euro

Schlüsseleinsatz: 5,00 Euro

Ermäßigte Preise in Klammern gelten für

Mitglieder der Naturfreunde.

Wolfgangsee-Lauf

Die Laufgruppe der Naturfreunde St. Pölten

war zum 15. Mal in Folge beim 48. Internationalen

Lauf um den Wolfgangsee dabei.

Der Wolfgangseelauf gilt als einer der

schönsten Landschaftsläufe Österreichs – zu

Recht! Rund 6.000 Teilnehmer waren heuer

bei Bilderbuchwetter am und um den Wolfgangsee

unterwegs, um beim 5,2 Kilometer

Panoramalauf, dem 10 Kilometer Uferlauf,

beim Salzkammergut-Marathon mit Start in

Bad Ischl oder natürlich beim 27 Kilometer

Klassiker, der Wolfgangseerunde, dabei zu

sein. Auf den unterschiedlichen Strecken

suchten sie ihre Herausforderungen um ihrem

liebsten Hobby nachzugehen und eine

gute Zeit in wunderschöner Umgebung und

mit netten Freunden zu verbringen. Die Ergebnisse

unserer Naturfreunde-Läufer:

Öffnungszeiten:

Freitag, Samstag: 14 bis 18 Uhr

Sonntag, Feiertage, Ferien: 9 bis 12 und 14

bis 18 Uhr

Hl. Abend und Silvester

jeweils von 9 bis 14 Uhr

Christtag und 1. Jänner

jeweils von 14 bis 18 Uhr

Ermäßigter Eintritt: ab 16 Uhr oder von 10 bis

12 Uhr (Sonntag, Feiertag, Ferien)

Montag früh bis Freitag 13 Uhr ist für den

Schulbetrieb reserviert.

Voranmeldung für Schulen

unter 0664 3632836 erbeten.

Foto: pixabay

5,2 km Panoramalauf

Kurt Buder, 1. M-70,

Marion Tiefenbacher-Lindenthal, 7. W-40

10 km Uferlauf

Andreas Tiefenbacher, 4. M-45,

Martin Häusler 2. M-U20

Neue Eismaschine

35 Jahre lang war die alte Eismaschine im

Einsatz. Da die Reparaturen in den letzten

Jahren immer kostenintensiver wurden

und kaum mehr Ersatzteile zur Verfügung

standen, musste heuer eine neue

Eismaschine angeschafft werden. Nachdem

der Anbietermarkt sondiert wurde,

legte man sich auf eine Eismaschine der

südtiroler Firma Engo fest. Die Engo 200

SX, die künftig auf dem Naturfreunde Eislaufplatz

für gepflegtes Eis sorgen wird,

verfügt über einen umweltfreundlichen

Elektroantrieb. Lärm und Abgase gehören

damit der Vergangenheit an. Die

Maschine repräsentiert den letzten Stand

der Eisaufbereitungstechnik, dementsprechend

ist auch der Preis. Auf 79.000 Euro

beläuft sich diese Investition. Bleibt zu

hoffen, dass die neue Eismaschine auf eine

ähnlich lange Betriebsdauer wie ihre Vorgängerin

kommt.

Karl Häusler, 6. M-50

Erwin Lindenthal, 1. M-70

27 km Lauf um den Wolfgangsee

Bernhard Plametzberger, 29. M-45

42,2 km Salzkammergut Marathon

Martin Christensen, 17. M-30


naturfreunde

So, 08.12.19

FAMILIENWANDERUNG

Rund um den Grafenegger Advent.

TP 9:00*. Abfahrt nach Etsdorf.

Wir gehen eine schöne, gemütliche

KINDERWAGEN-taugliche Runde

durch Weinberge und entlang des

Weges des guten Gesprächs. 5km,

GZ 2 Std., danach Grafenegger Advent,

um uns bei einem guten Häferl

(Kinder-)Punsch aufzuwärmen. Info:

S. Freissl 0680/2051229

Sa, 14.12.19

STAFFHÜTTE

TP 9:00 Alpenbahnhof. Zugabfahrt

9.08 nach St.Veit. Wanderung Brillergraben,

um den Staff. Einkehr

Staffhütte, GZ 3 Std., Info: H. Girsch

02742/32217

So, 15.12.19

STEYR

Christkindlwanderung, gemeinsam

mit ARBÖ. Busfahrt und Startkarte

€ 18,- Strecke 8 bzw. 12 km,

Abf. 7:30*, Anmeldung: F. Höfler

0676/84964311

So, 22.12.19

MARIA ELEND

TP 8:45 Hbf. Kassenhalle, Zugabfahrt

9:05 nach Paudorf. Rundwanderung

GZ 3 Std., je nach Schneelage. Info:

G. Daxberger 0664/5071830

Do, 16.01.20

DONAUWARTE

Abf. 9:00 Hbf Kassenhalle nach

Krems. Wanderung über Goldberg

zur Donauwarte nach Egelsee (Einkehr),

retour über Alauntal, GZ ca.

4 Std. Info: H. Girsch 02742 32217

(ab 19:00)

Mi, 22.01.20

WINTERWANDERUNG

TP 9:30 Alpenbahnhof, Bahnfahrt

mit Mariazeller Bahn Abf. 9:41 nach

Obergrafendorf. Am Römerweg

nach St. Margareten (Einkehr) -

Ebersdorfer See – Schwadorf - St.

Pölten. GZ 4,5 Std., Info: C. Doppler

0677/61043996

Mi, 17.06. – Do, 25.06.20

RADREISE MASUREN, POLEN

So, 26.01.20

KRUMNUSSBAUM – MARIA

STEINBRÜNDL

TP 8:45 Hbf. Kassenhalle, Bahnfahrt

nach Krumnußbaum, 3 Std. Rundwanderung,

mit Einkehr, Info: G.

Daxberger 0664/5071830

Do, 13.02.20

WINTERWANDERUNG

TP 9:00 Hbhf . Bahnfahrt nach Paudorf.

Wanderung Meidling – Kuffern

- Maria Elend (Einkehr) – Höbenbach

- Skulpturenweg Paudorf. GZ ca. 4 Std.,

Info H. Girsch 02742/32217 (ab 19:00)

Mi, 19.02.20

WINTERWANDERUNG

TP 8:20 Hbf Kassenhalle, Busfahrt

8:38 nach Langmannersdorf. Am Jakobsweg

nach Herzogenburg, GZ 4

Std., Info C. Doppler 0677/61043996

So, 23.02.20

MARIA STEINPARZ

TP 8:45 Kassenhalle Hbf, Bahnfahrt

nach Loosdorf, Schöne Wanderung

am „Tut gut“- Weg, Route 3, GZ 5

Std., Info G. Daxberger 0664/5071830

Do, 27.02.20

LAABEN-HAINFELD

TP 8:20 Hbf Kassenhalle, Abf 8:35

Uhr nach Laaben (9:25) Laaben

– Burhof - Rotes Kreuz - Kasberg

- Pöllhof - Stoiber - Vollberg

- Hainfeld, danach Einkehr GH

Schöbinger, Bahnrückfahrt ab 16:09

stündlich, Fahrzeit 50 Min. GZ 5

Std., (15km, 600HM) Info. J. Maier

0664/462 47 09

So, 01.03.20

VEREINSWANDERUNG

PLAMBACHECK-KAISERKOGEL

TP 8:30 Alpenbahnhof., Abf. Mariazellerbahn

8:41 nach Hofstetten.

Wanderung über den Hofstettener

Berg zum Plambacheck 623m -

Meiselhöh - Kaiserkogelhütte 716m

(Einkehr) - Steubach - Traisen, Bhf.

15:31 stdl. GZ 4 Std., Info: G. Nestelberger

0660/3420506 oder F. Höfler

0676/84964311

Masuren, das „Land der 3000 Seen“, im Nordosten Polens;

Tagesetappen 30 bis 50 km, Einstieg in Begleitbus jederzeit möglich,

An- und Abreise per Zug.

Info:

J.Humpelstätter 0699/10447506

Do, 12.03.20

ROHRBACH - HAINFELD

TP 7:50 Hbf Kassenhalle, Abf. 8:05 Uhr

nach Rohrbach (9:50). Wanderung

Rohrbach - Haxenmühle - Lindenstein

- Schneerosenhöhe - Kirchenberg

- Hainfeld, Bei Schneelage ev.

mit Schneeschuhen. Einkehr an Ende

der Tour GH Schöbinger. GZ 3½ Std.

(12km, 600HM) Bahnrückfahrt ab

15:09 stündlich. Ankunft in St. Pölten 50

Min später. Info: J. Maier 0664/462 47 09

Sa, 21.03.20

FRÜHLINGSWANDERUNG

Abf. 10:00* nach Rossatzbach. Gemütliche

Wanderung am Panoramaweg

und Jankerlweg mit Heurigenbesuch.

GZ 3 Std., Info: E.-M. Katholnig

0664/2716539

So, 29.03.20

GEROLDING

Abf. 8:30* nach Gerolding (411m),

schöne Wanderung am Panorama-

Fuchs Weg mit Einkehr. GZ 4 Std.,

Info: G. Daxberger 0664/5071830

*Abfahrt Parkplatz Josefskirche,

St. Pölten

WIR SUCHEN

DICH !

Um auch weiterhin ein interessantes

Wanderprogramm

anbieten zu können, suchen

wir Wanderbegeisterte jeden

Alters als Tourenbegleiter

Info: J. Humpelstetter

0699/10447506

YOGA

Mit Elisabeth Pöhn

Erwachsenen Yoga

Montag 18:30,

Volksschule Ratzersdorf

Kinder Yoga

Donnerstag 16:00, Dr.-Otto-

Glöckelschule (Turnsaal Eingang

Mühlweg)

Info u. Anmeldung

02762/64415, 0664/1056805

Mit Gerhard Sonntag

Erwachsenen Yoga

Donnerstag 18:00, Dr.-Otto-

Glöckelschule (Turnsaal Eingang

Mühlweg)

Info und Anmeldung

0676/4406522

Weitere Informationen zu unseren Aktivitäten findest du auch auf unserer Website

unter www.st-poelten.naturfreunde.at

SKITOUREN MIT

MARKUS ROSENAUER

ANFÄNGER-BASISKURS

mit Material-Leihmöglichkeit

Anforderung: Ausreichende Grundkenntnis

Skilauf auf Piste ( Grundschwungarten),

Kondition für 2-3 Std.

Aufstieg

5 Tage in zwei Teilen:

14./15.12. Türnitz/Eibl

28.-30.12. Freiner Hof, Frein an der Mürz

03.01. – 06.01.20

SKITOURENTAGE EISENER-

ZER RAMSAU

Sa 25.01.20

AUFFI&OWI SKITOUREN-

LAUF

Muckenkogel, Lilienfeld

Web: www.auffiundowi.at.

15.01.- 18.01.20

SCHIKURS TIEFSCHNEE-

FAHREN

Schifahren im Gelände für TourenfahrerInnen

- Perfektionierung der Fahrtechnik

im Gelände

Kursleiter: Wolfgang Aigner;

Geländeassistent Markus Rosenauer

01.02. – 04.02.20

SKITOURENTAGE IN DEN

WILDALPEN, GREITH

08.02. –15.02.20

SKITOURENWOCHE

KÖTSCHACH-MAUTHEN,

OBERKÄRNTEN

Hotel Loncium, Mauthen

22.02. – 29.02.20

SKITOURENWOCHE SILLIAN,

OSTTIROL

Hotel Bergland, Sillian

21.03. – 28.03.20

SKITOURENWOCHE KASERN

IM AHRNTAL, SÜDTIROL

im äußersten NW Südtirols, an der

Schweizer Grenze

02.04. – 05.04.20

SKITOUREN-AUSKLANGS-

TAGE IM SÖLKTAL, STMK.

30.04. – 03.05.20

SKITOURENTAGE RAURIS /

KOLM SAIGURN

Infos:

Markus Rosenauer / Eva Pelousek

Tel: 0660/5771942

Web: www.rosireisen.at


kurz angemerkt

st.pöltner

stadt

express

| 15

Einzelfälle

Skatepark wird erneuert

Der Querdenker

Vor Kurzem ging die Eintragungswoche für

das Bedingungslose Grundeinkommen von

1.200 Euro für alle zu Ende. Schade, denn

wieder einmal hat die Bevölkerung sich gegen

ihre eigenen Interessen aufbringen lassen.

Während SPÖ-Vertreter schon seit längerer

Zeit bspw. eine Maschinensteuer fordern, weil

klar ist, dass es über kurz oder lang nicht mehr

möglich sein wird, unser System über Steuern

auf Arbeit am Laufen zu erhalten, ruht

sich ein Großteil der Leute darauf aus, dass

wir ja wenns so weit ist, immer noch schaun

können, wie wir tun. Viele Jobs werden früher

oder später weg fallen. Und auch, wenn

neue Arbeitsplätze geschaffen werden, wird

es letztendlich Leute geben, die nicht einfach

umschulen können. Der Druck im Niedriglohnsektor

wird steigen, denn es wird immer

2012 bis 2013 wurde in enger Zusammenarbeit

mit der Stadt St. Pölten von der lokalen

Skateboardszene der Lakeside Park

geplant und errichtet. Nunmehr erfolgt

eine schrittweise Erneuerung der Rampen

und Hindernisse. „Der Skatepark

am Ratzersdorfer See erfreut sich großer

Beliebtheit. Durch die intensive Nutzung

und die Witterung sind aber einige der

Rampen und Hindernisse bereits in Mitleidenschaft

gezogen bzw. schlichtweg in

die Jahre gekommen“, weiß Bürgermeister

Matthias Stadler. Diese werden nun

sukzessive ausgetauscht und unter Einbeziehung

des ansässigen Vereines, der

„stp-skate association“ gegen neue, den

Anforderungen entsprechende Ramps

und Obstacles ausgetauscht. Kürzlich

wurde die neue Quarter-Rampe installiert

und sogleich auch von Bürgermeister

Matthias Stadler und Sportreferent

Thomas Kainz mit den Skatern rund um

Projektleiter Stefan Kuback, die sich auch

aktiv beim Aufbau beteiligten, getestet.

weniger Jobs für immer mehr BewerberInnen

geben. Und der Druck auf diese Menschen

wird ins Unermessliche steigen. Wir

reden hier von Lohneinbußen, Abhängigkeit,

moderner Sklaverei. Ein Bedingungsloses

Grundeinkommen kann diese Schieflage zugunsten

der Ausbeuter wieder gerade rücken.

Niemand sollte eine entwürdigende, und

noch dazu schlecht bezahlte Arbeit machen

müssen, die ohnehin auch durch Automatisierung

abgedeckt werden könnte. Gleichzeitig

würden wir damit ein enormes Potential frei

spielen. Die Leute könnten endlich die Arbeit

machen, die ihnen Spaß macht. Sie könnten

sich für Dinge einsetzen, die ihnen wichtig

sind, die sie interessieren. Aus heutiger Sicht

ist kaum abzuschätzen, was für großartiges

Potential in den Menschen schlummert, deren

Fähigkeiten wir heutzutage verkennen,

indem wir sie zwingen, am Existenzminimum

zu leben und ums finanzielle Überleben zu

kämpfen?

Nun hat auch die Landeshauptstadt

ihren „Einzelfall“! In einer österreichischen

Tageszeitung wurde

ein ausführlicher Beitrag über ein

skandalöses Facebook-Posting des

St. Pöltner FPÖ-Stadtrates Klaus

Otzelberger veröffentlicht. Im

jüngsten Beispiel der „FPÖ-Einzelfälle“

versucht Otzelberger der

SPÖ-Vorsitzenden Pamela Rendi-

Wagner mit einem Bildausschnitt

einen „Hitlergruß“ anzudichten!

Er hätte das Originalbild nicht gekannt,

lautete seine seichte Ausrede.

Genügt das? Anstatt wie auch

andere „Einzelfall-Politiker“ zurückzutreten,

oder sich wenigstens

öffentlich zu entschuldigen, meint

der FPÖ-Stadtparteichef lediglich

süffisant, das Bild hätte ihn an eine

schreckliche Zeit erinnert. Was bewegt

FPÖ-Politker österreichweit

immer wieder, andere unsachlich

anzupatzen? Liegen die Nerven

nach dem Wahlabsturz blank? Herr

Stadtrat Otzelberger, es ist wirklich

eine schreckliche Zeit, solange derartige

Postings immer wieder den

Weg ins öffentliche Netz finden.

Ihr

Hans Rankl

Stadtrat a.D.


st.pöltner

16 | stadt express

aus erster hand

An die Arbeit!

Nach dem desaströsen Ergebnis der Nationalratswahl

hat der SPÖ Bundesvorstand

Eckpunkte des Erneuerungsprozesses „An

die Arbeit!“ beschlossen.

„Wir sind uns alle einig, dass wir einen Erneuerungsprozess

von innen heraus brauchen.

Aber wir brauchen auch eine Öffnung nach

außen Richtung Zivilgesellschaft, Wissenschaft,

KünstlerInnen und Kulturschaffende

sowie in Richtung unserer Mitglieder“, betont

Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner.

Kernstücke dieses Prozesses sind neben

einer österreichweiten Mitgliederumfrage,

die so genannten Zukunftslabore „Die neue

Zeit“. Koordiniert werden diese von einem

starken Dreierteam: GPA-Vorsitzende Barbara

Teiber, die Ökonomin und Direktorin des

Renner-Instituts Maria Maltschnig und die

St. Pöltner Abgeordnete, Bildungssprecherin

Sonja Hammerschmid werden ihre Expertise

einbringen. In den Zukunftslaboren treffen

ExpertInnen, VertreterInnen von NGOs, WissenschaftlerInnen

und Kulturschaffende mit

SPÖ-PolitikerInnen und -FunktionärInnen

sowie SPÖ-Mitgliedern zusammen, um neue

Ziele, Leitthemen und Ideen für politische Zukunftsprojekte

zu erarbeiten – mit dem übergeordneten

Ziel, eine moderne, geschlossene

sozialdemokratische Erzählung zu entwickeln.

Wenn auch Sie sich einbringen wollen, können

Sie sich gerne an die SPÖ Bezirksorganisation

St. Pölten wenden – jede konstruktive

Idee ist willkommen.

Gegen Gentechnik, für Klimaschutz und Transparenz

Seit seinem Amtsantritt Anfang Juli absolviert der EU Parlamentarier Günther

Sidl alle Fahrten zwischen Brüssel, Straßburg und Niederösterreich mit dem Zug.

Er sparte bei den bisherigen Fahrten gegenüber

dem Flugzeug 8,5 Tonnen CO2 ein – das

entspricht der Pro-Kopf-Emission in Österreich

in einem ganzen Jahr - also von jeder

Österreicherin und jedem Österreicher. Als

Chefverhandler der europäischen SozialdemokratInnen

für ein gentechnikfreies Europa,

setzt sich der Petzenkirchner für ein Importverbot

gentechnisch veränderter Pflanzen ein:

„Gentechnik hat auf unseren Tellern nichts

verloren. Das gilt bei uns in Niederösterreich

und muss jetzt endlich in der ganzen EU gelten“.

Neben dem Kampf gegen Gentechnik

setzt sich Sidl auch für mehr Transparenz

bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln

ein: „Derzeit heißt die Bezeichnung ‚Qualität

aus Niederösterreich‘ nicht, dass auch alle

Rohstoffe aus Niederösterreich kommen. Mit

diesen Tricksereien muss endlich Schluss sein

– wo Niederösterreich draufsteht, muss auch

Niederösterreich drin sein!“

Höhere Schutzniveaus für Bienen

Von Anfang an hat Sidl klargestellt, dass er

auch beim Einsatz gegen Pflanzengifte nicht

locker lassen wird. „Die Verlängerung der

Zulassung von Glyphosat in der EU war

ein Fehler, der dringend korrigiert werden

muss“, betont Sidl, der dabei auch den Schutz

der Bienen im Auge hat. „Verschwinden die

Bienen, hat das einen enormen Einfluss auf

Mensch und Umwelt. 84 Prozent der Pflanzenarten

und ein Großteil der Lebensmittelerzeugung

hängen von der Bestäubung

durch Bienen ab.“ Der EU-Parlamentarier

fordert daher von der EU-Kommission höhere

Schutzniveaus ein.

EU-Abgeordneter Günther Sidl

https://www.facebook.com/sidl.guenther


aus erster hand

st.pöltner

stadt

express

| 17

Foto: Helmuth Bronnenmayer

Ein Hoch dem Frauenplatz

Im Frühjahr wurde der Bereich zwischen der

Linzer Straße und der Prandtauerstraße auf

Initiative der SPÖ in Frauenplatz umbenannt.

Zum einen, da hier im ehemaligen Institut

der Englischen Fräulein Persönlichkeiten

wie Enrica von Handel-Mazzetti, Paula von

Preradovic oder Maria Theresia ihre Schulbildung

erhielten und zum anderen die Bezirksorganisation

der SPÖ beheimatet ist, die

eng mit Persönlichkeiten wie Maria Emhart

Frauen an die Macht

Die Frauenakademie der SPÖ Niederösterreich

unterstützt Frauen in verschiedenen

Bereichen und fördert und ihr frauenpolitisches

Bewusstsein.

20 Teilnehmerinnen aus ganz Niederösterreich

sind beim zehnten Lehrgang dabei. Aus

dem Bezirk St. Pölten nehmen Elisabeth Gugerell,

Schriftführerin der SPÖ-Frauen Böheimkirchen

und Monika Wolf aus St. Pölten,

Mitglied der SPÖ Sektion 7a, teil. „Meine

Tochter hat vor einigen Jahren teilgenommen

und war begeistert“, freut sich Elisabeth

Gugerell. „Ich bin froh über die Möglichkeit,

Frauen aus ganz Niederösterreich kennen zu

lernen und mir Ideen für unsere zukünftigen

Aktivitäten in der Gemeinde holen zu können.“

Als großartige Chance, um sich mit

verschiedenen politischen Themen auseinanderzusetzen

sowie zur Vernetzung, sieht auch

Monika Wolf ihre Teilnahme: „Ich finde es

wichtig, dass wir Frauen zusammenarbeiten

und uns weiterbilden, um gezielt die aktuellen

gesellschaftlichen Herausforderungen,

wie die Einkommensschere, fehlende Kinderbetreuungsangebote

oder Frauengesundheit

anpacken zu können.“ Monika Wolf liegt

besonders das Thema Gewalt gegen Frauen

und Kinder am Herzen: „Präventionsarbeit

oder Mathilde Bayerknecht verbunden ist.

Nun fand auf Initiative von Stadträtin Renate

Gamsjäger und Bundesrätin Eva Prischl das

erste Frauenplatzfest statt. „Dieser Platz ist

ein Symbol für die Gleichstellung der Frauen.

Damit sollen im öffentlichen Raum die

Leistungen der Frauen sichtbar machen und

an bedeutende Frauen unserer Stadt, die von

hier ausgehend Großes bewirkt haben, erinnern“,

so Bürgermeister Matthias Stadler.

Foto: Gaby Strahberger

durch Aufklärung und Sensibilisierung ist

meiner Meinung nach sehr wichtig, nicht nur

hinsichtlich körperlicher Schädigungen, sondern

auch in Bezug auf psychische Gewalt

und verbale Angriffe. Frauen, die finanziell

unabhängig sind, können eher ein selbstbestimmtes

Leben führen und müssen Angriffe

nicht ‚stumm erdulden‘. Gerade deshalb

ist auch das Thema Gleichstellung aus arbeitsmarktpolitischer

Sicht enorm wichtig.“

Das erste Modul stand unter dem Titel „Die

Schreibwerkstatt“. Dabei boten die ReferentInnen

wichtige Einblicke in die Pressearbeit

und den Umgang mit JournalistInnen. Die

weiteren Module behandeln bis Ende Juni

2020 Themen wie Präsentationstechniken,

Kommunikation und Feminismus heute.

Moderne Sozialdemokratie

Wir stehen am Beginn einer Epoche

massiver Umbrüche. Digitalisierung,

Neoliberalismus und Vermögenskonzentration

werden für massive Verwerfungen

sorgen und die Kluft zwischen

Arm und Reich vergrößern. Mit dem

Ergebnis, dass sich die „Mittelschicht“,

das Rückgrat der Gesellschaft, auflöst.

Monopole wie Amazon, Google,

etc. bauen Macht aus und setzen ihre

Gegner unter Druck. Gleichzeitig werden

natürliche Ressourcen erschöpfen

– bei 16,6 Milliarden Menschen im

Jahr 2100 (laut UNO). Für diese Herausforderungen

braucht es dringend

Antworten, bspw. eine 30-Stunden-

Woche bei vollem Lohnausgleich. Zudem

ein gerechteres Steuersystem, bei

dem Arbeit geringer, Vermögen höher

besteuert wird. Es muss auch der Gemeinwohlgedanke

gestärkt werden.

Wenn es der Sozialdemokratie nicht

rasch gelingt, den Menschen wieder

eine positive Zukunft mit konkreten

Vorschlägen anzubieten, werden wir

alle von den Entwicklungen überrollt

werden. Die gute Nachricht: Der von

(rechts-)konservativen „Intellektuellen“

und Medien herbeifantasierte

„Untergang der Sozialdemokratie“

findet nicht statt. Ganz im Gegenteil,

jetztwird das zweite Kapitel der Sozialdemokratie

geschrieben! Nach

Gründung der Partei in der industriellen

Revolution, muss nun die digitale

Revolution im Sinne der Menschen

bewältigt werden!

Euer

Robert Laimer

Nationalrat


st.pöltner

18 | stadt express

frauen der bewegung

Mit Feuereifer und guter Laune

Renate Kocevar engagiert sich seit 45 Jahren ehrenamtlich in der St. Pöltner Volkshilfe. Seit September wurde

auch heuer wieder fleißig für den Christkindlmarkt im REDpoint gebastelt, wobei die Damen ihrer Kreativität

freien Lauf ließen. Alle Einnahmen werden durch die Volkshilfe an Bedürftige gespendet.

Weihnachtsbäume, Gestecke, adventlicher

Tischschmuck, Gläser und Teller mit weihnachtlicher

Dekoration, Glaskugeln: Renate

Kocevar und ihre fleißigen Helferinnen von

der Volkshilfe-Bastelrunde versinken bereits

fast in ihren zahlreichen, in liebevoller Arbeit

gefertigten Verkaufsstücken. Und obwohl die

Damen altersbedingt immer weniger werden,

sind alle mit Feuereifer und guter Laune dabei:

„Von 5. bis 7. Dezember verkaufen wir

unsere Bäumchen und Weihnachtsdekorationen

im REDpoint, dann wird es einen

Verkaufsstand im Krankenhaus und in der

Krankenkassa geben. Und falls jemand noch

eine Spezialanfertigung möchte, gestalten wir

gerne ein Bäumchen auf Bestellung“, verrät

Renate Kocevar. Sie engagiert sich seit mehr als

45 Jahren ehrenamtlich für die Volkshilfe.

Engagement für den guten Zweck

„Wir haben Muttertagsfeiern veranstaltet –

da hat sogar mein Sohn mit seinen damals

fünf Jahren bereits mitgeholfen – Modeschauen

im Forum Kaufhaus abgehalten,

Bälle in den Stadtsälen organisiert und

dazwischen immer wieder für den Christkindlmarkt

gebastelt“, erinnert sich die

St. Pöltnerin. Zu Beginn wurde dieser jahrelang

im Karmeliterhof abgehalten, bis er

auf den Rathausplatz übersiedelte. Jeder

eingenommene Schilling und Euro wurde

von den fleißigen Damen gespendet. „Die

Basteln fleißig für die Volkshilfe: Renate Kocevar, Edith Riederer, Annemarie Riesenhuber

und Maria Stampfer.

Volkshilfe schaut, dass nur jene Leute eine

Spende bekommen, die diese auch wirklich

brauchen. Es gibt entweder Einkaufsgutscheine

oder eine finanzielle Hilfe zum

Mietzins. Das wird genau kontrolliert“, weiß

Renate Kocevar. Auch heute wird noch ein

Mal in der Woche gebastelt. Die Volkshilfe-Runde

kennt sich schon lange. Einige

sind nun zwar im Altersheim, kommen

aber trotzdem, wenn es sich ausgeht, und

helfen beim Verkauf. Renate Kocevar hat

nach der Haushaltungsschule mit der Lehre

als Schuhverkäuferin in St. Pölten begonnen,

war dann bei der Firma Hausmann

als Verkäuferin und in der Buchhandlung

Schubert als Kassierin angestellt. Nach der

Geburt ihrer beiden Söhne war sie 18 Jahre

lang bei Metro beschäftigt. „Dort hatten

wir ein super Betriebsklima“, erklärt sie,

warum sie bis zur Pensionierung geblieben

ist. Ihren Hans hat sie bereits im Alter von

16 Jahren am Eislaufplatz kennen gelernt,

mit 20 Jahren wurde geheiratet und diese

Ehe hält nun schon 55 glückliche Jahre an.

Befragt nach ihrem Hobby, strahlt Renate

Kocevar sichtlich: „Ich gehe sehr gerne auf

Flohmärkte, um alte Hummel-Figuren und

Porzellanpuppen zu erstehen.“ Zu Hause

stehen an die 200 Keramik-Figuren, in

der Fachliteratur schlägt sie dann nach, in

welchem Jahr ihre Neuzugänge entstanden

sind. Die Figuren werden immer wieder

liebevoll abgestaubt und neu drapiert. So

gibt es, wie jedes Jahr, nun auch wieder ein

eigens geschmücktes Weihnachtsfenster mit

Engeln und Adventfiguren.

Renate Kocevar

fact

box

Geburtsdatum:

Familie:

SPÖ-Mitglied seit:

Beruf:

Hobbies:

16. Juni 1944 in Landskron (Böhmen)

Verheiratet, zwei Söhne, zwei Enkerl

Über 50 Jahre

Verkäuferin, jetzt in Pension

Auf Flohmärkten nach Hummel-Figuren und alten Porzellanpuppen stöbern


auf seite der jugend

st.pöltner

stadt

express

| 19

Heißer Punsch gegen soziale Kälte

Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit im Jahr, wo man

besonders an jene denk, die es im Leben nicht so gut

erwischt haben. So schenkt die Junge Generation auch

dieses Jahr am Riemerplatz Punsch gegen eine freie

Spende aus.

Der Punschstand findet am Samstag, 30. November von

9 bis 13 Uhr statt. „In Österreich gibt es 372.000 Kinder

und Jugendliche, die als arm gelten. Die Auswirkungen

von Armut auf Kinder sind hinreichend bekannt. So sind

arme Kinder öfter krank, erleben oft, dass ihre Eltern verzweifelt

sind und haben schlechte Startchancen im Leben.

Sie sind oftmals die armen Erwachsenen von morgen.

Mit den Spenden wollen wir mit der JG in diesem Jahr

das Projekt der Volkshilfe gegen Kinderarmut unterstützen

Die Volkshilfe unterstützt armutsbetroffene Kinder

mit einer regelmäßigen Kindergrundsicherung. Damit

sichern sie Kindern eine gute Bildung und Gesundheit

und ermöglichen eine kindgerechte Lebensgestaltung“,

erklärt Gregor Unfried wohin die Spenden in diesem Jahr

gehen werden.

Gratis Eintritt für unter 20-Jährige

Bei ausgewählten Konzerten ist ab sofort der

Eintritt für Jugendliche bis 20 Jahren gratis.

Die Veranstaltungen, bei denen diese Aktion

gilt, sind mit einem U20-Logo versehen.

Livekonzerte sind einzigartige Erlebnisse, die

sich nicht mit dem Streamen von Musik oder

dem hören von MP3s vergleichen lassen. Um

junge Leute wieder mehr für Livekonzerte

zu begeistern, startet der Freiraum, sowie die

Rock’n‘ Roll Higschool diese besondere Aktion.

„Mit der U20-Aktion wollen wir jungen

Kulturinteressierten den Zugang zu unseren

Konzerten noch einfacher machen, aber

auch die Möglichkeit bieten, mal risikofrei in

Veranstaltungen reinzuschauen, bei denen

man sich nicht sicher ist, ob es auch gefallen

wird“, so Martin Rotheneder vom Freiraum.

Die nächsten Veranstaltungen sind am

29. November „Home from Home“ und am

6. Dezember die „R’n’R Highschool“ mit

Boogie Hammer.


st.pöltner

20 | stadt express

St. Pölten einst und jetzt

kultur

Nachdem das Schillergymnasium 1945 Opfer eines Bombentreffers wurde, musste

Ersatz geschaffen werden. Wie ein Dinosaurier aus einer anderen Zeit zierte ab 1954

der mächtige Nachkriegsbau des BG/BRG jahrzehntelang die südliche Josefstraße.

Der Rosenkavalier

Kolumne von Toni Wegscheider

Und ich sing weiter

In den Jahren 1994 bis 2007 war das Unterrichtsministerium in den Händen von ÖVP MinisterInnen.

Das hat leider auch dazu geführt, dass die dringend notwendigen Sanierungen

und Umbauten der St. Pöltner Bundesschulen immer wieder zurückgereiht wurden. Als das

Unterrichtsministerium wieder in fähige Hände gewandert ist, hat Matthias Stadler mit Claudia

Schmied ein umfassendes Ausbauprogramm für die St. Pöltner Bundesschulen paktieren

können. Insgesamt wurden in diesen Jahren bis 2018 insgesamt 25 Millionen Euro investiert.

Es schien mir heute – laut Berichten –

wieder Zeit etwas zu dichten!

Ein Gedicht das ungefragt

einfach niemandem was sagt!

Ein Gedicht das blank und schlicht

nicht einmal eines ist – ein Gedicht.

Weil es einen Fehler hat:

Nichts reimt sich auf Kulturhauptstadt!

Jetzt hat sich wie es plötzlich scheint

doch etwas auf das Wort gereimt.

Und ich mein gradeaus und schlicht:

Nein, wir St. Pöltner trauern nicht!

Weil dieser Ort schon lange hat,

die Basis für Kultur und Stadt.

Die Wirtschaft, die ist hier zuhaus,

Studenten gehen ein und aus.

Und schön ist es auch rundherum,

mit Seen, Auen und auch drum

bin ich es – und bin nicht allein

stolz ein St. Pöltner hier zu sein!

2018 wurden die Bauarbeiten beim Gymnasium termingerecht abgeschlossen. Seitdem

stehen den SchülerInnen nicht nur das generalsanierte, 8.000 Quadratmeter

große Bestandsgebäude zur Verfügung, sondern auch ein 2.000 Quadratmeter großer

Zubau für weitere 18 Stammklassen und ein sanierter wie auch zwei neue Turnsäle.

Und ich sing weiter,

spiel nie Klavier

Alles Gute,

Euer Rosenkavalier


auf den punkt

st.pöltner

stadt

express

| 21

styled by mediaStyle, Fotografie: Franz Weinhofer

Individuelle

Urnen bestattungen

im Dunkelsteinerwald

Langfristige, würdevolle Grabstätte ohne

Verpflichtungen für die Hinterbliebenen!

Termine für Führungen und Infos auf

www.ruhewaldhohenegg.at

Letzte Ruhe

inmitten der Natur

Persönliche Beratungs gespräche und

Führungen können ebenso unter

0664 969 73 41 vereinbart werden.

Burg Hohenegg, 3386 Hafnerbach


st.pöltner

22 | stadt express

was war

Rückblick

Steine der Erinnerung

Buchpräsentation

Das Begleitbuch von Stadtarchäologe Ronald Risy mit Grafik

von Doris Zichtl zur gleichnamigen Sonderausstellung

(verlängert bis April 2020) wurde kürzlich der Öffentlichkeit

präsentiert. Darin erzählen St. Pöltner Friedhöfe und geben

Überblick über die Begräbniskultur im Raum St. Pölten

vom Neolithikum bis ins 20. Jahrhundert. Das Buch ist um

24,90 Euro im Stadtmuseum erhältlich.

575 namentlich bekannte BürgerInnen der jüdischen Gemeinde

wurden in unserer Stadt im Holocaust ermordet. Als

Zeichen des Gedenkens wurden im Rahmen einer laufenden

Aktion kürzlich elf weitere Steine der Erinnerung für 21 Ermordete

gesetzt. Ziel der jährlichen Steinsetzungen des Institutes

für jüdische Geschichte und der Stadt ist es, insgesamt

80 Steine an früheren Adressen von jüdischen MitbürgerInnen

zu setzen.

Eine Insel hilft

Kellergassenfest

Anfang November fand in den Rendl Kellern am Mamauer

Kellerweg das bereits traditionelle Kellergassenfest statt. Neben

den kulinarischen Schmankerln aus der Region, sorgte vor allem

die Türnitzer Tanzlmusi, die von Keller zu Keller zog, für das

Vergnügen der Gäste. 14 Winzer aus ganz Niederösterreich

präsentierten eine erlesene Auswahl an Wein-, Most- und Edelbrandspezialitäten.

Dieser erfolgreiche und gemütliche Abend

wird auch 2020 eine Wiederholung finden.

Im Bereich Bootshaus und Bushaltestelle an der Harlander

Straße gab es schon länger den Bedarf an einer Querungshilfe.

Ein Schutzweg war aber aufgrund von Sicherheitsbedenken

nicht umsetzbar, weswegen die Stadt in Zusammenarbeit

mit dem Land eine Mittelinsel errichtet hat. Da in

naher Zukunft auch eine Radwegverbindung von Harland

in Richtung Traisentalradweg geschaffen werden soll, ergibt

sich eine gute Querungsmöglichkeit für RadfahrerInnen.


was kommt

st.pöltner

stadt

express

| 23

Ausblick

Roter Zipfelmützentag (08.12.)

Christkindlmarkt (22.11. bis 23.12.)

Foto: Heinz Hauptmann

Die SPÖ Eisbergsiedlung lädt zum schon traditionellen „Roten Zipfelmützentag“.

Am Spielplatz in der Goethestraße werden ab 14 Uhr

an alle, die mit roter Zipfelmütze kommen, gratis roter Punsch, roter

Glühwein oder roter Früchtetee ausgeschenkt. Rote Zipfelmützen

bekommt man natürlich auch vor Ort geschenkt.

Auch ohne Ö3-Weihnachtswunder ist der St. Pöltner Christkindlmarkt

ein absolutes Highlight, um sich mit Freunden und Familie

so richtig auf den Advent einzustimmen. Dafür ist heuer der ganze

Rathausplatz zum Christkindlmarkt geworden. Nachdem im vergangenen

Jahr das Erscheinungsbild aufgefrischt wurde, wird heuer

verstärkt auf Kunsthandwerk und ein buntes Bühnenprogramm

gelegt. Der Christkindlmarkt ist bis 23. Dezember täglich geöffnet.

Jahresausklang am Traisendamm (31.12.)

Erstbeleuchtungen (22.11. bis 01.12.)

Auch heuer findet am Silvestertag von von 14 bis 17 Uhr

auf Initiative der SPÖ Sektionen 5 und 8b ein gemütliches

Beisammensein am Traisendamm in der verlängerten Landsbergerstraße

statt. Bei Glühwein und Maroni wir das alte Jahr

verabschiedet und das neue willkommen geheißen.

Nach dem Erstbeleuchtungsauftakt mit dem Christbaum am Rathausplatz

finden auch in den Stadtteilen die traditionellen Erstbeleuchtungen

statt. Am 30. November um 17 Uhr am Johannesplatz

in Viehofen, am 1. Dezember ab 17 Uhr in Stattersdorf am Kirchenplatz,

um 18 Uhr in Spratzern beim DomiZiel, sowie ab 18.30 Uhr

in Harland beim Amtshaus.

Weitere Termine: 30.11. Punschstand der Jungen Generation

(9-13 Uhr, Riemerplatz) +++ 05.12.-07.12. Weihnachtsmarkt

Volkshilfe (Do. 8-16 Uhr, Fr. 9-16 Uhr, Sa. 9-12 Uhr, RedPoint,

Wiener Straße 13) +++ 06.12. Punschfest mit Nikolaus (ab 17

Uhr, Feldmühle, Kleingartenverein Ratzersdorf) +++ 01.02.

Tanzveranstaltung: Ball der Roten Nelken (20:30 Uhr, Kulturhaus

Wagram) +++


Symbolfoto

Geförderte Niedrigenergie-Wohnhausanlage

3151 St. Georgen

Wiesenfeldstraße

Bestlage!

Besonderer Erholungswert durch das hervorragende

Mikroklima des angrenzenden

Traisenflusses, weitläufige Freizeitflächen,

Radwege, beste Infrastruktur, Einkaufszentren.

Daten auf einen Blick:

garantierte Eigentumsoption

großzügige Terrasse/Balkon

Gartenwohnungen im EG

großzügige Grünflächen

Sehr gute Verkehrsanbindung

Aufzug und Carport

geringer Heizwärmebedarf

HWB-ref≤23 kWh/m²a, f GEE 0,62

möglicher Anschluss an Kabel TV/

SAT-Anlage

Unverbindliche Vormerkung

unter www.wohnungsgen.at

Kontakt:

Bettina Hoheneder

02742/77288 DW14

E-Mail:

b.hoheneder@wohnungsgen.at

www.wohnungsgen.at

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